Nr-156. Dienstag, 11. Juli 1899. Jahrgang 118. OMcher Zeituna. VrHu»«er»»l«»»prti»: Mit P«stverstnbu,!g: ganziührw fl. «l.. l»albjührig sl. 7 5U. ^m llomptolr: «»Nillihrt, fl. », Halbjahr!« fl. b 50. Für blt »»stellung <„« Hau« llll»,. d!e «ebaclion «armherzigergasse Nr, lü. Sprechstunden der «ebnctwn vo,i « bi» ll» Uhr l»«» mittag«, Unfrailllerte Nriefe »erden nicht »naeiwmmen, Vlanulcilpte nicht zurückzeftellt. Amtlicher Theil. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. Juni d. I. dem Propste des Conlathedral-Capitels in Macarsca, Weih-bischofe Stefan Pavlov ich »Luc ich das Comthur-kreuz des Franz Josef-Ordens allergnädigst zu ver» leihen geruht. _________ Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 30. Juni d. I. dem Naurath und Vorstände des Landesbauamtes del Herzogthums Salzburg Adolf Lasch das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens und dem Oberingenienr dieses Landesbauamtes August Wallner das goldene Vcr-dienstkreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Stine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. Juli d. I. den Oberlandesgerichtsrath in Wien Dr. Anton Ritter von Helm zum Hofrathe des Obersten Gerichts« und ^assationshofes allergnädigst zu ernennen geruht. Ruber N. p. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. Juli d. I. dem Vezirtshauptmann Alois Fabiani in Volosca den Titel und Charakter eines Statthaltereirathes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. _______ Thun lu. z). Den 8. Juli 1899 wurde in der l. l. hos- und Staats« druckerei das Vlll. und IX. Stück der rutyenischen, das Xl.l. Stück der kroatischen und das Xi^lV. Stllcl der italienischen und rutheuischen Ausgabe des ReichSgejelMatles vom Jahre 1899 ausgegeben und versendet. stach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom o. Juli 1899 (Nr. 154) wurde die Weiterverbreituna solaeuder Vreslerzeugniss« verboten: «Wiener Allgemeine Montags - Zeitung» vom 3ten Nr. 14 und 1b «GlUhlichter.Poftlarte» (Verlag der .Neuen Muhlichter» in Wien, VI.. Gumpeudorferftrahe 8). Nr. 909 «Extrapost» (Moulaaszcitung) uom A.Iuli 1«m. vom 24. Juni 1899. Nr. 141 «öl.>r»v»ll'l Orlios» vom 2^. Juni 1899, Nr. 15 «Ui-nün!,ll» iiuvnc»,^. vom 24. Juni 1899. Nr. 7 «Mährisch Schlesischer «oltsfreund. vom 23ften Juni 1899. .Mcllilicl auf Oesterreich im Jahre 2000» von Probes (Leipzig, Verlag von Otto Wigaub 1898). Nr. 18 und 84 «Monitor» vom 30. April 1899 und 11. Juni 1899. Nr. 90 «»umorM» vom Ib. Iuui 1899. Das l. l. Ministerium des Innern hat unterm 2teu Juli 1899, Z. 4486/M. I., der in Lonstantinopel erscheinenden Zeitschrift: «^»ri^silä^lli Ul^uiil» auf Grund des ^ 26 des Pressgesetzes den Postdebit für dle im Neichsrathe vertreteneil Königreiche und Länder entzogen. Richtamtlicher Iheil. Nachtrag zur Vollzugsvorschrift II des Personal-steuergesetzes. Der in Nr. 108 des Reichsgesehblattes enthaltene zweite Nachtrag zur Nollzugsvorschrift II des Personalsteuergesetzes bringt eine nicht unwichtige Frage, an der ein erhebliches Interesse größerer Voltslreise be-theiligt ist, zu einer wirtschaftlich zutreffenden und billigen Lösung. Es gibt nämlich eine ganze Anzahl von Erwerbs- und Wlrtschaftsgenossenschaften, die mit der Vertretung der österreichisch-ungarischen Bank oder eines Landes-Creditinstitutes betraut sind, wodurch die Creditbedürfniffe der Bevölkerung, namentlich in Gegenden, die abseits von den Centralpunkten des Verkehres liegen, in einer höchst ersprießlichen Weise Berücksichtigung finden. In hervorragendstem Maße hat die in solcher Art ermöglichte Decentralisierung des Aankcredits Bedeutung für Länder von großer bäuerlicher Bevölkerung, wo ohne diese genossenschaft-liche Vermittlung der Weg zur städtischen Bankfiliale und damit zu einer soliden Creditgewährung nicht immer nahe und leicht wäre. Diese Verhältnisse fanden nun in dem erwähnten Nachtrage zur Vollzugs. Vorschrift des Personalsteuergesetzes volle Würdigung. Nach strenger Auslegung des Steuergesehes, die auch bisher im Sinne der Vollzugsvorschrift lag, würde nämlich jede Genossenschaft dadurch, dass sie als Nebenstelle einer Bank fungiert, die ihr etwa sonst zustehenden gesetzlichen Begünstigungen verloren haben, weil ihr in der Banlvertretung auch der Verkehr mit Nichtnütgliedern obliegt. Dadurch hätten die betreffenden Genossenschaften oft mehr an erhöhter Steuer zu zahlen gehabt, als ihnen an Provision seitens der Bank zukam, wonach die so wohlthätige Verbindung der Genossenschaften mit öffentlichen Creditinstituten wohl in den meisten Fällen aufgelassen worden wäre. Die Bedeutung des erwähnten Nachtrages zur Vollzugsvorschrist liegt darin, dass nunmehr gestattet wird, das Erträgnis aus der Vertretung der öfsent' lichen Creditinstitute (österreichisch-ungarische Bank. Landes-Creditinstitute) von dem Ertrage des übrigen, genossenschaftlichen Betriebes zu scheiden und jeden der beiden Theile den für ihn entsprechenden Bestimmungen des Steuergesetzes zu unterziehen, wodurch die genossenschaftliche Gebarung ihrer steuerrechtlichen Begünstigungen nicht verlustig wird. Das Finanzministerium hat eine wesentliche Erleichterung für jene unter tz 83, II, des Personalsteuer-gesetze« fallenden Institute (gemeinnützige Unter-nehmungen und Vereinigungen der Selbsthilfe, wie Sparcafsen, Genossenschaften, Gemeinbevorschusscassen) zugestanden, welche gesetzlich verpflichtet sind, von den Zinsen der bei ihnen erliegenden Spareinlagen die Rentensteuer im Nbzugswege einzuheben. Nach tz IA4 des Personalsteuergesetzes haben solche Anstalten die von ihnen im Laufe eines jeden Vierteljahres abgezogenen Steuerbeträae binnen vierzehn Tagen nach Schluss desselben an oie Finanzverwaltung abzuführen und hiebet einen in der Vollzugsvorschrift näher bezeichneten Ausweis über die abgezogenen Beträge der Steuerbehörde vorzulegen. Auf Grund gesetzlicher Ermächtigung hat nun der Fmanzminister schon bisher vielen solchen Instituten über ihr Ansuchen in Würdigung der nicht unbedeutenden Schwierigkeit, mit welcher die Abrechnung hinsichtlich der großen Anzahl kleiner Posten des Spar- und Einlageverlehre« namentlich bei Anstalten mit geringem Beamtenstand verbunden ist, längere Abrechnungstermine zugestanden, und zwar derart, dass unter entsprechenden Cautelen die Abrechnung für das erste Halbjahr mit 31. Juli, für das zweite mit 31. Jänner des folgenden Jahres zu erfolaen bätte. Feuilleton. Die Geuuftmittel aus dem Pflanzenreiche und deren Bersälschung. Von Hr. G. Kramer, Director der landwirtschasllich.chemischen Versuchsstation in Laibach. (Fortsetzung.) I. Kaffee. Äs ^ ^^ K"fs" stammt von einem in Abessymen und "ethwvien einheimischen, fast in allen Tropenländern "Mwlerten Strauche oder Baume (^ffou uinbiou I.. "er Kaffeebaum hat immergrüne Blätter, weiße Blüten und rothe, dann violette, kirschgroße, zweisächerigc ^«lnfruchte. welche in jedem Fache einen planconvexen, mu elner Langsfurche durchzogenen Samen enthalten, "le vom Fruchtfleische befreiten Samen (Bohnen) kommen als Kaffee in den Handel. , k- lA"^"Momm Sorten des Kaffees werden nach "en wandern, in denen sie gewonnen werden, bekannt, -"tan unterscheidet demnach einen arabischen (Mocca) Java-, Eeulon-, Celebes-, Cuba-, Porto- di- »"«" ?? ^n Kaffee genießbar zu machen, werden d« Kaffeebohnen be. 200 bis 250«^ geröstet (gebrannt), wove, dle Bestandtheile derselben eine Veränderung Helden, mdem sich Röstproducte bilden, welche dem Mee eme braune Farbe und das charakteristische Uroma verlechen. Das Coffon ist bereits in der rohen wohne enjhalttn; beim Rüsten verringert sich seine Menge nur um weniges. Der in der Kaffeebohne enthaltene Zucker geht beim Rösten in Caramel (gebrannten Zucker) über; der beim Rösten auftretende aromatisch riechende Körper, der den Kaffee zu einem so angenehmen Tränke macht, ist derzeit noch nicht näher bekannt. Der Kaffee kommt im Handel entweder in geröstetem Zustande, und zwar entweder gepulvert, gemahlen oder in ganzen Bohnen oder roh vor. Am leichtesten und häufigsten wird der gebrannte und gepulverte Kaff« durch Beimengung verschiedener Surrogate gefälscht; aber auch der ganze Kaffee unterliegt Verfälschungen. Zu den unverantwortlichsten Verfälschungen gehurt der sogenannte «Kunsttasfee». Es ist kaum glaublich, dass man es heutzutage wagt, den Samen einer Pflanze mit ihrem kunstvollen Bau nachzuahmen und zu diesem Zwecke eigene Maschinen und Fabriken zu bauen. Dieser Kunstlaffee wird aus Eichel- und Getreidemehl in der Weise erzeugt, dass man zuerst unter Zusatz von Farbstoffen einen grünlich oder bräunlich gefärbten Teig herstellt, diesen mittelst eigener Maschinen in die Bohnenform prefst und diese dann — wenn die Bohnen als gebrannter Kaffee in den Handel gebracht werden sollen — mit