^U M. 5amstag lllll l. September WN Dic „L.n^ichcr Zellimg" crschliiit. mit i'lül'üalüix t»cr Son«- ll»d Fcitrt^c,l, tci^Iich. „nd foiiet s^m>»l den Acila^cn >»> Homvtoir gc,nzjähviq 1l sl. l> c, lbjä l, rig 7» ss. 50 kr.. »lit K r e >,z b a » d i»> (inml'-loir ^auzj. 12 ss.. h.ill'j. <> fl. Fiiv die Zustcllu»^ i»'s H.ius sine h albj. 50 kr. »ichr z„ entricht.!,. Mil der Post portofrei gan;/.. »>,t.r ,llllilsi'.i»l, i»»' ged'ucklcr Adresse 15 j!.. halbj. 7 ft. Ü!) lr. I >! sc r t i l'» s ,> c b n h r siir ei»c (Äai »ll,'!ii>:2p^lt<>>-,^sllc or,r l>c» .'li^nim l'crsell'lN, ist j»r I,»aii>ie Hi«' sli'.iüuiig N fr., siir Hmali^t ti fr., s»r^>».i!>^e ll> lr. u, s. N'. Z,l dilsc» (Hebilhrcn ill Ul.'ch !>,r Iusertions-sltüN'cl per ^>(> lr. s>lr nuc jcdcsnilill^c Cluschaliung hinzu zu rechlill,. ^»scraic l'is ll» Zlilc« tosl^» l st. i><> tr. siir A u>lc>>. 1 sl. 4U kr. s»r '<» lr. Amtlicher Theil. ^Ve. k. k. Apostolische Majestät baben mit Aller^ liöchster Entschließung vom 22. Angust d. I. dcn UniversilatslBlbliotbckar i» Padna, Abate Dr. ^'lid-wig v. Men in, in den Rlihcstand zu versehen und zu gestatten gcrnl't. daß demselben bei diesen/Anlasse die Allerhöchste Zufriedenheit mit seinem dnrch Loya-lilät nnd Bcrnfseifer ausgczeichnetcn Wirken inSbe-sondere im schrämte n»d in der Bcklcidling akac»emi» scher Winden ausgedrückt werde, An dessm Stelle haben Se. k. l. Apostolische Majlstät den Schulrall) nnd Gymnasial-Inspektov in Venedig Abate Natalc Eon c in a , mit Belassnng seines Ranges nnd Charakters, znm Vorbinde der genannten Bibliothek allcrgnädigst zn ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» bolster Entschließung vom 2^. Angnst d. I, ans Schonl'rliin'. den biüberigcn S»pplentcu der Pbysio.« logic nnd höheren Anatomie a» der k, k Uuwersiläl in Padua, Dr. Maiimilian Ritter v. Vinlschgan dcfiniliu zum ordentlichen Professor dieses Fachcö mit den normalniäßigen Bezügen allirgüädigst zn cr-ntnnen sslruht. Nichtamtlicher Theil. Der Majoritäts und dcr Miuori tätsantrag im großen Ausschuß des Neichsrathes. (Nach dcr „Ost-D. Post.) I. Wortlaut des Majoritätalltrasses. (Verichtrrstatler Gras Szecsrn und Graf Clam-Martimtz.) »Indem das Comitü die uerschiedenell Staals-voranschlä^e einer ernsten nnd eingshlndl'N Pinfling unterzogen nnd hierdurch Gelegenheit gefunden hat, im Sinne seines grnndsäßlichcn Beschlusses auch jene l'ö'henn Momenle m's Ange zu fassen, durch welche eine gedeihliche Zukunft d,r Monarchie l'cdiügt ist. kann es nicht umhin, am Schlüsse nnd als Ergebniß seiner Prnfnngsii dem lwl'en Ncichöratdc gegennlier die tiefgefnl'Ilc und rechtlich enucgene U''l'lrzengnnq auszusprechen, daß diese gedeihliche Zukunft durch daö jcyt destehcndc System der innern Organ-sation der Monarchie weder gesichert noch ssefördeit erscheint. Dieses System, dlssm erste Ornodziige durch die Ruck« Wirkung trauriger Erschütterungen hervorgerufen sind. kann di dcn Einwir-lnngcn vorübergehender Ereignisse, sondern nnr in der Auffassung. Frsthaltnng nnd Enlwicklnng seines inliäreiileli politischel» Cha«,licrs gesucht nnd gefunden werden. Von dieser Ueberzengn,,^ geleitet, kann das Count« dic itrn'tlgnng und S,cherung des Verbandes der Länder der österreichischen Monarchie und wrcl wol'wnstandcncu polüilchcn Einhcit nicht in der Igno» rilnng der historisch - politischen Iudiuidnalität ihrer einz^lucn Bestandtheile, nicht in einer rein äußerlichen GllichwlM^kcit oder in Beseitigung aller historischen Anknüpfungspunkte finden; — je lebhafter und tiefge. wnrzlllcr die 'Auhänglichscit dcr Völker der österreichischen Monarchie an ihre gsschichllich.-u und nationalen Erinnernngcn nnd Ii'stilliüoncn ist. je inuigei sich diese Auhäuglichlcil mit deu edelsic» El^enschaslen des Volköcharalccrs und mit dcn elhcbendstcn geschichtli« chen Erinncrungcn des Gesanmilreichcs ebc» so wie seiucr linzrlncn Bänder verknnpfl. desto fester und inniger wird das Pand werden, welches sie Alle um« schlingt, wenn line weise nnd mutlwolie Politik die Anforderungen der Kraft nnd Einheit des Reiches mit dcn berechtigten Strebnng«'» seiner einzelnen Tbeile in Einklang zu bringen, diese alS lebenskiäflige Stütze dcs Ganz.-n, — das Gesammtleich als schüt)<-ude Garantie des Bestandes seiner einzelnen Theile aufzufassen und zu cnlwiclcln urrstcht. Das Coinil6 verkennt flinetwegs die Schwierig, keilen einer ähnlichen Anfgabc. aber seine tief gemnr» zrlie Ucl'crzengnng uuu dem WeM'crusc der österreichischen Monarchie laßt il'in um so weniger einen Zweifel an der Möglichkeit cincr entsprechenden Lö< sung, jtmehr die forlschrcitende geschichtliche Entwicklung G.legcnhcit bietet, die Aüfordernng,!, der Gegenwart, t-ic somit ein wichiiges Ergebniß der Geschichte si„d. n:it den noch lebenskräftigen Neberlieseruiigfu der Vergangenheit zu verbinden und beide» gleichmäßig gerecht zn werden. Eden so wenig koniüe es dem Comit»': entgehen, wie di.