Vr««u»rr»tt,»s -Preise 8ür Laibach: «»»zjLhrig . . 8 fL 40 k. HMihrig... 4, 20, «ElShrig . 8, 10, ««tätlich 70 „ Laibacher Mit der Post: •wiiSfcig 12 fl H-idjShrig............. 6, «itttdj8$rifl 3 „ KSr lustellung htl Hau-etetdi- 86 ft., «onatl. S kr. Ei» z eine Nu««rrn 6 kr. agblalt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht znrückgesendet. Redaktion Bahnhofgaffe Hx. 132. Expedition- & Inseraten-Bureau: Tongreßplatz Nr. 81 ^. K Handlung von 3gn. o. KlKM/M? mayr & Fed. Bambergs R'.LE Jnsertionspreise: Für die einspaltige Petitzeile ä 4 fr., bei zweimaliger Einschaltung ä 7 kr., dreimaliger ä 10 kr. Kleine Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 179. Samstag, 8. August 1874. Morgen: Romanus. Montag: Lanrentus M. 7. Jahrgang. Der ungarische Staat und die Nationalitäten. (Schluß.) Die politische Gleichberechtigung in dem Sinn, in welchem der herrschende Stamm dieselbe niemals versteht, in dem aber die emporstrebenden Racen sie stets verstanden haben wollen, ist wohl nirgends schwerer durchzuführen als in Ungarn mit seinen fünf Nationalitäten. Wir halten die strenge Durchführung des Prinzips der Gleichberechtigung für unmöglich, jede Verwaltung, jede Regierung, jede Thätigkeit auf munizipalem und parlamentarischem Gebiet wäre im vorhinein unmöglich gemacht. Dies hat auch Bach ganz gut eingesehen, der das Wort Gleichberechtigung stets im Munde geführt und die nationalen Agitatoren heutigen Tages sehen es ebenfalls ein. Bach wollte die deutsche Suprematie begründen und stieß dabei auf den Widerstand aller, ktbft der Deutschen. Den zähesten Widerstand in Ästiger Beziehung leistete ihm die historisch begründete Suprematie des ungarischen Stammes. Wenn die deutsche ab?r nicht möglich, so kann für keine andere optiert werden, selbst von^ den Deutschen, als für die ungarische Suprematie. Das Aufhören derselben auf dem Gebiete der Stephanskrone würde bedeuten die Verwirrung, die Revolution, das Chaos; »ußcr einer ungarischen Politik ist auf diesem Boden jede andere mit dem Stempel der Abenteuerlichkeit behaftet und würde nur zum Ruin und zur gegenseitigen Zerstörung der Nationalitäten führen. Der dissonierenden Elemente, bereit den Staat zu zersprengen, gibt es dort sehr viele: diesen gegenüber ist das vorzügliche und kräftigste zusammenhaltende Element die geschichtlich begründete, mit ihren Wurzeln sowohl im politischen als im soeia-len Boden festsitzende, ungarische Suprematie. Die ungarische Politik ist die Gewähr der Ordnung, des Friedens, des Bestandes, der stetigen Entwicklung. Geht es mit dem ungarischen Stamm nicht, wie würde es erst mit einem der ändern Stämme gehen? Jedes andere Experiment müßte damit anfangen, das, was Jahrhunderte geschaffen, das, ob absolut gut ober nicht, doch eine relative Festigkeit besitzt, über den Hausen zu werfen und auf dem Wege der Umwälzung ein neues Gebilde zu schaffen. Selbst die nationalen Führer müssen einsehen, daß, wenn sie die ungarische Suprematie brechen, sie den ungarischen Staat zerstören, und daß die Sündfluth, die dann hereinbräche, keinem der Völker zwischen der Leitha und dem Ostrande der Karpathen Segen und Wohlfahrt bringen würde. Wenn jene Katastrophe Eintreten sollte, auf welche sie ihre Hoffnungen bauen, wo wären sie dann zu finden die homogenen, geistig und materiell zureichenden Elemente, die einen neuen Staat zu bilden fähig, zu einem neuen Gefüge verwendbar wären? Alle die „interessanten" Nationalitäten im Land und außerhalb desselben sind numerisch nicht bedeutend, politisch nicht schwerwiegend, intellectuell nicht hoch genug gestellt, um die Grundlage eines Gemeinwesens zu bilden, welches nur annähernd dem Reiche der Stephanskrone entspräche. Zudem, wie stünde es erst mit diesen konfessionell, national und geographisch getrennten Stämmen, wenn es sich um die Erreichung eines und desselben positiven Zweckes bandeln würde ? Ohne Uebertreibung läßt sich sagen, daß der ungarische Staat einem allgemeinen europäischen Interesse entspricht: direct, weil derselbe relativ geordnete Zustände östlich der Leitha verbürgt; in. direct, weil die ungarische Suprematie auch vor. züglich im Interesse Oesterreichs liegt, einer der Schlußsteine im Bau der Monarchie ist und die Zertrümmerung der Monarchie heute weder im Interesse der Civilisation liegt, noch des europäischen Gleichgewichts halber gewünscht werden darf. Man gewähre nur zum Beginn den Nationalitäten Ungarns, was diese heute allein zu wünschen vorgeben * den Serben ihre Wojwodschaft autonom organisiert, den Rumänen eine Art Klein-Dacien, den Nord-slaven ein selbständiges provinzielles Gebiet und bald würden ihre Wünsche und Forderungen weiter gehen, so weit, daß die Erfüllung derselben innerhalb der Grenzen der Monarchie unthunlich wäre. Mit dem Gewähren ihrer ersten Forderungen wäre der ungarische Staat zersprengt; was sie weiters ohne Zweifel anstreben würden — kühn gemacht durch den ersten Erfolg und dem natürlichen Zuge der Stammesgleichheit folgend — wäre der Ruin Oesterreichs. Wer die Absicht Hat, Oesterreich zu untergraben, kann nichts Zweckdienlicheres unternehmen, als die Nationalitäten Ungarns gegen den ungarischen Staat zu Hetzen: diese Minierarbeit verspricht Erfolg. Es dünkt uns dies so evident, daß wir geneigt sind, als Maßstab des Wohlwollens und der $emUetotf. Tie Rache des Indianer-Häuptlings. tJtoBetle von F. Ewald. „Sieh dorthin, weiße Taube!, Dort liegt deine Ahnung. Sei nicht mehr zornig, daß ich Dich hin» pBführe, in meinem Wigwam findest Du mehr Schatze als in denen der MenomoneS." . Mit diesen Worten ließ der Indianer das ••the Mädchen, welches er den Hügel hinangetragen, ®llf die Erde nieder. Am Fuße des Hügels sah jjjan ein Jndianerlager, bestehend aus etwa einem Muhend von Baumrinden dachartig erbauter Hütten. Jede derselben stand an einen riesigen Baum jMhnt, welcher schützend seine Zweige darüber auS-reitete und vor dem mit Decken verhangenen Ein-?.Rn8 lagerten sich in großer Anzahl, in malerischer Anordnung, Männer, Weiber und Kinder. Die Natur hatte die Mutter Erde hier reich-chcr ausgestattet als an irgend einem ändern Orte, »fj*t*°*,nte P* wohl der Mühe, von hier aus einen rll* ^"abzuwerfen, aber das junge Jndianerkind 'stete ihr dunkles trauriges Auge nur mit einem Ausdruck grenzenloser