M RT3 Freitag am 3. Juni R853. frei ,7„,jäl.ri,,, „„.er Kr',.,!'',.. „n. «,dr,.ck.rr «.«ss, ,5 si ^" > ,a hr, « 7 ss 3. fr - 3>. ,^ra., ° „«ss eb„^ r mr e,ne 3.a...,,n,c .„, .„, N >.„,.. ,nse""n ,.° , „ '„a,iac «imA'a,!,,,,, li lr,, snr ,w,,,,,a,iqc ^ l>„ „,r i,rn,,,.,,,q, ,, sr, («, M, I,,, >a e !»« ,1 3'le>, !°ss,n ! ,1, !„r 3 M,,l, .,<> kr, „,r 2 Ma! „,,d « lr. s,,r , Ma, ,i>,.»sch<>,l.,, 3» ^ftn Gll!,.wn iss „ach dem „»'rovisorischc» Gcfttze v.m '!, N.v.,»ber ,850 s.,r 'u,,,rt,m,>'ssa>M'el" „och !<» sr, ,„r c»,c ,^»',„a,,g, i hi,,,,, ,,. „ch.„„. "««»"V"""'. Amtlicher Theil. W»ie dm-ch die nachgesuchte Enthebung des Franz ^tabilini in Vhiaveuna erledigte Pratorostelle ^"de »om Instizininister dem dortigen Praturskauzler Joseph Trabucchi verliehen. XXXll. Nerzeich >, iß ^r im Herzogthume Krai» eingegangenen Beiträge i»M Bane eines das Andenke» cm die wunderbare Ntttnng Sr. k. k. apostol. Majestät verewigenden Gotteshauses in Wien. H>'. Georg Kerschischnik, Localcaplan inKarner- fl. vellach ........l>^ kr. ^>e Kirchengemeinde daselbst..... ^ 6 kr. Hr. A„ton Porenta, Pfarrer in Mitterdorf - 2 H^/ i!»cas Porenta, Eooperator daselbst - . 2 ?'° Kirchengemeinde daselbst..... A ^' Johann Kovazhizh. «Pfarrer in Feistriz . - A' ^"'^ Ieranzhizh. Looverator daselbst . ^ ^Kirchengemeinde daselbst..... ^ Di«'^ Eavcrschnik, Localcapla» in.Koprinuik >! Hs ^^»gemeinde daselbst..... ^ D,^ "^'Saj,. Pfarrer in Lees . ... 1 ^ ">rche»aememde daselbst..... ^ . 1 kr. -!?>'. Jod. Klaptschüsch. Pf.irrvicür in Ouschische l Die Kirchengemeinde daselbst..... 2 2« kr. Hr. Stephan Nosmaun, Ansschußmann . - 1 ^»ril Pogatschnik, Landmann..... 1 ^-Simon Wilfan, Pfarrer in Kronau . . 2 ^-Georg Matek. Coo»eras«!a Beuet daselbst....... ^ ^'u!a Nogar daselbst.....20 kr. "rsi'la i« »" ^^"'°k. Hi'bleri,, daselbst . 10 kr. Kirchengemeinde daselbst..... 1 br, c. , 28 kr. h>, ^bann Marinko. Pfarrric.'ir in Loilsch 3 ^>>e^°" Kleine», (5ooperator daselbst . . 2 „ Kirchengemeinde daselbst..... 4 Hf.n>, „ Franzdorf .... 3 "'atthaus Widmar, Pfarrvicär i» Gereoth ^ Hr. k>, 7 fr. Die h^"" Kosmazh, ßooperator i» Gerenth 1 ^'rchengemeinde daselbst..... < Hr 9>, '^ kr. T)ie ^ ^ Kosi, Pftrrm^r in Hotedcrschitsch , 1 Hr y, ''^"gemeinde daselbst - - 2.'i kr. Hr. <>,''"" I"goviz, Pfarrvicar in Nakitna . 1 Die ^^'d'"ar. Localcapla,' i» Schrrarzenberg 1 Hr. y)"ch<"'gemei„de daselbst . . '!N kr. D>e^"g Pl,mel, Localcaplan in Saplana 2 "Uchengrmeinde daselbst..... ^ Hr.<^, ^ 9'/, kr. "l" H>r>i„ger, Localcapla» in Podlipo ^ ft. Die Kirchengemeinde Podlipo ...'.. ^l Hr. Aler Ierala, Pfarrer in Horjul ... 2 Hr. Ich. Wolzliich, Cooperator daselbst - > 2 Die Kirchengemeinde dasclbst..... ^ 3'/, kr. Margareth Witmar, Hnblerin in Gerenth . 2 Hr. G, Michitsch, Bürgermeister in Hiiuerberg t Die Pfarrgemeiude iiaserbach..... ^l 20 kr, Hr, Joseph Süpanzhizh, k. k. Steüercoütrollcr in Grrßlaschitsch........ 2 Hr. Anton Grebenz, k. k. Steuerassisteut . . i 6 kr. Thomas Llihaincr. k. k. Ämlsdiener 10 kr. Hr, Joseph Maiensche, Hanebesi^er i» der Gradis.i'aorrstadt........ 2 Der Gemeiiiderorstaod ?tenthal .... 2 30 kr. Der Ertrag eines Opfergaxges i» Obertuchai» 3 ! Joseph Nuech, Echnler der !l. b'Iasse 3 bis einschliesiig 1. November 1861, einem 20-Franfe„sti!cke. sieben f. k. Ducate» in Gold und 4'/, kr. altes Kupfergeld. Nichtamtlicher Theil. V e N c r r e i ch. ' Wien. Wir haben auf Grundlage amilicher Ausweise iu einem fnihere» Ariikel eine vergleichende statistische Darstellung der, in dem Jahre 1848 nud 1849 begangene» Verbrechen geliefert. Die Genanig-. keit statistischer Darstellung erfordert indeß nicht bloß, die Zahl der begangene» Verbrechen, sondern anch die Zahl der dabei beiheiligteli und dießfallS »er-urtheilte» Personen in Betrachtung Z» ziehen. Iu Oesternich betrug die Zahl der untelsuchteu Personen iu dem Jahre 1848 »ud 1849. 2783 uud 2377; in Oesterreich cd de> Enns: 794 »nd 731; in Salzburg: 2^1 und 2U8; i» Steiermlirk: 1103 nnd 1282; in Kärnten: 241 und 336; i» Kraiu: 376 und 348; i» Tiiest, Görz und Istrien: 304 u. 493; iu Böhmen: 34/.U und 3U29; >„ Mähren: 2097 u. 2800; in Schlesien: 783 nud 849; in Tirol nnd Vorarlberg: 9<2 und W9; j„ Dalmaiie» : 70^j nud 608; iu Galizien: 3291 uud 4803; in der Bukowina: 306 nud 3n4; in der Lombardie: 1907 uub 2073; in Venedig: 1848 nnd 2060. Fernerhin betrng die ZM der hiervon vernrlheil' ten Personen wahrend der I,ihle 1848 nnd 1849 ,,, Oesterreich unter der Enno: N)03 l:»0 1404; i» Oesterreich ob der Enns: 3<7 »nd 476; in Salzburg: 142 und 168; i„ Steiermark: 463 u. 33< ; in Karnten: 141 und 170; j» Ktaiu; 163 u. 174; >u Triest, Gc»z und Istrieu: 138 und 268; in Böhmen: 2833 und 2843; i» Mahre»: »223 u. 14l7; i» Schl.sie»: 490 und 343; in Tirol uud Vorarlberg: 343 »nd 333; in Dalmatien: 243 nnd 284 ; in Galizien: 2867 und 2263; i» der Bukowina : 163 und 139; in der Lombardie: 1024 und 