einer dünnen alkoholischen Harzschichte überzieht. Als nun t»e Fabrikanten des Kunsllassces darauf aufmerlsam gemacht wurden, dass ja ihrem Kaffee das nervenerregende Princip, nämlich das Coffeln, fehle, da wussten sie sich auch bald zu helfen. Sie extrahierten aus der im äquatorialen Afrika wachsenden coffewreichen Cola« oder Gurunuss (tttor«uli^ uouminuw) das Coffew unk milcklen es dem KuMtlaffee bei. Es ist Ieicht begreiflich, dass ein solche« coffeinhaltiges Kunstproduct einen echten .Kaffee nie und nimmer ersetzen kann, da ihm ja eine Reihe von derzeit unbekannten aromatisch duftenden und schmeckenden Röstproducten, derentwegen man ja in erster Linie den Kaffee trinkt, fehlt. Vor einigen Jahren sind insbesondere in Deutschland große Mengen solchen Kaffees hergestellt worden; heutzutage scheint diesen Fabrikanten durch das energische Ein« schreiten der Polizeibehörden da« Handwerk einigermaßen gelegt worden zu sein. Nicht selten wird dagegen minderwertiger Kaffee, namentlich solcher, der auf dem Transport durch See-waffer gelitten hat, fogenannte «havarierte Ware», um demselben ein besseres Aussehen zu geben, gefärbt, oder m Trommeln mit Bleikugeln oder Graphit behandelt. Als Farbstoffe dienen hiezu: Berlinerblau und Chrom-gelb oder Ocker, Indigo, Curcuma, Eisensalze u. dergl. In den Kaffecbrennereien wird der Kaffee, um demselben die bei den Consumenten beliebte glänzende Oberfläche zu verleihen, mit Zucker geröstet oder mit Eisenoxyd und Vaselinöl behandelt. Weit häufiger sind die Fälschungen des gemahlenen Kaffees mit Surrogatstoffen. Gegen ein solches Vorgehen wäre nichts einzuwenden, wofern die Surrogate nicht gesundheitsschädlich sind und als solche auch verlauft werden. Dies ist jedoch leider nicht immer der Fall. Solche Surrogate werden aus zahlreichen Samen, Früchten und Wurzeln gewonnen. Die wichtigsten find: Feigen« und Cichorienkaffee, ferner Nunlel- und Mohrrüben. Gersten-, Mais. und Roggenkörner Spargelsamen. Legmmnosensamen. zumal Lupine wdann Hagebutten (Rojenfvüchte), Erdnüsse ttlrach,«). Sonnen- Laibacher Zeitung Nr. 156. 1248 11. Juli 1899. Da nun aber von den betreffenden Anstalten auch weiter noch Klage geführt wurde, namentlich unter Hinweis darauf, dafs ihre Rechnungsabschlüsse in aller Regel erst zu einem späteren Zeitpunkte fertig« gestellt wurden, hat sich das Finanzministerium nunmehr zu dem weiteren Entgegenkommen entschlossen, die den erwähnten Anstalten bereits zugestandenen, sowie die künftig auf Ansuchen solcher Anstalten etwa zu bewilligenden Fristen allgemein für das erste Halbjahr bis zum 14. October, und für da« zweite Halbjahr bis zum 14. April des nächstfolgenden Jahres zu erstrecken. Hiebei wird jedoch die schon bisher bei derartigen Bewilligungen zumeist gestellte Bedingung, dass die betreffenden Institute sich verpflichten müssen, bis spätestens 31. December eine» jeden Jahres eine u, oonw Zahlung im Ausmaße der für das betreffende erste Halbjahr abgeführten Rentensteuer zu leisten, künftig strenger genommen werden, nachdem das Finanzministerium die Einzahlungsergebnisse für den laufenden Dienst nicht durch die erwähnten Gestattungen beeinträchtigen lassen kann. Bei nicht pünktlicher Einhaltung der bedungenen ü, ooutoZahlungen würde daher die betreffende Anstalt der ihr gewährten Begünstigung verlustig erklärt werden. Politische Uebersicht. L»ib«ch. 10. Juli. Wie dem «Fremdenblatt' aus Budapest telegraphiert wird, ist sowohl die Mittheilung, dass das Zoll» und Handelsbündnis nöthigenfalls erst zu Neujahr werde publiciert werden, als auch dieMeldung, dass die Ausgleichsvorlagen erst gegen den 20. d. M. publiciert werden, unrichtig; letztere auch insofern, als es noch nicht feststeht, ob sämmtliche Ausgleichsvorlagen auf einmal publiciert werden. Das «Salzburger Tagblatt» veröffentlicht einen Protest der deutschen Volkspartei, in welchem gegen-die andauernde «Bedrückung» der Deutschen in Oesterreich, gegen die «Rechts« und Gesetz« losigleit» und die wirtschaftliche Vernachlässigung durch die Auslieferung an Ungarn sowie durch die Erhöhung der indirecten Steuern «auf verfassungswidrigem Wege» Einsprache erhoben wird. Die deutsche Volkspartei müsse gegen ein derartiges unverantwortliches, den Staat und die Bevölkerung schädigendes Vorgehen Verwahrung einlegen. Schließlich wird an die Wählerschaft die dringende Bitte gerichtet, mit ihren Abgeordneten vereint, kräftig und rastlos gegen das jetzige Regierungssystem und gegen jede «Rechts-und Gesetzes« Verletzung'mit allen Mitteln anzukämpfen. Dei Protest ist von dem Verbände der deutschen Voltspartei gezeichnet. Diesertage hat eine Deputation desDonau« clubs dem Ministerpräsidenten Grafen Thun eine Dentfchrift über die vom niederösterreichischen Landtage beschlossene Aenderung des Wiener Gemein desta tuts und der Wahlreform überreicht. Der Führer der Deputation, Baurath Stiaßny, machte auf das Unrecht, zu defsen Mitwirkung die Regierung herangezogen werden soll, aufmerlfam und sprach die Ueberzeugung aus, dass keine österreichische Regierung dem geplanten Gesetzentwurfe ihre Zustimmung ertheilen könne. Der Ministerpräsident Graf Thun erwiderte, dass er diese Angelegenheit, deren Wichtigkeit er nicht verkenne, eingehend studieren werde, und dass er, unbeeinflusst von Parteibestrebungen von der einen oder der anderen Seite, in vollkommen objectiver Weise und im Bewusstsein seiner verantwortlichen Stellung die Vorlage entweder zur Allerhöchsten Sanction unterbreiten oder dies unterlassen werde. Der deutsche Kaiser richtete anlässlich eines Besuches, den er dem in Bergen ankernden französischen Kreuzer «Iphiginie» abstattete, an den Prä« sidenten der französischen Republik Loubet folgendes Telegramm: «In Bergen hatte ich das Vergnügen, französische Seeleute zu sehen und danke es diesem glücklichen Umstände, gute Soldaten eines edlen Vaterlandes kennen gelernt zu haben, zu welchen ich Sie beglückwünsche». Loubet antwortete sofort: «Ich bin gerührt von dem Telegramm Euerer Majestät und danke für die Glückwünsche». — Der Besuch wird von der Wiener Presse als ein Ereignis von politischer Tragweite dargestellt. — Die «Neue Freie Presse» erblickt in dem Besuche den Beweis dafür, dass Kaiser Wilhelm unablässig an der Beseitigung vorhandener Kriegsursachen und der Verstärkung der Friedensgarantien arbeite. Der Kaiser habe den psychologischen Moment, da die öffentliche Meinung Frankreich» zum Standpunkte einer ruhigen, nüchternen Realpolitik im Verhältnisse zu Deutschland zurücklehrt, erkannt und eine Gelegenheit, der französischen Nation eine schmeichelhafte Aufmerksamkeit zu erweisen, wohl benützt. Die von Loubet in seiner Antwortdepesche ge« brauchten Worte klingen kaum mehr diplomatisch, sondern tragen das Merkmal einer freundlichen Gesinnung an sich. Es sei ein erfreulicher Gewinn, wenn Deutsche und Franzosen anfangen sich besser zu ver-stehen, und auch Oesterreich-Ungarn, das den Frieden wolle und mit dem deutschen Reiche eng verbündet sei, könne nur gewinnen, wenn sich allmählich zwischen Deutschen und Franzosen eine Beziehung des Ver« trauens herstelle. — Die «Reichswehr» sagt, die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit des Aufgcbens der Revanchepolitik gewinne in Frankreich immer mehr Anhänger und Wilhelm II. thue alles, um die Ideen der Versöhnung zu unterstützen und zu kräftigen. — Das «Neue Wiener Journal» weist auf den überaus warmen Ton hin, den Kaiser Wilhelm in seiner Begrüßungsdepesche anschlägt und der, wenn auch in etwas gedämpfter Weise, in der Antwort Loubets zum Ausdrucke komme, und zweifelt nicht, dass der Act der Courtoisie des deutschen Kaisers in Frankreich besondere Freude und Befriedigung hervorrufen werde. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Paris zugehenden Meldung ist für eine Verständigung zwi» schen der französischen Regierung und dem Vatican über die Besetzung der vacanten Bisthümer noch immer keine Aussicht vorhanden, da der päpstliche Stuhl bezüglich zweier der aus Paris vorgeschlagenen Prälaten an seiner Weigerung festhalte. Unter diesen Umständen sind die Unterhandlungen hierüber abgebrochen worden und der französische Botschafter beim Vatican, Herr Nifard, wird nunmehr seinen wegen dieser Angelegenheit verschobenen Urlaub antreten. Tagesneuigleiten. — (Weltausstellung Paris 1900.) Das Svecialcomite' für die bildende Kunst auf der Meltaus» stellung 1900 in Paris hat in der unter dem Vorsitze Sr. Excellenz des Herrn Sectionschefs Dr. Ritter von Hartel abgehaltenen Sitzung definitiv beschlossen, die sei« tens des GeneralcolMlttssärs der Pariser Weltausstellung Herrn Sectionschef Exner zur Verfügung gestellten Räume im österreichischen Nepräsentationshause in Paris für Kunstausstellungszwecke zu benutzen und das engere Co-mitt mit der Ausarbeitung eines Programmes hinsichtlich der speciellen Verwendung und decorativen Ausschmückung dieser Räume zu betrauen. — (T scher lessen räche.) Ein entsetzliches Verbrechen ist in Tistis verübt worden. Gutsbesitzer Mesenzoff lehrte in Begleitung eines Bekannten nach seinem Oute im Dagestan'schen Bezirke zurück, ließ die Pferde ausspannen und begab sich mit dem ihn begleitenden Herrn ins Wohnhaus. Nach kurzer Zeit trat er in den Hof hinaus, um den Leuten einige Befehle zu ertheilen, als plötzlich von verschiedenen Seiten Schüsse erdröhnten. Schwer verwundet stürzte der Gutsherr nieder, während sämmtliche Arbeiter und Knechte, wohl 50 an der Zahl, schleunigst das Weite suchten, sich allenthalben in den Wirtschaftsräumen versteckend. Verschiedene unheimliche Gestalten tauchten nun plötzlich auf und begaben sich in das Wohnhaus, wo Frau Viejenzoff sich gerade im Speisezimmer aushielt. Die Mörder drangen auf sie ein mit Dolchen und Messern, so dass sie, aus vielen Wunden blutend, bald ihren Geist aufgab. Der Gast des Hauses sah sonderbarerweise dem schrecklichen Vorgänge aus dem Nebenzimmer zu, ohne sich zu regen. Nur das fünfzehnjährige Töchterchen der Familie eilte der Mutter zu Hilfe. Zwei in dem Zimmer anwesende Räuber feuerten auch auf sie, doch ohne sie zu treffen. Das Mädchen eilte schnell zur Küche, um Wasser zu holen, doch war dieselbe verschlossen, da sich darin eine ganze Anzahl Gutsarbeiter versteckt hatten; sie schlug das Fenster ein, brachte Wasser und benetzte damit das todte Elternpaar. Merkwürdigerweise hatten die Mörder nichts aus dem Hause entwendet, alles stand wohlgeordnet am Platze. Es handelt sich offenbar um einen furcht' baren Racheact. Noch ist es der Polizei nicht gelungen, der Mörder habhaft zu werden. Geradezu entsetzlich ist das Factum, dass 50 Arbeiter sich feige verstecken, ohne den Unglücklichen Hilfe zu bringen. — (Ein Schreibfehler.) Den Vorsichtsmaßregeln gegen die Pest in Egypten sind in dieser Woche taufende und abertausende unschuldiger Hühner zum Opfer gefallen. Die Regierung hatte die Polizei angewiesen, in möglichst umfassender Weife alle Ratten im Lande vertilgen zu lassen, da dieselben als Pestlräger verdächtig seien. In der That hatten bacteriologische Untersuchungen an einer Anzahl eingefangener Ratten festgestellt, dass diese von der Pest inficiert waren. Durch einen Schreibfehler in den Bureaux wurde in der arabischen Ordre an Stelle des Wortes «Ratten» aber «Hühner» geseht, und so befahl die Polizei durch ganz Egypten das sofortige Abschlachten sämmtlichen Geflügels. In den Dorfschaften erschlugen die Polizisten selbst die Hühner der Bauern, die, von einer Panik erfasst, in den meisten Fällen schnell all ihr Geflügel zu Spottpreisen verkauften, ehe die Polizei bei ihnen erschien. — (Eine eigenthümliche Bergkrankheit) fucht sich seit einiger Zeit unter den an der Iungfraubahn beschäftigten Arbeitern ihre Opfer. Einer der Ingenieure, dem fönst nie etwas gefehlt hat, begann, nachdem er zehn Tage in einer Höhe von 3000 Fuß zu< gebracht, über ein äußerst unbehagliches Gefühl im M«nde zu klagen. Das Leiden machte sich zuerst durch heftiges Zucken und Pulsieren der Iahnnerven bemerkbar. Von Stunde zu Stunde steigerten sich die Schmerzen. Das blumenterne, Samen der Vogellirsche, der Buche, des Mäusedorns, der Eiche, Edelkastanie, ferner Earobenfrüchte(Bockshörndl), Kartoffeln, gedörrtes Obst, Traubenkerne u. dergl. Mit solchen Surrogaten wird der echte Kaffee sehr häusig, und zwar in einem ziemlich hohen Procent-fahe vermengt und sodann als echter Kaffee in den Handel gebracht. Um einen höheren Preis zu erzielen, bestrebt man sich, die wahre Natur der obangesührten Surro» gate nach Thunlichteit zu verdecken, und versucht daher, dieselben unter allerlei pompös klingenden Namen in den Handel zu bringen. So besteht ein «schwedischer Continentalkaffee» aus dein Samen der Kaffeewicke (^,traß»lu8 dsati-c:u» I..), der deutfche oder französische Kaffee aus denen der Kiechererbse (^ioer aristinum I,.), der Fruchtlaffee von Behring aus Lupinensamen, der Negerlaffee oder Mogdadkaffee aus den Samen von ()a3»m oooiäen-wli» 1^. u. s. w. Fast unglaublich, aber doch wahr ist es, dass nicht selten selbst jene Surrogate, die zur Verfälschung des echten Kaffees oder doch wenigstens zur Ver« mengung mit demselben dienen, durch geringwertige Sudstanzen verfälscht werden. Zur Verfälschung der obenangeführten Surrogate dienen hauptfächlich gedörrte Birnen. Pressrückstände der Bereitung von Birnmost, Torf. Sägespäne, gebrannter Zucker, Rinden. Knochenkohle, verschiedene Mineralstoffe u. dergl. (Ioufttzung s«l«l.) «««an von «l. «ast. (66. Fortsetzung.) Leczinsti blickte bald nach dem Geleise hinüber, auf welchem der Zug einlaufen musste, bald nach der Thür, durch welche er aus dem Stationsgebäude ins Freie hinausgelangt war. Zwei«, dreimal erschienen Beamte in derselben, aber kein Reisender ließ sich sehen. Langsam vergieng Minute um Minute; endlich drang aus der Ferne ein dumpfes Rollen herüber, das rasch an Stärke zunahm, und nun tauchten auch aus der Dunkelheit die beiden großen Lampen heraus, welche wie feurige Augen dem Zuge vorausspähten, damit ihn kein Unfall treffe. Größer und größer wurden diese Augen und immer heller, glänzender, und nun konnte man auch bereits die lange Wagenreihe wahrnehmen, welche sich wie der Körper einer Schlange hinter der den Kopf bildenden Maschine herwand, die wenige Augenblicke später ihre dunkle und doch weithin tönende Stimme erschallen ließ. Leczinsti blickte erwartungsvoll nach der Thür, aber nur ein Reisender, ein Besitzer aus dem Dorfe, erschien in derselben und eilte quer über den Bahnsteig einem Wagen dritter Classe zu. Als der Zug verschwunden war, trat Leczinsli den Rückweg an. «Auch mit diesem Zuge ist kein schlanker, blasser, dunkelgelleldeter Herr mitgefahren!» rief ihm der Schalterbeamte zuvorkommend zu. Leczinsli lüftete die Mütze. «Danke! fagte er und verließ rafch das Gebäude. «Gewiss finde ich Hippolyt jetzt zu Hause,» dachte er, als der Wagen Dewlino zurollte. «Er ist nicht ab« gereist, folglich mufs er sich ja einsinden!» Zu Hause angekommen, erhielt Leczinsti auf seine Frage nach Drubezkoi zur Antwort, dass der Fürst auch jetzt noch nicht zurückgekehrt sei, und nachdem er den Befehl ertheilt hatte, ihn sofort von dem Er-fchemen des Gastes in Kenntnis zu setzen, suchte er sem Arbeitszimmer auf und ließ sich wartend am Tische nieder. Plötzlich glitt ein Lächeln über sein Gesicht. «Dass lch daran nicht früher dachte!» rief er halblaut. «Drubezloi wird die Nacht bei irgend einem Bauer zubrmgen. um der Unterredung aus dem Wege zu gehen, und erst morgen früh hierher zurückkehren. Er hat nur versprochen, heute abends über Madame zu sprechen - heute abends, nicht morgen. O, dieser Spitzbube!» Und nun lachte er so hell heraus, dass der Kammerdiener, welcher im Nebenzimmer eingeschlummert war, erschrocken in die Höhe fuhr und. unter die Portltte tretend, fragte, ob der gnädige Herr ihn ge-rufen habe. «Ja,» sagte Leczinsli, «du kannst mir jetzt beim Entkleiden behilflich sein. Es ist Zeit, dass ich mich zur Ruhe begebe.» Im Schlafzimmer lachte Leczinsli noch ein paarmal über Drubeztois Schlauheit vor sich hin und als er im Bette lag und der Diener sich zurückgezogen hatte, murmelte er: Laibacher Zeitung Nr. 156. 1249 11 ^li , g^ gahnfleisch und die Wangen schwollen derartig an, dass das Gesicht des Heimgesuchten bis zur Unlenntlichleit entstellt wurde. Fünf Tage dauerte dieser Zustand, dann verschwand die Krankheit ebenso allmählich, wie sie er-»chienen war. Seltsamerweise blieben keinerlei Defecte in den Zahnen zurück. Schweizer Ingenieure sowohl wie ttallenlsche Arbeiter werden von diesem räthselhaften Uebel .. _, ^ (DaS Lebenselizir.) Gegenwärtig bedienen Nch die Londoner Aristotratinnen, die den Themsestrand noch nicht mit einem fashionable« Seebade vertauscht haben emlger Nervcnbelebungsmittel, die geradezu verblüffend emsach sind. Cs handelt sich durchaus nicht um etwas ^ieues, fondern um die Rücklehr zu der altbewährten kalten Douche und dem kühlen Wannenbade. Diesem letzteren, das gleich nach den» Verlassen des weichen Lagers genommen wird, fügt man eine anfehnliche Portion lrafugenden Seefalzes hinzu. Den Beschluss der Morgen-eynschung bildet die Douche und die so gegen die Anstrengungen des Tages gewappnete Schöne verlässt ihr ^vllettenzimmer mit einem ähnlich wohligen Gefühle, als W sie soeben den Wogen des Meeres entstiegen. Gegen Abend, wenn man bestaubt und ermattet von einer Aus-lahrt zu Wagen, per Rad oder Automobile zurückgelehrt W, naht der Moment zu einem zweiten Erfrischungsacte. Ae Damen bereiten sich eine Mischung von lauwarmem n« c^ ""^ aro'"atischen Toilettenessenzen, tauchen den "Maschwamm hinein und kühlen so die schmachtenden Mleder. Dann folgt ein völliger Wechsel der Wäsche und Unterkleider. Sobald sie sich «in tul äro»». befinden, erstrahlen die vielgeplagten Modedamen in neuer Schön-I «"^ 9"sNger Frische und sind imstande, bis lange «ach Mitternacht, ohne zu ermüden, die Pflichte» zu er-luuen. d»e ihnen ihre Stellung in der Gefcllfchaft auf- — (Ein durch Mücken aufgehaltener ^''^"bahnzug.) Der Schnellzug von London nach Schottland ist durch Milliarden am Wege spielender gucken aufgehalten worden. Um 10 Uhr 30 Minuten ""der Zug von Invernesl abgegangen und hatte dann Mhllch, dle kleine Station Invershin hinler sich lassend, angefangen, langsamer zu fahren, bis er nach einer Ent-ernung von 300 bis 400 Meter plötzlich ganz von selbst «Yen bl«b. Trotz aller Bemühungen des Locomotiv-luyrers gelang es nicht, den Zug weiter zu bringen, "can überzeugte sich davon, dass die Rüder der Loco-nlonve sich mit einer dicken, klebrigen Masse überzogen Mten, die aus Milliarden auf den Schienen und zwischen oen Bordschwellen sitzender Mücken gebildet worden war, "e der Zug beim Weiterfahren gelobtet und die das Still-«yen des Zuges verursacht hatten. Man mnsste den Zug laN "" ^ ^"^" ""^ ""^ Hilfslocomotive kommen Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Eröffnung derBahnstreckeLaibach-"verlaibach.) Am 23. Juli 1899 findet die Er-onnung der Bahnstrecke Laibach Südbahn-Oberlaibach mit oen Stationen Brezovic (7 8) Haltestelle, Log (124), "renov-Gric (16), Oberlaibach (19 3 km von Laibach) Mtt. Die Haltestelle Log ist für Personen-, Gepäck- und Aagenlaoungs-Güterverkehr, die Stationen sind für den ^ammtverkehr eingerichtet. Es werden täglich drei Per-Menzugc in jeder Richtung verkehren. Den Betrieb führt "e Sudbahn. — Mit dem Tage der Äetricbserösfnung ^normalspurigen Localbahn Laibach-Oberlaibach treten «Du bist ja ein Fuchs, Bruder! Wer dir das angeht! Aber warte nur, alle deine Schlauheit hilft Nr mckts! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Reden musst du doch! Und nun, gute Nacht! Mögest du auch ebenso sanft und fest schlafen, wie ich es thun Und mit einem Lächeln auf den Lippen schlum-. uierte er ein. Der Wind hatte die le*tzten Wollenschleier verweht und müde sein Lager aufgesucht, und droben am tief-"lauen Himmel blitzten lustig die Sterne. Alles lag «us Alezandrowo in tiefem Schlaf, nur Madame Nand oben am Fenster und blickte in den Garten hinab, ln welchem ihrem Nuge die Blumen, umflossen von oem ungewissen, bleichen Schein des Mondes, so blass, !", >remd erschienen und die hohen Bäume so starr, so Da rauschte plötzlich ein Kleid und eine zage Alumne llagte: «O, Herrin, Herrin l» Madeleine fuhr herum. l^l c'^. ""lst du noch, Ona'.. Du solltest lange schlafen!, sagte sie hastig. «Ich hatte mich auch niedergelegt,, lam die bebende nntwort des Mädchens, «allein mir war so angst, so °e lommen zmnuthe. Vergebung, Herrin, dass ich noch mmml aufstand, um nach Euch zu sehen l. Madame mckte gedanlenlo« und blickte dann wieder m d,e Nacht hinaus. (ForchtzunL jolgt.) laut Mittheilung der General-Direction der l. l. priv. Südbahn-Gesellschast als betriebsührenoer Verwaltung diefer Bahn in Kraft: u) Der Tarif, Theil I1> für die Be-sürderung von Personen, Reisegepäck und Hunden, Preis 50 Heller; k) der Localgütertanf, Theil II, für die Beförderung von Leichen, lebenden Thieren und Gütern, Preis 20 Heller. — (Militärisches für Radfahrer.) Das t. u. l. 3. Corps-Comma ndo hat «lit Verordnung vom 23. Juni 1899, M. N. Nr. 3096, verfügt, dass jene heuer noch Waffenübungspflichtigen Reservemänner oer^ Infanterie- und Iägerlruppe, welche geübte Radfahrer sind, die Waffenübung in der Verwendung als Militär-Radfahrer ableisten können, wenn sie ihre eigenen Fahrräder mitbringen und für die Abnützung derselben keine Entschädigung beanspruchen. — ^. — (Militärconcert.) Gestern abends con-certicrle im Schwcizerhause die Musikkapelle des Infanterie-Rcgimcnts von Milde Nr. 17. Zum Concerte hatte sich ein so zahlreiches Publicum cingefunden, dass der Garten bis aufs lctztc Plätzchen besetzt erschien. Die vortrefflichen, abwechslungsreichen Darbietungen der Kapelle fanden insgesammt vollen Beifall. — (Reifeprüfungen an der l. l. Lehrerin nen-Bildungsanst alt in Laibach.) Am gestrigen Tage wurden die an der l. l. Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Laibach unter dem Vorsitze des Herrn Schulrathes Dr. Rudolf Iunowicz abgehaltenen Reise-priifungen zu Ende geführt. Derselben hatten sich 34 Eandidatinuen des I V. Jahrganges und 3 Privatistinnen unterzogen. Unter den ersteren erhielten ein Zeugnis der Reife für Vollsfchulcn mit deutscher und slovenischer Unterrichtssprache die Fräulein: Maria Benedek aus , Planina, Antonie Aoben aus Laibach, Theresia Bole aus Laze bei Planina, Ludmilla Cerne aus Laibach, Karoline Domianovit aus Laibach, Aloisia Dostal aus Laibach, Marie Gantar aus Bründl (Krain), Leopoldine Hotschewar aus Laibach, Angela Iallic aus Gutenfclo. Marie Iansa ans Laibach, Rosina Ielenc aus Laibach, Marie Ieran aus Laibach, Gabriela Iereb aus Laibach, Katharina Ieschenagg ans Laibach, Antonia Kratman aus Sagor, Gabriele Lulanc Edle v. Savenburg aus Laibach, Felicitas Mach aus Laibach, Eleonore Martincic aus Üandstraß, Rosa Mcrva aus Laibach, Rosa Millavec aus Moräutsch, Paula Mühleisen aus Laibach, Michaela Novak aus Ober - Radlersburg, Florentine Perhavc aus Nassenfuß, Paula Schitnil aus Gottschee, Ida Schittnig aus Pleistein (Baiern), Olga Aivic aus Laibach, Francisca Tavcar aus Laibach. Anna Tomec aus Laibach, Paula Voduiek aus Laibach, Francisca Zcmljan aus St. Jakob an der Save mld Francisca Zuzman aus Trifail. Drei Candidatinnen wurde die Ablegung der Wiederholungsprüfung nach zwei Monaten gestattet. — Unter den Privatistinnen wurde die Eandidatin S. M. Rosina Kotnil aus Verpete bei Sternstein für Schulen mit deutscher Unterrichtssprache, die Fräulein Sophie Wilcher aus Adelsberg und Marie Wirglcr aus Nuoolfswert für Schulen mit deutscher und slovenischer Unterrichtssprache approbiert; eine Eandidatin erhielt die Bewilligung zur Ablegung einer Wiederholungsprüfung. — (Die hiesige Orgelschule) beschließt Donnerstag den 13. d. M. um 9 Uhr früh ihren 22sten Jahrgang in den Schullocalitäteu am Vodnitplah Nr. 5 mit einer öffentlichen Prüfung. — (Gemeinoevorstands-Wahl.) Bei der am 15. v. M. stattgehabten Neuwahl des Gemeinoe-vorstandes der Orlsgemeinde Höflein wurden Johann Robljel in Baselj zum Gemeindevorsteher, Franz Mubi in Unter-Vcllach, Joses Äidovc in Zalog, Anton Terne in Povlje, Iurij Arh in Höslein und Iernej Polajnar in Kanter zu Gcmeindcräthcn gewählt. — Bei der Neuwahl des Gemeinoevorstandcs der Ortsgemeindc Log am 19. v. M. wurden Franz Nemilar von Log zum Gemeindevorsteher, Josef Kaucnil von Dragomcr und Franz Rus voll Log zu Gemeinderäthen gewählt. — (Genossenschaftliches.) Die Bezirls-kranlencasse in Landstrah wird am 16. d. M. um 2 Uhr nachmittags eine neuerliche Generalversammlung in den Gasthauslocalitätcn des Herrn Johann Kuntarit abhalten. Programm wie bei der auf den 4. d. M. erfolglos einberufenen Gencralverfammlung. —«. — (Beim Wetterschießen verunglückt.) Der Gastwirt und Rcalitälenbesitzer Franz Grcgoric aus Gurlfeld hat vor wenigen Wochen in seinem Weingarten Gadova Pei nächst Vinji Vih eine Wetterschießstation errichtet und den 6l Jahre alten Winzer Martin Srjen aus Izvir und den 24 Jahre alten Alois Gramc aus Vrhovsla Vas, Gemeinde Heil. Kreuz, mit der Bedienung derselben betraut. Als am 5. d. M. gegen halb 1 Uhr nachmittags bei der bezeichneten Wettlerschießstation aus einem der drei Polier der zweite Schuss abgegeben wurde, zersprang der Pöller, wobei ein ungefähr 4 ^ schweres Bruchstück desselben dem in einer Entfernung von zwanzig Schritten stehenden Winzer Srien mit solcher Gewalt an die Brust geschleudert wurde, dass er infolge der inneren Verletzung bmnen einer halben Stunde verschied. Gramc blieb unverfehrl. Die Leiche des Srsen wurde behufs gerichtlicher Obbuction in die Todtenlammcr nach Puschendorf gebracht. Da die Pöller. vor ihrer Gebrauchs- nähme im Beisein des Besitzers Gregoric ausgeprobt, fehlerlos befunden worden waren, dürfte ein damals nicht benierlter oder später entstandener Sprung im Eisen die Ursache der Explosion des Pöllers gewesen sein. —o. — (Vermisst.) Am 30. v. M. entfernte sich die an Verfolgungswahn leibende, 28jährige Theresia Terlep, Tochter des Besitzers Anton Terlep in Unter-Schönbcrg, Gemeinde Döbernil, aus dem Elternhaus?, ohne bisher zurückgelehrt zu sein. Die Genannte wurde am I.d. M. in der Nähe von Weixelburg gesehen; seit dieser Zeit fehlt jedoch jede Spur von ihr. Terlep dürfte verunglückt