VrSuumerationS-Preife: Fitr Laibach: Ganzjithrig ... 8 ft 40 fr. -libjiihtig ... 4 „ 20 „ Gietteljiihrig . . 2 „ 10 „ Konatlich . . . — » 70 „ Mit d e r Post: •oivtiichrifl . . . 11 fl. — ft. Osutijdljrig ... 6 ,, 50 „ dieneljilhtig . 2 „ 75 „ $Hr Zustellung ine HauS Diets t;tj8t)rig 25 fr., monatl. 9 ft. Laibacher Redacliso Blihnhofgaffe Sir. 132. Itnjrinc SRummern 6 fr. Eagblctt Rnonyme MittheUungen roetden nichr berttckstchttgt; Manuscripte nicht zuruckgeseudei. KxpeSitton- & An scratch Bureau: »ongrcBptap -'it- 81 (Buch-haudlung dou Jgn. o. jifci*. mayr & Fed. Bambrrg.) InsertiouSvrrik^ FLr die einspaltige I 4 fr., bei ,weim kchsliung a 7 fr., k 10 fr. Jnsertionsstkmpel Cri lsioheren Jnseraten und ojterrr SiniAaltunq entsp; > cheudel iRobait. Nr. 185. Mlttwoch, 13. August 1873, — Morgen: Eusebius. 6. Jahrgang. Dec Schah von Persien. Wie in Wien, so hat die Rundreise des Schah in alien Stadlen, die er besucht, ein eigenthiimliches Jnteresse erregt. Reprasentiert er dvch die ncichst China alteste Monarchic der Welt und erweckt die Erinnerung an Xerxes und Darius. Manchmal, wenn wir absehen von dem phantastischen Reiz, der ben Schah umgibt, erinnern wir uns, bah das Ko-riigs- oder Kaiserreich des Nassr-ed-din in Bezug auf agricole, indnstrielle und fttioiiziclle Entwicklung nicht einmal ten Verglcich mil eincin der Staaten dritten Ranges in Europa aushalt. Das Persien Don heute ist nicht das Persien, welches Persepolis, Susa, Ekbatana bliihen sahen, dem sechSunddreitzig Nationeu tribulpfiichlig warm und dessen Herrscher geboten vom Mittdmcere bis. zum Indus, vom schwarzen Meere bis zum persischen und indischen Meerbusen. Es ist nicht mehr das Persien von Chvsrvtzs dem Grotzen, der den machtigen Kaiser Justinian zwang, ihm Tribut zu zahlen. ES ist nicht mehr das Persien von Abbas dem Grotzen, welcher ruhmvoll gegen die Osmanen kiimpsle und dessen Macht sich in den Denkmalern von Ispahan vffenbart. Dem Umfange nach ist Persien wohl noch kin grotzer Staat, abcr es ist ein armes Land ge-Worden. Das gegenwartige Persien ist zwei- und ein-halbmal so grotz wie Frankreich und eilsmal so grotz wie England, und dvch zahlt es nut 4 Mil-lionen 400,000 Einwohuer. Davon leben 1,700.000 ... Mil iii den Dorsern und auf dem Lande, eine Million in ben Srabten; 1,700.000 find halbwilde Noma-den. Drei ^iinftel dieser Bevolkerung find eigent-liche Perser von arischer Rasse, deren bewnnderungs-wiirdiger Typus sich nnverfiilfcht erhallen hat. XerRest bestehi aus Kurden, rauberischem Gesindel und Tur-komanen, welche pliindern und Landlente entsiihren, um sie auf den SklavenmSrkten von Turkestan zu verkausen. Auf diesem Wege verschasste sich der Khan von Khiwa seine Giirlner, und tausende von persischen Sklaven kehren inmmeht in die Heim at zuritcf, nachbem der von ben Russen besiegte Khan die Sklaverei aufgehoben hat. Der Schah foil, heitzl cs, eine 150.000 Mann starke Armee unter-haltcii. Aber biese bewaffnete Macht, unter welcher man hoffentlich nicht biejenigen von ben Unterthanen bes Schah versteht, welche ohne seine Erlanbnis in bestandigem Kriegszustande leben, vermag jedenfalls nicht die Ruhe und Sichcrheit des Landes aufrecht zu erhalten. Jm iibrigen besteht Persien zu drei Biertheilen auS Wustencien, Steppen, Felsen und Morasten. Der kleinste Theil seines Gebietes ist vollstandig bebaut, und bas ganze Land erreicht in Bezug auf Bevolkerung unb Production noch lange nicht ein Departement des nLrdlichen Frankreichs oder ben Regi^rungsbezirk Diisselbors in Preutzen ober gar Belgien. Die Eisenbahnen, die ihm der Baron Reuter vielleicht baut, geniigen baher bei weitem nicht, um das Reich des Schah auf die Hohe eines europaifchen StaateS zu heben. Es ge= niigt uberhanpt nicht, Schienen auf die Erde zu le- gen und auf die Schienen tine Locomotive nebst Waggons fahren zu lassen, um eine Strahe, eine Verbindung herzustelleu. Es gehvren hiezu vor allem Reifende unb Waren. Moglich, bah ber Schah, wenn er ben Muth und die Resignation besitzt, zu vergleichen, was er feit einigen Wochen in Europa gesehen, zu dem Schlnsse gelangt, bah die Eisen-bahnen vielleicht sehr viel kosten aber wenig einbrin-gen unb bah in einem Lanbe, welches nor funs Menschen per Kilometer zahlt, einigc Lanbstratzen fitr J*ic Bebiirsnisse des Handels geniigen. In Gahr-heit sinb bit Eisenstratzen allerbings Dinge von der ersten Nolhwenbigfeit in reichen unb bevolkerten Lan-dern, aber nur LuxuSgegenstande in einem armen und entvolkerten Lande. DaS einzige, was in dieser Beziehung Persien von wahrhastem Nutzen sein konnte, ware die Herstellung der projectierten Schik^ nen-Verbindung zwischen dem kaspischcn oder schwarzen Metre und Jndien. Persien enthalt einigc grotze Stabte, deren Volkszahl iibrigens osienbar von den Geographen ubertrieben hoch angegeben worden. Die neue Hauptstadt Teheran soll 120.000 Einwohner zahlen, sieht jedoch einem grotzen Dorse ahnlich^r alS einer Residenz, denn sie besteht aus engen Gassen mil Lehmhausern. Jm Sommer miissen der Schah unb bie ganze wohlhabende