Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftlcitung Uel Nr. 2670). Verwaltung u. Buchdruckerci (TeL Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva hea 4. Manuskripte werden nicht returniert. >— Anfragen Rückporto beilegen. ' .»-'e'-'L MMW "Ää;;• . : nyili Ü^Tiö Inseraten- u. Abonncments-Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 33 Din. Einzelnummer 1'50 und 2 Din. Preis Dm VSO Mariborer Lemma De. Benes ist Wirtfchaflü-peffimift Je Tjchechsslswakei wird noch 10 bis 20 y%c zur Stabilisierung der ölonom'schen Loge benötigen. P rag, 29. April. Bei einem Empsirng ,ec volkswirtschastlichen Redakteure der Üchechoslowakischen Tagespresse erklärte Prä Itoent Dr. Be ne 8, man sei iipder Tscheche-1 ,°>iXt!ci noch nicht am Ende aller Schwie-^Keilen. „Wir werden", sagte der Prätsi-,Cttt, „zu einer tieferen wirtschaftlichen und hitonztellen Stabilisierung noch weitere ’)C§n bis zwanzig Jahre benötigen. Die ge-^nwärtige Prosperität in der Wirtschaft, ^ gewiß noch einige Zeit andauern werde, politisch, wirtschaftlich, soz.al und na-:l°M ausgenützt werden, um für allfällige 'friere Zeiten vorbereitet zu sein." ^lnischer Städtekongretz gegen Kommunisten und Juden. W a r s ch a u, 29. Aprl. Der Kongreß °_cc Bereinigung Iber politischen Städte hat M den Arier-Paragraphen zurechtgelegt. \im Präsidium und in den Delegationen "Nit cs in Hinkunst keine Nichtarier mehr Scfieit. Es wurde ferner der Beschluß gefaßt, ?» Juden und Kommunisten in Hinkunft in die Elcmeindevcrtretungcn gewählt %n können. Verurteilter Spion. Beograd, 29. April. Das Staalsge-zuch Schutze des Staates twrurteilte ch auz Karanci, Bezirk Darda, gebürtigen Jr >u BeliSee wohnhaften, ehemaligen >^rtfonbutteur Josef M o l n a r ^ Srit Späherei zugunsten eines fremden * "^es p 20 Jahren Kerker. xSI,8os[Gtoi|chct Aerztekongreß tut Oktober. tJ?c 0 91 n ö, 29. April. Die heurige Jah-^/Muptbersammlung der Jugoslawischen ^^Vereinigung wird in der Zeit vom 5., Oktober l. I. in Novisad stattsin- tit|che§ Kriegsschiff bei der englischen Flottenparadc. nn "vlin, 29. April. Das zur Teilnahme lifcj. r Jlottenparade anläßlich der eng* tsa Krönungsfeicrlichkeitcn Bestimmte l/fichisf „Admiral Graf Spee" wird am um 9 Uhr vormittags auf Ser c boit Spithead cintrcffcn. Börsenberichte OtDtlt 1 'l A), 29. April. Devise n: Be, i)0J 10, Paris 19.50, London 21.5725, Ne 486.31 io. eo-New Mailand 22.975, Berlin Wien 80.75, Prag 15.22. C l11 b I j n n fi, 28. April. Devisen: Ber-lOOn ?18-03 bis 1761.91, Zürich 996.45 bis >0' .Z'2, London 21-1.58 bis 216.00, Newyork Iqj ';'(i bis 4353.58, Paris l93.3g bis l>st'A Prag 151.83 bis 152.94, Triest 228.25 sst: ^ll.83? — Oesterreichischcr Schilling i»?Meariug) 8.10, engl. Pfund 238. >deut-Z blearin'gschecks 12.25. a 9 r c b, 28. April. Staatswerte: 2V$ ^‘"hgc Kriegsschaden 107.50- • 408, 4iK b(ij'Qr 52.50 52.75, 6®/» Begluk 76, 6% b^yinttoc Agrar 74.25 74.75. 7% Jn-hgPüioiisaiileihe 88—88.50, 7% Blair Ifto -86.75, 8% Blair 96. Agrarbank 19?. Bilbao wird evakuiert Eine baskische Deputation beim französischen Außenminister Pari s, 29. April. Eine Abordnung der baskischen Regierung hat heute beim französischen Außenminister Yvonne D e 1 b o s vorgesprochen und ihm die Mitteilung gemacht, daß die baskische Regierung beschlossen habe, die Zivilbevölkerung von Bilbao auf Handelsschiffen in Sicherheit zu bringen. Die baskische Regierung ersuche deshalb Frank- reich und England um den Schutz der französischen und der britischen Kriegsflotte vor dem Zugriff nationaler spanischer Kriegsschiffe. Die baskischen Vertreter erklärten schließlich französischen Pressevertretern gegenüber, daß die Bas ken ihren Widerstand gegen Franco bis zum letzten Blutstropfen fortsetzen würden. Nur noch heute, Donnerstag bis 18 Uhr werden in der Verwaltung der »Mariborer Zeitung« sowohl große als auch kleine Anzeigen für die schon morgen, Freitag erscheinende Sonntagnummer des Blattes entgegengenommen. Die geschätzten Inserenten werden höflich ersucht, diesen Termin einhalten zu wollen. Später einlangende Aufträge können aus technischen Gründen leider nicht berücksichtigt werden. Die Verwaltung der »Mariborer Zeitung«. Durango von den Basken geräumt Molas Vormarsch geht weiter / Madrid gestern erneut beschossen Bilbao, 29. April. Die baskischen Truppen haben Durango gestern um 18 Uhr verlassen. Die Basken nahmen die in den Magazinen befindlichen Mu-nitions- und Warenvorräte mit sich. Salamanca, 29. April. Amtlich wird aus dem nationalen Hauptquartier berichtet: Die nationalen Truppen setzen ihren Vormarsch auf der Baskenfront erfolgreich fort. Im Laufe des gestrigen Tages wurden die Ortschaften Laquatio, Expasta, Amarato, Ermila und San Chri-stofal eingenommen. Die nationalistischen Truppen stehen bereits 2 Kilometer vor der alten baskischen Hauptstadt Gu-ernica. Die republikanische Front ist in einer Länge von fast hundert Kilometer durchbrochen. Madrid, 29. April. Die Nationalisten haben die Beschießung Madrids mit schweren Geschützen heute fortgesetzt. Die Beschießung dauerte über zwei Stunden. B i 1 b a o, 29. April. Der Präsident der baskischen Regierung. A q u i r a, erklärte, er müsse den Zynismus des Gegners, der die Basken für die Einäsche- rung der Städte verantworlich mache, entschieden ablehnen. Vor Gott und der Geschichte könne er schwören, daß 30 Bomber deutscher Herkunft über den unbefestigten Siedlungen geflogen seien und die Bevölkerung bombardiert hätten. 30.000 Frauen und Kinder seien nach Bilbao geflüchtet, um sich in Sicherheit zu bringen. Henday e, 29. April. Nach hier aus Salamanca eingelangten Meldungen hat General Franco über den Führer der spanischen Falanga, Manuel M e d i 11 a, Zimmerarrest verhängt, weil er sich weigert, die Falanga-Miliz der allgemeinen Franco-Miliz unterzuordnen . Aus dem gleichen Grunde erhielt auch Oberst Y a g u e Zimmerarrest. Man glaubt aber daß die beiden Nationalistenführer nur vorübergehend gemaßregelt wurden, da sie sich sicherlich dem Befehl Francos fügen werden. Dublin, 29. April. Der irische Kriegsminister O’Duffy hat die in Spanien auf der Seite des Generals Franco kämpfenden Freiwilligen aufgefordert, sofort nach Irland zurückzukehren. Nordamerika-Luftreifen noch bequemer Vom Bett auf »Hindenburg« wird man die landschaftlichen Schönheiten gemessen können. — 22 neue Betten für die Passagiere in die Kabinen eingebaut. Frankfurt a. M., 29. April. Das Luftschiff »H indenbur g« hat soeben seine erste heurige Werkstättenfahrt angetreten. Das Neue an dem Luftschiff sind die während der Winterüber-holung neu eingebauten Kabinen mit 22 Betten. Die neuen Kabinen liegen im Unterdeck des Luftschiffes und haben die gleiche Einrichtung und Ausstattung wie die übrigen Kabinen, sie haben aber direkte Sichtmöglichkeit aus den Fenstern. Auf diese Weise ist es den Fahrgästen ermöglicht, buchstäblich aus dem Bett die Schönheiten der unten »vorüberziehenden« Landschaft und des Meeres zu genießen. Die erste diesjährige Nordamerikareise beginnt am 3. Mai. Die Deutsche Zeppelin-Reederei wird durch den Einbau der neuen Kabinen die starke Nachfrage nach Ueberseereisen besser bewältigen können. Oberst Becks Besuch in Bukarest Der polnische Außenminister Oberst Beck wehte in diesen Tagen in Bukarest. Als Ergebnis der Besprechungen heißt es, daß Rumänien ebenfalls gegenüber der Sowjetunion die von Polen schon lange betriebene Politik einschlagen will. — Man sieht auf dem Bild Oberst Seck in Begleitung seiner Sattin nach der Ankunft in Bukarest. — (Scherl-- Bilderdienst-M.) Das Londoner Krönungs-Programm L o n d o n, 29. April. Das amtliche Krö nungsprogramm ist nun bekannt. Es enthält auf 36 Seiten die vollständige Folge der Krönungsfeierlichkeiten, ein vom amtlichen Hofdichter verfaßtes Gedicht und die Predigt, die anläßlich der Krönung in der Westminsterabtei gehalten werden wird. Der gesamte Krönungsakt wird darnach von 10.30 bis 15.30 Uhr dau crn. Der eigentliche Krönungsakt in der Westminsterabtei wird die Zeit von 11 bis 14.15 Uhr in Anspruch nehmen. Der Krönungszug begibt sich vom Buckingham-Palast nach der Westmin-ster-Abtei und wieder zurück. An dem Umzug werden die königliche Familie, der Lordmayor von London, der Sprecher des Unterhauses, die Premierminister Großbritanniens, Kanadas, Australiens, Neuseelands, Südafrikas, Siidrho-desiens und Nordirlands sowie Vertreter Indiens, der Sultan von Jahore, der Sultan von Sansibar, der Emir Abdallah von Transjordanien und mehrere malaiische Fürsten teilnehmen. Der Krönungszug wird von Vertretern der Garderegimenter und der Dominionarmeen begleitet sein. Papst Pius XL wieder erkrankt. Vati f a n - St a d t, 29. April. Der Zustand des Papstes Hat sich neuerdings ver schlechter!, da die Wassersperre Hinzugetreten ist. In vatikanischen Kreisen Herrscht Besorgnis. m. Pfingsten in Abbazia. Das Reisebüro „Putnit" veranstaltet in der Zeit vom 16. bis 19. Mai mit dem blauen Luxus-Expreß eine Sonderfahrt nach Mbazia. Die Abfahrt erfolgt am 16. Mai um 8.30 Uhr. Die Route führt über Ecljc, Ljubljana (Mittagessen), und Adelsberg nach Abbazia. Der 17. und 18. Mai werden in Abbazia verbracht. Die Rückfahrt wird am 19. Mai um 7.30 Uhr angetreten. In Adelsberg wird die weltberühmte Grotte Besichtigt, worauf die Heimreise wiederum über Ljubljana (Mittagessen) und Celje nach Maribor erfolgt. Das Gnsamtarrangement kommt auf 720 Dinar zu stehen, wobei die Fahrt, die volle Pension mit erstklassiger Verpflegung und Unterkunft, die Besichtigung der Grotte von Adelsberg, die, Trnikgeldablöse, Kur- und Musiktaxen sowie die Spesen für den Kollck-tivpaß und für daZ Visum inbegriffen sind, i Aumeldnugsschluß am 5. Mai. Der Geburtstag S. k. Hoheit des Prmz-regenten Pani Beogra d, 28. April. S, königl. Hoheit Prinzregent Pau'i feierte heute seinen 44. Geburtstag. Aus diesem Anlässe, der in allen Blättern eingehendst gewürdigt wird, fand in der Schloßkapelle zu Dedinje ein Gottesdienst statt, dem I. M. Königin Maria, S. königl. Hoheit Prinz Tomislav, S. königl. Hoheit Prinz Andreas sowie die zivile und militärische Suite S. M, des Königs teilnahmen. im Laufe des gestrigen Tages lagen die Glückwunschbücher auf, in die sich die Mitglieder der Regierung, Senatoren und Abgeordneten sowie auch viele Hunderte von Bürgern eintrugen. Die Bevölkerung wollte auf diese Weise ihre dynastische Verbundenheit mit dem Prinzregenten zum Ausdruck bringen, der heute mit so viel Umsicht und Erfolg die Geschicke des Vaterlandes lenkt und schon früher ein intimer und ergebener Mitarbeiter König Alexanders war. Der Prinzregent erhielt aus Anlaß seines 44. Geburtstages auch viele Glückwünsche aus dem Ausland. *Baii Seeland ftarfef Vor einer großen Lesuchsreise des belgischen Erstministe^ in feiner Weltkonferenz-Miffion Brüssel, 28. April. Jetzt, nach erfolgtem Abschluß der belgisch-englischen i Verhandlungen, beabsichtigt Ministerprä-i sident Van Zeeland sich seiner Mis-1 sion zwecks Einberufung einer Weltwirtschaftskonferenz zu widmen. Van Zeeland wird zuerst nach Berlin und* dann nach Washington reisen. Wie die heutigen Blätter berichten, wird Van Zeeland jedenfalls noch vor seiner Amerika-Reise den italienischen Premierminister Mussolini besuchen. In Bern will Van Zeeland einen Zwischenaufenthalt nehmen. Ein weiterer Besuch ist ferner im Haag geplant. In Rom wird Vau Zeeland in Erfahrung zu bringen versuchen, unter wel-! chen Bedingungen Italien bereit sein wür-| de, an der Erneuerung der Konsolidierung I der Weltwirtschaft mitzuarbeiten. als 360 Mal bestiegen. 