1130; iu Venedig: 811 und 932. Diese Darstellung laßt ersebe», daß in allen darin betrachteten Kronländern zusammen durchschuin-lich jährlich 23 288 Persoueu in Uutersuchnng qe» standen siud, wornach steige». Die i» Berücksichiiguug der Bcvölkernng anfsal-leud große Zahl der Untersuchte» i» Salzburg (durchschnittlich 234, mit hienein Untersuchter auf U28 Em-woh»er) ist außer deu hierauf Einfluß uehmenden Gränzverhaltnissen, auS den wenig regulirt gewesene» Forstzustandeu i» jenem ^!ande, welche wie immer auch in jene» Jahre» viele Waldfrevel und Holzdiebstälile zur Folge gehabt habe» dürften, zum Theile erklärlich. Da jedoch die Forstregulirnng i» jenem Kronlande bereits im Lanfe des vorigen Jahres in Angriff genommen worden ist, dürfte mit vollem Grunde schon für die nächste Zukunft ei» günstigeres Resultat zu gewärtige» sei». Die wenigsten Untersuchten sind ans der Tabelle für Küruteu, das Küstenland und Krain ersichtlich. Die große Mehrzahl der Untersuchte» befaud sich z» Folge der bisher geltenden Vorschnftc» über das Strafverfahren im Verhafte. Als Snmme für alle Kronländer ergibt sich durchschnittlich, daß vo» 100 Untersuchte» sich fast 79 im Verhafte befanden. Wen» man die zn Grunde liegenden ziffermäßi-ge» Answeise mit Rücksicht anf das Jahr vergleicht, so ergibt sich, daß im Jahre 1849 gsgen die durch, sch littllche Zahl von fast 79 nur in Galizien mit 94, in Dalmatie» gleichwie im Ve»,tianische» mit 92, endlich in Tirol mit 81 eine höhere Zahl der verhaftete» Untersnchten ersichtlich ist, jedoch die anf alle übrige» Krenländer entfallenden Zahle» die durch» schnittliche vo» 78 98 nicht erreichen. Dieses günstige Ergebniß ist ei» beachtensrreriher Beleg, taß die Strafgerichisbehöldeu die a. H. Entschließung v. 22. Mai 1848, womit die Stellung Huf freie» Fuß .l>ä» 3l« rend der Untersuchung auf eine größere Zahl von Fallen ausgedehnt wurde, mit voller Gewissenhaftig-keit sich gegenwärtig gehalten haben. Von 100 Untersuchten traten im Laufe jeden Jahres ans der Untersuchung: 184» 184» Iu Niederösterreich. .... 79-12 8728 „ Oberösterreich.....77-67 83 88 „ Salzburg......81-78 84-83 „ Stnermark.....6826 70 40 „ Kärnten......63-76 79 23 „ Krain.......47 81 70 74 „ Triest. Görz u. Istrie» . . 73 66 78 62 „ Böhmen......«8-78 73 30 „ Mähreu......63 07 73-03 ,„ Schlesien......81-86 80-84 „ Tirol und Vorarlberg . . 79-3!! 33 66 „ Dalmalie». ..... 74-83 77-02 „ Galizien......66-62 79 01 „ Bukowina......60!7 7777 „ Lombardie......79-2, 83-90 „ Venedig......80-83 83-33 Ans dieser Darstellung ergibt sich, daß mit Ans-! nähme von Krai» , Künuen , Steiermark '/^ aller ^ Untersuchten, im I. 1849 iu Salzburg, Schlesien, und im Venetianischen 4 Fünflheile jährlich ihre»^ Prozeß beendigt haben, was im I. 1848 in Bezog, auf Oesterreich und Tirol mit. einer geringe» Mehr-l zahl ebenfalls nachgewiesen erscheint. Wien, 31. Mai. Se. Maj, der Kaiser bat, heute das Sommerresidenzschloß in Schöubrunu bezogen. — Der schweizerische Geschäftsträger am hicsi-, gen Hofe, Hr. Steiger, hat heute die Fortführung der Gesaudtschafcsgeschäfte eingestellt, verbleibt aber in Wien. In verflossener Nacht wurden die beiden vor dem Hansthore n»d vor der Kanzlei angebrachte» Gesaudtschaftsschilder herabgeuomme», — Donnerstag, den 16. Inni, fnidet znr Erinnerung an den 16. Juni 18l4, a» welchem Tage Se, Maj. der Kaiser Franz I. aus dem damals beendete» Feldznge glücklich nacl, Wien zmückkchrte, die jährliche Bctheilung ans der eine Million Guide» übersteigenden Invalidenstifiung Statt, Mit der Ver-theilnng ist anch die übliche Milicärparade vor dem Iuvalidenhause verbnnde». — Hente Nachmittags wurde der im Pensions-stände verstorbene Herr FML. Joseph Scribanek mit de» übliche» militärischen Ehren zur Erde bestattet. Der Verstorbene war bis oor Kurzem Director des militär-geographischen Iüstitnts in Wien, welches ihm de» große» Theil sei»er zweckmäßige» Organisation z» danke» hat. Unter seiner Direction wnrde auch das Militär - Ingenieur - Geographen - Corps in das Leben gerufen. Die königl. geographische Gesellschaft i» Loudo» verliert an dem FML. v. Scribanek ein sehr thäliges Mitglicd. — Das Commissions - Donauschiff, welches ans ärarische Koste» erbaut wurde, wird regelmäßig jähr-lich zwei Mal, u. z. im Frühjahr und Herbste, zu den Commissionsreisen verwendet. Es werden bei die> sem Anlasse alle schadhaft gewordenen Uferstellen aufgenommen, uud sodann die Pläne und Voranschläge hohen OrtS zur Vorlage gebracht- — Vom obersten Gerichtshofe ist eine Entscheidung in einem CivilrechtSfalle dahin gefällt worden, daß daS Vorhandensein einer ungewöhnlichen Menge von Ungeziefer in einer Wohnung den Miether berechtige, vor Verlauf der Miethperiode vom Vertrage abzustehen. ' Einem Vortrage des Herr» Admiuistratious-Präses der Douaudampfschifffahrtgesellfchaft entnehmen wir bezüglich der von Mohucs nach Füüfkirchcn