Nr. 273. Donnerstag, 27. November 1890. 109. Jahrgang. Wibacher Zeitung. 5""«e»»tl°n«p«»«: Mit Vostvtlsendun«: g«m,r ^ll^rdnung über. Der erste Punkt derselben ansckl bericht des Finanzausschusses über den Vor« Aba Abes Landesfondes pro 1891. Der Referent finani " " "'^ ""^ ^^" günstigen Staud der Landes ^lnnab ^'" ""^ empfahl nachstehende Anträge zur iln ^ ?^' ^as Gesammterfordernis des Laudcsfondes der «?^e 1891 mit dem Betrage von 924.942 fl. und do» ^^'"ll von 62.670 fl., somit mit dem Abgänge ^dei? ^ sl' wird genehmigt. Zur erforderlichen Illh^""« des Abganges von 862.272 fl. siud im ^^^einzuheben: 1.) ein 40proceuliger Zuschlag zur Verzehrungssteuer vom Weine, Wein» und Obst» moste und vom Fleische im Betrage von 143.955 fl.; 2.) folgende Auflagen: u) von dem Verbrauche von Liqueuren und allen versüßten geistigen Flüssigkeiten ohne Unterschied der Gradhältigkeit per Hektoliter 6 fl.; b) von dem Verbrauche aller übrigen gebrannten geistigen Flüssigkeiten nach Graden des 100lheiligen Alloholometers vom Hektolitergrad 18 kr., im Gesammt« betrage von 170.000 fl.; 3) ein 28procentiger Zu» schlag auf die volle Vorschreibung aller direct?« Steuern sammt Staatszuschlägen im Betrage von 422.756 fl.' 4.) Der Abgang von 125.561 fl. ist mit den (lassa. beständen zu decken. Damit aber in der Landescassa immer die erforderlichen Cassabestände vorhanden sind, wird der Landesausschuss ermächtigt, einige dem Landes-fonds gehörigen Obligationen, jedoch nur bis zum Höchstbetrage von 50.000 fl. Courswährung zu verpfänden. Der Landesausschuss wird beauftragt, den Beschlüssen sub II. 1.). 3.) und 4.) die Allerhöchste Genehmigung zu erwirken. In der Generaldebatte über den Voranschlag ergriff zunächst Abg. Hribar das Wort. Derselbe leitete seine Rede mit der Behauptung ein, dass die verfassungsmäßig gewährleistete Gleichberechtigung, ins-besondere aber die Bestimmung des dritten Artikels des Staatsgrundgesehes. wonach alle Aemter allen Staatsbürgern gleich zugänglich sind, bezüglich der Slovenen nicht zur Ausführung gelange, denn besonders auf drm Gebiete der politifchen Verwaltung würden fast ausschließlich nur Deutsche oder Aristokraten angestellt. Redner besprach hierauf in ausführlicher Weise die Lage der Slovenen in Kärnten, Steiermarl und dem Küstenlande, indem er hiebei den politischen und justi« ciellen Functionären in diesen Ländern sowie der Re> gierung überhaupt Germanisierungs-, beziehungsweise Italianisieruugs-Tendenzen zum Vorwurfe machte und gegen die italienisch? Bevölkerung des Küstenlandes den ÄnwUlf der Illoyalität ethob. Diesen Tendenzen und Aspirationen gegenüber wies er darauf hin, dass in den Jahren 1848 und 1866 die Slaven Oesterreich vom Untergänge gerettet hätten, dass die Slaven daher das staalserhaltende Element in Oesterreich seien, wes» halb die Forderung eims gemeinsamen slovenischen Vetwaltungsgebietes durchaus kein staatsgefährliches Bestreben genannt werden könne. Hierauf nahm Landespräsident Baron Winkler das Wort und erklärte vor allem, dass er dem Vor- redner über die Grenzen Krains nicht folgen wolle und es getrost den berufenen Vertretern der in die Debatte gezogenen Nachbarländer überlaffen könne, auf die vom Vorredner vorgebrachten Beschwerden, wenn diese auch in den betreffenden Ländern zur Sprache gebracht werden sollten, die richtige Antwort zu ertheilen. Ueber die angebliche Nichtbeachtung der Artikel III und XIX des Staalsgrundgesetzes habe der Abg. Hribar keine Thatsachen vorgebracht, und müsse Redner constatieren. das« in den politischen Verwaltungsdienst jeder, welcher sich um die Aufnahme bewirbt und die Erfüllung der gesetzlichen Bedingungen nachweist, auf, genommen werde ohne Rücksicht auf Nationalität oder gesellschaftliche Vorzüge. Ebenso werde bei Beförderungen nur auf eine entsprechende Qualification sowie auf Pflichterfüllung Rücksicht genommen, und müsse er seine Beamten, welche ihren Pflichten allerwegs nachkommen und welche sich der allgemeinen Wertschätzung der Bevölkerung erfreuen, gegen den wider sie erhobenen Vorwurf der Parteilichkeit in Schutz nehmen. Von Germanisation und Germanisierungs-Tendenzen in Kram zu sprechen, sei völlig unbegründet; seitens der politischen Behörden des Landes werden slovenische Parteieingaben stets in slovenischer Sprache erledigt, obwohl nicht verkannt werden dürfe, dass die Nmtierung in slovenischer Sprache bei dem Abgänge einer einheitlichen Terminologie mit mannigfachen Schwierigkeiten verknüpft sei. Was die Bildung eines einheitlichen slovenischen Verwaltunqsgebietes betrifft, so wies Redner auf die Unmöglichkeit des Zustandekommens eines derartigen Staatsgebildes hin. da die Fragen, durch wen und auf welche Weise dieses Großslovenien zustande gebracht werden könnte, stets unbeantwortet bleiben müssen. Hierauf ergriff der Abgeordnete Suklje das Wort und wies vor allem auf den guten Stand der Landesfinanzen hin, woraus er die Folgerung zog. dass das seit einigen Jahren in allen großen wirtschaftlichen Fragen, an deren gedeihlicher Lösung die deutsche Landtagsminorität ehrlich mitgearbeitet habe. beobachtete gute Einvernehmen zwischen den beiden Parteien des Hauses denn doch leine schlechte Politik gewesen sein könne. Auch Suklje leugnete das Vorhandensein von Germanisierungstendenzen der Regierung in Krain und hob den großen Wert der deutschen Bildung und Sprache für alle Krainer hervor, erklärte jedoch, dass auch er mit dem Ueberhandnehmen fremder Beamten Feuilleton. Die lieben Verwandten. e« mi??" ^" lehr oft die Klage aussprechen, dass bei, °i 'Hemden Leuten besser auszukommen sei, als mit llewNs. l"" verwandten. Das hat seine Richtigkeit und sullen c- ""ch Lilien berechtigten Grund. Verwandte ill, H '^ untereinander besser als fremde Leute, die, doch ^"'"tze zu den ersteren, nur vorübergehend oder sicht '^.daurrnd, gewöhnlich nur in bestimmter Ab. ""einander in Verbindung treten. Nuten 3 .Umgänge mit anderen sucht jeder nur seine ylttn^euen zur Geltung zu bringen, während die Iitl,l>«5.!en aus eigener Erfahrung oder durch Fann-let,,, "°",onen auch das weniger Gute und Rühml,che schieden '" ben einzelnen Abkömmlingen der versend . Glieder der Familie vorhanden ist oder be, ^t?rw?"" Gelegenheit wirksam geworden. Sonder« H^"'!e pflegt man