Nr. 220. Mittwoch, 26. September 1906. 125. Jahrgang. Mbacher Zeitung VrsuumlrationSpreis: Mit Po st Versendung: ganzjährig 3U li, halbjähiig lb « Im Kontor: ganzjähr!« 22 ii, halbjährig II X. ssür die ZusteNnn,, in« Haus nanzjähnn 2 X. — InserttonSgcbühr: ssiii lleinc Inseillte bis zu 4 Zeile» 56 l>, ssrührre per Zeile l^ d^ bei öftere» Wiederholungen per Zeile 8 k. Die «Laibacher Zeiiunss. erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Felerlage, Die Administration befindet sich Kongreßplah Nr, 8, die Mcdaltiou Dalmatingasse Nr. l<», Svrechstnnden b»r Nrdallion von » bis l0 Uhr v«r> mi!lac;s, Unfranlierte Nriefe werden nicht ange»on,!i,e». Manufllipte nicht zurückgestellt Amtlicher Teil. Der t. k. Landespräsident iin Herzogtnme Krallt hat dem fürstlich Windischgrätzschen Forst-Heger Anton G radi ^ e l in Pasjet die mit Allerhöchstem Handschreiben voin, 18. August l8l)8 gestiftete Ehrenniedaille für vierzigjährige treue Dienste zuerkannt. XV. Verzeichnis über die beim k. k. Landespräsidimn in Laibach zu Gunsten der Abbrändler in Altenmarlt, im Bezirke Loitsch, eingelangten Spenden, und zwar: Sammlungsergebnis des Pfarramtes in Unterdeutschau 10 X. Hiezu die Spenden aus den früheren Verzeichnissen 1585 k 86 li. Zusammen 1595 « 88 !i. Nichtamtlicher Teil. Die russichen Streitkräfte in Ostasien. Eiu ausländischer militärischer Berichterstatter schreibt der „Pol. Korr.": Oblvohl die während des russisch-japanischen Krieges aus dem europäischen Nußland nach dem fernen Osten detachierten Armeekorps und kleineren Trnvpeneinheiten noch immer erst zum Teil in ihre Standquartiere zurückgekehrt, andere dagegen in mehr oder weniger demobilisiertem Bestände noch in Ostasien, ja sogar außerhalb der russischen Greuze, verblieben sind und erst später iustradiert werden können, vermag man schon jetzt ein Bild über die zukünftige Stärke und Verteilung der ostasiatischen Kriegsmacht Rnß-lands zn gewinnen. Dabei ist, was die militärische Landeseinteiluug betrifft, im Auge zu behalten, das; anstatt der bisher bestehenden zwei Militärbezirke: Sibirien mit dem Zentrum Omsk und Priamnr mit dem Stabsquartier Khabarovsk, nunmehr drei Militärbezirke: Omsk, Irkntok uud Priamur organisiert worden sind. Zn diesem Behufe wurde der frühere Militärbezirk Sibirien in die Bezirke Omsk und Irkutsk mit gleichnamigen Stabsqnar-tiereu geteilt nnd letztcrem das bisher dem Militärbezirk Priamur zugehörige Transbaikalgebiet (Hauptstadt Tschita) augegliedert. Der geographischen und strategischen Lage der jetzigen drei Mili- tärbezirke, also ihrer größeren oder geringeren Entfernung von der mandschnrischen Grenze entsprechend, ist die Stärke uud Kriegsbereitschaft der in ihueu im Frieden dislozierten Truppen. In dem westlichen Militärbezirk Omsk bestehen sie aus den bisher zum vierten sibirischen Armeekorps vereinigten sibirischen Reserve - Infanteriebrigaden, im Kriege Divisionen, ))cr. ^ und 3, jede zu vier Regimentern, im Friedeil zu zwei, im Kriege zu vier Bataillonen und außerdem pro Regiment ein selbständiges Reservebataillon; als Artillerie für jede Brigade (Kriegsdivision) eine sich bei der Mobilmachung zu einer Brigade zu vier Bataillonen entwickelnde Reservebatterie; für jede Infanteriedivision eine Maschinengewehr-Kompanie wie auch bei den audereu Feldtruppen; dazu als Reiterei eiue noch unbestimmte Quote der sibirischen Kosaken (vorlänfig das Regiment Nr. 3); ein Sappcur-bataillon, Train usw. Im Militärbezirk Irkutsk, einschließlich Transbaikalien, hat das zweite sibirische Armeekorps (Hauptquartier) iu Tschita sei-ncn Sitz. (is war bisher (ob für die Dauer?) kombiniert aus der 5. ostsibirischen Schützendivision zu 4 Regimentern zu 4 Bataillonen uud der 1. sibirischen Reserve-Infanteriebrigade, die ebenso wie die ^. lind 3. bei der Mobilmachung zu einer vollen Kriegsdivision gleicher Nummer wird. Dazu kommt die 5. ostsibirische Schützen-Artilleriebrigade zu 4 Batterien uud die 1. ostsibirische Reservebat-terie (im Kriege eiue Brigade zu 4 Batterien) und das 2. ostsibirische Sappeurbataillon. Von den jetzt zum Territorialbereichc des Militärbezirks Irkutsk gehörigen Transbaikal->iosakeiürnppon, im Frieden 4, im Kriege l2 Reiterregimenter (nn Frieden 2, im Kriege 4 Batterien), befmdet stch im Frieden nur das 1. Regimeut Argur im Bestände des II. sibirischen Armeekorps. Am stärksten schon im Frieden mit Truppen, nnd zwar ausschließlich solcher erster Liuie, belegt ist, als der am weitesten östlichste nnd sich nach Süden erstreckende, der Militärbezirk Priamur. Die dazu gehörigen Truppen bestehen aus dem I. und 111. sibirischeu Armeekorps. Davon ist das I. zusammengesetzt aus der 1., ^. uud li., das m. aus der 3., 4. uud !). ostsibirischeu Schützendivision mit je einer Artil-leriebrigade zu vier. Batterien und 1 Traiubatail- lon. An Reiterei ist dem I. sibirischen Armeekorps die Ussurische Reiterbrigade, bestehend ans dem Priamurschen Dragoncrregimcnt, 1. Transbaikal-Kosakenregiment nnd dein Ussurikosateu-Halbregi-ment (im Frieden 2, im Kriege (> Eotnien», dem IN. Armeekorps die (2 Regimenter ersten Aufgebots) zugeteilt. Dazu für jedes Armeekorps 1 Kosakenbatterie uud für das I. cine Trainkader-Kompanie. Außer den im Korpsverband befindlichen Truppen verfügt jedoch der Militärbezirk Priamur au Infanterie noch über die 7. und 8. ostsibirifche Schützendivision mit ihrer Artillerie, von denen die 8. einen Teil der Besatznng von Vladivostok bildet, und 2 Reservebataillone. An all dies schließen sich noch sehr zahlreiche sonstige Truppenteile: Gebirgs-, Mörser-, Bc-lagerungs- und Festnngsanillerie, Pontonuicr-, Telegraphen-, Luftschiffer uud Eisenbahn batail lone usw., die dem Militärbezirk Priamnr den Eharakter des Hanptboltwerks gegen die chinesische, bezw. japanische Machtsphäre in der Mandschurei verleihen. Faßt man das bisher gesagte zusammen und setzt man dabei vorans, daß die noch auf asiatischem Boden befindlichen, bezw. erst teilweise nach Europa zurückbcfö'rderten Armeekorps (Nr. IV, IX, XVI, XIX) und die zu zwei Schützenkorps kombinierten fünf europäischen Schützendivisionen, sowie die im Kriege zum Bestaude des fünften, fechsteu und siebenten sibirischen Armeekorps bestimmt gewesenen Reserve-Infanterie-Divisionen Nr. 53, 54, 55, 01, 71 und 72 definitiv in ihre bisherigen ^Standquartiere in Europa zurückkehren, fo setzt sich die in Ostasien danenid verfügbare Kriegsmacht im wesentlichen zusammen aus 48 Infanterie-Regimentern, IN Schwadronen und 70 Batterien, dazu Genie- und Festungstruppen uud deren Train, sowie noch kleinere Einheiten technischen Eharakters: Minen-, Sappeur-, Tetegraphen-, Luftschiffen und dergleichen. Im allgcmei-nen wäre die jetzt für den Feldkrieg schon im Frieden verfügbare, bezw. bei der Mobilmachnng zur vollen Entwicklung gebrachte Streitmacht der drei Militärbezirke Priamur, Irkutsk und Omsk mit ihren insgesamt zwölf Infanteriedivisionen und entsprechender, Reiterei, Artillerie nnd technischcn Feuilleton. Zischgas tschekate Kuah." Eine lustige Tiroler Geschichte. Von Htudolf Oreinz. „Iatz wär's schon bald notwendig, daß die Kälber auf die Bäum' wachseu! Mau weiß ja nimmer, wo man das Schlachtvieh anftreiben soll vci derer Fleischnot!" jammerte der Dorfmetzger K'rust'. ^5 d' M^ .