Etbriftleitung: Nathausqasse Nr. » »»»cchft»»»«! Ziijli» {mit •Mantiaic da «»an- ». tagt) »»» II—lt UIjt i»r». C*iM4mVr an»» «Ich! Maraltk »«• fcataaira nicht drriiSstchligl. In ti nktgaagtn 8C8ui t öw Vrimoltuni grgra »ftrtjoanq Kr billig« frtt-frfrfltrn »kdichna — S»> Siel«rd«l»»»eir Prrt«- D» .Dn»ich< «»«>«- ttWcUt jilta Ctsategnat ist DouufKftfl ■otgml. $«ki«kl»II»«g ...» S-tt . . . K ««o «oüMna . . . K >,„ ®Ut 91!! i mit ä««tSwtj in! H»»t! vkoaottich . . . , K l io . . . K 8 — £otbji6rtj ....*«■-OtaallliWfl . . . . K 1*> — Biir* ttaftaat n!)*brn sich Hl <|agtitb il(r(o am Mc >th«rnl Wctfcabanj#»<&«MU)ttu. Siigclritttr >b»iu>ew«al« gelten di« ,»« Ar. v. Killt, Donnerstag, 29. Zänner 1903. 28. Jahrgang. Eise Aaunitz sche Koalition in Sicht? Ll« vor einigen Wochen die Reise des rufst« i schea Minister« Grafen Lambsdorff den politischen Logtlschaukin allerlei zu raien ausgab, konnt« es natürlich nicht sehlen, daß Die deutschen offiziösen Blätter der bekannten „Befriedigung" darüber I Ausdruck gaben, daß Oesterreich und Rußland sich »der Makevonien verständigten. Das war an sich ganz richtig, denn wenn «an etwas nicht ändern kann, so ist es immer besser, »an «acht ein ver-I tznügtes als ein saueres Gtstchl dazu, denn soost bekommt »an leicht zum Schaden den Spott dazu. | Aber von der offiziösen Pr.fse abgesehen, hat auch sie unabhängig« öffentliche Meinung doch recht »enig Ginn sür die Bedeutung dieses Ereignisses, Iber Dessen handgreifliche Folgen ja vorläufig noch ein Schleier lieg», gezeigt. Diese Bedeutung ist «ehr symptomatisch und kann ganz erst i« Zu« sammtnhang» mit einer Reihe von Tatsachen, die mcht an der Oberfläche liegen und vorläufig in der O'ffenilichkeit noch feine Kreise ziehen, gewürdigt werven. Die Kapitel in Bismarcks ^Gedanken und Erian«rungen". die sich mit Oesterreich und Ruß« land beschäftigen, haben zweisellos Aussicht, am längsten Gegenwartswert zu behalten; denn diese Staaten sind in den Triebfedern ihrer Politik am konservativsten. Heute trifft alles was Bismarck hierüber sag», jedenfalls noch buchstäblich zu. Und im Gegensah zu der „Befriedigung" unserer Offiziösen über eine Verständigung, spricht Bismarck es klar und deutlich aus. daß die .Möglichkeit eines Wettbewerbe« zwischen Wien und Berlin um die russische Freundschaft' wiederkommen kann und daß es sür un« .rom Borteil ist, daß Oesterreich »nd Rußland entgegengesetzte Interessen am Balkan haben.' Mit einem Wort: je mehr Oesterreich und Rußland sich verständigen können, desto locke-»er wird da« deutsch.österreichische Bündnis, desto näher rückt die Gefahr einer Kaunitz'schen Koalition (Oesterreich. Rußland, Frankreich gegen Deutsch-Unbi. Bismarck sagt auch, daß er da« Vertraueil Angeschriebenes aus den Sadeni Tagen. Nur wenig ist bi«her au« den Kulissengeschich-ten der Badeni-Tage an das Licht der Oeffentlich-tett gedrungen. Allerdings beschäftigte sich der seit-her verstorbene Kanzleidirekror des österreichischen Abgeordnetenhauses Sektionschrf R. o. Halban »>« der Aufzeichnung der Ereignisse au» diesen t«»«gl«n Zeiten, doch ist di« jetzt die Veröffentlichung seiner Memoiren nicht erfolgt. Verschiedene Einzelheiten hat aber Gr-f Badeni selbst seinerzeit den «it ih« befreundeten Abgeordneten erzählt. »o» denen einige bier wiedergegeben seien. • • Al« die Verhältnisse im Parlamente sich immer schwieriger gestaltet«» und Graf Badeni einsah, daß er sich a«s seine» Minifterposten nicht länger werde halten können, ließ er sich im November de« Iah-es 1897. also in der kritischesten Zeit, noch vor ! der Abreise des Monarchen nach Wallsee, zur Audienz melden und schilderte dem Kaiser die un-haltbare Situation im Parlament. Zum ersten-male wair e«, daß Graf Badeni entgegen seinen sonstigen Annahmen schwankend wurde. Zum Schluß siiines Vortrages sagte Graf Badeni: „Majestät, ich glaube, daß «eine Person einer vessernnxg der parla«entarischen Verhältnisse i« weg« steht.' Der Kaiser soll daraus erwidert haben: .Was »eine» Sie damit?" glaub«.' erwiderte Graf Badeni, .daß es am beesten sein werde, wenn ich «eine Demission Jede." habe, daß. so lange Kaiser Franz Josef lebe, da» Bündnis loyal gehalten würde; aber er betont, daß e» damit eben auf zwei Augen stehe. In Oesterreich »ritt nun in letzter Zeit — und zwar kam die« ziemlich plötzlich — eine Stimmung auf, di« sich mehr und mehr mit dem .kommenden Mann- beschäsiiflt Der Kaiser soll zwar im Herbst nicht gerade ernstlich krank gewesen sein, da man ihn inde« bisher stetS gesund wußte, so hat dies doch daran gemahnt, daß er im 73 Lebensjahre steht. Die Anschauung Bismarck« ist zweisellos richtig und es kommt auch da» psychologische Mo-ment hinzu, daß alte Leute konservativ find. Es ist ganz ausgeschlossen, daß der Kaiser sich in irgend »ine neue Politik, die stets einen gefahrvollen und abenteuerlichen Charakter tragen müßte, einlassen würde; auch sonst trägt ja die österreichische Poli-tik ganz den Stempel dieses persönlichen Einflusses. Man geht jeder Entscheidung au« dem Weg«; «an kittet und verkleistert mit dem vollen Bewußt« sein einer vorläufi en Arbeit. So stehen auch die Kreise, die seit irher einen best.mmenden Einfluß auf die Leitung der österreichischen Geschicke genom-men haben, gegenwärtig Gewehr bei Fuß, um im Stillen und unter ver Oberfläche desto eifriger an der Btftstigung ihm künftigen St llunu zu arb«i»«n. Tritt nun drr Thronfolger einmal die Regie-rung an, so wird er den Boden sür eine Lösung de« deutsch-österreichischen Bündnisses und ein Zu» sammengehen mit Rußland gut vorbereitet finden. Und zwar in zweierlei Richtung. Die Bismarckiche Annahme von den enigegengesetzlen Interessen Oesterreich« und Rußland» aus dem Balkan setzt voraus, daß die d«iven Mächte dort Ziel« versol-gen, die sich kreuzen und so zu Zusammenstößen sühren können. Verfolg» die öst«rr«ichische Politik auf d«m Balkan überhoupt noch Ziele? Die Vor-geschicht« der Lamb«dorff'schen Rnfe ist hiefür recht charakteristsch. Oesterreich hat erst vor wenigen Jahren ein Abkommen über den Balkan getroffen, da« auf eine Teilung der Einflußsphäre hinau«lief und vom Grasen GoluchowSki al« ein großer Erfolg seiner Politik, Oesterreich von der Vermittelung de« DeuischenReiche« möglichst unabhängig zu machen, be» „Ader," soll der Kaiser bemerkt haden. „Sie wollen mich in einer stürmischen Zeit verlassen P' Graf Badeni erwiderte hieraus: „Wenn Eure Majestät «ich nicht verlassen, bleibe ich und «rfülle ««in« Pflicht bi» zu Ende.' „Tun Sie die», sagt« drr Kaiser, .und blei« ben Sie." Graf Badeni glaubte sich nun im vollen Be« sitze der kaiferlichen Gunst, und al» er von der Audienz in« Parlament fuhr, ließ er sich von den ihm befreund«»?» Abgeordneten bealückivünschen. Er betrat erhobenen Haupte« den Sitzungssaal, und über den Sturm, der im Hause wütete, lächelnd, sagte er zu den Herren, di« ihn zu seinem Minister« sauteuil b'gleiteten: «Meine Herren, «eine Stellung ist bombenfest.' * • Am Freitag, d«n 26. Septe-nber 1897, zur Zeit, al« die Polizei in« Abgeordnetenhau« mar« schirrte, befand sich der Monarch nicht in Wien, sondern er weilte in Wallsee. Aber schon am näch« sten Tag kehrte er unerwartet nach Wien zurück. Die Arbeiterschaft hatte am Abende große Straßen« demonstrativ»»» veranftaliet. und als der Kaiser um 7 Uhr ankam, konnte sich der Wagen in der Mariahilserstraße nur langsam vorwärts bewegen, da die Massen sich staute'. In dieser Zeit war-tete Graf Badeni in der Hosburg die Ankunft de« Kaisers ab. Später «rzlhlte Graf Badeni eine« Abgeordneten Folgende«: „Dies« Viertelstunde. die ich auf die Ankunft des Kaisers wartete, war sür mich die