Nr. 2l« ft. l>, halbj, N. ü 50. Für d!« Zufitllun, ln« Hau» halb!. 50 ll. »tt» d» Post «an,j. ft. l5, H-Il«!. ss. ? b«. Freitag, 14. September. 4 Zeilen »5 l,., ,lö»ele p». Ze,l« « l».; l»«< Sft««« «877 Amtlicher Theil. 3e. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. September d. I. dem Finanzlandesdirellor für Tirol und Vorarlberg, Hof rathe Johann Bcrreitler bei der von ihm angesuch» ten Uebernahme in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen, treuen und vorzüglichen Dienstleistung das Ritterkreuz des Leopold-Ordens taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Der Ackerbauminister hat den Hltttcnvcrwaller Rudolf Gabriel zum Oberhi'lttcnverwalter ernannt und die Leitung der t. t. Schwefelsäure'Fabril zu Unter Heiligenstadt dem dortigen Fabrilslontrollor Johann Ackermann mit dem Titel eine« Hütlenverwallers übertragen. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 13. September. Mit fieberhafter Spannung erwartet man eine Nachricht über das Resultat des nun schon seit dem 8. d. M. um Plewna wüthenden Kampfes. Bis zur Stunde ist eine Bestätigung der Nachricht von der Eroberung Plewna's durch die Russen noch nicht eingelangt, dagegen wird aus Poradim vom 11. d. M. offiziell gemeldet, daß am 10. den ganzen Tag hindurch Plcwna beschossen worden ist. Plewna lann also an, 9. noch nicht in russische Hände gefallen sein. doch sagt die offizielle russische Depesche vom 11., „daß der Feind nur noch schwachen Widerstand leiste." Ga' so schwach scheint derselbe jedoch noch nicht geworden zu sein, denn sonst müßte er von der russischen Armee wol schon über. wältigt worden sein. Das ist alles, was man zur Stunde über die momentane Lage auf dem Kriegsschauplatze sagen lann, wenn man den Stand der Dinge objektiv betrachtet. Der bisher rein publicistischen MediationS.Eocn. tualllat scheint, obgleich sie nur als eine akademische Discussion behandelt worden, in Berlin mehr Bedeutung beigemesscn worden zu sein, denn man ist von dort aus fortgesetzt bemüht, jedem Wunsche einer Friedcnsvermitt» lung einen Damper aufzusetzen, ja es wird den Iour« nalen, welche diesem Wunsche Ausdruck gegeben, Unkenntnis der Verhältnisse vorgeworfen und geradezu herausgesagt, daß in diesem Augenblicke an eine Ver< mitllung nicht zn denken und alle bezüglichen Gerüchte absolut grundlos seien. Nach der Sprache der inspi- rierten Berliner Stimmen, schreibt der „Pester Lloyd", ist eS in der That nicht schwer zu errathen, daß an der Spree nicht nur leine Neigung zu einer Vermittlung obwalte, sondern daß eine bezügliche Anregung daselbst sogar auf Widerstand stoßen würde. Nachdem nun, wenn es übnhaupt zu einer Vermittlung kommen sollte, diese nur als eine collective gedacht werden könnte und Deutsch» land hiebei die Hauptrolle zufallen müßte, so ergibt sich aus der Sachlage von selbst, daß. wenn nicht außer-ordentliche Ereignisse eintrelln, welche der Situation eine völlig neue Wendung gebcn, der Zeitpunkt für eine Mediation noch fern ist. Es lann übrigens lein Zweifel darüber obwalten, daß man in Berlin den Gedanken einer Vermittlung auch deshalb perhorresciert, weil man dort noch immer die Erwartung hegt, daß Rußland schließlich siegreich aus dem Kampfe hervorgehen wcrde. Briefe aus Berlin bestätigen, was ohnehin aus allen Berichten hervorgeht, daß dort die Sympathien für Rußland eher im Wachsen als in der Abnahme be-griffen sind. und daß Rußland die „moralische" Unter< stützung Deutschlands, von welcher in letzter Zeit viel-fach die Rede war und um welche nicht erst vom Zaren, wie irrige Gerüchte wissen wollten angesucht zu werden brauchte, thalsächlich findet. Die Wünsche, mit welchen Kaiser Wilhelm das russische Regiment, dessen Inhaber er ist, begleitete, sind sprechende Beweise dafür, daß man dieser moralischen Unterstützung auch offen Ausdruck geben wolle. Auch die Schritte, die deutscherseits in Angelegenheit der Greuellhateu theils geschehen, theils m Anregung gebracht worden, scheinen mit den in Kon-stantmopel erhobenen Vorstellungen nicht erledigt zu lcm. und man scheint vielmehr in Berlin — nach Berichten des ..Pester Lloyd", — weit entfernt, sich mit den bis' herlgen Antworten der Pforte zufriedengeben zu wollen, entschlossen, die Sache weiter zu verfolgen, so daß von deutscher Seite dic Vorbereitung noch weilerer und ener. gischerer Schritte zu erwarten wäre. Der in den deutschen Blättern entspmmme Streit über Russen« und Türken, freundllchteit beweist indessen, daß die Vcvöllerung, deren Sll.mmma die Presse Ausdruck gibt, von jener der diplomatischen Kreise in einem großen Theile Deutsch, lands sehr verschieden sei. Aus Bosnien. Der ..Pol. Korr." wird über die Lage in Bosnien aus Serajewo vom 6. d. M. geschrieben: .Nach der letzten Affaire bei Crni Potot schmeichelte sich Mazhar Pascha, der Chef unseres Vilajcts. mit dem Glauben, daß die Insurrection nunmehr vollstän» dig erloschen sei und die verführten „Ustasi" froh wären, des fremden Führers (Despotovic') loS zu sein,! um bei der ersten günstigen Gelegenheit auch den ein« gebornen Häuptern den Rücken zu lehren und dann reumüthig in ben Vchoß der türkischen Regierung zurückzukehren. Indessen sind es jetzt die türkischen Re» gierungsorgane selbst, welche nunmehr offen ihren dies« bezüglich gehegten Glauben als einen Irrthum embeken« nen müssen, Dieselben Organe sprechen wieder von In-surgentenbanden, welche zwar nur sporadisch auftreten, immerhin aber ihre Existenz merkbar genug machen. Sogar daS hiesige Amtsblatt, die „Bosna." konnte nicht umhin, das schon seit einigen Tagen verbreitete Gerücht zu bestätigen, daß in der vorigen Woche an den Grenzen der Radiluls von Foca, Eajnil und Ple-wal fünf bis sechs Insurgenlen-Tschetas auftauchten, von welchen eine nach einem harten Kampfe von den Mustehafi; in die Flucht geschlagen wurde. Nachdem aber die Siegeslrophäen des harten Kampfes nur aus zwei todten Insurgenten bestanden, so unterliegt es keinem Zweifel, daß die Macht der Mustehasiz jener der Insurgenten nicht gewachsen war und vielmehr die Mu< stehafiz es waren, die von den Insurgenten in die Flucht geschlagen wurden. „Um die türkische Bevölkerung des Lande« zu ani« mieren, sich wegen de« Mangels an Truppen an der Ausrottung der Insurrection zu belheiliaen. werden die Namen j:ner Mohamebaner unter besonderen Elogen in die Oeffentlichleit gebracht, welche sich um die Bekämpfung der Insurrection in welcher Weise immer besondere Verdienste erwerben. Daß unter den so Ausgezeichneten notorische Uebellhäler in erster Reiht figurieren, ist leider eine Thatsache, die