Deutsche Wacht (Irüber „EMier Zeitung^). Irtchttal jede» r»»,erft«i »»d Soaatatz mor>e»« »»» toftet >t>« dl»dr>« (I. 5.—. ümiä&riä Ä- s.—. M» tJofltirtitnSunj rit-ltlii>»riz L l.so, R. *.«o, |in|jd^rl| R. C.M. 3>W ciiiit» *«6»cttarl taglich, mit »„»luchm« bet €»nn- an» rttitrtojf, »«» »—11 tt(|t (tat- aab »—C ttti Ra»wi!t-Z«. - WRlaatati*«« »ottoft«. — Wanuktlutf mcrtrti nicht (atStfae<»»(t. — «aoa»mt Aaltadan»«« nicht d?rll«stcht>vt. Nr. 71. Cilli, Donnerstag, den 6. September 1883. VIII. Jahrgang. >W- Die nächste Nummer der „Deutsche« | Pacht" erscheint des Keiertages wegen am K«mstag Mittag. Zur ^5age in 'Ungarn. Der Stern Tißa'S ist im Erbleichen be-jnKm und bange Sorge quält den Mann, der »mm nur stolzes Selbstbewußtsein gekannt vid wie kein Anderer in der neueren Geschichte Ungarns das Magqarenthum zur Geltung zu trmgen verstanden. Herr von Tißa ist allem Zsicheine nach nicht mehr Herr der Situation ad sein Können reicht offenbar nicht mehr fcnan an sein Wollen. Trotz aller energischen titschlüsse und Verordnungen nehmen die Zu-Mde in der östlichen Reichshälfte einen immer ttdrohlicheren Character an; mit jedem Tage Minnen die Ausschreitungen, die man rasch »lerdrücken zu tonnen glaubte, an Ausdehnung mp Heftigkeit und trotz Aufgebotes der be-«asfneten Macht und Verkündigung des Stand» nchies sind die Behörden nicht in der Lage, ihre jtutorität zu wahren. Die (Sjrccsfe selbst, deren Schauplatz gegen-! Bärtig die jenseitige Reichshälfte ist. äußern sich, ü)Ntt Entstehungsursachen entsprechend, nach zwei »wchiedenen Richtungen. Sie entspringen in dem imen Falle dem nationalen Hasse der Croaten ztflen das Magyarenthum, in dem anderen dem hzsse gegen die Juden, hervorgerufen durch die ivirtdschastliche Ausbeutung der nichtjüdischen, namentlich der bäuerlichen Bevölkerung. Daß tar nationale Fanatismus der Croaten sich in tan Herabreißen der ungarischen Wappenschilder iiilfl macht, ist nicht so sehr zu verwundern. Ter nationale Gegensatz zwischen Croaten und ! Ungarn ist ja bekanntlich nicht neu. Er kam I schon im Jahre 1848 zum Ausdrucke und die Das Zaytenverhältniß der Leiden Ke-schtechter in der Watnr. Von jeher ist die Frage nach der Bestim-lumg des Geschlechtes, sowohl bei den Menschen als im Thier- und Pflanzenreiche, für die Naturforscher wie für die VolkSwirthschafter von poßlem Interesse gewesen. Schon seit Beginn testi Jahrhunderts hat man wiederholt die lliiachtn zu ergründen gesucht, welche das Ge-schlicht de» werdenden Thieres, bezw. der Pflanze .heaorrusen und beeinflussen; man hat auf Grund dahin gehender Beobachtungen Lehren »d Gesetze ausgestellt, welche sich aber bisher richt als haltbar erwiesen haben. So führt der Engländer Knight an, daß Gurken und Melo-m nur männliche Blüthen hervorbringen, wm dieselben bei hoher Temperatur cultivirt Beiden, während unter gewöhnlichen Verhält-ifm die genannten Pflanzen beide Geschlechter, c!'» männliche und weibliche Blüthen, hervor-dwiM. Man schloß daraus, daß die Wärme fo Erzeugung männlicher Blüthen begünstige, daß also äußere Einflüsse bestimmend auf das »Geschlecht einwirken. Bekanntlich ist bei den menschlichen Ge-»Wien ein ganz bestimmtes Verhältniß zwischen ■ haben und Mädchen vorhanden, indem in der »iiigel mehr von Ersteren als von Letzteren ge-■krnt werden, und zwar 105—106 Knaben auf BOO Mädchen. ES soll dieS, nach der Ansicht den Croaten gewährte Sonderstellung vermochte denselben umsoweniger zu verwischen, als nach wie vor die Ungarn ihre Stellung als herrschen-de Nation bei jeder Gelegenheit zur Geltung brachten. Dazu kommt, daß seit einigen Jzhren das Selbstgefühl der Slaven im steten Wachsen begriffen ist. Das Bewußtsein, dem an Zahl stärksten Stamme Europas anzugehören, konnt« ja gerade in uns-rer Zeit, wo die Macht ent-scheidet, nicht zur Bescheidenheit stimmen und ebenso konnte das Aufblühen des Slavismus auf der Balkanhalbinsel und der steigende Ein-fluß desselben in der diesseitigen Reichshälfte nicht ohne Rückwirkung auf die Stimmung der Slaven in Ungarn bleiben. Es liegt auf der Hand, daß die Vorgänge i» Kroatien für uns nicht gleichgiltig sein können. Grenzt doch dieses Land an von Slaven be-wohnte Gebiete der diesseitigen Reichshälfte, in welchen derzeit schon die slavische Hochflut ganz unerquickliche Verhältnisse geschaffen hat und über kurz oder lang unsere dort wohnenden Stammesgenossen hinwegzuschwemmen droht. Das aber wird durch die Vorgänge in Croatien gewiß nicht besser, im Gegentheile, wenn die Croaten aus dem Kampfe gegen die ungarische Oberhoheit siegreich hervorgehen sollten, ist die ernste Gefahr vorhanden, daß sie ihre begehrliche Hand auch nach Südsteiermark und Krain und am Ende wohl gar auch noch nach Kärnten aus-strecken. Anders, als die croatischc Schilderstürmerei, müssen wir die Ausschreitungen gegen die Juden betrachten. Gewisse Blätter in Cis und Trans geben sich alle erdenkliche Mühe, diese Ausschrei-tungen als das Werk „gewissenloser Agitatoren" hinzustellen. Sie erzählen unterschiedliche Märchen denn nach authentischen Nachrichten ist daran ein wahres Wort!) von großen Geldsendungen von Hosacker-Sadler, seinen Grund in dem Al-terSunterschied zwischen Mann und Frau haben, indem, wenn der Vater älter, mehr männliche Geburten, wenn die Mutter älter, dagegen mehr weibliche Geburt?» erfolgen. Da nun beim Men-schen in der Regel daS erstere stattfindet, so soll die allgemein beobachtet« Thatsache der über-wiegenden Zahl von Knabengeburten hierin ihre einfache Erklärung finden. Aber auch diese Lehre kann einer eingehenden Kritik nicht Stand halten, wie eine ganze Reihe hier nicht näher zu er-örternder Thatsachen auf dem vorliegenden Ge-biete beweist. Um nun die Frage zu entscheiden, ob äußere Verhältnisse auf die Entstehung des Geschlecht» bei den Pflanzen von Einfluß sind, oder ob die» selbe von einem hiervon unabhängigen Gesetze erfolgt, hat Dr. F. Heyer im Garten des landwirtschaftlichen Institutes der Universität Halle eine Reihe von sehr schätzenSwerthen Untersu-chungen an verschiedenen Pflanzen ausgeführt. ES wurde dabei in der Weife verfahren, daß die dem Versuche dienende Bodenfläche in zwei gleich große Beete getheilt wurde; d^.