Nr. 4. Freitag, 7. Jänner 1898. Jahrgang 117. Mbacher Zeitung. Präuumerationöftrelö: Mit Postvcrsen d u >,« : ganzjÄhrw fl. 15, hawjälin« fi. 7 5>„. I i» llom p ! u> l ! ^ Die -Laib, Zjäl,r!g sl. 5 50. Für die ^ustellu»»; in« Haus nanzjälirin fl. l, — InstrtillllölsebUr: ssüi x Connresspla!) Är, ^, die Redaction Aarmherzinergasse Nr, <5, Sprechsluudcii der Redaction uun « l>i« ii Uhr vor-tleine Inserate di» zu 4 Zeilen 25 tr., grühere per .^eile >'< tr,- bei öfteren Wicdellwiun^ei! per .jeile .^ l>, ^ milla««, llnfrantierle Ariefe werben nicht angenommen, Mauuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. December v. I. dem Hofsecretär des Verwaltnngs-Gerichtshofes Doctor Josef Pawlitza das Ritterkreuz des Franz-Iofef-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. December v. I. allcrgnädigst zu gestatten geruht, dass der Stationschef der priv. Südbahn-Gesellschaft Eugen Guttman in Laibach das Ritterkreuz des Päpstlichen St. Sylvester Ordens und das Ritterkreuz des königlichen Ordens der «Krone von Italien»; der Oberlieutcnant in der Evidenz der Landwehr und Stationschef der priv. Südbahn-Gesellschaft in Abbazia-Mattuglie Franz Bi-eziua das Ritterkreuz des königlichen Ordens der «Krone von Rumänien» und das Ordenskreuz vierter Classe mit Schwertern des grohherzoglich Luxemburgischen Verdienst-Ordens Adolfs von Nafsau aunehmen und tragen dürfen. Der Iustizminister hat den Gerichtsadjuncten Victor Devetak von Pinguente nach Pola versetzt und zu Gerichtsadjunctcn ernannt: die Auscultantcn Dr. Theodor Stegn für Pola und Anton L o in a s für Pinguente.__________ Der Iustizminister hat zu Gerichtsadjuncten ernannt die Auscultantcn Dr. Victor Viasutto für Pirano, Albert Tomicich für Pisino und Fidelis Eavo für Volosca. Der Handelsminister hat den nautischen Adjuncten Bernhard Iülg zum nautischen Inspector und den Hafenlieutcnant Marcus Niseteo zum nautischen Adjuncten bei der Secbehörde in Trieft ernannt. Vor dem k. k. Reichsgerichte werden in den Tagen vom 10. bis 15. Jänner 1898 um 10 Uhr ^ormittags öffentliche mündliche Verhandlungen statt-NNden, und zwar: am 10. Jänner über eine Beschwerde wegen Ver« Atzung des durch die Verfassung gewährleisteten poetischen Rechtes der freien Meinungsäußerung und ^kr sprachlichen Gleichberechtigung und über sieben "kschwcrden wegen Verletzung des durch die Verfassung gewährleisteten politischen Rechtes des Gebrauches der nationalen Sprache, beziehungsweise der nationalen Gleichberechtigung; am 11. Jänner über eine Beschwerde wegen Ver-lehung des durch die Verfassung gewährleisteten poli- tischen Rechtes auf nationalen Unterricht und sprachliche Oleichberechtignng im Amte, über eine Beschwerde wegen Verletzung des durch die Verfassung gewährleisteten politischen Rechtes auf nationalen Unterricht, über eine Beschwerde wegen Verletzung des durch die Verfassung gewährleisteten politischen Rechtes der persönlichen Freizügigkeit, beziehungsweise des freien Aufenthaltes und (eventuell) über eine Beschwerde wegen Verletznng dcs durch die Verfassung gewährleisteten politischen Rechtes der Wahl znm Neichsrathc; am 12. Jänner über eine Beschwerde wegen Vcr-lctzung dcs durch die Verfassung gewährleisteten politischen Rechtes dcr Versammlung, der freien Meinungsäußerung und der Wahrnng dcr Nationalität und über eine Beschwerde wegcn Verletzung des durch die Verfassung gcwährlcistcten politischen Rechtes dcr frcicn Meimmgsäuhcruug und dcr Petition; am 13. Jänner übcr zwei Beschwerden wcgen Verletzung des durch die Verfassung gewährleisteten politischen Rechtes der Vcreinsbildung- am 14. Jänner über einen Antrag ans Entschei-duug eines bejahcndcn Eompetenzconflictes zwischen dcm Tiroler Landcsausschussc und dem k. t. Ministerinn! für Cultus und Unterricht und über einen Antrag auf Entscheidung eincs bejahenden Compctcnzconflictes zwischen dcm Tiroler Landcsausschnssc und dcm k. k. Ministerium dcs Innern; am 15. Jänner über eine Klage gegen das k. k. Finanzministerium auf Entschädigung wegen ungerechtfertigter Gebürcnvorschrcibung, übcr eine Klage gcgen den krainischcn Landcsausschuss auf Zahlung von Krankenhaus - Vcrpflegskosten und über cinc Klage gcgen das k. k. Finanzministerium auf Zucrtennung eines Ergreiferanthciles. Wien am 30. December 1897. Vom k. k. Reichsgerichte. Den 1. Jänner 1898 wurde in der l. l. Hof- und Staatsdruckerei das I. Stück des Reichsgesehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 1 das Uebereiutomuien voni 31. December 1897, betreffend die Verläugeruug des Privilegiums der osterreichisch-ungN' rischen Vant bis ill. December 1898, abgeschlossen zwischen dem l. k. Finanzminister und der österreichisch - ungarischen Baut auf Grund der kaiserlichen Verordnung vom 30. De> cember 189? (N, <«. Nl. Nr. 308). yir, 2 die Verordnung der Ministerien der Justiz und der Fi« nanzeu im Einvernehmen mit dem Handelsministerium und dem Obersten Rechnungshöfe vom 31. December 1897, be> treffend die Verlängerung der Wirksamkeit der Verordnung vou 21. Juni 1893 (R. O. Vl. Nr. 103) über die Hiuter° leguug gerichtlich zu deponierender Wertpapiere bei der österreichisch-ungarischen Vaul, Nichtamtlicher Theil. Die illllcrpolitische Lage. In ihren Ncujahrsbctrachtungcn bcsprechen die meisten polnischen Blätter die inncrpolitischc Lage in Oesterreich sowie die Verhältnisse in Ungarn. Dcr Krakauer sich offcn nnd entschieden den wüthenden Elementen entgegenstellen. Leider sehe mau bislang noch keine Anzeichen dieser heilsamen Abwehr. Der «Dziennik Polski» beschäftigt sich vor allem mit der Haltung dcs galizischcn Landtages angesichts dcr bevorstehenden Adressdebatte. Das' Blatt hebt hervor, der Polenclub sei aus den letzten Wirren verstärkt hervorgegangen, verstärkt durch die großc Popularität, die cr sich im Lande erworben habe. Darin müsse auch ciu Fingerzeig für dcu Land- Feuilleton. Vertrauen uud Freuudschaft zwischen Mutter und Tochter. Von Anna Vl . . . . II. So bespricht man Dinge, die wir von anderen Men, Episoden, die mau liest, mit dem Kinde. Und aliet muss auch dcr äußere Umgangston ein solcher ^n, der ein Anschmiegen erlaubt. Es kostet uichts, enn wir das Mädchen bei einem Kosenamen nennen, in? ^ ^ umfassen, sie uns oder uus ihr einmal l "den Arm hängen, da wir in einen anderen Theil ib 3""^ mit ihr gehen wollen, ein Liebchen mit c^ singen, uus eiue« Scherz mit ihr machen. Ich >.no, dass die sogenannten «großen Besprechungen» n wahres Patentmittel sind,' die Tochter uns nahe "'^ringen und wenn die «großen Besprechungen' sich ^ weiter nichts beziehen, als ans den Küchenzettel 'l auf die wichtige Frage, ob sie Porzellan- oder ,' knöpfe mitbringen soll. !» ,.'' s^ ^k in meinem Leben sehr wenig freie Zeit ^ '^''d: und habe jahrelang die Nachtstuudeu zuHilfe ^ (5w ,, .'"