Nr. 151. Donnerstag, 7. Juli 1898. Jahrgang 117. OMcher Mum. »«^U,?! «"""^"ls: Mit Postveisenbiiua: ganziilhrig fl. 1b, halbjährig fl. 7-bN. Im Comptoir: ',,^'» !l> li. halbjährig fl. 5 50. F«r die ltustelliin« ms Haus ganzjährig <>. l, — InsertlonSaebür: Für ^n,«ate his z„ 4 H^n 25 lr,, größere per Zeile L lr; bei ülteren Wn-derholün^n per Zeile ll lr. Die «Laib. Ztg.» erscheint täglich, mit Uusnahme der Sonn» und Feiertage, Die Nbmlniftration befindet sich llongressplah Nr, 2, d,e Redaction Var»il,erzigeraasse Älr. 15, Sprechstunden der Redaction von »bis 11 Uhr vor» mittags. Unfrankierte Ariefe «erden nicht aiMnommen, Wanuseripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Att ^""e k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Juni d. I. aller-Aadlgst zu gestatten geruht, dass dem Hofrathe und Ananzdirector in Trieft Dr. Maximilian Schuster ^olen von Vonnott anlässlich der über sein An-Men erfolgten Versetzung in den zeitlichen Ruhestand l" eme erfolgreiche Dienstleistung die Allerhöchste «nerkllnung bekanntgegeben werde. ys„ Seine t. und l. Apostolische Majestät haben mit "Uerhüchster Entschließung vom 19. Juni d. I. den nutzerordentlichen Professur der chemischen Technologie 3" .der technischen Hochschule in Graz Benjamin "lklnltzer zum ordentlichen Professor dieses Faches n oer genannten Hochschule allergnädigst zu ernennen 2"uht. ________ Bylandt m. p. Als ?""e t. und k. Apostolische Majestät haben mit f^ochster Entschließung vom 23. Juni d. I. dem ^>Mch Liechtenstein'schen Oberkellermeister Karl iäk ' ^" 'n Feldsberg in Anerkennung seiner viel-D, s^' "" "'^ derselben Gutsherrschaft gewidmeten lenstleistung sowie in Würdigung seiner ersprießlichen I"lglelt auf dem Gebiete des Weinbaues das goldene nolensttreuz allergnädigst zu verleihen geruht. ^ra„^3 Austizminister hat den Landesgerichtsrath di'ln n .^" i in Marburg zum Staatsanwalte bei " 5-cmdesgcrichte in Laibach ernannt. Caip^" Iustizminister hat de,n Gerichtsadjuncten ein! /3 "' ^^"ti des Bezirksgerichtes in Vezzano '; Gerichtsadjuncten-Stelle für den Oberlandcs- NÄ Sprengel Trieft und dem Gerichtsadjuuctcn ri"" Masera dieses Oberlandesgcrichts-Sprengels ^ ^"chtsadjuncten-Stelle in Canale verliehen und h ' "uscultmlten Karl Bisiak zum Gerichtsadjuncten "em Bezirksgerichte in Parenzo ernannt. M' ^" Minister für Cultus und Unterricht hat den " Merial-Vicesecretär im Ministerium für Cultus ,,"? Unterricht und Privatdocenten an der Wiener "wersuät Doctor Rudolf Herrmann von '^r"ritt zum Mitgliede der staatswissenschaft- ^u Staatsprüfungs-Commisfion in Wien ernannt. Der Ackerballminister hat die Forsteleven Ferdinand Mocker und Josef Fiedler zu Forstasfistcnten ernannt. _________ Den 5. Juli 1898 wurde in der l. l. Hof" und Staats« druckerei das XVIII. Stlicl der rmnänischen, das XXVIll. und XXXl. Stück der italienischen, das XXXlll. Stiick der rumänischen und das XXXV. Stück der polnischen Ausgabe des Reichs» gesetzblattes ausgegeben und verselldet. Heute wird das XVII. Stück des Landesgesetzblattes für Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 30 das Gesetz vom 12. Juni 1898, wirksam fiir das Herzogthum Kram, betreffend die Herstellung einer neuen, 980 Meter laugen VezirtSstraße zwischen St. Ruprecht und Kroiseubach im Straßenbezirte Nassenfuß. Von der Redaction des Landesgesetzblattes für Kram. Laibach am 7. Juli 1898. Nichtamtlicher Theil. Zur Quotenfrage. Zur Quoten frage veröffentlicht der «Czas» einen bemerkenswerten Artikel, in dem ausgeführt wird, dass der bisherige Erfolg der Quotenverhandlungen nlcht fo aussichtslos fei, als man nach oberflächlicher Anschauung schließen könnte, dass vielmehr das vorläufige Resultat ^Verhandlungen kräftige Keime für eine im ziffernmäßigen Effecte recht ausgiebige Annäherung in fich berge und die Aussicht auf eine Verständigung nicht ausschließe. Schon die einfache Betrachtung der Quotcnrelation, wie sie nach den Verhandlungen im Jahre 1896 und 18^7 resultiert habe und jener, welche in den jüngsten Verhandlungen zutage gefördert worden, mache die Thatsache der Annäherung fiir jedermann deutlich, indem die ungarifche Deputation die Beibehaltung der ungarischen Quote von 314 Procent proponiert, wogegen die österreichische Deputation unter Zugrundelegung der Be-völterungsziffer und bei feparater Ablösung des Prä-cipuums — eine ungarische Quote von 43.16 Procent ermittelt hatte. Jetzt stehe der ungarischerseits vorgeschlagenen Quote von 32 Procent (ohne Präcipuum) ein österreichischer Vorschlag von rund 38 Procent gegenüber. Der Artikel führt fohin aus, dafs, wenn man sich principiell voll und ganz auf deu Boden der ungarischen Aufstellung begibt und nur jene Consequenzen zieht, welche sich aus ihr mit zwingendster Logik er-aeben, und del Fortschuna der Verhandlnnaen der Quotendeputationen wohl auch hätten gezogen werden müssen, bereits eine ungarische Quote von 34 Procent (ohne Präcipuum) resultiert. Was die ungarische Auffassung betrifft, dafs in der Quote von 32 Procent das Präcipuum angeblich schon berücksichtigt sein solle, iso könne dies nur auf einem Missverständnisse be-!ruhen. Die ungarische Deputation habe nämlich noch im Zuge der gegenwärtigen Ausgleichscampagne ausdrücklich erklärt, dass Ungarn zwar die Form des «Präcipuums zu beseitigen, allein die auf diesem Präcipuum beruhende Belastung Ungarns keineswegs erleichtert zu sehen wünsche». Wolle man das Präcipuum in diesem Sinne zur Geltung bringen, so seien aus der Rechnungsaufstellung vorerst die Militärgrenze-Einnahmen auszuscheiden und nach dieser Ausscheidung die Ouotenrelation festzustellen. Die so ermittelte und auf 98 (100—102) bezogeue ungarische Quote sei sodann um das Präcipuum von 2 Procent zu erhöhen. Bei Einhaltung dieses Vorganges erfahre die ungarische Quote von 32 Procent aus dem Titel des Präcipuums eine Erhöhung auf circa 32-4 Procent, die oben ermittelte ungarische Quote von 34 Procent eine solche auf etwa 34 3 Proccnt. __________ Die Kämpfe um Sautiago de Cuba. Der Ausgang der Kämpfe um Santiago de Cuba sowie der Uutergang der Flotte Cerveras geben den Wiener Journalen Gelegenheit, der Tapferkeit der spanischen Armee und Marine das vollste Lob auszusprechen, zugleich aber den Wunsch nach Beendigung des Blutvergießens mit allem Nachdruck zu betonen. Die «Neue Freie Presse» meint, es könne jetzt umso eher ein ehrenhafter Friede geschlossen werden, als beiderseits die militärische nnd nationale Ehre nicht mehr in Frage stehe und damit sei das empfindlichste und fchwierigste Hindernis hinweggeräumt. Für Spanien wäre es eine sündige Thorheit, auf der Fortsetzung des Krieges hartnäckig zu bestehen, von den Vereinigten Staaten eine zwecklose Kraftverschwenduug. Das «Fremdeublatt» erörtert die militärische Bedeutung der Kämpfe um Santiago zu Land nnd zur See. Es werde jetzt abzuwarten sein, ob man sich in Washington mit der Behauptung des Errungenen vorläufig zufrieden geben