Lsibschrr WochrMM» Vrgan der Verfassungspartei in krain. Samstag, den 22. März. Jnserti ans. Preise ^ Einspaltige Petit.Zeile k 4 kr . bei Wiederholungen ^ s tr. — Anzeigen bis 5 Zeilen 20 Ir. z» ed «cIion, Administration u. Expedition! Herreng-sse Nr. ir. 1884. AbonneinenIS-Bedingnisse: Für Zustellung in'S HauS: Vierteljährig 10 tr. Jur Sichelburger Frage. Graf Szeesen, Präsident der ungarischen Commission zur Austragung der Sichelburger Frage, erstattete an den ungarischen Ministerpräsidenten über den gegenwärtigen Stand dieser Angelegenheit nachstehenden Bericht: „In Folge der Zuschrift vom 1. Mai d. I. entsendete die dießseitige Staatscommifsion rnittrlst des in der Sitzung vom 8. Juni gefaßten Beschlusses ihre Mitglieder, die Herren Andreas Taray und Hc>fr'tüh Nikolaus Badovinatz, zu dem Hehuse, um gemeinschaftlich mit dem exmittirten österreichischen Subcomit6 vorzugehen. Dieselben langten am 24. Juni in Möttling an und begingen Taas darauf mit dem österreichischen Subcomite die Gemeinde Marienthal nebst dem Sichelburger Bezirke. Nach dem Berichte unseres Subcomitä's konnten sich die beiden exmittirten engeren Ausschüsse nicht einigen, einen Entwurf bezüglich der Grenzregelung hiisiuarbeiten, und zwar deshalb nicht, weil das Irnseitige Subcomite einer solchen Regelung nicht bejstiMlncn wollte, wie der ungarische Ausschuß sie in Bezug auf den Sichelburger Bezirk oberhalb Nöttlink- ^ engstm und am meisten gewuu-denen Krümmungen bestehen, vorschlug, trotzdem damit in erster Linie den Interessen der krainischen Verwaltung Rechnung getragen war. Unser Ausschuß dagegen lehnte das Verlangen des österreichischen Snbcomitv's auf Zerstücklung des Sichel-burger Bezirkes und Abtretung der Gemeinde Feuilleton. Die Knnftznstände Krams in den vorigen Jahrhunderten» IX. (Schluß.'» Es erübrigt noch, jener Maler zu gedenken, deren Kunstthät'igkeit zwar in das gegenwärtige Jahrhundert fällt, welche jedoch noch in der letzten Dekade des vorigen Jahrhunderts geboren oder seither verstorben sind, daher bereits der Geschichte der Vergangenheit angehören. Da ist der Portrat- und Historienmaler Matthäus Hangus- Am 9. Oetober 1795 zu Steinbüchel bei Hropp als Sohn eines Eisenarbeiters geboren, offenbarte sich in ihm sehr bald der innere Drang zum Heichnen. Es gelang ihm auch, die Malerakademie in Wen und später (1824) Nom, Neapel und München Zu besuchen und sich daselbst weiter auszubilden. 'Beine Studien- und Skizzenbücher lassen vielen Fleiß, *rber kein systematisch geordnetes Fortschreiten ernennen. Langus war kein schöpferisches Talent, aber copirte mit großem Glücke und minutiöser Genauigkeit die Bilder aller Meister. Obwohl seine ^hätigkeit in eine Zeitperiode fiel, in welcher er nahe-Hr, der einzige beachtenswerthe Historienmaler in Krain Marienthal ab. Die dießseitige Staatscommission ist der Ansicht, daß der Antrag des ungarischen Subcomite's betreffs der Grenzregulirung oberhalb Möttlings vollkommen gerechtfertigt ist und nicht minder auch dessen ablehnende Haltung gegenüber dem Verlangen des österreichischen Subcomitö's auf Abtretung und Zerstücklung des Landstriches, nachdem die Frage der Grenzregulirung doch nur vom Standpunkte des praktischen Lebens und der zweckmäßigen Verwaltung beurtheilt werden kann, und nachdem auch der ungarische Ausschuß gemäß den ihm ertheilten Weisungen nicht berechtigt war, in die Abtretung der Gemeinde Marienthal und Zerstücklung des Sichelburger Bezirkes einzulvilligen, wie dieß das österreichische Subeomite, gestützt auf seine angeblichen Rechte, forderte. Nachdem somit das österreichische Subeomite durch seine Haltung jede Fortsetzung der Verhandlung über die Frage der Grenzregulirung unmöglich gemacht, wäre nach Ansicht dieser Staatscommission schon damit ein genügender Anlaß gegeben, um die Sachlage Eurer Ercellenz darzulegen und für ihr weiteres Vorgehen Weisungen zu verlangen. Allein das ungarische Subcomite hat, indem es die fraglichen Gegenden beging, seine Ausmerk'amkeit nicht auf den Sichel-burger Bezirk beschränkt, sondern cs hat auch in jenem Theile des Herzogthums Krain Umschau gehalten, an welchen der Sichelburger Bezirk grenzt, und indem cs sich einerseits mit diesem Gebiete bekannt machte, andererseits aber das Werk war (1825—1855), so war er doch nicht sehr productiv in seinen Arbeiten. Ueber den Kunstwerth seiner Gemälde gehen die Urtheile weit auseinander. Während ihnen der Eine eine hervorragende Stelle im Kunstgebiete anweisen möchte, setzen sie Andere weit zurück. Das Richtige dürfte auch hier in der Mitte liegen. Seine Bilder sind gut in der Zeichnung, aber ohne Schwung; anmuthig in der Farbe, aber ohne Kraft. Sie tragen das Merkmal des Zaghaften, Kleinlichen und Geschleckten. Alle zeugen von großem Fleiße und der sorgfältigsten Ausführung, vermögen jedoch nicht zu erwärmen. In seinen Madonnen kann man unschwer mehr oder minder die Gesichtszüge seiner Gattin erkennen, was diesen Bildern keineswegs zum Abbruch gereichen würde, wenn es Langus verstanden hätte, sic zu durchgeistigen. Am gelungensten sind die Freskobilder dieses Malers. Sei es, daß ihn hiebei die großen Flächen zu einer kräftigeren und freieren Pinselsührung nöthigten, sei es, daß die Perspective und die Kürzungen tiefere Schatten forderten, genug: die FreLken des Langus sind aller Beachtung werth. Dieß gilt insbesondere von den im Jahre 1843 und 1844 an der Kuppel und Laterne in der Domkirche ausgeführten Fresken. Allerdings hatte Langus hier die ausgezeichneten, aus dem Jahre 1704 herstam-menven Fresken des Giuglio Quaglia als inuster- Valvasor's — welches im Herzogthume Krain in großem Ansehen steht — genau studirte, gelangte unser Subcomitö dahin, daß sich jene Stadt und, Herrschaft Sichelburg, auf welche sich die Ausführungen des (österreichischen) „Memorials" beziehen, im Herzogthume Krain befinden; daß dagegen das jetzt fragliche Sichelburg stets zur ungarischen Krone gehörte, was schon daraus hervorgeht, daß sich die Anordnungen der ungarischen Gesetzgebung das ganze siebzehnte Jahrhundert hindurch bis zum zweiten Vierthcile des achtzehnten Jahrhunderts auf dasselbe erstreckten. Dicß veranlaßt mich, die in dem 5. und 7. Hauptstück des Berichtes unseres Sub-comite's angeführten Thatfachcn der besonderen Aufmerksamkeit Eurer Ezccllenz zu empfehlen, nachdem dieselben, falls sie anerkannt werden, die staatsrechtlichen Ansprüche Krains derartig asficiren, daß die Frage der Grenzregulirung damit von selbst entfiele." Zu diesem Promcmoria haben wir nur Folgendes zu bemerken: Die darin ausgestellte Behauptung, daß das jetzt fragliche Sichelburg stets zur ungarischen Krone gehörte, und daß die Anordnungen der ungarischen Gesetzgebung das ganze 17. Jahrhundert bis zum zweiten Viertheile des 18. Jahrhuudertes sich auf dasselbe erstreckten, ist völlig aus der Luft gegriffen und gehört zu den kühnsten Geschichtssälschungen, die sich je eine Commission zu Schulden kommen ließ. Das Unglaublichste leistete jedoch dieselbe, indem sie den ehrlichen Valvasor als Gewährsmann für giltige Vorbilder unmittelbar vor sich, denen er mit Erfolg nachzukommen sich bestrebte, wobei leider der allzu enge Bau der Laterne und das weit auslegende Gesimse die volle Ansicht und Wirkung etwas beeinträchtigen. Auch in der Franziskanerkirche zu Laibach, in jener zn St. Veit bei Laibach, St. Martin unter dem Großgallenberg, St. Jakob zu Bischoslack, in der Wallfahrtskirche auf dem Großgallenberg und anderen mehr sind Fresken von Langus. Ebenso rühren von seiner Hand her die Mensabilder der Hk. Katharina von Siena und des Aloisius von Gonzaga, das Altargemälde des Hl. Nepomuk in den Seitenkapellen der Domkirche, das Altarblatt Mariä Ver- kündigung im Hochaltare der Franziskanerkirche. 'Nicht ohne Interesse ist die Thatsache, daß Langus im Jahre 18:19 drei Altarbilder: die Ueber-gabe der Schlüssel an Petrus; den Hl. Franz Taver den Wilden predigend, und die Taufe Christi für die Mission des krainischen Missionärs Franz Pirz in Nordamerika gemalt und dahin abgesendet hat. Langus starb — allgemein geachtet — zu Laibach am 20. Oktober 1855 und hat seine Liebe zur Kunst noch in seiner letzten Willenserklärung dadurch bethätigt, daß er ein nicht unbedeutendes Legat für Malerstipendien anordnete. Henrika Langus, seine Nichte und Schüle^n^D ihre Prätensionen anführt, obschon in dessen Chronik, wo die Uskoken und ihr zu Krain gehörige- Gebiet weitläufig behandelt werden, auch nicht die geringste Andeutung aufzufindm ist, daß Letzteres je kroatisches Gebiet gewesen oder dessen Bewohner jemals der ungarischen Gesetzgebung unterstanden seicn. Aller-dings haben kroatische Historiker Scheingründe für die territoriale Zugehörigkeit Sicheiburgs zu Croaiien vorgebracht, jedoch wichen sie sorgfältig dem riesigen Actenmatcriale der Landesarchivc von Kärnten, Krain und Steiermark aus, woraus zur Evidenz erhellt, daß Sichelburg von jeher zu Krain gehörte, dessen Stände sich stets als Herren des Landes gerirten, daß den dort angesiedelten Uskoken ihr Sold für die Grenzbewachung aus den ständischen Lassen der innerösterreichischen Länder ausbezahlt wurde. Eine sehr eingehende Abhandlung über die ersten Ansiedelungen der Uskoken im besagten Gebiete hat Professor Biedermann aus