Hummer 7._pettau, l>cn 13. Februar 1801. ||. Zahrgang. Mittler Zeitung. Organ für Fremdenverkehr, Geschäfts- »nd Marktwesc», Gewerbegeiiossc». schastc», Land- »nd Forstivirthschast nnd Weinbau. ?erri«S«,,ei,er. Pet«,»er «»chrichte», «rurS und Wich»,,» »S Ziidsteiermark Erscheint jrdru filt Pettau mit Zustellung in« Hau,: vierteljährig st ~.KI, halbjährig fl. I.Bh, ga^üheig fl ».30; mit P-stivrsrndnna im Anlande: »irii. jährig fl halbjährig fl 1.H8, ganzjährig fl 8.70. !*• Zchrislleiiu»« und femaltun, dieses «Matte»: August Hrler. Viirgergaffr «r. >4, Pettau. ^ncknrtih-n jeder >rt loerbnt von «ah »nd JVrn bereitwilligst ausgenommen .»>>ndschrisi,'n nistn «,rü«tg. fl. lli «ntai!pig»»>i>» biUt.m Wrs.liiu-t W-Mannoknptc erbittet die Schriftlritung toi« längsten« Millivoch. «nfanbiguitflui bi» XoniieifUig j.dcr Woche, daini, der Inid techtwiiig »rfclorit faiinSi Zur Frage der Krankenversicherung. Beachtet man, wie bald manche Institutionen. z. B Assecnranzen, Sparkassen. Unfallversicherung, «ranktneafsen, Berpflegsstationen :c., sich beliebt und nnentbelirlich machte», wie nützlich sie Wirten, so kann man nur darüber erstaunen, dass man fiel) so lange ohne derlei wohlthätige Einrichtungen durchl>als. das« mau so viel Zeit verstreichen ließ, bevor man sie in'S Leben rief. Sollten die guten Erfolge, welche man mit diesen Institutionen macht, die berufenen Faktoren nicht aneifern. die Organisation auch anderer dringend nöthiger Einrichtungen, wie Tienswerniittlnug und Altersversorgung, mit Energie in Angriff zn nehmen? Mau halt dafsii, das» das langsame Tempo dieser Reformen unter anderem auch in der Befürchtung seine Ursache habe, durch derlei Unternehmungen den ohnedies überlasteten Staaten neue Bürden aufzuerlegen. Eine solche Sorge ist aber ungerechtfertigt, denn die Einführung, dann weiterS der Schutz und die Evntrole durch den Staat, ohne die solche Anstalten nicht gedeihe« könne», sind doch einer ÄegenletstlMi werth und et würde nicht schwer fallen. Bor-sorge fassen, dass derlei Einrichtungen den Staaten nicht nur seine? A^Slagei» bereite», sonder» ihnen ein sichere« Ein kommen bielyi dieselben in die Lage versetzen, andere, recht empfindliche und aus das höchste gespannte Abgaben zu mildern. Speciell betreffs der Mranftiiraffen kann man mit Befriedigung auf die bisl)erigt Thätigkeit derselben zurück-blicken, denn sehr viele haben im verflossenen Jahre trotz der In fluen^a einen Überschuß auszuweisen »nd sie konnte» die. aller diiigs von vornherein zu hoch bemessenen Beiträge der Mit glieder herabsetzen. Manche Bezirkskrankrncasseu zehrten nur uti« ctcfäljr die .Halste der IahreSeinnahinen auf und sammelten einen Reservefonds, der dir für diesen Zweck gesetzlich geforderten 02 der jährlichen Eassenbeiträge übersteigt. Wen« auch andere Krankenkasse» keinen so bedeutenden Überschuß erzielten, was auch gar nicht der Zweck derselben ist. so sind ihre Leistungen, nämlich die Hilfe, die sie den Ertränkte» böte» »nd die Entlastung, welche die QkmeiiÄcit dadurch fanden, sehr anerkennenSwerth Diese Erfolge deS jnngen Institutes muss man umso erfreulicher finden, wenn man den Mangel an Krilndnngtcapital berücksich'.igt und der ljeitigen Opposition gedenkt^ welche iu der ersten Zeit gegen die neue Einrichtung von Seite vieler Arbeitgeber »nd