oder sogleich an eine weit-» ausgreifende Invasion und Pacification der Infel schreiten werde. Das «Neue Wiener Tagblatt» zollt der spanischen Armee die Anerkennung, dass sie die Ehre Feuilleton. " Die Säugerfahrt zu deu Weißenfelfer Seen. II. ilbernv-6 ist nicht jedermanns Sache, sich von den Nk'.""Mlden Bildern großartiger Schaustücke der aiirea " ^" dichterischem oder küuftlerischem Schaffen wand >?" lassen. Wenn man aber die wilden Fels-sftieapll ? Mangart, der sich in den Seen wieder» drr n!' bewundert, da überkommt einen unwillkürlich ilb<>v >5" ^ als hätte ihn der Schöpfer zum Wächter "^ die Seen bestellt. "" ratlw, ? ""^" wir nicht ins Philosophieren ge-Auae '" verlockend auch der Anlass ist, wenn das die k ^" zahllosen entzückenden Eindrücken ermüdet, die 3">ch"st über den Verstand abgibt. Jeder lässt dem f, ""s sich in seiner Art einwirken, ja selbst drll N?" Manne, der beim Murmeln des plätschern-Nawss '"^ ""s reichem Waldmoos angesichts aller cnts^l ""chwten, "ilde von des Tages Lasten, sanft ttül!nittm" ist, wollen wir's nicht verdenken. Vielleicht reics,P,. 51, *"" Sagen, die auch hier die Alpenwelt mit ")m Blüten umweben. des e^ Sängerschar ^ ^ munter zum Gestade weiter w. 6' "" ^°^ ""b frei ihr Lied in Gottes lvettklln^? - fallen z« lassen. Es war kein Sing-Nabl «? /'" gebräuchlichen Sinne, zumeist traf die "l perlen aus dem Vollslieocrwalde. aus dessen musikalischem Sauerstoffe ja auch die größten Tonmeister gerne neue Lebens- und Schaffenskraft ein-gefaugt haben. Der Gesammtchor, unter Leitung des Bundes-Sangwartes Herrn Ranth, eröffnete das «Seeconcert» mit dem Aundeswahlfpruche, dem ein unmuthiger Silcher'scher Chor folgte. Der ausgezeichnete gemischte Chor der philharmonischen Gesellschaft trug unter Leitung des Musitdirectors Herrn Zöhrer drei volksthümliche, reizende Chöre von Mendelssohn zart und mit gewinnendem Ausdrucke vor. Der Münner-chor «Andreas Hofer» erfreute unter Leitung seines Sangwartes Herrn Groll die dankbaren Zuhörer durch einige gebirgsfrische Tiroler Lieder und die kräftige «Sturmbeschwörung» beschloss die Liedervor-träge, die stimmungsvoll in der prächtigen Umrahmung einen eigenartigen reizvollen Eindruck auf Gemüth und Herz ausübten. Herr Landesgerichtsrath Dr. Haussen hielt sodann an die versammelten Sänger eine längere Ansprache, entbot ihnen den Gruß des Directors der philharmonischen Gesellschaft Dr. Keesbachcr, der am Erscheinen verhindert war, warf einen Rückblick auf die Thätigkeit der philharmonischen Gesellschaft aus dem Gebiete der Kunst und des Gesanges, insbesondere der Pflege des Männer-Chorgcsanges, der nun Dant dem Zusammenwirken und der Kunftfreudigkeit fangesfroher Männer, wieder erstarkt sei, gedeihe und einer erfreulichen Zukunft entgegensehe. Die zündende Rede saud begeisterte Aufnahme und jleudige Zustimmung. Die Gesellschaft wanderte jetzt gemächlich durch den wunderbaren Naturpark zurück; der größte Theil begab sich in die Werksrestauration Stückel, vorbei an festlich mit Neisigguirlanden und Fahnen geschmückten Häusern, begrüßt von der gastfreundlichen, festlich gekleideten Bevölkerung. Eine sinnige Ehrung bereitete die Werksdirection der Gesellschaft, indem sie eine Ehrenpforte aus verschiedenfarbigen Stahlketten eigener Erzeugung beim Eingänge zum Restaurationsgarteu hatte herstellen lassen. Ein Theil der Sänger fand im Gasthofe «zur Post» treffliche Bewirtung. Rasch füllte sich der Restaurationsgarten, zahlreiche Gäste, darunter Nadfahrer ans Villach und Klagenfurt, trafen ein, die an dem gemüthlichen Feste frohwill-tummcn theilnahmen; man zählte in den Nachmittags-stunden über 300 Personen. Nachdem sich die Sänger erfrifcht hatten, traten sie wieder in den edlen Liederkampf ein und es er-freuten der Bundeschor unter Leitung des Sangwartes Herrn Na nth, der Sängerchor «Andreas Hofer» unter Leitung des Sangwartes Herrn Groll, der Asslinger Männerchor unter Leitung des Sangwartes Herrn Lorenz, der philharmonische Chor unter Leitung des Musikdirecturs Herrn Zvhrer, der Neumarktler Männcrchor nnter Leitung des Sang« wartes Herrn Metzti und der Weißenfelser Männerchor unter Leitung des Sangwartcs Herrn Eisen-Hut durch den gediegenen Vortrag gewählter Chöre. Alle diese Gesangvereine hegen und pflegen im Stillen das Lied, um zur rechten Zeit gerüstet dazustehen und Laibacher Zeitung Nr. 151. 1236________________________ 7. Juli 1898. gerettet habe, sie treffe die Verantwortung für die Katastrophe nicht. Auch der jetzigen Negierung dürfe man nicht die Schuld beimesse», ja nicht einmal einer Regierung, einem System. Die Jahrhunderte lange Misswirtschaft breche zusammen und es fei nur hohe Zeit, dem Blutvergießeu ein Ende zu machen. Die «Reichswehr» hält den Erfolg der Amerikaner, abfolut genommen, noch nicht für einen entscheidenden. Dennoch scheine es, als ob in materieller Hinsicht der Krieg für Spanien aussichtslos geworden sei. Die «Deutsche Zeituug» anerkennt, dass die spanischen Truppen ihre altbewährte Tapferkeit neuerdings bewiesen haben. Die Schuld an den Niederlagen tragen diejenigen, welche den General Linares und den Admiral Cervera preisgegeben haben. Das «Neue Wiener Journal» hält den Moment für gekommeu, dass Spanien sich zum Friedeu entschließen müsse. Allein auch Amerika werde gut thu«, an den Friedeu zu denken und den Militarismus bei sich nicht aufkomme» zu lafseu. Sonst könnte die dortigen Politiker die Lust auwaudelu, sich in europäische An. gelegenheiten einzumifcheu. Auch die europäische» Mächte hä'tteu souach einen Grund, den Frieden zwischen Spanien und Amerika zu beschleunigen. Die «Oesterreichische Volkszeituug» betont, dass dem Kriegsgott schon genug Opfer gebracht wurden und dass Spauieu zum Frieden schreiten kann, ohne seiner Ehre etwas vergeben zu haben. Eine Fortsetzung des Kampfes hätte jetzt keinen Sinn uud würde Spa» men vollständig dem Ruine überliefern. Wie die «Neue Freie Presse» berichtet, hält man in hiesigen diplomatischen Kreisen den Moment einer Friedensaction noch nicht für gekommen. Man nimmt an, die Spanier werden keineswegs der Aufforderung des Generals Shafter zur Capitulation Santiago de Cubas folgen, sondern den Platz auch weiter zu halten trachten. Doch auch die schließliche Capitulation Santiagos würde kaum die Spanier zum Friede» treiben. Diese scheinen vielmehr geneigt, sich bis zum Aeußersten zu schlagen. Die Spanier erwarten auch mit Ruhe das etwaige Erscheinen einer amerikanischen ^ Escadre in einem spanischen Hafen. Vielleicht würden dann die Amerikaner, wenn sie etwa in Barcelona oder Ferrol oder Cadix anlaufen, ähnliche Schwierigkeiten zu besteheu haben, wie jetzt die Spanier in den amerikanischen Gewässern. In jedem Falle werde von Seite Spaniens, das keineswegs noch feine Ressourcen ^ erschöpft zu haben glaubt, kein Schritt zum Abschlusses eines unrühmlichen Friedens gethan werden. Politische Uebersicht. Laibach, 6. Juli. Am 4. d. M. nachmittags