Nr. 294. Dienstag, 23. December 1890. ltt9. Jahrgang. Mbacher Zeitung. Die «Lalbacher Zeitung» erfchetnl Ugltch mtt «u»n»hme d« »onn» und »»lertage. »ie »lv»«,»ftla»i« btNnbet sich bi» l» Uhr »ormitla«» — UnfronNeNe »rief» »erben nicht »»«»nommen und »lanulcrip», nicht zurn ""d Cabinetssecretär Karl König von Aradvär "n Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei "llergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mitAller-bschster Entschließung vom 6. December d. I. dem dberbaurathe der Seebehörbe in Trieft Hermann Kleiden st ein anlässlich der erbetenen Uebernahme in den bleibenden Ruhestand den Orden der eisernen Krone dritter Classe mit Nachsicht der Tl.xe allergnü-"gst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit «llerbüchster Entschließung vom 10. December d. I. dem Pol.zeiralhe der Wiener Polizei.Diskctlon Wendel ^ooq das Ritterkreuz des Franz.Iosrf.Ordens aller-Mdlgst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit 'lllerlMstt'r Entschließung vom 17. December d. I. "M Eentralinspector der prio. österreichischen Nord« ^slblllm Anton Elbel da« R>lterkrel,z des Franz. 9osef.Orden» und dem Oberinspector dieser Eisenbahn. AseNschaft Ludwig Weber den T't^l eine« kaiserlichen "°lhez toxsrei allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Hheil. Die Volkszählung am 31. December. .. Am 31. December d. I. findet bekanntlich m der s""reichisch. ,mqalisch"n Monarchie eine Volls^hlung '."t. Als wichtigste« Moment bei dieser Volkszählung ?'" der Grundsatz, das« die Zählung lediglich nach ^!" Stande vom 31. December vorgenommen wild. ^'el^r Grundsatz ist so stricte einzuhalten, das« beisplel«. ^le ein nach dem 31. December und vor der Aus« fertigung des «nzeigezettel« geborne« Kind in den An« zeiqezettel nicht aufzunehmen, ein nach dem 31sten December 1690 und vor der Ausfertigung des An-l zeigezeltels Verstorbener dagegen in den Anzeigezettel einzutragen, ein am 3l. December 18V0 an der Wohnung Theilmhmender, am Tage der Ausfüllung des Nnzeiqezettels jedoch Abwesender nicht als abwesend sondern als anwesend zu betrachten ist. Jede Wohnpartei erhält einen (oder fall» die Familie zahl« reiche Mitglieder enthält, mehrere) Anzeigezettel ins Haus gestellt, dessen Rubriken gewissenhaft auszufüllen sind. Der Wohnungs'Inhaber ist verpflichtet, den An» zeigezettel für sich. die Familienmitglieder, Bediensteten. Aftermietparteien, Vettgeher ic. entweder selbst aus zufülltN oder jemand anderen damit zu betrauen; die Richtigkeit und Vollständigkeit der Ausfüllung ist aber jedenfalls von de« Wohnungs'Inhaber mit seiner Unterschrift zu bestätigen. Wohnparteien, welche an ver' schiedenen Orten Wohnungen besitzen, sind nur in jener Wohnung zu zählen, in welcher sie sich am 31. De« cember 1890 befinden. Von besonderer Wichtigkeit ist die Volkszählung««; Vorschrift, wonach jeder, der sich der Zählung entzieht oder eine unwahre Angabe macht oder sonst einer nach der Vorschrift über die Vornahme der Volkszählung ihm obliegenden Verpflichtung nicht nachkommt, mit einer Geldbuße b's zu 20 fi. oder im Falle der Zchlungsunsähigleit mit einer Freiheitsstrafe bi« zur Dauer von v>er Tagen zu biegen ist. Die zur Aus« füllung des Nnzeigezetels erforderlichen Urkunden (Ge« hurts» und Trauscheine, Heimatsscheine, Dienstboten» bücher, Reisepässe «.) sind auch nach Abgabe des Anz»igezsltels zur Einsichtnahme für den Gemeinde« Vorsteher oder die mit der Revision betrauten Organe in Bereitschaft zu halten. Die Prüfung der ausgefüllten Nnzeigezsttrl wird an voir>r bekannt gegebenen Tagen durch die Zihlunqscommissäre in den Häusern vor. genommen. Zlm Zwecke der Auslunflsertheilung muss eine geeignete Person von jtder Mh "Partei mit den erwähnten Documeulen jener Pelsouen, welche zur Wohnpartei gehören, anwesend sein. Die das Heimatsrecht erweisenden Documente sind: 1.) Für Inländer: Nur Heimatsscheine. Argils-, Wander, oder Dienstbotenbllcher. ferner Zuständigleils. oder Büsgerrechtsverleihnngs.Decrete und bei den Hof. Staats'. Landes» und öffentlichen Fondsbeamten, Geist, lichen und öffentlichen Lehrern, welche durch die defini< tive Anst'llung das Heimalirecht erlangen, das be-wffende Nnstlllungs.Dccret. 2) Für die im Gebiete der ungarischen Krone heimatsberechtigten Personen: Rcisedocumente, Legitimationslarten und Zuständigkeit», zeugnisse. 3.) Für andere Ausländer: Reisepässe; für deutsche Reichsangehörige auch die vom deutschen Con« sulate in Wien ausgefertigten Matrikelscheine und die von den deutschen Verwaltungsbehörden zweiter Instanz ausgestellten Heimatsscheine. Die Auszüge au« den Tauf« und GeburtSmatrilen werden in Oesterreich. Ungarn unentgeltlich ausgefertigt. Für die in den Jahren 1871 bi« einschließlich 1881 gebornen männlichen Einheimischen (da« heißt: in dem im Reichsrathe vertretenen Länderg/biete heimatsberechligten) ist jedem «nzeigezettel ein Auszug au« dem Geburtsbuche oder eine beglaubigte Abschrift des Geburlsscheine« über diesen Einheimischen bei» zuheften. Es ift mehrfach die Frage aufaewmfen worden, ob da» Fehlen eine« b« zur Nuswei«leistunss nöthigen Documente die Strenge der Volkszählung«. Vorschrift nach sich zieht. Darauf ift zu antworten, das« es genügt, wenn der Nohnungsinhaber. Familien-inhaber u. sich auszuweisen vermag, dass er die Er. langung eine« solchen Documente» bei der Heimat«, gemeinde für sich. feinen Sohn oder seine Tochter ,c. ernstlich betrieben hat. Sind daher jemandem bi« zum Tage der Ausweisleistung die fehlenden Documente aus der Heimatsgemeinde nicht zugekommen, so wird er gut thun. sich zum mindesten mit dem Recepisse de« Briefes auszuweisen, in welchem er die Nussolgung be« Document« von feiner Oltsgemeinde verlangt ober urgiert hat. Für die in den Jahren 1871 bi» ein« schließlich 1881 gebornen männlichen Einheimischen wären im Nothfalle derlei Recepfse dem Anzeigezettel beizuheften. Vei gerichtlich geschiedenen Eheleuten ifi die an der Wohnung nicht theilnehmende Ehehälfte nebst den derfelben gerichtlich zugewiesenen Kindern in den An» zeiqezettel nicht aufzunehmen. Die Aufnahme der ge. wohnlich an der Wohnung der Haupt« oder Nfterpartei Antheil nehmenden Personen in den Anzeig/zettel hat auch dann zu geschehen, wenn dieselben zeitweilig, zum Beispiel auf Reisen, im Spital u. dgl. abwesend sind. Söhne und Töchter einer Familie, welche noch nicht eiqenberechligt sind. müssen in die Anzeigezettel ihrer Eltern eingetragen werden, selbst wenn sie an anderen Orten sich vorübergehend oder auch dauernd aufhalten. Vei alten Leuten füllt e« oft schwer, die genaue Angabe des Veburtttage« ober Geburtsjahres festzu. stellen; sollte dies nicht möglich sein, so genügt es, den Geburtstag, beziehungsweise das Veburttjahr möglichst Feuilleton. Mlllthe Timars Witwenschaft. «. Diese liehen kleinen Dingerchen, diese kleinen blond, ^"iqen Frauen — sie siud so g"t. so fromm, w,e ^ Lämmer. Ganz besonders diese Marthe Timar! ^ hat ihresgleichen nickt. Seitdem si> verheiratet ist. ^°"mt man nur ihr Lächeln zu Gesichte. Ehemals ^ a.'l,ckl,ch,s Lächeln, j ht ihr schmerzliches. N. Aiit ihr,m Glück? war sie niemandem zur Last, s" Nt es auch mit ihr.m Schmerze nicht. Sie wlittte U nicht, sie beklagt sich nicht. Allein ,hr blasses UU'H. dies.