Nl. 159. Freitag, 14. Juli 1899. Jahrgang 118. OMcher Zeitung. VrNnnmerattonoprel»: MX Post vrlstüd >, «g : ganMsill sl. lü, halbjHlirig sl. 7 b», In, Lomptoir: «anzwdrlg ,,. ,,, halbjährig sl. b ü». stur die »u^llu»« !"« Hau» aan^^ri« fl. l. - Insertions«»»»»: giil ll«U>e Iujfiale b!« zu 4 Zeilen lib tr,, «rohere per ««<>« « lr: del »Itere» »Ujlebecholungen pel Zelle 3 tr Die «^llib. Zla,» erlckrlnl >ü,l!ch, mil «u»nahme der Lonn. und »eiert»«» Die »b»l»i»l«tt»« befinl»» ftch ««»N8le!»p>»v «r, ü, die «etzactl«« «almberzlzergllss, Nr lb, Gprechftunben der «edllctlon von « bi« «U Nhr »» mitt»«». Unflnnlierte Vri,?) wurde die Weileruerbreilung folgender 4"tsserzeugnisse verboten: Nr. 9881 «Deutsche Zeitung» (Abend'Ausgabe) vom 5ten Älr. ^8 (Wll) «Pschütt! Caricature», vom 8. Juli 1899. Nr. 4V «Nationals Zeitung» vom 24. Juni 189^. Nr. 85 «Viela Zeitung» vom 24. Juni 1899. Nr. 51 «Ascher Zeitung» vom 28. Juni 1899. Nr, 51 «Egerer Nachrichten., «Falll'na,! - tt'önigSberger "vllszritung» und «Neudccl>r Nachrichten» vom 28. Juni 1899. Nr. 15 «('?o«ll» »«m>u»t.itn<>»l» vom Itt. Juni 1899. , Nr. 47 «Aussig < Karbiher «oltszcitung» vom 21strn Nr. 9 .Der Vorwärts» vom 18. Juni 1899. ^ c ^^ ^ »nd W «l^ito! ^i.l». (Wilder Nebraska) vom -b. Aai und 1. Iulli 1899. Nr. 20 .lll»»i /.« ,Hz»,lHnl ^l<>r»v7» vom 83. Juni 1899. Nr. 2« ,l.!^liu»('» vom 25. Juni 1899. . ^ Nr. 281, 282 nnd 263 «r»tri». vom 2. Inni, 4. Juni und 18. Juni 1899. Richtamtlicher Theil. Zur Lage. Mehrere oppositionelle Blätter erörtern anlässlich oes Abschlusses der parlamentarischen Verhandlung in Ungarn neuerdings den Ausgleich und suchen hicbei angebliche Aeußerungen des Haudelsministcrs Freiherrn Müuli im Industrierathe als das Bekenntnis der Mrreichischen Regierung hinzustellen, dass der Bilinsli-lHe Ausgleich dnrch die jüngsten Vereinbarungen noch verschlechtert worden sei. Die «Neue Freie Presse» meint, Freiherr Dipauli, werde diese Rede nicht mehr aus der Welt schaffen können, denn die Regierung habe hienach nicht einmal die Entschuldigung, sich über die Tragweite des Ueber-eintommcns mit Ungarn getäuscht zu haben. Die Umgehung der Verfassung durch Anwendung des 8 14 könne, wenn überhaupt, nur eine einzige Rechtfertigung haben, nämlich den Erfolg; aber ohne Erfolg werde sie niemals verziehen werden. Das «Neue Wiener Tagblatt» meint, wenn es auch den österreichischen Ministern gelungen sei, in letzter Stunde noch etwas zu retten, so sei es keinesfalls viel gewesen, sonst wäre der Ausgleich im ungarischen Parlament nicht so glänzend durch-gcdrungen. Aber man werde sich auch in Ungarn überzeugen müssen, dass man sich auf schwanken Boden begeben habe, indem man den § 14 in Kauf nahm. Den Ungarn werde die verhängnisvolle Bedeutung des parlamentslosen Zustandes in Oesterreich für ihren eigenen Staat noch llar werden. Auch das «Neue Wiener Journal» klagt darüber, dass das ungarische Ministerium der Umgehung des österreichischen Parlaments durch eine weitherzige Interpretation Vorschub geleistet habe. Die Rede des Handelsministers im Industrierathe besprechend, meint das «Prager Tagblatt», der Minister habe damit eine so scharf treffende Kritik des Ausgleiches gegeben, dass dem Industrierathe eigentlich nichts mehr erübrige. Noch eine solche ministerielle Vertheidigung des Ausgleiches im Reichs-rathe, und jede logische Berechtigung der parlamentarischen Genehmigung wäre geschwunden. Wie jedoch dem «Vaterland» von unterrichteter Seite mitgetheilt wird, ist der Text der Rede des Herrn Handelsministers im Industrierathe, gegen den sich auch eine scharfe Polemik der Budapester Blätter richtete, gar nicht authentisch. Gegenüber dem Proteste der deutschen Volttpartei wider den § 14 erinnert das «Grazer Voltsblatt» daran, dass es hauptsächlich diese Partei gewesen sei, die eine solche Regierungs-Methode verursacht, die das Parlament gewaltsam todtgeschlagen und die Berathung der für das Voltswohl wichtigsten Gesetze vereitelt habe. Die «Ostdeutsche Rundschau» beschuldigt die Regierung, dass sie die Entscheidung über die Wiener Wahlreform hinausschiebe, um Christlichsociale und Socialdemokraten möglichst lange in Schach zu halten und beide Parteien zur Zurückhaltung in den großen inneren Fragen zu bestimmen. Politische Uebersicht. L«ib»ch, 13. Juli. Wie aus Budapest gemeldet wird, wurden in der vorgestrigen gemeinsamen Ministerconferenz einige Formalitäten des Inslebentretens der nunmehr perfect gewordenen Ausgleichsvorlagen be» sprochen. Namentlich wurde bestimmt, welche Ver-zehrungssteuervorlagen mit Rücksicht auf die Pro-ductionscampagne dringend durchzuführen sind, da einige schon am 1. August, einige am 1. September 1899, andere aber erst am 1. Jänner 1900 ins Leben treten sollen. Es wurde ferner das Inslebentreten aller jener Vereinbarungen im Verordnungswege besprochen, welche in die ungarische Ausgleichsvorlage nicht aufgenommen wurden. Das «Fremdenblatt» nimmt bei Gelegen« heit der Besprechung der vierten Sitzung des Arbeitsbeirathes den Anlass wahr, um für die Regelung des Lieferungswejens in dem Sinne ein« zutreten, dass es nicht nur heihe »Oesterreich den österreichischen Industriellen», sondern auch «Oesterreich den österreichischen Arbeitern». Die Regelung des Submissionswesens müsse sich aber auch noch auf andere Aufgaben des Arbeitsschutzes erstrecken. Die «Reichswehr» richtet an die serbische Regierung die dringende Mahnung, in Verfolgung der Radicalen als Urheber des Attentate« nicht zu weit zu gehen und die Angelegenheit ausschließlich als eine innere zu betrachten. Die «Deutsche Zeitung» wendet ihre Auf-merksamleit der Frage zu, was geschehen könne, damit Oesterreich seine Ausfuhr nach der Levante behaupte, und beantwortet diese Frage dahin, dass den Botschaftern commerzielle Beiräthe, Handelsattaches zugesellt werden sollen. Pa Graf Goluchowsti die Bestellung solcher Beamten schon in der österreichischen Delegation im vorigen Jahre angeregt habe, so wäre es an der Zeit, nun an die Ausführung zu schreiten. Für Oesterreich sei es eine Lebensfrage, sich auf dem Orientmartte zu behaupten, da auf einem blühenden Levantehandel nicht bloß die Blüte der österreichischen Industrie, sondern auch sein politisches Ansehen beruht. Wie die Agenzia Stefani meldet, wurde General Giletta, der in Frankreich wegen Spionage verurtheilt, vom Präsidenten Loubet aber bald darauf begnadlgt worden war, bei seinem Eintreffen in Piacenza auf Befehl des Kriegsministers in strengen Arrest gesetzt. Feuilleton. Salllsate in der Heimat. . Dem . Lucalanzeiger» werden aus Pamplona unter ^Nl 7. d. M. die folgenden interessanten Details aus ^arasates Leben in seinem Heimatlande geschrieben: Spaniens Geigerlönig, der sein Leben ganz und sar auf Reisen im Auslande zubringt, vergisst über "n Fremde seine heimatlichen Gefilde nicht. Einmal "n Jahre lenkt Pablo Sarasate seine Schritte nach ^n Fluren des stolzen kleinen Reiches zurück, das so Aele große Männer geboren hat, wo seit dem grauesten Mttrthume die Poesie so wundersame Blüten getrieben, "ach dem lernigen Navarra, und lehrt im schönen -Pamplona ein. wo seine Wiege stand. Eine Festwoche vurchrauscht dann das gute Städtchen. Vom Gouverneur und Alcalde bis aus das geringste Bettler« ^nd streut alles dem mächtigen Zauberer Blumen aus ^ Weg, von allen Triumphzügen, die dem Meister n der großen Welt bereitet werden, vollzieht sich hier ^dieser kleinen Welt die eigenartigste Huldigung. "°er sie ist gegenseitig. Sarasate ehrt seine Mitbürger roenso glänzend, wie Pamplona seinen Pablo, all « ^"^ letzt wieder weilt er, aus dessen Instrument ^e^ aufrauscht, was das Menschenherz bewegt, was "le Phantasie träumt, was Felder und Wälder fingen .