Bevolkerung in die Berge flitchten, um ben Fiebern, ber Hitze unb btm Unge-zieser zu entgehen. Ispahan, bie alte Hauptstadt von Abbas dem Grotzen, welche unter dessen Regie rung 600 000 Einwohner gezahlt haben soli, hat jetzt (eine 60.000. Man sieht daselbst bewundt- IeuiHeton. Ucbcr die Physik des sestcn Erdkorpers. Professor Helmholtz hielt unlangst in Barmen iinen Bortrag iiber „die Physik des sestcn Erd-'Srpers", dessen Inhalt wir nachstehend mittheilen: Der Vortragende ging bei seiner Betrachtung °on ber Frage aus: Was wissen wir von dem Kern der Erde, soweit uns derselbe zugauglich ist? ZugSnglich jst uns freilich nur eine relativ sehr Mnne vberflachiiche Schicht; denn Bohrlocher siud 'vs Jnnere nur bis 2000 Fuh getrieben worden, ?: h- nur Vioooo des ErdhalbmesserS (das erste duser Art wurde bei Rehme in Westfalen einge-trieben). . In Bezug auf die mechanische Beschaffenheit Erdinnern finbet man in solchen BohrlSchern dieselben Thatsachen, bie man schon vorher an Fels-wiinben, Durchstichen, Steinbriichen u. f. w. beob-^chtet hatte, batz nemlich bie oberflachliche Schicht Weistentheils aus sebimentiiren, d. h. geschichteten ^esteinen besteht, welche ofsenbar wtisserigen Ur-Mungs sinb. Dasiir sprechen die Regelmahigkeit -ott Schichtung und der Einschlutz organischer Die letzteren sinb von grotzer Wichtigkeit fur die Herstellung ber geologischen Geschichte geworben, wobei frcilich ber -Zeitraum fur bie einzelnen Epochen vollstandig unbekannt ist. Nur soviet laht sich sagen, datz er autzerordcntlich groh ist und datz cine Menge Dcrfchiebencr Bildungen auf einander folgte und datz also bic lirgeichichte ber (Srbe eine ganz enorme Zeit cinnchmen muh. Die sedirnentaren Schichten haben aber bie horizontale Rage, in ber sie abgesetzt wurben, viel-sach geandert; sie find zerriffen, gesenkt oder gehoben worden. An gehobenen Schichten haben sich hier unb da jungere horizontale angelegt. Dadurch wird eS moglich, fur einzelne Er-hebungen auch bic Epochen ber Erhebung anzugeben unb cine Chronologic fur bie Bilbung ber Gcbirge aufzustcllcn, wobei man finbet, datz bic gegenwartig grotztcn unb hochstcn auch die jungstcn find. Die geologische Geschichte zeigt so, datz tin fort* bouernber Wechsel vvn fast unzahligen Hebungen und Senkungen stattgefunden hat. Man hat sich dieselben fruhcr als bie Folgcn grotzer Revolution«! vorgcstcllt; ncuere Untcrsuchungen dagegen haben nachgewiesen, datz solchc Hebungen unb Senkungen auch jetzt noch vorkommen, theils langsam unb bri-nahe unmerNich, thcilS rudrocifc mit grvtzeren oder geringercn Erberschiitterungen vcrbunben, was Red ncr an zahlreichen Beispielrn vorsuhrt. Mit ber gewdhnlichen Vorstellung, datz bie (Srbe baS absolut Fcstc sci, sieht es also iibel auS. Die ErklSrung fur bie Hebungen unb Senkungen ist fchon (iiiigft gcsucht worben in ber hohcrn Temperatur bes Erdinnern. Man hat bei Bcrgwerken unb Bohrlochern gefunden, batz bie Temperatur nach ber Tiefe zu stctig zunimmt unb zwar bei jc 90 bis 95' um 1° C. Wenn biese Tcmpcraturzunahme in glcitcr Wcisc fortgcht, so mutz in einer Tiefe von 4 Mctlcn lebhaftcS Rothgliihen stattfinden und in ber von 6‘/2 Mcilcn ber Basalt schmelzen. Datz in der Tiefe wirklich hohere Temperaturen vorkom-men, zcigen die warmen Quellen und vulcanischm Erscheinungen. ^ DarauS hat man nun den Schluh gezogen, bah die Erde wesentlich bestche aus einem Kern von gcschrnolzcncn Gesteinen, welcher von einer 4 bis 8 Meilen dickcn, erharteten mid sestcn Rinde urngeben set; bann ware die Erbe eine relaiiv diinne Blase (denn 4 Meilen gegen 855 bis zum Mittclpunkte ist keine grohe Tiese), die mit einer scuerfliissigen Masse gefullt ware. Unter solchen Umstiinben er-schien es btgrtiflich, bah biese dimne Schicht sich heben unb fenten kSnne; nur dot rs fflr die An- rungSwurdige PalSste, einige schSne Briicken, grotze Bazars, Ucberrcftc eincr langst untcrgegangmen Herrlichkeit. Jm fibrigen starrt die Stadt von wiberwartigem Schmutz. Werner gibt man 100,000 Einwohner bet Stadt Balfruch nahe dem kaspischen Meert, tbttt so viel der heiligen Stadt Mtcheb, wohin die Schiiten (zu welcher moslcmitischen Secte diePersrr gehoren) pilgern, urn am Grabe Ms zu betcn, so-wie die Stadt Kachan, zwischen Ispahan und Teheran; SchiraS, beriihmt durch seine Garten und seine Weine, hat nur 30,000 Einwohner, Hamadan 40,000. Bon wirklicher Bedeutung in Bezug auf tandel und Industrie scheint nur Tebris oder auris im persischen Armenien zu sein. Diese Stadt soll 100- bis 150,000 Einwohner zahlen. Ihr Bazar ist der schonste, reichste und besuchteste in ganz Persien. In cinigen der genannten Stadte gibt es einige Industrie. Die Teppiche von SchiraS und Teheran, die Seiden und Sammte von Ispahan, die Topferwaren, die eingelegten Waffen, namenllich Sabel, find beriihmt und verdimen auch ihren Ruf, rote man sich in der wiener Weltaus-stellung iiberzeilgen kann. Jnsbesondere produciert Persien schone Seidenstoffe, die man auch im Lande trefflich zu farben versteht. Alles dies find aber nur Clemente eincr wenig