^1<»3. Montag, 5. Mai 1«9tt. 10!». Iahrga««.. Zeitung. «'Md^a n °"^"!i<: Mit Postverlcnd,!!!« : l>ll»zj«hrin fl, 15, halbjährig fl, 7ÜN, Im Ll'inv<°!r: Nriiw ^> i ' l)n>l>i«hrig fl, s.^o. .'firr die Zustellung >»« Hau« yanzjapris, st, i, — IuserilonVaebür: Für 'Mkratr bis z« 4 ^si,s„ z>ü ^ ^ grüherr per ^>!c 7finde! sich «oügreszplah l>, bi.' Mednetlon Vahühosgllsje 24, Sprechslulibe» der Nedoctiun lügllch n«m l<> bii l« Nl»r vormittag«, — Umrankier!,' Briese werbe» nicht „»genommen »nd Maxulcripte «ich! zuruckgeitellt. Umtlicher Hheil. Ull ^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit 3iul> ?< ^ unterzeichnetem Diplome dem Major des dem ss?^ ^bert Grablowitz den Adelstand mit 8ttilbt «Edler» aNergnädigst zn verleihen Un„^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit PHMr Entschließung vom 23. April d. I. den Cw k "" ber Slaatiirealschule in Trieft Dr. Franz ailz'"°.zum Director deL Staalsgymnasiums in Pola !^°^lO zu ernennen gernht. Gantsch m.,). Nichtamtlichel Weil, Statist!! de« Snnitiitswesens. E ^hre in^ " Zuwachs der Bevölkerung entfielen im ^Vik! - ""f 100.000 Einwohner 21 30 Doctoren 188? a.'c" ""d 13-74 Wundärzte, dagegen im Jahre 22'0« 3 b'e fiir dieses Jahr berechnete Bevölkerung Nllf lo^toren der Medicin und 8 66 W»ndärzte l^15) f.- Einwohner. Die Zahl d^r Apotheken ^b cz 1 !? um 13 gegen das Vorjahr, außerdem Na^. ^^ Hausapotheken, dieses s^.d'e ^gemeine Sterblichkeit betrifft, so hat die Eter^^^'''^er den Vorjahren vermindert. Dass der Kra, ,^^^ " den autonomen Städten zufolge ^fll<,h""""a"stalten. der dichteren Bevölkerung und Ü^ei, La ^" Fremden eine größere ist als auf dem "le St^. ^' 'st allgemein bekannt, dennoch weisen "err!» m^ Salzburg. Ungarisch-Hradisch. Vielitz, Ro-pllll. EI"« ^'"'' Client. Olmütz. Marburg. Trop-"ne ae.l« ' Kremsier. Innsbruck, Graz nnd Friedeck fill den 3" Sterblichkeit als die des Durchschnitts ^tllat s-,1 ^" bar. Die hohe Procentualz,ffer für den ^^^5 Verstorbene aus je 100.000 Einwohner) 4 Nr. »7. ____ wirb aber zumeist durch die hohe Sterblichkeit in den! Ländern Galiziens und der Vnkovina herbeigeführt. Ziehen wir die einzelnen Todekarten näher in Betracht, wozu uns durch die auf Seile 208 bis 214 enlhal« tenen Tabellen ein übersichtliches Bild für das relativ häufigere oder seltenere Vorkommen der verschiedenen Todesarten durch Berechnuug der je auf 100.000 Einwohner entfallenden, durch die einzelnen Todesursachen hervorgerufeuen Todesfülle geboten wird, so ergibt sich. dass in Oesterreich im Jahre 1887 durchschnittlich anf je 100.000 Einwohner 3155 Verstorbene inclusive Todtgeborne entfielen. In Infectionskrcmkheiten starben, und zwar von je 100000 Einwohnern an Blattern 44, an Nuhr 49, an Mafcrn 64, an Typhus 67. an Scharlach 72, an Keuchhusteu 99 und au Croup und Diphtheritis 162 Individuen. Letztere Krankheit hat somit in ganz Oesterreich verhältnismäßig am meisten Menschenopfer gefordert, und zwar Vorzugsweife in Galizien, Schlesien llnd Görz-Gradiska, am wenigsten Todesfälle sind in Tirol und Vorarlberg, in Kärnten. Ober- und Nieder-Oesterreich zu verzeichnen. Der Keuchhusten trat eben. falls in Galizien. Schlesien nnd in der Bukovina häufig, am schwächsten in Trieft sammt Gebiet, Ober-und Niederöstcrreich auf. Als nächste heftige Infectionskrankheit erscheint der Scharlach, welcher znmeist in Krain, Galizien nnd Schlesien wüthete und nur Vorarlberg. Tirol und Salzburg am mristrn verschonte. Zunächst folgt der Typhus, welcher sich iiber ganz Oesterreich ziemlich gleich vertheilt, große Dimensionen jedoch in der Vukovma. Galizien und Dalmatien annahm, während er in Trieft und in Niederösterreich am wenigsten Boden fand. Während die Maseru stärl.r und epide-misch Galizien heimsuchten, traten die Blattern desto intensiver in Trieft und Dalmatien auf. Die Ruhr eudlich war am stärksten in der Vukovina. Galizirn und D.,lmatien. in Kram. Görz und Gradiska. am schwächsten in Salzburg. Vorarlberg. Tnrst. Ober-und Niedrrösterrcich. Diesen Infectionskrankheiten waren noch die 145 Fälle an (^uwrn nosli-as anzuschllch'u. Was die ülnigen Todesursachen betrifft, so starben von 100.000 Einwohnern au aua/borner Lebensschwäche 413. an Lungenschwindsucht 389. au entzündlichen Krankheiten der Athmungsorgane 309, an Altersschwäche 292, an Darmkatarrh 142. an Apoplexie 73. an lreb-sigen Eutartllngeu 50 und au nicht näher angeführten Krankheiten 757 Individnen. Die Wuthkranlheit forderte im Jahre 1887 49 Opfer, und auf 100.000 Einwohner lamm ubcrdirs 123 Todtgetmrten. Die Ge- ! sammtzahl der eines gewaltsamen Todes Verstorbenen brtrug im Jahre 1887 10.832, mithin 1 62 pllt. der Gefammtzahl aller 666.493 Verstorbenen der beiwei» tem größte Theil der in gewaltsamer Weise herbei' geführten Todesfälle kommt auf Rechnung des Todes durch zufällige Beschädigung (56 5 pCt.), dann folgt der Selbstmord (35-5 M.). sodann Mord und Todt. schlag (5 6 pCt.) und unbestimmte gewaltsame Todes« Veranlassung (2 4pCt). Nicht unerwähnt möge an dieser Stelle bleiben, dass. während der Selbstmord leider seit einigen Jahren wieder zunimmt, die Ver. brechen des Mordes und Todtschlages im Jahre 1887 in Vergleichung mit den früheren Jahren nicht un« dedeuteud abgenommen haben. Durch Justification mussten im Jahre 1887 5 Männer und 1 Weib vom Leben zum Tobe gebracht werden. Die Ergebnisse der Wohlthätigkeits-Nnstalten bieten leider weniger des Hervorragenden. Die Zahl der Säuglings« und Kinder«Aewahranstalten und Kindergärten hat sich wohl um Weniges gehoben, jedoch die Zahl der aufgenommenen Kinder sich deshalb ver-mehrt; doch bilden noch immer die in diesen Anstalten aufgenommenen Kinder kaum 4'/, pEt. der im Alter von drei bis sechs Jahren stehenden Kinder. Ausfallend ist nebstbei noch die Abnahme der die Kinder-Bewahr-anstaltcn und Kindergärten besuchenden Kinder in Istrien (vorzüglich in Pola) nnd in Dalmatien. Die Zahl der Waisenhäuser und Kinderasyle stieg im Jahre 1887 auf 160, in welchen 9444 Kinder mit einem Aufwande von 1,021.855 fl. verpflegt wurden. In den 1577 Versorgungsanstalten zählte man 38.539 Personen, welche mit einem Aufwande von 2.860.214 fl. verpflegt wurden; im Durchfchnitte ent' fiel daher auf 570 Eiuwohner ein in einer Versor. gungsanstalt verpflegtes Individuum. Ziehen wir noch zum Schlüsse die Nrmeninstitute näher in Betrachtung, so gab es deren im Jahre 1887 10.488, von welchen 4.517.204 fl. an 290.674 Arme vertheilt wurden; es entfällt daher ein betheilter Armer auf 75 Einwohner. Der durchschnittliche Iahresbezug eiurs Armen beträgt 15 fl. 54 kr., und auf den Kopf der Bevölkerung entfallen durchschnittlich 21 kr.; doch wechselt diese Summe sehr nach den einzelnen Ländern, so entfallen in Salzburg auf den Kopf der Bevölkerung 84 kr., iu Niederösterreich 69 kr., in Tirol 65 kr., dagegen in Istrien nur 4 kr., in Galizien nur 0 8 kr. und in der Vukooina nur 05 kr. Das ist der kurz gefasste Inhalt des großen, 250 Seiten umfassenden Tabellenwerkes, welchen ein 40 Seiten langer erläuternder Text vorangeht. Feuilleton. 