^ weben, wieder in seiner Heimat. Auch jetzt wieder ?N Sarasate der jubelndste Empfang zutheil geworden, "«e rlnen geliebten Herrscher hat ihn die Bürgerschaft auf dem Bahnhofe begrüßt, das Volk hat ihm die Pferde seines Wagens ausgespannt und ihn selbst nach dem Hotel, wo er absteigt, gezogen, hat ihn auf seinen Schultern die Treppen des Hauses hinaufgetragen. Ansprachen sind gehallen worden, Ehrenjungfrauen haben ihm Blumensträuße überreicht, in nächtlichen Ständchen hat das Volkslied und die Guitarre die heimischen Weisen zu stinen Fenstern enlporgetragen. Pamplona hat aber auch keineu dankbareren Sohn als Pablo de Sarasate. Keinen Pfennig Geldes nimmt er aus seiner Heimat mit fort. Ihr gehört alles, fließt alles wieder zu, was er dort erwirbt. Der Ertrag seiner drei großen Concerte, die er dort gibt, wandert ins Hospital, an die Kirche, zu den Armen. Sarasate ist in jeder Beziehung den Singvögeln des Waldes gleich. Von Zweig zu Zweig flattert er und schmettert er seine Iubellieder m dle Lüfte hinaus. Jeder Tag erwirbt ihm nur, was er für den Tag braucht. Schätze sammelt er nicht an. Er besitzt nichts. Was ihm die Geige einträgt, verschenkt er, gibt er her zu wohlthätigen Zwecken. So bekannt und selbstverständlich ist dieje seine großherzige Verschwendung, dass einst seiner Bewunderer einer, der ihm em prächtiges Häuschen gelauft und zum Geschenke gemacht, da er es dem verehrten Künstler überwies, die woyl-gemeinten Worte hinzufügte: «Das Haus »st dem, dir gehört es und deinen Erben. Du sollst darm wohnen und schalten, wann immer du kommst. Aber den Besitztitel gebe ich dir nicht in die Hände. Sonst wandert das Haus morgen als Geschenk an wer wech wen!» Hat doch Sarasate sogar die persönlichen Ehren» gaben, die ihm Kaiser und Könige verehrt, an seine Vaterstadt hergegeben, die sie dereinst zu einem Museum vereinigen will. Er selbst hat nichts behalten, als seine Geige, den bekannten Stradivarius, den ihm seine Londoner Verehrer für 1^00 Pfund Sterling getauft haben. Auch dies Instrument wird selbstverständlich nach seinem Tode der Heimatstadt zufallen. Großmüthig gegen alle, ist Sarasate auch fürsorglich und liebreich gegen seine Geschwister gewesen, zwei Schwestern, von denen die eine in Pamplona, die andere in Saragossa verheiratet ist. Er l)at sie durch seine Spenden aller Lebenssorgen für immer enthoben. So viel und Zahlreiches mehr wird jedem mtt ehrfürchtiger Bewunderung erzählt, der in Pamplona über Sarasate Nachfrage lM. Wa« daran wahr und was Legende ist, Legende, die bereits emen dlchteu Sagenkreis um den spanischen Geigertön.g gewoben bat das weiß nur der Meister seldst, und aus den, »st wenig oder nichts über sich selbst und seine Jugend ^"°"Nach"dem, was seine Mitbürger zu melden wissen, ist Padlo de Sarafate im Jahre 1844 geboren, also jetzt 55 Jahre alt. Seiner Mutter Name war Spante, lein Vater war Kapellmeister im dritten spanischen Artillerie - Regimente. Ein enragierter Republikaner, machte der alte Francisco Sarasate aus seinen Gesinnungen lein Hcyl. Die Folge davon war, daft er als politischer Verbrecher ms Gefängnis wanderte. Seine Frau und Pablo wurden so des Ernährers beraubt und dem größten Elend preiöMeluu. Ewe Laibacher Zeitung Nr. 159. 1276 14. Juli 1999. Wie man aus dem Haag schreibt, mache sich bei einem Theile der Delegierten der Friedens-Eonferenz bereits eine gewisse Müdigkeit und Abspannung bemerkbar, die in nicht geringem Maße auf ihre Verstimmung über die Unzulänglichkeit der bisherigen Erfolge dieser Versammlung, anderseits auf persönliche Momente zurückzuführen sind. Manche Bevollmächtigte erwaiten daher mit Ungeduld den Schluss der Conferenz und zeigen sich von der Aussicht, noch bis gegen Ende dieses Monates im Haag verweilen zu müssen, unangenehm berührt. Die gegenwärtige Verzögerung der Arbeiten sei hauptsächlich ein Werk der Vertreter kleinerer Staaten, die vom Sitze der Conferenz entfernt liegen, da die betreffenden Delegierten ihren Regierungen genügende Zeit zum Studium des Entwurfes für die «friedliche Regelung internationaler Conflicte» eingeräumt sehen wollen. Als der Vorsitzende der dritten Commission kürzlich die nächste Sitzung für den 14. d. M. anberaumen wollte, verlangten die griechischen Delegierten eine Verlängerung der Frist um mehrere Tage und Herr Bourgeois sah sich gezwungen, nachzugeben, als der rumänische Delegierte Herr Bel dim an seinen griechischen Collegen mit dem glücklichen Einfall beifprang, dass die Conferenz am 14. d. M., dem Tage des französischen Nationalfestes, aus Sympathie für Frankreich keine Sitzung abhalten sollte. Dies hatte nun einen Aufschub bis zum 17. d. M. zur Folge. Es ist vorauszusehen, dass die Debatte über den erwähnten Entwurf mehrere Tage in Anspruch nehmen wird, und dass insbesondere seitens der Vertreter der kleineren Staaten nicht wenige Einwände werden erhoben wer» den. Beträchtliche Abschwächungen der Bestimmungen dieses Entwurfes, zumal bis derselbe auch im Plenum der Conferenz erledigt sein wird, können daher, nach der allgemein herrschenden Ueberzeugung, nicht aus» bleiben. Nus Valencia wird gemeldet: Die Behörden beschlossen, den Belagerungszustand aufzuheben. Tagesneuigleiten. — (Die Widerspenstige.) Im Thiergarten des Schönbrunner Schlossparkes spielte sich diesertage eine interessante Scene ab. Ein Wiener Hofphotograph hat die Erlaubnis erwirkt, im Thiergarten Aufnahmen zu machen, und als erste sollte die prächtige Elefanten-gruppe photographiert werden. Als der Photograph mit seinem Apparat erschien, hatten sich die drei Elefanten in der denkbar besten Laune befunden. Erst als er den Apparat ausstellte und die zwei Wärter die Thiere zu einer Gruppe zusammenzustellen suchten, kam es zur Widersetzlichkeit. Sango und Poloi ließen sich anfangs willig beim Ohr nehmen und Poldi legte sich sogar auf Geheiß