M«,«erattons-Pretse Für Laibacki: Ganzjährig - - 8 ^ 40 ft' tz-lbjährig - - ^ Lietteljährig • 2 Nonatlick • • • Laibacher Redaktion Bahnbofgaffe Nr. 132. 20 10 70 Mit der Post: Ganzjährig ■ halbjährig -vierteljährig 12 fl. 6 „ 3 „ %üt Zustellung ins HauS etatlj. 25 kr-, monatl. 9 K. «vzelne Nummern 6 kr. Anonyme Mittbeilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nickt zurückgesendet. Morgen: Augustinus. Expedition- & Jnseraten-Bureau: * Congreßplatz Nr. 81 (Buch-handlunA von Jg. v. Älein-mayr ^ mQd)m unb *ur Nachgiebigkeit zu ralhen. Zu so raschem ^Än?uf die Forderung der Mächte mögen das Smgehen s Minister beigetragen haben, W w°l ^ neuen ^ .fi fdnen r- « berufen Es sind dies vier gewesene Groß- S&äi, M« ln W 3=« »M «=. mn«t unb was das merkwürdige an der Sache, 7« .ine durch den ändern gestürzt worden waren. £ £ bie ?ttDe(cnen Veziere Mithob Pascha, Mah-9SE Slvni Pascha und Essad Pascha, ffto filrbft 1871 der Großvezier Aali . dlls l Jp Mahmud Marine- und Hussein Pa,,^ starb, w öom sterbenden Aali dem «vm ArregSMimster. Alttürke Mahmud und seine erste Maßregel war, tturie ®vofo 8 Hussein aus dem Ministerium innen «MtSg n ^ begangener Unterschleife f. J« WO* f{in«t Auszeichnungen be- in die Verbannung schicken zu lassen. SSJ£utc sich Mahmud keiner langen Herrlich-to cyto ftarzte Mithad Pascha, der Reformtürke, «It. Ihn >14 fetbft wieder vom ersehnten Groß- kL-S-° M Zw«' Eiu englischer Richter. «„fite 1771 bereiste Lord ManSfield, , 9fm -.„ühmtesten englischen Rechtsgelehrten des «>tt der berüh in seiner Eigenschaft als vorig«, Ä^hrh ShireS oder Kreise des nörd- Oöerrichter ® bie bort vorhandenen Local- Ellhm England , kjeren und gelegentlich selbst Mtshöfe i gn ritttin Flecken von Yorkshire Nt z» er öffentliche Gerichtssitzung Hrte man ly , unb klagte dieselbe als Ä eine a" ”ci glaubwürdige Männer hätten m an; s tBörcn bereit, es eidlich zu erhärten, «irhen, uno mitternächtlicher Stunde aus dem N selbige jn bcr ^ust, über ein Stoppelfeld <«pfe die ‘DC tzord gewahrte, daß die Menge tafen sei- bQ6 Weib sei wirklich eine Hexe, ^ dem E^ah ' ^ gegen die Arme war. Dem Ntrft avfg chen, hätte „Oel ins Feuer gießen" Mfen vnderi^ einen Act der Volksjustiz gegen Mn ut|^u bjgte hervorrufen können; eine List schmregierung des Mehmed Rusti folgte Cffad Pascha als Großvezier, und diesem der mittlerweile wieder zu Ehren gekommene Hussein Avni. Doch auch des letzteren Macht war von keiner Dauer und zum zwei-tenmale erlangte der bisherige Großvezier das höchste Staatsamt, ein Mann, der noch einfacher Offizier gewesen war, als Hussein schon General war. Alles dies hat sich in nicht ganz vier Jahren zugetragen, die letzte Veränderung, die Berufung der vier Großveziere vor wenigen Tagen. Mahmud, der eingefleischte Alttürke wurde Großvezier, Mithad, der eifrige Befürworter von Reformen, übernahm die Justiz, Server Pascha den Vorsitz im Staats-rathe, Hussein, der die Schuld trägt an dem augenblicklich so heruntergekommenen Zustand der Truppen und an der Entblößung Bosniens und der Herzegowina von Truppen, übernimmt das Ministerium des Krieges und Essad, der versöhnlich gestimmte, soll die widerspenstigen Elemente einen. Man stelle sich nun die RegierungSthätigkeit dieses neuesten türkischen CabinetS vor. Sicher hat es noch nie eine Regierung gegeben, deren einzelne Mitglieder einander mehr gehaßt hätten, erbittertere gegenseitige Feinde gewesen wären, als die vier Großveziere. Es hieße wol der türkischen Vaterlandsliebe außerordentliches zumuthen, die menschlichen Regungen und Leidenschaften in der Brust der vier Männer bedeutend unterschätzen, wollte man von ihnen eine dauernde Einigung und Zusammenstehen in den drohenden Gefahren erwarten. Diesen Männern gegenüber wird die Diplomatie der Mächte eine umso schwerere Aufgabe haben, wenn es ihren vereinten Bestrebungen endlich ge- mußte helfen. Er fuhr deshalb die Verdächtige barsch an: Angeklagte, habt Ihr die Ehre, eine Engländerin zu sein? Zitternd bejahte die Alte. Das ist Euer Glück! fuhr der Oberrichter rauh fort. Wäre dem nicht also, gewiß, Euer Spaziergang sollte Euch theuer zu stehen kommen. So aber stellt sich die Sache anders. In Alt-England ist alles erlaubt, was das Gesetz nicht ver-bietet; noch aber ist keines vorhanden, welches das Gehen auf dem Kopfe untersagt. Packt Euch also nach Hause. Die Alte ließ sich das natürlich nicht zweimal sagen, sondern machte, daß sie davon kam. Der Oberrichter aber wandte sich sehr freundlich zu den verblüfft darein schauenden Anklägern: So ists, liebe Leute: In unserm gesegneten Alt-England ist alles gestattet, was das Gesetz nicht ausdrücklich untersagt. Wenn es uns heute beliebt solch eine Promenade, wie die Angeklagte von Hull nach Liverpool (quer durch England) zu machen, so kann uns dies kein