500 Mal. war ei auf dein Pic des Ecrins und als Erster bestieg er den Gipfel des Viso über die Nordwand. Eugene Etiennc zeigte immer mit besonderem Stolz die Eintragungen in seinem Führerbuch. Da stand untei anderen Namenszeichnungen auch der Name »Ratti«. Er gehörte dem derzeit!' gen Papst vor seiner Erhebung zur hoch' sten Würde der katholischen Kirche. D°r Papst war früher ein passionierter Bergsteiger und hat mit Eugene Etienne man che Bergbesteigungen ausgeführt 3u30?!aiDifcDe ZoumMten noefj Stolen einaeiaben Eine Studienreise auf Anregung des Pro-pogandaminišters Alfieri. T riest, 28. April. Wie der »P icco-1 o« berichtet, hat Propagandaminister Alfieri die Vertreter der jugoslawischen Presse zu einer Studienreise durch Italien mit Beginn am 7, Mai eingeladen. Die Journalisten aus Beograd, Zagreb, Ljubljana und anderen Zentren werden am 8. Mai in Rom eintreffen, sodaß sie an den gigantischen Feierlichkeiten anläßlich des. Jahrestages der Gründung des Imperiums werden teilnehmen können. Die jugoslawischen Pressevertreter werden Neapel, Turin,. Mailand und Venedig besuchen. Die Rückreise erfolgt bei schönem Wetter in Flugzeugen. Bei dieser Gelegenheit werden sie der feierlichen Eröffnung der neuen Luftverkehrslinie Rom—Beograd beiwohnen. Ans Jet® ltdfmd i. Personalnachricht. In Dubrovnik sind eingetroffen: Fürst Cantäcüzene, die -Gattin des rumänischen Ministers Musu r i, die Gattin des ersten Adjutanten König Carols Frau Contgsce, die Prinzen Alois und Johann Liechtenstein und mehrere Mitglieder des rcichsdeutschen Hochadels. i. 100.000 Menschen haben in Zagreb Ivan Peštaj das letzte Geleite gegeben. Unter großem Gepränge wurde am 28. d. in Zagreb die sterbliche Hülle des Abg. Ivan Pestäj, der auch Führer der kroatischen nationalen Arbeiterschaft war, zu Grabe getragen. Die feierliche Einsegnung vor dem Palais der nationalen Gewerkschaft nahm Erzbischof-Koadjutor Dr. S t e p i n a c vor. Unter den Trauergästen sah man Dr. Vladko Mače k, Ing. August Košuti Č," die Abgeordneten der Maček-Gruppe sowie die Vertreter aller Verbände und. Korporationen. Nach der Einsegnung formierte sich der Leichenzug, an dem sich rund 100.000 Personen ■ beteiligten, über 1 200 Kränze wurden dm-Leiehenzug getragen. Die Läden waren1 geschlossen, die Stadt trug überall Trauerflaggenschmuck. Da es stark regnete, verließ Dr. Maček mit einigen Abgeordneten vor Beendigung des- zweiten Teiles der Leichenfeier den Mirogöj-Friedhof. i. Neue Schulen. Die »Službene Novi-nc« veröffentlichen vier Verordnungen des Unterrichtsministers, wonach u. a. in Beograd eine. Handelshochschule und eine höhere Kunstakademie errichtet werden. i Appellationsgerichtliche Bestätigung des Freispruches für Dr. Karpathy. Das Appellationsgericht hat das kreisgerichtliche Urteil, auf Grund dessen der Zagreben Gynäkologe Dr. Friedrich K a r p.a-t h y im Zusammenhänge mit dem Tode der Angela Puhovski von jeglicher Schuld freigesprochen wurde, nunmehr bestätigt. Nun soll auch die Frage seines öfspens :\sqö der Ausübung des äjx Albanien aAriegs-urfache liquidiert „Für Jugoslawien entfällt in Hinkunft die Gefahr eines Angriffes von der albanischen Seite her" / Die Bedeutung der Albanien-Reise des Außenministers Ciano R o m, 28. April. Der italienische Außenminister Graf Galeazzo Ciano ist heute in Begleitung mehrerer Funktionäre des Außenministeriums und mehrerer Journalisten im Flugzeug nach Tirana abgereist. Amtlich verlautet, daß es sich in diesem Falle um einen Höflichkeitsbesuch auf Einladung des albanischen Königs und der Regierung handelt; der Besuch ist aber von ungeheurer politischer Bedeutung, da er knapp nach dem Zustandekommen des Adriapaktes erfolgt, durch deii einerseits die italienisch-jugoslawischen Beziehungen geregelt wurden, anderseits aber der Weg zu einer neuen Pazifierung des Balkans freigemacht erscheint. Graf Ciano wird wahrscheinlich bis 30. d. in Tirana verbleiben, möglicherweise sogar bis 1. Mai. Graf Ciano wird im Laufe seines Aufenthaltes in Tirana mit dem albanischen Ministerpräsidenten Cotta und dem Minister des Äußern S i b o. h o r a verhandeln. Dem italienischen Außenminister zu Ehren werden mehrere Bankette gegeben werden. Graf Ciano wird ferner einen Ausflug nach Berat und Kacovo machen. Rom, 28. April. In italienischen diplomatischen Kreisen wird zu der Albanien-Reise des Grafen Ciano,. die auch mit den italienisch-jugoslawischen Beziehungen zusammenhängt, erklärt, daß man hier den besten Beweis der großen Bedeutung habe, die dem italienisch-jugoslawischen Abkommen, zukomme. Albanien — so heißt es in diesen Erwägungen — ist jetzt nicht mehr Anlaß von Verdächtigungen und Streitigkeiten zwischen Rom und Beograd, sondern es stellt sich als logische Vervollständigung der neuen politischen Lage vor, wie sie durch den konstruktiven Realismus der beiden Premierminister Mussolini und Stoiadino- vie geschaffen wurde. Die neue politische Lage bedeutet das Ende einer langen, fruchtlosen und peinlichen Situation zwischen zwei Völkern, die heute glücklich überwunden ist zum Ärger aller, die es sehr gerne ‘ sehen möchten, daß der albanisch-jugoslawische Gegensatz nicht nur bleibe, sondern sogar vergrößert werde. Albanien war .durch lange Jahre hindurch ein großes Hindernis im Hinblick auf die normalen Beziehungen zwischen Italien und Jugoslawien. Jetzt, wo dieses Hindernis beseitigt ist, erhält Albanien seine besondere und positive Funktion im Rahmen des italienisch-jugoslawischen Bündnissystems. Dieser Akkord hat die Situation aber auch noch in einer anderen Hinsicht vollkommen geändert: die italienisch-jugoslawische Grenze ist an keiner Stelle mehr gefährdet, aber auch die albanisch-jugoslawische Grenze stellt keine Gefahr mehr dar an dem Sinne, daß Jugoslawien im Falle eines Konfliktes im Westen von der Flanke her angegriffen werden könnte. Berücksichtigen wir jetzt noch die Einigung zwischen Jugoslawien und Bulgarien und kommt es zu einer jugoslawisch-ungarisch-österreichischen Einigung, dann hat Jugoslawien seine vollständige Sicherheit an allen Grenzen erreicht und damit eine Position gefunden, hinsichtlich deren es von allen Staaten Zentraleuropas beneidet werden kann. Graf Ciano wird die albanische Regierung über die Resultate der jugoslawisch-italienischen Einigung in loyalster Weise in Kenntnis setzen, und Beograd, welches ebenso loyal von der Tirana-Reise Cianos informiert wurde, sieht es bereits mit Genugtuung, wie die konstruktiven Friedenspläne heranreifen, die "sich aus dem jugoslawisch-italienischen Pakt ergeben. ’nDBDaDgBDBDBBCSöSDSDBiDHDSnäiDa □ □ BDEnSMfflMDIsntBnsCIBiaHDnCIBCM clien, Berufes, einer Revision unterzogen werden. ■ - i . i. Mai-Feier der reichsdeutschen Kolonie Zagreb. " Der deutsche Konsul Dr. j Alfred Fr e u rid t hat bereits Einlädtm-i gen für die Samstag, den h Mai' statt-i findende Nationälfeier im »GlaZbeni Za-; vod« (Beginn 20.3Q Uhr) ergehen lassen. ! Anstelle des angekündigten Redners aus ! dem Reich spricht der Gauleiter und j Reichsstatthalter von Magdeburg-Anhalt I Rudolf Jordan. Es wird darauf hinge-I wiesen, daß mit Beginn der Feier die I Saaltüren geschlossen werden. Rechtzei-! tiges Erscheinen ist daher empfehlenswert. ! i. Im Dienste vom Herzschlag getrof- ! fen, Am 28. d. morgens war der Wagenprüfer Blasius Kladnik am Za-greber Hauptbahnhof mit dem überprüfen der Räder bzw. Achsen beschäftigt. Plötzlich stürzte er zusammen. Die herbeigeeilten Kameraden fanden Kladnik, der vom Herzschlage gerührt worden war, nur mehr als Leiche vor. i Die Kerkerstrafen für die Räuber Brakus und Kurelič erhöht. Das Zagrebel" Apellationsgericht hat die erstinstanzlich gefällten Urteile gegen die bei den Räuber Branko Brakus und Al- bert Kurelič erhöht, und zwar so, daß Brakus anstatt 12 Jahre 14 und Kurelič anstatt 16 — 18 Jahre hinter den Kerkermaudrn zu verbringen haben wird i. Die Save ist im Sinken begriffen. Nach letzten Meldungen der hydrotechnischen Stellen ist die Save überall im Sinken begriffen. Die weitere Hochwassergefahr ist damit beseitig! Am Das soziale Bild Deutschlands (Bericht unseres Korrespondenten-) Fk. Ende April 1937. Der Stellvertreter des deutschen Reichskanzlers Reichsminister Rudou Heß hat in seiner letzten Rede j*1 Karlsruhe erklärt, daß es heute in Deutschland weder Streiks noch Lohnkämpfe gibt, weil der deutsche Arbeite** zufrieden und ruhig seiner Arbeit nach gehen kann. Diese Feststellung des Reichsministers Heß kann der Fremde, der heute Deutschland bereist, fast *n allen großen Industriestädten des Rel' ches beobachten. Gut und sauber gekle1 dete Menschen durchziehen die Straße*1’ füllen die Vergnügungsstätten und Lokale. Diese Umstände zwingen den tlüch eigen Beobachter zu der Annahme, dab der deutsche Arbeiter außerordentlich gut verdienen muß, um sich diesen ver-hätlnismäßig hohen, äußeren Wohlstand leisten zu können. Die Bevölkerung Deutschlands ne-steht aus mehr als 50"/° aus Arbeitern, Heimarbeitern und Hausangestellte11’ aus über 17"/« aus Angestellten, Beamten und Soldaten und fast aus ebensoviel leitenden Beamten, Angestellten un jenen Erwerbspersonen, die eine sem-ständige Stellung innehaben. Die Klasse der Erwerbstätigen ist also im Arbeit01" stand zu finden, der im Deutschen Rel' che mehr, als die Hälfte der Gesamtbs-vÖlkerung ausmacht und daher dem Staate sein äußeres Gepräge gibt. c ergibt sich nun die Frage, mit welche _ Gehältern und Löhnen diese Menge des deutschen Volkes fertig bringt, imni° wieder das Bild eines bescheiden01’ Wohlstandes und der äußeren Zuir*e denheit in materiellen Dingen zu biete*1’ Um diese Frage beantworten zu k°u^ neu. ist es notwendig, einen Einblick 1 das Haushaltsbuch der Arbeiterfarrtil*6*1 zu tun. Die Anfangsgehälter der Arbeiter. °v kaufmännischen Angestellten und BcUs__ ten liegen durchschnittlich unter IpLj' RM, monatlich, wovon noch ca. In"'" 11 -soziale Lasten, wie Krankenkasse, DA ^ Winterhilfsbeiträge usw. in Abzug -bracht werden. Für die mittleren BeaN ^ ten und Angestellten liegen die Antan.