MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES v«ri.n nnd SchrittUituoa Marbuto • d Dran Bado«"« •*» ® Pemrufi Ni 25-67 25-68, 2S-69 Ab I» Ubi Brichelnl werktagh-h ■» Morgeneitung Betugiprsli (Im »orao- tah'har) oiODStllrb RM 2.10 einirhliBflhcb Mänii h »iiBei «amstaq»!»« die gchrinieituno nui auf Peniruf Nr 2P-fi? erreichbar Unverlangte Zuschriften werden 19,P Rp- Pontiettuugsg^bOhri bei Lieferung im Streifband »u/ügllch Portm bei Abholen In dei Gpsr hUMssinlle nirhi r(irkcfc«8nt1t Bei iSmtlichen ^nftBgeD l»l da» RflckpottO ' eliuleg^n Poglsrherkknnto Wien Nr 54.608. RM 2,— Allrelr»' dur-'b Po*l monatlich RM 2,10 lelngcl (ü b Rpi t-o^treilungsgpbührl und Hh Rpi ^ii-iell- GesrhdftSK'fi'len io rilll Marktplatr Nr 12. Fernruf Nr 1 unrf "r Pettap UnoarfnrgsuKp Nr 2 Fernruf Nr 89 qebOhr ElnrelnUmmer- werden nur qeqeo Vorelnsenduno »le Ptn7«lpff-'*e' 'inri ipt Pnrfnninlnapr. "lap^pndpl Nr. 298 - 83. Jahr($ang Marburjj-Drau, Montag, 25. Oktober 1943 Einzelpreis 10 Rpf Boiiiben ^egen England lyiiftkampf über der britischen Hauptstadt — Ein PK-Bericht über die jüngsten deutschen Angriife dnb ..... 24 Oktober pk Es sind keine Luftschlachtcn qroßen Stils, die wir in der verqanqenen Woche fast Nacht um Nacht über London qeflo-qen haben» denn die Schlacht hat immer dls Voraussetzunq eine Schwerpunktbildung des Krieges an Menschen und Material. Schlachten durchkämpft man bis zur Entscheidung und ohne Rücksicht auf Verluste. Sie können den Einsatz des leLiten Materials und der letzton Männer lordern. Darum müssen wir mit solchen gewichtigen Worten sparen. Wa« London in der verqanqenen Woche fühlte, was die Millionen in den Kellern und Bunkern der Themsestadt erleben mußten, ist das Vorexerzieren eines »Trotzdem«, für die zu Hau&e aber ist das ein den Glauben stärkender Beweis von der anschwellenden deutschen Produktionsleistung und dem auch im fünften Kriegsjahr noch gleich hohen Aus-bildunqsstand unseres Nachwuchses. Denn diese Angriffe auf die englischen Produktionsstätten, die Störanqriffe und Einzelzieibekämpfungen sind geflogen worden, während der Schwerpunkteinsatz der Luftwaffe ganz unbestritten an anderen Fronten lag. Trotzdem sprechen unsere Kampffluozeuge im Westen ein gewichtiges Wort gegen England mit. Mit neuen, schnelleren und bewährten alten Typen hat die Luftwaffenführung im Westen zu einer ganzen Reihe von empfindlichen Angriffen ausgeholt, sei es die Bekämpfung von Einzelzielen in überschwer geschützten Räumen, die Angriffe auf Hull und Portsmouth oder der wiederholte Einsatz mehrerer Verbände auf London, denen die gegnerische Abwehr bisher nicht gewachsen war. Der eindeutige Beweis dafür ist das auffallend niedrige Abschußergebnis. Wir wollen keinen Gegner unterschätzen -- ein Angriff auf London gehört zur hohen Schule der Kampffliegerei. Diese Stadt hat alle Voraussetzungen für eine günstige Luftabwehr. Sie hat vier Jahre fieberhaft daran gearbeitet, um Flakzonen, Feuersperren, Rudel von Ballonsicherungen zu schaffen und das Ganze schließlich bi« in alle Höhen hinaus unter den Schutz der Nachtjäger gestellt. über die fünf Millionen da unten in den Kellern wölbt sich in den Anflug-nächten' der grelle Lichtton unzähliger Scheinwerfer — und doch müssen sie, trotz aller Technik, trotz allet hochentwickelten Such- und Meßgeräte, den Einbruch der deutschen Fliegerverbände bis in den tiefsten Stadtkern hinnehmen. Angriff in der letzten Nacht. Der Staffelkapitän steht vor seiner Staffel. »Also«, sagt er ruhig und knöpft die weiße Pelzweste zu, »wir fahren heute Bomben