^'N8. Dienstag, 26. Mai 1903. 122. Jahrgang. Macher Zeitung. ^ü/^'^««pltis: Mil Pvs!v,r send«,,».- »an,,M>ig ^<» lt. l)a!l>Mr!« ,5 «. Im »oiKor: aanz. I Die.Laibacher Zrltung. erscheii» ».»„lich, ,»i< Äusxahms bcr So»»« n»d ss^erlaae. Die Abmixlttrntlon befiiidrl ^,,,' '°>Mr!g ,l li, Mr dle ^uftellun« !ns Haus ganzjälill« '« tto»l,lvßplay Nr, », dir «edaMon Dalmaliügasie Nr, . ^^^^ ""' ">s z» 4 Z,iltn !,« l>, grühl>re per Zelle lU t>: liei «slern, Wl^dsrhulilüas» per ^?ile U ll, L vmmütags, «»winlirile Ärirsr wrrd!'!, »ich! «»gcnummc», Manullrip!.' nicht z»ril3/' l " l> l. u n d k. A postolis cheMnjestät i,^ "'nerstag. den ^l. d. M., auends von Budapest ijc.1, j ^l'offm „ild halien den Allerhöchsten Aufent-^ctiönbrnun zu uehluen geruht. ^"ordnung des t. f. Finanzministeriums ^, vom 19. Mai 1903, ^„,,//"'>" M°"^ ^ulu ^^'^ bas Aufgeld ^lden '"'^' lvelches bei Verwendung von Silber» ^u' Mahlung der Z ollgeb ü h r e n zu ent- H richten ist. ^ ^" Vozug auf Artikel XIV des Gesetzes vom H»>^ ^^' 3t. G. Vl. 3^r. 47, wird nn Einver^ ^ t>e», s^ ^''" lönigl. ungar. ssinanznünifteriilin iis . ^^tungsbereich des erwähnten Gefetzes und ^ioni '^°'"t Juni IM! festgesetzt, das; in »it, V?"' ballen, iu welcheif bei Zahlung von Zöllen ^ülchp s ^ebühreu, dann bei Sicherstellnng dieser ^l!g « U"^ Goldgulden Silbergulden zur Verwen- 'lw ^ "un,l!n, ciu Aufgeld von nnlnzehn einhalb 'prozrnt in Silber zu entrichten ist. Nökm m. p. Kundmnchllng. °'!rim"'^ '^'Ncht hat eine irregeleitete Menge die ^Üi, < Nuhe in der Landeshauptstadt gestört, ^s"! 'Mitbürger an ihrem Eigentume geschädigt ^ lhs^ p^sy„li(l)en Sicherheit arg bedroht. U^ " Ul legalen 3»rmeu sich belegenden .Unnd-'^lf,, ^'l- Synlpnthie für ein stammverwandtes ^ a.>?^' ^^" lVmer Seite ein Hindernis in den ^' dns '^^ unlsotnehr war die Erwartung berech !^' lii^ ^' Gl«l^.,^ d^ ^u^-l) da^ Gesek gezogen . °^li^s? ^'b"1chritten luerden. beider hat sich diese ^'ichj ! ^ "l5 in-ig enuiesen, und doch muh jeder '^ttäti^ "'kmnen, das; Strafene«esse nnd Ge^ ^l!siH^"le!^ je„^ Sache, die violleicht zu fördern '°'l,i(>,/ 'lu wm-, >u,r schädigen, keinesfalls ihr nützen !^e»'^!" llnr ist es aber auch, das; solche AuHschrei-^' nn'v^ "^'^uldet luerden dürfen, und ich richte >«^^l' Bevölkerung die ebenio ernste alv wohl- genieilüe Mahnnng, sich jeder weiteren Ungesetzlich keit zu enthalten, da jeder Ruhestörung, jedem Persuche einer Gewalttätigkeit mit allem Ernste und dem erforderlichen Nachdrucke begegnet werden wird. Laib ach am 25. Mai !903. Lei l, l. Landespräfideut: Razglas. Danes ponoöi je niotila zapeljana innožiea jttvni mir stolnega nieata, oäkodovala inietje mirnib somešèanov in ogrozila njih osebno varnost. V zakonitih inejah izjavljanemu soèutstvu zu soroden narod se niso stavile od nobone strani zapreke; tembolj je bilo prièakovati, da se no prekoraèijo me je, ki jih stavi zakon. Ta domnevn se žal ni uresnièila, in vondar mora spoznati vsak razumnik, da poulièni izgredi in nasilnosti 1«-Skodujo.jo, nikakor pa ne koristijo stvuri, ki se je moi'da hotela pospešcvati. Jasno pa je tudi, da se Uvki izgredi ne anieju trpeti. Zato opoininjam prebivalstvo kolikor resno toliko blagohotno, da se vzdržuj vsake nadaljno nezakonitosti, ker bodo postopale javne oblasti proti vsakemu motenju mini, proti vsakemu po skuKii javne naailnosti s potrebno strogostjo in resno odloÖnoatjü. V Ljubljani, due 25. maja 1903. (!. kr. deželni preunednih: Baron Hein s. r. Nichtamtlicher Ceil. England und Oftasien. Aus London wird geschrieben: Co ist mil Genug tliung zn begrüßen, daß der durch Nnhland l^rvor gerufene ZN'ischenfall in Ostasien nunmehr abgetan ist. Da5 Ereignis hat übrigens den Vorteil gehabj, daß es die Stellnng der verschiedenen Staaten, die sich mit den von England in Ostasien vertretenen Prinzipien im Einklang befinden, hervortreten lies;. Seltsamenveise hat eo trohoem nicht an irrigen Alls' fassungen gefehlt. Manage waren geneigt, die von den NegierumMierlr^rn im Parlamente über diefe Angelegenheit al'gegebeilen Erklnrnngen falsch aucv,u> legen, indenl >nan dieselben der entschiedenen Haltung Japans gegenüberstellte und als ein Anzeichen dafür aufzufassen versuchte, das; die Negierung nur mit Hal bem Herzen auf dem alten Standpunkt bleibe und da6 Vorgehen Nlchlnnds ohne Einsprache zulassen würde, wenn, nicht die Verpflichtung Englands gegen seinen Alliieiien bestände. Es wurde sogar behängtet, daß verantwortliche Mitglieder der britischen Dipl» matie die anglo°iapanische Allianz in keiner Weise, billigten. Gegen die erwähnten Mutmaßungen, ins^ besondere gegen letztere Behauptung, muß entschieden Verwahrung eingelegt werden. Ist eo denn so nnver^ ständlich. daß die Vertreter der englisä>en Regierung während de>) siwischenfalles sich einer möglichst zu rüähaltenden Sprache befleißigten? Cs war recht unliebsam, daß die ganze Episode zur Zeit der Pariser .^önigvtage auftauchte, es hätte aber einen Mangel an Takt bewiefen, wenn man gerade in diesem Augen blicke offiziell eine scharfe Sprache gegen die freunde der Nation gejührl hätte, welche damals dem engli-schen Souverän ihre Huldigung darbrachte. Im iibri' gen konnte aber der aufmerksame Leser der betreffenden Erklärungen nicht verkennen, wieviel Ernsl und wieviel deutliche Hinweise sie enthalte». An den di< plomatischen Stellen wird man die Vedentuug dieser Wendungen gewiß richtig gewürdigt haben. DK» Zwe^ fel an der aufrichtigen ^renndschnft Englal'ds für feinen Alliierten sind wunderlich uno können nur dem völligen Mißversteben der Haltung des Londoner kla» lunettes entspringen. Tie Allianz mit Japan ist gegenwärtig das Grundariom für Englauds gesamte asiatische Politik. Wenn sie nicht bestände, mi:i;te sie angestrebt werden. Es ist bei ihren, Abschlüsse geini-gend klar zutage getreten und dargelegt worden, we! chen Zwecken sie dienen soll. Tas absolut inoffeuswe Bündnis mit Japan ist als eine der wichtigsten Bürgschaften des allgemeinen Friedens im Osten anzusehen und das Zustandekommen dieser Allianz bildct i> densalls einen der größten Erfolge der neneren englischen Staatskunst. Feuilleton. Bessern Sie sich! tj^ . (Nachdr»ct verbl'ls») I^^n^schon ^'"e lange Neihe von Iahreu her und >e ^ Ueht ^ ^^.^. ^^^ ^ ^ ^^^. ^^. ^^^.^ ^^. ,'^5 is .^^lern geschehen. Seltsam, denn das Er° ^Iktt , ^'^ alltäglich; worum lauu ich e'' nicht ^' de>. /. ?° so vieles, was ich gern behalten hätte, H^ U"norung entschwunden ist! ... l/^»d j '"chlen eine Fnßreise in Deutschland, die ^n D ?'^^ ^^ S"^'- In einem herrlich ge-^ ^ ^aren wir abgestiegen und machten i^'uide s plnchtig^ Tollem. Abends kehrten wir, '>i ^fnck " ^"'^ "liillt von, Geiwssenen, in nn« ,!,^ ^ic / .^"-berge znrück, eigentlich nnr, um uns 'Neu ^"'trengungen des folgenden Tages zu t^^^'" hatte eine hübsche Tochter, Grett. eine l>? t>urck ,'^'"^ ^ul kühnes Stunchsnäschen. flan° ^^'rot^ ^, wuchtende dunkle Angen, darunter ein !>I, ^hi^'^'udchen, das zwei Reihen tadellos wei-^' sotyy. ^dolt^^ waren das erste, was jung und !l^ by. ^''fling als Reisender, an der hübschen ^ ^is "^"' Das inollige, runde Kinn verlieh l>^' bl, ,^ """' freundlichen Ausdruck uud daö >!, ^N(>, H""> das in allerlei krausen Löckchen il! ^>,,"^'" "'digte, bildete dazu cine originelle ^ u, > ^"'^ hatte eine schlanke Ngnr, nicht "'cht zll klein, nicht zn mc^er und n,cht zi' untei-fcht . . . kurz, eine ssigur, die, ims Zwanzigjährige vollkommen befriedigte. Nur die Hände waren nicht tadellos und bewiesen, daß das liebe.Mnd lejne Handschuhe trug. Aber keim' Schönheit ist voll kommen . . . der Venus von Wlo fehlen ja beide Anne . . . nnd mit einen: Pers,'Mch.