fürchterlichst« «eines Leben?. Was ich damals an Oualen aus« trachtet würd«. Rußland bat sich ab«r an dieses Abkommen nur gekehrt, soweit e» ih« paßte. E» ha» in Serbien weiter gewühlt und e» behan« delt heute Makedonien, das nach dem Abkommen zur österreichischen Einflußsphäre gehört, wie ein Stück Land, über da« e» frei verfügen kann. I» Oesterreich ist ma» nun heilfroh, daß die rufftfijen Absichten darauf hi>'.au«laufen. im großen und ganzen die Ruh« aus d«m Balkan zu «rhültr«. d. h. wiederum, solange Rußland anderweitig be-schästigt ist. D.i« Ergebn;« der L^mb«dorff'fch«n Besprechungen mag also sein, daß zunächst in Ma-kedo-iirn bi« aus ei» paar unschuldige Reformen alle« bei« alte« bleibt; da« Ansehen Oesterreichs dort ist doch dauernd untergraben. Denn die Reise, di« Lambsdorff gemacht hat, hätte doch eigentlich Goluchow«ki machen sollen; alle« un» in Makedonien gefchiebt oder unterbleibt, geschieht aus Ruß-land» und nicht auf Oesterreich« Geheiß und Ruß» land hat sich ei« sür allemal eine Mitanwartschast auf da» Land Qeficheu, das zwischen Nooi-Bczar und Saloniki liegt. DiefeS Zogeständni» ha» die österreichische Regierung a!>er ourchau« nicht knirschend, sondern von g,' «m Herzen gemacht. Ottin Saloniki ist ihre Hek ba geworden. Sie hat den Ehrgeiz von sich prtu den sie z» Zeiten An« drassy», de» feurig'» 4# c R?»olutionär« «it dem ungestillten Groll gegen Rußland »m Herzen, noch hatte. Man begnüg» sich m,t dem, wa» man hat: den Olkupation»läntern, und wenn Rußland die Zustimmung dazu .zib», sie in ein dauernd einver-leibte» ReichSlaitd zu verwandeln, so verzichtet Oesterreich aus jede weitere Erwerbung aus dem Balkan. Zum Teil mag da« an der Zerrüttung der innerösterreichischen Verhältnisse und an de« Ruhebedürfnisse de« Monarchen liegen. Man ist damit zufrieden, daß der Schein der Großmacht erhalten bleibe, ähnlich wie man sich seinerzeit mit dem Schein d«r Bormacht»st«llung in Deutschland und Italien zusrieden gegeben hat. Viellkicht liegen di« Ursach«» aber auch tiefer; die Tendenz der in Oesterreich so einflußreichen fntdal»klerikalen Kreise, Oesterreich al« wki,sla?isch-kot>?oliiche Macht gegen das onhodoxe Russmtum auszuspielen, hat sich ye« gestanden, kann ich nicht schildern. Ich wußte, daß der Wagen des Kaisers gerade die Strecke passieren müsse, aus welcher die Massen demon« strierten. Ich wollte meine Aufregung nicht zeigen, aber ich babe in der kurzen Spanne Zeit viel aus-gestanden." Endlich, nach einviertel acht Uhr abends kam der kaiserliche Wagen in der Hofburg an. Graf Badeni erwartete auf der Treppe die Ankunft des Kaisers und nähert« sich de« Monarchen «it den Worten: .Sind Cure Majestät wohlbehalten angeko«-«en?* .Ja," sagte der Kaiser. «Aber viele Menschen find auf den Straßen." Und ohne den Minister weiter anzusehen, ging der Kaiser die Treppe hinauf. Erst in diese« Momente wußte Graf Badeni. daß er die Gunst des Monarchen verwirkt hatte, und in der Tat war er schon Tag« darauf nicht mehr Minister« Präsident. * Eine andere Episode gibt Zeugnis davon, wie wenig Gras Badeni üb«r dir Verhältnisse im Par« lament inf»r«i?rt war. An dem kritischen 26. No-v«mb«r fand vor d«r Hau«sitzung d,e Beratung irgmd eines Ausschusses statt, der auch d«r sozial« demokratische Abgeordnet« DaSzynski beiwohnte. Einige Abgeordnet« wollt«» Daszynski bestimmen, auf seine Parteigenossen in der Plenarsitzung dahin zu wirken, daß sie die Verhandlungen nicht unmög» lich machen. ' Abgeordnet-r Daszynski lehnte es ab, inde« er sagte: »Meine Herren, be«ühen Sie sich Seite 2 ändert und man will «1 vorläufig nach einer an» deren Front hin verwenden. Das mag nun so oder so sein: jedenfalls ist di« öft«rr«ichijch-rusfische Reibung«fläche sehr gering gewo.den und wird täglich kleiner. Da« ist der «ine Punkt. Der zweit« Punkt, auf dem sich «in« dauernd« Verschlechten ng zu Ungunsten de« Deutschen Reiche» vollzieht, ist die Gesinnung der in d«r österreichischen und unganschen Politik maßgebend«» oder einflußreichen Faktoren. Daß da» deutsch-österreichische Bündni« in den Tschechen erbitterte Feinde findet, damit hat man sich abgefunden. ES ist aber doch sehr zu b«acht«n. daß während noch vor zehn Jahren der einzige Rückhalt der Tsch«ch«n di« panslaoisti» schen Kreise Rußland« waren. es ihnen jetzt gelungen ist, sich «in« fest« Stellung in de« deutsch-feindlichen — sagen wir — Weltkartell zu schaffen. Herr Kramar ist d«r Busenfreund de« französischen Botschaster« in Wien, der «in« sehr große Rolle bei allen deutschseindlichen Machenschaften spielt, er ist die Quelle de« Herrn Cheradame, dessen Buch zur Hälfte er geschrieben hat, er hat auch Beziehung«» zu der deutschfeindlichen englischen Gruppe, vie hinter d«r »National Review" steht. Wie die Agitation diese« WeltkarieUS schon aus Leute beeinflussend wirkt, die ihm an sich fern stehen, mag solgende« lehrreiche Beispiel beweisen: Vor kurzem wurde »in« Unt«r» redung de« Fachmanns für auswärtige Angelegen-heittn in der englischen liberalen Part«. Sir Charle« Dilke, veröffentlicht, in der er ganz im Sinne der Review-Politiker die Tschechen sür den Angelpunkt d«r kontinentalen Politik erklärt usw. in den be-kannten Tönen; im Sommer 1899 noch äußert« derselbe Mann, der innerhalb seiner Partei sehr einflußreich ist, aber auch sonst für einen hervor» ragend klugen Mann gilt. Deutschland könne mit England in keinen Konflikt kommen. da Deutsch« land« Ausgabe im Eüdosten. in der Beerbung Oesterreich« lieoe und England täte gut daran, «ine derartige Politik Deutschland« möglichst zu fördern. Bei den galizischen Polen bat in den letzien Jahren im Zusammenhang mit der verschärften preußischen Polenpolitik der Deutschenhaß den Russenhaß weit überflügelt, sie haben außerdem bei einem Kriege zwischen Oesterreich und Rußland kau» etwa« zu gewianen. Bei den Ruthenen Herr-schen die russensr«undlichen Ne.gungen vor; sie wären vielleicht für einen österreichischen Zentra-li«mu« zu gewinnen. Indeß kommt da« gegen« wärtig nicht in Betracht; sie sind jedenfalls ziem-lich einflußlo«. In Ungarn haben sich die Madjaren völlig in ihr« NationalstaatSpolitik verrannt und habrn vorläufig keine Lust, davon abzulassen. Bisher hat man e« da sehr gut verstanden, die Deutschen im Lande zu unterdrücken, dem Reiche gegenüber aber Deutschsreundlichkeit zu heucheln. Angesicht« der letzten Vergewaltigungen gegenüber der deut» schen Bewegung im Banal bat da« System aber doch ein Loch b-kommen, und nun entdecken die nicht, dir«mal givt e« üverhaup, keine Sitzung, denn wir stürmen sofort bei Eröffnung da« Prä-sidium.' Einige Abgeordnete eilten zum Graten Badeni und «rzävlttn ihm die«. Dieser erwiderte ihnen lachend: „Da« ist ja nicht wahr! Si« sind falsch informiert. Heute wird eS viel ruhiger zugehen al« sonst. Wir werden nicht einmal von unseren Maßnahmen — er meinte die Polizei — Gebrauch machen müssen." Und al« ihn ein Ab» geordneter warnte, er möge die Sache nicht so leicht nehmen, sagte er: „Seien Sie nur beruhigt, Sie irren sich." Und so irrte sich Graf Badeni in allen seinen Voraussetzungen, di« sein Verhängnis-vollster Irrtum ihn zum Sturze brachte. („Otsterr. VollSztg.") Wamperls Iägerleid. In Ding«da, beim Lugnerwirt „zur blauen Traube* findet sich abend« «ine Stammlischgesell-schast «in, di« an Gemütlichkeit nichl« zu wünschen übrig läßt. Die meisten der Herren sind passiv-nierte „HubertuSjünger'. So der Organist Tipfl-huber, der sich vor Kurzem einen sogenannten Jagd» Hund zulegt«, e ner undefinierbaren Rasse ange» hörend, der Herr Feilerer, ein gewaltiger Nmrod, dem kein Häschen standhalten kann, der Aktuar Wipflinger und der Gschwandtner, da« eifrigste