2095 Amtsblatt ^nr Laibacher Ieitnng Nr. 285. Mittwoch den 13. December 187!. (532—1) Nr. 21146. Kundmachung. Um dem Mißbrauche zu steuern, den Ausländer mit österreichischen Privilegien oft dadurch begehen, daß sie dieselben, entgegen der Bestimmung des Privilegien-Gesetzes, in der österreichisch-ungarischen Monarchie nicht ausüben, sondern lediglich die im Auslande erzeugten Privilegiumsgegenstände in die österreichisch-ungarischen Staaten einführen, wird ausländischen Privilegiums-Wcrbern gelegen-heitlich der Ertheilung der angesuchten Privilegien zur Beibringung der Nachweisung über die im Inlande rechtzeitig begonnene Ausübung eine Frist mit dem ausdrücklichen Bemerken anberaumt, daß — falls diese Nachweisung innerhalb dieser Frist nicht beigebracht werden sollte — das Privilegium in Gemäßheit des § 29. 2 :l. des P. G. vom 15ten August 1852 wegen Nichtausübung als erloschen erklärt werden müßte. Nachdem es aber häufig vorkommt, daß diese Fristen von den betreffenden Privilegieninhabern, rücksichtlich von deren Bevollmächtigten ganz unbeachtet gelassen werden, so wird hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß in Hinkunft in allen Fällen, wo innerhalb der diesfalls ertheilten Frist weder die Nachweisung über die im Innlande rechtzeitig begonnene Allsübung beigebracht, noch ein diesfalliges ausreichend begründetes Fristerstrek-kungs Gesuch eingebracht worden ist, sofort und ohne Erlassung einer weiteren diesfälligen Aufforderung im Einvernehmen mit dem lönigl. unga rischen Ministerium für Landwirthschaft, Industrie und Handel, in Gcmäßheit des § 29 2 u. des P. G. vom 15. August 1852, mit der Erlöschungs-Erklärung des betreffenden Privilegiums wegen Nichtauöübung vorgegangen werden wird. In gleicher Weise wird vorgegangen werden, wenn die Nachweisung über die begonnene Aus Übung zwar innerhalb der diesfalls ertheilten Frist beigebracht wird, die hierüber zu pflegenden Erhe düngen aber herausstellen, daß der betreffende Pri vilegiengegenstand nicht in der österr.-ung. Monarchie erzeugt, sondern nur aus dem Allslande eingeführt worden ist. Wien, am 14. November 1871. Vom k. k. Handelo-Ministerium. (538—1) Nr. 1191. Kundmachung. Für die k. k.Bezirks-Schätzungs-Commijsionen Kaibach, Loitsch zu Planina und Adelsberg ist die Stelle des Waldschätzungs-Referenten mit dem Stande orte Laidach und mit dem Taggeldc von vier Gul den in Erledigung gekommen. Bewerber um diese Stelle wollen ihre den: tz 10 des Gesetzes vom 24. Mai 1869 über die Regelung der Grundsteuer entsprechend instruirten Gesuche bis 27. December 1871 bei dieser Landes-Commission einbringen. Präsidium der k. k. Grundsteuer-Landes-Coul-mission Laibach, am 10. December 1871. Karl von Wurzbach m. p. (530—3) Itr^ 1321 Pr. Edict. Bei dem k. k. Bezirksgerichte in Sittich ist eine Kanzlistenstelle mit dem Iahresgehalte von 600 si. allfällig 500 ft. in Erledigung gekommen. Die Bewerber haben ihre vorschriftsmäßig belegten Gefuche, in welchen sich auch über die volle Kenntniß der slovemschen Sprache anszuwei' sen ist, bis zum 21. December 1871 bei diesem Präsidium einzubringen. Vom Präsidium des k. k. Kreisgerichtes