Nr. 152. Samstan, 0. Juli 1889. l 08. Iahraana. Mbacher Zeituna. - l. ^'" «" b», Zuft«Nun, in« Hau« ,»n,i»h'<« fl. i. - I»,trtle«,,?«,: y». « Dl« „«««lachn glltn»»" »»sch««»t ««allch »»t »n«n«d»» bn «e^.n. und »e!«t»l,«, »», »»»«»lfte«««, befindet sich «longieseplah 2, b«e «einet»,» »ahnhosgasse «4, «plechstunben bn «eboction tägllch von l« bi» 1» Uht vormittag«.— Un»l«uN«e»«»,«,», »e»b»n »icht a-,«n»mm« nnd «a»»1«iptt »!»»»«s«ß,st«ll<. Umtlicher Hheil, Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1«. Ium d. I. dem Professur an der böhmischen technischen Hochschule in Prag Dr. Ioh. V. Lambl in Auerkeunung seiner viel-Mrigen ersprießlichen Thätigkeit auf dem Gebiete des landwirtschaftlichen Unterrichtes taxfrei den Orden der eisernen Krone dritter Classe allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Juni d. I. dem Geueraldircctor-Stellvertreter der Oesterreichisch-Alpinen Moutan-Gesellschaft Eduard Palmer in Wien den Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei aller-gnädlgst zu verleihen geruht. Als A«-?' ""d k- Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Juni d. I. dem mit dem Titel und Charakter eines Statthaltereirathcs bekleideten Kasimir Grafen Dnni n-Vorkowski den Wiedereintritt in den activen Staatsdienst allergnä-Mi «/- ^"^" und gleichzeitig die Stelle eines ^N '"' ^nisterraths-Präsidium zn .^_______ Taaffe m. p. Allerb?^"^.^.^^^ 2N"iestä't haben mit """ N. I"ni d. I. dem GrX"'^"^. '" Ministerium des Innern Erich Ä Settim. Is« n^ den Titel und Charakter ""es (vectionschefs allergnädigst zu verleihen geruht. _________ Taaffc m. p. AllerN's^ ü!'^^. Apostolische Majestät haben mit Vi^ ^I'mi d.I. dem den T I N- ^"'. b's Innern Josef Poest ion veMhen ^uht bl'"heks-Adj..ncten allergnädigst zu Uichtamtlicher^Meic^ Die Wahlen in Böhmen. bei de^LaM^ ??"blsieg, welche., die Iungezechen' erruna n ^ s ^^"^"' '" der Landqemeindcn-C.me Zungen haben, hat scbw.rl^. überrascht. Alle Wahl^ acte. welche in der letzten Zeit in den czcchischen Bezirken vorgenommen wurden, ließen auf das stete Anwachsen des imigczechischen Einflusses schließen. Man tonnte mit ziemlicher Sicherheit voraussehen, dass die fieberhafte Agitationsarbeit, welche diese Partei anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen entfaltete, von Erfolg gekrönt sein werde. Um es im vorhinein fest. zustellen, es ist dies nicht ein Erfolg der jungczechischen Ideen, sondern der jungczcchiscl.en Agitationen. In, czechischen Lager wiederholt sich genau dieselbe Erscheinung, welche wir schon anderwärts beobachten konnten. Die alten erbgesessenen nnd mächtigen Fractionen verlieren nur zu leicht den Contact mit der Bevölkerung nnd überlassen mit der sorglosen Indolenz des d6»«u« Iw^icien« die Bearbeitung der Wähler den jüngeren, kräftigeren und agileren Parteien. Die Altczechen haben mm dasselbe erlebt, was der deutsch-liberalen Partei bei den letzten Reichsrathswahlen zuthril wurde. Auch damals siegte an vielen Orten die unermüdliche, in ihren Mitteln wahllose Agitation der Deutschnationalen über die Bequemlichkeit und das Ruhebedürfnitz der alten liberalen Größen. Die Demüthigung, die diesmal dem Führer der Altczechen in seinem augestammten Wahlbezirke widerfuhr, musste auch Herbst im Jahre 1885 über sich ergehen lassen. In einer Zeit, welche vielfach uuter unklaren und verworrenen Strömungen leidet, werden politische Siege nicht durch die Idee, sondern durch die Hetze erfochten. Die alten gesättigten Parteien haben meist an ihrer Spitze bejahrte Männer, die ebenso tüchtig und verdienstvoll als bequem uud ruhebedürftig sind. Es ist nicht Sache eines Herbst oder Riegcr, Wochen- und monatelang tagtäglich von Versammlung zu Versamm-lung zu ziehen und in der dunstgeschwängerten Luft der politischen Kneipe die Wähler zu haranguieren. kurz, sich den tauseud Widerlichkeiten auszusetzen, mit denen der Parteienkampf unzertrennlich verbunden ist und denen jeder besser Geartete, in welchem stets ein gutes Stück Exclusioität steckt, so gerne aus dem Wege geht. Allerdings gab es Zeiten, in denen ks genügte, wenn die Führer im Salon irgend eines Parteifreundes sich versammelten und dort die Candidatcn-liste aufstellten, welche dann von den Wählern mit gläubigem Gehorsam ratificiert wurde. Die Znlen find aber vorbei; hcnte heißt es, sich um den Erfolg schinden und plagen. Da man dies den Alten nicht zu-nlulhen kann, so sollten dieselben für jnngc Kräfte sorgen, und weun und so lange sie dies nicht thim. wer- den sie die Folgen dieser Unterlassung an ihrem eigenen Leibe verspüren. Die altczechische Presse verschließt sich denn auch dieser Erkenntnis nicht, und sie erblickt ganz richtig in dem Ereignisse des vergangenen Dienstag vor allem den Ansporn zur Reorganisation der Partei im Sinne größerer Energie und Agilität. Unmittelbare politische Konsequenzen wird und kann der Wahlsieg der Iungczechen nicht haben. Selbst wenn dieser Partei auch in der Städtecurie dieselben reichen und ungeahnten Erfolge zntheil werden, bleiben dennoch die mit den Großgrundbesitzern verbündeten Altczeche» die Herren im Landtage. Aber auch abgesehen davon, wird es gut sein, dem Ereignisse nicht allzu großen Wert beizulegen; denn man darf nicht übersehen, dass es sich ja doch nur um die Wahl zur Landcsvertretung handelt, und gerade unsere Opposition von ihrem centralistischen Standpunkte aus würde gut daran thun, die Bedeutung der Wahlen in die Provinzialvertretung nicht ungebürlich aufzubauschen. Es ist schwer zu entdecken, welch ernstere politische Folgen es haben sollte, wenn die Angelegenheiten, die dem Landtage zur Entscheidung überlassen sind, künf« tighin in jungczechischem, statt in altczechischem Sinne geregelt werden. Unsere Landtage haben glücklicherweise im wesentlichen nicht Politik zu machen, sondern die auf einen bescheidenen Umfang beschränkte Landesgesetz-gebnng uud die Landesverwaltung zu besorgen. Anders freilich, wenn der Wahlsieg der Iung-czechcn ein Vorläufer ähnlicher Ereiguisse bei den nächsten Reichsrathswahlen wäre. Das wäre ein schwerer Schlag für das czechische Volk, dessen Geschicke in den Händen einer dem Radicalismus und der programmmäßigen Regierungsunsähigkeit huldigenden Partei übel bewahrt werden. Ob es so kommen wird. scheint uns freilich noch nicht festzustehen, da eine rasche Ernüchterung der czechischen Wählerschaften nicht ausgeschlossen ist. Mit Recht fragt ein czechisches Blatt, ob denn den Iungczechen nicht bald vor ihrer Gotlähnlichkeit werde bange werden. Man weih, wie eine verantwortungslose oppositionelle Partei, welche noch nicht Gelegenheit gehabt hat. ihren Befähigungsnachweis — schuldig zu bleiben, den Wählern alle Himmel verspricht, wie sie jedem Stande, jedem Berufe, jeder Interessengruppe tausend Rettungen in Aussicht stellt. Das zieht, so lange es eben wirken soll. Ist aber der Wahlerfolg errungen, dann gilt es, die Versprechungen einzulösen, und oas ist die Gelegenheit, bei welcher den Wählern gemeinig« lich ein etwas grelles Licht aufgeht. Feuilleton. Der dumme Kanzlist. wach einem polnische» Original. «Irrthilmlich ist die Mcinunss. dass der Verstand drs Menschen A ,. in seinem k'upse enthalten ist.» nicüt al« N <, ,^us Dutzeudmann. Möge es ihn, Nmasi.,m .7^" ««^rechnet werden, dass er das Nr!? h°"e. denn er war ein talen- "belnchmen UZ" ^' Möge es ihm niemand denn « ?