Nr. 285. Donnerstag, 15. Dezember 1«tt?. 1W. Jahrgang. Mbacher Zeitung. VränumelatlllnOprel«: Mit Pofiversendung! «an^ähng fi. lb, halbiähii« II. 7,!>0. Im »lomptolr: »anljähnq fl.li, ynlbjnhri,, sl,s.,o», stilr die ^»ftcNiiu>i ,»n»sstbiir: ffNl 'leine Inselntc v>« ,u < .^rilcn »« lr,. größere pri .^rile >l l>,! !»'< öüer,',, Wu'l ^d>'!»N!,cn pr, .^cile 8 lr. Die ,,^,'niblichcl Zeitung" erscheint täglich mit Nu»nahmc der kon»> und ssrierlassc Dic «v«»»lftr«tlo» befindet fich ^l>bnhos»^»m>»!U uüt> Vlamlscrivts nicht zuruckqeNeNt, Umtlichei Hljeil. Se. f. uud f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst nntcrzrichnctcm Diplome dem Linienschiffs-Kapitän dcs Ruhrstaudcs Heinrich Berth old den "dclstaud allergnädigst zu verleihen gcricht. Der Haüdl'lbmmister hat den Hafen- nnd See-Mitäts. Vicecapitän Anton Kl oft z,l,n Hafen- und ^samtäts Capita,, ernannt. Nichtamtlicher Mil. Die loyalen Knudgebnngen der Landtage. Wahrhaft erhebend nnd für jedes patriotische Ge« ^l'lh im höchsten Grade erfreulich siud die Kundge-^uigrn. deren Schauplatz in den letzten Tagen eine ^»ze Reihe von Landtagen war. Trotzdem der erha-bk!,e Monarch in ebenso feinsinniger als hochherziger Ameise jede demonstrative Feier seines vierzigjährigen ^egicrnngsjubiläums dankend abgelehnt hat nnd dieselbe anf Acte der Menschenliebe und Barmherzigkeit, lv'e anf Schaustellungen der Fortschritte in Wissen«! chaft und Kunst. Landwirtschaft und Industrie be-^)länft wissen will, haben die berufenen Vertreter der -Uevöllerung. bei voller ehrerbietiger Hochachtung des lalser lchen Willens, es sich doch nicht uchmeu lasstn. uen Gefühlen, von welchen sie selber wie ihre Man-^r A /^ ^"d. in ebenso würdiger als imponieren-in ^ « Abdruck z,i geben. Die Worte, mit demn Oberö't.^.^ ^''<"°'' K'aiu. Böhmen. Niederösterreich. "de,o tnre.ch. Salzvu.g, Steicrmark. Istrien nnd Tirol vlS ^.glerungslubililums Sr Majestät des Kaisers Nkdacht wurde, verdiene» ,„,t goldenen Lettern in den >zahrbnchern Oesterieichs ^.zeichnet zu werden; sie vNden eine glänzende Huldigung für die lenchttndeu "egrntentugenden des geliebten Monarchen, eine wahrhaft erquickende Manifestation österreichischer Kmser-treue. österreichischer Vaterlandeliebe und österreichischer Dankbarkeit. Jeder Patriot muss sich erhoben nnd be-9lilckt fühlen einer solch überwältigenden Kundgebung segeilüber, in welcher das Gefühl dcr Zusammengeht ^'gleit uller Völker des Reiches seinen schönsten Tri> "lnph feiect. Mehr als irgend einer Nation bedeutet den Völ« lnn Olsterreich-Ungarns diese treue Liebe und An- hänglichkeit an den erhabenen Monarchen und das angestammte Herrscherhaus, mehr als in irgend einem Staate der Welt gilt in unserer kltchrwürdigen Mon» archie der dynastische Gedanke und die sich von Ge-schlccht zu Geschlecht forterbende Loyalität. Ist doch der erlauchte Träger der Krone das hehre Band, welches die durch Abstammung, Sprache und Aeleunlnis so vielfach verschiedenen Nationen zusammcuhält, ihnen friedliche Hutwicklung, Fortschritt und Gesittung verbürgt nnd sie befähigt, in dem großen geistigen Wett-kämpfe der Völker Europa's ihre Eigenart zu pflegen und dauernd zu sichern. Im vollen Sinne des Wortes ist demnach die Krone im weiten Reiche der Habsburger das Sinnbild der Eintracht, die Beschirmer,',, der Cultur, die Bürgschaft des durch weise Gesetze gcfür-derten geistigen uud matcriellen Gedeihens. Von welch hoh,r Bedeutung gerade im gegenwärtigen Augenblicke die großartige Kundgebung in den einzelnen Landtagen ist. und wie tief der Eindruck dieser erhebenden Eintracht aller in treuer Liebe zum angestammte,, Herrscher einmüthig um das Kaiserban-ner geschälten Völker nnd Stämme der Monarchie auch außerhalb der Grenz»» Oesterreich-Ungarns sein muss, das bedarf wohl uicht erst besonderer Betonung. Den Delegationen uud dem Reichlrathe welche in patriot,'» scher Ovferwilligleit die Mittel boten, um die Wehr-kraft des Reiches angemessen zu stärken, schließen sich nunmehr die Landesoertretungcn mit Manifestationen an. welche vor aller Welt bezeugen, dass Oesterreichs Völker vor den größten Opfern an Gut uud Blut nicht zurückschreckt'». wi>nn es gilt. einzusteheu für Kaiser und Reich und die Ehre ,md Machtstellung drr Mon-archie gegen jeden Angriff zn schützen. Das sind nicht bloß loyale Worte u»d Beschluss-, das sind ernste patriotische Thaten, drren Gewicht wohl überall angemessen gewürdigt werden wird, wo mau sich über die Bedeutung Oesterreichs als europäifcher Machtfactor und über' dessen Hilfsquellen ein klares Urtheil verschaff,,, will. Die Organisation des Sanitätsdienstes in den Gemeinden Kramö. Von Al'gn'Nlilgsralh Dr. K. Keesbacher. II. Das erste Land in Oesterreich, in welchem der Anlauf, diesen Ausbau zn »mternehmeu. gemacht wurde, war das Laud Krai», in dem der Laudcs'Sauilätsrath für Kram bereits im Jahre 1871 im Wege der Ini> tiative einen von dem damaligen Sanitätsrath Dr. Vaustcr ausgearbeiteten und codificierten Entwurf eines Gesetzes zur Organisation des Sanitätsdienstes in den Landgemeinden in Krain dem hohen Landtage vorlegte. Dieser Gesehentwnrf ist schon um des Um-standes willen, dass es der erste derartige Versuch war, ein sehr verdienstliches Unternehmen zu nennen. Der-selbe will für jede Gemeinde einen Gesundheitsrath statuieren und über diese die Bezirksgesundheitsräthe setzen, deren es fünf geben follte. Neide Körperschaften haben nach Art des Ijuai-6« os il6»l»li in England das Recht der Executive und bilden eine Körperfchaft nach Art unserer Orts und Bezirks schulräthe. Jede Gemeinde oder mehr Gemein den zusammen haben einen G?meindearzt nach dem Maßstabe, einen Arzt auf 10000 Einwohner, eine Hebamme auf 2000 Einwohner. Diese Gemeindeärzte bekommen 400 fl. ohne Pensionsberechtigung sausgenommen den Fall eingetretener Dieustunfähigkeit oder des Todes bei gewissen Epidemien, in welchen Fällen schon jetzt der Staatsverwaltung die Pensionsbewilligung zukommt), und werden mittels Vertrages auf Kündigung angestellt. Gemeinden, welche für sich allein einen Arzt bestellen, zahlen ihn selbst, wenn mehrere Gemeinden zusammen einen Arzt bestellen, zahlt ihn der Landesausschuss und hebt dieser das Geld durch Umlage auf die directen Steuern aller Steuerzahler jener Gemeinden ein. In disciplmarer Beziehung unterstehen die Aerzte dem Landesausschussk, sind aber im übrigen nicht genügend unabhängig von der Gemeinde gestellt. Dieser erste Versuch eines Ausbaues der Sanitäts-verwaltung nach unten ist jedoch vollständig gescheitert. In der siebentcu Landtagssitzung am 29. November 1872 legte nämlich der hohe Landesauischuss deuselben in seinem Rechenschaftsberichte vor und fprach fich in selbem in höchst abfälliger Weife darüber aus. Abgesehen davon, dass die Ausstattung von Gemeiude-Gesundheitsräthen mit Executive in unseren Verhältnissen schon von vornherein undurchführbar