Ni.ni. Montag, 17. Mai 1897. Iahiaana 116. Macher Zeitung. ""Mri, o °"sp"<»: Mit Poslverscnduna: ganzjährig si, W. halbjährig fi, 750, Im Comptoir: ^ne^nl'"' hnlujichrig st, bb». Für die ZusteUunn in« Ha„« gaiujiihrlg fl, l. — InsestlonsaebUr: Für »^ ""lerate bis zu 4 Zeilen 8ü lr,, grbhere Per Zeile L lr.; bei öftere« Wieberholungeil per Zelle 3 lr. Die «Laib, Zeit,, erscheint täglich, mit Ausnahme der 3»,!,^ und Feiertage, Die Udminlftratlon befindet sich Eonaressplatz Nr, ll, die Mrbactlon Bahnhufgassr Nr, 1». Sprechstunden der Redaction uon » bi« li Ul»r uurinittllg«, Unfranliertr Briefe wnbe» nicht angenommen, Manuscriple nicht znrüt t?' Johann Litter das goldene Verdiensttreuz lkrone allergnädigst zu verleihen geruht. ^n, 3 3inanzminister hat die Steuer-Inspectoren ^.^"^.gstaller und Georg Konschegg zu "kmj'„ erinspectoren für den Dienstbereich der Finanz» '^"ni Klagenfurt ernannt. Nichtamtlicher Cheil. Das goldene Kreuz. z. Anfangs Mai. ^ltiil,?! 29- April vollzog sich an den lorbeer- I^icien v ^^sladen des Quarnero unter hohen "tch i>" die feierliche Grundsteinlegung des ersten ^lez. verein vom goldenen Kreuze errichteten Cur- ^t^.^ewirre der Tagesereignisse viel zu wenig ^ a'uH !^"^ von den eben jetzt besonders kräftig, ^ poM.N'cht gerade harmonisch klingenden Accorden ! der ^en Liede« und der politischen Verwickelungen H hvH llan-Halbinsel. bedeulet dieses Ereignis die ^ ^rfteuliche Errungenschaft von Bestrebungen, >5 en ^'' iahtelang im Interesse eines edlen, hu-^ "weckeö still, aber energisch und emsig wirksam ^"d'en ^"'gen Jahren bildete sich in dem auf-<^unn ""lie ^lbbazia ein Verein, welcher die ^^uvlln Cuthäusern, in denen heilungsbedürf« tigen österreichischen Staatsbeamten bei unentgeltlicher Unterkunft entsprechende Heilpflege und Verköstigung geboten werden soll, sich zum Ziele setzte und damit einem schon lange lebhaft empfundenen Bedürfnisse abzuhelfen unternahm. Handelte es sich doch darum, für den Stand der Staatsbeamten ähnliche Einrichtungen zu schaffen, wie sie die Gesellschaft vom weißen Kreuze für die Angehörigen der Militärmacht fchon lange ins Leben gerufen hatte. Wie ferne getückt aber erschien dieses Ziel in der Zeit des ersten Bestandes des Vereines, und wie groß waren die Schwierigkeiten, die diesem Unternehmen sich entgegenstellten! Zwar fehlte es nicht an Männern, die der gestellten Aufgabe ihr ganzes Können zu widmen bereit waren, und zwar gering an Zahl, doch getrosten Muthes daran giengen, diesem Werke Freunde und Förderer zu erringen und die Herbrischaffung der erforderlichen Mittel in Angriff zu nehmen. Nur langsam schritt die Action des Vereines, welcher insbesondere an dem Statthalter in Trieft einen stets hilfsbereiten Schützer gefunden hat, vorwärts, bis durch das Eingreifen einer hochdenkenden und warmfühlenden erlauchten Frau ein entscheidender Wendepunkt eintrat. Die Fülle des Segens erkennend, welche das junge Unternehmen zu verbreiten berufen war, fand sich Ihre k. und l. Hoheit die Frau Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie bewogen, das Prokctorat über dasselbe anzunehmen und sich damit persönlich an die Spitze der vom Vereine eingeleiteten Action zu stellen. Von diesem Zeitpunkte datiert der Aufschwung des Vereines vom goldenen Kreuze. Bis dahin nur wenig bekannt und nur über fehr geringe Mittel verfügend, wurde derselbe nunmehr Gegenstand des regsten Inter« esses zunächst der Staatsbeamten selbst, dann aber auch weitester Nevölterungskreise, welche dem anspruchslosen, aber mühevollen und bedeutsamen Wirken der Beamten-schaft nnd der vielfach hilfsbedürftigen Lage derselben verständnisvolle und opferbereite Sympathie entgegenbringen. Die Mitgliederzahl des Vereines begann zu steig.n, hochgestellte Gönner stellten sich in den Dienst der guten Sache, die Beiträge mehrten sich und bald war ein Capital von 50.000 ft. beisammen, waches die Möglichkeit bot, an die Errichtung des ersten Er-holungsheims zu fchreiten. Am ^Sihe des Vereines, dem mächtig aufstrebenden österreichischen Nizza, wird dasselbe erstehen, inmitten einer paradiesisch schönen Natur, deren Heilkraft sich stets wieder wunderwirkend bewährt. Schon im kommenden Jahre, in dem die Völker der Monarchie mit jubelnder Begeisterung das Rcgierungsjubilä'um unseres Kaisers feiern werden, soll das auf einen Fassungsraum von 20 Plätzen einzurichtende Curhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Die von Lorbeerhainen umschattete, meerumrauschte Stätte, an welcher sich der Bau erheben wird, vereinigte am 29. April eine zahlreiche illustre Gesellschaft, die erschienen wär, um der feierlichen Grundsteinlegung beizuwohnen. Nicht nur Nbbazias Eur-gäste, mit den anwesenden Fürstlichleiten an der Spitze, auch Festtheilnehmer aus weit entfernten Gauen der Monarchie, waren der Einladung des Vereines zur Begehung seines Ehrentages gefolgt, und wohl ihrer 3000 mögen es gewesen fein, die die Sonne eines herrlichen Frühlingstages beglänzte. Die erlauchte Protectorin des Vereines war selbst herbeigeeilt, um den weihevollen Act perfönlich vorzunehmen. In schwungvoller Rede den Segen des Allmächtigen auf das zu erbauende Haus herabfleheud, feierte die Prinzessin in Erwiderung der erhebenden Ansprache, die der Herr Statthalter im Küstenlande an die hohe Frau gerichtet hatte, die Größe des Erfolges und die Bedeutung des Momentes, welcher der ersten Verkörperung der Vereinsbestrebungen sichtbare Gestalt verlieh und gleichzeitig eine hoffnungsvolle Perspective auf weitere gleichartige Erfolge eröffnete. Denn die Errichtung des Abbazianer Curhauses soll bloß die erste Etappe auf dem Wege darstellen, den der Verein vom goldenen Kreuze beschreitet. Diesem ersten Beamten» curhause sollen ehestens, sobald dies die Mittel gestatten, weitere in den übrigen hervorragenden Lurorten Oesterreichs, und zwar zunächst in Karlsbad und in Baden folgen, und dann erst wird das Liebeswerk gethan sein, welches sich das goldene Kreuz zur Aufgabe gestellt hat. Damit aber dieses Ziel in naher Zukunft erreicht werde, wünschen wir dem rührigen Vereine vom goldenen Kreuze, dass das Interesse und die Sympathie, deren sich derselbe bisher erfreute, sich immer mehr verbreite und vertiefe und dass derselbe zumal in den Kreisen der Staatsbeamtenschaft neue Freunde finden möge. Namentlich gilt es, auf die materielle Förderung des edlen Zweckes werkthätig Bedacht zu nehmen. Wir können es an diefer Stelle nicht unterlassen, in erster Linie an die eben jetzt unter dem Protectorate Ihrer kaiserlichen Hoheit der durchlauchtigsten Frau Krön» prinzessin«W,twe veranstalteten Lotterie vom goldenen Kreuze zu erinnern, welche dadurch, dass sie gleichzeitig Feuilleton. Ein Tag in Pompeji. Von Dr. Emil Vock. ^ 8e!f3.,,,^ Hausthüre kommt man in das oft '' ^. w. Vestlbulum und von hier in das « tva? °" woven sinnreiche Mosaikschristen an. '^"w?. 5- V. im Hause des Pansa «Salve». <°>!en H""t des Vorderhauses war das Atrium, V s'ch !»' ^ch das Impluvium befand und an ^ ^'N, verschiedenen Naume des Vorderhauses ^.