üssen. Trotzdem habe ich eines nie versäumt: > Mi7 !""k «Sitzung», uud wenn es auch unr zehn «/"/uten sind, mit den Kindern abzuhalten, ehe sie zu ""t «ehen. Da wird dann über den Tag geplaudert, oder es hat etwas Interessantes im Abendblatt gestanden, oder zukünftige Pläne werden besprochen oder auch einfach nur Spass gemacht, tüchtig gelacht, eiuc Auetdotc erzählt, ein Liedchen gesungen, hin und her geplaudert, vicllcicht ein Apfel dabei verzehrt u. f. w. Sind Unannehmlichkeiten vorgekommen, so heißt es: «Nein, heute abends scheint es mir nicht so viel wert, meine Zeit der Gemüthlichkeit zu opfern, ich will auch eiumal egoistisch sein.» Dann ziehen sie mit thräncn-überströmtcn Gesichtcrn ab und schleichen still in ihre Betten. Aber selbst dann machc ich später die Nnnde, bringe jcdcm seinen Kuss ans Bett und da fühlen sie sich als schreckliche Sünder, wenn auch das Vergehen noch so klein gewesen ist. Es hat dieselbe praktische Wirkung, aber cincn ungleich größeren ethischen Erfolg, wenn wir, anstatt einfach zn befehlen, freundschaftlich die Tochter mit uns ziehen und an unserer Seite sitzen lassen: «Komm, wir wollen das Programm für heute machen — also was thust du jetzt? Und was hast du für den Nachmittag vor? Wenn cs irgend gcht, einigt man sich, meistens allerdings ist man genöthigt, zu corrigieren: «Ja, sieh', ich dachte mm so: Heute früh muss dieses und jenes unbedingt weggearbeitet werden, da denke ich nun, du gehst am besten gleich energisch daran meinst du nicht? Und dann würde für den Nachmittag das zu thuu sein, was denkst du?» — Natürlich meint und «denkt» die Tochter, wie wir es bestimmen ist e» recht, .hat sie Gründe für eine Aenderung, so lehren wir sie die uuseren und die ihren gegen einander abwägen und machen cs ebenso, es kann ja sein, dass etwas vorliegt, an das wir nicht gedacht haben, dann schadet cs auch nicht, wcnn wir ihrcn Vorschlag accepticrcn. Man gehe nie aus und komme nie nach Hausc, als ob man wer- weiß was für geheime Gänge zu besorgen hätte. Wo wir die Tochter nicht mitnehmen können odcr wollen, da thun wir cs nicht, aber wir erzählen ihr, was wir vorhaben und was wir ausgerichtet haben -- so weit wir cs für gut finden. «Ich werdc dich hentc vermissen», oder: «Ich habe dich hente vermisst', das sind so kleine Bcmerknngen, aber was liegt darin, wcnn sie zwischen Mutter nnd Tochter ausgetauscht werden! Wie eilt da jedes gerne wiedcr nach Hause zurück, um daun eine «erzgemnth-liche Sitzung» abzuhalten! Und wie sorgt das andere, dass alles schön und behaglich ist, damit das Heimkehrende sich wohl fühlt! Aber, wo cs irgend angeht, sollte man die Tochter mit sich ansnehincn nicht etwa, weil sie gcrnc übcrall dabei sein möchtc, sondern aus Priucip. Sie lernt vieles in nnserer Begleitung, sie bildet sich für den Verkehr mit den Menschen heran, wir können sie auf dieses odcr jenes aufmerksam machen, was sie beherzigen soll, wir lehren sie Zuvorkommenheit gcgen das Alter, heißen sie bejahrten Leuten ihren Sitz abtreten, lehren sie in den Magazinen die Verkäufer schonen u. f. w. Vom sechzehnten Jahre an nehmen LaibacherZZeitung Nr. 4. 26 7. Iänner"I898. tag erblickt werden: Der Landtag müsse, um dem Vertrauen des Landes zu entsprechen, genau dieselben Wege wandeln, wie der reichsräthliche Polcnclub, nnd zwar müsse er dieselbe Mäßigung und dieselbe Zurückhaltung beobachten. Politische Uebersicht. Laibach, 5, Jänner. In den Berathungen derjenigen Landtage, welche zu Ende des vorigen Monates zusammengetreten sind, ist anlässlich des Jahreswechsels eine mehrtägige Pause eingetreten. Zu Vcginn der nächsten Woche nehmen wieder einige Landesvcrtretungen ihre Berathungen aus, für die von den Landes-Ausfchüffen bereits die Vorlagen fertiggestellt wurden. Die deutschböhmischen Landtags-Ab-geordneten versammeln sich am Sonntag in Prag, um über ihr Verhalten gegenüber dem tags darauf zusammentretenden böhmischen Landtage schlüssig zu werden. Der Umstand, dass diese Vorbesprechung nicht früher und nicht in einer anderen Stadt Böhmens abgehalten wird, scheint darauf hinzuweisen, dass im Kreise dieser Abgeordneten die Absicht, dem Landtage fernzubleiben, derzeit nicht besteht. Die Abwesenheit des Landtags ^ Abgeordneten Dr. Karl Schückcr von der vorgestrigen Wiener Besprechung wird von der ihm nahestehenden Reichenberger «Deutschen Volkszeitung» auf einen Beschluss des Egerer Volkstages zurückgeführt, wonach ein deutscher Abgeordneter sich vor Zurückziehung der Sprachen-Verordnungen mit der Regierung in keine Unterhandlungen einlassen solle. General Sa ussier wird bekanntlich in diesem Monate die Stelle eines Generalgouucrneurs von Paris niederlegen, da er am Iti. d. M. 70 Jahre alt wird uud demgemäß aus dem Cadre der activen Divisions-Generate tritt. Die Functionen des General gouverneurs von Paris, die von denen des Generalissimus getrennt werden sollen, werden, wie schul, kurz berichtet, einem commandierenden General, wahrscheinlich dem General Hcrve', übertragen werden. Die Ersetzung des Generalissimus soN erst später erfolgen, da der bevorstehende Rücktritt mehrerer hoher Befehlshaber eine vollständige Umgestaltung der Mobilmachung erheische. Zu Ehren des scheidenden General gouverneurs wird eine Reihe von Kundgebungen geplant. Es wird amtlich bestätigt, dass Fürst Nikolaus sich der Verwirklichung der Kandidatur des Wojwoden Bozo Petrovi«; als Gouvcrnenr von .tt'rcta widersetzt hat. Begründet wird diese Haltung vor allem damit, dass Fürst Nikolaus als Souverän eines Valtanstaatcs sich in die Aspirationen keines der Baltanländcr einmischen lasse, ferner damit, dass die Großmächte vor der Aufstellung dieser Candidatur es unterlassen haben, den Fürsten über seine Stellungnahme zu derselbeu zu befrageu. Aus Constantinopel verlautet, es wäre ein Irade erschienen, demzufolge die Schiffsgeschützc, welche bei Armstrong bestellt werden sollten, bei Krupp zu bestellen seien, dagegen die projectierten Schiffs-Neubauten, angeblich vier Panzerschiffe, an die im Irade als leistungsfähig bezeichnete Armstrong'sche Werfte zu vergebeu seien. Indessen wurde bisher nichts abgeschlossen und erscheint eine baldige Ausführung der Aufträge zweifelhaft. Der Marineminister ist bemüht, einen Irade zu erlangen, welcher die Durchführung der Unibauten von Panzerschiffen in Constantinopel anordnet.j «Daily Chronicle» erfährt aus Washington voll erster diplomatischer Seite, dass zwischen Frankreich und Russland in Bczng auf die Verhältnisse in Ostasien völliges Einvernehmen bestehe. Die Vc-mühnngen, Deutschland zum Anschlüsse an Frankreich und Russland zu bewegen, seien bisher nicht von Erfolg gewefen. Diese Politik sei gegen England gerichtet. Frankreich und Russland seien fest überzeugt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika England keinen Beistand leisten würden, falls ein Conflict eintreten sollte. Gegenüber der Meldung der «Times» aus Peking, wonach zwischen Rnssland nnd Chin a lebhaft über eine Anleihe verhandelt werde, erfährt die «Kölnische Zeitung» von sehr gut unterrichteter Seite, dass bereits seit W. December v. I. wegen einer chinesischen Anleihe in London ernste Verhandlungen stattfinden. Der zwischen Petersburg und Paris geinachte Versuch scheiterte an den Forderungen Hauotanx', dass die in Frankreich aufzubringende Anleihe von der französischen Bank