schien, er« schreckte der Landesautschuss vor den vielen Gesundheitsräthen und meinte, das Land werde mit einem ganzen Netz von sanitären und scolaren Orts-, Bezirksund Landesräthen übersponnen werden. Dann schreckte der Landesausschuss auch vor den Kosten zurück, die sich nach seiner Rechnung auf 25000 fl. belaufen hät-tcu. Dcr Landeiausschuss hat zwar die Nothwendigkeit Jemlleton. H ausordunu g. > Der Begriff der Ordnung im allgemeinen, wie kr der Hausordnung im besonderen ist ein sehr vrr-Wediillr. Diese nennt ihr Zimmer geordnet, wenn die stuhlt», wie mit einem Richtscheit abgemessen, genau so "d so viele Centimcter von der Wand entfernt stehen, .l"n die blank polierte Tischplatte aussieht, als ob "'e ein Mensch mit einer Arbeit ihr zunahe käme. ^ die schnurgerade herabhängenden Fransen der ^?,!"'l)deudecke ^ verrathen, dass sie wie eine Perücke " ^rst,t wurden. Jener wieder nennt sein Zimmer ge. H?''et. wenn die bisher anf der Diele lagernden . "Her rMich auf dem Sopha aufgefchichtet liegen. Et iÜ ^" H"t auf dem Leuchter stülpt, die auf den hMm herumliegenden Kleidnugsstücke endlich an die M ^ ^ Thürpfosten gehäugt, kleine Toilettrn-Gegen-^', '" ein beliebiges Fach geworfen uud das Schuh- " 'M Kleiderschrank untergebracht ist. illw u^"ch weder jene kleinliche Pedanterie, die sich ^.?"^t der umgebenden Dinge macht, noch dieser ^,3 !'"' der das chaotische Durcheinander seiner h °el'!achen j„ Fächern und Schränken birgt. ,st d,e drd """' welche beglückend auf unser Dasein wirkt, sola >"N 'lt Mar immer die gesetzmäßige Anseinander-'"Nr 'l^' ^'"6"'' doch sie braucht nicht auszuarten m l"che, ""wc Peinlichkeit, die die Zeit mit Neben-h», ' „""M/t uud die Hauptsachen außcracht lässt, ^ach, 'wenigste» ist sie iu dcr Hausorduuug ango t^' we,s dadurch die Behaglichkeit gestört oder gc-" ""sgehobe» wird. Im Hause bleibt immer das Wohlbefinden die Hauptsache, wo aber kein Stuhl der Qune gesetzt, kein Teller aus der schnurgeraden Rich-tnng gerückt werden darf, ohne dass die Hausfrau de«. halb misslauuig wird, da kann von einer anheimeln-den Traulichtcit nicht die Rede sein. Die Behaglichkeit drs Hauses beruht auf äußeren uud iuueren Bediuglmgeu. und daher hat auch die Hausordnung cine äußere wie innere Seite. Der äußl'rlu Seite der Hausordnung wird von den meisten Hausfrauen aufs beste Rechnung getragen. Da sie d,e Saulnrkeit. Nettigkeit uud Pünktlichkeit umfasst, so ist sic im Oruude nichts weiter, als das stete Bestreben, allcs. was znm Hause gehört, in gutem Zustande zu erhaltcu. Wie die RegclmähigtVit iu der Lebensweise allcn menschlichen Kräften die gehörige Spannkraft bewahrt, so wcrdcn durch die Orduuug alle mechanisch dirmudrn Dingc in ihnr Brauchbarkeit erhalten. > Je mehr dicser Cuidiualpnult der äußeren Ordnung im Auge behalte» wird. desto mehr treten die gulcu Folgcu hervor. Dieselben zeigen sich in einer wesentlichen Zcit-, Kraft- und Oeldslsparms. Wenn jedeö Ding stets an seinen Platz gcstcllt wird, ist das lästige Snchen mit seiner Zeitvergeudung auigeschloss,',,. Wo der Dienende zur bestimmten Stunde seine bestimmte Arbeit hat. hat die Hausfrau es bedeutend lrich'el; Willkür und Lauuc. dieses dämonische Schwe-stcrl'paar, kann nie seine Macht entwickeln. Wer emeu lllincn Schade,, au einem Gegenstande unbeachtet lästt. wird lmld in der Lagc sein. denselben neu beschaffen ;n uliifsei,. Je fester daher die Regelung aller anßeru Thäliglcit im Hause ist. dcsto ruhiger und friedvoller wickcll sich all's ab. Iu den natürlichm Zwang, der in drr äußeru Ordnuug dcs Hauses lugt. fügt sich unwillkürlich jeder, der zu ihm gehört. Die Kinder wachsen in ihn hinein, und erst ihr späteres Leben bringt ihnen zum vollen Bewusstsein, welch eineu Schatz sie in ihrem Ordnungssinn aus dem elterlichen Hause mit sich nahmen. Aber diese äußere Ordnung, so lobenswert sie auch ift, ist noch nicht jene «heil'ge Ordnuug-. jene «segensreiche Himmclstochter». von der Schiller in seiner Glocke singt, dass sie «das Gleiche frei nnd leicht uud freudig bindet». Das göttlich Unantastbare, was mit dem Worte «heilig», das Glückspendende, was mit dem Worte «segensreich» angedeutet wird. zeigt auf das geistige Wesen der innern Ordnung. Innere Ordnuug herrscht nur dann in einem Hause, wenn ein ziel' bewusötes, plaumäßiges. festbegrenzte« Wollen und Handeln aller Glieder stattfindet. Wie nur der ein geordneter Mensch ist, der das erstrebt, was er mit klarem Verstande als erreichbar erkannt hat, und dann unentwegt seinem Zi'le nachgeht, so ist auch nur das ein geordnetes Familienleben, wo nach bestimmten Grnndsätzen die Lebensbahnen der einzelnen Glieder, so weit es Menschen überhaupt vermöge«, vorgezeich-uet sind. Jede Familie hat gewissermaßen ihr eigenes Lebensgesetz, was nnzweideutig iu dem Familiena/isl sich offenbart. Wo dieser Familiengeist als fester Mittel-puult, als Richtschnur alles, wenn auch noch so ver-schiedeuen Strcbens festgehalten wird, da löiiueu die Söhne und Töchter einer Familie, ganz ihre, Eigenthümlichkeit entsprechend, ihren Lebensberuf wählen^ sie werden denselben stets mit dem Geiste erfüllen, von dem sie selbst als dem Charaktergepräge des Hauses beseelt sind. So ist es denkbar, dass aus ein nnd dem Lllibacher Zeitung Nr. 285. 2338 15. Dezember M7. einer Reform des Sanitätswesens in Krain schon damals ausdrücklich und unbedingt anerkannt, aber die Durchführbarkeit des fraglichen Entwurfes entschieden in Abrede gestellt. Indem der Landesausschuss an diesem Entwürfe Kritik übte, entwarf er in großen Zügen ein Bild, wie er sich die Organisation vorstelle. Dies lässt sich in folgenden Sätzen aussprechen. Die Sanitäts.Agenden besorgt in erster Linie die Gemeinde, in zweiter Instanz die Bezirkshauptmannschaft. Die Bezirkswundärzte wer« den fortbelassen wie bisher; der Bezirkswnndarzt hat in der Gemeinde seines Wohnsitzes Sitz und Stimme; jede Hauptgemeinde hält eine Hebamme. Diese Ideen krankten aber vor allem an dem Umstände, dass die Fortbelassuug der Vezirkswundärzte aus dem Grunde unmöglich ist. weil diese eben aussterben; vor diese Eventualität wird ja eben das Land Jahr für Jahr empfindlicher gestellt; freilich war die Noth damals noch nicht so groß, wie sie es heute ist. Den zweiten Anlauf zum Ausbaue der Sanitäts« organisation hat das hohe Ministerium selbst gemacht, jedoch ebenfalls mit negativem Erfolge. Im Jahre 187A hat nämlich das Ministerium in allen Landtagen einen gleichlautenden Gesehentwurf eingebracht, betreffend die Organisierung des Sanitätsdienstes in den Gemeinden. Dieser Entwurf unterscheidet sich wesentlich von dem früher erwähnten. Auch dieser Entwurf will das In« stitut der Gemeindeärzte schaffen und theilt das Land zu diesem Behufe in Sanitätssprengel, und zwar mit dem Maßstabe: einen Arzt auf höchstens 7000 Einwoh« ner und auf zwei Quadratmeilen Ausdehnung. Die Vertretung der in einen Sanitätssprengel vereinigten