zu erbauenden Eisenbahn folgende Stelle, wobei wir noch vorausschicken, daß dieser Bau hauptsächlich durch das Bedürfniß von geeignetem Kohleumaterial motivirt wird. Es heißt daselbst: Die umfangreichen, noch sehr wenig ausgebeutete» Kohlenlager in der Nähe von Füufkirchen bieten nun solche neue Bezugsquellen dar indem die dortige Kohle nicht nur von tresslicher 7"chaif"che>t. sondern anch i„ ft großer Menge vorhanden .st daß die dortige., Lager voraussichtlich jede» Bedarf der Gesellschaft für d.e Znkm.ft. so weit er Nicht anders w°w be.eit« ü^st. 5ch« stelle« dil'ftt. Die Administration hat darum anch mit» ten in jenem Kohleudistncte mehrere, die be,1en Hoffnungen gewährende Kohleufelder, im Fläcyemaume von beiläufig 33.000 Quadrat-Klafter, zn dem verhält»,ßmäßig geringen Preis von 37,000 si. erworben. Es g,bc aber dabei »och eine große Schwierigkeit zn überwinden, uümlich de» Tranoport der Kohle bis an das Ufer der Donau. Es lag demnach der Wuufch nahe, ans die Erbauung einer solchen Eisenbahn zwischen Mohücs nnd Fünfkirchen, beziehungö-weise den doitigc» Kohlengrube», hiuzuwirken. Die Frage war jedoch zunächst dahin gerichtet, wer diese Bahn zu erbauen hatte. Schon vor dem I, 1848 hatte sich eine Prioaigesellschaft gebildet, welche eine Eisenbahn vou Mohnes über Füufkircheu uach Groß-Kanischa zu erbauen beabsichtigte. Eö hatten Actien-einzeichnuugen und die Tra^irnog der hier in Frage kommenden Strecke stattgefunden, allein dnrch die nachfolgenden Verhältnisse geriethen die Einleitungen i»s Stocken und haiten keinen Erfolg. Eine nähere Erwägnng führte jedoch zn dem Schlüsse, daß überhaupt der Van uud der Betrieb durch ei„e Aciiei,-gcfellschafc nicht im Interesse der Dampfschifffahri-gesellschaft liege. Das kürzeste schien jedenfalls, wenn die hohe Staatsverwaltung, welcher alle Mittel zu Gebote stehen, den Bau bald uud i» zweckmäßigster Weise zu vollenden, denselben übernähme, wodurch die Bah» i» die Reihe der Siaatsbahnen aufgenommen würde. Um aber die hohe Staatsverwaltung, welche gegenwärtig mehrere für den Staat weit wichtigere und dringendere Eisenbahnbauieu auszuführen hat, zu vermögen, den Ban allsogleich in Äugriff z» nehmen, müßce derselbe» die Bansumme znr Verfügung gestellt werden, welches anch ohne irgend ei»eu Nachtheil von Seite unserer Gesellschaft geschehen könnte, wenn die hohe Staatsverwaltung den Betrieb dcr Bahn so lauge in den Handen der Gesellschaft läßt, daß sie im Stande ist, daS hierzu verwendete Capital zu verzinsen und zu amortisiren. Demnächst war es darum zn lhnn, einen Plan zu eutwelftn, in welcher Weise das Anlagecapital, welches sich auf drei und eine Halde Million Gnloen stellen dürfte, am geeignetste» aufzubringen wäre, so wie die hohe Staatsverwaltung zu bitte», diesem Vorhaben ihre Genehmigung zu ertheilen. Wir sind in der erfreuliche» Lage, Ihuen zn berichten, daß Se. Excellenz der Herr Ha,>delsminister mit hohem Eilasse vom 29. d. M. sich geueigt erklärte, auf den bezüglichen Vorschlag einzugehen, und sich hierzu seiner Zeit die Allerhöchste Geuehmignng z» erbitten. — Aus Brannau, 23. Mai, berichtet die „Linz. Ztg." : „Vor Kurzem sind bei einer Nachgrabung i» dem Garte» des GrundbesiyerS Stabler zu Bogenhofe» Ucberreste eines Mosaikbodenö cuifgefnnden worden, welche ungefähr 2 Schuh nnter dem Erdreiche lagen, und zu dem Schlüsse berechtigen, daß an diesem Orte ein weitläufiges Gebäi,de von Auszeichnung gestanden sei. Gleichzeitig wurden ungefähr 60 Schritte lange Grundmaneru entdeckt, die sich aus dem erwähnte» Garten in jenen des Nachbars hinziehen, so wie Neste von Wandmalereien und Spuren, daß daS Gebäude in Bra^d geseßt, uud sodann demolirt und der Erde gleich gemacht wurde, deuu in gleicher Tiefe, wie der Mosaikboden und die Baii-trümmer iu Sladlers Garten, liegt anch der Schntt im Garten seines Nachbars, wo sich ein Stück einer grobkörnigen Mosack, etwa 4 Q. Zoll groß, vorfand. Dieses Stück befindet sich im Schlosse zu Vogenho-fe» in Aufbewahrung. Da die Laudesgeschichte von einem den vorgefundene» Neste» entsprechenden Gebäude an dieser Stelle »icht spricht, so diufce man hier auf die Ucberreste irgend eineS alten, vielleicht römische» Bauwerkes gestoßen ft-i». Es ist die Ver-aulassuug getroffen worden, daß die geeigneten Nachforschungen geschehen, uud der Fnnd sicher gestellt werde." — Da es in Deutschland bisher au einem Centralpuucte fehlte, „iu welchem die einzelnen Staatssammlunge» für Geschichte, Literatur und Kunst zusammenliefen, sich begegnen und ergänzen könnten," so ward im Herbste 1832 a»f einer Versammlung deutscher Gelehrter und Kunstforscher in Dresden die Grüuduug eines g e r M anis ch en National m »-seums beschlossen, das jeyt iu Nürnberg iu's Lebe» tritt. Dasselbe soll zwar auch Ongi>,alschäl)e deutscher Vorzeit enthalten, so weit dieß durch An-kanf nnd Stiftungen möglich wird, außerdem aber ein Central-Nepertorium für die sämmtliche» iu Deutschland bestehende» zerstreute» Staats- M'd öffentlicheu Sammlunge» werde», „nm darans zn ersehen, was an Quelle» nnd Denkmalen deutscher Vorzeit (voiläufig bis 16.