Monarch und wäre er noch so mächtig, verbieten; denn wir sind freie Engländer. lingen soll, aus den gegenwärtigen Wirren auf der Balkanhalbinsel einigermaßen leidliche Zustände herauszuentwickeln. Einstweilen haben die vier Todfeinde soviel Patriotismus gezeigt, sich unter- und nebeneinander an die Hebel der stockenden Staatsmaschine zu stellen und sich den klar ausgesprochenen Wünschen der pariser Vertragsmächte, welche die Friedensvermittlung zwischen den Aufständischen und der Pforte anboten, gefügt. Auch haben sie bereits Server Pascha zum außerordentlichen Bevollmächtigten für Bosnien und die Herzegowina ernannt; die Mächte hinwiederum haben sich über die Art ihres Vorgehens beim Vermittlungsamte geeinigt. Es sollen nemlich durch die in Bosnien und der Herzegowina residierenden Consuln der verbündeten Mächte die Aufständischen aufgefordert werden, Vertrauensmänner zu wählen, welche mit ihnen als den Beauftragten der Mächte und durch sie mit Server Pascha über die Natur ihrer Forderungen und die zu bewilligenden Reformen in Unterhandlung treten sollen. Diesen Verhandlungen muß natürlich noch eine Vereinbarung vorangehen, welche auf dem Schauplatze der Empörung die Waffenruhe und eine Demarkationslinie zwischen den streitenden Parteien herstellt. Wie man schon daraus ersieht, sind die Aufgaben der Diplomatie keine leichten. Noch schwieriger gestalten sich dieselben jedoch, sobald es sich darum handelt, irt den aufständischen Provinzen solche Reformen ins Leben zu rufen, welche einen dauernden FriedenSzustand begründen können. Als Derwisch Pascha Ende Juli und anfangs August die Aufständischen durch Abgesandte fragen ließ, was ihr Ja, schrie, durch diese Auseinandersetzung über« zeugt und begeistert, der Hausen. Kein König der Erde soll uns verwehren, auf dem Kopfe zu gehen. Es lebe die Freiheit von Alt-England. Ebenso originell, wie in dem obigen Falle, erwies sich Lord ManSfield eine Reihe von Jahren vorher, bei einem ändern Rechtshandel. Der berühmte Rechtsgelehrte war damals noch nicht Oberrichter ven England und noch nicht zum Lord ManSfield erhoben, sondern hieß einfach John Barret und war Polizeirichtcr eines Bezirks in London. In dieser Eigenschaft führte er eine Zeit lang einen unnachsichtlichen Kampf gegen alle diejenigen, welche entgegen dem (wegen ausgebrochener Tollwuth gegebenen) Verbot ihre Hunde frei auf der Gasse umherlaufen ließen. Schon waren (man hatte bereits damals in England öffentliches und mündliches Gerichtsverfahren) eine Menge von Eontravenienten auf die amtseidliche Aussage von Constablern hin zu je 10 Schillinge Strafe und 6 Schillinge Kosten verurthcilt worden, und Barret schickte sich, da keine Sachen weiter Vorlagen, eines Tages eben an, die Sitzung zu schließen; da trat noch ein Constabler an seinen Tisch und sagte aus: Begehren, so lautete die Antwort bekanntlich: Gleichberechtigung der christlichen Untertanen mit den türkischen, billige und gleichmäßige Verlheilung der Steuern und Lasten, rasche und gerechte Gerichtspflege, Hebung des materiellen Wohlstandes der Be-völkerung, alles Forderungen, welche die Pforte schon wiederholt in feierlichen Aktenstücken — man denke an den famosen Hat humajum — zugestanden, aber leider bei dem Mangel an fähigen und willigen Negierungsorganen nicht ausgeführt hat. Mittlerweile hat aber der Aufstand durch den ungehinderten Zuzug serbischer, montenegrinischer und dalmatinischer Freischärler an Umfang gewonnen, die fremden aufhetzerischen Elemente übertreffen bei weitem die einheimischen, versöhnlicher gestimmten; die Führer der Aufständischen können sich weigern, jene Vertrauensmänner zu ernennen, deren Wahl man von ihnen verlangt, oder falls sie solche bezeichnen, können sie ihnen Verhaltungsbefehle mit auf den Weg geben, welche jedes Reformanerbieten von der Hand weisen und die völlige Unabhängigkeit, die verbürgte staatliche Selbständigkeit Bosniens und der Herzegowina zur Bedingung machen, worauf natürlich die Pforte niemals eingehtn würde. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 27. August. Inland. Wie die „Pr." vernimmt, wurden die Co ns ul n der drei Kaiser st aalen beauftragt, nun auch mit den Aufständischen in der Herzegowina und Bosnien inbetreff der Friedensher-herstellung in Verbindung zu treten und ihnen die zu vereinbarenden Vorschläge nahezulegen, welche die Beendigung des Kampfes und einen allseitig gerechten Ausgleich herbeiführen sollten. Ueber das „Programm" der Friedensherstellung wird eine Verständigung erst möglich sein, wenn die von den Insurgenten gewählten Vertrauensmänner gehört wurden und es möglich geworden, sich ein Unheil über die Beschwerden zu bilden, deren Abhilfe sie verlangen. Das angekündigte Meeting derRuthe-n e n fand nm 24. d. in dem galizifchen Orte Halicz in