nieder. Vlizzi jedoch betrachtete mit aufgestellten Ohren misstrauisch den schwarzverhängten Kasten, und als sie der Wärter bei einem Stoßzahn nahm und zu den anderen führen wollte, stieß sie plötzlich ein betäubendes Gebrüll aus und flüchtete mit hochgehobenem Rüssel. Alles Zureden seitens der Wärter half nichts, Mizzi war nicht zu bewegen, ein freundliches Gesicht zu machen. Ihr unausgesetztes Trompeten machte auch die beiden anderen Elefanten und bald den ganzen Thiergarten rebellisch. Minutenlang durchtönte den Park ein Thier« stimmenconcert, das wahrhaft ohrenzerreihend war. Der Photograph gelangte nicht dazu, eine regelrechte Aufnahme zu machen und musste unverrichteter Sache abziehen. — (Eine wertvolle Bereicherung des zoologischen Museums in Agram) bildet der am 7. d. M. in Buccari gefangene riesige Mondfisch (OrtküForigeug mala 1^..), der von den Fischern dem Nationalmuseum gespendet wurde. Mit dem Eingeweide wog der riesige Fisch 700 kx, ohne Eingeweide 549 k^. Die Fischer sind der Meinung, er könne an 100 Jahre alt sein, obzwar dies genau festzustellen unmöglich ist. Vom Munde bis zum Ende (die Schwanzflosse fehlt) hat er eine Länge von 2 20 Meter; die grüßte Höhe hat er zwischen der Nacken- und der Bauchflosse, die 1 45 Meter beträgt; von der Spitze der einen Flosse bis zum Ende der anderen misst er 2 65 Meter; das Auge ist 8 «m groß. Der Mondfisch ist pelagisch, d. h. er hält sich an das offene Meer und ist in allen Meeren der tropischen und gemäßigten Zone, wenn auch nicht oft, anzutreffen. Der Fisch zeichnet sich dadurch aus, dass sein Körper phosphoresciert. Im Agramer Nationalmuseum befinden sich bereits sechs Exemplare derselben Fischart, doch sind alle bedeutend kleiner, und dürfte ein Mondfisch in der Größe des jetzt erhaltenen kaum in einem Museum der Welt anzutreffen sein. Die Exemplare in den Museen iu Padua und Wien sind bedeutend kleiner, und sogar das Exemplar des Londoner Museums, das bei Portsmouth gefangen wurde, mifst nur 2'12 Meter. — (Eine waghalsige Fahrt.) Vielleicht die aufregendste Vorstellung, die jemals ein Radfahrer dem Publicum vorführte, war die von Round, der kalt-blutig über eine schwebende Brücke von nur 10 Zoll Breite und 80 Fuß Länge fuhr. Die Brücke, die den Hoosac River überspannt und nur von zwei Drahttauen gehalten wird. hat nur ein einziges Drahtseil als Geländer. Nachdem Round die Brücke glücklich passiert hatte, machte er kehrt und legte die Fahrt über den schmalen Pfad noch einmal zurück, um den Photographen Gelegenheit zu geben, ein Bild von ihm aufzunehmen. Es war eine verwegene Fahrt, denn bei der geringsten Abweichung von der geraden Linie wäre der Fahrer 100 Fuß tief in den gähnenden Zchlund gestürzt. Die Thorheit, die sich in diesem zwecklosen Wagnis offenbarte, kommt der Kühnheit des spleenigen Amerikaners mindestens gleich. — (Wer hat recht?) Wie die Pluderhose scheint die Cigarette in Amerika einen Krieg zwischen ihren Angehörigen und deren Gegnern zu entfachen und jeder Tag meldet von irgend einer cigarettenfeindlichen Demonstration. In einem fashionablen Hotel saß vor wenigen Tagen Mrs. Elsa Gray und rauchte in Gesellschaft ihres Mannes und eines Freundes gemüthlich ihre Cigarette. Mr. Tavener, der Besitzer des Hotels, empört von dieser «unweiblichen» Gesinnung, ersuchte die Dame, sofort ihre Cigarette wegzulegen. Mrs. Gray erwiderte ihm darauf, dass sie selbst im Traume ein solches Ansinnen als Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit betrachten würde, und deshalb den Herrn er« suche, sich gefälligst um seine Speisen zu bekümmern, die seiner Sorge weit bedürftiger wären, als ihre Cigarette. Mr. Tavener, in seinen heiligsten ^u,!)!« ä'll^w-Gefühlen gekränkt, citiert einen Schutzmann, der seltsamerweise in diesem Lande auch zu finden war, als man ihn brauchte, und lässt die Dame zum Friedensrichter führen, der folgendes falomonisches Urtheil fällte: Er fprach die Dame frei, mit der Begründung, dass sie ein Recht gehabt habe zu rauchen, ebenso wie der Wirt sie hinauszuweisen und der Schuhmann sie zu arretieren. Da nun alle recht hatten — wer hatte da eigentlich wirtlich recht?? __________ Vocal- und PromnzialMachrichten. Generalversammlung der k. k. Landwirtschaft«-Gesellschaft für Drain. — Unter außerordentlicher Betheiligung der Mitglieder fand gestern vormittags im Saale des «Katolisli Dom» die diesjährige Generalversammlung derk. k. Land-wirtschasts-Gesellschaft für Kram statt; insbesondere hatten sich die Mitglieder aus dem geistlichen und dem Bauernstände sehr zahlreich eingefunden, so dass der geräumige Saal bis auf das letzte Plätzchen besetzt war. Um 9 Uhr vormittags eröffnete der Präsident der Gesellschaft, Herr lais. Rath Murnil, die Generalversammlung mit einer Ansprache, begrüßte die Versammelten namens des Centralausschusses auf das wärmste und dankte insbesondere den Vertretern der I. l. Regierung, des Landesausschusses und der Stadtgemeinde Laibach für ihr Erscheinen sowie auch für die thatkräftige Unterstützung, welche namentlich die Regierung und das Land Kram der Gesellschaft stets entgegengebracht baben. Mit tiefgefühlten Worten gedachte der Präsident des entsetzlichen Vorfalles, der sich am 10. September vorigen Jahres an den Gestaden des Genfer Sees zugetragen, wo unsere erhabene Kaiserin unter der Hand eines Mörders ihre edle Seele aushauchte. Die Gesellschaft hat ihrem Mitgefühl durch Entsendung einer Deputation zu Seiner Excellenz dem Herrn Landespräsidenten Ausdruck gegeben, welche dem Landeschef die Bitte vorbrachte, den Ausdruck des tiefsten Mitgcfühles an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. Der Präsident gedachte weiters der wichtigsten Momente der gesellschaft-lichen Thätigkeit im abgelaufenen Vereinsjahre und schloss seine Ansprache mit einem dreimaligen «Slava» auf Seine Majestät den Kaiser als mächtigen Beschützer und Schirmer der Landwirtschaft, in welchen Ruf die Verfammlung begeistert einstimmte. Der Vertreter der k. k. Regierung, Herr Vezirls-haufttmann Dr. Edler v. Cron, begrüßte die Versammlung namens der l. k. Regierung, welche die erfreuliche Entwickelung der Gesellschaft mit lebhafter Sympathie begleite und gewiss stets gerne bereit ist, die gesellschaftlichen Bestrebungen, die Landwirtschaft zu heben, nach Kräften zu fördern. Herr Landeshauptmann v. Detela versicherte die Gesellschaft, dass das Land nach wie vor die k. l. Landwirtschafts - Gesellschaft kräftig unterstützen wolle, während Herr Bürgermeister Hribar namens der Landeshauptstadt der Freude Ausdruck gab, dass die Gesellschaft, die sich um die Hebung der Landwirtschaft in Kram unvergängliche Verdienste erworben, iu Laibach ihren Sitz habe; er sprach schließlich den Wunsch aus, dass der neuzuwählende Eentralausschuss aus