MbacherWMtlmg Nr. 44 Prän >! !>, ^ ation « Pr«> e : In, ^mpt<>lr >^nz,, !).,,dj. l>>» N, Mit der Post ü^'Ü- st,- l5, haN',. fl. ?.l>o. . Tonuerstag, 24. Februar Inserticdc,cliousliilreau des i!ande«geschlilattrs für Krain. Nichtamtlicher Tbeil. Von der ostastalischcn Erpedition. Gesandtschaftliches Tagebuch über die Reise der Fregatte von Yokohama nach dcn Sandwichsinseln, dcn Aufenthalt in Honolulu und die Weiterreise der Gesandtschaft bis zur Ankunft in Zan Francisco, d. i. vom 14. November 1869 bis zum 15 Jänner 1870. Am Morgen deS 14. November 1869 um 9 Uhr verließ ich mit Sr. Majestät Fregatte „Donau" den Hafen von ^okob/una. Mit einer japancsischcn Land-baltcric und der aus dcm Verbände der Expedition scheid dcndcn Corvette „Friedrich" wurden Salute gewechselt nnd dic Reise nach Central'Amcrita mit Benützung von Dampf und Segeln angetreten. Gegcn Mittag kam ssmislelml. Ans Vraz. Um auch heute nicht von der gemüthlichen, arün-schimmernden ^audfroschgcwohnheit einleitende Wetter, bctrachlung abzugehen, lassen Sie mich Ihnen zuvörderst erzählen, daß auch hier der Winter, der sich bisher nur als ein rauher Despot in seinen besten Jahren ge-rirl, nun allgemach zu allern beginnt. Er kann die Zügel mchl mehr so straff halten und daS Thermometer hat sich seine Schwäche zum Nutzen gcuacht, und ist um einige Grade höhcr geschnellt; auch riuigcr Schnee hat sich auf die Erde hcruicdergestohleu und sich fest geschmiegt an die frierende, kurz, alle Welt beginnt wieder daran zu denken, daß dcr Wechsel der einzige wahrhafte Hcnschcr im Rcichc der Ekmeulc ist, nnd daß a'.ich jene ^e't nicht mchr allzu ferne liegt, wo der Frühling, dcr adelnde Knabe, wic ihn ein deutscher Dichter, der nicht e ir,.nt"i.^^ ''" ^^l"> presste, geumint hat. das A, ^ ^"'c" H""b z» 'uhmcu bansen ist. Geben >i .!. o/"^ .^'^"^ .zähuetlappcrndc Menschenkinder «'t " ' , ew'sscn Schadenfreude knotenden Vcnzes^ hnungeu h.u, so gcht es doch immerhin auch ucich lräs 'sserc Nalurcu, denen der Frost nicht« an^abi, >md dk ich udcr tnc uuu etwa, crhöhete Tcmpcralur etwa« wen.gcö zu moquneu gencigt sind. Da^ sind dic Hcldcn und Held.uuen von der Eisbahn, die die heurige liis. aussa.son mtt elucm ^) nicht dagewcs.ucn Fest. wic m n das nmnt, zu beschl.efzen vorhattcu und an dem H'lmertelch elnen Maslenzng, einen Mummenschanz im das l?and außer Sicht. Das Wetter blieb vom Tage des Auslaufens bis zum 17. noch ziemlich gut. bc< hoher See und stets zunehmendem frischen, oft wechseln-dcu Wlnde, der mich mehr als ein Mal zum Acndcrn des Curses nöthigte. Am 17. war die Fregatte gcnölhigt. mit hcftigcm, den ganzen Tag über andauernden Ostsüdosislurme unter dicht gerefften Gaffelsegeln beizulicaen. Nachdem es die glln^e Nacht über noch hart geweht hatte, schien gegen Morgen die Gewalt des Sturmes nachzulassen und der Wind begann über Süd zu drehen. Allein die Hoff nung, daß das Wetter hicmit gebrochen. erniicS sich als eine trügerische. Der Wind, der um 8 Uhr Morgens mit mäßiger Stärke nach West gegangen war, nahm be«! reils eine halbe Stunde später in einigen rasch aus einander folgenden Böen und bei rapid fallendem Ba» rometcr die Gestalt eines neuen Sturmes an. Eine Reihe vou Segeln wurde nach einauder weggeweht, da die Wuth des Orkans nicht mehr gestattete, Leute nach vorne zu schicken, um dieselben zu bergen. Die ganze Atmosphäre war derart von Salz und Wasser-dunst imprägnirt, daß man jeder Aussicht beraubt war. Als um 10 Uhr Morgens tcin Zweifel mehr darüber obwalteu konnte, daß sich das Sch'ff in einer Cyklone befinde, wurde Alles bereitet, um im gegebenen Falle dm Äcsanmast zu kappcu und auf diese Weife die Fregatte zum Abfallen zn briogcn. Um H Uhr Vo>> mittags hatte der Ollan feinen höchsten und das Ba» rometer seinen tiefsten Pnntt erreicht. Bon Mxtaa, ab schien das Centrum der Cyklone sich in östlicher Rich« lung zu entfernen. Die Schäden, welche das Sckiff an feinen Segeln, Takelage und Gcmastung crlilten. da unter dem unge teuren Druck des Windes sich Alles gelockert, erwi sen sich als sehr bedeutend; ebenso dic Beschädigungen an den Booten, die sich in Lee sowohl. a!« in Vuv mil Wasser gefüllt hatten und nur durch (Kinfchluqtn dcr Bilden gerettet werden tonnten. (Hegen Sonnenuntergang hatte sich der Sturm um Vieles gcleal; das Ba. romeler war bedeutend gestiegen, die «ee aber olicb hoch erregt. In deu Tagen vom 19. bis 28. setzte die Fregatte ihre Reise ohne bemertcnswerthe ZwischenfäUc fort. Die erlittenen Schäden wurden nach Möglichkeit ausgebes. scrt. Wind und Wetter waren sehr veränderlich, der Seegang fast lchnc Unterbrechung bedeutend, aber die Rlch» tung und Ställe des Windes gestatteten eine rasche Fahrt, so daß wir am letztgenannten Taqc den 180. vän-gcngrad erreichen konnte,,. Das Datum von Sonntag, 28. November, wurde sonach am folgenden Tage wie^ dcrholt nnd erscheint dieser Tag zwei Mal im Bord-journal. In der Nacht vom ersten nnf dcn zweiten 28tcn Freien uud liä hellem Tage arranaircu wollten. Aber das Eis wurde weich und die Vcgcistcrmig für dieses Vintervergnüss^i schmolz ebenfalls in dcn Meisten, und sc, ereignete sic',, daß am bestimmten Tnqc zwcir eine stattliche Anzahl von Zuschanzn, abcr cinc verschwindend Minorität von ausübcudcn Schlittschuhläufern uud Masken erschien und sich nach Anl^rmla von ciniaen MmMückcn dcr größte Theil oellics. Auf t>cm Eise tanzt? man mm uicht, und wenn wir nuch nicht behaupten können, mau hätte es auf eine», VulVanc gethan, so ist cs doch ganz gewiß, daß cc> in woh!d»rchwärmtc:i Räumen um s<^ lebhafter geschah. Auf dcm Balle zwar, den die Jünger der Themis heuer gabcn, war die Hitze tcinc übermäßige, dcnn obgleich dic dort vcrsammcllc Gesellschaft cinc sehr auserlesene war, so tonnte man sich doch ziemlich frei bewegen, denn dic Zahl der Auswählten ist, wic mälmialich bekannt, uir> ^'ndö ciuc allzu große. Doch that dicS dem Tcmzvcr gnügcu uud dem Glänze, der da entfallet wurde, nicht deu geringsten Einttaa,. hob ihn im Gegentheile, und wer darunter litt, war höchstens das ariangirende Comity das dein wohlthätilml Zwecke, den es nebst der 1!n!c,hlllt demselben Schlage auch des G'tirauchcs ihrer Maschine beraubt und lediglich auf ihre start reducolen Zeges angewiesen Es wurden sofort die drin.enksl nölhiqen Voltch ungeu getroffen, nm duich das Äuewc'fln metp rcrer bereit