Graz in Schumi's „Archiv für die Heimatskunde, Jahrgang 1883" geliefert. Daraus ist zu ersehen, daß die ersten Ansiedelungen im Jahre 1535 stattfanden, nachdem die Ueberläufer aus Türkisch-Bosnien in einem Bittgesuche den Hanns Kazianer um Ländereien zu ihrer Niederlassung angefleht und erklärt hätten, sie wollen lieber unter türkische Herrschaft zurückkehrcn, als sich auf dem Gebiete der eroatischen Grasen niederlafsen. Die über Mandat des Königs Ferdinand I. vom 25. Jänner 1533 eingeleiteten Verhandlungen der Stände Krains wegen Zuweisung eines abgeschlossenen krainischen Territoriums an die türkischen Ueberläufer halten zur Folge, daß die Ländereien des jetzigen Sichelburgcr Districies, die damals im Besitze der Herrschaften Diaichau, Plettriach, Landstraß, Rnpcrtshof, Zobclsbcrg u. a. m. waren, gegen Umtausch überlassen wurden Auch die Entstehung der Enklave Marienthal, die einst zur Herrschaft Maichau gehörte, läßt sich in dieser Weife urkundlich Nachweisen. Die Stände KrainS verlangten ausdrücklich vom Könige Ferdinand, daß der nskokifchc Feld-hanptmann ein Landmann (d. i. ein krainischer Adeliger) sei, „indem Uskoken selbst keine Krabaten nit leiden möchten". Die ersten Hanptleutc waren Kramer, nämlich: Püchler, Vernegkh, Raunach und auch später wiegen in der Liste der Sichelburgcr Commandanten Angehörige der krainischen Adelsgcschlcchtcr vor. Erst unter Maria Theresia wurde Sichelburg der völligen Administration der Militärgrenze durch einen Machtspruch cinverleibt. Daß jedoch die Stände KrainS jenes Territorium stets als zu Krain gehörig betrachteten. erhellt am besten daraus, daß in der auf ihre Kosten im Jahre 1744 herausgegebenen Floriantfchitsch'schen Karte KrainS, wovon eine zweite Auflage im Jahre 1799 erschienen ist. der jetzige Sichelburgcr Distriet als zu Krain gehörig eingezeichnet ist, worauf mit großen Jnitialien 0arnioUg, gedruckt erscheint. Es wäre sehr zu wünschen, daß gegenüber diesen magyarisch-croatischen Prätensionen auch ein authentischer Bericht über das Vorgehen der krainischen Grenzregulirungscommission, bestehend aus den Herren Karl Gras Hohenwart, Dr. Ritter von Savin-schegg und Bezirkshauptmann Jagritsch, publicirt würde, schon aus dem Grunde, um daraus zu erfahren, ob von dieser Seite nichts verabsäumt worden sei, um die, wie oben nachgewiesen wurde, historisch ganz unhaltbaren, eroatisch-magyarischen Ansprüche auf ein unzweifelhaft uraltes krainifches Territorium mit der Vorführung von geschichtlichen Thatsachen a, limin« zurückzuweisen. geboren am 15. Juli 1836, setzte ihre Studien an der Akademie in Wien unter der Leitung des Professors v. Blaas fort. Nach den Proben ihrer Kunst, die wir in Altenlack gesehen, müssen wir es aufrichtig bedauern, daß ihr baldiges Ableben im Jahre 1876 ihrer Thätigkeit ein vorschnelles Ende gemacht hat. Einen Gegensatz zu Langus bildete hinsichtlich der Menge und Berfchiedenartigkeit der Leistungen der Historienmaler Franz Ritter von Kurz zu Thurn und Goldenstem, der darüber genaues Buch führte, 93 Freskogemälde verschiedener Größe, 138 Altar-gemälde, 124 Kreuzwegstationen von seiner Hand nachweisen konnte und nebstbei Dekorationen für das Laibacher und Grazer Theater, dann 80 Ansichten aus Krain malte. Er war zu St. Michael im Lungau am 20. Jänner 1807 geboren, ein Schüler der Zeichenakademie in Graz, kam als Zeichenlehrer an die Mahr'sche Handelsschule nach Laibach, von wo er 1867 nach Graz übersiedelte und daselbst 1878 starb. In der Kirche der Franziskaner zu Laibach, in jenen von Stein, Waltendorf, Ainöd, Planina, heil. Geist bei Gurkfeld, Maria Feld bei Laibach, Hönigstein, Zirknitz finden sich von seiner Hand gemalte Altarblätter, denen man im Allgemeinen ein lebhaftes Colorit nachrühmt, das jedoch hie und da in's Grelle und Manierirte fällt. Michael Stroy, in der zweiten Dekade deS Äus dem Neichsrathe. Der Abg. Dr. Heilsberg erklärte im Ver laufe der parlamentarischen Behandlung des Bud gets (bei Titel „Kosten der officicllcn Zeitungen"): er wolle sich mit dem Tone und den Angebereien der officiöscn Zeitungen nickt befassen. Die Beschimpfungen derselben werden ihn und feine Gesinnungsgenossen nicht abhalten, an ihrer nationalen Stellung unerschütterlich scstzuhalten. Redner macht sodann aus die Artikel der Grazer „Tagespost" vom 14. und 25. Februar 1884 aufmerksam, worin vom Redaeteur der osficiellen „Laibacher Zeitung" erzählt wird, daß er sich verschiedener Handlungen schuldig gemacht habe, die stark an die Au-wüchse der Presse einer Weltstadt mahnen. Wenn der Herr Ministerpräsident erklärt habe, daß er für den Ton in den osficiellen Zeitungen nicht verantwortlich gemacht werden könne, so dürfe cs ihm doch wohl nicht glcichgiltig sein, wenn cincm Redaeteur einer osficiellen Zeitung in so offenkundiger Form mit Nennung des Namens und der Thatsachen solche Handlungen cntgcgcngcstcllt werden, dic weder durch eine Chrenbeleidigungsklage, noch durch eine that> sächliche Richtigstellung widerlegt worden seien. Ministerpräsident Graf Taaffe erwiderte: „Ich muß ganz offcn zugestchen, daß diese Angelegenheit mir nicht nur nicht glcichgiltig ist, wie der geehrte Herr Vorredner gesagt hat, sondern im Gegentheil, daß sie mir sehr unangenehm ist. Aber nachdem AlleS auf der Welt zwei Seiten hat, f» hat auch diese Angelegenheit das Angenehme fil mich, daß ich mich einmal mit einem Herrn aus der Linken vollkommen einverstanden erklären kan«, daß nämlich in dieser Angelegenheit vorgeganger werden muß, und eS müßte vorgegangen werde», wenn nichts bereits geschehen wäre. Denn sowie du Zeitungsartikel, welche der Herr Abgeordnete vorgi' lesen hat, mir zur Kenntniß gekommen sind, Hab! ich sogleich die strengste Untersuchung eingeleitet >i«i ich werde auch das Weitere veranlassen. Das Wirt das hohe Haus natürlich finden, daß ich auf dc» bloßen Zeitungsartikel nicht mit Maßregeln rm gehen konnte. Aber ich habe eine strenge Untersuch»»; angeordnet und ich werde auf's Strengste überwache», daß dieselbe auch auf das Strengste geführt werde.' Der Abg. Licnbacher stellte zu der Regit rungsvorlage, betreffend die Abschreibung de! galizischen Grundentlastungsschuld pc 75 Millionen Gulden, folgenden Antrag: „1. 3« die Berathung der Vorlage sei derzeit nicht emzu gehen. 2. Die Rückzahlungspflicht des Landes Galizie« sei auf Grund des Artikels 3 des Gesetzes übv das Reichsgericht zur Entscheidung zu bringend Die Gesetzvorlage, betreffend die Ab schrei bung der galizischcnGrundcntlastung!' schuld, wirbelt viel Staub aus. Selbst jene M gliedcr der Rechten, welche sich gegen die Abschrei' bung der Grundcntlastungsschnld sträubten, sagte» zu, daß sie im Budget Ausschüsse für die Pole« stimmen werden. Allein die Vorlage soll wenigste»' Heuer nicht vor das Plenum komMlrl Die Polen mußten nolevs voleus sich damit sriedengcben, weil sie wissen, daß dic Situation i> Plenum ihnen entschieden ungünstig ist, so daß K Vorlage Heuer gewiß abgelehnt würde. Der Abg. Zotta stellte den Antrag: ds Regierung sei aufzufordern, bezüglich der Abschr« bung der Grundcntla st ungs schuld dk! Bukowina im Betrage von neun Millionen gleicher Weise wie in Betreff Galiziens Vorzuges gegenwärtigen Jahrhundertes in Krainburg geboren, bildete sich in Venedig und Rom zum Porträt- und Historienmaler. Er übte seine Kunst weniger zu seinem Erwerbe, als vielmehr aus Dilettantismus. Seine Bilder sind deshalb auch seltener und weniger gekannt. Das „Herz-Jesu"-Gemälde auf der Mensa des Seitenaltars des heil. Nepomuk in der Peterskirche zu Laibach rührt von seiner Hand. Ein in den Sechziger-Jahren von ihm als Bruststück gemaltes Porträt des Fürstbischofes Anton Alois Wolf wurde mehrfach beachtet. Ebenso einige Copien italienischer Meister und einige Genrestücke. Seinen Bildern wird sorgsame Ausführung nachgerühmt, obgleich die Zeichnung hie und da Manches zu wünschen übrig läßt. Er starb in Laibach. ?. Paul Künl, Porträt- und Historienmaler, Sohn eines Militärbeamten in Laibach, erhielt seine erste Erziehung im Militär-Erziehungshause, aus dem er zum vaterländischen Jnfanterie-Regimente Nr. 17 assentirt wurde. Seine spätere künstlerische Ausbildung fand er an der Malerakademie in Wien. Anfangs widmete er sich zunächst der Porträtmalerei, sowohl en miniature als auch in Oelsarbe, und wird an diesen Porträts, die übrigens in Krain schon sehr selten geworden, sprechende Ähnlichkeit und lebens-warme Charakteristik gelobt. In der Folge wandte er sich jedoch ausschließlich dem Historienfache zu, indem er Schilderungen aus der biblischen und Welt- geschichte, Altar- und Fahnenblätter, KreuM' stationen, Mythologie und andere Staffeleibilder nM Seine Pinselführung war keine breite; a»1 verschmähte er es grundsätzlich, durch grelle Farbs Contraste oder durch pastoses Aufträgen der Fav nach Art der modernen Realisten Effecte zu erziel-Seine Bilder sind vielmehr mit zartem, weich" Pinsel gemalt, sorgfältig ausgeführt und in ^ Farbengebung von harmonischer, dem Auge »M thuender Ruhe. Ganz vorzüglich gelang ihm ^ Farbenton des Inkarnates weiblicher Körper, ^ Engel, Genien und Amoretten, die er in den nian»< fachsten Stellungen mit solchem Liebreiz a>E statten wußte, daß man diese Bilder immer g< ansieht und sich an der Fröhlichkeit und