>>, wk> Grete, die übl'igens anch allerliebst zu plaudern velstand. konnte nian mehr als zufrieden sein. Ich wenigstens war es ... nein, ich war mehr, die! mehr: ich will es nur offen gesteheu, es ist ja keine Schande: ich war in das Mädchen bis über die Ohren verliebt. Sie schien mir so viel ehrbarer als die gewöhnlichen Kellnerinnen, so viel gebildeter, so vnl anziehender, daß ich nieine. Blicke nicht von ihr wenden konnte nnd, so oft ich dazu die Gelegenheit passeud fand, ein Gespräch mit ihr anknüpfte, am liebsten, wenn ich mit ihr allein war. Unsere Konversation war gewöhnlich nicht sehr gehaltvoll, wir plauderten, lachteil nnd scherzten über alles mögliche, lind, ach, das war mir auch nur Nebensache, die Hauptsache blieb, bei ihr zu sein nnd mög. lichst lange zu bleiben. Die Jugend will gelegentlich anch einmal iwer mutig werden, besonders wenn sie glaubt, voraus-setzen zu dürfen, daß sie Erfolg hat. Direkt ermutigt hatte Grete mich nie, aber sie horchte nugenscheiulich mit gros;em Wohlgefallen auf die Geschichten und Späße, die ich zum besten gab und ans die sie mir die Antwort nicht schuldig blieb. Ob mit Recht oder nicht ... ich glaubte, enngeu Eindruck gemacht zu haben, und das führte mich dazn, etwas freimütiger zn werden. Oder dachte ich vielleicht gar nicht und folgte nnr dein Dränge des Augen- blicks? Wer kann es sagen! Eines Tages klammerte ich il»r Köpfchen zwischen meine Hände und drückte, einen Kuß auf ihr Rosenmündchen, einen warmen, innigen Kilß, in dem die in meinem Innen, glühenden Gefühle sich nach außen Luft zu machen snchten. Herrlich, göttlich! Herrlich, göttlich! Nnd sie? Sie wehrte mich sanft ab nnd entfloh aus meiner Nähe. Seit diesem Augenblicke war alle Vertraulichkeit dahin. Einige Tage fpäter zogen loir lveiter. Beim Zsb° fchied reichte Grete nnr freundlich die Hand und sprach in lilhigem, halb traurigen Tone die nur mir ver-ständliäM Worte: „Bessern Sie sich!" Lieber Ll^er, ist es dir schon einmal Passiert, daß nach einer Opernvorstellung oder nach einem Konzert irgl"ndeine Melodie dir fortwährend in den Ohreil summte, das; sie dich hartnäckig verfolgte, fich dir er Harmungslos anfdrängte? Bis zum Ueberdruß wie derholten deine Lippen mechanisch dieMelodie, die dich bald ärgerte und zur Verzweiflung brachte, Oder ist dir das wirklich noch nicht Pasfiert? Dann darfst du dich glücklich preisen, aber mein Geschichten wird dir schwerer vei-ständlich sein. „Bessern Sie sich", diese Worte waren ziemlich zi: dem einen Ohre hinein nnd zn dein anderen hin-ansgegangen und während des ganzen Tages dachte ich kaum an Grete. So flüchtig war ich mit zwanzig Jahren. Glückliche Zeit, in der man bald vergessen kann! Das große Lobensgeheimnis, nicht wahr, La-mat-tine? Aber mn folgenden Tnge! ^ Laibacher Zeitung Nr. 118._________.______________________1034______________________________________26. Mi^^. Politische Ueberficht. Laibach. 25. Mai. „Hla-5 Naroda" weift darauf hin, daß keine ge» wichtige Parlainentarifche Partei bisher erklm-t habe, daß sic' den A u s g l e i ch m i t U n g a r n nicht wolle. Aenderungen an demselben luürden noch keineswegs seine Vereitluug bedeuten, da bänglich dieser Aende« rungen mit Ungarn verhandelt werden könnte. Allerdings sehe dies eine Parteiengruppierung mindestens il<1 Noe voraus. Eine solche würde auch andere kleinere Parteien an sich heranziehell und hätte wenigstens in einenl Punkte ein bestiumrtes Programm. Darauf ließe sich weiter fortbauen un.d so der Negation im Parlamente Einhalt tun. Jetzt sei der Kabinettschef stärker alo das Parlament; wenn jedoch eine starke, organisierte Gruppe aufträte, die den Keim einer zu-künftigen Majorität in sich trüge, fo wäre das Parlament mächtiger. Es sei Sache der jungczechiscl)eu Abgeordneten, all ihr Bemühen auf die Bildung einer solchen organisierten Gruppe zn richten. Die „Agramer Zeitung" wendet sich in seinem längeren Artikel gegen die in der auswärtigen Presse und namentlich in der jüngsten Sihung des öster» reichischen Neichsrates anfgestellten Behauptungen über die Verhältnisse und Hu stände in Kroa» tien und bezeichnet die über die Unterdrückung des kroatischen Volles uud über die standrechtlich erfolgten Hinrichtungen gemachten Angaben als gänzlich unwahr. Bezüglich des Kabillettswechsels in Bulgarien betont das „ssremdenblatt", man sei mit der Haltung des Kabinettes Danev in Europa in den letzten Monaten im allgemeinen zufrieden gewesen. Die Demission desselben habe daher znnächst einige Sorge erwecken tonnen. Diese Sorge sei nun, nachdem die neue Negierung ihr Programm entwickelt hat, be> seitigt. Die Hauptsache bleibe, daß das Ministerium den Mut und die K^raft zeige, gegen die Unterstützung der Banden energisch aufzntreten, und die Grenze streng zu überwachen, um den Uebei-tritt von Kämpfern nach Mazedonien zu hindern und daß es über-Haupt alles tue, um einen Konflikt mit der Türkei zu vermeiden. Diese Bedingungen scheiiu? das Ministerium Petrov zu erfüllen, und damit sei die. ssrage. die das Auoland am meisten interessierte, in befriedigender Weife beantwortet. Bei dem Einveii'tändnisfe, das znch,sä>en Oesterreich Ungarn und Rußland besteht, hat das Blatt gegen die Betonung der auch vom gegenwärtigen Mnisterium geteilten traditionellen Dankbarkeit der Bulgaren gegenüber Nußland nichts einzuwenden. Nußland verfolge auf der Balkanhalb-msel das gleiche Ziel wie Oesterreich Ungam. Vielleicht könne man hoffen, daß in Konftantinopel jetzt das Vertrauen in die Haltung Bulgariens wachsen werde. Die Pforte müsse jetzt erkennen, daß es dem Fürsten Ferdinand ernst ist mit seiner friedlichen Politik und daß fie ihren Argwohn fallen lassen darf. Das Interesse Bulgariens verlange nicht, daß es den Cxpansion5gedanlen nachgehe und daunt einen Weg betrete, auf dem es ganz allein und ohne jede Hoffnung auf Schutz der Mächte, dein Widerstände des osmanischen Neicl)es begegnen würde. Das wohlver- standene Interesse Bulgariens verlange vielmehr eine Wiederannähernng an die Türkei. Der überraschende Miuisterwechsel in Bulgarien bedeute, wie e<> scheine, den Abschluß einer Periode der Befürchtungen. „Echo de Paris" will voll einer amtlichen Person-lichkeit erfahren haben, daß König Viktor Emanu el auf feiner Neise nach London nach Paris kommen uud der Truppenschau am 1 l. Juli beiwohnen werde. Von Paris werde der König sich nach Cher» bourg begeben, wo ihn das italienische Geschwader erwarten werde, um ihn nach Portsmouth zu beglei-tt-u, Ueber den Gegenbesuch des Präsidenten Lonbet sei noch nichts festgesetzt. Tagcsneuigleiten. — (Ein eigenartiger Auf z u g) bewegte sich vor einigen Tagen durch Göttingens Hauptstraßen. Unter den Klängen de« Ehopinschen Trauermarsches wurden, wie man dem „Hann.Cour." schreibt, zwei Musensöhne von ihren Kommilitonen zum — Karzer geführt. Die Delinquenten befanden fich gefesselt auf einem von Ochsen gezogenen Lei-trrloagen Die Schwere des Verbrechens illustrierte ein in ein blutrotes Gewand gehüllter, mit einem Holzbeil verselMer Scharfrichter, der neben mehreren Bütteln auf dem Vorder-wagen mit Platz genommen hatte. In mehreren Droschken wurden Vetten der Verbrecher nachgefühlt. Es folgten auf einem Möbelwagen zechende Studienbrüder, die für die anscheinend nicht mehr leistungsfähigen bedauernswerten Opfer der gestrengen Universitatsjustitia — die Henkersmahlzeit einnahmen. — (Der auferstandene Tote.) Die Richter des Staates Alabama befinden sich augenbliälich in großer Verlegenheit. Vor einigeil Wochen wurde ein wegen Mordes verurteilter Neger nach allen Regeln der Kunst aufgeknüpft. Der Gerichtsarzt stellte den Tob des Hingerichteten fest, und eZ wurde über die Hinrichtung ein amtliches Protokoll aufgenommen. Man hatte sich aber gründlich getäuscht. Als man nämlich den N^ger beerdigen wollte, gab er noch deutliche Lebenszeichen von sich und schließlich erholte er sich so gut, daß er jetzt wieber ganz munter ist. Es läßt sich nun nicht in Abrede stellen, baß der Schuldige die ihm auferlegte Strafe erlitten hat und nach dem amilichen Protokolle gesetzlich tot ist. Man fragt sich nun, ob man unter solchen Umständen das Recht hat, den