Deutsche Wacht Kerausgever: Herbard Hiamberg. l>< l'tti!»« B4l etfdulnt )rt*n L»mu», »»d ItnitftRoa »t tost« sfomnit hf» «»nntogfbriUfif ® i t © 111 m « r T) fttt «IBi «it Zustelliii, i*'t t««l »2 t«!hrt»< (l. |i. «. «» »«UmmiHm: ». l.«o. bald»-»«« «. S.W-. MMpkri« fl. «.«0.— , * f"'VI^J^ bSS i'io.r fcir»rrbD)ut.ätJi *«4M. Mt K*ite«Kll t*Slii»ta«ii»»-*Kfrott«n »e« J*. uns .1u«>- n»<» ittzm-n »mryni il lll«. 3» «'»' «*»»"1«»»«**g» »««yttt »n.»*»;"« « Sn* B 0ie Kitze Seit einer Woche herrscht in dem größten Theile Europas eine Hitze, wie sie seit Jahr-i jfbnten nicht erduldet worden ist. Aus allen ' Grohslädten werden Todesfälle an Hitzschlag ! ^meldet, und bei den Schießübungen sind zahl-reiche Soldaten dein Sonnenstich«' erlegen. La? muß die Aufmerksamkeit der öffentlichen ' Meinung erregen und zur Erörterung führen, ob ! solche Ung'ücksfälle nothwendig sind oder ob sie «rmicdcn werden können. Tie Mutter muß ihren Sobn, die junge Frau ihren Gatten und Beschützer, die Kinder ilüfsen ihren Vater und Ernährer in't Feld ziehen laste», wenn dem Daterlande Gefahr drodt. ES geschieht unter Thränen, aber obne Nurren: und, wenn die Kunde kommt, daß der Eoldat den Heldentodt im Kriege gestorben sei, dann nehmen die Hinterbliebenen die Trauerbot-schau als eine schwere Prüfung des Himmels fonuitig hin. Wie aber soll die alte Mutter, wie soll die junge Witwe, wie sollen die hilflosen Waisen die krafl zu solcher Demuth finden, wenn der einzige Lohn, der geliebte Mann, der Vater und Ernährer nicht den ehrenvollen Tod. auf dem Schlachtfeste stirbt, wenn er vielmehr elend zu G r u n d » geh:, als ein Opfer militärischer Uebungen. die unnöthiger Weise bei übergroßer Hitze ausgeführt werben? Es wäre ein Recht und eine Pflicht unserer Volksvertreter, vom Kriegsminister die Zusiche» runsi zu verlangen, daß fernerhin nicht obne Noth Menschenleben gefährdet, und daß in Zu-fast militärische Uebungen bei solcher Hitze ver-«»den werden. Die städtischen Behörden aber müssen dar-auf Rücksicht nehmen, daß die starke Hitze die Ausbreitung von Krankheitskeimen wesentlich fördert. und daß in solchen beißen Zeiten ganz besonder» auf größte Reinlichkeit zu achten ist. Pon Wöllan nach Aad Lopolschitz Ewe Plemderei au« der Sommerfrische. »Früh morgens, wenn die Hähne krähn", bestiegen wir in Cilli einen Wagen, der uns in zwei Stunden nach Wöllan brachte. Für die-jenigen, die selbst noch nicht in Wöllan waren, sei hier bemerkt, daß der Markt 398 m über dem Meeresspiegel, also in der Höhe der Kirche des Ritolaiberges in Cilli gelegen ist, auch mit der Bahn erreicht werden kann und der Aus-kangspunkt zahlreicher schöner und lohnender Partien ist. Knapp bei den Häusern erhebt sich der Schloßberg, gekrönt mit dem der Frau Srdün AdaINovich gehörigen Schloß Wöllan. das majestätisch und trutzig in das Schallthal hmausblickt. Die Fläche um da« Schloß und zum Theil die Abhänge des Schloßberges be-deckt ein hübscher, im englischen Stil gehaltener Park, der viele lauschige, kühle Ruheplätzchen enthält und durch die Güte und Liebenswürdig-keit der Besitzerin jedem Besucher zugänglich ist. Ta die Berge ringsum mit Nadelwald bedeckt smd, so umstreicht den Spaziergänger stets eine würzige, harzduftende Luft und macht den Schloß-vark zu einem der angenehmsten Aufenthalts-orte, den man ohne Müh? aus einem schattigen Serpentinenweg erreichen kann. Für die Ver- nfleminn hwr Snnirnirnnft* Inrnt m miAnpii>isfic Namentlich in Städten, die keine gut ein-gerichtete Canalisierung besitzen und in deren Häusern noch nicht die neueren Einrichtungen bestehen, ist der Ausbreitung übler Gerüche durch kräftige Desinfection zu begegnen. So lange noch nicht jeder Einzelne von der Nothwendigkeit solcher Vorsichtsmaßregeln überzeugt ist, müssen sie behördlich mit der äußersten Strenge durchgeführt werden. In Cilli ist ja die Hitze leichter zu ertragen, als anderwärts. Der Stadtpark bietet zu jeder Tageszeit kühlenden Schatten, die Feuchtigkeit unserer Waldungen wird selbst von außergewöhnlicher Hitze nicht aufgezehrt, und auch die Sannbäder gewähren große Erleichte-rung. Aber, indem wir alle diese Vorzüge dankbar anerkennen, dürsen wir auch die lästigen und gesundheitsgesährlichen Gerüche nicht ableugnen, die in ter Stadt verbreitet sind. Wir könnten manches Haus bezeichnen, in dem die vom Bürgermeister erlassenen Desin-sectionS'Vorschristen ,ehr mangelhaft oder gar nicht durchgeführt werden. Aber wir wollen Nie» manden .angeben", sondern nur die Ausmerk-samkeit auf einen Uebelstand lenken, dessen Ab-stellung jedem Bewohner unserer schönen Stadt von Wichtigkeit sein muß. Wndische Resolutionen. Der sogenannte Slovenische Verein, dessen Sitz, wenn wir nicht irren, in Marburg ist, hat, nachdem er lange kein Lebenszeichen von sich geneben, am letzten Sonntag hier in Cilli eine Sitzung veranstaltet, in der von der übrigens winzigen Versammlung mehrere Re» solutionen gefaßt worden sind, die als Symptome der aus Krain herüber dringenden politischen Gährung unter den slooenisch Gesinnten erwähnenswert scheinen. Der erste Ausspruch ist au die Adresse der Regierung gerichtet, die aufgefordert wird, den neter Weise der Gasthofbesitzer. Herr Rat (Wisiak) mit guter Küche, Getränken und Zimmern; ebenso ist man im Hotel «zur Post" gu» aufgehoben. Wer sich, wenn auch nur einige Stunden in Wöllan aufhält, der versäume nicht, das in dreiviertel Stunden zu erreichende Bergkirchlein St. Jakob (529 w) aufzusuchen. Gleich hinter Rat's Gasthof beginnt der Aufstieg, und der Weg führt fortwährend durch den Wald und nur schwach ansteigend, ist erstellenweise so wohlgehalten, daß man in einem Parke zu wandeln glaubt. Hat man aber das Kirchlein erreicht, so wird die ge-ringe Mühe, die man gehabt, reichlich durch eine herrliche Aussicht belohnt. Das reizende Schall-thal breitet sich zu unsern Füßen aus : an seinen beiden Enden. gleichsam als Festungen die Märkte Schönstein und Wöllan, in der Mitte durchflossen von der Pack, durchschnitten von der Eisenbahn und Straßen. Aus der Ferne winken die Schlösser, Eckenstein, Thurn. serners das dem Herrn Neari gehörige Guteubüchel und einige Ruinen, Zeugen einer längstvergangenen Zeit. Nach Süden zeigt sich waldiges Hügelland und Rebengelände, der Oelberg mit seiner zwei-thürmigen Kirche, ein Stück des mittleren Sann-thales. daSVergland von Cilli mit seinen her-vorragenden Spitzen (Gosnik. Merzlica) und darüber ragt der, wegen seiner Aussicht be-kannte .ftrniners.ftunifimL_Wnrfi _Hin er» Herren Dr. Gregore? und Genossen mehr Glauben zu schenken als deutschen Gemeindevertretungen u. s. w. In einer zweiten Resolution wird gegen die konservative Partei in Krain los-gegangen. Dort ist von Feinden der Slooenen national« Streit entfacht worden, über welchen das Bedauern ausgesprochen wird. Nach dieser offenbar dem Herrn Bischof Dr. Missia gewidmeten Zurechtweisung, beantragte Herr Dr. Gregor« für den slooenischen Schulverein und die Soko-listenoereine die allerauSgezeichneteste Aner-kcnnung und patriotischen Dank, womit wohl dem Görzer ultramoutanen Theologie-Proseffor Dr. Mahni^ und der clericalen Presse. die den Sokoloereinen hochverräterische Tendenzen nachsagten. eine Rüge zugedacht erscheint. Um auch etwas zu sagen, hat Herr Dr. Josef Sernec da« Bedauern darüber beschließen lassen, daß die Regierung angeblich die Er-richtung von deutschen Schulen in Fabriksorten (Siorö !) unterstützt, wodurch Unwille und Streit entstehen und schließlich hat Herr Doctor Filipic eine Resolution vorgelegt, nach welcher die slooenisch gesinnten Reichsrathsabgeordneten, sobald sich dies als zweckdienlich herausstellt, einen eigenen südslavischen Club zu gründen baben. Dies« Drohung mit Reserve wird sich die Regierung gewiß sehr zu Herzen nehmen! Tschechische Schandthaten in stove-nischer Beleuchtung Das Laibacher Actien - Ruffenblatt, der Slov. Narod gibt sich über die letzten Aus-schreitungen in Mähren, wo bekanntlich deutsche Turner von Tschechen mit glühenden Eisenstangen niedergeschlagen worden waren, sehr sinnreichen Betrachtungen hin. und gelangt dabei zu folgenden Schlußbemertungen: „Im verwilderten Fanatismus, sehend, daß sie den Kern des Tschechenoolkes nicht vernichten können, ver-greifen sich die Deutschen an den tschechischen blickt man die Vorberge der Sulzbacheralpen, hinter Schönstein auf steiler Höhe Hl. Kreuz bei Weißwasser, weiters die Petzen und den Ursula-berg: im