LllibacherWMtllng Nr. 132. Pränu »! cValio >!« prc! s: Iui Comvton ganzj. si. N, I)>>Il>j. fl. 5..5»<). Filr diü ^»slcllung in« Hans halbj. 5U l». M«t del Post ganzj. si. l5>, hall'j. fl. 7.5l». Montlig, l 3. Juni InscrtionSgcbilhf bi« >0feilen: imaKwlr., ^m. «Oll., .!m. 1 fl.; sonst pl.Zcilc Im. <>ll., »m. »ll., .'»n. l0 lr. u. s. w. Inseltio»i«stempel jedcsm. 30 lr. 1870. Amtlicher Theil. Der Lcil.i deS MinisttriumS für Eullus lliid Uuler-licht hat cine am Gymnasium zu Lcilmcritz crlcdi^te Lehrstelle dem Director dcö Eommunal-Uitterrcalgym-nasiums in Prachatitz Karl Pccho vcrlichcu. Der Leiter des Ministeriums für Eullus und Unterricht hat eine um Leilmcritzcr Gymnasium erledigte Lehr» stelle dem Gymnasiallehrer zu Frcistadl Richard L a in» Pel verliehen. Der Leiter des Ministerinms für Cultus und Unterricht hat den Gymnasialvrofcssor zu Capo d'^stria Dr. Jakob Mühlbcrg an das Gymnasium zn Roverclo verslht. Der Leiter des Ministeriums für Cultus und Unterricht hat eine Haupllchrcrstclle an der k l. Lchrerbil-dungsanstalt in Innsbruck dem Lehrer und provisorischen Bezirleschulinspcctor Johann Gilles und eine ylciche Dienststelle in Trient dem Ncalschnllchrcr und provisorischen GezirlSschulinspector Franz Ma sera verliehen. Nach § 17 des Allerhöchst sanctionirtcn Statutes für die l. k. Landwehr sind die uncinaereihten Landwchr-recrutcn znvördcrsl mit WidmungSschcincn und in wci-lerer Folge mit Landwchrpässcn, die in die Landwehr übertretenden Nescruemänncr unmittelbar nach ihrer Teansferirung zu den betreffenden Landwchrbalailloncn mit Landwehrpässen zu vc»sehen. Diese Documcntc habcn die Bestimmung lediglich den Landwchrbehördcn gcgcn-über als Vegilimalionen zu dienen, und bleiben im Neblige,, die l'cstehcudcn paßpolizcilichcn Vorschiiften auch fiir nicht acliuc ttandwehipclsoncu in Gellung, Wenn mit Rücksicht auf die Voinahmc der AnSbildung der Landwehrrccrutcn und der Waffenübnngcn, Beschränkungen in der Giltigkcitsdaucr der Legitimations-Urkunden oder Pässe der Landwehrftersoncn einzutreten haben, wird die bezügliche Verfügung vom l. l. Nlini-stcrium für LandeSvcrtheidigung im Einvernehmen mit dem f. k. Ministerium des Innern stelS rechtzeitig er-nchcn. Dies wird zu Folge Erlasses des t. k. Ministeriums für Landesvertheidigung vom 22. Mai 1870, Z. 4372, zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Laibach, am 29, Mai 1870. K. k. Landesregierung für Krain. fseMl'lml. D»w Erdbeben von Klana im Küllenlandc. * Eine Slizze von Dionys Stur, l. l, Bcrgrath, Im Auftrage Sr. Excellenz des Herrn Ministers bes Innern Grafen Taasfe, eine eingehende Untersuchung des im Küstcnlande, insbesondere im Bezirke Volosca vorgekommenen Erdbebens vorzunehmen, habe ich den Ort des Unglücks: Klana (drei Slnnden nordwestlich ^°n Fiume gelegen) und seine Umgebung besucht. Sowohl in diesem Orte, als auch in den umliegenden Ort schuften: Slalnica, Lippa. Lissac, Noookra«-ina. ttu«ak, Zabi<-e. Podgrajc nnd Studcna, in welchen ebenfalls bedeutende Zerstörungen stattgefunden haben, wnrdcn die Thatsachen in Bezug auf das Erdbeben und dessen Fol-3en erhoben. Auf der Hin- und Rncklrcisc habe ich ferner noch in den Orten St. Peter, Prcm nnd Bitinjc, Dornegg »md Illyr.«Fcistritz, Dolcinc, Sapviane. Rup-pller Schranken, Permani, Castua, VoloSca, Fiumc. St. Mattia. Vcftrina; und Poijanc über das verhält-nißmaßig schwächere Anftrctcn des Erdbebens theils in Aolge einer Nachfrage Mittheilungen erhallen, theils selbst ^'Hebungen Pflegen können. Hicmit habe ich den einen Theil meiner Aufgabe durchgeführt, nämlich die Erscheinungen und Folgen des Erdbebens von Klana in den heftigst betroffenen Gegen-den, ini Centrum des Erdbebens studirt. Es erübrigt, das Erschütterungsgebict dcS Erdbebens von Klana möglichst genau zu bestimmen. Zur Gleichung dieses Zieles wurden die hohen l. l. Statt- * AusVer „Wr. Itg." Nichtamtlicher Theil. Dic Stellung drs Ministcriums Poloclu beschäftigt eine Wiener Eorrcsuondcnz der „Köln. Ztg.," der wir Folgendcö entnehmen: „Angesichts der Verdacht ignugen, in denen sich die Gegner der heutigen Regierung auf verfassnngstrcncr Seile seither gefallen haben und deren gangbarste jene war, welche die jetzige Epoche der inneren Entwickelungsgeschichte Oesterreichs als eine neue Auflage der „Sisli-rnngs-Acra" zu bezeichnen keinen Anstand nahm, Angesichts der noch immer fortdauernden Entstellungen, mit denen man gerade von dieser Seite alle Schritte der Regierung herabzuziehen sucht, ohne sich durch den immerhin sehr auffallenden Umstand beirren zu lassen, daß man sich hierbei lediglich der Unlclstützung der notorisch reaktionären Organe zu licrühmen hat, erscheint es wohl billig, schon hcntc darauf hinzuweisen, wie die öffcmlichc Mcinnng die Sachlage aufsaßt. Nicht die Heftigkeit der Sprache gegen die Regierung, worin sich alle Blätter überbieten zu sollen vermeinen, um ihre Unabhängigkeit zu manifcstircn, darf hierüber daS Kriterium abgeben. Das eigentlich Charakteristische liegt tiefer, als in der herben Schale, in die man hicrlands feine noch so loyale DcnkungSwcisc zu hüllen nun einmal gewohnt ist. Man erinnere sich nnr jener „Sistirungs-Aera," deren Wiederkehr gewisse Organe heute um jeden Preis finden wollen; man gedenke der Wahlbcwcgung, wie sie dem EinbcrufungSpalentc für den „außerordentlichen Rcichs-rath" folgte. Damals war es, wo die Parole „Verfassungstreue" erfunden wurde, damals dezcichnctc die Frage „Vcschickuug oder Nichlbcschiclung," das Sein oder Nichtsein der konstitutionellen Partei. Damals glaubte man eben die Vcrfassnng in ihrem Geiste, in ihrem Rcchlsbcslcmdc bedroht, imd es genüalc die siinplc Versicherung, an der Eonlinnilal der Ehalte von, listen Februar 1861 festzuhalten, nm alle andcrcn Mciinings Verschiedenheiten und Parlcigegcnsätzc zu überbrücken. Ganz anders hcntc. So weit sich die Situation zur Zeit bereits überblicken läßt, wird der Schlachtruf bei den bevorstehenden Wahlen in den deutschen Kreisen ein gan; «»derer sein. Nicht daS unverbrüchliche Festhalten an der Vclfassungsfoim wird den crstcn nnd ausschlaggcbcndcu Glaubenssatz bilden. Im Gegentheil, die Parteien, die sich hcnte erst noch mit dem Feldge-schrci: „Wiederwahl der alten Abgeordneten" und „Wahl neuer Männer" gegenüberstehen, sind zwar völlig einig darüber, daß nur in der gegebenen Verfassung das Mittel, der Weg liegt, um die Destruktion des Staats- haltcrcien zu Trieft, Laibach nnd Zara nnd das l. l. RcgimenlScummllndo zur Karlsladt amtlich crsncht, in den betreffenden Bändern durch die untergeordneten Be-Horden Nachfrage halten zu lassen, an welchen Orten und zu welcher Zeit daselbst daS Erdbeben verspürt wurde, an welchen nicht, und von welchen Erscheinungen und folgen dasselbe begleitet war. Ich habe auch nicht er mangelt, an meine hochverehrten Gönner und Frenndc deS betreffenden Gebietes zu schreiben nnd sie um einschlägige Daten zn ersuchen, so wic eS mir hier erlaubt sein möge. an alle Frcnude der Naturwissenschaften eine freundliche Vitte um Mittheilung von Daten über das in Frage stehende Erdbeben richttn zn dürfen. Die l. l. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus l^l die Mitthciluug aller einschlägigen Daten in freundschaftlichster Weise zugesagt und ich hoff'', daß auch der unermüdliche Beobachter der vulcanischcn Erscheinungen am Vesuv, Professor Palmieri i» Neapel, die bezüglichen Beobachtungen zusenden wird nnd so ein nach allen Richtungen ansrcichcndcS Vcrglcichsmatcrialc erreicht werden dürste. Diese Berichte werden wohl erst nach nnd nach einlangen können und erst dann wird es möglich sein, dicsc sämmtlichen Daten zu einem möglichst vollständigen Gilde über da« Erdbeben von Klana zu vereinigen, welcher Bericht wohl im Jahrbuche der l. k. geologischen Reichsanstalt erscheinen dürste. .... Doch dürfte es im allgemeinen, insbesondere aber jene vielen Wohlthäter, die zur Linderung der Noth der hart Betroffenen beigetragen haben, inttrcssiren. jcht schon einen kurzen authentischen Bericht über das Unglück von sslana lesen zu können. Das Erdbeben von Klana wnrde zuerst am ^0. Februar sehr schwach, deutlicher am 28. Februar verspürt. wescns zu verhüten; aber sie gehen darin auseinander, daß die Erstere» in dem zähen, starren Festhalten an der Form das einzige Heil erblicken, wogegen die Letzteren in dem Wesen der Verfassung die Bürgschaft finden, daß Aendcrnngcn an der Form vorgenommen werden können, ja müssen, ohne hierdurch die Grundpfeiler des Gebäudes zu erschüttern. Denjenigen, welche die Vcrfasslma, vetrificircn möchten, stehen jene gegenüber, welche die Nothwendigkeit erkennen, sie jener Reform znzuführen, die dem Grundgesetze der Freiheit den gehässigen Schein des Zwanges zu nehmen geeignet ist. Hier handelt eS sich darum, zu constatircn, wic in der Thatsache, daß sich der in zweiter Reihe bezeichneten forlschrilts - freundlichen Richtung die ganze Demokratie und die eigentlich bürgerlichen Kreise anzuschließen be« ginnen, ein nicht zu unterschätzender Beweis dafür liegt, daß gerade in dem Kern der Bevölkerung die Ueberzeugung lebt, es könne jetzt von einer Gefährdung der Verfassung dnrch die Regierung nicht die Rede sein. Würde man der Regierung eine solche Absicht unterstellen, dann würde sicherlich jeglicher Unterschied in der Auffassung dcS Künftigen fallen gelassen; fest und stramm, wie 1866, würde sich die ganze deutsche Bevölkerung ledig» lich nm die conservative Idee, um die Erhaltung des Gestehenden schaaren. Nicht genug an dem, gewinnen jene Ideen über die Consolidirung der Reichsvertretung, über die der Opposition nicht zu versagenden Zugeständnisse, wie sie in der Cirrular-Depesche des Grafen Beust vom 28. April l. I. ihren Ausdruck fanden, sichtlich stets mehr Boden in den weitesten Schichten der deutschen Bevölkerung. Erlebte doch die Regierung bereits die Genugthuung, eine theilweise Paraphrase dieser Ideen sogar in dem von der kürzlich hier abgehaltenen, wahrlich nichts weniger denn auf Unterstützung der Re-gicrunnsmänncr von heute angelegten Notablen-Conferenz beschlossenen Programme wiederzufinden." Nlnn.jehntc allgenninc dlutschc llhrcr-Versammlung. Zweiter Tag Wien, 9. I»ni. Nach der Rede des Directors DitteS versuchte Vchrer Götzl vergebens, die Aufmllksamleit des Audi» toiiums zu flsslln. Es tiat eine kleine Pause ein, worauf über die Frage deS Religionsunterrichtes zur Abstimmung ae« schritten und folgende Beschlüsse gefaßt wurden: Der Religionsunlciricht in der Voltsschule ist nach seiner Organisation und Ausführung vollständig dem Lchrcrstande zu überlassen. Von diesem Tage an bis incl. 27. Mai wurden täglich Erschütterungen von sehr verschiedener Stärke empfunden. Die Hauptcrschüllcrnnn, welche alle erhobenen Schäden nnd Vcrmüstlmgeli fast ohne Ansnahliie verursacht hat, erfolgte am I. März sFaschingdinslag), etwa um !» Uhr Abends. Sehr starke Erschiillerungen, die in ihrer Stärke dem Hnnptstoß an nächsten zu stehen kommen, erfolgten: am 10. Mai etwa um <) Uhr Abends und am 11. Mai etwa um 3 Uhr früh. Die anderen Erschütterungen waren alle viel schwächer und von sehr vermiedener relativer Stärke. Von der Hauplerschütterung am 1. Milrz wurde entschieden am stärksten und folgelischwcrstln der Ort Klaua betroffen. Der erste Einttitt in den Ort macht allerdings den Eindrnck. als sei die Zerstörung leine so gewaltige, da man Kirche und Häuser aufrcchtstehend, letztere bereits wieder lhcilwcist bewohnt sieht. Die D«« lailunlcrsuchuug zeigt jedoch, daß lein Haus vollständig verschont geblieben ist, vielmehr alle (>40) dnrch die Zerstörung mehr oder minder baufällig geworden sind. Von den meisten Häusern sind bedeutende Theile, ganze Wände sammt den Fcucrmauern, Gewölbe. Plafonds, Nauchfängc cinaeslürzt und die gebliebenen Wände werden nur dnrch Stützen vor gänzlichem Zerfall und Einsturz geschützt. Vcihältmßuiäßig am wenigsten haben ebenerdige Wohnungen, die in kr Regel aus vier kaum llafter-hohcn Wänden in Form eines länglichen Rechteckes bestehen, gelitten. Stockhohc Häuser haben vielen Schaden zn beklagen. Neu ansgcsührtc und gut gebaute Häuser konuten der Gewalt ebenfalls nicht widerstehen, haben im Gegentheile die Mauern, je stärker sie waren defto mehr Sprünge erhalten, so daß solche durch und'durch zerklüftet sind. 950 Allen Eltern steht es frei, ihre Kinder an dem Religionsunterrichte Theil nehmen zn lassen oder sie davon zurückzuhalten. So lange diese Grundsätze nicht ausführbar sind, erscheint die völlige Ausschließung des Religionsunte» richtes aus der Schule als das richligste Verhältniß. In Betreff der Verfassung eines Rcligionslehr« buches wurde das folgende von Redacteur Obert aus Siebenbürgen beantragte allgemeine Princip angenommen: Bei der Auswahl des Stoffes und der Behandlung dieses Lehlgegeustandcs sind wie bei jedem anderen Lehrgegenstande nur die Grundsätze der Pädagogik maßgebend. ^«tMe Uebersicht Laibach, 18 Juni. Der bereits erwähnte Artikel der amtlichen „Lin« zer Zeitung" über den Jubel der Clcricalen wegen Sprengung der Volksversammlungen von Leon st ein und Ried besagt im wesentlichen Folgendes: „Das ..Linzer Voltst'lait" ist seit einiger Zeit aus Rand und Band geraihcn; fast alle seine Artikel athmen ciuc kriegerische Atmosphäre. Wir wünschen nichts sehnlicher, als daß sich das Volt um jene Fahne schaart, welche die Aufschrift trägt: Verfassung und Versöhnung. Diese Fahne ist uns aber im Lager der Partei des „Volksblattes" bisher noch nicht zu Gesichle gekommen. Dos „Volteblalt" scheint eigene Vc.niffe über die Freiheit