Nr. U«. Hlänumeral! onlprli«: Im somptoii »anzj. N. ll, halbl. N. 5 5«. ffiir b!e Zufiellun«, in< H»u» halbi. 50 li. Mit bei Poft ganz,, fi. l5, halbj. ff, ? 50. Samstag, 20. Mai. 187«. Anttlicher Theil. «Ye. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 13. Mai d. I. dem Staatsanwalte Mathias Czyszczan in Tarnow in Anerkennung seiner ausgezeichneten, aufopfernden und erfolgreichen Dienstleistung das Ritterkreuz des Franz Ioseph.Ordens allergnäoigst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Mai o. I. den Professor der pathologischen Anatomie Dr. Alfred Bic-sla de cti in Kralau zum Stalthaltereirathe und Lanoes-Sanitätsreferenten für Galizien allcrgnädigst zu ernen-"en geruht. Lasser m.p. Sc. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst« Entschließung vom 12. Mai d. I. dem Post' Ulntsexpedicnten Wenzel Delano wsly in Prag in «lierlennung seiner vieljährigen, treueil und eifrigen Pflichterfüllung das silberne Aerdiensttreuz mit der Krone allergniidigst zu verleihen geruht. Der Minister des Innern hat den Bauadjuncten Alois Geyer zum Ingenieur für den Staatsbaudienst in Steicrmarl ernannt. Nichtamtlicher Theil. Iournalftimmen. Die Presse erhält Details über den in Kon. stzntlnopel jungst infolge eines Putsches der Softas voll» z°Y«l,tn Regletungswtchjcl, welch: den letzteren als das Ergebnis einer Coi'spiration erscheinen lassen, die ihren Sitz in den vielen zur Disposition gestellte,, Würden trügern der Pforte selbst hat. Es läßt sich darnach begreifen, meint das Blatt, wen» die in Belli» oersam» Melt gewesenen Staatsmänner durch die eisten Nach» richten von dem Sturze dlS Großoe^iers und von der gut «lttürtischen Methode, wie derselbe sich vollzog, in ihrer Gtmüthsruhe erschüttert wurden. Die Tagespresse wünscht im Interesse des Heeres, wie des Volles dringend, daß die Delegationen sich ernstlich mit der Reform der Verpflegung der Armee beschäftigen und in dieser Richtung eine posi'ioe Initiative «nlfallen möchten. Die Vor st adl.Zeitung plaidiert für thun. Ochste Ersparungen beim Heeresbndget und spricht ins- besondere einer Herabminderung deS Präsenzstandes und Verwendung der hiedurch zu ersparenden Vetväge zur Verbesserung der Mannscbaftskost das Wort. Die Deutsche Zeitung befürwortet die Aen. derung des bisherigen Wahlmobus der Delegation im unmittelbaren Anschlüsse an den neuen Ausgleich, um den föderalistischen Beigeschmack unseres Delegations» wesenS, dem zum großen Theile da« Anwachsen des Militärbudgets zuzuschreiben sei, endlich zu beseitigen. Den derzeitigen Stand der Orienlfragc erörternd, anerkennt das Tagblalt, baß Graf Andrassy in der Hauptsache die Position aewahrt habe, die Oeste, reich in Anspruch nehmen muß. Von den Delegationen aber oer. langt das Blatt, kund zu geben, daß Oesterreich mit offenen Augen und mit voller Kenntnis der Thatsachen in die Action eintrete, daß es bezüglich der Ereignisse der Zukunft sei.irn Willen mit der Nothwendigkeit m Einklang zu bringen vermag. Die Neue freie Presse constatiert, daß das Erwins der berliner Diploinatenconferetiz recht wol aecignel sei, eine beruhigende Wirkung zu üben. Bis das Memoire des Fürsten Gortschaloff der öffentlichen Klilil anheimgestellt seil, werde, müsse max sich an der unzweifelhaften Thatsache genügen lassen, daß. von jeg. lichem Gewaltmittel abgesehen, auf Intervention und Occupation verzichtet und die Integrität der Türkei reipccticU woldcn ist. Die Quote und die Zoll-Restitution. Nachstehender Arlilrl. den wir der ..N. sr. Presse-entnehmen, verdient seiner fachgemäßen und objectiv ge> haltenen Erörterung des obgenannlen Themas wegen du allseitigsle Beachtung. Das genannte Vlatt schreibt: ..Wir haben aus m>>ner Ansicht lein Hehl gtmacht, wonach unter den sämmtlichen Bestimmungen des neuen «usakichs die an Ungar', gemachte Eonccssion in der Zoll-RtstilulionS-Angele^enhell das eeringste Bedenken zu erregen necignel ist. Betal'ntlich hatte dir ungarische Reaieruna gleichzeitig mi: den unter diesem Titel erhobenen Ersatzansprüchen gefordert, daß der österreichische Staatsschatz anch jenen Theil der V^rzehrungestcucr an Unaarn rückvcrgüle. der für in Oesterreich erzeugte, aber in Ungar» consuuuerte vcrzehrunMcucrpflichlige Waren in Oesterreich eingehoben wird. Sie wies darauf hin, daß die Biersteuer in Oesterreich 22 Millionen, in Unaarn dagegen blos 14 Millionen, die Zlickersleuer in Oesterreich 1l Millionen, in Ungarn 12 Millions trage, und eillürte es für unmöglich, daß der beider, seitige Eonsum dieser Verschiedenheit des SteuerellrageS entsprechen sollte. In der That soll gar nicht bestatten werden, daß « »ir dies wiedeiholt schon hervorgehoben halten, darf die Ver« i.ehrungSsteuerfrage nur im Zusammenhange mit den anderen Punctationen des Ausgleichs beurtheilt werden. Es ist wahr, daß Ungarn durch den Ausgleich in seinen Verzehrungssteuern geschädigt wird; aber eS »irb durch denselben Ausgleich gerade mit Rücksicht auf diese Gchndt« gung in der Quotenfrage begünstigt, eS participiert überdies an den Elträgnifsen des Zolles auf Colonial» waren uno Südfrüchte — der ja im Wefen auch eine Art Verzehrungssteuer ist — in bedeutenderem Maße, als seinen eigenen Eonsumtionsorrhältnissen entspreche» würde, und es ist laum fraglich, daß diese Begünfti-gungen zusammengenommen schwerer wiegen, a!« die oben geschilderten Nachtheile. In Ungarn ließ m»n sich allerdings durch die colossale Differenz im Erträgnisse der beiderseitigen Zucker« und Viersteuer zu de« Glauben verleiten, daß es sich hier um sehr bedeutende, mit vielen Millionen ln» Gewicht fallende Nachtheile handle; man vergaß, daß auch der wirtliche Eonsum Ungarn» an diese,, beiden Waren im Verhältnisse zum lionfum in Oesterreich verschwindend gering ift. Zucker und Bier sind in Oesterreich Vollsbedürfnisse, in Ungarn Lurusbedüifnisse, und die Zucker- und GierMe »üroen daher selbst an den etwaigen ungarischen Zwischenzoll' schranken nur schr spärliche Erträgnisse liefern. Diesen Theil seiner i5orderl«ngcn mußte Ungarn in der That fallen lassen. Weitaus verwickelter und schwieriger gestaltet ftch aber die Frage hinsichtlich der Zoll-Restitutionen, die beiln Exporte verzehrungssteuerpflichtiger Waren, insbe sondere aber des Zuckers, gezahlt werden. Diese Neftilu. tionen wurden im Sinne des 1K67er Ausgleiches von Feuilleton. Insubordination. «Me Erzählung nach den Mittheilungen eines englischen Seemannes. (Fortsetzung.) « Vlein erster Gang war nach dem Consulat. um T^" Schweiger aufzusuchen. Herr Dysart war im Nlldtn gewesen, hatte sich jedoch von da nach dem stlütr A°^ Nurnabat begeben, wo der Consul mit pakl, '""Ulie ein Landhaus bewohnte. Dieser Umstand Bch^, trefflich in meinen Plan. Ich forderte Herrn ^n ?