ß man dann auf dem einen Beete die Erde bis zur Tief« von 22 cm. aushob und durch eine Mi-schung versetzte, welche auS 3 Th. Saalesand und 1 Th. Komposterde von geringer Qualität bestand. Die Ko »posterde mußte deshalb dem Sande beigemischt werden, um den Pflanzen die nöthige Menge an Nährstoffen zur Verfü- aus Deutschland, von geheimnißvollen Anführern mit Masken, falschen Bärten, Frauenkleidern :c., um die ganze Bewegung als eine künstlich er-zeugte hinzustellen. Als ob sich eine Volksbewe-gung, die selbst der bewaffneten Macht gegen-über Stand hält, überhaupt „machen" ließe! Unseres Erachtens ist eine derart phantastische Behandlung ernster Fragen nicht nur nicht nütz-lich, sondern im Gegentheile sehr bedenklich, weil sie zur Täuschung und damit indirect zu ver-kehrten Maßregeln führt. Aus diesem Grunde müssen wir zweierlei betonen: Erstens, daß die Masse des Volkes nicht empfänglich ist für bloße Worte und Theorien, und daß sie nur dort zu leidenschaftlicher Erregung oder gar zu Gewalt-thätigkeiten sich hinreißen läßt, wo sie sich ma-teriell geschädigt fühlt; zweitens aber, daß ge-rade bei den ungarischen Bauern eine materielle Schädigung durch die Juden wirklich vorliegt. Wer nicht blos mit Phantasiegebilden, sondern mit den Thatsachen rechnet; wer Land und Leute in Ungarn etwas gründlicher kennt, als es bei den Meisten der Fall, der weiß, daß gerade bei den Ungarn der Wucher in unglaub-licher Weise blüht und daß in abgelaufenen Decennium über 10.000 Grundbesitzer durch die eigenthümlichen Manipulationen der Juden im vollsten Sinne des Wortes zu Bettlern gemacht worden sind. Unter solchen Umständen aber ist der Haß der Bauern gegen die Juden sehr be-greiflich, er ist einfach eine Folge der Verelendung der Massen, nicht aber daS Werk geheimnißvoller Agitatoren. Und darum gibt eS auch nur ein Mittel, um die Judenexcesse in Ungarn zu bannen: Die Emancipation der Bauern von den Wucherern durch Regelung der land wirthschaft-lichen Creditverhältnisse. Wer sich wirthschaftlich wohlbefindet, revoltirt nicht leicht; wen aber ein-mal die Verzweiflung zur Widersetzlichkeit ge- gung zu stellen. In dem anderen Beete beließ man den in höchster Cultur stehenden, aus vor-züglichem bindigen Lehme bestehenden Boden. Die Versuche wurden noch weiter in der Weise differencirt, daß die Hälfte eines jeden Beetes durch einen mit Leinewand bespannten Rahmen beschattet wurde, so zwar, daß letzterer, um daS Regenwasser ablaufen zu lassen, nach Süden etwas geneigt und auf diese Weise 22 bezw. 30 cm. von der Oberfläche der Beete entfernt war. Auf diese Weise waren sür die Versuchs-pflanzen die verschiedensten Vegetationsbedingun-gen hergestellt, beschatteter und nichtbeschatteter, in vorzüglicher Kraft befindlicher Gartenboden; ferner beschatteter und nichtbeschatteter. äußerst armer Sandboden. Wir beschränken «ns darauf, daß bei dem jährigen Bingelkraut?, >lercur!alis anuua, einer Pflanze, bei welcher sich die männlichen und weiblichen Blüthen getrennt entweder auf dem-selben oder auf verschiedenen Individuen befin-den, erhaltenen Versucdsergebnisse mitzutheilen, da einmal die betreffenden Verhältnisse für diese Pflanze von den Versuchs« nsteller am genauesten studirt, anderseits daS Bingelkraut in dem In-stitutsgarten in sehr großen Mengen wild vor-kommt. ES wurden nun, abgesehen von den auf den Beeten im Gang gesetzten Versuchen, im Juni, zu Beginn der Blüthezeit an verschiedenen Orten des Garten«, an sehr sonnigen, halbschattigen und sehr schattigen Plätzen, an denen daS Bin- 2 trieben, der ist durch Bajonett« nicht zu be-säMge«. ' Die politischen Werhättnisse in ^rai». E^ ist wohl selbstverständlich, das; jeder vernünstige Landwirth. wenn er das Haus seines Nachbars brennen sieht, zu Hilfe eilt, um einerseits Hab und Gut seines Nebenmenschen zu retten, anderseits aber, falls solches nicht mehr möglich. wenigstens den Brand zu lccalisiren, damit seine eigenen GedSnde nicht Feuer fangen. Niemand wird ein solches Be-nehmen tadelu. höchstens vielleicht der Eigen-thiimcr des brennenden Hauses, wenn er an das Feuer irgendwelche Hoffnungen knüpfte, oder, um deutlicher z« reden, wenn ihm an der Vernichtung des Hauses nichts lag. weil er ja versichert war. Wenn nun wir Steirer nicht gleichgiltig aus die Zustände in Krain blicken, so geschieht es in erster Linie aus ehrlicher Theilnahme für die Teutschen in Krain, allerdings nicht sür jene Sorte, welche weder deulich noch slo-venisch, soudern nur krainerisch sein will, in zweiter Linie aber geschieht es aus Besorg-niß, daß bei dem beständigen Einmengen der krainerischen Slovenen in siidsteirische Verhält-nisse, jene Elemente, welche zu uns herüber-kommen, den Slavismus sonolil in der Land-bevölkerung, als auch im Bürger- und Be-amtenstande ausbreiten und so unsere Stellung noch schwieriger inachen würden, als sie es ohnehin schon ist. — Wir waren daher auch von dem Organe der Laibacher Casinopartei. welche« uns eine Lection geben wollte, nicht im Geringsten überrascht, und zwar schon aus dem Grunde, weil wir es sehr wohl wissen, daß die deutschen Männer des Fortschrittes sowohl in Krain wie in Steiermark von jener Sorte Kraiu«r, welche im letzten Wochenblatte sich als führerlos bezeichnen und sich mit einem gewissen Stolze als Krämer ohne Nationalge-fühl bekennen. fast noch mehr gehaßt werden, als ihre heftigsten politischen Gegner, die Ultra-slovenen. Dieser Haß glühte lauge unter der Äsche süßlicher Freundlichkeit, ja er wurde durch die günstigeil Erfolge des strammen Aus-treten» der Teutschen in Steiermark gegen die slovenischen Aspirationen sort und sort ge-nährt. Daß beschämende Bewußtsein der eige-neu Schwäche, sowie der Neid und die Mißgunst gegen jene deutschen Männer, welche ohne Nebenzwecke zu verfolge», welche ohne Furcht und Rücksicht auf ihr Fortkommen den Kampf gegen die slovenisch ultramontane Partei führe», endlich aber die Furcht, das politische Monopol einmal doch an echte Deutsche ab- ■ . J gelkraut wild austrat, je 100 nebeneinanderstehende Pflanzen ausgezogen und das Verhältniß der beiden Geschlechter an denselben bestimmt. Aus diese Weise wurden 21.000 Blüthen gezählt und dabei gesunden, daß das Ueberwiegen des einen oder anderen