^0) cristire uud wo es zu finden sei." Neben den zn hoffenden NegierungS-Unter-stühnugen hat sich eine Actieugesellschaft gebildet, dere» Sin Nürnberg ist. Der Vorstand, Freiherr v. n. z. Äiifseß, fordert zu Zeichnung von Actien n„d Jahresbeiträgen i» einem Circular auf, daS von einer Neihe der namhafteste» deutschen Gelehrten u„d Knnstforscliec als „Mitglieder deS GelehrtenauSschnsseS des Museums" unterzeichnet ist. — Man hat in München abermals einen grüß-lichen, an einem 60jährigen Ma»n verübten Mord ermittelt, verumthet aber, daß seine zugleich nlMgt gefnndeue 22jährige Tochter die Mörderin ist. S>e hatte ihre That dnrch Brandstiftung vertilge» wolle», das Feuer wurde aber vor dem vollen Auöbruch gelöscht. — Vou vielen Seiten wird jeyt darauf gedru»' gen, eine regelmäßige Postoerbiudnug mit Australien »ermittelst der indischen Ueberlandpost herznstelleü. Dieser Plan bat Vieles für sich, und wird ohne Zwe" fel zur Durchführung kommen. Diese Noute ist of' fenbar die kürzeste, zumal „ach Melbourne, geg">' wänig der bedeutendsten Stadt Australiens. D^ Enlfernnug von Southampton nach Melbourne n^ Aegypten nnd Indien beträgt nämlich 12,000 Me>' len; vou Plymouth nach Melbonrue nm das s>'l> herum (wie jel.'t die Schiffe fahren) 13.220 Meile"» n»d von Sonthampto» uach Melbourne über Paüa-ma 13,000 Meilen. — Singapore ist aber durch die Ueberlandpost bloß 8036 Meilen von Southampton nud 4000 Me,!c» vo» Melbourne entfernt. Die Bor-tkeile der »»bische» Noute liegen somit ans der Ha»d, und wollte man bloß zwei Dampfer regelmäßig zwi'-scheu Melbourne n>,d S>»<,c>pore lanfen lasse» , so halte Europa ei»e regelmäßige, monatliche Postver-biudiiüg mit Anstralie» bei veihältnißmäßig germs^ Kosten. Deuts ch l a n d. Frankfurt, 27. Ma^. In der heutigen geheim"' SilMig der geseßgebende» Versammlung wnrde dew Aüschlnß an den seiner Zeit vou mehrere» deutscht Slaaten iu Betreff der Heimathsverhälluisse al'^ schlossenen Vertrag, so wie dem SlaatSuertrage ül'^ die österreichisch - baier'sche Telegraphenverbindnng ^^ verfassungsmäßige Sanction ertheilt. Däne m a r k. Oupeuhagen, 27. Mai. Durch einen a>^ Schloß Frederikoborg datirten „offeuei, Brief" S'"' Maj. deS Königs wird der Reichstag zum 13. Im' d. I. zusauimenberufen. Heute finde» im ganze» Köingreiche die WalM zum Volksthinge Statt. S ch w e i l. Die Landesgemeinde in Glariis befaßt« >'^ den 22. Mai Nachmittags »m l'/^ Uhr mit ""^ Crediterdffnuug vou 300,000 F,-. ftn- Betl,ei>'^'". au Eiseubahnactien, als plöylich der Ruf "'^,^f „Waibel, es brennt a»f dem Nalhhanse!" ^lles auseinander, der Brandstätte zu, nnd ein Gefa»3 il, dessen Nähe Bra,idleguug Statt gesunde» l)"' kann, erzählte nun also: „Es war nach H ^ »..j« ich seitwärts fern von mir knistern hörte. ^" , ,^ steru breitete sich nach und »ach so ans, , ^„ entschieden für Feuer hielt. Von Angst s^ ^ klopfte ich an die Gefängnißchüre. 2w'gebenS,^^ antwortete nicht, weil die Gefaügenwärter'» ^ der Wärter ander Landögemeinde war. E" ^ -^^ langem Klopfen. als daS Feuer zu "" ^^^ war, öffnete sich die untere Thnre. u»o ^ ^,^„„.« de» Nnf eines Kmdes: "'^) Gott. e ,^^ Dann herrschte wieder kurze Zeit eme 3""'" , Ieyt waren zwei entschlossene " "sch ^i^ernd bot die Wärterin dem Ersten e^^'^^ du.'d „ud de» Schlüssel Nr. 6. De> ""3" ^ «rgr.ff denselben, trat in'S Feuermeer und nes. 817 ist Nr. 6? Hier antwortet unser Gefangener. Die Thüre öffnete sich und ec war gerettet. Der Uner-schrecken« wagte sich cn>f das Nnfeu der Gefangenen erneuert durch's Fener. Zum Unglück war ein an-derer Gefangener, der unter furchtbarem Geschrei eine Hand zum Loch heransbot, gekettet und konnte ohne. l>>» seine Nummer uicht bezeichnen. Dessenungeach-tet steckte der Nettende zwei Schlüssel ein, aber keiner öffnete. Aber jetzt ward er selbst vom Feuer ergriffe», mußte den Rückweg aulreten und wurde vou seinem Gefährten durch Aufklopfe» mit seinen Händen gelöscht, hatte jedoch starke Brandwunden. AIs hier nicht z» helfen ist »nd dem Unglücklichen in Nr, 13 »on Außen ebenfalls »ickt beiznkommen war, so lief der Verwundete nach einer weiter, und hatte das ^liick, schnell eine solche zn erlangen. Dieselbe wurde an das brennende Gebände angestellt. Zwei Unerschrockene erstiegen sie. Der erste, mit einem Brecheisen versehen, konnte lange nicht einen Holzverschlag, M>t Eisen stark verbunden, frei machen. Derselbe krachte endlich znsammeu. Furchtbarer Aublick, Ans dem Gefängniß qualmt ihm schon Feuer und Ranch entgegen, und der Gefangene, an die E'seustäbe, die «rst »och loszumachen sind, gelehnt, jammert und winselt ihm entgegen. 