auszugeben sei', während Murawiew sich die Führung der russisch-chinesischen Bank vorbehalten wolte. Der Misserfolg ließ einige Verstimmung zwischen beiden Parteien zurück. Infolge der jüngsten Ereignisse wird nunmehr der Plan einer Anleihe ernstlich von allerersten englischen Bankhäusern sowie von der englischen Regierung erwogen. Als Sicherheit für die Anleihe von 400 Millionen Francs foll die innere chinesische Grundsteuer, wodurch eine gewisse Controle nöthig würde, dienen. Englischerseits werde bedungen, dass das Hanpt dieser Cuntrole ein Engländer sein muffe. Anch der Nachfolger des heutigen Zollvorstehers werde wieder ein Engländer sein. Anßerdem bestehe das britische Cabinet auf einem Gebietszugeständnis, das vorderhand geheim bleibt. Anderfeits verlautet von russischer Seite, Nussland habe neuerdings den Chinesen angeboten, die in Paris gescheiterte Anleihe, unter günstigeren Bedingungen als in London, in Deutschland anzubringen. Tagesnemgleiten. — (Unglücke-fälle i u einem Bergwerk.) Aus Graz wird vum 4. d, M. gemeldet: Im zweiten Tiefballgesenke des Teegrabner Brauntohlenbergbaues siud zwei knappen, welche sich in cinen verschalten Raum begäbe»,, im iitohlengas erstickt. — In der Rosenthaler Grnbc wurde ein Knappe vom Versetzmateriale erschlagen und verschüttet. — («Vivo 8 vo « o!») Das «Luzerner Tagblatt ^ berichtet: Für die Glocke ill« Münster in Schaff-Hausen, der Schiller einst das Motto zu seinem «Lied von der Glocke» entnahm, hat die letzte Stunde geschlafen. Tie wurde I486 in Basel gegossen als Todtenglocke. Schun im vorigen Jahrhundert sprang ein Stück uon ihr ad, und Allfangs dieses Jahres bildete sich cin neuer gefährlicher Riss. Sic wurde früher schon sehr geschont, während des Winters warm verpackt uud im Sommer nnr Sonntags geläutet. Jetzt wird sie mit den übrigen vicr Münsterglocken eingeschmolzen, da das Münster cin ganz nenes Geläute erhalten soll. Der Vorschlag, die Glocke als Schaustück dem historischen Museum zu überlassen, drang nicht durch. — (Das Geheimnis eines Schiffes.) Aus Kopenhagen, 27. December, wird berichtet: Am Weihnachtsabend bemerkten dic Bewohner der kleinen Halbinsel Dragös eine in der Einfahrt zum Sunde vor Auker liegende Barke, die durch Zeichen Hilfe verlangte. Vier Mann ruderten hinans und giengen an Bord. Sie fanden das Schift ganz menschenleer, aber überall zeigten sich deutliche Spuren eiues vorangegangenen heftigen Kampfes. Das Deck war blutüberströmt uud bis hoch hinauf all die Holzlast war Blut gespritzt. Die Männer durchsuchten null das Schiff und fanden in der Capitäns-tajitte ganz allein den Capitän, der aus vieleu Wunden blutete. Wie er berichtete, war die Bark < Wodan», Capitän Arendt, aus Stettin mit Holz nach Caoix bestimmt, vor einigen Stunoeu der Schauplatz ciuer Meuterei. Mit dem Steuermann au der Ipitze habe die Maunschaft ihn überfallen und furchtbar misshandelt. Darauf haben alle das Schiff verlassen. Weil Capitän Arendt sich weigerte, die Barte zu verlassen, ruderten die Leute ans Land uud holteu einen Arzt. Dieser stellte fest, dass der Zustand des Verwundetet! sehr bedenklich sei. Der Unterkiefer war zerschmettert, alle Zähne ansgeschlagen und an Kopf und Beinen viele und tiefe Messerstiche sichtbar, trotzdem wünschte der Capitäu an Bord zu bleiben. Schon wollten die Leute ihn verlassen, als sie, durch leises Jammern aufmerksam gelnacht, einen kranken Matrosen in der Nachbartajüte entdeckten. Der Arzt verlangte den Krallten mit ans Land zu nehmen, da cr dringend der Pflege bedürfte, aber der Capitän verweigerte hartnäckig seine Erlaubnis, und auf Verlangen des Arztes mnsste die Polizei den Kranken wegbringen. Inzwischen hatten der Stenermann Wolfgang Arnold uud seine Kameraden sich beim deutschen Consul in Kopenhagen über Arendt beschwert. Der Capitän sei, voll plötzlichem Wahusinn befallen, gefährlich für seine Umgebung geworden, der Stenerlnann sei voll ihm mit einer Axt bedroht und verletzt wurden und habe alls Nothwehr gehandelt, als er den Capital! dann mit derselben Axt niederschlug. Die Untersuchuug wird mm das Nähere ergeben. Arnold hat in einem hiesigen Hospital Anfnahmc suchen müssen. — (Tchntz gegen das Ausgleiten von Fahr r ä d e r n.) Wohl jeden, Radfahrer ist schon eine schlüpfrige Straße gefährlich geworden, indem der Pneumatik auf dem feuchten Pflaster ausglitt. Herrn ! Beer in Paris scheint es nuu auf sehr einfache Weise gelungen zn sein, diesem Uebelstande abzuhelfen. Wie wir einer diesbezüglichen Mittheilung des Pateutbureau I. Fischer entnehmen, bringt Herr Beer zn diesem Zwecke an jeder Speiche des Hinterrades eine der üblichen Kleiderüsen an, biegt sie zusammen nnd steckt dann das eine Ende einer haltbaren Zuckerschnur durch ein Oesen> ende hindurch, windet die Schnur um den Nadkranz mit theilweise aufgeblasenem Pueumatik, steckt sie dauu durch die zweite Oese und so fort, bis das ganze Rad in gewissen Abständeil von der Schnur umwuudeu ist. Alls' gleiten sull hiednrch vollständig verhindert werden. — (Eine originelle Art, Fälschungen) von Coupons und Urluuden aufzudeckeu, hat nach dcr «Pharmaceutische,! Ccutralhalle» der Franzose Alaxez eutdeckt. Die Fälscher Pflegen eine Ziffer einer Zahl auszuradieren, dann die wagrechten Linien wieder nachzuziehen und endlich die Üncke, welche durch das Radieren i,i das Papier gemacht worden, dadurch zu verdecken, dass sie eine Schichte Sandarakfirnis auftragen, und wenn das Papier start allgegriffen war, anch noch die Unterseite mit einem mattweißen Ueberzug versehen. Ist die Firmsschichte getrocknet, so wird die neue Ziffer aufgedruckt. Die letztere ist also nicht in unmittelbarer Berührung mit dem Papier, sondern wird durch eine dünne Firnisschichtc von demselben getrennt. Dies benützt nun Herr Blarez, indem er eine solche einfach mit zweiprocentiger wässeriger Natronlange benetzt, wodnrch die aufgedruckte Zahl entfernt wird. Oft tann man sogal darunter noch die Ziffer erkennen, die sich früher dort befuudeu hat . . . Nach einer zweiten Methode befeuchtet Blarez die verdächtigen Stelleu mit einer Mischung vou eiuem Theil Ricinusöl und sechs Theilen Alkohol, wodurch man erkennt, ob es sich um ältere Ziffer» wir sie mit zu freundschaftlichen Besucheu, lassen sie im Zimmer und am Tische sein, wenn wir Besuch habeil, wir führen sie mehrmals während des Winters ins Theater, lassen sie einem Concert, einer Vorlesung beiwohnen, zeigen ihr Kunstausstellungen, lehren sie in der Malerei und Plastik die Figuren so ansehen, wie es sich gehört. Aber nirgends darf das junge Mädchen allein hingehen, wo es mit Menschen in näheren Contact kommt, die wir nicht kennen. Es soll uns einerlei sein, ob jemand sich beleidigt fühlt oder nicht: in eine Gefellschast, mit deren Charakter wir nicht vertraut siud, geht sie ebcu nicht! Und was das Beste ist: wenn sie in der richtigen Weise den Anschluss an die Mutter gefunden hat, so will fie es gar nicht. «Ach, lass' mich bei dir zu Hause, ja, wenn du mitgehen könntest, aber so!» heißt es da. Ihren Freundinnen kommt man freundlich