Nr. 80. Pränumeratl on « prc > s : Im Eoniptoir ganzj. si. ll, hall'j, N, 5-50, ss5, YaN'l, f>. 7 b«. Freitag, 7. April. Insertion,glbür- M» Neln« 3ns«ate bl« zu 4 Zeilen ü5 ll,. größere per Zeile « lr.; bei oslcren Wiederholungen per Zeile « lr. 1882. Amtlicher Theil. Ali,.^' k- und k. Apostolische Majestät haben mit MM s?"" Entschließung vom 19. März d. I. aller-w 1. ' ^" «estatlen geruht, dass dem Regierungs-sH,s "^ordentlichen Professor der technischen Hoch. au '"«'"' Dr- Hermann Blodig anlässlich seiner A> s -k ^'^"chkn erfolgten Versetzung in den bleibenden bet?, ^" Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedeu-^" bekanntgegeben werde. M.,^^' und k. Apostolische Majestät haben mit B Ä"Mr Entschließung vom 1. April d. I. dem Alexander Eluschegg, Nack^/ und Charakter eines Statthalterciraches mit ^>^t der Taxen allergnädigst zu verleihen geruht. Taaffe m. p. Grun^'^' ""b k. Apostolische Majestät haben auf Aelik«.,/""? ^" Minister des kais. Hauses und des Aller^^'^lm allerunterthänigsten Vortrages mit BestM, °I ^"lchließung vom 23. März d. I. dem in M, 'Nsd'Plome des zu,n Generalconsul von Ecuador lichen !v ""^"ten Kanzlers bei der Wiener Papst. Hs//""t'alur Friedrich Leon hard das Aller-"" ^quatur huldreichst zu ertheilen geruht. ^ Erkenntnis. ^lntraq d^. / ^andcssscricht Wien als Pressgcricht hat auf '" Nr. UÜ17 ^^"saiuualtschast "lamit, dass der Inhalt dos «3" 29, M,, ,u^'"d>schen Drnlkschrist „Nenc freie Presse" 2». März" cml,.,.^ (Morac.lblalt) mit der Äusschrift „Wien. .Wte Al)5cm k>>. .'" Ueitarlilcls in der Stellt von „das vcr-'""sschen nack, «" ^""s" li'S „Galizicns auch erhalten" das l8»)3/8 N G m, " ^1 des Gesetzes vonl 17, Dezember 1562, ^lellc von Äl ' "^' 8 l^0 St, (i>. und 8 "02 St. G,; in der werden" Kn3 !n ^ l!"»z heilig" bis „Scrlenspeise entschndiat b°" . U„d .""achen nach 8 W2 St. G. und in der Stelle ^rbreck^, '^"l wir" dis „blicht mehr bestehen wird" das Et G ""lh 8 65 » St. G. nnd das Versschen nach ^ 302 der Vz.^^unde, und hat nach 8 4i)3 St. P, O, das Verbot «^.^ ^bcibreitnng dieser Drnclschrift ausgesprochen. Nichtaintlicher Theil. ..P.^- Majestät der Kaiser haben, wie das Dros« Abendblatt" meldet, den Abbrändlern in 'Neldet l^ ^' ""b' Wie das ungarische Amtsblatt zu Ki^ ^'^ evangelische Gemeinde in Nagy-Kintös ^enbauzwecken 100 fl. zu spenden geruht. «Volen UNalestät ^ Kaiser haben, wie der lvellr i n"l°l und Vorarlberg" meldet, der Feuer->_^^Naturns 50 fl. zu spenden geruht. Zur Lage. lanenk^sr"!!. ^k'te der Finanzverwaltung an hervor-laduna ^"^institute und Vankfirmen gerichtete Ein-^inf^r ^ff^lverhandlung bezüglich der neuen wiener m^"l'a.e" Papierrente wird in den »vobei l.i !f ^" "l)"^ ^ d- M. eingehend discutiert. wich dn« ^ ^"' Ueberzeugung Ausdruck gegeben sein werd V^ ^^^ der Emission ein recht günstiger ^»atin,, "^l"es scheint heute nußer jeglicher Com-RmiiH ^ When ^ treibt die „Presse"-Vedinn" ! "^ Finauzminister relativ sehr günstige "Vor?? siir diese Anleihe erzielen wird." — Die bemerkt: «Zunächst mnss '"dem « - werden, dass die Finanzvcrwaltung, ClUlcu^ "" Gegensatze zum Vorjahre den Weg der Zellen in, w ""achalten hat, jenen Wünschen entsprach, gesehe. ^amrnte Ausdruck gegeben wurde. . . Ab-verwul.» " Details, müssen wir den von der Finanz-stille, F .^Wählten Modus als den vollständig gesicher . «^elchneu. Die auch heute noch nicht so ganz bMualt,,., 6? ^ Geldmarttes musste von der Finanz-daher ., N /" Betracht gezogen werden. Es durste ^ucksichl " ""f deu höheru Cours ausschließlich ^schräns^"^""" werden, welcher etwa bei einer un. "zielt w,^ ^NeNverhandlung möglicherweise hätte Linie dara../m '""'' s^'^eru es musste in erster Mer di/ I,^?. "^^ Nl'nommen werden, dass der Er-Zuritte ^l'^ ^"rgschast bietet, dass auch bei dem U""ze Nent., /'?" "nd finanzieller Katastrophen der nuch liy f" 7 l"g uicht ullr übernommen, sondern °'"'t für i ,^ "!