der Wahlbcwegung zu haben. Wir möchten daher auf den § 78 oeS Strafgesetzes aufmerksam machen, nach welchem das Verbrechen der öffentlichen Gewaltthätigkeit begangen wird, wenn Jemand für sich allein, oder in Verbindung mit Anderen, Versammlun. gen, die unter Aufsicht einer öffentlichen Behörde gehal le« werden, in ihrem Zusammentritte, Bcstande oder i« ihrer Wirksamkeit gewaltlhälia stört oder hindert, oder auf ihre Beschlüsse durch gefährliche Bedrohung cmzu-wirken sucht. Die Regierung will, daß die Wahlen vollkommen frei sind, frei von der Einflußnahme der RrgicrungSorgauc, aber nuch frei von dem TerrorismuS jedweder Partei, und wird mit der volle» Strenge des Gesetzes allen Wahlagitationen entgegentreten, welche da« Maß der erlaubten Mittel überschreiten." In Befolgung einer von Prag ergangenen Weisung erhielt Rieger aus Anlaß der Veröffentlichung seines Memorandums Zustimmung« < Telegramme. „Narodni Listy" erklären, es sei wünschens-werlh, daß die Nation sich mit Waffen versorge, um nöthlgenfalls das Vaterland mit gewaffneter Hand zu schützen. Nur eine starte, bewaffnete Nation vermag sich eine sichere Heimat zu verschaffen. Das czechische Blatt fordert daher abermals zur Gründung von czechischen Schützenvereinen auf. Cardinal Schwarzenberg kehrt im Juli nach Prag zurück. Die Wahl eines Verfassungs-Candidate« durch die Pilsener Handelskammer ist gesichert. Die Mittheilung des „Manorial diplomatique/' daß der Marquis dc Banneville von dem Herzog von Gramont die Instruction erhalten habe, in Zukunft von den Verhandlungen des Concils keine Notiz mehr zu nehmen und besonders der Denkschrift des Grafen Daru in seinem Verkehr mit dem Vatican mit keinem Worte mehr zu erwähnen, wird von dem römischen Corrcspondenten der „Morning Post" aufs entschiedenste in Abrede gestellt. „Der Herzog von Gramont — sagt Die Häuser sind durchwegs aus Kalkstein gebaut. Die meisten sind allerdings sehr schlecht ausgeführt, ohne gehörige Bindung und Zusammenhalt. Hierin gründet sich wohl auch die Erscheinung, daß man die Mauern parallel mit den Wandflächcn in zwei Hälften gespalten findet, wovon sehr häufig die äußere Hälfte herausgefallen und zusammengestürzt ist, während die andere Mauernhälfte stehen blieb. Es mag ferner die Zerstörung der Häuser der Umstand sehr begünstigt haben, daß es in Klana und Umgegend landesüblich ist, die Ecken der Gebäude aus sehr großen schweren Gesteinstücken zu mauern, ohne daß man diese Art Pfeiler, die daS Dach tragen, mit dem Körper der Wände, der meist aus kleineren Steinslücken aufgeführt wird, gehörig verbindet, so daß schon bei geringeren Erschütterungen die schwerfälligen Gebäudeecken von den übrigen Theilen des GcbändcS sich losreißen. Bei diesem Grade der Zerstörung ist es wohl sehr erfreulich, daß kein Menschenleben zu betlagen ist. Eine weitere interessante Thatsache ist die, daß durch die Erschütterungen die Fcnsterglasschciben nicht gelitten haben. Ebenso sind leine Sprünge im Pflaster oder überhaupt im Boden beobachtet worden. Viel geringer sind die Verwüstungen in den nächsten Ortschaften, die fast in einem Halbkreise in Süd, West und Nord von Klana gelegen sind: Studena, Skalnica, Lippa, Lissac, Ausak, Novokracina, Zabiöc und Podgrajc. In den genannten Orten haben nur einzelne Häuser stärkere Beschädigungen erlitten. Immerhin findet man auch hier eingestürzte Mauern und Rauchfimge. sehr bedeutende Sprünge und Risse in den Wohngebäuden. In dem noch über die letztgenannten Orte weiter entfernt gelegenen Umkreise der Umgegend von Klana der Berichterstatter — hat keine derartige Instruction an den französischen Botschafter gelangen lassen und ich kann sogar mit Bestimmtheit versichern, daß seine In-structionen an den Marquis dc Banneville dahin lauteten, im Wesentlichen dem Cardinal-Staatssecretär gegenüber Folgendes zu erklären: Die französische Regierung hat die ganze katholische Partei für sich mit alleiniger Ausnahme der Exaltuö. Sie haben den Beweis dafür in dem Eifer des Clerus, beim Plebiscit mit „Ja" zu stimmen und ihre Pfarrmitgliedcr in der gleichen Rich» tung zu beeinsiußen. Das beweist, daß das Memorandum, unter dessen frischem Eindrucke das Plebiscit vor sich ging, im Ganzen dem Lande angenehm war. Indem Sie dem Concil eine zu ultrarömische Erklärung der päpstlichen Unfehlbarkeit nnd die Annahme der 21 Canones über die Bcziehnngen zwischen Kirche und Staat aufdrängen, würden Sie uns in die Nothwendig« keit versetzen, Repressalien zu ergreifen." An der italienischen Grenze bei PeScia nächst Prato fand ein ernster Zusammenstoß zwischen Truppen und Freischaaren statt. In der Stadt und der Provinz Bologna wurden die Mühlen größtcnthcils geschloffen; wo sie im Gang sind, verweigern die Mahlgästc die Mahlsteuer. Die amtliche ..Florentiner Zeitung" bringt Details über die bereits erwähnte, bn Lucca crschic»cne Bande. 54 Mann, die zu ihr gehörten, sind bei Por-retta vom Obersten Ghcrsa, der sie an der Spitze von Linieninfanteric nnd Carabinicri verfolgte, festgenommen worden. Von der Bande Nathan weiß man, daß sie, in die Schweiz zurückgekehrt, entwaffnet wurde. Der Bundesrath hat die verhafteten Führer und Mitglieder der Bande unter sichere Ueberwachung stellen lassen, den Vandcnführer Nathan aber und den Conte Bolognini in Arrest behalten. Wenn bisher nur die Romagna der Tummelplatz jener Feinde der Ordnung und öffentlichen Sicherheit war, die mit Drohungen nnd (tzinschnchtcrnngen den Lauf der Justiz zn hemmen versuchen, so toinme» neuerer Zeit derartige schmachvolle Vorgänge anch in Ober-Italien vor. So hat am 5. o. der Viccpräsidcnt des Zuchtpoli^eigcrichteS in Mailand, Dr. G. B. Biella, mittelst der Post ein ancmymeo Schreiben erhalten, das an die Schauerzeiten der Vchmgcrichtc erinnert. Es war mit einer Marke versehen, die einen von zwci Dolchen durchbohrten Schädel und die Rundschrift „Hoclis miln, crag tidi" (heute mir, morgen dir) zeigte. Dann folgten nachüehcndc Worte: „Bürger Viella. Das oberste Volksgcrickt, das Orasselli. ^ocatelli und Escosficr abgeurtheilt hat, hat auch Sie als eine des gleichen Schicksals würdige Persönlichkeit bezeichnet und die Todesstrafe gegen Sie erkannt, die noch im ^aufe dicscS Jahres zur Vollstreckung gelangen wird; auch wurden Sic des Charakters eines BüigerS entkleidet und den Vollstreckern der Volksjustiz anheimgegeben. Möge Ihnen die Erde leicht sein. Der erste Präsident. Orsini" Dem» selben Beamten sind noch mehrere ähnliche Drohbriefe zugekommen; außerdem wurde noch van einem Unbekannten der Frau seines Portiers gesagt, Dr. Biella werde binnen drei Tagen eine deiche sein. Die in Paris umlaufenden Gerüchte über eine Ministerkrisis werden vom „Public" demcnlirl, wozu der „Siücle" bemerkt: „Wir schenken diesem Dementi gerne