widerspenstigen Leichnam noch einmal aufzuknüpfen. — (Ein Früh st lick unter Cowboys.) Auf seiner Reise durch den Silberftaat Colorado nahm Präsident Roosevelt am 4. b. M. in Hugo an einem höchst originellen frühstücke teil. das ihm von dortigen Cowboys gegeben wurde. Er hatte diesem urwüchsigen Empfange ausweichen wolleni als aber der Zug in Hugo anlangte, wurde Roosevelt von den Eowboys förmlich in Beschlag genommen. Er sprang munter aus dem Wagen und schritt, von biederen Cowboys umgeben, nach dein in der Näl)e des Bahngeleises gelegenen Zelt, wo ein Frühstück bereitstanb, wie es die nicht verwöhnten Söhne der Prairie zu genießen Pflegen. Der Präsident schöpfte sich selbst eine Tasse Kaffee aus dem Kessel, langte mit einer eisernen Gabel nach einem Stücl Brot und machte sich dann über eine Portion «tc^v her, unverdrossen in dem großen Kessel nach den Stücken Fleisch fischend, die in der Brühe herumschwammen. Die lange Reise hatte seine Eßlust geschärft und er ließ sich's schmecken. Als er nach dem Zuge zurückkehrte, strömten ihm die Cowboys nach, als wäre er einer der Ihren, und als der Zug sich in Bewegung setzte, schwangen sie sich auf ihre Pferde und ritten dem Zuge unter Gelächter, Geschrei und lebhaften Zurufen so lange nach, wie die Tiere im stände waren, zu folgen. Die Cowboys hatten ..vollen Wichs" angelegt — enier ^^st l, hatte sich sogar bis zu einem seidenen Zylmderhu' ^^ 5 — und sahen in ihrer bunten Kostümierung ?", s^uj ^ aus. Unter de» kühnsten Reitern, die dem P"'' ^ »^ ^ nachtlepperten. befand sich ein weiblicher C"lvboY. ^, l Männcrweise im Sattel faß, wie ja alle Niris >"! ^„i !< Mississippi tun. Die bunte Cowboygefolgschaft """ Präsidenten viel Vergnügen. <^al, ^' — (Der p 0 etische Wüstenritt.) Dr- ^.^„ 5 der berühmte Afrilaforscher, war einst Gas! "'" ^, " Hamburger Kaufmannes. Der Sohn des Kaufman" '„,i l< es sei sein höchster Wunsch, auf dem Rücken e""^ ' ^ durch die Wüste zu reiten, da ein solcher Nitt !"1^ ^ ii sein müsse. „Mein lieber junger Freund", erwiderte ,c ^ scher, „ich will Ihnen sagen.' wie Sie sich eine" ^ ,schi" ü den Annehmlichleiten eines Kameelrittes in den ">l ^!. " Wüsten verschaffen können. Nehmen Sie einen it»" ^ . schranben Sie ihn so hoch wie möglich hinauf Md i ^ ^ ihn in einen Wagen uhne Federn'. Dann setzen ^".^ ^,1 », den Sessel und lassen sich an einem heißen ^^ ^, »-oder August über steinigen, unebenen Boden >""^„B° wenn Sie dann außerdem 24 Stunden nichts ZU > ^l zu trinken gehabt haben, so werden Sie "»e 'chw° / ^ l>l stellung haben, wie wunderbar poetisch es >sl, " .Naince'l durch die Wildnisse Afrikas zu reiten." Lolal- und Piouinzial-Nnchlichten- ^ Laibachcr Gcmeindcrat. > ,^ Der Laibacher Gemeinderat trat gcster" "^M ^ zu einer außerordentlichen Sitzung z"s"»u"en. " ^ le'l ,'' unter Vorsitz des Bürgermeisters 2« Gcmcmdei ^ H nahmen. Auf der Galerie hatte sich ein zahlreiche« ^ c< cingefunden. zgle'' Nachdem Vizebürgermeister Dr. Ritter "'.f^M«'' "< weis und Gemeinderai Dr. Triller zu ^m, ^s, b° des Sitzungsprotololls nominiert worden watt". V»' 'ü Bürgermeister H ribar das Wort zu einer lang' ^ ^ «I spräche, in welcher er die Sympathien der Stadt 5< ^ü ^ Kroatien, das trotz seiner glänzenden Geschich^ . ^ s<>, Verfassung mit einer verlassenen Witwe zu v"ü" ^ ^ ^ betonte. Das Land. das seinerzeit dem Festlande ^ ^ Meere Gesetze diktiert, sei nun selbst rechtlos. ^^,', y Länbereien seien zu einer ausgesogenen Satrapie ^^^ von dessen Selbstverwaltung sei nur mehr ein ' ^ ^ >,, Schatten vorhanden. Wenn mit dem kroatische" ^^ k ganze gebildete Europa sympathisiert, so sei es lein ^^< ^ daß auch das slovenische Voll dem brüderlichen ^ ^' ^ stin innigstes Mitgefühl entgegenbringe, umsomeyr. ^ ,» , vcnen und Kroaten zu wiederholtenmalen ^ giM " Schulter gegen den Erbfeind der Christenheit «"°/"^ ^ '> gelämpft haven. Gleich der kroatischen erhoffe """ ^isH" 7 nische Nation vom Allerhöchsten Träger des oster ^^ ^< Staatsgebanlens. daß Allerhöchstderselbe das jed"^ ^ ^ Voll der Kroaten unter seinen mächtigen Schuh "' ^ zu nehmen geruhen werbe. «,^s >^. ^ Der Bürgermeister sagte sodann folgendes: "^ .^ft,!« >c wir, meine Herren, unseren unglücklichen ^ ^«.„pal^ ^ der Solta und der Kulpa unsere herzliche" ^i ^l >, zum Ausdrucke bringen, su tun wir dies wiirb'g ' ,^s^ a, lich. wie es der Ernst der Sache und des "ua"' ,!!^ ^ heischt. Niemals aber wurde und wird von bei 1 ., ^ ' Nation das frevelhafte Vorgehen gewissenloser ^ ^ billigt lverden. welche ihre wilden Leidenschaften a ^ " Mitbürgern auslassen, die ihnen kein Leid Me>H^, ^ / Daher verurteile ich auch laut und beutlich b" ^ ^ ^ edleren menschlichen Gefühle ausschließenden "" ^^ verflossenen Nacht und erkläre feierlich, nichteher^^ Fast ohne irgendwelck)e Veranlassung waren die Schlußworte einer jener süßen Veti-achtungen, zu denen die herrliche Natur ein weiches Gemüt so leicht verleitet: Bessern Sie sich! Wo hörte ich jüngst diese Worte? Ach ja, Grete sagte sie bei uuserem Abschied. Grete . . . schade, daß ich sie wahrscheinlich nicht wiedersehen werde, das hiibsäje Mnd! Vin ich zu weit gegangen? . . . Zum .kuckuck, es loar doch mein, reichlich durch die Jugend gerechtfertigtes Recht! . . . Ich wäre ein Schafslopf gewesen, wenn ich ihr nicht ein Küßchen gestohlen hätte. . . Ulld doch immer diese geheimnisvolle Stimme: Bessern Sie sich! . . < Torheit, sie lann und tlnrd eo nicht übel nehmen, derartige Mädchen sind wahrlich nicht so blöde, um an einem unschnldigen ssüßchen Aergernis zn nehmen. Sie spielt die Spröde nur, das gehört so zum Handwerk . . . Ta sehen zwei dunkle Gucker mich an und eine reizende Stimme warnt abermals: „Bessern Sie sich!" Meine freunde stören die Illusion und spotten ül^er meine Einsilbigkeit. „Hans »nacht wieder Verse!" hieß es neckend. Aber die Ruhe dauert nur lurze Zeit. Wir sitzen bei Tische, lachen, machen Späße und schneiden nicht wenig ans. Mitten in der aufgeregten Debatte behaupte ich etwas, was ich eigentlich felber nicht glanbe, und . . . wer flüstert da: „Bessern Sie sich!" Will diese Vision mich denn gar nicht verlassen? Nach dem Essen ziehen wir durch das Dorf. Die Bäuerinnen sehen in ihren eigenartigen Trachten alk'rlirbst aus. „Gier herrscht noch die Reinheit, die Unschuld der Skton". detlamierte einer meiner schuld . . . ach, laß dich doch damit begraben!" Ich will noch mehr hinzufügen, werde aber daran gehindert durch ein leises: „Bessern Sie sich!" Die Sacl)e wird mir langweilig und ich will mich dieser geheimnisvollen Macht widersetzen. Ver-gebliches Bemühen! Ich versuche zu schwätzen, Unsinn auszukramen, aber das: „Bessern Sie sich!" zwingt mich zum Schweigen. Ich trinke mehr als gewöhnlich und hoffe dadurch die „Dummheit" abzuschütteln', es hat aber gerade die entgegengesetzte Wirkung, da5 „Bessern Sie sich!" umschwebt mich ohne Unterlaß und tliugt mir selbst vorwurf5voll iu die Ohren, als ich unter etwas erschn>erenden Umständen den Heimweg antrete. Die Nacht bringt Ruhe; doch die ersten Worte, die mir beim Erlvaclien von den Lippen gleiten, ohne daß ich daran denke, sind: „Bessern Sie sich!" Allmählich verblaßte der Eindruck, aber ganz ver» schwinden wollte er nicht. Manchmal fiel das: „Bessern Sie sich!" mir ein, wenn ich nicht ganz korrett gehandelt hatte oder in meinen Neden nicht ehrlich gewesen war. Ich glaube sogar, daß (Aretes Worte mich sogar vor mancher Unbesonnenheit behütet haben. Das Gedächtnis erschlafft, aber die Phantasie er-gäuzt das Bild und verschönert es sogar. Grete war keine Madonna, wie ich schon sagte, jetzt aber sehe ich sie im Geiste vor mir, dao goldblonde Köpfchen von einer Aureole umgeben, uud noch oft blicken zwei fchwarze, erustc Augen mich au uud flüstert eine sanfte, melodiöse Stimme: „Besser,, Sie sich!" Den Lebenden ihr Recht. Wiener Original-Roman von «. Hottner'6"'' (37. Fortsetzung.) ^ Er hatte während seiner Worte scl)"' ^' ^»»' rock angebogen. Nun suchte er hastig iw") '^ Stock. „ ... „'<"' „Auf Wiedersehen! Auf WiederselM' ,^ F Neinhold und Hedwig zu, „ich komme fob" ., ^ möglich ist. Und Sie, Herr Doktor, Sie "" ,,,.