gegen London«. Danach Ansprache. Uhrenvergleich. Und in die dunkle Nacht heben sich grün-rot leuchtend die Positionslampen startender Kampfflugzeuge. Schnell verliert sich qegen Westen der dumpfe Motorenlärm schwer beladener deutscher Maschinen. Tief unten zieht Land vorbei. Bald ein helles, blinkendes Band, das Themsebett. Plötzlich durchflutet kreidiges Licht die Kanzel. Jetzt hat die Flak sie angemessen, hat ihre Höhe, Fluqrichtunq sowie Geschwindigkeit ausgemacht. Die Scheinwerfer blenden auf. Das war der erste, nun im Kreuz der zweite, ein dritter. Mit Vollnas jagen die Motoren. Drüben das gleiche, dort sind Kameraden drin. Die Wolkenschicht ist günstig. Rein in den nächsten nrauen Ballen! Und mit messerscharfer Kurve über 90 Gr^d auf der anderen Seite heraus AbgesrhüfteU. Aus dem hellen Mondlicht schwimmt eine graue Steinmasse heran, von schwarzen Linien durchschnitten — London. Sie vergleichen die Zeit. Sie sind zu früh da, um fünf Minuten zu früh. Also warten, kurbeln zwischen Flak, Nachtjägern, Ballonen und Scheinwerfern. Der Funker sieht hinaus, auf den hellen Horizont, der vor dem Mond liegt, und in den dunklen, von dort können sie kommen Da, zwei, drei Schatten schieben heran Er schreit die Warnung, schießt Wie rote Morsezeichen flirrt die Leuchtsptir durch die Nacht. Ein Sturz nach unten, scharfe Wende, aber die Nachtjäger hängen dran. Etwas seitlich rechts der eine, von hinten der zweite. Luftkampf. Beim Funker tanzt die Munition durch die Kanzel Eine Leuchtpatrone fällt «US dem Gurt und klemmt sich in die Fühninn des Seitenruders. Der Knüpnel geht schwer. Aber sie sind durch plötzliches Abdrehen freigekommen und ziehen nun noch auf Position. Jetzt ist es soweit. Genau liegt die Ma- schine auf Kurs. Bomben scharf und runter damit! Der Funker, ein bombenge-schädigter Duisburger, sieht ihnen nach, beobachtet unten das gelbe Aufblitzen auf alle kriegswichtigen Fabrikanlaqen, Gleich danach gießt sich eine wabernde rote Glut aus. Er dreht sich um: »Mensch, was sie mir zu Hause kaputt geschmissen haben,'das habe ich ihnen reichlich heimgezahlt« Duich das letzte Wort fährt schon ein Feuerstoß, den er dem Jäger vor die Nase setzt. Die Herren von der Abwehrleitung unten müssen in Rage sein, hetzen ihre Nachtjäger unbekümmert durch das eigene Flakfeuer auf die Deutschen da oben. Abflug Am Horizont versinkt die Stadt. Hoch leuchtet es einmal brandig-rot. Was sagt der Chef: »Schwere Abwehr, Jungs, aber wieder ist es gelun-genl« Der »Alte« muß es wissen, hat schon fast lOOmal Bomben nach England gekarrt. Voll dröhnen die Motoren über den Kanit zurück. Dort liegt die Kü'ite, ruhig und entspannt ist der Flug über eigenem Bnden Am Horizont qlüht ein Ring rofer Lichter auf. Drehscheinwerfer kreisen sie sind wieder am Einsatzhafen. Es ist späte Nacht. Laut rumpeln über die Rollfelder die riesigen Laiifrä-der der hpimkehre"den K'^motflunzeuge. Kriegsberichter Harald Jansen entstand eine starke Explosion, die das Schiff auseinanderbrach. Kurz vor seinem Unitergang wurde der Kreuzer mit starker Schlagseite und tief im Wasser liegendem Heck beobachtet. Im Laufe des Kampfes hatten zwei der dem Kreuzer zunächst stehenden britischen Zerstörer den Versuch unternommen, die deutschen Seestreitkräfte an der Durchführung ihres Angriifes zu hindern. Sie schössen etliche Salven, die jedoch keines der deutschen Fahrzeuge trafen. Sie selbst wurden dagegen von mehreren Torpedos getroffen, die rasch um sich greifende Brände zur Folge hatten. Nach den gegebenen Umständen ist es sicher, daß die beiden