Glauben. Das Cabinet wird von einer kräftigeren Hand. als die Kammer ist. unterstützt nnd wird nur dann fallen, wenn diese Hand sich von ihm zurückzieht. Dies ist gewiß betrübend für die Freunde des par- ist das Erdbeben noch sehr stark verspürt worden, doch sind die in Folge davon geschehenen Beschädigungen viel unbedeutender, meist auf vereinzelte Risse in einzelnen Gebäuden und auf einige Beschädigungen von Nauch-fängen beschränkt. Wenn man die Verwüstung und Beschädigung an Wohngebäuden ins Auge faßt und die mündlichen Dar-stellungen über die Gewalt der Katastrophe erwägt, scheint eS keinem Zweifel zu unterliegen, daß Klana in jenem Theile des Erschültcruugsgcbictcs gelegen ist, in welchem das Erdbeben am gräßlichsten gewüthet hat, daß somit das Centrum des ErschüllcrungsgcbietcS in der Nähe von Klana liegen dürfte. Für diese Annahme scheinen vorlänfig auch die Richtungen der Erdstöße zu sprechen, die ans den Iallrich-tunqen verschiedener losgerissenen, umgestürzten oder fortgeschleuderten Gegenstände zn entnehmen waren, die nahezu centrifugal sind und über die ich im Hauptbc-richte ausführliche Mittheilung zn machen Gelegenheit finden werde. Der Ort Klaua liegt in einer kcssclförmigen Thalmulde, deren tiefster Theil mit alluvialem Schotter und ^chm fast horizontal ausgefüllt ist. Der größte Thcil dieser alluvialen Fläche wird von Acckern eingenommen, die sich einer im Karste gewiß seltenen Fruchtbarkeit zu erfrcueu haben, und nur den äußersten westlichen Rand dieser Fläche, dort wo diese an die steilen, die Thalmulde umschließenden Kalkwände anstößt, nimmt dcr Ort Klana ein, sich unmittelbar an die steilen Gebirge anschmiegend. Diese Lage des Ortes unmittelbar läugs der Grenze zweier sehr verschiedenen Ablagerungen, nämlich an der Grenze des lockeren Alluviallchmcs nnd Schottclö gegen den festen Kalk, ist wohl zum größten Theile anch lamentarischen Regiments, aber der ivahrc Charakter dcr Situation. Die Mitglieder der Rechten, welche dem Baron David folgen, wissen es wohl, wie die des linken Centrums, welche Herrn Buffet folgen. Auch scheint es uns schwer glaublich, daß sie schon am Samstag Morgens sich dem kindischen Spiel ergeben haben sollen, die Portefeuilles unter sich auszutheilen. Die vom „Monitenr Unipersel" gemachte angebliche Minislerliste, auf welcher die Herren Magne, Pinard, Clement, Duvcrnois, Duruy und Lagumonnime figuriren, ist darum anch nnr als ein schlechter Witz zn betrachten, welchen sich Ollivicr's Freunde erlaubten, um die ^aucn ein wenig in Schrecken zu jagen." HassesneiUlltieiten. — (Friedrich v. Naumer.) Wir haben seinerzeit die Adresse erwähnt, welche das Doctorencollegium dcr Wiener philosophischen Facultät an Friedrich v. Naumer bei Gelegenheit des 90. Geburtstages desselben abgesendet hatte. Der Gefeierte hat diese Adresse mit einem eigenhändigen Schreiben beantwortet, welches in der Sitzung des Collegiumö vom 8. d. vorgelesen nnd von den Anwesenden mit lauten Zeichen des Veifalls und der Freude begrüßt wurde. Das Schreiben lautet wörtlich: „Sie haben, hochverehrter Herr, mir eine ganz unerwartete und deshalb doppelt große Freude durch Ihr Schreiben bereitet -jedoch keineswegs mir allein, sondern allen echten Deutschen, die Ihre so wohlbcgrlindctc, so edle Gesinnung vollkommen zn würdigen wissen. Oesterreich hat seit Jahrhunderten eine große, schwere, heilsame Aufgabe, welche nur diejenigen tadeln und bekritteln, welche vergessen, wie wichtige Rollen den Griechen, Nömern, Briten, Nüssen in der Weltgeschichte zugetheilt waren. Zwei Bemerkungen wage ich hinzuzufügen: erstens, daß (nach meiner Meinung) die zu Oesterreich gehörigen Boltsstämme ohuc das verbindende, zusammenhaltende deutsche Element in die Gefahr kommen, sich zu zerbröckeln, abzuschwächen, ja vielleicht aus inneren und äußeren Ursachen ganz zn Grunde zu gehen! Zweitens diu ich überzeugt, daß (ungeachtet des entgegenstehenden Scheines) Oesterreich und Preußen jetzt weit weniger zu feindlichen Gegensätzen verlockt werden als sonst; daß vicle Streitpunkte in der That und hoffentlich flir immer beseitigt sind; daß sie sich nicht blos literarisch, sondern auch politisch vertragen und einigen können, ja sollen; daß jedem von ihnen der natürlichste, erfreulichste friedliche Wirkungskreis nunmehr eröffnet ist. Mit der größten, aufrichtigen Verehrung und Dankbarkeit Ihr ergebenster v. Naumer. 18./5. 1870." — (Der Vau des freiherrlich Nothschi ld'schen Hospitals) in Wien, für welchen der wohlthätige Gründer ursprünglich 200.000 st. spendete, welche er später auf 300.000 st. erhöhte, dürfte noch wei» tere 200.000 fl., also zusammen eine halbe Million in Anspruch nehmen, wenn er in der projectirten Weise ausgeführt werden soll. — (Ein Se id enzüch ter.) Die „P. L." machen auf einen bedeutenden Seidenzüchter in Ungarn aufmerksam. Es ist dies der ssiinftirchncr VUrger Varga, der seit vier Jahren die Seidenzucht in solchem Maßstabe betreibt, daß er jährlich 5 bis N Centner Cocons gewinnt. Er besitzt eine ausgedehnte Maulbeerplantage und eine nach neuestem System eingerichtete Filanda, in welcher er aus eigenen und angekauften Cocons zwei Centner Nohseide Prima-qualität erzeugt, welche nach dem Ausspruche von Wiener Seidenfabricantcn der besten französischen Rohseide nicht Mitlttjache an dem hohen Grade der Verwüstung von Klana. Dcr lockere Schotter und iichm mußte bei den Erschütterungen nicht nur die Wellenbewegungen mitmache», sondern auch noch dem widerstandsfähigeren Kalke nachgeben und mußte in Folge dessen viel com-plicirtere Erschütterungen erleiden, die den darauf gcla» gcrten Gebäuden einen vermehrten Schaden zufügten. Die sorgfältige Erwägung einzelner Fälle führt znr Anuahmc, daß die auf dem Kalke gebauten Häuser am wenigsten gelitten haben. Einen cclatantcn Fall in dieser Beziehung tonule ich im Orte Studena erheben, wo ein ganz neues, auf Kalkfelfcn gcmuucrtcs Haus förmlich unversehrt geblieben ist, trotzdem die Erschütterung in demselben so groß war, daß das sämmtliche Küchen« gcschirrc vom Aufbewahrungsort auf den Hcrdraum hcrabueworfeu nnd zerbrochen wurde und die Bewohner voll Schrecken davonliefen. Während im Orte felbst, der auf Alluvialbodcu liegt, an mehreren Häusern dlc Mauern einfielen, ein Rauchfang einstürzte, viele Sprünge und Risse in den Wänden bemerkbar wurden, konnte ich nicht den geringsten Riß in den sorgfältig verputzten Mauern des auf Kalt gebauten HauscS entdecken. Ans dcr über die Lage des OrteS Klana gcgcbe« ncn Mittheilung nnd ans der Thatsache, daß die Häuser auf dem Kalke wenig gelitten haben, würde wohl folgen: daß der Platz zur Anlage des Ortes Klaua ursprünglich, in Hinsicht auf die Gefahr von Erdbeben, sehr ungünstig gewühlt wurde und nun, da derselbe fast gänzlich