Lieblich dieser Gestalten erfreut. ^ Künl beanspruchte in seiner Bescheidenheit ke^ wegs den Ruhm schöpferischer Originalität, soM schloß sich gerne anderen klassischen Vorbildern ^ welche er mit wahrer Meisterschaft zu copiren ^ stand. Eine seiner mühevollsten Leistungen war^ über Auftrag des Fürsten Auersperg besorgte ^ des bekannten, im krainischen Landesmuseum öeß lichen, in Kupferblech getriebenen Schlag-"-, Sieg über die Türken bei Sissek unter Ä" Graf Auersperg. In Krain unübertroffen war Künl in der -schadhaft gewordene Oelgemälde zu restauriren- Der Abgeordnete Dr. Weitlof (Obmann des deulschen SchulvereineS) erörterte gelegenheit-lich der Debatte über da- Budget des Unterrichts-Ministerium- in eingehender Weise die Hindernisse, welche dem deutschen Schulvereine von den HlegierungSorganen bereitet werden. Die politischen Behörden hindern die Sparkassen daran, von den zu wohlthätigen und öffentlichen Zwecken bestimmten Summen dem deutschen Schulvereine rtwaS zuzuwenden. Es wäre doch wünschenswerth. -aß der Unterrichtsminister bei dem Minister des Innern dahinwirke, damit die politischen Behörden sich solche Eingriffe nicht mehr gestatten. Politische Wochenübersicht. Die „Deutsche Zeitung" bemerkt über den angeregten Versöhnungsplan der Czechen und Deutschen in Böhmen Folgendes: „Än Verhandlungen zwischen Deutschböhmen und Czcchen könnte angesichts der gegenwärtigen politischen Lage überhaupt nur mit Zustimmung der übrigen Deutschen in Oesterreich eingctrcten weiden. Was in Böhmen zwischen Deutschen und Czechen vereinbart werden soll, das würde auf die übrigen gemischtsprachigen Länder, namentlich auch auf Steiermark. Krain Und Kärnten zurückwirken, und da sich die Deutsch-höhmen mit den übrigen Deutschösterreichern solidarisch sühlen, so ist es selbstverständlich, daß sie nur im vollsten Einvernehmen mit allen Deutschöster-rkichern zum Abschlüsse eines Vergleiches mit dm Czechen die Hand bieten können." Wie die „Magdeburger Zeitung" erfährt, ist die Anregung zu Verhandlungen unter den Mächten wegen Abschlusses eines Übereinkommens, durch welches den Polizeiorganen der verschiedenen Staaten ein Zusammenwirken behufs Abwehr der anarchistischen Gefahren ermöglicht wird, dem Vernehmen nach von der russischen Regierung ausgegangen, indem dieselbe als provisorische Maßregel empfahl, einige im administrativen Wege ^ gewährende Erleichterungen in der Ergreifung Auswärtiger Sicherheitsmaßregeln gegen die Anarchisten zu vereinbaren, insbesondere zuzulassen, daß der Polizeiliche Apparat des einen Staates auf dem Territorium des anderen aushilfsweise funetionire. Die russische Regierung hatte den Mächten auch in Lorschlag gebracht, sich mit ihr an der Bildung Mühe, die er sich nahm, das Eingehen in den Iypus der zu restaurirenden Bilder, die Diskretion, -ie er sich auferlegte, um nur dort mit seinem Pinsel nachzuhelfen, wo dieß gerade unerläßlich war, das richtige Stylgesühl und die gediegene Lösung -er verschiedenen Farbenräthsel, die ihm hiebei oft vorgekommen sind, verdienen um so mehr die Anerkennung aller Kunstfreunde, je seltener sich Maler finden, welche sich mit dieser Aufgabe gerne befassen oder selbe mit gleicher Geschicklichkeit zu lösen verstehen. Zn den beachtenswerthen kirchlichen Gemälden Mnl's gehören in Laibach das Altarblatt des heil. Lincenz in der Kapelle des Zwangsarbeitshauses, -ie Altar- und Mensa-Bilder der heil. Michael, Hranz Tarier, Christus am Kreuze in der Kirche -er Tyraauer Vorstadt, Christus mit der Samaritanerin am Brunnen in der protestantischen Kirche. Zluch in Steiermark zieren einige Altarbilder von seiner Hand die dortigen Kirchen. Künl's biederer und offener Charakter erwarb ihm auch in weiteren Kreisen viele Freunde. Nur seinen Fachgenossen gegenüber blieb er ifolirt. Letzterer Umstand ist überhaupt ein charakteristisches Merkmal aller in Krain wirkenden Maler: das Widerstreben, sich nach dem Vorbilde der alten Meister zu einer Genossenschaft zu einigen, einen Kreis von einer internationalen Detectiv-Polizei, welche den Umtrieben der Anarchisten auf die Spur kommen soll, zu beteiligen, insbesondere ein Centralbureau mit vermittelnden und dirigirenden Befugnissen, mit einer dem internationalen Postbureau in Bern ähnlichen Stellung zu errichten, welche- Fachfragen erörtert, die Polizei in Bezug auf Literatur und That-sachen auf dem Laufenden erhält, Signalements und Photographien gefährlicher Menschen verbreitet, den Domieilwechsel von Verbrechern, Verbrecherbanden signalisirt. Die Petersburger „Nowosti" legen dem Besuche des Kronprinzen Rudolf auf der Balkan-Halbinsel eine eminent politische Bedeutung bei und bemerken, daß Rußland den Zweck dieser Reise scharf beobachten müsse. Dr. Schmeykal gab in einem an Dr. Rieger gerichteten Schreiben folgende Erklärung ab: .Die czechischen Abgeordneten unterstützen im Reichsrathe eine Politik, welche die Stellung der Deutschen in Oesterreich zurückdrängt, die Einheit der staatlichen Verwaltung lockert und die freisinnigen Prin-cipien unserer Gesetzgebung angreift. Unter diesen Verhältnissen ist es uns nicht möglich, auf Verhandlungen einzugehen, welche nur ein Regierungs-systcm befestigen würden, das allen unseren Überzeugungen und Traditionen widerspricht." Der oberste Gerichts- als Cassationshof entschied in einem speciellen Falle: daß die Immunität der L and tag s ab ge ordneten nicht während der ganzen Dauer der Wahlperiode, sondern nur während der Dauer einer Session gilt. Die Grazer Handelskammer beschloß, das Unterrichtsministerium in einer Petition zu ersuchen, den die Gewerbetreibenden schädigenden nationalen Bestrebungen aus dem Gebiete des gewerblichen Unterrichts entgegenzutreten. Ausland. Aus Suakim wird unterm 13. d. M. berichtet: Die Verluste der Engländer in der gestrigen Schlacht, so ivcit dieselben bekannt sind, belaufen sich auf 100 Todte und 150 Verwundete, diejenigen des Feindes auf 4300 Todte und mehrere tausend Verwundete. Die Dörfer Hanoi, Taruay und Tamanib wurden nicdergebrannt. O s-man Digma hat sich in die Berge zurückgezogen. Schülern um sich zu sammeln und so gewissermaßen Malerschulen zu gründen, in denen ein angemessener Nachwuchs hätte heranreifen können. Jeder lebte und webte für sich allein. Brachte der Tod dann Lücken in ihre Reihe, dann ist oft durch Jahrzehnte Nie-mand da, der den eigenen Faden dort angeknüpft hätte, wo der seines Vorgängers gerissen. Die Folge davon ist dann der Uebelstand, daß jeder neu Eintretende erst von vorne wieder anfangen, sich eine Clientel erst neu schaffen muß und das gesammte Kunstleben auf demselben Flecke und innerhalb derselben beengten Grenzen stationär blieb. Künl starb in Laibach noch im besten Mannesalter, aufrichtig betrauert von Alle», die ihn näher kannten. An hervorragenden Dilettanten aus dieser Periode müssen wir noch gedenken: Des Landschaftsmalers Anton Hayne, am 17. Jänner 1787 zu Krainburg geboren und als Direktor der k. k. Veterinäranstalt an, 1 7- August 1853 in Wien gestorben. Seine naturwissenschaftlichen Studien und Kenntnisse brachten ihn mehrfach in Beziehung mit den renommirtesten Autoritäten seines Faches, darunter auch weiland Erzherzog Johann, von dessen Wohlwollen er als ehrende Anerkennung zwei schöne, auf Kupfer gemalte, sogenannte Dosenstücke erhielt. Hayne's Liebe zur Natur äußerte sich auch im Drange, dieselbe zu zeichnen. Seine Bilder zeichnen sich alle durch klare, leichte und durchsichtige Die englischen Truppen kehren schleunigst nach Suakim zurück. In Irland wird in erfreulicher Weise die Abnahme von Agrarverbrechen wahrge-nommen. Im Jänner betrug deren Anzahl laut amtlichem Ausweise 64, wovon 34 briefliche Drohungen waren, denen in der Regel keine große Bedeutung beigelegt wird. Die übrigen Verbrechen umfaßten acht Brandstiftungen, zwölf Fälle von Eigenthums-befchädigung. drei Fälle von Viehverstümmelung und drei Attentate mit Schußwaffen. Alleidinghaben die Feniers den Schwerpunkt ihrer verbrecherischen Thätigkeit nach England verlegt. Der Berliner Korrespondent deS „Standard" betont: „Das erneuerte gute Einvernehmen zwischen Deutschland und Rußland erhält eine weitere Bestätigung aus der Thatsache, daß die Unterhandlungen für eine persönliche Unterredung zwischen dem Czaren und dem deutschen Kaiser jetzt angefangen haben, eine praktische Gestalt anzunehmen. Ich erfahre, daß der Czar seinen festen Entschluß angekündigt hat, Berlin in diesem Sommer in Begleitung der Kaiserin zu besuchen. Der genaue Zeitpunkt ist noch nicht festgestellt, aber der Besuch wird wahrscheinlich einige Zeit vor der üblichen Reise des Kaisers Wilhelm nach Ems stattfinden." In einer am 16. d. M. in Alexandrien abgehaltenen öffentlichen Versammlung wurde eine Resolution angenommen, welche die sofortige unverkürzte Auszahlung der von der Internationalen Commission genehmigten Entschädigungssummen fordert. Die Polizei in Madrid hat bei dem Se-cretär des zorillistischen Comitä's. Morau. die Namcnliste eines militär-republikanischen Vereines mit Beschlag belegt und verhaftete in Folge dessen die beiden Generale Velarde und Villa-campa, zwei Lieutenants und vier Unterosficiere. Ganz Italien trauert um den verstorbenen Minister Sella-, er war ein eifriger Vertreter der Coalitionspolitik