M s» Smmtag dm IS. Aull 1874. Ml Iah«ga«g Die »Marwger Seitung" erscheint jeden Sanntag, Mittwoch und Areitag. Preise — für Narburg: ganzjährig 6 st..halbiShrig » fl., vierteljährig 1 farS«steU»»g _mß Haus monatlich Iv kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteliährig 2 si. Insertio »sgebühr 8 rr. pr. Zeile. Der Zmpfglaobt. III. Es ist in der That unerhört, ivie in einem konstitutioncllkk Siaat die Majorität der Mino« ritüt ihre medizinischen Ueberzeugungen gewaltsam ausnüthigrn kann, nachdem man doch die religiSs, freit;egei»tn. Die Arrzle befolgen freilich eine ähnliche Taktik, wie ihre geistlichen Kollegen; wie diese mit Hölle uvd Fegfeuer drohen, so knt-werfen jene ein schauerliche» Vemälöe von drohenden Epidemien, versetzen dit Bevölkerung durch ganz unbegründete Theorien von Ansteckung, die Prof. Oetterlen so tr»fflich geißelt, in Furcht und Schrecken, damit man sie als Retter in der Nolh begiüße un0 ihnen Gehorsam leiste. Die Botwürf,, die man so oft dem Klerus wacht, daß er die Volksverdummung befördere, um seinen Einfluß zu behaupttn, kann man mit gleichem Recht gegen einen großen Theil der Aerzte richten.; denn hätten die Impfung und die Arzneien auch nicht die geringsten schäolichen Folgen, so wird doch durch solchen Sumbug beim Bolkt der Aberglaubt an mtdizmische Wuadtr, wie Pros. Bock sich ausdrückt, absichtlich genährt uud dasselbe ia steler Unmündigk»it und Abhängigkeit von den Rezeptschreibern gehalten, die allein Tod und L'ben tn lhrer Hand zu habe» vorgeben, während doch noch heute gilt, was der große Loerhave sagt, daß die Mehrzahl von ihnen weit mehr Uebles, als Gutes unter dem Menschengeschlecht anrichtet. Waren es nicht die Aerzte, die frühere Eptdemlen so verheerend gestalteten? So erzählt der berühmte franzöfifche Arzt Bolaey über das 1793 in Philadelphia wütjende gelbe Fieber, daß man damals die beste Heilmethode dagegen in dem Brown schen System zu finden glaubte, taS in starken k^eizmitleln, Jalappa, Kalom«! (Qittcksilbe) in großen Dosen, Gummi guttae, Zimmtrinde, Madeirawein bestand ; dabei mußten die Kranken in ihren Zimmern gleichsam hermetisch verschlossen blelben, obgleich die Hitze drückend war uitd daS Thermometer 2ö Grad über Null stand. Zugleich packt« man ste in Federbetten ein und machte wohl auch Feuer im Kamin. Die Folge war, wie es nicht anderS sein konnte, ein rcißendeS, schreckliches Sterben; wenige überlebten den dritten Tag und der Schrecken verbreitete stch allgemein, ja die Aerzte ver, größerten denselben «och, indem ste die Seuche für pestartig und unheilbar erklärten, so daß die Bewohner schaarenweise in die Dörfer und auf die Felder flüchteten, die Sterbenden U"d Leichen in den Häusern zurücklassend. Dürfte eS stch mit den großen BlalternepidtMien in alter Zeit nicht ähnlich Verhalten haben, da die unsinnigsten Kur-melhoden auch da Regel waren und das Warm» halten der Kranken bei dicht verschlossenen Fenstern noch heule bel der Menge und selbst manchen Aerzten sür durchaus uothwendig gilt? Diese Schreckbilder aus vergangevkr Zeit machen daher auf unS gar keinen Eindruck. Uebrigens haben die Blattern trotz zunehmender Impfung uud Zwangsgesetzen von Jahr zu Zahr an Jnkenfltät lvieder zugenommen, so daß im Jahr 1811 zu Berlin allein über Sl)0V meist Geimpfte dieser Krankh it erlagen. Ich will hier noch erivähnen, daß Medizinalrath Kiehl in Haag, der sich viel mit Impfung beschäftigte und Seuitletp«. Theater «od Schale. B»n L. (Fortsetzung.) „Fräulein, waS Sie sind, sind Sie meisterhaft !" redtte der aus seiner Angst crlöste Schul-ralh die Heraustretende an. Rosa lächelte, schüttelte daS Haupt, sah ihn niied«r forscheno an, als studire sie se,n Gesicht, seinen Kops unter irgend einer Erinnerung. Sie blicken so ernst mich au, Fräulein? Was fällt Jhoen auf an mir?" „O nichts, nichts", entgegnete leise zusammenzuckend Ro!a, und legte die Hand an die Stirn. „Sie sind noch immer ein schöner Mann." Sie sprach diese Worte ohne galante Emphase, ruhig, soft mit einem Anstriche von Wehmuth. „Mit dei^ Schule sind wir fertig", suhr sie dann lächelnd fort, indem sie ihm die ABC-Buchblätter gab, Ich weiß, daß Sie Angst halten, uud Sie wissen nun, daß ich Schauspielerin bin." „Das wußte ich schon vorher', entgegnete der Schulralh. „Vorher? Also doch von Dir Oheim?" wen-det sie sich nach Schnurr hin. „Bon mir kein Wort l" versicherte dieser. ,3ch wußte eS schon, ehe ich in'S Schul-Haus trat, erklärte ernst der Borige, „Fräulein und ich weiß noch mehr." Noch mehr? Mag daS sein. Sie können von mir nichts Unrechtes wissen", gab Rosa zur Ani' wort und tvaS wisier, Sie?" Der Schulralh wendete sich unruhig ab. that einen raschen Gang dura» den HauSraum, kehrte zu'ück auf seinen alien Platz. „Mnn Herr, Ihre jetzige Hallung befremdet mich", sprach mil luhiglr stolzer Würve nun Rosa. „DaS einzige Gut, daß ich besitze, ist Mkine Ehre. Ich muß Ihnen daS sagen, weil ich Schauspielerin bin. Mein Herr, waS hali Sie ab. Mir zu eröffnen, waS Sie von mir ivissen?" „Herr Schnurr!" versetzte der Schulrath nach einigem Schwanken und mit unsicherer Stimme, ivährend er wie zitternd mil der Dose spielte, die Augen aber fest auf Rosa richtete. .Haben der Herr Doktor zu befehlen, daß ich Mich entferne?" fragte Schnurr unterwürfig. „3m Gtgentheil", fuhr Jener unruhig fort, .ich habe mit Ihnen zu sprechen, Herr Schnurr. Ähre Schulmädcheu könnten einen kleinen Akl machen und zwar- unter Ihrer Führung. Ein ein eifriger Föderer derselben war, in seinem Buche über Seuchen eS offen ausspricht, daß er gera^ durch seine langjährigen Erfahrungen uad Beobachtungen zur Ueberzeugung gelangt sei, daß die Kuh- und Menschenpocken eine und dieselbe Krankheit seien und daher die Zmpsung nur dazu diene, die Pocken immer mehr zu verbreiten und allgemein zu machen, eine Ansicht, die auch andere Aerzte »heile«. Auch