dem eingeschlagenen Wege rüstig fortschreiten möge. Sodann erstattete der Direct»r der Gesellschaft, Herr G. Pirc, den Rechenschaftsbericht des Central-Ausschusses für das Jahr 188U. Der Ausschuss könne im allgemeinen mit Befriedigung auf seine Thätigkeit und die erzielten Erfolge zurückblicken. Im Jahre 189« traten der Gesellschaft 673 neue wirkliche Mitglieder bei, demzufolge die Gesellschaft mit Schluss des vorigen Jahres 18 Ehren-, 9 correspondierende nnd 4233 wirkliche Mitglieder zählte — eine Anzahl, wie sie leine andere ähnliche Gesellschaft in Oesterreich auszuweisen hat. Die wirklichen Mitglieder vertheilen sich auf 94 gesellschaftliche Filialen. Redner gedachte mit warmen Worten des mit Tod abgegangenen Mitgliedes des Centralausschusses Herrn Arthur Folatowsli, der ein eifriges und außerordentlich thä-tiges Mitglied der Gesellschaft gewesen. Ehre seinem Andenken! vornehme Dame nahm sich des genialen Knaben an, der damals schon wunderbar die Geige handhabte. Sie war es auch, der Legende nach, die der verlassenen Mutter den Rath gab: «Du gehst nach Madrid zur Königin! Pablo soll ihr etwas vorspielen. Das wird helfen.» Gesagt, gethan. Mutter und Sohn wanderten nach Madrid ins Schloss zur Königin. Es gelang der bedrängten Frau, eine Audienz bei der Monarchin zu erwirken. Ihren Knaben an der Hand, der seine kleine Geige fest unter dem Arme trug, trat sie in den könig« lichen Salon. Der Königin gefiel das winzige Bürsch-lein ausnehmend. «Die Geige spielst du?. sagte sie freundlich. «Was kannst du denn schon?» «Alles, was du willst!» erwiderte Pablo herzhaft. «So? Nun, dann lafs einmal hören!» Und der Kleine begann zu spielen, was ihm der Geist eingab. Aber was tönte nicht alles aus dem winzigen Instrumente heraus! Da erllangen nordspanische Vollsgesänge, da wehklagten andalusische Flamencos, da wirbelte die Iota, da näselte die Hirten» flöte der Gallingos, da summten die Maulthiertreiber ihre Dudelsacklieder. Die gesammte buntspanische Musik schien in das Violinchen des schwarzlockigen Kindes hineingezaubert zu sein. Der stattlichen Frau Isabella rollten die dicken Thränen über die Wangen herab, und als Pablo sein Spiel geendet, sagte sie entzückt zu ihm: «Junge, verlange von mir, was du willst! Es ,st d»r ,m vorau« gewährt!» «Die Begnadigung meines Vaters!» erwiderte Pablo mit zitternden Lippen und — er erhielt sie. Der alte Francisco lehrte aus dem Gefängnisse zu den Seinen zurück. Trotzdem und trotz der königlichen Huld muss es aber doch der Familie Sarasate recht traurig ergangen sein. Man scheint nicht recht zu wissen, was eigentlich aus dem Vater nach seiner Freilassung geworden, wohin er gekommen ist. Die Mutter ist nachher in großer Armut im Hospitale gestorben, und Pablo wurde nach Paris gebracht. Dort errang er schon mit sieben Jahren die größten Auszeichnungen auf dem Eonservatorium, und mit achtzehn Jahren war er — Sarasate geworden. Jetzt nun wandelt er wieder als ergrauter Mann auf den Stätten feiner Kindheit. Heute hat er fein zweites Concert in der großen herrlichen Kathedrale von Pamplona gegeben. Morgen folgt sein drittes Concert. Wer ihn in dem feierlichen alten Gotteshause spielen hören wollte, der musste früh, sehr früh auf-stehen und sich an Ort und Stelle begeben. Denn drei große Kathedralen fassten die Menge nicht, die da herbeiströmt und Platz haben will. Und wer das Glück gehabt hat, Sarasate in dem gewaltigen, tiefernsten Bau zu laufchen, der vergisst die Stunde sein Lebtag nicht wieder. Der hat die Welt langsam vor sich versinken, die Wölbungen der Kirche sich öffnen sehen, und der ganze Himmel mit all seinen lichten Eugelein hat sich liebend zu ihm herniedergcneigt. «oman von «l. «aft. (69. Fortsetzung.) «Es ist so!» lautete Leczinskls Erwiderung. «Dann hat er sich aber gründlich verlaufen!» lachte Etienne. «Ja, ja, die polnischen Wälder sind groß!» rief Sonja und stimmte fröhlich ein in das Lachen ihres Verlobten. «Ich weiß nicht, was dabei fo lächerlich ist!' murrte Leczinsli und zuckte mit den Achseln. «Vielleicht hat deinen Freund gestern auf seiner Promenade die Nacht überrascht und er hat Unterschlupf bei einem Bauern gesucht,» meinte Lutowojsli und klopfte Wladimir begütigend auf die Schulter. «Beruhige dich nur! Er wird schon wieder zum Vor' schein kommen!» «Ich glaube eher, dass er abgereist ist!» entgegnete Leczinski. Aber dann würde Drubezloi dir doch etwas davon gesagt haben?, wandte der Graf ein. «Er hatte vielleicht Gründe, gerade das nicht z" thun!» betonte Leczinski und blickte Madame Luto-wojski scharf an, die bleich, aber lächelnd in ihrem Sessel lehnte. «Nun, das lässt sich doch leicht ermitteln, ob er einen Zug benutzt hat!» warf Etienne hin. «Man erkundigt sich einfach auf der Station danach.» «Ich war bereits gestern abends dort und ha^ auch jetzt wieder am Schalter Erkundigungen ein- Laibacher Zeitung Nr. 159. ,277 14. Juli 1899. Auf die gesellschaftlichen Filialen übergehend, welche einem dichten Netze gleich das ganze Land umspannen und zugleich die Haufttstärle der Gesellschaft bilden, betonte Redner die zweckentsprechende Reorganisation der Filialen, die nun als selbständige Fachvereine auftreten lönnen, wobei sie durch Mittel aus öffentlichen Fonden nachhaltig unterstützt werden. Die lrainische Landwirt« schaftsgesellschaft ist die einzige in Oesterreich, welche zur Lührung ihrer Geschäfte die Jahresbeiträge der Mit-glieder nicht in Anspruch nimmt, sondern dieselben — soweit sie nicht als ein Aequivalent für das von der Centrale Gebotene (Amlsorgan, Obstbäume ,c.) dienen — den betreffenden Filialen für ihre Localzwecke überlässt. Durch diese Einnahmen sowie durch die Staats« und Landes-Subventionen, welche die Filialen für bestimmte Zwecke erhalten, sind fie imstande. Ersprießliches zu leisten und ihren Mitgliedern wirtliche Vortheile zu bieten, welch letzterer Umstand bei einer Gesellschaft, die zumeist nur mit dem bäuerlichen Grundbesitzerstande zu rechnen hat, am schwersten in die Wagschale fällt. Eine große Anzahl von Filialen erhält ihre eigenen Vaumfchulen, im Weingebiete haben alle mit wenigen Ausnahmen Musterweingärten oder Nebschulcn; die meisten haben für den gemeinschaftlichen Gebrauch passende landwirtschaftliche Maschinen, mehrere haben genossenschaftliche Obstverwertungsanlagen ?c. Seit die Gesellschaft in ihr Programm die Vermittlung des Bezuges landwirtschaftlicher Vedarfs-artilel ausnahm, fiel den Filialen die wichtige Aufgabe zu, durch den gemeinschaftlichen Bezug die Transportkosten zu erniedrigen, anderseits aber in berücksichtigungswürdigen Fällen Erleichterungen bei der Bezahlung der bezogenen Waren zu schaffen. Die gesellschaftlichen Filialen besorgen somit alle jene Agenden, welche Aufgabe der so >chr gerühmten landwirtschaftlichen