zerstört ist. zweckmäßig umgelegt, vom Alluvial' bodcn weg, auf festem anstehenden Boden neu gebaut l werden könnte « Nach Erwägung aller Umstände, die in dieser Frage > von Wichtigkeit siud, glanbc ich die Frage über die l Zweckmäßigkeit dcr Umlegung des OrteS mit Ncin be- l 951 nachsteht. Varga wurde auch mit den 20erlei chinesischen Grains betheilt, welche von der ostasiatischen Expedition mitgebracht wurden, um Versuche über deren Acclimatisation anzustellen. Bis jetzt hat das ungarische Klima der japanesischen Species am besten zugesagt. — (Ein feierlicher Gottesdienst) wurde am 8. d. M., dem Jahrestage der Allerhöchsten Krönung, in der Pfarrkirche der Festung Ofen abgehalten, dem ein zahlreiches vornehmes Publicum beiwohnte. — (Das Unglilck von Nagy-Buu.) Der evangelisch-reformirte Geistliche von Nagy-Vuu, welcher bei der Schadencrhebungscommissw» als Protokollführer fungirt, theilt nachfolgende authentische Daten mit: Menschen — zumeist Mütter und Kinder — Mgen 165 zu Grunde; die Männer waren größtcnthcils auf dem Felde abwesend; bisher sind 1Ij() Leichen aufgefunden worden; von den Verunglückten sind 1'.) Ungarn, 144 griechisch-orientalische Romanen, 2 Israeliten; Wohngcbäude wurden 04, Wirthschaftsgebäude 7? zerstört. An Viehstückcn gingen zu Grunde: « Zugochsen, .'58 Kühe, 5 Pferde, 70 Kälber und Füllen, 108 Schweine, Ziegen u. s. w. An Lebenömittcln wurden fortgeschwemmt 12.5,67 Sicdcnbürger Viertel Weizen, Mehl, Fisolen u. f. w. - außerdem unzähliges Haus- und Wirth-schaftsgcräthc, Schwcineställe u. dgl. Der Gesammlschade beträgt — den an den verschlammten Wiesen- und Acker--gründen angerichteten Schaden ungerechnet — 62.(iM fl. ^5 kr. ^ — (Uuglücksfall vor einer Kirche.) Aus Nickenbach in der Schweiz meldet mau unterm 26. Mai folgenden Vorgang: „Heute, am Auffahrtsfestc ereignete sich bei hiesiger Pfarrkirche ein bedauerliches Unglück. Bekanntlich wird während der Umfahrt in Münster hier Gottesdienst gehalten. Eine Menge Volks füllte die Kirche und den Kirchhof. Nun löste sich am Kirchthurm ein Stein von der Größe eines Eies los und zerschmetterte auf dein Kirchendach einen Ziegel, der dann mit Geräusch das Dach hinuutcr rutschte. Die Leute schauten hinauf, ein Weib rief: „der Thurm fällt". Alles stürzte davon, Jeder wollte auf der Flucht der Erste sein. Man sprang über die Kirchhofmauer. Vei der Treppe am Auögang des Kirchhofes drückten sich die Leute zu Vodcn und der ganze Menschcn-strom ging über die Daliegenden hin. Zehn Perfoneu wurden mehr oder minder fchwer verletzt in die zunächst liegenden Häuser getragen und es sind bereits zwei davon gestorben. Der Thurm steht noch und nur ein bischen mehr Verstand von den zunächst Umstehenden hätte alles Unglück Verhütet. — (Vurschenschaftsdcnkmal.) Ein Verein von alten und jungen Burschenschaften — darunter noch mehrere Gründer der ersten Burschenschaft und Thcilnchmcr an» Wartburg'Feste — will „ein DankeSdcnlmal dcr Burschenschaft für die Stadt Eisenach" errichten und hat dafür ein Standbild Martin Luthers als Eurreudschiilcr, wie er einst durch die Straßen Eiscnachö zog und die Theilnahme der Frau Ursula Cotta erregte, gewählt. Das Modell ist von Gustav v. Dorins in Eoburg geliefert. — (Ausstellung in Lyon.) Laut einer an das Handelsministerium gelangten Mittheilung des l. und t. General-Consulates in Paris foll im Jahre 1871 zu Lyon eine internationale Weltausstellung stattfinden, welche am 1. Mai 1871 eröffnet und am III. October desselben Jahres geschlossen wird. antworten zu müssen. Dcr Kessel von Klaua ist fast in allen Richtungen von sehr steilen Gehängen umgeben und diese eignen sich, bald wcgcn Gefahr von Fels» kürzen, bald wea.cn Andrang dcr Bora, bald endlich barmn, weil sie schattcnscitig gelegen, von Feuchtigkeit, Schncemassen und Kälte zu leiden haben, zur Ncuan-lagc des Ortes nicht. Eine Anhöhe im Norden deS Drlcs. wo die Trinlqucllc dcr Mancscr entspringt, günstig m Tcrraiuvcrhältnisscn, lcidct von dcr Bora und ist aus Sandstein gebildet, dcr nach gemachter Er-fahruny nur viel geringere Garantien gegen Gefahr dcs Erdbebens leistet. Wenn man endlich ficht, wie die Bewohner des Zerstörten Ortcs die weniger hart hergenommenen Gebäude lhcilwcise oder ganz restaurircn und wohnlich Wachen, auch von Grund aus neue Bauten aufführen und seihst in dic halbwegs noch benutzten Näumc dcr ^"störten Häuser friedlich eingekehrt sind, um sich theils ^'" holzgcschästc, theils dcr Bearbeitung dcr wenia.cn ^ldcr zuzuwenden, ist eS kaum anzunehmen, daß, soweit Men das freic Sclbstbcstimnmnasrccht zugestanden wird, >" freiwillig ihrm heimatlichen Boden verlassen würden, -"" sich anderswo anzusiedeln. Zwang anzuwenden wäre "'" so wenige!' am Platze, als man nur eine zweifcl-Mtc Verbesserung mit dcr Veränderung dcr Lage bic-'en lann. Jede mögliche und ausgiebigste Unterstützung den ""verdienter Weise durch ein Elcmcnlarcrcigniß schr harl "loffcncu Bewohnern dcs Ortcs Klana und dcr Um- V"b zuzuführen, wird jeder Menschenfreund für die v.''e Hilfe crlcnncn müssen, dic man dcm ohnehin durch ^ Ungunst der klimatischen Verhältnisse dcr Gcgcnd — bll°^' Sirocco, Wassermangel — und die Unfrncht- rleu dcs weit und brcit ra.ihcn uud felsigen AodcnS I. fortwährendem Elend und Entbehrung verurthciltcn "°lle bringen lann. Vocale s. Die Astralner in Laibach. Unsere junge Feuerwehr hat einen schönen Tag in ihren Annalen zu verzeichnen. Es ist dies dcr gestrige, an welchem die erste große Uebung unserer jungen Mannschaft im Beifein unserer werthen Gäste stattfand, welche aus der uachbarlicheu Laudcöhauplstadl der Nachtzug in unsere Mauern geführt hatte. Es waren dies außer dem Bürgermeister, Herrn Banaltafelrath Eeknö, Stadtrichter Tompa und Senator Dezclic, 60 Mitglieder der im Entstehen begriffenen Agramcr Feuerwehr, uud auch Siff et hatte 14 feiner Bewohner zn dem Rendezvous der Feuerwehren gestellt. Die Laibacher empfingen die Gaste am Bahnhöfe und geleiteten sie in die für sie bereiteten Wohnungen. Für die Durchführung der diesfälligen Anordnungen war Herr Rud Hölzer besonders thätig. Um 7 Uhr Morgens versammelten sich bereits die Feuerwehrmäuner zu dcr auf 8 Uhr anberaumte» großen Uebung, zu welcher die Gebäude der Koslcr'schen Brancrci bereitwilligst zur Verfüguug gestellt worden waren. Bald herrschte reges Leben auf den, nach Schischka führenden Wege, Landvolk und Städter, untermischt mit unseren werthen Gästen, wanderten der Kosler'schen Brauerei zu, bei welcher sich auch die unter Eommando ihres Hauptmanns, Herrn Do der let, schr vollzählig und in voller Ausrüstung ausgerückte Feuerwehr pünktlich einsand. Es wurden nun au dem Braucrcigcbäudc alle möglichen Uebungen für alle Fälle einer Feuersbruust mit Besteigung dcr Dächer, Er-llimmung einer Mauer anf