LaibacherOMtllng. Nr. 32 fl. ,,. h.ill'j, si. 5.5.0. Mr i>i'. Zustellung ,n« Hau« hall'i,5U>,. M!tberPoftg<"''j. stl5, halb», si. 7.^0. Tonuerstag, 10. Februal Insertion«grbul'l bl» w Zeil«n : lm«l S0 lr., zm. »Otr., »M. l fl.-.jonst pl. Zeile lm. l! lr., »m. ^lr,, ^m. 10 li. u. s. w. Insciticr.esttmpel jcdcsm. 20 lr. 187U. Amtlicher The,!, Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschlnsnma vom 3. F-liruar d. I. die bei dcm Laudesgerichtc ll, Z,ra cilcdigte Piästdcnlcn. stelle dem Ol'ersinatSanwllllc des dalmatinischen Ober-lcindes^crichtes Joseph T a st l ullc, gnädigst ui verleihen geruht. Herbst IU. p. Am 8. Februar 1870 wurde in der e. t. Host luid Atan!?- dnillerci da« l!I. Slllct des NeichsgesetzblalteS ansaeaclien und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 6 die Lonccsslousurlllnde vom 9. December l«li. Jänner 1870 Über die Vcrlegunq des Ncbenzollamte« erster Classe zu Neu-ItzlaM) in der Vulowiua in den dortigen Va'inhllf der Lemlierg'C^rnowitz-Iassuer Eisenbahn mit I. Jänner 1870 und dessen Ermächtigung zur Anwendung de« abgc. siirzten Zollverfahrens. (Wr. Ztg. Nr. 30 vom 8. Februar.) Nichtamtlicher Theil. Ncbl'r VrnoffcnschaflMschgcbung. li. Diese Besonderheit der wirthschaftlichcn Genossen» schaflen tonnte nicht ohne Einfluß auf ihre ftrivatrccht' lichc Stellung sein und sie allein erllärt es. daß die Gcnosscnfchaftsfrage zugleich eine Frage dcs Privatrechtes wurde, welche zum Austrag zu bringen eine Aufgabe der Gesetzgebung ist. Schon längst bestehen alle Arten von Kranken-, Untcrstützungs-, Sterbe», Lcscvcreinen u. s. f., ohne daß dieselben zu einer besonderen gesetzgeberischen Thätigtcit bezüglich ihrer privatrechllichen Stellung gedrängt hatten. Je häufiger aber eine Mehrheit von Einzelnen in die L'ge lommt, Rechtsgeschäfte vorzunehmen, um so mehr tritt neben ihrem malcricllcn Zweck die Frage nach ihrer privalrcchtlichen Stellung in den Vordergrund und bedingt wiederum die Erreichung ihres Zweckes. Es war daher eine natürliche Folge des Gedeihen«! und der Verbreitung dcr wirth schaft lichen Genossenschaften, daß hicmit dic Gc-nossenschaftsfragc zugleich zu einer Frage dcS formellen Rechts wurde und ihre nothwendige Emrcihung in b>e bestehenden Gesellschaftsformen zu einer Prüfuug dec« ^stehenden Gcscllschaftsrechts führte. Hiebci zeigte sich dasselbe alö unzureichend für die Genossenschaften. Es mußte sofort erkannt werde:,, daß mit denselben eine Neue. vou dem bestehenden Recht noch nicht gelanntc Gesellschaftsform in das wirtliche Leben eingetreten war. Anfangs suchten die Genossenschaften auf verschiedenen Wegen dnrch Anschluß an bestehende Rechtsformen ihre Zwecke zn befriedigen, indem sie entweder mit lünst-lichen Vertragsbestimmungen ihre Rechtsgeschäfte dnrch >hre Geschäftsführer anf deren Namen vornahmen oder dnrch die Erwerbung der juristischen Pcrsinilichtcit die Handlnngs- und Newcgungsfä'higkeit zu gewinnen suchten. Daß der cvste Weg für Genossenschaften mit größerem Geldumsah oder mit Grundeigcnlhum mißlich, nnlrr Umstünden sogar gefährlich ist. bedarf keiner Ausführung. Ebenso aber hat die Erwerbung der juristischen Person« ll.chwt durch Slaatsgenchmignng. abgesehen von dcr hlcrln liegenden Beengung dcs freim Associationstricds d,e wcstnlUchcn Nachtheile, daß hiebci eine mit unglei-.. ?/ ^ '"essende, mindestens dclt Schnn dcs Will^ lurllchen an sich tragende Beurtheilung möglich ist. daß m wMlgcn Fragen, s» bezüglich dcr Auflösung nnd der Statutenänderung, „och bestehenden Grundsätzen Schranken gezogen werden, welche dem Wesen der nur dem Privatlntcressc dienenden Genossenschaften wider» sprechen, daß endlich die höchste Staatsgewalt ihre Autorität für Unternehmungen ei nznsetzen schc'nt. welche sie weder leiten, noch überwachen lann ES lag daher nahc, die Gcnosscnsckafttn auf eine der in dem allg. dcntschcn Handelsgesetzbuch gebotenen Gesellschaftsformen zu verweiseu. durch wclche die zu ihrer Bewegung nntntbchrliche Forderung, unter einem gemeinschaftlichen Namen als einheitliches Ganzes handeln zn tonnen, befriedigt wcrdcn tonnte. Allein viele Genossenschaften sind von der Vrnuyung des Allg. deutschen Handelsgesetzbuches ausgeschlossen, weil sie teinc Handelsgeschäfte im Sinne dcs Handelsgesetzbuches trei> den. Sodann aber beruht das Recht der Haudelsge» scllschast mis Voranssetznngcn. welche in der Mehrzahl dcr Fälle die Genossenschastcn nicht erfüllen lünncn. sofern nach dem Handelsrecht entweder ein beliebiger Wechsel in den haftpflichtigen Gesellschaftern unstatthasl oder wo solcher zulässig ist, cin Gnmdcapital vorhanden sein muß. In die wirthschaftlichcn Genossenschaften ist nun im Laufe der Zeit eine reue Art ..Gesellschaft," näm-lich die Personal-Gen ossenschnft getreten. Früher war die Capitalgenossenschast allein bekannt. Des' halb bedarf das deutsche Handelsgesetzbuch einer Ergänzung. Hieraus ergeben sich negative und positive Folge» rungen für die gesetzgeberische Aufgabe. Es folgt hieraus vor allem, daß ein Genossen-schaftsgesctz leinen andern Zweck hat, als eine neuc Form für commercielle Gcscllschafttn zu eröffnen und hicdurch der Association auf dem Princip der Selbsthilfe, der cooperative» Societal, eine angemessene Rechtsform anzubieten. Jene unmittelbare Tendenz, in die Lösung der socialen Frage einzugreifen, muh fern bleiben. Ein GenosscnschaflSgcsetz wird seinen heilsamen Einfluß auf die Arbeiterfrage mittelbar üben, indem eS Rcchtsgrund sätze aufstellt, durch welche den auf Selbsthilfe beruhenden Ginossenschasten für die thatsächliche Entwicklung und selbständige Bewegung cin günstiger Boden gewährt wird. Aber es hat sich nun mit dcr rechtlichen Form dcr commercicllcn Gesellschaften, mit der Ergänzung dcs Gc> nossenschasls rech ts auf der Grundlaae anertanntcr Nechlsprmcipien zu beschäftigen u„d muß die sserem-ziehullg anderer, wie man vielleicht sagen lann, "social-polilischer Zwecke von sich ablehnen. Die GeuossenschaflS' gcsctzgebung ist daher so wenig als die Handelsgesctzge-bnng ein Ausnahmsrccht, nicht daS Sonderrecht einer bestimmten Volts- oder