gegen die Fehler fernstehender oder ,> ' 'Nibesondere wenn man dadurch nicht gemert ^tiaks w'e beeinträchtigt worden ist, auch viel nach« "Nd ^ s.u sein, als gegen jene der eigenen Verwandten. Uich N5 "gene Leidenschaftlichkeit, die eigenen Schwächen !?anbll^"/^ile t«ten im Verkehre mit den zur Ver. tze vi.s st »^hörigen Personen und im Urtheile über ^rlek,^°"gsloser und rücksichtsloser hervor, als ,m . ^ ""b Urlheile fremden Menfchen gegenüber b" sick y>""l'ch"weise steigert sich die Strenge, m,t k'llk^.verwandte betrachten und behandeln, m dem ^blosUr anderen Theile manchmal selbst bis zur ""»'". so Hass wir von Verwandten oft Kran- lungen erleiden und hinnehmen oder ohne Herzens« erschwerung ihnen zufügen, welche Menfchen, die ein» ander fremd sind, sich fernzuhalten weit mehr bemüht sind. Je größer eine Familie ist, je mehr Glleder derselben vorhanden sind und je weiter verästet und verzweigt die einzelnen Linien sind, umsoweniger Uebereinstimmung und Harmonie — von gegenseitiger Liebe nicht zu sprechen — pflegt unter der Gesammtheit in der Regel vorhanden zu sein. Eigentlich sollte man sich darüber nicht wundern, denn meistentheils nimmt der Einzelne seinen Ausgangspunkt aus einer Familie, die mütterlicherseits und väterlicherseits Verwandte hat. Nur selten gehören die sämmtlichen Verwandten mittler, licher- und väterlicherseits einer und derselben socialen Stufe an; die Bildung«, und LebensoerlMmsse, die Erziehungsresultate, die Gewohnheiten. Erfahrungen und Anschauungen sind daher iu den einzelnen miteinander verwandten Familien die ungleichartigsten. Finden dirse Verschiedenaltigkcitcn nicht Ausgleichung durch Ll>be und Herzensgüte, so kann es nicht anders sein, als dass, wenn die Gegensätze aufeinander gerathen, es zu Unfreundlichkeiten und unsanften Berührungen, zu-mindest zu hartem Urtheile übereinander kommt. Wir finden oft peinliche Zerwürfnisse und Ent' zweiungen zwischen zwei oder mehreren miteinander verwandten Familien, für welche diese selbst kaum eine hinreichende Erklärung zu geben in der Lage sind. Manchmal wurzelt die Abneigung gegeneinander ledig» lich in Familientraditionen; niemand weiß den Grund oder die Ursache der Abneigung, aber sie ist einmal vorhanden und wird fortgepflegt und überkommt in unverminderter Stärke auf die nachfolgenden Glieder. Wir wussten aus unseren Erfahrungen manche Illu« stration zu dem Vorgesagten zu geben. Abgesehen jedoch davon, dass derartige Erörterungen wenig Erbauliches haben, war es nur unsere Absicht, die angeregten Verhältnisse und Umstände zu streifen; eigentlich wollten wir von ewas anderem sprechen. In nicht wenigen Familien finden wir weibliche Personen, deren Stellung im Hause leinen ausgespro» chenen Charakter trägt, die halb zur Familie, halb zum Gesinde gerechnet werden; nur der mit den Verhält» nissen des Hauses Vertraute weiß. dass hinter diesen Personen in unausgesprochener Stellung bald nähere, bald entferntere Verwandte des Herrn oder der Frau vom Haufe zu suchen sind. Gewöhnlich sind es alleinstehende ältere und ärmere Personen, die im Hause des wohlhabenden Verwandten Zuflucht genommen und dort dauernd oder vorübergehend Unterkommen gefunden haben. Die Verbindung ist von beiden Seiten gewöhnlich nicht ganz freiwillig eingegangen worden und daher ist auch das gegenseitige Verhältnis kein ganz offenes und aufrichtiges. Es ist selten, dass solche Personen sich in ihre eigenthümliche Stellung finden und mit ihrer Lage wirklich zufrieden sind. Sie dünken sich häufig gedemüthigt und zurückgesetzt, ohne dass sie eine Klage darüber laut werden lassen dürfen. Sie nähren, ohne cs sich zu gestehen, ja ohne es sich immer bewusst zu sein, einen heimlichen Groll, der sich selten nach einer bestimmten Richtung bewegt, aber bald schwächer, bald stärker in ihnen wirksam wird, bald mehr, bald minder im äußerlichen Gehaben hervortritt. In ihrer mehr oder weniger verbitterten Stimmung suchen sie Zuflucht bei den Kindern des Hauses und nicht selten auch beim Gesinde. üalbacker Zeltuna Nl. 273. 2276 27. November 1890. im Lande, die in dasselbe nur kommen, um Carriere zu machen, nicht einverstanden sei. Auf letztere Bemerkung erwiderte der nach Ouklje zum Worte gelangte Abg. Dr. Schaffer, dass ein österreichischer Beamte nirgends in Oesterreich als ein Fremder bezeichnet werden dürfe; weiters führte Doctor <3chaffer aus, dass für die Beurtheilung des Geltungsberichtes der deutfchen Sprache nicht bloß die Ziffern der Volkszählung, sondern auch cnlturelle und staatliche Gesichtspunkte in Betracht kommen müssen. Die Forderung nach Vereinigung aller slovenischen Landestheile in ein Verwaltungsgebiet bezeichnete er als ein für einen ernsten Politiler unmögliches Programm, welches — wenn es aber dennoch ernst genommen werden sollte — jedenfalls ein revolutionäres sei. Zum Schlüsse wies Abg. Dr. Schaffer auf den Gegensatz hin, welcher in der Forderung eines Großsloveniens einerseits und in dem Bestreben nach Erhaltung der historisch-politischen Individualitäten anderseits enthalten sei. welche die Mitglieder der auch slooenische Partei genossen zählenden Reichsrathsmehrheit fordern. Der Abg. Dr. Ta viar erklärte, dass in der am 2. October l. I. stattgehabten Abgeordnetenconferenz der Programmpunkt wegen Vereinigung aller slovenischen Landeitheile zu einem Verwaltuugsgebiete «glänzend durchqefallen sei»; im übrigen ergieng sich dieser Redner in einer Besprechung mehrerer in letzter Zeit erfolgter Ernennungen von Gerichtsbeamten, in welchen ministeriellen Acten er eine ungerechtfertigte Bevorzugung von Bewerbern deutscher Nationalität erblicken zu müssen glaubt. Miters sprach der Abg. Freiherr vonSchwegel. welcher ausführte, dass das Nationalitätsprincip nicht als ausschließliche Grundlage dienen könne für Staatenbildungen, dass die Schassung eines gemeinsamen slo-venischm Verwaltungsgebietes weder im Interesse des Staates noch in jenem einer einheitlichen Verwaltung, noch endlich im Interesse des friedlichen Einvernehmens mit den Nachbarländern gelegen sei, welches die verschiedenen Völker Oesterreichs zusammenhalte. Redner vertheidigte die große Viasse der italienischen Bevölkerung gegen den ihr gemachten Vorwurf der Illoyalität. Nach einigen kurzen Erwiderungen des Abgeordneten