Nl. 23. Mittwoch, 29. Iiinner 1896. Jahrgang 115. Mibacher »«»M^n ?^^> 2Mt Postdrrsenbuna: «lltizMrl« ft, 15. halbjährig st, ? öa. Im «wlftra!io» beslnbet sich Vongreftplich Nr.», vie «ebactio« Vahiibofgosl« Nr. Ib. Sprechstunden der Nedactton von » bl» il Nhl vormittag« Ulilranliert« Urlef? wewen nicht angenommen, Manuscript« nicht zurückgestellt. Mit !. Februar b«> ^°"^"^^' nehmm die allgemein gewerb' UNtvich.j„ ble fachlichen Fortbildungsschulen eine nicht Es is. !^ung ein. ^Iche s«. «. ^ bekanntlich eine Kategorie von Schulen, M In ^v'^"^3 zw"nzia, dreißig Jahren zumeist Linien ?! b"" Handels- oder Gewerbevereinen, Nisen wlllk ""^" und Gerossenschaft^n ins Leben ge-^^tthess!. ?' ^ "" andere größere Schulen (Staats-"^per'? l ^ Fachschulen, Mittelschulen), auf deren sind, anschließen und die bessere Heranbildung des gewerblichen Hilfspersonals, zum Zwecke haben. Zufolge der von der statistischen Centralcommission im Jahre 1895 herausgegebenen Statistik der öster« reichischen Unterrichtsanstalten für das Jahr 1891/92 haben damals in diesem Staatsgebiete bereits 576 gewerbliche Fortbildungsanstalten bestanden, und zwar: in Niederösterreich .... 155 » Oberösterreich.....10 » Salzburg......4 » Steiermart......16 . Kärnten.......7 . Krain.......18 im Küstenlande.....8 in Tirol und Vorarlberg . . 21 » Böhmen.......233 . Mähren.......62 » Schlesien......14 » Galizikn.......28 > der Bukowina.....4 » Dalmaticn......1 Die Kosten der Fortbildungsschulen werden von den localen Factoren, eventuell mit Staatsbeitrag, bestritten. Die staatliche Suboentionierung ist an die Einhaltung der Bestimmungen der betreffenden Normal-Erlässe (vom 24. Februar 1883, Z. 3674, und vom 5. April 1883, Z. 6495) geknüpft. Insbesondere wird eine siebenmonatliche Dauer des Fortbildungs - Unterrichtes und eine wöchentliche Zahl von sechs Stunden gefordert, weil erfahrungsmähig bei geringerem Zeit-aufwande ersprießliche Resultate nicht erzielt werden können. Im Staatsvoranschlage für 1896 ist behufs Unterstützung von Fortbildungsschulen ein Betrag von 230.950 fl.'eingestellt. Vermag auch die Fortbildungsschule die specielle Fachbildung nicht zu ersetzen, deren heutzutage leiner entbehren kann, der auf einem bestimmten Gebiete gewerblicher Technik Hervorragendes leisten will, so ist es doch unbestreitbar, dass sie für die große Masse des gewerblichen Nachwuchses, welcher die Möglichkeit fehlt, sich in einer Tagesschule für ein Gewerbe grundlich auszubilden, von großem Werte ist und das Bildungsniveau des Frequentanten auf eine höhere Stufe erhebt, als diejenige ist, auf welcher das Gros der heutigen gewerblichen Bevölkerung steht. Damit die Fortbildungsschule solche Erfolge erziele, ist indes nothwendig, dass sie von dem Lehrlinge wirklich «frequentiert», d. h. fleißig besucht werde, in welcher Richtung es bei dem bisherigen Stande der Gesetzgebung wesentlich auf die Intelligenz der Lehrherren und die entsprechende Nachhilfe von Seite der Genossenschaften ankam. Bezüglich diefer Ingereuz begegnete man jedoch häufig der Klage über die geringe Aufmerksamkeit, welche seitens der Meister und oft auch der Genossenschaften der Anhaltung der Lehrlinge zum Besuche der Fortbildungsschule zugewendet wird. Bei den älteren Gewerbetreibenden, von welchen viele selbst sehr wenig gelernt haben, ist die Auffassung keine seltene, dass der Fortbildungsunterricht ein unnützer Ballast und die gewerbliche Fortbildungsschule eine Einrichtung sei, welche den Meister beengt und die praktische Aus« bildung der Lehrlinge beeinträchtigt. Lehrherren, welche dieser Anschauung huldigen, thun selbstverständlich nichts, um die Lehrlinge zu regelmäßigem Schulbesuche anzuhalten, und was der einzelne Meister versäumt, wird auch von den Genossenschaften, die mitunter gleichfalls geringes Interesse an dieser Institution bethätigen, in der Regel nicht nachgeholt. Nach dem Berichte der Gewerbcschul'Commisston in Wien für das Jahr 1893/94 waren von den ein« geschriebenen Schülern durchschnittlich nur 64 2 p3t. anwesend, worin bereits eine nicht unerhebliche Ver« besserung gegenüber dem Vorjahre 1892/93, in welchem dieses Verhältnis« 63 3 pCt., und 1891/92. in welchem dasselbe mu 59 2 pllt. betragen hatte, conftatiert wurde. Außerhalb Wiens ist das Verhältnis vielfach noch ungünstiger. Die geschilderten Zustände haben in den intelligenten Schichten der industriellen und gewerblichen Bevölkerung längst den Wunsch hervorgerufen, das« durch gesetzliche Maßnahmen auf einen geregelten Besuch der gewerblichen Fortbildungsschulen seitens der ge° Hilfsarbeiter eingewirkt werden möge. In der geltenden Gewerbe-Ordnung (§§ 75 » und 100) war wohl bereits eine gesetzliche Verpflichtung der Gewerbs-Inhaber zum Ausdrucke gelangt, den Hilfsarbeitern bis zum vollendeten 18. Lebensjahre die zum Besuch? der bestehenden gewerblichen Abend« und Feuilleton. Unser Canarienvogel. ^ V°n Eduard Rüdiger. , ^lz w?in!n^ .5°be schon als Knabe von sieben Jahren - ^ "n nack"^" und eigenen Pflegling besessen, den l ^ ""erunn l?'"knl anderen Orte versetzter Lehrer zur ul^asills? .Unterlassen, ich habe sieben Jahre als ?be die Nn'", "L" Harzstadt gelebt und kenne und ^ tI^so?^., .'^^^^ 'st ganz und gar auf ^ Mlichtet s/'"s Ätzers angewiesen, dieser daher >ft °n 3.. sem Wohlbefinden zu sorgen. Wer sich l "en wist Ä^eit und Dllnkliarke.t eines Vogels ö^lich mit FW ihn selbst, gehe stets gleichmäßig H> so , " Hm um, spreche oft mit ihm und ge- l d> >ng' bestA"?"?' M"n fetze für Fütterung und ^ "l^. ^llmmte Zeitpunkte fest, halte sie aber auch ^ linf^sunaen ^ ""^ ^ ^kU! einmal die verschiedenen >' Nt?" Aeblin«"' selche, natürlich in guter Absicht, ^Miche N^" geboten werden. Mehr Marter, als ß ges.tt "anchew jungen sind es. Der Thurmkäfig mag i 'tU"' a?