OcscUschaflSclasse. Der in dcr französischen Literatur und von Seiten der arbeitenden Bevölkerung iu Frankreich gegen den ersten Entwnrf eines neuen Gesetzes über die Gesellschaften in den Jahren 18lil> bis 1867 erhobene Ruf nach dem vroit l,om-man, die Verwahrung gcgcn ein Tondcrgcsctz für die Arbeiter, gcgcn cin Privileg war vollkommen berechtigt. Eben so irrig aber ist eS, in dem Streben cin Nusnahmsrccht zu vermeiden, unter Vcrtcnnung der wirschschaftlichcn Genossenschaften, ihrer durch den gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb bezeichneten Besonderheit, ihre pviv!i geln zu wollen. Wenn erkannt wird. daß die privalrechtllchc Stellung der wirlhschaftlichcn Genossenschaften nur ,m An schluß an die Gescllschaftslehrc des Handelsrechtes und nicht im Gcmenge mit allen möglichen andern Vcrcm,-gungen geordnet werden kann, so ist eS nur cin formeller Unterschied, ob dies in Form ciner Novelle zu den betreffenden Handelsgesetzbüchern, wie in dem französischen Gesetz vom 24. Juli 1K67 sur lo» «m:i6t5n und dcm österreichischen Entwürfe, in besonderen ihnen gewidmeten Abschnitten geschieht, oder in einem formell selbständigen Gesetz, wie in dcm norddeutschen Genossen-schaftsgesetz und dcr englischen Acte uom ?. Angnst 1862. welche gleichzeitig mit dcr Oomplmis« ^ot. als besonderes Gesetz erschienen ist. Es ist nnr auf diesem Wege möglich, den Wirth, schafllichcn Genossenschaften ihren richtigen Platz neben den anderen commcrcicllen Gesellschaften anznweiscn und die für die letzteren angenommenen Principien, ohne durck die Rücksichten anf andere Lebenserscheinungen gehemmt zn sein, conscqncnt in dcr Anwendung auf die Personal. Genossenschaften dnrchznführcn. . Dieselben haben mit dcr (handelSrechtl,chcu) Cap,-lalgcnossenschast alles, was sich auf ihre Eonstituirung im allgemeine», ihre Vertretung nach Außen, »h'e Organe nnd ihre Gcschäftsgcbahrung bezicht, gemcmschaftl lich. In allen diesen Puntteu kann daher die Handels-gesehgebung im wesentlichen unmittelbar anf die w,rth. schaftlichen Genossenfchaften anSgcdetmt werben. Nur ist. wie bezüglich der meisten diefcr Punkte die BeschräN' kung drS Handelsgesetzbuches auf diejenigen Actiengesell' schllflcn, wclche Handelsgcschäsle treiben, der Verallye' meincrung für alle Eapitalaenosscnschaften mit der Zeit weichen wird, diese Beschränkung für Pcrsonalgeuosscn-schaftcn von Anfang an nicht zu empfeh'en. Es besieht lein Widerspruch darüber, daß es vollkommen begründet war, wenn das norddeutsche Genosfcnschaftsgesctz eine Gesellschaftsform bietet, welche ohne auf eine bestimmte Erwerbsquelle, wie dcr Handel, bestimmt zu sein, fiir jede öffentlichen Zwecken fremde, auf plivaten Erwerb durch gemeinschaftlichen Ocschaftsbctrieb gerichtete Vereinigung mit unbestimmter Milgliederzcchl Anwendung findet. Die gan^e Aufgabe der OenossenschaflSgesetzgebung concentrirt sich hicrrich in der Regelung der Mit« qlicdschaft und dcr hiemil unmittelbar zu^ sammenh äugenden Frage der Haftpflicht. Zum Schlüsse führt Sarwey aus und bearün-dct, daß die Möglichkeit eines Wechsels dcr Mitglieder, des unbchii'dcrten Eintritts und Austritts. sodann die Constiluirung dcr Genossenschaft ohne vorausgegangene Feststellung und Sicherung eines Grundcapitals für die Pcrsonalaenossenschaften gefordert werden müssen, well in der Personalgenossenschaft dic Theilnahme an der Gesellschaft an die Pt'son und nicht an einen bestimm« ten in der Actie rcpräfentirten Antheil von ihrem Vermögen geknüpft erscheine. Wenn nun bei der Personal« qenossenschaft das Grundcapital fehle, sagt Sarwey. so müsse eine andere CrcditSbasiS gesucht werden. Und da solle man in der persönlichen und solidartn Haftbar« leit dcr Mitglieder den Hebel deS Credits der Genossen» schast finden. Unter dieser Voraussetzung könne endlich l die strengste Solidität in der GeschäflSbthandluna. durch ' die jedem Einzelnen in seinem eigenen Interesse nahe > gelegte persönliche Theilnahme hieran, so wie die Er» ' zichung dcr Mitglieder zu wirthschaftlichen, tüchtigen - und selbständigen Menschen erreicht werden. politische Uebersicht. «aibalh, 9 Februar. In einem, die jü n g st en Ere i g n i s se inDal-, matien besprechenden Artikel lommt die .. Oesterr.» s u n g. Wehrzcitung" am Schlüsse zu dcr Gehäuft' - tunq. daß dcr Rcichstricgsminisler mit der auf einen PacificationSversuch der Aufständischen im Bezirke Eatlaro ! berechneten Mission des FML. Freiherrn v. Rodii^ nicht , einverstanden gewesen sei. Diese Behauptung ist nach l Mittheilung der „Wr. Abdpost." eine irrige. Der - Kriegsminister hat sich damals, als nach den Meldungen - des GM. Grafen Auerspcrg die militärischen Opera« , lionen wegen des eingetretenen Winters unterbrochen - werdcn mußten, für dcn erneuert anacreaten Pacifica-° lionsversuch. für welchen FM^. Baron Rooiö berufen , worden war. ausgesprochen. Evcnso ist ee unrichtig, daß. ? wie die „Wchrzcituna" wissen will, bei dieser Gelegen« hcit Anträge ang:nommcn wurden, gegen welche der Kriegsminister Einspracht zu erheben veranlaßt gelvesen wäre. Wie dcm ..Pester Llohd" aus sattaro gemeldet » wird, danttc Graf Beust dem Fürsten oön Mon» lenegro von Trieft aus in telegraphischem Wege sür seine Haltung während dcs Ausstände» der Vocchcsen. Die Beziehungen zwischen Ocslerr ich und Montenegro seien von dcr freundschaftlichsten Natur. i Ans Pest. 8. d.. wird der „P esse" geschrieben: „Seil heute wird hicr die Candidatur Adolph E rlövy'e zum Nachfolger Lonyay's sehr eingehend moli, virt. Erlövy war unter Gcckc Scctionschef im gemein» samcn Finanzministerium, nnd aracnwärlia. nimmt er ebenfalls cin hervorragendes Staatsamt ein. Mll ihm würde die Regierung jedenfalls einc bedeutende Arbeit«, traft und einen Mann von großer finanzpolitischer Bil« dung gewinnen. Ertövy war schon im Jahre 1848 für cin Portcsenillc dcsianirt, damals zog er sich aber vor Klaubt zurück. Seine Candidatur begegnet großen Sympathien, denn Ertövy ist ein Mann von zwar ernstem, aber fchr gewinnendem Wesen, eine sehr selbst-ständige Natnr und cin politischer Charakter, gegen den selbst seine Feinde nichts einwenden tonnen. Er ist von bürgerlicher Abstammung, was ihm in gewissen Kreisen trotz alledem und alledem vielleicht doch schaden wirb " Die äußerste Linte dcs ungarischen Reichstags verwarf in ikrcr Cwbberathung den Antrag von Schwarz, das Municipal-Wahlrecht von der Kennt- 214 niß de« ?esenS und Schreibens abhängig zu machen. Ein Deputirter der Linken beabsichtigt, die Abschaffung der Todesstrafe für politische Verbrechen zu beantragen. Ueber den Hergang dcr Verhaftung RochefortS die bezüglichen Verhandlungen dcr Legislative und die in Folge derselben in Paris ausgebrochenen Unruhen liegen nachstehende Telegramme vor.