^U l27. Donnerssass^am ß. Juni '891 Die „Laibacher Zcitunss" crschli»t, »lit Nusnalime ^D^ Inser tion s^r b l> h r fiir eiueVarlnonl-Spalten« dcr So»»- und Feiertage, täglich, und kostet sammt ^^^M^^^DM^/M zeile oder c>ln :>i>nl»» derselben, ist für lmalige Hi«» de» Veila^c» im (5l?mvtoir ganzjährig 1l st., schaltung li sr., sür ^inalige 8 fr., fiir Züiaü^!- l0lr. halb jäliri g 5 fl. 5l> kr., mit.Krruzl'aü o i»l (.5l.'üll" B^^^ '' ^^^^ u. s. w. Zu diese« Gebülircü ist »^ch der Insertions» toir ganzj. 12 fl,. hall'j. <» fl. Fi,r rie Zilstelln»^ "^'.?^ > V',^ lr. »lthrz» entrichte». Viil ^/ hi«;« z« rechnen. Inserate bis ll) Zeile» lositn 1 st. der Pust > ortl>! rci ganzj., unter .ssrcuzl'a»? uno H ^ . / ^?, i>U kr. si,r 3 Mal, l st. 4U lr. sur s Mal „no l»U lr. geglückter '.'lorcsse 15 st., halbj. 7 st. 50 lc, W < ' '^ i^^ü '"^ ^ ^'^ ^"'^ Ixl'egriff oes ^nsertioiissiemi'elS.) Amtlicher Theil. ^Ve. k. k. Apostolische Majestät haben mit dcr an den Staalsministsr gelangten Allerhöchsten Entschließung vom 2!). Mai d. I. zur Aufbcsseruug dcr materiellen Lage dcr Kural-G'istlichen der griechisch--nichlnnirte» Milche in Siebcnbürgc». sowie z»r Or-haltun.; des griechisch »icht - unirte» Diözesa» - Seminars in Hcrmannst.idt. einen Beilrag von jähilichcn fünfundzwanzig tausend Glildc» östcrr. W. aus dem Staats-Aerar zu bewilligen gerubt. Von dieser Gcsammtsummc sollen tallse»o Gnl-den zum Bestcu des Diözssan - Seminars. vi,rund« zwanzig tauscnb Gulden aber zur Unterstützung solcher, einer Aushilfe bedürftiger Priester verwendet werden, welche bei einer höheren Bildung sich durch Pflichttreue lind Slrcbsamkcit auszeichnen. Das Ministerinn! fürHandcl uud Volkswirlhschaft dat die Nal'I des Fal'tikanleu zu Asch, Georg Hu« scher, ^>m Präsid-nle» . und des KmifmauncS z» Egcr. Johann Gabriel, zum Vizepräsidenten dcr HaildelSkammcr z>l Vgcr bestätigt. Nichtamtlicher Theil. Gin konservatives Programm. Wir l»iben liiiscre» Lesern l>.is Progiamm einer liberalen F^akiion ecs Herrcobauscö mitgetheilt. I,i)t bringen uns die Wiener Blätler das Programm cincr konservalivcn Partei, wclchc die kcmslitülioncliru Ior« mcn als ein Uebel I'iünimmt. da sie den« doch einmal ucnu Kaiser gcgebeu wurden und deren Sirede» dabin gerichtet sei» will. das schmale Vächlei» l>i^ hcriger Fleilieit so ciüzndä'mincn, daß es ja nicht zn„, prächligen Strome anwachse, anf welchem die stolze Austria einberschiffen soll. In Wie,', l'.iitt eö. die Grafen Leo Thun lind Clam«Martin,h hällcu große Verdienste um diel) P>o« gramm. Die «Oesterr. Ztg." nennt es «reaktionär", im Gegensatz zu dem der liberalcu Partei,' lind mit Recht. Wcr daö Oktober-Diplom nicht im Sinne des Fsl'rnar-P^lenteü durchgefnlitt wünscht, arbeitet jener Macht in die Hände, wclche schon ein Mal die junge Freiheit im K>ime elstickle. Daö konseroaliue Programm ist ziemlich weit-länfig, wir iheilcn cü daher »nr nach seineiu Inhalte init und hebe» bloß einzelne SteUen ihrem Wortlaute nach l)i".uor. DaS denkwürdige Diplom v. 20. Oktober bilde die Grundlage, auf welcher die Macht Oesterreichs ncngi-gründet und gemehit werden soll; cö habe das geMchiliche Necht mit den Verürfnissen der Gegen, iuart. die Einheit des Reiches mil tcr dcr Völker. Selbstbestimmung dcr Bänder, vaö Verlangen nach Theil>,ahlne an dcr Regierung mit der Anlorilät der Krone zn versöhnen. „WaS uor Allem nolhlhnt, ist die Wiederbelebung des Verlrancnö in den rurch unbestreübare gesichelte Rcchiczlistanee '.'erbürgtem Bestand Oesterreichs. ?tach< ocm oie Grundlage hilzli uon Sr. Majestät durch das Diplom uom 20. Oktober l8.'^'cil sie uncrläülich ist znr Wahlim^ Dcr Uuzcllrliiiilichlcit uud Uniycil-baik'll dcr öNsü-lichischco Moilorchic «no si'ir die euro« päische Machistellun^ dcrs.Ile»; wir irollen sie lnich Darüber hinaus, insoweit sie mit dcm RechlSbodcn der einzelnen Königreiche und Länder vereinbar, mil dcr sm-Mlligln Vcrncksichlignng ihrer spczicllcn Veibäll. n,ssc und Vednrsnlssc vcrlrä.,I,ch lind durch llcic Selbst-bcsti'i'luung drr ^axrer und Völker Oesterreichs erreichbar ist." Die dreifache Grenze der (tzinhcitöblstrebungcn sei uolhw'üdig. oamit man nicht Icncn in die Hände arbeite, die milleist eines Reichüp.nlamtNtcS Oesterreich der europäischen Revolution in die Arme führen wollen. Die Verhältnisse der .einzelnen Lauber seien zu verschieden, als daß eine ausgedehnte Gemeinsamkeit nicht die Unzufriedcüheii erzeugen müßte. „Die fortschreitende Eiuigung endlich der König» reiche und Bänder Oesterreichs kanu. so wie es bisher gewesen, nur die langsam reifende Frucht geschichtlicher Ereignisse sein. In den Lä'i,deru dcr ungarischeu Krouc ist bisher dem Diplome vom 2t). Oklobcr 1660 die Ancilen« nuug verweigert worden, Daß dieses Hinderniß seiner Durchfübrung behoben weree, betrachten wir als eine Lebensfrage der österreichischen Monarchie. Die Tbron« rede hat in dieser Beziehung auf den Weg der Versöhnung hingewiesen. Wir löoncu nichts sel'nlichtr wünschen, als daß cr zum Ziele führe. Sollte es nicht lcr Fall sein, so. werden wir, waS immer sich ereigne» möge. niemals vergessen, daß das Diplom vom 20. Oktober 1860 nnwidcrrufilch die Grenzen vorgezeichnct hat, innerbalb welchcr die Begehungen der Länder dcr ungarischen Krone zu dcm Gesammt« reiche zu regcln sind." Für die Aliöfübrung dieses Versprechens verpflichten sie sich, dcr Regierung beiznstehcu. Ueber die Grundgesetze vom 2(i. Februar beißt eS: ..Ihr dauernder Werth wird somit davon abdangen, ob und inwieweit sie ibrer Vestimmmig entsprechen werden. Sc. Majestät haben sie uns als Gc-sei)c gcgcbeu, und wir erkennen es als »insere Schnl« ri^keit. sie als solche z>« achten, und unr die Wege zu wände!,,, di: stc miö vorgszrichuet uud lroffiiet habeu. Allein ihr Iubalt ist »icht gleich jenem c>ls Diploms für beständig uud unwiderrnfiich erklärt worden." Dabcr würden sie auch brstiebt sein. um die Ge« gcnsähe. welche durch dit Febrnargeseye hervorgerufen wurde», im Geiste des Diploms vom 20. Oktober zu versöhnen, die Grundgrsehc auf Vsif^ssuxgsmäßigem Wege abzuändern. »Hiezn fül'lcu wir uns insblsondsrc gedrungen, bezüglich der Bestimmungen, durch welche dir Greuze gezogen werden soll. zwischen dcm Wilkungökreise des engeren Rcichsralhcs nnd dc», rer Landlage. Dem Feuilleton. Die Walachen. Pei den Mal^chc» si»d die Mällner meist von milllcrcr Körpergröße, abweichend eavon sieb! man mehr groüe als kleine Gestalten, schlank gewachsen un» mit regelmäßigem Gücdevbau. Sie siuo schwerfällig und langsam in ilnen Bewegungen, doch !>n di.se Schwerfälligkeii mehr den Charakter vcr Faul. bcit als der Unbelwlfenbeü. DaS O,sicht ist lang. qeschnillcn und der Kopf eben so geformt, bei viclen Männern trifft man eine durchaus ellc GcsichlSbil-. dnng. Die dnuklc Gesichtsfarbe erscheint mehr als eine Wetterfarbe, denn als natürliche Färbung dcr Naee. wie bei den Zigeumrn; die vmberrschend schwarzen Aligeu haben fast immer eine» tückischen Ausdruck, bliheu bei Orregung lrbbast anf. weiden aber. so wie der Man» sich beobachict siel,:. sofort demüthig niedcrgcschlage». Die dnnllen. langen und dichten Haaic bangen nnordenilick. lvild und uugepfiegt um den Ko»f. Der fei» n.cbildclc Mllnd. voll schönes. N'eiger Zäbue wird von einen, oichlen uud langen Echnurrbarle beschallet; einen Kinnball dagegen trägi der Walache niemals, diesen zu tragen ist ein Vorrecht oes Priesters (Popa). Im Allgemeinen nuicht der Walaä'c dc» EiU^rnek cines kralligen, wohlgebaut,, Mannes, »nd nicht selten sieht man »»lcr dc» Bulschcn und Männern von miltlcicm Aller wirklich schöne Gesichter und Gestalten. Das' schöne Geschlecht verdient in der Ingcnd diese Bezeichnung i» der Thal, ich sah noch bei kcinem Volke so viele schöne uuo anmulbige, Fraueiigestallc». Die Kopf, »nid Oesichlsbildung zeigt das schönste nnd regelmäßigste Oval, die Nase von einer echt römischen Form ^ die Augen, mit langen Wimpern und dichten Angenbraucn. sind meist dunkel, öfter ganz schwarz wie die Haare und zeigcn ei»l» sanfleu. man kann sagcu schwärmerische» Anüdrucl. dcr aber bci oer Anficgnng, z. B. bei», Tanz. ein lebhaftes, jedoch »ie u'llees Fencr cinnimml. Lange Haare werden für cliic besoiipcic Schönheit gkh.Uten uno nicht nur. r.iü die jnugc W.Ul'chin dutch Einbinocu von salfchc» Zöpfen d.lS Haar v^rstärlt, wüd ihiu auch einc bc-sonecrc Sorgfalt gewidmet. M^>/ s,^,. ss »miner glall, glänzend, wobei Schiveilicschmalz allerdings dir Stelle rrr feinrn Pomaoc vertritt, mld woblgeich'itell. Ich sah häufig, daß junge Masche», wenn sie Mittags von dcr Arbcil rnhlc», <->>, c'ss.r gin-gen. >dr G,sich> wnschen und das Haar anf's Ncne oidnelen. wobei nicht scltc» riu Siückchen Spiegel benühl wirc>. Die Fignr und der WuchH sind schlank »nd unladcihnft, schön gernndelc Formen, odne irgend eine störend Fülle, ^'ü^e und Hände si»r> schmal uno klein. Die Bcwcgnng.n der jnngf» Mädchen sind. ,r'ic- ihie Haltung, in holiem Grade grazes und ela> stisch. sie würden in jedem unslicr Salonv alle nn-scre Damen darin übertreffen. Ich glaube. daß diese ausuel>mlude Leichtigkeit dcr Bewegungen, verbunden mit einer Siäierbcit des Anfirelens. daher komml. datt sie von Ingend auf gswohin si»d. lleinlre Lasten auf dcm Kopfe zn trage». Man sieht oft die Wa- lachiu in einem länglichen Korbe ein kleines Kino auf dem Kopfe tragend, ein Bündel auf dcm Ruck.n und im Geben eine Spindel mit Wolle abspinnend und dabei siud die Wege, welche sie zurücklegen, mcistcns nicht eben nno glatt. Die jnngcn Weiber haben eine frische Gesichtsfarbe und glatte Haut; leioer behalten sie diese nicht lange, denn es herrscht unlev dcu Mädchen die Unsiüe. sich weiß und roth zu schminkc» , auch dic Angenbians» zu färben. Dcr Walache ist feig, hinlerlistig. tückisch, grausam und faul. Er wiro uiemals einen Mann, besonders wenn er mit Feucrglwehr bewaffuet ist, vor rcm er ciue hciligc Scheu hat, offen angreifen, cr ihnt es nur ans dem Hintcrbalte oder. wenn cr weit an Zabl überlegen ist, >n räuberischer Absicht, z. B. durch Uebeifalle» im Hause, wobei lr zwischen seiucn Slammcsgeüossc» und anderen Leuten eiuen Unter« lerschifc! nicht macht. Dabei begeht er die raffiuirte« steu Gralisamkeilc». Nichts!bu» ist s.iu Lcbcusglück; er läl.'t. wie dcr Orientale, sein Wcib für sich arbei« len. und seine größlc Woiuie ist es. wettn cr gegen l>ie Reifezeit der Zwclschkcn in seinem Garten licgcn k.,nn. um das Wachsen derselben, im Vorgefühle oes Rakia (Ziucischken < Branntwein), mit Wonne zu be< trachte». Oft sieht man auf dcm Marllc große Man« ner Tage lau,', au cinem Korbe. Obst verlaufend, sil)en. Er a>bcitel cbcil nur. nm das Notheülfligste a» barem Gelde zu erwerd,» . um die Slcucrn zal)< !e» zu können, für das Wenige, was das HanS bedarf, uud höchstens, um ein Paar Ochsen ,n tauft»'. Der Walachc beschäftigt sich vorzüglich qcrn als Fub» wann und liegt mit seinen Ochsen