Consumvereine in Deutschland sind. wobei der Centralausschuss die Agenden der Verbandstellc besorgt. Betreffs der von der Gefellschaft geleiteten Institute und Unternehmungen wies Director Pirc zunächst auf die ^ Husbeschlagschule auf der Polana. Diefelbc hatte im! vorigen Jahre 12 Schüler, die sämmtlich den Curs mit' gutem Erfolge absolvierten und auch die Prüfung aus! der Fleisch« und Viehbeschau mit Erfolg ablegten. In der Anstalt wurden im Jahre 1898 über 1300 Pferde be-lchlagen. Praktische Demonstrationen über Fleischbeschau wurden im städtischen Schlachthause vorgenommen. Ausi der gesellschaftlichen Baumschule am Polanahof wurden Ml vorigen Jahre rund 15.000 Hochstämme und circa' 1000 Zwergbäume an Mitglieder abgegeben. Dank dem mächtig geweckten Eifer für die Pflege des Obstbaues in «rain genügt die Production der gesellschaftlichen Baumschule trotz den zahlreichen Filialbaumschulen kaum für dm halben Bedarf der Mitglieder, weshalb sich der Centralausschuss veranlasst sah, die Baumschule durch neuer-uche Zupachtuug von sechs Joch Area auf den Baron ^odelli'schen Gründen beim Schloss Thurn zu vergrößern, ^ie gesellschaftliche Baumschule ist nun die größte aus öffentlichen Mitteln erhaltene in Oesterreich, und der ^eutralausschuss kann daher mit Stolz auf sein großes Werk blicken. Die geräumten Aaumschulschläge wurdcu zu Culturversuchen verwendet. Ein wichtiges Ereignis in der gesellschaftlichen Chronik ist die Gründung der landwirtschaftlichen Haus-Haltungsschule iu Lnibach, welche anlässlich des fünfzigjährigen Regieruugsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers ^s Leben gerufen wurde. Dass die Gründung dieser Schule einem wirklichen Bedürfnisse entfprach, bezeugt schon in, Eröffnungsjahre die relativ große Anzahl der Schülerinnen. Die Schule ist im neugebauten Hause des Vincentius - Vereines zweckentsprechend untergebracht und mit einem Internat verbunden. Den theoretischen und praktischen Unterricht besorgen nebst den Fachlehrern Ordensschwestern des heiligen Franciscus. Eine gleich ersprießliche Thätigkeit entwickelt die landwirtschaftlich-chemische Versuchsstation, welche am 13ten August 1896 eröffnet wurde. Aus dem gleichen patriotischen Anlasse wurde auch der Iubiläumsfond zur Prämiierung von altgedienten landwirtschaftlichen Dienstboten gegründet, aus welchem schon im ersten Jahre 15 Dienstboten mit Prämien betheilt werden tonnten. Das fachgemäß redigierte gesellschaftliche Amtsorgan «Kmetovalec» hat nun eine Austage von 5000 Exemplaren erreicht. Von den einzelnen Mahnahmen des Central-ausschusses zur Hebung der Landwirtschaft in Krain hob der Berichterstatter insbesondere jene hervor, welche der Centralausschuss theils mit eigenen Geldmitteln, theils mit solchen des l. l. Ackerbauministeriums und des krainischen Landtages durchführte. Der landwirtschaftliche Pflanzenbau wurde durch Vermittlung des Bezuges guten Saatgutes für die Mitglieder gefördert. Vornehmlich bezog sich diese Vermittlung auf russische Leinsaat, llee-scidenfreien Kleesamen, diverse Getreidearten und Saat-lartoffeln. Besonders erfreulich in diesem Jahre sind die nachhaltigen großen Erfolge der Gesellschaft betreffs Einführung der Verwendung von Kunstdüngemitteln. Der Verbrauch von verschiedenen Kunstdüngemitteln hob sich im Jahre 1898 auf 150 Waggons gegen 90 Waggons im Vorjahre. Im ganzen gab die Gesellschaft Kunstdüngemittel an 1044 Besteller ab und betrug der Geldumsatz rund 80.000 fl. Zur Förderung des Weinbaues beschaffte die Gesellschaft 100.000 kß Kupfervitriol sowie 115 Peronospora-Sprihen. Der Obstbau erfuhr ausgiebige Förderung in erster Linie durch Abgabe von , vielen Taufenden von Obstbäumen sowie durch Erwirlung von Staats- und Landes-Subventionen für die bei zahlreichen Filialen bestehenden Obstbaumschulen. ! Die gesellschaftliche Förderung der Rindviehzucht bestand vornehmlich in der Verthcilung von reinrassigen Znchtstiercn und in der Veranstaltung von Rindvieh-prämiierungen. Die aus der Staatssubvention angekauften ! 28 reinblütigen Iuchtstiere wurden um den halben An« kaufspreis den Züchtern abgegeben. In gleicher Weise ! wurde die Schaf- und Schweinezucht nach Kräften gefördert. Bezüglich der Verbreitung guter lanowirtfchaft-^ licher Maschinen konnte der Centralausschuss dant der Landessubvention erfolgreich wirken und subventionierte zahlreiche Filialen behufs Anlaufes von Peronosporaspritzen. Trieuren, Wiescneggen, Milchcentrifugen ?c. Der Berichterstatter schloss seinen instructive« Bericht mit dem Antrage, die Generalversammlung wolle den ! Bericht zur Kenntnis nehmen und zugleich ihren Dank dem l. l. Ackerbauministerium, der k. l. Landesregierung, der Landesvertrctuna sowie der krainischen Sparcasse aus-, spreche», welche die Gesellschaft in ihrer Thätigkeit jederzeit nachdrücklich unterstützt haben. Der Antrag wurde mit Bravorufen angenommen, desgleichen der Antrag des Herrn Bürgermeisters Hribar, dass dem Central-ausschusse für seine ersprießliche und erfolgreiche Thätigkeit der Dank ausgesprochen werde. Herr Director Pirc trug sodann den Rechnungs-abschluss der t. l. Landwirtschasts-Gesellschaft pro 1698 llkzogen. leider ohne Erfolg!» versetzte Leczinski. «Von bleser Station aus ist Drubezkoi nicht abgereist!» «Dann hat er vielleicht die nächste Station aufsucht,. meinte Lutowojsti. «Bauern, die ihn dorthin fahren, fi„det er ja überall. Sei ohne Sorge! Er ^lrd dir ganz gewiss in den nächsten Tagen seine Adresse angeben, damit du ihm den Diener mit seinen Sachen nachschicken kannst. Ein etwas sonderbares Be-"chmrn. ohne ein Wort zu sagen, bei Nacht und Nebel auf und davon zu gehen, ist das ja, aber Leuten, die o nervös, so krankhaft erregt sind, wie Drubezloi, ist !" etwas schon zuzutrauen!» 'Dass er abgereist ist, steht für mich außer Frage!» >agte Leczinsli. «Ich hätte aber gern gleich gestern gemusst, wohin er sich gewandt hat, um ihm unverzüglich "achreisen zu können.» Lutowojski zuckte die Achseln. «Du wirst ihn schon wiedersehen,» sagte er, «habe 'Mr ein paar Tage Geduld. Er muss dir ja seine Adresse angeben.» . «Ich glaube kaum, dass er das thun wird!» memte Leczinski nachdenklich und schte, rascher spre-?end, hinzu: «Er sollte mir nämlich gestern abends uuer jemand Auskunft ertheilen und hat sich. um "cm aus dem Wege zu gehen, in aller Stille davon» «Ein närrischer Kauz!» sagte Lutowojsli topf« aiuttelnd. .Nun, vielleicht ertheilt er dir schriftlich "usknnft über die gewifse Person.» «Das hoffe ich!» kam es mit schwerer Betonung über Leczinslis Lippen und er heftete abermals den "llck starr auf Madeleine. 