Nordosten erhebt sich der Kozjak, von welchem Berge St. Judot herunterschaut, eine der höchstgelegenen Pfarren. Gegen Norden schließen Hügel und Berge das B>!d und man erblickt auf den vordersten die Pfarrkirchen St. Martin und SkaliS und bei letztgenanntem Orte mehrere neue Häuser, dazwischen einen hoheit Kamin und einen thurmartigen Ausbau, den Schachtthurm, zur Einfahrt in das Daniel v. Lap p'sche Kohlenbergwerk, dessen Einricht-ungen auf der Erdoberfläche oder bergmännisch aus» gedrückt „am Tage" den neuesten Erfindungen und Ersahrungen gemäß und in jeder Beziehung interessant sind. Von Wöllan au« erreicht man skalis m einer halben Stunde: bis Schönstein dagegen braucht ein Fußgänger eine gute Stunde, doch kann man dazu auch die Bahn benützen. Nach T o p o l s ch i tz geht man von Schönstein aus über ein andere« St. Jakob in einer weiteren Stunde und so wären wir am Ende unserer Wanderung. Run darf der Leser unter „Bad Topol-schitz" sich aber nicht einen alle» Anforderungen der Bequemlichkeit entsprechenden Curort denken. ^.'mabre. oerade tn der Einfachheit und Natür- 2 Minderheiten und verwehren ihnen die aller-primitivsten gesetzlichen Rechte. Die tschechischen Minderheiten sind in deutschen Gegenden ohne Weiteres der deutschen Vergewaltigung auS« gesetzt, und werden verdrängt, und zwar wirtschaftlich und politisch so grimmig, wie es ohne Beispiel in der civilifierten Welt dasteht. Das tschechische Königreich möchten die Deut-schen gerne zerreißen und zerstückeln, in Mähren sich aber mit unerhörten Machinationen die Herrschaft erhallen über die tschechische Mehrheit des Volkes. Solch' ein Kamps ist nur möglich, wenn der Fanatismus die Grundlage einer Partei ist, und auch da« haben die deutschen Parteiführer zu-stand« gebracht. Die Feindschaft der Linken und Deutschnationalen gegen die Slaven überhaupt, gegen Tschechen und Slvvenen besonders, ist jetzt das leitende Gefühl, ist jetzt der entscheidende Factor in ihrer Politik, und diese Feindschaft überschritt schon längst alle Grenzen, und hat sich jetzt beim Anfall in Jglau abermals docu-mentiert. Die Führer der Linken und Deuischnitw-nalen sind schuld an der großen Gegnerschaft zwischen Tschechen und Deutschen, sie sind schuld, daß die österreichischen Slaven in diesem Reiche beinahe Niemand mehr verträum, sondern sich nur mehr auf die eigene Macht und ihre menschliche Kraft verlassen ... Die Jglauer Ausschreitungen sind die Früchte des Partei-fanatismus, die intellectuepen Schuldigen daran sind aber die linken deutschen Parteiführer." Wie man sieh», macht die nationale Per-rücktheit in der Laibacher politischen Küche der „Slovenen" bedeutende Fortschritte. Amschau. Am slovenischen Katholikentag werden sich, wie der radicale Laibacher Slov. Narod zu melden in der Lage ist, ü b e r B e-s ch l u ß die slooenisch gesinnten Abgeordneten (Bravo Herr Dr. Gregor«!) nicht betheiligen. Auch die croatisch-slovenischen Volksvertreter aus Jstrien werden mit ihrer Abwesenheit demon-strieren. Das russophile Blatt bezweifelt auch, daß an« den Abgeordnetenkreisen Krain« mit Ausnahme Kluns und Detelas jemand den s l o-venifchen Katholikentag besuchen werde. Unruheftister Die Grazer Tagespost gibt in ihrem Montagsblatt an erster Stelle^einen Auszug aus dem Leitaufsatze der Deutschen „Dentsche Wacht" Wacht über das Begehren slavischer Straßen-aufschrjsten in Cilli und bemerkt dazu: An einen Erfolg glauben die Agitatoren wohl selbst nicht; ein solcher ist nach der Sachlage auch völlig ausgeschlossen; sie wollen eben nur stänken und Unruhe hervorrufen und dabei wieder einmal die Rolle der ..Unterdrückten" spielen. Wem eS bis jetzt noch immer klar gewesen sein sollte, wer eigentlich im Unterlande den Frieden stört, dem wird hoffentlich dieses letzte Stücklein der slovenischen Hetzer die Augen gründlich öffnen. DieErrichtungeinerpoftdirection in Laibach wie sie jüngst ?lS in Aussicht bestehend bezeichnet wurde, hat in Untersteiermark sowie in Jstrien die Gemüther wieder einmal in nicht geringe Erregung versetzt. Hoffentlich sind wir nächstens in der Lage mittheilen zu könn.n, daß es sich da nur wieder um ein Begehren flavophiler Störenfriede handelt, um eine« der vielen Bitt-schreiben, welche dem Handelsministerium ununter-brochen vorgelegt werden, und mit welcher die Förderung der „slavischen Sache" auf dem Gebiete des Postwesens zu erreichen versucht wird. Die fortgesetzten Behelligungen der Deutschen und Italiener an den wendischen und eroatisch-slovenischen Sprach-grenzen und in den gemischtsprachigen Gebieten, werden vielleicht doch einmal zu einem gemein-s a m e n Vorgehen der Deutschen und Italiener im Süden führen. Es wäre nachgerade an der Zeit gegenüber diesen und anderen slavvphilen Secaturen und pauslavistischen Be-strebungen vereint aufzutreten. Bahnbau Sannthal — Ttein — Laibach Seit einiger Zeit ist davon die Rede, daß von gewisser Seite eine zweite Verbindung des Unterlandes mit Laibach, durch den Fort-bau der Linie Laibach Stein nach dem Sann-thal angestrebt wird. Wer das Geld dafür aus-geben soll, ist indessen nicht bekannt. Das Land Steiermark wird für diesen Zweck wohl keines haben. A. St. Der Bahnbau Grobelno Tauerbrunn—Nohitsch wird, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, schon im nächsten Jahre in Angriff genommen werden. A. St Kaiser Wilhelm, der Auswärtige. wie der jetzt in England weilende Kaiser seiner vielen Reisen halder in Berlin neuesten» ge-nannt wird, wird vom conservativen Reichs-boten ersucht, seine Lieblingsneigungen dem Wohle des Landes zu opfern und mehr als bisher daheim zu bleiben..... lichkeit, die hier alles umgibt, liegt der Reiz. Zuerst steht an der Straße ein Schulhau?, dann erblick» man da? Badehaus, in welchem sich das gemeinsame Bade-Becken befindet, feniers einen ebenerdigen Neubau mit Fremdenzimmern und ein Wirtshaus, wo für die Verpflegung der Badegäste gesorgt wird. Die warme Quelle hat eine Temperatur von 240 H. und ist ein Bad darin äußerst erquickend: darauf muß man nach Anordnung eines Fachmannes einen Spaziergang in den beim Bade befindlichen Naturpark machen, in welchem auch einzelne idyllische Ruhe-Plätzchen sind, wie die .,Juli«ns-Ruhe" u. a. Als ich hinkam, fiel mir sofort der warme, herzliche Ton auf. in dem die kleine aber gemüthliche Badegesellschaft mit einander verkehrte, was sehr anheimelnd auf jeden Ankömmling wirkt. Sonderbar genug waren es fast lauter Eillier, so daß der Ausspruch eines der liebens-würdigsten Eurgäste, Topolschitz sei eine Eolonie von Cilli, sich vollkommen bewahrheitet. Einer der Badegäste übernahm freiwillig die Stelle eines Lberküchenmeisters und verbesserte kleine Mängel der Küche, ja bereitete selbst Leckerbissen; wieder andere Herren giengen mit Erfolg auf den F o r e l l e n f a n g aus und lieferten manches gute Stück ein: und damit alle Tafelgenüsse da waren, bereitete eine gütige Damenhand manch feine Mehlspeise. War das Wetter günstig so blieb man tagsüber im Freien, die Abend« wurden im sogenannten C u r s a l o n zugebracht. Gewiß denkt sich der Leser darunter einen großen, schön ausgeschmückten Saal, darinnen rauschende Curmusik. Weil gefehlt? Ein nicht einmal besonders geräumiges Zimmer mit weißem Kalkanstrich und kleinen Fenstern ist es. daß von den Badegästen mit diesem hoch-klingenden Namen bezeichnet wurde. Und doch unterhielt man sich hier oft besser, als in dem glänzendsten Saale. Wie nicht die Kleider, die jemand trägt, sondern der innere Wert den Menschen machen, so war auch hier nicht das Aeußere maßgebend, sondern die ungebundene Gemüthlichkeit und Heiterkeit der Gesellschaft. Lustige Gesell chaftspiele und allerlei Scherze be-lebten diesen Raum bis man zur Ruhe gieng, um den nächsten Tag dasselbe Leben weiter zu führen. Ader auch größere Ausflüge wurden unternommen und es hielten dabei selbst die Damen, oft große Anstrengungen nicht scheuend, tapfer mit, so daß das körperliche und geistige Wohlbefinden sich von Tag zu Tag steigerte und der Aufenthalt in Topolschitz jedem der körper-licher oder geistiger Erholung bedürftig ist, nur bestens empfohlen werden kann. Der Schönstem« Spar- und Vorschußverein, der Eigenthümer des Bades ist, wird dem Bedürfnis nach weiteren Wohnräumen durch einen Zubau gerecht werden und dann wollen wir die erste E ur liste von Topolschitz veröffentlichen. D—g. 1895» cheiii und Wesen der deutschen Sprache. | Der am 3. Februar