Hribar, welcher seine Behauptungen zu recht« fettigen suchte, sowie nach dem Schlussworte des Bericht» erstatters Abg. Klun und mehreren thatsächlichen Berichtigungen wurde in die Specialdebatte über den Voranschlag des Landesfondes eingegangen. (Schluss folgt.) Politische Ueberlicht. (Im Kärntner Landtage) wurde be« schlössen, die Ptäsenzqelder der Mitglieder des Landrs-misschnsses von 1000 auf 1200 fl. zu erhöhen und dem Landesausschusse 300 fl. zur Verfügung zu stellen, um einen landschaftlichen Arzt in die Lage zu sehen, da« neue Heiluerfahren des Oeheimrathes Dr. Koch und dessen praktische Anwendung zu studieren. (Im niederö st err eichischen Landtage) legten die Antisemiten eine Petition von 20.000 Wäh. lern vor, welche die Zurückweisung der Groß Wien» Vorlage an den Ausschnss verlangt. Der Stalthalter beantwortete die Interpellation, betreffend die Auswan-b rungs Agenturen. Die Regierung überwacht diefelben strenge und bemüht sich, Missbräuche hintanzuhalten. (Im böhmischen Landtage) begründete Dr. Ruß den Antrag auf Einbeziehung der neuerlichen Ueberschwminungsschäoen in die vom Landtage bereits beschlossene Hilfsaction. Der Antrag wurde der Commission überwiesen, welche über denselben innerhalb 24 Stunden berichten soll. Der Statthalter wies die Anwürfe der Inngczechen gegen die Gesetzlichkeit der Stellung des Ackerbauministers zurück, dessen Thätig' teit für das Land fegensreich sei. (Die Wegtaufungen.) Fürst-Primas Simor hat sich vorgestern nach Wien begeben, um mit dem Nuntius über das weitere Verhalten des ungarischen Elerus gegenüber der Regierung in Angelegenheit der Wegtanfüngen zu berathen. Die bezüglichen Debatten im Abgeordnetenhause, die Triumphe der Regierung und noch mehr der Abfall Npponyi's haben auf den Primas eine consternierende Wirkung geübt. (Kroatien.) Das kroatische autonome Budget weist ein Erfordernis von 6.514.842 fl. und die gleiche Bedeckung auf, und zwar 394.481 ft. eigene Einkünfte und 6,254.352 fl. als 44procentige Tangente der Steuern und öffentlichen Einnahmen auf der Basis des Ausgleiches. (Im ungarischen Reichstage) erklärte vorgestern in der fortgesetzten Berathung des Cultus« budgets der Geistliche Kudlick namens der katholischen Geistlichen, dieselben werden dem Februarerlasse nicht gehorchen, weil dies ihren Seelsorgerpflichten wider» spricht und griff in heftiger Weise das Vorgehen der Negierung an. Der Redner erhielt den Ordnungsruf. (Die englische Thronrede,) mit welcher das Londoner Parlament vorgestern eröffnet wurde, stellt fest, dass die auswärtigen Beziehungen sich seit der letzten Session nicht verändert haben und dass die Sicherheiten für den europäischen Frieden nicht vermindert erscheinen. Die Thronrede kündigt die Eröffnung von Verhandlungen mit Italien zur Absteckung der Grenze an, welche das unter englischem Einflüsse stehende Gebiet in Nordost-Afrika von jenem Gebiete trennt, welches zu dem unter italienischem Schutze be-sinnlichen Reiche Abyssinien gehört. Die Thronrede erwähnt ferner den Nbfchluss eines Kloäu» vivLncii mit Portugal. Die Thronrede bedauert, dass die mangelhafte Kartoffelernte einen Nothstand in den westlichen Grafschaften Irlands hervorzurufen drohe und hofft, dass die von der Regierung zu ergreifenden Maß« regeln das Uebel lindern werden. Die Regierung werde einen Gesetzentwurf vorlegen, welcher die Verbesserung des Verwaltungssystemes der Grafschaften Irlands im Sinne des in England bestehenden Gesetzes zum Zwecke hat. (Aus Berlin) wird telegraphiert: Anlässlich des 250. Jahrestages der Thronbesteigung des Großen Kurfürsten wird am 1. December eine Galatafel im Weißen Saale des königlichen Palais stattfinden. Dem Reichsanzeiger zufolge ordnete der Kaiser aus dem gleichen Anlasse an, dass in allen Schulen Berlins sine Gedächtnisfeier stattfinde, und zwar am 2. December, da am 1. December die Schulen wegen der Volkszählung gefchlossen bleiben. — Heute fand im Lichthof des Zeughauses anläsilich des 150jährig<>n Jubiläums des reitenden Feldjägercorps ein festlicher Appell statt. (Aus Serbien.) Nach einer der «Pol. Eorr.» aus Belgrad zugehenden Mittheilung führt man in dortigen unterrichteten Kreifen den überraschenden Enl-schluss der Königin'Mntter Natalie, auf den beabsich- tigten Appell an die Skupschtina in der Frage der Ehescheidung und der Regelung ihrer Beziehungen M Köniqe Alexander zu verzichten, auf sehr eindringllchl Rathschläge zurück, welche ihr in diesem Sinne ili den allerletzten Tagen durch die russische Gesandtschaft '« Belgrad ertheilt wurden. Uebrigens gelte die OeM einer neuen Sinnesänderung der Königin°Mntter lein«' wegs für ganz ausgeschlossen, wie man denn namens lich glaubt, dass dieselbe in irgend einer anderen FolNl auf ihre Veröffentlichungspläue zurückkommen dürfte. (Frankreich und Nordamerika.) «^ Pariser Blätter publicieren ein Communique', wonach der Regierung von verschiedenen Seiten Klagen darübel zugekommen seien, dass einige nordamerikanische Eoa-suln sich weigerten, die ihnen von Exporteuren vor» gelegten Facturen zu legalisieren, weil die letzteren nicht mit den genügenden Details über den Hel< stellungzpreis versehen wären. Die Blätter heben P."' vor, dass hierin eine entweder zu ängstliche oder e»ne mißbräuchliche Auslegung der Mac-Kinley.Biü M (Aus den Niederlanden.) Aus H"^' 25. November, wird gemeldet: Gestern erschien eme Proclamation der Königin-Regentin namens der «"' niqin Wilhelmine. Die Proclamation spricht t>en Wunsch aus. der Thron der Königin möge eine se!" Stütze in der Treue und Ergebenheit des Volles s" das Haus Oranien finden. , (Serbien und Bulgarien.) Der ne" bulgarische Minister des Aeußern, Grelov. hat d«n> bulgarischen Agenten in Belgrad, Dimitrov, eme ^ struct,»» gesendet, in welcher er erklärt, dass es stl Absicht sei, mit Serbien die freundschaftlichsten «" ziehungen zu pfl'gen. Diese Note wurde dem Gen" Gruic mitgetheilt und von demselben gut aufgenolM ' (Zur Arbeiterbewegung.) Infolge ein" Beschlusses des Vereines der Tabak, und Ciaartt" fabrilanten wurden vorgestern 25 TabakfabriteN Hamburg, Mona. Ottensen und Wandsbcck 9^^' 3000 Arbeiter sind ohne Beschäftigung. Es wird ° Forderung einer 20procentigen Lohnerhöhung st" der Arbeiter als Giund angegeben. - z (Stöcker und das «Vaterland») ^ «Vaterland» dementiert die Meldung der Wiener <»on m,o Montagszeitung», dass Slöcker zum Katholik" übertreten und Chef-Redacteur de« Wiener «Vale""" Werden solle. ^ (Parnells Rücktritt.) Parnell so" ^ schlössen sein, sich von dem politischen Leben z"' zuziehen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser hiben den ° 4. d. M. durch Feuersbrunst heimgesuchten ^e""'^ Schlagles und Breitenfeld in Niederösterrelch . „ Unterstützung von je 300 fl, und der fle'«" ^il Feuerwehr in Grotz-Nonndorf eine Unterstütz""«, ^ 80 fl. aus Allerhöchsten Prioatmitteln zu benM geruht. ______ — (Hochwasser in Karls bad.) AusK"^ meldet man unterm Vorgestrigen: Erst heute l°'^ die Zerstörung und Verwüstung überblicken, ^ ^ ' das gestrige Hochwasser in Karlsbad angerichtet ' ^ ist. Das Wasser blieb gestern nachmittags im ^"" ^n dass gegen 6 Uhr abends einige der Sie snchen sich di? Liebe und Neigung der Kinder zu erwerben. Vor diesen können sie ihren Empfindungen freieren Lauf lassen, als vor irgend sonst jemandem im Hause; in ihrer inneren Vereinsamung haben sie auch oft das Bedürfnis, sich an jemanden anzu« schließen. Die Kinder sind ihnen nicht abhold, denn sie sprechen mit denselben nicht selten von Dingen, von denen niemand sonst mit diesen spricht. Sie wissen allerhand zu erzählen, was die Phantasie und Neugierde der Kinder mächtig anregt, die denn auch willige Zuhörer sind. Da wird nicht selten von den Eltern, von dem und jenem der Verwandtschaft gesprochen und sehr oft auch von Ereignissen und Familienvorfällen, welche alle. nur nicht die Kinder erfahren dürfen. Solche Perfonen, die im Laufe der Jahre nicht selten die Unterscheidung verloren haben, was an einer Sache Wahres, was Falsches daran gewesen, wiegen nicht ängstlich ab. Sie erzählen aus dem Iugendleben der Eltern und anderer Personen, was sie wissen oder auch oft nur zu wissen glauben, zufrieden damit, an> dächtige Zuhörer zu haben, und sich selten darüber Rechenschaft gebend, dafs sie damit Uebles thun, dass sie damit auch Keime des Zweifels in die Hoheit und Unantastbarteit der elterlichen Autorität in das Herz des Kindes senken. Nlcht selten auch pflegen solche Personen die Fhler der Kinder, wofür solche Tadel oder Strafe von den Eltern erfahren haben, insgeheim den Kindern qeqenüver zu beschönigen oder sie finden es unbillig, das« die Eltern diesen oder jenen Wunsch des Kindes nvcht gewährten und sprechen m diesem Sinne zu dem Nmdr. T« b^esUgl sich dadurch ofl der Glaube in den Kindern, dass die Eltern in dem einen oder anderen Falle ungerecht oder hart gegen sie gewesen oder dass sie es an der gehörigen Liebe und Nachsicht oder an Fürsorglichkeit fehlen ließen. Da folche Personen, als zur Verwandtschaft gehörig, immer einen gewissen Einfluss auf die Kinder haben und einen desto größeren, je mehr sie den Schwächen der Kinder schmeicheln und ihren Wünschen entgegenkommen, so ist der uneingeschränkte Umgang derselben mit den Kindern nicht immer ganz unbedenklich. Es können sich Eindrücke in dem Kinde festsetzen, Stimmungen und Ansichten entwickeln, die guten ErziehungS-maximen geradezu entgegen sind und dem Kinde nicht zum Nutzen gereichen. Und wenn auch weiter kein Schade angerichtet wird, so können solche Einwirlungen doch vielfach störend werden und den Frieden des Familienlebens trüben. Es ist leider so, dass wir, wollen wir immer recht berathen sein, uns nicht nur vor unseren Feinden zu wahren haben, sondern manchmal auch vor Freunden auf der Hut sein müssen, und gewiss thun wir nur gut, in jeder Situation und in jedem Verhältnis des Spruches eingedenk zu sein: «Trau. schau, wem». Wir sollen uns niemals dagegen verschließen, unseren Verwandten Gutes zu thun, wir sollen ihnen hilfreich sein. wo wir können; es soll aber auch dem Bösen und Schädlichen der Zutritt zu unseren Kindern' versperrt sein, woher immer es kommen mag. Es soll nicht vorkommen, dass wir jemandem, der, auf eine Un< gehörigkeit des Kindes deutend, uns frägt: «Woher hat denn das Kind dieses?» bedauernd sagen müssen: an dem Flnch, an dem Fluch ihrer Mutter» Fluch ist entsetzlich!. . ^htt"' «Der Fluch einer Mutter kann nicht ew'S Eine Mutter verzeiht und vergisst!» Die Fremde schüttelte den Kopf. . «Zu spät!, flüsterte sie. .. >^l 3 «Sie behaupten,, nahm Oeneoicve ^ ^ Wort. «dass sowohl da« Kind als auch d<'»" ^ gestorben seien. Wenn Sie sich täuschen "M" beide nicht todt wären!» - .. .z«^ Die Worte schienen auf die Unglückliche haften Eindruck hervorzurufen. „jchl k.H «Jene Frau.. fuhr Geneoieoe. der da» ^ gienq, fort. «die von ihrer Mutter verfluch» ^ sind Sie das nicht selbst?» ,c. dies^; Die Fremde ris« die Augen we»t "'^ <"" brückten gleichzeitig Staunen und Ueberra,", laugsam und traurig sagte sie: ^'atbacher Zeitung Rl. 273. 2277 27. November 1890. Straßen wasserfrei wurden. Die Gas« und Wasserleitung H glüßtentheils zerstört. Die Hochflut hat Verheerungen "«gerichtet, welche jeder Beschreibung spotten. Das Schlitzen, "lps. die Feuerwehr und da« Rettungscorps versehen mit °" Polizei den Sicherheitsdienst in der Stadt. Durch die fraßen strömen Tausende von Menschen, um die Ier-I'orunM zu besichtigen. Ueberall wird an der Hinweg-l"'mung be« Schuttes und der gefährlichen Mauerreste «eilet. Den ersten Ansturm des Hochwassers hatte das '^ase Kaiserparl» auszuhalten, dann das «Cafs Postal», wo die große Mauer wie wrgrasiert und der mit «n kostbarsten Pflanzen und Bäumen geschmückte Part °°Mndig verwüstet wurden. Ein Chaos bezeichnet die ^lütte des Partes, welche die schäumenden Wasserfluten °urchtobten. Rings um die Karlsbrücke liegen die Trümmer ^ Kioske und der Verlaufshallen vieler Geschäftsleute. A'ume sind entwurzelt, das Erdreich der Straßen und Promenaden ist metertief ausgewühlt, und die Ufer und "'"mauern sind niedergerissen. Vom Goethe-Monument, "'" gierde Karlsbads, wurde die schwere Marmorbüste Abgeschleudert; der Kopf hat sich tief in das Erdreich U"ben, doch ist er unbeschädigt geblieben. In den App lchen Verlaufsläden stand da« Waffer mannshoch, «n« Tpeisesäle waren bis an die Decke mit Wasser ge. ' ". alle Gasluster sind abgerissen, die Thüren und ^'Ulsenster durchgeschlagen. Gestern abends trafen h .