^l^50.__________________Donnerstag, 4. Juli 1901. Jahrgang 120. Mbacher Zeitung. 8hl<» A« WA?' .^ P°stv'l,,ndung: a°n,jHhr<, «0 X halbMi«, ,5 ll, Im «°mp»°,l.- «n,-^. h°Mhr« » X. Für d>. «ust.Uun« In« Hau, «»nzjilhri« « ll, - I»ler«,»»»l«r, Für smb F«l«»««, »i« »b»»»»G,M», b^xd^ stch »l»n,«1»pl»d Nl.», blt «tbactlo» D°Imo«ln.<»»Ne »ii, «, VpltchNunben i»« «tbactlon von » »<» »0 Uh« »»lmlttllzl. Un!l»nlltrt« Vrle!« »»rbtn n»cht «,ng«no««en, ««nulcrip»» nlch» z»«ü""'""'" b" "en. betreffe'iden Bergbau S 'iä ^n. ! "'^'''" ^'ses Gesetze, eine längere M a ^/'""^..l'^wden hcit und die i^in' t r n. , ""''Ntundigon Schichtdauer oder eine H n li^ m^ ^' "'«"' Schichtdauer überhaupt in. w lan' ^,obn,"ltende., betriebstechnischen oder d"' Aufrechtl,alt.mg de. ^. "" "muogllch machen oder gefälirden würde. (5ine, solche Ausnahme kaun entweder für sammt» liche Grubenarbeiter oder für einzelne Kategorien der« selben gewährt werden. ^ Tie Bewilligung einer derartigen Ausnahme lau» nach Anlwrung des BergbaU'Unternehmers und ^ dec> !^ocalarbeiterau5schusse5 <^ 2:'. deo Gesetzen vo.n l< August !^!><)) auf die Dauer" der erwälmteu Verhältnisse in erster Instanz die Berg» hauptmannschaft im Einvernehmen mit der politi» schen ^ttndesstelle, in zweiter Instanz das Ackerbau» Ministerium im Einvernehmen mit dem Ministerium " de5 Innern ertheilen. ferner tann der Ackerbau min ister für hoch« gelegene Kohlenbergbaue der Alpenländer ?lus-nabmen von der in, ersten Absähe bestimmten täg> lichen Schichtdauer mit der Mafzgabe be»r>illigen, dass die Gesa.nmtdauer der von einem Arbeiter in einer Woche verfahrenen Schichten nicht über 54 Stunden betragen darf. ^ Die Berghauptmannschaft ist ermächtigt, im' lvalle aufzerordentlicher Ereignisse oder zeitweiligen dringenden Bedarfes nach Zalil und Dauer beschränkte Ueberschichten zu gestatten. Artikel II. Dieses Gesetz tritt ein Jahr nach der Kund« machung in Wirksamteit. Artikel III. Mit dem Vollzüge dieses Gesetzes find die Mi-nister des Ackerbaues und des Innern betraut. Wien, an. 27. Juni 1!X>1. Franz Joseph m. p. kloer b e r m. z». Giovanelli m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben von. 2K. Juni d. I. dem Herrenhaus - Milgliede und Herrschaftobesitzer in Aeichenberg - ivliedland lvranz Grafen Elan,' G allas , den, ^andtag^ - Abgeordneten und Guts» besiker in Prag Vlarl ErWein Grafen Nostih-N i e n e t, den, Herrenbauc' - Mitgliede, Großgrimd' ^ besitzer in Prag Alain Benjamin Arthur Fürsten > ^ ohan, dem HerrenhausMitgliede, Feldmnrschall« Lieutenant a. D. in Trebitsch in Mähren Joses Ernst Grafen WaldsteiN'Wartenberg und dem Neichsraths» und Kundtüg5abstl>ordneten, Herrschufts« besiuer in Prag ttarl Mar Grasen >jedtwih die Würde eines Geheimen Rathes tarfrei allergnädigst zu verleihen gernht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Juni d. I. dem Ministerialratl>e in, Ackerbauministerium Friedrich Zechn er tarfrei das .kleintreuz des St. Stesans« Ordeno allergnndigst zu verleihen geruht. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1K. I«ni d. I. aller< gnädigst ^»< aestntlen geruht, dns> der Minister des sciiserlichli» und sönigliche». Hnusril und des Aeußern Agenor Graf G o l u ch o w s l i von Goluchowo das Großlreuz des grohherzoglich Sachsen.Weimar. schen Hauil^Ordens der Wachsamkeit oder vom wechen Hallen annehmen und tragen dars. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit NNerlwckster Entschließung vom 2-4. Juni d. I. dem Kandesregierungs-Secretär bei der Landesregierung in Laibach Wilhelm Haas den Titel und VharaNer eine« Bezirlshauptmanneb cillergnädigst zu verleihen geruht. zsoerber w. p> Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Juni d. I. dem Redacteur der „Wiener Zeitung" Karl Grüsz den Titel einetz kaiserliclM Rathes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministen» ums des Innern hat den Vozirks»Obercommissär Victor P arma und den ^andesregierungsSesretär Johann T el avli? zu Bezirkshauptmännei-n, sowie den Vezirsocommiffär Dr. Robert Praxinarer zum Landesregierung^ - Secretär in inain ernannt. ^^ Keheimnis öer schwarzen Oräfin. stoman von vrmano» Vandor. (bl. Fortsetzung.) ^hopaan. ^""/" bunden " Hamburg, den, jungen '^"chricl ' " s« "' ^'«"'näßig Nachrichten - gute Tteuuna ' " ^""' b"tte eine ihn, zusagende leiten u.,^"v"''" ""^'" Hambulger 'jeilung er-M'wobnt,n ^!V''?^""' H"M' sich auch rasch in die lrn l). .1 ^'"^'''^' ""gelebt-, ihre Briefe athme-ü'ch'r i"friedenl,eil. Beim ^esen ^.^ mn, utlngo,, Episteln schlich sich immer wieder 6r sann'',. ?" ^'"'"^'''' ^^'l'U'l in Weipertö Seele. ?n^ '"„, und i.berlegte. N'esen d. s'""^ "'^" wundes Wunsch war es ge-^e,unm^ '' ? '. ' H"",burg zich^n inöchte. Wenn er Wne Vr., '? '"""'' '"" Assistent, Mr. Nedward, ^N'Pelt..'.^''"''''''"' u"d sein Glück dadurch in ^"' Sn.ne begründen. ^''' Lil'lw,.^"^? ^ '""^ """ ^lti einmal berufen, Eck "' Schuhongel zu fpielen. ^N'r E^ lachte laut auf. Ein wunder. ''''"lNich ^^lber er überlegte ..eiter, nnd ga..z ^ ^ ln) lnstc der Gedante ,n ihn. zum Entschlüsse ^"Nl?^"^ "'7 tr^orm nicht erwärnlende ''b" di l /'"^ srostWlc'n ^obruartages glänzte l"N'n n j ""' ^"""" d" Pragerstraße und be-"'U'N'thim' .!s<'s. ^''' ^"ldglanze auch die schn.ale, '"''^'n. schlelm!^ dedM"aen Mädchen., das nüt '""''" '"an^ "h zwischen den .'.ahl. ^ "Mnleu se,nen Mel, bahnte siäthe Elsner tan. auc> der Schule, in welcher sie seil ein paar Wochen vormitiags mehrere Stunden nnterrichtete. Die belreffende Lehrerin hatte einen längeren Erholungsurlaub angetreten, und auf Käthes Bitte und Herrn Häuptlings Fürsprache hatte man sie für die Zeit als Auohilfc angenommen. E5 machte ihr gros;e Freude, sich so praktisch auf ihren lünsligen Bernf vorbereiten zu töunen. Wenn sie sich nur etwa» kräftiger gefühlt hätte, um sich dem schönen, aber nicht leichten Berufe mit größerer Freudigkeit widmen zu können! Heute war ihr besonder; elend zu Muthe. Nur mil äußerster Selbstbeherrschung war ec> ihr möglich gewesen, sich anfrecht zu halten und bio zu Ende der Stunde zn unterrichten. >laum war sie imstande, zu gehen. Mehreremale musste sie stehen bleiben, weil ihi die ivüsze den Dienst vc.sagten: dann schleppte sie sill' wieder weiter. In einer solchen momentanen Schwächeanwand-lnng stützte sie sich auf die dicke bronzene Stange eineo Schaufensters: aber während sie anscheinend m.fmerl-sam die ansgelegten Herrlichkeiten musterte, ver-schlvamm vor ihrenAugen nlle5 zn einen, rothenNebel, der sich immer mehr verdichtete und verdunkelte, bii> e< Plötzlich ^i'acht um sie wurde. Wie aus weiter ^erne horte sie nur noch eine Stimme, die ihren Namen rief, dann schwand ihr das Bewusstsein vollendb. Als sie wieder erwachte, saß sie in einer Droschke >md ein fremdes Gesicht beugte sich über sie. ^remd und doch nicht fremd! Sie konnte sich im Augenblicke nicht besinnen, wo sie das hübsche, aber