^ iu einen» Spazicrgange auf und schickte mich ^"luck '" s""" Begleitung den Eapitän Forcard lNeist i?^.' Derselbe verkehrte, wenn er am Land war. ^ desss^ ^m dicht am Meere gelegenen Kaffeehause. »Nachte h stelle heute das 0al6 iuißläis steht. Ich es gelang .Herren "'^ meinem Plane bekannt, und ,S' ^^ endlich, ihre Einwendungen zu besirgcn. borgz^. sollen leinen Theil nehmen an dem, was Nusgg ' Si> sollen nur hören und sehen, um, wie der können k ^^ sein möge. nölhigenfalls bezeugen zu Welch.« c^° es nicht ein Mord, sondern ein Duell war. über ei„ ^ von Vurnabat nach dem Hafen führte Dhsart" großen türkischen Begräbnisplatz, den Herr ^luno ^?""en mußte, wenn er, wie ich anzunehmen bey Bcktt k' b°" der Villa des Eonsuls direct nach dlnht b i"rücklehren wollte. Nach diesem Vcgrabnis-^ dtr^l?"' "^' "'^' Schweiger, Forcard und ich, "Hm icll c"^ ^u diimmerl, begann. Dicht am Wege ^ "uf einem Grabe hinter einem turbangeschnckcklen Grabsteine Platz, meine Begleiter bittend, sich etwas zu entfernen, jedoch nahe genug zu bleiben, um auf meinen ersten Ruf herbeieilen zu können. Eine tiefe Stille herrschte in diesem Reiche des Todes; das Geräusch und Getümmel der Stadt schlug nur von Zeit zu Zeit wie ein leises Summen an mein Ohr. Ich war, angesichts des von mir selbst herauf, bcschworcnen Wcndepunllcö meines Geschickes, vollkommen ^ ruhig, vollkommen kalt. und selbst das Harren auf meinen Feind regte mich nicht im mindesten auf; wie mein Schicksal sich auch gestalten mochte, ich war auf alles gesaßt. Jetzt gingen ein paar tief verschleierte türkische Weiber vorüber, spater ein Lastträger, dann ward wieder alle« still. Endlich ließen sich aufs neue Fußtritte vernehmen ; ich schaute auf, und an der englischen Marine' Uniform erkannte ich schon von weitem meinrn Mann, ohne daß mein Puls bei dem Anblicke dessen, den ich todten oder von dem ich getödtet werden mußte, nur im geringsten schneller schlug. Ich wartete, bis er dicht an mich herangekommen, dann trat ich plötzlich hinter dem Grabsteine hervor, der mich bis dahin seinen Blicken entzogen hatte. «Guten Abend. «>c,itcnant Dysart!" Bci meinem unerwarteten Anblicke wich Lieutenant Dysart unwilllinlich einen Schritt zurück, und auf seinem Gesichte zeigte sich jene verdächtige Vlässc. die ich bei der Annäherung einer Gefahr noch jedesmal an ihm bemerkte. ..Wie kommen Sie hierher und was uchrn Sie hier?" fragte er in scinem gewöhnlichen Tone der Autorität, durch welchen indessen immerhin cinc gewisse Unsicherheit hindurch klang. Wie ich hierher komme?" antwortete ich. ..Direct vom '.Neptun!" Was ich hier suche? Ihre Blässe. Herr. zeigt mir, daß Sie es bereits errathen haben: ich suche Sie selbst, Lieutenant Dysart." „Und nun, Herr Hobhouse, was wollen Sle also doppette''^'^' "' ""Wnd seine Blässe sich «r- ..Als Midshipman." antwortete Lieutenant Dviart Sie. von Disciplin an Vor" in s Schiffes nicht ferner die Rede sein können " ^ «3^ ^"'st das vollkommen. Herr." enwanrlr lch. ..Was Su da sagen, ist in der Thll unbeftr" ^ "^" °"> fuhr Lieutenant Dysart mit größerer S.cherhe.t fort, wenn Sie einsehen, baß ich «echt habe ^ ."^ ^>" l'ch "'5t ""igern, mir sofort °„ dVn Nord des ..Neptun" zu folgen. Was Ih« ungehörige Annäherung von heute betrifft, so werde ich die elbe zu vergessen m,ch bemühen'." ' '" ^s»H"^ D°": für Ihre Großmut!,, Lieutenant Dysart!" erwiderte ich. ..Nur Schade. d°h dieselbe di N'ü'ver'^' von Ä N"" "i" in« Ziem^rin ' 890 den gemeinsamen Zolleinkünften vorweg abgezogen, Oesterreich und Ungarn participierten also an den dadurch erwachsenden Lasten nach dem Verhältnisse von 7 zu 3. Die Ungarn waren hier abermals im Rechte, wenn sie darauf hinwiesen, daß ihr eigener Export an derartigen Waren ein verschwindend geringer ist, daß sie demnach durch den Ausgleich gezwungen werden, mit nahezu 30 Perzent an der Rückvergütung einer Steuer zu participieren, welche Rückvergütung nach Recht und Billigkeit von jener Staatskasse zu leisten wäre, welche die betreffenden Steuern eingehoben hatte, also von der österreichischen. Zwar gilt auch hier dasselbe, was be< zügllch der Verzehrungssteuern gesagt wurde, daß nemlich die Abmachungen über die Quote gerade mit Rücksicht auf diese Venachtheiligung Ungarns getroffen wurden; aber es wäre ungerecht, leugnen zu wollen, daß diese Venachtheiligung infolge der irrationellen Steuergesetzgebung im Laufe der letzten Jahre einen Umfang erreicht hat. an welchen zur Zeit, als der Ausgleich geschlossen wurde, niemand ernstlich denken konnte. Die gesammten Restitutionen (fur Zucker, Vier und Spiritus) stiegen » von 2 7 Millionen Gulden im Durchschnitte der Jahre l 1865 bis 1867 auf nahezu 8 Millionen im Durchschnitte der Jahre 1872 bis 1874; der Antheil Ungarns an dieser Last wuchs also während der Dauer des Ausgleiches von rund 810,000 fl. auf 2 4 Millionen Gulden, während die Restitutionen, die an seinen eigenen Grenzen bezahlt wurden, auch im Durchschnitte der letzten drei Jahre eine halbe Million nicht überstiegen. Der Grund dieser Steigerung liegt aber in folgendem: Die Huckerfabricanten zahlen die mit 40 95 kr. für den wiener Zentner oder 36'/, kr. für den Zoll« zentner verarbeiteter Rübe berechnete Steuer nach dem Pauschalierungsgesetze vom 18. Oktober 1865 nicht mehr nach dem wirtlich verarbeiteten Rübenquantum, sondern nach der Leistungsfähigkeit der Werlsvorrichtungen und der Zeitbauer ihrer Verwendung. Nun hat sich aber diese Leistungsfähigkeit durch die inzwischen eingetretenen außerordentlichen Verbesserungen de« Betriebes wesentlich gesteigert, so daß die Steuer, die noch immer nach Maßgabe der vor zehn Jahren bestandenen Leistungsfähigkeit gezahlt wird, in Wirklichkeit zwischen 20 und 30 kr. für den Zentner Rübe schwankt; die Export-Bonifica« tion dagegen wird nach wie vor mit 5 fl. 59 kr. für den Zallzentner Raffinadezucker, also unter der Annahme berechnet, al« ob die 15 3 Zentner Rübe. die zur Erzeugung dieses Zuckerquantums dienten, mit je 36^/, kr. versteuert würden. Dadurch zahlt der Staat den Zucker-fabricanten eine Prämie für den Export, er läßt es sich einige Millionen im Jahre tosten, daß der ausländische Lonsument billigen Zucker erhalte, und diese Prämie hat naturgemäß die Tendenz, sich fort und fort zu stei» gern, denn je größer sie für den einzelnen Zentner Zucker wird, desto größer werden auch die Efport.Quan-litaten. Nun ist der Verlust Oesterreichs allerdings, dem Quotenoerhältnisse entsprechend, noch weitaus bedeutender als der Ungarns; aber das letztere