senkrecht angelegten Leitern, Herablassen mittelst Seilen und im Rettungsschlauche, Führung dcr Spritze» u. s. w. mit vollster Eratt-heit Ruhe und Sicherheit, beherrscht von dem sicheren kaltblütigen Eommando des Herrn Dobcrlet zur Anschauung gebracht. Den Schluß bildete die mittelst der Echlauch-wasserleilung bewirkte Speisung einer an das Ehiadcs'sche Haus postirten Spritze, von dcr Bräuerei aus, was vollkommen gelang und wie das ganzc Exercitium, Beifalls-äußeruugcn dcr zahlreichen Zuschauermenge hervorrief. Inö-bcsondere war die Kühnheit und Sicherheit unferer bereits sehr populären Steiger Gegenstand dcr allgemeinen Anerkennung. Aber auch die der Zahl nach noch etwas zu schwache Spritzenmannschaft bewährte große Ausdauer in ihrer mühevollen Arbeit. Die kurze Erfrischung, welche die Mannschaft in dem Koslcr'schen Garten nach gethaner Arbeit genoß, bot den ersten Anlaß zu näherer Berührung mit uu-seren werthen Gästen, und schon hier brachten die Laibacher dem Klagenfurlcr Feuerwehrhauplmaun Herrn Iergitsch, dcr um die Orgcmisiruug dcr Feuerwehren überhaupt uud mich der unseren sich liesonderc Verdienste erworben hat, dle erste Ovalimi. Daö uon dcr Feuerwehr arraugirtc Di-nrr vereinigte um '/.^2 Uhr fast alle Mitglieder derselden mit den croatischcn Gästen in dem Garten der (5hrfcld'schcn Restauration. Auch dcr Herr Bürgermeister Dr. Suppau, Vicebürgermeistcr Dcsch m ann und fast alle Mitglieder dcs Gemeinderathcö hatten sich ciugcfuudcn. Dcr Garten war mit Fahnen in den croalischen Farben geschmückt und auch die Dienerschaft trug Schleifen in den croatischen Farben. Auch von dcm Pavillon, den dic vom Herrn Oberst Gintowt in gewohnt liebenswürdiger Weise zur Disposition gestellte Musikcapelle des Regiments huyn einnahm, wehte eine croalischc Fahne. Bald entwickelte sich ein fröhliches Leben, welches sich in Trinlsprüchcn Luft Sehr gut ließe sich dir Gelegenheit von dcu civi-lisirlcu Umwohnern naher und fernerer Lander dlchin ausnützen, nm zu cüicm Aufschwünge in drr geistigen ^Aildnng, somit auch znr Aufbesserung ihrcr malcricllci, Lagc bcizntrngcn und so cinc crhcbcndc ölinncrung cm das Unglück zn gründen. Dic Schule dcS OrlcS nämlich, dic ohnehin weder den Bedürfnissen an Raum, noch dcn Anforderungen an Licht und Luft clilfprochrn hat, das Pfarrhaus und das ForslhauS. alle dic öffentlichen Gebäude sind so von Grund aus zerstört, daß sic umgebaut werden sollten. Hicr ist Gelegenheit, ncu zu schaffen, zu gründen, dcm Boll cin Beispiel zu gcbcn. wie gebaut wcrdcn soll; hicr ist Gelegenheit für Regierung, NcligionSfondS und jeden Privaten, dcr Menschenfreundlichkeit geistig erhebende Denkmale zu errichten. Daß dic Bewohner dcr dnrch daS Erdbeben vom 1. März betroffenen Gegend Lust haben, die Wohlthat einer gut bestellten Schule tüchtig auszunützen, und daß die allerdings schr ärmlich und verwahrlost aussehenden Kinder dcr Mancscr Fähigkeiten und Begabung besitzen, dcr Bildung theilhaftig zu werden, davon lann sich jedermann überzeugen, der sich dic Leistungen, insbesondere die Schriften dieser Kinder von dcm OrtSschnllchrer vorlcgcn läßt. Diese Angaben, Erötcrungcn und Andeutungen! werden vorläufig genügen um jeuc Richtung zu^ bezeichnen, in welcher vorgegangen wcrdcn sollte, wenn. man dcn hart Betroffenen Hilfe schassen will — um, die bisherigen Schritte dcr Ncgicrung zn rechtfertigen, dic fclbst helfend eingegriffen, überdies Sammlungen von nlisdeu Gaben eingeleitet hat, um endlich die Wohl thätigen davon zu versichern, daß Hilft nothwendig i,t, daß 'dic hilfsbedürftigen dcr ausgiebigsten pilfelciftung wcrth sind und daß solche M- Aufbesserung ihrcr geistigen mio materiellen Lage beitragen tann. s machte. Feuerwehrhauptmann Doberlet begrüßte zuerst i mit einigen kräftigen und herzlichen Worten den Herrn Bürgermeister von Agram als Vertreter unserer Nachbarstadt nnd Herr Cekuö erwiederte in einer croa-lischen Ansprache den Gruß der Laibacher Feuerwehr, auf deren Gedeihen er scin Glas erhob. Inzwischen waren Be» grüßungslelegramme von Agram und Klagenfurt eingelaufen deren Verlesung mit großem Jubel aufgenommen wurde. Herr Bürgermeister Dr. Eup pan fprach über die Be^ dcutung der das Humanitälspriucip zur reinsten Geltung dringenden Feuerwehr, erinnerle an die stets bewährte Vaterlandsliebe unserer croatischen Gäste, sprach den Wunsch aus, daß auch die in Agram sich bildende Feuerwehr kräftige Wurzel fafscn und gedeihen möge, und brachte schließlich ein Hoch in: Namen der Stadt Laibach den Gästen aus Agram. Der nächste Redner, Feucrwehrhauptmann Iergilsch, drückle die freudige Regung des Gefühls aus, welche ihn ergriffen, da er so viele Männer verschiedenen Standes, aus verschiedenen Ländern versammelt sehe. Was für ein Geist ist es, der durch alle diese Bevölkerungsclassen und Länder zieht, der sie einander so brüderlich nahe-führt? Wic komme cs, daß Völker Landtage ausschreiben, ohne von oben berufen zu sein, Tage, die von den Herzen der Völker allein ausgegangen sind, wahre Volkstage? Treiben sie Politik? (Allgemeiner Zuruf: Nein!) Treiben sie Nalionalilätshader? (Nein!) Nein, sie pflanzen nur eine Pflanze fort, welche Märtyrer der Menschheit vor Jahrhunderten gesäet, die Pflanze reiner Humanität. Diese pflegen sie sorgsam. Alle verstehen sich, sie mögen deutsch oder sla-visch reden, denn sie reden alle die Sprache des wahren, reinen, warmen Menschenherzens. Diese Versammlungen sind keine jener landläufigen Art. dieblos auf Vergnügen ausgehen. Es sind hier Gästc, die lernen wollen. Wir wollen die fchöne Pflanze der Humanität großziehen im Wechsclaustausche, wir wollen Tage der Humanität abhalten. Er bringe darum ein dreimaliges Hoch Allen, die für das Institut wirken, ein Hoch insbesondere den Gemeindevertretungen, welche dic Feuerwehren als Pflanzstätten der Humanität gründen. Ein Hoch der Feuerwehr und ihren Beschützern. Anhaltender Beifall folgte diefem sinnvollen Toaste. Nun begrüßte Vicebürgermeister Deschmann in slovenischcr Sprache die Gäste, Bezug nehmend auf die Geschichte, welche uns mit ihnen so oft, besonders im Kampfe gegen den türkischen Erbfeind verbunden zeigt. Dieser in schwerer Zeit geschlossene Völkerbund sei in den Zeiten des Friedens durch den nachbarlichen Verkehr in Handel und Gewerbe befestiget worden. Wic unsere vaterländische Save dem Nachbarlande zufließt, so zieht es auch den Krainer dahin, wo er liebe Brüder findet, die ihm durch Abstammung und gemeinsames Geschick verbrüdert sind. Es leben unsere geliebten kroatischen Ärüder! Der Trmlspruch wurde mit gleicher Herzlichkeit ausgebracht wie angenommen. Es erwiederten ihn Herr Winllcr, Bürger, und Herr Dejeliö, Senator vmi Agram, welcher letztere die beiden Haupllente Doberlet uud Iergitsch hoch leben ließ. Herr Ruling trank auf Metz in Heidelberg, den um das Feuerlöschwesen hoch verdienten Mann. Dr. Keeö dacher brachlc ein Hoch dem Apostel dcr Humanität, dcm Feuerwehrhauplmann Iergitsch, dcr unermüdlich um das Institut thätig sei, ein wahrer Propogandist für das Princip der Aufopferung zum besten hilfsbedürftiger Nebcnmcnschen. Hauptmann Doberlet erinnerte daran, daß auch Siff et die fchöne Idee der Feuerwehr ergriffen und drachtc einen kameradschaftlichen Gruß dcn amucscndcn Sissckern, von welchen einer den Gruß mit dcr Versicherung erwiederte, auch Sisset wolle in diesem Wettkampfc dcr Humanität uicht zurückbleiben und wünsche, daß die Feuerwehr auch dort festen Fuß fassen und gedeihen möge. Einen Toast Dr. Kees-bachers auf die anwesenden Damen Agrams erwiderte Herr Dczclic, Bezug nehmend auf Preschcru'S Worte: „l>! ni «/, lur»« «lovt^l!