^' Kranke, wac- in Ihren Kräften steht, selbswm ^ Adieu! Adien!" ,^ Wie ein Pfeil schoß er hiuau». I" 5" t»F. Minute sahen sie ihn durch den Garten lalw ' « klappte das TürclM. Josef Schott war fo"^ ^ „Wollen Sie zu 'der danken, Fräulein' -, O» der Arzt mit einein besorgten Blicke in H^"' . sicht. „Oder soll ich-" .cha< „Ich bitte Sie darum", da,s Mndche"" ^F zusammen, „ich Null nicht jetzt zu ihl', " mich." ,,l<,' „klein Wunder nach solchen Szenen, ^„i^ der Arzt. Tann verschwand er im Kra"U ^,.1,'' Reinhold und Hedwig waren allein. ^' M^'"' blieb es stumm zwischen ihnen. Dann erl)»l' ^ hold Ottmaun. . .s,i,l't^/ „Soll ich gehen?" fragte er leise. S"' ^, ^ nicht. „Ich bliebe gerne, wenigstens in '"''^,l.^ fuhr er fort. „Sie sind allein unter Halbfrew . ^ dann: Es ist ja doch aller Voranosicht '""' >^ Tag für mich, unter diefem Dacl^e. M^^ '" immer Martha ausgelitten hat, gel>> nt>' meiner Gegenwart zu befreien." ^HrZeitung Nr. 119._______________1035 __________________________ 26. Mai 1903. ^n 'u ? 6 die frevelhaften Urheber der heutigen nächt-^b ^"' Redner stelle daher den Antrag, der Nedal-lc> s l^^' ^"^ Telegramm, dessen Absenbung ein- ^beschlossen wurde, hat folgenden Wortlaut: lliil d«. ^"ie taiserliche und lmsigliche Apostolische Maje-^lt' i» ^'!" "^ König Franz Josef I. - Kabinetts- ^litoa?^'^ Nachrichten gelangten ans dem benachbar-!^ dtts'ss' ^" "ns herüber, wo ein Arudervoll um seine ^°I<. h °''ungsmähig gewährleisteten Rechte kämpft, ein '^t>i auck "^ "nd Hochherzigkeit. Auf diese Tugenden "" tveil, '"^ "'^ ^chen die Gnade Eurer Majestät an. ^ab/.n Blutvergießen nicht zuzulassen und das Un-"'" lto. 3^'°" von dem Eurer Majestät stets treu ergebe- Ü'^^n ^!" VMe vereinigt die homagialsten und unter-^t!^. ", ^'"^ Leute gefunden haben, welche das Bedürfnis !?lstni ^ 'Ausdruck der vorgestrigen Manifestation im !. ^ dies« '"" b"lch unwürdige Exzesse herabzumindern, ^"dtn !!! )'^unde beantrage er die Annahme der nach-^ ^,, resolution: „Der Gemeinderat der Landeshaupt-i^ iibe ? ^^'^' l"" ^^^ Bedauern und seine Entrü-> ^icien^ ^ ^^rgestern abends vorgefallenen, nicht zu ent-5H«, mii '^^^se aus. welche in 'teinem Zusanunenhange i^su,!, würdigen Manifestation des slovenischen ll tni >!"'^ lede Identifizierung der Laibacher Bürger-^ T)ie w s betreffenden Exzedenten entschieden zurück." ^N,^'^solution wurde ohne Debatie einstimmig ange- ^^'"berat Xuxel stellte schließlich den Antrag, daß ^Nlc, 's ^'^ Vorgänge in Kroatien auch dadurch zum ,^lle t>^ Fracht werden, daß auf dem Rathause duich acht 't esfl^.^uerflagge wel)e: worauf Bürgermeister Hri-! ^t>, 'w' ^ er vorgestern während der Versammlung ^ sei"^ '^'ü Dom" die schwarze Flagge hissen ließ: °a-, °tdt„ ^, °"', Gefühle der Bevölkerung Rechnung getragen ^b°i ks liege daher für ein neuerliches Hissen lein An- 3?ach dieser Erklärung schloß der Bürgermeister die Sitzung, welche eine halbe Stunde gedauert hatte. Die Tätigkeit der landwirtschaftlich-chcmischm Versuchs« station für Kraiu in Laibach im Jahre W02. (Schluß.) l>) Studien über das Laibacher Moor. Seit vier Jahren beschäftigt sich bei Berichterstatter mit naturwissenschaftlichem und landwirtschaftlichem Studium des Laibacher Moores, geleitet von der Absicht, eine „Phisiolographie des Laibacher Moores" zu verfassen, welche dir Witterungsverhältnisse, die Geologie des Laibacher Moores und seiner nächsten Umgebung, die Bodenkunde (physikalische und chemische Eigenschaften des Moorbodens), die Quellwässer des Laibacher Moores als Trink-, Nuh-und Beriefelungswässer, das Orundwasser. das Wasser des Laibachflusscs. b. i. die chemische Beschaffenheit des Wassers. Verunreinigung desselben durch Kanal, und sonstige Abwässer der Stadt Laibach und Umgebung, die Menge der im Laibachflusse bei Hochwasscr gelösten (Pflanzennährstoffe) und suspendierten Stoffe, die hydrographischen Verhältnisse, ben Torf und seine physikalischen und chemischen Eigenschaften, die Flora, den Futterwert des am Laibacher Moor gewonnenen Heues u. dgl. behandeln soll. Zu dem Behuf,: hat der Berichterstatter im Jahre 1902 zu wiederholten-malen das Laibacher Moor ebenso wie in den Vorjahren zu Stubienzweclen bereist und Proben von Böden (Ober- und Untergrund). Wasser. Torf. Heu, bodenbildenden Gesteinen u. M entnommen. Hievon wurden im Berichtsjahre 22 Proben von Böden und bodenbildenoen Gesteinen, 1(! Proben von Wässern. 12 Proben von .heu und 5 von ^orf der Untersuchung zugeführt. Die Arbeiten werden im nächsten Jahre abgeschlossen und in einer Monographie veröffentlicht werden. c) Bobenimpfungsversuche auf dem Laibacher Moore mit Knöllchen-Vatterien. In Verbindnng mit der l. l. landwirtschaftlich- balte-rioloqischen und Pflanzenschutzstation in Wien hat Berichterstatter auf dem Laibacher Moore Impfungsversuche mit Knöllchenbatterien behufs Anreicherung des Bodens nut organischem Stickstoff ausgeführt. Den Grund und Vow, ha't .f>err Dr Josef Kosler auf feinem Gute in Lipe zu diesem Zwecke unentgeltlich überlassen, wofür ihm an dieser Stelle der verbindlichste Dank ausgesprochen wird. Die Aalterienlulturen hat Regierungsrat Dr. Hilt -ner in Berlin zur Verfügung gestellt. Die Impfung des Samens (Erbse. Pferdebohne. Linse und Wicke) mit Knüll-chenbalterien wurde auf dreierlei Weise borgenommen, und zwar: :>) Nach Einquellen in Wasser; li) ohne Einquellen, durch Vermischen mit Erbe. »velch letztere mit Knöllchen balterien vermengt würbe, unb <-) ohne Einquellen, aber unter Venetzung ber Samen durch Magermilch, i» die Knöll chenbatterien verteilt worden sind. Es sei bemerkt, baß die Versuche leine positiven Resultate ergaben, benn es haben sich im Wachstum und Ertrag keine wesentlichen Unterschiebe ^Versuche, betreffend die Kultur des Laibacher Moores, Im Laibacher Moore bestanden im Berichtsjahre vier Moorlulturstationen. und zwar am Karolinengrunbe. in Loa in Blatna Brezovica und bei Brunnborf. Diese Sta tioiien werden vom l. t, Aclerbauministerium subventioniert; mit der Leitung derselben ist der Berichterstatter vom ge nannten Ministerium betraut worden. Ueber diese Moortulturstationen, sowie über die an denselben gewonnenen Versuchsergebnisse und gemachten Erfahrungen wird ein besonderer Bericht veröffentlicht werden. .,, III. Beantwortung von Anfragen und Abgabe von Gutachten. Wie im Vorjahre, betras die Beantwortung von Anfragen vor allem die Kellelwirtschaft, und zwar die Behandlung kranker unb fehlerhafter Weine. Auch im Vorjahre mußte die Weinlese in Uniertrain in mehreren Weingebieten bei Negenwetter vorgenommen werben, wobei viel unreife und faule Trauben mitverarbcitet wurden. Die daraus gewonnenen, alkoholarmen Weinsorien neigen start zum „Vraunwerdcn"; in dieser Richtung sind an die Anstalt eine Reihe von Anfragen behufs Verbesserung folcher Weine eingelaufen. Auf Grund vorgenommener Vorprüfung wurden von derselben die Mittel zur Herstellung solcher Weine angegeben und hierbei nahe an 1000 Hektoliter Wein vom Verderben gerettet. Die Anfragen betrafen writers in landwirtschaftlicher Hinsicht die Bekämpfung landwirtschaftlicher Schädlinge, die Anwendung künstlicher Düngemittel, die Zusammenstellung von Grassamenmischlingen für verschiedene Bodenarten, ferner Fragen in landwirtschaftlich-gewerblichen Angelegenheiten ll.bgl. Gutachten wurde» an Industrielle, landwirtschaftliche Korporationen, Gerichts- unb politische Behörden in verschiedenen Angelegenheiten abgegeben. Zum Schlüsse sei noch hervorgehoben, daß der Berichterstatter als beeidigter Sachverständiger in mehreren Fällen mit der Ausführung von gerichtlich-chemischen Untersuchungen betraut war und zu wiederholtenmalen bei Gerichtsverhandlungen als solcher fungierte. Dr. Ernst Kramer. Direktor. Philharmonische Gesellschaft. Zweiter Vortragsabend der Zöglinge der Musikschulen am 23. Mai. Die altbewährten Musikschulen der Philharmonischen Gesellschaft haben seit vielen Jahrzehnten den segensreichste!, Einsluß auf die Kunstbildung unserer engeren Heimat a.e nommen unb jedes Jahr bringt uns aufs neue den er freulichen Beweis, daß dem Hauptziele der musikalischen Vervollkommnung ernst und gewissenhaft zugestrebt wild. Der künstlerische Gewinn, der hieniuö der Gesellschaft er wächst, ist nicht gering zu bewerten, denn sie erhält eine» höchst schätzenswerten ^achwuchs an Sänger». Sängerinnen unb Streichern aus ben Schulen. Auch den zahlreichen Ver ehrerinnen des .