programmäßiger Weise statt. Die Versammlung war vorbereitet von dem „ruthenischen Kaczkowski-Verein für die Aufklärung des Landvolks" und hatte den Zweck, die Parteiorganisation der Ruthenen zu kräftigen und letztere in ihrem Widerstande gegen die polnischen Bestrebungen aufzumuntern. Im übrigen scheint die Zusammenkunft sehr friedlich verlaufen zu sein; insbesondere erwiesen sich die Befürchtungen, daß es zu Excessen gegen die Juden kommen werde, als unbegründet. Das durch amtliche Erhebungen constatierte Auftreten der Phylloxera in der nächsten Nähe von Wien hat das Einschreiten der Behörden im Sinne des vom Reichsrathe in diesem Frühjahre beschlossenen Gesetzes zur Vertilgung der Phylloxera erforderlich gemacht. Zunächst ist eine Kundgebung des k. k. Statthalters in Niederösterreich vom 23. d., betreffend das Ausfuhrverbot von Reben für die Gemeinden Klosterneuburg, Weidling und Nußdorf, erschienen. Im ungarischen Justizministerium haben die Berathungen über die Vorarbeiten begonnen, auf Grund deren die Regierung die Aufhebung noch weiterer dreiundzwanzig Gerichtshöfe erster Instanz durchzuführen gedenkt. Die Aufhebung dieser Gerichtshöfe soll je eher ins Werk gesetzt werden, theilS damit die hiedurch zu erzielenden Ersparnisse schon dem nächsten Finanzjahre zugute kommen, haupisächlich aber, damit je eher durch die durchgeführte Reduction der Gerichtshöfe die Ausgangspunkte für die territoriale Arrondierung der Municipien gegeben feien* welche schlechterdings nicht lange mehr verschoben werden kann. Bekanntlich hat Deal der Deputation gegenüber, welche ihm das Wahlprotokoll des ersten Wahlbezirkes von Pest überreichte, den Entschluß lund-gegeben, das Abgeordnetenmandat mit Rücksicht auf seine angegriffene Gesundheit zurückzuweisen. Nun ist aber in Deaks Befinden in neuerer Zeit eine so namhafte Wendung zum bessern eingetreten, daß Pester Blätter bereits der Hoffnung Ausdruck gaben, der allgemein gefeierte Staatsmann werde seine Absicht wieder aufgeben. Ja der Thal gestaltet sich Deaks Gesundheitszustand so befriedigend, daß man in Pest die zuversichtliche Erwartung zu hegen beginnt, daß Deak sein Mandat beibehalten werde. Ausland. Im Kloster Duze, dem Hauptquartier der bosnischen Insurgenten vor Trebinje, sollte am 26. d. eine Conserenz der Insurgent e n zusammentreten, um ihre Wünsche und Beschwerden zu formulieren. Diese Versammlung dürste auch sich über die Pacificationsvorschläge der Mächte zu äußern haben, soweit dieselben die Herzegowina berühren. „Kelet Nepe" will wissen, daß „unaufhörlich der Telegraph zwischen TerebeS und Duze spiele," was wol in richtiger Fassung lautet, zwischen TerebeS und dem Trebinje zunächst liegenden montenegrinischen Grenzorte. Eine Eorrespon-denz der „A. A. Ztg." aus Eetinje läßt vermuthen, daß auch der eventuelle Anschluß an Montenegro zur Sprache kommen wird. Dieselbe äußert sich vorsichtig aber doch verständlich genug: „Es wäre im Interesse sowol der Pforte als auch der Großmächte gelegen, den Frieden einmal herzustelleu und in den Gebieten der Herzegowina und Bosniens geordnete staatliche Zustände zu ermöglichen und gleichzeitig die dortigen Völker zu befriedigen. Selbstverständlich könnte dies nur in „Gestern vormittag zehn Minuten vor 12 Uhr, als Eure Ehren hier im Polizeihause beschäftigt waren, sah ich Richter BarretS großen schwarzen Hund frei auf der Straße umherlaufen." „Wie weit war der Hund von BarretS Hause entfernt? fragte Barret." „Wol siebzig bis achtzig Schritte.- Wißt Ihr auch genau, forschte Richter Barrel weiter, daß der Hund, den Ihr polizeiwidrig umher> laufen sähet, wirklich Richter BarretS Hund und lein anderer war? Gewiß Sir, betheuerte der Constabler. Ich kenne das Thier genau, verfolgte es auch bis zur Hausthür, wo Ew. Ehren Diener, der es wahrscheinlich aus Unachtsamkeit auf der Straße gelassen, mir auf Befragen zugestand, daß es Ew. Ehren Hund und kein anderer fei. Seid Ihr bereit, Mann, diese Anzeige auf Euren Amtseid zu nehmen? Das bin ich, lautete die mit größter Sicher-heit grgrbene Antwort. Da dem also ist, sprach Barrel, indem er sich erhob, so kann dir Sache keinem Zweifel unterliegen, und c6 bleibt mir somit nur übrig, im Namen des Königs und des Gesetzes das Urtheil auszusprechen, wie ich es zu Eurer Nachachtung, John Barret, hiermit verkünde. Da Ihr, John Barret, Sr. Majestät Polizeirichter seid, so haltet Ihr doppelt die Pflicht, daraus zu sehen, daß dem Gesetze nicht zuwider gehandelt werde. Ihr hättet, als Ihr Euer Haus verließet, selbst die Einsperrung Eures Hundes vornehmen und solches nicht Eurem Diener überlassen sollen. Das habt Ihr nicht gethan und werdet dafür 20 Schillinge Strafe und 12 Schillinge Kosten entrichten. Solltet Ihr diese Summe nicht zahlen können oder wollen, John Barrel, so werdet