sein; eingehende Nachforschungen nach ihrem Verbleiben sind im Zuge. —i^. — (Blitzschläge.) Am verflossenen Freitag gegen 6 Uhr abends entlud sich über die Ortsgemeinde Billichberg im politischen Bezirke Littai ein heftiges Gewitter. Während desselben schlug der Blitz in die in Podmil gelegene, dem Franz Petric gehörige Kaische ein, entzündete das Strohdach derselben und äscherte sie, da sich eine Rettungsaction als vergeblich erwies, vollständig ein. Die im Hause anwesende Familie des Abbrändlers blieb vom Blitzschläge verschont und konnte sich noch rechtzeitig vor der Feuersgesahr retten. Gleich darauf erfolgte ein zweiter Blitzschlag, welcher dem nämlichen Besitzer die in der Nähe seiner Behausung auf einer Wiese weidenden zwei Ziegen tödtete. Durch den genannten Brand erlitt Petric einen Gesammtschaden von 300 fl.; diesem Betrage steht eine Versicherungssumme von 200 fl. gegenüber. —ik. — (Brand.) Am 4. d. M. gegen halb 3 Uhr nachmittags spielten zwei Kinder des Besitzers Johann Dragonja in Unterstopitz, und zwar der 10jährige Sohn Josef und der vierjährige Sohn Johann im Hofraum mit Zündhölzchen und steckten hiebei einen daselbst vor der Dreschtenne befindlichen Strohhaufen in Brand. Das Feuer verbreitete sich rasch aus benachbarte Objecte, und zwar verbrannten dem Dragonja die hölzerne Dreschtenne. 50 Centner Heu, 10 Centner Stroh, circa 8 Hektoliter Gerste, zwei Wirtschastswagen und einige Felogeräthe. Das Wohngebäude des Dragonja blieb unversehrt. Der Genannte erleidet einen Schaden von 950 fl., gegen welchen er mit 600 fl. versichert ist. Ferner verbrannten dem Besitzer Johann Slofljanec eine aus Holz gebaute und mit ^troh gedeckte Dreschtenne sammt Heuboden mit circa 20 Centner Heu, 10 Centner Stroh, 10 Hektoliter Gerste und einige Feldgeräthschaften (Schaden ungefähr 500 fl., Versicherung 300 fl.); dem Schmiede Josef Iurlas eine an das Wohnhaus anstoßende, aus Holz gebaute und mit Stroh gedeckte Itrcu- und Wagen-fchupfe, ein solcher Schweinestall sammt drei Stück Schweinen. Das Wohnhaus und die Schmiede blieb verschont. Schaden circa 150 fl., Versicherung 1100 st. Schließlich brannte auch dem Besitzer Johann Iurlas eine circa zehn Schritte vom Wohnhause entfernt gestandene Getreidelammer sammt fünf Hektoliter Gerste, einigen darin aufbewahrten Kleidungsstücken und Haus-geräthschaften ab. Der Genannte erleidet einen Schaden von 120 fl., ist aber aus 300 st. versichert. — Der durch den Brand verursachte Gesammtschaben betrügt 1670 fl. Als das Feuer ausbrach, waren fast alle Ortsinsassen bei der Feldarbeit und daher konnte der Brand nicht gleich localisiert werden. An den Löscharbeiten betheiligte sich in erster Linie die freiwillige Feuerwehr von Rann, ferner die Ortsbewohner und eine Gendarmerie-Patrouille des Postens Munlenborf. Gegen Dragonja, welcher seine Kinder unbeaufsichtigt zuhause gelassen und die Zündhölzchen vor denselben nicht verwahrt gehalten hatte, lvurde die gerichtliche Anzeige erstattet. —«. * (Großer Brand.) Nm 5. d. M. um II Uhr vormittags kam beim Besitzer Josef Olovac in Ostrc, Gemeinde Landstrah, politischer Bezirk Gurkselo, Feuer zum Ausbruche. Dasselbe wurde vom 6jährigen Besitzerssohn Anton Zulic gelegt, welcher mit den 4- und jährigen Vesitzerssöhnen Josef Oolvac und Anton Zulit im Schupfen des genannten Olovac mit Zündhölzchen spielte und ein Bündel Stroh anzündete. Durch das Feuer, welches sich über die angrenzenden Gehöfte schnell verbreitete, wurden nachbenannten Besitzern die Wohn- und Wirtschaftsgebäude vernichtet: dem Besitzer Josef Olovac Nr. 5 der Dachstuhl am Wohnhause. Stall, Schupfen. Dreschtenne. Getrcioekammer, Wirtschaftsgeräthe und andere Effecten. Schade 2000 fl,, assccuriert ist derselbe bei der Versicherungsgesellschaft «Slavia» auf 700 fl.; dem Besitzer Franz Bratlouic Nr. 15 dessen Haus, Stall. Schupfen Dreschtenne. Getreioelaminer, Wirtschaftsgeräthe und Effecten. Schade 1700 sl, assecuriert ist derselbe bei der Versicherungsgesellschaft «Slavia. auf 450 fl.; dem Besitzer Johann Zuliö Nr. 16 d«s Wohngebäude, Stall, Schupfen. Getreidelammer, Wirtschaftsgeräthe und andere Effcclen, Schade 2000 fl., assecuriert ist derselbe bei der Versicherungsgesellschaft «Zlavia» auf 600 fl.; dem Besitzer Iofef Zuliö Nr. 17 dessen Haus, Stall, Schupfen, Gctreidekammer, feine Wirtschaftsgeräthe und Effecten, Schade 1000 fl., assecuriert ist er bei der »Slavia» aus 500 fl.; dem Besitzer Johann Sintic Nr. 1« dessen Haus, Stall, Schupfen. Dreschtenne, Geräthschajlen und Effecten; Schade 1500 st., assecuriert ist er bei wr NkrsicherungKaMschasl -Tlavia» mil lM> ft. — Laibacher Zeitung Nr. 156. 1250 11. Juli 1999. Gesammtschaden 8200 fl. Da sich zur selben Zeit die Bewohner meist auf dem Felde bei der Arbeit befanden und da die niedergebrannten Gehöfte aus Holz gebaut und mit Stroh gedeckt waren, konnte das Feuer nicht sogleich localisiert werden. Die Bewohner von Scherendorf, Kerschdorf, Dolsic und Umgebung leisteten bei der Löschung werkthätige Hilfe. —r. — (Das neue Trieft er Axl ehe n.) Das Reichs - Gesetzblatt publiciert eine kaiserliche Verordnung vom 5. Juli, laut welcher die Theilschuldderschreibungen des von der Stadtgemeinde Trieft im Höchstbetrage von 12 Millionen Gulden, d. i. 24 Millionen Kronen zu begebenden, durch das Gesetz vom 28. Juni 1899, Landesgesetzblatt für das Küstenland Nr. 17, als Landes-anlehen erklärten Obligationsanlehens zur fruchtbringenden Anlegung von Capitalien der Stiftungen, der unter öffentlicher Aufsicht stehenden Anstalten, des Postsparkassen-amtes, dann von Puftillar-, Fideicommiss- und Depositen« geldern und zum Börsencourse, jedoch nicht über dem Nennwerte, zu Dienst« und Geschäftscautionen verwendet werden können. — (Ernennungen.) Zu Postamtspraltikanten wurden ernannt die absolvierten Mittelschüler Heinrich MaurizioEdler vonMahrenfeld für Trieft, Josef Mogolii für Laibach und Nenvenuto Mendel für Pola. — (Das Gründungsfest des Werk-meister-Bezirksvereines für Laibach und Umgebung), das vorgestern in der Bierhalle an der Petersstraße veranstaltet wurde, hatte einen fehr guten Besuch zu verzeichnen. Des gegen Abend eingetretenen Regens halber musste zwar die Kapelle des Infanterieregiments von Milde Nr. 17 auf einige Zeit den im Garten aufgestellten Pavillon verlassen und im Salon spielen; als aber der Regen nachließ, wurde das Concert im Garten fortgesetzt und dauerte bis Mitternacht. Die Leistungen der Kapelle des heimischen Regiments fanden rauschenden Beifall. — Ein großer Theil der Gäste harrte bis 5 Uhr früh aus; unter den« selben gab sich eine erkeclliche Anzahl mit vollem Eifer dem Tanzvergnügen hin. Es wurde im Salon bis 3 Uhr früh getanzt. Der Glückshafen wies schöne Geschenke auf und erfreute sich zahlreichen Zuspruches. — Am wohl« gelungenen Feste nahmen u. a. die Herren: Bürgermeister Hribar, Wilhelm Treo und Adolf Tönnies theil. — (Blitzschlag.) Aus Gurkfeld wird uns geschrieben: Am 7. d. M. 4 Uhr nachmittags schlug in den Thurm der hiesigen Pfarrkirche der Blitz ein. Der Blitzschlag erfolgte so unerwartet und mit solcher Kraft, dass er unter der Bevölkerung der Stadt eine Panik hervorrief. Ohne Donner erfolgte der Schlag aus einer ganz kleinen Wolke, welche sich oberhalb der Kirche ansammelte und gleich darauf wieder verschwand. Der Kirchthurm hat keinen Blitzableiter. Der Blitzstrahl fuhr an der Nordseite des Thurmes in das Zifferblatt der Uhr und von hier über das Gesimse unter die Thurmhaube. Die durch den l. l. Ingenieur sofort durchgeführte Untersuchung ergab, außer einem ziemlich starken Risse im Zlfferblatte und dem Dachgesimse des Thurmes, keinen Schaden. Im Thurme und in der Kirche verbreitete sich ein starler Schwefelgeruch und die Thurmuhr wnrde durch die Erschütterung zum Stehen gebracht. — In der Nacht ist auf der steierischen Seite über die Gegend von Videm, Altendors gegen Rann zu ein Gewitter losgegangen. —o. — (Ein Mord im Eisenbahncoup i.) Die k. l. Staatsbahn-Direction in Villach theilt mit: Der Gerichtsadjunct beim Bezirksgerichte in Villach Herr Ieno Hal lada (ein Bruder des Professors an der hiesigen Lehrer« und Lehrennnen-Vildungsanstalt Wilhelm Hallada; Anm. d. Red.) wurde gestern um 11 Uhr nachts von dem Großgrundbesitzer Johann Sandriher zwischen den Stationen Ossiach und Sattendorf bei Kilometer 367 im schwer verletzten Zustande im See liegend aufgefunden. Hallada wurde herausgezogen und gab an, er sei im Zuge Nr. 917 von einem Manne angefallen, gestochen und zur Waggonthür hinausgedrängt worden. Hallada verschied kurze Zeit darauf. — Zeitungsmeldungen zu-folge wäre Hallada von zwei Personen ermordet worden. Nach der von ihm kurz vor seinem Tode gegebenen Persollsbeschreibung war der eine von den Mördern in Radfahrcostüm gekleidet, der