Mitglied der Jagdgenossenfchast, dessen Um und Auf .Läufer!, Kitz, Bock" und dergleichen Jagd-jachen sind und den der Organist durch seine jagd« widrigen Au«drücke, wie »Haxn, Ohrwafchl, Hörndl" jede«mal in gelinde Raserei bringen kann. „K-«tsch- Wacht» Herrschasten mit steigender Erbitterung, daß sich die öffentliche Meinung im Deutschen Reich doch nicht« mehr über die Zustände im „liberalen* Ungarn vormachen läßt, wa« vor wenigen Jahren noch so tadellos ging. Da« alle« wird sich aber in d«r nächsten Zeit nur noch verschärfen; die Madjaren werden allem Anscheine nach noch brutaler gegen die Deutschen vorgehen, die Antwort von deutscher Seil« wird nicht au«bl«iben, und wenn unsere Offiziösen etwa versuchen sollten, sich beschwichtigend einzumischen, so werden si« nach bekannten Er» sahrungen nur Oel in« Feuer gießen. Und wie eS so geht, daß man den, den man gerade äugen-blicklich haßt, mit der größten Inbrunst haß», so ist der Deutsche von heute v^rbaßier, al» der Russe von anno 1849. Daß die Madjaren von der fla» vischen Gefahr ganz ander» bedrobt sind, al» von der deutschen, sollte zwar jedem Kinde einleuchten und e» wird auch wohl wieder «in« Zeit kommen, wo die Madjaren da» einsehen; augenblicklich sind sie dafür blind. So findet auch hier da» deutsch-feindliche Wellkartell guten Boden und ist auch bereits eifrig an der Arbei'. Wolitische Mundschau. Die parlamentarische Lage. Die deutsch- tschechische VrrständiguiigSaktion »st in den Hinter» gründ g» schoben. Verhandlungen über die Fest-legung, bezw. Freimachung der Tage»ordnuug. nehmen zunächst da» Interesse der Parteien in An-spruch u»v die GeschäftSordnungSsrag« gilt äugen-blicklich al» der aktuellste Gegenstand in dem ziem-lich verworrenen parlamentarischen Gelriebe. Da sich di« Deuischen nicht dazu verstehen möcht«», den VerstänvigungSbrei so heiß zu essen, als ihn die Tschechen gekocht hatten, so muß!« aus da« mit so vieler Mühe arrangierte Liebe«mahl verzichtet wer» den. £ie Verständigung»-Konferenzen sind, vorläufig wenigsten», aus dem parlamentarischen Ak-tionSprogramm ausgeschaltet; ober dre Versuche, zu einer Verständigung zu gelangen, werden nichl aus-gegeben. E,nstw«tl«n versuch! man, di« striltig«n nationalen Fragen zu umgehen und die Teilnahme und Täiigk'ii deS Parlamentes auf vie in der vor-liegenden Tagesordnung verzeichneten, eminent wirt» fchaftlichen Jnterrssen zu vereinigen. Die parla» mentarische Behandlung der Zucktr- und d«r Wehr» vorlagenist gesichert; dagegen bestehen noch immer Schwierigkeiten bezüglich d«r Absoloi«rung der Au«-gleichSvorlagen und de« Budget«. Die Tschechen, welche die Obstruktion zugunsten der Zucker» und der W«hrvorlag« au« s«hr begreiflichen, egoistischen Beweggründen zurückstellten, wollen die VerHand-lung de« Ausgleich« und d«S Budgets ohne aus-giebige Kompensationen nicht zu lassen. ES wird also aus die Möglichkeit ankommen, ob man dem dringenden Arbeitspensum de« Parlamente» auch ohne Rücksicht aus die tschechisch« Obstruktion g«» recht zu werden vermag. Dazu gehör»« in erst«r weiter« der Wachtmeister, vor dem der Herr Musizi einen gewaltigen Respekt hat, da er seinetwegen einmal infolge Fehlen« der Jagddokumente zu einer großen Kraxe Zuflucht nehmen mußte. Die Gesellichast saß in größter Gemüt«ruhe beisammen, der Wachtmeister, der erst kürzlich vom Urlaube kam. schwelgte noch im Genusse der hei» matlichtn Leberwürste. der MusikuS erzählt, gerade von einer Jagd, wobei er wieder Ausdrücke, wie „Haxn' gebrauchte, wodurch der Gschwandtner in »ine derartige Wut kam, daß er ihm zurief: „Sagn'S Lauf, oder sperrn'» eahna Vodaunserlöchl nimmer auf!* Feilerer war ganz in ein geschmor» le» Rehhirn versunke» und gab sein Wohlbehagen durch ein gefällig«» Grunzen b«kannt. Da ging die Tür auf und fiel mit einem donnerähnlichen Krach wieder zu. Nachbar Fleisch-Hauer Schaauserl kaufte sich ein Achiel.Gspritzlen." Der Krach, ei» Patsch nns »in Fluch deS Feilerer war ein«. Und die Ursache? Ober dem Tischt an der Wand befand sich eine au«gestopfte Krähe, die durch die Erschüue» rung herabfiel und zum größten Entsetzen Feilerer» in seinem vorzüglich geschmorrlen Rehhirn saß. Die ganze Gesellschaft lachte au« vollem Halse, Schnauserl brüllte und schlug mit seinen Stummeln derartig unter dem Tisch herum, daß er dem Gschwai.dtner auf seine wohlbehületen Hühneraugen trat, welch» Höflichkeit d»n Gschwandtnrr vran» laßt», seine Läufl vor Schmerz fast bis auf Tifch» höhe zu ziehrn und dem unglücklichen Täter eine „dumme Speckwurst" zuzuschleudern. Da« Hirn bekam der Tyra«, die Krähe flog in einen Winkel. Nummer 9 Linie eine prompte Handhabung der Geschäft«» ordnung oder, wenn da» nicht ausreicht, ein d«> artige« Uebereinkommen zwischen den arbeitswillige» Parteien, wrlch«« durch «in« ««ilwcis« und proviso« risch« Abänderung «inz«lner Geschäftsordnung» bestimmungen, die Verhandlung der auf die Tage«-ordnung gefetzten BeratungSgegenstände von m«:-willigen obstrukiionistischm Störungen zu befrein vermag. Fall« sich die arbeitswilligen Partei» vereinigen und e« versuchen, die Arbeitsfähigkeit de« Parlamente« auf dem angedeuteten W«ge erreichen, würden die Tschechkn bezüglich ihrer Od> strukiion zu einem entscheidenden Entschlüsse komm,» müssen, der, einerlei wie er au«fällt, die vollständig« Klarstellung der Situation h«rbtisühr«n könnte. A ist allerding« ebenso gut d«nkbar, daß «S vorlZufiz zu kctntr entscheidenden Wendung kommt, sonder» daß man sich mit einem Abkommen von Fall z» Fall begnügt und auf ditse Art die Existenz 6e* Parlamente« bi« auf Weitere« fortfristet. Der über-eifrige Dringlichkeitsantrag der Ehristlichsoziale» zur Abänderung der Geschäftsordnung hat zweifellos die Lage im Parlamente nicht günstig beei»-flußi, fondrrn sie vielmehr verschärst. Ti: Se> fchäflSordnungSfrage ist trotzd»m aktuell und wird in irgend einer Form gelöst werden müssen. Kie Erhöhung der?l«kr»ten Ausschreibung. DaS ReklUtenauSschreidungSgefey sür 1903 erhöht die bisherige Rekrutenziffer von 193.000 Man« auf 125 000 Mann, jene der Landwehr von 10.000 auf 14.500 Mann. Außerdem sollen von der Ersatzreserve 6000 Mann in je drei Teilen für drei Jahre herangezogen werden, welche inSbesondm für die Bedeckung der B.dürf» sse der K-iegSmari« und für die Bemannung der Haubitzen b> stimmt sind. Die Einreihung der Ersatzreservisten soll s»-fort nach Sanktionierung oeS Gesetzes erfolge«, doch sollen die bisherigen Ersatzrrserviste» hieven nicht berührt werden. Sollen die Deutschen fix daS Gesetz stimmen, so müssen ihnen ausreichende Bürgschaften gegeben werden, daß die Militärver« waliung die Wünsche der Bevölkerung je.it schon berücksichtigen will. Im neuen Wehrgefrtz« ad« müßte di« Erfüllung d«r «rwähnikn Wünsche de» gesetzlichen, bestimmten Ausdruck finden. Die Deutsche Volkspartei tritt vor Alle« im Jnterefle der Landwir.schafi sür Ernteurlaube ein, >>« »ordert die Aufhebung der beiden letzten oder zumindest der letzten Waffenübung, die Unterstützung der Fa» milien der eingerückten mittellos,» Reservisten un» Landwehrmänner und die Gewährung einer Reij»> entschädigung sür die Hin- und Rückreise z« Waffenübung. Eine ander« Form der Partei de-trifft die Reform deS veralteten Mililärstrafrechtkt und der Militärstrasprozeßordnung. Die Entwürfe sind in den militärischen Ministerien bereit« fertig« gestellt und liegen derzeit dem Jusiizministeriu» zur Begutachtung vor. E« wäre wohl mö ifofc zu machen, baß dem Abgeordnetendause diese Vor-lagen noch im Lauf« der Frühjah'Siaaung-ukämei. Da da« Tier durch den Wurf die Schönheit seiner äußeren Erscheinung stark einbüßte, sann man. al« der Humor