bei den Schafen hat Man beobachtet, daß die Pocken gerade in jenen Gegenden am häufigsten vorkommen, wo die Schutzimpfizng gebräuchlich. Darum, Ihr Arzte, legt die Gistlanzette nieder und kehrt zur Natur zurückl Das ist der einzige Forlschritt, den Euch intelligente Kollegen rathen, und den die medizinische Wissenschaft überhaupt thun kau»; müht Euch nicht länger ab, die Quadratur det ii'rkels zu suchen, sonst werden di^ Gläubigen immer mehr schwinden und Ihr werdet eines Tages allein stehen. Schon sangen die medizinischen Hörsäle an, sich zu leeren, der N'Mbus des ärztlichen Standes scheint im Berbleichen, daS Vertrauen in Eare Kunst, die weit hinter der Ausklärung unserer Zeit zurückgeblieben, zusehend in Ahnahme begriffen, unl> durch Euere gloapgs-Samtütsmaß-regeln werdet Ihr den Aofall nur noch beschleu-. nigen, geradeso wie der Ablaßtram und die Ketzerverfolgung im Mittelalter den Anstoß zur Resormation gegeben. ^ A. Graf Zedtwitz. kleiner Aufzug, Kränze, weiße Kleider, ein hübscher Gesang, das würde so etwa das Nöthige sein. Nach einigen Tagen nämlich wird die Braitt Meines GohneS hier durchreisen l mein Sohn wird ihr biS in'S Dorf entgegenkommen; es wäre mir lieb, ivenn Sie mit Ihren Schulkindern —" „O, ich verstehe", versetzte Schnurr erfreut, „also Bräutigam der Herr Sohn? ich liriuge dem H'rrn Bater meine herzliche Gratulatiou dar l" fügte er unter Verbeugungen hinzu. „Und Sie kennen meinen Sohn, Herr Schnuir?^ O, zu dienen!" „Sie dürften vielleicht bei der freundlichen Begrüßung der Braut seinen Namen gebrauchen. Wiss'N Sit, tvie mein Soha heißt?" „Theodor!" rief Schnurr, „zu dienen! da könnte man den Namen out Blumen bilden." „Theodor?" wiederholte kaum hörbar Rosa und trat einen Schritt zurück, flüchtig und mi! einem Blicke die Züge des SchulratheS musternd, und dann errötizend die Augen niederschlagend. „Und Sic wußten noch nicht, daß er Bräutigam ist?" fragte der Schulrath weiter. .Wußten Sie auch nicht, daß er neulich verreist gewesen ?" „Das wußle ich, der Herr Al'sessor Theodor tvar in Berlin", entgegnete Schnurr. „Sie köunen diesen Umstand vielleicht eben- Zur ^agt über dt« gesillschttil Wei». Die au mich gestellten mehrfachen Aufragen in Betreff der in neuester Zeit von Marburg ausgegangenen Agitation gegen den gefälschten Wein veranlassen wich, zur Klärung der Sache Nachslehenbes zu veröffentlichen. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß die Weinbau treibende Bevölkerung vollkommen berechtigt ist, gegen die Erweiterung der Wetnfab-rikatton und Verfälschung der Weine ihre Stimme zu erheben, weil dadurch der Werth des WeinprodukteS, der Ruf einer guten Weingegend und indirekt der Weinbau unter Umständen geschädigt werden kann. Allein »ine derartige Agitation kann nicht als gegen die Weivhandlungen gerichlet gelten, durch deren Vermittlung nur ein größerer und regtlmäßigir Absatz einer alljährlich gleichen Waore geschafftn werden kann, ohne welcher ein schwunghafier Handel und ein den Konsumenten brf'ledigender AnSglkich der qualitativ und quantUaliv oft ungleich v-rtheilten Ernte nicht leicht mijglich sein dürste. Die Hauptschwierigkeit bei Beliandlung dieser Weinfrage liegt thells in der lvestimmnng und Begrenzung der aus Vkrschledevem Wege erjagten Weine, theils in der Bezeichnung der Mittel, durch welche es möglich werden könnte, daß die Produktion durch die Fabrikation nicht beeinträchtigt wird. 3m Bezug hierauf erlaube ich mir zu bemerken, daß die produzirten und fabrizirten Weine im Allgemeinen etwa in folgenden Abstufungen erzeugt werben: 1) Rein er T ra ubeu we i n, nur aus Trauben bereitet, ohne jede weitere Beimischung. Dieser Wein ist gleichsam als das rohe Naturprodukt zu betrachlen, theils von edler Beschaffen» heit, den Charakter einer Sorte, einer Genend oder eines Jahrgangs repräsentirend, theils mehr oder weniger mit aUerle» Anzeichen einer Mangel« hosten Kelterung, Tährung oder der Unreiullchkeit belastet. Solche Weine eihält man meistens durch direkt'U Ankauf vom Produzenten; fie sind ein oder Mehrere Male abgezogen und zumTheil auch anderen Manipulationen mit mehr oder weniger Erfolg unterzogen worden. 2) Transportfähige HandelS-vetne, welche dos unter 1. erwähnte Naturprodukt enthalten und »Heils durch Berfchnitt ge» eigveter Sorten, theils durch Behandlung m künstlich erwärmten Gührlokalen, durch Schönung. Alkoholzusatz, Erwä'Men, Lüften und giltriren sowett hergestellt woiden find, daß sie weiter keine Bßränderuugen erleiden und in Gebinden oder Maschen in Handel und Transport kommen können. 3) Treberweine, petiotisirte und gallisirte Weine, welche durch vollständige Autnutzung der We«ntreber oder Benutzung von Traubenwelnen geringer und schlechter Jahrgänge unter Anwendung von Altohol- oder Zuckerwasser, mit oder ohne Säure und EniiüuruvgSmittkl besonders in solchen Zeiten bereitet werden, in welchen mehrere weinarme Jahrgänge auseinander folttten. 4) Fabrizirte Weine, welche ohne Teouben und TraubkNwein, nur aus Wuss r, Alkohol, Weinsteinsäure, Glyzrrin, gorb-. Geruch- nnd anderen Stoffen hergesteUl worden sind. Bei der Beurthlilung der vorgenannten 4 Kategorien voo Weinen ist bis heutigen Tags noch die Zunge und der G,schmuck d»r sichrrstk Kührer, da selbst ein Mit voller K'Nntniß und G'lchilkllchkeit aus fremden Beslandtdeilen bereiteter W-in du7ch ch'Mische U"teriuchung noch nicht genau zu erkenntn ist. In wie lveit und welche g'lundheitsschüdlichen Bi^nandiheile bieder znr Attbrikat on der unlei 4. g'kiai'Nl'N Weine benutzt wurden, ist mir nichl t)ct.'N'tt gewordeli. Darauf bezügliche Thiisachen ioUicn solort vrr« össenllicht und angezeigt werben und ver^ienlen eine energische Bestiafung, wofür tvohl schon dles. bezügliche Gesetze, wie auch für onkirre Grnuß-mitltl, ekistiren. Zu diesen gesundheitsschädlichen Stoffen kann man indefftn den reinen