Land ist in sei, nem gulen Rechte, wenn es fragt, wieso es dazu kommt, den österreichischen Zuckerfabricanten eine von Jahr zu Jahr wachsende Prämie zu bezahlen. Wir haben sogar allen Grund, den Ungarn dafür dankbar zu sein, daß sie durch ihre erfolgreiche Weigerung, an den dadurch geschaffenen, ganz ungerechtfertigten Lasten ferner zu par< ticipieren, auch die österreichische Regierung zu einer »So werden Sie mir erlauben, meinen Augen mehr Glauben zu schenken, als Ihren Versicherungen, und Ihnen zu sagen, daß ich mich, unbekümmert um Ihre Absicht, durch Sie für beleidigt halte und von Ihnen Genugthuung fordere." «Und welche Genugthuung verlangen Sie?,, fragte el, während seine Lippen eine fast bläuliche Farbe an. nahmen. ..Vedarf es noch der Frage?" erwiderte ich. „'Sie sehen hier einen Degen an meiner Seite. Sie selbst tragen den Ihrigen; oder, wenn der Degen Ihnen nicht «noeniert, so habe ich hier ein Paar Pistolen mitge bracht, die mir gehören und sehr gut sind, und außerdem noch ein Paar andere, die, nicht minder gut, einem meiner Freunde gehören; zwischen beiden habin Sie die Wahl." „Sie wellen also, daß ich mich mit Ihnen schlage?" ..Gewiß!" ..Aber bedenken Sie auch, Herr Hobhouse, daß es einem Midshipman verboten ist, sich mit seinem Lieute. nant zu schlagen?" «Genug für Sie, wenn e« nur einem Lieutenant nicht verboten ist, ftch mit einem Midshipmann zu schlagen." ..Aber, Herr Hobhouse, Sie vergessen oie Folgen, welche ein Duell zwischen Ihnen und mir haben muß!" ..Holzen? Beunruhigen Sie sich nicht darüber. Entweder Sie todte« mich, dann sind Sie gerechtfertigt, o» Capitän Wright von meiner Absicht, Sie zu einem Duell aufzufordern, spätestens morgen früh unterrichtet fein wird, und zwar durch einen Vrief von meiner eigenen Hand; oder ich lödte Sie. und dann kann von Fol< gen für Gie nichl mehr die Rede sein.« Maßregel drilnqttn, die von rechlswegen schon lai^e hätte in Angriff genommen werden sollen, nemllch zu einer Reform der Zuckerstcuer. Man mußte an Ungarn das Zugeständnis machen, daß beide Theile an den Re. stltutionen künftighin nur nach Maßgabe ihrer eigenen Production zu tragen haben. Principiell wäre es allerdings richtiger gewesen, die Pertheilung der Restitutions, last nach Maßgabe de« von beiden Staaten thatsächlich bewerkstelligten Efports vorzunehmen; allein dann wäre es nöthig gewesen, jede Sendung derartiger Waren mit Ursprungszeugnissen zu versehen, «aS für den Verkehr eine sehr wesentliche Nchinderung gewesen wäre. und so zoq man es denn vor, und wir glauben mit Recht, den Verteilungsschlüssel nach den Produktionsmengen zu accepticren, was, im ganzen genommen, leine wesentlich verschiedenen Resultate ergeben dürfte. Da nun die ungarische Rüben-Production im Durchschnitte der letzten fünf Jahre, über welche genaue Ausweise vorliegen (1870—1874) ungefähr 11 Perzent der österreichischen beträgt, so hätte Ungarn, wenn die Export«Vonificatlo-nen nach wie vor auf derselben Höhe blieben, hinlünflig statt zwei Millionen Gulden bloS ungefähr 800.0lX)fI. unter diesem Titel zu zahlen, demnach einen Gewinn von 1'2 Millionen Gulden. Dies wird aber nicht geschehen. Die Reform der Zuckersteuei wird die Tribut, pfticht des Staates an die Zucker-Er^uger sowol für Oesterreich als für Ungarn wesentlich reduzieren, sie wird insbesondere jenen Export beseitigen, der nicht auf einer gesunden, in den Productions Verhältnissen gelegt nen ConcurrenzFähigleit, sondern lediglich in der NuS-beutung deS Staatsschatzes begründet ist, und die Differenz, die sich im Verhältnisse zum 8t2.w8 czuo Hiit« nach den neuen Abmachungen für Ungarn ergcht, wird damit zum Nutzen beider Theile wesentlich geringer werden." Aus den Delegationen. Die Thätigkeit der österreichischen Delegation concentriert sich gegenwärtig i»i den Arbeiten der ein» zelnen Ausschüsse, von denen der Finanz, und der B udaet' U u Ssch u ß am 17. d. M. längere Sihun< gen hielten, deren Verhandlunge« wir Nachstehendes ent« nehmen: In der Sitzung des Fi nanzauS s ch usse s der österreichischen Delegation referiert Freiherr v. Winterstein über das Budget des Reichs.Finanzministeriums. Die Titel 1, 2 und 3 werden in der abaerun-dcten Summe von 172,000 fl. im Ordinarium ange« nommen; der Antrag des Reichs-Fiilanzmlnistirs auf Zusammenziehung dieser drei Titel wird abgelehnt. — Titel 4 bis inclusive 9 des Erfordernisses werden sowol im Ordinarium als im Extra Ordlnarium nach der Regierungsvorlage genehmigt; ebenso die Bedeckung und der Titel „Pensionselat". Die Ausweise übcr die bei dem gemeinsamen Ministerium in Verrechnung stehenden Fonds beantragt Referent zur Kenntnis zu nehmen und außerdem folgende Resolution zu fassen: DaS gemeinsame Ministerium wird aufgefordert, bti Aufstellung deS Voranschlages für den gemeinsamen StaalShaushalt der österreichisch-ungarischen Monarchie für daS Jahr 1878 auf die Verwendung der «ntbehr-lichen Kapitalien des Militär-StellvertrelerfondS Bedacht zu nehmen. Für die Resolution spricht sich Dr. Vrestel aus mit dem Hinweise darauf, daß die Interessen des Mi-litär-StellvertreterfondS ohnehin in die ordentlichen Einnahmen gelangen und nicht mehr zum ursprünglichen Zwecke verwendet werden. Schaup spricht ebenfalls dafür, well eS eine schlechte Wirthschaft sei, für Capitalien 4 Perzent einzunehmen und 6 oder 7 Perzent für An« lehen zu bezahlen. Gegen die Resolutioa sprechen Freiherr v. Wio -mann und Dr. Gislra. Der letztere meint, man solle an den Ausgaben sparen, nicht aber die vorhandenen Kapitalien ausgeben. Es seien hier nur finanzielle Erwägungen zu berücksichtigen, denn es könnte bei den Veränderungen des WehrgeseheS der StellvertrelerfondS wieder nothwendig werden. Dr. Brestel betont, daß durch die allgemeine Wehrpflicht das Stelloertrelerwesen entfallen ist, und daß der FondS für außerordentliche Ausgaben wie Ka« nonen und Anschaffung von Werndl.Oewehren, oer. wendet werden soll. Dr. Demel hofft eine größere Sparsamkeit, wenn die Verwendbarkeit des Stelloertreterfonds ausgesprochen ist, und verweist auf die ähnliche im Jahre 1872 ge-faßte Resolution. Klier wünscht, daß die vorhandenen Fonds zur Dcckung der gemeinsamen Auslagen so sehr als möglich herangezogen werden. Dr. Herbst erklärt gegenüber dem Finanzmlni« ster bezüglich der Eompetenz, die derselbe bestrltten, daß diese schon aus der Einstellung und Rückzahlung des Prioritäten-AnlehenS deS österreichisch.ungarischen Lloyd in die Einnahmen deS Ministeriums deS Neuhern zu folgern sei, weil sonst daS Ministerium mit der Ein-stellung ein« VerfassungSverletzung begangen hätte. Man hätte die Eentralactioen schon früher veräußern sollen; große Verluste wären dadurch erspart geblieben. Dr. Demel wäre für die Heranzllhung des Stelloertreterfond«, insoferne dessen Vorhandensein als Kriegsschatz angesehen weiden könne. ' Dr. Vrestel: Im Falle der Vblehnung deS An-träges müsse er bei den Einnahmen des Kriegsmim" fteriums beantragen, daß ein Theil des Kapitals dts Stellvertretcrfonds als solcher eingestellt werde. ^- Die Resolution wird mit großer Majorität angenommen. Dr. Brestel gibt zu Protokoll, daß er sich vor-behalte, die Einstellung der Bedeckung aus dem Stell« Vertreterfonds für die Anschaffung der neuen Kanv!