^chla^' (Empfangzimmer für Clienten), Cubi- ^^"'ilmmer), Tablinum (der Ort für die <^. E „ ^roße Festgelage wurden im Atrium ab- ^ 3i^ H'" "eist seitlich von der Mittellinie an« ^ Hindun lücke. keine eigentliche Thür, vermittelte ^Hhlum Mit dem Hinterhause und führte zuerst ^? ^ack'>> 'u dessen Mitte ein von Säule» ge- ^ 3» ^ttl U " Fischteich befchirmte. An der einen ^^itNtn^ "gentlichen Schlafzimmer der Familie ^ i ^ sink 5"d Ankleidezimmer. Gerade im Hause i! V"dit,l) e Nischen für die Bettstellen deutlicher X> daz"^.' Gegenüber befindet sich das Xd^tt, ^Speisezimmer, eingeschlossen von den ' Holn.! Dienerschaft und häuslichen Arbeits- i '"'conducticia. Den Schluss bildete der Oecus mit seinen großen, für den Privatgebrauch bestimmten Gemächern. Im Hause des Pansa fand man hier viele weibliche Toilettesachen. Endlich kam an das Haus angrenzend der Garten. Xystos. Daselbst sieht man noch die Anordnung der Beete und man fand seinerzeit die Bleiröhren, m,t welchen dem Gemüfe Wasser zu« geführt wurde. Im Bereiche des Hinterhaufes war die auch in großen Häufern recht kleine Küche untergebracht; auch die Einrichtung derselben war sehr ein-fach: ein gemauerter, offener Herd mit einer Esse zum Abzug ks Rauches. Im Hause des Pansa fand man hier noch Holzkohlen. Anch die Geräthe waren sehr einfach, aus Thon oder Erz; jedoch haben die Aus-grabungen auch Prachtgefüße aus Erz zutage gefördert: große Humpen und Mijchgcfäße, tragbare Herde, schöne Wagen, Kannen, Laternen mit ölgetränktem Länen oder Horn. Auch gläserne Flaschen und Trinkbecher standen im Gebrauche und die in den Stilleben abgebildeten glitzern und funkeln wie unsere besten heutigen Erzeugnisse. Gerade in der Kunst der Glaserzeugung haben die Römer Großes gelelftet. denn außer dem Blasen und Gießen von Glas verstanden ste auch noch die heute verloren gegangene Kunst des Glasschneldens Die Glasgefäße waren oft mit Verzierungen von edlem Metall oder Erz versehen. Keller gab es selten. Jedes Haus besaß auch einen Altar zur Unterbringung der Hausgötter. In größeren Häusern war lhm ein elgener Raum. da« Sacellum, zugewiesen. Derartige kleine HeiliMiwer für die Laren und Penaten fand man übrigens auch auf den Straßen, bisweilen in einer Nische. Zu einem vollkommen eingerichteten Hause gehörte dann noch die Bibliothek (im Hause des Pansa fand man Manuscripte), die Gemäldegalerie und das Badezimmer. Nach alledem sehen wir, dass auch ein vornehm und Prächtig ausgestattetes Haus eines Reichen viel weniger Raum einnahm, als ein gleichbedeutendes unserer Zeit. Das 2?ben des vornehmen Römers war eben ein fast ausfchlicßlich öffentliches und die Bedürfnisse an Hausrath u. dergl. waren damals viel geringer als heute. Die Betten waren entweder wirkliche Gestelle, oder meist war ein Unterbau an der Wand oder in einer N«fche gemauert, darauf kamen erst Kissen u. dergl. Gerade aber an den wenigen Vettgestellen, die erhalten sind, zeigt sich eine in der damaligen Zeit sehr seltene Kunst, nämlich die Empaestik, die Nüllo« oder Damascenerkllnst, in bewunderungswürdiger Feinheit der Form und Ausführung. Die gefundenen Sessel sind meist Prachtstücke. Das Essen nahm man auf Sophas (Triclinium) halb hingestreckt ein. Tifche kennt man nur wenige. Wie fchon erwähnt, waren zwei der freien, der Straße zugekehrten Seiten des Hauses des Pansa mit Kaufläden versehen, und zwar nut solchen verschiedener Art, so dass man an diesem Beispiel die Einrichtung derselben gut sehen kann. Das durch eine breite Thür mit der Straße verbundene Verlaufszimmer besaß nicht selten noch hinten oder oben ein zweites Gelass, welches Laibacher Zeitung Nr. 111. 1004 17. Mai 1897. die Hebung und Förderung künstlerischer und kunst' gewerblicher Zwrcke des Vaterlandes verfolgt, hohe Beachtung und Würdigung verdient. Jede Gabe für diese Lotterie, deren Ehrenpräsidium bekanntlich die Gemahlin des Herrn Ministerpräsidenten Marie Gräfin Badeni übernommen hat, be» deutet einen Schritt vorwärts auf dem weiten Wege, der noch bis zum Ziele zurückzulegen ist. Und viele solche Gaben werden noch einfließen müssen bis zur Erreichnng des schönen Endzieles! Aber dieses schlichliche Resultat, es wird erreicht weiden, dessen sind wir gewiss. Und es wird seine Schöpfer und alle diejenigen, welche zur Verwirklichung eines echt österreichischen pa< triotischen Werkes, der erhabenen Devise «Viribu8 unk,«» folgend, beigetragen haben, ehren und taufende braver Staatsdiener, denen das Unternehmen Heilung und Erholung bringen soll, werden aus dankerfülltem Herzen das goldene Kreuz und seine Werke segnen. Bericht der Gewerbe-Inspectoren. II. Es wäre außerordentlich wünschenswert und gewiss auch leicht durchführbar, wenn im Sinne der in einigen Einzrlberichten gegebenen Anregung die Verwaltungen der Krankencasfen verpflichtet werden würden, die in diefer Richtung jährlich zu liefernden Ausweife fammt den auf die Berufskrankheiten bezüglichen Ma< terialien den zuständigen Gewerbe-Inspectoren zugäng« lich zu machen. Im besonderen wird über Bleivergiftungen in Accumulator«: und Kabelfabrilen, bei Hafnern, in Thonwaren-Fabriken, bei Anstreichern, in einer chemischen Fabrik und in Schriftgießereien berichtet. Milzbranderkranlungen kamen vor in einer Hadern-sortieranstalt und beim Waschen von Rosshaaren. Auhec-dem wird noch vom Stieglitz bei deu Gerbern, von Trachomerkrankungen in Flachsspinnereien, von Augen« erkranlungen in Bürstenfabriken, dem Aufschwellen der Hände in Beizereien, vom Gußfieber in Gelbgiehereien, von Erkrankungen an Phosphornekrose in Zündwaren-fabrilen und von der Caissonkrankheit Mittheilung gemacht. Den betreffenden Schilderungen entnimmt man mit Bedauern, dass die durch die Ministerial-Ver-ordnung vom 17. Jänner 1885 getroffenen Bestimmungen, betreffend die Vorsichtsmaßregeln in Phosphor-Zündwarenfabrilen vielfach nicht befolgt werden. Im Berichtsjahre gelangten 53.471 Unfälle aus gewerblichen Betrieben zur Kenntnis der Gewerbe-In« spectoren (im Vorjahre 44.489); davon verliefen 490 (im Vorjahre 445) todtlich. Eine Reihe von Wahrnehmungen gibt Zeugnis dafür, dafs die Pflege der Unfallverhütung uud die Beachtung der diesfalls nöthigen Vorsichtsmaßregeln noch nicht zum Bewufstfein derjenigen Organe gelangt ist, welche vor allem berufen erfcheinen, diefem Gegen« stände ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Nach wie vor findet man in den Betrieben Aufsichtsorgane, welche, die Gefahr nicht achtend, ihr Leben oder aber ihre gefunden Glieder aufs Spiel sehen. Dle Mehrzahl der Berichterstatter befindet sich in der angenehmen Lage, über zweckmäßige Schutz-Vorkehrungen Mittheilung zu machen, welche im Berichtsjahre angebracht, beziehungsweise in Verwendung genommen wurden. Der Aufschwung, welcher namentlich in Wien im Baugewerbe zu verzeichnen ist, war Anlass zur Eröffnung neuer und zum forcierten Betriebe bereits eröffneter Steinbrüche, Schotter- und Sandgruben. Leider fand hiebei der Arbeiterschutz nicht immer die wünschenswerte Beachtung, wofür die zahlreichen Unfälle fprechen, welche sich daselbst ereigneten. Politische Nelierficht. Laib ach, 15. Mai. Der Adressentwurf der Majorität des Adrefsausschusses dcs Abgeordnetenhauses betont nach der Loyalitätslundgebung die Nothwendig» leit der Durchführung eines gerechten Ausgleiches und spricht die Ueberzeugung aus, dass eine weitere Be« endigung der inneren nationalen Kämpfe nur durch die gegenseitige Anerkennung der historisch angebornen Rechte der österreichischen Völker aller Königreiche und Länder zu erzielen sei, wofür die gerechte Durchführung der Gleichberechtigung aller Nationalitäten im gesammten öffentlichen Leben, in Schule und Amt, dann die Wahrung der historifchen Eigenberechtigung der Integrität der Königreiche und Lander unter Aufrechterhaltung des diefelben vereinigenden realen Verbandes eine Gewähr sind. Die Adrcsfe betont die Nothwendigkeit der Erweiterung des Wirkungskreises der Landtage, die