unter der friedlichen christlichen Ve oöllerung die ernstesten Bedenk:« hervorruft. „Jüngst erschien im hiesigen Amtsblalte ein Mahn-ruf an b»s mohameoanische Voll, welcher al< von eine« ungünllllnten Privaten ausgchend gezeichnet war. Nichtsdestoweniger brachte man es alsbald heraus, daß sich hinter dieser Anonymität eine hohe Persönlichkeit des Vilajet« berge. Die Spitze der fraglichen Enunciation lehrte fich in erster Linie gegen die reichen Vegs und nndere Orund« elgenthllmer, welche nach der Meinung de» Verfasser« da« Wohl dc« Vaterlandes dem persönlichen Interesse nachhinken lassen, indem sie Schütze aufhäufen, ohne sich um die Noth deS Staates zu kümmern. Der zweite Theil des Mahnrufe«, sich an alle O«manl<« wendend, hat einen sehr bedenklichen Hintergrund. Die Mohame« daner »erden einfach aufgefordert, alle verdächtigen Ehrlften den Obrigkeiten anzuzeigen, damit da« Vaterland von seinen Feinden im Innern gesäubert »erbe. Zum Schlüsse heißt e«: „Voll der Osoianen! Genug be« Schlafe«, der Tag des Ruhme« rückt heran. Wache aus, daß die «gl. talion der Feinde zunichte gemacht »erde auf jenem Boden, der da« Recht unsere« Schwerte« lft. Feuiüeton. Ein Frauenleben. Biüenroman au« einer Großstadt. Von Franz Ewald. (Fortsetzung.) Sie war jthl fünfzehn Jahre all, doppelt so alt an Erfahrung. Sie war so viel bewundert, daß jeder Beifall sie glelchgiltig ließ. Wie beneidete sie das ärmste Kind, wa« nicht zu tanzen brauchte, und wenn sie das müde, schwarzlockige Köpfchen abends in die Kissen legte, dann fchluchzte sie so lange, blo ein barmherziger Schlaf ihre Sinne gefangen nahm. Heute — zum erstenmale — weinle sie nicht, als sie ermüdet auf ihr Lager niedtlsanl. Wie sie so da la^ tauchien au« dem nüchilichen Dunkel, welches sie um« »ab, zwei dunkle, freundliche Augen auf, welche voll Mitleid auf sic blickten. Und dann sah sie auch die ju »endliche, schlanke Gestalt mit dem ernsten, männlichen ^«sichte vor sich. Sie dünkte fich vielleicht zum ersten, ""e in ihrem Leben nicht vereinsamt, sie fühlte in- ' '"°. daß jemand ihrer gedenke. 'hi ^"^ "^ ^ ^ H"n Gedanken nachhing, that es aui w""^ lcid. daß fte nun fortgehen sollte, vielleicht sr«u,"l'"'"erwitdcilehr. Sie hätte noch einmal in diese "ahm « ' lheilnahmsvollen Augen blicken mögen, dann kalte WtV°^ "'" l^t Ennnenmg mit in die fremde, wenn er !^'""^' ^b" vielle'chi lam er nuchmaiS, Unter ^' ^ e« ;um l'hienmale war. erhob Nch '°lHtn Git»a»len war sie elnaeschlafen und Seltsam ,,,^ "m hellen Morgen von >h,em Laacr. htute. UuH " ^^ sit so dtn Abend herbelgesehxt wie ^ "" Hie Toilette dachte Minnie. Frau Wez. mann war außer fich vn Erstaunen und Verwunde« rung, sie damit beschäftigt zu finden. „Ja, so ist'« recht, mein hübsche« Püpvchen", fchmel. chelie fte, mit ihrer harle,', schwieliaen Hand über die sammetwtiche Wange dee jungen Mädchen« gleitend. „Schmücke d'ch nur mit Gold und Juwelen, e« ist nichts zu gut für dich, und du wirst sehen, welcher glän. zenden Zulunft'du entgegen gehst." Miimie antwortete nichts; aber sie schauderte, als sie daran dachte, welche Zukunft ihrer warte. Minnie löste ihre Aufgabe, sich für den Abend recht vorthtilhas: anzuziehen, vollkommen. Sie halle nie frischer und lebendiger ausgesehen, und Frau Wezmann sprach ihr unverholen ihr Lob au«. ..Du bist bezaubernd, Minnie, in diesem Tülltleide! Wie hast du ls nur allein fertig gebrach,, dich so zier« lich zu kleiden? Aber Kind, welche Gcschmacklosigllil! Was sollen diese welken Parmaoeilchcn vor deiner Brust. — Komm —ich werde dir ein frische» Bouquet besorgen lassen." Vli diesen Worten wollte Frau Wezmann mit raschem Griff das kleine Vellchenbouquet von Minnie's Vufen reihen, aber schnell sprang diese zur Seite. Wie zum Schutz legte sie die kleine zarle Hand über die wel> len Blumen. ..O, bitte, Tante, lassen Eie mir die Blumen", bat sie mit weicher Sllmme. „Ich h,he mich so über diese kleinen blauen Frühlingsboten gefreut, und ich möchte sie mir zum Aufheben bewahren. Man fieht ja au« der E»lfer> ung gar nichi, ob sie well oder frisch sind." .Nun. meinetwegen," brummte Frau Wezmann, „aber du hast londlrbarc Gnllen!" Nad daraus lam Herr Wezmann, um Mmnie ab. zuholen und in den Eircus zu führen. Ein leisc« Roth färbte ihre Wangen, und bebend vor Ungeduld erwartete fic den Augenblick, wo fich der Vorhang hob. Ein rauschender Beifallssturm, wie immer, empfing sie auch heule. Einen Blick »arf fie nach der Stelle, wo am vorhergehenden Abend der junge Mann gestanden, dessen Blumen sie aufgehoben und jetzt verwelkt an ihrer Brust trug. und ein selige« Gefühl unau«sprech» lichen Glücke« und Freude erfüllte ihr Herz — er war da. Und sie tanz e. Wie Zephyrhauch schwebte die elfe«, artige Gestalt dahin, immer schneller in den anmuthiq. sten Bewegungen. Ein heiße« Roth färbte die Wangen und selbst den schneeigen Nacken. Wie war die junge Künstlerin so zauberhaft schdn! Endlich stand sit ftill — eine graziöse Verbeugung gegen die versammelte Menys, dann trat fie, von Blu» men überschüttet, zurück. Aber fte hob leine der aespen-delen Flühlinllslinder auf, wie am vorhergehenden Abend, denn — er war nicht unter den Gebern. 3«ü»te» Capitel. Die Verlobung. Baron von Plöger bewohnte jetzt ein große«, luzcu-riö« eingerichtete« Haus in einer der breitesten Sliaßen de« eleganten Stadtviertel«. Die Jahre hallen ihn rasch oorwürts gebracht auf der Bahn der Ehre und de« «n» sehen«. Eine Reihe von Orden bedeckte seine Vruft. sein Reichthum wuch« und seine Guter präsentierten ein kolossale« Vermögen. Von dem Grase.' Milowlky. dem Bruder se^ ersten Frau, halte Baron °°« ^'0,er n^ ^^ ^ gehört. Al« der russische K.ise^ «»- "^ y«,<, st« burls'age« eine cheilweise ««"file e". 