«» zu beantragen. Ueber Antrag des Referenten Winterst ein wird der Voranschlag des gemeinsamen Obersten Rechnung«' hoses conform der Regierungsvorlage genehmigt. — Endlich referiert Winterstein über das Zollgesallt und beantragt die Einstellung von 1l Mill. Gulden. Dr. Giskra wünscht in den Gericht dcn M' behast aufgenommen, daß die Einstellung nur unter dcü> Vorbehalte der Aufrechthaltuna des Zollbündnisse« gl' schehe. Nachdem Brestel und Schaup sowie der Berichterstatter sich gegen diesen Vorbehalt erklärt hatten, wir» der Antrag des Referenten angenommen und der Antrag Gislra'S «''gelehnt. Ueber die Sitzung dee B u d g el a u «sch u sse^ der österreichischen Delegation vom 17. d. M. licgl l"' gender Bericht vor. Delegierter Demel referiert zunächst über das Eltra.Ordinarium deS Kriegsbudgets. Kapitell, Titili wird unverändert genehmigt. Bezüglich des Titel 2» , Waffcnwesen", beantragt Referent nach der Regierung^ vorläge 8.500,000 fl. als zweite Rate zur VeschafM des neuen FeldarlilleriematerialeS zu bewilligen, jedoch diesen Betrag dem Stellvertretcrfonds zu entnehmt' Dr. Gislra fragt, ob sich das Gerücht, daß tie Kaliber/ stärke der neuen Feldgeschütze sich als zu gering erweill und man deshalb eine Verstärkung derselben in AuSsM genommen habe, bewahrheite, wodurch die Besorgt einer neuerlichen Umgießung der Geschütze entstünde FML. v. Venedet erwidert, daß vM einer U^ ünderung deS geringen Kalibers in ein stärkeres nielM' die Rede war, sondern daß es sich nur um die Ansch^ fung zwlicr italiber und zwar cines leichlelen und e>"^ schwereren handle, welcher Unterschied, als ein abse^ nothwendiger, immer bestanden habe. Bezüglich der ^ fetten erklärt Redner, daß die Anfertigung d-rselben^. Privatindustri: anfänglich einige Schwierigkeiten bl^' tete, diese Schwierigkeiten aber bereits gänzlich veh«^ seien. Der Reichs-Finanzmmister Baron Holzgeth" spricht gegen dle beantragte Heranziehung des Ste^M' treterfonds. Winter stein erklärt sich gegen den «lnttag '" Referenten, die zu bewilligende Summe dem StelM' treterfonds zu entnehmen, well derselbe mit der dies' bezüglich gestern beschlossenen Resolution im Widerspr"^ slehe. Auf eine Interpellation des Delegierten Sch^ weshalb von der nothwendig werdenden PferdeanM' fung zur Bespannung der neuen Geschütze leine 3»^ ^ sei, erwidert FMV. Benedel. daß dlcse ivage erst "^ Vollendung der neuen Ocschlitze zur Austragung 8^ gen lünne; im Ganz:n wlndc eine Vermehrung ^ 520 Pferde im Fliedensstande nothwendig sein, ^ dieses Titels wird über Anting Bauhans statl ^ 1.021,800 fl. mit 692,000 eingestellt. ^ Post 3, „Armierung des neuen Forts IS^l bei Komor,',", prüliminiert mit 100,000 fi.. wird^. Antrag des Referenten abgelehnt. Post 4, „6^, . geschütze für Pola, wird nach der RegierungsvorlaS^, nehmigt. Ebenso Titel 3, dagegen wird Titel 4, ^l-rüstung der CauaUerie mit Eisenbaynzers.ürui'g^ zeugen", im Betrage von 10,000 fl. gestrichen. ^, Eap. 11., Titel 5 und (i werden conform ^ ^d gierungsvorlage angenommen. Cap. 111., „^^d 2 UnterlunflSerforderniS, Ulbungsplätze", Post ^ "^e" werden nach der Regierungsvorlage genehmigt, ",^„," wird Post 3, „Erbauung von zwei Dynamit-MaB ,Mt prälimlnierl mit 29,000 fi., abgelehrt. Post ,^„gS-Post 5 desselben Capitels werden nach der M« erste Vorlage angciommcn, Titel 8 deS E^ipittlS /^^»al Baurate zur ÄusfiN^una einer Eisenbahn >'" Ziaal^ zu WitN ulld VeU'indunll derselben mit '"" ^lch^' bahnhofe". präliminicrt mit 44,500 fl., wird a"^ Hc< Der Antrag des Referenten, die zweite N«le 5 z„il schafsung eines ncuen Feldartllerie - Malecia'^^ 8.500,000 fi. nach der Regierungsvorlage ""^'^.iz wurde angenommen, der Antrag jedoch, 5"^ ^ «M' den SlellvertrelerfondS heranzuziehen, vorlaut ^' " .sitz"^ In der um 5 Uhr begonnenen ^ben°' M' referiert Dr. Demel über den Titel 9 des l5k" ^, rlums des Heereserfordtlnisfes und werden ° a M 1 bis 7 nach seinem Antrage in Ueberemst'M" ^ der Regieru"geoorlaae bewilligt. Die Post v, ^, u" im Bettenmagazin zu Wien", mit 25M1'l- «^M ter Berufung auf den vorjährigen Estrich ^g«°" abgelehnt. Titel 10 wird conform der" U' 50 l läge mit 84,840 fi. bewilligt, «ei T"" ' ^l°" ' setzung des Baues der beiden Festungswerl ^ " entspinnt sich eine längere ^F legierten Wimerstein, Schaup, >''« "^ii i"Hr und Groß theil nehmen, und w.rd, a^ „g d«! jähre, über Antrag des Referenten die M"», Post beschlossen. 691 Bei Titel 12, „Vauraten", wird die Post 1, „Be. endigung des Werkes Igmand bei Komorn". mit 100.000 Gulden gleichwie im Vorjahre abgelehnt, Post 2, „Pol. lendung der Infanterie- und «lrtillerielaserne in Pola", mit 200,000 fl., in Uebereinstimmung mit der Neaie« rungsvorlage. angenommen. Bezüglich der unter Titel 13, „Jahresrate flir die Herstellung einer neuen Spc« ciattarte der österreichisch ungarischen Monarchie", eingestellten »Forderung im Vetrage von 476,625 fl. beantragt Dr. Oislra nach einer längeren Debatte, diese Post mit Nlicksicht auf die finanzielle ttage der Monarchie zu strei chen und die Bollendung der Speclallartc günstigeren BerbMnissen vorzubehalten, worauf FMi«. Benedet auf den namhaften Schaden hinweist, der durch die Einstel» lung der Arbeiten entstehen tonnte. Widman rügt, daß österreichische Mappierungsablheilungcn Karten von der Herzegowina und Bosnien mit großem Kostenaufwande herstellen, bevor die österreichischen Kartenwerke vollen, det sind. Sturm glaubt, dah aus der Verschiebung der Voll:ndung der Specialtarten bloß eine langsome« An. fertigung der Karte die Folge sein werde, und daß bei dem constatierten Mangel an Offizieren manche Map-pierungsarbeitcr zu anderen Dienstleistungen verwendet werden können. Auf die Anfrage Winter steins, in welcher Weise die bei den MappierungSablheilungen beschäftigten Ossi» ziere nach deren Auflösung uerwendel würden, erwidert 5ML. v. Benedet. daß manche derselben nicht zum Trupp ndienfte gehören, daher als übercomplet geführt werden müßten. Berichterstatter Demel beantragt hierauf die un» geschmälert Bewilligung