^,^l) kriagst, inuaßt dir völlig die Füaß auslaufen und 's Maul wund redeu!" „I wußt dir fchou a ^tuah!" meinte der Metz-lMknecht Loisl. „Nachher weißt mehr als wia i!" rief der K'rust. „Die tschekate' Kuah vou der Kuollen Z'schga'," erklärte der Loisl. „Um dö kannst dli handeln, wann's dich gfrent! Denn leichter handl' i dem Tnifl a arme . * Wir entnehmen diese köstliche Geschichte dem soeben ^»lenenen neuesten Vuct, des bekannten Tiroler Volksbichters A" Humoristen Rudolf Greinz: «Vergbauern. Lustine Tiroler ^Mchten» (Verlag von L. Staackmann, Leipzig). Das Buch, ums k ö"o^ drollige Geschichten ans dem Tiroler Volksleben "'"lam, entfesselt von Seite zn Seite die schallende Heiterkeit f..^eseis. Das ist alles lebenswahre, echte Vergnatur, nnver- ^ « ^ ^cker Vaueinhumor. Wir können unseren Lesern die An- b?s.!.,"^ ^es Bandes, von dem wir eine Probe bieten, nur (Preis brosch. 3 Mk.. elcg, aeb. 4 Mk,) Humo- Mit einem s""^" ^ selten auf dem dentschen Büchermarkt. iedei sick, n^ ^igen Buch wie den «Vergbauern» macht daher , <^,;s5 '""«' Freunden ein prächtiges Geschenk, >"yri,tlllu. ' bunt gefärbte. ' Franzista. Seal' ab als dem alt'n (Geizkragen a Stuck Viech!" sagte der Krust. „Weißt Krust, dö Sach' is uit so verzwickt! Der Zischga muaß nian halt, a bissei schön tnan! Nit gleich tnit der Tür ins Haus fallen! Die alten Mädeln kann man für a guat's Wörtel um an kloan' Fülger wickeln!" „Nachher wickel's du! Mir is dös Raffelscheit zu zach dazua!" „Abg'ntacht! I probier's! Wirst seh'u, dö tschekate Kuah krieg'u lvir! Wia hoch darf i denn steigern?" „A ^undcrter is g'lnia! Höchstens uoch a Zehner drauf!" „Alsdauu faug' i unt siebz'g Gillden an." „Fang nur alt, wenn du g'chwiud von allem Anfang an außi g'schmissen werden lvillst!" sagte der Metzger Krnst. „A zwoa Woch'n inuaß i aber Zeit hab'n!" meillte der ^ioisl. „Denn i mnaß inick, bei der Zischga doch z'crst a bissel eilüegellt!"' „^l'einetweg'n!" entschied der Krust. „Also höchsteus huudertzehn Gulden! Koan' Kreuzer mehr!" Der Loisl war schon Jahre lang beim Krust Knecht und so eigentlich die rechte Hand im Geschäft. Er besaß daher bereits ein gewisses Ansehen lind zählte zu den „Hiasigen", die sich an? Souutag im Wirtshaus zu den besten Vaueru au einen Tisch setzen. < Einschmeicheln. Inng war der Loisl nicht mehr. Eilt Vierziger. Trotzdem aber noch eilt ganz fescher Kerl. Der beste Ranggler, Kegelschieber lind Perlagger ° in der ganzen Gegend. An der nötigen Schneid', auch der Zischga was abzuhandeln, fehlte es ihm daher nicht. Auf dem Knollengut hansten zwei Geschwister. Die Zischga und der Kaschper. Beide ledig. Der Kaschper ein guter Füusziger uud seine Schwester uicht mehr weit von den Fünfzigern. Beide hätten ganz gern geheiratet. Aber mit dem kaschper wollte es keine wagen, weil einer jeden die Schwägerin zn „z'nicht"" war. Und bei der Zischga wollte schon gar keiner anbeißen, weil kein Mannsbild beim Hcirat'n gern die Hos'n hergibt. Und die hätte die Zischga ganz gewiß angezogen ! Der Kaschper war bei seiner Schwester, oic den Haushalt führte, nicht zu beneiden. Die „karnüf-felte"' ihu gehörig, so daß er auch bei der wider-haarigsteu Ehegesponsin nicht schlechter gefahren wäre. In früheren Jahren hatte der Knollen Kaschper manche schüchterne Versuche unternommen, seiue Schwester an den Mann zu bringen nnd tm-dnrch seinen Hausdrachen einem anderen aufzuhalsen. Alle derartigen Unternehmnngen waren jedoch kläglich gescheitert. Schließlich hatte sich der >tnol-len Kaschper in sein Schicksal ergeben,. Der Mctzqer Loisl nahm seinen Plan all,o-gleich^Ängriff. Wenn er der Zischga begegnete ' » «Perlaagen.. beliebtes Tiroler Kartenspiel. ' bös.' Plagte» Laibacher Zeitung Nr. 220. 2058 26. September 1906. Truppen in ocr Lage, anstatt, wie gegenlvärtig nur vier Armeekorps, deren sechs, in der Stärke von etwa 4<>.<>(X) Dämpfern, iin ganzen also 250.000 Mann, anzustellen. Dazll konunen, abgesehen von den Festungs- und sonstigen Äesat-zungstruppen, die für besondere Zwecke bestimmten, aber ebenfalls für den Feldgcvranch in Anschlag zu bringenden 55 Kompanien, 55 Sotnicn und l> reitenden Batterien der Transamur-Grcllz-wache. Für die Abwehr eines Angriffs gegen das russische (Gebiet erscheint diese Hecresstärke vollkoin-lnen ausreichend. (5s ist jedoch anzunchincir, daß ihre taktische Gliederung, besonders was die jetzige, nur provisorische Zusammenstellung in Armeekorps, desgleichen ihre Dislokation anbetrifft, im Laufe der Zeit noch einige Änderungen erfahren wird. Politische llleberftcht. Laibach, 25. September. Aus Petersburg wird gemeldet: Die „Pc-tersburstaja Gazeta" hat ein Interview mit dem österreichisch-ungarischen Botschaftssekretär Grafen Westphalen über die Interpellation veröffentlicht, welche der Abgeordnete Breiter im österreichischen Neichsrat über die Stellungnahme der öster-reichis ch - ungaris ch e n Monarchie zu dem Vorgehen der russischen Negiern n g gegen die russischen Staatsbürger eingebracht hat. Gegenüber dieser Veröffeutlichung ist festzustellen, daß Graf Westphalen sich darauf beschränkt hat, die Auskunft zu erteilen, daß dem Abgeordneten das Necht zustand, eine solche Interpellation einzubringen, eine Einmischung der k. und k. Negierung in die innere Politik Nnßlands jedoch ausgeschlossen sei. Die Form und Ausschmückung, welche diesen Äußerungen im genannten Blatte ge-gcbeu wnrden, sind das Werk des betreffenden Berichterstatters. Das „Vaterland" führt gegenüber den Nat-fchlägen aus deutscheu Zentrumskreisen, das a Il -gemeine und glciche Wahlrecht auch in Österreich zu akzeptieren, aus, daß die Lage hier doch eine grundverschiedene von jener sei, welche die deutschen Zentrumsmänner vorgefunden haben, als sie ins politische Leben traten. Sie hatten damals das gleiche Wahlrecht für den Reichstag bereits vorgefunden. Ihre ganze politische Stellung beruhe darauf, und das Prinzip ist dort längst entschieden. Wir in Österreich stehen aber eben noch vor der Prinzipienfrage, wir haben erst noch zu entscheiden. Schwärmt man in Deutschland wirklich so für das allgemeine Wahlrecht, wärmn führt man es nicht ^ in Preußen selbst ein? Eine von Schönerer ohne Berufung auf einen Beschluß gezeichnete Verlautbarung seines „Alldeutschen Tagblattcs" gibt unter der obenstchenden Auffchrift eine Abänderung des Linzer Programmes als künftiges Parteiprogramm der A lloeutschen schönerianischer Nichtung. Schönerer sagt: „Infolge der deutschfeindlichen Wahlreform könuen die nationalen Hauptforderungen der Teutschen, die das Linzer Programm enthält, küuftig nicht mehr aufrecht erhalten werden, und dies gilt insbesondere auch ill bezug auf die gesetzliche Sicherstellung der deutschen Staatssprache. Die