Gemeinden bildet eine Delegiertenversammlung, und zwar hat auf je 500 Einwohner ein Delegierter zu entfallen. Die Aerzte werden von den Gemeinden er« nannt, respective von der Delegiertenversammlung, und zwar im Verhältnisse eines Vertrage« (Kündigung); der Gehalt darf nicht weniger als 400 fl. betragen, und wird dieser Betrag nach den Bestimmungen des Gemeindegesehes nach Verhältnis ihrer gesammten direc-ten Steuerschuldigkeit aufgetheilt. Die Abhängigkeit des Gemeindearztes von den Gemeinden wird dadurch etwas abgeändert, als die Entlassung des Arztes, den Fall der Kündigung ausgenommen, nur mit Zustimmung der politischen Landesbchörde erfolgen kann. Für Dienstreisen im Dienstessprengel erhält der Arzt ein Pauschale, dessen Höhe mit Rücksicht auf die Lage und Ausdehnung des Sprengels sowie auf die Zahl und Beschäftigung der Bewohner nach Anhörung der Con« currenzgemeiuden von der politischen Landesbehörde im Einverständnisse mit dem Landesausschusse festgesetzt wird. ^ Der Gesetzentwurf verlangt ferner nach Maßgabe der Bewohnerzahl auch Hebammen. Der Landesvertre-bleibt es vorbehalten, Gemeinden, welche die Mittel nicht besitzen, zur entsprechenden Besoldung der Aerzte und Hebammen angemessene Beiträge aus Landes» mittelu zu bewilligen. In Gemeinden, welche zur Be» stellung eigener Gemeindeärzte verpflichtet sind. ist eine Gesunbheitscommission einzusetzen. Anderen Ge« meinden ist dies freigestellt. Obwohl dieses Gesetz in der vierten Sitzung des krainischen Landtages am 13. Dezember 1873 vom Regierungsvertreter auf das wärmste empfohlen wurde, ist dasselbe, wie bereits angedeutet wurde, abgelehnt worden. Der Umstand, dass das Gesetz gleichlautend in allen Landlagen eingebracht wurde, obwohl die spe« ciellen Verhältnisse der einzelnen Länder ganz verschieden sind, mag es verschuldet haben, das« das Gesetz von allen Landtagen abgelehnt wurde. Für Krain lag der Hauptstein des Anstoßes im Kostenpunkte, denn nach dem Maßstabe der Aerztevertheilung. wie ihn das gedachte Gesetz angewendet wissen will, hätte das Land 70 Aerzte anstellen müssen, obwohl es bisher mit 45 sein Auslangen gefunden hatte. Politische Neberlicht. (ZumRegierungs. Iubiläum desKai. scrs.) Die Triester «Edinost» gedenkt des bevorstehenden Rcgierungs«Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers und constatiert, dass alle Blätter den Wunsch Sr. Majestät bezüglich der Begehung dieser Feier mit besonderer Freude begrüßen, und dass alle ihre uner« schütterliche patriotische Ergebenheit zum Monarchen, dessen väterliche Fürsorge nicht nur in die Vergangen« heit, sondern auch in die Zukunft reicht, znm Ausdrucke bringen. «Die österreichischen Völker — schließt das Blatt — werden dieses Fest mit patriotischen Thaten im stillen feiern und sich mit der größten Dankbarkeit des seltenen und erhebenden Jubiläums erinnern.» (Krisengerüchte.) Das «Fremdenblatt, schreibt: Angesichts der Conjecturen und Commentare, welche einige — speciell ungarische — Blätter an das Gerücht von der Demission des Grafen Külnoln lnü» pfen, erscheint es nothwendig, erneuert auf das be« stimmteste zu constatieren. dass das Gerücht ausschließ, lich auf ein Vörsenmanöver zurückzuführen ist, daher auch alle Erörterungen, mit denen inländische uud ausländische Blätter diese in ernsteren Kreisen nicht äugen« blicklich beachtete Nachricht begleiten, von selbst hin. fällig werden. (Derschlesische undder dalmatinische Landtag) beschlossen anlässlich des Regierungs-Iubi« läums des Kaisers Humanitätsanstalten zu errichten. (Milit är-Conferenz in der Hofburg.) Unter dem Präsidium Sr. Majestät desKaisers fand vorgestern vormittags in dem Rathszimmer der Hofburg eine zweite Militär-Conferenz statt. An derselben haben unter anderen theilgenommen der General'Inspec« tor des Heeres FM. Erzherzog Albrecht, der Reichs-Kriegsminister FZM. Graf Vylandt-Rheidt, der Chef des Generalstabes FML. Freiherr von Beck und die Sectionschefs des Reichs-Kriegsministeriums. (Ungarn.) Die letzte Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses vor den Weihnachtsferien dürfte, vorausgesetzt, dass das Oberhaus keine wesentlichen Aenderungen an den im Laufe dieser Woche zur Verhandlung gelangenden Gesehentwürfen vornimmt, am nächsten Samstag abgehalten uud die Berathungen des Reichstage« sodann bis Anfangs Januar vertagt werden. Die erste Sitzung des Abgeordnetenhauses nach den Weihnachtsferien wird wahrscheinlich schon am 7len Januar stattfinden und der Budzet.Voranschlag den ersten Verhandlungsgegenstand bilden. (Die französische Republik) und »hr Präsident haben endlich ein Ministerium, dessen M-mriiuträger und Präsident Tirard ist. Derselbe übernimmt das Portefeuille der Finanzen. Tirard zählt zu den gemäßigten Opportunisten, qilt in Finanzfragen als tüchtig, hat bereits wiederholt als Finanzminister Gelegenheit gehabt, sich als soliden Arbeite zi> »rwel' sen, ist jedoch keineswegs ein Staatsmann uou größerer Begabung. Unter den Mitgliedern des Cabim'ts, das durchwegs ans Politikern zweiten nnd dritten Ranges besteht, ist Fallieres der bedeutendste. Z„m Kriegs-minister wurde General Logcrot, drr Commandierende des «. Armeecorps, ernannt. In der Kammer dnrfte das neue Cabiuet, das so mühselig unter Ach »"d Krach zustande gekommm, schwerlich einer euthüsia' stischen Aufuahme begegnen. (Vom deutschen Reichstage.) DerSenwM'-Convent des deutschen Reichstages hat, wie man a»s Berlin berichtet, vorgestern wschlosseu, die lHetivid^oll«', den Handelsvertrag mit Oesterreich und die erste Lchmg der Wehrvorlage noch vor Weihnachten zu erledig'«. Bei aller Anerkennung für den Fleiß der Volksvertreter hatte die Regimmg doch mich die vollständige Erledigung des neuen Wrhrgesrtzes vor Weihnachteil qrwiinsA (Die Kriegsgerüchte) nehmen ab. In den diplomatischen Krisen Frankreichs sieht man absolut nicht ein, wo der e Einnahmen betragen 55 0slli000 Francs, die Ausübe» 5i;«l)li000 Francs. — Der Ständerath ist mit t»e>n Gesetze über Veränderungen des Zolltarifes bcschäfM Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ""^ rische Amtsblatt meldet, zur Unterstützung von Ar"'" und Bedürftigen in Budapest 4000 fl., für die Äri"^ in Gödöllö ^(X) fl. und zur Unterstützunft der « Brand Geschädigten der Gemeinde Szepes-Rcmete 5^" Gulden zn spenden gernht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «P^ ger Abendblatt, meldet, dem Ortsschulrathe der Sa?', gemeinde Albendorf znr Anschaffung der Schnlei«"") tung 100 fl. zu spenden gernht. — (Orientreise.) Wie wir vernehmen, ge^" Herr Erzherzog Karl Ludwig in Begleitung der ^ Herzogin Maria Theresia und deren Schwester e« größere Seereise nach dem Oriente anzutreten, bie ^ zunächst auf Egyftten und, falls es die sanitären ^'^ ^., gestatten, auf den oberen Nilstrmn, dann aber aus^^ selben Familienkreise ein Künstler, ein Gelehrter und ein Kaufmann hervorgehen und