d. I verstorbene Director des konigl. Gymnasiums zu Erfurt, Georg H e ß, knüpfte in einer seiner letzten größeren Reden an den bekannten Ausspruch Jakob G r i m m s an, daß vor allen lebenden Sprachen der englischen der Vorrang ge-bühre, und daß an Reichlhum, Vernunft und gedrängter Klarheit keine sich ihr an die Seite setzen laste, auch unsere deutsche nicht. Der vom patriotischem Feuer durchglühte Gelehrt« hat bei diesem Ausipruch, der nicht mit seinem sprachlichen Gewiffen stimmte, trotz aller Ehrfurcht vor dem Altmeister der deutschen Philologie ein Unbehagen gefühlt, und er sagte sich, daß es Pflicht jedes vaterlandsliebenden Deutschen sei, die Muttersprache nach ihrem nationalen Werte recht zu würdigen und daraus die Liebe zu dem in ihr sich offenbarenden Geiste zu gründen. Dann aber hat er sich immer mehr in ihren Reichthum und ihre Pracht vertieft, er er hat die geheimnisvollen Quellen der ihr eigenthümlichen Gesetze zu ergründen gesucht, und so konnte er mit leuchtender Klarheit nachweisen, daß der deutschen Sprache vor allen ledenden in demselben Maße der Vorrang gebührt, wie der griechischen vor den Sprachen des Alter« thums. Die bedeutsame Schrift, die diesen Stoff behandelt, ist im Nachlaß des Verstorbenen vor-gefunden und von Herrn Dr. H K e ck im Ver-läge von M. Wilckens in Eisenach heraus-gegeben worden. In drei Abschnitte gliedert sich die Beweisführung: zuerst spricht der Verfasser von Lautbeschaffenheit, sodann von der Formen-bildung und Formenverwerthung, endlich von der Wortbildung und dem Wortschatz. Ueberall hält er sich fern von Ueberschwenglichkeit, seine Vaterlandsliebe verlien nie den Zügel der strengen Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, vorurtheilslos erkennt er die Borzüge, die der englischen, der französischen, der italienischen Sprache hinsichtlich einzelner Gebiete zukommen, an: aber mit um-fassender Belesenheit, eindringender KeniitinS der Denkgesetze, und künstlerischem Sinne führt er seine Behauptung von dem Borrang der deutschen Sprache siegreich und überzeugend durch. So hat Heß seinen Schülern, seinen Mitbürgern, dem deutschen Volk in dieser Abhandlung ein Vermächtnis hinterlassen, das „nicht ein Prunk-stück für augenblicklichen Genuß, sondern ein Hausichay für immer ist." AuS der Einleitung der werthvollen Schrift geben wir folgende Satz« wieder: Macht und Glück eines jeden Volkes sind auch dadurch bedingt, daß eS zu einnn möglichst vollen Bewußtsein seiner geistigen Güter gelangt, daß es alles, was an ihnen groß und schön ist, liebt, verehn und weiter zu entwickeln <;r,bt, wa? mangelhaft ist. erkennt, verwirft und zu beseitigen sucht und dadurch den rechten echte«, nicht hochmuthersüllteu aber auch nicht von Schwachheit angewandelten Nationalsinn immer mehr zu kräftigen bemüht ist. Nun steht es jetzt, selbst nach den Groß-thaten der Zeit von 1863 bis 1870 wahrlich nicht also um das demsche Volk, daß man seiner Zukunft mit den schönsten Hoffnungen entgegen-sehen könnte: schwer find die geistigen, sittlichen und namentlich wirtschaftlichen Schäden. an denen es leidet. Darum gilt es, auf alle Weife den Nationalsinn zu fördern, zumal im deutschen Volke von jeher das Streben rege gewesen ist, die Einzelwesen, die einzelnen Gruppen, Orte, Ländchen und Länder mehr zu fördern, als die Gesammtheit. Zu den edelsten Gütern aber des deutschen Volkes gehört seine Sprache. Es konnte daher nicht ausbleiben, daß nach der glänzenden Er« füllung der nationalen Wünsche durch Deutsch« lands Einigung auch die Fürsorge für die fort-schreitende Erkenntnis, die Reinhaltung. Vervoll-kommnung und Ausbreitung der deutschen Sprache die Gemüther in erhöhtem Maße beschäftigte. So hat denn die germanistische Wiffenschast seit jener Zeit in einer neuen Schule kräftigen Aufschwung genommen. Der deutsche Unterricht, 1892 «ch durch einsichtige Zeitschriften mehr und «ehr gefördert, ist immer mehr in den Vorder- Stund getreten. In umfassender Weise haben der lllgemcine deutsche Schvloerein zur Erhaltung des Teuifchihums im Auslande und der Allge-»ein« deutsche Sprachverein die Fürsorge für die deutsche Sprache übernommen, wenn auch anjelne ^Mitglieder des letzteren Vereins leider di» ..Deutsche Wacht" gesühl der Nation verwachsen, ihr Lebenselement und ihre Leb nsbedingung und als solches ihr heiligstes Besitzthum, mit dem die Nationalität selbst stehe und falle. Und die deutsche Sprache insonderheit war vor der Zeit der letzt.« Großthaten des deutschen Volkes mit allen Blüthen und Früchten, die sie gezeitigt, vielleicht der Gegenstand des größten Stolzes und Ruhmes der deutschen Nation. Wie in ihr ein Band der Vaterlandsliebe gegeben sei, hat I. Grimm schon 1830 in seiner Rede über das Heimweh, mit warmen Worten besprochen: in einziger Weise habe sich, sagt er, durch Entfaltung und A»sbreitung der hoch-deutschen Mundart über unser gesammtes Volk da« Bewußtsein unserer Deutschheit erhoben, er-wärmt und gekräftigt, und jeder Deutsche werde jetzt von Heimweh befallen, wenn er seine aus-gebildete Schriftsprache entbehren solle. Und gewißlich hat sie in langer Zeit dem deutschen Volke allein noch kräftigen Zusammenhalt gegeben und es vor dem Schicksal Polens und des alten Griechenland bewahren helfen. Noch jetzt bildet sie mit ihren Geistesschätzen den Gegenstand einer Bewunderung des Auslandes, an die sich kaum der Haß heranwagt. Nennt sie doch der franzö-sische Gelehrte Joret noch 1875 cet admirable Instrument saus egal peut-etre parmi les idiemes modernes, und sagt doch Lamartine, sie 'ei faltig wie ein Königsmantel und tief versenke sich darin der Gedanke. Und wenigstens hin-sichtlich der Wissenschaft, die auf dieser Sprache ruht, fagte einst der später fteilich so fanatisch gewordene Renan, man könne von Deutschland sagen, es habe ihr größere Dienste geleistet, als das ganze übrige Europa zusammengenommen. Die deutsche Sprache ist es ferner, welche die abgelösten Glieder des Volkes, die ihr Leben lang in der Fremde schweben, so unbestritten an das Interesse de« Volkes fesselt, daß man fast widerwillig eingestehen muß. erst wo sie weiche, da schwinde allmählich auch der wahrhaft deutsche Sinn und Charakter. Diese Sprache also, namentlich auch nach ihrem nationalen Wett, recht zu würdigen, und darauf mit die Gefühle der Hochachtung und Liebe zu dem sich in ihr offenbarenden Geiste zu gründen, danach endlich auch die dienende Hin-gebung an alles, was in ihr groß und schön ist. zu regeln, ist Pflicht eines jeden »aterlands-liebenden Deutschen. Und wer hterzu in seiner bescheidenen Weise mit anzuregen versucht, zumal wenn ihn diese Frage tief beschäftigt hat, darf wohl hoffen, nicht vergebliche Mühe anzuwenden und in etwas auch zu gemeinem Nutzen beizutragen. Und wenn er dabei auch einzelnstes und kleinstes heranzieht, darf er wohl hoffen, darum noch nicht für einen Kleinkrämer zu gelten, denn die charakteristische Form der Sprache hängt, wie Humboldt sagt, an jedem einzelnen ihrer kleinsten Elemente, etwa wie sich der Charakter eines Menschen in jedem einzelnen kleinen Gesichtszuge zu erkennen gibt. Aus Stadt und Land. Ein Vorschlag sür den Gemeinde-rath. Die Auszählung aller großstädtischen Einrichtungen, die unser Cilli von gleich großen Städten unterscheidet, hat naturgemäß auch die Aufmerksamkeit auf einige Lücken gelenkt, die vielleicht noch ausgefüllt werden können. Eine solche Lücke bildet das Fehlen eine« öffentlichen F i a k e r-S tandplatze s. Wer heutzutage von Cilli au» eine Spazierfahrt unternehmen will, muß von Gasthof zu Gasthof gehen, um einen Wagen zu miethen. Bis ein solcher ge-funden und bis das Gesähtt bespaimt ist, kann ihm die Lust zur Fahtt wieder vergangen sein. Bei RegenwtNer wäre es auch für manchen Reisenden, der mit der Eisenbahn ankommt, erwünscht, seinen Gasthof trockenen Fußes, also unter Benützung eines Wagens zu erreichen. Der Platz vor dem Bahnhos dürfte also für die Aufstellung der Fiaker am besten geeignet fein. — Bei entsprechender Ankündigung sände sich gewiß ein Unternehmer der ein derartiges Geschäft aus eigene Gefahr gründet. Will man nh»r hpn hirfinm ifctihririfrfSbfftftrrtt »ini>n (nlrfiMl 3 ihnen beauftragt werden, täglich einen Wagen auf den Standplatz zu entsenden. Im Winter könnten die nöthigen Vorbereitungen 'getroffen werden und im Frühjahr könnte die Einrichtung schon in Kraft treten. Unseren Sommergästen würde damit sicherlich ein