Alldeutschen betrachten die Geseh-werdung der vorliegenden Wahlreform, als Grundlage für entschiedene und fortschreitende Slavisie-ruugspolitit. Die Alldeutschen betonen neuerdings ihr Gruuoprogramm von 1901, das lautet: ,Wir streben ein solches bundesrechtliches Verhältnis der deutschösterreichischeu Länder (ehemaligen deutscheu Buudesländer) mit dem Deutscheu Nciche an, das die Erhaltung unseres Volkstums dancrnd sichert. Wir bekämpfen daher jede Regierung, die diesem uuseren Ziele entgegenwirkt, und können an Loya-litäts-Kuuogebungen nicht teilnehmen, solange eine derartige Negieruugspolitik besteht. Unser Volks-tnm von jedem fremden, daher auch vom jüdischen Einflufse reinzuhalteu uud uus von Rom loszusagen, halten wir für uusere selbstverständliche Pflicht.' Dieses Grundprogramm erfährt nunmehr durch nachfolgende Bestimmungen eine Erweite-ruug: ,Tas Verhältnis zu Ungarn ist durch die Personalunion zu ersetzen und steht in sicherer Erwartung, daß Ungarn die Nückeinverleibung Dal-matiens — sowie die Erwerbuug Bosniens und der Hercegovina — zu Kroatien und Slavonien durchzusetzen vermag.' Bis zur Erreichung des bundesrechtlichen Verhältnisses zum Deutschen Reiche ist innerhalb und außerhalb der gesetzgebenden uud selbstverwaltenden Körperschaften alles und mit allen Mitteln zu verhindern, was die Slavisierung und Entdeutfchung Deutschösterreichs zu förderu bestimmt oder geeignet ist. Dies hat insbesondere auch von der Errichtung nichtoentscher Hochschule!, aller Art zu gelten. Die Erziehung des deutscheu Volkes in Österreich zur Erkenntnis von der nationalen Notwendigkeit des wirtschaftlichen und staatsrechtlichen Anschlusses Deutschösterreichs an das Deutsche Neich soll die Hauptaufgabe der alldeutschen Aufklärungszcit sein." Präsident NooseveIt hat für den Monat November einen Besuch auf dem Isthmus von P a -n a in a festgesetzt. Der Präsident wird die Reise von New-Orleans aus an Bord des Linienschiffs „Louisiana" machen, das von einen: zweiten Linienschiffe und mehreren Kreuzern begleitet sein wird. Der Entscheidung, ob Präsident Roosevelt, der während seiner Amtszeit das Gebiet der Vereinigten Staaten nicht verlassen darf, zu der Neisc berechtigt ist, ist man nach einer Meldung der „Post" aus Washington durch die Erklärung ansgewichen, daß der Präsident sich sowohl an Bord eines Kriegsschiffes der Union als entlang der Kanalstrccke auf amerikanischem Grund und Boden befindet. Tagesueuigleiten. — (Die Macht des Hausschlüssels.) Von Zeit zu Zeit wiederholt sich in Wien der vcr» gculiche Kampf gegen die Torsperre, gegen oas histo« rische Sperrscchserl, daF auch die neue Währung siegreich überlebt hat. Der Hausschlüssel, die Sehnsucht aller großstädtischen Nachtschwärmer, bleibt auch fernerhin das Privilegium des Hausmeisters. In ihm vornehmlich drückt sich die Macht des Hausmeisters aus, dem alle Mietparteien vom obersten Dachstübchen bis herab zur vornehmen Herrschaftswohnung tribut« pflichtig sind. Auf dein Lande bedeutet der Vefitz des Hausschlüssels ein Stück Hausrecht, dessen nur der Pantoffelheld verlustig werden kaun. In England hat der Hausschlüssel jetzt gar eiue politische Bedeutung erlangt. Das komplizierte englische Wahlrecht aner-tennt nämlich zunächst denjenigen als stimmberechtigt, der ein Hans besitzt oder genietet hat, uud bei deu Mietern einzelner Hausteile worden große Unter-schiede gemacht. Im vorigen Jahre nuu hat ein solcher Mieter im Prozoßwege die gerichtliche Zuerkeunuug seines Wahlrechtes erwirkt, weil er den Hausschlüssel besaß und damit bewies, daß er wie das Gesetz es vorschreibt, der alleinige Inhaber der von ihm ge> mieteten Zimmer war. Dieses Urteil hat eine neus Wählertategorie geschaffen, die Hausschlüsselwähler. Vei der eben jetzt erfolgenden Revision der Wählerlisten haben sich in einem einzigen Londoner Wahl-kreis 1-4.000 solche Schliissclwähler gemeldet. Ganz hat sich die Theorie von der Macht des Hausschlüssels freilich uoch nicht durchgesetzt und in dem Gerichts» verfahren, welchem die Festsetzung der Wählerlisten obliegt, ergeben sich noch mancherlei Komplikationen, insbesondere, wenn Mieter und Wirt verschiedenen politischen Parteien angehören. S» erging es n.'ulich den, Mister Vlunt, der seineu Hausschlüssel als Wahl-legitimatilin vorwies. Seine Wirtin machte geltend, daß sie um Mitternacht die Haustür von innen ver« riegeln^tonne. Darauf Mister Vlunt: „Dann rnfe ich einen ^chntzmann und trete die Tür ein." Auch uoch andere mehr oder minder heitere Details rücksichtlich der vom Gesetz geforderten Kontrolle wurden vom Nichter erörtert, so zum Beispiel, ob die Wirtin Besuche, die ihr nicht gefielen, dein Mieter verwehren dürfe, ob der Mieter in seiner Wohnung anch eine solenne Voxerei veranstalten dürfe nsw. Ganz fest gegründet ist also die politische Macht des HauZ° schlüsseis in England noch nicht. Es ergeht ihm wie jeder jungen Macht, die ^rst ihre allgemeine Anerlen» nung erringen muß. Immerhin niag der HauZ-schlüssel von Wien mit seiner vom dunkeln Souterrain ausgehenden Hausinacht neidisch zu seinem englischen Kollegen emporschanen, der es bereits zur politischen Macht gebracht hat. — (LYnchjustiz au Neger n.) Ein Telegramm ans Atlanta Georgia, 2A. d., meldet: Zahl» reiche Vergewaltigungen weißer Frauen durch Neger erregten die hiesige weiße Bevölkerung aufs höchste. Gestern begann ein allgemeiner Angriff gegen die oder wenn sie in der Metzbank was einkaufte, dann spielte er stets den Liebenswürdigen, erkundigte sich nach Haus und Vichstand und so beiläufig auch nach der tfchekateu Kuah vom Knollenbaueru, gab Übergewicht und fchcntte dem alten Fegfeuer alle erdenkliche Aufmerksamkeit. Anfangs erntete er entschiedenes Mißtrauen. Aber so nachhaltigeln Werbeil kann schließlich kein Wciberherz widerstehen, namentlich wenn sich darin in irgend einem Winkel noch immer mannderleu-tische Gefühle finden. Die Zischga wurde zusehends freundlicher und umgänglicher. Zuletzt lud sie den Metzger Loisl sogar eiu, sich doch einmal das Knollcngütl näher zu besichtigen, weil er sich schon gar so viel dafür interessiere. Nun sei der richtige Augenblick gekommen, den Handel losgehen zu lassen, dachte sich der Loisl und siackelte eines Tages, nachdem im Geschäft Feierabend gemacht worden war, zu Knollen. Er traf in der rußigen Kuchel nur den Kasch-per, der auf der Herdbank saß und Holzspäne zum Unterzündcn schnitzte. Gleich darauf kam die Iischga herein. „Schau, daß d' in Stall kimmst! Die tschekate Kuah hat noch koa Fuatter!" herrschte sie deu Bruder all, der, sich schweigend zur Küchentur hinaus-drückte. ^. Herzens so stark wnrd wie in diesem Falle, so war es das ' Laibacher Heitima Nr. 220. 