/ mit einem Hoch auf die Laidachcrinnen. und so verging die Dinerzeit in der angenehmsten nnd anregendsten Weise. Die Musilbande spielte inzwischen meist national-slavische Melodien, welche lebhaft applaudirt wurden, und schließlich wurde die Volls-hymne begehrt, dercn Spiel mit Hüteschwenken und leb« haften Hochs dcgleilet wurde. Vom Easinogarten begaben sich alle Fcsttheilnehmer nach aufgehobener Tafel um halb 4 Uhr in die Schicßställc zu dem von der Rohrschützengesell fchafl zu Ehren der Gäste veranstalteten Festschießen, über welches wir abgesondert berichten werden. Das abendliche Garlenfest in Leopoldsruhe gab uns den Anblick einer Ueberschwcmmung. welche Metapher wir auch durch emige Unglücksfälle illustriren könnten, nämlich von Solchen, welche keinen Platz mehr fanden, nnd von Solchen, welche zwar Platz aber auch nichts anderes fanden, da unsere Gasthausorganisatioil hinter der Wiener noch immer um einige Pferdelängen zurücksteht. Indessen, wenn es im Kosler'schcn Garten, wie überall in der Welt, Unzufriedene gab, so gab es doch noch weit mehr Zufriedene, und wir hoffen, daß unsere Gäste zu den letzteren gehörten. Die Lattcrmamlscillee nahm den Uebersluß von Leopoldsruhe auf und bot bis in die Nacht ein seltenes Bild von Belebtheit. So weit unsere Nachrichten reichen, wurde ein Theil unserer »vcrihcn Gäste, welche ursprünglich die Rückreise in dcr Nacht beabsichtigten, zum Bleiben und zu einer frühmorgcndlichen Partie nach Roscnbach gewonnen und wir können vorläufig nur mit dem Wunsche schließen' daß unseren lieben Gästen ihr Ausflug nach Lcnbach in angenehmer Erinnerung bleiben möchte. 952 — (Die Kunstausstellung) dürfte, nachdem die Bilder bereits eingetroffen und auch schon in der Aufstellung begriffen sind, morgen eröffnet werden. — (M i li tä rverä n de r un g en.) Oberlieutenant Guido Stedry des Arlillerie-Negiments Pichler Nr. 3 wurde im Regimente in den Reservestand mit dem Domizil Laibach übersetzt. — (Der gestrige Tabor in Zirkniz)soll von 6- bis 7000 Menfchen befucht gewefen fein, darunter ungefähr 400 Laibacher. Die bekannten Programmspuntte wurden einstimmig angenommen. Vei der Frage der Ueber-tragung des Vorsitzes zeigte sich eine starte Meinungsdifferenz unter den Anwesenden. Der Bürgermeister von Zirlniz schlug den Dr. Razlag als Präfes vor, es erhob sich ader eine starke Partei für Dr. Zarnit, der indessen dcprecirte, wornach Dr. Nazlag den Vorsitz übernahm. Von Seite der Regierung fungirte als Commissär der Herr Bezirlshauptmann Ogrinz von Planina. Korrespondenz. X Radmannbdorf, 10. Juni. Die Lehrer des Schul-bezirles Radmannsdorf hielten Mittwoch den 8. d. M. im Echulhause zu Veldes die zweite Couferenz unter Vorsitz des Schulinspectors Herrn Peter Cebin ab. Os erschienen hiebei 13 Lehrer. Nn der Tagesordnung standen mehrere Gegenstände, die zur Berathung vorgelegt wurden, wegen Mangel an Zeit wurde aber nur der erste Punkt der Tagesordnung, die Entwerfung der Statuten für den zu bildenden Lehrerverein im Schulbezirte Radmannsdorf, erledigt. Der Zweck des Vereins besteht in der geistigen Ausbildung seiner Mitglieder und in der Erörterung allgemeiner, die Schule betreffender Fragen, und wird, um Ersteres zu bezwecken, aus den Einschreibgebühren und den von den Mitgliedern zu leistenden jährlichen Beiträgen, sowie aus den Spenden edler Schulfreunde eine Bibliothek angelegt, die sämmtliche Vereinsmitglieder benutzen dürfen. Jeder Schulfreund wird einsehen, wie zweckmäßig die Bil' dung folcher Vereine besonders für die Landschullehrer ist, denen die Mittel fehlen, sich auf eigene Kosten die nöthigen Behelfe zu ihrer weiteren Ausbildung anzuschaffen, und es wäre zu wünschen, daß die Lehrer eines jeden Echulbezirtes unter sich Vereine zu gleichen Zwecken bilden würden. Verzeichn iß der von Aufana Mai 1^»icc,. Belorberter Kopf. 7ie,).': I'. N, 1'r. ?. On». ?. ?. 8. ?. (j. II,. Stehende «eibliche Figur, im Felde I>rovid. IN. Von Herrn Heinrich Hausner, t. t, Ingenieur: Römische Kupfermünzen, aufgefnudcu bei Vertiefung des ^'aibach ftusses. 112. Von Anton Hladnik, Gymnasialschüler: Römische Kupfermünze, gefunden am grünen Berg bei Laiback, vlv.: Diva, l<'kU5tiu2,. /i^?".: ^^t«rnitH3. l)l!. Stehende Figur mit Speer in der linken und Schale in der rechten Hand, H Juni. Der Reichskanzler hat seit seiner Nüclkehr von Gra; daS HauS nicht verlassen und ist noch sehr leidend. Madrid, «H. Juni. Oortessitzunss. Prim erklart, er habe vier Throncandidaten verge benö gesuckt. werde vielleicht in drei Monaten einen finden, werde niemals eine Restauration der Bourbonen unterstützen, die Freiheit mit energischer Hand aufrecht erhalten. Das Airl der Regierung gegenüber Portugal war die Herstellung einer monarchischen Föderation beider Nationen unter Wahrung der Autonomie Prim versichert schliesslich, eine Ruhestörung wahrend des Interregnums sei nicht zu befürchten. Graf Bellst ist Donnerstag (9. d) Abends von Graz in Wien eingetroffen. Von verläßlicher Seite wird gemeldet, daß die Einberufung der Landtage erst für den 20. August in Aussicht genommen ist, daß ferner der Reichsrath Ende September und die Delegationen Ende October tagen werden. Dem Ncichsratlie würden sogleich bei seinem Zusammenl'llte alle jcnc Theile dcs Budgets vorgelegt, die lMlibhüngig von den Delegationöbeschliissen zu voti-im sind, d^lnit die Budgelberulhung nicht wieder den größten Theil der parlamentarischen Session, in welcher diesmal die Wahlreform, die galizische Resolution und andere wichtige VcifassungSfl-agcl, zu erledigen sein werden, in Anspruch nimmt. Uilmillelbar nach dem Zusammentritt,.' dcö Neichsialh^s werden die Delega-lionswahlen oorzunchlncn sein, wolanf sich das Parlament auf die Dauer der Delegationsoerhandlungen vertagt. Wähiend dieser Zcit wirb der Finanzausschuß des neuen Abgeordnetenhauses sich mit der Äudgctbera-lhmig zu befassen hüben. Die Meldung der Blätter von einem besonders regen Verkehr zwischen dem Neichsfinanzminister und dem cisleithanischen Finanzminister, und daß es sich um Maßnahmen betreffs der Valuta handle, ist unrichtig, dagegen wird bestätigt, daß Lonyay auf weitere Re-ducirun g des M ill tar budgets bedacht sei. Telegraphischer N5echselcours vom 11. Imli. 5perc. Metalliqucs NO 40. . 