-,-gehälter bei 180 bis 220 RM. Diese za len zeigen, daß das Gros des deutsc *° Volkes mit einem sehr geringen Lo seinen Lebensunterhalt bestreiten nu*v während nur ein ganz geringer Proze satz über Spitzenreichtiimer verfügt- Die Haushaltsbücher der Arbeite*"*^ milien geben Aufschluß über die Leb6*, Verhältnisse und Lebensart des sehen Arbeiters. Ein Einblick in von deut- eine*1 lu. Aus dem Gerichtsdienste. Der Bezirksgerichtvorsteher in Brinje (Savebanat) Dr. Franz Kotnik, der seinerzeit dem Kreisgericht in Maribor zugeteilt war, wurde zum Richter des Kreisgerichtes in Ljubljana ernannt. Der Bergführer des Papstes gestorben. In einem kleinen Dorfe der Dauphine starb im Alter von 80 Jahren der vielen Bergtouristen bekannte Bergführer Eugene Etienne. Er äußerte vorher noch den Wunsch, im Grabe so beigt^ctzt zu werden, daß sein Kopf der Tdergspitze Pel-voux Zugewandt ist. Gerade diesen Berg hatte er in seinem Lžhen nicht weniger der Masse wahllos herausgeg*"1 ^ neu Familienhaushalt, in dem der Ma • 140 RM. monatlich verdient und . seine Frau und ein zweijähriges Kind ernähren hat, soll das soziale Bild deutschen Arbeiters erhellen. Für Wohnung allein sind 32 RM. an Miete -bezahlen, wozu noch 6.20 RM. mona für Gas, Beheizung und Beleuch ^ hinzukommt. An Verpflegsgeld ^ ^ durchschnittlich 2.40 RM. täglich vo ^ sehen, was im ersten Augenblick ‘ nicht zu knapp angesehen wird. L,a .. Kömie11 cke*1 kann die Hausfrau trotz vielem und Nachdenken keinen wonlschme ^ den und vollwertigen Speisezettel sammenstellen. Sie muß sich dahef'dgU-einen primitiven Küchenzettel mit n ernd wiederkehrenden Hauptge*"1' beschränken. In dem angeführten Ha1* dik halt besteht das Frühstück aus eine' ^ ken Mehl oder Griessuppe (halb n 1 halb Wasser gekocht), aus Broten. ^ einen mageren Fett- oder Marmelade^ Strich haben. Der Mann nimmt ztu Guter Schlaf erhält gesund und leistungsfähig! darum KAFFEE HAB! Er ist coffeinfrei! boitsstelle wiederum mehrere »Stullen« (Brotschnitten) mit, die mit dem billigten Aufschnitt belegt sind. Am Abend öinunt der Mann dann eine warme Mahl ?-eit daheim ein, die vorwiegend aus billigem Gemüse, (wie Kohl, Kohlrüben j^d Hülsenfrüchte und den Salzkartof-feln) besteht. Auf ein Stück Fleisch ver dichtet die Hausfrau selten. Diese Abend Mahlzeit wird aus den Resten des Mittag essens für die Frau und das Kind, zube-reitet, sodaß auch hiebei größte Sparsamkeit herrscht. Dieses Verpflegsgeld, aas die Hausfrau erhält, darf aber nicht IIUr zur Bestreitung der Verpflegung ^braucht werden, sondern muß noch Jar andere kleine Ausgaben, wie für Nä lcn und Reinigung dienen. Der Familie bleibt nach Abzug der Barauslagen für Miete, Kostgeld, Licht bhd Beheizung nur noch 31.80 RM. im ™onat für alle übrigen Ausgaben. Von diesem Oelde sollen nun auch noch die |rößeren Anschaffungen wie Kleider, Bchuhe und Wäsche gemacht werden. Da aber ein Paar Schuhe kaum unter ein Kleid aus dem billigsten Stoff l'lcht unter 10 RM., ein Anzug aber un- D*' 35 RM. nicht zu haben sind, muß die arnilie ihr Verpflegsgeld reduzieren, K im Bedarfsfälle die notwendigen Mit el zur Anschaffung der Kleidung zu er- bbrigen. Da die Familie auch ein oder zwei mal im Monat in ein Theater gehe; n will, was durch '-Kraft durch Freude« die Organisation D —.v „w.»..» x zu sehr billigen reisen möglich ist, werden weitere Ein Kränkungen im Haushalt gemacht. Und |Venn die Hausfrau es immer wieder fer 'S bringt, ihrer Familie äußerlich den Dadruck eines bescheidenen Wohlstands zu geben, so liegt die Ursache vor . darin, daß der deutsche Arbeiter 1111 Essen äußerst bescheiden und an-Spruchlos ist, während er auf den äuße-Clk wenn auch geringen Wohlstand, D'Ernals verzichtet. Nicht viel unterscheidet sich der Haus , mit einem höheren Gehalt des mit-D’en Beamten. Hier muß vor allem fest ^stellt werden, daß mit dem höheren Jchalt auch die Lebensansprüche wach-Gewiß begnügt sich ein mittlerer Hunter oder Angestellter am Anfänge $tar Tätigkeit mit einer cinzimmer-q °hnung und auch die Ausgaben für Dieizung, Verpflegung usw. werden JLselben sein wie bei den Arbeiterhaushalten, so werden dennoch die Aus y1., 11 für Bekleidung, Vergnügungen u. ] |uube um ein ^wesentliches höher sein. Diese Ausführungen zeigen, daß das Kjale Problem in Deutschland noch Kt seine ideale Lösung gefunden hat, s»6 ehr das heutige Bild eines gewis-\ n Wohlstandes einzig und allein in j61 Sparsamkeit und Bescheidenheit des '^tschen Arbeiters begründet ist. Schreckenstat unter Rinbern Einen Knaben ans reicher Familie gesteinigt Paris, 28. April. Die ' französische politische Öffentlichkeit verurteilt ohne Unterschied der politischen Überzeugung den Vorfall, der sich in Lyon abgespielt j Hzei und Gerichtbehörden hat, wo 7- bis 13-jährige Kinder einen i Untersuchung durchführen. Bedauern über den Vorfall ausgesprochen, der, wie er sagte, sehr beunruhigend ist. Er forderte dringend, daß Po- eine strenge Die Erwach- Knaben aus reicher Familie buchstäblich j senen, die auf der Straße zusahen und gesteinigt haben. Der Knabe ist seinen I nicht eingeschritten sind, seien schuldig, Verletzungen erlegen. Es handelt sich um ! und es werde notwendig sein, sie zu vereinen Akt politischen Hasses: die Eltern j.haften und zu bestrafen. Herriot appel-des Knaben gehören der extremen Rech- lierte insbesondere auch an die Eltern ten an, und bei der Steinigung wurde er und an die Schulen, die Kinder nicht zu von den Kindern »Faschist« genannt. An- politischem Haß zu erziehen. deren Berichten zufolge handelt es sich um die überlegte Tat von Kindern arbeitsloser Eltern, die sich der Tragweite ihres Beginnens nicht bewußt waren. Der Bürgermeister von Lyon, Eduard Herriot, hat in der Sitzung des Stadt- die Eltern. Der Vorfall wird auch in rates den Eltern das Beileid und das tiefe i lament zur Sprache komme Die Polizei hat 10 Kinder verhaftet und verhört. Nach französischem Recht können die Kinder jedoch wegen ihres jugendlichen Alters nicht vor Gericht gestellt werden. Die Verantwortung tragen Par- Ser MWöer 3noi# eruiert Rasche Klärung des Mordes in der Neunkirchner Allee / Der Mörder ist ein 21jäHriger Schuhmachergehilfe grid Wiengreen ab, die nun bewußtlos zusammenbrach. Die Mörder wollten sodann, um einen Unfall vorzutäuschen, das Auto mit dem Opfer einen Bergabhang hinabkollern lassen, sie fanden aber den Starterschlüssel nicht. Inzwischen wurde ihr Vorhaben durch das Herannahen eines Autos verhindert. Die Täter flüchteten mit dem Koffer, in dem sich aber nur ein Photoapparat und eine Weckeruhr im Lederetui befanden. Das war die ganze Beute der Täter, die nun vor das Standgericht kommen und angesichts der Bestialität, die sie zur Schau trugen, die schwerste Bestrafung zu erwarten haben. Die Verbrecher zeigen keine Spur von Reue. Schlögl hatte sich auch politisch betätigt und war seinerzeit Mitglied der Ostmärkischen Sturmscharen. Unterirdisches Krankenhaus in Prag. In Prag wurde dieser Tage das erste unterirdische Krankenhaus in Arbeit genommen. Es wird in Kellerräumen vier Meter tief unter der Erde eingerichtet und völlig bombensicher sein. Insgesamt ist es auf 200 Betten berechnet. Eine eigene Elektrizitäts- und Kanalisierungsanlage ist vorgesehen, über dem Spital soll sich ein Park hinziehen. W i e n, 28. April. Es ist der Gendarmerie gelungen, den Mord an der Tochter des paraguyanischen Gesandten W iengreenzu klären. In diesem Zu sammenhange wurden der 21 jährige Schuhmachergehilfe Herbert Schlögl, der 20jährige Chauffeur Franz Fleck und ein Arbeitsloser namens Wilhelm S t e y s k a l verhaftet. Der Haupttäter Schlögl hat bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt. Den Mord schildert er wie folgt: Die drei Raubmörder begaben sich in die Neunkirchner Allee und legten sich gegen 21 Uhr auf die Lauer. Zuerst hielten sie das Auto des Rechtsanwalts Dr. S a w a d i l auf, welches jedoch voll besetzt war, so daß sie nichts ausrichten konnten. Als nächstes Auto folgte der Kraftwagen der Ingrid Wiengreen. Die Verbrecher hielten den Wagen so an, als ob er von einem Gendarmen aufgehalten worden wäre. Die Wagenlenkerin bog von der linken Straßenseite nach rechts ab und kurbelte die Fensterscheibe herab. Schlögl trat an den Wagen heran und hielt seinen Trommelrevolver so, daß ihn die Frau im Wagen Schlögl bat nun Ingrid Wiengreen, sie möge sic mitnehmen. Diese gab jedoch nach Darstellung der Mörder die Antwort: »Schauen Sie, ich bin allein im Wagen und kann Sie daher nicht mitneh j men.« Im nächsten Moment feuerte Schlögl den ersten Schuß auf die Wien-gren ab, der sie vermutlich an der Schläfe traf. Sie stürzte von links nach rechts hin und rief: >Um Gottes willen, was machen Sie denn, ich bin ja so gut zu Ihnen!« Der nächste Schuß traf sie in den Kopf. Ingrid Wiengreen sank zurück, wo bei der Starterschlüssel herausfiel. Steys kal ergriff nun den Handkoffer. Das Geld befand sich jedoch in der Tasche, die vom Körper der Ermordeten verdeckt war und daher nicht gleich gefunden wer den konnte. Ingrid Wiengreen hatte noch so viel Kraft, daß sie die Wagentüre öffnen wollte. Nun gab Schlögl den dritten Schuß ab, aber die Waffe versagte. Er gab den Revolver dem Steyskal, damit er ihn wieder schußbereit mache. Um zu verhindern, daß das Opfer den Wagen verlasse, stieß Schlögl ihm die Hand in den Mund und schob es auf den Sitz zu rück. Inzwischen hatte Steyskal den Re- Peinlich, peinlich ... Vor einem amerikanischen Zivilgericht wurde dieser Tage eine Ehe auf Grund eines nicht alltäglichen Scheidungsbefundes geschieden. Die klagende Ehefrau wies in ihrer Scheidungsklage darauf hin, daß ihr Gatte unmittelbar über dem Herzen eine Tätowierung besitze, die ein großes durchbohrtes Herz und drei geheimnisvolle Buchstaben darin zeige. Das Peinliche dieser Tätowierung bestand aber darin, daß sie erstens während der jetzigen Ehe des Beklagten angefertigt wurde und zweitens die Namensbuchstaben der Ehefrau nicht zu der Tätowierung gehörten. Auch der Richter hatte auf Grund dieser Feststellungen ein Einsehen und schied die Ehe. Er dachte 'wahrscheinlich : Wenn schon tätowiert wird, dann nur mit Einwilligung der Frau. Kurze Nachrichten Ein 80 Jahre alter Bauer der Po-Ebe-ne vermachte in seinem Testament jeder Familie, die seiner Leiche folgen werde, ein Zweipfundbrot. 400 Brote mußten verteilt werden, so daß das beste Geschäft bei der Sache der einzige Bäcker des Ortes machte; denn er hatte tage- und nächtelang zu backen. In Biberach stürzte ein 4jähriges Kind nicht bemerken konnte. Hinter Schlögl | volver wieder bereit gemacht und so feu I beim Spielen in hohes Wasser. Der 68-stand der Chauffeur Fleck mit der zwei- erte Schlögl den letzten Schuß auf In-1 jährige Großvater rettete das Kind, ten Pistole. Der „fliegende Mensch" N°r wenigen Tagen noch machte der Amerikaner Členi S o h n, der »Vogel-y'Kch«, von sich Keden. Er hatte einen vogelähnlichen Apparat konstruiert, mit er sich lange Zeit in der Luft halten wollte, um beim Niedergleiten auf den b0(,en mit Hnfe eines pallschrims leicht zu landen. Bei der ersten Vorführung in h|.ankreich während des Flugtages in Vincennes stürzte jedoch der Flieger ab und leb zerschmerttert am Boden liegen. (Scherl-Bilderdienst-M.) Das Ginfturzunglück in der Kathedrale von Mexiko Während der Feier zur Einführung des Erzbischofs Luis Martinez als Primas von Mexiko ereignete sich in der dortigen Kathedrale ein schweres Unglück. Im Verlauf des Gottesdienstes brach die Decke über einer Krypta und 70 Personen stürzten in die Tiefe. Alle wurden mehr oder weniger verletzt, 10 sehr schwer. Diese Aufnahme zeigt die Einsturzstelle kurz nach dem Unglück. Die weniger Verletzten stiegen auf Leitern aus der Gräbergruft heraus. (Scherl-Bilderd.