gehaltenen Treibanker ;u verhüten, daß da« Schiff m den Wind schuhe, und hierauf an die Con« ftruclion cincS Nothsteue,« geschritlen. Zwe> Versuche, ein provisorisches dergleichen Steuer einzusetzen, mißglückten, indem beide Male d»e Consnuc» lion sich dcr hohen See geaeuüber ais zu schwach er» wies. DaS gleichseitig >n die Arbeit genommene dcfini» live Nothstcucr — aus einer in dcn PioplUcrbrunnen emarführlcu Vorina,sstenae und daran defeitiglen Oe» schüyrapp.'itcn deilrhcud - waro ersl am 8. Oeccm^r fertlss. B>«> datiin war die F^rgatle ourch voUe neun Tage steucrlos im Ocean h^rum^elli ben. docb halte die Richtung der Winde sie naH Süoen und Ollen Weg gewinnen lass n. Am 8 December ward daS Schiff endlich wieder steuerfähig und legte von da ab, von Wind und Wet» ter zuset'lnds begünstigt, ohne weitere Anstünde die Strecke von über 1000 Meilen zurück, die uns noch von dcn Sandroichs'Inseln trennten. Am Nachmittag des 20. December ging ich. von einem herbeigerufenen Rcmorqueur geschleppt, im Hafen von Honolulu vor Anker. Am Morgen des 21. December wurde bie'ba» waische Flagge von dcr Fregatte mit 21 Schuß begrüßt, einigermaßen angesteckt von jener Blasirthcit. die unsere Jugend kennzeichnet. Denn als cin echter steiriscder Nalionaltanz aufgespielt ward. da zeigte e« sich, daß nur gar Wenige ihre Veinc nach diesem Rhythmus zu schwenken verstanden Der Nationallcmz aber ifl der einzige, der noch ein Tanz des realen BolksbewußtseinS ist und um seiner selbst willen getanzt wird. und darin, daß die Albeiter ihn nicht mehr zu executiren wußten, manifcstirtc sich aufs deutlichste der belnibsame Um« sland, daß dcr Arbeiter auch kein naturwüchsiges Kind bcs haimloscn Volles mehr ist. sondern anaelränlelt von dein Egoismus, der sick beim Arbeiter vom heuti-acn Taac am unvcrhülltcsttn im Striken ausspricht. Nun. derzeit striken unsere Arbeiter w.dcr ihren Dienst. Herren gegenüber, noch auch thaten sic es auf chrem Balle, foudcrn sie tanzten die modernen Tänze und amüfirteu fich. .. ^n all' diese jubelnden Carncvalsaeigcnllimge tönt rin grell dissmnrendcr Schrei. Schon bei Völkern deS Alterthums aab cs eine Sitte, das Wogen ungrfesscltel Lust durch dic Erinnerung an dcn Tod zu dämpfen. Die g,ause Todcsmalinuna aber. dic uns eine höhere Macht in dcn letzten Tagen vor Augen gestellt, ist leine« icucr Tnbtcnbildcr. wic sie das ernste Mumimvoll des auch tcin qol. dencs Stclcll, wie es dic gcnußübrrjhttigten Anhängn der Sloa im üppigen Rom dcr Kaiscr^eit iu ihre bacchantischen Orgicn tnuciuslarrm liehen; es ist das grauenvolle Bild eines Sterbenden, geisterhaft und doch handgreiflich blutbefleckt, dcn trostlosen Gedanken der Vergänglichkeit tin innersten Herzen wachrufend. H°f-rath Ungev, der große Gelehrte, einer der edelsten St>h«e 298 welchen Salut die Batterie auf „Punch bowl hill" erwiederte. Im Laufe des Vormittags schickte ich Baron Trauttenberg zu dcu hier rcsidircnden Vertretern Nord-Umerila's, Frankreichs und Englands, um dieselben in meinem Namen zu begrüßen, Sie alle sprachen ihm gegenüber ihre Bereitwilligkeit aus, mir in jeder Be» ziehung zu Diensten zu stehen. — Einem nach San Francisco eben abgehenden Segelschiffe gab ich ein Telegramm an die Marinescction des Reichskriegsministeriums, das Einlaufen in Honolulu meldend. Am 22. December begab ich mich in Begleitung des Schiffscapitäns von Wiplinger, des Legationssecre' tärs Baron Trauttenbcrg uud meines Personaladiutan» ten ans Land, um dem Gouverneur Mr. Dominis und den hier anwesenden Ministern meinen Besuch abzu» statten. — Ich traf von den letzteren den Minister des Aeußern Mr. E. Harris, jenen des Innern Dr. Hutchison und den Finanzminisler Dr. Snnch; das vierte Mitglied des Cabmels, Iustizminister Philipps war verreist. Ueber die im Laufe der Unterredung mehrfach ge» äußerte Bemerkung, man habe den hichergelangtcn Nachrichten zufolge sicher geglaubt, daß der Besuch der Sandwichsinseln im Programme der Expedition und ihrer Aufgaben gelegen sei, sah ich mich zu der Entgegnung veranlaßt, daß die hohe t. und l. Regierung — ohne einen weiteren Auftrag hieran zu knüpfen — mich allerdings ermächtigt, auch diese Insel eventuell zu berühren: daß ich aber bercits in Japan aus Navigations» und anderen Rücksichten mich gleichwohl zu meinem eigenen Bedauern genöthigt sah, auf die Benützung dieser mir zustehenden Gefu^uiß zu verzichten und den direkten Weg nach Central-Amerika einzuschlagen. — Im Laufe des Nachmittags staltete ich einige Besuche ab. Gegen Abend erhielt ich die Nachricht, daß der König die von mir angesuchte Audienz für Freitag den 24., angesetzt habe. Donnerstag, den 23., empfing ich an Bord die Erwiederung der von mir abgestaueten Besuche: den Gouverneur, die Vertreter von Amerika und England, so wie sümmtliche Minister. Den 24. December, 11 Uhr Vormittags, empfing der König mich und die Herren meiner Begleitung im Palais von Iolani und beantwortete meine französische Ansprache mit einer schr wohlwollenden und verbindlichen Entgegnung in englischer Sprache. Ich stellte dem König hierauf die Herren Beamten und Officiere, die ich mitgenommen, vor. Einer Sitte des Landes gemäß schrie« den, nachdem die Audienz vorüber, sämmtliche Anwesenden ihre Namen in ein zu diesem Zwecke aufliegendes Vuch ein. Am 28. besuchte mich der französische Consul und politische Agent Mr. Ballieu. Eine japanische Gesandtschaft zum Abschlüsse eines Vertrages über den Kuli-Handel traf heute per Segelschiff von San Francisco hier ein. Im Laufe der folgenden Tage, 29. und 30.. ließ ich den Minister des Aeußern vertraulich befragen, ob die hiesige Regierung auch ohne vorhergängigen Abschluß eines Vertrages gegen die Aufstellung eines Consular-Vertreters für die östtrrc>chisch'lingarische Monarchie keinen Einwand zu erheben hätte und ob ihr die Wahl des Dr. E. Hoffmann, mit welchem ich schon früher dieserhalben Rücksprache gepflogen, genehm wäre. Nachdem mir auf beide Fragen die befriedigendste Antwort zu Theil geworden war, wurde die Ernennung Dr. Hoffmanns am 30. vollzogen und den hiesigen fremden Vertretern mitgetheilt. — Am Vormittage desselben Tages empfing ich den Besuch dcS Attorney» der Steiermarl, wurde am 13. d. M. Morgens in seinem Bette todtgefunden. Doch nicht der Umstand, daß er gestorben, der geistreiche Gelehrte, der Erforscher der