oft Wochen lang 506 gesammtcn Neichsrathe konnte in Beziehung auf die Gesetzgebung »icht mehr zugewiesen we« den. als wovon sich erwarlrn läßt, daß es auch voil dcn Landtagen in den rändern der uugarischeu Krone wcroe auf den Reichsralh übcrtragcu werdeil können. Nach-dem aber Gründe der Zweckmäßigkeit dafür sprechen, daß für die übrigen Bänder der gemeinsamen Gesetz« a/bnng ein weiteres Feld offen gelassen werde, isl in dem Artikel III. des Diploms ein Vorbehalt in sehr unbestimmten Ausdrücken aufgenommen worden. Diese Uiibestimmlhcit l)at zn mancherlei Bedenken Anlaß ge« qeben. Wir erkcnnen die Rothwcndigkrit. daß die Bedentung dieses Vorbehaltes, wirklichen Bedürfnissen entsprechend, unter gewissenhafter Beachtung der dabei belhciliglcn Rechte der Lander näher bestimmt und staatsrechtlich festgestellt. eben so alier, daß hiebei der in dem Diplome angesprochene Grundsatz: in die Kompetenz deS Ncichsralhes gehören nur ihm ausdrücklich zugewiesene Gegenstände der Gesetzgebung, alle anderen sind in uuo mit den Landtagen ucrfas-slingsmäßig zu erledigen, unverbrüchlich aufrecht er» valien und zur Oeltnug gebracht werde. Welche Gegenstände der Gesetzgcbnng dem engeren ReichSrathc zuzlüveisen? wie dal'ci die von einander abiueichenden Wünsche und Verhältnisse der verschiedenen König« reiche und Bänder zn berücksichtigen? in welcher Weise die hierauf bezüglichen Bestimmungen zn treffen, und in wie weit sie mit dru ^ndtage» zll vereinbaren sind? — bedarf gründlicher Erwägung, hinsichtlich wllchcr wir keiner individneUe» Ansicht vorgreifen wollen. Wir sind jedoch der zuversichilichen, Elwar-lung, daß «die scit einer langen Reihe von Jahren" bestehende Gemeinsamkelt bezüglich des lodifizirlen Rechtes und einiger anderer Gesetze von allgemein politischer Vedenlnug nicht in Frage gestellt werden wird. Den repräsentativen Versammlungen, welche die Durchführung des Diploms erheisch!, sind Immen gegeben worden, die den iu koustitulioutlle»! Staatcu bestchendcu entlehnt nnd nachgebildet sind. Wir si»d nicht der weitveibreileten Meinung, daß wesentlich von diesen Formen die Heilung unserer ge« fahrvollen Zustande bedingt sci, so wie wir überhaupt der richtigen Würdigung dtr eigenthümlichen, thatsächlichen Verhältnisse des Reiches nnd seiner Bestandtheile nnglrich größeres Gewicht beilegen, als den Fragen über die Zweckmäßigkeit äußerer Formen der Behandlung öffentlicher Augelegcuheiien. Deßhalb nehmen wir aber auch diejenigen Formen, die Se. Majestät unserer Theilnahme an dem öffentlichen ^cbcn uorgezeichnet haben, mit voller Aufrichiiglcit au. u>,d halten lö für unsere Pfticht. dazu mitzuwirlen, daß sie ernstlich gehanobabt werden, und daß von ihnen nicht abgewichen werdr. e« sci denn. daß Acnderlingeu dcrjelbe» anf verfassungsmäßigem Wege bewirkt werden sollten, zumal jeder Versuch, anf anderem Wege wieder etwas Neueö an ihre Stelle zn sehen, die bestehenden Gefahren urrmebren und eine immer größere Verwirrung des öffeutllchen Rechlsbcwußtseins zur Folge haben müßte." Richt die Steigerung der repräsentativen Versammlungen durch fortgesetzte Schmälerung der Rechte der Krmie. sondern i» der Hintanhaliung gewagter Experimente sei das Mittel, der Vcrsassuna, Bestand zu gtl'en. „Wir wollen demnach mit loyalem Sinne. unbc» lümmert nm unsere uno des Herrenhauses Popula- rität, wenn es nolhwcndig werden sollte, einen Damm bilden gegen Bestrebungen, welche abstrakten Thronen zu i^iebc die monarchische» Bedürfnisse Oesterreichs zu wenig beachten, und dadurch die Gcfahr in sich tragen, die Vlifassnng pr.ikusch unmöglich zn machen; wir woUcn aber nicht gegen d,is gegedene Maß parlamentarischer Freiheit. u»d deren naturgemäße, dcr zweckmäßigen Verhandlung »richtiger Angelegenheiten dienliche Entwicklung anläinpfcn, sondern vielmehr sic dcr Sache dcr Orduuug und des Rcchics dlcilstl'ar machen, nnd zu dem Eilde mit mä»nlichcm Freonuthe dem Herrcuhause jenc Würde und Selbstständlgkeil wahren, die es — ein Mal geschaffen — nach allen Seiten hin bewahren muß. wenn cö ein politisches Gewicht üben soli. Diesen Freimulh wollen wir insbesondere ge« wisscnhafl bethätigen. wenn wir Veranlassnng haben sollten, für dic ewigen Ornudlagen des Rechtes u»d der sittlichen Oldiiling einzustehen." Sitzung >cs Hcrrenhauscs a m ^. Iun i. Die Sitzung wird 111 Minuten nach 12 Udr vom Präsidenten Fürsten Karl Auersperg cröffnet.— Auf dcr Ministerbank: Graf Rechl'crg. Freiherr v. Mccsuru. Graf Degenfcld, v. Pleuer. Pralobcvcra lind Graf Wickenburg. Kurz nach Eröffnnng der Debatte erscheint Slaalsministcr v. Schmerling. In der Hoflogc: Sc. k. Hoheit Prinz Nasa. Graf Sleruberg und Füist EhevenliüUcr ersuchen um einen scchswochcnllichcn Urlaub; March>sc Ea-vriani leistet Verzicht allf oic Würde eines Rcichsra-lhes. Alif der Tagesordnung stehen: Bericht der Konl!ll>ssion über die Dläicnfr.ige und der Antrag Sr. Eminenz des Kardinal«! Fürsten Schwarzenbcrg bezüglich der Ernennung einer Kommission für die Begutachtung der Frage der Vollmachleu uach 8- ^ der Geschäftsordnung. Baron ^ichlcufels erstaltet hierauf den Bc° richt der Kommission über die Diälenfrage: Dic Majorität drs Ausschusses ging von der Ueberzeugung aus, daü das Haus ocr Aligcorduetcn, selbst als die engere Versammlung Dee« Rlichsrathes betrachtet, zu Beschlüssen über oic Herbcisch.iffuug aller derjenigen Mittel berechtigt angesehen werden müsse, ohne welche es scine Thätigkeit auszuüben