^r. 21. Freitag, 25. Jänner 1889. 108. Jahrgang. Aibacher Zeitung. —^ «»»»iäb???^?"^"t»l Mit Pofivtlilndung: ganzjährig fi. i», halbjäht«, fl. ?.«. Im «omptol»: ^ Die »r««»»»«»! j«Ii« mtt «u»nnbm>' b» Sonn» n,!t> «?!«,»«< Die «lbm«»»ftr»»io« lllillt Vni ^lbjähiig sl. »,»o, Fül die Zustellung in« Hau« ganzl»»!««« l>i« ,u 4 feilen »»tr.. «lötzer« ver ><«!le « ll - bei ii»t««n Wi«d««b«Iun»«N v», _>s«>It 5 l». ^ 10 bl« 12 Nhr vormilta««,— Nnns>»rl, >^, >?»> wcr.'»'» u,tvt ^nnenc,i!,m>!^ un^ ^«nulli-idl!- nichl,nll!t?zeNellt ---------- Umtlicher Hljeil, AN,r^. ^' ""b l. Apostolische Majestät haben mit .^Mster Entschließung vom 20. Jänner d. I. aller-W?, ^" ^statten geruht, dass für ihre erfolgreiche 18«» -L bei der Reichs-ObstmMellung vom Jahre Vraf '"«,'" ^"n Priisidenten Major a. D. Heinrich hiM? ^^ms der Ausdruck der besonderen Aller-bosm, Ü '""Kennung, daun dem Vicepräsidenten, Stifts, tl's?!^ Erhard Schirn hofer und dem C bann dp« ^>"°""" Schöne am Hofburgtheater, und Ca"s?""sern der Hofoper Carl Mayerhofer Ioh^, Sommer und dem Hofopern-Kapellmeilter Lrdenz ,7^'^ das Ritterkreuz des Franz-Ios pH ^ieva ^'" ^sskncontrolor des Hofburgtheaters Alois dky, ^ ^as goldene Veldienstkieuz mit der Krone und ^silk'^" °m Hofbulgtheater Christian Lorey zu ^,° ^"^ Verdienstkreuz mit der Krone allergnädigst '"yen geruht. Ällerl,«^/' ""b k. Apostolische Majestät haben mit Lodern - Entschließung vom 21. Jänner 1889 der ^nirneriä 6"'" '^"'^ ^ehmann den Titel einer 3!3^'^ger,n allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Mil. Ein heimischer Erfolg. solge zu ^ //? allösterreichisches Uebel, heimische Er. halb dark ""-^^ ^^ bMa. zu ignorieren, und ^dez^ ^ .> ks nicht wundernehmen, wenn eine ge» 'tl unserm m^"^' großartige Culturarbeil. die " ljffrntliH «"^"be "" ^en, vollbracht wurde. ^ , ^ns»,,,ss„ms,j, ganz und gar entgieng. Am Schlüsse des Jahres 1888 ist auch die größte österreichische Specialkarte. welche die Monarchie auf 715 Blättern darstellt, vollendet worden, «eine praktisch» wissenschaftliche Unternehmung von einer Grohartigkeii. Ausdehnung und Kostspieligkeit, welcher gegenüber nicht bloß manche weitaussehenden Unternehmungen gelehrter Corporation?«, sondern auch die meisten Extdeckungs» reisen und Forschungs Expeditionen in ferne Länder weit zurücktreten müssen, und zwar sowohl was die auf« gewendeten Kosten als die Summe der ineingreifenden Arbeit einer großen Anzahl besonders für diesen Zweck ausgebildeter Arbeitskräfte betrifft; vor allem aber in ihrer wissenschaftlichen und praktischen Bedeutung. Wichtiger als Afrika und der Nordpol ist uns die Heimat.» mit diesen Worten charakterisiert der berühmte Professor der Geographie an der Wiener Universität, Dr. Albrecht Penck. den erzielten Triumph. Nenn man wissen will. welche Summe von Arbeit und Mühen, von Beschwerden und Entbehrungen in diesem großartigen Werke niedergelegt sind, so braucht man nur weiter die Worte desselben Gelehrten zu lesen: «Es ist nicht die Künstlichkeit der einzelmn sol» chen Arbeit, worin die Schwierigkeit des Ganzen liegt, sondern ihre große Zahl, die immer gleichmäßig? Ge-nauigleit und Gelassenheit, mit der jeder dieser Griffe und Ablesungen vorgenommen und eingetragen werden muss. Und das alles nicht in der Ruhe eines Arbeitszimmers, sondern im brennenden Sonnenschein oder eisigem Winde, unter dem Donner der Wasserfälle und dem Blenden der Schneeflächen, vielleicht »mt erstarrten Händrn nach stundenlangem Steigen oder gehetzt durch heraufziehende Unwetter. Darin liegt ohn? Zweifel die gröhle Schwierigkeit, dass die äußeren Umstände der Bewahrung der nöthigen Ruhe und Sicherheit der Arbeit so überaus stark entgegenwirken. Sie trotzdem zu bethätigen, spannt die Nerven im höchsten Grade an; nur lange Uebung kann das überwinden. Es ist vollständig zutreffend, wenn der § 3 der für die Auf. nähme gegebenen Instruction sagt: «Die Ausübung des Mappierungsdienstes stellt an den Mappenr hohe An« forderungen sowohl bezüglich seiner wissenschaftlichen nnd technischen Ausbildung als auch in Bezug auf moralische und physische Eigenschaften. Er muss Schwierigkeiten aller Art. Unbilden der Witterung, die Wir» kung der oft den ganzen Sommer währenden Ab geschlossenheit von Cultur und Civilisation mit Geduld ertragen; er bedarf des regsten Pflichtgefühles, der größten Gewissenhaftigkeit und Strenge gegen sich selbst.» Der Beruf des Mappeurs lässt sich in dieser Rich. tung nur mit dem des wissenschaftlichen Reisenden vergleichen, der auch unter Beschwerden aller Art der abstraclen wissenschaftlichen Thätigkeit sich nicht ent-schlagen darf. So bewunderungswürdig in dieser Rich» tung die Thätigkeit Einzelner war. so sehr möchte man anderen den heilsamen Zwang der militärischen Disci« plin wünschen, welche bei unseren Mappeuren eine so gleichmüßige, solide und umfangreiche Arbeit er-zirlt hat. Oesterreich ist in den kartograpischen Arbeiten dieser Art allen Staaten vorangegangen. Mitten in den na» poleonischen Kriegen, als man die völlige Unzuläng» lichkeit des damals vorhandenen Materials erkannte, wurde begonnen, und von 1806 bis gegen das Jahr 1870 dauerte die neue Aufnahme. Aber während derselben wurden auch deren Fehler erkannt, und dies ist eines der vielen großen Verdienste des im letzten Som« mer in den Ruhestand versetzten Freiherrn von Kühn. der als Kriegsminister im Jahre 1868 von den De> legationen die Credite für eine neue und gründliche Aufnahme der ganzen Monarchie in einem noch kleineren Maßstabe begehrte und auch bewilligt erhielt. In fünfzehn Jahren wurde eine Aufgabe, zu deren Bewältigung ehedem ein halbes Jahrhundert nicht ausgereicht hätte, fertiggestellt, eine Musterarbrit sondergleichen, ohne Beispiel selbst in dem sorgfältigen England und im fleißigen Deutschland, eine Arbeit, zu der ein Einzelner, und wäre es selbst der Geschickteste gewesen, schier drei Jahrtausende gebraucht hätte. Nicht umsonst ist unser Gt'neralstab und unser Geniecorps im Auslande hochberühmt. Das militär» geographische Institut, über welches keine Reclame in die Oeffentlich-keit dringt, arbeitet mit imponierender Wissenschaftlich-keit und emsigem Fleiße geräuschlos an der Erfüllung seiner Pflicht, und wenn eines seiner Werke fertig vorliegt, findet es die Bewunderung der gebildeten Welt. Wer eine der Specialkarten der neuen Aufnahme zur Hand nimmt und sie selbst mit der genauen Kenntnis der eigenen Heimat prüft, wird erstaunt sein ob der Menge des Neu^n. das er darin findet, und von dem er. der Eingeborene, nichts gewusst hat. Und greift er zu einem Blatte über ein Gebiet, das sein Fuß noch nie betreten, so gestaltet sich die Landschaft so klar und. deutlich vor seinem Blicke, dass er aus der Karte sich alsbald daselbst heimisch fühlt. Jede Hebung und Senkung eines Thales, die das Auge sonst kaum bemerkt; jede Krümmung und Spaltung eines Baches, an der der Wanderer achtlos vorübergeht; vor allem aber die Gestalt der Berge tritt so Imilleton. We, ^°"t Masle, ich lenne dich. d?