Verachtung auf ihren Begleiter und um ihre Lippen zuckten Zorn und Schmerz. „Die weiße Taube wird nie freiwillig in dem Wigwam des schwarzen Adlers wohnen," sagte sie dann kalt und mit ruhiger Entschlossenheit. Dann sprang sie plötzlich von dem weichen Rosenteppich aus und gab dadurch ihrem Begleiter Gelegenheit, sie in ihrer ganzen Schönheit zu bewundern. Und schön war die weiße Taube, schöner als alle ihre Schwestern. Die zierliche Gestalt wurde durch das baumwollene Hemd, nur mit einem Gurt gehalten, noch mehr hervorgehoben, die kleinen Füße bekleideten reizende Moccafsins (wildlederne Schuhe), und die Leggins (Gamaschen) waren so kunstvoll ausgesranzt, daß nur diese kleinen Hände das schwierige Werk vollbracht haben konnten. Jede ihrer Bewegungen war voll Anmuth und Natürlichkeit, doch paßten die Weichheit und Biegsamkeit ihres ganzen Wesens gar schlecht zu dem stolzen Ausdruck ihres feinen Gesichtes und der Blick, womit ihre Augen ihren Begleiter zu durchbohren schienen, war dem einer gereizten Löwin zu vergleichen. DerJdianer, welcher, obfchon nicht mehr jung, doch auch gewiß nicht alt und noch viel weniger häßlich zu nennen war, erwiederte ihren Blick mit gleicher Ruhe und Entschlossenheit, indem er langsam erwiederte: „Ich hoffe, die weiße Taube wird klug genug fein, den Frieden der Pawares und Menomones durch ihre Unterwerfung in den Willen des schwarzen Adlers zu besiegeln." „Niemals!" rief die Indianerin mit blitzenden Augen. „Der schwarze Adler hat die weiße Taube gegen ihren Willen aus dem Neste geholt, sie von allem getrennt was ihr lieb und theuer war. Der große Geist wird ihr beistehen, sich zu rächen." In den schonen, männlichen Zügen des schwar. zen Adlers sah man keine Spur von Erregung. „Wir wollen darüber nicht streiten," sagte et dann ruhig, „aber vergiß nicht, der schwarze Adler wird sich rächen, wenn die weiße Taube vergißt, was sie ihm von jetzt an schuldig ist." Ehe das Mädchen etwas erwidern konnte, hob der Indianer sie wieder mit leichter Mühe empor und trug sie den Hügel hinab. Sie lag regungslos in seinen Armen, ohne den leisesten Versuch eines Widerstandes, vielleicht hatte sie auch ch0n das Vergebliche eines solchen einsehen gelernt. In ihren Zügen und den Augen prägte sich die größte freundschaftlichen Gesinnungen gegen Oesterreich einzig und allein das Verhalten eines Staatsmannes, eines Staats oder selbst nur eines Polikers von europäischer Gesichtsweite gegenüber den Nationalitäten Ungarns zu betrachten. Staatengebilde entstehen und vergehen: was im Schöße der Zukunft verborgen, kann der Politiker der Gegenwart nicht anfechten; nicht Oesterreich, nicht der ungarische Staat werden ewig bestehen, noch die Nolhwendigkeit ewig vorhanden sein, daß sie bestehen. Heute jedoch ist der ungarische Staat, Len die Suprematie des ungarischen Stammes in Ungarn erhält, für een, der ein geordnetes Staatswesen zwischen dem Böhmerwald und dem unteren Lause der Donau nicht entbehren zu können glaubt, nothwendig in demselben Sinn wie die Suprematie der Nordstaaten über die Südstaaten in Amerika für den, der die Vereinigten Staaten-Republik nicht zerschlagen wissen will; wie es nothwendig ist, daß die Angelsachsen die führende Rolle haben gegenüber den Iren, daß der Norden Italiens — die Pieinontesen, Lombarden, Venetianer — eine politische Präpon-deranz besitze gegenüber dem Süden, wo Neapel wenig verläßlich ist. Sizilien den Gedanken an die völlige Selbständigkeit nicht aufgegeben hat, wie es schließlich selbst nothwendig ist für jenen, der die orientalische Frage noch nicht gestellt haben möchte, daß die politische Suprematie des türkischen Stammes, des einzigen staatenbildenden Elements in dem Gewirr von Racen im Orient, nicht leichtsinnig mv lergraben werde.______________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 8. August. Inland. Die nöthigen Vorarbeiten für die im nächsten Monate zusammentretenden Landtage werden gegenwärtig von der Regierung dem Ab> schlusse zugeführt. Vor der Eröffnung der Landtage, zum Theile noch in diesem Monate, werden sämmt-liche Statthalter nach Wien berufen werden, um bezüglich der Verhandlungen der Landtage mit dem Minister des Innern zu conferieren. Von der Regierung werden, wie verlautet, nur wenige Vorlagen den Landtagen unterbreitet werden, darunter eine Vorlage, betreffend die Organisation des Sanitätsdienstes auf dem Lande, welche bereits das letztemal dem krainischen Landtage zur Verhandlung vorgelegt, aber bekanntlich abgelehnt wurde. Die „Bohemia" erfährt, der Kaiser werde mit der Franz Josefsbahn nach Pilsen und von da mit der böhmischen Westbahn nach Prag fahren, um die 1872 durch Wolkenbrtiche verheerten Gegenden und die seither auf Regierungslosten dort erbauten Wohnhäuser zu besichtigen. Der Kaiser wird in der hradschiner Hofburg absteigen. Der Aufenthalt in Ruhe und eine unerschütterliche Entschlossenheit aus. — Am Abend desselben Tages stand die weiße Taube in dem Wigwam des schwarzen Adlers am Feuer und kochte in einem Kessel Fische. Sie trip, pelte so geschäftig hin und her, als wäre sie mit ganzer Seele bei ihrer Arbeit, aber der finstere, drohende Blick, welchen sic ab und zu auf den jungen Häuptling richtete, bekundete, wie wenig der Körper sie in Anspruch nahm. Haß und Rachsucht spiegelten sich in den schönen, schwarzen Augen, wenn sie sich unbemerkt glaubte, und die kleine Hand ballte sich drohend zusammen. 