1720 „Ob eine solche Sprache geeignet ift, den ohnedies bereits genügend enlfefselten Fanatismus zu dämpfen und neue Ausschreitungen zu verhüten, darf sicherlich bezweifelt werden." Das Manisch des Fürsten Karl von Rumänien. Fürst Karl hat aus dem Hauptquartier Poradlm unter dem 8. September folgende Proclamation an die Rumänen erlassen: „Seitdem die gesetzgebenden Körper der Türkei den Krieg erllärt haben, sind drei Monate verflossen, während Welcher wir bemüht waren, in der Defensive zu verbleiben und uns ungeachtet der Verwüstungen und zunehmenden Grausamleiten seitens der Türlen auf die Vertheidigung der Grenzen zu beschränken. Wir dul)etl.n alles, in der Hoffnung, daß der russisch'türlische Krieg rasch zu Ende gelangen, und im Glauben, daß unsere Mäßigung uns bei den Friedensbedingunqen einm ernsten Anspruch auf die Berücksichtigung der Großmächte verleihen werde. „Unglücklicherweise zieht sich der Krieg jenseit« der Donau gegen Erwartung in die Länge. Der Krieg nimmt vonseit: der Muselmänner einen hartnäckigen, sanatischen Charakter gegen die Christen an, und das Schicksal der Rumänen wird ein sehr kritisches. Rumänien leidet zuerst infolge des Krieges. Wie erschrecklich würde diese Situation werden, wenn die otlomanischen Armeen den Krieg diesseits der Grenzen tragen würden. Unsere Wicht ist es, alle Anstrengungen zu machen, um so schreckliche Eventualitäten hinlanzuhalten. Der Gefahr aus» geseht, durch Passivität alles zu verlieren, waS wir noch besitze», u»d ohne irgend eine Garantie, daß die Türlei einen Unterschied zwischen einem Defensiv, und Offensiv, kriege machen würde, müssen wir mit den kaiserlichen Armeeil «operieren, um das Ende des Krieges um jeden Preis zu beschleunigen. „Die Action drängt sich uns auf durch die Um« stände, durch die nationalen und wirlhschaftlichen Inter essen und durch das Gefühl der Selbsterhaltung. Nicht Eroberungssucht reißt uns aus der Defensive. Nachdem Bulgarien verwüstet, die Bevölkerung der Grausamlei« ten undisciplinierter asiatischer Horden preisgegeben und der Vernichtungskrieg gegen alle Christen erllärt ist, hätten wir leine Garantie, daß unser Los ein besseres wäre als jenes der Christen der Türkei. Siegt die Türlei, so würde sie sich Rumäniens bemächtigen. „Insolange, als die türkischen Festungen von Ada-kaleh bis Matschin existieren, um unsere Städte zu vom« bardieren und den internationalen und lokalen Verkehr auf der Donau zu vernichten; insolange nicht eine hu manitäre Verwaltung in Bulgarien eingesetzt ist; inso lange nicht menschenwürdige Rechte den Christen in der Türlei gesichert sind — so lange lann Rumänien nicht glauben — und hat auch das Recht nicht dazu, — daß es im Frieden lebe und vor gegenwärtigen oder künftigen Katastrophen bewahrt ist. „Rumänien muß nach Maßgabe seiner Kräfte dazu beitragen, um dieseu Zustand der Dinge herbeizuführen. „Sollen wir uns immer auf fremde Schultern stützen und niemals auf die fortgeschrittene Kraft, auf unsere Lebensfähigkeit rechnen? Die Zeit ist gekommen, wo Rumänien durch die Entsagung aller Klassen der Bevölkerung, durch die Arme seiner Kinder Europa den Beweis erbringt, daß es Lebensfähigkeit besitzt, um zur Herstellung von Ordnung und Stabilität im Oriente beizutragen an der Seite der russischen Fahne, auf wel< cher die Emancipation der christlichen Völker im Oriente geschrieben steht. Erheben wir die rumänische Fahne, welche das Zeichen trägt: „Unabhängigkeit des rumänischen Staates." Politische Uebersicht Laibach, 13. September. Die freundschaftlichen Beziehungen, welche zwischen den Mächten des Drei-Kaiser-Bundes walten, haben vorgestern aus erlauchtem Munde erneuten Ausdruck gefunden. Bei der vorgestrigen Hoftafel in Kaschau erhob Se. Majestät der Kaiser sein Glas auf das Wohl seines „theuern Freundes und Alliierten" Kaisers Alexander II., dessen Namensfest vorgestern begangen wurde. Nach dem kaiserlichen Toaste intonierte die Musik die russische Vollshymne. Der Ausgleichsausschuß deS Abgeordneten« Hauses setzte gestern die Debatte über das Branntwein-steuergesetz fort. Die Verhandlung über diese Ausgleichs» vorläge kommt dieserlage zum Abschlüsse, worauf der Ausschuß demnächst in die Berathung über die Bank. vorlagen eintreten dürfte. Das Präsidium des ungarischen Abgeordnetenhauses hat dessen Mitglieder für Samsiag zur ersten Sitzung einberufen. In dieser wird, wie„NHir. lap" und „Naplo", der letzlere mit aller Bestimmtheit, melden, sofort eine Interpellation in der orientalischen Frage an die Regierung gerichtet werden. Allen Anzet. chen nach wird diese Interpellation oder wenigstens ihre Motivierung eine sehr entschiedene Sprache führen, denn die Stimmung hat sich in der letzten Zeit in Ungarn keineswegs beruhigt. Ein interessantes Novum wäre eS, wenn der ungarische Reichstag, wie eine Kirrespondenz, welche die ..N. fr. P." aus Pest von gut informierter Seite erhält, berichtet, wie es jetzt in seinem Bank» ausschusse angeregt wird, sich entschlösse, die Regierunas. vorläge über die Achtzig Millionenschuld und namentlich das Schiedsgericht zu verwerfen und freiwillig, wenn auch bedingungsweife, die aliquote Mitverpflichtung Un» garns für diese Schuld anzuerkennen. Auf ein r solchen Basis scheint hinlänglich Raum für Compromisse auch in anderer Richtung zu sein, und ein so vernünf tiges Vorgehen würde den Abschluß des Ausgleichs er» hebllch erleichtern. Der kroatische Landtag hat gestern die De. batte über die beiden Beschlußanträge bezüglich einer Adresse an die Krone in Angelegenheit der Einverleibung der Grenze und bezüglich des Grenzfonds eröffnet und dürfte wenigstens den ersten derselben angenommen haben. Das Resultat ist übrigens noch nicht bekannt. Während aber der Landtag sich in dieser Weise in Diskussionen einläßt, die ein praktisches Resultat mindestens in nächster Zeit nicht herbeiführen werden, geht er abermals der Erledigung einer Angelegenheit aus dem Wege, die für das Land viel wichtiger und dringender ist. Die Regierung hat nämlich die Entwürfe über die Städte-und Gemeinde-Ordmmg zurückgezogen, nachdem das übermäßige Selbstgefühl der Majorität wieder ein Haar in ihnen gefunden. Und doch hatten sie lange Verhandlungen gelostet, bis Landesregierung und ungarisches Ministe» rium zu einem Einvernehmen gelangten; und doch bilden jene Entwürfe wesentliche Bestandtheile der Verwaltungsreform. Die türkische Regierung hat als Einleitung zu der von ihr beschlossenen Vereinfachung der Verwal« tung des Reiches die Anordnung getroffen, daß die An» zahl der Agenten, welche die Generalgouverneure der Provinzen auf Staatskosten beim Großoezier zu unter' halten berechtigt waren und die Nch in der letzten Zelt auf sechzehn belief, von nun an »uf vier reduciert werden soll. Je ein Agent wird für die europäischen Provinzen, für Kleinasien und Anatolien, für Syrien, Mesopotamien und Arabien und für Tripolis in Afrika fungieren. Dem Khedive, der seinen Agenten stets selbst besoldete, bleibt das Recht der Vertretung hier noch ferner gewahrt. -^ > Der Generalgouoerneur von Trapezunt berichtele über > die höchst traurige Lage, in der sich die aus dem Kau» lasus dort eintreffenden Auswanderer, von denen scho" über 20.000 daselbst angelangt sind, befinden und die < nun die Regierung für einige Monate aus Staatsmitteln > wird unterstützen müssen. Vom Kriegsschau platze liegen offizielle russische Telegramme vor, denen zufolge die russischeil Batterien Plewua am 10. d. M. aus