außer Staude sein würde, nnd daß ihm d>e Zustimmung zu solchen Beschlüssen schon zu diesen, Zwecke nicht vcrs^gl wc»r>tn dinje. Da m dem vorgelegten Entwürfe nur im Allgemeinen die Bestimmung gc-troffen ist, daß die Diäten nnl) Rcisclostcn aus jenem Fondc zu bestreiten seien, ans wclchcm die sämmtlichen Kosten für die Relchsvertrclung bestrilteu wcr-rcn, über die Ansmiltlnng und Bildung dieses Fon-dcs aber den künftigen Beschlüssen in keiner Weise vorgegriffen wird. so glaubte die Majorität des Auö-schusses dem vorgelegten Aiürage im Prinzipe unbedenklich beipflichten zu können. Was die einzelne» Punkte dcs Antrages betrifft, so fand die Majorität mit Rücksicht auf die herrschen-ocnThcucrui'gSverhällinsss kciuen hinreichenden Grund, den angenommenen Maßstab der Taggcloer mit ll) fi. östcrr. W. entgegen zll lretc», noch schien idm die R'eisekosten'Eiilschäoignng von 1 st. ö. W. für jcde Meile der Hierher» und Rückreise eine Mäßigung zu gestatten. Auch den im I.tz!tm Punkte enthl,ltenen Verbote auf den Bezng der Gebühren zu verzichten, glaubte die Majorität Rechnnng tragen zn müssen, nnd sie stelle daher den Anirag: «das hohe Haus wolle beschließen. es werde dem von dem Hanse' der Abgeordneten aus der Sitzung vom 27. Mai l>. I. milgclheilten Antrage über die Taggelder und Relse-gebühren für die Mitglieder des Abgeordnetenhauses des Reichsralhes die Zustimmung ertheilt, und es sei dieser Anirag zur Erwirkung dcr Allerhöchsten Sanktion an dliö Minlsterium zn Iritcn. Die Minorität hingegen war der Ansicht daß der Beschlnß dcs Hauses der Abgeordneten als eine Ergänzung der Verfassnugsbestimmungeu angesehen werden müötc. Ol, da« Haus der Abgeordnc« ten ren an das Hcrrcnhans mitgetheilten Bcschlnß mit der für ein Verfassllugögrs^ erforderlichen Stirn-meiunehlhcit gefaßt h^be, liege nicht vor, uno schon deßhalb erscheine cs nicht möglich, demselben zuzustimmen. Es sci jetzt nicht an dcr Zeit Verfassnngöfrageu zu löscu. sonoer» nur Schwierigkeiten deS Aua/nblicks zn überwinden. Die Randlage d,r meisten Länder haben bereits ans raiidlsmiilcln für ihre Abgeorducleu zum Reichs-rathe vorgesehsn. Die Bestlc,luug der cimnaligeu, durch oie Nolh-wcndigklit bcgrüuoetsll Auslage» erheische kei» Gesetz, sonrern werde gleich anderen ähnliche,', nicht präli-minirtci, Ausgal'öposten bei dcr Prüfung des Staats-crchuuugsabichlusscs ihre vclsassungsmäßige Elledt-gniig ftndc». 'Aus dllscn Gründen glalibt die Mi»o>ilät fol-gliiden Antrag st.llcn zu s^len. Das hohe Hlnis wolle beschließen: 1. der b. Regiirung anheim zn stellen, den Gliedern des Hauses der Abgeordneten, für welche nicht bereits von den Landtagen Fürsorge getroffen worden ist. di< nach der Meinung jcucS Hauses angemessenen Tag-gclder und Rlislkoslcncnlschädigung für die gegcuwär-t>ge Session dcs Rcichsrathls znr Verfügung zu stellen. 2. Diesen Bcschlnß dem Hanse dev Abgeordnelen mitzutheilen und demselben zugleich zn eröffne», daß das hohe Herrenhaus sich nich! bestimmt finden köune, dermale» ln d,c gesetzliche Gosling dcr vollicgcndcu Flagc einzngeheü, uno deßhalb den ihm tnitgelheiltcu Bfschlllß dcs Hauses der Abgeordneten ablehmn müsse. Alif Antrag oes Grafen Kl, esst ei», der von l>cm H»iuse >l,lt großer Majorität aligcilommc» wirl>, wird die Debatte sogleich eröffuct, n. z. sprecheu die Berichltrstaller Freiherr n ^ichtcnfcls und Graf Har-lig für. Graf ^!eo Thun und Palacky gegen den Majoritätsautrag. Der Majorilätöanlrag wird mit 49 vou 7l Stimmen angcnommcn. Hierauf wird der Enlivnrf auch in der drillen ^csnng als Ganzes ana/nommcu. Dcr gcstcrn gestellte A,>trag dcs Kardinal Fürsten Schmarzenberg. die VoUmachlsangelegenheit au eine cigeiu' Kommission zu weise», wird uon diescm damit begründet, daß über Dauer und Ansdchnung solcher Vollmachtcn nicht vorgesehen sei. Es müsse d.nübcr, wie über dic Art. in welcher die Abstimmung mittelst Vollmacht vorzugchcu sci, eine Bestimmung gciroffcn wcrdcu. mif der Straße oder im Walde, wo er Kohlen flachtet oder Holz fährt. Wenn ihn die Rächt ereilt, spannt er sline Thiere aus. treibt sie auf die Weide in den Wald, macht sich ein Feuer an. bereitet sein spar-lichsS Mal)I und schläft. Ist das Nclter,'ch!echt. legt er sich. in seine Decke (Kotze) oder semcn Pelz gewickelt, ilixcr den Wagen muleu auf die Straße nnd ruht so sanft, wie mancher Städter nicht auf seine» weich,» Kissen. Oft begegnet mau dergleichen Fnhren, wo dcr Manu auf dem Wagen schläft nnd ras Wcib fäbrt. Uedrigcns ist der Walachc ei» sehr geschickler 'Wagenführer, er bringt daS Holz auf so unglaublich steilen und schlechten Wegen von den Bergen, daß mau alle Augenblicke denkt. Mau». Ochsen und Wagen müßten zerschmcltcrl unicu ankommen, und doch fällt selten cin Unglück vor. Will man viel Arbeit von einem Walacheu habcu. so muß man ihn, niedrige Akkordsätze machen: verdient cr viel. so arbeitet er uur wenige Tage in dcr Woche; eiu Bestrebe», sich riil Kapital zu sammeln, ist ihm fremd. Dag sind allerdings große Schattenseite» im Obaraklcr. aber es siud grö'ßlenlhcilS solche, wclchc man mchr oder minder bei jedem linlerdrückten < geknechteten Vollsstammc findet; cr trägt sicher weniger die Schuld, sie sind ihm anerzogen und cingcplügcll Mau l>al ihn gewöhnt, in jedcm Höherstehenden einen Slockschwingenden zn sehcn. Es' muß so sein. heißt es, ohne Prügel ist der Walache nicht zu regie-reu. Er jelbst erkennt das auch tiuigermaßcn an. dcun, wcnu er