Ni. 280, Fmtag, 5. Drzcmbci 1»02. 121. IahiMg. Mbacher O Mum. VlcinumcrationSpreiö: Mil Pusturrlrnbung: ssllnzjayii« 3>< li, haldjahlin ll> ll. Im jloiilor^ aanz» !»yi>8 üli x, liull'Mn» l> X, Kill dir ^.!jr>! b<> l>, größere prr ^»ilr Ili l>; bei oils«» Wisbcrvoluxne» pri ^rll» 6 d Die »Laidachrr filling» »rich»'!»! «äqlich, mil Ä»»»al,mr d»r Nl»,i, u«I> ^eirrlngs, Dl, «b»l»lftr»tio» »find»i sich ln!) ^>ii. x, di» Nebaltion Dalmalin «asie >it, «, öpischstuob'n »»er >X,duf»ion von « b<» w Uh, voimillossj, Unf^nnlissl,- ^nn» wlvdrn »ich! «nqsnommf», Monxil^ip!» mchl uirüllgesleUl. __ Amtlicher Ceil. Seme k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchste Entschließung vom W. ?.oveinber d. ,; ben ^linisterialsefretäreil iin FinnnzministeriulN ^dttlli^rt Klaunzner und Friedrich Nitter von ^ühlluerth das Ritterkreuz des Franz Joses» Erdens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung von, 20. November d. I. ^'>n Nate des Verwalwngsgerichtshofes im Nuhe» Unild».' Mar Freiherrn S ch arsch m i d von Adler» ll'u anläßlich der von ihm erbetenen Enthebung ^n der Funktion als Mitglied des Reichsgerichtes ^n Stern znm Komtinkrcnze des Franz Josef-"rdrns allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Seine k. und f. Apostolische Majestät haben mit ''llMiüchstcr Entschließung von, 30. November d. I ,^li Rate des Verwaltungsgerichtshofes Franz ^nt>s das Nittertreuz des Leopold.Ordens mit "chsicht der Taxe allergnüdigst zu verleihen geruht. t,. ^en 2. Dezember l!i<»2 winde i» der l. l. dos' und Itaats» b ""ei das l^XII. und «Xlll Slücl des Reichsssesetzblaltes in "ichei Nusgade ausgegeben und versendet ^ Den 2, Dezember 1!)02 wurde ix der l l, Hof- und Staats iX'v " da« I^XlX. und l^XX. Stück der rumänischen, das bnl l' ^ück der ilali^nischc», dns l.XXXVN, 3tuct der ^"'chen, das xc^VI, Süicl der italienischen, das (II, Eliicl der ^ "'lcheil. das (!V,, <.'Vil, nud <.'Viil. Eliick der rumänischcil und a»« ' "lU6 der lroatiichcn'Allsgabe des Äeichsgesetzblaües ^llfgel,en und versendet. t>t>>^^^" '^' Member ll>02 wurde in'der l, l, hos. nnd Siaais« U^"" das l'XIV. Sllick des NeichegesehblalteS in deutjchrr uaue ausgegeben und versendet A H^"lr> dem ^lmlsblulle 'zur »Wiener Zeitung' vom 2. und , "Member ll)0_'i^r 277 und 27«) wurd, die Mliterr.elble,. « wlNf»^,>l Vies^rzfüffuisie veil'ole,, - "l ?«f) «I, I'..,,»!..» vom 25. November 19N2. be, Ä «<^'" Verlage von Wenzel Vieuert in Niemcs erschienene, lra»il!, '"'^l in Nienics acdruclle Wahlaufruf des sozialdemo» Ul U"' Wahllomilees mit Ider Ueberschrift: «Wähler des ' "^hllörpers.. II A"s'llMlal^l. >l) ,i>,,„f,;..^. ^^ November 1!>02. Nichtamtlicher Ceil. England und Persien. Wie liirzlich berichwt wurde, soll es zur Kenntinh der Pforte gelangt sein, daß zwischen England und Pl/rsien ein Geheinuiertrug bestehe, nach welchem Persien die Ausübung des Seepolizei-Dienstes für so lange an Englaild übertrage, bis es vier itriegbschifsr angeschafft habe und den Dienst dann selbst auszu» üben vermöge, ^jloei Schiffe seien vcrcits läufllch in Belgien erworben. An di^se Nachricht wurden gegen» über dem londoner Berichterstatter der „Pol. itorr." seitens einer lompclcnten englijchcn Perfönlichtelt folgende Veim'rllmgen geknüpft: Die Stellung Eng» lands im Persischen Meerbusen veruhe durchaus nicht uuf einem Uebcreinlommen, sondern habe sich histo risch entwickelt. Die vielen tlcincn Stammesfürslen im bezeichneten asiatifchen Gebiete, welche in ständig''!-5el)de miteinander lagen, hätten vor langer Zeit dic'e Gewässer sür die Schiffahrt völlig unsicher geinacht. Da sei die englische Regierung eingeschritten und habe erreicht, daß die Stammesseyden von da ab nicht melu die See zum Kampfplätze wählen sollten. Auf diej^'r werden die englischen Schiffe fortan Ordnung hallen. England soll eben die einzige zivilisierte Macht an Ort und Stelle gewesen sein. Die Türkei habe lein ^nlen'sse gezeigt, auch le.ne genügende Macht zur See befefjen. Vollends Person sei damals gar mcht l.: 5rage getommen. Aus diefer von selbst entstandene.! Stellung, deren historische Entwickelung in ausführ-lichster Weise in dem vortreffliä>en Werle von Ätchinfon geschildert wird, habe England selbstver« ständlich nie ausscheiden tonnen, wollte es nicht die alten Zustände mit großer Schnelligteit einreißen lassen. Ganz abgesehen von anderen Rücksichten hätten dies die Interessen der englisäM Schiffahrt unmög« lich gestattet. Ebenso verhält es sich mit der Angelegen» heit von Unweit. Es sei leinen Augenblick zweifelhaft, daß dort an diesem dafür günstig gelegenen Puntte auch sofort ein wahres Piratenneft entstehen würde, wenn man es dazn lommen ließe. England habe du> moralische Verpflichtung, dies zu verhindern. Aus diefem Gefichtspuntte allein sei auch dn jüngste Zwi-schenfall mit dem „lapwing" entstanden. Das 3ahr> zeug habe aus seiner Patrouille ein anderes entdeckt, das ihm verdächtig erschienen sei und auch teinc flagge gezeigt habe. Aus das Anrufen sei eine gan^ ungenügende Antwort erteilt und in, weiteren Ver> lause seien sogar Mannschaften an Vord der „Kap' wing " Plötzlich durch Schüsse verwundet worden. Da habe der englische Kapitän nicht länger gezogen, son-dern das fremde Fahrzeug weggenomnlen. Durch di? Untersuchung des Fahrzeuges fei der gehegte Verdacht vollauf bestätigt und erwiesen worden, daß der tta» pitän ganz recht gehandelt habe. Man dürfe fvine N^enoung zum Schlimmen in Kuweit dulden. Di? Türkei verhalte sich, nach wie vor, ganz indifferent, Persien habe allerdings jetzt zwei Fahrzeuge in Vel» gien erworben, aber dieselben seien weiter nichts als Zolltreuzer und zu schwach, die Ordnung durchgreifend aufrecht zu erhalten. Mithin falle tne alte Nolle Eng» land weiter zu, aber von einem geheimen Abkommen mit Persien sei keine Rede. Englisches Heerwesen. Aus London lmrd von militarisäM Seite ge-schrieben' Die englijä>e Heeresleitung läßt es nicht an Bemühungen fehlen, die Mängel des Heerwesens, die im südafrikanischen Feldzuge zutage getreten sind, auszumerzen. Viele ilatastrophen wurden bekanntlich durch den ungenügenden Aufllärungs und Siche-rungsdienst hervorgerufen. Man bemüht sich nun, in diesem Punlte radikale Abhilfe zu schassen. Von jetzl ab soll jedes Bataillon mit einem Kunoschasterdeta clement versehen werden, das aus den besten Schützen und Leitern der berittenen Infanterie gebildet weroVn und ans einem Offizier und zwanzig Unteroffi nnd Mannfchaften bestehen soll. Die Bewaffnung den Karabiner und Revolver bilden. Ein wichtiges Ausrüstungsstück wird für jeden Mann ein Fernglas modernster Konstruktion sein. Die Anlehnung an da^ beim Feinde Wahrgenommene bekundet sich darin, daß je zwei Mann ein Rejervepserd erhalten werden. AIs Anhalt zur Instruktion sollen des Verteidigern von Maseling, des Generals Äaden»Powcl, „Finger, zeige für den Auftlärungsdienst" dienen. Diese neuen Einrichtungen entspringen wohl zum Teile dei !'' wägung, daß in dem weilen kiolonialuieltreich l>. > britannien die Bataillone in der Mehrzahl der Fälle vereinzelte Ausgaben zur Lösung erhalten. Aber es paßt eben auch nur sür die Ausgaben detachierte» Bataillone. Die „Augen des Truppenführers" im >lriege moderner Art werden stets die hinausgeschoben Nl/n ^uvallerie'Abteilungen sein. Für einen Krieg Feuilleton. Die Küchen der Köliige. dort..' " ^ Küchen in den Königspalästen plau-^n -'l^ "^l'.lche Zeitschrift sehr unterhaltend. Untec ^»m's ^' '^'^^w^ N'ar di^ >lüche am englischen Hof? >vl^ Nnt i aber die künstlerische Seite der Kochkunst sk'trlip '^"' ^"ligin Viktoria in den Hinteigrund l» ^,. ', ^r erste .'»foch wurde oft gewechselt: er war riiii^ x ^^ "N Fi-anzose, wenn auch ein Engländer '^ich^ - diese Stellung bekleidete. Der zweite llch ci„ ^' ..elstl.