Ihr — Euch und ändern zur Warnung — vierzehn Tage in das Bezirksgefängnis gesperrt und allda zu öffentlichen Arbeiten angehalten werden. Von Rechtswegen. Nachdem Barret diese originelle Selbstver-urtheilung ausgesprochen, erklärte er die Sitzung für geschloffen und verließ das GerichlshauS. Auf die Zuhörer verfehlte diese gewiß unparteiische Rechts-pflege nicht, den besten, wenn allerdings auch lomU sehen Eindruck zu machen. einer Weise geschehen, wie eine solche den natürlichen Verhältnissen entspricht. Eine Occupation dieser Gebiete seitens irgendwelcher Großmacht wäre eher unheilbringend und würde übrigens dem gegen» seitigen Interesse der Großmächte widerstreben, daher eine solche Eventualität ausgeschlossen zu sein scheint, Ein Anschluß aber an vorhandene kleinere Staatengebilde, zu welchen sich übrigens jene Völker schon wegen der Stammesverwandtschast hingezogen fühlen, dürfte den Großmächten nicht nur nicht unangenehm sein, sondern denselben Garantien bieten, die ihnen weder eine provisorische Occupation durch irgendeine der Großmächte noch weniger aber die Pforte zu geben imstande wäre. ES ist leicht begreiflich und von selbst einleuchtend, daß der Herrscher von Montenegro, der es jetzt in diesen bewegten Zeiten verstanden hat, die Neutralität seines Landes zu bewahren, und, ohne seiner Würbe irgendwie zu vergeben, den Großmächten gegenüber loyal zu handeln, dies in ruhigen Zeiten umsomehr thmi würde, und um so nachhaltiger, als er in einem solchen Fall immer und jederzeit sich des Protektorats der Großmächte bewußt sein würde. Eine solche Lage der Dinge entspräche am ehesten den etwaigen Intentionen der Großmächte, und eS ist anzunehmen, daß man in den betreffenden Cabineten, vornehmlich aber in Petersburg, darüber im klaren ist und daß General Jgnatieff möglicherweise bereit-Instructionen auch in diesem Sinne erhalten, was von den übrigen zwei Vertretern gleicherweise anzunehmen ist." An dem guten Willen des Fürst« Nikolaus, sein kleines Gebiet zu vergrößern, ist gewiß nicht zu zweifeln; ebenso gewiß ist es aber auch, daß die Tractatmächte wenig Lust zeigen wer« den, auf solche Zumuthungen ohneweiterS einzugehen. „Am jenseitigen Ufer der Unna nichts als Geschrei, Gemetzel, Feuersbrünste/ läßt sich die „Agramer Zeitung" aus Dubica telegraphieren. ES scheint in der That, daß die Jnsurrection in Bosnien noch viel weniger einen gemeinsamen Plan verfolgt, als in der Herzegowina; bald da, bald dort erfolgen Ausbrüche von VolkSwüth, du von den Türken wieder gerächt werden, ohne daß die letzteren jedoch überall die Oberhand behalten. Natürlich lassen es andererseits die Insurgenten an Uebertreibungen ihrer Erfolge auch nicht fehlen und der bekannte eine gefallene Kosak spielt bei ihren Siegesberichten eine große Rolle. Dem „Obzor" wird aus Siffek vom 23. d. gemeldet, bei Lomac habe ein Gefecht stattgefunden, in welchem 50 Türken und 2 Aufständische ficlen. Die Anzahl der über die Grenze Gefluchteten soll bereits 10,000 Personen umfassen, unter diesen auch bewaffnete Türken. Daß bei diesem Kampfe Grenzverletzungen schwer vermieden werden, ist begreiflich. Es scheint nun festzustehen, daß die deutsche Reichsregierung von dem Reichstag eine Erhöhung des Militäretats verlangen wird, wenn derselbe sich auch nicht, wie gemeldet wird, auf einige sechzig Millionen Mark beläuft. Die „Kreuz-zeitung," die neuesten« wieder officiöS zu werden scheint, meldet, die Nachricht von der Umwandlung des Eisenbahn-Bataillons in ein Regiment sei richtig; außerdem seien Mehrsorderungen veranlaßt durch die Neubewaffnung mit Mauser-Earabinern auS den erbeuteten EhassepotS, sowie durch die gesetzlich erhöhten Vorspanns-Transportkosten. Die beabsichtigte Erhöhung der Gehalte der Aerzte und Zahlmeister habe der Kriegsminister sofort bei der Aufstellung des Etats gestrichen, und eine abermalige Erhöhung der Bezüge der Unteroffiziere werde vorläufig gar nicht beabsichtigt. ES ist nun die Frage, ob die Mehrfvrderung der Regierung den Reichstag willig finden wird. . ^ Eine sehr interessante Illustration zu der schon im Vorbeigehen gewürdigten Friedensphrase des fron« zösischen Kriegsministers Eiffey liefert die „Schweizer Grenzpost" durch ihre Angaben über die „verzehrende Thätigkeit der Jesuiten in Frankreich, mo die Mutter Gottes von LourdeS und die .Könne Alacoque in erster, Gott erst in zweiter Linie gefeiert sirb DaS schweizer Blatt berichtet: DaS Budget für den römisch-katholischen Gottesdienst steigt gegenwärtig aus mehr als 51V2 Millionen Frcs., wozu noch die Kosten für Feldpatres und den Militär-WeSdienst kommen. Die Klericalen haben sich der Arbeiter der Presse, sämmilicher Schulen, aller rchllhätigen und gemeinnützigen Anstalten, sie haben sich der Armee bemächtigt. In jeder Kaserne steht ttn