fand uuter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten Grafen Thun eine Mi» nisterconferenz statt. Wie «Narodni Listy» melden, hat der nach dem Dringlichleitsantrag der Abgeordneten Dr. Kolisto und Genossen vom niederösterreichischen Landtage in dessen letzter Session beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Erklärung der deutscheu Sprache als aus fchließliche Unterrichtssprache an sämmtlichen Volks' und Bürgerschulen in Niederösterreich, die Allerhöchste Sanction erhalten. Dem «Hamburger Correspondents' wird aus Wien geschrieben: «Es erhält sich die Meinung, dass die deutsche Fortschrittspartei in Böh m e n dem Beispiel des verfaffungstreuen Großgrundbesitzes folgen und gleichfalls Vertrauensmänner zu den unverbindlichen Besprechungen mit dem Grafen Thuu entfenden werde, ohne auf etwaige gegnerifche Absichten der Radicalnationalen Rücksicht zu nehmen. Es kann, sagt das Blatt, nur im Interesse der Sache gelegen sein, wenn die andern deutschen Parteien zeigen, dass sie entschlossen seien, sich dem Terrorismus der Radicalnationalen zu entziehen.» Nach einer aus Rom zugehenden Meldung werden infolge der Truppeneinberufungen, die aus Anlafs der Unruhe» stattgefunden haben, in diesem Jahre die großen Heeres manöver uuterbleiben. Die Kosten dieser Einberufungen haben sich bis zum 30. v. M. auf 10,162.000 Lire beziffert. Feruer wird von dort gemeldet, dass das Gerücht über die bevorstehende Abberufung des Mllitärattachis bei der italienischen Botschaft in Paris, Obersten Panizzardi, von diesem Posten in unterrichteten militärischen Kreisen bestritten wird. Oberst Panizzardi befindet sich zur Zeit auf Urlaub in Italien. Man schreibt aus Paris, 3. Juli: Dass das Kriegsministerium Herrn Cavaiguac anvertraut worden ist, war und ist noch immer Gegenstand zahlreicher Erörterungen. Man schreibt dem ueuenKriegs-minister die verschiedensten Absichten zu und die Personen, welche seiner Berufmig die größte Bedeutung zugemefseu haben, erwarten, dass er m Bezug auf die Affaire Dreyfus die energischesten Maßregeln er° greifen werde. Man darf wohl annehmen, dass diese aufdringliche Patrouanz dem Minister in nicht ferner Zeit lästig werden dürfte. Wenn der Kriegsminister entschlossen ist, wie er es seinerzeit auf der Tribüne verkündete, die Ehre der Armee zu schützen, so darf man daraus doch nicht ableiten, dass er sich zu willkürlichen oder auch nur unklugen Schritten verleiten lassen werde. Es scheint wohl, dass man von ihm Genugthuungen verlangt, die er nicht wird bieten können und die er allem Anscheine nach auch uicht würde biete» wollen. Man darf überdies nicht vergessen, dass Herr Arisson in seinen Erklärungen bestimmt versichert hat, z die Regierung habe die feste Absicht, den Rechten der bürgerlichen Gesellschaft Achtung zu verschaffen. Die Botschaften von Frankreich, Rufs» land, England uud Italien überreichten der Pforte einzeln eine kurz gefasste Mittheilung in Angelegenheit der provisorischen Regierung von Kreta. Die russische Botschaft fügte hinzu, dass die nöthigen ! Instructiouen sofort an den russischen Admiral übersendet werden würden, sobald die Pforte die Mittheilung zur Kenntnis genommen habe. Die Mittheilungen der Botschaften von Frankreich, England und Italien besagen in ofstcieller Form, dass ihre Admirale bereits informiert seien. Die serbische Gesandtschaft erhob Beschwerde gegen den Beschluss der Pforte, die Unterfuchung über die Allianesen, die im Vilajet von Kossowo gcge» die Serbe» Ucbelthaten begangen haben, dem Vali von Kossowo zu übertragen und verlangt, eine unparteiische Commission zu entsende». Aus Montevideo meldet das Reuter'sche Bureau: Der Aufruhr wird für unterdrückt erklärt. Die Chefs der aufrührerische» Regimenter sowie vier Generale miterwarfe» sich. Mau schcultc ih»en das Leben. Die Zahl der im Aufruhr Getödteten und Verwundeten beträgt 400. Der angerichtete materielle Schaden ist groß. Die Stadt ist wieder ruhig. Tagesneuigleitell. ^ (Festschießen in Wien.) Der franziD Botschafter Reverseaux besuchte am 5. d. M, ^ Festschießplatz, dankte für den Empfang der französische Schützen, besichtigte die Anlagen und spendete einen Ehre" preis mit der speciellen Widmung für österreichiO Schützen. — (Ausmusterung neu ernannter Si<" cadelten.) Am 29. v. M. fand in der k. und! Marine-Akademie zu Fiume die Ausmustert von 26 neuernannten Seecadetteu statt, uuo es wohnte' dieser Feierlichkeit zahlreiche hohe Officiere der Land- u»' Seemacht, unter diesen auch mehrere fremdländische Se? Officiere, dann eine große Anzahl von Angehörigen ^ jungen Seemänner bei. Die Feier begann mit einer ^ Akademieparke celebrierten Festmcsse, dann hielt der Con>' mandant der Akademie Contre-Aomiral Ritter v. Becle' eine der Bedeutung des Tages angevasste schwungv^ Rede, welcher die feierliche Abnahme des Flaggeneide« folgte. Eine zweite, auf Se. Majestät den Kaiser a^ klingende Rede des Admirals wurde von den Theilnehmell dieser erhebenden militärischen Feier mit begeistert Hurrah-Nufeu aufgenommen. — (Eifenbahnunglück in Ungarn.) Aü< Marmaros-Sziget wird mitgetheilt: Gestern früh stürzt ein Zug der Walobahn-Actiengesellschaft von eiuer Ho^ brücke iu das Wasser des Flusses Rona. Hiebei wurde« der Zugführer und der Heizer tödlich verletzt. Glückliche weise war es möglich, die Personenwagen rechtzeitig ab' zukoppeln, so dass die Reisenden unverletzt blieben. — (Heimkehr der bosnischen . Pilgel aus Mekka.) Man schreibt aus Coustantinovel v^ 2. d. M.: Ueber siebzig bosnische Pilger sind vor einigt Tagen in Begleitung des in den Diensten der bosnisch^ Landesregierung stehenden Arztes Dr. Saideufeld a^ Mekka hier eingetroffen. Infolge der Absperrung ^ bulgarischen Grenze für diese Pilger (die bulgarische M gierung befürchtet ohne Grund die Einschleppuug ^ Pest durch dieselben) sind sie gezwungen, hier Aufenth^ zu nehmen, bis ihnen der Weg, sei es denn doch übel Sofia oder über Salonichi, offen steht. Der Gesundheit zustand der Pilger lässt nichts zu wünschen übrig Während der gauze» Fahrt war für sie ill hygienische/ Beziehung sowie auch was ihre Verpflegung betrifft, ^ bester Weise vorgesorgt und die diesbezüglichen Ä»' ordnunge» der Landesregierung werde» vo» ihuen lebha^ anerkannt. Die bosnischen Pilger genossen während ihcel Pilgerfahrt an allen wichtigen Orten fo weitgehend Bevorzugungen, dass audere Pilger es wiederholt vcrsuO haben, sich gleichfalls als Bosnier auszugeben. — (Die Dreyfus - Affaire.) MadaN« Dreyfus überreichte dein Iustizminister eine Eingabe, l» welcher fie dic Annullierung des Urtheils gegen ihre" Gatten verlangt, weil das Kriegsgericht ohne Wissen de< Angeklagten und desse» Vertheidigers geheime ActenstM mitgetheilt hat. — (Französische Universitäten.) Die studentische Bevölkerung Frankreichs vertheilt sich f^ dieses Jahr auf die verschiedenen Universitäten folgendes maßen: In Paris gibt es 11.640 Studenten und 4^ Studentinnen; au zweiter Stelle steht Lyon mit 233" Studenten und 63 Studentinnen; dann folgen Bordes mit 2144 männlicheu uud 29 weibliche» Studenten u»? Toulouse, Montpellier, Lille, Rermes und Nancy mit ^ 1000 Studenten. Von anderen Universitäts-Städte» habe" Air. (Marseille) 849, Poitiers 746 Dijon 604, Eat" 598, Grenoble 476, Bcsa» auck 3 ^^ illiederschlags-, Abfall- und Grundwässer wie ^ der Fäcalien uach einem einheitlichen Systeme aus " ganzen Stadtgebiete. I,n Projecte ist nicht nnr der und A—^""6' londeril auch die Unschädlichmachung leck,'^^ Verwertung der Canalwässer zu lösen und si>,>> ^ klarzustellen. Bis zum festgesetzten Termine ^ "v dem Stadtmagistrate zwölf Offerte zugekommen, dar-kr zehu mit Angabe bestimmter Honoraransprüche. -Lon den in erster Linie in Betracht kommenden Nerenten verlangt für die Ausarbeitung des Projectes «umgcuieur Kalousek in Prag 12.000 fl., Bauingenieur "Ml Los in Prag 16.000 fl. und Stadtingenieur W s?