« ir^l eleganteren Form wegen besser ^ be«" aelben N eine andere Käsigform, für den i <."" bleih' "^bllng wird er aber stets höchst un-i ftnd Z^ß '"' wlll ihm darin nicht vergönnt ist. sich iw»i.'n so n» ""gen- Zwei oder drei Sitzstangen F dVUit 5' angebracht, dass es schon einer besonderen kvN^le zu U°ssen bedarf, von einer S'ange auf dchi^d'tftus ""Me"' über diesen schwebt dann noch ^ M ^!"Wing, der zu turnerischen Uebungen ""o vo» Vogel zum Schlafen benützt würde, wenn ihm nicht ein Ausruhen darin unmöglich wäre. Unter den durch diese Käfige verursachten Krank-heiten sind, neben der Drehkrankheit, Fußleiden die häufigsten, weil infolge der übereinander liegenden Stangen die unteren von den Vögeln sehr leicht beschmutzt werden. Nussägekäfige sind deshalb entschieden zu verwerfen, weil sie dem Insassen nicht allein das Licht unnölhig schmälern, sondern uns auch dessen Anblick nur theilweise gestatten, auch allenfallsigen Milben in den vielen, einer Reinigung durch Menschenhand fast unzugänglichen Ecken und Verzierungen willkommene Verstecke bieten. Gut verzinnte, ganz aus Draht und Blech gefertigte Käfige sind die empfehlenswertesten; zu groß können sie niemals sein und lassen sich leicht und gründlich reinigen, nur muss man sich vor Besetzung vergewissern, dass die verwendeten Farben völlig trocken und giftfrei, dass sie weder riechen, noch der Vogel etwas davon abnagen kann. Ihm ist mit einem ganz einfachen und unansehnlichen, aber seiner Behaglichkeit entsprechenden Häuschen weit mehr gedient, als mit einem stolzen Schlösschen, wenn es erfahrungsmäßig wenigstens 25 Centimeter lang, 25» Centimeter hoch und 20 Centimeter breit ist. Die Einrichtung eines Käfigs hat so zu sem, dass Futter, Sand, Wasser und Badenapf ohne besondere Störung zu wechseln, auch eine gründliche Reinigung leicht vorzunehmen möglich wkd. Ueberaus wichtig für das Wohlbefinden ist richtiges Aufhängen oder Aufstellen der Käfige. Wie wenig wird auf den zarten Vogclkörper Rücksicht genommen, vielmehr demselben zua/muthet, Zugluft, Regen, Sonnenschein und Temperaturveränderungen auszuhalten, denen sich selbst d?r um so viel kräftiger veranlagte Mensch nichi preisgeben dürfte, ohne zum mindesten einen heftigen Schnupfen davon zu tragen. Der aufmerksame Beobachter wird im Sommer täglich Gelegenheit haben, zu fehen, wie die armen Vöglein vom frühen Morgen bis zum späten Abend vor dem Fenster hängen müssen. Ihre besorgten Verpfleger meinen, ihnen einen Dienst damit zu erweisen, kümmern sich aber nicht darum, wenn im Laufe des Tages der Wind und das Wetter sich ändert, wenn ein scharfer Ostwind nicht allein dem Thierchen das zarte Gefieder zerzaust, fondern auch die Luft mit unzähligen Staub-theilchen füllt, die dann ihren Weg in die zarte Lunge der gelben Sänger finden. Sie beachten auch nicht die am Himmel heran-ziehenden trüben Wolken, welche alle frei lebenden Vögel zur schleunigsten Aufsuchung eines fchutzenden Obdaches veranlassen, sie lassen vielmehr lhren Vogel ruhig im ärgsten Regen hängen, und sind vielleicht noch der Anficht, dass demselben das unfreiwillige Bad sehr zuträglich sei. Ebenso wenig erwägen sie, dass es für den Käfig, insasscn eine Qual sein mufs, täglich und tagelang den Strahlen einer grellen Hundstagssonne ausgesetzt zu sein, vergessen wohl auch am Ende des schönen Herbsttages das Hereinhängm, und wundern sich dann am anderen Tage, dass der arme Gefangene seine Stimme verloren hat. Wieder andere hängen wohl ihren Käfig unter schützendes Obdach oben in den Fensternischen auf, doch ist dort der Vogel bei geöffneter Thür und offenem Fenster den ganzm Tag directem Zuge ausgesetzt, auch ist es schon vielfach geschehen, dass Käfig sammt Vogel vom Winde auf die Straße geschleudert wurden oder dass dort der Vogel im Genauer das Opfer einer beutegierigen ssahe geworden ist. Laibacher Zeitung Nr. 23. 174 29.'Iänner 1896. Vonntagsschulen (Vorbereitungs-, Fortbildung«-, Lehrlings- oder Fachcurse) erforderliche Zeit einzuräumen, fich die gewerbliche Ausbildung der Lehrlinge angelegen sein zu lassen, sie zum Besuche dieser Schulen anzu« halten und diesen Schulbesuch zu überwachen. Für den Fall der Vernachlässigung dieser Pflichten seitens der Lehrherren bestand jedoch bis nun nur die Berechtigung der betreffenden Schulorgane (Gewerbe' schul-Commissionen), mit angemessenen Strafen gegen die betreffenden Lehrherrn vorzugehen und eventuell wegen nachdrücklicherer Bestrafung (im Sinne des § 133 a. der Gewerbe-Ordnung) Anträge an die Gewerbe-Behörde zu stellen. Viele Lehrherren entrichteten nun lieber, wenn wirklich einmal eine Bestrafung verfügt wurde, die zumeist nicht sehr empfindliche Geldstrafe und verwendeten die Lehrlinge nach wie vor in den für den Fortbildungs - Unterricht festgesetzt«: Stunden zu gewerblichen oder wohl auch häuslichen Arbeiten, statt den gesetzlichen Anordnungen nachzukommen. In einem solchen Vorgehen der Gewerbetreibenden liegt nun aber einerseits eine Verhöhnung des Gesetzes, anderseits eine Schädigung des gewerblichen Nachwuchses, dem auf diese Weise die Gelegenheit zur besseren Ausbildung benommen wird, und endlich auch eine Art illoyaler Concurrenz gegenüber jenen Geschäftsleuten, welche den gesetzlichen Anordnungen nachkommen. Um in dieser Beziehung Wandel zu schaffen, sind in dem Gesetzentwurfe betreffend die Abänderung und Ergänzung der Gewerbe-Ordnung, welcher in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 19. December 1895 zur verfassungsmäßigen Behandlung eingebracht worden ist, die Bestimmungen betreffend die Gestrafung der gesetzwidrig handelnden Lehrherren in der Richtung verschärft worden, dass solchen Gewerbetreibenden, welche ihre Lehrlinge trotz wiederholter Aufforderung und Strafe nicht zum Besuche der bestehenden allgemeinen gewerblichen und sachlichen Fortbildungsschulen anhalten, von den Gewerbe-Behörden (nach Anhörung der Genossenschaft) «das Recht, Lehrlinge zu halten», und zwar das erstemal auf bestimmte Zeit, im Wiederholungsfalle auch dauernd, entzogen werden kann (§ 137); eine Strafandrohung, welche für viele Fälle sehr wirksam sein dürfte.____________________________________ Politische Uebersicht. Laibach, 28. Jänner. Dem Reichsrathe wird bei seinem Wieder« zusammentritte eine Regierungsvorlage zugehen, in welcher das Budget pro 1896 mit Rücksicht auf die inzwischen eingetretene Ausscheidung derEisenbahnagenden aus dem Handelsministerium und die Bildung eines eigenen Eisenbahnministeriums entsprechend rectisiciert wird. Eine Mehiforderung wird sich aus dieser Theilung nicht ergeben, da die neue Organisation völlig im Rahmen des aufgestellten Budgets durchgeführt werdm soll. Auch für das Gehalt des Ministers ist vorgesorgt, da im Erfordernisse für den Ministerrath zwei Minister ohne Portefeuille erscheinen, während thatsächlich bloß einer ernannt wurde, so dass das zweite Mmistergehalt für den Eisenbahnminister verfügbar ist. Es wird sich demnach auch hur nur um eine for-melle Aenderung handeln. Iu der letzten, Freitag abgehaltenen Sitzung der österreichisch-ungarischen Zoll» undHan- delsconferenz, der auch unser diplomatischer Vertreter in Sofia, Freiherr von Call, beiwohnte, wurden die neuen Vorschläge der bulgarischen Handelsvertrags-Delegierten mitgetheilt. Die Conferenz schloss ihre Berathungen Samstag ab.. Die Verhandlungen der Landtage werden nun«» mehr wohl ein rascheres Tempo einschlagen. Wenn der ursprünglich für die Wiedeleinberufuug des Reichsrathes in Aussicht genommene Termin festgehalten wird, dann steht den Landtagen bestenfalls noch ein Zeitraum von drei Wochen zur Verfügung, welcher bei guter Ausnützung allerdings zur Erledigung des Arbeitsmaterials