Alkohol und die bel den Weinen unter 3. genannten Stoffe nicht rechnen. Sonst könnte man wohl auch anfilhren, daß manche der unter !. und 2. genannten Weine, welche schlecht behandelt oder gleichsam verpsuscht worden sind, der Gesundheit ebenso nachtheilig werden muffen. Gegen die übernöthige Ausdehnung der unter 4. genannten WeinfabrikaNon dürfte ein wirksames Mittel die gerechtfertigte Forderung der Weinproduzenten sein, daß diese Weinsab-rikation nur gegen besondere Konzession unter Kontrolle der Behörde und nur gegen eine gleiche oder höhere 'Besteuerung, als welche den Weinproduzenteu trifft, gestaltet werden sollte. Bon mehreren Seilen wurd? behauptet, daß sich die Agitation auch gegen die unter 3. genannten Wein richte. In dieser Beziehung halte ich es für meine Pflicht, zu erklären, daß dann die zweckmäßigste Berweitdnng der Weintreber und die beste Beriverthung deS sauren Produkts schlechter Jahrgänge, schlechter Lage und geringer Traubensorten beeinträchtigt wird, daß der dadurch verursachte Schaden auf den Produzenten zurückwirkt und daS Land eines V»rfahrens beraubt werden würde, welchem die größeren Weinländcr, wie Frankreich, zum Theil ihren Welthandel verdanken. Daliei mag man nur bedenken, daß dieses Verfahren nicht von jedermann ausführbar ist, nur Mit gknüttender Kenntniß, Einrichtung und einem gewiffen Kostenauswand betrieben »ver den kann, und wir dadurch der weniger bemiltelten Bevölkerung ein billitles Getränk verschaffen, welches sie sonst durch Bier oderBranntivein erletzen würde. Da man, wie früher bemerkt wurde, einen petiotisirten Wein von einem Wein der Kategorie 1 oder Z oft nicht unterscheiden konn. so fällt natürlich auch die Grundlage weg, aus welche sich eine gesetzliche Verordnung gegen die petiotisiiten W'ine stützen müßte. Würde man iN weinarmen Jahrgängen das Petiollsiten ge-ietzlich verbieten oder so b'steuern und bejchrän-ken, daß es nicht tohnend wäre, so würden unsere Weintrefter bedeutend werthloser und der Bedarf geringer Weine müßte aus anderen Gegenden gedeckt werden, was der heiMlsaien Wcinverwer-thung jedenfalls nicht förderlich wäre. WünschenSwerth bleibt eS natürlich immerhin, daß der Erzeuger der unter 3. genannte Weine dem Käufer die Art der Bereitung anzeigt. Ein Zwang zu solcher Anzeige kann ober nur durch den moralischen D'uck ausgeübt werden, welchen die konsumirende Bevölkerung durch verminderten oder vermehrten Ankauf und Verbrauch einer solchen Waare ausübt. Sollte die Agitation sich auch gegen die unter 2. genannten Weine richten, so müßte ich wünschen, daß die L iter einer solchen Richlung l1ch erst das richtige Verstandniß vom Weinhandel unter den hiksitten Ve'hältnissen verschaffen möchten. Jedenfalls beabsichtigt aber die Agitation den Schutz und die bessere Verwerthung der unter 1. genannten W'ine. In dieser Beziehung kam ich nach reiflicher Ueberiegung zu der Anstchl, daß jeder Ptoduzenl, wklcher nicht über größere Vor-räihe verfügt, stetS am besten thut, so bald alS Mötzlich seine Fechsung zu verkaufen und daß dur v Cinfüt»rung und Anstellung beeideter Weinagenten die bestmöglichste Vtrwertbung der unt r 1. bezeichnttrn Weine «»zielt iverden töttne. Die Instruktionen solcher bee'detkn Wei'iag'nien ivurven aus Ar^regung deS k. k. AckertioumiiilsteriumS am 23. Äuiri d. I. von der Sektion sür Weir.bau der t. k. steiiische,. LandlvirtischasiS-Get.Ulch'ift bei einer Beisamm-tUttg IN Mardu'g sestgestellt und können bestens tMpsot)l'N w rdin. Im Ueti'igkn ober sü^,« ich noch hinzu, dah alle Grlktze urtd soi sli^tkn Ei'.r chlu»gen nich«^ Vlls'N ir'erdkn, wenn d" Plodlizek't nicht »"Nretit s in iv rd, reinen Satz und passende Rebsorten anzupflanzen, die schlechten Sorten auSzuhauen, die Lese zu geeigneter Zeit und tn entspre« chender Weise vorzunehmen und bei Kelterung der Trauben und Behandlung des Weins alles d«S anzuwenden, was richtige Ueberlegung, sowie die Errungenschaften der Präzis und Theorie in der neuesten Zeit uns gebieten. Marburg den 8. Jult 1874. H. Goethe. Arrr Heschichte des Hages Seitdem die M i l i l ä r p a r t e i neuerdings Oberwaffer hat, wird die Schlagfertigkeit des Heeres in befremdlicher Weise beeilt. Wie viele, viele Millionen sind begehrt und gegeben worden jahraus und jahrein für diese Schlagfertitikeit — und trotzdem soll der Erfolg so wenig befriedigen! Welche Summen werden künftig noch gefordert werden, um daS Heer schlagfertig zu machen nach dem Plane der Militärpartei? l Und gesetzt, wir muffen dies ungeheure Opfer bringen: wird die Militärpartei daS fchlagfertige Heer „Gewehr beim Kuß" stehen und dem Laufe der Welt ruhig zusehen laffkn? Wir zweifeln daran ; waS wir aber kaum bezweifeln dürfen, ist daS Schicksal, welches der geheime Plan der KriezSpartei haben wird. In Frankreich wird die neueste Freundschaft zwiichen Wieu und Petersburg als günstiges Zuchen gedeutet. Die Fanatiker des Ra-chekrieges sehen bereits den Bertrag zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland abgeschloffen und hoffen, Frankreich werde als driiter diesem Bündnisse beitreten. Atarburger Berichte. (Belohnung eifriger Polizei« Wachmänner.) Kürzlich wurde der Räuber Anton Schalamun vom Schwurgerichte in Cilii zu achtzehn Jahren schweren Kerkeis verurtheilt. Diesen Verbrecher hatte der hiesige Ober-Polizei-vachmann Herr Joseph Wesiak entd.ckt, mit Hitft deS Polizeiivachmannes Herrn Sebastian Mo-rautschn'k festgenommen und dem Gericht über-ltefer». Die Statthalterej hat nun beiden Wachmännern sür ihee Ttiüligtejt in diesem Falle eine Belohnung von achtzig Guldkn zuerkannt. (Vom Bahnzuge gest reist) Der Bahnwächter Joseph Ganser im Zirkvitzthal (Wächterhäuschen Nr. l3S) wurde durch eigenes Verschulden von einem Bahnzuge gestreift und über den Damm geschleudert; er starb in Folge der Gehirnerschütterung am nächsten Tage. (Wetterschießen.) In