«^" M"g.oeburg 20.000 fl. Mittlerweile aber ^U^ProfessorHrasky auf eine diesbezügliche Anfrage sie /.^"s" Leben steht in Gottes Hand!» antwortete wr^ zuversichtlichem Blick. «Ein Jahr ist eine Nr^^Panne ^it zur Prüfung einer so wichtigen ^M! Leben Sie wohl!» erbietw f,?v '^" ""^ ""'"^ die Hand, die er ehr- sel,eni'^Ä.^^"schen! Auf ein beglückendes Wieder-'^N!. flüsterte Theodor. ^anu war die schlanke Gestalt verschwunden, eine s^" """M Minuten später betrat die Director«,, züa.. .^" "^"^ Dame niit sanften, leidenden Gesichts- «"', das Empfangszimmer. 'hr ^ ^"".^^' ^^uu nuch geluessen begrüsste sie den profess '^ frenldcl,, aber dem Namen nach bekannten wiinl^"""""le sagte mir, dass Sie mich zu sprechen ""nschA. redete sie den Besucher cm. " ' " ' schwer 3 ^"^ ^^^" "" Clementine eine inhalts-wies - ^ gestellt,» erwiderte Theodor. «Sie ver-hnbe !c!^ "" ^^' verehrte Frau Directorin. Ich sehen ^^'""Uine am Krankenbette meines Vaters Eie ci,"' ^bm gelernt. Ich bot ihr meine Hand an. ein (3 l^3 ^ blttch die Annahme »«einer Werbung oeslwls - ö" brechen und zu sündigen und hat sich Her,,. s'"l ^"hr Bedenkzeit ausgebcten. Mit schwerem la„a i"^ lch eingewilligt. Die Zeit wird mir N'ld s. « ' unendlich lang, da ich zwischen Furcht "lles zM""«. ^"^c. Clelneutine bat mich, Ihnen Un, ^"' '""^ zwischen uns gesprochen wurde.-giitia^ n-^? sk'ne" Mund der Frau zitterte ein M Lächeln. ^,,.^,^ ^gt.) des Herrn Bürgermeisters Hribar bereit erklärt, die Verfassung des Canalisieruugsprojectes zu übernehmen. Als Entschädiguug für die Versa ssnng des Projectes verlangt Professor Hrasky die Vergütung der Aarauslagcn (nach seiner Berechnnng höchstens 10.000 fl.) fowie 25 pCt. dieser Auslagen als Honorar. Professor Hrasky kennt Laibach und seine Verhältnisse aus langjähriger eigener Erfahrung und ist deshalb in der Lage, ein in jeder Beziehung befriedigendes Project ansznarbeiten, wie tanm einer von den übrigen Offerenten. Bürgernleister Hribar beantragt daher, mit der Ausarbeitung des Projectes den Professor Hrasky zu betrauen und die Ba«section schloss sich diesem Antrage vollkommen an. In der über diesen Antrag eröffneten Debatte betonte Vicebürgermeister Dr. Ritter von Blciweis, dass die Canalisierungsfrage von hoher Bedentnng sei nnd daher ein gründliches langwieriges Stndium erfordere. Es müsse vor allem das Canalisiernngssystcm festgestellt werden. Zn diesem Behufe wären Gutachten berufenerer Factoren einzuholen und auf Grund dieser Gutachten möge sich Professor Hrasky erst für das System entscheiden. Dermalen aber sei die Frage noch nicht spruchreif. In längerer Ausführung trat Bürgermeister Hribar (nachdem den Vorsitz der älteste Gemeinderath Za« butovec übernommen) den Einwendungen des Vor« redners entgegen. Gegenwärtig werden in Laibach Canäle sozusagen planlos gebaut. Das sei ein großer Uebel-stand, dem ehestens abgeholfen werden müsse. Die Systemfrage sei durch die neue Ballordnung für Laibach bereits gelöst, indem diefelbe gestattet, dass die Canäle direct in den Laibachfluss geleitet werden. Das Schwemmsystem sei somit bereits acceptiert und ist dasselbe mit Rücksicht auf die Niederschlagsmenge sowie mit Rücksicht auf den Stand des Laibachflusses in erster Linie zn empfehlen. Professor Hrasty hat sich übrigens in seinem bekannten Vortrage über die Canalisicrungsfrage entschieden für das Schwemmsystem ausgesprochen nnd dieses werde auch überall angewendet, wo ein entsprechender Wasserlauf vorhandelt ist. Jede Verzögernng der Lösung der Canalisicrungsfrage wäre von großem Nachtheile für die Stadt und Redner empfehle daher die fofortige meritorifche Lösung dieser Frage. Vicebürgcrmeister Dr. Ritter v. Bleiweis macht darauf aufmerksam, dass die Niveanverhältnisse infolge der Regulierung der Stadt vielfache Aenderungen erfahren. Auch auf die Entwässerung des Moores sowie auf die damit zusammenhängende Regulierung des Laibachflusscs müsse Rücksicht genommen werden. Im übrigen werde die Canalisierung 800.000 fl. kosten, eine solche Auslage köune aber Laibach vorläufig nicht bestreiten. Gemeinderath Zuz'ek trat in überzeugender Weise für den Sectionsantrag ein. Durch die Regulierung der Stadt werden die Niveauverhältnisse nicht derart tangiert, dass die Canalisierung darunter leiden könnte. Was den Laibachflufs allbetrifft, seien an der Abzweigung des Grubcrcanals Schleusen vorgesehen, durch welche es ermöglicht sein werde, die Höhe des Laibachflusses beliebig zu regeln. Die Canalisierungsfrage werde seit mchr als zehn Jahren studiert; die Lösung sei eine dringende und könne nicht weiter hinausgeschoben werden. Bürgermeister Hribar betont, dass die fträlimi-nierten Kosten von 800.000 fl. sür das projcctierte Canalnetz nicht in nächster Zukunft bestritten werden müssten. Es handle sich ja nur darum, einen Plan für die Canalisiernng zu erlangen; die Ausbauung des Netzes aber werde allmählich erfolgen und werden fich daher die Kosten wahrscheinlich aus viele Deccnnien vertheilen. Nachdem noch Gemciudcrath Vellovrh für die sofortige Lösung der Frage eingetreten war nnd Referent Pavlin in sachgemäßer Weise die Bedenken des Vicc-bürgcrmeisters Dr. Ritter von Vlciweis zerstreut hatte, zog Herr Dr. Ritter von Bleiweis seinen Antrag zurück. Der Antrag der Bausection, demzufolge Professor Hrasky mit der Ausarbeitung des Canalifiernngsprojectes betrant wird, wnrdc fodann einstimmig angenommen. — (Kaiser-Inbiläumsfest in Veldes.) Am 17. d. M. veranstaltet der Hotelbesitzer Johann Mallner in dankbarer Erinnerung all die beglückende Anweselchcit Sr. Majestät des Kaisers FranzIoscf 1. lilid des Allerhöchsten Hoflagers in seinem Hanse am 16. und 17. Juli 1883, im Vereine mit seinen Gästen eine Jubelfeier mit nachstehendem Programm: Vormittags halb 11 Uhr: Feierliches Hochamt in der Marienkirche auf der Insel. Mittags 1 Uhr: Festbankett im Hotel Mallncr. Nachmittags 4 Uhr: Promenade-Concert auf der Esplanade Mallner. Abends 8 Uhr: Festliche Be-lenchtuug der Gartcnanlagen, Seefahrt mit belenchtcten Schiffen und Musik. Um 10 Uhr: Kränzchen im Hotel Mallner. Anmeldungen zum Festbankett werden im Hotel Mallncr entgegengenommen. — (Staa ls subvention.