>r Meisterloch" genannt, war gewöhn-"Ü!„k "'Ascher. Tas Gehalt betrug mehrere hundert ^ km s ^ ^^ Königin wollte niemals mit Gom> ^ri^ '""rrieren, indem sie kostspielige Kochlünstler 'Z'^'t k' , ^^ Oberausseher des königlichen Hofe?. !^'lk>n f^ ^"llmlfo und gibt den KöclM die Anwei--^>td ^i '^ ^"' ^"g. Das Menü wird gewöhnlich am ^ Ä,-^- "ttworfen, und jeder bekommt morgens !'^ A>, ^ ^"«"viesen. König Eduard VII. hat das > ll dio n ^ "üchenl'uchhalters eingefiihrt. Dieser s ''^i, >., ""te aus, di2 in Zinunern aufbewahrt i ">N l^" """" ^"den ähneln. Die fchönste Küche !"^n "''Nds befindet sich in Windsor, in der dü: ^'»^^''.aewilten ^ondenstücke cnnes Rindes gebraten l ^^ w s"""'' ^^' ^l'll^'u "n Buckinghain Palace « n ^ de/ /^' b'lndert Meter von dei, Privatgemä-, > ^'Nod '"aspaares entfernt: sie sind noch nicht > ^ni, aber es werden wichtige Veränderungen vorgenommen. Die Küche von Marlborough House ist verhältnismäßig klein, ^5 Fuß lang, und hat einen Gasroslapparat nnd einen Bratspieß. Hier wurden die Diners zum Derbytage bereitet. Bei diesen Gc> legenheiten erjann M. Manager, der auch im Dienste des Königs geblieben ist. die verblüffenden Neuheiten und töfllichcn Leckerbissen, durch die diese Feste zu wahren ^ululusmahlen wnrdm. Von seiner indisä)en ^>leije brachte der .«»tönig einen indifchen Koch mit, der l.'in Jahr das strenge >llima Sandringhains aushielt imd dann verzweifelt feine Stellnng anfgab. Seitdem ist lein Orientale in des Königs Küche gekommen. Baiser Wilhelm nimmt manchmal — auch dar» über weiß das englische Blatt genau Bescheid — unter Führung des HofmarjMlls eine besondere Besichti-gung der großen Küchenanlagen vor. Es ist eine be-stimmte Summe für jede Perjon an der kaiserlichen Tafel ausgesetzt; innerhalb dieser Grenzen haben die >löche freie Hand. Der Oberloch ist ein Deutscher, der unter sich einen Deutschen und einen Franzosen hat; aber der Gebrauch der französischen Sprack>e auf der Speisekarte ist streng verboten. An gewöhnlichen Tagen hat der Koch für die Mahlzeiten des Hofes etwa vier Zentner Fleisch zu verarbeitm, und bei großen Gelegenheiten beginnt er gewöhnlich l'ine Woa>> vor. her mit den Vorbereitungen, läßt sich von den Uöcheu in den anderen Schlössern helfen und nimmt auch die Dienste der ttonditore Unter den binden in Anspruch. Die Braten werden im ganzen im Speisesaale aufge^ tragen und Kuchen crsä>einen häusig in der Form von Tempeln, Mnaretö m^d Schlössern. Dein Haushalt des Zaren steht ein früherer Sol-dat, ein Elsässer, vor, der besonders gefchickt in der 'Zubereitung schmackhafter Suppen ist und eine Sammlnng von Rezepten sür die Zubereitung von Kaviar hat. Zwei oder drei Zirtassier lauern immer in seiner Kiiä^ aus der Kauer nach Verdächtigen, und sie unterziehen sich der Anfgabc, die kaiserliche,' > . richte zu erproben, mit größerem Eiser, als du> ^,^ legenheit erfordert. Die .Kaiserin äutzert oft den Wunsch nach einem englisch zubereiteten Gerichte: al>> gesehen von russisäien Nationalgerichten, ist der kaiser. liä>' Fannlienküchenzettel halb englisch, halb französisch. In Nom, Madrid und Stockholm zieht man ein geborene Köcl>e vor. Abdul Hamid begnügte sich früher mit franzö'sisäM, Köchen, aber nach dem Besuche des deutschen Baisers in Konstantinopel engagierte er drei deutsche >löche, die ihm dabei helfen, täglich eine Summe von 2(». wart des Sultans erbrochen, und der Kamm<'' muß aus Besebl vorher kosten. Wohl die merkloürdigste Kücl>e, die es in Komas» paläslen gibt, ist die in China. Der Küchenstab bestekt dort aus 7tt Sachverständigen, die mit den beste,-Methoden, Bärentlauen, Antilopenschwänze, Aaleier oder Ässenlippm zuzubereiten, vertraut sein müssen, und eine besondere Abteilung beschäftigt sich mit der schwierigen Aufgabe, Vogelnestersuppe zu bereiten. Laibacher geitimss ?tr. 280. 2322 5. Dezember 2902. nach kontinentalem Muster bildet diese Zuwendung selbständiger Auftlärungs-Detachements lmr ein Hin-derniS. Vollends ist die Zuweisung von Neservepferden ein gewagtes Experiment. Ti.e beritteneil Infanteristen Englands haben sich als zu schlechte Pfleger des Pferoematerialö erwiesen, als daß diefe Zuteilung irgendeine sichere Grundlage abgeben sollte. Um mit Nefervepferden die Möglichkeit zu höchsten Leistungen zu finden, müssen eben die Detachements einem Ateitervolke, angehören. ! Politische Ueberftcht. Laibach, 4. Dezember. Verschiedene Blätter befassen sich mit den Rück« Wirlungen der Beschlüsse des deutschen Reichs» tags auf Oesterreich-Ungarn. Das „Neue Wiener Tagblatt" sagt diesbezüglich: „Die Entschlüsse des deutschen Reichstags zeigen den Regierungen in Oesterreia>Ungarn die ganze Verantwortlichteit, den Ausgleich zu finalisieren und den Parlamenten ihre Arbeitsfähigkeit zu bekunden. — Das „Vaterland' schreibt: Das bestehende politische Bundesverhaltnix' darf niemanden über den Ernst der zollpolitisch m Lage täusä)en. Hinter der deutschen Regierung stehen die Parteien, deren Entschlossenheit man eben leimen gelernt hat. Darum muß rasch gehandelt werden. — Die „Reichswehr" erkennt in den Beschlüssen Deutschlands eine Drohung mit dem Zolltarife. Gleichzeitig drohe Ungarn mit der wirtschaftlichen Selbständigkeit. Allem Oesterreich brauche sich vor den beiden warnend erhobenen Zeigefingern nicht zu fürchten. — Das „Illustr. Wiener Extrablatt" hält es für dringend gebolen, daß Oesterreich > Ungarn die zollpolitische Rüstung anlege, wenn es nicht wehrlos den Handels» politischen Eventualitäten der nächsten Zukunft preis» gegeben sein wolle. — „Lidove Noviny" und „Hlas" lveisen darauf hin, das; durch die ^u-dloc Annahme des deutschen Zolltarises die Erledigung des Ausglei» ches mit Ungarn einen dringlichen Eharatter ange« nommen habe. Der Herr Ministerpräsident stehe in> folgedefsen vor der Notwendigkeit, rasch jene Ent> schlüsse zu fassen, welche die parlamentarische Beratung der Ausgleichsuorlagen sichern und damit die Möglich» keit bieten würden, rechtzeitig in Angelegenheit der Er< Neuerung der Handelsverträge Stellung zu nehmen. Die „Wiener Zeitung" vom 8. d. M. veröffentlicht eine Verordnung des Finanzministeriums zur Durchführung des Gesetzes vom 1!). Juli 1!Z)2, betref» fend eine teilweise Abänderung, beziehungsweise Er» gänzung der Bestimmungen über die Vers or» gungsgenüssederZivilstaatsbeamten (Staatslehrpersonen), der nach den Zivilpensionsvoi> schritten behandelten Gendarmeriemannfchaftsperfo» nen und Gendarmerielanzleidiener, sowie der in die! Kategorie der Dienerschaft gehörigen, pensionierten, und provisionierten Zivilstaatsbediensteten. Ferner! eine Verordnung des Finanzministeriums zur Durchführung des Gesetzes, betreffend eine weitere Erhöhung der auf Grund des § 1U des Gefetzes vom 14. Mai 1896 erhöhten, normalmäßigen Versor» gungsgenüsse der Witwen nach Zivilstaats^ beamten und Staatslehrpersonen. Die Kruppsche Arbeiterschaft hat an Kaiser Wil« helln eine Kundgebung abgesendet, welche in den wich-tigften Stellen folgendermaßen lautet: „Eure Maj> stat haben unserem verolichenen Herrn Krupp die letzte Ehre erwiesen. Hlesür schulden Eurer Majestät auch wir Arbeiter der Kruppschen Werle heilen uliauc-löfchlichen Dank. Dank in Ehrfurcht abzustatten, haben wir uns zusammengefunden und betraitigen hieourch mit unserem Männerwurt durch viele taufend ltntoi-!jchri>ten, das; lmr uilferelli verehrteil gelieliten Herrn !tne Treue, i.n der wir zu ihm gehalten, solange cc lebte und unausgesetzt für uns bestrebt war, auch über das Grad hulaus bewahren und sein Andenten rein und fleckenlos erhalten wollen. Wir verabicheuc'n die Frevler, ore es gewagt, Herrn Krupp anzugreifen und seinen matellofen Nanlen zu be>chmutzen. Wir werden die rechte Mahnung, die Eure MaMät an unsere Vertreter am Tage der Beerdigung gerlchlet haben, beherzigen und Elemente, die mit den Verleni',.