3mn Glücke kann der Incite lem Gefangenen de„ Spritzenschlanch und das Wcnd-lohr hineinbieten, woranf der Unglückliche durch Sp>>-Oen das Feuer uou si.I, abzuhalten sncht. ^üährend der Hebel durch die Lnft kreiset und die Eiseu ans den Filgen zwingt, kracht ein Rasendachthei! znsam-Wen und überschüttet nud verwnndet die ans der Leider Stehenden. Doch die weiter hält nnd die Männer weiche» uicht; er muß gerettet sei», war ibr Losungswort und siehe — die Stange» dff„en sich, der Ge-^Nigene wirft das Wendrohr weg, kriecht durch nnd '^ gerettet- Kaum ist er weg, so kracht ein Theil ^ Dachstiigels zusan'.men. zerschlägt ein Slüct der "" »no die zwei Relter wären verloren gewesen, ^° «r Werk ihnen nicht kurz vorher gelungen." 'Wwische,, s^,h ^^^ Spritzen in vollem Gang, der "'gen half etwas nach, oaö Dach wurde tl)>i!s durch i>as Il'„er, theils durch lollkndne Manrer- ,,,id Zim-. Merleute, die mitte,, i» D>ichbff„U!!<,c» stehe», zerstört »nd abgeworfen. So ist man binnen fünf Viertelstunden des FeuersMeister geworden, was nnr unter Achtbarer Anstrenguug geschah. Als man den Schntt a«f der Dachebene weggeräumt, da fand man endl,ch den dritte» Unglücklichen, furchtbar verbrannt auf dem Gesichte liegend todt. I r u n k r e < ch. Paris, 27. Mai. Der „Mouitenr" publicirt °>» kaiftrl. Decret, durch welches dem Minister des °"iserlichen Hauses eine Specialcommission beigegeben ^>ld, die sich mit der Verificiruug und Ausgleichung °ll Nechnungen der Civilliste zu beschäftige» hat. Der Präsident deö Rechnungshofes, Herr Varihe, wurde z»M Präsidenten dieser Commission ernannt, die aus ^hs Mitglieder» besteht, unter welchen auch der ^taatsrach Bonlay (de la Meurihe) sich befindet. Die acht Verurtheilten vou B'^darrieul, die zum ^ooe verurtheilt uud zur lebenslänglichen Zwangsarbeit lgnadigt worden waren, sind am 24. Mai »on Monf- ^>«r nach Cette gebracht worden, von wo sie ohne ^'eifel behufs der Depottation uach Cayenne und ^vulon abgehen werden. Paris, 28. Mai. Die Session des legislativen ^rpers ist heute geschlossen worden. Die letzte Siz- A'g war malt. Selbst der Gesetzentwurf bezüglich der ^'ede^inführnng der Todesstrafe bei politischen Ver- ^cheu konnte keine lebhafte Debatte hervorrufe». Er l»de ft votirt, wie ihn die Commission im Einver- Miien mit der Negiernng beantragt hatte, . Der sogenannte Prozeß der fremden Correspon- ^"^» ist beendigt. Der Gerichtshof hat das in erster ^"»z gefällte Urtheil bestätigt. S p l, n i e ». , , Die .'„„^ N.organisalio» der Verwaltung schreitet d« ^,°s'^> Schritten volwärls. Dnrch eine Verfügung ^^ ^'"ilinzmimsters wird bestimmt, daß inskünftige in ^^ ^genannte l»!il<,'l!m>« uMoilill« der verschlcdeiuu ^,^^>>en a„ch die nothwendigen statistischen, den Reichthum des Landes betreffenden Notizen, aufgenommen werden solle», um dadurch allen Mißbrauche» der Data zuvorzukommen uud sich über den wahre» Bestand deö steuerbare» Eigenthums - Quantums zu unterrichten. Die Besteuerten (heißt es im h. 3) werden darin eiue» Beweis mehr sehe», wie aufrichtig das Bestrebe» der Regierung ist, die Steuern gehörig zn vertheilen. Die Verfügung geht daher dahin, daß die Finanzverwalter in die l>ol«liiü.>« ihrer resp. Provinz die Uebersichten der Steuervertheilung ein^ rücken und in den dulülme« ebenfalls die bestimmten Beschlüsse der General- (Finanz-) Direction und deren Genehmigung dnrch die Regierung mittheilen. Vrl'N'rUnnllicn und Irland Lundon, 28. Mai. Auf eine weiilänfig mvti-uirte Anfrage Lord Malmeobnry'S im gestrigen Oberhanfe, ob Lord Siratford'ö Instructionen mit denen des fiauzösi/chen Gesandten in Coustanlinrpel identisch seien — erwiederte der Earl of Clarendon, er bitte vor Allem, im Interesse deS Staates, nicht anf Auskunft über noch schwebende Unterhandlnngen zu bestehen. Die letzten officiellen Depeschen aus Con-stantinopel seien vom 9. Mai. K»rz vor dem 9. Mai sei die Differenz wegen des heil. Grabes durch die freundliche Vermittlung Lord Stratford's beigelegt worden. Wahr sei, daß am ». Mai eiu russischer Vertrago'eutwurf der Pforte vorgelegt wa,d, aber derselbe habe nicht den Cbarakier eiueö Ultimatums gehabt, wie mau daraus sehe, daß seitdem eiu weiterer NotenauSlansch Siatt fand. Seit der officiellen Depesche vom 9-, i» welcher Lord Stratford meldet, daß er die wahrscheinliche Antwort der Pforte nicht kenne, hac die Regiernng keine andern Nachrichten als cas Publikum, nämlich die abgerissene», »ichts e,klärende» uud oft uuzuverlässigeu Mittheilungen des Telegraphen erbalten. Uebrigeus brauche er kaum zu versichern, daß die Regierung »ach wie vor im Iu-tcresse England's wie Europa's entschlösse» bleibt, die Unabhängigkeit des linkischen Reiches anfrcchl zn erhalle». Die Gesandten Englands und Frankreichs in Constamiuopel betrachten, wie ihre Regieruuge», d,e Frage o?m selben Gesichtspnncte uud behaudeln sie in einträchtig»'!!, u,,d l>>>zl,ch^>, Emllang. Im Unterlians stellc Mr. d'Isracli dieselben Fragen wie Loid Malmesbury im Oberhanse