-M.) Aus Stadt MttdUme&m Das ganze VE ln den Kamp^ gegen öie Hubertu Der Sinn der bevorstehenden AnLiLuberkulosenwoche / Aufklärung als Boraussetzung erfolgreicher Bekämpfung dieser Seuche / Ein Gebot des Herzens und der Vernunft! , Der Verband der Antituberkulosenligen in Ljubljana richtet in diesen Tagen im Wege der Presse ihren Appell au die Bevölkerung, sich in der vom 2. bis 8. Mai stattfindenden großen Propagandawoche im Kampfe gegen die Tuberkulose moralisch und materiell an der Aktion beteiligen zu wollen. Der Kampf gegen die Tuberkulose ist, wie aus dem Manifest an die Bevölkerung ersichtlich ist, ein sozial-ethisches Gebot. Denn die Tuberkulose ist und bleibt eine Gefahr nicht nur für den Einzelnen, sondern für die Volksgemeinschaft schlechthin. Sie bildet gewissermaßen die Achse, um die sich eine ganze Reihe von sozialpolitischen Problemen dreht. Die Propagandawoche der Antituberkulosenligen soll den Menschen, der in seiner Alltagshast gar viele vergißt, wachrütteln, ihn auf das Verderben hin-weisen, welches die schleichende Volkspest um sich verbreitet. Eine Woche, die als Manifestation der Lebensbejahung zu werten ist. Der Generalstab der Ligen im Kampfe gegen den unsichtbaren und doch überall gegenwärtigen Volksfeind Nr. 1 will aber nicht nur den tiefen, alle Menschen in gleicher Weise angehenden Kampf erklären, sondern auch materielle Mittel sammeln, um diesen Kampf auf der ganzen Linie auch erfolgreich führen zu können. Jeder Dinar, der in dieser Woche gespendet wird, ist gewissermaßen eine bescheidene Anzahlung auf die Verbesserung der allgemeinen Gesundheitslage des Volkes, ln dieser großen Aktion müssen alle erfaßt werden. Niemand kann abseits stehen, denn die Tuberkulose holt sich rücksichtslos und wahllos aus allen Volksreihen ihre Opfer. Sie reißt den Rei eben ebenso ins Grab wie meistenteils den wenig Bemittelten. Ihre knöcherne Hand schlägt dem geistigen Arbeiter der Stirne die Feder aus der Hand, dem Arbeiter der Faust sein Werkzeug, Mütter müssen ihre Kinder zurücklassen, Väter den bitteren Abschied von ihren Familien nehmen. Zarte Menschenknospen, kaum aufgeblüht, läßt sie unter den Rasen versinken. Der Zähigkeit der Tuberkulose muß demnach die Zähigkeit ihrer Bekämpfung entgegengestellt werden. Die Tuberkulose frißt aber nicht nur Men scheu, sondern auch das Volksvermögen und die Vclkskraft. Aus diesem Grunde ist der Kampf im Zeichen des doppelten Rctkreuzes ein Gebot des Herzens wie der Vernunft! Donnerstag, öen 29- April kalten Frühling erlebt zu haben!« (Was auch nun wieder in gewissem Sinne stimmt — denn die ältesten Leute erinnern sieh überhaupt nicht mehr so genau, wie sich früher der Frühling abzuwickeln pflegte.) Gestern gab es auf der Hauptstraße eine kleine Sensation. Der Regen hatte gerade vorübergehend aufgehört — und da wandelte plötzlich ein lebendig gewordener Frühlingstraum dahin: eine junge Frau in einem leichten blauen Seidenkostüm mit weißen Blümchen darauf. Auf dem Lockenkopf saß ein hinreißendes Frühlingshütchen, und ein kleiner Schleier umrahmte das hübsche junge Gesicht. Es war — man könnte sagen bitter kalt. Die Menschen aber blickten auf das Frühlingswunder, das da zwischen ihnen unbekümmert und leichtfüßig dahinschritt — und auf einmal lächelten alle und wußten: Es ist Frühling — Frühling trotz Kälte und Gänsehaut! Tiefe und verlegte die Straße in einer Länge von etwa hundert Meter. Dei 61 kehr auf der Straße Sv. Juraj na breg bis štrigova ist eingestellt. Große 'lene der Wcnigärten, die den Besitzern Viktor Petrič aus Čakovec und Albrecht von Fodroczy aus štrigova gehören, sin ebenfalls abgerutscht. Man erwartet nun die Schadenkommission der Banatsverwaltung des Draubanats. Tödlicher Sturz In der Ortschaft Bünece bei Pueo tei nächst Murska Sobota ereignete sich in der Pacht zum Montag ein tödlicher Unfall. Die 45jährige Besitzersgattin Katharina H o r-h a t weilte Sonntag nachmittags bei einem Hochzeitsfeste und begab sich erst spätabends nach Hause. Unterwegs stürzte sie über einen abschüssigen Hang und schlug hiebei mit dem Kopf derart heftig auf, daß sie bewußtlos liegen blieb. Als sie am nächsten Morgen der Gatte fand, war sie bereits tot. Me die Untersuchung feststellte, hatte sich die Frau beim Sturz mit dem Gesicht in dem aufgeweichten Boden verbohrt und war, da keine rasche Hilfe zu Stelle war, erstickt. Sehnsucht nach Sonne! Es liegt ein großes Warten in der Luft. Die Bäume warten, die Sträucher und die Blumenbeete warten — und die Menschen warten! Bäume, Blumen und Menschen blinzeln zum grauen, regnerischen Frühlingshimmel empor mit, der gleichen stummen Frage: Wann kommt die Sonne? Manche fragen auch: Wann kommt der Frühling? Nun, der Frühling ist längst da. Sind nicht die Bäume und Büsche grün — so grün, als wären sie frisch gestrichen? Hängt nicht das nagelneue Frühjahrskomplet im Schrank, und daneben das fesche Frühlingshütchen? Also ist der Frühling bereits da. Nur — man merkt ihn eben leider nicht. Er geruht, sich bis jetzt seit Wochen nur in empfindlicher Kühle, in Regen — und Hagelschauern und kalten Winden auszutoben. Und darum sind die Menschen unglücklich: denn für sie gehört eben zu einem echten, rechten Frühling auch blauer Himmel und Sonnenschein. Man sagt immer, darß die Sonne das junge Grün und die Blumen hervorlockt. Ist aber Schwindel, denn dieser Frühling beweist däs Gegenteil. Immerhin kann man nicht leugnen: auch der Regen hat es geschafft! Beinahe kann man zusehen, wie unter seinem sanften Riesel". die Blätter wachsen und das Grün wird. Die Stämme und Äste der Bäume spiegeln vor Nässe, beharrlich rinnt Tropfen um Tropfen des segenspendenden Regens am Stamme hernieder und sickert in den Boden, den Wurzeln immer neue kräftige Nahrung zuführend. Und fast ist es, als zauberte jeder Regentropfen wieder ein neues Blättchen hervor. Die Welt ist grün — und doch sind wir nicht restlos zufrieden. Wir haben Sehnsucht nach der Sonne, die sich so selten einmal auf kurze Augenblicke sehen läßt. Manche machen sich ein Vergnügen daraus, nachzurechnen, wie das in anderen Jahren war: »Sonst konnten wir um diese Zeit auf unserem Balkon frühstücken !ch lerische Leitung des Konzertes, dessen 'st10' gramm auch einige Vorträge des bekannten Konzerttenors Gustl Ž i v ko bereichern wc1 den, liegt in den Händen des Komponist"' Pros. Vas, M i r t nt. Die Schutzpockenimpfung für den Stadt Bereich findet in der Zeit vom 3. bis 7. M‘st (mit Ausnahme des Donnerstag) am stürm' scheu Phhsikat, Frančiškanska ulica 8, i1)1-' scheu 9 und 11 Uhr statt. In dieser Zeit nuT die Impfung unentgeltlich vorgenomnnR- Der Impfung haben sich alle gesunden, ,,n Vorjahre geborenen Kinder zu unterziehen-Die Unterlassung der Impfung wird int «in ne der gesetzlichen Bestimmungen geahnde • Schachmatch Pobrežje Fram. "01 die Vertreter des SP°r^ klubs „Slavija" aus Pobrežje sowie de Schachklübs aus Fram im Gasthof Rew" ‘ ein Match auf acht Brettern ans. m. Gelddiebstahl. In Družmirse bei rensgradec ereignete sich dieser Tage ^0 . großer Gelddiebstahl. Dem Arbeiter nU Zürntait wurden von einem unficfaurT’-Täter aus dem Versteck am DachboR' 31.000 Dinar, die gesamten Ersparnisse, st1 stöhlen. Vom Täter fehlt jede Spur. nt. Messerstecherei. In Marija v pu-<-aUl kam es am Montag unter zechenden ^ *in, scheu zu einer folgenschweren Schläge0'.: wobei der 33jährige Waldarbeiter Ledinek und der 30jährige &llC 1 Anton I u hart schwer verletzt wurdet: nt. Die Bäckervereinigung macht ihre _ ^ glieder darauf aufmerksam, daß sie ihr stV, sonal im Stadtphysikat (täglich von 10 12 Uhr, außer Samstag sowie an und Feiertagen) unverzüglich ärztlich ul,lL suchen lassen müssen. Vorher hat stch Personal in der Kanzlei, Ob. jarku 0, ;, melden, unt die entsprechende Drucksache ^ Empfang zu nehmen. Mitzubringen ist .Lichtbild sowie 3 Din für die Segitunat'0, ■ nt. Die Agrarinteressenten werden ^ mals daraus aufmerksam gemacht, dag ' Banatsverwaltung in der Frage der objekte auf dem Großgrundbesitz des diktinerklosters St. Paul eine neue Etftch^ butig erlassen hat, in die bis 10. Mn: Stadtmagistrat, Zimmer 7, während ^ Amtsstunden Einsicht genommen m'-'r kann. Der Tag der dritten Verlautbaruws b. i. der 30. April, gilt für die Agrarsubl-als Tag der Dekretzustellung. m. In Pragersko ist der Absolvent Handelsakademie Marian Zigart uu ter von 29 Jahren gestorben. R. i. P-' nt. 5imntag tragen M'-U da» .m. Minuten vor dem Eintreffen des Personenzuges. Zum Glück bemerkte ein Arbeiter den Erdrutsch und gab dem Lokomotivführer das Haltsignal. Der Lokomotivführer bremste ab und fuhr, da er den Zusammenstoß nicht ganz vermeiden konnte, auf diese Weise mit verminderter Geschwindigkeit auf die Fels- und Erdmasse. Die Lokomotive und ein Waggon entgleisten hiebei, kamen aber nicht zum Sturze. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen. Aus Ljubljana wurde sofort ein Hilfszug mit Arbeitern an den Unfallsort entsendet. Die restlose Säuberung der beiden Geleise ist in den Nachtstunden durchgeführt worden, sodaß der Verkehr wieder normal aufgenommen werden konnte. Die Bahnverwaltung hat im Hinblick auf die Erdrutschgefahr auf j ., diesem Teil der Strecke Maribor—Ljub- I m. Telcgraphenstange über die StE liana Hip vprspharffp Streckenüberwa-i legt. Als Dienstag abends der ülutobuu 907nT,ltw nit' der ncit ana die verschärfte chung angeordnet. Linie Sv. Lenart—Maribor von heinftchrte, stieß er in Vosek in eine oock ^4 mrbetannten Tätern quer- über Sic |j=%tßc gelegte Telegraphcnstange. Nur der ^istesgegenwart des Wagenlenlkers war es ä# 'bftrtfctt, daß es zu keiner Katastvoplze taut, **** bet Wagen vollbesetzt war. x, m. Rasch erwischt. Der Gendarmerie in •Nbtežje gelang cs, im Zusammenhang mit b^tt Einbrüchen in das Gemeindeamt Pesnica ^b in das 'Geschäft Pevko in Košaki nun Mch den Kumpanen des verhafteten Manko, den 36jährigen Schneidergehilfen Johann ™ uk o vni f, auszuforschcn und feslzune'h-Auch Bukovnik war bald geständig. nt. Schwerer Unfall. Dem in einem hielten Industrieunternehmen beschäftigten Hilfsarbeiter Franz G r a n fc o š e i fiel bsute vormittags ein größeres Eisenstück auf p linke Hand, wobei er schwere Quet-Ichttngcu erlitt. Man schaffte ihn ins Kran« Auhaus. nt. Wer ist der Käufer? Am vergangenen ^awstag wurde von jemandem im Bolks-Ecr in der KoroM cesta ein grüner Frau« fn-Hubertusmantel gekauft. Die Polizei for-Ft nun den Käufer auf, den Mantel gegen Rückerstattung des Kaufpreises in der Kri-Rinalabteilung der Stadtpolizei (Tür Nr. ^ abzugeben. nt. Wetterbericht vom 29. April, 8 Uhr: ,eniPctatur 12, Bawmeterstand 736, Wind« r,chimtg WO, Niederschlag — : Im Burgkeller konzertiert ab 1. Mai ei-"I Damcnlastelle. Donnerstag und Freitag dtfche Meertische. 