bliihenden Industrie und tints beschrankten Handels. Der internationale Handel Persiens ist bis jetzt kaum Liber die trsten Anfange hinaus. Was z. B. England anbelangt, so stieg die Ziffer des Imports von 530 Pf. Sterl. im Jahre 1864, auf 25,906 Pf. Sterl. im Jahre 1869. Der Export war in beiden Hahren gleich Null und im Jahre 1866 stieg deffen Werth auf die Summe von einem Pfund! «sehr moglich, batz von dem Aukenthalt des Schah in England an eine wesentliche Besserung ter commerziellen Beziehungen zwischen England und Persien datiert wird. Also bit oritntalischc Pracht in der Erscheinung des Schah barf nicht tauschen fiber ben wirklichen Zustanb Persiens. Der Schah besitzt, es ist wahr, viele und kostbare Edelsteine, aber seine Unterthanen, von banger Hungersnoch gequalt, konnen kaum die Steuern zahlen. Nichts vermag iibrigens die trost-lose -age Persiens greller zu beleuchten als der jfingst rerSssei-tlichte Vertrag mit Baron Reuter, durch welchen dtr Schah einem Ausiander die un-beschrankieste VerfSgung fiber a lie Hilfsquellen seines Landes iibtilatzt. („M.R.") schaunng Schwierigkeiten, datz tin 4 Meilen dickes Gewolbe, aufgebaut aus Gesteinen, wtlcht mindestens die Festigkeit wie unsere Steine haben, erhebliche Biegungen und Vtrzithungtn erleiben solite. * Da rnutzte man sich die Frage stellen, wie fest die Erde eigenilich sei und ob sic wirklich denjenigen Strasten, »mlche ste zu verbiegen streben, auch wider« stehen kanu. Diese Frage hat W. Thompson (in Glasgow) mit Hilfe der Theorie dec elastischen Korper zu beantworten gesucht, und er fand, datz die Krafte, welche die Gestalt der Erdt zu veran-dern und umzusormen streben, die Anziehungen dtr Sonne und des Mvndes auf verschiebene Theile ber Erde find. Zunachst kommt hitr in Betracht die Pra-eession, die Beobachtung, datz die verlSngerte Erd-achse (die jetzt auf ben Polarstern zeigt) nicht auf einen constantcn Puiift trifft, sondern sich am Him-inelsgewolbe in einem kleinen Kreise herumbewegt, zu dessen Durchlausung sie 26- bis 26,000 Jahre braucht. Aus dieser Pracessionsbewegung hatte schon Hopkins den Schlutz gezogen, datz die Erde keine hohle Blast sein konne, sondern sehr fest stin mtifft, um dtr hitr wirkenden Kraft, welche die Aequa-torialebene immer mchr der Sonne zuzuwenben ftrcbt, ben nSthigen Widtrstanb zu leisten. (Schlutz folgt) Politische Rundschau. Laibach, 13. August. Island. Die Demonstration des F u r st -Erzbischofes vonOlmiitz ward von der grazer Amtszeitung jiingst in einer Weise besprocheu, die tint nachdrficklicht Correction von Seite der Re-gierung crwarten lassen sollte. Nun wird aber wie-der abgewiegelt, bieselbe »Grazer Zeitnng", bie vor wenigen Tagen rasches Handeln verhietz, betlagt sich baruber, datz die Presst sich sonderbarer Weise mehr an das falsche Pathos in der Affaire hatte, als auf ben Kern ber Sache eingehe, unb bemerkt, datz das Vorgehen btS Lanbgrafen v. Fiirstenderg aller-dings wieder einmal ein recht grelles Slreiflicht auf die ultramontane« Tendenzen geworfen und ge-zeigt Habe, datz auch hcute noch Bischose fiber die Beziehungen ber ©tauten zu einander entscheiden mochten, — batz aber stir bie Regierung ber Puntt, wo sie ben Hebel ber Autoritat des Gesetzes ein-setzen kann, anderSwo gelegen fern durftc, als man zu vermuthen fchien. Das Arntsblatt fchlietzt semen Arlikel mit folgenben AuSsUhrungen: „Das Ministerium hat seine Aussorderung wohl an den Erzbischos als die OberbehSrde des KleruS der Diocese gerichtet, aber nicht als Oder-behorde in religioser vder kirchlicher, sondern in juris-dictioneller Beziehung, in welcher ihr die Curatgeist-licheu auch unteriiehen, insoweit sie fiir den Slaat die CivilstandSregister unb Matriken siihren und als Beamte dem Staate zu unbedingtein Gehorsam ver-pflichtet find. Die Weigerung des Erzbischoss er-scheint dadurch nicht im geringften in einem mildent Lichte: im Gtgtniheilt, sie charafttrisiert sich viel-mehr erst recht als eine Widcrsetzlichkeit, da gerade der ArntSeid jene Ben ficiatcn zur gcnaucn Befol-gung der bcireffenben Anorbnungen verbinbet unb bie Religion mit ber AuSfertigung eine« Todtenfcheines gar nichts zu tHun hat. Aber fiir die richtige Beurthtilung dtr Matznahintn welche die Regierung in dieser Beziehung treffen wird, ist dieser GesichtSpnnkt allein ber matzgebende." Es ist bekannt, datz es unter dm Czechen bezug-lich der Frage der Beschickung des Reicvsrathes bis zur Stunde eigenilich noch keine von der gesammten Partei acccptierte Parole gibt. Wahrenb bie haupt-stabtischen Blatter, bie den Ffihrern naher stehen, mit falter Reserve die Frage offen laffen roollen, hie unb ba auch bircct schon heute gegcn bie Beschickung ihr SSotum abgeben, gehen bie Provinzblat-ter, die mit ber Beofitferung nahe Fiihlung unttr< halttn, mitunttr recht hitzig fiir das Fallenlassen ber passiven Opposition ins Zeug. Dit Slimmen fiir unb roiber heben tinanvtr itahezu gegenfeitig auf. Wenn wir heute auf eine Slimmt, Die sich fiir ver-svnliche Modalitalen ausspricht, besonders hinweisen, so