geheimnißoollsten Vorgänge im Pflanzenleben, dessen Blick nicht nur auf del Oberfläche der Erde alle Vegetation umfaßte, der mlch eingedrungen war in ihr Inneres, um au« Versteinerungen und Kohlenflützen ein farbenprächtiges Bild der Urweltflora wieder herzustellen, nicht der Tod eines gefeierten Professors, einen so herben Verlust auch die Wissenschaft durch denselben erlitten, war es, der unsere ganze Stadt in eine schauernde Aufregung versetzte, das Ereigniß zum alleinigen und ausschlicßllchcit Tagesgespräche machte; der Grund lpevon lag in Umständen, die so sonderbar, so mysteriös, es höchst wahrscheinlich erscheinen lassen, hier habe nicht dcr Todeseugcl still und friedcverheißend eine Seele heimgeholt, sondern ein Mord sci begnügen worden. Doch lassen Sie mich Ihnen von den vielfachen Gerüchten, die die Stadt durchschwirren, d^s Wahrscheinlichste resumiren. Unger, dcr noch den crsten Wander-voNcsungen Vogts zu Anfang dieses MonatS beigewohnt hatte, dann abcr durch einen Hexenschuß anS Haus gefesselt war, wurde am Sonntag Morgcns todt gefunden. Da nebcn seinem Schreibtische cinc Blutlache, an seinem Haupte auch mehrere Verletzungen sichtbar waren, so lmwle man. er sei in der Nacht aufgestanden, aber von cmem Schlagflusse oder einer Gchirnlähmung get! offen und schnell dahm gerafft worden. Alicr bald erhoben sich Zweifel daran; die Section wurde angeordnet und obgleich auch hier verschiedene Meinungen zu General Mr. Philipps mit den Richtern deS hiesigen obersten Gerichtshofes und benutzte den Nachmittag dazu, um in Gegleitung dcS Commandanten von Wivlinger, Baron Trauttcnbcrgs und meines Personaladjutanten der Königin Emma, Witwe des Königs Kamehamcha IV., auf ihrem Landsitze meine Aufwartung zu machen. Die Königin, von noch jugendlichem Alter, ist cine Enkelin des ersten weißen Einwanderers — Mr. Joun^z — und trägt, trotzdem, daß ihre Eltern Eingeborne gewesen, doch die unucrkennbarcn Spuren kaukasischer Abstammung. Sie spricht vollkommen englisch und ist in den Iohren 1865 und 1866 in Amerika, England und dem Continent gereist. Am 31. December fand der Expedition zu Ehren bei dem Vankdirector und königl. geheimen Rath Mr. Bishop ein glänzender Ball statt, dem der König so» wohl, als die Königin Emma beiwohnten. Am 1. Jänner hatte ich die Minister, die hiesigen fremden Vertreter, sowie den k. und k. Consul Dr. Hoff« mann zum Diner am Bord der Fregatte geladen. Mein Toast auf den Landesf'irsteu ward vom Minister des Acußern, Harris, mit einem Trinlsprnchc auf Se. t. und k. Apostolische Majestät erwidert. An> 3. Jänner veianstaltct,! Mr. Harris mir zu Ehren in den mit österreichischen und hawaifchen Flaggen neschmackooll decorirleu Räumen deS amerikanischen Clubs ein Diner, dem der König zu piüsidiren gellchle, und welchem auch die japanesischr Gesandtschaft bei^e-zoaeu war. i Der König, welcher mich zu seiner Rechten sitzen . ließ, erhob zuerst das Glas auf das Wohl Sr. t. nnd k. !Apostolischen Majestät, worauf ich mit einem Toast auf ^das Wohl des Königs, sowie des Landes, dessen Gast freundschaft ich soeben in so herzlicher Weise genossen, antwortete. — Die Versammlung trennte sich erst in vorgerückter Nach'stundc. Da die vorncnommenen Erhebungen mir die Ueber» zeuauna verschafft, daß es möglich sein werde, die Fregatte in Honolulu so weit herzustellen, daß dieselbe so» wohl als Segel-, wie als Dampfschiff ihrer weiteren Bestimmung nachkommen könne, andererseits aber diese Reparaturen mindestens 2 bis 3 Monate beanspruchen dürften, so entschloß ich mich, dicsc Zeit zur Abwicklung dcr mir übertragenen Geschäfte in Central Amerika zu verwenden, um sodann, sei es in Quayquil oder Callao, wieder mit dcr Fregatte zusammenzutreffen und auf ihr die Weiterreise zu vollenden. Ich bclirlaubte mich demnach am Morgen de« 4. Jänner von dem Könige, der mir da« Commandeurlreuz seines Ordens Kameha-meha I. verlieh, und schiffte mich am Nachmittage iu Begleitung dcr Mitglieder der Mission und meines Personaladjutanten am Bord des amerikanischen Dampfer? „Idaho" nach San Francisco ein. An Bord desselben begab sich ein Vetter der Königin Emma, Prinz Albert, zu eincr längeren InstruclionSreife nach den Vereinigten Staaten. Beim Auslaufen auS dem Hafen erwies mir die Freaatte unter Niederholen meiner Flagge die üblichen Ehrenbezeugungen. Nach Ntägiger glücklicher Fahrt ist die „Idaho" heute, den 15. Jänner, im Hafen von San Francisco vor Anker gea.angcli. Politische Uebersicht. Laibach, 23, Februar. Im Abgeordnetenhause dauert die Debatte über das Erwerbsteuergesetz fort. Die finanziellen Differenzen in Betreff dcr Mi litärgrenzfrage haben nicht zur Lösung Lage traten, so war doch jene, die einen Mord vorlie» gen sah, die überwiegend vertretene Die Verletzungen am Hinterhaupt und der Schläfengegend wurden als oon Schlägen herrührend bezeichnet, die Flecken am Halse und in die Lungen clngedruilgencs Blut deuteten auf eine Erwürgung. Dazu kam, daß die Nachbarn ihn in der Nacht um Hilfe rufen gehört haben wollten — Unger schlief durch ein Zimmer von seiner Familie getrennt — und auch angaben, sie hätten einen schweren Fall vernommen. Die wahrscheinlichste Annahme dürfte nun wohl die sein, ein Dieb habe sich eingeschlichcn. sei von Unger bemerkt^ und angerufen wmdcn nnd habe ihn, um ihn zum Schweigen zu bringen, erst durch einige Schläge betäubt, dann erwürgt. Doch noch liegt keine Spur vor, die auf den Mörder hinwiese, und von den Ergebnissen der Untersuchung, die von der BeHürde aufs eifrigste betrieben wird, transpirirt nichts in die Oeffentlichtcit. Und so müssen wir uns denn noch mit Gerüchten begnügen und aus spätere Aufklärungen war-ttn. Sollte e« sich auer bewahrheiten: der Gelehrte, der auf den verschiedensten Forschungsreisen in Griechen^ land, Kleinasien und Egyptcn allen Gefahren entronnen, dem dort in uncivilisirten Gegenden kein wilder Klephte, kein räuberischer Beduine cm Haar gekrümmt, sei nun in seiner Wohnung, mitten in einer ruhigen Stadt, der verruchten Hand eines Mörders zum Opfer gefallen — und man kann kaum mehr zweifeln, daß dem so ist, — dann wäre dies ein msmniw mori, ernster, er-schulternder, entsetzlicher, als es seit langem in unsere Ohren geklungen. gebracht werden können. Einen Augenblick schien es, sagt der „P. L.," als Hütten die ungarischen Anschauungen Aussicht, auch oon