^onniere mit Pontons aus Prag hier ein. Heute ar °°l um drei Compagnien Militär nach Prag tele-belM ""^^^t wurde. E« wurde zugleich die Liste der pen» He N ^2ten 45.000 Personen dieser Vorlage beigefügt, tth Agaven, ^,^^ hiedurch dem amerikanischen Staate kineU ' belaufen sich auf jährlich nahezu 45.000 000 fl., lehr l^^ welche die glänzenden dortigen Staatefinanzen OlNlr, ! "ragen, «der auch für Oesterreich Ungarn ist die Reels' ^ Pensionsvorlage für die Theilnehmer an dem >Ür ^"^lrifge von nicht geringem Interesse, da auch l«rzew! ^enstonsvorlage Giltlglelt hat und auch vor sich ^ "en bei der amerikanischen Gesandtschaft in Wien Kwisz - b" thatsächlich zuerkannt wurde. Cs mögen the^. ^^k Oesterreicher sein, welche am-Secessionskriege belast?""" h°ben und welchen diese Verfügung nicht "hebe. buche, um ihre Ansprüche auf diese Pension Hu können. litf^7 (Madame Iudic und ihre Wäsche. <>, be/ ^" ^ ^" ) Vor dem Pariser Civiltribunal gelangt die Näl^?^" ^agen der Process zur Austragung, den ""Alrp "chrantin Madame Vincent gegen die Iudic ^Ü0o 3. b"- , Gabriele!» Es entstand eine lange w.' " wllig verändertem Tone stieß dann die Fremde ' "ht ^ '. lene Unglückselige, die von ihrer Mutter ver-k E'"°' hieß Gabriele!» ^ svs I "^ an allen Gliedern, aber aus ihrem ^ Ut!k l . k""e Klarheit. Sie stieß einen Seufzer li «enI?' "es da« Haupt. Mckli? ^" fassungslos. Konnte diese arme ^ulien 7? ^'lilich die Tochter der Marquise von ^thsel, ' "?Was war es nur. was — wunderbares ltl Ein^in '" Hl vorgieng? ?^vo Wagen fuhr vor. Prinz Melikoff und der ^ il,s^3""enne entstiegen demselben. Die Kmder Mtte^ Ater jubelnd entgegen; die Fremde aber ^ und .-p?bl'ch «us ihrer traumbefangenen Stel-" Nicht w^ Abhast: «Man kommt. Sie zu holen, ^, 'Ja ^ Sie werden wiederkehren?. . ^lhen'fH komme wieder!» entgegnete das zunge yl, l"'' unbewusst. °" Wagen sich zur Heimkehr in Vewegung sehte, bemerkte Gmevieoe, dass die Fremde, hmter einer Vaumgruppe verborgen, ihr mit den Blicken folgte. Thränrn traten ihr in die Augen und sie seufzte: «Armes, armes Geschöpf! Wer sie nur sein mag? Ob ich sie je wiedersehen werde?» Ihr erster Impuls war. der Marquise von San. lieu ihre Entdeckung mitzutheilen, aber sie besann sich schnell eines andern. Am nächsten Tage bereits sollte die Heimkehr nach Paris stattfinden; so beschloss sie, mündlich der alten Dame alles das zu erklären, was ihr zu schreiben sie keine Worte zu finden wusste. Aber einen Vrief trieb es sie doch, nach Palis vorauszusen-den. Derselbe lautete: , „ «, . «Mein guter Vater Nnselm! Wir verlassen Noi-rans morgen Donnerstag und treffen Freitag nachmit» tag« in Paris ein. Ich habe Ihnen gar viel zu sagen und möchte Sie gleich nach meiner Ankunft sprechen. Kommen Sie also Sonnabend früh um 10 Uhr. Ich werde Ihren Besuch schon früher bekanntgeben nnd Sie erwarten. Ich könnte Paris nicht verlassen, ohne Sie noch einmal gesehen und gesprochen zu haben. Ihre dankbare Genevisoe. !'. 8, Meine Adresse ist: Palais Melikoff, Rue de Eourcelles Nr. 73.. «Ja.» sagte das junge Mädchen sich leise, «ich muss ihn sprechen; es ist mir, als ob ich erst dann ruhiger u»d nicht mehr von jener Pein verfolgt sein werde, die mich jetzt unausgesetzt quält! Ich muss ihm alles anvertrauen und — ich muss ihm Lebewohl sagen Lebewohl für immer?» (Fortsetzung solgt.) erfunden haben. Macht er es Daguerre nach, so erhalten wir die unmuthige Bezeichnung Azurizawaryochinichomesan-julanbozkiobashilutypie! — (FIM. Varon Knebel s) Vorgestern starb in Wien der pensionierte FZM. Baron Knebel, der 1866 durch die Einnahme der Iohannishöhe bei Trau-tenau einen großen Erfolg errang, wofür er mit dem Maria-Theresien'Orden ausgezeichnet wurde. — (Mästen von Geflügel.) Die franzö-fischen Geflügelmäster, deren Product« des guten Ge» schmuckes und der Zartheit halber nicht nur in Frankreich, sondern auch in England berühmt sind, mischen gepulverte Holzkohle unter da« Futter. Das Geflügel soll sich davon auch weit schneller mästen. — (Einsturz einer Ausstellungshalle.) Wie aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, ist daselbst vor« gestern morgens infolge des herrschenden Orkans die im Bau begriffene Haupthalle für die nächstjährige elektrische Ausstellung eingestürzt. Der Schabe ist beträchtlich. Es ist niemand verunglückt. — (gu guter Letzt.) Fräulein: «Sagen Sie, lieber Doctor, ist es meiner Gesundheit schädlich, wenn ich Bälle besuche?» — Arzt: «Gewiss ist es das, Sie sollten fich Bewegung machen, da« viele Sitzen ist Ihnen gar nicht gut.» Vrzielung von Weinbouquet durch Zusatz von Weinhefen. Die neuen Forschungen haben unzweifelhaft fest. gestellt, dass die verschiedenen Hefenpllze, welche bei der Weingährung sich entwickeln, jene besonderen Riech- und Geschmackstoffe bereiten, die wir das Bouquet des Weines nennen. Vergleichende Versuche Rommlers ergaben nun die interessante Thatsache, dass durch Zusah von bereits in Gährung befindlichen Weinmosten oder Trestern das Bouquet der Weinmaische sich verändern lasse. Die mannigfaltigen Hefearten, refpective Sporen, welche den Beeren anhaften, kommen in verschiedenen Zeitabschnitten der Gährung zur Entwicklung und bedürfen zu ihrer Thätigkeit einer gewissen Zeitdauer. Die Rommler« schen Versuche bewiesen, dass die Entwicklung des Gou» quets davon abhängt, dass gewisse Hefearten früher zur Entwicklung gelangen, als in der normalen Gährung, um der Maische dann einen charakteristischen Geruch oder Geschmack zu verleihen. Für die Praxis hat dies eine eminente Bedeutung. Kann man diese Hefenpilze gleich bei der Quetschung dem Moste beimengen, so beginnen selbe ihre Thätigkeit bei entsprechender Temperatur der Maische sofort, während die Übrigen sich erst langsam entwickeln und durch diese bereit« energisch sich vermehrenden Hefenpilze in der Fortentwicklung gehemmt werden. Demgemäß nimmt die Maische den specifischen Geruch und Geschmack an, welchen diese kräftigeren Hefen» Pilze erzeugen, und auf diese Weise ist es ermöglicht, selbst völlig bouquetlosen Weinen jene trotz vervolllommter Forschung noch nicht gefundenen ätherischen Beimengungen zuzuführen, die wir Bouquet des Weines nennen. Der Schlüssel des Erfolges liegt darin, dafs die Gährtem« peratur fo geregelt werben muss, das« diese bereits thätigen Hefezellen vor den übrigen, den Beeren anhaftenden Pilzsorten zur