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das k. k, Ack.'rbanministerium der landwirtschaftlichen Filiale Soderschitz für die Errichtung einer Obstbanmschule eine staatliche Beihilfe von 250 fl. bewilligt. —c». — (Militärisches.) Am 5. d. M. begab sich das CorpZ-Artillerie-Regiment Nr. 3 nach Gurlfeld zu deu Artillerie-Schießübungen. Am 25. d. M. folgt das Corps-Artillcrie-Regiment Nr. 7, welches von Gurkfeld in die neue Garnison nach Laibach abrückt. — (Aus dem k. k. Stadtschulrathe.) Ueber die am 28. v. M. abgehaltene ordentliche Sitzung des t, l. Stadtschulrathes haben wir nachstehenden Bericht erhalten : Nach Constatiernng der Beschlussfähigteit durch den Vorsitzenden werden vom Schriftführer die im cur-renten Wege erledigten Geschäftsstückc vorgetragen. Der Bericht der k. k. Bezirksfchulinspectoren Prof. Fr. Levec und I. Benda über den Status der hiesigen definitiv angestellten städtischen Lehrerschaft wird zur Kenntnis genommen und es wird gleichzeitig beschlossen, diesen Bericht und die an ihn geknüpften Anträge dem hohen k. k. Landesschulrathe behufs endgiltiger Genehmigung vorzulegen. Mehrere Gesuche um vorzeitige Entlassung aus der Alltagsschnlc wurden erledigt. Es wird beschlossen, das laufende Schuljahr am Donnerstag, den 14ten Juli, fchließeu und das nächste Schuljahr am 16. nnd 17. September mit den Einschreibungen, am 19. September mit der Anrufung des heiligen Geistes und am 20. September mit dein regelmäßigen Unterrichte be-ginnen zn lassen und den Leitungen der öffentlichen städtischen Schulen Weisnngen über die Amtiernng während der Ferialzeit zn ertheilen. Schließlich wird der Bericht des k. t. Bezirksschulinspcctors Prof. Fr. Levec über die Infpeclion der ersten städtischen Knabenvolksschule ulld die an diese Inspection geknüpften Weisnngen nnd Anträge zur Kenntnis genommen nnd behufs endgiltiger Geuehmigung dem hohen t. k. Landesschulrathe vorgelegt. — (Infanterie-Cadettenschule zu Karlstadt.) Jünglinge von österreichischer, beziehungsweise ungarischer Staatsbürgerschaft oder bosnisch-herccgovinischer Landesangehörigkeit, welche die körperliche Eignung für die Militärerziehung besitzen, den Nachweis über die Ab-solviernng der vier unteren Classen einer Realschule oder eines Gymnasiums (mit OeffentUchkeitsrecht) erbringen, eine gellügende Aufnahmsprüfung ablegen und mit I.September im Alter zwischen 14 und 17 Jahren stehen, können in den erstell Jahrgang der Infanterie-Cadettenschule zu Karlstadt aufgenommen werden. Von uu« genügenden Noten in Lateinifch oder Gricchifch wird ab-gesehen. Das Schulgeld beträgt für Söhne von Personen der bewaffneten Macht 12 st., für Söhne von Officieren im Reserve, nichtactiven Landwehr- und im Verhältnisse «außer Dienst», dann von Hof- und Civil-Staatsbeamten (Bediensteten) 80 fl., sonst 150 fl. ü. W. jährlich und ist in zwei Raten, bei Minderbemittelten in Monatsraten, zu erlegen. Dafür erhält der Jüngling eine hnmanistisch-militärische Erziehung, welche ihn befähigt, nach genügender Absolvierung der Anstalt in vier Jahren als Cadet in die k. u. k. Infanterie zu treten und als Officier die höhere» Fachbildungsalistalten zu frequentieren. Die Kosten der Erhaltung der Zöglinge, bis auf jene der Wäfche, trägt das Militäretat. Die Gesnche um Ausnahme sind bis längstens 15. August dem Commando der Infanterie - Cadettenschulc zu Karlstadt directe einzusenden. Alle näheren Bestimmungen, besonders die Gleichstellung anderer Schulen, sind aus der Vorschrift über die Aufnahme von Aspiranten in die t. und k. Cadettenschulen zu ersehen, welche vom Commando der obigen Schule in deutscher und kroatischer Sprache um 22 kr. ö. W. franco bezogen werden können. ^ — (Rindfle ifch - Preife.) Im abgelaufenen Monate betrng der Durchschnittspreis für ein Kilogramm Rindfleisch: in Nadmannsdorf 50 kr., in Kronau 54 kr., in Afsling 50 kr., in Kropp 48 kr., ill Veldes 54 kr., ill Rudolfswert 52 kr., in Seiscnberg 40 kr., in Treffen 44 kr., ili Gurkfeld 56 kr., in Landstrah 40 kr., in Nassenfnß 44 kr., in Ratschach 48 kr., in St. Barthlmä 40 kr., in Großdolina 40 kr., in Stein 44 kr., ill Mannsburg 44 kr., in Kraxen 44 kr., in Adclsbcrg 50 kr., in Illyrisch-Feistritz 52 kr., in Scnosetsch 52 kr., in Wippach 48 kr., in Littai 48 kr., in Weixellmrg 44 kr., in Sagor 48 kr., in St. Martin bei Littai 48 kr., in Krainbnrg 50 kr., in Bischoflack 44 kr., in Nemnarktl 52 kr., in Loitsch 40 kr., in Idria 40 kr., in Altenmartt bei Laas 44 kr., in Zirknitz 50 kr,, in Planina 50 kr., in Gottfchee 46 kr., in Reifnitz 44 kr., in Großlafchitz 40 kr., in Tfchernembl 40 kr., in Mottling 40 kr., ill Oberlaibach 48 kr. —o. — (Kra nkenbewegnng.) Im Hospitale der barmherzigen Brüder in Kandia bei Rndolfswcrt wurden im abgelaufenen Monate 64 männliche Kranke aufgenommen und dortselbst mit den vom Monate Mai verbliebenen znsammen 95 Kranke behandelt, von denen 51 geheilt und 10 gebessert wnrden; drei mussten als nngehcilt entlassen werden, während drei gestorben sind. —0. — (Aus dem Vereinslcben.) Wie uns mitgetheilt wird, hat sich in Wochemer-Vellach ein Comite' gebildet, welches den Beschluss gefafst hat, aus Anlafs des fünfzigjährigen Regicrnngs-Iubiläums Seiner Majestät des Kaifers einen freiwilligen Fenerwehr-Vcrein zu gründen, welcher seine Thätigkeit anch ans die benachbarten Gemeinden anszudehuen beabsichtigt, falls sie sich diessalls mit ihm verbinden. Die Statuten wurden zur behördliche» Genehmigung bereits überreicht. —o. Laibacher Zeitung Nr. 151. 1238 7. Juli 1898. — (Truvpen-Insvicierung.) Seine Durchlaucht der Herr Geueral-Truppeninspector Ludwig Prinz zu Windisch-Graetz, G. d. C., trifft heute in Laibach ein und wird inorgen die Truppen der Garnison inspirieren. — (Postdien st.) Der Handelsminister hat ernannt zu Postofficialen die Herren Postassistenten Gregor Verza in Trieft, Josef Vrankovicin Trieft, Michael Kucser in Trieft, Alois Dichtl in Divaka; zu Post-asfistenten die Herren Postanitspraktikanten Marcus Dobnik in Trieft und Jakob Bozic in St. Peter in Krain. — (Kammer für Land- und Forstwirtschaft.) Die k. k. Landwirtschafts-Gcsellschaft für Krain hat als Mitglied in die Kammer für Land- und Forstwirtschaft und Montanwesen Director Pirc und den t. k. Oberforstrath Wenzel G ol l als Ersatzmann ernannt. — (Sommerfest.) Der Laibacher deutsche Turnverein veranstaltet Samstag, den 9. d. M., im Garten des Casino sein diesjähriges Sommerfest. Aus der mehrere Neuheiten enthaltenden Vortragsordnung der Sängerrunde des Vereines ist die erst kürzlich erschienene Tondichtung Podbcrtzkys «An den Nordsturm» (Gedicht von A. A. Naaff) mit Blechharmonicbegleitnng, ferner «Gothenzug' (Gedicht von Felix Dahn) von Schwalm, «Zum Walde» (mit Waldhörnerbegleitung) von Herbeck, dann Pachcs «Goldener