-dern Gememicliaft haben, incht unter uns dulden.' Die französische Regierung hat sich, wie schon ein Telegramm gemeldet hat, entschlossen, von den (ii männlichen Kongregationen, welche Gesuche um Gewährung dl.r gesetzlichen Autorijatiou eingebracht haben, nur fünf fortbestehen zu lassen.' Die 55 Kongregationen, deren Gesuche abschlägig be< schieden werden sollen, besitzen, wie aus Paris berichtet wird, zusammen 1!i17 Häuser oder Anstalten. Davo:, entfallen 00(1 auf die Lehrbrüder, die sich Petite Fri^res de Marie nennen, ^5 auf die christlichen Lehrbrüder, 1K1 auf die christlichen Lehrbrüder des heiligen Gabriel, ^(i auf die Brüder vom heiligen Herzelt, die Mittelschulen vorstehen, 112 auf die Eleres de Saint-Viateur, die hauptfächlich im Südoften Frank» reichs unterrichten, l)5 aus die Marianiften, welche u. a. das berühmte Eolli-ge Stanislas in Paris leiten. Alle die mit Auflöfung bedrohten Kongregationen b; fchäftigen sich mit Iugendunterricht, Predigt, innerer Mission und landwirtschaftlichen Gewerben. Tagesneuigleiten. — (Zwischen zwei Berühmtheiten.) Ein Enlcl von Moses Mendelssohn war der .Komponist Feli^ Menbelsfohn-Vartholdy. Dessen Vater, ein geistreicher Mann von hoher Bildung, meinte scherzhaft, es habe dock auch sein Mißliches, einen berühmten Minen zu tragen. „Ii; meiner Jugend", sagte er, „nannte man mich immer nur den Sohn des bekannten Moses Mendelssohn, und in meinen alten Tagen hieß ich allgemein nur der Vater des gefeierten Felix Mendelssohn-Vartholdy." — (Der Stier als Fußballspieler.) Ein Londoner Blatt erzählt: Ein Stier, der am Samstag auf einer Wiese in Hanley in Staffordshire graste, interessierte sich sehr für eine Anzahl rotgctleidetcr Männer, die auf dem benachbarten Felde Fußball spielten, (is war das erstemal, l daß er das Spiel sah, und als er es durch den Zaun studiert hatte, wollte er offenbar gern daran teilnehmen und den -Ball schleudern und darauf trampeln, wie er es von den Spielern gesehen hatte. Eine Zeitlang hielt ihn seine Schüchternheit zurück. Aber die dahineilenden roten Jerseys und die gellenden Nuse der Zuschauer waren zu viel, als daß ein vollblütiger Stier ihnen hätte widerstehen tonnen. Mit einem ^entzückten Gebrüll griff er den Zaun an, brach hindurch und zerriß die Berührungslinie der Athleten. Zu seinem größten .Erstaunen war seine Anlunft jedoch das Zeichen für ein so- fertiges Nachlassen der Tätigkeit. Nach einem Sprunge zu dem Ball stürzte sich der Bulle auf den nächsten Spieler iu Rot, den er natürlich im Verdacht hatte, daß er den Nall ergriffen hätte. Der Mann lam jedoch als erster zum Tor. Allmählich drang der Bulle in den Geist dieser angenehmen Unterhaltung ein und jagte die Gegner einzeln und gruppenweise. Die Spieler beim Malwächter hatten sich u>/ zwischen über eine Steinmauer zurückgezogen, und auch b>c Zuschauer hatten das Feld verlassen. Ein Mann hatte von dem Nullen einen Fußtritt bclommen, legte aber leine V>^ schwcrde wegen des Fehlballs ein. wahrscheinlich, lvcil auch der Unparteiische das Feld geräumt hatte. Schlichlich verschwanden alle Spieler bis auf zwei: ein Mann in Not unt> der Stier. Sie liefen einander um einen Baum nach, b:s dec Stier den Kopf wendete, um zu sehen, ob zufällig einer der anderen zurückgekommen wäre; da rannte der Mann schnt" zur Mauer und kletterte auch hinüber, Es war ein schmerz licher Augenblick für den Bullen, als er bemerkte, daß auch 'sein letzter Fußballfreund ihn verlassen hatte. Gewissenhaft zerbrach er die Flaggen der Berührungslinic und ging dann traurig aus seine Weide zurück, so daß das Spiel ohne ihn ! wieder aufgenommen weiden konnte. Er glaubt zweifellos ^ noch immer, er hätte ein oder zwei Spiele glänzend gewinnen lönnen, wenn die anderen Mitspieler nicht davongelaufen wären .... —( Zehn Iahrc im Vette.) Ein Original ist dce Baron Hugo Ortliet in Rußland, ein Millionär, der, w>e ein Londoner Blatt zu erzählen weiß. seine Zeit in feines prächtigen Palästen in Petersburg und Moskau und stinew herrlichen Landgute bei Kasan zubringt, aber — immer >'" Bette. Seit zehn Jahren ist er nicht aufgestanden und hat sich nicht angelleidet. Körperlich fehlt ihm nichts, und trotz seiner Größe liefert sein Körperzustand ein Beispiel dafür, i daß es nicht immer richtig ist, daß viel körperliche Bewegung zur Erhaltung der GesundlM nötig ist. Nachdem der Äaron alle denkbaren Formen des Vergnügens erschöpft hatte, legn ^cr sich aus bloßer Langeweile ins Bett, und er ist seit bc" Jahre 1^02 nicht wieder daraus aufgestanden. Sogar lie: seinen Reisen verläßt er das Bett nicht. Dieses wird dann von seinen Zimmern auf eineii besonders gebauten Wag^ getragen, von bort in seinen Privatsalonwagen und dan>» fahrt er immer im Sonderzuge. In allen anderen Vcziehun gen ist er ganz vernünftig; er leitet sein großes Besitztum mit der größten Klugheit und mit Scharfsinn und ist glan^ zend und witzig in der Unterhaltung. Die einzige Vesonde^ l>it seines sonst achtbaren Charakters ist sein Widcrw'U^ gegen die Anstrengung des Aufstehens. „Warum sollte >^ mir die Mühe geben?" fragte er. „Wozu muß ich "U^Ai'.. Es gibt sicherlich nichts, was ich nicht ebensogut im V" machen könnte." — (Die feinste Wage.) In der Bank von Eng< land hat man vor kurzem eine Wage von einer auherorden ' lichen Genauigkeit aufgestellt. Ihr Konstrukteur behaupte' daß es das feinste Instrument seiner Art wäre, das es l^ mals gegeben hat, und die Experimente, die man mit dlei Wage bei ihrer Uebernahme angestellt hat, seinen d'eiv Ausspruch zu rechtfertigen. Wenn man auf die ei"k '9 Schalen eine einfache Briefmarke legt, so bewegt sich . Wagebalten um eiwas mehr als 15 Zentimeter auf der Sw ' Ja das Gewicht eines Tintenfleckes auf einem Blatt PaP genügt, um die Schale zu senken, ein Haar. ein ^" i,«v bringen eine merkbare Senkung des Wageballens hervor-doch kann die Wage bis 200 Kilogramm Gold und S» wiegen, ohne daß ein Fehler von nur ein Zeh"^. ^ftv granun unterliefe. Geht das Gewicht darüber hinaus, s^, dies durch ein automatisches Läutewerk angezeigt. Die ^v -der Bank von England, die 2:20 Meter hoch ist und übel z Tonnen wiegt, hat fast 10.000 X gelostet. ^ ~ - (Ein ,.Spihl> uben -Klu b") bestand bis ^. letzter Woche in dem irischen Städtchen GalwaN. ^^-? Helga. gleichlicher Gelaffenheit meine Mitteilung auf, daß ich mich an die schleswigiscl^e Westküste begebe,: wolle, um meine Nerven durch Einsamkeit und Meeresluft zu stärken. Eine unbequeme Frau ist sie nie gewesen. Eine endlose Fahrt! Von Berlin nach Hamburg — ja, da ging es allenfalls, da zitterte mir jede Fiber in fchauernder Erwartung. Die Strecke von Hamburg die Mste hinauf bis Gereding legte ich wie im Traume zurück. Und dann kam die Wagenfahrt nach St. Marien. Nie zuvor hatte ich eine ähnliche Emp» findung wie auf diefer Fahrt. Alles Wirkliche, das mein Leben ausmachte, wurde zu einer absoluten Un» Wirklichkeit. Ich glaube, so muß dein Menschen zumute sein, wenn das Tor des Lebens hinter ihm ins Schloß fällt und er — felbst nicht mehr Mensch — eintritt in das Neich der Geister. Die Dünen tauchten vor mir auf, fahl und gespenstisch — mich fröstelte. Wir fuhren an dem Fried-Hofe vorbei mit feinen stillen Gräbern, und immer tiefer wurden die Schatten, die in meine Seele fielen. St. Marien hatte Hotels bekonunen. Eins der-selben erkor ich, bezog ein großes Zimmer, von dem aus man auf einen die ganze Langseite des Hauses beanspruchenden Balkon trat, ließ mir ein Abendbrot bringen und war allein. Da wurde im Nebenzimmer ein Klavier ange schlagen, und Beethovens ^u-ciur-Sonate klang an mciii Ohr, meisterhaft gespielt, wie mir schien, von ; kraftvoller Männerhand. ! So grüßtest du mich, Altmeister der Töne, !