Deutsche Macht (Krüöer „Eissier Zeitung"). 11 Ifbr» 2onrr1U| »,» «»»»>», »>",<»« »,» l.ft« fUt Silli Mit Z-ft-ll,«, !»« H°„» ff. -M. oUrtdjUrif «I. 1.SO. h°Id>«d?>a (l. 3.-. «ntumm ff. 8.-. Hüt IM. tzald>a»ei, ß. ».», |*atiitTi| ff. «.4». IMe ei»,el»e Ruatnut T tr. Jatrratt n»ch larlt; Itl illtttn ©UNt^olBUflei« rntifrifitir nk<: Rabatt, •ulnirtl n»d»k» vlakxalc (It auf» BUt» alle ktkralriUtm ntfKWtUM« lultanCd aa «ie—lli»» fxrrag. «. «bniitAritian Heee«»,. «. 6H Wukiit>tf twrtm nicht ,,r»«ae'eB»el. - «a°aqme ^useBd«ii»eB »ich! bn«l»ffchll,k,. Kl. 86. Cilli, Sonntag, bcn 28. Oclt>bcr 1883. Vm. Jahrzing. An unsere ^!eler! D i e letzte N u m m e r der „Deut« «»Wacht" wurde wegen des Ar-It 1« „E i n W u n s ch d e r T s ch e ch e n lili s i r t", von der f. k. StaatSan-«ltschaft mit Beschlag belegt, li e r Ansuchen, eine zweite Auf-tze veraustalteu zu dürfen, wurde «»der k. k. Staatsanwaltschaft schlägig beschieden. DieGründe bereits bekannt. Die „Deut-«Wacht" ist eben bisher das izige Blatt in Oe st erreich, wel-ii sich dadurch, daß es einmal ti Herausgabe einer zweiten »slage die confiscirte Stelle »bedruckt erscheinen ließ, für le Zeiten das Recht, eine zweite, irftümmelte oder unverftümmelte »»gäbe zu veranstalten, ver-erzte. Wir haben zwar vor vier ♦nuten dem Ministerium eine iesbezügliche Beschwerde über-icht, allein bis heute aufdie-!lbe noch keine Erledigung er-llien. Hochachtungsvoll Z»ie Redaction. Amerikanisches Zeitungswesen. Ein hartneckiger Wettkampf mit über-fchfttben Wechsclfällen spielte sich im abge-ifinrn Jahre unter den amerikanischen Zeitung»-i«nn ab. Zu Ende des Jahre« 1882 erschien Sm> • Dork ein neues Tagblatt, genannt mring Journal", zum Preise von einem Nil keinem anderen Programm, als reichlich mterhaltend zu sem, Scandal zu vermeide» von allen kritischen Besprechungen über Lzion und Nationalität sich fernzuhalten. Für lqramme und Korrespondenzen machte es kz Ausgaben, hatte nicht einmal eine eigene »detei und führte sich ganz bescheiden ein. ' totale Angelegenheiten wurden glänzend m origineller Weise behandelt. Ansang» « das Blatt zumeist in den Omnibussen Hochbahnen verkauft. ES begann mit einer lilage von 25.0S0, sank rasch auf 15,000 — heute verkauft es täglich 70,000 Exemplare, »«erhielt die Stadt, und jene Leute, die l ihr große« Journal inS Hau» bekamen, Ahnten sich, auf der Fahrt zur Stadt da« ming Journal" zu kaufen. Der Erfolg war > außerordentlicher, es hat den anderen billigen abblättern einen furchtbaren Stoß versetzt, ' ältere Eincent-Blatt „Truth" nahezu ruinirt. i Journal suchten viele andere Eincent« wer eS nachzumachen, aber sie verfchwanden stald vom Schauplatz« und heute hat daS «ml keinen Rivalen mehr. Als vor 50 Jahren „Tribune", „Times", Zur Aushebung der Z-reittieilbarKeit des Säuerlichen Hrnndvesthes. DaS Recht der freien Theilbarkeit, wel-ches von den Verfechtern des EapitaliSmus mit großer Spitzfindigkeit unter der fadenschei-nigeu Flagg« eines falschen Liberalismus in unsere Gesetzgebung eingeschmuggelt wurde, wird allzuhäusig mißbraucht und erweist sich meist unheilvoll. Das Gesetz der Freitheilbar-feit ist für Oesterreich ein ebensolches Experi-ment. wie so vieles Andere, zu dem eine frü-here Regierung durch die Allmacht der Pluto-kratie gedrängt wurde, unter dem Hinweis auf Staate«, in denen die Freitheilbarkeit seit ge-raumer Zeit bestand, u. zw. scheinbar ohne nachtheilige Folgen; man vennied jedoch dar-auf hinzuweisen, daß jene Staaten, wie z. B. England, in der Lage waren, die Folgen durch ihren Reichthum an Eolonien. sowie durch das Vorhandensein der günstigen Vorbedingungen zur höchsten Entwicklung der Industrie für eine gewisse Zeit zu paralysiren. Die Folgen konnten jedoch naturgemäß nicht ausbleiben und sie zeigten sich in England zunächst durch das allmaligc Verfchwinden eines selbstständi-gen Bauernstandes, durch das Platzgreifen der vielgerühmten Pächterwirthschast und in letzter Konsequenz durch die irische Agrarbewegung mit ihrem Blutvergießen. Es würde von großer Verblendung zeigen, wenn man annähme, daß der wirthschaftliche und sociale Entwick-lungsproceß in Oesterreich ein anderer sein könne, als in England. Hier wie dort sehen wir seit der Einführung der Freitheilbarkeit das Großcapital sich mehr und mehr des Grund und Bodens bemächtiget», u. zw. nicht „Herald" und „Sun" entstanden, da wußten sie die eben erfundene Locomotive, Dampfboote und Telegraphen vortrefflich zur Sammlung von Neuigkeiten auszunützen. Die Nachrichten aus Europa galten als das Allerwichtigste, unv dasjenige Morgenblatt in New - Dork, da« sich Briefe und Zeitungm au» Europa einen Tag oder auch nur eine Stunde früher verschaffen konnte, gewann damit auch den bebrütenden Vorsprung im Straßenverkaufe. „Tribune" und „Herald" wendeten die größte Kraft auf, um sich die neuesten Telegramme aus Europa zu verschaffen. Beide sendeten Schnelldampfer, ge-baut nach den Modellen der berühmten Pilot-boote des New-Dorker Hafens, aus, um den Dampfern und Seglern, die auf dem Wege von Europa nach Amerika waren, auf offener See entgegenzufahren, und von ihnen die an die Journale adressirten Pakete abzunehmen und sie mit größter Beschleunigung nach New Dork zu bringen. Selbstverständlich waren die Land-straßen von Halifax und Boston mit Schnell-fahrern besetzt, um augenblicklich nach New-Dork die Postsendungen zu bringen, welche in diesen Hafenstädten anlief:» ; wo Locomotive und Dampfschiff zur Beschleunigung der Ueberbringuug angewendet werden konnten, benützte man diese, ohne Rücksicht auf die Kosten. Zinmal sendete die „Tribune" im Vereine mit anderen Blättern ein berühmtes Pilotboot, den „William I. Romer" gen Europa, damit eS die letzten Nachrichten über die Oregonfrage nach New-?)ork überbringe. Der Grenzstreit zwischen British so sehr des großen Grundbesitzes, sondern vor-zugsweise des kleinen, welcher sowohl vom Ca-pital wie vom Großgrundbesitze selbst absorbirt wird. Daß dadurch die Verminderung, resp, die Schädigung eines tüchtigen Bauernstandes bedingt ist, versteht sich von selbst. Seit der Aufhebung der Robott hat sich der Bauernstand allerdings gehoben, weil die mit der Aufhebung verbundenen Lasten nicht unbillige waren im Verhältniß zu den damit verbundenen Vortheilen. In dieser günstigen Lage befand er sich bis zum Zeitpunkte, da das Gesetz über die Freitheilbarkeit eingeführt wurde. Von diesem Zeitpunkte an ist der Bau-ernstand in Oesterreich im Niedergange begrif-fen, zumal in solchen Gegenden, wo keine di-rcct auf Landwirthschaft basirte Industrie be-trieben wird. Mit Schulden belastet, deren Zinsenerforderniß häufig den Percentualsatz seines Einkommens übersteigt, sucht sich der Bauer diese Last vom Halse zu schaffen und verkaust seinen Besitz oder verkleinert denselben durch Abverkauf, um schließlich schuldenfrei zu fein. Daß sein verkleinerter Besitz Verhältniß-mäßig weniger einträglich sein werde, als der frühere größere, das hat er nicht berechnet. Da jedoch seine Bedürfnisse dieselben bleiben und er sich vielleicht auch nicht weiter ein-schränken kann, so geräth er bald wieder in neue Schulden: er verkauft abermals einige Felder, bis er endlich zum Häusler und schließ-lich zum Proletarier wird. Daß bei einer sol-chen Zerstückelung von Grund und Boden, wenn derselbe nicht etwa zur Gartenwirthschaft ausgenützt werden kann, die Produktivität be-einträchtig» wird, liegt klar zu Tage und der Schaden, welcher also aus der zu großen Zer- Columbia und den Vereinigten Staaten erregte alle Gemüther. In Amerika fürchtete AlleS den Krieg und mit Spannung erwartete man jede Mittheilung. Der „Herald" hatte durch seinen raschen Dienst einen großen Ruhm gewonnen und die „Tribune" wollte ein« brillante That ausführen und ihrem Gegner eine entscheidende Niederlage beibringen, indem sie hoffte, die Meinung der englischen Regierung um einige Tage früher veröffentlichen zu können. Unglück-licherweise hatte aber der kleine Schnelldampfer aus der Rückfahrt von Liverpool (damals gab'« noch kein unterseeische« Kabel) mit ungünstigen Winden zu kämpfen. Er wurde von den großen Schiffen überholt und feine Neuigkeiten waren alt geworden, al« er in den Hafen von New-'Aork einlief. Dagegen erzielte die „Tribune" einen großen Erfolg bei den Wahlen. D«r Herausgeber Horace Greeleq nahm lebhasten Antheil an den politischen Parteiungen. Er kannte den Namen jede« hervorragenden Parteimanne« in jeder Grafschaft, zudem hatte ihn der warme, samil.äre Ton seines Blattes ungemein populär gemacht, und al« er sich zur Sammlung der Wahl» resultate an alle die Parteimänner wendete, ihm schleunigst die Resultate bekanntzugeben, folgten Alle willig der Aufforderung. Mit berittenen Eilboten, mit Expreß-Locomotiven, mit Special-Kämpfern wurden der „Tribune" die Nachrichten gesendet. Und am Morgen nach der Wahl hatte sie da« vollständigste, genaueste Wahlergebnis). Bei Gelegenheit, al« Daniel Webster in Boston «ine Rede hielt, wurde folgender Special- 2 stückelnng des Grundbesitze? erwächst, ist in volkswirthschaftlicher und socialer Beziehung bedeutend. Die Produktivität nimmt ab. die Ernährung der Masse wird erschwert und die Verarmung der Landbevölkerung greift uiehr und mehr um sich. Welche Rückwirkung diese Erscheinungen auf unser ganzes wirthschastliches Leben und die staatliche Ordnung haben müssen, zeigen unS die Zustände in Irland. Dabei ist zu benurten, daß, wenn jene Erscheinungen bei unS ihren Höhepunkt erreichen sollten, die daraus resultirende sociale Krisis einen ganz anderen Eharacter haben und ganz andere Dimensionen annehmen würde, als in Groß-britanen. welches in seinen Kolonien, seiner hochentwickelten Industrie, seinem imensen Na-tionalreichthum gegen mancherlei sociale Etrö-muugen ein Eorrectiv besitzt, das uns abgeht. Oesterreich ist ein vorwiegend ackerbautreiben-der Staat und hat als solcher bis jetzt seinen Eharacter bewahrt. Ein ackerbautreibender Staat aber, das heißt ein solcher, dessen An- f>ehörige ihrer Mehrzahl nach seßhafte und be-itzende Ackerbauern sind, birgt ersahrungsge-maß weit weniger die Borbedingungen zu so-cialen Erruptionen in sich, als ein Industrie-staat, weil bei dem ersteren, d. h. seinen An-gehörigen, den Ackerbauern, zwei der wichtig-sten Wirthschaftsfactoren: Grund und Boden und Arbeitskrast so eng miteinander verbunden sind, daß eine Verschiedenheit ihrer Interessen, welche sich in einer und derselben Person dar-stellen, ganz ausgeschlossen erscheint. Solange daher diese innige Verbindung von Grund und Boden mit der Arbeitskraft, d. h. die Solidarität der Interessen vom Be-sitzer des Bodens und dem Arbeiter, welcher dieser Besitzer selbst ist, fortbesteht, werden in einem Staate die Bedingungen zur socialen Strömung nicht vorhanden sein, sie werden sich aber sofort einstellen, wenn das Verhältniß vom Boden zur Arbeitskraft, d. h. vom Besitzer desselben zum Arbeiter, nicht mehr durch die Solidarität der Interessen bedingt ist. Und jenes innige Verhältniß wird alterirt, wenn Grund und Boden, welcher dem Arbeiter, d. i. dem Bauer und seiner Familie gehört, so ver-kleiner! werden, daß sie den Besitzern kein ge-nügendes Feld der Arbeit mehr bieten und jedes menschenwürdige Dasein illusorisch ma-chen. Das Recht der Freitheilbarkeit ist daher vom volkswirthschastlichen wie vom socialen Standpunkte aus verwerflich. dienst arrangirt: Der Telegraph war noch nicht eingerichtet und die Reporter eilten um die Wette mit der Rede nach New-Uork. Die „Tribune" eilte ihren Reportern halbwegs mit einem Dampfschiff entgegen, auf welchem eine ganze Druckerei eingerichtet war. und bevor das Dampf-boot New-?)ork erreichte, war die Rede gesetzt und gedruckt, und die „Tribune" wurde an allen Verkaufsstellen in New-Dork um einig« Stunden früher feilgeboten, als der „Herald" und die andern Blätter. Nicht selten waren die Neu-igkeiten, für die so viele Kraft und Geld ver-wendet wurde, vollständig unbedeutend, aber der Wetkampf hörte nicht auf. Er gewann später neue Formen und die Zeitungen riefen große Unternehmungen ins Leben, die daS besondere öffentliche Interesse auf sich zogen. Der „Herald" sendete Stanley aus. damit er Livingftone finde; der „Herald" war es auch, der Ivan de Woe-styne in Petersburg etablirte, damit er ihm den „Ausbruch der Revolution" in Rußland recht-zeitig melde. Die „Tribune" sendete ihren Spe-cial-Berichterstatter in den deutsch-französischen Krieg und die Depesche über die Schlacht von Gravelone allein kostete 20.000 Dollars in Gold. Bei der Präsidentenwahl im Jahre 1877 fing die „Tribune" den telegraphischen Geheim-dienst auf, der zwischen dem demokratischen Hauptquartier in New-Dork und den leitenden Politikern in den verschiedenen Staaten deS Südens und des Westens organisirt war. Ein Mitglied der „Tribune" arbeitete drei Monate lang an der Deckissriruna und das Resultat war. dak ..pevtsche Wacht." Kundschau. s M a n d a t s n i« d e r l e g u n g. j Der krainerifche Abgeordnete Dr. Zarnit hat sein Mandat für deu Landtag niedergelegt, weil letzterer die Subvention für die deutschen Lehr-anstalten beschlossen hatte. Dr. Zarnik folgte hiebei dem Zuge seines Herzens. Er ist ein geschworener Feind der deutschen Sprache und ! glaubt uur durch die vollständige Ausmerzung > derselben der slovenisch-nationalen Idee zum Siege