einer Entfernung von 6> bis 700 Faden beschossen. Die ans Sistowa in die Welt gesandten Depeschen über die Einnahme von Plew»a s erweisen sich somit als Hirngespinst irgend eines russ»' ' Philen Korrespondenten. Nach dem hartnäckigen Widerstände zu urlheilen, welchen die Türlen bisher leisteten, scheint die geplante Einnahme von Plewna trotz dcr werlthätigeu Unterstützung durch die rumänische Armee, welche schon im vorhinein, wahrscheinlich für den gulcn Willeu, mit eincm förmlichen Ncgen von Gcorgslreuzen belohnt wurde, nicht so leicht werden zu wollen, sondern wird noch immense Opfer an Menschenleben erfordern. Hagesueuisskeiten. Kronprinz Rudolf in Pola. Eines der interessantesten Schauspiele sollte die für den l). d. so eifrig vorbereitete Segelregatta werden, und die drohte durch die Ungunst des Wetters vereitelt zu werden. Doch um dk zweite Nachmittagsstunde heiterte es sich beinahe vollständig aus, aber mit den Regenschauern ging anch die Brirsc ein, und betünnnert sahen die Offiziere nach Snoosten, als sie mit Booten und Jollen sich zum Starten anschickten. Die ausgelosten Plätze wurden mit dcm Heck an einer Leine genommen, welche von einer mittleren Hafenboje an die Boje der „Miramar" gespannt war. Mit dem Rest der Süoosttniese sollte der Scoglio Andrea umsegelt, dann bis zur „Bellona" laviert und schließlich gegen die Hofyacht zu abgefallen werden; daS Passieren des Hecks der letzteren galt dabei als erreichtes Ziel. Kronprinz Rudolf sah vom Deck dcr „Miramar" aus zu. Genau mit dem Signalsch^sse kam ein frischer Windstoß daher, und der Scirocco etablicrte sich neuer« dings. Die fünfllnddreißig Fahrzeuge unler Segel los' gehen zu sehen, war ein interessanter Anblick. Alle dräng" ten sich in den schmalen Kanal zwischen Andrea und Catarina, und bei der eisten Spitze schon gab cs Colli-sionen. Einer der Wellfahrer wurde durch einen freul'0-schaftlichcn Spornstoh „disabled" und mußte sich in Sicherheit bringen; ein zweiler strandete, ein drillet wieder siel aus feinem Boole heraus. Der Knäuel lüfte sich hinter der Insel auf, und in der großen Passat erschienen zuerst drei gleich gute Läufer, welche die Aüh' rung übernahmen. Während dcS folgenden Aufkreuzet auch Milowsly unter den Glücklichen befunden, denen die konfiscierten Güter zurückgegeben wurden. Aber er sollte nicht selbst wieder in den Besitz derselben gelan. gen. Die Nachricht von dem Tode des Grafen lief ein, und obwol die Richtigkeit derselben nur schwer constatierl werden konnte, machte es dem Baron doch leine Mühe, sich in den Besitz der Nachlassenschaft seines Schwagers zu sehen. So hatte er alle« erreicht, was er in seinen kühnsten Hoffnungen kaum gehofft. Mit der Zeit besserte sich auch seine Gesundheit, die ncroüse Unruhe verließ ihn ganz und gar, und wer den stattlichen Mann sah, mußte sich über dessen frisches Aussehen wundern. Es war um die Frühstücksstunde. In einem nach dem neuesten Geschmack eingerichte« ten Zimmer war das Frühstück serviert und Baron von Plöger und seine Gemalln hatten an dem Tische Platz genommen. Allerlei Leckerbissen aus allen Ländern fanden ihren Platz im tIstbaren Silbergeschirr. Man sah. daß der Tisch für einen reichen, verwöhnten Mann ge> deckt war. Frau Arabella von Plöger lag mit geschlossenen Augen, den Kopf in die weichcn Polster zurückgelehnt, in einem mit schwerer Seide überzogenen Sessel. Sie war, trotz ihrer Jahre, noch immer eine Frau von be» zaubernder Schönheit. Und sie wußte, daß sie schön war. Ihre brillanten Toiletten waren für w,it höher gestellte Damen maßgebend, die größten Paris« Magazine be. sorgten die Bedürfnisse der Frau von Plüger. Si« lieble es, zu glänzen und von einem Schwärm von Bewunr,e rern umgeben zu sein. Ihr Gatte war stolz auf seine schöne Frau und stellte ihr im reichen Maße die Mit« t«l zugtbote, um zu glünzen. Die Ehe des Barons war nach dem Urlheile der Welt und auch nach seinem eigenen Uriheile eine durch» aus glückliche. Der einzige Sprößling und Erbe seine« Namens und seiner Güter war ein junger, schöner, statt» licher Mann, mit geistigen Fähigkeiten reichlich ausgestat tet. Felix von Plöger war überall ein gern gesehener Gast, und daS nicht etwa aus Rücksicht für den Vater, sondern seiner liebenswürdigen Persönlichkeit willen. Eben ritt er auf einem prächtigen Renner die Straße hinab. Als er seine Mutter am Fenster sah, grüßte er hinauf, und sie nahm ihre Lorgnette, ihn mil ihren Augen so weit zu verfolgen, wie sie konnte. „Die „Lady" ist ein schönes Thier." wandte sich Frau Arabella zu ihrem Gatten, welcher sich in die neueste Zeilungslectüre vertieft halle. „Freilich, ein stalt» licher. schöner Reiler ist die Hauptsache, und das ist un< ser Felix." „Hast du ihn mit dem neuen Thiere gesehen?" fragte Herr von Plözer gleichaillig. „Er reitet eben die Straße hinunter — ein hüb. scher Anblick — echter Kavalier!" „Seine Erziehung war in guten Händen," sagte der Baron in einen Tone, als löime es überhaupt gar nicht anders sein, als daß Felix ein aanz aus. gezeichneter Mensch wäre. „Er hat alleS gelernt und ist ein guter Schüler gewesen. Wir haben nie große Last damit gehabt, ihn unseren Wünschen geneigt zu machen, und sein Fügen in unseren WiUen. Fräulein von Dits> hosen als scine Braut zu betrachten, kennzeichnet ihn als das Must«r eines Sohnes." „Sieh', du bringst mich da auf ein Thema, daS ich schon seit einigen Tagen mit dir erörtern wollte", sagte Frau von Plöger, an ihren Gatten herantretend. «Ich finde nämlich, es wäre doch besser, wenn diese heimliche Verlobung ein Ende hätte. Im Grunde genommen ist es eine Abgeschmacktheit oder eine Lau"« von Frau von Dilshofcn; denn das jugendliche Alter der Braut ist kein Grund. Clarissa ist ncnnzchn Iah" alt, meiner Ansicht nach ein heiratsfähiges Alter." ..Du wünschest die Verlobung veröffentlicht, Ara< bella?" fragte der Baron, feine Zeitung zusammenlegend- „Allerdings ist das mein Wunsch, und ich habe fi" denselben meine ausreichenden Gründe. Ein jnnaer Ma>»' in Felix' Aller ist zahlreichen Verführungen ausgesät, wenn er allein ist. Clarissa hat alle Eigenschaften, einen Mann an sich zu fesseln. Die Verbindung unseres Sol)"^ mit dem Hause Ditshofcn ist unser innigster Herzens wünsch — ist es nicht besser, derselbe wäre erfüllt, «^ daß wir nur die Hoffnung auf Erfüllung haben?" ,, „Du hast recht. Arabella, aber ich befürchte, "". werden bei dem Versuch einer Beschleunigung dieser ^ bindung auf heftigen Widerstand dcr Familie si"" ^ Clarissa ist seil dcm Tage ihrer Geburt die tonanaebe"^ Stimme im Hause gewesen m,d sie hat ihre Macht gl genug ausgebeutet. Frau v. Ditshofrn brliaiiplet "" ' Clarissa habe noch nicht Lust. ihre Freiheil zu opft"' wenn ich aber aufrichtig sein soll, so glaube ich an lc»' Zuneigung ihrerseits für Felix." s. Eben darum halte ich es für wünschenswcrlh, ^ die Verlobung veröffentlicht werde — mit der H""^ hat es noch Zeit. Felix könnte eine reiche Partie " " chen, aber die Ditshofen sind von altem, angesehene' Adel, und es ist auch der Sicherheit wegen — «"5 neigt sehr zu Extravaganzen." „Nun, das hat nichts zu bedeuten." ,. „Felix hat zahllose Liaisons gehabt, wäre cs >'tty möglich, daß einesolche einmal einen ernsteren Charan" annähme?" 