« immer blässere Antlitz, erzählte es täglich ^rmllnn, was ohnedies jedermann schon wnß. d,., Ihr Gatte hat sie lide'lichernmse unbarmherz'g Gossen. Und doch war er ein braver junger Mensch. ,t,/'"sia.stl. geschickteste Zimmermann im ganzen Um. n e: wer hätt? es geglaubt, dass er diese« engel-sH '"be Weib betrügm werde, dass die Macht zwe.er r 3?."ugen sein Herz so verfinstern würde .das lid."!" lener anderen hinauszichrn sollte m dle Welt, d° zu verkommen? .. ^ hin l-^k erh.elt leine Kunde von ihm; wer nmh. wo-N s'e den Weg genommen haben; der Sttaß.ns aub. ^l'chem d.e Spuren sich verloren, erzahlt es mcht. s<ä^ '"d. das flüsternde Laub sagt es lucht ver« !^ >'ch gr'nug ob ch n es davon spricht! Wenn er d«r S'"2 «in Wo t gesprochen hätte, als er d.e «agy ""b. dann wäre e« der schönen blonden Frau mcht gar so weh ums Herz. Wenn er sie wenigstens noch einmal gelüsst hätte, wenn er zu ihr nur so gesprochen halte: «Du wirst mich nimmer wieder sehen; ich liebe eine andere; mein Leben a/hört ihr!» Er aber gieng oerslohlenerwelse weg; sie halten es so unter sich ver« abredet. Er gieng und kam nicht wieder. Und das ist nun schon cm Jahr her, ein ganzes Jahr. Er wird wikdellchreu. O, gewiss, gewiss! Peter ist ja kein schlechter Mensch. Sein Herz war immer gut; er kann nicht so veiderbt worden stin; diese Person kann ihm den Verstand geraubt, sich in sein Herz geschlichen haben; allein das ist nur io'ne unechte Farbe; die Zeit verwischt sie und macht sie verblassen. Er wird wieoeikchren. Marthe Timar hoffte, und wenn während des Nähens ihren Händen die Schere entfiel, seufzte sie immer auf: «Ach, bliebe sie nur in der Diele steckenl» Und wenn sie aus ihrem Fenster eine auffliegende Elster sah. seufzte sie immer: «Ach, hielte sie nur auf unserem Dache Rast l. Aber weder Schere noch Elster wollten lügen . . . Abends sehte sie sich hinaus auf die Thorschwelle, von da aus konnte man weit, weit hinausblicken die geschlängelie Landstraße entlang, ganz bis dahin, wo die Wolken mit ihrer Schleppe die Erde streifen. Sie hielt ihre kleine Hand mit einen Schirm vor ihrem fchünen blassen Gesichte, und so schaute sie nach jenem glvhen geheimnisvollen Blatte, von welchem sich als einzelne Buchstaben: Frachtwagen, Martlleute. Wan« derer und Gott weiß was für Gestalten noch ab» hoben. Die Dorsbewohner giengen oft an ihr vorüber grüßten sie wohl auch, aber sie merkte es nicht. «Marthe erwartet ihren Mann!» flüsterten sie sich zu und lächelten dabei. Und doch hatte die arme Marlhe recht Ihr Herz wusite nuhr als die Wrlt sammt aller ihrer Weisheit. Als sie eine« Vormittag« mit großer Sorg. fält die Tabakblätter begos« (ihr hrimrVhrendrr Gatte musste ja de« Winters se,n Pfeifchen schmauchen), trat ein pockennarbiges alte» Weib ins Gehöft. Sie brachte eine Nachricht. «Ich komme von deinem Manne, Marthe. Er bittet dich, du mögest ihm vergeben! Er bereut, was er gethan. Er arbeitet drüben im dritten Dorfe, in Gozon: sie flicken d^n blechernen Kirchthurm. Er hat nicht den Muth. selbst herzukommen, er fürchtet, das« du schr böse auf ihn bift. Wenn du ihm verzeihst, mögest du zu ihm kommen — da« lässt er dir sagen.» «Gehen »il!» sprach die sanfte blonde Frau. Sie legte das schwarze Tuch ab und nahm auf den Weg da« rothe schöne Sonntagstuch — Peters Liebling«, färbe. Und dann — e« passt auch besser zu diesem schönen Tage. Auf den Knauf be» Thurme« musste ein ver. goldete« Kreuz aufgesetzt werden. Ihre Gnaden die Frau Verwalterin hatte Zwillinge geboren; zu dieser Freudenseier machte sie der Kirche ein Geschenk. «Wer übernimmt's, Jungen«?» fragt Michel Rügi. der Zimmer, meifter. «Ich!, sagte Peter. «Ich. Herr Meister.. — «Geh lieber du. Sam Velindell Du, Peter, bift schon ein bis«chen zu schwer.» — «Ich habe «ich niemal« Lattachtt Zeitung Nr. 2V4. 2468 23. December M0. annähernd festzustellen. Tine für virle Personen wichtige Vorschrift enthält der § 14. der Volkszählungsvorschrift. Nach derselben sind auch jene österreichischen Staats« bürg« einzutragen, von denen nicht bekannt ist, in welcher Ortsgemeinde sie nach dem Heimatsgesetze als heimatsberechtigt zu bchandeln sind. Bei Personen un» bekannten Heimatsrechtes, bei welchen nach dem Vor» hergesagten in die Spalte 8 die Ortsgemeinde des Aufenthaltes einzutragen ist. sind nach dem Namen der Orlsgemeinde die Worte «nach § 14 der Volkszäh« lungsvorschrift» beizusetzen. Wir haben im Vorstehenden die wichtigsten Be» stimmungen für die Volkszählung mitgetheilt. Es er» übrigt nur noch, die Bestimmungen über die Zählung der activen Militär» durch die Militärbehörden anzu« führen. Znm activen Militär werden alle in militä« rischer Dienstleistung stehenden oder zeitlich beurlaubten, oder zum Stand? der Militärbehörden und Anstalten gehörigen Personen des Heeres, der Kriegsmarine und der Landwehr (einschließlich der Militärgeistlichen, Nuditore, Militärärzte. Truppen-Rechnungsfuhrer, Mi« litärbeamten und Militär Thierärzte und der in keine Rangsclasse eingereihten, im Gagebezuge stehenden Per« fönen) sowie der Ersatzreserve gerechnet. In gleicher Weise sind zu behandeln die bei den Pfttdczuchtanstal« ten verwendeten Officiere, Militärärzte, Militär-Thier-ärzte und Soldaten, ferner die Officiere und Soldaten des Militärwachcorps für die t. k. Eivilgerichte in Wien nnd der Militärpolizeiwachcorps in Lemberg und Krakau sowie jene Officiere und Soldaten der königlich unga« rischen Landwehr, welche sich in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen nnd Ländern in Dienstleistung befinden. Dagegen werden nicht zum activen Militär ge» rechntt alle anderen Angehörigen des Heeres, der Kriegs« marine (einschließlich der Seewehs) und der Landwehr, darunter die dauernd Beurlaubten (einschließlich der mit Wartegebür oder ohne Gcbiir beurlaubten Ossiciere). die nicht im Präsenzdienste btsiMichen Osficiere und Mannschaft der Reserve, der nicht activen Landwehr und der Ersahreserve. die Militärpensionisten und die ouße,halb der Invalidenhäuser lebenden Militärinva» liden. ferner die lsiciere und die Mannschaft der Gendarmerie. Alle diese Personen haben sich bezüglich des Auzeigezettel« ganz sowie die Eivilpersonen zu be» nchmen. Politische Uebersicht. (Großwien.) Man telegraphiert uns unterm Gestrigen aus Wien: Te. Majestät der Kaiser empfiexg heute den Bürgermeister und die beiden Vicedürger« Meister, welche den Dank der Stadt Wien für die Nlleihöckste Sanction der Gesetze bezüglich Orohwien auld'iicklen. Wie verlautet, erwiderte der Kaiser auf die Ansprache des Bürgermeisters, er halte die Ver» einigulig für nützlich und hoffe, die Vereinigung w?lde zur gedeihlichen Entwicklung der Stadt beitragen. Der Kaiser dankte allen, welche an der Vereinigung mit» wiilten und drückte die Hoffnung aus, dass alle den Nutzen der Vereinigung erkennen werden und dass der Friede und die Eintracht der Bevölkerung umsomehr ewlchren werden. (Aus Böhmen) Die Fusicn zwischen der Ok^rda»Partei und den Iungcz>chen »st aufgegeben, jedoch sullen beide Fraction?