«'n.^ ^ die Universität nicht besuchte. Wate ibn s.^^ Mit der Noth. Und die Noth be-au'fzuaeben ..^"-'9 ^"' seine philologischen Studicu suchen. " einem Privatburcau Brot zu aehal^Er"ärbpi^"^'lt und bekam 25 st. Monats-da e seh 2"^ 3"^" auf diesem Posten, uud eme schöne Ns^ .?"^ll «"d arbeitsam war und dass er — .,^?< ^"te. s„ fo,Mc man annehmen. Aber dip« 2 ^"hre lang Kanzlist bleiben werde, Grund/ w^s'^'^°'^ annehmen, aus dem einfachen ling inters """"'" f"r den bescheidenen Iüng- hätten^"?- !?" es auch besser so - denn sonst ein ^ überzengt, "dass Herr Voleslaus ^'l,nißen Fehler hatte... Eigentlich war es kein bei /in^'^^" Verbrechen, aber es war eiwas, was D..,,«, ? ^anzlistcn nicht vorkommen soll. .. Herr N'bn'ann hatte .- lwrnl.iw - «Ein Avancement?» — «Ja wohl, rail'nchcr Feitung M. 15'^._____________________ 1306 s,. Inli liW. Anch in unserem Falle werden die czechischen Landwirte entdecken, dass der schönste Iungczcche sie nicht von der überseeischen Concurrenz befreit; die Lehrer werden vergeblich auf die versprochenen Gehaltserhöhungen warten, und der Gewerbetreibende wird auch nach dem Siege Julius Grsgrs nicht mehr Aufträge als bisher haben. Diese Ernüchterung muss sich ein« stellen, sie kann aber vielleicht erst spät kommen. Bis dahin ist es Sache der Altczechen, die radicale Flut mit ehrlichem Willen und nach besten Kräften zu bekämpfen und ihr Volk vor dem großen Schaden zu bewahren, welcher demselben aus der dauernden Eta-blierung der Herrschaft einer Partei Grögr - VaZaty-Lazausky erwachsen müsste. Die czechische Nation, beziehungsweise alle jene, die es mit derselben gut meinen, mögen beizeiten trachten, dass das Wahlresultat vom Dienstag nur eine Episode im politischen Tageskamftfe bleibe und nicht zum Vorboten einer dauernden Umgestaltung der czechischen Verhältnisse werde.______^. Volttische Uebersicht. (Die Delegationen.) Die nächste Plenar« sitznng der österreichischen Delegation findet Montag statt. Auf der Tagesordnung stehen das Budget des Ministeriums des Aeußern und das Marinebudget. — Der Budgetausschuss der österreichischen Delegation erledigte die restlichen Titel des Extra-Ordinariums des Kriegsministeriums. Der Reichskriegsminister erklärte bei Titel: «Erfordernis für 14 schwere Batterien», dass es nothwendig sei. die Geschütze auf eine solche Höhe zu bringen, dass sie den Verhältnissen in anderen Armeen entsprechen, wobei der Minister speciell betonte, dass man gerade auf diesem Gebiete ohne ernste Gefahr nicht inferior bleiben könne. Beim Titel 23: «Erfordernis der Aufstellung eines dritten Bataillons beim Eisenbahn- und Telegraphen-Regimeute» erklärte der Reichskriegsminister, dass eine Vermehrung des Standes des Eisenbahnregimentes gebieterisch erforderlich sei. Ein Bataillon sei das wenigste, was der Mi» nister verlangen müsse, andere Armeen schreiten diesbezüglich viel rascher vorwärts. (Wahlen in Galizien.) Bei den vorgestrigen Landtagswahlen in den galizischen Städtewahlbezirken wurden gewählt: in Biala Fabrikant Strzy» gowski (neugewählt), in Brody Hausner, in Neusandez Dunajewski, in Stanislau Bilinski, in Slryj Fruchtmann, in Rzeszow Bürgermeister Zbyszewski (neugewählt), in Iaroslau Gutsbesitzer Micewski (neugewählt), in Przemysl Dr. Dworski (neugewählt), in der Lem-berger Handelskammer Marchwicki (neugewählt). In Lemberg wurden Smolka, Redacteur Romanowicz und Goldmann wiedergewählt. Czerkawski blieb in der Minorität. Von den übrigen Candidaten erhielt Redacteur Rewakowicz die meisten Stimmen. (Das Reichsgericht) entschied neuerlich, dass durch die Nichtzuertennung des Wahlrechtes an 104 Beschwerdeführer seitens des Triester Stadtrathcs, weil dieselben nicht Gemeinde-Angehörige seien, eine Verletzung der Staatsgrundgesetze stattgefunden habe. (Streik in Brunn.) Das Arbeitercomite' erklärte dem Gewerbe - Inspector gegenüber, auf den Forderungen bestehen zu müssen. Das Comite" suchte bei der Statthalterei um die Bewilligung einer Versammlung auf den« weißen Berge für Montag an. 600 Arbeiter der Fabrik der Firma Löwbeer in Zwlawka verlangen dasselbe wie die Brünner Arbeiter, streiken aber nicht. (Steiermark.) Bei der vorgestrigen Wahl eines Landtagsabgeordneten in Leibnitz wnrde der clericale Kandidat Herr Franz Regele mit 170 Stimmen gewählt. Der Liberale Schweigler erhielt zehn Stimmen. (Ein Dementi.) Die römische «Riforma» dementiert in bündiger Weis? die vom «Diritto» in einer Wiener Depesche gebrachte Meldnng von der Existenz einer Militärcouvcntiun zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien, welche letztere Macht verpflichten würde, im Falle eines Krieges mit Russlaud zwei slrmeecorps zur Verfügung Oesterreich-Ungarns zu stellen. (Schutz für den Lehrer st and.) Der Aus-schuss des Deutsch-österreichischen Lehrcrbundcs befasst sich mit einer Petition an das Abgeordnetcnhans, welche in den Entwnrf des neuen Strafgesetzes Bestimmungen aufgeuommen wünscht, nach welchen störende Eingriffe in die Amtshaudlungen der Lehrer oder Beleidigungen derselben in gleicher Weise zu ahnden sind, wie Eingriffe in Amtshandlungen oder Beleidigungen anderer Ämtspersonen. (Ungarn.) Das Gesetz über die Neu-Organisation der Finanzverwaltung auf dem gesammten Gebiete der Länder der uugarischen Krone hat die Allerhöchste Sanction erhalten, und wird die Wirksamkeit desselben mit 1. August d. I. beginnen. (Abreise des Papstes.) Nach einer der "Pol. Corr.