der cisleithanischen Regierung accep-tirt zu werden, aber im Laufe der Discussion stellten sich so wesentliche Differenzen heraus, daß eine Einigung nlcht erzielt werden konnte, und die Conferenz resultatlos auseinandergehen mußte. Der Papst hat nach einer Wiener Correspondent der „Tr. Ztg." auf die Andeutung, ob nicht. um die Gemüthcr sich sammeln und beruhigen zu lassen, eine Vertagung des Concils als angezeigt erscheine, sofort die bestimmte Erklärung abgegeben, der materiellen Gewalt könne es gelingen, da« Concil zu sftren« aen, niemals aber werde er der Schwäche und der Pflicht-Vergessenheit sich schuldig machen, durch dessen Vertagung es moralisch zu todten. Das Pariser „Journal Officicl" veröffentlicht den Bericht des Ministers des Innern. Chcvandier, über die Decentralisation und die Zusammensetzung der diesbezüglichen Commission. Obilon Barrot wurde zum Präsideuten derselben ernannt. Unter den Mitgliedern der Commission befinden sich Dnpont, White, Guillaume Guizot, Prevost'Paradol. Das englische Unterhaus verhandelte ain 17. d ükcr dic Un te rr ich ts vo rl a g e der Regierung. Der ConseilSviccpräsidcnt Mr. Forsttr bezeichnete als ersten Zweck des neuen Systems, das Land mit auten Schulen zu versorgen, und als den zweiten, die Eltern zu veranlassen, ihre Kinder in diese Schulen zu senden. Demzufolge sei das leitende Princip in der Bill d»,nn anch, gesetzlich zu erkläre", daß eme zureichende Unzahl Schulen im Lande beschafft werben müsse und daß, wo die vorhandenen Schulen "icht hiiueichtcn, durch dic Lo» calbehölden neue ins Leben zu rufen seien. Zu diesem Ende werde das Land in Schxluezirte einaetheill werden, die in den Städten der Wahlbezirlseinthcilllna,, in den Grafschaften der Kirchspiclabgrenzmig sich anschließen sollen. Die Reaieruog werde ferner Vollmacht erhalten, in diesen Bezirken Infpectoren umherzusenden und sich über die UnterrichtSverhältnisse Bericht erstat« ten zu lassen, Wo die Leistungen dcr Schulen den ge-stellten Anforderungen entsprechend befunden würden, soll von weiterer Einmischnna, abgesehen werden. Die« jenigcn Schulen, welche mdcssen Staatszu schlisse erhal« ten sollten, würden damit auch zunächst sich den von Zeit zu Zcit nesehlich festzustellenden Lehranfolde'ungen einer nichlconfessionellen Insricclion und den Gestimun-aen del sog. „Conscience Clause" zu fügen hoben. Lcytcre Clauses, von welcher namentlich der jährliche Zuschuß abhängen soll, befreit diejenige«! Schüler, welche nach Wunsch ihrer Eltern vom Religionsunterrichte ausgenommen werden sollen, von den sonst etwa in dieser Beziehung in den Schulen geltenden Statuten und dieselbe soll in solcher Weise erweitert werden, baß sie sich auf col!fessionelle wie nichtconfessionclie Schulen anwenden läßt. Nach Annahme des vorlieaenren Gesetzentwurfs würde ein Jahr Zeit gelassen werden, um den verschiedenen Orten Gelegenheit zu yeben, nach ihrem Veliebm sich Schulcu einzurichten, welche nu>-, wie ebm bemerkt, bis zu einem gewissen Punkte in den Vereich der Rc-gicrunaeinspcctiou fallen würden. Die Geldmittel für dcn nöthigen Schulapparat sollen nach der Vorlage aus drei Quellen kommen, nämlich auS der allgemeinen Landcsbcsteuerung, aus den Zahlungen dcr Eltern für Schulgeld und au« freiwilligen Beitlägen. Das etwa Fehlende wäre durch Localabgaben zu decken. Die Ve< Horde, welche sin Beschaffung von Schulen und sür Auferlegung folcher Localaba.aben Sorge zu tragen haben würde, ist ein Schulamt, welches ein Jahr nach Annahme der Vorlage in den Schulbczirken von t»cr Literatur. „Zu Hause." Geschichten und Bilder zur Unterhaltung und Belehrung (Stuttgart, Verlag von Ed. Hallber> ger). Die drei neuesten Hefte (4, 5 und 6) dieser beliebten Zeitschrift stehen ihren Vorgängern an Reichhaltigkeit des interessantesten Stoffes und Schönheit der Illustrationen in keiner Weise nach. Wir nennen nur die ergreifende Volks' erzä'hlung aus Obersteiermark: „Die Erbschaft," von Cornelius Born, die hochspannende Crumnalgeschichte: „Ein Tropfen Blut," von Julius MUHlfeld, die überaus tomische Berliner Iagdgeschichte: „IeremiaS Saucrbier und die Wunder einer zuulugischen Vierstube," von Arnold Wellmer, eine Reihe pikanter,, Englischer Criminalsälle," die sinnige Weihnachtsgeschichte- „Der auSgebrochene See," von Au« gust Becker, - - Erinnerungen an Friedrich Rückert, «üt dem Porträt des Dichters — Deutsche Gedichte mit rei> zendeu Illustrationen — Biographien von Simson, Prä' sibent des norddeutschen Bundes, Gebrüder Grimm, Gott fried Aug. Bürger, Gerhard Dow, mit Porträts, — die interessanten Zeitbilder: Die Trajektanstalt auf dem V»' deufee, Der Grliusou'sche Geschützstand, Eiserne Schwimmdocks, Rom, Die Eröffnung deö Suezkanals, und noch mele andere interessante, unterhaltende und belehrende Artlkel. Diese 3 Hefte entHallen nicht weniger als 33 große sclMc Illustrationen, und doch kostet das Heft trotz der bcde n-tenden Format-Vergrößerung nach wie vor nur 3 Sg r., wobei noch jeder Abonnent am Schlüsse des IaY^ ganges den großen Pracht-Stahlstich „Faust und G reichen" gratis erhält. 299 Stadt- oher Gemeindevertretung gewählt werden mllßte, wo die Inspection Nber Mangel an Schulen belichtet. Neue von diesm Schulämtcl'ii einzurichtende Schulen milsftl« nach Pcxschrift dcrB,ll drr „Conscience Clalisc" unlerworsen sein, um jeder Confession zugänglich zu dlel» den. Wo die Schnlämter es vorziehen die bestehenden Schulen zu Ul,tc>stntzen und zu vergrößern, muß diese Uuterstiihung ohne Unterschied alleu vorhandenen Schu> lcn zu Th.'il werden. Was den Schulbesuch anbelangt, so bleibt es den einzelnen Schulämtern überlassen, in ihrem Bezirke den Schulzwang cinzuführ.n und alle Kinder von 5 vi« lAIahlln unter einer Geldstrafe von 5 Sh. höchstens, welche nb^ die Eltern verhängt wilrdc, zum Schulmtterricht heranzuziehen. Nach einer DiS' cnssiou, die im Ganzen für deu neuen Oesehentwurf ziemlich günstig lautete, wnrde die zweite Lesung auf den 14. März anberaumt. Lord Derby hat die Führerschaft im Oberhausc abgelehnt und dicscu Entschluß mit seiner Zerfahrenheit begründet. Die Boranschläge für das Hecr sind u,„ 1,136,900 Pfd. St. und jene für die Flotte um 746.111 Pfo. St. niedriger als die des Vorjahres. In Dublin sind die ihrer Haft entlasfeueu Ieuier eingetroffen. Sie wurden von einer unge' heueren Volksmenge empfangen, doch