Italiens gegenüber Deutschland und Oesterreich. Im deutschen Reichstage stellte der Abgeordnete Windthorst folgenden Antrag: „Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: die Erwartung auszusprechen, die königliche Staatsregierung wolle in Ausführung der vom Hause der Abgeordneten am 25. April 1883 gefaßten Resolution Behandlung der Luft und Beleuchtung, sowie durch den wahrhaft prächtigen Baumschag aus und würden unstreitig zu den besten dieser Art zu zählen verdienen, wenn Hayne es verstanden hätte, Vorder-und Mittelgrund besser auseinander zu halten und durch richtige Oekonomie der Staffage seinen Bildern mehr Ruhe zu gewähren. Der Künstler ist übrigens niemals aus dem Kreise des bescheidenen Dilettantenthums herausgetreten, was im Interesse der Kunst zu wünschen gewesen wäre. Der Kunst durch den Tod zu früh entrissen ward Anton Karinger, ebenfalls Autodidakt und Landschaftsmaler, der Sohn eines geachteten Laibacher Kaufmannes. Er liebte es, in seinen Bildern starke Lichteffecte anzubringen, wodurch dieselben zivar an Wirkung, doch nicht an Wahrheit gewannen. Zu den besten seiner Landschaftsbilder gehören jene, die sr während seines Aufenthaltes in Dalmatien an der montenegrinischen Grenze mit Naturtreue gemalt und mit reicher Staffage an Figuren in der bunten und malerischen Tracht der dortigen Bergvölker nnsge-stattet batte. Karinger hat im Interesse der Kunst mehrfach Reisen unternommen, von denen er gewöhnlich eine reichgefüllte Mappe von Skizzen mitbrachte, die von seinem Fleiße und Kunstdrange Zeugniß geben. Auch im Porträtfache hatte er sehr gelungeiie Proben aufzuweisen. Ein fünf Jahre nach seinem ^ode erschienener Nekrolog enthält die ehren- dem Landtaste nunmehr baldigst und spätestens in nächster Session den Entwurf eines Gesetzes, betreffend organische Revision der bestehenden kirchen politischen Gesetzgebung, vorlegen. China hat das Berliner Cabinet um seine Vermittlung in dem Lonfliet mit Frankreich angegangen. Die Antwort lautete jedoch entschieden ablehnend und hat Deutschland in der ganzen ostaswtischen Streitfrage die strengste Neutralität beobachtet. _____ Wochen-Lhromk. Der sensationelle Strasproceß gegen die Raubmörder Hugo Schenk, Karl Schlossarck und Karl Schenk wurde nach dreitägiger Schluß-Verhandlung am 15. d. M. erledigt. Das Wiener Landesgericht fällte nachstehendes Urtheil: Hugo Schenk und Karl Schlossarek sind schuldig des Verbrechens des meuchlerischen Raubmordes an Josefine Timal. Katharina Timal und Rosa Ferenezy; des Verbrechens des versuchten meuchlerischen Raubmordes an Franz Podbera und des Verbrechens des Raubes an Franz Bauer; Hugo Schenk ist schuldig des Verbrechens des meuchlerischen Raubmordes an Theresia Kettrrl und deS Verbrechens der Mitschuld am Diebstahl an Hedwig v. Malsalti; Karl Schenk ist schuldig des Verbrechens des meuchlerischen Raubmordes an Katharina Timal, der Mitschuld am Raube an Franz Bauer und der Theilnahme am meuchlerischen Raubmord an Josefinc Timal; und werden »ach tz 136 St. G- vcrurtheilt zum Tode durch den Strang. Anch hal der Gerichtshof, gemäß t>cr gesetzlichen " Bestimmung, folgende Reihenfolge in der Vollstreckung des Urtheiis angeordnct: Karl Schenk ; dann Karl Schlossarek; und zuletzt Hugo Schenk. (Der Gerichtshof wird den Karl Schenk der allerhöchsten Begnadigung empfehlen.) Der Redaeteur des „I n d i p c n d c n t c", I u-retig aus Triest, wurde von den Innsbrucker Geschwornen der Aufreizung und Agitation wider den einheitlichen Staatsverband schuldig gesprochen und zu achtzehn Monaten Kerkers und dreitausend Gulden Cautionsvcrlust vcrurthcilt, der zweite Angeklagte Zampicri sreigesprochen. In Pest wurden in der Nacht zum 14 d. vollen Details des Kunstlebens dieses reichbegabten Malers. Einer kunstbegabten Dame: Amalie von Her-mansthal u nter den Dilettanten jener Periode danken mir das Porträt des verdienstvollen Gymnafial-Prä-fecten Franz Hladnik und des vaterländischen Sprach' gelehrten, Bibliothekar M. l^op, Beide im krainischcn Landesmufcum. Diese Künstlerin war die Tochter des Laibacher Advocaten Dr. Johann Oblak, bildete sich an den Museen der italienischen Schule in Venedig und Nom und malte mit gleicher Kunstfertigkeit, jedoch mit Ausnahme der gedachten Gemälde, immer nur für den engeren Kreis ihrer Familie, sowohl Porträts als auch anvere Historienbilder. Endlich wäre noch des Autodidakten Priester Franz Pnstoverh hier zn gedenken. Am 4. Dc-cember 1827 zu Hirtenberg geboren, erhielt er die nächste Anregung zur Malerei auf feiner Seelforger-station zu Michelstätten, wo er den Versuch wagte, das Bild der Mutter Gottes im Hauptaltare wiederholt und mit Erfolg zu copiren und dann andere Genre-stücke nach Kupfer und Stahlstichen zu malen. Er starb zu Sela 1876. Indem wir hiermit diese Skizze schließen, werden mir Jedem Dank wissen, der in berufener Weise die Lücken derselben zu ergänzen oder Jrrthümliches zu berichtigen geneigt wäre. 8. 36 Anarchisten, darunter die Redacteure der Blätter „Zukunst" und „Nepszava", verhaftet. Am 12. d. wurde im Aborte des Südbahn-Hofes zu Villach ein Paket gesunden, in welchem sich sechzig Stück größere und fünfundzwanzig Stück kleinere Pakete mit Vignetten und Aufschriften „Dynamitfabrik Schutzmarke" und „Nobel" befanden. Sämmtliche Pakete enthielten Dynamit-Spreng-m a f f e. Im Laufe der vorigen Woche zeigten sich im Walde Gumjcri nächst Banjaluka einige bewaffnete Räuber. Zur Ergreifung derselben haben die Behörden energische Maßregeln getroffen. — Im Dorfe Dubowik (Kreis Kruppa) wurde der Leichnam eines ermordeten Kaufmanns aus Dalmatien aufge-fundcn. Die Thäter sind noch unbekannt. — Dem Räuber Gavro Tschitscho gelang cs, bei seiner Transportirung aus dem Kreisgerichte in Banjaluka zu entfliehen. Ein Gendarm schoß nach dem Verbrecher und tödtete ihn sofort. Graf Moriz O'Donnell bei Salzburg besitzt, wie die „N. Fr. Pr." erfährt, viele Briefe Goethe's an die Hofdame der Kaiserin Maria Ludoviea. Gräfin Josefinc O'Donnell, außerdem Gedichte (darunter ein bisher ungedrucktes) und sonstige Erinnerungen, Zeugnisse einer lang dauernden innigen Freundschaft. Sie sind ferne von jedem ceremoniöfen Zwange, graziös und geistreich, und geben Aufschluß über die schönen Beziehungen Goethe s zum Kreise der jungverstorbenen österreichischen Kaiserin. Diese für Goethe, wie für die Jahre 18l2 bis 1823 interessanten Briefe werden demnächst von dem Lcmbcrger Universitäts-Professor Dr. Richard Maria Werner im Aufträge der Familie O'Donnell veröffentlicht werden. Am 16. d. wurde in Wien das Ucbcrein-kommen zwischen der Bo d e ner c d it-A n st a l t und der Rudolph bahn betreffs dcr Convcrfion der Silber-Prioritäten dieser Bahn unterzeichnet. Am 15. d. M. wurde dcr Stolionschcf Theodor Sch Ich an zu Schönfeld in Böhmen, auf dem Fahrgcleijc stehend, vom hcrangckommcncn Zugc erfaßt, niedergestoßen nnd zermalmt. Die Lemberger Jonrnale forderten dcn Polen-Club auf, derselbe möge die Errichtung einer m c-diei irischen Facultät an dcr Lemberger Universität in dieser Rcichsrathsscssto» mit allem Nacbdruckc urgircn. Dic „Gazcta Narodowa" weist darauf hin, daß dic Polen der czcchischen Bruder nation zu einer reichdotirten Universität vcrholscn haben, und daß sie ja deshalb ein Recht haben, von dcr Neichsraths-Majorilät die Unterstützung in Bc trcss dcr Eomplctirnng der Lemberger Hochschule zu vcrlangcn. Die Direction der b ö h m ischc n S p a r k assc Hot dem Deutschen Th c a te r v e i n e in Prag zehntausend Guldcn aus ibrem Rcingewinnc gc-ividmct. Am l7. d. fanv vor dem Statthaltercigcbäude in Triest eine P c tar d c n c rp l o s i o n statt, dic glücklicherweise kcinen Schaden anrichtctc. Dic Sparcassc in Ci Ui hat dem dortigen Gemcindcrathe zum Bauc dcS Thcatcrs ein Darlehen von 35.00« fl bcwilligt Joses Hcule, Commistonär dcs Wiener Ju wclicrö Licbmann-Kohncr in Tricsl, hat ihm anver-trante Juwelen im Werthc von 20.000 sl. veräußert, ist flüchtig geworden nnd wird steckbrieflich verfolg'. Im Bezirke Tctfclien (Böhmen), namentlich im Polzenthale, ist ein A rb eil erflri ke ausge-brochen -, cs sind derzeit 24 Fabriken mit 7000 Arbeitern nnihätig. Provim- und Lorlü-)1lichrichten. — Wien, 18. März. sOrlg.