5 pichte des Holzhandels in Kram. ^st-»°>? ^l" Ueberschrift bringt die .Ocsterreichische ^3euii?6' i" einem von P. von Radics gezeichue« -'w il^ "^"'lel eine änherst interessante historische !'""' di.l ll. k" Holzhandel in Kram. Wir reprodu- M„N ?be '„I Nachfolgeuden. nur unt Hinweg- ""'vetbält 's" ^" ^lw aus Rücksicht auf die ^ch'. ,'u k"" im Baue begriffne Localcisenbahu Laibach. Mulm«, V^"""'. reizvollen Nüdgebiete der Steiner, !>nblU >e Sannthaler Alpcn führend, und die im - eitulla , ?"l!'sch und nachhaltig betriebene Vor-^lnschts., ,, l längst von der Bevölkerung sehnlichst ' Gra>,.k ""Trainer Vahn. welche d.n waldreich-^en c^ "7" des Landes Krain. insbesondere den ^"""a. i!' ' "' der Gotlschee, die ausgiebigste Vcr-M ss^7 ansehnlichen Bestände in nächste Ans-i. Gelchi^. '!"' uns die Blicke zurücklenlen auf Nich^^ d l,^z^ Holzhandels, dem also "eht. "M fcr^„ Tagen eine neue Aera bevor- ^ lchon !!!^""'"e Waldreichihum d^s Landes Krain e^ brtri.i" "" der Römelherrschaft zum schwung- td./'"e A °. m". H""del angeregt. In erster Linie war Hez den m^'^lz. die ein festes, feines Harz gab, "b dulck 5'""" "ls Schmuck diente und welches ^ die pannonischen Handelslente an die Grenze Italiens gebracht wurde. Dieses Nadelholz scheinen Lärchen gewesen zu sein, die anf den rauhc-steu Höhen unserer südlichen Alpen fortkommen. Nach den Stürmen der Völkerwanderung war ei die Zelt der Karolinger, die den Handel und besonders den Holzhandel in diesem Lande wieder in Aufjchwuug brachte. Schon unterhielten die Krainer mit dem auf-strebeuden Venedig einen lebhaften Commerz m Holz. und die Eichcuruste. auf denen die im Laufe der Jahr-hundcrte mit Kram in so vielfache Beziehung gekommene stolze Dogenstadt erbaut worden, stammn, zu nicht geringem Theile aus den großen Elchenwaldungen von Krain. ^. , . .,., Wie Kaiser Friedrich III. - den die hmnatllche Geschichte den «Vatcr Krams» nennt — dem schönen Trieft dann die Begünstigung ertheilte, seinen Bedarf an Schiffbauholz aus dem Hinterlande, dem mner-krainlschc-n Gebiete, zu decken, so hat auch sem Sohn. der «lehte Ritter». Kaiser Max L. M! Sch'che und zur Förderuug von Trieft seines Vaters Erlass aufrechterhalten (1517). dass alle nach Istrien gehenden Waren, also auch alle zum Schiffsbaue nöthigen Holzer, den Weg übcr Trieft nehmen sollten, widrigenfalls Gefährte und Waren mit B.schlag belegt würden. D«e Straße für deu Hchhaudel aus Uuwlrams For,trn nach den Häfen der blaueu Adria gieug über Laas. Zirknitz, Hasberg. Adelsberg und Senosctsch. Da sich dieser krainische Holzhandel immer schwung« voller gestaltete, so rechnete die vom Erzherzog Karl l^. von Stcicrmarl, dem Regenten von Innerösterreich (Steiermark. Kärnten, Krain und Istrien), in Oraz (1564) eingesetzte «Regierung», beziehungsweise die das Finanzministerium jener Zeit für diese Lande bildende innerösterreichische Hofkammer, nicht schlecht, als sie, im Besitze eines großen landesfürstlichrn Wald. complexes in Krain. sich selbst auch auf den Holzhandel in größerem Maßstabe verlegte, wie denn schon 1544 das in Istrien nnd am Karste waldbesitzeüde Nerar dnrch den landesfürstlichcn Waldmeister Martin Cernoza Holzhandel betrieben hatte. Schon frühzeitig haben sich die in Anfertigung von Holzgrfchirren aller Art geschickten Bewohner Krams auf den Handel mit Holzwaren geworfen. Schon Kaiser Friedrich III. und dann mehr noch sein Sohn Max I. begünstigten diesen Handelszweig und gestatte-ten den Unterthanen am Karst im Zirkniher Boden, m Laas, Reifnitz und in der Gotischer den Handel mit diefer Ware auf Saumrossen. Diese Ausfuhr war von Äedeuiung, so dass der landesfürftliche Ob>wald-meister Wolfgang Petran von den Bauern dieser Oe-genden deu «Holzdaz» erheben wollte; die Landschaft führte jedoch b.im Landesfürsten Befchwerde (1520). indem sie sich auf einen bereits srüher erlassenen Bc-fehl des Kaisers berief, «ach welchem man die armen Leute nicht weiter mit der Dazabforderung beschweren solle. Ganz wesentliche Erleichterung erwirkten die Landstände bei der Regierung für den Handel der Unter-thaneu mit Landesproducten überhaupt und im be^on« deren für «gemachtes holzwerl, Brennholz, Bauholz, Mbacher Heitung Nr. 102. 820 5. Mai 1890. Verhandlungen des Reichsrathes. -- Wien, 2. Mai. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses legle die Regierung den Gesetzentwurf über die Stempel-und Gebürenfreiheit für das Zrhnmillionen-Anlehen des Landes Steiermark vor. In der Forlsetzung der Budgetdebatte besprach beim betreffenden Titel des Finanzmini« steriums Abg. Iahn die missliche Lage der Beamten für die Evidenzhaltung des Grundsteuercatasters. Der Redner beantragte eine Resolution im Sinne seiner Ausführungen. Veim Titel «Militärlaxfond» klagte Abgeordneter Türk über die Belastung der Gemeinden. Abgeordneter Garnhaft verlangte eine Reform des Militärtaxgesetzes. Der Titel wurde mit der Ausschussresolution wegen Aufhebung der unteren Classen bis 5 fl. genehmigt. Beim Titel «Grundsteuer» trat Abg. Eichhorn für eine Steuerreform ein. Graf Coronini bedauerte die Nichtgestattung der zollfreien Einfuhr von Kupfervitriol zur Bekämpfung der Peronospora und beantragte eine Resolution wegen Herabsetzung der Grundsteuer für die von der Peronospora heimgesuchten Weingärten. Freiherr von Moscon gebachte der würdigen Art und Weise, in der die Arbeiter den gestrigen Tag feierten. Vom vernünftigen, klugen und rechtschaffenen Arbeiter müsse man den Mob sehr unterscheiden, der zu Ausschreitungen geneigt ist. Heute aber muss man den Arbeitern die vollste Anerkennung ausdrücken. Der Redner entwickelte hierauf die Grundzüge eines neuen Systems der Grundsteuer, die er als Crescenzsteuer bezeichnete, und wobei nicht die Größe der Grundstäche, sondern der wirkliche Ertrag derselben als Basis genommen wirb. Abgeordneter Abraha-mowicz verlangt die Heranziehung der «Couponschneiber» zur Tragung der Kosten und bezeichnete die Herabsetzung der Grundsteuer als absolute Nothwendigkeit. Sodann wurde der Titel «Grundsteuer» angenommen. Beim Titel «Gebäudesteuer, trat Abg. Kronawetter für die Aufrechthaltung der Herabsetzung der Hauszins-fteuer ein. Abg. Türk führte aus, der Grundbesitzer sei nicht besser daran als der Hausbesitzer. Beim Titel «Vrwerbsteuer» schilderte Türt den Rückgang des Müller-gewerbes. Dr. KrauS besprach den Missstand, dass eine und dieselbe Person für dasselbe Halbjahr zweimal die Erwerbsteuer bezahlen müsse, was besonders bei der Aenderung des Ausübungsortes eines Gewerbes Regel sei. Die Finanz - Landesdirectionen sollten diesbezüglich eine mildere Praxis üben. Wrabetz klagte über die Ehicanierung der Creditvereine. Beim Titel «Einkommensteuer» bemängelte Kronawetter die Art der Bemessung. Ozarliewicz verlangte die Befreiung der Beneficiaten von der Einkommensteuer. Doblhammer