1 * * * Hell und prächtig war der Mond am tief, dunkeln Himmel emporgestiegett und goß sein zauberisches Licht auf die verschwiegenen Laub- und Baumgruppen. Todtenstille herrschte ringsumher, kein Blatt regte sich, nur momentan fuhr ein lauer Westwind durch die Bäume und 6Bim war wieder alles still, dis auf das Schreien eines einsamen Nachtvogels. Plötzlich vernahm man einen leisen, klagenden welcher gleich darauf sein Echo fand. Dann raschelte es in den Zweigen des Unterholzes, ein mit Federn geschmücktes Haupt tauchte aus dem Brandeis ist auf vier Tage berechnet. Die czcchi-fchen Blätter melden: „In dem Badeorte Hauschka bei Brandeis erschien Samstags ein Abgesandter der französischen Botschaft aus Wien und miethete daselbst für den Marschall Mac Mahon sechs Zimmer für die Zeit vom 6 bis 20. Sep:ember; Marschall Mac Mahon werde mit dem Kaiser in Brandeis Zusammentreffen." Die Jungczechen haben am 5.d. noch einen Landtagssitz erobert. Beim dritten Wahlgange siegte im Stadtbezirke Deutschbrod der Jungczcche Houschka über seinen altczechischen Gegner Pittner. Die ungarische Magnatentafel hat alle in sie gesetzten Hoffnungen getäuscht. Mit einer Geschäftigkeit, die ihresgleichen in der Geschichte dieser parlamentarischen Mumie vergeblich sucht, wird an den vom Abgeordnetenhause beschlossenen Gesetzen geändert, wodurch einerseits die definitive Schließung des Reichstages wie das Jnslebentreten der Wahlnovelle hinausgeschoben werden. Es verlautet mit vieler Bestimmtheit aus Pest, daß die Magnatentafel lediglich aus Rancüne gegen den Minister des Innern die Berathung der Gesetze verzögert. Uebrigens heißt es, daß die Regierung für alle Fälle gerüstet und entschlossen sei, die Vertagung des Parlamentes sofort auszusprechen, wenn das Oberhaus die bisher befolgte Tactik festhält. Der kroatische Landtag ist am 5. d. von feinem Präsidenten Krestic eröffnet worden. Für die bevorstehende Session sind sehr wichtige Gesetzentwürfe in Vorbereitung. Es sollen ein Volksschul-, ein Sanitäts- und ein Preßgesetz beschlossen, ferner einige Gesetzentwürfe auf dem Gebiete der Eivil-prozeßordnung durchberathen werden. Auch ein Bankerottgesetz soll zur Vorlage gelangen, welches dem etwas stark erschütterten Credit der kroatischen Geschäftswelt im Auslände durch die Gewährleistung handelsrechtlicher Sicherheit wieder auf die Beine helfen soll. Ausland. Durch die von der „Germania" mitgetheilte Erklärung der preußischen Bischöfe über ihr Verhalten gegenüber den Staatsgesetzen ist die Kir chenfrage wiederum in den Vordergrund der öffentlichen Discussion gerückt worden. Die „Provinzial - Korrespondenz" führt den Reigen, indem sie von neuem erklärt, daß die Re-gierung auf dem seither verfolgten Wege auch ferner ohne Schwanken vorschreiten und der geistlichen Anmaßung unübersteigliche Schranken setzen werde. Dem halbosficiellen Blatte secundiert die offieiöfe .Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mit der Veröffentlichung eines dem Fürsten Bismarck zugegangenen ArbciterbriefeS, in welchem den Römlingen für jedm gegen den Kanzler gerichteten Mordversuch Repressalien in Aussicht gestellt werden. Das Or- Grün empor, um gleich wieder zu verschwinden und wiederum war's stille, fast noch stiller als vorher, dum weder Wind, noch das Geschrei eines Nachtvogels wurde mehr gehört. Wie aus der Erde gewachsen, stand jedoch in diesem Augenblick auf der höchsten Spitze des Hügels eine weibliche Gestalt. Sie blickte hinab auf das Thal, wo sich das Lager der PawarcS-Judianer befand und ciit finsteres Hohnlächeln überflog das schöne Gesicht. Dann eilte sie mit schnellen, flüchtigen Schritten den jenseitigen Abhang hinunter und sank wie erschöpft auf den weichen Rasen unter einem mächtigen Baume nieder. Sie saß lange, de» Kops in beide Hände gestützt, lauschte sie angestrengt in die Ferne. Alles blieb still. Jetzt stieß sie einen leisen klagenden Ruf aus, ähnlich dem, den man vorhin gehört hatte, und wieder fand er fein Echo in unmittelbarer Nähe. Gleich darauf wurde das Gebüsch auSeinanderge-ichtagen lind ein junger Mann, ein Weißer, trat daraus hervor. Mit einem Freudenschrei eilte die Indianerin auf ihr. zu. „Juanita," sagte der junge Mann zärtlich, indem er sie in seinen Arm nahm und mit der Hand gan des ReichSkanzleramtcs sucht die Pubtication dieses Briefes durch den Hinweis auf die Konsequenzen der Jesuilenmoral und auf die Absichten der Staatsfeinde zu rechtfertigen, welche über Deutschland von neuem das Elend eines dreißigjährigen Krieges herauf6tfchwören möchten. Wie verwegen aber auch die Jesuitenblätter die katholischen Massen zum Religionskriege hetzen, so ist doch nicht zu verkennen, daß im ultramontanen Lager die Energie der weltlichen Macht eine tiefe Niedergeschlagenheit hervorgerufen hat. Die in Aussicht stehenden neuen Gesetze über das geistliche Ordenswesen und die Verwaltung des Kirchenvermögens werden nicht verfehlen, die Verwirrung der Klericalen beträchtlich zu steigern. Zwar anscheinend erhebt der Episkopat auch nach der Verhaftung de« hartnäckigsten seiner Mitglieder, des Bischofs von Paderborn, trotziger denn je sein Haupt, und auch die bisher versöhnlicheren Kirchenfürsten reden sich in eine immer starrere Renitenz hinein. So soll Bischof Haneberg von Speyer erklärt haben, daß er seine eventuelle Wahl zum Erzbischof von Freiburg nur dann annehmen werde, falls die badische Regierung alle ihre kirchenfeindlichen Gesetze und Verordnungen zurücknehme. Gleichwohl sind die Nachrichten aus Posen, woselbst achtzig Geistliche es abgelehnt haben, sich an dem Adressensturm für das dortige Domcapitel zu betheiligen, ein deutliches Symptom, daß der niedere Klerus allgemach vor der Strenge des Gesetzes Re» spec t zu bekommen an fängt. Die versailler Natio nal- Versammln n g hat sich, nachdem sie das Einnahme- und Ausgabebudget pro 1875 in weniger als einer Woche durchgejagt hatte, von gestern abends bis zum 30. November vertagt. Die Parteien der Lin'en, welche dem Frieden während der Ferien nicht trauen, haben eine eigene Permanenz-Commission ernannt, welche den Royalisten und Bonapartisten scharf auf die Finger sehen dürfte. Für die Ferienzeit rüsten sich in Frankreich alle Parteien zum stillen Jntriguenkampfe. Die Bonapartisten bearbeiten die Wähler jener Departements, in welchen Deputiertenwahlen vorzunchme» sind, die Legitimisten wollen die RcstaurationscaiN-pagne wieder aufnehmen und Graf Ehambord, der die Wunder von Lourdes erproben will, zur Erleichterung der Verhandlungen nach Frankreich kommen. Die schlaueste Jntrigue wird den Orleaniste» zugefchrieben, und macht der „Bien Public" über dieselbe interessante Enthüllungen. Danach soll den intransigenten Legitimisten durch einen abermaligen scheinbaren Fufionöversuch, der mit der Berufung Ser* Fortsetzung in der Beilage. Uäl über ihr schwarzes, lang herabhängendes Haar fuhr, „Du hast es gewagt, Du hast den Wigwam des Pamares Häuptlings an demselben Tage verlassen, wo Dein Stamm Dich ihm übergeben?" „Habe ich es Dir nicht gesagt, daß ich es thun würde, habe ich es nicht ihm selbst gesagt, Wolf?" entgegnete Juanita. „Juanita wird ihren Schwur halten und niemals freiwillig in dem Wigwam de-Pawares Häuptlings bleiben.