nnd bemerkt, die öffentliche Meinung sei um so mehr alarmirt, als man höre, daß die Regierung jetzt nachtraglich die Nichtigkeit der vom Oberst Rose befolgten Politik eiu-sehe und die Nichtbeachtung seiner Ordre a» Admiral Duudas bedauere. Lord I. Russell erwiederte darauf ungefähr in derselbe» Weise wie Lord Clarendon. Oberst Rose habe allerdings wohl gethan, anf Verlangen des GroßvezierS einen Dampfer nach Malta znr Herbeirnfung des Admirals Duudas zu senden; Admiral Dnndas habe eben so wohl gethan, um Weisungen nach London zu schreiben, ehe er anslief, und Oberst Rose selbst dabe zwei oder drei Tage nach der ersten Ordre eine Gegenordre nach Malta gesandt, da der Großvezier veisicherte, die Anwesenheit der britischen Flotte thue nicht mehr Noth. Darauf kam Lord Straiford in Constantinopel an und bewährte sei» glänzendes Taleut, seiue Sachfcuntniß und sei» Ansehen bei der Pforte durch gütliche Beilegung der rnssisch - türkischen Differenz wegen deS beil. Grabes. Die uachherigeu Forderungen des Fürsten Menischikoff seien, i» Rnsilandö Auge», bloß rine nothwendige Bürgschaft für die Beobachtung des über daS beil. Grab getroffenen Uebereinkommens, aber in de» Angen oer Türkei, Englands und Frankreichs betrobe» dieselbe» die Unabliängigfeit der Pforte, Er könne versichern, daß zwischen dc» Gesandte» Englands »,>d Frankreichs dai über der vollkommenste Einklang herrscht. Die Lord Stratford ertheilien Weisnngen ließen sich ji'tzt nicht gnt vorlege», aber im Allgemeine» wolle er sage», daß, während dieselbe,' de» erfahrenen Diplomaten ziemlich weiten Spielraum lassen, ibr Hanpt-»ud leitender Gedanke den feststehenden Encschlnß der Regierung ausdruckt, die Heiligkeit der Verträge, die Integrität der Pforte »nd die Rechte des Snltans als eines unabhängigen SonverainS zu wahren und zu schirmen. ViS jeyt scheine noch kein Grund vorhanden, an einn, Bruch zwischen Rußland und der Türkei zn glauben lind er hege das Vertrauen, die russische Regierung werde schließlich keine anderen Bürgschaften von der Türkei fordern, als solche, die mit der vollen nnd unabhängigen Autorität des Sultans, so wie mit dem Frieden Europa's verträglich sind. Vsmanischcs Neich. <5onsln,lti„oftel, 23. Mai. Der Fürst Men« tschikoff hat am 21. Mai Nachmittags um ll Uhr mic seinem Gefolge Constanliuopel verlassen. In seinem Schreibe» au die Pforte, dnrch welches er de» Vrnch der diplomatische» Verbindungen anzeigte, erwähnte er, „daß die Weigerung einer förmliche» Ga-ra»iie von Seite der Pforte für die strenge Vollfüh-rnng aller der griechisch-russischen Kirche in dem tür° kochen Gebiete eingeräumten Privilegien die russische Regierung zwiua/, diese» Zweck mit aller ihrer Macht anf eine andere Weise zu erreichen; die Commercial-Kauzlei, sowie die Interessen der russischen Untenha-»en bleiben der Pforte auf das Beste empföhle»." — Die Besetznng der Donaufinsteulhümer dürfte daher in kürzester Zeit erfolgen. Der Handel ist unter solchen Verhältnissen zn beklagen, die Bauf wird sich nicht eröffnen tbnnen, daher wir einem fabelhaften Schwanken der Münze entgegen gehen. Diese neue Verwicklung der polxischen Lage der Türkei kam höchst uuzeitig für dieses Land, das des Friedens im höchste» Grade bttalassen, uud hat das kaiserl. Wap»en be-reitS von seinem Paläste abgenommen, zum Beweis, daß die diplomatische» Verbindungen abgebrochen sind. Wie eS he,ßt, solle» die commerciellen Angelegenheiten vorläufig durch Oesterreich vermittelt, uud die russischen Unterthanen uuler österreichische,! Schutz gestellt werdcu (?), Eiu panischer Schrecke,, herrscht in de>- Hauptstadt, die Conrse sind sämmtlich in die Höue gegangen, »nd Jeder befürchlet den Ausbrnch ors Krieges. Dangen bietet das Griwernement Al-leS auf, um die Gemüther zu beruhige». Es befahl daß die Bank sofort ihre Wirksamkeit beginnen s?,,/ uud der Sultan ließ Jedem d.r Directoren eine kostbare Tabal»''re als Zeiche» seiner Huld eiubäudigc,,. Hier glaubt man uicht an deu Ansbruch cines Krieges, und hofft noch immer anf güiliche Ausgleichnug. (Tr. Ztg.) Griechenland. Athen, 27. Mai, Die Ang/lea/icheiten, welche der amirisanische Gesandte, Herr Marsb, bei unserer Regierung zu betreibe» gekommen ist, scheinen »och immer in derselben Schwebe sich z» halten; gleichen Schrittes lasse» anch die zwei noch angekündigten amerikanischen Fregatte» anf sich warte». Indeß hört man allgemein, daß daS Vorgehe» des amerikanischen Gesandten in dieser Streitsache sehr versöhnlicher Naiur sei und sich bis jetzt keine Schwierigkeiten dargeboten haben, die einer baldige» A»S-gleichiing im Wege ständen. Unsere Gränzstreliigkeit mit der Türkei ist in Constantinopel noch nicht.entschiede». Ob der französische und englische Gesandte in Athen bei unserer Regierung wirklich schon Schrille gethan babe» nm !» bewirke», daß die Truppe» oon der Wräiize zurückgezogen werden solle», ist trotz der