der RegierungSforderung, wo» gegen Brestel unter Hervorhebung der Nothwendigkeit, liberall, wo dies zulässig erscheine, mit strengster Spar» snmteit vorzugehen, beantragt, die Jahresrate pro 1877 für die Herstellung der neuen Spcclallarte nur mit 300,000 fl. zu bewilligen. Dieser Antrag wird angenommen. Die unter Titel 14 eingestellten Gebühren der Ue» berziihligm per 550,000 fl. werden genehmigt, Endlich referiert D e m -, l über die zum Eftraordi» narium des Kriegsministeriums für 1876 angesprochenen Mchtragscredite, welche nach seinem Antrage nach der Regierungsvorlage genehmigt werde«,, u. z. als Mehrer, fordernis für Naturalien»Verpflegung, zur Erbauung eines Depots in Petlau, als Entschädigung der Bau» Unternehmung Sigon und Consorlcn und zur Sicherung d«s linlen Donau, und des rechlrn Waag-UferS in Co> worn, im Gesammtbetrage von 637,778 fl. Politische Uebersicht. llaibach, 19. Mal. DieDeleg ation des österreichische!, Relchsralhes hält heute in Pest Sitzung. Auf der Tagesordnung stehen : Berichte des Vudgetausschusses über 1. den Vor» anschlag des Reichsfinanzministerlums; 2. den Voran» schlag des gemeinsamen obersten Rechnungshofes; 3. die Bedlckungspost „Zollgefiille". Inbetreff der Anwesenheit unserer Minister in Pest meldet die „Budav. Corr.", daß Freiherr v. Pretis und Ritter v. Lhlumecly am 16. d. mit Herrn v. Szell conferierten; bei dieser Gelegenheit sei der ^oäu8 proosäsuäi für die weiteren Verhandlungen, ^entlich die Vankangrlegenheit betreffend, besprochen ""d chcilweise festgestellt worden. An den weiteren Be-lprechungen mit den ungarischen Ministern werde auch "lcihtrr v. Lasser theilnehmen. Die Rückreise der iister« Aschen Minister nach Wien ist für Ende dieser Woche projectiert. Der Municipalausschuß der Stadt Pest hat vor. Mern die Zumuthung, gegen das Ausgleicheprogramm h'Tisza's zu demonstriere", entschieden zurückgewiesen. H^H in Kaschau ist eln Versuch gemacht worden, «ine ^'ifestalion gegen den Ausgleich in Scene zu setzen. h,h Arrangeure, Anhänger der Rechten und der Linken, H»^ es aber nicht einmal zu einem anständigen 8no-h a'ntiwe gebracht; ihrer Einladung ist nur eine se °°°ll wahlberechtigter Bürger gefolgt; diese beschlos-il»r l,"' bangem Hin und Herreden, beim Reichstag "nd'^aud'ges HoUgMt und Bank zu petitionieren ^tn Abgeordneten in diesem Sinne zu instruieren bish^tz aller Dementis beschäftigen sich die preu« ^o°tsllb kälter f°rl und fort mit Gerüchten von dem ^lnph^ln Ru^wc des preußischen Flnanzministers ^ruln "n "' Neue Nahrung finden diese Gerüchte wie-^'lchoh °tr vor einigen Tagen von dem Abgeordneten tarier ^"bertcn Annahme, Fürst Bismarck wolle den Vertr»., " ^'^ "bem ganzen Schwärme von Interessen, seille n'. '' wie die „Vossische Zeitung" sich ausdrückt, «llerd^'krstiitzung leihen. Eine solche Politik würde it, »in,? schwerlich mit den Grundsätzen EamphausenS X"« zu bringen sein. "Iour., l ^nris, 16. d. M., wird gemeldet: DaS ^runc, 'x °^.el" veröffentlicht heute nur die Vefür. Nicht ... b"rn v. Marcöre zum Minister des Innern, ^bgtor!, °"^> bie allgemein erwartete Ernennung des Public,., /"' ^aye zum Unter.StaatSsecretär. Die ..Re« ^"c.M lranfaise" findet ..die Hallung des Marschalls ^'gnet l" dieser ganzen Ministerlrise tadellos u>,d "tlche n ^^ Männer recht gründlich zu entmuthlgen, "°H °uf seinen Beistand hoffen mochte», um den Geist der Verfang zu fälschen und den National, willen in Schach zu hallen." Was Herrn Faye be-lriffl, so soll er erst nach einigem Zaubern sich ent. fchlosfen haben, den Posten eines Unter-StaatSsecretärS im Ministerium des Innern anzunehmen. Die akademifche Jugend von Paris beging gestern das Begräbnis Michelets. Deputationen wurden von den Universitäten Toulouse und Montpellier, ferner aus Rumänien, Spanien und Italien erwartet. Es heißt auch, daß die pariser Studenten ihren fremden Kameraden zu Ehren ein Vantet veranstalten wollen. Die aus Berlin in London einlaufenden Tele« gramme über das Ergebnis drr Verhandlungen der drei Minister werden, wie die „E. E." schreibt, mit sehr lebhaftem Interesse und im ganzen beifällig erörtert. — ..Times", „Daily Telegraph" und „Hour" erklären die Nachricht, daß zwischen den drei Kalsermächten eine voll» ständige Einigung erreicht worden sei, als an sich durch, aus befriedigend. Wie der „Bersagliere" aus Rom meldet, zeigt Baron Rothschild infolge der in Paris eingetroffenen Meldungen über die Wahrscheinlichkeit der Verwerfung der Baseler Convention durch die Kammer mehr Geneigt, heil, die Verhandlungen wieder aufzunehmen und einige Abänderungen des finanziellen Theile« der Convention zu acceptieren. In der Schweiz hat die FabritSgeseh.Commiffion den zehnstündigen NormalaiveitStag nicht festgehalten. Der hierauf bezügliche Artikel lautet in der Form, in welcher er angenommen wurde, dahin, daß die Dauer der regelmäßigen Arbeit eines TageS nicht mehr als 11 Stunden, an den Vorabenden von Sonn» und Feier, tagen nicht mehr als 10 Stunden betragen solle. Frauens» Personen sollen unter keinen Umständen weder zur Sonntags-, noch zur Nachtarbeit verwendet weiden. Kin< der, welche das 14. Altersjahr noch nicht zurückgelegt haben, dürfen nicht zur Arbeit in Fabriken angehalten werden. Telegramme der englischen und französischen Blätter bestätigen, daß die Lage in Konstant; no pel fort* während eine kritische ist, und daß die Soft as (Stu« oentm) die Herren derselben sind. Ein Telegramm der „Daily News" sagt, die Studenten hätten eine „wun-derbare Revolution" durchgeführt, aber sie seien noch nicht am Ende ihrer Forderungen; denn sie bestehen auf der Ernennung Midhad Pascha's zum Grohvezier und betrachten die Stellung Mehemed Ruschoi's nur als eine provisorische. Der „Monitcur Universel", bekannt» lich das Organ des Herzogs Decazes, schreibt: „Die Affaire von Salonichi gewinnt täglich an Wichtig, leit. Mau hat Oruno, zu befürchten, daß es sich hier nicht nur um eine vereinzelte Thatsache, sondern um cin muselmännischcs Eomplot gegen die Christen handle. Man besorgt neue Unruhen nicht nur in Salonichi, sondern auch in Konstantiuopel und anderen Städten des türkischen Reichs. Die Aufregung der Muselmänner ist so groß, ihre Drohungen sind so unvcrhüllt, daß die Christen alles ins Wert setzen, sich für die ihnen drohenden Gefahren vorzubereiten. Mau macht sich also auf ernste Ereignisse gefaßt, wofern nicht die Regierung von Konstantinopel entschlossen daran geht, die Schuldigen streng zu bestrafen und der revolutionären und antichristliche!! Bewegung.im Lande Einhalt zu thun." Ueber den Aufstand in Mexico wird in new. Yorker Blättern vom 14. d. M. aus Rio-GrandeCily