zwischen allen Dreien, trotz der Verschiedenheit der Interessen, doch die innigste Harmonie besteht. In der That ist die Hausordnung nach ihrer inneren Seite eine «heil'ge, segensreiche Himmels« tochter» zu nennen, und es dürfte der bildliche Ausdruck der Tochter nicht ohne sinnigen Bezug von Schiller gewählt sein. Ist es nicht vor allem die Mutter, von der zum großen Theil auch die innere Ordnung des Hauses abhängt? Des Mannes natür-licher Wirkungskreis ist die Welt. ihm liegt da« Ringen und Kämpfen. «Erlisten, Erraffen» ob, wich« rend die Mutter die eigentliche Geistesw'ckerin, Her« zenslenkerin und Charakterbildnerin ihrer Kinder ist. Sie gleicht Gegensätzliche« aus. mildert Härten, ver« söhnt Widerstrebendes. Sie hat es auch zum guten Theil in der Hand, allen Kräften, so verschieden sie auch sind, die Richtung nach höheren Lebenszielen zu geben, damit das Gleiche sich leicht und frei und freudig bindet. Es ist in unserer Zeit nicht genug, dass eine Frau von früh bis abends im Schweiße ihres An. gesichtes arbeitet, dass sie täglich von unten bis oben ihr Haus säubert; erst wenn sie für den Geist der inneren Hausordnung Verständnis hat, ist sie eine wahre Priesterin des Hauses. Ein innerlich geordnetes Haus ist das Gleichnis, bild von einem gesund sich entwickelnden Staate, wo die verschiedenen Parteien sich zur Begründung des allgemeinen Wohles einen; während dagegen ein Haus, wo alle Glieder sich entgegenarbeiten, einem Staate gleicht, in dem die Parteien wild durcheinander jagen und der sociale Ruin das Ende des Kampfes ist, denn Wo rohe Kräfte sinnlos walten. Da kann sich kein Gebild' gestalten; Wenn sich die Voller selbst bcfrei'n. Da lann die Wohlfahrt nicht gedeih'n. Möchten alle unsere Häuser die Wohnstätte jener «heil'gen. segensreichen Himmelstochter» — die Heimat wahrer Hausordnung werden. Martha von Bosse. lNachdrüll verboten.) Stolze Kerzen. Roman aus dem Englischen. Von Max von Weißenthurn. (46. Fortsetzung.) «Pamela,» sprach sie in liebevollem Tone, «was immer auch andere Ihnen zugefügt haben mögen, was immer zu glauben sie Ihnen Veranlassung gegeben, mir thun Sie Unrecht. Ich kenne keinerlei Hass, weder gegen Schöne noch gegen Hässliche. Pamela, vertrauen Sie mir! Lassen Sie uns Freundinnen werden! Wir sind daraus angewiesen, miteinander zu verkehren! Lassen Sie es uns wie zwei Schwestern thun!» Sidonie hatte bei diesen Worten Pamela's Hand ergriffen, und diese lieh sie gewähren, wenn auch ans ihren Zügen noch immer unleugbares Misstrauen sprach. Dann aber plötzlich ihre Rechte aus der Sidonie's lösend, erwiderte sie hastig: «Ich weiß es nicht, wir wollen sehen; mm lassen Sie uns vor allem zum Frühstück gehen.. In ihrer Stimme jedoch lag trotz der abweisenden Art »in Etwas, das Sidonie verrieth, dass e! ihr ge^ lungen war, den Weg zum Herzen des sellsmucn Madchens zu finden. Sie mochten den halben Weg zurückgelegt ha" ^ als Pamela plötzlich stehen blirb'nnd. sich zm >">«'" dend, fragte: qch «Lieben Sie den Grafen? Er liebt Sie! ^ hörte, wie er es Madame sagte und dann a"ch,".^ znfüqte, er wäre ruiniert, wenn Sie nicht die <^ werde wollten.» «Sie hörten das. Pamela?» ^ «Ja. ich horchte an der Thür; ich thue b^-«^ und wann ich es nur immer kann. Die andern w > es nicht! Ich hasse den Grafen! Er nennt ""a)"'^r lein Quasimodo. Was da« heißt, weiß ich "'^' <,^b dass es Hässliches bedeutet, verstehe ich. und dcsi hasse ich ihn!» ,. hgss Sidonic war von dem Gehörten so »iberraM. .^ sie an keine Antwort dachte. Sobald da« ScMü ^^ in Sicht kam. bemerkte Sidonie eine gewallte ^ änderung im Benehmen ihrer Begleiterin. Dlejelv still, der frühere gehässige Ausdruck kehlte ,„ 'UHlb zurück, und alle Freundlichkeit schien gewichen. ^H^ fürchtete sie ihre Umgebung trotz der a"M, ^,ze Gleichgiltigkeit. welche sie an den Tag legte/ ^ stand vor einem Räthsel. , Nach dem Frühstück reiste der Graf av. ^ .Es ist hier wohl sehr einsam. S'dome.' '^ er. als er sich von seiner Cousine verabschlcoeir. ich denke, du wirst nicht ungern h,er we.len, von Verdier nach Pari« zurückkehrt.» :H werde «Sorge dich meinetwegen nicht. Eugene, '^„„M es hier nicht allzu einsam finden, nur um fürchte ich!» ^ ... „eil s,e "'" «Sie wird Paris schr vermissen, wett , Schwester dort hat!» . . „„^hen. b""" «Ja, der Gedanke, dieselbe wlederzU,eye ihr bereits große Freude bereitet!» ^'mbacher Zeitung Nr. 285. ___________^____________________2339___________________________________________15. Dezcm .- 'N?. la>ilna, den Libanon und Damascus erstrecken wird. Die Abreise s^ in den ersten Tagen des Jänner erfolgen, und dürfte eine Suite von 6 bis 7 Personen, unter Elchen auch der Geschichtsforscher Weiß in Graz sich befinden soll, die erzherzogliche Familie begleiten. — (Eisenbahn Nrod'Sunja.) Wie aus Iasenouac gemeldet wird, finden daselbst diesertage in Anwesenheit der Vertreter der kroatischen Landesregierung "nd der ungarischen Staatsbahnen die Belastungsproben d«r neuen Eisenbahnbrücke über die Save statt. Die Eröffnung der Theilstrccke Sunja-Neu-Gradiska findet in ben letzten Tagen dieses Jahres statt. — (Vom Theater.) Am 10. d. M. gelangte a«: Grazer Stadttheater «Ein Regimcutsarzt», Vollsstück von Karl Murre, dem Verfasser des «Nullerl», zur ersten Aufführung und hatte einen durchschlagenden Er-Mg. Die Träger der Hauptrollen: Director Schreiber, Konrad Löw. Posinger und Frau Majetti, wurden nach jedem der vier Acte oftmals gerufen. Fiir den ablvesen-be» Autor dankte Regisseur Posinger. — (Auch ein Jubiläum.) Nicht ohne Interesse dürfte es sein, darauf aufmerksam zu machen, dass N"t dem nuu zu Ende gebenden Jahre 1887 gerade zweitausend Jahre vergangen sind, seit die Cimbern und Teutonen in der römischen Provinz Noricum erschienen und von dem Proconsul C. Papirius Carbo Land verlangten, worauf dieser sich ihrer durch Hinterlist zu entledigen versuchte, aber bei Noreja in Stciermart völlig ^n ihnen im Jahre 113 v. Chr. geschlagen wurde. Mit ihrem Erscheinen beginnt das erste Auftreten der Deutfchen w der Geschichte. — (Schiffstatastrophe.) Aus Smyrna kommt ^.Meldung: Auf dem Dampfer «Vellona» der «Asia Miüor.Cvmpany», auf welchen, fich vierhundert Passa-ll'ne, der Mehrzahl nach Griechen, befanden, entstand Ehrend der Fohrt von Salonichi nach Trieft bei der Insel Imbroö während eines Stnrmcs eine furchtbare Vanik infolge von Feuerrufen. Alle stürzten zu den Rettungsbooten, wobei mehrere Personen erdrückt wurden, ein Boot umkippte und siebenundvierzig darauf befindliche Personen ertranken. Unterdessen hatten Diebe im Zimmer des Capitiins die Casse gesprengt und «000(1 Lire gestohlen; bei der Ankunft in Smyrna wurden seitens der türkischen Behörden zahlreiche Arretierungen vorgenommen. s ^" (Der Marmorhuu d.) Folgende lustige Ge- Mi'chle wird aus Scchshaus gemeldet: An cinem Haufr !"'' ^. c^! b" Hauptstraße und der Meidlingerstraßl- ? c,! 