^Ma^>!" "'^ ul'gezähltemale gehört und e bniU 7"°en auch selbst zuweilen gebraucht, diese .^ldiqem M. "^ """en Meidinger Spässe an ^"e lw.z, .l, weitaus überragende Vall-Phrase: . Sie ^' ^ kenne dich!. a/!^leich >,:, und wird noch immer angewendet. k,i ^chönhe! °^"phl"te Maske leinen Anspruch d r> ob H«?'^ bars, und auch dann. wenn th t« "" errA, °^.""^"' ^' "^t lennen. son. 3" 'schön, 's^^ten. Ist aber auch tms Epi-dm? Hut's? ^ Z5" ""d das «Kennen, ebenfalls. 2°bl'che Liiae .^"^e ist ja selbst eine bewusste. ^ es ha? ' in^° ^ Unwahrheit gegen Unwahr-lnc>« ?°"!it ioll i anderen nichts vorzuwerfen, «b n b""" denk/° U7. "^ """"l «/sagt sein. dass leaen " die W, /^"' Gott bewahre! Man ist w ' ""d daw i. "^ zu einer Conversation ver-lin 3"ug; ^e? '?^"e Maske, ich lenne dich. ein sprach in ?^"" Verhältnissen leitet man z.B.: .A^""^aer nichtssagender Weise Hiibn ' ^ lrieaen « / ^ '"'s heiß!, oder «Ich ^Z'augen. ^r "1"^ Better, ich spür's an meinen l^ner,. "er °uch: «Die Semmeln werden tag. l^^.'ld ft"nur^'.°3 "e citierte Phrase gesprochen ^l<,hrei„K.^. Freilich gibt es in Laibach "ue. aber das Maskenwlsen ist doch nur dem eigentlichen, legitimen Carneoal reserviert geblieben, rS ist die letzte charakteristische Eigenart, das wahre Faschingsmerkmal, dem freilich arge Concurrenz gemacht wird durch die Costümfeste und Banernbälle. welche es den Theilnehmern ebenfalls gestatten, sich in einem exotischen Costüm bewundern zu lassen und ihm dabei noch das Lästige der Gesichtsmaske, das Sprechen in der Fistel und die Calamitäten beim Trinken ersparen. Das eigentliche «Schöne Maske, ich kenne dich» kann also nur auf wirklichen Maskenbällen vor» kommen. Die landläufigen Antworten werden gewöhnlich in folgenden Sätzen gezirpt: «O nein, du irrst dich; du kennst mich nicht!» oder «Woher weiht du denn, dass ich schön bin?» Der richtige Ball«Galan wild dann nicht verfehlen zu behaupte», dass die leuchtenden Augen, die edle Gestalt, die zarten Hände, der schwebende Gang u. s. w. auf eine intensive Schönheit mit Sicher» heit schließen lassen, und erntet dafür einen sanften Fächerschlag und die Replik: «Du lnst ein Schmeichler! Gib acht. dass dich deine Frau (oder deine Braut) nicht sieht!» So; damit wäre der Unterhaltungsschwefel glück« lich eingeleitet und kann in einer lauschigen Nische, im Promenieren oder beim Souper fortgesetzt werden. Ich will aber den Leser nicht auf Maskenbälle begleite», sondern mit ihm eine kleine Promenade durchs Lebeu machen, wenn ich ihm als Gesellschafter zusage, und dabei ab und zu auf Momente hinweisen, wo man sich unwillkürlich denkt: «Schöne Masle. ich kenne dich!» Wir haben ja das Neujahr noch nicht so weit hinter uns, dass wir die Gratulauteu schon ganz vergessen haben sollten. Nun. wenn Ihnen Leute kommen, die Ihnen und denen Sie total gleichgiltig sind. und erzählen Ihnen, welch heiße, aufrichtige Wünsche sie für Ihr Wohlergehen hegen, wobei Sie jedoch ganz unzurechnungsfähig naiv sein müssten, wenn Sie nicht verstehen sollten, dass die Wünschenden von Ihnen Protection, Geld. Rücksicht u. s. w. erwarten, oder dass die Leute nur gratulieren, weil es das Herkommen verlangt, werden Sie da nicht thun, als wären Sie über solche Wohlmeinung höchst erfreut, im Grunde der Seele aber doch denken: «Schöne Maske, ich kenne dich!» Da ist eine Vereinsoersammlung mit Vorstands« wähl; jetzt sind diese Haupt-, General- und Jahres« Versammlungen ja auf der Tagesordnung; der bisherige verdienstvolle Obmann (jeder Obmann ist ver-dicnstooN) gibt zu verstehen, dass er eine Wiederwahl, so ehrend diese auch für ihn wäre. leider ablehnen müsse; er sei anderweitig und durch seine Berufs-qeschäfte außerordentlich in Anspruch genommen, und dann halte er anch an dem Principe fest, dass derlei Stellen nach Ablauf der Functions-Periode ihre In-Hader wechseln sollen; man müsse neue Kräfte heran, zichen. und dem Vereine fehle es nicht an Männern, welche das Amt weit besser und erfolgreicher versehen können, als er. der für das ihm geschenkte Vertrauen noch einmal seinen Dank ausspreche uud jederzeit, auch ohne die Ehre der Obmaünschaft zu haben, mit allen Kräften für das Wohl des Vereines eintreten werde. «Schöne Maske, ich kenne dich!» Wenn seine Vcreinsgenossen diese Resignation für bare Münze neh» Laibacher Fettung ytr. 21. ___________164 25. Jänner 1889. plastisch hervor, dass er genau erkennt, wie sich die Gipfel wölben und die Uebergänge gestalten, dass er die Passierbarkeit eines Ueberhanges und die Gefahr-» lichleit einer Schroffe erkennen kann. Die österreichische Speciaikarte verräth alle Geheimnisse der Gebirgswelt, und sie ist daher der stete Begleiter und sichere Rath« geber auch aller Touristen, die aus dem Auslande in unsere herrlichen Berge kommen, um sie anzustaunen. Freilich. Oesterreich hat mit dieser Aufnahme sich ganz der Welt verrathen, seine Feinde können aus den österreichischen Karten lesen, wo es zugänglich und wo cs unzugänglich ist. Nun. auf den zugänglichen Wea/n werden sie im Falle der Noth den österreichischen Kanonen und Bajonetten begegnen; die neue Aufnahme ist aber nicht als ein Werk des Krieges zu betrachten, wenn sie auch von Soldatenhänden geschaffen worden. Ein Friedenswerk, eine von unver» löschlichem Ruhme bedeckte Friedensarbeit ist sie ge» Wesen und im Dienste der Wissenschaft wurde sie vollbracht. Darum ist es auch vornehmlich die gelehrte Welt. die sie mit Jubel begrüßt. Wir aber halten es für unsere Pflicht, ein Echo dieser Freude in der Brust des österreichischen Bür. gers zu wecken, der zu diesem Werke steuerte und dessen Söhne es vollendet haben. Wir dürfen stolzerfüllt darauf zurückblicken, es ist eine österreichische That — bescheiden und doch großartig, nach österreichischer Art. Tie Kosalen-Efpedition nach Abefsynien. Wien, 23. Jänner. Selten hat ein Unternehmen in der politischen Welt so großes Aufsehen erregt, als die Kosaken-Expedition, die in diesen Tagen von Russland nach Abessynien ins Werk geseht wird. Zwischen Russland und Abessynien bestehen seit langer Zeit gewisse Beziehungen, die besonders von russischer Seite eifrig gepflegt wurden. Man kam in Russland auf den Gedanken, dass da« abessynische Christenthum, welches eine ganz eig?ne Art des christlichen Glaubens bildet, mit der orthodoxen Kirche die meiste Verwandtschaft aufweise, und man suchte die Gemeinsamkeit des Glaubens in jeder Art zu