Rudolfswerth, am 6. December 1871. (531—3) Nr. 1335. Edict. Bei diesem Kreisgerichte werden drei Diurnisten mit je einem Taggelde von 70 kr., 80 kr. und 1 si. aufgenommen. Bewerber haben ihre gehörig belegten Gesuche, in welchen sich diefelben über ihre bisherige Verwendung und auch über die volle Kenntniß der flovenifchen Sprache in Wort und Schrift auszu-weifen haben, binnen acht Tagen Hieramts einzubringen. Vom Präsidium des l. k. Kreisgerichtes Nu-dolfswerth, am 8. December 187.1. (533—3) ^3lV. 2095. Provisorische Forsterstelle. Bei der t. t. Berg Direction Idria kommt eine provisorische Försterstelle in der XI. Diäten-klaffe mit dem Gehalte jährlicher 525 ft., dem Deputate von 12 Wiener Klaftern Holzes II. Sorte, Natural - Wohnung oder 10"/<, Quartiergeld mit dem Neisepauschale von 150 ft., eventuell eine eben solche Stelle mit denfelben Bezügen und dem Reisepauschale von 200 si. zu besetzen. Gefuche sind unter Nachweisung der an einer Forstlehranstalt zurückgelegten Studien, der Staats' Prüfung für Forstwirthe der praktifchen Vertrautheit mit der Forstwirthschast im Hochgebirge, der Gewandtheit im Concept« und Rechnungsfache, der Kenntniß der deutschen und krainischen oder einer verwandten slavischen Sprache, der bisherigen Dienstleistung und der physischen Tauglichkeit, mit der Erklärung ob und in welchem Grade der Bewerber »llit Beamten oder Dienern der k. k. Berg-Direction Idria verwandt oder verschwägert ist, bei derselben bis 28. December 1871 im Dienstwege einzubringen. K. k. Berg-Direction Idria, am 5. Decent ber 1871. _______ _________ (539a—1) Nr. 13766. Kundmachung. Von der k. k. Finanz-Direction für Krain wird zur Kenntniß gebracht, daß am 18. December 1871, Ulu 11 Uhr Vormittags, bei dieser Finanz Direction wegen Verpachtung der LinienVerzehrungs steuer und der Mauthen, so wie des Gemeindezu fchlages in der Stadt Laibach für die Dauer vom I. Jänner 1372 bis Ende December 1874 eine neuerliche Versteigerung stattfinden wird. Der AuSrufsprei's als einjähriger Pachtschilling wird mit 214.637 ft., d. i. Zweimalhundert vierzehn Tausend sechs Hundert dreißia sieben Gulden ö. W. festgesetzt. Hievon entfallen auf die ä'ra-rifche Verzehrungssteuer .... 147.304 ft. auf die Mauthen......15.797 „ und auf den Gemeindezuschlag . . 51.536 „ Die schriftlichen Offerte müssetr bis zum Beginne der mündlichen Versteigerung, d. i. bis 11 Uhr Vormittags, am 18. Decenlber 1871 bei der k. k. Finanz - Direction in Laibach ver-siegelt eingebracht werden. Wer an der Versteigerung Theil nehmen will, hat vor Beginn der Versteigerung einen dem zehnten Theile des Gesammtausrufsp, eifes gleichkommenden Betrag im Baren oder in öffentlichen Obligationen nach dem Courswerthe als Caution (Vadium) zu Handen der Verste.iger.ungs - Commission zu erlegen. Mit einem derlei Vaduun müssen die schriftlichen Offerte ebenfalls belegt sein. Im Uebrigen wird sich auch auf die in ber Kundmachung vom 8. November 1871, Nr. 12272, festgestellten und durch das Amtsblatt der Laibacher Zeitung vom 16. November d. I., Nr. 263, zur Kenntniß gebrachten Bedingnisse berufen. Die übrigen Bedingnisse können bei