zu verhelfen. Die Halbheit seiner Partei-genossen diciirte ihm daher den Entschluß der Resignation. Dr. Zarnik ist uns gewiß keiue sympathische Persönlichkeit, allein wir müssen doch gestehen, daß uns sein rücksichtsloses, von eiserner Consequenz dictirtes Austreten impo-nirt. Er ist ein Manu, der die nationale Idee allen anderen Fragen überordnet. Sein natio-nales Gesühl ist frei von egoistischen Neben-zwecken und gar mancher der Herren des Lai-bacher Landtages könnte sich ihn bezüglich der Ueberzeugungstreue zum Muster nehmen. Dr. Zarnik machte auS seinem Hasse gegen daS Dentschthuui nie ein Hehl, während viele seiner Parteigenossen, die vielleicht auch ähnlich füh-len mögen, mit scheinheiligem Augenverdrehen sich als Freunde der Deutsche» ausspielen, weil sie eben nicht den Muth besitzen, offen auszu-treten. Muth. Offenheit und Ueberzeugungs-treue sind Eigenschaften, die der erbittertste Gegner achten muß, und diese Eigenschaften documentirte Dr. Zarnik jederzeit. sBeiträge zu Riegers Ver-löhnungSreden.j Die Gemeindevertretung von Wossek-Kahau hat nach langem Zögern dem deutschen Schulverein die Bewilligung zum Baue eines — Privathauses in Podoli ertheilt nicht ohne an dieselbe die versöhnungsapostolischc Be-dingung zu knüpfen, „daß in diesem Hause niemals Deutsch unterrichtet werden dürfe." Ais Grund der ve>söhnlichen Entscheiduug ist ange-geben, daß sonst die deutsche schule zu nahe an der tschechischen zu stehen käme. — Ein Apostel der Rieger'schen Versöhnung hat mehrere Lehrer denuncirt, in einer öffentlichen Versammlung das „Deutsch« Lied" und „Die Wacht am Rhein" gesungen zu haben. Der Bezirksschulrath von Schüttenhosen, bei welchem die wohlgemerkt — anonyme Denunciation eingebracht worden ist. hat sich seltsamerweise veranlaßt gesunden eine Untersuchung einzuleiten, welch« allerdings ein negatives Resultat ergeben hat. Seit wann — erlauben wir uns zu fragen — sind di« beiden Lieder in Oesterreich verboten? die geheimen Bestrebungen, Samuel I. Tilden zum Präsidenten zu machen, entdeckt wurden. In ähnlicher Weise hat die „Times" von New-Dork den Ring entdeckt, der den Schatz um 0 Millionen Dollars bestohlen hat. Der Nachrichtendienst ist jedoch jetz' so or-ganisirt, daß es wenig Gelegenheit mehr gibt auf diesem Gebiete etwas Neues zu schassen. Die hauptstädtischen Blätter legen daher ihre Kraft auf den Verkauf. Wenn irgendwo ein größeres Meeting oder eine Wahlversammlung stattfindet, pflegt die „Tribune" eine eigene Lo-comotive auszusenden, um ihre Blätter zuerst auf den Platz zu bringen. Als die Zeitungen Sonn-tags-Ausgaben zu veranstalten begannen, brachte der „Herald" einen ganzen Zug von Wagen an jedem Sonntag zu dem Niagarafalle, um sie von hier aus mit den regelmäßigen Passagier-trains nach dem Westen zu entsende». Er zahlte der Central-Eisenbahn-Gesellschaft 1800 Dollars für j«de Fahrt, und um einen Theil der Kosten einzubringen, wurden Passagiere. Expreßpakete, Postsäcke für all« Stationen der Strecke mitge-nommen. Di« Unteru«hmung kostete dem „Herald" allerdings s«hr viel, aber sie setzte ihn in den Stand, seine Blätter auf 450 englische Meilen Entfernung um 24 Stunden früher zu bringen als di« anderen Journale. Das war ein bedeuten-der Erfolg. Aber der Specialtrain kam doch bald außer Gebrauch, denn die Regierung und die Eisenbahnen richteten Schnellzüge ein, die dann allen Blättern den gleichen Vortheil boten. 5Yi-fct rirfitcf firti hirfw im ffiriinhf» hnsfi 1883 ' sDie Verhälnisse in Bosnien und der Herzegowinas. Der „Pester Lloyd" bringt über die Verhältnisse in den occupinen Ländern einen längeren, optimistisch gehaltenen Bericht, dem wir Folgendes eilt-nehmen: „Gestützt auf die allerauthenti-schesten Informationen, können wir die possi-tive Versicherung ertheilen, daß im ganz«« ocmpirten Gebiete derzeit auch nicht ein ein-ziger Insurgent «xistirt. ja daß selbst gewöhnliche Räubereien nur überaus selten vorkam» men. Bei der Recrutirung wird das auSge-worfeue Contingent überall mit Leichtigkeit gedeckt, ja es melden sich an vielen Orte» auch noch Leute über die vorgeschriebene Zahl hinaus, und alles di«s geschieht in größter Ordnung ohne die geringste Pression, ja ti sind hieoon nicht einmal jene Flüchtlinge aus-zunehmen, welche im vergangenen Somma aus Montenegro zurückgekehrt sind, denn auch! diese erscheinen bereitwilligst vor den Recr>-tirungscommissionen. — Bezüglich der anget-lichen mohamedanischen Massenauswanderu» wird constatirt. es sei im Lause des ganze Jahres nur eine einzige größere Auswauderu» vorgekommen, und zwar geschah dieselbe ii vergangenen Sommer im Bihacier Bezirk. Dot ist eine größere Anzahl armer Mohamedanet mit ihren eigenen Glaubensgenossen, mit de» reicheren mohamedanischen Begs, in Zwist gt> rathen, und da alle Versuche, diese Streits feiten beizulegen, erfolglos blieben, hat ei, Hause dieser armen Mohamedaner (alles i> allem, Männer, Weiber. ttinder, 350 Köpft den Wanderstab ergriffen und seinen bisherige« Wohnsitz verlassen; ob sich die Leute na< Constantinopel oder anderswohin begaben, i nicht bekannt. Diesen einzigen Fall ausgeno« men kommen Auswanderungen höchst iclt« und nur bei einzelnen Personen vor, sie we den aber reichlich dadurch wettgemacht, da in immer größerer Anzahl solch« Leute zurüi kehren, die — wahrscheinlich irr«gesührt üb« die Zwecke der Occupativn — nach dem Eisrücken unserer Truppen das Land verlasse« hatten." Aranßreich. s A l t e Geschichten.^ Der Vertrag init Anam. j In Fra«w reich macht die Kriegserklärung der Regierust au die Jntransigeuten viel Aufsehen. Ferri^ kategorische Reden in Ronen und Havre gege die vaterlandslosen Radikalen und Monarchi sten bilden den Mittelpunkt der Preßpolemit Die gemäßigten Republikaner loben natürlich während die Radikalen den Conseilspräsidenltt abscheuerregende und nervöse Wettkampf Haupt sächlich aus die Aufgabe, mit den täglich« Ausgaben den Lesern zu den Quellen. Bädel und Bergen auss Schleunigste zu folgen u» den Rivalen einen Borfprung von drei bis 12 Stunden abzugewinnen. Ein eigener Schnellzug ging jeden Sonntag Morgens l60 Meilen weit nach Schenectaoy. um die Blätter noch 22 Mt» len weiter nach den beliebten Saratoga mit Special-Reitboten zu senden. Ein anderer Eilzu wurde längs der Küste von Long Island So« gesendet der auf allen Stationen die „Tribune"-Packete auswarf; ein dritter Eilzug ging nai Newport, wo er 13 Stunden früher ankam at seine Rivalen. Durch diese außerordentlich Austragung gelang es der „Tribune", im leine» Sommer ihre College» aus allen Linien ji schlagen. Für den Saratogazug war sogar eint ganz neue Locomotive, die mit äußerster Schnei« ligkeit verkehrte, gebaut worden. Die gewöhnlich« Fahrzeit dieses Zuges war 5l englische Meila pro Stunde, auf einigen Theilen der Streckj aber mehr als 60 Meilen pro Stunde. Die Strttt von Hudson nach Albany — 27 Meilen -wurde in 26 Minuten zurückgelegt. Jede Fohl des Zuges kostete 375 Dollars. Wie wird das schließlich enden? Der Wet kamps der Geister ist bereits in dem Sport ein« Rennbahn ausgeartet. Es wäre kein Wunde wenn er schließlich — immer unter den erma» ternden Beifall d«S DankeeS — bei m regelrcchM ten Faustkampf ankäme. flig angreisen. — Pariser Blätter veröffent-^ten in voriger Woche den Wortlaut d:S irtrageS, welchen Frankreich mit dem neuen ivige von Anam ohne chinesische Mitwirkung Schlossen hat. Der Vertrag bedeutet eine rquestration Anam's durch Frankreich; der mg wird in Zukunft lediglich der Statt-Iter Frankreichs fein. In China wird daher t Erbitterung gegen Frankreich zusehends ößer. In Honkong wurden sogar sämmtliche tropäer und die französisch gesinnten Man-ititeu mit dem Tode bestraft. England, s I r i f ch e Verhältnisse. - 91 e ii e Sorgen.] Die irischen Zustände ihen wieder in erhöhtem Maße die Anfmerk-»fcit der Regierung und der Bevölkerung is sich. Die Verbrechen aus socialpolitischeu milden mehren sich neuerdings in erschre-»der Weiie. So wurde in der Grafschaft art ein Pächter, weil er sich den Vorschriften t Landliga nicht in jeder Beziehung gefügt Ute, von vermummten Männern überfallen ib mir Knütteln zu einer unförmlichen Maße »schlagen. — Die Politik der englischen Re-Kling im Zululande rächt sich nun 'bitterlich, taig Cetewayo nnd die übrigen Häuptlinge lrciten große Sorgen. England hat nämlich » Capland derart getheilt, daß nämlich heute > Häuptling den anderen, jeder von ihnen «r auch die englische Macht bekämpft. Spanien. fC i v i l e h e.] Wie die „Ger-mia" zu berichten weiß, hatte das ueue spa-rirfie Cabinet mehrere sehr radicale Reformen > kirchenpolitischer Hinsicht geplant. Der päpst-Sche Nuntius soll nun in seinen Conferenzen mit to spanischen Ministern von der Möglichkeit äes lebhaften Widerstandes des katholischen llerus gegen die liberale» Reformen im allge-■rinen auch geäußert haben, daß die Fragen «gen der Civilehe und der für den öffentlichen »«erricht vorgeschlaaenen Reformen nicht ver-chlen würden eine Opposition von Seite des hl. ktubleS hervorzurufen. Die Minister erwiderten Soch dem Nuntius, daß sich die Regierung fo aller Ächtung vor den Rechten der Kirche Gehorsam zu verschaffen wissen werde, und daß Unfalls die Reformen zur unmittelbaren Aus sthning gelangen würden. Korrespondenzen. Wien, 26. Ort. (O.-C.) [Quouaquo lindem abutere Czartoryaki p a-tientia nostraP] Wie lange wird man f# diesem unbescheidenen Polaken hingehen lassen, daß er feinen frivolen Spott treibe mit . Per SuvlUtut. Mr. WhiffleS — der ehrenwerthe Vater usereS Helden Mr. AdolphnS WhiffleS — war rit reicher Berkshire Farmer, der, bevor er sich «am Geschäfte zurückzog und dasselbe seinen, ßohne überließ, meinte, daß ein Besuch der Metropole den Geist dieses liebenswürdigen ZjnglingS schärfen würde, was diesem jungen Hmn sehr nöthig war. Der Sohn sprang bei dieser Absicht vor frreube in die Lüste, besonders als er hörte, daß er sich allein auf die Reife machen sollte. Mit vem väterlichen Segen und reichgefüll-*t Börse langte Mr. WhiffleS jr. in London «i und installirte sich dort in einer billigen Wohnung in der Savoystraße. Natürlich nahmen die Theater Mr. Whistes' Aufmerksamkeit ganz besonders in Anspruch, »ad die Nähe der verschiedenen Theater und kancerthäuser gewährte ihm große Befriedigung. T« Anblick der „Berufsmäßigen" in ihrem MagScostüm flößte ihm großes Interesse ein, »ad seine Freude überschritt alle Grenzen als « die Bekanntschaft eines hervorragenden Or-ihestermitgliedeS von Royal Dafh-Theater machte. 3» der ersten Viertelstunde ihrer Bekanntschaft jtlvbte er demselben ewige Freundschaft, und D«i Zeit zu Zeit bekräftigte er ihr Bündniß damit, daß er seinen neuen Bekannten zu einem ausgewählt feinen Diner lud. r*r- —r - den Institutionen Oesterreichs? Aber nicht ihn, nicht den polnischen Fürsten, in dessen Familie polnische Königsprätensionen spuken, darf man verantwortlich machen für die un-glaubliche Thatsache, daß er es wagte, im Angesicht deS Monarchen eine Institution des österreichischen CharacterS zu entkleiden, welche derselben kraft eines feierlich fanctio-uirten Gesetzes innewohnt. Herr Constantin Fürst v. Czartoryski hat gestern in der An-spräche, die er als Präsident der Delegation des Reichsrathes an Se. Majestät den Kaiser richtete, die Kühnheit gehabt, von einer Del«* gation der im Reichsrathe vertretenen K ö-n i g r e i ch e und Länder zu sprechen. Die Gerechtsame und Befugnisse der Königreiche und Länder sind in den sünszehn Landesord-nungen klar und genau umschrieben und auch nicht Ein Wort derselben läßt eine Deutung zu, daß die Delegirten des Reichsrathes De-legirte der Königreiche und Lender seien. Da» Recht, Delegirte in die Delegation zu wählen, steht dem Reichsrathe zu und das Gesetz vom 21. December 1867, Nro 146 R.-G.