Geschlechtes in keiner Weise mit den Standortsverhältnissen im Zusammen-hange steht. Die Ergebnisse, welche bei den ans den Beeten erzogenen Pflanzen erzielt wurden, stim-men mit den im Freien erhaltenen Resultaten vollständig überein. Ein Unterschied in der Zahl der Geschlechter je nach den so außerordentlich verschiedenen Standorts- und WachSthums-Be-diugungen konnte in keiner Weis« beobachtet werden. Die sonstigen Resultate, welche betreffs des verschiedenen Typus der männlichen und weiblichen Individuen gemacht wurden, sind auS folgenden, vom Verfasser aus feinen Ver-suchen gezogenen Schlüssen ersichtlich: 1. Die Vertheilnng der Geschlechter bei dem jährigen Bingelkraut ist keine zufällige, son-dern das Verhältniß der männlichen zu dem weiblichen Individuen ist an allen Standorten eine constante Größe. Die Entstehung der Ge-schlechter ist demnach unabhängig von äußeren Einflüssen und erfolgt nach einem inneren Ge-setze. Bei einer Zählung von 21.000 wild gewachsenen Pflanze» ergaben sich aus je 100 Weibchen 106 (genauer 105,86) Männchen. 2. Das Geschlecht der zukünftigen Pflanze ..Deutsche Nacht." geben zu müssen, hat die gedachten engherzigen Politiker nach und nach so empfindlich gemacht, daß sie durch die geringste Anspielung an ihre Schwäche in eine gelinde Wutb versetzt wer-den. Unser diesbezüglicher Artikel über die politischen Verhältnisse in Krain und der laut gewordene Ruf nach Männern, entfachte denn auch den latenten Haß znr lallen Flamme. Mit unverhülltem Aerger fielen die Herreil der Easinopartei, — nicht etwa über die ganze deutsche Partei in Steiermark, dazu hatte» sie keinen Muth, sondern über den vermeint-l i ch e n Verfasser des gedachten Artikels her. denselben mit wenig gewählte» Schmeichel-wollen überhäufend. Der vermeintliche Autor desselben kann über diesen Wuthaus-bruch ruhig zur Tagesordnung übergehen: seine Verdienste um die deutsche Sache in Steier-mark werden durch solche Ennnciationen nicht geschmälert, wohl aber werden dem wirklichen Verfasser die wahre» Deutschen in Krain wie in Steiermark dankbar sein, denn er gab die Veranlassung zu jenen Bekenntnissen im Lai-bacher Wocheublatte. welche ein grelles Licht aus die bodenlose Schwäche jener Männer wer-sen, die bis zum heutigen Tage noch die Zügel der liberalen Partei in Händen haben. Diese Zügel mögen denn die deutschen Männer Krains muthig ersassen: sie werde» dann auch in kurzer Zeit ersahren. daß offenes Bekennen der Na-tionalität und energische Zurückweisung der gegnerischen Angriffe gegen die Majorität in Krain sich besser bewähre, als die calmirende Opportunität, welche von den Männern des „Laibacher Wochenblattes" seit Jahren gehegt und gepflegt wurde. Wir bedauern nur Eines, nämlich: daß so große geistige Eapacitäten, wie sie thatsäch-lich in den Leitern der liberalen Partei sich repräsentirten, so traurig abwirthschafren konn-ten. und zwar einzig und allein durch politische Eharacterschwäche und niedrige Gehässigkeit gegen solche, welche nicht in ihr Horn blasen wollten. Welchen Aufschwung hätte das Deutsch-thnm in Krain nehmen können, wenn diese Männer ihre ganze geistige Krast der deutschen Sache gewidmet hätten. Ruhe ihrer Asche! Correspondenzen. Windisch-Landsdcrg, 4. September. (D.-E.) Die Unruhen in Croatien.j Wir tehen am qui vive; denn in unserer unmittel-laren Nähe in Eroatien bereiten sich Dinge vor, die all' unsere Ausmerksainkeit in höchstem Grade in Anspruch nehme». Sonntag langten einzelne Flüchtlinge von Krapina (Stadt) hier ist bereits im Samenkorn entschieden und kann durch äußere Einflüsse nicht mehr abgeändert werden. 3. Zwilchen de» uiännlichen und weibli-ehe» Pflanzen besteht ei» specifischer Unterschied, der schon vor der Anlage der Geschlechtsorgane vorhanden ist. Die weiblichen Pflanzen unter-scheiden sich unter sonst gleichen Verhältnissen von den männlichen durch ein dunkleres Grün, durch ein höheres Gewicht und durch ein gedrungeneres Wachsthum 4. Bei beschatteten Pflanzen zeigte sich, daß die weiblichen Pflanzen eine geringere Menge an Trockensubstanz gebildet hatten als die männlichen, während es bei den nicht be-schatteten Pflanzen gerade umgekehrt war, wo-rauS der Schluß gezogen werden müßte, daß unter ungünstigen Vegetano-iSbedingungen die weiblichen Pflanzen in ihrer Entwickelung mehr benachtheiligt werden als die männlichen, wo-mit denn auch eine beschränktere Vermehrungs-fähigkeit im Zusammenhange stehen würde. 5. Geschlechtliche Abweichungen entstehen nicht direct in Folg« äußeier Einflüsse, sie kön-nen also auch nicht nach Belieben hervorgeruseu werden, sond.rn sie sind alS Variationen auf-zufassen, deren Entstehungsursachen vorläufig unbekannt sind. Es wird demnach durch die von Dr. Heyer gemachten Beobachtungen das für Meufchen und Thiere bisher Geltende auch für die Pfla- 1883 an, allwo die Bauern arg gewirthschaftet haben sollen. I« nahen Desinic soll es heule gegen die Amtsjchilder und magyarisch Gesinnten losgehen. Der Verwalter der gan; nahe nn-serer Grenze benndlichen Staatsderrschaft Nagy Tabor suchte telegraphisch um militärischen Schutz ail, welcher sofort zugesagt wu^d«, und so dürfte diese alte gräfl. Eilli'sche Vefte noch heute eine Besatzung erhalten. — Verflossenen Freitag Nachts drangen Diebe in die Schweig-stallungen des Herrschastsmüllers Alex. Hör-vath an der Sottel ein und stahlen daraus nach sorgfältiger Auswahl de» schönsten Frisch-li»g, dem sie sosort aus einer uaheu Wiese da» Lebenslicht ausbliesen. Sonderbar ist. daß der Bestohlene der eifrigste Anhänger der hiesigen nationalen Weihranchpartei ist. mit einem ellenlangen Revolver überall öffentlich herum-fluuk.'rt und alles Deutsche und dereu Anhän-gcr auf perfide Weise iu den Koth zieht, und daß gerade ihm seine theueren Freunde vvn jenseits der Sottel — und solche waren es bestimmt — diesen Schabernak anthaten—■ Jedenfalls wußte» die Thäter den Muth und die bekannte Tapferkeit des armen Müllers geziemend zu würdigen. Noch interessanter ist es aber, daß der Führer unserer Nationalen schon vor etwa 14 Tagen von den bevorste-heuden uud nun theilweise vollzogenen Ereig-nissen in Zagorien Kenntniß hatte — seine lange Nase scheint überaus weit zu reichen! Wir stehen also doppell a n f m e r k s a m am qui live! Wiadisch-Laudslierg, 4. September. (O. C.) . sDemolirung eines Gute s.j Das Er»*| eigniß iu Desinic hat sich bereits heute Nachts vollzog««. 