verwerten. Abessynien ist sonst ziemlich abgeschlossen und fremden Einflüssen wenig zugänglich. Russische Abgesandte aber haben dort immer eine freundliche Aufnahme gefunden. Der freie Kosal Aiinov ist schon zweimal in Abessynien gewesen, um dort politisch zu wirken. Er hat beidemale wenig ausgerichtet und hat die armen Bursche, die er gegen Handgeld aufgenommen und nach dem heißen Afrika hinübergelockt hatte, dort im Stiche gelassen. Daher kam es wohl auch, dass, als derselbe Asinou, der inzwischen Dienste bei den panslavistischen Comite's genommen hatte, aber auch von diesen verabschiedet wor« den war, dass, sagen wir, als dieser Asinoo im Sommer vorigen Jahres neue Werbungen für eine Expedition nach Abessynien unternahm, demselben im allgemeinen wenig Vertrauen entgegengebracht wurde. Die Sache gieng etwas besser, als AZinov sich mit dem Archimandrite,, Paisi verband und dem Unternehmen einen religiösen Anstrich gab. Paisi erließ einen Aufruf, in welchem er ankündigte, dass die Mission, die er nach Abessynien zu führen beabsichtigte, es sich zum Ziele geseht habe, in Neu« Moslau in Abessynien eine Kirche zu erbauen, um den Abessyniern den Glanz des orthodoxen Gottesdienstes zu demonstrieren. Dieser Aufruf erfüllte bis zu einem gewissen Maße seinen Zweck. Es meldeten sich Tbeilnehmer an dem Unternehmen, meist ausgediente Soldaten, die gegen ein tüchtiges Handgeld es nicht verschmähen, ihr Glück in Afrika zu versuchen. Auch Geldbeträge flössen in ziemlich reichem Maße. Im November war das Unternehmen so weit gediehen, dass an die Realisierung des' selben geschritten werden konnte. Es wurde der russische Dampfer «Rossija- gemietet, der die Theilnehmer der Expedition von Odessa nach ihrem Bestimmungsorte bringen sollte. Da trat eine Wendung in der Sache ein. Mit einemmale legte nämlich die russische Regierung ihr Veto gegen das Unternehmen ein. Sie fand, dass es denn doch bedenklich sei, eine Expedition, die specifisch russischen Charakter hatte, der Führung von Personen anzuver» trauen, deren Vergangenheit keinerlei Bürgschaft dafür bot, dass sie dieses Vertrauen in der Zukunft rechtfer« tigen würden. Asinov und der Archimandrit Paisi, die sich bereits auf der «Rossija. eingeschifft hatten, mussten wieder ans Land zurücklehren, und die bereits aufs Ver-deck gebrachten Waffen mussten wieder ausgeladen werden. Die Regierung wollte das Unternehmen nicht vereiteln, sie wollte ihm nur einen andern Charakter geben. An die Spitze desselben wurde der russische General Ni> lolajev gestellt, und 20 bewährte Officiere wurden ihm zur Seite gegeben. Die angeworbene Mannschaft wurde gemustert, und nur diejenigen wurden behalten, die früher in der Armee gedient und gute Conduitelisten hatten. So purificiert wurde die Expedition auf dem Dampfer «Kor« nilov» eingeschifft und nahm ihren Weg über Constan« tinopel und Beirut nach Port Said. In Port Said stieg sie auf den Postdampfer des österreichisch-ungarischen Lloyd «Amphitrite», um nach Massauah oder Obok, den geeignetsten Landungspunlten für Abessynien, zu ge-langen. Nun wurden die Italiener auf das Unternehmen aufmerksam, das ihnen von manchen Gesichtspunkten bedenklich erschien. Die Italiener besorgen, dass aus den russischen Colonien in Abessynien ihrem Besitze in Mas-sauah allerlei Gefahren, zum mindesten eine starte Con-currenz, erwachsen können. Die italienische Regierung wies denn auch den Commandanten in Massauah an, der ruf» fischen Expedition die Landung in Massauah nicht zu gestatten. Dasselbe that die französische Regierung bezüglich ihres Hafens in Obol, und es ist evident, dass sie hiezu nur durch das Motiv bestimmt wurde, sich den Italienern gefällig zu zeigen. Der russischen Expedition ist unter diesen Umständen das Landen sehr erschwert. Es ist jedoch nicht anzunehmen, dass sie darum unverrich-teter Dinge zurücklehren werde. Sie wird wohl einen Ort ausfindig machen, wo es ihr möglich sein wird, ans Land zu gehen und nach Abessynien zu gelangen. Ob die Besorgnisse der Italiener begründet sind oder nicht, mag dahingestellt bleiben. Von russischer Seite ist die Sache jedenfalls schlau eingefädelt. Die Expedition wird entweder Erfolg haben oder sie wird scheitern. Wird das letztere der Fall sein, dann wird Russland dabei nichts verlieren, als die etlichen tausend Rubel, die es dem Unternehmen gewidmet hat. Wird sie aber Erfolg haben, so wird derselbe Russland zugute kommen und politisch in jeder Art fruchtbar gemacht werden. Eine russische Colonie in Abessynien bedeutet zugleich einen russischen Hafenplah im Rothen Meere, und welche Vor. theile solch ein Platz in der Nähe der persischen Küste dem russischen Handel und wohl auch der russischen See» macht bieten kann, das braucht nicht erst auseinander, geseht zu werden. Politische Ueberlicht. (Der Reichs rath.) Nur eine Woche trennt uns noch vom Wiederzusammentritte des Reichsrathe«. Am 30. d. M. findet die erste Sitzung statt, und in raschem Tempo soll dann an die rasche Erledigung des reichhaltigen Arbeitsmateriales gegangen werden. M Rücksicht darauf, dass die Ausschussberathungen übel den Staatsuoranschlag ziemlich weit vorgeschritten sind, wird die Budget-Dedatte wohl sehr bald im Plenul" beginnen. Dieselbe wird sich heuer zu einer beslindell bewegten parlamentarischen Redeschlacht gestalten. (Die Rangserhöhung des Bisthunis Krakau) bildet auch heute den Hauptgegenstand der Discussion in den polnischen Blättern, welche diesen N" kaiserlicher Huld mit Kundgebungen der Liebe und Vel' ehrung für den Monarchen feiern. Der Stadtrath vo« Kratau beschloss, an Se. Majestät eine Deputation z" entsenden, welche dem tiefgefühlten Danke der Bevölkerung Ausdruck zu geben haben wird. (Trieft er Lagerhäuser.) Das Handels Ministerium hat vor einiger Zeit das Statut für d« Lagerhäuser der Gemeinde und der Handelskammer'" Trieft genehmigt. Nach § 2 dieses Statuts ist die Verwaltung der Lagerhäuser einer aus 12 Mitglieder" gebildeten Direction anvertraut, wovon je sechs ^ glieder der Gememderath und die Handels« und O" werbekammer aus ihrer Mitte wählen. Beide Kölpes' schaftm habeu dicse Wahlen bereits vollzog"'. .