wieder in seine Recht« icai; auf «in« Verwendung, die auch zum Gaudium aller auf Vorschlag eine« Mitglied«» bald gefunden war. * » • Nächste» Morgen trat der alte Wamperl i» Hemdärmeln, die Patschen an, vor die Tür sein« Behauiung. rieb sich die Augen und »äugte' so-dann recht» und link«. Wamperl war ein goitbegnadeter Schütze, ma»-cheS Fenster und mancher Treiderwadel konnte v» der Treffsicherheil erzählen und ungezählie, wohl-gezielte Löcher in der Luft konnte er stolz aus sei» Konto schreiben. Da sah er «it höchster Befriedigung ei« Krähe aus einem Baume nächst dem Hag sitz». Schnell um die Büchse, sein anschleichen, leis« die Büchse an die Wange — bum, bum, beide Schüfst aus *«« Vieh. Mit Stolz konstatierte er, daß der Vogel ge-troffen sei. »Fedan zu« Pseifenputzen'. sagte a jetzt und — .Banda. verdammte*, al« er da Vogel in die Hand nahm. Sein erster Gang galt dem Lugnerwirt. s«a erster Blick der Stelle, wo sonst die Krähe hing. .Wo hast den Kräh, ha?' fragte er da Wirt. .Am Misthaufen g'schmissm', war die Lit- wort. .Schmarrn Misthauf'n, Banda verdammte,' schnaubte Wamperl und schlug die Türe zu. Nummer 9 &nt wichtige Forderung der Deutschen Volk«parlei ist die ausgiebigere Berück chiigung der Landwirt« fchafi und de» Kleingewerbes bei Heer «lieferungen. Namentlich wurde der Wunsch ausgesprochen, daß dem Kleingewerbe mehr al« «in Vieitel der Liese-rungen ülierirogen werde. Die Deutsche Volkspartei wir» bei der Beratung de« Rekruienkonimgeni« auch ihre schon in einer Reibe von Anträgen er« hob'ne Fordeiuug der Besse stellung der Militär-P^.'.sion'ften. Witwen und Waisen wieder vorbringe:'. Eine Frage van ganz befonberer B.deulung ist die der Einsührung der zweijährigen Dienstzeit. Wie verlaute«, lieft« ti« diesbezüglicher Plan bereit« im KciegSmin sterium, seine AuSjühiung wird aber im günstigste» ftuOe erst mit dem neuen Wehr^esetz erfa gen. Die Einführung der zweijährigen Dienst« zelt, welche n ch Ansicht d,r mil»iäri'ch>n Behörden vorläufig nar bei den Fußtruppen möglich ist, wird wie im Deuische» Reiche und in Frankreich auch bei u>>« mit großen finanziellen Opfern ver« bunden sein. Im Teutschen Reiche verschlang di« teilweise Einsührung der zweijährigen Dienstzeit im ersten Jihre 100 Millionen Mark, die alljährlichen wiederkehrenden Kosten betrag n 55 M llioeen Mark. In Oesterreich würbe die Erhöhung der Konen in Folge der Vermehrung de« Präsenzstande« jährlich 110 Millionen Kronen betrag»«. E« »st zu erwarten, daß die zweijährige Dienstpflicht b-i Beratung de« RekrutenkonlingeniSgef tzeS zur Erörterung gelangen und daß auch der Landesverteidigung«« minister sich darüber äußern wird. Die heimgeschickte» Schönerinaer. Da« Kärntnerl.nbl, daS sich die Schönerianer dazu au«-ers-h n hatten, da« letzt« R-i« in dem Ruhme«« kränze ihrer G istspielreise in den Alpenländern zu sein, ist an Deutlichkeit der Ablehnung hinter Steier» «a>k. Lbnöfterreich und Salzburg »ich« zurückge« stauben und hat die schönerianischen Treugenoffen au« Billach hina. «gegiault. Die Nichierieiluna de« Worte« an den frei n Alldeutschen Dr. Hock führte zu derart wüsten Lärmszenen, daß die Ver« fammlung ausgelöst weroen mußte. Schönerer häite e« ander« haben können, al« unter Gelächter und Abzugrasen von bannen ziehen zu müssen. „Du dast ti so gewollt. George Danvin!" Mobilisierung Au« Graz verlautet: E« ist durchall« nicht unwahrscheinlich, daß auch unserem Korp» aniiehörige Truppenköiper vorübergehend nach dem OkkupaiionSgevieie geworfen werden. So« weit Entbehrlichkeit von Truppen in Betracht kommt, könnten an d eser Kamvagne da« 7.» 17. und 27. Jnsantecieregimenl teilnehme». Natürlich können auch au« anderen KoipSbereich» einzeln« Regimenter verangezo^en werden. J»re Ausgabe wird lediglich in der Bewachung der bosnisch«» Grenzen gegen die Türkei b.st«h«n. Aus Stadt und Land. Evangelischer Hottesdienü in Fichtenwald. Moniag, den 2. Febiuar, nachmittag« um 31/, Uhr findet in SmrekerS Saal em öffentlicher evan« gelischer GofeSdienst statt, zu dem Jedermann freien Zutritt ha». Kewerbebnnö - Persammlung. Kommenden Freitag abend« 8 Uhr finde» im „Hotel Post' eine freie Versammlung der Gewertelreidenden statt, bei welcher «in V«r»r«ier de« k. k. Gewerdedienste« in Graz einen Borlrag Über verschied«n« akiuelle Ge-werbeangelegenheittn hallen wird. Ein erbitterter Kampf hat zwischen dem Großbelrirbe und den Kleinnewerbetreidend'n in unserer Z«i» angehoben. Fan schien e«. al« würde der Großkapiialrst dem kleinen Manne geg nuber ein leichte« Spiel haben »nd ihn mii sein » Erzeugnissen ganz au« dem Feld« schlagen. Allein neu« Hoffnung«» sind durch da« kräftige Zusammenschließen der Gewerbeireiben den l«deavig gkwoiden, di« Wahrnehmung ihrer Inltressen uno die Zunupemachung der neu.stm Errungenfchasien auf den Gcbie'en der Fichiechnik hoben den deut'chen G.w«rb«mann mit n«u«m Leb.n»nnu« erfüllt. So st h» denn zu hoffen, daß die freilägiz« Versammlung durch idien Brfuch »in B»ld de>« regen Inier«fs«S biet n wird, da« bi« Cillier lSewerbetreioenden der Erörterung der Be-dingungien, unter denen der Kleindelried den Kampf mi» seinitm mächiigen Gegner erfolgreich aufnehmen kann, emtgegenbringen. — Nächsten Moniag findet in Gasnhoie ..Zur Traube', und zwar um halb 3 Uhr nachmittag«, a ermal» «in« Vtrsummlu g der Gewerbeeireibenben CilliS statt. He»eralversammluug der Ireiwilligen Jener-»ehr i» ßilli. Sarnsia , den 24. b. htel» die hiesiig« Freiwillige Feu«rw«hr in ihrem Verein«-Wale iihie diesjährige Generalversammlung ab. Der Weehrhauplmann Herr Eichberger eröffnete und leitete die vollzählig besuchte Versammlung und erteilte dem Schusisührer Herrn Krell da« Won zum Jahresberichte. Nach diesem zahl«« der Verein zwei Ehr«n-, 44 au-üvende. ochi Schutzmänner und 169 unterstützende Mitglieder. An Uedu-gen hielt der Verein ob.- sieben Damafpritzenübungen, neun Haupt-, 16 Zug«-, drei RviiUbunqen; e« fanden zwei Ropparie und 12 AuSschußsitzungen stall, man bczvg 51 mal die Th«at«rwachk. D«r Verein beteiligt« sich bei festliA-n Beianstallungen in Tüffer unc> Wöllan, bei der Sonnwenbseier, beim Lchloßderg-feste de« Deutschen Gcwe>bcbunz«s ic. Ja An-spruch geiommen wurde die Hilfe drr Feu rwedr bei dem glücklichen Umstände, al« Cilli seit Javren von Bränden verschon» wa?, nur einmal bet einem durch Blitzschlag verursach»«» Schadenfeuer. Zu dem Brande in Pletrowitsch rückie der Veitin mit zwei Löschzügen unter Kommando de« Epritzenzup«-sührer« Herrn Dirrbecger au«. E« wurden ober bereit« bie» Feuerwedren angetroff n. nonach sich die Tätigkeit der Eillier Feuerwehr aus die Be« wachung der Lokalifation de« Brand«« beschränkte. Beim Land««feuerwrhrlagt in Kninelseld war der Verein durch Delegierte vertreten. Ein schwerer Verlust traf den Verein durch den Tod de« lang-jährigen und verdienstvollen HaupimannstellVertreter« Herrn Ferdinand P Ü6, welchem im Jahre«» berichte ein ehrenvoller Nachiuf gewibmei würbe. Tief nachempfunden wurde nicht nur von der Be-völkerung sondern auch von der Feuerwehr der Tod de» verdienstvollen Altdürgermeixer« Herrn Gustav Siiger; der Verein war zur Trauerfeier-lichkei« vollzählig au«gerück» Einen slänzenbeu Beweis von der B«li«bih«i» dt« V«r«in<« do» da« Wie'cnfeft am 7. und 8. Sepiemder, welch.» dank den Bemühungen de« rührigen Komilee« der bereit-willigen Mithilfe der Feuerwehifrunde und nament-lich der stet« opferwilligen Damenwelt Cilli« in glänzendster Weis- verlief. Ebenso ist drr Verlauf des Bez>rk«seuerwehrtasie« ein günstiger zu nennen und hatte die Feuerwehr Gelegenheit, durch die stramme MannSzucht. die exakte Au«>üdrung der Schul- und Schauüdungen «in glänzend«« Beispiel