4—500 Bauer» demolirten das nahe bei Desinic befindliche Gilt Bidersica. we»l der Gutsinhaber ein Magyarensrennd iMagyaron, -wie es die Eroaten nennen) ist. Der Inhaber flüchtete mit seiner Familie hieher. Aehnlichem Schicksal, wie Bidersica. sielen die Häuser an- ! derer Ungarnsrenude zum Opser. Der Bürger- j meister tnacelnik), ein steirischer Renegat, Sluga, ' von St. Georgen an der Südbahn, flüchtete noch zu rechter Zeit, ihm war noch besonders etwas zugedacht. Berichterstatter sprach selbst nlit mehrere» kroatischen Bauern, deren über- j nächtiges Aussehen andeutete, daß sie die heutige Nachtcampagne mitgemacht, dieselben sagte», daß sie heute Nachmittag dem Schlosse Nagy Tabor einenBesuch abstatten, die mit ungarischerSprache versehene Amtstafel holen und ihre Bergrechts- 2 zinsbücher — das Bergrecht ist in Eroatien noch nicht abgelöst — vernichten werden; so- i dann geht es nach St. Anna n. s. f. an der-Grenze bei W.-Landsberg gegen die Ungarn-., zen bestätigt; daß die Ursachen der Geschlechts-entstehung unbekannt sind; daß es dem Men-schen noch nicht gelungen ist, diesen Schleier der Natur zu lüften. Dr. Kirchner. . Die Wetagerung von Berlin. Von Alphonsc Taudet. Wir wandenen mit Doclor V. die Ebamps Elys^es hinauf und lasen in den von Bomben durchbohrten Mauern und in den durch Kar« tatschen aufgewühlten Straßenpflaster die Ge-schichte des belagerten Paris, als der Doclor, kurz bevor wir den Platz de l'Etoile erreichten, stehen blieb und mich auf eins der großen Eck-Häuser ausmerksam machte, die so prächtig um den Triumphbogen ausgesühn sind. „Sehen Sie", sagt« er, „jene vier ver-schlössen«» Fenster dort oben aus den Altan ? Anfangs August, in jenem furchtbaren Monat August d«s Jahres 70, der so voller Sturnl und Unglück sür uns war. wurde ich dorthin gerufen, um einen Schlaganfall zu behandeln. Der Kranke war ein Oberst Fouve, ein alter Kürassier des ersten Kaiserreichs, voller Be-geisternng für Ruhm und Vaterland, der bet Beginn des Krieges eine Wohnung mit einem Altan in den EhampS ElysüeS gemiethet hatte — in welchem Zweck, meinen Zie wohl? Um dem Siegeseinznge unserer Truppen beizuwohnen. Armer, alter Mann! Die Nachricht von Weißen- ..Deutsch« Wacht. fernung des Maibaumes, als um die Entfer-nuiig der Tricolore gewesen zn sein, denn wenn der Baum fällt. muß auch die Klagte falle». Daß aber der Eaplan den Ortsschulanfseher. welcher den Schulkindern das Tragen natio-naler Abzeichen und das Schimpfen mit den Worten wie: „Remkur" und „Neuiskutjar" verbot, einen Hetzer nennt, ist nach der be--kannten Logik solcher Kampfhähne nur natürlich. — Wie jedoch obgenannrer Eaplan seiner Pflicht als Religionslehrer an unserer VolkS-schule nachkommt, möge Folgendes illustrireu. Am Schlnfsc des Semesters fand auch eine Prüfung aus der Religion statt. Gesetzmäßig sollen alle Schüler aus diesem Gegenstände ge prust werden. Der Herr Eaplan ist jedoch an-derer Ansicht. Von ihn» werden nur jene Schüler geprüft, die seine Fragen slovenisch beantworten können. Schüler dagegen, die nur eine deutsche Antwort zu geben vermögen, werden bei der Prüfung einfach übergangen, oder man erkundigt »ich zu Hause bei den Eltern. was sie aus der Religion Alles gelernt haben. Gewi» ein schöner Beweis, wie fleißig man sich während des Schnljahres um ihre Kenntnisse aus diesem Gegenstande bekümmerte. Und da klagen diese Herren über Jrreligiösität! Wer ist denn die Ursache hievon? Schließlich sei noch erwähnt, daß die Mai» bäum - Affaire einen würdigen Abschluß in einem bekannten Gafthause fand. Der Herr Eaplan wichste der nationalen Jugend einige Liter Wein auf und bezechte sie damit derart, daß durch ihr Gejohle und Geschrei, welches bis 2 Uhr Morgens andauerte, die Marktbe-wohner um ihre Rachtruhe kamen, Natürlich überquoll auch die angednselte Begeisterung, — aber fragt mich uur nicht wo. Kleine Eöronik. [Ein Riesen - Schadenseuer.Z wie solches seit Tecennien in Wien nicht gesehen wurde, zerstörte am verflossenen Sonntage die ans der Roßauerlände aufgestapelten Holzvor-rathe und mehrere angrenzende Häuser. Räch einer vorgenommenen Messung der Brandstätte bietet dieselbe ein Flächenmaß von dreizehn^ tausend OuadratNastern. ES ist kein Beispiel in den Annalen der städtischen Feuerwehr ver-zeichnet, welche eine gleich ausgedehnte Brand-fläche ausweist. Was die Menge des in d"« Flammen ausgegangenen Brennholzes betriff», so wird dieselbe auf die riesige Quantität von 119.000 Klafter Holz berechn«. Das ist an sich ein Verlust von circa 2'/, Millionen Gulden. [E i li furchtbaresBahnunglüH ereignete sich am verflossenen Sonntage auf dem circa 10 Kilometer von Berlin entfernten Bahn- 3 Hofe j» Steglitz. Der genannte Bahnhof ist ver Sammelpunkt und die Centralftatio» für alle Fahrgäste die vou hier aus die unterschiedliche» VergnügungSorte an der Havel beiuchen, und in den Abendstunten wieder daselbst die nach Berlin zurückkehrenden Bahnzüge erwarten. Tas Publicnm hätte den Cölner Eonrierzug durchlas-sen sollen vor der Besteigung des Localzuges »ach Berlin. Trotzdem die Beamten es verboten, össnete das Publicnm die Barriere und drängte iu die Wagen, da durchbrauste der Eourierzug Station und zermalmte Alles, was auf dem Geleise stand. Das Bild, das sich deu Verschon-teu darbot, war entsetzlich; die Scenen, die sich abspielten, waren herzzerreißend. Der Berliner Scharsschützenverein hate ein Vogelschießen gefeiert und in heiterster Laune zurückkehrend, wurden der Zchüycuköuig und vier Schützen gerädert. Vou einer Familie, aus Pater, Mutter und drei Kindern bestehend, wurde nur ein Knabe gerettet. Viele Personen sind fürchterlich verstüm-melt. Der Zugführer des Eonrierzuges ließ sofort halten, mußte sich aber darauf beschränken, die Leicheutheile vou den Rädern zu entfernen, und fuhr hierauf weiter. Militärärzte eines 'Artillerie-Regimentes u»d Berliner Aerzte waren sofort zur Stelle, ebenso die Steglitzer freiwillige Feuerwehr. Eine Untersuchungs-Commission ist am Schanplatze erschienen und