“ Der junge Mantt seufzte. „Man wird Dich zwingen, Juanita," sagte et traurig. .Niemals, Wolf, und um Dir das zu sagen, fand ich die Mittel Dich wissen zu lassen, wo w>r uns treffen könnten," sagte Juanita. „Ich kann nicht bei den Pawares Indianern bleiben, weil i« nicht will. Ich hasse sie mehr als einer meine* Stammes sie jemals gehaßt hat. Aber nicht das ists allein, was ich Dir sagen wollte. Ich kann auch nicht zu den Meiiomoiteä zurückkehren, man würde mich in das kaum abgeschüttclle Joch zurückführca und eine grausame Strafe meiner harren. Du Hai mir einst gesagt, Du wollest mich von hier f°r^ führen, weit über da« große Wasser. Ich habe dar über nachgedacht, weil ich nicht glaubte, datz Beilage $nm „Lakbacher Tagblatt' Lucien Brun'S in das Cabinet eingeleitet würde, die Unmöglichkeit der Throneinsetzung Chambord'S bewiesen und dann den Anhängern des „Boy“ offen erklärt werden, daß aus der Sackgasse, in welche fie gerathen, es nur zwei Wege gebe: die Organisation des Septennats oder die Auflösung d. H. die Republik. Das Bündnis mit den Legitimsten soll schließlich von der Bedingung abhängig gemacht werden, daß der Herzog von Aumale zum SenatS-Präfidenten gewählt würde. Der Cadet von Woolwich, Prinz Louis Napoleon, soll auf seiner Reise nach Arenen-berg Paris passiert,' sich dort mehrere Tage aus-gehalten und viele Anhänger empfangen haben. Die Polizei, welche von diesem Besuche wußte, hat offen, bar im Austrage der Versailler Regierung beide Augen zugedrückt und weder >den Sohn Louis Napoleon'S noch jene Zusammenkünfte der bonaparti-stischen Führer, welche durch die Anwesenheit des Prinzen in Paris veranlaßt wurden, bemerkt. „Le fruit sec de Woolwich“, wie gegenwärtig der Spitzname des jungen Bonaparte lautet, ist übrigens — wie der „Siede“ meldet — bei den letzten Prüfungen abermals durchgefallen, und während feine sämmtlichen Kameraden zu Artillerie- oder Geuic-Unterlieutenanten ernannt wurden, ist der Erbe von Sedan und Waterloo leer ausgegangen. Die Belobungen und die Unterstützungen, welche die royalistische Presse Frankreichs den Car listen angedeihen läßt, veranlaßt „Bien Public", das Wort Pascal'«: „Wahrheit jenseits der Pyrenäen, Jrrthmn diesseits"', zu wiederholen. Denn, sagt das Thiers'sche Organ, wenn eS wahr ist, daß die Scheußlichkeiten der im Sold von Don Carlos stehenden Banditen von einem höheren Principe und einem heiligen Rechte ausgehen, die fie rechtfertigen, warum greifen die französischen Royalisten, die sich auf dasselbe Recht und dasselbe Prin-cip berufen, nicht zu denselben Mitteln, um ihrer Sache dm Triumph zu sichern? Die Bourbonen von Frankreich wie die Bourbonen von Spanien schreiben sich dieselben Anrechte auf den Thron ihrer Väter zu. „Meine Geburt macht mich zum Könige", sagte uns neulich Herr Graf von Chambord. Warum zögert er, dem Beispiel seines tapfern Vetters zu folgen? Die Carlisten, sagt Ihr, ehren die monarchische Partei, indem sie mit bewaffneter Hand gegen die Regierung des Marschalls Serrano kämpfen. Wie soll man die Haltung der Getreuen des Grafen von Chambord nennen, welche den Mar» schall Mac MaHon mit Blumen überstreuen uni sich damit begnügen, über die unheilvollen Folgen des Septenmums zu jammern?" Weißen milde und gut gegen rothe Menschen sein könnten. Jetzt weiß ich es und bitte Dich, mich fortzuführen, ich gehe mit Dir, wohin du willst." Während Juanita sprach, war in Wolfs Zügen eine große Veränderung vorgegangen. CS gab eine Zeit, wo der junge Mann das schöne Jndianerkind so liebte, daß er im Stande gewesen wäre, jedes Hindernis zu überwinden, Juanita zu seinem Weibe zu machen, aber da sie seinen gutgemeinten Vorschlag mit Lachen von sich gewiesen, so gelangte er gar bald zu der Ansicht, daß die Indianerin mehr Klugheit habe als er selber. War eS aber möglich, daß die Tochter der Wildnis jemals die Bildung erreichen konnte, die doch unumgänglich nothwendig, um sie in jene Kreise ein-führen zu können, worin er selbst sich bewegte? Liebte er sie überhaupt auch so stark, daß er allen Spott, der ihn an ihrer Seite erwartete, ertragen konnte ohne Murren? Wolf mußte alle diese Fragen verneinen. Sie hatten bis jetzt ein Leben wie glückliche, sorglos spielende Kinder geführt. Er besuchte oft das Lager der Menomones und war ein gern-gesehener Gast bei allen. War er es doch, der Gin, 9tr« 170 vo» 8. Artgust 18*4' Zur Tagesgeschichte. — Der General der Cavallerie Edelsheim-Gyulai, welcher sich in Preßburg zur Truppeu-Jnspec-tion befindet, besuchte das GarnisonSspital auf der Fürstenallee und besichtigte alle Krankensäle. Er kam auch in die Leichenkammei; zufällig lag hier ein tobtet Soldat, welcher vorschriftsmäßig in den Händen eine Schnur befestigt hatte. Baron Edelsheim frug den Stabsarzt, was diese Schnur zu bedeuten habe; der Stabsarzt erklärte, daß dieselbe dazu diene, um für den Fall, als ein Scheintodter sich wieder bewege» sollte, die mit dieser Schnur in Betbindung stehende Glocke der Wachtstube in Bewegung zu setzen und dem Scheintodten die «öthige Hilfe leisten zu können. EdelS« jeirn verlangte eine Probe. Der Stabsarzt bewegte den Arm der Leiche, alles bleibt ruhig; er bewegte den Arm wieder, es kommt noch immer niemand; unter Angstschweiß zerrt er an der Schnur stärker, aber eS erscheint keine Hilfe. Da alles ruhig bleibt, wird eine nähere Untersuchung angestellt und gesunden, daß der Glockenzug abgerissen ist, uud zwar nicht erst heute, sondern auS den Merkmalen ist zu entnehmen, daß der Glockenzug wenigstens schon seit zwei Jahren abgerissen sein mußte, aber die Schnur wurde jedem Verstorbenen an den Fingern befestigt. — Gut für Scheintodte! — Wie man spart, das muß mau von reichen Leuten lernen, und das Beispiel des verstorbenen Baron Rothschild zeigt, daß da in der That Nichtmillionäre noch viele« zu lernen haben. Um den Stempel zu ersparen, datierte Anselm Rothschild sein Testament von Frankfurt a. M., und die Leiche des Krösus wurde bei ihrer Ankunft laut Mittheilung deö „Wr. Ftdbl." mittelst StreifwagenS vom Bahnhof zur Stadt befördert. — Der Weltpostcongreß. Der Zusammentritt de» internationalen PostcongreffeS, schlechtweg „Weltpostcongreß" genannt, ist nunmehr gesichert. Er wird am 15. k. M. in