andere hatte röthliches Haar und Echnurrbart und war mit einem Strohhut bekleidet. — Von der l. k. Nezirlshauptmannschaft in Villach kommt uns nachträglich nachstehende Mittheilung zu: Als der Besitzer Johann Sandriher in Stöckelweingarten am 9. d. M. abends 11 Uhr auf der Villach-Feldkirchner-Strahe seiner Behausung zuschritt, hörte er bei der Bahnübersetzung östlich des Wächterhauses 315 Klagelaute, welche vom Seeufer heraufzukommen schienen. Cr eilte die steile Böschung hinab und gewahrte beim Scheine seiner Streichhölzer einen bis zum Kopfe im Wasser liegenden Mann, der ihm schwer verletzt schien. Auf seine Frage, ob er unter den Zug gekommen sei, gab der Verwundete an. dass er der Gerichtsadjunct Zeno Hallada aus Villach sei, im Eisenbahncoup«? von einem Manne angefallen, durch Stiche schwer verletzt und bei der Waggonthür hinausgeschleudert worden se«. Aus die I«ge nach dem Aussehen des Angreifers konnte er noch angeben, dass er mittelgroß, von kräftiger Statur und von jüngeren Jahren gewesen sei; auch glaubte er zu wissen, dass er einen blonden Schnurrbart gehabt habe. Der Angreifer sei ihm gänzlich fremd gewesen, er hatte ihn niemals gesehen gehabt. Die Frage Sandrißers, ob der Attentäter ein Italiener gewesen sei, verneinte Hallada. Mit Hilfe der durch den Genossen Sandrißers herbeigerufenen Bahnwächter wurde der bewegungslose Körper die steile Böschung emporgetragen, auf einen Nahnwagen gelegt und gegen die Station Sattendorf geführt. Hallada klagte dabei über Schmerzen im Magen und über ein gebrochenes Bein. Hier zeigte sich erst dem Sandrißer, dass Hallada eine klaffende Wunde am Hälfe habe. Der Unterleib war gänzlich entblößt, das Hemd emporgeschoben und drei lleine Stichwunden unter der Herzgegend sichtbar. Während des Transportes verschied Hallada um halb 12 Uhr nachts. Der Leichnam wurde in das Blockhaus bei der Station Sattendorf gebracht. Die Erhebungen ergaben Folgendes: Adjunct Hallada war zum Besuche seiner Braut in Alt-hofen, bestieg ein Coupö zweiter Classe des Zuges 917 und wurde in Ossiach vom Conducteur aus der Bank liegend gesehen, als dieser zwei Männern in demselben Wagen Plätze anwies. Der Conducteur Wenzel Lang gibt folgende Beschreibung der beiden Männer: Der Aeltere war mittelgroß, stark, circa 30 bis 32 Jahre alt, hatte einen blonden Schnurrbart, braunen Lodensacco-Anzug und braunen Strohhut; der Jüngere war kleiner, schwächer, 20 bis 22 Jahre alt, mit leichtem, dunklem Schnurrbartanflug und trug einen grauen Radfahrcr-dress mit carrierten Strümpfen. Diese beiden Reisenden hatten keinerlei Gepäck oder Mäntel und wiesen dem Conducteur ganze Fahrkarten zweiter Classe bis Villach vor. Die Ausgabestelle der Billets hat Lang nicht gelesen, sicher ist jedoch, dass sie nicht in Ossiach gelöst wurden, weil alle dort zur Ausgabe gelangenden Billets die Bezeichnung «Ossiach-Müllnern» führen. In Villach angelangt, öffnete Lang das Coups, dessen Sperr-halen offen war und fand es leer. ein Hut und ein Stock waren zurückgeblieben. Er glaubte, dafs diefe beiden Sachen einem Reisenden gehören, welcher ausgestiegen sei, um wieder zurückzukehren. Als niemand erschien, übergab Lang Hut und Stock einem Magazineur, damit dieser die beiden Sachen dem allenfalls nach Abgang des Zuges anlangenden Reisenden übergeben möge. Es meldete sich niemand, Hut und Stock wurden später als Eigenthum Halladas erkannt. Der Localaugenschein ergab, dass Hallada genau bei der Bahnübersetzung beim Wächter-Hause 315 aus der linken Coupethüre geworfen worden sein muss und mit ganzer Wucht auf die Straßen-barriire fiel, deren Ständer gelockert erfcheinen. An dieser Stelle wurde auch die Uhr Halladas sammt Kette gefunden. Er dürfte sodann über die Böschung gekollert oder gegen sein, betrat dann durch Schilf den See, muss circa 30 Meter ostwärts geschwommen sein, nachdem das Wasser dort tief ist, bis er zu jener Stelle gelangte, wo er im Wasser liegend zwischen Schilf und Grlenstauden gefunden wurde. An der Stelle, wo Hallada zuerst den See betrat, fand man im Wasser liegend sein gelbes Lederportefeuille, um dasselbe zerstreut einen Zehn - Lireschein, Rechnungen, Postsparcassen-Einzahlungsbestätigungen und wertlose Papiere. An Geld wurde in einem Ledertüschchen, das in seiner Hosentasche gefunden wurde, der Betrag von 5 X 56 li constatiert. Ob Hallada einen größeren Geldbetrag bei sich trug, konnte bisher nicht festgestellt werden. Dem Morde scheint ein Racheact zugrunde zu liegen, da Hallada Straf- und Untersuchungsrichter des k. l. Bezirksgerichtes Villach war. Von den beiden Angreifern fehlt jede Spur und wird gebeten, jede Wahrnehmung dem l. l. Bezirksgerichte in Villach anzuzeigen. — (Dieb stahl.) Am 7. d. M. wurden der Kaischlerin Johanna Crne aus St. Veit ob Laibach während ihrer Abwesenheit Kleidungsstücke im Gesammt-werte von 31 fl. entwendet. Den Diebstahl verübte die bei derselben durch acht Tage als Taglühnerin beschäftigt gewesene, 16 Jahre alte Kaischlerstochter Maria Okafar aus Wrest. Dieselbe wurde nämlich von der Beschädigten gesehen, als sie ein ins unversperrte Zimmer führendes Fenster auffchloss und ins versperrte Haus stieg, woselbst sie ihre mitgebrachten zerrissenen Kleidungsstücke zurücklieh. Die gerichtliche Anzeige wurde erstattet. —1. — (Städtisches Mädchen-Lyceum in Graz.) Wie wir aus dem uns zugekommenen Jahresberichte über das 20. Schuljahr entnehmen, zählte die Anstalt am Schlüsse des Schuljahres 153 Schülerinnen; 15 Schülerinnen waren während des Jahres ausgetreten. Die meisten (99) stammten aus Steiermarl, 2 alls Krain. Der Lehrkörper besteht außer dem Director aus 14 Mitgliedern. Theater, Dunst und Literatur. — («Die versunkene Glocke.») Aus Berlin wird gemeldet: Im Theater des Westens erzielte die Oper «Die versunkene Glocke» von Heinrich Zöllner den lebhaftesten Erfolg. Die Musik ist stark bewegt, melodienreich, wenn auch Wagnerisch. Manche schöne Stelle wirkte im Schauspiel freilich musikalischer, dennoch scheint ihre Zugkraft sicher. — («Bühne und Welt,-) Ein eindrucksvolles Bild von der Reichhaltigkeit und Vielgestaltigkeit des zeitgenössischen Theaterlebens gewinnt man aus der Lecture von Heft 19 der bekannten Theater« und Literatur-Zeitschrift «Bühne und Welt» (Berlin, Otto Elsners Verlag). Dem Stuttgarter 'Hoftheater gilt eine gründ-liche, reich illustrierte Monographie von dem Literarhistoriker Rudolf Krauß. Die italienische und die schwedische Nachtigall, Franceschina Prevosti und Sigrid Arnoldson, werden in Wort und Bild gefeiert. Aus dem Wanderleben Marie Seebachs theilt Oskar Wagner ungemein charakteristische Einzelheiten mit. Originell und fesselnd sind auch die Erinnerungen an Francisque Sarcey, den jüngst verstorbenen Doyen der französischen Kritiker. Während ein Anonymus die ganze künstlerische und finanzielle Miftre eines österreichische» Provinz-theaters grell beleuchtet, weiß der Präger Literaturhistoriker Rudolf Fürst über das dortige deutsche Landes-theater und dessen letzten grandiosen Wagner-Cyclns nur Erfreuliches zu belichten. Die Opern-Festuorstellungen am Wiesbadener Hoftheater unterzieht R. Pagenstech^r einer freimüthigen und sorgfältigen Kritik; einen Rückblick auf die verflossene Berliner Theatersaison gibt Heinrich Stümcke. Ein wichtiges dramaturgisches Capitel behandelt der Wiener Dramatiker Bohrmann«Riegen; die Lyrik ist mit einem neuen Gedicht des greisen Hermann v. Lingg vertreten. Von den Vollbildern der heutigen Nnmmern seien die prächtigen Tableaux, mit den Hauptscenen aus «Cyrano de Bergerac» und das Doppelliildnis Prevosli-Arnoldson erwähnt. — (Neue italienische Opern.) Im Quirino - Theater zu Rom ist «Pater», einer cinactigen Oper von Guglielmi, eine freundliche Aufnahme zutheil geworden. Die Ouvertüre, die mit dem unvermeidlichen Chor hinter dem Vorhange schließt, brachte dem Maestro fünf Hervorrufe ein und musste wiederholt werden. --Die Nachricht, dass d'Annunzw und Masmgni eine Oper «Der rasende Roland» schaffen werden, bestätigt sich, Es wurde die Form der Trilogie gewählt. Michetti wird die Decorationen und Costüme zeichnen. — (Don Perosi) hat, wie römische Blätter melden, ein neues Oratorium «Natalia» («Weihnachten») vollendet. Dasselbe wird im September zur Aufführung gelangen. Schon jetzt arbeitet er an einem neuen Orato« rium, das den Namen «II lnu^cro cloßli innoc«nti» («Das Gemetzel der Unschuldigen») führen wird. — (Ein neu entdecktes Porträt von Raffael) wird gegenwärtig in einer kleinen Ausstellung altitalienischer Werke in Agnews«Gallcrie in London gezeigt. Die Echtheit des Bildes steht außer Zweifel. Es ist bekannt, dass Raffael während seiner Florentiner Periode eine Reihe von Porträts gemalt hat, die zum Theile nicht mit Sicherheit identificiert werden können und insolgedessen