sogar niaucher Arbeitnehmer a» d.n Tag gelegt wnrde Tu Ersahrni.ge». die man bisher machte, sollten dazu führen, l*i der Gründung von ähnlichen Anstalten für die 'andiv Bevölkerung die Beiträge schon im Ansauge niedriger zu stelle» >i»d insbesondere die ohnedies mit Zahlungen über-hausten Arbeitgeber von jeder Beisteuer losznzähle». da die Beiträge der Mitglieder hinreichen »nd es nicht ,» rechtfer tigen ist, die gegenwärtige Generation zu G»nsten der Justins tigen zur Ausammlnng von ,^ol>ds in einem Maß» heranzu ziehen. wi>' dies z. B. bei den Bezirkskrankeueasfen der ,vall ist Wenn die Einnahme» die Ausgabe» auch nur um .'»«0 jährlich übersteige», so ist dies zufriedenstellend. Tie Bestirn mung, welche für die BezirkSkrankeucasse» gilt, nämlich dais die jährliche Zunahme d^-s Reservefonds sich aus mindesten« 02. d f. 20» der jährliche» (!asienbeiträge belausm soll und zwar so lauge, bis der Reservefonds die Höhe der drei-fachen durchschnittlichen Iahresausgaben erreicht hat, ist nicht nachahnienswerth Man kau» die knauserige Behandlung der Be;ugSberechtigteu einerseits, und die zu hoch bemessenen Einzahlungen andererseits nicht damit entschuldige», dass auch die «i»der und .ttiudeskiiider von den Früchten der Einzahlungen genieße» sollen ?ie gegenwärtige t^neratio» hat doch i» erster Linie für sich zu sorge». Auch bei deu mit den lirankei'tassen i» engem Zusammenhange stehende» llnfallversicheningSaustalten scheint man zn hol^ Einzahlungen zu verlangen. Tie Ein-nahmen einer solchen Anstalt betrüget! z. B. während der Zeit vom l. November l^x!» bis .tt». September 1 s««» rund fl 190.000, die Ausgaben fl. IÜ0000 inklusive fl. 115.000 „ReiitendecknngSkapitalie»". Außer der Hölie der Einzahlungen ist noch ein anderer Umstand, den die Gegner der Krankenkassen mit besonderem Rachdrucke hervorheben. Es ist dies der Schade», der diesen Easseu allenfalls dtirch hilfsuuwürdige Simiilanteii erivachie» kann. Im Musterstatute für BezirkSkrankenrassen findet sich die Bestimmung: .Mitglieder, welche die tiranteneasse durch Simnlatio» fck)ädigteu. müssen die doppelten Beiträge so lange zahlen, bis durch die Mehrleistung der verursachte Schaden gedeckt ist " Es würde sich aber empfehle», »och andere Bor-kehrungen zu treffe» Man könnte de» jeweilige» Zuschuß für deu Reserve svuds mit dem Maxiuialbetrage jährlicher 6* „ der Easseu beiträgt festsetzen. Ergibt sich beim Abschlüsse der Jahre» rechnn,,g ein größerer Überschuß, so schreibe mau ihn jenen Mitgliedern, für welche die Easse keine Auslagen zu bestreik» hatte, als Abschlagszahlung für das nächste Jahr zugute. Stellt sich zwei Jahre hintereinander kein Überschuß ein. so könnte eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge eintreten, aber nur für jene Mitglieder, ivelche der Easse Auslagen verursachten. Ein Mitglied, welche« die Hilfe der Easse nicht in Anspruch zu nehmen genöthigt war. da« aber die Eiiijahluuge» pünktlich durch eine so lange Reihe von Iahren abstattete. M°» dir Summe dieser Einzahlungen, i*, Zinse«,insen ge rkchnrt. ein Capital repräsentirt, dessen Zinsen so hoch sind als der jährliche Mitgliederbeitrag. könnte von jeder weiteren Einzahlung freigesprochen werde» Hierzu wären unter gleich-bleibenden Verljältaisfen nicht ganz 20 Jahre erforderlich E« könnte soc^ar gestattet