- Pari«, 7. Februar. (Fortsetzung der Sitzung deö gesetzgebenden Körpers.) Cremieux behauptet, es sei zur Verhaftung Rochcfort'S eine zweite Ermächtigung fNr die Negierung nothwendig, seine Verhaftung wäre die Unterdrückung eines Theiles dcr National - Vertretung. Ollivier behauptet und weist die Unmöglichkeit nach, daß der gesetzgebende Körper berufen sei, eine abermalige Ermächtigung zu geben, und führt nls Beispiel Mallardier und Dufraisse an, welche ohne erneuerte Ermächtigung dcr Kammer verhaftet wurden. Anders handeln, hieße die Willkür und Ausnahme in unsere Gesetze hineinbringen. Arago, Garnier-Paa/s und Marquis Pirv vertheidigen dic These Cremieux'. Gambctta beantragt folgende Tagesordnung: „Nachdem die gegen» seitigen Aufklärungen vernommen wurden, verlangt der gesehgebende Körper die Pertagung des Urtheilsvollzuges gegen Rochefort bis nach der Session." Er hält für den gesetzgebenden Körper das Recht und das Interesse aufrecht, so zu handeln, und es werde von demselben politisch sein, dies zu thun. Er entwickelt sodann in sehr lebendiger Weise, daß es sich um kein gemeines Ver^ brechen, sondern um ein politisches Vergehen handle, und aposlrophirt dann die Versammlung mit den Worten: „Sie haben nunmrhr zu entscheiden." Ollivier behauptet, Gambctta verschmelze den gesehgebenden Körper mit der Executive. Welcher Form auch immer die Regierung sei, sagt Ollivicr, soll der VcrlretungSkörper sich nicht in Dinge einmischen, die ausschließlich der Executive gehören. Er erhebt sich mit großer Energie gegen die Etaatsraison, die Gambelta anpreist; sie war stets die Ursache unserer Unglückefälle. Wir werden auS den Unruhen und Agitationen nicht eher herauskommen und die Freiheit nicht eher wahrhaft wieder begründen, als bis Wir die Etaatsraison beseitigt haben werden, um nur zur Gerechtigkeit unsere Zuflucht zu nehmen. (Beifall.) Gambelta protenirl gegen die Anschuldigung, die Staats» raifon ignoriren zu wollen. Schließlich geht die Kammer über ilremieuf' Antrag mit 191 gegen 45 Stim» men zur einfachen Tagesordnung über. — Die „Ga^lte dcS Tr,bunauf" meldet, daß Rochefort gestern um acht Uhr Abends in der Rue de FlandreS in dem Augenblicke verhaftet wurde? als er in den Saal für üffelilllche Versammlungen einzutre» ten beabsichtigte. Rochefort leistete leinen Widersland, im Gegentheile wandte er sich argen dic zahlreichen Anwe-slnden vor der Thüre deS Saales und sagte: „Vüiger, bleibet, ich werde bald in die Persammlung zurückkehren.« Der Commissär und die Polizelagcnten geleiteten her« auf Rochefvrt zu dem Nagen und führten ihm nach dlm Gcfäiign sse von St. P^lagie. Nach der Verhaftung, W.lcher Flourens beiwohnte, zog dieser einen Revolver und eil,en Stockdegc» hervor U"d schrie, man müsse Rochtfort befreien. El- feuerte sodann zwei Schlisse ab, ebenso feuert, n andere Pcrsonen, glücklicher We se wurde aber niemai'd yetrosstn. Wällend dies außerhalb des Slate« gcsch'ch, e,llälte der Commissar im Innern des Saales die Vcisammluna für aufgellst. Der Commis« für wulde sodann unlingt imd >mler Tode?d ohun^en in die Straße geschleppt, woselbst er eine Stunde lami Beschimpfungen und Drohui'gen ausgesetzt war. bis er von öffeoll chen Agenten befreit wurdc. Gegen 1 Ukr Nachts fanden znhlrcicht Ansammlungen in dcr Nue d'Aboulir statt, jedoch ohne ernstl>che Ruhestörung. Ge« gen halb 11 Uhr wurde ein Versuch zur Errichtung von Aarricaden im Faudourg du Temple und bei der Easeruc Lou cine gemacht. Es wurden Wägen und Omni' busse umgestürzt, aber die Anwesenheit von Sicherheits« ahnten genügt«.- ^ur Znstreuuna dcr Ruhestörer. Um dieselbe Stunde wurden sechs Omnibusse in Belleville in der Rue de Pari« zur Bildung einer furchtbaren Barricade umgestürzt. Um 1 Uhr Morgens maischirlen stalle Abtheilungen der Garde de Paris, Infanterie und Eüv^ler>e nach Belleville. Um dlcselbe Stunde zeiaen die Boulevards ein belebtes Aussehen, aber ohne Un« oldnimg. Z'hli eiche AfMttngeschmader sind am ElN' gange zum Faubonrg Montmartre postirt. Abends Rente am Boulevard 73.15. — Nach eincv Mcldung des „Figaro" plün-dirlen die Ruhestörer um Milternacht die berühmte Fabrik Lcfcmchcnx und nahmen dort 40 Gewehre und 300 Revolver. Ein Fricdcnsofficicl,' mid ein Stadt» sergeant wurden qttödtct und sehr zahlreiche Verhaf» luna.cn vorgcnumm.n. Der ersle Tralisport zählte 200 Gefangene. Nach eincr .'.»dlren Vcis,!'>ii wlirdcn im Ganzen 150 Verhastnüa/n vorgenolumen. Dic Barri-ladenbaucr leisteten kcil'en Widerstand. Heute herrscht überall Ruhe. — Im gesetzgebenden Körper fragt Kc-ratly. warum Roche fort nicht nnmiffällig verhaftet wnlde? Ollwier l,nd Chcvandicr antworten, man rollte Nochcfovt bcim Herausgehen an^ der Kammer nicht verhafw,, weil die Kampf scene vorbereitet war; ln Wohnluiaen war Nochefml nicht auffindbar. Acht Barrikaden wurden fast ohne Blutvergießen besei. tigt. Nur ein Fricdenscommissgr ist gelödlcl worden. Die Truppen nnd dic Polizei verhielten sich sehr mäßig; — eil, Waffenladcn wurde geplündert. Man kündigt gleiche Scenen für diesen Abend an; die Regierung hegt keine Besorgniß. Dic Bevölkerung ist mit ihr; wollte die Regierung brutal vorgehen, so würde die Agitation nicht fünf Minuten dauern. Die Kammer befchließt nach diesen Erklärungen drr Regierung, zur Tagesordnung überzugehen. Ueber die neulich von dcv „Libert" erwähnte Behandlung, die dem chaldäischen Patriarchen, einem Greise von 78 Jahren, bei seiner Unterredung mit dem