entgegen, damit sie gern ins Haus kommen, dcun das ist die beste und ersprießlichste Art des Verlchrs — man weih, da sind sie alle gut aufgehoben und allem zweifelhaftem Einfluss entrückt. In» Winter arrangiert man, mit ihnen in cin Museum oder ein Theater zu gehen, im Sommer nimmt man sie anf einen Ausflug. So schließen sich selbst die fremden Mädchen an die Mutter ihrer Frcundiu an und man lernt sie gründlich kennen, so dass man jederzeit beruhigt sein tann. Man ermuthigt die Fröhlichkeit und Lustigkeit unter ihnen, damit die Tochter dnrch nns nicht zu erust werde, das kommt leider Gottes noch früh genug. So soll das Leben des Mädchens abwechselnd zwischen Ernst und Scherz, zwischen Arbeit und Erholung, zwischen leichtem Geplauder uud ernster Unterhaltung sich abspielen. Das Mädchen, welches frühe zur Arbeit mufs, sowie das, welches höhere Ausbildung erhält und bis zum 18. Jahre in dcr Schule ist, keines sollte die Mutter, ihre Freundschaft nnd ihr Vertrauen entbehren müssen, oder nicht wissen, wohin es das eigene lenken foll! Ein inniger Verkehr ist ihnen Bedürfnis — ist es die Mutter nicht, mit der sie ihn pflegen können, fo ist es jemand anderer und wer ist es oft! Solch ein Mädchen hat kein Urtheil, wem es feine Seele erfchließt, das Urtheil bildet sich erst im Verkehre mit der Mutter für's spätere Leben. — Und ist es denkbar, dass ein Mädchen, wie oben Schulter au Schulter mit dcr Mutter stehend, Untiefen in der Seele haben, Geheimnisse Pflegen, Wege gehen, Dinge thun — könnte, von denen die Mntter erst erfährt, wenn sie Unheil angestiftet haben? Es ist unmöglich! Es bleibt ihr kein Gedanke, keine Ncgnng, keine Seelenstimmnng verborgen. Sie sieht und erkennt die letzteren früher, sicherer, als die Tochter felbst sich ihrer bewusst wird, und sie kann sie schützen und schirmen. Mnr seinetwillen. . Roman von M. Lichtenberg. (2. Fortsetzung.) Jetzt aber, unter der Stimme seines Cousins, er/ wachte er aus seinem tiefen Sinnen und strich sich mil der Hand das kurzverschnittene, nachtdunkle LockenlMl aus der Stirn, als könne er dadurch die Gedanke!' verscheuchen, welche wider seinen Willen hinter seine» hohen Stirn wogten und schäumten. Als aber Baron Landsberg in seiner cynische» Weise von der jungen Schauspielerin sprach und ip' endlich leise die Bemerkung zuflüsterte: «Diese knospe" frische Mädchenblume hat etwas unsäglich Verlocke» des für mich, nnd ich glaube, ich wäre imstande, B' diefer süßen blanen Kindcraugen willen die größtes Thorheiten zu begehen!» — da erwiderte Graf Steil'' fels in gedämpftem, aber fast heftigem Tone: «Ich bitte dich, Oswald, vergleiche doch dieses liebliche Naturkino, dem die Seelenreinheit fo sonne»! klar ins reine Blumenantlitz gezcichuet ist, uicht iü> deiuen traurigen Eroberungen unter den Balletfigill^ tinncn iii dcr Residenz. Denn ich will mit dir wette>' dass es dir nie gelingen wird, dieses kindlich-rcine Wcs^' auf diefc Weife zu erobcru, wie es dir in der Reside!' bei manchem leichtfertigen Gefchöpf nur allzuleicht F lungen sein mag!» l Laibacher?Zeitung Nr. 4.___________________________________27_______________________________________ 7. Iänner'M98. handelt oder nicht, weil diese der auflösenden Wirkung jener Mischung viel besser widerstehen, als später hinzn-gedrückte. — (Verbannung nach Sibirien.) Nach einer Meldung aus Odessa wurde der Sectierer Kowalew, der bekanntlich ill Ternowla mehr als 20 Personen lebendig begraben hat, auf Grund eines Spruches des Synods nach Sibirien abgeschickt, woselbst er in einem Kloster untergebracht werden soll, Literarisches. Im Venefizconcert seines Bruders Eduard Strauß erschien Sonntag Johann Strauß, um seiueu neuesten Walzer ^An der Elbe» (Op. 477) persönlich zu dirigieren. Wie immer, wurde Meister Strauß auch diesmal vom Publicum, welches den Saal bis auf das letzte Plätzchen füllte, mit brausenden Beifallssalven be-grüßt. Der neue Walzer hat sich durch seine reizenden Melodien, den echt Strauß Aschen Rhythmus und die originelle Introduction sogleich die Hörer erobert; er wird unter den Strauß'scheu Walzern einen hervorragenden Rang einnehmen. Als sich der Beifall des Publicums nach zweimaliger Wiederholung des Walzers nicht legen wollte, leistete Meister Strauß noch eine Zugabe. Der Walzer ist im Verlag von I. G. Sccling, Dresden-Neustadt ti erschienen uud in alle» Buch- und Musikalien-Handluugcn zu haben. Ein Geheimnis, über das man sich in der Stadt B. lange die Köpft zerbrochen, hat eine ebenso einfache wie originelle Erkläruug gefnnden. Die verwitwete Frau k. k. Nath M., vou der man wnsstc, dass sie nur eine kleine Pension bezog, zeigte sich mit ihren beiden ältesten Töchtern stets in elegantester Toilette, nnd wenn auch Boshafte behaupteten, dass hier nnd da etwas schon früher Getragenes Hervorschane, so änderte das doch nichts an der Thatsache. Auf eine diesbezügliche indiscrete Frage erwiderte nun Frau M,, fröhlich lachend: Was wollen Sie! Ich halte das große nnd äußerst praktische Modenblatt «Große Mode nwclt->, Verlag von John Henry Schwerin, Berlin ^V. A5. Darin findet man nicht nur die vornehmsten uud chicsten Toiletten, sondern auch die Allweisung, wie mau sich solche billigst — fei es uach dem jeder 14tägigcn Nummer beiliegenden großeu Schnittmustcrbogen, sei es nach den vom Verlage zu den Selbstkosten gelieferten Gratis-Schnitten genau nach Körpermaß — felbst herstellt und aus Altem Neues macht; eine achtscitige Nomanbeilage mit Namen erster Autorcu, eine illustrierte Hausfraucnzeitung, die u. a. auch sehr schätzenswerte Toilettengchcimnisse bringt, Musterfrisnren u. a. mehr. «Große Modenwelt» mit bunter Fächer-Vignette kostet nur 75 kr. vierteljährlich. Hauptauslicfernngsstclle für Oesterreich-Ungarn ist Rudolf Lechner M Losen im Laufe des Jahres 1«0tt zugunsten ihrer Cassc bei Ausschluss von Gewinsten ill Geld nnd Geldeffectcn bewilligt. —o. (Dienstes Prämien für Uute*rofficiere.) Das Verordnungsblatt publicicrt die Bestimmungen, betreffend diejenigen Unterofficicre, welche die Präsenzdicnst-zeit freiwillig fortsetzen. Die neue Dienstprämie ist »lach der Charge nnd für die Front - Unterofficicrc auch uach der Dienstzeit iu drei Abstufuugeu ^ bemessen. Im allgemeinen erhalten als «Dienstprämie erster Stufe»: die Feldwebel und gleichgestellten Chargen monatlich 35 Kronen, die Zngsführer nnd gleichgestellten Chargen monatlich W Kronen, die Corporate nnd gleichgestellten Chargen monatlich 20 Kronen. Die Front - Unterufficierc erhalten, uuabhängig davon, ob fie die früheren Jahre ihres Präscnzoienstes mit oder ohne Bezng der Dienst-Prämie vollstreckt haben, während des Kalenderjahres, in welchem sie das 7., «. nnd 9. Jahr ihres Präscnzdienstcs vollenden, als «Dienstprämie zweiter Stufe», und zwar: die Feldwebel und gleichgestellten Chargen monatlich 40 Kronen, die Zugsführer uud gleichgestellten Chargen mo-natlich 35 Kronen, die Corporate und gleichgestellten Chargen monatlich 25 Kroneu, wahrend des Kalender« jahrcs, in welchem sie das zehnte Jahr ihres Präsenz« dienstcs vollenden, sonne in allen folgenden