werden, das« Mitglieder, welche der Easse bereit« «»»lagen bereiteten, deniioch dieser Begünstigung zu« theil werden n»d zwar dann, weitn sie der Easse die verur-sachte» Auslage» zurückerstatten. Hinsichtlich der Art und Weise der Zahlung der Beiträge dürste es rathsam sei», die Lassen zu ermächtige», die Beiträge für eine längere Zeit im vorhinein in Empfang zu nehmen, falls sie freiwillig geleistet werden; insbesondere solle» Mitglieder, deren Verdienst ein ungleichmäßiger und »»sicherer ist. ;» BoranSbe^ahliuigen angeeisrrt werden und hierzu die Zeit, zu der ihre EinnahmSqnellen am reichlichsten flieste», gewählt werden. Es sollte auch gestattet sein, den Krankenkassen ein zinsentragende« Werthpapier oder ei» Sparkassebuch zu deni Zwecke zu übergebe», damit die Easse au« dem Ertrag-uisse ihre Forderung decke. Snrz. daS Einzahle» möge so bequem wie möglich gemacht iverde». Für die Anlage des Reservefonds der Be^irkskrankei,. cassen sind die Bestimmnnge» über die Anlage von Pupillar-vermögen maMbend. Zollte e« aber nicht im Interesse des «Gedeihens der Easse» liege», i» dieser Hinsicht möglichst präcise Bestimmungen zn treffen? Diese Fonds müßten doch, wenn sie benöthigt werden, in kürzester Zeit baar zur Verfügung stehen können. Am vortheilhaftesten für alle Betheiligten dürste daher sein, zur Fructificiruna dt'r Reservefonds StaatSobli-gatioueu zu verwende» und diese beim k. k. Postsparrassenamte zu verwahre». Die Eiucassierung der AitgliederbeitrSge und die Auszahlung der Krankengelder könnte gleichfalls durch die Post gegen eine Entschädigung, wie sie für Postanweisungen üblich ist. durchgeführt »verde»; nur müßten dann an die Stelle der Legitimationskarten. wie sie bei den Bezirkskranken-cassen in Berwendung sind. Legitimationsbücher, nach Art der Postiparcassenbüclzer, treten. Wenn weiters die Dienstgeber von jeder Beitragsleistung loSgezählt werden, nnd dies märe sehr gerechtfertigt, da»» kann auch da« lästige An- »»d Abmelde» beim Wechsel des Dienstplatzes entfallen. Dadurch würde die Organisation deS ganzen Institutes sehr einfach. Vielleicht würde es sich sernerS empfehlen, auf geringe Unterschiede des Lohnes der BersichernngSpflichtigen keine Rücksicht zu nehmen »nd hinsichtlich der Höhe der Beitrage mir ivenige, z. B. nur drei Abstufungen zuzulassen nnd für jede derselben eine separate Verrechnung zu führen. so ivünschenSiverth es einerseits ist. dass die mit Aus« lagen überhäuften Arbeitgeber nicht zu Beiträgen für ihr Personale verhalten werden, so dringend ist es andererseits anzurathe», deu Besitzer» kleiner ilnd mittelgroßer Ökonomien für ihre Person und für ihre Familie die Wohlthaten einer Krankenkasse zutheil werde» zu lasse» nnd für sie nach ähn-liehen Principien derlei Anstalten zu gründen; denn sehr häufig gerathen die Eigenthümer solcher Wirthschafte» durch Erkrankung ihrer Perion oder der Familienglieder in Geld-verlegenheitt'.i. können ihren Zahln»gSverpslicht»»ge» dann nicht nachkommen »nd werden zum Schuldenmache» gezwungen. Möge sich endlich die Überzeugung Bahn brechen, das« durch httinane Einrichtnngen den Staaten jährlich viele ArbeitS-kräfte. die sonst durch momentane Noth. Unglücksfälle oder Krankheiten der Erioerbsunsähigkeit und der Verarmung anlxini fallen, erhalten bleiben können und dass