« zu gemeinschaftlicher Be« kämpfung des Ausgleichs einen gemeinsamen parlamen, tarischen Ausschuss einsetzen. Die diesbezüglichen Ver Handlungen werden, wie die «Politik» meldet, nächster» tage wieder aufgenommen. Dr. Aerny hat sich an der Ausarbeitung eines gemeinsamen Programms nicht betheiligt. (Der Handelsminister) hat mit Rücksicht auf das nahezu gänzliche Erlöschen der Cholera in Spanien die Aufhebung der gegen Heikünfte aus Spanien bestehenden siebentägigen Beobachtung und die E'sehung derselben durch eine strenge ärztliche Untersuchung verfügt. (OesterreichischerStaatsvoranschlag.) Das «Journal des Dibats» schreibt in dem bereits telegraphisch signalisierten Leitartikel über das dem Reichsrathe vorgelegte Budget für 1891: Dieses Budget bietet ein befriedigendes Bild, und man kann bei einem näheren Einblicke in dasselbe die wichtigen Fortschritte constatiere», die seit einigen Jahren in den österreichi« schen Finanzen bewirkt worden sind. Diese Besserung verdankt man fast ausschließlich der Thatkraft, mit welcher die Regierung die Erschließung neuer Einnahmequellen durchgeführt, sowie der stetigen Steige« rung der wirtschaftlichen Kräfte. Ermuthigt durch diese Umstand?, schlägt der Finanzminister dem Reichsralhe eine Maßregel vor, die zwar ganz natürlich ist. aber vor noch nicht langer Zeit undurchführbar erschienen wäre. Er will nämlich einen Theil der Einnahmen von 1391 zur Schuldentilgung verwenden. Dieses Vor« gehen ist von Wichtiqkeit und darf umsoweniger un beachtet bleiben, als Herr Dr. Ritter von Dnnajewski seine Voranschläge mit großer Vorsicht festzustellen pflegt. (Galizien.) Se. Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Entichliehuug vom 5. December die Um« Wandlung der kunstgewerblichen Fachschule in Üemberg in eine Staatsgfwerbeschule mit Beginn des Schuljahres 1691/92 zu genehmigen geruht. (NeueGeniedirectionen.) Se. Majestät der Kaiser hat genehmiqt. dass mit 1. Jänner 1891 das best hende Genie-Objectscommando in Iaroslau die Bezeichnung «Oeniedirectior»» annehme und der dermalige Baubezirk der Geniedirection in Trebinje in zwei Bezirke gelheilt werde, wovon der eine den Bezirk der Oeniedirection in Trebinje. der zweite einen solchen der neu aufzustellenden Geniedirection in Bilel zu bilden hat. (Aus Ungarn.) Die feierliche Eröffnung der ständigen Donaubrücke in Pressburg ist sür den 30,'ten December festgesetzt. — Der ungarische ActVrbaumimster hat die Einfuhr von Weinreben, mögen di.selben von wo immer stammen, betwfs Hintanhaltung der Ein. schlippung der in Frankreich aufgetretenen neuen Reben« lianlheit Namens «Vlackcot» vorläufig auf ein Jahr verboten. (Die baierische Regierung) scheint mit der in Preußen geplanten Schulreform gleichen Schritt hallen zu wollen; der Unterrichtsminisler von Müller eröffnete Samttaq die erste Sitzung det zu Eonferenzm einberufenen obersten Schulratdes mit einer Ansprache, in der er saqte, er wolle seine Anschauungen zu Gunsten der humanistischen Gymnasien Vaierns in ihrrm derzeitigen Grundbau nicht verschweigen, müsse aber t>r> oorheben. dass dies- Anstalten Ergänzungen und Ab> änderungen in einzelnen organischen Bestimmungen er» heischen, wodurch di, selben nicht geschädigt, sondern vielmehr befähigt würden, allen Anforderungen in höherem Maß.» zu entsprechen. Hierauf wurde in vierstündiger Berathung ein Gutachten des geheimen Me-dicinalrathes Dr. Kerschensteiner inbetreff der Anforde« rungen, welche vom hygienische» Standpunkte aus an die Schulen gestellt werden, erledigt. Die Versamm« lung begutachtete Bestimmnna/n über die in der Regel zulässige höchste Schülerznhl für das Gymnasium und dessen einzelne Classen. Der obligatorische Vormittags» unterricht soll sich nicht über drei Stunden ausdehnen. (Parnells Unfall) hat die Hitze des Wahl-kampfes in Nord.Kiltenny etwas gemäßigt. Parnells Angenverletzung wurde nach Angabe seines Arztes nicht durch Kalk, sondern durch einen Steinwurf verursacht, der sein linkes Auge traf. Parnell muss noch einige Tage das Zimmer hüten, aber nachtheilige Folgen für sein Augenlicht dürfte der Unfall nicht haben. Erz« bischof Cornelius O'Brien, ein irischer Prälat und das Hanpt der katholischen Hierarchie in Canada, hat sich qegen Parnell erklärt. Er sagt. Parnell könne unter keinen Umständen Führer des irischen Volkes bleiben. Ungeachtet der jetzt erregten Leidenschaften werde sich das sittliche Gefühl des irischen Voll Z in der ganzen Welt geltend machen. Parnell dürste über politische Hindernisse triumphieren, aber gegen die sittliche Entrüstung könne er nichts ausrichten. (Italienische Finanzen.) Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zugehenden Meldung wird es in den italienischen Kammerkreisen anerkannt, dass d»e von Herrn Grimaldi eingebrachten Budgetvorlagen dem von der Regierung anqekündiqtcn Programme, wesentliche Crsparunqen durchzuführen und die Herstellung des Gleichq Wichtes im Staatshausbalte anzustreben, ohne den Steuerträgern neue Lasten aufzubürden, vollständig entspreche. Es sei übrigen« vorauszusehen, das» die Vlldgciculnmissiul« einzelne Aenderungln des Budget-entwnrfes im Sinne dieses Programmes vorN'haieN werde. Finanzminister Giimaldi wird sein Expoji erst im Iänuer nach dem Wiederzusammentritle der Kammer halten. . (Zur Flucht Padlewski's) C« stellt s'Z nun heraus, dass an der Flucht Padlewsli's auch einige radicale Deputierte der französii chen Kammer be-lb/iliqt waren. Der «Eclair» ist übrigens in der Lage, die Ansichten des greisen russ schen Revolutionär« P^" Lavroo über die Ermordung Sellverstoos mitzilth"^' Lavroo versicherte, tnss das ehemalige Ezecntiv 2olN>t der nihilistischen Partei nicht mehr bestehe. missbilWe die That PadllwbtVs insuferne, als «HinrichtlMge"' anßerhalb Russlands nicht erfolgen dürfen. SowoY die Terroristen al« auch die Socialisten sehten ind" ihre Thätigkeit in Rilstland fort. . (Der schweizerische Nationalrath) t>a in Uebereinstimmnng mit dem Ständeralhe das 45 M> lionen Francs in Ginnahmen und Ausgaben b'traattw Bl,nde«budget für 1891 genehmigt und die Berath''"» der Revision der Guodesoerfassung auf eine a»ß ' ordentliche Frühjahres, ssion verschoben, deren Einberuft dtM Vundesrathe überlassen bleibt. ^ (Der deutsche Reichstag) halte z" ^ fang dieses Jahres einen Beschluss dahin a/fasit, oai Einjährig Freiwlllige. welche Studenten der Theo»"!' sind. das zweite Halbjahr in der Krankenpflege die" -löimten. Der Bl»,de«ralh hat es indessen, der «"^ Ztg.. zufolge, abgel.hnt, diesem Antrage Folge i leisten. leichter gefühlt.. — «Glaub's wohl. Hast dich von der Fcssel befreit. Hast sie also wi'llich davongejagt! Hm! War lein üblcs F>auenzimmer das. Nicht wahs, Sam?» Pet,r senkte den Kopf und sprach langsam und verdrießlich: «Ich habe mich in ihr verabscheut. Und bum, um die Wahrheit zu gestehen: Wa« einmal rund ist, das iollt auch.» — «Es i>l auch von dir fort» a/lo2t, nicht war? Hörst du's. Sam? Hehehe! Du Schlingel du! Nun sollst du aber auch das goldene Kreuz aussetzen.» Peter warf einen verächtlichen, ruhigen Blick auf Sam. «Weshalb Sam. Herr Meistrr! Ich werde es schon auss'tzen. Ich erwarte irgend