geschieht bies, weil biese Stimmc aus einem Sager kommt, aus bent sie am wenigsten zu trwarten war. Der Skrejschowsky'sche „Wanberer" schreibt nemlich: . . . „Es ist nicht tin Untcroersen obtr Eapitulitrtn dtr Opposition, sondern tS ist nur ber ehrliche Btrzicht auf dtn StaatSstrtich uliter jtdtr Maskt, wenn wir riethen obcr ruthen, heute mit bent Gegebenen, eben als solchem, pattio-tisch unb im eigensten Jnleresse zu rechnen. Die Viilker wollen vor der Sonntnginth tin schirmendcS Dach, sit wollen endlich wetterseste Wande wider bit Unbill vott Stfirmen unb Hagel gekittet wissen, sie wvlleit mit einem Worte wobneti unb hausen konnen in Bequemlichkeit unb Beh^glichkeit, gtwisse gtrtchtt unb zwtckmatzigt Adaptiernngen roerbtn sich bann lticht unb vhnt Stiirvng voUffihrtn lassen, und die Fasade kann ja noch >mmtr geandert werden. Oder garaniiert uns wirklich tintr heutt noch bit Muhe, trst von neuen Fundamentenauf witder eine durchaus andere Skizze auefiihren zu tdnncn ? All;u scharf macht scharlig!" AttSlaud. Der Bischof von Fulda hat auf dm Alt ber prtutzischtn Rtgitrung, bur* welchen bem bischoslichtn Seminar zu Fulba bie staallicht Anerttnnung enlzogen wurbt, durch die Erklarung geantwortet, keinen auf einer Universitat gebilbettit Thtologtit orbiititrtn zu wolltn, so batz bit katholtfchen Theologen ber Diiicese jetzt in dem Dilemma sich besinden, je nach ihrem BildungSgange entweber vom Staat odet von ihrem Bischof sich die Anerkennung versagt zu sehen. Auf die Dauer mutz dieser Zustand zu Eonscqnenzen ffihren, bet detien es „biegen oder brechen" heitzen wird. Mitt-lerweile mehren sich die Nichtbestatigungen von Geist-lichen, deren Borbildung den in den kirchlich-politi-schen Gesttzen gegebenen Bestimmungen nicht tnt-spricht. Auch im Kreist Posen ist ttntitx ohnt Ge» nthntigung dtr Staatsbehorde eingesetzten Dorsgeist-lichen im Austrage des Oberprasibenten burch ben danbrath erosfnet worben, batz tr bti Straft ftint kirchlichen Handlungen verrichten dfirfe, datz alle von ihm vollzogenen derartigen Hanblungen ungiltig unb die von ihm cingesegneten Ehen Soncubinaten gleich zu achteit seien. Die s r a n z 6 s i s ch en Rtpublikantr lt< gtn gegeniiber ben Vorgangen in Fr ohsdor f einen erstannlichen Gleichmnlh an den Tag. Ob derselbe ein aufridjtiger ober erfimftelter ist, bteibt noch bit Frage; immerhin ist diese Taktik eine sehr kfihne, denn ob nun bie legitimistische Oder bie orleanistischk Partei bie Oberhand behalte, die Reihen ber lauett und nothgcbrungencn Republikanec find schon in das Schwanken gcrathen unb bereiten, wie dies aus einem „Debats"-Artikel crsichtlich ist, eine Schwen-kung nach bent monarchischen Lager vor. Die „Re-publique Franxaise" macht sich um bies alleS keine Sorge; sie will sich wegett bis frohsborfer „Fami-tienfeftes" beit Kops nicht zerbrechen; sie sinbet, batz nichts veraiibert sei, hochstens ftehe nun das „HauS Frankreich" auf der einen, die franzosische Nation aus ber attdertt Seite. Die feurige Begeisterung der „Unioit" konne wohl noch einige Zeit, dank ber hohett Temperatur, fortimuern, aber man mbg< sich vor bem erften Herbstsroste hiiten. Die Wflr' nimg ware wohl auch an die Republikaner |elbftiu richten. Dit Bonaparti sten find natlirlich aus Rand und Band. Gavini und andere nainhasik Lente der Partei drimgen Rouher, be Brozlte sein Ultimatum zu stellen. Aber der ehemalige Btze-kaiser will sich nicht iiberstiirzen. Er will erst war' ten, bis die Ercigmsse beslimmterc Umrisst angec noutmtn haben, the tr mit dem Mamie bricht, den Thiers den „Schutzling des Kaiserreiches" geimttm hat. Rouher hat es ganz in seiner Hand, »° be Broglie wieder in Eure gewahlt wird, indein bie zahl-eichen Bonapar-isten dieses $)eparttitt:0|® sich ganz nach feinen Winktn richlttt. Antzerdem m‘ er, wit man dtr „KSln. Zkg." schreibt, tut BesW von Papieren, bit fiir ben Biztprasidtnten bts nifttrrathed sthr berfanglicher Art sinb. Wahrtnb sich ber Schah von Ptr sitn tN bttt Resibemen Enropas wacter vergniigt hat, fchein1 tit fcinem Reiche alles brunter unb briiber zu gehfrt* Die engltfcheti Blatter haiten jiingst Nachr>chte» fiber A u f it a n 6 e gebracht, die infolge ber &’ preffungen von Seite ber Verwalttr btr Prooinze« im Siiden beS Reiches anSgtbrochtn sind. Nun britv gtn tnssi'che Blatter Schilderungen fiber baS berunwejen in den vordwtstlichu, Provinzen Reiches, welche bie persiiche Miswirtschast in grtllts Lichl stellen. So schreibt bas in Tifl'^ scheinende Blatt „Kaukas", datz an der ruffii*8Pc * sischen Greuze am Arakslusse sbrmliche Schlachw zwischen zwei concurrierenden persischen R-iuberbaN^ dtn gtschlagtn werdtn._______________________________ ^ Zur Tagesgeschichte. Der Sckah langie, wie daS ..JnnSbr. 