Präscnzdienst-jähren als «Dienstprämie dritter Stufe», und zwar: die Feldwebel und gleichgestellten Chargen monatlich 45 Krollen, die Zugsführer uud gleichgestellten Chargeu monatlich 40 Kronen, die Corporate lind gleichgestellten Chargen monatlich 30 Kronen. Zu den Front«Unter-officicren zählen hinsichtlich der Gebür der Dienstprämic die zn den Feldcompagnien, -Escadronen und -Batterien, dann zn den Ersahcadres der Cavallerie-Regimentcr gehörenden nnd mit diesen thatsächlich zum Exercieren und zn den Uebungen regelmäßig abrückenden Untcrofficiere' Alle anderen Unterofficicre, daher auch Nechnungs-Unter-officicre, Profesfionisten lind jene Abcommandicrten der im ersten Absätze dieses Pnuttcs augeführtcn Untcrabthei-lnngcn, welche nicht regelmäßig im Frontdienste verwendet werden, zählen hinsichtlich der Gebür der Dicnstprämie nicht zn den Front-Unterofficieren. — (Ernenn ngeu im Iustizdieuste.) Der Rcchtsprattikant Ivan Milau Hribar des Laibacher Landesgerichtes wurde zum Aufcultauten ernaunt. — (Besteueruug der militärifchen Dieu stbezüge.) Die diesfälligeu Durchführuugs-bestimmuugen sind vom t. uud t. Rcichs-Kriegsiniuisterium bereits herabgelaugt nnd können von den Herren des Ruhestandes beim hiesigen Platz < Commando eingesehen werden. - (Sanitäts < Wochenbericht.) In der Zeit von« 25. bis 31. December kamen in Laibach 12 Kinder zur Welt, dagegen starben 21 Personen, und zwar an Typhus 1, Tuberculosc 3, infolge Schlagflusses 2 und all sonstigen Krankheiten 15 Personell. Unter den Verstorbenen befanden sich tt Ortsfremde und 12 Personen aus Anstalten. Von Infectionskranlheiten wurden gemeldet: Typhus 1 und Diphtheritis 1 Fall. — (Localbahn Treffen-Trzis ce.) Am 17. d. M. wird die Tracenrevision bezüglich der projectiertcn normalspurigcn Localbahn von Treffen uach Trzisce nebst einer Schlcppbahn Trziscc < Iohannisthal beginnen. —o. — (Welt - Ausstelluug Paris 1800.) Se. Majestät der Kaifer wird am 18. Jänner 1896, 11 Uhr vormittags, im großen Audienz-Saale die Mitglieder der l. k. Central-Commission in Andicnz zu empfangen geruhen, Es werden hiezu persönliche Einladungen ergchen. Am 1l). Iäuner 1898, 12 Uhr mit-tags, wird im großen Bcrathungs-Saale des nicderöster-reichischen Landhauses, l,., Herrengasse, die Eröffnungssitzung dieser Commission stattfinden. — Nachdem am 31. December der Aumcldnngs'Tcrmin für die Grnppen I und 111, dann IV bis einschließlich XVI abgelanfcn ist, kann constaticrt werden, dass durch die in Vorbereitung befindlichen Collcctiv-Ausstellnngen und durch die eingelangten Einzelanmcldungeu eine ansehnliche Vertretung aller industriellen Productionsrichtnngen sichergestellt ist. Nur einige Zweige der Textilindustrie weisen noch Lücken anf, auf deren künftige Ausfüllung wird Bedacht genommen werden müssen, wenngleich die ill die Gruppe XIII fallenden Anmeldungen schon jetzt den ganzen zugewiesenen Ranm ill Allspruch uehmcn würden. Die Ranmzuweisung für die Gruppen II, VIII, IX und XV ist noch alls« stäudig; cbcnfo hat die General-Direction der Ausstellung in Paris noch immer nicht die wiederholt reclamierteu Profile der Ausstellungspalüste geliefert; infolge dessen tonnte auch noch nicht der Coucurs für die Installations-Projcctc ausgeschrieben werden. — (Zwei Verfinsterungen) werden in diesem Monate stattfinden: Eine partielle Mondesfiu-sternis am 8. d. M. um 1 Uhr 9 Miuutcn früh, und ciue volle Sonnenfinsternis all« 22. d. M. um 5 Uhr 50 Minuten früh. * (Aus dem Polizeirapftorte.) Vom 3. auf den 4. d. M. wurden siebeil Verhaftuugcn vorgenommen, uud zwar drei wcgcu Vacierens, zwei wegeil Excesses, eine wegen Thierquälcrei uud eilte wegen Kohlcndiebstahls. — Vom 4. alls den 5. d. M. wurden dreizehn Vcr-Haftungen vorgenommen, nnd zwar zehn wegen Vacicreus, eine wegen Diebstahls, eine wegen Trnnkcnheit und eine wegen Nettelns. —r. — (Verunglückt,) Am 3. d. M. um 10 Uhr vormittags wurde der feit dem 3. December v. I. vermisste Aesitzerssohn Franz Dobovset aus Wistcrfchitz unter einem AbHange der Osredet-Alpc in der Schlucht «liuäo liwsto» von den dortigen Ortsinsassen, welche den Vermissten fchon mehrere Tage fnchtcn, als Leiche anfgefnndcn. Bei der vom Vater des Vernnglücktcn vorgenommenen Durchfnchung der Leiche wurdcu eine silberne Uhr nebst weiteren Effecten vorgefundeu. Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, dass der Verunglückte von der Alpe abgestürzt ist, —l. - (Im Rauche erstickt.) Am 30. December v. I. um 6 Uhr früh wurde die beim Besitzer Johann Gregore in Kleiu-Mannsburg als Magd be-dienstete, 25 Jahre alte, lcdige Johanna Bcrlec aus Mitterdorf, Bezirk Stein, in ihre,» mit Rauch gefüllten Zimmer todt aufgefunden. Das Zimmer befindet sich ober der Küche lind ist nnmittelbar neben dein Dippclboden derselben der Rauchfang aufgeführt, wobei höchstwahr-cheinlich wegen mangelhaften Mörtclanwurfcs der Dippel-sbodcn zu glimmen begann, fo dass iufolgc des dadurch verursachten Rauches dic Genannte im Schlafe erstickte. Der Dippclbodcn wurde unmittelbar nach Anffindung der Leiche aufgerissen und es wnrden noch glimmende Trame vorgefunden. I, * (Rohe Gewaltthätigkeit.) Am 27sten December v. I gegen halb 2 Uhr früh, kamen mit mehreren anderen Burschen ein gewisse: Michacl Polutnik, Franz Goriäct nnd der Inwohner Karl Murto, alle aus Natschjavas, vom Gasthausc des Alois Marinsck in Zirkle nach Natschjavas, und zogen vor das Haus des Kaischlers «Lächerliche erwiderte Baron Landsberg mit siegcsgewisser Miene. «Dic Kleine ist Schcmspielerblut, und das bleibt sich überall gleich! Ich werde dich noch heute, davon überzeugen. Nach der Vorstellung ladc ich den Director mit seiner ganzen Gesellschaft zu einem exquisiten Souper mit obligatem Champagner ein, und da sollst du sehen, wie schnell ich mit dem lieblichen Kinde vertraut sein werde!» Jetzt erschien der Kellner nnd brachte den verlangten Theaterzettel. Rasch dnrchforfchte Baron von Landsberg die Personennamen der Mitwirkenden des Stückes; im nächsten Augenblick wandte er sich mit riner Geberde des Erstaunens wieder an seinen Cousin, denselben aus dem Zettel den Namen ,Neinhold' als den der jungen Schauspielerin bezeichnend. «Das ist unmöglich!' brach cs sich fast nnbe-wnsst in heftigem Tone von Graf Nrnnos Lippen; dann aber feine Stimme bis zum leifesten Flüstern dämpfend, setzte er hinzu: «So tief kann meines Vaters Schwester nicht gesunken sein, dass sie hier sein sollte und dies ihr Kind wäre!» Das Wiederanfziehen des Vorhanges unterbrach das ernste Gespräch der beiden Herreil, welche dasselbe absichtlich während der Vorstellung nicht wieder aufnahmen, weil ihr flüsterndes, aber erregtes Gespräch bereits die Aufmerksamkeit der übrigen Zuschauer auf slch gelenkt hatte. Mit dem lebhaftesten Interesse war das Publicum dem Spiele des lieblichen Käthchens bis zum Schlüsse gefolgt und hatte demselben sowohl während der Gorstellung, als auch am Schlüsse der letzteren mit den, reichsten VeifaU gelohnt. Nach Beendigung der Vorstellung bat Baron Lanos-berg feinen Cousin, ihn in das Extrazimmer des Hotel- wirtes