> aus Rom zugehenden Meldung entbehrten die kürzlich aufgetauchten Gerüchte über die angeblich in Erwägung gezogene Abreise des Papstes von Rom jedweder thatsächlichen Veranlassung. Gerüchte ähnlicher Art haben sich in den letzten Jahren häufig wiederholt; in den maßgebendsten Kreisen wird jedoch versichert, dass sie diesmal ebensowenig begründet waren, wie bei früheren Anlässen. (Russische Officiere in Serbien.) Wie rumänische Blätter melden, ankerte am 28. o. M. im Hafen von Braila der russische Dampfer «Rusu», der von Odessa kam und nach der oberen Donau seinen Curs nahm. Man bemerkte an Bord und in den Salons des Dampfers russische Officiere aller Grade vom Lieutenant bis zum Major, die nach der Landung des Schiffes bei der Gagarin'schen Agentie sich in die Stadt begaben, wo ein Thtil zum Bahnhofe bis zur alten Kaserne, wo zur Zeit des russisch-rumänisch-türtischen Krieges die russische» Batterien aufgefahren waren, sich wandte. In der Nacht dampften sämmtliche Officiere, etwa 50 an der Zahl, mit dem «Rusu» wieder nach der oberen Donau ab, um, wie verlautet, sich nach Serbien zu begeben. (Der Process gegen Boulanger.) Gestern trat der Ausschuss des französischen Staatsgerichtshofes als Anklagekammer zusammen, um zu entscheiden, ob General Boulanger gerichtlich verfolgt werden soll od?r nicht. Fällt die Entscheidung, wie man erwartet, bejahend aus. so wird der Staatsgerichtshof in der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit zusammentreten. Außer der Anklage wegen Hochverraths liegen noch schwer belastende Anzeichen wegen Erpressung nnd ungetreuer Amtsführung vor. Wird Boulanger in Anklagezustand versetzt, so kann das Gericht nach den gesetzlichen Bestimmungen am 10. August zusammentrete». (Der Schach in London.) Bei dem De-jenner zu Ehren des Schach sagte Salisbury, England wünsche Persicn Gedeihen nnd Stärke, es beanspruche keine ausschließlichen Vorrechte, sondern dieselbe Hau-delKfrcihcit wie andere Nationen. Es strebe in Persien keine andere als die Erobernngcn des Handels nnd der Indnstric an. (Der socialistische Agitator Hasen-clever) ist vorgestern in Berlin gestorben. Wilhelm Hasenclever wnrde 1837 in Arnsberg geboren, war Lohgerber, dann Redacteur des «Neuen Socialdemokraten» sowie Reichstags-Abgeordneter. Seit 1888 war t er geisteskrank. ' (Türkei.) Der Sultan empfieng vorgestern in feierlicher und herzlicher Audienz den neucruanuteu amerikanischen Gesandten Hirsch, der seine Crcditive > überreichte. (Ans dem fernen Osten.) Dem «Standard» wird ans Shanghai gemeldet, dass Rnssland die Insel Deer bei Corea occupied und daselbst ein Waffen^ Depot eingerichtet hat. «Standard» sieht darin eine Provocation China's und eine Drohung gegen England. Tagesneuigkiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, dem Franciscaner-Con-vente in Nagy Szöllös zum Kirchenbaue einen Beitrag von 300 fl. zu spenden gernht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der 'Osscrvatore Triestino. mittheilt, zur Wiederherstellung der Localstrahe in Vrana 100 fl. zu spenden geruht. — (Fürstbischof Stepischnegg.) Aus Mar« burg wird uns geschrieben: Der am 28. v. M. an den Folgen eines Nothlaufes verschiedene Filrstbischof von Lavant, Dr. Maximilian Stepischnegg, war ein seelen-guter Kirchenfürst. Arme und Bedrängte fanden sich massenhaft in seinem Palais ein und warteten auf die tägliche Netheilung. Das Leichenbegängnis gestaltete sich denn auch so großartig als möglich. Das Aisthum Lavant wurde 1228 durch den Erzbischof Eberhard II. von Salzburg gegründet, und zwar mit dem Sitze in Sanct Andrä im Lavantthale. Das Visthum zählte bis jetzt 53 Oberhirten; darunter den Martin Hercules Rittinger, der am Concil zu Trient war, und den Statthalter von Steiermark Georg StobäuS. Das Ernennung«- und Con-ftrmationsrecht steht dem Salzburgcr Erzbischof zu. Das Lavanter Domcapitel besteht aus zwei Dignitären und fünf Domherren. — Wie man uns welters berichtet, soll Fürstbischof Dr. Stepischnegg ein Vermögen von ungefähr 250,000 fl. hinterlassen haben. Zum Universalerben wurde das fürstbischöfliche Knaben-Seminar eingesetzt. Jedes der Kinder der Geschwister des Verstorbenen erhält bis auf eines, das nur mit 1000 ft. bebacht wurde, 3500 st. Die Dienerschaft, die Stadtarmen von Marburg und verschiedene Kirchen wurden gleichfalls nicht vergessen. Nach einer Mittheilung der «Deutschen Wacht» hat der Fürstbischof in seinem Testament auch seine Vaterstadt Cilli bedacht und für deren Arme 1700 fl. gewidmet, während der Pfarrkirche in Cllli der Netrag von 2000 st., den Filialkirchen aber je 200 fl. zugewendet wurden. Das mit kostbaren Edelsteinen geschmückte Pectoralc, ein Herr Director . . . Der Posten eines Archivars ist frei...» — «Sie sind zu jung.» — «Ich bin bereits achtundzwanzig.» Der Director blickte ihm scharf ins Gesicht, machte sich breit, sehr breit — und sagte nach einigem Stillschweigen: «Nun, lieber Freund, da Sie mich nicht verstehen wollen, muss ich es Ihnen offen sagen: Sie sind zu dumm dazu!!» Der Kanzlift kam nach Hause ganz niedergeschmettert. Und da er sehr bescheiden und sehr sanftmüthig war, fo vergoss er nur Thränen über sein Schicksal und über seine Dummheit... Er zürnte nicht der Welt und zürnte nicht seinem Director; er beneidete nur seine Schulcollegen. die trotz ihrer Kohllöpfe und ihrer Eselsohren sehr rasch avancierten. Er träumte den ganzen Abend lang von seinem verwehten Glücke, von seinen zerstörten Plänen, von Sophie, die ihn mit ihren großen blauen Augeu bettachtete... O, er träumte und träumte... so lange, bis er ermüdet einschlief.. . Wie es geschehen — er wusste es nicht; abrr der achtnndzwanzigjährige Herr Boleslaus Dutzendmann ist ein wohlhabender Grundbesitzer, der Erbe von Katzendorf sammt Vorwerken. Neulich gab er einen Hausball. an dem zweihundert Personen theilnahmcn. Die Tische biegen sich unter der Last der Speism, der Wein stießt in Strömen, eine allsgezeichnete Musikkapelle spielt den angeheiterten Gästen zum Tanze auf. Unter den Gästen befindet sich auch der Director. Der Hausherr gesellt sich zu ihm. reicht ihm einen Humpen Tokayer und spricht: «Herr Director, Gott gebe uus schöne Kinder!» TX'r Würdenträger we,gert sich, Bescheid zu thun. «Trinken Sie!» — «Herr Dutzeudmann, ich kann nicht! Der Arzt hat mir's verbot»'»,.. — «Der Ar; ist ein Esel und die Medicin ist ein Blödsinn! Ein Humpen Tokayer — das ist ein Ducaten aus der Tasche Aeskulaps.» — «Aber, mein Herr!...» — «Ei, Directorchen. dass dich die Gänse treten! Trink, sonst lass' ich dich halten und gieße dir's in den Rachen.» — «Aber die Gesundheit...» — «Unsinn! hoch die Ohren! Scharf mit Kren, fett mit Mohn!» Und der Director trinkt. Die Musikkapelle intoniert einen Walzer — Herr Dntzendmann ergreift eine schöne Tänzerin, und in rasenden, Wirbel fliegt er über das glatte Parket. Der Director steht in der Thür und denkt: «Ein braver Ezlachcic! Welches Herz, welche Gastlichkeit! Wenn man Bücher und Ziffern los ist. athmet man hier andere Luft. .. treue, herzliche. Welche Laune! Anscheinend grob ... Aber unter dieser harten Hülle stcckt tiefe Weisheit... Er sagt: Hoch die Ohreu!' das heißt ,«ui^im c-nni.