-Eorr.j (Nationale Denunciationcn im Abgeordnete n- 1 ause.) Nachdem es in Krain für die nationale» Hetzer momentan nichts Dringendes zu thun gibt, d-' sie Dank der Connivenz der dortigen Regieru» ziemlich alles erreicht haben, was auf administrative« Wege nur mittelst officiellen Hochdruckes durchs setzen war, und nachdem andererseits Kärnten, «ü neulich ganz richtig in Ihrem Blatte bemerkt wurk als ein für die nationale Agitation durchaus V fruchtbares Land gänzlich aufgegeben worden zu ^ scheint, concentriren die professionsmäßigen sloN nischen Volksbeglücker und insbesondere Dr. VoÄj-vorläufig ihre hauptsächlichste Thätigkeit auf UnN steierinark. Anknüpfend an das vor einiger Zeit ki Grafen Taaffe überreichte Memorandum, betreffet die Slovenisirung der Schulen und Aemter und ^ Errichtung einer Statthaltereiabtheilung in UB steierinark debutirte Dr. Vosnjak in einer der letzv Sitzungen des Abgeordnetenhauses wieder mit eiük Reihe von Klagen über die angebliche Unterdrückt der Slovenen in Steiermark, die jedoch in Wirkli? keit — Sie kennen diese schöne nationale Gewch heit zur Genüge auch aus dem krainischcn LandO — auf eine Reihe grundloser Denunciationcn ^ Verdächtigungen einzelner Beamten und BehöriS hinausliefen. Zum Glücke fand sich dießmal in k Person des steirischen Abgeordneten Dr. Schmidts sofort der richtige Mann, der Dr. Vosnjak gründl heimleuchtete und seine durchaus unberechtigten N griffe energisch zurückwies. Erlauben Sie mir einige Stellen aus dcn Ar sührungen Dr. Schmiderer's wörtlich mitzutheilk weil dieselben in überaus trefflicher Weise die fa«i>' Methode Dr. Losnjak's, die er auch dießmal wirk in Anwendung zu bringen versuchte, illustriren. „Der Herr Abgeordnete Dr. Vosnjak hat sagt — bemerkte Dr. Schmiderer am Eingänge sei» Rede — daß das Memorandum keine Denuneiat? sei, er hat uns aber hier den Inhalt dieses Mei^ randums zum Vesten gegeben, und da muß ich ul richtig sagen, daß das Memorandum eine emfai Denunciation von A bis Z und sonst gar nichts -eine Denunciation gegen politische und andere > amte. Wenn das keine Denunciation sein soll, M man von dem Statthalter Steiermarks sagt, unterdrücke die Slovenen und begünstige die DeutD wenn man vom Landesschulrath sagt, daß, eine slovenische Gemeinde sich mit Wünschen an ^ wende, sie von vorhinein sicher fein könne, aK wiesen zu werden, wenn man von allen Hauptleuten der Untersteiermark sagt, daß sie ? der Slovenen nicht annehmen, wenn man fer^ sagt, daß an dem Ranner Reblausrummel — ^ mit einem oder mehreren Todesfällen geendet ^ — nur die Ranner politischen Behörden Sö» seien, wenn das keine Denuneiationen sind, ^ weiß ich nicht, was eine Denunciation ist. Ich ^ gleich diesen letzten Punkt dahin berichtigen, ^ nicht die Ranner politischen Behörden Schuld st' sondern jene Herren — wir wissen, wer sie find^ welche cs Hintertrieben haben, daß die slovenis< Bauern zur Landwirthfchaftsgcsellschaft gehen sich dort über die ReblauL Belehrungen zu . Der Herr Abgeordnete Dr. Voönjak hat fer>"^ sagt, daß in Marburg bei dcr ganzen P^'E Behörde unter den l>'> Beamten, die er anM kein einziger slovenifch verstehe, das ist thatsach' von A bis Z vollkommen unrichtig. Es verstehe" Marburg bei der Bezirkshauplmannschast säinM» Herren mit Ausnahme von zweien, von denen eine ein Tiroler ist, vollkommen slovenisch^ haben einen Eommissär in Marburg, der als Sl» und Verbreiter deS Slovenismus in Marburg - — mehr slovenisch, als der Herr kann man j" ^ nicht können, und da behauptet dcr Herr Abgeor ^ Dr. VoLnjak, daß in Marburg bei der Beztt' Mannschaft Niemand slovenisch verstehe. Bezirksobmann eines der größten Bezirke >n Ml steier, der 78 Gemeinden umfaßt. Ich verkehre mit den Leuten, ich kenne ihre Bedürfnisse, und Gemeindevorsteher des Bezirkes Marburg, mit denen ich noch neulich verkehrt habe, sagten mir: Ja, um Gottes Willen, wir kennen uns in der Bezirkshauptmannschast Marburg nicht mehr aus; da ist Alles slovenisch. Wenn wir hinkommen, werden wir nicht mehr deutsch angesprochen und die Sprache verstehen wir gar nicht. Man hat mir gesagt, daß, als die Gemeindevorsteher jetzt zur Eidesablcgung kamen, ihnen die Eidesformel in slovenischer Sprache vorgelesen wurde, die sie gar nicht verstehen und diese Gemeindevorsteher in der Umgebung von Marburg, die nach der Behauptung des Herrn Abgeordneten Dr. VoSnjak aus lauter Slovenen bestehen sollen, haben gebeten, man möge ihnen die Formel in deutscher Sprache vorlegen, weil sie dieselbe in der Sprache, in der sie ihnen vorgelegr wurde, nicht verstehen. Der Herr Abgeordnete Dr. Vosnjak hat ferner gesagt: Di-Weinbauschule von Marburg ist vollkommen deutsch, nur deutsch, und hat das als eine riesige Beleidigung der slovenischen Nation hingestellt Die Lehrer der Weinbauschule, der jetzige provisorische Direktor, der Rebmeister, alle sprechen perfect slovenisch, sie halten slovenische Borträge und unterrichten die Zöglinge slovenisch. Ja, ich weiß nicht, was sie eigentlich noch mehr thun sollen, als den Zöglingen in der slovenischen Sprache Unterricht zu geben. Der Herr Abgeordnete Dr. VoZnjak hat ferner in Bezug auf sein Memorandum, das er mit zwei anderen Herren überreicht hat und das im dritten Punkte dnrin gipfelt, daß eine Expositur der Statthalterei in Marburg errichtet werden solle, gesagt, daß in der ganzen Bevölkerung ein lebhafter Wunsch nach Errichtung dieser Expositur bestehe. Wenn Irgendeiner" eine Erpositur wünscht, so ist es der Herr Abgeordnete Dr. Vosnjak, der Herr Abgeordnete Ra'iö, der früher, als er noch mein Professor war, Reich geheißen hat, also ein ganz deutscher Name, und der Herr Abgeordnete aus Untersteier, Freiherr § Gödel- Der Herr Abgeordnete Freiherr v. Gödel bat nur selbst gesagt, als ich mit ihm über das Memorandum sprach: Ich weiß ja eigentlich gar nichts von der ganzen Geschichte; sie hat sich wohl bei mir in meinem Zimmer abgespielt, aber weiter weiß ich nichts; die Verantwortung dafür müssen die beiden anderen Herren übernehmen. Das sind Diejenigen, welche die ganze Bevölkerung Untersteiers repräsentiren sollen. Sie haben vergessen, daß in Untersteier auch noch Deutsche sind, echte und rechte Deutsche, die sich mit solchen Sachen, wie eine Expositur der Statthalterei, nicht befassen wollen, weil sie wissen, worin das gipfelt. Das gipfelt in der Losreißung und Trennung Stek-rmarks, in der Unterdrückung des deutschen Stammes in Unter-fteiermark; das ist in letzter Linie mit einem solchen Antrage beabsichtigt." Die Ausführungen Dr. Schmiderer's wurden von der gesammten Linken mit lebhaftestem Beifalle beqleitet, dieselben blieben aber auch auf der rechten Seite des Hauses nicht ohne Wirkung und man kannte es den Herren dort ansehen, wie unangenehm es ihnen war, daß den unverfrorenen Anklagen eines der ihrigen eine solche Abfertigung, und zwar von beftunterrichteter Seite unmittelbar auf dem Fuße folgte. Ucberhaupt ist man sogar in den Reihen der Rechten nach den gemachten Erfahrungen niemals sehr erfreut, wenn eine der slovenischen Größen sich rum Worte meldet, die — um von den Ansichten u schweigen, die auf der linken Seite des Hauses über sie herrschen — im Allgemeinen auch innerhalb der verschiedenen Fraetionen der Rechten nichts weniger als beliebt sind. Ucber die Ursachen dieser Unbeliebtheit vielleicht ein andermal mehr! — Gottschee, II. März. >Orig.-Corr.s (Die projectirte staatlich eHolzindu st rie-schulc in Gottschee.) Es hat in unserer Stadt allgemeines Erstaunen hervörgerusen, daß in dem von der Landesregierung in's Leben gerufenen Tagblatte „IvMblMiski list^ die wohlwollenden Intentionen des H. Unterrichtsministeriums, welches auf Grund des abgegebenen fachkundigen Votums der k. k. Centralcommission für gewerblichen Unterricht die Errichtung einer staatlichen Fachschule für Holzindustrie in Gottschee beabsichtigt, in sehr abfälliger Weise als ein dem Lande schädliches Project bekritelt werden, dagegen die Gründung einer solchen Schule, natürlich mit slovenischer Unterrichtssprache im nahegelegenen Markte Neifnitz in Vorschlag gebracht wird. Wenn die betreffende Polemik im „Slov. Narod" zu lesen gewesen wäre, so fänden wir dieß begreiflich, allein daß ein Negierungsorgan einer vom hohen Ministerium bestellten Körperschaft völlige Unkennt-niß der krainischen Verhältnisse vorwirft, dieß gehört zu jenen Absonderlichkeiten, an die wir uns während der Aera Winkler in Krain schon gewöhnt haben. Besehen wir uns einmal die Gründe näher an, welche der slovenische Offieiofus gegen die besagte Schule in Gottschee anführt, so geben dieselben ein eclatantes Zeugniß der völligen Unkenntniß der Landesverhältnisse, welches sich jene Herren, von denen „I^jubhanslri !ir>t" seine Inspirationen erhält, selbst ausgestellt haben. Es ist allgemein bekannt, — heißt es im bewußten Artikel — daß die Gottscheer nur Hausirer seien, daß sie sich mit Holzarbeiten niemals befaßt haben. Hätte sich der betreffende Schulreformator nur in unserem Ländchen etwas umgesehen, so wäre ihm die Wahrnehmung nicht entgangen, daß in den entlegensten Gottscheer Dörfern die daheim verbleibende männliche Bevölkerung sich mit Holzfabrikaten mit Vorliebe befaßt, daß eS ihr hiezu auch an Geschick nicht fehlt. Ja, dem Herrn Redaeteur des „I^judlianski list", der sich auf sein historisches Wissen viel zu Gute thut, sollte doch jene Stelle im II. Buch der Valvasor'schen Chronik nicht unbekannt sein, wo die Beschäftigung der Gottscheer in Holzproducten, von denen schon damals viel nach allen Gegenden verführt wurde, sehr anerkennend hervorgehoben wird. Leider hat späterhin der Hausirhandel dem Lande die besten Kräfte entführt ; allein eben jetzt, wo diese Erwerbsquelle ganz einzugehen droht, wo sich in der Bevölkerung die Ueberzeugung Bahn bricht, daß man durch die besagte Hausindustrie auch daheim sein Brod redlich erwerben könne, ist eS umso mehr Pflicht der Regierung, den armen deutschen Gottscheern, welche dieselbe niemals mit nationalen Querelen belästigt haben, die Erlernung der Holzindustrie unter tüchtiger fachmännischer Anleitung und nach den Anforderungen des modernen Geschmackes zu ermöglichen. Durch den Deutschen Schulverein und mit Beihilfe patriotischer Gottscheer ist daselbst bereits eine Holzschnitzereischule entstanden, deren Erzeugnisse bei der