gewöhnliche Gesicht des elegant gekleideten jungen Mannes schon gesehen hatte. „Ach. da sind Sie ja wieder boi sich. Friwleln 5iäthchen, und gucken mich ganz verständig an! Sie kennen mich doch, wie'«' Das nenne ich aber Glück haben? Bin hier auf der Mrcknnse nach Karlsbad, wo ich für meinen früheren Chef ein Geschäft ab» zumachen habe! War bi? jetzt noch in Hamburg. Prin» l'ipal wollte mich durchaus nicht gehen lassen und hat hohe Zulage gegeben. Bin jetzt aber frei und fahre von Karlsbad nach Paris. Also — hm — schlendere su die Pragerstraße entlang, gucke nur ein bisschen die Schaufenster an und sehe ^- himmelsapperlot — we» sehe ich? Sie! Fräulein .Näthe — Sie! Traue kl'un. „leinen Augen, und Sie sehen mich so wunder' lich an und dabei schwanken Siel Na, und ich! Schen, bt'greifci, und hinznspringen war eins, und weil die Menschen ringsum so gafften, als gälte es ein Meer» wunder zu sehen, habe ich Sie halt in eine Droschke gepackt und bin mit Ihnen davongefahren. Das ist alles. Hoffentlich sind Sie mir nicht böse. Ich wusste partout nicht, wohin mit Ihnenl" Klätbe hatte sich währmddefsen aufgerafft; all» mählich lehrte ihr das Bewusstsl-in des Ol'schehenen '.urück, und nun erkannte sie zu ihrer peinlia>n Ueber» lnschung in ihrem hilfreichen Ritter den Hamburger Kellner Jean Wertheim, den sie seinerzeit durch ihre Ablehnung seines Antrages tödlich verletzt zu haben glaubte. „Ich danke Ihnen — ich danke Ihnen wirklich, Herr Wertheim!" sagte sie verlegen. „Aber nun lassen Sie, bitte, den Vagen halten und mich aussteigen. Man würde erschrecken, wenn man mich im Wagen vorfahren sähe, und ich bin jetzt auch wieder ganz wohl." «Ganz, wie Sie befehlen! Ich bin Gentleman!" sagte Jean Wertheim mit einer wirklich tadellosen Psl-bsnauna. (y"»setzu», l«tz^ Laibacher Zeitung Nr. 150. 1256 4 Iuli?1901. Den 1. Juli 1901 wurde in d« k. l. Hof« und Staats- < druckn« das XI.. Stück de« Reichsgesetzblattes in deutscher Au5> gäbe ausgegeben und versendet. H«n 2. Juli 1901 wurden in der l. l. hof< und Staats« druckerei das XXXVIII Stück der böhmischen, italienischen, pol« Nischen, rumänischen und ruthenischen Ausgabe des Reichsgesetz' blatte« ausgegeben und versendet. Nach dem «mtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 2. Juli 1901 (Nr. 149) wurde die Weiterverbreitung folgender Press« erzeugnifse verboten: Nr. 13 «II «i»v»eli(,» — «I^« lkvliil» — Genf vom »2. Juni 1901. M. 24 «Pfeile aus der «bernburg» vom 22. Linding 1901. Nr. 2b «N»i« gmlb/. vom 21. Juni 1901. Nr. 173 «lf»p«6ä». Nichtamtlicher Eheil. Per österreichische Berwaltungsgerichtshos l876 —1901. (Schluss.) Am 25. Jänner 1675 gelangte die Vorlage zur verfassungsmäßigen Behandlung an das Abgeord« netenhaus, welches dieselbe am 1. ssebruar auf An» trag des Abg. Dr. Zaillner einem fünfzehngliedrigen Ausschusse zuwies. Der Bericht dieser Special-csmmifsion, welcher u. a. Dunajewsti, Vrestel, Kopp, Scharschmid, Groß, Sturm und Hohenwart angehör» ten, gelangte am 4. März zur Vertheilung und wurde nach einem kurzen parlamentarischen Zwischenspiele — Absehung von der Tagesordnung und Reassumie-rung dieses Beschlusses — am 17. und 18. März 1875 verhandelt. In der Generaldebatte ergriffen die Ab» geordneten Kronawetter, Sturm, Praiak, Kopp und Plener das Wort. Es fehlte auch hier nicht an Ein-Wendungen und Bedenken. Ihnen trat Unger in glänzender Rede entgegen, deren Schluss besser als die beste theoretische Auseinandersetzung die Natur und die Würde der neuen Institution gezeichnet hat. „Durch dieses Gesetz" — sagte der große Jurist — „wird die Verwaltung den wechselvollen Partei» kämpfen, den wechselvollen politischen Kämpfen und Strömungen vollständig entrückt. Welche Gestalt dann immer das Verfassungsleben annehmen mag, dieser Verwaltungs«Gerichtshof ist ein Fels, an dem die politischen Wogen branden und zerschellen werden, denn er steht unter allen Umständen aufrecht, er ver« hindert das Eindringen politischer Parteirücksichten in die Verwaltung, er spricht unter allen Umständen correct und unparteiisch alls, was Necht und Gesetz sei, cassiert daher die betreffende Entscheidung, die gegen Recht und Gesetz verläuft, und er ist es, der auf dem Gebiete des öffentlichen Rechtes den Fundamentalsatz zur Geltung bringt: ruuaamlmtuiii re^uo rum ^uutitia/ Nachdem das Abgeordnetenhaus den Entwurf am 18. März in dritter Lesung erledigt hatte, trat das Herrenhaus demselben in der von dein anderen Hause beschlossenen Fassung bei. Mit Allerhöchster Entschließung, datiert Gödöllö, 22. October 1875, ertheilte Se. Majestät der Kaiser dem Gesetzentwurfe, betreffend die Errichtung eines Verwaltungs.Gerichts. Hofes und gleichzeitig dem von beiden Häusern beschlossenen Entwürfe von Bestimmungen über die Entscheidung von Conlpetenzconflicten zwifchen den: Ver-waltungs - Gerichtshofe und den ordentlichen Gerichten, beziehungsweise dem Reichsgerichte, die Sano tion. Beide Gesetze wurden am 2. April 1876 im Xlll. Stücke des Reichsgefetzblattes unter Nummer 36 und ll7 Verlautbart. Die innere Einrichtung des Verwaltungs»Gerichtshofes wurde nach gründlichen Verhandlungen der betheiligten Ressorts durch Verordnung des Gesammtministeriums vom 6. August 1876 geregelt, die vom Verwaltungs. Gerichtshofe entworfene, mit kaiserlicher Entschließung vom 4. Au° gust 1876 genehmigte Geschäftsordnung durch Verordnung des Gesammtministeriums vom folgenden Tage publiciert. Im nichtamtlichen Theile der „Wiener Zeitung" vom 27. Juni 1876 erschien eine vom Präsidenten des k. k. Verwaltungs. Gerichts-Hofes gezeichnete Kundmachung, dass der Gerichts« Hof an, 2. Juli 1876 feine Thätigkeit beginnen werde. Noch im Jahre seiner Errichtung hatte der Vor« waltungs-Gerichtshof einen Beschwerde-Emlauf von 271 Nummern, der in, Jahre 18W auf 1229 stieg und 19M die ansehnliche Ziffer von 247A Stück erreichte. Die Zahl der mündlichen Verhandlungen betrug 18 im Jahre 1876, schon im Jahre darauf 168 und 1447 im Jahre 1900. Im letztgenannten Jahre wurden insgesammt 1N88 Beschlusse über Beschwerden gegen landesfürstliche und 318 Beschlüsse über Beschwerden gegen autonome Behörden gefasst. Das finanzielle Jahres - Erfordernis ist von 126.840 fl. im Jahre 1876 auf 288.638 fl. im Jahre MX) gestiegen. Zur Zeit seiner Activierung zählte der Gerichtshof 2 Vor« sitzende und 10 Referenten. Heute nmsastzt des Status ß Porsitzende und 8« Reseren^n. Diefe Ziffern geben ein dürftiges Mittel, die Leistungen des Tribunals zu messen. Sie lassen immerhin erkennen, wie sich die Institution mit wachsender Kraft eingelebt hat. Ihre Bedeutung für has vaterländische Rechtsleben voll und nach Gebür abschätzen, hieße die Geschichte des öffentlichen Rechtes Oesterreichs in den letzten fünfundzwanzig Jahren schreiben wollen. Und dabei mnss man sich stets gegenwärtig halten, dass bei uns die Einführung der Verwaltungs < Gerichtsbarkeit nicht wie