^58. Dienstag, 10. Miirz 1896. Iahrgeng 115. Vaibacher Zeitung. ^»n ??^"»: Mit Poslverlendung: ganzjährig fl. 15, halbjährig fl, 750, Im Comptoir: ^In,"' halbjährig st, 5 5«, Für dir Zustellung ins Hau« aanMrig st, l, — Insertionsnebür: Für ^^ "° bis zu 4 Zsiiri, 25 tl., größerr per geile 6 lr,; bei iifteren Wiederhol»ngen per gelle 3 kr. Die »Laib. Zeit.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, Die «lb«inistr»tt«« befindet slch «tongresspllltz 9K. 2, die Redaction Vahnbofgalse Nr. Ib. Vprechftunben der Nedarrlon von 8 bi« li Uhr vormittag«. Unfrankierte Vriefe werden nicht angekommen, Manuscript«: nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. AitlnM l'.und l. Apostolische Majestät haben dem btcht, A "" Uhlanenregiment Kaiser Nr. 4 Thomas "HinenlH ^ ^ und dem Oberlieutenant desselben ^"^ Johann Grafen von Zborowski die ^lllht. bürde taxfrei allergnäoigst zu verleihen A^chs/' ""b l. Apostolische Majestät haben mit Msse?.-? Entschließung vom 2. März d. I. dem MM ^tnrs'Adjuncten ^^ Obersten Gerichtshofes Wcf.^lnitel den Titel und Charakter eines "" allergnädigst zu verleihen geruht. Gleispach «n. p. <>.----------------- ^biz'^taatsschuldencasse wird vom I.April 1896 ^e^ " ' Weiteres die an diesem Tage fällig wer- Mg^sen Quittungen zahlbaren Zinsen von "'it 4 s?" 4perc. österreichischen Goldrente und ^ !ow l,? ' '" Reichsmark verzinslichen — und 7 Hiil)^ "^ steuerfreien als des steuerpflichtigen ^ dez ,""s-Anlehens der Kaiserin Elisabeth-Bahn Mz-Anf? ^ ftCt. in Reichsmark verzinslichen Prio- >etlan5 ber Kronprinz Rudolph-Vahn auf >c>^V" der Parteien auch in Noten nach 'khllli.^ notierten Geldcurse der 20-Francs-, be- l°"gell? 20°Vlark-Stücke des dem Einlösungstage « H?F"^ Vörsentages auszahlen. «^tj^ ?^krständlich erfolgt, wenn die Partei nicht ^Ng d? -^ ^blung in Noten begehrt, die Ans' 3Li?n '" ^^^ stehenden Zinsen in Goldmünzen. l"' °" 4. März 1896. Vom k. z. Finanzministerium. Hltli^z'^ärz 1896 wurde in der l. k. Hof. und Gtaats. ^ ausaen-l. ^^"^ der böhmischen Ausgabe deS Reichsgesetz» >5^^°tn und versendet. ^lchtamtlicher Theil. . tzii . Die Lage in Italien. feigen 3^'^^. ln- und ausländische Blätter be-schrH "" ^^ ^"^ "^ ^^^"' ^ «Fremden- ^nisch^'^ sich geopfert, weil er der Träger der ^^>^^Mk geworden, die bekanntlich nicht er begonnen hat. Er wusste, dass man ihm den Ausbruch des Conflictes mit Menelik zuschrieb. Er hatte sich im Sommer dafür entschieden, in der Provinz Tigre zu bleiben, von wo aus der abessinische Lehensfürst Man-gascha die italienische Colonie beunruhigt hatte und wohin diesem die italienischen Truppen siegreich gefolgt waren. Unerwarteterweise hat Menelik seine Würde als Negus aller Abessinier sehr ernst genommen und sich für Tigres Verbleiben beim Reiche mit voller Kraft eingesetzt. Er behauptete ferner, niemals einen Protecto-ratsartikel in den vor mehreren Jahren mit Italien geschlossenen Vertrag von Utschalli aufgenommen zu haben; der Artikel laute in seiner Landessprache anders und harmloser als im italienischen Texie; er verlangte die Abänderung des Vertrages. Aus diesen Gründen ist der Krieg entbrannt, und da die Oppositionsparteien stets das Aufgeben von Tigre empfohlen und dem Vertrage von Utfchalli einen geringen Wert beigelegt hatten, so fühlte sich Crispi, als der Kampf die schlechte Wendung nahm, verpflichtet, ihr das Feld zu räumen. Man betrachtet es in Italien als ausgemacht, dass, wer immer sein Nachfolger sein möge, die Wiedereroberung von Tigre angestrebt werden wird, und da also der Feldzug nur noch fortgeführt wird, um die erythräische Colonie selbst zu erhalten und das Ansehen der Waffen Italiens in jenem Gebiete zu wahren, so wird der Agitation gegen den Krieg die Hauptnahrung entzogen. Das wird doch jedem Patrioten in Italien einleuchten, dass man sich jetzt nicht aus Afrika zurückziehen, das Gewonnene nicht preisgeben kann. Die erythräische Colonie, ohne gerade eine Goldgrube zu sein, ist wertvoll als Durchzugsgebiet für den Handel und stellenweise auch als Ansiedlungsgebiet für die zahlreichen Auswanderer aus Italien. Man kann nicht diesen Boden, an den sich mit Recht viele Hoff« nungen geknüpft haben, darum verlassen, weil man beim Weiterrücken auf einen Widerstand gestoßen ist, den übrigens eine größere Truppenmacht rasch bewältigt hätte. Die Colonie muss gehalten und ver-lheidigt werden, und dies wird, wenn Menelik sie über« Haupt angreift, nicht schwer sein; es ist möglich, dass der Negus gar keinen anderen Ehrgeiz hat, als die Occupation Tigres zu verhindern, denn wenn er weiter» gehen wollte, wäre ihm allerdings eine schwere Niederlage gewiss. Wie dem auch sei, ernste Politiler in Italien können sich nur fragen, ob die Vertheidigung Eiythräas in Erythräa geführt oder ob Menelit, wenn er in seinen Bergen bleibt, dort aufgesucht und ge« schlagen werden soll und ob man auf diese Weise die Ruhe der Colonie, die ja wesentlich von der Autorität des italienischen Namens abhängt, am besten zu wahren gedenkt. Ein Aufgeben von Erythräa aber wird gewiss nicht in Discussion kommen. Der italienischen Politik liegen jetzt unzweifelhaft schwere Entscheidungen vor; man hat zwischen ver« schiedenen Wegen zu wählen. Der Mann, der das weitestgehende Programm vertreten hat: die Aufrechthaltung des Protectorates über Abessinien und die Fest« Haltung Tigres zur Sicherung der erythräischen Colonie, ist zurückgetreten. Die Festhaltung Tigres wird gegenwärtig wohl keine Freunde finden. Nur darüber, wie gesagt, scheint kein Zweifel zu herrschen, dass man die Colonie selbst nicht fallen lassen will. Gea.en die Ent-schließ ung, welche von dem Gedanken geleitet ist, dass Zukünftsinteressen nicht wegen eines augenblicklichen Missgeschickes geopfert werden dürfen, dass eine Nation sich nicht von leidenschaftlichen Erregungen bestimmen lassen darf, wird die Politik der Straße nicht aufkommen können. Diese Politik wird übrigens sehr bald wieder ihr lärmendes Auftreten aufgeben, und hoffent-lich wird die ne«e Regierung die Ordnung der Finanzen, die unter Crispi mit fo viel Entschlossenheit begonnen hat, consequent fortführen können. Die Schlacht von Ndua ist gewiss ein wichtiges Ereignis, aber man darf ihre Bedeutung auch nicht übertreiben. Vor allem jedoch darf man nicht glauben, dafs die Freunde Italiens durch dieses Ereignis in ihrer Freundschaft für den verbündeten Staat irgendwie erschüttert worden seien. Die Berliner Blätter beschäftigen sich mit den englischen Pressstimmen über die Lage in Italien. Die «Vossische Zeitung» weist die «niedrige Moral» der englischen Blätter zurück, welche beiden Kaisermächten zumuthen, Italien in Stich zu lassen. Zu den hämischen Glossen über die angebliche Sprengung des Dreibuudes und Vereinsamung Deutschlands mit der daran geknüpften Perspective auf Russlands Schiedsrichteramt zwischen Deutschland und Frankreich entgegnet das Blatt, dass die Zeiten für immer und ewig vorüber seien, da der Zar sich der deutschen Nation gegenüber die Gönner« und Schiedsrichterrolle anmaßen durfte. «Wir wünschen,» sagt das Blatt, «mit Rnssland in Frieden, und, wenn es angeht, in Freundschaft zu leben, würden aber jeden Versuch von seiner Seite, sich Feuilleton. sick 'DieK ^^ km Kind vermag. °^H ihr s^iMet sich nach niemandem, alles bildet ix b''""f Erw^c ^ "n Baby gewöhnlich noch vier ändern macht, ' ^ '"it ihm spielen und schwatzen, ^i5'"b^an?