jemanden von irgend» woher. Mir pocht das Herz vor Erwartung, ob sie lmhl kommen wird? Nun steig ich schon debhalb den Thurm hinauf, damit ich einen Glick gegen die Vagy werf n könne, hinaus bis ans Ende der Landstraße.» — «Nil«, fo sei e« denn! Spute dich also, ich will dir selbst aus der oberen Luke das Kreuz hinausreichen, sobald du oben bist.» Peter war auch gar bald in der Höhe; er kletterte so blhend die Brettergesimse hinan wie ein Eichhörnchen. «Her mit dem Kreuze!» rief er, sich nieder« beugend, «damit ich's rasch aufsetze.» — «Da, mein Sohn!» Peter klomm noch höher hinan, und als er schon ganz oben war, blickte er vor allem nach der Bagyer Landstraße. «Dort kommen sie! Das ist Marthe! Sie läuft vor dem alten Weibe daher .... jetzt lenten sie ins! Dorf ein.» Sein Herz pocht in mächtigen Schlägen, er fühlt «in Würgen, seme Hand bebt, vor seinem Auge wird's schwarz. «Hoho. Peter! Sihl's schon?» Verwirrt und mit bebender Stimme antwoltete er: «Auf welchen Knopf soll ich's setzen?» Der alte Z mmermann entfärbte sich; er be« kreuzigte sich im Thurmfenster und murmelte traurig: «Du kannst es schon anf welchen immer schen.» E« gav da oben nur »inen K»c>pf. N>»r ein vom Schwindel Elst'ss er konnte zw i oder dr^i K»öp'e sehen. Der A'te wussle, was folg»n müsse. Wie b jess^n rannte er die St»fen hinab, er wusste, biz er hinuntera/lan^e, werde Peter schon unten sein ... ja, der wird noch weiter sein — im Jenseits. Gleichseitig langten Gatte und W^ib beim Thurme an. Aber der eine aus der Hgh,, todt. Sie hätte doch das schwarze Tuch mitüehmen sollen zu dieser Begegnung! M^rlha warf sich stumm auf den entseelten Leib u> d bcd'lw chn n»:t Küssen und hielt ihn lange krampfhaft umschllinqeu. Als man sie gewaltsam von dort wegriss. da war ihr leldvolle« Antlitz noch so sanft, so ruhig, wie immer. Sie fand nicht einmal ein Wmt. nicht einmal eine Thräne. Sie wandte sich zurück, sie warf einen letzten Blick auf den Todten, dann brach sie zu» sammen. Dann stand sie wieder auf. fasste mit stählerner Krast das alte Weib an den Schultern und fragte mit tonloser Stimme: «Wozu habt Ihr mich hierhergebracht? Von wo soll ich ihn nun erwarten?» Und erst jetzt entströmten ihr die Thränen wie ein entfesselter Bach. Koloman Mikszat. ««»druck —»"" Ilerfloßen unb verlassen. Roman von Vmlle Vlichebourg. (168. Fortsetzung.) H «Sie haben recht, mein Herr! Wir s'"b ^t! nicht hierher g, kommen, um Sie zu bitten, den l^^ Verbuise susort verhaften zu l^ss.n; es handelt >'" l, allem darilm. den Leichnam von Pierre Daraß . znsinden. Wenn Sie übrigen« einzelne Handlnna/N ^ Schurken tVnneu lernen wollen, der sich 3"'^"«,^, Verbuise nennt, so schicken Sie einen intelligenten ^ tiallten zu der Frau Marquise von Saulieu; !" ^ Ihnen wichtige Ausschlüsse geben lönnen. Auch N" , i», Palaii Smllieu ein junges Mädchen, das man ^ hören taun. Sie werden daraus erfahren. ""''" gß-Fr.it>rr von Verooije fähig ist und danach 3H" ^ regeln treffen können!» M'iilisiell «Es seil Einer unserer gewiegtesten P""^ soll sich morgen in aller Frühe zn Frau von <»« begeben!» ,„.„n drei Man verlor Übelhaupt keine Zeit. denn.""" „t Stunden später schon traf eine Commission '"/Htl ein. die von Vater Ansllm und Frau Daraß "^ Man suchte die Stelle auf. welche A"^^^,^ gegeben hatte, und brachte alle "öthlgen ^n' ^e« in Anwendung, welche da« erleichtern lounten. doch wurden die Nach o^ ^ lange von keinem Resultat gekrönt. Schon vel' ^^, Poiizeicommissär und die Männer, welche '" ^„is, teten. die Geduld. Da bat Anselm um t" " ^ ^d die weiteren Untersuchungen selbst letten zu v" ' Mbacher FeUung Nr. 294 2469 23 December l8»0. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Ndria» meldet, der Gemeinde Tribano zur Errichtung ihrer Schule 200 fl.. Ihre Majestät die Kaiserin dem Wiener Wohllhätigkeitsvcreine filr hausarme 100 fl. zu spenden geruht. — (Die Relse be« Eareviö.) Ueber die persönlichen Beziehungen deS russischen Großfürsten-Thron. solgers Nikolaus zu den Osficieren der Fregatte 'Pamjllt Azova», an deren Vord er scine Seereise macht, sowie über das Verhältnis dieser Officiere zu ihrem Com« Mandanten, sind nach St, Petersburg Darstellungen ge. langt, die deS Interesses nicht entbehren. Die «Pimjat Azova», eines der schönsten und umfangreichsten Sch'ffe der Neuzeit, zählt 35 Officiere und 700 Mann. Ve-«leitet wird diese Fregatte bekanntlich vom «Vladimir Vlonomach» (40 Officiere und 600 Mann) und vom 'Iaporozrc», aus welchem die Admiralsflagge weh». Der ltarevii legt den Officieren des Geschwaders gegenüber ein liebenswürdiges Benehmen an den Tag und hat sich bie Sympathien derselben erworben; er unterlässt aber bei aller Leutseligkeit nicht, eine gewisse Entfernung zwischen sich und allen übrigen Personen des Geschwaders aufrechtzuhalten. Täglich erscheinnen drei andere Officiere der Escadre bei der großfürstlichen Tafel. Bemerkens« wert iss hiebei, dass Großfürst Georg, der an der Messe der Officlere an Bord der «Pamjat Azova» lheilnimml. leine exceptionelle Behandlung erfährt. Auch er wird zur Tafel de« Thronfolger« nur dann geladen, wenn die Neihe an ihn gekommen ist. — (Streik von Grube n ar b e itern.) Man schreibt aus Iubenvurg: Der Streik ist nun in Föhns» dorf ein allgemeiner a/worden und umfasst alle sechs Schächte. Pie Zahl der streikenden Grubenarbeiter beträgt klwa 1600. P,e Arbeiter verlangen u.a. einen entscheidenden 6'nfluss auf die Verwaltung des Bruderladen-Vermögens. H»e alpine Montan.Ocsellschait verhält sich den Förde« l"ngen der Arbeiter gegenüber vollständig ablehnend. Nebst dem S. Felojäger.Vataillon mit dem Vataillonsstab ^findet sich noch ein Infanterie.Valaillon in Fohnsborf. Teil zwei Tagen ist die Verfrachtung der Kohle ein« ^stellt, und es macht sich der Mangel derselben bei ein» leinen Werken schon fühlbar. Heute wählten die Strei« lenken aus ihrer Mille drei Arbeiter, welche sich nach W'en begaben, um an hoher, eventuell an höchster Stelle Um Inlervenlion zu bitten, deren Res.ll'ale die Slreilen-"kn abwarlen wollen. Das «Grazer Vollsblatt» meldet, dals ein Knappe erstochen und cin anderer schwer ver-bundet worden sei. — (Ein dressierter Spatz) ist gewlss "ine Alltäglichkeit, denn wenige Vertreter unserer Vogel-bell sind so schwer an die Hand des Menschen zu ge-^hnen. «is gerade der freiheitsliebende vsgabllnbierende Sperling. Trotzdem gelang es einer jungen Dame in Hunligam bei Graz, ein jung aufgezogenes Zpählein so ""e zu machen, das« es seiner hübschen Gebieterin über« °" hin folgt, auf den Ruf lomml, aus der Hand da« Mller pickt u. s. w. Das Thierchen solgt frei fliegend ^Nl Nagf», der Herrin, setzt sich zuwe.len auf deren Schulter, kurz, ist so zutraulich, wie es kaum «n gut ^essierter Hund ist. Selbstverständlich hat e« d»e der ^pahennatur eigenthümliche Dreistigkeit nicht abgelegt und hackt auch mit dem Schnäbelchen tüchtig zu, wenn es fich der Liebkosungen fremder Leute erwehren will. Den übri» gen geflügelten oder vierfüßigen Hausgenossen gegenüber wusste sich das resolute Spatzlein eine dominierende Stellung zu verschaffen. — (Iweilampf auf Gewehre.) Ein merkwürdiges Duell hat auf