Papste widerfuhr, und die in Rom noch im» mer bei den Vätern des Concils daS ungeheuerste Aufsehen erregt, schreibt dcr gut unterrichte Correspondent der ..Allg. Ztg.": „Der Patriarch hatte eine von ihm verfaßte Rede, inS Lateinische übersetzt, im Concil durch einen anderen Bischof vortragen lassen, und begehrte darin, daß er die alten oon«u0tuäiuv3 seiner Kirche be» wahren und dem Concil in einer neuen Sammlung vorlegen dürfe. Zugleich warnte er, mit leicht verständlicher Hindeutung auf daS beabsichtigte UnfehlbarleitS'Dogma, vor Neuerungen, welche die orientalische Kirche verderben könnten. Gleich darauf ließ ihn dcr Papst rufen; er dürfte Niemanden mitnehmen, nur Valerga, der Italiener, welchen der Papst zum Patriarchen van Jerusalem ernannt hat, einer der ergebensten Höftuigc dcs Va-ticans, war als Dolmetsch zugegen. Er fand den Papst in starker Aufregung, zitternd vor Zorn, und nach vielen heftigen Worten ward ihm befohlen, auf der Stelle entweder seine Würde niederzulegen od?r ans alle scine kirchlichen Vorrechte und Privilegien zu verzichten. Die Bitte um zwei Tage Bedenkzeit ward sofort abgeschlagen, desgleichen die Erlaubniß, seine eigenen in Rom anwesenden Suffragan-Bischöfe zu consultiren. Hätte cr sich geweigert, so würden fich ihm sicher dic Pforten eines römischen Kerlers erschlossen habcn; denn bekanntlich ist nach römischer Theori? jeder Clcriter nicht nur geistig, sondern auch leiblich ein Unterthan dcs unumschränkten Herrn, des Papstes. Zo blieb ihm nur übrig, das eine der beiden ihm vorgelegten Papiere zu unterzeichnen und Verzicht zu leisten. Aus Kiew wird hemeldet. daß auf dem Oute Schenderewta. einem Verwandten des Fürsten Ponicn towski gehörig, ein V a u er n - Aufstan o ausgebrochen ist. Der Polizeivorstand und dcr Kreisvorstand wurden vertrieben, der Bürgermeister des Ortes von den Bauern verhaftet. AuS Kiew sind Truppen hingesendet worden, die der Oberst Grcsser commandirt. Im russischen Dorfe Krjukowo ist man einer Verzweigung der Slopzrn auf die Spur gekommen. Acht junge Personen wurden aufgefunden, dic mit Einwilligung ihrer Eltern verstümmelt worden waren. Die neueste Drandschrist der Jesuiten. Das Organ der Jesuitcn und zugleich der Curie, die „Civilt» Cattolica," hat sich die Mühe genommen, allen Denjenigen, die noch immer nicht einsehcn. wohin die Papisten hinstrcben, den Ichleier von den Augen zu reißen. Ein Artikel dieses Organcs kündigt nllen Regierungen und allen Institutionen den Krieg aufs Mcsser an, wenn sie dm Nacken nicht unter das cauditnsche Joch dcr Iesuitenbeschlüsse bcugen. Die Brandfackel der Zwietracht wird hier zwischen die Unterthanen des Staates und die Regierungen geschleudert, der Kampf wird hier gegen nllc moderne Gesetze gepredigt, und schließlich selbst das Gespenst dcr allgemeinen Revolution unter dem Zeichen des Kreuzes hervorgeholt. Die Jesuiten halicn ganz die Sprache angenommen, dic sie einstens in den trüben Zeitc^ in denen sie herrschten, führten. Wie es fcheint, wollen sie noch immer nicht einsehen, daß dic Zeit ihrer Macht für im.ncr geschwunden ist. Hoffei-tttcl; werdcn sie dic Thatsachen bald da-von überzeugen. Wir führen hier den Artikel der ,.Ci-oiltil Cattoiica" auch nur zu dem Zwecke an, um einen Einblick m die Anschauungen der jetzt in Rom Herr-schenden Iesuitcnparlei zu gewähren. „Wenn die Leiter dcr katholischen StacUcn — schreibt das genannte Organ — nach den schlechten Rathschlägen Gesetze, die den Definitionen des Concils widersprächen, schaffen oder secrete erlassen würden, welche dieselben abschafften, so behaupten wir offen, daß solchen Gesetzen und solchen Decreten jede Kraft fehlen würde, so daß das Gewissen der Unterthanen in keiner Weise durch dieselben gebunden wäre, denn die Unterthanen sind. wic der lM. Thomas sagt, ihren Oberen nur in dem zu gehorchen verbunden, worin die Oberm selbst nicht dcm Gebot einer höheren Gewalt widersprechen und worin sie selbst ihren Oberen unter« geben sind. Es gibt alsu zwei Fälle, wo der Unlcr-than nicht verpflichtet ist, seinen Oberen zu gehorchen, einmal wenn ein Gebot uon einer höheren Autorität entgegensteht, und zweitens, wenn dcr Obere Dinge befiehlt, in Bezug auf welche der Unterthan ihm nicht unterworfen ist. Anerkennen die Politikaster, welche draconischc Gesetze und Dccrete gegen die Gcsetzc lind Decrctc deS Concils verlangen, dicsc Principien oder weisen sie dieselben zurück? Nehmen sie diese beiden Principien an, dann streiten dieselben widcr sie. Das erste lantet, man dürfe einer unteren Autorität nicht gehorchen, wenn eine höhere es verbietet. Nun ist abrr die zum ökumenischen Concil verein igle Autorität dcr Kirche höher, als die des Staates, nicht so. als wic z. B. die Autorität des Souveräns höher ist, als dic seines Statthalters, sondern so wic z. V. das Vcrnunflucrmögen im Menschen höher ist, als das sensitive oder vegetative. Dar-auS ergibt sich von selbst, daß Staatsgesetzc, welche mit den Definitionen des Concils in Collision kämen, dadurch allein schon aufhören würden, ir< gend cinc verbindliche Kraft zu haben. DaS andere Princip lautet, daß cS teinc Verpftich' tung gibt. einer, wenn anch an sich rechtmäßigen Auto-rität sich in Dingen zu unterwerfen, welche sie nichlö angehen. Das ist ein ganz klares Princip, der Schild jeder wuhren Freiheit und ein Zügel für dic Despoten. Aber was würden die Gesetze des Staates, dic sich den Definitionen eines ökumenischen Concils entgegenstellten, anderes thun, als die Katholiken in der Ausübung ihres Rechtes hmdcrn, die nothwendigen Mittel zur Errei^ chung ihres letzten Ziels anzuwenden? Kann die well-lichc Autorität so weit gehen, etwas Böses zu befehlen, wenn die Schlechtigkeit desselben seinem Wesen inne haftet? Gerade so gut könnte man sagen, ein Kreis könne ein Quadrat werden und doch ein Kreis bleiben, oder zwei parallel laufende Linim können parallel blei' ben und doch was immer fllr cincn Winkel bilden. Das könnte nicht einmal Gott, weil das Wesen der Dinge unwandelbar ist." Der Artikel der „Eiviltk" führt weiter aus, die Regierungen würden durch die Trennung