Bern zusammentreten, Oesterreich-Ungarn wird auf demselben vertreten sein. Auch Frankreich, anfangs etwas zurückhaltend — man weiß nicht, ob aus Finanznölhen oder aus Abneigung gegen Deutschland — hat eingesehen, daß e» nicht in seinem Interesse liege, sich zu isolieren. ES wird den Con-greß beschicken. Ein Vertragsentwurf ist bereits von dem deutschen ReichS-Postdirector Dr. Stephan den betreffenden Regierungen vorgelegt worden. Gleich dem brüffeler Congreffe wird auch der berner nur eine Delegiertenversammlung bilden, d. H. er wird zwar abstimmen, aber seine Abstimmungen unterliegen der vorherigen Einwirkung der Regierungen und bedürfen beten nachträglicher Genehmigung, welche auf dem Correspondenzwege eingeholt werden wird, wenn es nicht gelingt, schon vorher auf dem Congreffe selbst eine Vereinbarung zu erzielen. Der internationale Cigarren, bunte Bänder, Perlen und Spielsachen mitbrachte, wovon Juanita, die Tochter des Häuptlings, stets das Beste und Schönste erhielt. Da war es eines Tages anders geworden. Der Häuptling der PawareS, der schwarze Adler, war in den Wigwam deö MmomoncS-Häupt-lings gekommen und hatte die schöne Tochter gesehen. Cr beschloß sie als seine Squaw in seinen Wigwam zu führen. Die Verhandlungen, die er mit ihrem Vater darüber führte, dauerten nicht lange. So sehr sich Juanita auch sträubte, sie mußte sich doch scheinbar fügen und ihm in seinen Wigwam folgen, wollte sie nicht die härtesten Strafen erdulden. Wolf war außer sich vor Schmerz und Betrübnis, aber er konnte Juanita nicht zurückhalten, er hätte sie dann zu feinem Weibe machen müssen, wozu ihm der Muth fehlte. Jetzt sprach sie selbst das Wort aus, wovor er zurückbebte und nicht gleich die rechten Worte fand, um feine Liebe zu gestehen, ebenso wenig wie er sie so tief kränken wollte, ihr zu sagen, daß er das Beginnen nicht begreife. „Nun?" fragte Juanita nach einer längeren wird nicht durch den Congreß festgesetzt, sott« dem formell durch die Bevollmächtigten der Regierungen abgeschloffen werden. Ein solcher Vertrag wird unzweifelhaft zustande kommen, denn diejenigen Regierungen, welche demselben geneigt sind, werden sich durch den DiffenS anderer nicht abhalten (offen, sich in betreff der „allgemeinen Erleichterungen" und der „einheitlichen Transitgebühren. Regelung" zu verständigen, in der Hoffnung, daß die anderen, belehrt durch den Erfolg, später nachkommen werden. — C in Lied vom Pfarrer Hauthaler. Im bairischen „Volksblatt" hat sich ein Barde gefunden, der HauthalerS Abenteuer in Kissingen für die Jahrmärkte herrichtete, indem er auf die Melodie „zu Mantua in Banden" die Leidensgeschichte des würdigen Pfarrherrn von Walchsee in Verse brachte. DaS neue Lied lautet: „Zu Schwemfurt in der Krone ©n schwarzer Pfarrer war, Zu Schwemfurt schlug in Banden Ihn Bismarcks treue Schaar; Denn die verstehen keinen Scherz, Da blutete das gute Herz Dem Pfarrer aus Tirol. Die Hände aus dem Rücken Ging er bequem dahin, Fürst Bismarck zu erblicken. Das stand in seinem Sinn, Fürst Bismarck mit dem kahlen Haar, Und der noch nie zu sehen war Im heil'gen Land Tirol. Er kam im Volkeswirbel Bis an die Stoffe vor, » Bis Bismarck kam gefahren Durch's offene Gartenthor. Da hört er Schießen und Geschrei Und wußte nicht was dieses fei, Der Mann vom Land Tirol. Doch als er kam zurücke Nach Schwemfurt ins Hotel, Da faßte ihn beim Genicke Der Kerkermeister schnell. Und auch der Commissär von Lux-Burg kam mit feinen Acten flugs — „Ade mein Land Tirol!" Und da man feine Bande Ihm endlich wieder nimmt, Weil man in feiner Mitfchuld Sich greulich hat gestimmt. Da sprach er: „Heut' zum letztenmal War ich in Franken an der Saal', Ich bleib' im Land Tirol!" — — Amerikanisch. Die UankeeS beabsichtigen zur bevorstehenden Ausstellung die Welt mit Wundern zu überraschen uud alles bei dergleichen Gelegenheiten Gesehene in den Schatten zu stellen. So erzählt irgend ein amerikanischer Spaßvogel folgenden Humbug: Außer der 1000 Fuß hohen Säule, welche errichtet werden soll, um den Besuchern eine gran-diöse Aussicht zu bieten, wird sich, New-Dorker Blättern zufolge, eine Gesellschaft zur Erbauung eines Pause, und ihre Stimme verbarg nicht die Bestürzung, in welche Wolfs Schweigen sie versetzt halte. „Du erwiederst mir nichts auf meine Frage?" „Ich bin erstaunt, überrascht, Juanita", sagte Wolf, das Mädchen fester an sich ziehend. „Bedenke, wie du einst meinen dringenden Wunsch belacht und verspottet!" „Damals", entgegnete Juanita träumerisch, „ja, damals war alles schön. Der schwarze Adler hatte noch nicht seine Fänge ausgebreitet, um mich sortzuschleppen. Damals konnte ich darüber lachen, aber jetzt gibt es für mich keine Rettung mehr. Doch nun sehe ich es Dir an, jetzt willst Du nicht mehr, weil Deine Liebe für Juanita dahin." Sie bedeckte ihr Gesicht mit beiden Händen. Wolf unschlang sie, von Mitleid und Liebe bewegt. „Juanita, sieh mich an, sieh, ob ich Dich liebe I" rief er aus. „CS war nur die Ueberraschung, die mich zögern ließ. Ich will mit Dir fliehen, jetzt gleich, wenn Du mit mir willst." Was Wolf da sagte, war keine Lüge. Cr hätte Juanita fortgeführt, trotz der drohenden Gefahr, trotzdem er nicht wußte wohin. Monstte-HotelS bilden. Dasselbe soll eine englische Meile lang, und 24 Stock hoch werden und 10,000 Zimmer enthalten. Das Hotel wird gänzlich ohne Treppen sein. Gäste werden mittelst Elevatoren nach den betreffenden Stockwerken befördert; auf difelbe Weise nehmen Speisen und Getränke rc. ihren Weg in die Höhe. In den Zimmern sind Sprachrohre angebracht, wodurch die Befehle an die betreffenden Ab-theilungen gegeben werden. Setzen wir den Fall, der Herr auf 9999 wünscht ein GlaS EiSwafser, so spricht er diesen Wunsch ganz einfach in daS Sprachrohr: im Nu erhebt sich ein im Zimmer angebrachter falscher Boden und das Gewünschte steht vor ihm. Ferner ist eine mechanische Vorrichtung in Form eines eisernen Mannes zum Rasieren und Haarschneiden angebracht. Man setzt sich zu diesem Zweck vor daS betreffende Gestell, dreht an einem dazu angebrachten Mechanismus und wird augenblicklich barbiert. Post-und Telegraphenstationen find selbstverständlich. Der Verkehr in den verschiedenen Stockwerken wird mittelst Pferdebahnen bewerkstelligt. Der Speisesaal ist eine englische Meile lang. Die