Behauptung einiger Blätter »icht grwiß; damit sei jedoch uicht in Abrede gestellt, daß es Stalt finden wird. Der „Aeon" berichtet, daß n»sere Regierung bei der französischen die Bestellung von 30 NW (soll wohl hei->>„ 300N) Gewehren gemacht, daß aber die französische Regierung dieselbe abgelehnt dabe, anf de» Grund bin. daß sie es in diesem Augenblicke der orientalischen Verwirrnuc, nicht passend finde; wobei sie jrdoch verspricht, daß sie die Ausfuhr dieser Gewehre geueh-migeu würde, im Falle die griechische Negieruna die Bestellung in Prwat'Gcwchchlmkeu mache. ___________..... (?,iester Zlg,) '"" «»d Verlag vou I. v. Klciumayr uud F. Bambcrg in Laibach. Veraiuwottliche Herausgeber und Redacieme: I. v. HUcinmayl und F. H ambri^. Telegraphischer <3o«rs«Bericht der Staatspapiere vom 2. Juni 1853 Staatsschuldvcrschr. v. I. 1852 . zu 5 pCt,! in CM 94 3/ ,'. d,„°.......^ '/2 ,. . 84 l/2 dctw......,. ^ „ ,. 7'l7/« ?>ar>e!!ln mit Vciwnma », I, !^<9, ,s,r ION ft, . . « st. », C M. Actic» der Kaiftr Ferdinands-Nordbah» ,u N>00 ss. <5. M........2240 ,l. !»E,M, Actien dci Ocd>nl'urg:Wr,-Ncustädter Eiftiil'ah» zu WN fi. C, Vl. ... l15 fl, in C. M. , Aetmi der österr. Dona». Dampfschifffahrt zn 500 ff. C, M...... 77Z' fl. i» C. M. Wechsel.- (iours vom 2. Juni 1853. Amsterdam, fnriou ThalerCurrmt, Rth!. 150I/2G. 2 Monat, Auas'ura, für «<»!» O,>,d5„ U>ur„ ^»!d. 108 .',/8 Bf. llso. Frank,>rt n,M., (ss,r<2<»,1, südd, V« ) ti„«-Währ. im 24 !/2 s!. F,. <6N1/2Vf. i Monat. London, für 1 Psund Sterling, Gnlde« !U-44Vf 3 Monat, Mailand, für 3<ü> Olslemich. i!i>e, Guld, !08 l/2 2 Mo»,it, M,rsei!le, für !M» Franke«, . <«„>d, 128 3/4 Vf. 2 Mona,. Pn'iS, für 328 3/4Bf. H Monal. Golde »nd Gilber-Eourse vom 1. Juni 1853. «riel, G.!d, Kais. Vlnnz.Ducaie» Ag!° .... IS >/2 1« l/4 dctto Rand- dto „ . . . . t« lZ3/4 tiolcl »I w,reo „ . . . . — 13 Napülconad'or'« „ . . . . — 8.38 l/2 EouVkrainzd'cr'« „ . . . . — 15.lU Niiß. Iuu'erial „ .... — 8.53 Friednchsd'or'S „ . . . ^' Ü.2 E,!gl. Eoueraiua« ...... — 10.49 Eilbcragio . . „ .... «3/4 8 l/2 K. M. Lottl'.;ieliungeu. In Trieft am 1. Juni !»53: »I. 5l. il. 29. 8« Die nächste Ziehung w^rd am ll. Iu»i 1853 in Trieft geh.ltcu »rerren. Z, 7«2. (3) Den 29. l. M. Vormittags wulde eine alte, abgenützte, rothlederne Brieftasche, mit einem de>° läufigen Betrage von 70 st verluren. Der redliche Finder wolle dieselbe bei der k. k. Polizei-Direction gegen Erhalt des Finderlohneö abgeben. 3. 76l. (3', Nr. 3794. Edict. Nachdem bei der am 6. Mai l, I. in Folge Bescheides vom 31. Jänner l. I, , Z, 9>5, hierge-richls vor sich gegangenen ersten Feilbielungstag-salzung in der Erecuiionssache des Anton Ußntt von Maliban, wegm Feilbietung der, auf d.n dei Andreas Widmar uo„ 33, April 1843 aushaftenden Forderuog der Maria Widmar, pr. 378 si, 1 kr, kci„ Anl'ot erfolgte, werden die »veitern Termine a», «. Juni und 6. Juli l. I, hicrgerichls vor sich gcl,en, K. t. Bezirksgericht Planina am 6 Mai 1853, Z. 733. (3) Nr, 2706. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Sittich wird bekannt gemacht, daß die in der Ereculionssache des Martin Ko«!an von On,gj,i2, wider Josef, Poljanö von Gurkdorf, iicln. 127 fi. 30 kr. c, «. <^., mit iLe> scheid ddo. 25. März l. I., Nr. 1776, auf den 10. Mai l. I, angeordnete l. executive Feilbietuna der, dem Letztern gehörigen Realität in Gurkoorf, zu Folge getroffenen Einvcrständnisses als abgehalten anzusehen ist, und daß es demnach bei der auf den 9. Juni und 7, Juli l, I. bestimmten 2. und 3, Fcildictung das Verbleiben habe. K. k. Bezirksgericht Sittich am 12. Mai 1853, 2. 725. (3) Nl. 2204. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Gottschee wird dem abwesenden Georg Nauch junior von,Kvsitzen Nr. 6 bekannt gemacht: Es habe wider ihn Katharina Kobbe von Vl'lnschloß Nr. ,9, durch ihren Machthaber Peter Kobbe, die Klage » , ^">5te «„gebracht, und mit dem Ge> süm r,.«, p^ »2°' April 1853, 2 2204, UM Neas T 3n<>7um ?^'^' "Klangt, «°'"er die 8 Au2 Verfahren auf den Anha?"es';^.«^"''?V'n^!' ?" "" '"" October »845 angebet wordm fst^"^"'" " Nachdem der Aufenthaltsort deS Geklagten Georg Rauch diesem Gerichte unbekannt ist, so hat man ihm auf seine Gefahr und Kosten den Hrn. Andreas Lackncr von Graflinden als (Zuralor aus. gcstcllt, mit welchem obigcr Rechtsstreit nach dcr hicrlands bestehenden Gerichtsordnung mihandclt und durchgeführt werden wird. Dessen wird dcr Geklagte mit dein Beisätze erinnert, daß er zur angeordneten Tagsaynng persönlich zu erscheinen, oder dem aufgestellten (Zuraior seine Behelfe an die Hand zu geben, oder einen andern Sachwalter aufzustellen und diesem Gerichte namhaft zu machen, überhaupt im gcrichtsordnungsmaßigcn Wcge ein zuschreiten habe, widrigcns er die Folgen seimr Saumniß »ur sich selbst beizumcsscn hatte. K. k. Bezirksgericht Gottschee am 21. April 1853. Z. 721. (3) Nr, 2821, Edict. Von dem k. k. Sezirksgcrich