^. flicht Emerson von dem Einfluss >d>t?te Gebi/?e Umgebung und streift damit das kütM umhn ,°el Frauen und Mütter, so dass < ?- ihn " ?"nen, den angeregten Gedanken auf-A"' zu Mr.- "gene» Lebenserfahrungen zu ^, "n es M"eren und weiterzuführen. M2 l° MeiA ^ ^"tcheit richtet sich nach nie-^itM" es w^ - große amerikanische Denker und "ie ?. '"sola? toi. " dem Sinne, dass der winzige ?'"^>T^wner Hilflosigkeit die Zeit, die Kraft, s'lh F. der PF" seiner nächsten Umgebung, na-^? in m""' rücksichtslos monopolisiert, für ^Ken feinen «,?H "'"'«", wie es ihm beliebt, ^eH ^ tzi ' "so eigentlich die Beherrscher der U.^ gan;,. "'bewusst die Lenker ihrer Eltern, l'«, ^i"l Familienkreises werden. 3'len Kien v w'r uns weiter fragen, wa« dem >"^>g ^ Augenblicke an, wo es den Machtstellung giebt, >« ° ti)nn'5 alles sich ihm anbequemt nach 'i g^kliiru ""n w" kaum eine andere als die Wtd>e K^l." Wen. Das Kind ist ficht- ^b. K neue U' " H« vereinen sich tausend l° Hul?p bie Liebe zwischen Mann und l' Ne erblickt in ihm die Verkör- perung jenes großen räthselhaften heiligen Vorganges oer Entstehung des Menschen. Und der Vater fühlt erst im Anblick dieses lebendigen Sprösslings vom eigenen Stamme die ganze Größe der väterlichen Zärtlichkeit, aber auch der übernommenen Verantwor« tung erwachen. Seitdem sie ein Kind haben, wie ganz anders, wie umgewandelt sind da beide junge Eltern. Mit vernehmbarer Stimme wiederholt ein gewisses, unerklärliches Empfinden ihnen die Worte, welche einst die alten Weisen gesprochen: «Dem Kinde schuldest du heilige Scheu, nicht bloß äußerlich, sondern auch innerlich!» Zuerst die Mutter: was vermag das kleine, unscheinbare Kindlein aus ihr zu machen, aus dem eitlen, egoistischen Frauchen ist eine aufopfernde, selbstlose Mutter geworden. Das Kind hat in ihr ein Herz voll Liebe erweckt, und Liebe weckt Liebe, wie Wärme Wärme. Am Mutterherzen werden seine ersten Gefühle angefacht, hier blitzen die ersten Vorstellungen in ihm anf, und die Mutter ahnt und fühlt, dass ihr Blick, der Ton ihrer Stimme, jede ihrer Mienen und Bewegungen des Säuglings erste geistige Nahrung sind, und da sie dem Engelsbild auf ihren Armen in jedem Sinne eine gute Ernährerin sein wird, so hütet sie sich vor bösen Blicken und rauhen Mienen und Bewegungen, vor schlimmen Launen und harter Willkür. Das Kind wird zum Friedensengel, wo die Mutter aus Liebe zu eben diesem Kinde jeden Streit, jede Zorngeberde aus seiner Umgebung fernhält. Und noch weiter gcht der Einfluss, den ein Kind auszuüben vermag. Die Mutter ist bestrebt, die schöne Kindlichkeit zu pflegen und sie durch nichts dem Kinde rauben zu lassen. Die edle Einfalt, die kindliche Offenheit, das herzinnige Sich« anschmiegen, die unerschütterliche Treue, sie alle sollen mit dem Kinde blühen und wachsen, ihm zur Gewöhn« heit, zur «anderen Natur» werden, aber dies kann nur geschehen, wenn die Mutter in den reinen Geist des Kindes eindringt, es selbst in solchem Sinne behandelt, wenn sie ihm mit ihrem eigenen Empfinden und Handeln ein solches Beispiel giebt, dass die ursprünglichen guten Gefühle des Kindes nach und nach zu feiner bleibenden Gesinnung, zu seinem Cha« rakter fürs Leben werden. — Während die Mutter an ihrem Kindchen alles bewundernd wahrnimmt, fein erstes Lächeln und Lallen, da« erste Zähnchen, den ersten Schritt, das ganze sich immer mehr rundende, kräftigende Körperchen, das liebe Lockenköpfchen, den leuchtenden Strahl der glänzenden Aeuglein, das sanfte Streicheln des weichen Patschhändchens, wie sie "n Kinde eine Idealgestalt erblickt, der sie sich m Rede und Gesang und Spiel und Bewegung vollständig an' passt, so wird sie allmählich zu dem ersten der großen Kinder, von welchen Emerson uns berichtet. Per Mutter zunächst zeigt sich ferner an dem Vater, was der Einfluss des Kindes zu thun vermag. Der Ehemann, der in jugendlicher Sorglosigkeit nicht dazu angethan war, des Lebens Ernst allzu schwer zu fühlen, er erkennt, seitdem er Vater geworden. Plötzlich das Ziel und den Endzweck seines Daseins, für sein Kind will er schaffen und streben. Anstatt dem Vergnügen außerhalb des Hauses nachzugehen, findet er Freude und Unterhaltung in dem Jauchzen des Kindes, wenn das kleine Menschlein liebevoll Papas Bart zausen, seine Knie zum trabenden Rösslein verwandeln, in seinen Augen sich wiederspiegeln, an dem Tick«Lack Laibacher Zeitung Nr. 58. 450 10. März 18^. in unsere Angelegenheiten einzumengen, mit einer bis zum äußersten entschlossenen Bestimmtheit abweisen.» Die «Kreuzzeitung» befasst sich mit den englischen Rathschlägen über die finanzielle Unterstützung Italiens und findet es auffällig, dass diese Anregung sich an die Adresse der Dreibundsmächte richte, aber dass mit keinem Worte von Seite Englands die Meinung verrathen wird, da mitzuwirken, ungeachtet dessen die Vorgänge in Afrika auf gemeinsame englisch-italienische Interessen verweisen, davon gar nicht zu reden, dass wegen Wahrung der Mittelmeer-Interessen, wie bekannt, Vereinbarungen zwischen England und Italien bestehen. Es sei schwer anzunehmen, dass man in Rom den englischen Stimmen dafür dankbar sein werde. Politische Ueberficht. «aibach, 9. März. Die «Kölnische Zeitung» schreibt über den Besuch des Grafen Goluchowski in Berlin: Allseitig hat sich bei uns die Ueberzeugung gekräftigt, dass die beiden mächtigen Nachbarreiche mit allen ihren Lebensinteressen eng auf einander angewiesen sind. Heute handelt es sich nicht darum, diesen Bund formell zu erneuern. Er besteht noch für längere Zeit in Kraft. Aber es ist klar, dass es nur mit Freude begrüßt werden kann, wenn die amtlichen Träger dieser Gemeinschaft der Interessen wiederholt in engen persönlichen Gedankenaustausch treten und sich über alle schwebenden politischen Fragen mit Gründlichkeit aussprechen. Was bisher im vergangenen Jahre i« Aussee und Wien geschehen, das wird jetzt in Berlin fortgesetzt, und wie damals wird sich anlässlich dieser Meinungsaussprache die Bestätigung voller Uebereinstimmung und damit eine neue Bürgschaft für die Sicherung des europäischen Friedens ergeben. Die jetzige Zusammenkunft fällt in eine Zeit, wo nach manchen, ursprünglich aufregenden Zwischenfällen wieder Ruhe in die auswärtige Politik zurückgekehrt zu sein scheint. Das schwere Schicksal, das einen treuen und ritterlichen Bundesgenossen getroffen, wird die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit festen Zusammenhaltens zwischen den beiden mitteleuropäischen Staaten und Italien nur noch weiter kräftigen und damit den Dreibund, so weit es möglich ist, noch mehr befestigen. Wer gegentheilige Erwartungen ausspricht, der verkennt die innere Natur des Dreibundes oder lässt seinen Wunsch den Vater seiner Gedanken sein. Italien hat jetzt besonders Gelegenheit, seine wahren Freunde kennen zu lernen, und auch die jetzige Zusammenkunft der leitenden Staatsmänner der beiden mit Italien verbundenen Staaten wird in Rom einen sympathischen Widerhall finden. Dass bei der bevorstehenden Zusammenkunft alle Fragen zur Erörterung ommen werden, versteht sich von selbst. Wenn hie und da gewisse Schwierigkeiten in den Beziehungen zu England zutage getreten sind, so steht dem anderseits eine unverkennbare Besserung der Beziehungen zu Russland gegenüber, die ebenso den friedlichen Zielen des Dreibundes willkommen sein