Tafel faßt 25.000 Gäste, welche von 500 Kellnern zu Pferde bedient werden, und wird bei Beginn der table d’hote anstatt zu klingeln, eine Salve aus 24=Pfändern gegeben. Da die Amerikaner infolge des TabakkauenS viel auS-fpucken, so sind in der Entfernung von je 100 Schritten große Spucknäpfe von 20 Fuß Durchmesser angebracht, welche durch eine Patenidampfpumpe gereinigt werden. Local- Provmztal-AngelkMhkitev — (Ein jugendlicher Mörder.) Am 3. und 4. August fand vor dem laibacher Schwurgerichte die Verhandlung gegen Anton (lerne wegen des Verbrechens des Mordes und deS DiebstahleS und gegen Maria (lerne, seine Mutter, und AgneS Paulin wegen Verbrechens der DiebstahlStheilnahme statt. Am 4 Jänner um 8 Uhr abends kamen die Burschen Martin Paulin und Franz Jurkov ö aus Winiwerch (Bez. L'ttai) ins HauS der Witwe Maria Cerne, bei welcher Paulin seit der ersten Adventwoche v. I. gewöhnlich wohnte und zuerst mit der Mutter, dann mit ihrer Tochter Aloisia ein näheres Verhältnis unterhielt. Paulin brachte ein «Beitel Branntwein und um zwei Groschen Brod mit und hieß den Jurkovic sich zum Tifche setzen und trinken. Der Sohn (defl HauseS Anton (lerne und Paulin gingen alsbald zur Nachbarin Maria Zupani! c Schnaps trinken, indem sie den schon stark betrunkenen Jurkov c zurückließen. Mit ihnen geht auch die Wilwe (lerne mit ihren drei Töchtern Aloisii, Maria und Agnes und es werden nun in Gesellschaft weitere 5 ©eitel Schnap» getrunken. Schon hier gerathen Paulin und Anton Cerne etwas in Streit, und elfterer sagt dem Cerne ins Gesicht, daß er „ihn und noch zwei solche nicht fürchte." Nach- Juanila selbst war es, die ihm abrieth. „Nein, nicht jetzt, nicht in dieser Stunde, Wolf. Sage mir, wann Du widerkehrst hier an diesen Platz, ich werde mich bann bereit halten, Dir zu folgen. Der große Geist wird mich in seinen Schutz nehmen, damit ich meinen Peinigern entkomme." Wolf dachte nach. „Wenn der Mond voll geworden ist, Juanita. Bis dahin habe ich meine Vorbereitungen getroffen", entgegnen er nach kurzem Besinnen; hoffte er doch, bi« zu dieser Zeit für die Indianerin ein passendes Unterkommen gefunden zu haben. Das Weitere würde sich dann finden. „Das ist lange", seufzte Juanita, „noch steht der Mond nicht bis zur Hälfte und ich bin in den Händen meiner erbittertsten Feinde. Aber ich will Geduld haben und ruhig sein, ich will warten, bis ich erlöst werde." Sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter und ihr Haar legte sich schmeichelnd um seinen Arm. Er preßte sie fester und fester an sich und fühlte auch wieder den Muth in sich, für Juanita zu sorgen. „Habe Geduld, Geliebte, ich komme um die stlbt Stunde wie heute," flüsterte er zärtlich. „Halte dem Paulin die Zeche ^bezahlt, kehrt die Gesellschaft: wieder ins HauS der (lerne zurück, Paulin setzt sich1 hinter den Ofen zur Aloisia (lerne, die er wiederholt vor aller Augen umarmt. Die Mutter, darob erbost, befiehlt der Tochter sich zu entfernen; eS entspinnt sich ein Streit zwischen Paulin und der Witwe Cerne, in den sich auch der Sohn mischt, indem er der Schwester mit dem Stocke droht, wenn sie nicht gleich von Paulin weggehe; auch dem Paulin gebietet er auf der Stelle das HauS zu verlassen, wo er kein Recht habe zu lärmen und aufzubegehren. Paulin geht mit dem Messer in der Hand auf den Cerne los, schreit: Per moj’ dus\ kaj bos ti slandra, ce bi se trije taki priäli, kakor si ti, pa se jih ne bojim — und stößt mit dem Messer gegen (lerne, ohne ihn jedoch zu verletzen. Als nun Paulin noch einmal zur Aloisia zurückkehrt und sie wieder mit beiden Atmen umfängt, stürzt sich Cerne auf ihn, packt ihn mit den Armen am Halse und schleudert ihn vom Ofen gegen den Tisch, wo er ihm die Pistole wegnimmt, die er bei sich hatte. Dann wirst er ihn rücklings auf die Bank und fängt ihn an zu würgen. Paulin zieht noch einmal das Messet, um sich zu wehren, aber Maria Cerne und Agnes Paulin entwinden ihm dasselbe. Längere Zeit hielt ihn Cerne so an der Gurgel und würgte ihn, bis Paulin das Bewußtsein verlöt, dann warf et ihn von bet Bank auf den Boden und schlug bald mit einem Handbeil, bald mit einem schweren eisernen Spaltkeil wohl zwanzigmal auf das Haupt de» daliegenden los. Endlich packte er den Regungslosen bei den Füßen und schleifte ih», indem bet Kopf auf den Boden anschlug, bei 90 Klafter weit aus eine Wiese, und als et noch Lebenszeichen von sich gab, bearbeitete et feinen Kopf neuer» ding« unter gräßlichen Flüchen und Verwünschungen mit bem Beile, so baß man bie Schläge weit hin in die Nachbarschaft hörte. Schließlich warf er den Leichnam in einen Graben, wo ihn später die GerichtScomrnission auffand. Dann begab sich (lerne zum Nachbarhaus, rühmte sich daselbst, den Paulin mit dem Beile und dem Eisenkeile so zugerichtet zu haben, „wie man einer Natter den Kopf zerquetscht." Bot dem Schwurgericht gesteht er, den Paulin auf den Kopf geschlagen zu haben, will aber nicht die Absicht gehabt haben, ihn umzubringcn. Der Angeklagte ist ferner geständig, im Vereine mit dem Erschlagenen mehrere Diebstähle verübt zu haben. Charakteristisch für den Leumund des Ermordeten ist ferner die Betheue« tnng mehrerer Zeugen, der Cerne habe recht gethan, den Paulin zu erschlagen, denn er sei ein gewaltthätiger Bursche gewesen, vor dem sich alle Welt gefürchtet habe. Ein Zeuge sagt: „Wenn nicht der (lerne den Paulin erschlagen hätte, wäre er selbst von ihm erschlagen worden." Anton (lerne wurde wegen de» Verbrechens des TodtschlageS und Diebstahls nur zu zehn Iahten schweren Kerker», verschärft durch einen Fasttag jeden >Dich dann bereit, sei aber vorsichtig und errege 'nicht die Aufmerksamkeit deiner Feinde. Nun lebe wohl, wir müssen scheiden." Noch einmal schlang sie ihre Arme um seinen Nacken, dann trennten sie sich. Kaum hatten Beide ahnungslos die Stelle verlassen, da tauchte plötzlich geisterhaft ein Antlitz auf, eine häßliche, teuflische Fratze. Lautlos, wie ein Gespenst, folgte cs der schnell den Hügel hinaneilenden Juanita. * Die Farm des Ansiedlers Lobermann war eine der schönsten und ansehnlichsten weit und breit, obwohl sie dem Gebiete und Jagdrevier der verdrängten Indianer ziemlich nahe lag, und deshalb mochte sie wohl weniger den Neid und die Misgunst der anderen. Farmer erregen. Lobermanns Farm war wiederholt