^'^" H"'d gehalten werden lönne. >vlHe hier bezeichnete Eventoalilälen die neue Rentenemission nicht zu einer Quelle einer De-route werde. Aus diesem Grunde u.ilssen wir rückhalt< los den Weg der beschränkten Offertoerhandlung als den richtigen anerkennen." — Das „Extrablatt" sagt: „Begünstigt wird die Rentenbegebuug durch den außerordentlich flüssigen Gclostano, der namentlich jetzt, wo die Ultimo-Regulierung beendigt ist und die April-Eingänge dem Effeclenmarkle zustießen, immer mächtiger sich fühlbar machen wird. Die österreichische Papierrenle hat sich zudem nicht bloß im Inlande, sondern auch im Auslande bcreils ein großes Absatz« gebiet erworben, so dass es nicht schwer fallen kann, den Actrag von elwas über vinzig Millionen Gulden binnen kurzem an Mann zu bringen." Anlässlich der Erncmmllg' drs FML. Baron Kraus zum Statthalter schreibt die „Politik" : „Wir habeu keinen ausgesprochenen Parleimann an der Spitze der Verwaltung dieses Landes gewünscht, sondern immer nur einen gerechten, unvoreingenommenen, unpar teii sch en Man n. Baron Kraus hat sich als solcher erwiesen, und darum begrüßen wir und mit uns sicherlich alle, welchen das Wohl unseres Vaterlandes am Herzen liegt, seine Ernennung zum defimtiven Statthalter mit großer Genugthuung und mit aufrichtiger Freude und sprechen den Wunsch aus, dass er recht lange in seiner gegenwärtigen Stellung verbleibe und zum Besten des Königreiches Böhmen wirken könne nach seinem Grundsätze: äuum 0ui> der Türkei abgeschlossenen Convention, wenig wte^ essante Momente aufwies und ziemlich glatt verlies, sollte die Vorlage wegen der Assimilierung der nett" erworbenen Provinzen Veranlassung zu einer M' politischen Debatte geben. Nach Erledigung mehrerer kleinerer Vorlagen ergriff in der Sitzung vom eisten März als erster Redner unter allgemeiner Spannung im Hause und auf der dichtgefüllten Gallcrie der eh^ malige Ministerpräsident Kumunduros das Wort, uw in einer glänzenden Rede die Haltung seines Cabinetes in der Frage wegen der stattgefundenen Regelung der griechisch-türkischen Grenzen zu vertheidigen. Er habe, sagte er, viel gegen die Convention, wegen der Abtre^ tung Thessaliens und eines Theiles von Epinls g^ hört, aber niemand von allen Rednern habe gege> dieselbe formell protestiert, niemand habe gerufen-Nieder mit der Convention. Im Gegentheile habe die Kammer dieselbe einmüthig genehmigt, und doch konnte es keinem Zweifel unterliegen, dafs die Convention erst durch die Genehmigung seitens dcr Kammer M volle Rechtskraft erhalte. Was die königlichen Decrete betreffe, fo feien dieselbm erlassen worden, weil der Negierung, nachdem sie die freudige Thatsache von der Einverleibung der betreffenden Gebiete geschaffen uN" die türkische Negierung daselbst aufgehört hatte, die Pflicht oblag, für die einverleibten Gebiete Vorsorge zu treffen. Dies geschah durch die königlichen Decrett und Griechenland sehte Europa durch die meisterhaste Ordnung und Gesetzlichkeit, die es in jenen Lä"delN einführte, in Erstaunen. Dass dies ohne vorhergegal^ gene Einwilligung der Kammer geschah, dafür geltt es in der Geschichte bestregierter, constitutioneller Länder Beispiele genng; er verwies auf jenes Italiens» Er war im Rechte, so zu handeln, wie er handelte, weil er nur so dem Vaterlande nützen konnte. Kumunduros gab sodann in längerer Ausführn^ ein Bild der ganzen diplomatischen Verhandlung »"" gelangte zu dem Schlüsse, die Annahme der Convey tion seitens der vorigen Negierung sei erfolgt, Nie' die unter den Mächten eingetretene Spaltung b> Durchführung des Berliner Congressprotokolles u^ möglich machte, und weil jede andere Haltung 6^ chenland in die größte Gefahr gebracht haben mir"' „Und wenn wir — so fuhr Kumunduros fort ^- ^' der Herr Ministerpräsident in seinem Programme au^ einandersetzte, heute, wo wir unsere Streitkräfte i"A lichst ergänzt und vermehrt haben, des Friedens ve dürfen, um wie viel mehr bedürften wir vessels damals, da wir nicht, wie heute, bereit waren ">' uns so viele Hindernisse in der Beschaffung unsere Kriegsmateriales aus Frankreich in den Weg g"^ wurden. Die Einberufung der Kammer würde lw neue schädliche Hindernisse bereitet haben." Was ^ vorliegenden Gesetzentwurf über die Einführung "^ griechischen Gesetze in Thessalien und im Bezirke vo Arta anlange, so halte er denselben für widerspruH voll, denn einerseits werden alle auf Grund der lön>9 lichen Decrele getroffenen Einrichtungen sanctions ' andererseits die Decrete selbst annulliert. Zum SälW recapituliert Kumnnduros das Vorgehen seines^^ netes beim Abschlüsse der Convention und sagt: »2"",.. Gott, dass ich, bevor ich in das Grab hinunterstt'^ meine Unterschrift noch unter eine andere derarl^ Convention setzen könnte, wegen welcher ich s" .