^ Direction ist bereits zusammengetreten, hat im Sin" des § 11 der Concessions.B?dingnisse und der Slat^" die Lotung der Lagerhausverwaltung sowie des Lag"-Hausdienstes übernommen und zu ihrem Präsidente" Salvator Ventura, zum Vice-Präsidenten Heinrich P"^ litzer ernannt. (Militärberathung in der Hofburg Vorgestern mittag« fand unter dem Vorsitze des Ka>' sers wieder eine Militärberathung statt, an welai" Erzherzog Albrecht. Kronprinz Rudolf, der Kl'A ministe FZM. Baron Bauer und der Chef ^, Generalstaoes FZM. Baron Veck »heilnahmen. ^ Sitzung wurde um 12 Uhr vom Kaiser eröffnet """ währte länger als eine Stunde. (Zur Situation.) Angesichts der bevorsteht den Wiedereröffnung des Reichsrathes befassen sich / altczechischen Blätter mit der Besprechung der P"". Verhältnisse im czechischen Lager. Während «U, Näroda. darzulegen sucht, dass die jungczechische A. wegung lm Niedergänge begriffen sei. erörtert die vorgehen würden als bis jcht. Nach den bish^, Erfahrungen sei der Skepticismus nur zu wB gründet. l (Erstreckt- Vor con ce ssion.) Da» > Handelsministerium hat die dem Peter Grafen «v^, derstein von Santa Croce in Wien ertheil" ^ wllligung zur Vornahme technischer Vorarbeite"^ e>"e Localbahn von Trieft über Muggia. Cap^M' Ijola. Pirano. Nuje. Grisignano. Montona ""?. ^ gucmo nach Parenzo mit eiuem Flügel nach SoW.hi eiuem anderen Punkte der k. l. Istrianer Staats' auf 6 Monate verlängert. .. -.eK (Galizischer'Landtag.) In dervorgest^ S'hung des galizischen Landtages wurde der A" ^ Merunow.cz betreffs Verschärfung der UebernH^ der Steuercollectanten durch die competenten MY" als dringlich erkannt und zum Beschlusse erhöbe"- ^ (Die Armee und die Verfassung,^ Unabhängiqkeitipartei des ungarischen Abgeord'' ^ Hauses beschloss vorgestern, zum Wehrgesetze e'N " ^f dement zu beantragen, nach welchem die Aral" d,e Verfassung einen Eid abzulegen hätte. . ^sse« (Kroatien.) Für den Wahlbezirk SlM'l. ^i, Mandat infolge Ablebens des Landtags-A^o^ Turlall erledigt ist, candidiert der als enragielt" ^ cemclaner bekannte Pfarrer von Ladjevac. u' Gruber. ^re« (Kaiser Wilhelm in Elsaß.) InHs" Blättern ,st jetzt wieder von einem bevorstehend" men würden — welche Verlegenheit für ihn! Aber es gibt, Gott sei es gedankt, noch gute Menschen! Man spricht ihm zu, wie einem Kranken, schildert seinen Abgang als dm Ruin des Vereines, preist ihn. wenn er auch das Jahr über gar nichts Rares gethan hat und nur die anderen nach ihrem Gefallen wirtschaften ließ. als die Seele, als das belebende, erhaltende Ver« einselement — und sieh da, der Rückzngsbeflissene wird warm, wird gerührt und nimmt dann zum sound sovieltenmale eine Wiederwahl freudig an. «aber nur, wenn ihn der bewährte Ausschuss kräftigst unter, stützt». Man kennt ja diese Komödie! Eine Hand wäscht die andere! Der Ausschuss braucht einen Obmann, der sich um nichts mehr kümmert, als es gerade der Anstand erfordert, und er, der Wiedergewählte, ist dankbar genug, auch den Ausschuss zur Wiederwahl wärmstens zu empfehlen. Da soll irgendwo ein vornehmer Ball insceniert werden, für welchen man nicht nur in das Comite' sogenannte «Würzen» braucht, die zur rechten Zeit opfer« muthig in die Bresche eintreten, sondern auch des Nimbus und des Geldes wegen — einen Patron. Die Ehre, zum Patron gebeten zu werden, ist nämlich eine so außerordentliche, dass man von dem gebeteneu Herrn auch einen entsprechenden Beitrag zu den Ballkosten tNvartet. Der Gewählte weiß das wohl — aber als lluger Mann mag man ihm noch so viel vorerzählen von dem Lustre, das durch sein Protectorat dem Ball-unternahmen ertheilt wird. im Grunde wird er Huld« vollst zusagen und sich dabei denken: «Schöne Maske, ich kenne dich!» Kommt so ein Gymnasial.Iüngling ins Classen-zimmer und sieht aus wie ein Häufchen Unglück; er schlangelt sich an den Professur hinan, klagt über eine entsetzliche Nacht, über Kopf. und Magenleiden. und fiebert seinen Jammer dem Kathete beherrscher mit der Bitte zu, ihn heute nicht zu examinieren. Was will der Prof< ssor machen? Er ist ja kein Arzt. und wenn er auch ein solcher wäre. er kann ja doch dem Jüngling nicht beweisen, dass dieser kein Kopfweh habe? Er nimmt einfach Kenntnis von dem miserablen Z »stände des Schülers, denkt sich aber dabei gewiss: «Schöue Maite. ich kenne dich!» Und des weiteren ? Eme Litanei ließe sich schreiben: Ausverkauf wegen Räumung des Lagers; eine gebildete Dame wünscht mit einem eben- -"-solchen Herrn behufs geistiger Anregung in Corre- .K spondenz zu treten; dieses XAZ-iMtel sollte in ^ keinem Hause fchlen. d,e Beweise für wunderbare T Erfolge zählen nach Tausenden. Halbtodte wurden " kerngesund lc.; ein angehender Geschäftsmann s.icht K wegen gänzlicher Unbckanntschaft auf diesem Wege ^' eine Lebensgefährtin; Schönheit wird nicht be» « ansprucht; ein liebevolles Herz. Häuslichkeit und ^ ein kleines disponibles Aermögen vm, 4000 h,g ^ 6000 fl. genügen; eine Witwe von distinguierter A Stellung würde gerne bei emcm. alleiusteheud.n w Herrn die Führung des Hauswesens übernehmen . Diese Litanei kann sich j^r mühelos nach Be. lieben fortsetzen; nur genügt es. hierzu dit Anregung gegeben zu haben. ________^^ , 165 -5. Iiinner 1>W. U des Kaisers Wilhelm in Elsaß.Lothringen die aus W^.?!"^lungen. die der «Weser-Zeitung» ."„„ '^'^thnngen zugehen, soll der Besuch zu Be-u'^/^ Frühlings stattfinden, und zwar soll der besuH """"^ beabsichtigen. Saarbrücken-St. Johann zu E »m ' ^? " ^' dem geheimen Commerzienrath s " ^.ubstelgen und an einer von dem dortigen Hu. ' rnrcgMrnte zu begehenden Jubelfeier theilnehmen werde. St.«^ b""9 hiemit träte dann der Besuch von ite<>.« «U "^ Metz behufs Abhaltung größerer Auch ein Besuch des Königs der Di"w l?.U.zu dieser Zeit in Aussicht genommen sein. «"'chtlgksit dieser Meldungen bleibt abzuwarten. la^,/^" serbischen Regierungskreisen) ver« wei / « ^" ^"'l, das Cabinet Nikola Kristic auch Ai,^« "" ^ belassen wolle, um dem ungestümen sell,/, ^" " Opposition bezüglich des Rücktritt-s des-aus k ^" ^genzutreten. Der Entschluss des Königs soll l>inel O /^" ^""el des «Videlo». in dem das Eo °uck z^ 6 'p^'tischer Luxus» genannt und in dem ^ °" 5"lna angegriffen wnrde. zurückzuführen sein. am,/' °"^^-) In Paris wird die Wahlbewe-taa r^"^" drr Entscheidungstag, der nächste Soun-w 17 z^ "s"^ lebhafter. Die Voulangisten beuten das 5)«-.. ' ^ stattgehabte Gefecht in Tonting. wobei ein fiel n " ^^f Mann der französischen Truppen die ^ -? den Regieiungs Candldalen aus. während Illn^"/- "! fortfahren, alle bisherigen Lügen Bou« zu brin " ^""veranschlagen vor die Augen der Wähler Etimn.^ ^belgischeKammer) beschloss mit allen M? " ^^^" «cgcn die Linke und die vier den Gesetzvorschlag des tracht V - ^^ischen Iustizministers Woeste in Ve-tvelckp"' ^'^"'' sicher dahin zielt, die SchuUehrer. h°lber ? ^,^" ^^^ des liberalen Schulgesetzes auf >.! ^.^ustm aufgegeben und dadurch ihr Anrecht trotzt,^ ^'lwcn. und W^isencassen verwirkt hatten. »""n weder in ihr Recht einzusetzen, basz >)l!^?Nonl) ^,^ ^^ «Perseveranza» gemeldet. GnnMd'V^lMmster ^""^' ""d der Finanzminister lind a.l ?