Deutsche Wacht. -----OBOQO-- Anlijf BaAt* rtfr»riat i«d«» Sonnte» »ab Bonner«!« morfletH IM» i»Orl (aiiuni bre ©etinto/jsbriln«» ,®ie Sftbmarf tat Slili mit Zuste»>ing In« Hau» monatlich ff. —.55, oimtlidbri* R. IM, »albjahrig «■ V®#t! «oltocrtmbuns: Slertrliabrl« ft. I.«. »»lbMrig S. 3.3J. aautiabtl.) fi. «.40. — ttnpliM Nu,me« ? «I. »n,e»ze>> mttben nach Earil bered*«. »rt 8(t«ra »IrteboUaflnt entfji«Aoibtc teil BiU boeutrnbm anfünbMuttöi -Knfe»c>i. 3«i #111'. wottcn k>lche bttm flrcraalter der „Deutschen Wz»»" Herr» W. C oft*. &iui>rpla( 4. ebener big a»«-g«ben m. itutrrfir Mft: BKrtaoöch I.üt So,»«Iag 10 Uhr ilMwtrlat; Spiechftunlx» o«n II—12Ubt oormtttqg« im» oon 3—fc slbr iu tn'Ui Ifl. Sid rI > 11»> > » » z Herren Är. 15, I Blwf- SBttchftuiibeii H Heran»' 11—12 U$r oonnrttna« (mit «»«Nahme »o« Miltmoc». e. — ÜftUnwIloii«« fbib portofrei- — (*er..ttf, Kren Serfnffet Km fflrbactmt mtbdiumt Und, »nnen nicht berück -sichtig! werben. ««tXn »IX» in der «uchhanblung »«« Herrn Atitz »«ich »ereitiolüigR erstellt. _ I und Redacteur«: Nr. 80. Cilli, Sonntag den 6. October 1895. XX. Jahrg. Mer Merkatten gegenüber dem neuen Gavinet. J. K. Die officielle Ernennung des Cabinets 9obtn: ist erfolgt. Mitte October soll der W«rath seine Thätigkeit wieder aufnehmen. M Deutsche, dem die jüngsten Ereignisse frisch « Gedäcktnisse find, wird auch diesem neuen fettntt mit Misstrauen begegnen und sich mit Mi Gedanken vertraut machen müssen, dass das-itll* schwerlich eine andere als etwa eine er-jrwzenc Rücksicht auf die 10 Millionen deutschen «Mbürger nehmen werde. Der Faustschlag, kl die Regierung und das letzte Cabinet uns !«Mn versetzt hat, war zu gewaltig, als dass n ihn so leicht vergessen könnten. Es lag in kr Macht der Regierung, die Frage Cilli von wLildfläch« verschwinden zu lassen, die Ent-ichlmg eines deutschen Gebietes zu verhindern. £«& sie blieb aus dem Standpunkte, das NaoisierungS-Gymnafium, koste es, was es wolle, enichcca zu lassen, umbekümmert um die Proteste »»syrischen Landtage», von unzähligen Stadt-nb Gemeindevertretungen; sie zweifelte aber nicht n dem Gelingen dieses Planes, da sie voraus-ftxn konnte, das« es unter den deutschen Volks-lern gar viel« erbärmliche Seelen geben «&, denen die lächelnde Regierungssonne lieber Ü, als die heiligen Interessen ihres Volkes. Sie «jedoch durch ihr Vorgehen einen groben Fehler hjwgtn, indem sie einerseits das Aufkommen na Bölkleins begünstigte, das in keiner Hinsicht Nvedeutung ist, anderseits aber das National-M der deutschen Bevölkerung tief verletzte und t Gegensätze zwischen den zwei Stämmen ver-Wie! sie möge auch daher nicht glauben, dass D Deutschen gute Miene zum bösen Spiel ge- macht haben, oder dass der Cillirummel, wie das ultramontane „Vaterland" diese Herzenssache unseres Volkes nannte, aufhören werde. Mit blutigen Lettern ist das Wort Cilli in unserer Geschichte und in unseren» Herzen geschrieben und solange deutscher saut in Oesterreich erschallt, wird der 20. Juli ein Tag sein, an dem wir uns mit Trauer und Erbitterung der uns angethanen Schmach erinnern werden, aber e» wird auch ein Tag sein, an dem wir schwören werden, treu zu sein unserem Volke, Liebe zu hegen für unser Volküthum und nicht zu rasten in dem uns aufgedrungenen Kampfe. Ja für uns Deutsche gibt es heutzutage keinen Frieden mehr; wir haben in den letzten Jahren viel Trauriges erlitten, wir wurden fort und fort gedemüthigt. Wie traurig sieht es nun in unserer Mitte aus! Wenn der Volkskaiser Josef seinem Grabe entsteigen und wahrnehmen würde, wie sein heißgeliebtes deutsches Volk bedrückt wird und zusammenschmilzt, es würde ihn Trauer und Angst beschleichen, aber er würde auch aus-rufen: „Deutsches Volk, du bist selbst an deiner Lage schuld, warum bist du so wenig zäh und ausdauernd in nationalen Dingen! Warum bist du nicht der Schlange auf den Kopf getreten, warum hast du den Wolf aus deiner Hürde nicht vertrieben?" Und er hätte recht! Abgesehen von dem Mangel an Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit, hat das deutsche Volk innere Feinde, die an seinem LebenSkeiin nagen, die die Nnigkeit stören, die diejenigen, die ihr Volksthum und ihr nationales Wesen über alles lieben, hassen und verachten. Sie ist es. die satanische Brüt der Clericalen, sie ist der Todeskeim unseres Volkes. Wenn diese unumschränkte clericale Ge-walt über Hunderttausende von Volksgenossen diesen irgend einen sinanziellen. wirtschaftlichen oder die geistige Bildung fördernden Vortheil bringen würde, so könnten wir das noch dulden. Doch mit Angst und Bangen sehen wir dem wirtschaftlichen und finanziellen Untergange, der von Tag zu Tag sich steigernden Verdummung der deutschen Bauern und der mit kalter Berech-nung ausgesührten Preiögebung deutschen (Äebietes zu: Angesichts dieser Gefahren bleibt uns nichts übrig, als einen rücksichtslosen Kampf gegen den Clericalismuö zu führen, den Damm, der uns von unserem Volke trennt, mit Gewalt zu brechen, damit wir uns mit demselben vereinigen und für unsere heilige deutsche Sache eintreten. Wir dürfen vor der Schwierigkeit des Unternehmens nicht zurückschrecken und an dem Gelingen desselben nicht ziveiseln, wir müssen uns das Sprichwort „Dem Muthigen gehört die Welt" vor Augen halten. Ahmen wir unsere Gegner, die Tschechen. Polen und Slovenen in der Rührigkeit, Ausdauer und Selbstaufopferung nach, dann wird es auch uns möglich sein, die Volksverräther in unserem eigenen Volke zu zerschmettern. Sobald das deutsche Volk von Schmarotzern und fremden Ele-menten gesäubert ist und eine Volkspartei sich bildet, die bei ihren Handlungen nur von natio-nalen Gesichtspunkten geleitet ist, dann werden auch bessere Zeiten für unser Volk eintreten, dann wird man auch vor uns Achtung, und gegebenen Falles auch Furcht und Schrecken haben, wenn wir auch nicht in der Majorität sind. Denn 70 bis 100 Abgeordnete, die von wahrhast nationaler Gesinnung erfüllt sind, werden die Interessen der Deutschen wirkungsvoller vertreten, als 200, deren Rückgrat vor lauter Kriechen ge-brachen ist und die nur auf das Einstecken der Abgeordnetendiäten bedacht find. Wir verlangen von den jetzt nach Wien ab reisenden Abgeordneten, dass sie einmüthig die gesetzliche Anerkennung der deutschen Staats- Feuilleton. 3u spät! Iie Glücksgöttin hatte sich als launenhaftes &ib erwiesen. Jahre hindurch hatte sie ihren Ita gehätschelt und nun, da er ihrer Gunst » nothwendigsten bedürfte, ließ sie ihn im jbick. Jsbtsfen schien es, dass sich der bankerott ge-| Kiene Edelmann die Sache nicht allzusehr zu Kp gehen ließ. Er schüttete das letzte Gla» Qem! hinunter, warf den letzten Fünfziger, den r w der Börse hatte, als Zahlung dem Kellner f» md gieng unter den Bücklingen des aufwar-toi« Personals auf die in elektrischen Lichtern | rßnhlende Straße hinab. .Wohl denn," murmelte er vor sich hin, wir nicht in Gold zahlen können, das be-jlktyen wir mit Blei!" tin Liedchen vor sich hinträllernd, schlenderte a «Massig auf dem glatten Asphaltpslaster da-| p. Suä den funkelnden AuSlagesenstern strömte faitiruVj vicht auf die Spaziergänger in der &n&. Da drängten sich lebensfrohe Frauen, Mädchengestalten dicht neben ihm. Er kannte UbHc und hatte sie sonst als höflicher Cavalier BK gegrüßt; heute that er's nicht. Er drückte |jet Mnocle ins Auge und lächelte höhnisch. ,)hr seid auch nicht besser wie die übrigen; eine ist wie die andere. Sucht euch einen anderen Narren. Adieu!" Er kam an einer taghell erleuchteten Auslage vorüber, das war das Bureau der Banksirma „Goldmann und Comp." Just morgen wird da einer seiner namhaftesten Wechsel fällig. Mit scherzhafter Herablassung legte er seine Hand dem in der Thür seiner Wechselstube stehenden feisten Banquier auf die Schulter. „Wir prolongieren nicht mehr, Herr Gold-mann," sagte er, „morgen wird bezahlt. Haben Sie nicht eine gute Cigarre bei der Hand?" „Bitte recht sehr, Herr Baron." Als er des Banquiers glattes diensteifriges Gesicht sah, konnte er sich des Lachens nicht ent-halten. „In den Augen dieses Mannes," dachte er, „hat das Metall, mit dem ich bezahlen will, schwer-lich einen Wert. Was würde er für eine Miene machen, wenn er das Morgen voraussehen könnte ? Der Alte raucht feine Cigarren, der morgige Prosit trägt's ja . . Damit schüttelte er dem Banquier die Hand — das durste er jetzt schon thun — und setzte seinen Weg fort. Er gelangte in eine finstere enge Quergasse. Aus den offenen Fenstern der Kellerwohnungen drang ihm ein laugen-schwangerer Dunst entgegen. Im