Beichtstuhl, jeder Soldat muß int Jahre vier *al beichten. Wer nicht in blindem Gehorsam mit Hadlt und sich devot zeigt, wird beim Avancement iberaanqen. Die Mehrzahl der Jesuitenzöglinge wird «er Armee zugeführt; im Jahre 1874 lieferten sie 773 jj, Militärschule von Saint-Cyr, 245 in bie polytechnische und 147 in die Marineschule. Die tzrmee wird für einen Religionskrieg, der zugleich rieg werden soll, vorbereitet gegen das anti-„sche Preußen. Die französische Regierung will offenbar Cm diplomatischen Erörterungen über die Prozession w Mhrung des Grafen Stolberg im voraus ivlgegentreten. Sie will zwar gegen die deutsche lilaerübaar, die in Lourdes das Sauvez Rome et *4 France singen will, nur Polizeunaßregeln ergreifen, Ihn Orhnuna zu halten. Der offieiöfe „Moniteur" 'Hat aber schon jetzt vorbeugend, deutschen Unter-in könne der Eintritt auf französisches Gebiet ->cht arundfätzlich gewehrt und in Paris und Lour-^bas nicht untersagt werden, was den Ge,etzen häb iff aber es wäre zu wünschen, bafe die rhei-t|j4m Pilger in der Press- aller Meinungen die findigste Gleichgiltigkeit für ihre Kundgebungen die nichts mit den franzost,chen National. W£ als°°fisÜsche?°S-ite wird wieder einmal Meldet, daß der Fall von Seo de Urgel bevor, X. die Belagerten sollen die Parlamentars'Flagge Drogen und Uebergabs-Anerbietungen gestellt ha ^ deren Bedingungen indeß von Martine; Eampos hk&Mmiefen wurden. Man wird sehen, ob die SUtoU sich diesmal besser bestätigt als die An-Mjgung des alfonsistischen Generals, er werde die %rfifitnDefte am 20. d. nehmen Zur Tagesgeschichte. _ o0i(, und Handelsfrage. Di- Handels. X-r in Stqram hat beziiglick des osterr-ich.sch-unga-X, a„|i. und Handelsbündnisses -ine Eingabe an das Ministerium gerichtet. Diese Kammer wünscht ^fortbeftand des Bündnisses und namentlich d.e Auf-Xaimna des Artikels I, wonach die Ländergebiet- beider \ lllfamwen ein Zoll- und Handelsgebiet bilden, daß \ jj Heiden Ländergebieicn die Zolle,nhe.t a„f,ed,t er. X unb innerhalb der österreichisch-u„g°r.sä en Monarchie > -mjscheM°ll-Lini- errichtet werde. We.t-r wird ge- XI L im Artikel VIII den Berlreiungen b-id-r ^-Listen ein maßgebender Einfluß bezüglich der Eije,,. l qestcb-rt werde, da.n.t n.chi, wie dies jetzt ü durch einseitige Tariferhöhungen und D.sseren. >£‘Le die Loncnrrenzsähigk-it, w-ich- oft nur durch natürliche geographisch-Lag- ermöglicht wurde, X-! - m,rde Wo es sich um den Ab,chlnß von Han- ^2 «nd speci-ll um Tarif, und Zollang-l-genh-j. (pi Die österreichisch ungarisch- Producl.on und 'u schützen und soll diesbezüglich dem Xf. , Handelskammern, der eigentlich-,. B-rir-ier von X, c!lKrie und Gewerbe, ein maßgebender E.nflnß X ' 3nluR E-im Abschluß von Handelsverträgen soll ro”6en- „„den, daß Oesterreich Ungarns Lo„,um-^ fctr eigenen Production und Industrie reserviert V f. -itnng der Reblaus. I» den Wein-^ fibeigcS bei Wien (150 Joch) ist die Reblaus Stellen gleichzeitig ausg-treien. In den -ichl-denen Klosterneuburg und zu Weidling am 'ctingärten ebenfalls Spuren dieses verheerenden gewahrt 0101 L\^n8' b1 u ch. Aus Villach wird gemeldet: ^Wolken nachmiltagS, wurde die Eisenbahn- J > ' “^aAterhauS Nr. 134 und 135 nächst Ossiach ' ^^yjienbrudh in einer Länge von 50 Me irr ver- schüttet. Hunderte von großen Steinen und Baumstämmen nebst abgeschwemmtem Erdmateriale hatten den sogenannten Finsterbach bei Sattendorf verdaust und die darüber führende Eisenbahnbrücke beschädigt, sowie auch bei, Bahnkörper selbst derart überdeckt,' daß die Passagiere zu Fuße nicht darüber gelangen konnten und seitwärts auf der Straße befördert werden mußten, wonach selbe von den entgegengehenden Hilfsziigen aufgeuomm-n wurden. Durch -n-r gische Arbeit vom Momente des Wolkenbruches bis zum 22. mittags ist es gelungen, den Bahnkörper frei zu machen und den Zugsverkehr wieder herzustellen. Nur die ermähnte Eisenbahnbrücke wird noch durch einige Tage langsam be fahren werden müssen." — Vor dem königl. Kreisgerichte in Guben stand am 19. b. M. ein Coiisoriium vou sieben größtenteils dem Handelsstande angehörigen Männern, welche mit einem „Mittel gegen die Trunksucht" aus die Leicht gläubigtcit des Publicums spekulierten und für etwas En zian-Pulver, das absolut ohne jeden Einfluß auf Trunksucht ist und um wenige Groschen in jeder Apotheke verkauft wird, 2 auch 3 Thaler verlangten. Nur in der Zeit vom 1. bis 10. März d. I. haben die Herren über 900 Sendungen abgeschickt. Für die Reclame wurde viel Geld ausgegeben; Zwei der Angeklagten haben in nur einem Quartale jeder über 2000 Thaler Jnsertionskosten gezahlt und die Presse des In- und Auslandes in Thätigkeit gesetzt. Bon den Angeklagten wurde Vollmann zu 5, Retzlaff und Kom-tzke zn 3 Wochen, die übrigen zu 14, 10, 8 Tagen Haft ver urtheilt. — Einige interessante