2-96 ^ schreibt, programmatzic, Dergatigcnen SamStaz " 41/ Uhr nachminags mit seiner Suite mittelst V I zugcS bort an, tibcrnachtete in ben kaiserlichen 3tPPar meni« bet innabrucfer Hosburg uub setzte ©onniag 10 Uhr vormitiagS seine Reise nach J>alte" ' < Schon hatte es ben Anschem, als ob auch b‘«. vaS Publicum um bas Verguitgen, einen rot1*11® ' bendigen Schah zu fehen, betrogen roerbtit sollte; benn dcr .Kontg bet KLnige" hielt untcr bent hefttg-stcn Orkane, unter Donner unb Blitz feinen E-nzuz tn Innsbruck unb verfitgte sich in tintm geschlofsenen Hoswagen in {tin Abstci^qaartier; bag zahlrtiche Publicum roar gezwungen, vor bem Regen Schutz zu suchen unb nur die armcn Solbaten, bit com Renn-Platz big zum Bahnhof aufgestellt roaren, mutzien sich jut Ehre beg grotzen Schah erst in Staubroirbel ein-hllllen unb bann von einer SUnbfluth bebrohen lafsen. Ofsiciellerseils rourbe ber „Konig ber Kbnige" Dorn k. k. Stalthalter, beat Feldmarschall-Lteuienanl mil feinem Slabe, bem LanbeShauplmann unb Biirger-meister bet Stabt Innsbruck ewpfangen. Abcnbs 9 Uhr roar cine bebeutenbe Menschenmenze vor bet er« leuchteten Hofburg versammelt, roo bte Regimenlg-musik zu Ehren beg hohen Gastcg spielie. Sei eg Laune obet boShafte Freube beg inngbrucfer Himmelg, genug, bie Adfahrt beg Schah fanb bei prSchli^em Wetter stall, so batz man ben „Mittelpunkt beg Well-otlg" rechi dequem fehcn konnte; er ist burchaug nicht so libel, alS man nach tjeischiebenen Schilberungen hillte ei marten follen ; seine Heradlassung ging so roeil, bie versamrnelte Men^e sreunvlich zu grUtzen. Local- unb Provinzial-Augelegenheiten. — (Zu Bezirkgarzten) routben ernannt: Herr Dr. F. Erschen sUt Liilai unb Herr Dt. I. Paulic siit Tschernernbl. — (Ptomenabemusik.) Morgen ben 14. fpielt bte RegimemSmusik in Tivoli unterm Schweizet-hause von 6 big halb 8 Uhr abenbg. — (Die M or tali liit t m MonateJuli) tear aicht seht bebeutenb, eg statben im ganzen 92 Personen, 13 weniget otg im Monaie Juni unb 5 Personen meht alg im Monaie Juli 1872. — (Fortbilbunggcurg sllr Lehrer.) BezUglich beg heuer an ber hierortigen Lehrerbildungg-onftalt abzuhaltenben Fortbilbunggcurseg sltr Lehrer beschloh ber Landesschnlralh nachbenannte 23 ^ehrinbivibnen zum gortbilbunggcutfe einzubetusen: Oranj <5aman, Unterlehcer in Dornegg; Franz Kovac, Lehrer in Sinich; Johann Pregelj, Lehrer in ffiatsch; Lorenz Arto, Lehrer in ©agor; Johann Pokorn, Lehrer to Horjul; Joses Mchner, Lehrer tn Sl Samian ; Franz Praprotnik, Lehrer in J-schza; Paul Zore, lehrer in hl. Kteuz; Joses Dolinar, Lehrer in Sasnitz; Joljann Dover, Unterletjter in Gottschee; Johann &op, Sehrer in Reisniz; Johann Jnoan, Lehrer in St. veil; Franzigka Seine, Untetlehrerin in Altenmarfr Bernharv Janc, Lehrer in Neul; Franz Kalan, Lehrer in KimŠenit; Paul Borstntk, Lehrer in Preloka; Joh. Barle, Lehrer in Pobzemeli; Johann Jarm, Lehrer m Hlnah; Anbrcag (Seičar, Lehrer in (|aie)|; Anion Pavčič, Lehrer in Johanni«,Hal; Johann Jeti-, Lehrer in Leeg, unb Heinrich Sffiifljf, Lehrer in SteinbUchel, — unb zwar mit bem BetfUgen, bag sie verpflichiet stub, ben Portriizen unb Uebungen aug alien Veht. gegenstiinben beizuwohnen unb sich am Ende be« Curseg ^er zufolge beg Dtrectionsverichieg beschlossenen Pcu« !ung zu unterziehen, unb benfelben alg iBerglitung ber ^etse- unb Z-hrunggkosten etnen Paufchalbetrag von je ^0 fi. aug Staatgiiiitieln fllissig zu machen — FUt ^<1 tn Klagensurt abzuhalienOen (anbroinhfchaftlidjen oottbilbunggcurg stir Volkgschullehret werben 10 Lehrer zur Theilnahme namhafl qemacht unb flit jeben ein Stipenbium von 50 fl. nebst einer cnispre-chenben uteisefosten»Paufd)alocrgtiiung beantragt, — (Schuldesuch ber schnlpflichtigen Stnber Latbachg 1873.) Die zu Anfang bieseg ^»chuljahteS butchgesiihtle Schulbeschretbung ergab im dottjeit 2366 Schulpfltchtige, b. i. Uber bem fethsten Unb unter bem vierzehmen I ihre stehenbe, unb zwar 1236 Knaben, 1130 Mddchcn. Von ben Knaben Muctjien bie erfle stddlische Bolksschule bei @t. Jifob 325, bie zrocilt Volkgschule 348, bie Uebunggfctmle U3, bie evangeltfdie Schule 47. b,e Reallchule 151, bag Gymnasium 78, bag Walkherr'sche Institut 54, ie St. Petergschule 7, bie HinBelg., Sonmagg- unb Tewetbeschule 53, bie Spinnfabrtksschule 4, bie ftlein. kinberberoahtanstalt 9, anberroartige Schulen 7, feine Schule besuchten 27, von benen 19 butch Kraukheil verhinbert unb 8 nicht aufftnbber roaren. Der Schul-besuch bet schulpflichtigen MdDchcn xerlheilt sich fol-genbermahen: Aeutzere Schule bei ben Utfulinerinnen 803, innere Kiosterschule 27, Uebunggfchute 4, evan* gelische Schule 31, Privatinflilute in Laibach 142, Privatunteiricht genossen 30, Cigarrenfabrikgschule 56, Spinnfabrikgschule 6, Kieinkinderberoahranstalt 11. Seine Schule besuchten 20, roovon 13 front unb 7 nicht auffinbbar roaren. Im Bergleiche zum Schnl-jahre 1872, in roelchem 1156 Knaben unb 1079 Mabchen bie Schule besuchten, roeigt bag heurige Schul-jaht bei ben Knaben um 80, bei ben Mcibchen 51 Schulbesuchenbe mehr aug. — (Nach bem Lehrplane ber k. k. 8 e h r er i n n e n b i I b u n g g a n st a 11) fUr bag Schul-jahr 1873/74 hat ber Unterricht in bet italienischen Sptache klinftighin erst im 2. Jahrgange zu beginnen. Beiangenb bie Unterrichtgsprache sltr bie einzelnen &■> genstanbe sollcn im Schuljahre 1873/74 bie slovenische Sprache unb bie