ersten Augen-blicke führte er unwillkürlich sein Taschentuch zur Nase; aber dann trieb ihn eine sonderbare Neu-gier an, das Unbekannte kennen zu lernen. Er blickte durch eines der Fenster hinab. Ein ganzes Rudel halbnackter Kinder kugelte sich da zwischen den Wänden herum. Ihre Mutter stand in Pantoffeln und mit aufgeschürzten Aermeln vor dem großen Wasch-tröge und hantierte schweißtriefend in der schmutzig-grauen schäumigen Flüssigkeit herum; der Fami-lienvater lag halb entkleidet auf dem Bette und paffte aus seiner Pseife. Dein zimperlichen Cavalier lief'S bei diesem Anblicke kalt über den Rücken. „Pfui, das ist auch ein Leben!" sagte er. Er langte verstimmt und zerstreut in seiner Wohnung an. „Martin." rief er seinem Diener zu, „halten Sie sich bereit. Ich werde Ihnen einm Brief übergeben, damit suchen Sie den Herrn Baron Dürrfeld auf und übergeben ihm den Brief, wo immer Sie ihn finden. Die Sache ist dringend." Er trat in das Zimmer und setzte sich an den Schreibtisch, Er nahm eines der mit Wappen ge-zierten Briefpapiere hervor und warf eilfertig die Worte darauf: „Kein Geld, keine Ehre mehr! Wenn du dieses mein Schreiben erhältst, lebe ich nicht mehr. Dein Freund Nikolaus." Als die Schritte des sich entfernenden Dieners auf dem Corridor verhallten, schloss er hinter ihm die Thür ab und gieng in sein Zimmer zurück. Er stellte den Wecker ein, setzte^ ihn aus den Tisch, streckte sich in den Lehnsessel hin und be-gann nachzudenken. Wie doch das Leben so sonderbar ist! Ihm war beim Kartenspiel statt eines Königs eine 2 „Deutsche Wacht ' 1895 spräche vorschlagen und eventuell bei neuen, gegen die Deutschen gerichteten Bedrückungsmaßregeln dem Reichstage den Rücken kehren. Wir verlangen dies aus Liebe zu Oesterreich. Wir wollen, dass Oesterreich österreichisch, d. h. deutsch regiert werde, da dies nur ein confequenteS Verfahren in Anbetracht der Vergangenheit unseres Staates wäre. Wir werden schließlich mit unserer ganzen Kraft, mit Begeisterung für den deutschen Charakter Oesterreichs eintreten und werden dadurch — wie auch früher — zeigen, dass wir nicht Hochver-räther sind — wofür wir Deutschnationale ge-halten werden ivenn wir unser Deutschthum betonen, sondern eben Oesterreichs Heil wünschen. Keine Regierung wird daher unser Vertrauen er-halten, die sich nicht ihrer Pflichten gegenüber dem einzig staatserhaltenden treuesten und größten Volke, gegenüber dem deutschen Volke, bewusSt ist. Der Pole Badeni merke sich das. Wie Deutsche Aotkspartei. Einen praktischen Hinweis auf die eventuelle Gestaltung der allseits ersehnten Teutschen Volks-partei finden wir in der „Leitmeritzer Zeitung". Eü heißt da: „Wenn wir für die deutsche Volkspartei eintreten, so handelt es fich uns nicht darum, zu den zwei bestehenden Fractionen eine dritte zu schaffen, sondern um eine Organisation aller national-fühlenden deutschen Abgeordneten in einen einheit-liche Clubverband, welcher das (Gegengewicht den gemäßigten Elementen zu halten hätte. Dass es ge-lingen könne, die „deutsche Linke" zu vernichten und an ihre Stelle eine große deutsche Volkspartei zu setzen, ist eitler Wahn. Ein Grundstock von 60 bis 70 deutschen Abgeordneten aus dem Groß-grundbesiye, aus Mähren, ferner die meisten Ver-treter der Handelskammern, sowie eine nicht geringe Zahl von Vertretern aus Stadt- und Landbezirken wird immer vorhanden sein. Ihm zur Seite hätte eine deutsche Volkspartei in der Stärke von 50 bis «0 Mann die nationalen Interessen des Volkes zu vertreten, wobei wir ein freundschaftliches Ver-hältnis zwischen den beiden deutschen Parteien als Grundbedingung einer erfolgreichen Thätigkeit der Gefammtpartei betrachten." Der erste Candidat der Deutschen Volkspartei wurde in Bozen zum Reichsraths-Abgeordneten gewählt. Es ist Handelskammer-Präsident W e l-p o n e r, der trotz seiner deutschnational-sortschritt-lichen Gesinnung keinem der jetzt bestehenden Clubs beitreten will. Dame zugefallen und durch diesen einen einzigen dummen Point ist alles verloren gegangen. Geld, Vermögen. Ansehen unv auch die Ehre ist dahin. — Die Ehre? Was »st das im Grunde für ein Ding? Existiert es thatsächlich oder ist eü bloß so ein eingebildeter elastischer Begriff, den man hier-hin und dorthin zerren kann? Ehre! Ehre! — Das Pferd des Herrn Grafen ist in drei Rennen als letztes hereingewackelt. Jedermann hält das Thier für eine Schindmähre. Beim vierten Wettlauf fetzt der Herr des Pferdes eine Riesensumme darauf und die vernachlässigte Mähre kommt jetzt mit drei Längen als erstes am Ziele an und bringt seinem Eigenthümer ein Vermögen ein. Der hochgeborene Herr wird be-glückwünscht — der arme Kellner korrigiert beim Einundzwanzig ein klein wenig an seinem Glücke; er ward dabei ertappt und hinausgeworsen. Wodurch unterscheiden sich die beiden Fälle? Einzig durch die Höhe des Gewinnes — aber die Folgen sind doch nicht dieselben; denn das Vorgehen des hochgeborenen Herrn thut seiner Cavaliersehre keinerlei Eintrag, wohl aber leidet die Kellnerehre darunter. — Ein curioses Ding das! Und nun soll er um einer solchen erlogenen Wahrheit willen alles dalassen, soll Abschied neh-men von Freunden, Verwandten, von schönen Frauen, bloß darum, weil fich auf dieser dehn-baren Decke ein Theil befindet, der „Ehrenwort" heißt und weil, wenn auf diesem Theile ein Loch entsteht, die Lücke wieder nur mit einem Loche — im Herzen geflickt werden kann. Mmschau. Das Marburger deutsch geschriebene Tlovenenblatt sagt zu den Wiener Gemeinde-rathöwahlen: „Wir wünschen und erwarten, das» die neue Majorität der Gemeindevertretung Wiens bei Lösung ihrer Ausgaben eine glückliche Hand bewähre. Wir wünschen dies umsomehr, als sie auftritt als Nachfolgerin der Deutschliberalen, deren Gegner wir stets waren, deren Principien wir immer bekämpften und deren Besiegung durch die vereinigten Christen uns mit (Genugthuung er-füllte." — Und da gibt es noch Deutsch«, welch« den vom Slovenenblatte so freudig begrüßten Wahlsieg der Wiener Antisemiten für einen nationalen Erfolg haltend Dr. Ruh geht. Die Landtagswahlen in Deutsch-Böhmen zeigten eine erfreuliche Entwicklung. Reben der großen Zahl deutsch-nationaler Candi-daturen ist wohl daü Begrüßenswerteste der Umstand, dass Herr Dr. Ruß. der hyperloyale Streber, koloffal durchfallen wird. Ja, die Losung heißt eben auch in Deutsch-Böhmen nicht mehr „alles fur's Reich" sondern: Vor allem deutsch! Sechster Ausweis über die für das Deutsche Haus uud Deutsche Studentenheim in Cilli eingelangten Spenden vom 20. September bis 4. October: Sammlung unter den Jagdgästen in Römerbad 25 fl. — Turnclub zu Görlitz 10 M. — Karl Krendl, Wien, 5 fl. — Tarockpartie Rcumarktl fl. 13.40. — Tarockpartie Löwen 3 fl. — Sammelbüchse des Fritz Werhan ff. 6.10. — Turnverein JasSnik 10 fl. — Turnverein Klagenfurt, Sammlung, fl. 10.15, Ueberschuss vom Extrazuge nach Pettau fl. 28.60. — Ungenannt 1 fl. — Turn- und Fechtclub Frankfurt a. M. S M. — Kaiferl. Rath Dr. Schüler, Graz, 500 fl. — Georg Adler, Cilli, 10 fl. — Josef Putschnik, Weitenstein, 1 fl. — Ingenieur Steinbrück, Graz, 5 fl. — Turnverein Jauer 5 M. — G. Nareb, Saugerhausen. 3 M. — Südmark-Tisch im Gasthause Smerk, Mahrenberg, 6 fl. — Eine deutsche Frau 4 fl. — Anton Hausmann, Pawel, 2 fl. — A. Odendall, Wien, 10 fl. — Christian Wukoschill, St. Johann, 2 fl. — „Ostdeutsche Rundschau". Sammlung, st. 13.14. — Friedrich Letany, Graz. 3 fl. — Kegelgesellschaft Lankowitz fl. 1.40. — Eine Wette Voitsberg ff. —.60. — Dr. Pendl, Voitsberg. 