^ Anfechtungen zu ertragen hatte." Diesen Schlussn"" des ehemaligen Ministerpräsidenten folgte lebyai Beifall feiner Parteifreunde. ^^ Großes Aufsehen erregte die Rede, mit we ^ in fortgesetzter Verhandlung über den erwaU" Gegenstand in der Sitzung vom 23. März der ^f^ tierte Kontostavlos in die Debatte eingriff. ^' '^ Auffehen erscheint vollkommen berechtigt, wenn ^ bedenkt, dass Kontostavlos während der gaMN ^" ^ der diplomatischen Verhandlungen über die G^ fe Autretungsconvenlion Griechenland am englische" ^, vertrat und über jede Phase dersrlbcn auf da» ^ naueste unterrichtet sein mnssle. Kontostavlos 1^, unter lautloser Stille der Kammer, die seinen tt ; vollen Auseinandersetzungen mit gespanntester , merksamkeit folgte. Er behauptete, dass °" d-lich zurückgetretene Regierung während der ^ery üaibach« Zeitnnn 3tr. 80 «77 7. April 1882. 'lugen keme Vriechcnland würdige Politik befolgt I^e. dass sie die wirklichen Dispositionen der Mächte "Ht nehillg frwogrn habe; dass. wenn die Regie« ""g voll ihre Pflicht erfüllt hätte und mit allen mtionalen Kläften für den Beschluss der Aerlincr ^oilserenz nnd für die von dieser gezogene Grenzlinie e'll^'treten wäre. letztere ausgeführt nnd Griechenland a)t mit einer unvMlolnmeneu Grenzlinie bedacht wmoen wäre, die ihm nur neue Schwierigkeiten be« ^ I ^"^' «Europa — sag«e Kontostavlos — würde ^>ech^la»d in einem solche», Kampfe nicht verlassen, Wdm. dasselbe unterstützt haben." Kinmlüdnros war von diesen Auösnhrun>;en sicht« UU) bctroffcn. Man erwartete, dass er sofoit antwor-e» werde, aber Kuniunduros sogte, er werde dies erst n der nächsten Sitzung thnu, weil er nicht das nö-Me diplomatische Material znr Hand habe. Am fol-UUlocn Tan.c sah man der angelnudiglen Erwiderung «Ulmmouros' mit solcher Ungednld entgegen, dass dn? «r" Deputierten . wie dies sonst «zebränchlich, "UH Anfragen oder Anträge diese Erwiderung uer-»Mln wollte. Kumnnduros'konnte sogleich znm Worte Klangen. Er sa^te. er habe geglaubt, dass ein Mann. welcher der Politik, die man'heute anklage, so hervor-Mnoe Dienste geleistet habe, es nicht wagen würde, ruuaö zu behaupten, wofür er keinerlei Beweise in ymioen habe; Kuntostavlos hätte zn seiilen Bchulp-«"gen nur dann ein Recht besessen, wenn er Allian-A' dm bereitet nnd Hilfe herbeigeschafft haben würde. "" «ampf. den zrontustavlos heraufbefchworeu habe. ^'''/ampf gewöhnlicher Menschen, die nicht mit ^Machen. sD„h^„ ^^^ kämpfen, das« sie solche «ml V"'- ^'l' (Kumnndnros) habe von, gegenwär. Km ^""sterpläsidenlen die Aktenstücke, die sich anf uostavlos bezogen, zur Einsichtnahme verlangt, wa« ^ ' ^uieigcrt wnrde; er würde damit bewiesen haben. Avril ^"^ selbst derjenige war. der am löien nitz l< ' ^'^ griechische Regierung davon in Kennt« brick tt' ^^ ^^ englische Eabinet im Minister, athe ->u "''"' habe. sich nicht von den übrigen Mächten weiter«^"' ^!"Uostavlos habe an demselben Tage le, 3l 5 Legierung informiert, dass England keiner-u,,t "frechen ertheile. Ariechenland irgendwie zu den sptt' "«' '^"" ^ Krieg beginnen sollte. Noch in habe Nuntostavlo» berichtet, bas« von W..l^ ,!.""l'iche Regierung als auch der Prinz zu rübr . ^'"^"laiid den Rath ertheils,,. sich nicht „I ^/ ^'- «untostavlo» hätte die «eredtsamkeit, die er bele. welä""l" "" Nachwelsung der Rechte ausweu> lliko'lle ,. / , ^ Gliechenland aus drin Berliner Pro-bklll 3i i ', ^^tei^ anderswo besser verwenden und stmik . ""oe nützlicher werdln können. Die Frage ivüd "'^^ ^"' "^ Ol'echenland ein Recht habe, N^" ^^ ^ daiselde allein geltend machen könne, llj,,,?^ !l)Uten wir aber thun, um unseren Rechten Icn k '^ ä" verschaffen, Wenn unser Vertreter in Eng-l5„ , "UKsagt, dass wir anf keinerlei Unterstützung dt n '?* hoffen dürfen? Wir haben also den Krieg 3U> , ' k'M'" Kiicg voll lausend möglicher Uebel, . l hallen unsere Pflicht gethan und Griechenland wir l ' ""W' lustbares Älnt zu vergießen, damit siebe, " ^"' bevorstehenden großen Kampfe stark da- ui^. ^'"isterpräsident Trikupis cntgegnete. die Ne» sie w?i ^"^ ""^ politische Debatte nicht gewünscht; ^'Nis/s ^"^ ^^'^' Nesmldert uon der vorliegellden DiZ^s). llsiilde; aber' da nun einmal die politische 3ieai> " ^ '""^ liorgeschrilten sei. könne sich die verii^l!"