Religion slovenisch, ber Leseunter-richt unb bie M-thodtk beg RechnenS utraquistisch, alle Ubrigen SehrgegenftSnbe bagegen bentsch vorgetragen roetden, roobei nur jenen nea eintretenben Canbiba-tinnen, beren Muttersprache bie beutsche ist, augnahmg-roeife geftattet werden tann, bie Religion in beutschet Sptache zu lernen, jeboch nur insolange, bis sie sich bit erforBerltche Gewandtheit in ber slovenischen Sprache taoorben haben. — (Die ©cneralbirection ber k. k. priv. Kronprinz Rubolsbahn) verfenbet fol-genbe Kunbmachuug: Vom 10. August 1873 roirb an Degtnsecliongzeblihr bei Besiirberung von thiecifchen Rohprobucten, im Falle bte Degtnsection von einer 8anbe»regierung angeoebnet roirb, ohne Riicksichl auf bag aufgegebene obet in eineut Wagen verlabene Quantum, ob verpackl obet unverpacki, stetg nur ein Kceuzer pr. Zollzentnet beredjnet. Per Senbung werben alg gertngste Geblihr 20 kt. B. N. berechnet. Bei Trangporten von Grotz-Hornvieh obet Kalbem bleibt bie bighet normicrte Wagenreinizunggzebiihr aufrecht. — (Regierunggerlcisse im C i sen » bahnroefen.) Seiteng ber Lsterreichischen Regierung erginzen folgende Eclafse: 1. Ez si ad atle V^rkeh-rungen gegen die sich so haufig wlebecholenben Ver-unglUiungen von Menschen zu tteffen; bie zu beren Sieihiitung von Ben betreffenben Bahnoerroaltunzen zu-gesagten Borschlage werden balD gerodrtigt; ba3 Per« lonal ist von biesem Erlasie mil bem Beisltgen zu ocrfttinbigen, bah Die sich bei ber Hmtanhallung von UnglUcfesallen heroorthuenben, ebenso roie bie dtes-sall« ihce Pslicht vecnachlaj|igenoen Bebiensteten ber Genetalinspectton namhast machen find; enblich rouroen bie polttischen UnietbehocDen angcroiesen, alle iBisttebungen bet Bahndttecttonen zur B:chiitung Don Bahnnnfallen ausa (caftigste zu unterstiitz-n. 2. Eg ist die witnschensroerthe (£o.tformtttit in ben ber Zuzg-belastung zu Grunbe licgciiben Geroichtganjatzm sltr Pcisonen unb Sachen, ro:ldje in den Frachtbriefen nicht mit bem Geroichte angesetzt fiab, zu erzielen. Hietliber ftnBen betetig Consetenzen ftatt. — (Politi sche r B 0 l k g ka l e n b e r f Ur bag Jaht 1874.) So eben hat ber liberale poli-tische V-tein flic ObetSsterreich ben victten Jahrgang beg von ihm herauggegebenen „Politischrn Bolkg-talenberg* Dersenbet. Der voiliegenbe Jahrgang ent» hitlt in seinem prakltschen The>le ein vollftanbigeg, mit Schreibpapier butchschosseneg fialenbatium, bte Ziehunzstage cer in Oefterieich gang unb geber Lotletie* tffdcten, ben W-rih ber Conpong, Ben Stcmpeltatis rc. nebst aflerlci Notizen siit Felb, Hof unb Haug. Wag bie biesjahrigen Ongmaldeilriige betrtfft, so hat ber vierte Jah.gang ben Ruf Beg Kalenderg alg etnee etbten Lolksouche« roieoer beflenfl berodhrt, ja wag Reichhaltigfeit beg getwnen betrtfft, seine 33organger nod) tibertroffen. Aatzer mehteren tterthoollen Ge-bichlen von »naftofiua Giiin, HermannRollett, Fricbr. Bodenstdbt unb Carlopazo enthdlt bie ncucftc V-reing- publication biele gebiegene Beitriige, unter benen roir befonberg hervorh:ben: Am 25jahrigen ©ebachtnigtage ber wiener Mdtztage. (FestteBe von Aug. GLlletich.) Wisien unb Geroissen. (©on Dt. Karl Grlln.) Kaiser Josef II. in Rom im Jahre 1769. Papst Ciemeng XIV. Uber bit Anfgabe ber Hietatchie. Politische AuSsptlicht Don Lubwig BScnt. ©ebanfen bon Subrotg Feuerbach. Der Einsiebler im Thal. Eint Dorfgeschichte von Dr. Franz Grober. Schwurgericht unb Schoffe«-gericht. (Von Dr. J. D. H. Temme.) Vom Witken ber Gemeinbevorstiinbe auf bem Lanbe. (’Bon Dr. F. I. Ennemoser.) Wit roirb Familit unb Gemeinbt bem nachtheiligen Witken ber Geistlichkeit gegeniiber thatig fein tbnnen ? (Von bemselben.) Seine Kluft mehr zroischen Bauer unb Bllrger! (Bon Dr. Adolf Promber.) Die Haugsrau. Eine Slrasprebigt dor Heinr. Swoboba. Der Legalisierunggzroang Don Johann Fux. Die frommen gnabigen Hetren. DaS Mntter-gottegbilb in S. (Von Julius Pebetzani.) Die Wdltaugstellung bes Jahteg 1873 unb ihre Bebeutung fiir bie Lanbroirthfchaft. (Von Peter Pflngeisen.) 8teg beine Versichernnggpolizze! (Von bemselben.) Spriiche Uber bte Arbeit u. s. w. u. s. w. Der Kalenber im breiten Ktcinociao, 81/« Drnckbogen stark, koiltt inti. 6 kr. Stempel 30 ft. pet StUck; bei gleich. zeitiger Abnahme Don 50 Extmplartn unb barUber tritt ber Pteig von 22 kr. pet StUck tin; Wieber-vetkauset erhalten einen Rabatt Don 8 kr. per StUck. Pteig bei frankierter Zusenbung unter Krtuzbanb 35 kr. per Exemplar. — Alg 51. Vereingpnblication ist jUngst erschienen unb gleichfalls butch Gemeinberath Hochenegg in Linz an ber Donan zu beziehen: Gebenk, blatt zur Ecinnerung an Lie Dor 100 Jahten trfolgte Aufhebung beg JeluitenorOeng burch Papst Siemens XIV. Mit zwei Betlagen: 1) Kaiser Josef II. Uber bie Jefuiten. 