der Gemeinde Schloßberg bei Leutschach wurde am 8. d. M. tüchtig Mit Pöllern geschoffen, um ein heranziehendes Gewitter zu vertreiben —leider vergeblich. Die Starkgläubipen behaupten nun, die Hexen, tvelche diescS Welter gebraut, seien zu mächtig gewejer». (Sitzung des Gemeiuderathes vom 10. Juli.) Herr Mar Baron Rast bkricht00 fl., die gahrtzabe einen solchen Werih von 2000 fl. Die erste Hälfte de» Preises muß dii'ne't v er Monaten slezatztl iverden, die z ueile bis 31 Dkz 187Ü. Die Hode der Zlnseu ist aus 6 Prszeut sestgeittzl woidtN. Dieser Bertrog tvirv tjerrehmigl. Ueber die Vertvendung dieser Villa erstattet Herrr Dr. Ferdinand Duchatsch Bericht. An der Debatte betheiligen sich die Herreu: Vitterl von Teftknberg, Ferdinand Baron Rast, Johann Tliftmayr. Marco, Max Baron Rast. Dr. Reiser; die Beschlüsse lauten: Der Garten bleibt ein öffentlicher. Bon den Fahrnissen sind die Blumen im Lizitatious'^ege zu verSußera. die übrigen zu invevtlren und dem Pächter zur Benützung gegen Haftung und Rückstellung im guten Zustande zu übergeben. Die Venu» ist im Modellensaale der Ober-Realschule auszustellen, von wo selbe jederzeit zurückgisorverl werden kann. Di« beiden Warmhäuser mit den dabei befindlichen Räumen, wo der Stadtgärtner zu wohven hat, sind mit einem vierhundert Qua-dratkiafter umfassenden Theile des hinler demselben bisiildllchen Ackers dem StadtverschönerungS-Verein zur Ermöglichur»g und Erhaltung städtischrr Partanlagen gegen jährlich Kündigung zu über-losien. Die Villa ist^mit Ausnahme der dem Ätadtverschönerungs-Verein überiaffenea Thelle sammt jeder Nutzung des Garteus im Lizitations-lvege zu verpachten und dem Pächter die Instandhaltung der Wege, Pslege der Gesträuche nach Anordnung sowie unter Aufsicht des Stadtver-schönerungsvereins zur Pslicht zu machen. Dle Pachtung ist sofort auf fünf Jahre auszuschreiben und wird mi! dem Entwürfe der tveitern Bedingungen die Rechtssektion betraut. Eine Beschwerde, betreffend die Straßenre« gulirung im Stadtgraben (Berichte« statter Herr Kerdinand Baron Rast) gibt Anlaß zu längerer Debatte; das Wort ergreisen di» Herren: Marco, Bittell von Trssenberg, Dr. Retier, Dr. Duchatsch, Max Baron Rast und wird beschloffen, es Hube beim Entscheide des StadtratheS zu verbleiben, dem zufolge bei jedet Klafter das Gefälle 8'/-Zoll betragen soll. Die Scharfschützengesellschaft ersucht um die Bewilligung, aus dem Grunde der Billa Langer einen Schießstand errichten zu dürfen. Die Sektion berichtet durch Herrn Johann Girstmayr: .Jach dem von der löblichen Scharfichützengeselljchoft vorgelegten Bau- und Situationspl^m käme der beabsichtigte Schießstand hart an der nördlichen Grenze der Villa Langer zu stehen und würde von den 7 Joch 996 Qnadratklaftern ein Flächen-maß von 368 Lluadratklaftern einnehmen. W-nn man n«« in Betracht zieht, daß durch die Errichtung eines Schießstandes dem aufzunehmenden Trakteur eine bessere Eristeoz gesichert wird und ein regeres Leben entsteht und anderseits die Stadtgemeinde in die angenehme Lage versetzt wird, kostenlos zu einem städtischen Schießstand nach Mehreren Jahren zu gelanM, welche der Stadtgemeinde eine bleibende Rente sichert, so stellt die III. Sektion den Antrag: Der löbliche Gemeioderath wolle die Errichtung eines Schießstandes auf dem städtischen B.sibthum der Langer-Villa der Scharfschi-tzenges.llschaft bewillltttn. Unter den Bedingungen sind dle wichtigsten folgende: Die Schitßhalle ist zwei Klafter von der zu verlängernden Bürgerstroßc enlfcrnt in paralleler Richtung mit selber so zu erbauen, daß die Vorgärten eine gleiche Breite wie in drr schon bestehenden Bürgerstraße (zwei Klafter) erhalten. Der Bau ist in ollen Theilen dauerhaft mii Verwendung des besten Materials auszusüt^ren. Kugelfang uud Zielerstand milssen fest und feuer. sicher gebaut werden. Der Schießplatz ist in seiner ganzen Länge von 63 Klaftern Mit Latten aus Fichtenholz, Säulen aus Eichenholz und Durch-zugen aus Lärchenstuffeln eine Klafter hoch und Mit ve.sperrbarem Thor herzustellen und darf d,ese eingezäunte Fläche (die vom Trakteur als Küchen-garten benützt werden könnte) ivährend der Schieß-stunden nicht betreten werden. Alle Bauhcrstellungen hat die Gelellschaft zu tragen und darf diese keine Vergütungen von der Gemeindt beanspruchen. Durch zwölf Jahre (Vom 1. ZSnner 1875 an bis 1. Jänner 1887) Hot die Grsellschast den Schiißplotz frei zu benützen, ohne hiefür der Stadtgemetnde irgend ivllche Abgabe zu leisten oder ein Pachtgeld zu bezahlen ; sie ist jedoch verpflichtet, die Baulichksit'N in ^ulem Znstande zu erhalten und am 1. Jänner 1887 den Schießstand sammt Zugehör der Sladtgemeinde als Eigenthum schuldenfrei zu btliebij.er Verfügung zu übergeben. Herr Max Baron Rost deutet darauf hin. daß der Abschluß auf zwölf Joljre nicht Sache der Bausektion, sondern nur der Rechtssektion sein könne, es sei also in formeller Beziehung dieses Geschäftsstück der Rechtssektlon zur Vorbe-rathung zuzulveisen. Für den Fall jedoch, daß dem Vertaftungsantrast nicht zu^^estlmmt würde, erklart der Revner, mit der schuldigen Rücksicht für die öffentliche Sicherheit es nicht vereinbaren zu können, wenn zrvei Klafter von der Bürgerstraße entfernt scharf t»eschossen werde. Die Scharfschützen würden doch nicht Alle das Zentrum treffen und könnten doch Einige rechts oder links feuern; rechts sei aber eine öffentliche Straße und links aber ein öffentlichrr Garten; in gerader Richtung hinter dem Kugelfang seien Felder, auf welchen Häuser gebaut werden sollen. Die Anrainer, würden sich verwahren, wie eS die Roth-lveiner gethan. Der Redner findet auch, daß die Gemeinde in finanzieller Hinsicht keinen Nutzen von einem solchen Schießstand hätte. Nach zwöls Jahren ginge der ganze Schießstand zwar in das srcie Eigenthumder Gemeinde über, es besäße derselbe dann aber keinen solchen