Zerstörer schwere Beschädigungen erlitlen hahen. Ihr Sinken konnte jedoch im weiteren Verlauf der Operationen nicht benbach-tet werden. Als der Morgen anbrach, erschienen britische Flugzeuge über der Unterrfnnqs&tellp und suchten nach überlebenden. Das für die deutschen Sfreitkrälte so erfolgreich verlaufene Gefecht fand bei den Sieben Inseln (Les Sept lies), westlich der ehemals britischen Kanalinseln statt, unweit vom Eingang zum Golf von St. !Udlo, Es begann in der zweiten Stunde nach Mitternacht iind dauerte nur wenige Minuten. Die deutschen Einheiten, die durch ihr blit/schnnlles Zu Der Sieg am Kanal Der feindliche Kreuzer brach auseinander dnb Berlin, 24. Oktober Leichte deutsche Seestreltkräfte erzielten wie der Wehrmachtbericht meldete, mit der Versenkung eines britischen Kreuzers einen beachtlichen Erfolg. Er wurde in der Nacht zum Samstag gegen einen weit überlegenen, von Zerstörern gesicherten britischen Kreu-zerverbfnd errungen und erwies von neuem die Schlagkraft der Seestreitkräfte. Der Kreuzer erhielt bereits Im ersten Anlauf unserer Boote zwei Torpedotreffer und nach einigen Minuten mindestens noch einen dritten, wahrscheinlich sogar einen vierten Treffer. Uniter der Wirkung der Torpedos entstand ein Brand, der schnell um sich griff und auch die Munitionskammer erfaßte. Es Von unserem V. M. Ankara, Mitte Oktober Der angelsächsischen Flüsterpropaganda in der Türkei mit dem Ziel, das Azorenbeispiel zu einem neuen Ansturm gegen die türkische Neutralitätspolitik auszuwerten, ist rasch eine neue Nervenkampagne der englischen und amerikanischen Presse gefolgt. Angeführt von der Newyorker und der Londoner »Times« eröffneten die beiden Demokratien eine deutlich die Zeichon einer gemeinsamen Absprache tragende Leitartikel-Kanonade gegen Ankara. Unter dem Motto »nahöstliche Neu-tiale« wurde die Türkei direkt angesprochen mit dem drohenden Bemerken, es sei der Zeitpunkt gekommen, daß die Geburtstagswünsche des Führers für den König von Rumänien dnb Führerhauptquartier, 24. Oktober Der Führer hat Seiner Majestät dem Könia von Rumänien 4 seinem Geburtstag dm 25. Oktober mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. Der »Verräter des Vaterlandes« tc Rom, 24. Oktober Die Gemeinde Budrio in der Provinz Bologna hat dem früheren Außenminister und Londoner Botschafter Dino Grandi, der am 25. Juli d. J. im Großen Faschi-stcnrat die Opposition ite^en Mussolini anführte, das ihm im Jahre 1923 verliehene Ehrenbürgerrecht mit der Begründung cntzo({en, daß er das Vaterland und die Nation in eine tra({ische Lage gestürzt habe, Bandenmitglieder hetzen in Schweden rd Stockholm, 24. Oktober Die nationale schwedische Zeitung »Dagsposten« wendet sich gegen das ungehinderte Auftreten jugoslawischer Bandenmitgliedet in Schweden, die dort 1— als Flüchtlinge getarnt — gegen Deutschland hetzen und zum anderen einer Bolschewisierung Europas das Wort reden. 12 dieser Burschen agitierten beispielsweise in diesem Sinne bei einem sozialdemokratischen Jugendtreffen im Stockholmer Konzerthaus. Gleichzeitig entfalteten sie im Stockholmer Kommunistenorgan »Ny Dag« eine auf der gleichen linie liegende öffentliche Agitation »Dagsposten« fordert das Eingreifen der schwedischen Behörden, d<»mif diesen bolschewistischen Schreihälsen der Mund gestopft werde. Der Anj^riff auf Great Yarmouth dnb Berlin, 24. Oktober In der Nacht zum 24. Oktober griffen schwere deutsche Kamptfliegerverhände in mehreren Wellen kurz nach 23 Uhr die britische Hafenstadt Great Yarmouth dn. Bei günstigen Sichtverhältnissen wurden