^tl. 1?tt. Samstass, 27. Juli 1««9. l0«. Iahrnana Mibacher Zeitung. »anMlla?, ?? k'!^ ^" VostvtlilNbun,,: ,»n>,«hl», ,, I», halb,ül>»l, sl. ».«. I« «omptol,: ""« In,«,«'..^ «^^'^ ' °'°" »«' b«, Zust.llnn« ln,bau« »anzilhll, fl. l. - I»,,r,t,»«»:»», l yil. D<« „v«be» »lcht »»,»»«««» uub «tanuscrlpl« »lchl»««ck,,stellt. Amtlicher Mil. NN...A/ und k. Apostolische Majestät haben mit m rhochst^r Entschließung vom 22. Juli d. I. den ." '"'!"'alrath im Ministerraths-Präsidium nnd Pro- ^ollluhrer des Miuisterrathes Dr. Karl Ritter von ^«c n cr znm Landes - Präsidenten im Herzogthume N^'l " Niedev-Schlesien mit den systemmäßigcn 'zussfl, allergnädigst zu ernennen geruht. __________Taaffe m. ,1. I^f f^" Finanzminister hat den Steuer - Inspector Le« ^.^blda nnd den Finanzcommifsär Anton ^i.« !-^^ ä" Finanzsecrrtären fiir den Bereich der ^nzdirection in Laibach ernannt. Nichtamtlicher Oheil. Vom Tage. nm,m^ ^ ^p'be zweier Landesuerwaltnngen sind d,z . ^. zwei neue Functionäre gelang. An die Stelle der ?> r ^uhcswnd tretenden' Freiherr» Weber ist wri^ '^' ^"ndrspräsident von Schlesien, Graf Ecül? bernfen, und die Landesverwaltung von den m"'^ ^" H^lrathe von Jaeger übertragen wor-Wi.s.^ Veränderungen haben einen nahezu aus-?^'ch Persönlichen Charakter, und mit beideu Er< zw,'?'?" ^" ^" Ministerpräsident Graf Taaffe wohl jed°sü - ^ ^""" mit neuen Männern beseht, ohne alter/ ^"^. Charakter der politischen Verwaltung zu dau ?l ^n sie bisher behauptet hat. Aber gerade an d' ^ "^ Besetzung zweier Statthaltereien weder lcinl».?' administrativen Verhältnissen der beiden Krön-lilic>s< m^ "" ^^ ^"^"r der Administration die ge-wM^ » ^'^"""3 hervorzurufen vermocht hat. liegt aesaal ^. ?^ Lob. welches derselben mit Recht nach-Gnln^^^"' ^""' ?^ Verwaltung soll ihren eigeueu t'vrn V". .!°^en, jenen einer gerechten und obj.c-eia,w„ s.?""^"lvn. und als die Träger derselben hall, ^« i«"°bl "".' besten die Männer, die. aufm-schwier. ^"teigelriebes stehend, die Principien einer in ik>rp. X, "^ "!^ !khr complicierten Verwaltung Etatt^ ^^^^^^^ kennen gelernt haben. Selbst etitunm. ' "^^ ursprünglich nicht der Bureaukratie in M« ' ^^"' li"d. "ie einstens Graf Schönborn l"chlick?n «r^^ell sich allmählich auf deu Boden der das 3?^ Admmlstration gestellt und gerade dadurch ^ "., "" dpr N.'^s,^....^ erworben Aber in der Wahl drs Herrn von Loebl fiir Mähren und in der Berufung des Grafen Merveldl und des Hofrathcs von Jaeger an die Spitze von Landesvcrwaltungcn tritt — 'schreibt das «Fremden, blatt- - wohl das Bestreben des Ministerpräsidentel, klar genug an den Tag. die politische Administration nur vom ailsschließlich sachlichen Standp^iitlte leiten zu lassen. Die politische Administration soll eben all n Parteiströmungrn entrückt bleiben. Sie soll in keiner Richtung auf eiucm vorg,fasstcn Standpunkte vel> harren, sich vielmehr bemühm. allen Landesinteressrn und allen berechtigten Wünschen aller Stämme in gleicher Weise entgegenzukommen, das geltende Gesetz und die Wohlfahrt des Gemeinwesens stets als oberste Nichtschnnr beachtend. Eine weitaus größere Schwierigkeit bot allerdings vor einiger Zeit die Wahl eines geeigneten Statthalters fiir Mähren, aber wenn auch die anderen Länder leichter zu admiuistrieten sind. wenn die Gegensätze in Oberösterreich uud in Schlesien beilmitem keine so hohen Wogen auswerfen, wie in andrren Gebieten der Monarchie, so gibt es auch hier eiueu Partcieifcr, dem gegenüblr die Verwaltung möglichst kühl bleiben muss, überall die Zulässigkeit eines jeden Strebens vom Gesichtspunkte der Gesetzlichkeit nnd des Staatsinteresses erwägend. Hierin liegt eben der Sinn und die Bedeutung der letzten Entscheidungen des Grafen Taaffe, und so oft man wahrnimmt, dass die Staatsverwaltung auf dem festgefügten Boden der administrativen Unparteilichkeit und jmes Bcamtenthums bleibt, das sein ober< stes Ziel in seiner Pflichterfüllung erblickt, kann man sich über manche andere Erscheinuugen des öffentlichen Lebens mit einiger Beruhigung hinwegsctzeu. Wenn im Parlamente die Rivalität der Parteien ohne Unterlass dauert, wem, außerhalb desselben der politische Anta-gonismus in verschiedenen Ländern an Schärfe zu» nimmt, so liegt in der intaclen Erhaltung einer von all diesen Flnctuatioucu gauz uuberührtm Verwaltung eiue Neuttdus, welche die Gewissheit bietet, dass die Beweg!,ug ihre Kreise nicht bis auf das Gebiet d.r Rechtssicherheit und der gleichen Wahrung der Intcr° essen aller Bürger ziehen wird. Eine cxacte. lwm politischen Parleilcben vollständig abgeschiedene Vcrwaltuug ist auch das einzige zuverlässige Gegenmittel gegen ein übermäßiges Überwuchern des Parlamentarismus, der zweifellos fegen« und heilbrma/nd werben kann, so lange er in der Sphäre der Gesetzgebung sein Genügen findet, der jedoch unheilvoll und für die Minoritäten l gefährlich werden könnte, wenn seiue mächtigen Ein- wirkungen auch bis auf das Terrain der Verwaltung sich fortpflanzen würden. Die Ernennungen einflussreicher administrativer Würdenträger, welche an uns in der letzten Zeit vorbeigezogen sind, spreche» jedoch mit ausreichender Klarheit fiir den Entschluss des Grafen Taaffe. dem administrativen Apparat jene unanfechtbare Objt'ttivität und Sachlichkeit zu wahren, welche stets mehr zur wichtigsten Voraussetzung für das Erstarken und die gedeihliche Entwickluilg des Reiches gcwordeu sind. Wohl darf auch der Statthalter und der Landespräsibent nicht alle Zeichrn der Zeit mit Geringschätzung bchandeln. Ganz im Gegentheile tritt eben die neue Zeit mit Fragen. Augelegenheiten und Sorgen an die öffentliche Verwaltung heran, welche der älteren Bureaukratie gänzlich unbekannt waren. Die nationalen Verschieden» heiten und Wünsche und ebenso die wachsenden socialen Fragen fordern gewiss die sorgfältige Beachtung der Verwaltung heraus. Sie darf dieselben nicht etwa übersehen oder geringschätzen, und das einstige Programm der Bureaukratie, das zumeist in der Niederhaltung aller Schwierigkeiten bestanden, reicht heute nicht mehr aus. Vielmehr tritt an die Staatsverwaltung die sich stets steigerude Pflicht heran, berechtigten Wünschen nach Möglichkeit nachzukommen, allen Nationalitäten mit gleicher Objectivität und demselben Wohlwollen zu begegnen, auf welches sie als wesentliche Bestandtheile der Monarchie innerhalb der geltenden Gesetze ein volles Anrecht haben. Sie muss allen, ohne Ausnahme, ein gleiches Vertrauen in den Rechtssinn und in die Unbefangenheit der staatlichen Administration einflößen. Sie kann dies alles erreichen, ohne die Ueberzeugung zu erschüttern, dass sie auch die Kraft hat. geltenden Gesetzen Nchtuug zu verschaffen. Man darf wohl von Herrn von Jaeger vorans-setzen, dass ihm das in dem gleichen Umfange gelingen werde, wie seinen beiden Vorgängern, welche bei den Deutschen, wie bei