von den heimtückischen Indianern heimgesucht. Doch war es dem Sohne, Wolf, gelungen, sich mit den Rolh-häuten auf etwas freundschaftlicheren Fuß zu stellen, und von da an hatte der alte Lobermann nie mehr, wie früher, den Tag verwünscht, an welchem er sein deutsches Vaterland verlassen. (Fortsetzung folgt.) Monat, öttartheilt, denn wegen feinet Jugend — tt ist noch nicht zwanzig Iahte alt — konnte er gesetzlich nicht zum Tode verurtheilt werden. Maria (lerne und AgneS Paulin, die Mutter des Erschlagenen, wurden wegen DiebstahlStheilnahme jede zu zwei Monaten Kerker verurtheilt. — (f Herr Gustav Lahn), der durch seinen mehrjährigen Aufenthalt in Laibach vielseitig bekannte und geschätzte Obetinspectot der Südbahn ist am 6teu d. M. in Triest einer kurzen Krankheit erlegen. — (Zur Regelung der Stolagebühren.) Eine Stimme vom Lande, unverkennbar die Stimme eines Seelsorgers, plaidiert in der „Boh." für die gänzliche Aufhebung der StolagebÜhren. „Das Einheben der Stolagebühren — so sagt jene Stimme — ist für den Geistlichen und für deffen Stand geradezu beschämend, nm nicht zu sagen erniedrigend. Muß den Seelsorger, der in Wirklichkeit ein geistlicher Batet feiner Pfatrkinder ist, der ihr Wohl und Wehe theil-nahmsvoll wie fein eigenes fühlt und trägt, nicht ein beschämendes Gefühl beschleichen, wenn er erwägt, daß et bezüglich seine» Lebensunterhaltes mitunter auf die betrübenden Ereignisse seiner Pfarrkindet angewiesen ist! Ist es nicht drückend und beschämend für ihn, daß feine bessere materielle Existenz durch recht viele Todesfälle in feiner Pfatrgemeindc bedingt fein soll! Mit welchem Gefühle soll et de» vom Grabe eines theneren Verblichenen in herbsten Schmerz vor ihm zur Zahlung erscheinenden Angehörigen die Stolagebühren berechnen und abverlangen! Und doch muß er es, wenn auch mit blutendem Hetzen, wenn auch noch so rücksichtsvoll und human thun, denn die Stola-gebühr bildet ja einen Theil seines Einkommens, und er bedarf ihrer zu fernem Lebensunterhalte. Hinweg mit der Stolagebühr auch noch aus einem anderen Grunde. Sie ist die Ursache, daß die unter den Lebenden bestandene Ungleichheit auch noch aus die Tobten und deren Begräbnis übertragen wird, wa- der Fall nicht fein sollte. Hier stirbt «in Bemittelter. Ec wird mit Pomp und Luxu» begraben. Bei seinem Leichen-begängnisse geben alle Glocken ihr Geläute, e» wird Requiem gehalten, die prächtigsten Ornate werden hervorgesucht, da» Salve regina und viele andere, im Rituale vvrkommenden Gebete werden verrichtet u. s. w. Dort hingegen trägt man einen Atmen unter den kaum hörbaren Tönen de» kleinsten GlöckleinS zur letzten Ruhestätte, lein Meßopfer wird für ihn dargebracht, die kirchlichen Gebete werden auf ein Minimum beschränkt. Hinweg mit ben StolagebÜhren! und der Seelsorger, der mit seiner Existenz an dieselben nicht angewiesen, sondern standesgemäß besoldet sein wird, wird den Armen wie den Reichen, den Niedrigen wie den Hohen gleichmäßig das letzte ©eleite zu geben, einen wie den ändern nach dem gleichen Ritus zur Erde zu bestatten in der Lage fein. — (Akklimatisation deS Seidenspinner S Yama-inaj u.) Herr I. Mach schreibt der „Neuen freien Presst" au« <8 laten egg bei Ru-bolfSvoerlh in Ärain: Der japanische Seidenspinner der Eiche (B. Yama-maju) wutbe vom Jahre 1866 bis 1872 hier gezüchtet, die letzten Jahre in großer Anzahl im freien Eichenwalde. Im Jahre 1872 wurde die Zucht aus den Thalwaldungen aus eine mit Eichengebüsch bewachsene Berghöhe verlegt, um den schädlichen beinahe alljährlich wiederkehreoden Maifrösten zu entgehen. Die Zucht gedieh auch dort, bis im Juni eine tropische Hitze von -j- 35° Reaumur an bet Lonne eintrat, die Raupe in dem stark entblätterten Gebüsche wenig Deckung fanb und anfing, gelblich z« werden. Die ganze Zucht wurde schnell in da» schattige Thal herabgetragen; allein e» war zu spät. Ja wenig;« tagen starben die Raupen au». Alle Mühe im vorigen Jahre und heuer, srische GtainS irgendwo zu erhalten, war vergeblich. Am 15. v. M. trat ein gewesener Rnupenwärter bei mir ein und überreichte mir auf einem Miß« buchenzweige eine fast spinnreife, schöne Yama-maju-Raupe. Bei meinem Erstaunen und Fragen erzählte et: in Geschäften wäre er butch meinen ffialb gefahren, hätte am Wege bie ihm wohlbekannten Wau» pen-Excremeote gesehen und bei« Anblicke auf den aüd)|tea SBauai, eine Wußbache, dir Raupe erblicfi. ®c bättc nicht Z:it gehabt, roeittr zu suche»; doch zweifle er nicht, nach den Spuren noch mehrere zu siadea. Bis zum heurigen Tage tiberbrachte er acht <ötücf, (Heils Cocoas, theils Raup-n. Ja der Nähe, wo die Staupen gefunden wurden, liegen die Zacht-Mtz: der Jihre 1869, 1870, 1871. ®a8 Jasect hat also durch drei bis sechs Jihrc mit eigener Kraft •fich im Kampfe gegen alle seine Feinde erhalten, sich an daS Klima gewöhnt und als vollberechtigter ständiger ©ajl am Tische des Waldes seinen Platz erworben. Die Raupe ist acclimatiftert. Selbst das heurige Frühjahr, als bei —4° R. am 29. April alle Eichen vom Schale aufwärts bis zum Berggipfel er-ttoren, hat die Raupe nicht vertilgt; die Weißbuche gab ihr Nahrung. Hoffentlich werden wir mit den Ärains dieses abgehärteten acclimatifietten JasecteS wieder züchten. Wird endlich die Zucht dieser Raupe sich in dazu vorzugsweise geeigneten Ländern verbreiten ? Wird endlich die Festigkeit des GespinnsteS dieser Raupe, die Unverwüstlichkeit der daraus erzeugten Stoffe so anerkannt und gezahlt werden wie in Japan ? Noch ist die AbhaSpelung schwierig, langsam und theuer, vielleicht beschenkt unS ein Chemiker mit einem Lösemittel für die Yama-maju- und Pernyi-Gtocons. Dann würde auch die Adhasplerin von ver Tortur befreit, fortwährend in siedend heißeS und kaltes Wasser greifen zu müssen, worunter die Gesundheit und die Hände leiden. — (Von der Geschichte Ärain fl) von Lugust Dimitz, k. k. Finanzrath und ©ecretär des historischen AereineS für Ärain, ist die erste Lieferung erschienen und wurde gestern versendet. Die Ausstattung dieses Werkes ist sehr geschmackvoll und wird die zweite Lieferung Ende dieses Monat» auSgegeben. Pränumerationen auf dieses GeschichiSwerk übernimmt die Verlagsbuchhandlung Jgn. v. Kleinmayr & Fedor Bamberg in Laibach. — (Tabackverbrauch.) Die Einnahmen für die im 2. Quartale 1874 abgesctzien Tabackjabri-fate und Cigarren betragen 13,266.365 fl. weniger als im 1. Quartale des Vorjahres; es zeigte sich eine Abnahme des Absatzes in Kärnten um 8570 fl., dagegen eine Zunahme in Steiermark um 15.848 fl., in Krain um 1641 fl. Bei dem Ctgarrenoerkaufe ergab sich ein Ausfall in Kärnten um 17.458 Stück, dagegen ein Mehrverbrauch in Steiermark um 41.185 ft. und iu Krain um 189 552 Stück. — (Eine zeitgemäße Verordnung.) Der ,Kl. Ztg." schreibt man: Kaum eine Beiordnung , die in Schulangelegenheiten erlassen wurde, dürste so geeignet sein, einem Uedelstande rasch abzu-helfcn, als eS die de» Unterrichtsministeriums ist, der zufolge Zöglingen der Eintritt in Lehrerbildungsanstalten und überhaupt das Studium erleichtert wird. Viele ausgeprägte Talente verfäuern, wie man zu faqen pflegt, am Lande bloS deshalb, weil ihnen die Mittel, das Verständnis und häufig wohl auch die Anregung f42.