von Jemanden tüchtige Schläge l>al und lhin nicht geradezu Unrecht geschah, sagt er: „Paö ist ein ganzer Herr", wälnend er den ucispoltet. welcher ihn nur mit Worten zur Ordnung vclweist. ! Dennoch hat ihn die Natnr auch mit manchen guten Anlagen ausgestaltet. (Zchlliü folgt) Gine Fabrik, in welcher Predigten, Neden und Vorlesungen erzengt werden. In lnglischcu Blällcin stößt man hänfig auf folgende Anzeige: „Für Parlanu'nlSmitglicdcr, öffentliche Redner. Prcd>g>r u. s, f. Ein geübttl ^ilcral versieht Staatsmänner. Klubrcdncr, Geistliche u. s. m, mit Rcdcu. Prsdigtcn lind Vorlcsungcu in jedcm möglichen Stul und über aUe möglicheu Gegensländc. Hierauf Refteliirenre »uögen sich weudeu an das Bu-rcalir dcs Herr» X. I^. Z. ?c." ^'lser anf dem Ko». linente mögen geilcigl scin, dergleichen für einen schlcch-lcn Spaß zll halten. Wie bei uns. wird man sich denken, mag es anch dort ^'cntc grbe», die ihre Pre? diglen, Redeu l». s. w. uichl selbst mache», alier oaß sic fabriksmäßig crzeugt werden könne», wird Niemandem einfalle». Und doch ist dcm so. Der Gc-richlssaal. dieser schonnngSlosc Enthüllcr allcr Wunden uno Schwächen der Gesellschaft, loustaiirlc das Vor» handenscin solcher geistigen (?) Fabrikation. Vor llngefähr 14 Tagen kam vor dcm Londoner Sheriffs-Court solgeuder «Fall" zur Verhandlung: Herr Rogers trat als Kläger gcgcn Herrn Havergal, eiueu Pfarrer in Redfordshire, auf. lim eine Schnld vou zivci Pfnnd Sterling zehn Schilling für zwanzig gcliescrte Predigten einzutreiben. Dcr Anwalt des Klägcrs gab an: „Am 28, April lüiil) bestellte Hcrr Haucrgal bei meinem Klienten eiuc Predigt über die «glückliche Beendigung der indischen Meuterei." Sie wurde ihm zugeschickt, nnd kurz darauf bestellte er zwauzig Predigten über veischicreuc Gegenstände. Di.se zwanzig Rcdcn. die zwci Schillings sechs Pence (nicht ganz einen preußischen Thaler) daS Stück lo° steu. bezahlte er nicht." Der Anwalt las dauu den Bricf vor. welcher dic Bcst.llu»g cnil'ält. Es bcißt oarin: «Senden Sie mir cinc Porlion dcr bcstcn Predigten, die Sie im Vorrath haben." Richter: Es scheint, wir lial'cn es liier mit einer förmliche» Prcdiglfabrik zn thun. (Gclacktcr,) Wie kommt cö. daß die Predigten so billig sind? — Allwall : Sic werdcu je nach dcr Rachfrage in mehr oder wcniutr Ercmplaren lithograplurt. und jc mehr Abnahme «in „Arlik.l" fiodct, dcsto billiger ist das Exemplar. —- Richter: Also die nämliche Predigt wird von vielen Geistlichen benutzt? Und wenn ich am Sonntag verschiedene Kirchen besuche. ldnn ich das Vergnügen habc» , dieselbe Predigt mehrmals zu ho-reu? — Anwalt: Allerdings. — Richter: Was sind Ihre höchsten Preise? — Anwalt: Fünf Guincen. Das ist der Preis für Bn'chöfc. — R'ä'lcr: Ihr Klient macht also auch Predigten jür Bischöfe? — Anwalt: Gewiß. (Gclächlcr.) — Richter: Was würde eine Predigt zur Erbauung des Lord-Mayor kosten? --Anwalt: Drei bis ,'ünf Guincen. — Richter: Ich fürchte, nach dieser Eröffnung wird der Lord - Mayor nicht mchr leicht zn erbauen scin. (Gllächur) Das Ende rom ^icd war. dcr Verklagte, der persönlich zugegen war. aber sich dmch<"lS "cht ve-schämt fühlte, wurde zur Bezahlung dcr Schuld und obcndrm, in die Kostcu vcrmlheilt. 502 Baron Kraus beantragt die Sache an den politischen Ausschuß zu weisen. Der Kardinal will sie an den Iustizausschnß gewiesen haben. Dir Majorität Nimmt dem bci. Die nächste Sitzung ist Montag.— Ende halb 3 Uhr. Abgeordnetenhaus. Nusschußbericht über die von der Regierung mitgetheilte Geschäfts - Ordnung für das Haus der Abgeordneten. Der am 12. Mai vom Abgeordnetenhaus^ bestellte Ansschnß zur Berathung über die Rechlsbeständigkeit und Zweckmäßigkeit der von der Negiernng milge-theillen Geschäf^sordnnng hat. wie bereils mitgetheilt, seine Arbeilen vollendet, dcr betreffende Beicht liegt bereits vor und wird in der nächste» Sitzung des Abgeordurtinbauses vertheilt werden. Dcr Au^schliß spricht sich in der Einleitung des Berichtes dahin ans. daß die uon der Regierung mitgetheilte Geschäflsoidnung weder unter die Be« stimmnngeu des ParagrapheS 13 deö Grundgesetzes über die Reichövertreluilg fällt, noch ist die einseitige Erlassung einer solchen im Paragraph 21 desselben vorbehalleu worde». Die in dem letzten Paragraph der Geschäfis» ordunng angedeulcle Weise, wonach die einzelnen Be« stimmu,igeu ver Geschäftsordnung so lange in Wirksamkeit bleiben, als »icht deren Acndcrnng oder Auf» Hebung durch Bejchlulüassuug des Hauses und Sanktion Sr. Majcsläl zu Stande kommt, enlspricht alich nicht dem im Paragraph 12 des Grundgesetzes vor-gczcichucten Wege für die rcchtsbeständige Erlassung eines Gesetzes. Dessenungeachtet e„tl)ält die Geschäfts^ ordnnng Bestimmungen, welche gesetzlicher Natur sind, ja sogar auf solchc Bestimmungen. welche eine Abänderung des Grundgesetzes über die Neichsverlrctnng begründe». Die Rechtsbcständigkeil der milgelheiltell Geschäftsordnung könne daher ohne Wcileres nicht anerkannt werden. Eben so müsse auch die Zweckmäßig» keil derselben beanständet werden, wenn erwogen wird. daß ei» Anlrag. ehe solcher znm Beschluß erhoben weiden kann. fünf Mal vor das Haus gcbracht w.r« drn mnß, Eü könnc doch »icht in Abrede gest.lll werden, dab Fälle emlrcten dürfle». in nielchen es nicht »ur räthlich, sondern sogar uoihwcndig sein werde, über einen Antrag sogleich eine definitive Entscheidung zu fallen. Die Verfassung cincs neuen Entwurfes war daher nicht zu