-Bl., be-treffend die allen Ländern der österreichischen Monarchie gemeinsamen Angelegenheiten und die Art ihrer Behandlung (§ 8), spricht denn auch durchgängig nur von der Delegation des Reichsrathes, wiewohl dasselbe für die auf das Abgeordnetenhaus entfallenden 40 Mitglieder einen Wahlmodus feststellt, welchem zufolge die Abgeordneten der einzelnen Land-tage nach dem bestehenden Vertheilungsmodus gewählt werden. — Es ist wohl zu beachten, daß dies der Fall ist. trotzdem das beregte Gesetz vor der Einführung der directcn Wahlen für den Reichsrath erlassen wurde. Allerdings hätte man es nicht unterlassen sollen, bei Ge-legenheit der Schaffung der Reichsrathswahl-Ordnung vom 2. April 1873 den § 8 des Gesetzes über die gemeinsamen Angelegenheiten dahin abzuändern, daß dortselbst nicht mehr von Abgeordneten der einzelnen Landtage, sondern von Abgeordneten a » s den einzelnen Ländern gesprochen wird: aber ans dieser Unterlassung darf Herr v. Czartoryski doch wohl nicht das Recht ableiten, den Königreichen und Ländern Rechte zu vindiciren, die sie selbst vor der Einführung der direkten Wahlen in den ReichSrath nicht hatten. Und wenn er eS dennoch that, wenn er in polni-schcm Uebermuthe seinen föderalistischen Vellei-täten die Zügel schießen ließ, wäre eS Pflicht der h. Regierung gewesen, ihn daran zu erinnern, daß eS nicht angehe zu Gunsten der polnischen Particnlaristen Rechte des Reichs-rathes auch mir durch Redewendungen zu con-siSciren. Am allerwenigste» dnrfte sie es zu- Unfere Erzählung beginnt, als Mr. WhiffleS und s-in Gefährte — Namens Mr. O'Leary seit sechs Wochen fast unzertrennliche Freunde waren. Mit Betrübniß hatte Mr. WhiffleS seit Kurzem den Ausdruck tiefer Melancholie auf Mr. O'Leary'S ausdrucksvollen Zügen wahrge-nommen. unv er war fest entschlossen, den Grund dieser Schwermuth zu erforschen. „Sind Sie krank ?" fragte unser Held eines A.endS, nachdem Sie im Hotel fei» foupirt hatten und zur besseren Verdauung ein paar heiße Whiskeys schlürften. Mr. O'Leary seufzte, schüttelte traurig den Kopf und leerte sein Glas als Antwort. „Das Abendessen ist Ihnen wohl nicht be-komme», Sie haben vielleicht zu viel gegessen," fährt Mr. WhiffleS theilnehmend fort. „O, nicht daS Abendessen ist eS, das mich plagt." bemerkt sein Gefährte, „sondern der Substitut." Mr. Whisfles verstand diese mysteriöse Antwort nicht. Er dachte lange und ernst dar-über nach, schließlich aber gab er das Bemühen, den Sinn von seines Freundes Worten zu be-greifen, auf und bat um eine Erklärung. Mr. O'Leary that ein paar tiefe Züge aus feiner Cigarre und klärte dann Dir. WhiffleS über feine geheimnißvollen Worte auf. Aus Mr. O'Leary'S Erzählung erfuhr Mr. WhiffleS, daß eS im Royal Dafh-Theater Sitte geben, daß dies in einer officielle» Ansprache an die geheiligte Person des Monarchen, das Symbol und die Verkörperung der Reichs-, beziehungsweise StaatSeinheit geschehe: denn in den Ansprachen an daS Staatsoberhaupt geziemt sich die strengste und peinlichste Ach-tung vor dem bestehenden Gesetz, dessen Schutz und Schirm der Kaiser ist. Was die hohe Regierung thun wird, um diese neueste — drücken wir uns milde aus — Taktlosigkeit des polnischen Schlachzizen zu paralysire», ist uns natürlich unbekannt, aber daß eS geschehen muß, ist uns klar. Marburg, 25. Oktober. (O.-C.) > Zur deut schenBewegungin Unter st eier.] Immer siegreicher rückt der deutsche Geist auch auf dem Lande in Untersteier vor und immer schmählicher gestaltet sich die Lage der Per-vake» hierzulande. Ihre hohle», heuchlerischen Phrasen von nationaler Unterdrückung versan-gen immer seltener gegenüber dem gesunden Sinn der ländlichen Bevölkerung, die sich mit aller Entschiedenheit von der Wirthschaft und den Bestiebungen der Pervaken abwendet und in dem Anschluß an die freisinnige, deutsche Bürgerschaft die Gewähr der eigenen Selbst-ständigkett und die Hoffnung, daß auch die materielle Lage sich bessern wird, sieht. Frei-lich, so lange die nebulofe Verfassungspartei am Ruder stand und die ganze Wirthschafts-Politik iu eine egoistische Manchesterpolitik auS-geartet war, so lange war freilich auch für den Bauern nichts zu hoffen. Das ist heute aber anders geworden und deshalb stellt sich heute der flovenische Bauer mit Freude zu dem Banner, das die deutsche Partei entfaltet hat. Eine Kundgebung anziehendster Art geht aus dem benachbarten Roßwein aus. wo im kom-inenden Frühjahre eine Schule eröffnet werden soll, die eine bedeutende Unterstützung von Seite des deutschen Schulvereines empfing. — Folgender Ausruf, der jetzt schon von einer Reihe angesehener und einflußreicher Männer in Roßwein. Kölsch und Umgebung, darunter auch von drei Gemeindevorstehern gezeichnet ist. wird in den nächsten Tagen unter den Bauern von Roßwein und Umgebung verbreitet und strebt die Gründung einer Ortsgruppe des deutschen Schulvereines an, die fast ausschließ-lich ihre Mitglieder unter geborne» Slovenen finde» soll: „Mitbürger, Freunde und Nachbarn! Die Unterzeichneten fühlen sich überzeugt, daß das geistige und wirthschaftliche Wohl der untersteirische» Slovenen nur dadurch nachhaltig gefördert wird, indem man ihnen Gelegenheit verschafft mehr Schulkenntnissc zu erlangen, sich der deutschen Nation immer mehr an Bildung war, daß einzelne Orchestermitglieder sich bei stattfinden! en Concerten hin und wieder von ihren Posten abfentiren durften unter der Bedin-gung, daß sie einen tüchtigen Subftituten stellten. der die Stelle des Abwesenden genügend vertreten konnte. Für gewöhnlich mangelte es nicht an der-artigen Substituten. aber Mr. O'Leary gestand, daß er trotz allen Bemühens und SuchenS unbegreiflicherweise keinen finden konnte, der willig oder fähig gewesen wäre, ihn am folgenden Abend im Theater zu vertreten, während er einem profitable» Engagement folgte, das er für ein elegantes Westend-Concert angenommen hatte. Ohne sich auch nur einen Moment zu be« denken, warf Mr. WhiffleS sich ins Mittel und bot seine Dienste an. „Thorheit!" erwiderte O'Leary barsch, „was verstehen Sie von Musik?" Daraus wußte Mr. WhiffleS freilich nichts zu antworten. WaS er nicht verstand, das hätte er wohl sagen können, davor hütete er sich aber wohlweislich. Es entstand eine peinliche Stille. Mr. O'Leary rauchte schweigend einige Zeit weiter, während er hin und wieder einen forschenden Blick auf das besorgte Gesicht von Mr. Whif-fles wars, wie wenn er irgend einen gro-ßen Plan in feinem Tiefinnersten erwog, aber noch gar keinen Rath wußte, wie er den-selben ausführen könne. 4 zu nähern, und indem man dahin wirkt, daß sie mit den Deutschen, welche schon Jahrhun-derte lang unter ihnen leben und wohne», auch noch fortan in Freundschaft und Güte verkehren und zum Wohle deS Ganzen gemeinsam arbeiten, daß folgerichtig die deutsche Sprache unsern Kinder» allgemein und gründlich gelehrt werde, denn durch die Kenntniß dieser Weltsprache werden ihnen weite und reiche Länder geöffnet, in denen sie Arbeit und Verdienst suchen und sinden können, und welche ihnen ohne diese Sprache unzugänglich bleiben. Indem der deutsche Schul-verein in Wien an den Sprachgrenzen die Er» richtiing so vieler Schulen dnrch ausgiebige Hilfe ermöglicht, hilft er auch unS die oben angege-denen Ziele zu erreichen und fördert damit mäch, tig die Erhaltung des Friedens zwischen den Na-tionen. Frieden und Freundschaft aber bauet. Haß und Zwietracht zerftört. Darum Ehre und Lob diesem herrlichen und in hohem Grade wohl-thäligen Verein. Um an den, schönen Werk? mit unseren schwachen Kräften mitwirken und in etwas den Dank für daS uns schon gespendete Gute zum Ausdruck bringen zu können, wollen wir uns an den deutschen Schulverein anschließen, indem wir eine Ortsgruppe unter dem Namen „Roß-wein und Umgebung" bilden. Wir laden alle Jene, welche der deutschen Sprache und Bildung freundlich gesinnt sind, alle, welche einsehen, wie nothwendig die Slovenen der Kenntniß der deu-tschen Sprache bedürfen, wie großen Nutzen jeder Einzelne durch dieselbe in Handel und Wandel erlangt, alle Jene, welche gute Schulen für unsere Kinder wünschen und deren Errichtung un-terftüyen wollen, welche ein warmes Herz und aufrichtige Liebe für die unterfteirifchen Slo-venen haben, ein, sich unS anschließen und als Mitglieder in unsere Ortsgruppe einzutreten. Ferne aber sollen alle Diejenigen bleiben, welche den Namen der slovenischen Nation immer nur im Munde führen, und mit allen Mitteln gegen ihre wichtigsten LebenSintereffen arbeiten, welche statt Frieden nur Zwietracht und Haß zwischen uns und den Deutschen säen, welche unsere Schulen verschlechtern und den Schulbesuch er-schweren und vermindern, welche uns die Mittel und Wege zu Fortschritt und Bildung abschneiden wollen, damit der untersteirische Landmann für immer den Fußschemel und das Nutzthier Der-jenigen bleibe, welche ihn zu beherrsche» und ausznnütze» von j?her gewöhnt sind.-* Während demnach in der Umgebung Marburgs energisch an der Festigung und Vertheidigung des Fort-fchritteS und des Deutschthums gearbeit wird, geht in der Stadt selbst die alte Gemüthlichkeit fort — wenig hätte gefehlt, daß jüngst der Männergesang.Verein der seit 37 Jahren besteht, in nationale Hände übergegangen wäre. — e. „Peutfjt Z?«cht." Kleine Hhronik. 5Aus physischenSchmerzen.j Wie Zrag gemeldet wird, erhenkte sich der dor-tige Weihbischof Prucha am Thürpfosten feines Schlafzimmers, um seinem qualvollen Hirnleiden ein Ende zu bereiten. [Das EölebatS-Ministerium.1 Diesen Namen schlägt ein Pariser Blatt für daS momentane französische Ministerium vor. Vier Mitglieder des EabinetS sind unverhei-rächet, nämlich der neuernannte Kriegsminister General Campenon, der Minister des Innern Waldeck-Rousseau. der Minister des Auswär--tigen Challemel-Lacour, und Raynal, Minister der öffentlichen Arbeiten. Hiezu kommt noch Cochery, der Minister des Post- und Telegraphenwesens, als Witwer. Jeder Pariserin muß es ja nun eine Herzensfreude sein, dies ruch-lose Ministerium stürzen zu helfen. [Herr Cohn aus Blooitz.j Die mit dem ersten Orient-Blitzzug reifenden Eorrefpon-denten sind in Bukarest auch von dem rumä-nischen Königspaare empfangen worden. Dabei erreignete sich folgender Zwischenfall. Königin Elisabeth hielt Cercle und sprach mit vielen der Anwesenden. E« machte ihr ersichtlich viel Freude wenn sie wieder auf einen Deutschen traf und die Converfation deutsch geführt werden konnte. CS gab dabei einen kleinen Zwischenfall, der mehr als manches andere die Gedankenrichtung der Königin verrieth. Einer der Vorgestellten, der einen in der englischen und französischen ^elgenannten Namen trägt, wurde der Königin vorgestellt, nachdem diese gerade mit einem deutschen Gaste conversirt hatte. Die Königin, die das Geburtsland deS Vorgestellten kannte, sprach auch ihn deutsch an, er aber ant-w ortete französisch. .Est-ce que rnonsieur est Francs de naissanco ?• fiel die Königin ein. Der in dieser Weise Zurechtgewiesene war, viel-leicht daS erste mal in seinem Leben, verlegen, und mit de» Achseln zuckend, sprach er leise und wie bedauernd: „Majestät, ich bin von Geburt ein Oesterreicher." — „Dessen brauchen Sie sich ja nicht zu schämen." meinte die Königin und setzte dann die Conversation französich fort, sich bald darauf an einen andern Gast, der vorge-stellt wurde, wendend. [E t n gutes Zeichen.] Es scheint, daß die Schwalbe» und Sperlinge, welche Egypten, seit Beginn der Choleraepidemie, verlassen hatten, dorten wieder erschienen sind, namentlich in Kairo. Diese Rückkehr soll das Aufhören der Epidemie anzeigen. In der That hat man in mehreren analogen Fällen bemerkt, daß diese Vögel, von der Cholera heimgesuchte Städte, verließen und zurückkehrten, sowie die Plage an- 1883 fing nachzulasse« oder aufhörte. Dieser Fai trug sich in Petersburg im Jahre 1848 und itz westlichen Preußen im Jahre 1849 zu. [Wie Epidemien entstehen.] Lq mehreren Wochen wurde der Londoner Stadt theil St. Pankras durch eine Typhusepidewil he>mgefucht. ES ist nun fast zweifellos erwiese^ daß dieselbe durch den Genuß roher Milch hep vorgenifen wurde, welche von einer F^r« in St. Albans kam, wo das durß den Inhalt einer Kloake verunreinigte Waffel eines Brunnens zur „Reinigung" der Milchge-fäße und theilweise auch zur Tränkung de« VieheS verwendet wurde. Die Milch wurde a> einen Londoner Händler geliefert, und dieser versorgte 220 von den in der Zeit vom 28. Juli bis zum 8. September erkauften 431 Person« direct mit Milch, und bei 83 anderen Person« konnte nachgewiesen werden, daß sie Milch vo»i demselben Handler bezogen hatten. [Die Gunst des Äugend lickS.II^ einer kleinen Stadt in New-'Aerfey wollte ein Photograph die Aufnahme eine« Hauses machen Die Dame des HauseS stellte sich an den Zaui de« Vorhofes und bat ihre aus Neugierde he» beigeeilte Nachbarin, mit ihr eine Gruppe zu zu bilden. Diese jedoch, um ihr neues Klei» besssr zur Geltung zu bringen» wollte eine ex ceptionelle Stellung haben und setzte sich am eine Leiter. ES war Alles fertig, um zu exp» nire». Da fiel der Dame ein. daß vielleicht ei« andere Stellung besser fei; sie wollte herunter« steigen, verwickelte sich, fiel und hing nun einig« Augenblicke mit dem Kopf nach unten an der Leiter. In diesem Momente exponirte der Pho-tograph. welcher von dem Vorgefallenen keine Ähnung hatte, und es war nicht fein Schad«! denn der Mann der Dame bezahlte ihm für die sofortige Vernichtung dtr Platte 50 Dollar». (Ein reiche« Vermächtnis.] Wie man uns auS Weimar schreibt, hat die Gras» Böse, geborene Gräfin Reichenbach, Tochter dtf Curfürsten von Hessen, der Jenaer Universitit ein Capital von 450.000 Mark zu „medicini-schert Studien" vermacht; namentlich soll dasselbe die Ertheilung von Reisestipendien an Student« der Medicin ermöglichen. Unter Umständen kam die Summe sogar auf 800.000 Mark sich n-höhen. Vorerst ist indessen die dadurch bedingte Vermehrung der Einnahmen der Universität noch keine sehr erhebliche. Auf den ZinSabwmf deS Capitals sind einstweilen noch zahlreich andere Legatare angewiesen. [E x c e ß i n einem © p i t a l e.l Art Iriest wird gemeldet: Im hiifiegen Spital» kam eS in der Frauen-Abtheilung für Hautkrank» heilen zu einem großen Tumulte. Sämmtlich« Mädchen dieser Abtheilung demonstrirte» gegen „Sie thäten gut. sich zu beeilen, eS wiit gleich läuten." Da erst gewahrte Mr. WhiffleS, daß er fast allein war. Mechanisch folgte er dem jungen Mensche» eine» dunklen Gang entlang, dann stolperte n ein paar Stufen hinab und befand sich auf der Bühne. Er hatte kaum Zeit, einen flüchtigen Blick auf die ihm neue, um nicht zu fagen. trübselige Umgebung, zu werfen, als ein älteres Individuum mit weißem Bart und offenbar stark mit Schnupftaback gesprengeltem Vorhemd dem jungen Burschen einen Wink gab. „Tom," sprach er, laufe in daS Musik»! zimmer und laß Dir von Mr. Lovejoy meine Eopie von der heutigen Aufführung geben." Sehr