Entwicklung gelangen, denn die letzteren haben ein sehr rasches Wachsthumverwögen. Für die Praxis ergibt sich der wertvolle Fingerzeig, der frisch« gepressten Maische unter günstiger Temperatur einen Zusah von gährendem Most ober von Trestern aus bouquet' reichen Trauben beizufügen. Diese arbeitenden Hefenpilze bewirken fofort eine energische Gährung und Entwicklung der durch diesen Zusah begünstigten Hefenpilz?. Rommler benutzte zu seinen Versuchen den völlig bouquetlosen Most von Gutedeltrauben; zugesetzt wurden bereits in Gährung befindliche Maischen von weißem Champagner, rothem Cüte-d'Or und Vuriwein. Die Probeversuche wurden in gut verschlossenen Glasballons vorgenommen und zur Controle stets ein Glasballon mit unvermischtem Most der Gährung unterzogen. Die Trauben wurden vor dem Maischen mit den betreffenden Hefen befeuchtet. Die Gährung verlief bei einer Temperatur von 22 bis 28 Grad Celsius, die während der ganzen Vergährungszeit gleichmäßig festgehalten wurde. Schon nach 16 Stunden war die stürmische Gährung in vollem Zuge und dauerte bis zu 13 Tagen, bei den drei ersten Versuchen mit Zusähen aber nur 10 Tage. Der Jung-wein wurde abgezogen, durch Stehenlassen geklärt und endlich in Flaschen abgestillt. Diese so erhaltenen Weine besitzen den charakteristischen Geschmack der zugesetzten, in Gährung seinerzeit befindlichen Trauben-Varietäten, und statt des bouquetlosen Weines aus den Gutedeltrauben zeigen die erzeugten Weine die specifischen Eigenschaften der obgenannten Trau-benforten. Dies würbe zu dem Versuche im großen anspornen, Most von aromatischen Trauben in kleineren Quantitäten früher zur Gährung zu bringen und dann den übrigen Maischen beim Pressen zuzusehen, so dass alle Theile damit befeuchtet werben. Dieser Vorschlag ist der ausgedehntesten Versuche wert. Llltbachei Zeltun« Nr. 273. 2278 27. November 1890. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem lrainischenAerztevereine.) In der gestrigen Sitzung des Vereines der Aerzte in Krain nahm derselbe Stellung zum Dr. Kochs Heilver-fahren gegen Tuberculose. Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, den Wortlaut des vom Herrn Regierung«« rathe Dr, Keesbacher gestellten Antrages im Nach-stehenden wörtlich wiederzugeben. — Ein hochbedeutsames Ereignis auf dem Gebiete der medicinischen Wissenschaft erregt im Augenblicke die außergewöhnliche Anlheilnahme der Laien und der Fachmänner. Eeheimrath Dr. Koch in Verlin hat den Kampf mit dem unerbittlichsten und fürchterlichsten Feinde der Menschheit aufgenommen und gibt uns die Waffe in die Hand, demselben entgegenzutreten. Zwar sind wir heute noch zu einem endgiltigen Urtheile noch nicht berechtigt, es fehlt uns noch die Zu> verficht, welche persönliche Anschauung, die Ueberzeugung, welche eigene Erfahrung fchafft. Es ist zweifellos bei der Sache viel Uebertreibung, viel Sangvinismus im Spiele. Mögen aber unser und der armen Kranken noch fo viele Enttäufchungen harren, mögen auch nicht alle und nament« lich die zu hochgespannten Erwartungen nicht erfüllt werden — so viel steht fchon heute gewifs: Wir stehen vor einem epochemachenden wissenschaftlichen Ereignisse. Denn selbst für den Fall. das« sich die Heilbarkeit der Tuberculose nicht in allen Formen derselben bewähren follte, so ist doch die Vahn eröffnet, auf welcher weitere Forschungen zum giele führen können und zum Ziele führen werden. Und darin liegt die Größe der Koch'schen Entdeckung, darin liegt das Bahnbrechende seiner Arbeiten. Was aber an Kochs Forschung und Entdeckung unsere ganze Bewunderung wachruft, ist das zielbewusste Vorgehen desselben. Koch hat mit seiner Entdeckung der mebicinischen Wissenschaft einen Triumph bereitet, wie dieselbe einen ähnlichen seit Jahrhunderten kaum auszuweisen hat; er hat auch damit das Ansehen des ärztlichen Standes auf ein bisher nicht erreichte« Niveau emporgehoben, und alles, was da auf den Unverstand der großen Menge speculiert, alles, was da «jägert» und «kneippt», versinkt in das Dunkel seines Nichts vor dem strahlenden «lanze der exacten wissenschaftlichen Forschung Der Verein der Aerzte in Krain, der bisher stet« auf der Hochwacht medicinischen Wissens stand, würde seiner Tradition untreu werden, wenn er bei seinem ersten Zu» sammentritte nach Bekanntwerden der Koch'schen Ent« deckung nicht Anlas« finden würde, zur Koch'schen Ent» deckung Stellung zu nehmen und demselben seine danl> bare Anerkennung auszusprechen. Regierungsrath Doctor Keesbacher stellte daher folgende Resolution: «Der Verein der Aerzte in Krain zu Laibach anerkennt die pähnome« nale Bedeutung des Koch'schen Heilverfahrens und er-blickt in der Methodc desselben die Vahn, auf welcher weitere Forfchungen zweifellos zu weiteren Erfolgen führen werden und spricht demselben hiefür seine Bewunderung und dankbare Anerkennung aus.» Derselbe beantragte zugleich, den Eeheimrath Koch von dieser Resolution tele» graphisch in Kenntnis zu sehen. Pas Telegramm lautet: «An Veheimrath Koch in Berlin. Der Verein der Aerzte in Krain zu Laibach hat in seiner heutigen Sitzung sich über die phänomenale Bedeutung Ihres neuen Heilver« fahrens und die bahnbrechende Methode derselben mit dem Ausdrucke der Bewunderung für Ihren Erfolg versprechen« den Kampf gegen den größten Feind der Menfchheit und mit dem Gefühle dankbarer Anerkennung ausgesprochen. Die Vereinsleitung.» Diefe Anträge wurden einstimmig »nd unter allgemeinem Beifall« angenommen. — (Geburtsscheine für die Volk«, zählung.) Die Volkszählung, welche mit Neujahr be> ginnt, erfordert vielfach die Mitwirkung der gesummten Bevölkerung. Eine der wichtigsten Vorbereitungen, welcher jeder Wohnungsinhaber, beziehungsweise jedes Familienhaupt schon jetzt vorzunehmen hat, ist die Beschaffung der Geburtsscheine für jedes in der Wohnung befindliche männliche Individuum, welches in den 11 Jahren von 1871 bis einschließlich 1881 geboren und in einem der österreichischen Kronländer heimatberechtigt ist. Diese ausschließlich zu Zählungszwecken bestimmten Geburtsscheine werden stempel» und gebürenfrei ausgefertigt. Wir machen alfo unfere Leser darauf aufmerlfam, dass jeder Wohnung«» inhaver, beziehungsweise jede« Familienhauftt, in dessen Wohnung sich ein derartiges Individuum befindet, verpflichtet ist, falls er nicht eine beglaubigte Abschrift des betreffenden Geburtsscheines bereits besitzt, sich längstens bis Ende laufenden Jahres die nöthigen Geburtsscheine zu verschaffen und sich daher ohne Verzug an das be-treffende Pfarramt, beziehungsweise Matrikenamt, bei Welchem der Tauf-, resp. Geburtsact eingetragen erfcheint, um Ausfolgung des nöthigen Geburtsfcheincs zu wenden. Diese Geburtsfcheine müssen seinerzeit dem Iählungsacte, beziehungsweise dott, wo die Zählung durch eigene Com» missäre erfolgt, diesen letzteren ausgefolgt werden. — (EinslovenischerVortragin Klagen, fürt.) Nnlässlich der gestrigen Generalversammlung des flovenischen Volksvereines in Klagenfurt hielt der Secrelär d« lralnlichen Landnnrtschasls.Gesellschaft. Herr Gustav Pirc. über besondere Ermächtigung einen landwirt« ^chaftUch«.