ß schon l>ci Prüfung der Theilvoranschläge ausgesprochen wnrde, dag innerhalb des bestehenden Systcmö sich lcine crhcl'lichen Ersparungen lrziclen lasscn. daß diese nnr dadurch erieicht wcrden können, wenn die Utrschicdenln Bänder selbst an der Vcrwal-lnng ihrer Angelegenheiten Tbcil nehmen. Weit mehr, aber noch als bloß fiuauzielle Gründe für eine ähnliche Thcilnahme lie milierkenn-l'Nlc Wablheit, daß nur wrnn dicsc Theilnahme im Wege zweckmäßiger Iostünlionen iu's ^rben gerufen uud geregelt wlrc>. j>ner Eischloffnüg devz öffe»lllchen Geistes begegnet werdin laiin, welche die moralische Kraft der Staate» lahmt nnd veluichlet. Der erschlaffte öffentliche Gcist ist aber am meisten den Einfinsscn krankhaft erregter ^eidenschafllu angänglich, die an der gesunden Thäligkeil eineö wol'lgeordnetln öff.nllichen Bebens weit lher abprallen. Soll jedoch eine ähnliche Bclhcili.nlng der Lau» an den öffentlichen An^legcnheiten in'ö ^«bcn lretcn. /cuilletlln. Laibacher Plaudereien. (Sommers - Abschied — Der Hcrlist mcldci sich an — Die Abcudc — Wovon »nan spricht — ituriosc Konzcrle — Für eine Hundesteuer — Theater-Auspizien — Dic Ernte.) Die Wetterpropheten, die Eingeweihten in das heimliche Lcben der Natnr, welche mit Spinnen nnd Vögeln, mit Fröschen nnd ^azcrlen im geheimen Rapport stehen, ucrknndetcn uns. als wir so über den verregneten Sommer die zjopfc hangln ließen, daß ein schöner Nachsommer eintreteu und ein prachtvoller Herbst uns für Allcs cntschärigcn werde. Sie begründeten ihren Anöspnich anf das Gebaren jener Thiere, welche man die Börsianer nntcr den U,wcr-nünfiiglu ucnnen könnte, weil sie. obne eine tttjV Einsicht in die Wetterfabrikalion zn haben, dennoch die nächsten Ereignisse ahnen und ucrralheu. Nun war ihr Bem'limlii so, daß eiue IIi>u^^ unallsbleiblich war; sie gaben die berubigendsteu Zlisichcrllu^en, sis gebcrdetcn sich, als würde der Frühling noch ein Mal wiederkehren, ja einige Gattungen Vögel sollen in der Aussicht auf einen noch nicht dagewesenen schönen Herbst beschloss,», haben. a„ eine wcitcre Vermehrung ihrer Familien zu gehen. Sie hatten Recht. Herr» liche. sonnige T^,e ziehen wieder dnrch's Land nnd was da lebt, freut sich s und F.id spazieren. In so mancher Blume müssen wir die Visitenkarte dcs Son,-lncrs erlcuucu, die er uns pour plolull-« enn^ü überreicht, nnd so manches dürre Blatt, das der Baum uns zu Fnßeu legt, ist uichlö weiter als dic Karte dcs Herbstes limi«' 5'iro vl^il^. I^, ^- Herbst steht vor der Thnrc; die Ä" "llcn „Distanzen" gewonnen l).,t. oder wic Dieser oder Jener so oiel Orden habe. d.iß er dapon ganz „konstcrniit" sei :c. Die ^'änge der Abende fürchten wir also nicht; wol)l aber nnd'wii- besorgt, daß die zuuehmeude j^ühle unö den Aufenthalt in dcn Garten uersagt, daß w^r nnö in's Innere der Ncstauralionen und Kaffehhä'user znrncl- zichen, und auf die Konzerte im Freien verzichten müssen. Die Konzclle im Freien? werden die geet'lten ^eser fragen, gab es Dinn heuer >o viel Konzerte im Freien? Nu». wir meinen jer ein ganzes Hcer uon Pluto's, Hektor'^,, Fido'ö, Azor's cholmäßig agirle, oder eine zarte Diana sich in Koloraturen bewegte oder gar ein Paar verbissene Racker ein Duett aust inmtcu, bis der Dirigeulenstock lincö Unwilligen dcr Gcschichte ein Ende m.'chle, odcr der Fuß eines Leidenschaftlichen den lichligcu Takt angab — wir meinen die Hnndekoüzerie, die mau nolens vt)l>n« a,,, zuhöreu gezwungen war. Dicsc Bestien, die Hunde nämlich, haben sich in der l^len Zeit so vilmehrt. c>aß fast anf jcdcn erwachsenen Menschen eine kommt. Dabei si»o lie wenigsten manieilich n„d wohlerzogen; Dic meisten sind freche, zudringliche, unreinliche, uaga-l'nndirenrc Köter, die keincu Nullen gewähren; nutcr iliucn ein sy'ischcs BInlbao anzurichten, wärc eine Wohlil'at uuD dürfte lciuc Inl«ruenlion der enropäi-scheu Mächie zur Folge haden. Anch in einem l!ai-l.achcr Briefe dcr ..Klogcnf. Ztg.« wiid Klage geführt i'll.cr dic vielen Huude; es beißt darin: ..Ems ist, ras u„S deu Besuch dcr Gesellschaftsgärtcn. wie über-l.'.nipl jcdeS öfflnllichcn i.'^lalcs. verleiden möchte. Das sino die Hnnde. Wir halben einen solch.» Hunoc-Ucbcrfiuß, daß diese vicr'.'eiiligen nnocrnüufligcn Be-glciter der zweibeinigen Vernünftige,,, im Gcfnbl ihrcr groöcn Zahl, ordentlich die Herren spillen. als ol) es n.,cdcr Magistrat, noch Polizei, noch Wascumelstcrei gäbe. Im Kaffchhausc kann man keinen Schutt thun,. 8s>« so kann d!f^ nur mit Anknüpfnug a» früher bestandene biftorischc Institutionen gnit einen» entsprechende» Geist zu belebe», wo keine ädnliche» A»l»üpfuugs-punktc vorbanden sink' jcdenfalls aber dürfte es unmöglich sei», tin wabrcs öfflnllichcs Lcbc». eine tlnsl-f,clnciiltc Sclbslvcrwaltling mit I.inorilling derselben doit zu begründen, wo sic in den Gefühle» uud Uebcr-zeuguugcu »och uugcschwächt fortlebe». Das Comity glaubt die Grundlagen dieser Lösungen auch schon ill jeuem ollerhöchsten Handschreiben aügedeulct zu finden, welches durch Hinireisung auf lie Selbstvcrioaltung eer Ocineinden. anf die Wic» derbelebun^ der Mnuizipalinstitnlioncn in Ungar,! uud der Einführung äbulicher Instilntione» ill dcil and.rn Ländern der Monarchie, aus die