2059 26. September 1906. Neger. Ein Pöbelhaufe zog nach dem Negerviertel und mißhandelte die Neger und Negerinnen mit Stöcke» und durch Steinwürfc. Die Miliz war beordert worden, es dauerte jedoch sehr lange, ehe sie zur Stolle war. Man nimmt an, daß etwa dreißig Neger hier und in der Unigegend getötet worden^ seien. - Aus Atlanta, 23. d., wird telegraphiert: Nach polizeilichen Feststellungen sind hier bei den Ausschreitungen gegen die Neger acht Neger und eine Negerin getötet worden. — Ans Newyork wird dem „Berliner Lokalanzeiger" telegraphiert: Ein entsetzliches Lynchgericht fand gestern nacht in Atlanta, der Hauptstadt des Tüdstaates Georgia, statt. Ein förmliches Lynchfiebcr hatte die weiße Bevölkerung or-griffen, das durch drei unsittliche Angriffe auf weihe Frauen, die sich hintereinander nach 8 Uhr abends ereigneten, verursacht worden war. Die Weißen waren schon seit Monaten wegen verschiedener Attentate ans Frauen über die Neger erbost und gestern nacht kam die Erbitterung über die neuen Schandtaten zum Ausbrnche. Als die Angriffe durch Extrablätter bekannt wurden, erhob sicb das Geschrei: „Tötet die Neger!" und ein Blntbad wurde unter den Schwarzen angerichtet. Wo ein Neger sich blicken lieh, war er die Zielscheibe von Kugeln, Messern, Stöcken und Steinen. Viele Nege-r wnrden Zu Tode geprügelt. Die meisten wnrden in den Straßenbahnwaggons angegriffen. Die Zahl der Verwundeten beträgt mindestens hundert. Die meisten versteckten sich in Kellern. Gonvernenr Terrell beorderte acht Kompanien In» fantcrie und eme Batterie leichter Artillerie, um dem Morden Einhalt zn tun. Um Mitternacht waren noch 15.000 Weiße auf der Suche nach Negern. — (Verhaftung eines Zopfabschneider s.) Aus Berlin wird gemeldet: Samstag nachmittags wurde hier der 25 Jahre alte Kassenbotc Alfred Lange dabei ertappt, wie er seiner Scminaristin den Iops abschnitt Er wurde von dem Vater des Mäo-chens verfolgt und ergriffen. Die Polizei, die ihn darauf verhaftete, fand in feiner Wohnnng neunzehn Zöpfe. Lange gab an, daß er schon im Alter von 13 Jahren jedesmal, wenn er ein Mädchen mit hübschen Zöpfen gesehen habe, in sich den unwiderstehlichen Drang gefühlt hätte, sie abzuschneiden. Er sei deshalb mit vierzehn Jahren ans See gegangen nno bis zu seinein 28. Jahre Matrose geblieben in der Hoffnung, dadurch die trankhafte Neigung zu überwinden. Leider babe er fich geirrt. Er fei im vorigen Jahre nach Berlin zurückgekehrt und habe schon im Oktober sich eine starte Schere gekauft, um schöne Zöpfe abzuschneiden. >">n der Weihnachtszeit hätte er znm erstenmal einem etwa vierzehn Jahre alten Mädchen den Zopf abgeschnitten. Znm zweitenmal habe er es im Frühjahr bei einem dreizehnjährigen Mädchen getan. Trotzdem er niemals einen Bericht dieser Vorgangs in den» Zeitnngen gefunden hätte, sei er doch immer in Angst vor der Entdeckung gewesen. Deshalb habe er sich lieber bei zwei Friseuren noch fünfzehn Zöpfe getauft. Lange scheint tatsächlich an einer krankhaften Neigung zn leiden. Er war nämlich schon in der Heilanstalt eines bekannten Nervenarztes untergebracht, wo sich sein Zustand anscheinend gebessert hatte. Einer der bei ihm beschlagnahmten Zöpfe scheint von einem Chinesen herzurühren. — (Auch ein N u l litätZ g ru n d.) Der Parifer Kassationshof hob diesertage, wie der „Temps" berichtet, ein Urteil des Schwurgerichtes aus einem bisher wohl einzig dastehenden Grund auf. Einer der Geschwornen, dem der Stoff der Verhandlung wohl nicht interessant genng gewesen sein mochte (vielleicht anch war es die Schwüle des Gerichtssaales, die niederdrückend auf ihn einwirkte), zog es vor, das zu tun, lvas jeder andere der wohlbeleibten Herren im Gerichtssaal nach einem reichlichen Frühstücksmahl auch nicht verachtet hätte, wenn es nur erlaubt gewesen wäre, er entschlummerte sanft nno fchlief den Schlaf des Gerechten. Und er hätte wohl anch bis zum Schluß der Verhandlung weiter geschlafen, wenn nicht ein gewisses Etlvas — die allzu große Üautheit der Atemzüge — ihn der Außenwelt, die für ihn versunken war, verraten hatte. Dnrch einen hinzneilenden Gerichtsdiener wnrde er an seine Bürgerpflicht gemahnt, nno die Akten über diesen kleinen Zwischenfall einer Schwurgerichtsverhandlnng wären vielleicht für immer geschlossen und dem Staube anheimgefallen, wenn der Angeklagte sich bei dem Wahrsprnche der Geschwornen beruhigt hätte: dies tat er aber nicht, er benutzte vielmehr dieses kleine Vorkommnis, um gegen das ihn verdammende Urteil das Rechtsmittel der Revision einzulegen nnd die Wiederaufnahme des Verfahrens zn beantragen, welchem Wunfch denn anch der Kassationshof Folge geben mntzte. Denn nach französischem Gesetz liegt eine Rechtsverletzung vor, wenn nicht alle Geschwornen dem ganzen Gang der Verhandlnng gefolgt sind. — (Eine Hi m a l a y a - A cst e i g u n g.) Den höchsten bisher erreichten Punkt, nämlich 23.150 Fuß (7050 Meter), hat nach einem Berichte des Londoner „Daily Erpreß" aus Allahabad vom 27. Angnst Fran Ballock Wortman Ende Juli in der Nnn-,Nnn-Kette des Himalaya erstiegen. Nach längeren Vorbereitungen in den niedrigeren Höhenlagen brachten Dr. Val-lock Workman und Gattin ihre Hanptkarnwane, bestehend ans 70 Kulis, 15 Ziegen nnd 25 Schafen, zur eigentlichen Operations-Basis für den höheren Aufstieg, in ein Lager im Schappat-Nalo-Höhenzuge auf 14.40t) Fuß Höhe. Am 25. Juli brach das Paar in Vegleitnng von fieben italienischen Führern und 15 Kulis auf und erreichte am selben Tage die Höhe von 17.200 Fuß. Am folgenden Morgen stieg man weiter an bis zn 19.35« Fuß, wo ein Lag>er bezogen wurde. Von hier kehrten die Kulis mit Ausnahme von zwei Freiwilligen zur Operations-Basis zurück. Am 27. Inli drang die Gesellschaft dann weiter vor, über eine steile Eismauer hinweg, bis auf eine von den riesigen Spitzen der Nun-Kun-Kette umgebene Hochebene. Hier wurden sie von Nebel nnd Schneegestöber überrascht und genötigt, auf 2N.7lX) Fnß See- höhe in sechs kleinen Zelten zu kampieren. Am folgenden Tage wurden weitere 500 Fuß erklettert und das höchste bisher aufgeschlagene Lager eingerichtet und Camp Amerika getauft. Das war auf 21.200 Fuß Seehöhe, am Fuße der höchsteu überragenden Spitze. Hierhin brachten die italienischen Führer 40 Pfnnd an Mnndvorräten nnd kehrten dann zurück, nin das weitere Gepäck hemnzuholen. Die Witterung wurde hier so ungünstig, daß an diesem Tage der weitere Aufstieg eingestellt werden mnßte. Dr. Ballock Workman und Frau brachten die Nacht im Nebel und bei empfindlicher Kälte (— 20 Grad Celsius) zu. Früh am Morgen des 29. Juli traf ein Führer mit zloei Trägern bei Camp Amerika ein und das Ehe° paar schickte sich zum weitereit Vordnngen an, fand aber, daß die eingefetteten Stiefel steif gefroren waren und erst nach einiger Zeit anfgetant n>erden tonnten. Dann mußten vier Stunden lang Stufen in einen scharfen Eisabhang geschlagen werden. Auf 22.80s> Fuß wurde Halt gemacht zum Speisen. Dr. Wortman nnd ein Träger blieben hier zurück, während Frau Workman mit einem Führer und einem Träger den Anstieg fortsetzte nnd bei 23.150 Fnß den Gipfel der schwierigen Spitze erreichte. Insgesamt brachten die Reifenden sechs Nächte in diesen Höhenlagen auf dem Schnee zu; sie litten, nachdem sie 19.0M Fnß überschritten hatten, empfindlich an