^ Prüfung der finanziellen Lage vollendet Viillio ""? b°ven. dass das gesummte Deficit 190 NkUer 5 betragen werde. Bezüglich der Erschließung "Niwhmeqncllen stehe noch nichts fest. ^elduna" Mission Aöinov.) Nach Petersburger die t.,UÜ ^" der Dampfer «Kornilov.. auf welchem ^''"'^-"bessynische Mission unter Aöinov von I'ch i„c "°ch Alexaudrien befördert wurde, wahrfchein. in dcrlH se eingelaufener Berichte, während feiner Reise sliteng b "'", lilrlischen Häfen, woselbst angelegt wurde, ^chlina u ^omanischen Behörden einer strengen Durch« "was m?"iogcn worden, ohne dass dieselbe irgend "erdachtes zutage förderte. dc>z ia^«^"') Mit dem Nahen des Zeitpunktes, wo ^b'llar inA Parlament eröffnet werden soll. im 'haft nack. ^ ' Geltet die dortige Presse die Gesell-dcr 3t».^ «rasten für die bevorstehende Veränderung u^rungsform vor. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, für die römisch-salho tische Schule in Vistuk. die griechisch-katholische Kirche und Schule iu Korond. die griechisch-katholische Schule in S.-A.-Ujhely. die evangelische Schule in Voroß. nok. die evangelische Kirche in Klenocz. die evangelische Schule in Ondöd und die reformierte Kirche in Fan-csika je 100 fl.. dann für die griechisch, katholische Schule in Negcrfalva 50 fl. zu spenden gernht. — (Vom Malteser-Orden.) Der «souveräne Orden des heiligen Johannes von Jerusalem», gewöhnlich als der Malteser-Orden bekannt, geht. wie es heißt, einer neuen Umgestaltung entgegen. Man erinnert sich, dass der Orden seit 1805, als der letzte Großmeister starb, durch einen Ordensstatthalter verwaltet wurde, dem 182? das in Non, sefthafte Heilige Conseil beigegeben wurde. Im März 1879 wurde dann die Großmeisterwilroe wieder« hergestellt, und der jetzige Großmeister, Fürst Ceschi di Santa Croce, erhielt in jüngster Zeit wie die Carbinäle das Plädicat Eminenz. Neuerdings nun haben zwischen dem Heiligen Stuhle und dem Großmeister Verhandlungen stattgefunden, deren Ergebnis eine allgemeine Veränderung der Ordenssatzungen sein soll; unter anderen Reformen wird die Abschaffung der Vorschrift genannt, dass für die Ritter wenigstens vier Quartiere nachweis« bar s«.in müssten. Auch sollen die Einnahmen der Com-menden aufgebessert werben, fo dass in Zukunft kein llomthur unter 10.000 Francs beziehen würde. — (Färbung des Vieres.) Wie alles auf; der Welt, ist auch die Farbe des Bieres der Mode unterworfen. Während man in Böhmen sich von der Erzen« gung der schwer herzustellenden blassen Biere ab- und jener der goldfarbigen zuwendet, beginnt man in Deutsch» land, zumal in den nördlichen Provinzen, ein ganz blas« ses, sogar mit einem Stich ins Grüne behaftetes Bier zu brauen; dieses Vier gewinnt zusehends an Beliebt« heit und verdrängt allmählich die dunkleren baierischen Viere. — (Prinz Karagjorgjevic in Wien.) Wie man aus Cetinje meldet, werden sich in den nächsten Tagen Prinz Peter Karagjorgjevi<5 und seine Gemahlin Prinzessin Zorka über Wien nach dem Süden begeben. Das prinzliche Paar, das zum erstenmale von einem kleinen Hofstaate begleitet sein wird, beabsichtigt einen mehrtägigen Aufenthalt in Wien zu nehmen und in höchsten Kreisen Vesuche abzustatten. — (Sehmaschine,) Der bekannte amerikanische Humorist Mark Twain hat eine Sehmaschine erfunden, von der er sich einen großen Erfolg verspricht. Er hat mehrere taufend Pfund Sterling auf die Versuche ver-wendet. — (Ein Doppelselbstmord in Monte Carlo.) In Monte Carlo hat sich vor einigen Tagen ein junges Ehepaar das Leben genommen, weil es sein ganzes Vermögen an der Spielbank verloren hatte. Der Mann war 29, die Frau 19 Jahre alt. Ein Freund, den sie brieflich von ihrer Absicht, sich zu todten, benach. richtigt hatten, traf zu spät von Nizza ein, um den Selbst« mord noch verhindern zu können. Die Polizei verweigerte, ihm jede nähere Auskunft und gestattete ihm nicht ein» mal den Zutritt zu dem Zimmer, in welchem die Leichen lagen. — (Ein kostbaresHerbarium.) Aus Budapest wird telegraphiert: Cardinal Haynalo hat dem hiesigen Museum sein Herbarium im Werte von mehr als 100.000 fl. zum Geschenk gemacht, — (Iaroslav Vrchlicly) Dem bekannten ezechischen Dramatiker Iaroslav Vrchlicly wurde, wie aus Prag mitgetheilt wirb, vom Unterrichtsministerium ein Staatsstipendium verliehen. — (Erdbeben.) Postnachrichten aus Costarica enthalten weitere Einzelheiten über das Erdbeben, welches am 29. und 30. December die Nachbarschaft des feuerspeienden Berges Poaz heimsuchte. Danach ist der an« gerichtete Schaden N"it ernster, als anfänglich gemeldet worden war. In San Ios? wurden das nationale Ca-pitol, die Kathedrale und der Palast des Präsidenten zerstört, während andere Gebäude einstürzten. Die Wirkungen des Erdbebens waren noch heftiger in den umliegenden Städten. — (Beethoven-Manuscript) Wie der «Figaro» meldet, hat Herr Rene Baillot, Professor am Pariser Conservatorium, diesem Institute das Manuscript von Beethovens Sonate Opus 57 um eine verhältnismäßig geringe Summe abgetreten. — (Ermordung einer Greisin.) Vorgestern früh wurde in Znaim die alleinstehende 78jährige Witwe Braun eis, Mutter des dortigen KaffeehausbesitzerS Arauneis. welche für sehr vermögend galt, in ihrem Wohnzimmer ermordet aufgefunden. Das auf dem Salitz» platze, nahe dem alten Friedhofe gelegene Haus, in wel» chem die Mordthat verübt wurde, steht ganz isoliert. Die Greisin wurde durch einen Hieb auf den Kopf gelobtet. Geld hatte sie selten im Hause, es ist daher noch nicht festgestellt, was geraubt wurde. Eine Gerichts-Commisfion befand sich abends am Thalorte. — (DieSonntagsruhe in Amerika.) In Amerika beschäftigt man sich gegenwärtig mit Maßregeln behufs strengerer Durchführung der Sonntagsruhe. Der Senat ist im Vegriffe, eine Bill zu arceptieren, durch welche die Sonntagsruhe auch für die Post und den Telegraphen eingeführt wird. Der Senator Vlair geht sogar noch weiter und verlangt die Einstellung des Eisenbahnverkehrs am Sonntag. — (Neue Cigarrenfabrik.) Wie man aus Prag meldet, ist die Errichtung einer großen Tabalfabril in unmittelbarer Nähe von Klattau beabsichtigt. Die Fabrik soll in derselben Ausdehnung wie die Taborer erbaut werden. Das letztere ärarische Etablissement hat im vorigen Jahre siebzig Millionen Stück Cigarren erzeugt. — (Eine «gewichtige» Person.) Kürzlich wurde zu Habach in Vaiern Frau Therese Reßler zur Erde bestattet. Der Körper hatte einen Umfang von drei Meter und ein Gewicht von 370 Pfund; man kann sich schon eine Vorstellung von der Größe des Sarges machen, welcher aus dem Sterbezimmer auf Walzen geschafft und von sechs Mann getragen werden musste. — (Eisenbahnunglück) Bei Elmswood im nordamerikanischen Unionsstaate Michigan ereignete sich am 20. d. M. ein Eisenbahnunglück, wodurch Mr. James Mac Donald, der Vicegouverneur des Staates sowie mehrere Personen ums Leben kamen und viele Passa« Nachdruck verboten. ^ «^ hieben "nö Aeiöen. °er Pariser Gesellschaft von F. du Volsgobey. Der lk (15. Fortsetzung.) "As. Vln3- ^ sich auf die Lippen und erwiderte ^"^licher ^',?