^ bcrselbel, nicht mehr entziehen. Trikupis alles s ^ Vorgehen der früheren Negierung, die Ulld k m^""lm'" der Kammer vollbringen wollte grsekt l" , ^"' ^" Galion den eigenen Willen voran, auch ^ s ^ gegenwärtige Negierung denke wohl Eur' K Vl^l>ch"'la»d „jchlZ ^^^ die Mitwirkung Nicht ? l ^"" ^"'^' "ber sie acceptiere andererseits Ul'bedn . Griechenland den Forderungen Enropas habe,, !!>' gehorchen müsse und leine eigene Initiative Kontnsi s'^ D" Miilisterpräsident nimmt Herrn dasÄ ! ^ ^!i"l den Votwurf in Schutz, dass er d^!,," Geheimnis verletzt habe. und stimmt mit ihm Grie^l /"'"' bas«. wenn England nicht ausdrücklich dies s - M'o ^"'" Kriegsühren aufgefordert habe. es hab» l "^ SlrUung halber nicht thnn konnte. Europa dlnoi.' l"> ^^^^ llcthan, aber die Politik Kumun-die s,^ ^ ^'^ so unstete gewesen, dass sie Europa es diVs H> e bot. seine Beschlüsse zu ändern, während b'ksein ^ ^" hochherzigen Haltung Montenegros, -hcu mi kleineren Staate gegenüber nicht gethan habe s/ " ^k erschöpfte Türkei Eliropa gezwungen Uni '^j'"^. Unterschrift vom Piolukolle zurückzuziehen, "e»? ^ ln^r hätte dies Griechenland thun lön< ^">u) nick / Kumunduros' habe die Verantwor« s^udern ?^ N^.-!cnnber der gegenwärtigen Regierung, tragen ^ N^^uübcr den künsligen Generationen zu Argienln ?^""ner nlüsse die Politik der vorigen bass ki..s ^''ücku'chen. damit n,an nicht jemals glaube, Sie ° /s ^l'lik die Politik der Nation gewesen sei. überzwn . ^ ^^" deshalb thun. um Europa zu "l'bluli . 's« ^ bie Mehrheit der Nation nicht nach Tunis' , Bungen st"bl. sondern dass der Helle-^ Üwps/"' s" brstehl-n, den festen Entschloss habe, ^!'". und dass Griechenland bereit sei, in dcm> großen Kampfe, der sich im Oriente vorbereitet, allen voran fein Blut zu vergießen zum Heile nicht nnr des Reiches, wie es ist, fondern eines jeden Mitgliedes der hellenischen Nation. — Rauschender Beifall von den Gallerien, wie aus den Reihen der Deputierten folgte diesen Schlussworten des Ministerpräsidenten, nach welchen die Kammer zur Specialdebatte über die Vorlage übergieng. Hagesnenigkeiten. — (Hofnach richt.) Das am 4, d. M, ausgege« beue Bulletin lnntet: Das Gesammlbefiudeu Ihrer k. uild l, Hoheit drr durchlauchtigste,, Frau Erzherzogin Marie Antoinette ist ein fortschreitend gutes, so dase. im Falle leine Nachkrankhciten auftreten, ein weiterer günstiger Verlauf der Krankheit zu erwarten ist. Die Ausgabe der Bulletins wird hiemit geschloffen. — Dr. Heim m, p, — (K. l. A r m e e.) Se, k. und l. Apostolische Ma-jestnt geruhten allerguädigst die Uebernahme des Generalmajors Rudolf Ritter v. Ebner. Geniechefs beim Gencral-commaudo zu Agram, nach dem Ergebnisse der auf sein Ansuchen emgelcitetell Superarbitricrung als zum Trup» vendienstc untauglich, zn Localdieuslen geeignet, unter Vur»,erlllng für letztere in den Ruhestand anzuordnen und anzubefehlen, dass demselben bei diesem Anlasse i>, Anerkennn»«, seiner ersprießlichen und belobten Dienstleistung der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde; dann die Uebernahme des Generalmajors Alexander Freiherr» K»hn von ttuhnen-feld. Commandanten der 21, Infanteriebligade. auf sein Ansuchen in den wohlverdienten Ruhestand anzuordnen und anznbefehlen, dass demselben bei diesem Anlass» in Anerkennung seiner langjährigen, ersprieß» lichen, vor dem Feinde ausgezeichneten Dienstleistung der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde; weiter: die Enthebung der provisorisch mit dem Commando einer Brigade betrauten Oberste de3 Gcucralstabscorps: Anton Galgützy. Eommcm« danten deS Infanterieregiments Wilhelm I, deutscher Kaiser und König vou Preußen Nr. 34. und Karl von Vlaz eluvic, Generalstabschef beim Militärcmnmando zu Zara — von ihren früheren Dienslposten anzuordnen und deren Uebercompletführung im Generalstabs' corpz zu genehmigen; ferner anzuordnen: die Ueber» setzung der Oberste: Moriz Fraenzel. Neservecom-Mandanten beim Infanterieregimente Freiherr von