LllitmchelOMtUllg. N»H» V,^ ^T si. 11, halbj. fl. 5.5». Wr die ^„sleNima in« HnuS ^».4.4, ^! > «F^ halbj.öalr. Mto>:rPosl8auzi.fi.i.'>,halbj.fl.7.50. Mittwoch, 28. November Insrrti onsgebiihr bi« 10 Ztilcn: Imal 60 ti., 1^)/^/» 2m.80lr., Am. i fi.;sonft Pi.Z>:il« lm.»', lr.,2i».8lr., > ^»H«D «m. 10 lr. u. s. w. Insertionsstlmpel ledcsm. 3Ul,. ^^^^F ^^« Mit 1. December beginnt ein neues Abonnement auf die iFaibacher Zeitung." Dcr Präun merati onö-Prc is bcträgt für t'ic Zeit vom 1. bis Ende December 1806: Im Comptoir offcu......— fl. 92 kr. I>n Eomptoir nuter Eouvcrt ... 1 „ — „ Für Laibach ins Haus zugestellt . . 1 „ — „ Mit Post untcr itrenzband .... 1 „ 25 „ Llnllicher Theil. Kundmachung. Durch dieMandatsnicderlcgung dcö aus dem Wahl-kölpcr des großcu Grundbesitzes gewählten Landtags-^'geordneten Herrn Anlon Freiheriu uon Eodelli -^ahucufcld tritt die '.'liolhwendigtcit ciuer ^)lcuwahl >n dicscm Wahllörpcr cin. )t^chdcnl mit dcr Knndiuachnng vom 10. ^>loucmbcr l> I.. Z. 3238, bcrcitS dcr 3. December 1800 nls ^cr Tag festgesetzt wnrdc, an dcm in Folge des Aus->nttcs dcö Landtagsabgcolducteu uon Strahl dic Wahl eines Abgcorduclcu ans d^m Wahlkörpcr des großru Grundbesitzes stallfindcu full, so wird nunmehr znr ^lgcmciucu Keuntniß gebracht, daß au dcm gcdachlcn ^agc dic Wahl zw c i c r Abgcordnclcn aus dcm Wahl-^rpcr ^ö großcil Grundbesitzes vorgcnommcu wcrdcu U'ird, Laibach, am 23. November 1800. 5k. k. Lau d e Spräsi d i u m. Kundmachung. Die Amlsslnndcn dcr gcf^liglcn k. k. Finan;pro^ curallirsabthcilnng sind mit ("cnchlni^iing dcö hohcn Pl'äsidiumö dcr t. l. Finanzlandcsdircclion Ginz, ddo. ^. ^ioocmbcr !800, Z. 12!)8/Pr., auf die Zcit uon ^ Uhr Früh l'is 2 Uhr Nachmittags fest- nnd in Wirt« smuteit gcsctzt wordcn. Laibach, am 27. November 1866. K, k. FinanzprocnvatnrS - Abthcilul, g. Aichlttznilicher Cheil. Laibach, 28. November. ^ Es war uorauszuschcu, daß einige deutsche ^ndtagc dic schwebende Vc>faffu u g sfragc zmu Gegenstände uon Adressen au das Staatsobeihaupt fachen würden. Von dicseu Adressen liegt nun jcne ^ n i c d c r ö stc rrcich i sch e u Landtages u?r ^ns. Gcwiß tonnte ein gewichtigerer Borwurf gegen ^ü Minislcrinnl nicht erhuben wcrden, als dcr in dieser "drtssc ansgcsprochcnc: dnlch die Sislirnng der Veifas« >">'g sei die so schnlichst hcrbcigcwünfchtc Verständigung ^t Ungarn um „lein Atom" gcfüldcit wordcn, wenn "" dieser Vorwnrf wahr wä,c. Aber die Ereignisse ""bcn die mit dculschcr Gründlichkeit aibcilcnde Adrcß-^Mnussion überholt. Sehr richtig sagt cin nnabhä». ^llrö Wiener Blatt dalübcr: mau dürfe uur eine der "tzten Korrespondenzen aus Pcsl lcscn, woiauS sich er» 3^l, daß die iibcrwicgcndc Majorität des ungarischen Abgeordnetenhauses untcr Führung des Mauucö, dem ,'aar„ unbedingt folgt, sich entschlossen hat, nebcn cincr ^ bloße Ncchtiwcrwahrnng hiugcstclltcu Adresse die ^eralhima. dcr gcmciusamcu Angelegenheiten in Augriff ?!' nehmrn uud zu einem endlichen Ausgleich durchzu« I"^cn, und zwar ans Grnnd dcr Principien des Nc< ^nptes, welche auch bei den Ungaru allgemeine Zn-'"'l'Mnng gcfuudcu habcn. Mau lönnlc noch weiter sagen: Ihr sprechet bei u^cm solchcu Staude dcr großen Lebensfrage uon That. .°>ll!kcit auf freier Vahn in Jahresfrist; vergleichen wir "N'it die Thätigkeit dcS Ministeriums der nnfreicn s^l)". ^lg die Fcbruar'Vcrfassung in schönster Aliithc !^ud, ,lls,^^ ^^ schy,, j,^ NcichSrathc dcr Nuf nach in, löhmmg mit Ungarn ucrnchmlich. Dcr Schritt, dcr vollst" ^^'^ " ^'^^' ^lchlung geschah, mißglückte ^"'uwdig. Der ungarische Landtag wollte damals uon Th,^'lsteuz gcmcinsaiucr Angclcgcuheilcn zum großen dcni y'NM' nichts wissen, uud die dcr Ncgierunq oder vtt'n , ""^^ uach Bcrslcindignn^ näher stehende Partei °Htc uur fiir die Behandlung dcr gcinciuscmleu Angelegenheiten uon F a ll zu F all eine äußcrst schwache Mehrheit zu erlangen. Dann gingcn vier Jahre vorüber, ohne daß das Ministerium Schmerling es wagte, einen ungarischen Landtag zn berufen oder auch nur dcm Laude jenseits dcr Lcitha die freie Ausübung bürgerlicher Rechte zu gestalten. Und bei dcm hcutigcu Staude dcr Berslnn)ignng, welche die Adresse selbst als sehnlichst hcrbcigcwnnscht bc^ichuct, spricht man uun einem thaten-losen I^hrc. obgleich iu dieses Jahr die störenden Bor. bcrcitungeu zn einem ungchcncicu Kriege und dcr AuS< bruch deS Krieges gcfallcu ist? Was will mau dcnu mit der Adfassuug dcr Adresse, darüber muß man sich doch llare Ncchcnfchaft geben, nm nicht einen so wichtigen Act zu ciucm nicht einmal schätz« baren Material zu machen. Es soll doch ctwas Äe« stimmtcs dadurch circicht wcrdcn. Ist es nuu etwa au dcr Zeit, in diesem Augenblicke auf die Neacti» virung dcS Februar^Patentcö hinznwirtcu uud dadurch der AusglcichSpartci in Ungarn das Werk zn erschweren und den Gegnern ullcr Gemeinsamkeit iu die Hände zu arbeiten? Noch auf einen andcrcn Fehlgriff glaubt jenes Alatt in dem Adrcßcntwnrf aufmerksam machen zu müsscu. Dclsclbc richtet seine Vorwürfe gegen „einzelne" Minister. Darin liegt cinc unglückliche Eorrnption dcrjc« nigeu Vlinistcr, welche der Adrcßcnlwnrf ctwa uusgc. nommcn wissen wollte. Cinc Adresse, welche mit Festigkeit dcu constilntioncllcn Aodcn ucrlhcidigcn