5 fl. — Ungenannt 1 fl. — Mina Schäftlein 2 fl. — Marie Pendl. Voitsberg, fl. 1. — I. Glaser, So flicken wir's denn! Er greift nachdenklich nach dem Revolver und blickt in deffen dunkle Höhlung. — Da überläuft'S ihn siedendheiß und dann wieder todeS-kalt. Das Blut rast ihm zu Kopfe und vor seinen Augen wird'S, als ob die Welt zusammen-stürzte. In einem engen Brettergemache liegt mit rauchgeschwärztem Wundmale an der Stirne eine menschliche Gestalt. Sie kann sich nicht regen, bloß die Augen starren weit geöffnet hervor. Das Gesicht dieser bewegungslosen Gestalt gleicht Zug um Zug seinem eigenen Antlitze. Er blickt ver-stört, mit funkelnden Augen nach der vor ihm stehenden Uhr. Noch eine Dünute — nun schlägt sie, die Stunde. Vor seinen Blicken wird's finster. Die Stub«. die Möbel, die Uhr beginnen im tollen Wirbel-tanze sich zu drehen; von seinem Körper strömt der Schweiß; er will nach Phantomen schlagen, ober er kann sich nicht regen. Seine Hanv krampst sich mit der Kraft des Wahnsinns an die Stuhl-lehne. Da löst sich der Wecker und beginnt zu klingeln. Der Lärm verscheucht die Schreckgestalten. Er spnngt vom Sessel auf, schleudert den Re-volver von sich und schreit verzweiflungSvoll auf. „Ich vermag's nicht! Ich kann nicht!" Eine kurze Weile blickt er verwirrt im Zimmer herum, dann, wie einer lautlosen Stimme gehör-chend, stürzt er zu den Schränken hin und be-ginnt seine ihm noch übrig gebliebenen Wertsachen I einzupacken. Graz, 1 fl. — Emil Altmann, Wien, 10 fl. — Sammelbüchse der Gößer Bierhalle fl. 26.76. — Deutscher Turnverein Schönpriesen 1 fl. — Turnverein Tetschen 10 fl. — Turnverein Landstraße, Wien, fl. 5.50. — Turnverein Weißn» bürg 5 M. — Turnverein Rotthalmünster 3 M., — Turnverein Gollnow 4 M. — Tislbgesck» schaff „Stiesel", Olmütz, 25 fl. — Sammlung der Tiroler Weinstube, Klagenfurt, fl. 13.55. -F. Dellereder, Trieft, Sammlung, 9 fl. — Tc. Karl Hofstätter, Mureck, 5 fl. — „Die «Gemüthlichen aus Kirchberg a. d. R." 5 fl. — Tim-verein Aschaffenburg 10 M. — Versteigern! von „Fridas", Pristova, 4 fl. — Gesellschaft da ehemaligen Schlarafsia zur Burg fl. 9.95. -Für Fremdwörterstrasen, Wien, fl. 2.42. — Männerturnverein Würzen M. 3.40. — ftetyfr tagsabgeordneter Scharschmid 50 fl. — Dr. Hw dinand Pröll, Salzburg, 5 fl. — Turnverein EibiSwald, fl. 9.75. — Deutscher Tunweni, Reichenberg 12 fl. — Dr. Josef Engel, meister und Reichsraths-Abgeordneter. Clmiv 100 fl. — Johann Kleinosche^g. Graz. 20 ü. — Brüder Kleinoschegg, Graz, 20 fl. — 8m Schober. Mahrenberg, 1 fl. — Weitere cpeitlw erbitten wir unü an unseren Zahlmeister Ichs König. Cilli.__ Stovenische Hymnattalien. Cilli. ü. Ociofct 1895. Die national-slovenische Bildungsanstalt in t» Neugafse ist eröffnet und wir haben die dunb ta rastlose Agitation der slovenischen Geistlichkeit ji unnatürlich hinaufgesteigerte Befuchsziffer derselba gemeldet. Einem Beobachter, welcher die BuriA' chen, die da zur Schulzeit hinter den Pforte» kr windischen Bildungsanstalt verschwinden, »Ä«l besieht, kann oft nur da« herzlichste Mitleid « vielen derselben, welche den Stempel der -1 sagen wir — Untalentiertheit im Gesichte trogn, ergreifen, denn es ist ja zweifellos, dass nur kt allergeringste Theil bis ins Obergymnafiu» f langen wird. Nach rechts und links werden die „zum Sto dieren" oon den Herren Pfarrern und Kapiäa gepressten Bürschchen ausspringen und die Ml der windischen Advocatenschreiber und ähiütdK noch zweifelhafterer Existenzen vermehren und ta Kernstock für eine im steirischen Unterlande bäte kaum gekannte Menschengattung, das halbgebildete Proletariat abgeben. Aber eine« werden di» „Verunglückten" sicher sein, und das ist ja für fei slovenischen Führer die Hauptsache: Von fanatisch» „Fort von hier, fort in einen anderen Cifr strich, unter andere Menschen! Es gibt ein I wo man es nicht merkt und wo man auch irck danach fragt, ob jemand den Mantel tragt Jß I man „Ehre" schimpft. Ralch fort von hinnen! Ztl kann mit ehrlicher Arbeit noch alles zurückgewi-m» I Ich werde mein Ehrenwort einlösen, das ist >ia I vielleicht doch ein besserer Zahlungsmodus i l eine Kugel! — Ja, ja, so will ich's macha!'! redete er sich zu. Schon war die Reisetasche geschlossen, l'ifal hatte er den Reisemantel um; er hatte dmisl die Hand an der Thürklinke — als dos GermMV eines eben vor's Thor rollenden Wagens hmvl drang. Man hörte laute erregte Stimmen. Zqrl wurde an seiner Thür gerüttelt und sein war'S, der rief: „Rasch holen Sie einen Schlosser!" Seine Hand sank von der Thürklinke nate. 1 Er wankte zurück. „Es ist zu spät!" murmelten! Er halte keinen anderen Gedanken mehr alt « einen, man werde ihn jetzt reisefertig bevackl tarn treffen und das werde ein weithin schaltet»« Hohngelächter geben. Da zögerte er nicht länger. Er fürchtete taD Tod, aber mehr noch das Lächerlichwerden. Ä» raschem Griffe raffte er den Revolver vom auf — noch ein letztes wildes Auflachen all Zähneknirschen und . . . Der Herbeigerufene Arzt konnte nur mehr »I eingetretenen Tod feststellen. 1895 Macht" 3 Monalismus bewegte und brauchbare Agitatoren für die panslavische Sache. Man weiß es ja in unserer Stadt längst, wie »mnüdlich die windischen Herren Führer die SWinasiasten für die antideutsche Bewegung zu Minnen bestrebt sind. Wir wollen da von den IluterhaltungSabenden bei Herrn Dr. Sernec nicht ssnchm. sondern etwa nur auf den Verkehr halb-aüchsiger Gymnasiasten in der Cillier Citalnica hiimeisen. In das Capitel der Inflammierung der K^end mit hypernationalen Ideen gehört auch die ganz unerhörte Agitationsarbeit der sloveni-Hm Geistlichkeit. So hat beispielsweise ein Priester in der Pfarrkirche bei der am Ende des Zchuljahreü Heuer stattgefundcnen Beichte einen sinnlichen Gymnasiasten, der das Gymnasium alt Maturant verließ, aufgefordert, feiner Nation litt slovenischen) treu zu bleiben. Diese Auffor-tming geschah, wie bemerkt werden muss, im Seicht stuhle! Wenn dann aus mit ihren deutschen Collegen friedlich verkehrenden Gymnasiasten verbissene Zeutschenseinde werden, wer ist da schuld? 6in vertoruer Z'rocess der Herren Dr. Detschko und Z>r. Sernec. Cilli. 5. Cctobcr 1895. Herr Dr. Detschko hört sich nicht gerne Tk. Z g u b a (Dr. Verlust) nennen und ist sehr ob«t darüber, dass in den Kreisen der Cillier Seoölkcrung dieser Name für ihn gang und gäbe ix. Als daher die „Deutsche Wacht" vor län- Sem in einer Notiz von Herrn Dr. Zguba ich, eilte er, durch seinen Freund Dr. Sernec mc Ehrenbeleidigungsklage gegen unseren Schriftleiter anzustrengen. Bei den bezüglichen Zechandlungen war eö darum zu thun, et die Bezeichnung Dr. Zguba als Schmähung »Massen und demnach unter den $ 491 des Strafgesetzes zu subsummieren oder als Schimpf-«et nach § 496 St.-G. zu behandeln sei. Der Kizelrichter hatte, die erste Anschauung theilend, fe Anklage wegen Inkompetenz zurückgewiesen, nachdem eine Ehrenbeleidigung durch Druckschriften m Sinne des § 491 vor das Schwurgericht ge-|ire. Ueber eine Beschwerde des Dr. Detschko fct das KreiSgericht ausgesprochen, dass in km incriminierten Ausdruck nur ein Schimpf-Bart erblickt werden könne, demnach die Competenz k« Bezirksgerichtes bestehe. Ungeachtet dieser Vorentscheidung hat seinerzeit toi Bezirksgericht bei der .Hauptverhandlung im 5mnc der Ausführung des Vertheidigers Dr. Etepischnegg den angeklagten Redacteur frygelprochen, weil nur ein Thatbestand nach § 491 des Strafgesetzes vorliegen kann und weil vidererfeitS auch subjectu» Momente vorlagen, mlche den Angeklagten exculpierten. Der Kläger ®sr damals nicht persönlich erschienen, sondern durch Dr. Sernec vertreten, welcher auch die Be-nifung anmeldete und ausführte. Donnerstag den 3. d. M. fand vor dem Kreis-zmchte Cilli die bezügliche Apellverhandlung statt, «bei beide Parteien durch ihre früheren Rechts-freunde vertreten waren, der Privatkläger Dr. detschko aber überdies als Zuhörer zugegen war. Der Vertheidiger Dr. Stepischnegg wie« i«besond«re darauf hin, dass der Kläger, Dr. Tetschko. es gescheut habe, den Angeklagten wegen Lchmähung zu belangen und so die Angelegenheit vor das Schwurgericht zu bringen, wo es eben km Angeklagten möglich gewesen wäre, den Wahr-heittbeweiö betreffs der Richtigkeit des Spitz-«niuns Dr. Zguba (Dr. Verlust), mit dem Dr Detschko belegt wurde, zu führen. Herr Dr. Tetschko aber habe es vorgezogen, den fraglichen Ausdruck als Schimpfwort zu behandeln, wo jeder Wahrheitsbeweis ausgeschlossen sei. Nach weiteren eingehenden gegenseitigen Aus-fiihningen. welchc seitens des Dr. Sernec nicht tei'mders glücklich aussielen, und nach mehr als «.