Weber Nr, 22, und Karl von Stransly. Resrrveeomman. dcmtcn beim Infanterieregimente Graf Thlln-Hohenstein Nr. 54. — sämmtliche vom Stcmd« des Generalstabs' eorps nnd bei der Truppe zur Dienstleistung eingetheilt — definitiv in den Stand der betreffenden Truppen« türper. — (Leichenbegängnis.) Am 5, d. M.. nach. mittags um 2 Uhr. fand in Wien das Leichenbegängnis der Gemahlin Sr. Excellenz des Herrn OberstkämmcrerL FZM. Grafen Folliot de Crenneville. der Frau Gräfin Hermine Crenneville, geb, Gräfin Chotel, statt. Die Einsegnung der Leiche wurde in der Stallburg von dem hochw. Herrn Hosburgpfarrer Dr, Mayer unter Assi' stenz der Geistlichkeit der Pfarre zu St,-Michael vor» genommen. Unter den Traucrgästen befanden sich außer den Familieninitgliedern der Dahinncschiedenen Ihre k. und k. Hoheit die Herzogin von Württemberg, Sc. to». Hoheit der Herzog von Cum berla n d. Seine Durchlaucht Prinz zu Ho hen lohe-Sch il li ng s-fürst. Erster Obersthofmeister Sr. Majestät deö Kaisers. Se, Durchlaucht der deutsche Botschafter Prinz Reuß, Se, Excellenz der italienische Botschafter Graf Nobil. laut sowie andere Mitglieder de6 diplomatischen Corps. Ihre Excellenzen die Herren Minister Freiherr uon Ziemialkowsli und Graf Falken hayn. Mitglie. der des Oberstkämmerer' und Obersthofmeisteramtell so« wie anderer Hofämter. Mitglieder des Herrenhauses:c. Der Sarg war von zahlreichen Kränzen bedeckt, darunter solchen von Ihren l. und l. Hoheiten den durchlauch' tigsten Frauen Erzherzoginnen Maria Theresia und Elisabeth nnd der Frau Herzogin von Württem. berg. Nach erfolgter Einsegnung der Leiche wurde dieselbe auf einen vierspännigen Trauerwageu gehoben und znr Elisabeth'Westbahn gebracht, von wo die Leiche nach Gmundcn überführt wird, um daselbst bestattet zu Werden. — Die „Wr. Abendpost" bringt nachstehenden ZI n ch r u f. Vein» Hinscheiden Ihrer Excellenz dcr Frau Gräfin hermme v. Crcnnrvillc. Der Erde Pilncrllcid hast Du von Dir nestroift; Ach. ciiler Älnmc c,lich Drin edles Leben! Du bist zum schöner'» Dasrin still hrrangcrclst, So wie die Engel ans zum Himmel schweben. Nls Gattin zart bemüht nud liebevoll brsorgt, Als Mutter Dcincn Söhnrn ilnvcrsscsslich, Hast Dn den Heiligen die Milde al)c,rlwra,<. Gleich Deiner yohcn Tugend uncrmcsslich! Dns Mitleid hat Dein irdisch Sein verklärt. Stets zogst Du hin aus chcriibglelchen Wegen, Wohlthätig hast Du Hilfe schm'll'gewährt Den Armen, Schuh und gnadenreichen Segen. Umschwebe den verlass'nen Galten mild, So sanft, wie Du die Lcidcu misgnungcn; In Semem Herzen bleibt Drin theures Äild, Wenn längst der Traucrgloclcu Nlang verklungen! Alia" snnst auf Ihn aus jenen Sternen Höh'n. — Aus die Verlass'nen aus den lichten Gründen! Dort oben glänzt ein Stern: Das Wicberseh'n! Dort oben wmlt ein selig Wiederfinden! 8. — (Unfall im Künstlerhause.) An, 5. d. M. vormittags ereignete sich im Wiener Künstler, hause ein bedauerlicher Unfall. Gallaits erst angelangtes berühmtes Bild „Die Pest in Tournay" sollte aufgehangen werden, und wurde zu diesem Ende vor der Wand, an der es seinen Platz finden sollte, mittelst eines Flaschcnzugrs in die Höhe gezogen. Als das Bild eben frei schwebte, riss die Schraube aus dem Gerüste, in welchem der Flaschlnzug hieng. und der letztere stürzte sammt dem Bilde zu Boden. Das Bild bekam hiebei einen etwa meterlangen Niss, welcher jedoch glücklicher Weise keine Figur traf und bald wieder restauriert sein wird. — lSteuer-Posta nw eisungen.) Im verflossenen Jahre hat der Wiener Magistrat die Einfüh' rung besonderer Postanweisungen in Vorschlag gebracht, mittelst deren es ermöglicht würde, Steuer- und Ge-bürenzahlungen an das Steueramt der Stadt Wien ohne Zeitverlust auf die einfachste und billigste Art durch die Post zu leisten. Diese dem steuerzahlenden Publicum wesentliche Erleichterungen bietende Einrichtung hat nunmehr die Genehmigung des Handelsministeriums erhalten und Wird nach Feststellung der noch erforderlichen Vereinbarungen zwischen Postbehörde und Magistrat in kurzer Zeit ms Leben treten, — (Todesfall.) In Non, ift der Medailleur Wittig , einstiger österreichischer Stipendist, an Typhus gestorben. Wittig würd« besmiders durch die Ausführung der großen Krönungsmedaille