vorjährigen Landesausstellung allgemeinen Beifall und auch die huldvolle Anerkennung Sr. Majestät des Kaisers gefunden haben. Trotzdem mißgönnt das besagte Regierungsorgan den Gottscheern die weitere Ausbildung ihrer so glänzend bewährten Fachschule unter staatlicher Jngerenz; für die Gottscheer genüge ja — so argumentirt „I^uIHansIci list" — der an allen Volksschulen bestehende Fortbildungsunterricht. Nun aber wird die bestehende Fachschule nicht bloß von deutscher, sondern auch von slovenischer Seite in Anspruch genommen, und eben die dieselbe besuchenden Reisnitzer, welche hier eine brüderliche Aufnahme finden und herzlich froh sind, auch Gelegenheit zu haben, die deutsche Sprache zu erlernen, diese slovenischen Unglückskinder rühren so sehr das gefühlvolle Herz der Patrone des „I^udhaiislci list", daß sic nunmehr dem Deutschen Schulvereine einen Klaps versetzen, obschon Herr Bciron Winkler vor zwei Jahren im Landtage dessen gemeinnütziges Wirken in Krain anerkennen mußte. Es wird die Verlegung der besagten Fachschule nach Reifnitz unter Anrufung des Artikels XIX der Staatsgrundgesetze verlangt. Wahrlich, es gibt nichts Jämmerlicheres als die stereotype Erbarmungsheuchelei über die unglücklichen Slovenen, die eine deutsche Schule besuchen. Im Hintergründe steckt doch nur die egoistische Absicht, die eigenen Parteigenossen mit gut dotirten Lehrposten zu versorgen, unbekümmert darum, ob sie auch die Eignung für das betreffende Fach besitzen. Glaubt denn der Officiosus des „I^jndlMnski list", daß tüchtige Lehrer der Holzschnitzerei so auf der Gasse aufzuklauben sind, wie etwa die Koryphäen der slovenischen Dramatik? Würde er sich nur etwas um das gewerbliche Unter-richtswesen bekümmert haben, so wäre ihm von com-petenter Seite bedeutet worden, daß tüchtige Fachlehrer in der Holzindustrie ein sehr begehrter Artikel sind, daß österreichische Holzschnitzer sogar in dem fortgeschrittenen Deutschland an Fachschulen ein gutes Unterkommen finden. Ziehen wir weiters den Holzreichthum Gottschee's in Betracht, ferner die durch die besagte Schule in Gottschee in Aufschwung gekommene Fabrikation eleganter Spazierstöcke und Schirmhälter aus Wurzelstöcken, die früher nach Deutschland ausgeführt wurden, um dort geschmackvoll hergerichtet und dann nach Oesterreich zurückimportirt zu werden, sowie den Umstand, daß eine Zeichenschule am hiesigen Gymnasium bereits besteht, daß eine intelligente Bürgerschaft es sich angelegen sein läßt, den Aufschwung und Besuch dieser Schule zu fördern, so sind dieß lauter Momente, welche die richtige Erkenntniß der hiesigen Verhältnisse bei Fassung des Eingangs erwähnten Beschlusses der k. k. Centralcommission für gewerblichen Unterricht manifestiren. Es wäre bei der Finanzlage Oesterreichs geradezu unverantwortlich, wenn auch in dem gewerblichen Unterrichte jene Separirung der Schüler und jene Bestellung ungenügender Lehrkräfte für nationale Liebhabereien Platz griffe, wie ssie leider in den Mittelschulen besteht. Wir wollen hoffen, daß das Ministerium im echt konservativen Sinne unsere Holzschnitzerschule in Schutz nehmen und deren Förderung sich angelegen sein lassen werde, zumal der in Zunahme begriffene Besuch derselben durch slcwische Schüler nach den bisher gewonnenen Erfahrungen auf gar keine Schwierigkeiten stößt und Letztere, in unserer deutschen Stadt, ferne allem nationalen Getriebe stehend, ganz ungestört der Ausbildung in ihrem Gewerbe obliegen können. (Seither wurde über Antrag de» Herrn Murnik von, hiesigen Gemeindcrathc in der Sitzung vom 18. d. M. beschlossen, an dar UinerrichtSiniuisterium !>ic Bitte nm Errichtung einer Holzindustrie-Fachschule in Laibach zu stellen. Wir behalten uuS vor, auf diesen wichtigen Gegenstand noch zuiiickzukonimen, glauben aber trotzdem auch an dieser Stelle und heute schon daraufhinweisen zu solle», daß es den» doch einigermaße» sonderbar ist, nunmehr aus da» Experiment der Errichtung einer solchen Fachschule 'in Laibach hinzuarbeiteu, während sich in Gottschee eine solche bereits befindet uud die besten Erfolge verspricht, so daß eS umso-inehr an, Platze schiene, vorerst das bereits Vorhandene zu uuter-stiche» uud Weiler zu entwickeln, als der Gottscheer und Reisnitzer Bezirk zugleich diejenige Gegend des Landes sind, wo die Holzindustrie am längsten und intensivsten betrieben wird. A u m e r-ku n g der Redactio u.) -- (Nationaler Dünkel im Gemeinde-rathe.) Vor einiger Zeit hat der Gemeinderath eine neue Marktordnung berathen, die auch der Landesregierung vorzulegen war, letzterer aber nur in slovenischer Sprache übermittelt wurde. Die Landesregierung verlangte nun auch eine Ausfertigung der Marktordnung in deutscher Sprache. In der betreffenden Gemeinderaths-Section trat Dr. Moschä dafür ein, dem Ansinnen der Landesregierung zu entsprechen, über Antrag des Herrn Hribar wurde jedoch beschlossen, cs abzulehnen, und auch im Plenum des Gemeinderathes fanden sich nur 6 Ge-meinderäthe die für die Ausfertigung der Marktordnung auch in deutscher Sprache stimmten, wonach also das Ersuchen der Landesregierung abgewiesen wurde. So unberechtigt und unbillig, einseitig und unpraktisch das Vorgehen des Gemeinderathes sein mag, hat es uns doch in keiner Weise überrascht, denn Aehnliches war schon da und wird in noch verstärkterem Maße wiederkehren, so lange eine nationale Mehrheit im Rathhause die Herrschaft übt, und was läßt sich überhaupt von einer Körperschaft anderes erwarten, in der ein extremer nationaler Fanatiker vom Schlage des Herrn Hribar das große Wort führt. Allmälig werden auch Herrn v. Winkler die Augen darüber aufgehen, was es heißt, das städtische Regiment in die Hände nationaler Ultras zu spielen. Die Freude, die am Auerspergplatze herrschte, als die Nationalen im Gemeinderathe zur Majorität gelangten, dürfte bereits etwas gedämpft sein, mit der Zeit werden aber noch ganz andere Ileberraschungen folgen. — (Eine Stimme aus dem Kleingewerbe über die hiesige Handels- und Gewerbekammer.) Zwar hat das hiesige slove-nische Regierungsorgan die letzten Handelskammer-Ergänzungswahlen mit Jubel begrüßt, was wir auch erkärlich finden, indem diese Körperschaft dem Herrn Baron Winkler bei den letzten Landtagswahlen aus einer großen Verlegenheit geholfen hat. Dagegen sind sogar die nationalen Gewerbsleute einer anderen Anschauung über das Wirken der Kammer, wie dieß aus nachfolgenden markanten Stellen zu ersehen ist, die wir der soeben erschienenen dritten Nummer des vom Schneidermeister M. Kunz redigirten slovenischen Organs für das Kleingewerbe „Obrtnik" entnehmen. Es heißt daselbst: „Die nationalen Blätter sind von ihrem Standpunkte sehr erfreut über den Ausgang der jetzigen Ergänzungswahlen, wonach den Slovenen auch für die Zukunft die Majorität in der Kammer gesichert ist. Bei der Auswahl der betreffenden Kandidaten war bisher die verläßliche nationale Gesinnung einzig und allein Ausschlag gebend. Auf fpecielle Eignung und Begabung zur Vertretung der gewerblichen Interessen wurde gar nicht Rücksicht genommen. Schon bei den vorjährigen Landtagswahlen haben wir unseren Standpunkt dahin gekennzeichnet, daß von der Handelskammer nur ein Kaufmann und ein Gewerbsmann in den Landtag gewählt werden soll, denn diese beiden Stünde bedürfen praktische Vertreter aus ihrer Mitte, für deren Wahl nicht politische oder nationale Rücksichten maßgebend sein müßten, sondern einzig und allein das praktische Interesse. (Gegenwärtig vertreten die Handelskammer im Landtage Graf Thurn und Kammerfecretär Murnik.) Wir wissen zwar nicht, wann diese unsere Ansicht zur Geltung kommen wird; allein so lange dieß nicht geschieht, ist es unumgänglich nothwendig, daß die Vertreter des Geiverbestandes wenigstens in der Handelskammer eine größere selbstständige Initiative entwickeln, als bisher. An Arbeit fehlt es der Gewerbesection wahrlich nicht. Allein dieselbe hat sich um die wichtigsten Angelegenheiten gar nicht gekümmert, und wenn die Handelskammer auch künftighin nur ein „Wahlapparat" für den Landtag sein soll, dann ist die einstimmige Meinung der Gewerbsleute wohl gerechtfertigt, daß selbe jene Groschen nicht werth sei, die man an Handelskammerumlagen dafür entrichtet. Die in der Kammer sitzenden Gewerbsleute scheinen selbst die Sterilität ihrer Berufung einzusehen, denn am liebsten ist es ihnen, wenn man sie gar nicht daran erinnert, daß sie Kammerräthe sind. Sollte die Handelskammer ihr bisheriges System nicht ändern, so wird ein Wind kommen, um dieselbe dahin wegzublasen, wohin alle jene Vertretungskörper gehören, die nur fremden Interessen — zum großen Nachtheile der eigenen, dienen." — (C as i no v e r e i n.) Die Soiree, die am vorigen Dienstag stattfand, war zahlreich besucht und verlief sehr animirt. Zum Beginne oes Abends exe-cutirte die Musikcapelle des heimischen Infanterieregimentes mehrere Piecen und unterhielt Herr Grün die Anwesenden mit einer Reihe überaus wirksamer humoristischer Vorträge in der ausgezeichnetsten Weise. Herr Grün erntete für seine excellenten Leistungen auch hier stürmischen Beifall. Nach einer längeren Pause, während welcher die Gesellschaft sich zum Souper zurückgezogen hatte, folgte ein Kränzchen. Es tanzten gegen 40 Paare mit einer Lust und Ausdauer, die selbst