von drr Tüchtigkeit unv Schlagf-rtigteit drr Cillier F uerw. hr abzulegen und haben c«e s rmd«n D«le» gierten sich vorüber in ehrendster Weise au«g»» sprachen. Der Jahresbericht schließt mi« der Er-mal.nung, e« möge d«»fe erfreuliche Tatsache den Kameraden ein Ansporn sein, sich nur dem edlen Zwecke zu widmen uno dies«» vor Au«en zu hao«n und namentlich die so schädig«nde Zwietracht und perfönliche Nöl,tzenzug«führer Herr Diinberger au« dem Berein« feinen ttu«tri»t gemeldet hat, fiel die ein-stimmige Wahl auf Herrn Ferjen. Herr Feijen nimmt die Wahl nicht an und entschuldigt e« mit Ueberbürdung in seinen «i^enen Geschäften. Nach-dem auch die Bi««en und da« Zureden der Käme« rabkn sowie de« Havpimanne« sruchtlo« sind, schlägt Herr Derganz vor. Herrn Frrjen an seiner Sielle zum Haupimaniist llvertreter zu wählen, welche» Amt viel weniger Mühe und Zeit in Anspruch nehme und bitte« ibn selbst zum Spr>tzenzug«»ührer zu wählen. N^ch visiern Buten nimm» dann Herr F«rj«n die Wahl zum Haup»»a»nsielloerlreier an. während Herr Derganz sum Lp itzenzut,sfuhier gewählt wird. In drn AuSichug wurden gewählt die Herr«»: JuliuS Rakusch, Dr. Nkgei, Erust Rüp ch«l, Johann B«rna. Jicha d. I. und v. Ba»»o. DaS Resuliat der übrigen Wahl ist solgende«: S««ige»zuqSsührer Herr Krell, dessen St«llo«ltreter Herr Walrntichap, Spr>tzenz»g«tühreisteUvertlei«r H rr Blrgmeier. Ro»suhr,r de» Spriyrnzug«« di« Herren Kulich und Blanko, Sieigerzug« oiführer Herr Evetanowitich, Rechnung«revisoren die Herren Carkinal und Heu. Pas Kirn als Sitz der Intelligenz Sonntag, den 8. K.vruar, w>ro e« ^ll>n ivifsenSdUlsti» gen Eilliern vergönn sein, an der Hand eme« Vortrage« de«Hcf,ate» Pro». Dr. Rollet ein«n Au«fiug in di« moderne Psytologi, zu unterneh« men. Mit dem Vortrage t><« rühmlichst bekannten Grazer Hochschullehrer«: »Da« Hirn al« Sitz der S klte 3 Intelligenz* erhallen die volk«»Lmlichen Lorträge der Grazer Unioersiiä» in Cilli ihre zweite ftori« setzang. Da« Geblt« de« Vorirage sellst ist fesselnd. Wohl hadtn wir fc^on lang, die Ansichi überwunden, gleich den A i«n da« Hrrz oder d»e N> i«n al» den stz der I »ellig«oz zu beirachirn, w«o -alrich noch utrte Sori<».wör».r vvn dieser über« wun ead«r expeiimen-lellen Psycholo >« befeiiig» werde» kann. Man si«ht dem ang«kü»digt«n Vortrage m« viel Lp nnung entgegen. Bem.rkt werden muß. daß die zu« ersteren Vorirage gelöste" Karten auch z t diesem und dem w i«-ren Geliung b.halt n haben. Liederabend Atger-?otp n g e n hat an Ferdinand Jäger und Dr. Heinrich Poipefchnigg ein Schreiben gerichtet, worin er feinern Danke für die Berücksichtigung de« steiermärkischen Tuber-kulosenheime» bei Veranstaltuna de« Clllter Kon« zerle« warmen Ausdruck verleih». Z>er ßillier Abt. Die Eibitterung über da« haßerlüllle Treiben oer slovenifchen Klerisei gegen-über Cilli zieht im geiamlen Deu«»chösterreich immer weiler« Krei>«. Von Blätirrn, die neuerding« den untrhörlrn Fall dee Verkaufe« de« Maximilian-Fci«vhostS an die slovemsche Pariei in Erörterung gezogen haben, nennen wir die ^O st d e u t s ch e Rundschau', die in Worten flammender Ent-rüstnng die seit Jahren betrüben« schmachvolle und pflichtvergessene Hetze der flaoifchen Rompriester gegen Cilli geißelt, ferner da« wackere.Grazer T a g v l a t«' und die »Grazir Tage « post", da« „K ä x n » n e r Wochenblatt", da« „Deutsche Nordmährerblatt", da« Brüunkr „Deutsche Blatt' und die „Z e i t'. DaS „Grazer Wochenblatt' f i.ließt seinen L«»«r mit drn herrlichen, hinreißenden Wvrt«n: „Wa< frommt die Entrüstung der Bevölkerung, wa« »ützi der Einspruch be« Gerneinberaie«, wa« vermögen kundged«!nut» gegen den windischen Abt? Eiürme im Waffe»glas«! Da hilf« nur die Tat, und die heiß«: Lo» von Romda« ganze deutsche Cilli lo« van Rom ! da» wäre eine herrlich« deutsche Tat. w«it Herrlicher al« alle anderen im Ruhm,«» kränze der t^ön-n Eannklad».' Das slovevische Hymnastnm anf de« IS»-L«mil»an-Kriedhsse. Der S^nfileiiung ist ein Streiken m.l verstellter Hanoschrift zugekommen, da« der Um edung de« Abte« Ogradi zu ent-stammen fcheint und da« sich in Au«drückrn nie« drigster Bosheit und de« Höhne» über die verl'tztt» religiöse» GesüHle und der Pieiät der Cillier Bürger» schalt gefällt. In dem Schreiben wird angedeutet, daß da» slooenische Gymnasium und der Dija«ki Dom aus den Gräbern der deutschen Bürger Cilli« errichtet werden soll. Da« wäre allerdings für Cilli, da« sich de« slooenischen Gymnasium« in jadrelangem Ringen zu erwehren such», der Gipselpiinkt aller ihm zuge» dachien Schmach. E« ist f'hr unvernünftig von den slovenifchen Deutschenhassern im Priest«kleide, die Elrtgunq, die ohnedie« wie Gewitterschwüle auf den Gemütern der Cillier Bürgerschaft liegt, durch hoynooll« Hera»«sorderun..en im bischöflichen Ami«» blatte »och weiter zu schüre». Besonder« sind Droh» drieie wie der vorliegende geeignet, da« Maß voll zu machen. Der gevässige Handstreich gegen Cilli ha» in seiner Plumpheit und unsäglichen Rovtit vor allem die Frau«» g«g«n Abt Ogravi und sein System «rbiit'it Man will uns »n»öt«t machen! D t Ruf nach Ocm Staut»anwal«, da« in das E>nzlge, wa» un« da« bijchöfliche LmiSbl^it zur Verleidi» gung seiue« Schützling«, de« .Priester»" und Abi?« Ogradi enigrg«nzuietz«n ha«. Wie erbärmlich schlecht muß e« um Die Saae bestellt sein, die nur ron der Knedelu ig der . reffe die Rettung medr erwar» tel. Ad« Ograki ha« zu allem Uebeidruß noch da« Malheur, von solchen Schwachköpfen oer«e>digt zu werden, daß lein Fall noch vor den Re»'«rat kommt, denn e« ist doch klar, daß wir eine ve» schlagnahrne uns Unterdrückung unserer Siimme m t der Jmmunistr. ng unsrer Zei>ung«ausfätze beantworten müßte«. Die „pomovina" hat wieder einmal da« unabwei«bure Bedu,f,.i« empfunden, von sich reden zu machen und in herostr^tischer Ausopsernng hat sie et auf sich genommen, sich al« da« verbohrteste Blatt bestaunen zu lassen. Ja ihr«« letzten Leiter Seite 4 Rall-Sinladungsharteri tiefer« in modern kirr Au»sta«luug billigsi: Bucbdrucfccrei Ccleja, Cilli LIEBE- SAGRADA-TABLETTEN ! n> CliOCOLADEÜBERZUG * für Frwachsepp 05^:025 ar für K ndtr 015 5;. Billiges.sicheres cn, Abfuhrmittel SCiAiHTElH ;u JUll ' " j J.PAUL LIESE. TETSGHEH A'E. SASIfiJCIN Med. Dr. Josef Traub's Magenpulver GASTRXCXN ärztllrli sriirüst uml erprobt. 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Ct>c tin HWütimltirt \a Wa. regelt et d«» Stall vc l)rn»tTt »it tt*il»aag i6ö»liAft ©totfe tat ?>«. — Air olle feirte an« fo'Oe, »ic an (AikMr fee-twauaa »»et MyVetilUfl|hit leidea. fttt «eHonea. lie (lerne fttt, out and viel eilen. bei »tlrtarri, filt Person ta, die eine stheate 8etea#»etfe fiihr », IS« loliV tie »|i an» Biet leistn atttflra, »ad er er-(' itCen? 9t • lialitn, ist Die Unwrntung d»ele»®! ea Siiluet? an(Tfe#lUS, uad seid» fleiae Jtta»« I et r» dri «JetdoucnqWisiiaen nehme», d« t* »et l> (• MM Oafifl ■ ,t*«llilcia" loOin Itincm Haale le&lea, inedeknderr rnlKeader Wirknna it»««ea am'chadlich i». » wo lein Ant im der liiic ist, aas Uaa fixen, i» HKattea. ftulcta, Xdtlna st. x. — »Gaftricia' Wirt: iniautioJ an» »i anfleitesm ,a reinen, d» e4 («fort int Maad- (erlUett. 78M 5a t">tea in Xlrafll » .«d!er.