Leos XIII. bekannt, ferner durch die Liszt-Medaille. Er war eben mit den Vor» arbeiten zur Wagner-Medaille beschäftigt, als ihn die Krankheit und der Tod im 36, Lebensjahre ereilte. Im nächsten Juni sollte er sein» Braut heimführen. Die österreichische Botschaft besorgt die Leichenfeier, — (Die Pfeife de» Grafen Andrässy.) Im Jahre 1753 lebte in Budapest ein Schuster Na-m?ns Karl Kouacs, der durch seine Gcschicklichlcit im Meißeln und in der Holzschnitzerei mit dem Grasen Andrässy. einem Ahnherrn des früheren Ministers des Aeuhern. in so nah« Berührnng kam. dass er ein Liebling des Vrafen wurde, Al« der Graf vo« einer seiner türkischen Reisen zurücklehrte. brachte er ein großes Stück weißen Stoffes mit. dal man ihm in der Tüilei ale etwal Wege» feines außerordentlich kleinen speciellen Gewichtes Seltenes geschenkt hatte. Dem Schnster schien dieser Stoff für Pfeifen verwendbar, weil er kraft seiner Porosität den Saft des Tabaks in sich saugt. Er machte den Versuch und verfertigte zwei Pfeifen, die eine für de» Grafen, die andere für sich selbst. Wegen seines eigentlichen Handwerkes konnte er seine Hände nicht immer rein halten, und so kam es, dass auf den Pfeifen mehrere Stückchen Pech blieben. Als KovacS nun die Pechstückchen entfernte, erfuhr er zu seiner Verwun» derung, dafs der Stoff an diesen betreffenden Stellen glänzend braun geworden war und dass leine schmutzigen Flecken zurückgeblieben waren. Um nun der Pfeife eine gleiche Farbe zu verleihen, schmierte er sie ganz mit Pech ein und bemerkte, nachdem er sie wieder gereinigt hatte, mit Freude, was für eine fchöne Farbe feine ursprünglich weiße Pfeife bekommen hatte. So hatte also Kovacs den Stein der Weisen für die Raucher gefunden, und mehrere Adelige ließen, als sie von den wunderbaren Eigenschaften dieser merkwürdigen Masse erfuhren, große Quantitäten derselben zum Zwecke der Pfeisen-falirieation kommen. Damals konnten der Seltenheit dieses geschätzten Artikels und Schwierigleiten seines Bezugs halber nur die reichsten Herrschaften sich den» selben verschaffen, bis er um das Jahr 1839 zum all» gemeinen Handelsartikel wurde. Die von Karl Kovacs verfertigte erste Mcerfchaumpfeife wird im National» museum aufbewahrt. Locales. — (I u m V e st e n d e s K a i s e r i n - E l i s a l> e t h « Kinberspitals) finden, wie bereits gemeldet, a» de.t Abenden des l l. und 12. d. M. im landschaftlichen Theater Wohlthätiglcits'Vorstelluügen statt. Es hat sich nämlich aus der edelherzigen Initiative der hochverehrte» Gemahlin des Herrn l. k. Landespräsidenten, Frau Emilie Winller. welche als Stellvertreter»» der Oberste» Schntzfrau des Kinderspitales. Ihrer l. k. Apostuli-schen Majestät der Kaiserin und Kljnigin Elisabeth, der genannten Anstalt ihre opferfreudige Fürsorge zu» wendet, ein Kreis von Damen und Herren zur Darstellung von kleinen Lustspielen und von lebende» Bildern unter unentgeltlicher Mitwirkung der l. l. Militär» kapelle zusammengesellt, und es ist wohl zu erwarten, dass diese humanen Bemühungen von der Bevölkerung werden gewürdigt werden, welcher die schwachen Mittel des Kinderspitales und insbesondere die Ergänzungs. bedürftigleit des Spitalsgebäudes bekannt sind. Mögen diese Productions die immer bewährte Willigleit un-serer Bevölkerung zu Wohlthaten neuerdings consiatiere« l Laibacher Zeitung Nr. 80 «78 7. April 1882. -(Militärisches.) Se. k. und k, Apostolische Majestät geruhten anzuordnen die Uebersctzung des Obersten'Karl Ludwig, Commandant n des hier gar-nisuüiVrcuden Feldartillerie-Negimcnts Ritter v, Hartlieb Nr. 12, von, Stand des Genrralstavscorfts und bei der Truppe znr Dienstleistung eingetheilt, definitiv in dcn Stand des Truppenkiirpcrs. — (Kirchenmusik.) Hcute als am Char-freitagc wird in der St. Iakobskirche um 6^/, Uhr abends untcr der Leitung des ClMdirigenten Herrn Director Velar folgendes Programm vou dem verstärkten Kivchenchore zur Aufführung gebracht: 1) A. Förster: 0cittU>,jcl; 2.) Jacobus Gallus (f 1591.) „Rceo! liuomoäo moiiwr ^U8tu«"; 3.) Mozatt: „^vo v^l'um"; 4) Witt: „Ini^io^L^iuin" ; 5.) Toinasu Lud. da Vitturm (!i)00): «?0i)uw mmi^." ; 7.) A, Förster.