Frühling, nun kehrest du wieder», Gerickes «Wach auf, du schöne Träumerin», endlich «Des Kaisers Reitersleut » von Franz Mair, hervorzuheben. Die ausübende Turnerschaft wird an diesem Abende Musterriegen am Barren und Reck auf den Plan stellen. Die mitwirkende Musikkapelle des k. u. l. 27. Iufanterie-Negiments hat eine Reihe anziehender Musikstücke gewählt, von denen namentlich Mendelssohns Hebriden-Ouverture uud Rich. Wagners Walküren-Phantasie genannt sein mögen. — Bei ungünstiger Witterung findet das Fest in der Glashalle statt. — (Gemeindevorstands-Wahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Smerje am 12. Iuui wurden Johann Cvetan von Smerje zum Gemeindevorsteher, Anton Kovacic uud Anton Sprohar von Slnerjc zu Gemeinderäthen gewählt. — (Cyklon.) Wie uns mitgetheilt wird, hat in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni l. I. zwischen halb 11 uud 11 Uhr in den Ilovca-Waldungen, Bezirk Radmanusoorf, ein Cyklon gewüthet, der oeu sorst-technischen Erhebungen zufolge in den Stcuergemeindcn Zellach, Lancovo und Kropp circa 20- bis 25.000 m" Fichten- und Tannenholz warf und brach. Am stärksten betroffen erscheint das Forstärar, da in den Abtheilungen von «Martiniek» bis gegen «Vodice» allein gegen 12.000 m" geworfen und gebrochen sein dürften. Total vernichtet ist die der Propftcipfründe in Nadmannsdorf gehörige Waldparcelle im Riede «pioi^in^ov i-ovt» uud ««trmi k!mn», ferner die Parcellc eines Besitzers aus Vrdo; sonst herrschte der Cyklon sprungweise, da und dort größere uud geringere Massen wcrfeud und brechend. Im allgemeinen ist die Wurf- und Bruchrichtung gegen Südost. Zu dieser Hauptwindrichtung gesellte sich ein Nordwest, der einen Wirbel erzeugte, wodurch die Richtung verändert wnrde. Zur Verhütung der Insecteuschädcn sind die nothwendigen Maßnahmen unverzüglich getroffen worden. —o. — (Diebstahl.) In der Nacht vom 2. auf den 3. Juli l. I. zwischen halb 1 uud halb 2 Uhr früh ist ein unbekanntes Individuum in das Haus des Besitzers Franz Kucler in Waitsch durch ein beim Dachboden befindliches Fenster eingestiegen uud hat aus einem nuvcrspcrrtcu Schubladkasten einen Geldbetrag von 160 st., bestehend aus eiuer 100 fl., 4 a 10 fl. uud 4 n 5 fl. Noten gestohlen. Dicfcs Diebstahls erscheint der übel-berüchtigte, wiederholt wegen Diebstahls abgestrafte Vagant Jakob Prestopnit aus Bresovitz aus dem Grunde dringend verdächtig, da demselben die Hausverhältnissc des Beschädigten gut bekannt sind und er vor der verübten That kein Geld besaß, wogegen er nach vollbrachtem Diebstahle in mehreren Wirtshäufern in Waitfch und Umgebung zechte. Prestopnik ist ein sehr arbeitscheues Individuum und z^eht meisteuthcils iu der Umgebung von Laibach herum. Die Nachforschung nach demselben, da er sich geflüchtet hat, wurde eingeleitet. —1. — (Ueberfalle n.) Am 2b. Juni, gegen 11 Uhr nachts, wurde der Besitzcrssoh» Christiau Urh von Neu-marktl, als er von Naklas nachhause gieng, auf der (Äcmeiudestraße beim Pfarrhofe in Ncumarktl von mehreren Burschen überfallen und am Kopfe mit einem harten Gegenstände lebensgefährlich beschädigt. Die gerichtlichen Erhebungen werden gepflogen. —1. — (Ein ländlicher Zweikampf.) Am 29. v. M. gegen 12 Uhr nachts kam es zwischen den Besitzerssöhnen Johann Rebcrnik und Peter PodgorHek ans Ulrichsberg, Gcrichtsbezirt Krainburg, zu einem Streite, den sie ill der Art austrugen, dass sie sich beide mit Mistgabeln bewaffneten nnd herzhaft aufeinander loshicben. Beide erhielten hiebei Beschädigungen, und zwar Peter Podgorsel am Oberhaupte drei und auf dem linken Unterarme eine Schlagwundc, Johann Nebernit am Oberhaupte eine Schlagwunde; die Verletzungen sind schwer. Die gerichtlichen Erhebungen sind im Zuge. —I. * (Aus dem Polizeirapftorte.) Vom i> auf den 6. d. M. wurden vier Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Vettelns und zwei wegen Excesses. — (Will man Blumen), z. B. Rosen, frisch erhalten, so stelle man sie in heißes Wasser. Jeden Morgen gebe man ihnen frifches, heißes Waffer mit etwas Salzgehalt, kürze die Stiele mit einem scharfen Instrument, dass eine glatte Schnittfläche wird und setze die Vlütcu dem Lichte zu. Von mancher Seite wird auch gerathell, das Wasser nie ganz auszugießen, sondern nur einen Theil wegzuschütten und bloß diesen durch frisches Wasser zu ersetzen. Am längsten halten sich die Blumen, wenn man Vasen mit Scheuersand anfüllt, den man feucht hält und die Blumen mit den Stielen hineinsteckt. — (Platzmnsi k.) Aus dienstlichen Gründell entfällt heute die Plahmufik unter Tivoli. Kit erarisch es. Der fefcheste junge Wiener präsentiert sich in der illustrierten Monatsschrift «Kindergarderobe», Verlag John Henry Schwerin, Berlin. Wie er da steht in seinein feschen Matrosenanzug und den Schwestern beim Spiel mit Sandformen zufchaut, deukt er wohl: «Wenn ich einmal am Ring ein Haus baue, das sollte fester stehen!» Solche und andere prächtige Bilder aus dem Kiuderleben bringt dieses vorzügliche praktische Blatt liebst vielen Einzcldarbietungen in jeder Nummer, desgleichen einen großen doppelseitigen Schnittbogen zur Selbstanfertigung sämmtlicher im Blatt enthaltenen Kindergardcrobe. Spielseiten, illustrierte Märchen, Räthsel und ein Nechenlotto zur spielenden Erlernung des Einmaleins, in dieser Iulinummer enthalten, bieten den Kindern Unterhaltuug und Vclehruug. «Kindergarderobe» ist zu beziehen für 45 kr. pro Quartal mit den Beilagen «Für die Jugend» und «Im Reiche der Kinder» voll allen Buchhandlungen uud Postanstalten. In die Heimat des deutschen Michels führt ein Artikel von Max Langenberg den Lefer von Band XII des «Willkommen!» (Illustrierte Unterhaltungsbibliothek von Meufser, Messer 6- Comft., Berlin, W. 3b.) Wer die Gegend nicht kennt, das alte Städtchen Stromberg und Hunsrück, wird sich durch die Naturschilderungen, die in diesem Artikel geboten werden, gewiss veranlasst sehen, bei der bald beginnenden Reisezeit seinen Weg dorthin zu lenken. W. Berdrow schildert in seinem Artikel: «Eine Woche auf dem atlantifchen Ocean.» Victor Wallberg fährt fort mit seinem spannenden Roman «Fürstlich' Geblüt». Die Knrzweil des Artisten, lebens malt Karl Pauli ill seiner Erzählung «Unter Collegcn«, Maximilian Böttcher bietet in «Schuster Paschte» eine lebenswahre, ansprechende Humoreske, und Hcktor Mallot, der treffliche französische Romancier, steuert in der Uebersetzung von Wilhelm Thal eine Novelle «Auf immer verloren» bei. Ein sehr lehrreicher Beitrag ist der Artikel von W. Dahns: «Bilder alls der Industrie des elektrischen Stromes», gleichfalls der Anschaulichkeit näher gebracht durch eine Reihe sehr gelungener Illustrationen. Der Leser findet außerdem in diesem Äändchen die gewohnte Spiel- und Räthselecke und ein humoristisches Potpourri von oftmals geradezu köstlichen Anekdoten. Eine sehr wertvolle Neueruug erblicken wir in dem Briefkasten, den die Verlagshandlung in Zukunft noch um vieles weiter auszubauen gedenkt. Collection Hartleben. Eine Ans Wahl der hervorragendsten Romane aller Nationen. Vierzehntägig erscheint ein Band, elegant gebunden 40 kr. — 75 Pfg. -- 1 Franc. Sechster Jahrgang (A. Hartlebcns Verlag in Wien). — 17 Bände ausgegeben. — Mit Vergnügen empfangen wir stets die Fortsetzung dieser Sammlung, welche zu beispiellos billigem Preise vorzüglichen Lesestoff für jede belletristische Geschmacksrichtung bietet. Die reizvoll gebundenen und scholl gedruckten Bände sind ein Schmuck für jede Bibliothek. Allstatt schmutziger Lcihbibliothels-Bücher kaufe man sich lieber diese Ausgabe«, deren Eigenthümer man für weniger Geld wird, als das Abonnement in den Lese-Instituten kostet. Der sechste Jahrgang der «Collection Hartleben» umfasst folgende Romane: I.