Ei»bernfuug des Landtages die Begrüuduug ciucS neucn Zustandes i» Aussicht NcUt. der durch daö allcrh. Handschrciben vom 17. I. M. eine ncuc. ausgedehntere Grundlage gewonnen hat. Je lnehr aber das Eomill» von dcr Nothwendigkeit durchdrungen ist. daß diese in Aussicht gestellten Zu. stände wirklich lebenskräftig, daß die Andeutungen des kaiserlichen W'llcns von den Organe» der Staats» gewült dem Geiste gcircu angefaßt und allsgeführl werdcn. in welchem sie ausgesprochen wurden, daß „amlutlich rer Gefahr begegnet werde, rurch Hin> ausschicbuug driugcuder Lösuugen orcr durch Schein» Veränderungen die allgemeine Stimmung zu verwirren, desto n:elir ist daö Comite davon durchdrungen, daß cs in dem Verufc dcö vcrställlcn Reichsralhcs liegt, durch bcstimmte Andeutung der allgemeinen Nichlungen durch rückhaltslose und offcuc Darlegung seiner Ucbcr» zcugllngln ciucu eutschcidcuden Beitrag zur Lösung jcncr Frage», zu licferu. deren hohe Bedeutung Ec. Majestät dcr Kaiser in laudcsvälcrlichcr Sorgfalt aus» zusprechen gcrubl hat. Demgemäß sinket sich das Comit<: veranlasst, als Endergelmiß dcr Prüfung dcs Slaalövoranschlagcs l,ud eincr darauf gestiiyten Erwägung deS moralischen und matericUe» Zustandes dcr Monarchie scinc Ucbrr> zcugung in Folgendem auszusprcche»: Die Kräftigung und gedeihliche Enlwicklung der Monarchie erheischt die Anerkcuuuug dcr historisch-polilischcn Iudividualilät der einzelnen Bänder, iinier-hall) wclchcr die naturgemäße Entwicklung und Förderung der vcrschicdcuin Stamm«Nationalitäic» znr Geltung zn bringen ist. uuv ric Verknüpfung dlcscr Anerkennung mit drn Anforderungen und den Beding« liisscn des gcsammlstaallichc» Verbandes, dcmnach bci prinzipieller Gleichstellung aller Bänder dcr Monarchie, sowohl die Aiicrlcuuung und Begründung ihrer Au> tonomic in dir Administralion und inncrn i^cgiöla« tion, als auch die d.fi»iliuc Feststellung. Sicherung lind Vertretung ihrcs 'gcmcinjameu staatsrechtliche» Verbandes. Dicse staalörcchtlichc Regelung kann aber lhre Ergänznng unr durch die Wicdcrbrlcbnng und Vc. g'ündung lebenskräftiger muuizipaler In,tttutlouen m> Sinne eincr ernstgemrinlen Selbstvclwaltung auf dem admimstrativcu Fllcc finden, und alle diese Mastrc-gcln werdeu ihr Ziel unr dann crreichln. wenn sie ohne zu fürchten, ciucn solchen angenehme» Köter auf die unbcstiefelMl Füße zu llltcn uud allgemeines Zeter-Mordio-Geschrci zu veranlassen. Ich bin kcin Feind der Hunde, dieser lrcucn Thiere, abcr ihre Vcr» lNlhrung in's Unzählige scheint mir renn doch sowohl in gesellschaftlicher als sauitällichcr Vczichnng zu bc-schränken. Namenllich mache ich diese mrinc Ansicht gellend in Bezug auf die Proletarier des Huurcgc-schlecl'lts. jcncr Köter, die keinem andern Zwecke leben, als Skandal auf dcr Straße zn machen und Flöhe groß zu ziehen. Ich bin gegcn Maulkorl, und Wa« seumeislcr. aber ciue Hundcstcncr wnrdc ich mit Freu» den bsgrüßen. sie ist gerecht uno billig. Eine Hunde« stcuer. uou etwa ü bis 10 fi. pr. Slück, würde nichl nur den, Staate clwas Erkleckliches eintragen, sie würde uns gewiß anch uon vielcu dicscr Vlerbciucr bcsrcicu, die uns nnr zur i.'ast lcbcn. Daß cs Herbst wirv uu» die Wmtcrzeit näher lückt. sagt uns aber nicht nur die Natur, sondern auch — die Kunst. Noch steht die Wclt im Grnnen. noch blühen dic PInmcn in Gärtcn uud auf Mcscn. noch legt warmer Souncuschcin sein Ooldney üder die Fluren, da kommen schon die Zuguögcl dcr Kunst au. wclche des Winters Freud und Leid mit uns theilen wollen. In acht Tagcn wird die Thcalcrsai« sou. die bei uns Prouinzlcrn so ziemlich den ganze» Winter repräscntüt, beginnen. Das Programm, wel» ches H.'rr Dircklor Stelz er veröffentlicht hat. theilte ,ins bereits mit. welche Kräfte er für die Bühne a»' geworbcn. uud welche NMläteu er uns vorzuführen gedenkt. Wenn. was die Kiäfle betrifft, die Qualität der Quantität cnspricht. so können sich unsere Theaterfreunde gratliliren. Wie wir nach einer stnch-tigen Volkszählung gcschcn h^den. besteht das Personale aus nicht weniger als 22 Herren. 17 Dame» und 23 Orchester-Mitgliedern, eine für uuscre Vcr^ dnrch dic nwqlichste Anknüpfling an die früher be» standcncn Iustitl'tioncn nnd Nechlszustände und oere» Ausgleichung und Verbindnug nnt deu Anforderungen aller zur Gclluug gelaugtcu politischen und geseUschafl« lichcn Fakioren ocr Ueberzengnngen und Nechlsan-sch^uungen der cinzclncu Länder gerecht werden, uno die in, Intcrcssc deS GlsammtocrbandcS gebotenen Modifikationen ebcn in jenen großen politischen Nolh» weudlgkeitcn ihre undestlcilbare '^egrüncung fi»oe!i. deren Anerlennnng sich kcincö dcr ^änd»r der Mon» archie entziehen kaun. Das Comitü ist vou der Ueberzeugnng dnrch-oruugen, daß der Ncichsrath in dir bestimmt formu-lirtcu Anbeulull^ dicscr allgemeinen Richtung sich lil< innerhalb dcr Grenzen seiner Altribulionen bewege, dicse aber anch dadurch erreicht habe. Die Erwartungen, wclche sich an seine Einberufung küüpfe». wclche daö kcuscrliche Wort seiner Thätigkeit zuschreibt; — vor Ancm aber die aus der Prüfung des Staats - Voranschlages hervorgehende Ueberzeugung, daß die bloß ziffermäßigc Neuision desselben innerhalb des bcslchcuocn Systems diese Thätigkeit zu einer rein illusorische» gemacht haben würde, müssen den hohen Neichsralh bestimme». seine» Ansichten uud Ueberzeugungen übcr die iiage nno Ve-dürfuisic dcr Monarchie ci»c» entschiedenen Ansdrnck zu gebe». Der Versuch, die Art der Verwirklichung dieser angedeuteten Ntchlung cingchcndcr zl» elltwickcln, würde aber de» hohen 3ie,chsr^th ans ein Fclo führen, auf de,m sich die politischen Nalhschlägc und die Funktionen dcr liglntliche» Negicrungsgewalt berühren und durchkreuzen; der hohe Rcichörath muß sich um so mehr uo» diesem Fcloe fcruc halten, da die Auf< gäbe dieser allgemeine» staatsrechtlichen Vermittlung, Ausgleichung und Regclnng und dic Beantragung dcr hierzu zweckmäßigen speziellen Millel und Maßregel» nicht ihm znlommcn kaun. Das Count« glaubt, daß der hohe Neichsrath eine genügenrc Begründung dicscr Beschränkung scincr Aufgabe n»o Anträge in dcn hehren dcr Geschichte finden dürste, die deutlich bezeugen, daß der immcrhin ernste Ucbcrgang zu mannigfach umzugestaltenden staat-lichen Institlllionen stets ein gefahrvoller wird. wen» dic Faß er dabei sciuc Rechnung finden möge. Wir zweifeln nicht daran, daß er es wird, sobald scinc Gesellschaft daö leistet, was man bei den Yicsigcn Verhältnissen mit Recht beanspruchen ka»n. Die schöne». son»igen Tage. mit denen uns dcr Himmel beschenkt, habe» rie Aussichten auf ciuc gute Ernte wiercr vermehrt. Dcr Haidc». wclchcr eben i» dcr Blüthe steht, scheint eine rcichc Auöbentc zu vcrspreche«. ' Die ganze ^,'aibachcr Ebc»c gleicht cinem große» Blnlhciltcppich; »nr dürfe» ^knne Nachtfröste cintreten. — das sind die ärgsten Feinde dicier zarten Pfiauze. Soviel sich jcl)t schon sugcn läßt. ist die ricßjährige Ernte im Ganzen a/uommc»< gllt. D.r Wcizc» ist trefflich gediehen, der Mals steht so üppig wie uoch nie. au Hcu und Grummct ist Urbcrflnß. uur dic Gerste war' gering u»o die Erdäpfel sind tle>n nnd thcilwcisc krank. Dafür gibt eö aber Obst ,»> Mcngc. dic Kirschen wollten nicht zu Enrc glhcn. Birnen kommen massenivcise auf den Markt, a»ch Zwetschke» scheint cs reichlich zu gcbc». Wie cs mit dem Wei» steht, wcig man noch nicht genan; die Rebe» hängen voll Trauben, das ist wahr; es kömmt »ur auf das Wetter an. ol) der „Henrigc" auch cin guter sei» wird. Schürt die Weinlöchin Son»e »och cin Paar Wochen mit ihrem Feucr. so lwbcn wir cincu treffliche» Rebensaft i» Aussicht stchc». Darüber wird Mmaud sich kiänkc» — dcr Fcnillc-louist auch nicht. sie hergeholt wcrdc» — »nd andererseits in den Kron-ländlr», welche» wir anglliörc». keinerlei »och lebetts-lräflige Ucberlieferungc» solcher Institutionen bcstche», an wclche die Ancr^ennnng uud Begründung einer Autonomie in der Administration uud innere» Leg!s-laiio» angeknüpft werden lönnlc; — folglich eine prinzipielle Gleichstellung dicser Bänder mit jenen, welche ehemals eine so ausgedehnte Aulonoinie l'e< saßen, durch dicscn Schllißaulrag ausgeschlossen erscheint ; 2. weil als Fol^e solchcr Verhältnisse ncucrdiügs iu Einem Tbeile deS Reiches andere Negicrlüi^öfor-mc» zur Geltung kamen als im ülnigen Theile; cin solchcr Dualismus aber mit dcm Piiuzipc der Ncichs-einhcit liuvercinbar ist; 3. wcil sclbst, wenn bei E>schaffung ueucr le-benssähiger Fornie» der Sclbstvcrivalluug alle Kron-läuder glcichinäßig mit jener ausgeocbntc» Allloiwinic iu dcr Admilllstratio» »no in»er» iicgisliilio» ansgc-staltet würden, wclchc durch den von uns bekämpfte» Antrag angestrebt wird. dlcß uur anf Kosten der Rcichseinbeit und auf Kostcn ciner stark«» einheitlichen Rcichsgewalt geschcbc» könnte. Wir vermissen »ämlich in d,m erwähülll« Schluß-antrage bei dem so allgemein hingestellte» Ansprüche auf »Anloiwmic i» dcr Aomimstration und inner» ^egielalio»" jene nothiuciidigen Begreiizunge». n'llche festgehalten wcrdc» mnsse». — um zwar emerseils di» Ocmciüden n»d Kronläilder» die möglichst freie Selbstbestimmung in ihren cigcueu Angelegenheiten z» sicher», — «»rererseitö aber dcin Gcsammlstaalc und dcr RcichSregieruilg die Rcchte vorzubch.iltc». oh»c wclchc cine rcalc Reichöeinhcil nicht gcc-achl »no des östcricichische» Staates GloßmachtstcI1u»a. nicht gewahrt werde» kann. In kurzen Umrisse» haben wir hier dargelegt, welch? Grüudc uus. »ach eigener bester Einsicht lind Ueberzeugung und fern vox jedem fremden Einftnß, als Räthe dcr Kroitc bestimmte», dci» Schlnstantragc dcr Majorität des vom R.ichörath bcstllltc» Bndgct-Comil'-'s »»sere ZllslinüNling zu versage». Es lisgt u»s uoch ob. u»s nicht bloß auf Al'-lelüUlng des erwählite» Schlnßanlrages zu bcs.lirä»-kc» . so»der» auch »nscrc Bciirä^e z» dc» Erwägungen z» licfer», welchen Sr. M.ij.stät Regierung ebe» so wenig wie der verstärkte Rcichöralh sich bei der Budget-Berathung »nd bci der daraus gcwouncnc» Ansch.nluug über die StaalSlagc wird cntzichc» löune». Wir bcziche» uus anf dc» Bericht der Budget-Konimissio». welcher darstellt . daß unsere fixan-^ielle ^«ge durch