berichtet, daß der General Escobena an jenem Tage bei Camargo unweit des Rio Grande ein heftiges Gefecht bestand, wobei 300 Mann gefallen und 1000 verwundet worden seien. Auf welche Seite sich der Sieg ge. neigt habe, wußte man in Rio'Grande Jubiläum als Inhaber des Regiment« die GMckwÜufche darzubringen und Sr. l0n. Hoheit eine aus diesem Anlasse versüßte Geschichte de« vaterländischen Regiments zu Überreichen. — (Da« rothe Kreuz.) Der Verein sllr Pflege ver-wuudetei mid lranler Krieger in Petersburg hat im Laufe be« Vorjahre« und deS laufenden Iah«« vier Sauilätstrain« flir die Lazarelhe in Ragusa, Grahovo, Lastelnnovo, Dallilovgrad und Monlenlglo ausgerüstet. Am 9. Mai ging da« Ergänzungs.Per-sonale dahin ab, mil 2L0 Pud Spitalsrequisill» und «0,000 Rubel für Reise- und Kranl nauslagen. Da« Personal besteh« au« dem Vertreter de« Geheimralh Panjulin. dem «rzl Pauloff und den F'ldfcherinnen °u« °cm drillen Lorp« Alhauejev» und Lebedev». Der Zug dllrfle dicseNage in Wien eintreffen. — (Ein Schreiben Wrangel«) Eine Schülerin der höheren städtische« Töchterschule zu Virlefeld. bereu Vater ein eifriger Autographenfammler 'st. wandle fich lurzlich an den Felb-Mlltsch«ll Mangel in »erlin mit der Vitte, ihr eine Paar Zeilen von seiner H«nd zugehen zu lassen, womit sie ihrem Papa «ine freudige Ueberrafchnng zu bereiten gebenle. Umgehend erhalt sie folgende, in großen. lr«ftigen und fehr leserlichen Zügen «eschrie-bene Zeilen: „Slarl, wo e« gill, ftch felbst bezwingen; Schnell, »o e« gilt, ein Opfer bringen; Treu, wo e« gilt, der Lieb' und Freundschaft leben; Mild, »o e« gilt, bem Feinde ,u verzebenl Wrangel. Felbm»rschall." Die »dresse lautete »örtlich. „Ihrer Hoch«vohlK«l>or»n bem Fräulein D . . . in der höheren ftäbtilcheu Töchterschule bei V'llen» feld." von der Post »or der Orl«n»me durchstrichen mil dem Vermerk: „Vielleicht Vielejeld?" Die Worte „mir" uud „nnch", mit denen Wrangel bekanntlich in ewiger Fehde steh:n soll, sind hier sehr geschickt vermieden. — sLin jugendlicher «lbenteurer) Der isOM» rige Gymnasiast Horft von Neust ist «m 8. d. abend«, »ahrfchem« lich in Gesellschaft einer jungen Schauspielerin, »u« vreslan verfchwunden unb dürste mit der fchlesifchen Eisenbahn sich nach Oesterreich gefiuchtel haben. Al« besondere ll«nnzt,chen de» tzlllch« tigen fügt die „Viestauer" ihrer Mittheilung bei: Der jugend« liche Abenteurer, welcher gewöhnlich ein Monocle trägt und e»n selbstgefällige« «uftrelen hat, ist im Vefihe einer Varschaft und einer silbernen Nemont«ir-Uhr." — (Epilog zum Diftau zritl.) Der vielgenonnte „Radanlant" wurde diefertage vom leopoldftlldler vezirlsgeruhtt in Wien selnem Eigenthümer, bem Grafen Do»i«U Telely sen., zugesprochen Im Donath-Salvischen Prozeß Hot der Advokat Donath belamitlich da« Pferd mit Vefchlag belegt. Vrzill«richler D'nner hat nun, nach Nuhösmiu. mehrerer Magnaten, der E>n» sptache de« Grafen Telely Folge gegeben, und „Rabamant" gelangte demnach wieder m den vesih seine« rechtmäßigen Eigen« thlimer«. — (Ein große« Nssecuranzgei chilft) »urbe die» serlage zwischen Müncheu und Wien abgeschlossen. Die in erste» rer Stadt befindlichen Vllter, resp. Objecte der Kunilgewerbe« Nuestellung, gelangten um den Vetiag von fünf Mlllionen Viarl zur Vrlsichelung, und sind hieran «n erster Reihe fünf deutsche und eine schweizerische Nssecuranz-ilnftall betheiligt. Von wiener Gesellschaften participieren an dem Geschäfte die wiener Ruckoer-sicheluna>Elstllschllst, die ..Securila«," „Konlirunlal" »c. mit Summen von 20.000 r>« 50,000 Marl und einige in Wien da« NllckoeisicherungSgeschllft betreibende englische Institute »it gerin« geren Veträgrn. Die betreffende Versicherung wurde auf d«u Namen des Münchener Kunftgeweibe-Verein« efsectlliert und lantcl anf die Dancr von sechs Monaten. Die Prämie, die hiefür be-zahlt wmbe, betiägt '/,„ Perzent. — (Tee-Unfälle au der österreichisch-ung«, rifchen «liste im Jahr« 1U75.) Zufolge Aufforderung or« l. t. Handelsministerium» veröffentlicht die Seebehoroe iu Trieft alljährlich eine Uebersicht über dle läng« der öfierreichlsch-ungarischen KUste fiotlgehablen Gee-llnjälle u»ler Angabe de« Orte», der Ursache, dt» Schaden« und de« Verlufte« an Menschenleben. Dilsrm Ausweist ist zu entnehmen, daß in der Zeit vom l. November 1U74 b»« linde Oltober lt>75 im ganzen 68 Gcc-Unfälle stattgefunden haben, worunter b?i 17 Schlffe« der vollkommene Verlust zu beklagen ist; lü Schiffe hithon waren üNerreichifch'Ungarische. Der durch Havarien sowie durch Ver» lust von Schiff uud Ladung verursachle Schaden betragt V2.40I fl,, wovon 40,dttli si auf osterrfichisch»ungar»sche Schiff« enlfaUen. Der Flnggr nach participiere« an den KU See.Unfällen 45 öfter-reichifch^ungalllche, i> italienische, !j Llitchische, Ü ,url,fche Schifte, 1 holländische« unb 1 »merilanische« Schifi. Im ganzen ver» unglllcklen 13 Personen. — Die Handelsmarine verlor im abge. laufenen Jahre mit Einschluß der in anherdsterreichifcheli Gewässern zugrunde gegangenen und verschollenen Schifft ,m ganzen 30 Schisse. — (Was Äewyorl gelostet hat.) Da« Eiland, auf welchem jetzt die Stadt Newyorl steht, oertnuften im Jahre 16U8 die Indianer an die Holländer flir 10 Hemden, 30 Paar Slrlimpfe. 10 Gewehre, 30 «ugeln, 30 Pfund Pulver. 30 Velle, 30 Kessel und eine kupferne Viatpfanne, und beide Theile glaubten einen guten Handel a/machl zu haben. fokales. — (Er,herz«, «lbrecht al« T»ufp«the) Einen hilbfchen gug edler Herzensgute seilen« eine« hervorragenden und ruhmreichen Mitgliedes unsere« lkaiserhause« verzeichnet die„Trie-fter Ztg." in ihrer letzten Nummer vom 18. d. Dieselbe schreibt nemlich: „Die Inspicierung ler lriefter Garnison durch Se. l»i« stlliche Hoheit Feldmarschall ErMrzog UIbiecht gab »bermal« Anlaß, die seltene Herzensgute des erlauchten Feldherrn und dessen wahrhaft viiterllchl Fürsorge für da« l. l. Heer zu bewun» oern. Der Stifter be« NlbrechtfonoeS, drr Helfer au« mancher Noth bringt nicht nur den vebrängten Hilfe, er versteht e« «uch, durch Edelsinn unb Wohlwollen die Herze.i feiner Untergebenen zu gewinnen. Während feiner jüngsten Anwesenheit in Trieft brachte der Feldherr zufällig in Erfahrung, baß sein Ordonnanz. Offizier, der Hauptmann be« Insantene-Negiment« Varon Kühn Nr. 17, Herr Ritter von Vraun, nenerbing» aus bem Pnulte stehe, Vater zu werden. Der Marschall beglückwünschte den Haupt-mann nnb bot sich dem auf« freudigste Ueberrafchte« in ber herz« gewinnendsten Weise »l« Taufpathe an. Wenige Tage fpllter wurde denu auch die Laufe an dem neugeborenen Kinbe vollzogen, wobei sich Se. lais. Hoheit duich den Herrn Venelalm«jor Ri/. »er v. Gorh nnd dessen in der Garnison hochgeachtet, Gemalin geb, Varonin Scherpon vertreten ließ." — (Au« dem Ll,nde«°u«schusse.) Der lr«ini,che kan« be«au«schuß hat in seiner letzten Sitzung da« d,utjche Theater m Laibach pro 1876/7 dem «ompelenteu Herrn Iuliu« tzritsch, gewesenen Ihentndirector in Vudwei«. unter glnchzeitiger «nl! Hebung von der Verpflichtung zur Haltung nner Oper, verlieh,- 892 - ferne« beschlossen: die Anfrage de« llirntnischen Lau« oe«au«fchusse«.