richtig vermuthend, daß sich in dem Musikzimmer die Musiker verfammelten, ehe sie im Orchester ihre Plätze einnehmen, folgte Mr. WhiffleS dem Burschen mit Gefahr, sich HalS und Beine zu brechen, ein Dutzend sehr gebrech-licher Stufen hinab in einen dürftig ausgeftat-teten Raum, der dicht unter der Bühne laa, ii welchem mehrere Herren gemächlich ihre Jnstru-mente stimmten. Als Mr. Whiffles Mr. Lovejoy als Diri-genten anreden hörte, stellte er sich diesem angst-lich als Mr. O'Leary'S Substitttt vor. „Schön," versetzte Mr. Lovejoy, „er hat Sie doch auch mit Allem bekannt gemacht?" Plötzlich rief er: „Ich Hab'S! Ich danke Ihnen, mein lieber Whiffles. Ich nehme ihr großmüthiges Aner-bieten an. Ja, Sie sollen mein Substitut sein." Zu sagen, Mr. WhiffleS wäre entzückt dar-über gewesen, wäre nur ein schwacher Ausdruck feiner GewüthSstimmung. Er ergriff Mr. O'Leary'S Hand und drückte sie innig. Ja, er sah seine stolzesten Hoffnungen in Erfüllung gehen. Er würde Zutritt hint.r den Coulissen eine« Theaters haben. ES gibt nicht Worte, um feine Empfindungen nur einigermaßen auszudrücken, als er feinem Freunde ein willige» Ohr lieh, welcher fortfuhr, ihm die nöthigen Jnstructionen zu geben. Erstens erklärte Mr. O'Leary, daß das Orchester des Royal Dafh-Theater« zwei Po-faunenbläfer habe, von denen er selbst der eine fei, und zur genauen Richtschnur machte er Mr. WhiffleS darauf aufmerksam, daß. wenn der Vorhang aufgeht, die zwei Posaunen den Helden des Stückes ankündigten. Immerhin machte seine (Mr. O'Leary'S) Erfahrung ihn glauben, daß bei einer zahlreichen Zuhörerschaft eine Posaune vermuthlich eben so viel Lärm machen würde wie zwei, und daß Mr. WhiffleS nicht# weiter zu thun hätte, als nachdem er sich als Mr. O'Leary'S Substituten gemeldet, ruhig feinen Platz im Orchester einzu-nehmen, und sobald der Vorhang aufgehe, ge-nau darauf zu achten, was der andere Pofau- nenbläser thue, und eine jede von dessen Be-wegungen nachzuahmen: so. daß zwar nur auS emer Posaune all' der Lärm käme, während in Wahrheit doch zwei Posaunen geblasen würden. Schließlich legte er Mr. Whiffles ans Herz, ja vorsichtig zu sein, da mit dem Dirigenten nicht zu spaßen wäre. Bald darauf brachen die zwei Freunde auf und schlugen ihre verschiedenen Heimwege ein. während Mr. WhiffleS schon halb bereute, sich so schnell in ein fo gefährliches Unternehmen eingelassen zu haben. Schon hüllten die dunklen Schatten des Zwielichts die Straßen London« wie in ein Grabtuch, als man Mr. WhiffleS mit seines Freundes Posaun in der Hand, ängstlichen Schrittes durch den Bezirk von Drury-Lane ge-hen und nach dem Eingang zur Bühne deS Royal Dash-Theater suchen sehen konnte. Vor der Eingangsthür standen mehrere Herren und rauchten ihre Cigarre, hin und wieder ging ein Herr oder eine Dame eilends hinein, offenbar besorgt, daß sie schon zu spät kommen könnten, aber ein Blick nach der Uhr im Corridore schien sie sogleich zu beruhigen und langsam schritten sie den betreffenden Garderoben zu. Mr. WhiffleS zog feine Uhr zu Rath und blieb noch einige Augenblicke vor der Thür stehen, bis ein halbwüchsiger Bursche ihn am Arme faßte und sagte: 1883 iStrjtf, weil zwei ihrer Colleginnen wegen rijweti Benehmens disciplinarisch bestraft «den waren. Nur mit Mühe gelang eS dem msverfonale deS Spitales, di»Tumultuantinnen, lche die Fenster und Möbel in der Abtheilung lrümmerten, und Alles, was ihnen in die »de kam. gegen die Aerzte warfen, so daß jtlden sich schleunigst flüchten mußten, zur ihe zu bringen. Zwei der HanpträdelSführeriu-, wurden sofort der Polizei übergebe». sVierzehn neue Goldlager] i laut der „Jrk. Gour.-Ztg." kürzlich an schiedenen Stellen Ostsibiriens entdeckt worden. IBayerifche Schädel.] Sonntag vor « Tage« fand in, Wirtshause zu Habischried p» starke Rauferei statt, wobei ein Dienstknecht imcns Josef Dachs durch einen Wurf oder Wzii mit einem Steinerl — so ein halber K-zelstein wars — am Kopf verwundet wurde. Wr Tage später kam derselbe ins Kranken-»z nach Regen. Als der Bezirksamt die wde, welche einfach mit einem großen Pfla-t jugepcippt war, untersuchte, fand derselbe ! seinem Erstaunen, daß er es mit einer qe-itezu lebensgesährlichen Verletzung zu thun ittf. Der Schädelknochen war eingeschlagen id durch den klaffenden Spalt sah man das lhirn offm liegen und die Adern darin ^ pul-n; in den Fugen des Spaltes waren Haar« slhel eingeklemmt. Nach dem Verbinden wollte ichs wieder nach Hause, uin seiner Arbeit »hzugehen, und konnte gar nicht glauben, daß i»n Leben sozusagen mit dieser Verletzung an «llll Zwirnsfaden hänge. Es gehört sicher eine omwüstliche Statur dazu, vier Tage lang mit j^altcnkm Schädel ohne jede ärztliche Hülfe «umzulaufen. [ fEine moralisch gewordene ktadt.] Eine Stadtgemeinde, die durch ihre zählten Vertreter beschließen läßt, von einem Wmmten Tage an „moralisch" werden zu «lien. und sich diesem Beschlusse willig unter-«st. dürfte in der That wohl nur in den Rernnigten Staaten gefunden werden. Dodge fity im Staate Cansas genoß den zweifelhaften tihm. das „Sodom und Gomorrha" des Lestins zu sein, in seinen Spiel- und Tanz-jüsern wurden die wildesten Orgien gefeiert, ikesttz und Recht waren für die Bewohner Todg« »iqs Dinge, deren sie nicht zu bedürfen glaubten. >vit den Jahren kamen indeß die weisen Aedilen [jrnrs hinterwäldlichen Städtchens zu dem Ein-liehen, daß ihre Stadt etwas mehr auf ihren !l»s halten müßte, wenn sie „eine Perle in dem WKnkanischen Städtekranz" werden wollte. Der Madnath von Dodge City beschloß also, da die Ütchiion-, Topeka- und Santa-F^-Eisenbahn nur „JXutsche W-cht " unter dieser Bedingung eine Zweigbahn nach der Stadt bauen wollte, dieselbe am 6. September d. I. ab moralisch werden zu lassen, und so wurden denn an jenem Tage alle übelberüch« tigten Häuser geschlossen und alles Gesinde!, daS keinen ehrlichen Erwerb nachweisen konnte, zur Stadt hinausgejagt ..... sEin gefährlicher R i t t.) Im Canton Graubünden sind am Fluela und bei Schuls und jüngst auch im Walde llreza bei Zernes Bären geschossen worden. Der letzte ist silbergrau und gehört zu den schönsten und größten Exemplaren, den sogenannten „Tchweinbären". Dabei ereignete sich ein gefährliches Jagdaben-teuer. Einer der Jäger mußte, um sich vor einer Umarmung des Thieres zu retten, dasselbe von hinten an den Ohren packen, wobei er rittlings auf dessen Rücken zu sitzen kam. und so mußte er von dannen reite», bis die Kugel eines Jagdgenossen der bösen Lag« ein Ende machte. [Daß eine Schauspielerin] in dem Theaterstücke ihres Sohnes auftritt, dürfte nicht häufig vorkommen. In einem Pariser-Thea-ter zweiten RaiigeS ist eine Farce „Le Sore-töto" aufgeführt worden, dessen Autor ein jun-ger Literat ist. Seine eigene Mutter spielte in den, Stücke die Rolle einer — Liebhaberin; wir wissen nicht, ob dein Autor zu Dank. sGroße Jagdbeute.) Der Herzog von Westminster hat mit seinen Gästen kürzlich an 80 Hirsche bei einein Jagdvergnügen ge-schössen. ^Geschäftsgeheimnis.] In B. herscht unter den Kellnern allgemein die Unsitte stets nur so viel herauszugeben. daS noch zehn Pfenige fehlen und nach diesen dann so lange zu suchen, bis sie das Geld von dem Gaste ge-schenkt bekommen. Namentlich ein Kellner besaß in dein Suchen eine kolossale Fertigkeit. Der Prosessor Müller, neugierig wie es der Kellner anstellte, daß er wirklich nie die zehn Psenige finden konnte, beobachtet ihn eines Abends und bemerkt, daß derselbe alle Zehnpfenigstücke. die er einnahn,, in die Westentasche steckte, während das übrige Geld in die Hosentasche wanderte. Als er später zahlte, richtete er es so ein, das; ihm der Kellner herausgeben mußte. Natürlich konnte dieser wieder „mit den» besten Willen" kein Zehnpfenigstück finde». „Greifen Sie doch einmal in Ihre linke Westentasche," sagte der Professor lächelnd, „vielleicht ist einS darin!" — Ter Kellner macht- zuerst ein verblüfftes Gesicht, faßte sich jedoch schnell und flüsterte, indem er sich zu den, Prosessor herabgebeugt, diesem ins Ohr: „Sie sind wohl früher och 'mal Kellner jeweseu?" 5 ^Gefangenentransporte nach Sibirien.] Die Transportirung der Ge> fangen?» mit ihren Familien nach Sibirien voll-zieht sich von Moskau aus bekanntlich nur im Sommer während der Navigationsperiode auf dem großen sibirischen Wasserwege, d. h. auf der Wolga, Kama und den westsibirischen Flüssen. Wie dem „Petersburger Listok" ge« schriebe» wird, sind diese Transporte für das lausende Jahr beendigt. Die letzte Partie Ver-bannter verließ Moskau um die Mitte deS Monats September. Während der diesjährigen Navigationsperiode wurden über Moskau nach Sibirien gegen 14.000 Arrestanten befördert, darunter eigentliche Verbannte und Arbeit«-sträflinge gegen 13.000 beiderlei Geschlechtes und aller Altersklassen und sogenannte Unter» suchungs- und angeklagte Arrestanten, die auf Verfügungen der Gerichtsbehörden zu befördern waren, gegen tausend. Merkwürdige I r r u n g en.] AuS einem Gasthof wird von einem Herrn, der diese Institute von innen zu betrachten häufig Gele-genheit hat, folgendes amüsante Stückchen mit-getheilt: Besagter Herr schickte vom Gasthose aus seine Stiesel, an denen nur eine geringfügige Ausbesserung vorzunehmen war, zu einem Schuster. Der Meister, der öfter für den Herrn geardeitet, berechnete die unbedeutende Leistung deshalb gar nicht. Nicht so coulant war der Lehrling, der die Stiesel ihrem Eigenthümer zurückzubringen hatte. Er ließ sich von dem Portier des Gasthoses 10 kr. verabfolgen. Der Portier gibt die Stiefel dem Hausknecht. Er muß seine Auslagen mit 30 kr. zurückerstattet haben. Der Hausknecht sit. erbringt sie dem Oberkellner. aber nicht, ohne seinen Vor-schuß mit 60 kr. zu berechnen. Der Oberkellner will auch leben. „Lassen Sie sich von Herrn X. einen Gulden geben, den ich für ihn vorge-streckt habe," ruft er dem Zimmerkellner zu. „Herr X., hier sind die Stiefel zurück, b itte um I fl. SV kr." Der höchlichst verblüffte Herr hat nicht lange Zeit sich von seinem Erstaunen zu erholen. In zehn Minute» fährt der Zug. In-grimmig zahlt er und nimmt sich vor, den Schuster ein anderesmal zur Rede zu stellen. Bei seinem folgenden Besuch« läßt er den Meister kommen, der ein überaus verdutztes Ge-sicht macht, als er mit Vorwürfen überschüttet wird. Er beeilt sich, die Sache richtig zu stellen. Das Dienstpersonal des GasthoseS aber, mit dem der Herr noch besondere Rücksprache nahm, hatte sich merkwürdiger Weise allemal „leider geirrt." sEin Selbstmord aus ästhetischen Gründe».] In einer Gesellschaft besprach finsterer, gerunzelter Stirn, gefolgt von einem kleine», dicken, blassen Mann, der eine Posaune unter dem linken Arm trug. O Wonne! Mr. Whiffles fühlte sich wieder Mann! Das war also Puffler! Mr. Whiffles erinnerte sich plötzlich der empfangenen In-structionen und beobachtete aufmerksam den Neuangekommenen, der ihn, wie es schien, mit höchster Verachtung ansah. Mr. Whiffles drehte zufällig seine Posaune um. — Mr. Puffler that desgleichen. Mr. Whiffler griff nach feiner Taschenuhr — Mr. Puffler folgte seinem Beispiele. Alles dies schien sehr mysteriös, und Mr. Whiffles war in Staunen und Verwunderung versunken, als die Ouverture begann. Glücklicherweise kamen die Posaunen erst mit Beginn des Dramas in Thätigkeit. Die Ouverture war zu Ende. „Jetzt ausgepaßt," bemerkte Mr. WhiffleS, Nachbar, „Sie komnie» jetzt dran." Mechanisch führte Mr. Whiffles das Instrument an die Kippen, während er genau Acht hatte, was Mr. Puffler thun würde - der seinerseits Mr. Whiffles ganz bedenklich an-starrte. Mr. Lovejoy blickte sich um, und als er sah, daß die Posaunen völlig bereit waren, erwartete er das Aufrollen des Vorhangs. Es war ein qualvoller Moment. Die tiefe Stille war geradezu beängstigend. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Wieder Mr. Wiffles verneigte sich zustimmend und «rs nach ullen Seiten hin einen forschenden Nick nach dem anderen Posaunenbläser. Ent> falicf)! Er war nicht da! Der Mann, auf den «sich ganz verließ, war nicht zugegen. WaS vaef 3a zu thun? Sich zurückziehen, davon tonnte nicht die Rede fern; da. während ihm der Gedanke an die Flucht kam, erscholl eine Beine Glocke, und die Musiker nahmen ihre Pütze im Orchester ein. Mr. Whiffles, noch mit In verhängnißvollen Posaune in der Hand, folgte voll Verzweiflung und befand sich bald «»gesichts des PublicumS. Die "Neuheit verwirrte ibn so. daß er sich einen Moment aus Mr. Lo-«joq'S Platz setzte und von den Zuhörern, die iftit für den beliebten Dirigenten hielten, mit totem Beifall begrüßt wurde. Dieser Irrthum »«de bald durch das Erscheinen deS wirklichen Zmgenten aufgeklärt, der etwas für unseren Helden keineswegs Schmeichelhaftes in den Bart wirmelte, und diesen ärgerlich auf den ge-«ähnlich von Mr. O'Leary eingenommenen Platz «es. Als das Publicum seinen Irrthum ge-wahrte, machte es seiner Meinung über Dir. Vhiisles in sehr unzweideutigen Worten Lust. Nachdem der Anne sich bemüht hatte, auf seinem Puncte unter den Note» etwas Ordnung zu schaffen, hatte er Muth genug wieder ge-Mimen, um sich umzublicken. Das Theater war vom Parterre bis zur I obersten Gallerte mit einer dichten Menschen- menge angesüllt — ein Jeder war voll «th«m> loser Spannung. Es klingelte ein zweites Mal. Mr. Lovejoy klopfte auf sein Pult — erhob den Taktstock, — blickte nach rechtS, blickte nach links — hielt inne. Er flüsterte der ersten Violine Etwas zu. dann verließ er seinen Play und das Orchester. Mr. Whiffles fragte seinen Nachbar, was das zu bedeuten habe, und erhielt zur Antwort, daß Puffler, der andere Posaunenbläser, noch fehle. „Geht es denn nicht ohne ihn?" fragte Mr. WhiffleS — in seinem Tiefinnersten sehnlichst hoffend, deß dies unmöglich sei." „Natürlich nicht," lautete die Antwort. „Würde den» die Trommel nicht genügen ?" fragte Mr. Whiffles. Sein Nachbar sah ihn überrascht an, lächelte und versetzte: „Wie wäre das möglich? Wissen Sie denn nicht, daß Sie und er in dem Moment» wo der Vorhang aisgeht, beginnen? Da erscheint der alte, schwerfällige Russett auf der Bühne, geht langsam oben auf den Bergen auf und ad und tritt erst dann vor, währenddessen muß er zu Ihrer Musik Alles mit Gesten und Pantomimen ausdrücken." Bei diesen Worten verschwand Mr. Whiffles alle Hoffnung und im Stillen bedachte er die Gefahren, denen er sich aussetzte, wenn er iu eine der Logen, von da ins Parterre sprang und sich dann seinen Weg aus dem Theater er-kämpfte, als der Dirigent zurückkehrte — mit 6 men den Selbstmord einer für eitel und höchst gefallsüchtig bekannten jungen Dame. „Unbe-greiflich, daß sie sich nicht erschossen oder ver» giftet hat; pfui, wie kann man sich aufhängen! Um dann gefunden zu werden mit einem blauen Gesicht, brr! . . ." „Eben darum", erwiderte ein Herr, „sie hat wohl gewußt, daß ihr blau gut steht." sGalgenhumor.] Die Landarmenhäusler in LandSberg a. d. W. tragen auf dem Ärui die Buchstaben „L. A. H." «Landarmen -Haus). Dieser Tage erkundigte sich aus der Straße ein Herr bei einem der also „Gezeich-neten", was denn die geheimnißvolle Armauf-schrift bedeute. Der Gefragte erklärte sich be-reit, gegen das Geschenk einer Cigarre das Räthsel zu lösen. Die Cigarre wurde bewilligt und nun erhielt der Frager den Bescheid: „L. A. H. heißt: Lauter anständige Herren". sHart b e st r a s t e Eitelkeit.] Vor einiger Zeit hatte die Witwe W.. geb. P>. bei Großmar bei Brehnitz, vor dein Standesbeamten im Sonmnwalde eine Angabe betreffs ihres Alters zu machen. Sie gab an. im Jahre 1840 geboren zu fein, trotzdem sie schon im Jahre 1833 geboren ist. Da die Angade durch eideS-stattliche Versicherung bekräftigt worden war. wurde die W. zu sechs Wochen Gefängniß ver-urtheilt. fRührende Bescheidenheit.] Ein leicht zufriedeng stellter Autor ließ unlängst in einem kleinen Pariser Theater ein Stück auf-führen und erlebte selbst vor dem Publicum die-fes bescheidenen KuiisttempelS einen ,fjur*. daS heißt einen totalen Durchfall. Trotzdem sagte er nach der Premiere, sich vergnügt die Hände reibend, zu dem Director: „Ich hatte nament-lich für die etwaS schwache Scene im dritten Acte Bedenken; glücklicherweise hat aber daS Publicum an jener Stelle so furchtbar gepfiffen, daß man im Saale kein einziges Wort davon verstehen konnte! sAuch eine Verwerthung. | Ich würde gleich fünfhundert Thaler für eine Stimme geben wie die Ihrige, sagte ein Mann aus Chicago zu einer übertragenen Bostonerin mit durchdringende» Augen, gelbem Gesicht und langem HalS. Diese lächelte sehr geschmeichelt und fragte kokett: „Und was würden Sie damit thun?" — Meine Schwiegermutter aus dem Hause treiben! antwortete der grobe Bauer trocken. fRichtig getroffen.^ Ein Rekrut, welcher deS NachlS an der Berliner Sternwarte stand, bemerkte Jemanden, der mit einem langen Fernrohre, welches er für eine Flinte hielt, lange nach dem gestirnten Himmel sah. — „Ich möchte ertönte die kleine Glocke, Mr. Lovejoy klopfte aus sein Pult und langsam ging der Vorhang auf — in feierlicher Stille! Mr. Lovejoy fing an den Tact zu schlagen und hatte schon mehrere Streiche mit dem Tact-stocke gethan, ehe er sich der tiefen Stille be-wußt war. Als er sich umschaute, um zu seyen, was dieser außergewöhnliche Umstand zu bedeuten habe, kann man sich seine Verwunderung und Bestürzung vorstellen, als er die beiden Posaunen-bläser in eifrigster Thätigkeit erblickte, indem dieselben ihre Backen aufbliesen, soweit dieS überhaupt möglich war. ihre Instrumente tüchtig bearbeiteten und — keinen Ton hervorbrachten ! Und das Unerklärliche dabei war. daß sie die Augen keine Sekunde von einander ab-wendeten. „DaS ist sehr wunderbar," dachte Mr. WhiffleS, „wann der Mensch nur endlich an-fangen wird." Die kleine Klingel ertönte wieder und wieder. Mr. Russett, der Schauspieler, trat mit ziemlicher Würde auf, verschwand aber wieder ohne die geringste Würde, unter dem Eindruck, daß er etwas zu früh gekommen. Ter Director, ein heftiger, leidenschaftlicher Herr, der selbst eine der Hauptrollen im Stücke spielte, stürzte aus seinem Zimmer die gebrechliche Treppe hinab, erschien in der Thür, die zum Orchester führte, und fragte in wenig gewählten Aus- nur wissen", sprach der Rekrut endlich zu sich selbst, wonach der da oben so lange zielt und waS er den» eigentlich bei Nacht schießen will." Er folgte unwillkürlich mit den Augen der Richtung der vermeinten Flinte und sah plötzlich eine scheinbar herabfallende Sternschnuppe. Nun war ihm das Räthfel gelöst; im höchsten <£r* staunen brach er in den AuSbruch aus: „Nu. da möcht eenen doch der Schnee verbrennen, er hatt'n richtig genoffen!" Deutscher Achutverein. Wirr«, 22. October. In Mähr. - Budwitz wurde an der vom deutschen Schulvereine er-richteten Privatschule die Ertheilung des katho-lischt» Religions - Unterrichtes durch die Pfarr-f,eistlichkeit anfänglich gänzlich verweigert. Ueber die von der VereinSleitung in Anspruch genommene Jngerenz des Coiisistoriums in Brünn ließ sich nunmehr das Pfarramt zwar zu Per-Handlungen wegen Uebernahme dieses Unterrichtes herbei, stellte aber ganz eigenthümliche Be-dingungen. Zunächst sollte der Katechet berechtigt sein an diese, deutsche» Schule den Religions-unterricht in tschechischer Sprache zu ertheilen, wenn auch nur eine '.'inzahl von Kindern der deutschen Spracht nach dem Ermessen deS geistlichen Herrn nicht in genügenden, Masse mächtig sei, d. h. nach unsere» Localverhältnissen diese Sprache in der sogenanteu utrciquistischen Schule nicht hinreichend erlernt haben sollte. Weiters wurde aber nebst einem ganz außer-gewöhnlich hohen aber anstandslos zugestandenen Honorare verlangt, daß dasselbe nicht den Katecheten sondern für Zwecke der tschechischen Matice Bkoluka an deren hiesigen Bert eter ab-geführt werde. Auf diese Art wird die Eröffnung der vollständig fertig gestellten Schule, welche den Schulbehörden von dem Nachweise über die Regelung des katholischen Religions-Unterricht?s abhangig gemacht wird, hintangehalten und zum Mindesten so lange verzögert bis ein Theil deS Schuljahres verstrichen ist. Diese Thatsachen spreche» eine so deutliche Sprache, daß jede Be-merkung über dieselben überflüssig ist. Locates und Arovinciates Cilli, 27. October. sFeierliche Ordensübergabe.j Im prachtvoll decorirten SitzungSsaale des Ge° meinderathes fand am verflossene» Sonntage in ftitrlicher Weife die Überreichung des dem hochw. Abte und Stadtpfarrer von Cilli, Herrn Ant. Wretschko. verliehenen Ordens der eisernen Krone statt. Ein zahlreiches gewähltes Publicum drücken, was zum Teufel deun Mr. Lovejoy sich denke, warum die verwünschte Spielerei »och nicht vorwärts gehe? Mr. Lovejoy war zu bestürzt, um antworten zu könne»; cr vermochte nur in sprachlosem Staunen auf die beiden Posaunenbläser zu deuten. Da saßen die Zwei — heftig pustend und blasend — ohne Erfolg. Dtr Theaterdirector gesticulirte heftig. DaS Publicum, daS sich nicht erklären konnte, was vor feinen Augen vor sich ging, zischte laut und schließlich fiel der Vorhang. Da endlich gab Mr. Lovejoy seinen Gefühlen freien Lauf. Er sprang von seinem Stuhle auf und lief auf Mr. WhiffleS zu, der. nach der ungewohnten Anstrengung heftig pustend, sich den Schweiß vom Gesicht wischte, und dachte, was in aller Welt nu» wohl werden würde. Sobald er jedoch den zornigen Dirigent?» auf sich zukommen sah, stürzte er mit den, instinctivtn Gefühle, daß irgend etwas Unange-»ehmos bevorstehe, durch die kleine Thür und suchte Schutz unter der Bühne; heftig verfolgt von Mr. Lovejoy. der zufällig dem anderen Posaunenbläser in den Weg lief, welcher sich heimlich davonschleichen wollte; und da dieser ei» sehr cholerisches Herrlein war. kan, er mit Mr. Lovejoy in ein heftiges Handgemenge. Plötzlich packte jener auch den erstaunten Whif-fies — vermuthlich um diesen dem Dirigenten 1883 1 hatte sich eingefunden, um Zeuge deS festlich» Momentes zu fei», um dem allverehrte» Priest» der sich in schweren Zeiten die »»getheilte £yin« pathie und Liebe seiner Pfarrinfassen errang unl sicherte, einen Beweis freudiger Theilnah»,e » geben. Herr Statthaltereirath HaaS. welcher tl voller Uniform erschiene» war, gedachte in läv gerer beifällig aufgenomniener Rede, die mi einem dreifachen Hoch auf den Kaiser schloß, der vielen Verdienste, welche sich der Hoch» Herr Abt erworben. Hierauf übergab er ihn, det Orden sammt den bezüglichen Documenten. I, warmen Worten dankte nun Adt Wretschko, Er bat auch, der Statthaltereirath möge de» Dank allerhöchsten OrteS zur Kenntniß bringe«. Er gedachte dann der Zeit, wo er vor einuad-fünfzig Jahren als Sohn schlichter Eltern zu« erste» Male die Stadt Cilli betrat, um alt Schüler an der Hauptschule hier zu beginne« und die Gymnasialstudien zu beenden. Er er» wähnte auch, wie glücklich er war. als lr später, als junger Priester durch fünf Iah« hier wirkte, und dann nach 23 Dienstjahre» be-wegte» militärischen Lebens wieder hiehier kam, wo er in einer jetzigen Wirkungssphäre von den Bewohnern ter Stadt und Umgebung s» viele Beweise von Liebe und Anhänglichkeit empfangen habe. Er sei auch überzeugt, daß die! herzliche Einverständniß nie getrübt werden würde. Die kaiserliche Auszeichnung, die ihm als Abt von Cilli zu Theil wurde, sei ihm daher dop-pelt theuer. Er schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser, in das die Anwesenden lebhast einfielen. Hierauf ergriff der Bürgern«-st er kaiserlicher Rath Dr- Neckermann, das Wott, um nochmals die herzlichste Gratulation der Stadt Cilli. mit der der Gefeierte Freud und Leid theile, an deren Aufschwung und Ver-schönerung er als Fortschrittsfreund stets thatkräf-tigen Antheil nahm, zu danken. Er wünschte, daß der hochwürdige Abt. der seit seiner hiesigen Wirksamkeit, trotz politisch reichbewegter Zeiten, des uneingeschränkteste VerNaue» der Bevölkerung genoß, noch recht viele, viele Jahre zum Heile und zum Segen der Stadt seines Amtes walten möge. — Nach einer nicht minder herzlichen Antwort des hochwürdigen AbteS, war die schöne und erhebend« Feier beendet. Schließlich bemerken wir »och, daß am Abende zuvor dem Abte zu Ehren ein Fackelzug mit Musik veran- \ staltet worden war. sCillier G e n, e i » d e r a t H.J In der am verflossenen Sonntage abgehaltenen außer-ordentlichen Gemeinderarhssitzung wurde das Stadttheater dem Director Georg Zanetti für die Zeit vom I. Februar bis Palmsonntag unter den üblichen Bedingungen überlasse». zur Bestrafung zuzuführen und sich inzwischen aus dem Staube zu machen — aber dieser Plan mißlang. Der Angreifer glitt aus, Mr. Whiffles siel über ihn — und plötzlich waren die beiden Posaunenbläser verschwunden. Sie waren in eine unbenutzte Versenkung gefallen. Glücklicherweise hatten sie kein Glied gebrochen und wurden unversehrt wieder hervor-geholt. Kurz nachdem sie eine ziemlich aufgeregte Unterredung mit dem Director gehabt hatten, wurde ihnen gestattet, sich zu entfernen. Am folgende» Morgen wurde O'Leary pflichtschuldigst mit dem Urtheil bekannt gemacht. Er verlor seine Stellung. Dasselbe Schicksal erfuhr der unglücklich« Puffler, der, wie sich bei genauer Erkundigung herausstellte, wirklich an einer heftigen Erkältung litt, di« ihn an das Bett kesselte; und da er natürlicherweise seines Salairs nicht verlustig werden wollte, stellte er einen Substituten, der. wie Mr. Whiffles, ebenfalls nicht blasen konnte, und den, er in der That dieselben Jnstructionen gegeben, wie sie unser Held von Mr. O'Leary erhalten hatte. Mr. Whiffles kehrte als ernsterer und klügerer Mann in daS HauS feiner Vorfahren zurück. Er ist feit jener Zeit nie wieder in einem Theater gewesen, und nur mit Schaudern denkt er an daS schreckliche Abenteuer der beide» Posaunenbläser. 1883 Weiters gab der Ausschuß über Ansuchen der Casino-Direction seine Zustimmung zum §. 18 der Vereinsstatuten. Der diesbezügliche Pa-ragraph lautet nämlich: „Bei Auflosung des Vereines muß das Vereinsvermögen zunächst zur Berichtigung aller Vereinsverpflichtungen verwendet werden. Der allsällige Ueberschnß wird bei dem Stadtamte Cilli hinterlegt, wel-cheS denselben zu verwalten und einem in Cilli allfällig entstehenden Verein mit gleicher Ten-den;, worüber lediglich der Gemeinde-Ausschuß der Stadt Cilli entscheidet, auszufolgen hat. Sollte nach zwei Jahren kein solcher Verein ins Leben treten, so fällt der Ueberschuß dem Armeusonde von Cilli zu. — Dem Verschönerung?