der Insel La Guadeloupe zwi' schen einem Notar und Generalrath Namens Ciceron und Herrn Feiltet, dem Director der inneren An» gelegenheiten der Colonie, stattgefunden. Ersterer, ein Far« bigcr, glaubte sich von Feillet beeidigt und schickte ihm eine Forderung, welche auf — Gewehre bei sechzig Schritt Distanz lautete. Feillet nahm an, und in aller Morgen» frühe fand der Zweikampf vor einer zahlreichen Ver« sammlung statt, welcher eS besonderen Spass machte, dafs ein Weißer, ein Europäer, ein hoher Verwaltungsbeamter aus diese Art des Zveilampfes eingegangen war, die früher, zur Zeit der Aufhebung der Sclaoerei und einige Jahre fpäter, zwischen Weißen und Farbigen üblich war. Herr Feillet wurde an beiden Schenkeln verwundet, aber, wie es scheint, nicht sehr schwer. Die Farbigen waren wieder einmal gerächt, und darum herrscht auf der Insel mehr Aufregung, als die Sache eigentlich verdient hätte. — (Das höchste Hotel der Welt.) Wie man aus Newyorl berichtet, läsSt Herr Waldorf Ast or in Newyorl ein Riefenhotel erbauen, welches das höchste der Welt werde,! wird. Der Bauplatz ist 150 zu 125 Fuß groß, die Fundamente werden 40 Fuß unter der Oberfläche auf Felsgrund gelegt, und auf denfelben wird sich der 1? Stockwerke zählende Kolossalbau in Höhe von 22ü Fuß erheben. Als Baumaterial werden rauh be-hauener Braunstein und gelbglasierte Backsteine verwendet werden. Die Bauzeit ist auf zwei Jahre, die Baulosten sind auf rund eine Million Dollars veranfchlagt. — (Die Kälte in England.) In allen Theilen des Vereinigten Königreichs herrscht seit einigen Tagen intensive Kälte, wie sie seit vielen Jahren nicht vor» gclommen. Auf den Teichen der Londoner Parks wird Schlittschuh gelaufen, ein Vergnügen, das die Bewohner der englischen Hauplstadt sellen und dann nicht lange ge-niehen lönnen. Die Meteorologen sind der Ansicht, dass die Kälte noch einige Zeit anhalten werde. Infolge einer Anstauung von Treibeis ist die Themse bei Richmond zugefroren, waS auch seit Jahren nicht mehr vorgelom« men ist. — (DerMaria.Theresien.Thalerwieder in Ehren.) Man m ldet aus Rom: Graf Nnlonelli, der eben am Hofe deS Negus weilt, hat Crispi ersucht, ihm schleunigst einige Tausend Maria»Theresien »Thaler zu senden, da weder die Abissynier noch der Negus selbst die neuen eigens für Abissynien geplagten italienischen Silbermünzen annehmen wollen. — (Eine recht heitere Kundgebung) hat vorgestern im Theater zu Toulon stattgefunden. Einige Russcnfreunde brachten im Theater zu Tou'on gelegentlich der Aufführung des «Nordsterns» d« russischen Flagge eine demonstrative Huldigung bar. Dabei ereignete es sich, dass der Director deS Theaters, leine russische Flagge znr Hand habcnd, dieselbe durch eine deutsche erfetzte. — (Drei Veteranen.) Sultan Abdul.Hamid beherbergt in seinem Palais in Vildiz-Kiosk drei Mar. schalle, welche zusammen 333 Jahre zählen. Der Nelleste von ihnen ist im Jahre 1778 geboren und zählt dem» nach zur Stunde 112 Jahre. Der uralte Marschall ist N>!>/,'^ a.klana. es den V>milh»nqen. unter dem Vusch-^rl dl« Wo.ss.rs eine menschliche Gestalt zu entdecken. . war inzwischen Nacht geworden; man zündete Fa» zw »" ""b bettete das Stellt auf den Rasen. An ^ .' "Mlgen und einem Paar kleiner Ohrgehänge, welche lci/^^ ^ tragen pfl^te. wurde der Leichnam agno« z« ^» ^"" ^^ "^" '^" '" einen Sarq, welchen man sterl,^ Zwicke mitgebracht, und transportierte die lvllchsn Ueberreste von Pierre Darah nach drr Mur. Weil ^^ "'^ lm'a/ sl)llle der Leichnam dort vrr. die »' ^" "" fl'la/nden Tage erhielt Frau Daraß Erlaubnis, den Todten beerdigen zu lassen. XXI. Vt n'" sola/ndln Tage erschien der Vicomte von N'a, "^ immer in seiner Verkleidung als Dienst« E '?-' in dem Palais der Frail Marquise von dins! " u"b wurde von dieser auf das lirbenswür« °We empfangen. lnein '^" ^ Si> l Bringen Sie mir Nachricht von be», ^^chtcr und meiner Enkelin?» rief sie ihm freudig »ah '^"bina.«,» vrchhtr der Vicomle matt lächelnd, lNlll/ " b'k Frau Marquise beide sehe,, können, '* "nch eine Stunde verqchen!» in h,'Gehalt, noch eine Stunde? Wenn Sie wussten, nick. ^" Aufregung ich mich lnfinde. Sie würden mich ^ l0 q»älen l. aber ^^ begreife, allr«. Frau Marquise; cs kommt vocher noch ein Pulizcicvmmissär!. 'Ein Pulizelcommissär? Hierher? Wozu denn?. Tie l',?'" ^ zu verhören! Die Behörde will durch ^n w ^ ^" den Handlungen des falschen Freiherrn ""boise in Kenntnis geseht sein!» «Ich veiNehe, aber ich möchte jene Unglückliche schonen, die ich hier gefanqen halte!» «Sie w»rden es können, Frau Marquife, wenn die ! Behörde aus Rücksicht vor dem altana/scheuen Namen ! Sanlieu bereit ist. gegm den Italiener Paulo nur das Verbrechen des Mordes geltend zu machen; in diesem Falle wird die falsche Laurence, werden die Eltern ! Drivot nicht verfolgt. Aber man darf sich keinen Illu. ! sionen hina/ben. Die Mitschuldigen Paulo's werden der ! Brdörde auch über ihr Verbrechen Rechenschaft ablegen ! müssen!» - Die Marquise seufzte tief auf. S»e fühlte es. dass sie naturgemäß eine de: Hauptzeuqinnen sein musste in dem Process, welcher ungeheure Dimensionen annehmen zu wollen schien. ^ «« ., «Mit Ihrer Genehmigung. Frau Marquise, werd? , ich hier bleiben, während der Beamte mit Ihnen das ! Verhör anstellt.» «Ja, ja — ich danke Ihnen!» i «Ich glaube. Sie davon in Kenntnis sehen zu ! sollen, gnädigste Frau. dass ich mit Frau und Fläu-'leiü von Merulle noch lein Wort von den Ränken ge< !sprochen habe. denen sie zum Opfer a/fallen sind.» ! «Sie haben gut daran grthan! Es ist das beste, I ihnen so lange als möglich die Sache vorzuenthalten!» ! Nnselm theilte nun der Marquise mit. was sich am verflossenen Abend in Nogent zugetragen hatte. Er !war kaum mit seinem Bericht zu Ende. als Jean den !Poliz»,'commissar meldete; rs war der gleiche, welcher am vorhergegangenen Abend bei der Auffindung des Lrichuams zugegen gewesen war. lFortichuna folqt.) ! noch ganz rüstig und versteht den kleinen Dienst, der ihm als Oberinspector der Juwelen des Sultans obliegt, mit allem Eifer. Von seinen beiden Altersgenossen zählt der eine 111, der zweite 110 Jahre. — (Influenza.) Die Influenza hat wieber ihren Einzug in Wien gehalten, fowohl in den Spitälern wie in der Privatpraxis häufen fich die Fälle, doch ist der Verlauf ein äußerst milder, die Krankheit dauert kaum zwei Tage und hat keine llomplicationen im Gefolge. — (Preiszuerlennung) Die Akademie der Wissenschaften in Tarin hat dem Vuche des im vorigen Jahre verstorbenen Cardinals Masfaia: «Vleine fünf» unddreißigjährige Mifsionärsthätigleit in Nbysfinien», den ersten Preis von 10.000 Lire zuerkannt. — (Telephonlinie London-Paris.) Die Fernsprechverbindung zwischen London und Paris wirb voraussichtlich am Ib. Februar 1891 eröffnet werden. Eine Unterhaltung von etwa fünf Minuten wirb etwa 20 Francs losten. — (Verunglückte Galanterie.) «O, mein Fräulein, wenn es wahr ist, dafs der Mensch vom Affen abstammt, wie schön muss der Affe gewesen sein, von dem Sie abstammen.» Vocal- und Provinzial-Nachrichten. — (Die Verleihungen des Ehrenbürger-rechtes an Vischof Ttroßmayer.) Ueber diese Angelegenheit berichtet da« «Laibacher