- ob der Landesausschuß von Hrain bereit wäre, sich einer beabsichtigten Petition an die Regierung, daß die Kosten der Lande«» und Vezirlslehrer-Konferenzen in Hinlunst vom Stllllte übernommen »erden, anzuschließen, in bejahendem Ginn« zu beantworten. — (Schulspende.j Der Buchhändler Herr Johann Viontini spendete dem hiesigen Ortsschulrath« 20 Bände Iugendschriften zur Vertbeilung an die Schlllerbibliothelen der städtischen Volksschulen. — (Der Tesellenoerein in Laibach) hat am 7. d. M da« 21. Jahr seine« Veftande« zmilckgelegt; delselbe zählt gegenwärtig 47 wirtliche und 12 LhreN'Mitglieder. Nu Vermögen besitzt der Verein: in der Krankenkasse 291 fl. in Varem und jlinf Obligationen im Nennwerthe von 450 ft.; in der Unlerstl»yung«lasst 837 fi. in Varen. Vorstand de« Verein« ist Ve. Hochwllrbm Herr I.«Onjezd». — («epertoire. «l« nderung.j Infolge Nichteintref. fen« zweier neuengagierter iträfle lann die für Sonntag iu «u«. ficht genommene Aufführung dl« Stücke« „Die beiden Waisen" von Dennery nicht stattfinden und gelangt an dessen Stelle Vardou's «Andrea" zur Wiederholung. — (Casino - Co ucert.) Die Concert.Oesellschaft der Madame Mon belli hat ihr Eintreffen in Laibach um einige Tage verschoben und findet daher deren erste« Concert im Casino« Vlassalon nicht heute, wie ursprünglich bestimmt war, sondern erst im kaufe der nächsten Wache statt. Dagegen kündigt der Taschenspieler „Professor" Rob in für heute abend« seine Production im Casino»Ola«salon an. — (Platzmusil.j Morgen nachmittag« findet die erste Plohmusit statt, und zwar spielt die Kapelle de« Erzherzog Leopold t»3. Infanttrie»Rtgiment« unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeister« Herrn Czansty uou 3 bi« halb 5 Uhr im Musik« Pavillon der Slernallee nachstehende« Programm: 1. Frühling«« Marsch; 2. Ouvertüre zur Oper „Rienzi" von Richard Wagner; 3. Vallet'Scene aus „Traviata" von Verbi; 4. Arie und Cavlltin: au« „Adelaide" von Donizetti; 5. Slavische Quadrille von Zajc; 6 Reminiscenzen au« der Oper „Die Hugenotten" von Meyerbeer; 7. «Im Sturmschritt", Polka schnell von Strauß; 8. „Die ntlcht-liche Heerschau", Marsch«Potpourri. — (Feftme dai lle.) Wie bereit« mitgetheilt wurde, beschloß der wiener Schriftfiellerverein „Concordia" eine eigene «u«r«per9z- Medaille zur Erinnerung an den 11. April 1876 prllgen zu lassen. Dieselbe ist vortrefflich gelungen und findet allgemeinen Veifall. Sie zeigt auf der Nvereseite den Portrllttovs mit der Namensschrift und auf der Reversseite die Worte: «Zum siebenzigften OeburtSlage, 11. April 1676, der Journalisten' und Schriflstellerverein Loncordia in Wicn", dazu ein Veniu« mit einer Harfe, dann Rosen und — Schutt. — („Slaoija.") Die Vanl „Slavija", welche bisher ihre Hauptuerlretung in Trieft hatte, ist dieserlage wieder nach L »ioach (Hauptplah Nr. 10) rlickllberfledelt. — (Schadenfeuer.) In der Nacht vom 11. auf den 12. d. M, um 1 Uhr brach im Hause de« Grundbesitzer« und Wirthe« Johann Velle inUnterschwerenbach. «ezirl Rudols«werth, ein Schadenfeuer au«, welche« jedoch glllcllicher-»eife auf den Dachftuhl beschränkt blieb, der sammt den aus dem Boden aufbewahrten Kleidern und Victualien ein Opfer der Flammen wurde. Der erlittene Schade betrügt circa 300 fl. und war der Veschildigle bei der triester Versicherungsgesellschaft auf 400 ft. assecuriert. Die Enlftehungsursache de« Feuer« dürfte in d:r Unvorsichtigkeit der Hansleute zu suchen sein. Leider ereignete sich hiebei noch ein weiterer Unglllclsfall, indem der bei der Demolierung einer Mauer beschäftigte 20jährige Inwohner Nilo« lau« Iorman von Unlerschwereubach anläßlich deö Ein» stürze« derselben von herabfallenden Stüclen getroffen und schwer beschuldigt wurde. — (Erfroren.) Einer Anzeige de« Glmeindevoifteher« von Laserbach vom 9. d. M. zufalze, ist die ledige Näherin Agne« Merhar von N^ederdorf, H.-Nr. 103 (Vezirt Vottschee) in der Nacht oum 13. auf den 14. April auf dem Wege von Trauna» gora nach Laserbach erfroren. Dieselbe hatte infolge des am selben Tage ft«ltglfundenen heftigen Schneefallt« den Fußsteig verfehlt und wurde am Morgen von dem Hirten Varlholomäu« Kraus unter einer «uche erfroren liegend aufgefunden. Die Verunglückt' war übrigen« auch epileptischen «ufällen unterworfen, doch dürfte ein Erfrierungssall in dieser Jahreszeit immerhin zu den selteneren Erscheinungen zählen. — (Der Weinbau-Congreß in Marburg) wird am 20.. 21., 22. und 23. September d. I. abgehalten und da. mit eine Ausstellung oou Weinen, Trauben, Geräthei!, Maschinen und Lehrinitttlll fUl Weinbau und Kellerwirthschaft verbunden. Vei den Berathungen, an denen auch Fremde theilnehmen können, steht iu Fragen, die speciell österreichische Interessen des Wein» baues und Weinhandel« berUhren, nur den Angehörigen der Westhillfte der Monarchie ein Ttimmrecht zu. Präsident des Congresses ist Dr. M, u. «aiserselo, Vice.Prllsidenl Dr. I. Mulls. Wir machen hierdurch auf die ue sehr lebhafte Velheilissung voraussehen läßt. Dieses Unternehmen verdient das »olle Vertrauen, indem die besten Slaatsgarantlen geboten sind und auch vorbc-nanntes Haus durch ein Net« streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib. Zeitung.") Budapest, 19. Mai. Die Reichsrathsdelegation nahm das Budget des gemeinsamen Finanzministeriums nach den Ausschußanträgen an. Die vom Ausschusse beantragte Resolution, das gemeinsame Ministerium aufzufordern, bei Aufstellung des Budgets für 1878 auf die Verwendung der entbehrlichen Kapitalien des Militärstellvertreter» Fonds Bedacht zu nehmen, wurde nach längerer Debatte, in welcher sich der Reichssinanzminister gegen die Reso« lulion aussprach, mit 23 gegen 21 Stimmen ange. nommen. Das Budget des Obersten Rechnungshofes und die Bedeckuugspost Zolleinnahmen wurde gleichfalls angenommen. Der Vudgetausschuß der österreichischen Delegation erledigte das Orbinarium des Kriegsbudgets zumeist unverändert. Eine Resolution, betreffs Reorganisation der Militärbildunas-Anstalten, namentlich des hernalser Ossi« zierstöchter34 —. Hreoit-Actieu 132 60. London 119 8!». - S,l!,?r 102 60. - K. l. M>m,-Du. taten 5 6«',, — Napoleoned'or 9 55. — 100 Reichsmark 59'—. Wien, 19. Mai. Zwei Ilqr nachmittags, (Schlußcours,.) «rebitactien 13270, I«60er l!ose 10850, 1864er l?ose 130—, österreichische Rente in Papier 6575. StaatSbahn 260 —. siord-balm 18150, 20. Franlenst'^cke 9 55, ungarische Creditactieli l?0 —, österreichische ffrancabaill 15—, österreichische Aüglobcml 63 75, Lombarden 72 25. Ulliiilbant 62' . austlo-orieiitsiüschs Nanl — -. Noybactmi 326 -, austro-ottomallische Gant - , lllrtische kose 16 75. Camm:,,^'- Nullcheu 96 50. Egyplisch, 8?