führte Beschwerde über die unverhältnismäßige Besteuerung der kleinen Bierbrauereien. Nach der Annahme des Titels «Einkommensteuer» wurde die Verhandlung abgebrochen. Der Iustizminister überreichte den Gesetzentwurf über die Verlängerung der Suspendierung der Schwurgerichte in Cattaro. Abg. Vasaly führte Beschwerde über die Anordnung Chlumecly's, von der Verlesung des ganzen Inhaltes größerer Interpellationen abzusehen. Es sei bedauerlich, dass diese Einführung einem Führer der Linken vorbehalten blieb. Dies sei ein schlimmes Prognostikon für das angekündigte Regime der sogenannten liberalen Linken. Auch sei eine siebenstündige Arbeitszeit eingeführt, wodurch jede ernste Geschäfts-behandlung physisch unmöglich werde. Vorsitzender Chlu« mecly: Ich bitte, Herr Abgeordneter... (La^ansly: Schon wieder Wortentziehung. Redefreiheit!) Chlumecly: Bitte, mich nicht zu unterbrechen. Lazansky: Excellenz haben mich unterbrochen. Abg. Vasaty will vom Ausgleich sprechen, der zwischen der Regierung und einigen deutschen Abgeordneten . . . Chlumecly: Ich entziehe Ihnen das Wort. Lazansky (schreiend): Schöne Redefreiheit; Chlumecky ruft Lazansky zur Ordnung. Lazansky: Da hört sich alles auf. Sie entziehen uns immer das Wort. Chlumecky (mit erhobener Stimme): Ich rufe Sie abermals wegen Ihres den Anstand verletzenden Benehmens zur Ordnung. (Veifall,) Chlumecky will jetzt Vasaty erwidern. Vasaty: Ich habe nicht den Anstand verletzt. Chlumecky: Ich habe Sie nicht zur Ordnung gerufen. Ich habe Ihnen das Wort entzogen, weil Sie über den Ausgleich sprechen. Chlumecly erklärte dann, es sei seit langem Gebrauch, Interpellationen, besonders bei spätem Sitzungsschluss, wenn es nicht anders verlangt wird, nur auszugsweise zu verlesen. Der Zweck der Interpellationen, die Veröffentlichung derselben, werde trotzdem erfüllt. Chlumecky: Es ist eine außerordentlich bedauerliche Erscheinung, dass Mitglieder des Hauses nicht die nöthige Achtung vor dem Präsidium haben. (Lebhafter Veifall.) Je größer die Nildung des Mannes ist, desto mehr muss man den Anstand wahren. Graf Lazansky: Die Mitglieder haben dieselben Rechte wie der Präsident. Das beruht auf Gegenfeitigkeit. Chlumecky bemerkte noch, dass jede Interpellation vollinhaltlich verlesen wird, sobald die Interpellanten dieS verlangen. Er ersuche aber auch, die Interpellationsverlesung mit Ruhe anzuhören, weil die Schriftführer sonst den Lärm nicht übertönen können und nur dann die Verlesung der Interpellation auch einen Zweck hat. (Lebhafte Zustimmung.) Hierauf wurden die Interpellationen verlesen. Abg. VaZaty interpellierte über die deutschen Urtheile des Obersten Gerichtshofes bei anderssprachig geführten Processen. Dr. Menger interpellierte den Handelsminister wegen Einleitung einer Action, um den Gewerbetleiben» den die Einführung von Motoren, Arbeits« und Werks-zeugmaschinen zu erleichtern. Abg. Slavil interpellierte wegen des Schutzes der Mühleninduslrie. Nächste Sitzung morgen. Politische Uebersicht. (Die Delegationen.) In den gemeinsamen Minister-Conferenzen wurde der Einberufuugstermin der Delegationen festgestellt und das gemeinsame Budget der Berathung unterzogen. Das letztere ist noch nicht endgiltig festgestellt, nachdem man in einigen Abtheilungen des Kriegömiiiisteriums mit Hinblick auf die geplanten Aeudernngen Berechnungen anstellen muss, bevor die betreffenden Posten definitiv festgestellt werden können. Der Beschluss über die Einführung des rauchlosen Pulvers ist eine Thalsache; dasselbe soll theils durch die Privat-Indnstrie, theils in einer durch den Staat zu errichtenden Fabrik hergestellt werden. Ferner wurde der Allstausch der 11 Millimeter-Ge. wehre und die Errichtung eines Cavallerie» Regiments beschlossen. (Aus Böhmen.) Die Stadtoertretuuge» i» Eisenbrod und Semil protestieren gegen das Miss-trauensvotlim an Rieger. Ein Telegramm an die «Politik» lautet: «Mit der in der Redaction der Mrodni Üistr/ fabricierten Misstraueneadresse für Rieger gieng im hiesigen Bezirke der Bürgermeister von Vysoka mit dem Gemeinde-Polizisten her»im, um Unterschriften zu sammeln und erschwindelte in nicht näher zu bezeichnender Weise viele Unterschriften, so dass die Kundgebung auf leinen Fall für den Ausdruck der Majorität der hiesigen Wählerschaft gehalten wer-den kann.» Bretter. Sägedirlen. Reifen und Pcmdtern» (aus Holz und Eisen), was allcs, «als zulässige Handelsartitel» erklärt erscheint. Der schwunghafte Holzhandel in der Gottschee und im Reifnitzer Boden hielt ein ganzes Jahrhundert und darüber hinaus an. Lesen wir doch bei Valvasor beson-ders von den arbeitsamen Gottschewern: «Ihrer viele bewerben sich schier mit lauter hölzerner Arbeit, machen Scoteln (Schachteln), Reiter. Siebreifen. Schäffer (oder Nutten). Teller, Schüsseln. «Pitzerlein» (kleine, gauz mit Reifen überzogene Trinkgeschirre) und allerlei Vergleiche«! hölzerne Eefässe, so mau weit iu andere Läuder verträgt und verführt.» Und heute lebt die Holzindustrie in diesem Waldbezirke — Dank der vor wenigen Jahren in Gottschee errichteten Holzindustrieschule — in erfreulicher Weise wieder auf, sowie die 1888 zur Feier des 40jährigen Regierungs'Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I. in der Landeshauptstadt Laibach eröffnete k. k. Fachschule für Holzschnitzerei aus ihren Uebungssälen bereits die schönsten, das gedeihlichste Aufblühen der Holzindustrie im ganzen Lande verheißende Proben geliefert hat, nach so kur< zem Bestände gewiss das erfreulichste Zeichen gediegener Leitung! Doch kehren wir in die Tage des 17. Jahrhunderts und zu unserem für die Geschichte Krains aus jener Zeit wahrhaft unerschöpflichen Valvasor zurück. Bei Beschreibung der Hammerwerke Krams unterrichtet uns der edle Freiherr auch über die verschiedenen «rteu von holzsördrrung. wie er sie Hierlands betrie- ben sah. und bei der Beschreibung der «Handthierung» der Bewohner um Fiume an der heutigen «österreichischen Riviera^, von Castua über Volosca. Abbazia, Ika, Moschenize, Lovrana und in Finme selbst hebt er den Seehandel dieser braven fleißigen Leute hervor und sagt: «Viele handeln zur See mit allerley Art Gehölzes so für die Schiffe gehört als zu Rudern, Mastbäumen und sonst mit allerley Schiffsbauholz, welches sie verführen auf Venedig, Ancona, Sinigaglia, wie auch hin und wieder in andere Länder.» Istrien und das Fiumaner Gebiet gehören zu Valvasors Zeit noch zu dem Lande Krain. beziehungsweise zu Iuner-österreich. Auch die deu Holzschlag betreffenden Verordnungen der Kaiserin-Königin Maria Theresia, bestimmt zum Schutze der heimatlichen Forste, machten betreffs der Holzausfuhr zum Schiffsbau eine Ausnahme, denn Ausching erwähnt in seiner Erdbeschreibung vom Jahre 1770 für Krain einen regen Handel mit Schiffsbauholz und allerlei Arbeit von Holz und berechnet die Ausfuhr von allerhand hölzernen Waren, Küchen-geschirre und Sftiellvaren vom Litorale aus auf jährlich eine halbe Million. In unserem Jahrhunderte nahm der Holzhandel Krains durch die Eröffnung der k. k. priv. Südbahn wieder einen neuen uud gewaltigen Aufschwung und sieht, wie wir eingangs betont haben, durch die neuen Bahnen, Laibach-Stein und die Untertrainer Bahnen, weiterer Ausdehnung entgegen. (Parlameutarisches.) Der BudactaM"^ des Abgeordnetenhauses nahm die RegierlmcMriW betreffs der Bezüge der der bewaffneten Macht angeMe Suppleutcn. desgleichen die Resolution an. welche "' Regierung auffordert, die Lage der Lloyd-GeseM"! einer eingehenden Prüfuug und Erwägung zu »n ziehen, eventuell eine, der Sicherstellung der Concurlenz fähigkeit dieser Unternehmung zweckdienliche Vorlage a machen. ^. (Das jungczechische Manifest.) ^° Praqer Landesgericht hat vorgestern dem E"''p"^ dl>r jungczechischen Abgeordneten gegen die ^uz^H Confiscation ihres .Manifestes» gegen den MM'«, stattgegeben nnd die Confiscation aufgehoben. ^., (Ein Staatsrath für Oesterreich) "!