dieser Finanz-Direction eingesehen werden. Laibach, am 11. December 1871. K. k. Finanz-Pirection. (529—3) Nr. 11554. Kundmachung. Zur neuerlichen Verpachtung der städtischen Gefalle, als: des Ttandsteldes, der Pflastermautt,, des BierzuschlageS, der Hchlachtge: bühr und der Gebühren von geistigen Getränken <2pirituosen und Brannr wein), auf die Dauer vom 1. Jänner 1872 bis hin 1875, wird die Licitativn „lit dem Ausrufspreise von 44.000 ft. am 16. Decenlber 1871, Vormittags um 11 Uhr, in dem städtischen Rathssaale abgehalten werden. Die Pachtlustigen werden dazu eingeladen, und können die Licitationsbedingungen bei diesem Magistrate einsehen. Stadtmagistrat Laibach, am 6. December 1871. Dcr Güsgelmeislel. Deschmann. (534—1) Nr. 50!). Minuend» Aätatwn. Der hohe l. f. Landesschulrath hat bewilliget, daß aus den Johann Witreich'fchen Schulstiftungs-Interessen schon im nächsten Frühjahre im Orte Stalzern ein Schulhaus erbaut werde. Zur Hintangabe dieser neuen Baute wird eine Minuendo Licitation auf den 3 0. Decenlber 1871, Vormittags um 10 Uhr, im hiesigen Amtslocalc mit dem Bemerken angeordnet, daß die gesammten Baukosten mit Einschluß der Hand- und Zugarbeiten, die nicht von der Gememde geleistet werden, auf ... 5)416 st. 30 kr. veranschlagt sind. Davon entfallen: auf Professionisten, und zwar für Maurerarbeit .... 729 fl. 39 kr. „ Steinmeharbeit . . . . 160 „ 53 „ „ ZimlllcrinannSarbeit . . . 288 „ 63 „ „Tischlerarbeit .... 230 „ 20 „ „ Schlosser- und Schmiedarbeitcn 238 „ 70 „ „ Spenglerarbeit . . . . 140 „ 45 „ „ Anstreicherarbeit .... 72 „ 20 „ „Glaserarbeit.....76 „ 23 „ „ Gußeifemvaaren .... 84 „ 60 „ „ verschiedene Arbeiten. . 50 „ — „ 2070 „ 93 „ für Materialien zu den Maurer- und Zimmermanns arbeiten......1736 „ 4 „ für die Hand- und Zugarbeiten .....1468 " 6b „ für die Beistellung der Schul- Einrichtungsstücke . . . 140 „ 65 „ Jeder Licitant ist zum Erläge des 5perc. Vadiums von 270 ft. 82 lr. ö. W. verpflichtet, und werden allfällige schriftliche Offerte nur bis zur Eröffnung der öffentlichen Licitation angenommen. Das Preisverzeichniß, die PreiS-Analyse, das Vorausmaß mit Kostenvoranschlag, der Bauplan sowie die allgemeinen und speciellen technischen Bau- und Licitations-Bedingnisse können während den Amtsstunden Hieramts eingesehen werden. K. k. Bezirksschulrath Gottschee, am 4ten December 1871. Per k. k. Pezirkohauplmann al- Vorsitzender. 2096 <523—3) Nr. 4408. Licftlllilgs-Ausschmbliilg. ^ln Sichcrstellung des Montursbedarses der f. f. Marine Truppen für das Jahr 1«72 wird am 1 5. Jänner 1872 bei der Marine'Section des Reichs-Kriegs Mini-steriuurs in Wien eine Offertverhandlung abge^ falten werden. Die Lics sondert beigeschlossenen Reugeldc von ... fl. . . kr. Dlltmli Unterschrift.- Tmif- lll'd Ziulums, Gewerbe »md genaue Adirsjc tee» Osfelellle,,, A us dem Umschlage: Offcilc 5cö ')l N wohichasl m iii. auf dic Muil,e< j Molllurs-^cf'llltig p,u l^72. ,Ä,i dic l l. Marmc-Scctiou dcs Neich«-KlicgsMii,!« Il^llllNö Wie», Schcnlcnsirasjc Nr. 14 Bcilicgcud im bcsolldcmi limschlage das Radium pcr . . . . fl. . . l>, > Von der Marinc-H rclion des Ueicho-Kriegli-MNuijlcriumo.