'Und thut er es. nicht, so können Sie ihm ja noch immer nachreisen!» meinte Madame mit ihrem kindlich harmlosen Lächeln. «Das werde ich sicher thun!» rief Leczinski. «Wenn ich nur erst seine Adresse hätte!» «Ja, die Adresse!» murmelte Madame und ihr Blick wurde seltsam leer. «Wenn Sie die wussten!» «Komm, Etienne! Lass uns in den Garten hinabgehen!» flüsterte Sonja ihrem Verlobten zu. «Findest du nicht auch, dass es langweilig ist, so viel über diesen mürrischen, nervösen Petersburger sprechen zu hören?» «Ja, in der That!» stimmte er ihr bei. und beide verließen, sich von Leczinsli verabschiedend, der bald nach ihnen ausbrach, das Gemach. «Wollen wir nicht anch ein wenig ins Freie hinausgehen?» fragte Lutowojsli Madeleine, sobald er mit ihr allein war. Sie schüttelte den Kopf. «Nein.» sagte sie. «lass mich hier! Es ist draußen überall so hell. so laut!» Er beugte sich besorgt zu ihr herab. «Du sahst heute morgen schon viel wohler aus,» sagte er zärtlich. «Gewiss hat Leczinslis Gesuch o,ch aufgeregt.» «O, durchaus nicht!» versicherte sie. «Ich glaube doch!» beharrte er. .UebrlgenS.» fügte er hinzu, «ist es mir ganz ^cht, dass DrubeM abgereist ist. Da Leczinski hier v.cl verkehrt hatten wir nolhwendigerweise auch seinen Freund oft be» uns fchen muffen. Der Verkehr mit diesem nervösen Men-schen wäre aber geradezu Gift für dich gewesen. Jetzt kann er dich nicht mehr belästigen.» (Fvlchtzm, jol,..) owie das Präliminare für das Jahr 1900 vor; beide Vurden ohne Widerrede genehmigt, desgleichen die Bilanz, der Inventarialwert betrug am 31. December 1698 l0.64l fl. 96 kr. und hat sich daher im Vergleiche ium vorjährigen UctivvermOgensstande um 114 fl. 31 lr. !rhbht. Ueber Antrag des Präsidenten Herrn lais. Rathe« Vlurnil wurde sodann Herr Landeshauptmann von Detela mit Rückficht auf die hervorragenden Verdienste, welche sich derselbe um die Förderung der Landescultur-interessen erworben hat, einstimmig zum Ehrenmitgliede der l. l. Lanbwirtschafts-Gesellschllft gewählt. Herr Landeshauptmann von Detela erklärte, dass er diesen Act nur als eine Auszeichnung der Lanoesoertretung. an oeren Spitze er steht, ansehe, in diesem Sinne die Auszeichnung acceptiere und der Versammlung den besten Danl dafür sage. Sodann wurde zur Wahl des Vicevrafidenten für die nächste dreijährige Functionsdauer geschritten. Herr V. Pirc aus Krainburg stellte den Antrag, dass der bisherige Vicepräsident, Herr Franz Povie. pvr ucc^iu mlUionciii wiedergewählt werde. Der fürstbischöfliche Kanzler Herr Sisla fprach sich gegen diesen Wahlmodus aus und verlangte, dass die Wahl mittelst Stimmzettel vorgenommen werde, worauf der Präsident die Wahl mittelst Stimmzettel anordnete. Unter großen» (Hedränge gieng nun der Wahlact vor sich, wobei einige Mitglieder der Gesellschaft mehrere Stimmzettel abgegeben und auch ein Nichtmitglied mitgestimmt haben soll. Nach Beendigung oe< Wahlactes erklärte Herr V. Rohrmann, dass beim Wahlacte Uncorrectheiten vorgekommen seien und dass daher er und seine Gesinnungsgenossen diesen nicht als giltig anzusehen vermögen. Herr Pfarrer Schweiger protestierte gegen diese Erklärung und verwahrte sich gegen derartige 'Zigeunereien». (Erregte Zwischenrufe: «Sprechen Sie anständig!») Die abgegebenen Erklärungen riefen große Erregung hervor, die sich noch steigerte, als Herr Dr. T a v c a r davor warnte, dafs die Agitation in eine Gesellschaft getragen werde, die doch hoch über den Parteien stehen sollte. (Lebhafte Bravo- und Protestrufe.) Redner verlangt Garantien, dass die Wahl correct vorgenommen werde, eine Wahl wie die heutige aber könne man nicht gelten lassen, und stellte schließlich den Antrag, dass die Vor-nähme der Wahlen auf vierzehn Tage vertagt und ein entsprechendere» Local acquiriert werbe. Dieser Antrag entfesselte gesteigerte Unruhe und wüste Lärmscenen, worauf der Präsident Herr kaiserlicher Rath Murnil erklärte, dass er diesen Antrag nicht zur Abstimmung bringe, vielmehr mit Rücksicht darauf, dafs eine Garantie für die Correctheit der Wahlen heute nicht geboten werden könne, die Versammlung schließe. Das Präsidium zog sich hierauf zurück. Tosende Protestrufe und anhaltender Lärm wieder-hallten im Saale, wo längere Zeit erregte Wechselreben stattfanden, bis über Aufforderung des Regierungs-Commissärs der Saal geräumt werden musste. Laibacher Gemelnderath. Unter Vorsitz des Bürgermeisters Hribar fand gestern abends eine außerordentliche Sitzung des Laibacher Gemeinoerathes statt, an welcher 22 Gemeinderäthe theilnahmen. Zu Beginn der Sitzung verlas der Bürgermeister eine Zuschrift der k. l. Landesregierung mit der Mittheilung, dass die vom Gemeinderathe beschlossene Abänderung des Stadtregulierungsplanes inbetreff der Parcelle des Sitticherhofes die Genehmigung der l. l. Regierung erhalten habe. Vor Uebergang zur Tagesordnung berichtete Ingenieur Civha als Verwalter des städtischen Elektricitätswerke« über die eingebrachten Offerte betreffs der zu vergebenden Arbeiten bei Aufstellung einer dritten Maschine im städtischen Elektricitätswerke. Die Arbeiten wurden der Firma Philipp Supancii als dem billigsten Offerenten übertragen. Sodann berichtete Gemeinderath ZuZel namens der Äausection über das Gesuch der deutschen Ritterordens-Commende um Genehmigung der Parcellierung des sogenannten «Deutschen Grundes' und stellte den Antrag, dass die Parcellierung, insofern dieselbe mit dem allgemeinen Regulierungsplane übereinstimmt, genehm»«! werde Auf den nördlich von der verlängerten Zolsstraße aeleaenen Baugründen habe das geschlossene, auf den südlich situierten Baugründen das offene Vausystem ohne Vorgärten Anwendung zu finden. Nach eimgen Ae-mcrkungen des Gemeinderathes Pavlin, welcher darauf hinwies, dafs einige Parcellen gar zu klein pro-jectiert feien, wurden die Anträge des Referenten angenommen. Gemeinderath Zuzek referierte weiters über die Offertverhandlung betreffs der in verschiedenen Stadttheilen herzustellenden Asphalt-Trotloirs. Um günstige Preissätze für diese Arbeiten zu erzielen, wurden mehrere Firmen vom Stadt magistrate zur Einbringung von Offerten eingeladen und find infolgedessen Offerte ein-gelang von den Fkmen. OcherrechW Ä«vlM.AlU,n- Laibacher Ieitung Nr. 159. 