Finanz - Ovcralionc» ooer durch E>splniiügs ' Versuche u,cht liachhaliig und giündlich gebcsftrt uno die eudlichc Orrnmlg dcr Verhältnissc der Nalioualbank nicht beschleunigt werde» ka»», we»u nicht das bisher befolgte System geändert wird. Das hohe Filianz'ttmiilcrillül wcist daher mit Nccht in seine»! Berichte vom 3l. Juli 18li0 „ traut wcrdcu kann, dc»e» a,» »reiste» u»o nächste» a» dcssc» gcorducicr Durchführung liegt — uäiulich dc» Olmcindc» und Bänder»; wen» der freien Scll'st-bcsllmmung dcS Einzelne» dic Wucht bcamtlichcr Ein« ftußnahme uno Kontrolc erleichtert o?cr abgcuoml»cn; lucnu dcr fr.'icn Meinung^ällßcrilng. durch wclche allein dic Regierung viel kostspielige Konlrolc» elspa» rcn lind übcr Gebreche» dcr Vcrwalnmg. übcr Bc> dürfnisse und Wünsche d.r Bcvölkernng am sichersten und schlicllstcn aufgeklärt wcrdc» kann, der glsehlichc Boden gesichert; wenn die Theilnahme dcr Bcvölle» kcrung an dc» Angelegenheiten dcr Gemeinde, des Bandes uud dcs Reiches geweckt uno z» leg.ilcr Vc> lhäliguug gebracht wird; wc»» endlich die Sliinme der Uutcrihanen im Rathe der Regierung Gebor und Berücksichtigung findet, — sowohl bci dcr Anregung zu Gesetze», als bci der Berathung u»d Schlnßfas» snug übcr dicsclbcn. bci dcr Feststellung dcö Staals' Voranschlages, sowie bcl Bllastungcn dcö Staalskrcdits ll»d dcr Slcucrlrägcr. Mit Freude uud iunigem. thrfurchtsvollcil TXnike begrüßen wir daher die Institutio» deS verstärkten Reichsralhcs und die kaiserliche allcrgnädigstc E^> schließuuq vom 1!1. Juli 1800, welche dicser Körpcs' schafl erweiterte Rechte vcrllll) — als dcu Begil"» dcr Verwirklichung jeuer glückliche» politischen Iusti' lutioucn. Es sci uns jedoch zu bemerket, gcstottct, daß vielleicht die Zilsammcnscyuug und die Attribute des Reichsr^tlics einiger Aenderungen bedüiflig crschc>ne» möge», wenn diesem tie Gesammlheil der ^'ä»dcl ucrtrctcni'c» Körper jc»es Gewicht verliehen werden soll, durch welches er eine Slüyc dcr ZeniralgelV"!! uud dcr Ocsamml-Nclchslulcrcssc» wcrdc» kann. Wir erlauben u»s hicbci in Erwäguug z» d""' ge», daß ciue für alle FäUe ausrlichcndc ^inic zw^' 8» >chcn dem. lvas den Bänder'Autonomien znsteht. und vas die Inleresien der Reichseinhetl berührt, »icht !m Voraus gezogen werden kann. lino ri.ß folglich sowohl der Grundsal): »in zweifelhaften Fällen habe oie Rcichsgcwalt zil entscheiden«. — sodann aber auch die Noibivcudigkeit im Angc zu beballcn ist, daß dir Krone w>'scnllich in solchen durch Gesetze »icht vorbe-dachten Fällen von dem Gewichte dcs Ncichsrathcs unterstützt werden müsse. Wir maßen uns nicht an, in nähere Andeutuu-gcn cingcheu zu wollen, doch glanbeu wir vorstehende Vemcrluugen nicht unterdrückcil zu dürfen, w>il sie bei dcr Berathung dcs Vudgctö lind bci der Finanzlage dcö Staates sich uns nothwendig aufdrängtcn uud wir uns als Rätbc dcr Krone vcrpflichlct hatten, unsere Ucbcrzcugung rückballslos ausznsprcchen. „Indem wir glauben, daß der hohe Reichs^ rath in dcr uon Sr, Majestät an den ucrstärktcn Neichsrath hnldvolls: gerichteten Ansprache die volle Verechtignitg, sowie in den Erwartungen, welchc anf seine Tl'ätigk.it gcseyt werden, dcn Impuls find?, die Aedüifnisse der Bevölkerung uud seine bci dcr Bcra« lhuog des Budgets gcn.'onncneu Ucberzsngunge» nn« umwllndcn anszusprechcn lind dadurch Se. Majestät linscrcn aller^nädigslen Kaiser und Herrn legeuhcit zeigte sich nämlich der Thronprätcudcut als Gegner Rnßland's. was dem Finstc» von Mon< lenegro niä»t in scine Pläne paßte, da er gerne dop> pcltcs Spiel trieb und mit Petersburg wie mit Paris auf gutem Fuße bleiben wollte. Danilo. sich mit großen Plänen fnr die Zukunft tragend, wollte ls mit keiner Partei verderben, uud da cr viel Geld brauchte, welchcs im ^'ande nicht zn haben war. spielte er den Diener jener Großmacht, die ihn am reichsten lmtcrslühte. Rußland gab ihm stets Beweise der G?> neigtheit, daher er den Ezaaren fast anbetete. Wer ln seiner Umgcbnng anch nur «nil einer Sylbe vcr> rathen ließ, daß er Nnßlano nicht traue, konnte sicher sein. ans den schwarzen Vergcn, oder miode-stens vom Hofe verbannt zn werden. Der Nrffe des Fürsten vertrat, ol'wohl im Aus' lande lebend, die systematische Opposition gegen Nuß. land. Kanm w.n- Danilo todt, so l'egann jene Partei im montenegrinischen Senate, welchc den Umstinz des allen Systems von einem Thronwechsel erwartcic, sich zu rege». Diese Partei war es, welche den ncnen Häuptling bci seinem Zuge nach Montenegro mit Jubel begrüßte, die Mcbrzahl verhielt sich passiv und schien das Ergebniß der Volksvcrsalnmlung abwartc» zn wollen. Die Wogen gingen jedoch in dem kleine» Staatslörpcr slhr hoch, es drobte ein bitterer Bürgerkrieg zu entbrennen, da gleich an den ersten Ta gen nach Danilo's Tode Murza und Stagmß. Ge> schwisterkindcr Danilo's. einen Anhang fanden und mit den Waffe» in der Hmid sich dcn Aeg zur Herr« schafl bahnen wollts». Kaum warcn diese mit ihren Ansprüchen anfgc lrclen. als zwei andere angesehsne Senatoren glcich falls Ai'spsüche auf dcn Thron gellend machte». U-üei solchen