Nr. 197. Mittwoch, 29. August 1906. 125. Jahrgang. Heitma ?2 X ^!°«°n«PreiS - Mit Postveisen duna: ganzjährig 30 «. halbjährin 1ü «. Im Kontor: gm.Mhr.g ^ «2 «. halbiahri«, 11 X. M, die Zustellung ins H°u««<>"zjähr, ^ Die »Laibllchci Zeitung, erscheint täglich, mit Äuönahmr der Sonn- und Feiertage, Die Abministiation bcstnbet sich Kongreßplatz Nr. 2, die Medaltiuu Taimatinnasic Nr. lU. Sprechstunden der Nedattlo» von 8 bis 1U Uhr vor» mittag«. Unfranlierle Vricfe werden „icht angenomme», Mainistripte nicht zunlilgestellt Amtlicher Teil. Der k. k. Ackerbauminister hat für den neusyste-misicrtcn Nezirksforstteclinikerposten in Loitsch den t. k. <>orstinspektionsko>nmissär erster 5llasse Karl Teply in Neiitte beftinunt. Der neue Forstbezirk Loitsch wird den gleichnamigen politischen Bezirk umfassen, welcher aus dein Forstbezirke Adelsberg ausgeschieden wird. Heute wurde das XIV. Stück des LandeZgesetzblattes für Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 14 das Gesetz vom ». August 1906, wirlsam für das Her« zogtum Kram, betreffend die Umlegung der Littai»Plnstaer Lllndesstrahe in der Strecke zwischen Littai und St. Martin. Nr. 15 die Kundmachung der k. l. Landesregierung für Kram vom 17. August 1WL, Z. 16.439, betreffend die Freigebung des Verkehres mit Reben und anderen Neblaustiägern zwischen der Ortsgemeinde Moräutsch des politischen Ve-zirles Littai und dem 1. Weinbaugebiete Krains, beziehungs-weise dem mit diesem territorial zusammenhängenden Wein-baugebiece des Herzogtumes Steiermart. Von der Redaltion des Landesgesetzblaltes für Krain. ____ Aaibach am 28. August 1906. Nichtamtlicher Teil. Russisches Heerwesen. Ein militärischer Berichterstatter schreibt der „Pol. >torr.": Durch einen kürzlich erfolgten Erlas; des rus« Mcheu Kriegslninisteriunis ist die bereits seit Beendigung des Krieges beschlussene Abänderung der zuletzt ^ / n«! redigierten Bestimuiungen der allgemeinen ^ehrpflKlit definitiv eingetretei,. Danach umfaßt der ^,en st bei den stehenden Truppen, erstens die aktive ^ien tze,t und zweitens die Zngehörigkeit zur Reserve der .'lru,ee, bezw. der Flotte. Bei der Landarm« dauert die aktive Dienstzeit für die Kantonisten: bei der Infanterie und Fnß(Feld)-Artillerie drei Jahre lbisher vier), fiir alle übrigen Waffengattungen vier ^ahre (bisher fünf, bezw. sechs). Die Dienstzeit bei der Reserve umfaßt anstatt früher- nur eine, zwei Kategorien, von denen die zweite hauptfachlich zur Komplettierung der Neserveformatiouen bestimmt ist, also gewissermaßen der Landwehr anderer Armeen entspricht. Die Mannschaften, die ihre aktiv? Dienst- zeit beendigt haben, gehören nach ihrer Entlassung sieben Jahre zur ersten und dann noch acht Jahre, oie mit vierjähriger Dienstzeit bei der Fahne nur sechs Jahre zur zweitein Reservekntegorie. Mit der Erreichung des neununddreißigsteu Lebensjahres hört die Zugehörigkeit zur Reserve im allgemeinen auf; nur die verspätet ihrer Dienstpflicht genügenden Mannschaften können in ihr bis zum dreiundvierzig-sten Lebensjahre verbleiben. Sodann erfolgt für da5 Gros oer Wehrpflichtigen der Übertritt zur Opoli-enie lNeichswchr) auf weitere vier Icchre. Für die eingezogenen Mannschaften der Flotte währt die gefamte Dienstzeit zehn Jahre, davon fünf aktiv und fünf in der Reserve, davon in der er'ften Kategorie drei, in der zweiten zwei Jahre. Diese Bestimmungen gelten nnr für die Friedenszeit, im Kriege werden die Wehrpflichtigen nach Bedarf auch länger bei der, Fahne, bezw im Dienst behalten. Im Frieden steht deni Kriegs- und dein Marin ein in ister das Recht zu, Beurlaubungen bis zur Dauer eines Jahres ein» treten zu lassen. Verkürzungen der aktiven Dienstzeit auf Grund höherer Schulbildung finden in folgenden Fällen statt: 1.) alle durch das Los eingezogenen Mannschaften, die den vollen 5durs von Lehrainstalteu erster Stufe, bezw. mindestens sechs Klassen eines Gymnasiums oder einer Realschule absolviert haben, branchen nnr zwei Jahre bei der Fahne nnd sechzehn Jahre bei der Reserve zu dienen, davon sieben Jahre bei der ersten und neuu Jahre bei der zweiten Kategorie- 2.) diejenigen Wehrpflichtigen, welche nur Lehranstalten zweiter Stufe durchgemacht oder das entsprechende Eramen abgelegt haben, dic',«^, bei allen Waffengattungen orei Jahre altiv und fünfzehn Jahre bei der Reserve, davon sieben Jahre bei der ersten und acht bei der zweiten Kategorie. Sodann Übertritt zur Opolöenie. Bei freiwilligem Eintritt verkürzt sich die aktive Dienstzeit je nach dem Grade der Schulbildung anf ein, bezw. zwei Jahre. Die Dimsterleichterimgen aus Familien- uud wirtschaftlichen Rücksichten sind in der Hauptsache dieselben gl> blieben wie früher. Der Übergang aus dem bis» Heckgen System zum neuen, das heißt diu Überweisung zur Reserve schon nach dreijähriger- Dienstzeit bei der Fahne, kann, um nicht gleichzeitig zu mele Mannschaften der älteren Jahrgänge entlassen zn mnssen. nur allmählich erfolgen. Demnach werdeu 1.) von der Infanterie und Fußartillerie zuuächst, also im Herbst 1900, alle die Mannschaften zur Re-ferve entlassen, welche (dem älteren System entsprechend) zu diesem Tennin ihre obligatorische!, vier Jahre abgedient haben; anherdem ein Drittel derjenigen Mannschaften, die erst drei Jahre gedient haben. Im Herbst 1907 wminen zur Entlassung die restierenden zwei Drittel derjenigen Mannschaften, die zn diesem Termin vier Jahre nnd außerdem zwei Drittel derjenigen, welche bis dahin erst drei Jahre bei der Fahne gewesen find; schließlich im Herbst 1908 das noch übrig gebliebene Drittel mit vierjähriger Dienstzeit und alle Mannschafteil, die bis zu diesem Termin drei Jahre aktiv gedient haben. Ei-st vom Herbst 19(19 tritt somit der regelmäßige Turnus der Entlassung zur Reserve nach nur dreijähriger aktiver Dienstzeit ein. Eine ähnliche Übergangsperiode ist für die bei der Kavallerie, der Genie- nnd den Eisen-bahntrnppen eingestellten nach den bisherigen Bestimmungen fünf, nach oen jetzigen nur vier Jahre aktiv dienenden Mannschaften festgesetzt. Ini Zusammenhang mit der anf diese Weise allmählich vorzunehmenden Durchführung der verkürzten Dienstzeit steht eine Änderung des Syswms der Heranbildung von Unteroffizieren, bezw. der Auswahl der dazu geeigneten Kandidaten, mit der voraussichtlich nicht wie bisher erst mit dein zweiten Dienstjahre, sondern schon in der Rekrutenzeit begonnen werden wird. Politische Uebersicht. Laib ach, 28. August. In seine»,!, Blatte bespricht der ehemalige Abg. Dr. Engel oie Angriffe des Abg. Stransky gegen den Minister P a c a k und erklärt, Pacak habe in der Sache recht. Die Jahre 1899 bis 19U5 waren Irrwege der l-zechischen Politik, denn die Politik der Regierung erwies sich als richtig, Zumal sie die czechischen Ab-geordneten dorthin brachte, wo sie sie habein wollte. Aber sie hat sie dorthin gebracht nach deren Nieder» lag'e. Denn siegreich wurde die Obstruktion gegon Koerber nicht allein durch die Czcchen, sondern erst im Vereine mit den Deutschen. Aus Petersburg wird gemeldet, daß das furchtbare! Bomb e nattentat, das in der Villa des Ministerpräsidenten Stolypin, verübt wurde, in LeuMewn. Konflikte. Novelle von Fbolene Aang-Anton. (Nachdruck verboten.) ,.,_. ?"l bem Bahnsteig stand Forstmeister Dönnann endli^ - , ' beranbraufenden Zuge entgegen. „Na, Watn ., - ^""""^ "' "wieder zehn Minuten Ver-t'r Ns, A""^? es "lig uach dem Wagen zluei', sputen. Un^eiu'^^ !.^ lango, da hieß es: sich schnellen "^ Renate war keine von den den Kop""^ l"am Coup6fenster nnd neigte grüßend »^lie^ mch'^i^ n^chen'3tin^^ ?