großer Dienst geleistet. Der Verein sür Fremdenverkehr in Cilli hat die Neuerung schon einmal angeregt. Jetzt wäre es vielleicht Sache des Gemeinderathes, die Durchführung der Angelegenheit zu bewirken. Vom Stadparksest. Der Rechnungs-abfchluß ist noch nicht erfolgt. Wir müffen daher unser Schlußwort abermals verschieben Ohnmacht. In Folge der außerge-wöhnlichen Hitze wurde dieser Tage eine ältere Dame im Garten des Gasthoses zum Mohren ohnmächtig. Dieselbe wurde in ein Gastzimmer gebracht, wo fie erst nach geraumer Zeit wieder zu sich kam. Zwei Ringe sind in einer Cabine des Damenbad es abhanden gekommen. Die Person, welche dir Ringe genommen hat. wird aufgefordert, sie bei der Casse des Bades hin-»erlegen zu lassen. (Siehe die Warnung im Anzeigentheil.) Im Waldhause wird die Kapelle des städtischen Musikvereins heute. Donnerstag, einig« Neuheiten zur ersten Aufführung bringen, da-runter das Tongemälde von L. S ch l ö g l: Eine Reife durch Groß-Wien. ErwSdnmswerth ist auch die von einem Sommergaste dem hiesigen Musikoerein gewidmete Ouvertüre und der neueste Walzer von Z i e h r e r : Dieser Kuß der ganzen Welt! Bekannte und beliebte Weisen werden sich an diese Neuheiten anschließen. Gin jugendlicher Heuchler. Am Geburtstage des Kaisers bemerkten abends zwei Herren, die vom Wald hause heimgiengen, am obern Ende des Laubganges einen Knaben, der wimmernd im Grase lag. Aus die mitleidigen Fragen der Fremden erzählte der Weinende, er sei als Kegelbub von einer schweren Kugel am Fuß verletzt worden, der Fuß sei dick an-geschwollen; er könne nicht nach Hause gehen. Jeder der beiden Herren gab dem Jungen einen Silberling. und siehe da: die Thränen waren gestillt, die Schmerzen waren vorüber. Höchst vergnügt eilte der jugendliche Heuchler von daimen. Am Dienstag, während der Abend-Dämmerung stand derselbe Knabe weinend am Hauptthore desSparrcassagebäudes. Wieder ließen sich einige Vorübergehende von Mitgefühl zu Fragen verleiten, und der Knabe erzählte unter Thränen: Vater und Mutter feien vom Hause abwesend, die Wohnung sei verschlossen; er wisse nicht, wo er die Nacht verbringen und wie er seinen Hunger stillen solle. Der langen Rede kurzer Sinn war Bettelei. Als aber ein Herr in dem hoffnungsvollen Knaben denselben erkannte, der beim Waldhaus den Hinkenden vorgestellt hatte, und al« er ihm seine Lumperei vorhielt, wurde der Bengel sogar frech. Es wäre gut, die Fremden vor ähnlichen Belästigungen zu schützen und dem jugendlichen Heuchler sein eckle« Handwerk zu legen. Zur Gesundheitspflege. Der oberste Sanität «rath hat kürzlich ein Gutachten abgegeben, daß die Messer. Bürsten und Kämme in den Barbierstuben deSinsieiett werden sollen, um die Uebettragung von Hautkrankheiten zu vermeiden. Im Sinne dieses Gutachtens hat Herr W a r m u t h in Cilli, ohne einen behörd-lichen Auftrag abzumatten, die gewünschte De«-infection in feiner Barbierstube durchgeführt. Diese Vorsichtsmaßregel verdient Anerkennung. GeschästSerweiteruug. Herr Karl T e p p e t hat das bisher unter der Firma Adalbett und Alois Walland in Cilli bestehende Bau«, Schnittholz-, Lohe- und Productengeschäft käuflich erworben und dasselbe mit seinem in Retschach bei Gonobitz befindlichen Ban- und Schnittholjgeschäste, Sägen- und Lohewerken ver-einigt. AuS Iteukloster erhält die Deutsche Wacht von Herrn Johann Grafen P l a t e r folgende Zuschrift: Glaubend, daß es für manche Leser nicht uninteressant sein dürste, theile ich l^hnMi mit hiisi isfi hiirrfi Anfall bei Tviihmim 4 kloster. daS ich bewohne. auf ein E r z l a g e1 gestoßen bin. Die von mir beute vorgenommene chemische Untersuchung des Minerals ergab als Resultat Eisen. Wiewohl ich noch keine weiteren Schürfungen vorgenommen, glaube ich nach einigen Quellen auf ein reichhaltiges Erzlager schließen zu könn n, welches vielleicht eine Aus« beute lohnen wird. Achtungsvoll Graf Joh. P l a t e r. Zur Besetzung der Psarrerftelle in Hochenegg wird uns geschrieben, daß sich dieser Angelegenheit wegen ein; äußerst lebhafte Agitation verspüren lasse. Die slavophile Partei setzt alle Hebel ein, um einen zweiten Dr. Gregorec nach dem deutschen Morst zu bringen. In Marburg« wohlunterrichteten Kreisen wird schon eine bestimmte Person «Herr B—.) genannt, welche den panslaviftifchen Fanatikern zu Gesicht stünde. Der Angedeutete wäre sehr geeignet, den Frieden und die Rube welche — bis Herr Kaplan Lek^e seine nationale Thätigkeit zu entfalten begonnen, — dort walteten, vollends zu stören. Hochenegg, dieser friedliche, freundliche Ort, ist ob der letzten politischen Hetzereien heut« noch in Gährung. und nun soll auch noch ein Pfarrer hinkommen, den man in Marburg aus Be-dürfnis nach Frieden und Ruhe abstoßen möchte? Also Oel ins Feuer statt den Brand zu löschen! Da« Slavensest in Schönstein. (Eigenbericht der Deutschen Wacht.) Schönstein, den l 7. August. Selten noch ist auf steirischem Bodei eine slavische Demonstration mit mehr Reclamc an-gezettelt worden, als eS der politische C i r c u 8 am ericaine war, sür den neulich in unserem freundlichen Markt Pfosten und Bretter aufge-schlagen worden waren. Die Veranstalter haben auch nicht ohne Pfiffigkeit gehandelt, sie traten mit sorgsam beschuhten Händen vor, klopften sogar nach Art bescheidener Menschen an, und verwendeten vor Allem mit gutüberlegten Nach-druck ihre deutschen Sprachkenntnisse, um in unseren treuherzigen deutschen Bürgern nicht des Argwohns Funken zu entfaäen. E» ist für Deutsche eine so furchtbar schwere Sache, auf eine ergebene Bitte barsch „Nein \" zu sagen. Der Nationalsehler der Arglosigkeit ist übrigens nicht im Schallthal geboren worden, der herrscht soweit die deutsche Sprache klingt und treue deutsche Herzen schlagen! So hat man denn auch in unserem Schönstein die ergebenste Bitte der aus der Art geschlagenen slavischen Jünger deS großen deutschen Vater I ahn bewilligt, und den roth-hemdigen Falten gestattet, mitten im Markt der gerne gaffe,'den Menge ein ergötzlich Schauspiel zu bieten. Seit vielen Monaten ist auch schon daran gearbeitet worden, slavische Sänger - zu schulen, um mit der Macht slavischen SingenS deutsche Gemüther zu berücken, deutfche Gefühlt in Schlaf zu wiegen und anderen Ulk zu treiben, der auf dem Wochenmarkt der slavophilen Verrücktheit feilgehalten wird. Man hat indessen nichts „gemacht" auf diesem Gebiet und Schönstein bleibt, trotzdem eine croatifche Musikbande, tschechische Sänger, jungflovenische Schreihälse und sieben Dutzend Rothhemden ihre Kunststücke mit sichtlicher Mühe entfalteten, deutsch wie früher. Und daran werden nicht der Herr Notar und der Herr Bezirksrichter, auch der Herr Lehrer Kramer nicht, noch weniger aber jene catilinarifchen Existenzen etwas ändern, die hier wenig oder nicht« mehr zu verlieren haben, und denen es gleichgiltig ist. ob Schönstein deutsch ausblüht oder slavisch zugrunde geht, wie etwa Praß berg, das Eldorado der windischen Rußlinge. Freilich haben auch noch persönliche Motive mitgewirkt. Schönsteins Thore zu öffnen. Doch davon ein andermal, wenn wir dem Kern der Sache etwas näher zu treten für angezeigt halten werden; Von den angekündigten 4000 Sokolisten. Sängern und sonstigen Festgenossen sind an 380 glücklich eingetroffen, und am Bahnhof, der zu diesem Zweck gar sinniglich mit slavischen Tncoloren verfchmückt war, empfangen worden. Sehr er-hebende Momente gab es dabei gerade nicht. Sehr viel Spaß machte eS, die Praßberger Falken zu betrachten, die vierzehn Mann hoch mit Starost Pelan an der Spitze gekommen waren, des Festes Glanz zu erhöhen. Ihnen ^Deutsch- W«cht- und alle bemühten sich vergeblich, Schritt zu halten; auch die Laibacher Sokolisten, die sich dazu vierzehn Tage lang eingeübt hatten, im gleichen Schritt zu gehen, traten unsicher aus und riefen einander zu, wenn« nicht klappte. Es war köstlich! Die gemischte Gesellschaft zu empfangen, die sich, den Herrn Lehrer Ivan Kramer zu Häupten. der .per Cylinder" (saperlot!) ausgerückt war, dem Markte zu bewegte, waren die Frauen, Fräuleins au« Schönstein geschmackvoll aus dem Wege gegangen; dafür waren aber schmucke Mädels von der Bäuerei aufgeboten worden, die den Gästen der Herren Kacic und Kramer Andenken von den heimischen Wiesen überreichten. Die kroatische Kapelle, die selbstverständlich ein Deutscher (Stöcke!) anführte, spielte da« ..Vorwärts Fabne des Slaventhums!' und unter diesen Klängen, und Stoßen und Puffen giengs dem Markte zu. Der erwartete Blumenregen ist zwar nicht eingetreten, dafür traf aber eine zugereiste Dame einen Sokol so unglücklich mit einem mächtigen Kranz, daß er ein jämmerliches Gesicht schnitt, was die neu-gierigen Zufeher nicht wenig ergötzte. Man lachte herzlich! Weiter oben, links, in der Nähe de« Ratdhauses. fiel auch noch ein Kranz, der traf besser — '» hat uns beinahe weh' gethan! Der..Ein-zug" war bald vorüber, eS gieng zum Essen in die Krone. Das Essen war nicht theuer, ge-sprachen wurde wenig, geturnt wurde schlecht, gesungen wurde falsch und nachiS gegen Eilfe wurde abgefahren. Das war das flavische Sing-fest von Schönstein, von welchem feit so vielen Monaten in allen Tonarten die Rede war. Daß die slavische Partei all.s Mögliche «Hut, um unser Bürgerthum national zu entwaffnen, ist klar. Man schmeichelte am Beginn, und wird am Schlüsse der Comödie schmeicheln — aber ohne Erfolg. Der .slavische Festtag ist vorüber * — Schönstein ist wieder deutsch!