den Slaven die besten Erinne-ruugeu zurückgelassen haben. Man darf es von ihm umsomehr erwarten, als er, stets an der administrali' ven Csntralstelle thätig, über deren wahre Zwecke vollständig aufgeklärt fein dürfte, und allen politischen oder nationalen Reibungen ferne gestanden. Ein gleiches Verhalten kann auch gegenüber den socialen Aufgaben der Verwaltung angenommen werden, deren Wichtigkeit in steter Zunahme begriffen, und welche neue Kräfte erfordern, die, mit den neuen Postulaten des Tages vertraut, auch dicseu ohue Vorurtheil begegnen können. Die jüngsten Veränderungen in den hohen Landes- Feuilleton. Der Schmuck des Menschen. ^ch"m/'d^W"^^lfen. Wohnung, so ist auch der "v" sein?». in7^"sch"l e>u üffeutliches Zeichen, das er e>"r Ar ,, A. ""d "°" s""er Gesinnung abgibt, ^'e rol.'n m ^"'llnis. das er sich selbst'ausstellt. Australiens, die wilden Jäger ^iibselia . ^'V"' steppen, die wüsten Neger, wie die ^Il.,na ^^^.?" Polarzone deuten die niedrige ""< dais l'/i l '^" Frauen anweisen, schon dadurch ^ EchmuM is" '^""" b" vorzügliche Inhaber ble romm,^'"' Mnesen. Kankasicr. Griechen nnd ?^" el,r i ^ ?"b P'""""ischeu Völker Europa's da-^s sie d .s,lb,? '"""^ Geschlecht «uch dadurch, ^ schon 2 '^ ^"^lueise den Schmuck überlassen "° oas rlb, ^'"N dle würdigere Stellung andenteu. den huhen Stufen der Cultur ein-' .^". die it, ,. w^'^' So sind denn die Schmuck V gleich d., «A " ""cd gesehen sein wolleu uud tt""" Neeim,' ... 3^ M' Erscheiuung vordrängen, vor U" Trä? "' '"'s ".'" Erk.n..tniö des Culturz.standes W dies uuu an einzelnen isi^krH"^ n>>tt" ^ian an.'^^''""' den der Mensch aufsucht, d.r concentrie.te reine Kohlen- dennoch in allen Far- ^"stätlen l.eU ^l'lchtesten ist. Er erscheint in de» ">"ls als Knistall von der Form einer doppelten, drei- oder vierseitigen Pyramide, theils als sechsseitige Säule oder aber, wenn er schon lange durch das Wasser mit anderen Geröllestücken geschliffen worden, als Geschiebe, welches von einer rauhen, farbigen Schale verschlossen ist. Die Kunst gibt ihm dann mit Hilfe des Diamantbrotes oder des von zerstoßenen Dia, manten gewonnenen Pulv rs seine Gestalt als Bril-laut. Rosette. Rauteustein. Tafclsteiu und Deckstcin und verwendet denselben für den Schmuck der goldenen Arm- nnd Fingerreife, Ohr- und Halsgehänge, zur Kopfzierde. zur Verzierung der Kleider und Waffen. Da der Diamaut nur selten in größcrem Format vorkommt, so kvnnt man auch die größten Diamanten, die sich auf der Erde befinden. Nächst den Steinen werden auch daun die Metalle seit uralter Zeit zum Schmücke verweudet uud vor allen das kostbarste und schönste, das nie vom Roste bcriih'te Gold. Es ist nach dem Älci das weichste der Metalle, dabei aber auch das zäheste; dabei ist es so fest. dass. um eineu linieustarlen Goldfaden zu zerreißen, eine Kraft von 1() Kilogramm angewendet werden muss. All diese Eiqcuschastcu macheu das Gold zu eiuem Gegenstande, der sich vorzüglich zur Verwendung als Schmuck für unsere Damen eignet. Schon die alten Egypter hatten einen schr künstlichen Goldbergbau. Das Silber wurde ebenfalls schon in früher Zeit als Stoss zu Schmucksachcn verwendet, ebenso das Kupfer und Zinn. Ferner bietet die Pflanzenwelt dem Menschen einen großen Reichthum an Schmucksachcn dar, der freilich seiner Natur nach b iweitcm vergänglicher ist. als Stein und Metall, sich aber nicht minder durch glänzende Farben, Wohlgeruch uud meistens durch schölle, gefällige Form empfiehlt, während die Metalle fast immer formlos dem Menschen sich darbieten. Allgemein beliebt waren stets und überall die zarten Kinder der Flora, die mannigfach schimmernden und duftenden Blüten und Blumen, vom zarten Heide« blümchen, dem Veilchen, der Nelke, bis zur Orangen» blute. Rose und der prachtvollen Camelie. Nächst Vlu-men und Blüten benutze» die Frauen seit uralter Zeit auch die Blätter, Rinden und andere Pflanzentheile zu ihrem Schmuck. Aus den harten Schalen der Eocos-nuss, ans harten Hölzern und Wurzeln schnwt man Ringe, Knöpfe und Kugeln. Selbst die mannigfaltigen Harze, welche die Pstanzeu entfalten uud die sich gleich den Blumen durch Wohlgeruch empfehlen, werden zum Schmuck b llützt, indem man sie zu Kugeln dreht uud, Fruchtkerne nachahmend, durchbohrt und. auf Fäden gereiht, verweudet. Das Thicrreich bietet dem Meuschen nicht minder wichtige Gegenstände des Schmuckes dar, und es ist kann, eine Classe desselben, die sie nicht dazu benützt hätteu. Zuvörderst zu nennen sind die Korallen, namentlich die Blutkorallen, die sich am schönsten nnd reinsten im Mittelmecre bei einer Tiefe von 12 bis 150 Klaftern finden und dafelbst einen rothen, finger-dickcn, etwa fußlangen Stamm bilden, der zart gestreift ist. Die Koralle wächst meist in Höhlen der unterseeischen Felsen, welche nach der Südseite geöffnet sind. An den balkarischen Inseln, an den Küsten der Provence. Siziliens und Afrila's, in der Nähe von Lallmchel Fettling stt. 170. 1460 27. Juli IM. stellen dürften deshalb bei allen Nationalitäten uud allen Parteien nur billigende Zustimmung und eine gerechte Anerkennung der aus denselben sprechenden Intentionen des Cabinetschefs finden. Die Fortdauer und die Erhaltung einer wohl für alle Stämme gleich freundlich gesinnten, dabei aber unpolitischen Verwaltung, für welche nur das geltende Gesetz maßgebend sein kann, liegt in dem gleichen Interesse aller Völker und aller Bevölkerungskreise. Ihr ruhiger und stets legaler Gang ist das einzige, aber auch das beste Gegenmittel gegen das Ueberschänmen der Parteitendenzen und der nationalen Agitation in eine Sphäre, in welcher nicht die jeweilige Macht, sondern das Recht und das staatliche Interesse zu sprechen uud zu entscheiden berufen sind. Politische Uebersicht. (Die Thronfolge.) Obwohl die schon in früherer Zeit mehrfach in den Zeitungen aufgetauchte Nachricht, dass Se. kais. Hoheit Erzherzog Franz Ferdinand als Thronfolger proclamiert werden würde, nachdem Se. kais. Hoheit Karl Ludwig auf die Thronfolge verzichtet hat, bereits entschieden dementiert wurde, bringt das «Deutsche Volksblatt» nenerlich in seinem vorgestrigen Abendblatte angeblich «ans sicherer Quelle» die obige Meldung. Es ist fast überflüssig, zu wiederholen, dass es sich auch hier ausschließlich um eine müßige Erfindung handelt. (Ein verbotenes Meeting.) Mit Entschließung vom 18. d. M. bestätigte die Prager Statt-halterei das Verbot der Abhaltung des für den 4. Au» gust nach Veneschau einberufenen Iungczecheu-Mcetiugs. Der Statthalterei-Bescheid hebt als Grund des Verbotes insbesondere die durch die jüngsten Landtags» wählen hervorgerufene große politische Aufregung hervor, durch welche die öffentliche Ruhe und Ordnung gestört werden könnte. Das Einberufungs-Comite' re-currierte gegen diesen Statthalter« - Erlass an das Ministerium des Innern. (Ta u