Schlaflosigkeit. — (K atzen aI s K apitalistc n.) Nach einer Newyorker „Laffan"-Mcldung starb kürzlich in Wil° kesbarre sPennsylvanien) eine Katze, die ihrer Milchschwester ein Vermögen von W.000 Mark hinterließ. Jede der beiden Katzen hatte voriges Jahr von einem exzentrischen Millionär namens Dilley ein Vermögen von W.000 Mark geerbt. Leider bieten die Gesetze des Staates Pennsylvania keine Handhabe, nm die unsinnige Testamentsbestimmnng ans der Welt zu schaffen. Das Geld ist unabänderlich „für die Katz'". - - (D as miIitä rfrc u n d Iich e Deutsch, l an o.) Eine deutsche Zeitung bringt den folgenden Nachruf: „Den lieben Soldaten, die nns während ihrer Einquartierung in nnserem Ort einige so glückselige Stnnden bereitet haben, rufen wir ein herzliches Lebewohl nnd ,Auf Wiedersehen' nach. 17 Son-nenwalder Vürgertöchter." Lotal- und Provinzial-Nachrichten. — (Seine Majestät der Kaiser) hat, wie das „Neue Wiener Tagblatt" meldet, seit seiner Rückkehr ans Ifchl die Appartements im Schönbrun. ner Schlosse nicht verlassen. Der Kehlkopfkatarrh, an dem der Monarch laboriert, hat wähwnd des Ischler Aufenthaltes an Intensität abgenommen, und auch der Husten, der den Herrfcher stark quälte, hat nach° gelassen. Selbstverständlich mnß der Monarch, der seine bekannte Lebensweise in Schönbrnnn fortführt, sich noch Schonung auferlegen. Es wurde, wie der-lautet, nach den total verregneten Ischler Tagen an eine Reise Seiner Majestät nach einem warinen Orte Rechte, ihm nachzugehen. Nein, sie konnte sich durch Lore nicht beirren lassen. Die Anzeigen waren verschickt worden; nun galt es, dem Schwärm der mündlich und schriftlich Gratulierenden standznhalten. „Dn sollst sehen, die meisten denken über diese Verlobung so wie ich," hatte Lore gesagt. Das schien allerdings so. Überall klang leise das Erstaunen hinonrch, daß Fräulein Egidy so, gerade so, gewählt. Nnn ja, Gott Amors Gewalt war eben unwiderstehlich. Hin und wieder gab es gar einen deutlichen Beigeschmack von Mitleid. Die näheren Bekannten wünschten Rolands Bild zu sehen. „Ah, ein anziehendes Gesicht; ein interessantes Gesicht." Einige verstiegen sich sogar zn der Behauptung: „ein hübscher Mann!" obgleich die Bezeichnung uicht recht zntrcffcnd war. Es fchien beinahe, als wolle man Ilse vor fich felbst rechtfertigen. Sie fühlte das auch ganz gnt dnrch, aber von diesem Fremden focht ks sie nicht an. Vielmehr weckte es ihren Trotz und machte sie ihrer selbst wieder gewiß. ^ "Redet ihr nnr," sagte sie. „Was tut mir das? ^5hr kennt ihn nicht. Ihr wißt nicht, was ich weiß." Es zog sie nnr um so stärker zu dem Erwählen, ne trug den Kopf nur um so höher und lächelte um so bräutlicher und strahlender. Die Sache wäre einfach genng gewesen, wenn Ulan es nur mit diesen Fremden zu tun gehabt hätte, ^lb^- l'Z gab noch anderes, über das man nicht so leicht lnnweg kam, das Gedanken weckte, die einen heiß '"achten. Das waren die Vnefe aus Kollcgenkreisen. M ^^ fingen ans der gleichen Tonart. Zernickow? "w n, aller Welt lag das? Man hatte del, Atlas znr >v>ano nehinen müssen, nm es zn finden. Es mnßte l*Yt >")wer sei»,, w ^mm, solchen Weltwinkel, allen künstlerischen Anregungen meilenfern, zu leben, und noch schwerer, das eigene Können nutzbringend zu pflegen. Die Gefahr, auf einen toten Strang zu geraten, war doch ziemlich groß für jemand, der erst verhältnismäßig tnrze Zeit in der Öffentlichkeit gestanden hatte. Daß Ilse ihre Kunst fortfetzen werde, galt allen Schreibern für unbedingt gewiß, das war fie fich, das war sie der Kunst schuldig. An Breten-felds Meinen nnd Gntheißen verschwendete keiner einen Gedanken. Ja, was würde aus ihrer Laufbahn als Sän-gerin werden? Diefe Frage, anfangs anf gelegenere Zeit verschoben, drängte sich Ilse immer gebieterischer auf. Bald würde fic sie nicht mehr umgehen können. Sie erinnerte sich nur allzu gut des heftigen Widerwillens, den alles, was nach Öffentlichkeit für eine Fran fchmeckte, ihrem Verlobten einflößte, aber das letzte Wort war in diefer Sache doch noch nicht ge-fprochen worden, kein bündiges „Nein" war gefallen. Konnte Roland nicht nach reiflicher Überlegung befsere, billigere Einsicht kommen? Schneller, als sie erwäget, sah Ilse sich vor die Notwendigkeit einer Entscheionng gestellt. Schon die nächsten Tage brachten ein Engagement zu einem Konzert. Beim Lesen des Briefes dnrchfnhr es sie wie ein elektrischer Schlag. Auftreten. Singen. Übermächtig sprangen Lust und Eifer in ihr auf. Ja, tausendmal ja. Blitzschnell überflog sie in Gedanken ihr Repertoire. Noch heute wollte sie zusagen, Aber gleich darauf legte sich ein unangenehmer Schrecken lähmend anf ihre! Freude. Ja — durfte sie sich denn verpflichten, bevor sie der Einwilligung ihres Verlobten gewiß war. Fatale Erwägung. Zum erstenmal ward sie sich der Fessel, die sie sich selbst angelegt, peinlich bewußt. Aber wer in aller Welt gab Roland das Recht, ihr so die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zn bestreiten, in Dingen, die schließlich doch rein äußer-licher Natur waren? fragte alsbald eine rebellische Stimme. Sie getraute sich aber trotzdem nicht, eine glatte Zusaye zn geben, sondern erbat sich Bedenkzeit mit dem Versprechen, sich in Bälde zu entscheiden. So war wenigstens ein Aufschub gewonnen, aber sie wurde zugleich auch vor die Notnxmdigkeit gestellt, in möglichst knrzer Frist eine endgültige Aussprache mit Brekenfeio herbeizuführen. Ilse saß am Flügel und sang. Frau von Tressow war ausgegangen, um eitle Freundin zu besuchen und den Abend bei ihr zuzubringen, so benntzte Ilse die einsamen Stnnden zu Kehlübungen. Dies Tnn, das, ohne zu erregen, die Aufmerksamkeit fesselte, war ihr seit eiuiger Zeit ein liebes und wirksames Ve° rnhigungsmittel. Es hielt die Gedanken in Schach,- die immer sorgenvoller sich mit der Zukunft und den Kämpfen, die sie bringen mochte, beschäftigten. Jetzt klingelte es am Entree. Ilse achtete nicht darauf, sie hatte gemessene Anweisung gegeben, heute nachmittag keinen Besuch vorznlassen, aber der Gast, wer immer sein mochte, schien nicht gesonnen, sich so einfach abweisen zn lassen: man vernahm das Par-lamentieren des Stubenmädchens. Eben wollte Ilse nngednldig klingeln und sich nach dem Grunde d<'r Störnng erkundigen, als schon die Tür energisch auf-gerissen wurde. „Also niemano soll angenommen werden c' fragte eine tiefe Stimme lachend, dann komme ich eben anf eigene Verantwortunci." „Roland!" (Fortfetzung folgt,) Laibacher Zeitung Nr. 220. 