4840 ■' Schwächliche, Blutarme und Rekonvalc-lEntc machen wir aufmerksam, daß der be-stchmte „Seravallo-China-Wein mit Eisen, nber welchen sich bereits mehr als 10.000 s:0rzte. lobend geäußert haben, in allen Apo-‘wfen erhältlich ist. (Reg. S. 3290 24. 2. . 4121 . * Ter sogenannte grüne Zahnbclag bei Sin VVtt ist eine sehr häufig beobachtete Erschei "u,stl, die dadurch entsteht, daß infolge un-j)cniygeubcn Putzens, Speisereste — vor al-snt klebrige Zuckermassen — Gärungssäuren llbpn, die eine Entkalkung der Schmelzschich c un'b eilte Besiedlung der Zähne mit grü-,eit Fadenpilzen herbeiführcn. Deshalb sol-"n auch die Zähne der Kinder mit einer ge« Hüteten Bürste und Zahnpasta gründlich u. "hclinäßig gereinigt werden. Odol-Zahnpasta ,r,nigt gründlich, ohne den Zahnschmelz an« eisen, desinfiziert, ist von angenehmem, ZWichent Geich mack und verleiht reinen ment. N11-7 4117 r..'" Mehr als 24 Stunden dauert cs, bis der Mchet das Coffein von zwei Tassen Kaffee , ^'tittigt, das ist das Ergebnis neuer Unter« ^wngen an der Universität Zürich. Kaffee chstl ist coffeinfrei und schont Herz und Ner-Darum: auf Kaste Hag umstellen! 3811 die F. I. Abonnenten der „Mariborer Zeitung" w gesch. Abonnenten der »Maribo■ 0 r Zeitung« werden höfl. ersucht., die ^inständigen Abonne ntsbeträge -,o di0 als möglich zu begleichen, damit Verwaltung nicht in die unan. > n,rie Lago gebracht wird, in der yi’»>g des Blattes eine Unterbrechung n,relen lassen zu müssen. — Die Ver-^'Ung der >:>Mariborcr Zeitung«. Serfttitfelte Frauenleiche am Bahngieis Furchtbarer Selbstmord einer Gastwirtin Vergangenen Dienstag abends warf sich die Gastwirtin Frau Anna Rapotec aus Sv. Lovrenc n. Poh. unweit der Lie-benauer Brotfabrik bei Graz in selbstmörderischer Absicht vor dem aus Fehring kommenden Personenzug auf die Schienen, wo sie auf der Stelle getötet wurde. Die Frau wurde von der Lokomotive buchstäblich in Stücke gerissen. Auf einer Strecke von fast 100 Metern waren die vollständig unkenntlichen Leichenteile auf dem Bahnkörper zerstreut. Wie die Licbcnauer Gendarmerie feststellen konnte, lebte Frau Rapotec, die im 52. Lebensjahre stand, von ihrem Gatten, einem jugoslawischen Finanzbeamten, getrennt. Sie war zuletzt Pächterin des Grazer Gasthauses »Zur Stadt Ödenburg«. In der Küche des genannten Gasthauses fand man einen Zettel, worauf die Lebensmüde mitteilt, daß sie freiwillig aus dem Leben scheiden werde. In dieser Mitteilung trifft Frau Rapotec auch ihre Verfügungen hinsichtlich des Begräbnisses. Huutöotet REPERTOIRE: Donnerstag, 29. April um 20 Ubs: *6Xe Dollarprinzessin«. Ab. A. Freitag, 30. April: Geschlossen. Samstag, 1. Mai um 20 Uhr: »Oie Eisscholle«. Ab. A. Sonntag, 2. Mai um 16 Uhr: »Die Dollarprinzessin«. — Um 20 Uhr: »Die heilige Johanna«. Ermäßigte Preise. Zum lezten Mal. Mit dem „putnik" in WmtecheMichkeit die Neue „Putnik"-Sonderfahrten für Winterfportler / Marrborer Skikameraden am Zirbitzkogel Noch Beograd entsandte der hiesige liberal eint Deputation, die bezüglich Utes eines neuen Bahnhofgebäudes an beuder Stelle vorsprechen wird. -lus der Geschäftswelt. Der Üriegsin-Matthäus M i r wird in Gornji gris Mai eine Gemischtwarenhandlung er« Anbruch. In der Nacht zum 23. d. M. •tt noch unbekannte Täter tu das Ge-lokal der Handelsfrau Katharina z. a pf c 1 in že potici bei Llpake ein chen verschiedene Manufaktur- und Ga iewareu mit sich gehen. Die Einbrecher n unbehelligt entkommen In seiner vielfältigen und beharrlichen Wirksamkeit hat der »Putnik« nun wiederum eine wertvolle Initiative ergriffen: künftighin sollen auch unseren Skijün-gern alle Tore der Winterherrlichkeit geöffnet sein! Ueber Anregung seines fürsorglichen und um die Belebung des lokalen Sports ganz besonders bemühten Direktors Jos. Loos hat das Reisebüro »Putnik« ständige Gemeinschaftsfahrten in die bekanntesten in- und ausländischen Skigebiete in sein großzügiges Reise-programm aufgenommen. Schon die »Putnik«-Sonderfahrten nach Ribnica brachten neuen Impuls in unseren Wintersportbetrieb, da im Nu alle Unannehmlichkeiten unserer bisherigen Verkehrsmisere hinwegfielen. Die erste Auslandfahrt, die auf die Kanzelhöhe und auf die schneereiche Görlitzen führte, gestaltete sich zu einem unvergeßlichen Erlebnis für jeden Teilnehmer. Das geschickte Arrangement dieser wunderbaren winterlichen Bergfahrt steigerte in ganz besonderem Maße das Interesse für die »Putnik«-Skiausfahrten, sodaß es nicht Wunder nahm, daß der denkwür dige Zirbitzkogeiausflug am vergangenen Samstag und Sonntag sich gar bald zu einem erstrangigen wintersportlichen Er eignis gestaltete. Obwohl das Wetter noch Samstag mit tags wenig einladend war und es in Strömen regnete, war der schmucke blaue »Diesel« fast zu klein für die berghungrigen Skikameraden, die da zu neuen Taten ausziehen wollten. In sehr flotter Fahrt ging es durch das enge Drautal und ehe man noch das Kärntnerland erreicht hatte, lachte schon die Sonne schelmisch von dem plötzlich aufgeheiterten Himmel. Das schon sprichwörtliche »Putnik sorgt für alles« hat sich nun wieder einmal bewahrheitet. Nach der glatten Grenzabfertigung bog der Wagen in das verträumte Lavanttal ein und in unvermindertem Tempo ging es durch St. Paul, St. Andrä, Wolfsberg, St. Leonhard und Reichenfels bis zur obersteirischen Grenze. Links und rechts zogen die wunderbaren Skiberge der Kor- und Saualpe, der Pack u. des Ammering auf, dessen weithin leuchtenden Firne alle Herzen schneller schlagen ließen. Mit ver ; bliiffender Leichtigkeit erklomm der ' »Diesel« den romantischen Obdächer Sattel und in wenigen Minuten darauf war auch schon Obdach, der Ausgangspunkt des Zirbitzkogelausflugs, erreicht. Für das stille Obdach bedeutete das Eintreffen der »Putnik«-Ausflügler ein lokales Ereignis und es dauerte nicht lange, daß der ganze Markt auf den Füssen war. Natürlich fand man auch hier Bekannte und Oberlehrer N a m e s t-n i k, der berühmte Wasserskiläufer, der hier seine Wahlheimat gefunden hat, war der erste, der seinen Landsleuten den Willkommgruß entbot. Nach einem wenig beschwerlichen Marsch von zweieinhalb Stunden hatten die Bergkameraden die Salvatti-Hiitte ereicht, von wo am nächsten Morgen der 2400 Meter hohe Zirbitzkogel erstürmt werden sollte. Ein blauer Himmel wölbte sich über dem Schnee reich des Zirbitzkogels, als Gruppe um Gruppe der ausgezogenen Skifahrer am nächsten Morgen den wunderbaren Skiberg hinaufzog. Schon um 10 Uhr vormittags stand die 24köpfige Gesellschaft am sonnenumfluteten Gipfel und genoß die einzigschöne Fernsicht auf die tiefverschneite Bergwelt der Alpen. Geschlossen wie der Aufstieg erfolgte die Abfahrt, die allen Gelegenheit gab, das ganze skifahrerische Können auszupacken. Die langen Schußfahrten gingen unseren Bachernmatadoren ganz gehörig in die Knie und diese einzige Kostprobe zeigte genug, was alles aus dem Skilaufen.noch herauszuholen ist. Während es einige vorzogen, sich in der anheimelnden Salvatti-Hütte alle Annehmlichkeiten des besorgten Hüttenwartes F ö ß 1 angedeihen zu lassen, erstürmten die Unentwegtesten wiederum unter Füh rung Ing. Bruno Rungaldiers, des Bruder unseres Altmeisters Ing. Erwin Rungaldier.- den ob seiner Steilhänge berühmten Schlosserkogel und konnten sich nach Herzenslust austoben. Die Talfahrt bewies * dann aufs neue, welchen Genuß eine richtig angelegte Skitrasse zu bieten vermag. Nochmals fanden sich die Gäste und die heimischen Skimeister im Gasthof Grogger in bergkameradschaftlicher Ver bundenheit zusammen, und es war ein wahrhaft rührender Abschied, als sich der stets besorgte Reisemarschall V e-t r i h zur Abfahrt entschließen mußte. Noch einmal galt der Blick aller der schimmernden Pyramide des Zirbitz, worauf der Wagen jenseits des Obdächer Sattels unaufhaltsam der Heimat zustrebte. Aus btaveftad BolksmnverstM F r e i t a g, 30. April: Univ. Prof. Dr. M a n o j 1 o v i č.(Zagreb) spricht über die universellen historischen Strömungen zwischen Europa und Asien. Jzm-Jtiuß g. In Klagenfurt, wo er zu Besuch bei Verwandten weilte, verschied dieser Tage der hiesige Fleischhauermeifter Rudolf Brunner. Der Verblichene, der die Witwe mit drei Kindern hinterläßt, hatte sich, in der italienischen Kriegsgefangenschaft ein unheilbares Leiden zugezogen. R. i. P.! g. Versetzung. Der Kommandant der hiesigen Grenzertruppe Hauptmann Mihajlo A p o ft’ö I o » i e wurde npch Maribor versetzt. Der scheidende Offizier, der im Vorjahre eine Tochter der Familie Gajšek in Slvveujgradec geheiratet hatte, erfreute sich in allen Kreisen größter Wertschätzung. Zu feinem Nachfolger wurde Hauptmann Sla-voljub BraujeZevie ernannt. g. In Sv. Fenž bei Dravograd fand vergangenen Sonntag eine sehr gut besuchte Theateraufführung statt, deren Gesamterlös der dortigen Freiwilligen Feuerwehr für die Anschaffung einer Turbine zufließen wird. g. Weidmannsheil. Der bekannte Grünrock Almus Lechner aus Celje erlegte die;er Tage am Košenjak einen Birkhahn und unmittelbar darauf einen Auerhahn. Burg-Tonkino. Gerhard Hauptmanns verfilmtes berühmtes Theaterstück »Vor Sonnenuntergang«, dessen Filmtitel »Der Herrscher« lautet, mit Emil Jannings ki der Titelrolle. Ein packender und zugleich lebenswahrer Prachtfilm, der als beste Schöpfung Emil Jannings gewertet wird. Zuletzt in Graz, wo der Film dieser Tage gezeigt wurde, erntete er bei stets ausverkauften Häusern einen ganz außergewöhnlichen Erfolg. — Es folgt »Eine Nacht mit dem Kaiser« mit Jenny Jugo. — In Vorbereitung Benjanin Gigli »Der Sänger ihrer Hoheit« mit Geraldine Katt. Samstag um 14 und Sonntag um halb 11 Uhr der Liebes- und Abenteuerfilm »Ich liebe zu leben« bei stark ermäßigten Preisen mit der temperamentvollen Joan Crawford. Union-Tonkino. Zum lezten Mal Donnerstag der erstklassige Spitzenfilm »Mädchenjahre einer Königin« mit Jenny Jugo, Otto Treßler und Gustav Waldau. Ein entzückender Film mit prachtvoller Ausstattung, viel Humor, voll graziöser Heiterkeit und einschmeichelnder Musik. Ein Film aus der Jugend der Königin Viktoria (Englands unvergeßlichen Queen). — Als nächstes Programm eine amüsante Wiener Komödie »Veronika« mit Hans Moser, Grell Theimer und Theo Lingen. Ein Film, der jedem Zerstreuung und Ausspannung bringen wird. Vfingftausfiüge des „ftutnif" Das Reisebüro »Putnik« (Tourist Office) veranstaltet in der nächsten Zeit eine Reihe von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Luxus-Autocars unternommen werden. Das Programm sieht folgende Fahrten vor: 16. und 17. Mai: Nach Adelsberg. Graz, Triest. Gesamtarrangement 500 Dinar. 