/^" sagte sie mit ihrer- leisen, 'ttbst holst!" "^ " ''^ """ dir, daß du mich Hals^U'^'" sah er fie an. Statt ihn, an den NUher nann^^. '"' ^"^ Forstmeister, wie sie ihn "'")"'hö li^ "7" Wzhaften Knß zn geben, sagte Aber d^ > "? " ^""" ""d reichte ihn, die Hand. Nl"chn>äßig ' ^ "M' Art: immer vornehm, kühl, riicklwlt^°^^ind hatte sie dieses Besonnene, Zu-r> oa» ihm auf die Nerven fiel. Er war mit warmer Herzlichkeit selbst gekommen, well er ein unglückliches, weinendes Mädchen in ihr vermutete. Sie war ein Jahr lang verlobt gewesen. Und jetzt, wenige Wochen vor der Hochzeit, hatte sie sich entlobt. Ob es der Eltern Wille, ihr eigener Wnnsch oder ein Verrat des Mannes war, wnßte Dörinann nicht. Aber von Liebesknmmer bemerkte er auf Dieseln ruhigen, unbeweglichen Gesicht nichts, oder sie hatte eine Selbstbeherrschung, die er ihren zwanzig Jahren nicht zutraute. Da gab es jedenfalls nichts zn trösten, worauf sich seine Alte so gefreut; Renate sah ganz ans, als ob sie Mitleio als persönliche Beleidigung empfin° den würde. Sie waren an den Wagen herangetreten. „Noch immer die prachtvollen Füchfc?" bemerkte Renate. Bewundernd flog ihr Blick über die schönen Tiere. „Ja," sagte der Onkel, „und noch immer so fcnrig wie damals, als sie mit dir durchgingen, als deine kleine Hand sie nicht fest genug halten konnte." Sie schwieg nnd nagte an ihrer Unterlippe. Ein hochmütiger Ansdrnck trat in ihre Züge. Sie liebte es augenscheinlich uicht, an eine Niederlage erinnert zu werdeu. Der Forstmeister bemerkte die Veränderung ihres Gesichts nnd deutete sie sich gauz richtig. Sie hatte also noch immer den Trick, alles übelzunehmen. Wer weiß, ob darin nicht der Grund der zurück gegangenen Verlobung zu sucheu ivar. Na, die paar Wochen würden vorübcrgelM, und er war nicht der Mann dazn, dnrch Weiberlaunen sich seine freiem Stunden verkümmern Zu lassen. Als sie die Landstraße entlang fnhren, erklärte ihr der Onkel die! Verändernngen in den einzelnen Gehöftei,, die rechts und links lagen. Sie hörte zerstreut zu. uud bald schwieg er mißmutig. Nur als sie in den dichten, schönen Wald einfuhren und die Oberförsterei in ihrer stattlichen Breite vor ihnen lag, richtete sie sich interessiert auf und ließ ihre Blicke umherschweifen. Vor dein Tor stand die Tante nnd fchwentte ihr Tuch. Auch Kate, der kleine Vackfifch, stand da nnd starrte die ueue Tante neu-gierig a,n. „Sie ist hübsch, nur etwas blaß," raunte sie der Großmntter zu. „Hier in der frischen Luft wird sie schon rote Backen bekommen. Sei hübsch artig und zuvorkom^ mend, wie es sich für so ein kleines Mädelchen gehört," ermähnte die Großmutter. „Ja — aber ,Tante«' sag ich nicht, das wäre lach-haft. Sie ist ja noch so jnna." Der Wagen hielt. Und Renate nnirde herzlichst von der alten Frau in Empfang genommen. Nun kamen auch die alte Beate und der lahme Martm herbeigelmmpelt nnd Reiiate meinte: Hier ist ja alles sich gleich geblieben. Es gibt also wirklich noch Plätze anf der Welt, >n die da^ schnell treibende Leben nicht hineinbringt." ^ Hier ist doch etwas Neues," sagte der ^o,u-mrister und schob oie errötende Kate vor „Ja wirklich," sagte Renate und s" '.,w. l d'ch. ziind "»ndlich an. „Dn bist wohl d.o.iaw Fr 3 l^ Nun, ich soll dich grünen von ^^ ^^ ^ nach st Semrsw- studiert er i» eurer ^tadt, da hofft n, mw als große Dame wiederzusehen (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung ')tr. 197. ^8 ' 29. August 1906. Peterhof eiile iiberaus tiefe Depression hervorgerufen hat. Ans dieser Stimmung wird sich jedoch keine Rückwirkung in politischer Richtung ergeben. Man ist an den maßgebenden Stellen von der Überzeugung durchdrungen, daß den blutigen Missetaten anarchistischer Revolutionäre ein Einfluß auf das von der Etaatslcitung zu befolgende System, wie es seit der Auflösung der Duma für die Zwischenzeit bis zur Wieder ein bernfung der Volksvertretung festgestellt wurde, nicht eingeräumt werden dürfe. Der Negie-rungskurs und der Bestand des Kabinetts sind daher durch das Attentat auf der Apothekcrinsel nicht der geringsten Schwankung ausgesetzt worden. Der Willen des Ministerpräsidenten, ans der Bahn der allmählichen Weiterentwicklung der Einrichtnngen Nnßlands in liberaler Richtung nach dein von der Krone angenommenen Programm weiterznschreitein, kann durch blutige Missetaten der Revolutionäre nicht beirrt werden, da der jetzige Kurs überhaupt nur unter der Voraussetzung eingeschlagen werden durfte, daß man zu seinem Festhalten ungeachtet aller vorauszusehenden Einschüchterungsversuche seitens des revolutionären Verbrechertums entschlossen bleibt. Herr Stoly-pin hat nach dem Attentat große Seelenkraft an den Tag gelegt. Nachdem er seine' durch den Bombenanschlag verletzten Kinder geborgen hatte, war es sein erster Gedanke, für den Fall, daß er einem neuen Attentat zum Opfer fallen follte, ein politisches Vermächtnis festzustellen, damit sich für den Zaren beim Eintritte eines solchen Ereignisses keinerlei Störung ergebe und jeder etwaigen Stockung des Staats-mechanismuZ nach Möglichkeit vorgebeugt werde. Eine der „Pol. Korr." von besonderer Seite aus Paris zugehende Mitteilnng stellt fest, daß den Zwischenfällen, zn welchen verschiedene Vorgänge in Bulgarien in der jüngsten Zeit Anlaß gab?n, seitens der europäischen Diplomatie eine ernste Bedeutung der Gestaltung der Lage auf der Balkan-Halbinsel nicht zuerkannt wird. Es sei wohl begreiflich, daß die öffentliche Meinung gegenüber dein Allssteigen von Funken aus den: oft von latenter Feuers-gefahr bedrohten Gebiete die Entwicklung lebhafterer Wachsamkeit für geboten hält, anderseits lasse sich abör versichern, daß der Verlanf der Auseinandersetzung für die an den altgedeuteten Zwischen fällen nn-mittelbar beteiligten Staaten, obgleich sich hiebei mitunter Impulse des Temperaments über die übliche Tonart internationaler Courtoisie hinwegsetzten, an den für die Beurteiluug der Tragweite solcher Vorkommnisse berufensten diplomatischen Stellen nicht beunruhigend gewirkt hat. Allen diesen Vorgängen wohne, wie man betont, nicht annähernd die Kraft iune, die Gefahr einer bedenkliäM Zuspitzung der Verhältnisse im Südosten nahezurücken. Aus Paris meldet das „Berliner Tageblatt", daß die offiziellen Kreise in Paris über den Inhalt und die Bedeutung der Entrevue von Fried« rich 5 hof jetzt genau unterrichtet sind. Ohne Zeichen von Mißstimmnng gibt man zu, daß die Zusammen, kunft einen entschiedenen Schritt zur Besserung der deutsch-englischen Beziehungen bedeutet. In der Unterredung wurde! mit klaren Worten von beiden Seiten der Wunsch nach einer solchen Besserung der Beziehungen geäußert. Dann wurden die verschiedenen außereuropäischen Fragen einzeln berührt und kurz durchbesprochen. Irgendwelche Verhandlungen sind Viecher nicht eingeleitet, doch wurde der Grundsatz aufgestellt, daß man für jede Frage im gegebenen Augenblick in ruhiger Aussprache eine geeignete Lösung suchen wolle. Tagesnemgleiten. — (V i n e Z i g e u n e r i n s e l.) Eine Zigenner-bände beabsichtigt, sick) in der Gegend von Tondern niederznlassen. Der Hauptmann ist mit dem Besitzer oer Großhallig bei Aventost in Unterhandlungen getreten über den Ankauf des Besitzes für 80.000 Mark. Dem Perfektwerden des Kanfs steht nichts entgegen, da die Zigeuner die Zahlungsbedingnngen anstandö los erfüllen können. Den Bewohnern der Gegend inacht selbstverständlich solche Nachbarschaft weilig Freude. Großhallig ist dank seiner Lage allerdings ein geradezu idealer Zigennerznflnchtöort. Im Sommer schon ailf drei Seiten vom Wasser der seercichen Wie!dinghar>de umgeben, wird im Herbst noch anf Monate die letzte Landverbindung weit überschwemmt, so daß di^ Hallig nur noch im Boote zugänglich ist. — (Eine niedliche Schmugglergeschichte,) die den Vorzug haben soll, wahr zu sein, wird gegenwärtig in Berliner ärztlichen Kreisen erzählt. Der Held ist ein junger Berliner Spezialarzt, der vor etwa vier Wochen die Tochter eines sehr reichen Fabrikanten aus dem Osten Berlins geheiratet hatte und seine Flitterwochen in Ostende verlebte. Von dort aus besuchten die Neuvermählten Brüssel. Die junge Frau wollte natürlich Andenken aus „Klein-PariZ" mitnehmen und bat den Gatten, ihr echte Spitzeil zn kaufen, was der Herr Doktor aber abschlng; echte Spitzen kosteten sehr viel Zoll, man könne sie ebenso gut und billig in Berlin kaufen. Er erzählte schauderhafte Geschichten vou Schmugglern, die an der Grenze abgefaßt worden seien, und von hohen Strafen, die ailf Schmnggel ständen. Nach fröhlich verlebten Tagen verließ das Ehepaar Brüssel, nm nach Berlin zurückzudampfen. Der Arzt wollte sich nun einen kleinen Spaß machen. Als anf der Zollstation die Zollbeamten das Conpö erster Klasse betraten und die übliche Frage gestellt hatten, ob die Herrschafteil Zollpflichtiges bei sich hätten, leistete sich der junge Ehemann den „Scherz", anf seine Frau deutend zu erklären, daß diese Dame Spitzen hinüberschmuggeln wolle. Er nahm all, daß der Beamw aus den Scherz eingehen würde. Dieser aber machte Ernst lind bat die Frau, sich visitieren zu lassen. Es half kein Protestieren, am alleNvenigsten von feiten des Denunzianten. Eine Zollagentin verschwand mit der an allen Gliedern Zitternden in einem Zimmer und kehrte mit einem Päckchen wertvoller Spitzen zurück, das sie der Frau Doktor aus einer eingenähten Tasche des Unterrockes gezogen hatte. Das Rätsel war bald gelöst. Weinend gestand die hübsche Schmugglerin, daß sie trotz aller Ermahnungen ihres Gatten der Versuchung nicht habe widerstehen können und sich für das Nadelgeld, das ihr Papa ihr für das erste Vierteljahr eingehändigt, hinter dem Rücken des Gatten echte Brüsseler Spitzen gekauft habe, um sie hinüber-zuschmuggeln. Noch blasser aber war das Gesicht des Herrn Doktors, als er seine Brieftasche zog und einen Teil der funkelnagelneuen „Blauen", die ihm der Schwiegerpapa für eventuelle Fälle mitgegeben hatte. seufzend auf den Tisch zählte, um die