will, darf ciuc Vcrschicdcuhcit dcr Mciuuugcu uud Principicn in cincm Ministerinm nicht anerkennen; im Gcgenlhcilc müßlc sie, um für die Zukunft die conslitutioncllc Cor« rcelhcit dcr Slaatsmänncr zil sichern, sich gcradc gcgcn dicjcnigcn wcndcn, wclche cin Ministcr-Porlcfcnille in cincm Ministerinn» annehmen, dessen Grundsätze sic uicht thcilcn, und wir finden darum, in dcr Erklärung dcr „Wicncr Abcndposl," welche das gcmcinsamc Vorgehen sämmtlicher Ministcr bclunt, eine größere consli-tntionellc Correclheit nnd eine höhere Garantie. Oesterreich. N3ie„, 20. November. A Morgen beginnt iu dem LaudlMssaalc dic Äciuthung über den von Bnrou Tinti redigirten und uou der Presse hcutc bereits mitgetheilten Adrcß» cnlwurf. C'ö wcrdcu sich a» dieser Dcbalte fast sämmllichc heruorragcndc Ncdncr dcö Landtages bclhci« ligtn, nnd iu den betreffenden ltreiscu bezweifelt mau wohl nicht, dic Adrcsfc werde mit nur wenigen, vielleicht mehr formellen Modificatioucn angenommen wcrdcn. Anders stellt cs sich aber mit cincm Incidcnzfallc, den nnscrc Journale zwar vor Nnrzcm in Aussicht gestellt haben, an den aber hcutc noch niemand glauben kann, nämlich mit dcm Incidcnzfallc, ob Herr v. Schmer» ling wirtlich, wie oor itnrzcm behauptet wurde, iu die politische Action wieder ciutrctcn uud sich an der Debatte bcthciligcu wcrdc. Personen, welche dcm Staats« manne nahe stehen, glanbcn hieran cbcn so wenig, als sie seinerzeit an die Gerüchte vou Untcrhaudlnugcn zwi> schen Herrn v. Vcusl und Herrn u. Schmerling gcglanbl habcn, wilchc sich ans einen Wiedereintritt des letzteren in das Ministcrinm bczichcu solltcu. Ihren Lesern wird wohl bekannt sein, daß die Frcitago^Nnmlncr der „Ncncn Frcicu Presse" wegen eines Fcnillclonö „(Hin Iesuitcnzögling" confiscirt wordcn war. 6s uerlantct nuu, daß die Reduction dicscs Blattes gegcu diese Beschlagnahme den Recurs ergriff, indem sie daS zweifache Petitum stellte, daß die Nummer freigegeben odcr gcgcu dieselbe dcr ordnungsmäßige Proceß eingeleitet werden solle. Dic Sucht einiger Organe dcr Oeffentlichlcit, die sociale Stimmung Wicus als ganz nngewöhnlich gedrückt darzustellen, hat durch dic gcslclu abgehaltene ssatha« ri u cil'R cdoulc ciu kleines Dementi clhaltcn. Dicscr Maskenball, welcher alljährlich znm Acstcu dcS Pcu< sionöfoudcs dcr bildenden Künstler gcgcbcu wird, war scit laugcm nicht so besncht nnd so animirt wie gcradc hcncr. Es ist dicS im Interesse dcS so humautn Institutes außcrordcutlich erfreulich. Obwohl fich Halms „Wildfcucr" uoch immer als cin Zugstück crslcn Raugcs erweist, wurden doch nun die Rollen uon desselben Dichters Tragödie „Begun, Sonnn" bereits ausgetheilt, und das Stück wird mit Beginn dcr Fastcnsaison iu Scene gehcn. Einstweilen hat Samstag Ascher mit Sardon's „Braven Landlcntcn" den crslcn durchschlagende« Erfolg während seiner gan« zcn Dircctionssühluug erzielt. Wie», 26. November. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Zu uusercm nicht geringen Erstaunen lesen wir hcntc in den ungarischen Blättern einc Ncihc uon polemischen Bcmcrlungcn gegen die „Wiener Abendpost," Acmlrlnngcn, dic sich insbesondere ans angeblich in nuscrcm, das königliche Rescript com« mcntircudcu Artikel enthaltene „Drohungen" beziehen. Zu unfcrcm nicht geringen Erstanncn; dcnn gerade wir hatten uns, anknüpfend an cinc Bemerkung des „Pcsti Naplo," gegen die Zweckmäßigkeit uud Loyalität derartiger pnblicistischcr Demonstrationen ansgcsprochcn („Wr. Abdpst." vom 22. November), nnd bei anfmcrk-samcr Wicdcrlcctürc uuscrcs Artikels finden wir uicht leinen Satz, der in dem Sinne ausgelegt wcrdcn könnte, den die ungarischen Blätter offenbar mit Gcwalt hineingedeutet wissen wollen. Glaubt man iu jcucr Stelle ciue Drohung zu finden, iu welcher wir ausführlcu, es sci jetzt in die Hand dcs uugarischeu Landtages gelegt, die Erfüllung dcr Landcswünschc zu crmöglichcu — ciue Erfüllung, die sonst, nnd nicmaud vermöchte zu sagen, auf wie lange, in Frage gestellt sein könnte — fo liegt dem uicllcicht cinc dcr Hanptsache nach richtige Empfiu» dung zu Grnndc. Nnr möge mau die Gerechtigkeit habcn, anzuerkennen, daß er weder die Drohnng eines „snb» ültcrucn Journalisten" dcr „Wiener Abcndposl," nuch cinc Drohnng dcr Rcgicrnng ist. Die Drohung liegt in dcn Vcrhülnisscn, und wir sind in dcr That dcr Ansicht, daß cs für das Wohl Ungarns wic für das des Gc< sammlrcichcs uicht leicht etwas Bedrohlicheres geben könnte, als wenn dcr Ausgleich abermals iu Frage gestellt würde uud das offene und loyale Vorgehen dcr Regierung uicht den Boden fände, auf dcn sie ucrtraucnsuoll gcrcchnct hat. Insofernc acceptircu wir die Aeußerungen dcr un» gcnischcn Blätter nnd habcn nnr dcn Wnnsch auszu-sprcchcu, daß sie sich über die Ideen associatiou, die zn diesen Acußcrungcu führte, klarer wcrdcu mögcu, als daS bisher der Fall gewcscu. Schwerlich werde» sie das erste Glied dcr Kette iu einer Bcmcrknug der „Wie« ncr Abcudpost" finden. Und bci dicscr Gelegenheit wollen wir cinc t!cii,c Raudbcmcltuug uicht uutcrdrückcu. Dcr „P. Ll." läßt sich nicht ohne Alisichtlichkcit bericht lcn, der Artikel der „Wiener Abendpost" sci nicht von dcm Hcrrn Minister des Acußcrn inspirirt. Soll damit neuerdings angedcndct