in Preußen im Zusammenhange mit einer allgemeinen Admini-stmtw-Reform erfolgt ist. Umso höher ist das Ner-dienst dieses Gerichtshofes anzuschlagen, der nicht allein vermöge der grundsätzlichen Ausgestaltung seiner Zuständigkeit, sondern auch, dank dem Geiste in welchen: er seine Aufgabe erfasst und erfüllt, der Verwaltung gibt, was der Verwaltung gebiirt. Längst ist die Besorgnis geschwunden, die Verwaltungs-Nechtspflege, könnte eine Unrechtsvflege gegenüber der Verwaltung sein. Längst auch liegen die Zeiten hinter uns, in welchen es fast als ein Verrath an der Idee der Gerechtigkeit angeschen wurde, anderen als den ordentlichen Gerichten die Entscheidung der hier in Frage kommenden Ansprüche zu überlassen. Der österreichische Verwaltungs.Gerichtshof hat sein redlich Theil dazu beigetragen, die Vorurtheilc zu überwinden, welche der Einführung der Verwaltungs-Rechtspflege entgegenstanden. Gerade das Beispiel Oesterreichs lehrt, welche fruchtbaren Impulse die Verwaltung von der Rechtscontrole ihrer Acte empfängt, und es ist nicht zu viel gesagt, wenn man den österreichischen Verwaltungs-Gerichtshof als das ju-ristische Gewissen der österreichischen Verwaltung bezeichnet. Wo von Verwaltungsrechts'Pflege die Rede ist, darf, allen grundsätzlichen Meinilngs» Verschiedenheiten zum Trotze und unbeschadet kritischer Wertung, der große und ehrwürdige Name Gneist nicht unaus» gesprochen bleiben. Hier sei daran erinnert, dass Gneist in den Untersuchungen, welche der theoretischen Durchdringung der Rechtsstaats-Idee gewidmet sind, auf die neuen Gegensätze hingewiesen hat, die aus der tiefgehenden Umwandlung der europäischen Ge» sellschaft sich entwickelt haben und noch weiter fort» bilden: und er ist dem Sinne ganz ergeben, dass da» gegen nur von innen heraus durch jene dauernden Institutionen zu helfen ist, welche die Gesellschaft zu Recht und Frieden, zu Zucht und Sitte im Nachbar-vorbände erziehen. In tieferem Sinne wird jede Einrichtung des öffentlichen Rechtes dieser großen Eul» tursenoung zu dienen haben; insbesondere aber jene Anstalten, welchen der Schutz der Einzelsphäre im öffentlichen Rechte zum Zwecke und Thema gesetzt ist. Hier fällt für die Verwaltungs. Rechtspflege das Stichwort. Ein berufener Kenner des Gegenstandes hat einmal die Verwaltungs-Gcrichtsbarkeit als ein Stahlnetz bezeichnet, welches sich um die ganze staat» liche Verwaltungs-Thätigkeit zieht, fest genug, um jede Rechtsverletzung zu verhindern, aber doch auch elastisch genug, um keine Lebensäußerung des nw» dernen Staates zu behindern. Man wird dem österreichischen Verwaltungs - Gerichtshofe frendig das Zeugnis geben, dass er dieser seiner hohen und schweren Aufgabe gerecht geworden ist. Er hat in dein großen Processe, der Wesen und Leben der mo» dernen politischen Gebilde ausmacht, in der Aus-einandersetzung zwischen dem Staate und dem Einzelnen die gerechte Synthese gefunden, soweit sie menschlicher Einsicht zugänglich ist. Dessen mag man dankbar eingedenk sein an dein Tage, da er alls die Arbeit eines Vierteljahrhunderts zurückblickt. Er über» schreitet diese bedeutsame Zeitschwelle unter der Lei» tung und Mitarbeit gelehrter und patriotischer Männer, getragen von dem Vertrauen der Verwal-tung wie der rechtsuchenden Bevölkerung, erfüllt von dem erhabenen Charakter seines Amtes, welches im letzten Grunde den großen Gedanken bewährt, dass alles Wissen vom Staate ein Wissen für den Staat ist. Politische Uebersicht. Laibach. 3. Juli. Im böhmischen Landtage begründete Graf Buc, uoy seinen Antrag auf Abänderung der Land» tagswahlordnung in der Wählergruppe des Groß. grundbefitzes analog der für die Reichsrathswahlen bestehenden Wahlordnung. Er bezeichnete die Tendenz des Antrages als entgegenkommend und bedauerte, dass der verfassungstreue Großgrundbesitz dem An» trage nicht freundlich begegnet sei und durch die ab» weisende Haltung die.Kluft der Parteicmfchauungen noch vergrößert habe. Der Antrag wurde einem 18gliedrigen Ausschusse zugewiesen. „Narodni Listy" melden: Eo ist einl^ ausgemachte Sache, dass der böhmische Landtag noch zu einer Hcrbstsesswn. der letzten in seiner nenenwärtigeu Zttsnmmlmsslmmi, 2ul»>m!M'nl!'i' auf von auswärtigen Feinden und einheimischen Ver räthern vorbereiteten Lügen gegründet sei. Wenn st einmal für Englands Hände das Scepter feiner Herr< schaft zu schwer zu werden drohen solle, blicke es aus dic jungen Nationen hin, die es in Stand setzen wer' den, den Hohn seiner Feinde mit dem Jubel seiner Kinder zu beantworten. Den jüngsten Nachrichten zufolge hat die Span' nung zwischen den K urden und den A rmeniern im Sandschat Musch eine bedrohliche Ausdehnung gl> Wonnen. Bewaffnete Türken und Knrden drangen i» die Stadt Mufch, so dass die Armenier ihre Häuser nicht zu verlassen wagten nnd der Bazar leer blieb. Vierzehn Armenier wurden von den Kurden getönt. Der Verkehr zwischen Musch und mehreren mnliegl'"' den Dürfern ist unterbrochen. Eine Anzahl anneni' scher Dörfer wurde von den Kurden niedergebram'^ Die Kurden befchuldigen die Armenier, den Fherif Aga von Mnsch getödtet zu haben. Tagesneuigleiten. — (Der Aberglaube beim Kaufen vol> Lotterie-Losen) treibt vielleicht nirgend« solch? Vlüten, wie gerade m Berlin. Die „Magd. Ztg." schreit" darüber: „Viele warten vor den Lotteriegejchäflen solai.ge, bis ein kleiner, möglichst dürftig gelleibeter Junge vorüber geht und lassen diesen gegen ein Entgelt von 5 ober 10 Pfen r.igen das Los ziehen, da eine solche Kinoerhand unfehlbar Glück bringen soll. Findige lleine Kerle, die diesen Gebrauch lcnnen, Pflegen sich auch. wenn die Ziehung eincr Lollerit bevorsteht, vor den Lotteriegeschäften aufzuhalten und ih" Dienste anzubieten. Andere Leute ziehen von den ihnen vor gelegten oder enta/.gengehaltenen Losen das siebente von linl« nach rechts ober wählen ein solches Los aus. in besse» Nummer die Ziffer 7 recht häufig vorlonnnt. da diesc Ziff" bei vielen Spielern in hohem Ansehen steht, Manche be zahlen den Betrag für das Los in möglichst eigenthümliche» Münzsorten. Kostet das Los, wie das bei vielen der größere" Gelegenheitslotterien der Fall ist. Ml. 3-80, so werden b>e 3 Marl in Gestalt cines Kiönungsthalers und der H'est '" einzelnen Kupfermünzen gezahlt, die enlwrber güsunben odel zusammengebettelt sein müssen. Wieder andere drehen s^ bei der Auswahl der Lose um und ziehen sie aus der Hand des Verläufeis mit der linlen Hand über die linle Schuld hinweg. Für glückbringend gilt es auch, beim Einlauft des Loses den Laden mit dem rechten Fuße zuerst zu betrete» und in derselben Weise zu verlassen." — (Eine merkwürdige Begleitung.) Ä^ einem heiteren Zwischenfalle, der sich unlängst in ein^ Theaterveranstaltung zu Reichenhall, bei der Kriegsbildel aus dem Jahre 1870/1871 vorgeführt wurden, ereign^ erzählt die „Mg. Ztg.": „Vei der Veranstaltung war aus eine Musillapelle in Thätigkeit, die alle Bilder je nach ihl^ Bedeutung mit einer ernsten oder heiteren Melodie begleit Ebcn gieng der Vorhang in die Höhe und der gefang^ Kaiser Napoleon mit dem alten Kaifer Wilhelm wurde siHv bar. Sie hatten das denkwürdige Zusammentreffen ^ Sedan. Der Dirigent der Kapelle hatte dem Bilde gera" den Nucken zugewandt, und so dirigierte er aufs Gefil? darauflos, und die Musikanten bliesen aus vollem Halse b' schöne Melodie: „Wir halten fest und treu zusammen, lv' fahren tausend Kilometer in einer Tour. in einer Tour." — (Das Honorar eines Tenors.) Das s"^ gagement des berühmten Tenors Alvarez an der Pa^« Oper läuft im nächsten December ab. Zu diesem Zeitpu»' wird der Künstler sich nach Amerika einschiffen, um dort e'^ dreimonatliche Tournee zu machen. Für diese wird er n>^ weniger als 100.000 Francs im Monate, also 300.