derlei Jnsti» tntione», dnrch welche die Existenz von Millionen Menschen fidl sicherer nnd behaglicher gestaltet, den Staaten indireet nnd — mein man darnach vorgeht — auch direkt »ur zum Vortl^ile gereiche». Kau» es bessere Mittel gebe», als derlei Einrichtungen, bleibt!» i» de» Staatsbürger» die Liebe zum Vaterlande rege Hilsslosignd sie nicht den Entschluß fassen, in der Absicht, der auszusuchen. iu uitb dem Elende zu entgehen, andere Welttheile dass man dort tfil man ihnen von dorther Hoffnung macht, schützen wisse« wichre Arbeitskräfte bester zu venverthen und zu r Bemühe» sich die Staate», Einrichtung?» zu treffen, durch welche der einzelne gegen bloß-, oft ganz geringfügige Zufälligkeiten, die jetzt seine Existenz in Frage stelle» können, gesichert wird, gewähren sie ihren Angehörige» i» momentane» Verlegenheiten Schutz, selbstverständlich nur gegen vorherige und unter Umständen nachherige Entschädigung, dann werden sie es nicht nöthig t»aben. dieses mit Gewalt vom A»<-wandern zurückzuhalten. Landwirthschastliches. (Über Räucherappa rate.) Nütze» »»S beider Baum-zucht die viele» angepriesene» Räilcherapparate, z. B. Senglampe», Petroleum-, Ligroinefakeln. Mader sche Lampen, zum Einsangen der Nachtschmetterlinge? Nein, sie schaden nn«. weil viele nützliche Insekte» damit getödtet werden, z. B. der hervorragend nützliche Johanniskäfer oder Marienkäfer, Corcinella ««ptem-puni tuta. im VolkSmnnde Sonnenscheinkäfer genannt. ,c. Das Weibchen diese« Käsers legt seine Eier in der Nähe einer Blatt-lanSeolonie auf ei» Blatt und die ansschlüpieude» Larve» rältine» nnn unter dieser Gesellschaft fleißig ans. da dieselben sehr gefräßig sind; dann die Schwebflieg?, deren Larven, ähnlich wie die de« Johanniskäfers, sich von den Blattläusen direct nähren und dieselben gänzlich vertilgen. Auch die Florfliege oder daS Goldauge, Chrjraopa vulKari«. beschäftigt sich in derselben Weise mit der Vertilgung der schädlichen Läuse; alle diese nützliche» Jnsecten aber werden mit den Räucherapparaten getödtet. Die besten Avparate zur Vernichtung der Obstba»mschäd-liiige sind die Hande; auf hohen Bäune» kann man gegen die Apselgespinnstmotte lly^nomeuta malinella. eine Ranpensackel anwenden und sich dieselbe billig selbst herstellen, indem man eine leichte längere Stange vorne mit Werg umwickelt, in Petro-leuni taucht und dann anzünvet, es lassen sich die kleinen Thiere sammt ihrer gewebten Wohnung sehr leicht damit zerstören Bor allen Dingen ist bei der Obstbaumcultur Reinlichkeit, gute, kräftige Düngung und regelmäßige Pflege das Hauptbe-kämpsungSinittel Vor alle» Dinge» entfenie man im Winter auf den Triebspitzen sitzende Winternester mit allem daran has-tenden trockenem Laube; was mit der Hand nicht erreichbar, kann mittelst Ranpenschere aus einer langen Stange herabgenomme» werden. Die herabgeschnittenen Triebe muss man verbrennen. Den Apfelblüthenstecher, ^ntkonom»!, >><,monnn. den gold-grünen Apfelstecher, Ukvneliite« auratu» und den purpurrothen Ukynckite-, Bacchus, den Zweigabstecher. lUivnchite* conicua, und den Birnknospenstecher. ^nttiwnomu!, piri ?c.. kann man wiederholt ans unterlegte Tücher von den Bäumen abschütteln und gänzlich vertilgen. Die Fledermäuse räumen ebenfalls gut unter den Nachtschmetterlingen auf. Auch versäume man nicht, rechtzeitig