ernb ah ««Project.) In Trieft ist für den Bau der Tauerubahn die Bildnng eines großen Actions-Comics im Zuge, als dessen Aufgabe bezeichnet wird, eine Vereinigung aller an dem Zustandekommen dieser kürzesten Bahnverbindung zwischen Trieft und Süd'Deutschland zumeist interessierten deutschen und östetrcichischen Corporations: znstande zu bringen, um eine gemeinschaftliche Agitation ins Leben zu rufeu, welche dahiu gerichtet sein soll, die öffentliche Meinung dnrch publicistische Darlegungen zu gewinnen. Die Zahl der Theilnehmer dieses Actions-Comite's wird eine unbeschränkte sein. Die Bildung des Comitös wurde von der Triester Handels' und Gewerbekammer nahestehenden Kreisen angeregt, und von dieser Seite wird speciell an die süddeutschen Handelskammern die Einladung ergehen, in das in Bildung begriffene Co-mite' Delegierte zu entsenden. (Im dalmatinischen Landtage) erfolgten in der jüngsten Sitzung nach Angelobnng der Deputierten die Wahlen der Schriftführer, des Finanz-und Pctitionsausschusses sowie des Ausschusses zur Prüfung der Thätigkeit des Landesausschussts. In die ersten beiden Ausschüsse wurden je vier Abgeordnete der kroatisch-nationalen und je ein Abgeordneter der autonomen, in die letzten Ausschüsse drei Abgeordnete der kroatischnationalen, einer der autonomen und einer der serbischen Partei gewählt. Dem Finanzausschüsse wurden sämmtliche Rechnungen und Voranschläge zugewiesen. Sodann verificicrte der Landtag die Wahlen der Abgeordneten der Landgemeinden und der Städte, im ganzen 28 Mandate. Bezüglich aller dieser Wahlen war beim Land« tage keine Beschwerde eingelaufen; sämmtliche wurden als den gesetzlichen Vorschriften conform verificiert. (Graf Taaffe) reiste zu mehrtägigem Aufenthalte nach Ischl ab. Die Reise soll mit der Frage der Einberufung der Landtage zusammenhängen. (Iuugczechische Kirchthurmpolitik.) Die Prager «Närodni Listy. fordern die landwirtschaftlichen Körperschaften auf. sich gegen die Betheiligung an der landwirtschaftlich'.'« Reichs-Ausstellung, die nächstes Jahr ill Wien stattfinden wird, zu erklären. Man habe in Vöhmen kein Geld, um au Wicus Ruhm und der Aufbesserung seiner materiellen Verhältnisse mitzuarbeiten. (Ernte in Ungarn.) Die amtlichen Saaten standsberichte der letzten Woche zeigen leider noch eine weitere Verschlechterung des Ernte-Ergebnisses bezüglich der Qnautität. Auch die Qunlität des Weizeus und der Gerste ist nur ill wenig Gegenden Ungarns entsprechend. Achtzig Kilogramm schwerer Weizen wird aber nirgends geerntet werden. In Siebenbürgen ist eine totale Missernte zn verzeichnen. Jenseits der Donau und in der Theißgeqeud haben Probedruschen in einzelnen Comitaten fünf bis sechs Meterceutner ergeben. Der Knkurnz steht überall, wo Regen, wie jetzt in vielen Theilen des Landes, gefallen, zufriedenstellend. (Aus den occupierten Provinze n.) Das Ministerium des Innern hat die Aufmerksamkeit der gemeinsamen Reichsreqicrung sowie der bosnischen Landesregierung auf jene Muhamedauer in Bosnien gelenkt, welche alljährlich in ziemlich großer Anzahl als Mekka-Pilger nach Arabien wallfahren und von dort sehr leicht ansteckende Krankheiten, insbesondere die dort fast immer herrschende Cholera, einschleppen können. (Die deutsche Reichsregierung) hat bekanntlich am 20. d. M. den Nicderlassungsvertrag mit der Schweiz gekündigt, nnd derselbe tritt demilach im nächsten Jahre außer Kraft. Der Vertrag wurde am 27. April 1876 abgeschlossen und ist bekanntlich in dem jüngsten Notenwechsel zwischen der deutschen Regierung und dem schweizerischen Buudcsrathe des öfteren citiert worden. Strittig war dabei die Auslegung des Artikels 2, welcher die Ausweise (Hcimat-schein und Lenmuudszeuqnis) der in der Schweiz sich niederlassenden deutschen Reichsangehörigen betrifft. Die deutsche Auslegung war: diese Papiere müssen gefordert werden, die schweizerische: sie können gefordert werden. (Die Pläne Boul angers.) Die «IM-pendance Belge», welche in die Pläne Voulangcrs eingeweiht sein will, berichtet Folgendes: Der'General ist übeizengt, dass die neue Deputiertenkammer in ihrer Mehrheit boulaugistisch sein werde. In diesem Falle wird der Präsident der Republik entweder die Demission seines Ministeriums zurückweisen oder er wird ein neues Cabinet berufen, das jedoch in Opposition zn der neuen Majorität sein wird, um, gestützt auf den Senat, gegen die Kammer weiter zu regieren. In beiden Fällen würde sich Boulanger voll seinen Freunden zum Kammerpräsidenten wählen lassen, «nm.» soll er geäußert haben, «die bewaffnete Macht in Anspruch nehmm zu können.» Andrie»x würde Vicepräsidm werden. Um den Widerstand des Senates zu besiegen, würden etwa vierzigtausend Mitglieder der ehemalige» Patriotenliga aufgcbuten werden, welche die Senators wenn sie sich ill den Luxembonrg-Palast begeben, so lange auspfeifcn, bis sie nachgeben. Der Kammer Präsident Voulaugcr würde seinerseits den Ministen' erklären, dass die Deputierten es ablehnen, mit der R»'-gicruug zu verhandeln, und dass sie nicht früher ei»e Sitzung halteu werden, bis nicht eine der parlanie»' tarischen Majorität entnommene Regierung eingMu sein wird. (Die Allianz zwischen Nussland ul'd Frankreich) wird von der englischen Presse von neuem aufs Tapet gebracht. Darnach wäre das vol einiger Zeit entstandene Gerücht, dass ein gehcuncs Bündnis zwischen Nussland nnd Frankreich g'c schloss"' worden sei und nur der Ratification harre, in lch fischen amtlichen Kreisen wieder austrstandeu. Diesel Gerüchte zufolge fürchtet Frankreich nicht mehr einen plötzlichen combiuierteu Angriff fritens der Central-mächte. Die Russen behaupten, der Zar halte eine« entschieden friedlichen Zweck im Auge, indem er Mll danach trachte, zur Bekämpfung der gefährlich übel' wiegenden Macht des Dreibundes eine Gegenströmung zn erzeugen. (Das englische Oberhaus) nahm ^ Bill, betreffend die Errichtung eines Ackerbaumin»' steriums, in dritter Lesnng all. Da anch das Unte^ haus die Errichtung dieses ueuen Staatssecretariates breits endgiltig bewilligt hat, dürfte dessen EiuriclMÜ und die Ernennung des Inhabers des neugeschaffen^ Portefeuilles wohl iu nächster Zeit erfolgen! (Die portugiesische Regie r u n g) nwä!" auf der Kieler Werfte größere Bestellungen für Krieg«' schiffe und Torpedoboote. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das >>^ garische Amtsblatt mittheilt, der griechisch-katholM» Religwusgemeinde in Zälnok zu Kirchenliauzweael' einen Bcnrag voll 100 fl. zu speuden geruht. — (Elementar-Ereignisse.) Aus C'll^ wird uns vom 25. d. M. berichtet: Vorgestern und g^ stern giengen über Unlersteiermark und Unterlrain Rege^ güsse nieder, die stellenweise einen wolkenbruchalW Charakter hatten und große Verheerungen anrichtet' Iu der Umgebung von Cilli zündele der Vlitz uiertM' Vei Sachsenfeld wurden die Hopfenpslanzungen verlvilsle' die Telegraphen-Leitung ist unterbrochen. In der Gelve^ schast Store wurde ein Gasofen zerstört und überha"p so großer Schaden angerichtet, dass der Netrieb silr N'^' rere Taa.e eingestellt wurde. In Untersteier herrscht b""' wnssergefahr. Die Save und Sann stiegen um 1 M"' — Au« Padua in Oberitalien meldet der Teleg"^ unterm 24. d. M.: Gestern wüthete ein fürchterlich" Sturm, der in einigen Gemeinden schwere Ungliiclsfa" zur Folge halte. In Vagnoli sind mehrere Häuser e'" gestürzt und wurden mehrere Personen verschüttet. "» Personen wurden schwer verwundet aus den TrilnU"^ hervorgezogen. In Pozzonuovo wurden in den TrümNle ein Todter und zwei Verwundete aufgefunden. Borueo und dem Cap Negro, findet man oft ganze Korallenwälder, welche die Fischer aufsucheil, abernten und die in einigen Jahrzehnten wiederum neu emporwachsen. Die rothe Koralle wird namentlich nach Asien und vorzugsweise uach Iudieu und China versandt. Wir sehen auf den chinesischen Vasenbildern, sehr häufig auf deu Tischen der Damen rothe Korallenzweige in zierlichen Porzellanvasen aufgestellt, oft von Blumen uud von Pfauenfedern umgeben. Kleinere unregelmäßigere Stücke reiht man auf Schnüre und trägt sie um Hals und Arm. Die schwarze Koralle findet sich nur in Ostindien und wird daselbst zu Hals- und Armschmuck verarbeitet. Ebenso verarbeitet man auch eine weihe Koralle, die indessen mehr als Gegengift denn als Schmuck beuützt wird. Besonders beliebten Stoff zur Verzierung liefern die zahlreichen Mnscheln, die sich durch die schöne, glatte Form, lebhaste Färbung und die herrlich glän. zende Oberfläche auszeichnen. Einen kostbaren, ja nächst dem Diamant den kostbarsten Stoff, den der Mensch zur Verschönerung seiner Person anwendet, bieten die Perlenmuscheln in den Perlen. Die edle Perle wächst in der Tiefe der See in der Schale der Muschel nicht minder geheimnisvoll und ungesehen als der Diamant. Die schönste und kostbarste Perle enthält die echte Perlenmuschel ^ ^ Edelsteinen verziert oder anch ganz ans Bronze. ^, heutigen Europa, wie in China wird zn den f^".^< Kälnmen Schildpatt uud Elfenbein, zn den gel"^,, lichen Büffel- uud Riuderhorn verwendet, denen ^> durch Kunst das Ansehen von Schildpatt z" ^„d versteht und deren Wert man noch durch Perlen ^. kostbare Steine erhöht. Im skandinavischen "^A'i" nischen Norden, dann in dem an originellen ^'^ü nuna/n so reichm Saterlande nnd Holland uma.wl ^klllmchfr Zrituna Vtt. l?<>. 1461 27. Juli 188». . . (Um Singvögel von Ungeziefer zu "'luge»,,) scheint uns folgende Mittheilung von Wert A !">,. Es kommt häusig vor, dass in Käsigen gehaltene ^N'gdogel plötzlich verstummen, elend und lrank werden, Inders geschieht dies bei Kanarienvögeln. In der Regel wech man sich die Ursache dieser aufsallcnden Erscheinung «M zu erklären, und die armen Thierchcn fallen infolge °>e!er Unkenntnis der Krankheit zum Opfer. So hörte "^ lurzem ein als Sänger berühmter Kanarienvogel auf A Nngen und hüpfte traurig im Käfig umher. Ein "°ge fenner rielh dem Besitzer, an dem Orte, wo der Mel m der Negel schlafe, ein Stück Schilfrohr zu be-^llgen. Er that es. Und sieh, als er am anderen " . gen das Rohr herausnahm, fand er zu seinem nicht Mlngcn Erstaunen an A00 mit drm unbewaffncten Auge "«m erkennbare röthliche Läuse in der Höhlung des ^°yres s'tzen. Diese wurden entfernt und der Versuch so '«"ce wiederholt, bis sich lein Infect mehr zeigte. Seit-".. "holte sich der Vogel von Tag zu Tag, ward '"eoer munter und fröhlich und stimmte auch bald seine «"en Uieder wieder an. Zu bemerken ist, dass die Heraus-e's"'e.bes Rohres vor Tagesanbruch geschehen mufs, weil '""!' d,e Plagegeister sich wieder in da« Gefieder des "Ms verkriechen. lick I",(6holerll ^ Johnstown.) Das unglück« lu3, ""^"^town in Pennfylvanien hat eine neue Heim-i«lyung zu ertragen. Die Cholera ist dort infolge des Wltenden feuchten Weters mit großer Heftigkeit aus-s°?^" ""^ ^" "'^ "ur die eigentlichen Vewohner, er« ««" ^'^ ""Wre der Mitglieder der Hilfsausschüsfe »"yen, fo den General Hastings und den Obersten °uglas. Unter den bei der Ausräumung angestellten t«« - , """" "aren am Vorabende des Nationalfeier« '°^s (4. Juli) 100 Choleralranle. ers..„"7 (Pariser Weltausstellung.) In der N s'. V°lfte des Monates Juli betrug die Zahl der !)???^ der Pariser Weltausstellung 1,997.282 gegen die vl c "" ^"^" ^^^ Seit der Eröffnung wurde renk >'!?""« "°" 6.207.824 Personen besucht, wäh-zum !? 3°bre 1878 der Besuch der Ausstellung bis llel^ c'.^' 4.V22.558 Perfonen betrug. Die Eintrilts-1« ^ - ^" Eiffel-Thurm betrugen vom 15. Mai bis ^ Iuk 1.899.860 Francs. 3lat...H ^'" Regenbogen.) Ueber ein seltenes E^'AusPiel wird aus St. Gilgen am Wolfgang-^. schrieben: Ein Regenbogen gehört an und für sich dilrst/" ^" seltenen Naturphänomenen. Poch selten heu " " lecher Pracht beobachtet werden, wie er sich stunde? ^"lichen Wolfgang-See um die siebente Abend-sich :!. °"bot. Wie ein riesiger Triumphbogen wölbte er beiden nc" ^"esten, tiefsten Farben über den See, auf bersell, !"^"^ und die Bergketten, die sich längs greif!,« Anziehen, verbindend. Man wähnte ihn in bu„« "Nähe, ^ ^"^nsiv und lebhaft war die Fär« Natur? i^." ^""^ geraume Zeit die überwältigende bot in >?c'"""U bewundern, und die reizende Landschaft nicht ^«'^" Momenten ein Bild, wie es die Phantasie in scl>«? . 2" denken, das Menschenauge wohl nicht oft '^uuen m der Lage ist. tigenl^/^'« Vöden see.) Letzte Woche ist bei hef-ein mi? ^?""^ " ber Höhe von Hard bei Aregenz ^chiffslp... " beladenes Segelschiff untergegangen. Die durch k-, 50sef» gerettel. ^Au8s//^" originelles Mittel,) während »^^"ui^mParis billig zu wohnen, haben einige stallen«. ?!-"!"' theils das Hinterhaupt mit einem tigt ..«?' Fladen,, das oft aus edlem Metall gefer-^Wter ,,,.^ c ^"''" ^st- Die Frauen der alten der Griechen. Germanen und Filmen. v°'n 5 ?« '"" der Türken sowie die Damen Europa's ^Miie'd?.«..'"!? ^' Jahrhundert, sie alle tragen die ^l» "ba d V^llestalteten Ohrgehänge, die bald als "scheinen K"°pl. bald als Kette, bald als Tropfen k"stand1^' Kopfe ist der Hals der wichtigstes ""den b/ .tt ^ ber Verzierung der Frauen. Wir !>ren CulX ^"ionen Halsschmuck, der auf den °Wcu Wrf! ' 'i." ^"ale'ch dazu dient, die nothwm-?e Viesse? m^'^'^ ""n ^ts znr Hand haben muss. ?Norda' ^ 'l' bergl. festzuhalten. ll>' hMcln«^ '^ ^"«ächst bei den Eskimo-Kasper"» V""^°" Därmen, auf welche Steine. "^"Il c^ ^un aber auch alles, was jenen Leuten tt'd "an ^'Hewat ist. Auf der Chamisso-Infcl .'?"e Kumfp... ^"' ba« an ihrem Halse eine N' ^n w''^^'' ehedem zu einem Stangen-!.s nüt "i,,m '. ^'" andms Mädchen hatte feinen ^"t lii^ den es Vt ^H ^d,e näheren Betrachtungen durch- ^die frü3n"V. ^"'Fingerringe reicht nicht so weit 3,7 bei ei.T,^ "W der Cultur hinauf. Wir fmdcu 3'' >ch sind ki?