ausreichen dürfte. Am wenigsten in ihrer Thätigkeit sind bisher vorgefchritten der dalmatinifche Landtag, der freilich erst vor wenigen Tagen zusammengetreten ist, und der böhmische Landtag, welcher sich bis zur Stunde hauptsächlich mit dem Wahlcurienantrage, dem Schönborn'schen Schulantrage und dem Adressantrage beschäftigt hat. In der gestrigen Sitzung des Kärntner Landtages begründete Fürstbischof Dr. Kahn ausführlich seinen behufs Hebung des Bauernstandes eingebrachten Antrag, welcher einem zu wählenden Agrar-ausschusse zur Berathung zugewiesen wird. Für die zu erbauende Gurkthalbahn wurde seitens des Landes der Betrag von 100.000 fl. zur Uebernahme von Stammactien bewilligt und bezüglich der Localbahn Kühnsdorf-Eisentappel der Landesausschuss mit weiteren Erhebungen und Verhandlungen betraut. Der Obmann des Clubs der deutschen Abgeordneten des böhmischenLandtages Dr.Schlesinger theilte' der Adresscommission mit, dass die Deutschen darauf verzichten, in das Subcomite' der Adresscommission Mitglieder zu entsenden, weil sie. nachdem sie an den meritorischen Berathungen in der Adresscommission nicht theilnahmen, sich auch an den Berathungen des Subcomits's nicht betheiligen werden. Das ungarischeAbgeordnetenhaus setzte gestern die Budgetdebatte beim Capitel «Obergespäne» fort. Abg. Otto Hermann beantragte eine Revision des Incompatibilitatsgesetzes, wonach Vramte und Abgeordnete an vom Staate begünstigten Unternehmungen nicht theilnehmen können und jene, die gegenwärtig an! solchen Unternehmungen betheiligt sind, binnen zwei Monaten ihr Amt oder Mandat niederlegen oder aber von dem Unternehmen zurücktreten sollen. Abg. Sreter und Abg. Vartha schlössen sich dem Antrage des Grafen Csaky an. Abg. Bartha beantragte, dass ein 15gliedriger Ausschuss alle Incompatibilitütsfälle prüfen solle. Abg. Max Szalay unterstützt den Antrag des Abg. Bartha. Abg. Graf Albert Apponyi lehnt den Budgettitel ab und spricht sich auch gegen die Pensionierung der Minister aus, welche nur dann Pensionen erhalten sollen, wenn sie erklären, dass ihre materiellen Verhältnisse dies verlangen. Redner stimmt dem Antrage Csaky zu und erklärt, die eingeleitete Reinigungs-action müsse eine ernste und vollständige sein. Abg. Pazmandy beantragt die Ergänzung der Resolution Csaky dahin, dass die Incompatibilität auch bezüglich der Mitglieder des Magnatenhauses ausgesprochen werde. Heute wird die Debatte fortgesetzt. Infolge der vom norwegischen Storthing seit 1890 an die Bewilligung des Budgets für Diplomatie und Consulate geknüpften Bedingung konnten die Posten der Diplomaten und Consuln für Schweden und Norwegen immer nur ^vorläufig» beseht werden. Diesem Zustande ist jetzt auf Betreiben des schwedischen Ministers des Aeußern. Grafen Douglas, ein Ende gemacht worden, indem sich die Regierungen Schwedens und Normegens geeinigt haben, dass sämmtliche Diplo' maten und Consuln künjtig mit der Verpflichtung an< gestellt werden sollen, sich den Bestimmungen, die H'N' sichtlich ihrer künftigen Stelluug getroffen werden können, zu unterwerfen. Der spanische Ministerrath wird M mit der Einführung einer Einfuhrsteuer auf Cuba beschäftigen. Einige Minister wünschen, dass die Steuer sich sowohl auf ausländische als auf nationale Pro' ducte erstrecken solle. Nachrichten aus Sofia bestätigen, dass Minister' ! Präsident Stojlow Freitag abends im Club der M< tionalpartei erklärt habe, er könne versichern, dass die Ceremonie des Uebertrittes des Prinzen Boris M orthodoxen Glauben sicher noch im Laufe dieser Sobranje-Session, welche mit 30. d. M. (a. St.) zu Ende geht, stattfinden werde. Der Ministerpräsident richtete an die Präfecten ein Rundschreiben, in welches er denselben mittheilte, dass demnächst die Ceremonie des Uebertrittes des Prinzen Boris stattfinden werde, und dass sie davon die Bevölkerung in Kenntnis setze" sollen, damit sich dieselbe zur eventuellen Theilnahme an der Ceremonie bereithalte. In den Kreisen del Sobranje - Majorität wird die officielle Theilnahme Russlands an der Ceremonie für sicher gehalten. Ml bulgarische Exarch Josef, der auf der Reise Hieher be griffen ist, ist in Ndrianopel eingetroffen, wo er w»t ^ großen Ehren empfangen wurde. ü In der rumänischen Kammer verlas del Ministerpräsident ein königliches Decret, durch welches die Demission des Ministers des Innern Fleva ange.' nommen und der Ministerpräsident interimistisch!N>t der Führung dieses Ministeriums betraut wird. I" politischen Kreisen wird durch die Demijsion des M' nisters Fleva die endgiltige Homogenität der gegei' wärtigen Regierung als hergestellt bezeichnet. Die Agenzia Stefani meldet aus Ad a g a h aina' vom 27. d. M.: Ueber den Marsch der Colonne G^ lianos sind widersprechende Gerüchte im Umlauf. Einige Kundschafter berichten, dass die Askaris seines W' taillons entwaffnet worden seien. Andere versichern i" bewaffnet gesehen und keine Anzeichen eines 6oü' flictes bemerkt zu haben. Bis jetzt ist Galliano h'^ nicht eingetroffen. In der englischen Presse verbreitete Meldunge" aus Madagaskar vom 23. d. M. berichten v"" einem Aufstande der Eingebornen gegen die Howal Ein norwegischer Händler und mehrere Howas-Officiel/ wärm getöotet worden. Der Aufstand gewinnt tä'glw an Ausdehnung. Tagesneuigteiten. — (Die Reise Sr. l. und l. Hoheit d^ Herrn Erzherzogs Karl Ludwig san'", Familie.) Ihre l. und l. Hoheiten Erzherzog K"^ Ludwig und Erzherzogin M ari a Theresia, lv^ « mit Familie an Bord des Lloyddampsers «Habsbuls'ß gestern früh nach schöner Ueberfahrt wohlbehalten ' Mxandrien eintrafen, haben ein Telegramm a« ^ Lloydpräsidenten und an den Vcrwaltungsrath des 2lo^ Gin verhängnisvoller Zrrth«tN. Roman von Max von Weißenthurn. IU. Fortsetzung. Der junge Edelmann fuhr eben mit seinem Phaeton vor und zugleich trat Alice in das Gemach. Sie trug eine sehr kleidsame, lichtblaue Robe, die ihr vortrefflich zu Gesicht stand; ihr auf dem Fuße folgte Baron Edgar Thorton, ein schöner junger Mann von bedeutendem Vermögen, welcher zu Alice's eifrigsten Verehrern gehörte, seit sie die Gesellschaft besuchte. Nach dem Lächeln und Erröthen der jungen Dame zu urtheilen, war er nicht der am wenigsten Begünstigte. Baron Edgars Viererzug gehörte zu den elegantesten der Metropole, und mit lebhafter Befriedigung nahm Alice ihren Platz an der Seite des jungen Edelmannes ein, der seine Aufmerksamkeit zu gleichen Theilen seinen vier feurigen Rofsen und der Dame seines Herzens zuwandte. Nur zu schnell erreichten sie das erste Hotel Rich-monds und Baron Edgar hielt an. .Ich hoffe, wir sind die ersten,» sagte er. «Ich sehe es nicht gerne, wenn meine Gäste vor mir an« kommen!» «Ist dies einer ihrer Gäste?» fragte Alice, auf die hohe Gestalt eines Mannes