Gewährung der nöthigen Selbständigkeit der Verwaltung der einzelnen Länder und spricht den Wunsch aus, dass die Schulbedürfnisse den Nationen der verschiedenen Länder entsprechen, was nur durch die Erweiterung der gesetzgeberischen Mitwirkung der Landtage erreichbar ist. Die Adresse betont entsprechend der Thronrede die Wichtigkeit der religiös-sittlichen Schulcrziehung. der socialen Reformen, der Unterstützung der Landwirtschaft und des Gewerbes, des Handels und der Industrie, der Steuerreform, der Reform des Gebüren-, des Iustizwesens und zahlreicher wirtschaftlicher Institutiouen und spricht die Bereitwilligkeit aus, unter Rücksichtnahme auf die kritischen wirtschaftlichen Verhältnisse, der hochgespannten Steuerkraft der Bevölkerung und den Heeresangelegenheiten die grüßte Sorgfalt zu widmen. Die Adresse betont die Nothwendigkeit der Reform dcr Vlilitärstrafprocess-ordnung, der Bearbeitung des Gesetzes zur Wahrung militärischer Geheimnisse und sagt, dem hochherzigen und allgeliebten Hüter des europäischen Friedens verdanken die Völker der Monarchie die frohe Zuversicht, dass die Entwicklung der Cultur nicht durch die Brandfackel des Krieges gestört werde. Das Abgeordnetenhaus hoffe, dass es nach der nunmehr eingetretenen friedlichen Beendigung der orientalifchen Angelegenheiten dem Kaiser und dessen Regierung gelingen werde, alle auf der Balkanhalbinsel interessierten Mächte in der Aufrechterhaltung des Friedens, aber auch in der Sorge für die christliche Bevölkerung in den türkischen Provinzen zu vereinigen. Stark durch die Weisheit Eurer Majestät, die Opferwilligkeit des Volkes, die Größe und Tapferkeit der bewaffneten Macht sowie durch ihr gutes Recht wird die Monarchie immer über den europäischen Völkern ein mächtiger Friedenshort bleiben. Die Adresse schließt mit dem Segenswunsche für den Kaiser, den Verfechter des Rechtes innerhalb und außerhalb des Reiches. Das Herrenhaus hielt am 13. d. Mts. eine Sitzung ab. Der Präsident gab bekannt, dass Seine Majestät der Kaifer ihn beauftragt habe, dem Haufe den Dank für die Theilnahme anläfslich des Hin« scheidens der Herzogin von Alen nimmt man an, dafs der Gesetzentwurf nur ^" ,„t, sicherungszwang für Immobilien, aber nicht das N ^ liche Versicherungs-Monopol statuieren wird. D>e ., der Versicherungsanstalt wird dem Velsich""'^ Pflichtigen danach auch künftig frei bleiben. ^, nimmt ferner an, dass die Grundlagen des ^ sicherungs'Vertrages gesetzliche Regelung erfahren ""5. Man rechnet auch auf die Festsetzung von Ml'^ Prämien für die einzelnen Versicherungsarten ^ Landestheile sowie auf die Bestrlluug von ""'^t organen für die Gebäudeversicherung. Die u ^ der W^hl der Versicherungsanstalt soll nicht y""^ dass den einzelnen Kronländern das Recht der Gr"" ^ von Landesversicherungs.Nnstalten, die auf dem^ ^ satze der Gegenseitigkeit beruhen würden, 9 werde. . ^l Die «Reichswehr» tritt der in einer " ^ «Neuen Freien Presse» veröffentlichten Artikel»"' „ gewesenen Generalsecretärs der Oesterreichisch-ung ,^ Bank, Herrn Wilhelm Lucam, wiederholt 00«°" Behauptung, dass die Bankparität nicht von "'^ verlangt, sondern vom österreichischen Finanz" ^z angeboten worden sei, entgegen und constatlert,^,.^. die uugarische Regierung die Bankparität als ^ ^Hj-liche Vorbedingung für ihr Eintreten in die AM Verhandlungen erklärt hat. sara^ Wie man der «Pol. Corr.» aus A^/»ol« meldet, hat der Sultan neuerdings den "" „^he" Ueslüb und Monastir die stritte Weisung W^^ii lassen, in Gemäßheit d^s letzten diesbezüglich P."v" ^ Irades sofort alle Gesuche serbischer GemeM^, ^. treffend die Eröffnung ferbischer Schule '^ stimmend zu erledigen. Es werde nun i^oe ge< erwartet, dass alle seit längerer Zeit «nerleo'U ^s bliebenen Gesuche dieser «rt, deren Zahl wA^ilg 160 beträgt, in den nächsten Tagen zur Ent1°) gelangen werden. . <^ ^ Nach einer Pariser Meldung ^^ Berichte, die der französischen Regierung "ber " ^c" lauf der Mission des nach Abessynim entsandte"^ Lagarde zugehen, sehr befriedigend lauten- ^ Menelit zeigt sich gegenüber von sehr entgegenkommenden ^ glls d>l beseelt, von denen man sich in Paris in 2A"" < M africanifche Politik der Republik, wenn auch """ ^e in nächster Zeit. so doch für die Zulunst U Wirkungen verspreche. giel^ Wie man der «PC.» aus Lissabon ^ ist der bisherige portugiesische Gesandte in Weli, ^i de Valmor, zum Gesandten beim Ounmal worden. ^^^ in einer Garküche z. B. als Gastzimmer benützt wurde. In dem Slraßenzimmer aber stand ein gemauerter, mit Marmorplalte bedeckter Ladentisch, in dessen Oeff-nungen Gefäße aus Thon, Amphoren u.dergl. eingesetzt waren. Bei einem Oelhändler fand man in diefen noch Reste von Oliven und eingedicktes Oel. In einem Laden des genannten Hauses lagen noch Farben, theils unvorbereitet, theils mit Harz gemilcht. Es ist hier die Gelegenheit zu erwähnen, dass mau die verschiedensten Gewerbeläden fand, deren Bedeutung theils aus Sinnbildern, theils aus Geräthschaflen bestimmt werden konnte. So kennt man Schmiede, Schuster, Töpfer, viele Goldschmied?, deren Kunst iu Pompeji auf einer hohen Stufe stand, eine Seifenfabrik, eine Handluug sür Weihrauch und Wohlgerüchü, zwei Apotheken und im feineu Stadtviertel einen Barbier. Unsere besondere Aufmerksamkeit verdient aber die wohlerhaltene Bäckerei mit dazugehöriger Mühle. Die großen, hutförmig über« einandergrsctzten Mühlsteine wurden von Sclaven oder Thieren gedreht und gabcn, wie man aus den zahlreich gesundcncn Vrobn schließen kann, ein feines Mehl; das Brot wurde fodann in dem daneben befindlichen, behufs Wärmrersvarnis schr sorgfältig gebauten Backofen ge-liactcn Es ist gewiss merkwürdig, dass die Brote ?"2 ^ompch ganz mit jenen übereinstimmen, welche der üandmann heule in Sicilien bäckt Eine in einem anderen Hau^e besindUche B«ct«ei ist durch ihre f re eine Zuckerbäcker« kenntUch. ""^n ar» Das Porträt. Von H. Grüville. Deutsch von F. Gschnitzer. Langsam lustwandelte Moriz unter dem dichten Laubdache des Waldes. Der Regen hatte nachgelassen, von Blatt zu Blatt fielen leise die Wasfertropfen, und in der Ferne öffnete sich der düstere Laubgang auf eine regendurchnässte Lichtung, deren dunkles Grün von köstlich weicher Stimmuug war. Die Stämme der Bäume waren schwarz und ihre Aeste noch schwärzer, und die Kronen der Kastanien über dem Haupte des jungen Malers glichen dem hohen Gewölbe einer Kathedrale zur Stunde, wenn in den Kirchen sanfte Dämmerung herrscht und die farbigen Fenster, als wären sie außen von heller Glut erleuchtet, zitternde, geheimnisvoll funkelnde Lichtstrahlen in das in Dunkelheit gehüllte Schiff senden. Moriz liebte die Dümmerstunde nach dem Regen, wenn sich die Sonne nicht durchgerungen hat, wenn graue Färbung alle Gegenstände einhüllt, wenn ihre Umrisse verschwimmen, alle Ecken an Schärfe verlieren und alle Formen eine entzückend weiche Rundung annehmen. Er gieng gemächlichen Schrittes und als echter Künstler von jener rührenden Bewunderung der Natur durchdrungen, wie sie nur dem Genie eigen ist, entdeckte er bei jedem Schritte in dem ihm bekannten Walde immer wieder eine ihm noch unbekannte Schönheit. Als er die Lichtung erreicht hatte, blickte er um sich. Das Gras war leuchtend grün, die zarten, »länzenden Blätter der Sträucher, welche der Regen gewaschen hatte, bildeten ein feines Netz " Ao^ schwarzen Hintergrunde des großen W" ^ - ^, z« blieb stehen, um besser sehen, besser beoba°)^«te können, um besser den Eindruck dieses oui" ^ Waldes in sich aufzunehmen, der mit pne ^M Schatten mehr Leben zu athmen schien, "" Wl^, Tage in der ganzen Pracht des vollen Sow»" ^" Gestalt eines jungen Mädchens von dem y^chrM werke der Birken. Sie näherte sich leichte" ^c>> ohne Moriz zu bemerken, der unbeweglich !'"'