kann.» Wie man der «P. C.» aus Budapest meldet, haben die Ausführungen, mit welchen Finanzminister Dr. v. Bilinski im österreichischen Abgeordnetenhause die Frage des Ausgleichs beleuchtete, in den politischen Kreisen Ungarns sehr lebhafte Befriedigung geweckt. Nicht nur feitens der Regierungspartei, sondern auch seitens der Opposition werde die wahrhaft staatsmännische Auffassung, die sich in seinen Darlegungen bekundet, anerkannt. Die Erklärungen Dr. v. Bilinski's riefen in Budapest einen umfowohlthuenderen Eindruck hervor, als sie einen sehr wirkungsvollen Gegensatz zu der offensiven Haltung bilden, die in dieser Angelegenheit nuf mancher Seite im Reichsrathe eingenommen werde. Da der Minister bezüglich der Ausgleichsverhandlungen mit Nachdruck betonte, dass, sofern sich die beiderseitigen Interessen durchkreuzen, darauf hingearbeitet werden müsse, ein Compromiss durch gegenseitige wohlwollende Concessionen, vom Principe der Gerechtigkeit ausgehend, zu erzielen, hege man in Budapest die Hoffnung, dass diese staatsmännische, für beide Staaten gleich er-fprießliche Auffassung auch thatsächlich möglichst nachdrücklich zur Geltung gebracht werden wird. Der deutsche Reichstag dürfte übermorgen die Etatdebatte wieder aufnehmen, und zwar bei dem von der Commission bereits erledigten Colonial-Etat. Voraussichtlich werden Ende nächster Woche bereits der Marine-Etat und in der darauf folgenden Woche der der Zölle, Verbrauchssteuern und Averfen im Plenum zur Berathung kommen. Die Etatsberathungen sollen ununterbrochen fortgesetzt werden. Aus Rom wird der «Presse» über das Ministerium Rudini'Ricotti berichtet: Ricotti ist in aller Munde. Was er in Hinsicht auf die Hreres-organisation bedeutet, ist bekannt. Er ist ein Feind der Seiltänzerstückchen, mit welchen man das Heer seit fünf Jahren verdorben und verkümmert habe. Er will Soldaten haben, «die das Kriegshandwerk mit dem Ernst einer socialen Mission betreiben». Er ist ein Feind der Theorie des Generals Pellone. Er sagt, dass die «besten Cadres nichts nützen, wenn man keine Mannschaften hat». Er will lieber zehn tüchtige Armeecorps haben, als zwölf zerfahrene, mit Recruten gepfropfte. Die Partei der «bewaffneten Nation» richtete denn auch gegen ihn ihre Angriffe; obwohl man denken sollte, dass die Voraussicht des Generals Aaratieri sie zum mindesten kleinlaut machen sollte. Die französische Kammer genehmigte einen Credit von 315.000 Francs als Entschädigung für die Opfer der Unruhen in Paris im Juli 1893 und in Lyon im Juni 1894, sowie für die Opfer der Explosion im Restaurant Foyoto in Paris am 4ten April 1894. — Kriegsminister Cavaignac empfieng den Präsidenten der Armeecommifsion, hielt aber an seiner Weigerung fest, über die Ansicht des obersten Kriegsrathes inbetreff der Reorganisation des 19. Corps eine Mittheilung zu machen. In der belgischen Kammer begründete Deputierter Lorand in längerer Rede seine Interpellation betreffs des Gerüchtes von einem gemeinsamen Vorgehen des Congostaates, Englands und Italiens im Sudan. Der Minister des Auswärtigen gedachte mit ehrenden Worten der civilisatorischen Bestrebungen des Königs der Belgier. Die Aeußerung Lorands hätte den Zweck, eine Anklage gegen die belgische Regierung zu erheben, dass dieselbe nicht für die Interessen Bel« giens gesorgt hätte. Die Regierung weise eine derartige Anklage mit Entrüstung zurück. Jedenfalls werde der Congostaat mit den Verpflichtungen rechnen, welche er eingegangen. Der spanischeMi Nisterpräsident richtete an den «New-Iork World» ein Telegramm, in welchem er erklärt, er habe leine officielle Mittheilung v^ ^ Vorgängen im Congresse der Vereinigten StaA ^ halten. Er habe bei keiner europäischen iK^^lH Anfrage wegen Unterstützung in irgend einer u^ versucht. Er könne auch nicht auseinandersetzen,,^, weit es für Spanien möglich wäre, die ^^? ^ z, einer auswärtigen Macht zu gestatten, ohne Ges^ laufen, dass Spanien beschuldigt würde, währe" ^ Bürgerkrieges fremde Gebiete unterworfen ^.,^ Nach der Anerkennung der Cubaner als lrieM ^ Macht sei es unmöglich, die Vermittlungsdie'l'' , Präsidenten Cleveland anzunehmen. — Der ^ ^ dementiert in entschiedener Weise die MloUHH .Times», dass Frankreich die spanische KneM,^, unterstütze. Die befagte Meldung rühre von ^ Finanzgrupfte her, die an der spanischen Ame^^ essiert sei. — Inzwischen werden in Spanien ^ Demonstrationen gegen die Vereinigten Sta» ^ scemert. So fand am 6. d. im Theater in ^ c^ Via eine große Kundgebung statt, wobei die An^',. in die Rufe: «Nieder mit den Vereinigten ^ D' ausbrachen. Nach der Vorstellung durchzogen oi ^ mfestanten die Straßen. Polizei und OelM stellten die Ordnung wieder her. j,r lei^ In den Besprechungen, welche im Laufe d^ ^. Tage im Ministerium des Aeußern zwischen oe> ^ reichisch - ungarischen und bulgarischen ^ gierten stattfanden, wurde die erste Lesung ^el Vertragsentwurfes beendet. Die bulgarischen "^>F haben nun das Cabinet von Sofia über den ^ ^ der bisherigen Berathungen unterrichtet, "N^ ^ zügliche Gegenäußerung der bulgarischen ^H^ dürfte schon demnächst in Wien einlangen. ^ ^ Eintreffen derselben werden die Conferenzen > werden. .>„!??! Nach einer der «P. C.» aus Constant'F zugehenden Meldung hat die Controlscomnn' ^ die sechs kleinasiatischen Vilajets, deren Sltz""V geraumer Zeit unterbrochen waren, nunwey^F einer türkischerseits den Interventionsmächten e F Zusage, ihre Thätigkeit wieder aufgenommen- ^f gewesene Minister des Aeuhern, Turk ha" ^ wurde zum Vali von Kreta ernannt. Tagesneuigleiten. . xl -(Hofnachricht.) Se. ,. und l. H °" durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz 3"°^ s' Oesterreich-Este wird am 15. d. M. in O°" <^" erwartet, wo für höchstdenselben Quartier '^ PB James» bestellt wurde. A« selben Tage l^^ von Wales in Cannes eintreffen. Die König»" ^^ land wird schon Dienstag in Ciniez bei M° z.) ^, — (Umbau des l. l. Burgtheat« l< «Wr. Mg. Ztg.. schreibt, dass da« HofbaU'^>« °. beschlossen habe, einen Umbau des l. l. B".rgM g«L zunehmen, und zwar um zuerst die Aluftil , j A' welche durch den jetzigen Bau sehr beeintrM" §R bessern, und baun, um den Uebelftänden a"!"ßBF abzuhelfen, von welchen aus man nur b»e H^ >> Vühne oder einen noch kleineren Theil dM' sehen kann. > SH, — (Ein vornehmer Radfahre^Z«' Aliitter erzählen: Der Herzog Ernst Günther isi^ wig-Holstein, der Schwager des Kaisers W^---^ der Taschenuhr sich ergötzen, mit kraftvollen Armen von ihm hoch in die Luft emporgehoben werden kann. In dem munteren, gutmüthigen väterlichen Kameraden, der beim Verstecken-, Pferdchen- und Eisenbahn-Spiel, beim Herumtollen und Kollern auf der Erde wacker mithält, erkennen wir das zweite der vom lindlichen Einfluss geschaffenen erwachsenen Babies. Den beiden ersten würdig zur Seite stehen die nachfolgenden dritten, vierten und fünften großen Kinder. Sie stammen aus der Familie der Tanten und Großmütter. Auf diese übt die Ankunft des kleinen Balges, das sie in Amt und Würden einsetzt, eine ganz eigenthümliche Wirkung aus. Sie werden fast allesammt augesteckt von kindlichen Eigenschaften, von Ruhmessucht, Eitelkeit, Uebertreibungssucht und Einbildungskraft. Keines der nachbarlichen Puppen, wollte fageu Nichten. Neffen und Enkelkinder, kann sich mit den ihren an Schönheit, Größe, Schwere, an Bläue der Augen, an durchgeistigtem Gesichtsausdruck messen. Jedes ist das allerbeste Baby von der Welt, gescheiter und liebreizender, als je eines vor oder nach ihm je das Licht der Welt erblickt. Keines schläft so gut, trinkt so viel, lacht so früh, spricht so deutlich, kann so viele Kunststücke laust und singt und springt und streichelt und luist 5o wunderbar, herzig, zärtlich und innig, wir li.