1 "" "'s dc.u vorigen Jahrhundert stau,. "ende Marmorbüste ci»es Hundes. Der Wirt «zum Wvarzeu Hund» wurde nnederholt mit Geldstrafen be^ cgt, weil er feine Hm.de ohne Maullorb herumlaufen Ueß. P?r Wirt zahlte pünktlich, legte endlich seinen vuudeu Maultörbe an und versah auch den Marmor-l'und mit einem Maulkorb. Ganz Sechshaus lächle »wer den Einfall — nur die Polizei nahm den Maultmb dcs uNarmorhundes übel und forderte den Wirt auf, de>, -Utaulllnb N'egzünehmen. Am E»de, heißt es, wird der -"in wegen Vclhöhnuua des Thiersenchen-Gesetzes noch bor das Bezüt^ericht tmumc». — An Stoff zur Heiteret fehlt es selbst in fo ernster Zeit nicht.___________ «Arme Alle! Wenn man nicht mrhr juna. ist. ^llte man dergleichen Wiedersehen nicht allzulange hin-^lischiehell!» warf der Graf hin. Diese Worte waren anscheinend achtlos gesprochen, ^ber ill, Grunde qenommen waren cs wohlqezieltc Pfeile, "'e auch glna» jenen Eindruck hervorriefen, den sie her-borrustn sollten. Sidonic stand eiuicze Augeublicke schwelend, daull sprach sic': «Eugene, wcuu d,l Nannelte aufsuchst, wie du es "ür versprochen hast, so sage ihr von mir, dass, wenn ^ ihr Freude bereiten sollte, direct nach Paris zu Men. um ihre Schwester zu besuchen, sie dies immer^ ^'n thun möge. Ich entbehre sie nicht gar zu sehr.» ,, «Ich will trachte, sic zu überrede,,; das nnrd ste Mq wieder herstellen. Und nun, lebe wohl. liebste Kusine. Schreibe, wenn dn mir irgend eine Milthrl-""3 M machen haben solltest!» ^. Als der Graf sich von Fran von Verdier verab->u)ledete. flüsterte er leise: 'Kann ich mich auf Sie verlassen?» 'Gewiss!» entgegnete die Dame ebenso leise, ttj 'Wisse, Sie, was er damit meinte?» rannte j>ela. welche hinter ihrer Mutter gestanden, als der Me» mit dem Grafen Monl^uie dauollgerollt war. ^'donie z„. 'Was sollte er meinen?» ,. ^ , ^. I,,: 'Was? O, — doch Geheimnisse su,d eben Ge-st,"U"isfe. Ie„e beiden würden mich todten, wenn ich !w. """the. ""° Madame wäre cs sicher mcht e.ncn "'"knt leid um ihre hoffnungsvolle Tochter» „a,, ^stürzt sah Sidouie der sich hastig Entfernenden ». Juli 1853 .l) bis einschließlich <') genannten Punkte nicht mehr von den in Gl'mäßhcit des H .'j.i dieses Pn< tcntcs bestellten Grundlaslen-Ablösuilgs- und Regulie-rungsbehördeu zu entscheiden, sondern köilnen fortan nur vor den Gerichten im summarischen Verfahren ausge-nagcu werden, ^ tt. Die vm, den Orundlasten-Ablösungs-u»d Regulieruugsbehörden auf Grund des i> 34 des erwähnten Patentes ergehenden Entscheidungen, zu welche», diesrlbl',, „ach i> 1 des gegenwärtige» Gefches noch competent bleiben, können auch fortan im Rechtswege nicht angefochten werden. t< 4. Die Ablöfung oder Regulierung Getrennt. Der Eindruck, den Nannelte's Mittheilung auf Karl Hargrave machte, war ein überwältigender. «Um Gottcs Barmherzigkeit willen, erklären Sie sich deutlicher., sichte er. als die Diene:in erschöpft anf einen Stuhl niedersank. «Wie konnte der Graf Sie von Ihrer Herrin trennen? Wie konnten Sie die-selbe verlassen nach dem Versprechen, welches Sie mir gaben?» «lts war nicht meine Schuld. Mylord.» schluchzte die All>. Sie halte crst von dem Portier des Hotels den hohen Raun. des jungen Mannes erfahren. «Ich konnte nichts dafür, dafs ich kranl wurde. Wenn das Fräulein ihm glaubte, welch Wunder dann, dass auch ich es that?» .Das Fräulein ihm glaubte!» wiedeiholte Karl langsam, schwer. «Was glaubte sie ihm?» «Ich will Ihnen alles erzählen, Mylord. Sle huben den Brief des Fräuleins doch belommcn?. «Ja, nnd ich reiste unverzüglich nach Loirct, um mich nur zu bald zu überzeugen, dafs ich überlistet worden sei. Vorher schon, Nannltte. hatte ich in jedem Hause in der Rue Saint-Honori nach einer Frau von Verdier gefragt, ohne eine Dame dieses Namens entdecken zu können.» ^. «Wie?» rief Nannette überrascht. «Es g,bt gar keine Frau dieses Namens?» «Das weiß ich nicht; jedenfalls aber steht frst, dass in der Rue Saint-Honor«! keine Fra,: dleses Na> mens wohnt.» ^. c «: ... « c Die alte Dienerin überkam dlefe Enthüllung so aewaltig, dass sie sich minntenlang sprachlos fühlte, ehe sie es über sich gewann, dem a, spannt zedem chrcr Worte Lanschcnden alles zu erzählen, von dem Moment an. in welchem sie den Brief an Karl Hargrave aus. gegeben hatte. (Forts, folgt.) der i« tz 1 bezeichneten, bisher nicht angemeldeten, beziehungsweise provocierten Rechte ist, wenn dieselben unbestritten oder im gerichtlichen Wege festgestellt find, über Ansuchen des Berechtigten oder Verpflichteten an Stelle der Grundlasten-Ablösungs. und Regulierungsbehörden von den politischen Behörden durchzuführen, tz 5. Zur Fällung des Ablösung«- oder Regulierungs-Erkenntnisses ist die l. k. Landesregierung in erster Instanz berufen. Die zn diesem Zwecke erforderlichen Erhebungen werden über Auftrag der k. t. Landesregierung in der Regel von jener Äezirkshauptmannschaft gepflogen, in deren Gebiete die belastete Liegenfchaft gelegen ist. Derselben obliegt die Vornahme aller jener Amtshandlungen, welche nach der mit der Ministerialverordnung vom 31. Oktober 1857, R. G. Bl. Nr. 216, kundgemachten Instruction in Ab. ficht aus die Frage der Ablösung oder R gulierung der Local-Commission zustehen, tz 0. Gegen die Entscheidnng der Landesregierung findet der Recurs lmmen der un' überschreitbaren Frist von sechs Wochen an das Ministerium des Innern statt, welches im Einvernehmen mit dem k. k. Ackerbauministerium entscheidet. i< 7. Die Kosten, welche aus Anlass der Verhandlungen iMl die Ablösung oder Regulierung auflaufen, find nach den diesfalls für das politische Verfahren bestehenden Vorschriften zu bestreiten, und ist über die Zahlung derselben instanzmäßig zu erkennen, tz 8. Die vorstehenden Bestimmungen finden auch auf jene in den tH i und 2 des laiferlichen Patentes vom 5. Juli 1853 genannten Rechte Anwenblma., welche erst nach Kundmachung dieses Patentes (i> 43) erworben worden sind, insoferne diese Rechte nicht bereits vor der Kundmachung des gegenwärtigen Gesetzes bei der Grundlasten'Ablösnngs' und Regulierungs - Landesbehörde angemeldet, beziehungsweife provociert worden sind. tz 9. In Absicht auf die im tz 1. Absatz 4 aä a) und d) des Patentes vom 5. Juli 1853 benannten gemeinschaftlichen Besitz- und Benutzungsrechte auf Grund und Boden, welche zwischen gewesenen Obrigkeiten und Gemeinden sowie ehemaligen Nnterhanen oder zwischen zwei oder mehreren Gemeinden bestehen, bleiben durch das gegenwärtige Gesetz die auf diefe Rechle bezugnehmende,, Bestimmungen der Reichsgefetze vom 7. Juni 1883, R. G. Nl. Nr. 92 und 94, über die Zufammenlegung landwirtschaftlicher Grundstücke und über die Theiluug gemeinschaftlicher Grundstücke unberührt, tz 10. Soweit durch das gegenwärtige Gesetz die Bestimmungen des kaiserlichen Patentes vom 5. Juli 1853 und der mit der Ministerial-vcrordnung vom 31. Oktober 1857. R. G. Bl. Nr. 218, kundgemachten Instruction nicht