^ ^" Kastanienbaum, und sie betrachtete. Als !" ^de ^ ein paar Schritte von ihm entfernt war, gM seiner ansichtig; sie fuhr zusammen und ewA M fielen aus dem Bündel, das sie auf dem " ^' Lächelnd sagte sie: ,.,, groß ' «Was bin ich erschrocken!» Und ")^t^ dunkeln Auge» glänzten in ihrem fel^n al^ ü das ein Wald von blonden, zerzausten v rahmte. a"^ iel' Er betrachtete sie immer noch, ohne z» ^ z Welch reine Harmonie herrschte Msche" " z-M. lichen Gestalt, diesem lächelnden Gesichte, ^ j,i " ^ Laubwerke der Lichtung und der StlMM"'» ^ Landschaft! .jch^ «Bleib stehen!. rief. der junge Mann, dein Porträt machen.» '.: > " ^<-licht >!,^ Sie wollte die Haare, die ihr ins <^ ^t>e zurückstreichen, aber mit einer abwehreno hinderte er sie daran. ^ Laibncher Zeitung Nr. 111. 1005 17. Mai 1897. Tagesueuigleiten. Lii«^ (Auszeichnungen.) Se. lönigl. Hoheit ^ 'nz°Neg«nt Luitpold von Baiern hat de« Minister des ,ÜiN ^"fen Goluchowsli den Hubertus-Orden, dir ,v^ bairische Ordensauszelchnung, verliehen. Der "llche Gesandte Freiherr v. Podewil« hat am 13. d. Mittag« de« Minister die Insignien des Ordens c^nlich überreicht. — Aus Berlin. 13. d. Mt«.. wird '^"del: Per «Reichsanzeiger» veröffentlicht die Ver-^ Ü ^ Schwarzen Adler.Orden« an den Ersten n "Nhofmeister Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef, "'"zen Liechtenstein. ^ ^ (Vine «erlwürdige Prophezeiung.) .^^land gibt es einen weitverbreiteten Vollslalender, «lchl ^l°ores Almanack». Seine Bcliebthtit oerbanlt er l»». zum wenigsten seinen Prophezeiungen sür das ,y "de Jahr. Ez zst «ine merlwürdige Thatsache, das, >tok! ^°°"» das jüngste große Pariser Brandunglück, ll«l!b ^" Kalender schon im vorigen Jahre heraus» dle 3 b°lven ist, ziemlich genau vorhergesagt hat. ly^ophezelung lautet wörtlich: »Fast mit Sicherheit tl<5l d ^ ^" ^" ätzten Tagen de« April eine Nach. bllle »ü ^"^" furchtbaren Feuer in Paris hören, welches tzch^ Atnschenopfer verschlingen wird, während eine bktl..^ "blien unter den Trümmern Beute zu machen '"Hln wird.. i>ütl.,"7. (Die rauchigste Stadt der Welt) b""ltll 5> "fische Stadt Sheffield sein, deren stets v-r-lkvot^ "^sphclre in England geradezu sprichwörtlich '»lttll » ^' ^" "^ hygienischen Untersuchungen be° "lllllch ^^t hat an da« Gesundheitscomite der Stadt b°tlia ^"^ interessanten Bericht eingesandt, der die Lh/" Verhältnisse recht drastisch veranschaulicht. In "«tbtl ^ ^"^n jährlich 30 Millionen Centner Kohlen ^Ulldr. °"^ ^"" 3l^ von etwa 30 englischen tzchhf "eilen. Nach dem Gehalte der Kohlen an l°hli>H "'"den auf demselben Gebiete in Shtffield ^?.^-^0 Centner Schwefelsäure durch den Regen '"eile !?^' d. h. also 20.000 Centner per Quadrat' ^ n " "°" "^ diesen V?thältniss n die der z«r^. "°nbon vergleicht, deren Atmosphäre ja auch nicht 'llt ^ "^ zh^ Klarheil berühmt ist, so ergibt sich ^effi?°tl etwa derselbe Kohlenverbrauch wie sür H all.» °^" °"^ ^^^ Quadratmeilen, also auf eine ^hlen? I l" srrße Fläche vertheilt. Die au« dem ^bon^ niedergeschlagene Schwefelsäure erreicht in ^ilick .""^ 2800 Centner auf die Quabratmeill'. Es ist ^lcha? ^tracht zu ziehen, das« London wohl sür eine l'tz>^ung d«r Rauchmassen durch de., Wind günstiger ^"l> ^ anuscripteLamartines.) Interessante , blioth,,^" Lamartine« hat die französische National, ^ten "lzlich in ihren Besitz gebracht. Die Hand« "tllh^ umfasst« eine große gahl von Gedichten des ^chick? ^lhllftftellers sowie seine beinahe vollständige MligV ^" Girondisten» und gewähren einen guten ^">lKliÜ. ^^"° Gewohnheiten und tzchaffensweife. Als ^>^l ^'p°pier hat der Dichter die g ichenhefte der ^'"t. l?zbt. statt der Feder hat er sich des Bleistifte« ^nl m feinen Pichtungen, die er ohne oder nur 'H^ »^"erbrsserungen aufs Papier geworfen, hat er ?'ch.' zn,^/hl gut» und «Ausgezeichnet» am Rande ver. M ^ ^"6e enthalten zahlreiche Aenderungen. ^bc>r ^Nnet man in den Versen Auslassungen: die Gewohnheit, wenn die ge« ^i ^t '^""r. wie du bist!» tz! ^ilhn,.., ^^> auf einen Stein und skizzierte rasch »^ar ei ""b bie Züge seines jungen Modells, n "t. wi ^"uernmädchen, aber schlanl und zierlich 7 Iu^ ^'le Mädchen es oft sind, bevor sie ganz »°? Kau.,!' heranreifen. Ihre Augen hatten schon ^dcls haften Ausdruck, aber das Lächeln war kt '33ie "7 K'"des. leitete " ^ ^"^' s^te der Maler, während ^"z kl,- '^zehn! Vor drei Jahren warst du noch si<'H.?ks Mädchen.» V^ !chün ^^ '^ "^ ^ klein», entgegnete M<^ackl^' unbefangenem Lachen; «aber ich bin >'«!,.» ^>en, und zu Iohanni bekomme ich einen " l»nd 7« 6"°de zu Iohanni?. fragte der junge ^Meil ^"e auf zu malen. ^seu?.. . " nur mit einem Liebhaber um das fl^n l»." bald! Diese reine Stirne, diefe un-V^ ^,,"^"' diesen lindlichen Mund follte die ^ ^iorz' f"'^ eines Bauernburschen entweihen " tttvack? ^^ elue eifersüchtige Regung in seinem ^e'^llsj ^- . .^'tva^" "lcht mich zum Liebsten nehmen?» "e ^" Ibr! ^ " wieder zu malen anfieng. ^! t>^"erndz' Ihr seid ein H?rr. aber ich. ich bin ^chm.ü^' "n ehrliches Mädchen hört nicht I ^ '"che^^ der Herren.. (Fortsetzung folgt.) eigneten Ausdrücke sich nicht gleich einstellten, leere Stellen zu lassen und das Fehlende später auszufüllen. Oft begegnet man am Rande dcr Manuscripte auch llelnen ergötzlichen Zeichnungen in steifer und knabenhafter Manier und felbst lleinen Rechenexempeln der elemen« tarsten Art. Der Dichter hat an diefen Stellen, wie das wohl jedem Schaffenden zu gehen Pflegt, in tiefem Sinnrn mechanifch seine Finger kritzeln lassen, harrend, bis endlich die gewünschte Form für den poetischen Gedanlen sich einstellte. — (ä^elterprognosen) Den über die jetzigen WelterverlMnisse Fassungslosen mögen vielleicht die Wetterprognosen für den — nächsten Monat, die Generalftabs-Hauptmann Graf Josef Lebochowski soeben im Verlage von Wilhelm Vraumüller hat erscheinen lassen, zum Troste gereichen. Die bisherigen Noraussagungen des Grafen sind bis auf einige Details in Erfüllung gegangen. Die Iuniprognosen des Grafen Ledochowill ent« halten einige schöne Worte: Warm — sehr warm, heller, heiß, sehr heiß und sogar das Wort «Schwüle» enthält die sehr übersichtlich zusammengestellte Tabelle. Bei diesem Stande der Dinge nehmen wir die Ankündigung, dass der Juni uns hie und da auch ein kleines Gewitter bringen werde, gerne mit in den Kauf. Die Ledochowsli-schen Wetterprognosen werden von jetzt ab regelmäßig am 15. jeden Monats erscheinen. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Neue Telegraphenleitung.) Laut einer uns zugehenden Mittheilung hat das l. l. Handels» Ministerium die Herstellung einer Telegraphenleitung von Vischoflack nach Eisnern angeordnet und wird die Aus« lührung dieses neuen üeitungsbaues schon demnächst in Angriff genommen werden. —c>. — (Für Reisende.