-l!' Ja. ja. im Kampfe ums Leben dürfen wir den Muth nicht sinken lassen. Ein weiser Spruch! Ho! ho! Dieser Szlachcic ist jung. aber er hat Grütze im Kopf!» Und er macht einen tiefen Zug aus der duftenden Cigarre... Das Bild ändert sich. Der achtundzwanzigjährige Herr Noleslaus Dlchmdmann ist jetzt Millionär. Präsident zahlreicher Gesellschaften. Philauthrop u. :c. Der Director betritt stiu Zimmer und macht eine ehrfurchtsvolle Verbeugung. 'Wie gehts Ihnen, mein Lieber?» — «Ergebenster Diener, Herr Präsident...» — «Was gibts denn Neues?» — «Eine Panik an der Börse.»' «Ja. warum deuu?» — «H^r Präsideut wissen es ja.» — «Kciue Ahnung.» - «Als gestern Schwabner hier war und die Verhandlungen bezüqlicl der Conversion beginnen wollte, beliebten Herr Präsident ihm zu sagen: ,Heute kann ich nichts machen, weil ich die Casseschlüssel verloren habe/ Ein muster-giltiges Verhalten!. — «Ich habe sie wirklich verloren.» Der Director verbeugt sich. lächelt zweideutig und sagt: «Zu viel der Güte, Herr Präsident ... Ich verstehe. Und die Börse ist anßer Rand nnd Band . . . Alle Welt commcntiert den Verlust der Schlüssel. . . Diese Worte wurden durch ganz Europa telegra-phiert...» Als am folgenden Morgen Herr Boleslaus Dutzend« mann, der achtundzwanzigjähnge, arme, bescheidene Kanzlist, nach einer Nacht voller Tränme und Visionen aus dem Bette aufstand, war sein Gesicht bleich und seine Allgen blntnnterlanfen. . . Und als er ins Bureau gehen wollte, blieb er noch einmal in seiner Dachstnbe stehen nnd betrachtete die kalten, nackten, stnmmen Wände. . . Die Liebe zur schönen Sophie, mit einer ganzen Reihe goldener Tränme, zog wie ein Meteor noch einmal an seinem Auge vorüber uud erhellte für einen Moment seine trüben Gedanken . .. Aber nur für einen Moment. .. Sein Gesicht umdüsterte sich sofort nnd nahm den Ausdruck schmerz» lichen Entsagens an... «Ha. es geht nicht! Wenn ich nicht ein kluger, herzlicher Grundbesitzer, ein genialer Arzt, ein versier» tcr Banquier seiu kann, so mag ich weiter der dumme Kanzlist bleiben...» Und Herr Bolcslans Dutzend-manu setzte den Hut auf, wischte sich die feuchten Augen, seufzte und . .. giena. ins Bureau ... paldacher Zeitung Nr. 152. 1807 k ->«li l«««j Geschenk Sr. Majestät des Kaisers, sowie die wertvolle Privatbibliothek vermachte der Fürstbischof seinem Nachfolger. " (Wetterschäden in Istrien.) Auch in Verteneglw im Bezirke Vuje hat des Hagelwetcr alle Ernte-Aussichten zunichte gemacht und namentlich in den Weinbergen solche Schäden augerichtet, dass sogar die nächstjährige Weinlese in Frage gestellt wird. — (Ein Monstre - Gcschoss,) «Le Progres Milltaire» bringt folgende Nachricht: «Am «. und 9, Mai sind im Calais Versuche mit einem 48.000 Kilogramm schweren Geschütz von Vange gemacht worden. Die Pul-Verladung bestand iu 50, 80, 130, 180 und 200 Kilogramm. Jedes Geschoss wiegt 400 Kilogramm, die mittlere Entfernuug betrug 11.000 Meter. Am zweiten Tage ist das Geschoss, ohne aufzuschlagen, 15, Kilometer weit gegangen. Nach Beendigung der Schießversuche soll das Geschütz in die Ausstellung nach Paris gesendet werden. Die hauptsächlichsten Maße sind folgende: Länge 12'50 Meter, Totalgewicht 47 Tons, Anfangsgeschwindigkeit 650 Meter. Die größte Tragweite des Geschosses bei einem Elevationswinlel von 30 Grad beträgt 19 Kilometer. Auf 1500 Meter wird eine 0 75 Meter starke Eisenplatte oder eine 0 «0 Meter starke Stahlplatte durchschlagen.» — (Untergymnasium in St. Paul.) Am öffentlichen Untcrgymnasium zu St. Paul iu Kärnten finden die Aufnahmsprilfungen in die erste Classe am 13. d. M. um 10 Uhr vormittags statt. Mitte September wird bei diesem Gymnasium neben dem alten Con» victe ein neues, größeres, unmittelbar unter der Gym-nasialbirection stehendes «Gymnasial-Erziehungs-Institut» für mehr als 100 Zöglinge eröffnet. Auch ein Vorberei« tungscurs wird eingerichtet. — (Rache eiues Schulknaben.) Aus Ro-bmgstown, Grasschaft Meath in England, wird ein seltener Vorfall gemeldet. Der 10jährige Sohn eines dor' t,gen Landstewards wurde am Samstag, da er unartig war. von der Lehrerin zweimal aus der Schule gewiesen, worüber der Range so wüthend wurde, dass er mit emem geladenen Gewehr in das Schulzimmer zurückkehrte und mit dem Rufe: «Jetzt schieß ich dich todt!-das Gewehr abdrückend, das 1i)jährige Mädchen todt zu Voden streckte. Der hoffnungsvolle Junge befindet sich in tbeil«^ (Die Ernte in Italien.) NacheinerMit-°W^ Ue Berichte über die Ernte- "'lustig, da das schlechte ftüH en ""d der Nebel den Feld- haben. Am misten (Für einen armen Colleaen)^n einem ^m'St mm^litzt eine Gesellschaft MiwP m ^ ""l" 'Wn der beliebte und bekannte Grokm,. i! ? ^ °" be« Wohlthä'tigleitssinn und die G oßmuth der Herren appellierend um milde Beiträge be «m?' ^" "egen. bittet. Im Nu waren 50 fl. W ^ ^ ^ ?"" Veranstalter der Collecte übergeben En v an. V^"" "'""nt Herr N. das Geld in ^ml^'^'^ ^ '" "e Tasche und spricht die nieder-5 N ^" w°"^ «So. jetzt ist mir der Lump noch b sl. schuldlg.» __ Tableau! Cnll,^^"b" Vr°"o.) Die Stadt Durange in ,"^o 't °>n 1. d. M. durch eine Feuersbrunst zum ^ Häusergevierte wurden bis kauf den Grund eingeäschert und kolossaler Schaben angerichtet. In diesen Vierecken befanden sich die größten Gcschäftsmagazine der Stadt. Trotz der größten Anstrengungen konnte nichts gerettet werden. Zahlreiche Kaufleute sind ruiniert. Auch einige Kirchen und Privathäuser wurden ein Raub der Flammen. — (Wasserversorgung von Wien.) In der vorgestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderathes wurde der Erlass des Statthalters an den Bürgermeister verlesen, welcher in sehr energischen Worten anlässlich der letzten Tyfthusfälle die ganz unzulängliche Wasser» Versorgung Wiens betont und die Zufuhr neuer Bezugs« quellen von sanitär tadellosem Wasser urgiert. Im nächsten Jahre dürfte das Schöpfen des Wassers aus der Schwärzn nicht wiederkehren. Der Statthalter trägt der Gemeinde die Beschaffung eines gesunden Trinlwassers auf. — (Decans wählen an der Grazer Uni< versität) Für das nächste Sludienjahr wurden zu Dccaucn an der Grazer Universilät gewählt: Professor Dr. Otto Schmid vom theologischen Professoren-CoUe» gium, Professor Dr. Josef Freiherr von Schey vom juridischen und Professor Dr. Rudolf Klemensie-wicz vom medicinischen Professoren-Collegium. — (Mysteriöses Verbrechen.) In einem unweit von Agram gelegenen Save-Arme wurde vor einigen Tagen die Leiche eines Mannes gefunden und in derselben Georg Krpanic aus Bozjalovo agnosciert. Alle Anzeichen ließen darauf fchlicßen, dass Klpanic das Opfer eines Verbrechens sei und vorerst ermordet, dann in das Wasser geworfen wurde. -(Wem gehören die Haupttreffer?) Laut