1278 14. Juli l899. ges«llschaft, Lhe Neuchatel Asphalte Company, Posnansly ck Ttrelitz und N. Schesttel. Am günstigsten ist das Offert der österreichischen Asphalt-Actiengesellschaft; der Oemeinderath beschloss daher, sämmtliche für Rechnung der Stadtgemnnde herzustellende Asfthaltierung und zwei erwachsene Töchter. Neueste Nachrichten. Großfürst-Thronfolger Georg f (Original Telegramme.) Wien, 13. Juli. Kaiser Franz Josef sandte sofort nach Eintreffen der Todesnachricht des Großfürst-Thronfolgers Georg vom Ischlcr Hoflagec ein herzliches Condolenztelegraullu m, Kaiser Nikolaus ab- Bukarest, 13. Juli. Der Minister des AeuherN Jean Lahovari beauftragte den rumänifchen Gesandten in Petersburg, der russischen Regierung anlässlich des Ablebens des Großfürst-Thronfolgers das tiefste Beileid der rumänischen Regierung auszudrücken. Petersburg, 13. Juli. Au« Abas-TuniaN w,rd gemeldet: An der Stelle, wo Großfürst-Thron-folger Georg starb, wurde ein Kreuz errichtet. Gestell« wurde eme Seelenmesse bei demselben celebriert, welcher l der Großfürst Nikolai Michailowitsch, die Spitzen der ! Behörden und eine große Volksmenge beiwohnten. England und Transvaal. (Orlz! »allelegramm.) London, 13. Juli. (Unterhaus.) Der Parla-mentssecretär des Kriegsamtes Wyndhein theilte ,lü<, dass gegenwärtig drei Batterien nach Südafrika beordert seien. Holoniemninister Chamberlain erklärte, die Schriftstücke bezüglich der Konferenzen in BweM- , fontaine werden ehestens vorgelegt werden. Was den j Schriftenwechfel mit Caplano und Natal betrifft, werde Redner in Erwägung ziehen, was davon bekannt-gegeben werden könne. Er werde nothwendigerweise die erwähnte« Regierungen darüber befragen. Velegvatnrne. Gmuuden, 13. Juli. (Orig.-Tel.) Kronprinzessin Wllwe Erzherzogin Stefanie und ihre Locht" Erzherzogin Elisabeth sind zum Besuche des Herzogs und der Herzogin von Enmberland hier ein< getroffen. l ^Laibacher Zeitung Nr. 159. 1279 14. Juli 1899. Petersburg. 13. Juli. (Orig.-Tel.) Kaiser Ni-lolaus verlieh dem Leibgarde.Reserve-Infanterieregiment aus Anlass des hundertjährigen Bestehens die Georgs-sahne. Anlässlich der im ganzen Reiche durchgeführten Mtlzreform dankte Kaiser Nikolaus in einem Rescript "5" Behörden für ihren Eifer und ihre Sachkenntnis, gleichzeitig auch dem ganzen Iustizressort für die treue Pflichterfüllung. Lissabon. 13. Juli. (Orig.-Tel.) Wie die Blätter melden, wird die gesummte am Cap befindliche eng-ujche Schiffsdivision in Lorenzo Marques eintreffen. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. <.. 2U Ä ?M8^26^4 S^.^äM "halbJeMtti^^" ^ 9 . Ab. 7»b4,20 6 N. mäßig bewültt > 14. > /1,7Mg., 736 b , 1? 8 ! SO schwach j deiviiM ^'N^' Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 21 0», Nor-^ male: 19 ?°. - Verantwortliche« Redacteur: llntonFuntel. j Taillen-Näherinnen (2737) werden sofort aufgenommen 3—3 Altes* Markt 99 M. s*. Alle Kattungert r>c>n Spiritnslclcken , wie Lederlack, Politurlacl, Etilettenlack. Fuhbodenlack, nslur und färbig, erhältlich bei «rüder Gberl, Laibach, Kran» ciScanergafie. Nach auswärts mit 3iachnahme. Ml) 11 4 Gourse an der Wiener Börse vom 13. Juli 1899. «»«°«n oMellen lourM««« 3t°at».Anleh.n. ^" "°" "^ ""Ze'»l!st l 4» ,no 60 «Oliver verz. Jänner Juli 1lX> «5 l0<> n» °3t" 4°/. Lt„,t,i°,e ^..0 st, i?u-;b,?l?<> >X ^« " ?an,e 5 1. ,»ü?«i lW.'b »"/ ^> «.'/ - 20 st »9H?«> l«S?b ^° ""«.-Psanbbr. ^ ,«) st. ,« ,z, <4U — !"/' ?.^^ «olbnnte. steuerfr«« l»9 « »z» «» s« °^ w""c in »ronenwähr,, >«um»l8un «rone,, No». l00 »u l!» 80 ,,/,,'^bto, pcr Ultimo . . l«» «V lUV «, ^"^" ^„vest!tl°n,Ment. >-r »«, Kronen siom. . , ,b»hn.«tll«""'r^, 4oo u. «X» »r. f "°°»r. «,m. . . . . »»«-> 9»«) »^.?'"t«l«nldverschre!bu». "' «». « / p^'^ '' «... ,5 »5. »5 z,""«'vubwel« 20« fi, 0, W «»rl.Lub»..«, , Vlisabethbahn. 400 «, «XX> M, »no M, 4°/....... >ls - - - Franz Josef «.. ««. l»»4, 4»/. 9« »0 SS lt» «alizüch« ltar« - «ub»i«. v«h», biverse «tücke 4»/, . . , . W0b „9 -Vorllllbtlger Vahn, Vm. <884, «°/«(d!v.Vt,)S,». l«> ft-!« »»^ 99»" Un«, »oldrenle <»/. p« »all« >>» »b ll» 4l> bto, d»°, per Ultimo , . , . llö 2» l^S 45 bto, «ente in lsronsnlvühr., 4'/« steuerfrei für 8»(i»ro»en«U!N 9N'?0 9N90 4«/, d!°, blo, siei Ultimo . . 9«-?>> 9« »> btoVt« «l,Vold10<>fl,,4'///, «SU 8« w dto. dto, Silber l00 fl,, 4'///, l00 40 »01 4 > bt«. Staat» 0bli«, (Un«, 0'.) ». I, l8?N, 5«/»..... l,« ?c> >»«/!> bt«,4'/,"/.Lchllnlrty»l.«bl,°0bl, luo— «>l - bt<», Prüm,.«nl, ^ 10« fl, «, W, ,Nl ^ >s» 0" bt», Uo, k «»fl.»,«», lß, .'^>!,6>«üo Iheih «e,,.«o!e 4»/. »o fl, . l«, g» l»» so Grundtntl.»Gbligallont« (für ,cx» fl, »U.), 4»/^ ungarlfche (lOU . . lo« 70 l«»-7l» ««leyen der Lladt («rz . . lt» — — - «lnleben b, O«abtnem<-!»de Wien l<»3 ?» «N4 ?!, Aiilene» b, Lladtgrmeinde Wie» (Silber oder Gold, . l»4 75 lil, t»<> Prü«ie»"«i!l ». ««adtg«, «Ne» ,78«, ,7z, 50 4"/. »n»l«»l Ä»tz»l «»!«tz» . ,8'»b 99 l» Pftndbrleft (ftr l00 fl,). Vllbcr, all«.«l,w»oI.verl 4«/, »? 0» 9^ l»ü bto. Piä«>Schlbv, »«/<„ I »m, l«l — ,«l ?z bto, blo. 3«/»' II «ln<> ^ ^.. s«'?o l<« ?c> vest, nna, «anl verl. 4°/„ . . lcx>'— l«, ^_ bto, blo bujahl, „ 4°/o . . llX»-> lyl-.. «p»reaNe,l.»st., l«I,i'/.^»ol, ln»«, ^_ Prlosit8l»'Gbligatil>n»n (für 1W fl.). fferdlnanb« Norbbahn »m l8« 99 zo loo 2» Oesterr, siorbtoestbahn , . 1<>h 50 l,o-^ Nlaal«bal»n3«/«^sslc»,b00p,Vt, «l^ l»u ^14 - Sübb»b.l! 3"/« il yrc», bO« P Vt l«, <»> l«,l,<, dto. l.«^,k zo«fl. p, l«X»fl. «i»b,,,,h Nng.'gllllj, Vahn..... 10? b« los b<» 4»/, Unterfrainer «ahnn, . . 99 50 l<» — DllNK'Altit, (per Stück). «n«l°'0eft, »llnl«X>fl.«>/,». ",->. ,^z<, Vllnl°ere!n. Nlener, l« st, . »" - »74-bv »obcr.NnN.oest.eoofls,«^/. «9- 4»l - «rb»,.«nft, f, Hanbu, » lüNst, ">- — — dto bto, per Ultimo Csptbr, »«c» lb «»<> «ib «ied!lbanl.«lll<>, ung, lw«!l, . <»»'l»u »88 - Depofitenbanl. «ll«,, »0« fl, . »"'- «4 - «»compte«,»,, Nbröst,, «X» »l. <" b0 ?l»? 0« »iro>», Hassen»,, «iener.LalXi. »« —,«4-- Hypothelb, vest..««»!.»»«/,«. 9»— »«; bO Linberbanl. vest,, »00 fl. . . «4l-?z «4« »b vestlir «»,«. «anl, «X> st. . 9l»9 — »»3 — Unioübanl » fl..... 3ll«t>z:l?» »n«»hl«»««l, «»^ «» «l. . "» - l?» b" »eld »a« Artlen «on Iranlporl' Dnternehmnngen (per St«), «usfh.Iepl «ttlnlb. »00 f! . l«X> l6lv- »«»,», siorbbah» l«l fl, , . «l — »4»'. «ujchtiehraber «if. «» fl «, bto (ltt. N) «»u fl, . «l? — «8 — Dou«« . Dan,pnch!ff«hr>« ^e,-, oefterr . bno fl I« . . «9» — »9»'— Dul'«»bfnl'!,chtl!l,.V,»<»0fl,S. >«-.»«-— sserblnanbz^orbb, U«<»!, ckVl. >»>»b' »4«-Le»b.<«zern»»,. 3»sf>,. «isenb,. «e,,ll,ch«ft ,«» fi. b. . . A»?'-.«?-!»« »l^b. 0elt,. lrl^l. 5M fl,»«. 4»».. 44«-— «Desserr «o«bn»ftb ^ü,» «0 fl. V. «^) - «<> »u Pro« Dul,er Visenb. l«> fl. O, . 95-?b 9^-«»<' e>°at»f!!rnbadn «X» fl. V, .»4?>ü<,»4«- EObbahn «IN fl, G..... ?? — 78-- Kudnorbb, Verb -«, »00 fl ««. 198 — l»8-ü<> tramway »f!,«r. ,7« fl,««. — — — — bt« »m l»«7, i!N— tianlwal, <^!>> , Nrue Wr , Pri»> nlit« «llNen ,sx> fl, , . . l«4--. «H>- Nn« Holij »»<»r«z1»l> II, ., . tuz-__Zv?-— »isenbulM» Ueihg,. »rfte. M> N. ,,» «> l?l> » „ltlbemüh!' , Paplerf, u, «, ». 8„ «» «X> — Uieftnzer Blauerei tt» fl , . l?^ ?l> l?v ?b U«i!t«n «eielüch , vest,. alpine ^88 Plager «i!e» Inb Vef, «x» N, „^ l»l»5- b«l««».l«r< Steinlohle» »<' N. z«> — ,«4 . ,.SchI»,l»»»l '. Papinf «x»fl, „4-. «>o — „»»»W»<« ". »«pi«<. », ».^. ,«?d,»4'— G«l» ««,, rr«»«l« »ohlen» .»ef, ?c» n. liw.. l« — Wllffenf..« .OeNii, Wlen.lOl'!! »» - K„. -Wa«,»n.Ü»ih»,lll.. «ll«., lnPell, «r. «»uaefelllchaft «00 fl, , ^7." ?Z.7I Vlenerberger ZiegeLUctien Gs! ^7. ^ A Divers» foft (per StlUt) Vubopest.NasMc» sDomb»u) . -.