dcr Kirche vom Staate Revolutionen hervorrufen, die fic st n rzcn w ürdcn, und sagt dann: „Aber Gott fei Dank. es gibt noch Staatsmänner in der Welt, welche daS Gut des Verstandes (!) nicht verloren haben. ES freut uns, den Grasen Napoleon Daru, Minister der auswärtigen Angelegenheiten dcö französischen Kaiserreichs, unter dieselben zählen zu können." DaS sind im Wesen die Ausführungen deS Papst-lichen Organes. Man lasse sich aber durch die scheinbare Conscqnen; der hier enthaltenen Schlüsse nicht lall-schen. Sie dasiren alle auf falschen Prämissen. Wahr ist, daß ein Gesetz nichtig ist, wenn es dem Gesetze cltM höheren Autorität widerspricht, aber falsch ist, daß das Concil in allen Dingen eine höhere Autorität als die Staaten besitze. Wahr ist, daß ein Gesetz nicht liin< det, wenn es von nicht comftelenter Seite ausgeht, abcr falsch ist. daß der Staat nicht competent sei. Concils-beschlüssen, die der staatlichen Ordnung gefährlich wer' den, entgegenzutreten. (TgSpr.) Eine KathMenatrejfe. Kreuzn ach, 1. Februar. Eine dieser Tage hin circulirende, an den hochwürdigsten Herrn Bischof von Trier, Dr. Eberhard, in Rom gerichtete Adresse gegen die Dogmatisirmig der Meinung von der Unfehlbarkeit deS Papstes ward allgemein von den streliagläubigcn Katholiken, obenan von den Kirchenräthen, unterzeichnet. Der Wortlaut dieser Adresse ist folgender: Hochwürdigster Herr Bischof! Gnädigster Herr! In dem gegenwärtigen, für unsere Kirche verhäng-nißvollcn Auaenvlick fühlen wir, die unterzeichneten Dlöccsanen Ew. bischöflichen Gnaden, uns im Gewissen gedrungen, Hochdemselben als unserm gesetzmäßigen Oberhirten folgende Erklärung gehorsamst zukommen zu lassen. Es isl bereits eine der ganzen Welt bekannte Thatsache, das; viele dcr zum Concil versammelten hoch' würdigsten Bütcr dcn dringenden Wunsch geäußert ha' ben, cS möge die Meinung von der Unfehlbarkeit des PapsliS zum Glaubenssatz erhoben werden. Die Kund^ von diesem Ercigniß hat uns aufs äußerste betroffen. Wir haben alle von Jugend auf nie etwas anderes als katholische ^ehre gekannt, als daß dem gesammten Lehlkorper der Kirche, dem Papst in Vereinigung mit dcm gesummten Episkopat, der Beistand dcS heil. Gei-steS verheißen sei, der sie in aller Wahrheit erhalten werde. Für die unüberwindliche Grundlage unsercS Glaubens aber hielten wir stets den Satz: „Was im' mer, was überall, was von allen geglaubt wurde, dliö allein ist wahrhaft katholisch." In Folge dessen tünm» wir es nicht fnr möglich erachten, daß in Zukunft uon der Kanzel herab und in dcn Katechismen dic Unfehb barkeit des Papstes als katholischer Glaubenssatz werde verkündet werden. Sicher würde hieraus unter uns. wie auch in wcitern Kreisen, dic grüßte Verwirrung der Gewissen, GlaubenSzwcifcl, nnd für viele eine vielleicht mehr als menschliche Versuchung erwachsen, die Kirche, der sie ebcn der Unveränderlichkcit ihrer ^ehre wegen in lreucster Hingebung zugethan waren, mit blutendem Herzen zu verlassen. Hochwüroigslcr Herr! Die Liebe zu unserm nun fast neunzehn Jahrhunderte alten (Milden und das Bewußtsein um das feste, durch räumliche Entfernung nicht trennbare Band, welches Hirt und Herde verknüpft, dies wares, was uns ermuthigte, mit dieser notha.edrnna.cnen Kundgebung unsereö katholisch"' Denkens und Fnhlens vertrauensvoll Ew. bischöflich"' Gnaden zu nahen. Wir bitten nnd beschwören Hoch' dieselben, ebenso dringend wic crgebenst, durch den Ih""' zustehenden hohen Einfluß dahin wirken zu wollen, daß die unserer Kirche drohende Gefahr unter Gottes gnädigem Beistand glücklich beseitigt werde. Indem n»r 215 Ew. bischöfliche» Gnaden versprechen, durch unser in» ständiges Gebct uns an Ihrtt' mühevollen Arbeit mich Kräften zu beteiligen, haben wir die Ehre zn zeichucn als Ew. bischöflichen Gnaden treuergebenste Diener und Söhne. Hagesneuigkeilen. Gin großer Ginbruchsdiebstahl. Freitag am 4. d. kam ein elegant gekleideter Mann in das Bureau der allgemeinen österreichischen VerkchrSbanl in Wien, um daselbst einen Depotschein über Eiscnbahn-Acticn im Eourswerthe von 35.000 fl. zu veräußern. Die Höhe des Betrages flößte den betreffenden Beamten den Verdacht ein, daß der werlhuolle Schein nicht in den rechten Händen sei. Der Unbekannte, Namens Moriz Wasser, mann, seines Zeichens ein Handelsagent, wurde angehalten, und die sogleich eingeleiteten polizeilichen Recherchen führte» zur Entdeckung eines mit besonderem Raffinement ausgeführten Verbrechens; es stellte sich nämlich heraus, daß Werthsachen in der Höhe von nahezu 60—60.000 si. die Beute ebenso frecher als geschickter Gauner wurden. Die Nachforschungen ergaben Folgendes: Der Domherr und ehemalige Lehrer des Kaisers P. Mislin zog vor etwa zwei Monaten nach Rom uud übergab, bevor er nach Rom abreiste, dem Bankier Cothcn Eisenbahn-Actien im Nominalwerlhe von 10,000 fl., im Courswerthe von 35.000 fl. zur Aufbewahruug. Theils aus Vorsicht, theils zur Sicherheit des Domherrn, depouirte Herr Sothen die Werthpapiere in der Verlehrsbank und gab den Depotschein dem Prälaten, welcher denselben nebst den anderen Effecten in seiner Wohnung gut verschlossen aufbewahrte und sodann beruhigt die Reise nach Nom uuternahm. Von der Entfernung des hochwlirdigen Herrn mußten jedoch verwogene Gauner genaue Kenntniß erlangt habrn, denn sie benutzten die Gelegenheit, um sich mittelst Nachschlüssels in die Wohnung eiuzuschleichen uud hier das Werthvollste sich anzueignen. Sie konnten dies um so eher mit besonderer Ruhe uud Muße thun, weil sie eiue Ueber» raschung von Seile des Domherrn nicht zu befürchten hatten. Was eigentlich entwendet wurde, kann bisher nicht genau angegeben werden, da der Beschädigte, wie erwähnt, gegenwärtig in Rom weilt, doch so viel steht fest, daß außer dem fraglichen Dcpolschein, eine große Anzahl von Prätiofen uud Silbergcrälhschaflen geraubt wurden. Samstag Abends begab sich eine polizeiliche Commission in das Haus und nahm dcn gerichtlichen Thatbestand auf, welcher ergab, daß das Verbrechen von miudcsteuö zwei Personen ausgeführt worden sein muß, und zwar in dcn ersten Wochen nach der Abreise