der Ziehungsliste der ungarischen Rothe-Kreuzlose sind in den bisher vorgenommenen zwanzig Ziehungen der bereits gezogene Haupttreffer auf Serie 1004 Nr. 83 mit dem Gewinste von 10.000 fl. und ein zweiter Treffer auf Serie 2051 Nr. «L mit 2000 fl. bis nun un-behoben geblieben. — (Hinweggeschwemmt.) Infolge eines furchtbaren Gewitters, das dk'sertage über Bad Hall niedergegangen war, trat der Neumühlbach aus und schwemmte einen auf freiem Felde arbeitenden Mann und ein Kind weg, welche fpäter als Leichen wieder aufgefunden wurden. — (Streik der Dienstmädchen.) Von einer ernsten Gefahr, einem Ausstände der Dienstmädchen, sind die beklagenswerten Hausfrauen der guten Stadt Äeckum bedroht. Der Grund der Arbeitseinstellung soll, wie die gegenseitigen Verhandlungen ergeben haben, weniger in erHöhlen Lohnansprüchen als hauptsächlich in der gescheiterten Forderung größerer Nbendfreiheit und ausgedehnterer Sonntagsausgänge zu suchen sein. — (Eine japanische Nonne.) Demnächst wird in München eine junge Japanerin, Fräulein Toku Mardira, aus einer der angesehensten Familien Aoko» hama's, in der Kirche der Schwestern von Chenfailles den Schleier nehmen. — (Der Donau . Monitor «Maros»,) welcher bisher in Budapest stationierte, erhielt vorgestern den Auftrag, nach Semliu abzudampfen und bis auf weiteres dort zu verbleiben. — (Erinnerungsmittel.) Strohwitwer (im Gasthaus): «Kellner, bringen Sie mir die Suppe heute etwas versalzen, ich möchte einmal gern wieber an meine liebe Frau denken» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Der Statthalter von Trieft,) der geheime Rath Sisinio Freiherr v. Pret i s - Ca g nobo, ist über seine eigene, mit Gesundheitsrücksichten begründete Bitte in den Ruhestand verseht worden. Se, Majestät der Kaiser hat aus diesem Anlasse an Baron Pretis ein Allerhöchstes Handschreiben gerichtet, in welchem dem hohrn Functional, der bekanntlich vor seiner Ernennung zum Statthalter in Trieft eine Reihe von Jahren hindurch das Finanzporteseuille innegehabt hatte, die An» erkennung für die im Staate geleisteten langjährigen Dienste ausgesprochen wird. Gleichzeitig wurde derselbe als Mitglied auf Lebensdauer in das Herrenhaus des Reichsrathes berufen. Mit der Leitung der Statthalter« in Trieft wurde der dermalige Vizepräsident der Statt« halterei, Hofrath Theodor Ritter v. Rinalbini, betraut. — (Priesterweihe) Am 17., 19.und 21. d.M. wird Fürstbischof Dr. Missia folgenden Theologen des vierten Jahrganges die Priesterweihe ertheilen, und zwar den Herren: Anton Bojanec aus St. Peter bei Rudolfswert, Johann Cuderman aus Terstenil, Peter Hauptman aus Watsch, Franz Hirse aus Pocatel in Böhmen. Franz Kosir aus Bischoslack, Johann Mauring aus Weichsel» bürg, Josef Mensinger aus Elbe-Teinitz in Böhmen, Johann Pelc aus Reifnitz, Andreas Plecnil aus Laibach, Lucas Smolnilar aus Untertuchein, Anton Smib aus Selzach, Vincenz Vidergar aus Moräutsch, Josef Hagar aus Trebelno und Alexander Helezny aus Böhmen; ferner den nachstehenden Theologen des dritten Jahrganges: Johann Vezeljal aus Schwarzenberg bei Idria, Franz Nirel aus Iarsche, Ferdinand Celal aus Vobratan in Böhmen, Mathias Novak aus Podsemel. Johann Piber aus Grad, Ludwig Sifrer aus Laibach und Johann Sisla aus Hrastje bei Laibach. — (Todesfall.) Vorgestern verschied in Planina der ehemalige Bürgermeister des Marktes Planina, Herr Franz Kovsca, nach kurzem Krankenlager im hohen Alter von 65 Jahren. — Der Verstorbene war der Vater des gegenwärtigen Bürgermeisters von Planina, Herrn Anton Kovsca, und erfreute sich seiner Ehrenhaftigkeit wegen in ganz Innerkrain besonderer Hochachtung. — (Stubenlenherbergen in Krain.) Der Jugend — die vor allem empfänglich ist für das Schöne und Erhabeue, deren Herzen sich begeistern an allem, was großartig ist in der Natur wie in der Menschheit — auch die Wunder des Hochgebirges mehr und mehr zu erschließen, ihr den Geist und Körper stärkenden Genuss zugänglich zu machen, den das Wandern über Berg und Thal bietet: das war der Gedanke, der den deutschen und österreichischen Alpenverein leitete, als er beschloss, in den Alpen Studentenherbergen einzurichten. Dem Stubenten, der reicher an Frohsinn und Wanderlust ist als an Geld, soll es ermöglicht werden, weitere Ferienreisen zu unternehmen, indem gesorgt wirb, dass er zu ermäßigten Preisen Unterkunft, Abendbrot und Frühstück finde. Wie uns die Leitung des Alpen» Vereines mittheilt, wurden in Kram in folgenden Orten Stubentenherbergcn errichtet: Wocheiner-Feistrih, Stein, Rubolfswert, Kronau, Idria, Krainburg und Weißenfels. Die Benützung biefer Herbergen ist in der Zeit vom 15. Juli bis 1b, September allen Hörern der Hochschulen (Universitäten, technischen Hochschulen und diesen gleichgehaltenen Anstalten) sowie den Abiturienten der Mittelschulen gestattet, welche sich durch die vom Ventral» Meöergefnnöen. Novelle von Harriet «rünewald. (21. Fortschuna.) NaviNnn I l-!"^ '"Hl "n freundlicher Geist zu dem Wt °ck At 5 ^n - ah, welch trostloses Unglück die ^^^" beklagen! Walfried!» sie streckte ihm lana«. ^.^? ^^" ""d "no Thriinc zitterte au den '°lles sei zwischen uns nicht3^'^??'/.^"liille Pause folqte. in der man i" Gauen v?rnahm ^^"" der Fontaine draußen morbttd^ ?°"d "„beweglich, wie ein starres Mar- Vor »« - "reifrau. sagen wir l ebe^" Knuten hatte er den Muth oder Dasein d, ch SeMtm ^"^ schwäche befallen, seinem rief ihn d e <^"""d e,n Ende zn machen und nnn so vi?l Schwas H '"" ^ " die sri^?i!s,/m^^"" nervenerschütternder Laut. der ""terbrach und dem wieder von wn^ .»?°^ folgte. Endlich leqte sich der Sturm v°n wog nden Empfindungen in Votheus Seele, schr s!«? s-7^" ""es vergeben und vergessen! O wie «nde.!, mM d'eser stolze, unerbittliche Charakter ge-Tonc ' - ^ vor neun Jahren in solch einem leicht,,üs?"