weisend, welcher, an-» scheinend in Gedanken vertieft, in der Vorhalle auf° und abschritt und das Vorfahren des Wagens gar nicht bemerkt zu haben schien. «Ja, wahrhaftig, das ist er, mein bester Freund!» rief Sir Edgar mit Lebhaftigkeit. «Ich hoffe, er wird Ihnen zusagen! Hallo. Leonhard.» rief er mit seiner sympathischen Stimme, «ich freue mich fehr, dich zu fehen! Ich fürchtete schon, du werdest nicht kommen!» «Trotzdem ich es versprochen hatte!» entgegmte der andere mit tiefer, melodifcher Stimme, dem Freunde entgegeneilend und ihm mit Wärme die darge^ botene Rechte schüttelnd, während Ella im Hintergrund mit scharfem Blick den ihr noch Fremden prüfte. Er war bedeutend grüßer als Edgar, breitschulterig, mit bleichem Antlitz, dichtem Bart und ernstblickenden grauen Augen. «Nicht schön, aber sympathisch und distinguiert aussehend!» dachte Ella, während sie beobachtete, wie der Fremde Alice vorgestellt wurde und wie ihr Oheim offenbar gut mit ihm bekannt sein musste, denn sie schüttelten sich warm die Hände. Inzwischen aber musste Ella, welche die letzte im Phaeton geblieben war, endlich doch auch von ihrer erhöhten Stellung heruntersteigen; es bereitete ihr dies keinerlei Bangen, denn sie hatte es schon oftmals gethan. Heute aber, gerade als sie ihren kleinen Fuß auf eines der zierlichen Trittbrettchen stellte, thaten die Pferde einen jähen Satz, das Mädchen glitt aus, und wäre nicht Edgars Gast ihr zuHilfe gefprungen, so hätte sie einen ernstlichen Unfall erleiden können; so aber kam sie mit dem heftigen Schreck davon, und als die ihrigen sich angstvoll um sie drängten, nachdem der starke Mann sie m seinen Armen aufgefangen hatte, bot sie alles auf, denselben mit heiterem Lächeln zu versichern, dass ihr gar nichts zugestoßen sei; der Schrecken war aber doch zuviel gewesen für ihre Kräfte; das schöne Haupt fiel Plötzlich besinnungslos auf die Schulter ihrcs Retters und die großen herrlichen Augen schlössen sich. Wie aus weiter Ferne klang eine Stimme an " Ohr, fühlte sie halb traumbefangen. dafs starke Ac^ sie emporhoben und in das Hotel trugen, dass d'f selben kraftvollen Hände sie dann auf den DwaN ' bequemer Lage niederlegten und ihre Schläfe mit e»" wohlriechenden Essenz netzten. ^ Als sie endlich die Augen wieder ausschlug, ^ sah sie Alice liebevoll über sich geneigt, während ^ Fremde mit ernster Miene ihren Puls fühlte. . .. «Ihnen ist wohler?» sprach er und ein undest^ bares Etwas in seiner Stimme sprach beruhigend "" » sympathisch zugleich zu ihrem Herzen. ^ .^! «Ja, vlel wohler!» sprach sie leise. «Wie thow k von mir! Habe ich dich erschreckt, Alice?» ^ «Ein wenig! Ich entsinne mich nicht, dass ^ jemals ohnmächtig geworden bist, Ella! Ich fürH schon, du seiest doch irgendwie verletzt! Welches ^ dass ein Arzt so nahe bei der Hand war!» , ,. «Ich weiß nicht, wie mir dies geschehen konN"' bemühte Ella sich zu lächeln. ,^ «Sie fühlen hoffentlich keine Schmerzen?» f"H der Arzt, denn als solcher schien Baron Edgars V" Freund sich entpuppen zu wollen. «H «O, nein,» entgegnete Ella, während Alice ^ entfernte, um den Oheim über das Befinden ^ Schwester zu beruhigen. «Ich schäme mich lel'9 meiner Schwäche!» ^ «Dazu ist keine Ursache vorhanden!» lautes ruhige Erwiderung. «Sie hätten eine ernstliche ^ letzmlg davontragen können! Es war nur das ^ natürlichste, dass der Schreck Ihnen das BenM raubte!» (Fortsetzung folgt.) ^aibacher Zeitung Nr. 23. 175 29. Iaumr 1896. ?urb " welchem dieselben in besonders warm?« Worten lickl z/ ^" ^"^ getroffenen Unordnungen zur Nnnehm-'""" °er Reisenden ihre gusriedenhelt und den Dank s"'p"lben. Nach Veendigun« der bi« «ssuan zum Be« Ml 5 H"" Erzherzogs Franz Ferdinand geplanten ""'Ml gedenken die Hoheiten noch Palästina, «then und ""!« zu besuchen. un» 7" (Alademie.) In Prag wurde am 26. d.M. Lsl^" Protectorate Sr. Eminenz de» Cardinal« Fürst-«lMschys, Grafen Schönborn zugunsten des Central-d «/"^ ^" Erhaltung und Errichtung von Krl>g?r-eln. », " ""^ Oss'rien aus den Schlachtfeldern Böhmens n°b ^"" abgehalten, die einen glänzenden Verlaus rien «"^ """ ebenso großen künstlerischen wie mate-«uen Erfolg hatte. Pie Akademie, zu welcher der Pro< Eck /* Eentralvereines Se. Durchlaucht Prinz zu l^°""burg, Lippe g^s Nachod eingetroffen war, ver-'«mmelte die Spitzen der Militär« und Eivilbehörden, a ° ^"bel. die kirchlichen Würdenträger, zahlreiche Ab« °"l>nele aller Parteien, die Oficiere der hiesigen Gar-tz^" und ein überaus zahlreiches Publicum. Als am ll^l des in eine Verherrlichung der unvergänglichen y°d n llusllingenden deutschen Prologes die Militär-bllcn ^ Nollshymne intonierte, erhob fich da« Pu-stch ?« ""d brach in begeisterte Hoch Rufe aus, wodurch 5e w Nlademie zu einer spontanen Huldigung für Gal. ^ ^" 6"^" und das Allerhöchste Kaiserhaus sail ^^kburtsfest des deutschen Kaisers.) tu»" Wilhelm empfieng am 26. d. M. abends den ein»?«" Botschafter Grafen von der Osten«Sacken, der y^Uckwunschschceiben sowie ein Geburtstagsgeschenk des Nell ". "°n Russland überreichte. Letzteres, ein Oelbild, «ai e «," ^'"" Hasen bei der Eröffnungsfeier des y^ "'"illhelm-Canals in dem Augenblicke dar. wo die 'Va? n «hohenzollern. das russische Admiralschiss T,° '"«lexander «.. passiert. Am 27. d. M. früh sand Kurd, a» ^" Garnison in Berlin statt. Vormittag« «h.^s. tulations-Eour ^ weißen Saale des Schlosses lnitlaa« «' ^" "folgte die Parole. Ausgabe. Nach' Hlückw, ^ ^" Familiendiner statt. Einer der ersten fesle« !^' "^^° bem Kaiser anlässlich seines Geburt«« Fti^ ^Nlkngen. war derjenige des Fürsten Vlsmarck aus Elften ^"^" Wilhelm verlieh dem Reichskanzler °ldtn« ^ Hohenlohe das Grohcomthurlrcuz des Häuser« ^°"H°henzollern, dem Pros-fsor Behring in Mar-Vtch^ ^"nenorden zweiter Classe und dem Notschalter den G. ^" liulenburg in Wlen da« Eomthurlreuz und dltlieh ^" ^ Hausordens von Hohenzollern. Ferner ^°lltn »> ^"'^^ bem Minister Freih. v. Hammerstein« "liiert "^n Adlerorden erster Classe und dem Mi« well-, 3? b" Ncke den Stern zum rothen Adlerorden Nasse mit Eichenlaub. ""ltttn^2?°nU "en trag odie.) Aus «usfig wirb zlvti ll-l ^ ^ gemeldet: Eine junge Frau, die mit l«tl "lnen Mädchen längere Ieit am User der Elbe l" ben ^°"°.en war, sprang plötzlich mit beiden Kindern in den w n°"' Butter und Kinder verschwanden sofort "»Ah. ^"' ^le Frau litt in letzter Zeit an Schwer- ^""nl^ ^°^harbbahn.) In der Generalver-^"achl k Gotthardbahn wurde die Mittheilung ^liuniir, '° ^ ^ December 1895 im ganzen 195 ballen w" ^^ ^^^ ^"^" '" ^" Nctienbuch ein. ^tchtilltp "' ^" ^" Versammlung waren 36 Stimm« ^Len N,°"n,^"o. A^^^. ^^ wiedergewählten 1b bis- ^kyer m « ^""^^'^" wurden neue gewählt Ealm, ^"° Wlen und fünf Schweiz?