des Prälaten. Der Diebstahl lonnte um so eher unentdeckt bleiben, weil die Thäter die Eingangsthür wieder sorgfältig versperrten und so von den Hausbewohnern nichts bemerkt wurde. Der Beschädigte wurdc auf telegraphischem Wege von dem Vorgefallenen verständigt. — (Im neuen Mufikvereinsgebä ude) soll am 19. d. M. mit der ersten Nedoute die vollendete Wie» berherstellung des Prachtfaales gefeiert werden. Von der Stunde ab, wo der ausgebrochene Brand bewältigt war, sind fleißige Hände Tag und Nacht beschäftigt, die durch Flamme uud Rauch verursachten Verwüstungen zn beseitigen, uud Dauk der umsichtigen Dispositionen und der euer« gifchcn Leitung wird am 19. d. M. das Haus die traurige Katastrophe vollständig Überwunden haben und glänzend wie früher und mit zahlreichen Verbesserungen in der Einrichtung der Garderobe ?c. :e. sich für die erste Redoute öffnen. — (Die Zahl der Bevölkerung) der Landes' Hauptstadt Linz beträgt nach der jüngsten Zählung über 31.000 Personen gegen 27.628 im I. 1857. — (Zum Setzer-Strike iu Pest.) Ein Wiener Vlatt ließ sich aus Pest telegraphireu, daß Baron Gablenz die Beurlaubung der bei den l. l. Truppen dienenden Sez-! zer verweigert habe. Wie der „Pester Lloyd" constatirt, ist blese Nachricht das gerade Gegentheil der Wahrheit. Auf ble Bitte der Redaction des genannten Pester Blattes, ihr die m der Pest den. Bei dieser Gelegenheit wird auch bemerkt, wie dle Juden in Amerika in großer Anzahl unter völliger Glam benSfreiheit selbst daran gehen, ihre Religion, welche sich trotz aller Verfolgungen und allen Druckes durch IahrtaU' seude unversehrt erhalten hat, selbst zu reformiren und den Bedürfnissen der Zeit anzupassen. — (Merkwürdige Moral.) Die französischen Missionäre haben auf den in den australischen Gewässern gelegenen Gambier-Inseln Niederlassungen gegründet, auf welchen sie die fanften Eingeborenen in maßlosester Weise lyrannisiren und ausbeuten. Die ehrwürdigen Bäter haben dort unter der Leitung des Paler« Laval die Ausbeulung der Perlen- und Perlmutter-Fischerei unternommen uud behaupten da« Monopol derselben. Die Eingeborenen sind durch Vermittlung ihrer Häuptlinge verpflichtet, eine bestimmte Quantität von Perlen und Perlenmuscheln zu lie< fern, wofür sie Kleider und sonstige Bedürfnisse bekommen. Der Pater Laval hat sich eine starke Polizei-Mannschaft einerercirt, womit er jeden Widerstand zu nickte macht; die Häuptlinge werden mit Todesdrohungen und ewigen Strafen geschreckt und iu Gehorsam gehallen. Die Sittenpolizei bei diesem sinnlichen Volle betreibt der Pater Laval in einer solchen Weise, daß alle uuverheirateleu Mädchen Abends ein« gesperrt und Morgens wieder entlassen werden; an den Vorabenden der Kirchenfeste werde« überhaupt alle Weiber von den Männern gelrennt und Über Nacht eingesperrt ge» hallen; es bestehen zu diesem Zwecke etwa hundert Ge» fängnisfe.________________________________ Locales. — (Invalidenstiftungen.) Am 11. März. al« dem Jahrestage des 1857 stattgehabten Befuches der Adels» berger Grotte durch Ihre l. l. Majestäten, wird mil der Betheilung der Adelsberger Grotten - Invalidenstiftung und am gleichen Tage auch mit der Betheilung der Franz Me< telto'schen Invalideustiftung vorgegangen. Zur Belheilung aus diesen Stiftungen sind im a. H. Dienste invalid gewordene, in keinem Invalidenhause untergebrachte Krieger berufe», wobei auf die erstere die in Ndelsberg, auf die letzlere aber die im Bezirke Nassensuß gebürtigen, und in deren Ermanglung andere in Krain geborene Invaliden den nächsten Anspruch haben. — Der zu venheilende Be« trag beläuft sich bei der Adelsberger Groltcn'Invaliden« stifmng auf 37 fl. 90 kr. und bei der Franz Metelko'ichen Invalldenstiftung auf 37 fl. 80 kr. Die Bewerbungsgesuche find im Wege der politischen Behörde längstens bis 4. März l. I. bei der k. k. Landesregierung in Laibach einzureicden. — (Mondhof und anhaltende Kälte.) Vor. gestern um 8'/, Uhr war der Mond bei leicht bewölktem Himmel von einem starken Hos umgeben. Ungeachtet dieses ziemlich sicheren Zeichens der Witterungsänderung und ungeachtet des Fallens dcS Barometers besiegle der Nordwind wieder seine» südlichen Gegner. Die Kälte dauert darum auch fast ungebrochen fort; denn während vorgestern kurz vor Sonnenaufgang das Thermometer außer der Stadt (Latter» mannsallee) — 17° 1i. zeigte, lonnte man gestern a« der. selben Stelle zu derselben Zeit auch noch — 16.5" It. beob-achten. Bei einer Meereshöhe von wenig über 900 Wiener Fuß; einer nördl. geographischen Breite von 46" 2'55", um gute 1000 Fuß unter der Vegetalionsgrenze der edlen Kastanie und der Hainbuche, dürften diese Kältegrade wohl als seltene Vorkommnisse Beachtung finden. ' — (Ballchronit.) Aus Krainburg wird unS geschrieben: Am verflossenen Sonntag veranstalteten die Ingenieure der Rudolfsbahn in den Localitälen der l^itav' nica einen glänzenden Ball, wie dergleichen hier fetten ge< fehen worden. Der Tanzsaal war in dcn Ecken mit bauli» chen Symbolen: Schaufeln, Meßkellen Kränzen n. dgl. in Pyramidcnform geschmückt. Auch aus Laibach, Lack, Stein, Neumarlll, Radmannsdorf, TarviS u. s. w. kamen Gäste herbei, im Ganzen etwa 350 bis 400, so daß sämmtliche Näumlickteilcn schon zu enge waren; im Saale konnten sich uur 70 Paare bewegen und war an reizenden Tänzerinnen kein Mangel. Außer vielen Bürgern nahmen hiesige und auswärtige k. k. Beamte Theil an der Unterhaltung, wozu eine Abtheilung der Musitcapellc des Inf.