Zollkontraven-tion seiner Gattin wieder gutzumachen. Geknickt in des Wortes wahrster Bedeutung bestiegen die Schmugglerin lind der Denunziant das Coupö, um darüber nachzudenken, daß das Sprichwort: „Wer-anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein" noch immer nicht aus der Mode gekommen ist. ^ (Eine schölle« Fabel von den a ill e -r ikanis ch en Tr u st s.) Herr Nozi^re hat, wie er im „Temps" versichert, tausend berühmten Männern und Frauen die Frage vorgelegt: „Wie verbringen Sie Ihre Ferien?" und hat bis jetzt 234 Antworten erhalten. Mark Twain beantwortete die Anfrage mit folgendem lustigen Schreiben: Geehrter Herr! Ich hatte di« Absicht, diesen Sommer nach Frankreich zu reisen, um mich dort auszuruhen. Ich bedauere, auf diesen Reiseplan verzichtet zu haben: ich hätte einem Generalsdnell beigewohnt, das so schrecklich war, wie das von mir so großartig geschilderte Duell Gambet tas. Ich habe nnr deshalb nicht den Ozean gekreuzt, weil ich hörte, daß Sie in Ihrem schönen Lande Herrn Rockefeller nnd die Prinzessin Alice und Herrn Bryan empfingen. Ich wollte nickst durch diei Beredsamkeit des Herrn Aryan, dnrch die Bescheidenheit der Prin zessin Alice nnd dnrch den Luxus des Herrn Rocke-feller heruntergedrückt werben. Übrigens bewohnte Rockefeller gerade das Schloß bei Eompiegne, das ich selbst als Wohnsitz gewählt hätte. Er hat dnrch die Wahl dieser Sommerwohnnng nnr mich ärgern wollen. Er kann mir noch immer nicht eine unschub dige Fabel verzeilM, deren Autor ich bin und die sich gegen die Macht des Trusts wendet. Ich nxnß nicht, ob Sie sie kennen: Eine Fliege wachte mit mütterlicher Zärtlichkeit über ihre beiden Töchter — Klara nnd Susanna —, die soeben geboren worden waren. Eines Tages sagte Klara zu ihrer Mntter: „Darf ich mich auf diesen Bonbon setzen, den ich da beim Konditor sehe?" — „Aber natürlich", antwortete Mama Fliege. Klara lutschte am Vonbon und war anf der Stelle tot: der Vonbon war vergiftet: er war vom Zuckerwareutrust fabriziert worden. „Ach!" jam liierte Snsanna, „ich iverde diese entsetzliche Lektion nie vergessen lind mich stets vor Leckereien inacht neh men." Als klnges Kind setzte sie sich auf ein Stück Brot. Sie hatte aber kaum davon getostet, als sie fchon ihren Geist aufgab; das Brot war vergiftet: es war eine Leistung des Vackwarenirusts. Der Tod ihrer beiden Töchter- machte die Mmna Fliege wähn sinnig. Sie wollte sich das Leben nehmen nnd setzte sich verzweifelt auf ein Fliegenpapier. Aber so viel sie anch daran fog, sie blieb ganz gesnnd, denn das Papier war ein Werk des Fliegenpapiertrnsts. — (Ein hübsches Kleinbahn - Idyll,) das viel belacht wird, hat sich dicsertage anf der schmalspurigen Nebenbahn Gera (Menselwitzer Bahnhof)-Wuitz zngetragen. Der fahrplanmäßige Per« sonenzng hatte die Haltestelle des Geraer Vorortes Leninnitz verlassen, nm nach dem nächsten Bahnhof mit „Volldampf" iveiter zu führen. Das Züglein kam aber anstatt dorthin in ein benachbartes — Kalkwerk. Es war nämlich während der Nacht von einem nicht ermittelten Täter die Weiche vel-stellt worden ill der Weise, daß der Zug anstatt zur nächsten Station zu dem ebenfalls mit Gleisen verbundenen Kalkwerk fahren mußte. Der Lokomotivführer, der merkte, daß der Zllg sich nicht anf richtigem Wege befand, beför- Ihre Töchter. Original-Roman von U. No«l. (53. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten^ „Nein", gestand Muschi nach einer Pause leise, während ein zaghafter Blick zu dem. jnngen Mann hinüberflog, der anf der vom Onkel eingenommenen Vankfeite stand, die Hände in den Taschen seines Sakkorockes und anscheinend auf den sanftblauen See hinausblickend. „Wenn du das einsiehst, so versöhn' dich wenig» stens am letzten Abend mit ihm. Willst du?" „Wenn der Herr Doktor will," antwortete sie tonlos. Sie klammerte sich noch fester als früher an den Arm des Onkels und blickte nicht eher auf, als bis Stephan Nockh vor ihr stand und ihr die Hand bot. Schüchtern streckte sie die ihrige ans. Ihre Finger berührten sich und ihre Blicke trafen einander . . . Da wich es wie ein Schleier von Muschis Seele. . . . Am Ende war es gar nicht wahr und er dachte nicht einmal schlecht von ihr. „Also ist jetzt die allerhöchste Ungnade von mir genommen?" fragte Stephan, sich auf ihre andere Seite setzend. Sie nickte stnmm mit dem Köpfchen. Eine Zeitlang schlviegen hierauf alle drei, während in der zunehmendeil Dämmernng Lorenz Meliern verstohlen prüfende Blicke auf seine, junge Nichte warf, die sich noch immer an seinen, Ann festhielt. „Habeil Sie schon Ihre Sachen gepackt?" fragte nach einer Weile Mnschi, nur um etlvas zu sagen, mit beklommener Stimme. Ehe Stephan etwas sagen tomrte, airtwortete schon Lorenz Meuern für ihn. „Er braucht uicht zu packen, er fährt morgen noch nicht. Ich hab' ihm vor° hill zugesetzt, er soll noch bleiben. Jetzt kommen die zwei jungen Paare ... Da wollen wir noch ein. paar Tage ganz «n knrnill« verbringen." „Aber Onkel", mahnte Muschi schelmisch, „der Doktor gehört ja doch nicht zu unserer Familie?" „Aber zu der meinigen. Ihr gehört auch dazu, da sind wir also doch eine Familie . . . Nicht wahr?" „Hat ihm die Thessa denn schon erlaubt, zu blei« ben?" fragte Muschi ein wenig boshaft. Lorenz lächelte den Neffe,: an, „Ich denke nicht, oaß er ihre Erlanbnis braucht . . . Aber jedenfalls mußt du jetzt, während der paar Tage, die er noch hier sein wird, freundlich mit ihm sein. Versprichst du das?" Mnschi nickte wiederum, während sie den Kopf fester an die Achsel des Onkels drückte. Lorenz streichelte sie väterlich, dann aber, als er die Stimme des Bruders oben im Garten hörte, stand er aitf, nnd anf einmal saßen die beiden jungen Leute allein nebeneinander anf der Bank. Das Wasser spielte beinahe bis zu ihren Füßen, und ein feuchter Hauch stieg von der glatten Fläche, die den rosigen Abend-Himmel widerspiegelte, zu ihnen auf. „Gewiß hat Ihnen der Onkel beim Schifferl-fahren zugeredet, Sie sollen mit mir gnt nierden," mutmaßte Muschi nach einer Pause. „So ungefähr. Wir habeil uns ausgesprochen. Übrigens war ja nicht ich böse, sondern Sie." „Oh, Sie waren schon vorher böse auf mich. Sie haben mich scholl früher uicht leiden können, noch ehe die Thessa sich zwischen uns gestellt hat." „Wissen Sie das ganz bestimmt?" fragte Sre» Phan. „Eine gewisse Konsequenz ist Ihnen nicht abzusprechen. Ob Sie sich in den vierzehn Tagen auch nur ein einzigesmal vergessen nnd mich etwas weniger feindselig angeblickt Hätten." „Ich habe gewiß nicht fo feindselig geblickt wie Sie," verteidigte sich Mnschi. „Aber Sie habeür es mir nicht verzeihen können, das; ich Ihrer lieben Thessa etwas zu nahe getreten bin." Sie war ganz froh, daß sie das herausgebracht hatte: „Ihrer lieben Thessa" und machte sich nichts darans, daß Stephan ihr mit dein Finger drohte. „Sie hätten mir doch anch ein gutes Wort geben können." „Wär' Ihnen was d'ran gelegen, Muschi?" fragte Stephan Nockh. „Ob so ein Mensch wie ich Ihnen ein gutes Wort gibt oder nicht, was kümmert Sie das?" (Fortsetzung folgt.) Laibacker ^eituna Nr. 197. 1849 29. August 1906. oerte das Züglein wieder zurück. Tann ,vurde die Weiche richtiggestellt, und vorwärts ging's in gemütlichem Tenipo dem Ziele zu. ^ (Der kleinste Fi s ch.) Das kleinste Wirbel-tin- der Welt ist nach der „Deutschen Angler-8"tnng" oin Fisch, der in einem Bergsee anf Luzon, einer der Phili;ipi„en, entdeckt wurde. Das winzige Geschöpf wirü von den Eingeborenen Sinarapan genannt. Die größte Art ist nur einen halben Zoll lang und die kleinste nicht mehr als einen Fünftelzoll. Ungefähr 601X1 von ihnen gehen auf ein Pfund. So klein der Fisch ist, bildet er doch einen wichtigen Nahrungsartikel selbst in einem an solchen Produkten so reichen Lande. Die Eingeborenen benutzen ein feingewcbtes Tuch als Netz und fangen anf diese Weise bei einem ^"ge Tausende. Uni sie zuznbereiten, läßt man sie erst m einen, Korbe abtropfm, dann werden sie mit Pfef fer und anderen Gewürzen vermischt und auf Blättern an die Sonne gelegt, wo sie bald trocknen: damit sind sie zum Essen fertig. Die Eingeborenen halten sie für eine große Delikatesse und erklären, daß si.' ^il,en eigentümlichen Geschmack haben, der mit keinem anderen verwechselt werden kann. Die Fische lvcrden nie gekocht, da diese Prozedur ihnen den ganzen Wohlgeschmack nehme. — l„D a n k schreib e n.") In deni Organ der wesleyanischen MissionZgefellschaft sind einige Briefe veröffentlicht, die bekehrte Eingeborene in Indien an eine als Ärztin praktizierende Dame gerichtet haben. In dem einen heißt es: „Gute und schöne Madame! Es gereichr mir zum großen Vergnügen, Ihnen mitteilen zu können, daß meine liebe Fran nicht länger Ihre Patientin sein wird; sie hat diche Welt am 27. Febrnar für das Ienserts verlassen. Für Ihre freundliche Beihilfe in dieser Sache werde ich Ihnen immer dankbar sem." Ein anderer dankbarer Konvertit schreibt: „Liebe Sie! Meine Fran ist geheilt ans Ihrem Hospital zurückgekehrt. Wenn es einer männlichem Person gestattet wäre, in Ihr Bungalow einzutreten, so würoe ich Ihnen gerne einen Besnch abstatten. Ich würde keinen Versuch machen, Sie zn belohnen, denn .Mein ist die Rache', sagte der Herr." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Der dritte slovcnische Katholikentag Die zweite Festversammluna wurde gestern vormittags nach <) Uhr im grown Saale des Hotels „Union" eröffnet. Der Vorsitzende, Herr Direktor P o v « e, begrüßte oen Bischof Dr. Nagl ans Trieft wwl« den Abt Ogradi ans Cilli und den Aba Dr Gregoröi 5 ans Görz, worauf Herr Dr. L a m p e dw eu^gelausenen Drahtgrüße sowie ein Schreiben der nlovenen in Amerika zur Verlesung brachte. Herr Landtagsabgeordneter Dem Zar begrüßte die Versammlung im Namen seiner Wähler in Ober» kram und erörterte sodann die Vorteile, die die beioen vorangegangenen Katholikentage dem Bauernstande gebracht. Herr Gemeindevorsteher Stanonik aus Hor-julj trat als Sprecher des nengegründeten Verbandes der slovenisckM Gemeindevorsteher auf, besprach die Ziele dieses Verbandes, der unter anderem ein auf christlichen Prinzipien fußendes Fachorgnn herauszugeben beabsichtige und anf ein einmütiges Vorgehen der Geistlichkeit nnd der Gemeinden hinarbeiten sowie die Trunksucht bekämpfen wolle. Er appel-nerte an die Versammelten, dM Verband der Ge- memdevorsteher kräftigst zn fördern. (Groszer " Standes und knüpfte daran den Wunsch, ?'"' ^"'^" Gebrauchsartikel nicht von " die reliai!^ ü' "^"anft würden- anch empfahl Herr ^r I^"""« ^er HandelZlehrlinge. Thema .Fwtboli^,!^'^'' b^"^' ^^"'" ^" und freie Schule' '^ '^ k""''"'^ ^etrennung ^liule seien ^'^^ Ehetrennung und die freie die Gruudlaa der ^"'"u^n, "' signet seien, zerstören wob>i si. 3"""" ^' erschüttern und zu m sicl "chl w Das !/'"^^ ?^^"^)''"°" buch se an>- ^ < "'terre,ch„che bm-gerliche Gesetze ^ "ls klerikal, aber oie Be-o ^ ch'"'^l-efl'nd bie Untrennbarkeit der Ehe, ' i ^ ie s^" ^''«annngen der katholischen Ne-^'rnnn ^ /? "^ ^' Fordernngen der gesunden anschli^,' ^'bre ^ Fran nno der Kinder.'rziehnng Volke nüi.„ > ^' ^"' ^ln'lrennung dem slovenischen bN'che di. ^ /"" ^^"'^ ^''' Ehemänner znm Tren-"'nder m. >>.?""" 3"'" leichtsinnigen Verlassen der "'" Ehe Es mag ja für Einzelne "n Nnalü^ f'5luck sein, aber die Ehetrennnng wäre W'"u 'uan di. ^ "."'' ^""^ ^"k. (Znstinunnng.) n oie Ehetrennnng durch Vernunftsgriinde motivieren wolle, so müsse gefragt werden, ob ein ganzes Volk ins Verderben gestürzt werden soll. Wenn weiters das Prinzip der Andersgläubigen hinsichtlich der Ehe unangetastet bleiben dürfe, sei es da gerecht, das Prinzip der katholischen Ehe brechen zu wollen? Merkwürdig klinge es, wenn die Notwendigkeit der Ehetrennung dadurch begründet werde, daß sich angeblich die Übertrittsfälle mehren, weil die katholische Kirche die Ehetrennung nicht anerkennen wolle. Wollte man überall nachgebm, dann bliebe derKatholizismns dort wo etwa der Vertreter Laibachs am Katholikentage. (Heiterkeit.) Eine solche Religion wäre sehr beqneni, oder, wie man sagt, sie lväre modern. Ist oenn die Religion der Mode unterworfen? Die Wahrheit bleibe doch stets unveränderlich. — Es heiße, die Ehetrennnng werde im gesetzlichen Wege erschwert werden. Wozu denn etwas erschweren, wenn es gut sli? Und die Erschwernng bestände in ziemlich großen Alimentationen; dann hätte die Ehetrenmmg doch nnr für die oberen Zehntausend, die Geld haben, eine Bed.'iilnng, die niederen Schichten hätten nichts oa>-von. Wo bleibe da das soziale Bedürsnis der Ehs-trennnng? Übrigens seien in Krain selbst über 240.000 und in ganz 'Österreich über 4^ Millionen Unter» schriften gegen die Ehereform abgegeben worden. Hei-r Dr. Schweitzer beschäftigte sich eingehend mit der freien Schule und berief sich hiebei auf die historische Entwicklung des ganzen Schulwesens, das eben der Kirche seine Entstehung zu verdanken habe. Nun behaupte man, daß die, Kirche der Schnle! feind' lich entgegenstehe, jene Kirche, die unzählige Gelehrte in ihren Reihen zählte und noch zähle (Bacon, Cope,r-nikus, Secchi, Pasteur). Die! Katholiken seien nicht gegen die Pflege der modernen Wissensäiaften in der Schule, aber da entstehe anch die Frage, ob jede Hypothese schon eine Wissenschaft sei. Man achte die moderne Wissenschaft, aber man überfchätze sie nicht. Habe sie nur eines der sogenannten Weltrntsel gelöst? — Die Eltern lverden niemals ihre Kinder in Schnlen abgeben, wo sie im irreligiösen Geiste erzogen wür den. Wo bleibe das Prinzip der Freiheit, wenn man die Jugend in die freie Schnle dränge? Wo bleibe die Dankbarkeit gegenüber der Kirche, die so viel für die Bildung getan, die die wahre Kultur noch heute ohne«, Kolonialstandale unter die wilden Völker trage? Die Einflußnahme der Kirche anf die Kultur sei klar, und daher stehe ihr auch das Necht zu, über die Frage der Nildung und der Schnle ein Wort mitzureden. Über° dies seien in Österreich aus kirchlichen Kreisen 1943 Stiftungen errichtet worden, die oen Studenten über 230.000 Gnlden Einkünfte sichern. So mancl>cr, der jetzt über die Gegnerschaft der Kirche gegenüber der Wissenschaft schreie, habe seine Ausbildung gerade mit Hilfe solcher Stipendien genossen. — In Österreich sei übrigens dnrch da5 Gesetz vom Jahre ittNK dafür gesorgt, üaß der Einfluß der Kirche anf die Schule sehr gerina sei. Nun soll selbst jede Spur der Reli-ligion ans der Schnle entfernt werden Wi" es ein Unrecht wäre, die Mntterfprache aus der Schnle zn elmimu'ren, w wäre es ein Unrecht, die mütterliche '. ^^!! ""?, 5"I ^'"le ^fettigen zn wollen. (Lebhafter Beifall.) Wenn die eigentlichen Tendenzen der Gegner durch die Bezeichnung „K-ulturkampf" gedeckt werden, so müsse gesagt werden, daß diese Tendenzen einen Kampf gegen die Kultur bedeuten. — Die In-dolenz, die noch bis ins letzte Dezennium des vergangenen Jahrhunderts bei, den, Katholiken in Österreich geherrscht und den Gegnern der Kirche die Herrschaft in den meisten Vertretungen «n sich habe reißen lassen, sei heutzutage erfreulicherweise verschwunden. Die Katholiken verlangen nichts Ungesetzliches, aber sie fordem die Freiheit ihrer Kirche. Der Katholizis-mns sei keine Religion des AbWartens oder des Schla^ fens: nnfer schönstes Lob sei es, daß uns die nemi Zeit nicht schlafend aufgefunden. Wir wollen nnfere Religion verteidigen und der Kampfruf aller fei: Ich glanbe an die heilige katholische Kirche! (Stürmischer Beifall.) Herr Dr. Vrecelj referierte über die soziale Bildung. Er konstatierte znerst die großartigen Fort« schritte, die die Wissenschaft auf allen Gebieten zu verzeichnen habe, aber anch das materielle und geistige Elend der Volksklassen. Er erörterte die soziale Frage vom Standpunkte der Geschichte, betonte die Verdienste des Christentums um die Ideale der gesellschaftlichen Ordnung, namentlich deren wohltätigen Einfluß im Mittelalter, der überall einen großen Wohlstand zur Folge hatte. Luther habe sich nnö die Menschheit vom Papsttnm loslösen wollen, Voltaire und Prondhon haben die Religion verworfen und damit jede Antoritä't untergraben. Konsequente Jünger Luthers seien die Anarchisten. Herr Dr. Brecelj besprach den Materialismus in der Philosophie, der mit zu der heutigen Disharmonie beigetrageil habe. Die hcntigen Anschauungen der Sozialökonomie decken sich mit dem Christentum, wie auch die Hygiene anf dem Prinzipe der christlichen Nächstenliebe aufgebaut sei. Eine Renaissance der menschlichen Gesellschaft sei nnr anf moralischer Grundlage denkbar; ohne. Liebe zum Nächsten sei keine soziale Reform möglich. Für die Sloveueu sei die soziale Frage eine Frage d>es nationalen Bestandes. Die Geistlichkeit und die Leh» rerschaft sei in erster Reihe dazn berufen, eine segens-reiche Tätigkeit im Sinne der christlichen Lehre auszuüben, aber auch die Arzte, die Iuristeu, die Prv« fessoren, die Agronomen, die Techniker und die Kunst» ler müssen zur Arbeit für das Volk herangezogen werden. Es soll einer Nut dem anderen im Zusammentragen der Steine wetteifern, ans denen endlich der stolze „Narodni Dom" der sozialen Bildung er-stehen möge! Nach dieser beifälligst aufgenommenen Rede fprach Herr Prof. Dr. Opeka über das Kapitel Literatur. Die belletristische und die belehrende Lite» ratnr seien der Maßstab für die Bildung jedes Volkes, Es sei nicht gleichgültig, ob die Literatur die höchsten Gehetze der Schönheit nnd Wahrheit anerkenne oder nicht. Die Behauptung der Gegner, daß die katholisch-slovenischen Kreise lieber ein unwissendes, ungebildetes Volk hätten, müsse entschiedenst zurückgewiesen werden. (Großer Beifall.) Aber dem Volke müsse christliche Lektüre geboten werden. Anch bei den Slovene,, wandle die Belletristik mitunter die falschen Bahnen des Realismus, dels Naturalismus. Weig mit solcher Lektüre vorn Volke nnd von der Ingend, denn der Realismus trete alle Gesetze der Ethik in den Staub, der Naturalismus verneine alles Überirdische. Die Moderne, gleichviel ob sie als Dekadenz, Syni» bolismus, Mystizismus oder Impressionismus auftrete, habe unleugbar einen großen Schwnng, genoin» men- leider jedoch gebe es bei den Modermn viel Schale ohne Kern, viel Nebel ohne Sonnenstrahlen, viel Pessimismus, Zynismns, Resignation und Ne» gation. Ein gesunder, ehrlicher Realismus in den Grenzen der christlichen Anschannngen, ausgestattet mit allen wahren Errungenschaften der Moderne, sei nnser Z!