Wochenblatt» in seiner letzten Nummer: «Vor einiger Zeit hatte die Stadt Weinberge bei Prag dem Bischöfe von Pjalovar das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die böhmische Slatlhalterel hob diesen Veschluss jedoch auf, da Vischof Stroßmayer als Unterthan der ungarifchen Krone nach den geltenden Gesetzen als Ausländer anzusehen ist und ihm daher eine österreichische Oemeiide das Ehrenbürgerrecht nicht verleihen kann. Die Stadt Weinberge recurrierle gegen die Aufhebung des Veschlusses an da« Ministerium des Innern, welches jedoch die von der Slatthalterei verfügte Aufhebung bestätigte. Diese Entscheidung ist namentlich für Krain von Interesse, wo Vischof Strohmay?r bekanntlich nicht nur von der Landeshauptstadt, sondern infolge einer förmlichen Agitation, die zu diefem Zwecke von slooenischer Seite eixgeltitet worden war, auch von zahlreichen Ge« meinden am Lande zum Ehrenbürger ernannt worden ist. Nach dem vom Ministerium des Innern eingenommenen Standpunkte erscheinen nun alle diese Ehrenbürgerrechts' Verleihungen an den Vischof von Djalooar ungesetzlich und ungiltig. Angesichts des übereinstimmenden Vorgehens der Statthalterei in Prag und des Ministeriums de« In. nern, das auch mit der Geseheslage vollständig im Einklänge steht, ist es nur verwunderlich, das« seitens der hiesigen Landesregierung gegen die vielfachen Ehrenbürgerrecht«' Verleihungen an Vischof Stroßmayer unseres Wifsens niemals Einsprache er. hoben wurde.» Das letztere ist nun nicht richtig. Denn es haben allerdings, und zwar schon vor ungefähr drei Jahren einige krainische Landgemeinden den Vischof Slroßmayer zu ihrem Ehrenmitgliede ernannt, allein die bezüglichen Vemeindebeschlüsse sind von den betref« fenben Vezirlsbehörden eben aus dem oben angeführten Grunde mit Rücksicht auf den Paragraph 8 der Gemeinde« Ordnung für Krain vom Jahre 1866 (wonach die Gemeinden nur österreichischen Staatsbürgern das Ehrenbürgerrecht verleihen, beziehungsweise nur solche zu Ehrenmitgliedern ernennen können) in Gemähheit des ß 95 sistiert worden, und die Landesregierung hat die gegen diese Verfügung eingebrachten Berufungen immer zurückgewiesen. Was die Verleihung des Ehrenbürger« rechtes an den genannten Vischos durch die Stadta/meinde Laibach betrifft, so war der bezügliche Veschluss noch während der Wirksamkeit des Gemeindestatutes vom Jahre 1850 gefasst worden, und zwar auf Grund des §16 desselben, welcher lautet: «Die Gemeinde ist be« rechtigt, ausgezeichneten Männern, welche sich um das Reich, um das Land ober um die Stadt verdient gemacht haben, ohne Rücksicht auf deren Wohn» sitz, das Ghrenbürgerrecht zu verleihen.» Dieser Ve« schluss nun ist deshalb nicht ausgehoben worden, weil nach der eben citierten gesetzlichen Bestimmung ein An-haltspunlt hiezu fehlte. — (Schnee auf demWeihnachtsbaume.) Leichler als die freundliche Leferin meint, ist es möglich, das aparte Vild eines beschneiten Weihnachtsbaumes für den Christabend herzustellen. Man laufe beim Droguisten oder in der Apotheke für wenige Kreuzer Iinloxyd und menge dasselbe mit leichtflüssigem Dextrinlleister, bis eine schöne weiße Farbe entsteht. Mit dieser bestreicht man Stamm und Zweige des Tannenbaumes — und die Waldidylle ist fertig Um den künstlichen Schnee auch piächtig glitzern zu machen, streut man auf den Vaum, so lange die Farbe noch feucht ist, die ebenfalls beim Droguisten käufliche Diamantine. — (Das Koch'sche Heilversahren.) Der Primararzt des hiesigen Landesspltales Herr Dr. Dor» nig weilte die ganze vergangene Woche in Graz. um auf der dortigen Abtheilung für Haullranl- bezüglich ttaibachn Zeitung Nr. 294. 2470 23. December !890. der Behandlung des Lupus mit Kochs Lymphe Studien zu machen. Wie man uns mitth- ?, wird Herr Pr. Dor« nig am kommenden Samstag «i.l der mitgebrachten Lymphe im hiesigen Spitale a Lupuslranlen Impf« ^ versuche anftellen. — (Auszeichnung.) Aus Rabmannsdorf meldet man uns: Der hiesige Oendarmerieposten»Commanbant Herr A'ois iLoinik wurde von Tr. Majestät dem, Kaiser in Anerkennung seiner vieljährigen pflichteifrigen! Dienstleistung durch Verleihung des silbernen Verdienst« ^ lreuzes mit der Krone ausgezeichnet. Die feierliche De» i corierung des Venannten fand am vergangenen Sonntag' durch den Landesgendarmerie»Lommandanten Herrn Major Karl Rummer in Anwesenheit des Herrn Vezirlshaupt« mannes und der gesammten hiesigen Beamtenschaft statt. Mittags fand aus diesem Anlasse im Gasthause Klinar! ein Ftstmahl statt. — (Von Johann Orth.) Die in Verlin lebende Frau Dr. Herhka erhielt ein vom Is. October! datiertes Schreiben ihres in Chile lebenden Gruders, > worin es heißt: «Johann Orth« Schiff ist absolut verschollt«. e deutschen Commissarien beqeben sicll während dieser Pause in ihre Heimat, wohin sie heute abends ab« reisen. Die Fortsetzung der Verhandlungen ist für den 6. Jänner in Aussicht genommen. FohnsdÄif. 22. December. Der heutige Tag ver« lief ohne Ruhestörung. Die Arbeiterschaft verhält sich vollkommen ruhiq. Trieft, 22. December. Der havarierte Lloyd« dampfer «Delsino» ist bereits flott gemacht und wird nach Trieft bugsiert, der Vorderraum des Dampfers ist stark beschädigt. Hamburg, 22. December. In hiesiqen Colonial-kreisen wird bestätigt, dass Emins Abberufunl» im Zu» sammenhange mit dem Versuche desselben stehe, seme alte Provinz zurückzuerobern. Es wird befürchtet, Emin werde der Rücknenifung nicht Folge leisten. Vriissel, 22. December. In der a/stern stattqehab-ten Generalversammlung der Katholiken sprach sich die Majorität der Redner mit aller Entschiedenheit für das allgemeine Wahlrecht auS. Staatsminister Woeste war infolge einer Vrinverstauchung abwesend. Rom, 22. December. Die Ndressen der Kammern entgegennehmend, betonte der König den festen Wunsch, die Finanzen ohne Steuererhöhung zu restaurieren und bemerkte, dass der gesicherte Frieden Curopa's zum Wohle Italiens beitragen werde. Plllis, 22. December. Wie die Journale melden, ist der russische Nihilist Mendelsohn, dessen Nuswei« sung beschlossen wurde, gestern nachts nach London abgereist. Der Deputierte M>llera"d beabsichtigt, wegen der Ausweisung eine Interpellation einzubringen. Glasgow, 22. December. Das Meeting der schot. tischen Elsenbahn'Veamten beschloss einen Generalstreik zu Gunsten des zehnstündigen Arbeitstages. In meh« reren Ortschaften wird bereits gestreikt. Buenos-Ayrcs, 22. December. In Cordoba ist ein Kanal geborsten, wodurch die Stadt überschwemmt ist. Mehrere hundert Hälser wurden zerstört, zahlreiche Menschen sind verunglückt. FtunN und Aiteratnr. — (Zum Meer. Ferieutage in Trieft und am Quar< nero. Von H. Stöll. Karl Prohasla. Wien>Trschen.) W'r glauben nicht fehlzugehen, wenn wir daS vorliegende Buch als eine der besten Iugrnoschristen bezeichnen, die wir lennen. In ungezwungener Weile wird in Form von Reifebriefen die Fahrt nach dem österreichischen Süden geschildert, stets das ethnogra» phische wie das historische Moment berücksichtigend; dabei ist Handel und Wandel, SchifMau, Fabriksarbeit, Architektur mit in den Kreis der Betrachtungen gezogen. Eine Fillle, des Vln» ziehenden und Wissenswerten