^ "ber äußerte lebhaft, dies sei ein ^'düster^«!!'H^ durchführen lässt.» murmelte der ??' leinen 5w"" Frau würde, ich bin dessen ge-3"' wenn ick?/^"'. f"r mich Bürgschaft zu ? "'chls w. I" darum bitten würde. Aber sie vel° U" M zur n.^Mften und wird erschrecken, wenn Ebenen NtA!, Termins einen von mir unter« .. «Das ^V präsentierte.. 7 GriW X'' ich. j^eh wer hindert Sie daran, w zu sehen?'m^ "°" der Alisseleqenheit in Kennt' 2 in ihrem N^'^" l" sich im gegenwärtia/n Mo-^ten« 3n "Z? ""' l° """^t "ne Fahrt zu ihr ill,° 'Vienaaer V^?'"a """ drei Viertelstunden.» ?^btn, ^.. . dlr gewiss die Wechsel in kinneo 3^'kN Zr di^^istrac kann dann unterschreiben: V'" wieder .SulNlne "°n<. - du bringst das A' zahlt si^ K"' l"°" bie Summe aus. und ^l^^den ^ ^e' W^e sp^ch. hackte Herr von scharf au. was einem un. H"ber wa? s^"c '""" entgangen wiire; der Htte. "" s° aufgeregt, dass e? nicht daraus 3n5"lt°k^^/^ sich machen, obwohl es eigentlich lH z^M.^^lIes Herkommen ist., meinte Me^ '«auch noch^in"V^"'^' der Herr Graf allein. " "" Gemabli '"" ssfgenwärtlg sein. wen», "uylm unterzeichnet.' «Wir wissen recht gut. dass nach den Buchstaben des Gesetzes die Anwesenheit eines Dritten vonnöthm ist; doch Sie zweifeln wohl nicht an der Ehrenhaftig. leit des Grafen von Listlac?» «Gewiss nicht.» enta/gnete der Wucherer, ohne bei dieser Versicherung einen allzugroßen Aufwand von Lebhaftigkeit an den Tag zu legen. «Nun denn. so liegt nichts daran, wenn Sie eine einfache Formalität auheracht lassen; übergeben Sie Hi Monate einen zu präsentier»» berechtigt bin.» meinte Meuaqcr cndl'ch. «Der He^r Graf wüuscheu wohl die ganze Summe auf einmal zu erheben?» Herr von Listrac murmelte eine Bejahmig. «Ich verlange für die ganze Summe von hundert-taufend Francs nicht mehr als achttausend Francs Interessen, das ist a/wis« nicht viel,» sprach der Wu. cherer, indem er an ein Fach seines Pultes trat und dem Grafen die erforderlichen Papiere überreichte. «Ich wllsste wohl. dass es so weit kommen würde,» sagte sich Moulieres mit innerem Triumph; laut aber sprach er: «Nun. da allcs so weit abgemacht ist. lieber Freund, ralhe ich dir. so rasch als möglich zu deimr Frau zu fuhren, ihre Unterschrift zu erbitten und dann dich wieder hier einzufinden. um das Geld iu Empfang zu nehmen. Wünschest du. dass ich dich hier er< waite?. «Es würde mir dies allerdiugs sehr lieb sein. da sich mir erneute Gelegenheit bietet, dir meinen Dank auszusprechen.» Nachdem der Graf das Gemach verlassen hatte, rieb Moulieres sich mit sichtlichem Vergnügen die Hände. «Wollen Sie mir nun erklären, mein Freund.» sprach der Wucherer ärgerlich, «weshalb Sie eine ganz besondere Lust daran zu haben scheinen, uns hundert« tausend Francs verlieren zu lassen? Sie wissen so gut wie ich. dass jener Mensch ruiniert ist; er behauptet, gedeckt zu sein. Er lügt. Ich habe mich gestern erst genau über den Stand seiner Verhältnisse insormieit; ich habe Ihnen das bereits heute früh mitgetheilt, als Sie bei mir waren, und nun, kaum zwei Stunden später, füh« ren Sie selbst ihn mir zu, smden Sie mir eine Karte ins Zimmer, auf welche Sie geschrieben haben, ich möchte ihm leihen, was er von mir fordert, unter der Bedingung, dass seine Frau für ihn gutstehe. Das ist ja der helle Wahnsinn! Laut unseres Vertraqs steht es Ihnen allerding« zu. die Operationen, welche wir gemeinsam machen, zu dirigieren, aber ich bin doch immerhin Ihr Associe'; ich trage meinen Theil an den Verlusten und möchte dieselben nicht mulhwillig herbe», gcfüh't sehen.» «Sie tragen aber auch Ihren Theil an den Ve« winsten, und es liegt in unserm beiderseitigen Inter-lsse. nur günstige G.schäfte zu machen. Ich übernehme die Verantwortung für dieses heutige uud garantiere Ihnen, dafs es ausgezeichnet ist; Llstrac ist ruiniert, das hat seine Richtigkeit; seine Frau aber ist reich, und — sie liebt ihn!» «Ah, ich verstehe! Wer garantiert unb aber. das» sie sich weilrr täusche» lässt?» ztllibllcher Zettung str. 21. ______________166 _____________ 25. Jänner 1889. giere Verletzungen davontrugen. Das Unglück wurde durch einen Achsenbruch verursacht. — (Berlin friert.) Den neuesten Nachrichten aus Verlin zufolge herrscht dort eine Nordpolkälte. Fünf' zehn unter Null — ist das Alltäglichste, was das Thermometer aufweist. — (Theaterbrand.) Das Opernhaus in Sanct Paul, der Hauptstadt des Staates Minnesota, ist ab« gebrannt. Der Schaden beträgt 200.000 Dollars. Das Theater war zur Zeit des Ausbruches des Vrandes leer, und ist daher lein Verlust an Menschenleben zu beklagen. — (Eine Riesenleistung.) Das neue Tele« graphenkabel, das zwischen Deutschland und Dänemark gelegt worden ist, ist in einem Stück gearbeitet und wiegt die Kleinigkeit von 6000 Centner. — (Immer nobel.) «Warum willst du denn das Zimmer nicht mieten?» — «Es ist mir zu billig!» — «Das ist doch lein Fehler!» — «Sicherlich! Einen so billigen Mietzins muss man sich doch genieren, schuldig zu bleiben!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Veränderungen im Verwaltungsdienste.) Per l. k. Landespräsident in Krain hat den provisorischen Vezirks»Commissär Herrn Dr. Franz Zbainil zum definitiven, den Regierungs-Concipisten Herrn Victor Parma zum provisorischen BezirlS-Com« mifsär und den Concepts«Praktitanten Herrn Ludwig Schiviz von Schivizhoffen zum provisorischen Regierungs'Concipisten ernannt. — (Die österreichisch-ungaris che Vanl) hat. wie man uns mittheilt, den Zinsfuß im Cscompte^ Geschäft auf 4 pCt., im Darlehens'Geschäft auf 5 pCt. herabgesetzt. — (Aus Nbbazia) schreibt man uns: Die Ilauto 82i8on eilt dem Zenithe ihrer Entwicklung entgegen. Die Erzherzoge Albrecht, Ludwig Victor und Otto mit Gemahlin Maria Iosefa sollen baldigst hier eintreffen. Vor dem «Hotel Quarnero» finden fast täglich Promenadeconcerte der Fiumaner Militär« Musikkapelle unier großer Betheiligung des Curpubli» cum« statt. Es heißt, dass die bald fertiggestellte prächtige Villa «Schloss Abbazia» vom Kronprinzen angekauft werden wird. Projectiert sind: der Vau eines neuen Curhauses, eines Salontheaters mit Wandelbahn, einer neuen Reitschule, einer großen Kettenhängebrücke sowie einer Vicinalbahn nach Matuglie. Der regierende Fürst Liechtenstein wird hier ein Palais bauen. Nbbazia erhält auch sehr bald die elektrische Beleuchtung. Der Blumensalon Vreisach errichtete zahlreiche, überaus nette Gartenliosle. — (Thierseuchen-Ausweis.) Nach dem amtlichen ThierseucheN'Ausweise für Krain wurde in der Zeit vom 3. bis 10. Jänner constaliert: Rothlauf unter Schweinen eines Transportes