-mündiger Berathung verkündete der Vorsitzende tos Apellurtheil, womit die Berufung des Er. Detschko als unbegründet zurückgewiesen, das den Redacteur Ernil Tullinger freisprechende erst-nchterliche Urtheil bestätigt und Dr. Detschko zu i v beider Instanzen verfällt wurde. Die Gründe i^- fter sich im wesentlichen jenen d«S ersten Richters. AojunUen Englisch und des Vertheidigers Dr. Stepischnegg an. Vermischtes. Der Peterspfennig Meßt am kärglichsten in Rom selbst und wird von dort geschrieben: In Rom weiß und sieht man, wozu man jene Gaben braucht. In Rom weiß man auch, welche Schätze der Papst in England deponiert hat. Früher hatte derselbe bedeutende Capitalien in industriellen Unter-nehmungen Roms, ferner bei capitalbedürftigen Aristokraten. In beiderlei Hinsicht hatte er längere Zeu die ihm so erwünschten hohen Zinsen, dann aber brachte ein Krach die bewussten „mageren" zinslosen Jahre. Da der Vatikan über den PeterS-Pfennig nie öffentlich Rechenschaft ablegt, weiß man nicht, wie hoch sich bei jenem Krach sein Verlust belief. Wieder eine Wnndererscheinnng. In dem Walde nächst dem galizischen Städtchen Lipnika-Murowana geht es seit einigen Tagen lebhaft zu: eine Menge Volkes strömte hin, mn die Mutter Gottes zu sehen, die ein stummer Hirt mit dem Jesukinde am Arme gesehen haben will. Die Leute betrachteten es als ein großes Wunder, dass der stumme Hirt die Worte „Heilige Mutter Gottes" hervorbrachte. Natürlich hat noch keiner der Wallfahrer die Mutter Gottes gesehen. Sie sind wirklich die Armen am Geiste. Dass ein Taubstummer sprechen kann, ist kein Wunder, denn jeder Taubstumme kann sprechen. Hoffent-lich wird dem neuen Wunderschwindel die Be-hörde mehr Augenmerk schenken. Kein Hnsammenstoss im Eisenbahn tunncl mehr. Ein neues System, wodurch das Aufeinanderfahren zweier Eisenbahnzüge innerhalb eines Tunnels zur Unmöglichkeit gemacht wird, ist in dem 1260 Meter langen Eisenbahntunnel von Meckawken kürzlich in Anwendung gebracht worden. Eine Reihe von Glühlampen, die je 100 Meter von einander entfernt sind und sich und ungefähr in der Augenhöhe des LocomotivführerS befinden, erleuchten den Tunnel. Während des Fahren» löscht der Zug mittels elektrischer Con-tacte an den Schienen selbstthätig einige Lampen hinter sich aus, und sobald er sich ungefähr 400 Meter von der betreffenden Stelle entfernt hat, zünden sich diese von selbst wieder an. Somit kann der Lokomotivführer beim Einfahren in den Tunnel an dem Brennen, beziehungsweise Nicht-brennen der Lämpchen genau controlieren, ob und in welcher Entfernung ein Zug vor ihm läuft. Brennen alle Lampen, so ist dies ein Zeichen, dass die Bahn frei ist, und der Zug kann unge-hindert passieren. Die Lampen stehen außerdem unter Aussicht eines Wärters, der durch sie dem einfahrenden Zuge die nöthigen Signale entgegen-senden kann. Ans Stadt und Land. Kaiserseier. Zur Feier des Namenüfestes des Kaisers fand am 4. d. ein feierliches Hochamt in der Stadtpfarrkirche statt. Dasselbe celebrierte der Abt Ogradi. Anwesend waren sämmtliche Officiere des hiesigen Landwehr-Bataillons und des Bataillons vom 87. Infanterie-Regimente. sowie einige höhere Officiere des Ruhestandes, unter welchen wir Herrn General Killiches, ferner die Obersten von Vahl-kamps und Mayer bemerkten. Der Feier wohnten die Spitzen der Behörden bei: der Bürgermeister Stiger, der Kreisgerichtspräsident v. Ullepitsch mit einer Abordnung der Iusti.chcamten, der Bezirks-hauptmann Wagner mit den Beamten der politi-schen Behörde, Schulrath Konenik mit dem Lehr-körper und den Schülern des Gymnasiums, die Beamten der Post, des Steueramtes, der Zink-Hütte 2s. Die Geschwornenlisten für das Jahr 1896 liegen beim Stadtamie zur Einsicht auf. Auf nach Tüffer! Die freiwillige Feuerwehr T ü f f e r begeht heute Sonntag den v. October das Fest des 25jährigen Bestandes, zu dem sich wohl auch von Cilli zahlreiche ^Be-sucher einfinden werden. Zugleich mit diesem Feste findet auch der Bezirks-Feuerwehr-Verbandstag statt. Au« der Festordnung, welche für diese Feier -ausgegeben wurde, entnehmen wir, dass vormittags um V«9 und V«ll Uhr der Empfang der Fest-aäste am Bahnhöfe zu Tüffer stattfindet. Auf dem Bay.^ofplatze findet um '/«l l Uhr vormittags die Zusammenstellung des FestzugeS statt, welcher sich von hier über die Sannbrücke zur deutschen Schule und sodann zum Gemeindehause bewegen wird, wo die feierliche Begrüßung und die Ueberreichung eines FahnenbandcS stattfindet. Sodann begibt fich der Festzug über den Kirchplatz jr a Feuer-lösch-Requifitenhause. wo sich derselbe a' flöüt. Um halb 12 Uhr vormittags findet eine . chul- und Schauübung, nachmittags um 3 Uhr Me Berathung des Bezirke Verbandes im Gemein »Hause statt. Von 1 uyr nachmittags ab gibt die llier Vereinömufik im Gasthause H o r i a k ein Con. *. woraus um 6 Uhr abends eine Festkneipe den Schluss der Feierlichkeiten bildet. Vczirksvertretnng Obervnrg. Bei der am 30. September in Oberburg vorgenommenen Wahl eines Mitgliedes in die Bezirksvcrtretung Oberburg aus der Gruppe der Landgemeinden wurde der Grundbesitzer Anton Ares ( aus Oedenfeld, Gemeinde Kokarje, gewählt. Diese Ergänzungöwahl war infolge des Ablebens des Bezirksvertretungs-Mtgliedes Josef P r a z n i k noth-wendig geworden. InS Wasser mit dem deutschen Hund? Man schreibt uns aus L a i b a ch: Sonntag abends wurde ein Deutscher Dr. raed. von einer Schar slovenischer junger Herren, welche in dem ruhigen Passanten einen Deutschen erkannt hatten, verfolgt und insultiert. Die Burschen riefen dem deutschen Arzt, als dieser längs der Laibach gieng, zu: „I n s Wasser mit dem deutschen Hund!" Freilich machten die Burschen angesichts der entschlossenen Haltung des Deutschen keinen Versuch, ihre Worte in Thaten umzusetzen. So sieht'S heute in Laibach aus! Commentar über-flüssig. Der Uebersall aus die Mitglieder der deutsche» Ttudenten-Verbindung „<5ar-niola" in Laibach, schreibt man uns von dort, bildete hier selbstverständlich durch Tage den Haupt-gesprächsstoff. Es wurde hiebei nun erinnert, dass mehrere der slovenischen Angreifer sich schon einigemale durch besonders feindseliges Verhalten gegenüber Deutschen ausgezeichnet haben. So hat einer der jungen Deutschenfeinde vor längerer Zeit in d«r LattermannSallee in Gesellschaft einer Anzahl Handels- und Lehramtsschüler zwei Deutsche, welche dort promenierten — es war 5 Uhr nachmittags ! — angegriffen. Es wurden den Deutschen die Mützen vom Kovfe geschlagen und, als sich hierauf die Angegriffenen zur Wehre setzten, so wüthend auf sie losgedroschen, dass einer der Deutschen derart verletzt wurde, dass er das Spital aufsuchen musste. Der Rädelsfübrer der slovenischen Angreifer, welcher auch beim letzten Angriffe auf die deutschen Studenten eine be-deutende Rolle spielte, wurde wegen der damaligen Ausschreitung abgestraft. Für dasDeutsche Studentenheim sammelt man in allen deutschen Kreisen eifrig. Beim Verein „Südmark" sind für dasselbe neuerlich eingegangen^ Die „Deutsche Zeitung" in Wien von der deutschen Sprachgesellschaft in Meidling 5 fl., Dr. Arthur Hiebaum als Ergebnis einer Sammlung im Bunde der Deutschen in Böhmen zu Prag 50 fl.: von dem seinerzeit ausgewiesenen Reinertrage eines Gartenfestes im Gesammtbetrage von 180 fl. sind auf den Wunsch der veran-staltenden Ortsgruppe St. Ruprecht-St. Martin in Klagensurt dem Studentenheim in Cilli 70 fl. zugewandt worden. Eine erfreuliche Nachricht kommt aus Berlin: Der Hauptvorstand des Allgemeinen deutschen Schulvereines hat beschlossen, für das Cillier Studenten-heim 200 fl. zu bewilligen und außerdem bei den Landesverbänden die Errichtung von Stipendien für Cilli anzuregen. Uebersahren. Aus Wraj wird gemeldet: An der Ecke der Herrengasse und Kaiferfeldgasse wurde am Donnerstag die Grundbesi^erin Marie Podlogar aus Steinbrück durch den Zwei-spänner-Lohnkutscher Alois Wintschek, der um die 4 ,pfiitsd|f Macht ' 18» besagte Ecke schnell und unvorsichtig fuhr, über-fahren, erlitt dadurch ober dem rechten Auge eine ungefähr zwei Centimeter lang« Rissivunde, konnte jedoch der häuslichen Pflege überlassen werden. ^Lüdmark Zündhölzchen/' Von den „Süd-mark"-Zündhölzchen sind zwei Arten auf den Markt gebracht worden, schwedische und Wirtschastszünd-Hölzchen. Bestellungen, wenn solche nicht von Graz kommen, sind an die Zündwarenfabrik von Fl. Pojatzi & Comp. in Deutsch-Landüberg zu richten; nur für Graz selbst besorgt der dortige Kaufmann Herr Heinrich Auer (Neulhorgasie Nr. 12) den Pertrieb. — Soll dem Vereine durch den Ver-kauf dieser Zündhölzchen ein namhafter Ertrag zufallen, so ist es dringend geboten, dass dessen ^Mitglieder und Freunde überall, wo sie verkehren, die Einführung von „Südmark"-Zündhölzchen ver-langen und selbst nur solcher sich bedienen. In Cilli sind dieselben schon in den meisten Kauf-mannsgeschäften und Tabaktrafiken erhältlich. Die Annehmlichkeiten eines abendlichen Tpa,Herganges durch die LattermannS-allee und über den RathhauSplat» in Laibach. Man schreibt uns unterm l. d. aus Laibach: Es beginnt sich die slovenische Cultur in immer schöneren Proben zu äußern. Vor wenigen Tagen wurden deutsch« Studenten über-fallen, jetzt können die Deutschen nicht einmal mehr eine abendliche Promenade »vagen, denn Gruppen slovenischer Gymnasiasten. Lehramts-und Gewerbeschülern treiben sich lärmend in der als Promenade beliebten Lattermannsallee herum. Begegnen sie Deutschen, so beginnen die jungen Slovenen sich zu