«.ü. (Beifall.) Wir wollen eine Kunst, die er zieht nnd veredelt. Geben wir dem Volke wahre Bei» letristik und lvahre Wissenschaft, die sich nicht mit der görtliäpn Offenbarung in, Widersprnche befindet. ^ Es sei eine grobe Unwahrheit, daß es leine katholische Wissenschaft gebe oder daß die Wissenschaft der Ne ligion widerfpreche. Wer in der göttlichen Offen'« bnrnng nicht den Höhepunkt der ganzen menschlichen Wissenschaft anerkenne, der schweige lieber von der Wissenschaft, von der Offenbarung oder von beiden. (Beifall.) Mit all oen Fratzen der Pfendowisfenschaft müsse gründlich aufgeräumt werden. Man sage nicht, daß unser Volt dafür noch nicht reif sei. Erscheine es den Gegnern reif genug für Irrtümer, so müsse eo wohl auch reif für die Wahrheit sein. (Allgnneine Zustimmung.) — Die Literatur gründe sich bei jeden, Volke anf die Schriftsteller und aufs Publikum. Von ersteren habe man für unfere bescheidenen Verhält nisse eine genügende Anzahl; jenen, die sich um den „Don, in Svct" scharen, werde dereinst die Geschichte den ersten Rang in der gegenwärtigen Liieratnr zuweisen. Zu ihnen werden uoch andere kommen, eines Sinnes, in bniderlicher Einigkeit nnd in Liebe znm Volke vereinigt. Für das Pnblilnm sei es Pflicht, die Schriftsteller materiell und moralisch zu unterstützen, dan,it die Talente nicht zngrnnde gehen. Laßt uns mit vereinten Kräften fchaffen, ober- uns Gott, der Segen und Wachstum verleiht! (LMafw Znrufe und andanerndes Händeklatschen.) Als letzter Redner sprach Herr Professor Eugen I a r c über die kulturellen Kräfte des Katholizismn5, Seit den ältesten Zeiten werde ein Kampf zwischen dem Christentnm und der jeweiligen Weltanschannng geführt. Daß die Kirche immerdar die Wissenschaft gefördert habe, davon lege die Geschichte eil, glän-zenoco Zeugnis ab. Die Wissenschaft lasse sich, wie Redner nnter anderem durch Aussprüche Pastcurs und Voltas dartat, sehr wohl mit der christlichen Über-zengnng vereinbaren. Die katholische Kirche habe stets das Schulwesen gefördert: die Klöster feien noch lient zntage, obwohl in bescheidenerem Grade alo ehemals Pflegestätten der Wissenschaft (Denifle. Waßmann). Das slovenische Volk speziell sei der katholischen Kirche zn großem Danke verpflichtet, denn einzig nnd allem die katholische Geistlichkeit habe chm die Bildnng nnd die Nationalität bewahrt. - In Christus w dw höchste Wahrheit und Schönheit verkörpert,- der H" land brachte in seinen Gleichnissen die tiefsten Wahr deiten in der erhabensten Form zum 3lu'drucke --Die kath.liM' Kirche entfalte Glanz m 'ln'"' "m l n Gebränchen: sie habe stets alle ">''! t' N' "^, '' d diese haben an, schönsten zn der '^''t N l 'ch , "1^ N sich noch nicht von der Kirche aba^'endet ln ttm, ^cU K ! n m wieder znr christlichen Kunst znrnck, Bewe.5 ^ sen die Sezession in Wien m,t der unlängst v^ m,stalteten Ansstellnng für christliche Kunst und Be- Laibacher Zeitung Nr. 197. 1850 29. August 1906. weis dessen die Ausstellung des modernen Gewerbes in Dresden. - Das moralische Chri'stentnm habe Positive Arbeit gebracht, den Wert dei' Einzelnen gegen? über der Gescuntheit gehoben: die Ehe datiere erst seit den Anfängen des EhristentnmZ: der Katholizismus fördere die charitative Tätigkeit: die christliche Kultur sei die Kultur der selbstlosen Arbeit, der Nächstenliebe und der Liebe zn Gott. Der modernen Weltanschan-ung müsse eine feste Organisation entgegenstellen' das Ziel der 5tatholiken sei: Erneuerung der Welt im christlichen Geiste. (Andauernde Veifallsrnfe und Händeklatschen.) N'achde», noch Herr Loüar die Versannnlnng im Namen der katholischen Gewerbetreibenden begrüßt hatte, wurde die zweite Festversammlnng gegen i2 Uhr mittags geschlossen. Um 2 Uhr nachmittags wurden in der beschlußfassenden Versammlung zahlreiche Resolutionen gefaßt, deren wesentlichen Inhalt n>ir noch folgen lassen wollen, und nm A Uhr begann die dritte Festversanini' lung, die der Herr Vorsitzende Direktor Povi^e, nut einer Begrüßung der Abgeordneten Dr. Gröa und Lapasne ans Görz, zweier Slovenen aus Ägypten und eines Vertreters der venezianischen Slo-Venen einleitete. Hinauf gelangten mehrere Tele' gramine sowie ein Vegrüßungsschreiben des Herrn Fürstbischofes Dr. Kahn in Klagenfurt zur Verlesung. Nachöem Herr ^ebot der Ncrsammlnng den Grnß der Jugendorganisationen ill Südsteierillark entboten, sprach Herr Go milk et über die christliche Organisation. In jedein Gerichtsbezirk, bezw. in jedenl Wahlbezirke müßte ein politischen Verein gemündet werden, der Versammlungen zn veranstalten hätte, worin die Mitglieder über aktuelle Fragen unterrichtet würden. Eo müßten anch Provincialalls-schüsse geschaffen lverdeil, die dein Ie»tral-Erekntil> lomitee in Laibach nnterständeil. Letzteres hätte das Recht, nach Vedarf Delegaten der Provinzialans-schlisse zn Veratungen einzuberufeu. Durch diese Organisation würden am besten die katholischen Lcit-grnndsätze lFreiheit der Kirche, christliche Ebe, christ° liche Schnle) sonne die politischen nnd wirtschaftlichen Forderullgen vertreten. To wäre das ganze Volk in einer einzigen großen politischen Partei vereinigt, die ihm seinen Bestand sicherte. Die Organisation müßte auf einer festen Standesorganisation fnßen: die Landwirte müßten ihre Genossenschaften, die Arbeiter ihre Fachveix'ine besitzen, die wieder zn Zentralen (Zadruxna zveza, Gospodarska zveza, Kr«. fall der Völker und der Staatengebilde nicht anfhal-ten, aber man könne darin die göttlichen Kräfte aufspeichern, die den nnsterblichen itern bilden. Die soziale Arbeit müsse aus tiefem empirischen Studium erwachsen, dann sei auch das Resultat ein wissenschaftliches. - Jedem nun, der zum Volte von oen Resultaten der modernen Wissenschaft rede. pflege das Schniähwort „Heuer" anzuhaften. Sage man dem Landwirte, daß sein Vieh nicht ill feuchten Ställe» ulltergebracht sein dürfe, so werde dies einem als cin Verdie>lst angerechnet, es finde fich vielleicht gelegentlich für ihn auch eiue Auszeichnung (Heiterkeit) ; aber wenn man den Arbeiter in dnmpfeni Loche wohnen sehe und auf feine ungesunde Kost aufmerksam mache, wenn man unter Bcrnfung auf die Hygiene öffentlich betone, daß der Arbeiter als Mensch so und so viel Kohlenhydrate, Eiweißstoffe, so und so viel Knbikmeter Luft in seiller Behausung brauche, daß er öas Recht habe, als Mensch zu leben, dann sei man ein „Hetzer". (Heiterkeit.) ^ Endlich müsse der soziale Mitarbeiter einen Überblick über den, Organismus der ganzeil menschlichen Gesellschaft, unter den Slovenen speciell ein freies Auge für das ganZe flovenifche Volk haben. Die Slovenen seien ein kleines Volt': dies sei noch nicht der ganze Schaden: ärger aber sei der Schaden deshalb, weil sie sich noch kleiner machen, als sie us tatsächlich sind. „Unser Volk", sagte Redner, „und dazu zähle ich auch die Istrianer, Dalmatiner. Kroaten und wie immer sie heißeil im slavischen Süden, hat eine sehr beoentenoe Aufgabe, weil e5 erst jetzt zu leben beginnt. Wir hatten bisher keine Geschichte, aber wir werden eine haben, weil unser Volk die Ufer der Adria belvacht und alle großen Wandlungen in Enropa fozialer nnd politischer Natur mit den Gebieten zu rechneil habeil werden, die nnser Volt bewohnt." Wie Professor Dr. Krek des weiteren ansführte, wende sich die heutige Weltanfchannng bereits vom Materialismn5 ab. In dieser Zeit sei es für das flo-vMsche, Volk überaus wichtig, über eine genügende Allzahl fozialer Mitarbeiter zu verfügen. Wer stch zu keiner sonstigen sozialen Arbeit berufen fühle, möge für die katholischen Zeitschriften, fiir die tatho-lischeu Vereine, für katholische Versammlnngen ?c. agitieren. Und stets habe sich jedermann bei der Erforschung seines Gewissens die Frage vorzulegen, ob er seine sozialen Pflichten wohl erfüllt habe. (Großer Beifall, der sich einigemale erneuert.) Herr Gostinüar behandelte das Thema „Die Arbeiter nud die katholische Idee". Diese Idee tonne kurz