16. und 17. Mai: Ins Logar-Tal. Fahrpreis 130 Dinar. 16. und 17. Mai: Nach Graz. Fahrpreis 110 Dinar. 16. bis 19. Mai: Nach Abbazia und Adelsberg. Gesamtarrangement 720 Dinar. 8. bis 18. Mai: Nach Crikvenica und Rab. Gesamtarrangement 1200 bzw. 1250 Dinar. Informationen und Anmeldungen im »Putnik«-Büro, Maribor, Aleksandrova cesta 35, Tel. 21-22 und 21-29. Die Naive. Die 14jährige Elly ist mit der Großmuter im Theater gewesen; die Jungfrau von Orleans wurde geäpielt. — »Na, wie hat es euch denn gefallen?« erkundigte sich Vater daheim. — »Ach, ganz nett«, antwortete Elly, »Großmutter hat sich sogar köstlich amüsiert — sie ist überhaupt noch sehr unverdorben.« <$/ eu Im SchluB-Kommunzquce von Venedig wurde mit Betonung hervorgehoben, eine Neuordnung im Donauraum sei »ohne die aktive Teilnahme Deutschlands undenkbar und undurchführbar«. Bei diesen Worten ist natürlich an den Donauraum in seiner ganzen Ausdehnung gedacht worden, und sowohl die wirtschaftliche und politische Neuordnung ist damit gemeint. Soweit Oesterreich und seine wirtschaftliche Lage in Betracht kommen, sind die Beziehungen zum Deutschen R eich immer von besonderer Bedeutung gewesen. Von Berlin aus hat man dem auch weitgehend Rechnung getragen und in diesem Jahre ist bekanntlich ° in Ergänzung des am 11. Juni 1936 abgeschlossenen Abkommens, das die politischen Beziehungen der beiden Länder wieder normalisierte, eine Vereinbarung getroffen worden, die den wirtschaftlichen Verkehr zwischen dem Reich und Oesterreich, nicht zuletzt zugunsten des letzteren, neu regelt und belebt. Der österreichische Agrarexport, der in Handelsvertrags Verhandlungen Wiens mit' anderen Ländern verhältnismässig wenig Berücksichtigung finden konnte, wird durch das neue Abkommen mit dem Reich wesentlich verstärkt. Dieses Abkommen sieht vor, daß die gesamte Ausfuhr Oesterreichs nach dem Reich im Jahre 1937 um 40 Millionen Schil ling erhöht werden soll, und davon werden allein 10 Millionen auf den Holzexport entfallen, namentlich den von Industrieholz. Die Ausfuhr von N a h-mi n g s m i 11 e 1 n und Getränken aus Oesterreich nach dem Reich, die vor allem Milch, Rahm, Butter und Käse umfaßt, soll um 7,5 Millionen Schilling gesteigert werden, davon 1 Million für Milch und Rahm, 1,5 Millionen für Butler und 1,2 Millionen für Käse. Der Rest wird auf der, Viehexport entfallen. Oesterreichischc Industrieerzeug n i s s e werden in einem Betrage übernommen werden, der um 10 Millionen Schilling über die Ausfuhr des Jahres 1936 hinausgeht. Der ständige deutsch-österrei- chische Wirtschaftsausschuß wird den Verteilungsschlüssel unter Berücksichtigung der Interessen beider Länder zu finden haben. Von größter Bedeutung für Oesterreich ist, daß das Reich für den heuringen öster reichischen Reiseverkehr 20 Millionen Schilling in Aussicht genommen hat. Das werden ungefähr 10 Millionen mehr sein, als 1936 dafür ausgegeben werden. Deutscherseits werden vor allem Kohle, Koks und Düngemittel nach Oesterreich geliefert werden. Es ist Vorsorge getroffen, daß sich die beiderseitigen Lieferungen und Leistungen ungefähr ansgleichen. Liqudierung der Jugoslawischen Einlagen bei der Wiener Postsparkasse. Der Wirtschafts- und Finanzausscb des Ministerrates hat die Frage der Liquidierung der jugoslawischen Einlagen bei der Postsparkasse in Wien in Erörterung gezogen. Die Wiener Postsparkasse ist bereit, den jugoslawischen Ein legern, die Gelder bei der Postsparkasse bis zum Umsturz besassen. einen Dinar für je 4 Kronen auszuzahlen. Die Forderungen der jugoslawischen Einleger betragen insgesamt ungefähr 11 Millionen Dinar. X .Jugoslawien fordert die Annullierung der italienischen Begünstigungen für das österreichische Holz? Die Wiener »Börse« veröffentlicht einen Artikel, in dem es hervorhebt, daß die jugoslawische Holzindustrie von Italien verlangt, daß diejenigen Begünstigungen, die Italien der österreichischen Holzindustrie zugestanden hat. aufgehoben werden, damit auf diese Weise die Gleichberechtigung in der Holzausfuhr nach Italien erzielt werde. ( Jugoslawischer Kurier«), X Deutscher Handel dominiert In Südosteuropa. Seit der Zerschlagung der Österreich-ungarischen Monarchie haben sich die wirtschaftlichen Beziehungen der einzelnen Gebiete innerhalb des S ü d o s t-r a u m e s immer stärker auseinander entwickelt. Der Aussenhandcl der einzelnen Südoststaaten geht heute zu mehr als 70% nach Nichtsüdostländern. Der stärkste Handelspartner ist unbestritten Deutschland, das rund 20% der gesamten Ausfuhr des Südostens auf nimmt und in etwa demselben Umfange dessen Einfuhrbedarf befriedigt. Es folgt dann Italien mit einem Handelsanteil, der um mehr als die Hälfte geringer ist, dann England u. in weitem Abstand Frankreich und andere Länder. Versuche der Südoststaaten, zu einer engeren Wirtschaftsgemeinschaft auf dem Wege über die Gewährung von Präferenzen zu gelangen, sind bisher gescheitert. Das Wohlergehen der Südoststaaten hängt nicht von solchen internen Wirtschaftskombinationen ab, sondern von der Schaffung dauernder und sicherer Absatzmärkte für die Erzeugnisse des Südostens. Nach diesem Grundsatz hat Deutschland bei der Durchführung seiner Handelspolitik diesen Ländern gegenüber gehandelt und damit entscheidend zur Behebung der Wirtschaftskrise des Südostens beigetragen. jf m Uä ik. Trauung. In der Filialkirche »Na hribernici« fand am Sonntag, den 25. d. die Trauung des hiesigen Schneidermeisters und Hausbesitzers Herrn Johann Jakop mit Frl. Marie Kos, Besitzerstochter, statt. Als Trauzeugen fungierten für den Bräutigam der Holzindustrielle u. Gastwirt Herr Bartholomäus Kuzman und für die Braut der Grundbesitzer Herr Josef K u z m a n. Wir gratulieren! ik. Besitzwechsel. Der beim hiesigen Holzindustriellen Kuzman als Holzmanipulant bedienstete Franz Podpečan hat dieser Tage von den Eheleuten Piki das sog. »Kuglerhaus« käuflich erworben. ik. Der erste Reif stellte sich in unserem Talgebiet am Morgen des 26. April ein. Da sich der Großteil der Obstbäume noch nicht ■ in der Blüte befindet, dürfte der verursachte Schaden kaum nennenswert sein. ik. Schülerexkursion, Am 26. April unternahmen einige Klassen der hiesigen Volksschule unter Leitung ihrer Lehrerschaft eine Exkursion in die etwa 8 km von hier entfernte, am Fuße der Rogla" alm liegende Holzindustrieansiedlung R‘v kovec, wo unter Aufsicht des Forstbeamten Herrn Primožič Anpflanzungen von Fortstpflanzen vorgenommen wurden. Freitag, zg. April. Ljubljana, 12 Schallpl. 18 FrauenslUnX 18.,20 Schallpl. 18.45 Französisch. 19 Nachr.. Nationalvortrag. 20 Bunte Stunde. — grob, 19 Konzert. 19.30 Nat-wnalvortrag. -J1 Konzert. — Prag, I7.15 Streichquartet - 17.40 Deutsche Sendung. 19.30 Männerchur. 19.40 Hörspiel. — Zürich, 17 Funkorchester- 10.40 Schallpl. 20.20 Schubert vierl,ä"-d-g- — Budapest 17.30 Zigeunermusik. Oper. — Paris, 19.15 Schallpl. 20.30 M-stlerabend. — London, 18 Konzert. 19-R Funkorgel. 20.15 „Turand-ot". Oper. /'" Mailand, 17.15 Klavierkonzert. 21 Hör,p>k • — Wien, 7.10 Frühkonzert. 12 Mittagskow zerl. 15.20 Wachauer Frühlingsfest. O"1 Konzertstunde. 18.35 Reisen in der SahaiK 19.15 Wachauer Frühlingsfest. 19.45 Muj-j' Haltungsmusik. — Deutschlandsender, 18-st Kammermusik. 19 Bunte Stunde. 20 Wl3.11* tasten auf der Wurlitzer Orgel. — Berlin, 18 Konzert. 19.20 Lieder aus Finnland. -st Bunter musikalischer Abend. — Breslau, i1 Schallpl. 19 Tönende Instrumente. 20 2)um ter Abend. — Leipzig, 18 Konzert. V-w Hörfolge. ,20 Bunter Abend. — MiiNlhell 18 Schallpl. 19.15 Klingender Reigen. -0.1 Großer bunter Abend. Musikalische Familie. »Man sieht cS Ihren Kindern an, daß sie sehr musikalisch sind.« — »Das kann man doch nich sehen!« — »Doch — die reinen Orgelpfeifen, wenn sie nebeneinander stehest-s Logisch. »Herr Ober, in dem B|el schwimmt ja eine tote Fliege.« — :>w' ha! Sie wollen mich wohl uzen, 106,11 Herr. Eine tote Fliege kann doch übd' haupt nicht schwimmen.« . , Im Zweifel. »Hat der Film eigentlm' ein glückliches Ende?« — »Weiß ist nicht.« — »Ich denke, du hast ihn _ ke' sehen?« — »Das schon; aber die beide' haben sich dann doch zum Schluß 3C' heiratet!« Roman von Bernhard Lonzer Copyright by Gustav Neugebauer, Prag I. Irenes absolut treffsicheres Urteil über einen dreijährigen Trakehner, der in der mittelsten Box stand, ließ Westphal aushorchen. „Na, na!", staunte er. „Das sicht ja — wenn das Wort erlaubt ist — ganz nach zünftigem „Pferdeverstand" aus —" Irenes Äugen bekamen einen -satten, dunklen Glanz. „Das kämt so ungefähr stimmen. Die Pferde sind und waren immer meine besonderen Lieblinge. Ich hin mit Ihnen groß geworden, bin schon als achtjähriges Mädchen mit meinem Lehrmeister aus der Pampa um die Wette geritten." „Das ist ja interessant. Da will ich Ihnen gleich mal was ganz besonderes zeigen. Voll blut. Edelster Stamm. .Ein ganz prächtiger Bursche, leider aber ein ausgemachter Satan. Heißt ja auch so. Hat bis jetzt noch keinen Sattel, geschweige denn einen Reiter aus dem Rücken gehabt. Läßt sich das Sattelzeug einfach nicht anlegen. Leider — oder Sott sei Dank — ist er nicht mein Eigentum. Ein Bekannter hat ihn mir während seiner Nord landreise in Pflege gegeben. Und den Stallburschen gleich dazu, ein anderer darf dem Gaul nicht nahekommen." Irenes Augen blitzten -vor Erwartung. Frau Westphal blieb in respektabler Entfernung zurück, während Irene mit den Herren der nächsten Stalltüre zuging. Westphal die Tür. „Fritz!" Ein sehniger Bursche mit faltigem Gesicht, in schwer zu taxierendem Wer, trat ohne sonderliche Eile heraus. _ „Ist Satan in Stimmung, Besuch zu emp saugen?", fragte Westphal. „Die Dame mach tc ihn gern mal sehen." „Wollen ihn mal fragen", entgegnete der Bursche gleichmütig. „Er ist draußen auf der Koppel." Frau Westphal schien aufzuatmen und kam nun auch näher. Sie gingen über den Hof. Hinter einem, der Stallgebäude lag die Koppel. Von weitem schon sahen sie ‘ das glänzend schwarze Vollblut regungslos, in beinahe resignierter Haltung dastehen. Das Tier rührte sich auch nicht, als sie herankamen. Irene stellte sachkundig bei sich rrii: Große Schulterfreiheit, kurzer Rücken, gut gestellte Beine. Der Kopf fein gezeichnet, die Ohren kurz und rassig geschnitten, die Entfernung zum Kinnbacken weit. Alles in allem: wirkliches Vollblut! „Darf ich, mal in die Koppel gehen und ihn ganz aus der Nahe betrachten", fragte Irene. „Ich bin mir erst bann über ein Pferd klar, wenn ich mit ihm gesprochen habe." „Am Gottes willen", entsetzte sich Frau Westphal. Der Bursche sah Irene mit einem halb geringschätzigen, halb mitleidigen Blick von der Seite an. „Sollte eine nette Unterhaltung werden!" knurrte er. Irene schien es nicht zu hören. Mit