^^ ?"d' de" Tante und Großmutter zu sein ^ FrN/^^V"^ dem zuliebe sie gerne wieder große, zärtlich wbrude Kinder werden Es einigt die Machen in üiebe, es bringt Frieden, Freude, Frohsinn für Vater und Mutter es veredelt Herz und Gemüth und trägt einen Strahl des kindlichen Glückes in die Seele seiner Umgebuna Und all dies vermag ein Kind. Gin Verhängnisvoller Irrthutn. Roman von Max von Weißenthurn. 42. Fortsetzung. «Nein, nein,» entgegnete sie hastig, das Antlitz zur Seite wendend, damit er dessen plötzliches Er. blassen nicht wahrnehme, «aber, Ernst, wir sind ja glücklich, so wie wir jetzt sind; weshalb nicht alles so lassen!» «Lassen, Ella? Was meinst du damit? Glaubst du, als meine Frau werdest du weniger glücklich sein? Weißt du nicht, dass ich alles lhun werde, nur Sonnenschein in dein Leben zu bringen?» «Ich bin davon überzeugt, aber dränge mich nicht, Ernst; ich will noch nicht heirathen; ich kann Onkel Hubert noch nicht verlassen!» «Onkel Hubert! Er wünscht gewiss nicht, deinem Glück im Wege zu stehen!» «Ich weiß das; aber weil er so selbstlos ist, möchte ich keinen Egoismus an den Tag legen. Bedenke, wie gütig er stets gegen mich gewesen ist; ich will ihn noch nicht verlassen. Wir sind beide jung, wir können warten!» «Ella, was soll das bedeuten?» sprach Eggleston Plötzlich ernst. «Ich weiß, dass vor unserer Verlobung du mir sagtest, du liebest mich nicht; aber du wolltest doch meine Frau werden. Hast du deinen Entschluss seither geändert?» «Veändert?» rief sie mit nervösem Lachen. «Nein, aber du musst mir Zeit lassen, mich an den Gedanken zu gewöhnen!» «Wir find aber schon zwei Monate verlobt, mein Vater wünscht gleich mir eine baldige Hochzeil, und hofft, dass wir dann nach Men""" ^. kommen.» Ollli ^ «Er ist sehr freundlich,» entgehe" ge, .,< Bestimmtheit, «aber es ist außer aller l) ^ ich während Alice's Abwesenheit "ly ^i werde!» ^ «Wie lange bleibt Lady Thornw" Reisen?» .^>' «Sie kehrt im Frühling zurück!» o ^ «Im Frühling? Wann ist das, E"" April, Mai oder Juni?» ,, Ella zwang sich zu einem Scherz. ^ßA,.'Fl «Es kann ja am Ende auch MaV^r^^ «Gut denn! Aber vierzehn Tage n^ ' 3' deiner Schwester soll die Hochzeit statt?"" !' «Ich füge mich auch darin, ab" ^! EU°!' - meili<> «Nur. weil ich es gut mit wr HrjA/l nicht zugeben, dafs du die Dinge uvm „,e ^., gegnete sie mit einem Lächeln, dem er " s^c ^' stand. «Aber da sind wir ja am Z^ M Wie fchön diefe waldige Hügelkette a«»' l wache auf, der Zug hält gleich!» l --------------------------<^l 22. 't,e^l',jl. Lord Vraybeau erwartete selber ^ V D der Eisenbahnstation. Als der Z"S/.«stF" l' fuhr, eilte er herbei, um Ella beim NU»l ^ zu sein. M ^HrZeitung Nr. 58. 451 10. März 1896. ^n» lai ^"bfahrer gegangen. Im schmucken Sport-Hch. "" wan den Herzog in den Straß'n unserer ««! kw w'n« Wohnung in der Universitätsstraß'- aus b"i°z ,. ' fahren sehen. Kürzlich löste sich der z« l»^," "it der Berliner Polizei nicht in Conflict Kilben >"l bem hiesig?« Polizei-Pcäsidium die vor- ^" Mrlarte. ^ Veerl, * Bergunglück in Kattowitz.) ««7, h ^"ng der verunglückten 104 Bergleute fand lchlei^ Gunter Betheiligung aller Behöben und einer '"PiW ^^lnenge in feierlicher Wiise statt. Der ^UlM? >, "°" Schlesien sowie der Präsident des Re-^lhtnin ? ^pp'ln hatten Kränze gesendet. Zum '"° lti^. °" Verunglückten wird im Dorf-: Zilenz? . ^^"ichtet werden. ^Gilam ^°chlass Alexander Dumas'.) Mich' ^"erträgnis der Versteigerung des Nachlasses ^lcz z^^"""' in Paris belauft sich auf 400.000 ' ^u»«I")^^n Preis erzielte das berühmte Exemplar ^> 180 5 ^" ^etles ^'^N^iro O^mkncean., das Ain^ j^'"alzeichnungen h^r bedeutendsten Künstler ^83^' Ein H«r de la Eharlotterie erstand es Achtln .° Lremdensaison in Italien.) Mtn. b^l^' b" der «N. fr. Pr.» von der Riviera ^rewd, ^ ^"^ "n ungewöhnlich großer Andrang ^ben z^l "^ über die italienische Grenze lommen. ! '"iolae >? ^ durch die Demonstrationen alteriert, H» G^°" Nachrichten aus Afrika in einigen italic« Mlch^ k« stattgefunden haben. Alle Hotels der M>!,g, " ""'»era sind gegenwärtig überfüllt. Es ist >n "Zunehmen, dass in Italien bald Beruhigung °'t l>ic G °"le fluchtartige Bewegung der Reisenden ^nlai,„ ^ "^ abnehmen wird, so dass auch die ^M , " Julien, welche eine bedeutende Ein- ""ez N f!? schönen Lande« bildet, wieder in ihr 5 ^ lN^ zurückkehrt. !'Mlich^°, nahe kam man dem Norpol?) aber noch nicht verbürgten !>e '°N dür? ^" Gelingen der Nansen'.chen Nordpol- ^"tlet . c" "'^^ ^"^ Iüteress? sein, die Frage ^M b ö". 'khen, wie weit man bis jetzt gegen den "i!"°^ichs« ""»7 ist. Bis zum Jahre 1876 lag F schon . ^""lt bei 82 Grad 45 Minuten, bis Fttn an, y/"2lische Capitän Parry in Booten und »»^ Vol°/ ^"" 162? gekommen war. Die erste ^"' d'e lw?^M°" (1666) war bis 81 Grad 4 M> ^.X. P,'"^ (^^) bloß bis 77 Grad 1 Minute ^,!8?ß ^ ^iariy'jche Record wurde erst am 12ten !V °»l i? ^"^ 83 Grad 20 Minuten geschlagen. tz?b. H.,^ Mai 1882 gewann der Amerikaner i„Me »'? ^ der Greely'jchen Expedition, die bis kl "ben «z"'^te Breite von 83 Grad 24 Minuten ^ 673 K"ds. Von dort aus wären bis zum ^lErdi, °""" »«Wesen, ^ll^len ki>5 ') AusCoburg berichtet man: Im ^Ii, 'ln Hz?, ""dors wurde am 7. d. M. früh nach °V behack ?" ^^stoß, der von Westen nach Osten ^A k,' " ^richte ^" starkes Gewitter mit ^3>n V^^^"plage.) Nach aus Südafrika K»t>l°t l,e". "^^" s"d einige der am südlichen ^<"e"PIaae "^. 6°Mslricte „on einer furchtbaren ft^te des ^'?2esucht worden. Die gesammte ^!«^ "'edri«. Ä ""es Riversdale sowie auch der >^n vernick.. ""Anwuchs ^nd von den Wander-^>^^let worden, und der Diftrictsrath hat ^ ^hoffen <>,.^dlich! Nicht vollständig erfroren. Herr South, ich ^^" Provf. -H""d drücken zu können! Meine ^' ni^gche?^.^ würden nicht kommen! ^« aber wusste ich. dass h 'N' ""^^"' ^" erscheinen, lieber !>Ul^ lachte dieser, während der ^en ^lln den V ^ bemächtigte und Lord Aray- Kr iKsse c>le^ ?"^n Wagen geleitete, den die ^ «'EN/^uf im raschen L^uf durch Wllst" biach > ^ davonführten. ^>n >blick ^utes Entzücken aus über den w b "^cken u^"cher sich dem Auge bot. An hieng überall der ^< ^ lauset"" der scheidenden Wintersonne 3« ^chlosi^ "°n Diamanten; iu der F'rne '» ^m V./Ueh^v^Ybeau mit seinem epheuüber- Mauerwerk; die letzten " ^N' so ^^^""^ölpers spiegelten sich '^ie ä"er ' °^s das ganze massive Gebäude ' "ber ^'/" Hubert wollte es stets reno- die Regierung um zollfreie Einfuhr von Eerealien für den District angegangen. Nich einer nahezu zweijährigen Dürre sind im N>imagua-Lande wieder die ersten R.gen niedergegangen. Local- und Proviuzial-Nachrichten. — (Trauerlundgebung.) Die Stadtgemeinde Laibach hat anlässlich des Todes Süimr k. und l. Hoheit des durchlauchtigsten H^rrn Erzherzoges Albrecht Sal» na tor den ehrerbietigsten Ausdruck des Beileides im Wege des Landesp.äsidiums zur Kenntnis Ihrer l. u. l. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Immaculata gelangen lassen. Ihre k. u. t. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin hat nunmehr der Stadt» gemeinde durch Vermittlung des Oöersthofmeisters höchst-ihren Dank für den Ausdruck des herzlichen Beileides ausgesprochen. — (Personalnachricht.) Seine Excellenz der hochwiirbigste Herr Fürstbischof Dr. Jakob Mifsia ist gestern nach Wien abgereist, um an den Vischoss-Ciinserenzen, die heute beginn?«, theilzunehmen. — (Localbahn Laibach-Oberlaibach.) Wie uns mitgetheilt wird, hat die Direction der kraini-schen Sparcasse, an welche seitens des Consortiums für die Localbahn Laibach-Oberlaibach das Ersuchen gestellt wurde, 14.900 st. Nominale in Stammaclien dieser Localbahn zu übernehmen, kürzlich den Beschluss gefasst, bei der am 9. April l. I. stattfindenden ordentlichen Generalversammlung diese Uebernahme zu beantragen, wodurch bei Annahme des Antrages der auf die Stamm-actten pr 50.000 fl. entfallende Betrag gedeckt sein würde, nachdem hievon der lrainische Lanoesausschuss 20.000 fl., die übrigen Interessenten aber 15.100 st. gezeichnet haben. —o. — (Einziehung der Einsernoten.) Bis Ende Februar 1696 waren von den am 24. Juli 1694 ausgegebenen 57,883.361 si. an Einsernoten eingelöst, vernichtet und als getilgt abgeschrieben 56,801.396 fi., wonach im Umlaufe verblieben 1,081.965 fl. Ende Jänner waren noch im Umlaufe 1,209.553. — (Millenniumö.Ausstellung.) Für die anlässlich der Budapefter Millenniums'Nusftellung vom l. und l. Reichs'Kriegsminifterium veranstaltete historische Waffen-Ausstellung werben in den nächsten Tagen aus dem Grazer Landes-Zeughause mehrere Prunlrüftungen und eine grüß re Partie Waffcn, welche in den Tiirlen-Kciegen, gegen die Kuruzen-Einfälle und zur Vertheidigung der wendisch-kroatischen Mark in Verwendung gekommen waren, nach Budapest gesendet werden. — (Meifter-Curse für Schuhmacher.) Ueber die im Jahre 1895 abgehaltenen Meister»Curse jür Schuhmacher beim l. l. Technologischen Gewerbe» Museum in Wien geht uns nachstehender Bericht zu: «Pie Zahl der bis 1. December 1895 eingelaufenen Gesuche behufs Aufnahme in den Schuhmacher-Meiftcr-Curs betrug 249. Von diesen sind 151 in deutscher, 98 in tschechischer Sprache abgefasst, 96 rühren von Meistern, 153 von Gehilsen her; von diesen find bereits 121 mit Rücksicht auf nicht entsprechende Qualification abgewiesen worden. Von den 151 deutschen Gesuchen stammen aus den Kammerbezirlen: Niede»Oefterreich 33, Ober-Oesterreich 1, Salzburg 1, Innsbruck 3, Nozen 2, Kärnten 7, Kr a in 5, Graz 5, Leoben 2, Schlesien 13, Pilsen 6, Neichenberg 15, Nubweis 1, Eger 11, Brunn 8, Olmütz 9, Lembcrg 12. Krakau 3, Bukowina 1. Bei der Auswahl der Bewerber nimmt man die Aushilfe der Handelskammern, Genossenschaften, Gewerbevereine, Gemeindevertretungen und Vertrauensmänner in Anspruch. Die Bestimmung, wonach das Schulgeld 25 fl. pro Eurs beträgt und die Schulgeldbefreiung die den Minderbemittelten zunächst gewährte Erleichterung des Curs-besuches ist, hatte scheinbar nur einen theoretischen Wert. In fast allen Gesuchen wurden Stipendien erbeten, wo nicht, war dies meist aus Unkenntnis der Möglichkeit, jene Erleichterung zu erlangen, geschehen. Die Stipendien wurden stets mit Rücksicht auf die per-sönlich'n Verhältniss', Entfernung der Heimat und mit Rilcksicht darauf, ob der Bewerber ein Meister oder ein Gchilf^' sei, bemessen und variierten dieselben zwischen 50 und 150 fl. Fortab wird es jedoch nur zwei Arten von Stipendien geben, und zwar 70 fl. für G'hilfen und 90 fl. für Meister. Die einzige veränderliche Post sind die Reisekosten. Eine Ausnahme von dieser Regel findet bci den Wiener Petenien statt, und zwar wurde für die Meister ein Stipendium von 60 fl. bemessen, während für die Gehilfen ein solches von 50 fl. angesetzt wurde. V:« jetzt wurden in Wicn vier Curse, in Aussig ein Curs abgehalten. Von den vier in Wien abgehaltenen Cursen war der zweite mit czcchischer Unterrichtssprache. Die 49 Frlquentanten (27 Meister und 22 Gehilfen) ve-theilten sich auf die einzelnen Kronländer wie folgt: Niederösterreich 7, Tirol und Vorarlberg 3, Kärnten 2, K^ain 2, Steiermarl 2, Schlesien 4, Böhmen 22, Mähren 3, Galizien 4. Da« Lehrprogramm an diesen Cursen haben wir bereits mitgetheilt. Nach Angabe des Fachlehrers ist beim Beginn der Curse durchschnittlich säst lein Petent imstande: Leisten zu schneiden, Muster zu schneiden. Kein einziger hat eine Ahnung von der Fuß« anatomic, von der Calculation. 50 pCt. sind nicht imstande Maß zu nehmen, O iertheile herzurichten, zu steppen. 30 pCt. können leine Bodenarbeit, gum Zwecke der Beaufsichtigung der Curse, des Unterrichtsfortganges u. s. w. wurde ein Fachcomite'g/bildet. Dieses besteht aus den Herren: Hofrath Dc. W. Exner, Custos Ingenieur L. Loos, Concepts-Adjunct Dr. A. Vetter, ferner aus den gewählten Mitgliedern: Schuhfabrikant Nhorner, Oberlb/ilerzeuger Eigel, Hofschuhmacher Scheer, den Meistern Weigert und Wchphal und aus dem Leistenerzeuger Wanke. Das Fach« Comiti versammelt sich wöchentlich zu Besprechungen, denen die Schüler zugezogen werden und während eine» jeden Curses zu einer Vollversammlung. Von den in diesen Cursen erzeugten Schuhen waren 74 Paare aus Gefälligkeit bestellt worden. Außer diesen Schuhen wurden 8 Paare an dürstige Schüler des l. l. Technologischen Gcwerbemuseums und 19 Paare an das l. k. Waisenhaus im IX. Bezirke gratis geliefert. Von den sonstigen, in diesen Cursen erzeugten Gegenständen wären zu erwähnen: Gipsfühe, Zeichnungen, Leisten, Schnittmuster verschiedener Größe und Form, welche mit Rücksicht auf die spätere eventuelle Unterrichtsthätigleit der Absolventen diesen mitgegeben wurden. Bezüglich der weiteren Schick' sale der einzelnen Frequentanlcn wäre zu erwähnen: Vogocz (zur Zeit in Wien) geht in seine schlefische Heimat, um eine Privatlehranstalt zu errichten. Ever (Kindberg) hält Vortrage und ertheilt Unterricht in der Genossmschaft. Hiebsch (Mariaschein) ebenfalls. Iamnik, V^verla und Nrana (Prag) sollen Fachlehrer werden. OctovSly und Lastovla sollen Wanderlehrer in Böhmen würden. Cslewicz und Metzger find Leiter und Vorarbeiter in galizischen Landes- und Musterwerlftätten. Wenzel ist Leiter der Lemberger Militär-Lieferu»gsgesellschaft geworden lc. l?. Im nächsten Jahre finden, wie bereits angekündigt, vier Curse in Wien und acht Curse in der Provinz statt. — (Verein österreichischer Handels-angestellter.) Am 8. d. M. fand im Saale des Hotel« «Stadt Wien» die constituierende Versammlung der Ortsgruppe Laibach und Umgebung des V'reines österreichischer Handelsangestellter, in Anwesenheit von 44 Bereinlmit-gliedern statt. Aus dem Berichte des vorbereitenden Comite's geht hervor, dass die Ortsgruppe dermalen 62 Mitglieder zählt und sich in Laibach ein große« Interesse sür den Verein kundgibt. Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten die Anw-senden die Ausführungen des Votstandes der Centrale, Hcrrn Julius Axmann aus Wien, welcher in längerer Rede die Nothwendigkeit einer einheitlichen Organisation der Handelsangeftellten ganz Oesterreichs hervorhob und den Z'veck und die Ziele des Bereines erörterte. Dieser befitzt bereits Ortsgruppen in allen größeren Städten der Monarchie. Die Fragen, deren Lösung sich der Verein zur Aufgabe macht, umfassen u. a. die Stellenvermittlung, Regelung der Nuf-lündezüt und hauptsächlich Durchführung einer gesetz« lichen Altersversorgung der Handelsangestellten selbstredend im Einverständnis mit den Principalen. Durch Veranstaltung geselliger Zusammenkünfte, Abhaltung von Vorträgen aus den Handelswissenschasten. fremden Sprachen, Stenographie u. s. w. soll auf die Erhöhung des Bildungsgrades der Handelsangeftellten Einfluss genommen werden. Die Altersversorgung der Handelsangestellten wnrbe durch Errichtung einer Gehilsencafse, deren Wirkungskreis sich auf alle Ktonländer der diesseitigen Reichshälfe erstrecken soll, angestrebt werden. Andere als Standesfragen find aus dem Vereine ausgeschlossen. Die Rebe des Herrn Axmann wurde mit großem Beifalle aufgenommen. In den Ortsgruftpenausschuss wurden gewählt die Herren: Karl Klementschitsch als Obmann, Alois Kajzel als Obmann-Stellvertreter und als Beirälhe die Herren: Varborii, Hitzcl, Kovakic. Röger, Samec und Wibbe. — (Warnung für Nu«w anderungs« lustige.) Nach einem Berichte des l. u. l. öfterr.-ungar. Generalkonsulates in Rio de Janeiro ist am 3I.December 1895 der italienische Dampfer «Attivitu», welcher am 8. December 1895 mit 153 österreichischen Auswanderern, zu» meist aus Galizien, von Genua abgegangen war, in Rio de Janeiro eingetroffen. Der Transport dieser Ailswan« derer bildet neuerdings einen traurigen V?weis filr die trostlose Lage derselben während ihrer Reise und bei ihrer Ankunft in Brasilien. Nach den hierüber eingelangten, v^lässlichen Informationen kamen diese Auswanderer schon in Genua in einem schrecklich herabgelommenen Zustande an. Schon während der Lindreise hatten sie mehrere Kinder durch den Tod verloren; einige Kinder starben ferner noch in G.'nua unb auch an Bord des Schiffes vor der Ausfahrt aus dem Hafen. Der dritte Theil der Auswanderer bestand aus Kindern im Alter bis zu 10 Jahren. Während der Seefahrt starben eine Frau und 32 Kinder, meistens Säuglinge. Die Strapazen d.r Reise, die schlechte Nahrung, der Mangel an Raum, an gesunder Lust in den Schiffsräumen, die Unrein-lichleit, die Hitze, die Seekrankheit machten die Muttermilch versiegen und die Kinder erlagen gröhtentheils dem Hungertode. Während der letzten Tage der Fahrt brachen an Bord zudem die Masern aus. von w?lchen fast fämmt-liche Kinder befallen wurden. In Rio de Janeiro wurden 10 Kinder in sterbendem Zustande und weitere 50 Kinder in schwerkrankem Zustande ausgeschifft, von Laibllcher'Zeitung Nr. 58. 452 10. März 1996^ welch letzteren im Hinblicke aus die schlechte Nahrung der Einwanderer im dortigen Asyle, auf den Mangel jeglicher Pflege, die schlechte Unterkunft und die herrschende Hitze mindestens 40 der Krankheit erliegen dürsten. Während der Seefahrt halten die Auswanderer furchtbar zu leiden. Gewöhnt an die in Galizien im Winter herrschende große Kälte waren sie einer Hitze von 40 bis 45 Grad und auch noch mehr ausgesetzt, in einem un» verhältnismäßig lleinen Raume zusammengepfercht, auf schlechte Nahrung und schlechtes Wasser angewiefen, mit Schmutz behaftet, wobei sie noch täglich den Anblick der Leichen ihrer Ungehörigen zu ertragen hatten. Seelisch und körperlich herabgelommen, willenlos, ohne jedwede geistige Energie, sind diese Auswanderer in Rio de Janeiro eingetroffen. Dieser höchst bedauerliche Zustand macht sie für Krankheiten aller Art, namentlich jene der Tropen ganz befonders empfänglich. Das gelbe Fieber, welches dort gegenwärtig 30 bis 40 Opfer täglich fordert, wirb voraussichtlich die Reihen dieser Auswanderer in furchtbarer Weise lichten, zumal diese gejährliche Krankheit vorzüglich die neu angekommenen Fremden befällt. Unter diesen Umständen sei zu gewärtigen, dass wohl kaum die Hälfte dieser Auswanderer ihren eigentlichen Bestimmungsort in Brasilien erreichen wird. Insbesondere ist die Sommerszeit in Brasilien, das ist die Zeit vom November bis Mai, für die Auswanderer wegen der herrschenden großen Hitze ungünstig, daher alles aufgeboten werden sollte, um die Auswanderungslustigen mindestens bis zum Eintreffen der besseren Jahreszeit, das ist Juni bi« October zurückzuhalten. * (Concert der «Glasbena Matica.») Das gestern im Turnsaale des Narobni Dom von der «Glasbena Matica» veranstaltete Concert erfreute sich des grüßten Erfolges. Die ausgezeichnüten Lüftungen des gegen 200 Mitglieder zählenden gemischten Chores unter der Leitung des Dirigenten Herrn Hubad waren von durch» schlagender Wirkung und wurden mit begeistertem Bei» falle aufgenommen. Per Saal war bis zum letzten Pläh' chen gefüllt, und es zeichneten Herr Landespräsident Baron He in, Baronin hein sowie zahlreiche Honoratioren das Concert durch ihren Besuch aus. — (Deutsches Theater.) Es war eine nur sehr schüttere Gemeinde, die sich gestern abends zur «Pension Schöller» zu Gaste eingefunben hatte. Wenn es infolgedessen hie und da an jenem elektrisierenden Fluidum gebrach, das die wahre, erfrifchenbe Wechselwirkung zwischen Bühne und Haus zustande bringt und allein schon einen großen Theil des Ecfolges in sich birgt, so wollen und können wir darüber nicht gut rechten, da schon die äußeren Umstände: ein schwach besuchtes Haus und eine staue Stimmung den Lacherfolg nicht aufkommen ließen. Das Stück selbst ist aus wiederholten Aufführungen früherer Jahre als ein sehr heiterer, possenhafter Schwant bekannt und geschäht. Die Aufführung war just leine packende, aber immerhin ganz annehmbare. Herr Felix (Philipp Klapftrolh), brav und modest im Spiel wie immer, war auch gestern der verdiente Träger des Abends, der feine führende Rolle mit Humor und der ihm eigenen Gewissenhaftigkeit durchführte. Auch Herr Müller (Eugen Rümpel) bot als Sprachlünftler eine gelungene, mit Fleiß gespielte Charge. Von den übrigen Darstellenden, foweit sie überhaupt mehr in den Vordergrund traten, können wir noch H?rrn Lei bold (Fritz Bernhardy), Frl. Perlinger (Iofesine Kcüger) und Frau Felix (Amalie Pfeifer) mit Anerkennung nennen. — Frl. Valmore (Ulrike Klapproth) schien ihrer Rolle ungefähr das gleiche Interesse abzugewinnen, wie wir ihrer Darstellung. Herr Ramharter endlich, der den bärbeißigen, stets knurrenden «Major Gröber» spielte, war gestern so recht in seinem Elemente und tonnte nach Herzensluft unverständlich poltern. Regie und Ensemble waren durchwegs gut und klappend. — (Benefiz.) Morgen findet das Benefiz de« beliebten jugendlichen Gefangskomilers und Tenorbuffos Herrn Arthur Straß er statt. Die Verdienste des Benefizianten hat das Publicum und die Kritik stets nach Gebür gewürdigt, und die dankbaren Theaterbesucher werden auch morgen den entfprechenden Ausdruck für ihre Anerkennung finden. Zur Aufführung gelangt die Operette «Die Grohherzogin von Gerolftein», die feit vielen Jahren nicht gegeben wurde. — (Vieh markt.) Auf den gestrigen monatlichen Viehmarlt wurden aufgetrieben: 1603 Pferde und Ochsen, 342 Kühe und 61 Kälber, zufammcn daher die bedeutende Zahl von 2006 Stücken. Der Verkehr war ein mittelmäßiger, da eben der Auftrieb an Pferden und Ochsen so bedeutend war, dass trotz den erschienenen zahlreichen Käufern au« den nachbarlichen Kronländern und selbst aus Mähren das fämmtliche Vieh nicht auf-3 ^ ^"^" konnte, umsomehr als auch die Preife zu «3««^? ." ?"