2) Der Jesuit. Gebicht Don Herm. v. Gilm. Pteig per Exemplar 3 kr., unter Kreuzbanb 5 kr,, 100 Exemplare kosten 1 fl. 26 kr. Zu beziehen burch bie Buchhanblung v. Kleinmayt unb Bamberg. — (In holt ber „Allgemeinen illu-st r i t r t tn WtltaussttllungS-Ztitung" Rr. 10.) Umschlag: Ealenbarium. Mittheilua« gen ber ©eneralbitection. Internationale Augstellunz von Rinbcrn, Schafen, Schwetnen, Ziegen, Eseln unb Maulthieren (vom 30. Mai big 9. Juni 1873). Lists ber zuerkannten Preise. — AuSsteller-brefse«. — In. serate. — II l u st r a t i 0 n t n: Der Musterstall be« Herm Baron Adolf Don Ptttel. — KLnig Johann von Sachsen. — Dr. Jenner. — Die Jury in MUtz-zuschlag. — Die ZetstSrung Don Korinth. — Wala-chtsche Typen. — Mafchinenfabtik bte ®ebr. Decker unb Comp, in Canstatt. — Text: Kiinig Johann II. von Sachsen. — Japan auf ber Wtltangstellung. — Systematische Sammlung ptdpatttrtet Nummuliten, ausgestellt von Max v. Hantkeit unb Ed. ©igmunb v. MadarLsz. — Aug bet Kunsthalle. — Jtalitntfcht Sculplnren. Dt. Jenner. Statue Don Monteverbe. — Der Musterstall beg Hetrn Baron Adolf von Pittel. — Walachische Bolkgtrachten. — Die Jury in MUtz. zuschlag. — Augftellungg Dbjecte. — Die kbn. ffichfi. schen Spitzenllbppclschulen unb ihre ©ertretung auf ber wiener Weltausstellung. Von 6. A. Richter in Schroar-zenberg. — Zlindwaren auf ber SEBeltaugstcUung. Fob-rik phosphorfreier unb gistsreier ZUnbroaren von @a» bamer unb Jager in Walbenbur^. — Rnnbschau. — Techiiischet Theil. — Gebr. Decker unb Comp. Ma» schinensabtik in Canstatt (ffiUrtemberg). — Gruppe XIII. Maschinenfabtik unb Trangportmittel. — Dir Maschinen-Expvsiiion Norbarnetikag. — Litetalur. — Jnbustrieblatt: Die kegmotfer Kartoffelstiirkefabrik. Zur Thonwaren-Fabrication. — ©mgefenbet. Bolkswirthschaftliches. Bei ber erfleti allgemeinen S8erftchcrungs< bank ^Slovenija" in Laibach ergabcn sich mit Schlutz cer zuletzi abgelaufmen zwei Monaie bei bet Fcueravihciluug fotgenbe Result ate, unb zwar I. ©nbt Juni: Zahl ber PoUzzen 6870; Beisicherunaen: Kapital 27.622,331 fl.; Prdmien: bar 116,619 fl. 40 kr., in Wechseln 138,135 fl. 97 kt., zusawme- 254,755 fl. 37 ft.; hievon entsLllt an Storno und RUckdcckung: ffopital 4.916,189 fl.; Priimien: bar 24,707 fl. 62 kr.. in Wechseln 50,019 fl. 14 lr bletbt PrLmie fUr eigcne Rechnung : in barem 91,911 fl 78 kr., in Wechseln 88,116 fl. 57 kr., zusammen 180,028 fl. 35 kr. — II. Ende Juli: Zahl ber Polizzen 8000; Versicherungen:Kapital30.941,247 ft. Priimien: bar 132,016 fl. 30 kr., in Wechseln 154,397 fl. 88 kr., zusammen 286,414 fl. 18 kr. hievon kutfallt an Storno und RUckbeckung: Kapital 5.658,942 fl.; Priimien : bar 29,229 fl/ 70 kr., in Wechseln 56,385 fl. 42 kr ; bleibt PrLmie filr eigene Rechnung: in barem 102,786 fl. 56 kr., in Wechseln 98,012 fl. 46 kr., zusammen 200,799 fl. 2 kr.; eS zeigt sich fomit im Verlaufe des MonatS Juli l. I. tin erfreulicher ZuwachS von: Polizzen 1130; Ver--sicherungen: Kapital 3 318.966 fl.; Priimien: bar 15,396 fl. 90 kr., in Wechseln 16,261 fl. 91 kr., zu sammen 31,658 fl. 71 kr.; an Storno und Riick-deckung: Kapital 742.753 fl.; Priimien: bar 4522 fl 12 kr., in Wechseln 6366 fl. 2kr.; PrLmie fiir eigene Rechnung: bar 10,874 fl. 78 kr., in Wechseln 9895 fl 89 kr., zusammen 20,770 fl. 67 kr. Mugesendel. (iieeljrter Herr Redacteur! Die Veranlassung dieses Schreibens ist fur midi keines tuegS fine erfrentidie, und and) nur migeme verstehe id) mid) in einer Angelegenbeit, die doch haupIsLchlid' mcine Person betrifft, zu tern Ersuchen uni Aufnahme nachstehen ter Zeilen in I hr gefd)Stjtc8 Llatt. Die krainische Forstansstellung ist es, welche mid) dazu niithigt. Einem — wie es hietz — inehrfach getiugerten Wnnsche forjtlidier Nnssteller nnd dem hierauf an midi ergangenen SKnfe des ExecmivcorniiSs in Laibadi folgend, habc ich das Arrangement jtttet Slnefleffnng im Juli v. I., nnd schon tamals miter rcenig gilnfligeti Anspicien, iibernommen. Weder im ©eginne ber Vorarbeiten nodi spiiter Habe id) die Sefer nnferer Lanbeszeitmigen mit Notizen iiber ben Stand biefer Ansstellnngsangelegenheit, iiber metne Abreise nach nnd Heimkehr von Wien it. dgl. in Athem gefjalten, sonbent ruhig an ter Verwirklichung meiner — dies rciffen die Mitglieder der Ansstellungscommission — gewitz nicht „biirftig" angelegten Prvjecte gearbeitet. Was ein Journal fcarart den Lesern intereffant nnd z» wissen niitzlich fande, dachte ich mir, werde es ja wohl ohne-hin befommen. Bei den wahrlich nid)t geringen Cbliegenheiten meiues eigentlichen Unites beischte mir das an sich befdjeibene ttnter* nehmen doch and) zn fdiioeve Zeit- und Miiheopfer ab, nm ncch fiir Reclame forgen zn fbnnett. Id) mag hier ber Schwierigkeiten nicht gebenfen, welche 5em Arrangement ans der Apathie so vieler bebeittenber Waldbesitzer erwnchsen, nnd will nur kurz erwfibnett, datz um fangreiche Anrneldnngen nod) in der eitften Stnnbe zuriicf gezogen wnrden. ' Wiewohl ich vorher mit Riicksicht auf mein Stmt eine contrare ErklLmng abgegeben ha tie, gab id) schlietzlich dem Drnngen im Eyecuticcomite doch nach nnd verstand midi and) zur Uebernahme ber Installation in Wien. Wiihrenb eineS sechswLchentlichen Anfenthaltes dortselbst — es lag mir and) die Settnng des Povillonbanes ob — brachle ichs trvtz zahlloser Hindernisse benn bed) dahin, bie krainische Forstansstellung bei meiner Abreise von Wien