1721 wurde der .Bellona". Zweier am geschicktesten mantl. vliert und hat dadurch die gefährlichen Rivalen ausgiebig geschlagen. «iniensch.ffsfähnrich Josef o. Mauler steuerte sein siegreiche« Voot, dem Programme gemäß, an die Oallreepstreppe der „Miramar" und erhielt von der Hand des Kronprinzen eine goldene Remontoiruh«?. Den Preis für die porlugiesisch getalellen Jollen, ein Aneroid-Barometer, gewann der Schiffslieutcnant Gustav Sem> bach. Die äranschen Jollen wurden in jener der „Bellona" ausgezeichnet, und dem Fuhrer derselben, See-tadelt erster Klasse Wilhelm Steinbück, gab der Krön» Prinz freundlich ein Nachtglas für NaoigationSgebrauch. Kronprinz Rudolf zeichnete das Pceisboot weilerS dadurch aus, daß er in demselben sogleich eine Fahrt unternahm. Als außerhalb des Hafens der frische Wind den „Beliona" ließ, um auf die Schiffe zu gehen. Velin Landen wurde er vom Arsenalstommandamtn und vom Fregattenkapitän Rüdiger, dem Kommandanten d:r „Schiffe in zweiler Reserve", empfangen. Nachdem der Kronprinz die Jacht „Fantasie", die Fregatte „Laudon", die KasemaniHlffe „Kaiser" und „L>ssa", die PanznfreMte „Habsburg", die Segel-corvette „Minerva" und de:, „Don Juan" besichtigt halte, verfügte sich Se. kaiserliche und königliche Hoheit, nach den vielen „Treppen auf, Treppen ab", Kühlung zu suctcn, in die Marine Schwimmjchule. Mit dem Kronprinzen an Bord setzte die Exercier» brigg ..Artemisia" dcs Iungenschulschisfes um halb drei Uhr nachmittags bei flauer Westbriese unter Segel. Nach einigen Evolutionen im innern Hafen steuerte die „Ar< themlsia seewärts; Dampfer „Triton" folgte ihr. Nach abgehaltenem Segelmanöoer mit den Schiffsjungen ließ sich die Brigg auf vier Meilen oon der Küste weg. schleppen. Der Wind war hier ein schwacher Südwest, die See aber noch vom Tage zuvor elwas bewegt. Kronprinz Rudolf fchien sich für die Navigation ällccen Stiles gleichfalls zu interessieren. Die „Arthemisia" wurde unter Segel belassen, und nach Uederschissung auf den „Trilon" ließ der Kronprinz nach San Oirolamo in der Süoosteinfahrt des Kanals von Fasana steuern. Auf dieser Insel (Prioatbesih) mil den weithin bekannten Steinbrüchen hatten die Arbeiter Triumphbogen errichtet und den ganzen In>elrand mit Flaggen geziert. Dem hohen Besucher zu Ehren fand eine General,prengung statt. Gleich nach Sonnenuntergang war der Kronprinz U'it dem „Triton" wieder im Hafen von Pola; der Baron von Plüger schien im ersten Augenblick seine Gemalin nicht so rccht zu begreifen und tonnte ein spöttisches Lächeln nicht unterdrücken. „Meine theure Arabella, du von deinem Stand» Punkte aus magst eine ernste Liebschaft für etwas sehr Gefährliches halte,,, ich bin natürlich ganz anderer, entgegengesetzter Meinung. Eine ernste Liebschaft vertrügt sich ganz gut mit oeu Eigenschaften eines Cavaliers, und fo liitlc ich, dich vollständig zu beruhigen." „Eine Liebschaft ist natürlich leine Extravaganz," versetzte Arabella scharf, „was würdest du aber zu einer Vcrbinomig sagen, die deiueu Wünschen durchaus cut-grgeu wäre?" „Eiue Uumögllchtcit, Arabella," eulgegncte Herr vou Plöger mit großer Bestimmtheit. „Meinst du? Nun, wir wollen uus nicht über d'escn Punkt streiten — vielleicht könnte ich dir indessen das Gegentheil beweisen. Ich halte es auf jrdeu Fall lur das beste, die Verlobung bald zu veröffentlichen, "e Fcssrlu werden ihn besser haltm als alles andere." H. »Ich glaube, Arabella, es wird nichts uützcn — Ttt? *"" Ditshofeu wagt nicht, den Wünschen seines "Htrrcheus rMgra.cn zu sein." hosens^l" ^lNch mir eines Tages. Herrn vou Dits-u„^o^ ^'^^"sv^liältnisse befänden sich iu einem sehr leicht lv.f^'." Zustande, löimtest du ihm da uicht viel> lörschleli». ^ ^' H""b reichen und als Gegendienst eine H ''Um,g her Verbindung uuserer Kinder fordern?" "kehren. "°" Plögcr konnte sich eines Lächelns uicht einen'Druck^' ^ ^ dir zuliebe den Versuch machen, leicht, das: e/"^ ^N'" vou Dilshofeu auszuüben. Viel. Hufen der Ol,"'^ Klingt. Wenn Felir glücklich iu den ledig." ^ eingelaufen ist, sind wir aller Sorgen (Forts, folgt.) Segelbrigg hatte man sich gütigst angenommen und sie mit hereingebracht. Wie verlautet, soll der Kronprinz die Ankunft der Corvette „Dandolo" hler abwarlrn, um mit dem dortbords eingeschifften Erzherzog Karl Ste» fan zusammenzutreffen. — (Anläßlich der Kllschaner Festtage) erzählt „Vudapesti Viapilap« folgende «neldote: Der Vevvllerung der guien Stadt Kaschau passierte elnft ein große« Malheur. Tie hatte zum Besuche des Monarchen die Stadt decorleren lassen, Ul.d der Decorateur ilberreichte dem Vürgermeifier die Nechnung - im Betrage von 5000 Gulden - in dem Momente, als der Wagen des hohen VasteS heramollle. In der grohen Ver. »irrung —eine einstudierte Nebe ging dem armen Vllrgermeister ohnehin im Kopfe herum - steckte derselbe die Rechnung r^sch in das Vllndel diverser Vesuche, die er in dri Hand hielt, und ilber. reichte dasselbe, nachdem er die begrllßung«rede hergesagt hatte, lammt der Rechnung sr. Majesty. Nach verlaus der Fei«, lichten suchte der «lligermeister die Aechnung vergeblich, er lomlte nicht begreifen, wohin sie gelommen lM mochte, bis die-selbe ihm eines schönen Tages aus der Hoslanzlei mit dem In-dorsal zugeschickt wurde, dah dieses ememal die Auslagen flir die Decorat.onen ausnahmsweise der Stadt «<,sa)«u vergütet werden, mit der Bemerlung, daß lllüftighin. wenn Se. Majestät dorthin lommen i'Ule, leine Parade gemacht werde. — Seilher - be-merlt das genannte Vlatt - war lein Monarch in ilaschau; jetzt »st der M„>g von Ungarn dort. Es wurde aber auch me-mals jemand so gein dort gesehen. Auch diesmal »st der Empfang glänzend, die Parade groß, Jetzt brauchen die wackeren ,'laschauer aber die Rechnung nicht einmal einzureichen, der Kün.g von Ungar» erwidert sreiwillig ihre Huldigung - mit Liebe. » , » -(MoitalitHts.Statistil und »esundheils. Verhältnisse.) Bis zu der °m 1. September d. I. beende-len funsunddleibigsttn Iahreöwoche sind von je 1000 Bewohnern, auf den Iahreödurchschn.tl berechnet, als gestorben gemeldet: in W.en ^0 4 .n Prag 238, in Trieft 47 « in «ratau 29 3, in «erlln 61b. .n Breslau^8 0. .n «o.ugsberg 28 7. in Köln 153, '" ^'". "" °.