^ die «Allgemeine Juristen-Zeitung» meldet, H"!,. » Regierung infolge einer Anregung des Fil'a»zmnil>l ^ Dunajewbki die Errichtung eines Staatirathes Oesterreich in Erwägung gezogen. Derselbe sou e ausschließlich berathende Körperschaft sein ">'",..,, Aufgabe haben, umfassende Gesetzentwürfe zu berM und vorznbereiten. , ,«> (Der volkswirtschaftliche Aussch"'^ nahm die Vorlage, betreffend die VerläugerlM Haudllsvertrages mit Ländern, für welche der tmi'!" Handelsvertrag gilt, an. ,^s (Bosnien.) Wie die «Bosnische Post» "el ' wurdeu der Militär - Adlatus des LandesaM ' Bosnien und die Hercegovina, FML. Emll A" Edler von Rhonfeld. der Civil - Ndlatns Hug" «!^ Herr von Kutschern und der Sectionschef im l^.,,^z same» Finanzministerium, von Iansekovitsch, ^.^, Allerhöchster Entschließung Sr. k. und k. opostou^ Majestät zu wirklichen Oeheimrälhen ernannt. .^, (Der I.Mai) ist in ganz Europa, mit we" H^ Ausnahmen, ruhig verlaufen. Ueberall legte» du ^ veiter Gewicht darauf, durch streuge EmhaltllNg ^ Orduuug ihren Ruf zu wahren, und überall wa"' umfafsendsten Maßregeln ergrissen worden, ">", .^ Ausschreitungen, sei es des Pöbels, sei es der A"«'^ sten, die sich namentlich in Frankreich regten, '^^el unterdrücken. Zahlreiche der uns vorliegende» ^ ^ beschäftigen sich mit dem Achtslunden-PrograMlN. ^ die wohlwollendste» Urtheile gehen dahin, ?^^M große Fortschritte in der Technik die Verwiw'" ^ desselben möglich machen könnten, dass andernsa" ^ Allgemeinheit und vor allem die Arbeiterschaft^,, unter eiuer solchen Reglementierung schwer ö" ^ hätte. Für das Kleingewerbe würde dieselbe ger,^ den R»in bedeuten: am günstigsten wird die^^„< leit einer Einführung der Beschränkung auf acht deu in Bezug auf die Vergwerksarbeit beurtheu > . (Die deutsche Militärvortaae)'^ 54 neu<> Feldbatterien. die eine Erhöhung der P > ^ stärke von «000 Mann bedingen, gleichzeit'g " ^t Infanterie - Präsenzstärke um '5000 Mann "" ^. werden. Die Batterien der vier Greuzarmee^ ,9 halten schon im Friede» eine feldmäßige ^"f M' vou sechs Geschützen, ebenso erhält die Inf"'""" s,-Corps, zusammen 107 Bataillone, deu s^"'"^ ^illo"' höhten Stand, also nahezu 700 Mann p" ^" mtel'" (Aus Athen) wird dem «Standard' ' ^ 29. April gemeldet, dass der großherrlM ^,e welcher allen kretensischen Insurgenten, "". ^ ' ,d ^ vo» IN Rädelsführer», eine Amnestie gewMt ^,„ Abschaffung der Kriegsgerichte anordnet, daM, ^ aufgezeichneten Eindruck gemacht habe und ^D»b tragen werde, die Beziehuugeu zwischenG^^ Verstoßen nnö verlassen. Noman von Vmile Nichebourg. (18. Forlschung.) ^chlige Es war ihr, als hätte die Sonne Al s liiebcl Augenblicke die Nebel zerrissen, damit tnese om ^ umso dichter das goldige Himmelögestiru veror" ^» ches. weil es einmal geleuchtet, das Auge ,"" schmerzlich vermisste. « helaU Uud nicht dies allein war es, was ^ ^ Noch ei» nnbcstimmter Druck lag auf lhr. oc> ^ ,^1 keine Worte zu leihen vermochte. Ihr ^mnis""' I entgangen, wie oft des Abends ein s^ ^, g Treiben an der Küste begann, wie düstere ^^ ^ schäftig hin- und hereilten, um von em"' ^ Schutze der Dunkelheit anlaufenden SH > ^ft' große Laduna/u aus Land uud in Sich^"" ^ ,» W^halb geschah das nicht am Tage/ "> unter dem Schleier der Nacht? .. ^be" ".„ Diese Frage quälte uun marterte e ^ tiefen Kummer, an welchem s" ohneyl" ^!' hatte. Finstere Gedanken stiegen " 'hr°' si^ lungen, welche den Schlag 'h"s V" ^M<" ließen uud das Blut in ihren Adern 3« brachten. ^,e Arme, arme Gabriele! «Abartig >' d>c Hätte eine gütige Hand ihr nur "'v ^el'' ^ knrze Zeit die Binde von den Auge" ^ . ^ sie trug. und sie die Wahrheit sehen la„r _________________________^_____________ 822 5. Mai 1890. ^c^r.Pforte wesentlich zu bessern. Die Flüchtlinge ""rden jetzt nach Kreta zurückkehren, teleara^'" ^ ^ a r i s) wird uns unterm Vorgestrigen ^M^rt: Die Situation in Tourcoing wird immer , ^lllcher. Etwa 20.000 streitende Arbeiter durch. Etrpi, ! ^"bt und richteten vielen Schaden an. Die öM? wurden von der Cavallerie zerstreut. Die 2 ' Streitenden beträgt in Tourcoing 70 000. in dotae, '^^^' ^^ ""^"' ranzig Verhaftungen sol/Aussland und der Vatican.) Nach er-. U"r Ernennung der polnischen Bischöfe richtete der Dnl/l'i ^"^ """' ^'ks' worin rr ihm seinen sreiin^ ^^ während der Verhandlungen bewiesene Kelche Entgegenkommen und die Versicherung aus-ein?v w ^ ^'^ katholische Kirche sich stets des Schubs am?>> U'"""g erfreuen werde. Izvolsky begibt sich "" D,en8tag nach Petersburg, llin^^ Barcelona) fand anlässlich der Arbeit«, ttirz?^ "" ?' Mai ein Zusammenstoß des Mili-sonen ^' Manifestanten statt. Es wurden mehrere Per-Vrocs 9' dtet und verwundet. Das Kriegsgesetz wurde M./^". englischen Unterhause) erklärte Mi-m N?'^' bie Regierung erwäge jetzt die Beschlüsse welche W^ ^""lerenz, könne aber noch nicht sagen, werde ""geln sie dem Parlamente vorschlagen Tllgcsneuigleiten. lch'ill^' Majestät der Kaiser haben dem Orts-in Ni^ -p^sching i,n politischen Bezirke Neunlirchen Echu, ^.' Oesterreich aus Aulas« des Umbaues der höchst, ^ Unterstützung von 200 fl. aus der Aller. S -Umtcasse zu bewilligen geruht, eine ^' Majestät der Kaiser haben di m V^-. tioll w., schuh' für das Jahr 1890 einc Subuen. "' W0 si. zu spenden geruht. ,^'lunl. ^?." ^ anderer ° Elend.) Die «Kölnische i» P^"' °"ngt anlässlich der Auswanderungs-Agitation "l)ln,^^"" bemerkenswerte, amerikanischen Blättern ent-dein El^ ^'^""^"' die ein schreckliches Bild von ^ Eim, ""^ Entbehrungen entrollen, welche unvorsich« diese„ '""'derer in Brasilien durchgemacht haben. Nach ^ beut?'"^" ^" Ende Jänner dieses Jahres lere ^/^ "nd ungarische Farmarbeiler, darunter meh. ^ichlben ?"'^""' °"^ ^° be Janeiro in Brooklyn ein. Über ^ ^len sich anfangs November vorigen Jahres ^dle" ^" ""es Auswanderungs - Agenten Namens Flinten A Brasilien eingeschifft. Die von dem ge-i brasili^?