zu begleiten, wohin er das bewnfste Souper bestellt habe. «Denn,» schloss cr, «ich will dich doch überzeugen, dass ich das lustige, vergnügungssüchtige Schan-spielervölkchen nur allzugenau kenne. Der Director hat meine Einladung, welche ich ihm dnrch den Hutelwirt habe zukommen lassen, für sich und seine ganze Gesellschaft mit dem größten Vergnügen angenommen, nnd fobald die Gesellschaft sich nnlgetlcidct hat, werden wir das Vergnügen haben, die Künstler erscheinen zn sehen. Ich bin jctzt doppelt gespannt auf die herzige Kleine. Erstens, nm die ganze Lieblichkeit ihrer tlM-frifchcn Schönheit fo recht mit Muße nnd Behagen betrachten zn können, nnd zweitens, nm nach diefcm für uns fo ominösen Namen Minhold' zn forschen.» Fast widerwillig folgte Graf Steinfels feinem Cousin in das für sie reservierte Zimmer, denn es war ihm peinlich, sich dieses reine, holde Geschöpf ols tändelnde Kokette mit dem schäumenden Champagnerglase in dcr Hand vorstellen zn sollen. Und doch mnsste mall dies nach der so bereitwillig angenommenen Einladung des Varuns voraussetzen. Einige Minuten später erschien der Director mit seiner Gesellschaft. Nach der ersten Begrüßung stellte der Director, ein recht ftingebildctcr Mann, den beiden Herren seine Fran nnd die übrigen Mitglieder vor. Die Frau des Directors, cine übrigens noch recht hübsche, i'lppige Erscheinung von 33 Jahren, hatte die Kuilignnde von Thnrneck gespielt. Die übrigen Mitglieder bestanden aus fünf Herrcn und drei Damen, welche weder jung, noch besonders hübsch waren. Das liebliche «Käthchen von Heilbronn» fehlte jedoch. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 4.__________________________________________28 ____________________ 7. Jänner 1898. Josef Saveri. Während sich die übrigen Burschen entfernten, begannen Polutuil, Gorisek und Nturko Steine in die Fenster der Saverc"jchcn Kaische zu toerfcn. Nicht genug, dass die Genannten gegen vierzig Steine im Ge< Wichte von l/z bis ein Kilo durch die Fenster in das Wohnzimmer hineinwarfen, woselbst Saverc mit seinen« Ehewcibe und dcreu drei Kinder schliefen, haben dieselben auch noch mit ein bis zwei Meter langen Hebe-bäumen und Stangen die versperrte Vorhausthüre bei demselben Hanse mit Gewalt ausgehoben nnd sind sonach in das Wohnzimmer des Saverc eingedrungen. Während des Bombardements mit Steinen hatte sich Saverc mit seiner Frau und dem 13jährigen Sohne Franz aus deu Dachboden geflüchtet, während das Mädchen Iosefa nnd der Sohn Johann, der dnrch eilten Steinwurf leicht ver« letzt war, im Wohnzimmer blieben. Nachdem die Thäter in das Wohnzimmer eingedrungen waren, brachte einer derselben dem im Bette liegenden Mädchen Iosefa mit einem Taschenmesser auf der linken Seite der Schüdeldecke eine drei Centimeter lange lind ^/, Centimeter tiefe Schnitt« wunde bei, wodurch dieselbe eine schwere körperliche Verletzung erlitt. Hierauf zertrümmerten die drei Thäter sämmtliche Eiurichtungsgegeustände im Wohnzimmer nnd richteten hiedurch einen Schaden von mehr als 33 fl. an. Die rohen Burschen wurden noch am selben Tage erniert nnd dem t. k. Bezirksgerichte in Gurkfcld eingeliefert. —r. — (Die Landescommission der Pariser Weltansstellung.) Se. Excellenz der Herr Haudcls-minister hat in Gemähheit der organischen Bestimmuugeu für die Weltausstellung im Jahre 1900 in Paris die Landcscommissionen für die Herzogthümcr Steiermark, tarnten uud Krain eingefetzt. Landcscommiffion in Laibach: Präsident: Seine Excellenz Landcspräsident Victor Freiherr von Hein; Vicepräfidcnt: Otto Detcla, Landeshauptmann von Kram; Mitglieder: Ottomar B a in-berg, Bnchdruckereibesitzer; Graf Anton Barbo; Johann Baumgartner; Karl Beinloser; Franz Doberlet; August Drelse; Hermann Franke; Johann Franke; Victor Galli; Andreas Gassner; Wenzel Goll; Dr. Rob. Gor iany; Wladimir Hrasly; Ivan Hribar, Bürgermeister von Laibach; Dr. Friedrich Kees bach er; Johann Koslcr; Valentin Kris per; Chrysanth Ladstätter; Josef Lenarcic; Felix von Leuth; Leopold Freih. v. Lichte nberg; Josef Lnck-mann; Karl Luctmann; Vinto Majdic; Karl Mally; Johann Mathian; Johann Murnil; Johann Perd an; Gustav Pirc; Franz Povse; Franz Reis m üllcr; Albert Samassa; Rudolf Schadinger; Dr. Adolf Schaffer; Johann Snbic; Johann Suitil; Wilhelm Tön nies; Dr. Alois Edler v. Valcnta; Gustav Weiß. * (Weihnachtsfeier.) In der Freiin von L i ch te n th urn ' schc n Waisenmädchcn-Anstalt wurde eine schöne, crhebcyde Weihnachtsfeier veranstaltet, die gestern, zum drittenmale wiederholt, ein uugemein zahlreiches Publicum versammelte. Die Feier fand in dem Schnlsaalc des Neugebäudes, das bekanntlich im September v. I. fertiggestellt worden war, statt nnd es bestanden die Vortrüge aus voltsthümlichen Chören, die nnter Leitung des Gesangslchrers der Anstalt, Herrn Director Velar, mit überrascheudcr Sicherheit, reiucr Tongcbung und jngendlichcr Frische dnrch die zarten Mädchcnstimmen zur Geltung kamen. Ein Weihnachtsspiel in slovenischcr Sprache verherrlichte in drei Bildern den Mariencultus, ein liebliches Krippenspiel in deutscher Sprache die Herrlichkeiten der Weihnachtsnacht. Das Austreten der kindlichen Darstellerinnen war von rühreu-dcr Anmuth nnd die meisten bewiesen dnrch den verständnisinnigen Vortrag schöne Vegabung. Die musterhafte Ordnung, das blühende Ausschell der Kinder machte auf alle Besucher den besten Eindruck. * (Großes Schadenfeuer.) Wie man uus aus Gnrtfeld meldet, brach am 30. December v. I. durch Ueberheizung des Ofens um Mitternacht in der Ortschaft Ostcrc Feuer aus, welches in lnrzcr Zeit acht Wohnhäuser sammt den dazu gehörigen Wirtschaftsgebäuden einäscherte. Die durch dieses Unglück Betroffenen haben taum ihr Leben uud ihren Viehstand gerettet, wogegen ihnen fämmtliche Lebensmittel nnd Futteruorräthe sowie die Feldgeräthc verbrannt sind. Der Gesammtschadcn beträgt 9190 fl., wogegen die vom Brande betroffenen Objecte nur auf 1570 fl. versichert sind. Menschen sind leine verunglückt, Rinder nnd Schweine leine umgekommen. Dass dies alles gerettet werden tonnte, ist der Nachtwache, bestehend aus Martin Klememic' und Josef Halic, zu verdanken, nachdem sie das Feuer gleich im Entstehen wahrnahm und die Ortsinsassen alarmierte. Die Löschung des Brandes ward wegen Wassermangels sehr erschwert, es herrschte anch ein dichter Nebel und wurde der Brand deshalb von den nahe gelegenen Ortschaften nicht bemerkt. Erst gegen 1 Uhr früh trafen die Ortsinsasseu von Scherendurf auf dem Vrandplatzc ein sowie anch jene von Kerschdorf, welche das Weitergreifen des Feuers vcr» hinderten. Um 7 Uhr früh erhielt Landstraß Kenntnis und eilten die Bewohner mit einer Handspritzc lind mehreren Fuhren Wasser zur Brandstelle unter Leitung des Herrn Bürgermeisters Sever. Eine Gendarmerie-Patrouille intervenierte von 7»/^ Uhr früh bis abends, bis zur gänzlichen Löschung des Brandes, - r, * (Deutsche Bühne.) Nasch, wie sie entstanden, ist die Leidenschaft für «Empire» verflogen, und als denkwürdiges Ueberbleibscl einer eigenartigen Bewegung, die ihre Befriedigung im Rückblick auf die Vergangenheit