^' '^' '" b°U"°der ^0 6. in Kasstl 142. m Magdeburg 28 4. in Stettin 34'<1. in Alton» 21 8, m Strah-urg .b b in Mllnchen 35 8. in Nürnberg 313, in Augsburg 34-0, .„Dresden 24.. in Leipzig 318. in Stuttgart 2d 8. m «raunschwe.g 24 5. in Karlsruhe 147 in Hamburg 24'U. m Basel 22 6, ,n Vrllssel 243. in Paris 238. in Amsterdam 22 1, '" «"penhagen 21-0, in Christiania 204 in Petersburg 31 tt, m Warschau 36 1. in Bukarest 26-5, in'Rom 26 7, in Turin 216, m»then 23 2, in London 18 3. m «lasgow 21 6, m rwer-pool 248, ,n Dublin 21 1, in Edinburgh 192. in Alexandria (EgYPten) 473, in Newyorl 312, in Philadelphia 229, in Boston 26-5, in Ch.cago 254. in San Francisco 162. in Calcutta 24 2. in Bombay 53 4, in Madras 141 9. c^ .."" ^"^ ^" Vlaralpe verunglückt.) Man lchr«.bt au« «eichenau, 10. Member: Wie heu« schon ein-m° , ele.guetl sich bei den Ausflügen inS Gebirge auch ,n den letzten be.den Feiertagen ein traurig« Fall. «m 8. b. stürzte em ^ounst von der Königsschuhwand (einem Theile der Rai-alpe) durch c.gene Unvorsichligleit und blieb, nachdem er sich wahrend des F»lles den rechten Fuß gebrochen hatte, mit den, Kindern, den Kopf nach adwHns an emem Baumstämme han-gen. Der Verunglückte blieb in dies« entsetzlichen Lage von vor-gestern 12 Uhr mittags bis gest^n 4 Uhr nachmttlag«. wo er erst von Hirtenknaben, die ih« zwar stürzen sahen, ihn aber lange vergeblich suchten, aufgefunden wurde. Die Identität des Armen lonnle biöher noch nicht festgestellt werden, da er weder Legiti. mationöpapiere bei sich »rug. «och « selbst im stände ist, dies» bezügliche »uslünfte zu geben. DaS Einzige, waö man von dem fast ganz Besinnungslofen herausbringen tonnte, waren die ab-gebrochenen Worte: Bureau — Spiegelgasse. Der Verunglückte dürste in einem Alter von 2i> bis 30 Jahren stehen, ist mittlerer Statur, hat schwarze Hiare und eben solchen Vollbart und liegt jetzt unter Behandlung des Uieichenanfr ÄrzteS Herrn Gustav Mayerhold in der Prein «b,im oberen Eckel." — (Die „N adel der « l e o P ° t r a".) Vclanntlich soll dieser Obelisl, den M?hemed Ali bereits 1819 der englischen Regierung zum Geschenk gemacht hatte, min in einem eigens construierlen Eisenschiffe nach i.'ondon gebracht und dort auf. gestellt werben. In den letzten Wochen wurde der leit säst zwei Jahrtausenden bei Vleraudric, an der Küllc liegende Obelisl aus einen Stapel gehoben und aus demselben mit der lastennitigen Elsemonftruclion des Schiffes umgebm. Wie nun telegrafisch aus Alexandria gemeldet wird, erfolgte am Freitag den 7. d. der Blapellauf, und der Obelisl winde in seinem Eisenlaften in den Hafen von Nlerandria gebracht, fokales. Zolltarif mit Spanien. Das hohe l. l. Handelsministerium hat mit Erlaß vom 17. August 1877, Z. 24.429, der Handels, und Gcwcrbclammcr in ttaibach nachstehendes eröffnet: Aus Anlaß des am 1. August l. I. in Spanien in Wirlsamlcit getretenen neurn Zolltarifs vom 17. Juli 1877 wird bekanntgegeben, daß laut Disposition 12 der Bestimmungen über die Anwendung oisses Zolltarifes die in demselben aufgestellten Zölle, welche niederer sind als jene. welche der als integrierender Bestandtheil unsere« Handels- und Schlffahrtsocrtrages mit Spanien vom 24. März 1870 erllärte Tarif des Jahres 1809 (12. Juli) vorschreibt, nur auf die Produkte und Provenienzen des deutschen Reiches, der Schweiz, Italiens, Oesterreich-Ungarn«, Schwedens und Norwegens, der Niederlande, Rußlands, Portugals, Marocco's und der Türlci An« wendung finden, deren Nationen auf Grund der geltenden Verträge auf die spanischen Produkte jene Zollgebüren legen, welche für die meistbegünstigsle Nation festgesetzt sind. Um zu erweisen, daß die Waren in den genannten Ländern erzeugt sind und aus denselben herrühren, haben zufolge der genannten Disposition die Vetheiligten zur Zeit der Einfuhr nach Spanien ein von dem betreffenden spanischen Konsul vidiertes Certificat deS ausländischen (österreichischen) Zollamtes vorzuweisen, ill welchem die Ausfuhr der erwähnten Waren bestätigt wird. Wenn die Produkte der genannten Nationen, um nach Spanien zu gelangen, ein anderes fremdes Land transitieren, ist außerdem die Durchfuhr durch ein vom spanischen Konsul vidiertes Cenifical der Zollverwaltung dieses letzten Bandes, durch welches die Waren gchen, zu erweisen. Weift jemand diese Dokumente nicht vor, so wer> den dle höchsten Zölle gefoidert w^otli, welche in dem Tarise vom 18tt9 angesetzt sind. Um sonaH dieser Zollbegünstigungen thellhast zu werden, bedürfen die nach Spanien zu importierenden österreichifchen Waren und Güter sowol eines Ursprungs-certificates, als auch, sofern dieselben in der Durchfuhr Frankreich berühren sollten, eines Transilocertificails. Zur Ausstellung der UrsprungSceNlficate sind die heimischen Zollämter berufen, worauf dieselben noch von dem compelenten spanischen Konsul zu oidieren sind; die Ausstellung der Transilocerttficale erfolgt im vorerwähnten Halle durch die sranzösiiche Zollverwaltung, und auch dieses Eertiftcat muh oon dein dortigen compelcn« ten spanischen Konsul oidiert werden. — (HandelSbeisitzir.) Da« höht l. l. Justizministerium hat im Emoetnchmen mit dcm hohe» l. l. H^udelslmnistcllum die itaufltule iu i!l»ibach Nkrander Dreo und Josef K o r d i n infolge ihler Witbeiwahl zu Hanhelebtisitzrrn bei dem Lande»» gtlichl.' in Lnibach neuerlich zu diesem «mle zu ernennen befunden. — (T e m c i n t> e w a hl.) Vci der am 4. d.M. ,n der Ort«geme»nde Streine ftuttgehublell Hi oolalenl ° a. in ttu!ag adgehlllttn. Bonseile der hiesigen Ndüollllenlammer wirb Dr. Moschi al« Delegieilll dtlselben daran lhcNnehmen. — (Pstibeprämiltruu g.)DieL»not«lomm'sslon sür Pjerdt-zucht veitHtilll bit Veldprämien uno Al^rleuüUllgsdlplome <2r den politischen Vezirl Raom,l>n«l>orf in Vclbe« «« 10. September und fUr die polilifchen Vezirle Kraiuburg uad Stein in Krain» bürg am 11. September 18??. In Velo,« erhielt?