> bald ich den Aoden betrat, auf dem sich der kurze Tranm meines Glückes, ill den auch deine ewig schönen ! Weisen hinein gehören, einst abgespielt hat! ! Der letzte Ton des Trauermarsches war wohl ' lange verklungen, noch faß ich mit aufgestütztem Harcht >und sann. sann über den ijwect meines Hierseins, und ob und wie es zu erreichen sein würde. > Endlich trat ich auf dm Balkon, um das Haw> hinter der Düne, das ich fo oft mit der Seele gesucht, nun liiit den Augen zu finden. ^ Aber ich fah nicht hin nach jener Richtung, etwas anderes fesselte meinen Blick. Vor der geöffneten Flügeltür des Nebenzimmers saß in einem Korbsessel eine Frauengestalt. Gleißen» der weißer Atlas unifloß die feine, schlanke Gestalt; die Arme, zur Hälfte entblößt, ruhten auf den Seiten-» lehnen deö Stuhles, schmächtige Arme mit einer Haut, so fein, daß das blaue Geäder hindurchschimmerte, m>t> Hände von derselben rührenden Schönheit. Und das Gesicht? Umrahmt von dem blaßgoloe« nei, Gelock, das ich vor allem Frauenhaar liebe, durch, leuchtet von zwei blauen Augen, die mich fremd und doch so seltsam vertraut anmuteten — über dem ganzen weißen Gesichte jenes schwer definierbare Et> was, das wir Seele nennen — dies alles fah ich nnt einem Blick — und „Helga!" stieg es mir aus der Brust empor wie ein Schrei. Ob er von meinen Lippen brach, weih ich nicht; ich weiß nur, daß sie aufstand und mit langsamein, schleppendem Schritte auf mich zuging, das Haupt leicht vornüber geneigt. Sie legte die Hände auf meine Schultern während ich noch nach Fafsung rang, fprach sie- ^ „Du bist es, Viktor? Endlich, Liebster-kommst sehr spät!" ^st Die süße, geliebte Stimme, doch die "l" ^z, nicht mehr - sie klang so müde, so gebrochen, ' mich an zersprungene Saiten gemahnte. ^,,l' Wir sprachen nichts mehr, meine beiden ' ^>, hatte ich um sie gelegt und sah unvn-wcmdt 'N l ^. liebten, ewia unvergeßlichen Augen, lao ^"^^>f m^ Liebe und ein Leid, über alle Worte hwauo ne! groß. - Sie machte sich frei. ^»t' „Wollen wir an den Strand gehen? -"'. ^n'ü es muß bald Hochwasser sein. Du weißt, wir einst so oft dort!" «ilNil^ Ich nickte stumm. Sie holte aus ihrem ^ ^,, einen schwarzen, feidenen Shawl: ich hüllte und wir gingen ans Wasser. .^ ,pM''' Die Dünen schieden uns voll der Welt, «" ^ allein. Mein Arm umfaßte sie; zutraulich w'^ ^c» schmiegte sie sich an meine Brust, manchWlU ^ müde schlichend. .^„, '"" Ich suchte nach Worteil, um ihr zu erz«^ alles kam. Sie unterbracht mich. ^>., lnst ^ „Laß da5, Viktor!" wehrte sie mir. .^ du liebst mich noch, es ist alles gut!" s^w^ " Das Herz zum Zerspringen voll, " ^ mich. .ss.,,, lvie ! „Liebling, soll ich denn auch uicht WM ^ ^. dir erging? Das ertrage ich nicht!" entM Sie nickte - - wie sinnend. Launcher /jeilimq ^^ 280. _____________2323 ___________________ 5. Dezember I90ii. ein hatte einen Hauptmann und einen Schatzmeister und »ahm nur solche junge Leute als Mitglieder auf, die schon mindestens einen Diebstahl verübt hatten. Die Mitglieder führten dann ihre Dicbstähle gemeinsam nach einem bestimmen Plane aus. Einer ging in den Laden, um die Ware zu ,,l)ebcn", ein anderer wartete an der Tür, um sie in ltmp->ana, zu nehmen, und ein dritter paßlc an der nächsten Eäe auf. ob Gefahr im Verzüge sei. Der Vorstand des ehrenwerten Vereines war gerade im Äegriff, einen Naum für die Aufbewahrung der gestohlenen Sacken zu mieten, als dic Polizei hinter die beschichte lam, und zum Glück sür die Geschäftsleute von Galway den Klub sprengte. — (Die Temperenz-Fanatilerin Mrs ^ arrie Nation.) Wie in vergangenen Jahren, so auu) w diesem Jahre, findet im Madison Square Garden von "tlmwrl eine Pferdeschau statt, welche als das vornehmste ^scllschaftliche Ereignis der Saison den Damen der New-Porter Gesellschaft die erwünschte Gelegenheit bietet, für die Entfaltung eines unerhörten Toilettcnlurus. Mrs Carrie Kation, der weibliche Tempcrcnz-Apostcl, der Schrecken der ^nerilanischen Schankwirte, welche im Vorjahre gerichtlich straft werden musztc. weil ste, mit einem Beile bewaffnet, überall im Lande herumgezogen uub in den »ulcnn^ ^chcinlcn) alles kurz und klein geschlagen hatte, benutzte die'c ^lcgcnheit. um ihre etwad verblafzte Popularität durch eine '^rauüfordcrung der im Madison Square Garden zahl-^ch erschicncncil Vanlee^Aristolratie aufzufrischen. So er !^en sie denn vor einigen Tagen in „Garden", wo sie durch !^e heftigenGcstilulationen dicAufmerlsamteit der Ainvesen-^" erregte und sich die Loge der Familie Vandcrbilt zeigen '^' Als sie sich der Loge näherte, war Mrs. Alfred Vandcr-^d gerade in regem Gcspräcl)c mit Mr. Reginald Vanber^ "lt bcgrisfcil. Mrs. Na!ion musterte sie erst vom Scheitel bis zur Cohle, sprang dann rasch die zur Loge führenden Stufcu "'W>. u,^. ihre Hände anf Mrb. Vanderbilt Schultern le^ ^'^' rief sic init höchst dramatischem Pathos aus: „Sie '"Uten nicht das viele Geld für Ihren wellen Körper auö Men!" Als Mrs. Vanbcrbilt sich indigniert wegwendete, ri.f ^.'hr nach: „Sie müssen eine Summe Geld zeichnen für "'kM Trinlerasyl in Kansas!" Sie mußte schließlich mit Ge-, "ll weggeführt werden, worauf sie in das Eas»' ging und °V cincm vor der Var stehenden Herrn das in seiner Hand Midlichc G^ dem großen Platze vor dem „Garden" in Gegenwart !s>/^ großen, sie mit tausendstimmigem Halloh begrüßenden ' ^"Ichenmengc losließ. css ^ (Hungertod eil er Schlange.) Ein inter^ Ganter Fall von Hungertod einer Schlange ist jüngst der Eck?'^' ^""l"ttl(,,il' in Paris mitgeteilt worden. Daß .fangen in der Gefangenschaft jede Nahrungsaufnahme feigern und dabei selbst jahrelang am Leben bleiben, ist dlll^, °^"^ beobachtet worden. Der vorliegende Fall ist aber, die^s^ !Mau bestimmte Abnahme des Körpergewichtes — iibe-^"" ^ .Huugerns betrug 2^ Jahre —, die alles ,^^"gt, was man nach den bisherigen Erfahrungen für b 6l'6> gehalten hat, von hohem Interesse. Am 17. Nobcm Nui^s erhielt, fo berichtet die „Naturwissenschaftliche sew > ""' b"6 Ncptilicnhauä des naturhistorischcn Mu lci,,^ '!! '^°^s eine Pythonschlange aus Japan, die tt:45 m fn» ^'^end gefärbt und ungemein lebhaft war. Von An^ ll<^' ^'^ verweigerte ste jede Nahrungsaufnahme. Hämmel, c»in s"^'^' ^änse, Enten, Hühner wurden ihr der Reihe nach >^^en. aber nicht angenommen. Nur von Zeit zu Zeit tauchte ste in das Wajjclvcaen, Bald merkte man eine Abnahme dei, Volumens, die glänzende, schillernde Farbe machie cmem schmutzigen Grau Platz. Anfang 1^02 bestand d^ Tier nur noch aus Haut und Knochen, es lag apathisch in einer Ecke des Käfigs zusammengerollt. Man versuchte ein füttern durch Einführen von Eiern in den Schlunb, aber vergeblich. An mehreren Stellen des Körpers zeigten sich Ge schwüre. Haulfetzen lösten sich ab. und so ging das Tier zr-gründe. Hab Gewicht der Schlange, das bei der Aufnahme Vo Kilogramm betragen hatte, war beim Tobe nur noch ^? Kilogramm. Sie hatte also zwei Dritte! ihres Gewichtes dcrloien. Lolal- uud Promuzial-Nachrichten. —- (Ge bühre nbe ha n dl u n g der A n st e l > lungen der Kanzleigehilfen im Justiz-dien ste.) Aus Anlaß mehrerer Anfragen hat dab l, l, Finanzministerium im Gegenstände folgendem eröffnet: I:> jenen Fällen, in wclcl)cn Kanzleigehilfen der im Gerichte^ organisalionbgcsctze vorgesehene» Kategorie zu Kanzlei-gcyiljcn im Sinne der Verordnung des Gesamtministeriums vom 1l). Juli 1i)02. N. G. Bl. Nr. 145, bestellt weiden, isl von der le^terwähnten Anstellung die Gebühr nach Tarife Post 40 lil. r Landwirtschaft anzuschließen. Vor. zug halx'» jene Jünglinge, die in diesem Fache bereits tätig waren, — (Eine Wa sserlatasi rophe in Inner-lrain vor hundert Jahre n.) Die „Laibacher Zeitung" von, 14. Dezember 1802 berichtet über eine Wasser-lalastrophe. vo» welcher am s>, Dezember 1802 einige Ortschaften i» Inncrlrain heimgefucht wurden. Es heißt in dein Berichte: „In Folge