nimmt jetzt den Thatbestand auf. G-tödtet wurden inSge-sammt einnndvierzig Personen. r n b e n k a t a st r o p h e.j Ueber ein Unglück auf der Grube Frankenholz bei Bexbach berichtet man der „Pfälzer Ztg." unter dem 28. August: Rachdem vor etwa 10 Tagen in einem Querschlag die Wetter angeschossen, und darauf der etwa 190 Mir. tiese Eingang des Stollens zur Eindämmung des Feuers mit Mauerwerk und Bohlen verschlossen worden war, wagten sich vorgestern vier Bergleute unter Führung des Steigers Bieg an die kritische Stelle, um durch Oeffnen des Verschlusses sich zu überzeugen oh das Feuer erloschen sei und die Arbeiten wieder aufgenommen werden könnten. Was sie unten vorfanden, kann leider kein Einziger der Fünfe erzählen. Kaum waren sie in t dem Drahtseil hinabgelassen, da erfolgte eine derartige Ex-plosion, daß Bretterstücke und Steine zum Schacht herausflogen. Steiger Altmeier. der vorher dringend vor dem Wagniß abgerathen hatte, begab sich nun ohne Verzug in die Tiefe, um nachzuforschen, was geschehen, und womöglich »och Rettung zu bringen. Drei der Bergleute, wurden als Leichen alsobald zu Tage befördert; die Leichen der Uebrigen sind bis zur Stnnde noch nicht gefunden. Alle fünf Verunglückten sind Familienväter. [Die deutsche Sprachein Moskaus Nachdem zahlreiche Moskauer Bürger rußischer 1883 fre.uide. Den ungarfreundlichen Pfarrer von Desinic verschonten sie nur deshalb, weil sonst die Gemeindemitglieder den Schaden ersetzen müßten. _ Hollienrgg, ^ September. (C.-G.) sS l o-v e n. i s ch e D e m o u st r a t i o n e n. ] Am 26. v. Mts. wnrde hier das Fest des Patrones uuierer Pfarrkirche gefeiert. Selbstredend tonnte es dabei ohne slavischnationale Demonstra-tionen nicht abgehen. So wehte vom Thurme der Pfarrkirche die slavisch« Tricolore, als ob der heil. Bartholomäus auch schon ein Slave geworden wäre. Eine ebensolche Flagge wnrde schon am Vorabende vom Herrn Pfarrer ent lehnt, am ausgestellten Maibaume besestigt nnd von einer kämpf» und streitlustigen Jungfrau sowie einem Marburger Lehranitscandidaten muthig vertheidigt, als man den Fetzen, um allen Streitigkeiten vorzubeugen, entfernen wollte. Der gedachte LehramtScandidat ver-schenkte auch an die Schulkinder kleine Streifen der slavischen Tricolore und forderte sie auch auf. dieselben ans ihre» Hüten zu befestigen. Wir würden über diese Großmnth des ange-henden Pädagogen wenig Worte verlieren, wenn derselbe nicht anch die Unart besäße, die Schulkinder zu lehren, ihre deutschen Kamera-den mit dem Schimpfnamen „NemZkutarji" zu benennen. — Doch zu nnserem Patrocininms-feite. Der erwähnte Maibaum wurde an« Abend des fünften Tages seiner Aufstellung im Ans-trage des Bürgermeisters entsernt. Darob entstand große Aufregung unter den Nationalen. Um die Ruhe und Ordnung aufrecht zu er-halten, blieben zwei Mitglied« des Gemeinde-Ausschusses aus dem Platze, wo der Baum ausgegraben wurde. Plötzlich, wie ein Gebild aus Himmelhöh'n, erschien der hiesige Eaplan. Er hatte schon vorher einen Bürger insultirt, nun aber entlud sich die volle Schale seines heiligen Zornes über die beiden Mitglieder des Gcmeinde-AnSschnsses. Er drohte denselben mit der Anzeige beim Bischöfe, denn die Beseiti gung des Baumes mit der nationalen Flagge sei eine Religionsstörung. Wen» ihnen sden Marktbewohnern) die slavische Tricolore nicht genehm gewesen sei, so hätten sie die Frank-surterin aufstecken sollen. Nachdem er anch den einen Herrn „Nenicur" ge»a»nt nnd in sehr logischer Weise dedncirt hatte, daß Alle, die weder Teutsche noch Slovenen seien, nur Nem curi sein können, titulirte er den Zweiten, den Ortsschulaufseher, als Hetzer nnd schrie in bin-miger Weise noch allerlei unsinniges Zeug zu-sammen, so daß man hätte meinen können, sein Bischen Verstand sei, wie die Glocken zu Ostern, nach Rom gereist. — Dem Herrn Eaplan scheint es offenbar weniger nm die Ent- bürg kam an. als er von Tisch aufstand. Als er den Namen Napoleon am Ende jener Mel-düng las, fiel er besinnungslos zu Boden. Ich fand den alten Kürassier mir blutendem Gesicht und wie durch einen Kenlenichlag ge« troffen. Hätte er gestanden, so würde er sehr groß gewesen sein, da er lag. so sah er noch viel länger aus. Er hatte seine Züge, schöne Zähne, weißes, gekräuseltes Haar und trug seine achtzig Jahre, als wären es sechzig gewesen. Neben ihm kniete seine Enkelin in Thränen. Sie glich ihm. AIS ich sie so nebeneinander sah. erinnerten sie mich an zwei griechische Medaillons mit demselben Bilde, nur war das eine antik, fleckig, von etwas abgeschliffenen Umriffen, das andere schön und klar, in allem Glanz nnd in vollster Frische. Der Schmerz der jungen Dame rührte mich. Tochter und Enkelin von Soldaten, denn ihr Vater war im Stäbe Mac Mahon's, erweckte der Anblick diese« alten ManneS in ihrem Herzen ein doppelt schreckliches Bild. Ich that mein Möglichstes, nm sie zu beruhigen, obwohl ich in Wirklichkett nur eine schwache Hoffnung nährte. Wir hatten mit Hämophtysis zu kämpfen, wo-von man sich im Alter von achtzig Jahren schwer erholt. Drei Tage lang blieb der Krank« in d?m-selben Zustande von Betäubung und Unbeweg-lichkeit. Inzwischen kam die Nachricht von Reichs-Hosen. Sie erinnern sich der sonderbaren Mel- dung.^ Bis zum Abend glaubten wir Alle an einen großen Sieg — 2V,(X» Prenßen getödtet, der Kronprinz gefangen. Ich weiß nicht, durch welches Wuud00 Mark zuge-sichert und für die Scheidung ebensoviel. Aber im letzten Momente siegte üb«r die Braut die Furcht. d«r Herr Gemahl aus Z«it könn« sie am Ende nicht wieder loslassen und sie schrieb ihm ab. Da saß er nun mit seinen Hoffnungen auf 1200 Mark und hatte nichts zu essen. Doch noch ein Besitz war ihm geblieben: ein Packet EabinetSschreiben von allen möglichen Potentaten, ablehnende Bescheide aus seine fabriksmäßigen Bettelbriefe. Aber auf diese Kostbarkeiten wollt« ihm der Antiquar nichts geben, so lieh «r sich d«nn stolz 20 Pfennig, um seinen Hochzeitstag gebührend zu feiern. [Unfreiwilliger Annoncen-Hu-m o r.j Die ernstesten Blätter, in deren Spal-ten nur von Politik, Wissenschaft und wichtigen Ta^esbegebenheiten die Rede ist. besitzen ost in ihrem Jnseratentheile ein zwar unabiicht-liches. aber auch unschätzbares