^°"""kanischcn Stäunuen F.nqrr- mäV""" ' NW^ '""" l«lcho Nationen, die mit den ^ °"ch den ^ "" ^"kehr stchen. Steigender Luxus Mngerring zum bloßen Schmuck und Söhne Albions ausfindig gemacht. Zwölf Engländer sind nach Paris abgereist, um die Ausstellung zu besuchen. Diese Herren wollen aber nicht Pariser Hotels aufsuchen, sie haben daher ein großes Zelt, zwölf Betten und Kochgeschirre mitgenommen. Sie werden ihr Zelt außerhalb der Befestigungen von Paris aufschlagen; hier wollen sie schlafen und fpcifen. Am Tage wird einer der Reisenden daS Zelt bewachen und die Mahlzeiten her stellen, während seine eilf Kameraden die Ausstellung befuchcn. — (FurchtbareVrandkata strophe.) Ueber die jüngste Fcuersbrunst zu Luchow in China liegen Entsetzen erregende Details vor. Die Flammen griffen so rasch um sich. dass 1200 Menschen verbrannten, 400 wurden durch einstürzende Gebäude getödlet. 8700 Häuser sind zerstört. Unter den Obdachlofen, deren Zahl 170.000 beträgt, wiithen Krankheit und Hungersnoth, wodurch täglich Hunderte weggerafft werden. — (Weibliche Aerzte in England.) Nicht weniger als 73 Damen sind in England bereits als Aerzte praxisberechtigt. Von diesen wohnen 22 in London, 10 in anderen Städten der Vereinigten Königreiche, 17 in Indien und der Rest zerstreut in verschiedenen Ländern. — (Von Capstabt nach England.) Der am 21. d. M. in Plymouth vom Cap angelangte Dampfer «Roslin Castle» hat die Reise von Capstadt nach England über St. Helena, Ascension und Madeira in der kürzesten Zeit. die man kennt, nämlich in 17 Tagen und einer Stunde, zurückgelegt. — (Die militärischen Duelle inFranl-reick.) Durch ein Rundschreiben an alle Regimentscommandanten bestimmt der Kriegsminister de Frey-cinet, dafs in allen Fällen, wo ein Zweilampf nicht vorgeschrieben, aber gestattet werden könne, nicht das Floret, sondern nur der Degen gebraucht werden dürfe. — (Or nitho logisches.) A.: «Dort geht die Tochter des reichen Goldamsel! Du, die soll e'me Million Mitgift erhalten!» — B.: «Also ein Capital-Vogel?» U.: «Ja, leider aber auch etwas — Capitol-Vogcl!» Local- und Provinzial-Nachnchten. — (Die Staatsbeamten und dieLebenS-Versicherung.) Wie verlautet, befasst sich das l, l. Finanzministerium gegeuwärlig mit einer für den Ve-amtcnstand äußerst wichtigen Frage, nämlich mit der Versicherung der Staatsbeamten zum Zwecke der Erhöhung der Versorgung der Hinterbliebenen Witwen und Waisen der Staatsbeamten. Zu diesem Zwecke hat das Ministerium des Innern an sämmtliche Statthaltereien und Landesregierungen ein diesbezügliches Circular gerichtet, das mit entsprechenden Formularien an sämmtliche Landesbehörden versendet wird. Es handelt sich in erster Reihe darum, genaue Daten über das Alter der verheirateten Staatsbeamten, welche im activen Dienste stehen, sowie über die jetzt bereits von deren Frauen im Falle der Verwitwung erworbenen Versorgungsansprüche zu erhalten. Diese Formularien werden in kürzester Zeit, von den politischen Beamten ausgefüllt, an das Mini» sterium des Innern eingesendet, damit weitere Schritte in dieser Frage vorgenommen werden können. Auch von anderen Ministerien sind derartige Circulare versendet worden. — (Aus Loitsch) schreibt man uns unterm 25. Juli: Die vorgestern und gestern niedcrgegangencn Regengüsse haben in den Gemeinden Zirknitz und Pla- gab ihm durch kostbaren Stoff, kunstreiche Arbeit, namentlich in Gold und Edelste inen. höheren Wert. So war es im Mittelaltcr. so ist es heute noch. Seit alter Zeit schon ist der Ring am Finger das Zeichen des verheirateten Standes feines Trägers und der Aus» tausch der Ringe eine von der Kirche geweihte Ceremonie bei Einsegnung der Ehe. Den Gebrauch der Fußringe finden wir bei allen den Völkern, die ohne eigentliche dichte Fußbekleidung sind und nur leichte Sandalen tragen. Der Fächer ist ebenfalls eins der Geräthe. wel-ches die Frauen von deren früheren Culturstufen an begleitet und das über alle Theile der heißen und gemäßigten Zone verbreitet ist. So fmden wir den Fächer aus dem Schwänze oder Flügel der Adler. Schwäne. Eulen und anderer Raubvögel bestehen, der an einem hölzernen Handgriffe befestigt uud mit Lcder und buntem Tuche befetzt ist. In der heißrn Zone, z. A. auf Ceylon, brdicnt man sich der großen Blätter, z. B. des Taliputbaumes, zur Abwehr der Sonnenstrahlen oder zur Bewegung der Luft. In China fastzt man die großen Blätter der Mnsa in einen Fifchbeinrahmcn und einen Stiel von Pfl'sferholz. Außerdem hat man auch Fächer ans buu-ten Federn, namentlich Pfauenfedern. Von China aus qclangtcn diese Fächer durch die Portugiesen nnd die französischen Iesuitcnmissiunärc mit fo manchen an-dm'N Dina.l'l, nach Europa. Dcr Fächer ist im nördlichen Enropa ansschlk'ßlich ein Gcrälh dcr Frauenwelt a/bliebel'. G. Veyer. nina arge Schäden angerichtet. Gestern mittags war der Markt Zirtnitz beinahe ganz überschwemmt, und wirb der durch die Ueberflulung im genannten Markte an Feldfrüchten u, f. w, verursachte Schaden auf 4000 Gulden geschätzt; auf ebenfo hoch schätzt man den Schaden, den die am Zirlniher See gelegenen Ortschaften Niederdorf. Unterseedorf, Martinsbach, Grahovo und Herovnica erlitten haben. Auch der Schaden, den der ausgetretene Unzsluss im Planina-Thale, welches theilweise unter Wasser steht, anrichtete, ist beträchtlich. — Nachträglich schreibt man uns: Der durch den Austritt des Unzflusses im Planina-Thale angerichtete Schaden an Fc'ldfrüchten wird nach Angabe der Sachverständigen auf 30.000 fl. gefchätzt. — (Streik in Hrastnigg.) Die streikende Knappschaft in Hrastnigg verlangt 2 fl. Taglohn, achtstündige Arbeit und freie Wohnung, Der Verwaltungsrath beharrt auf einer acht- bis zehnprocentigen Lohnerhöhung. Gestern abends erfolgte auch in Ojstro die Albeitscinstellung, und ist diefelbe in Vrezno und Huda Iama bevorstehend, Die dortige Arbeiterschaft verlangt gleiche Concessionen wie in Trifail. Nach Ojstro wurde eine halbe Compagnie entfendet; die Haltung der Streikenden ist jedoch leine bedrohliche. Für die Gruben wurden Brandwachen beigestellt. Gestern sind 22 Mann eingefahren. — (Die Vorfälle in St. Peter.) Aus Kroa-tifch'Kreuz wird über den weiteren Verlauf der inSanct Pete»Cvrstec in Scene gesetzten Bewegung berichtet: Man verhaftete am 21. d. M. fünf Bauern und eine Bäuerin, die als Hauptarrangeure gewirkt hatten, und lieferte dieselben dem hiesigen Bezirksgerichte ein. Die Bäuerin war es gewesen, die am vorhergehenden Tage die Menge angeführt hatte; dieselbe wurde gerade in dem Momente, als sie eine Waldtaube, welche sie bis dahin in einem Tuche verborgen hielt, als «heiligen Geist» aufsteigen lassen wollte, von den sie scharf beobachtenden Gendarmen verhaftet. Montag den 22. d. M. wurden neuerdings 10 Perfonen eingebracht; unter ihnen befand sich auch jener