^, ..«, »rtbitlose ,<»0 fl...... 1»? «»»^ Clarv-liole 4<»'l «M, . . , ^ ^ I? ?, 4"/,Don»!^d»mpf!ch lO0fl,, ,«. . . ?".« ^.,. «otbei, Kreuj, Qesl «ef.»..l0II ^.I,, ^,.,3 «°tben»reu4, U,,llOX »..b<5 ?z.^ ,,." ealM'Lo!,' 40 fl lM I^" ^).' e< >»en°!».LoIe 40 fl «« 3°^ 3l... «UaIds!s,!,.L°I, »0 »I, CM, ,, '" "," »ew!nst!ch, b, »»/„ Pi Schu'^, " ^ "" ^ d, VodencrebiUlnswll, l, ...^. ,».«' >t» dt» II »m l«9 ,^ ^7^ ««ib«ch« »»1» ^ ^ ,^.^ D»,ise». ««!»">"«....... M,^ ^« Dextlilil Pliltze...... z8«. «„b i>°n"'l........ !«>»b,«>« Pan» ........ «?«D «?.,b Vl V«t««bul, ..... I««»«7,,» Dalnltn. D«««« - ...... b« »TO »o»Fiane»»Stück,..... ,55 ,^» Vnltsch» «e!lh,banlnot« . . »».5« «,.«' V«p!n.«lubel...... «^»-«^ *•¦ M«M«u, I'fanabrleren, I'rtorlllUcm, AcUm, ¦••¦•¦ «Kv, U«rli«n and V »I ¦**•¦. JŠHa*^_________Lofl-Ver»loh»nuxg. •P. CJ« Mayer , S«>3X]k- -o.3i.dL TX7"ecla.»l»i-Gh««c3a.A,ft I Ljtlbaeh, SplUlffMM. PriTftt-Depdt» (Stfo-fepMftto) ftrititnf *m Iw-Etatatw I* Cai*Hwn#- ¦! tf ft»Mi. Kundmachung. »„«^" l' l. Etalthalterei in Prag hat unter N^'l . "N ihrer Kundmachung von, Ittten «ck^. !' ^ ' Ü 61.641, die Vinfnhr von 7<>"7"nen aus Kraln na« Vöhmen »i^ ^kobachlling der Bestimmungen iiber den «"hverlehr wieber gestattet. Was hiemit vcrlautbart wird. K. l. Lllnllesrellicrunli fUr Krain. Laibach am l3. Juli 1U9U. St. 10.669. Razglas. liftvi ^r* naiI>estniätvo v Pragi je razve- «t Pic SV0J razßIas z dn6 1H- aPrila L !-i Äl.i;°41' ter je spet dovolilo uvaianje Je *¦**•¡ lz Kranjske na Ceiko, držeè Pf« tem dolosiil o živinskem promelu. Jo se daje na obèno znanje. "' kr. deželna vlada za Kranjako. V Ljubljana dad 13. julija 189». (2714) 3—2 P. 97/99 Oklie. . C. kr. okrajno sodiaèe v Kamniku d\&l pr'volJenJem c. kr. deželnega so-*ce Ljubljanskiga poseslnika Franca Omers v Uhovèah fit. 68 za Wavljivca izreklo, ler mu Janeza VJ^ph, poseslnika iatolam h. St. 63, 8Kr>bnikom imenovalo. nAA^i kr< okraJno »odiftèe v Kamniku, uqt>» I, dn6 7. julija 1899. (2720) C. in/99" Oklie. fiöi ^per (ire8or Hrovatovo zapu-^nsko maso, Jakoba, Marijo in Jero °vat i2 Koèevja, oziroma njih ne-\*U pravne naslednike, katerih bi- "We je neznano, se je podala pi i ."•^rajni sodniji v Velikih LAfiièah, pu Nacet.u Hrovat ia Koèevja, po po- oblašèencu Matiju Hoèevarju, ozir. Josipu Smodeju, c. kr. notarju iz Vel. Lašiè, tožba zaradi priznanja |brez-pomembnosti pri poaeslvu vlož. fit. 87 kat. obö. Zdenska Vas vknjiženih bre-men. Na podstavi tožbe z dn6 4. julija 1899 doloèi se narok za u.stno «porno razppavo na dan 1. avgusta 1899, dopoldne ob 8. uri, pri tem sodišèu. V obrambo pravic goraj imeno-vanih tožencev se postavlja za skrb-nika gospod Nace Virant v Velikih LagiÈab. Ta skrbnik bo zaatopal to-žence v oznamenjeni pravni stvari na njih nevarnost in stroäke, dokler se ti ne oglasijo pri sodniji ali ne imenujejo pooblaäöenca. C. kr. okrajna sodnija v Velikih LaSièah, dne 4. julija 1899. (2722) C. 112/99 Oklic. Zoper Urfiulo Usnik roj. Tomšiè in Miha Touaäic false Tomažin iz Hove gore, oziroma njihove neznane pravne na.slednike, kojili bivali.šèe je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Velikih Lasièah, po Janezu Usnik, posestniku v Ilovi gori St. 9, ložba zaradi priznanja brezpomembnosti pri poseslvu vlož. fit. 59 ad Zdenskavas vknjizenih bremen. Na podstavi tožbe z dn6 5. julija 1899 se doloèi narok za ustno sporno razpravo na dan 1. avgusta 1899, dopoldne ob 8. uri, pri tem sodišèu. V obrambo pravic toženih se postavlja za skrbnik a gospod Nace Vi-rant v Velikih Laštfah. Ta skrbnik bo zastopal tožene v oznamenjeni pravni stvari na njih nevarnost in Htroške, dokler se ti ne oglasijo pri sodniji ali ne imenujejo pooblasèenca. C. kr. okrajna sodnija v Velikih Usicah, dne 5. julija 1899, (2704) E. 218/99. 3. Dražbeni oklic. Po zahtevanju Marije Ažman, po-sestnice v Kamniku, Zaprice si. 3, bo dne 10. avgusta 1899, dopoldne ob 9. uri, pri spodaj oznamenjeni sodniji, v izbi st. 6, dražba zemljišèa vl. §t. 59 kat. obè. Hruäevka s pritiklino vred, ki sestoji iz dveh kadij, orala in voza. Nepremiènini, ki jo je prodati na dražbi, je doloèena vrednosl na 656 gld. 70 kr., pritiklini na 15 gld.f skupaj tedaj 671 gld. 70 kr. Najmanjsi ponudek znasa 447 gld. 80 kr.; pod tem zneskom se ne pro-daje. Dražbene pogoje in listine, ki se tièejo nepremiènine (zemljisko-knjižni izp'sek, hipotekarni izpisek, cenitveni zapisnik i. t. d.), smejo tisti, ki žele kupili, pregledati pri spodaj oznamenjeni sodniji, v izbi st. 6, med opra-vilnimi urami. Pravice, katere bi ne pripušèale dražbe, je oglatsiti pri sodniji najpoz-neje v drazbenem obroku pred za-èetkom dražbe, ker bi se sicer ne mogle razveljavljati gled6 nepremiè-nine same. 0 nadaljnih dogodkih dražbeneg« postopanja se obvestijo osebe, katere imajo sedaj na nepremicnini pravice ali bremena ali jih zadob^ v teku dražbenega postopanja, tedaj samo z nabifkom pri sodniji, kadar mti ne stanujejo v okolisu spodaj ozname-njene sodnije, niti ne imenujejo tej v sodnem kraju stanujoöega poobla-sèenca za vroèbe. C kr. okrajno godisèe v Karaniku, odd. II, dne 30. junija 1899. (2712) k. 135/99 Bersteinerungs-Edict. Auf Vetreiben der Generalagentschaft in Graz der ungar.-franz. Versicherung«-Gesellschaft, vertreten durch Dr. Victor Ritter von Nrtens, findet am 28. August 1899, vormittags 11 Uhr, bei dem unten bt-zeichneten Gerichte. Zimmer Nr 3. die Versteigerung der Realität ltinl. Z. 112 der Catastralgemeinde Feistrih statt. Die zur Versteigerung gelangende Liegenschaft ist auf 825 st. 13 kr. be-wertet. Das geringste Gebot beträgt 275 fi. 4'/, kr.; unter diesem Betlage findet ein Verkauf nicht statt. Die Versteigerunggbedingungen und die auf die Liegenschaften sich beziehenden Urkunden (Grundbuchs», Hypotheten-auszug, Eatasterauszug, Schähungs» Protokolle u. s. w.) können von den Kauf' luftigen bei dem unten bezeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 4. während der Geschäftsstunden eingesehen werden. Rechte, welche diese Versteigerung un« zulässig machen würden, sind spätesten« im anberaumten Versteigernngstermine vor Beginn der Versteigerung bei Gericht anzumelden, widrig/n» sie in «nsehung der Liegenschaft selbst nicht «ehr geltend gemacht werden könnten. Von den weiteren Vorkommnissen de« Versteigerungsverfahrens werden die Per« sonen. für welche zur Zeit an der Liegen, chaft Rechte oder Lasten begründet sind ober im Lauf, des Versteigerungsverfahrens begründet werden, in dem Falle nur durch Anschlag bei Gericht in Kenntnis gesetzt, als sie weder im Spren« gel des unten bezeichneten Gerichtes vohnen, noch diesem einen am Gerichts« orte wohnbaften Zustellungsbevollmäch-tigten namhaft machen. K. l. Bezirksgericht Naffenftch. «h. cheiwst !l. am b. Juli 1899.