«-, «lehlttl in 'nu" ^^° " b') In der Quittner'schen Eisen-^geblich"^"" ^°len sämmtliche 280 Arbeiter wegen "'bril«tin>I """ be« Werlsleiters und sanitütswidiiger ""chtungen in den Ausstand. »er D^l^^^"" l" einer Kohlengrube.) « ^ngru? . °" ^°^iff zufolge wurden in einer ,«?^r^.. Tylorstown infolge einer Explosion ""b.'la^ " ""schüttet. Die Zahl der Umgekommenen ^ral- und Provinzial^^ Krainischer Landtag. bttlliernn "' Uunoeshauptmann Otto Detela. Vezit,."^"treter: Landespräsident Baron Hein. » , !das?°"'°''ssär Baron R e ch b a ch. "lsiclert. ""°^ ^er letzten Sitzung wird verlesen und Petitionen werden den betreffenden Essend'z^bar begrünbet den felbständigen Antrag Lai^ "rich "leu"° und Gebüren - Erleichterungen für b°« Und in ^"buftrie-Unternehmungen ^ der Stadt dun>^" Uh " b"en nächsten Umgebung. tw^'Uen ^"dnete weist auf den Aufschwung der m« ^ ^ Ct5,, ^"""»en in Tricst und Umgebung lzle>s. ^^ern d/°""^^rungen hin. die nicht nur der und ^ VÜnslia,« ^""zen Territorium zugute lamen. Ein ""'chli^ ^^ultllt erhofft Redner für Laibach ^ °"ben Catastralg^müinden im Falle der Gewährung von Steuer- und Gebürenerleichterungen. Laibach habe infolge der Erdbeben-Katastrophe nicht allein durch die Zerstörung der Gebäude, weit mehr durch die Ueberfiedlung zahlreicher Personen in andere Städte schweren Schaden gelitten. Im Lande bestehen übethaupt leine großen industriellen Unternehmungen, zum großen Nachtheile der Einkünfte des Landes, im scharfen Gegensatze zn anderen Kronländern, in denen die Industrie blüht. Das Augenmerk muss daher darauf gerichtet werden, alles Mögliche beizutragen, dass in Laibach und der Umgebung industrielle Unternehmungen ins Leben gerufen werben und hlezu böten die angeregten Erleichte« rungen jedenfalls einen kräftigen Impuls. Die Tendenz des Antrages gilt demnach nicht allein dem Wohle der Stadt, in weit größerem Maß? vielmehr dem Wohle des Landes. Per Antragsteller erhofft, dass die Regierung in Erwä» gung dieser Umstände, den Antrag wohlwollend aufnehmen wird. In sormeller Beziehung beantragt der Abgeordnete die Zuweisung an den Verwaltungsausschuss. — Nn-gen^mmen. Namens des Finanzausschusses berichten üb« Peti-tionen, und zwar: Abg. Baron Schwegel über die Petition der landwirtschaftlichen Filiale in Gurkscld betreffend die Bewilligung von Unterstützungen und unverzinslichen Vorschüssen an Weingartenbefitzer. Die Petition bezieht sich auf Beschlüsse der Vollverfammlung der landwirt» schaftlichen Filiale in Gurlseld, welche die Hebung des darnlederlicgenden Weinbaues in Unterlrain bezweckn. Der Berichterstatter erörtert, dass es fich um die vitalsten Interessen der Landwirtschaft handle, jedoch Hilfe aus den gegenwärtigen Landesmitteln nicht erreicht werden könne, dies wäre nur durch Staatshilse, u. zw. im Gesetz« wege möglich. Die Herstellung eines Fondes, wie ihn die Petition verlangt sowie die anderen Punlte derselben seien derzeit nicht aussührbar, bilden aber eine wertvolle Anregung zum eingehenden Studium aller einschlägigen Fragen. Der Finanzausschuss beantragt daher, die Petition werde dem Landesausschusse mit dem Austrage abgetreten, hierüber die eingehendsten Studien zu pflegen und ehl-möglichst dem Landtage entsprechende Anträge zu stellen. Angenommen. Abg. Murnil über die Petition des Gemeinde-ausschusses in Dobrova bei Laibach um Subvention sür Gemeindezwecke und behufs Anschaffung von Feuerlösch" requisite»,. Die Petition wird dem Landesausschusse mit dem Auftrage abgetreten, behufs Anfchaffung von Fluer-löschrequifiten eine entsprechende Unterstützung zu gewähr?«; hingegen wird das Ansuchen um Subvention für Gemeindezwecke aus principiellen Gründen abgelehnt. Angenommen. Abg. Baron Schwegel über die Petition des Gemeindeamtes in St. Michael inbetreff Errichtung eines Weiberspitals aus Landeslosten. Im Hinblick aus die großen Opfer, welche das Land für die Errichtung des großartig angelegten, allen Anforderungen entsprechenden üandeslranlenhauses gebracht und mit Rücksicht auf die bezüglich >>»der Errichtung von Krankenhäusern im Lande gefassten Beschlüsse des Landtages, und endlich im Hinblick auf die mindere Dringlichkeit des Baues, war der Flnanzausschuss der Ansicht, an den früheren Beschlüssen des Landtages festzuhalten, das Gefuch abzulehnen und beantragt, der Landesausfchuss werde beauftragt, der Gemeinde St. Michael die Gründe auseinanderzusehen, welche die Errichtung eine« Spitales auf Landeslosten nicht zulässig erscheinen lassen. Abg. Pfeifer unterstützt die Petition. Der Aus-schussantrag wird angenommen. Abg. Murnil über die Petition der landwirtschast» lichen Filiale in St. Georgen bei Krainburg um Sub« vention sür den Nnlauf einer Baumschule; dieselbe wird dem Nusschussantrage entsprechend, dem Landesausschusse zur Erledigung abgetreten. Abg. Baron Schwegel über das Gesuch der Maria «Vlerjanc in Laibach um Erhöhung des Jahresbeitrages für den Findling Maria Stalzer; das Gesuch wird dem Landesausschusse zur entsprechenden Erledigung abgetreten. Ueber Antrag des Abg. Klun wirb die Petition des katholischen politischen Vereines in Wippach um Förderung der Regulierung des Wippachstusses, respective um Verlängerung des bewilligten Credites per 15.000 fl., welche der Finanzausschuss noch nicht erledigte, von der Tagesordnung abgesetzt. Abg. R. v. Langer berichtet namens dcs Verwaltungsausschussiis über den selbständigen Antrag des Abgeordneten Pfeifer, betreffend die grunobücher-liche Einverleibung auf Grund von Privalurlunden in geringfügigen Grunbbuchssachen. Drr Abgeordmle legt vorerst dar. dass der Legall-fierungszwang erst mit dem § 31 des Grundbuchsgchhes im Jahre 1671 eingeführt wurde und seitdem nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch durch 22 Landtllgs-beschlüsse, worunter fich ebenfall« ein Landtagsbeschluss des lrainischen Landtages befindet, gegen jenen § 31 Stellung genommen wurde, wodurch fich die Regierung bewogen fand, den im Reichsgesehe vom 5. Mai 1690 ausgestellten Principien zuzustimmen, dem fich auch säst alle Landtage Cisleithaniens bis aus den lrainischen Landtag angeschlossen haben. Heute liege ein diesbezüglicher Antrag vor, wobei vor allem die Frage des Vedürznissis der Erleichterung des Lrgalisierungszwanges und die Frage, ob hiedurch die Sicherheit im grundbücherlichen Verkehre nicht tangiert werde, maßgebend sei. Der Nb-geo,dnete legt da« Bedürfnis namentlich im Interesse der Ordnung im Grundbuche dar und meint, gerade die Notare werden am öftesten von der Legalisierung«-erleichterung Gebrauch machen. Bezüglich der Sicherheit im grundbücherlichen Verkehr weist der Rebner daraus hin, das« nicht der § 31 des Grundbuchsgksehes dieselbe allein aufrecht hält, sondern da^i sämmtliche anderen 150 Paragraphe dcs Viundbuchsgesehe« mithelfen, die