Bemerkungen und beh-rzig-ns-w-rlh- Mahnungen Über die gegenseitige Lage der Anf-ständischm und der türkischen Truppen finden wir in einem Briefe, den die „Schlesische Ztg." aus der Herzegowina er hält. „Betrachten wir," heißt es in diesem Schreiben, „die allgemeine Sachlage in der Herzegowina, so kommen wir zu der Ueberzeugung, daß die Angelegenheit zur Zeit für die Aufständischen günstig steht, und daß sich dieselben unter Umständen lange Zeit gegen die türkischen Truppen mehren könne,,. Aber dies ist zu beachten, daß die Munition und die Lebensmittel beiden Theilen sehr bald ausgehen merden und daß die Zufuhr in Gegenden ohne richtige Straßen und ohne Eisenbahnen äußerst erschwert ist. Greift Serbien oder eine andere europäische Macht nicht in den Gang der Verhältnisse ein, so wird sich die Befreiung der Herzegowina schwerlich vollziehen; die Bewohner werden, wenn sic unterliegen, in großen Massen nach Dalmatien und Monte-uegro auswand-rn und das ohnedem schon schlecht angebaute Land wird vollends zur Wüste. — Es mag richtig ein, daß den Garantiemächten der Türkei eine Intervention nicht offen steht, aber geboten wäre eine Pression auf die Pforte, damit endlich einmal geordnete Zustände in diesem Landstriche ei,,treten. Das England, welches gegen den Sklavenhandel so nnnachsichtlich einschritt, sollte endlich einmal «ufhöten, die Politik der Pforte zu unterstützen, denn die Bedrückungen der Christ-,, in den türkischen Provinzen nid ärger als die schwarze Sklaverei. Der Sklave war gelaust und mußte daher seine Nahrung bekommen, wenn dem .perrn nicht ein Kapitalverlust erwuchsen sollte. Das ist hier anders. Von Haus und Hos, von Grund und Boden kann der Aga seinen fimcieii verjagen, er braucht ihm nicht einen Para in der Tasche ober ein Hemd aus dem Leibe zu lassen, und will sich der atme Leibeigene beim Kadi be-chweren, so hat er obendrein körperliche Züchtigungen oder Freiheitsstrafen zu gewärtigen. „Wenn bir der Beg das Weib weggenommen, und nachdem er es geschändet, durch eine Knechte mit Schlägen nach Hause gejagt hätte, würdest du auch zum Haudschar greifen und deinen Feind nieder--metzeln," ließ sich ein verwundeter Herzegowinas aus. „Und nicht bas Weib allein, auch bas Kind wurde mit Gewalt geholt unb vom Herrn unb feinen Dienern mishandelt, bis es dahinsiechte." Nicht also ©teuer,, allein, die gesummte, bet Civilisation bes 19. Jahrhundert« hohnlachende türkische Wirtschaft ist es, welche den Herzegowina- u t,jc Waffen in die Hand drückte, u«d Verzweiflung ist -s, welche sie den Kampf weit-rfllhien heißt." — Flüchtlinge ausd-rH-rzegowina. Nach dem „Avvifator- Dalmaio" beläuft sich feie Zahl 6cr Flllcht. linge aus der Herzegowina zur Zeit im politischen Disttiet von Ragusa auf 3420 und im Gerichtsbezirke Metkowitz auf 1400 Seelen. Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Ertheilungd-sEhrenbürgerr-chtes.) SKan schreibt uns aus Krainburg unterm 26. I. M: Die Gemeindevertretung unserer Stadt hat in ihrer letzten Sitzung in voriger Woche mit Stimmeneinheit den Beschluß gefaßt, ihrem nunmehrigen Mitbürger, Sr. fürfit. Gnaben, dem resignierten Fürstbischof von Laibach Herrn Barthol. Wid-uiar das Ehrenbürgerrecht von Krainburg zu erth-il-n. Zu diesem Ende wurde bereits Montag bei, 23. b., als am Vorabenbe des Namensfestes des hohen Herrn, bem-selben durch den Sängerchor des Citalnicavereines eine ©erenabe unb von ben Bürgern Krainburgs ein Fackelzug gebracht. Tags darauf, als am Narnensfeste, wurde ihm das Ehrenbürgerdiplom durch den Bürgermeister Karl Savnik und zwei Gemeinderätlje in feierlicher Weife überreicht. Bei einer etwaigen Wiederholung eines solchen Fack-lzug-s möchten wir den Veranstaltern desselben den wohlmeinenden Rath -rth-ilen, bieS ihr Amt mit mehr Geschick unb Takt anszufllhr-n, oder wenigstens vorher, da in Krainburg eine freiwillige Feuerwehr leibet noch immer mangelt, bie städtischen Feuerspritzen in Bereitschaft zu halten, denn bas, was hier ein Fackelzug sein sollte, artete in feinem Verlaufe in einen förmlichen feurigen Furientanz aus. Kein Wunber daun, wenn die mühsam -instudi-rt-n Gesangsstücke nicht mit ber rechten Präcision vorgetragen würben, ba die armen Sänger, von prasselnden Pechfeuergarben eng umschlossen, mühsam nach Luft schnappend, beinahe lebendig geröstet wurden. — (Die Handels- n. Gewerbekammer für Ära in) hält heute abends um 6 Uhr im Magistratssaale eine außerordentliche öffentliche Sitzung mit folgender Tagesordnung: 1. Berichte der III. Section: a) betreffend den Abschluß einer HaiidelS-onvention Oesterreich-Ungarn« mit Serbien; b) über die Errichtung von Telegraphenstationen in Oberlaibach, Unterloitsch, Gtvßlaschiz und Möituig; c) über das Ansuchen mehrerer Grundbesitzer und Handelsleute UiiierktainS um dienstliche Abielegraphietuiig