-Neq. Graf Huyn unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters die Musik mit gewohnter Meisterschaft besorgte. Das Ballcomil«', aus In» genieurcn bestehend, hat seine Aufgabe mit einem Nufwande von 1000 fl. in vollkommenster Weife gelöst. — (Als nalurhistorische Merkwürdigkeit) wird uns aus Oberlrain berichtet, daß Sonntag den 6. d. früh bei einem Thcrmomelcrstande von 5° 1i. an einem geöffneten Gangfenster des Schlosses Katzenstein bei Vigaun ein lebender Taubeuschwauz oder Sternlrautlchwärmer (macw3lc>8»ll »WUlttlU'ww), ein in das Geschleckt der Abendfalter gehöriger, aber bei Tag fchwärmender Schmet« terling gefangen wurde, der sich ganz wohlzubesinden scheint, uud lustig im Zimmer herumschwärmt. __ (Aus dem oberen Gail th ale) wird der „Klagenf. Ztg." berichtet: Wieder forderte die Unvorsich. tiqkeit ein Opfer. In einem Hause wollte man das Über» handnehmende Ungeziefer mit Gift vertilgen. Der böse Zufall wollte, daß ein vierjähriges Mädchen an die Stelle gelangte, wo das genannte Verlilgungsmittel hergerichtet war, uud von demselben genoß. Trotz der schleunig anqe, wandten Mittel starb das arme Kind eines qualvollen Todes. Der Vater, dessen LieblingStüchterchen das verunglückte Mädchen war, nahm sich diesen Fall so zu Herze».' daß nun auch er schwer lrans darniederliegt. 216 Musealverein. Die gestrige Versammlung eröffnete ein fehr anregender Vortrag des Obmanns Herrn Dr. v. Lehman u über Sprüchwörter. Er theilte zuerst Einiges aus dem von einem seiner Vorfahren, Christoph Lehmann, in Speyer 1642 herausgegebenen, in der hiesigen fürstlich Auersperg'schen Bibliothek befindlichen Buche: „Plorilo^ium politicul» kuowiu" mit, und überging sodann nach einer Einleitung über den Genius der verschiedenen Sprachen zu einer Sammlung slovenischer Eprüchwörter, welche er aus dem Munde des Voltes gelegentlich von Strafverhandlungen gesammelt. Bergrath Trinker legte die Resultate seiner auf Amtsreisen gemachten geologischen Durchforschung eines Theiles von Innerlrain, von Britos bis Idria, unter Vor. Weisung einer diesfälligen, das vollständige geologische Bild darstellenden Karte und interessanter Erzstufen vor. Hiebei fprach er den Herren Bürgermeister Dekleva in Britof, Oberbergrath Lip old und Bergverwalter Grübler in Idria, Glovoinit in Eisnern und Pogatschnigg in Etofje seinen besonderen Dank für die wertthätige Unterstützung und Forderung dieser wissenschaftlichen Arbeit aus. Dem Museum hat Herr Bergrath Trinker als Ausbeute dieser seiner oft sehr mühevollen und gefahrvollen Wände» rungen 110 Erzstufen gewidmet, wofür ihm Custos Deschmann mit dem Belfügen den Dank aussprach, daß diese Gabe um so willkommener sei, als sie ein systematisches Ganze bilde und ihre Resultate in einer Karte wissenschaftlich fixirt sind. — Custos Deschmann theilte sohin mit, daß Herr Prof. Valenta eine Mono« graphic: „Ueber acute Leberatrophie" dem Museum gewidmet, deren chemischer Theil vom Herrn Prof. v. Perger bearbeitet wurde. Von dem corresp. Mitgliede Dr. Gustav Josef in Breslau, der die Höhlen Krams schon vielfach nach Groltenthleren durchforscht, ist eine schätzbare Arbeit über den unseren Grotten eigenthümlichen 8pii0äru8 und von Dr. Arnold Luschin in Graz, der schon mehrfach die Munzgeschichte des Mittelalters bearbeitet, eine Arbeit über Tiroler Münzen eingelangt. Ferner legte Herr Teschmann zwei von einem Bildhauer aus Overtrain eingesendete Marmorproben vor, von denen jene aus Aßling zu den schönsten Marmorarten .strain« zu zählen und durch die Rudolfsbahn seinerzeit absatzfähig werden dürfte, auch naturwissenschaftlich durch das Vorlom-men von mikroskopischen Cchalenthieren (Epithalamien) interessant ist. Weilers hatte ein Obertrainer auS Kropp, Herr Pibrouz, Gesteine eingesendet, welche dem Porphyr angehören nnd bei dem seltenen Vorkommen des letzteren höchst interessant sind. Herr Professor Wuruer hat dem Vereine eine größere Sammlung von Alpenpflanzen aus der Wochein gewidmet, von denen die interessantesten vorgezeigt und besprochen wurden. Hiemit schloß die Versammlung, welcher eine gesellige Zusammenkunft in der Casinorestauration folgte. Auch hier gab es anregenden Gesprächsstoff. Herr Prof. Valenta sprach die Idee aus, die Adelsberger Grottenverwaltung zur Anlegung eines Aquariums für Proteen zu veranlassen, und es wurde beschlossen, diesfalls die geeigneten Schritte zu machen. Herr Prof. Wurn er zeigte und er-läulerle die neueste Erfindung des Aneroid - Barometers von Bourdon, welcher besonders für Vcrgbestei» Zungen wegen seiner guten Verwahrung von großem Vortheil ist. Herr Bergrath Trinker endlich wies ein Stück Kaolin auS dem Aernachale bei Stein vor, welches in einem mächtigen Lager vorkommt und bisher in einer Menge von 8000 Ctr. jährlich gewonnen und zur Papierfabrikation verwendet wird. Damit schloß der dritte Vereinsabend, welcher in den Anwesenden nicht minder angenehme Eindrücke als die beiden früheren zurückließ. > < F i! r die E asseler AuSstcI lun g> haben jich bereits nenn Aussteller gemeldet, und eS ist alle Aussicht auf noch zahlreichere Betheiligung vorhanden, wodurch manches absatzfähige Product unseres gewerbsameu Vaterlands auch <>, der Fremde enlsprcchclidc Würdigung sindm N'ird. - (Theater.) Die erste akrobatische Vorstellung der Ara-bcrgescllschaft lj^ui-Xol'^-Xo!^ war, wohl zunächst des Castuo-balleS Wege», wenig besucht; das Publicum zeigte sich vou dm Leistungen sehr befriedigt und spendete reichlichen Beifall. Neueste Post. (DriMal-Telearamm der „LaibacherZeitung.") Paris, tt Februar Gester» wurde eine größere Hahl Aufrührer schwer verwundet Heute Vtittass wurden neuerliche Ansamm-lunsse» i» Velleville von Sicherheitsorssanen zerstreut und Verhaftungen vorgenommen. Qeffeutliche Versammlungen wurden bis auf weiteres verboten. In Marseille fanden gleich falls Zusammenrottungen statt und wurden Verhaftungen vorgenommen. Wien. 9. Februar. Ihre Majestät die Kaiserin sind gestern, den 8. d. M., Nachmittags von Ofen hier angekommen. London, tt. Februar. Daö Parlament wurde heute eröffnet. Die diesmal nicht von der Königin selbst gehaltene Thronrede spricht die Zuversicht auf Erhaltung des Friedens aus. Dic Voranschlässe werden eine Steuervcrmmdelmia. enthalten. Die Thronrede kündigt ferner an: eine irische Landbill zum Bchnfe der Herstellung von Vertrallen und Gesetzlichkeit, eine um? fassende Vollsschulbill, eine Aill, betreffend die Modifi« cirunss des NaturalisationS-Gesetzes, des Appellations-Gerichtes, der Universität«! - Eide, der Communal Bc^ steuerung, der Wirthschafts-Concessionen, des Landeigen-lhums Verkaufes, der Vererlnma. von Land, der Gewellvereine und der Schiffahrtgesetze. Die Königin bedauert lebhaft die irischen Agrarverbrechen und hofft deren Ent» fernung vermittelst weiser Gesctzrcformcn, würde jedoch nöthigelifalls ohne Zögerung Repressiv - Maßregeln anempfehlen. _________ le!e,il«'vhische Tl5! Wein, rother, pr. Timer -- — Speck, geräuchert, Pfd. — — ' — weißer „ — ! — Angekommene Fremde. Am 8. Februar. Wien. Die Herren: Denile, Uesitzer, von Kranicksfeld, - Glo boinit, Weiverlsbes, von (tisuern. - Fischer und Adler, Kauf' leute, von Wien. — Ärauß, kaufm., von Schiofol — Neu hauser, l. l. Oberst, von Wien. — Maurer, Kaufm., vou Oraz. Elefant. Die Herren: Dauzer, Kaufm., von Wien. — Hadj Ali Nen Mohamed, von Algier. - Piussi, von Uauolaua. — Aaron Wittenbach, vou Franz Freiherr v. Tauffrer, von Weixelbnrg. - Trenzhirier, Handelsreis., von Wien. — Uro-der, Besitzer, von Zara.