ei»cs Schreibens aus Zirtniz vom 9. o haben die in dortiger Gegend aus ihre» Ufern getretenen Wässer nicht nur einen außerordentlichen Schaden angerichtei, sondern auch allgemeinen Schrräe». und Bestürzung verbreitet, und ein schaudcrlichcs Vilb der Verwüstung, wobey dem festesten Manne das Herz brach, aufgestellt. Schon der berühmte See Zirlniz, der gewöhnlich alle Jahre abläuft, fo, daß man darauf in einem Jahre fischen, mähe», erndter>. und jage» kann, hat sich über seine hohe Ufer, weit yinauS' aestrcclt. und sich mit so einer Gewalt und Schnelligkeit l,r' gosirn. daß in wenigen Minuten das in der Näl)e besiudliche Seedurf ganz unter Wasser stand, und die armen Leute kaum so viel Zeit fanden, mit Nücllassung ihres gesammte» Haab. und Guts ihr Leben zu retten; in diesem Augenblicke wurden Schisse herbeygcschafft. auf denen einige wenige in dieser Verwirrung rüclgeblicbene Kinder, die aus den obern Dachfenstern mit gefalteten Händen um Rettung bathen, dem auae»sck)einliche» Tode zu entreisfen. Noch mit fürchten licherem Verderben stürzte über das zwischen der Hcrrschatt Schnecberg und Stadt Laaß, in dem Thale liegende Dorf Daune der Unzfluh hin, so, daß die Fluth übei die Bauern-Hütten sich zusammen schlug, und selbst die Dächer unter Wasser sehte, die man aus den Schiffen, worauf nun übcv das besagte Dorf gefahren wird, mit den größten Stangen, und Ankern nicht einmal berühren lann. Nun sind drey Tage, daß der Himmel heiter ist; und doch ist das Wasser weder in dieser, noch in der anderen Gegend gefallen, daß es viel mehr durch diese Zeit um eine Querhand höher gestiegen ist: ob dir Ocfnungen. durch welche das Wasser abzulaufen pflegt, durch angehäuften Schlamm verstopft sind, oder aber was andcrcs zum Grunde dieses unglücklichen Vorfalles liegt, lann nicht bestimmt angegeben werden. Genug; das Wasser wächst täglich. Das Elend dieser armen, aus ihren Hütten verdrängten, und aller ihrer für den Winter gesammelten Vorräthe und ihres übrigen Vermögens beraubten Familien geht über alle Beschreibung." — (Der Strahenausschuh für den O-lichlsbeziilIdria) hielt am verflossenen Montag uni 2 Uhr nachmittags im Gasthofe Zagoda in Ieliöni Vrh bei Idria feine ordentliche Monalssttzung ab. Das Hauptthema der Tagesordnung bildete das Budget für das Solarjahr 1W3; zur Deckung der laufenden Ausgaben schlug man eine» 10 ^ Aufschlag auf die direkten Steuern vor. Hierauf be-fchloß man, sich an den Lanbcsausschuß mit der Vitte z'^ wenden, derselbe möge gestatten, daß auf der Landesstrahc Idria-Loitsch vier Stiahenaufseher angestellt würben, da bei dem regen Vcrtrhre auf dieser Straße dic bisherigen drei Aufseher den cm sie gestellte» Anforderungen nicht entsprechen lönncn. Dcr Landesausschuß möge ferner auch dahin willen, daß die obgenannten Strecke Idria-Loitsch verstaatlicht werde, imd dies sollte jc früher desto besser gefcheyen, da die allzu-fchmale Straße, besonders im Tale längs des Baches Zala, dem von Jahr zu Jahr zunehmenden Wagenverlehre nich: mehr entspricht und dadurch vielfache Verkehrsstörungen verursacht werben. Endlich wurde noch über Antrag des Herrn Franz Kanlelj, Bügermeisters in Godovw. einstimmig be schlössen, demnächst im DorfeGodovii' auf der besagtenStrecle einen 50 n> langen und 2 „> hohen Damm zu errichten, um hicdurch bei Ucberfchwemmungen die Straße zu schützen, — (K onopni cla - Fe iei.) Zur Feier des 25jäh rigen literarischen Jubiläums der polnischen Dichterin und Schriftstellerin Marya Konopnicla veranstaltet der allgemeine slovenischc Fraucnverein (Hi)Iu^i^ ^uv^i^k« i^iikko di-u^vo) Sonntag, den 7. d. M., im Sololsaale des „Na lodni Dom" einen Konopnicla-Abcnd mit folgendem Pro gramme: 1. Abteilung: Ü.) Petrow: Polnisches Vollslied. 2) Prolog. 3.) St. Niewadomsli-Konopnicla: u) Xi ^ «1,1-ini'u ,ui «nill»i1,>; l>) V/.«n^in in«^ kuiio N>, 6<.^I«? Lieder, vorgetragen vo» Fräulein Mira Dc v. 4.) Marya Konopnicla: I'^ullücli ni cloöuk«!. Gedicht, deklamiert von Fräulein Marie D r e n i l, 5. u) Wszelaszynsti-Nonopnicla: „Mazurka"; I.) Moniuszlo: Arie aus der Oper „Ttraözny dw<>r", gesungen vom Operntenor Herrn A. H a j e l. l!.) Bloudel: Quartett aus der Oper ..Im Brunnen" (Frau Julie Dr. F e r j a n ö i ö, Fräulein Minla Moos, Herr Andreas Hajel und Herr Ivan Z a v r 5 a n). 7.) Fr. Chopin: Lithauisches Lied. gesungen vom Herrn Ivan Zavr^an. 8.) Ares Konopnicla.' Ov^ uvocii, Männer chor, vorgetragen vom kaufmännischen Gesangvereine „Mel-lur". U.) Moniuszlo: Arie aus der Oper „Halla", vorgelra-gen von Fräulein Mira D e v. 10.) Al. Sachs: I^ul^-i l>c»<1 oknoni, Quartett, vorgetragen von den Herren Rus, !Zupan6iö. Striiar und G r <'a r. Die Klavier- i begleitung bei den Gesangsnummern wird von Fräul, Iole fine Kajzelj besorgt. — II. Abteilung: Konzert des > Gesangvereines „Merkur" und der Laibacher Verein slap« ll?. ^ sodann freie Unterhaltung, — Beginn um ^8 Uhr abe»be: Eintriitsgebühr 00 i>. Familienlarte » 4 Personen 2 I(, Der Abend findet zum Besten der Vereinsbibliothel statt. >„ "T"ch, du sollst dll^' wisst'n!" iaqt,,' sie. „^llo du blms" "'^ lcnlist" - sic> slr^ichc'ltc,' »lit ihror fl^ncn ich« '^"'^ ^' ulmnc, alo wolltl.' si^ mich trösten >>wMl> Schuld -^ o, louudcrbar^ ^ralN'ulü'bc'! ^ln,?/^ ^lusNuiwr starb, dn ualinl ich dmi Antrag des >«Ur ""^"''' ^^c'llNvi'Ni lin, mit il)»i rinl» .^vn^rt^ »»t/!^ ^"lh Tl,'uljchland und Slandinavion zu „^ M'h„u'n. Wir lvar^'il an alk'n grost.rron Ortc'li; >>u>n ^^' ^'Nlwchk' niich N'cdcr scnnl' Gütc, noch srm !^>„ ^ ^"u<'^cn, nicinlii l^usl je m dcnnc Stadt ,^!l j^. ' ^l) hlil'^ ich lwr die Ohren unldfrciud^r ^,'cn' tt'cht ^"-' ^U'd luciuor ^irbc, d<>n Schrei nu'iuor Schu tch./)^'llicht - nur du omiahlust iliu nicht, du tchr- ''''!"»<'r»uicdoi-!" ^ort ^' "" ^"loL. Wiunllmi d^halltr ihr wtzws ">w.^ ,? ^'"^'^ l>n uiir immer trru?" fra^tt' ich nnt ^ur^,'^" Ü'"list, (^liol'tcher'c'" saqtt' sie init sausten t>l>'^. ^. „Du niarst doch auch mir treu, ii^olf; warst >»i^,/: ^^ll)r^ Stimme wl'itli-, „nur dlv:' starsc, ill'^r-^>ch ^' ^^ulsnl treuute dich von nur. GrosMiwr hat ^^,1"' ^^,^ ^^^ ^^ Wclta^isie,m lx'uam! ich ^ ^.)'^^"'l, Mölf ^ahre laun uun ist dic ^>it ^V^'' borln'i, dmn ich hab<> dich U'icdor — nt. ^'un>'^ "^'^ ^'" 'Warum' - dao Warnm ^c'liörl ^'ch wiV """" Schicksal - ich frone mich nur, das; ich 3^'rhabe!" l'l^.s " ^'beltl' ihre Stimme lnuano i» die starle" '^"^ 7vlut. "h sinh,^.. ^' t>i^Ü^ ^"' ^' ü'liwer a^^'ufzt, Viltor, o^or niaren ^'lleil?" sraate Helga. ,.^ch hal'e geseufzt, mem ^iicb. nmn Uind lvie tod^ luuude 'Nl'euiche» seiijzcn!" ^ ^ch zog ilir Gesicht dicht au da5 ux'ine, doch so,' daß ich nicht in ihre Angen sr^'" tonnte, l!nd dann ^ sprach ich. sagte ich ihr alles. > Mit eiuem Wehlante lie^ sie ttire Hände von j !,>eine» Schultern smt'en, ^ ..^erue mich verstehen!" flehte ich. ./Auch ich bcugte mich zwölf Jahre lang unter die Hand des gewaltigen (>;ottee — es soll ein (5nd<> haben die Hand sclMKK' ich ab!" ! Sie antwortete niclst, "'st nach langer Weile bat' ilire Stinnne, dw tlanglos und traurig N'ie ein zer- ^ sprungenes Saitenspicl war: „Ich möchte Heini!" Ta trng ich sie auf meinen Trinen zurück. Toä, alo ich von uuserer Zutuns! reden lvollle. von einer denuoch - dennoch nno gemeinsainen Zulnuft, wehrt'. sie leise ab. ,.^aß dao Heute dem CUnck gehören. Pittor. für morgeu die Sorge und dao ^eid!" ^'lus dem Ballon, auf dem ich sie am Nachmittage gesunden, sah ich znletzt ihr perlenweiszes Gesicht im 'Abendgran schimmern. .Ins morgen!" flüsterte ich mit heilen Nippel'., als sie ging. Mn Seufzer welile al'- Antwort von il,rer Tür^ slhlvelle zu mir herüber. lann nmfing mich eine sternlose )lachl, in der ich rang uni einen Anoweg ano dem l^lend nieineo Gebein' - unl die Vnicke, die mich zurückzuführen vermochte zu ihr, deren ick nickt wert gewesen sein nms;. ! Der sch>varze M'antel der ^.'acht zerriß eildlich und dc r graue Sä,leier eine?