^ gesprochen haben — bann hätte ich vicl-abzulea ^°^ gehabt, Ihnen einen falschen Schwur ein ci^^l, trat dicht vor die Freifrau. «2ea. felbst "anwn kann Ihnen nicht widerstehen.. «Lassen Sie doch das unheilvolle Wort. — Alle bösen Geister fliehen in dieser Minute in die Nacht und Dunkelheit zurück, um sich nie wieder zwischen uns zn drängen; die Sünde an mir sei ausgelöscht für immer. Ich bekenne es offen, dass ich wohl selbst einen gnten Theil daran verschuldet habe.» «Welcher Engel spricht aus Ihnen.» — Sie lächelte sanft. «Man sagt. das Unglück bessert, und ich habe ja in den letzten Jahren harte Verluste erlitten, die den unbeugsamen Soldatensinn, cin Erbtheil meines Vaters — beugten.» «So hat Ihnen der Tod alles geraubt?» «Alles!» entgegnete Lea leise. Gothen fuhr sich mit der Hand über die Stirn, sein Antlitz umdüsterte sich. «Mir bleibt nichts, als die Arbeit und die Arnmt — ein recht graues, dunkles Zukunftsbild.» «Die Armut?» fragte die Freifran erstaunt, Walfried theilte ihr die schweren Geldverluste mit, und fügte schließlich hinzu: «All mein Streben, all mein Ringen hat eine einzige Minute vernichtet — nnd so empfangen Sie Ihre Tochter arm aus meinen Händen zurück; so arm, als das Kind m jener Minute war. wo ich es von Ihrem Herzen riss. O, ich wollte, all das Vergangene wäre nur ein böser Traum nnd ich erwachte erst jetzt zum Leben!» — Die menschliche Stimme hat etwas Ueberwältigcndes, wenn sie der Klang der Leidenschaft oder herbster Reue dnrchzittert. In Oothcns Worten lag diese Emvfindnng. «Lassen Sie nns einen Gang dnrch den Garten machen!» Lea trat in die Thüre des Sommerhanjes. Walfried erfüllte ihren Wunsch und schritt dann an ihrer Seite den Kiesweg hinab. «Wissen Sie. dass mir mein Kind doch nicht ganz gehört.» sagte die Baronin, indem sie vor der Fontaine stehen blieb. «Wie meinen Sie das?» fragte er zurück. Die Freifrau weihte ihn in die Beichte ihrer Tochter ein. «So habe ich auch das nicht hindern können,» rief Gothen fast unmuthig, setzte aber rasch mit verschleierter Stimme hinzu: «Ach, mir kommt es ja nicht zu, in dieser Angelegenheit das entscheidende Wort zu sprechen, nur die Mutter kann dem strebsamen jungen Manne die Erfüllung seines ersten Jugend« traumes gewähren.» 'Er soll erfüllt werden, wenn sich die Liebe des Jünglings als echt bewährt. Freilich muss er sich erst eine Stellung im Leben gründen, ehe er daran denken darf, mein Kind als Vat'tin heimzuführen. Für jetzt soll es noch einige Jahre ausschließlich mir gehören;, sie hielt inne. «Ich werde mit meiner Tochter die Schweizer» reise fortsetzen und gedenke, im Herbst auf meine Güter in Oesterreich zurückzukehren, und da steht es Walfried von Gothen frei, Mutter und Tochter zu besuchen; dass die Fabrik in Ihren Händen bleibt, dafür lassen Sie mich sorgen.» Walfried fasste ihre Hand; seine zuckenden Lippen ruhten lange darauf: «Und als wa« darf ich mich bei Ihnen einführen?» fragte er in mächtiger Erregung. (Schluss solyt.) Laibachci Zeitung Nr. 152. 1308 ß. IM IM. Ausschüsse ausgestellten Legitimationen ausweisen. Die Legitimationen werdrn auf Grund von Ansuchen, welche mit der Bestätigung des Rectorats. beziehungsweise des Directorate dass der Gesuchsteller der betreffenden Anstalt als Hörer, beziehungsweise Abiturient angehört, direct und unentgeltlich ausgefolgt, und sind dann von den Studierenden mit dem Stempel seiner Stubienanstalt versehen zu lassen. (Bei Hochschülern genügt auch die Uebersenbung der Studentenlegitimation.) Die Ansuchen sind zu richten an den Hentral-Ausschuss des deutschen und österreichischen Alpenvereines, Wien, !., Stubenbastei 2. — (Eine kostbare Reliquie.) In der Laibacher Domlirche wird eine kostbare Reliquie aufbewahrt. Es ist dies ein Mcsslleid, angefertigt aus dem Mantel des von den Oesterreichern am 22. Juni 1593 in der blutigen Schlacht bei Sissel besiegten und auf dem Kampfplätze gefallenen türkischen Feldherrn Hassan Pascha. Das kostbare, von den siegreichen Truppen der hiesigen Domkirche gewidmete Messlleid wurde im Jahre 1655 einer völligen Restaurierung unterzogen und wird seither über Anordnung des damaligen Domcapitels alljährlich nur am 22. Juni beim Hochamte vom celebrierenden Priester benutzt. — (Slovenische Bühne.) Man berichtet uns: Das anlässlich der Vodnik-Feier zur Aufführung gelangte neueste Vühnenwerl des Herrn Dr. Vosnjak, «8vo^i ll 3v<^im», hatte einen durchschlagenden Erfolg. Zu diesem Erfolge hat auch der Regisseur der Vorstellung, Herr Kocölj. wesentlich beigetragen. Den alten Patrioten «Pillovic» hat derselbe vortrefflich dargestellt. Die übrigen Episoden waren richtig vertheilt. An dem Erfolge participierten die Damen: Gostic, Nigrin und Sturm und die Herren: Danilo, Slavko und Sturm. Die vom Herrn Kocelj arrangierte Apotheose zeigte ein prächtiges Bild, wurde frenetisch applaudiert, und musste der Vorhang wiederholt aufgezogen werden. — (Kinder-Gartenfest.) Wie man uns mit« theilt, findet das heutige Kinder-Gartenfest unter allen Umstanden — auch bei ungünstigem Wetter — statt. Der Beginn desselben ist auf 7 Uhr festgesetzt. Obgleich über tausend Einladungen ausgegeben wurden, so kann es doch möglich sein, dass einzelne Personen oder Familien übergangen wurden. Diejenigen Persönlichkeiten, welche am Feste theilnehmen wollen, werden sohin gebeten, ihre Adresse beim Casinodiencr zu hinterlegen, wornach ihnen die Eintrittskarten sofort zugeschickt werden. — (Chronik der Diöcese.) Die hochwürdigen Herren Johann Vovk, quiescierter Pfarrer in Sanct Barthlmä; Michael Tavcar, Pfarrer in Seisenberg, und Franz Povse, Pfarrer in St. Georgen bei Krain-burg, wurden zu fürstbischöflichen geistlichen Räthen ernannt. — Uebersetzt wurden die Herren Kapläne: Valentin Bernik von Kronau nach Möschnach, Franz Vrhovsek von Soderschih nach Kronau, Alois Pe« Hani von Hl, Kreuz bei Landstraß nach Soderschitz. Herr Franz Rozman kommt als Cooperator nach Schneeberg. — (Zu den Landtagswahlen.) Bezüglich dcr Landtagswahlen aus der Wählerclasse der Landgemeinden müsscn wir zur Aufklärung des Stimmenverhältnisses im Bezirke Adelsberg «Loitsch-Senoselsch lc. noch beifügen, dass Herr Rcgierungsrath Anton Glo-bocnik, welcher bekanntlich 35 Stimmen erhielt, von vorneherein jede Candidatur ausdrücklich abgelehnt hatte. Einzelne Wähler scheinen dessenungeachtet an ihrer ursprünglichen, jedenfalls wohlgemeinten Absicht festgehalten zu haben. — (Spende.) Die Gutsbesitzerin Frau Iosefine Hotschewar in Gurkfeld hat der dortigen freiwilligen Feuerwehr einen Betrag von 50 fl. zur Anschaffung von Feuerlöschrequisiten gespendet. — (Concert.) Die Landesvereine für Kram der österreichischen Gesellschaft vom rothen und weißen Kreuze veranstalten Donnerstag den 11. Juli im Restaurationsgarten des Südbahnhofes ein Festconcert mit gewähltem Programme. Die Musik besorgt unsere ausgezeichnete Militärkapelle. Entre'e 30 kr. per Person. Ueberzahlun» gen werden im Hinblick auf den patriotischen Zweck dank» barst angenommen. Anfang 8 Uhr abends. Bei ungünstiger Witterung wird das Concert auf Dienstag den 16. Juli verschoben. — (Promotion.) An der Grazer Universität wurde gestern Herr Moriz Neuberger aus Pre« stranek in Krain zum Doctor der gesammten Heilkunde promoviert. — (Landtags wahlen im Görzischen.) Bei den Wahlen im Großgrundbesitze wurden im Görzischen seitens der Slovene» die Herren: Andreas Ko-cijanciö, Dr. Alexius Rojic, Dr. Andreas Lisjak, seitens der Italiener die Herren: Dr. Ritter von Pajer, Vernardelli und Dr. Verzegnassi zu Landtags-abgeordneten gewählt — (Hagelschlag.) Am 30. Juni mittags gieng über die Ortschaften Neuberg, Nplenik, Ardru, Klein» dorn, Deutschdorf, Unlerdule und Senozet der Gemeinde Gurlfeld ein heftiges Gewitter mit Hagelschlag nieder, welcher einen bedeutenden Schaden anrichtete. — (Irredentisten-Process.) Im Processe Mrakitsch verneinte die Jury einstimmig die Schuldfrage wegen Hochverraths und bejahte einstimmig die Frage aus Störung der öffentlichen Ruhe und Majestätsbeleidigung. Anton Mrakitsch wurde zu dreijährigem schweren Kerker, verschärft mit Fasten, verurtheilt. — (Club der Amateur-Photographen in Laibach.) Nachdem die k. l. Landesregierung mit Erlass vom 5. Juni, Z. 6384, die Statuten des Amateur-Photographen-Clubs genehmigt hat, findet Montag den 6. Juli um 6 Uhr nachmittags in der Kanzlei der gewerblichen Fachschule (Virant'sches Haus, Sternwartegasse, 1. Stock) die erste ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1.) Wahl der definitiven Ausschussmitglieder. 