vor-leneigteui Oberkörper und in die Hüften gelegten Hände stand sie da und beobachtete das Tier. Jeder Nerv an ihr schien gespannt. Plötzlich wandte sie sich dem Burschen wieder zu: „Also, ich werde in die Koppel gehen" Er hob das hagere, verwitterte Gesicht. „Tut mir leid. Kann ich nicht zugeben." In Irenes Augen erschien sekundenlang ein blitzendes Sicht auf. Sie trat einen Schritt auf den Burschen zu. „Hören Sie mal zu, mein Lieber: Ich sagte eben, daß ich in die Koppel gehen werde, nicht währ? Also tue ich es auch. Unter allen Umständen! Zu Ihrer Beruhigung lei Ihnen gesagt, daß ich schon manchen Mustang unter mir gehabt habe, von dessen Wildheit Sie wahrscheinlich nicht die leiseste Ahnung haben." Er ließ einen forschenden Blick über sie bingleiten. Dann wandte er sich achselzuckend ab und begann, sich eine Zigarette zu drehen. Jetzt schauen auch die ändern, daß Irene wirklich Ernst mit ihrem Vorhaben war. Man versuchte, sie davon abzuhalten. Mer sie hob die Hand mit einer Bewegung, die jeden Einwand und jede Mahnung verstummen ließ. „Einen Augenblick, ich bin gleich wieder da", sagte sie, wandte sich und ging mit raschen, schwingenden Schritten davon, dem Hof zu. Hinter ihr schwirrten aufgeregte Stimmen durcheinander. „Um Gottes willen!" wiederholte Frau Westphal bestürzt. „Das sollten Sie auf keinen Fall zugeben, Rainer. Das kann ja das größte Unglück geben." Rainer hob ratlos die Schultern. Er selber aufs höchste überrascht, weniger Irenes Vorhaben an. sich, als über die M'st Seite ihres Wesens, die sich so plötzlich °Ue barte. ... Nach wenigen Minuten kam Irene 5ul'll.j Sie war auf ihrem Zimmer gewesen, mit raschem Griff ihren Reitanzug auS noch unausgepackten Koffer hervorgeholt M angelegt: eine knapp sitzende, kurzärnie-b rote Bluse, zu der ihr dunkles Haar in vollem Gegensatz stand, die schwarze "‘st1. Hose und juchtenlederne Reitstiefel. Eine tu Spannung schien ihren ganzen geschmeid'-ch Körper anzufüllen. Ihre blauen Augen m reu dunkel von einem inwendigen Licht- st fremdes Geschöpf! Von einer ganz anmutenden und betörenden FremdF1. Mit trunkenen Blicken starrte Westph3st,„st, an. Auch Rainer spürte eine namenlose sonnenheit. War das Irene? War da-.- 1 kühle Irene Böllinghaus? So fremd, wie Irenes Erscheinung mutete, war auch ihre Stimme: üt) „So . . . Nun wollen wir mal iePcU,,lll, Freund Satan sich auf eine vernünftige -terhaltung versteht." Niemand sagte mehr einen Einwand>• Irene trat an die Stelle des ffoPF ^ nes, die dem Vollblüter am nächsten ^ Sie ließ ein eigenartiges Schnalzen -M das wie ein Lockruf klang. _ _ Satan rührte sich nicht. Aber seine ' uw spielten Plötzlich. Irene schien ein wenig schneller zu a f Wieder ließ sie den schnalzenden Iep hören. Rainer und Jürgen schien es 3 chent Maße unfaßbar, wie man sich1" -Brunst in diesen einfachen Zungenschmg gen konnte. ., (Fortsetzung Rus der Sportwelt !l|WIIWIIIIIII!lilHllllllltllll[llllllllllllllllllll[ll[m^^^ . Zahresbilanz des GGK. Maribor Oer Sportklub »Maribor«, der trotz verschiedener Schwierigkeiten nach wie ^°r in den vordersten Reihen der lokalen Portbewegung šteht, hielt gestern cnds >m Jagdsalon des Hotels »Ore!« seine 18. ordentliche Jahreshauptversammlung ab. Die Tagung verlief im Zeiten sportgerechter und durchwegs sachlicher Diskussionen und bewies, daß im ‘■cißschwarzen Lager noch immer der al-e Sportgeist über die Mißhelligkeiten des ‘‘tags zu siegen vermag. Den Vorsitz der Tagung, der u. a. Dicktor Dr. T o m i n š e k, Magistratsdi-pCktor Rodošek und Vizedirektor ..cifer beiwohnten, führte der vergüte und schon durch ein Dezennium erfolgreich wirkende Präses Dr. S t a-0 I, der nach herzlichen Begrüßungs-''Orten zunächst dem in der Triglav-ordwand verunglückten Savo D o m i-eli, dem letzten der alten Fußballer-sarde, einen warmen Nachruf hielt und ann in längeren Ausführungen die wich-'gsten Begebenheiten des vergangenen Jahres umriß. Das Fehlen eines Sport-aUes, die schwierige finanzielle Lage “d nicht zuletzt die des öfteren mangeln-^c Disziplin wirkten zusammen, daß der erein im vergangenen Jahre gleich drei ‘Cktionen (Schwimmen, Tischtennis und ^Cchtathletik) aufzulösen gezwungen ciar- Trotz alldem stellten sich Erfolge in "'•einen Sportzweigen (Tennis, Fußball) ^ln> sodaß der Klub, der nun bald das ^cite Jahrzehnt seines Bestandes beschließen wird, dennoch einer verhei-, u,1gsvolleren Zukunft entgegenblicken ann- Die Sportplatzfrage, die noch im-, er in akutem Stadium steht, muß frti-.er oder später gelöst werden, da damit 'c Lebensfrage des Klubs abhängig er-e||eint. d ausführliches Referat legte sodann u enisige Vereinssekretär Pino Konic der an Hand genauer Angaben die ^clseitige Tätigkeit deš Klubs beleuchte-e’ gleichzeitig aber auch alle Mängel Zeigte, die sich im nunmehr abgelaufe-Sportjahr bemerkbar machten. Sekre-Konic beschäftigte sich dann noch “gehend mit den einzelnen Sektionen c* unterstrich die vielen Schwierigkei-i die die sportliche Entfaltung beein-pMigten. . j. einen erschöpfenden Bericht über die ^“'-‘Uzielle Gebarung wie überhaupt über e stets fortschreitende finanzielle Ge-l,1“(iung des Vereines arbeitete der uner- j yU(Jliche und für den Aufschwung unse- j ]yS Sportbetriebes hervorragend tätige bpS-S*er Direktor Loos aus. Den Kassa-z ‘r'cht brachte Vizedrektor Pfeifer d-1' Verlesung. Direktor Loos sprach bei \ve.Ser Gelegenheit allen, die in irgend-j c eher Weise an dem Aufbau des Klubs b' “H genommen hatten, seinen innigsten 0. “k. aus, der in erster Linie dem Klub-,n “lann Dr. S t a m o 1 galt, der es er-.Süchte, daß die Schuldenlast geregelt Crden konnte. “schließend folgten die Berichte der s seinen Sektionsleiter. Die Fußball-c- Don. die im Industriellen Desni-einen vortrefflichen Leiter fand, hatte b z des verlorenen Sportplatzes nam-Sc, c Erfolge aufzuzeigen. Die Mann-eroberte den dritten Platz in der k[Q “''Verbands - Meisterschaft (Gruppe bnrd). Von den 26 ausgetragenen Spie-3 gewann sie 14 und verlor 9, während s ““entscheiden schlossen. Das Gesarnt-ve re lautet 64 : 61. Die Sektion zählt 74 w^zlerte Mitglieder. Die Reservemann-SD; ,ft absolvierte 12 und die Jugend 11 b j “ c- Die meisten Spiele trug Jos. Kir-l5]s aus, und zwar 306, dann Koren X ' Duško 114, Ogrizek 97 und . r e n t 76 Spiele. ! diTennis zeitigten vor allem Pi “nmer kräftiger hervortretenden Juso J,en ausgezeichnete Erfolge, und dies D‘l bei heimischen wie auch bei aus-Vfih n Turnieren. In der Meisterschaft Maribor holten sich Albane že, Škapin und Mešiček die ersten drei Plätze, während an Frau Voglar und Frau Babič der zweite und dritte Platz der Damenkonkurrenz fielen. Als Klubmeister gingen auch im Vorjahre A1 b a n e ž e und Frau Voglar hervor. Im Wintersport nimmt der SSK Maribor nach wie vor eine führende Position ein. Freilich beeinträchtigte der fehlende Schnee das ausgearbeitete Programm, doch konnte man sich genug oft über die ausgezeichnete Verfassung einiger. Läufer überzeugen. Insbesondere waren es Fanedl und P o d b u k o v š e k, die die meisten Erfolge zu verzeichnen hatten. An der Spitze der Sektion steht nach wie vor unser verdiente Wintersportpionier V. Golubovič. Über die Ereignisse, die sich in der L e i c h t a t h 1 e t i ks e k t i o n zugetragen hatten, erstattete Diplomkaufmann Košt o m a j einen erschöpfenden Bericht, in dem er zunächst die vielverheißenden Anfänge der sportlichen Betätigung der reorganisierten Sektion aufzeigte, aber auch gehörig die Machenschaften seitens des Verbandes peitschte, der an der Auflösung der Sektion die größte Schuld trägt. Nach Verlesung des Berichtes der beiden Rechnungsprüfer Direktor P o g aČ n i k und Kaufmann M a~ stek, entspann sich eine längere, aber durchwegs sachliche Debatte, worauf die Wahlen durchgeführt wurden. Mit Stimmeneinhelligkeit wurde wiederum Zahnarzt Dr. S t a m o 1 zum Obmann gewählt, während in den Ausschuß Magistratsdirektor Rodošek, Kinounternehmer Gustin, Magisratsbeamter Konič, Direktor Loos, Oberbaurat Ing. Baran, Frau Zora Ravnik, Diplomkaufmann Koštomaj, Primarzarzt Dr. Lutman, Direktor Rybaf, Professor Sevnik, Tanzmeister Simončič, Rechtsanwalt Dr. Vauhnik und Schriftleiter Voglar berufen wurden. Die einzelnen Sektionen werden leiten Direktor F. Babič (Tennis), Industrieller Desnica (Fußball) und Buchhalter Golubovič (Wintersport). Der erweiterte Ausschuß setzt sich zusammen aus Ing. Brodar, Großindustrieller Hutter, Drögerist Kanc, Direktor Krejči, Dr. Marinič, Kaufmann Preac, Cafetier šerec und Direktor Zupanc. Den Aufsichtsausschuß bilden Kaufmann Borič, Kaufmann Ma-stek und Direktor Pogačnik, während in das Ehrengericht Rechtsanwalt Dr. ! Ravnik, Rechtsanwalt Dr. štor und Di-\ rektor Dr. Tominšek gewählt wurden. Erfolg der jugoslawischen Fußballauswahl Die beiden Garnituren *>er jugoslawischen Fußballauswahlmannschast trugen gestern wiederum zwei WetMmpse aus. Wahrend die B-Garnitur vom Exstaatsmeister BSK 3:1 (1:0) geschlagen wurde, mnq die A-Mannschast den Debrecziner Bocskai mit 0:1 (6:1) nieder. Lesnik schoß allein fünf Treffer, je zwei erzielten BoLaviL und Pleše, während die beiden restlichen Autogoals der Ungarn waren. Die jugoslawische Auswahlmannschaft hinterließ diesmal einen weit günstigeren Eindruck als in den vorherge-gangenen Probespielen. : SÄ. Rapid. Fallz es am heutigen Nachmittag regnen sollte, findet die Spielersitzung heute, Donnerstag, um 20 Uhr im Klub-Heim (Hotel „Zamorec") statt. Zu erscheinen hat die erste Mannschaft sowie die Reserve und Jugend. Zur Besprechung gelangt die Fahrt nach Villach. • Fußballstädtekampf Maribor Ljubljana. j Anläßlich des alljährlichen Unterverbands-tages Plaut der LNP für Sonntag, den 2. Mai ein Städteslpiel Maribor—Ljubljana. Das Treffen, dem ein Jugendspiel zwischen „Železničar" und einer Kombination „Maribors" und „Rapids" voraugehen wird, wird im „Lelczniear"-Stadion stattfinden. : Die Ligakämpse werden erst am 30. Mai wieder weitergeführt. Nur „Eo-ncordia" und „Jugoslavija" wollen ihr Match am 17. Mai in Zagreb zur Erledigung bringen. Dem Bor schlag „Gradjanskis", das fällige Treffen gegen „Hajduk" bereits am 2. Mai auszutragen, haben die Dalmatiner äbgelchnt : Ungarischer Schwimmtrainer bei der „Jl«rija". Der SK. Ilirija hat auch in diesem Jahr den Bekannten ungarischen Schwimmer und Wasserballer Hohl als Trat net seiner Schwimmsektion engagiert. Hohl trifft bereits am 1. Mai in Ljubljana ein und wird zunächst im gedeckten Schwimmbassin der „Ilirija" als Training auf ne ist men. : Deutscher Wasserballmeister nach Ljubljana. Der SK. Ilirija wird heuer ein großzügiges Schwimmprogramm zur Abwicklung Bringc.u In den letzten Maitagen wird in Ljubljana zum ersten Male eine1 deutsche Wasserballmannschaft gastieren und Mir kommt der vorjährige Wasserballmeister „Wasserfreunde 96" aus Hannover nach Ljubljana.' Aus CeSie c. Evangelische Psarrgemeinde. Nochmals