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das l. l. Ministerium des Innern mit Rilck> ficht auf den namhaften Rückgang der Tyvhussälle in Pola, bei Ausfall von Neuerlranlungen fowie auf das mittlerweile erfolgte Erlöschen der Blatternepidemie in Lussinpiccolo die angeordnete sanitätspolizeiliche Revision der aus den genannten Städten anlangenden Reisenden außer Kraft gefetzt. —o. — (gur Versorgung der Staatsbeamten-Witwen.) In Unfehung der Frage, ob die den Staatsbeamten der untersten vier Rangsclassen gewährten Dienstallers'Personalzulagen für die Witwen-Pension anrechenbar seien oder nicht, hat das l.l. Finanzministerium den unterstehenden Behörden eröffnet, dass diese Personalzulagen sür die Witwenpension nicht an« rechenbar find. —c>. — (Anspruch der Staatsbienerswitwen aus Concefsions-Tabaltrafilen.) Mit Rücksicht darauf, dass der § 27 der Verordnung des l. k. Finanzministeriums vom 20. November 1896, Nr. 54.655, V. Bl. Nr. 189, übethaupt von Staatsdieners-Witwen spricht, hat das genannte Ministerium erklärt, dass solche Witwen ohne Unterschied, ob sie ihren Gatten während dessen activen Dienstleistung oder erst nach dessen Versetzung in den Ruhestand geheiratet haben, Anspruch auf eine Concessions-Tabllltrafil haben, sofern die fonftigen Voraussetzungen hiefür vorhanden find. —0. — (Sitzung des Laibacher Gemeinderathes.) Der Laibacher Gemeinderath hält Dienstag, den 18. Mai, um 5 Uhr nachmittag«, im städtischen Ralhsjaale eine außerordentliche öffentliche Sitzung mit nachstehender Tagesordnung ab: I. Bericht des Vor-sitzenden. 11. Verlesung und Verificierung des Protokolls über die letzte Sitzung. Ill- Bericht der Personal- und Rechtssection über das Ergebnis der heurigen Gemelnde-raths'Ergänzungswahlen. IV. Wahl des Vicebürgermeistets (ß 31 der Gemeindewahlordnung). V. Wahl der acht ständigen GemeinberathS-Sectionen. VI. Ecgiinzungswahl eines Vertreters aus dem Gemeinderathe in die Canali» fierungssection. VII. Berichte der Flnanzsectlon: 1.) über die Versicherung der städtischen Gebäude gegm Brandschäden ; 2.) über die Bestimmung der Höhe der städtischen Gemeinde-Umlagen pro 1697. VIII. Bericht der Pollzei-fection über da« Gesuch der Laibacher Fialergenossenschast um Auslassung der Fialerftandplätze auf der Erjavec« und Rlsselftrahe. IX. Bericht der Stadtregullerungsseclion über den Antrag des Stadtmaglstrate« um Umgangnahme der über den Ievnilar'schen Besitz an der Triefterstraße projeclierten Fahrstraße. X. Bericht des Curatoriums der städtischen slovenischen höheren Töchterschule über Schul-angelegenheiten. XI. Beicht der Finanzsection über Vorschussgesuche. XII. Bericht de« Stadtmagiftrate« über Anträge der Enquete für die Vertheilung des drei-procenllgen Darlehens an die durch die Erdbebenkatastrophe geschädigten Laibacher Hausbesitzer. ^ ^. __ (Von der Staats bahn.) Einer uns zugehenden Nachricht zufolge wird in der Station Kronau u« Iwecke der Versorgung dieser Station mit gutem Trinkwasser eine neue Wasserleitung hergestellt werden. —0. — («lu« der Laibacher Diöcese.) ImVer-lause der letzteren gelt wurden folgende Herren canonisch investiert: Andreas Abaiel auf das Decanat de« La!» bncher Domkapitel«, Valentin Uljantli auj die Pfarre Dobl-aua bei Kropp, Anton Korbit auf die Pfarre Eisnern, Johann Ialrajsek auf die Pfarre Waltendorf, Laurenz Gantar auf die Pfarre Oberlaibach, Alois Krainer auf die Pfarre Tschermoschnitz und Johann Müller auf die Pfarre St. Helena. Dem Herrn Michael Arlo wurde die Stadtpsarre Idria verliehen, Herr Michael KlemelM, Kaplan in Semitfch, wurde vo« Deutschen Ritter-Orden zum Administrator in Tschernembl ernannt, Herr Johann Pavllt, Kaplan in Iirllach, wurde als Pfarradminiftrator nach Ulrichsberg und Herr Franz Prscc, Kaplan in girknitz, als Pfarradministralor nach Rob verfehl. —0. — (Die Mittheilungen de« Mufeal-Vereins für Krain) bringen da« Maiheft als drittes in biefem Jahrgange. Der erste Aussatz von Pro« fessor Ferdinand Seidl ist eine Fortsetzung des vierten Theiles seines Aufsatzes «Da« Klima von Krain.. Die außerordentliche Stärke mancher Niederschläge wirb hier verglichen. Hermburg verzeichnet im Laufe von sieben Jahren einmal einen Wollenbruch, welcher eine Wusser-menge von 233 ium binnen 24 Stunden niederströmen machte; Raibl halte in 30 Jahren einmal 27? ium und Krelovse am 13. November 1891 die enorme Masse von 286 nun. Görz brachte es einmal auf 149 mm, Trieft auf 157, Fiume aber fogar auf 268 mm, und zwar nicht i« Sommer, fondern am 1. October 1892. Vergleicht man diefe Tagesrxtreme mit den Iahressummen, so ergibt sich für den luvseltigen Fuß des ganzen Karstes rund 15 pCt. der Iahressumme, an den Plateaux etwas weniger (7 bis 10 pEt.); in Laibach erreichte der stärkste Tagesregen in 37 Jahren nicht ganz 8 pCt. der Jahres-menge, trotz der luvseitigen Nahe der Steiner Alpen, und in Krainburg ist da« Verhältnis seltsamerweise noch kleiner. In viel regenärmeren Gebieten wie Nord-deulschland, Ungarn und Süowcst-Rllssland ist da« Ver-hältnis der Maxlmalrcgenmenge eines Tages oft 20 pCt. der Iahresmcssung im Luv der Westalpen fogar bis 50 pCt. Die Durchschnittswerte der monatlichen Tages-maxima haben einen bestimmten jährlichen Gang, ja geradezu regelmäßigen Rhylhmus; für Klagenfurt, Üaibach, Rudolfswert und Pola gilt die Regel, daf« Jänner und Februar am mäßigsten find, sich dann über den Sommer steigern und in der Mitte des Herbstes die höchsten Beträge erreichen. Eine andere, den Laien verblüffende Thatsache ist die, das« das Becken von Klagenfurt die relativ stärksten Tagesniederschläge als Schnee im Winter hat, während umgelehrt das Sübenbe der Halbinfel Istrien gerade im Juni am stärksten von Niederschlägen heimgesucht wird. Krain nimmt eine vermittelnde Stellung ein, indem es sich im Sommer wie Pola, im Winter aber nach de« Vorbilde des Kärntner Bccken« hält und dadurch ein Hauptminimum im November erzielt. Eine interessante Tabelle (Nr. XI.IV) gibt die Umrechnung einiger heftiger Regengüsse in Lalbach von ihrer wirklichen Dauer auf eine Stunde; z. V. 20. Juli 1860 Gewitter mit Hagel durch eine Viertelstunde mit 26 mm hätte 104 mm gegeben, welches Quantum bann von den Canälen der Stadt schwer aufgenommen worden wär?. In Wien siel am 3. Juni 1891 in 6 Minuten 10 mm Regen; das hätte bei einer Stunde 100 mm und in einem Tage 2400 mm oder eine Ueberfchwemmung bis zu« dritten Stocke der Häufer bewirkt! Glücklicherweise dauern solche Wasserftürze nur immer einige Minuten. In Frankreich wurden am 6. Juni 1888 zu Frain in 15 Minuten 42 mm gemessen; in Basel bei einem Gewitter in 5 Minuten 22 3 mm. — Der zwcite Aufsah von Konrad Ernologar behandelt Schulmeisterangelegenheiten aus de« Jahre 1581 nach Acten de« Weichselburger Archivs. Vom gleichen Verfasser rührt der dritte Aufsah: «Die Handwerlszünfte zu Weichselburg» her und behandelt nach einer allgemeinen Einleitung als I. die Schuh« machtt'Zunft, deren Handwerls-Ocdnung vom Vlcedome Christoph von Knüllenberg am 5. November 1555 aufgerichtet worden ist. Den Schluss bildet eine Mittheilung der Schristleitung folgenden Inhaltes: «Der geringere Umfang der diesmaligen Mittheilungen wolle damit entschuldigt werben, dafs ersten« der Schriftleiter Dr. O. Gratzy, infolge des Mittelschultaa.es in Wien, bei welche« er als Vorsitzender der historischen Section thätig war, weniger gelt zur Verfügung hatte, anderseits ihm ein wissenschaftliches Arbeitsmateriale aus Paris zu spät eingetroffen ist; weiters werden die Vereinsmitglieber dringend ersucht, aus dem Kreise ihrer Velannten dem Vereine neue Mit« sslieder zu werben, damit nicht vielleicht im Laufe der Zelt aus finanziellen Gründen eine Umfangsvermlnderung der Verelnlpublicationen eintreten müsste. —ar.