2.) Anträge der provisorischen Vereinsleitung. 3.) Anträge aus dem Plenum. Der Zutritt zur Ver« sammlung steht jedermann frei, der sich für die Amateur-Photographie interessiert. Auch kann die Einschreibung neuer Mitglieder bei der Versammlung stattfinden. — (Pädagogische Literatur.) Wie man uns aus Gurkfeld berichtet, wird der dritte Band des «pädagogischen Jahrbuches» (III. poc^goxizki, lotuill) mit reichem Inhalte demnächst erscheinen. Lehrer und Schulfreunde werden zum Beitritte zum dortigen pädagogischen Vereine eingeladen. — (Aus St. Martin.) Die Littaier freiwillige Feuerwehr veranstaltet morgen im Garten des Herrn Wakonig in St. Martin bei Littai eine Vcreinsunter-haltung mit Tombola, deren Reinerträgnis dem Fonde zur Anschaffung von Löschrequisiten zugeführt werden soll. Anfang um 3 Uhr nachmittags. — (Unglücksfall.) Wie man uns aus Mottling berichtet, stürzte diesertage der Knecht des dortigen Kaufmannes Anton Pro senil während einer Spazierfahrt bei Wuschinsdorf so unglücklich vom Wagen auf einen Streifstein, dass er sich das Genick brach und in wenigen Minuten seinen Geist aufgab.________________ Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 5. Juli. Das heutige Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung des Uuterrichtsmmisters. betreffend die Prüfungssprache bei den theoretischen juridischen Staatsprüfungen in Prag, wodurch anf Grund Allerhöchster Ermächtigung der Ministerialerlass vom 2!)sten Juni 1882 theilweise abgeändert wird. Nach der nenen Vorschrift wird den Candidaten bei der ersten Staatsprüfung die Wahl der Prüflingssprache in der Weife freistehen, dass sie die Prüfung ausschliesslich in deutscher oder in czechischer, oder je nach den einzelnen Prüfungsfächern in dentscher und in czechischer Sprache ablegen kölmen. Hinsichtlich der Reprobation nnd des Wiederholungstermincs geltm bei dieser Staatsprüfung, ohne Rücksicht anf die Prnfnngssprache, die allgemeinen Normen. Diese Bestimmung tritt sofort in Kraft. Inbetreff der zweiten und dritten Staatsprüfung jedoch bleiben die Bestimmungen des Erlasses vom Jahre 1882 im wesentlichen anfrecht. Prag, 5. Juli. Außerhalb Prags wnrden bisher 18 altczechische und 6 jnngczechische Candidaten gewählt. Die deutschen Städtebezirke wählten, soweit das Wahlresultat bekannt ist, alle Candidaten des Central-WahlcomiM. Agram, 5. Juli. Die Staatsanwaltschaft untersagte das weitere Erscheinen des Starcevit'schen Or. gans, der «Hrvatska», weil der verantwortliche Redacteur desselben sein Domicil unberechtigt wechselte. Rom, 5. Juli. In der gestrigen Sitzung der Kammer hat der Deputierte Cavalotti folgende Interpellationen an Crispi gestellt: 1.) Ot> und welche befriedigende Erklärungen über die Zwifchenfälle im Golfe Gabes (Tunis) und in den Istrianer Gewässern bezüglich der Barke -Ida» dem Minister zugekommen sind. 2.) Ob und welche Berichte derselbe verlangt und erhalten habe über die Verhaftung zweier Bürger in Trieft, von welchen einer noch infolge drs gegen ihn eingeleiteten politischen Processes sich in Haft befindet, der andere nach seiner Verhaftung ausgewiesen worden ist. 3.) Von welchem Gesichtspunkte ans und mit welchen Absichten die Regierung die letzten Ereignisse in Trieft, Fiume und der Riva di Trento sowie viele andere Kundgebungen in Oesterrrich-Ungarn mit Rücksicht auf unsere Beziehungen zu Oesterrrich'Ungarn nnd die Erklärungen, welche Graf Kälnofy bezüglich Italiens in der Budgetcommission der österreichischen Delegation abgegeben hatte, betrachte. Crispi erklärt, dass er Dienstag die Antwort ertheilen werde. Saint-lkticmle, 5. Juli. Die Bergung der Leichen in dem durch schlagende Wetter betroffenen Kohlen^ bergwerke ist unmöglich. Alle Anstrengungen richten sich darauf, dem auf vier Punkten der Grube entsinn» denen Feuer Einhalt zu thnn. Christilmill, 5. Juli. Der deutsche Kaiser mit Gefolge besichtigte vormittags Nordheimssnnd, Stolkjaerrar nnd den Wa'sserfall in Stensalsfossen. In Odde standen 16 Wagen zu einem Ausflüge dnrch das Odde-Thal nach dem prächtigen Laatefos bereit. In Odde wird d?r Kaiser zwei Tage verweilen. Coltstnlltiliopcl, 4. Illli. Nachrichten ans Erzerum melden, dass einige Armenier unter dem Verdachte, an dem Complote gegen die Regiecung theilgenommen zu haben, verhaftet wurden. Angelommenc Fremde. Am 4. Juli. Hotel Stadt Wien. Gcröal. Polizcibeamter, s. Frau, Wien. — Dr. Psciser, l. l. Finauzprocurator, Trieft. — Stallmann, Imenrodc. — Sperr, Kapellmeister, Temesvar. — Breznil, t. l. Professor, Nudolfswert. — Kleiner, Kfm., und Lipcst, Wicn. Hotel (klcfant. Iaroszynski, l. l. Militcir^Unterintendant, Agram. - sslcher, Ober-Ingenieur, Jenny sslchcr »md Adele Nabarc, ssiume. — Veseljak, k. l. Notar, Adelsberg. — Rome, Pfarrer, Tschemschenil. — Mayer, Tuchfabrilant, und Stern, Kaufn,., Graz. Hotel SlMllhnhos. Gil,',». Ingenieur, Belgrad. — Ieglic, Be< amter, s. Fran, Wien. — Naznoznil, Lecs. — Kirschstein, Kfm., Berlin. — Zucker, Nath und Schwanfeld, Wien. Oasthof Kaiser von Oesterreich. Kordic, Weinhändler, Ilarin. — Iercb, Steuer,, mts'Praltitanl, Krainburg. — Nrch, Oclo-noinicbcamter, Kolics. Hotel Vairischcr Hof. Mosetig, Großvoslut. Verstorbene. Im Spitalr: Den 8. Juli. Matthäus Rcmc, Inwohner, 7? I., Ma« raslnus. — Mathias Kocjan, Grundbesihers Sohn, « I,. Lyssa. — Johann Rojc, Arbeiter, 57 I., Tubcrculosc. Mtozichung vom 3. Juli. Prag: 31 56 84 66 13. Meteorologische BcobachtulMN in Laibach. Z N W ßZ '""«» d«.W.l,.. ?"Z 5. 2.N. 78« 0 1« 4 SW. schwach Regen ^" !