wcrdcu - - dic Blätter wa« ren in jüugslcr Zeit nicht arm an derlei Andeutungen - - daß ciuc Mcimmgsucrschiedcnhcit zw,schcn Frrihcrrn u. Bcust nnd au^cren Viitgliedcrn dcs Eabinets dcstehc, so habcn wir darauf nur wenige W?r>c zu erwidern. Es ist bereits gesagt wordcn, daß daS k. Rescript gc« meinsmn festgestellt wurde, also dcn Ausdruck dcr gc-mcinsameu Ueberzeugung aller Mitglieder des CabiuctS bildet. Und es bedarf wohl nicht erst dcr ansdlückli« chcn Erwähnung, daß auch dic weitere Behandlung die« scr Augelcgcuhcit im gcmcinsamcu Eiiwcrständnissc er« folgen wird. — Iu derPlcualversamlnlung dcr ersten österr. B ra ncreig escl l schafl, welche vor zwci Tagen iu Wicu statlfand, tamcu ein paar interessante Atitthei-lnngcn zn Tage. Dr. Groß bat nm Ansllärnna., wic cs komme, daß bci ciucr Einnahme vou 447.917 ft. für erzengteS Bier dcr Gewinn nicht mehr als 30.032 Gulden betrage, nnd dcr Director dcr Brauerei, Herr Werner, antwoltetc darauf: Die B i c rz c u g u u g iil Wien leide fast an Uebcrprodnclion, an einer änßerst gespannten Eoucurrcuz, so daß mau sagen lo'uuc, Wien halic nicht unr das beste, sondern anch das billigste Bier. Um bci solcher Eoncnrrenz bestehen, ja gegen die Kolosse von Schwcchat und Licsing auskommen zu können, müssc mau bcispiclswcisc iu SchcUcuhof die Abzugsbierc um 3'^ si., d. h. um Eiueu Gulden nnd mchr billiger verkaufen, als manches isolirte Branhaus in der Prooinz. Decke die Elzcugung dcr geringeren Bicrsortcn die Regie, so sci das schon cin Erfolg. Gewinn bringen nur die Erzeugung und dcr Export fchwcrcr LuxuSbicrc. Auf dicfcS, uud zwar in Folge dcr Idce des „Flaschen".Bieres, stcigcude Eouto sei dcr Gewinn dcs Unternehmens zu setzen. Diese Mitthei-lling veranlaßt dcn Acliouär Herrn Raftl zn der Frage, wie hoch sich der Umsatz dcS Flaschenbieres stelle. Director Werner erklärt, auf dicsc wie andere dic eigcutlichc Ge-schäftsmanipulalion betreffende Fragen erst daun aut. wortcn zn wollen, wcnu die Versammlung ctwa die Preiögebuug ihrcr Geschäftsgeheimnisse beschließe» wolle. Dic Versammlung möge sich mit der Eonslaliruug dcr Thatsache vcgnügcu, daß Schcllenhof im April 1864 vicr Eimer Lagelbicr, im April 1800 vcinahi daö Acht-» ! hundtttsache ditscr Ziffer verlauste. 1810 Wie man der „Präger Ztg." aus Wien schreibt, darf man cs jetzt als sicher annehmen, daß dic ostasia» tische Expedition, aus eiilcr Schrandcnfregaltc und einer Schrmibencorveltc bestehend und unlcr den Befehl Te« gctthoff'S gestellt, im Monate Februar ihre Fahrt antritt, um noch in der gesunderen und zugleich stürm« freieren Jahreszeit Ostasicn erreichen und lnvor noch der Peiho durch Eis für die Schifffahrt verschlossen ist, im Golf von Pclschili ihre Mission bccndcn zu tonnen. Die Expedition wird für die Herrscher von Siam und Japan — nicht für China, denn dort werden Geschenkt mir von tributpflichtigen Fürsten und als Zeichen der Unterwürfigkeit übergeben — mit einer Reihe werth« voller Gegenstände auögcstaltcl werden; in Aussicht genommen sind bis jetzt eine Marmorslawc dcö Kaifers, verschiedene Ncitcrstatncn an? Fernlolu's Atelier, Pracht-werke und Chromolithographien anö der Slaatsdruckcrci, japanische nnd chinesische Publicationen der Akademie der Wissenschaften, ein pholographischcS Pracht'Album mit Porträts der kaiserlichen Familie und mit österreichischen Landschaften, stcrcoskopischc Apparate mit je 50 Bildern, Waffen aller Art ucbst einem eleganten Waffcnschranl, Sortiments der Wiener Bodenindustrie, Glas- und Krystallwaarcu, Porzellan, Uniformtuche, Möbelstoffe nnd Teppiche, Wollwaaren, Damast, Zünd« Waaren, Parfnmericn, Stearinkerzen, Sortimente von Werkzeugen und Sensen, fcuelfcstc Easscn, Meerschaum-und Drechslerwaarcu, Pendeluhren, Stahl« und Msscr-schmiedwaarcn, pharmaceutische Apparatd (welche der Ausschuß dcs allgemeinen öslerr. Apolhekcrvereiuö zu« sammcnstellt), Marmorcrzcugnisse, Vlechinstrumenle, Korb» flcchtcrwaarcn, Parqncttc'Bödcn, Fcnstclroulctc», Zuckcr-bäckcrci, Wein, Spiclwaarcn, 5tochgcschirrc uud Saltler< Waaren. Die Mission wird übrigens, außer von den erforderlichen diplomatifchcn und handelspolitischen Be» amtcn, auch von Männern der Wissenschaft und Forschung begleitet sein. Lemberg, 23. November. Gestern war die erste große Assembler bei dem Statthalter Grafen Goln-chowsti. I>l dem prachtvollen glänzend beleuchteten Saale dcö Slatthaltcreigebändcs vclsammcltcn fich um « Uhr Abends an 300 Gäste. Beinahe alle Landtags-Abgeordneten mit dem Laudesmarschall Fürsten Leoi Sapicha, die Crzbischöfe uud Bischöfe mit den Mitgliedern der Capitel, die Generalität mit dem Olficier-torps der Lcmbcrgcr Garnison, dic Vorsteher der Civil» dehördcn nnd der Landesanstallcn und viele andere geladene Gäste waren anwesend. Der zahlreiche Damcn> kreis in Balltoilcttc verlieh der glänzenden Versammlung einen größeren Reiz. Der Empfang der Gäste von Seilen der hohen Wirthe war ebenso freundlich als splendid. Während der Soiree führte daS Orchester des 34. k. k. Infantcrie-RcgimcnlS gewählte Musitpiccen aus. Nach 9 Uhr war Thee. Die fchr animirtc Unterhaltung schloß um 11 Uhr. Von nun an foll bci dem Grafen Golnchowsli jeden Donnerstag, beim Fürsten Leon Sapieha jeden