- furchtbaren Morgeno deckte ^dao '.».>ieer nnd-------seinr Wellen trngen meine Hel^ ,' an d<'u Strnud. — I Im Büchlein lag sie aufgebahrt, aus dem gelieb» ^ten 3Intlive die stille Majestät des Todes. ', Einli, Tag später, beim ersten dichte des Tages. . liaben >vir sie znr Nuhe gebettet anf dem kleinen ^ried Hofe. Anf dem lose ausgeworfenen Hügel habe ich dann gel'nil't in faliler Abenddämnierung, indessen der jHerbslwind raschelnd«' ^allb übn die Gräber und ^Steige tii'eb, daß es llang, a,l!' flüsterte sie ll.x'hvolle ,^unde von der Menschheit ^ieid . . ^n leiner Stund<' weicht mehr Helgao Pild voi, mir, das HMd des einzig geliebten Weibes, an den, im so schloer gefrevelt habe im Banne einer nndeivil Pflicht ^ daS nach M Nischen urteil den Tod iX'r Schlvachen starb und doch so starten, remen Willens war, daß sie ihr entwertetes Leben still niederlegte, al-. ihrer Sehnsucht Schwingen zerbroÄx'n, ihr Glaube g^ tötet, ihre Treue betrogen war. Nun lebe ich von del Hoffnung, daß der große Sühner „Tod" auch mir nicht fern sei, nnd manchmal meine ich, ich höre schc>ü seinen kialm durch das dunlle Wasser rauschen . . „Herr, vergib uns unsere Schuld — erlöse un5 von dem Uebel!" So endete die lehte Beichte eines Unglückliclieil, den der Tod wahrhaft erlöste. Still senkte, der es gl'< lesen, seine Stirn in die Hand und flüsterte tief er-schlittert: „friede ihm — ihm und auch ihr — ieiner Helga!" Laibacher geitung Nr. 280. 2324 5 Dezember 1902. — (Schwurgerichtsverhandlungen.) Gestern wurden zwei Fälle von Kinbesmorb verhandelt. So-wohl die Angeklagte Maria Hoöevar als auch die in Kinice, Gerichtsbezirl Bischoflacl, gebürtige Angeklagte Maria Maz-gon wurden von dem ihnen zur Last gelegten Verbrechen, und zwar erstere einstimmig, letztere mit ? Stimmen ja und fünf Stimmen nein freigesprochen. — (Von der Erdbebenwarte.) Gestern gegen 5 Uhr 36 Minuten nachmittags verzeichneten die Instrumente ein schwaches Feinbeben. Heiddistanz 400 bis 500 Ivin. — (Vereins tonst ituie rung.) Am 1. d. M. konstituierte sich der neue „Frauenverein der christlichen Liebe vom heil. Vinzenz in Rudolfswert" folgendermaßen: Vorsitzende: Frau Leopoldine Schegula, Advolatens- uno Hausbesitzersgattin: 1. Stellvertreterin: Frau Marie Vau -potiö, Bezirtsarztensgattin; 2. Stellvertreterin: Fr^u Marie Kehler, Staatsanwalts - Stellvertretersgattin; Schriftführerin: Fräulein Milena Lavrenöiö, Kassie: rin: Fräulein Angela A s ch m a n n, 1. Oelonomin: Fräulein Regina Preat 0 ni und 2. Oelonomin: Fräulein Ida Vidih. Rechnungsrevisoren sind die Herren Dr. Johann Vaup 0 tie. t. l. Vezirlsarzt, und Herr Urban H 0 r v a t, Handelsmann. Im Sinne des § 7 der Vereinsstatuten b> finden sich 6x uMcio im Ausschüsse als Vereinsleiter Herr 5tapitularpropst Dr. Sebastian Elbert und als dessei Stellvertreter Herr Vikar Franz W a tz l. —«— — (Vereinsversammlung.) Der Kasino-Verein in Rudolfswert hält am 13. d. M. um 7 Uhr abends in den Vereinslolalitäten seine ordentliche Jahresversammlung ab, nach deren offiziellem Schlüsse eine ungezwungene Unterhaltung stattfindet, zu welcher auch di? Familienangehörigen der Vereinsmitglieder geladen sind. —e— * (Vereinsbildu ng,) Aus Gottschee wird uns mitgeteilt, bah die Bildung des Vereines: Xawli^lco «I«-vonglcu ixokraxovliliio clruätvo v Dolen^'i vasi (Nieder borf bei Reifnitz) geplant wird und bah die Statuten be-«its bei der politischen Landesstelle erliegen. —r. — (Unterhaltungsabend.) Nie uns aus Tschernembl mitgeteilt wird, veranstaltet die dortige ^italnica übermorgen im Hotel Lackner einen Unterhaltung^-abend, auf dessen Programme sich ein Couplet, eine einaktige Posse („Nach der Maskerade"), zwei komische Gesangsszenen, ein Melodram „mit Donner und Vlitz" (Ritter Peter), wie eine einaktige Operette („Der Landstreicher vor Gericht") befinden. Anfang um 7 Uhr abends; Eintrittsgebühr 60 l.. — (Jagdglück.) Dem beim Herrn Gutsbesitzer Dr. Konrad Bertsche in Poganitz bei Rudolfswert auf Besuch weilenden Herrn preußischen Leutnant a. D. Oskar S ch r e-ctenberger gelang es, am 25. v. M., als er sich auf der Entenjagd beim Schwerenbache befand, einen Ilrinator älotieus (Cuv.) aus der Familie der Seetaucher lüoi^rn-l>i des Monates November am Pegel der Littaier Savebrücke vorgenommenen Beobachtungen des Wasscrstandes des Save-flusses betrug der höchste Wasserstand am 1. November 73 l:in ober Null und der niedrigste am 26. November 34 «in ober Null. Der durchschnittliche mittlere Wasserstanb betrug 49 cm ober Null. Dic höchste Wajsertemperatur verzeichnete der Savefluß im Monate November am 10. mit ! 9 5 Grad Celsius, die niedrigste am 25. November mit -»- 13 Grad Celsius, nach den täglich stets um 8 Uhr vomittags erfolgten Beobachtungen. —ik. — (Von der ombrometrischen Beob-a ch t u ng 6 st a t i 0 n in L i t t a i.) Die ombroinctrischi Veobachtungsstation III. Ordnung in Littai verzeichnete im Monate November fünf Regen- und sechs Schneetage. Der größte Niederschlag in 24 Stunden wurde am 26. November mit 12'1 unu, der geringste am 16. November mit einer Niederschlagsmenge von 0 3 imn beobachtet. Die totale Niederschlagsmenge im Monate betrug 35 9 nun. Die gröhle Schneehöhe des niedergefallenen Neuschnees wurde am 27sten November mit 18 «ui, die kleinste am 19. und 20. November mit je 2 oin beobachtet. Niederschlagsfrei blieben 19 Tac^e, Die höchste Lufttemperatur gab es am 2. November mit >- 12 2 Grad Celsius, die niedrigste am 18. November mit — 5'2 Grad Celsius nach den täglich jedesmal um 2 Uhr nachmittags erfolgten Beobachtungen. —ik. — (Die Behandlung des akuten Gelenkrheumatismus mittelst Petroleum-Massage) rühmt Dr. Heltor Sarafidus. In Rumänien wirb kc Gelenkrheumatismus schon seit langer Zeit mit Kompressen bchandelt, welche mit den Destillationsiückständcn des Pc-tloleums (I^äcurü) oder mit bem im Handel vorkommenden Petroleum durchtränkt sind. Seit drei Jahren hat S. dieselbe Behandlungsmethode im Militärlazareth und in der Priva'-praxis angewendet und angeblich ausgezeichnete Resultate erzielt. Petroleum enthält einen in fettige Masse eingehüllten DesinMionsstoff. Beim Einreiben wirb dadurch die Einführung des heilsamen Prinzipes in das erkrankte Gelenk erleichtert. 50 Heilungen, toelche der Arzt im Laufe von drei Jahren erzielte, haben in ihm die Ueberzeugung hervorgerufen, daß die Petroleumbehandlung den Vorzug vor allen cnoeren Methoden verdient, weil die Genesung schneller (in fünf bis sieben Tagen) eintritt und jede innerliche Verabreichung von Arzneimitteln überflüssig wirb. Fälle von chronischem Gelenkrheumatismus, Neuralgie oder Muslel-rheumatismus wurden durch Petroleumeinreibungen niemals gebessert. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) Sorgfältigst vorbereitet und neu einstudiert, gelangt heuce Gounods Oper „Margarete" (Faust) zur Aufführung. Die Hauptpartien loerden von den Damen Zinsen Hofe 1, Wc 1 t - Hutte 1 und N e st 0 n und von den Herren R 0 -chell, Hann 0 und O t t gesungen. Für die Aufführung gibt sich bereits das größte Interesse kund. Zur Verstärkung oes Chores haben einige Herren des Laibacher deutschen Turnvereines in liebenswürdigster Weise ihre Mitwirkung zugesichert. — Der deutschen Theaterdireltion ist es ^elm^r,:, den berühmten Chaialterlomiler, .Herrn Willi T h a l l e r, zu einem Gastspiele zu gewinnen. Der Künstler spielt ab Dienstag, den 9. d. M., an drei hintereinanderfolgenden Abenden. Das Nähere über dieses Gastspiel bringen wir in der morgigen Nummer. — (Hier 0 nymus L 0 rm -j-.) Vorgestern abends ist Hieronymus Lorm, mit seinem bürgerlichen Namen Doktor .Heinrich Landesmann, in Nrünn im Alter von 81 Iahr-'N gestorben. Lorm trat als Dichter, als Philosoph und Journalist hervor. Er war ein halbes Jahrhundert vollständig l)lind und taub. Die Verständigung mit der Außenwelt stellt: er durch ein sinnreiches alphabetisches Tastsystem her. Durch Berührung verschiedener Stellen seiner Hände vermittelte ihm seine Tochter die Bekanntschaft mit allen wichtigen neuen Erscheinungen des Denkens und der Dichtung, die er im Gedächtnisse unauslöschlich bewahrte. Auf diese Weise, in ungeheure Stille und tiefe» Dunkel doppelt eingehüllt, ward Lorrn ein genauer Kenner nicht nur der neuen, sondern auch der alten Philosophie, namentlich der Kantischen und jener des heil. Thomas von Aquino. — (Ka len derl i te ra t u r.) Die Verlagsbuchhandlung Leytam in Graz hat in der bekannten gefälligen Ausstattung, wie sie ihren Editionen eigen ist, eine Reihe von Kalendern l)erausgegeben, welche zu den nachstehenden Preisen zu haben sind: Grazer Schreiblalender pro 1903 90 ii, Tagesblock-Kalender 30 1l, Wandkalender, kleine Ausgabe, 22 li, grohe Ausgabe, 26 Ii, Portemonnaie-Kalender, brosch. 30 li, Leder oder Metall 70 k. Eleganter Taschenlalender 1 X 40 I>. Mandllalcnder 15 ,'1, Stehlalender 45 k, Schuberl-lalender 30 Ii. und Brieftaschenlalender 25 k. — (Gemälde von Vereäöagin) sind in New-York versteigert worden. Der Zar lieh durch den russische'. Gesandten 20 Bilder anlaufen, die Napoleons Einfall in Rußland im Jahre 1812 darstellen. Der dafür bezahlte Prei^ betrug 400,000 Mark. Das Bild der Schlacht von San Juan Hill, das nach Präsident Roosevelts Angaben gemalt wurde, lam für 72.000 Mail an Mr. Gaston Bronder nach Brook lyn. Dieser beabsichtigt, das Bild in Amerika und anderswo auszustellen. Es stellt Roosevelt bar, wie er während ber berühmten Schlacht im spanisch-amerikanischen Kriege seine Roughriders den San Juan-Hügel hinaufführt. 30 andere Bilder, darunter mehrere Kriegsszenen von den Philippinen, brachten über 100.000 Mark. — (Höityli'nki ?ovnri8.) Inhalt de, 34. Nummer: 1.) „An die fortschrittlichen Lehrer". 2.) Fr. Luznar: Ausflug nach Venebig. 3.) E. Gangl: Unser Standpunkt. 4.) Korrespondenzen. 5.) Vereinsmitteilungen. 6.) Literatur und Kunst. 7.) Mitteilungen. 8.) Amtlich Lehrstellen-Ausschreibungen. Geschäftszeitung. — (Personen- und Gepäcks-Tarife fül den L 0 la lve 1 leh 1.) Laut Mitteilung ber l. l. Staats-bahndirettion Villach gelangen anläßlich der mit 1. Iännec 1903 in Wirksamkeit tretenden Fahrlartensteuer vom Per' sonen-Transporte auf Eisenbahnen an diesem Tage nach' stehende Tarife neu zur Einführung: 1.) Tarif, Teil II, 25-rife und Tarifbestimmungcn für die Beförderung von Pel« sonen, Reisegepäck, Expreßgut und Hunden im Lolalverkehre der t. l. österreichischen Staatsbahnen. 2.) Tarif, Teil II, Tarife und Tarifbestimmungen für die Beförderung von Personen, Reisegepäck, Expreßgut und Hunden auf den vom Staate betriebenen Lokalbahnen, auf welchen der für den Lolalvcrlehr der l. l. österreichischen Staatsbahnen gültige Tarif. Teil II. leine Anwendung findet. Heft I. Westliches Netz. 3.) Tarif, Teil II, Tarife und Tarifbestimmungen fur die Beförderung von Personen, Reisegepäck, Expreßgut und Hunden auf den vom Staate betriebenen Lotalbahnen, auf w'lchen der für den Lolalvcrlehr der l. l. österreichische Ctaaisbahnen gültige Tarif. Teil II. leine Anwendung findet. Hcft II/ Oestliches Netz. 4.) Tarif. Teil II. für die Beförderung von Personen. Reisegepäck, Expreßgut und Hunden auf der Wiener Stadtbahn und der Wiener Verbw dungsbahn (Unterhetzendorf-Praterstern) sowie auf den i> genannten Strecken der l. l. österreichischen Staatsbahnen. — Exemplare der neuen Tarife können vom 15. d. M. an bei den l. l. Staatsbahndireltionen sowie auch im Wege der Stationen läuflich bezogen werben. __ Telegramme des k. K.Telegraphen'ßorresp.-Zureau5. Rcichsrat. Sihunn, des Abgeordnetenhauses, Wieu, 4. Dezember. Das Abgeordnetenhaus nahm w ber Spezialbebatte den 8 1 der Hausierborlage gemäh dem Ausschußberichte an, worauf die Verhandlung abgebrochen wurde. — Nächste Sitzung Mittwoch. Aus China. London. 4. Dezember. Die „Times" melden cU« Shanghai von gestern: Die fortgesetzte Entwertung des Sliders hat eine Lage geschaffen, von der cm.Mommrn W" < daß sie eine ernste Finanzlrise herbeizuführen vellnagl "' Einfuhr steht tatsächlich still. Was den Export anlangt. > isl leine Aussicht vorhanden, daß sich derselbe in einiger F» heben werde. Rom. 4. Dezember. Anläßlich des Gerüchtes' ^ Mullah habe einen Somalihäuptling ans/griffen und in Flucht geschlagen, und Aenadir sei bedroht, führt die "^ buna" aus, es handle sich offenbar um einen mehrere ^""? ^ zurückliegenden Zwischenfall, nämlich um die Gefangennay des genannten Häuptlings infolge des Verrates de6 >" niandanten der im Innern des Landes gelcgenrii ^"'., ll'.lnnijon Mudug. Mudug würd? damals durch den ^'' " von Obbia trotz des Einspruches der italienischen ^6'el ' welche die Okkupation für inopportun erklärt hatte, bei ^ Die „Tribuna" fügt hinzu, nach den jüngsten Meldung l-crische in Benadi: vollständig N»he und nichts las" fürchten, dah die Ruhe gestört werden könnte. ,, Athen, 4. Dezember. Der König be'raute Delyan« Z mit der Bildung des neuen Kabinettes. Als Mitglied" , neuen Ministeriums lverden u. a. General Smoie Skanzes und Mauromichalis genannt. .. ^, Chicago. 4. Dezember. In bem in der Mth^ straße gelegenen Hotel „Lynloln" brach ein Feuer aus, welches 23 Personen das Leben einbüßten. ^, ^ Port Said, 4. Dezember. Das Kriegsschiff .^^ Hope" mit dem Kolonienminister Chamberlain a» ^ ist heute früh, mit einer geringen Verspätung wege schlechten Wetters, hier eingetroffen. ^^ Angekommene Fremde. Hotel Ztadt Wleu. .^„. Am A. Dezember, «nstrick, Mayer, ssabnla""«'^ ^ l"»rss. — Wachten, Prinat. s. ssrau; Kiicher. Ne,s.nber, ^ ^. Wollf7lM!,n. ssfni., s ssamili.', Min chen - Nmal. <""^,h<,ch c, Es,,e,n - K.'hl, Pr>l'a'. s, Frau, ss.'ist,ih, " ^,, Ll«'^ Nol>> Nfli,'., I"ll5l'rüll. - jMna.-r, 5»up!vosllo"tl0>" ^. „. — Blc^n-cr, Iu',e!,!e»r; Voll^old. Rei<,'nde'. ^>»z '^ ^,l,,l, st i», Veamie ; Lo>en!,llt>i, Priu.,!, Prag — ",>!''. M"' -chab. ssiicd, ssürsatel, Mahn»,. Leih Ttein^ll. "''j.ist,^'''// — Wlnmw'. Kfm.. Lm,>on, - Telmliil.'. l 1. ^^ Oe'«' '!!«!!«. LMlli. — Avirovn, lkf'N, s ssam'li'', ^'^ ^ill^ ^ Mil,. Kf! <>., lyal'wnz, — Mas Cecom <. ssau»«". "" j. F'' «oller. Bme . Sch^z. Reisend». Vrilnn. — C'I" "^s, mil,.', ssiiime. — '" Zal'nlan». Essl. V^chl. H.m ner. C,z>r„j'z " , W'"' Müller, 2ch»be.t, Nciscnde (Yr,i>. — Ä>-^'. M>"">^ O l'^, Pol«. — Peül',1. Oaspari, Misende. Tilzbillss. Fabrikant würz, Hotel Elefant. ^ittt' Am A, Dezembll, RiMni, wsi„e. ^'^Mal"- .^ — Nagl,. D,woN'll<: v, Wemsjäilncs. Out t» sch''l> f..,nd0' " K.amnjch, Pnv°t. s. Frau; Vr,,ift.i„. S«e,da. "^ FH' F scher, W clerl, lyoldberc,?r. («laser. Nme„t>c. ". ' A't^. Li,rllor, Fim»r. — Lckciftr. Reisend.-' : Ä cl»", «'"V Lft^.. - MM^ Meilage. ^Wtz cv. Unlenr h.utigen Nummer (Stadtauflasse) liegt ein " ^Verzeichnis der liisher erschienenen Vände der Sammlung der illustrierten ^ Monographien l> diese Saiiimlliii^e» hält slctö vorrätig Ä< v. Kleinmayr k Fcd. Bambcrgs Buchhandlung in Aaibach. M3l) ^landestyeater in Aclidach. 88. Vorstellung. Gerader Tag. Deute Freitag, den 5. Dezember. Ncu ri>,studiert: Margarethe (Faust). Große Oper in fün! Allen, nach Oorthe, von Iule« Valbier und Michel Carri. - Musil von EharleS Gounod. «nsanq halb 8 Uhr. Ende halb 11 Uhr. 38. Norftellunss. Ungerader Tag. Sonntag, den 7. Dezember. Die Landstreicher. Operette in zwci Allen und einem Vorspiele von i.'