• Möge die slavische Demonftra'ion, deren Schauplatz unser liebes Schönstem war der Anlaß sein, daß sich die Deutschen de« Ortes fest aneinander schmiegen und in kräftigender deutscher Treue zu einander hallen. Banjie machen gilt nicht! das ist die Losung, das ist das Zeichen, unter welchen wir Schönstem freihalten werden von den russischen Wellen, die uns einen Tag lang umbrandet haben. Und zum Schluß seien alle die Schönsteiner Frauen un* Mädchen herzlich bedankt, die den flavifchen Lockrufen nicht gefolgt sind. Bald kommt die Zeit, wo ihnen au» deutschen Kehlen jubelnd Dank gesagt wird sür ihre deutsche, nationale Treu«, dasür, daß sie keine Hand rührten, die Reisigen der „slavischen Sache" zu grüßen. Gonobitz. (Eigenbericht der Deutschen Wacht.) Das Geburtsfest desKaiser« wurde auch in unserem Markte in besonders feierlicher Weise begangen. Am Borabende ver-anstaltete der Veteranenverein einen Fackelzug. Am Festtage selbst fand in der Pfarrkirche «in Hochamt statt, welchem die Beamten des k. k. Bezirksgerichtes und Steueramtes, die Gemeinde-Vertretung, die hier wohnenden Militärs, der Lehrkörper mit der Schuljugend, da« Veteranen-CorpS. sowie ein großer Theil der Bürgerschaft beiwohnten. Aus demselben Anlaße gab der hiesige Lese- und Unterhaltung«» verein gleichwie im verflossenen Jahre, in den der Feier entsprechend geschmückten Vereins-Räumlichkeiten eine Kaisertasel. welche in anregendsten Weife verlief. Der vom Obmanne, Herrn Gerichtsadjuncten A.Kotzianauf Se. Ma-jestät den Kaiser ausgebracht« Trinkspruch wurde mit Begeisterung ausgenommen, woraus die Mareiner Musikkapelle, welche die Tafelmusik besorgte, die Volkshyme spielte. Anschließend an diese Feier sand abends ein Familienabend statt, der von Mitgliedern und geladenen Gästen zahl-reich besucht war. Der strebsame Sängerchor des Vereines brachte unter Leitung des Chor-mcisters Herrn A. S e i d l e r mehrere Lieder zum Vonrage, die sämmtlich beifällig aufge-nommen wurden und von denen insbesondere A Bu sserl von Schwaz, Wald ab« ndsch ein von Schmölzer und Zw oa Rosset In von Feigen hervorgehoben werden sollen. Die Zwischenpausen wurden durch die Mareiner Musikkapelle aus- lh92 uud fröhliche Stimmung, für welche wohl der Umstand dos beste Zeugnis ablegt, daß der Fest-abend trotz der herrschenden argen Hitze in einem kleinen Tanzkränzchen in der Morgen-stund« seinen Abschluß fand. Eifersucht. Der Postensührer Anton Zorko in Hochenegg hat erhoben, daß am 17. d. M. abends zwischen dem. derzeit flüchtigen, sonst bestimmun^slos umherziehenden, elwa 24 Jahre alten nach Tüchern zuständigen und schon wiederholt wegen verschiedener Bergehen abgestraften Taglohner Georg K r i st a n und feiner Geliebte, Margarethe Salokar (Magd beim Besitzer Josef K o r e n j a k in Hrenowa, Gemeinde Neukirchen« aus Eifersucht ein Streit entt'tand. wobei Kriftan der Salokar in da« Wohnhau« ihre« Dienftgeber« nachdrang und diese dort angeblich mn einem Spitzhakenstiele derart bearbeitet«, daß sie am Kopfe zwei und an den beiden Händen mehrere Verletzungen erlitt und infolge dessen bisher noch immer bett-lägerig »st. Diese Verletzungen wurden von Dr. 2 11 e k in Hochenegg als leichte erkannt. Der. Thäter hat sich dem Bezirksgerichteselbst gestellt Mißhandlung. Am 15. August 1892 abends gieng der beim Grundbesitzer Michael S k ra ber in Lava Nr. 6 (Gemeinde-Umgebung Cilli) bedienstete Knecht, Baltasar Trobina zu den Mägden de« Gastwirthes Andreas Gorschreg in Drefchendorf (Gemeinde Pletrowitsch) fensterln. Um aber zu den Fenstern, wo die Mägde schliefen, zu gelangen, muß«e er auf einen etwa vier Meter hohen Gang klettern. — Als Trobina nun am Gange war. sah er zwei Männer über eine Leiter zu ihm hinaufsteigen, die er jedoch in seinem berauschten Zustande nicht erkannte. Die Beiden begannen nun. ohn« ein Wort zu sprechen, den Trobina zu mißhandeln und haben ihn derart schwer verletzt, daß er am Gange liegen blieb. Bei der durch den Gendarmerie-Poftensührer Joses Kreutzwirth dieSfalls eingeleiteten Jnvigilierung wurden die beiden Knecht« des Gastwirthes Andreas Gorschreg Namens Franz Kotticlnit und Georg Kvwatsch als Thäter eruirt. welche nach längerem Leugnen gestanden, den Trobina über Aufforderung de« dortigen Grundb?sitzerssohnes Franz Schalej mit Prügein mißhandelt zu haben. Schalej selbst hat aber nicht Hand angelegt. Rohitsch - Äauerbrunn. Am Bor-abend des Kaiserfestes versammelte eine zum Besten des weißenKreuzes gegebene Tom-bola die fröhliche, »och immer sehr stattliche Schar der Curgäste im Park, und sehr viele Gäste der Umgebung hatten sich bereit» um sechs Uhr abend« »ingesunden, um unsere Festfreude« zu theilen. Um acht Uhr ab«nds fand im glän-zend beleuchteten Curfaale da« Festconcert statt, da- für jede seiner Programm-Nummer» reichen, wohlverdienten Beifall erntete. Nach dem. von der Curkapelle meisterhaft zur Geltung ge-brachten Huldigungsmarsche von R. Wagner, sprach Fräulein Melanie Albrecht au« Graz den gemuthvollen Prolog von Weyl, der einen außergewöhlinchen Beifallssturm hervorrief. Die während des Abspielens der Volkshymne sich um die Kaiserbüste gruppierenden Schar der schönsten jungen Damen, welche duftige Spenden dar-brachte, bildete einen prächtigen Abschluß, des so schön gesprochenen, als warm empfundene« Huldigungsgedichtes. Frl. Emerioa Deirancefchi, eine noch sehr junge, vielversprechende Schülerin der tüchtigen Grazer Ciaviermeisterin Agnes Krischeq spielte die Phantasie über Lucia di Lammermor und die zweite ungar. Rhapsodie von Liszt und sand wohlverdiente Anerkennung. Frau Majorin Auguste Ludovici. hier wie in Graz allen wahren Kunstfreunden liebbekannt, saug «it dem ihr eigenen Zauber echt lyrischer Bor» tragsweise und sympatifchen Organs ein Ave Maria von Abt. welchem Weyl einem, de« Kaiserfeste entsprechenden Text unterlegt hatte. Das Publikum nahm diese lieblich gebotene Fest-spende sehr dankbar auf und die allgeachtete Künstlerin erntete auch «it den in später« Nummer gesungenen SpielmannSlied von Böhm und dem Kinderlied von Hildach rauschende» Lohn. Herr Emerich Ollop, als Curgast hier anwesend, fana einige semer. stets sehr aern ae- 1892 M wurde; ebenso Herrn Ernst Preiuhn. mlcher Bazini'S Elegie auf der Violine spielte und von Frl. Defrancefchi begleitet wurde. Als nach beendetem Festconcerte die Saalthüren sich iffneien. bot sich dem Publikum der zauberhafte Anblick des mit zahllosen Lampions beleuchteten Parkes und ver prachtvoll illuminierten und reich beflaggten Curanftalt«gebäude. Die statt-liche hiesige Feuerwehr veranstaltete «inen Fackel-{ng, der unter den Klängen der Volkshymde die Parkanlagen wie «in« feurige Riesenschlange «kreisle und schon stieg die erste Rakete des ,om tresflichen Grazer Pyrotechniker Elsner ge-lieferten herrlichen Feuerwerks in schwindelnder Hohe zum reichbtsternten Nachthimmel empor. Mit überraschender Pracht und Reichfaltigkeit ent-faltete da« schöne Schauspiel alle seine flammenden und sunkensprühenden Festgaben. Keine einzige Rakete versagte und als die von einem au« schöner Hand entsendeten Feuerpfeile entzündet« Hauptfront die Initialen des Namens unseres «llgeliebtkn Herrn und Kaisers im Brillaniseuer erscheinen ließ, da brach so donnernd der Bei-fall der über 1200 Köpfe starken Schar der sreundigst erregten Zuschauer los, daß er die Jubel-Akkorde des Festmarsches übcnönie. Am 18. August, al« cim Festtage selbst fand ein von