Sonntag, beim Grafen Alfred Potocli jeden Dienstag nnd Sonnabend und beim Grafen Adam Potocki jeden Montag Affemblcc sein. — Bei der Einweihung der neu errichteten Pfarr-schule zu St. Martin in Freudenberg, Bezirk Kla-gcnflirt inKärntcn, wurde von der vorherrschend slovc-nischen Bevölkerung der Gemeinde gleich Anfangs das Verlangen ausgesprochen, daß die Schule ausschließlich nur eine dcntschc wcrdcn foll. In derselben Gemeinde ist die Errichtung einer zweiten, ebenfalls deutschen Pfarrschulc zu St. Martin in Timenitz im Zngc. Trieft, 20. November. In der Sitzung des Triester Landtages vom 24. d. brachte Dr. Pitteri einen von ihm und l) anderen Abgeordneten nnlcrschricbeuen Antrag wegen Errichtung einer jmistischcn Facultät für die italienischen Provinzen Oesterreichs zur Vorlesung, welchen der Vorsitzende Dr. Bascggio anf cinc der nächsten Tagesordnungen setzen zu wollen erklärte. Der Antrag lautet: In Erwägung, das; in Folge der Vereinigung Vene. ziens mit dem Königreiche Italien im dsterr. Kaiscrstaate leine k. l. Universität mehr besteht, an welcher der Unterricht in italienischer Sprache ertheilt wird; in Erwägung, daß die österr. Provinzen, nämlich das dalmatinische Küstenland, das Fiumaner Gebiet, Istrien, die Stadt Trieft, da« Görzer Gebiet und Eüdtirol, in welchen Provinzen die natürliche Landessprache gröhtcntheils die italienische ist, sich auf solche Art einer Universitätsanstalt beraubt sehen, an welcher die sludirende Jugend nach Ablegung der Maturitätsprüfungen an den italienischen Staats- und Communal« gymnasien, die iu diesen Provinzen bestehen, sich mit Nutzen höheren Iacultätsstudien widmen lönnen; in Erwägung feiner der außerordentlichen Schwierigkeiten, welchen das Studium und der Fortschritt an den deutschen Universitäten für jene Jünglinge unterliegt, welche den Gymnasialunterricht in der eigenen Muttersprache der betreffenden nicht deutschen Provinzen erhielten: in Erwägung, daß die erwähnten Provinzen, die eine beträchtliche Gruppe von ungefähr 800.000 Einwohnern bilden, ein Conliugeut von 2000 Jünglingen stellen, welche die bestehenden österreichischen Gymnasien mit ausschließend italienischem Unterrichte besuchen, was ohnewei» ters das Verlangen nach einer Universität an der Stelle jener von Padua rechtfertigen würde; in Erwägung endlich, daß unter den Universitälssacultäten überall die juridische die am meisten besuchte ist, und daß, da u, unseren Pro. vinzen die Gerichtssprache die italienische l,t, desto mehr die Nothwendigkeit und Zweckmäßigkeit hervortritt, den Unterricht in einem filr die Rechtspflege so wichtigen Zweige aufrechtzuerhalten und zu fördern, stellen die Unterzeichneten den förmlichen Antrag, es möge dem hohen Landtage gefallen: 1. grundsätzlich die Nothwendigkeit auzucrlcnnen, daß von Seite der kaiserlichen Negierung vorzugsweise eine juridische Facultät vdcr Akademie mit italienischer Unterrichtssprache hauptsächlich zur Benützung der erwähnten österreichischen Provinzen und mit dem Sitze in einer dieser nämlichen Pro« viuzen errichtet werde; 2. ein entsprechendes Gesuch an das bohe t. l. Ministerium zu richten und A. eine aus fünf Mitgliedern bestehende Commission mit der Ausarbeitung des bezüglichen Elaborats und dem förmlichen Antrage zu beauftragen. Trieft, 24. November 1866. Unterzeichnet: Dr. Ferd. Pittcri, M. Maffei, Felix Machlig, Stefan von Conti, Maximilian d'Angeli, C. Grirardelli, Angelo Vivante, Karl Pascolini, Picciola, M. Minas, F. Hermet. Hiezn bemerkt die „Tricstcr Zeitung": Die Errich« tung neuer UuterrichtSnuslaltcn ist ohne Zweifel ein löbliches Bcginucu, uud gerade iu Oesterreich bleibt auf dicfcm Felde noch außerordentlich viel zu thun übrig, nameullich so weit es den Vollsunterricht betrifft. Grund-jätzlich läßt sich also auch gegen den im hiesigen Landtag eingebrachten Antrag nichts einwenden; doch ist es sehr fraglich, ob gerade die Negicinng bcrufm ist, die von den Antragstellern projcctirlc Anstalt mit ihren eigenen Mitteln ins Lcben zu rnfcn, und ob, wenn die Errich» tuug dcrsclbcn aus Landcs« odcr Plioatmitlcln nngc» strebt werden sollte, dicsc nicht eine dem Gcmeinwcsm nützlichere Verwendung finden tonnten. Die beigefügten Motive wenigstens beruhen auf manchen nnrichligen Voraussetzungen. Vor allciu gehört die Mchlzuhl der Bevölkerungen in den genannten Provinzen nicht dem italienischen, sondern dem slarnschcn Sprachstammc an, nnd es ist wohl ganz willkürlich, fic als cine italicuifch. nationale Gcsammlhcit aufzufassen. Ferner bestehen in denselben durchaus nicht blos Gymnasien mit italienischer Unterrichtssprache, sondern anch solche mit deutscher, an denen sich die Jünglinge zum Besuche deutscher Univc» sitälen mit Erfolg vorbereiten können; endlich isl die Gerichtssprache insofern nicht als ausschließlich italienisch zu bezeichne», als eS keiner slavischen odcr deutschen Partei verwehrt ist, in ihrcr cigcncn Mullcrsplachc Nccht zu suchen. Auch sieht man uicht ein, wer dcn Herren Antragslcllcm das Mandat gegeben hat, jene 800.000 Bewohner, in deren stamen sic sprechen, zn vertreten, da sie doch bctalmlcrmaßcn nur Mitglieder dcs Triester Landtages sind. Viele Bewohner dicscr Provinzen dürften weit mchr