kam es nicht rhcr zu einer Kundgebung, bis sie am Abend das Theater besuchten. In Cork hat der bevorstehende Besuch dieser „Märtyrer" iu Verbindung mit dem seinem Ende nahen-den Proceß gegen den Pächter - Barrett, welcher des Mordversuchs gegen den Grundbesitzer Capitän Lambert angeklagt ist, die letzten Tage hindulch einige Aufregung verursacht. Nachrichten aus Mexiko melden, daß die Trup< pen des Präsidenten Juarez sich unter dem Commando des Generals Escobcdo am 7. d, M. auf dem Rückzüge gegen Guanajuato befanden, da die Insurgenten in stets wachsender Zahl gegen sie vorrückten. Sitzung dcs Abgeordnetenhauses. Wien, 2l. Februar. Die Sitzung beginnt kurz vor 11 Uhr. Vorsitzender : Präsident Dr. Kaiserfeld. Auf der Minister' bank: Brest el, Gegenstand der Tagesordnung ist die Fortsetzung der Spec i aldcbat t e über d as E rw erb stcuer-,8 esetz. ES kommt zunächst tz 3 zur Gerathung. Derselbe lautet: „Die Erwrrbsteucr hat in der Regel jene physische oder moralische Persou zu entrichccn, wclche die stcucr-bare Unternehmung oder Beschäftigung ausübt, odev welche im Genusse des steuerpflichtigen Dienst- odcr Lohnvczuges steht. Bezüglich der auf Grundlage vou Anzeigen bemessenen Erwerbstcucr dritter Classe (§20) hat die Vor. schrcibung stattzufinden auf die steuerpflichtige Person, ist jedoch vou den zur Entrichtung der steuerpflichtigen Bezüge Verpflichteten unter Vorbehalt ihres Abzugsrcchtes gegenüber den Bezugsberechtigten einzubringen." Abg. Dr. Mayrhofcr seicht gcgcu das zweite Alinea dieses Paragraph^, welches den Fabncanlcn, deu Industriellen, kurzum den Arbeitgebern die Verpflichtung auferlegt, die Steuer vou ihren Arbeitern aufzubringen. Diese Bestimmung erleichtere allerdings deu Stcucrorganen ihre Arbeit sehr wesentlich, doch nur auf Kosten der Steuerträger, Dem Arbeitgeber, dcr damit zum Stcucruchmcr, zum ^ecutor gestempelt wird, werde nichts übrig bleilicu, als die Steuer dcr Arbeiter aus dem eigenen Säckel zu zahlcu. um sich bei seine» Keulen uichl gehässig zu mache,!. Cö sei aber cinj nicht zu rcchtfertisscudcS Princip, einen Steuerträger, dcr objectiv sin, scm Ocwcrbc und subj^liv für seine Person zu allen Sleucrlcistuugcn hcrannezogen wird, auch noch fur seine Arbeiter zu bcheueni. Die Maßregel dlclbc iu jcdcm Fallc odios. Der Redner beantragt die Weglassuug des ganzen zweiten Alinea imd dcr Worte „iu dcr Regel" aus dem ersten Alinea. Abg. Baron Christ. Kotz: Man sage, dcr Arbeitgeber wird durch tz -j zu cincr ihm unangenehmen Thätigkeit verhalten und er komme iu eiu odioses Verhältniß zum Arbeiter. Allein .Arbeitgeber wie Arbeiter! müssen an die Organisatiou dcr Arbeit dcntcn; geschieht diese Organisation, dann wird eiu gedeihliches Verhältniß zwischen den beiden Classen entstehen. Der Staat habe ein Recht, vom Arbeitgeber diese Vorschußlcistung zu verlangen- ein anderes lassc die gcgenwäitige Orga nisatiou dcr Steucrämtcr nicht ,zu. Er empfehle daher den 8 3 in ulleu Theilen zur Annahme. Der Antrag Mayrhofcr's wird zahlreich unterstützt. 8 3 d?'^5^^ ' ^'' ^c dic Ueberzeugung, daß ?^-. .^ V" "nd Wünschen sämmtlicher Steuer. X nn5'^'?b°teu und Angestellte halicu. wider-sp cchc und schl.cße sich daher dem Antrage Mayr-yofer s an. m> . ??' W olf ru u, erklärt gleichfalls, für deu Antrag MayrhoferS stimmen zu wollen. Nachdem, auch die Abgeordneten Skcnc und Ritter v. Viebig gegen §3 gesprochen, «steift Abg. Dr. Stamm das Wort: Ich habe mich in meinem ganzen Leben nicht schr danach gesehnt, ein SiaatSbeantter zu werden, nicht, well ich die Beamten nicht hochachte, sondern ich hatte leine Migung dazu. Wenn ich aber doch, ich möchte sagen, g^wimgen worden wäre, ein Staatsbeamter zu werden, so halte ich gesagt: Jeder Posten, jede Branche, nur zu keinem Po-lizeicommissär machen Sie mich, und zu keinem Steuereinnehmer. (Heiterkeit.) Und nun, in meinen vorgerückten Jahren, hiingt 'z eigenthümliches Verhältniß; die neuen Steuereinnehmer werden nicht nur gar kcincu Gchall haben, sondern man wird sie noch verpflichten, die Steuer zu zahlen, odcr. wenn sie das nicht zugestehen wollen, wenigstens sie zu auticipiren. — Mcinc Herrel!! Halten Sie sich die Praxis vor Augen. Äm I. Juli tritt das Gcsch in Kraft. Nnu kommen - ich spicche als Bergmann -die Bergarbeiter, oder es kommen in einer Maschinenfabrik 4000 Arbeiter — wir haben solche Etablissements — und c« sagt zu ihnen dcr Arbeitgeber: Ihr habt die Stcucr zu zahlen. Ich srtzc den günstigen Fall voraus, die Steuer wird entrichtet, indem dcr Arbeitgeber sie dem Arbeiter vorschießt, denn am 1. Juli haben sie für das kommende Quartal noch nichts ver< dient. Wovon soll man denn abziehe,,, wcn>, noch cm, nichts da ist? das nennt dcr Hcrr Berichterstatter 7eines Einkommen! (Heiterkeit.) Der Arbeitnehmer hat nun am 1. Juli.....die Steuer für das Quartal gezahlt i am 2. Juli aber verunglückte er und ist todt. Wie werden Bie ihm denn die Steuer crsctzeu? beim jüngsten Gericht? (Heiterkeit.) Hicr stehen wieder die Arbeitgeber den Arbeitnehmern gegenüber; nun kommt es zur Durchführung. Dcr gabntanl sagt z. B-: Ictzt muß ich 1000 st. erlegen uud ihr seid mir dadurch wenigstens für '/. Jahr ver. pflichtet. Das ist hervorgehoben worden, uud es ist auch billig, daß er den Arbeiter nicht dic nächste Woche vielleicht lauscu läßt. Nnu können die Arbeiter zweierlei thun. Entweder sie sagen ganz einfach: Wir tragen dic Steuer und bkibcu sonst ganz gulc Freunde, odcr sie sagen, wir zahlcn die Steuer nicht. In dicscm zweiten Falle, mciuc Herren kommen wir nu>, dahin, daß dic ncueu Steuereinnehmer wirklich cinc Ärt Pc, lizci macheu müssen. Hier sind nim wieder Mi ställc ilwalich. Ent-wcdcr es wcrdcn Renitenzen stattfinden. die Arbeiter werden zum Arbeitgeber sagen: Wir zahlcn dic Slcuer uichl, Sic müssen uns dcn Vohn erhöhen. Dann ist dcr Arbcilgcbcr i„ seinem Recht, die Arbeiter anzuzeigen -- dic Arbeiter werden sagen: dcnuncircu — daß sie Stcucrrcuilcutt sind, uud er hat sie dadurch zu Verbrechern gemacht, wenn Verabredungen stattgefunden haben. Oder die Arbeiter greifen zu dcm anderen Mittel u»d machen Strik, sie stellen die Arbeit ein. Vor ciniacn Tagen haben Sic, mciuc Herren, das Verhältniß klargestellt, es ist das ciu- einfache Association. Dcnlcn Sie sich nun dicsc ^age, n,cmc Hcircu, sind diejenigen, die die Steuern verweigern. Verbrecher