die befohlenen Ziele trotz reger feindlicher Nachtjagdtätigkelt und heftigem Abwehrfeuer leichter und schwe rer Flak planmäßig mit Bomben bewor-len. Im Abflug beobachteten die deutschen Kampfflieger etwa zehn im Entste-hen begriffene Brände, die rasch an Ausdehung «jnahmen. Der deutsche Wehrmachtbericht Zwei Dodekanes^Inseln genommen Britischer Kreuzer im Kanal versenkt — Großangriffe der Sowjets dnb Führerhauptqu^rtier, 24. Oktober Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Neue heftige Durchbruchsversuche der Sowjets zwischen dem Asowschen M«er und Saporoshje scheiterten auch gestern in schweren Kämpfen, bei denen sich die 3. Ostmärkische Gebirgs-Division unter Führung von Generalmajor Witfmann besonders ausgezeichnet hat. In der Nacht zum 22. Oktober wurden unsere Truppen nach taqelangen Straßenkämpfen in Melitopol aul Stellungen am Westrand der Stadt zurückgenommen. Aus dem Raum nördlich Saporoshje und aus der Einbruchsstelle südöstlich Kremerrtschug trat der Feind mit starken Kräften gleichzeitig zum Großangriff an. Er vermochte zwar Geländegewinn in verschiedenen Abschnitten zu erzielen, jedoch gelang es unseren Truppen, in erbitterten Kämpfen den beabsichtigten Durchbruch abzufangen. Die Schlacht dauert mit unverminderter Heftigkeit an. Am Dnjepr südöstlich Kiew und an der Sosh-f^ündunq blieben Anqriffe der Sowjets auch gestern ergebnislos. Ein eigenes Angriffsunternehmen nördlich Kiew führte zur Verengung einer in den Kämpfen der Vortage entstandenen Cin-bruchsstelle. Auch am dritten Tage der im Raum westlich Smolensk anhaltenden Abwehrschlacht wurden die mit stärkstem Artilleriefeuer und unter Zuführum frischer Kräfte fortgesetzten Diirchbruchsangrifle der Sowjets blutig abgeschlagen. An den Abwehrerfolgen im mittleren Frontabschnitt haben das XXXIX. Panzerkorps unter Führung des Generals der Artillerie Martinek und die Rheinisch-westfälische 25.1. Infanteriedivision unter Führung des Generalleutnant Bek-ker besonderen Anteil Im West- und Mittplfibschnitt der süd-italieni^chen Front unterndhm der Feind nach starker Artillerlevnibereitiing mehrere von Panzern begleitete Vorstöße. Sie scheiterton meist schon im zusammengefaßten Feuer vor den Stelluno''n un'ierer Gefechtsvorposten oder Im eigenen Gegenstoß, Im östlichen Mittelmeer gelang es deutschen Soldaten, die vorübergehend in Kriegsgefangenschaft geraten waren, sich zu befreien. Nach Kräftezuführung und Unterstützung durch die Luftwaffe nahmen sie die vom Feind besetzte Do-dekanes-Insel Levitha im Handstreich. Am 22. Oktober landeten außerdem Verbände der Luftwaffe, verstärkt durch I leerestruppen auf der von Briten und Badoglio-Truppen besetzten Insel Stam-palia Sie zerschlugen den feindlichen Widerstand und besetzten die Insel. Es wurden Gefangene und Beute eingebracht. In der vergangenen Nacht griff ein Verband deutscher Kampfflugzeuge mit 48 Terrorbomber abgeschossen Das Oberkommando der Wehrmacht göb am Samstag bekannt; In den Kämpfen zwischen dem Asowschen Meer und Saporoshje wurde gestern nach außerordentlich hartem Ringen ein großer Abwehrerfolg erzielt bcbei hat sich neben der hervorragend kämpfenden Infanterie unsere Artillerie hesttnders bewährt. Im Liiibruchsriium südöstlich Kremen-fychug hat die Luftwalfe durch wiederholte schwere Angriffe starker Kamp'-und Nahkampffliegerverbäntle die Stoßkraft der Angriffsverhände und die Trup penbewogiingen der Sowjets in großem Ausmaß gelähmt Es kam gestern in diesem Raum nur zu örtlichen Infanterie- und Panzeriingriffen Sie wurden unter Beseitigung vorübergehender