geneigt scin, von der Regierung die Förderung dcs Projcctcs cincr südslawischen Umucrsität zu verlangen, sür wclchc schon namhafte Fouds gesammelt sind. Gefetzt aber auch, die Anstalt käme zu Stande und cö fändcn sich geeignete Lehrer, was jctzt, nachdem Padua und Pama dem Königreiche Italien einverleibt sind, gewiß groben Schwierigkeiten untcrlicgl, so wü'rdc sich sür die Sludirendcn das Bedürfniß, sich die deutsche nebst cincr dcr slavischen Sprachen anzu» eignen, doch immer fühlbar machen — wenn sie aber, nin ihres eigenen Fortkommens willen, dazu genöthigt sind, so thun sie auch glcich besfcr daran, lhrc Slndicn an einer dcnlschcn Univclsität zu machen, an wclchcr sie jedenfalls cinc wcit nniocrsellcre Bildung erlangen nnd an der ja leicht für einige dcr Hauptfächer italienische Parallclcursc eingeführt werden können (>vic dies, wenn wir nicht irren, bereits in Innsbruck dcr Fall ist). Agram. Dic Zrinyfcicr wnrdc a>n 24. November mit cincr Vorstellung im Nationallhealer, wobei ^ Körnens „Nillas Zrinl)" gegeben wurde, bcgouncn. Am 25. prangte die Stadt im National.Fahnenschmuck. Dic einzigc magyarische Fahne, welche von cincm Hause in der Scminärgasse wchlc, wurde vom Volle herab-gerissen. Viele Sloucncu, darunter Blciwcis, Tomau,! Eosta, waren anwcscnd; auch waren die Serben, Ezcchcu, Dalmatiner, Polcn und Russen vertreten. Von Slo-ualen war Dr. Hnrban nnd Pfarrer Slota erschienen. Ein reicher Rabdincr schcnllc 10.000 Gnldcn zilr süd-slavischen Universität. Auf dcm Zriuyplatze Volksfest. (Pr.) Uuslaud. München. Anläßlich dcr Rundreise des Königs wird dcn „K. Bl." geschrieben: Ocffentlichc Blätter konnten ohne Befürchtung, dcmentirt zu werden, der Welt verkünden: „Der junge Monarch habe alle Her-^ zen im Slnrmc erobert." Es isl dem fo. Viele ur< ^ thcilsfähigc Männer, welche nicht wie die gcfammtc Frauenwelt lediglich durch die ä u ß c r c Erscheinung des Königs „entzückt" waren, sondern ihn mit psychology scher Schärfe bci dcn Vorstellungen bcobachtctcn, bcwun« ^ dcrn nicht blos dessen außergewöhnliche persönliche Lie-bcnSwürdigkcit, sonder» auch die unvcrlcunbalcn inncrcn ^ Vorzüge dcösclbcn. Der Totalcindrnck soll ein durchaus ^ günstiger gclocseu scin. Ludwig II. charaltcrisirtc sich bei allen öffentlichen Gelegenheiten als einc höchst edle, slrcbv sanic und „idealistische" Natur, beseelt vom besten Willen, ^ ausgestattet mit trefflichen Talcnten nnd voll Liebe für' seine Staatsbürger. ES wird allcS davon abhängen, in welche Bahnen dicse „idealistische" Richtung, die leicht m jugendliche „Schwärmerei" ausarten kaun, durch seine nächste Umgcbnng gelenkt wird. Dcr Foud zu einen: tüufligcn tüchtigen Regenten ist vorhanden; cr darf nur wohl bcwahrt und culliuirt wcrdcn. ! Florenz, 23. November. Prinz Umberto wird dcn Carncual entweder in Mailand oder in Neapel zu-bringen und dann eine lange Reise ins Anstand a>i< treten. — Cialdini hat die Stelle eincS l. Adjutanten zum zweiten male abgelehnt. — In Livorno ist dcr Kaufmann Mimbclli gestorben, dcr seinen Söhnen ci»c jährliche Rente von einer Million hinterläßt. — 24. November „Opinionc" meldet, die Regie-llmg beabsichtige, die im vorigen Jahre nnterbrocheitt» Verhandlungen mit dem Papste betreffs der Kirchcnfru' gen wicder anzuknüpfen, und glaubt, daß die lctztcn lc-giSlatiucn Maßregeln bezüglich der religiösen Körper/ schaften so wie dic den Bischöfen ertheilte Erlaubnis' zur Rückkehr in ihre Diöcescn dicfclbcn erleichtern ko>m< ten. — Ueber die Mission des Generals Flcury bemerkt „Oftin.," zuverlässigen Nachrichten zufolge sei dcr Oc' ncral nur behufs cincS Idccnaustalifchcs uud um die Absichten dcr ital. Regicrnug kennen zn lernen, linch Florenz geschickt worden, keineswegs aber, nm Vcrci»' barnngen über Eventualitäten zu treffen, betreffs bett» eS unmöglich sei, schon im vorans die Haltnng zn bt" stimmen, welche, falls sie einträten, einzunehmen wä'rc. „Opin." fügt bei, die Unterhandlungen m>t Frankreich übcr die päpstliche Schuld seien abgeschlossen. Italic» übernehme, nebst dem vclhältnißmäßigcn Antheil, dic Zahlung der Interessen der beiden verflossenen Semester lind dcs nächsten in Barem. Die früheren Interesse nach dcn Annexionen wcrdcn capitalisirt. — „Italia militare" sa.)t, daß alle jcnc Mitglieder dcr sogcnannlcil nngarischcn Legion, welche bisher ihre Vcradschicdui'll verlangten, mit cincr Gratification im Betrage cincr (nncmallichcn Löhnung cnllasscn woidcn seien. Venedig, 24. Nuucmbcr. Die Herzogin vo» Lcuchtcubcrg ist heute, von Nabrcsina lolnmcnd, auf dc>» Wcgc nach Padua in Mcflrc diirchgcrcist. — Hicr lrci' bcn Falschweiber ihr Unwcjcn, angeblich für Giicchcü" la»d, eigentlich adcr znin Behufe einer rcvolntionärc» Ej,'pcdilioll nach dcin römischen Gcbicte. Pari^, 2^>, Novcinbcr. Dcr „Mouitcur" zeigt hcutc dic Ernennung dcr Eommission an, die sich mil dcr Prüfung der Arl>ci!erwohnungcn, welche cinc bcsol>-dcrc Abthc,lung dcr großen Ausstelluna von 1807 lul' dcu, zli beschäftigen hat. Piäfidcnt dicscr Eolnmissio» ist Slaatsrath Eonti, Ehcf dcs laiscllichcn Eobinc!^ Anch Hcrr Dariinon, dcr bekannte Dcpntirlc vvn Par!