«»-Idele' la «rat, Haa»lpla« 4, Utale a »ea meiftra »»«ttzekea. Hau»>de»»I EalMUr «»»itiefe. Prellbarg. F.n gros »ei den «et»jia,i»ro»ail>ra. »rosre Schnchtel K 1, kleine ster«ftijier».Kri»jche». Im Nach-hange zu unserem Berichte ist i o j) die geschmackvolle und sinnreiche An«jchmi>ckung der Damen-spenden, die allseitige Bewunrerunq hervorriefe«», hervorzuheben. Dieselben bestanden einerseii» au« zierlichen »ewevrch,», an welchen in grünem Plüsch gehüllt Tanzorvnungen binden, an» dererseuS au< neuen mir dem kaiserlichen Adler versehenen Feldflaschen. Die schön.» Bouquet« für die Paironefsen und Bonänzerinntn wurden von den hiesigen Handel«gär«nereien Praichen und Gra« difizer geliefert. Bei der Urterh>il»ing wurden zwei Damenkrägen in der Garoerobe hinlerlassen» welche im Holet „Elesan«" adg.'hol« werden können. Kobessille. In @«ai starb dieser Tase Frh. Oft. der gewesene Siaiiovtoorstand ron SlorS, der während seiner Amlsjührung in den Jahren 1392—1898 sich die Herzen Aller, di« ihn kennen lernten, gewann. D>r Berstoröene. ein strammer, deulscher Charakiee, ha« sich nicht nur in Store, sondern auch in Cilli al» Bit ermann viel« auf« richtig« F «und« erworben, die sein gute» Andenken wahren we.den. Ehre seinem Andenken! — In Karl»bad verschied am 25. Jänner der Sch ul« fetter der Karlsbader Bolllzeitung, Herr Josef Zörkler im 41. Lebentjahre. Herr Zörkler war in den Jahren 1893—1894 Schriftleiter der „Deutschen Wachs und erwie» sich in dieser Eigenschaft den slooeoischen Gegn rn gegenüber al» schneidiger Held von der Feder. Die Erde sei ihm leicht! A»ßÜ»ck»f«1k. Vergangenen Montag kam die Frau de» Gericht»dlener» Herrn P r a t t e r bei dem vereisten Autgusie de» Gange» zu« Au»-gleiten, tvobei si« sich den Fuß brach. E» ist die» nun schon da« zweitemal, daß Frau Pratter durch einen Beinbruch Schaden nimm« und zwar stet« a« gleichen Fuße. pte Erfahre» »es KohkenoZidgastS. Durch da« unztitge«äb« Absperren der Osenregulierung ka» vergangene Woche eine Cillier Familie in Leben«gefahr. Die Frau war von den giftigen Gasen bereit« derart betäubt, daß sie zu Boden stürzte. ?^rei»«»sschreiI«t»H. Die Redaktion der „Wiener Zi»h«r-Zeilung", Wien, IX/3 Währinger» straßc 5, veranstalte« eine Allgemeine Preis-konkurrenz für die beste einstimmige Komposition für Zilher in der durch da» Jobst-Loll«aneck'icht Prinzip ermöglichten freien Satzweise (musikalisch-korrekter Zithersatz). Prei»: 150 Kronen, und zwar 50 Kronen in Gold und eine Konzertzither im Werte von 100 Kronen (nach Wahl »Joeal-Re-form"», Wiener oder Normal-Besaitung). Da» Nähere über die Preisausschreibung enthält die „Wiener Zither-Zeitung" in Nr. 1 d. I. Bereinigaug der Züchter de» Steirerh^««. Unser Ausruf hatte zur Folge, tan binnen »in paar Tagen ein ungewöhnlich große Anzahl Gcjuche einliefen, sämtliche die Bit«» um Ueberlassung ron Eteirerhühnern enthaltend. Nun sind aber bereits alle Stämme auch die vielbegelirten kuckucksarbig«n vkrgriffen, deren einziger Züchter der Verein sür Tierschutz und Tierzuch« in Cilli — jetzt in Marburg — ist. Schon njcH vierjähriger Tätigkeit hat dieser große Verein, der mehr al» 1200 Mitglieder faß«, alle Geflügelzüchter vo« Steiermark in seinen Schoß aufgenommen, dieses Tier au» vorgesunde« neu Rückschläge« zu einrm Rassetier hcrvorgezüch« tet, einen Weg, den bi»her keii^ Verein betreten uud da» nur dadurch möglich wurde, daß eine eigene Hühnerzuchtanstalt gegründet worden ist. Die Vereinigung steh« aus landwirtschaftlicher GiUNdlage, d. h. sie züchtet nicht da« Steirerhuhn nach äußeren Merkmalen (auf Federn :c.), sondern nach dessen innern Eigenschasien, auf Zuchtfähig» keit. Eier und Fleischertrag. Sie ist bestrebt, den Landwirten ein geminnsicherndes Huhn zu schaffen. Unsere Losung ist: Z-tcht auf Pioduktioität und Rentabilität. Wir sind gerne bereit, solange der Vorrat reich«, Mitgliedern Bruteier zur Verfügung zu stellen, u. zw. von weißen, roten und kuckuck' larbenen Siämmen und nedmen schon Anmeldungen enigene». Abteilung für Geflügelzucht de« Vereines für Tierschutz unv Tierzucht in Marburg, Park-straße Nr. 22. La«des»erbaad für Are«de«»erkeyr in Steier««rü. Der Ausschuß de» Landesverbandes lür Fremdenrerkehr da« beschlossen, sür kleinere Gasthös« aus dem Lande und sür Sommerwohnun-gen ein M u st e r z i m m e r mit möglichst billigen, dabei ober geschmackvollen und praktischen Möbeln zu beschaffen. Dasselbe hält« zu bestehen aus l. einem Bett, 2 Meter lana, l Meter breit, 45 Centimeter doch. 2. einem Nachtkästchen mit Stein« platte. 80 Centimeter hoch. 50 Centimeter breit. 37 Ctnlimeter lief. 3. einem Waschtisch. 74 Cenli« M'ter breit. 62 Centimiter tief. 4. einem Kleider-schrank (Hänge« und Legekasten). 1'74 Meter doch, 1 20 Meier breit. 52 Ceniimtter tief. 5. einem Tisch. 6. vier Sessel, davon zwei mit Armlehnen. 7. einem Kleiderstvck. 8. einem Kofferständer. Sämmtliche Gegenstände sollen auS weichem Holz fein. Zur Beschaffung dieser Einrichtungsstücke ver-anstaltet der Ausschuß einen We «bewerb, zu dem alle Erzeuger von Möbeln in Etetermark hiem t eingeladen werden. Diejenigen Firmen, die sich daran beteiligen wollen, werden ersuch«, zunächst Zeichnungen der angeführten Einrichtungsstücke mi« Angabe der Pre ss bi« längsten« 28. Februar d. I. an die Verband«kanzlei (Graz, Albrechtgaffe Nr. 1) einzusenden. Die Firma, der aus Grund «hre« Offert«« die Anfertigung der Einrichtungsstücke nach Maßgabe der einlaufenden Besttllungen übertragen werden soll, v«rpflicht«t sich zunächst, «in komplett«» Mustrrzimmer zu dem Zweck« der Schaustellung in verschiedenen Orten de» Lande» zur Verfügung zu stellen. Areiser«ißig»»g des Kießsalzes. A«n l. Feber 1903 «rill vie Preisermäßigung de» Vieh« salz«» von 10 auf 6 Kronen per Meterzentner, die Zustimmung de« Herrenhause« vorausgesetzt, in Kraft. Wenn damit auch noch nicht alle Wün'che der österreichischen Landwirte in Bezug auf die Be« stimmung des Preise« de« Viehsalze« ihrer Erfül-lung zugeführt wurden, so ist doch anzunedmen, daß mi« dieser Preisermäßigung da« Viehsalz in allen Wirischaften die sür »ine rationelle Vieh-Haltung unbedingt notwendige Verwendung finden wird. Die Herren Lande«kullurrat«-Delegierten und Vorstände der landwirtschaftlichen Vereine und Kasino« werden daher aufgefordert, für die V-r-lautbarung dieser Prei«ermäßigung allenthalben Sorge zu tragen und aus die große Bedeutung der Darreichung regelmäßiger Salzgaben an den ganzen Viehstand immer wieder hinzuweisen. Meisterkvrs für Schuhmacher i« ftt|. Da« neueingerichlete Eleiermärklsche Gewerdeför« derung«insti«ut in Graz. Herrengassi 9, veranstalte« mit Unterstützung de« k. k. Gewerbesörterung«» dienste« in Wien in den Jnst'tutSräumen einen Meisterkur« für Schuhmacher. Dieser Kur« beginnt am 23. Februar und dauert bi« 28. März. Drr Untrrrichl wird Nachmittag« von 1—6 Uhr vom Fachlehr«r des k. k. Gewerbesörderuniisdienstes Herrn Jakob Hulka erteilt und umfaßt alle wich» tigen Handfertigkeiten der Schuhmacher, und ziva nach einer Darstellung der Anatomie des normale und verkrüppelten Fuße«: Maßnahmen, Mustn schneiden, Fachzeichnen, Zuschneiden, Oberteil»« richt!» und Maschinennähen. An den Vormittage wird Einzelunterricht in den Werkstätten der Kurt theilnehmer vornehmlich in der Bodenarb.it erteil werden. Der Unterrich« erfolgt kostenlos, am werben den Teilnehmern seitens des Jnstiiu«esai Materialien deiaestell« werden. Der steiermärkislh Landesausschuß und die Handels- und Gewcrb> kammer in Graz werden voraussichllich S«!pendi« sür diesen Kur« bewilligen, sodaß es möglich sei dürfte, insbesonder« die bedürfligsten KurSbesuchi sür den Verdienstentgang teilweis« zu entschädign Die während diese« Kurse* erzeugte» Schmllmusti und Fachzeichnungen verbleiden den Frequentante al« weiie» hin zu verwendende ArbeuSbedels«. 