einem Balle in der Mitte des Karnevals alle Ehre gemacht hätten. — (Landschaftliches Theater.) Herr Grün erzielte auch im weiteren Verlaufe seines Gastspieles volle Häuser und volle Erfolge und fand für feine verschiedenartigen, immer wirksamen, meist außerordentlich gelungenen Leistungen allabendlich allgemeinen großen Beifall. In „Onkel Bräßig" und im „Mädel aus der Vorstadt" — zwei Stücken, die gewiß in jeder Beziehung weit auseinanderliegen — bewährte sich Herr Grün in den Hauptrollen (Onkel Bräßig und Schnoferl) beidesmal als vollendeter und vortrefflicher Charakterkomiker. Außerdem trat er noch — von Wiederholungen abgesehen — im „Lustigen Krieg" in der Nolle des Holländers auf. Auch hier war Herrn Grün's Leistung eine durchaus respectable und er hatte eine Reihe drastischer Momente, immerhin aber scheint uns, daß sein bestes Können ihn weniger auf die Operette und auf Gesangspartien, als auf das ohnehin weite Gebiet der komischen und Charakterrollen weist; hier leistet er in der That Ausgezeichnetes. — Strauß' „Carneval in Rom", neben der „Fledermaus" vielleicht die beste Operette des Meisters, fand am letzten Dienstag als Benefice des Fräul. Jahl eine gelungene Ausführung; die Bene-ficiantin, welche die Partie der „Gräfin Falconi" fang, wurde von dem ziemlich gut besuchten Hause mit Beifall empfangen und erhielt auch eine Blumenspende. — Am Mittwoch producirte sich die Grotesk-Tänzer- und Pantomimen - Gesellschaft „Hw Nöpliistos" zum ersten Male vor sehr gut besuchtem Hause und fand außerordentlich lebhaften Beifall. Das Gebotene bewegt sich im Allgemeinen auf dem Gebiete, das in den verschiedenen Circus die „Kautschukmänner" innehaben, doch sind die Leistungen von kaum je gesehener Sicherheit und Vollendung, Alles geht überaus flott und elegant von Statten. Mindestens einmal sind Nspinstos" in hohem Grade fehenswerth. — (Der krainifche Reichsrat Hs-A b-geordnete Baron S chw e g l) hat in der österreichischen Monatsschrift für den Orient eine Studie über das „Türkische Tabakmonopol" veröffentlicht, welche die „Neue Freie Presse" wegen der Gründlichkeit, womit der betreffende Gegenstand sowohl voni rein geschäftlichen als vom volkswirthschastlichen Standpunkte behandelt wird, als besonders beachtenswert!) bezeichnet. Verstorbene in Laibach. «m 13. Mär,. Wilhelmine Sapleto, Näherin, 33 §., Karlstädterstraße Nr. 6, Lungentuberkulose. — Stefania ZdeSu. SchusterS-Lochter, 2 I., Wienerstrahe Nr. 7, Alordus öriAtL nach Diphtheriti«. Am 14. März. Elisabeth Obreza, Asseslortwitwe, 61 3-, Jakvbrplatz Nr. II, organ. Herzleiden. — Ursula HibiL, -ul-macherS-Witwe, 66 3., Floriansgasse Nr. 24. Im Tivilspitale. Am 13. März. Maria Pokove, Inwohnerin, 56 I>, Lungentuberkulose. — Josef Ovin, Arbeiter, 52 I., Meningitis — Am 14. März. Barbara Smrekar, Inwohnerin, 75 3» Luiigeiienizündnng. Mit 1. April l.J. wird auf das ein neues Vierteljahr-Abonnement eröffnet. Die Preise sind am Kopfe unseresBlatteS ersichtlich.—Unter Einem ersuch!» wir um gütige Einsendung der fälligen, bisher noch nicht einbezahlten Abounementr-Gebühr pro I. Quartal 1884. Ergebenste Administration des „Laibacher Wochenblatt", (I3S7> Laibach, Herrengaffe 12. EiiMleiidet. Witlerungsbullelin aus Laidach. Z üuftdrut. inMilli-melern auf 0 reducir! l Therinomeler nach Äelftu« Mkdkr-schia-, in Mill,-niktkrn ! . Witlerungi-Eharakter Tagei- mitlel !age«-jMari- jmirtelj murn Mini- mum > 74S U ^ »2 ! 12'« ^Heürrer, wolienloscr Tag. IS 744'ü ^4- k'8 -i-IZ'L -I- »'8 0'» ! Morgens Giebel, dann heiler, Abendroth. 1» > 5'» -l-12'5 > »'4 « v Morgens Nebel, dann heiler, Abendroth. 17 742'j 4- 6 » -1- ir-4 - t'0 V'N Starker Reif, »schöne« Weller anhallend. 18 7M8 8'8 17'5 - O'S o-o Reif, wolkenloser Himmel. 19 73»'S -i-11'6 -1-1!, z «-Z »» Morgens bewölkt, dann Aufklärung, heiterer Tag. M 7Z«'2 8 7 4-17'd 4- r-a Heiter, Nachmittags ziemlich starker West. A,i die löbliche Redaction des „Laibacher Wochenblattes" in Laibach. In Ihrem geschätzten Blatte Nr. 187 vom 8. März d. 3. steht die Notiz, daß nächst der Station Podnart der drohende Zusainmenstost zweier aneinander entgegen brausender Züge durch die Geistesgegenwart der beiden Loeomotivsührer ver< hindert wurde. Nachdem diese Notiz nicht der Wahrheit entspricht, ss beehre ich mich, zur geiikigtenKenntniß zn bringen, daß nicht zM Züge, sonder» eine leere Maschine und ein Zug sich aut dü Strecke Podnart—RadmannSdorf —Lee« vielleicht getrogen Hütten, wenn nicht der Wächter Nr. 52 Franz Kalhcin, weicher zwei entgegengesetzte Fahrsignale bekam, die von RadmannS-dorf—LeeS kommende Maschine instructionSgeinaß aufgehalti» Hütte Für de» von Poduart abgelasseuen Zug war somit keine Gefahr vorhnndcn. Bitte diese Zeilen in Ihr geschätzte» Blatt aufznnehmeo Mit besonderer Hochachtung Vorstand des k. k. Bahnbetrieb»' <1395) Amtes in Laibach. Herrn k' i> » i» -e ^ « I> IL i 2 «I » , k. k. Hop lieferant uud Kreisapotheker in Korneuburg. Da ich dnrch vielseitige Auweudung von dessen HVtr» Ituii« bei und ^I>«ui»>»»I«« I»«n I»Ii» unterlasse ich eS ja nicht, dies Mitl° als ein bei derlei Leiden mir nahe stehende» College» anzuiühnie» nnd stelle zugleich dar Ansuchen, für! Flaschen per Nachnahme mir überschicke» zu wolle». Hochachtend S t r a k » i tz . 3. Mai 1883. Li» »II« ,,«,,1,(133S) Beim kaufe dieses Präparates bitten wir P. T. Publikum, stets ,,!< ^ ^ «»«' I» I» t I I,»I «i zu verlangen «nvkA auf zu achte», «I»«»« »'I,»««-!,«-> als auch «1« ^ I>»k«i^«i H« I>i«<^i»versehen Lin?LLr VLKonptvrae 1Faust, schöne Figur, fromm, gute Geher, A ritten, »ach Wunsch auch Wagen und Gesan* Nähere Auskunft in V. lUNH« ^ » Annonce' bnreau in Laibach.____________ ProcchSchcnk u.GenWi »«»ii^. bei »M - , in L,«II»t»eI». -M-» -M--S 1^- » Die Krankheiten» in denen die Malz-Fabrikate, Svstem Johann Hoff, gebraucht wurden, sind: Husten, Bronchial-Rhenmatitmu«, Lungenschwind- > »«> » sucht. Nnterleibt-Beschwerden, HLmorrhoidal-Leiden. Kräfteverfall, Tvphu«. Blutarinuth. Verdauungi-Beschwerden. — Gebrauchte Fabrikat«: Malzertract-EesundheitSbier, Malz-Ehocoladt, conc. Malzertract.Brust-Malzbonbons. DEk" Sämmtlich nach dem System Johann Hoff. vv<> äil8 erkrMlile 8kltt»n ru 8eliviillleL lliolit, n»det e« oft unerwartete Heilung in den echten Johann Hoff'schen Malz-HeilnahrungSniitteln, Malzertract-Gesundhcitsbier, concentr. Malzertract, Malz-Chocolad« und Brust-Malzbonbons ; daher das dauernde Bestehen de« Beschälte« M Jahr»), die hohen Auszeichnungen (SS an der Zahl), die vielen Dankschreiben Beutel Malzbonbons so schnell als möglich einzusenden. St. Georgen (Ober-Mnrau). klie»», Oberlehrer. M ,» > > öS I S » M - vn. 8«>pi>e>, Oberstab«arzt: Da« Johann Hoff'sche Malzertract-Aesundheitibier ist ein vorzügliche« dijtetische« StLrkung«mittel für Reconvaletcenten »on schweren Krankheiten, sowie bei Brustkranken wegen seiner nicht aufregenden Wirkung, ebenso bei chronische« Magen- und HLmorrhoidal-Leiden ganz besonder« zu empfehlen. Der Papst Piu« IX. gebrauchte da« Johann Hoff sche Malzertract. da« er sich durch den kardinal Scipio Lapeilo kommen ließ, und fand Erleichterung vom Asthma. Der Kaiser von Rußland läßt e« sich nach seinem Lustschloß Zarskoje-Seto durch seinen Adjutanten Grafen Schuwalow kommen. de« echten Johann Hoffschen Malzertract-Gesundheitlbiere« - Zum Versandt ab Wien : ir Maschen fl. 7.L8, 28 Flaschen fl. 14.KN, 58 Flaschen ff. 29.10. — '/-Kilo Malz-Tiocolade Pkcllk i. fl. z.io, il. fl. i.so, III. fl. 1. — (Bei größerem Quantum mit Rabatt 1 Concentrirte« Malzertract 1 Flacon ff. IlL, halbes Flacon 70 kr. Malzbonbon» ein Beutel öt> kr. (auch ^ Beutel). —Unter 2 fl. »ird Nicht« versendet. (1388) to—7 Die ersten» echten» schleimlösenden Johann Hoff'schen Brustmalzbonbons sind in blauem Papier, r in bei Peter Laßnik. Specereihandlung. : G. Christofoletti, Hof Apotheker. r F. P. Holaffek. - I. Kasimir. VIIII r I. Kupferschmidt, Apotheker. ZLi»»iiK»ui»N r Franz Dolenz. der Unterzeichnete sei» altrenommirleS und beliebte« POge-GWft . ^»„--iaten Benütznng. Bedienung st r e n g, reell und 2'ilinst nur niit den prachtvollen Schnelldampfern de-v'. '^^-«tschen Lloyd über Bremen. Bestellungen a»f müssen mindestens IL Tage vor Abgang eines jeden A Ankers bei mir gemacht sein und reisen Passagiere ans Oester-besten vis. BndweiS, Pilsen, Eger bi« Leipzig. >«^tkfskarten können dann bei der Durchreise persönlich aus Nureau in Empfang genommen werden. Eiscnbahnbillet «eiv»«g biS Bremen kostet nur fl. 4.— Broschüre», von ^ rrarten-e. auf Verlangen gratis. t. 1 General-Agent, LeipLiK, Ritterstraße 29. (I3SD4-2 Em vue» »I rrSnIvn «,',»liae sucht unter sehr günstigen Bedingungen der Credit-«Irein Mannheim (Lerem zum Schutze gegen ,chLdI>che« geben) Saution lS» Mark und gme Referenzen »r. kaiferl. königl. priv. 