^ Francs fiir die ganze Tournee erhalten. Alvarez hat O<"^ hard versprochen, nach seiner Rückkehr sein Engagement der Oper wieder aufzunehmen. Dass der Sänger sein ^ . hält, hat er vor einigen Jahren gezeigt, als er ein Änge" von Maurice Grau. der ihm 5)00.000 Francs für eine aM Tournee in den Vereinigten Staaten versprach, aussch'"^ ' weil er eben einen Contiact mit der Pariser Oper U"" ^ zeichnet hatte. Grau wollte auch bi« beträchtliche Su"'" bei Abstandsgeldes bezahlen, aber der Tenor erwiber"' „Eie lönnten mir eine Million bieten, ich würde nicht ^ nehmen. Wenn ich meine Unwschrif! einmal Mfben h^' zirhs lch sie nllmnls zurück," ^ Laibacher Zeitung Nr. 150. 1257 4 Juli 1901. — (Einen u nangenehmen Da nl) für ein ausgestelltes Zeugnis hat ein amerikanischer Veteran erhalten. Betanntl.ch veröffentlichen die Händler von Heilmitteln in Form von Reclamen stets die Zeugnisse der angeblich von lhnen Geheilten, und es lässt sich wohl auch nichts dagegen einwenden. So hatte auch ein Veteran des amerikanischen ^ecesslvnLlneges in gutem Glauben einem dieser Mensch-^beglllcker ein Zeugnis ausgestellt, dass er durch dessen ^llhe.lnnttel von allen Gebrechen. Schwachen und Kranl-yei en. an denen er infolge des Krieges zu leiden hatte, ge-Ye> t worden sei. Wahrscheinlich hatte der alte Herr das n7^'"' ,d°s man ihm zur Unterschrift vorgelegt hatte, gar ?^ ^Ä'ü' 6"'" glänzende Genesung war ja für ihn ,n gluctl.ch. aber - die staatliche Verwaltung der Pen-no, en fand em Haar barin. Sie strich ihm einfach seine ^nvaiioenpension. da er ja nach seinem eigenen Zeugnisse 3!. s/ ?? ^" Invalide mehr sei! Also >i die Pension gegenstandslos — echt ameritanisch! ., s 7", l«D e m Schutze des Publicums e m -n.^ ü/! ^'" eigenartiges Mittel zum Schuhe gärt-^ri,cher Anlagen gegen den Vandalismus des Publicums wnd auf der vielbesuchten .Havelinsel Valentinswerder bei ^-Pandau zur Anwendung gebracht. Man hat die der Ve-ausgesetzte,. Flieder- und Iasminsträuche st Nenwnse m.t Theer bestrichen und die Besucher, welche dles wahrnehmen, hüten sich wohl. die Zweige zu berühren. Local- und Provinzial-Nachrichtelu " Rrainischer tandtag. Achte Sitzung am 3. Juli 1801. N^°^"w- Landeshauptmann Otto von D e t e l a. N?.„! V ."^"' K. l. Landespräsibent Seine Excellenz Q« ° Z^'^" von Hein; l. l. Landesreqierunqsratl M elm ^ "' 5 ° ' tenegger; l. l. Aezirlihauptmann Josef P fe^f°r ^"^lührer: Landschafts - Secretär die ^sckluI!.?'^?^ ^'bunc, constatiert der Vorsitzende überwiesen " '""""' ^en betreffenden Ausschüssen womi^d"^? ^""^sausschussvorlagen werben der Bericht. An^ ä H""Ptb,lanz des Laibacher städtischen Lotterie-.ss4, ?c ^ 1900 nebst den einschlägige». Rechnungs-uoicl)iuj,en und die Voranschläge des Anlehens- und Amorti-lanonsfonbes für das Jahr I'IOI vorgelegt werden, dem stlttanzausschusse. die Berichte, betreffend die Einreihunq der u" Strahenbezirie Äischoflacl gelegenen, von s'e^njicä bis ^udno führenden Gemeindestraße in die Kategorie der Ve-k.s.' ?-'^ ^treffend die Umlegung der Pretschna-Nezirls-"ttdolf^" ^lchlin und Pretschna im Strahenbezirle betreffend die Umlequnq der ^St^ ^'^°"li" Aezirlsstrahe in Tacen und in ^''gewiesen ^art.n-Povodje. dem Verwaltungsausschusse des Vmvailun^I'^/' ^ "' Berichterstattung im Namen des "er den Rechenschaftsbericht Ab/n. ''3'-? ^' ^- Lanbescultur. fort. «m,desa isfch s es i. «' "a .'I ^"" die Thätiglei, des schast wo ür N-.'^ r? ^ "^ die Hebung der Milchwirt °us chusse d , ^. ? '^?"" Lenar.'.i«-. dem Landes-Lend^Antrag: ""^'"'^ ^b a r berichtet über den Rechenschaftsbericht des Landesausschusses tz .^l ^j: Agrarveihältnisse, und spricht im Namen des Verwallungsausschusses den. ge wcsenen Referenten der t. t. Landescommission für agrarische Operationen, Hofrathe S ch a s ch e l, der sich in dieser seiner Stellung vielfache Verdienste erworben, seine Sympathien mit dem Wunsche aus, dass es Herrn Hofrath Schaschel noch lange Zeit gegönnt sein möge. seine wohlverdient« Ruhe zu genießen. Der Bericht wird sodann zur ttenntnis genommen. Ueber ben 8 5: Gemeinbeangelegenheite», berichtet Abg. BoSil-. Derselbe lommt auf die Unwissenheit der Ge^ meinbevorsleher und Gemeindesecretäre in ber Amtsführung zu sprechen. Es bestehe zwar das Buch Xuuk ulov^nskllu /»I'uooin. allein dieses bedürfe einer Ergänzung, namentlich in ben Beispielen. Der Verwaltungsausschuss sei der Meinung, dass Herr Landessecrctär Pfeifer sich dieser Aufgabe unterziehen follte. Redner ist der Ansicht, dass auch die Bezirlshauptleute an ihren Amtsiagen auf bie Gemeindevorsteher belehrenden Einfluss nehmen tonnten, und beantragt am Schlüsse die Resolution: Der Landesausschusü wird beauftragt: ») in geeigneter Weise dafür Sorge zu tragen, dass die Gemeindevorsteher lind Gemeindesecretäre in ihrer Amtsthätigkeit theoretisch und praktisch auögebilbet werben i auch sei von Seite des Landesausschusses an die l. l. Regierung das Ansuchen zu stellen, dass durch die Herren Bezirlshauptleute gelegentlich der in den einzelnen Gerichtsbezirlen stattfindenden Amtstage diese Unterweisung nach Möglichkeit gefördert werde; l>) der Landesausschuss wird beauftragt, dem Landtage in der kommenden Session insbesondere inbetreff der Viri-lisien entsprechende Aenderungen ber Gemeinbewahlorbnung vorzulegen. Die einzelnen Marginalnummern werden, nachdem Abg. Hribarden Wunsch einiger Dörfer bei Michelstetten nm Ausscheidung aus der Ortsgeme.nde St. Georgen ber Berücksichtigung empfohlen hatte, zur Kenntnis genommen. Zum nächsten Gegenstände der Tagesordnung stellt ber Vorsitzende dem Hause den l. l. Landesrcgierungsrath Oslar Ritter von Kaltenegger als Regierungsvertreter vor. Abg. Viknilar berichtet im Namen des Finanzausschusses über den Normalfchulfonds-Voranschlag für das Jahr 1901 und über die bezüglichen Petitionen. Hiebei wird den Schulschwestern tl« Xotl-l» D»nu> in Dornegg der bisherige Beitrag per X 2400 sür die Erhaltung der sechs-classigen Mädchenschule vom Jahre 1901 auf jährliche 'K00 X erhöht, dagegen ber angesuchte Beitrag zum Bau eines neuen Anstaltsgebäubes abgelehnt. — Der Lichten-tlnirn'schen Mäbchenwaisenanftalt wirb ber bisherige Jahresbeitrag per 1200 X für die Erhaltung der sieben-classigen Mädchenschule, vom Jahre U>01 angefangen, auf Äl.