Witzblatt. „Wie" und „was" angezeigt wird, ist oft gleich humoristisch, und so wollen wir denn hier einige Stylproben folgen lassen: „Ein Mädchen von fünf Wochen wünscht eine Mutter an Kindes--statt abzugeben." — „Ich suche solide, tüchtige Handschuhmacher und zahle pro Dutzend ein bis zwei Mark. F. Friedel, Handschuhfabrikant." — „Der Unterzeichnete bringt zur An-zeige, daß der Hund des Lohnkutfchers Andres, welcher Rattenfänger, mehrere Tage ohne Marke und Maulkorb herumläuft, ohne sich darum zu kümmern und höhnisch dazu lacht, wenn der-selbe gewarnt wird. Joses Hörner. Polizeisol-dat." — Am 7. März, zu meine»! GeburtS-tage, halb 7 Uhr. entriß mir der Tod >um zweitenmal meine innig theure Gattin. O. W." — „Steckbrieflich versolgt wird Joh. Müller, der seinen Vater erschlug, um ihn zu berauben und dann heirathen zu können." — „Ein dreijähriger Esel, wegen seiner Frömmigkeit auch sür den Umgang mit Kindern passend, ist zu verkaufen." — „Zu verkaufen sind zwei gut melkende Ziegen, Kappelgasse Nro S. Nur Nachmittags von 3 Uhr an zu sprechen." Focates und Arovinciates Cilli. S. Sepiember. [Das freudige Eregniß im Kai-ferhausel wurde Sonntag, den 2. d. um 11 Uhr Vormittags durch 21 Böllerschüsse, welche am Nicolaiberge abgegeben wurde», un-serer Einwohnerschaft verkündet. Heute, als dem Tauftage der kleinen Erzherzogin, celebrirt« un-ter großer Assistenz der Hochw. Herr Abt Können Sie sich wohl die Verzweiflung des armen Mädchens vorstellen, daS ohne Nach-richten von seinem Vater nur wußte, daß er gefangen, aller Behaglichkeit beraubt, vielleicht krank war und dennoch mußte heitere Briefe schreiben lassen, die nur etwas kurz gehalten waren, wie sich von einem Soldaten erwarten ließ, der in einem eroberten Land« immer vor» rückt. Der Oberst hörte gewissenhast zu, lächelte mit überlegener Miene, lobte, beurtheilte, er-klärte; ober in den Antworten an ftinen Sohn zeigte er sich im günstigsten Lichte. „Vergiß nie," schrieb er, „baß Tu ein Franzose, sei groß-müthig gegen die armen Menschen. Mache ihnen die Eroberung nicht zu hart." Inzwischen dauerte die Belagerung fort — freilich nicht die von Berlin. Wir waren in der schlimmsten Zeit der Kälte, der Beschießung, der Seuche, des Hungers. Durch unsere unermüdlich« Sorgfalt wurde aber deS Alten Heiterkeit keinen Augenblick getrübt. Bis zum Ende konnte ich für ihn wenigstens Weißbrod und frisches Fleisch beschaffen. Nichts Rührendere« konnte man sich denken, als jene Frühmahlzeiten deS Großvaters, der im Bette aufsaß, mit dem Tellertuch unter dem Kinn, frisch und vergnügt, »eben ihm sein Enkelkind, bleich von Entbehrun-gen. daS ihm behilflich war. alle diese guten, verbotenen Dinge zu genießen. Mit fortschreitender Genesung wurde unsere 1883 Wretschko einen solennen Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, dem sämmtliche Civil- und Mi-litärbehörden sowie der Gemeinderath und die diversen Lehrkörper beiwohnten. Trotz des un-günstige» Wetters prangte die überwiegende Mehrzahl der Häuser unserer Stadt im Fl g-genschmucke. [Spende.] Der hochwürdigste Fürstbischof Dr. Stepischneg, dessen Munificenz seine Vater-ftadt Cilli wiederholt erfuhr, hat der deutschen Kirche einen prachtvolle» Luster gespendet. [Deutscher B e r g m a n n S t a trat auf den Altan mit feinem Helm, seinem ! Degen und seiner ganzen, lange nicht gebrauchten, aber ruhmreichen Rüstung von Milhaud's Küras-fieren angethan. Er wunderte sich darüber, die breiten Straßen so still, die Läden geschlossen, Paris wie ein großes Krankenhaus, zwar überall Fahnen, aber so seltsame, weiße mit rothen Kreuzen, zu finden, und Niemand zu sehen, der unseren Truppen entgegenging. Einen Augenblick lang mochte er glauben, sich geirrt zu haben. Aber nein, dort hinter dem Triumphbogen war ein wirrer Lärm, eine schwarze Linie näherte sich in dem »och grauen Tageslicht, dann zeige» sich allmählich die Helmspitzen, die kleinen Trommeln von fern fangen an zu schla-gen und unter dem Bogen de l'Etoile, von de»! schweren Schritt der Truppen und dem Säbel-gerassel begleitet, erklingt Schubert'S Sieges-marsch. In der Todtenstille der Straßen vernahm man einen furchtbaren Schrei: „Zu den Waffen — die Preußen!" Die vier Uhlanen der Vorhut hätten dort oten auf dem Altan einen großen, alten Mann können wanken, die Arme bewegen und hinfallen sehen. Diesmal war der Oberst Fouve todt. 5 dem hiesigen KreiSgerichte eingeliefert. Der Ge-nannte war am verflossenen Sonntage wegen excessiven Benehmens arretirt und im Gemeinde-arreste zu Sachsenfeld untergebracht worden. Dort zertrümmerte er in Gemeinschaft eines anderen Burschen den Ofen und die Fenster und entsprang fuglich, nachdem er noch zuvor den Gemeindediener, der ihn zur Ruhe ermahnt hatte, mit einem Holzscheite auf den Kopf ge-schlagen hatte. [Lebensgefährlich verletzt.) Der Grundbesitzer Anton Mirnik aus Bischofdorf wurde am l.d. in schwervcrwundetem Zustande in das hiesige Giseluspital gebracht. [Aufgefundene L ei ch e.) Bei Winter-leiten wurde im Walde die Leiche einer FrauenS-Person, deren Kleider und Wäsche gänzlich zerfetzt waren, aufgefunden. [P f e x d d i e b st a h IJ In der Nacht zum 1. d. wurde dem Grundbesitzer Rung in Miter-labill ein Grauschimmel (Stute) gestohlen und nach Eroatien getrieben. Literarisches. [I a g d z e i t u n g.J Schmidt & Günther's Leipziger Jllustrirte Jagdzeituug 1883 Nr. 23. herausgegeben vom königl. Oberförster Niysche, enthält folgende Artikel: Einiges von den deutschen Hunde - Ausstellungen. Von Earl Brandt. (Schluß.) — Der Eisvogel (Aleedo ispida). Von K. Th. Liebe. (Schluß.) — Alte Jagdgeschichren. Vom Oberförster Heinemann. V. Ein schlechter Jagdtag. — Jagdliches aus dem Spreewalde. — Illustrationen: Hasen-hetze. Von Ludw. Beckmann. — Panther einen Affen greifend. Von Flinzer. — Inserate. — Die Jllustrirte Jagdzeitung von Schmidt und Günther in Leipzig erscheint am 1. und 15. des Monats und kostet bei den Buchhandlungen halbjährlich M. 3. Bei den Postanstalten vier-teljährlich M. 1.50. Hingesendet.