« für Muller« stulen mil VllUgfohlcu: Franz Stroj von Hofdorf 50, Iohuun Vlarolt oon ittolhwci» 4<^ unb Ialob Ivan oo» Unlelgürjoch 30 Tilberguldell nebss Nuerleiiuliligsdiplome, Michael VerauS oon Rann elhielt ein Anerleuiiungsdiplom. Fllr lunge Gluten erhielte«: Andrea« Knafelj oo:, Vuteufelt» 40. Igiiaz RuS» mann von lüostt 30, Johann Sari vou ituplelül ^0 und Michael Poljanec von Selo oei velbe« 15 Güberzulden nebst einem Anerlennungsbiplome, Josef Huldar von Nruming erhielt ein Anerlennunßeblplom. Michael Rasinger oon Wuizen erhielt fllr sein zweijäyrige« Hengstfohlen 30 Silbergulden und klncrten? liung«oiplom, Anton Sodj, oon lterschborf in der Wochein fttr fein zweijöhiigl« HiNgNfohlen Nueclenuungsdiplom. Josef Vovl vou Veldeu erhiell fUr seinen licenziertm Piiootb^schiilhmgft 50 Silbergulben mid Nnerlennuligsdiplom. In »raindurg eihielten solzende Züchter Piämitn: Fnr Mutlrrstuten mil Taugfohlen: «aspor Z u p a » vo„ Preba-tschewo50, Johann lomajii oon Zolog 40 und Ignnz Go» gala von llrainburg 30 Ailberaulden u»o je ei» Alierlenuniig». diplom. »nlon Arejc von Virlendorf AnerlenliungSdiploln. Fl!r junge Stuten: Georg Vobnnr oo» Luchoulsche 40, Iulob Berlii von FlÜbliig 30, »nlemin Or«dliel vo>, Tel sein 20 und Georg Ol ur n von Kolii; lü Tillergulden und je riü Än-tllennunßediplom. FÜ7 sei» zweijährige« HcilgNjohlen eihiell V°, lenlln Vradisel oon Tessam 80 KilberHulden. ßilr Ücenzierle Pnoul'tschtllhlUljstl llhitllen die Zllchiei Iallib !^ de» Hcrr» G^ner^l-Pl,stb,rlltor« ui,d der lromisch.lllficiiländische fpezicll oonseite d«S Herin Obtipostbirellols und slileu« de« Herrn Orelpoßlommis-sills Ralolisla ersreut?, gedachte. Der veitinosellelllr u»b itassier Heir Vrabicich verll.0 sodüiül d°S Prolvlllll der letzte» Ve-ueralversammluliz und trug dc» Kussebeiich! oor. lemliuch t>s-trugen d.e E,ni!°hmen 53« fl. 6 ls.. die «»,a°l,en s^st.^^ Zur Piufung de> Vl'ch« wiib ein l^ b«-^^^ „„, Herren Postmeifier« Gc^rio. Obls," "««' "", <,^"^- """ nach Vornahme d.-r Prllfu.g "^" ^"^^ oer P°s< ^ d.l«. K^ssicr da« «bs°lu!°rlglieder. Auch der Wohlthätigkeit wurde nicht vergessen und sllr die Familie de« in Linz verunglückten Nlitslltlgei«, der einen Menschen vom Tode de« Ertrinkens retten wollte, 30 si. gesammelt. — (Zur TriglavhUtten « Erüssnung.) Die grazer „Tagespost" bringt in ihrer «usgabe vom Mittwoch eine Veschwerde eines Grazer Touristen, welcher der Eröffnung der Triglavhlltte beiwohnen wollte, darüber, daß derseloc, als er bei der Hütte anlangte, leinen Vertreter der Section Krain dort anwesend fand, der ihm die Hütte trotz des strömenden Regens feierlich eröffnet hätte. Wir weiden vom hiesigen SecUonsaus. schusse ersucht, mitzutheilen, daß die ausgesandteu Einladungsschreiben ausdrücklich betonten: „der Ausbruch erfolgt Samstag früh 5 Uhr von Mitterdorf in der Wochein aus." Wenn sich «lfo der Vrazer Tourist, zu dem sich, wie er erzählt, später noch drei Käntner Touristen in der Hütte gesellten, am Rendezvous, platze eingesunden hätte, so hätte er dort von der Section Lai-bach die Herren Dr. Moschö und Statlhaltereirath Paller mit Sohn, von Graz helin Varon Tess in und von Trieft die Heiren Patze und M « » icus getroffen und hätt« erfahren, daß genannte Herren des herunterftrömenden Regens halber beschlossen halteu, die Liöffnungöfeierllchlelt zu vtitagen. Außerdem war auf ven Umladungen bemerlt worden, daß Anmeldungen zur Theilnahme an den Sectionöausfchuß zu richien sind. Da außer von Obgenannten leine Anmeldungen einliefen, glaubte der Sectionsauöschuß annehmen zu müssen, daß von Moistrana auö niemand zur Hütte wolle. Hätte ei! der Grazer Tourist oder einer von den drei Kärntnern der Mühe werth gefunden, dem Sectionsauöschusse seme Absicht, die Partie von Moistrana auö mitzumachen, betannlzugeben, so wäre ganz gewlh auch e»n Vertreter von Laibach dort gewesen, um die fremden Väste zu empfangen und hinauf zu begleiten. Nachdem die Herren dies jedoch nicht gethan hatten, mußten sie wol, als sie lrotz oes ungünstigen Wetters die Partie un quidationscomilos über dessen bisherige Thätigkeit wurde ge. nehmigend zur Kenntnis genommen und über Antrag des Dr. I. Vleiw eis dessen Drucklegung und Vertheilung unter die Actionäre beschlossen. Den zweiten und letzten Gegenstand der Tagesordnung bildete der Antrag auf neuerliche Ibperz. Nachzahlung per Nctie. In der am 17. August 1874 abgehaltenen Generalversammlung der „Slovenlja" stand nämlich nur eine seitens des Verwaltungsausschusses beantragte lOperz. Nach» zahlung auf der Tagesordnung, eS wurde aber Über Antrag eines Nctioniirs eine 15perz. Nachzahlung beschlossen. Da ein derartiger Veschluß im Widersprüche mit den Vestimmunaen des Handelsgesetzbuche« ist, wurde die Banl mit ihrem Klagsbegehren seitens eines Actionärs, der an den obersten Werichtshos recurrierte, abgewiesen und konnte füglich von den andern sich weigernden slctionären die 15p«rz. Nachzahlung nicht eingetrieben werden. Die Generalversammlung beschloß nun, daß d!e 15perz. Nach. zahlung jeder Actionär der „Slovenija" zu leisten hat, selbst, verständlich nur derjenige nicht, dessen Actie caduc erklärt wurde. — (Ertrunken.) Sonntag de» 9. d. M. verschwand der Grundbesitzer Franz Dobnilar au« T 0 p o l « l o , Pfarre St. Katharina, nachdem er zu Hause angab, ,r gehe zur Kirche nach Dobrova, spurlos. Gestern den 11. d. nachmittag« wurde er an der Wehr der Vtllhle in Schwiza aufgefunden. Derselbe dürfte im berauschten Zustande ins Wisser gefallen sein. Neueste M. (Original-Telegramm der „Laib. Zeitung.") Petersburg, 13. September. Offiziell. Aus Po. radim wird vom 12. d. abends gemeldet: Gestern vor Tagesanbruch begann die Veschießung von Plewna und dauerte bls 3 Uhr nachmittag«, worauf der Sturm er» folgte. Gegen Abend waren drei Redoulen genommen, auf der Südfront durch General Slobeleff. und die große Griwizaredoute durch General Rodjonosf, welcher leicht verwundet wurde, und durch Commandeur Schliter, der todt blieb. General Dobrowolsti ist gleichfalls todt. Am Sturme auf die letzte Redoute nahmtn 6 russische Bataillone und l rumänisches Bataillon theil. 