2060 2«. September IWtt. im Süden der Monarchie gedacht. Von dein Plane wurde jedoch, offenbar mit Rücksicht anf den Wieder-begann der politischen Saison, Umgang genommen. Alle Meldungen, die von einer neuerlichen Fahrt des Herrschers in eine Gebirgsgegend wissen wollen, sind als unrichtig zu bezeichnen. Der Monarch bleibt bis auf weiteres im Schönbrunner Schlosse nnd wird in den nächsten Tagen auch nicht in die Hofburg kommen. Infolgedessen dürften in diesem Monate allgemeine Audienzen nicht mehr stattfinden. Anch die Beteiligung des Monarchen an den Festlichkeiten, die am Schlüsse dieser Woche anläßlich der Enthüllung des Deutschmeister-Denkmales stattfinden, unter» bleibt. — (Gültigkeit der italienischen DoktordipIome in Osterreich.) Im Unterrichtsministerium sind, wie das „Nene Wiener Tagblatt" meldet, Bestimmungen ansgearbeitet worden, laut welchen die Doktordiplome sämtlicher Universitäten Italiens volle Gültigkeit in Österreich erhalten sollen. Das Elaborat befindet sich bei den Rektoraten der österreichischen Universitäten zum Zwecke gutachtlicher Äußerungen. — (Winterfahrord n u n g.) Mit 1. Oktober tritt anf der Linie Tarvis-Laibach die neue Winter« fahrordnnng 1900/1907 in ^raft, deren hanptsäch-lichste ')lnderilng in dem Ausfall der bisher im Verkehr gestandenen Nachtzüge Nr. 1717 und 1718 be° steht. An ihrer Stelle wird in der Richtung Tarvis» Laibach der bisnun nnr an Sonn- und Feiertagen in Verkehr gesetzte Zug Nr. 1719 (ab Tarvis 8 Uhr 49 Minuten abends, an Laibach 2. V. 11 Uhr 34 Minuten nachts) und in der Gegenrichtung der neue Zug Nr. 1718 (ab Laibach 7 Uhr 35 Minuten abends, an Tarvis 10 Uhr 52 Minuten nachts) täglich ver-kehren. Die von Laibach S. V. um 7 Uhr 10 Minn> t2n früh, 11 Uhr 30 Minuten vormittags und 4 Uhr nachmittags abgehenden, dann um 11 Uhr 15 Minuten vormittags, 4 Uhr 30 Minuten nachmittags und 8 Uhr 40 Minuten abends ankommenden Personenzüge sino in Aßling nach und von Görz Stb.-Trieft k. k. Stb. und nachdem am 1. Oktober d. I. die Strek-ken Klagenfurt-Aßling nnd Villach-Rosenbach zur Eröffnung gelangen, über Glnndorf nach den nördlichen Staatsbahnstrecken und über Rosenbach nach und von Villach in Anschluß gesetzt. ^ Auf der Linie Laidach Stb.-Stein, sowie auf den Unterkrainer Bahnen bleibt die gegenwärtige Fahrordnuna, auch für den Winter in Kraft. — (Ein Wohltätigkeits-Abschieds. konzcrt) veranstaltet anläßlich seines Scheidvns aus Laibach Herr Hotelier A. Kamposch Sonntag den 30. d. M. nn großen Saale des Hotels „Union". Anfang um 8 Uhr, Eintrittsgebühr 60 Ii. Die Gesamt-einnahmen an Eintrittsgeldern sind zur Hälfte für den Armcnfonds der Stadt Laibach, zu je einem, Viertel für den freiwilligen Feuerwehr- und Rettungsbercin und für die Meisterlrankenkasse der Gastwirte-Genossenschaft bestimmt. (Siehe die Ankündigung iu dem heutigen Blatte.) — (I m Panora m a International) ani Pogaöarplatze ist gegenwärtig Petersburg sowie das kaiserliche Schloß Carskoje Selo zu fehen. Die Ansichten von Petersburg führen die Hanptpnnkte der Stadt, fo die öffentlichen Gebäude, die Denkmäler, ferner die hervorragendsten Kirchen, St-raßenszenen, die Schiffahrt auf der Neva vor, während jene von Carskoje Selo die prächtigen Interieurs, Rüstungs-fäle lc. veranschaulichen. Die Serie kann bestens anempfohlen werden. ~ Nächste Woche: Lib an on , Beirut und D a m askus. — (Das P a u o ra MQ'Ko s m o r anl a) am Änrgplatz zeigt in diefer Woche (23. bis 29. d.) die Kaiser-Wilhelm iianal Feier. Von den Ansichten sind bemerkenswert: Die Ehrenkompanie des Königs von, Sachsen, das Rathaus in Hamburg, die Kaiscrinsel,! niehrere Kanalpartien, zwei Kanalbrücken, ein französisches Kriegsschiff, ein deutsches Schulschiff, die Flottenmanöver u. dgl. Nächste Woche.: Eine Reise von K rakau über die Karpathen nach Budapest. — (Heimische Kunst.) Der akademische Maler Max Gaspari hat in der Auslage der Firma Schwentner ein Ölgemälde, betitelt „Feiertag", aus-gestellt, worauf wir das Publikum aufmerksam inachen wollen. Man begegnet nicht täglich einem fo anmntig naiven nnd stimmungsvollen Schaffen: in dieser Hin ficht kann das Werk als eine Seltenheit bezeichnet werden. Das Sujet ist einfach, aber poetisch: drei rei zende Mädchen, Krainer Typen, schreiten im Gespräch den Weg von der Kirche hinab: anf öem Gipfel erhebl fich ein altertümliches Kirchlein gegen den dunkel blauen Himmel. Die Landschaft, die Mädchen und ihr fein studiertes Vollskostüm in bunter Farbenpracht, die Kirche, die charakteristischen Formen der Bäume, kurz alles macht anf den Betrachter den Eindnlck, daß er das alles schon irgendwo zwischen Üaibach und Nadmannsdorf gesehen habe. Gleichzeitig aber merkt er, daß ihm erst jetzt die ganze Pracht des Landes und der Leute znm richtigen Verständnis gebracht wurde, denn Gaspari vereinigt eine große poetisch-malerische Kraft in sich. — Das Bild ist verläuflich. —u. — (Falsche Zwanzig k r o n e n - N o t e n,) Der beim Bezirksgerichte in Nassenfuß in Untersuchungshaft befindliche Kenschler Martin Grm hat am 23. d. M. dem Untersuchungsrichter gestände u. daß er im Bette seines Sohnes Martin daheim noch einigen Vorrat von Zwanzigkronen-Faäsifikalen be sitze: die Gerichtstommission fand daselbst tatsächlich noch weitere 77 Stück. Nun wurde auch Martin Grm iun., üver den sein Vater Belastendes aussagte, verhaftet und dein Bezirksgerichte in Treffen eingeliefert. Martin Grm sen. gab an, daß die nachgeahmten Banknoten vom Tome->iertoviö in Nordamerika herrühren. * (D ie T eu e r u u g.) Unaufhörlich steigen die Preife aller Gebrauchsartikel und Lebensmittel. Besonders empfindlich werden die kleinen Beamten nnd die Arbeiter durch die stetig zunehmende Fleisch-teucruug getroffen. Aber nicht genug, daß das Fleifch so teuer bezahlt wird, man läuft noch Gefahr, bei der Wage geschädigt zu werden, wie dies folgender Fall dartut: Eine Beamtensgattin schickte diesertage ihre Magd in die Schulallee, ein Viertel Kilogramm Kalbfleisch holen. Da ihr das gekaufte Stück zu gering im Gewichte borkain, wog sie es zu Hause ab, und siehe da, es fehlten nicht welliger als 8 Dekagramm. Die Frau begab sich schnurstracks zum Marktiuspettorate und li^ß das Fleisch abwägen: es wurde auch amtlich ein Manko von 8 Dekagramm konstatiert. Gegen die Verkäuferin wurde die Anzeige an das Bezirksgericht erstattet. — Au alle Hausfrauen ergeht daher das An-jnchen, die Richtigkeit des Gewichtes öfters in Gegen-wart von Zeugen festzustellen und jedes Mindergewicht unverzüglich dem Marttinspektorate zur An zeige zu bringen. * (Er, zess c.) Gestern gegen Mitternacht störten drei Knechte! im Parte vor der Herz Iesutirche derart durch Singen und Jauchzen die nächtliche Ruhe, daß sie von zwei hinzugekommenen Sicherheitswachmän-nern verhaftet und abgeführt wurden. — Unter der Trantsche mußte bei einem Streite ein Sicherheitswachmann intervenieren. — Heute früh wurde in einem Hause in der Vegagasse ein bei seinem Meister erzedicrender Zimmcrmaler abgeführt. — (Vom Zuge überfahren.) In, neuen Aßlinger Bahnhofe wurde vorgestern nachmittag der Vahnbedienstete Prosen von einem Zuge überfahren nnd fofort getötet. — Er hatte sich knapp neben dein Geleise befnnden, auf dem der Zug einfuhr, und vermochte auf das Warnungssignal des Maschinenführers nicht mehr auszuweichen. Prosen erlitt schwere Verletzungen am Kopfe, anch wurden ihm beide Beine, und zwar der linke Oberschenkel und der rechte Unterschenkel, weggerissen. Der Verunglückte wnrde voll der Maschine 20 Meter