mit den Worten charakterisiert werden: Liebe deinejn Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst. Weil sie im öffentlichen Leben nicht berücksich-tigt werde, müsse sich die Arbeiterschaft an die christliche Organisation anschließen, denn da finde fie Her-zen, iil denen die Nächstenliebe wohne. Ein lveiterer Grnnd für oen Anschluß sei der, daß gerade das Christentum den Menschen zur Kroue der Schöpfung erhebe und ihm die Ähnlichkeit mit seinem Schöpfer verkünde: ?in dritter Grnno liege in der Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits, die bei, den Materialisten nicht vorhanden sei. Die Ingend müßte so-wohl in der Schnle, als anch außerhalb der Schule mit dem wahren christlich.sozialen Geiste bekanntgemacht werden: da alier dies vorläufig unmöglich sei, so müsse insbesondere die Arbeiterschaft für die christlich-foziale Idee gewonnen werden, dann werde der Sieg unausbleiblich sei», (Beifall.) Im Verlaufe der Festversammlnng sprachen noch Herr Direktor Povkc über den Bauernstand nnd öie gegenwärtige Zeit und Herr Dr. OusterZiö über das Kapitel „Kleritalismus und Katholizi^ lnuv", worauf der bochwürdigste Herr Fürstbischof Dr, I eg lie, das Wort zu einigen Schlnßbemertuu° gen ergriff nnd der Versanlmlnng seinen Segen erteilte. (Wir kommen auf die drei Reden morgen noch zurück.) Der Vorsitzende dankte, zum Schlüsse der Sitzung schreitend, unter rauschenden Beifallskundgebungen den einzelnen Rednern fiir ihre Ansführungen, dem vorbereitenden Komitee, naimentlich Herrn General-vitar FIis nnd Dr. L a m p e , fiir ihre Tätigkeit, ferner H?rrln Dr. Gr elg o ri/: als Obmann der Banaktiengesellschaft „Unioll" für die Überlassung des Saales, allen Kirchenfürstm, den kroatischen Gästen nnd überhaupt allen Anwesenden für ihre Beteili gnng am dritten Katholikentage. Herr Dr. 5l n st erki 5 brachte fodann nnter all gemeiner Zustimmung Herrn Direktor PovZe den Dank fiir die ninsichtige Leitung der Persammlnnaen znln Allsdrucke, worauf sich der Saal allmählich leerte, um zum Festkommerse der slovenischen Studenten schaft instand gesetzt zn wertx'n. — (V o ni politischen Dienst e.) Versetzt wnrden der k. k. Nezirkstommifsär Ernst Kor din von der Vezirkshanptmannschaft Stein zu jener in Naomannvdorf und der t. k. Landesregierungskon-zipist Raimund Svetek von der Landesregierung znr Vezirkshanptmanuschaft iu Stein. - (V o n d e n Herb st m anöv e r n d e. r k. t. L a n d w e h r.) In freizügigen Märschen rückten von Krmnburg am 27. und 28. d. M. die Landwehr-Infantcrieregimenter Nr. 3 (GraZ) nnd Nr. 26 (Marburg a. d. Dräu), und von Duplach-Nallas die Lank wehl-Infaiiterieregiinellter Nr. 5 (Pola) und Nr. 2? lLaibach) in Klagenfnrt ein. Sie verbleiben bis 2. September dort und in der Umgebung, marschieren dann in freizügigen Märfchen gegen Maria Saal und St. Thomas am Zeiselberg, um zu den Schlußmaw överu in der Gegend von St. Veit^-Althofen znsam-menzntreffen. Am 5. September erfolgt mittels Son-derzug/3Z die Abfahrt in die Garnisonsorte. - (Errichtung von Iugendgrnp p e n i n G c" fän gnissen.) Das Instizministerinm hat bisher gemäß der Instizniinisterial-Verordnnng vom 30. September 1905 die Errichtung von Ingend° gruppen in nachstehenden Gerichtshofgefängllissen angeordnet: Im Oberlandesgerichtsfprengel Wien: in Wien, St. Polten, Wiener-Neustadt, Wels; im Oberlmldesgerichtssprengel Prag: in Böhmisch-Leipa, Vudweis, Eger, Pilsen: im Oberlandes-gerichtosprengel Brunn: in Iglau. Olmütz, Teschen: ini Oberlandesgerichtssprengel Gvag: in Graz. Kla-genfnrt, Laib ach. Marbnrg: ini Oberlandes-gerichtssprengel Trieft: ill Trieft nlid Görz: iili Ober>-landesgerichtssprellgel Zara: in Sebeuiro. Anßerdenl N'nrde die Errichtung einer Iugenoabteilnng in der Weiberstrafaustalt i,l Nepy verfügt. (P e r so >lalv e r ä ll d e r u ll g im Stand e der Lehrerschaft des Schnlbezirkes Rudo lfswert.) An Stelle des in den dauernden Ruhestand versetzten Schulleiters Leopold Znpin an der Volk^schnle in Wrnßnitz lvnrde der proviso--rische Lehrer an der Bürgerschllle in Gurtfeld Johann ^ nidarHi 5 znm Leiter der erstgeilanntell Schule, vorläufig ilr provisorischer Eigeuschaft, lx'stellt. Zu>m provisorischeil Leiter all der auf zwei Klassen zn erweiternden Schnle in Hinnach wnrde der provisorische Lel,rer Alois Marok in Seisenberg dekretiert. Der bisherige provisorische Lehrer Alois Mrak in Hin nach erhielt die Lehrstolle an der zweiklassigen Volks-schnle in Vansaloka i»l Bezirte Gottschee, Die zweite Lehrstelle an der Volksschnle iil St. Lorenz wllrde dcr Lehrerin Ioscfa Vc a j d e iu provisorischer Eigetl-schaft verliehen. Die Lehrerin Klementine Pill ,<>l o s wurde von Höiligstein nach Salog versetzt. Die dadnrch erledigte Lehrstelle erhielt der provisorische Lehrer Ignaz Hude aus Großlaschitz. Die zw.'ite Lehrstelle an der Volkosänlle in Weißlirchen lvnrde an die Lehrerin Marie Buöar provisorisch vergeben. Der provisorischen Lehrerin Hema Zajec in Sei.-seilberg wnrde der Krankheitsnrlanb bis EltlX' Fe-bruar ll? verlängert, -" (Sch w ur g eri ch t sv er h a ll d l n n g e il.) Gestern fanden unter dem Vorsitze des Herrn Ober-landessserichtsratcs IulinZ Polec zwei Verhandlnn^ geli ftatt, bei denen, Herr StaatsallNmlts - Stellver-treter Alb. Ritt. v. Luschau als Ankläger fungierte. Die erste Verhandlung betraf den 23 Jahre alten Knecht Leopold Bezeljak aus Zadlog, Gerichtsbezirt Idria, wegelt schwerer körperlicher Beschädigung, Aim !. Juli abellds trankeil mehrere Burschen i» der Vorlaube eines Gasthauses in Treble, Gerichtsbezirt Idria. Zu ihnen gesellte sich der etwas angeheiterte Inwohner Nartholomäus Out; bald darauf kamen noch Bezeljat und einige Burschen dazu, die sich an einen anderen Tisch setzten. Die Genossen des <'nt sangen Lieder, und l^ut machte während des Gesanges eine Bewegung niit der Hand, was dem Vezeljat nicht gefiel. Er fragte öuk. warum er krakehle imd warf ihm, ohne eine Antwort abzuwarten, sein Glas an den Kopf. Er traf ihn ins linte Auge und beschädigte ihn derart, daß er erblindete. Nezeljak, dessen Verteidigung Herr Advotaturskonzipient Dr. Müller führte, wurde zu zwei Monaten Arrestes, verschärft durch einen Fasttag in jeder Woche, verurteilt. - - In der zweiteil Verhandlung hatte sich der 21 Jahre alte GrnildbesitzerSsohn Iatob Hladnik ans Unter-Palovc-e. Gerichtsbezirk Stein, wegen Totschlages zu verantworten. Als Verteidiger fungierte Herr Landes-gerichtsrat i. R. D eu. Am 22. Juli nachmittags waren in einem Hanse ill Rove, Gerichtsbezirk Stein, mehrere Vnrschen sowie einige Mädchen versanrmelt. die Branntwein tranken und tanzten. Unterj ihnen befanden sich anch Hladnit nnd der Keuschlerssohu Bartholmüäus Kali^nik aus Palov<"-e. Beim Auseinandergehen gerieten diese beiden in einen Streit, in dessen Verlaufe Hladnit' de!n Kaliknit zweilnal zu Bodeil warf uno ihn mit dein offenen Messer zweimal _Jiaibad)er Bettung Wr. 197. 1851 . 29. August 1906. auf den Kopf schlug. Tic Verletzung war so schwor, «ch 5tali«nik am 18. August starb. Hladnik wurdc zu bior Molrat^u srrmlgon Arrestes nnt einem Fasttage und hartem i^ager allwöchentlich verurteilt. —I. " (G utöaukau f.) Der hiesige Fleischhauer und Hausbesitzer Herr Ivan örue liar das Schlost ^ngorica bei Vc'assenfus; vmn Herrn Matth. Ho<-cvar uin den Vetrag von 75.000 X angctauft. ~ (Sa nitäts.Wochen bericht.) In der ^'it vom 12. bis 18. August kamen in Laibach 26 wnder zur W?lt -l)l pro Mille), darunter 2 Tot-gwurten. dagegen starben 28 Personen Ci8-78 pro ^cMe), und zwar an Tuberkulose 5, infolge Schlag. MMes 2. infolge Unfalles 4. durch Selbstmord 1, an imNNg.'n Krankheiten 1<> Untei- den Verstorbenen befanden sich ii Ortsfremde (W'5>2Vo) "nd 20 Per onen ans Anstalten (71-42). Infettionserkrankungen wurden keine gemeldet. ^- (Schneller Tod.) Am 2tt. d. M. kam der 50 jährige K^uschler Franz Tu^ar in Iauerbura,, ^czn-t Kronau, zun, Mittagsess^n nach Hause. Nachdem er das Mittagsmahl verzehrt hatte, wollte er M) aufs Vett niederlegen. In diesem Moment sank er bewußtlos nieder und starb in wenigen Mwuten. —l. (Diebstähle.) In der vorgestrigen Nacht fchlich sich eii, unbekannter Dieb durch ein offen gelassenes Fenster ins Nestaurant „Elefant" ein uud entwendete der Kellnerin Margareta Lavriö einen Netrag von IM K. — Dem Knecht Michael Lalnpert wurde in der L?vstitgasse aus seinem Koffer eine silberne Taschennhr samt einer silbernen Panzerkette mit einein Krcuztaler als Anhängsel gestohlen. * (Wieder ein Fahrrad entwendet.) Vorgestern gegen halb 8 Uhr abends wurde dem Handlungsreisenden Rudolf Oroszy seiu Fahrrad entwendet, das er vor dem Kontor an der Franz ^osefsnaße stehen gelassen hatte. * (Ein Fahrrad gefnnde n.) Diesortage wurde im Kasinogebäude eiu noch gut erhaltenes Fahrrad gefunoeu, dessen Eigentümer bwher nicht ausgeforscht tt>erden konnte. Er möge sich bei der städ-tNchen Polizei melden. . " lGefuude u) wurden auf dem Südbahnhofe ein Mannerhut, ein Strohhut, zwei Damenjack.'n, Mo, Regenschirme, zwei Spazierstöcke, ein Paket mit ^wn nnd ein Havelock. - In der Stadt wurde ein Anhängsel gefunden. * (Verloren) wurde: eine Metallkette, ein ^.atet nnt vier Bildern, eiu goldones Al,hängsel, .'in Geldtäschchen mit 10 I< Geld und ein goldenes Ketten-armband. "(Verlöre n) wnrde eine goldene Damwnhr ferner em goldenes Medaillon. Telegramme ills l. l. TelMllphtn.Slillchlillllenz.Vlllms. Wien, 28. August. Wie das k. k. Telegraphen-Korr^'spondenzbureau erfährt, ist seitens der Negierung die Auflösung des nmhrischen Landtages nnd die Ausschreibung der Neuwahlen bereits in Aussicht genommen und wird die Publikation des bezüglichen kaiserlichen Patente? in den nächsten Tagen erfolgen. Rußland. Petersburg, 28. August. Im Leichenhaus oes -keter- "nd Paul-Hospitals befinden sich noch zehn owier nicht agnoszierte Opfer der Explosion in der "'na ^iolypm. darunter zwei Kinder nnd eine Frau. Tek'n^ i ''^ burg , 28. August. Die Petersburger Mo ^m^?