*) Die Brunngasse, das Eillier Ghetto ist unstreitig für die Passanten ein Unicum in der lieblichen Sannstadt, und trotz der Nähe des Musentempels sehr ähnlich den bekannten Zi-geunerftädten Ungarns, Siebenbürgens oder den Judenvierteln in Krakan, Lemberg und vielen anderen Städten Galiziens, Mährens und Böh-mens. Im Winter ist es Niemand zu rathen, den Eingang von der Grazergasse aus zu be-treten, denn wehe den Schuhen, die soeben blank und schwarz glänzten, sie können beim nächsten Tritt mit braunem leider übelriechendem Parfüm überzogen werden, denn wisse lieber unerfahrener Geher, in dem Engpasse entströmt den Thorwegen zweier gegenüberliegender Häuser ein gar l i e b l i ch d u f t e n d B r ü n n l e i n, und müßte dasselbe unbedingt den Herren Apo> thekern gewaltig Concurr-nz machen, wenn nur sein Aroma salonfähig wäre und Deine Tisch-nachbare - in der Kneipe nicht mit bedenklichen Seitenblicken ihren Stuhl von dem Deinen weg-rückten. Die sanstströmenden Wellen diese« Brunn-lein« erstarren bei starkem Frost zu Ei» und schade, daß noch Niemand daran dachte, das-selbe für den Eisstock dienstbar zu machen, jedenfalls wäre es ein Zeitersparnis für so manchen SportSmann, dem der Weg zu den 3 Teichen oder zum Erjauc zu weit wird und der nicht gerne in finsterer Nacht den Heimweg unternimmt. Kommt man aus der Enge bis zur Kreu-zung mit der Klostergasse, erweitert sich Deine Lunge, denn hier ist die Brunngasse bequem und breit, — ja man könnte sagen elegant, wenn nur nicht das fürchterliche Pflaster mit seinen Unebenheiten den Füßen mit dem Verstau-chen drohte. Aber ach, jetzt kommt daS Schlimmste, und nicht umsonst lachte Eulen-spiegel beim beschwerlichen Besteigen einer An-höhe und weinte beim Abstieg, denn sogleich hinter jener freien Gasse wird da» Pflaster ») Für fton« und Inhalt ist die Redaction nichl verantworlich. .,veutsck-e ?Sacht. 1883 noch höckeriger. auf dem Boden wälzt sich die hold« Jugend, executirt ein ohrzerreißendes Eon cert, daß man meint, die liebe» Kleineu ahmen die Töne unserer -»händigen Vogt'sche» Ahnen, das Schreien deS Papaqei oder des Uhu nach, auch kommt es vor. daß eine zarte Mutter mit den, Kehrbesen bewaffnet zwischen die sich balgenden Rangen fährt, und kräftige Hiebe aus-theilend Frieden stiftet. Wol wäre es ange-zeigt«, wenn die Hausmütter die Besen zum Fegen der Straße benutzten, denn die steuer-zahlenden Brunngaßler wissen sich nicht zu er-inHern, je einen magistratlichen Gassenkehrer, »icht einmal mit geschultertem Bese» in ihrer Gasse gesehen zu haben. Ein wahres Glück ist es zu nennen, daß die häufig verkehrenden Fuhrwerke und Pferde nicht schon Unheil anrichtete», wahrscheinlich warten die Bäter der Stadt so lange, bis ei» überfahrencs jtind ihre Aufmerksamkeit auch auf d,e Brunn-gasse lenkt. — vielleicht stolpert dann einer oder der andere von ihnen in die beim Ter-tichek'schen Hause befindliche Pflastermulde und sieht hiebei, daß außer Herstellung erneS geregelte» Pflaster« und Kanals auch den Be-wohuern au's Herz zu lege» noth thut, darauf zu sehe», daß diverse Strohsackabfälle und an-derer Unrath nicht aus die Gasse, sondern in die hiezu bestimmten Gruben gehören, daß die Gasse kein Kinderspielplatz sei, und besonders angezeigt wäre, hie und da eine Patrouille zur Abstellung des nächtlichen Lärmen« trunken heimkehrender Familienväter zu entsenden, welch' letztere sich ein Vergnügen bereiten durch Prü-gel- und sonstige cssectvolle, häusliche Theater-scenen die Anwohner zu beunruhigen. Richt allein, daß es heißen soll: zvhl Krovot itt auch der Spruch: Ruhe ist dieerlte B ü r g e r s p s l i ch t zu beherzigen ; — zum Zahle» bringen uns schon gewisse sehr wirk-same Mittelchen, ja anch zum Abzug von Haus und Hof. aber Ruhe in der Rachbarschaft ko>. neu wir uns nicbt schaffen, dinu da könnten wir mit den scharsgespitztcii Zungen und schmutzigen Besen so mancher Holden in Confliet kom-men, was besonders bei etwas feuchter dritte* rung ist dieser Gasse verhängnisvoll auffiele. Kinder habe» Raum bei der Wokaun'schen Anlage zum Spielen, renitente Zecher stecke man in'« Dunkle; man kanalisire und pflastere unsere Gasse, denn wir zahlen ebenso Gemeinde-abgaben und Zinskreuzer, wie die Bewohner der Postgasse und des Hauptplatzes, — bitten demnach ebenfalls um Gassenkehrer und Ordnung. damit sich nicht honette Besucher scheue», diese einzig vernachlässigt, Passage zu betrete!, und wir nicht wie in ein Ghetto gebannt wohnen. M e h r e r e B e w o h n e r der Brunn-g a s s e. MI0M. runs»** bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt bei Husten. Halskrankhelten, Magen- und Blasenkatarrh. PASTILLEN (Verdauungazeltchens. Heinrich Mattoni, Karlsbad vBahmen). gemeisame Sitzungen. Mehrere Eisenbalpi-Tirec-tionen, wie jene der k. k. priv. österr. SiaatS-eisenbahn-Gesellschaft, dann die k. k. Direktion für Staatseifenbahnbetrieb, priv. Bnschtehrade, Bahn, Prag-Duxer Eisenbahn ic. haben bereit? den diesbezügliche» Ausstellungs-Srnduiige» theil» weise Tarif-Nachlässe zugestände». Es ist nur die Sache der P. T. Herren Aussteller, sich we-gen Zusendung der zu den Frachtuachlässeii nö' thige» Drucksorten, wie Eertificat? und ^pedi-tions-Polizzeu. dann Einsendungsbögen an das obgedachte Executiv-Comite in Brunn (Krautmarkt, Museums'Gebäude) noch rechtzeitig zn wenden. sD i e V e r s ch u l d u n g d e s Grund-besitze^ beziffert sich nach den Eintragungen in den öffentlichen Bücher» in der diesseitige» Reichshälfte auf über MM Millionen Gulden; außerdem hasten noch in de» Eisenbahn-Grund-buchen, über 1800 Millionen und aus den Staatsgütern 100 Millionen Guide», so daß also die Gesammtverschuldu»,, sich aus rund '.000 Mill. Gulden belauft. Von der erstgenannten Summe werden 1030 Millionen mit ">'/» bis 0 Percent, 888 Millionen mit 4 bis 5 Percent, 254 Mill. mit übet 6 bis 10 Percent. 