umgehen. Dic VcNimmuua.eu einer Geschäfts« v"»'!!na fnr das Hali,3. sagt dl'r Bericht iveoer. sind idler Natur nach entweder solche, dic in das Grund-Gesetz über die Reichöverlrellmg anfgeuonnneu werden, oder solchc. welche gesetzliche Vorschriften cmbaltcn^ oder endlich solche, welche sich bloß anf die iuncren Angllsgenbeiteü des Hauses beziehen, Die der ersie-ren Art sind bereiis gegeben und können im W^e einer Geschäftsordnung »icht abgeäilderl werden. Die der zweite» Arl sind nur nach dem Grundgesetze mit Zustimmung beider Häuser nnd der Sanktion Sr. Majestät zu cilassen; für die Feslstclluug jener der drillen Art reicht ein rechtsgiltig a/faßier Beschluß des Hauses bin. Vei der Verschiedenheit dieser Wege gebt es auch nicht au, die Bestimmunaeu der 2, nnd 3. Art gemeinschaftlich zu brbandelu Der Ausschuß glaubte nun. er werde der ihm gestellten Aufgabe am besten cntsprechlii, wenn jene Bestimmungen dcr Geschäfts« ordnnng. welche gesVhlich.'r Na,nr sind. zusaminenge« fallt lluo als lin Gcsltz in Amrag gebracht werden, da die hierin eulhaltcnsn BclNliimliugen zum Theile nothwendig für beioe Hänser gleich verbindlich scin inüssen. znm Theile sich auf gleiche Verhältnisse beziehen, also für beide Hänser maßgebend aua/trags» werde»' die Rcgclnng der Bestimmungen der drillen Art aber wird dem ausschließlichen Ermess.-n clucö jeden Hauses anheimgestellt. Dcr Ausschuß hat daher dem Hausr: 1. einen Gesetzentwurf i» Betreff dcr Geschäfts-ordnnng des Reichsralhes. 2. den Entwurf einer Geschäftsordnung fnr das Abgeordnetenhaus vorgelegt, Dcr erwähnte Gesetzentwurf in Betreff dcr Gr< schäfisordming des Reichsralhes enlhält ltt Para-graphe und behandelt: D>c Angelobnng von Seile der Mitglieder der beiden Hänser, dcr Präsidenten und Vl^e - Präsidenten, die feierliche Erössnnng ). Recht der Ausschüsse. Erhebungen einzuleiten oder Zeugen u»d Sachocritändige vorzuladen. abgc-llhnte Vorlage». Geschäfisocrkehr dcr beide» Häuser. Utrcinigler Ausschuß beider Häuser. Inlerpcllaiionen. Eingabe». Nichtziilassnng von Depnlationen, Deputationen au oas altert). Hofiager nnd Verkehr nach Außen (M. 43—4!) der GO). :V e st e r r e i ch. Wien. Se. k. k. Apostolische Majestät haben den durch Brand ueninglücktcn Bewohnern von Trau« lcuau in Böhmen eine Unterstützung im Betrage von Viertausend Gulden österr. Währung aUergnä« digst zu spenden geruht, nnd es wurde dieser Betrag bereits seiner Bcstimmung zugeführt. Wien. Omem Prwatschrciben anö Cetlinjr. welches eine dem Fürsten Nikolaus von Montenegro schr nachstehende Person au einen seiner sich hier aufhaltenden Freunde gerichtet hat. eulnimml das „Frem-ocnblalt" vie inter.ssanlc Nachricht, daß der Fürst enl-schlosscn ist, politisch-diplomatische Agentien an den Höfen dcr europäische» Großmächte zu errichten, uuo zirar in Petersburg. Ftonslantinopcl, Paris. London, Wien nnd Berliu. Für Pelcröblirg ist dcr dcr rnssi« schell Sprache «nächtige Senator Ivo Nako NadonilS. für Koilstantinopel der Sekretär deö Fürsten, Vatzllk, dcsignirt. Für Paris und London soll nur Ein Agent angestellt werde», waö anch i» Bezug auf Wien uno Berliu in gleicher Weise geschehe» wird. Außer Paiis n»d Petersburg werden diese Agenten zwar für jetzt noch nirgends einen amtlichen Charakter annehmen und direkt mit den Kadinelen verkehren; sie wercen aber die Anfgabc haben, cinstwellen bei den resplkti-ven Höfen und den vorl akkredilirteu fremden Gc-saudlschaftell im prioalivcu Wege die staatliche Ane» kclinung dcr Sclbstständigleil Montenegro's anzubahnen. Ein stabiler Agent, den der Fürst nach Skulari gesandt hat, wiro von dein dortigen Gouverneur Ali Pascha nicht anerkannt. — Ans Wien wird dcr Bcrlliur »B. u. H. Z.« l)0» „nulerlichlelcr Seile" geschrieben: ^Ich glaube mitihellen zu löuncn, daß die Verhandlungen uui England wegen Ueberlassung einer Slation für cngli» sche Kriegsschiffe an der dalmallnischcn Küste im Au^ gesicht ccr ilNlner drohender sich gestaltenden Verwicklungen im europäischen Theile der Türkei wieder ausgenommen sino. und daß das Zustandekommen der oetreffendtn Konvcnlio» bcreilS als gesichert betrachtet werden darf. Man wild wohl nicht fehlgreifen, wenn man diesllbc als cin Symplom gröberer Annäberllng zwischen der östcrreichischcu und englischen Poliük im Allgcmcincn aliffaßt." Wien, 3. I^ni. Das Gefttz über das lucra» tische und aNlsli>che Eigeuihun»', welches von einem besondern Eomilc nntcr dem Holsipe des Sekliono» chesü Rlller v. H'^e aus^calDl-ilN «.»cnden lii,t) sich zur Schllißfassung b^rcils lin Mluistcriathe befand, iviro n^ch dem Pceßgesctze eine dcr ersten Vorlagen für oaü Abgeordnetenhaus und wohl cm Anhang zun» Prcß« gcscpe werde». Innsbruck, 1. 3""i. Die »Ocsterr. Zeituug" hat aus Fcldllrch die N^chlichl erbalil» . daß wlgru der dascll'st vor^cto>nmcncn rcligiöicu Umtriebe eine behördliche Ulllcrslichnng eingclcilet und die Akten be« rcils ocm Kumlnalgelichic übergeben worden sind. Der „Bole aus Tirol" ist >u der ^age. nulzuiheiltn, daß diese Nachncht diüchauo nurichlig ist. Von der bosnischen Grenze, 28. Mai. Am 2^. wurden i» der Nähe von Soinjar i>n Ora-diskancr Grenz ^ Negimcniübczirki auf cine Kordons-Palrollille von rein lürki>chc>l Savenfer alls zwei Schüssc abgefcucrl. ohoc Ielnanoe» gclroffcn zu haben. Diese Schüsse, welche von Acuauicn gegtben wurden, sind llnscrelseils nicht criuioen worden. Ebenso wurde auf elricu a>n linken Ufer dcr Saoc s.iil Ackerfeld bearbcilcl,den Grcnzcr vom bos-»lschen Ufer l)cr gcschosftn. Ee> siuo dicß i»'m>rhin Zeichen von dcr wach-s.udcu Erbitterung dir Türke» gegen Oesterreich. ('llg'. Z'g.) Deutschland. Iu beiden Häusern drs prcnßischc» Parlamcnls ist dic Annahmt cn !)l»c dcö dcnlschcn Handclsgesctz« bucheö erfolgt. I>, oem größle» dcr reiu deutschen Staaten wird also daS »alionalr Handelägcsstzbnch'mil Btsl'inmlheit Gcsetz.'