- 146.- 148.— 905. - 910.— 62.- 62 £5 75.- 75 50 973.— 974. 54.- 55.- 190 - 192 — 122.— 122 50 19 80 20.- 100 50 101 — 146.5 0 144 245-75 *46 - 204 50 20 r. 50 193 50 194 — 317 50 318.50 134.75 135.— Pfandbriefe. Geld Ware sag. öS. flob.-tetbit. bio. in 33 3 ttation. ü.W Ing. Bod.-Crr!>i!anK. 94.— 87.-93 45 85.56 95.— 88.— 93.45 86.75 Priori t&ts-Obl. Branz-Ioseft-Bahn . Oest.-Norbwestvahn. Siebenbürger StaatSbah» EübS.-Ges.zn 500 jft. bto. SBoni 102 50 96. 80 60 138. -107.75 224 - 103.— 86.50 80.80 139.— 108 85-226 — Lose. Credit -- L 160.— 160.50 Rudolss-L 13.- 14.- Wechsel (3 3Ron.) LugSb. 100 fl. sitdd.W. <>rantf. 100 st. ^ „ Hamburg :ont>on 10 Pf. Sterl. {5arie 100 Fra«c» . 91 60 91 80 53 60 ’0f.90 48.50 91 80 92.— 53.70 110.-43.55 Minzen. Lais. Mäav.D»c«te». ^0-KraucSstück . . . Prevß. Lafseuscheine Silber 5 24» 8.81 -1.62*» 103.50 5.25» 8.82— 1.62» 103.75 Telegraphischer CurSbericht am 8. August Papier-Rente 71- Silber-Rente 74 55 — 1860er Ataats-Anlehen 107- Bankactien 973 — (Scebit 241 50 — London 109.70 — Silber 103 45 — 20- Franc-» Stücke 8-79', Die Hauptniederlage für Krain der Cementfobrik... Markt Tüffcr befindet sich zu Laibach am alten Markt Nr. 15 (k. k. Tabak-Hauptverlag). Preis: Pr. Zoll-Ztr. ab obiger Niederlage 1 ft. — kr. äst. Währ. „ ,. Bahn Laibach — „ 95 „ „ Alle Bestellungen fite direkten Bezug von Tiiffer werden daselbst entgegeitgenommen, Muster auf Verlangen zugestellt und Auskunft bereitwilligst ertheilt. (356—10) Cmmerls 1000 Stück iu Quart mit Firmendrllck fl. 4'— 1000 St. in Postformat mit Firmendrnck „ 4'— (?iftnbal»n:A-rachtbriefe mit Firma und Bahnstempel pr. 1000 Stück st. „ 2000 „ „ (kilnut-Frachtbriefc „ 1000 ,. „ bto. „ 2000 „ „ Post-Frachtbriefe ,. 1000 „ „ jede weitere 1000 „ „ 7-50 14— 9— 17— 5— 3.50 Bnchdrulkerei v. illcinmuj|r & üamberej. (Ex orlgliiali.) Gorrespon-enz von Dr. Vetterini, k. Schiffsarzt erster Klasse in Ancona. Wie sich daS Popp'sche Anatherin-Mund« waffer im Scorbut bei de« Schiffsleoten als ein treffliches Heilmittel bewährte. „Ancona, 3. Februar 1872. Infolge einer schon durch sechs Wochen anhaltenden nebeligen und rauhen Witterung trat der Scorbut sehr stark bei unserer Schiffsmannschaft auf, und war das Uebel um so bedenklicher, da unsere hier üblichen Mittel in vielen Fällen Len Dienst versagten. Herr Dr. Beittel aus der wiener Hochschule, der letzt als Schiffsarzt hier bedienstet ist, machte mich auf die Heilwirkung des Popp'schen Anatherin-Mundwassers im Scorbut aufmerksam, und ich hatte in der peinlichen Lage, in welcher ich mich befand, nichts eiligeres zu thun, als von Triest zehn Flaschen bringen zu lassen. Ich gestehe es nun offen, daß ich dem Herrn Dr. Beittel für seine Mittheilung, sowie dem Herrn I. G. Popp, k. k. Hofzahnarzt in Wien, Stadt, Bognergaffe 9Zr. 2, sehr zum Danke verpflichtet bin. Das Anatherin-Mnndivaffer bewährte seine Heilkraft gegen Scorbut herrlich; wir zählten von 28 Kranken 21 Genesende. Leider ist das Popp'sche Anatherin-Mundwasser seines hohen Preises halber uns zum Dispensieren nicht gestaltet, doch habe ich in dem abgefaßten Berichte an die Sanitäts-Direction selbes in besagtem Uebel als sehr heilkräftig hervorgehoben. Dr. Vetterini, (8—3) k. Schiffsarzt erster Klaffe. Zu haben in Laibach bei Petriciö & Pirker, A. Krisper, Jos. Karinger, Ed. Mahr, F. M. Schmitt und E. Bir-schitz, Apotheker; in Adelsberg bei J. Kupferschmidt, Apotheker; in Bischoslack bei C. Fabiani, Apotheker; in Gottschee bei J. Braune, Apotheker; in Jdria in der k. k. Werksapotheke; inLittai beiX. Mühlwenzel, Apotheker ; in Rudolfs werth bei J. Bergmann, Apotheker, und D. Rizzoli, Apotheker; in R a d m a n n s d o r f in der Apotheke von Sallochers Witwe; in Krainburg bei F. Krisper undSeb.Schaunig, Apotheker; in Bleiburg bei Herbst, Apotheker: in W pro Sb in bei Halter, Apotheker ; in Gurkfeld bei Fried. Bömches, Apotheker; in Stein bei Jahn, Apotheker; in Wippach bei Anton Deperls, Apotheker; in Görz bei Pontoni, Apotheker, und J. Keller; in Wartenberg bei F. Gadler. Im Cafe Sckizeitas guter Kaffee, feinste Chokolade, frisches Bier, Wein und kalte Kiiche zu allen Tageszeiten. (460a—2) AgentenGesuch. Eine mit größerem Grundkapitale ausgerüstete, durch die k. k. Staatsregierung allerhöchst concessionierte Theaier-Loge zu verkaufen. Die Hälfte der laibacher Theaterloge Nr. 9, den G. Heimann'schen Erben gehörig, wird um 800 fl. zu verkaufen gesucht. Anträge übernimmt aitS Gefälligkeit Herr Ludwig Wallenko, Hauptplatz Nr. 7. (468—1) MljeillCtnr Kichenkasse Villa Roseneek hip h<*m SRiiTififitm fopfntthprp 9snrtFipifp hipfot mih frfinrt rirr/t * ■■■tw ■ w whr Vmew w^*i die dem Publicum besondere Bortheile bietet uud schon circa 15,000 Mitglieder zählt, beabsichtigt in allen geeigneten Orten Oesterreichs Filialen oder Agenturen zu errichten und belieben Bewerber um solche ihre Offerte mit Angabe von Referenzen unter L. 8148 bei der Annoncen-Expe-dition von Rudolf Mosse in Wien, Seilerstättc 2, eiti£ureichen^______________________________________________________________(465—2) Die Wechselstube des Rudolf Fluck, Graz, Lack aller in das Nr. 4, wird hiermit zur Besorgung echslergeschäsl einschlagenden Aufträge bestens empfohlen. (462—4) täglich früh und abends feinster Kaffee, gute Chokolade, vorzügliches Kosler-Bier, krainer Wein, frische Butter und Käse, schmackhafter Schinken. (460b - 2) .Mtlfimmm