Einschränkung des § 31 allein daher die Sicherheit im grundbücherllchen Verkehre bei dem Umstände aber schon gar nicht tangieren kann, als durch das Gesetz von 1890 neue Cautele für seine Sicherheit geschaffen sind, und bittet in Betracht dessen, das« dasselbe Gesetz in den Nachbarländern ohne Slörung functioniert, den Antrag des Abgeordneten Pfeifer anzunehmen. Nbg. Baron Wurzbach weist darauf hin, dass bisher in mehreren Landtagssesfionen über die gleiche Vorlage nach dem Antrage des Ver»altungs°Ausschussc« zur Tagesordnung übergegangen wurde. Die Frage könne nur durch die gänzliche Aufhebung oder gänzliche Aufrechterhaltung der Legalisierung gelöst werben, da der Üegalisierungszwang entweder überflüssig oder nothwendig ist. Die theilweise Aushebung schasst eine einseitige Belastung desjenigen, welche Grunbbuchssachen über 100 fl. einverleiben lassen, während ein Privilegium für Beträge bis zu 100 fl. geschaffen wird. Die Bezeichnung geringfügig sei außerdem nicht zutreffend. Der Abgeordnete beantragt schließlich, der Antrag des Verwaltungsausschusses werde abgelehnt und der Landesausschus» beauftragt, Erhebungen zu pflegen und in der nächsten Session Anträge zu stellen, ob die gänzliche «ushebung des Legalisierungszwanges anzustreben sei. Abg. Globocnik ist gegen den Antrag au» volkswirtschaftlichen Gründen, indem er die Nothwendigkeit der Legallfation nachweist, für welche hervorragende Juristen eingetreten seien. Wenn dem Grundbuch Vertrauen entgegengebracht werden solle, müssen die Eintragungen auf Grund legalisierter Urkunden ersolgen. Der Legalisierung»'« zwang trägt zur Hebung des Realcredites, wie Redner auseinanderseht, bei. Die seinerzeitigen Erhebungen haben eine ungemein große Zahl von Urkundenfälschungen in Grundbuchsangelegenheiten ergeben, welche nur durch den Legalisierungszwang bekämpft werden können. Redner hält den Gefehentwurf aus verschiedenen Gründen für unannehmbar, unter denen er auch formelle hervorhebt. Er stimmt daher den Ausführungen des Vorredners vollkommen zu. dafs der Legalisierungszwang entweder ganz aufzuheben ober ganz zu belassen wäre. Nach den Beschlüssen der Notariatskammer seien die Kosten der Legalisierung ohnehin auf ein Minimum herabgesetzt worden; auch die hiebei vorzunehmenden Schritte werden den Parteien sehr erleichtert. Nachdem 34 Procent der Bevölkerung in Krain Analphabeten seien, werde das Ge» schiist der Winlelschreiber wieder blühen, und Urkunden.-sälschungen werben überhand nehmen, dem Bauer aber doppelte Kosten erwachsen. Abg. Pfeifer unterstützt den Antrag des Ausschusses, indem er auf die Beschlüsse anderer Lande»« Vertretungen hinweist. Abg. Zelen tritt den Ausführungen des Abgeordneten Globoinil entgegen, bespricht die Vortheile der Erleichterung des Legalifierungszwange« für den Landwirt und befürwortet die Annahme. Abg. Dr. Tavcar erörtert den ablehnenden Standpunkt, den er dem Gesetzentwürfe gegenüber als Jurist und Abvocat einnimmt. Der Gesetzentwurf berge viele Gefahren, werde die Abwicklung der grundbücherlichen Amtshandlungen nur erschweren, das Gegentheil von de« beabsichtigten Effect erzielen und zu ungesehlichtN Hand« lungen verleiten. Als «ldvocat sollte er für das Gefeh sein, als Abgeordneter suhle er sich jedoch verpflichtet, i« Interesse der Bevölkerung gegen dasselbe zu stimmen. Abg. Ieloviel polemisiert g»gen die Vorredner und befürwortet die Annahme des Gesetzenlwutfes. In Entgegnung auf die vorgebrachten Einwürfe tritt der Referent vor allem dem Antrage des Abg. Baron Wurzbach auf Rückweisung des Antrages an den Landesausschus« zur Untersuchung des Bedürfnisses entgegen, indem er ausführt, oafs es sich da nicht etwa um eine locale Angelegenheit, die durch Experten aufgeklärt werden foll, sondern um eine das Land gleichförmig berührende Frage handelt, wobei die Sendboten des Landes selbst die besten Experten sind und jetzt ihr Urtheil abgeben können. — Der Behauptung, dass auch in andern Staaten der uneingeschränkte Legalisürungszwang bestehe begegnet der Referent damit, das« dies bei den anderen Staaten schon seit Ansang des Jahrhunderts der Fall sei und wenn man auch bei uns durch das bürgerliche Gesehbuch den Legalifierungszwang eingeführt hätte, heute gewiss nie-mand dagegen wike, wenn aber der Bevölkerung im 1.186? die größten politischen Rechte verliehen wurden und 3 Iah« darauf ein Priuatrecht durch den Legalifierungszwang seine Einschränkung fand, der Widerstand ein begreiflicher ist. — Was bi? Winkelschreiberei betreffe, so sei dieselbe seit der Zeit als veraltete Institution anzusehen, als der nmuyrus o!au»u» aufgehoben sei, wodurch in jedem Laibacher Zeiluug Nr. 23. 176 29. Jänner 1896 Kerichtsbezlrke nicht nur ein Notar, sondern auch mehrere concurrierende Advocaten sich befinden. — Ueberhaupt, meint der Referent, seien die Gegengründe gegen die Vorlage so gehalten, als hätte man e« nicht mit einer Er-leichterung, sondern mit der gänzlichen Abschaffung be« Le« galisterungszwanges — ja mit einem Notariatsverbot zu thun. Es stehe auch dann jedem frei zum Notaren zn gehen. Bei der Abstimmung wirb der Antrag des Abg. Varon Wurzbach abgelehnt und das Eingehen in die Tpecialbebatte beschlossen. Der Gesehentwurf lautend: Ueber Antrag des Landtage« Meine« Herzogthume« Krain finde Ich aus Vrundlage der über die grund-bücherliche Einverleibung auf Gcund von Prioaturlunden in geringfügigen Grundbuch«sach-n im Reichsgesftze vom 5. Juni 1890, R. G. V. 109, enthaltenen Bestimmungen anzuordnen, wie folgt: § 1. Als geringfügige Grundbuchssachen im Sinne des Neichsgesehes vom 5. Juni 1890, R. V. V. Nr. 109, sind jene anzusehen, bei welchen der in der betreffenden Plivlllurtunde angegebene Vetrag einer Forderung ober der Preis oder der Wert einer Liegenschaft oder eines Nechtes überhaupt die Summe von 100 st. ohne Zinsen und NebengebÜren nicht übersteigt. § 2. Diese« Gesetz tritt mit be« Tage der Kundmachung in Wirlsamleit. ß 3. Mit der Durchführung diese» Gesetze« ist Vtein Iuftizminifter beauftragt — wird in zweiter uud dritter Lesung angenommen. Die vom Ausschusse beantragte Resolution: Die Regierung wird aufgefordert, in der Durchführungsverordnung zum Landesgesehe für Krain betreffend die grundbücherliche Ginverleibung auf Grund von Privat-urlunden in geringfügigen Grundbuchlsachen dafür zu sorgen, dass die Veftimmungen des § 1 dieses Gesetzes leine Anwendung finden bet Urkunden, welche zwar auf Summen im Sinne dieses Gesetzes lauten, aus welchen jedoch erhellt, dass diese Summen nur Xhellbetriige von 100 fl. übersteigenden Werten bilden, ober bei solchen Urlunden, wobei es sich nm eine Umgehung bestehender Vorschriften handelt, wird abgelehnt. Abg. Povse berichtet namens des