> . A. 785-2 16-2 NW. schwach bewölkt ^«e» Zwischen 7 und » Uhr Gewitter mit Regen, dann trüber Tan, abwechselnd Regen. Das Tassesmittel der Wärme 17.1°. nm 1 «" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglil. laicht Magenkrebs und Geschwüre — aber alle andern, selbst 1 ^,» die veraltclslcn Verdauuugslcidcn nebst den hieraus ent« Hl stehenden Neben und ssolgcbcschwerdeu — darf man hosien ! durch rm bewährtes Heiluerfahrcu baldigst zu Heileu. Nähe' j rcs durch I. I. F. Popps Polillinit in Heide (Holstein). Bei ^ Anfragen erwähne man diese Zeitung. (8841) 4—2 R Von Interesse für Nervenkranke. Wir sind im allgemeinen sehr skeptisch gegen Angebole von Hilss' oder Heilmitteln gegen summarische Leiden, und dieser Slep« ticismus hat in den allermeisten Fällen seine Berechtigung. Ander-scitig aber erachten wir es geradezu als Pflicht, in unseren, Leser« lrcisc auf jene fträftaratwen Erzeugnisse aufmerksam zu machen, deren wahrer Wert absolut verbrieft erscheint. Wir haben Gele-genhcit genommen, die Schrift des ehemaligen Militär-Arztes Roman Weidmann in Vilshofen: „Ueber Nervenlranlheiten «nd Gchlagfluss", 17. Auflage, aufmcrlsam durchzusehen, und sind dabei aus eine so logisch llare. dem Laien verständliche und trotzdem aus dem Born dcr Wissenschaft geschöpfte Darstelluna. über den vom Herrn Wrißmann zuerst eingeschlagenen Weg zwecks Bekämpfung der die Menschheit bedrückenden Nerven« übel gestoflen, dass wir allen Leidenden dieser Kategorie drin« geudst empfehlen, sich mit diesem einfachen Verfahren, das von geradezu frappanten und unzweifelhaft nachgewiesenen Erfolge» begleitet ist, bclauntzumachen. In diesem Schriftchen wirb eines Ausspruches des berühmten Gelehrten Balo von Verulam gedacht, dcr da sagt: «Eine jede Thatsache, auch die scheinbar unbednltendste, ist es wert, erkannt und untersucht zu werden aus dem Grunde, dass sie wert ist, zu bestehen», und wir schlichen uns diesem Ausspruchc mit vollster Ueberzeugung mit Bezug auf das Weistmann'sche Verfahren an. dessen Idee zu einer sen< salionellen Thatsache anzuwachsen scheint. Das Schristchen ist kostenfrei erhältlich in Laib ach durch die Apotheke Zosef Koovoda. (2798) ^JB • ^^ alkalischer bestes Useh-^ErfrisehnngsgetrllDk arproH bei Husten, Halskrankheiten, Magea-____________lind Blawnfcatarrh.___________ Heinrich Mattoii, Karlsbad ud fies. Depot der k. k. Generalstabs-Karten. Maßstab 1:75000. Preis Per Blatt 50 lr.. in Taschenformat anf Leinwand gespannt 80 lr. Jg. n. Mmmayr H Fell. Kambergz KllManlllung in Aaivach. 5'"'ww Fl-illll!!j Nr. 15,2. 130^) l>. Zuli 1889. Course an der Wiener Dorse vom 5. Juli 1889. n°ch ^m osicellen 1°«^«,^ Gsl^ War, Stllnts-Alllthen. 5°/„ einheitliche Reille l» Nolen «<-- »4'»'' Tilbcrrente....... »4 7» »4»!, l«l,!cr 4»/„ Llaa!«!u>e . 250 fl. 132 7.^133 75 l«Wrr5>"/„ » ganzr 5>(>0 si. 141 25 4l 75 l«<>0rr » » Fünftel 100 sl. 145- ll!> — l««jrr Slaattlose . , 100 fl, 173 — »74 » , . 5« sl. 173 - 174 - !>»/„ Dom.-Pfbl'i. k 120 fl. , . 151—151-5«, 4"/,, Oest. Goldrrnte, steuerfrei . UN - lio 20 Oesterr, Nutenrente, steuerfrei , lw 65 99'85> Garantierte (kiscnl>n!in> Tchnldverschrrlbungen. Vlüaliettcha!»! in V, sicnersrei , 124«, »25 - ifra», Iolevl, Äabn i>, Ellber . »14-75 115 25 ^nrarlbrrqer Äal>» in Sliver 10^ 3N c, brtto für 20N Marl 4"/», . , II!»-5O 12»-i,<> ssranz-IosephBal,» ltm, 18»4 . 9» — »5«!» Lorarlberger Aahn E,niss. 18»4 85- 9K N» U»^. Golbrente 4",^ , , , , lou 50 100 70 hetto Papierrente 5"/n , , . 95-— «5 LO U»g. Eiknb, 3l»l. 120ft. Ü.W.3. 114 70 ,15. 3« ktu. d!o. cninul. Stü'!!» 'Al)!.'vl>. INOsl. !»!»?!> 10« 25, bto. !l>rci»!. Äül. i> !0<» st. ü. W. 1«!» 75, 1<0 25 dt. dtu. i. 5!>sl,ü. W. 13^ 5«, 14«-" Tl,cih'»il'a.°Lose 4"^, ,l<- Oruudcntl.-Ollllglltioncn «ür IUO fl. CM.). 5>"/n „»Kzischl'..... 104 — l»5-— 5"/« mährische...... IU> — 1ll»75 5"/» Krai» und Küslenland . . —'—-------- 5"/„ »irderüstcrrrichischr . . . Ill)— -- — 5-/N steirische...... —'— - — ü"/„ lroalüchc und ,'lllvonische . 105 - <0N'— 5"/., siel>ei!l'llrn,ischc .... 1l« »» X'ö »0 ü"/<, Icmosrr Äanat . , . . 1<»4 »c' lo."» 3" 5"/„ unstarlsckc...... ><>< i»»> !<>'.'3s) Andrrc öffcntl. Anlchcn. Dona» Rr«. Lose 5>«/„ 1<»<> si, . 1l«-L,', 12» 2l> dto, Äüleibe 1^7« . . 10» 2ü 1<>« 75 Nülrw'N der Zwd! Oi,r^ . . >^>- . — — AiUeycn d. Ctabi«enle<»dc Wien « - «»<> Nl) Prä,l!..ÄnI. b. Sladlssem. Wien 14» ?!i 144-25 Äörftübll» Anlehe» uerloi, 5,'V» 9Ü75 XV 5><» Plandbricsc (fiir 1W fl.). «odciicr, all», öst, 4"/n G, . . 117 5<> i,»-5o dto, » 4>/,"/n. . . l»«-7o l»i 1« dto. » 4"/„ . . . 9» »1 — i<>8 — Orst.'U»!,, Älllil vrrl, 4>/,"/^ . !<»l»'5jahr. » 4"/„ . . 100 «i!i<1i- - Plioritäts-Ol'ligatilluen (slir 1»l> si,), sserdmaude Äiorbda!,» Em, 1»«S lM-— l«I<>s» lsalizüche Narl'Ludwig-Nahn ltu>. lNXl »<«> ft, S, 4>/,"/n - lCO'gc' iol-10 «eld War, Oestcrr. Nordweslwlm . . . '»"'20 I»« «» Llaalsbahn....... lt>»>--l!>« - Lüdbahn k 3°/„ . . . 14«'— 147— » il ü°/„..... Ill« en i«"l!" Ung,^«aliz. Vllhn..... 1A! — INI - Diverse Lose (per Lliill). Lreoitlose KM ft...... I»8 — 1U4— Clan, Lose 4« ft...... «I -. KL — 4'V,, Tlilia» Lampflch, ic»i» fl. , ..,„..— Laibachrr Präm. Vllileh. !i<> ft. »4-— 25 - Osciirr Lose 40 si..... «„ «i s« 25 Palfiti!i°ie 40 fl...... g, 7« «z.. Gulden Kreilz. nst,Vfs,v„ ,off, ,«._ ,« 5< öiudulvh'Lose 1!» ft..... ,^25. 2,, zz Calm Uusc 4« ft..... g2 ^ ,.. Et. ^eiiuis Lule 40 ft. ^ . , «z-^ s>z ,5. WalksleiN'Lose 20 ft, , 4,.^ ^-._ Windüch-Grä!) l st' ' «,^ zß._ Oew.'Sch. t>.«"/.. Plüm,Kch„lb' versch d, Äodencrekilaiistalt , i?— l8 — Vllul - Actien (per TtUF). Annlo-Otft, «a»!20«ss, «<»«/ K i««-H<» 1?»- Vanlverei». Wielier 100 fl „»0 H« «07 — Ud»l-r Vl»sl, os», !ioo si, Z 4<>», „«, ,^ L«/ . Crdt. A»st, s. Honk, u, V i^,fl 3«? 25 3"l 75 Clst,i!l>anl. AN«, u»g, iilX» ft. . »,k «5 316 - Dl'lwsNmbaül, «llq. 2!>N ft 1»4 - I«5 . Wlrmpte Ges..«drüst. 5<»,> fl 54« - 55« — H'ru u. Casirüt,.. Wiener 2!X, fi. :»» — «>>1 — Hypothelenb.. «ft. » - Actien von Tiansport-Untcrnrhmunsscn. (per Kriill), Nlb«cht°Vllhn 2W fi, Silber . 54 - 55 — «IMdFiumail. «Vllh» 2Wfi. 3. »0l 5«. ^'2 - Vbbm. «vrbbahn 150 fl, . . . «!8 »» 2l»'5!' » Westbahn 2<«> f>. . , . -—..- Vuicbliehrader Eii b0(» fl. «lVl. »8» - >»3i» — dto, ,iit. ll ) 2<»0 fi. . —— - - Dona« - Danipflchisisllhrt - Ves,, oeNcrr. ."><» GalCar!-Ludw. B. -"»oft. LM. »'>I'7^ «Oil — Lrmb. - llzrrnow. ^ Iasid - o f>. 3. . . «N - 2»S 50 Llot»b,osl.i,,i8,,Iri«-sl5<»Ost TM, !»«'— »!h. i»8 io >«» — dto. (lil. U.) 200«. 3. . . 2i»<»O lt,»7c. Prag.Duxer Eilenb. l.'»0 fl. Tilb. 5^ 75 5» 5" Nudolpb ^alin 200 ft. Zillier .---------------- Tialllk-iseiibal,!! 2!X> fl. Kilber «25 — /25'5<> 2>!obal>!i 200 ft. Oilbrr , , , i»ü »5 I«» — 2üd-«orbb,Verb, V 2»< — ,v» — »,ld War» Ung. Äiordostbalin 2 fi. 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