Vcll)ält,!isscn war eS dem jnngcn Fürsten seh» willkommen, daß Darinka, die ucrwitwelc Fürstin welche im Lande schr geliebt wird u»d dcr ihr U», glück ncncs Anschen verlieh, ihn mit ihrem Nathc nno Hilfe U!!teistüt)tc. Darinka rief, scheinbar lim Abschird zn nehmcn, die vornchmstcn Vewolnur Ce ^injcs zl> sich »nd hiclt an dieselben eine lebhafte An Knache. Da sie erkannte, daß ibr Woit auf die An, wesendeil lief rinwillle. ließ sie diesctt'cn dem ncnen! zülstcn cintn Huldignngseio sch'l'örcil und zwci dcr )tfäh>lichslcn P.rsonc». w.lchc gl.ichfalts erschien.u ware», sich jedoch weigerten, dem neucu Fnr>lcn zu huldigen, verhaften. Dicser Ali erregte große Erbitterung. Um die aufgeregten Gemüther zu vlisöhnen. brflicg der junge Fürst et» Pfero u»d erschien ln Vcglcnuug der Witwe Danilo's auf dcm M.nllplahl'. S>c wurden Anfangs stillschweigend begrüß,, das muthigc Weib hicll jcroch an die bcwaffnelcu Mälmcr eine Aiisprache, empfahl iyncn den neuen Furflcu a>s dcn Ho>t des Landes llno sprach so warn» unc iliiii.i, daß der kühlen Stimmung lantc Aegcisterlllig folgte. Nichlödcslowenigcr licß sich schon wenige Slun» oc», uachoein dcr Fürst sich dem Volke gezeigt halte, eine neue (3ahlung wahrmhmen u»d da iiuzweideu» tige Anzeichen vorlagen, daß der Anfing dcr oben. genannten Häupiliugc die Flamnun dcr Empörung schürte, ließ der Fürst, nogeachlet oic beiden Gefange» neu Ergebung gclol'ten, dieselben anf drm Marktpl.'ße erschieße». Diese Strenge vtrs.hllc jedoch ibre Wir-kung,^ die Empörer roüclcn sih zusammen nnd drohlcn das H.uis des Fürsten anzuzünden. D.r Füist zeigic Angesichts di.scr Gcfahr jc,!c Entjchloisenhclt. lie i» eincin uuzi'^ilisille,, ^„ide. wie eS Montenegro lst. mehr lmponirt als alle Slaatsklugdeii; er slicg abn-mals. umgeben von seine» Peliinjelen. zu Pferde uud licß, da ,lch bci sciucin Er,chci,,eu lumultuaiische A>lf< tritie zeigten, drei der Empörn- ergreifen »uo auf der Stelle aufknüpfen. Angesichts dieser znvclslchtlichcn Haltiü'g zersttcnte sich das Volk wieder. Ießff wnroc bekannt gemacht. Darinka bcabsich-lige er»,l!ich. das Vand zn verlassen. Anf diese Nachricht hin, eilten Hunderie zu dc»> fürstlichen Hausc. >ic sauke» a»s di< Kuie nnd daic» ft^hrulllch, die L'N,< dcsmnüer möge al>; Schupgeist i» ilircr Mitte iveilcn. Eine Deputation deö Scuais l'eg.,t> sich in den Palast, um dcn Wünschen des Volles Ausorult zu gebe», Darinka empfiüg die Deputation in tiefer Traner uno erklärte. d.<ß die ^.'age des Bandes sie tief l'etrül>e. doch wolle sic so lauge im ^.i»de dliil'c», «ils die guten Vürgcr sich oereiuigen, die N'echte ihres Fürsten gea/u jeden feindlichen Angriff, gegen jcdcn Empöriiügo-vcisuch iu Schul) zil llcdmcu. Die Dcputalion gc-lobte di.si, und als der Fürst mit Darinka eine Stnude später «ulsrüt, begrüßte sie tausendstimmiger Inbcl: «Väterchen! — Mütterchen!" — so lauteten die Nusc — «bleibet bei Euercu Kindern. Gott wird mit Euch sein und die E;crnagorzcn wcrdcn Euch bcschühcn." Als der Fürst sich sodann in die Kirche begab, wurde d.is Get'et für l?l» Vladika laut al'gel'seu und die versammelte Menge rief ein einstimniigcs Amen. Mit diesem frommen Akte ist die Erhebung Nikizza'S zur Herrschaft gesichert, uud es wird so leicht Niemand wagen, dieselbe auzufcchttu.') *) Wie die „Patric" mittheilt, hat sich ^v ume Fürst mi< der 17, Jahre alteil Tochter dcö Filrstcn Dailitu uerlobt. Oesterreich. Wie,». Mit Allerhöchster Entschließung von, «. August I. I. Yabe» Sc. l. k. Apostolische Majestät allcrguädigst zu gestatten geruht, daß die in dc„ verschiedenen Kloilländern zu ^auecs- oder National» Museen verwendeten. »W geuliclbetcn Gebäude ode, Gebäudsiycilc auf die Dancr dicser Verwcuduug glcich den öffentlichen ^ehrmistalic» von dcr Gebäudlstcnel freigelassen werden dürfen. Agram, 26. Angust. Während jüngstens di< »^lgr. Ztg." gsincldcl hat, daß über einen Seiteni der hiesigsn Slatthalicrei gcstelllcn Antrag ras Mini» sttrinnl ullicim ?. d. M. die Bewilligung ertheil habe. das hiesige adlige Kouvikt sammt der St. Na chariualirchc dcm Icsllitcnordcu zu übergeben, und ai oicse Mcldnng einen langen Artikel nnfuüpfte. un eins!» Tbcil der Bewohner Agrams, auf welchem die, , !'es Eleigniß nngünstig cinwirkic. von dcr Nichllglei ihrer Ä.sorgnisse zn üderzlugcu. bringt dasselbe am! lichc Vlalt heule linen zweiten Artikel »"wcr diesei Gegeustand. der nunmehr bloß von der bcabsichligici Uebcrgabe dcs Konoikics an den Icsuitcuordcu sprich! (". Z'g,) Denischland. Berlin, 29. Angnss- Die „ssrcnz.Zig." schreibt - «Wir habc» schon vor längerer Zeit mil^eihcilt. daj sich das englische Kabinet ganz eiuschieden gegen i> ^ den Angriff auf die östreichischen Vcsihungeu in I'a^ ' licn ansgcsprochen hat. Wir könnln heuic mit der . sllbcn Zuverläsngkeit melden, daß ^'ord Ruffel in ci. ' »cr konsipenlioneliel, Note dem^ Grafen C'wour er ' llävl bat. Piemont dürfe im Falle eines .ssonsiikt^ > mit Osstcrreich nicht nllr nicht auf die Sympathie! ' Englands rechnen, sondern cö müsse anch eine Hunr. - gcbung dcr Mißbilligung