als Bilder der verschiedensten Leute angesprochen werden. Das Werk, um das es sich hier handelt, nahm bis vor kurzem einen bescheidenen Platz in einer italienischen Privatgallerie ein und gieng unter dem Namen Ridolfo Ghirlandajos (gestorben 1561), des Sohnes von Domenico Ghirlandajo, bis es von Kennern als ein Werk Raffaels erkannt wurde. MaN hält es für wahrscheinlich, dass es das Porträt ist, das er nach der Ueberlieferung von dem Bruder des Angelo Doni gemalt hat. Allgemein bekannt sind die herrlichen Bildnisse von Angelo und seiner Frau Maddalena Doni, die 1505 gemalt wurden und sich jetzt im Palazzo Pitti befinden. Das Werk, das jetzt seinen Weg nach London gefunden hat, ist ihnen durchaus gleich, nur dass die Vildstäche etwas kleiner ist. In jener Zeit war Raffael noch nicht mit Aufträgen überhäuft und führte alle seine Gemälde mit eigener Hand aus. Dies gilt auch für das neue Werk, welches beutlich zeigt, dass es von derselben Hand und aus derselben Zeit stammt wie das erwähnte in der Vallerie Pitti. Der Entwurf des Porträts, die Honen Augen, das buschige Haar, die lange, kraftvolle Nafe sind gleich wundervoll, und ebenso ist der Zustand der Erhaltung ausgezeichnet. Die «Times» theilen mit, dass die Berliner Gallerie sich bemüht, das Bild in lhren Besitz zu bekommen, gibt aber gleichzeitig der Hoff' nung Ausdruck, dass es gelingen möge, es in London z« behalten. ...^ («Nrgo..) Inhalt der fünften Nummer: 1.) Vas Elfen in Krain (die Hammerwerke von Kropp, Gteinbüchel und ssolnih), von A. Müllner. 2.) Die Zukunft der Stadt Laibach. 3.) «Die Unterthanen», von Dünner. 4.) Römische Schwerter aus Krain. von Mülln" -1.) Das Näuberunwesen in Krain, von Müllner. "^ («Wiener Mode».) Man mag über ling' land und die Engländer denken wie man will: darin ist wohl alle Welt einig, dass die Erziehung der Jugend musterglltig ist. Eine außerordentlich fachkundige und lehrreiche Abhandlung über dieses Thema befindet sich im neuesten Hefte der «Wiener Mode». Was darin über die Wichtigkeit der körperlichen Entwickelung und deren Einfluss auf das Geistesleben gesagt wird, sind goldene Worte, die jede Mutter lesen und beherzigen sollte. Das auch im Mode- und Handarbeitstheile sehr gelungene Heft ist in jeder Buchhandlung und beim Verlage der «Wiener Mode». Wien IV., Wienstraße 19. zum Preise von 25 kr. erhältlich. Abonnement l sl. 50 kr. Laibacher Zeitung Nr. 156. 1251 11. Juli 1899. Neueste Nachrichten. Attentat auf den König Milan. (Oiismal-Ieltgillmmt. ^ Belgrad, 10. Juli. Ueber die Stadt Belgrad und den Belgrader Kreis wurde der Belagerungs. zustand verhängt. Wie ofsiciös verlautet, wurde diese Maßregel auf Grund gewisser Enthüllungen, welche bei der Untersuchung der Altentatö-Affaire ans Tageslicht tamen, getroffen. Man weist in officiösen Kreisen darauf hin, dass diese Maßregel auf die Nothwendigkeit, über die öffentliche Sicherheit zu wachen, zurückzuführen sei. Semlin, 10. Juli. Nachrichten aus Belgrad zufolge wurde einer der angesehensten Nadicalen, der Erzuriester Mitsa Gjuric aus Uzica, heute mit dem Früyzuge nach Belgrad gebracht, wo er der Polizei-dlrection übergeben wurde. Ferner wurden der Chemiker Tolomöti und zwei Mitarbeiter des «Odjek» verhaftet. Der «Odjel» hat zu erscheinen aufgehört. Belgrad, 10. Juli. Es wurden einige neue Verhaftungen vorgenommen. Ueber das Ergebnis der Untersuchungen wird Stillschweigen beobachtet, was vermuthen lässt, dass wichtige Enthüllungen gemacht worden seien. Wie von serbisch-officiöser Seite gemeldet wird. steht fest, dass der Attentäter acht Tage vor der That sich in Bukarest aufgehalten hat. Belgrad, 10. Juli. Appellationsrichter Nastes Antonovic wurde von der Negierung zum Untersuchungsrichter in der Attentatsaffaire bestellt. Landtagsergänzungswahlen. (vriglnal telegiamm.) Linz, 10. Juli. In der heutigen Landtags-Ergänzungswahl in Enns wurde der conservative Candida! Michael Muhr gewählt. Schärding, 10. Juli. Bei der heutigen Landtagsabgeordnetenwahl wurde der Steinbruchbesitzer Marcus Hölzl (deutsch.fortjchrittlich) gewählt. Ueberschwemmungen in Galizien. (Oliglnal Telegrailnne.) Lemberg, 10. Juli. Infolge anhaltenden Negens traten die Flüsse Weichsel, Sola, Koszarawa stellenweise aus den Ufern, überschwemmten zahlreiche Ortschaften, rissen einige Brücken weg uud verursachten großen Schaden. Auch der Wasserstand anderer Flüsse ist ein hoher. Die Stallhalterei wies Oeldunterstützui'gen für die betroffene Bevölkerung an. Kralau, 10. Juli. Der Rudawafluss ist ausgetreten. Drei Straßen der Stadt find theilweise unter Wasser. Von einer allgemeinen Ueberschwemmung Kralaus, wie sie einzelne Blätter meldeten, kann keine Nede fein. Ischl, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Der Kaiser unter, ""hm gestern die erste Ausfahrt uud promenierte so-dann auf der Soolenleitung gegen Laufen. Heute findet eme Ausfahrt gegeu Ebensee statt. Wien, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Die türkische Votschaft ersucht Folgendes mitzutheilen: Seit einiger Zeit circulieren über den Gesundheitszustand des Sultans phantastische, in böswilliger uud tendenziöser Weise verbreitete Nachrichten. Diese sind völlig erfunden, da sich der Sultan voller Gesundheit erfreut. Görz, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Heute um 10 Uhr vormittags fand der feierliche Einzug des Eardinals Missia in die Metropolitan.Kirche statt. Der Cardinal Zelebrierte ein Hochamt unter Afsistenz der Bischöfe von Trieft und Parenzo und einer zahlreichen Geistlichkeit. Demselben wohnten bei Statthalter Graf Goeß, die Spitzen sämmtlicher Behörden, Honoratioren und zahlreiche Andächtige. Um 2 Uhr nachmittags fand beim Cardinal ein Galadiner statt. Kalksburg, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Gestern fand vor der Villa des Vicebin germeisters Strobach eine socialdemokratische Demonstration statt, woran ungefähr 1000 Personen thciluahmen. Die Gendarmerie intervenierte uud verhaftete acht Persouen. Cetinjc, 10. Juli. (Orig..Tel.) Die Gerüchte über den Aufschub der Hochzeit des Erbprinzen Damlo sind erfunden. Die Vermählung ist euogiltig für den 27. Juli festgesetzt. Der Gesundheitszustand des Prinzen lässt nichts zu wüuschen übrig. Rom, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Der Papst empfteng heute die amerikanisch - latemischen Bischöfe m gemeinsamer Audienz und beglückwünschte dieselben zur glücklichen Beendigung des Concils. Paris, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Der jüngst wegen Spionage zu fünfjährigem Kerker verurtheille italienische General Giletta wurde aus Anlass des Nationaljestes am 14. Juli begnadigt. London, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Wie Reuters Office aus Petersburg meldet, ist der Fürstthronsolger Georg, ein Bruder des Kaisers Nikolaus 11.» gestorben. Sofia, 10. Juli. (Orig.-Tel.) Die außerordentliche Sefsion des Sobranje wurde heute vormittags vom Fürsten Ferdinand mit einer Thronrede geschlossen, in welcher betont wird, dass er die Votierung der Finanzverträge zur Förderung des Staatscredites beantragen werde. Die Thronrede wurde mit lebhaftem Beifall aufgeuommen. Die Opposition wohnte der Schlusssitzung nicht bei. Angekommene fremde. Hotel Glesanl. * Am 9. Juli. Gassncr, l. u. l. Lieutenant, Neumarltl. — Schwarzer, l. t, Pros, ssor, s. Familie, Gi>rz. — Nst, Ingenieur; Ballmann, Förster, Weiß, Stein, «fite., Wien. — Charmant, lonigl. Notar, Fiume. — Dl. Mayer, Ädoocat; Dr. Kumps, Aillach. — Mall), s.u. l.Obeilieutenant, Banjalula. — Dr. Pregel, l. t. Vczirlsarzt, s. Ocmahlin, Loitfch. — Dr. Vlennrr, Advorat'. Spiroftulo, ttfm., Trieft. — Klemrncii, l. l. Postbeamter, Ru-ooljswert. — Zimmermann, Adjunct, Volcslav. — Sonnenberg, itfm., Esalathuru. — Lengyel, «sm,, (ilr.'Kamzsa. — Burger, Nsm,, Kaposvar. - Vergant, Nfm,, Stein in «rain. — Vrojch, Ufm.; Träumt, Äeamter^ Marburg, — Latzer, Kfm., Graz. -Salamon. Ufm., Pola. Verstorbene. Am 8. Juli. Josef Sleinllauber, Polierssohn, 4 M., Udmat AU, <>alkrrll. iullüiliu. — Änd,eas Biloveczly, Theologie-Professur, 50 I., Nadehtyslrahe 11. ^puplexl», oerelil'i. Am y. Juli, Aloisiakovacic, Amlsdienerslochlel, 13 M.. Kaiser Iosef^Plah 1, Masern. — Josef «enedil, Messnerssohn. 11 I., itolesiagasje 1, Peritonitis. Im Civilspitale. Am 7. Juli. Josef Korosec, Zimmermannssohn, 1'/, I-, Utrophie. Im Siechenhause. Am 7. Juli. Varthlmä Petril, «aischler. 42 I,, De-meulill p»r»I^lic» pro^re8»lv». Lottoziehung vom 8. Juli. Graz: 7 39 5 30 4«. Wien: 11 8tj 48 33 26. Volkswirtschaftliches. L»il>llch, 8. Juli. Aus dem heutige» Marlle sind er> schienen: 25 Wagen mit Holz. Durchschnitts.Preise. Malt!'Preis! Marll-Prei« VM! Vl« Vl»! hi« ll, ll, sl, lr, sl, tr, . .--------------- Fisolen . 