und wiederholt Kleberinge anzubringen. Verfasser hat mit keinen der Eingang« erwähnten Raucher-apparate etwa» erzweckt, sondern nur unnützerweise Geld und Arbeitskräfte geopfert uud mehr Schade» als Nutze» davon ge-habt. Daher fei jedermann vor der Anwtndnng den'elben ge-warnt; man richtet an seinen Obstgärten niehr Schade» damit an. al« die Obstbanmschädlinge selbst. Kunstgärtuer Friedrich Henning«. Vermischte Nachrichten. itirrrinBorrsammliing.) Der Verein der Lehrer und Schnisreunde in Petta» hält am Sonntag den 15. Februar nachmittag« 2 Uhr in der Knabeiioolksschule seine Hanptver-sammlung ab. wobei mehrere VereinSangelegenHeite» besprochen, ein Vortrag über „RomS .Herrscher" gehalten und die Verein«-beitrüge entgegen genonime» werden. lHüringsschmaos.» In Osterberger« Restaurant ging eS am Aschermittwoch lebhast her; versammelte sich in diesen großen Räumen doch eine äußerst gewählte lAesellichast, nicht nur »in den kulinarische» tyenüssen zu huldige«, sonder» auch den klängen unserer MusikvereinScapelle zu lausch-».. DaS reich bestellte Büffet bot alle möglichen Beivohner der Süß-und salzgewäsier. welche rasch von der Umgebung, in der sie sich befanden, verschwanden: eS ist ja auch erklärlich, nachdem sich diese auf da» feinste hergerichteten Thierchen. von der ersten Stunde ihres Dasein» an» Wasser gewöhnt, plötzlich im Kreise einer Unzahl — Steiermark» Blumen bergender — Flaschen sahen. In animiertester Stimmung verlief dieser äußerst ge-lungene Abend, wofür der Beranstalter. Herr F. Osterberger. vollste Anerkennung verdient. Die Musikkapelle, unter Herrn Haring» Leitung, erfreute nn» durch ein gut gewählte», prarife vorgetragene» Programm, wobei für die Folge erwähnen wollen, das», wenn die Eapelle in voller Stärke auftritt, eine einheitliche Meidung erwünscht wäre; e» ist die» von keiner Schwierigkeit, nachdem der Berein in genügender Anzahl Uniformen besitzt und dadurch auch in Bezug aus Präsentation den Wünschen de» Publikum» zu entsprechen in der Lage ist. (Etwas vom luKigrn ^alchinz.) Vorüber ist der fröh-licht' Reigen und uii» bleibt nur die Erinnerung zurück an all' die heiteren Stunden, die er un» gebracht, der Karneval. So wollen wir denselben Revue passieren lassen. Der Anfang de»-selben war bekanntlich der 6. Jänner, allein diesmal hatte er schon einen Tag früher begonnen, den» ein lustiger Abend, von bekannter Seite insceniert, brachte recht Heitere». Hieraus folgten nun Bälle, Kränzchen tc. tc. in bunter Reihe Die Palme unter allen diese» Unterhaltunaen gebührt aber nnbe-dingt dem „Bauernball". dessen vortheilhaftes Arrangement in diefem Blatte schon seine Würdigung sand. Da» Unter ossiziers-Kränzchen war Heuer sowie alljährlich ein schöne» militärische» Fest, Der. wie immer bei diesem Kränzchen. geschmackvollst dekorierte Saal verlieh dem Feste einen hübsche» Rahmen. Da» bürgerliche Element war recht zahlreich vertreten, da» Offizier«-Lorp» vollzählig anwesend Da» Casino^ränzchen bildete den Schlus» der größeren Tanzseste und würde die Toilettenpracht. die da entfaltet wurde, einen mit diesbezüglichen Kenntnissen ausgerüsteten Ball-Reporter Stoff zu einem fulminanten Ball-Bericht gegeben haben — nns leider fehlen diese Kenntnisse. Übrigen« war die Unterhaltung sehr animiert, die Tanzlust rege bis zum