-Vereine wurde gleichwie im Vorjahre ein Holzdeputat von 3 klaftern behufs Crhal-tung der Stadtparkpflanzen über den Winter bewilligt. Zum Schluße wurde dem Ansuchen des Museal-Vereiues um eine entsprechende Aufstellung der Statue des norischen Kriegers, sowie uni Abnahme der an der Mauer der Burgeaferne angebrachten Sculpture», (ein Römerstein, ein Wappen der Grafen von Cilli und drei altgothische Consolen) sowie deren Unterbringung im Lapidarinm des Museums aus Gcmeindekosten, willfahrt und der Bürger--meister, Kaiserl. Rath Dr. Neckermann, er-mächtigt. sich behufs Durchführung mit dem genannten Vereine in's Einvernehmen zu setzen. fVierhundertjährige GeburtS-feier Dr. Martin Lnthcr'S.) Die hies. evangelisch« Kirchengemeinde begeht am Aller-heiligentage d. i. DonnerStag den 1. November Vormittags 10 Uhr, die Feier der Erinnerung an die 400jährige Geburt deS Begründers der evangel. Kirche, Dr. Martin Luther's in der hiesigen ev. Andreaskirche in sestgotteSdienstlicher Weise. Der Festprediger. Herr Pfarrer August Knieszner wird aus diesem Anlasse daS Thema: „Die Geburt Luther's — die Befreiung der christl. Kirche aus der Gefangenschaft" behandeln. sP « r s o n a l n a ch r i ch t e n.) Der t. k. Finanzminister hat den Steuer-Einnehmer Joh. Koniczek zuni Haupt- Steuereinnehmer in Marburg und den Steuer-Einnehmer Balthasar Raschka zum Haupt - Steueramts - Controlor in Pettau ernannt. — Der k. k. Haupt-SteueramtS Controlor Herr Anton Knkovie wurde über eigenes Ansuchen von Pettau zum k. k. Hauptsteueramte Cilli in gleicher Eigenschaft überfeyt. sU n t e r st e i r i f ch e r F o r t f ch r i t t S-verein.) Die erste Wanderversammlung des genannten Vereines findet Sonntag, den 4. k. M, Abends 6 Uhr, in den Casinolocalitäten zu Marburg statt. Auf der Tagesordnung stehen: I. Bericht des Abgeordneten Dr. Josef Schnnderer über die letzte Reichsrathssession. ! 2. Bericht des Vcreinsausschufses über die ihm bei der constituirenden Versammlung zur Berathung zugewiesene Resolution. Referent Dr. Äußerer. 3. Allfällige Anträge, welche der Bereinsleitnng vor Beginn der Sitzung schrift» lich bekannt zu geben find. sEin neuer Lehrer Verein.) Viel-feitigen Wünsche» aus Lebrerkreifen des politischen Bezirkes Cilli nachkommend, haben die Lehrer der hiesigen städtischen Volksschulen beschlossen, einen neuen pädagogischen Verein unter den Namen „Verein der Lehrer und Schulfreunde" zu gründen. Die betreffenden Statuten erhielten bereits die Sanction der politischen Landes-behörde, und schon am 2. November l. I., Nachmittag um 1 Uhr, findet in den Localitäten der städtischen Madchenschule die constituirende Ver-sammlung des Vereines statt. Aus den Statuten ersehen wir, daß der neue Verein nur fort-fchrittlichen Tendenzen huldigen wird, was wir hier mit besonderer Befriedigung verzeichnen. Ist es doch ein erfreuliches Zeichen, wenn es namentlich in den südlichsten Theile der Steier-mark noch Schulmänner gibt, die den Werth der sortschrittllchen Entwicklung der Schule er-kennend, unbekümmert um die nationalen Schrei-Hälse an dem eigentlichen Fundamente wahren VolkswohleS arbeiten wollen. Es harren in die-ser Richtung noch wichtige Schnlfragcn der Lö» fung. so namentlich auch jene über die rationelle Pflege der deutschen Sprache in den Landschulen. Indem wir dem jungen Vereine das beste Ge- , Deutsche Wacht.' deihen wünschen, können wir nicht umhin, zu-gleich unserer Ueberzeugung Ausdruck zu geben, daß er auf die volle Unterstützung eines jeden fortschrittlich gesinnten, wahren Schulfreundes rechnen darf. jCillier C a f i n o v e r e i n.) Die von der Direktion vorgeschlagene und von der Hauptversammlung genehmigte Neuherstellung einiger Localitäten hat bisher jede Vereins-Unternehmung verhindert: nun sind aber die Arbeiten beendet und die Direction kann die Mitglieder wieder in die freundlich und nett hergerichteten Räume einladen. Das für die letzten Monate des Jahres bestimmte Pro-gramm ist ein reichhaltiges. Die Vereinslei-tung war auch bemüht, einem mehrseitig aus-gesprochenen Wunsche dadurch nachzukommen, daß sie für die Abhaltung von populär-wif-fenschastlichen, declamatorischen und musikali-schen Vorträge Anstalten traf und hiefür im November und December je einen Abend fest-setzte. Das Programm lautet also: 3. Nov. Tombola mit Tanz. 14. Nov. Vortragsabend. 24. Nov. Tanzkränzchen. 12. December Vor-tragsabend. 2t>. Dec. Christfeier. 31. Decem-ber Sqlvesterfeier Außerdem wurden die so beliebt gewordenen Jour fixe wieder aufge-nommen und es werden dieselben jeden Freitag — der erste war bereits gestern — stattfinden. Die im letzten Winter in Anspruch ge-nommenen zwei Hotelzimmer stehen wieder zur Disposition und werden dieselben als Lese-und Spielzimmer benutzt werden. So möge denn iu die Casino-Räumlichkeiteu wieder hei» teres Leben einziehen; mögen dieselben in er-höhtem Maße das bleiben, was sie stets waren: der Concentralionspunkt der gebildeten Kreise unserer Stadt, die Stätte für echte, deutsche Geselligkeit uud vielseitige geistige Anregung. lBesitzwechsel.) DaS Gut Wildhaus, Eigenthum des Reichsrathsabgeordneten Ritter von Carneri, wurde von Herrn Jacob Badl um 80.000 fl. gekauft. )Theater.) Director Löcs auS Graz er-öffnete heute mit seinen Eleven ein drei Abende umfassendes Gastspiel. Zur Aufführung gelangte das dramatifirte Märchen „Schneewittchen". Morgen, Sonntag, geht dann „Vater Nicolo" und am Montage „Rothkäppchen" in Scene. Da Director Löcs den ganzen AusftattungS-Apparat mit sich führ» und seine Regiespesen überdies sehr bedeutend sind, so sah er sich ver-anlaßt eine unbedeutende Preiserhöhung ein-trete» zu lassen. Wir sind überzeugt, daß unser theaterfreundliches Publicum diese für Groß und Klein gleich interessanten Vorstellungen. ! welche sich bereits durch eine Reihe von Jahren in Graz großer Beliebtheit erfreuen, gewiß recht zahlreich besuchen werde. sV e t e r a n e n k r ä n z ch e n.) Man schreibt uns aus St. Marein bei Erlachstein: Am 3. November veranstalten hier Militärveteranen ein Tanzkränzchen. Nachdem sich die Arrangeure alle Mühe geben die Unterhaltung zu einer recht amüsanten zu machen und die vielen in den Vorjahren inscenirten ähnlichen Unterhaltungen auf das Beste ausfielen, so steht auch diesmal ein gemüthlicher Abend in Aussicht. Es ist daher auch zu hoffen, daß sich Gäste aus Cilli, St. Georgen, Sauerbrunn, Rohitsch, Windisch-LandS-berg, Gonoöitz u. s. w. zahlreich einsinden werden. Der Reinertrag ist für die Gründung eines Militärveteranenvereines im Bezirke St. Marein bestimmt. s S t a d t p a r k.) Die Erweiterung des hiesigen Stadtparkes macht erfreuliche Fortschritte. Die Planirungsardeiten erstrecken sich bereits auf den ehemaligen pomologischen Garten. Angesichts der für VerschönerungSzwecke so knapp bemessenen Geldmittel müßte man die weise Oekonomie. die mit so geringen Hilfen solches fertig bringt, geradezu anstaunen, wenn man nicht wüßte, daß der Löwenantheil deS Voll-bringenS der unermüdlichen Opferwilligkeit unseres Mitbürgers Carl MatheS gebührt. j K a i f e r I o s e f S - M o n u m e n t.) Montag den 29. d. ist es ein Jahr, daß hier das Kaiser-Josef-Denkmal enthüllt wurde. Wir sind überzengt. daß die Verehrer deS großen 7 Volkskaisers eS nicht unterlassen werde», an diefem Tage neuerdings Kränze der Dankbarkeit an den Stuf:» des Standbildes niederzulegen. fEiu Fingerzeig für Baulu-st i g e.) Angelockt durch die Gesetze über Steuer» freiheit bei Neubauten und die Munificenz der hiesigen Sparcasse, die den Bauunternehmern thunlichst unter die Anne griff, entstanden in unserer Stadt und Umgebung mehrere, mit-unter recht hübsche. Neubauten, welche die Stadt ansehnlich erweiterten und ihr ein recht hübsches und neues Gepräge verliehen und es war ge-wiß nur sehnlichst zu wünschen, daß die unter solchen Verhältnissen begonnene Baulust, au der unsere mit außergewöhnlichen Naturschön-heiten so reichlich bedachte Stadt ein hohes Interesse haben mußte, nicht wieder erkalte. Wie in so vielen andern Fällen der österrei-chische Steuerträger nur zu denken, der Steuer-fiscus aber zu lenken gewohnt ist, so hat der Letztere auch hier wieder in eine Bahn einge-lenkt, die die Baulust aller Jener mit einem Schlage vernichten muß, die nicht in der Lage sind, den Bau vollständig mit eigenen Mitteln aufzuführen. Durch das Steuerbefreiungsgesetz gebunden, konnte der Fiscus den Besitzern von Neubauten zwar nicht direct au den Leib rü-cken, aber er hat seine Opser um so sicherer und empfindlicher dadurch getroffen, daß er den Gläubigern, die ihre Capitalien aus steuer-freie Besitzungen angelegt haben, selbst ohne Rücksicht daraus, daß sie in vielen einzelnen Fällen zugleich auch auf von der Steuer nicht befreite» Objecten und Grundstücken lasten, eine empfindliche Einkommensteuer für ihren diesfälligen Zinsenbezug auferlegt hat. Dieser Vorgang nun mußte eine allgemeine Panik unter den Gläubigern hervorrufen und es ha-ben einzelne Private auch schon ihre aus solchen Besitzungen angelegten Capitalien gekündiget, während die Cillier Sparcasse, die ohnehin als Geldinstitut besteuert fein dürste, die ihr auf diese Weise ausgelastete Steuer u. z. vom Jahre 1879 angefangen nunmehr von den Besitzern selbst zurück fordert. Beharrt nun die Sparcassa auf ihrer Forderung, nämlich der fogleichen Rück-erstattung dieser von ihr für das ZinSerträgniß von steuerfreien Häusern bereits nach vielen Tausenden bezahlten Steuer, so sind der armen Opfer nicht wenige, die hiedurch an den Bettel-stab gebracht werde«. Ja selbst ratenweise Ab-Zahlungen würden viele Besitzer ruiniren, da sich, di; diesfälligen Beträge bei einzelnen Besitzern auf mehrere Hunderte von Gulden belaufen. O Steuerfreiheit wo bist Du? Aus diesem Anlasse haben auch einige Besitzer steuerfreier Häufer aus der Stadt und Umgebung am 25. d. Sr. Excellenz dem hier dienstlich anwesenden Herrn Statthalter Freiherr von Kübeck in einer bereitwilligst gestatteten Audienz Beschwerde vor» getragen und um Schutz gebeten. jVerpflegung der Häftlinge.) Die Befpeifung der Häftlinge des kreiSgericht-lichen Gefangenhaufes in Cilli wurde von Herrn A. Spitzer aus Kaposwar um den Preis von 8 kr. per Kopf erstanden. Die Brodlieserung erhielt die Firma Rakeff und Lachnit in Cilli, um den Preis von 5 3 kr. per Portion. sU n g l ü ck S f ä ll e.) Am 8. d. schickte die Besitzerin Josesa Volauschek aus St. Leonhard ihre b.iden Kinder allein vom Felde nach Hause. Die Kleinen fanden unterwegs ein halb ausge-gangenes Hirtenfeu-r. Sie fachten dasselbe wie-der an, trugen Holz herbei und legten es auf die Gluth. Dabei wurden ihre Kleider von den Flammen ergriffen. Beide Kinder starben an den erhaltenen Brandwunden. — Das zweijährige Kind der Margarethe Rotter in St. Mar-garethen am Draufelde stürzte in einem unbe-wachten Augenblicke in ein im Vorhause stehendes mit Wasser gefülltes Schaf und ertrank darin. sEin Sträfling entsprungen.) Der Sträfling Paul Omejc ist aus dem Arreste des Bezirksgerichtes Tüsser entsprungen.' [Duobus litigantibus tertius gauäet.) Daß dieses lateinische Spriichwort nicht immer zutrifft, beweist ein Fall, der sich am verflossenen Sonntage in Lava bei Cilli zutrug. Zwei Burschen, Andreas Sklamba und Johann Hrieberschek, zechten in einem Gasthause. 8 Die reichlich« Menge deS genossenen „Heurigen" weckte ihr« Streitlust; sie begannen zu zanken, und als der als Gast anwesende Franz Pla-ninschek ihren Streit schlichten wollte, versetzte ihm Andreas Sklamba zwei Messerstiche in die obere Brustseite. Planinschet brach lebenSbge-fährlich zusammen. [Ein vornehmes Betrügerpaar.) Ueber von Berlin ans ergangen- Requisition wurde daS steckbrieflich verfolgte Paar: der pensionirte Oberstlieutenant Arthur von Winning und Frau Gräfin von Winning, durch die Gendarmerie dem Cillier Kreisgerichte ringe» liefert. Die Verhaftung der beide» Genannten erfolgte zu Volosca im Küstenlande, woselbst sie neuerliche Betrügereien verübt hatten. sGroßes Schadenfeuer.) Am verflossenen Freitage brach in St. Lorenzen am Draufeld« ein großer Brand aus, welcher Hab und Gut von 21 Besitzern einäscherte. Ein Weib, welches seine Habseligkeiten retten wollte, fand in den Flammen den Tod. Das Zündhölzchen-Spiel der Kinder war wieder die Ursache des Brandes. sEinbruchsdieb stahl in Dober » a.) In der Nacht auf den 23. d. wurde nach Aus« wiegen des Fenstergitters in das Wohnhaus deS Herrn Franz Orosel zu Doberna bei Neuhaus eingebrochen und aus einem Schrank« «in nam-hafter Geldbetrag gestohlen. Der Dieb muß sich bei seinen Manipulationen eine Verletzung zuge-zogen haben, den am Thatorte wurden Blut' spuren gefunden. Des Einbruches verdächtig erscheint der Keuschlerssohn Georg Feldin, welcher auch bereits dem hiesigen KreiSgerichte einge-liefert wurde. [Raufexc« ß.) Der Bergknappe Martin Holobar erhielt kürzlich bei einem Raufexceffe in St. Paul bei Pragwald zehn Hiebwunden auf den Kopf; ein Hieb zerspitterte das Stirnbein und ließ die Gehirnmassen hervortreten. Hingesendet.*) Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kauf-mann & Simon in Hamburg besonders aufmerksam. Wer Neigung zu einem interessan-ten wenig kostspieligen Glücksversuche hat, dem kann die Betheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen ausgestatteten staatlich garantirten Geldverloosung nur bestens em-fohlen werden. _ [Interessant] ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücks-Anzeige von Samuel Hekscher sen. in Hamburg. Dieses Haus hat sich durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der Umgegend gewonnenen Beträge einen dermaßen guten Ruf erworben, daß wir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-merksam machen. Herichtssaat. [Ausgeloste Geschworene.) Für die VI. diesjährige Schwurgerichtsperiode wurden gestern folgende Herren als H a u p t g e -schworen? ausgelost: Peter Rath, Grundbesitzer in Pobersch; Franz Fekonja, Grundbesitzer in Tronkau; Anton Rietschnig, Realitätenbesitzer in Reisnig; Alois Frohm, Hausbesitzer in Marburg; Franz Dwornik, Kaufmann und Post-meister in Drachenburg; Anton Smreker, In-genieur in Lichtenwald; Johann Brauner, Realitätenbesitzer in Doberna; Josef Rolla, Realitätenbesitzer in Wittmannsdorf; Dr. Joh. Farkasch, Arzt in Luttenberg; Franz Kokol, Realitätenöesitzer in Lotsche: Wilhelm Hrauda, DiftrictS - Commisfär in Marburg; Michael Öfterer, Uhrmacher in Marburg ; Valentin Essig, Müller und Wirth in Saldenhofen ; Dr. Roman Sonns, Advocat in Marburg; Marti» Terpotitz, Director in St. Leonhard; Ignatz Pipal, Besitzer in Römerbad; Oscar Langer, f. k. Realschullehrer in Marburg; Vincenz Kurnik, Realitätenbesitzer in St. Leonhard; Johann ♦) F0r Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. . Deutsche Wacht." DvorSek, Grundbesitzer in Dvor; Joh. Farka», Grundbesitzer in JgelSdorf; Franz Kallan, Realitätenbesitzer in Trifail: Franz Martinetz, Hausbesitzer in Marburg; Johann Pucher, Hausbesitzer in Marburg; Carl Leiter. Hausbesitzer und Led.'rer in Rann; Heinrich Blaiiö, Forstverwalter in Gairach; Stefan Rudolf. Grund-besitzer in Unterpulsgau; Josef Jarc. Verwalter in Oberburg; Anton Terstenjak, k. k. Lieutenannt in P. in Pichelberg; Lorenz Koroschetz. Hausbesitzer in Marburg; Anton Godec, Hauptmann i. P. in Preloga; Carl Schmidt, Handelsagent in Marburg; Alois Moser, Gasthauspächter in Steinbrück; Anton Vouk, Handelsmann in Pettau; Carl Debeuc. Magazineur in Loke; Anton Nagele, k. k. Realschulprofessor in Marburg; Johann Judar, Grundbesitzer in Gradischka. Als Ersatzgeschworene wurde» aus» gelost die Herren: Carl Wretscher, Realitäten-besitzer und Wirth in Hochencgg; Anion Ferjen, Handelsmann; Valentin Kodella, Bäcker; Carl Petri'iek, Zuckerbäcker; Franz Kmetzel, Hausbesitzer; Martin Urschko, Tischlermeister; Wenzel Marek, k. k. Gymnasialprosessor; Georg Strauß, Gasthofbesitzer; Josef Rakufch, Handelsmann, sämmtlich aus Cilli. sPreß klage) Der Lehrer Friedrich Henker hat gegen die Redaction des „Slovenski Gospodar" eine Ehrenbeleidigungsklage überreicht. [Ehrenbeleidigung.) Man schreibt uns auS Gonobitz: Bei der am 26. d. vor dem hiesigen Bezirksgericht« stattgesundenen Straf-Verhandlung wurde der statutenwidrig gewählte Obmann deS Militär-Veteranen-VereineS, Herr Matthäus Tuschek, Riemer und Glaserer. wegen Ehrenbeleidigung der rechtmäßigen Vereinsvot-stände, trotz meisterhaft geführter Vertheidigung, zu einer viertägigen Arreststrafe verurtheilt. [Reform im Strafwefen ) Beim Baue der neueu Strafanstalt in Marburg kommt bereits eine Reform zur practischen Geltung, welche über Antrag des Gefängniß-Referenten im Justizministerium, MiüisterialratheS Wilchelm PichS, anläßlich seiner Studienreise in das Aus» land zur Einführung in Oesterreich befürwortet morden ist. Es ist nämlich die Schaffung einer Jugendabtheilung, in welche nur jugendliche Ver-brecher zum Zwecke der Jjolirnng von anderen Deliquenten kommen. Diese Abtheilung wird ihre eigenen Hänge, Schlassäle, Arbeitsplätze, Gärten. Schul«, Küche :c. haben, so daß der notorisch verderbliche Verkehr der jugendlichen Häftlinge mit alten Verbrechern zur leichteren Erreichung des Besserungszweckes völlig beseitigt wird. IMswirthschaMiches. [Das gemeinsame Budget für 18841 wurde gestern der österreichischen Delegation vorgelegt. Das Gesummt-Netto - Ersorderniß desselben beziffert sich auf 115.170,869 st. gegenüber dem Netto-Erfordernisse des laufenden Jahres mit 114.581,988 fl. Für 1884 wird also um 588,881 fl. mehr beansprucht, als für 1883. Die auf Oesterreich entfallende Quote beträgt jedoch nur 67.301,950 fl. gegenüber der Quote des laufenden Jahres mit 68.539,469 fl. Der Grund dieser Verringerung der Quote um 12 Millionen liegt in dem höheren Ueberschusse des Zollgesälles, welcher für 1884 mit 17 Millionen präliminirt erscheint, gegenüber dem diesjährigen Ueberschusse mit 14°6 Millionen. — Zu dem Erforoerniffe, welches im gemeinsamen Budget ausgewiesen erscheint, gesellt sich aber »och der Aufwand für die Occupations - Armee mit 7.307,000 fl. (um 16 Millionen weniger als für 1883); von dem OccnpationS - Credit entfällt auf die österreichische Quote der Betrag von 5.012,602 fl. — Für die Zwecke der bosnischen Verwaltung wird seitens des gemein-samen Finanzministers ein Credit nicht in Anspruch genommen; daS gleichfalls vorgelegte Budget für die Verwaltung von Bosnien uud der Herzego-wina schließt vielmehr mit einem Ueberschusse von 56,267 fl. [U r s u l a m a r k t.I Der diesjährige Ursula-Jahrmarkt hatte in Folge des anhaltenden Regknwetters einen kaum nennenswerthen Ge-schäftSverkehr. Auch der Viehmarkt zeigte 1883 schwaches Anbot und schwache Nachsraqe. Es wurden aufgetrieben 120 Ochsen, 89 Kühe und 23 Stück Jungvieh. Davon wurde nicht ganz ein Viertel verkauft. [Auch ein Fortschritt.) Cilli ist wohl die einzige Stadt Oesterreichs, welche vorläufig keine Lotto-Collectur besitzt. Wir wünschen, daß diese spiellose Zeit so lange andauern möge, bis unsere Lotterieschwestern diese edle und sinn-reiche Beschäftigung verlernt und ihre egyptische Traumbuchliteratur dem Feuer überantwortet haben werden. sLocalbahn Fehring-Fürsteu» feld.) Die Regierung gedenkt im Reichsrathe eine Vorlage über den Bau einer Eisenbahn von Fehring nach Fürsteufeld einzubringen und werden in der Generalinspection die betreffenden Pläne für diese Bahn bereits ausgearbeitet. fZustellung vonGeldanweifun» gen durch dieLandbriefträger.) Die Landbriefträger sind nunmehr ermächtigt, Geld-anweisnngsscheine mit Geldbeträgen bis 200 fl. zuzustellen und Geldanweisungsb^träge bis 200 fl. einzusammeln. [Von einem neuen Kabel) erzählt „Figaro." welches Gordon Bennett, der Besitzer deS Ncw-Dorker „Herald", und Makay. der amerikanische Crösus und Besitzer der Zilber-minen, mit einem Kostenaufwand« von 35 Mil-lionen Dollars legen wollen. Die Firma Sie-mens soll die Arbeiten ausführen und Gordou Bennett hofft, daß das neue Kabel, welche« New-Aork an der einen Seite des Meeres und Lon-don und Paris an der anderen Seite als Endpunkt« hat, bis zum Juli 1884 fertig sein könn«. DaS Kabel Bennett-Makay soll die transatlantischen Depeschen weit billiger befördern als alle bis» herigen Linien. sDie Insel Wight) soll nunmehr durch einen Tunnel mit England verbunden werden. Die erforderlichen Bohrversuch^ wurden bereits gemacht, und die Sachverständigen glauben, daß di« Ausführung keine Schwierigkeiten bieten wird. Angekommene fremde. Hotel Erzherzog Johann. Guido Koerner, Berg- u Hütteningenieur, Frank-furt. I. Lorber. CommiS. Reibl.J. Kurnp., Kfm., Wien. R, Zabel, Fabrikant. Cnaelsberg. A. Kniezner. cvani-Psarrer, Laibach. Gräsin Zldamovits, es , Wöllan. F Macht, Privat, s. Fam., Grai. M schaffe?, Rns, Budapest. Alsons Gras Moniecucculi. Rittmeister, Wien. Jaschke, Kausm., Trisail. C. Schmidt. Kauf.. Mar-urg. Dr. A. Schwarz. Adoocamrseandidat, Gr-jtanisza. Hotel „Koscher." L. Müller. Fr. Liebers, H. Glerek. Kauft, Prag. t. Kronenberg, I. Thainer, L Polak, H. Grimmeisen, . Vonilicher. Kaufleute: I Gab, Beamter, s. Frau, Ch. Weyrauch. Fabrikant, s. Frau, sämmtlich Wien. A. Smole, k. k. Oberll. A Hudl, k k. Feldiv.. Marburg. Alb. Banh, «ausm., Budapest. Ant Gaftek. Kaffeetier, Fiumc Franz Liaunig. Rechtspractican», Graz. Gast Hof Stadt Wien. Birg. Widmcr, Cavlan. St. Dollen«. Priv., Zriest. M. E. BUmel, Uhrmacher, Fr. Luniak, Reisender. Graz. I. Koschutnik, Lehrer. Öberponigl. M. Tomassy, Milit.-Intendant, Zara M. Avaih. Reis., Laibach. I. Holzer, Reisender. Budapest Richard Graner, Reisender, Wien. Gasthof gold. Engel. <5. Rabel. Hochschüler, Wien Job. Jugg. Wagner, I. Machalla, Privat, Pettau. A. Tru-owetz Grvndbes., Heudors. A. Pogatichnig. Schlossrmeifter. Z. «kazedo-nik. Holzh., und A. Pret, Riemer, Marburg Fr. Uhl und I. Kraner, Grundbesitzer, Tobreng. M. Kubanisch, Glaser. Fridau. Mich. Karnitschnig, Holzh., Maria Rast. Kourse der Wiener Börse vom 27. October 1883. Goldrente...........99.25 Einheitliche Staatsschuld in Note» . 78.70 „ „in Silber . 79.20 Märzrente 5% ........93.05 Bankactien........... 840.— Creditactien . ........ 284.70 London . . wista........120.— Napoleond'or......... 953.— k. k. Münzducaten........ 5.69 100 Reichsmark......... 588.— 1883 deutsche Wacht/ Haupt-Gewinn event. 500,000 Mark. Glucks-Anzeige. Die Gewinne garantirtd. Statt 6 ew. a 1600 M. 6X5 Gew. a 1000 M 1036 < iew, a 600 M 60 Ce«.» 03 Gew. a 29020 Gew. a 3460 Gew. a 90 Gew. ii 3960 Gew. a 3960 Gew. a 3960 Gew. a 3960 Gew. a iui Ganzen 60600 Gewinnst« 200 M 160 M 146 M. 124 M. 100 M 94 M. 67 M 40 M 20 M Einladung: *»* Betheiligung an den Gewinn-Chancen der vom Staate Hamburg garantirtea grossen Geld-Lotterie, in welcher 5 Millionen 620,100 Mark »icher gewonnen werden müssen. Di« Gewinn« die in-r vorteilhaften Geld Lotterie, welche plaugcinäss nur 100.000Loi>se enthält, sind folgende, nämlich: Der grösste Gewinn ist ev. 600,000 Mark-Prämie 300,000 M. 1 Gew. a 200,000 M. 2 Gew. a 100.000 M 1 Gew. a 90,000 M. 1 Gew. a 80,000 M. 2 Gew. a 70,000 M. 1 Gew. a 60,000 M. 2 Gew. ä 60,000 M. 1 Gew. ä 30,000 M. 6 Gew. a 20,000 M. 3 Gew. ä 16,000 M. 26 Gew. a 10,000 M. 66 Gew. ä 6,000 M. 106 Gew. ä 3,000 M 263 Gew. ä 2000 M. und kommen solche in wenigen Monaten In Abtheilungen zur «leiseren Entsch« idung. Die erste Gewinnziehung ist am' lich festgestellt und kostet hiertu das ganze Original-Los nur 3 fl. 50 kr' das halbe Original-Los nur I fl. 75 kr das viertel Original-Los nur 88 kr. und werden diese vom Staate gurantirten Orl-jtinal-Loose (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Einsendung des Betrage» selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. Jeder d.-r Betheiligten erhält von mir neben seinein Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung "sofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die ^nszalünng v. Verödung der KemWlder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteinzahlungskarte oder per recom-mandirten Brief machen. k. Man wende sich daher mit den Auftrügen der nahe bevorstehenden Ziehung halber, bis zum 31. October d. J. vertrauensvoll an 577_1(> Samuel Ilecksclier sen., Banquier und Wechsel-Comptoir in Hamburg. s X X S. X S S'x zzx z Verkaufs-Antrag. Die Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli verkauft ihre eigenthümlichen Realitfiten, als: a) Die ehemals Adam Lassnig'sthe Hausrealitit in der Herrengasse Consc.-Nr. 125, Ürb.-Nr. 61, ad Magistrat Cilli int gerichtlich erhobenen Schätzwerthe von 30.000 fl. j b) Die ehemals Triebuigg'sche Hausrealität in der Wienerstrasse Consc.-Nr. 7, Ürb.-Nr. 134 und 139 ad Kirchengült 8t. Daniel, im erhobenen Werthe von 12.000 £; c) Die ehemals Kuchar 'sehe Hausrealitit in der Gar tengasse Consc.-Nr. 38, Grundbuchs-Einlage 61 der Catastral-Gemeinde Stadt Cilli im gerichtlich erhobenen Schätzwerthe von 5468 fl. 77 kr. ^ Kauflustige belieben ihre Anbot« versiegelt unter Bezeichnung der zu kaufenden Realität bis 1. März 1884 vormittags 11 Uhr an den Obmann der Direction Herrn Carl Tränn zu adressiren, an welchem Tage sämmtliche Anträge in Gegenwart der Sparcassa-Di-rection eröffnet werden. Von dem Resultate werden die Antragsteller sofort verständiget und hat der Ersteherden 10»/. Kaufschilling sogleich zu erlegen. Auskünfte werden in der Amtskanzlei der städt. Sparcasse bereitwilligst ertheilt, sowie alldort auch die Kaufbedingungen eingesehen werden können. Sparcasse der Stadtfiemeinde Cilli, am 1. October 1883, 551-s Die Direction. Ein kleines Gewölbe, geeignet für ein Selchwaarengeschäft, am liebsten am Hauptplatz, wird sofort zu miethen gesucht. Anträge an die Expedition. 592_ Passagier- nM Mtpttiinlras, nach AMERIKA am besten und billigsten bei Arnold Reif, Wien, X., Kolowratring, Peataloxslgaaae. Barnum's S;pecia,lltä/tezx. *tr. 1. 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Hors astranentl >Tlnlenl»d) von Proleftor kesatzardl: jedea Zinleafteck »kn Gefchrirdrne« au« Pa»»r «ker Stoff fpurlo« ,a yerlilgrn. l Sl,c»a Cl h. Xadfelbe um Krliftecke jU entfernen, «0 tr. Kr. S. „Enthaarang". durch«»« nnfchükiiche« IRitiel jut fofottioen fpnrnlen öatiernunj g*n «r». an» «eflchl«. »»area, 1 Patel > fi. w tt. Einzig und allein echt zu defiehen ans dem CotralM ll„ ßix, Wien. ■O Im kmmit des E. Faminger ist sefer sDsser Türkenberger Most per Lit«r zu .12 kr. zu haben. 597—1 Paradeiser HonI. Vorzüglich guter eosner Paradeiaer Most iat in Anaachanke bei der „er3rCUa.en. "\^7" Litar 28 kr. 693—2 TerlMiigs ■i)awn7 CsfHsltUeal 500.000Hark günstigsten Mark, im aoo 000 1 a 90 000 1 » 60 000 5 a 20 000. SS a 5000. 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Zur ersten Classe kostet ein ffMaazea 6rlglnalloa Tlark oder«. 