« Voitrag in slovenischer Sprache. Wie man u"» nun au« Magensurt telegraphiert, interpellierte in der gestrigen Sitzung des Kärntner Landtages der Abg. Hock den Landespräsidenten über die angeblich vom Ackerbauministerium angeordnete Entsendung des Secretärs Pirc behufs Abhaltung eines Vortrage« über Viehzucht im flooenischen Vollsoereine in Klagenfurt. — (Ein belagerter Briefkasten.) Man schreibt uns: Bereits vor etlichen Monaten geschah eines Briefkastens unserer Stadt Erwähnung, welcher, da er an der Stätte eines lebhaften Handels mit Landesproducten angebracht ist, oft kaum zugänglich erfcheint. Es ist dies jener am Beginne der Resselstrahe im Bereiche der Fleischer» brücke. Oft umgibt eine stattliche Wagenanzahl die Stelle des Briefkastens und diefen felbst, wie ich im lausenden Spätherbste häufig gesehen, eine solche Menge von an die Hausmauer und aneinander gelehnten, mit Eicheln, Kastanien und Kartoffeln gefüllten Säcken, dass es einem nicht erwachsenen Menschen kaum recht möglich war, das gelbe Kästchen zu erreichen, außer er versuchte es mit einer kleinen Kletterei über die Fruchtbarricaden hin. Erscheint es den durchaus so unmöglich, diesen so oft fchwer zugänglichen Briefkasten an einem anderen Gebäude, etwa an dem gegenüberstehenden, anzubringen, das dafür sogar eine Nische besitzt? — (Pivaca»Lack.) Man meldet uns aus Trieft: In Bezug auf eine von 33 Landtags.Mitgliedern eingebrachte Motion, betreffend das Project einer Eisen-bahn Divaca-Lack und über die Karawaulen nach Klagenfurt beantragt der Triester Landesausschuss eine Resolution, in welcher der Ueberzeugung Ausdruck ge-geben wird, dass, abgesehen von der unbedingt noth« wendigen Bahn Dioaca'Lack, nicht nur eine Verbindung der Kronprinz-Rudolf'Vahn mit der Gisela»Bahn über die Tauern, sondern ebensosehr die Fortsetzung der Linie Divaca«Lack über die Karawanlen den Handels-Interessen Iriests förderlich sei. Diesem Antrage entgegen wurde der Antrag des Abg. Eombi angenommen, demzufolge der Landtag dem auf der Lisenbahn-Lonferenz in Klagenfurt am 28. Juli gefassten Beschlusse, betreffend die Er-bauung der Bahnlinie Divaca-Lack und LackKlagensurt über die Karawanlen und durch das Rosenthal seine volle Zustimmung gibt. — (Aus der Laibacher Diäcese.) Die Pfarre St. Veit ob Laibach, erledigt durch Resignation, ist behufs Neubesetzung zur Bewerbung ausgeschrieben. Die Gesuche darum sind an das hochw. Domcapitel l. f. Stiftung in Laibach zu richten. Peremplorischer Eompe-tenztermin 12. December 1890. — (Heilung der Tuberculose.) Man berichtet uns unterm Gestrigen aus Wien: Heute führte Professor Billroth in seiner Vorlesung drei mit dem Koch'schen Heilmittel behandelte Kinder vor. Bei einem derselben, welches früher an Gesichtslupus gelitten, war auf Grund der Injection eine starke Reaction an der Narbe eingetreten, was beweist, dass sich dort noch Tu« berkeln vorfinden. — Die Delegierten der österreichischen Negierung, die Prosefsoren Dräsche und Weichsel» bäum, hatten in Berlin eine längere Besprechung mit Professor Koch. In derselben äußerte sich Professor Koch ausführlich über die Herstellung und Bedeutung des neuen Mittels und versprach, bei der Vertheilung der Lymphe auf Oesterreich und dessen Heilanstalten ganz besonders Rücksicht zu nehmen. — (In Gurlfeld) gibt eine kleine deutsche Theatertruppe Vorstellungen, welche vom Publicum durch guten Besuch ausgezeichnet werden. — (Der Lai bacher Bicycle - Club ) hält heute einen Elubabend ab. In demselben wird der Obmann-Stellvertreter einen Vortrag halten über die «Radfahrverbänbe Europa's im allgemeinen, den Bund beutscher Radfahrer Oesterreichs im besonderen». Sodann folgt die Ballotage über neu angemeldete Mitglieder. > Eingeführte Gäste willkommen. ! — (Der akademische Verein «Sloven ij a») in Wien veranstaltet am 3. December im Hotel «Goldenes Kreuz» aus Anlas« de« 90. Gedächtnis-! tages der Geburt des Dichters Dr. Fr. X. Presiren eine Festfeier mit reichhaltigem Programm. — (In Fiume) haben bei den Wahlen in die Stadtvertretung mit geringen Ausnahmen wieder die Liberalen gesiegt. — (Trauringe) find, nach ein« gerichtlichen Entscheidung, nicht exequierbar. Neueste Post. Oristinal-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien. 26. November. Eine der «Pol. Corr.» aus Lemberg zugehende Meldung betont, dass es kaum eine schlagendere Widerlegung jener Ausstreuung»« geben könne, welche über die angeblich erbitterte und verzweifelte Stimmung der Ruthenen von gewisser Seite verbreitet werden, als die von zwei ruthenisch»n Führern, den Abgeordneten Teliszewsli und Roman-czul in der gesinqen Budgetdebatte des Landtages ge- ^ haltenen Reden, indem dieselben übereinstimmend die! Gemeinsamkeit der Interessen zwischen Polen und ^ Ruthenen nachdrücklich hervorhoben und dai friedliche! Zusammenlebe« beider Nationalitäten als Postulat auf-! stellten. — Nach Erkundigungen, die wir an compe« tenter Stelle eingezogen haben, ist, gegenüber anderweitigen Meldungen, die Frage einer eventuellen gleichförmigen Bekleidung der Mittelschüler lediglls vom galizischen Landtage angeregt worden. Prag, 26. November. In der fortgesetzten Verhandlung der Eult^lrath«.Vorlage führt Abg. Dr. MattuS aus. die Ausgleichs'Vorlagen bieten beiden Them« Vortheile. Da jedoch einmal ein gewisses Misstrauen bestehe, beantragt er zu Paragraph acht ein Amende-ment. dass der Präsident des Centralcollegium« und der Regierungsvertreter beider