Werth, daß er eine genügende lSntschuldigung bieten könnte sür die Opfer, welche die Stadtgemeinde bringen soll. Der Pächter in der Plkart!le habe die Erfahrung gemacht, daß das Publikum serngeblieben. weil geschossen ivordtn, was nicht angenehm sür die Ohren. Ein Schießstand sei der erste Schritt zum Grabe dieser Anlage. Das Gesuch sei ab-zuiveisen. Herr Assessor Nagy erinnert, daß bei der Verhandlung des GemeinderatheS über den Ankauf ein Mitglied hervorgehoben, wie nothwendig sür die Rekonvaleszenten ein Ruheort sei. Letzteren iei die FriedhosSstllle lieber, als daS Gepäffe eines Schiebstandes. An der Villa vorüber Straßen erössnet werden und hoffen »vir, man iverde dort Häuser bauen; ivenn aber neben geschossen werde, wer stehe gut für daS Unglück, welches sich ereignen kann? Herr Franz Bindlechner erinnert sich, daß gelegentlich der Ankaufsdebatte von einem Redner, tvelcher für die Erwerbung gesprochen, angeführt worden, daß wir dann ein Plätzchen für die Kinder haben. Angesichts der Gefahr, ivelche ein Schießstand den Kindern bringe, muffe man sich für die Errichtung desselben bedanken. Herr Bindlechner erklärt, für den Antrag des Herrn Max Baron Rast zu stimmen. Herr Ludwig Bilterl von Tessenberg spricht für unbedingt, Abweisung und zwar aus Polizei-lichen G'ünden. Die Gemeinde dürfe nie erlauben, daß auf einem so freien Platze rechts und linkS geschossen werde; sogar über den Kusjel-fang hinaus könne geschossen werden und bestehe die Gefahr auch auf dieier Seite. Um dieser Gefahr auszuweichen, werde man sich hüten, dort zu gkhen oder Häuser zu bauen. Der Berichielstatler Herr Johann Girstmayr entgegnet in seinem Schlußworte aus dies? E>n^ Wendungen und wiederholt den Antrag der Sektion. Die Bewilligung zur Errichtung des Schießstandes tvird versagt. Herr Max Baron Rast berichtet im Namen der ginanzsektion über die Beschaffung deS Bau-kapitalS zur Erweiterung deS KrankenhiuSgebäu-des und stellt den Antrag: „Die Geldmittel sür dielen Bau sind vor der Hand den Kassabeständm zu entnehmen. Der Herr Bürgermeister wird ersucht, das Nöthige zu veranlassen, damit der Schulkonkurrenz-Ausschuß der Magdalenavorstadt der Gemeinde Marburg die sitr Erlveiterung deS SchulhauseS daselbst aufgewendeten Kosten refun-dire. Diese resundirt.n Kosten sind zur definitiven Begleichung der Kosten des Krankenhauses, beziehungsweise zum Ersaß der den Kasiabeständen entnommenen Beträge zu Ver'venden." An der Debatte über diesen Gegenstand betheil,gen sich die Herren: Dr. Reiser, Johann Girstmayr und Mar Baron Rast. Herr Johann Girstmayr berechnet die Bau- kosten und die Kosten der Einrichtung auf 20.0W fl., was 12l)0 st. Zins erfordere. Der iltedner beantragt, beim Landesausschuß anzufragen, ob er die Zivfen dieses Kapitals als Miethe bezahlen wolle. Die Sektion zieht ihren Antrag zurück und wird der Antrag des Herrn Girstinavr »um Beschluß erhoben. (Sauerbru nnn.) In Sauerbrunn »bei Rohitsch sind bis jetzt 621 Parteien mit 893 Personen zum Kurgebrauch angekommen. (Gewerkschaft H o h en m a u t e n.) Die Direktion der Gotthardtbahn hat bei der Getverkschast Hohenmauten sämmtliche Requisiten und Oberbau-Werk^uge aus Bessemerstahl bestellt, welche sie jür die Teffiner Linie braucht. Diese Linie wird ,m Herbst eröffnet. (Gedenktafel sü r G r il l p a r z e r.) Im Nömerbad (Tüffer) soll eine Gedenktafel für Grillparzer aufgestellt werden. Der Baurath Herr Karl Baron Schivarz, Ehrenmitglied des Grillparzer,Vereins, hat zu diesem Zwecke hunverl Gulden gewidmet. «etzte Most. Der Unterriehtsmlnifter hat auf eine Anzeige von ?lerital-v T-it, vier freistnnige Gymnastalprofessoren gemaßreaelt. Die Deakpartei hat stch für den Grund Wtz erklärt, daß Wahler, die mit ihren Steuern stch im Rückstand befinden, kein Stimmrecht haben sotlen. Die Botschaft Mae Mahon'S ist kühl aufgenommen w»rden. Eingesandt Der l-tzte Einbruch in der Grazergasse kann Niemanden überraschen ; eS ist vielmehr zu wun-örrn, daß derlei Fälle nicht häufiger vorkommen. In einer Stadt, ivo, tvie hier, die ganze Nacht der unbändigste Lärm herrscht, wo keine Nacht. Patrouille irgend Jemanden belästigt, wo man in mancher Gaffe ungehört Felsensprengungen vornehmen könnte, tvo also der Gauner alle Begünstigung findet, ist das Terrain zum Einbruch so recht wie geschaffen und den Strolchen wird es leicht, die günstige Gelegenheit, die man ihnen aus solche Weise gibt, zur AuSsührung ihres Handwerks zu benützen. In ruhiger, stiller Nacht seilt uud sägt und hämmert man nicht; man fürchtet auch bei dem leisesten Geräusch gehört und ertappt zu werden, besonders wenn man tvelß, daß Patrouillen die GasskN durchziehen und man jeden Augeublick auf deren Herannahen gefaßt sein kaan. Würden die nächtlichen Lärmer die Szene bei Tage aufführen, man würde sie sür Narren halten, würde sie arretiren und einsperren; zur Nachtzeit aber, wo ivir der Ruhe und des zur TageSarbeit kräftigenden SchlafeS bewürfen, da fitidet man diese Erzefse in der Ordnung und ergibt sich ihnen wildestt«rs uuä LskUMovdoZltisrs, velelisr am 11. .luli 1874 um 2 Illir uaed lavAsm solimvrziliLlioii I^öiäea uvä LmpfavA äer l)I. Ltördegalcramsiitö im 60. I^sdeus^adre sankt im ksnn ent-»cdlaköll igt. Die iräiseliö Hülls äos Verdliedoneu ^irä Montag äsu 13. ä. um 4 Illir I^aetimittaß im Lterdedaugs, I'aiirilcsgagss 48, fsierlivti siiige3SAuet uuä vor» äa iu ävr I'amilienArutt 2ur svigso kulio dsstattst. — Oie dl. Lvelenmessen voräsu VisustaZ 6su 14. ä. um 9 Ildr iu äer k'rau^islcanerlcirLlie Zslsssu. am 11. .suli 1874. II. »taiarm. u. vg«räi?uilxs»l»sti»it. Rr. 4Sö3. (sos Kundmachung. Vom Stadtrathe Marburg werden im Sinne des Gesetzes vom Jahre 1863, wornach für daS Halten der Hunde in Marburg eine jährliche Auflage von le 2 fl. ö. W. zu entrichten ist, die 'Besitzer von Hunden aufgefordert, den Besitz der« selben vom 1. bis 20. Juli 