oder sind sie nur Stcuervcrweigcrer? Wer soll darüber urtheilen? Dic Arbeitgeber selbst? Nun. meine Hcrrc,,, in dicsc ^agc zu kommen, ist gewiß außerordentlich peinlich und beschwerlich. Ich bcschränkc mich darauf, das AllcS an-gcdcutcl zu haben, um die Herren, welche noch iu dieser Frage, dic mit der Arbeiterfrage allerdings schr enge zusammenhängt, schwankend sein könnten, zu bewegen, daß sie gegen das zweite Alinea und für den Antrag des Herrn Dr. u. Mayrhofer stimmen. Bl-lichterstatttl' Dr. Rysicr war nicht darauf ae-faßt, daß man, um das Almca 2 dcs § 3 5" Falle z» biingcn, daSsllbe cinrn slylistischln Ul'sinn (Hunisch, gebrauchte dicsen Ausdruck) mi'ncil wird, cbcnsowcnin, daß man jltzt, nachdem dic Glnc>i>ldcbütlc geschlossen, noch cinmal cinc Vcrwcisuna des GcscheS an de» Ausschuß beantragen werde. Ihm scheinen nur die Ein« Wendungen Wolframs dcr Erwägung w-r!l!, dic dahin ^chm, daß sich im vo«hincm nicht genau dic Höhe der Bezüge des Arbcitcrs crmcsscn lasfe, mid daß drr Ar« bcilgcber oft gar »ncht in der Lage ist, sic zu trnncn. El glaubt ader, daß nach diesrm Gesltzc bei der Besteuerung es sich nur um fixes, dauerndes EinloM' mcn und nicht um dcn wcchsellidri' ^ohn »'incs Ail:'!, teis handelt. Das war wenigstens die Ansicht dcö Aus-schnsscs, wenn mun behauptet, daß die Emhcbung >c« Slcun so gioßc G^hässiglcitcn schaffen Wcrde, so wollt er nur vcmellen, daß die Mühe sehr gerluu sein werde und lcinc so gioße Elasse von Stt„cl'jahlcln ei»!c wird, wie man vorgab. Wenn man den S»em^ ncn die Eintreibung anfn lcgt, nöthigt man die Reaicrui'fi, wlgcn der höheren Kosten die Steuern zn erhöhe». (Schluß folgt.) Hagesneuigkeiten. — (Lehramtsprüfung aus der Natur, ge schichte.) Huf eine gestellte Anfrage, in welcher Welse die Lehramtsprüfung aus der Naturgeschichte, b.zichungs» weise aug den drei H.ulplfa'chern diese« ^egrnstandes: Zl'olos>l>, Butcmik und Mineralogie vorzunehmen sei, hat ein Nrlatz des Ministeriums flir CultuS und Unterricht eröffnet, daß in analoger Nnwendung jener Bestimmungen, welche in Betreff der Prllfung aus der Gcoqraphie und österreichischen Geschichte getroffen worden sind, auch be» zllsslich der NaMrgcschichle in einem der zwri schriftlichen Prüfun^'tadien dcr häuslichen und Llcmslirarbeil je einer der drei erwähnten Gegenstände vorzukommen hat, wAhretid die münd iche Prüfuna, das gesammle Gebiet der Natur» geschickte zu umfassen hat. — (Land es chef und Bürgermeister.) Die Handhabung der i'ocalpolizei in Klagenfurt hat in der letzten Zeit wi derholl zu begründeten Klagen Anlaß gegeben. In Folge des lllrzlich stattgefundenen Unqlücksfalls, bei welchem drei Wäscherinnen das keben eindüßien und mehrere verwundet wurden, Hut der kandeschef von Kärn» ten, Freiherr von Kübeck, an den Blirgcrmeifter Nagel einen Erlaß gerichtet, in welchem die Tbäligleil der ?ocas Polizei strenge getadelt, die keilung derselben dem Magi> stralc abgenommen und dem l. k. Obcrconimissiir Wlatniqg, der schon vor der Uebergabe der l'ocalpoli;»i in den Wir» wngslrcis der Gemeinde dieselbe leitete, übertragen wird. Dcr Bürgermeister wird in dem Erlasse angewiesen, den» Polizeiobercontmissär ein eigenes Zimmer im Magistrals« gebtiude einzuräumen und ihm das nöthige H!lsspeisonal zu Gebote zn stellen. Die Kosten hat die Gemeinde zu tragen. Natürlich erregte diese Maßregel in Ktirnlen großo« Aufsehen. — (Vom Strick zum Traualtar.) Aus Him» mclbcrq in Kcirntcn wird nachstehende abenteuerliche Thatsache gemeldet: In einem „cchen Dorfe lebte ein Liebes' paar seit Jahren beisammen, ohne gclrciut zu sein. Diesen Fasching entschloß mail sich, dcn Bnnd der Ehe vor dem Altare zu besiedeln. AllcS war in Ordnung, die Vraut im Sonutagsschmucke harrte mit dcn Zeugen und Kranzel« jungfern iu der Kirche, und nur der Bräutigam ließ auf sich warten. Es verging eine Stunde, aber er kam nicht; die 5?eute wurdeu ungeduldig und man sah sich genöthigt, auseinander zu gehen. Der Bräutigam hatte sich in ein Wirthshaus verirrt uud sich eincn Rausch angetrunken, so daß er auf Braut und Hochzeit vergaß. So fand ihn die Braut, schalt ihu derb aus, und er versetzte ihr em paar Schläge, so daß sie jammernd entfloh. Dies brachte den Präuügam halb zur Besinnung, und Böses ahnend, eilte er ihr nach, und fand sie in ihrer Kammer an einem Stricke crhcmgl. Dadurch vollends zur Besinnung gelom-mcn, schnitt er schnell den Strick ab, und da der Selbst» Mordversuch ebeu erst ins Werl gesetzt worden war, gelang es ihm, sciue Braut vom Tobe zu retten. Nun folgte die Versöhnung, daö Paar ließ sich jetzt wirtlich trauen, und dcr Maun erschien pünktlich am Nltare, um seiner Vraut das Jawort zu geben. — (Tod durch Ausströmen von Kohlen, gas.) Am 13. d. FrUH wurden vier Soldaten des in Ocdenburg garmsunirendcn Uhlanen , Regimentes in ihrem Schlafzimmer in bewußtlosem Zustand aufgefunden. De« schnell herbeigerufenen Arzte gelang es, drei hievon wieder zum Bewußtsein zu bringen, dcr vierte jedoch war bereits eine deiche. Es wurde constatirt, daß durch eine schadhaste Ofenröhre das Kohlengas in das Zimmer einströmte und den Tod dcs einen, und die Bewußtlosigkeit der anderen drei Soldaten herbeiführte. - (Vzplosion.) In dem Hüttenwerke von Four, chambault verursachte das Zerplatzen eines Maschinentheile« furchtbare Bcrwüstungen. Acht Personen, unter welchen sich d« Sohn des Hlitlenbesitzer befindet, wurden schrecklich verbrannt, wovon bereits flmf ihren Brandwunden erlegen siud. ... ^Amerikanische Naturlinder.) Zwei junge Damen in Princeton, Illinois, halten die Wette angenom» men, 80 englische Meilen innerhalb 20 nach einander sol, genden Slimdcn zn Fuß zuriiclzulegen. Dcr Preis belrua 100 Dollars und die beiden Schönen, Töchter eines wohlhabenden Farmers, gewannen ihn, indem sie ihr Ziel um 1 Stunde und 37 Minuten vor Ablauf der sestaesetzlen Zeit erreichten, ' > » ' * 300 -Hoc ales. — (Landwirtschaftliches.) Der durch den Regicrungsvertreter und jenen des ^andesausschusses ver-stärtte Ausschuß der Landwirthschaftsgesellschaft hielt am 20. d. unter Vorsitz des Herrn Landeshauptmanns Dr. v. Würz bach eine Sitzung ab. Dr. Vleime is refe-rirte Über das Antritteschreiben des neuernannten Herrn Ministers des Ackerbaues, — dann Über eine Zuschrift des Ministeriums, welche fUr die Hebung der Pferdezucht in Krain eine Subvention alsbald