Ülaviers erweist sich die Philharmonische Gesellschaft nicht als Drillanftalt im gewöhnlichen Sinne des Wortes, strebt vielmehr auch hier die höchsten Ziele der Kunst an. Den Besucher ber Zöglings-Vortragsabende berührt vor allem der Ernst und die Wichtigkeit, mit ber jeber Schüler seine Aufgabe erfaßt, die stramme inusitalische Zucht, die sich beim Auftreten der Zöglinge kundgibt, angenehm. Her günstige EindruN wird im Verlaufe der Leistlingrn verstärii und man gelangt schließlich zur Ueberzeugung, dasi in dieser Anstalt ein guter Geist herrscht. Es wirb dem Schüler nicht mehr zugemutet, als er leisten kann; alle Darbietungen tragen das Me>lmal des Soliden, nicht anf äußeren Schein Berechneten. Alle Schulen haben gewisse Methoden und Grundprinzipien gemeinsam; es hängt nur sehr viel von der richtigen Anwendung derselben ab, und wir wiederholen nochmals, daß wir diejenige Methode für die beste lMen, die von Erfolg gekrönt ist. Danach zu nrteilen, fcheint die Lehr^ methode in den Musikschulen der Philharmonischen Gesellschaft die richtige zu sein, wie die Leistungen an dem Vortragsabende der Musikschulen neuerlich am 2,^. Mai be zeugten. Obgleich die Pflege der Instrumentalmusik den wichtig sten Teil des Unterrichtes bildet, da ja das Orchester ber berufenste Erzieher in musitalischer Hinsicht ist, wirb auch dem Gesänge liebevolle Sorgfalt gewidmet. „Durch die In stlumentalmusil spricht ein Stummer, das Herz verjüngt sich. Durch die Stimmusil zerteilen wir die Wolken und dringen zum Herrn", sagt der Dichter, und wer einpfände nicht die Wahrheit seiner Worte beim Anhören jugendfrischer Stim inen! Schon der Vortrag des einleitenden EhoreZ „Das große Halleluja" von Franz Schubert, den !i0 anmutige, junge Damen aus der Schule des Herrn Musikdirektors Josef Zöhrer trefflich fangen, entsprach der wichtigsten Be-dingung, die lurz in den Worten ausgedrückt werden kann: Jeder Gcfang soll in poetischer wie musikalischer Hinsicht schön sein. Die reine Intonation, die mühelose Tongebung, das seelische Empfinden im Vortrage berührten anfs an-genehmste unb ließen uns auch den zweiten stimmungsvollen Chor von Heuberger „Um Mitternacht", der an Stelle der durch plötzlich eingetretene Hindernisse entfallenrn Durtte eingcschoben wurde, mit voller Befriedigung genießen. Die GesangZlehrerin Frau Nebenführe r hatte im eisten Vortragsabende einige vielversprechende Solistinnen vorgeführt; daß ihre Sologesangsllassen über weitere schätzenswerte, trefflich ausgebildete Sängerinnen mit schö. nein Stimmateriale verfügen, zeigte ber Vortmg de« vier stimmigen Frauenchores „Das Glöcllein" von Vogl, in dop pelter Besetzung gesungen von den Frauen Annie Chri -stoph, Else Dobnil. Marie Edle von O h m - I a n u schowsly. und ben Fräulein Erna Elsner. Maxa Kren ner, Sylva L u cl m a n n , Marie Pliboschitz unb Adele S ch a s ch e l. In glockenreiner, heller Uebereinstimmung, Zart und anmutig übte ber einschmeichelnbe Wohl klang des Damcn-Doppelquartetteö ivizvolle Wirkung aus. Hoffentlich wird sich in Zukunft auch Gelegenheit bieten, einzelne ber Sängerinnen als Solistinnen zu hören. Die bestechenden, von uns so oft gerühmten Vorzüge des erfolgreichen Unterrichtes der beiden ausgezeichneten ^ü hl konnte nicht weiter. Mit einer seltsmn nüi-'^ Am^'"" wandte er sich ad m,d dem Fenster zu, - Hch,'"" "'wartend. ''ber, T "l^ s"h mit brennenden Angen zu ihm hin-^ , ^' Tag! Martha mnßte sterben, sie war ^'y.ai., -„""" "'lseklicheii Schnld. !wd er - er .."> N.r in„ner . . . "»?" ^.'"'U warn,» liaben Sie nn5 all da) ai'ge i "^n/ ^ "''t halberstickter Stimme. / ^ "«in?" Er drehte jekt sein Ailtlik twll u^'n ^t,,,' "l'r mchl leicht geworden, Hedwi^, Mei' >> j""(' Pflicht. Begreifen Sie das nicht? Konnte, -. Tio i !'b"'b handeln?" i^aru „ ^ ^"^' m sein gealtertes Gesicht, dem > Et, ^"",pfe "ller Art in den letzten Wochen „ bs,iit^'^l nnr zn dentlich anfgeprägt hatten. Wtty, "Neinmale begriff sie eö: Dieser Mann hatte i^ ^nis<>^ «elämpft, ehe er seinen schwerwiegen-"'X-in Nl ,''' aofaht. Das Schicksal hatte ihn zu ^U)^ ^'"".e erkoren. Nnn zerbrach es mit nn b' ^anns ^"'^ "nf dem, der il,m gedient. »?"Uor^ , ' noch nndentlich aber dennoch erlösend i/^'s, n "' ^" ^"'le des jnngen Mädchens die n ^ord, l' b"fl sic Me sich einer höheren Macht k lch»v«>^ >uns;ten. vielleicht war Neinhald der '^ hm,>s betroffene, da ihm die meiste selbstän- >, "Ta? "'" '"t'an,. » "l^lu '^ bleiben?" fragte der Mann, welcher l^""nlL ^ ^°" am Fenster stand, nach einer Weile 5^M»'''^ bitte Sie, Hedwig, lassen Sie mich ^ lana'^ie mich bei Ihnen, nur iwch tur^e Z"t. - 5ch r ^" uötig bin, so lange Sie mich brau- ^stwi"">"'")lfort!" "u ein Aufschrei klang es zu ihr herüber. Sie fah ihn furchtsam an. Ihre Augen hafteten in den seinen Und diese schönen, trelwn Männeraugen muß ten eine sehr verständliche Sprache sprea>n, denn plötzlich empfand sie es deutlich: Der Mann hier, der liebte sie mit aller Glut und Wärme seines Herzens. (5in jähes Glncksgefiihl übermannte sie fast. Sie ver-gas; allec., „lles. Und sie vergab alles, wie ein l'chtes Weib immer verzeiht, wenn sie I,ebt und alles zn be greifen, zu verstehen versncht. „Ich bitte Sie, daß Sie bleiben", sprach sie ganz leise. ,.Und ich möchte doch nicht, dah Sie anders ge-handelt batten. Sie haben das Rechte getan." Und dann standen sie schweigend nebeneinander. Eine grche Seligkeit hatte dem Mann fast den Atem glranbt Aber lein Wort tam davon über seine kippen. Nebenan sprach Martha irre Worte. Die alte Wanduhr tickte immerzu. I" der Stille schien es, als hätte sie eine Stimme. Uud diese schnarrende, häsUiche Stimme sagte immer wieder dieselben Worte her, so das; sie endlich deutlich in den Ohren der Horchenden nachklangen: „Ein letzter Tag, ein letzter Tag -" Hedwig weinte leise vor slch hin. Erst jetzt lamen ihr die Tränen. Neinhold Ottmann legte die Arme fest um sie und drückte ihren ,uop, an seine Vrust. Und so standen sie lange und horchten anf das seltsame Gemisch von Stimmen, welche in der Einsamkeit rings um sie her erwachten, Stimmen des Lebens. Stimmen des Todes. .. ^.. , ^ ,. . ^ie Minuten gingen. d,e stille wurde tiefer. >uner noch sang die alte Uhr ihr eintöniges Lied. Aber für die bci'den, die eng aneinandergeschmiegt dastanden, klang nun doch ein neuer Ton da° zwischen. Dio mächtige Stimme des Lebens triumphierte. (Fortsetzung folgt.) L»ib»cher Zeitung Nr. 118. !036 I^M!