'Stoßwesen. Am I. Jänner l. I. ist : Raznor, Post Laak bei Steinbrück. eine Postabl^ in Wirksamkeit getreten, welche die wöchentlich drr malige Verbindung (Montaa. Mittwoch, Freit^ mit dem zuständigen Postamt« in Laak bei Ste» brück mittelst besonderen Botenganges erhält. Z)«» Wetter. Im Verlaufe der letzten Tq stikg die Temperatur bedeutend, so daß der Sch> allerorten zu schmelzen begann. Da» eintreten« Tauwetter «rleichler« die Reinigung de« Bürg« steig?, dessen Bestreuung aber umio notwendig« wird, al« über Nach« immer wiedtr Frostwem zu gewärtigen ist, welche« ia den darauffolkeaük Morgenstunden gefährliche« Glattei« zur Folge ht Wölfe in Steiermarü. Au« der Umgeb« von V^ii«berg wird da« Auftreten von drei Wölfe gemeldet. D«e Alcirmnachrich«. daß «in l7jähriae Bauernmädchen in Wie« bei EibiSwald von Wölie zerrissen worden sei, hat sich nicht bewahrheitet. $in Mann mit fünfzehn Krauen. ± Warschau wird gemeldet: Set« einem Jahre b« findet sich hier ein rätselhafter Mann in Un« suchungShaft, der sich Wladimir Litwinckh ne,» Er durchzog bald als Ingenieur, bald als tech nischer Beamter ganz Rußland und schloß üoertl unter einem anderen Namen eine neue Ehe. 6 weit di« Unleriuchung bi« jetzt konstatieren sonnn hat der Mann, der erst 3l Jahre zählt, nty weniger al« fünfzehnmal geheiratet. Alle M Frauen leben. Dieser rätselhafte Nomade ^ctit ti noch w«it bringen können, wenn die Behöri« nichl plötzlich feinen allzu entwickelten Familiens« gedämpf« hätten. Franz Wilhelms abführender Thee ron FRANZ WILHELM Apollieker, l. u. t Hoflieferant in Neonkirchen, Niederösterreich ist dnreh alle Apothek«n zum Preise von Z K östeiT. Wahr, per Packet iu beziehen. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt P««t-kolli = 16 Packet K 24, franko in jede Ssterr.-nnsar. Postatation 7281 Zum Zeiche» der Echtheit befindet sich auf Jen Emballagen das Wapp .n der Marktgemeinde Neuukirchen (neun Kirchen) abgedruckt Nummer 9 Seite 5 (Gin vorzüglicher weißer Anstrich sür Waschtische) ist Keil» weiße Glasur. Der Anstrich trocknet sofort, klebt nicht und ist vollkom-«en geruchlos. Dosen ä 45 kr. sind bei Traun & Eliger und bei Victor Wogg in Cilli erhältlich. &!le neae SHfrfchte und reinen Sässrahm-Theehutter n. Älpen-Rindschmalz. Marbiirger Doppeiaull-Mebl ußd Presshefe, direkt importierten feinsten rass. Thee teuer Ente, garantiert echten Jamaico-Rum mi Cepac, beste Markea echter Rheii-Weiite, österreichische u. steirische Boutellei-Weine, Lissa-Biiitwein, Liter-flasche 40 kr., Kieifloschegg-Cbaropagßer zum Original-Preise empfiehlt Alois Walland, Rathausgasse. Äus Stadt und Land. „Los von Vom" in SteiermurK Am 18. ■ Jänner wurde in Frohnleuen, zwischen Brück und Graz gelegen. dem nördlichsten Orte der Grazer ! Diaspora, erstmals evangelischer Gottesdienst adge-halten. Zur altkatholisckien Gemeinde Graz (die ganz Sleiermark umsaßi) sind im Jahre 1902 335 Personen übergetreten. In Freien an der Drau wurden am 10. Jänner wieder drei Personen in die evangelische Auch' ausgenommen. Schauvuhue. Vor dem gefüllten Hause sing vergangenen Eonnlaa die Strauß'säie Operette ' «Der Waldmeister" in Szene. Die Musik läßt den Meister erkennen, der Gehalt de» Stücke» an Handlung erhebt sich um nichts über da« ge» «ähnliche Maß der Operetten. Die Darstellung ' ließ diesmal etwas den Mangel sorgfältiger Borbereitung hervortreten. Da« Zusammenspiel ließ an einzelnen Stellen entschieden zu wünschen übrig. : Sri. Zinsenhofer bot eine gesanglich nicht üble i Leistung, doch überragte dieselbe ihr verführerische« Gestenspiel als Theater-Sirene Pauline. Fräulein Reichenberg nahm ihre Rolle als Freds etwas zu „oberflächlich", 'agegen strahlt« Frau Werk-' Hattet al« Gesellschaftsdame Jeanne wie immer. Die Drolligkeit, mil der sie ihr Mündchen zum Kusse spitzt und die sie allen ihren heiteren Rollen s beimengt, ist ihr «ig«n«S Rezept. Frl. Paul-mann Hai ihre Rolle als Malerin, wie wir eS von ihr gewohnt sind, in trefflicher Weise auSge-| stalte». Herr Lerch enfeld war al« Oberforstrat , v. Gerius zwar in eine schmucke, grüne Uniform gepreßt, allein die oewifse Schwerflüfsigkei» in Ton und Geste wich auch die«mal nicht von ihm. Herr Lang daheim bei feine« Kinkerlitzchen unterhielt wie immer. Al« Professor au» Plauen schwor er ! natürlich aus Bliemchenkaffee und nahm einmal sogar — Ei Herchkie»! — den kühn«n Anlauf | «mietend" zu werden Herr» Roch eil oblag e«, | den schmachtenden Botho zu geben, ein« dankbare [ Aufgabe, die bei ver Damenwelt allezeit Sympathien einträgt. Sehr gut veranlagt waren die«-mal Herr Walzer und Herr Kamm auf in ihren Rollen Heffele und Dauner. — Di« Heizanlage tat an diesem Abend« «in wenig des Guten zu viel. „Ein Ehrenwort". E» ist eine bedauer» lich« Erscheinung, daß ernste Stücke, wie da» Hart-leben'sche, da» Dienstag über unsere Bühne ging, im Vergleich zu Operetten, die gehaltlich meist von unglaublicher Unnatur sind, «in«n schwächeren Besuch auszuweisen baden „Ein Ehrenwort" ist ein Stück au« dem Leben, für da« Leben, «in Stück »it wahrhaftem StimmungSgehalt. Ein Glück«-ritter, Redakteur Dr. Götter (Herr Reißner), dessen Vergangenheit dunkle Flecken ausweist, Hai sich in da» Vertrauen der Familie Thomann einzuschleichen gewußt und steh« im Begriffe. Else Thomann (Frl. v. Effi»er) al» Braut heimzuführen. als plötzlich der Maler HanS Burkhardt auf der Oberfläche wieder auftaucht, der mil dem Weh verschmähter Liebe im d«r Brust, sich abrrmalS Else näher». Er ist der Mitwisser jener ehrvergessenen Tal Gott er» und tarrum bäumt sich alle» in ihm auf, daß jener Mann <«» gewagt hat, di« Hand nach feinem Idol Else auuSzustrecken. Er tu» Goiter einen offenen Schimpf an und will ihn moralisch zwingen, von Else abzulassen, allein dieser ist einer von jenen gewiegten Exemplaren, die da« Eine mit den Ueber-menschen gemein haben, daß sie die Moral al« gut genug für die Menschenherde erachten und die mit der „dummen" Ehrlichkeit ihre Rechnung mach«n. So hielt «» Gott«r damals, al» «r die gesammelten Verein«gelder unterschlug, die einem Kommilitonen, der auf der Festung faß, zugeführi werden sollten, weil er wußte, daß dieser zu vornehm sei, um Lär« zu schlagen und so hielt e« Goiter jetzi, in-dem er aus daS Ehrenwort pochie, daS sich der dreigliedrige Vereinsvorstand gab, über s ine Tat nach Guimachung unverbrüchlich?« Schwrigtn zu bewahren. Dieje« Ehrenwort versiegelt auch Burck-hardt» Lippen und darum tritt ihm Gotter an« maßend und hodnvoll gegenüber. Er triumphiert sogar im Zweikampfe und jagt dem verhaßten Neben-buhler eine Kugel in die Schulter. E« stünde übel um den AuSgang de» SlückiS, wenn nichl im letzten Augenblick« D:. Heydel (Hrrr Rosen) auftreten würde, der in die Enge getrieben von feinet rb,. maligen Braut. Frau Röder (Frl. Müller). >>ch zum Bruche de« Gelöbnisses, über die Vergangen« heu Götter« Schweigen zu bewahre,i. verstehen würde. Nun endlich gibt Gotter seine Partie ver» loren und verzichtet auf ElseS Hand, die nun den sieberkranken Burckhard» durch aufopfernde Pflege über die gefahrvollen Stunden hinwegzuhelfen ver-mag. — Die Darstellung war «in« vortreffliche. Frl. v. Effner gab die Elf« als f«elenvolle Mädchen» gestalt mit rührender Ergrifsenh.it in Miene und Gesten. Die seelische Zerrissenheit sand durch sie «in« glaubhaste Darst«llung. Frl. d« Polany, di« ibr Wesen als die beschränkte und unsympathische Frau Thomann, der Dichtung zum Opfer bringen mußte, bot eine lebenswahre Darstellung. Eine gewisse Herbheit in dem fraulichen Wesen deS F-l. Müller gestalte»« ihre Rolle als Frau Röder recht interessant und anziehend. Herr Olmar be-meisterte s«in«n Burckhard» mit viel Glück, ebenso legte auch daS Spiel deS Herrn Reißner von der Beherrschung der künstlerischen Mittel ein gute« Zeugnis ab. Herr Rosen. Herr B a ch m a n n und Herr Appelt, der an Stelle d,S Herrn Lang auftrat, trugen zu dem Gelingen de» Stücke« da» Ihre b'i. L-ider ist auch