^" vertretene Gesellschaft, beziehungsweise ?ebersah^ Me Regierung, garantierte ihnen: 1.) freie ^ 3wili V^" ^l"es urbar gemachten Landes filr erste« /^ ^ "" hölzernes Wohnhaus, 4.) während "onatlich «3^ Monate 30 Milreis fiir jede Familie "usstMe ^ """ ""^ '^" Ankunft in Brasilien ^"chtbar' Ü""" die '^""' angewiesene» Gründe ganz ?'^l sebr el, Hrp?k« er trieb, nur einen Preis kannte — Uelobt l^7 s", das Weib, welches zu besitzen er sich ^chen won, "^ welches er darum tirf unglücklich ^"zuzieb , "" ^ dann aus dem Staube zu sich ^llillk" w?^ben Ernst von Merulle's gab es manche . l sicher? ^ Sonnenlicht scheute, aber die Stunde ^llrf!l,/^ büsterste. iu welcher er sein Schicksal ? ihn ^. ""b mit einem Elenden einen Pact schloss, Mein'h" geborenen Edelmann, zum Sclaven seines lle Dn». v^bwürdigte, denn diese Stunde machte ^ sich na.« . ä"'" Meister des Mannes, dessen Freund °M ez ^"te. Ja, was Gabriele mit Schaudern ahnte, . l ^ kp. «>^ fassen zu können, es war die Wahr-Mn vm >^!"l"le Ernst von Merulle war zum Ge-!?brl. waz ch'nugglern herabgesunlen. Es war eine ^ er assp m, )""" Gattin erzählte; er täuschte sie. hl l er »n " täuschte. Seine Ehre galt ihm nichts >. Diel?. ^"" Ehrlosen geworden. Ms. Ih' . Z"sw,d ertrug Gabriele endlich nicht !^""d wa^'U" Trost wär, dass es nur der Name 3"" ihr A "' lie wieder ablegen konnten, den — . ° ahnte ,^°h" Grund halte — die Schmach traf. n " bcha, M dass selbst dieses ihr Gcheimnis nicht ^>te. °l b' dass der Mann, der sich ihr Freund Me. ^"'l. dai ihrem Gatten abzulocken vcrstauden Mste d,/ W in Wirklichkeit wareu. Pierre Daraß Mener ^'!^ Wahrheit und nicht er allein- der t^l'N^"' b" gelehrige Schüler seines er. ^ belallsAMrK. hatte jene« Geständnis des Vicom< H klbst vV^ ""löte gleichfalls alles, um es frei-bliche nv.?""b za lmvahreu. der diese mchr als ""twisserschaft sich nicht träumen ließ. Von allcdem ahnte Gabriele noch nichts, indessen, was sie wahrnahm, war bereits genug, um sich wie ein Schwert in ihr Herz zu bohren. Es war an einem nebelgrauen Morgen. Gabriele stand am Fenster ihres hübschen Wohngemachs und blickte hiuaus auf das in ein dichtes Grau gchnllte Meer. Sie war allein mit ihrem Kinde. Nur Paulo weilte in ihrer Nähe. Ihr Gatte hatte sich schon seit zwei Tagen nicht blicken lassen, und jetzt war der dritte Tag angebrochen, ohne dass sie eine Nachricht von ihm empfangen hätte. Nein, diesen Zllstand ertrug sie nicht länger. Sie musste in die Stadt und chu aufsuchen. , . ., . « Eutschluss uud Ausführung waren bei ihr ems, so schwach sie sich auch fühlte. Sie nahm ihr Kind lind verlilß das Halls, um den schwersten Schritt, den ste nimmer vorausgesehen, zu unternehmen. Der Weg nach der Stadt war iubcs ein welter; die Sorge um den Gatten hatte Gabriele malt und elend gemacht. Als sie kaum den halben Weg zurück, gelegt hatte, filhlte sie ihre Kräfte schwinden. Aber chr Kind, der Gedanke an ihr Kind lieh sie stch gewaltsam aufraffen und sich mühsam bis nach einem m der Nähe brfuldlichcn. gartenumsriedeten Häuschen schleppen, vor wclchrm sic dann aber ohumächlig nicdcrlaul. Als sie die Augen wieder aufschlug, sah sie ihr Kmd auf den Armen einer ernsten jungen Frau uud über stch ge« beugt das Gesicht eines Mannes, der sie uutlcldlgcn Blicks ansah. Man reichte ihr Suppe uud Wein. und da ste eine kräftige Natur war, erholte sie sich bald von der Erschöpfung, welche sie übermannt halte. Als sie auf die lheilnehmend gciMc Frage er-klärte, wo sie wohne, waren beide offenbar nicht wenig überrascht. (Fortsetzung solgt.) Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Unterlrainer Vahnen.) In einer der letzten Sitzungen des Abgeordnetenhauses ist eine Regierungsvorlage eingebracht worden, welche die Zugeständnisse und Bedingungen siir den Vau der sogenannten Unterkrainer Vahnen zum Gegenstand hat. Es handelt sich hiebei um die Herstellung einer Eisenbahnverbindung von Laibach nach Rudolsswert mit eixer Abzweigung nach Gottschre. Die Vorlage, welche sich in die anspruchslose Form eines die Sicherung einer Localbahn bezweckenden Gesetzes kleidet, ist nichtsdestoweniger von ein locale^Verlehrs-Interesse weit überragender wirtschaftlicher und cultureller Bedeutung, die sich barin äußert, dass ein bisher vollständig abgeschlossenes, von einer armen, aber durchaus tüchtigen Bevölkerung bewohntes Landesgebiet aus seiner wirtschaftlichen Isolierung befreit werden sott, Es ist bekannt, dass die Bevölkerung Unterlrains bisher ein leider sehr stattliches Contingent an Auswanderern nach Amerika stellt, und e« ist dies umso bedauerlicher, als dieses Gebiet einen ungewöhnlichen Reichthum an Naturschätzen, so insbesondere an Braunlohlenlagern und ausgedehnten Forsten besitzt, welche bisher infolge Mangels an Verlehrsstrahen nicht rxploitiert werden konnten. Diesem Uebelstande soll nun durch den Vau der Unterlrainer Bahnen abgeholfen werden, und wenn einer« scits die Regierung sich um die Sicherst-'Nung di.ser Bahnen durch Betheiligung des Staates an der Capitals» beschaffung ein unbestreitbare« Verdienst erworben hat, so gebürt anderseits auch der Opserwilligkeit der Interesse»« ten, welche durch eine verhältnismäßig sehr hohe Bci» tragsleistung, durch unentgeltliche BeisteUung von Grund und Boden, von Baumaterialien u. s. w. zur Verwirk» lichung des Projectes sehr wesentlich bngetragen haben, besondere Anerkennung, Es ist daher nicht daran zu Mi. V^Laibachtl Zeituna Nr. 102. 834 5. Mai 1890. feln, dass die Vorlage von dem Parlamente einer baldigen Erledigung zugeführt und dadurch die Vorbedin» gung für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes« theiles geschaffen werden wird, der in seinen reichen Bodenschätzen, sowie in seiner bedürfnislosen und arbeitsamen Vevöllerung die volle Bürgschaft eines bedeutenden materiellen Aufschwunges besitzt, wenn durch die Herstellung der gedachten Eisenbahnverbindung die Möglich« leit geschaffen wird, die erwähnten Factoren mit Erfolg zu verwerten. — (Aus Pola.) Ihre l. und l. Hoheiten der Herr Erzherzog Rainer und die durchlauchtigste Frau Erz« Herzogin Marie sind vorgestern vormittags in Pola eingetroffen und im Bahnhöfe vom Erzherzog Karl Stefan und der Erzherzogin begrüßt worden. Erzherzog Rainer wird die Landwehr inspirieren. — (Slovenisches Theater.) Ermuntert durch den schönen Erfolg, welchen die lomische Oper «Vodnjak» von K. Blodel errungen hat, machte der dramatische Verein unser musilfreundliches Publicum neuerlich mit der komischen Oper «Miklavz» von I. R. Rozlosny, welche vorgestern und gestern aufgeführt wurde, bekannt. Wenn wir einen Vergleich zwischen den beiden genannten Werken ziehen, so müssen wir ohneweiters der reizenden, geistsprühenden Schöpfung Vlodeks, einer mit frischem Humor gewürzten, echten komischen Oper den Vorzug geben. Hiebei fällt allerdings in die Wagschale, dass «Millavz» eines der ersten Werke des unstreitig begabten Eomponisten ist, der inzwischen durch neue Schöpfungen, insbesondere durch die mit Erfolg gegebene Oper «Po« pella» u. a. m., das Repertoire der böhmischen Oper