1874 bei der hiesigen Stadtkassa anzumelden und die Auflage pr. 2 fl. gsgkn Empsangnahme der Quittung und Marke um so gewisser zu berichtigen, als im widrigen Falle jeder Hund, lvelcher vom 21. Juli 1874 au mit einer für daS nächste vom 1. Juli 1874 bis Ende Zuni 1875 laufende Steuerjahr giltigen Marke neuer Form nicht versehen ist, vom Abdecker ei-lg'fangen und nach Umständen sogleich vert lgt werden wird. Für Hunde fremder oder durchre'sender Personen können Kremdenmarken bei der Stadtkassa behoben werden. Jede Umgehung der Steuerentrichtung, insbesondere die Verheimlichung eines steuerbaren HundkS oder die Benutzung einrr sc»lschen oder erloschenen Marke wird,' auß r der zu entrich ltnden Jahr.staxe pr. 2 fl., mit dem dopp'lten Erläge derietb n pr. Vier Gulden bestrast, wovon die Hälfte cem A"zelg?r zufällt. Marburg am 22. Juni 1874. D«r Bürg rmeister: Dr. M. Reiser. M Dama! Da wir durch die Lehrmethode des Herrn L»r»i» (Hauptplatz Rr. 85) das Schnitt-zeichnen, Maßnehmen nnd Zuschneiden, als auch die Schnitte von de» Journalen nach dem bestimmten Körper gehörig zu ordnen, in Einem Monat zu. unserer größten Zufi^iedenheit vollkommen erlernt haben, find wir gerne bereit, nebst unserem herzlichsten Danke, es hiemit öffentlich auszusprechen. Marburg im Juli 1874. (660 .. a ..........' l» Ä. v »ö« 3. Z..... K..W...r. S. S.... L... Ä...W...r. L....K...sch. V........ Julie E.. s. Nina N... l. Konvokations-Edikt. Vom k. t. Bezirksgerichte Marburg werden alle Jene, welche nn den Verlaß der am 15. Murz 1874 zu Kranichsfeld verstorbenen Grundbesitzerin Katharina Pische g. verwitwet gewesenen Posch eger, eine Forderung zu stellen haben, aufgefordert, ihre Ansprüche bei der auf den IDA. Jult l874 Vormiltags 9 Uhr in der Kanzlei deS k. k. Notars Dr. Franz Radey angeordneten Tagsatzung anzumelden oder bis dahin ihre Anmeldungen Hiergerichts schriftlich zu überreichen, widrigen? sie, wenn die Verlassenschast durch die angemeldeten Ansprüche erschöpft werden sollte, mit ihren For, derungen durchfallen ivürden, wenn hiefür kein Pfandrecht erwirkt wurde. Marburg am 10. Juli 1874. (656 Der t. k. Notar als VerichtökommMr: _Dr. Fr, Radey._ Veteranen. welche dem Vereine beizutreten wünschen, wollen sich Sonntag den 12. Juli 1874 Nachmittags 4 Uhr im Kadeten-Jnstitut in der Restauration im Balve einfinden, ivoselbst die Aufnahme erfolgen wird. (654 Marburg am 9. Juli 1874. Für das Comitv; H. I. Heinrich, Obmann. Hagel! Die Versicherung gegen . . Atfterr.Hagelverslcherungg-Eeseüsckatt in Wie«, wozu 2 Millionen Gulden bestellt, besorgt gegen geringe Prämienzahlung (auch mit kurzen Wechseln) das ^zevtiii'8 slomptoii' öes koinizz, Marburg, Hauptplatz Nr. 30. n t r a g. Man wünscht ein Mädchen bei einer an-ständij^en Familie, wo sie ordentliche Haushaltung sowie bürgerliche Hausmannskost kochen lernt, gegen mäßi^ie V^rguiung unterzubringen. Attträ.ie übernimmt aus Gefallijikeit H^oinigg's Ägentu s-Ciimpioir, Hauptplatz Nr. 80. Verstorbene in Marburg. Am 4. Juli: Lorber Kram, Hausmeister, 52 S., Grazervorstadt, Schlagfiuh. —5.-. SenetovitschMaria. MaurerStochter. 1 I.. Heilgasse, Fraisen. — Hubetnig Kranz, Tagtöhner, 54 I., Magdalena. Lungeiituberkulose. — 6. Z.: Reich Ferdinand, Bahnaufseherssohn, 4. I. Reue Kolonie. Starlatina. —9. I.: Klein Kranz, BahN' spenglerSsohn, 4 Tage. Neue Kolonie. Ilcteru« osovatorun». — Hölzer Anna, OberkondukterS-Tattin, 63 I., Mühl-gösse, Hydrops. — 10. 3.: Zwillak Maria, Inwohnerin, 54 I., Eze^ierplatz. Lungentuberkulose. — Krautgärtner Emerich, MufiterSsohn, 4.1., Biktringhofgasse, Blattern. — Im össentl. Krankenhause: Am 9.Juli: KarmelJohann. Taglöhner, 60 I., Auszehrung. — Zasar Franziska Winzerin, 34 3., Wtlssersucht. — Pacher Kath., 17 I., Kraisen. _ Marburg, 11. Juli. (WochenmarktSbericht) Weizen si. 6.90, Korn fl. 5.20, «erste fl. 4.—. Hafer fl. 8.60, Kuturuh fl. S.30. Hlrse fl. 0.-. Hirsetirein fl. 9.—, Heiden fl. 4.30, Trdäpfel fl. 0.—, Bohnen fl. 0.— pr. Metz. WeizengrieS fl. l3.50, Mundmehl fl. 15.—, Semmelmehl fl. 13.—, Weißpohlmehl fl. 12.—. Schwarz, pohlmehl fl. 11.—. Kukurutzmehl fl. 9.— pr. Centner. Heu fl.1.50. 1.20, Lagerstroh fl.1.20. Kuttersiroh fl. 1.--, Streustroh fl. 0.30 pr. Str. Rindfleisch 28, «albfletsch 28, Schweinfleisch j. 81. Lammfleisch 23, Speck frisch Rindschmalz 56. Schweinschmalz 44, Schr.»eer —, Biitter 50, Topsentäse 12, Zwiebel 10. Knoblauch 20. Kren 9, Kiimmel 43 lr. pr.Pf. Tier 2 St. 5 tr. Milch srlsche 12 kr. pr. Maß. Holz 18" hart fl. b.60, weich fl. 4.50 pr. Klafter. Holzkolzlen hart 60. weich 40 kr. pr. Metz. Pettau, 10. Juli. (Wochenmarktsbericht.) Weizen fl. 6.75, Koru fl. 5.—, Gerste 3.—, Hafer fl. 3.50, Kttkurutz fl. 4.30, Hase fl.5.70, Heiden fl. 4.50, Erdäpfel fl.0.— pr. Metz. Rinbschmal» 56. Schweinjchmalz 44. Speck frisch —, geräuchert —, Äitter 48. Rindfleisch 30. Kalbfleisch 26, Schweiiifleisch 30 pr. Pfd. Sier 5 Stück 10 kr. Milch frische 12 kr. pr.Maß. Holz 36" hart fl. 11.—, weich fl.3.— pr. Klafter. Holzkohlen hart 54, lveich 45 kr. pr. Metz. Heu fl. 1.50, Lagerstroh fl. 1.20, Streustroh fl. 1.— pr. Ctn. Mit einer Beilage. »<««twOeUiche «edaNion, Dn»< und »erlag vo« «dmutd Sa«schitz t» Marb»rß. s.