^- Lehrer, der Herren Zöhrer und Gerstner, iraten bei den Darbietungen ihrer Schüler wieber hell zutage. Aus der Schule des ersteren erfreuten zwei vorgeschrittene, begabte Schülerinnen durch ihr gediegenes, das Dilettantenhafte weit überschreitendes Können. Fräulein Valerie Mühleisen spielte die an technischen Schwierigleiten reiche Ballade in (I'inoll von Chopin. Ihr frischer und temperamentvoller Vortrag bewies, daß man an die Stelle des Gezierten, dem romantischen Schmelz Nachhastenden ungestraft Gesundheit sehen darf. wenn nur richtiger Tonsinn und Intelligenz sowie ausgebildete Technil vorhanden ist. Mit seltener Reife drü Verständnisses und schöner künstlerischer Auffassung, die bei der Jugend der Pianistin sehr überraschte, spielte Fräulein Emma Zallmann den ersten Sah aus dem O-inoN-Konzerte von Beethoven mit der Kadenz von Reinecke. Eine tlare, schmiegsame Tcchnit, verbunden mit gesangsvollem Anschlage, scharfe Rhythmik und richtige Phrasierung brachten die Koniposition fast plastisch zur Geltung. Der Streicherchor des Herrn Konzertmeisters Gerst-n e r besorgte in diskreter, tadelloser Weise die Begleitung des Konzertes sowie den Solisten Herrn Karl Tarter, der die bekannte Romanze von Svendsen mit schöner Empf-findung, weichem Gesangstone nnd achtungsloerter Technik vortrug. Den Beschluß des Konzertes bildeten zwei Sähe aus der O-äui'-Symphonie von Haydn, die der Streicherchor des Herrn Gerstner, verstärkt durch Celloschüler des Lehrers Herrn Csavojüzs, begleitet von Klavier und Harmonium, mit jugendlicher Frische und richtigem Verständnisse prächtig und mit zündender Nirlung spielte. ^. — (Reziprozitätsverhältnis hinsichtlich der Anrechnung von Staats- und Lan desdiensten bei der P e n s i on s b e m e s s u n g.) Im Einvernehmen mit dem t. t. Ministerium des Innern hat das l. l. Finanzministerium die Anordnung getroffen, daß, insolunge seitens der steiermärtischcn Landesverwaltung den aus dem aktiven österreichischen Zivil- oder Militärdienste unmittelbar und ohne Unterbrechung in den landschaftlichen Dienst übergetretenen Beamten und Dienern die Umrechnung der im Staatsdienste vollstreckten Dienstjahre tiehufs Pensionsbemessung in ihre landschaftliche Dienstzeit gewährleistet ist, auch seitens der Staatsverwaltung in Betreff der etwa aus dem fteiermärlischen Landesdienste in den Zivilstaatsdienst übertretenden Beamten und Dienern hinsichtlich der Anrechnung der Dienstzeit bei der Bemessung ihrer Ruhegenüsse der gleichartige rrziprole Vorgang eingehalten wird. Zufolge früher schon getroffenen derartigen Vereinbarungen bestehen solche Reziprozitätsverhältnisse bereits hinsichtlich der mährischen, dalmatinischen und galizi-schen Lanbesbienste. —o. — (Die landschaftliche Burg.) Im neuen Landtagssaale werden noch die Maler- und andere Arbeiten ausgeführt. Vor dem Vestibül gelangen im nächsten Monate die projektierten Verschönerungen, d. i. die Aufstellung des Brunnen, des Eisengitters. Einsetzung der Pflanzen und anderer Bestandteile nach dem fertiggestellten Plane zur Ausführung. Die innere Ausstattung, wie z. B. der Tribune, der Galerien und der Nischen, die elektrischen Luster, die Sihe. sind ein modernes Meistenoerl, welches dem Saale zur glvhen Zierde gereicht. Die Wände erhalten selbstverständlich gleichfalls Oelgemälde in großen Golbrahmen. ,. — (Postdien st.) Die Postexpedientenstelle in Iesse-nih a. d. Save wnrde der Postexpeditorin Emma Riebl ix Haselbach verliehen. —0. " (Bran d.) Am 21. d. M. nachmittags brach auf der Dreschtenne des Besitzers Anton Noval in Grafenbrunn, politischer Bezirk Adelsberg, ein Feuer aus. welches das Haus samt dem Wirtschaftsgebäude, den Futtervorräten und den Einiichtungsgegenstänben einäscherte. Außerdem fielen den Flammen fieben angrenzende Wohn- und Wirtschaftsgebäude samt vorhandenen Futtervorräten zum Opfer. Dank dem energischen Eingreifen der auf dem Vrandplahe erschienenen Feuerwehr und der Gendarmcriemannschaft aus Zagorje und der unermüdlichen Beteiligung der Ortsinsassen an der Löschungsaltion wurde das Feuer in kurzer Zeit lokalisiert. Der Gcsamtschaben beträgt rund 31.800 II, die Versicherungssumme 19.900 35. — Das Feuer entstand durch Unvorsichtigkeit des Auszüglers Jakob Kajn, der seine brennende Pfeife auf das offene Fenster der mit Heu und Stroh gefüllten Dreschtenne des Noval gelegt halle. —r. — (Schadenfeuer.) Am 22. d. M. abends brach in dem isoliert stehenden Wohnhause der Besitzerin und Greislerin Aloisia Urbanija in Kandcrsch bei Littai ein Feuer aus. welches das Strohdach samt mehreren am Dachboden aufbewahrten Verlaufsartileln und Wirtschafls-geräten einäscherte. Auch verbrannte der genannten Besitzerin ein in einer.Meiderlruhe befindlicher Geldbetrag von 100 15. Der Schaden beträgt 2700 15. die Versicherungssumme L600 15. Das Feuer soll durch sprühende Funken aus dem Ofen, woselbst die Urbanija an diesem Abende Brot gebacken hatte, entstanden sein. —ik. " (Ertrunle n.) Am 18. d. M. nachmittags stürzte die zehnjährige Tochter Antonia der Miillersleule Johann und Iosefa Kregar aus Vrbovo (Ialopi^-e) von einer nächst der elterlichen Behausung führenden Brücke in den zirka 73 em tiefen Bach. Das Kind wurde unter die Mühlräder gerissen und bald darauf unweit der Unglücksstelle tot aus dem Wasser gezogen. Die an dem Tode des Kindes schuldtragenden Eltern sowie der Besitzer Johann Na.^a. lvelcher ei> unterlassen hatte, die gebachte Brücke mit einem Geländer HU versehen, wurden dem t. l, Bezirksgerichte in Illyrisch-Feislritz angezeigt. —r. — sSanitäreö.) Im Schulsprengel von Suchen, politischer Bezirk Goltschee. trat die Mumftslranlheit auf. Bisher eillcmlie» darm. 13 zumeist schulpflichtige Kinder. l^ . —0. — (Ve rei nöunte rha llu ng.) Die freiwillige Feuerwehr in St. Martin bei Littai veranstaltet am 7. Juni im Garten des Herrn Johann Robavs in St. Martin unter Mitwirkung der Littaier Feuerwehrtapelle und des Gesangsund Tamburaschenchores „Zvon" von St. Martin eine Unterhaltung, deren Reinerträgnis Vereinszwecten zufließt. Beginn der Unterhaltung um 4 Uhr nachmittags. —iii, — (Aus Krai n 0 u r g) geht uns die Nachricht zu. daß bei der am 15. b. M. abgehaltenen Konstituierung des dortigen neuen Ausschusses der gewerblichen Fortbildungsschule Herr l. l. Landesregierungsselrctär Ernst Freiherr von Sch 0 nberger zumObmannstellvertreler und Herr Ferdinand Sajovic, Handelsmann, zum Kasseverwalter gewählt wurden. —c>. — (Der Zirkus Qreste Z a v a t t a) macht uns die Mitteilung, daß er in einigen Tagen von Fiume in Laibach eintrifft, um in der Lattermannsallee mit zahlreichen Artisten, barunter Radfahrern ?r., eine Reihe von Vorstellungen zu geben. — (Ein Leiden C h r i st i s p i r l) wurde, wie die „Klagenfurter Zeitung" mitteilt, am 21. d. M. in Gurl aufgeführt. Was an diesem Spiele besonders hervorgehoben werben darf, ist die Originalität der Aufführung. Nicht ein gewöhnliches Leiden Cristispiel, wie es vor den 48er Jahren in Kärnten üblich war, sondern eine glanzvolle Aufführung mit nicht weniger als 120 Personen wurde geboten. Wer die Spieler und Spielerinnen, letztere als Genien gelleibet, auf der Bühne bewunbert hat, der mußte über die dramatische Veranlagung der Mitwirkenden staunen. Bei 700 Personen wohnten der Erstaufführung bei. Bei günstiger Witterung wird dasselbe am Pfingstsonntag wiederholt weiden, " (Kleine D i e b st ä h l e.) Der Kutschersgattin Maria Kosinc in der Spinnfabril entwendete die dienstlose Magd Antonia Kova5 eine Brosche, im Werte von 10 lv. Die Diebin wurde verhaftet und man fand die gestohlene Brosche in ihrem Besitze. — Der Schnhmachersgattin Franzisla Lo/.ar, wohnhaft Pfalzgasse Nr. 2, wurde aus dem Kleidertasten in ihrer Wohnung eine Bluse entwendet. Als Diebin wurde die vazierende Manipulantin Amalia Potolar eruiert und verhaftet. Dieselbe ist auch bringend verdächtig, der Besitzerin Gertraud Ier>e, wohnhaft in demselben Hause, zwei Blusen gestohlen zu haben. — Der Fleischhauergehilfe A. I. entwendete der Fleischhauerin Johanna Jäger an der Radetztystiaße eine Plache und verlauste sie an einen Obst- und Gemüsehändler. — Dem Knechte Franz Pencelj, AmbroMatz, wurde aus dem Stalle ein Paar Schuhe gestohlen. — In der Nacht vom 23. auf den 24. d. M. wurde in die Baracke am Fußbcill-Spielplatze in Belgrad eingebrochen; es wurden darans 18 Ballen entwendet. * (Verlorene und gefundene Gegenstände.) Die Köchin Katharina Eerar, wohnhaft Spital-gasse Nr. 3. verlor gestern nachmittags auf dem Wege Spitalgasse, RathauHplatz und Alter Marlt eine silberne Damcn-uhr und eine silberne Uhrlette mit Anhängseln, — Die Be-sitzerstochter