Landessprachen mächtlg sein müssen. Graf Lebebur bekämpfte den Antrag. °a für den Schuh der böhmischen Sprache in der «ol' läge bereits ausreichend vorgesorgt sei. Nach Heftel Polemik zwischen Vasaty und Rieger wurde der Antrag Maltuö' mit 117 gegen 89 Stimmen angenommen 30 Großgrundbesitzer stimmten dafür. , Klagenfurt, 26. November. Der Gesetzentwurf üdtl die Vollendung der Vail«Regulierung mit einem Koste«' aufwande von 268.000 fl., wovon die Hälfte del staatliche Meliorationsfond trägt, wurde nach längerer Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Agram, 26. November. Heute um 5'/« Uhr ""' gens wurde hier ein schwaches Erdbeben beobachtet. Berlin, 26. November. Aus Rostock. Äad KW und Jena werden neuerliche Wasserverheerungen s meldet. Die Saalebrücke bei Käsen und die E'senbay" brücke bei Schweih wurden zerstört, viele M" wurden weggerissen oder sind eingestürzt. Einige Too»' Die Nachrichten aus Lübeck und Köln lauten g"" stiger. Die Gefahr ist dort vorüber. , Luxemburg, 26. November. Großherzog Adolf ^ absichtigt. den Beisehungsfeierlichteiten im Ha°s " zuwohnen. bevor er Hieher kommt. ... Karlsbad, 26. November. Als einer der ^ hat der Sultan von Lahore dem Redacteur SellgM" in Karlsbad, durch den er telegraphisch von der Uev schwemmung in Kenntnis gesetzt wurde, zwölW"" Gulden zur Verwendung für die Notleidenden ° gewiesen. Der Sultan zählte zu den diesjährigen »' gasten und weilt noch in Frankfurt. ^ Lille, 26. November. Auf dem Bahnhöfe »" Carvin stießen ein Personenzug und ein OüterM b sammen. Neun Passagiere wurden verwundet. ^ Constantinopcl, 26. November. Die bhoH^e in Adana ausgebrochen. Die nördlich von «" > bereits bestehende Quarantaine wurde bis Nnamur" gedehnt. 10. Verzeichnis der beim l. l. Landespräsibium filr die Abbrändler uon ^^ ! weinsdorf eingegangenen Spenden. <-,av>^ ^ Sammlungen der Pfarrämter: Voldcnfeld ü fl" A^'l 1 fl. 40 lr.. Laserbach !i fl. Bon den Herren: Vincenz A. ,„ 2 fl.. Franz Dibic I fl.. Franz Xaver Goli 1 fl.. !«"""" , Idria. Stadta.ememde Idria 20 si. ______ > Angekommene Fremde. ! Am 24. November. li^ett^ Hott! Elefant. Geilina.; Ritter von Vosch, Priva«"^ ^' ' Sccrctär. Graz. — Noval. Jung und Reitmayr, " ,^l"'t' ! Wien. - Fischer. Vudapest. - Keijel. l. u. l, ^"1'"'^, Nevesinje. - Siecherer. Kaufn,,, Frankfurt. - «a"hcrg' 7 l. u. l. Oberstlieutenant. Pola. — Vlumenfeld. "M^,^r. Vlahel. Kfm.. Wiener.Neustadt. — Vrosch, Iheat"'" ! f. Frau. Wien. , Ola«. ^5 Hotel Stadt Wien. Gühl. Reis.: Vlarenbach und ""^va""' ! leute; Flacher. Privatier. Wien. — Varon MM, - --------------------------------»--------------------------------------------^---------- i ^ ff I «8 ?.» ' !s-S 6 -Z W ft """,< w « » ß"k ZI ! !^--^ ____^ ^H_ 5_ > ^^l^-^M^ " T^Mg, ^wöl"s^ 26 2 . N. 724-1 ! 1 2 NW. s""« ^M ..,, 9 . A. , 728 6 I-l'4 NO. schwach 8°"« ^pet"'" Tagsüber Schneefall. — Das Tagesmittel der —01, um 24 unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. stag^^^ !________________________--------------------' ^'""lslls' ' Als preiswertes, vraltisches Wnhnachtsacschenl c" H^ ' Nohscld. Bastroben (ganz Seide) fi. W ^ >« sowie fl. 14 25.. 17 50, 21 25. 2« 25 dls 29 "^ ^ l»!' , Es ist nicht nothwendig, vorher Muster lo"» ^. ^ ich 2»79 Course an der Wiener Börse vom 26. November 1890. »°«,>«« oMen«. «0«««°^ «eld Wai, Etants-NnlehtN. '^"htiNlcht Rente in «toten «« z«, 5« 4,, ^5^.°'^""' steuerfrei 1^7 «<» i,<8 s,b ""I. «»lenient«, steuerfrei wl 30 >"l bo 'b"»»««« «««»boh»-«»«ldvef,chre ben! «"j'Audwtl,200fi.e.w. — _ ..-. «i,.^«»b »llrol «on fl. ». «. »l,?-_ ?<19 - ^'"fftbahn ,ür »on Marl . ,.)« «0 1''.«," 8«,U°!«dh.«ahn »«. »»« . 9« 4N p« «> ""««« »llhn »»iff. »8»4 98 80 «8 «0 >>"l« N°^.""' "^« - - ll»l »b ,«', 45 »N° »,.".'""te b»/ ... 99 »0 99 «9 "° O^°i. """". stücke . . kb «<1 « S0 »t, Mal>n.Prl°ri«ten . . — - — - '»»' »..°"^bl- ^ V«n»ehent.«bl..0b.l«)fi. --.. — - ^>°' '!?-^nl ö l«, fi. «. «. l«8 lli lw «g «n lnnoft Prloritäts'Odltgatioueu (für l0« st.). fleldlnanb''Nordbahn Em. »88« 9,,,, »97,, »lllizi!«:! ,>llrl-Lubwl«.«llhn »m ,li" »au «. K. 4>/»°/, . 9,.,o 9g.,^ V«lb Ware W«. «ordu»tstb Vüdbahn ^ 3<.„,' , , !,^.I^?I ' » »^/« l»7 4!', l<8' — Nno.^aliz. »ahn ^.gy ,,^ gy Diverse Lose sver Etü 5k 85 «"/^ Donau.Dampfjch, <«« ss. , <««.- I«»'- Lalbacher Präm,.»lnlth. «0 ft, z, ^ 24 - osener ll°le 4« fi..... ^«-57- Palffy'Lvse 40 fi...... z,-_ K4 - «°th«n»«uz, 5ft. ««I.,., »Ofi. ,8«o l8»s, «ubolPh'Lose »0 fi..... ,9 _ ,9 b" «alu.Lose 40 fi....., »s. — «l>5" El.-VenoUl.2ol« 40 fi. , . , ««— 8, »b «Llllbfttin.Lose »0 fl. . . 8S Lö »6 ?b l»inbi fl, . 550 - 35» — DepoNltnbanl. Ullz, »00 ft. , 199 - eou — l»comptee<.,vibrüft. 50« fi. . «»»-— S8l»'— «tr°'U.w., Wiener »ON fi —-— — - »eld W»re evvothelenb.,««. »00».«»/»«. «9^ 7« _ liHndrrbanl, «st. »on fi. V. . - »zu «5 «o 75 Oefterr.'unyar, Vanl 600 fi. . 977- ^ 9g,. ^ Unlonbanl »00 fi......>3«'«0 l»? — «erl«hr«b«nl, »ll«. »40 fi . . »z, ». «, _ Nctien von Transport» Unternehmungen. (per «»«). »lbrecht'Vahn »on fi. Tilb« . «, ^ »,.,« »lf0ld.Fiumlln. »ahn »ON fi. «. .,,,^ »^,.^" «l>h«. Erdbahn lbN «.. . . U ^ ^, » Weftbayn »00 st,... »»«__»«, ^ Vu,chtiel»r»btl «,. boo fi. I«. "" ., °°'^^ dto. sl«. U,) ,ou fi. . U fi. «M. . . - »<>, ^_ »«, Drau.ltil, s«.'Db.'N.)«0N fi.T. °"V^ "ll.^ Dul'Vodenb. st..ung..Trieftü00fi.!IW. «??.ll,»? II 0efterr.K«rdwefib. »00 fi. Gilb. »j?... «7 °e dt«. (lit. L.) »«> fl. V. . . ",.. "il,ül praa/Durer Eisenb. 1b« fi. Vllb »7,^» »>,,«> Lllllltseisenbahn i«X) fi. Eilbe, °^« ^ »« »n Küdbahn »00 fi. Silber . . . ,«.^ ,», z« 3üb.Ni>ldd.Nerb.'«.l<0<»ft.«»llz. «ilenb «00 ft. «Ube? l»4 5u »9b b«^ Nn«, «orboftbahn »00 fi. Gllbef »9v,z ll»i ?z Nn«,Veftb,s«ll»b.<»raz^l»0ss.N ,95 — »95'b0 IntnNrte.Uctl» sper Vt»,, «^ 9» 30 Vrager »<»,,OeN,wl»in,l»0fl. 459.^. 4,3 — W»«lloN'ü«lh«nft.. «ll«, in Pest «» fi......... 5,.^ « — «,. Vau»«ltMch»ft 100 fl, . . 74 ^. ?» ». Meneiber,« gle«tl'»lcrlen.»«s ,,,^_ »83 — DtVisNl, »«urlcht Vlltz«..... 5« 50 », «b London........ »»5 3', »1» bv V»ri» «47, 4b ». VlUnte». Duiattn........ »4b »4? »o.3r«n«»«tH 44 3>> " » Jr Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten *ä«oten und Valuten empfiehlt sich bestens die Wtl) 800-70 Wechselstube des Baukiauses Scbianer 4 Scliattera WIEN, I., Kärntneratrasse SO.