^, befindet sich unter den Eommissionsmitglicpcr». Die berühmtesten Arbcitcrwohnungcn in Frantrcich sind die uon Hlülhanscn, wclche durch dic Initiatiuc dcs Fa< bricantcn Johann Dollfns und einiger scincr Firnndc I l,>s Dascin gerufen worden sind lind fich so trcsflich bewährt hahcn, daß sie jctzt schon bcinahc ein cigcncs Städtchen bilden. — Ein Pariser Brief vom 22. November meldet : „Im gestrigen Ministtri^athe kam die projcctiltc Rönrcrfahrl der frommen Kaiserin Eugenic abermals und, wie es schein!, wohl znm letzten male zur Vcr> haudlung. Die Gegner dcs phantastischen Planes solle» namentlich dadurch cincn besondcrcn Eindruck crziclt haben, daß sie auf dcn Bcfuch lcr Kaiserin Eharlottc in Rom und scine tranrigcn Folgcn hinwiesen lind die bcfrcmdcudc Sensation bcsoildcrs bctoutcn, die ein s" abcntcllcrlichcr Entschluß im gcsamintcn Pnblicnm llN' wcigcrlich hcroorrnfcu müßte. Nicht ungeschickt soll ma» fich dabei auch cinigcr Aeußerungen dcö päpstlichen Nlü>' tins, Ntsgr. Ehigi, bcdicnt habcn, dcr noch neuerdings mit augcuschcinlicheiu Nachdruck betheuerte, wie Pinö >^' fcst cntschlosscu fei, Rom nur im allerhöchsten Noth' fallc zn verlassen. Was freilich fönst über dic O^ sammthcit dcr übcr diesen Gegenstand geführten Vcl'^ handlnngcn verlautet, läßt kaum cincn Zwcifcl ü'c^ daran, daß beim heiligen Vater persönlich die zwcifcl' lose Abficht zur Herrschaft gelangt ist, zugleich mit dcil Franzosen dcu Vatican lind die „Bnchse" zn verlässt'^ in die man ihn seiner Mcinnng noch einsperren möchte« — Nach dicscr Eorrcspondenz sollte cs also scheine»', daß die Kaiserin Engcnie nicht nach Rom gehen wird-Indessen licgcu telegraphische Nachrichten von cinc'U spätern Datnm vor, welche beweisen, daß die Kais^ ihre Absicht durchaus nicht ausgegeben, wohl ndcr siw man, daß man alle Mittel unsucht, nm die Kaise"' von ihrem Gedanken abzubringen. Die Abreise dcö Kaisers uon Mexico wird, lv> man in Paris glanbt, die Vcrlänacrnng dcs Aufc"^ haltcs dcs französischen Expeditionscorps in Mexico z' Folge habcn. Hicrinit übereinstimmend ist auch die r>o> französischen Mari'ncministcrium ertheilte Weisung, " Ordre vorläufig zurückzunehmen, welche den Abgang mchrgcnannlcn großen Transportschiffe nach Mexico I dcn 5. December angesetzt hatte. < — Dcr „Monitcur" gidt in cincr Correspond ' aus Eompii'gnc das Journal des doitigen H"l^ cuthalts. Er beginnt mit merklicher Absicht: „" Anfcnthalt dcs Hofes in Eompii'gnc uud das lya u Leben, welches dcr Kaiscr dort führt, die Arbeiten " Anssingc, denen sich Se. Majestät überläßt, ^N"' ^ aller Welt, dcn ansgczcichncten Gesundheitszustand Souveräns zu constatircn. Am 15. d. soll der l^ , cincr Sitznng der Militär-Commission prastd'tt l)" , wclche uicht weniger als scchs stunden gcdauer « ^ soll, Promenaden zn Fuß, zn Pferde nnd z" " ' ,, Jagden, Bantcn.Bcfichtignugcn, Thcatcr-VorstelU" ^ allcS nchmc seinen regelmäßigen Gang wie soni». 1811 ber Jagd am letzten Montag war der Kaiser „der König der Jagd" mit 193 Stück. Am Mittwoch hat er nach dem Ministerrathe zu Fuß einen AnSsiug in den Wald gemacht. London, 23. November. Neben den Reform-Meetings nimmt gcgcnwärtia, keine innere Angelegenheit mehr die öffcnllichc Aufmellscunleit in Anspruch, als die Soldat c u f r a g c. Ucbcr den bekannten Bericht der königlichen Nckrutirungscommission brechen so ziemlich alle Alälter den Stab. Am kräftigsten spricht sich hierüber „Daily Telegraph" aus. So sagt cr unter anderen: „Fragen wir, warnm der Armeedicnst so unpopulär ist bei jungen Leuten, welche die größten Mühseligkeiten und Entbehrungen des Goldgrabcus, Schafhütcns oder Wälder-lichtens in Australien oder Amerika vorziehen, so müssen wir als die Grüudc bczcichuen: Erstens den Dienst in den tropischen Gegenden ; zweitens die Peitschenstrafe; drittens dic lauge Dancr der Dienstzeit. . . Wäre es nicht möglich, unsere englisch redenden Kolonien in Nordamerika nnd Australien zur Garnison ihrer cigcucn Städte zu zwingen, vovanögcsctzt, daß wir ihnen im Fall eincs wirklichen Angriffes bcistthcn? Und könnten wir nicht in nnscren tropischen Besitzungen jene Sikh-Negimcntcr verwenden, die nnter englischen Officicren überall hinzugehen und alles zu nntcrnchmcn bereit sind? Wcun wir auf diese Art aus unserer ganzen Armee das machen könnten, was jctzt die Garden sind, so würden wir den Dienst uugcmein popnlärcr machen bei den besseren Classen, die in der Hitze ber Schlacht gerne genng die Abwesenheit von dcr Hcimath ertragen, aber gar nicht gern in go fährlichcn Mimcücn sich langsam zu Tooc backen lasse». (Dic Garden dienen nur im Kricg außer Landes.) Da wir ferner täglich bessere Leute uutcr die Fahne zu locken suchen, ist es nöthig, ist es klug, die brutale Peitschen, strafe beizubehalten? . . Sie schreckt lausende mnthiger Vurschcn von ciucm Dienst ab, in welchem ein übereiltes Wort, eine uatürlichc Aufwallung sie einer solchen Entehrung aussetzen kaun. . . Wcun wir die Dienstzeit verlängern (12 Jahre sind für einen jungen Mann uou 18 ciuc Ewigkeit), so machen wir aus unseren dienen« den nud garnisonirlcn Soldaten einen sehr kleinen Theil der Bevölkerung, während eine kurze Dienstzeit eine wcit größere Zahl von Engländern durch Reih und Glied suhrm uud daher iu dcu Ausgetretenen uns das Ma< tcrial, wenn nicht die Form einer