Maria Kepic' aus Podgorje. Gemeinde Mav^e. verlor auf dem Wege Pre,^rengasse, Wienerstraß..', Maria Theresienstraße, 5i5la, St. Veit bis Zwischenwässern ein Gelbtäschchen mit litt 15. — Ein Sicherheit-Wachmann fand in der Nacht vom 23, auf den 24. b. M, in der Mari? Thcresicnstraße vor dem Caf6 „Europa" ein Fahrrad, " (Am S ii b b a h n h 0 fe gefundene Gegenstand e.) In der Woche vom 16. bis 23. b. M. wurden am Südbahnhofe nachstehende Gegenstände gefunden, bezw. abgegeben: ein alter Regenschirm, ein Regenschirm mitGlocke, eii. Regenschirm mit Gummiring, ein Stock mit Metall-griff, ein Regenschirm mit Futteral, eine gelblederne Handtasche mit einer Perücke, zwei Niichern und einem Sachluche. — (Ku 1 list e.) In Krapina-Töplih sind in der Zeit vom 14, bis 21. b. M, 87 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — (Vulwer.) Gestern jährte sich zum Hundertstenmale der Geburtstag des berühmten englischen Romanschriftstellers Edward Vulwer-Lytton. welcher zu Heydon-Hall in der Grafschaft Norfolk am 25. Mai 1803 geboren, zu Torquay 18. Jänner 1873 starb. Bulwer-Lyiton hat. wenngleich er seine bedeutendsten literarischen Erfolge auf dem Gebiet des historischen und philosophischen Romanes erzielte, sich auch als Dramatiker mit Erfolg versucht. Von seinen Büh-nenwerlcn wurde im Wiener Hofburgtheater das fünfaltige Schauspiel „Das Haus Darnlel)" vom 15. Jänner bis 14. Februar 1880 zehnmal zur Aufführung gebracht. — (Illustriertes Jahrbuch der Weltreisen und geographischen Forschungen,) Unterhaltend, fesselnd und doch Kenntnisse und Bildung fördernd ist die Lektüre des soeben erschienenen Jahrganges 1903 des ..Illustrierten Jahrbuches der Weltreisen und geographischen Forschungen von Wilhelm Nerdrow" (Leipzig. Wien. Teschen. Prochasla). Alles, was auf dem Gebiete der Länder- und Völkerkunde im letzten Jahre entdeckt und erforscht wurde, ist in diesem Werke übersichtlich zusammengetragen und so dargestellt, baß es als ein Vergnüge» bezeichnet werden darf, sich in den Inhalt dieses Buches zu vertiefen. Der Verfasser erwirbt sich mit seiner Arbeit das Verdienst, geographische und ethnographische Studien alt und jung und den weitesten Kreisen mundgerecht zu machen. Da der Preis von 1 Marl für das schön ausgestattete, gut illustrierte Buch wirklich ein sehr niedriger ist, wirb dieses seine Aufgabe, die Kenntnisse der neuesten Länder und Völkerkunde zu verbreiten, gewiß erfüllen. Die hier besprochenen und angezeigten Bücher sind zu beziehen von Jg. v. Kleinmayr H Fed. B a m b e r g, Buchhandlung in Laibach, Kongreßplatz 2. Mtl. Juni ^ beginnt ein neues Abonnement a«l ^ Lmlmcher Zeitung ^ ' Nie Pläuttmerations'Bedi"««"^ s unverändert und betragen: i mil Polwlstndung: siil z°'b"^ 1, < ganzjährig ..»OK— l, nnnzjähng ?. , ' z halbjährig . . «N . — » halbjährig - ' < . 5« ' vierteljährig . 7 » »0 » vierteljährig - , . s» ' monatlich. . . » » llft » monatlich. - > ...«izt ) Fllr die Zustellnng ins Haus l"" , Abonnenten Per Jahr 2 Kronen. ^„ VW?" Die Pranumeralwns - Velröge porlosrei zugesendet werden. . Telegramme ^ des k. k. Teleglnphen-KorrespoudettZ'Su" Die Vorgänge in Kroatien. ^ Wien. 25. Mai. Wie wir erfahren. >"" ^Ihr^ suchen der Abgeordneten aus Dalmatien um «^F einer Audienz bei Seiner Majestät dem Kaiser ^,^i> gegeben. Dir Ablehnung erfolgte anf Antrag ^„^ Präsidenten aus dem Grunde, weil die inneren ^,5 heiten der Lander der ungarischen Krone 'uch^ ^ ^le °" stände einer Beschwerdeführung aus den im 9tela? ^ tretenen Königreichen und Ländern gemacht we^ ^ SPalat 0 . 25. Mai. Bei der Ankunft des ^ ^ ..Hungaria" demonstrierten über 2000 Pels""" M> suchte» wiederholt vergeblich, auf den "bg^'" ,B einzudringen. Der Dampfer wurde vor ^""'"1 '„iie ^ sam geschützt. Nachher beWarf die Menge die "^,z< Ungaro-Kroatci mit Steinen. Der diensttmnde ^^, l« missär wurde zufällig von einem Stein leicht a/ ^i< wurden drei Verhaftungen vorgenommen. Der -^ ^ ^' durch die Gendarmerie^ geräumt. Später >"!, i^n^' Demonstration a»f dem Herrenplatze statt. Um ^ harschte wieder Ruhe. ^F für den Schaden auf vollswirtschaftlichem Gebiete ^ ^ sition verantwortlich mache. Die Generalvcrsa»"' ^ schloß, an das Abgeordnetenhaus eine Petition ^n^ baß für die Arbeitsfähigkeit des Parlamentes geschaffen werben. ^! ^ Paris. 25. Mai. Der Minister des In"" ^ ^ Fortsetzung der Automobil-Wettfahrt Paris-^n französischem Boden verboten. Olt^ Madrib , 25. Mai. Die Regierung 5"!/^!!^ behörben ben Befehl gegeben, die Aulomobl!' ^„ ' Paris- Madrid zu verbieten. Die Automobilisten l^,U! Grenze passieren dürfen, aber als gewöhnliche angesehen werden. ,. c^il^ London. 25. Mai. Während eines 3" 15 Rennens in Bristol stießen vorgestern zwei Motor» ^^ scunmen und fuhren in die Zuschauer hinein. 2A .^filh^' wurden getötet, zehn verwundet. Von den M wurde der eine schwer, der andere leicht verletzt- ^ Petersburg, '25. Mai. Eine Depesche ^ F voje Vremja" aus Vladivostok teilt mit. ber ^bM ^ j. fchen Truppen ans ber südlichen Mandschurei >)" F" »ehmenbe Frechheit ber Tungnsen-Vanben 3"' ^>"' sich in größerer Zahl vereinigt haben. In ^'.',.. f!i^,? Mulben und Kirin, heißt es in dem Berichte we"c^, >» zahlreiche Chinesen und Manbschus für 'ln' . Eigentum. Die I». 1". ^!>oi»N<>"t^" y,s «Lailmcher Zeitung», bei welch"' ,,. Abonnement mit diesem Monate g, werden höflichst ersucht, die weitere ^, nmneration t>»ItHi^»< zu ernelltl'' ^ die Expedition uunuterbrocheu verlU zu können. ^KrZeitung Nr. 118. 1037______ ^. Mai 1903. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Ük^Ei'ns^' b. Der Nil, X 2 40. - Hurley T. H.. Sl M n 'Wuiss in die Naturwissenschaften, «—96. — ^it/Ü'W"l''^ li ^ 2«. - Peters K. F.. Mi< .«-te>y^.^ W. - Roscoe H. E.. Chemie. Ii -96. ?"> ll °3' PHM. l( - 96. — Lockyer N, Astro. 7^ ^. — Geitie «., Physikalische Oeographie, ^'' V°t7m, ^'^ "" Geologie, K --96. - Vary, !^bhie l '.,/ ^96. - Rahel, Dr. Fr.. Politische s^s'^^60. - Vogler Nr., Das goldene Vuch ^d« 7«,?.' 2 Bde.. geb.. X 18. - Schwapftach! "' «itfaben der Holzmehlunde, X 3 60. "'b, N^.'U N! der Buchhandlung Ja., v. Kleinmayr K ^^erg in Luibach, Kongreßplal^ 2. Angekommene Fremde. H Hotel Stadt Wieu. K^W «^' ^°' Vanmann, Ksm., Vndapest. — Plem, Kz ^'' Hannlie. Nürnberg. — Baar, ltummer. Reisende. .'3°cl«ni nl"^enbüchler, Kfm.. Salzburg. - Osti, Kfm,: »^ ^ ^""^ Aara. - Mittcrmayer, Kfn,., Sleinam-^° I"ge>3^er/ Dielitsch. Private, Linz. - Peter->^l.Rm ,'. ^°ll"schnig, Veamter; Vell, Kfm., Trieft. -^lNtt cv ' "izern. — Stößer. Privat, Oberhollabrunn. !?'> tzl' Ingenieur; Hönigsfeld. Werner, Mandler, Marench. "^'Pelk^cM°"l)nl'cr, Mirth, ssischer, Gruber, Pach, ^liinn Zl ' ^"n»e. Mandl, Steiner. Szevs, Kslte,, Wien, 3' t'ch'alau!.' ^ ^"u. Klageusurt. - Kiichler, ssreih. Äei-V"tt G_^''-^iliegenhofer, Ingenieur. Wien. - Iaritsch. "^ lifn, ^°"'^a. — Fabian. Privat. Breslan. — >">' «snuinden. — Dietz. Reisender, Lnndenburg. ^ Hotel Clcfaul. ^'l m'' ^°'- Mumberger. Private, s. Tochter; Glanh. ,,/>Nn w"?'l"d. Fischer. Reisende; Schiller, ltsni,, Wien. ö^bri,',7H. Kflte.; Vubal. Ingenieur. Trieft.- Pice-! ^ bohs,,'', Florenz. - Waizen, Kfm. Fiume. - Nras ^l ha,,''"' Puvat. Mailand. - Ritter von Nadherny, t^r. 3M"'°«". s- Gemahlin, Laibach. — Pehal, Oelonomie-3^nn A" (^iäl„en). - Kasper. Kfm.. Nrllnn. -?)^Nb,sr >'' ^rlih, - Lapnjn, Privat. Idria. -h.?»>. ^ ««>U'Ne»ieur. Klagensurl. — Kalafatil', Erziehern,. " —lil? «' ^"' Neichenberg. - Hakler, Ingenieur, '"v. lNeisrnder. Weiftcrt, — CbenspanM. Reisender, Warasdin. — Fabian, Ingenieur, s, Frau, Aßling. — Kreinz. Privat, Görz. — Schall, Privat. Prag. - Feher, Kfm., Groß. Kanizsa. — Huber, Ksm., Wischau. Volkswirtschaftliches. Laibach, 23. Mai. Die Durchschnittspreise auf dem heutigen Markte stellten sich wie folgt: Maltl-lMgHi,' Marlt.M«zs.< Pn'W " Preis Weizen vr. -Haldsrucht ...--------------- Kalbfleisch , 1 40------- Heioe,, » . .