Knabe, welcher dem der kommenden Wunder harrenden Volle die angeblichen Befehle der Mutter Gottes verdolmetfcht hatte. Es wurden unter einem auch zwei Wagen eingebracht, auf welchen sich das als Opfer dargebrachte Gelb und andere Spenden befanden. Von der Behörde wird nichts unterlassen, um der Sache auf den Grund zu gelangen, und es weilt daher noch eine ganze Compagnie Infanterie dort, und werden im ganzen Dorfe Hausdurchfuchungen vorgenommen. Einige der Verhafteten geben an, aus Angst, andere wieder, nur durch das Beispiel angelockt, bei der Komödie mitgewirkt zu haben. Die Vorbereitungen zu diefem Coup, der den Zweck hatte, die als Diebsnester in der ganzen Umgebung verrufenen Dörfer in Wallfahrtsorte umzuwandeln, nahmen bereits vor zwei Jahren ihren Anfang. Es wirb hier ein Gerichtshof constituiert, und kommt zu diesem Behufe von der königlichen Gerichtstafel in Belovar der Staatsanwalt nebst einem Richter her. Die Schwindler beabsichtigten sogar mit bengalischem Feuer, Lichtreflexen und einem Bilde der Mutter Gottes zu operieren, das zu diefem Zwecke in Agram restauriert worden war. — (Aus Brunndorf) schreibt man uns unterm Vorgestrigen: Durch b«!n 18 Stunden anhaltenden sehr starken Regen sind der Isla» und Helimlje'Vach derart ausgetreten, dass der ganze Morastboden liberfchwemmt ist. Außerdem sind die Orte Strahomer in der Gemeinde Werblene und Lipe auf dem Moraste ganz. die Ortschaften Iska. Iggborf, Werblene. Tomiselj. Wröst, Matena und Igglack theilweife ilberfchwemmt. Vom Hochwasser sind in Isla bei vier Mühlen die Wehre gänzlich abgerissen und weggeschwemmt worden. Dem Grundbesitzer Anton «vustersic zu Iska hat das Wasser an 80 Klafter Buchenholz abgeschwemmt. Auch die Feld' fruchte und das Heu sind in den obbezeichnelen Ortschaften zum großen Theile vernichtet. — (Frankierte Briefe nach Russland.) Im PostVerkehre mit Nussland tritt mit der nächsten Woche eine wichtige Neuerung in Kraft; es können nämlich von nun an Postfrachtfendungen jeder Art im Verkehre nach Russland vollständig bis zum Nestimmungsorte frankiert werden. Bisher tonnte nur bis zur Grenze frankiert werden. Das rusfifche Porto setzt sich zusammen aus dem Porto nach dem Gewichte und aus der Ver-sicherungs-Gebür; ist der Wert in österreichischer Währung angegeben, so hat die Reduction in die rufsische Währung nach dem Verhältnisse von 1 fl. 00 kr., gleich 1 Rubel, stattzufinden; die Versicherung« - Gebür ist immer nach russischer Währung zu berechnen. — (Aus St. Marein) berichtet man uns: In der Nacht auf den 24. d. M. giengen über der hiesigen Gegend derartige Regengüsse nieder, dass dadurch eine Vodenfläche von ungefähr 5 km", bloß Wiesen und Ackergrund, unter Wasser gefetzt wurde, wodurch den Bewohnern namentlich an den Fcldfrüchtcn große Schäden zugefügt wurden. Von dieser Ueberfchwemmung find beson' ders die Orte Großlupp, Sela. Gatina, Großmlatschen. Kleinmlatschen. Sagraz. Unterschleinih. Pöndorf. Klein-und Grohratschna betroffen. Der Verkehr auf der Reichs« strahe nächst Sela. ferner auf der von Sela nach Polih führenden Bezulsstraßc wurde unterbrochen. Laiblichcr Zritung 3tr. Nl). 1402 27. Juli l88l). — (Die Laibacher Rohrsch ützen-Gesell sch a ft) wird bei dem Festschießen des österreichischen Schützenbundes in Graz durch eine sehr ansehnliche Zahl ihrer Mitglieder vertreten sein; es dürften sich nämlich mehr als dreißig Mitglieder am Aundes-schießen betheiligen. Die hiesige Rohrschützen-Gesellschaft hat auch bereits ein sehr wertvolles Best gespendet. Die bisher gespendeten Fest- und Bestgaben repräsentieren einen Wert von über 15.000 fl. — (Aus Littai) berichtet man uns: Infolge der anhaltenden wollenbruchartigen Regengüsse wurden sämmtliche Bezirks« und Gcmeindestraßen, Wiesen und Aecker theilweise überschwemmt, theilweise weggerissen; auch wurden an der nach Watsch führenden Bezirksstraße drei Brücken weggeschwemmt, so dass der Verkehr bis zur Herstellung derselben ganz eingestellt ist. Auch an der Eisenbahn bei Poganik wurde durch eine Erd-abrutschung der Verkehr durch mehrere Stunden eingestellt. Per Schade beläuft sich auf mehrere Tausend Gulden. — (Iurcic' gesammelte Schriften.) Von den im Verlage der «Narodna Tislarna» in Laibach er» scheinenden gesammelten Schriften Iurcic' ist soeben der achte Band zur Ausgabe gelangt. Derselbe enthält den Ruman «Oot iu saä» und die Erzählung «Lola ruta, dol äonar». Diese neueste Publication, die wir allen Freunden der slovenischen Literatur bestens empfehlen, ist in der «Narodna Tiskarna» sowie bei Klein-mayr K Bamberg um den Preis von 60 kr., elegant gebunden 1 st., zu haben. Auch die vorhergehenden Bände sind noch vorriithig und können zu dem gleichen Preise bezogen werden. — (Der Tod in den Flammen.)Aus Trieft wird uns telegraphisch berichtet: Frau Lombroso, eine der bedeutendsten Modegeschäfts-Inhaberinnen Triests, war gestern am Herde beschäftigt, um in einer Pfanne eine Wachsmischung zu kochen, als dieselbe sich entzündete und das Feuer die Kleider der Frau ergriff. Die Unglückliche rannte in das Zimmer, wo zwölf Mädchen arbeiteten, welche erschreckt davonliefen. Frau Lombroso warf sich sofort zu Boden und wälzte sich auf demselben; allein die Flammen konnten nicht gedämpft werden. Erst nach einigen Minuten kam Hilfe, allein die Unglückliche erlag nach wenigen Stunden den fürchertlichen Brandwunden, die sie erlitten. Der Fall ruft allgemeine Theilnahme hervor. — (Aus Franzdorf) schreibt man uns: Am 24. d. M. srüh kam vom Süden her über die Ortsgemeinden Franzdorf und Presser ein sehr starker Platz< regen, welcher in wenigen Stunden die meisten Felder der Gemeinde Franzdorf circa 1 Meter tief unter Wasser setzte. In Franzdorf wurde der angerichtete Schade noch nicht ermittelt; in der Gemeinde Presser wurde derselbe durch die Schätzmänner auf 1500 st. und in Unterbre-sowitz auf «00 fl. geschätzt. Im Orte Draschza ist der beim dortigen Besitzer Anton Mauz als Hirt bedienstet gewesene 9jährige Knabe Jakob Suhadolnik aus Sabotscheu beim Viehtränken in den Wasserfluten ertrunken. — (Wasserleitung in Großo blak.) Das f. k. Ackerbauministerium hat der Ortschaft Großoblak zur Errichtung einer Wasserleitung eine Subvention von 300 Gulden bewilligt. — (Streik in Sagor.) Man schreibt uns unterm Gestrigen von dort: Hier ist die Situation unverändert. Heute um 11 Uhr vormittags ist abermals eine Compagnie nach Trifail abgegangen. Es herrscht Mangel an Nrennmateriale, Am nächsten Montag findet die Abrechnung mit den Bergarbeitern statt. Visher sind keine Ausschreitungen vorgekommen. — (Sängerabend,) Der hiesige Arbeiter-Ge« sangverein «Slavec» veranstaltet morgen abends in der Citalnica'Rcstauration einen Sängerabend, wobei die Musikkapelle des 17. Infanterieregiments mitwirken wird. Die Mitglieder des Vereines haben