— — (Für Radsahrer) Das Renne» Oberbrau» burg-Unterdrauburg findet h^uer — zum drittenmal« — am 4. Juli, u.zw. zum erstrnmale als Herrenfahrer. Meisterschaftsfahren der österreichischen Alpen-länber, veranstaltet vom « Eartell » , statt. Pas Rennen ist offen für alle im Meisterschaftsgebiet ansässigen Herren-sahrer («ach den «llartell»'Vestimmungen) und wird nach bchen Weltsahrbestimmungen gefahren. Der Sieger erhält den Titel: «Herrenmeisterfahrer der österreichischen Alpen« länder für das Jahr 1897/98» — ein goldenes, mit Brillanten besetztes Edelweiß und eine Ehrenurkunde. — Der zweite und dritte je ein silbernes Edelweiß und eine Ehrenullunde. Nlle unter zehn Stunden ankommende er- Laibacher Zeitung Nr. 111. 1006 17. Wai 1897. halten Eichenlränze mit schwalz«rolh-goldener Schleife und Widmung. Alle Arten einsitziger Fahrlader sind zugelassen. Maschinenwechsel ist nur, wenn durch RadbeschLdlgung bedingt, gestattet. Schrittmacher sind ausnahmslos verboten. Alle auf das Rennen bezughabende Nusliinste erlheilen der Vorsitzende des Cartell°Sports.«usschufses, Herr Franz Plchler in Graz, und die Voi stände der CaltellVerbände in Wien, Vraz, Innsbruck und Klagenfurt. — (Vei den Lehrbefähigungsprüjungen sür allgemeine Volle« und Bürgerschulen) im Maiiirmine 189? wurden approbiert: u) für Bürger» schulen, I. Fachgruppe: Schwester Maria Annunziata Nianchi und Schwester Vrigilta Orajen mit deutscher, Schauster Vernarda Raltelj mit deutscher und slovenlscher Unterrichtssprache; fllr die II. Fachgruppe: Schwester Filomena Fabjan und Schwester Maximilian« Kolenc (mit Auszeichnung) mit deutscher und slovenischer Unterrichtssprache ; d) für allgemeine Volksschulen mit deutscher und slowenischer Unterrichtssprache: die Herren: Johann Varaga, Fcanz NvtZtnil. Engelbert Kavcic, Vincenz K«l, Johann Slupica und Johann Iupankk, ferner Fräulein Theresia Mlchellt und die Schwester Hildegardis Lebar (mit Auszeichnung), mit beutscher Unterrichtssprache die Schwester Ignatia Klump (mit Auszeichnung). — Die specielle Prüfung für die deutsche Unterrichtssprache an allgemeinen Volksschulen bestanden: Herr Alois Vajec und Fräulein Marie Hanel; die Ergänzungsprüsung für den subsidiarischen Unterricht in der katholischen Religion die Herren: Johann Krem^ar und Franz Malovkh; die Lehrbefähigungsprüsung sür die französische Sprache an allen Lehranstalten im Gebiete der Volksschule die Damen: Angelina Baronin Manfroni-Manfort, Frl. Elsa Polaczel und Ftl. Adelheid v. Purschla. «In der l. l. Lehrerinnen-Vildungsanftalt erwarb die Schwester Karolina Biscal die Lehrbesähigung für den Unterricht in den weiblichen Handarbeiten mit beutscher Unterrichtssprache. — (Postalisches.) Laut hohen l. l. Handels» ministerial'Erlasses vom 31. März l. I., I. 11,574, werden die nach Tarispoft 7b de» Gebürengesehes vom 9. Februar 1850 (R. G. Vl. Nr. 50) von der Frachlbrils-stempelgebür befreiten Paltelen (Staatsbehörden, Aemter lc.), denen bisnun gestattet war, ihren Palelsendungsn beliebig ausgestattete Frachtbriefe beizugeben, vom 1. Juni 1897 an die besonders hlesür auf weiß m Papier mit fchwarzem Vordruck aufgelegten Postbcgleitadlessen ohne Finanz» stempel zu verwenden haben. Diese Vegleiladressen sind in Päckchen zu 25 Stück zum Preise von 10 kr. bei allen Postämtern erhältlich. Die von den erwähnten Parteien selbst ausgelegten müssen mit den von der Post» Verwaltung aufgelegten Postbegleitadressen ohne Finanz« stempel bezüglich der Stärke und Farbe des Papieres sowie der sonstigen Ausstattung gtnau übereinstimmen, widrigen« dieselben von der Annahme ausgeschlossen werden. — (Ein schöner Sommer in Sicht?) Welterlundige weisen darauf hin, dass durch die im grün» ländischen Meere herrschenden Sübftrömungen dasselbe zum größeren Theile eisfrei werben dürste, was in Verbindung mit den geringen Eismengen bei Neufundland zu der Hoffnung auf einen besonders schönen und warmen Sommer in Mitteleuropa berechtigt. Nachdem uns der vorjährige Sommer gründlich ve«egnet worden ist, wäre in der Thal recht sehr zu wünschen, dass sich diese Prognose bewahrheitet. * (Aus dem Polizelrapporte.) Vom 11. aus den 12. b. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Herumstrelsens, eine wegen Neltelns, eine wegen Excesse« und eine wegen Trunkenheit. — Vom 12. auf den 13. d. M. wurden sechs Ver» hastungen vorgenommen, und zwar vier wegen Exctsses und zwei w?gen Trunkenheit. — Vom 13. auf den 14. d. M. wurden z hn Verhaftungen, und zwar fünf wegen Vacierens, drei wegen Excesses, eine wegen Dieb-stahls und eine wegen Vetteln«, vom 14. auf den Ib. sieben Verhaftungen, und zwar drei wegen Excesses, zwei wegen Vetteln«, eine wegen Vacieren« und eine wegen Trunkenheit vorgenommen. — Johann Mehl«, Maschinen-Putzer am Südbahnhose, wohnhaft in der Petersftraße Nc. 30, hat angezeigt, dass ihm am 8. Februar zwei Sparcassebüchel entwendet und auf dieselben 2000 st. behoben wurden. Der Dieb wurde bereits eruiert und die Sichelheitsbehörden find i« telegraphischen Wege um die Verhaftung de« Thäters ersucht worden. —r. * (Zigeuner verHaftel.) Wie man aus Gurlseld meldet, wurden a« 12. d. M. der im Polizei-blatte für Krain Nr. 20 vom 6. September 1895, Alt. 310, wegen Pfeidediebstahls currentierte Zigeuner Franz Iurlovic, angeblich aus Cerllje, sowie der Zigeuner Anton Iurlovic aus Haselbach im Walde bei Ievse wegen Uebertretung des Landstreichergesehes arretiert und dem l. l. Vezlrlegerichte in Vurlseld eingeliefert. —r. ... .^ ("««stellung Wien 16 9 8.) Die Frist n.'n..«« ^"""ldun« zum grweibUchln Theile dieser Aus-beN K^^' ^^ ^ese Anordnung bundenen S?nderau!^n^.'^ ^"^ «"« ver-«Usschuss der «IugendlMe. ^chw^«, a!» Utz3n ^»' für die An«-ldung von AusstkUung,,«g,nft5nd«n den 30. Juni b. I. festzustellen. Die Anmeldungen liefen bisher sehr zahlreich ein. — (Oesterreichs Tabalconsum.) Der Consum Oesterreichs an Tabalsabricaten aller Art bezifferte sich im vorigen Jahre auf 93,205.869 fl., um 3,540.63? fl. mehr als im Jahre 1895. Hievon ent-fielen 3,845.477 fl. auf den Verbrauch der Spkclalltäten-Sorten. Unter den Kronländern steht Böhmen mit 25,296.772 fl. obenan, Niedelüfterreich erzielte 25.061.677 Gulden. Galizien 12,046.356 fl. Den stärksten Verbrauch weisen aus: Drama»Cigarette« zu 05 kr. mit rund 1109 Millionen Stück; ihnen folgen die «kurzin» Ei-garren zu 2 5 kr. mit rund 516 Millionen, Sport-Cigarette« zu 1 lr. mit rund 417 Millionen, Portorico-Cigarren zu 3'5 lr. mit 209 Millionen und Sultan-Cigarette« zu 2 lr. mit 208 Millionen Stück. D.r Verbrauch an Trabuco«Eigarren betrug 41'5 Millionen, an Vritannlca-Eigarren rund 37 Millionen Stück. Insgesammt wurden 1244 Millionen C garren (-^12 Millionen) und 1995 Millionen Cigarette« (-s- 18 Millionen) verbraucht. — (Wasserleitung in Abbazia.) Wie aus Abbazla berichtet wird, wurde dort in der vorigen Woche der Bau der Wasserleitung begonnen. Aiterarisches. Illustrierter Führer durch Dalmatien längs der Küste von Albanien bisKorfu und nach den Ionischen Inseln. Dritte, gänzlich umgearbeitete Auflage. Mit 67 Ab« bilbungen und 6 Karten. 11 Bogen Octav. Bädecker-Eiuband. 