grauenden Morgen. Der Faschingdienstag brachte »och verschiedene massenhaft besuchte Unterhaltungen. Im Ea-sinosaale ein gemüthliche» Kränzchen. arrangirt von Hrn. Dietrich, welche» gut besucht war. In der Borstadt Rann, wenn man die anstoßende OrtSgemeinde also nennen darf. gingS auch recht lustig her, Ein Tanzkränzchen bei Frau Straschill gab allen Besuchern — und e» wäre» dere» sehr viele — Gelegenheit zu gemüthlicher, ungezwungener Unterhaltung Der Mittwoch, der eigentlich alle Lust beenden sollte, um Buße zu thun, brachte einen famose», sehr lustige» .HäringSschmanS" der an anderer Stelle seine Würdigung sindrt. Ter Bericht ist zu Ende — e» war im ganzen ein recht lebhafter, tanzlustiger Karneval, der un» viel schöne und heitere Feste gebracht — aber |>ardon, beinahe hätte der Berichterstatter übersehen, eine» närrischen Spassvogel» zu gedenken, der bemüht tvar. un» den Fasching noch heiterer zu gestalten. Ein Faschingsnarr. aber nicht voll Spass nnd Scherz, sonder» schivanger von Gift und l^alle, der mit seiner Narrenpritsche hernmschlägt, das» e« eine Art hat. Guter Jnnqe, schlage nur z». deine Hiebt' sind absolut unschädlich! Dir aber, biedere Südsteireri», Ablagerungsstätte jede» Bubknwitzt», wird hiemit gerathen, in Hinkunft at>. humoristische» Blatt zu erscheinen, den» die wenigen, die dich lese», wollen sich ja doch nur — eine heitere Stunde bereite»! lEinbrnch.) In der Nacht vom 10. a»s den ll. Feder wurde in Frl. Blaschke'» Tabaktrafik durch einen Pionnier ein Einbruch versucht, Ter Dieb wurde jedoch überrascht nnd fest-genommen, bevor er seine Absicht erreichen konnte. (Hoch immer vom Glatteis.) Jeder Hausbesitzer sollte dock) ohne Mahnung seine TrottoirS bestreuen lassen, um die Passanten vor dem A»Gleiten zu schützen; allein dies geschieht leider recht mangelhast, so das» erst vor kurzem eine Tame in-folge eine» Falle» bewußtlos liegen blieb. Leider sind schon mehr er i solche Fälle zu verzeichnen. Auch daS Trottoir vor dem Pfründnerhause erfreut sich einer außerordentlichen Glätte. dass eS v^r ganz kurzer Zeit einen .Herrn zum Falle brachte, wobei eine größere Beschädigung nicht ausgeschlossen hätte sein ° können. Also verehrte Hausbesitzer, man bittet diese Zeilen zu beherzigen und ihr,Hausmeister, morgen« ein wenig früher auS den Federn und für der Passanten Sicherheit besser sorgen! l»rlM m Wl»». > •muMI » (iMttnfa UN» Mnitrn grgrn Sl»l«»»un« Irf ®'lt»H?lv«castk »drr «Illelst ) (ndnuaittiit »erkrn: Wiener ^andwirthschafttiche Zeitung »rftfcu «Htrmrtur lUuitnrtf jritiiuf fir Die OEiammte le«»»Wir«tzfchOlt. (pegru»del »"öl. 0richr»at «»ttwocd »>d Samsta« tu Gr..Zsl,s Ga«z,»hrtG 11.11« Vierteljährig 3.—, Oesterreichische Forst-Zeitung. MacarUt iluhrlnt ftrllmia fBr fr>rlti»lrtkt»«»»«>, ^olunSuHi ir. Ja«» »tik Zhllchrrrl. Qk|rinkrf IM3. CHäinrt |<»tn iirdtig in ®«»j>illi,iß 11. », Vierteil, fl.l. Ätlgemeine Ulein-Zeitung. rWuKilrlt flrilün« lor »kl«»,» » *t>ei ganzen Wagenladungen, unverpackt ins Haus gt-slellt, zier 100 Kilo II. —.85 Besteli-Bureau: Hauptplatz Nr. 13. An >ui» «■ »liMlmn«fi'i !•»— UUifl«! In H(*n I . II«»m i n i huj»rr- »».,«> », fT'Aruifii und »ititrn (rgni OiitlenMim l»rlt»nn||(l dar® ktt «Hl mittelst iuHoniiKMu»») »täauaimti HKitfn: Drr Praklisdir fantunirtlr 3stattr. la.o». Srllin« lAr ,V»cri». •iiait. (Vani)4kti« st «, Bi*r« Irljilinj st. I. «;% flrr Orhonow «■?,. JOnUrinr lautn «»Ik« Z»tt»»Z. •»«tuurri im«, (t'litrinl »fit l. a. I«. |ttn Kanal» m «t .vriit»».