Sr. Hocdwürden C. Anton Fröhlich. Haupipfarrer in Hl. Kreuz (assistiert von den beiden Herren Aavlänen) celebriertes Hochamt statt. Unter den Anwesenden befanden sich' Sr. Excellenz der Herr Statthalter von Dalmatien Feidmarschall-Lieutenant David, die Herren Hosräthe von MaKirevic. Baron Rechbach. v. Henifch. von B a k a n o v , ch. königl. Rath Preuszner, der Commandant des Militärcurhauses nnd Direclor der Anstalt Major Ritter von E ch u b e r t h mit den hier anwesenden Herren Officieren und zahlreiche Damen der Gesell-schift. Um neun Uhr abends begann im großen feurioale der Festball. Wie alljährlich kamen aus nader und ferner Umgebung di« jungen Schönen, um sich mit den heuer zahlreicher als seit Jahren hier als Curgäste befindlichen an Jugend aitb Anmuth überreichen Prachtgestalieu Ungarn«. Eroatiens. Kärnten« und Italiens bei den jklänge» echt deutscher Walzer, echt böhmischer Polkas und echt französischer Quadrillen köstlich zu unterhalten. Die zwar in der Minderheit be-findlichen jungen und älteren Herren Tänzer schienen dem Kaiserfeste zu Ehren sich ihrer, leider hier schon fast historisch gewordenen Tanz-iaulheit heute zu schämen, und Dank diesem ßieuegefühl. welches allseitige Anerkennung fand, «ährte das Tanzfest bis nach Mitternacht. W. Tüfferer Liedertafel Am Sonntag den 28. August '/,9 Uhr abends veranstaltet die Tüfferer Liedertafel im Hotel Horiak eine Kommer * Liedertafel, unter Mitwirkung der Curkapell« des Kaif«r Franz-Joses-Bades mit einer sehr reichhaltigen Vortrags»Ordnung. vermischtes. In Trieft hat sich ein Renn-Verein gebildet von dem alljährlich mehrere Pferde« Rennen veranstaltet werden. Zunächst werden solche vom 4. September bis zum 11. September dauern. Anläßlich diefer Rennen werden auch allerhand Festlichkeiten veranstaltet wie: Jllu-»mation des groß«» Platzes und den Hafen-anlagen. Wafferparti« im Golfe von Trieft mit Feuerwerk zur See. Einweihung des von der Baronin Rittmeyer gestifteten Musik-Pavillons in 6t. Andrea mit großem Concert«; eine Aenetianif ch« Nacht zur See, Fest-lichkeiten in der Adelsberger - Grotte u. s. w. Auch für Unterkunft der Fremden wird dadurch vorgesorgt, daß vom Ausschuß ein Wohnungs-Bureau errichtet wird, wo die An-kommenden sofort Quartiere angewiesen bekommen; mit der Leitung diefer Angelegenheit ist das Internationale Zeitungsbureau von.Alex. Hirsch-feld betraut. Billrotb. Im September l.J. sind es fünf« »nözwanzig Jahr«, feit d«r berühmt« Chirurg« Theodor Billroth die Professur der Chirurgie an der Wiener Hochschule und zugleich di« Leituna der Klinik de» Allgemeinen Kranken- ..Deutsche Wacht« Anlaß, das Wirken dieses hochverdienten Mannes im Zusammenhange zu betrachten. Eine solche Betrachtung gewinnt aber ein« hervorragende Bedeutung, wenn sie von dem größten lebenden College» des G«f«ierten ausgeht. Die Leucht« d«r Bertiner medicinischen Fakultät, der dem ganz-n deutschen Volk« aus den Tagen der Kreuchest Kaiser Friedrichs wohlbekannte Pro-fefsor Ernst v. Bergmann selbst ist es. der in der Gartenlaube Heft 9 vor den weitesten Kreisen ein Bild von dem Leben und Schaffen BillrothS entrollt, d«r d«m großen Mitforscher an seinem Ehrentag« in hochherziger Thkilnahm« den Kranz seiner Verehrung und Hochschätzung zu Füßen legt. Bergmann hat damit nicht nur einen wenvvollen Beitrag zur Kenntnis und Beurtheilung BillrothS gegeben, der von den Schülern und Verehrern beider Männer wie von den weitesten Volkskreisen mit dem lebhaftesten Interesse gelesen werden wird, — «r hat auch sich selbst damit ein Denkmal edelster collegialer Gesinnung errichtet. Tiroler Wein! Welches Höllengemisch man oft als W>in vorgefetzt erhält, darüber gibt ein Gutachten der k. k. chemisch physiologischen Versuchsstation in Klosterneuburg Aufschluß. Dasselbe wurde von Marburg aus ein-geholt und lautet nach der Marb. Ztg.: Die Station hat den Wein trüb, nach alier Hes« riechend, im Geschmacke wenig stark, leer, herb infolge Hefe, als «in weinhältigeS Erzeugnis (Haldwein) befunden. Tiefer Halbwein enthält solaend« Gewichtsprocente: Wasser 9124, Alkohol 710, Extract I 66, freie Säuren 0 7, Weinstein 0 25, Zucker 0.13, Glycerin« »v, und Asche •'193' Dies«« aus Südtirol «in-geführt« Getränk ist wie man sieh», ein verdammt edler Tropfen, den man wohl den Gästen aus dem Blocksberg in der Walpur-giSnacht, keineswegs aber einem gegen Teufel«-tücke weniger gefeiten Menichenkinde vorsetzen sollte. Der deutsch« Sprachverein und die Schule. Anläßlich der heuer im Früh-jähr« zu München stallgesuudenen Hauptversammlung des allgemeinen deutschen Sprachvereines, ergriff Prof. Hermann Dunger aus Dresden das Wort zur Frage: .Was können wir für die Schule thun?" und führte aus, daß es nöthig fei, die deutsche Sprache in den Mittel-punkt des gcfammten Unterrichtes zu rücken, was jedoch so zu verstehen ist. daß unsere Muttersprache, besonders den mündlichen Ge-brauch derselben, in allen Lehrfächern «in« ziel-bewußte Auimerlsamkeit zu schenken sei, wobei eine Verschiebung oder Verkürzung der anderen Lehrgegenstände durchaus nicht beabsichtigt ist. Die einzelnen Punkt«, wi« dies gefördert werdrn könnte, wurden von Dr. Dunger entworfen, bei der Versammlung erläutert, schließlich von dieser als Resolution angenommen. Sie lautet: Was erwarten wir von der Schule im Sinne unserer Bestrebungen? 1. Die deutsche Jugend soll durch Lehr« und Vorbild angeleitet werden, entbehrliche Fremdwörter zu vermeiden. Sie soll es als ein Unrecht gegen die Muttersprache empfinden, fremdsprachlichen Ausdrücken den Vorzug vor deutschen Wörtern zu geben; sie soll durch Vermeidung der Fremdwörter dahin geführt werden, den Reichthum der Mutter-spräche zu erkennen und den eigenen Wortvor-rath zu erweitern; sie soll durch die Förderung, gut deutsch zu reden, genöthigt werde», gut deutsch zu denken. So wird die Bekämpfung der entbehrlichen Fremdwörter ein bedeutsames Förderuugsmittel geistiger Bildung und natio-naler Erziehung. 2. Die deutsche Sprache soll der Mittelpunkt de« gesammten Unterrichtes sein. In allen Lehrfächern sollen Lehrend« und Lernend« sich bemühen, gut deutsch zu sprechen und zu schreiben. Namentlich bei Uebersetzungen au« fremden Sprachen halte man streng auf echt-deutschen Ausdruck und suche die Eigenart des Deutschen durch den Gegensatz der fremden Sprache klar zu machen. 3. Besondere« Gewicht ist auf den mündlichen Gebrauch der deutschen Sprache zu legen. Schönes ausdruckvolles Lesen soll auch an fremden Sprachen geübt werden. Gelegen» heu zu freiem Gebrauche der Muttersprache, zu 5 in allen Fächern geboten. 4. Der Unterricht in der deutschen Sprachlehre soll den Schüler dazu anleiten, das Deutsch« nicht als «in« todt« Bücher-spräche, sondern als eine geschichtlich gewordene, stetig sich fortwickelnde, lebendig« Sprache an-zusehen. Darum soll der Unterricht mehr als bisher an die heimisch«» Mundarten anknüpfen und zur Erläuterung der jetzigen Sprache aus die älteren Sprachformen zurückgreifen. Die Sprache des Nibelungenliedes und Walther« von der Vogelweide soll keinem Schüler einer höheren Lehranstalt unbekannt bleiben. 5. In den Aufsatzübungen sehe man besonders auf Klarheit, Einfachheit, VolkSthümlichkeit, leere Redensarten find nicht zu dulden. 