diese« Glück wieder in daS Prokrustesbett gezwängt worden. Der Rotstift der t'.epie schwelgt zu viel im Streichen. Als eine Untugend der Theaterbesucher verdient da» vor» zeilige Aufbrechen gerügt zu werden. Aus dem Hrazer Amtsblatte. Löschung der Firma „Johann Radakovit« ,n Cilli" und Eintragung der Firma „P. A. P ussi in Cilli" im HanvelSreaifter für Einzelfirmen de« k. k. KceiS-geeichtes Cilli. — Erledigungen: Zwei Lehrer» stellen an der fünfklafsigen Volksschule in Maxau. Gesuche bis 20. Februar l. I. an den dortigen OrtSfchulra». — Supplemenstelle an der k. k. Staa»«.Oberrealschule in Laibach. Gesuche bis l. Februar l. I. an die Direktion der k. k. Staa»«-Oberrealfchule ,n Laibach. — Postexpedientenstelle in Gairach. BewerbungOermin drei Wochen. St. k. Post- und Telegraphendireklion für Steiermark und Kärnten. — Gericht«dienerstelle beim k. k. Bezirk«-gerichre in St. Levnhard in Steiermark. Gesuche bis 28. Februar l. I. an da« k. k. KreiSgerichiS-Präsidium Marburg. — Freiwillige Fihrnissever-steigerung im Pfarrdofe Remschnig am 5 Feder l. I. ft k. Bezirksgericht Mahrenberg. Krida. Lau« Amtsblattes ist über daS Ge-sammtvermögen des F. ParadiS. Kaufmann in St. Marein bei Erlachstein, der Konkurs eröffnet worden. Dieser Kausmann ließ sich vor zirka einem Jahre angeblich mit eincm bedeutenden Betrieb«-kapitale in El. Marein nieder. Wir erinnern uns auf die damalige Propaganda cer slovenifchen Blätter. DaS Losungswort h eß „svoji ksvojem*. Talsächlich eilten die hohen, niederen, großen und kleinen Slovenen dem Demschenfresser zu Hilfe, um hiedurch die zwei bereits erdgesessenen deutschen Kaufleute unmöglich zu machen. Selbst die zur selben Zeit vom H. W. in die Welt gestreute Idee der Errichtung eines volkswirtschaftlichen Konsumvereines verstummte infolge dessen Wie foll eS denn anders gekommen fein, wenn selbst der Be-zirkSoertretunaSsekretär dem Konkurrenten der deut» fchen Kaufleute mit der Lieferung von Kupfervitriol im Werte von über 200 Kronen beisprang. Wie dieses Herrchen Lieferant dieser Ware geworden und wie demselben zu Mute ist, als Gläubiger zu fungieren, überlassen wir seiner und der aussichtSbe« hordlichen Anschauung. Svoji k svojeml Aahr- und Aiehmärkte in Antersteiermark. Am 5. Februar: Umerrann bei Peitau, Schweine-mark». — St. Peter bei Königsberg, Bez. Drachen-bnrg, I. u. V. — Am 6. Februar: Oberburg, I. u. B. — UaterpulSgau, Bez. Windisch-Feiktritz, Schweinemarkt. — Am 7. F bruar: Rann, Schweinemarkt. — Am 9. Februar: Neubau«, I. u. V. — Gonobitz I u. V. — RadkerSburg, I. u V. — Peilenstein. B z. Drachenburg, I. u. V. — Am 10. Februar: St. Georgen a. d. S., Bez. Cilli. I. u. V. — Friedau, Schweinemarkt. Herichtsfaat. A«treues Gedächtnis eines Notars. Den Lesern der deutschen Blätter aus dem Jadre 1895 dürften die bekannten „Irrungen" de» Lichienwalder k. k. Notar» Franz VerZec bei der Verfassung notarieller Urkunden noch in lebhafter Erinnerung fein. Eine solche „Irrung" gab jüngst Anlaß zu einem Eigemum«prozesse, welcher ein Nachspiel vor deut >s»cafrichter fand. Der Ver-walter der Herrschast M. nahm eine Waldparzel'e iüc seine Herrschaft in An,pruch. handelte bie* fcei im guten Glauben un> oertra^end a f die Be-wtiSkrast notarieller Urkundeu. In dem Eigentum»-Prozesse wurde die klägerische Herrschaft sachsällig. da H'rr Notar VerKec erklärte, er habe sich bei der V-rfassung der seinerzeitigen Urkunde wieder einmal „geirrt". In der betreffenden Klagebeant-wortung befand sich unter anserem der PassuS: „E« ist ein unqualisizierbarer Vorgang de« Geg-ner«, mir durch einen Kniff mein Eige->,um zu entreißen, indem er einen Irrtum benützend sich mein Eigentum aus ganz ungerechtfertigte Weise aneignen wollte". Da« Konzept dieser Klagebeant-wortung hat zugestandenermaßen Notar Ver§«c versaß». Die Folge davon war ein Ehrenbeleidi» ounlitprozeß de« Eigentum«kläger« gegen Notar Versec, welcher auch oie Verurteilung de« legieren zur Folge batte. In seiner Verantwortung erklärte Notar Veisec. daß er mit der inkriminierten Aeußerung nicht den Gutsherrn, sondern den Ver-waller, resp. Forstmeister desselben Herrn Cz. ge» mein» habe, — wahrscheinlich bat er sich wieder „geirrt". Nun erstattete Herr Verwalter Cz. die EhreubkleidigungStlage ge«en Veröec und wurde darüber die Hauptverhandlung vor dem Bezirk»-gerichte Llchtenwald vor einigen Tagen abgeführt. Der Privaiankläger Herr Cj. stellte hiebei den An-lrag. die Allen an die Staatsanwaltschaft zu über« weisen, da die Aeußerung in der Klagebeantwortung den Tatbestand der Verleumdung involoiere. Der für Herrn Versec au» Cilli erschienene Ver» leidiger Herr Dr. Hrasooec pla.diert für den Frei-spruch, indem er aus die bereit» einmal erfolgte Verurteilung de» Angeklagten wegen deS» selben Faktum« erinnert und produziert eine Kassa-livnSenischeidung, wonach eS nicht angehe, daß Jemand wegen einer Beleidigung, die Mehrere treffe, mehr alS einmal verurteilt werden dürfe. Der Einzelrichter Herr k. k. L.-G.-R. Zainkar scheint sich dieser Absicht angeschlossen zu haben, denn er spricht Herrn Äersec frei mit der Begrün» dung, daß Herr Cz schon bei der Hauplverhand» lung gegen Herrn Vnsec in Cilli. bei welcher Cz. zusällig als Zuhörer anwesend war, den Slrasaw »rag hätte stellen sollen. Herr Cz. hat gegen diese» Urteil sosort die Berufung angemeldet. Wieder war e» einmal eine der häufigen „Irrungen" de» Herr« Notars Veröec, welche einen kostspieligen Eigen» tumSprozeß und zwei EhrenbeleidigungSprozesse veranlaßte, und unwillkürlich wird man an einen Artikel ia zwei deutschen Blättern auS dem Jahre 1895 erinnert, in welchen da« Wirken deS genann» len Herrn einer eingehenden Schilderung gewürdigt wurde, wie z. B. der Fall öoeglic, Anna Robic und Franz Jankovilfch, die Am>Sehrenbeleidigung be« BezirkSkommissärS von Rann, die Denuziation eine» Lehrer», die Anzeige de» Max Kompost, welcher wegen Meineide» angezeigt, aber freige» sprachen wurde, und mehrere andere, welche noch nicht der Vergessenheit anheimgefallen sind. Tagesnemgkeiten. Prahllose Kelegraphie Au« London wird berichlet: Marcom hat den Verkehr zwischen Eng-land und Kap Hood eröffne». Rooseoelt sendete Er. Majestät dem Köni^ Eduard ein drahtlose» Gruß» telegramm über die neue Strecke. Kin Pfarrer, der feine Heliebte ermordet. Da» Schwurgericht in Logrona verurteilte den P. von Torrecilla, Don Poldecanlo«, zum Tode. Der Geistliche hatte im September vorigen Jahre» seine Geliebte ermordet, indem er ihr im Walde auf« lauerte und ihr mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitt. Seite ß „Deutsche W«chi- Nummer 9 Familien-Pension Plentl Graz, Goethestrasse 3. 7911 Elegant möblierte Zimmer mit und ohne Verpflegung, elektr. 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Die Erstehungssummen sind, die Hälfte sofort und die zweit* Hälfte bei der Abholung zu erlegen. Die erstandenen Weine müssen innerhalb 10—14 Tagen vom Erstehungstage an, abgeholt werden. Nähere Auskunft erteilt der Landes-Wein- und Obstbau-Kommissär Anton Stiegler, Grai, Landhaus. Gras, am 13. Jänner 1903. 7924 Vir steierm. Laides-Aisselrossc. Fahrkarten- nnd Frachtseheiie iiaeh Amerika kOnigl. belgische Postdaropfer der Red Star Linie' von Antwerpen, direct nach New-York: nnd Plane!® concess. von der höh. k. k. Osterr. Regierung Man wende sich wegen Frachten and Fahrkarten an die 784? Red Iiu> Male in Wies, IV., Wlednergfirtel M, Jullua Pepper, Südbahaatraaae I in Innnbrnrk, Anten Hebek, Rahnhofstraaae 14 in Laibach. Herausgeber und «nleger: Zj«rei»sbucVdruck«rei «eleja in »illt. «eraMworllich«, Schriftleiter Daniel Zetschka. Druck der Bereiilttuchdruckerei «eteja t» Eiüi.