be« reichert hat, auf dem sich «Mitlas» nie erhielt und gänzlich verschwunden ist. Während Smetana, Dvorak und auch Blodel mit Glück und Geschick den Volkston in ihren komischen Opern verwertet haben, verirrt sich Roz« loiny bei dem aufgeführten Werke in den Stil der gro< hen Oper. Die Musik wird dadurch zu feriös, der ganze Aufbau der Handlung — wenn von einer folchen überhaupt die Rebe sein kann — schwerfällig und das Sujet noch langweiliger, als es ohnehin ist. Die Ouvertüre sowie der erste Act gehen malt und reizlos in schleppender Länge an dem ermüdeten Zuhörer vorüber. Im zweiten Acte erfrischen uns einigermaßen die stilgerecht und interessant har» monisierten Chöre, obgleich auch hier die Anlehung an Gounod, Mendelssohn und Weber allzuscharf hervortritt. Die Tempis wurden im allgemeinen auch viel zu langsam genommen. Die Instrumentierung ist effectvoll, konnte jedoch bei der mangelhaften Besetzung des Orchesters nicht zur Geltung kommen. Die Aufführung war mit Berücksichtigung des Nmstandes, als ja gröhtentheils nur Dilettanten zur Bewältigung der keineswegs leichten Partien zur Verfügung standen, befriedigend, und es gebürt insbesondere dem Lräulein Danes sowie den Herren Pavsek und Stamcar, welche sich mit ihrer undankbaren Aufgabe redlich abmühten, Anerkennung. Die Chöre waren gut studiert und wurden präcise gesungen. Erwähnt muss hiebei werden, dass sich sowohl das Orchester als die Solisten an gegenseitigen Kraftproben übertrafen; es ist felbstredend, dass die dadurch bedingte, stets zunehmende Abspannung der Stimmen nur allzu fühlbar wurde. Es sind dies Uebelstände, die in der Folge zu vermeiden sein werden, wie auch hoffentlich bei künftiger Neuauf« führung einer Oper die Wahl eine sorgfältigere fein wird. Die böhmische Opernliteratur leidet keinen Mangel an wirklich guten, interessanten und dankbareren Werken. Das nicht zahlreich erschienene Publicum bewies sein richtiges Verständnis dadurch, dass es einzelnen guten Leistungen der Sänger vollen Beifall zollte, im ganzen und großen jedoch die Oper verdientermaßen ablehnte. — .Ian — — (Kranlenversicherungspflicht der Angestellten der Advocate» und Notare.) Bei der am 30. April d. I. staltgefunbenen Verhandlung hat der Verwaltungsgerichtshos die Beschwerde eines l. k. Notars und mehrerer Advocaten gegen die im administrativen Instanzenzuge auf Grund des Gesetzes vom 30. März 1888, R. G. Nl. Nr. 33, betreffend die Kranlenversiche-rung der Arbeiter, ausgesprochene Krankenversicherung«' Pflicht ihres Kanzleipersonales als gesetzlich unbegründet zurückgewiesen. — (Die neuen Briefmarken) sollen im Juni ausgegeben werden. Da die neuen Marken auf höhere Beträge als bisher lauten werden — es wird Marken zu 2. 3. 5. 10, 15, 20, 50 kr.. 1 fl.. 1 st. 50 kr. und 2 st. geben — um zur Franlierung für Pakete dienen zu können, mussten besondere Vorkehrungen getroffen werden, um deren Nachahmung zu verhüten. — (Aerzte in Kärnten.) Nach einem amtlichen Ausweise gibt es in Kärnten 62 Doctoren der Medicin und 38 Chirurgen. Die Zahl der Districtsärzte ist gleichfalls 3«. — (Aus Hrastnigg.) Bei dem Bezirlshaupt« manne Wagner in Trisail erschien Samstag eine Deputation der Hrastmgqcr Knappen, welche erklärten, nicht zu streiken, unter der Voraussetzung, dass ihnen die glei« chen Begünstigungen gewährt werden, wie den Knappen in Trifail, welch letztere übrigens bisher noch keinerlei Forderungen gestellt haben, — (Vom Wetter.) Das heute noch bestehende Dtvressionsgebiet im Westen Englands lässt auch in den nächsten Tagen noch vorwiegend heiteres, trockenes, warmes Wetter in unseren Gegenden erwarten, doch sind locale Störungen durch Gewitterbildungen nicht ausgeschlossen. — (Per Club der Amateur-Photographen) hält heute abends um 6 Uhr in den Loca« litäten der Fachschule für Holzindustrie seine Versammlung ab. Gäste willkommen. — (Checkverkehr der Postsparcasse.) Das Postsparcassen-Amt gibt Folgendes bekannt: Vom 1. Mai d. I. angefangen wird auf Grund des Erlasses des Handelsministers vom 26. April 1890 außer der bisher eingehobenen, im § 7 des Gesetzes vom 29. Februar 1864 festgesetzten Stemftelgebür von 2 kr. per Check-Blanket für jedes vom Postsparcassen-Amte in Wien hinausgegebene Checkbüchel mit 50 Blatt als Ersatz der Herstellungskosten ein Betrag von 50 kr. ö. W. zur Ein« Hebung gelangen, welcher gleichzeitig und in derselben Weise wie obenerwähnte Gebür zu entrichten ist. — (In den Kohlenwerlen Carpano und Vermo) bei Pisino in Istrien streiken an 1000 Arbeiter. Dieselben verlangen achtstündige Arbeitszeit und Aufhebung oder mindestens Aufbesserung des Gedinges. Die Unterhandlungen der Streitenden mit der Werkleitung scheiterten. — (In Steinbrück) wurde ein Cementfabriks-Arbeiter wegen Aufhetzung der Arbeiter verhaftet und wegen Uebertretung des Coalitionsgefetzes dem Gerichte übergeben. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 4. Mai. Heute vormittags um 11 Uhr fand unter Vorsitz des Grafen Kälnoky eine Minister. Conferenz statt; an derselben nahmen theil die gemeinsamen Minister, die beiderseitigen Ministerpräsidenten, die beiderseitigen Finanzminister, Marinecommandant Sterneck, Sectionschef Szögyeny und Generalintendant RöckmzalUl. Die Verathungen werden in der morgigen, unter Vorsitz des Kaisers stattfindenden Confercnz fortgesetzt werden. Graz, 4. Mai. Von Voitsberg gieng eine Militär-Abtheilung nach Rosenthal ab, wo ein Streik auszn-brechen droht. In Graz geht der Streik der Faßbinder-gehilfen feinem Ende entgegen, nur jene der Vrmlerei Puntigam haben noch nicht die Arbeit aufgenommen. Lemberg, 4. Mai. Die polnischen Blätter melden aus Warschau, dafs dort neuerdings viele Person?!! an Influenza erkrankten, und zwar mit zumeist ungünstigem Verlauf. Köln, 4. Mai. Der «Kölnischen Zeitung» wird aus Belgrad telegraphisch gemeldet, dass auf Befehl des serbischen Ministers des Innern mehrere bulgarische Emigranten, welche auf ferbischem Gebiete einen Putsch gegen Bulgarien vorbereiteten, verhaftet worden seien. Paris, 3. Mai. Die «France» glaubt, Voulanger und Nochefort beabsichtigen thatsächlich, sich dem Staats-Gerichtshof zu stellen. Bcmlanqer will sich am 4. Mai einschiffen. Die Blätter nehmen die Meldung von der Rückkehr Vonlangers sehr skeptisch auf. Paris, 4. Mai. Vei neuerlichen Hanssuchiiugen bei Anarchisten wurden Materialien filr Dynamitfabrica. tion sowie fertiges Dynamit vorgefunden. Gestern nachts fand in Roubaix ein Zusammenstoß zwischen den Truppen und den Streikenden statt, wobei mehrere Verwundungen vorkamen. Kotonu. 3. Mai. Das französische Schiff «Ker. gueleu. bombardierte am 29. und 30. April Whydah. Commandant Fourier schickte dem König ein Ultimatum. Barcelona, 4. Mai. Heilte morgens versuchte» die Streikenden den Pferdebahnverlehr zu verhindern, wurden jedoch von Cavallerie-Nbtheilungen zerstreut. London, 4, Mai. Gestern abends fand zn Ehren Stanley's ein großer Empfang imter dem Vorsitze des Prinzen von Wales statt. Stanley hielt eine lange Rede. wobei er sagte, die Expedition bezweckte einzig. Emin Hilfe zu bringen._______ Golkswirtschastl'iches. Lailillch, 3 Mai. Ans dem heutigen Marl!? slnd erschic-nen: 7 Wagen mit Getreide, 4 Nassen mit Heu nnd Stroh, 9 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts-Preise. 