9. Der Unter-richt in der deutschen Sprache soll in den Schülern ein lebendiges, sicheres Sprachgefühl entwickeln, das Sprachgewissen schärfen und durch di« Erkenntnis, daß die Muttersprache eines der köstlichsten Güter unser«« Volkes ist. die Begeisttlung für deutsches Volksthum und Vat«r-land wecken und stärken. Ein merkwürdiger Vorfall wird der Deutschen Wacht berichte« und von ihrem Gewährs-mann verbürgt. Vor einigen Wochen brach auf emem nach Chin-i fahrenden Lloyd - Dampfer plötzlich ein« erschreckende Krankheit au«. Eine« Abend« faß nemlich der SchiffSarzt, Herr Dr. Langer, (ein Neffe des Herrn Dr. Wokaun in Cilli) mit einem Ehepaar plaudernd beim Speisen, und ein paar Stunden später wurde er durch die Nachricht erschreckt, die Frau liege im Sterben. Sie schien einer Seuche verfallen zu sein, denn die Haut war bereits verfärbt. Noch ein kleiner Verzug, und der ErstitungSlod wäre einge-treten. Beim Betasten des Körpers aber bemerkte der Arzt zwei seltfam« Knollen ant Gaumen. Gewaltsam öffnete er den Mund d«r Erstickenden, di« — nach Enifernung d«r Knollen — wieder zu athmen anfieng und sich erholte. Ja den beiden Knollen nun erkannte Dr. Langer zwei Blutegel, die wahrscheinlich mit nicht ge» reinigten» Wasser in die Mundhöhle gelangt waren. So lange die Dame aß und r«d«t«, konnten sich die Thiere nicht ansetzen. Erst als Sprach- und Kauwerkzeuge außer Thätigksit waren, begannen sie. zu saugen. Je größer sie wurden, best o mehr erschwerten sie da« Athmen und desto dro hettder wurde die ErstickungSgefahr. Herr Dr. Langer will nach feiner Rückkehr in der Gesellschaft der Aerzte über den Fall be-richten. Aus dem Herichtsfaate Bei der Execution Der 40 Jahr« alte Besitzer Martin T r a t n i k von Arndorf war Steuern rückständig, deshalb erschien am 30. Juni bei ihm der Steuerexecutor Mathias Koller, um ihm Viehstück« zu pfänden und gleich-zeitig zu transferieren, dem sich Tratnik dadurch widersetzte, daß er dem Executor wiederholt mit der Faust in die Brust stieß, so daß dieser zurücktaumelte und unverrichteter Dinge abziehen mußte. Trotz des Läugnen« von Seite des Be-schuldigten wurde derselbe der That überwiesen und vom Erkenntnissenate des k. k. Kreisgerichte« Cilli zu schwerem kechSwöchentlichen. mit einmal Fasten alle 14 Tage verschärften Kerker wegen des Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit dritten Falles verurtheilt. Verfetzt und verkauft. Der 30 Jahre alte Diurnist Emanuel Kuntz in Marburg ent« wendet« d«m Franz Putzl im Juli L I. aus unorrsperrtem Raum« «in« Uhrkette sammt An-häugsel im Werthe von 18 Gulden, um diese Gegenstände, wie er sagte, zu versetzen, wa« er auch wirklich gethan hat, allein, da er den Ver-fatzzettel nicht mehr besitzt, weil er denselben weiter veräußert hatte, so war es klar, daß er sich die gestohlenen Sachen zu feinem Vor-theile rechtswidrig aneignete, weshalb vom Er-kenntnisfenate wider ihn das Urtheil wegen des Verbrechens de« Diebstahles auf sechs Monate schweren, mit einmal Fasten monatlich ver-schärften Kerker lautete. Zwei diebische Zecher. Am 7. Juli l. I. zechten der 20 Jahre alte Faßbinder Franz R o f ch k« r aus Negau und der 26 Jahre alte 3 a ii tt i f tihh 'Trrtnfrtii ini 6 ..Deutsche Macht 1892 Gastbause der Eheleme Josef und Maria Putschko in Negauberg. Dieselben benützten die vorübergehende Abwesenheit der Eheleute vom WinShause, indem sie aus einem unverfperrten Kastm de« Nebenzimmer» den Geldbetrag von 6 Gulden 35 Kreuzer entwendeten. Die Beschul» Kiqten belasteten sich gegenseitig und verhängte sonach der Erkenntniss« nat über jeden wegen des Verbrechens des Diebstahles eine zweimonatlich« schwere, mit einmal Fasten alle 14 Tage ver» schärfte Kerkerstrase. Sunll, Schrifttum. Aüljne. Rudolf Alt'S achtzigster Geburtstag weckt die Wiener Künstlergenossenschaft au« dem süßen Nicht«-thun der Sommtrsrrirn und wird auf einen Abend (am 28. August) wieder fröhliche« Leben in« Künstler-hau« bringen. Ein Künstlerleben voll Erfahrungen und glänzende? Erfolge 'st e«. auf da« der be-rühmte Aquarellist ,urückblickt; ei» Künstlerleben, da« ihm Liebe und Freundschaft in reichem Maße gebracht und ti« in sein heitere« Greiscnalter auch bewahn hat. Rudolf Alt, der Sohn de« au« Frankfurt stammenden berühmten Landschaftsmaler« Jakob Alt. ist zwar vorzugsweise durch Aquarelle berühmt, aber e« gibt auch Oelgemälde von ihm, die keine«-weg« zu den schlechtesten gehören. So befinden sich ein Bild au« Venedig — die Strada nnova — und eine Ansicht von St. Stefan in Wien in dem kunsthistorischen Hofmusenm; andere Oelbilder von ihm sind: Die Beste Hohensalzburg, Der Wolf-gangsee. Die Ptazza Erbe in Vicen,» und Wien von der Terrasse der Karl«kirche. Eine Fundgrube für die Darstellungen Alt'« bildete Venedig, wohin er schon früh mit seinem Bater gekommen war; aber zu seinen liebsten Vorwürfen gehörte der Wiener Stesan«tburm. den er ungezähltemale, namentlich in Aquarell gemalt hat. Mit Wider-streben nur. aber frisch und rüstig wird der acht-»igjährige Alt ,u seinem Jubellagt nach Wien kommen und hier alle die Ehrungen entgegennehmen, die ihm seine Kunstgenossen in aufrichtiger Lieb« und Verehrung bereiten. Im Künstlerhause wird eine Alt-AuSstellung zur Feier de» ccht,igft»n Ge-burtStagS unsere« Künstler« veranstaltet. Dieselbe soll ein abschließende« Bild seiner künstlerischen Entwicklung gewähren. Die Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen blickt auf ein volle« Jahr ihrer stillen, zumeist vorbereitenden Wirksamkeit zurück. Ihr Entstehen verdankt ste dem Entschluß der geistigen Führer Deutschböhmen«, den vornehmsten Kräften de« Lande« einen Mittelpunkt zu bieten, von dem au« nicht blo« eine bildende, sondern auch eine repräsentative Kraft ausgehen soll. Da« letztere namentlich envieS stch al« nothwendig gegenüber den au« dem unseligen politischen Kampf herau«-schallenden Stimmen, welche die Ergebnisse der geistigen Arbeit der beiden. Böhmen bewohnenden BolkSstämme in dem Bestreben, hier ein Mehr, dort ein Weniger zu entdecken, gegeneinander au«-zurufen begannen. Die Tschechen bekamen ihre Academie, jedenfalls eine mächtige Stütze von mehr al« moralischem Werle, und alsbald sügten stch wissenschaftliche und künstlerisch« Bestrebungen in den Rahmtn d«r von hoher Huld getragenen Anstalt ein. Inzwischen blieben aber di« d«utsch«n Gelehrten und Künstler noch immer bloße Gäste in auswärtigen Stätten der Bildung und ohne gegenseitig« Fühlung daheim. Diesen infolge der obwaltenden B«rhält» nisse nachgerade unwürdigen Zustand in d«r ent-sprechenden Weise, nämlich durch Gründung einer deutschen Gesellschaft mit den Satzungen einer Aca» demie, beseitigt zu haben, ist da« große Berdienst jener Männer, die. wie Philipp K n o l l. der gegen-wärtige Vorsitzende der Gesellschaft, dort im deutschen Norden Oesterreich« den edlen Ton geistiger Freiheit angeben. Die Gesellschaft wurde durch ein hoch, sinnige« Permächtni« in den Stand gesetzt, ihre Grundlagen zu befestigen, einen zweckdienlichen Ausbau ihrer Einrichtung in Angriff zu nehmen und auch bereits ihre ersten Stipendien zu vergeben. Die« alle« geschah in einer Weise, die jeden Zweifel über die Ziele der Gesellschaft ausschloß. Aus Vorschlag der «inzelnkn Abtheilungen, zu deren Mit-gliedern Männer von bestem 3iufe zählen, erfolgte — und die« gehört zur Wirksamkeit nach außen hin — wissenschaftlichen Arbeit, der bildenden und der Tonkunst. Daß hiebet nicht engsinnig vorgegangen und auch nicht allzu peinlich der Wirkung«krei« ge» zogen worden war, beweist die Ziffer von 7000 Gulden, die dem Orientreisenden Eduard Glaser zur Ver-fügung gestellt wurden, serner ein Beitrag von 600 Gulden, den der in Wien lebende Maler Leo Diet zur Herausgabe eine« Album« seiner ägyptischen Studien erhielt. Mit entsprechenden Ehrensolden wurden einige deutschböhmisch« Tonkünstler und Bildhau:r bedacht und deren Studien gefördert. Und die jungen Maler brauchen eS wie die jungen Bildhauer und diese nicht minder al« die jungen Munker — wir meinen: so lange al» ste noch in ihren Namen den gewissen Klang gebracht haben, dem sich der Goldklang — wenn solche« nicht etwa ein Märchen au« alten Zeiten ist! — wilig zugesellt. Noch au«fländig sind die literarischen Ver-öffentlichungen der Gesellschaft, die inde« im Pro-gramm nicht die letzte Stelle einnehmen. Und sicher werden sie danhun, daß im Lande aus deutscher Seite viel gearbeitet wird, wa« bi« jetzt, weil an fernen und fernsten Orten zerstreut, eine ordent-liche Uebersicht nicht zuließ. Der österreichische Bücher-markt liegt — durch weisen Verschulden, ist schwer zu sagen — im Argen: die österreichischen Schrift-steller haben an der Grenze, über die sie noth-gedrungen hinausgehen müssen, eine unbequeme, durch Vorurtheile bewirkte Quarantäne durchzumachen ; lo manche« bleibt ungeschrieben, da« doch einen charakteristischen österreichischen Zug in die deutsche Literatur einführe» würde, und so manche» bleibt endlich ManuSrript: wer würde da von der liebevollen Pstege de» beimischen Schristthum« seiteu« einer geistig hochstehenden Gesellschaft nicht einen wohlthuenden Einfluß erwarten? Di« Gesellschaft hat da« Schwerste überstanden und tritt heute, nach etwa« mehr al« einjährigem Bestand«, nachdem dessen Berechtigung selbst im Prager Landtage von den ersten nationalen Gegnern anerkannt worden, in die Reih« jener Schöpfungen ein, zu denen ver-trauen«voll aufblickt, wer der wissenschaftlichen Forschung und der Kunstvflege in Oesterreich zu-gethan ist. (Lauser« Kunstchronik.) Unser hochgeschätzter Mitarbeiter, der Dichter Franz Keim hat zu der in der