22-8 Millionen mit über 10 bis 12 Percent verzinst; 549 Millionen sind unverzinslich. >Vorsichte,, b e i B e st e 11 u » g v o n P o st a n w e i s u u g e u.j Das Handelsministerium hat nutet dem 28. v. Mts. Z. 37568 nachstehende Verordnung an die Postämter ge-richtet. Zur thuulichsteu Verhütung der Räch-theile, weichet das Postärar durch das Vor-kommen gesälichier Postanweisungen ausgesetzt ist, werden die k. k. Postämter angewiesen, die an unbekannte Personen postc restant« oder nach einem Hotel adressirten Postanweisungen bei der Abgäbe an den Adressaten mir dann auszufolgen, wenn derselbe seine Identität in anderer Weise als durch den Aufgabeschein, welcher edeiisallS gesälscht sei» könnte, grundhaltig nachzuweisen in der SslQC ist. Entstehen in dieser Richtung begründete Zweifel, so ist die Ausfsl-gung der Postanweisung zu sistire», hierüber l'ogleich, und zwar wenn möglich, telegraphisch an die vorgesetzte Postdirectio» zn berichte» und an das Anfgade'Postamt (eventuell telegraphisch) die Anfrage zu stellen, ob die zu behebende Post-auweisung daselbst auch richtig aufgegeben, be-ziehungsweise eingezahlt worden ist. Hievon sind auch die B.stellorgane bei den Postämtern zu verständigen. ^Russisches Fleisch in Eng Und.] London hat eine derartig ergiebige Bezugsquelle für frisches Fleisch gefunden, daß dort eine Fleischtheueruug nicht so leicht eintreten kann, wie in Wien. Am 29. August kam der Dam-pfer „Reptuno" von Lidan nach viertägiger Reise in GraveScnd an und brachte 16.000 ge« schlachtete Rinder, die von einer Gesellschaft aus Südrnßland importirt wurden. DieRinder wurden im Hafen zu Libau geschlachtet und nach einem Kühlungsproeesse in Gefrierkammern an Bord des Dampfers untergebracht, wo das Fleisch bis zur Ankunft in England völlig frisch erhalten wurde. Das Fleisch wurde im Smith-fielt» Market zu London mit beträchtlichem Profit für dieJmporteu« verkauft. Wotkswirtyschafttiches. sAAgemeine Obft-AuStellung.) Das Executlv-Eomite für die am 21.—24. September l. I. stattfindende Obst-Ansstellung für sämmtliche österr. Kronländer hat sich bereits in mehrere Fach-Eomite's, für Empfang und Beguartirnng der Gäste, «rrangirung. danu Preß-Eomite gegliedert, und hält allwöchentlich s. Zam.. Belicza. Zr Perzl. Kauf«, Dallwitz. C. To-yauer l. t Honpim.. Görz Z. Höot. Prioa:, Aussig. I Wermuib. Schul!. Lichlenwald. Merieuo.«lausm., I. Jurit, Concerttstin. s. Familie, F. Zwirn. Lieutenant s. Wien. F. Pichler. HerrenNeiderm. Pettau Neumaier, »aufm., München. Ä. Smole. k t Lberl.. Marburg. A. Prinz, t. t. Lieutenant. Bia>a. «. Langer. Kaufmann. Wien. R. Badaß. Kaufm., Budapest. Ti». Tralnit, Stu> lirnmädcben. Trieft. I. Boglar. Oberlehrer, s. Gemahlin. Monwreis. R. v Jadosnegg-AUenfetS, t. k. Ingenieur, Gorz. <5- Holndonner, Reisender, Ledenburg. Hotel Elefant. M Endet, Pri». Trieft. I. Wolf Äaufm. Lemberg. M Faßt. Lehrerin. Leoden. B Trodasiner, Lehrer. ^ n. li»-en. C Mann, k t Oberstabsarzt t. St. Trieft. Josef Kr.itochwill. Hotelier, Petrinja. Gasthof Strauß. A. Tlwma«. f. k Bezitts Pofttommijsäc. Graz E Liubenmädchen. Feldbad) I Hofmann, Ge sch iltS«., Ledenburg. I. Aechniyer, 'j.'ferd«b. Radkcr-> bnig. H. Lchepi, Pserdebändler, Leidniy- Eoursit 0er Wiener Aörse von, 5. September 1883. Goldrente 09.20 Einheitliche Staatsschuld in Roten 78.— „ „ in Silber 78.50 Märzrcnt« 5% .......-'3.— Bankaktien . ..... 835.— Eredttactie» . . ... 280.40 London wista ....... 120.— Rapoleoi.o or . . k. ^iünzducate» ... . 5.06 i 00 Reichsmark . . - . 58.45 1>»m bekannte und beliebte ! früher tod Herrn ßob. Jad i» Cilli verkaufle. Üoctisalzs, w«khe« Tod der Kalirik rhemiaeher l'rnd i-i llraütnltc unter dtr C>'iitru!l.' il-r k. k. I brlii'riii- en>'n^t wiri), tirnl von >!>>r V. k. Uuilwirlli-echaftl. cheuiisclien VerMti'ksutation in \Vi«u unU -»ai'ht wurde, tränier xtan* I wl.««/'. Lager beiDanielRakuscli in Cilli. Abiiabf nicht unter 50 Kilogramm. «Markt »T>»r«bscbnitt»prrisef vom Äonaie August lS^i in Cilli: per Hektoliter Weizrn fl. 7..'>" Korn ». ->.»>. Gerste si. . Haser fl. -,.t». ttukuru, st , Hirse fl. <3.18, Haide» st. «10, Srdäpfel st. 1.96. per I0i> ztiloxramm Heu st. t.7>>, «ornlagerfiroh st. 1.28. Weizenlagerfiroh st. 1.11, »treuftroh iL —T\$ I e ifch-preii« pro August 1883. 1 Kiwgr Rindfleisch ohn. Zulvage 52 tr., «atbsteijch M tr.. schweinsteifch 56 tr. «chöpsensteifch 44 tr. Angekommene Aremde. Hotel Erzherzog Johann. V. Spiret, l f. Hüllenverwalter, Jdria. G. «ejk. Opliler. Agram. W. ckeischl, Bierbrauer. Keszthely. «. G. .«oltulinsky. Dr. H. Dtayer, t. k. Finanz-Procuramrs-Conc., Th. Lindauer, l. k. Bauroth. G. WalschanSty. Laildej-Lber-Jnaenitur, {.9ml E. Geipel. Aabritsdei., s. Sohn. G. Äleinseller. Reis.. Th Epstein. «aufm.. V-Bruck. GulSbcs., s. Wien. Z. Zechner, Privat, Rann. Hotel „K o s ch e r." M. Purg. Müllerm.. Iurowey. «. Heinrich. Ma-schinenfabrilant, Döbling A W. jtompofch. Bergbeam. Trifail. I. Prihoda, Beamter, Wien. C. Mondl. Priv., Wichtig für Aemter. Notare. 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Instituts-Vorsteherin in Cilli, I»e»tei>» dankend für das ihr bisher geschenkte Vertragn. gibt hiemit höflichst bekannt, da»» vou» 2. October angefangen nicht nur der Sprachen-Unter-richt wieder beginnt, sondern auch für die Schale nicht mehr besuchende Mädchen ein deutscher Fort-bildungs-Unterricht unter Leitung geprüfter Lehrer aufgenommen wird, und bittet Oligenannte somit sie in dem vorgestreckten Ziele der weibl. Jugend nützlich zu »ein, doren gütigen Zuspruch zu begünstigen. Preise sehr milssig. Aufnahme der Schülerinnen am I. October, Beginn de» Unterrichte« 2. Octb. Wohnung: Theater-Kasse Nr. 56, I. St. Unterrichttprogram m zur Einsicht daselbst oder auf Wunsch zugesendet. Cilli, 5. Se pteinber 1888. 406—3 *■ I i t Gasthaus-Verpachtung, § Unser nahe dem Bahnhof gelegene» Gasthau» ist lo verpachten, Pachtlustige welche der deutschen und einer »lavischen Sprache michtig »ein müssen, erhalten von uus bereitwillig mündliche oder schriftliche Auskunft, Stein-brücker Cementfabrik, Steindrück in Steiermark. ZEHEr. X-iEtd.. ^r-u-sSco-srid, Advokaten «chreiber, wird ersucht den schuldenden Betrag für gelieferte Kleider pr. 18 fl. in Kurse zu bezahlen »onst werden ihm die Kleider durcu gewisse Leute ausgezogen. 400M Jaitf HmeltM. Frische Preiselbeeren soeben eingetroffen bei 475— M. MatiÖ, Bahnhosgasse Nr. 97. Iwei Koststudenten werden in gute Verpflegung aufgenommen. Anfrage Bureau Plautz, Cilli. 49g—;i 490— Wotan u am Haoptilatz, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Speise. Keller etc.. grosser Vorsaal, ganzer 2ter Stock allein, ist mit 1. October d. J. zu vermiethen. Näheres Administration. 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