^"- Am meisten ist noch in Ochfen gehandelt worden. < > ^ «,, Neueste Nachrichten. sihung des Abgeordnetenhauses am 9. März. Dem Abgeordnetenhaufe unterbreitete heute Herr Handelsmimster Freiherr von Glanz einen 123 Paragraphe umfassenden Entwurf eines Patentgefetzes. Präsident Freiherr von Chlumecky brachte dem Haufe zur Kenntnis, dass, um die Erledigung des Staats-voranfchlages bis zu den Osterferien zu ermöglichen, die Sitzungen von nun an um 10 Uhr vormittags beginnen und nöthigenfalls abends fortgesetzt werden sollen. Das Haus gieng fodann zur Berathung der Tagesordnung über, setzte die Debatte über das Budget beim Voranschlage des Finanzministeriums fort und erledigte die Capitel «Indirecte Abgaben», «Salz» und «Tabak». Hierauf wurde ein Dcinglichkeitsantrag der Abgeordneten Dr. Geßmann und Genossen liber das Verhalten der landesfürstlichen Behörden bei Handhabung des Versammlungsrechtes in Verhandlung gezogen. Die Sitzung wurde abends fortgesetzt. In der Abendsitzung wurden die Capitel «Stempel», «Taxen» und «Gebüren», ferner die Resolution des Ausschusses augenommen, welche die Regierung auffordert, die Aufhebung des Zeitungsstempels in Erwägung zu ziehen. Ferner wurden angenommen das Capitel «Lotto» mit der vom Budgetausschusse vorgeschlagenen Resolution, sowie die Capitel «Mauthen» und 'Punzierungswesen», womit der Etat des Finanz« Ministeriums erledigt erscheint. Abg. Menger interpelliert, was die Regierung zu thun gedenke, wenn sich die Angaben der Experten in der Enquete über die Frauenarbeit richtig erweisen und ob dieselbe allfällige unrichtige Angaben über die Arbeitsverhältnisse berichtigen wollen. Nächste Sitzung morgen. Oochwasser. (Original-Telegramme,) Köln, 9. März. Der Rhein und dessen Nebenflüsse steigen rapid. Karlsruhe, 9. März. Das Hochwasser richtet große Verheerungen an. Bern. 9. März. Infolge des andauernden Regens ist in verschiedenen Cantonen eine rasche und bedeutende Schneeschmelze eingetreten. Der Rhein ist bei Basel seit Samstag um drei Meter gestiegen. Aus allen Theilen der Schweiz laufen Nachrichten von Überschwemmungen, welche Verkehrsstörungen im Gefolge haben, ein. __________ Die Niederlage Baratieris. (Original »Telegramme.) Rom, 9. März. Der König ordnete an, dass wegen der Landestrauer um die in Afrika gefallenen Sühne am 14. d. M. anläfslich des Geburtstages des Königs keinerlei Festlichkeiten stattzufinden haben. Rom, 9. März. Die «Agenzia Stefani» meldet aus Asmara, dafs dafelbst fortwährend Versprengte und Verwundete ankommen. Die glänzende Haltung der Brigaden Dabormida und Albertone in der Schlacht bei Adua wird allseits bestätigt. Nach Klwdschafter-berichten sind die Verluste der Schoaner fehr be° trächtlich. General Arimondi befindet sich verwundet in Adua. Der Gesundheitszustand der Truppen ist ein günstiger, der Verpflegsdienst functioniert regelmäßig. Der Aufstand in Cuba. (Original-Telegramme,) Madrid, 8. März. (Officiell.) General Weyler theilt mit, dass in den letzten Tagen auf Cuba sieben Gefechte stattfanden, in welchen die Insurgenten 16 Todte und 15 Verwundete verloren haben. Maceo zieht sich gegen Matanzas zurück, verfolgt von den Truppen, welche feine Verbindung mit Gomez verhindern. Madrid, 9. März. Nach Schluss des Theaters fanden Ruhestörungen statt. Die Civilwache machte von der Waffe Gebrauch und zerstreute die Demonstranten. Bilbao, 9. März. Eine 12.000 Personen zählende Menge veranstaltete Demonstrationen gegen die Vereinigten Staaten. 200 Demonstranten schlugen die Fensterscheiben des amerikanischen Consulats-gebäudes ein. Die Polizei zerstreut«! die Manifestanten. Telegramme. Mentone, 9. März. (Orig.-Tel.) Seine Majestät der Kaifer begab sich heute vormittags in Begleitung des Grafen Paar und des Grafen Wolkenstein' mittelst Eisenbahn nach Cannes zum Dejeuner beim Erzherzog Rainer. Um 4^ Uhr kehrte der Monarch nach Cap St. Martin zurück. Wien, 9. März. (Orig.-Tel.) Infolge massenhafter Schneefälle sind nahezu sämmtliche Telegraphen- und Telephonverbindungen gestört. Budapest, 9. März. (Orig.Tel.) Das ungarische Telegraphen - Correspondenzbureau meldet: Ministerpräsident Baron Banffn begibt sich Freilag abends nach Wien zur Fortsetzung der Ausgleichsverhandlungen. Berlin, 9. März. (Orig -Tel.) Graf Goluchowski ist abends hier eingetroffen und wurde auf d^m Bahn-Hofe vom Botschafter Szögyenyi, den Mitgliedern der Botschaft und der österreichisch-ungarischen Colonie begrüßt. Der Minister fuhr ins Votfchaftshotel, wo ein intimes Souper stattfand. Berlin, 9. März. (Orig.-Tel.) — Reichstag. — Der Reichstag nahm drei Artilel der Gewerbenovelle an. Die Verhandlung über die Gewerbenovelle w>l morgen fortgefetzt. „,^ Rom, '9. März. (Orig.-Tel.) Mehrere W veröffentlichen folgende Ministerliste: Rudini, V" dium und Inneres, Ricotti Krieg, Brin MV" < Costa Justiz, Peraz^i Schatz, Gianwreo Unters' Racchia oder Corsi Marine, Colombo oder Al°' oder Perazzi interimistifch Finanzen. :ft Paris, 9. März. (Orig-Tel.) Präsident F«"" ' heute morgens hieher zurückgekehrt. Verstorbene. Am 6. März, Maria Pikee, Heizerswitwe, ^^^ne, lanastrasje 57, Herzlähimmg (Marasmus). — I"'^. Goldarbeiterstochter, 1 Tag, Herrrngasse A, Lebeusschw"^' ^. A m 7. M ä r z. Jakob Brezuik, Inwohner, ^.^.ii^ riansgasse 10, Lungenentzündung. — Hilda Herrijch, "^!! ^.f Ausseherslochter, 1'/« I.. Südbahnstraße 1, Scharlach- ^ ' Sterle, Knecht, 54 I., Vega°Gaj"A « > __^-----^ <, 2U.N, ^25'1 '15-0 SW. stark ! Heiter "'9.Nb, 729-2 6-2 SW.zml.stark, fast^eiter^^s löftU.Mg., 780-7 , 3 0, SO schwach bewollt ! ^ Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur ^'^' 6'9° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm Ianusck°" Ritter von Wisselirad. ^. Ms- Meitage. -^ ^, Der heutigen «LaibacherZeitung» liegt für die »- ^ Abonnenten ein Prospect über Spamers Hand-Atlas bei. — Nestellungen nimmt entgegen die ^.« Buchhandlung Jg. V.Kleinmmir K Fed. B""^ in Laibach, Congressplah. ^ Dülitsllgmlg. ! Allen werten Verwandten, Freunde» und ^ > kannten, welche uns bei dem Ableben »"serer' ^ » nigstgeliebten Gattin, beziehungsweise Mutter > Schwiegermutter, der wohlgeborenen Frau > Wistine Knuöiö g°l>, WnschnM ! l. l. Gruudbuchsführcrs.Gattin > ihre Theilnahme in so herzlicher Weise bezeH > den Spendern der Kränze sowie auch jenen. >"^t, > die theure Verewigte zur letzten Ruhestätte ge> „ > sprechen wir unseren auflichtigsten und tM""^ > Dank aus. > Laibach am 7. März 1896. ! Die trauernden Hinterbliebette^ August Freiherr v. Rechbach, l-u t,! Kämmerer, Major i. P., Ritter des ^rd^" ^ eisernen Krone III. Classe, gibt im eigenen " ^ Namen seiner Söhne Friedrich Frei he" .^r Rechbach, k. und t. Kämmerer, Regierung^ ^»' a. D., Gutsbesitzer und Philipp »reih"? ^ Rechbach, t. u. t. Kämmerer, Major im ^'^M'' Regiment Freiherr v. Kühn Nr. 17, ^ciner ^i» Netty Freifrau v. Eomaruga ^'./ssl»' l v. Rechbach, seiner Schwirgertöchter LolM^^'' frau v. Rechbach geb. Freiin v. ^ g,«>A Trattuern und Theresine Freifrau u> ^f. bach geb. Freiin v. Locate»! sowie/''" y.'F und übrigen Verwandten die tiefbetrübe»'" >," l richt von dem Hinscheiden seiner innis,stgeue" „„.t"' l uergessliclM Gattin, bezw. Mutter, Schw"N , > nnd Großmutter, der hochwohlgeborcnen ^ , ! Sofie Freifrau o. Uechblw geb. Freiin u. WolkensM ! welche heute abends «/<7 Uhr nach laug"'' ^ja< ! l vollen Leiden, versehen mit den hc'l- ^ ^„ I l inenten in, 73, Lebensjahre selig «M v > schlafen ist. 9l,'rbli<^ ! Die irdische Hülle der theuren ^„,,/Hi > wird Mittwoch deu 11. d. M, um 3 Uhr ''"^eB',,, > l im Trauerhause AuerSpergplcch Nr. 5 '^c> > nnd auf dem Friedhofe zu St. Christoph " , > Grabe bestattet. Doi'""> > Die heil, Seelenmessen werden a" ".