abgeändert werden, blei-ben dieselben sowohl für die Gerichte als auch für die Verwaltungsbehörde aufrecht. In Absicht auf die unter den H 1 des gegenwärtigen Gesetzes fallenden Rechte treten die Bestimmungen der Ministerialverordnung vom 3ten September 1855, R G. Vl. Nr. 101, in den Absätzen 1 „lld 2 außer K,af< tz II. Meine Minister für Inneres, Justiz, Ackerbau und Finanzen sind mit dem Vollzuge dieses Gesetzes beauftragt. — Die Vegriinduna dieses Antrages wird auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gefetzt werden. In Erledigung der Tagesordnung wurde die Regierungsvorlage eines Gesetzentwurfes, womit die U 78, 79 und 81 der Gemeinde-Ordnung vom 17. Februar 180«, L. G. Bl. Nr. 2, und das Gefeh vom 5. Jänner 1882, L, G. Bl. Nr. 8, abgeändert werben, dem Gemeinde-Ausschusse; die Regierungsvorlage eines Gesetzentwurfes, womit der 8 8 des Gesetzes vom 5. März 1873, L. G. Bl. Nr. 8, betreffend die Herstellung und Erhaltung der öffentlichen nichtiirarifchen Straßen und Wege, abgeändert wird, dem VerwaltungSausfchusse; der Bericht des Lan-desausschusses über die Eonvertierung der krainischen Grundentlastungsschuld dem Finanzausschusse zur Berathung zugewiesen. Abg. Dr. Mosch»! referierte hierauf namens des Finanzausfchufses über den Rechnungsabschluss des Grunb-entlastungsfondeS pro 1886. Die Lanbesfchuld für das Grundentlastungsgeschäft betrug zu Ende des Jahres 1866 237 154 fl. 96'/, kr., diefelbc hat sich somit gegen jene zu Ende des Jahres 1885 per 418 172 fl. 37V, kr. um 181017 fl. 41 kr. verring'rt Die Oe-sammtforderungen der Berechtigten betragen 4 ^5.437 st. 54 kr. — Der Rechnungsabschluss wurde vom Landtage genehmigt. Abgeordneter Dr. Poklutar berichtete namens des Verwaltungsausschusses über die Gesetzeö-Novelle. betreffend die Verbauung und Correction des Trebisa-Baches bei Ratfchach, und empfahl den nachfolgenden Gesetz» entwurf zur Annahme: Gesetz vom ... ., mit welchem einige Bestimmungen des Gesetzes vom 29. Juni 1880, L. G. Bl. Nr. 17, betreffend die Verbaul.ng und Correction des Trebisa.Baches bei Ratschach, abgeändert werden. Ueber Antrag des Landtages Meines Hcrzogthumes Krain finde Ich anzuordnen, wie folgt: Art. 1. Behufs Ausführung des von der k. k. forsttechnischen Abtheilung für Wildbach-Verbauung verfassten erweiterten Projectes für die Verbauung und Correction des Trebisa-Baches vom 22 März 1887 wird der im Gesetze vom 29. Juni 1886, L. G. Bl. Nr. 17, mit 8000 fl. festgestellte Veitrag des Landes zu ben Kosten dieser Verdauung auf den Betrag von 10400 st. unter der Voraussetzung erhöht, dass auch der im oberwähnten Gesetze vorgesehene Laibacher Zettung Nr. 285. 2340 15. Dezember 1^^. Beitrag des staatlichen Meliorations-Fondes auf 12000 Gulden erhöht werde, und dass sich die Interessenten an diesem Unternehmen mit einer Beitragsleistung von 1600 ft. betheiligen. Sollten die Kosten dieser Ver-bauungs- und Corrections-Arbeiten den Gesammlkostcn» Betrag von 24000 st. nicht erreichen, so sind die Beiträge des staatlichen Melioralions-Fondes, des Landes und der Interessenten, der eintretenden Ersparung entsprechend, gleichmäßig zu beschränken, beziehungsweise ist der sich ergebende, bereits eingezahlte Ueberschuss rückzu« vergüten. Hiernach ist das zwischen der Regierung und dem krainischen Landesausschufse abgeschlossene Ueberein-kommen vom 31. Juli 1886, L. G. Nl. Nr. 22, entsprechend zu modificieren. Art. II. Im übrigen tritt eine Abänderung der Bestimmungen des Gesetzes vom 29sten Juni 1886, L. G. Bl. Nr. 17. nicht ein. Art. III. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes ist Mein Uckerbauminister betraut. — Dieser Gesetzentwurf wurde ohne Debatte angenommen. Der Abgeordnete Hren referierte über die Maßregeln gegen das immer mehr zunehmende Umsichgreifen der Reblaus in Krain und stellt im Namen des Verwaltungsausschusses folgende Anträge: 1.) Dem l. l. Ackerbauministerium wird für die Errichtung der ärarischen amerikanischen Rebschule in Landstraß der Danl des trainischen Landtages ausgesprochen. 2.) Der Landes-ausschuss wird beauftragt, das hohe l. k. Ackerbaumini' sterium zu ersuchen, dasselbe wolle: a) unverzüglich mindestens noch an zwei Orten in Unterlrain, und zwar im Nassenfußer Bezirke und jenseits des Gorjancberges, wie es eben die Nothwendigkeit erheischen wird, amerikanische Rebschulen auf Staatskosten errichten; b) amerikanische Schnitt- und Wurzelreben unbemittelten Weingartenbesihern unentgeltlich oder doch gegen einen thunlichst niedrigen Preis abgeben; c) die Einfuhr amerilanifcher Schnittreben aus Ungarn in jene Gemeinden, in denen die Reblaus bereits conftatiert ist, und zwar unter jenen Vorsichtsmaßregeln, welche von der internationalen Commis< sion vom 3. November 1881, R.G. Bl.Nr. 105, und in der Ministerialverordnung vom 15. Juli 1882, R. G. Nl. Nr. 107, festgestellt wurden, und . d.M., statt. Mitglieder, welche selbständige Anträge zu stellen beabsichtigen, haben dieselben statutengemäß vorher dem Ausschusse bekanntzugeben. — (Slovenisches Theater.) Die nächste slo» venische Vorstellung findet am kommenden Sonntag statt. Zur Aufführung gelangt Schillers bürgerliches Trauerspiel «Kabale und Liebe». Aus besonderer Gefälligkeit hat Herr Kajzel die Rolle des Musicus Miller übernommen. — (Ernennungen.) Der Rechtspraltilant beim Landesgerichte in Klagenfurt Herr Franz Kueh wurde zum Auscultanten für Krain und der Auscultant für Krain Herr Johann Erhart ic zum Auscultanten für Steiermark ernannt. — (Im Kärntner Landtage) brachte gestern der Landeshauptmann einen von allen Abgeordneten gefertigten Antrag auf Einsetzung eines Ausschusses ein zur Berathung, wie das Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers, entsprechend den hochherzigen Ab» sichten Sr. Majestät, würdig gefeiert und für die spätesten Zeiten lebendig erhalten werden soll. — (Todesfälle.) In Wien ist am vergangenen Montag der pensionierte Hofrath des Obersten Gerichts» Hofes, Herr Josef Rack, welcher vor seiner Ernennung zum Hofrathe durch eine lange Reihe von Jahren Präsident des Kreisgerichtes Cilli war, im Alter von «5 Jahren gestorben. — Vorgestern starb in Graz nach langer, schwerer Krankheit der Advocat Dr. Ferdinand Duchatsch, ehemals Reichsraths- und Landtags-Abge-ordneter und Bürgermeister von Marburg, 54 Jahre alt. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Bei der gestrigen ersten Schwurgerichts-Verhandlung war der 28 Jahre alte verheiratete Schneider Johann Dobravc aus Mittergamling des Verbrechens des Diebstahls angeklagt. Der Angeklagte hat dadurch, dass er am 30sten August l. I. au« dem versperrten Hause des Johann Koncilij a in Mittergamling ein Sparcasfebuch, lautend auf den Namen Johann Koncilija mit der Einlage pr. 345 fl., und ebenso ein zweites Sparcassebuch der Maria Grad, lautend auf 80 fl,, sich angeeignet hat, sich dieses Verbrechens schuldig gemacht, welches er übrigens bei der Verhandlung gar nicht leugnete. Die Geschwornen sprachen Dobravc schuldig, und der Gerichtshof ver-urtheilte ihn zu einem Jahre schweren Kerkers, verschärft mit einer Faste in jedem Monate. — Bei der zweiten Verhandlung war der 17 Jahre alte Knecht Johann Zu pan aus Sebenjak des Verbrechens der Nothzucht und der Uebertretung des Diebstahls angeklagt. Vom ersteren Verbrechen wurde der Angeklagte mit fünf gegen sieben Stimmen freigesprochen, der Uebertretung des Diebstahls dagegen schuldig gesprochen und zu einem Monate Kerker verurtheilt. — (Die Adels berger Citalnica) hielt am 11. d. M. ihre diesjährige Generalversammlung ab. Für das kommende Vereinsjahr wurden in den Ausschuss gewählt die Herren: IakobZ Dim nil, Alois Krai-gher. Stefan Lapajne, Alois Lavrencic, Dr. I. Zegula (Präsident), Johann Thuma und Franz Zakrajsek. Der Verein zählt 48 Mitglieder. In der Lesehalle liegen 20 Zeitschriften auf. — (Heiteres.) Wir lesen in der Grazer «Tages» post»: «Wie einem Triester Blatte aus Laibach gemeldet wird. bereitet auch der Fürstbischof von Laliant einen Hirtenbrief vor, in dem den Agitationen des sloveuischen Clerus (!) für die Einführung der slavischen Liturgie ent-gegengetreteu werben soll.» — (Postalisches.) Die Fahrpostaufgabe bleibt in Laibach vom 16. bis inclusive 31. Dezember nur bis 6 Uhr abends offen. — (Gemeinde Wahl.) Bei der jüngst stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstandes der Orts» gemeinde Semic im Bezirke Tscherncmbl wurden zum Gemeindevorsteher Johann Ivanetic von Vertaca, zu Gemeinderäthen Johann Sustersic von Semi?, Stefan Iasla von Perbise und Mathias Ogulin von Vrezov« reber gewählt — (Meteor.) Aus Klagenfurt wird untem Gestrigen telegraphisch berichtet: Gestern abends um 5 W 46 Minute» wurde hier ein schönes Meteor mit lange" Lichtschweif beobachtet; dasselbe erschien am nördlichen Himmel und dnrchzog das Sternbild des kleinen Va»en und die Deichsel des großen Vären schief von Ost gegen West. — (Verunglückter Bergmann.) Wie aus Cilli geschrieben wird, wurde der Häuer Malhias Raw' sak i» Trifail beim Herabfalle» einer Kohleilplatle a» den Ulmstempel gedrückt, wobei er einen Nippenbruch erlitt.________________________________ ^ Neueste Post. Oriqinal - Teleq. ramml> der «L a i b a ch e r Z t >v Wien, 14. Dezember Ei» Artikel des «Fl'.'md«'"' blatt» führt aus: Die diplomatischen Beziehungen z" Russland seien andauerlid durchaus freimdlichl', ^ militärische Situation anlangend sei aber »icht4 9^ ändert, nichts gebessert, wenu auch in lchte>" <)'.'! nichts Erschwerendes hinzugetreten sei. Zweifelsohne !" eme militärische Machworschirlmna. an die Grenze im Z»^' welche schon jetzt die ernsteste Wachsamkeit herausfo^ drrt. Die Regierung handelt den Interesse» der M»' archie entsprechend, wenn sie alles aufbietet, um "» günstiges' politisches Verhältnis zu Russland zu "hm« ten, ,ind allls ueimeidel, was die friedliche. f>e»»dl>a^ AuKeinanderfetzlmg hindern könnte, dabei jedoch ^" sorgsamst wacht, dass im Falle des Scheiterns dies" Bemühungen die militärische Situation drr ^ionarch«' nicht von vornherein eine »ngiinstigere werd?. Zara, 14. Dezember. Der Landtag hat in <>'>"" heutigen Sitzung den Autrag des der Mi»oritä> a>'' gehörige» Abgeordneten Balotic, den Landesbeitrag !"/ die deutsche Militärschule in Zara zu streiche», ^ den Stimmen der kroatische» Majorität und der iM liener abgeleh»t. Von Ankotic qienq auch der "»l voll den Serben lmterzcichnete Antrag betreffs 6"'' führilng der russischen Sprache in den Realschule» "U' yiom, 14. Dezember. Fürst Franz LiechttM'" ist alö Abgesandter des Kaisers von Oesterreich,"'' den Papst aulässlich des Jubiläums gestern hier "»' getroffen. Belgrad, 14. Dezember. Heute wurde» die m'del"' lichen Berathungen der Sknpschtina mit der V">f^ tious'Drbatte eröffnet, und wurde der Bericht d^ ^" rifications-Ausschusses nach kurzer Discussion, n"^' sich auf die Principienfrage beschränkte, einstimmig ü> genommen. , London, 14. Dezember. Mr. Mackenzie ist h^ nach San Remo abgereist, nachdem im Halse ^ deutschen Kronprinzen abermals alarmierende SymPl"" aufgetreten sind. volkswirtschaftliches. Laldach, 14. Dezember. Äuf den, heutigen MailleH e.schienen: 4 Waa.en mit Getreide, III Waaen m,d 1 ^ mit ,holz. Durchschnitts Preise. "ill, ill«,.. ^ll' ' ,„. n,III sl,>ll. n^><^ Weizen pr. Heltolit. 5 «5 «,«7, Butter pr. Kilo .. ^"^ Korn . 4 6 4 !)U Eier pr. Stück . . — A "^ Gerste » 3 41 4^> Milch pr. Liter. . - ° "<. Hafer . 2 27 3z10 Rindfleisch pr. Kilo -!"° " ^ Halbfrncht .-------5M Kalbfleisch . ^,^^^ Heiden » 3l)0 5— Schweinefleisch » ^"^ ^-Hirsc . 3 74 5 70 Schöpsenfleisch » ^'^"^ Kulnruz . 5>36 b 50 Händel pr. Stück . ^ "" ^ Erdäpfel l00 Kilo 2 4!-------Tauben » ^« ^ Linsen ftr. Heltolit. 12-----------Heu pr. M.-Ctr. . 2^ ^. Erbsen . 13-----------Stroh . . . 1'-" ^ Fisolen . 11-----------Holz, hartes, pr. ^ Nindsschmalz Kilo 1----------- Klafter 6^" ^ Schweineschmalz» — «4-------— weiches, » ^ 28 ^" Speck, frisch, . —54-------Wein,rolh,.10ULit. "" «A^ — geränchert » -6(1-------—Weiher, » ^" ^^^" Angekommene Fremde. Am 12, Dezember. Kab' Hotel Etadt Wien. Vrann, Piler. Mandel. Schimerl"l<>' » ,, licVl. Weis»!«,»,,. Kmlslente, Wien. — Schinl, Besch", 1> " Sagor. — Ianezic, Privatier. Laibach. Schild' Hotel Mefmtt. Trcumann, Kaufmann. Vambera. "^,^,l>,c-. Van-llnternchmer^^^^ Verstorbene. ,,„, Den 1 3. Dezember. Paula Cernagoj, Arlieltero'" 9 I... »iosengasse 33, Blattern. ^rausi^""'' Den 1 4. Dezembe r. Johann Kuimncr, vucll" Sohn, 4>/, Monate, Polanastraße 13. Metcoroloaijche Beobachtungen m^a^^^ -------------3-------------?--------------------" F!i>« u s"H „ ,»» 3"!.'« «, »«^ '^° Mnftel U>N « ,.i5'5»,'!«s.c ?^ll Vlaalslose . . ion „ i«4 - i«4.s,>i "°m°.N«ntensche!nt . , per S». —> - - ^^eft«°Ibre,tte. steuerfrei , 110 »n,10 5< "lnerr. »io«enre»t«. s»eu«lsl«i S» n, 9» 30 ""« Volbicnte <«/„ .... »«-«>»«-«' ' Papicrrenie 5°/„ . . . . «» »5 8«,lcnb..«,l<,,z<>fl.e,W,V. ^N-'s.l.- ' ^stbahn.P,,ont«ten . . l»«'!^ <" - . Staais.Obl.fUnn.Oftbahn) -- ^'" ' . „« . vom 1.187« .-------Ü2-- »,.' Pramicn-Nnl. ^lttOsl, «.W. -- -'-^e>ß'Nsa,.l'o,e 4"/, 100 sl. . . ,21.75,52-2« ^rnndentl. - Obliaatione« «Ur ,,»0 ft, L.M.) > böhmische....... im 50 - - /° «aliz, chc....... ,02«» ION'- ^"«'^"lche....... l07«5 - .- ,° N>eb«t>sterle>z».7s. ^»7 ^""ft^rcichischr , , , . — - -- °'» storischc....... ,05- -- /, «oatischc u,,d slauonische , ,N4 ?f, «0«'- "'» NebenbUlgischc..... l»» - l«4 — Vclb Ware b"/n 2cn,eser »anal . , . . lON-KO!04-- 5°/o «"»arises...... ,04.^,04 Vs. «nbere »ffentl. Anlehen. lol,au»R«a.»»!ost 5°/„ ,0« sl. . »»!'— li<» — dlo. »Inleih« IN?«, ficuclsrei . — - ------- »l»lcb»!n b. Stadtasmcinbe W!cn il>2 sin in4'»t, Anlchc» t^, «^tabtffcmcinbe llürn (Silber und «old) .... I3<» s.