Reservearmee geben würde." Hagesuemgkeitm. — Se. t. l. apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 21. November d. I. dem außerordent» lichen Professur an dcr Wiener Universität und Primarärzte des allgemeinen Krankenhauses Tr. Karl Sigmund in Äncrleninmg scincr nm die medicinischc Wissenschaft Mvoibenen besonderen Verdienste den ungarischen Adel mit Nachsicht der Taien allergnadigst zu verleihen geruht. — Das „Memorial diplomatique" vernimmt, daß Oesterreich die von den französischen HandelsvertragS.Vevoll' 'nächtigten verlangten Neductiouen de3 Tarifs auf Seide und Porzellan zugestanden hat. — Der Schriftsteller Vraun v. Braun thal, Mit» glied des Vereins „Coucordia," ist am 20. d. gestorben. — Am 24. d. M. 3Ibcnd5 nach 9 Uhr, als der Postzug nach Linz abgehen sollte, erschienen am Westbahn» Hofe in Wien zwei Engländer in Begleitung einer Dame, welche plötzlich in einen Wortwechsel geriethcn, dcr so heftig wurde, daß ein anwesender Beamter Nuhe stiften wußte. Im nächsten Augenblicke aber eilten die Engländer lu den Park hinan?, warfen die Nucke ab und fingen hier, vhne sich um die zahlreichen Passanten zu lümmern, auf echt englische Art zu boxen an, bis einer der Kämpfer durch l'nen wuchtigen Stoß auf die Blust zu Boden geschleudert wurde. Die Verletzung desselben war so bedeutend, daß cr lange Zeit nicht grheu tonnte und von seinem Gegner ">>d der Dame, »vclche mit der größten Glcichgiltigkcit zu« Lesehen halte, hinweggeführt werden muhte. — Es taucht nun neuerdings das Project auf, die Beheizung der Eisen bahn waggons im Winter mittelst heißer Säcke mit Sand, die unter dem Boden des ^oupArbeit hiesiger Literate», der Herren Marius v. Tuailo (pseudonym) und Heiurich Penn, schildert in scharfen Zügen und mit interessanter Charakteristik, ge. hoben durch eine glänzende Sprache, jenes Salonleben, desfen Scheineristenz entweder zur Verzweiflung oder nüchternen Umkehr führt. Die Beliebtheit des vorzüglich talentirten Aenefuiantcn läßt ein reich gefülltes Haus erwarten. — In Prag verfchied am 2«. November nach lur« zem Krankenlager der Director des dortigen Allstädter Gymnasiums, Herr Johann Necasel, der sich in unserem Lande während feiner mehrjährigen Wirksamkeit als Director des Laibacher Gymnasiums, ferner als eifriges Mitglied des historischen Vereines hohe Achtung erworben hat. Als eines seiner Verdienste ist aus den letzten Jahren die Gründung eines Privat - Pensionsfoudes für die Witwen und Waisen von Professoren an den Mittelschulen zu erwähnen, eiu Unteinehmen, wodulch cr sich uicle seiner Berufsgcnosfen zum Tante verpflichtet hat. Seiu humanes Wirken, seine in vielen Richtungen bethätigte Begeisterung für die Wissen, schaften und schönen Künste sichern ihm ein dauerndes, ehren» uoNeö Andenken von seinen zahlreichen Freunden und von allen, die Gelegenheit hatten, ihn näher kennen zu lernen. Die studirende Jugend des hiesige» Gymnasiums hat aber noch besonderen Grund, ein dankbares Andenken an ihren ehemaligen Director zu bewahren, da derselbe den Unter« Mungssond für arme Gymnasialschüler geglündet hat. Auch huren wir, daß viele Verehrer des Dahingeschiedenen beab» sichtigen, morgen einem von einem seiner hiesigen Freunde abzuhaltenden Scelenamte beizuwohnen. (Theater.) Auch die gestrige Aufführung von „Robert der Teufel" war eine äußerst zusnedenstcllende, und alle Träger der Hauptpaltien theilen sich in das Verdienst, zu diesem guteu Erfolge ihr Redlichstes beigetragen zu haben: ganz vorzüglich aber schienen uns Fll. Uetz und Frl. Blum disponirt zu sein, und waren deren Leistungen, be« sonder« jene der erstgenannten, ganz verdienstlich. Von den Schwächen und Vlüßen der Aufsllhrung haben wir bereits anläßlich der ersten Vorstellung dieser Oper gesprochen' sic liegen ja zumeist nothwendig in unsern Provinztheater-Verhältnissen, doch für einen Uebclstand, wir meinen daö Diötoniren bei gewissen Ehorstellen hinler der Scene, können wir diesen (intschuldigungsgrund eben nicht geltend machen: der „Hdllenwalzei" im zweiten Acte ging übrigens bei den Schwieligleiten, die sich hier darbieten, gauz gut. Was die Stimmung des Publicums anbelangt, so war sie ungleich animiller, als bei der Samstagsvorstelluug, vielleicht weil sie eine minder „gedrückte" war; fast jede Nummer wurde mit lautem Veifalle aufgenommen. Au5 den Landtagen. Innsbruck, 26. November. Mit Hinblick anf die hochverräterischen, die Losrrißun^ Süd.Tirols von Oesterreich nnd Tirol bezweckenden Bestrebungen eiucr gewissen Partei wird der Dringlichkcitöautrag rcs Ab' geordneten Freih. Ignaz v. Oiovanclli nnf Bestellung eines Comil^'ö zur Berathung üdcr die gecignetstcn Mit-tcl zur Erhaltung der Einheit uud Eigcnthumlichkeit des LaudeS angcuummen. Linz, 20. November. Dcr Bericht des Lcmdck-ansschusscs betreffend dic Pfarrarmcniuslitutc wird d>m Gcmcindccomil^, dcr Bericht das Bolksschulwescn betreffend dem UnterrichtScomill'! zugewiesen. An dcr Debatte vor Zuwcisuug des ersten Berichtes über dic Form» frage bcthclligtcn sich dcr Bischof von Linz, daun die Abgeordneten Groß, Hann, Wiescr uud der Negierungs-vcrtrctcr. Prag, 26. November. In der hcntigcn Sitzung stellt der Redactenr dcr „Politik" Skrcj SkofSky