-- Urovet Vinlo, Oemeindeiichter, von Hubar, Baiser vou vesterreich. Herr Freiherr, von Wien. - Allna Strunz, von Iohannischal. .M^lelirolo^lschss NealiachNillqe»l ill l5üilwlH. >; ü'Mg. 326 4, "16« O. schwach heiter ! 9, 2 „ N. 325.^z - 8.» W. schwach heiter ! 0.i>» 10 „ Ab. 326?!« - 9« SO. schwach ganz bew. ! Heiterer, lalter Tag, Nachmittag zunehmende Vewüllung. Nach 5 Uhr hefliqer, eielalter SO, der sich spilter legte. D°« Tagcömiltel der Wclrme - 113°, um 110" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Iguaz v. K l e i u m a y r. W Wir geben hieniit allen unseren Verwandten und W ^ ssrclindcu dic schmerzliche Nachricht von dein Tode uu- ^ ^ sercö ilinigstgelieblen Hjatels, beziehungsweise Schwie- ^ gerollter«, des Herrn ^ » Loren) Kunschii;, > ^ l l. lubil Landesgerichtsrath. W ^ Er verschied «ach l>,r,em «ranlenlager, versehen mit W W den heil. Ttcrdrsalramenten, am 9. Februar 1870 um W M halb 4 Uhr Nachmittag im 81. Lebensjahre an Altere- W ^ fchwilche. ^ M Die Hülle dcS theueren Verblichenen wird Freitag W W ^" /!-.Februar d. I. um 4 Uhr Nachmittag aus dem W W 3""'/, c '^^ °^ ^""i gehobru uud sodann am W ^ Friedhofe zu ^?t, Christoph beigesetzt. W W , ^ ^''^ Seelenmessen werocu am Samsta., den W M 1 in der hiesige» Domkirchr um 10 W ^ Uhr VllrmitlagS geleseu werden. M M Undwt« ttunschitz, t. l. Postcontrolor: Wilhelm W ^ ttunichtl;, l. t. O!icl,ieutc»cnn im 17. Inf.-Rrg., Söhne. M M Maria Kuuschit;, 3annh Tchsnta, Töchter. - M W Johann Arlo, l. l. Notar in Reifniz; Gduard W ^> Vchgnta, k, l, Postvcrwaltcr in Pola, als Schwieaer- W W sohnc, W N^rl.^nk^l'i^t ^Uien, 8 Februar, ^n den Objectcu der TageSspeculatwu war an der heutigen Vorbiirse der Umsah nnd in Folge dessen auch die Eurevariation nicht bedcmend. Eredil-Hl»!l^llUl NUft. acüen uariirtcn zwischen 262 uud 262.80. Anglo zwischen 313.25, und .^1^50, Lombarden zwischen 251.40 und 25I.70, Tramway zwischen 147.25 und 147.75. Nnr Franco hoben sich von 108 bis 109 5 > steig/nd. liber die hüchflc Noti, von gester». Dagegen waren ^niierlierger und Prager Eisenindustrie Gegenstand lebhafter Nachfrage. Erstere wurden bis 115. ledert bl« 310 bezahlt. Papierrente war zn 60.70 im Verkehr, 1860cr ^'ose notirleu 97 50, 18'>4cr 123.50, Napoleons 9 fl 83',-9 ft. «4'/, lr. Die Mittagsbürse zeigte ein ähnliches Bild. Creditaclic» und andere speculationseff.'ctei, gingen etwas zurncl. Nebeupap'erc niurdeu start gehandelt. Escomplcacti!>!l wurden mit 937 gesucht. Dampfschiff bis i>91 im Verlchr Vaubanl besserten sich bis 57. In Egydy-Kiiidbrrger-Äctieii wnrde 207 gemacht. Ocsterrcichische Hyvolhclenactien stiegen um 6 fl. di« 94. Dnr-Bodeubacher um 3'/, fi. bis 163 50, Prager Eiseuindustrie warm schließlich wieder mit 3 >4 zu haben. Dcuiscn und Eomptauteu zogen etwa« au. Bei Abgang d^S Berichtes notirte man : ^. i»Nsten»etne Htaal^^cyniv. ssür 100 st. Ge'd '<^aarr Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt.: in Noten verzinsl. Mai-Novcmbcr 60,5,<> 60,60 Februar-August 6050 60.60 „ Silber „ Iäuuer-Iuli . 70,30 7050 „ „ Apul-October. 70.Z5 70,50 Eleueranlchen rück,ahlbar (^) . 98.75 99.— (>) . 97.50 98.- kose v 1.1839 ...... 235..- 237.- .. ,. 1854 (4 "/,) zu 250 fl. 90.50 91.-„ .. 1860 zu 500 fl. . . 97.6c 97.80 „ ,. 1860 zu 100 fl. . . 103,50 104.— „ „ 1864 zu 100 fl. . . 123 60 123.80 GtaatS»Domilurn-Psandbriefc zu 120 fl. ° W. in Silber . . 124.— 124 25 ». Gruudentlastunas-Obligationen. Fllr 100 fi. Geld Waar-^^nun .... zu5p „ «250 9350 Ungarn .... « s> « 79.50 79.75 V. Actien von Bankinstituten. Geld Waare Auglo-österr. Banl abgest, . . 313— 313.50 Auglo-ungar. Aanl .... 95.50 96.50 Noden-Crcditanstalt . . , . ,'N0 — 315.— Ereditaustalt f, Handel u. Gew, . 261.50 261.70 Eicdltanstalt, allgcm. uugar. . , 85 - - 85 50 Eacomptc-Gcsellschast, n. 0. . . 940. 942.— ssrauco-ostcrr. Bnnl . . , . 108.— 108,50 Gemralbanl.......44.-^ 44 50 Natioualbanl......729 — 731 — Niederländische «ant .... 89.50 90.- - Veremebant...... . 90 50 91.50 VcrtchrSbaul.......119— 119.50 Wiener Bank......67.— 68.— «V. Actien von TranSportunterneh« munge». Geld Waare Alföld-Fmmauer Bahn , , . 171.— 171.50 Böhm. Westbahu.....223.50 224.50 Carl-Ludwig-Vahn.....238.25 238.50 Douau-Dampfschifff. Gesellsch. . 589.— 591 — Elisabcth-Wcstbahn.....184.-184 50 Fcrdinands-Nordbahn . . . 2145-2150.— Fünfllrchcn-Barcser-Vahn . . —.— —»^ Franz-Iuscphg-Vahu . . , . 185.75 186 25 I Vembtra.-«zein.«Iassyer-V«,hu . 20b.- 205.50 Geld Waare Lloyb. österr........345 — 347.— Omuibus........144.- 145.— Nudolss-Äahn......163.— 163.50 Siebcubitrger Bahu . , . , 166.— 167,— Staalsbahu.......383.— 384.— Suddnhu . ......250.60 250.80 Slld-uordd, Perbind. Bahu , . 165.— 166.— Theiß-Bahu ....... 241 50 242.— Tramway........147.-147 50 «. Pfandbriefe (silr 100 st.) Nllg. ijst, Boden-."" Wechsel (3 M°u) Gelb Waare Augsburg sllr 100 st sUdd. W. 102.85 103.--Fraulfurt a.M. 100 sl. dttlo 103.- 103 20 Hamburg, filr 100 Marl Vanco 91 — 91 1^ London, siir 10 Pfnnd Slerliug 123 30 I23.' Paris, sl!r 1,00 Franc« . . . 48.95 49.^ <5our4 der Geldfnrten ! Geld Waare K. Müuz.Dncllltl . 5 fi. 80 lr. 5fl. 81 ^ NapoleonSb'or . . 9 „ 84 „ 9 ,. 85 " Vrreinsthaler... 1 « 82 „ 1 « 82j " Silber . . 120 „ 75 ., 121 „ " Krl..üisch!. ^rundeullaNung«-Obligationen, P^' valnotnuilg: 8Y. — Geld, 94 Waar«