-. Vetrübt. Verstorbene. Den 11. Mai. Karolina Strojan, Schuhmachers-Kind, 2V, I , Elisllbeth.jtindtlspital, Hlorbu» Ll>zutii. — Johann Pelan, Arbeiter, 41 I., Livilspital. Lunqentuberculose. — Io< Hanna Beritt, Lederfabrilsarbeiters.Kind, 16 Monate, St. Peters» Vorstadt Nr. 35, Lungenentzündung. Den 12. Mai. Franzisla Mahlota, HauSbesitzers'Klnd, 4 Tage, Kralauvorftadt Nr. 10. Fraisen. - Josef Krasov'c, Oberaufseher. 61 I.. Polanavorftadt Nr. 60, NehirnhautentzUN» dung. — lidda Deu, Hof- und Verichlsadvocatens'Tvchler, i4Vlon., Kapuzinervorftadt Nr 7il, Vehirnhöhlenwassersucht. — Georg Pi«, Schuhmacher, 24 I,, Civilspital, CarieS des linken Oberschenkels. Den 13. Mai. Jakob Zeleznilar, Kommissionär, 4? I, Karlftädtervorstadt Nr. 29. Lungenschwindsucht, - Llotilde Paller. l. l. Statthaltereiraths'Kind, 13 Mon., «apuzinervorftadt, «>»' genfurterstraße Nr. 69, Entlräftung. ^ . Den 14. Mai. Johanna Kornit, Strafhausauflebers' Hind, 4 Monate, Vlisabeth-Kinderspital, Polanavorstadt Nr. v?, Bronchitis. ^.. ., Den 15. Mai. Ursula Vofiaj, «rleiterin, 38 I-, 2«""' spital, Lungentuberculose. Den 16. M a i. Maria Widm?r, Arbeiterg.Kind. 3 Wochen, Moorgrund Nr. 2. Fraisen. — Johann Naunicher, gew. Handelsmann und Gutsbesitzer, 76 I., Kapuzinervorstadt Nr. 66, Gehirn« erweichung. — Franz Hirschal, l. t. pens, Hauptmann, 6« Iah«, St. Peteröuorftadt Nr. 12, Lungenlähmunq, - Sebastian Mozino, Knecht, 53 I., Civilspital, Luugenluberculose. Den 17. Mai. Valentin Iurlovil, «rbeiterö.Kind, 5 I-, Elisabeth'Kinderspital, am Zehrfieber. — Johann Kavlik, Arbeiter. 54 I., Eivilspital, Lungenluberculose. — Josef Puloru, Hranlen« Wärter in Pension. 75 I., Livilspilal, Altersschwäche. Den 18, Mai. Maria Paller, Statthaltereirathstochtel, 10 I., Kapuzineivulftadt Nr. 60, Magelilähmuliq. - Usero Pi«' nmo, Schlossers.Kind, 3 Mon,, Polanavorstadt Nr, 77, Zehrfieb^ Im k. l. Varnisonöspilal den 8. Mai. Johann Kmetik. Infanterist des 17. Inf.«Reg., 14. 2on>P, Lungen- und Nippenfellenlzllndung. Angekommene Fremde. Äm '9. Mai. Hotel Ttadt Wien. Frl, Weber, Privale,Oottschee. - RuzÄ», Just, Schwarz, ksitc.; Wrllnwald. Reisender; u. Wurzbac». l. l. »lathssetretäl uebst Gemalin, Wien. - von Sduml', l, '> Hauptmann sammt Gemalin, Fiume. — Hieblj, Reichenberg- — Heimann, Kfm,, Verlin. Nanzmger, Gottschee. - BaroN Uechbach, l. l. Kämmerer und Hauptmaun, Cormonö, Hotel Elefant. Venziö. Ngram. — Grad, Jauchen. - Har'NÜ Maria, Leibnih, — Sdrawitsch, Trefeubach. — Ienlner, Kfm, Nudolfswerth. — Pucher Helena, Äatschach. - Vrau», Mon' falcone. — Komovc, Ingenieur, Stuhlweißenburg. — NaU^ nicher, Innerlrain. Hotel Europa. Nabatti, Nabresiua. ^ Tepo und Schmidingll, Neamter, Wien. Ogrinz, Krainburg. — Nhunenfeld, Lonve" — Baron v. Wambolt und Varon von Perglaö, Hessen, " Vrivec, Samobor. väterlicher Hof. Blazon, Plauina. - Kauöii, Lack. - Sch«w Selze. , Kalser von vefterrelch. Hoffer Theresia, Tarvis. — Mtd»" mit Familie, Trlfail. Mohren. Dr. Paul, Verlin. — Podganl, Trieft. — Asch, 3"' bürg, — Nndroyna, St. Barthelmä. ^^, Theater. Heute: Neunte« Ensemble.Gastspiel und Veuefic, der ^ Mathee^Röckel: Die Lamrliendame, Parifer Siltenv»' in 5 Acten von A. Dumas. Meteoroloqifchss ^eollachtlm«en^in laibach. ^ ^ s ^i ^ Z: ^ ^ ^« res 7 U. Mg! 735.0«! ^ 10.4 NO^ schwach heiler" "^ 19 2 „ N. 734.« -1-14.8 0. heftig licwültt . <" 9 .. Al, 736 «o -i- 6.» O. stürmisch, heiter Herrlicher Morgm. gcgeu Millag zunehmende Vewö!^ ! lrUbe, stürmischer Ostwiüd, dann Nujhciterullg, Soioiell^/ abend« sternenhell, laller Wind noch immer anhaltend, A Tagesmillel der Wärme -j- 10 7", um 41° unter dem N^ ^elanlwurtlicher Redacteur .- Otlamar Nambe ll^> Danksagung. Filr die außerordentliche Theilnahme während ^ Krankheit, sowie fllr die zahlreiche Oeglctuull, 1^ lchten Ruhestätte uusere« geliebten Pate^e, rrsp. G"p' vater« >,nd Schwiegelvatcr«, Herrn Josef Pokorn sprechen hiemit deu »imigsteu Da»l au« die trauernden Hinterbliebe"^ WlieNberlcht. Nn"^.^°' ««fangs gesch«!l«l°«, aber immerhin schon Lustiger als gestern gestimmt, belebte sich die Vürse sichtlich, «l« von Verlin eine baulNrrendT^^He" ^mmung w ein^rapidm^^ """ '" ^"egraph deu Wortlaut der v°u Gr. MajeM dem Kaiser «ehal.en'e? Hvrache brachte'^ab'^^^ngenehM «^ «ai- ) „ . l.....«6 - «s N ifebru«.) """ l.....«n- «6'^b N.«1«.««..».. <^, - ^«' °,'.i° s«se. 1H89........ 2VK-— 24« - ^ l«54........ 10b-^ 105-00 ^ :6 1207b Domänen-Pfandbriefe .... IZ875 18925 Vr«mis«2nIfhen dtr Gllld! lvini 96'50 97 — V»h5ien , ^ l . . ,00 - 10l — «iebeubtirzeu s ."7 1 . . 7450 75-bs» Unzaru l l°ftu«» j 7575 7^.^ Vol'°u-«,gnlitruu8«.Lost . . 108 25 108 75 Uny. 3 rposilenbant....... —' -«- Lscompleaastalt...... 640— 650 ssralico-Oanl ....... 16- 16 25 Handelsbank........ 6U50 64 - Nationalbanl....... 5Ük>— 8V7 ^ Oes.err. B°nl,«s?llsch°st ... --— -- Uulonbanl ........ 8g— 6A2b Bertehrsbanl ....... ?h?s, 7y-. «etieu von Tr,nep,r»«Unter»etz-«u»,e«. «eld >e«re «lM-Vahn........108 - '04 - «arl-Ludwig.«°hn.....19175 1ß2 - Donou.Tompschiff.lGesellschaft lj»2__ ^4^ Llisubel^Wesibllhn.....KbbO 14650 Elisabeth.^ llhu(i!mz-Vudweiser Streclc).........— — — — Ferdinaud«,«°rbb»bn . . . 1817— ih»z_ ^t°n,. Joseph - «ahn . . . 1V0- 1bl>— Le»b..«,eru..I»ssY«V«chn . . N8- . ,24 — i lovd.Geftvsch........z»b-. 828 — 0«ß»l. »i«rd»»stb«hn .... 1i9- 1ÜU-— «,lb°ls«-V»hn.......1«? lil. lo?"5 Ctalltsbahn........264- 2<.5»-- SOdbuhn.........7l.._. 7525 Theib-Vuhll........200-^ 20050 Ungansche Noidofibahu . . . Il>2 50 103- U«n°rische Ofibahn.....83^.. «35«, lramway-Kesellsch......_».. ._ _ van«efellsch«fte«. «llg. often. Vauaestllschafl . --.- ^_ Wiener Vauyesellschaft..... __.^ ^. Pf«l«er......."' ,^b" Stu«,«b°hn........ '"^1 l0?'^ S«dl)ahn ^'/.......>A5" 8"^ SUtdahn. Von»......^. ^ b<1"" llü«, Oftoa'>.n.......^"' «redi.-L..........'^'. l'^ Rudolfs-l».........' We«,el. ^.^ ^5 «l»g«l"lr«.........s,«g5 !g^ Hamburg......... l1l»l^^7l»b London ........' 4785 Paris ........ Geldsorten. ^« , , Ducaten - - bst.'« ". .^ ^ '' »i°P«l,°n«b'°r. - ««°« " hl<.^ . Preuh.Kassenschtine b» « 9l' ^ ^ ^ "" Gilber .... 108^4^ " »r«wls«e «runvmtlaAn«" ^,,.^ ^