suchte, ist außer den zahllosen Memoiren, Lebensschilderungen lllld internen Stndien aus dein ersten Kaiserreiche die Komödie «Madame Sans Gene» nach anekdotischem Stoff voll Sardou geblieben, eine Komödie, die die Virtnosität der scenischen Mache »leben dem Mangel an Gestaltungstraft, je öfter uud in je größeren Zwischenränmen man sie sieht, nmso greller hervortreten lässt. Die Einleitung ist und bleibt meisterhaft, das Drama mittelmäßig, und es kann uur eine treffliche Darstellung dnrch die Hanptperjouen nnd eine geschmackvolle Inscenicrnng nnd Ansstattung das Interesse für das Stück nen beleben. Diese Voraussetzung war bei der vorgestrigen Aufführung von < Madame Sans Gene» in vollstem Maße vorhanden; es wirlte die Komödie gleich einer Novität nnd sie erzielte einen bedeutend größeren Erfolg als fie ihn fcinerzeit bei den Erstaufführuugeu erlebt hatte. Vor allem hatte die Regie für eine den Stil der Spielzeit getreulich wiedergebende Inscenierung gesorgt und es entrollte sich daher ein fesselndes Bühnenbild voll Zeit^ und Lo. Jänner. (Orig.-Tel.) An der gestrigen Abendtafel beim Kaifer nahmen Reichskanzler Fürst Hohcnwhe, die Staatssecretäre v. Vülow und Tirpitz sowie die Cabinctschefs v. Lncanus und v. Hahnte theil. Didenhosen, tt. Jänner. (Orig.-Tel.) Anf der «Friedcilsl)üttc> zu Kreuttingen stürzte gestern abends der 21 Meter hohe Schornstein der mittleren Nü stungsanlage des Hochofens ein. Vis zum Abende wurden 6 Personen unter den Trümmern hervorgezogen. Nach der Meldung eines Vlattes sind sechs Leichen nnd drei Schwerverletzte geborgen worden. Paris, l>. Jänner. (Oria..«Tel.) Senator Ernestc Hamel, ein bekannter Historiker, ist gestorben. Madrid, 6. Jänner. (Orig.-Tel.) Die Minister der Eulonien nnd des Krieges cmpficngen ein Schreiben des Generals Vlanco, in welchem es heißt, dass er gute Hoffnungen hinsichtlich der politischen Lage hege, welche vor allein Hilfsmittel zur Bestreitung der gegenwärtigen und rückständigen Auslagen erheische. London, 6. Jänner. (Orig.-Tel.) Die «Times» sagt in einem Artikel: Wir dürfen annehmen, dass Deutschland die Verpachtung Kiotschaus, ihren praktischeil Zweck anbelangend, als endgiltige Abtretung an seine volle Souveränität betrachtet, und dass die chinesischen Vehürden aus dem Grunde ihres Herzens derselben Meinung sind. Velgrad, 0. Jänner. (Orig.-Tel.) Das Amtsblatt veröffentlicht einen königlichen Ukas über die Reorganisierung der Lcitnng des activen Heeres, mit welchem König Milan zum Commandanten des activen Heeres und General Pinear Martovic' zum Geueralstabschcf ernannt wird. — Die Skupschtina wird für den 11. Februar eiuberufen, zugleich aber bis zum ti. Juli vertagt. Havanna, 0. Jänner. (Orig.-Tcl.) Die Aufständischen griffen die Ortschaft Niqneru bei Manzanilla an, wurden jedoch zurückgeworfen. Wie gerüchtwcise verlautet, wären die Aufständischen theilweise von amerikanischen Officieren befehligt worden. Athen, ö. Jänner. (Orig.-Tel.) In der für Samstag anberaumten Kammcrsitzung wird der Finanz-minister außer dem Budget auch noch den Entwurf betreffs der Controle und des Arrangements mit den auswärtigen Gläubigern vorlegen. Der bezügliche Entwurf wurde von der internationalen Commifsion vollständig ausgearbeitet. Washington, 0. Jänner. (Orig.-Tel.) Senator Teller brachte im Senate eine Resolution ein, nach welcher Capital und Zins von Bons der Vereinigten Staaten von Amerika je nach dem Belieben der Regierung in Silber zu zahlen sind. ______________________________________29____________________________ 7. Jänner 1898. Weis über den Stand der Thierseuchen l in Krain b'e Zeit vom 28. December 1897 bis 3. Jänner 1896. Es ist herrschend: ^aul« und Klanenseuche bei Tchafen im Bezirke niannsdorf in der Gemeinde Ratschach (2 St.): »rrderäude i»l Bezirke Tschernembl in der Gemeinde chweinepeft iu» Bezirte Lschernembl in der Genleinde lemelj (2 H.). Erloschen: lchafpV^lla, Buchhalter, s. Familie. Kram. °7 Purlynü, Ingen,, Prag. — Zanier, Private, St. Paul, 'Unenberg. Kfm., Csatathurn. — König. Schuh. Kstte., ^ Petric. Ksm.. Ratschach. — Kohn, Kfm., Budapest. "' itfm., Trieft. , "l 4. Iänner. Kupla, k. u. t. Militär«Registratur« l. Vayer, Neuiuann, Barbar, Kflte., Wien. — Domladis, ."knbesitzer, Ill..Feistrih. — Nowal, Procurist, Eisnern. 7°lel, Bürgermeister, Nadmannsdorf. — Umel, Privat, MI. .^ Hyhiavsli, Priester, Selce. ,7z " b. Iänne r. Freiherr v. Warsberg, l. u. l. Lieut.; l"' t, u. l j)herlicut., Trieft. — Dr. Dereani s. Gem., l,^, Dr. Holl, Graz. — Havas, Kfm,, Gr.. Üanizsa. — e «!' "' ^ Postmeister und Realitättubesitzel, Saifnih — ^'«lm., Budapest. — Doberliu, Private, Aidem. - Weizen, mume. ^ Abeles, Kfm., Thurn, Teplitz. Verstorbene. ^," 4. I ä n n e r. Joses Klemenc. Besitzerssohn, 8 I., ""gassr b, Spondylitis. -^ Gertraud Bregar, Fabrits. ""' 40 I., Floriansgasse l3, Tubcrcnlose. Volkswirtschaftliches. Laibllch, 5. Jänner. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 2 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, 1b Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts«Preise. "tit,- M«z,' Mlt,< Vlgz.. fl.tr, fl,,ll, sl. tr. fl,,lr. Weizen pr. Heltolit. 12 80 12 80 Nutter pr. Kilo . . — 80------- Korn . 8 80 9 20 Eier pr. Stück . . — 8------- Gerste . 7 — 6 8(1 Milch pr. Liter . . - 10 -!— Hafer . 6,60 7- Rindfleisch pr. Kilo —«4— — Halbsrucht » —,-------— Kalbfleisch » —60—,— Heiden . 8 60 880 Schweinefleisch » —58------- Hirse . 7 50 ?— Schöpsenfleisch » —86------- Kuluruz . 6 50 6 40 Hähudel pr. Stück — 55------- Erdäpfel . 250 — - Tanben » 15------- bimsen » ii-------!_ Hett pr. M.'Ctr. . 1 78------- Erbsen » 13>--------Stroh ...178------- Fisolen » 9-----------Holz, hartes pr. ! Rindsschmalz Kilo — 90 — — Klafter ?i----------- Schweineschmalz» -?0—>- —weiches, » 5----------- Speck, frisch » .. ^64 —'— Wein,roth.,pr.Hlll.-------24 — — glräuchert » ,68-! — —weißer, »-------30 — Lottoziehung vom 5. Jänner. Prag: 86 29 70 90 5. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306'2 in. K ""I V-!^ ^^ ! """b dt« Himmel« K«Z ____^ Z-ch Z^^ ^ ". 2U.N. 742 0 0V"NO"WVllch Nebel" """ " 9 . Ab. 741 5 -0 8 N, mäßig Nebel ?U.Mg. >?40 4 0 3, NO. mähig bewölkt > ll. 2.3t. 7394 24 NW. mäßig ^ bewöllt 00 9. Ab. ?39^^0^ ^lO^mähig > Nebel_____^ 7. > 7 U. Mg. i 73« - 7 , -1 -4 j" NO. mäßig > heiter > 0 0 Das Tagesmlttel der Temperatur vom Mittwoch und Donnerstag -0 6" und 0 9«, beziehungsweise um 21" und 3 6" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Jan uschow sly Ritter von Wissehrad. ^Sandestyeater in Aaivach. 60. Vorstellung. . Gerade. Freitag, den 7. Jänner Zum sechstenmale: Her Wunderknabe. Operette in drei Acten von Alexander Landesberg und Leo Stein. Musik von Eugen v. Taund. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 61. Vorstellung. Ungerade. Samstag, den 8. Jänner. Novität! Zum erstenmale: Novität^! Die Logenbrüder. Schwank in drei Aeten von Karl Laufs und Kurt Kraah. Danksagung. ! Für die vielen Beileidsbezeigungen, die mir l anlässlich des Hinscheiden» meiner innigstgciiebtln l Gattin, beziehungsweise uuferer Tante uud Schwä» I gerin, der Frau Theresa Dornik ! in so wohlthuender Weise zugekommru sind, für die l vielen, schönen Kranzspenden sowie für das zahlreiche ! Geleite der theuren Verblichenen zu ihrer letzten « Ruhestätte, spreche ich hiemit in meinen» und in, ! Namen der übrigen Anverwandten den herzlichsten, l wärmsten Dank aus. « Besonders danke ich noch der Sängcrrnnde ! des Laibacher deutschen Turnvereines für den ! ergreifende» Tranerchor. ! Die heil. Seelenmesse wird Dienstag, den Uten l Jänner, um 9 Uhr in der Franciscancrtirche gelesen. ! Laibach am 7. Jänner 1898. I Josef Dornit. Course an der Wiener Börse vom 5. Jänner 1898. Nach dem 0^««. Coursbiatte. ^°"«'tznl,h,n. «"d »z°" "Vlai^' ^""e in Nolen Mn^i. ^" ' ' ' 102'»«) 102 »N l4»/ «." «pr!l.jDctuber io2'bo!i02?0 ,z> ^laateluje 250 ,_ ^'a»di>r. z, i^> ft. 151,«a ,52 m> ° ^em?'^"°'ft"«"«! !l2i «o^iLl 8" !t!rri< "^"""»vähr,. ^ «, bin "^'»NmienNom. ic>2-»5 lN2-ü!> ^llttt -» ' unimo , , ll)2 35 lU2ül> «runen ^lu,». . . gg 45 <,3'»!l> "3?", "' «.. w.cr!rei °^°Ki'^ .^"" ll- «^ 4"/.. 120'2O l2l'2N l'bal», 4" ll, """' b'/.'Vu l28'45 1ü9 > lül 2W ttr, lbtigb^ - , -^ ' - - i»»'2ü loo-LL ^'"^u, 2,,> ad i<>"/>> Äl. 4"/,....... 1LN 50 121ba ssranz Ioll'f'V,. », i««4. 4»/„ u>.» 7ü lou?« Wal izijchc «arl -. Ludwig Äal)», biucrj!' 2«ücle 4"/„ , , , . i)t»<>u 100 U0 V°«rll>crgcr «ahn, Em, l»U4, 4",^ (dlv, St,) E,, f. lUN fl. «. l»9'N0 lOO'll« Ung. Goldrente 4"/« per «lasje 121 0^121-25 blu. dto, per Ultimo .... 121 05 1212b blo. Rente in llrunemuäl»!., 4"/„, stc»krsrri für2»0»ro>!rn»»tom, U3 UN »>»'«(, 4V„ dlu, btu, per Ultimo . . U9 U0 99>0 °t0,2l,E. «U.OolbI«0ll,,4>///„ 121U0!i22 2« dto. bto, Sllb« 1»u sl,, 4'///,, 1U1 — 102' dto. Itaats'Oblig, (Ung, Ostb.) V. I. 1»7/i"/<>üchnnlregal-Abl.-Ob>. I»»1 — 102 — dt», Prüm.Mnl, il ion fl, i>. W, lü»'— 154 — dtu, bto, il 50fl. 0. W, l!»2'25 Iü^'2ü Ilicih'Ntg,-Ül)je 4Vu u»<> fl, . lül) 75 I4N-75, Grundentl.' Obligationen (fiir 10» fl, llM.). 4"/« ungarifche (10« fl, ö. W.) . L6U5 97 65 4"/« kroatische und flauoilijche , 87 — 98'— Andere össentl. Anlel,en. D,nau»«eg,rl,4"/,, 985N 9l» 5,> dt«. Präm.'Lchldu, »>/„, 1. «chn 3V„ k ssr«, 50N p. St. 183-50 184'äl) dto. 5"/n k200fl, p. 100fl, 126-50 —- — Una, galiz, Aah»..... 10820 10»-— 4"/„ Unterlrainer Nahn,» . , 9950 100 — ßank'Atlien (per Stück). Anglo vest. Äanl 200 fl, 60 >n (t, 161 — 181'bO Nantveieln. Wiener, ino fl, . 25U 75 280-25 Äodcr..«nst.,Oest.,200fl,S,40"/n 455 — 457-50 Crdt'Nnst, f, Hand,u, G. 1«nst. — — —-— dto. dlo, per Ultimo Irptbr, 35675 357-25 Crcditbanl. Allg, unn., 2'«> fl. . 387 — 38750 Depositenbank, AU«,. 2»« fl. , 22» —224 — fl,25" „<>0 fl, , »4? —951- Unionbanl !ioo fl..... 29!»-—300-- Htllel,rel>anl, ANg., 140 fl. , 1?»,-— 178- - Geld Ware Hctim von Transport» Unternehmungen (per S!ücl). Nulfiglcpl, «iiseub. 300 fl, . 1645 1655 Mhm. Norbbahn 150 fl. . . 26150 26350 Auschtn'hradcr ltis. 500 fl. CM. 1570 1575 dlu, dto, (>it, I!) 200 fl. . 57250 574'50 Loua» ' Dampfschiffahrt« - Ges., Oestl-l,,,, 50N fl, EM, . , 462-464- T»l)>Vodl'!!l,achel-.»Czer»ow,'IasIy «tisenb,- Gesellschaft 200 fl. 2, , , 29Ä50 294 50 Uluyb, Ocst., Trieft, 500 sl,llM, 433 — 43« — Oesterr. «orbwestb, 20« fl, S, 1248-50 249 50 dto, dto, (lil, ly 200 fl, 2, 262-75 263-25 Prag'Di^cr Eisenb. 150 fl, 2, , l)5 50 !!Oraz120Nfl.V. 211 75 21275 Wiener Ualalbahnen Act,I)anst.,Al!g,, in Pest, «» sl......... 542 — K45- - Wr, Äaü^sellschasl 100 fl, . . 109 50 l11-5>» Wienerucrgcr Ziegel Al'tirn-Vef. 321—j«23- ! Divelse Kuse (per Stück). lUiidapest-Äasillca (Donibau) . L'?o ?-io «lrebillose 100 fl...... 19?'?5 19825 LIaN,Lu!e 40 fl. >lM, , . , 5975 60'75> 4"/„Do»an-Dampfsch, lWjlCM, 165— 170 — Ofcnti)«ose 40 fl..... 62 80^ 635« PaM'U'M 40 fl. !l«l, . . . 61-50 62-50 Ruthen Kn'uz, Orst. Ges. l>,, 1« sl. 19- — 20 — Ruthen Kreuz, Ung, Ges. l>., 5fl, 10—! 10 50 Rudl'Iftli-Uuss 10 fl..... 25-50 26-50 Lnlm Lusr 40 sl, CM, . . . 76— — — 2t, Oe»°i>z Lose 40 fl, 2M. . 7925 80- WaldsUin Uost 20 sl. LM. . . 57— NN-Gcwinsljch. d. 3>/„ Pr.Vchulbv. d. Vodsnc-reditanstnlt, I, Km. 17-5N 18-5» btll. dto, II. >tm, 1889 , . 26— 2750 Laibacher Lose...... 2150 22-50 Devisen. Amsterdam....... 98 40 99 5» Dentsche Plätze...... 58-80 58S2.. London........ 1199b 120-10 Pari» ........-A4755 47 !l2> Gt. Petersburg ..... ^. _ _. Valuten. Ducalen........ 568 5'70 20 Franco Slücle..... 952° 9'53> Lcutschs Reichsbanliwte» , , 5877 5885 Italienische Naninote» . , , 4587 45'47 PnpierNübel...... 127^ 1-27^ 12. Verzeichnis ^" Wohlthäter, welche sich zugunsten "bacher UrmensondS von den üblichen " am Neujahrstage loögelauft haben. 5 ' "'"in Stern Bezeichneten haben sich "amenß. uud Geburtstags-Gralulationen losgekauft. m/ia^um°ner f. Frau. '«in m> .^m l- Familie. Oberrosenbach, k!" flense!, Psarrer. iser «7"nz Stampfe!. INer ?„?^ Aueröperg. _ " Josef s. Gemahlin. Einige Dreher und Hobler «> «-> "•"• •.¦u.fg-»Äo3aara.«xj. in dor tistüwartütdbnk Stein. Ein Mädohen aus feinem Hanse wünscht als (64) 3—1 Stütze der Hausfrau auf dem Lande oder in der Stadt unterzukommen. Sie ist sowohl in der Küche wie in allen häuslichen Handarbeiten sehr bewandert, spricht auch französisch und spielt Ciavier. Näheres Bathhaniplatz, Nr. 11, II. St. (6955) 3—1 St. 7620. Oklic. Podpisano okrajno sodišèe na-znanja: Na prošnjo Jožefa Baäa iz Kerbul de praes. 2. decembra 1897 dovolilo se je, da se zaöne amortizacijsko po-stopanje zastran vknjižbe terjalev Katarine in Elizabete Baš recte Dernov-sek iz izroèilne pogodbe 1.2. januvarja 1839, po löOgld. vknjiženihna posestvu prosilèevem vlož. st. 131 kat. oböine St. Lambert. Kor je od tedaj, kar sta bili ti terjalvi vknjiAeai, in nulo vže veO ko 50 let, ker teh upnic, ter njunih dednikov in nastopnikov ni raoèi nikjer najti, in ker oni v tem öasu niso iskali svojih pravic, pozivljejo se oni, kateri si prisvajajo pravice do teh terjatev, da jih zglasijo do 15. januvarja 1899 tako gotovo, ker sicer se bode na prosilèevo zahtevanje dovolilo, da se umertvita ti vknjižbi, ter da se zemlje-knjižno izbrišeta. C. kr. okrajno sodisöe v Litiji, dn6 20. decembra 1897. (5953) 3—1 St. 7714. Oklie. Podpisano okrajno sodisöe na-znanja: N« proänjo Ignacija Drobeža iz Kovka de praes. 7. decembra 1897, At. 7714, dovolilo ..e jo, da se priène amor- tizacijsko postopanje glede vknjižbe terjatve Jakoba CJroselja iz Jarš iz po-ravnave 23. decembra 1843 pr. 102 gld. s pr., vknjižene na poseatvu Ignacija Drobež iz Kovka vl. ät. 43 kot glavnem vložku in pri posestvih 35 in 36 iste kat. obèine, kot sovložkih. Ker je od tedaj, kar je bila ta terjatev vknjižena, minulo vže veè ko 50 let, ker tega upnika, ter njegovih dednikov in nastopnikov ni moèi nikjer najti, in ker oni v tem èasu niso iskali svojih pravic, pozivljejo se oni, kateri si prisvajajo pravice do te terjatve, da jo zglapjjo do 15. januvarja 1899 take gotovo, sicer se bode na prosil-Oevo zahtevanje dovolilo, dase umrtvi ta vknjižba, ter da se zemljeknjižno izbrise. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji, dn6 19. decembra 1897.