ersten Hälfte de« September stattfindenden Feier de« 700jährigen Bestände« von Wiener-Neustadt ein Schau-spiel geschrieben, welche« der dortige Turnverein und die Bewohner der genannten Stadt spielen wollen, während die Stadt selbst für eine prächtige Ausstattung Sorge tragen wird. Die Spielproben haben bereit« begonnen. Da« Stück heißt: Da« S te i nfe l d m ärche n. e«»»II>cht »i« «nan«aie» Blich» sind >» in t>n #udj-. fttiftfl- «nfc 'iKanToHfit - £rk»richter, sammt Familie, Schönstein; Wilhelm Hanschl, Kaufmann. Haida; Math. Jonke, Kupferschmied, sammt Sohn, St. Veit, Kärnten; Kart Rankl. Kaufmann, Wien; Josef Klingberg. Private, Marburg ; Aloi« Poljanec. Verwalter, Laibach; Eduard Langer. Reisender, Wien ; Josef Rabi«, Staatsbeamter, sammt Familie, Trieft; Franz Reimann, Kaufmann, sammt Frau, Graz; Josef Skrabe. Kaufmann, Wien; Josef Wesiak. Reisender, Marburg; FranziSka Rößler, Private, Prag; Ritter Amileare Lauza, Private, Sedlatschek, Lehrer, sammt Frau und Tochter, Marburg; Theodor Lip«. sammt Gemahlin, Private, Gra,; Dr. P. Turner, au« Wien; Arthur Wolf, Kaufmann, Wien; Franz Felix Rosen-berg, Buchhandlungsgehilfe. Wien; Michael Novak. f. k. Bezirttrichter, sammt Tochter. Kostan-jevica ; Louise Oucek, Advocatensgattin. sammt Sohn, Pettau; Giovana Liebman, KaufmannSgattin, mit Tochter, Tri«st; Hrinrich Bartik, Wiener Magistrat«-rath i. P., mit tSemahlin und zwei Verwandten, Wien; Wilh. Binder, Professor, sammt Familie, Wr.-Neustadt; Karl MaraSpi», Bankbeamter, sammt Frau und Kind. Trieft ; Josef Pirch, Lehrer, Gonobitz; Victor Fehriager. Fabriktbeantter. Reunkirchen N.-Oe. Mathia« Hötzl, Lehrer, Retschach; K»rl Egia, Cafe» tier, mit Tochter, Laibach; Bai. Koschel, f. f. Casia-beamter, sammt Frau, Laibach; Wilhelm Trudak, kaiserl. Rath im Handel«ministerinm. sammt Gemahlin, Wien; Franz Kenk, sammt Frau, Beamte, Laibach. Hotel „Elefant": Bruno Krotoscher, Kaufmann. Wien : Dr. Soloman Fejerpataky, Recht«-anwalt, sammt Frau und Kind, au« Budapest; Förster, Director sammt Gattin und drei Kinder, Budapest; Josrf Le«nan«kv, Kaufmann, Wr.»Neustadt; Franz Winkler, Realitätendesitzcr, mit Sohn und zwei Töchter, Wind.-Graz; Rosa Dobrowolnv Med.» DrS.-Witwe. mit zwei Töchter, Wien; Juliu» Edler von Maurer, k. u. k. Oberst i. P.. Wien; Karl von Majer«bach, mit Familie. Private, Gra,; S. Muth, Kaufmann. Eiofok ; Maria Kahn, Buchhalter«» gattin, mit Schwester, Gam« b. Marburg; ?lnhur Tomicich. Reisender, Udine; Johann Holasek, Kaufmann. Marburg: Virginia Soletti. Prioate, Trieft; Mori, v. Szöllösy, Gutsbesitzer und Martin Rotta, Privatier, sammt Gattin, Stuhlweißenburg. Hotel „Stadt Wien": Franz Winkler, NotariatScandidat, sammt Frau, Rohitsch; Karl Seehy, Oberinspector, Graz; Eduard Mullej, Ge-werke, Weitenstein; Leodegar Friedl, Staatsbeamter, sammt Frau, Agram; Alexander Gaßner, k. u. k. Major, i. P., Krapina; Rochu» SWrrcutt, Katechet, Laibach; Eli« Müller. JngenieurSgattin, Tropvau; Ignaz Biller, Kaufmann, Graz: Liberato Runco, Handel«mann, Pifino ; Math. Wrtscher, Bahnbeamter, Pisino; Job. Kosta«ki, Elerieer. Ehieago, Amerika; Eugen Ledlaczek, Priester. West-Preußen; Josef Gieburov«ki, Priester, Gnesen, Prov. Posen; Edmund Novak, DepositenamtS-Vorstand, Graz; Marku« Fraß, k. k. Gefangenaufseher, Marburg; Marie KomarzynSki, Bolk«schullehrerin, Wien; F. Tomandl, Hol,Händler, Gonobitz ; Karl Wartha, f. k. Militär - Verpfleg« - Beamter, mit Frau und zwei Kinder, Travnik, Bosnien: Franz (?««lauer, Privat, St. Marein ; E. I. Ertl, Baumeister, Graz; Emil Frank, Fabrikant, Laibach: Juliu» Koschel, Kauf» mann. Salzburg; Johanna Heß, Lehrerin, Gra,; Johann Mankoe, Kaufmann, Triest: Ignaz Brückner, Private, mit Gemahlin, Lemberg; Wilhelm Seltner, Jngenieur, Schlan, < Böhmen»: I. Hertl, Kaufmann, Dornbirn; Ferdinand Tassa, Kaufmann, Berlin; Jda Zay, Privatlehrerin. Triest; Michael Baum-gartner, Fabrikant, Höllenstein; M. r. Than, Hist.-Maler und Custo«, sammt Gemahlin, Budapest; Eduard Ehrlich, Hutmacher, Gra,; August Jellersitz, Privat Wien; Alexander Krauner. k. k. Professor, sammt Frau. Bielttz; Franz C'a«l, Kaplan, St. Marein b. Erlachstein. Hotel „zum golden«nLöwen": Dr. Heliodor Urag. Doctor der zesammten Heilkunde» Graz; Josef Dufiek, Oberwerkmeister der österr. Waffenfabrik, mit Frau und ,«ei Kindern, Stehr; Joh. Winterhalter, Reisender, Marburg; Anna Pobirk, Doctor«gattin, Mödling; Karl Reichl, Be-zirk«-Referent, Gurkfeld: Hanö Lorber, Kaufmann, Marburg; Adels Buche, Reisender, Wien; Irma Fector, Private, Fünfkirchen; Adolf Maurer, Uhr-macher, Schramberg; Fran, Straßer, Reisender, Graz; Dr. Ernst Straßer. Graz; Fanni Arko, Lehrerin, Triest; Helene Arko, Lehrerin, Retschach; Aloi« Riegler, Hausbesitzer. Graz. G a st h o f »S t e r n*: Louise Obresa. Privat«, Wien; Josef Schmid, Private, Lin,; Anton Sattler, Schneider, sammt Frau. Laibach; Johann Ko,ourek. RechnungSsührer der Südbahn, Gra,; Maria Majer, Gastwirtin, sammt Tochter, Marburg; Franz Petek, Kaufmann, Lausen; Adolf Knapp, f. u. k. Hauptmann. Gra,: Fran, Brosch, Oeconom, Gonobitz i Ludwig ?ominz. Kommt«. Gonodi»: m .Deutsche Macht' H « t t l »S t r a u ß" : Franz vernath, Fleisch-^uiei, Pettau; Martin Sttnik», Fleischer, Gurk-seid; Änton Druskovij, Fleischer, Gurkfeld; Jakob Nschtlwl«er, Telegraphenausseher, Er-,. Hotel .»ur gold. Krone': Juliu« 5ic»m»ger von Lerchenfeld, Jnspector der Südbabn, wirml Frau. Wien: Adolfine v. Wagner-Sauregg. Wien. In Privat« ohn ungen: Bertha Ter-,l»>. Oberlehrerin mit »wei Kindern, au« Gra». Sparcasi'agebäud« Nr. 15; Karl von Wondra. f. b. f. Oberst i. P.. Triest, Grabengasse Nr. 3. Porthl. v. Bornemißa, Ministerial-Sections-Rath. mit Frau Marie v. Ramisch, au« Budapest, Bahn-begaffe Rr. 1. Kourse der Wiener Uörle vom 2 t. August 1S92. 6ittemnie.......st. 95*90 R»tea«ntc.........96*15 Soldrente........«113.95 Märzrente.......100.50 Suilactien...........9.99 fcWiactien.......„ 314.— fürten, vista........119*70 2t) Krankenstücke........9*50 SHhtjducatfn .' . / . .' ? „ 5 09 100 Reichsmark ....... . 58*60 Triest; Eisenbaönverkehr. Ädfahrl der Züge von Cilli in det Uichtung nach : Wien: 1*33 nacht«! S.-Z.): 1*51 nachm. (Sch.-Z.); 5*24 nchm. sP.-Z.)3.10nacht«: (P-Z); 0*25früh(Sec.,Z.): 8*49 vorm. sG.-Z.): 4*22 nacht« (S.-Z.): 3.24 nachm. (S.-Z.); 1*51 nacht« ,A, gestreift. Iarr,rt, bedruck: »c.> — 9t tf- voben* torto- u*b zoDrei in « Hau« dir Sciden-Kodri? G. He»»eberg «ttfc Ä. Hoßitf.). ASrtch. Woftrr umgehend, «riefe Tosten 10 fr *ip*rto • per 450 »oben- und 8 Hohe Provision bei Verwendbarkeit auch fixe« Gehalt zahlen wir Agenten für den Verkauf von gesetxiich gestatteten Losen auf Raten. Offerte an die HaupUtKdtlscbe Wechselstuben-Gesellschaft Adler & Comp., Budapest. 579-12 s k t bei Wetten. Spielen und Testamenten, des Cillier Stadt-' VarathitnerungH-Vereines. Di# ^xpedi t Ion und Inseraten Aufnahme für die „Grazer Tagespost" befindet »ich bei I-ha»» Aak»sch Bach- n. Papierhandlung Hauptplata am (■rosse 5© Kr<;u%er-LoUerie. Zleh'a.xig' schon 15. October. I Ha,m.p>ttxef!fer 75.000 G- ti 1 d c i». Lose ä 50 kr. empfiehlt: „Mercur'4, Wechselstubcn-Actien-Gesellscbast 108-15 Wien, I, Wollzeile 10. Für Fach- ml MUMMm Xetol-, Rodinal-, Eikognogen-, llydroehinon-, Hmi- uu:<>:< Das Geheimnis ilii nuutunreimgkeitcn und Haiit-aUK-j »41iige,_wic; Mitesser. 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Zn Gemäßlmt der Bestimmungen der §§ 27, 29 und 30 der Ge-werbegesetz-Novelle wird die commissionelle Verhandlung dieser in Aussicht genommenen BetriebSanlage auf Mittwoch den 7. September 1892. nachmittags 3 5lhr anberaumt und werden sämmtliche Interessenten aufgefordert, ihre allfälligen Einwendungen, wenn nicht früher schriftlich beim gefertigten Stadtamie, bei der Commisiionsverhandlung anzubringen, widrigens der Ausführung der Anlage stattgegeben werden wird, sofern sich nicht von Amtswegen Bedenken dagegen ergeben. Stadtamt EilN. am 19. August 1892. Der kaiserl. Räch und Bürgermeister: 697 Dr. Neckermana. Je«»* Person, welche Di< nsUg den 23. August im Damenbad beim Hausbaum aus der Cabine Nr. IC zwei dort vergessene Ringe mitgenommen und bis jetzt nicht abgeliefert bat wird hiermit aufgelordert, diene Ringe an der C'asse des Bades abzugeben. widrigerfatls hr Name veröffentlicht und die Strafanzeige erstattet wird. 711 Ein Citterbetl ist wegen Abreise billig zu verkaufen. 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