-------l« Schweinefleisch » l b0-------- Hirse, weiß ...-------»8 - Schöpsenfleisch . - 90------- Kukuruz, alt ...-------lb - Hähndl pr. Stück 1 50-------- Erdäpfel « . . 5 60-------Tauben » » - 40 — Linsen pr. Liter . - 25,-------Heu pr. <<.... 7 30-------- Erd en . . — 3b-------- Stroh »».... 6 50 — -Fisolen ' . -24-------Holz.hart.,pr.Kbm. 750-------- Rindsschmalz prlce 2 40-------— weich.. . ii 50-------- Schweineschmalz » 1 80-------Wein, rot,, pr. Hltl.----------------- Specl, srisch » l 70--------weißer, .----------------- — geräuchert » 1 80------- Meteorologische Beobachtungen in öaibach. Seehöhe 306 2 ,n. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. Z ^ ^ß" ^3 d,« Himmel. ZeZ ^ ' ^^N 3l"^^sg5 I "Z3^i SSC mähig teilw. be>Mt< 9 » Ab. 736 9 14 8j N,n,Mig teilw. bewölkt 26l7U.F. ! 735 8^ 10 9j ^.schwach ! fa,i heiter i 0 0 Da« Lagesmittel der gestrigen Temperatur 16 8°, No, male: 15 2«. Velantwortlicher «edatleur: Anton Funtel. Iur Vetämftfllng der harnsauren Diathese und aller gichtifchen Erscheinungen besihen wir in der Franzens« baber Natalie quelle (Lithionsäuerling) nach dem Aus» spruche zahlreicher Aerzte und Kliniker ein Heilmittel von eminenter Bedeutung. Die Natalie^uelle ist charakteristisch durch den geringsten Gehalt an Kalk und den größten Rnchtum an freier Kohlensäure, dadurch nicht nur äußerst wohlschmeckend, sondern für längere Trinkkuren ganz besonders geeignet, da störende Nebenerscheinungen niemals stattfinden, (2095) ^m._,„..................¦¦¦¦min......llllllllllllKljllllllllllimillllllllllllilllllMIIIIIIIIIIIIII Krainische Kunstwebeanstalt Sternwartgasse 2,11. Stock. — Ausstellung von Geweben der eigenen Anstalt. Geöffnet täglich vorm. von 8-12 und nachm. von 2-5 Uhr. d98) Eintritt frei. Das Modewarenhaus Heinrich Kenda Laibach, Rathausplatz 17 gibt den P. T. Damen liiemit höflichst bekannt, dass das (1638) 12-8 Illustrierte Preisblatt von Damen-Frühjahrshilten pro 1903 auf Verlangen überallhin franko verschickt wird. Reparaturen und Aufträge auf neue Hüte werden mit der grössten Sorgfalt prompt effektuiert. Kurse all der Wiener Börse vom 25. Mai 1903. M« ^ oM^ Kumiatte l» n»»!r,<„ ««II! »,«<>,„ sich >» «,»„!,»«I!,»M>«, «!< «»«ecu», >«»>«chn «!«!M Ml» d!»,» »„st,^, „ch ^„ ß,,^ ^!°.." ^ ^ ' '««'-lib!'->!,'>' p'r' Ulll...« ' "^° "l-" 10, iU Veld War, Vo« Staat« znr Z«hln»> übernommen« Visend.'Pllor. Vbllgatlone«. «llilabethbllhn SW u. «000 M. 4°/<> »b 10«/«......Nü ÜU ll«Ü0 Vlilabcthbahn, 4ftU u. « «urarlbergec Nahn, «u> «884 (b!v. St.) vilb, 4«/» . »U0-l0l zlaalsschulb d,r ßänd»l d»l ungalisch»» Klon». 4°/„ UN«, Golbrente per «llsse . 1»l 05 lsl 2ü blo. dto. p« Ultimo . . . .l»l^5i«zl» 4«/, dlo. Neitte lu Kronenwähr., fttuerfrei. per Nasse . . . S9 40 99N0 4°/<> bto, dto. dto, per Ultimo . W 40 SV 60 Una.lL<.>!t!s.-Unl. Gold »0« ft. -— —-— bto. dto. Eilbtr 100 Oblig. k» Nb W'Lö 4"/« lroat. und Ilavon. detto S9Aü iU0lü ßnd»r» 2ss«nll. Hnlthtn. 5°/» DonaU'Reg..Nnleiht l878 . lU7 1l> 108 1» Nnleben der Stadt Vürz . . S»»b lO0«ü «nlehen der Etadt Wie» . . . 104 «5 l05 «ü dio. bto. (E«lber ob,Gold)1»4'50 l»b»n dt°. bto. (»884). . . . »S— SS 80 dlo. dl«. (18N8). . . , l00 ^ 101 - VörlrbllU'Alllehen, verlusb. L°/° SS 75 100 ü« 4«/» Krainer L»nde«»«lnlehtN . 9S 7b — - »eld Ware Pfandbl«»s» »tl. Vobtl,alla,vst,ln»0I.verl,4°/» SS 15 iua i! «. üllell.L«nbe«H!)p,.«!'st,4°/° »00 ,0 101 1< vest» un«. Vanl 4a>/»lHl)r, verl 4°/.......... loc.'bo io» ü«, bto blo, bujähr, verl. 4"/« 10« «j K,i 5« Vparlalie, i.est.,6«I..derI,4°/<, 10» - ,0, uu Elftttbahn-Prillliläl«« Hbligation»«. Uno <«a'lz «5l>n....."« ^0 log ü« "?Ume/«_ U»vtlz<»»liche i!«»e. Uubap.°Vaslllc° (D°mb«u) b ft. 18 7d 1U75 «lary Lole 40 fl, «M. . - > «»'- ,71 - Oiener llolc 40 „..... "0 - l?» _ Palffy.Lole <0 »l. «M. - - - »74— i?» 5« WnKreuz. l)es..«e,..v,i« . ü4 8ü 5.^5 „ ung. „ .. ösl. l!U?U ,770 »ud°l,L°Ie iu sl...... ««'^ ?« - 3°lm»L°le 40 fl...... A''" "8s 80 K»..«en°l««ole 40 fl. . . . «70-- »llu _ Mener «omm..L°se v, I. 1«?< 4«l - 44li - d 3°beulreblt°nft..rdb. 100« fl. ttVt. b555 üd?5 Lemb-Lztrnuw.'Iasly-Eisenh.' »lleUlchaft 200 fl, S. . . . 5?3 50 5?« - Lloyb,veft., Trieft, »00 fl.NM. 7l5 - ?,? - vefterr. 3io' dwestbahn »ao fl. L. 4»li.. 434 — dto, bto. (Ut. »)200fl.V. 4»U--<82 50 Prag.Duiei Eisenb. 100 fl. abgN. 20U — 204 b^ Ltaatlelsenbahn »uo sl. T.. . «?s - «8u— Küdbahn »00 fl. S..... 48 «b 49 »b Vüdn°lbd.«erb..».»0a fl.«Vt. 40? — 40s -Iramway'Vtl., NeueWr.,Prio' rltü«'«lltitn 100 fl. . . . eu— «z — Ung.^gal«,. «isenb. »00 fl. sllber 41 l — 41, — Ung.Wes»b,(Maal,.«raz)«00sl.O. 411 — 41, — »»lenei Uolalbahnen.«lt.«,s, . —— —-— Danken. «nglo-Oeft, Vanl 120 fl, . . »?z>bo »?« l»0 Vanlucrei!,, UUiener, «00 fl. . 482 — 484 — Vodlr..Anft,. vest., »00 fl.E. . »« — eua- Nrbt.'Nnst.f Hand. u.«. 1S0 fl. —-— - -— dlo. bto, per Ultimo . . M« z>z «L? 21, Krebitbanl. Mg. ung, 200 fl. . 78»--72« - Depositenbank, «llg., 200 fl. . 42b ü» 4llU ö<» eo Orsteir. ungar. Vans, »an f», ,«3»' <«45 Unlonbanl »00 fl. ... 528 — b»u — »erlehrsbanr, «lla. 140 fl. ' 8«U — »64 — Industrie «Unter« »»hmunznl. Vaugef., «ll«. öst., 100 fl. . . „^ — ,3? — Vgybier Eisen« und Ltahl.Ind. in Wien 10» fl..... — — — — Visenbahnw.'Lcthg,,Erste. loufl. l<)8 — 21« — ..«lbemühl". Papierf. u. «..«. 114 - 11» - Uicstnger Vrauerei 100 fl. . . 3«» — »31 5«, Montan Vesellsch.. Oest.» alpine »7850 8?» 5U Präger 8 —isa — Witnerbtraergiezel-Nltien.Ves. ?«g — ??l — D»vlftn. Kurze Gichten. «msterbam....... 1»? 85 IS» 1« Deutsche Pl«!,e...... 1,7 17 117 85 London........ «88 »l »Äs «7 Pari« ......... »ü 15 «5 30 1 «enu*. ^aa.- ia.aa.cL -V«rlca.ia.f U6) «.oJl« l.ttual»«»et«M, rrlorllÄien, AbUen, "^^^ "* *1«m »eiltiMi and Valuten. "...... i |, T im - Yeruloherung. jr. C Mayer Privat-Depftta (Safe-Deposits) visitor •3.8f«aa.«na. "V*xao3a.lna.«ia d.*x Paital. Virzlimg vii Bir-Ellli|ii (¦ OiitHJirriit- ail »I Slrf-Oiiti. -Ökofji Loki se odda trgovina z 5*nim blagom SSZ^* »«odnimi pogoji. V'lV 2naJncl0bro obiskovana in vpe-lf«öv?Jer *e J,>Oätoni WSi St. 41 naGlavnem VS.* se ž2m° križa P°l Proti cerkvi-^sjvad™ « v poätene roke izroöiti. ^lljr ^'l^jjjj-Laib. Ztg.» (»175)3-1 Wa^Wen"e: !•) Janeza in Ma- iri l,t',Matevža Kropin, Jer- xUKoba AntonCiö, Jerneja Zelen, Andreja Sturm, Jakoba Bizjak, Malija Prelc, Janeza Martinèiè, Jurja Doles, Franceta Moravc, Martina Brajdih in Jerneja Perhavc; 2.) An-tona Antonèiè; 3.) Jurja Ferlila, Nežo in Katro Celedin in Petra Pretner; 4.) Franceta Hiti, katerih bivališèe je neznano, so se podale pri c. kr. okrajni sodniji v Senožeèah po ad 1.) in 4.) Ivanu Delles; ad 2.) in 3.) Andreju Ferfila, oba iz Senožeè, tožbe zaradi zastarenja in izbrisa zemljeknjižnib stavkov. Na podstavi ložb doloèile ho se usfne sporne razprave na dan 0. junija 1903, ob 9. uri dopoldne. V obrambo pravic tožencev se poatavlja za skrbnika gospod Franc ¦Sbrizaj iz SenožeÈ. 'fa skrbnik bo zastopal tožence v oznamenjeni pravni stvari na njihovo nevarnosl. in stroäko, dokler se ne oglasijo pri sodniji ali ne imenujejo pooblašèenca. (^. kr. okrajna sodnija v Senožeèah, due 19. maja 1903. (2119) _9jlZ?/3 1. Oklic. Zoper Janeza fJoljann, posestnika v Gabrovšci, sedaj neznano kje v I Ameriki, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Visnjigori po Jakobu Mencin iz Fužine ät. 4, zastopan po gospodu dr. Ignaciju Žitnik, benefioijatu v Ljub- Ijani, in ta zastopan po gosp. J. i\ Vencajz, odvetniku v Ljubljani, radi plaöila 250 K s prip. Na podslavi to2be odredil se je narok za ustno sporno razpravo I na dan 2. j u n i j a 1903, ob 10. uri dopoldne, na uradnem dnevu v ftt. Vidu. V obrambo pravic toženega se poslavlja za skrbnika gospod Janez Hregar v Vidinu. 'I\a skrbnik bo zastopal toženega v oznamenjeni pravni stvari na njegovo nevarnost in stroške, dokler se on ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Visnjigori, i odd. I, dne 18. maja 1903.