—III. Werthen, S. Opfer der Liebe. — IV.—V. Bcuiczky-Vajza, Helene v. Die Bürde der Schönheit. — VI. Mairet, Jeanne. Marca. — VII.—VIII. Wasserburger, Lina. Die Aloeblüte. — — IX.—X. Pont-Yest, Ren»! de. Claudia. — XI.—XII. Sicntiewicz, Heinrich, (^io vn,äis? — XIII. Serao, Mathilde. Fahr' wohl, mein Lieb! — XIV. —XVI. Boborykin, P. Die Fürstin. — XVII. Groner, Auguste. Der alte Herr und andere Novellen. — XVIII.—XIX. Fleming, M. A. Bruderliebe. — XX. Kreuch, W. Nach dem Schisfbruch. Südameritanifcher Roman. — XXI. Delftit, Albert. Die Witwe Sorbier. — XXII. Troll-Borostyäni, Irma v. Novellen. — XXIII. Brun-Barnon, I. v. Das Verhängnis. XXIV.—XXVI. Ohnet, Georges Der König von Paris. Alles in dieser Rubrik Besprochelle kann durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr und eine Baracke für über 100 Personen gefpendet. Der spanisch-amerikanische Krieg. (vrlginal'Telegillmme) Madrid, 6. Juli. Die Journale bestätige«, dass der Miuisterrath den Beschluss gefasst habe, den Krieg fortzusetzen. Es herrscht allgemeine Nieder' geschlageuheit, doch ist alles ruhig. Paris, 6. Juli. Die «Agence Fabra» meldet aus Madrid: Obschon die spanische Regierung dic Telegramme vom Kriegsschauplätze unterdrückt hatte, verbreitete sich das Gerücht von der Zerstörung del Flotte Cerveras. Die officielle Bestätigung dieser Nachrichten rief außerordentliche Bestürzung hervor. Man beschuldigt die Regierung, die Escadre Cerveras angewiesen zu haben, den Hafeu trotz der gegentheilige» Anschauungen zu verlassen. Die Truppe» siud c" 3. d. M., dass die Aerzte im Hauptquartier nach eiB' sorgfältigen Schätzung die amerikanischen Verluste a» Getödteten und Verwundeten vor Santiago am mindestens 1700 schätzen, darunter siud ungefähr 150. die fofort gctödtet wurden oder ihreu Verletzungen kulj darauf erlagen. Der Nest der Verwundeten wird uol" aussichtlich genesen. In der Erwägung, dass nicht mehl als 12.000 Mann engagiert waren, ist das Verhältnis der Verluste, besonders unter deu Officieren, sehr groß Dies ist hauptsächlich der Aravour der Truppen z"' zuschreiben, die im offenen Terrain gegeu das überaus heftige spanische Feuer vorrückten. New york, 6. Juli. Einer Depesche des «Newyork Herald» aus Kingston zufolge erklärten a" Bord des britischen Kriegsdampfers «Alert» a^ Santiago dort eiugetroffene Flüchtlinge, General Pan^ sei iu der Schlacht vou Dos Palmas, welche er «"' den Insurgenten auf dem Marsche nach Santiag» hatte, am Arme schwer verwundet worden. Das O^ rücht bedürfe noch der Bestätigung. Die FlüchtlillL behaupten ferner, General Liuares hätte erklärt, ^ würde Santiago de Cuba lieber verbrennen, als übel' g?ben. Wie dasselbe Blatt aus Washington nield^ herrsche unter dem amerikanischen Militär- und Mari'^ Commando vor Santiago de Cuba eiu Maugel "" eiuer harmonischen Actiou. General Shafter habe ^ richtet, Admiral Sampson habe sich geweigert, ill de'' Hafen von Santiago einzulaufen uud die Stadt i", bombardieren, falls er nicht vom Marineamte di^ Befehl hiezu erhalte. New-York, 6. Juli. «New-Yorker Herald' meldet aus Kingston, Adnural Cervera habe im ^ laufe einer Unterredung erklärt, er habe zweimal a" Madrid Befehl erhalten, den Hafen von Santiago A verlassen und nach Havanna zu gehen. Er habe °' Schwierigkeiten seiner Lage vollkommen erkannt; "' Ehre der spanischen Marine habe es jedoch erhe^ dass eine Bewegung ausgeführt werde, und so h^ er der Flotte die Ordre ertheilt, ihrer fast sich^ Zerstörung entgegenzugehen. . Suez, 6. Juli. (Meldung des Reuter'sH Bureaus.) Die egyptische Regierung notifmerte ^ ^ Laibacher Ieiwng Nr.«151 1239 7. Juli 1898. Geschwader Camaras, welches nach seiner Fahrt durch oen Canal hier eintraf, es habe innerhalb vierund-zwanzlg Stunden Snez zn verlassen und dürfe keine Kohlen einnehmen. . Key west, 6. Juli. Wie verlautet, ist das 'panische Kriegsschiff «Alfonso XII.. bei dem Versuche, Havanna zu verlassen, genommen worden. Gelsgratnrne. Wien, 6. Juli. (Orig.-Tel.) Großfürst -"Nadlmir von Russland ist heute abends zu lnehrtaglgem Aufenthalte aus Marienbad hier eingetroffen. Wien, k. Juli. (Orig.-Tel.) Das Iubilämns-^mldesschlcßen wurde heute mit einem Festbankett Mchlossen, woran Bürgermeister Dr. Lueger, die Wiener schützen und die Gäste theilnahmen. Vizepräsident ^rautniannsdorf brachte ein mit stürmischem Jubel aufgenommenes Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus. "er Bürgermeister Lueger trank auf die Gäste, wo-laus namens der französischeil Schützen Merillon oanlte und ein Hoch auf den Kaiser uud ein Hoch «us Oesterreich-Ungarn ausbrachte. Das Banner der Mnzostschen Schützen wurde mit einem schwarz-gelben Vm'de geschmückt. Ischl, «. Juli. (Orig.-Tel.) Heute früh faud die nste Hofjagd bei Ebensee statt. An derselben nahmen 'yen: Se. Majestät der Kaiser, der durchlauchtigste A" Erzherzog Franz Salvator, General« «Maut Graf Paar und die Flügeladjutanten, ^c. Majestät der Kaifer erlegte drei Hirsche und lw. ?-^ ber Erzherzog zwei Hirsche, die Begleitung '""en Hirsche. lw . ^^ ^- Juli. (Orig.-Tel.) Kaiser Wilhelm ist ^"te früh hier eingetroffen. s «ornemouth, 6. Juli. (Orig.-Tel.) Cornelius verzlst heute gestorben. , . ^om, 6. Juli. (Orig.-Tel.) Die Kammer geneh- lii? ^'!' Reimer Abstimmung das Budgetprovisorium "'s Ende December 1898. Paris, 6. Juli. (Orig.-Tel.) Die Verkündigung des Urtheils im Processe der Sachverständigen im Schreibfache gegen Zola wurde auf den 9. Juli ver-fchoben. Der Staatsanwalt beantragte die Vcrurthei-lung Zolas zur Zahlung eines bedeutenden Entschädigungsbetrages. Ncwyork, 6. Juli. (Orig.-Tel.) Nach einer Meldung aus Halifax faud zwischen dem Dampfer «Kromartyshire» und dem Dampfer der franzosischen Transatlantischen Gesellschaft «Vourgogne» am 4.d.M. um 5 Uhr morgens 60 Meilen von Sablc-Island ein Zusammenstoß statt. Die «Vourgognc» sank. Der gesunkene Dampfer hatte 191 Passagiere erster Kajüte, darunter 92 Frauen, 125 Passagiere zweiter Kajüte und 295 Passagiere in dem Zwischendeck sowie eine Bemannung von 220 Mann an Bord. Eine einzige Frau aus New-Jersey wurde gerettet. Die «Kromar-tyshile» wurde von dem Dampfer «Grecian» hierher geschleppt.