Verwaltung^ ausschusses über die Eingabe des Eentralausschuffe« der k. l. lratnischen ÜandwirlschllftSgesellschaft, betreffend die Förderung der Errichtung einer landwirtschaftlichen che° mischen Versuchsstation. Redner bespricht die großartigen Fortschritte der Landwirtschaft, die hauptsächlich den Er« findungen auf chemischem Gebiete zn verdanlrn seien. Der Landtag habe wiederholt namhafte Credite zur Förderung chemischer Versuche bewilligt, jedoch fei noch viel auf diesem Gebiete insbesondere zur Hebung des Minbaues zu thun. Der Antrag des Ausschusses, der Landesausschuss werde beauftragt, sich wegen Errichtung einer solchen Anstalt an das Ackerbaumlnifterium zu wenden und einen angemessenen Beitrag des Landes in Aussicht zu stellen, wird angenommen. Derselbe Abgeordnete berichtet namens des Ver-waltuugsausschusses über die Petition der Insassen von Tschatesch bei Treffen um Abordnung eines landschaftlichen Technikers zur Anfertigung von Pläneu für eine Wafserltitung. Die Petition wird dem Nusschussantrage angemessen dem Landesausschusse zur entsprechenden Erledigung abgetreten. Abg. Kalan und Genoffen interpellieren den Landespräsibenten wegen des Vorgehens der Vezirls« hauptmannschajt Rabmannsdors in einer wasserrechtlichen Angelegenheit der Gemeinde Neudorf. Die niichste Sitzung findet Freitag, 31. Jänner, statt. — (Gewerbliche Lehranstalten.) Aus Anlas« eines speciellen Falles hüt da« l. f. Ministerium für Cultus und Unterricht eröffnet, dass die für Mittel schulen geltenden Vorschristen betreffend die Aufnahme und Vehanolung von Privatiften. da« ist vou Gchülern, welche die durch die Schule zu vermittelnde Vildung durch häuslichen Unterricht erhalten und nur zu den Semeftralprüsungen an der betreffenden Schule erfcheinen, für gewerbliche Lehranstalten leine Geltung haben und dass somit an den letztgenannten Lehranstalten leine Privatisten aufgenommen werden dürfen, o. - (Ferialcurs.) Das Ministerium für Cultus und Unterricht hat dem Vürgerschullehrer Franz Söllner in Graz die Bewilligung zur Abhaltung eines Ferial-curses behufs Heranbildung von Lchrern des Hand-ferligtcils - Unterrichtes in Graz in der Z?it vom 20. Juli bis zum 24. August lauf. Jahres ertheilt. Die Anmeldungen zur Theilnahme an diesem Eurfe haben unmittelbar beim genannten Lehrer zu erfolgen, welcher auch alle weiteren Auskünfte ertheilt. —o. — (DerNerein zur Unterstützung dürf-tiger Schüler an der l. l. Etaats-Ober-realfchule in Laibach) wird am 2. Februar 1896 nm 10 Uhr vormittags im Conserenzzimmer der hier-ortig?« Staats-Oberrealfchule seine diesjährige General" Versammlung abhalten, zu der alle l. ?. Herren Vereins«. Mitglieder eingeladen sind. — (DeutscherunböfterreichischerNlften-oerein.) Zu unserem Berichte, den wir am Montag über den letzten Vortragsabend der Section Krain gebracht haben, find wir in der angenehmen Lage, gleichsam als Ergänzung mitzutheilen, das« dem vortragenden Processor Dr. Binder soeben drei neuere Ausnahmen aus dem durchwanderten Gebiete zugekommen find, welche er der Section auf einige Zeit zur Verfügung stellt und die nun im Schaufenster der Gonoltorei Mrbisch besichtigt werden lönnen. Das eine Bild stellt Amphissa dar (geschichtlich jedem Secundaner geläufig, die antilen und die mittelalterlichen Anlagen auf der Hilhe des Schloss-verges, an dessen Fuße das neue Städtchen Salona, im Hintergrunde das Parnajsgebiet), ferner zwei Bilder von Delphi, von denen eines eine Art Gesammtansicht gewährend, die mächtigen Phädriadenfelsen darstellt, an deren Lehne auf schmalem Staffel 500 m über der Pleiftoß-schlucht der heilige Bezirk an den zahllosen Nautrümmen erlennbar ist, während die Spuren der Stadt niederwärts der Straße unter den Oelbäumen sich verbergen. Das zweite Bild von Delphi zeigt den Eingang in die Schlucht, welche die Phädriaden trennt, und an deren Ausgang mehrere Quellen ihr Wasser zurKastalia vereinigen, die heute noch wie im Alterthum köstliches Trinlwosser spendet. Bei der Gelegenheit möge auch auf Wunsch des Vortragenden richtiggestellt werden, dass der Gipfel des Parnafs 2460 m fich erhebt und dass die Hochebene mit der « Kalyba » (Hütten) der Arachowaner und der lorykischen Grotte nicht Siwadhi, sondern Liwadhi (Wiese) heißt, ein Name, der dieser Hochalpentrift wohl gebürt. Dass der Setzer einmal statt Löss-(Lehm)boden Fußboden gelesen, mag wohl leicht verziehen werden lönnen. — (Faschingschronll.) Der Lalbacher deutsche Turnverein veranstaltet Samstag den 1. Februar in der Casino-Glashalle für seine Mitglieder und deren Familien eine Faschingskneipe. — Wir werben serner ersucht, mitzutheilen, dass zu dem am 15. Februar in den Sälen der allen Schießftälte stattfindenden Turner-Kränzchrn — nicht Maskenball, wie vor einigen Tagen irrthümlich berichtet wurde — auf Namen lautende Einladungskarten im Lause der nächsten Woche versendet werden. — (Deutsches Theater.) Heute wird die beliebte Operette «Gasparone» von Millöcker mit Fräulein Perlinger in der Partie der Duenna ausgeführt. In den nächsten Tagen gelangt eine interessante Novität, das Schauspiel «Wohlthäter der Menschheit» von Philippi, welches bei seinem Erscheinen so viel Auffehen erregte, zur Darstellung. Von dem gleichen Versasser hat die Direction da» Schauspiel «Der Dornenweg» erworben, welches am 3. Februar am l. l. Hofburgtheater in Wien zur Darstellung lommt. Gleichzeitig wird fleißig an der Einftudierung und Ausstattung von Strauß' neuer Operette «Waldmeister» gearbeitet. — («Fremdenzeitung.») Die letzte «Fremdenzeitung» enthüll den Ansang eines Artikels über Abbazia l mit mehreren Illustrationen und den Wortlaut einer! Zuschrift des «ständigen Ausschusses zur Förderung der> Verlehrsinteressen in den österreichischen Alpenliindern» ^ an den Salzlammergut-Verband in Angelegenheit der! Hotelorbnung. ! Neueste Nachrichten. GelegratNtne. Wien, 28. Jänner. (Orig.- Tel.) — Landtag. — s Abg. Lueger interpellierte den Statthalter, ob er geneigt sei, endlich den Wahltermin für die Wiener Gemeinde-rathswahlen bekanntzugeben oder zu veranlassen, dass diesbezüglich eine jeden Zweifel ausschließende amtliche Mittheilung binnen 24 Stunden durch die Zeitungen veröffentlicht werde. Wien, 28. Jänner. (Orig.-Tel. - Process Heger.) Der Angeklagte Alois Heger wurde des Verbrechens des Betruges schuldig erkannt, zu achtmonatlichem einfachen Kerker fowie zum Eisatze von 232 st. an die Loidl verurtheilt. Prag, 28. Jänner. (Orig.-Tel.) Bei der heutigen Ergänzungswahl eines Landtagsabgeordneten für die Stadt Smichow wurde der Eandidat der Iungczechen Ndvocat Dr. Koldinsli mit 737 von 1093 abgegebenen Stimmen gewählt. Vriinn, 28. Jänner. (Orig.