ökrafl erhalte». iu,o hiemit ist Bürgschaft gegeben, daß das Handclsgescpbuch in nicht zn langer Zeit in allen deutschen Staalcn Geltung habcn werde, gleich dem Wechsclrccht. Im Interesse ocr großeil nalionalcn Brdellluug des Werkes werden, wie iu Preußen, so auch !n audcrcn Staaten die manch.rlcl Einzell'cdculen sich Schweige» auferlegen. Italienische Staaten. Dem „N^iio d'Ilalia« ^isolge soll Garibaldi den Beschluß gefaßt habcn, wsnn dic Ruhe in II«' lie» binnen zwei Monalcn nichl gestört winde, nach Aincrika. dcm ersten Schanplap seiner Thaten. zu< rülk^ukehren. Frankreich. Paris, 3l. Mai. Es ist hier vielfach die Nebe davon, daß der König Viklor Emanuel nach seiner Anerkennung als König von Italien auf einer Neise durch Frankreich Paris einen Besuch abstaitcn werde. Der König wird, wie es heißt. sti»c Neise mit großem Pomp machen, in Marseille in Begleitung einer großen Flotte ankommen und dorl vom Plinzm Na« polcon und uon seiner Tochter, dcr Prinzessin Klo» lilde. empfangen werden. Da die Neife des Prinz,» Napoleon bis zum Monate August währen und sich die iiösnng der Anelkennnngsfrage auch wohl bis zu dieser Zeil hinziehen wird, so glaubt man, daß der König am 16. August, am NapoleonStage, in Paris anlommlll wiro. Prinzessin Kiolilde reist gegenwärtig mil dcm Prinzen Napoleon nur bis Lissabon. Mall sagt. derselbe begebe sich nach der Küste von Afrlka. wahrend- seine Gemalin zu BcsnH nach Turin an den Hof ilnes Vaters geht. Paris, 2. Inni. Ein Telegram»,, das der „Pattie" auS Beirut zukam, Mlld.t, daß Fuad Pascha schr ernste Depeschen von seiner Negicinng elhaltcn habe. Dieselben beocnlen ihm, daß der Sultan, indem er ihm die besten Regimenter der Garde sende, in seine Hände das Schicksal Sy'itns und des ganzen Reiches lege, und daß. im Falle neue Unruhen über Syrien käme», die Türkei sich dem Ver-hängmß ausgesetzt sähe, eine ihrer wichtigsten Provinzen zu verlieren. Die besagte Depesche bclont, daß die Minister des Sultans die ganze Verantwortung, die jetzt auf ihnen laste, begreifen, und daß Europa enischlossc« sei, radikale Maßregel" in Bezng auf Syrien zu ergreifen, foils sich die Nothwendigkeit derselben neuerlich und ernstlich fühlbar mache. Ucucjle Nachrichten und Telegramme. Pest, 4. Juni. Die übrigen Nedner dcr Beschlußpart,i verzichten ebenfalls anf das Wort. De«k als AntragHllisr beaulwortet einzeln die gegen seine Motion >ismachlcn Eiuwürfe, Denk schließt seine Nedc mit der Auffordernna.. die Veraillwortlichkcil zn lheileu. ol> nun die Resolution oder die Adresse die Majorität erlange. Der Prä-sidcnt erklärt die allgemeine Debatte für gfschlossen. Morgen wird zur Abstimmung geschritten. Nom, 2, Juni. Das National.Eomitö hat die Bevölkerung aufgefordert. sich aller Manifcstaliouen zu eiilballlu. Neapel, 3. Juni. In Teramo und Foggia hicli sich dn- Kl,rns gänzlich von der Fli,r des Na« lionalflsjes fern. Tnriu, ^l. Juni, (Ueber Paris) Nach einer unruhigen Nacht mnßie be« dem Grafen Eavour ein sechstr Aderlaß vorgenommen weiden, woranf res Abellds eine Besserung im Befinden einlral. Die Krankheit ist ein lcichlcö lyphöses Fieber ohne beun-ruhigcndc Sylnptome. Turin, 4 Iuui. (Ueber Paris.) Offizi.ll wird gemeldet' Graf Cavour hatte in der velftossnien Nacht eincn Fieberanfall. welchem ein Ficbcrschaner vorbeiging. Gegen Mittag haben alle Symptome nachgelassen uno das Bewußisciu ist llngclrübt. Paris, 2. Juni. Heute wurde in Fontaine« bleau uiilcr d,n> Vo>sitze des Kaisers eiue Berathling dcr Marschällc abgehalle». Genf, 3. Inni, D>e Ncgisrung Geuf's. welche ihre De»>isslo» gegeben hatte, wurde hculc mit großer Majorität irieder gewählt. London, 4. Inni. In der gestrigen Unlcr-hanssitznng wurde die Erlläruug abgegeben, die Konferenz bade über die zukünftige Regierung noch nichlS »ntschicocn. Das Hancl bewilligle ein Anlehen von 4 Mill, für indische Eist»bah»rn. )tew«3jork, 2^. Mai. Die Bundcslrnppen sind in Vilgüna cingcrückl nnd habe» AI,ka»dria u»o Ailiuglon bcsetzi. 9i>00 Scparalistcu kollz.iitrirleu sich bci Harpers-Fcrry, wo einc Schlacht erwarlet wird. Getrcid - Durchschnitts - Preise ÜI ^,'ail'ach an, 5, Juni lkttl. Marktpreise Magazins- Ei» Wicuer Metzel, ___ iu üsterr. Währ. ....',... sl- kr. I fl.^..kr^ Wci.,„l........ ,_ _ g l,4'/.. Kor»...... . „_^ 5 — Glrstt........ __ _ 3 U0 H^scl......' ' __ _^ 2 40 Halbsriicht......' —. — 5 2^ Hcidcn......^ ' __ ^ Z8^ H>r'> ....'..'. ^ — 3 ^»l» " Druct uud Verlag vou Iuunz v. Kleinmayr N F. Vamberg iil ^aibach. -- Verantwortlicher Redakteur: ,> Vamberg. N H»«lon!»»»?»«4it Wien, (MittaqH t llhr) (Wr. Ztss. ylbdl'l.) Vci stillem G.'sch.is'te wenig Acndelunqcn. Staatsl'.N'iere wie gestern, Industrie- ,l!,d SpesulcltionS-Ess.ften unbedeutend Dl1I1^l»"t5!U)!. ^, Juni. billiger, Geld etwas theurer, und im (z>)sumpte zu 5'/,°/.. gesucht. Fremde Volute» anfangs steif und um '/,°/, höhe»-, zillcht wieder reichlich und billiger offerirt. veffelltliche schuld. /^. dto Sta«lc, (siir 100 ft.) Weld Ware In österr. Wäliruüg . iu >'>'/, <>l.