nach Bewilligung des Reichsbudgets pro 1870 in Aussicht stellt, — ferner, daß die Gesellschaft aus der Görzer Seidenbau-Versuchsstation 6 Cartons ausgezeichneten, echten japanesischen Seiden» famens erhalten, und daß Herr Mah in Slatenegg Samen von 'lama-Ua/i fUr 10 ft. eingesendet hat, — daß aus Wratislaw Herr Kaufmann Kriegel mitgetheilt hat, daß echter Rigaer Leinsamen auf 19^/, fl. die Tonne zu stehen lommt. Ausschuß Schollmayr beantragt, daß die Gesellschaft sich n«ch dem Beispiele einiger anderer Gesellschaften an das Ministerium wenden möchte, um eine Subvention zum Anlaufe von 60 bis 100 Ctr. echter amerikanischer Kartoffeln von Giilich, um dieselben sodann um denselben Preis an solche Landwirthe abzulassen, welche sich verpflichten, sie nach den von der „Nov." veröffentlichten GUlich'schen Versuche anzupflanzen. Der Antrag wurde angenommen. Ferner wurde beschlossen, aus dem Reste der Subvention zum Autauf von landwinhschaftlichen Gerächen einige Iugmayer'sche Pflüge und brabantische Eggen anzukaufen. — Um die Ueberlafsung von Seeländer Schafen waren 56 Landwirthe eingeschritten. Da nur 38 Schafpaare angekauft werden konnten, so tonnen damit nur ebensoviel Landwirthe betheilt werden. Bei der Vertheilung wurden besonders Gegenden berücksichtigt, wo stärkere Schafzucht betrieben wird, es wurden daher nach Inner« lrain 21 Paare, nach Overtrain 14, nach Untertrain 3 bewilligt. Ferner wurden solche Besitzer berücksichtigt, die selbst schon größere Schafzucht haben, und ihre Nachbarn. — In Betreff der Wipp ach er Obst- und Weinbauschule wurde am Montag bei der Landesregierung mit Zuziehung von Vertretern des Landesausschusse«, der Land« wirthschaftsgefellfchaft und des RealfchuldirectorS die Berathung gepflogen. Aus Wippach war Herr Graf Lan. thieri, der sein Besitzthum in Slapp und nöthigenfalls auch andere Räumlichleiten unentgeltlich der Schule Überlassen will, der Vorstand der Filiale Wippach, Herr Kav-iii, und Dr. Spazzapan erschienen. Die gefaßten BescklUsse werden dem Ministerium des Ackerbaues unter» breitet. — (Lehrer Versammlung.) Am 28. d. M., 10 Uhr Vormittags, hält der Ausschuß des Lehrervereins in dem Schulzimmer der vierten Classe der St. Ialobs Hauptschule eine öffentliche Sitzung, zu welcher alle Ver-einsmitglieder eingeladen werden. Programm: 1. Vereins-nachrichlen; 2. Besprechung über den Schreibunterricht; 3. Anträge über die Lchrerbibliothek; 4. über die Nutz« barmachuug des Vereins für Witwen und Waisen von Vollsschullehrern. — (Concurs.) Beim t. t. Landesgerichte in Klagen« fürt ist die Stelle eines Hilfsämterdlrectors mit dem Ge» halte jährlicher 1050 fl. erledigt. Die Bewerber dieser Stelle haben ihre Gesuche längstens bis 10. März d. I. im vorgeschriebenen Wege an das Präsidium zu leiten. — (Bevölkerung Villachs.) Nach der Volts« zählung, vom 31. December 1869 zählt Villach mitsammt dem zur Stadtgemeinde gehörigen Vororte Perau 4526 Einwohner, von denen 4361 dem katholischen, 163 dem evangelischen, 3 dem israelitischen und 1 dem griechisch-nichtunirten Glaubensbekenntnisse augehören. Die Bevölkerung hat seit Februar 1868 um 482, seit Februar 1869 um 321 Bewohner zugenommen. — (Nachahm ens werth) ist eine neue Einrichtung, welche vor kurzem im Hoftheater zu MUnchen getroffen wurde. Es lam auch dort wie allerorts vor, daß ein Theil des Publicums erst in das Theater zu treten gewohnt war, wenn die Ouvertüre begonnen hatte; die dadurch hervorgerufene Unruhe im Hause störte die andern Zuhörer, welche sich rechtzeitig eingefunden hatten. Um nun den Mißstanb zu beseitigen, wurde von der Intendanz die Einrichtung getroffen, daß während der Ouvertüre der Zutritt in das Parquet und Parterre Niemandem mehr gestattet ist; wer zu spät kommt, muß vor der Thüre warten, bis die Ouver« ture zu Ende ist. Auch während des Actes durch verspäteten Eintritt die Sperrsitze zu allarmiren, ist verboten worden. Die Einrichtung, welche im Interesse deS Theaters und der Kunst geschaffen wurde, hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestandes schon nefflich bewährt und wurde vom Publicum mit vollem Beifall aufgenommen. Oeffentliche Danksagung. Die Gymnasial-Direction in Rudolfswerth erachtet es als Pflicht, Sr. Hochwohlgeboreu dem Herrn t. k. Lan» despräsidenten Sigmuud Edl. v. Conrad'EibeSfeld im Namen der hilfebedürftigen Schuljugend den tiefgefühlten Dank öffentlich auszusprecheu flir die dem Gymnasial» UnterstUtzungsfonde väterlich gewidmeten 200 fl. ö. W. aus dem flir Krain zugewiesenen Legate des Freiherr« PflUgel. Rudolf«werth, am 21. Februar 1870. P. L. Hrovat. Seine Hochgeboren b«r Herr Landespräsident fUr Krain Sigmund Konrad v. Eibesfeld haben sich gnä» digst bewogen gefunden, aus dem Freiherr von PftUgel-schen Legate auch dem hiesigen Hospitals «Institute den ansehnlichen Betrag von 500 fl. zuzuweisen. Es tommt mir d« hohe Ehre zu, Seiner Hochgeboren für diese so namhafte Unterstützung und Förderung unseres so bedürftigen Instituts im Namen der Stadt den tief, gefühltesten Danl hiemit öffentlich auszufprechen. Rudolfswerth, am 19. Februar 1670. Der Bürgermeister. Neueste Post. Im Abgeo rduelen hause wurde vorgestern die Debatte über das Erwerbsteuergesetz fortgesetzt. Der Nnlrag auf Befreiung der Vorschuß- und Consumvcieine für die drei ersten Jahre ihres Bestehens wurde ange-nummtli. Nach Beendigung der Elwerdsteuer-Debatte wird eine lurzc Vertagung der Sitzungen des Abgeordnetenhauses bis zum Donnerstag „ächster Woche statt« finden. BieUeicht hat bis dahin der Budaetausschuß die noch unerledigten Capitcl: die Ministerien für sickerbau, Handel, Inneres, Polizei und LandcSverlheidiauoa. erledigt. Nach Beendigung dcr Budgetdebatte wird die Civilproceß «Ordnung zur Berathung kommen. Der NcsolutiouSausschuß dürfte nächsten Freitag eine Sitzung halten. Im gesetzgebenden Körper Frankreichs dauern die Debatten über die innere Politik fort. Mi« nister Daru erklärte in der Sitzung vom 22. d., daS ganze Land wolle Ordnung, Freiheit und Reform, weise aber Ausschreitungen zurück. DaS Ministerium sei einig. Kaiser Napoleon habe freiwillig den Wünschen der Ve> völlerung nachgegeben und sei immer mehr und mehr entschlossen, die Freiheit zu gründen. Das Ministerium wolle nach Innen wie nach Außen den Frieden. Wenn die Kammer dem Cabinete folgt, werden wir an der Entwicklung der Freiheit arbeiten. DaS Ministerium verlange, daß man ihm Zeit zum Handeln lasse. Diese Erklärungen fanden Beifall, nur die Verfolgungen der Presse wurden getadelt. DaS linke und rechte Centrum beschlossen, folgende Tagesordnung zu beantragen: „Angesichts der so klaren und loyalen Erklärungen des Ministeriums, welche Frankreich die Ordnung und Freiheit sichern, geht die Kammer mit Vertrauen zur TageS« ordnung über." Paris, 23. Februar. (Tr. Ztg.) Kammersitzung. Nach den Erklärungen Daru's sagt Jules Favre, er wünsche sich zu der Freiheitsrede deS Ministers Glück' gleichwohl, fährt er fort. haben wir noch die persönliche Regierungsgewalt, den SenatuSconsult kann man wieder zurückziehen. Die vom rechten und linken Centrum be» antragte Tagesordnung mit einem motioirten Vertrauen«» ootum wurde mit 236 gegen 18 Stimmen angenommen. 