in Landstraß im Bezirke Gurkfeld (Einzelfall) und ein Hundswuthfall in Dobro» polje im Bezirke Adelsberg; vom 10. bis 17. Jänner: Milzbrand bei einem Rinde in Grohskal, Gemeinde Hönigstein im Bezirke Rudolfswert. — (Aufgeld bei Zollzahlungen.) Der Finanzminister hat im Einvernehmen mit dem ungarischen «Herr Menager. Sie kennen die Frauen nicht; sie begehen die ärgsten Thorheiten für Männer, die ihrer nicht wett sind. Mnn ich Ihnen mittheile, das« die Gräfin bereit« beschlossen hat. ihr Palais zu ver«! taufen, um dem Grafen die Möglichkeit zu bieten, seine Differenzen auszugleichen, sind Sie daun be. friedigt?» «Wenn die Gräfin wirklich selbst unterschreibt, ja; welche Garantie aber haben wir, dass die Unterschrift, welche der Graf uns bringen wird, auch eine echte und keine imitierte ist? Was dann. um allcs in der Welt, wenn bei der Präsentation der Papiere Frau von Listrac erklärt, dass sie dieselben niemals unterzeichnet habe?» «Dann werden Sie Ihrerseits der schönen Frau auseinandersetzen, dass Sie beabsichtigen, ihren Herrn Gemahl wegen Vrtrugs und Fälschung anzuklagen!» «Was sollte das nützen?» «Sie bilden sich also ein, dass diese Frau. welche sich für den Grafen von Listrac ohne Zögern ins Feuer stürzen würde, es b,s zu einer solchen Anklage kommen ließe? Sie verkauft ihr Palais, um ihm eine Demuth!« gung zu ersparen; sie würde lieber allel hingeben, als ihn im Bagno zu sehen l» «So lange sie ihn liebt; wenn sie aber zur Erkenntnis der wahren Sachlage gelangt?» «Das Herz einer verliebten Frau ändert sich nicht von einem Tag auf dcn andern.» «Da« mag fein. aber unsere Wechsel dauern neunzig Tage.. «Und wir werden nicht so lange warten, bis wir aus der Liebe, welche die Gräfin für ihren Gemahl heg«. Capital schlagen.» (ssort^etzlma folgt) Finanzministerium das Ausgeld für Iollzahlungen, bei denen statt des Goldes Silbermünzen zur Verwendung kommen, für den Monat Februar mit 20 Procent — um 1 Procent weniger als im laufenden Monate — festgesetzt. — (Eisfest.) Der Eissport ist in höchster Blüte, jung und alt genießt in vollen Zügen von dem köstlich' sten Vergnügen, welches uns der Winter bietet. Der Ausschuss des Eislaufvereines beabsichligt nach dem Muster des vorjährigen, so sehr gelungenen Eisfestes, heuer ein ähnliches zu veranstalten, und wurde hiezu mit Rücksicht auf die erforderlichen Vorbereitungen der 10. Februar bestimmt. — (Die Hebammen'Instruction.) In der am 18. d. abgehaltenen Sitzung des Obersten Sanitätsrathes wurde beschlossen, dass die Hebammen-Instruclion für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Län» der mit Rücksicht auf die Bestimmungen der Desinfections» Vorschrift und hinsichtlich der Ergänzung des Instrumentariums der Hebammen einer Revision unterzogen werde. — (Die Section «Krain») des deutschen und österreichischen Alpenvereines veranstaltet Montag, den 28. Jänner, um 8 Uhr abends im Clubzimmer der Casino-Restauration einen Vortrags-Abend mit nachstehender Ordnung: 1.) Herr Victor Galle: «Die Gemse und deren Jagd»; 2.) Besprechung von Vereinsangelegen-heilen. — (Slooenisches Theater.) Im Saale der hiesigen ltitalnica gelangt am nächsten Sonntag die No-vität «Die Zauberin am Stein», ins Slovenische übertragen von Anton Trstenjal, zur Aufführung. — (Vermehrung der Advocaten) Im Jahre 1888 wurden 42 Advocate» neu in die Liste eingetragen, zwei Advocaten sind vom Lande nach Wien übersiedelt, so dass die Zahl der Advocate« in Nieder-österreich von 801 auf 823 gestiegen ist. wovon 67? auf Wien entfallen; die Zahl der Aovocaturscandidaten ist von 348 auf 359 gestiegen. — (Beet hove »'Concert.) Am 6. Jänner fand bekanntlich in Laibach ein Beethoven-Concert statt, welches die hiesige philharmonische Gesellschaft zugunsten der Beethoven-Sammlung in Heiligenstadt veranstaltete; vor wenigen Tagen langte in Wien das Reinerträgnis von 184 fl. ein, welche Summe dem jungen Institute zu Heiligenstadt eine bedeutende Förderin ist. Die Leitung der Beethoven-Sammlung hat der Direction der phil-harmonischen Gesellschaft in Laibach für diese hochherzige Spende umgehend den innigsten Dank ausgesprochen. — (Vorschusscasse in Mottling.) Der erste unterlrainische Vorschusscasse>Verein in Möttlii'g hält am 10. Februar 9 Uhr vormittags im dortigen Stadtraths, saale ihre Generalversammlung ab. Der Geschäftsverkehr im abgelaufenen Jahre war ein reger. Der Reingewinn betrug 2160 fl. 15 kr. — (Defraudalion beim Fiumaner Hauptzoll am te.) Aus Fiume wird uns berichtet, dass der Eontrolor der dortigen Hauptzollamts«Cassa, Josef Olafs ly, aus Budapest gebürtig, sich aus dem Amte ent-fernt hat, ohne zurückzukehren. Bei der infolge dessen vor-genommenen Scontrierung der von Slafsly verwalteten Cassa wurde ein Abgang von circa fl. 1000 constalicrt. Ein College des Defraudanten, der wahrscheinlich die Mitsperre halle, deckte bereits den Abgang. lZlafsly ist> ein 35- bis 36jähriger Mann. ^ — (Bei der Arbeit verunglückt.) Der bei der Firma Nobel in Trieft bedienstete Fassbinder Stefan Stagovsek aus Stein war vorgestern abends im neuen Hafen mit dem Ausbessern von Fässern beschäftigt. Als er mit einem Fasse von bedeutenden Dimensionen etwas ungeschickt herumhantierte, geschah es unglücklicherweise dass er sammt dem Fasse ins Meer fiel und ertrank' Der Verunglückte hinterlässt eine Witwe und zwei Kinder — (Pas Männlicher.Gewehr.) Von den Truppenlörpern der Wiener Garnison sind gegenwärtig die Infanterieregiment« Hoch. und Deutschmeister Nr. 4, Erzherzog Wilhelm Nr. 12 und Freiherr von Heß Nr. 49 sowie ein Feldjäger-Bataillon mit dem MannlicherM das Vorgehen des deutschen Agenten m Samoa vel' tragswidrig sei und der diplomatischen Etikette MM' laufe, als Erfindung. Die «Nordd. allg. Ztg.» '"^ die Thatsache hinzu, dass die in der angeführten 2»^ doner Meldlmg erwähnten Abmachungen nicht existiere^ dies werde aber Deutschland selbstredend nicht a°' halten, die Rechte zu achten, welche andere Slaate» dllrch Verträge mit Samoa erworben haben. Karlsruhe, 24, Jänner. In Lahr würd? der Mca" Förderer von einem Handwerlsburschen Namens N°a ermordet. Der Mörder spricht irre und stellte sich "^ der That selbst der Polizei. Derselbe wurde erst gesteh alls dem Gefängnisse entlassen, wo er wegen Umh^ treibens drei Tage gesessen. Vriissel, 24. Jänner. Im Falle der Eins« ein^r Regentschaft in Holland übernimmt Herzog N^! von Nafsau sofort die Regierung in Luxemburg. . Amsterdam, 24. Jänner. Im Befinden des MW welches sich in den letzten Tagen etwas gebessert h", ist wiedrr ein Rückfall eingetreten. Petersburg, 24. Jänner. Einer Meldung" «Rliskija Vl'edomosti. zufolge wurde der franziM Psychiater Dr. Charcot zur Zarin berufen, deren <^ sundhl'itsMstand