1 fl. 50 kr. — ii M. 70 Pf. Dalmatien, noch vor wenig mehr als einem Jahrzehnte eine terra jnc«ßml2, ist seit einigcu Jahren ein beliebtes Ausflugsziel der Reisendcu Mitteleuropas geworden. Die erleichterten Verlehrsvelhältnisse einerseits sowie das erwachte Culturleben in den Hinterländern Bosnien und Hercegovina, haben auch dem dalmatinischen Küstenlande eine größere Anziehungskraft, als e bis dahin besaß, verliehen. Den Waudel der Dinge erleimt man unter anderem auch daran, dass der vorbenannte «Führer durch Dalmaticu» nun schou in dritter Auflage erscheint. Seit seinem ersten Erscheinen m dem Rufe eines zuverlässigen Reisebehelfes stehend, hat das treffliche Hand« buch schon in der zweiten, mehr uoch aber in der vorlicgeudcn dritten Auflage eiue ganz wesentliche Vervollkommnung erfahren. Iu ueuem Bildcrschmucke, sorgfältig revidiert uud trefflich erweitert (indem es nunmehr auch die Eisenbahnroute Metkovie-Sarajeuo in sich begreift), wird das nützliche Reifebuch gewiss zu den alten Freunden viele' neue sich erwerben. Die be-schriebeuen Routen sind bis Albanic», Korsu uno die Ionischen Inseln ausgedehnt, was die Brauchbarkeit dieses Führers gewiss uur erhöht. Mit vielem Nutzen wird mau die sachliche Ein» lcitung, die Rathschläge zur Reise, das mehrsprachige Vocabulaire und andere Materien des vielseitigen Inhaltes lesen. Alles ist praktisch angeordnet, so dass dieses Buch zu den besten Reiseführern gezählt werden kann. Alles in dieser Rubrik Besprochene kann durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr K, Fed. Bamberg bezogeu werden. Neueste Nachrichten. Griechisch-türkischer Orieg. (Origiual'Telegrammt.) Athen, 15. Mai, 11 Uhr 30 Min. nachts. (Meldung der «Agence Havus».) Die griechische Regierung richtete an die Gesandten der Mächte eine Note, in welcher sie die Vrrantwoltlichkeit für die Operationen im Epirus auf die türkische Armee abwälzt, welche Grioovo befestigte und die Umgebung von Arta anzugreifen beabsichtigte. Die Regierung erklärt, dass die Operationen der griechischen Armee von dem Obercommandanten nur mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Vertheidigung geleitet werden. Gleich« zeitig notificierte die griechische Regierung den Vertretern der Mächte, dass, nach ihr zugekommenen Meldungen, die Pforte kleine Schiffe angeworben habe, um griechische Schiffe zu kapern. Griechenland sei ent» schloffen, diese Piraten durch feine Flotte eifrig zu verfolgen. Athen, 15. Mai. Mitternacht. (Meldung der «Agence Havas»). Von Kreta wurde die zweite Partie Truppen abberufen. Die Riickberufung der dritten und letzten Partie ersolgt demnächst. Die aus Thessalien abberufenen Adjutanten des Kronprinzen sind im Piräus eingetroffen. Einige Neugieriger warteten deren Landung ab und empfiengen sie mit ironischen Bravo-Rufen. Larlsfa, 15. Mai. (Meldung der «Agence Havas»). Aus Pharsalus wird gemeldet, dass die türkische Vorhut gestern auf die griechische Vorhut stieß. Zwei Bataillone wurden als Verstärkung entsendet. Der Obercvmmandant verbleibt noch immer in Tele. Die Truppen verlangten den Vormarsch, der heute bei Tagesanbruch angetreten wurde. In Pharsalus wurden Spitäler errichtet, woselbst sich auch drei französische Aerzte befinden. Eine russische militärische Mission ist angekommen, um die Operationen zu verfolgen. Constant in opel, 15. Mai. Die une,wartet hoch gestellte Grundlage der Bedingungen für den Friedensabschluss und für die von der Annahme derselben abhängig gemachte Einstellung der Feindseligkeiten sowie für den Abschluss eines Waffenstillstandes hat in diplomatischen Kreisen fehr überrascht. Pas neueste Eindringen der Griechen in Epirus kam d?r Pfotte sehr gelegen, um zu motivieren. Es scheint jedoch bereits sliMl ch Absicht bestanden zu haben, die Bedingungen jo ^ als möglich zu stellen, und trotz der durch d,e " mittelungsverhandlungen zu erwartenden Neducle'U u die höchsten, erzielbaren Einräumungen zu "A^ In diplomatischen Kreifen glaubt man, dass der ^, aus principiellen Gründen nicht mehr als e«ne sprechend bemessene Kriegsentschädigung, eimge , tarisch nothwendige kleinere Grenzberichtigungen I ^ eine Aenderung der Vertragsrechte '^^il he» griechischen Unterthanen in der Türlei gewährt we können. ^ ^,., M Constantinopel, 15. Mai. Die letzM Muradli aus expedierten 32 Redif-Bataillone «M ^ nach Epirus dirigiert, wo außer der dritten «oy ^ vierte Division neu formiert wird. Der Comma ^ des Corps in Epirus hat Befehl "Men, Säuberung mit der größten Energie durchzui " ^ Edhem Pascha hat gestern neuerdings dringende "„ erhalten, den Vormarsch bis zu den alten. ^A gegen Griechenland zu beschleunigen. Im M"^ ^jnel über die jüngste Führung der Operationen seilen» Commandanten große Missstimmung. .<:A Constantinopel, 16. Mai. Eine "" Kundmachung veröffentlicht eine Depefche des<^^„ danten der zweiten Division aus Luros vom ^'^„d, dass nach heftigen zweitägigen Kämpfen d" "^s. welcher 15.000 Mann stark sei, einige H"^ aei' gegeben und sich über Fail Pascha Tepessl nay ^ tunluk zurückgezogen habe. Eine Depesche des ^ ^ «Sabah. aus Larissa vom 14. d. M. meldet v^F, Tage keine «ction. Dieselbe werde jedoch am ^ .^heü wieder aufgenommen werden. Eine Depefche " ^e» Blattes meldet vom 15. d. M. dafs die g^. Truppen nächst Domokos auf die feindliche ^ garde gestoßen seien, den Kampf begonnen yan ^ vorzurücken beginnen. In Pharsalos wulv ^ Ambulanzspital errichtet. In Larissa circular ^ Gerücht, dass Kalabaka genommen sei. <^e ^„Wt des «Itdam. vom 15. d. M. will mit ^1"" ^ wissen, dafs die türkifchen Truppen geg" A.^eü marschieren, und den Kampf zeitlich früh ^ haben. ^tllchl Constantinopel, 16. Mai. ^lue " ^ Kundmachung enthält eine Depesche des Cow»""' ^ des 13. Corps in Epirus, der auf Grund des ^H ^ des Oberstlieutenants Veli Bey über den ""^^ Feindes, von Arta über Gremenica nach ^"?^ v^ zugehen, sowie über die Kämpfe auf den H^ M Gremenica, Gribovo, Faik Pascha Tepess' """ iL» naria berichtet. Darnach seien die griechischen ^» mit einem Verluste von 300 Todten zuructge," worden. nllll? Constantinopel. 16. Mai. Das ^ zF «Halilat» sagt in einem inspirierten Leltarw '^ü die Antwort des ungarischen Ministerpräsident^ «, ^ Banffy auf die von dem Abg. Grafen M^F ungarischen Abgeordnetenhaus« gestellte I".^aM die Situation erleuchtet habe. Es bestehe l""H<,c!> mehr über die und Russlands bezüglich der Erhaltung des ^^i>°" und über eine neue seit zehn Jahren wA. ^ 3, gewesene Grundlage ihrer Politik im ^. ^Z ? solange beide Mächte die Echaltung des A^ yc der Balkan-Halbinsel anstreben, sei "^ Me"!!, fürchten. Das Einvernehmen beider Mächte ' ^!« den Dreibund. Es sei kein Geheimnis, da! ^ ^ land die Annäherung gefördert habe. und 0"'^eil , deren Mächte infolge ihres Wunsches, den H^ ° erhalten, dem Einvernehmen zustimmen. ^ . Griechen in Blindheit gegen die Macht be'0e ^ ^ bezüglich ihrer Politik im Oriente sind, l" " Griechenland theuer zu stehen kommen. Nudweis, 16. Mai. (Orig.-Tel.) Inf°^g^ haltenden Regengüsse wird die unmittelbare ^h der Stadt von dem Hochwasser der MaNI"^ ^ Moldau überflutet. Theilweise sind die ^ ^! , auch innerhalb der Stadt aus den Ufern s^FH Garten des Deutschen Hauses steht bereits "' ^>" Das Wafser steigt noch immer. Es reg«" . brochen. M^ Cetinje, 16. Wai. (Orig.-Tel.) ^^ga<) Kaiser Franz Iofef hat den l>ste"'^ltl ^ Ministerresidenten R v. Kuczynsli «nt U i^ Allerhöchstseiner Person bei den HoW"»' ^ der Prinzessin Anna beauftragt. hel F Petersburg. 15. Mai. von Dorpat entgleiste während eines ^> "sche" ^/ regens, welcher den Bahndamm '"^ s.ntel^ /1 ein Militärzug mit zwei Bataillonen I"^,^ ^ 17 Waggons zertrümmert wurden. !" ^ch *,/ verwundet. Visher wurden 24 Leichen A"" transportiert; 30 dürften sich noch unter or « befinden. ^aibacher Zeitung Nr. 111. 1007 17. Mai 1637. ^.Petersburg, 15. Mai. (Orig.-Tel.) Vei dem Eisen-l ^ Unglück zwischen Dorftat und Wack wurden 56 >y' "lllllltärs «elödlet, 43 Untermilitärs schwer ver.' ld^3 ' ^ Offkiere ^„^ 37 Untermilitärs leicht ver-^"°et. Die Katastrophe ist auf einen fürchterlichen ^"bruch zurückzuführen. Augelsmmene Fremde. Hotel Elefant. ^'eik?r!' ^4. Mai. Horal, Schauspielerin; Doctor. Bolgeri, 'Hi^' ^er. Nohrer, Stiglitz. Fuchs. Grünfeld, Weihlih. K'stte.. Lch,.., c>>>N3ar, itfm.. Mppingen. — Kickhdfer. Kfm.. Leipzig. — Iuwe - "'^l' Kflte.. Prag. — Grile, Kfm.. Watsch. - Vergant. !