er!cheint auf der Vildfläche, so ab» sichtölos, so sich von selbst ergebend, dass man beinahe an die Fiction glauben lönnte, ein aufgeweckter Knabe schildere getreu, was er gesehen und erlebt. Zahlreiche Illustrationen schmücken das hübsch ausgestaltete Buch, damit den jungen Lesern nicht nur die Freude des Augenblickes, sondern auch Anregung der mannigfachsten Art geboten wirb. Alle in dieser Rubrik besprochenen Viicher und Zeitschriften tonnen durch die hiesige Buchhandlung Jg. von Kleinmayr K Fed. Vamberg bezöge,, werden. Angelomlneue Fremde. Nm 2l. December. Hotel Stadt Wien. Dr. Ritt. v. Thaa. Ministerialrath; Schwarz, Kaufmann; Weiner, Trojer, Fiitth, Tchümwa, Wien. — HactVnbuchncr. Salzburg. — Pansch, Reviersürstcr, O^erburg. — Petschar, Villach. — Planegaer, LaunSdorf. — Wonzina, Lehrer, Fäoerlach. — Poles». Priester, Fiume. — Hcimsr, Kaufmann, S iaz. — Tftpüp. Reis., Nautischem. — H^röeqgrr, Sa„rado. — Masarati und Schoos, Iciest. — Gaher, K.ms> manu, Görz. Hotel Stadt Wien. Philippsohn, Kfm., Berlin. — Nailer, Km,., Wien. — tt.lliül. Asöling. — Ranzinger, Gottschee. — Dr. Fuchs. Kanter, — KrrmenSVl, Vezirtscommissär, Vüllermartt. — G>o!'ocnil. Eisnern. Hotel Kaiser von Oesterreich. Omersa, Krainburg. — Vejai, Vcsißer, Idria. Verstorbene. ? en 2 1. December. Maria Pirnat. Arbeiterin. ?6 I,. Vurgslnllqasse 4. Marasmus. — Antonia Zenlo, Iimmermanns» tochter, 11 I., Ziegelstrahe 29. Gehirnlähmung. — Joses Tomel, HerrschaftSbrsitzer. 48 I., Hühnerdorf, Herzschlag. Im Spitale: Den 21. December. Maria Vohinc, Inwohnerin, 34 I,, Herzfehler. — Ursula lterne, Inwohnerin, 7b Jahre. Marasmus. Polkswirtschaftsiches Llltdnlh, 20. December. el!^it, 7,12 ?> — Vutln. or. Kiln , . —,89------- Korn . 5!20 5 z 36 Eier pr. Stück . . — 4 -^ - Verstt . 5 36 4! 80 Milch vr. Liter . . — 8------ Hafer . 3 2b 3 Ib Rindfleisch pr. Kilo - 60 ^!" halbsluch! . —j— 5 20 Kalbfleisch » —58------ Heiden > 5 20 5 61 Schweinefleisch » — 56------ Hirse . 4 71 5 51 Schöpsenfleisch . -36------ Kukuruz » 5,20 5 41 Hähndel pr. Stück - 50------ Erdäpfel llX) »ü> 8 41-------tauben . -ii?------ Uinsen pr. Heliolü 12-----------Heu pr. M.-lltr. . 1,76------ ltrbsell » 14-----------Stroh . . . 178------ Fisolen » 8-------Holz. hartes, pr. Rinbsschmalz Kiw - 90------- Klafter 7 20------ Schweineschmalz» — !66-------— weiches, » 4 60 -"^ Speck, frisch. . - 4?-------Wein,roth.,1(X)tiit.------«4 ^ — gerauchecl « — 68-------— Weiher. » — - 80 ^ Lottoziehungen vom 20. December. Wien: 63 36 84 89 N. Graz: 52 32 76 60 19. Meteorologische Bcoblichtllllll.cn in ^aibach.^. 7 U Mg 743-6 —13 6 W. schwach vewöllt ' ^ 22. ^ . N. , 741 2 — 7 0 W. schwach brwöllt 0 00 ^ . Ab. 739 3 ! — 6 0 W. schwach bewölkt Tagsüber lalt. - Das Tagesmittcl der Temperatur-s's', um 65° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. BaU-Zeidenstoffe von stt kr. bis fl 6 35 p" Meter — (ca. 650 versch. Dessins) — Vers. roden« und stü^ weise porto» und zollfrei das Fabril Edler von Hermannbhort, Commandant der > Ü^.Infanteric.TlUppeil.Division, gibt in seinem sowie > im Namen seiner Gemahlin und seiner Kinder Nach' > richt, dass es dem Allmächtigen gefallen hat, seinen > Sohn, beziehungsweise Vruder, den Herrn > Gmit Matteck ! Gölen von Kermannshort > Lieutenant im Tiroler Iäger.Regimente Kaiser V Franz Joseph > >in zu den schönsten Hoffnungen berechtigendes jll"a.eö I Leben am 22. d. M. um « Uhr 45 Minuten abends > nach langen, schweren und namenlos schmerzvollen > Leiden und nach Empfang der heiligen Sterbe- > sacramente in das bsssere Jenseits abzuberufen. , > Die irdische Hülle des Dahingeschiedenen n»ro > Mittwoch, den 24. d. M, um 3 Uhr nachmittags voin > Traueihause (Schloss Leopoldsruhe in Unterschischla) > auf den Friedhos zu St. Christoph überführt ul>l> > bor» zur ewigen Ruhe bestaltet werden. > D,e heilig: Seelenm.sse wird am 29. d. M. "" » 8 Uhr vormittags in der Franciscanerlirche sselelen » werden. > Laibach, 22. December 1890. Hl>v Nemcinderath der Landeshauptstadt Laibach gidt hiemt gezi.m^'d Nachricht ">"""" lel'en seinrS 'hochverehrten Mitgliedes, des V"" Ingenieurs und Guisbesipers Josef Nomek ! welcher am 21. d. M, nachmittags eines plötzliche« Todes gestorben ist. Vas Leichenbeaänanls findet hente oe 23. Dccemdcr um » Nhr «"""«"^ ,^of Tchllssc K>oise,!ean ans aus den »r'^v zu St. Christoph statt. . , Der Herr lassc seine Seele im Fr.eben ruy« Laibc, ch, 23. December 1890. ^ <'uil>llchei Zeitung Nr. 294. 2471 23. December 18U0. Course an der Wiener Börse vom 22. December 1890. «««dm. oM^n. «°urebi°tt. «eld ware ^/» etuWlXche «ente »n Noten ?« »n >»l» " k»l>mcen»,....... «9, —l3l5< »M»« ^ » aanz» bW fi. ,z» — I»« »» l««« » » Fünftel lN0 ft. ,« , , ^»vefl. «oldrent«, steuerfrei . ,n? »n i«? 4l> "Ntrr.«o,enreMe. steuerfrei , l«'l'l»>'"i 4. ^»»»»Nerte »ll»n»ab«' A'»bet»,l>alm l,«»lm w Eilbn - ,,4 « '1« l' ««»ilbtrnsl Vabn w V«ll»«r „„.. ,«4.. «Mllbttlibolin ,<», N. I«N, . p«« 50 "!»« - "lt« 2w».«ub»ve<» «<><'«, l>. «. 2,7-- «,'. W° Glll,b,.l<> st, «. « »<>» - «>l«> - ""»betbbatm für »<»<> M«rl . ,„7 ?b 1' « «^ 7"° w? W« Marl 4°/„. . - «i«'/s.>«1l! 7' «»t°rlbti,tl Uabn «knM. »«" « »» »» « ?"». »oldrtnl» 4° , ... ,f»4N"»««' '"« Pavierrente i»/> ... 99 ?b 990" ">« »nfl.e.W.«. "»»» >l4 "' dt°, cumul. Stück» . . k» — ^»«" "'- lüNbadn.VrloritüttN . . — — —- '«> ktllule.c!i,ilna,, » I. l»?e l<" ?o 'll»" '« «»w^^nl.^bl-ob.louft, 9»«n -- '?> »rim. ^,nl. k »00 fi. «. « »5- >» »l !«- dl«, 5 «Ift.e W „6- ,»?.5 "»»k.«a..lio»? «i. Veld Ware Gnmdnltl.-Oblisslltionnl (Mr ,on fi. «M.) l°/n «nlw'Ht...... z^^lw ez 5«/« Kraw und »Nllenland , , _.^ _-^ V/» niederöNerr^clillchl . . , «n» «« ,,>, — 5"/o ft"ri,cke...... „.„ „ _ b°/, lroal«ch<> unb jlavonilch, . ,«4.^ «14 ,<, »«/, Nebenbüraüchr ... ,„, <,^ „._, 5°/, ItMsssr «ana» i 9 511 l'N - !V/« un<,ari!e 8« «n «9«0 Ändere össcntl. Nulehen. «nltben der kladt «5r. . . ,'"Z.^ '^.^ Anlehrn b, t'tadlnemflnde wlen ,s^.^ !i<« .„ Prüm.'Nnl. b, Siadtyem. Wien «4, 7, 14»<„' V0r1enl>nu'«lnlebnl »erlo» 5°/„ ^,.^ ^ ^^, Pfandbriefe j (ft>r U«, ft.), VodemraN«. «ft.4°/.» „»SON,!«' dto. . 4'/,°/,. . ,«<, .. ,f»<> ?» l>« » ^i^ ' ' ' 9? ?«» Och, ^^oibsltnbanl ,Uj. ül»°/„ ,,.° °„ ^ .. l>N..u>!ll,, <Ü»nl v,l! 4>,,,» . ,o<>,z,s«^> bett« » 4°/o , g» ^,, ,<><,.,„ Prwritats-Obllgatloneu (für 1UÜ ft.), ss»bmalll«> t!i«idl>llh!> Um». I8Ä« 99 zu 99 91» <^lll»^!chs «uil-izubwig'vadn »m. l««l »on N -, 4'/,^ „ . 9, 7^, 9, ,<, «Held Ware OeNerr. Norbwefibah?, , ,^^ 4,, ,ng 1« 3taat«blllm . lW in 18? ^ Lllbbahn ^ »^ ,5,< !.n »>,» ?s » ^ -^? ,i?4"!l'!<»« Unn.'nalU. Vlll», ,,5g!i,x>4, Divcrfe Lufe per Vttllf) «lreditlose too ft...... <84 »^ '8^ » ! lIarv-Lo!e 40 ft...... 54 l'» « »» 4°/y Donau'Dampssch. loo ft. . «»»-— <»»-. Yllibachrr Präm,'«lnl«h, »0 ft, ,,-?z »^ 70 O»ener Loll 4(1 st..... 5»— 5S-- Palffy'Lole 40 ft...... 5«-?5 5i ?> bothen Kreuz, «ft. G»<. » > ll» ft >8 90 19 - Rudolph Lose l« ,< — go?<> Ht..<5esl>i«.Lost 40 ft, , «,-— 84 — WllldstelN'Lol, »0 ft. , ,V- 8« - Mndisch'Vrütz.Lo!« »0 ft, . 4« !0 4? »<> «nv..?— »9 — VlMt - Uctten ^per Ktüs, iln«lo'Otft, Uanl »00 fi, 6!