^chl > nin '/4 10 Uhr vormittags in der T""' > lesen. Laibach am 9. März 1896. __________________________________453__________________________ ___________10. März 1896. Course an der Wiener Börse vom 9. März 1896. N°« de.« oMenen Cours«««« 'Kk»,^"l»!l,ll. <»elb Ware ^ >" ^"^"i 101^^10145 >^° "3uV, ?"'st- "«75 149 85 ^^! ^ '"" st- 194 25 195 25 ^bbl, ^, - b0 ^ 1,»4 25 19525 ^ ^ l^ft. . . 158-85 15»- 1^/>3e' 3""^" 128-25 122-55 . ° °tt K"""°u'- INI 50 10170 ^ '""° . . 10150 10170 7>'Ä lül l<3 feuerfrei ». «r «°u>. . 99 60 100-50 «eld war« Vom Staate z«r H»hl»«s über»«««ent Kisen».»Prior.> vbligattone«. Elisabethbahn 600 u.3N00 M. für 200 M. 4°/«..... 117 75 »8 75 Glisllbethbllhn, 400 u.2000 M. 200 M, 4° ^>...... 122-75 123 25 ssranz-Ioseph-B., «m, 1884,4°/» 10020 101 — Vallzlsche «arl -Ludwig - Bahn, Gm. 188l, N0U st. T. 4°/„ . 9« 10 100 10 Vorarlberger Bahn, Gm. 1884, . 4°/, (dlv. Et.) «2., f. 100 fi. 3l. SS-80 100-80 Una. Gllldiente 4°/,, per Lasse 122 25 122 45 dto bto. per Ultimo . , . . 12240 122 «0 dto. Nentein Kronenwähr., 4»/„, steuerfrei für20NKronen3lom. 9820 9940 4°/« dto, dto, per Ultimo . . 99 20 9940 dt°.Et.E,Nl.«oId1Nllfi..4'/,°/i, 124 — 125 — dto. bto. Silber iou ft., 4>/,°/„ 10180 102 80 dto. Etaat« Oblig. (Ung. ONb.) V. I. 1876, 5°/^..... 121 40 122 40 dt«.4'/,°/nSchanlregllI.Ab!.-ObI, 100 i0^lN< 10 dto. Pram.-Nnl. il 10N si. ö. W, 15« — 159 - dt°. dto, K bNfi. ö, W, 15775 158-75 Theiß-Äeg.-Lose 4"/, 100 fi. . 144 — 144-50 Grundentl.«Vbllgaiiontn (für l00 fl, onau-«eg.-Lose 5»/„.... 128 — 129 — dto. Anleihe 187» , . 107-5« — — Anlehen der Stadt ELrz. . , 112— — — Anlehen d. Stadtgcmeinde Wien 10525 106 25 Anleben d. Vtadtgemeinde Wien (Silber oder Gold) .... 129'— 12950 Prämien-Anl. d, Ctadtgm. Wien 1S9 — 170 — Vörsebau-Unl'chen, verloüb, 5"/„ 10020 101 20 <"/„ »rainer La»de«-«lnlehen . 98 35^ 99 35 Gelb Ware Pftndirisl.ln50I.vl4o/„. — - ..- dto. „ » in 50 „ 4°/<> 8» 25 10025 dto. Präm.-Lchldv. I«/«, l.Lm. 1155011S — bto. dtll. 3°/„, ll.Em. 11750 118 25 N.-österr, Lanbes-hyp.Mnst. 4°/» 100-—!i00 80 0est.-ung.«anl Verl. 4°/„ . . 100 20 101 — bto. dto. b0Mr. ,, 4°/, . . 10a 20101 — Vparcasse,l.Sst.,30I. 5'/,°/u vl. 10150 -- Pliorlläte«Tbligation»n (für 100 fi.). sserbinandl-Nordbllhn Vm, 188« 101-25 — — Oesterr. Norbwestbah» ... 112 10 113 — Gtaatsbabn....... 221 — 223 — Tübbahn i^ 3°/,..... i«e-?0 16? 70 dto. K b°/n..... 18050 131-5» Nng,-gallz. Bahn..... 107 70 10870 4",„ Untertrainer Vahnen , . 99 50 100 — (per Slück). Budapest'Basilica (Dombll»> . 7-20 760 Creditlosc 100 ft...... 200 50 2015» Llary-Lose 40 st. CM, . . . 5« 50 —- 4"/„Do!!aU'Dampflch.100si.«M. 136— 140— vsoner Lose 40 fl...... 61'75 «275 Palffy-Uose 40 st. EM. , . . 58'25 59 — Rothen Kreuz, vest.Ges. v., 10 fl. i860 1920 «othen kreliz, Una.Kes.v.,5fl, 11— II'NN «udolpl, Uose 10 st..... 2450 2550 Salm Lose 4N N. CM. . . , 68 — »»-75 St.-Geiwiv Lose 40 st. LM. . 72— 73 — Walbstein Lose 20 fl. 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V.°«. 159 - 16» ?z Trlfaller Kohlenw. ° G.,0eft.ln «lien, 100N. »95 — 29!» — Waggon'Leihanft., »llg., tn P PaplerMubel...... IWIIW,,» ,§lllgdalijce7gübljani. „ Dr, pr. 718. V 4 ° P e r a! °J,ek dne 10. marca ^ti^Car°8treleo. ^ K'nd- °fl!i& ,v treh dejanjiJi. Spisal L PrlaÄü Karl Marija Weber. \ rrelož.l A. Funtek. . öl uri- Konec ob 10. uri. -^Heater in Laibach. "ner Abonnement.) Ungerad. Tag. <.""°"'d°.. 1l.M«r, ». ^Herzogin von "^————" !? W Flamen % l° von a 2. c^ ^ L ~~auswärts- ^%%J ^Lagerbei 25-18 1 Hath}'^splatz Nr< 8 ^2 lits" '"r'ät ' " allen Apo° ^^^"""" ,, " sehe man ^ ~#k. , »illiger wie h WÄ _ ^ «eueste und Htl'lOo ^8U> ^ bet'le Sorte X'^u„P»F»|wailer Grabkränze grösste Auswahl billigste Preise Kranzschleifen mit and oline Schrift in allen Farben (1008) 1 empfiehlt Karl Recknagel. Täglich friHche Hächc-Pasteten und (1041) 7—1 in der Conditorei des Rudolf Kirbisch Laibaoh, Gongressplatz. K. k. priv. Sudbahn-Gesellschaft. Mehrere auf der Südbahn als gefunden abgegebene Gegenstände, deren Eigenthümer nicht zu eruieren sind, werden am 18. März 1. J. Uoltando veräuasert. (1046) 3—1 Die General-Direction. Ein praohtvoller Salon-Stutzflügel seliivarB) eingelegt mit Perlmutter, vorzüglich im Ton, ist preiswürdig zu verkaufen; auch sind daselbst gute Claviere wie Pianinos zu vermieten. Ferd. X>rag"atiu (1049) 2—1 Ciavierstimmer Floriang-Gasse Nr. 50. Einladung zur Generalversammlung" der Genossenschaft der Gastwirte, KafTeesieder, Ausköche und Brantwein- schänker welche am Donnerstag den 12. März 1806 und wenn die Versammlung nicht beschlussfähig ist, Donnerstag- den 26sten März 1896, jedesmal um 2 Uhr nachmittag», im Qartenaalon «sum Stern» (Hrn. Ferllnz) stattfinden wird. Tagesordnung: 1.) Lesuug des Protokolles der außerordentlichen Generalversammlung . vom 4. Juli 1895. 2.) Bericht über die Thätigkeit der Genossen-schasts-Vorstehung im Jahre 1895. 3.) Lesung der Rechnung für das Jahr 1895. 4.) Wahl des Vorstandes, seines Stellvertreters und der austretenden Ausschuss-Mitglieder.i 5.) Antrag des Herrn Stefan Franzot, betreffend die Errichtung einer Genossen-schafts-Krankencasse. 6.) Allfällige Anträge der Genossenschafts-Mitglieder. (1040) Laibach am 24. Februar 1896. Für die Genossenschafts-Vorstehung : Johann Tostl, Vorstand. I 0 Aet-t>ot^aaeiiclen cvteunei-tei^ neu- aooozAiezteb dtaaex \n ^)amen-(Bo\\iection, atz laat^eto, (3cfV>e$, oaeaenrvian-tev wnA netzende Pe 1 eirinen 0 Metten- w. ${viake\\-ez- bendeb weiden. (956) ('»— H Handlnngslehrling | und geübte Verkäuferin finden in einer Gemischtwaren-Handlung Aufnahme. (1039) 3—1 Offerten zu richten an Johann Bax-boriek, 8t. Martin bei Llttal. Persianer Pelz-Kragen wurde auf dem Wege der Bahnhofgasse, Spitalgasse, Rathhausplatz und Domplatz verloren. — Der redliche Kinder wolle denselben gegen Belohnung im Manufactur-waren-Geschäfte des Herrn Fr. Petrlö, Spitalgaise, abgeben. (1045) Eil anständiges Maiden reiferen Alters, mit besten Zeugnissen, wünscht den Sommer über eine Stelle als Haushälterin am Lande. Es wird weniger auf hohe Bezahlung als auf gute Behandlung reflectiert. Eintritt Ansang April. Hochachtend (1066) Therese Novotny Dienstvermittlungs-Bureau WJenerstraase Nr. 7. (861) 3—1 Nr. 1235. Curatelsverhiingung. Apollonia Hagar von Wimol Nr. 5 wurde mit Beschluss des k. l. Kreis-gerichtes Rudolfswert vom 11. Februar 1896, Z. 240, wegen Blöbsinnes unter Curatel gestellt und derselben vom unterfertigten Gerichte Jure Eerne von Lipovac Nr. 6 zum Curator bestellt. K. k. Bezirksgericht Gottschee a« 16. Februar 1896. (870) 3—1 Nr. 785. Curatorsbeftellunn. Dem angeblich zu Trieft verstorbenen Johann Ferluga aus Trieft, Colonna Nr. 89, wird Herr Franz Zitko aus Landol als Curator »ä aetum bestellt, decretiert und demselben der hiergericht« liche Realexecutionsbescheio vom 10. Februar 1896, Z. 589, zugestellt. K. l. Bezirksgericht Senosetsch am 24. Februar 1896. (1003) 3—3 Nr. 1911. Curatorsbestellung. Vom k. k. Landesgerichte in Laibach wird mit Bezug auf das Edict vom 1. Februar 1896, Z. 502, kundgemacht: Dem verstorbenen Tabulargläubiger Josef Sparlel von Kolovrat, resp. dessen unbekannten Erben und Rechtsnachfolgern, ist Dr.Math.hudmk,Ndvocat in Laibach, zum Curator aä actum bestellt und demselben der Executionsbescheid vom I.Fe« bruar 1896, Z. 502, zugestellt worden. üaibach am 4. März 1896.