5perc. Mrtallique« mit Mai-uud November-Zinsen 60.40, — 5perc, Nalional-Anlchen 69.70. — 1860er Staats-Aulchcn 96.25, - Banlactien 722. — Credit-Acticn 253.90. — London 121.25. — Silber 1l9. — Napo-lrond'ors 9.66. Kandel und Gol'kswirUchllstliches. ^'aibach, 11. Juni. Äuf dem heutigen Marltc sind erschie neu: 6 Wagen mit Getreide, 10 Wagen mit Heu und Slroh, 7(5tr '20 Pfd.). 25 Wagen und 3 Schifft (20 Älftr.) mit H lz, ____________ Diirchschliitlö-Preisc. "Vttt.- Mg,., Ml" Mg'«" st. l lr. st. lt. st. li. fi.,li. Weizen pr, Mchrn 5 'l»j 6 5 Bnlter pr. Pfnn!) - 48------- Korn „ 3 40 >lch'?is;,'r ,. ____ i(» Austetomlneue Fremde. Am 10, Juni Elefant. Die Herren: Schwirl, Consul, von Alerandnen H'alcntic, Kfm., uon Ill.-Fcistriz. - Znideräii. R,alitätcn. besitzcr. uou III, Feistriz, — Unfried, Kfm., von Wien. Majnik, Pfarrer, vonVairach. -Eiotti, Äfm., vun Radmannö durf. — Scherz, jtfm., von Graz. Paro« Tanffrer, von Wenellmrg. - Tcuschcrz, Kfin,, von Passau - Nuppe. 5lfm„ vuu ^.'luz, 2tadt ilUien. Die Herren: Klodner, Pctschle und Hanscli, Private, von Wien. - Bacher, Verwalter, von Saqor — Kallschich, l. t, Postmeister, vou ^lcnuiarttl. -- Muchitsch Kfm., von Pest. ^ Witlreich, Handelsmann von Wien — Noval, Insscnieur. von Prag. — Scger. — Nadwiger, Kfm., vun Vrllun. Kaucic, vun Panovic. Vaierischrr Hof. Die Herren: Prettncr, Nealilätcnbes von Obertrain. — Iachi, vun Trieft. -- Manpoli, vun Trieft, Lottoziehung vom »«.Juni. _________Trieft: -!3 01 58 20 84. ___.5^I^Z°_____«" ^1' 6UMa. 324.88,-7-13", wi^Nill^^hlllbheiter " ,'^"3^ ^" -f-l6.,O, schwach !;.Hiilfle bcw. 0<„ __l0 „ Ab. 3s7.l..^-j.12.^ NW. schwach, htiter 6Ü Mg! 327.75 -z-10» ^ windstill Nebel ^ .^" 3c ^!^" ^2" - > windstill halbhtitcr 0..... 10 , Ab. 327,, .147 wmdstill triüx' l ^ 3^. ^1 ' ^^»utwgs Ncssenwolten, später Ausheiterunq aus NW. Wewittcrwolleu aus W sick verziehend. Avcndruth. Heirllcher Abeud. Den 12.: Vormittags beiter, Racl'mitlaaö dünner Wl'llenschlcier. Gewiltcrwolteu sich verziebend. Mondhof, Das vorgestrige Tayesmittel der Wärme -j-14 0^ um 0 6" unter, das gestrige -»- 15 3", nni 0<;° über dem Normale. W Ich finde mich verpflichtet, allcu Freunden und W ^ Bellllintei! lueines verstorbenen unvergehlichen Gatten W > Johann Talyher > W silr die während seiner Krankheit und durch die zahl- W ^ reiche Beylei'tuna. znr letzten Rnhcstätle bewiesene in- W M »igc Theilnahme meinen tiefgefühlten Dant hiemit W ^ auszudrucleu. ^ W l.'a ib a ch, am 11. Juni 1870. W ^ (I3"l6) Die trauernde Witwe > ^lnsl^n^psil^f V.iie», 1<» Iuui. Die Bürse zcigle temc geänderte Tendcu;. Va!,kpllpic,e blieben im ganzen Verlaufe des Geschältes vernachlässigt !„id Nlllireil in Folge dessen lhrilmrise ^ll^i'lll'l i.»^^. etwas liefer. Für Elsnibahiillctien zcigle ficl, soitwährcndcr Begehr bei steigendem Curse, mit Auönahme von Franz-IosephS-Vahn, welche ziemlich offcrirt war. Papicrrcntc wurde in grüßereu summe,: M »;0.5>0 >>, Umsatz gebracht. Silberrcillc dagegcu war in Folge des weichenden Agio gedrückt. Auf audereu Verlehrsgebielcu herrschte Stille und namentlich trat im RUclgaug der Devisen heute eine Pause ein. H.. Allgemeine Htaat«schuld. Filr 100 fl. Geld Waar«> Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: iu Noten verziusl, Mai-November 60 40 60.50 „ „ „ Februar-August 69 9') 70,10 „ Silber „ Iäuner-Iuli . 69.70 69.80 „ „ „ April-October. —.-- —.— Steueranleheu rückzahlbar (ii) . —.— —.— (^) . 98.— 99.— Lose v, 1.1839 ...... 237.-238 — „ „ 1854 (4 °/„> zu 250 fi. 90 50 91.-„ „ 1860 zu 500 fl. . . 96,40 96.60 „ „ 1860 zu 100 fl. . . K'5.80 106. -,. „ 1864 zu 100 fl. . . 116,75 11/.— Otaats-Domaneu-Pfandbriefc zu 120 fl. 0 W. in Silber . . 129,— 129.25 «». Grundenrlastunsts-Obligationen. Filr 100 fl. Oeld Waare «öhmen .... zu5p t). Actien von Bankinstitute«. Geld Waare Nuglo-üstcrr. Banl abgest. . . 303 75 304— Anglo-nngar. Banl .... 94.— 95.- Ba.'tuerciu.......229.— 230.- Bodrn^nditanstllll . . . . 381 — 384.— Kreditanstalt f Handel u. Gew. . 253 30 25^.5,0 Hrcdilllustalt, allgem. uugar. . , 8li — 86 f)0 Escompte-Gcscllschaft, u, ü. . .868. 870. Franco-osterr. Vanl . . . .119—119.50 Gcmralbant.......84.50 85 50 Nationalbanl......724—725 — Nicoerlaiidische Vaul .... -— —. - Vcreiusbanl....... 107,50 108 50 ^erlehrsbaul.......113.— 113.50 Wiener Bank......73 — 74.— «V. Actien von TranHportunternel,« mungen. Geld Waars Nlfold-Fiumaner Bahn . , . 175,25 175.75 V^'hm, Westbahu.....241.25 241.75 Earl-i.'udwig-Bahn.....239.50 240.- - Dunau-Dampfschifff. Gesellsch. . 590,— 592- Elisabeth-Westbahn.....211.75 212 — Ferdiuaudo-Nordbahn , . . .2297,-2302.— Fünfllrchcu-Barcser-Bahn . . 174.- 175.— Franz'Iosephs'Vahn .... Ibb.— 19525 l Weld Waarc Lembtrn-E;em.«Iassyer-Vllhn . 207,50 207.50 Lloyd, üfterr........370.— 3?2 — Omuibu«........—.._.__, Nudolss-Bahn......166.75 167.— Siebenbiirger Bahn .... 173.— 17350 Siaat«bahu.......395. ^ 396. - Südbahn . ......192. - 192.10! Süd-nordd, Verbind. Bahn , .174—174.50! Thciß-Bahu.......23^ 239.— ! Tramway........210 25 210.!)0! «. Pfandbriefe (slir 100 fl) Alla. «st Bobtn- Geld Waare v'erloabar ,u 5 pEt. iu Silber 107.25 107 50 , dto.in33I.rückz.zu5pLt,iuö.W. 90.- 90 25! Nat,onalb. auf ü. W. vcrlosb. ! zu :> PEt........98.20 98.40 ! Oest. Hypb. zu 5'/, pLt. rückz. 1878 97.80 98.30 Uug. Ood.-z. W. Geld Waare Elis,-Westb, in S. verz. (I. Emifs.) 94 25 94 75 Fcroinands-Nordb. in Silb. verz. 107.25 107,50 Franz-Ioseph«-Bahn .... 96.25 b6.5^ i W.3a^,-Ludw.V.i. S.verz.lCm. 102.— 103- ! Oesterr. Nordweftbahn .... 97,— Ä?.50j ! Veld «La .' Siebend. Bahn in Silber verz. . 92.— 9^,2t) Slaalöb. G. 3"/« « 500Fr..,!, Lm. 142,75 143, -Slldb.G.3'/. «500Frc. „ . .117 50 117.75 SUdb.-Von« 6 7« (1870 74) i> 500 Frc«......246.50 247.50 Ung, Ostbahu......«9.70 «<»X> «. Privatlose lpcr Stück.) Creditaustalt f. Haudel u. Gew. Oeld Waal^ zu 100 fl. ü N......i«ii 25 162> Nudolf-Stislung zu 10 fl. . . 14 50 15."^ Wechsel (3 Mou) Geld Wa°" Augsburg für 100 fl südd. W. 101.15 10«,i!" ssraulfurl a.M. 100 si. betto 101,25 10l ^" Hamburg, für 100 Marl Banco 89 60 89^ London, für 10 Psund Sterling 121 30 121-^ Paris, filr 100 Francs . . . 48.25 4«"" (5ourS der Weldsorten Geld Waare it. Münz-Ducatn, . 5 fl. 76 tr. 5 fl.'/7 Napolconöd'or . . 9 « 68j,. 9 „ 69i <<^ Vcrcinsthalcr. . . 1 „ 7!> « 1 ., »0 Silber . . 1l9 „ „ 119 ,. 25 " Krainische Grundeullastungs - Obligationen, P"-vatnotirung: 8«.— Geld, 94 Waare.