ber Prei8= notierungen an der wiener Fruchtbörfe an die Stationen in Unterkrain; d) betreffend die Abhaltung monatlicher Bieh-märfte in Laibach; e) über das Marttconcessionsgesuch der Gemeinde Bibern. — (Grundsteuer-Regulierung.) Die Be-zirkS-Schätzungscommiffwn Loitsch zu Planiua hat die Probe-Einschätzungen am 21. August I. I. beendigt. — Zum Vollzüge der Amtshandlungen ad § 7 der Einschätzung«, anleitung wird die Bezirks-Schätzungscommission für Lai. b a ch Umgebung am 30. August l. I., die BezirkS-SchätzungScommission für Laibach Stadt am 31. August 1- I. eine Plenarsitzung abhalten. — (Trennung des Südbahnnetzes.) Bei dem Umstande, daß der Handelsminister Ehlurnecly erst am 20. September nach Wien zurückkehrt, dürften wol auch die Verhandlungen über die Trennung des Südbahnnetzes zum mindesten nicht früher beginnen, als bis gegen Ende des nisten Monats. Wie die „N. Fr. Pr." erfährt, ist auch die Zeit der Ankunft des italienischen Commifsärs Cambray. Dignh noch ganz unbestimmt. Die Südbahngesellschaft ist noch gar nicht osficiell von dem Termine der Verhandlungen in Kenntnis gefetzt worden. Das genannte Organ glaubt jedoch, es sei eine Grundbedingung für den günstigen Fortgang der Trennungsoerhandlungen in Wien, daß vorerst ein Arrangement mit der italienischen Regierung getroffen werde. Die berufene Persönlichkeit zur Führung dieser Ver-hanblung-n mit ber italienischen Regierung ist ber General-birector ber Alta Italia, Herr Amilhau, der schon viele Pourparlers mit dem italienischen Cabinete in dieser An-gelegenheit hatte, ohne daß jedoch officiell über dieselbe verhandelt worden wäre. Auch ist es nothweudig, daß vor bem Eintritt in bie eigentlichen Trennungsberathungen erst jene kleineren Streitigkeiten erlebigt werben, welche bie itaffeni* ’che Regierung mit der Südbahngesellschaft hat und die jetzt noch zum Theile dem Urtheile des Schiedsgerichtes unterworfen sind. Gewiß scheint es zu sein, baß Baron Alphons v. Rothfchilb in der nächsten Zeit nach Wien kommt. Trotz, dem demnach bie ganze Trennungsangel-g-nb-it sich noch in einem (ehr wenig vorgerückten Stadium befindet, so wollen wir dennoch hoffen, daß der mehrfach bekundete Wille der Regierung, diese wichtige Frage endlich zur Austragung zu bringen, au* jetzt noch s-stst-ht, und daß nach der Rückkehr der entscheidenden Persönlichkeiten, deS Handelsministers uttb des Hofrathes b. Schwegkl vom Ministerium des Aeußern, die Arbeiten sofort beginnen werden, welche als Vorbereitung zu den eigentlichen Conferenzen mit dem $er> tretet der italienischen Regierung dienen sollen. Die In formationen, welche die Regierung bisher von der Südbahn eingeholt hat, sollen ziemlich allgemeiner Natur sein, und es läßt noch gar nichts darauf schließen, daß die Regierung irgend eine bestimmte Ansicht über die Modalitäten der Trennung gefaßt habe, lieber die Nothwendigkeit der Trennung scheint man sich jedoch in officiellen Kreisen sehr klar zu sein und man betrachtet sie als das einzige Mittel, um die zahlreichen Schwierigkeiten der Südbahn zu beheben. Witterung. Laibach, 27. August. Morgennebel, dann andauernd heiter, nachmittags längs der Alpen Haufenwolken, Hitze zunehmend, schwacher NW. Wärme: morgens 6 Uhr + 136°, nachmitttags 2 Uhr + 27-4 C. (1874 + 195°; 1873 + 30 4° C.) Barometer 740-01 Mm. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -f* 19 0°, um 12° über dem Normale. _____________ Angekommene Fremde am 27. August. Hotel Stadt Wie«. Fr. Gregoric, Doctorsgattin, Pakraz. — Ahl und Süß, Reisende; Brauky, k. k. Seminarlehrer, und Bernovitsch, Wien. — Koß v. Sternegg, Major, Rudolfswerth. — Löwy, Geheimrath, Breslau. — Wüchse und Stanitsch, Gottschee. Hotel Slefant. Kappel, Fünfkirchen. — Murko und v. Gabriel, k. k. Hauptleute, Wien. — Planinscheg, Pettau. — Kühne, Gorkau. — Kulhauer und Spohn, Cilli. — v. Mailler, sammt Tochter, Triest. — Baron Spitz, Hauptmann, Rudolfswerth. Hotel Europa. Dr. Steuta, Professor, Triest. — Ritter v. Strahl, Gerichtsadjuuct, Ikafsenfuß. — Cohn und Baron Ritter, mit Gemalin; Skall und Ritter v. Eisenbach, Wien. — Mann, Zwettl. — Lorenzi, Beamter, Steher. Baierischer Hof. Lang, Graz. — Weiß, Kapellmeister, Fiume. Mohren. Wallmann, Kfm., Berlin. — Schimetz, Neu> marktl. — Bogataj, Kfm., Triest. — Stopar, Hutmacher, Verstorbene. Den 25. August. Adolf Kramasic, Musikantens-kind, 30 Monate, St. PetersvorsUdt Nr. 141, Fraisen infolge von Durchfall. — Pauline Stanze!, geb. Scnegacnik, AgenteiiSgaltin, 27 Jahre, Stadt, Nr. 112, Lungentube» culose. Den 26. August. Josefine Edle v. Garzarolli v. Turnlak, Stiftsfräulem, 67 I., Stadt Nr. 150, allgemeine Wassersucht.