119 bei den letzten Unruhen Verhaftete sind wieder freigelassen. DaS „Journal d< St. PeterSbourg" dementirt die Nachricht der „Indepcndance bclge," welche die in Paris erschienene Broschüre: „l,'ImpH83v äß 1a kolitiyul, Äcwsilt^ dem Baron Iomlni zuschrieb und die Mit-arveitcrschuft einer hochgestellten Person behauptete. IM Ucbrigen, fährt daS „Journal de St. PelerSbourg" fort, sind die Ideen einer ^. n n it he rung zwischen Frankreich und Rußland nicht neu und sind dieselbeil von den friedlichsten Gesinnungen durchdrungen. ______ Telegraphische IVickseicours? vom 85 Februar. 5pcrc. MetalliqueS 61,85. — 5pcrc. Metalliquee mit Mai« nnd November-Zinsen 61.85, . üperc. Naliolial-Nullhen 7l.60. — l«iil)?r Staatsanlehm 96.5.0. — Vantacllsi, 726. — Lredii« Action 2). 11 Wagen und l Schiff (4 Klftr.) mit Holz. ^_______________Durchschnitt« - Prrilc.________________ «NN.. Vig,.. «lt.. Mß,.. fi. lr. ft. ll. st. lr. si. lr. Weiz'.', pr. Mehl» 5 — 5 4!) Vittter pr. Pfund- -4s — — Kor» „ 3—2 26 Eier pr. Ttück — 2i —— Gerste „ 2 60 2 92 Mllch pr. Maß — 10 — Hafer « I 80 2-. Rindfleisch pr.Pfb, -22— — Halbfrucht« -^- 3 72 Kalbfleisch „ — 2-^-> — geräuchert „—42— —— weißer „ — ^10 — Theater. Heule: Undine, große Oper in 4 Ncteu. Vcnefiz dc« Herrn Andcr. Morgen: Kaiser Josef und die 2l«huster«tochter, Schauspiel in 4 Acltn._________________ Nteleorolonische NeolwchtMMll in LMuch. "'^ll Mg. 324 05 - 6° 3iW.schw7^ heiter 23 2 ^ N. ! 325.« ^ 2.., NW.fschw. heiter 0.,x» 10 „ Nb., 325«,« — 0,, W. schwach »an, bew. Sternenhelle Nacht. Starter N?if, Trockene, llare Luft, heiterer sonniger Tag. Abend? in 3W. Wollenbank, zunehmende Vc-wüllnng, Das TagtSmitlel der Wärme— I-I«, «m l'4" llber dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ignas^H^l eln^N^ y r". Dank und Anempfehlmg. Der ersten krainischen Leichenbeftattungöanstalt de« Herrn Franz Doberlet in Laibach, finden wir flir die derselben Übertragene Bestattung unseres verstorbenen Vaters beS Hern» Lorenz Kuuschitz, jubl. k. k. Laudesgerichtsrath, unseren vollkommensten Danl hiemit mit dem Beisatze auszusprechen, daß dieses allen Anforderungen des p. t. Publicum« und der Pietät fUr die Verstorbenen in jeder Richtung entsprechende Institut bestens empfohlen zu werden verdient. (453) Laibach, 18. Februar 1670. Die Familie «nnschlh. Nnelanlipsickt "!Uien, 22 Februar. Dic heuiiqe Purbärsc begann in ziemlich fesler Tendenz doch zum «Schlüsse derselben trat Flauheit ein. llm 12 Uhr uotirte mau: Credit 266,60, Analo WM^UÜlllU,». 329.50, Lombarden 241.70. Dir MittaaSbürse drückte Eredlt auf 2bb.10, Lombarden bis 241.40. Nnglo-osterreichische Vaul auf ^29. Slaalslose waren offerirt. 1864er sogar bis 1U'.77. Zur Erltärungszeit (halb l Uhr) nolirte man: Credit 266,30, Nnglo 329.25, komb. 211.70. Napoleons'dor 9,90'/,. Schluß besser. K. AUstemeine HtaatSfchuId. ssllr 1W ft. Geld Waar? Viilheillichc Staatsschuld zu 5 p«lt.: in Noten oerzinsl. Mai-November 61.— 61.10 „ „ ^ Febrnar-Augnst —.— —.-« Silber „ Iämlcr-Iuli . 70.90 71— „ „ „ Aprll-October. —.— —— Stlutranlehe» rüclzahlbar (z) .- — — (i) . -.- ---»' Lose v 3 1839......23350 234.— .. « 1854 (4 "/.) z» 250 fi. i'0.- 90 50 ^ « 1860 ,n 500 fi. . . 96. - 96.20 « ^ 1860 zu 100 st. . . K'Z,— 103.25 „ ,. 1864 zu 100 ft. . . 119 50 l 19.75 Staats,Domänen Pfandbriefe zu 120 ft. ü W. in Slider . . 125.75 126 - ». Vruudcntlastunsts'vbligationcn. ssllr 100 si. .^ . G?ld Waar? ^^l"«' - ;u5p«t 93 50 94 50 Galme« ... s, 7I ^. Uuzarn .... » b ^ 78 ,h 7v.7b «?. Actien von Bankinstituten. Oeld Maare Nnglo-österr. Vanl abgesl. . .332 25 332.7b Anglo-ungar. Nant .... 97.- 97.50 Voden-Treditanstalt . . . . 32« — 334.— Ereditanslalt f, Handel u. Gew. . 266 80 267.— Eredilllustalt, allgem. ungar. . . 86 25 86 75 Escompte-Gesellschaft, n. ». . . 982. 986. -Franco-üsterr. Banl . . , . 111-75 112.— Geniralbant.......65 50 !!6 — Nlltioualdllnl......723 — 725 — Niederländische Vanl .... 93 — 93.50 VereinSbaut.......91.25 91.75 Verlehrsbanl.......1l8. - 118.50 Wiener Ban!......70,- 70.50 Z». Nctien von Tran«port«nter»el»« mungen. Oeld Waare Alföld-Fiumaner Bahn , . . 173.75 174— Vöhm Westbahn.....23l.- 232- tiarl-kudwig-Bahn.....235.75 236... Donan-Dampfschifff. Gesellsch. . 598.— 600,— Elisabetli-Westbllhn.....192.- '93.50 Ferdinands-Norobahn . . . 2120 50 2130. Fllnft,rchcn-Barcser-Vahn . . 161.— 181.50 Franz-Iostphs.Bahn .... 18?.— I87ä<) l«tmbtr«-Czern.lIassyer-Vahn . 206.50 207.- l Äelk Waare Lloyb, zzsterr........344 — 3«,— Omnibus........ 148.— 150,-- Rud°lf«-Vahn......163.75 164.— Siebenbttrger Bahn .... 167,50 168 — Staatsbahn.......375.— 377.« Sliobahn ........242.— 242.20 Slld'liordo, Verbind. Vahn . . 175 - 175.50 Theiß-Nah».......242.— 242,50 Tramway........158.25 158 50 «. Pfandbrief« (Mr 100 sl.) Mg. «jft Vobtn-k»00Frc«......247.25 247.75 «. Privatlose (per Stuck.) Creditansialt f. Handel u.Oew. Gelb Waare I zu 100 ft. ü U......159 f.0 160. - ,iNudolf-3tift,lng zu 10 fl. . . 15.50 1«.- Wechsel (3 Mon.) Geld Waare Nngsbura. slir 100 sl slldd. W. 103.20 103.40 Franlfnrt a.M. 100 fl. detto 103 40 103 60 !Hamburg, fur 100 Marl Vai-co 9l>0 91 t<5 London, für 10 Pfund Sterling 12415 124.30 Pari«, sür 100 Franc« . . . 4!'.ü0 49 35 <5ours der Geldsorteu Veld lSaare !«. Müuz-Ducat« . 5 fi. 83^lr. 5fi. 84j lr. Napoleonsd'or . . 9 ^ 90;« 9 „ 9l ^ Vereinsthaler . . . 1 » 82j» 1 , 83 ^ Silber . . 121 „ 25 „ 121 ^ 50 ^ ssrainische Orundentlaftungs - Obligationen, P'i "«notlrun,: 86.- Held. 94 V»°«