-j I_.ll,mont,aci^'6, — Iu der D o m k i r ch e unter Leitung! des Chordirigenteil A. Förster um 7^/, Uhr abeilds: I.) A. Förster: „^ment^i^L «lolem^L pi'M'oIia", gemischter Chor; 2.) K. Nehr: „0 «awt^l i« iw^i^",! Quartett; 3,) Dr. Fr. Witt: „Impiopoliam^, Chor; 4) ?l, Förster: „8icM ovi^. Terzett; 5) Dr, Fr. Witt: „Volum Mnpli", Quartett; 6.) I Knahl: „Nans nodi^cum, Dumme!" Chor; 7.) A. Förster: „Iam— Eifenerze, Bauxit, Spirgeleisen, Ferromangan, Stabcisen, Stahl, Modell einer Drahtseilbahn für Holz. Sagklüh,, Kohle. Bretter ic.; 35.) Krenner Alois aus Bischoflack — Tuch; 36.) Krisfter Josef aus Laibach — Holzstiften; 37.) Laudes-Obst- und Weinbau« schule in Slaft — Modelle, Weinbau- und Kellerei-geräthe, Wein. Essig, Brantwein, Trauben; 38.) La< pnjue Karuline aus Idria — Spitzen; 3!)) Geweik« schaft Littai — Erze. Mineralien, Blei; 40.) Loöiutar u. Andretto in Waitsch bei Laibach — Salami; 4l ) Ma« thian Johann in Laibach — Speisezimmer'Einr ichtuna,; 42) Mayer Josef aus Wiftpach — Weiu; 43) Modic Johann ans Aßling — Bienenstöcke und Bienen; 44.) Mullcy Alois aus Oberlaibach — Cement und Ziegel aus Cement. — (Aus Agram) wird berichtet: In der Spe-lialdebatte über das Budget kam es bei dem Titel „Beitrag zum Na ti oua l. Th en ter 32.000 Gulden" zu eiuer heftige» Debatte, in deren Verlaufe die Anträge gestellt wurden, dass ausschließlich kroatische Opern im National-Theater gegeben werden sollen, sowie, dass die Negierung beauftragt werde, die in das Budget eiugestellte Summe nicht zu überschreiten. Die Position wurde schließlich unter Ablehnung aller Anträge uud Beibehaltung des 8wtu8 guo (gemischte Oper) vom Landtage votiert. Neueste Post. Origiual'Telegrainme der „Laib. Zeitung." Wien, 6. April. (Ojficiell.) In der Nacht vom 1. auf den 2. April winden in der Nähe des Sutebka-Ueberganges bei Igovci circa 150 Insurgenten von 130 Freiwilligen überfallen nnd mehrere Insurgenten niedergemacht; der Nest flüchtete nach Vuöevo Brdo. — Am 5. Aplil wurde die Gegend von Dragalj und Gradovina gegen Lupoqlava u»o Grkovac von Insurgenten gesäubert, wobei ein lebhaftes Feuergefecht bei Dragalj staltfand. Unsere Truppen hatten fünf Verwundete. Koustantinopel, 6. April. Der bulgarische Agent ist beauftragt, von der Pforte Aufklärungen zu verlangen wegen Vermehrung der Garnisonen an der bulgarischen Grenze und wegen der anscheinend gegen Bulgarien gerichteten Truppenbewegung. Wien, 0. April. Am Samstag der nächsten Woche treten bekanntlich die Delegationen in Wien zusammen. Ais dahin halten di,' legislativ',! Körperschaften in beiden Neichshälften ihre üblichen Osterferien, nachdem nunmehr auch dn' ungarische Reichstag und der kroatische Landtag ihre Verhandlungen unterbrochen haben. Prag, 6. Apnl. Vom Wahlcomite des conservative!! Großgrundbesitzes wurde soeben folgender Aufruf veröffentlicht: „Anlässlich der jüngsten Wahl im Grohgrund-besitze hat das gefertigte Comite in seinem Circular vom 10. Jänner 1882 sich auf den Standpunkt des im Jahre 1879 abgeschlossenen Compromisscs gestellt, dasselbe als noch in Kraft bestehend angesehen. Das gegnerische Wahlcomite aber hat erklärt, sich durch jenes Compromiss nicht mehr für gebunden zu erachten und seinerseits einen Candidawi aufgestellt. -Es unterliegt bei dieser Sachlage keinem Zweifel, dass auch wir nunmehr die volle Freiheit der Aclion haben nnd unbedingt berechtigt sind, für die infolge der Mandatsniederlegung des Freiherrn von Pretis bevorstehende Wahl unsererseits einen Caltoidalen in Vorschlag zu bringen. Ungeachtet der ablehnenden Haltung der uns qkgenübnstehenden Partei glaubte das gefertigte Wahlcomite dennoch an der Anschauung festhalten zu sollen, dass es bei den gegebenen Verhältnissen wünschenswert, dass es recht u»o billig, dass es staattzklua. sei, die beiden Parteien im Großgrundbesitze zur Vertretung zu bringen. Es loimte sich jedoch andererseits nicht verhehlen, dass unsrer Partei nicht wohl zu-gemuthrt werden könne, die Stimmenmehrheit, über welche sie — Zeuge der lehlen Wahl — verfügt, liin'in Candidatrn der Gegenpartei zuzuwenden, ohne dafür Bürgschaft zu erlangen, dass von der anderen Seite in kDNimenden Fällen die volle Reciprocität werde eilM'haltcn, und oass die wählend der Mm< dalsdauer des gegenwärtigen Neichsralhcs