________________________________________________ Telegramme. Konstantinopel, 26. August, abends. Mah. mud Pascha ist soeben als Großvezier installiert und Server Pascha zum StaatSrathSpräsidenten ernannt worden. Wiener Börse vom 26. August. Staatsfonds. Lpcrc. Rente, öst.Pap. fcto. dto. oft. in Silli. Lose von 1854 . . . . kose von 1860, ganze kose von 1860, Fünft. Prämie«!», v. 1864 Orondent.-Obl. Siebeniürg. Ungarn Actien. «nalo-Bank........ «redit-nst-lt . . . Devofitcnbank. . "ScomVte-Anstall ranco»Bank . . ,andet>bank. . . »iationaldank . . Oest. B-nI^esells. Geld 69 70 72 80 104*— 111-80 ne — 120.75 79-50 81-60 Ware 69-80 72-90 1(4-26 112— 11650 ISO — 80— 99*90 100-10 Union - Bank. . »ereinSb.ink . . «erkehrsbank. . . Alsöld-Bohn - . jkarl Ludwigbahn »alf. Elts.-B-bn «aif. »r. IosesSb «taatSbahn . . . «üddahn i07 60 207-80 [. 134- 135 — 708— 715— Sä'35 32-50 5Ü 50 58-- 91J-— »1S-— . .!l68.~ 170— .. 84-50 84-70 :: 78-50 79— 218-50 218-76 • • 176 — 176-25 156— 156-50 . . 20».— 266-50 »'S— 98*25 Pfandbriefe. Allg. ijst.Bod.-Sredit. dto. in SS 3. . . Nation, ö. W. . . llng. Bod.-Lreditanst. Prioritäts-Obl. ranz Joses«-Bahn . eft. NordwestLahn. Siebenbürger . . . . Staalsbahn........ Eüdb.-Ges.zu 500 Fr. dto. Bon« Lose. Credit > Lose..... Rudolfs«Lose.... Wecbs. (3Mon.) AngSb. 100 fl. südd.W. ~ anks. IOC Mark . . amburg „ ,, ondon lo Psd.Sterl. Paris 100 Franc» . . Münzen. Rais. Mün, Ducaten 20-FrancSstück.... !renh. Kassenscheine. Silber . . Geld 99-60 89-60 95-30 86'80 93.60 94-71-75 140 — 104— *23 - 163*25 13-50 93— 54*45 54*45 111*70 44 15 5-2» 8*92 1-85 Ware 100*— 90— 95*50 87.— 94'— 94*25 72.— 141 — 104*25 225'— 163*60 14- 93-10 54-55 54*55 111-85 44*20 5*29 8-92« 1-65»* 101-901102-- Telegraphischer Kursbericht am 27. August. Papier-Rente 69 90 — Silber-Rente 73"— — 1860er Gtaats-Anlehen 111 75. — Bankaktien 917. — Srebit 207-10 — Üotrtmn 11165 — Silber 102 —. — Ä. k. Münz, kucaten 6-2&V - SO-FrancS Stücke 8 93.- 100 Reichs-mark 55 05. \ Gedenktafel über die am 28. August 1875 stattfindenden Lici-tationen. 3. Feilb., Drugkovic'scde Real., Lukovic, BG. Laibach. — 3. Feilb., Errneliui'sche Real., Jgglak, BG. Laibach. — 3. Feilb., Germ'sche Real., Kompole, BG. Großlaschiz. — 3. Feilb., Kasuu'sche Real., Kasunc, BG. Tschernembl. — 3. Feilb., Hasuer'sche Real., Dörfern, BG. Lack. — 3. Feilb., JalliL'sche Real., Bibern, BG. Großlaschiz. — 3. Feilb., Kovaöic'sche Real., heil. Dreifaltigkeit, BG. Laas. — 2. Feilb., SinwnciL'scher Real., DraZic. BG. Möttliug. — 2. Feilb., Bajuk'sche Real., Radovica, BG. Möttliug. — 1. Feilb., Kosir'scbe Real., Franzdorf, BG. Oberlaibach. — 3. Feilb., Piskarlche Real., Möttuik, BG. Stein. Am 31. August. 3. Feilb., Zorz'sche Real., Pobraga, BG. Wippach. — 3. Feilb., Kuhanic'sche Real., Borst, BG. Möttliug. — 3. Feilb., Peterlin'sche Real., Slateneg, BG. Reifniz. — 1. Feilb., Bajuk'sche Real., Möttliug, BG. Möttliug. — 3. Feilb., Bajuk'sche Real., Radose, BG. Möttling. — 1. Feilb., Habbe'sche Real., St. Beit, BG. Wippach. — Reafs. 3. Feilb., Stegu'sche Real., Tschelje, BG. Feistriz. Bei Karing-er Kasch zum Schluffe ber Sommer-Saison Ausverkauf von Zwiruhandschuhc« in allen Größen von 25 tr. aufwärts. Aülie gegen Sommersprossen, Leberflecke, Wimmerl, Gesichtsröthe rc. (539) 10-3 Diese Salbe bur* zebn Abende angewenbet, verbrängt spurlos Sommersproffeii. Leberflecke ic. Echt zu beziehen in ber Landschaftsapotheke, Graz, Sackstraße Nr. 4. Preis eines Tiegels sammt Gebrauchsanweisung 70 kr. Haupldcpot für Kram in ber Apotheke „zum goldenen Einhorn" bes Victor Trnkozy, Laibach, Hauptplatz Nr. Bereits die dritte Sendnng! Untrügliches, bewährtestes > Ilirgrn - Vertilgungsmittel bie Fliegen - Fang1 - Flasche pr. Stück 50 kr. Zu haben bei Karinger 6z KZascla.. Deutscher Platz Nr. 203 im dritten Stock, nächst der Oberrealschule, werden bei einer soliden kinderlosen Familie Studierende in ganze Verpflegung ausgenommen. (532) 3 I., Nibelnngcngasse 3, äbtcit, liefert prompt die tilEmMfl Mannien und Befaßten Hand-Dreschmaschincii ä ö. W. fl. 98 franco jede Bahnstation Krains Der Absatz der Lanz'schen Fabrik im I-1874 betrug 11,000 Maschinen! (533)6-4 S 8 S >3 T* ff O ‘E -8. § g S. SÄ 11 Ä *4 « M. ii ä tu J5 JO 3 o 5 (M ä «36. «j s$ - o ; Q 3 03 e c? as f m V SonnenliliiEn-Del-Seife, 1 Stück zu £50 ltr„ reicht hin, alle Sommersprossen zu vertreiben. Ein einmaliges Waschen mit meiner Sennen-blumen-Oel-Selfe bewirkt, dass die rauhe aufgesprungene Haut sich sogleich in eine zarte, weiche und geschmeidige verwandelt. Der Geruch iibertrlfft alle Wohlgerüche Indiens. Erzeugt von (542) 6—1 Ferdinand Fritsch, Wien, I. Bez., Schulerstrusse 20. Fabrikant ehem.-techn. Specialitiiten. General-Depot hei Herrn Ant. Krisper in Laibach, Galanterie- und Ntlrnbergcrwaren-Haudlung. BaylaYS, cosMErjfl(J _ sßf1 Druck von Jg. v. Ältinmoer * geb. Bawte>rg. iBtrlcfltr Dttemar Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Spitaler.