von Seiten des Condone, ' Kabincts gcwärtig sci". ____ ______ Frankreich. Der «Monitcur« veröffcullicht folgende ttkgra-phischc Depesche ans Ebaiuderyl »Dem Kliiscr und dcr Kaiserin ward bei ihrer Ankunft em begeisterter Empfang z» Thcil. Der Maire hielt eine Rede. in wclcher er die Glnth dcs Natl'onalgefühlö trinnsile. welche die Savoyardcn zu Frankreich dmgezo.i<-u bcilie. Am Abend war großcS Diner nnd die Sta?l gläiizend beleuchtet." ltcuellc Nachrichten und Telegramme. Wien, lll). August. Die erste Siynng dlS Ntichs>a!hes wird am ü. Scplembcr staltfinde». K'arlsrulie, ljO. Angust. Dcr ^andl.ig wurte heute ^csliloff'». Dcr Groöl'er^og dauk.e in siiner 3ieoc dt»! Volke für die l'ew!ss,üc i'i'be »no Treue n»d sprach die Zuversicht »ine. cs wcrde keinem frevelhaften Versuche gelingen, da) l'eglückrnde Vanc» zwischen Fürst und Volk zu lockern' oil Negislung werde, was beschlossen, mit fürsöhnlichcr M,I0s, aber auch mit l/inr Fesligkeit dlirchfühlc». welche auf l>em stärkenden VewuLtscin dcs glilcu Rechts lind der gu< lc» Absicht bcrnl'l. Acuesse5 auz 3lnNell. Mailand, iW. August. Dcr »Pers.vrranza-meldet ans Neapel von» 27. d. M, .' Die Fremten« l'al.'illone in Palerino legen die Waffen ni^cr. In 'vanlicala ist dcr Aufstand mächlig; Voll'oni kom< mandilt in Capilanata, in Salcrno und Avillino ist die Revolution cinsgebrochcn. ^cl)tc» Moiltag langte in Neapel dcr «Franklin" mit denjluigc» Offiz er.n und Soldaten an. wclche nicht zu Garibaloi überginge». Das Ministerium bat Ven Grafcn uon Siracns.'. sich lisim Könige zu verwenden, daß er ihm die Regentschaft in Nc.-.pel al'lrclc, damit nicht ei» Dy»ast>»wcel!-ftl das i.'and in Zerrütlnng sn^ze. Moolag Nachts richteten sieben Generäle, linler welchen Piglio und Pianclli, sine Adrcssc au den König, damit er der aligsmeincn Volkostinime nach^cbe u»d dru bereits lliimö^lichen lamps' nicht fl'ilsehc. Die Marine halle b,r.ils eine ähnliche Adresse .,» den Kölü.i gelichtet. Man eriuartct stündlich die Abreise des Königs. Derselbe ernannte l^i, Generale» Cnlrosinaua znm bevollmächtigten Plaßkomman-danlen vo» Neapel. Piauelli. der sich bercils »ach Ealabricn eingsschlsst halte, unterließ nach dem Eintreffen der Nachrichten über die neuesten Ereignisse, die Abfahrt. Turin, 29. Angnst. Die heutige „Opinione« bringt eingehendere Nachrichten über die Einnahme von Reggio. Als die Außcnwerlc von Garibaldi gc-nommcn waren, wollte die neapolitanische Minnschaft nicht weiter kämpfen. Die Artillerie verwiigcrte zuerN den Dienst, uud Gcn.ral Vial mußte kapitnliren. Die 5tsapolitansr verloren an 690 Todte und Verwnn-dete und 49l> Olfanglne. Al.ch die Gaiibaloicmtr . hatten große Verluste, namentlich das Koips Vifio's. Mlieste selilNlliliischo ^ost. Konstantinopcl, 2->. August. Abermals sol- I.» 2UUl) Man» ».ich Syrien abgehen. Der Groß- vezir wird das Inner, von Bulgarien bcsnchcn und , sich einige Zeit in Adrianopel aufhallt». I» Damaö- ^ kuö soll ein Ärollisferaul für die Muselmanen, das , Vrot vcl^iftct l)abc». Zwischen Konstantinopcl uud , Hamburg soll cine »cue Dampfschifffahrlliuie eröffnet - weiden. Es heißt, Fürst Milosch weise die Konzls- , sionen dcr Pforte zlirück. Athen, 23. August. Hier clngclrosscne Tclc- grannl'c melden die bereits erfolgte Ankunft des Ge- . ucrals Haulpoul in Damaskus. Es gehl daö Gerücht ,'c»» < einer zwcileu lürkischlll Note in Pltreff d,s Ml»l>o- randumö der griechisch,u Regierung über die Zustande , ,!, dcr Tüikei. _______ Qeffentlicher Dank. ' Am 26. August tvnrdlil die Vewodner von N^. Abdl'l.) Dic Papicre fcst. »bwl'lil dic ncuestlil Nachrichten ail,,' Neavcl uicht günstig lalilc», Frcmdc Valntcn und Gcld gnM ^1U^l-ttl^i,lU)l. ^l). August. Schluß «m Ei» vicrtcl Pclznit höhcr. 0>.ld knapv. Csfmnpte und Kc'ft^!o 5°/., n"d e.irnber. Veffentliche Hchnld. ^'lb Warc ^cio W^t W.!d Warc ^v. dco >ln.,lc- «.llir 1UU ft.) Vcncliailifch.« Aul. 1859 .. 5 ., 7^».- 7U.25 <^cftllschaft ^l 2«»') ss. ö. W. —.— lUl.— St. Nc»°is „ 'U,.....^.!.2.'» .^.75 ^ , ^., ^>'l° Ware «,«.:<..,„. ^.-.^ Ocst. Dml,-D^"N's!ch-("cs. «^ ^2!<.- 43'.—Wixbisch^räh «2».,., . 2^l,75> 2^.25 I» ^crr. Walmmg . z« 5«^ «3.__ ^,H<» Aktlcn (pr. Stuck). OcNcnrich Lloyd i» Tricst F^> i«u.__ .^.-Waldstci» „20., .. . 2^,?^ 2.l.25 3,uSd.^t!0!!i,l-?I»!l'ht!l „ 5 „ 78.70 78.9N Nationalbauf......7U«.— 800.—Wim. Dampfm.-Ast.-^'ls ^V .'<30.- .1.l5>,—K N. ^. (z.'c°m.-O.^.,. 5<><> st.^. W. 5.'.-;.- 55?.- "^'""l/ s'jah. v.> ^, j... /° '0''-- „ .«.^ ^'''.'ölnqSbuni, s.ir'00 ss. sndd. W. . K0.W ^0 5« ., „ 1«»w . . i)2.ä» z'^5N^t" ^''^rai.sfutt a. M. d.tt,' . !l«),..<1 ll<)?5 Ccmo-Ncuteusch. zu « L. »u-il,-. 1550 l.).7.', rdcr 50<» ,vr......25j - 2.>I 5<> """""^ ) '^ "","''"'"'"''" «' " " 7. Hambul^. snr <<»0 Ma.f Aai.so . '»7,^ «,?,7<» «. . ..^ -^. Znd.>!0ldt.^crl'.-B 2l><>„ .. 1^.60,21.7.) «ose (P.r Stuck) P.nis, >>n lM» ^ra»s.' . . . ,>l ^iO 5l 5" Gn.»de.!tl.isluugs^l'l>^t!c'uc». x^.i^. ^u ^<)<» ,1. (5M. ,»it,00 ,1, .«tr.d.-Anssalt fnr Ha.idcl... Gcw. «ours der Geldsorte». N i.del-O.stn reich . . zu 5'/. 9l.