>0 l< erhöht. — Der Knabenwaisenanslalt Marianum wirb für die Erhaltung der fünfclassigen Knabenschule vom Jahre 1901 an eine Iahresbotation per 500 X bewilligt. - Der Dorothea Vavpoti,' in Eisnern wirb an Krank hcits- und Begräbniskosten für die verstorbene Lehrerin Anna Relar ein Beitrag von 100 l< bewilligt. — Der Normalschullehrerswitwe Katharina Stupar wird vom Jahre 1901 an bie Iahrespens.on per 280 X auf 300 X erhöht. — Dem Schuldiener Stefan Ben<-ina in Laibach wirb vom Jahre 1901 an eine Gnadenpension jährlicher ^lO l< bewilligt. — Hierauf wird der Voranschlag mit dem Gesammtersordernisse per 956.391 K. mit der Bedeckung per 'Itt.200 Ii und mit dem aus dem Landesfonbe zu deckenden Abgänge per 90K.19I X genehmigt. Abg. Kubic berichtet im Namen des Verwaltungs-(N'sschusses über die Einrcihung einer 1300 Meter langen Teilstrecke der HönigsteinNiederborser Gemeindestraße im Straßenbezirle Rudolfswert in die Kategorie ber Bezirks' sliaßen und beantragt: 1.) Von der im Strahenbezirle Rudolfswert vorkommenden Hönigstein - Niederdorfer Ge-ineinbestrahe wird die 1300 Meter lange Theilstrecke von Hönigstein bis zu der in dieselbe einmündenden Zufahrtstrahe ,ib^i' lu^uiol-iuli» des L. Ampelius von Prof. Dr. Josef Horn, bann Schulnachrichten vom Director Andreas S e n e l o v i 5. Der Lehrkörper bestand mit Einschluss bes Directors au< U Lehrkräften. Die Schüleranzcchl belief sich zu Ende be» Schuljahres aus 594 (I. n 27, I. l, 44, I.o 31. II.» 21. II. l, 50. III.» 19. 111. b 61. IV. 2 17, IV. t. 32. V. n W, V. l> 38. VI. u 37, VI. b 45, VII.» 39. VII. b 35. VIII. n 33, VIII. l, 32). Der Muttersprache nach gab es 491 Slovene«. 101 Deutsche und 2 Italiener, das Religionsbekenntnis war bei 591 Schülern katholisch be« römischen Ritus, bei 2 evangelisch und bei 1 griechisch, lotholisch. Die I. Fortgangsclasse mit Vorzug erhielten 5U, die 1. Fortgangsclafse 102. die II. Fortgangsclasse 50, bie III. Fortgangsclasse 18 Schüler; 02 Schüler würben zu tlner Wiederholungsprüfung. 3 Schüler krankheitshalber zu einer Nachtiagsprüfung zugelassen. Das Schulgeld betrug in beiben Semestern 12.500 X. 84 Schüler bezogen Stiften, dien im Gesammtbelrage von 14.701-40 X. Der Unter» stützungsfond befaß am Schlüsse des Schuljahres 1899/1900 1L.500 X in Obligationen, 472 X in Sparcassabücheln und 245 84 i< in Barem: bie Einnahmen im abgelaufenen Schuljahre bezifferten sich auf 1278 89 X. die Ausgaben aus 887 07 X. — Das Schuljahr 1901/1902 wirb am 18. September mit dem hl. Geistamte eröffnet werben. * (Bad Tövlitz in Unlerlrain.) Man schreibt uns aus Töplitz: Wer einmal im unmuthigen Gurlthal« geweilt, in ben üppigen Nadelholztoaldungen seiner Umgebung Erholung gesucht, unb die Gigensrt bes Karftgebiele« mit dessen Grotten und Höhlen bewundert hat. wird immer wieber gerne Töplih besuchen, auch wenn ihn nicht ein tückisches Leiben zwingt, bie Wunberlraft der berühmten Heilquellen bes ..lrainischen Gastein" zu erproben. Gin« schneidende Verbesserungen sind in den letzten Jahren vorgenommen worden, es ist diel, sehr viel geschehen, um den Curort zu heben, ben Gästen ben Aufenthalt angenehm zu gestalten. Das prächtige neue Curhaus entspricht den Anforderungen eines modernen Babes, die Verpflegung und Äequaiticrung ist bei mähigen Preisen vortrefflich. Vor allem aber werben die Eurgäste für die vortheilhaften Aenderungen dankbar sein. die im Badhause vorgenommen wurden. Das große Bassin bietet nun einen Vaoeraum mii so schönem, hellem und reinem Wasser, wie man dergleichen selten auch in renommierten Bädern finden wird. Separat» und Moorbäder sind praktisch unb komfortabel hergerichtet. - Aeußerst lohnenb sinb die Ausflüge in die Umgebung, welche viele Erinnerungszeichen an bie Hallstätter Zeit ausweist- manche romantisch gelegenen Schlossruinen weisen auf vergangene Herrlichkeit hin. — Der Besuch, bisher durch die ungünstige Witterung beeinträchtigt, hebt sich nun zusehends und wirb voraussichtlich mit Rücksicht auf bie erfreulichen Verbefs-rungen die Höhe des Vorjahres überholen. Für Unterkunft ist in reichem Maße gesorgt unb es wäre roch sonderbar, dass man fremde, theure unb vielleicht minderwertige Curorte aus „Moberiiclsichten" auffuchen würbe, wo das Gute ja fo nahe liegt! — (DeutscherundösterleichischerAlpen« verein.) Die 28. Generalverfammlung des beutfchen l:nd österreichischen Alpenvereines wirb in den Tagen vom 31. August bis 2. September in Meran stattfinden. " (Vereinsbilbung.) Die Locomolivführer ber l l. priv. Sübbahngesellschaft beabsichtigen in der Stadt Laibach einen nicht politischen Club der ben Namen »Etnla/ Kits- unb Geselligleils-Club der Locomolivführer bei l. l. priv. Sübbahngesellschaft des Heizhauses Laibach" führen soll. zu bilben. Die Vereinsstatuten wurden bereits der Lanbesbehörbe vorgelegt. —r. * (B l i h s ch l a g m l l V r a n d.) Am 25. v. M. um ll'/? Uhr vormittags schlug ber Vlitz in bas mit Stroh ge« deckte Wohnhaus des Josef VraneM in Tribuse. politischer Bezirk Tschernembl. ein unb fetzte dasselbe in Brand. Da« Feuer wurde jedoch von den Nachbarn balb gelöscht. —r. — (Abermalsein g 1 0 he » F e u e r.) Aus »ieg wird un« unter dem 3. d. M. gemelkt: Hier wüthet «in grohel Feuer. T>i< Kirche unb mehre« Objecte find weit« abgebrannt. Laibacher Zeitung Nr. 150. 1258 4. Juli 1901. — (Ernennungen von Mittelschul-lehrern.) Seine Excellenz der Minister für Cultus und Unterricht hat, wie man uns aus Wien meldet, nachstehende Lehrstellen verliehen: dem Professor des zeitlichen Ruhestandes Eduard Philipp eine Lehrstelle am Staatsgym-nasium in Gottschee. dem Professor Dr. Josef Pipen-b,acher in Rudolfswert eine Lehrstelle am zweiten Staats-gymnasium in Laibach, dem Professor Dr. Johann Tert -nil in Marburg eine Lehrstelle am zweiten Staatsgymnasium in Laibach; ferner wurden zu wirklichen Lehrern er-ncmnt: Anton IoHt in Mitterburg für das Staatsunter-gymnasium in Gottschee, Johann Maselj in Laibach für das Staatsgymnasium in Rudolfswert, Karl Schrauzer für die Staatsrealschule in Laibach, Anton Zu Pan für das Staatsgymnasium in Krainburg. — (Der lrainische Landtag) hält morgen um 9 Uhr vormittags seine IX. Sitzung ab. Auf der Tagesordnung befinden sich unter anderem Berichte, betreffend die Clnreihung einiger Gemeindestrahen in die Kategorie der Bezirlsstraßen und der Krainburg-LackerBezirlsstraße in 5ie Kategorie der Lanbesstraßen, über den Rechnungsabschluss der landwirtschaftlichen Schule in Stauden pro 1899 und über den Voranschlag derselben Schule pro 1901, über verschiedene Petitionen, so des Dr. Demetrius R. v. Vleiweis um Subvention behufs Studiums der Laringologie und Rinologie. des Musealcustos Alfons Müllner um Remuneration für die Ordnung des Archivs und um Erhöhung des Quartiergeldes, des Peter v. Radics um Subvention behufs Herausgabe der Biographie Valvasors. des Gemeindeamtes in Gurtfelb um Entschädigung für die Behandlung armer Krainer im dortigen Spital«, der Schustergenossenschaft in Laibach um Subvention :c. — (DasHilfscomitäinKroftp) meldet uns: Am 1. d. M. hat der Herr Vezirtshauplmann v. Rubelli die Allerhöchste Spende Seiner Majestät des Kaisers im Netrage von 4000 Kronen persönlich unter die hiesigen Abbrändler vertheilt. Die Betheilten brachten dafür gegenüber dem Herrn Bezirlshauptmanne zu wiederholtenmalen ihren innigsten Danl zum Ausdrucke. — (Personalnachricht.) Wie das ..Trieste" meldet, liegt der ehemalige Reichsrathsabgeordnete Herr Johann Nabergoj in Prosecco seit einigen Tagen sehr schwer lrant darnieder. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. — (Die lais. Akademie der Wissen-sch asten) wird, wie aus Wien gemeldet wirb. bei den großen Tunnelbauten in den Tauern, am Pyhrn und in den Karawanlen wissenschaftliche Beobachtungen vornehmen Bossen. ^ . — (Abenb-Promenabeconeert.) D,e Laibacher bürgerliche Kapelle veranstaltet heute von 8 bis 9 Uhr abends vor dem Magistratsgebäude ein Abenb-Promenabe-concert mit nachstehendem Programme: 1.) Schinzl: 1.6 pör« 6« la Victoria. Marsch; 2.) Bellini: „Erinnerung". Ouvertüre; 3.) I. Strauh: Walzer aus der Operette „Der Zlgeunerbaron"; 4.) I. Dopftler: Das Gebet der Tüllen aus der Oper „Wanba"; 5.) Dr. G. Ipavic: „Pozdrav"; 6.) Verdi: Potpourri aus der Oper „Rigoletto". — Bei ungünstiger Witterung wird das Concert morgen um die gleiche Ttunbe veranstaltet werden. — (Aus Bischoflacl.) Am 30. v. M. nachmittags trieb der 30jährige Knecht des Johann Gusell. Vlasius Justin. Pferde unter die Franz Josef-Brücke zur Schwemme. Plötzlich rutschte er von dem Pferde, auf welchem er sah. herab und wurde, da er des Scßwimmens nicht lunbig war. ziemlich weit vom Wasser fortgetrieben. Herbeigeeilt« Leute warfen dem bereits ganz erschöpften Knechte einen Strick zu. welchen er glücklicherweise auffieng, worauf er ans Ufer gezogen wurde. — Am selben Tage gegen 5 Uhr nachmittags badete in der hiesigen Nabeanstalt die 16jährige Anna Kalan aus Nischoflacl. hiebei gerieth sie in eine tiefere Stelle und wurde sofort ohnmächtig. Der Gendarmerie-Postenführer Franz Langer, stationiert in Illyrisch-Feistritz. bemerkte dies und zog baS Mädchen aus dem Wasser, worauf es bald wieder das Bewusstsein erlangte. — Am 4. August feiert der hiesige Verein der freiwilligen Feuerwehr das 25jährige Jubiläum seines Bestandes. — Mit 1. d. M. etablierte sich hier Herr Med. Univ. Dr. W. Halrajkel. —«— — (Die Nezirlslranlencasst in üittai) hält Sonntag den 7. b. M. nachmittags 1 Uhr im Gasthause zur „Post" in Grazdorf bei Littai eine außerordentliche Generalversammlung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1.) Erhöhung der Beiträge der Arbeiter von 2 auf 2^2 Procent ab 1. August l. I.; 2.) Erhöhung der Beiträge .der Arbeitgeber von 1 auf N/2 Procen»; 3.) Allfällige Anträge, -^ik. — (Festconcert in Littai.) Der slovenische Leseverein in Littai veranstaltet Sonntag, den 7. d. M. im Gafthauisaale ..Zur Post" unter gefälliger Mitwirkung der Fräulein Francisca Nilina aus Pöltschach und Olga SterIe aus Sagor sowie des Herrn Paul L 0 zar aus Lkibach. Weilers unter Mitwirkung der Gesangvereine aus St. Martin bei Littai und Littai und des heimischen Streichorchesters unter Leitung des Herrn Friedrich Nerat einen Concertabend, dessen Reinerträgnis dem Pre86ren-Denlmal-fonde zufließt. Programm: 1.) C. G. Reihinger: Ouvertüre zur Oper „Felsenmühle": 2.) Bazin-Bendl: Kriiari nn ms'l^u. großer gemischter Chor; 3. a) Bedrich-Smetcma: Arie aus der Oper «Die verkaufte Braut"; d) F. S. Vilhar: Neeakonglca m»ti (Sopransolo Frl. F. Nilina. Cla-vierbegleitung Frl. Olga Sterle); 4.) A. Foerster: »Ljuvica". großer, gemischter Chor; 5.) Jules de Swert: Fantasie für Violoncello, 011. 25. mit Clavierbegleitung (Herr Paul Lozar); 6.) Zdtnlo Fibich: Vomlnäna ro-w»nn», achtstimmigtr, gemischter Chor mit Sopran« und Vanllmsolo. Clavltt- und HarmoniuinbeaMunss (So-fransolo st,l, A. Vlllnn, Pnnlonsolo Hen Iowm, Ditrich); 7.) Dr. Benjamin Ipavic: Ke-ülcouülcu niuti, Baritonsolo mit Clavierbegleitung (Solo Herr Johann Ditrich); 8.) Richard Wagner: Eingang zum 3. Acte und Hochzeitschor aus der Oper „Lohengrin." — Beginn um 8 Uhr abends. Eintritt 3, 2 und 1 Krone. — Das Fest-comit« hat auch ein Besttegelschieben mit reich dotierten Besten im Gasthaust des Herrn Jakob Spunt improvisiert, dessen Reinertragnis ebenfalls dem genannten Fonde gewidmet ist. —ik. — (Florianifeier in Sagor.) Aus Sagor wird uns berichtet: Am 30. v. M. feierten die Glasarbeiter der Glasfabrik Sagor das Floricmifest in überaus festlicher Weise. Um 8 Uhr vormittags marschierten sämmtliche Arbeiter unter Vorantritt der Beamtenschaft mit klingendem Spiele zur Kirche in Sagor, woselbst ein feierliches Hochamt stattfand und der Herr Pfarrei Jakob G r 0 ß in der Festpredigt den Anwesenden die Bedeutung des Festes auseinandersetzte. Nachmittags versammelten sich alle Arbeiter in den Fabritslocalitäten, wobei nach vorheriger lerniger Ansprache seitens des Betriebsleiters Herrn I. Fleisch ner die Meistererllärung an einem Glasmachergehilfen unter dem üblichen Ceremoniell vollzogen wurde. Sodann gieng es mit klingendem Spiele zur festlich decorierten Weilsrestauration, woselbst sich eine gesellige Unterhaltung, verbunden mit Gesang undTanz, entwickelte. An derselben nahmen außer der Beamtenschaft von Sagor und Trifail sämmtliche Honoratioren des Ortes theil. Das vom Herrn Betriebsleiter Fleischner vorzüglich arrangierte Fest fand erst mit beginnendem Morgengrauen senen Abschluss. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, dass solche den Geist, die Geselligkeit und das Zusammenwirken der Arbeiterschaft so außerordentlich hebende Unterhaltungen noch öfters veranstaltet werden möchten. —ilc. — (Ueberfallen.) Am 29. v. M. gegen 11 Uhr nachts wurde der Kaischler Lorenz Bai-is- aus Altlack, als er au5 einem Gasthause gieng, von den Knechten Georg Iur-mann und Franz Luznar überfallen, mit einem Messer an der Stirne ober dem rechten Auge schwer verletzt, zu Boden geworfen und mit Fußtritten misshandelt. Die Thäter wurden dem l. l. Bezirksgerichte in Bischoflack eingeliefert. -I. — (A e i m B a d e n e r t r u n l e n) ist am 30. v. M. die 7'/2 Jahre alte Besiherstochter Maria Hribar aus Za-grac. Gerichts Bezirk Umgebung Laibach. Die Leiche wurde geborgen. —1. « (Tödlicher Unfall beim Kirschenpflücken.) Aus Tschernembl kam uns die Nachricht zu, bafs am 27. v. M. der 65 Jahre alte Michael Steil aus Schmiebdorf, Gemeinde Altenmartt. als er Kirschen Pflückte, derart unglücklich vom Baume fiel, dass er sich das Genick brach und sofort starb. —r. — (Die „Glasbena M a t i c a" in Rudolfs-wert) wird die halbjährige Prüfung ihrer Zöglinge Donnerstag, den 11. l. M. um 4 Uhr nachmittags im Oitalnica-saale abhalten. 