freien Eintritt, Nicht-Mitglieder zahlen 30 kr. Anfang um 8 Uhr. Von heute abends an findet auf der Citalnicll-Ktlgelstätte ein Vest-schieben statt. Eine Serie von drei Schüben 10 kr. — (Gemeinde wähl.) Bei der Neuwahl des Gemcindcvorstandes der Ortsgemeinde Tersein im politischen Bezirke Stein wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher der Grundbesitzer Gregor Lozar aus Tersein, zu Oemcinderäthen die Grundbesitzer Franz Narobe und Rochus Florjancic, beide aus Terseiu. — (Auffindung einer Leiche.) Am 24sten Juli vormittags wurde von dem Fischer Nndr. Smole aus Tacen in der Save ein weiblicher Leichnam ausgefunden. Die Leiche dürfte schon lange im Wasser gelegen sein, nachdem an derselben der linke Unterschenkel fehlte. Die Leiche dürste mit der gesuchten vulgo To-mazeva aus Maucice identisch sein. — (Brandschaden infolge Blitzschlag.) In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli schlug der Blitz in die Oetrcidharpfee des Valentin Hodnil in Oberlaibach und einige Stunden später in den Stall des Josef Nricelj in Slap bei Oberlaibach ein, zündete, und es wurden die gedachten Objecte eingeäschert. Hodnil erlitt einen Schaden von circa U00 st., Nricelj aber einen Schaden von 300 st. Der erstere war gar nicht, der letz- tere aber mit 400 fl. versichert. Den Feuerwehren von Oberlaibach und Verd gelang es, das Feuer zu localisic-ren und dem Josef Bricelj Häute im Werte von 2000 Gulden zu retten. — (Neue Buchhandlung in Agram.) Die Zahl der Agramer Buchhandlungen soll demnächst durch eine neue vermehrt werden. Die Actien-Druckerei wird näm« lich, wie «Obzor» berichtet, im Pongrcch'schen Hciuse am Ielacic-Platze eine Buchhandlung etablieren, welche allen modernen Anforderungen entsprechen soll. Kunst und Aiteratur. — («Illustrierter Fiihrer durch Wien und U mgebnnge n.» Von Moriz Vcrmann. Mit 100 Illu< stratioucn und 4 Orienticrungslarten. Fünfte, vermehrte und neubrarbeitcte Auflage. 1« Vogen. Octav. Baedeker - Einband. Preis 2 fl. Hartlebcns Verlag in Wien.) Unter der neueren Führer-Literatur für die schöne kaiscrstadt an der Donau waren bis jcht nur einige wenige Werte, die besseren Ansprüchen in jeder Beziehung genügen konnten. Dem einen fehlte die Gründ» lichkeit und Verlässlichleit der Arbeit, anderen die Zier der äußeren Ausstattung oder sonstige wertvolle Umstände, und so muss eine neue — bereits die fünfte — Auslage von Bcrmanns trefflichem «Führer durch Wien und Umgebung» desto Willtom' mener geheißen werden. Dass der vorzügliche Local-Chronist wie kaum einer sein Wien durch und durch kennt, weiß wohl jeder, und gerade deshalb ist er berufen, als Cicerone dem Fremden und Einheimischen zu dienen. Das prächtige Wien ist in allem und jedem Punkte in Bermanns Führer wiedergegeben, jede historische und topographische Einzelheit in jener liebenswürdi» gen, so angenehmen Weise vorgeführt und erklärt, dass man einen heiteren Gesellschafter an dem Werke zu besitzen glaubt. Die vollständigsten uud neuesten Angaben über alles Wissens» werte ergänzen das Werk zu einem unentbehrlichen Handbuch und der illustrative Schmuck von 100 künstlerisch durchgeführten Abbildungen führt Wiens schönste uud denkwürdigste Punkte, die herrlichsten Bauten, die interessantesten Denkmäler berühmter Personen vor. Das inhaltreiche und sehr elegant adjustierte Buch wird jedem, der es benutzt, recht lieb und wert werden und können wir es als besten Führer durch Wien mit gntem Gewissen empfehlen. — In demselben Verlage ist ein «Kleiner illustrierter Führer durch Wien uud Umgebungen» von Inlius Meurer (Preis 1 fl.) erschienen. Der kleine, sehr handliche. 100 Seiten fassende soeben erschienene Führer bezweckt hauptsächlich, jene große Anzahl von Besuchern von Wien, welche nnr einen lürzcren, auf Tage oder höchstens auf einige Wochen beschränkten Anfenthalt in Wien nehmen, in knapper und gedrängter Form aus dasjenige hinzuwciseu, was in und nächst Wien besonders sehens' und besuchenswert ist. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 2«. Juli. Fürst Nikula, Erbprinz Danilo und Prinzessin Milica von Montenegro treffen Sonntag vormittags in Wien ein, werden ein bis zwei Tage hier verbleiben und sich dann nach Petersburg begeben, wo anfangs August die Vermählung der Prinzessin Milica mit dem russischen Großfürsten Peter Nitola-jevic stattfindet. Trifail, 26. Juli. Der dem Bezirksgerichte Tüffer aus Trifail eingelieferte Agitator Josef Trinkaus war aus dem westfälischen Revier ausgewiesen worden. Außerdem wurde der Arbeiter Martin Schinkowih verhaftet, weil er die Feuerwache bedrohte. Prag, 26. Juli. Nach einer Meldung der «Politik» soll der böhmische Landtag zn Anfang October eröffnet werden. Iägmldorf, 26. Juli. Heute wird in allen Fabri» ken ganz oder theilweise gearbeitet. Die Weber und Spinner streiken noch. Belgrad, 26. Juli. Dem Belgrader Polizeipräfec-ten Glisa Georgjevic wurde das Comthurkrenz des Frauz-Iosef-Ordeus ucrliehen mid l>ute durch die österreichisch-ungarische Gesandtschaft überreicht. — heute findet ein großes Galadiner in den Appartements des Königs Milan statt. Das diplomatische Corps und die Staatswürdenträger sind zu demselben geladen. Nom, 26. Juli. Die Agenzia Stef'am meldet ans Com: Heute wurde ein verdächtiger Fremder verhaftet, bei welchem topographische Karten mit Aufzeichnungen über die italienischen Grenzforts vorgefunden wurden. Die Untersuchung ergab, dass der Fremde in Nezie° hungen zu den französischen Kommissären in Fontana und Ventimille stehe; es scheint, dass der Verhaftete ein französischer Lieutenant ist. London, 26. Juli. Das britische Kanonenboot «Albacope» ist in Kanea angelangt. Das Verlangen nach britischem Protectorat ist. wie es heißt, im Zunehmen begriffen auf Kreta, insbesondere nnter der muselmänmschen Bevölkerung. Ncwyorl, 26. Juli. Die Handelskammer nahm eine Resolution an betreffs Abhaltung einer Weltausstellung in Newyork im Jahre 1«92. Angelommeue Fremde. Am 25. Juli. Hotel Stadt Wien. Thoman Edl. v. Montolmar, l. l. Hauptm.. Trieft. — Dassenbacher. ^micnschisfsfähnrich, Pola. — Schwin. ger, l. l. «ieutenantsgaltm, Äerlin. — Dr. Schellander s. ssrau. Trieft. — Hofbaucr, f. b. Gutsvcrwalter. Drauthal. - Weis,, Lehrer, Äaden. — Nltter v. Lenk. Gurlscld. — Grabncr, ztlageusurt. — v. Obere,gner, Schnceberg. — Mcrtcns. Schwab, ssicht, Veran. Wind u. Stiaöni, Wien. — Nossi, Holzhändl., Trieft. — Globocnik. Kaufmann, Krainbnrg. Hotel (Elefant, v. Partuöla l.,, Genie-Hauptmann, Trieft. -Hain, Marltcommissär, Wien. — Lahouitz, Private, Budapest. — Ravasini, Trieft, — Huber u. Schaupp, Kauslenle, Wie». Hotel Aairischcr Hof. jtmnp. Commis, Pochlarn. Hotel Siidbahllhof. Duchek, Staatsbeamter, s. Gattin, Pilse«. ^ Dol'.'lnil. MarineMaschinen-Unterossicicr. Pula. — CaM Wien. — Sever s. Frau, Trieft. — Gröbli, Werlführer, Monsalconc. — Maria Zeleznilar, Neumarktl. — H"g". Negittnig. Verstorbene. Den 24. Juli. Maria Erl.lich. Conducteurs-Gatti" (nicht «Tochter», wie es in der gestrigen Zeüung irligelwme hieß), W I., Franciscancrgasse l>, Tnbercnlose. Drn 2 5. I » , i. Johanna BorSlner, Vahuconbucle«"' Tochter. « I.. Äudolfsbahnstrasle 12, Wassersucht. ^ Dru 2l», Juli. ssranz Nreskvar, Arbeiters - SoP' 1l Mon, Petcrsstrnsze 14, Meningitis. ^uttozichimg vom 24. Juli. Vrünu: 75) 46 9 45 N. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^. 5 W ft B ^'^TisM^T^^I^^^i^^lO'Mväch! Mer is. W 26. 2 » N. 72« 7 25'1 SW. schwach zieml. heiter ^cn 9 » Ab. 727 1 1»» SW. schwach, theilw. bew. Schöner Morgen, tagsüber ziemlich heiter, nachmittag H nehmende Bewölkung, mäfli^cr SW.; abends theilwrise bcw"^ 1l> Uhr abends Wetterleuchten in W. und S. In der ^' Gewitter mit Regen. Das Tagesmittel der Wärme 20 1°, "" 0'5" ilber dem Normale. ^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglil. ^^> ——^sSmSSui als Heilquelle seit Hunderten von Jahren hewiil'rt " allen Krankheilen der AthmungS- und Verdauung Organe, hei Gicht, Magern- und BlaHenUatarrli- V°r'\ züglich für Kinder, Reconvalescenten und wäl)i"c"1 der Gravidität. (5t) 12-' ___________BßstRS distelisches »ml Esfsisclinngs-tfRlsiiDic.__________ Heinrich Maitoni, Karlsbad und Wien. welche von ihren Müttern gar nicht oder nnr unvollloiH, snachts) gesängt werden können, werden durch das H, M«^ Kindernährmehl allein in rationeller Weise aufgezogen. n^, Das h. 3icstle"sche Kindernährnichl, empfohlen von dctt er>, lnedieinischen Capaciläten und Kindcrärzten, hat seit zw""^ Jahren in allen jenen Fällen, wo es sich um den besten " vollkommensten Ersah der Mnttermilch handelte, glänzende ^ folge auszuweisen und wnrde auch in den ssindclhäustrN "^ Kinderspitälern des ganzen Continents in dieser NichtM.^ den günstigsten Resultaten erprobt, worüber zahlreiche "> ^ vorliegen. M66) ^c D^selbe ist aus bester Alpenmilch, Weizenmehl «»b o"^ in Pnlversorm erzeugt, erfordert nur reines Wasser «'«> ^. lnaliges Anflochcn. um stets eine gleiche Nahrung zu ery<"»,. die Kinder nehmen es gerne nnd gedeihen dabei auf das Broschüre auf Verlangen gratis und franco. «< l> Central'Depot: ss. Berlyal, Wien, Stadt, NaglerW — Depots in allen Apotheken der österr..nnaar. Monarchy , Danksagung. Allen nnsercn Verwandten, Frenndcn und ^ lannte». luelche uus bei dem Ableben unserer gt' liebten, unvcrgesslichen Gattin, beziehungsweise Tocy" ! ter, Schwiegertochter und Schwester, der ssrau Marie EMich geb. Soylw ! ihre Theilnahme in so herzlicher Weise bezeige"' ' für die ehrende Begleitung zur lcj)len Nuhcst>" seren anfrichtigstcn und herzlichsten Danl auS. Laibach a,n 27. Juli 1«««. Die ticftrailMldcll Angehörige»' l V naäora zalozniötvu jo iziöcl na svl drugi, pomnoženi natis: Poezije S. BreflorciGBVß. Elegantno vezane in z zlatim obrezkom 8 nejo 2 gold., ncvezane I glü. 20 kr. lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg knjigotržnica v LJubljani. 1 1463 Course an der Wiener Börse vom 26. Inli 1889. n«« dem 0^^ T°ursbl°ttc ^, Gel» War, Staatk-Aulehen. LW?^Nen.e,n Noten 88 «5 8385 l^iti^/ K.^'.„'. ' - > »^50 »4"?0 l««Ner /" ' V"s "'"!!' l«»«l4N70 "'.'»«,.»°r,,.«,„,'»^!««^« k''!«b. «,. U'l, ^«,f"ber ,02 90 ,0,-5« ">rcger ^jllh» ltmiss. ,884 l»b2k — — ^ bw ' ^""L-b,W, Kl R) ,41'8U «e«,'L°,e 4°/, wu fl. l»<: ?b 12? 25 weid Ware Gruutltntl.-Obligationen (für 10U fi, LM.). b"/n galizische..... 104 50 105 - 5"/s. mährische...... 1IU25,lU75 5"/u »rain und Küstenland . . —-—------ 5"/n »iederüsterreichlsche . . . 109 5l. 1,0 50 k»"/„ fteirische...... - - —'— 5"/„ lroatllche «nd llavonilche . ll»5—- lO» — ü"/„ stebeiibilrailche .... l!^»" 1N5 2ft b"/n Temeser Äaiiat , , . . l»4»» K'i 80 b'Vn UKgarischs...... l<»4 «» ,ftü li„ Andere öffcntl. Anlchen. Dona» «>>!,,'llole l>"/„ «CN fl. . !22'k<> l»3'— d!u, «"leihe l«7« , . lN« 50 lN» - «nleden der E-— — — «»lehen d, Ltadtgemewde Wien INü 7!^ 1NN bs, PrÜm, »l»l, d. Elabtgem. Wien 144 - 144 lb iU^rjenl,«» NiNehe» Verio«. l>°/<, 95.-7K 9« «> Pfandbriefe (ftir 1«<> si,). Nudeucr, allg. Usl. 4"/„ V. , . 119 Li 1LN — dlo. » 4>/,°/„. . . 1l>N^01U1 — dlo. » 4°/„ . . . 9» «l> 99 »<» d!o, Prüm.-Echuldueilchr. »"/<, IN9 25 1l»9 ',5 Oest, Hl,potl,elc»l'<>l!l 1l>j, !i0"/„ 101'— 102 — l)est.'!,»«, «a»l verl, 4'/,°/° - 1Ul'4u 102'- b,«i> » 4°/« . . 100 «> I0l> - betto KNjühr, » 4°/» . . 100-b0 101'- Prioritäts-Oblissatillnen (f»!r »<>,' fl,). sseldwanbe iUordlm!)!, Eui, 1»8« INU w 100 30 «llllzilche »«l. Ludwig °Vahn »m. I«81 8/»°/„ . 100'8l» 101 10 Vcld Ware vrstcrr. Nolbweslbahn . . . iuu — l!»x ?n Slaatsbahn....... 1?7 7ü 19« ^', Sudbahn b »"/„..... 143.50 ,44..<„> » b L°/„..... „U 7ft ,z„ 5« Una.^aliz. «ahn..... DU Ü0 1M - Diverse?ofc (per Lttiil), Lredlllole IW fl...... ,^ ^ ^..zl. CInvp Uoje 4« fl..... 6,,,5 ^,,7^ 4"/,, Dmillü Dnmpssch, „«, st, . ,z,g_,zu- Uaibacher Pr^»!,.«!»,h. 2« ft. «419 «4^, Ofener Lose 40 fl. . . <,«,.„ «««5 Palffh Lose 40 fl. . . . ' ' 3?.^ ^" Rothe» trre»,, «st. Ves,«,,, lost, ,05s. <» ,, Rudolph,«°,e in st, . .' . '. '°,^ ^. ^> EalmLose 40 fl...... ^ 2'. 68' . S<,Ge>!°i« liose 40 fl, »».^ °? _ Wmdüch Vrütz Lose 20 fl' ' ' ^^ ^I Vrw,Sch, d. »"/„ Präm, Schuld- uerjch d. ÄobeilcrrdXunstal» , »?-— I8 — «ant. Äctien (per Stils). «nglv'Oeft, Banl 20« fl, <«>°/ ,. 1,4 U 107 - Vdner.Unst, «st, 200 fi, E. 40«/,, !273^7b 2«> - !lrd<, «nst, f,Ha»d, 11, «, ,«l»ft, 304 «5 3N< 7b a»l. «Nss, ,„«,, 20« fi . 317b«»l«'- Llpos,!e,!vll»f, «Ilg. 2W fi . 184 - I»5'— Wcompte Ve>.,Ndr«st, «w fl. . zz<, —z«n-- Viro- u, Cassenv,, Wien« 2<>ofi l98»bN l99 5«. HNPotheleiib, öst, 2oo st. «5»/K g?— — — j «,lb Wllr» Länderbanl, «st. 200 fl. . . . ^»3 ^1. 2«.3^5u Oesterr, ungar Banl »00 fi. . »:»7 — »o« - Unionbanl 2»0 fl...... 22b-5<» 225 7b Vrrlehrsbanl, «Mg. 140 fl, , . Ib8 ?b 15!) 25 Actien von Transport-Unternehmungen. (per Stüll), «lbrechl-Vllhn 2 fi. Silber . -- - — Mold sslUMllN, Vlll,,, 200 fi, S, 200'b!» 201 -- Uöhm, «ordbal,» — dto. (>!t. U) 200 fl, . »b«^ »<>0 -Donau - Dampfschiffladrt > Ves.. Orsterr, 5l»o si. Eisen' bah» Vrsellsch, 20« fl, N, . . «H4' - - »34 b0 Lloyd.ösl, !!!,«,,Triest500fi.lW. 4<>« — 401 — Oesterr. Norbwestb, 200 fl. Vilb. 186 — 18« 50 dtll, (lit. L.) 200 fi, L, , . X!4 50 214 75 Prag Dürer ltüenb, Ibo fi. Vllb. «3— <>3 «, «ubolplpVahn 200 fl, Silber ,--------------- Ttlllltseisenbllhl! 2A> fi, Silber 222 2b 22»'- Eudbahn 200 fl. Silber... ,20»b 1207b Süd vlordb,Verb,«, 200st,» Ung.Westb («nab Vra5)2lX)st.V. 1«? — 1»? 50 Industrie-Actien (per Stuck), ^ Wange!,, «llg. Oest. 100 fi. . »f.'bO 8? bl< «gybier ltisen und Slahl-Ind. in Wien 100 fl...... 74-7Ü 7k, 7b lkilenbahnw-Lrihss., erste, 80 fl, —'— ------- «Vlbrmlchl», Papiers, u, V,»l'— b. - »Steyrermühl»,Papiers.u,«.<