^"''""'' "u-ldeti Vei Besprechung des Pin ? ck?>l"s auf den Ministerpräsidenten Stolv^ ""Nun«" üb^?^""^"" ^'^ verschiedene Ver-au.. Diese V^.n I ^"'"'ftige Politik der Negierung sich bisweilen aus in der Laae , ;?°"?b nn Umlanf find. Wir find Mchm^^^'/^ obgleich d. terror, "ben, es ein aros ^ ""! ^" Publikimi aus-sslauben wollte ^^ ^". ^"" ^"^^ ""'" ^"" ""nte von ^,em T^rr??""" '"' ^utionm. feitet sein Das q?^ ^"'"' ^" ^ierung be^ terlich fchgele7t und /7'"^^^^"'"'" '" """^^ Mordtaten oin^N/.'! '^"^' """ Anschlägen unt " reiner Wandlung unterliegen. ^, Der Bürgerkrieg auf Kuba. r^lugust. Oberst Valle von der d'schen b,>l s "' ^^ " gestern abend die Aufstän M'liz wurde "^"" geschlagen habe. Von dei "uen Verlust.^ .^"'" l;"^"' ^e Gegner hatter Hav ' "^u 17 Toten. Dor Wlb^r^ ^^ ^"aust. a« die Provinzbehörden angewiesen, den Insnrgenten zu gestattn, nach ihren Heimstätten unter der Zusicherung, daß ihnen von der Negiernng wogen ihrer Teil nähme an. Aufstande nichts geschehen soll, zurückzukehren. Wie behauptet wird, haben tntsächlich alle Führer der Aufständischen, mit Ansnahn.e von Gn,erra, sich bereit gezeigt, ihre Lente zu eutlassen, wenn ihnen wirklich Straffreiheit verbürgt wird. Die Negierung wirbt daher keine weiteren Truppen an, da eine beträchtliche Auzahl von Insurgenten nach ihreln Heim statten znrückgekehrt ist. Nur im östlichen Teile von Pinar del Nio ist dies nicht der Fall. Gnerra erklärt dagegen seinen festen Entschluß, nicht eher seinen Widerstand aufgeben zu wollen, als bis die« letzte Präsidentenwahl für ungültig erklärt wird. Guerras 2<»(>l! Mann sind zwar mit Waffen und Munition wohl «ausgerüstet, aber er verfügt über keine Geld mitte! und bezahlt Liefernngen mit Anweisnngen ans die tnbanische Negierung. Ausweis Über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 18. bis 25. August 1906. Es herrscht: der Milzbrand im Vezirke Krainbura in der Gemeinde Trata (2 Geh.); die Tchweinepest im Bezirle Gottschee in den Gemeinden Götteuitz (10 Geh.). Graflinden (3 Geh.), St. Gregor (9 Geh.), Hinterlierg (5 Geh.). Kölschen ,2 Geh.), Luiarje (3 Geh.), Mijsel (14 Geh.), Nesseltal (3 Geh.). Schwarzenbach (5 Geh). Suchen (1 Geh.). Unterlag (2 Geh.); im Vezirle Gurlfeld in den Gemeinden 0ate2 (5 Geh.). Heil. Kreuz (9 Geh.), Land. straß (24 Geh.); im Bezirle Laibach Umgebung in der Ge< meiude Xelimlje <1 Geh.): im Bezirle Rudolfswert in den Gemeindcu Döbernil (1 Geh). St, Michael-Stopiü (6 Geh.), Rudolfswert (2 Och.). Sagraft (2 Geh.); im Vezirle Tscher. nembl in den Gemeinden Altenmarlt (3 Geh.), Podsemel (3 Geh.). Suhor i5 Geh.), Weinih ,1 Geh.); der Rotlauf der Schweine im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Oberlaibach (4 Geh.); im Bezirke Littai in der Gemeinde ttreuzdoif (2 Geh.); im Bezirke Radmaunsdurf in den Gemeinden Aßling (2 Geh), Görjach <6 Geh.), Lees (2 Geh.), Lengenfeld (1 Geh), Möschnach (1 Geh.), Ovsiae (l Geh.), Sttinbüchel (1 Geh.), Veldes (5 Geh.»; im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Großlack (1 Geh.): im Bezilte Tschernembl in der Gemeinde Schweinberg (1 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Vezirke Nrainburg in der Gemeinde Trata (1 Geh.); der Ranschbrand im Bezirle Guilfeld in der Gemeinde Heil. Kreuz (1 Geh); die Schweinepest im Bezirke Littai in der Gemeinde St. Veit (3 Geh.); im Bezirke Nudolfswert iu der Gemeinde Haiduwih (1 Geh.); im Bezille Guttschec in der Oemcinde Altla« (2 Geh.); im Bezirke Tschernemdl in den Geminden Suhur (l Weh). Weinih (1 Geh.): der Rotlauf der Gchweine im Bezirke Gottschee iu der Gemeinde Nesselthal (3 Geh.); im Bezirke Kraiuburg in der Gemeinde Altlag (1 Geh.); im Bezirke Loitsch in der Gemeinde Zirknitz ,8 Geh); im Bezirke Rudolfswert in den Gemeinden Hof (1 Geh.), St. Michael-Stopiö (4 Geh.), Wruß« nih (1 Geh.). K. k. Landesregierung für Kram. « aibach am 25. August 1906. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 26. und 27, August. Kaftelic Vüraermeisters-gattm. s. Tochter, Abbazia. . Bartoli s Famitte M Nrett^ holz Privatiers; Obrg Ingenieur, s. Frau; Poüa't, Spediteur', s. Chauffeur; Reuter. Kfm. Trieft. - Merzove. Lehrerin, s. Schwel ster, Louny. - Hramatta. Privat; Dr. Khimc, Arzt; «Troenih Kfm f. Frau. Prag. — Merizzi, l. t. Steueramtslontrollor, Haiden-schaft. — Hanyi. Inspektor; Fischer, Denesch, Kflte. Budapest. — Pojace. Oberinspektor der k. l. Staatsbahu; Kaldor Neumanu Me.; Nreclo. Buchhalter, Graz. — Leslovar, Beamter: Kreinc' Private, Marburg. - Ganß, Privat. München. — Gold^ schmidl. Kfm., Sissel. — Omerza. Nesiher. Zirllach. — Fon-zani, Privat; Wiuller. t, t. Leutnant; Vr. Gregorit, Professur und Landtagsabgeordueter; Moravec, Privat. Giirz, — Müller, Privat, s. Sohn. Agraui. — Schlächter, Kfm., Ratschach. — Koziel, Kfm.. Mojstraua. — Solfa. kfm., Cormons. — Hagar, Kfm, Agram. — Decrinis, Privat, s Frau, Nöflach. — Amers. Pfarrer, Sesaua, — Kamerad, Professor, s. Frau, Hotice. — Paradis. Kfm., Warnsdorf. — Kowatschilsch. Buchhändler, Cilli. — Gray, Kfm,, Berlin. ^- Presfel, Besitzer, Tolmein. — Piutar, Bestver, Iarz. — Sicherl, Organist, Süßenberg. -Mauschl. Kfm,, Niedergrund. — ttrovicic. Pfarrer, Behovo. — Gavanda, Baumeister, f. Familie; Klinger, Singer, Weinberger, Primmus. Prem. Reich I., Reich G,, Berger. Häusler, Schwarz. Brammer. Bohinc. Kflte.; Hirsch. Oberingenieur, Wien. Verstorbene. Im Siechenhaufe: Am 26. August. Antou Lovsin, Kondulteur. 49 I,, ' Dumouti», pilral.vt. - Anna Schley, Private, 82 I., Marasmus Im Iivilspitale: Am 2 3, August. Iohaun Lulit, Arbeiter, 57 I, 6«,nz;rll«nll pulmnn. — Agnes Rangus, Arbeiterin, 26 I.^ Skorbut. — Maria Kan, Bcsitzersgattin, 48 I., Pyämie. Am 24. August. Franz Pack, Maurergehilfe, 28 I. ' Gehirnhautentzündung. Am 25. August. Maria Rozman, Arbeitersgattin, > 56 I.. Vitium ciorcli». Am 26. August. Kllloliua Lenarcit, Schmiedsgattin, 40 I., Tuberkulose. — Johann Bozic, Inwohner, 3« 9-. Daimlatarrh. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Lcehohe 306 2 iu. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. y« 2U.N. 741 6, 19 7 SO. z. stark teilw. bew. "' 9 » Ab. 744-2! 14 0 NO. schwach heiter 29.< 7 U. F. > 744 9 l 83! SO. schwach ^ . > 0'0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 16-3' Nor» male 17 4°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. 