8. * (Fahrraddiebstahl.) In der Nacht vom 2. auf den 3. d. M. wurde dem l. u. l. Artillerie-Oberlieutenant Robert Harmann aus dem Vorhause in der Artillerielaserne ein Fahrrad. Puch-Mobell IV Nr. 1289, im Werte von 120 X gestohlen. * (Diebstah l.) Dem Schneibergehilfen M. K. Bo-horii-gasse Nr. 11 wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. d. M. aus dem Wohnzimmer ein Geldbetrag von 60 X durch unbekannte Thäter entwendet. — (Vom Mittagslogel.) Die Nertha-Hütte. 1'/ Stunden unter dem Gipfel des Mittagstogel auf der Iepca-Alpe gelegen, hatte am 28. v. M. einen Massenbesuch erhalten. Der zur Inspicierung in Villach gewesene Generalmajor Liborius Frank aus ttlagenfurl hatte mit zwölf Officieren und 288 Mann des 9. Feldjäger-Bataillons von Villach aus den Aufstieg zu der 1700 Meter hoch gelegenen Vertha-Hütte der Section Nillach unternommen. Wenn man in Betracht zieht, dass die Mannschaft mit Sack und Pack ausgerüstet war. ist diese Tour als eine ganz anständige Marschleistung zu bezeichnen. Sowohl die Officiere als auch die Mannschaft trugen ihre Namen in das Fremdenbuch der Bertha-Hütte ein. Ein Theil der Feldjäger machte auch den steilen Anstieg zum Gipfel des Mittagslogel. die anderen begnügten sich mit der herrlichen Aussicht von der Iepca-Alpe. wo im Süden die Nergesriesen der Iulischen Alpen einen imposanten Anblick bieten, während sich im Norden das Auge des Beschauers an dem Bilde des lieblichen Faalersees. dem Anblicke der Stadt Villach, des Dobratsch und vieler anderer Gipfel erfreuen kann. Ein Iäger-Unterofficier gab seiner Begeisterung fürs Bergsteigen durch nachstehende, von ihm in das Fremdenbuch eingetragene Zeilen Ausdruck: «Gebt mir den Bergstock her und die Nagelschuh'. Zeit zum Schlafen ist genug in der Todtentruh'." — (Die Mönche der drand« s? k a i--trOu 8 e.) Der „Neuen Freien Presse" wird aus Paris gemeldet: Es ist behauptet worden, dass die Mönche der großen Chartreuse (der Orden, welcher den berühmten Liqueur erzeugt) infolge des Associationsgesetzes die Chartreuse und Frankreich verlassen und mit ihrer Liqueur-Fabrication nach Oesterreich übersiedeln wollen. Die Mönche dementieren nun im „Matin" dieses Gerücht. Sie wollen in Frankreich bleiben und erklären, sie hätten von dl.m neuen Gesetze nichts zu fürchten, da sie sich nicht mit Politik beschäftigen. Der Orden baue allerdings in Oesterreich in Pletriach ein ncues Kloster, aber dieser Bau. welchen der Ordens-Architelt Pich at leite, entspreche nur dem Bedürfnisse nach normaler Entwickelung des Ordens vom heiligen Bruno und sei leincswtgs ein Zeichen, dass der Olden sein? industrielle ÄtMllleü nnch Vestevmch vlvlssstn wolle. " (Verloren) wurde auf der Polanastraße eine silberne Cylinderuhr. — Ein Officiersbursche verlor gestern abends auf dem Wege von der Prej^renffasse bis zum Nath< hausplatze ein braunledernes Geldtäschchen mit 56 X. Theater, Kunst und Literatur. — (I>i' u k I ^ a n » k ! / V <» n.) Die Iulinummer dieser Monatsrevue enthält Gedichte von A. A k l e r c, Ivo Horli, Stani«'. S. G r e g 0 r 5 i 5, erzählende Beiträge von Fr. Sera sin („Opfer"). Ivo Korli („Der Mann mit der eiserneu Krone"). E. Gang! („Martha") ferner die Artilel: „Der Alloholismus von Dr. Juan Noli i 0 a , „Die moderne polnische Lyrik" von Anton Maza -nowsli, „Die Reorganisierung der Mittelschulen in Frankreich" von Fr. E v e t i 5 . „Ueber den literarischen Nachlass Pre^rens" von L. P i n t a r. „An unsere Miltelschul - Abiturienten" von A. A 5 l e r c. — Die Rubriken „Bücherneuheiten". „Bildende Kunst". „Unter Revuen". „Unser Himmel". „Allgemeine Rundschau" enthalten Beiträge von A. A 5 l e r c. R. P e r u 5, e l. Dr. Fr. Ile 5 i 5 . V. Holz, Fr. Sveti 5 . Dr. Karl Ktre -lelj lc. :c. — (Deutsche Rundschau fiir Geographie und Statistik.) Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben v^r. Prof. D:. Fl. U m lauft. XXIll. Jahrgang 19M (A. Hllitlebens Verlag in W'.en. jährlich 12 Hefte zu 1 X 25 l>. Pränumeration incl. Franco-Zusendunss 15 K.) Inhalt des 10. Heftes: Isfahan, die persische Kunsimetropole. Von Dr. Walter Schulz-Baum-gärtner in Verlin. (Mit 3 Abb.) — Die Faröer. Von G. Schoener. (Mit 1 Karte.) — Fortschritte der geographischen Forschungen nnd Reisen im Jahre 1900. 1. Asien. Von Dr. I. M. Miner. — Astronomische und physikalische Geo" graphic. Ueber die Veränderlichkeit der Kimm. — Politische Geographie und Statistil. Die Ergebnisse der Volkszählung in Ungarn. — Berühmte Geographen, Naturforscher und Reisende. C. Egeberg Vorchssrevinl. (Mit 1 Porträt.) -^ Geographische Nelrologie. Todesfälle. — Kleine Mittheilungen aus allen Erdtheilen. — Geographische und verwandte Vereine. — Vom Nüchertische. (Mit .". Abb.) — Karten-, beilage: Karte der Faröer. Maßstab: 1:670.000. Geschästszeitung. — (ViehmarltinSagor.) Der am 1. d. M- in Sagor abgehaltene Viehmarlt war äußerst gut beschickt. Del Gesammtviehauftrieb betrug über 500 Stück. Der Handel war sehr lebhaft, wozu die Anwesenheit fremder Viehhändler und Fleischhauer wesentlich beitrug. Das abgesetzte Vieh tl» zielte durchwegs gute Preise. ' —iic. Telegramme z des K.K.Telegraphen-Eorresp.'Zureaus. Ein Zwischenfall an der türkisch-montenegrinische" Grenze. Cettinje. 3. Juli. Nach in Regierungslreisen eW getroffenen Berichten ist die Lnge der Christen in dem ^ stricte Gusinje sehr gefährdet. Die Türken hätten das Dol! Vresovice nach Vertreibung aller christlichen Einwohner, n"' Cinschluss der Weiber und Kinber.besetzt. Ein großer Th^ der Vertriebenen sei übcr die Grenze nach Montenegro s^ kommen. Constantinopel. 8. Juli. Infolge der MH tieibung der christlichen Bevölkerung des an der türkis«^ montenegrinischen Grenze gelegenen Dorfes Äresovice dul« die Türken hat der montenegrinische Gesandte Nali? Schl'^ bei der Pforte gethan, um deren Aufmerksamkeit auf ^ Einst der Lage zu lenken. Die Hitze in Nordamerika. Newyorl. 3. Juli. In Newyorl kamen in ^ letzten 24 Stunden 225 Todesfälle an Hitzschlag vor. Ä"' anderen Städten werden 196 Todesfälle gemeldet. Budapest. 3. Juli. .Magyar Hirlap. melt^, Oberprocurator Pobedouoscev hat aus Petersburg A eine Anfrage der Blätter, ob sein Rücktritt thatsäch"' bevorstehe, weil sein Verhalten gegen die Student^' bewegung an höchster Stelle missbilligt worden ". telegraphisch geantwortet: «Die mlch betreffenden^ düngen sind falsch.» , Berlin, A. Juli. Gegenüber der von deutlH Blättern abgedruckten Meldung des «Temps» in welcy mit Genugthuung behauptet wird, dass König W^ Emanuel eine Einladung drs Kaisers Wilhelm zu ^ Danziger Manövern abgelehnt hätte, erfährt ^ «Nordd. Nllg. Z^ ?" ^" b„ Himmel» Z8Z «! 2 . N. ?2F^i 20 5 S. schwach ! bewüllt s ^ 9 » Ab. 7283 1? 