sei darauf hingewiesen, daß Donnerstag, den 29. April,, abends um 8 Uhr im Saal des Evangelischen Pfarrhauses ein allgemein zugänglicher ' Lichtbildervortrag des Inspektors der evangelischen Gemeinde in Ptuj. des Herrn Mag. Leo B e h rb a I k stattsindet. c. Gemeindetagung. Die nächste ordentliche Sitzung des Stadtrates findet Freitag, den 30. April, im Beratungszimmer der Stadthauptmannschäft statt Beginn um 18 Uhr. c. Hundesperre aufgehoben! Die Stadt-Haupt Mannschaft gibt bekannt, daß die Hundesperre im Siadtbereich Keife mit 26. April aufgehoben wurde. c. Neues Berghrim. Umreit der Station Poljčane, von den Keifer Stadtbergen aus leicht sichtbar, liegt der 980 Meter hohe, nicht leicht zugängliche Berg Boč. Dieser Berg, der nur eine Aussichtswarte trägt, müßte jedem von uns teuer sein durch Wolfram von Eschenbachs Parzioal, der seine Helden von Zilje (Keife) über Rohas (Rogatec) an die Drau ziehen läßt und dem bei der Schilderung des Berges Monsalvatsch der schöngosormte imposante Bor oorge-fchmebt haben mag, wie man ans de,, angeführten Ortsnamen und der Beschreibung des Weges und der Gegend schließen kann. Auf diesem Berge, um den allerlei Bolks-sagen schweben, soll bis zum Jahre 1939 ein Touristeuheim erbaut werden. Die Arbeiten will die Ortsgruppe Poljčane des Slowenischen Alpenvereins durchführen. Wir hier in Kclje freuen uns über diesen Plan sehr, da wir zu den Bergheimen südlich, westlich und nördlich unserer Stadt mm auch eines im Osten bekommen, das uns bisher so sehr gefehlt hat. c. Gewerbeansstellung, Der Verein „Celjska obrtna razstava" in Celje veranstaltet Heuer und zwar in der Zeit vom 1. bis 15. August in Celje eine großangelegte Gewerbe ausstellung, für welche bereits starkes Interesse herrscht. Dreiviertel aller Ausstellungsräume sind bereits vergeben. Dieser Gewerbeschau wird auch eine Hopfen- und Zuchtviehausstellung angegliedert sein, was für Celje zum Teil eine Neuheit bedeutet. Der übliche Vergnügungspark wird natürlich auch nicht fehlen. c. Die Kammer für Handel/Gewerbe und Industrie in Ljubljana hält Dienstag, den 4. Mai im Beratungszimmer des Hanvets-gremiums der Stadt Celje (Razlagova ulica 8, Parterre links) einen Amstag für Celje und Umgebung ab. Der Parteieuver-kchr findet Mische,, 8 und 12 Uhr statt c. Fahrraddiebstahl. Dem Fleischhauermeister Franz Sabine ist am 2,2. April aus dem Hof eines Hauses in der Gosposka ulica ein Fahrrad im Werte von 1700 Dinar gestohlen worden. Der Gendarmerieposten Podčetrtek konnte nun den Täler, einen ge- die natürliche Haarnahrang. Verhütet und bekämpft Haarausfall, fördert den Haarwuchs und hält die Kopfhaut gesund. Es be-seitigtSchuppenfastüberNecht. Stellen Sie noch heute eine Flasche auf Ihren Waschtisch Silvikrln, die Erfindung des berühmten Biologen Dr. Weidner, ist das neue Präparat,das durch äuBerliche Zufuhr organischerHaar-baustoffe die haarbildenden Gewebe wirksam ernährt und zu neuem, gesundem Haarwuchs bringt. Silvikrin-Lotlon Din 27— Erhältlich in allen einschlägigen Geschäften Sorgen Sie für Ihre Kopfhaut, dann wird Ihre Kopfhaut für Ihren Haanwuchs sorgen. Ihre Kopfhaut braucht Sflvikrin. wissen Dragotin Mikec, aussorzche,, u#* verhaften. Ttas gestohlene Fahrrad hat M -kcc in Zagreb verkauft. M§ißt$t6~Cli&6iäk Wie „Martha" eAstmch Kleine Erinnerungen an Mei- steroper. Von Dr. von Andr e-e w s-k-y. Friedrich von Flotow, der Komponist einer der volktümlichsten deutschen Oper — »Martha« — erzählt m seinen wenig bekannten Erinnerungen von dem Aerger, den er in Paris durch Theaterdirektoren hatte und der dennoch der Anlaß zur Komposition seiner erfolgreichsten Oper wurde. Flotow begab sich aus seiner deutschen Heimat nach Paris, das damals ■— es war in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts — als musikalisches Weltzentrum galt. Der junge Musiker hoffte, ein Werk in der Komischen Oper unterbringen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, trat Flotow mit einem französischen Textdichter in Verbindung, der ihm auch versprach, einen Operntext zu liefern, aber nur unter der Bedingung, daß Flotow ihm die Genehmigung des allmächtigen Direktors der Komischen Oper bringen soll. Der junge Komponist begab sich daraufhin ins Theater und ließ sich bei dem "Allgewaltigen melden. Der Direktor war aber nicht da. Am nächsten Tage wiederholte Flotow seinen Besuch und erhielt denselben Bescheid. Sodann versuchte der energische junge Mann den scheinbar vielbeschäftigten Direktor hi seiner Wohnung zu erwischen. Der Lakai erklärte ihm aber: »der gnädige Herr ist nicht zu Hause«. So ging es von Tag zu Tag, bis nach vielen Monaten Flotow im Vorzimmer der Direktorwohnung einen neuen Bediensteten fand, der ihm vertrauensselig eröffnete, daß der gnädige Herr zu Hause sei. Jetzt glaubte sich Flotow am Ziel seiner .Wünsche. .Wie groß aber war seine Ent- iäuschung, als er durch die Tür eine verärgerte Stimme vernahm, die sich darüber beklagte, daß ein »deutscher Monsieur« ihm keine Ruhe ließe. Dabei gab der Direktor dem Diener die Weisung, den aufdringlichen jungen Mann stets fortzuschicken. Ohne den Bescheid des Dieners abzuwarten, lief Flotow aus dem unfreundlichen Hause. Er gab jedoch seinen Versuch, den Herrn Direktor zu stellen, nicht auf. Es mußte nur ein neuer Weg gefunden werden. Flotow verkehrte, wie es die Mode der Zeit war, in vielen aristokratischen Salons, die einen ausländischen Musiker — und sei er noch so bescheiden — gern als Gast bei sich sahen. Im Salon des Obersten Castre erzählte nun Flotow von seinem Pech beim Direktor der Komischen Oper. Mme. Castre, die ein weiches Herz hatte, versprach nun, ihrem Schützling eine Zusammenkunft mit dem Unnahbaren zu vermitteln. Ein Hauskonzert sollte veranstaltet werden, bei dem eine junge Dame, die eine schöne Stimme hatte, Vorsingen durfte. Als Begleiter war »Monsieur de Flotow« vorgesehen. Zu dieser Gesellschaft war auch der so schwer erreichbare Direktor eingeladen. Die junge Dame, die, wie Flotow versicherte, wirklich eine sehr schöne Stimme hatte, gab eine Opernarie zum Besten. Der Direktor der Komischen Oper, zeigte sich in der Tür des Salons, um aber sofort, und zwar ohne Abschied zu nehmen, zu verschwinden. Diesmal war Flotow so entmutigt, daß er, ohne das vorgesehene Konzertprogramm auszuführen, die Gesellschaft verließ. Mehrere Monate vergingen. Eines Tages bekam Flotow eine Einladung zu einem seiner französischen Freunde, einem Herrn St. Georges, und schlug ihm vor, an der Komposition eines Balletts teilzunehmen. Ein recht sonderbarer Vorschlag — drei Komponisten sollten je einen Akt eines Balletts liefern! Dennoch nahm Flotow den Vorschlag mit Begeisterung an und ging sofort an die Arbeit. Aber auch der Uraufführung des Balletts standen schwere Hindernisse entgegen, sodaß der deutsche Musiker bereits an einen bösen Stern glaubte. Die Hauptrolle in dem Ballett sollte nämlich eine junge, noch unbekannte Tänzerin übernehmen. Der Direktor der Großen Oper, in der die Uraufführung vor sich gehen sollte, glaubte aber nicht an das Talent der Tänzerin und erwirkte beim Ministerium eine Verschiebung des Termins in der Hoffnung, eine anderen Darstellerin der Hauptrolle zu finden. Der Direktor behauptete, daß er die Kosten der Inszenierung, die sich auf die gewaltige Summe von 100.000 Francs beliefen, nicht riskieren könnte. Wieder stand also ein Theaterdirektor dem unglückseligen Komponisten im Wege! Diesmal sollte sich jedoch alles zum Guten wenden. Plötzlich erschien bei dem Direktor ein würdiger alter Herr und legte einen Scheck in der Höhe von 100.000 Francs auf den Tisch. Er war bereit, die Kosten der Inszenierung zu übernehmen, um, wie er erklärte, »das junge Talent der schönen Tänzerin zu fördern«. Schmunzelnd steckte der Direktor der Großen Oper den Scheck ein, das Ballett wurde aufgeführt und erzielte einen großen Publikumserfolg. Einige Jahre später kam aber Flotow aut den Gedanken, den Stoff des Balletts, das »Lady Harriet« hieß, in eine Oper umzuwandeln. Aus dem heute längst vergessenen von drei Komponisten gelieferten Machwerk wurde die Oper »Martha«, die heute noch zu dem eisernen Bestand des Spielplans aller Opernbühnen gehört. v Am billigsten und gut speist man im Plznerkeller A. Senica, Tattenbachova. Erstklassige Naturweine. echte Hauswürste, Kübelfleisch und r i bekannte Äbendspezialitätcn. 4324 Rettungslos. »Warum hast du denn Knoten daß ich einen im Taschentuch?« »Damit ich nicht vergesse, Alkoholgegner geworden bin.« »Aber du trankst doch gerade zwei Schnäpse hintereinander?« »Leider! Wenn ich mir den Mund abwische, merke ich immer erst den Knoten.« DIE DREI MUSKETIERE 1 / » > -vl UMFW L saswK Batersreuden Während 'dieser furchtbare Auftritt zwischen Lord Winter und Mordauut stattfand, saß Athos freudestrahlenden Gesichts und hörte mit Andacht auf Raouls Berichte von der Front und seinen eigenen Taten. »Hast du wirklich an der Schlacht bdi Lens teilgenommen?« »Aber gewiß! Du solltest nur gesehen haben, wie Seine Hoheit die Bataille^ an der Spitze seiner Heeressäule lenkte! Ein Held ist er, ein gottbegnadeter Heerführer! Man würde gern sein Leben für ihn opfern!« »War der Prinz auch mit dir zufrieden?« »Das glaube ich wenigstens, hat er mir doch den Auftrag gegeben, zusammen mit einem seiner auserwählten Leute nach Paris zu reiten, um die Königin die gute Meldung zu überbringen und die eroberten Fah nen zu überreichen. Außerdem bat er mich, seine Schwester Frau de Lougueville grü- ßen zu wollen und ihr für 'das Geschenk zu danken, das sic ihm durch mich gemacht liabe.« Athos zog Roul an sich, küßte ihn auf die Stirn und sagte stolz: »Du hast gut angefangen, mein Junge! Bei deinem General, einem königlichen Prinz, bist du wohl angeschrieben, und gleich am ersten Tage, an dem du von der Front zu-»ückkommst bekommst du Vortritt sowohl bei der französischen als auch bei der englischen Königin!« »Ach was! Aber ich hätte fast vergessen, Ihnen mitzuteilen, daß ein englischer Edelmann, der sich bei der Königin Henriette befand, mich bat, Sie grüßen zu wollen. Erstellte sich als alter Freund aus Ihren Musketierjahren vor, bat mich um Ihre Adresse und versprach Ihnen noch heute einen Besuch abstatteu zu wollen.« Eichholzer’scher Besitz in Slovenjgradec. bestehend aus Gasthof, Fleischhauerei und Oekonomie, ist wegen Erkrankung der Besitzer gün stig zu verkaufen. Näheres beim Besitzer- 4329 Brücken-Waage (mit verschiebbarem Gewicht, eiserne, Tragfähigkeit 500 kg, sowie Eisensparherd zu kaufen gesucht. Anträge unter »F. M.« an die Verw. 43O0L Kaufe zu vollem Werte Sparkassenbücher, jeden Betrag, der Ljubljanska kreditna, Mariborska Mestna hranilnica, Prva brvatska štedionica, Deutsch. Vorschuß-Verein in Ptuj. Angebote unter »Voll-wert« an die Verw. 4234 & Opel-Sportwagen, gut erhalten, billig zu verkaufen. Adr. 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