räuspern, spucken aus und machen höhnisch« Bemerkungen über die Teutschen. Dann ziehen die Leute in den Tivolipark und lassen hier vische Kampflieder erschallen, um sich wieder neuen H.uth zu ähnlichen Heldenthaten zu ver-schaffen. Geht man abends am Rathhausplatz auf und ab. so sieht man die jungen Deutschenftesser schon wieder. Von weitem rufen sie sich demon-strativ „Ävio!" und „Nazdar!" zu. DaS Trottoir scheint nur für sie gemacht zu sein und auch die Damen müssen ihnen natürlich ausweichen — das verlangt wah cheinlich der „gute nationale Ton" bei den Herrc Dieser Tage waren auch ewige deutsche Studenten unter den Spaziergängern. Das war ein Fressen für die deutschfeindlichen jungen Herren! Die E?tudenten wurden plötzlich von einer Rotte vin ungefähr 30 Mann umringt, verhöhnt und beschimpft. Als die Deutschen über die Franzensbrücke giengen, riefen einige, sie ver-folgende Krakehler: „Jetzt ist eine schöne Gelegenheit! Hinein mit ihnen ins Wasser! Pfui, die Deutschen!" Die Judengasse war vollständig durch deutschfeindliche Rufe auöstoßende Slovenen ab-gesperrt, man konnte nicht durchkommen. Endlich, als in der Spitalgasse die SicherhcitSwache ein-schritt, liefen die Slovenen nach allen Richwngen davon! doch haben sich die strammen Herrchen bald wieder zusammengefunden, um von neuem deutsche Passanten anzufallen. Unwillkürlich muss man da fragen, wie lange dieses Treiben noch andauern wird. Aufgefundene Leiche. Vorigen Freitag nachmittags ivurde nächst der Bezirksstraße zwischen Videm und Zaborst in der Ortagemeinde Lust-thal die Leiche des 58 Jahre alten Bettlers Josef Jerma nn aus Polönik am Bachufer aufgefunden. Der Kopf der Leiche lag im Wasser. Jermann dürfte infolge eines epileptischen Anfalles beim Wassertrinken verunglückt fein. Unsere heutige Nummer enthält eine beilagt der von uns wiederholt empfohlenen österr.-ungar. Zeitschrift für Angelegenheiten des Haushaltes, sowie Mode und Handarbeiten: „Da» Blatt der Hausfrau". Wir machen unsere Leser besonders darauf aufmerksam, dass dieses Lieblingsblatt der Frauenwelt seinen sechsten Jahrgang mit Friedrich Spielhagen'S neuestem Roman ,,Zum Zeitvertreib" beginnt. Hingesendet. Lsll-LeiäeiistoLe von 35 kr. b» fl.I «.&■'. IXT WeHt. (owif («K-nve. «ttze imd f-rdtz, Hcinieberg L«ide von »» (t b>« ?. >4.«S per «rtrr — fllfltt, (|ff»rclfl. carriert Eamnfte ic. (co. 240 vnisch. Dual, und ÄKXi wtf*. Aarbm. :t cfflns IC) part«. and «lno.rfr»! Ina Hui. SRiiftrt ungern». Doppelt»« ©tKfputtc nach der Schivri,. Seiden-Fabriken G. Henneberg (k. 1.1 Haft.), Zürich. «Utllwkw bestes Tisch- a. Erfrischungsgetränk, erprobt bei Husten. Halskrankheiten, Magen-_und Blasenkatarrh._v. Heinrich Mattoni, Karlsbad und Wien. 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October 1895. 744 Der Bürgermeister: er. isontst ru. Sonntagsbeilage jwr „Deutschen wacht" in Cilli. Ar. 40. III. JJrtßrgaitg. 1895. Selbst geopfert. Roman aus dem Leben einer Grobstadt. Bon E. Friedrich. Da, eben im Begriff, durch die Wohnstubenthür hinauszutreten, ward dieselbe von außen geöffnet und vor dein überraschten Wilhelm stand sein Vater, der alte Peter Voß. Sein Gruß, den er den im Zimmer Befindlichen zutheil werden ließ, war ein gepresster und Wilhelm wallte es dabei doppelt hoch im Busen auf bei der Botschaft, welche er dem alten Manne zu machen hatte, der mit seinem grauen Haupte das wahre Bib echter Ehrbarkeit bot. „Mein lieber Vater," sprach Wilhelm, dem Impuls seines stürmisch klopfenden Herzens fol-gend, beide Hände des Graukopfes erfassend und denselben nach dem Sofa geleitend, „vor allen Dingen setze dich und ruhe dich au». Du bist erschöpft vom Gehen —" „Ausruhen!" sprach der Alte finster, auf das Sofa niedersinkend. „Ja, wer das kann für immer, ist glücklich daran und aller Erdensorge überhoben. Doch, weshalb ich gekommen bin-- schicke Frau und Kind hinaus, Wilhelm, ich muss mit dir allein sprechen!" Die Worte waren stoßweise hervorgebracht, aber Bertha, die beiseite getreten war. hatte sie doch vernommen. ES bedürfte nicht erst Wilhelm'S bittendem sprechenden Blick, um sie zu veran-lassen, mit Klein-Anning daS Gemach zu ver-lasten. Mit einem letzten bekümmerten Blick auf die gleichsam gebrochene Gestalt im Sofa verließ sie das Gemach. Der alte Voß sah es nicht; er hätte es auch nicht gesehen, wenn die Sonne hell vom Himmel herniedergestrahlt, wenn, wie auf einen Zauber-schlag alles rings umher ein neues Frühlingskleid angelegt haben würde, ebensowenig, wie er das verklärende Glück auf den Zügen derjenigen sah. in deren Kreis er so plötzlich eingetreten war. eben als der Sohn im Begriffe gestanden hatte, ihn aufzusuchen. „Wilhelm," hob der Greis nach Minuten-langem drückenden Schweigen an, „ich habe nicht gemusst, dass es so schlimm bereits mit dir stünde, dass andere darum wissen —" Wilhelm trat überrascht einen Schritt zurück. „Ich habe das nicht geahnt," fuhr der Sprecher indessen fort, „und es trifft hart, zu entdecken, dass der Name, den man ehrlich trägt, bereits ein gezeichneter ist. Still, unterbrich mich nicht. Ich habe ein Anerbieten zu deiner Rettung bekommen, doch — ich schlug dasselbe aus. Sieh deinen Vater an! Siebzig Jahre ivcrden es den nächsten Winter, dass er sein Haupt ungebeugt, frei erhoben getragen hat und kein Pfennig, den er nicht durch Arbeit erworben, verunreinigte je seine Hände. Daü Geschenk der Hilfe wäre ein Almosen gewesen und mein Sohn soll gleich seinem Vater kein Almosen nehmen!" Wilhelm ergriff begütigend des alten ManneS Hand, aber mit Energie abwehrend, sprach dieser weiter: „Die Gabe würzte zugleich eine kleine Neben-sächlichkeit, die mir aber die Galle ins Blut trieb. Die Spenderin war keine andere, als jene ele-gante Dame, welche ich an der Seite dessen sah, den meine Lippen zu nennen sich scheuen I" „An der Seite des Herrn Kalbe V warf Wilhelm ein. „Verwünscht der Name und sein Träger!" stieß der alle Mann zwischen den Zähnen hervor. „Nur der alte Geldfilz trägt die Schuld an allem, das behaupte ich, der alte Peter Voß, so prächtig der feine Herr sich auch hinter seinen Ereaturen zu verstecken verstanden hat. Er trug die ganze Schuld an dem Bauunglück. Auf seine Anordnun-gen geschah alles. Die anderen, da« waren nur die Puppen, welche nach seiner Pfeife tanzten I Und nun schickt er, wie ein Heilpslaster auf zuvor geschlagene Wunden, Geld für die armen geschä- btflten «tute, nachdem er den tiefsten Schnitt dabei gethan. Hahaha! Aber die Canaille ist nicht so dumm, als wofür man sie hält! Sie lässt sich keinen Sand in die Augen streuen und läsa sich nicht mit solchen Kunststücken blenden. Knrz also! Ich wies die in solcher edlen Weise gebotene Hilfe ab--" „Bater, weißt du, wer dir jenes Anerbieten antrug?" fragte Wilhelm, zitternd vor Aufregung. Er konnte die Ansichtüweise seines Voterü nicht billigen, der zu weit gehen konnte in seinem Urtheil, wie das Unglück ja nur zu leicht verbittert und zu falschen Schlußfolgerungen geneigt macht. „Wer?" fragte der alte Voß mit Starrheit. „Ist das nicht gleich, wenn es doch nur von einer bestimmten Person ausgeht ? Und wissen wir nicht, mit wem wir es in diesem Falle zu thun haben?" „Du denkst eü dir, lieber Vater, und diese Vor-stellung ließ dich vielleicht eine uneigennützig geineinte Hilfeleistung ausschlagen!" erwiderte Wilhelm. Der alte Voß sah betroffen auf seinen Sohn, als redete derselbe eine ihm unverständliche Sprache. „Was — was meinst du damit?" Einen Moment noch zögerte der junge Mann, dann, schnell entschlossen, griff er in seine Rock-lasche, zog den erhaltenen anonymen Bries daraus hervor, entfaltete denselben und hielt seinem Vater den Check, der dem Schreiben beigelegt war, vor. „Woher erhieltest du dies Papier?" fragte der alte Mann mit keuchendem Athem. „Mit diesem Briefe zugleich, der mir eine Hilfe spendete, die Gott segnen möge!" antwortete Wil-Helm bewegten Tones, seinem Vater das Schreiben reichend. Mit zitternden Händen griff derselbe danach und seine Augen wurden starrer, um sich schließlich angstvoll zu vergrößern. „O, mein Gott!" Mit diesem Ausruf sank der alte Voß wie gelähmt in seinen Sitz zurück. „Mein Vater!" sprang Wilhelm an feine Seite. „O, mein Gott!" wiederholte der Greis mit einem Ton, der jedes Klanges bar war. ,chabe ich stet» noch gehofft, habe ich stets noch gezweifelt und ge-fürchtet, jetzt, jetzt erst weiß ich es, dass ich mein Kind auf immer verloren habe!" XXXVII. Sanft, melodisch glitten die Töne durch den weiten Salon und zwischen die zurückgeschlagenen -- Portieren hindurch nach dem Boudoir hinüber, wo Frau de Courcy, bleich wie eine Lilie, in ihrem Sessel lehnte. Eine behagliche Wärme durchströmt« die gesammten Räumlichkeiten, ivelche ein entzückender Blütendust, hervorgerufen durch vorzeitig getriebene Frühlingsblumen, erfüllte. Frau de Courcy's Leiden hatte sich in den letzten Tagen derart verschlimmert und hatte eine so qnal-volle Wendung genommen, dass der Arzt jegliche Aufregung untersagt hatte; nur der Bitte der Dame, ihre Briefe nach wie vor selbst empfangen und öffnen zu können, hatte er, verbindlich lächelnd, nachgegeben. Was konnte eine Dame in Frau de Courcy'» glänzenden Verhältnissen anders für Briefe als angenehmen Inhalts empfangen? Im übrigen aber hatte er mit Festigkeit darauf bestanden, dass keinerlei Besuch, welcher Frau de Courcy aufregen könne, angenommen werden dürfe, dass sie wenig sprechen und zu ihr selbst ebenso wenig gesprochen werde» solle und dass endlich an ein Verlassen des Hauses vor Eintritt warmer sonniger Frühlingstage, welche alle Welt nach dem ziemlich langen Winter mit Sehnsucht ermattete, nicht im entferntesten zu denken sei. So war denn die arme Frau an ihr reiches Heim gebannt, mit einem Brand auf der Seele, der ihr das Hirn zu verzehren drohte, mit stetiger Furcht vor der Stunde, welche die Entscheidung bringen musste, vor welcher ihr aus Herzensgrund bangte. Im Salon musicierten Reinhold Stein und Valentine. Frau de Courcy fühlte sich, je mehr sie mit dem jungen Mann verkehrte, lebhaft zu demselben hingezogen und sein Anerbieten, diesen Mittag nicht lästig fallen, sondern, da die Dame so leidend sei, sich sogleich wieder zurückziehen zu wollen, wenn er ihr anders nicht irgendwie nützlich sein könnte, hatte sie liebenswürdig abgelehnt und ihn gebeten, mit Valentine zu musicieren, sie lechze danach, es zu hören. Er hatte noch Mutter und Tochter mitgetheilt, dass fein sehnlichster Wunsch, seine erste Oper angenommen zu wissen, erfüllt sei und dieselbe noch in dieser selben Saison zur Aufführung gelangen würde, ein Erfolg, zu welchem Frau de Courcy sowohl als auch Valen-line dem jungen Künstler herzlich gratulierten. Run hatte dieser sich nebst dem jungen Mädchen in den Salon zurückgezogen, wo Reinhold Valen- tlne fragte, ob sie geneigt sein roflrbe, mit ihm den Märchenzauber aus feiner „Ffrübllngftfet" zu spielen, worauf sie mit Freuden eingieng, da sie selbst mehr, als sie es zeigen wollte. Verlangen danach trug, weiteres von dem Manne, der ihr in dem Liede „Die veilchenblauen Augen" sein Herz zu Füßen gelegt hatte, ohne dass ihr« sind-liche Seele eü erkannt, zu hören. Und nun ent-quollen die Töne dem herrlichen Flügel, bald fast flüsternd, verschwindend, dann wieder anschwellend zum Gejauchze des Lenzes, bis sie ausklangen zuletzt in wunderbarer Harmonie, welche nichts weiter den Zuhörer wünschen ließ, als unausgesetzt dieser hochidealen Musik und dem Vortrag, welcher der-selben zu theil ward, lauschen zu dürfe». Die letzten Töne waren verhallt, als Madeleine leise ins Boudoir eintrat und ihrer Herrin ein soeben gebrachtes Billet überreichte. Reinhold und Valentine hatten sich von ihren Sitzen vor dem Flügel erhoben und das junge Mädchen hatte, nicht länger ihrer sie überwältigenden Ge-fühle mächtig, sich unter irgend einem Vorgeben für einen Augenblick zurückgezogen, als aus dein Boudoir herüber ein gebrochener Schrei an das Ohr des zurückgebliebenen jungen Mannes drang. Wie der Blitz hatte er das Boudoir erreicht. Frau de Courcy lag bleich in ihrem Sessel. aber fast derselbe Blick, mit welchem Reinhold das erkannte, ließ ihn auch ein Billet entdecken, das in ihrem Schoße lag und von welchem die groß geschriebenen Worte: „Ihr Geheimnis" deutlich hervortraten. Schnell ergriff er das Papier. In demselben Moment aber auch öffnete Frau de Courcy bereits wieder die Augen. „Madame de Courcy." stieß Reinhold erschreckt hervor, „ich lief nicht nach Hilfe. Ich fand dieses Billet und las nur zwei Worte in demselben, welche mir ins Auge springen mussten, ob ich wollte oder nicht. Kann ich Ihnen beistehen, so lassen Sie es mich — ich bitte Sie darum!" „Sie wissen nicht —" stammelte sie matt. „Ich brauche nichts zu wisien, ich glaube Ihnen, wie auch alles sei und um waü immer es sich handelt: kann ich Ihnen helfen, so vertrauen Sie mir. Wollen Sie daran denken, wenn Sie meiner bedürfen könnten?" Eben rauschte bereits Valentine's Gewand im Nedcngemach und Frau de Courcy, kraftlos, muth- gebrochen. sprach ein schwache» »Ja!" Mit zittern- den Fingern tieft sie den Brief in ihre JRIeibtofch« gleiten, um sich dann zu einem Lächeln zu zwin-gen, als Valentine herzutrat. Eine hall« Stunde später verließ Reinhold das Haus. „Ihr Geheimnis," murmelte er vor sich hin. „Was es nur sein mag, dass es einen solchen Eindruck auf sie übt! Und Valentine, sie weiß zweifellos nichts davon! O, beschütze der Himmel ihr engelreines Herz, für welches ich das meine verbluten lassen möchte!" XXXVIII. „Es ist geglückt?" „Geglückt, ja, gnädiger Herr!" antwortete der Eingetretene auf die stürmische Frage, welche ihn empsieng, niit triumphierender Sicherheit. „Hier ist das Etui!" Robert's Hände griffen mit Hast danach und seine Finger zitterten vor Aufregung, so dass er kaum die Feder springen zu lassen imstande war. Doch dann schnellte der Deckel auf und mehrere Papiere ivurden sichtbar. Betroffen legte Robert das Etui auf den klei-nen Tisch neben sich und griff nach dem ersten der Schriftstücke. Es war in einer Sprache ausgeführt, welche er nicht verstand. Offenbar war es italienisch; das Document aber, um das es ihm zu thun, war in gutem Deutsch geschrieben. Das zweite und dritte Papier lieferte kein besseres Resultat. ES waren offenbar etwa ein halbes Dutzend Briefe älteren Datums, welche das Etui barg. Er suchte nach einer Geheimtasche darin; keine zeigte sich. „Verwünscht!" knirschte er zwischen den Zähnen hervor. „Das kann nicht das rechte Etui sein, das Papier ist nicht darin!" Henvig zuckte zusammen; er hatte für seinen Dienst auf einen hohen Lohn gerechnet und wenn der Plan misslungen fein sollt«-- Ein scharfer Blick, mit welchem Robert ihn fixierte, ließ ihn erschreckt in seinem Gedankengang inne halten. „Sie haben das Etui nicht geöffnet, Herwig? Das Papier ist nicht etwa in neue Hände ge-wandert, um gelegentlich als PressionSmittel benützt zu werden?" (Fortsetzung folgt) - weiteres. Appetitlich. Ein kleine» Bauernmädchen bringt ihrem Lehrer ein schönes Stück Butter in Gestalt einer Weintraube und der Lehrer fragt erfreut: „Womit macht denn deine Mama diese hübschen Arabesken?" — Die Kleine antivortet verschämt: „Mit unserem Kamme, Herr Lehrer I" Der Unterschied. Sie: „Was ist eigentlich für ein Unterschied zwischen einer Cravatte, die schon gebunden ist und einer, die du dir erst binden musst?" — Er: „Der Unterschied? Ungefähr eine halbe Stund«!" Großmüthig. Schüler (beim Austritte aus der Schul« vom Professor Abschied nehmend»: „ . . . Und so danke ich Ihnen nochmal« herzlich für Ihre Bemühungen und für alles, was ich bei Ihnen gelernt habe!" — Professor leinfallend): „O, bitte, bitte, erwähnen Sie doch solche Kleinig-feiten nicht!" Poesie und Prosa. Junge Dame (am Meer): „Ach, wie grandiös! Und Sie, Herr Süffle, was sagen Sie zu dieser endlosen maje-statischen Wasserfläche ?" — Süffle: „Pfui Deiixl!" Eben deshalb. Sie: „Der junge Müller wäre mir ganz erwünscht als Schwiegersohn, er ist so ruhig, so überlegt." — Er: „Eben deshalb fürchte ich, dass er es niemals wird!" Schlau. A.: „Warum schreib«» Sie denn immer .dictiert" auf Ihre Briefe: wie ich sehe, haben Sie gar keinen Eorrespondentcn!" — B.: „Ja wissen Sie, ich bin etwas schwach in der Orthographie I" Lumpus und Pump US. Vertheidiger: „Meine Herren! Sehen Sie sich den einen An-geklagten an und sehen Sie sich den anderen an, so lässt sich der mildernde Umstand nicht leugnen, dass sie beide in schlechte Gesellschaft gerathen sind." Nach derEtikette. Diener «meldend»: „Graf Winter." — Graf: „Was schwatzest du da? Graf Winter bin ich ja selbst." — Diener: „Ich meinte den jungen Herrn Grafen, dessen Ankunft die Heb-amme eben meldete." Stud«ntenbri«f. „Lieber Vater! Ich habe es jetzt satt, immer vergeblich nach Geld zu schreiben. Ich will sehen, ob ich mir nicht durch eigene Arbeit etwas verdienen kann. Als Anlage-capital würden mir vorläufig 100 fl. genügen u. s. w." O weh! Kritiker: „Sehen Sie sich nur dieses Bild an: wundern Sie fich nicht auch, dass solches Zeug überhaupt angenommen wird?" — Maler: „Ja, darüber kann ich mir eigentlich kein Urtheil erlauben: das Bild ist nämlich von mir!"