«. e« G Leilagt zu Nr. 83 der „Marburfler Zeitun«" (1874). Ltzitotim-AiktidiliW. In der f. k. Militär-Baudirektiott».Kauzlei zu Graz, Jakominiplatz Rr. 16, wird am Jult 1874 Bormittag um 10 Uhr die Verhandlung wegen Ueberlassung der in dem vormaligen Militär.Ooer.krzie-hnngthauje zu Straß zur Unterbringung von drei Bat-terien erforderlichen AdaptirungS- und neuen Zu-bauten an den Mindestfordernden abgehalten, und es werden bei dieser Verhandlung nur fchriftliche Offerte entgegengenommen. S» wird die Bedingniß festgesekt, daß sämmtliche Adaptirungs- und Zubauten bi» Ende Juni 137b beendigt sein müssen. Die einlangenden ^riftlichen Offerte lverdeu nur dann berilckfichtiat, wenn sie folgenden Bedingungen voll« kommen entspreihen: ») Dieselben müssen längstens bis zum Berhandlungs-tage, das ist am 20. Juli 1374 Vormittags 10 Uhr in der k. k. Militär-Baudirektions Kanzlei, Iakominiplaj^ Nr. 16, und zwar versiegelt eingelangt, mit dem gehi>rigen Stempel und dem festgesetzten Vadium von !j000 fl., sage dreitausend Gulden österr. Währung versehen sein. Dieses Vadium kann in baarem Velde, in Staats-obligationen nach dem börsenmäßigen Course berechnet, oder aber in einer ämtlichen Bescheinigung über den erfolgten Erlag desselben bei einer k. k. Militärkaffa bestehen. d) Muß dem Offerte ein von einer Handels- u. Te« Werbekammer oder der Ortsobrigkeit im Laufe de» gegenwärtigen Jahres ausgestelltes Certifikat über die Verläßlichkeit und Befähigung des Konkurrenten beiliegen, indem nur solche Unternehmer berücksichtiget werden, welche dem Aerar die vorgeschriebene Sicherheit bieten. o) Muß der Offereut in seinem Offerte ausdrücklich erklären, daß er die allgemeinen Kontrokts-Vedingnisse ein-aesehen hat und ihm die fixen Grundp.eise deS bezügliche« Tarifs genau bekannt sind. Der Anbot des gestellten Prozenten-Nachlosses oder Zuschusses auf diese Grundpreise muß sowohl in Ziffern als mit Worten bestimmt, in ganzen oder Decimalzahlen angeführt sein. ä) Muß jedes Offert mit dem Vor- und Zunamen des Offerenten oder bei mehreren Mitofferenten anch mit Hinweisung auf die Solidar-Verpflichtung unterfertiget sein, und uebst dem Charakter auch deu Wohnort desselben enthalten. o) Der Offerent muß in seiuem Offerte ausdrücklich erklären, daß er sich den ihm bekannten und von ihm oder von seinem sich dnrch eine legal,sirte Vollmacht answei-senden Machthaber unterfertigten allgemeinen und speziellen Vedingn^en und PreiStarifeu unterwerfe. k) Muß der Offerent sich auch uoch verpflichten, im Kalle er Ersteher bliebe, nach erhaltener spezieller Kennt-niß hievon, das Vadium pr. 3000 fl. »ur vollen Kaution von 6000 fl. sage sechs tausend lSuloen österr. Währ, unverzilglich zu ergänzen, und falls er dieß nnterließe, sich dem richterlichen Verfahren ganz, und zwar so zu unter« werfen, als wenn er die Kaution selbst erlegt und die Bau. Herstellungen übernommen hätte, so daß er anch zur Ergänzung der Kaution auf gesetzlichem Wege verhalten werden kanu. x) Hat der Offerent auch noch die Erklärung auszu-uehmen, daß er die erforderlichen Herstellnngen bis Ende Juni 187S beendigen werde. Von der Beibringung des erwähnten Certifikates kön« nen nur jene Bewerber enthoben werden, welche der k. k. Militär-Baudirektion schon aus früheren KontraktS-Verhält-nissek als verläßliche Unternehmer bekannt sind, und sich deren volle Zufriedenheit erworben haben, dagegen werden von dieser Offertverhaiidlnng alle jene Jnbividnen von oer Konknrrenz ausgeschlossen, welche schon bei früheren Unternehmungen entweder kontraktsbrüchig oder sonst deS ferneren VertranenS der k. k. Militär-Bauverwaltung verlnstig geworden find. Im Falle als zwei völlig gleichlantende Offerte einlangen sollten, wird demjenigen Offerenten der Vorzug eingeräumt werden, welcher der k. k. Militär-Vaudirektion bereits ans früheren llnternehmungen als vollkommen ver. läßlich bekannt ist. Die Kontrakts-Bedingnisse, die Preis-Liste, so wie die betreffenden Pläne nnd Vorausmaßen können täglich in den Vormittagsstunden von 8 bis 12 Ul)r in der k. k. Militär-BaudirektionS'Kanzlei eingesehen werden. K. k. Militär-Baudirektion zu Graz. Graz am 2. Jnli 1S74. (624 Wein-Lizitation. Am Mvlltag den RS. Juli Vormilt. 9 Uhr werden im RctjÄ^njg' vormals Wrctzl'schen Wtlligarthause zu Pivola bei Kötsch, letzte Eisenbahnstation Marburg, die der Familie Wretzl likhörii^en 21 Stlirtin Weine auS den Jahrgängen 1868, 1869, 1871, 1872. u. 1873 öffentlich feilgeboten werden, »vozu die Einladung an Kauflustige ergeht. Drr Verkauf gsschieht ohne und kommt der Meistbot glrich bar zu erlegen. ^638 Marburg am 6. Juli 1874. »»HlMMIsze M Onzml menli. WmMliiiuüi pj MMMUMU MUMOMölkl' Ml KM-MWllim45 ll. ' MÄkNTTSMSM. ^usvkdl xrosivr Vorrktdv M-. LMM-. MW- MMN- in allen k'ayonen, einksel^er u. teinstsr Lvrts, in allen Hol^xattuvßeu, politirt, matt. 2N allen ?reissn naotl billi^gtsvi kreistanfs. ^7'öi'si^'sken Ai'atis. Lls ß aut o Speise, 8ekl«s/immei^- u»»'K,0ra2orv0r3taät,1'ö8sttli0Mrasso. tliienIiriliiler-IliiZeiikiller »«»ff. vsnnlsi', Ap»thtr ix Intsrlsllsn (Zchvtizj. Die trefflichen Eigenschaften dieses BitterS haben den» selben seit fünfzehn Jahren nicht nur zu einem eigenen schweizerischen Nationalgetränk erhoben, sondern ihm auch weit über die Schweiz hinaus im Privatgebrauche wie in den verschiedensten GesellschastSlokalen Eingang und un-getheilte Anerkennung verschafft. (499 Seine gesundheitstärkenden Bestandtheile machen ihn zn einem angenehmen Präservativ gegen Appetitlosigkeit, Verdannngestöruugeu, Diarrhoe, namentlich aber gegen Erkältungen deS MagenS nnd der VerdauuugSorgane durch allzukühle Getränke. Der Deunler'fche Alpcnkräuter-Magen-bittcr ist sowohl unvermischt, als mit Wasser genossen, daS beste nnd gesundeste (Setrank unter den zahllosen Spirituosen, ein wahrer GtsundheitS-Liqueur. Er hat deßlialb auch sowohl den oft magenerschlaffenden, verschleimenden Wermutli, als namentlich den hänsig nachtheilig aufregenden Eztrait d'Absynthe vielortS verdrängt. Man genießt denselben am besten vor dem Essen, vor Schlafengehen, auch uach Bier. Depot sür Marburg bei koman paekner S. 8tilinv. laiwiil-Vorpoiltjil aus Dämpfen in l'k. kitkenltt'rsixel''» Fabrik zu gewonnen, seit Jahren als vorzüglich bekannt gegen (112359) 2SS lXei'VknkvMell, Kielit unatl»r-Glaa)er-Wem rother zu 56 kr. — weißer zu 48 kr. wird ousgesch nkt im (637 Spallek'sche» Gasthause „zum Florian". um malt gewordenen politirten Möbklstücken und Holzgegknsländen jeder Art neuen Glanz zu geben. Ein Topf mit Gebrauchsanweisung kostet 30 kr. Die Anwendung deS Mittels ist eine höchst einfache, der Erfolg ein dauernder. (632 Niederlage: Obere Herrengasie Nr. 117 bei U. Aufgenommen »Verden mehrere Mädchen zum Flaschenfülleu in der lant'eSbtf. Liqueuisabrik von Ptrchau L: Pock in Marburg._ (645 Gi» Lehrj«»ge für Gemischllvaaren-Handluna wird sogleich auf« genommen bei Gustav Postosch ill in Pettau.