— 92— (5<»<7,) (ziü;ahlu!ig . . . . l^7.— N7.— zu l<»0 ,1. 5st. W.....l,ltl^ Wnrr llugarn .... „5. l. Staat'u-.lo.iil'^.n ». Cc»t. Dl'ii.-D.iM'fs.-G ;. 100 st. E!N. »750 »8.-,ss. Msliij-Dü^ls» N !1. N» ?isr. N ii, ^l, Nli-. Tl.», Vau., Kro. u. Slav. „ 5 „ ft?,2'i «8.75 ital. Ms. 200/l ö. W. 500 Fl. Stadt^em, Ose» zn 40 ll. ö, W. . A7 7.', .'l8,—Kllin.u . . . l? „ 80 „ «7 „ 8!l „ Oalizicn.....„ü„ U8.^ä 6875 ,n. lUU !^. (50°/,) Ellizahlun., 1^0.— l^i,—^!icrl,a,y « 40 ., (5^>t. . 80,50 8» 50 Na^'c'lco.iSd'or . 10 „ 32 „ l0 ., ^3 „ Pul^wi.ia . . . . „5„ 6,',50 «5?5Galiz. .Narl-L>i5w.-Ä"h»ju200'is. Sal.» ., ^0 „ ., . 3725 37,75 Nuss Impnialc . 10 ,. U3 „ 2'.j.35 Aaukasti.il . . 7!>8, >ss. f. Dufat.n «.23 Kr,d!talti>u . ,8135 F r e »lld e u Ällzei g e. Den 30. A ll^ust 1800. Hr. l). Schlnidt, k. k. Ml!listcri?^ilh, v?» Wien. — Hr. Ncchscll». Gymlmslal-Lclirer, von Gidz. — Hr. Slmzin, Wcltpricstcr, von St. Florian m Kroatien. -^- Hr. H'llrmcüzlnzy. Vezükebcmnle. von Gollschce. — Hr. N^cht. H^iidclöina»!, iino Ncalitl> llndlsipcr. von Fclokirchcn. — Hr. ^lingcr, Glschaftö« fnlirer, von Stcrnberg. Verzeichniß der hier Verstorbenen. Den 24. Angnst 1860. Mliria I»'klizh. Iiuuohnrrswei^. alt 45i I^hrc, st!cr, sein Kind Franz. alt 8 Tage, in dcr Gradischa« Vorstadt Nr. 16. am KlNüdactenkrampf. Dcn 30. Franz Sladüsch. Kaischlcr. all ü2 Jahre, im Ziuilspital Nr. 1. am Eitcrnngöficdcr. — Dem Herrn Ferdinand Kastner, l'nrgl. Handelsmann und Hausbesitzer. scin Kind Inliliö. alt 1 Jahr nnd 4 Monale, in rer P>?lana>Volstadt Nr. 4, am hitzigen Wasserkopfs________________________ Z »550.^ Ällsmllliigullss dcs in Lmbllch in vcrbejfcrtcr slouc- nischcr Ucbcrsctzung im Vruckc cr- schicncncn 3. Vnndcs dcr hciligcu Schrift. Von der heiligen Schrift in krainischer Sprache in verbesserter Uebersetzlmg, mit beige fügten Noten und Erklärungen nach Allioli, wovon das' neue Testamrnt (V. l,nd VI. Vclnd) und vom alten Testamente der l. und ll. Vand bereits erschienen sind, hat auch der III. Vand des alten Testamentes die Presse verlassen. Dieser III. Band enthalt die Bücher: .ll)Ill»^ iiulivo, — I>»nlmi, — I>ril)<)Vl>8tl, — I^l'l-lillfi,!', — Visoka zicscm, — jVlolilaslno ill Oil-alwvtt l)l,l «attung der Feilschaft owr. Fleischgat' " Wäh. ^'eba ! Rindfleisch ohne Zuwage von Mast. «, ., , .... 1 23»/, Ochsen.......18 1 ! z — Mnndsemmcl ^ ,, ,«" >>..-) ^5 ^.> «^ <). < ! > . . . . 1 l'2 — 42 dto. v. Zugochsen, Stler. u. .llnhci, — 1 «2», Nindflcisch vo>» Lande eingeführt 14 1 —l ^ Ordlll. Semmel . . . . 1'^ __ ^^ ^ Vei s!»,r Fl^sH^bnalüNt unter Z Psuod bat k.i„e Zliqab» vom ^,,,» iw,,„>,. »', 1H. 1 l Auslchrollunq sich elq,bcnd,n Abfall,,, von 5! »ochc» , F,lt u»0 u,w .l/«nill^ . .1 — Z»., , M..lf Slall; b^! »iü.l Al",.,h»!e von., bis 5 Pfx'.d >.,gsa>n reizen »-urvl .Ills ordiü ^i ! l8 ^' ei» halbes Pfund, und sofort v^rliältnißmäsliq zuzull'äac»; doch ^ ' ' /«^ w,rd aüsdlücl,!>l'verbot.». si.1> l'c!t!cs^tIilwc>stefl.>!,!d2rl!<,cr? 1 4 1 «hc!!,. nls: K.,Ib., Vchaf,, Schwein , ss,eilc»> u.dql. zu b!"d,c!l,». ^ Wcr l,»,mcr ,i»e FciXchaft »ichl nach dcm tarin.isilxen Pr,is< (Kle« alls /4 Ä6ci- Ivl^t. oo.r !» >>,ner l'ilechtcren od,s nnd,rn Qualität, alf durch l»',->«o,i « N,ol '^>, ,,„d »'l^ ^l 97__ b>' T^l^e vorgsschrirbin ist, verkauft, wird »ich b»» l>,s»,lauten ^c>)gge„ ^Il>'l zcii unv , ' ', ^ W,sey<„ unnachsl.Hll.ch b.straft werden. In il'elcb'l Hinsicht auch ^»rillnehl .1(1 1 ^«— e»,b laufende Pudl'kii», aufaefarderl wird, siir ei« in eiescr I"' />,',,<-i>^. ^„.l , .. l r>^.^ >',> — ^(> 1 , Sahunq ankwels.t. zu d»,zal)l,n-. jede Uebclhaüxnq „nd Bll>oi« ^""', ""'"",.."'' 10 i 202 »<.'!ülx gc»a»,n, l . . . . «^ >! »rlanDen solNe, sogleich d.n» ?^.,2i!»r»«» zu» g,te fteitirt^ten ^it^iteratt^eitv^ftct vcii bim f- f- ^t«"»uit£ erfjinibt. «pvriö Der ert;ari;tt1 2:j fr. ö. 3Ü. 3. 1089. (11) |H|H»,'' ' ' ' ' ' " tJSSBIb tCC ^rnnfcu ^J'icrc "lit ben innivcfflidicit r^BHBBBR^fy-^. ---r^»-^ v^^l '^^1K Stiirfunocu nnöciucnbct lturb. .^Kci «JJfev&c«: Q3ct QJfutsiiintni, ^onU'', ^Ti;.,. ........., .,lt;if .'»Xuuifl n\i ftrsfjfiifl 1111b ^t SÖsirmcrn. SBcim »ornvicl): Süci SÜItiimn-rbcu bn-aJüId». U3lut(jaumt, '-ülutnulfni, Samvf, ^"fini, .Rsllbjict«, Jlosif, CJciiinuii t"r aJitlrt», iWaihjd nu ftrrfjlufi, t>c"i» WufHiifjfii ba- Siul)t (aHiubKiurfjs), SÜiiniKfti 1111b üuiifjnilribrn. SB ei Sdjafcu: Ü3ii brr troninn-lsuctit, ^fi)iiin brr t>xtl)hanfl)(it, Kil)\\u brr i'ämmcr imb t.-r ffiafferf n rt,»t. ^ci ^d)lt)Ctiien: Scc HDajycvfuc^t, £uflcit, J?c£if, iücrfaujcn (obrv U1(urfvtfff 11), alö beim (Srfdjriiuii bfr iüciifcn, 9Z&' ^rciö: 1 $icincö ^o^ct 4O 9Wr., I ftrofjeo ^afet »O 9Tfr. ^i»^J 3it (m^cn in £a t bacf; 6fi Wlllielm ]Wny«p, ?(vrts)fTcr ,^um golbfiicn -ftirfdjsn" am SKarifiivto^, unb J«li. H«*»" MClnovit% am ^niiDtlila^ „^ur -üßrifftaubt"; R Ncustadtl: D. riuzoli, Aj.ofh. ; Gmünd: Joli. Marokutti; Wippach: Jos. L. Dollen/.; Villach: Anilr. Jcrlach; Cörs: G. l'oiitoni, A|inlli.; GuikJ'äd: Fr. Dömclics, Apotheker. £>auyt-:$et>ot bet 3u(. «Btttncr, 3lpotf;cfcv in ©loflflnifc.