weit geschleift, bevor der Zug zum Stehen gebracht werden konnte. ^ (Sträflicher Mutwillen.) Am 16. d. nachts zechten die Nnrschen Franz Kucler und Franz Aerovnit aus Waitsch bei Laibach im Gasthause des Johann Oblai in Gleinitz bis halb 2 Uhr, trieben dabei allerlei Unfng und beschädigten verschiedene Geräte. Dann gingen sie zum Hause des Bartholomäus Peklaj in Gleinitz, wo sie das gegen vier Meter lange hölzerne Rohr aus dem Brunnen zogen und quer über die Neichsstraße legten, so daß für Fnhrleute, Automobil- und Radfahrer in der damals stark finsteren Nacht große Lebensgefahr Vorhalldell war. Weiters zertrümmerten die beiden Burschen mehrere Scheiben an den Lampen, die der Ortsbeleuchtuug von Gleinitz und Waitfch dienen und rissen von dem Lastwagen des Matthias Kodelja ill Waitsch zwei Häkchen und von, Lastwagen des Franz Sojer sen. daselbst ein Häkchen ab. Bei der Gastwirtin Anna Stcrl beschädigten sie den Gasthauszeiger uud brachen endlich reim Haufe des Frauz Sluga einen angeblich 40 X werten Wacholderbaum ab. Kucwr als Haupttäter wurde verhaftet uud dein Landesgerichte eingeliefert. — (Bautätigkeit in R u d ol f s w er t.) Im Laufe dieses Jahres wurden in Rudolfswert mehrere Baulichkeiten aufgeführt, bezw. adaptiert, unter anderen das Wohn- und Stallgebäude des Frachters und Lohnlntschers Medved an der Lo4,1, hat den Zweck, nnter Ausschluß aller Parteizwecke eine über alle Erdteile sich erstreckende, Weltverbindung herznstellen, welche oen idealen und praktischen Interessen der Vereinsmitglieder dienen soll. Die idealen Interessen werden durch Korrespondenz der Mitglieder untereinander zn AuZtmifts-, Belehrungs- nnd Unterhaltuugszwerken erreicht und gefördert. Dell praktischen Interessen wird gedient: durch Förderung von Handel, Industrie, Gewerbe und sonstigen Berufsarten, durch Veröffentlichung der hierauf einflußreichen Ereignisse. Ent-scheidnngen der höchsten Gerichte, Berichte über Ausstellungen, interessante Erfindungen und Neuheiten usw. im Vereinsorgan, darin anch Gratispublikation unter Weltvereins-Nachrichten, Frage und Antwort, ferner durch oie Wohltat, daß auf der Reise befindliche Mitglieder sich stets zuerst an ortsansässige Allgehörige des Weltvereines wenden können, um Auskunft und Empfeblnng zu erhalten, Kundgabe voll Nachfragen und Angebot, Eröffnung neuer Absatzquellen, Herstellung überseeisckier Verbindungen (Export und Im? port), Erlangnng tüchtiger Vertreter, lanfmännischer Stellen, Gewährung besserer Ware, billigerer Preise und Warnung vor Übervorteilung (die Weltvereinsfirmen, Hotels usw. gewähren allen Mitgliedern zu» meist zehn Prozent Preisnachlaß), Beschaffung er» niäßigter Preise nnd bevorzngter Anfnahmo bei In» > stituteu, Bade- und zkuranstalten usw., welche auch im ^Verbände des Weltvereiucs stehen nnd dessen Mitgliedern ihr Entgegenkommen zeigen. Herren und Damen von ehrbarem Rufe steht der Beitritt jederzeit offen! Keine Aufnahmsgebühr, da nur der kleine Abonnementsbctrag für die Zeitungen zu leisten ist, die stets reichhaltig interessant, unterhaltend und belehrend sind. Mit vereinter jtrast, die Gntes schafft, vorwärts! ^ Ausführliche Prospekte (mit Statuten und Anmeldeschein) stehen zur Gewinnung weiterer Mitglieder auf Verlangen gratis und franko zu Diensten. — (Verloren) wurde Freitag abends auf der Marienbrücke ein goldener Zwicker. Der Finder wolle ihn gegen Belohnnng bei der Polizei abgeben. Theater, tlunlt und Literatur. — (E i il Original m auuskrivt Beetho . ven s.) Das Manuskript der Sonate «pu» 53 (Wald. steinsonate), ganz von Beethovens Hand geschrieben, ist gegenwärtig im Besitze eines Leipziger Antianars, der es zum Preise vou 4-1.000 Mark znm Kaufe an» bietet. Das Autograph, für dessen Echtheit und Voll» ständigkeit garantiert wird, stammt aus bekanntem Wiener Privatbesitz. Es umfaßt 32 Blatt Querfolio je vier Systeme. Seit den achtziger Jahren des ver» flossenen Jahrhunderts dürfte kein Autograph Beethovens vou der Bedeutung der Waldsteiusonate in den Handel gekommen sein. Das Wei-k erschien im Mai 1805 nnter dem Titel „Cl^ndc koimtx> zionr il> I'ilillotoi'tt.' <:<«>lp(>!>!l1^ ('ointc (1<> >V:l!<1«l<>in . . . pm' I^oui» vu.il 1l<^>Ui<)vnil^ nu 15ur?ini 6l58 ni't» ^t 6' iilco Abg. Hofer ourchcms nicht beri. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 8 Z ß3? Z? 3Zr <" ^U?N.^741'1^12'2"NO. z. start" teilw. kenl "^ 9 . Ab. 743 2 64 NO. mäßig teilw. heiter 26.l 7U.F. !?454j L'H S, schwach ! heiter > 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 8'2'. Noi» male 13 t>°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. )3er KvirU Llutamut u. 8ßsvil8 ^zzelei-Lleichzucftt ligles-lgli»«! li^nn^mittu! V"N ^ul^^Nllon vuu Xr/.tun »Uludi^ vorU!, init w«Id!k!r <^Il>iul,ssUitizrlll,i<, «icli lsit iidsi- äi«»o« Ui-uuäüd»!, Ü6»8on N«»eitijfuuß ä»« ßr»l.« unä wi«litißs>,to Oüeä in <1er 6o8unä- «/I'sm z»«I^u «II o» /.um <,ü^1io!»6N >V«in lullt »nlclwu lllißlli (»liny ii«uintrilc:IitiF!Mß »oiuor I^od«N8^«vol>nl!«itLN »tet8 urfc>!^!«icli .ld un«I i»t «nclulen <^r»ut »I)2i6l«uä«n Nittuln isclon varuu-?.I«I,ou. (3761) omplivbU allen ?. 1>. llauslrausn »owe all-gemein als vo^illglilok «nV^ltanntVn uuü in8de80uüere Üa8 uaob üeu nenegtou Nletnoüen vi^ougle Xivko^ionmekl in N«»>«>«>8tvl»eN. (347) 16 Nie erste ?robe virü yevis» jeüer-manu von üer uorvorrageusen yualltät sieser lZe>»nli8vI,Vn Varo überzeugen. «l«»» LalÄNteniVHlUÄNVnbl'ÄNvl»«, n«l t n «, 22 I»l>« nlt, ni,ä Mi- «in I>>o8i^« ^n-ssin^.UuxLllM «M«»»»,<»>».o8t I^zvieäer ausgenonnnen xvirä unä in äcr ^urn^alle Her k. k. Oberrealsckule n>^ck äer angegebenen dusnorclnung geübt wircl, ^urnorclnung: Herren Nioge I: Dienstag unä samstag von b bis 7 d!i>' abends! k)erren-Niege II: Menstag unä sanistag von dalb 8 bis !).ilb c, N!n abencls; stanini biegen uncl Vorturner-liiege: Dienstag, Don- nerstag unci sanistag von kalb y bis ,o Nli? abenäs: feckter-liiege: lNittwocl, und freitag von b bis / Nbr abencls i frauen- und lNaclcnen Iliegen »b «. Oktober ,yob jeclen lNontag unä Donnerstag von b bis / Nl»' abencis, Jugencl Abteilungen: Kcküler Abteilung I: Montag unä Donnerstag von / bis 8 lldr abenäs: Scküler ?lbtettu,ig II: Mittxvock unä freitag von 7 bis 8 ll!)s abenäs 1 liiniler-ltiegen: I, Mäclcken - Kicgc. ^lter von b bis 8 Iilkre, Mittwock uncl Samstag von 2 bis 4 «lllir nachmittags 1 Kincler-Niegen: II. Määcken - Kiege, Filter von 8 bis 14 Jaki-e. Montag unä sreitag von 5 bis b Ndr naclimiOags: Knaben - ltiege, KNer von b bis w Jadre, lMttwock unä sanistag von 2 bis 3 lldr Ncichmillags: Zöglings-Mege: Montag unä Donnerstag von 8 bi- y dl)!» abenäs. »er c«snu»»e,sic»>» wns von einem «eprüllen su,«»,»«, unO Laibacher Zeitung Nr. 220 2062 26. September I90N. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrsblatte) vom 25. September 1906. Nie notierten Kurse verstehe» sich i» Kro»enw2hrung. Die "^'««'»»q sämtlicher Aktien imd der ,,3ivcr!eü Lose" versteht sich per Stuck. O!cld Ware Allgemeine Staats-schuld. Einheitliche Reute: loiw. steuerfrei, Krouru (Mai.Nvv.) per Nasse . , 88 U5 88'15 detto (Iin..Iuli) per Nasse 9860 99 -4 2 °/n ü. w. Noten (Febr,.Nug,) per Kasse......