9-----------Holz, hartes pr. simdsschmalz Kilo 1-------^— Master 650------- Schweineschmalz» —70-------— weiches, » 450------- Speck, frisch » — 64------Ncin,rolh.,pr.Hltl.--------------- — geräuchert » — 70------ — weißer, »--------------- Meteorologische in Liioach. Seehijhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. i^3il7N7^"s36 ^25"i"ZWTzmlTsiars bewvllt ^^" ^"-^ . Ab. 737 9 16 2^ 0. mähig ! lheilw. bew^ ^ II. >7U.Mg. 73» 5,13 7^ NO. mäßig Nebel > 0 4 Das Lagesmittel der gestrigen Temperatur 1»-3», Nor» male: 19 6°. Verautwoltllch« Redacteur: Anton Fuutel. Zcrs einzige, angenehm zu nehmende natiirliche Abführmittel ist das AlllNH Josef-Bitterwasser, in mhr als fünfundzwanzig Jahren von unvergleichlicher Popularität. Die Wirkung ist eine nachhaltig auflösende. Das Franz Iofef-Bitterwasser sollte in keinem Haushalte fehlen. ^«l. Danksagung. Anlässlich des I. Gründungsfestes des Werkmeister' Bezirksvereines für Laibach und Umgehung fühlt sicli derselbe angenehm verpflichtet, dem Laibacher P. T. PubJicum für den zahlreichen Besuch den besten Dank auszusprechen. Besonders danken wir unserem hochwohlgeborenen Herrn Protector Willi elm Treo. Stadtbaumeister und Architekten etc., ebenso der Firma 0. Tunnies, Bau Unternehmung und Maschinenfabrik, und allen Gönnern für ihre hochherzigen Spenden, welche sie uns zukommen heuen. — Weiters danken wir für den uns ehrenden Kes-nuli und die Spenden unserem hochgeschätzten Herrn ' ister Ivan Hribar und den Herren Gerneinderä' "den geehrten Herren Stabs- und Ober-Üfficieren der Garnison und unseren Ehren- und unterstützenden Mitgliedern. — Der Musikkapelle des Inf.-Reg. von Milde Nr. 17 aus Klagen-furt wird für ihre großen Leistungen der beste Dank ausgesprochen. — Unserem Herrn Restaurateur J. Lorber müssen wir auch für seine rührige, stramme und vorzügliche Bedienung danken. (2723) Werkmeister-Bezirksverein für Laibach und Umgehung. Zum Lackiere« von Blechwaren. Bronze'Imitalion, hochfein, aus Gipsfiguren. Vroii^icren von Tlu'ssrüqlttern ?c. riiiftielilen sich Vrüder Vberl, schriftenmaler, Lackierer, Van» und Vlbbel» Anstreicher, Laibach, Krancibcanergasse. (886) II 4 0^ (2231) 25—6 Chocolade ± «i» KÜFFERLE in allen Qualitäten ddafc zu beziehen durch: jeglic 8 teskovic, laibach. Danksagung. ^ür die aus Nnlass des vorzeitigen Hinschoben« unseres tief betrauerten, unvergesslichrn uns allseits erwiesene warme Iheilnahme, fiir die ! vielen prächtigen Kränze und Stränhe, welche dem i theuren verblichenen gespendet wurden, sür den rührenden Trauergesang sowie fiir das so zahlreiche und write Ehreugelrite, welches dem Verstorbenen aus seinem Heimgang? zur letzten Ruhe erwiesen wurde, danlrn hiemit allen verehrten Vctheiligten innigst die trauernden Familien Matthias Periin und Dr. Kavüiü. Laib ach am 10. Juli 1889. Zahvaia. Za premnoge dokaze iskrenega r.oiuitja, ki so iiatn doäli mod bolezuijo in ob smrti na$<; iskreno Ijubljene, muiadomestljive soproge, oziroma malere, taMe, stare malere, gospe Franciske Korvät izrckamo vsem prijateljem in znancem najloplejo zahvalo. Posebno se ä» zahvaljujemo vsetn daro-valcem prekrasnih vencev, gg. èevljarskim inojstiom in vsem, ki so riam nepozabno rajiK-o spremili k '/.adnjemu poOitku. Vsuiri skupaj: Bog plati! V Ljubljaoi iiut 10. julija 1899. Zaliijofi ostali. Danksagung. Für die zahlreichen Vewrisc herzlichen Mitgefühls, die uns während d»r Nranlhrit und beim Hinscheiden unserer inniggrlisble», unersl^lichen Oattin, beziehiinljs wrise Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Frau Francisca Horvät zugelommen sind, fagen wir allen Freunden und Be» saunten wärmsten Danl. Insbesondere danlen wir noch allen Spendern der schönen Kränze, den Herren Schuh« machrrmeistern und allen, die die unvergessliche Dahin» geschiedenene zur lehten Nuhestüttc geleitet haben. Allen sammt und sonders: Vergcll's Gott! Laib ach, den 10. Juli 1899. Die trauernden Hinterbliebenen. Laibacher Zeitung Nr. 156. 1252 11. IM 1899. Course an der Wiener Börse vom 10. Juli 1899. «««dem oMenm Coursblatte «. . » . . 'bell, «an Zta»t«»Hnlth»n. «^/, einheitlich? Nente ruar «ü^usl ^<^ «ü 100 8ü „Silber verz, Jänner Juli 100 45 100 «z ., „ .. «lpiil Octobei l0o«!iüz l«4ei 4°/, Otaatlwje 25« st, 17u b0l,?i üo 1««0er 5°'« .. gan^e 5<»> fl, 1»s So 139 «» 1»«0er 5°„ ,,F,!,>sleI 10» st, 15? 5« 15 196 2ö dto.....ö0 st 195 2b19S»5 »»/, Dllm.'Pfllndbr. k «0 st. »« « «49>— V/„ Oesterr. «olbrente. steuerfrei »19 4u 119 «u 4«/„ dto, Meute in ssronenwHyr., steuerfrei für 2 Kronen Nu«. l00 »ü 100 8, bto. bto, per Ultimo , . I00«b!i»0 8z >'/,°/» «fterr. Investitioni^.-nt« ftr »00 Kronen Nom. . . «'»ö S? li »ls«»»ahnV»aatsschul>ve^ schreibungen. »lisabtthuahn in O., steuerfrei ... ^. ..„ , !div, St.), für ION fi, «, 4«/„ "«'60 "?'2" Franz.Josef.Vahn in 2»'ber ,_,._,._,.. ldiu Zt.) f, 100 st. «om. »>/,'/, »« « Ills 3, »iubuilsbali!, 4°/„ in Kco>«»«. sleuerf. (div. Et,), sür 200 »r. Vurarlberglmlm 4°/, l, Kronen»-steuerf.. 400 u. «KX> Kr. f. ^ ,^ »00Kr. «o«..... «««2 ,9«0 <^u Vt«atsschnldv«rschre!iun' ,e,llll>geNcmp.Vlftnb.'Nc< — «^4-» d<» fi. «. W. e>>/."„........«» —,»4- dlo, salzb^lir. «00fl,ö,W ä°/, «4'bO^b'b« ««l-Karl'Lubw.««. «X)!l, U« »ll «0 «>2 »« V«N> V»l« V>« Staate znr Zahlung übernommene «isenb.'Pslor.» Obllgatlunen. Clisabethliahn 6«o u. « Vl. LNO M, 4"/„ . , . . llg — lis 50 ssrauz Iokf U,, «m. 1884. 4»,. »«20 99 »0 walizischs Narl-Ludwig.Uah», »ivers« Stücke 4«/„ , , , . 9810 »9 -«jorarlberger Bahn. U34, 4»/^(diu, Zt)E,.f. UX, fl. N, 98 10 »9-- Ung Vuldrente 4°^ per «aff« l19 30 l>9 5<> dln, dto, per Ultimo , . . . llö'lo 1^9 zy dlo, Nrnte in Kruo.'nwühr., 4"/« fteuerfl-si s,ir Ä»>Nru,!e» Num, S«'6i 9? 0» 4«/„ ol«, d!o per Ultim» , . 9»'85 9? »z dtoCt /,"/, l0U!X> »0l 40 bto, Vtaat« Obli« (Ung, Oüli.) v I. <87«, »«/«..... l«9 ?0 l«0'7« dto. 4>/,"/„«chanlregal Äbl. Odl. lOU— lNl — dto, Vräm Änlk 1»N fl, 0. W. ino - lS" b» dto bto. il üo fl. », U, l«l.-—»S«1»0 lhe>tz'Nt,..Lofe 4»/. lonau'Ne> «lnleben der Et^idt Oörz . . l« — — - Anleden d. Ltadlnemnno« Wien 10« ?» »04 ?K Anleden d. Otabtgemeinb« Wie« lSilbtr oder «o«d) . -1,4 ?Ü l«5 5" Pl!lM!.n A»l, b. Gladtg», Wie« l?»-?, l?9 50 Vvr!el«u «mehnl. >«rl»»». »«/, ,lu »l» )i >üsterr. Uanbe« Hl»p .Unst. 4°/„ gg '.'0 ,uo 70 O«lt'Ung, Na»l oerl, 4°/, . . l, — bto, bto, bnjÄhr. ,. 4»/, . . llx,'. »öl-. Hpaicaffe,'. bst.. »0 I. 5>/,»/» vl. l^^> 50 - -. Pslorlliils Vbligalloneu (s„! n»0 la»d^ !«ocol..il)i> » l<» 5U loo ö Vesterr. Norbwestbahn . . . «»z« ü>»!l,a». 3taatsl«,hn!l"/ntlNic«,5ll0p,st. ,-il» .5 üiil 75 Eiiboohn »"/„ kssrc«. 500p, T» !l«8-4»!n)g 4s, bto. ü°/^^z!UUfl, p. l00fl, I2i Vü^l!«!i ?!> Ung'gallz. Nlchn..... 10? b<» i0« ü 4"/o Uüteilrainrr Vllhnen . . l»u b« llXl- Dank-Hrllen (per Ltück). «nglo-veft. «anl »00 fl. «0^« » l5» ,5 lb» 7l» Va»tvertin, Wiener, 100 fl. . «?< °» »?ü »0 Äubcr,-«nst.,0est.,i.-0<)fl,E,4l^ «i'< -i4«3 - Irdt.'Änft. f. Hand. u « i«!»»st. —-- ------ dto, dt«. per Ultimo Eepl:,i. »82-—3«>> b« «rebitbanl.Nll«. ung, »ou fl. . ä«>>50 ,9l °o Deposttenbaüt. M«., »00 fl, . ^"-— ,„5 - ctHcun!ft!e«eI,, Nbrost., ,^0«> ft. ?»2't»0 7K7 b>> Giro'»«assenv,, Wiener, !i00f>. »«2-— »«4-ht,potl)eN>,,Oest,.2»0fI,!l5",>.V. »»25 9t> 50 L«!ideil>ll»l, 0est„ L fl. . . »4^ z,b «4« ?„ Oesteri'üngar »anl, 600 sl. . UN'—,»,» - Unionbanl z! Ware Actien »on Hlanllpolt» Anttlnehmungtn (per Stuck). ' Äüw», Nordbah,! l50 fl. . . »4l — «4« «0 Buschlichraber Eis, 50U fl, »»«. 2!ll.V°dt!!bc>ch,'rufl,2. »63-- !il«> - ferdixand« iltordb, KiuoslilM. «ü0- «2«0 Uemb, 'llzernow.' Iassy«ltisrnb.» «esclllchaft llüv fl. G. ..»»? — 2«?»a< Aoyb. vest., trieft, üoo sl.EVl. 440-- 444 - Oesterr. Äiorbwestb. lwo fl. 3. »45 ü,> ^4»-- dto. bto. !> «6"-l,!' Prag-Duxer Elsenb. 150 fl. O. . 96 75 l«0 - ZtaatÄsisenbahn 200 sl. 8. . »48 ld 34?»!» äüdbahn !i»N sl. O..... ?? 75! ?«'?i, Küdnorbd. Verb,'». »00 fl. IN. l98 10 199'ic Tlamway-Ves.,Wr,.i70fl.«.W. — — — - dt». Vin, !»«?, 200 sl. . . 457 - 4b9> Iramwau «es., Neue Wr., Pri»> rität» «ctie» l<><> fl, , . . 134 — l«^'- Un«..a.aliz. <» llng Uestb,(«allb-Vr«z)i!00fl.V. «4-—«!5' - Mener 2«calb— zndustrie.Altien (per Ztücl). «augef., »ll«. »ft. 100 sl. . . W8-- l<'8-o0 «gtzdier «ise». uilb Ltahl lU0 — »eld ,,«, «rebitlose lou fl...... 1,7 ^ <«»,_. lllary.Lose 40 sl. ..),» .5.«^ blo. bt», II, «m, 1X9 . . !?, ^3," «.lbach« 2«s....... 55 z„ Z^ ,z Deviftn. «mfterbam . . . . ^ . . ,«»0 994» Deutsche Plütz«...... 5« 95 »9 »>» lionbon........ l»0 »2 1»« ?i Par«» ........ »?«<. »?87, «t. V«tel»bul,..... l,?-i^7»»i Valuten. Ducaten........ z«« ^.7^ »0.yillnc»^«icke..... ,'bü. ,,«, Pe»!sche N>-ich«banlnot«n . . z»"»5 ^90^ I!lllic!,Ü!l„, Baiitnoteu ... tlb. ^^ «l P»i ¦u-a.t«r «if »n*m. Vnraclllviiia dwr JfurtaL firzlttui vi« lar-tliliH* I" Cfitt-CtrrMf m Mt lU^Cwto.