1TSCHINKEU on empfiehlt allen P. T. Hausfrauen seine allgemein als vorzüglich anerkannten Kompotte, Marmeladen, Früchte und insbesondere das nach den neuesten Methoden erzeugte Zichorienmehl in Holzkistchen. (um 8 Die erste Probe wird gewiss jedermann von der hervorragenden Qualität dieser heimischen Ware überzeugen. ===== Näheres die Plakate. = 3lls Vlmtlllnilllt! Hal nm men Dßen Iienst tmiefeil. XX !l)ill Ull — lllid der wäre? — Sie hat mir Fays echte ^) Sodener Mineral« Pastillen gegen meinen chronischen )> Katarrh empfohlen, ich hab ein paar Schachteln auf» XX gebraucht und bin ihu richtig los geworden. — Wahr- A hastig'^ Die Dinger sind also wirklich gut? — Aber X> ausgezeichnet! Ob's nun ein Kratzen im Hals ist, ob XX ausgesprochene Heiserkeit, Husten oder Verschleimuug — ^ immer sind Fays echte Sodener Mineral»Pastillen /X wertvoll uud uühlich. — Na alsdann, so werd ich's XX halt 's nächste Mal auch probieren. — Fays echte ^5 Sodener Mineral-Pastillen kosten nur K 1 25 und sind XX ln allen Apotheken. Drogen» und Mineralwasserhand« XX lungen erhältlich. (2471) ^^^Oeneralrepräseutauz für Oesterreich »Nngarn: W. 3H. Guntzert, 5Vi«», I., Dominilanerbastei 3. Ia den Apotheken erlittltlich. Ein Baby sicher aufzufüttern, dazu gehört neben Pünktlichkeit und Sauberkeit ein Nährmittel, das ihm angenehm schmeckt, also von ihm gerne genommen wird und das ihm in jeder Hinsicht gut bekommt, also weder Drüsen noch Ausschläge, noch Verdauungsstörungen verursacht, vielmehr seine Körperzunahme regelmäßig fördert, alle Organe (Knochen, Muskel, Fett, Blut) kräftigt und sein Wohlbefinden ungetrübt erhält. Allen diesen Anforderungen entspricht, wie sich seit 30 Jahren tausendfach bewährt hat, nichts so gut, wie das bekannte und boliebte «Nestlo-Mehl», ein «Milch-Zwieback-Pulver», welches, lediglich aus bester Alpenmilch, Weizenzwieback und Zucker /.usammengesetzt, von unbegrenzter Haltbarkeit, Sterilität und stets gleicher Qualität ist. In ihm besitzt jede Mutter eine tadellose Beikost filr ihr Baby, die ihm selbst im Hochsommer und auf Reisen gute Gesundheit sichert. (3664) Dltlllsagullg. Allen werten Freuudeu uud Bekannten, welche wählend des Krankenlagers uud bei dem Hinscheiden uuserer inuigstgeliebten, uuvergrßlicheu Mutter, bczw. Schwieger» und Großmutter, Schwester und Tante, der Frau Anna Schley «eb. Lriesz , Stationsaufseherswitwe ! tröstend zur Seite standen, der teuren Verewigten durch Kranzspenden uud das ehrende weleite zur ewincu Ruhestätte die letzte Ehre erwiesen halirn, sowie den Herren Äedieusweu der t. l. priu. Sildbahll-aesellschaft sprechen wir iu nuscrem uild im ^amcn der N» Ä,wcrwaudteu den tiefstnefühlten Dank aus. Lail'ach am 28. August >i>o«'. Ludwig »lud «lbert Vchleh. Laibacher Zeitung Nr. 197. 1852 29. August 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 28. August 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung. Die Notiernna sämtlicher «ltien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stück, 0'eld Ware Allgemeine Staats« schuld. inheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Kronen (Vlat-Nov.) per Kasse . . SS'10 9930 betto (Iün,«Iul<) per Kasse 99 — 89 20 2 o/n «. W. Nuten (ßebr,.«lug.) per Kasse......SU-Z5 I00'1k> "/« e. W. Silber («pril'Ott.) per Kasse , . . , , . 100 — inu>20 WOer Staatslose 5U0 fl. 4 "/„ 156-60 158-6!' l»«0er „ 1U0 fl, 4 "/„ z>i6- 222- I8«4ei ,, 100 fl. . . 272 5V 277K0 »864er ,, 50 fl. . . 275 5>» 277 50 Dom.'Pfanobl. il 1L0 fl. 5"/„ 28990 231'9N Staatsschuld d. i. Reichs» rate vertretenen Königreiche und Länder. t)sterr. Goldrente, stfr., Gold per Kasse . , , . 4«/<, 117-in 11? 30 Ofterr. Rente in Kronen«», stfr., Kr, per Kasse . . . 4«/„ 58 2b 9ü-^5 detto per Ultimo . . 4°/„ 992» 994'^ Öst. Inveftitions.Mente, stfr., Kr. per Kasse . »'/,"/<> 88 95 89 15 . fis»nbll!,n.Stl»»l,schnld. > «tlschreibnngt«, «lifabethbahn in G.. steuerfrei, zu 10.000 fl. . . . 4«/n 11760 11860 Fran, Iosef-Vahn i» Silber (dlv. Et.) . . . 5'/4<>/u1L4-—124'UN Val. Karl Lubwig-Vahn (biv. Ltü . 4°/« 99-35 10035 vorarlberger Bah», steuerfrei, 4<»!> Kronen , . . 4°/° 9950I0050 Zn zlllakschuldnllschltlbllngtn «bglfttMPllte ßlstnbahN'gktlen. «llsabeth.Ä, 200 fl. KM. ü'/.«/«, uon 400 Kronen .... 482 — 464 — detto Llnz.Nubweis 200 fl. «. W. S. bV<°/<> - - - ,486'—438 — detto Salzburg'Tlrol LU0 l. ö, VS. b»/<> . , . .«8 — 432 — Geld Ware yom Ztaate zur Zahlung 2b«> nommene «lsnlbllhn.Priorlliit«' Filigllttonln. kühm. Westbahn, «im. 1895, 4«<> Kronen 4°/„. , . . 99 ,10 10090 ltlisabelhbnhn 600 und 3000 M. 4 ab I««/«......116 ü« 117 50 «Llisabethbahn 400 und 2000 M. 4"/n........,1« ,15 117 65 Franz Iosef-Vahn Vm, 1884 (dlv. St.) Silb. 4 °/y . . 99 «0 100 Sl> Galizische Karl Ludwig Nahn tbiu. Et.) Silb, 4°/„ . . 99'42 100 4k, Ung,'galiz, Vahn 200 fl. S, 5«/« 112-25 113-^5 llorarlberger Bahn Em. I884 (biv. Et,) Silb, 4°/, . . 99 30 1008U Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. t»/u ung. Goldrente per Kasse . 112 35 112'üb t"/u dettu per Ultimo 112 lib 1I255 t"/u ung. Rente in Kroncn- währ. stfrei per Kasse , . 94KU 94 50 z"/„ detto per Ultimo 94 80 9t'50 3'/,°/» detto per Kasse . 84 35 84 55 Ung. PrämieN'Nnl. k 10U fl. . 206— 208 — detto b 5« fl. . 20Ü'Ä5 20? 25 IheihMeg.°Lose 4"/« . . . .15310 155 10 »"/<, unnar. Yrnndentl,°Oblig 84 05 85 05 t"/u lroat. u. slav. Grundentl.. Oblig........9? - -- Andere öffentliche Anlchen. igosn. Landes.«lnl. (div.) 4°/» . 9»-— 8«-— Vusn.-herceg. ltisenb.» Landes» Anlehen (diu.) 4 >/,«/„ . . 100 — 101 — 5°/« Donau-Rell,Mnlelhe 1878 104-25 10b 25 Wiener «erlel,r».?lnlc>he 4°/« 89 — 89 90 detto 1900 4°/« U9 — 89^90 «lnlehen der Stadt Wien . . 102 10 103 1« betto (S, ob. G.) . . . 121-40 t<2 4l> detto (1894) .... 8? 85 9» 35 betto (1898) .... «890 99'U" dett» (190U) .... 99'50 100 50 detto Inv.°A.) 1902 . 99 40 1a0'40 ^örstbau-Anlthen verlosb. 5°/<> »9 bu 100 50 Bulg. Staat«elsenb.-Hyp.°Anl. 1889 Eold .... 6°/« 118-25 119 25 Bulg. Staats. Hypothelar Nnl, 189li......e«/u 11« 8U 118'M! Geld Ware Pfandbriefe,c. Vodei!ll.,ali8öst,N!50Ia»l.4N/n 98 50 99'5>) Vühm. Hliputhelenbanl verl. 4"/» 99 75 100 15 Hentral-Bob..Kred.-Bl., österr,, 45 I, verl. 4 !/,"/(> - - , 103-— —-— Zentral «od.-Kred.Nl., üstcrr., 65 I. vcrl. 4<>/u ... 100 — 1»! -Kred.-Inst..«s!err,,f.«erl..Unt. u, össentI.Arb.Kat.^uI,4°/„ 99— 10«-— Landesb, b. Kön, Gallzien und Lodom. 5?'/, I. rultz. 4°/„ 9»-3« 99 80 Viähr, Hnpothelenb. verl. 4°/« 99 — 9880 «,'üsterr, Landei!.Hyp.>Nilst.4°/« 8« 90 100-9« detto inll. 2 "/„Pr. Verl. 3>/,°/n 92 50 935« betto K.'Schulbsch, veil. 3>/l°/n 32 25 83-25 detto Verl. 4°/« 8960 10« «0 Osterr,»ungar. Bant 50 jähr. Verl. 4°/« 0. W..... 89-«l: 10060 detto 4°/,, Kr..... 98 80 100-80 Sparl, I. üst,, 60 I. Verl. 4°/<> inoSb —-- EisenbahnPrioritäts-Obligationen. Ferdwand«<Ät«rdbllhn Jänner Dampfschiffahrt« > Ges., 1., l. l. priv,, 5U0 fl, KM. 1047'— 1053 — Dux.Nodenbaliier Eisb. 400 Kr. 558— 562 — sserbinands-Nordb. l«oo fl. KM. 5490 — 5500 — Lemb.. Eisenbahn» Gesellschaft, 200 fl, S . 579— 582'- Lloyd.Sfterr.,Trieft.,5<»0fl.KM. 741-— ?4?-— Österr. «orbwestbahn 20» fl. S. 45ö- 453- detto (lit. u.) 200 fl.S.P. Ult. 452 75 4547Ü Prass.Duxerltisenb, 1N0fl,ab8st. 2«5— 226- Ttaatseisb. 20« fl,S. per Ultimo 67325 67425 Snbb. 200 fl. Silber per Ultimo 16590 166-90 Südnorddeutsche Verbindungsb. 200 fl. KM...... 410-- 411- Tramway. Ges., neue Wiener, Prioiilato.Altien 100 fl. . — — — — Ungar. Westbahn (Raad'Eraz) 200 fl. S....... 40?-- 409 — Wr. Lolalb.'Nktien.Ves. 200 fl. 190—------- Banlen. AngloÖsterr. Vanl, 120 fl. . . 31550 314 50 Vanluercin, Wiener, per Kasse —'— —-— betto per Ultimo . . . 54410 555'IU Vobc»lr..slnst. «ster«., 2N0fl.S. 1035-— 1U41-— ^cnlr..«ob,.ttredb, ösl., 200 fl. 560— 565'— Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, ino fl., per Kasse — - —- detto per Ultimo 672 — 672- Kreditbank allg. ung,, 200 fl, . 812 — 818 — Depositenbank, allg., 200 fl. . 454'— 455 — Eiilumpte > Gesellschaft, nieder. üsterr., 400 Kronen . . . 568— 571 -Giro» und Kassenverei», Wiener, 200 fl........ 458 — 462 — Hypothekenbank, österreichische, 200 fl. 30"/» E..... 29«-— 288- Llliiderbanl, 0Nerr., 200 fl. per Kasse....... --- -- detto per Ultimo .... 441 40 44240 „Mertur", Wechselst.. Atrien. Gesellschaft. 200 fl, . . . 682— 638 - Veld Ware Östcrr..una. Bank I4uo Kronen 1785 — 1795 ^' Unioubanl 2N0 fl...... 551— 552 — Verlchrsbanl, allg,, 140 fl, . 33»'75 340?» Induftrie.Zlnlernlhmungen. Äaüges,, allg. üsterr., 100 fl. . 149 50 150 50 AriixerKohlcübrrnb.-Wes.ioofl. 713— 7i7 — Eisr»bllh!iw..Le!hn,. erste, 10» fl, 210— 2!1'2ü „Elbcmühl", Papierf. u. V,»G, 177— ,81 — Vleltr,.Ges., allg. österr,, 200 fl, 46450 466'— detto internat,, 2o«fl. 601— 606^ Hirtenbergcr Patr.., Zündh. u, Met,.ssabril 4«o Kr. . . 1148 — 1154-^ üiesinger Ärauerci 100 fl. . , 803— 304'50 Moittan'Wejellsch,, österr.»alpine 596-— 59?-— „Pulbi.Hütte", Tiegclgußstahl. F..A..G. Ä00 fl, , . . 54250 54Ü — Präger Eifeu.Inb.Oes, Em. 1905, 200 fl...... 2U0U-- 28l? — Rima.Muranti > Salgo.Tarjantr Eisenw. 100 fl..... 578-40 57940 Salao>Tarj Steinkohlen 10» fl. 68i>-— 635-50 ..Schlöglmühl", Papierf..20ufl. 332— 337— „Schodnica", A..O. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 613— 623'— „Steyrermuhl". Papierfabrik und V, Scheck«. Amsterdam....... 18845 19870 j Deutsche P'ähe...... 11725 117-4» I London........ 24005 2403» l Italienische Banlpiahe . . . 95'32> 85 47 Z Pari«......... »5 35 855» « Zürich und Vase!..... 8537 «54? « Valuten. V Dukaten ....... 1134 11 »9 D 20-ssranlen-Stücke..... 19 09 19 11 « 20>Marl'Stücle...... 23 4« 2854 Deutsche Reichsbanlnote» . . 11725 11745 Italienische Aantnoten . . . »5 85 85-55 Rubel-Noten..... 252 »53 na- und v«i:aui Js- #1. MÄÄVOÄ* I Privat - Depots (Safe - Deposits) I von Rcnltn, Pfandbriefen, I>rlorllAt«n Abtlen, il •• • ^L^» -^^-^ ""•T ^—'¦"¦ ill r \ K / ¦ Loieu o>c, IH-tIiou unil Valuten. | B«.rulc- -«.».d. TVecllsleiges cli-SLf t I! MAt«r •!*•»••» •Väx^oIlI-u.»«