^/,», ,,<, 7f, ,„ „» vanrverein, Wiener loo ft. . . ,,» 9» ,,, ,^ t»bncr..Unst, bst. xcx» ft. E. 4l»«/. ,,,.. ,,, . Irdt.'Unft. I. Hand. u. H. IMsl, ^,,__ „„ »> tredllbanl, Vllg. unz. <«.» !), . ,^7 ?A ,z, 7^ 0epoNteul»llnl, «k«. «»X) ft. , ,9, hu »99 bl» ttcom^l' '^cs..^d:^ft. ^<> ft. ^z_ go«, — ^irl>'U,«»ss»!u> , il»!«ner«X)5 «l« — «> - «eld «are ^tvotberlnb.,»». »na«l. »L'/^ll «9— 8» ^u »Hnderlxml, 0ft. »00 ft. G. . . llli 40 »!<»'» Oefterr.»unylll. Nanl sO0 ft. . V8'i' !»«» - llnionbanl «00 ft..... «»75 e»7 l «eitthrsbllnl, «ll«. »40 N Ib? »z >»? ?z Nttlen von Trllllsvort» Unternehmmlgen. ,per «rü«) Nlbielht.Vllhli »00 ft. Vtlber . »4.. «5 .. «lMlxifiuman, «ahn ll. b. llwi) ft.««. ».z« ,7^,, »al.Cllil.Lub»..«. llUU ft, ll«, ,«,._ ^, «^ U«nb.' I,ern»w.. I»f«>. <«>«. 8lo^>,»ft «nn«.,!lrt«ftbfl.«rm ^, _. ,4, ^ bt». (m. u.) «00 ft. V., .;,,»,,,,'_ hra«.»u«« »lselH. l«>ft. V»li. ,... . ,z.^ ^taatltilenbahn ^u<> ft. I,ibrl ,„ 7^ ,^, ,5 -.übbahn »W ft. <3«lb»r . . . ,,z „ „.7^ -iw.stoidd.Vell'.'Ä.UWft.llW, ,,z_ ,74^_ tr»m»2y»es.Ml.,l?l)fl.e.W. .^.^ ^__ » neu« «r., Prwrltüt,- »tlinl tl» ft......,7 _> z« — Nn,.»«»ll«.»«lenb.«>0ft, Vilbti z^z «; t,z «»> Veld N«l» Nn, U»rbl»»lbllbn »00 »l «n^ 8» 9 > s» 4<) Lraqer » fl «,, ^. ,«l » ?»l«o»Iar1, Vteinlohlen 80 ft 4,4- ^ 4« — »«chllXzlmsbl». Vaoteri, ,oa N____------- >Ste«er«nhl».V20 il 5.» Vllffnrf-V,0eN,in<»len,'X'fl j454>— »«» — «»««««'»elhan^... «llgln Ps"> »0 ?> — », erb»,» Zle»el<«ct<, l»« «» Devisen. veutfth« Vl»tze......5« 3c> »«4ft Äunlum........» »4 5z l «4 7» ., «l »«' j«Vi».Nubel.....' l »»,. «>»,. HtalienUch, i»»nln«t«n (too U >l 4»«„ 44 ?, Für Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten Sfteoten und Valuten empfiehlt sich bestens die »761) 800-91 fctolstuta des BaiiiJiauses SclieHiammer & Scbattera WIEN, I., ILärntnerstrasse 2O. CTF* Huthalter "Wl In eleganter Ausführung. Massen- und Bedarfsartikel. Unentbehrlich für jederman im Theater, Concert und *> allen^ffentliöhon Orte. Vertreter In allen Orten Oe.terreioh-Ungrarns ge-J>Oht nl 15 Mtt«k «ar Probe Mk. 1. Ver.»adt gegea vorherige Ein»en-*»** oder Nachnahme. _ ^öyi) B. KLnn«»e9 Dresden, Bla«ewltx (Dentiohland). Allein. Generalvertreter für Oesterreich-Ungarn. 6. Verzeichnis b"jen!ffe„ Wohl ^P'os'ssor. »z!' «- Nenrdilt s. F,au. """nz Slodler. laiserl. Rath unb Director ' 5 der gwanas.Arbeitilanstalt in Msjendorf. "°hann Verderder. Riller des Franz-Ioses«. » «. , Erdens und l. l. Finanzrath i. P. "Ustav brl Cott. l. l. NeznlShauptmann m ^ ^ .Voitsch. j. Gemahlin. . ^ ! ^°!c< von Obereigner, Forstmeister m Schnec- > berg. ' z°lNilie Foelster. » 3°"'tantin Tassliapietra !. Frau. . malign Schwestern v. Raab. ""l' Plachli. t. l. Hofrath und Finanz-! ' ^, .^ilsclor. s. Frau. l"llenz s „. s. ^ML. Frnuz Wattes Edler von ' s>« Hermnnnshort mit Familie. » U°"ptm. Anton Flllä'lo, Play.llommandant. ' 3°"'ilie Johann Vaumssartner. ! » 3°uptn,a»^ I^sss Grchll s. Frau. ' K, '5 Carmann, l. u. l. Neq..Kaplan. , » 3"'st Goszlrr. l. ,. Vaurath i. R. ' ^ Ncisslas s. Familie. "1^ l^yr. e. l^r. r»euu»lli »vetmlc v p.. Bin Clavier u, (Schweighofer) ! 1 ** verkaufen. (5326) 3-3 *Wisou"'ufrill5en Neugawe Nr. 5, I. Stock, ^!!^2bis 3 Uhr naohmittag«. (6lß7) 3-2 ŠI.8095. Nr Okl5c- HihN^nanim pravnim naslednikom ^anrda KržiÈH iz Moravèega se na-1 sod"-a' da se je njim namenjeni lu-»em zernlJeknji*ni odlok /. dne 26ega Ho^n;bra 1890, AI. 7058, dosiavil; Utj? ,uki Svetecu, c. kr. notarju v J' Kot kuratorju ad actutn. 8q h kr- okrajno aodiäöe v Litiji dne j •°Ktobra lb9ü. ' , (5293) 3—2 Nr. 8086. Neassumierung zweiter exec. Feilbietung. Vom k. k. Arzilksgerichte Laas wird bekannt gegeben, dass die mit dem Bescheide vom 1. Nuqust 1890. Z. 5123, bewilligte und am 24. September 1890 nicht vor» genommene executive zweite Feilbietung der Realität Einlage Nr. 19 der Cata« stralgemeinde Kremenca des Thomas Slra» z sar von Kremenca peto. schuldigen Steuern per 26 si. 33 lr. s. A. auf den 14. Jänner 1891. vormittags 9 Uhr, Hiergerichts reassumiert wurde. Laas am 14. November 1890. (5398) 2 jno. e n i k St. 1191. taistih dobrotnikov, kateri to se v koriol kamniäkih reveiev odkupili od navadnih novo- letnih in druzih voäcil. Gospod Adamiè Janez, posestnik. » Adamiè Jože, » » dr. Binter Anton, c. kr. okr. zdravnik. » Beninger Jože, c. kr. rodja zemlji- Sèinih knjig. » Bergant Luka, posestoik. » Burnik Valentin, naduèitelj. » Dornig Janez. posestnik. » dr. Dereani Julij, okrožni zdravnik. » Exler Franc, posestnik. » Friedrich Gottfried, c. kr. okrajni glavar, s soprogo. » Fröhlich Anton, posestnik. » Ferlinz Janez, > > Fischer Franc, » > Florin Franc, > » Grašek Jarnej, > » GraSek Janko, » > Gerkman JoŽe, » » Haas Viljem, c. kr. okrajni komisar, s soprogo. » Hajek Franc, tovarnar. » Janežiè Emil, c. kr. davk. kontrolor, > Jeruc Jože, c. kr. kancelist. » Jaäovc Franc, posestnik. Gospa Kecel Marija, posestnica. Gospod Karolnik Janez, posestnik. » Kenda Jože, gostilnièar. Gospod LeviÈnik Janez, urar. > Moènik Jože, župan in posestnik. » MartinèiC Franc, c.kr. okr. feldvebelj. » Muhovec Blaž, kapelan. » Murnik Ivan, posestnik. » Novak Martin, c. kr. podtar. » Oblak Janez, dekan. > Orel Jože, posestnik. > Polec Julij, c. kr. okrajni sodnik. » dr. Pirnat Jakob, advokat. » Pollak Jože, posestnik. > PraSniker Franc, posestnik. » Pintar Anton, trgovec. » Rotter Rudolf, c. kr. davkar. > Rode Jože, posestnik. » Rode Franc, > > dr. Schmidinger Karol, c. kr. notar. > Steska Janez, c. kr. viiji davkarski nadzornik. » Svetec Leopold, posestnik. > Svetec Anton, > » Stadler Anton, klepar. > Senifier Franc, posestnik. » Stare Julij, tovarnar. > Stelle Ivan, posestnik > VremSak Alojzij, obè. tajnik. » Zangger Edmund, trgovec. » Žargi Ivan, trgovec. Mestno iupanstvo v Kamnikn doe 21. decembra 1890. Jot. MoÖnlk, župan. Für Weihnachten empfiehlt Rudolf Kirbisch Conditoi*, liaibaclt9 Congressplata in grösster Auswahl: Schönsie Cartonagen, Attrapen, eleganteste Bonbonnieren, feinste Bonbons, glacierte und candierte Früchte in hübschen Körbchen oder Schachteln; Compot, Marmeladen, Fruchtsäfte etc., billige, schöne, leichte, gute, gesunde C>luri.6rt1» auntb eltänge von spanischem Wind, Mandeln, Chocolade, Biscuit, Conserven, Liqueurconfect, Quittenconfect, Apfelconfect, diversen Obstpasten, hübschen Figuren aus Zucker, Tragant und Chocolade. (5088) 12-11 Ferner empfehle ich meinen bestbekannten feinsten Lebkuchen, Pfefl'erkuchen, Früchtenbrot, Mandolato, Pinza, Quittenkäse, Theebäckerei, Grazer Zwieback, Chocoladen, Thee, Ruin, alle Gattungen feinste Liqueure, spanische Weine und feinste Punschessenz. Besonders empfehlenswert sind meine Gummibonbons, Spitzwegerich- und Eibisch-Zuckerln und Malzbonbons. Ich mache das geehrte p. t. Publicum aufmerksam, dass sämmtliche Esswaren und Bonbons eigenes Erzeugnis und nicht mit Fabriks- oder Krämerware zu vergleichen sind. (int assortierte Christbaumbehänge sind von m~ww^i CriÄJLAoMa 1^ MwfMrSW.a?n haben und werden bei rechtzeitigen Bestellungen prompt, franco^^ jeder Postslalion, pr. Nachnahme versendet. ^^' Zu den Feiertagen alle Gattungen Potizen, Gugelhupfe und Pinza. a Billigste Preise. Billigste Preise.