6 SW. schwach theilw. betv. "41 7 U.F. > 729^2 j 16 0j Ö^schwach^ j bewvltt, >.2? 4 Las Lagesmitlel der «eftriaen Temperatur 19 1°, Nor« male: 19 3'. — Gestern nachmittags Gewitter.. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. Iur Nebernahme der van» und V»»bel« «nftrelcherarbeiten in der Stadt und auf dem Lande empfehlen sich auf das angelegentlichste Vrüber Gberl, Laibach, Krancibeaneraasse. Villigfte Preise Leistung»« fähialeil außer Concurrenz. Große Vtnpereollectlon z»r «esülligen «nsicht. l^4) 11-4 9 Curort Pridt,ft„ir $|B1BriBiMtuit. Sauerbrunn, y^ p^«*, &&^ ^r^or Course an der Wiener Börse vom 3. Juli 1901. «««°.« «M«^« l««.^»« Die notierten «ourse «rstehen stch in »ronrnwahrun«. Die Notierung sämmtlicher «clten und bei «Diversen liose» «rsleht fich per Grus. AUll»m»ln, ztaal«schuld. ""d ««. Einheit!, «fnte in «ölen Vlai' Noveml,» p.«.4»°/». . . ^-oz 8U'«c> inNol^ebr.Mun^i.ll^L«/, ,u- 8»„<» „G»Ib,IHn,.IM!pr.«.4^/<, 9»_ g»-»,, ,_/' ., «PlilOcl.pi.ll.4WV,> »» - »g z<, »««er Etaanll.,. ,«» n 5 ,°/° »gz _ ig» ' »»«0t, .. «,otz. 4°/,, ,40 50 ,4l - «'«..Psando'r. ^^fl"»«/. ' l«8l^I z»aat,schuld d»r lm Z,ich«. lath» o»ll,»l»n»n A3nlg. nlch, und zänd»r. prc C^I» , , . . 4» ,<«. ,,«.,, bl» Nrnt«in5ion»nwat»l..stft" " ^^ bl». bto. bt«. pe: Mt>«« 4° 3b ?o 3^ u» Ptl«a„» . . . , »>,.a, ^^ ^^ »«i,»belhb»hn in «.. steuerfrei, 3r°"«.Jose,.«ah» w Vllbei '"b0ll«4! H,N in Kr°nH> """''"" tteu,lsrel (dlv, Lt) . . 4°, «b-K, ««.<, «°l°rII>tcMhn in kronlmyHhr" jleutlft.. 400 Kr.. . , .". ,^._ v»-_ s» «t»»l»lch«ltz,»,lchrei»»». >»»«»„ßn»H.<«ln>»..»tN,,. fl, »W,V. ^/°.........4ÜU'- 4bl - "« v°n «UU ».....^ 4«? b0 4»9 «> ««ld »ar» «0» «»««te »»r Z»hl»»« VVl!««tl«»e». «lilabetbbahn «00 ». »«X» «. 4«/» ab »0°/»...... !1»'ö0 l>4'!>» «lllabethbllhn, 400 n, »000 «. 4°/.......... tl« »b ,»8-?b Franz Iosll-V.. »». »»»4. ftlv. Lt.) Eilb., 4^/, . , . . «?'«!> 97-7H »all,!^ch, »llrl.2ub»!«'Vahn, (bw, Vl,) Gilb. 4°/. . , . Si »> « »ü Vorarlberg,! «ahn, «m. »»»4, (bi«. G,,) 3Nb,. 4°/. . . . »lbO -'- z»«»at»schnld d»l i»3 5b Un«. bt..»i<..»nl, «old »oo n. l»l ^l, ,»ü «c dt«. oto. Silber »00 fl. . . . ll« liO 101 »U oto. Etaat».0bl««, lUn«. v»b.) », I. ,87s....... n»6«ll»bl» bto. schanlresal^blol'obl!». . »uo - <<«» lw bt°,«r««..U,»»l!«'N --«">«rr. 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K. 474 47« dl«. o'.o. /Ut. lN »^« »l. «. 4»4 5l» 4»« ^<» Pr»«'Dul?? Iilenb «l»O N «b,ft. >7» - «?« bia»t««ssnb«»l! «00 ,l, it. 644 6» «»^ bu S2bb»dn Vllbnorbd. «erb-V. l»o »I »«» ,,«- . ,«, -Ir»«»»y'««!«<. »isenh. wosl, «Ub« 4t9 — 4« - Nn,..Us<.»ch«< Un>lo«Oe1l. vanl l»0 sl. . »70 —>7>- V»nlve«ln. Wien«, «ttllll. . 4« - 4^» Vobcl.-Nnfi., Oeft,, «o ft. b «« - »,« - «rbt .»nst. s, Hand. u. ». l»«si,------— - bl«, bll» per Ulli«« . , , «4l7»»4»7b »ltbltbanl, »ll«, un«, »00 sl. »««»»44t,o Dtpofitenbnnl, «lll, , «« sl . 4»7 - 4»» - l««e«»pt«-<»«s. «brösl,. «x> N. »«8 - »»0 - Vll»«».»»ss«N» ,«ie>Ur, «W N. 480-48« HhP^H»l»,.l)e«.,>«»sl,ll0«»l«. l«^ .. ,9»» »»ld ««», «»nb«ll»anl, Ost., »00 sl. . 4V5 50 «0« l»0 vesterr sl.....bbv—»»" ber»ehl»»»nf «ll,., »4« s>, »«»- »0b — ZlldnltttH-A»»»» »»hmnng»». V«u,ts., «ll« «fi., »00 sl. . . »40— »44 -«,ydler »ileu- und Vtahl.Inb. w «ie« n«! »I..... «»-— «« — «iIenb»bnw,.Leih,,.»lstl, >U0fI. »w — l»»0 - „Elbemühl". Papiers u ««, ll»? - l«0- Uieftnger Viaue«! llx» sl. . . »»» — «,»' «onllltt »elelllch., vest -alpine ««» b»» 4Z4 l»l> «r»,« li«!en.Ind..<»0U »l. »«?»' »»»» V«Ia».l«rj. Gtewlohlen »00 N. N» — «7 — ..bchl»,l»lldl". Papiers, «00 s». - - . . ^Vliurel»/' Papieri, u, «,.«, »4^0 »« « lrisallt!' llüilenw Gel. 7U N 4l»0'—4«, «aftenl >G ,l)»st i.,«!?n «oosl »«,- l«»b -«u^ao:, «e«l,»>,» . «Uz i» Ptjl, »»<»«», , . , . 9»« »ouu «r ««»«,!,^ch«,ft ,lX» 'l. «t0 — »«.« - w»,»««"'«» <«»,'l^^«» »„ «7» - «» — »»»is». »ui»l Gicht« »»«».da»....... »»»«»»»«» D«ut1ch» Plitz» . . . , ,,, 40»»'»» v«nd,n........ »»9-" l»9"» ««U......... l» "» »b '^. e«,P»^«b«,. . . -- - D»l«t»». D»l»t,n........ t» »9 »l U «V.Fr»nc» 9i »0 ««»«l<««i«n....... > «">.«»»». ^___ Elan.- M.XXÄ "V»rlc«».%xf •V. €^. Mayer Wohnung BeaWen kr- okraJni 80dniJ' v ij kem PO Antonu Zupanciö h Pod- Pe st. 3 ložbn 2aradj zastaranja ter_ AiSL P° 50ü kron' Na Podatavi ložbe «oloèa ae narok na dan 22. julija 1901, a<>poldne ob 9.uri, pri tem sodišèi. bnuiY 1obraml>o pravic tožencev se SJ, JVa 8krbn'ka gospod Josip «tonn', T Krftkem- Ta 8k"bn^k b0 za" Btvari i0ŽenCu v 02namenjeni pravni dokl^ nj nevai>no.st in stroflke ne imo^ene °8Iasiio pri sodniji ali 6 ln)en«jejo pooblaöcenca. (2408) Nrm. ^42 «e» il. 02/1. Vetanntmachunst. Bei dem l t. Landes« als Handys» gerichte in Laibach wurde: 1.) die Eintragung des Erlöschens der im Handelsregister sür Einzelfirmen eingetragenen Firma Johann Iaf als Zweignicderlossllnq in Laibach der in Linz bestehenden Hauptniederlassung zum Betriebe der Nähmaschimnhandlung und der dem Herrn Franz Leidenmüllner ertheilten Procura und 2.) die Eintragung der Gesellschafts, firma Johann Iaf ^ Sohn Nähmaschinen» 5md Fahrradgeschaft in Laibach, in das Register für Gchllschafls-firmen sowie der Thatsachen, dass die offene Handelsgesellschast aus den Gesellschaftern: Johann Iax sen.. Nähmaschinen« fabrikant in Linz, Landstraße Nr. 39, und Johann Iax jun., Nähmaschinen« Händler in Laibach, Wienerstraße Nr. 17, besteht, dass sie am 1. April 1901 begonnen, ihren Sitz in Laibach. Wiener, strahe Nr. 17. und j^der der bride n Gesell-schaster für sich da« Recht hat, die Gesellschaft zu vertreten und die Firma zu zeichnm. welche Zeichnung in der Weise erfolgt, dass der Gesellschafter unter den vorgeschriebenen oder vor« gedruckten Wortlaut der Firma seinen Vor. und Zunamen mit dem Beisatze sen., beziehungsweise jun. seht. Laibach am 24. Juni 1901. Laibacher Creditbank in Laibach. Bei der Laibacher Creditbank wurden im Monate Juni 1. J. auf Einlagsbüchel und lausende Rechnung K 499.882*09 eingelegt und K 397.713*83 behoben. Stand der gesammten Einlagen am 30. Juni 1. J. K 2,006.562' 30. (2466) b,ginn» ,o«dln «m neue« <)u»s<»l unä Mnä »n s«r ni«««t«n 2^«U »o»«»nä» Kom»n« unä No»»!l»n v»syN»nU»ck>«n: Die IWißin cltl e«elliglleit. no,.u. ,<>» ts,z, cHztel». vaz «e«e lUe5e». «om.n,<>» luvonn«««n<»p,Vi» viest^l^drlich 2 »<,. H0 d. ^ > vi« g«n unc! ßo»»im<«s n»
«fHgen Miräen. (2335) 3—3 7.9/1 1. Edict. Vom gefertigten Landesgerichte iN in die Ausfertigung des Nmortisalionstdictljl hinsichtlich des auf Valentin Valantit lautenden Cinlagebilchels der lrainischen Sparcasse Nr. 2l4 789 mit der Einlage von 80 k gewilliget worden. Demnach werden alle jene, welche auf diese« Vüchel irgend welche Rechte erheben sollten, hiemit aufgefordert, dieselben binnen sechs Monaten hieramts geltend zu machen oder sie bei der genannten Sparcasse vorzubringen, widriglns nach fruchtlosem Ablaufe dieser Frist das Büchel für unwirksam erklärt werden würde. «. l. LandeHgericht üaibach. Abth. lll, am 17. Ium 1A)1.