nicht befriedigend sein soll. Es v" lautet. Dr. Charcot werde die Reise von Paris h'ey" über Wien zurücklegen. Madrid, 24. Jänner. Bei dem Empfange "ü Deputation des Parlaments fagte die Königin, l'. werde die treue Verwahrerin des Vermächtnisses ^l" unvergsssliche» Gemahls bleiben und ihre AM° fortfetzen, um die Liebe des Volkes und eine ge"^ Würdigung in der Gefchichte zu verdienen. Angekommene Fremde. Am 23. Jänner. «,l Hotel Stadt Wien. AtlaS. Vernauer. Weinberger. Leidln" V Fuchs. Trebitsch und Hauswald. Kaufleute, Wien. - "° Obermgcnieur, Graz. — P. und W. Pfeifer, Gurlfeld. . ° Hotel Elefant. Katzendorfer. Danzig. - Müller. Agent. ^ - Weckher und Hula, Wien. - Nodenstein. Rosenberg" Drucker. Kaufleute. Wien. - Pasavalli. llomo. - Pete. M' markt. - Nlumenthal. Verlin. - Marie Peer. «ausn""" «. A"t'"^ ?l°"' - Freisinger. Trieft. ^ ^, Gasthof Kaiser von Oesterreich. Malloyer, Finanzwach ^"' nnssar, Plsino. - Fuchs. Beamter. Graz._________^^-" Verstorbene. ., D e n 2 3. I ä n n e r. Maria 6erne. Arbeiterin. 30 3°V Trubcrgasse 1. Vitium corl!i3. — Franz Lavrii. Vommis, «'" Kuhthal 11. lumor cerekri. ^ Den 24. Jänner. Maria Kozamernil. Schuh"Hl>, Tochter, b Jahre, Illdl'nslcia. 4, Scharlach. - Johann V>" l. l. Stcueramts.Ädjunct, Domplah 22. Pleuritis. ^^""' Kottozichung vom 23. Jänner. 59 88 4 84 45^^. Meteorologische ÄVodl^chtnilgell in^Vbach>- Z 5i zZ5 zZ «... ^.N«. A; l " ! ^ H ! 6" ^---!--^ 7713 U'Mg'"74i^6^^g^8M7schwäch silt« ^' 24. 2. N. 74! 7 - 3 8 NO. mäßig heiter " 9. Ab. 742-7 -11« NO. schwach! heiter ^ ^ «« A""^ ^ TageSmittcl der Temperatur — »'^ 6 2° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii.^^.^ ------- Karoline Sichert aeborne »ertnll li'bf " lhrem eigenen sowie im Namen aller Aigehdl'g" die traurige Nachricht von dem Ableben ihres the" ren, unvcrgcsslichen Gatten, des Herrn Johann Sichert k. t. Steueramtsbeamten welcher heute Donnerstaq. den 24. Jänner 1»AÄ .-! Uhr nachmittags, versehen mit den heil. S/e" acramenten. „ach laugen und schmerzvollen 5!^ selig un Hsrrn entschlafen ist. ,..„,ett . D.e irdische Hülle dcs theuren Verblei " w,rd Samstag nachmittags um .'! Uhr im TlH hause Domplah Nr. 22 gehoben und nach dcni A'' Hofe zu St. Christoph zur ewigen Ruhe überM"- Laibach am 24. Jänner 1889. Besondere Parte werden nicht ausgegeben. ^ 167 Course an der Wiener Börse vom 24. Jänner 1889. N°« dem 0^«, CourM««, ^,, . Gelb Ware Staats-Auiehen. MenN'^«cnte w Nctfu »2 <;o 82-80 lseoer ü»/ "'""se. ^0 fl. 13450 135 50 lULOei ." ' N"zr 500 fi. 14175 142 25 «"«..«»!?"''«, ><^,-^ tz»°sü?NWr"°rl . 115 ö« 11« 50 ^°nz.I<,s.^.^'"l^"/^ , . 12, »l^i22 20 ^«°rlV «^" ^I„"" - "b 50 9680 ^^hn Emiss. I»84 88 50 9325 ^°Ni""m^/ ' ' - "115 10185 ^^ «'Ni U' «F, >"» »!> » !>» 2> Gelb Nnre Grundentl.-Obltgationen (für 10« si, M.), 5°/.. »alizische..... 1N45U 10b 10 5«/., mährisch«-...... 109'— - — 5"/u »rain und Nüstenlanb , . 108— — — 5"/„ niederösterrelchische , . . 10950110 — 5"/,. fteirische...... 104"?5 - — ü"/<> troatische und slavonischt . 104— 1«, — b"/„ slebenbttlssische , , , , 105 — 105 3N 5"/„ Icmestr Nana! . , . . 105—105 »0 5"/„ ungarische...... 105'— 105 »n Andere öffcntl. Anlehen. D°»llU'«cg,'llosc 5>"/„ 100 si. . 121-50 12L'- b!'«nleh,» verlos, b"/„ S4'l>0 »5 50 Pfandbriefe (fiir 1N0 fl), Äobencr, allg. üsl, 4"/„ G. . . Iltl'50 I>i2'5>U dlo, ' 4>/,°/u, . , 100-70 101 III, dto. » 4»/„ , . . u»'20 9»'70 dto, Plüm.'Tchuldverschr. 3°/n 1N»'?5 I04Ü5 Oesl. Hypothelenbanl inj. 50°/^ 101 — —- Oest,-mlg, Vanl verl, 4'/,"/« . 1NIL5 10175 betto » 4»/« . . U9!!0,100'— betlo 5uMr. » 4°/, . . 99«0!,cxi'— Prioritäts-Oblissationen (für 1»0 ft,), sserblnanb« Norbbahn 0107 — Slaatsbah»....... »00-75 ?01'75, Südbllhn ti 3«/,..... I4»-«0 144-40 ^ d°/......-------121- Ung,.galiz. Vahn..... «9 »s, 99 80 Diverse Lofe (per Etillt), (lrebMose 100 fl...... 18»L5 1837.'» lllary Uose 40 fl...... «, ... ,^-^ 4"/„ Dona»-DllMpfsch, 100 ft, , ,2150 122 25 Laibacher Präm, «illeh. 20 st, 24 — 84 «l> Ofener Lose 40 fl..... U1 7ü «2 50 Palss», !i°se 40 fl...... 59.70 «t, ,o «othen ldreuz, üst, Ves, v., 10 fl. ,«90 ,9 2) «ubulpli Lose 10 fl.....„.75____ Salm Lose 40 si........ _ ßz-^n St'Weüoii« Lose 40 fl. , . , «575 ««.z.5 Walbslem-Uose »0 fl..... 45, _ 4« _ Windisch Grüv iiose ll« fl, . . 57 __ H8-Vew-Vch, b,.i"/nPräm,'Schuld' vel-sch, d, Äodencreoilaüstalt . ,? — ,8-^ Van!. Acticn (per Stück). Nna.lo.Oest. Vanl 20« fl, so°/, 0 fl, . . 105 25 l«5 75 V°»cr,'Vlnst. «sl, «00 fl, T, 40"/,, 2Ui» 50 li7!» 2.'<' llrebitbnül, «llss una, 200 ss. . 313 — 31« 50 Deposltendanl. «lln. 200 fi. . I«8— 1»9 — Eic-omple Ges,,Ndröst, 500 fi, . 52.1 — 528 — Viro-ullassenv. Wiener 200 fi.-------— — Hypolhelenh.üst. 200st. 25°/,«, 6750 «850 Velb Ware Üänbrrbllnl, «s!,UU0fl, V. . . 225,0 225«) Oesterr,unssar, Äanl L00 fl, , 883 — 885- Unionbanl 20« ss...... »2025 220 75 Verlehrsbanl, «llg, 140 ft, . . I54b» ibü — Nctien von Transport- ! Unternehmungen. (per Stück), «llbrecht'Vahn 200 fl, Silber . - — — — Nliölb tinman «alü, 200 fi. S. 195 — I9L — Vöbm, Älordbolin 150 fl. , . . 20U 5<^ 20760 » Wrstbahn 20s> ft.... 322 — 3>i.'l — Vulchtichrader ltls, 500 st. llM. 873 — »80 — bto. llit. L) 200 fl. . 32» — 329" Donau - Dampfschifffahrt ° Gff,, Oesterr. 5«, fi. «M, . , . 41^ — 414 — Dran-Kil. (Ä.'Db-Z,) 2W fl, S, 193 — 194-— Dux «obeoli, Tü-s, 200 st, S.----------------- Zserdlnands^iolob. i000fl,TM, 2500 2505» Vlllllar! Lubw, V 200fl , - (lzernow, - Iasiv Eisen» balm Ossslllch, ^<»<> si, S, . . 222 50 22« — «!l>vb,est, U!ia,,Irisst500fl,!>I,n 200 fi, Eilber 255 «0^255 i»0 Tüblialin 20» ft, Silber , , . >.»<»-85 »9 ?t Lüb N«rbd.«rrb,'Ä,«00fi,lIM, 1«u 25 ILI — Tramway Ves,Wr,.170 fl.ö.W. 824 L5 »!!i4 75 » neue wr., Priorität«» > «lrtien 100 st...... 99 bO lOO — Ung, galiz, «»«> ltgndier Visen' und Vtahl'Ind, in Wien lnoft...... 58-— «5- — «tisenbahnw.'Leihg,. erste, 80 fl, 94 50 «» — »ltlbtimil,!., Paplerf, u. V.'V, 56 50 5? bU Üiesinger Brauerei 100 fi. . , 104 50 '»:5 b« Montan Gesell,, Ssterr, »alpin, 49 10 49 50 Präger «tisen^nd.Ves, 2 fl, 3042530525 Salgo larj, Steinlohlen 8« st, 199 — 801 — .Echlöglmiihl'. Papierf, 200 fl,-------... — »Lleyrermühl»,Papiers,uU.'V. 1»L— 1»«7l> Irifailer Kohlenw Ves. 70 st, .-------—> - Waffens'G.Ofsl inWienioofl, »SS — »70 — Waggon Leihanst,, «llg, in Pest «0 fl......... 73-— 78 »0 Wr, Uauaestllschllfl 100 fl, . . 80— 81 - Wienerberger Ziegel'Nctinl'Ves, l»»75 ll»4 85 Devisen. Deutsche Plätze...... !«»12. 59 »0 London........ 18» «5 l8, 25 Pari«......... 47 7». 4777. Valuten. Ducaten........ b'S? 56» 20-ssr»nc»'Stücke..... »54 955 Deutsche «slchsbanlnottn . .59 12,59 17. Papier Rubel...... !'«<>,, 127« Italienische »llütnolen (lOO L) 4740 47 5«