2 Fahnen m,d 5 Geschütze wurden erobtN. Heute am 12. d. bei Tagesanbruch begann auf der ganzen Linie wieder ein heftiges Feuer. Die Russen stehen angesichts der tür» tischen Befestigungen in den gestern genommenen Positiv« nen. Die russischen Verluste betrugen gestern allein über 5000 Verwundete, die Zahl der Todten ist noch un« bekannt. Kaichau , 12. September. Se. Majestät der Kaiser' begab sich heule in Begleitung der Erzherzoge Albrecht und Johann sowie des Prinzen Leopold von Baiern und gefolgt von einer zahlreichen Sülle um 6 Uhr früh auf das ManSvrierfeld. Die 32. Division halle den Auf. trag, auf der Position von Enyiczle hartnäckigen Wider, stand zu leisten und dieselbe unter allen Umständen bis 12 Uhr zu halten. Die 15. Division sollte die Richtung des Angriffes durch einen Schleier vorgeschobener Kaval» lerie decken und mit zwei Brigaden und der gesammten Kavallerie den linlen Flügel des Gegners angreifen. Die 32. Division führte ihre Aufgabe vollkommen durch und begann vor 12 Uhr den Rückzug in die zweite Stellung zur Sicherung de« Hernad>Uederganges einzuleiten. Die Division besetzt die Höhen daselbst, während gleichzeilig das Dorf geräumt wird. Die 15. Division nahm Enyiczle und traf eben Dispositionen zum weiteren Angriff, als Se. Majestät abblasen ließ. Das schönste Weller begünstigte auch heute das Manöver, welches reich an interessanten Mo< menten war. Besonders glänzend durchgeführt war der Angriff und die Vertheidigung von Ortschaften und Wäldern. Alle Tnippm bewiesen eine vorzügliche Hal< tung. Nach Beendigung des Manövers versammelte, Se. Majestät die Generale, Stabsoffiziere und alle selbst-ständigen Kommandanten und geruhte in huldvollen Worten AllerhSchstseine volle Zufriedenheit über die Führung, namentlich aber über die Ausbildung und Disciplin der Truppen auszusprechen. Sodann trat! Se. Majestät mit der gesammten Suite den Rückweg, nach Kaschau an, woselbst Allerhöchstderselbe um halb 3 Uhr eintraf. Heute erfolgt die Abreise Sr. Majestät nach Eze> gled, während die Truppen ihre liantonnemenls beziehen. Die Bevölkerung fand sich auch heute sehr zahlreich ein und begrüßte Se. Majestät überall mit lebhaften Zurufen. Budapest, 13. September. (Fruchtb 0 rse.) Prima-Weizen, 80 Kilo effectlo per Hektoliter wiegend, lostet 12 fl. 20 kr. per Meterzentner, tauflustlos, dringendes Ausgebot. Ufance.Weizm 11 fl. 10 kr. nominell. Telegrafischer Wechselkurs vom 13. September. Papier« Renle 65-30. - Silber . Rente 68'—. — Gold« Rente 76 10. — 18«0er Staat«.«nlthen N2- -. — Banl-Ncliell »57. — Kredit - Actien 220 75, - London 117 65. — Silber 104 60. — K. l. Münz - Dukaten 5 64. — 20 - Franken - Slllcke 9-45'/.- — 100 Reichsmuil 57 90. Wien, 13. September. 2 llhr nachmitlags ^chlulUnr«,) Kreditactieu 219 50, 1860er l!°se 112-, I»«4cr ^nse I33 75, rifterreichlsche Neule ,n Papler 6540. staatsbahn 263'—, slort" bahn 193 — , 20. FranlenlUcle 9 46, ungarilchl KrcditacticN 199 —. »flerrelchische ffs»nc<,l»a»l — —. österreichische AnylobaNl 1I2-—, Lombarden 74 50 Uuionbanl 74 50. »uslru-olis»talist Nanl— , Üloydactlrl, 366,--, aüstro-ottomamschc Vanl -'-' lllrkischs z.'„se 14'—. Kolmmmol, ylolshsii 94'-. «gypüs«^ — —. «oldrente 76 10. Angekommene Fremde. Am 12. September. Hotel 2tadt Wien. Doser, Major, und Knapp, Oberberg' tommissär. Hraz. - Petruzzi. Eckstein, Tautzig, Kflte. u"b Neines. Mechteconsuleut, Wien. - Schuntar, IohaimiSlhal' — Globoinil, Ves., Eisnern. - Sauer. Gelreideha'ndlec, Kanischa. Hotel Olefant. Pavich. Trieft. — Ieraj. Lehrer. Neuhalls. -Giegorin. Lehrer. Salog. — Vabnil, Bahnbeamter, Minbilsss' — Kerzit, Senosetsch. - Millauh Julie. Vraz. - VlM, Vllrz. Nairischer Hof. Dr. Detela. l. k. Professor, Wiener-Neustadt. — Erlebacher, Hdlöm., OidelSheim. — i!oncarit mit S°h"' Selze. — Lindauer. Eslingen. ltalser von Oesterreich. Tonialli, Steinbrllck. Stadt Uaibach. Detela. Graz, — Vensa, Korporal, Wrz. ^ Dolenz, Holzdäudler, L>,ck, Mohren, «lembas und lleyrer. Klagensurt. - Farbach. OtU>t< gart. — Varon Vaselli, Cilli. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 7U.Mg. 739.«« ^-w.z W. schwach Nebel 13. 2 ,, N 739.x, -l-22.4 O. schwach l,r,n> 0,u«' 9.. Äb. 741.,, ! ^15« O. schwach Nrrueilhell Da« schöne Wetter anhaltend. Da« Tagesmittel der Wärntt -z- 19 3'. um 50» llber dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ollomar Vamli?rg. W Fill die zahlreiche ehrende Belheiligung am ve» W M gräbnifse deS »nnigst qeliebten Bruder« W » Zr. UleMnder Kudec > W spricht allen Ibellnehmern, besoilderci Sr. Danksagung. W Die villiüchcn Vcwcisc herzlicher Aillhcilnahnlt ^ an den! htlncn VerluNe unserer geliebte» Valtin, be« ^ ziehungsweise Mütter, der Frau !» Maria Dornik, ! sowie das zahlreiche Geleite zu derc» letzter Ruhe- ^ stlltte, nicht minder die vielen VlllNlcllsfteuden leacn ^ un« die Verpflichtlinz, auf, allen «ctreffeude» hieM't ^> den innigsten Danl zu sagm. M Laibach. 14. September 1877. W_________Die trauernden Angehörigen.^ H4^,'sznk4vi/<^ Wien, 12. September, ll Uhr.) Der Verkehr war insbesondere in «ctien der bisher im Kurse zurückgeblieben:» Vanlen, von welchen einzelne eine erheblich» A»^ iuau«Ne8ulierung«.Vns, . . 10425 104 50 DomHutN'Psaaobriefe .... 184 HU 1.15__ Oefterreichische Vchatzlcheine. . 99 75 w>- Ung. E'!tNl,ai,N'»n>.....V7?b Y825 Ung. Schatzban« vo» I. 1873 102 75 10» — »ulehen d. Gtadtgemewde W!eu i» V. V.........9775 98 - Grnnde»ttaftun«»-V»l!««tl«»en. vöhmen..........-' ' 102-25 «ied«öfterr«ich.......104 - 14050 Oaltnen..........84 75 vb - G«lb w«t Siebenbürgen.......74 — 74 25 lemeser Vanat......7b — 76 - Ungarn..........76 2b 76 l»0 «ctle» »<» V«»le». »«l> ««»« «nglo.ofierr. V»»l . . 108- 108 25 KrtdttanNalt........ «1225 2l2 51 Depofitenb«ml....... ^ — ^« — Kreollanftall. nnaar..... 197 — 19? 25 H«k°mpte.«.,ft»lt...... 710- 780 — ««tlonalbant....... «06 - «58 — Oefterr. V»nlgesellsch«ft . . . — — - — Ulnonbanl ........ 71 - 7150 «tllehrsban, ....... 105 - 10550 «ieuer Vantverein..... 84 50 8b- «ctle» ,«n Transh«rt-U»terneh-«u»«n». » »«« »lfill!»V«hn........N650 117 — Donau.Dampschiss., Gesellschaft »?6 — 378 — «llilabeth.iüeftdahn . . . .17675 1/725 Ferdinant»«»5lordvahu 192^ 1940 . Franz - Joseph « Nahn .... 1345^ 135- - s Oallzische llarl.Luowla.Vahn . 246 25 24650 ; Kaschau-iDderberger Vahn . . 111 — II, 50 Lemberg'CzernowiYtr Vahn . 120 - 12050 Lloyb.sesellsch. 366 - 368 - Oellecr. Nordwellbahn , . 11650 1l7 — «ub°ls««O°hn . Il0?5 ll12b slaatsoahu........ 281 5.) !if<1 75 SUbbahn......... 7,50 72- ll,eiß.>0ahn........ ,97 198- Ungar.-gali,. Verbi»bun4 50 » » ^ (i.V..«.) «8 50 88 75 Mationalbanl .... i>7 «0 9775 Ung.Vobtnlredil-Iuftilut(B.,V.) 90 50 90 75 Vrl«rllsts-ebli«alionen. «lisabely'V. 1. Cm. 98'50 «4 — Ferd.lNordb. in sllber Itt6 5» >"7 FranzlIosevh-Bahn 86— 86 b0 «»l. Karl.Vndmiq-V.. 1. «m. 99 - ^l, tDeNerr «l,r°me!l.«ahn 66 - ^.Z<1 GiebenbUrger «ahn ... 65 25 "^ ^ Ttaatsbahn 1. Vm...... 151 ^ X>?b slloliah» » 3«/, ...... 105 f^ ay50 5',. ..,.., 89s' ^.^ sUdbahn, Ban«...... —'^ Devise». gg «us deutsche Plilhe..... 0» 20 > ^ London, lurze Sicht . . . . "76^ ' ,'/. « 9 " " Deutsche «,lch«. 5» t" " banlnoten 58 ^ - '^"4/, ^ Gilbergulbm '04 . 80 . 104 . 4U «ralnilche «cn.ldtNtlaNu^qs-o^liaatt^. «rival!!<»i,run, : O<>ld9>—. Ware ««cktr««: U« 1 Uhr 30 Mnuten narleren: Papierrente 6b40 bi« 85«) ««>,««««, »i620 t,<« «830 Goldreute 76 t5 "i«« 7««5 »"Nil 21290 -«« 2l3-. »»<,>« l" 109 25. «°»H«n 117 90 bi« 11615 «a»<,l«n, 8 47 »l« 9 47'/, «ilb« ltt4 40 >"« ,04«