9ill,- !">«.' Mlt.» Vlgz. fi, jlr, fl!lf, n,,el. fl-llr. Weizen pr. Helwlit, 7 15 7 41> Vutter pr. Kilo . . -80------- Korn » 5 36 0 12 Eier pr. Stück . . — 2------- Gerste . 4^87 5 6!^ Milch pr. Liter. . - 8------- Hafer . 3 57 3^5? Rindslrisch pr. Kilo — 5»------- Halbfrucht .-------6^— Kalbfleisch .—58------- Heiden » 5 4 b 60 Schweinefleisch » — 60------- Hirse » 4 «7 5 20 Schöpsenfleisch , — 40------- Kukuruz » 4 5,5 b — Hähndel pr. Stiick — 50------- Erdäpfel 100 Ki!^ 3 39-------Tauben . - 22------- Linsen pr. Heltolit, 10-----------Heu pr. M. windstill Nebel zoll 4. 2 » N. 7290 19 0 W. schwach bewölkt g^en 9 » A. 72ft 3 118 NO. schwach bcwällt Den 3. Mai Morgenucbel, tagsüber wechselnde Vw""»'^ Vonnenschein, abends ziemlich heiler. — Den 4. Mai ^"A icbel, vormittags ziemlich heiter, nachmillags Rege», belia»!» !inc Stunde anhaltend, Nbendroth, bcwoilt. - Das 3.M niltel der Wärme an den beiden Tagen 11'b', 12'», ) 1" unter und 11° über dem Normale. ^,__ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. W Vom tiefsten Schmerze erschüttert, gcbm t»c M W trauernden Hinterbliebenen allen Verwandten und ^ W Freunden Nachricht von dem Hinscheiden ihr?» M W innigstgclicbtcn Sohnes, respective Gatten, ValcrS « W und Bruders, des Herrn W V Albert Strohmayor > M l. und f. Oberstlieutenants d.'s Infanterir^iü'gi'M'ül" > M Nr. 97, Ritter des Ordens der eisernen Krone dritt" « W Classe mit Kriegsdecoration, decoriert mit der Kriegs « M Medaille, Officiersdicnstzeichen zweiter Classe, der « M Päpstlichen Erinnerungsmedaille vom Jahre 184^, « W Ritter des italienischen Mauritusordeus zweiter ^ > Classe, > M welcher Samstag den 3. Mai abends plölM) >>" > W 58. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist- W D Laibach am 4. Mai 1890. D W Statt jcdcr besonderen Todesanzeige. > W Zu Tode l'slrübt, geben wir Nachricht, dass M's » W unser lheures Kind, unsere liebe, guic Tochter M > Uaula « W heute frilh »m V<3 Uhr im jugendlichen Alter vo>' » W nicht ganz 14 Jahren nach lurzem, qualvollem " » W dcu, versshen mil den Tröstungen unserer he>'- ' M ^ ligion, durch den Tod entrissen wurde. ^, ,^ W M Das Leichenbegängnis findet Montag. dr>> '" W W Mai, nachmittags um 5 Uhr vom Sterbehausc »<^' » M hosgassc Nr. 15 aus statt. > D Laiba ch, 4. Mai 1890. > > Gttomar und Eugenie Zamberg. > > Danksagung. > M Für die überaus zahlreichen Beweise der The'^ » M nähme anläßlich deS schmerzlichen Verluste« >m,l « W «nvergessliche» Familienolierhailples Herrn W » Carl Galle > W sagen wir hiermit allen insgesammt den tiefstes »< W> testen Danl. . . ^le» M M Insbesondere erwähnn, wollen wir vie ^^ « M Kranzspenden, die zahlreiche Betheiligung ^^^s,l W W meindeurrtretnugeü, Corporalionen und <>" ^.wüst ^ W am Lcichenbeaäügiiiss.'. den erhebenden ^w">,^^ ^ W der löblichen Sängerrunde des denlsch''» "''wichen W W und den seierlichcn Abschiedögrnsj der vcre») ^ W RohrschiitzengeseNschast. » > Die tieftraueruden Hinterbliellen^» > Danksaaung. > > . ^lleiliwh"" > W Filr die vielen Beweise inniger ^ » W während der Kranlheit unserer Iheuren, »""""^ lcht,'" > W Schwester, sili die ehrende Vegleitung ^ , .„^n » W Ruhestätte und filr die vielen sclMen ""''^„„tsi' » M sagen wir allen Verwandten, Freunden uno " « ^ den wärmsten, ansrichtigften Danl. ui.,ss « ^ werden morgen Dienstag nm 9 Ul,r m » M Maria Vcrlnndigung gelesen werden. » M Laibach am 4. Mai 1890. > > Sftiridion und Clara Pcsft^ jacher Zeitung Nr. 102.__________________________________835______________________________________5. Mai 1890. Course an der Wiener Görle vom 3. Mai 1890. «°« ^ Mc^en i°u^t.> ^ Geld Nur, ^ staats-Anlehen. U^«>ll!c «ente in Noten «9 50 "9 70 Le"L°^°"«'°'e' '»ö«fi' .ZiVb HL !8U,„ /° ' Mze 500 l. ,3»75,l»9 2l> '^,Dl>» ü»^ ^ ' ' ^ ^' 176 50 179 50 ' «°M,Mbdr, i, lLn st, , . ,49- ,49 8«. t!!,X«7 ^"l," '" Silber l(>4 - «0k - ^«° 3 1?"^!" « «"" " » «' -»2 Ü0 223 5" tlilc>bNl>, I r„, »<»„ st. g W ^N«I°,^^°,rl4^. , . „7 25,18 25 «««mV 9-. —-— 5"/., ungarische...... 89 — 89 70 Andere öffcntl. Anlehen. Donau.Re». Lose ü"/« ,00 fl. . ,2, — >?, 50 bto. Nulrlhe 1«7« , . l0S — 107 — «nlehe» der V«adt Vürz , . «10- — — Nülehni d, Ktabtgemellwe Wien »05 40 »ON «> Prüm.'Aül. d. Olablgem. Wien l4i b» 14« — Horssnbau «»lehen vtllo«, i>°/n »S 50 99 — Pfandbriefe «ü, ,<«' st,), Vobenci, all«, üst. 4"/»« ll? — ll» - dto. » 4'/,"/»- - , lNl'— -'— bto. » 4°/„ . . , 98'Li 987b dto, PrHm.°Echuldverschl.»°/« l08 2» lU8 7!i Orfl, Hypothelrnbanl K'j l»»»" „ l0l »b l0«L5 c>ft.°ung. Van! veil. 4'/," ° . » 75 U!l 7ü dctto » 4°/„ , . t0N'2l) ion «» drtto z»!> st), Ftldiünnd» Nordbllh» N8 — 8 Divcrfc Lofe Creblttose «c»N fi...... ,85 zz l«ß 25 Llar^Lose 4l> fl...... 58'— 59- — 4"/p Donau-Dampfsch, w<» fl, . ,^5,, ,zz _ Lllllmcher Präm, Vlnleh. »« >!, 2,75! «z 25 Oseiisl Los, 4l> fl..... 94 hy ^__ Palfsy L°se 4.» fi...... 57,50 57.9,. NoidenllTcuz. öft. Vest,,, »nfl, .».70 ,<, z« «ubolpb Los, l<> fi..... »«.50 zz _ Lalr,°L°!e 4<, ft..... U " ^7,^ Et,°»enoi» Lose 4o ft, , , , «,,75 ^.«5 WaldslswLosr »<» fi..... ^.2? 4,^ Windisch-Gräh iiosc 2<» st, . , AA ^h« Vew Tch, b,»Vn Pram,.Zchuld. uersch d, »odencrebitanstalt , ,7. . ,« — Vaul»Netten Nnglo-Oest, »anl i!0N fl, «!>»/, «. ,5« .. 150 <>!» ^anlv^rrln, Wiener l<»0 fi, . 5,7 e<» ><8 — Vd»cr,.Vli,st, üst. WO fi, E, 40«/, »18'- 3l8 l.« , «nft, f, Hand. u, V. lU<>fi,80N-- 3 ^ ' tianberbanl. üft. mw fl. «. . . »l«(»'?5 liü» bO > Oesierr^unaar, Vanl «00 fl. . »4»'- »45- -Unionbanl »00 fi...... »4l-2415l> > «erlehriban». «ll«. l4U fl. . . l«0 üo l«l— Altien von Transport' Unternehmungen. (per Stück). Mbrecht-Vahn »0« fi. Ellber . Nl — kl bo «lsiilb Filiman. «ahn »00 fl. E. »03— »035« «ühm. «orbbahn ,50 fl. . . . !««l —»,8 — » Wsstbllhn 200 ss, . . .330-3»«- Vuschtlehiaber »!!. 500 ss, «Vl. 1078 lo»ü btll. lllt N ) »00 fl. . 42« -- 427 — Donau ' Dampfjch!,fsahrt» Ves.< Oefterr, 500 st, iiM, , . . 342-344- , Drau- fi, 3. L0N - Ll»1 — Dul-Vobenl». Els.-V, 200 fl. 3. — — — - z Ferd Val,«arl°U»bw,.U. li00ft,««. 197 — 19? bl) ' Uemb. - «lzrrnow. - Iassy. «isen» bahn Vesellsch. »ou fi. I. . . »2« 50 »L9'5» Lloyb.est'UNg.Tr^eftöOofi.lVl. 8bL — 2f.!> — vefterr,3i„ldn»stb, »U« ft, Bill,. »05— 2»5 50 z bto, (M. u.) »00 fi. ö. . »18 75 2,9 «ü Pran Vuter!til«»b. 150fi. Bilb, e» —^ 7» — Llall!«e!se!lbal!n »00 fi. Silber 2l9 »5!»>9 75 Vilbbal,» 200 st. Lilber . . . 1»»-— 1L» 50 l5üdNoldb.Vrrb..Ä.»00fi.!IVl. 171 2!» l?l'bo ^ lramway Gts,Mr,,170fi.