e Krainbu g wirl hiemit bekannt gemacht, d>,ß über Ansuche» dli-Hcn. Johann Kummer »on Kr. 2 gelegenen, im (Hnmdbuche dieser S aoi vokommc»» den, auf 7N00 fl. L. M. rewerihxen Hauses ge> williget, und zur Vornahme deisclben die Tagsahri a>i den l i. Juni l. I. um 10 Uhr Früh bei die. se,n Ge,ich!e angeo,dlitt worden sei, wozutie Ka>:f' lustigen mi! dem Bemerke,, cingcl.de,! wciren, d^ß sie die Feildie,ungsbedingn>sse in hiesiger Amtskanz-lei einsehen können. Krainburg am >7. M.n 1853. Z. 700. (3) Nr. 2462. Edict Von Seite des k. k, Bezirksgerichtes Stein wird hicmit bekannt gemacht: (5Z ftie,, zi,>' Nor-nähme der, in der Erecuticmssache des Herr» Dr. Burger, als Kurator der mmoj, Maria Burger, ge-gen Urban Juvan, vol^o !Vl!,is!r<>!!^I< uun Ska-ru^hna, p<:>«, schuldigen ,z, fi^ 28 kr, <-„ «. <-, , zur Vornahme dcr bcwilligicn cxecnliuen Feilbiclnüg dcr. aus stamen des Urban I»l,>^,i uergewährtcn Halste der, im Grundbuche Flöonig «>,I, Rectf.-Nr. ,740'/, vorkommenden, zu Skaruzhna gelegenen Krischen. rcalität, die drei Tagsatzungcn auf den 2>. Juni, den 21. Juli und 20, August d. I,, jedesmal von ^ Früh 9 bis 12 Uhr in dieser Amtskanzlci mit dem Beisätze anberaumt worden, daß die Realität bei dcr I, und II, Tagsll und die Versteigcrungsbcdingnisse können hier» amts eingesehen werden, K. k. Bezirksgericht Slein am 19. Apnl 1853. Dcr k, k. Bczirksrichter: K 0 nscheg g. 3. ??2. Wiefenverpachtung. Die commendische Wiese am Vo!",', die i7° 1' l)" bieit ist, wird für die drei Jahre «85,3, 185^ und 1855 verpachtet, und die dießsallige Verhandlung am 4. d. M. Vormittags um 9 Uhr in der commeudischen Amtskanzlei abgehalten werden. D. O, R. Commcnde Laibach am l. Juni »853. '. 715. (5) Wovfen. Gebrüder Tänzer aus Böhmen zeigen hiemit idren Herren Geschäftsfreunden an, oaß pe ihr Commissions-Lager von Saazei» uno Auscder-Hopfen, ausschließlich den Herren 8»,«»««, 8k»«v «ll«»,»«K^ »l? t?«»,»»z». in^aibach ül^ergeden l)al>en, und erslichen ihre Herren Geschäftsfreunde, das ihnen lnsher geschenkte Vertrauen zu bewahren, lind genannte Firma nnt ihren wertden Auftragen zu beehren, l wo sie stets mir der besten Ware, zu den ^ billigsten Preisen bedient werden. Z. «34. (6) Verkauf eines ^ensenhammerwerkes. Ein in Steiermark, im Gratzer Kreise liegende« Sensenbammerwerk ist sammt allen dazu gehörigen Grundschaften aus freier Hand zu verkaufen. Diese Entitat besteht aus einem Zerrenfeuer, einem Sensenhammer, einer Hauen-/ Hacken - und Hufschmiede, dann Sägemühle an einem beständigen Wasser, aus einem gemauerten, mit siegeln eingedeckten, > Stock hohen Wohnhause und abgeson« derten, gemauerten V3iltschhaftsgebäuden, sämmtlich im guten Baustande, selbe liegt eine Viertelstunde von der Pfarrkirche und zwei Stunden von einer Stadt entfernt, in ebenerVage, in einer angenehmen Gegend mit guter Zufuhr uno in der Nähe von sehr ergiebigen Steinkohlengruben, — Än Waldungen besitzt das Werk l6o Joch auf Abstockung und bei Z^o Joch eigenthümlich im guten, schlagbaren Zustande und bei i5o Joch an Aeckern, Wiesen und Egarten. Es steht im schwunghaften Betriebe, führt ein accre'oitirteS Zeichen und erfreut sich zahlreicher Bestellungen, — Die Zahlungsbedingungen sind übrigens günstig. Nähere Auskünfte ertheilt Hr, Dr, ^onigshofer, Advocat zu Gratz, in der Ma-riah'lfgasse H,-Z 5i2. Z. «49. (8) Theer - Gebrauch. Steinkuhlentheer wird mit gruß^m Vortheil angewendet all Anstrich zum Erhalten ^ Holzes, alö Gesperr, Plank.n, E,n^äunungen, Pfähl.n, Weinstöcken ^',, so wie als s^""' mittcl gegen das Rosten bei Metallen, endlich auch als Schmiere bei Gehwclken. Der Gebrauch ist sehr einfach. Der The.r w,rd vor den, Gebrauche bis zum Koch? erhitzt, um das allenfalls noch vorhandene W.,ss.r zu entfernen, und darauf m ttelst ein>S P'". selS wann und dünn aufgetragen. Bei Holzanstr,chen genügt es, bloß Thccr zu nchmcn, "ba^'v ein Zusatz von Unschlitt dem Holze cine glänzendere reine schwarze Farbe gibt; bei Mct^"' '^ chen ist ein Zusatz von Unschlitt von ungefähr I Pfund auf 28 bis 30 Pfund Theer !"^ ^ empfehlen. DaS Unschlttt wild in den heßn Theer bei stetem Umrühren beigesetzt. .< „ strich darf nur dünn, d. h. mager jcin, und bei Metallen sind 2 bis 3 Anstnche anzurat) Bevor aber der zweite Anstrich geschieht, muß d.r crste vollkommen trocken sein. ^. Durch einen solchen Anstrich erhalten Blechdächer eine glänzende, tiefschwarzc 3"'^^. Anstrich wird weder in dcr Sonnenhitze weich, noch springt er selbst bei Begehung der ^^ oder Biegung der Vlechtafeln. Was die Kosten anbelangt, so si^d diese undedeuten . ^ Centner Theer I»co Gratz kostet 3 si. 20 kr. und da zu einem einmaligen Blechanstna) , ^ ^ Quadrat-Hlafter nur 2'«3 Pfund nöthig siod, so kostet der Anstrich dieser Fläche ^V» ^ ^ del cinen, Zusätze von 3 bis 4 Procent Unschl,tt für 10 Quadratklafter nur 5» /2 Von der Direction der Gratzer Gasbelenchtnngs - MnMlt.