3 50 ein hMlfcea fl, 1.75 und ein viertel ÖO Ur. l>ieselben werden gegen Einsendung des Bett ages und auch unter Postnachnahme direct. in verschlossenen Converts per Post versandt und zur genauen Orientirung «natllehe ZleHuncsiplAne jeder Bestellung gratis beigefügt, sowie nach jeder Ziehung sofort jedem Lo.iainbaber amtliche fcewlnn-IlMte gesandt Die Bestellungen treffen bei Unterzeichneten so zahlreich ein, dass die Aufträge baldigst, spätestens aber bis zum 5. November 1883 direct zu senden sind an 569—5 Hermann Schwarzschild, Haupt-Lotterie-BoreaQ, HAMBURG. r in grosser Auswahl Johann Rakusch in Cilli 10 iMi.- w BERLIN- Q Johann HOFF, k. k. Hof-Malzpräparaten-Fabrikant in Wien. O St PETERSBURG. Nr z \% Id : i i H Vm K 2 o ■/. - 3 Job. HofFs Ma1 sertract-Gesundheitsbier. Gegen allgkmriiic (fnt!rä(l«#ji, ^ruft-und ®?afltnltibtn, »bjckrunfl, B lutirmntd und uiirriklmäßigt Fnnction »rr Unlcrlcibsorgauc. 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M« Prlsesi-ic» Dr. ip»»dcrxn, Schiijllki, £rtml|>l«. amchiI«tInl im# mett »nt» Emu Fünf allerneiicftc Heilberichte und TankeSäußerimgen vom September 1883 ans Wien und der Provinz. Hunderttausende, die bereits ganz ausgegeben wa>cn, sind duich die Johann Hosf'schen Malzpräparate sbierl gerettet worden und baden ihre Gesundheit zuiückerlangi und erfreuen sich heute derselben. iSelbsiausgefprochene Worte der Genesenen.» Euer Wohlgeboren l Durch ein volles Jahr litt ich an schmerzhaftem Magciikaiarrh und Husten, vergebens waren alle Arzneimittel, bis ich Ihre vorzüglichen Joh. Hoff schen Malzpräpoiate gebrauch!«: nach einigen Mona-ten hörte das Husten günzlich auf, der Appeiii stellte sich wieder ein und meine Gesundheit wurde durch Ihr Joh. Hoff'icheS Maizertracl-Gesundheils-bier vSllifl hergestellt, Empsangen Sie meinen innigsten Tank. Gleichzeitig lege ich ein Tankschreiben in ungarischer Sprache bei und wollen Sie dieie in weitesten Kreisen bekannt machen Mejökovacshaza, Vr. Akoi« v. Nagy, Pfarrer. Euer Hochwohlgedoren! Ich ersuche um sofortige allerrascheste Ueber-sendung von I» Flaschen Ihres Joh. Hoff'scden Malzextrakt Gesundheit?-birres u. !i Beutel Malzbonbons ge^ni Poftnachnahme Ich constalire mit Vergnügen, daß ich Ihre Fabrikate iehr gerne gebrauche, und selbe mir auch wobt bekommen und heilkröstig sind. HochachlungSvoll Marie v Peichl, St. Andrä bei Billach. am 5. Sept 188». DirectorS-Gattin. 0M" Aerztliche Heil-Anerkeimung. ~&C Euer Wohlqeboien! Beehre mich, ^hnen die angenehme Mittheilung zu machen, daß sich die Joh. Hon'schen Malzpräparate bisher bei allen mei-nen Kranken, welch« an Respirationsbeschwerden. Appetit» angel. Verdau-unqsschwäche schon seit längerer Zeit laboriiten, mit Erfolg dewährt haben, weöhalb ich neuerlich Sie sreundllchst ersuche, gegen Postnachnahine unter der Adrefle „Herrn Joh. Guschall in Brilnn" S« Fialchen Malzextracl-Gefund-heitSbier m>d 3 Beulel Malzbonbons zu verabfolgen, Achtungsvoll Grottau am 9. Sept. 1883, Dr. Josef Fröde, pract. Arzt, Wiener ll«»tlR>«»rlclit. Wien, am II. sepiember 188:!. Ich kann nicht umhin, Ihnen für die wunderbare Heilung bei Magen-katarrbs. welcher meinen Mann feit 4 Monaien besangen hielt, meinen herzlichsten Tank au «zusprechen Mein H'ann gebrauchte vielerlei Mittel, doch leider ohne Erfolg, bis er durch Zufall Ihre so wunderbar wirkenden . " Z» einen Beriuch und schon nach kurzem Gebrauch Ihres Io'i. Hoff'sche« Malz. Heilung angekündigt las. Er machte Warnung. »ach »n«s»gc ber Srrztc schädlich auf die »rw»dd>« sind i« tl«uc« P«»ier. Joh. Hofs'schen Malzpräparate in der einen Bern extract GesundheitsbiereS trat eine Besierung ein. und jept, nach der e»»> undzwanzigsten Flasche, ist mein Maiin vollkommen geneien. Nehmen Sie mein?n und meines Mannes aufrichtigiien Dank entgegen und habe ich nur die Bitte, dieses Schreiben zum Wohle ähnlich Leidender verössenilicht zu sehen. Hochachtungsvoll Franziska Platenik, NeufünfhauS, Goldfchlaggasi« 28. Neuestes Wiener Dankscrfareiben vom 7. September 1888. Ersuche wieder um I:! Flaschen Joh Hofs'sches Malzertract-Gesund-heitsbier, denn, ivenn ich nur acht Tage von demselben nicht nehme, so jtiblf ich ei» Bedürjuib danach: ich nehm? selbes t>ereitS iäion 2 Jahre und habe die Erfahrung gemacht, daß eS mir gut thue, weshalb ich geneigt wäre, es öffentlich bekannt zu machen. Dien, am 7. September 1883. Mtt Achtung Franz Bnrffetzi. Konditor. Mariahilserstraße (J2. ■m d«r Ä»tz. H»fi'schtN unö Uautn Ma» fordere nur die echten Jod. Hott scheu Mal». De« »uechreu Ei? Joh. Hoff'sche Malzextract-BonbouH in blauen Vacketen zn t»i), 3V, 15 und 10 tr. Udlintrionntc ' Cililili J. Kupferachmidt, Apoth., Marek, Apoth.; — IflARHiKfa t F. P. Holiutek; — PETTAfi ndU[)lUg|iUlOt j. Kasimir. — Ferner I» allen Krft««eren Apotheken «te« l.anile«. 541—12 X 2-: 3 9 X rs pc •S -- tr vs &5 T 35 oc B So T, | £. S" g :r, I e: SS c» TZ r* N 3S O Paris. O London. Q Budapest. Q Graz. Q Hamburg. Q Frankfurt a. M. Q New-York. CJLq OC3 >--» tü Avis für Capitalisten u. Börseninteressenten. Es ist nnstrritbar, (lass nur derjenige mit Aussicht auf Erfolg «111 ewinn kann »Ich jedoch nuch Jlasujiibe der Jewellljen Opernfilmen niicli noch wesentlich erhöhen. «Inrf über nienial« jferinjjer »ein. al» die vorher bezeichneten Betrüge auNweliten. Die Eittltt^e geaebiet in Barern oder in Wertpapieren nnd kann täglich wtattflnden. Die Ans/.ahltinff der Uewinnüt« erfolgt monatlich. Bei Riickfordernny des Stammcapitaleg wird daw laufende Engagement, sofort abgewickelt n. die Rückzahlung erfolgt drei Tage nach geschehener Kündigung. Alle übrigen gewünschten Informationen ertheilen bereitwilligst Aliiiiaini *V C o.. Bankhaus in Wieiich Stadt, Schottengasse I. PriHsi/f; Mitlaut mifl «Hwret. •r»40—20 1883 „Deatfche Wacht. - 11 Hl M LIEBIG's KUMYS (Steppenmilch) Ut laut Gutachten medic. Autoritäten bestes, diät. Mittel bei Halsschwindsucht, Lungenleiden (TuberculosC. Abzehrung. 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December 1859; dem Gesetz über das CoaJationsrecht. über Ansschnnk und Kleinverschleiss gebrannter geistiger Flüssigkeiten, Ober die Erzeugung und den Verkauf weinäbnlicher Getrlnke, die Erzeugung und den Verbrauch von Spielkarten und den Vorschriften über da« Hausierwesen. Populär dargestellt und durch die Spruchpraxis des k. k. Verwaltungs-Gcrichtshofeg erläutert von Dr. Sigmund Goldberger. Oriite vielfach vermehrte Auflage 8 Bogen. Octav X^rois 40 2Cre\xzer. Gegen Einsendung von 45 Kreuzer tiberall sranco. Mau verlange ausdrücklich nur Dr. Goldberger's Neue Gewerbe-Ordoung. Die Vollzngsverordniiiigen z«r neuen Gewerbe-Ordnnng sammt den Nominal Statuten für die Genossenschaften, fOr die. genossenschaftlichen Gehilfenver-sammlnngen, för die genossenschaftlichen Krankencassen und för die schiedsgerichtlichen Ausschüsse • der kni«......................- und imuiig' u, iui wie ^luowuatiiaiimucii rv i au ki in ar.?*« i| unu lUl UIC »l Illi'Ub^CI 1CII illCIlcll AU5>CiluHC } küi*. Verordnung bezüglich der Baugewerbe, der Verordnung bezüglich der Eleciricitüts-Gewerbe den Vorschriften bezüglich der Gewerbe-ln»pectoren. Populär dargestellt und durch die Sprueh-praxis des k. k. Verwoltunjpgerichtshofes erleutert von Dr. bigmund Goldberger. 3 Bogen. Octav. Geheftet. 20 Kieuzei (mit Francopost 25 ICreiazei. Das neue H5Msschttl-Hefeh sammt den in Geltung gebliebenen Bestimmungen des Beiclis-Volksschul-Gesetzes vom 14. Mai 1869; den «inschlägigen Verordnungen und Vorschriften, betreffend das Verhältnis« der Schule zur Kirche, Populär dargesellt und durch die Spniehpraxis des k. k. Verwallungsgerichtshofes erläutert von Dr. Sigmund Goldberger. Z-welte Auflage °> Bogen. Octav. Geheftet. 30 ICre-AJcer ,mit Francopost 35 ICre\3.zer). Für Vereine und Genossenschaften bei Abnahme von mindestens 50 Heften Preisermässignng. Beträge mit Postanweisung oder in Briefmarken an A. Hartleben's Verlag in Wien, I, Wallfischgasse I. Mail biete dem Glücke cae nand! 400,000 Mark Hauptgewinn im günstigsten Falle bietet die Hamburger grosse Geld-Verloosiing, wiche vom Staate genehmigt und garantirt ist Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe vou wenigen Motaten durch 7 Classen 50.500 Ciriflnur xur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupt-trefler von eventuell Mark 500.000 speciell aber Gew. a Gew. a Gew. ä Gew. ä Gew. a Gew. ä Gew. a Gew. a Gew. a Gew. ä Gew- a M. M. M. M M. M. M. M. M M. M. >00,000 200.000 100.000 90.000 80.000 70 000 60.000 50.000 30 000 20,000 15000 26 Gew. k M. IO.OOO 56 < iew. i M. 5000 106 Gew k M. 3000 25:i Gew. ä M. 2000 6 Gew. * M. 1500 516 Gew. k M. 1000 1036 Gew. a M. 500 29020 Gew. ä M. 145 19.463 Gewinne ii M. 200. 150, 124. 100, 94, 67, 40, 20. Von diesen Gewinnet gelangen in erster Classe 4000 im Gusauiratbetrage von M. 157.000 zur Ver loosung. Der Haupttreffer Der Classe beträgt M. 50 000 und steigert sieh in 2ter auf Mark 60 000. :iter M. 70.000. 4ter M. 80 000. '.ter M. »0 000. 6tcr Vi 100 000. in 7ter aber auf eventuell M. 500 000 >pec. M. 300 000. 2004100 et«. Die Owinnziehungen sind planmässig amtlich festgestellt. Zur nächsten ersten Gewinnzi»hong dieser grossen vom Staate garantirten Geldverlosung kostet l ganzes Original-Looa nur fl. 3.50 kr. 0. W. 1 halbes „ n „ 1.75 „ „ 1 viertel „ „ . — 90 ., Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Postanweisung oder Nachnahme des Betrages mit der grinsten SorgfJt ausgeführt und erhält Jedermann von uns die mit dein Staatswappen versehenen Original-Loose selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt, aus welchen sowohl die Eintheilung der Gewinne auf die resp. Classen, als auch die betreffenden Einlagen zu ersehen sind, nnd senden wir naeli jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan sranco im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei Niclit-Convenienx die Loose gegen Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung (urückzunebmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt planmässig prompt unter Staat* Garantie. Unsere Collecte war stets vom Glücke besonders begünstigt und haben wir unseren Interessenten oftmals die grössten Treffer ausbezahlt. U.A.solche von Mark 250,000. 100,000, 80,000. 60.000, 40.000 etc. 576—12 Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der snlidesten DkmIm gtgründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um .die Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dem al. Ortoher d. «V. zukommen zu lassen. Kaufmann & Simon, Bank- and Wechsel-Geschäft in Hamburg. P.8. Wir danken hlerdoreh für das ans seither Kcsehenkte Vertrauen und bitten durch Klnsit btnahnn- In den amtlichen Plan sieh von d?» irrossartlcen Gewinnchancen kh itberscugeu. welche diese \ erlowianfcen Meten. D. O. c ^r. Behr s Nerven Extract, ein au« Heilpflanzen nach eigener Methode bereiteter Extract, welcher sich seit vielen Jahren al« vortreff« lich«» Mittel gegen Nervenkrankheiten, wie: Nerveaschmer» ftu, Migräne, Isd»ias, «reu,» und Rückenmarkschmerze«, Epilepsie, Lähmungen, Tchwä» chezustände u. Pollritioneu bewährte. Ferner wird Dr Behr s Nerven-örtract mit bestem Er-folge angewendet gegen: Kickt und Rheuma-tiämu#, Steifheit der Muskeln, GelenkS-und Muskel - Rheumatismus, nervösen Kopfschmerz und Ohrensausen. Dr. Behr'S Nerv:n Ihtrstn wir nur äußerlich angewendet. Preis einer Flasche mit genauer GedrauchSanw.: 7o kr. ii. H . HauptvtrskndunzS-Ttv«!: «loggnitz, N.-Lest.. in IulinS Bittuer's W. Aootbelc. Depot in (?illi: in den Apothklen: I. Kup-ferschmid; Ad. Marek. NB. 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Derselbe enthält unter Anderem: Zweifaches Kalendarium mit Einschreibe-blättern, — Mehrere »ehr interessante Erzählungen und lehrreiche Aufsitze mit vorzSg-lichen Illustrationen. — Landwirtschaftliches. — Jahresmndschaa mit Illastrationen. — Die wichtigsten Bestimmungen und Verordnungen im Post- u. Telegraphenverkehr. — Mflnz-, Mass- und Gcwichtskunde. — Stempelgebührer-\nzeiger. — Feuersignale und Feuermeldestationen fttr Grat und Umgebung. — Fahrtarif für Ein- nnd Zweispänner-Lohowiigen, sowie der Tramway in Grat, — Jahr- und Viehmärkte in Steiermark, Karaten nnd Kraia. — Sehenswtlrdigkeiten von Graz. — Grazer Adress-Kalender. Abbildungen: Kardinal Kolonitech im Lager vor Wien 1683, Rudolf von Habeburg, Albrecht I., das wohlgetroffeae Portrait Sr. Majestät Kaiser Franz Joseph I. Neunzehn Abbildungen zu den verschiedenen Erzählungen und Aufsätzen 528—12 Verlags-Buchhandlung Styria in Graz, Albreohtsgasae Nr. 8. -----;■ ,_■ äßer bUHfftte tlluntrirte Kalender. Danksagung. u Ich erhielt von der Lebensversicherungs-Gesellschaft Grenttarn in London durch Herrn Guido Zeschko in Laibach die versicherte Summe von viertausend Gulden nebst Gewinn-Antheil von dreihundertachtzig acht Gulden auf das Pünktlichst nach dem Ableben meines Vaters ausbezahlt, weshalb ich mich angenehm verpflichtet fühle, der Anstalt wie dessen Vertreter den wärmsten Dank öffentlich zu sagen — die Gesellschaft Gresham jedermann wärmstens anempfehlend. SEISENBERG, 17. October 1883. Jaco"b IDerearxi. G-örzex 3^SLTonl, hochfeinen Gorgonzola, Imperiul, Liptuuer nnd KuaeiittaAler kä«c. neuen Caviar, neue Häringe und neue Sardinen empfehlen besten« Walland&Pelle Eauptplatz & Pestgasse. auch HiHllf Vertreter fttr »aiirtru werden gegen hohe Prorieion dauernd engagirt. Offerte mit Kefereuzen u „GN." p ; kN v#*N U# Blech- & Holz-Tassen. .6* 3^ VV i'hrintafte. Tafeigeräthe & Besteke. Diverses für din Spiel», Schreib-, Speise-, Arbeit»- 5 XsUeUca-Tiisb. 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