<>9-85 loui', 4-2^0, W, Silber (Upril'Olt) per Kasse .,.,.. 89 85 100-ik. 18SUer Staatslose 500 fl, 4«/« 15?- — 159-1»««er „ lU0 fl, 4 "/^ i>14- 219-1864er ,, 100 fl, . . 275 - 277- l8S4er „ b0 fl. . . 2?ö-27?-— Dum.'Pfanbbr, k 1»n fl. 5°/„ 289'25 291 25 Staatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. Österr. Goldiente, stfr., Gold per Kasse .... 4°/« 116 60 116«> »erschreibungtn. Llisabethbahn in G., steuerfrei, zu 10.0M! fl. . . . 4«/„ 117'50 n«'5« stranz Joses-Bahn iu Silber (diu. St.) . . , 5>/<»/>i 123'8L 124'k« Val. Karl Ludwig-Bahn (div. Stücke) Kronen . . 4"/<, 89-25 10025 siudolfbahn in Kronenwährung, stcucrsr. (dw. Lt.) , 4"/„ 9920 10020 ^orarlbrrgcr Vnhn, steuerfrei, 400 Kronen , . , 4"/» 93-30 10030 z« z»a»»,schnlz»»ischlelbun!,t>! «bgestemPtttt LiftnbahN'gktien. «tlisabethB. 200 fl, KM, b^.«/o von 400 Kroneu . , , , 462 — 403 7s dettu Lmz.VilbweiS 200 fl. ü,W. T. 5'/<"/,.. . - 434-43?^ betto Salzblll-g.Tirol 200 l. 0. W N. b"/„ .... <«« — 430'- Geld Ware Do« finale zur Zahlung 2btr> nommtNt Lislnbayn« Priorität«» Obligationen. Vöhm. Wcstbahn, Ein. 1895, 400 «ttonen 4°/n. , . , 8945 100-40 Elisabethbahu S00 und UU0U M. 4 ab i0"/„......llL70 li?7> Elisabethbahu 400 und 2000 M. 4"/<.........11750 118 kl! Franz Josef-Vahn E,n. 1884 (diu. Et,) Cilb, 4"/„ . . 99 H5 10055 Galizische Karl Ludwig Bah» ldiv. St) Silb. 4°/„ . . 99 30 100-30 Ung,-galiz. Vahn 200 sl, S. 5°/,, 112-25 11325 Vorarlberger Vahn Em. 1884 (Kiv. St,) Silb, 4«/, . . 8980 1003« Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/« ung, Volbrente per Kasse . 112-50 112 70 4«/<> dcito per Ultimo 1125« 112-7« 4°/« nng. Mente in Kronen wühr. slsrei per Kas^e . . 34-L5 94-85 4"/„ detto per Ultimo »4 70 94-9« 3'/,°/° detto per Kasse. 84 30 84-,^ UN«. Prämien.«»!, n. 10U fl. . 207-50 209-5l drtto il 50 sl. . L06-50 2085' ThcihNeg.-Lose 4°/« . . . ,54-15«-»n/u »ngar. Grundenll.-Oblia. 8445 95-45 4°/« trollt, u. slav. Vrundentl. Obllg........US'- 97 2» Andere öffentliche Nnlehen. Boö». Landes>N»l, (div.) 4"/u . 84'4<> 95-4« Vo«n. °herceg. Eisenb.-Landes' Anlehe» (div.) 4 >/,"/« . 100-10 1011« 5°/° NoulluReg.-Anlelhe 1878 105S0 io«s« Wiener Veilehrs°NnleiIie 4°/« 8870 88 7 s detto 1800 4°/u 99— 99 90 «nlehrn der Stadt Wie» . . 102-15 ln«-i5 dctto (S, od. G.) . . , 12140 ,ü2-<< detto (1894) . , . . 8Ü-70 37 ?! betto (1898) .... 9N-85 998! dctto (1900) , . . . 99-10 1001< delto I»v. A.) 1802 . 9905 !0 Hypothekar Anl, 188!i......««/0 118 75 118-75 Geld Ware Pfandbriefe,c. Vodenlr.,alla,,ösl, in 50 351,4°/., 88«» 93-L>) Vühm, Hlipothelenbaill Verl. 4"/» 98 LU i«0 -Zeiitral-Vod.-Krcb.-Bl., österr., 45 I, vevl, 4'/,°/« . . . 10125 102'^5 Zentral İb..Nreb..Vl., öslerr,, 85I, verl. 4«/u . . . . 998» 1«0 8«' Krcd.-Inst,.österr,. s. Verl..Unt. u. offcntl.Arb^at^vl^"/,, 98 55 89 55 ziandesb. b, Ko». Galizieu und Lodom. 57'/, I. ruclz, 4"/„ !18- 99- Mühr, Hypothelcnb. verl. 4"/„ 99- '<8 L<> N.'osteri.Landcl.byp.'Änst^"/^ 9970 1007», detto inll. 2"/oPl. verl. 3'/,"/„ 8250 83'5« bctto K,.Nchu!dsch, verl. 3>/2"/i> 82- 83- detto verl, 4°/^ 99«0 10« Sl' vsterr.'nngar. Van! 50 jähr. verl, 4"/» 0. W..... 99-20 I00-2< betto 4"/» Kr..... 89 7b 100?<> Sparl. 1, öst., U0 I. verl. 4°/<, io««5 —- Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. ^erdinandS'slordbah» Em. 1886 H9-85 10085 detto Em, 18U4 10» — 101- Österr, Nordwestb, i00 si. S, , 105 85 106-85 Ttaatsbahn 500 Fr..... 42i- 426- Südbahn k 2°/<> Jänner »Juli 50« Fr, (per St.) . . . 31? 80 318 80 Gudbahn il 5°/u..... 12425 125 25 Diverse Lose (per Stück), sseliwllichl loft. 3"/u Vodenlrebit.Lose <3m. 1880 «78 - 2»? - dcttll Ein. 1889 287-- 295 50 5"/« Donau»Megulicrnngs > Lose 100 fl, ü. W..... 259— 2S7-— Serb,Präm.'Unl. v.iONFr.2>o!eu Kreuz, üst. Ges, v,. 10 sl. 48- 50- Ruteu Meuz, unn.Ges, v,, 5 sl. 28 2« öl 2!> Nudulf.Lose 10 fl......55-— Uü— salM'Lose 4o fl. K. M. . . lütt'— 2»3'- Geld Ware Tiirl. E,.V..«nl, Prilm.'Oblig. 4no ffr. per Kasse . . , 160 50 i,!i-!>< detio per M. . . , 15975 i«07ö Wiener Komm,»Lose v. ss, 1874 502— 514 50 Vew,'Echd, 3"/oPräm,'Sch»Idv. d. Äubeulr..U»st, Vm, 1888 89' 96 50 Nltien. flanlpllll'Zlnteinehmungtn. Nussig.Tepl. Eisenb. 500 fl. . 2485 — 2505- BüllM. Noidbllh» 150 fl, . . 867— 371-- Vnscht!rhradeiEilb,500fl.KM, -'.»90-— 2!»87- dctlu (Nl. U.) 2»u sl, per Ult. ti3ü — HZ». Donau . Tampsschissahrt« > Ges., 1., l, l. priv,, 5NN fl, KM, 1050- 1054- Dux.Vodeubachcr Eisb. 400 Kr, 564— 567- sserbinaud«.Norbb.lU00fl.KM. 5610-— K640-Leiub..Czeru,.Iassy'Eiselibahii- Gest'llschaft, 200 sl. S , 579 - 58110 !.'!ol,d,0s!err.,Trieft.,bONsl.KM, 786-— 79N- idsterr. Vlordwesll'alin 200 fl. S. 453 25 454-- ortto(!it, U,)200fl,S. P.Ult, 451— 453 — Prag-TuxerEisllib.ioOfl.abgst, 224- 225- Vtaalöeüb, 200 !I,S. per Ultimo 675 25 67», 25 Nüdb, 200 sl, Silber per Ultimo 17975 1807» Eüouoiddenlsche Verbindungsb, 2U0 fl. KM...... 403 50 41070 Tramway »Ges., neue Wiener, Prloritatö.Altie» 100 fl. . —— —-— Ungar. Wcstbahn (Naab-Vraz) 200 sl. S....... 40? - 409 — Wr. Lokalb..Nttien.Oes. 800 fl. 180—------- Vanlen. Nnglo.Öslerr. Vanl, 120 fl. , . »16— 816-80 Nanlvcrei», Wiener, per Kasse —— —-— dctto pei Ultimo . . . 552— 553 - Äodenlr,>«»st, östet-,„20«sl.S, 1038— 1043- 8eutr,.Vod,.Kredb, öst,, 20« fl. 559— 560--Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 1<>o s!., per Kasse —-— —-— detto per Ultimo «69 — 670- - Kreditbank allg. uug., 200 sl, . 808 — 808- Depositenbank, allg,, 200 fl. . 453— 455 — Estomple' Gesellschaft, nieder« österr,, 400 Kronen . . . 591 - 585-— Giro» und Kasscuverein, Wiener, 8W fl........ 458— 462'— Hypothelciibaul, österreichische, 20« sl. 3N"/u E..... 29L-— L88 — Läuderuanl, ostcrr., 2au fl. per Kasse....... —'- —-- betto per Ultimo .... 440— 441'-„Mei-lur", Wechselst, .«ltie». Gesellschaft, 200 sl, . . . 630— 637- Gelb Ware Österr..una. Van! >4«o Kronen 1778— l?89.— Unionbaul 200 fl...... 555 50 556 50 Hjerlehrsbanl, allg,, 140 fl. . 8»7— g»8 - Industllt.Anlernkhmungen. Äauaes., allg, bsterr,, 10» fl, . 149'— lbC — ^r!lxerKohIc»berab,°Ges.i«osl. 713— 719- — Eilelibal»!w,.Leihg,. erste, i«o sl, LOH-— 2 >8 ö« „Ell'eiuühl", Papiers. u.V..G, 177— ,79 — Eleltr,.Ges., allg. österr,,2uo sl, 454— 455-50 dctto inter!!at.,LN0sl. 598— 601-— Hirteubcrger Patr.., Ziindh, u, Met..Fabrik 400 Kr. . . 1143- 1148 — Liesinger Nrauerei 100 fl. . . ?33- 305 — Mo»ta».Gesellsch,.österr..alpiue Sb5-75 60675 , .Poldi.Hütte''. Tiegclgufzltahl. F..?l,'G, 200 fl. ... 543— 545'— Präger Eiscn.Ind.'Ges. Em. 1905, 200 sl...... 282H-— 283?»' — Nima.Murany. Lalgo«Tarjaner Giscuw. 1UN sl..... 578 KO K79-50 Nalgo.Tarj, Steinlohlen l«o sl, 624— »LS-— ,,Sch!i!gImühl". Papiers., 20ofl, 34«-— »5»-— „Schoduica", A..O. s. Petrol.. Iub., 500 Kr..... «28— U40'— „Steyrermühl", Papierfabrik uub V,.V...... 473— 480-- Trifailcr Kohlenw,