°. U. 2l4 75 Ll5?b l » neue Wr., Priorität»» > NcNen 10« fl...... 98 b« »9 — ^ Unz>«llll«. «isenb. »0 «97 50 lln» WeNb («a»b-«r»z)i!0<»fl.V, «94 50 ,95 t»0 Indnltrlt'Actlen (per stück), ! »aui,ss,, Mz, vest, 10« fl, , 84— 8« — laydier Visen» »nd Vt»l,l»Inb. in Wie» ll>» il...... 88— 90 — kifnlbllhnw-Üe>hg, erfte, 80 fl. 9,50 »» ^v '«lbemühl». Papiers, u. «.-». 4« 75 47 76 Ulestnzer Grauere! ,00 fl. . . »2 ?5 »8 »5 vlontan'Gesell., «fterr.»alpine 97 ?ü 9» »5 hrazer 00 fl, ,»» - ,9«,- 3alao'Iar>, Nteintohlen 8« fi-------— ^ 'Ochlüzlmühl», Paniers. »00 fl, ,9» — »00 — 'Vtcyiermühl'.Papieriu.N'G, ,»« 5« I»9'5ü trisailer lfohlenw.-Vt!. 70 fl, . !l»4— 134'iO lNaffenf.»» »KN !N->Frllnc»Vti>ckt..... 940. »4, deutsche Reichlbanknolen , , i«»». K810 ftapl«.N,lbel...... l38 l»»^, jtallenische Aanlnolen («00 «,) 4» l»<> 4« «0 ^^^iller ^8 pdilllLliuoii. Vmm8 ^ ^^-1 Nr. 5295. w Executive ^alttaten-Verfteigerunn. ll»ich h3./ k- Bezirksgerichte Landstraß Ez f!"" gemacht: ^"M d? über Ansllchel, des N. Eben. Ioh^i, ^^ecmi^ Versteigerung der dem l92ü sl ^'1° gehörigen, gerichtlich auf oZ. 12 Mähten Realitäten Einlagen genieß "'< 289. >^«l der Catastral-Neschntzt^""bstrah sammt dem auf 21 fl. ^'N'at ..^blichen ^"9^^ derselben ^a!ahun.'"d hiezu zwei Feilbietungs-"""gen. ,„,d z^r auf den "Nd df„ 17. Mai dl)t^ ^' ^""' l890 ^ ^hm.'^ ^ U^ Gericht« mil b'e Pfanf," '^ angeordnet worden, dass tt ersten N?"' l°mmt Zugchör bei ^ Cck«<. "'"""g nnr um oder ilbcr auch ^vungswert. bei der zweiten aber werde»,. demselben hintangegeben ^^^^^"^^ingnisse. wornach 5"bote o„ i^?" ^'"tant vor gemachtem ^icita ,,^'- Radium zu Handen '°»vte he 3 ?^°""'lswn zu erlegen hat. l""dbl>6^"b'Mqs'PsotololIe und die ^ichlsj^-Extracle können in der dies-. l^. l w^'sttatur eingesehen werden. ^ Amtsgericht Landstrasi. am "> 3-2 ft, 4072. Na Oklic. Vra vP'°,SnJo Teodopja Trelarja iz !>tea iT Se hode izvrftilna dražba ??**> Sö,lo-Paneelu Jev('u iz LiP la»t- S«tv,MB8lDem L(" 6> H Jen kalaH»-mlne obfiine To-LenJenega na 480 gold, dne H ^aja in Soiudne Junija 189°- '• N eeniivT® He bo(le Ie Pri druK'dra*bi t r)rajthn!n° vrednosi.jo oddajalo. h k Pom,? -P080^» vsled karerih je >^m d0lžaD' P°ložili Pred Tfiik jn u/o varšèine, conilveni za- ÜH0'3ni 'zem|jeknjižni izpisck ho v C. krref raluri na vpogled. ^ v fi«ti?neHt-0 deleR- okrajno so-•|Ub|janidne 17. marca 1890. (1791) 3—1 Nr. 5780. Executive Nealitateu-Verstcigeruttg. Vom l. k. Bezirksgerichte Landstrah wird bekannt gemacht: Es s,i iiber Ansuch^ll des k. k. Steuer» amtes Laudstraß die executive Verstei« gcrung der dem Jakob und der Katharina Vovl gehörigen, gerichtlich auf 278 fl., 25 fl. 33 kr. und 40 fl. geschätzten Rea. litäten Einlage Nr. 35tt der Catastral. gemeinde Catez und Einlagen Nrn. 208, 209 und 2l0 der Catastralgememde Eerina bewilligt und hiezu zwei Feilbie. tungs.Tagsahungen. und zwar die erste aus den 2 4. Mai und dir zweite auf den 21. Juni 1890. jedctmal vormittags um 11 Uhr, hier-gcrichts mit dem Ai'hauge angeordnet worden, dass die Psandrcaliläten bei der ersten Feilbietung nur um oder ilber dem Schätzungswert, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden. Die Licilationzbedingmssl', wornach iniln'sonderr jeder Üicilant vor gemachtem Anbote ein 10proc. Vadimn zu Handen der Licitationscommission zu eilegen hat, sowie die Schätzungsprotokolle nnd die Grllüdbuchsextracle können in der dies« gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Ni-zirkögericht Laudstrah, am 19. April 1890, (1619) 3-3 St. 2618. Oklic. Anlonu Umku i/ Cirnika se je zaradi neznanega bivališèa imenoval Jožef Weibl iz Mokronoga skrbnikom na èin Jer se mu vroèil dražbeni od-lok z dne 28. marc-a 1890, St. 2436, odnaSajoè se na zemljišèa vlo?na ste-vilka 19 >n 348 kalaslralne obèine Cirnik zvršenca Janeza Umka iz Ma-lega Cirnika. C kr. okrajno sodišèe v Mokronogu dne k^prila 1890.________________ Poziv. Na proSnjo Franceta Rovereta iz Velikega Ubel.skega je c. kr. deželno sodišèe v lijubljani zoper Janeza Ho-verela iz Velikega Ubelskega, kaleri je }>aje v bitvi pri Magenli 4. junija 1859. 1. smrt sloril, proglašenje inrtvim s koneènim rokom do 1. julija 1891. 1. napotilo. Fozivlja se s tern vsakteri, naj do so-disöa ali v lo svrho Janezu Hoveretu postavljenemu kuratorju Matevžu Pre-inerlu o sedanjem bivanji Janeza Ro-vereta na znanje da. Po preteklem roku bode se na zopetno prošnjo o proglašenji mrtvim spoznalo. Ljubljana dne 22. aprila 1890. Sparcasse- Kundmachung. | Im abgelaufenen Monate April wurden bei der krainischen Sparcasse von 2128 Parteien................512.257 fl. 37 kr. eingelegt, und an 2365 Interessenten.........576.212 » 49 > rückbezahlt. Laibach am 1. Mai 1890. (1851) Die Direction der krainischen Sparcasse. QjPj Heute Montag den 5. Mai {Qfl Ijm} in der Casino-Restauration gg «ftfv auf allgemeines Verlangen tSi ]% grosses Concert ^ ®j I. ungarischen Magnaten-Kapelle ^ i^CSc unter Leitung der beiden Kapellmeister IXjfi ^| Känya Geza und Vajda Jözsef ^ U^vJ in ungar. National-Uniform. VpB* »J Anlim«: 8 Jlhr. Entire »O kr. jj»j (1748) 3—3 St. 3364. Razglas. Zamrlemu eksekutu Markotu Kam-bièu iz Slamne Vasi St. 27 imenuje se skrbnikom na èin gospod Leopold Gang] v Metliki ter se rnu dostavi dotièni odlok St. 2932. C. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 22. aprila 1890.______________ (1715)3-2 St. 2903. Oklic. Mariji Umek iz Malega Cirnika, že umrli, odnosno neznano kje bivajo-èim njenim pravnim naslednikom, ime-noval se je Jožef Weibl iz Mokro-noga skrbnikom na èin ter se mu vroèil dražbeni odlok z dne 28. rnarca 1890, fit. 2436, odnaftajoè se na zern-Ijišèa vlož. St. 19 in 348 katastralne obèine Cirnik izvršenca Janeza Umka iz Malega Girnika. C. kr. okrajno sodišèe v Mokro-nogu dne 21. aprila 1890. 7l799) 3—1 St. 2604. Oklic. C. kr. okrajna sodnija na Vrhniki pozivlje vsacega, ki ima profi za-puäöini Marije Molk iz Urega St. 12 kako terjafev, da to terjalev dne 22. maja 1890. 1. ob 9. uri dopoludne pri tern sodišèi naznani in svojo pravico izkaže ali pismeno do tega dne svojo naglasbo vloži, sicer ne bi upnikom, ako je zapusèina v plaèilo naznanjenih terjatev pošla, druga pravica pristala, kakor v kolikor imajo zaslavno pravico. C. kr. okrajna sodnija na Vrhniki dne 13. aprila 1890.______________ (1801) 3—1 St. 1710. Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodiSèe v Zatièini naznanja: Na proSnjo Antona Hrovata iz Vidma dovoljuje se izvržilna drazba Mihi Jakosu lastnega, sodno na 3330 gold, cenjenega zemljifica vložna Stev. 62 ad Kadoha Vas. Za to se dolocujeta dva dražbena dneva, in sicer prvi na dan 19. j unija in drugi na dan 17. julija 1890. 1., vsakikrat od 11. do 12. ure dopoludne pri tern sodiSèi s pri.stavkom, da se bode to zemljiftèe pri prvern röku le za ali öez cenilveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vred-nostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10°/0 varSèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjizni izpisek Iež6 v registration na vpogled. C. kr. okrajno sodiaèe v Zatièini dne 16. aprila 1890.