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Srcis einer Hriginak-Masche 8S kr. livnqnvt «K,I 8vi«iL fkinsteS Taschentuch - Parfüm für die elegante Welt, von keinem französischen und englischen Parfüm erreicht. Selbe« er-langte seit seiner Einführung im Orient besondere Beliebtheit bei der orientalischen Damenwelt, da e« die seltensten Düfte in sich vereinigt. In gewöhnlich eleganter Ausstattung ist selbes al« Geschenk besonders praktisch und verwendbar. ^reis eines Hriginal-Klacons ff. 1.S0. Echt zu beziehen von wlhwcndige Raschhcil der Entschließung von dem Prwatpubliknin nicht erwartet werden kann. Sind aber diese beide» Hauptmängel dadurch beseitigt, daß die Leitung aller ein-relnen Specnlationen sich in einer Hand vereinigt, welche, weil vollkommen unbehindert, nunmehr auch jedwede Conrsvariatioii zu bcniikcn vermag; dann werden auch die Gewinnst-resultate zur Regel und daS für jede» einzeln Operircnden früher vorhanden gewesene Risico Hort für eine Gesammt-Spcculation, welche gleichzeitig in beiden Richtnngen la ttaui-sv wie L la v-ris««) thätig ist, zu e^istiren gänzlich auf. Die Befolgung dief-S von un« aufgestellten Priucipes Kat im verflossenen Jahre <1883) unseren Eoniniittenten für jede mit ö. W. fl. 500 geleistete Einzahlung einen nach-iveitbareu Reingewinn vl>n fl. 459.50 ergeben, weßhalb ivir keinen Anstand nehmen, das Piivatpublikuni hiermit von unseren Bcdingnngen in Äenntniß zu setzen, unter welchen wir weitere Betheiligunge» zu übernehmen bereit sind: I. Einlagen können täglich und in beliebigem Betrage geleistet werden. Nachzahlungen sind nnter keinerle» NnMnden erforderlich. II. Geschehen die Einlagen nicht i» baarem Gelde, sonder» in Losen oder anderen couranten Effecten, welche wir mit 60"/„ des ConrSwerthes al« »nverkänfliches Depot übernehinen. so verbleibt deren Zinscrträgniß, respective Ziehungsgewinnste stets Eigenthnin des Einlegers. III. Der Geniinnanthnl jeder nenen Einlage beginnt am ersten Taae »ach deren Ukbernahme. IV. Die AnSzahlnng der Monatsvividcnden geschieht entweder zu den übliche» Bureau-stnuden an unserer Cassa in Wien oder mittelst Postanweisungen regelmäßig von 30 zu 30 Tage» nach Ncbcrnahme der Einlage unter Abzug von 10"/« für Spesen und Provision. V. Capitnlskiindigniigcn könne» jederzeit mündlich oder schriftlich vorgenommen werden und bedingen für Beträge bis zu ö. W. fl. 500 eine» Termin von 80 Lage» „ „ fl- 1000 „ „ 60 „ „ ,, „ fl- 5000 ,, ,, ,, 90 ,, VI. A»f gekündete Einlagen entfällt während der ganzen Kündignngsdauer die Hälfte dc- DividendenbetrageS. VII. Die Rückerstattung derEinlags-Capüalien geschieht stets in, vollen Betrage, n»ter> liegt daher keinen,, welch' immer Namen havenden Abznge. Protokoll. Sank- u. Lomdard-Gkschäst in Viva, I., Schottenring 5, Eingang Hrßgasst 7, im 1. Stock. Zahlstelle in KrLL, I., Stempfergaffe 4.1. Stock. Ertheile» Vorschüsse auf alle in, officiellen Coursblatte notirten Effecte» bis nahezu zum volle» Werthe. Ei» Gmlis-Gedenkblatt. Dnrch ärztlicheInitiative ist von -er» weltbekannten Erfinder der MalzheilnahrungSpräparate Herrn Johann Hoff, k. k. Hoflieferant der meisten Souveraine EurovaS, k. k. Rath re. re. in Wie», Graben, Brüiinerstraße 8, anläßlich de» Abläufe- einer 2Ljährigl'ii Geschäftsperiode nnd des ebe»sola»ge» Bestellend seiner Erfindung ein hislorisch-niedizinisches Gedenkblatt, verbunden i»it einer LriunernngS-Tabelle merkwürdiger historischer Ereignisse in Oesterreich-Ungar», einem Kalender pro 1684. einer Welt Uhr und eine», Verzeichnis weltgeschichtlicher Date» liergestellr worden, welches auf Wunsch von dcm Erfinder Herrn Johann Hoff jedem Interessenten gratis und franco zugesendet wird — Da in demselben durch zahlreiche Expektorationen der Aerzte »nd des interessirten Publikums eine nn'.faiigrciche Darstellung über die He lwirkung bei Brust- »nd Magenleiden, nebst den speeifische» Blutkrankheite» (Bleichsiichi, Blntarmnth, Hämorrhoide» re.) gegeben ist, dürfte eS für jeden Kranke» eine höchst n erthvolle Aeliuisition sei». lr«U 7, im Rajar, versendet diScret: ,,i»«L L^8vI»I»L»8ei», nur echte Pariser, per Dutzend fl. I, 2, 3, 4, feinste fl. 5. rsiostv karlser Vorsivdts-LvdvLinmvdvll, per Dutzend fl. 2—3 und fl. 4. ^» »» !>^ , fl. I, 1.50, 2 und fl. 8 per Stück. »Nv 8«vtt8llKvi» 8pvvl»L1-<»tv» tii» 8»i»it»> v 1ZV1 28-1» iS». Beim Kaufe ist genau auf diese Schutzmarke (Deckel) mit dein Namc» -2. ;n achte», nm nicht getäuscht zu werden, weil leider in ähnliche Doseu mit Schutzmarke, ebenfalls Leder-uahiurgSfett benannt, ein oft elendes, dcm Leder schädliches Felt-gemische gefüllt wird, nm dadurch leichter abzusepen. Preise per Dose ^ 40 Deka, 1 fl., '/r Dose ^ 18 Deka, 50 kr., 1/4 Dose — 8 Deka, 25 kr., Dose 3'/2 Deka 12^ kr. ML" st d s für I'tvi «le««- r re., welches mit l8 Diplomen und Medaille» schon präinürt wurde und bei Ausstellungen jede Concurrenz besiegle. Haupt-Versand t-D epot: «v. in St. Valentin. Depot für »I» r (1367) 10—4 bei 8eIi»i«,«>ol>i »xi-l m. i> , Beamter des k.k. Haupt-Zollamtes, Zu haben in Laibach bei 6. Karinger, I. Svoboda, Julius v. Trnkcczy. V. Birschitz. G. Piccoli. Apotheker: Paso Petricic, L. Nirkert, Galanierie-waarenhandlungen; Kd. Mahr, Pariumeuri E. iaßnik, Geb. Krisper ^ in Adelsberg: I. Kuvserschinidt, Apotheker; Gnrk-feld: ?. BömchcS. Ap.: Jdria: I. Wario ?lvotheker: Arain-burg! (5. Schaunik, Apoth.; Rudolsswerth: E. Rizzoli,Apotheker, s»,vie in sämmtlichen Apotheken nnd Galanteriewaaren-Handlungen Krains. (1314) GOGG0GGO K. K. a. p. echter, gereinigter ZW Vildvlm MLLKvr i« Mo». Von den ersten niedicinischen Autoritäten gei'rnit und seiner leickten Verdaulichkeit wegen auch für Kuider besonders einrsovien nnd verordne! ats da- reinste, beste, natürlichste und anerccinnl wirksan-^e'2'^tte' ;ieqen r.-Lungenleiden, qfgen Skropbeln, ^leci)tcn, Gcschwii.e,sm - s.c, Drüsen Krankbeiten, Schwächlichkeit u s. w. ist die ,>la,che zu t si.— in derstabriks-Niederlage Wien, >I> Bez., Heumarkt A*), in bei den Herren 8^ 0- Apotheker, I*b1< r nnd I». I Droguisteu, sowie der österr.-nngar. 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Privilegium und von höchfien Herrschaften »nd best angesehensten Bürgern mit Dank- und Anerkennungsschreiben ausgezeichnet, ist das einzige unfehlbare PrLservativ, welche« .jeden Kahlkopf, wo »och eine Haarwurzel vorhanden ist, binnen einem Jahre in seiner früheren Fülle und Uevpigkeit verwächst; ferner verhindert dasselbe sofort da« Ausfallen der Haare und regenerirt einen kranken, schwach oder schütter gewordenen Haarwuchs gänzlich in 3—4 Monaten, I Flacon I fl. M kr., in die Provinz und das Aurland gegen Einsendung von 1 fl. 80 kr. verschickt. ^-W.?L»i»»»»-«^M»A^«Haar-Retter- Hliupt-Depöt: Wien, Fiinfhans, Tnrnergasse 7. Depot« in den renomniirtesten Apoiheken und Friseur^eschästen Wiens uud der Vororte. (IZ«1) 10—7 HkvLKi»i>vi» r r! Durch »»eriiiüdliche Studien ist kS dcm Zlr. vo« endlich geglückt, eine UAM-k0MLÄV herz»stellc», vo» der »>a» mit vollem Recht bel,a»pte» kn»»: sie erfüllt ihren wahren Zweck. I» ganz k»rzer Zeit erzeugt diese Pomade ein volles und kräftige» Bart- und Hmipthciar und verhindert das Ausfallen der Haare. Der Erfinder qarantirt einen nnbedinqten Erfolg. Pirio ycr Ularon 2 fl. Stur allein ccht .zu beziehen, »egen vorherige Cinscndung des Betrages, bei>u Erfinder II»». v«>» s1825,1 18—7 Ausgezeichnet aus 13 Ausstellungen stets allein mit den höchste» Preisen, zuletzt kvtvr RliiUer >I> ^lri^iaiM NllnSAi-FvcNe/ .. Ws». «-L. Paris 1878 gegen 43Eoncnr-renten allein mit der großen goldenen Medaille. »nd St. Olafs.OrdrnS, corresx. Mitglied l'Ii^nnat'io »l'^ris^. 21,'itgl. d. k. Äesellsch->vnntbeini l^brenniitalied d. Oefellsch. der epot für die osterr.-nng. '.Viouarchie von der abrik in Lchaffhanscn »nd vo» Dr. <5. Mikolasch's icamentosen Weine», als l-hina-, «kina-isen-. Pepsin-, Pepton- und Rhabarber-Wein, sowie vo» Dr. lv » !i MO-z, 7' . Ritter des d. Wisiensch. zu Drontbeim. Ehrenmitglied d. Gesellsch Aerzte i» Stollholm -c., Persaff, d. pharm. Theil. d. Pb-r-macopoea Norwe^ica 1854. Fabrikant nnd alleiniger Lieferant von Mr'z reiAlM ^M-I-chM-lll (6o»1 livor oU). Preis H fl. /Schutz-^ Vniarkc./ BeiKFlaschen franco per Post. Wiederverkäufer entspreche»-den Rabatt. - Dieser Thran in Möller s eigenen Fabrik'^ ^abeloaag. Stamsnnd uud Gulnig auf de» «ofote»' Inseln (Norwegen» au« frischen ausgesuchten üedrk» de« Dorfchfisches sorgfältig bereitet »nd am Fabriksorte >e>»? in Flaschen gefüllt, ist von blaßgelbcr, natürlicher Far«^ olivcnölartigen, Geschmack »nd wird wegen seiner leichA Perdaulickkeit'vo» de» erste» Mkdicinischen Capacitälen d" Zn- und Auslandes bei üungcn- »nd Brustleiden, Scror?"»-Fiechtcn. Schwächlichkeit >c. wärmsten« empfohlen. 'Kindern wird derselbe bald rur Delicateffe. Möller s Thran wird nur in ovalen Originalflasche"' Niit Original Ctiquette und .«apsel veriihen. verkE Auch achte man genau auf die Schutzmarke und die M Flasche beigegebeue ^lbhaudiuug über , IDep«T«r Ii» <>>>»»». A. MillovoiS I»r Nachfolger, 'Apoth.; läraili» seine Bereitung u»d Verfälschung-.7»» i;u beziehe» durch alle Apotheken und DrogueuhandluiM der Monarchie und >>» xro» durch das «ie»vr»l-»ep Wien, II»., Uugargasse 12-.ö»!!. v. Vi'nk.«»<-»), Apotheker. , A. lr'l" »i-it-Ix.tlnc-It 1 Karl Fabian, Apoth.; »»«in A. Reitham,ner, Apoiheker, St. «»asini. 'Apotheker: »«'Ix»«: 6. Tromba, Äp-l^. tr»<>oIk-,«>-r,I> Do»>. v. Rizzoli, Apotheker, : Giov. liillia, Kaufmann, Hauptdepu», Fr. Jechcl «ans,»an» : . D. v. Diene«, Apotheker : D. ltullani, N. Androvic, Giuseppe Percich, Apotheker: z-^ stav FindeiS, Apotheker. SV Joh/Dilber, Apotheker: Druckerei „Leykam" in Graz. Verleger und verantwortlicher Redacteur: Franz Müller in Laibach.