ß»nn««. HL t |rtt(iir«nii (t«ll* «*» fraac*. gwntwiOHw Brtdtw w> ^cnml|ilrr: >WDsß triuf doii Wilhelm Planst in «tttau. tkirfitiftrlminlüttiii mit 1011 «t. auflüiibiidKn Marken, sowie eine große Anzahl anderer Marken ist zu verkaufen Wo sagt die Administration d. Bl. Josef Hlubek Bau- und Maschinenschlosserei in PETTAU. - i »m i - Peronospora-Spritzenapparat Dieser neu verbesserte Apparut ist zur Bekämpfung des falschen Mehlthaues bei der Rebe, zugleich auch zur Bespritzung der Obstbäume, zur Vertilgung der Raupen, geeignet. Dieser Apparat ist mit Luftdruck-System ohne Kolben coiistruirt, daher keine Reibung und keine Abnützung stattfindet und ist bei sehr leichtem Antrieb solid gebaut. Für die Güte dieses Apparates wird zweijährige Garantie geleistet. Selber kostet loco Pettau IN fl., bei grösserer Abnahme wird Rabatt «a ,7 t1 gegeben. Dieser Apparat wurde schon von vielen Seiten, wie von Weinbauern und Korporationen als Ia vorzüglicher Apparat anerkannt; man hat dabei keine Verdichtung und keine Verpackung, daher auch die Reinigung sehr einfach: Man giesst Wasser in eine Butte und pumpt durch, damit ist die ganze Reinigung fertig! Zur Vertilgung der Raupen auf Ohstbüumen nimmt man auf 20 Liter Wasser 40 Gramm Schwefclcali und 100 Gramm Schmierseife. Um Ihren werthen Auftrag bittet achtungsvoll Josef Hlubek. Pettau von der Südseite. Älteste Mail! Slcicrinarks. nul virin Rö-ner-Denk-iiiitlnrn IUmgebung Fundstätte zahlreicher röm. Baureste. M^rnwlie M Einwohnerzahl: 4f*>o. Häuserzahl IHM. Seil IHK8 autonome Gemeinde. Ausfluge und Spaziergange (Die mit • bezeichn. Ausflugsorte bieten s< h»ne Fernsichten.) stadtpark am Drauquai. Hahnalleen. »Schloss 01» rp< tta» •Viilksgarten mit Teich. Windisrlie Schweiz entlang der Drau, »Stadtberg mit Weingärten. Wald und anderen Culturen in unmittelbarer Nähe der Stadt. Ausflüge zu Wagen: *Schloss Wurniberg l Stande) Schloss Ilarnaa I Stunde). »Schloss Ankemtein 2 Stund.). s> bloss Trakostjnn ifl Stunden Schloss EbewfeM (1 St.) Schkiw Tbnrnisrh ('/, Stunde). Schloss t.ross Sonntag i.2 St.) Ortschaften: Sl. Veit (I St.) MUiberg (I St.) 'Maria-NruMtilH. Wallfahrtskirche (2 St.) St. Jobaaa (2 St.) St. Barbara i2 St.) St. Martin (2 St.) »Sl. Irbani 2 St.) Frau beim (2 St.) St. Margen (t St.) St. Margarethen (2 Stund.) ♦Nanritseh (2 St. i St. Itarbara. Kollos (2 St. •l'oleiM-liak (2 St.) 'St. Andra ,2 St.) St. Wulfgang (2 St.) St. Antun (H St.) »III. Kreisaltiffkeil iH St Sl. Lareuzen W.-B. (2 St.) I.cskovelz (2 St. i Schillern am F usse de» Donatil>ergp* (3 St.) •Ihr 'ilcrruud uiitereKollowrWringebirge I I >> **Donatiberj, prachtvolle Fernsicht. - Curorte: Saaerbrunn (4 St.) Radein (5 S«.) Krapina-Tiiphtz (5 SL) Warasdin-Tiiplitz (ß Sl.) (ilcirlienbcrg ii St ) - Städte Marburg (2 St.) Friedan (3 St.) — Markte: Itabitvb (3 St i St. Leanbard i.H St ) Luttenberg (4 St.) Ämter, Advocaten, Notare etc. K k. Bczirk»hauptmami«chan. k. k. Bezfrksgericht, k. k. Haupt-Steueramt. k. k. Post- und Telegrafenamt, Städtamt. Spartasse. 7 Advocaten und 3 Notare. Ärzte. Apotheker etc. ß Ärzte. I Chirurg. 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