sein Wahlccrtificat wcgcn formeller Wahlgcbrcchcn zn-rück und verzichtet auf seiu Maudat. Der Obcrst-landmarschall crklätt die anläßlich dcr Wahl Skrejs-lofsky'S eingesetzte Commission für aufgelöst, da deren Anfgabc erloschen sei. Abg. Zeitham m c r verlangt, es solle über Anwendung des Immunitätsprincips dcr Antrag gestellt werden, die Commission nicht aufzulösen; der O bc r stlandmarsch all erklärt, die Eommission sei nur für einen speciellen Zweck niedergesetzt worden. Hierauf werden die Wahlen mehrerer ncugcwähltcr Ab» geordneten aguoscirt. Prag, 26. November. Die Debatte über das Ar mengesetz wird fortgesetzt. Im Verlaufe dcr Sitzung treffen zwei Nea.icrungsvorlaa.eu cin, nämlich cm Gesetz über die Kundmachung der LaudcSgcsctze nud die Wiedervorlagc deS Gcsttzcs über dic Erleichterung industrieller Bauten. Troppau, 26. November. Das Prälimina r für 18 0 7 wird vorgelegt und dem Finanzausschusse' zngewicscn. Sodann wnrdcn die laufenden Angelegenheiten erledigt. Pest, 26. November. Ueber das Zahlenverhalt« niß dcr Landtagsftartcien verlautet bis zur Stnndc so viel, daß im Dcak-Elub 126, im Club der Linken «5 eingeschrieben sind, während 16 als Unabhängige eine besondere Grnpfte bilden. Diese Ziffern sind jedoch keineswegs als feststehend zu betrachten, da viele sich noch nirgends eingeschrieben haben, andere noch schwanken. Neueste Nachrichten und Telegramme. Berlin, 26. November. Die Dotations.Eommis. sion beschloß heute auf Antrag Forckenbeck'S, beim Hause zu beantragen, daß die fernere Berathung der Eommission mit dcr SlaatSregicrung geheim geführt werde. Der Finanzministcr findet hierin ein Entgegenkommen. In Abgeordnetcnkrcisen circulirt ciu Schreiben Bismarck's, welcher bittet, ihn bei der Dotations-Angclegenhcit unberücksichtigt zu lassen. Verlin, 26. November. (Abgeordnetenhaus.) Sta< vcnhagcn stellt dcn obcn gemeldeten Autrag dcr Do-lations'Commissiou. Frcnzcl widerspricht. Dcr Antrag Stavenhagcn'S wird angenommen. DaS Gesetz bezüglich Ncgnlirung dcr Grundsteuer wird unverändert ange« nommcn. Dresden, 26. November. Die Nbgcordncteukam« mer genehmigt die unveränderte Forterhcbnng der Steuern für das Jahr 1^6? und bewilligt die für die Theil» nähme an der Pariser Ausstellung geforderten Kosten. Floren;, 26. November. Die Journale berichten, Vegczzi werde uächstcus in einer Mission dcr Regierung nach Nom zurückkehren. Venedig, 26. November. Dic bisher bekannten Wahlen sind für die gemäßigte Partei günstig. Paris, 26. November. Die me^icanischc Gesandtschaft widerspricht dem Gerüchte, daß derselben ctwaS Positives über die Abreise des Kaisers Marimilian nach Europa bekannt geworden sei. Dieselbe erwartet erst mit dem angekündigten Eintreffen dcS englischen Dampfers nähere Nachrichten. Telegraphische Weckselcouvse vom 27. November. 5perc. MetalliqneS 59. — 5perc. National Anlehcu l!6.'/0. --Oanlacticn 7K'. — Ereditacticn 154.10. — 1860er Staatsanlehen ^1,10.—Silber 12Ü.5>s>.-London 127.50.—K. t. Ducale» 0.07. DaS Postdampfschiff „Bavaria," Capital, Meyer, ging, rxpeditt von Herrn August Bollen, William Millers Nachf., am 24. November voll besetzt von Hambnrg vin Southampton nach Ncw'Mork ab. Milde Gaben für die Abbrändler in Stra fisch nächst Krambnrg siud im Eomptoir der „Laib. Ztg." eingegangen: Laut letztem Verzeichniß........116 ss. Vom Herrn PoSpihal ........ 3 fl. „ „ Anton Baron von Codclli . . . 25) „ „ Ncchunngsrath Bosizio .... 5 „ „ Zahnarzt Engländer.....5 „ „ Ioh. Kastcllitz, jubil. k. k. Hilfs« ämleidirector.......5 „ Frau v. Welsch....... . 2 ',', zusammen . . 161 ft. Berichtigung. In dem gestern veröffentlichten, Verzeichnisse der Spender zur Sammlung des Herrn Terpin ist zu lesen: Josef Pan er statt Josef Auer. Keschäfts-Zeitung. Hum Haudeltzvertraa mit Frankreich. Dcr Abschluß eines H a n d r l ö v r r l r n g c ö i» i t Frankreich ist lxn'itö so writ ssrdichcm, das; unr nirhr diü forlnclle Ürlcdissnilg dr5sc1l.'di zu s>l'U'ärtigr!i ist. Von Frcnilrcich soll dl'r Herzoci von GraiNüwnt ziir llntnschnft dr^ Pertm^'i« ermächtigt wordcii sein. Ocstcrrnch wurden voil S^itc Franlrl-ichs nicht nur die Vegttn-stigliügcn ziisscstaiidril, wrlchc dl'r Zollverein crlaimt hat, sondern noch ssvößc« Vorthl-ilc, namrutlich in Äc;ug anf dio Eisenindnstrie nnd Stahlwaaron (Sicheln, SoiilVii nnd dcrgl), ^cder, Glas, Mrrrschaiiln, l'esoiidrrö adrr in Züüdwaan'ii. ^ian crwarlci die?-sall« niit jcdnn Tage die Aülunst der französischen Coimnissäre. Vtit Rücksicht ans den italienischen Handelsvertrag haben die Vcr-haüdliuu^il dereitö begonnen._______________________ Theater. Heute Mittwoch den ^tt, November: Aus der komischcil Vper. Lustspiel in cincin Act von Förster. Umsonst. Posse iu 1 Act von Ncstroy. Morgen Donnerstag den 29. November-Das Gut Waldcaa. Posse mtt Gesang in 3 Acleu vün Novv. 3!letelirosossiscllo 3äeul)achllUlnen in Laililich. ^___« ^I^ ZL ^" A3 t' u. Mg.! 323ea'j 0.0 ^ windstill ! trM 27. 2 „ 3l. . 328.0i ^ --»- 0.4 ! windstill triidc 0.W l10 .. Ab. , 323.,.5 ^ — 1.2 ^ windstill - Nebel ^ Die schneeweiße gleichförmige Wolsendccke tagiibcr geschlossen. Die vcgendurchträiiltc'Schneedecke Abend« gefroren. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmal, r.