_ llnmäfllidjrr ?l >> » gI »>«H *»nronln : Grafin. dass n>t, gerade vierzehn zu Z'ischc sind." — Gräfin: „Ja, ich habe «rtra deshalb den Professor Rudolf Meyer einladen lassen." — Baronin (ausstehend): „Da bedaure ich, da sind wir doch wieder gerade dreizehn von Adel." Trostlos. Student (der alles versetzt hat): „Die Uhr studiert ... der Frack studiert . . . . die Bücher studieren . . . mein ganzes Hab' und Gut studiert ... nur ich nicht!" Auch ein Vortheil. Frau (zu ihrem Manne): „Ist aber in dieser Wohnung eine Menge Unge-ziefer . . . ." — Söhnchen: „FamoS, Mama, nun lege ich mir gleich eine Jnsectensammlnng an!" Neues Wort. A.: „Was fehlt Dir, lieber Freunds" — B.: „Ich bin verschnupft, meine Schwiegermutter hat mir eine Scene gemacht." — A.: „Aha, Drzchenkatarrh." Missverstanden. Richter: „Heute stehen Sie schon wieder wegen Einbruchs vor Gericht? Na. ich gratuliere!" — Einbrecher: ,Hch danke, Herr Richter! Ein Furchtloser. Herr Püringer schließt seine halbstündige Rede im Casino mit den ge-flügelten Worten: „Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts in dieser Welt!" Dann sich setzend, bemerkte er zu seinem Nachbar: „Jetzt muss ich aber nach Hause gehen, sonst macht mir meine Alte wieder einen Heidenspektakel!" Endlich. Sonntagsjäger: „Endlich einen Hasen — und was für einen Prachtkerl — da kann ich im Wirtshaus ganz gut von einem halben Dutzend erzählen!" Unsere Dienstboten. „Gut geruht, Auguste?" — „Ja!" — „Kaffee geschmeckt?" — ,Lla!" — „Na, da sind Sie wohl heute gut gelaunt?" — „Warum denn. Herr Rath?" — „Vielleicht bürsten Sie mir einmal meine Bein-kleider aus!" Immer zerstreut. Professor (in den Rasiersalon hineinrufend): „Guten Morgen! Ich gehe nur noch einmal schnell gegenüber zum Buchhändler. Seifen Sie mich nur inzwischen ein." Egoistisch. Gast (in der Kneipe, zu seinem Nachbar): „Sie, trinken Sie doch noch ein« .. . ich warte schon den ganzen Nachmittag darauf, dass a frisch's Fass angestochen wird!" Immer derselbe. Strolch (einen Wucherer anfallend): „Geld her!" — „Gut. ader nicht unter zwölf Procrnt!" B«rlag: ««Tioaltimq der ..Deutsch«» Wacht" in Cilli. — Herausgeber und verantwortlicher Redacteure«« Tullinger. Buchdrucker« M. Withal« & 6».. Graz. 1895 ..?e«tfch- Wacht' 2Vir ßeefiren uns, zur Kenntnis zu Bringen, dass unser, mit dem grössten Gomfort und den modernsten Sinricßtungen ausgestattetes asse Donnerstag den 3.6et06er 1895 eröffnet wurde, und eriaußen wir uns ein ffl F. S\ißlicum zum Siesucfie ergeßenst einzuladen. 6 ..W-ntsch- Wach«' «frd aturecblickQcb überraschend :P^ü_r jede 2S-a.c2a.e I t und in PtiBohohon »cm 45 Krouzcrjm tn allenSpexerw- undDehxÄtGSSun- Kf '2 C?NC0URS a. d. Weltausstellung PARIS 1389. Zu haben 1» Cllll bei: Trat**» » elegantester Ausführung nach stet» neuesten Rodelle». Großes Sortiment von Monsen für jede Jahreszeit. — Offeriere ein jfroj-n-i«?* Quantum oon Occaiioiii .Waren zu inefir ate zur Rätsle im H^rsiss rcöttct«rL Um recht zahlreichm Besuch bittet achlungsvollst Karl Roessner 193—42 Rathhausgasse Rr. 1»._' Heinrich RtDitsch Zeugschmied für Brückenwagenbau und Kunstschlosserei Cilli, Fteiermark mrujt Decimal- auch C enti ma I Vriilke»-Waage», Gitterthüren u ««eiänder. Ornamente u. Wappen nu« Schmiedeeisen, Garten und Grabgittcr, He» >-. Wein-presse«, Tiefbrunnen, auch Pumpe», <5inschlagbrnnnen, sowic Wagenwinden, solid und billigst. 19-52 Kundmachung. Montag den 7., eventuell Dienstag den 8. d. M. um 8 Uhr vormittags werden 150 Auslmckerpferde am städtischen Pferde,narktplatze (Schlachthaus) in Graz im LicitationSwege gegen Barzahlung und Entrichtung der scala-mäßigen Stcmpelgebür veräußert. Kauflustige werden hiemit ein-geladen. 727-2 Die Venvaltungs-Commission der k. u. k. Train-Division Nr. 3. Kundmachung. Der steiermörftfdje Landesausschuss hat mit Erlass vom 17. Zevtembv 1895, Zahl 24041, die Ausschreibung der Lieferungen pro 1896 für boi hiesige Krankenhaus mit dem Bedeuten angeordnet, dass sämmtliche Offert« mit einem 50 kr.Ltempel versehen, versiegelt, längstens bis 1. Novemia l. I. bicect an den Landesausschuss in Graz einzusenden sind. Die Ausschreibung der Lieferung umfasst: Fleisch. Gebäck, Mehl. Milch. Petroleum. Hots und Steinkohle für das ganze Jahr 18&«5. Ausdrücklich bedingt wird, dass.bei Petroleum der Preis nur per flili und bei Holz nur per Raummeter loco Anstalt gestellt werben darf. tit Milch ist ebenfalls loco Anstalt zum fixen Preise per Liter zu operiere». Im Weitere« wird bemerkt, das» die Gfferenten dir nöthigen wsfertoblankette, in welchen die verpflichtu«clmfFettratli. 737—2 Buttsr- und Käsebereitung Molkoreibetrieb etc. Hiezu praktische Anleitung mit meinem General« Katalog pro 1895 und 189K, soeben erschienen, wird an mein-Kunden auf Verlangen gratis versandt, sonst Preis 1 flrirat. Anton Fsiinliausor Molkereitechnisches Aureau und Maschinenfabrik Wie» 16, i, Ottakring, Panikengasse Sä. «73—50 w as wird nebenstehend anneboten? 1. Eine im edlen Sinne redigierte Hausfrauen-Ztg. 2. Eine vollständige Moden-, Wäsche- und Kinder-garderobe n-Zeitung. 3. Eine reichhaltige Handarbeiten-Zeitung. 4. Eine prächtige Kinder-Zeitung._ 5. Auserlesener Unterhaltungsstoff für Erwachsene in Erzählungen erster Schriftsteller, sowie in Gedichten, Sprüchen, Räthseln u. 8. w. 6. Gratis-Schnittmuster nach Mass._ 7. Ein „Lehrkursus im Schnittzeichnen" gratis. Nachfolgende Erzähfu?igen werden zunächst erscheinen: 35 um ££&itverfreiß. Roman von Friedrich • gpielhagen. prüfet alles und das Zieste — Maltet! 12/7erteIjäßrlicß I «T/. = 2 s__ 3u beziehen durch otlf Huchll-ndliingen und «nisrtl. täninL P«*-anllall»». f-- inrments-iZrdingungen: flslc 14 Tag« erscheint ein L>eft zum Vreise von IS kr. ö, D, — Atertcriährlich > S yakbiakrtich I ». SS kr. — ganzjährlich S fl. 80 kr. iaci. Bußestung. verwechletunzen mit anderen VlSlIern wolle man get. nermeiden. £JI O Preis pro Heft nur 13 l«r. o. inel. aller Mode- und tiandarbeits vorlagen. 57^ie bereits in vielen tausend Familien beimischt Zeitschrift „Das Blatt der Hausfrau" beginnt im October 1895 ihren sechsten Jahrgang. Was dieses Blatt bisher erstrebte, wirb auch ii Zukunft die Tendenz desselben bleiben: das Praktische mit dem Idealen zu vereinen: zunächst der thätigen Hausfrau tn ihrer täglichen Wirksamkeit fördernden Beistand, der sorgende« Mutter bei der Erziehung ihrer Lieblinge bewäbrten Rath und treue Hälfe zu gewährc»; dann aber anch: den Zinn ans den beschränkten (Grenzen der Häuslichkeit zu Höherem zu erhebe«; den Geist zu belehren; das Gemüth zu bilde»; für alles Gute. Schöne nnd ie Zeitschrift „Tao Blatt der Hausfrau" bietet in ihrer Gesamuubeit den Abonnenten! a. Wne im cblen Sinne redigierte »anssranen-ZeitnnK. voll guter Ratli'chlage nicht nur für selisches und körperliches Wohlbefinden, sondern auch für die praktische Fülunng des Haushaltes in all'»: seinen Anforderungen b. <5i»c vollständige Moden-, Wäsche- und Ki«dergarderobe»-Aeituu« mit Abbildungen und Schnittmustern nach Masz, den Bedürfnissen des guten Mittelstandes einsprechend. E^ravaganzen der Mode, Kostspieligkeiten sind darin vermieden und nur dem feinen, soliden Geschmack wird Rechnima getragen. — c. (ten Frage der Gegenwart, der sozialen, abspielt, die anziehendm Schilde-Ningen der krassen Gegensätze zwischen Besipthum und Besitzlosigkeit, die Zeichnung der Eharaktcre — voruelnner und niedriger auf beiden Seiten! — feWn den Leser von Anfang bis zu Ende. »jjM -- Bürgermeisters Hu /litte. Roman von Annn Hnrtenstein. ^^^.riiiiien dei V. Jahrgange» werden diesen neuesten Roman der >on ..Ztvei Kränen" sicherlich mit Spannung entgegennehmen. 1 i darüber gesagt: er ist ebenso hübsch, wie der vorige! Kt MUty ZUM Erzählung von xntjr wrstkirch. A» aesch«!^ Mila^eitenu der besten Zeitschriften ist Luise Westkirch bereits weiterenMrrilen Mannt. Auch diese Erzählung wird den Beifall unserer Leserinnen im- Sin. CiicUc eminent praktischer nnd finanzieller Vortheile snr «nsere Äbonnentinne» sichern wir stlicii. I4)iujaiucti Hnussrauen, roefch« ihre, sowie ihrer Kinder Garderobe selbst herstellen wollen, damit, Jtoifv w iljitMt l Gelegenheit bieten, genaue Schniltmuster nach Mass zu jeder Moden-Abbildung drs VI. AilI)rganys au sich gratis, aber gegen En'lailung der Pmtv .'liiSßHu, unKZetrage von Ärenter, zu beziehen. — Ebenfalls ßl'rtti», aber gegen Erstattung der Emballage- nnd Porto '.