. Krenn und C. Lindau. — Musil von C. M. Iiehrer. Meteorologische Beobachtungen in ^aivach. Scehöhe 30« 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. - — - — j A zZ: zZ «... ..V... Z;ß "77^ ^ ^ > 7^4 3^ ss^s "SO^. m«hig > davvlit Das Tagesmittel der gestrigen Tenlperatur -0 b". Normale: -0 1". Verantwortlicher Rebakteur: Unton Funtel. Kurse an der Wiener Börse vom 4. Dezember 1W2. Die notierten Korse «erstehen ssch , 4°/„it,i 75 ,l,»7ü '^ " l»n fl. 4«/„ ,«3 »z!,x5 «z »!», " l<»! fl, , ,4?. 85, ._ "'«"dbl ^ l»<» fl h°/„ «994» 2"' bl« d»„ ^. ' ' ' - 4»/„ 1«, 45 »00 «.>> ^ H"'"°"« «ente.stfr.. ^, »'/,'/' 9»'0b z«2b .„, >N>. ... «., steuerfrei. ^N, c^" «ronen , . 4°/. I18-— —- — n ,« .. ^ »'/,">. >«»-1«»-50 >ltei!,b7'v. C<,) 4°/„ s« »N ,l»"/l>...... «l»4« l,S4« «lisabtllibahn, «XI u « M. 4°/,......... Franz IolefV., «m, »»»4 (dlv. Vl) ., 4"/n..... 3» 40 ,(,0 4V Vallzlsche ssari Uudw«» «ahn (d«» 40 «orarlbllger «ahn, uld«n»e per »ossl , oo 55 lso L» dto. dtu. ptt Ultimo . , , lL« 85 lüd dz 4"/^ dto, Rente l» »ronenwähi., fteullfre!. p,r »as!» . . , »? »ü 9t< lü 4o prr Ultimo , 8? 90 V« l<> Un„ O>. lt!!,«»l «old ,00 fl. - - — . bto, Klo, Till»« l(X> fl. . , . —-— — . dt,. Staat« 0bl<», (Una. vstb,) v, I. l»?n....... —-— --- dto. Vchanlr,°al, ?lbl«< Oblly. —-- -- dto. PläM'Vl.i» >fl. — ^<«>li ^>a - ll,« - dto. dlo k 5(>sl, — l(X!« »oo—»«'» - Iht^Nea «o!e 4»/« . . . . ,z«?ü Obl7 »5 »« «<» 4"/o lrnat, und Üavon d,tto 98 bu 99 50 Ander» 2ss«ntl. Hnleh»«. »"/„ Donau Nfa-Nnl^hs l«?8 . l0?>— ll»?'ü0 ^lnlchn, d»r Stadt «ürz . , 99— !0u - ^lnlel,l>n der Vtad, Wie» . . . 105 i!k lU6 »5 bto, bto. (Silber od, dto. dto, l»U»8). , , «8 85 »!-kl. Vbrsel»au-«nlchsn. v«lo«b. 5°/, 98 — 9!» «"/„ Kroiner t!»:ibe«.«nlehen . ! «?>— «?-«0 «t!» Wars Dsandblles» »ll. V°dlr.aUll,»s> 4"/»......... l<«» 4<> l«, 40 bto, dlo. bOjlhr, »tll 4",° l«0 40 ,!>, 40 <3parla<1,, l,»st..««I,.v«l 4»/» l«o»u l<„ ,« ^istnbahn'Prtlllilll»» Pbligaliontn. Ferdlnands'slorbbllhn »at«bahl,....... <4l «> — Sudbadn ü »"/«veiz.ssünn, Juli »90 8°, «»z 8d dlo, l» ü"/°..... l»«'- ,»-,i, Unterlralner «ahnen 9» 5« ,o<» - Pners» Zos» (prr Ktüll). Verzi»»llche Lose. 3°/„ Vodenl«d!l L° ,, ., Em, l»»9 l»«3'— ,«5 4°/» Donau'Pampfsch. l fl. - —'— —-— 5°/» Dona» Regul.tiole . . . »84 — «88 - N»»e?zi»«iche liost. ««dap.'Bastlica (Dombau) b si. 18'U<> 0 fl...... 4»4 - 4»8 «1 Cl»ry«o!c 4U«, «M . . »»? — «>«> — 0fe,,tl Lofr 4« 'l..... >»« ^ »>>" Plllfld llo!l 4« «, «M. . . ,'8«-i»»-. Noten «kreuz. Oeft. «,>.,». »0N. «- «,- „ ung. „ „ 5fl. 8« 50 »7 5«' »'nbolf-Lufe ,<» fl...... ?<» - ?4- - i °Im L°!e 40 fl...... »4»-»4«- ^< Veno<»llofe 4N fl. . . »40- sku Wiener «lomm.Lose v. I. l874 429 —>43» — Hcwiiifljch, d, »"/„ Pr. ° Vchuldv, d. Vodr»lrcd!!ansl,, Em.«8»9 «9 —! ?l - tiaiftacher liofe..... 7« - j 7? - «elb Ware «Men. El»n»porl'Dnt»l' nehmung«« Äu!U» Icfl Elküb. 5«- «ü7b Äll» I, Vetrieb«Vr! für ftübt. ktrahenb in Wien lit. X . »<>0 - »«» -dlo dlo, dto. lit v .»«<»—»<>» — ««hm Norbbllhn 150 fl . . 387 — 390 — «uschtiehrader «elell. Oeftssl , «»<' fl »M, . . 8?« - 878 - Dul Bodenbachrr » Ä 400 ll 5l9 5»! - Feid!na»d««ordb ,!>Wsl.»Vl. 5475 5505 Uemb,- Czernow Jas!«, «ilenb.» »efellfchalt »lx» II N , 5«»-l,0 «,3 — Uloyb.orst. lr -Tramway'Vel.. «eueWr.Orto. rilül« «ltien lUO !l . 147 — 15« Ung.^aKzEiknv Kl«, si,silber 43t'- 4»4 — Ung.Wrstb.ft^aab Vr«,z)i»<«>fl.S. 441'— 445 -Wlrne, Lnl»ll)ali»sn »l! Vef. . —-— —-- sanken. «ngl».0est. Vanl l«l fl. . . «>9 50 »70 50 Vantoerein. Wiener, »00 fl. . 449 — 45«-«odlr. Nnsl , Oesl.. »,. »« — l>slers.b«» Uülonbanl lilX» fl..... »8 — b« — «erlehr«b«nl, »ll« , »40 fl, . »»-»» — Industrie'Dnt»r» «hlnnngen. V«u«e1., «N«. »»., >oo N. . . in — i»o — «md »0 — liieNnger Vrauerei 1U0 »l. . . 3»5 k« »? — Montan »e!tll«> - »<« — „Gteyrerm.". Vapierf, u «,-«. 3«» — »«« — Iriwiler »ohlenn, »Vesell 7U fl. 3»' - »» — Waffenf.°» ,st 9ng 19 1, Deutsche «eich«»anln«»t«n . . ,»7 «)»,b»^ t|> 321xx- -va.3a.dl TT»rlc».-u.f" Q K*m«ii, rrnndbrlrrm, PrlorlUkl«n, Akllon, (|qv •'OMB «lr., Itrilirn anil Vnlnl«n. ^^^^^^^ Los-Vernioherung. «jr. €3. Mayer Privat-Depots (Safe-Deposits) Vtrzlitati t»i B 0orlV Malih Lipljenih, in Ma- ih, v u p<)seslnice v Malih Lip- '"'Wrlan 2ast0Paf)ih po Kospodu j ^ne ,A odvetniku v Ljubljani, bo Xe I" decembra 1902, °b 10. uri, pri spodaj ozna- menjeni sodniji, v izbi St. 15, dražba zemljišèa vlož. št. 45 kai. obö. Velike Lip'jtne, kalero obstoji iz pritliène hi-e si. 6 v Malih Lipljenih, kaAèe in skednja in 35 zemljiških parcel s pn-tiklino vred, ki sestoji i/. 2 krav in gospodar.skega orodja. Nepremiènini, ki jo je prodali na dražbi, je dolo^ena vrednost nu 7820 K, in sicer i oslopju na 1840 K, zemljiskim parcelam na 5980 K, pri-tiklini na H80 K. Najinanjši ponudek znafta 5468 K; pod tern zneskom »e ne prodaje. S )em odobrene dražbene pogoje in listine, ki se tièejo nepre/niènin (zemljiško-knjižni izpisek, hipotekarni izpisek, izpi-tek \z kafastra, cenilvene zapisnike i. t d.) smejo tisli, ki žele kupiti, pregledati pri spodaj oznamenjeni sodniji, v izbi št. 17, med opravilnimi urami. Pravice, kalere bi ne pripuSènle dražbe, je oglasifi pri sodniji naj-poznfje v dražbenetn obroku prert zaèetkom dražbe, ker bi se sicer ne mo^le razveljrivljati gled6 nepre-rniènine same. 0 nadaljnih dogoikih dražbenega postopanja se obveslijo o-^ebe, kalere irnajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena ali jih zadobš v teku dražbenega postopanja, tedai ^amo z nabilkom pn sodni|i, kadar niti ne stanujejo v okolišu spodaj oznamenjene sodnij«, niti ne ime-tiujejo tej v sodnein kraju stanu-joèega pooblašèenca za vroèbe. C. kr. okrajna sodnija v Ljubljani, odd. V, dne 11. novembra 1902. (4762) C. 210/2 1. Oklic. Zojer zapusèino po zamrlem Ma-tiju Težaku iz Bojanjevasi št 4, v roke pr.glašenemu d* dièu Marlinu Te-žik iz Bojanjevasi St. 4, katerega biva-liš(*;e je neznaoo, se je podala pri c. Vr okrajni soduiji v Melliki po Jožefu Kežek iz Bojanjevasi st. 41 tožba zaradi 504 K. Na podstavi tožbe odredil se je narok na dan 18. decembra 1902, ob 9. uri dopoldne, v izbi š«. 10. V obramb') pravic toženega se postavlja za skrbnika go pod Peter Slobo'Jnik v Bojanjivasi št. 25. Ta krbnik bo zaslopal imenovanega v ozramenjeni pravni stvari na njepa nevarnost in stroške, dokler se on ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje poob'ascenca. C. kr. okrajna s^dnija v Metliki odd. II, dne 25. novembra 1902. (4809) k. 247/2 5 Versteigerungs-Edilt. Auf Nl-lreibkn der Krainischen Spar^ lasse ln Lmbach, verirren durch Dr Pfrf-fe,er, Vldvolutm in Laibach, findet am 17. Dezember 1902, vormittags 9 Uhr, b.i dcm unten 5e-zelchneten Geiichte. Zimmer Nr. 3. die V^rstt'gerunst drr Liegenschaft Einlage Z.98 Kataftralgemeinde Feist, ih (Bauern» Hof mit Wohnhaus, WirlschaflsaMude, Schweinestall. Harpse. Acker, Wiesen und Waldungen im Gesamifla'chennwsse von 14nii, 78 »r, 97 m') samt Zubchor. be. ftchend aus 1 Paar Pferden, 2 Kühe, I W'ltlchaftswagen st^tt Die zur Versteigerung gelangende Liegenschaft ist auf 6529 « 22 n. da« Zubehör auf 330 K bewertet. Dos geringste Ocbot beträgt 4572 li 82 ni unter diesem Betrage findet nn Verkauf „icht statt. Die Versteic;eru"gsbedinqung^n und die auf die Liegenschaft sich beziehenden Urkunden (Grundbuchs-, Hypothflen-und Katasterauszug, Schätzungsprotololle u. s. w.) tonnen von den Kauflustia/n bei dem unten bezeichneten Ge'ichte, Zimm> r Nr. 4, während der Geschäfts« stunden eingesehen wrrden. Rechte, welche diese Versteigerung unzulässig machen würden, sind späte» skns im anberaumten Verst>ia/rungs-ei Gericht anznm'lden, widrig'Ns sie in Aniehunq der Lieg-nschast selbst nicht mehr geltend gemacht w»-rd n könnten. Von den weit r«>n Vorkommnissen des VerstligerungSverfah enb we, den die Persown. für weich? zur Z-it an d^r Liegenschaft Rm Sprengel dls u»ten bezeichneten O richtes wohnen, noch diesem einen am Gerich'sorte wohnbosten Zustellung«-bevollmächtigten namhcft machen. K l. V^zirks^rlcht Nassenfuh am 4. November 1W2.