«5 Ul.2.> 5'/. Anleh. v^'i, 1«Nl mit Rückz. «5.20 85.3U Natil'nal - Hnlehen mit Iänner-^oup....., 5 . »0 UN «0 70 National « ?luleh eu niit April - Coup......, 5 „ 8!,.20 «0.^0 Mctallidlisc!......., .'» „ N«l5 <»« !iü detto mit Mai-Coup. „ 5 „ (> detto .....„ 5„,z 5!».?5 «lU. mit Vcrlosunq v. I 1«^'^ . . 1<«50 l>?- ' „ „ 1l>5^ . . !< ".75 9l,2.> .. „ lUl» si. . . f»5.20 85.30 „ , cr Kronla'ilder (sür 100 ft.) lHrl!!idc!ltlasiungs-Ol'llgatil.'l>e». Vlicdcr-O.stelreich . . zu .'»'/<» 8'.).— 90.— Ob. Oest. und Salj. . « « „ 8U.50 v<».— Okl o War« Athmen......5 „ 81.25 '.U.50 Ztciermarl.......„ 5 „ 8« — ««.5>- Mährü, u. Schlesien . „ 5 „ 8«i.— 89,— Ungarn .... „ 5 , «!»50 70 75 3cm, Aan., Kro. u. Slav. „ 5 „ »>8 - <>8.5« Galizien......, 5 „ «7,50 . EScom.-Ges.z. 5<>0 f!,ö, !?L, 582,— 5^:j.— ,«. sserd-N^rdb.z. 1000sl. (5M. ,'rbd.Äcrl>.-B.20(1„ „ l2il.— ! 23,50 Südl. Staats-.Iomb.-vcn, u. Lext. ital. Eis. 200 ss d. W. .M> Fr. m. 140 sl, (70-/,) (5inzal,luna. 218.- 220- ^clt» Warc Oaliz. Karl«Ludw.-Vahuzn200ss. C. M. m.!4U ss. (70°/«) Cinz. 150.50 ».',l,— Otst, Don.-Dampssch ^'ss- "-^ ^.^.- 43N.— Oesterreich, Lloyd i» Tricst U^> 2:l7,— 24«».— Wien. Dampf,»,-Mt.-Oes, '^V :>.8(>, - 3«.",,— Pesthcr Kettenbrücken . . . 400,— 405 -Whm. Wcstbahn zu 200 fl. . 107.50 168.— Pfandbriefe (für 100 fl,) Natil'nal' ttjäh.V.I. I857z.5°/« <02.— 102 50 l'.nil auf !0„ detto „5„ !>7,— l»8.--(>, M. ver!l,'i,barc . „5., l»l.- Ul.25 ""'^Ä' / ""lösbare . ., ... ^ au, oft. W. ( „ 0<)») l,7 .- - Uose (Per Stnck) strld-Nnsialt fnr Handel u. Gew. z,i l00st.est. W, . . . . N7. - ,17.25 Dou.-Da»>pfs.-(Ä z. 100,1.CM. !>'«,.)> „ „ . 2^.25 22.50 Waldein „ 20 ., ., . 2N.— ^«.^0 K.glcvich „ «0 ., „ . 14.7'/ tü.2'» Wechsel. 3 Mo >late Geld Arise Augsburg, sür 100 fl. südd. M. . l,4 75 115 — ,vransfuri a. M,, dett» . .'.ns Aanlo . K)l,50 »01.75 ^'»dl'n, ,iir >0 Pf. St.rüng . ^!,',,?5 llitt -- Pavis, jur <00 FianlS . . , 53 80 53 !> „ 15 „ 11 ., 17 „ ^ereinsthaler 2 „ 5 „ 2 „ 5'/, „ Zilbcr-Agili 3ss „ -- „ 3« „ 25 EfeltteN' und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Vorse in N3ie». Den ö. Juni lt>ttl. (sssekten. Wechsel. 5°/« Matalliques ,— .ss. t. Dukaten «.52 Kreditaftirn !8l.7>> ! Lottozichung vom 5. Juni. Trieft: 54 22 8tt tt<> 4. Z 97«. (») Nr. 770,^V. K. k. plio. slidl. Staats-, lombardische», venc^ zianische - und zentral - italienische Eisenbahn- Gesellschaft. NestMllltillNö-VelPllchtung in Adelsberg. Die in dein Bahnhofe in Adelsberg bestehende Restauration wird vom !. Juli lk73. Knndmctchmlg. Montag am l«. Juni, Vormittag um !) Uhr, wird zuerst die Heumahd an der magistratlichen drainagirten Wiese, an der Unter-krainer Reichsstraße unter Kroiscnck (pull i-n-l^0lill! Uhr Vormittags in der hierortigen Gerichtskanzlei zu erscheinen, und können die Feil-bictungs.'Bedil,g„isse in der hierortigen Gerichts-kanzlei, bei dem k. k. Krelsgerichte Neustadtl in Krain, und in der Kanzln der Herren Hof-und Gerichtsadvokaten Dr. v. Seiller und Dr. Teltscher einsehen. Mödling am 22 April l8ttl. Z. !>!12. (3) Nr. 2601. Edikt. Im N'ichlmnge zum dicßamtlichcn Eoiktc von' 31. Jänner Ittlil. Z, 404, wird m Grilmcnu!^ ge» lnacht. daß, imchdcm i» drr ErcklltionHs.iche des Herrn ')lnto!l Moschek uon PIi!l>i»l Hrouatiil uo» ^se, ^l der a»f den 4. Mai l. I. ciugroronelrn ersten Iielilfeill'ictlli'qstagstihuiig kem Kaüflnsli^r lr-schiciir» ist. 0in 8. Ioni I2lil zur Zweiten Feildie. >u,ig^la^s^l)il,'g qcschriltrn wllden wird. ss. k.'Bezirksamt Pl^inna. als Gelicht, am 4. Mai !80l. Rmlitaten-Berkauf. Edikt, Es wird hiemit bekannt gemacht, daß mit Bewilligung des k. k. städt. dcl<'g. Bezirksgerichtes Laibach vom 27. d. M., Z. ?ll3i>, über Anlangen der Frau Maria P ü ch le r und des Herrn Karl Püchler von Laibach, nachstehende -Realitäten, als: l. n) Die sogenannte Os bi ni'sche Wiese, im Flächenmaße von 5, Joch 202 llü Klafter; l>) die große Wiese v I^'F nächst der langen Brücke, im Flächenmaße von 8 Joch 142 l lm Klafter; l') die große Wiese l,n lllnt,», im Flächenmaße von 13 Joch 1474 ^Klafter; l?) die am Rosenb'acher Berge gelegene, vormals K a n z'sche Realität, bestehend aus Aeckern, Wiesen und Wäldern, im Gesammtstächenmaße von l:t Joch !20? ^ Klafter, und o) die am Nosenbacher Beige gelegene, vormals D i t t c l'sche Walorealität, im Flächenmaße von 5, Joch 9:N lü Klafter. Il, Die auf den :l Wiesantheilen v I^»^, im Flächenmaße von 24 Joch lA8ll ^Klafter, nächst Waitsch gelegene Ziegelbrcnnerci, bestehend aus l Stock hohe» gemauerte", mit Ziegeln eingedeckten Wohnhause nebst Wirtschaftsgebäuden, dann 4 Ziegcl-Oefen und mehrer.'N Trocken- und Torfhütten, am »R. Inni d. I., Vormittags von !j bis l2 Uhr und Nachmittags von » bis tt Uhr, und nöthigenfalls an den nächstfolgenden Tagen an den Meistbietenden loko der Realitäten im öffentlichen Wege hintan-gegcben werden, und es werden Kauflustige ei,.geladen, recht zahlreich zu erscheinen. Dle Lizitation beginnt mit dem nächst der langen Brücke gelegenen Antheile v ^"3» und es wird noch bemerkt, daß die im besten Kulturzustande befindlichen Antheile entweder partl)!> oder stückweise zur Veräußerung kommen, daß sämmtliche Gebäude im besten Vauzu-stande sich befinden, und daß die Mächligkeit der Lehmschichte durchschnittlich über l Klafter Die LizitationSbedingnisse, die Grundbuchsextrakte, die Katastralbögen und Mappen liegen zu Jedermanns Einsicht in der Kanzlei des gefertigten k. k. Notars ber