« 18I-5N Pvüu,!,'i»«nl, d, et,dt°em, witi, i»l 00 1»t - Pfandbriefe (slir >00 fi.) 25 25> lle,2s, dto. in 50 , , 4'/, «/« '00 - 'l>n »5 bt°, ln 5N » , <°/o , »7 - »7'5<> dl°. Pramieu-kchulbvelschi.»»/« ,<,»^>l, i<^>- llcN.Hyprldl lrnbanf I0j. 5'/,»/, ,01 L» — - Ors!-unn. »'«nl Verl. 4'/,°/° - - >'"'«" >ln 5n bto, » 4°/, . «»'»f, 9«.?5 dt», „ 4"/« . . »»H.1 N!»?5 lN,s,, all,i lUodencrcb, «tmijston —— — — sterbinaubs'Vlordbahn i» Silber v» 75 i 3s> nl»nz.(1i'jl^Dah»..... _-- ^- l^alizis^c i!»>! - l'udwiss » Nnhn «im, ,88' ^!"«) fl, E. 4>/,"/<, . 9:1'— l»»!.u Ocstcrl. Noldwcstl'.idn , . . l05 — insuo ßil'!>!„!>!l!s....... —.— —-— , . >9l»' »n<< - SÜbdahn k «»/„.....K4 50K5.- ^ 5°/^.....l»5 7,> I9l> l<5 N„a,.aal> ?f, 1,« 30 Diverse Lofe (per VtÜ«l). Lrelnllose 100 fi..... 18l - 1»:,?5, Llarv'Lose 4U ft......t» - 5«. 4«/» Donau.Dampfsch. ,,«» fi. . N« !>n H7-5.» l'aldc>chel Plämien°«nlch,z0fi, «« 5N zü-25 Oienrr i,'ose 40 » 2,', Palfiy.Lvje 40 fi, , ,4» «0 <» - Nvthln »veu,. öft, «e<. »>. >« >, ,? «s, ,'/ l»0 Mubols'Lose il> fi, . , . ,l< 3« z«-.. ealm»Vose 40 sl..... «l — n« St,.Gcnoi«,«ose 40 fi. . , h, . «2 - walbstl>n.z^? i.i> Vbncr.»Nnst,0<:st.»onsI,E,4a°/i,'<«e - 22? — Lrt,l.»«nsl,s.Hand,«.«.i«c>fl i!?s> 10,75 4<» ?f> Dcposllcnbanl, Nllg. 2„0 sl, ,«8— ,',0 — !i^onlPlc-Kes.,N!cl>cröst,i>!il»!l. ^------------- Hypolhelenb,, ösl.ü0l!s!,«ü"/„»l« i"> Ocftc,».'N>,g, Ba«l , . . »?u-»7?'-Iliiioudaill 2«,! ji, , . , XNÄ s>N«uz -Belleh,?t>anl, Ä!l,,, ,«» fl. . 14» b0 15>l» l.0 Oelb 0 fl. yilb >7» > !',4 — «ulsla'Tepl. . «oosl,«»i —------------ »l»hm Noi-dt^hl, ,50 sl, . l?2—,73,— , Weftbahn z^oo sl. . . »»!—2»4 — Vuschlichrab« Gisb, 500 sl, «Vt 770 — 7,s. -«'Ilt, «) »Nl, sl, »15 —Xlß — Donciu « TampfschlNahll« > Ges. Ocstevl. f»l!N sl. HVi. . . ,3«—»44-DraN'0sl.y, —— -'— Dul'Vvdcnbachei stl'.V<,hn 2<«, sl, «M. . —---------'- < i'lnz.lewl'wei» i!»0 sl. . — — — — , Sl,b.»Iir.III. V. ,«?8««>f!S, — — —'-ffe7d!»l>nt>»»^ordb. ioc»0 Bascs«!r«!sb.»<>0fl.G — — — "^ Valiz.Harl^'ubN'/g.Vlioofl.HM il»s -IWlo V,a<.Hi>flasbl>rl)<>.« W —. - —' -ltahieudelq.Eisenbahn iou sl. , ^-— ^- -»aI^au.O^<:,l>.«!sl,'nb,z!0U!l.E> — - —' ^!emb«g^zcrnowih»Iassv «tisen bahn-OescUIchllsl !iW sl. ü. W.«,,-—«!»! — i'Irdd, öft.-un<,,, Tris«5,00 fl.LM,,,-,><— 475. -lDe>!e»r. Nolbwcftb, !i»u sl, Silb ,ls>» «, 154 s>« bto, (»»,«) ^uu ,! Silbn .ieü75i«»«5 Praa Dufcr «tiseub, 150 sl. S>>b,, ,«,<>« i?,s>u «udl>ls>!i>Ulsscl «iifenb. »n<> sl, . — — -- — ^llla<«ahn iil^u fl ö, »»l<'— ! Veld Wo« Sübbahn «»0 sl. Silber . . . xk i<5 »«7« Vüb»Morbb,»!«rrb.»>,,2l»o sl. «Vl, 20 , Wr,. neu i»0 sl 48 — 4l» <,u 2.ran«poi<««estlUchas« ,«« jl. . — —------- !lnll..gali,, «iücnb, lt0« sl, Silber 15» —^159 — Una. »ioidoftbahn »ou sl, Silbe, , >l «,»55 — NngwrNb.lNaab.Vlllzjzousl.S, 15,3.75 l5>4 ?5 Indnftrle.Nctien sper Slllll). ltgyd! und llindbei-g. «isen, und Stahl.Inl. in «l»,en 10« sl. . — — — — bn 1 ^ sl, 40"/, — —------- „«tlbcmlihl", Papi>>l, u. «,«<», «,- «2-»1ivn!au'OclcN!ch,. össerr.»aloin« «» . 2S 40 Piaa« liilsn.Inb.-Oes. i>0<> ft, . »,«. »>» — Valgo.Tnrj, «isenrass. I0U sl, — — - >— Waft«-,,!,.«,, Ocft, >n W N»«»ll, «„ -»«I — Devilen Deullchc Plühc «i^i, «2 1», Vondon , , i^f. >!> I2<, «5 Pan« , , 4«,7s, 4»",0 Valuten. Ducal«,...... 5 l»7 Kl»» zeo.,>l»,!l» Stil^li' , , ^»», ,u — Silber....... ^.' ^^_ Dslltscht Neichsbans», !, , !>-»»?, «l l»?. Italienische Vanlnolen (100 Lire) 4»» i», 4» »!^ Papier'Nubel per Stils , , '< > <> Empfehlenswerte Festgeschenke aus dnm Verlage von Kleinmayr & Bamberg Diehtungen von Edward Samhaber. 8°. 325 Seiten, eleg.gebund. fl.2,5O = Mk.5. Samhabers «Dichtungen» sind äusserst ^gant ausgestattet und bringen auf 325 feiten eine Kiille von vielseitiger Lyrik und -P'k. Das I3uc.li zerfällt in die Abtheilungen: *"ugendstinmien>, «Aus den Jugenddramen», «Aus Wald und Keld», »In heimatlicherMund-a.rl>, «Meiner Mutter», «An Dora», «In an-"fcer Form», «Epigramme und Sprüche», «aonette», «Frühlingsstimmungen», «Walln! VZeit und Gelegenheil», «Nach srem-,s',,n -Ven*' *Der kl«"»e Däumling», ^chneewuujhcn, Und «ErzählendeGedichte»! TIT uT Rleichen Erfasser: Jpr von fler vo^elweifle. 188 Se.ten 8-, deß. gebund., fl7» = Mk. 4. ?en Sill?1 niCht ?ne lJehersctzung des gan-fiert^ 7i S°ndern cine PoctiscS. ausstas- Ä Un «ßeiKnelcn Stellen ganze Gedichte wall.ers oder auch Bruchstücke davon ein-5„- V° ?" aind- H0 dass die Erzählung sich urci diese Gedichte arabeskenartig liin-^"wiwindet. Die gegebenen Uebersetzungen ' n« nicht wortgetreu, sondern eine Nach-llfl')tung, welche die reiche und scliöne Ge-Jjarikenwclt Walt hers in eine der heutigen kprache und Denkweise angepasste Gewan-Uu"g bringt. (5394) 3—1 Ins Kinderherz. ^«»lichte von Louise Pessiack. ¦ > t-legant ausgestattet. Preis carton, fl. 1,20, ln Üanzluinwand mit Goldschnitt fl. 1,75 = 3 Mk. 50 Pf. . «Schule und Haus», Zeitschrift zur Formung der Erziehung und des Unterrichtes: j ¦ • Was die grosse Mehrzahl der in dem I uche enthaltenen poetischen Producte an-. illlgt. so muss zugegeben werden, dass 'l(j zu den guten Erzeugnissen dieser Art p'iören, ja es befinden sich darunter wahr-/^Jjgc Perlen, für die jede Mutter, die nach *:(1'<:hlchen für ihre Kinder sucht, dankbar ein wird. Dimitz. wzgesasste Geschichte Krains enf J?e8onderer Berücksichtigung der Cultur- *iig . elun9) broseb. SO kr. — Ein Aus- & uus (les Verfassers grösserem Werke: ^schichte Krains von der älte-8tei> 2eit bis auf das Jahr 1813, \^__2Bande, broscli. fl. 12. fttL -ZT'ZIZ__ I1 \^.......MIMM | • \u|lJ;"end aus ganzer Verpfl^ff1111«' <, I hB'..'IUllK «nd Licht, incl. freier w,i8Ull«derThermftlbä«lor,fl.ßO f (l CÜri 0Ilat- Sämmtlicho Küimie des I |» K '»ausRH sind geheizt. ,; ai8er-Franz-Josef-Bad Tüffer J, h Xh (Steiermark). (*«.4) 67-1:1 (> %%^«oodor Gunkel, Eigenthümer. (» IDle (5-;{9U) 5—1 §ff aterbury-Remontoir Tasclemilir 3 Jahre Garantie. Genau gehend, dauerhaft, zuverlässig, Gehäuse aus Nlokelsllber. Tägliche Fabrication über 1500 Uhren .durch automatische Maschinen in der Waterbury - Taschenuhrensabrik, Nordamerika, Capital über 2 Millionen Gulden. Die Wator-bury-Taschenuhr ist die einzige wirklich billige Uhr, da infolge ihrer einsacben und doeb so äusserst vollkommenen Construction Reparaturen nur seilen vorkommen, und im Bedarfsfälle kosten dieselben kaum ein Fünftel der Repa-F. in. Schmitt in Laibach Spitetlgrasee Okr., 1 fl. und 1 fl. 40 kr., Anatherin- Zahnpasta in Dosen 1 fl. 22 kr., aro- mat. Zahnpasta ä 35 kr., Zahnpulver in Schachteln 63 kr., Zahuplornbe in Etui 1st., Kräuterseife 30 kr., Sonnen- blumen-üelseife 40 kr. Vor Ankauf des gefälHchten Anatherin - MiindwaHKers, wHelies laut AnalyH« inei^tenH g. Vribl wn Nassenfnß znm Curator n,I aciluln bestellt und die Realität (tinla^ Nr. 117 Slenergrmeinde Zagrad, betres senden Feilbictnngsbeschride vo«l siten November 1886, Z. 8l)53, dem bestellte!. Curator bchändigt. K. l. Bezirksgericht Nassenfnß am 4. Dezember 1887.