______________________________________ Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 6. Juli. Merlcl, Ingenieur, Urfahr. — Baner, Con» dncteur, s. Fran; Noschcl, Kfm,, Prag, — zroftina, Schneider-im'istcr, Römerbad. — Novak, Private, s, Tochter, Hermsburg. — Weizenfeld, Schuldirector; Adler, Kfin., Budapest. — von Fichtenau, Private; v. Vesteneck, Bezirlshaufttlnann, NudoWvert. — Patrol, Student, Ainlauce. — Zulinder, Privat, Himmel-berg. — Pfeiffer, Landta^sabgeordneter, Onrtseld. — Gugalli, Director, f, Familie; Fifoler, ütfm,, Graz. — Iallitsch, Fabrikant, (Äottjchee. — Rilter v.banger, Gutsbesitzer, Werschlin. — Gnmtar, slotar, Neifnit,,. — Riddell, BanlN). Private, Trieft. — Baneil, Vezirlsrichter, Dalmaticn. — Ienlo, l. n. l. Hauptmann, f. Fa-milic, Pola. — Sc,dcnberger, Kfi»., Schönan. — Leipsnil, Müller, Griinhut, Me., Wien. Depot der k. u. k. Generalstabs-Karten. Maßstab 1 : 75 000. Preis per Blatt 50 kr., in Taschenformat auf Leinwand gespannt 80 kr. Jg. v.Hleinmanr H Fell. Hambergs Huchhandlung in laibach. Verstorbene. A m 5. Iul i. Fraucism Strah, Hausbesitzerstochter, 4 M., Udmat 12, Fraifcn. Im Civilspitale. Am «. Juli. Dr. Moriz Eduard Weiser, pens. l. l. Re« gimentöarzt, 57 I., ^«opla^ma malißnum pslcii8. Volkswirtschaftliches. Lailmch, «. Juli. Auf dem heutigen Markte sind erschienen : 2 Wagen mit Getreide, 5 Wagen mit Heu und Stroh, 10 Wagen mit Holz. Durchschnitts-Preise. Mlt.° Mgz,- Mlt,' 3)lgj.. fl.lr, f>, lr, fl, kr, f!.,sr. Weizenpr.Hektolit. 115012 50 Butter pr. lkilo. . —>84------- Korn . 9!- 9^- Eier pr. Stück . . -^'5------- Gerste » «20 8^- Milch pr. Liter . . - 10 -^— Hafer » 8!20 6 20 Rindfleisch pr. Kilo -«4 —l— Halbsrucht » ->------->- Kalbfleisch » —'58------- Heiden » 9 50 10— Schweinefleisch > —70------- Hirse » 7 50 7 50 Schlipsen fleisch » —38------- ttuluruz » 6 50 6 40 Hähndel pr. Stück —40------- Erdäpfel » 3 50------- Tauben » !i7------- Linsen » 14>----------- Heu pr. M.-Ctr. . 1 78------- Erbsen » 12----------- Stroh » . . 1 50------- Fisolen » 12----------- Holz, hartes pr. Nindsschnllllz Kilo -94—i— Klafter 6 40------- Schweineschmalz» — 74 - - — weiches, » 4 40------- Speck, frisch » - 68 - - Wein.roth.,pr.Hkll.-------24 — — geräuchert » — 72-------— weißer, »-------30 — Meteorologische Beobachtungen in Laiblich. Seehöhe 306 ^ in. A MZ ZK ^ ! Z^L .^« «.ßß i X'" ^ Ansicht ^°"^ 's «3 ^ IZlÄ 3^, ^'"" , des Himmel« ! Z^Z ____^ Zch Z° ___________^ 1^ Ü^N. 736 Ü 18 3 NÖ/mähig dewöilt " 9 » Ab. ?36 5^14^ SO. schwach____Wvöltt________ 7 1 7Ü.Mg.s736 4> 13>2 , S. mäßig j bewöltt j 0-3 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 14 9°, um 4 5° unter dem Normale. Verantwortlicher Redactenr: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wisjehrad. Course an der Wiener Börse vom ti. Inli 1898. ^ch dem ofsiciene« Course««. "EUber U^brullr-Äügus, l»1 ?« 1"l so '^er 4°/ c-/' .«ftlil-Oclul,^ W1 U,i 10i'8n l«L0er 5°/" ^"°t«wse li^0 st. 1Ü4--1LÜ'- l«««er zn/ " ^<>2»ze 500 sl. 141 - 142 — '««4er Ct«n»«."c^"'stel 1NU fl, 1«U?ü K.i ?,i dto. ^°"«ios« ^^ ^ ^.^.^ ^,^ °Nl. Pwbbr. il 120 st. 149 30 1b!) 3U MM»"-°"" ... 100 !)(, 101-10 "" »«„e.. «on,. . . ^.^ ^.g« "'"""'fwItaatsschuldve^ !! ^"»» !!! Silber "ubolssbai.,, i,^ "' ""'"' b'/."^ l2» 1b 1Ü9-1Ü Äiom ' ('"' °2l'' '" 2W Kr. ^"«lrlbn'h i,,,^, , - - ' - 99-4b1W45 "m..... 99 — lOU - ^ °lltUcmp.!5 «orailbeiger Bahn, Ein, 1884, 4°/, (div. St,) S,, s. 1U0 » 25 4"/„ dto, btn, per Ultimu . . 9» »5 99 25 bto,St,E.N>,O°ld1u<>lls4'/,"/» 119-50 12»-— dto. dto. Silber 100 fl,, 4>/,"/, 100 10 i<>l-bto. Staats-Oblla. (Una, Ostb.) v. I. 187«, 5"/n..... 121 40 122 40 bto.4'/,"/nSchllniregal Äbl. Obl. l0Od« I0l 5U bto. Präm.-Anl. ll I0l> fl, 0. W. 158 — ,5<»-— bto, dto, il bn fl. ü. W. ib? —158 — «h«ih-Rt«..Lole 4°/» I"» ft. . 139 50 140 öO Hrundtnll.-Vblill.a!iont» (für 100 fl. CM.). s»4. unaarlsche (100 X lroarllch« und slavonische . 37 50 98 25 Andere öffentl. Anlehen. »MllU-«t8..Aos' «l«l«btn der Stab! wör, . . 1,25» —'— Nnleben d. Stadlgenu'inde Wien in^bO l(»5 50 «lnltben d. Stadtncnieiüde Wie» (Silber ober Gold) .... ^n-.. ,.^7 ^ Prämirn-Anl. b. Ltadtam. Wie» ^ß<, ^«17«,5« »«rsebaU'Nnlehen, verlosl». 5«/, !,00 2,l,a! 9ü ü« Velo Nare Psnndbrieft (für 100 fl,). Vobcr, alln.M,in50I,veil,4 I. Em. 120-25 12125 bto. dto. 3"/»' ll, «tin. I17-75 118 50 N,-üsterr, Landes H>,P.-Anst, 4«/, W-»0 100-8N Ocst.nnn. Van! verl. <"/„ . . 10020 101-20 dto. dto. 50jähr. „ 4°/„ . . 100 20 101 20 Lpaicasse.i.öst., 80I.5'/»°/°vl. 10550 —-— Prioritäts-Ybligatlonen (s»r 1»0 sl,). Ferdinand« Nordbahn Frcs.b00p,St. 221— — — Süddal!!! 3"/„ i^ssrc«. 500 p. Et. 181 75 l82-?5 blo. 5"/„^!i(>0sl,p. lOOll. '27 — 123 — Ung.-naliz. Äcchn..... 108-35 109-35 8!»5- Depostle»l>a»I, Ällg., 200 fl, . 224-2« 22« - 27-^ Oeslcrr.'nngar. »anl, «00 fl. . 908 — 309 - Unioübanl 200 sl..... 296'— 2!>7 - ««rllhllbanl. «lll«., i« fl. . 172-5« «73 50 »elb Ware Actien von 3r>i»«porl' ^nlernehmnngen (per Elücl). .'l»!s>l, Tepl, (5ise,lb. 300 fl, . 1630 1635 ^öl,M. Nordbah,! 150 sl, . . 258 — 259'— ^»schlichmber llls. 500 fl. CM !«95 1705 dto, dto, l!il, I!) !>0N fl, . SO?'— 608--Donau ° DanN'fschissnhitö Ges,, Oesterr,. 5!><» jl, CM. . . 482 — 484>— DlixAudenlmcherT, Ä,2NUsl,S, 69 bO 7050 Ferdixandij ^>>irdl', N>0Us!,(5M. 2435- »440-Lcmb,-Czcl!ww, Iassy-(tisenb,» Oeselllchast 2W fl, S, . . 29175 292 50 Lloyd, Oesl,, Trieft, 500 fl.CM. 436 — 440'- Oesteir. Norbweslb, 200 fl, S, 248— 24850 dto. dto. (!>t, U) 200 fl. S. 262-5U 263'- Pra« Dnxer ltlseul,. l50 fl. O. , 90— 9625 Ltnatseisenlmlii! 200 fl. S. . 25850 359 — Liidl,al,n 200 s>, S. . . . . 7«-?i> 77'7b Sildiiordd, Veil), A. 2UU fl. CM. 20875 809 — Iramwai, Ges..Wr,,170sl,0,W, —'— —-— btu, Em, 1887, 200 fl. . 516'— b13 — Tran»oal,'Ges., NeneWr., Priu^ ritäts «cticn 100 sl, . , , lib-— 117 — Una-naliz, Visenb, 20Ufl. Silbe? 21375 21475 Unn'Wrstd.(Nllal> Graz)200fl,S, 210'5» 211'— Wiener Lacalbahnen-Act. Ges. — — —>— Industrle»Aclien (per Sliicl). Banges., Villa., öst,, 100 fl. . . ,10— 11025 EgiMr Eisen- n»d Stahl-Ind. in Wien 100 sl..... »0— 82 — al!nni.>Leihst., Erste, «0 fl. i40'— 141 — ,,Elbcii!nhl", Papiers, n. V. G 93-50 S35N LiesliMr Arnuen'! 100 fl, . . ,55 50 157 — Moutmi'Wcsellsch., Oest.-alpine ,62-30 1ö2'tO Planer Eisen IndOes. 20» f>. 734.^7^.— Slllaii'Tllij. L!ei»lul/len 6» sl, «20— «25-— „Schloglmühl", Papiers, 2»0 fl, ^N9-50 — — „Steyrerm.", Papiers, u. »,°. ,7« 50 l?9 — Veld Ware Trisailer Ulchlenw. Ges. ?o sl. l?3 —17450 Waffens, G,,Oest,inWieu,lO0sl 292-—«»»-— WanssunLeihanst,,»»!<,.,<» Pest, «u sl.........L50-— N60-— Nr. Äangcsellschast 100 fl. . . 107 50 lo» 50 Wlenerberger Ziegel Actien Ees. »M! — 3i<3 — Diverse Lose (per SlNcy. Vildaprst Vasilica (Dombau) « ?0 ?-— Lvedülos,- !»reuz,Ocst,Ges.u,,10fl 20— 20 70 «othen Kreuz, Unn, Ges. v.,bfl. 1020 ,» — «ndolpl, Lose 1« f!..... 2U-50 2750 Salm Lose 40 sl. CM. , . . 85 — 8«nd. 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