____(648 Verkaufe vom 1. Juli an daS Pf. Rwdfs-isch zu «« kr. Kalbfleisch zu S4 kr. Zltr zahlreichen Abnahme lade ich höflichst ein. 634 Grazervorstadt. Wentlithrlich sür Merdebejitztr ist die von A. L. Wtimailn, Thierarzt und Schmiedmeister in Wien, IX. Bezirk, GarnisonSgasse Nr. 1. Diese Salbe, mittelst einer Biirste auf den Huf aufgetragen, heilt den gebrechlichen u. miir-ben Huf, hält den Huf elastisch, stärkt die Horn-tvand, befördert den Nachwuchs d.s Hufts nach Operationen, alö: bei Hornspalte, Hufknorpelfiste! zc. und ist auch bei Rehhuf lion vorzüglicher Wirkung. Preis einer Büchse 4 fl., einer kleinen Bitchse « fl. Als gewöhnliche Hufschmiere angewendet, erzeUjjt dieselbe Ebenheit und Glanz deS HufeS und vt'hütet die verschiedenen Krankheiten. Zu haben b.im Erzeuger uud im Haupt-Depot bei Eduard Haubner, Apothekar, Stadt. Am ^f Nr. 6, in Marburg in der Apotheke von BanealariS Erbeu. (457 Anerkeunuuq. Der k. k. Genöd'arm Stefan Segner deS Postens Marburg hat dem Thäter des bei Herrn Ant. Schneid schon vor etwa 9 Monaten verübten Einbruchtdiebstahl so eifrig und umsichtig Ntichgeforsi t, daß eS ihm gelang, in ei>»em zienllich entfernten Orte fast die gesammten Effekten zu Stande zu bringen, die der Beschädigte wieder er-hielt. Der Thäter befindet sich bereits beim k. k. Kreis-gerichte Cilli in Haft. 639 HVarnunK. Ersuche auf meinen Namrn nichts zu borgen, da ich für Nichts Zahlerin bin. 636) Antonia Gruber. »c) Zu verkaufen sind: verschiedene Möbel aus weichem Holz um billigen Preis in der Tischlerei im Heller'schen Hause nächst dem Exerzierplatze. Eil» Gtwölb M vermittheu i» der Nähe dcS HaupiplaßeS Herreng c, sse. Auskunft bei Frau Cäcilie Büdeseldt. (652 Eine Wohnung mit drei Zimmern und einer freundlichen geräumigen Sparherdfüche sammt Holzlege und schönem Dachbotkli-Atttheil, ist sogleich zu beziehen. Anzufragen in Pöschl's Glachandlnng in der Kärnintl'gasse. (653 Ein geräumiges Gewölb aus lebhliftnn Posten, für jedes Geschäst geeignet, nebst drei anstoßenden Zimmern und Küche tt. ist sogleich zu vermiethen. Näheres beim Eigen-lhiimer. Draugasse Nr. 70, 1. Stock. (646 27 b50) vsrüo» uQtsr varantio dv»tvr yua^itätov Ichastvlill-Altiderstoßk, eilisZsliix »iler xewiislvrl, LZrvt««, tiZrliiseli (kSi' Selilnsrödi?), ^ltT» lSpttie«!»- »vttTvus, tüvlivr ni»«l Lt»ri>I«li»v»nÄ, ZinÄ 1.1!» M Ml-SiieMkr. Mvsi!. 8M. LeÄküHilVilv M Miffii!!^ liebst vielen «nileren Kezensliintlen »kxexeben im 27 lurxpliltr vormslg Zetillti-^ivlivrlagv övr ^lctivn Kvsvüsvtisst. Nur beim Gründer eilll iii Hiirkiii'z Hcrrengasse empfiehlt wegen vorgerückter Sommer-Saison ihr reichhaltiges gut sortirteS Lager aller Gattungen llvrrvQ-^otüor zu herabgesetzten billigen Preisen gegen coulante Bedienung, und zlvar: I.ustro-Savoo, gelb, grau, schwarz, braun von ö. W. fl. 5-^8 I.smvu-Lo»ou diverse Farben . . „ 2'/«--5 8atm-l?1otd, ganzer Anzug, ncht dauerhaft fl. 9 rrM. detto .. „ 7 Ztoss-Lossi» moderne Dessin von fl. 4'/2—10 „ Saooo» „ „ 7—12 „ „ .. 9—20 Vvdvr-iodvr „ 10-20 fvuvr^vkr-Mntvl...... 16—20 „ Vlousvn ... „ 4Vg—12 in grober Auswahl. Kintlor-Z^nziigo, Lustre und Wollstoffe fl. 4—8 Bestellungen werden schnellstens und billigst ausgefithrt, bemerkend, daß alle KleidungSstttcke in meinen Werkstätten gearbeitet werden, dem-^usolge für folide Nätherei garantirt wird. l vunSnskaA susvH kDaS große LooS ^von 20.'>l)00M. wurde am >l0.Mai d.J.bei >ittir gcwottuen. ? 8.(?okn. )aS große Loo< von 205000M. wurde am W.Mai d.J.be.« mir gewounm.Z 8.00!in.z A li f »ök ist bekanntlich wiederum am 19. Mai d. I. _ von s«s,««v Mark mit der Devise: Vllieli u»«i ijkMN bei volin! laut amilicher Gewinnliste, wie schon so oft, abermals^ t'ei mir gewonnen worden' übrrlianpt l)abe in den^ Gewinnziehungen vom Mai und Juni d. I. mein geelirten Interessenten die Gewinnsumme vonZ iibtr Lvv.ov« Thl. «der «m. KU».«»« laut amiliche» Tewiniilifte» daar »»«duahll. D!« vom Swalt Hamburg g>irantirte! qrobe Keldloiitlie von übtr SMiUion«, S»«,««« Thal-r sl ditsmal wildtrum mit a»ßtr»rdt»tlich großti ««d »irlk« Vtwii»l» likdcitkiil! »lkmihrt; sie rnlhäll mir ^oiisr und >vn in winigk» Äionuieil in K Abt>ic>>unj>en solgciidl! Vliviiiik sicher gmomitii, nämlich- t »roßer Haupt Gewinn cvrnt. I »«.«<»«» Thaler. spez Thlr. 80^000, 40,000, 30^000, 20^00.0 lkvoo. 2mal 12,00», lmal 10,000. Zm'> 8000, 3mal «000. bmal 4800, I2mal 4000.! llmal 3200. Ilmal 2400, 28Ml>l 2000 Imal lK00, SSmol 1200, IS2m<>l d00, 4M'! U00, lmal 480, 3k3nial 400. 4l0mal 200. lvmal 120, 486mi>l 80 I7700ma> 44 jlkb4lmn!40, 20, 16, S, 6, 4 ck 2 Tlmler Auf den 15. und lk. Juli d. I. ist nuu Wieder die Gewiuuzieliung der 2. Abtl)eilnng^ ^amtlich festgestellt, zu welcher ^ das l^aiize Origiiial-LooS L fl. ö. W.,^ KdaS halbe Original-Loos 3 fl. „ Idas viertel Original-Loos 1'/, fl. „ ^tostet Diese mit Staatswappen versehenen Orig inal'^ oose sende ich gegen franklrte Einsendung des BetiageS selbst nach den entferntesten Gegenden den geel)rten AuNraggeberu sofort zu. Ebenso^ erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge-i wiuu^ielder sofort nach der Ziehung an jeden der^ bei nnr Betheiligtcn prompt nnd verfchwiegen. Durch' jmeitie anSgelirciteten Verbindungen uberall kann mau auch jeden Gewinn iil seinem Wohnort ans bezahlt erhalten. (>;42^ Hai»». in Haml»urg, Haupt (?omptoir, Bankier und Wechselgefchäst. Ein einfterichtetes Zimmer mit separat.m Eingang ist sogleich zu b.ziehen. Auskunft im Comptoir dieses Blaites.