ganz anfffinbig, wenngleich begreiflichertoeife ohne Pomp rind Prnnk, installiert zn hinterlassen. Wer die Kaiserstabt im April nnd Mai als Anssteller zn fleniefjen Gelegcnheit hatte, wird mir zugeben, datz es so mandie niehr als gelinde Anwandlungeu von Verzweiflung rind Entmuthignng zn iiberwiuden gab, um iiberhanpt auf seinem Posten auszuharren. Nun — dies ist voriiber, nnd die warmen DankeS-worte, welche der Herr Laudesprasident Graf Slnersperg mir Nach meiner Rllckkehr eon Wien biefiir anssprach, find mir nebst dem Bewiitztsein meineS reblichen Bemtihens nub dem Nutzen ber gesammelten (Srfahrungen ganz hinreichenber Sohn. Anch die pnblicistischen Urtheile iiber die train. Forst-ouSjtettuug, von benen mir bei meinem SSauberteben zwar alle tielleicht nicht untergeFommen fiub, fjaben mir bisher leineit ©runb gegeben, nnzufriebcner mit mir selbst zu sein, tils es jeder nach Besserm ©trebenbe mit seinen Leistnngen iiberhanpt tinnier sein wirb. Wohl aber fiihle id) mir bnrch bie Art nub Weise, wie die ,A!aibacher Zeitnng" eineu bie train. Forstansstellung tchandclnden Artikel ber AnsstellungSzeituug zur Nnmmer 3204 der „Neuen fvcieu Preffe" jiingsthin replvducierte und onberseits wieder nid)t reprobucierte, ein Unrecht zngefilgt, roelchem gegettiibcr zu schweigen ick nicht zuwege btadUe. In oiev zwei Spalien einncfjmenben Abstufen cerbreitet ifr gebachte Artikel sich iiber bie Forstansstellung Krains. ,,Nunmehr", heitzt es im Cingange, „len!eu loir bie Schritte weiier zu ber forsilichen Coliectivausstellung bes Lanbes Krain, welche in einem hdchst einfacheu, and) im Jnnern schmucklosen Pavillon nntergebradit ist, bagegen keineswegs bes Jnteresses entbehrt. Der Fiihrer, ben wir in bem oorhergehenben Locale vermitzt haben, ist nns hier zur Seite in Form eines tresflichen, auss it hr lichen K a t alo g es, verfotzt von bem Lanbes forstinfpector Lubwig Tiemitz." Hierauf fotgen statistische Excerpte an« biesem Kataloge Der »Laibalver Zeitnng" hat es jeboch nicht beliebt, bieft anerfennenben Satze des Artikels abzudrncken, — fie hat es vorgezogen, itjre Reproduction mit bem zweiteu Ab-satze besselben zn beginnen, welcher einen Ausspruch an ber Spitzc hat, ber Ihetlweise wohl in ganz entsihiebenem Wiber-spruche zu bem im ganzen wohlwollenben Tone ber Bespre-chung steht. „Die krainische Forstansstellung ist etwas Biirftig ans gefallen." Die Voranstellnug dieses Satzes ist im Zusamuienhange mit der Wegtaffung der anerkeuneuden Worte des ersten Abfatzes fiir midi entschicden uud um so mehr ein Unrecht, um so fiihlbarer als solches, weil es keiurswegs in meiner Macht war, die Ausstellung im Gegensatze zu biirftig, b. i. reich anzuorbneu nub anszustellen. Wahrenb bie benadibarten Forstaussteller ^Erzherzog Albrecht, steiermarker Waldbesitzer, ungarische StaatSgiiter* Uerwaltung, Actiengesellsdiaft fiir Forstiudustrie) zusammen miudestens 150.000 fl. fiir das Arrangement aufgewendet hatten, ist der krainische Pavillon alles in allem auf etwa ^500 fl. zu stehen gefommen; wabrend tort die Arranqeure mit ber Bestimmnng des Was nnd Wie ber Ausstellung fteie Hanb hatten, gait es hier mit bem eben gebotenen zn rechnen unb in ber letzten Zeit nod) bie Liickeu, welche bnrch ben Riicftritt mehrerer Anmelder entftanien waren, a us zusiillen. Goschieht, woran ich nicht zweifle, das Nothwendige fiir die Conserviernng der train. Forstausstellnng, Baitit wird fie ihreu Theilnehmern — trotz ber bescheibenen Ansstattuug — wohl teiue Verlegenheiten bereiten, selbst wenn es nod) fernerhin beliebt werben sollte, ans cinschltigigen Besprechnn-gen anberer ©Ifitter bas ihrminber giinstige herauszureihen. Dirs jenen Leseni in Krain, benen nicht ber Artikel in ber Ansstellnngszeitnng ber „9ieuen freieit Preffe", wohl a ber bas eircaS fonberbar heransgerbthelte Excerpt ber „Laib. Ztg." zu ©ffichte kam. Hochachtnngsvollst Ludwig Dimitz, „ 10. August 1873. k. t. Forstmeister. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Biedizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry non Con&oit. Keine Krankheit vermag der delicaten Revalesciere du Burry zu roil ?rfiehen, unb beseitigt dieselbe ohne Medizin unb ohne Kosten alle ffta„en=, Nerven-, Brnst--, Lnngen-, Leber-, Dritsen-, Schleimbaut^, Lrhem-, Blasen- nnb Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma, Austen, Unverbaulichkeit, Verstopfung, Diarrhoen, 'schlaftosigkeit, J»r -eteict. EscompI. Vi. Sranco - Austria . . *aif. Ferd.-Nordb. . kttdbahu - Gesrllsch. Jtaif. Slilabetb-Bahn. «»rl-i!udwig-B»hn. 6itbmb. Liseubahu StaatSbahu . . . e«if. Vran,-Iosef»b.. «.-B. Ifetb-gmm. Bahu . Pfandbriefe. Hutton. 8.H). betto81. Ing. Bod.-Sreditaust. lug. Sst.Bod.-Sredtt. dto. in 88 S. ritckz. . 91.— 90. SO 76.50 80.— 965.—j! 151.60 162 -238.5u tiOO. 201.50 246.— 86.- 2070 186. 217.— 220.50 150.- 836.- 217.— 163.— 90.20 83.— 99.75 87. 39 — 905. 202 248.— 87.- 2l80 187. 218.— m. 161.- 337.— 218.— 1541— 90.40 Oest. Hypoth.-Bank. l‘rioritats4)bl. Silbb.--@ef.au 500 Fr. bto. Bon« 6 9<£t. Nrrbwb.lioofl. EM.) Sieb.-B.