>«..""'Slcin. — Nubitsch, Schmid s. Gemahlin. Me,; Schlc° -^ ^5°bnlsbeamter. Klagenfurt. — Schmelz. Kfm., Pdltschach. Tllckn ?°^' Kfm., Nürnberg. - Neumann, Kfm.. Fiume. — o>c»,«X"och' Kflte.. Trieft. — Drobes, Kfm.- Pontesegger, Kauf. jtfin » »^'"' ^raz. — Zeiringcr, Beamter, Agram. — Gaus, '' ^unn. — Mil, Kfm., Krahau. Hotel Stadt Wlen. ^ D^^' ^"'' v. Wachten, k. l. Oberst i. R.. s. Frau. Cilli. ^alip Haniaiul, Professor, Berlin. — Kompojch, Werts« ^ 5^' Gottschee. — Wriehnig, Werksocrwalter. Sagor. — l^sn, 'u^/w,. Füliftirchen. -^ Starke. K,m., Leipzig. — Gambert, ^ "'rnberg. — Grandi, Kfm., Trient. — Michalup, Bauer, ^goru ^' ^^""' ^llte,, Nieu. — Ienlo, Privatier, s. Frau, >^ ' "- Santner, Privatier, Villach. Verstorbene. ^be^.,? )3. Mai. i^sula Pust, Vesitzersgattin. 40 I.. ?7^«"iMls 12. Tuberculose. — Antou Malovec, Albeiter, «."tuilngasse 20, >lara»mu8 »Ll.ili». R» 15 V4-Mai. Nilolaus Prezelj. Bescher, 50 I., Chrön- Im Civilspitale. s!'8,^" ,^> Mai. Franz BoM. Arbeiter. 7ü I.. ^eo-^liij ^- "" Rosa Sinon, Inwohnerin, 52 I., ^krcinomL 2,/^ Oranz smole, Inwohner, l>8 I,. Marasmus, "'unit, ^- Mai Valentin Kuhar, Müller, b« I., Pneu« Im Siechenhause. ^9 /"12. M a i. Karoline Ierman, Gä'rtners-Tochter, ^r^ ^. Mai. Margaretha Rom, Krämerin, 60 I., 9>. 7. l'""l' lle^-l'l. — ttathariua Lah, barmh. Schwester. -^ ^rculo8i8 pulm. Lottoziehung vom l5 Mai. ^raz: 42 58 79 12 13. ">>^ien: 30 45 20 53 57. in ^aibach. ^^-^^^^ Seehöhe 306 2 w. Ä .3^ ?32"0 6-^^NNÖ. schjväch "^Regen " "^ I« ' liTM^^ ^ ^^^W. mäßig____Regen ^____ 2.^8.729 9 6 5 SSO. schwach Regen I.«.'' 728 9 12 9 N. schwach Regen 20 3 !^3^ —^~I _^?^^ windstill^ bewöllt________ 3 Taz l^'2! 9-6 j SO.schwach ltheilw. heiter^ 0 ^^8 7-y°^smittel der Temperatur vom Samstag und «^^ «itt« von Wisschrad. Depot der k. u. k. Generalstabs-Karten. Maßstab 1: 75.000. Preis per Blatt 50 lr., in Taschenformat auf Leinwand gespaunt 80 lr. Jg. v.Kleimnllyr H Fed. ßambergs Huchhandlung in laibach. Padua, 23. Februar 1897. O-eelirter Herr IFiccoli Apotheker In Lalbaoh. Ich habe Gelegenheit gehabt, Ihre Magentinctur Ku verordnen und habe dieselbe insbesondere bei Frauen, die an hartnäckiger, habitueller Verstopfung, von Aneroxie (Appetitlosigkeit) begleitet, leiden, mit gutem Erfolg angewendet. (1120) 11 Prof. G. Ritter v. Inverardi, Director der Klinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten, Präses der medicinischen Facultät in Padua. Kranz Vlnzlin gibt ini eigenen sowie im Namen seiner Anverwandten die höchst betrübende Nachricht von dem Hinscheiden seiner innigst geliebten, uttvergesslichen Gattin, der Frau Maria AnzNn welche nach kurzem. schwerem Leiden, heute, den 17. Mai, um 2 Uhr früh in ein besseres Jenseits abberufen wUl,dr. Die irdische Hülle der theuren Dahingeschiedeneu wird morgen, den 18. Mai, um 4 Uhr nachmittags im Trauerhause Presereugasse Nr. 9 feierlichst ein-gesegnet und sodann auf dem Friedhofc zu Sanct Christoph zur ewigen Rnhe bestattet. Die heil. Seelenmesse wird in der Pfarrkirche zu Maria Verkündigung gelesen. Um stilles Beileid wird gebeten. Laibach am 17. Mai 1897. Vom Schmerze tiefgebeugt geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die Nachricht von ! dem Hinscheiden der innigst geliebten Gattin, bezw. Schwester, Tante, Großtante und Schwägerin, der Frau Marie Schorl geb. Vuliska l. l. Bezirtssecretärs.Gattin welche an, 15. Mai l. I. nach langem, schmerzvollem Leiden, versehen mit den Tröstungen der heil. Religion, im 73. Lebensjahre ins bessere Jenseits abberufen wurde. Das Leichenbegängnis der theuren Verblichenen findet am 17. Mai l. I. um 5 Uhr nachmittags vom Trauerhaufe Nr. 1 statt. Die heil. Seelenmessen werden in verschiedenen Kirchen gelesen. Krainburg am 15. Mai 1897. Die trauernd Hinterbliebenen. Besondere Parte werden nicht ausgegeben. — Kranz« spenden werden dankend abgelehnt. Samarkand,* 30. Decbr. 1896 (Russland, Asien). Wohlgeboren Herrn Trnköczy Apotheker in Lail>acl». Sind so gütig, mir von Ihrem pharmaceutischen Erzeugnis (folgt der Auftrag) zu schicken, die mir in meinem Zustande ausgezeiohnete Dlemte maohen. Beiliegend übersende ich Ihnen 8 Rubel. Bitte unter Adresse zu senden: Herrn B. Bulla, Samarkand, Russland (Slavisches Magazin). Bis Frühjahr werde ich in Samarkand bleiben. Die Sendung wird in 14—18 Tagen hieher einlangen. (396) 17 Mit Hochachtung -------— S. BuUa. * Samarkand ist die Hauptstadt deg Gouvorneineuta Sorafschan im russischen Generalgouvernement Turkestan (Contral-ABii'ii), gronzt an Buchara, Afghanintuii, Udtindicn uud an das cliinoBiacho Heicli. Uio Studt besteht au« dor alten asiatischen und dor russischon Stadt und zilhlt 30.000 Kinwohner, darunter «000 , Mann musisches Militär, und ist ein wichtiger Handelsplatz. 1 Wuhroud Briefe aus dem Innern Nordamerikas nach Laibach lling- i stena in 12 Tagen gelangen, brauchte obiger Brief nach* Laibach ! 14 Tage. Naimnnd Nanzinger gibt im eigenen und im Namen seiner unmündigen fünf Kinder Raimund, Maria, Frida, Anna und Grethe allen Verwandten, Freunden und Bekannte» die höchst be> trübende Nachricht von dem Hinscheiden seiner innigst geliebten, mwergrsslichen Gattin, beziehungsweise Mutter, der wohlgcborenen Frau Maria Vanzinger geb. Schlmlo welche nach langem, sehr schmerzvollem Leide» . ver» sehen mil den heiligen Tterbesacramcnten. heute, den 111, Mai. um halb 2 Uhr früh im 38. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle der theuren Verblichenen wird Montag, den 17. d. M., um 5 Uhr nachmittags in« Trauerhause Wienerstrafie Nr. 15 feierlichst eingesegnet »nd sodann aus den« Friedhofe zu Sauct Christoph im eigenen Grabe zur ewigen Ruhe bei-gescht. Heilige Seelenmessen werden in der Pfarrkirche zu Maria Verlüudigung gelesen, i Die theure Verblichene wird dem frommen Andenken und Gebet empfohlen. Laibach am 16. Mai 1897. le scliiiß Garnitur bestehend aus Divan, zwei Fautenüs, seohs Sesseln, Sofatisch und einem sehr großen, schönen, fast neuen Tepploh ist um den Preis von 73 fl. übersiedlungshalber abzugeben, auch sind noch andere Einrichtungsstücke billig zu haben: Vodnlk-platx Nr. 4, n. Stook. (2188) 3-1 Mühle mit guter Wasserkraft in Warzen (Ober- : krain) H.-Nr. 77 sogleich zu verkaufen. ; Näheres bei der Eigenthümerin Maria Poboušar in Krainburg H.-Nr. 10. (Ü186) 3 -1 Course an der Wiener Börse vom 15. Mai 1897. «««dem oMene« Toursuatte >tz>ber,^'b" . . . lO!-90 lO2 l0 > '"«Otziol^ltel 100 ,. !<,» - lb9 - '<»!>», '. - lou l. ,s»t>0 188 50 ^bl», ^' , ' b« ll. l9!i »l, 19« l>0 ° v" m.°."""°n ^ V^'" » »,^'""'"w, «on, "' »««1 »l. ,. ^H ' ' > . S»»UlU0^0 »eld W»« übern»«»«»» Nng, V«ld«ntl 4°/, p« «äffe l»» 45 :»8 65 «o bt«. per Ultimo .... l»» 4U 12» «0 kl«, sirnle in lrronenwühr,, 4°/„, fifu-rfr-i s/,°/« 122 »0 128 40 d. I. 1«?« b°/„..... 120 50 121-50 dtu.4l/,°/a Lch«lnlrl,al.«bl..Obl. 100 bo lvl 60 dt°. Prä«.°«nl. »i luv fi. ». W. — — — - btn. dto. k 50fi.». W, —--. —-. Iheiß ^eg.Uoie 4°/, »00 fi. . I4l-- l42 — Glund»ntl. < Gbllgatlon, 4°/„ lioatische und slavonilche , 9? «> 98 — 4«/, Uügarüch« (100 fl, ö.W.) . ^97 50 98 50 Anl»»i» 2ff»ntl. Anl»h»n. D°nau>l«,8,'üu0 dlo. .«nlcihe l«?« , . 10850 — - «„lebn! b« Stadt G»r», , , ll»5» — — Nullen d, Ntadtgemelnbt Wien l04 25 1
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