-Tel. — Landtag.) Im Einlaufe befindet sich der Bericht des Landesausschusses in Angelegenheit der Feier des 50jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers mit dem Antrage, es soll zur bleibenden Erinnerung an die glorreiche Regierung des Kaisers von der Marlgrafschaft Mahren für die Unterbringung und Verpflegung von zweihundert siechen und unheilbaren Personen vorgesorgt werden. Brunn, 28. Jänner. (Orig.-Tel.) Der Mbiirger-meister von Brunn und ehemalige Reichsraths-Aoge-ordnete Christian Ritter v. D'Tlvert ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Nrüun, 28. Jänner. (Orig.-Tel.) Das Verbot des Besuches des czechlschen Vereinsyauses für das Militär wurde aufgehoben. Lemberg, 28. Jänner. (Orig..Tel.) Heute findet im Rathhause eine von der Stadtgemeinde zu Ehren des Ministerpräsidenten Grafen Vadeni und des M ministers R. v. Bilinski veranstaltete Rout statt. Budapest, 28. Jänner. (Orig.-Tel.) Del ««" zufolge treffen Ministerpräsident Graf Badem, I^ die Minister Bilinsli. Glanz und Ledebur a«^ Februar zur Fortsetzung der AusgleichSoerhandlM in Budapest ein. ^ Görz, 28. Jänner. (Orig.-Tel.) Der Regies Vertreter beantwortete die Interpellation der Ablss neten Gtta und Rojic betreffs der Ordnungssti>"5 in Ranziano und der politischen Maßnahmen anlü^ eines Ausfluges eines slovenischen Vereines nach ^ Die slooemschen Abgeordneten überreichen drei < pellationen und zwar betreffs der slovenischen ^ in Giirz. der Regulierung des Ljah-Flusses M' Iuslizzuftände. Die italienischen Abgeordneten »^ und Looisani interpellierten, ersterer wegen der 3". gebäude, letzterer wegen der zweisprachigen Tafel», den Gerichten in Monfalcone und Cormons. D^ aierungsvertreter wies bei der Entgegennahme der z^ Interpellation einige vom Interpellanten gebr nahm einen Gesetzentwurf an, welcher die RegA zur Aufnahme einer innern Losanleihe im "^ von 4 Millionen Francs zugunsten der Munich Sofia ermächtigt. , Washington, 28. Jänner. (Orig -Tel.) W prasentantenhllus nahm die vom Semte beM; Resolution hinsichtlich Armeniens an._______^H Angekommene Fremde. l bottl Stadt Wien. «I Am 27. Jänner. Wolfbauer, Fabrikant, Pernegst-^W Kfm.; Nvicni, Private, s. Schwester, Trieft, - Wint"V Kfm., Marburg. — Nctsch, Kfm., Sonntag. — Weiß. / Lombovar. — Vloch, itfm., Prag. — Krakewitz, 5kfni„^f - Tigl, Kfm., Villach, — Erwin Hraf Auersperg, l.'-, merer, Landtagöabgeordneter und Herrschaftsbesitzer; Varoch, Fischer, Wochinz, Me., Wicn. ,,/ Am 28. Jänner. Ritter von Sloda; Valentini, ""f s. Sohn. Trieft. — Schwarz, Kfm., Mähr.'Ostrau. ^ Am., Linz. — Kreuzlmber, Quapill, Szeps, Nagele, schmidt, Hanseli, Schacher!, Kfltc., Wien. Hotel Elefant. ^ Nm 27. Jänner. Graf Barbo. Gutsbesitzer, l. k. p/A und Landtags»Abg,, Kroisenbach. — v. Reinisch, t. ^ Hirmer, l. t. Hauptmann, Gürz. — Wielemans, 'U Schneider, Ingenieur, Lengel, Weiler, Epstein, Burkt, ^, Manheim, Kflte., Wien. — Vasch, Kfm., Iungbunzlau. <^ Großlupp. — Ritter u. Poeckh, l. l. Hauptmann, ^ Bucar, Besitzerin sammt Tochter, Landstraß. — UlM f Chemnitz. — Cuzek, Besitzer, Orafenbrunn. — P"^ Aedih. __ Mayer, Kfm., W. Neustadt. — Prinz, PfeW Zagorje. — Pampolini, Kfm, Venedig. — Nector, FH! Berlin. — Stange, Ksm., Breslau. — Pratneker, K>"A lermarkt. — Fleischer, Kfm., Reichenau. — Pirler, ^ Reifnitz. — Adler, Kfm., Oraz. » Hotel Vloyd. M Am 28. Jänner. Petrovcic, Ksm,, Treffen. ^ «» Besitzerin, Idria. — Zorec, Besitzer; Strucelj, t- l> ^ gerichtsrath; Vchooec. Besitzerin, Seisenberg. — Pctho"'ß tellner, Vraz, — Vehovcc, l, l. Profesfor, Rudolfswclt. ^^ Besitzer s, Fam., Kofritz. — Peuia. Besitzer, Nassenfüß ^? Reisender, Pettau. — Maisterl. Reisender, Klagenfurt. < BeamtenMttin, Neifmtz. — Ohrenstiel, Südbahnliecun^/ Verstorbene. ^ Am 2 6. Jänner. Theresia Kolalj, Tischs :i Monate, Ziegelstraßc «, Bronchialkatarrh. - Vin""^ l, u. t. hauptmllnn«Rechnungsfü!)rer, 58 I., Stude""' 1'lll«,ly8>8 pullnonuin. Im Elisabeth Kinder«Spitale. ^ A m 26. Iänne r. Paul Pirc, Kaischlers-Soh"' s, jl Fraisen. — Katharina Tomsic, Feldwächters-Tochter, ^ Ulaneinti« edron. ,.^7 Am 2 6. Iä n n e r. Lncia Iavurnit, Arbeitersto«' Tuberculose._________________^-»^ ___Nteteorokgische Veobachtnugen in ^aib^ «° MN"'s762-1^^ , ^ ' ?b- >_7lN 0 -6-2 O. schwach ! bew^^ 291?u7Mg.j ?5'2"6 >-12'0 i^SO.mWg' ! he'"^,: i Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur "" , ' ^8' nnter dem Normale. ^^-^^^ ^ Vevantwortlichcl Redacteur: Julius Ohmn"^ > « Nitter von Wissehrad. ^^^z^ Die i>. t. ^H>oi»««i^t^ ^ ^ «K'aibacher Zeitung», bei welch^ ^ Abonnement mit diesem Monate ^ ^ werden höflichst ersucht, die weite» ' . numeration t>n.1 Nahn, Em. 1881, 80« si. G. 4"/o . 98 75 »9 75 «jorailbergerV»lm,Vm. 1bli4, . 4°/, (div. Et.) E., f, l0N st, N, »9-55 t00 55 Ung, Ooldrente 4°/<> per «lnsse 183 70 128 90 dto dto. per Mttnu, .... 18« 75 13» 95 bto. Sicnte in itwn«nn»Hhi., 4«/„, steuerfrei für200KronenNom. »9 15 39 25 4°/<> dto. dto. per Ultimo . . 9S 15 99 35 dtoSt.e.Nl.Volbicofi.^'/,»/» 185 50 —— dt°. EtaatO-Obli«. (Ml«. QNb.) o, I, 1»?n. b°/l,..... 121 70 13» 70 dtü.^/^/n Schanlieg^Abl.-Obl. 100 - 100 75 dto. Prüm.Nnl. o. 100 fi. «. W. 152 — 154 - bto, bt«. 5. 50 ft, 0,W. 15» 75 lbs 50 HHeiß'N««,'Lose 4"/, 100 fi, . 141 50 143 50 Hrundentl.«Vbllgation!>ktluz,cX'st.<»el. v., 10 ft. 1«50 19 — «othen ttlcuz, Unll.gkf.ti., 5fl. n— 11-50 «udulv!^ iiose 1U ft..... 8350 8450 VlllM'Lose 40 fl. CM. . . . e?—. !» — Lt..Gnloiü «ose 4,) fl. EVi. . ! 72— 75. — WaldfteinLolt 80 fl. CM, , . ! 58— - — Wlndlschgrüh'Loie 8!) fl. CM. , 0, Bobellcrebitanstlllt,!. fl. «M. . . . 4SL-— 470 — Duf-Äooe!!bllcheiT.'V.800si.V. 78-75 73 75 Ferdmanos'Nordb, 10U0fi. fl. H. . . 308- - 3«»-— Oubbahn 80» fi. S..... l!»-?5 101 25 Suboordd. Vrrb.«N. 800 ft. LM. 213»5 82065 Tramway'H«s..Wr.,170ft,t>.W. 488-498 — dt«. «M.18«7,!t00N. . . . ^.». _.^_ ««Id Wa« Iramwal» Gel., sieuti»«., Prlo^ rttHuHcti« »oo fi. . . . ioe — l« - Un«.>a»liz. Vllenb. »00 ft. Hllber »0« 50 »10 — Nng.Westi.(Raab°»r»z)800fl.E. 807 — 208 — Mn,?r üncalbahnen^Act,»««l. S« — «4.. (per Stuck). »augel., «ll«. «ft., lttu ft. > . 99 —101-saydler «ifen. und Stb« i»0b„ wi,nn-z?ig« Ziegel »ct« DeuNche Reich»bllnlnot,u . . 5«-32» l»'4« Italienische «anlnoten . . . 4435 44» Vapiei-Rubel...... 1 ««^ 18«"., And^Meater in Laibach. (Im Abonnement.) Unc,, Tag. Mttwoch den 29. Jänner Gasparone Gen.««. "'" ?cten von F. Jell und Richard rr. - Musil von Karl MiWcter. "3 halb 8 Uhr. ^ ^^^ ,^^ ^. (Im Abonnement) Gerader Tag. Freitag den 31. Jänner ^ me Boccaccio. Wtnie." ^^?"en von F. gell und Richard ^ "iuslf von Franz v. Suvp<«. CjhDGOIaden Hartwig&Vogel Bodenlmeli Zu haben in den meisten Conditoreien. Spezerei-, Delicatessen- und Droguen-Geschäften. (4829) 78—26 (270) 3—3 Öt. 384. 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