etwa sich noch ecgeliendcn Wahlen mcht im Wege des Kampfes, ondern im Wege der Vereinbarung werden vollzöge« werden. Das gefertigte Wahlcomite hat darum beschlossen, aus Anlass der bevorstehenden Wahl dem gegnerischen Wahlcomite für die noch übrige Mandatsoauer des gegenwärtigen Reichsrathrs ein neues Compromiss a»I Grundlage des bisherigen Stimmenverhällnissts anzu-tragen. Wird dieser Vorschlag von demselben ail< genommen, so werden wir unserer Partei deu vm> der Gegenseite namhaft gemachten Candidate» empfehle»' Wird er aber abgelehnt, dann werden wir nicht säumen, unserelsens einen Candidaten aufzustellen und belang zugeben. Das gefertigte Wahlcomili glaubt, durch oiefeit Vorschlag zu gütlicher Vereinbarung im S»'" seiner geehrten Standesgenossen gehandelt zu haven und wird nicht ermangeln, die ihm zukommende M' wott unurrweilt zu Ihrer Kenntnis zu bringen; e» hat aber geglaubt, Ihnen schon jetzt von dem geltM" Schritte Mittheilung machen zu sollen und erlauv sich, daran die dringende Bitte zu knüpfen, unsere g^ ehrt,,!! Gcsiümmgsgenossm mögen ihm, insofelN l» nicht persönlich an der Wahl th^ilznnehnicn entschlM'' si»d, umqchend ihre Vollmachten unter der beigesch!^ sknen Adresse einsenden, damit in dem einen w>e '" dem ande,n Falle unsere Partei mit dem vollen V' Wichte ihrer ganzen Slimmenzahl einzugreifen w "l Lage sei." . Budapest. 6. April. Aus Temesvar nmd °" ..Ul.g.Post" berichtet: In Semlal. Tcmeser Conm". fand eine Volksversammlung statt, bei welcher Gelegen heit eine Resolution gegen die unberufene EinmengU"» des Deutschen Schulvereins gefasst wurde. In dtt!« Nesollltion heißt es unter anderm, dass, obwohl ^ Unterfertiger derselben der Abstammung nach Dem!^ sind, sie dennoch wahre patriotische ungarische Staa^ bürger von loyalen Gefühlen seien. — Der Afw" Reisende Dr. Holub. der unlängst hier eine VorleM hielt, sprach Versammlung einen durchaus spontanen Charakter hau und frei vuu jeglicher Beeinflussung war. ., Washington, 5. April. Im Senate brach" Miller eine Vill ein, welche mit der d,e Chinesen 00" dem Aufenthalte und der Einwanderung in die Unions staaten ausschließenden V>ll, gegen die der PsüM" sein Veto eingelegt hat, identisch ist. Die Bill M'!"" beschränkt indes die Dauer des Einwanoerungsverbote auf 10 Jahre. ___^ Handel und Volkswirtschaftliches. Laibach, 5. April. Äuf dem heutia.cn Marlts si"» A schienen: U Nagen »ut Getreide, 4 Wagrn mit Heu "" Stroh und I Wagen mit Holz. Durchschnit ts. Preisc. ^. -----------------_^—^,.,. Mt^M.' fl.j ll, sl.l li, st.! ll^ ^> Weizen pr. Helwll», 8,10 10 59 Nutter pr. Kilo . —z84 ^!" Korn „ 5 85 6 67 Eier pr, Stiict . . -' 2 ^ ^ Gerste „ 5^04 5^47 !Milch pr. Liter .-! 8-^ ^ hascr ^ 3 74 :i^83 ^ilidslcisch pr.Kilo -56- ^ Halbsrucht ^ .- , ?20!ttnlbsleisch „ -50"^ Heiden ^ 4 87 5 9^2chwe!ncslcisch „ — «0 ^ ^ .Hirse „ 5^20 5 232chöpscnfleisch ,, -30^^ Kuluruz „ «'20 ll2i!Hähndel ftr. Stilcl — üü ^. Erdäpfel 100 Kilo 2 86-------Tauben „ — 18 ^ Linsen pr. Hettolit. 9-----------Heu 100 Kilo . . 2 6s . Erbsen „ 9- - Stroh „ . . 1 ?8 Fisolen „ IU---------- Holz, hart., pr. vier . ^. Nindsschmalz Kilo 107------ Q.-Melcr —^ "«y Schweiuelchnlalz „ — 84 — - Weiches. ^ ' ^ ^ Speck, frisch „ - 72 — - Wci», roth., 100LI«. - ^' ^. — aeriilichcrt „ —76—- ^-.Weiber « —^^, Verstorbene. Den 5. Apri l. Anna Ncbol. Vel-zehrilngssleuer'Ä^ scherstochter. 8'/, Monate. VrunnMe Nr. 1!l. Bronchitis^. Meteorolostijche Beobachtungen iu Laibach> ff IL^ Z"^ « « ^ " 7'U.Mg.' 74110 ^ ^9 O. mäßig halbheiter «g 6. 2 ^ N. ! 74162 4- l^'3 O. heftiss heiter " 9 ^ Ab.^ 743 34 -j- 4 0 O. mäßig heiler ,^ heiter, windig, sehr lllhl. Das Tagesmlttel der Tempe" -j- 5 9«, um 2 7' unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Bamber^. Soeben erschien im Verlage von Gcrold KCoMp' ist Vorräthin bei H. Jg. v. Kleiumayr 6^ Fed. Bamberg in La»»"" Die österreichische arktische Oeoll- achtullgsftation auf 3an Maye" Ml3-l883. 6'/. Vogen 8". mit einer Karte und drei Illustrall0"c Preis 50 kr. ___^.^ Beilage. , ^ Der hcnti^il „Laibachcr Zeitunq" lirgt ein P"^"-,,^ ssmna Adolf Winter. Fabrilsbcsihcr. erster und ""' g„l Erfinder der ucrbcsserten Gichtapparate. Stettin, del, ausmerlsam gemacht wird.