üdiwn im Betrage von 20 ttrenzer. offerieren wir das neu von nnS geschaffene Werkchen: m.w<« «u-imt..,.. , „Lehrkursus iU» Ächttittzeichnen" Mit vielen Abbildungei. Elegänt eartoniert. Bon Wilhel ine Kerl Inhaberin eineo ^«huittr ^fterMteliers in Wien. sind von der Einsendung der ▼lertelJührHclien ibonnemcnlsquiltung abhängig. Ohne AbonnemenlsiiuiKang kann nicht geliefert werden. Nach Auszählung dieser Vortheile glaube« Dir ruh.en Gewissens jeder Hausftau, welche unser Blatt noch nicht hält, ein cflßonnemenf auf <35latt der cJCausfrau" empfehle« zu dürfen. Wir sind sicher, dass die auf diesen, Wege neu geworbenen Abonnentinnen uns eben so tren bleiben werden, wie die seither gewonnenen, und hoffen, dass wir die Zahl unserer Aichängerinnen bald aus HUNDERT TA. XISEND werde« feststellen können. 1 4- I 11 f I» V t I* ( I fl Y I t ffl — diesen bescheidene« Betrag kann selbst die sparsamste Hausfrau _* j U l l l l l I | 11 l) 1 l l UJ fj-ir LieblingSblatt mtbeschadet anlegen. Den angehängten Bestellschein wolle man, mit genauer Adresse versehen, an die nächste Buchhandlung oder Post-anstatt gelangen lassen. gering von ,Has Matt der Hausfrau" (Friedrich Schirmer), Wien I., Ililirlungtugulse l und 3, ilibtlungriihof. GT rr Peltellzcttel Ur. 1. Pestell^ettel Ar. Unterzeichnete abonniert hiermit auf die Zeitschrist ,,?«• Statt de. , cu>g-d»chh>ni»wng ^rltbrlrti Schirme», «üen I., etnjafciteii. Dir A.,1,1»n« »rfoltft um besten per p«i»a»i»eisung. nobel der Oiapan all 9t ßelljlttcl bfiuj.'. werde» tan». iu\muuu\\\uuu\mu\vuu\v\u\\\umi von. Unterzeichnete bestellt hiermit bei der Buchhandlung in. folgende Werke anS dem Verlage von Friedrich Schirmer in Kerlin SW. 13, Neuenburgerstratze 14a: Qtlil-: ivqglenis«!»»» A«ii|kn«lt. O P » £ l "V . :S « - — 5 9k ja ■ a « a b •*» s :.B | *• .t 5 2 «<» f S 's-__ » W S U U ja N ! -Mi* I Ü «edruckt bei Friedrich kchlrmcr in vcrl'm i>W. >». ji u* örii |ablrrtd|«it jtlrtheilrn um 11 stäiisfriniitn der fnilirrrn 11us< ■—• lagen der r.5d|nrUkiid|r": Frau Ada $». in Wien» — „Ick l'sfipf Ihr Vuch (fit langem mtb kocht danach. Es ist ein wahrer Zchatz für jede Haushaltung " Frau Lonq vou in Gn. - — »Sehr viel kann man aus Ihrem Kochbuche lernen; c4 ist eine Fülle des Winensioenen und der besten Gerichte darin, so recht ein Lehr-buch für die Hausfrau! Wie man-che» probierte ich schon, bereite besonder? steril (nach Ihren Angaben) das ai-pökelte Rindfleisch nnd vcr-schiedcue Gerichte für den Sraiofm. Noch immer finde ich mir RcueS und guten Rath in reicher Fülle darin. Ihr Buch liegt meist in der uniiiiUelbaren Rähe meines Sofa-Gescheit# nnd lest ich gern darin in einer Äußestunde. Ich weih Ihr schönes Buch besonders zu schätzen." In der Wochenschrift „Fürs Haus" urtheilt eine Käuferin der .Schnellkücht' vollkommen freiwillig und ohne dazu von einer bethcUigtcn Seite angeregt worden zu sein! „Tie „Schiietlküche" ist ein wahrer Helfer in der Roth und mir von allen meinen Kochbüchern daS liebste." 'lt. tu Suderode. Kennen 2te Nie- unter dem Titel Roman von Neinlsold Ortmann. TaS ist wohl der beste aller Romane, welche Reinhold Ortmann bis jetzt geschrieben. Tie reicht Handlung, welche sich unter dem Einfluss der wichtig-iten Frage der Gegenwart, der sozialen, abspielt, die anziehenden Schilde-Hingen der krassen Gegensätze zwischen Besitzthum und Besitzlosigkeit, die Zeiarnung der Charaktere — vornehmer und niedriger auf beiden Seiten! fesseln den Leser von Anfang bis zu Ende. iirgermeisters Justine. Roman von ^ Anna Hartenstein. Die Lei i-.nen deS V. Jahrganges werden diesen neuesten Roman der VUsHsetin t'vn „Zwei Tratten'' sicherlich mit Spannung entgegennehmen. Nu soviel »et darüber gesagt: er ist ebenso hübsch, wie der vorige! ZUM Erzählung von Die Zeitschrift „las Blatt der Hausfrau" bietet in ihrer Ge'amnttkfit den Abonnenten: »». >ansfra»e»Zeitnnq. voll guter Rathschläge nicht nur für selisches und körperliches Wohlbeiinden, sondern auch für die praktische Fül'rung des Haushaltes in allen seinen Aitsorderungen b. (S'iitc vollständige Moden-, B>äsche- nnd KNndergarderoben-Zeitung mit Abbildungen und Schnittmustern nach Mah, den Bedürfnisse» des guten Mittelstandes entsprechend. Extravaganzen der Mode, »tostspieligkeilen sind darin vermieden und nur dem feinen, soliden Geschmack wird Rechnn»« getragen. — c. crnis. Meinen p. T. Kunden in der provini diene ,ur Nachricht, dass die Einsendung eineil Muster-rockeS genügt, um ein passen» des Kleid zu beziehen. Illustrierte Maß-Anleitung fron eo. RichteonvenierendeS wird anstandslos umgetauscht oder der Betrag rückerstattet. uiv-ii H ochach tungSvoll Jakob Rothberger k. u. t. Hoflieferant Wien» Stephansplatz. lIanpt-I>epot: 2C reis -Apotheke Kurneuburg bei Wien. Zu beziehen in allen Apotheken und | Ilroguerien Oesterreich-Ungarns. Innsbruck (Tirol) Wsrsctnötgoscbäfl, Mr. 4 empfiehlt seine echten Tiroler LODEN sti Herren und Tamen. Tvcrtige SavelokS. Wettermäntel je., vollkommen _ wasserdicht, in bekannt schönster und billigster Ausführung. __140 SS uni ,/wttal'ofl gratie unJ franco. - v Fahrkarten und Frachtscheine nacl» Amerika tönigl. belgische Postdampser der „Rvd 8tsr Linie" von /wtvvrpvn direet noch fjew-York und Philadelphia coneess. von der hohen k. k. österr. Regierung. Man wende fich wegen Frachten und Fahr-karten an di« 14-10 Red Star Linie in WIEN. IV., Wevringcrgassc 17. Wir suchen ökruilbrrn Ok&ali. »°d. üifotftoti, cwbiikU auch MT40 Va«»t«ä»ttsch» |ürUj rrlflubm«« stll sdiaft Adl»» & Camp.. #ut>««>r0. Mit ksisrrl. König!. öKrrr. prioilryinin und königl. prruß. Mimsttnal-Approbation. Dr. Suin de Boutemard's UcS Exil* un> ^ucfrliSfiigftr «itialr.ir.04- und RtMpafMtttt Kr Zädir »ad dr« i» ganjrn und ialde» PS«»»» i 10 im» » Rtr. »-'-10 Dr. Borchardts arom. Kräuter- «UM M «itongutia und (ftWtimg «Inst l»d»«» gLsimden Haut 1 tu ocrflrgenra Ong'nal Paschen » 42 91h. Dr. Beringuier's arom. Xronen- a*. rrvvhl »cn ®1uji$ und ft« Olafti-citAt der H»arr und rtgnri ft« glt»»,ki»n ,u» AesitaUe» der Scheiiel. t» vrignialslidtr» »Wh. Balsamische Oliven-Seife i.-i .fH.-r sich durch ;0:r MfMnSc and crtaltmbr «tnraitftitts »ui dir »rkchmr>ds,iel> im» «ei»»rU der Hau! awe; in Päckchen »u •>& Ätr. Dr. Hartunfl's Kräuter - Pomade »ut tBichrmtotthmfl imfc gkUbuftfl de» Haar» »uchjt«, in vfrsitaell^n und t« 4Mo{e gtttcmpelten Xlfflfl« * «5 »ft. Dr. Hartung's Chinarindeol jiir Coit^tfvttfung iutb Vefschötxrung der Haare' tu ocTfwgeUrtt und l» »las« g«s»c»pelt-a Flasche« k 05 St*. Gebrüder Leder's baisam. Erdnuss- CcHtifr al» mrlft« «oKMmtirl für jirie, empstnd-üiJk Haul. nanwntltct oon Tainni imd «ludet«; » etil« -d unk » foi!« (4 StlUt) » kr. «r»«n dir oMgcn. »Mich l^rr aiwr-•K« *11 laontr Soll Midi u»d Ziorck»atl«te« auch tu hieft,n «r,,id so !xllcd> «rmnteiini Srtitd stefiidrt in Cilli bei Johann Warmuth, Friseur, Ärazergasse. HP~ Wir warnen vor Falsifikaten, namentlich von Xt. Suin be Bouiemard's arom. Zahnpasta und von Dr. Borchardt's arom. Kräuterseife. — Mehrere Fälscher und B e r s ch l e i ß er von Falfifieaten sind bereits ju empfindlichen (HclOftrafen in Wien und Prag gerichtlich tocrnrtbcilt worden. llaymond A Co. f. k. Priv.-Inh. u. Fabrikanten in Berlin. 10 Gulden liillrhrn «Ichrrfn Tfrillront cpn: <5nulTal 1 und flifka HOCH loi*. am» Im kl«l««U« OH»l j»iw>6l Waiinrro al« j^wutn, »I« Mml« dem »e-> |r|(idi (Kilatttitit «erkauf, oon Losen uii» «en-1 yapirroi »rM|«i looHrn. um« ,VrIrtllrr I Oerdicii» an Knilolf *»•«». 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Zuschriften an die Ver waltung deS Blattes._ 724—3 Lehrjunge der deutschen und slovenischen Sprach« mächtig, wird sogleich in einem Manusacturwaren-gefchäft <,ufgenommen. Anfrage in der Ad» ministration dieses Blattes. 722—2 Danksagung. Ich litt an UnterleibSkrankheit und hatte stets Schmerzen im tkeuz und in der rechten Hüfte, welche zuweilen so heftig austraten, dass ich mich kaum aufrecht halten konnte. Ich wandte mich an den h«»ii»p»ttzischei Ar,l Herr« Dr. »e. D,»e in ßil» ,» Zitzen. ?«chseiri»i 8. Nach Gebrauch von zwei Sendungen von dessen Medicamenten war ich völlig gesund. Ich sage Herrn Dr. Hope meinen besten Dank sür die schnelle Heilung meiner langjährigen Krankheit. (gez). fr»* tmhirtl Wilhelmine, Kreiß Schleims, Pro». Pommern. 26Ö T. 33er3.cLI!ls's lBendik"LedeN -2 cö ca das Beste für Reise-, Jagd- und Touristenbekleidung empfiehlt als Specialität Anton Suess, Graz vis-ä-vis dem neuen Magistratsgebäude. 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