Ein-biüche in harten Kämpfen abgewehrt. Hin Gegenangriff warf feindliche Kräfte »rot/ hartnäckigen Widerstandes weit zurück Unsere Angriffsspitze stieß dabei in teindliche Marschkolonnen und belegte Ortschaften vor und fügte Hern Feind hohe Verluste zu. In det Dnjeprschleife südöstlich Kiew und im Raum nordwestlich Tschernigow wurden zah'reiche sowjetische Angriffe in schweren Kämpfen abgeschlagen. Westlich Smolensk setzte der Feind beiderseits der Autobahn nach unne-wohnllch heftiger Arlillerievoibereilung PK-KricjJshcrublor Kurth (PnZ — Si.h) Oer .VlarsflHl! und sein Pferd Bei einer kiirzlirhcMi Hesichligiino des schlagen und hartes Anpacken den Geg- I Atlantikwflllcs durt h Gent r.ilfeldmnr-ner offensichtlich auch moralisch schwer | schall v RuncIsteiM trHf der Mersch.ill In getroffen haben erlitten bei dieser • einem Feslungsgelande auf sein tiuheies schneidigen Waffentat keine Reschodi- I Reitpferd, das er in Berlin als Oberb^-gungen oder Verluste. ' fehlsbabcr der Gruppe rill Ankara im Kreaazleiser Das Kapitel Nervenkrieg ßcgen die 'lürkci rd-Vertroter in Ankara Alliierten jerli: iiolifische lloltung und jede Neutralität, die dazu dienen, den Krieg hinauszuzögern, als untragbar ansehen müßten. Die englischen und amerikanischen Blatter gingen sogar sc weit, Ankara mitzuteilen, daß die Tiir-kel ebenso wie l'ortugal über Stulz-punkte verfuge, tlie den Alliierten niilz-lieh sein kt)nnten, Die tiirkische Reaktion aut diese neue Kampagne steht im Zeuhen einet absoluten Ruhe und einei kiihlen .Milebnuiig in Form einer sachlichen Prüfung der Gesamtlage. Wenn man in London und Washington die Absicht gehabt haben sollte, die türkische Öffentlichkeit unter eine erhöhte Spannung und die verantwortlichen Kreise unter Druck zu setzen, muß man die daran geknuptlon Hoffnungen sofort abschreiben. Die tiirkische Staatstuhrung hat jedenfalls dafür gesorgt, daß dieser Versuch der Unruhestiftung gar nicht bis zur r)fjent-lichkeit vordringen kann H edei d e amtliche Agentur noch der Rundfunk oder irgendeine andere türkische Zeitung hallen bis jetzt den Engländern und Amerikanern den Gefallen getan, inirb nur eine einzige der von den anglo-.imn-rikanischen Informationsbüros massenweise einlaufenden Agitationsstimmon zu beachten, geschweige denn in der Öffentlichkeit zu verbreiten Diese wird vielmehr bewußt in der Über7eugun(| gefestigt, daß die Regierung entschlossen ist, dem Land unter allon Umslcindt n die Neutralität und den Frieden zu bewahren. Entschieden wird der Versuch zurückgewiesen, zwischen der Türkei und '\)r-iugal Parallelen zu konstruieien. Die 1 lir-kei, so wird be'onf umfasse in ihrem Sinatsgebiet als geschlossenes C.rm/es rein nationalen 3odon und sei in keiner Weise irgendwo von den Alliierten ab-hänffig Der Staat sei aus eigener Kraft gcsch'iffon worden und fühle sich «tark genug, avirh in Zukunft lediglich ui« seinen eigenen Kraftquellen und Reser-V€-n zu schöpfen Ein \'ersiich. flas Lind über die Frage von Stiit/punkten in eine heikle Lage bringen zu wollen, knmmo damit dem Versuch gleich, die Belange der ganzen Nation /u lieriihfen und mii^se se'ie Reiiktion in einf^r ge^^chlos-senen Haltung des tüikischi'n vnlkes linden. Man IdlM die türkische nffontlichk-'it nicht im Zweifi'l übet die l'rlvillunr Konfeienz laut werden ließ, aufgefiihrt, die alle auf die Forderung htnauslaii'en: sofortige Maßnahmen zui Rerilisic ung der zweiten Front D. det Kteml anerkenne In diesem Zu-^ammenh ing qe-Winne dei erneute V?'t5ih h Londons lind Washingtons an die Türkei unti-r Aufrollun(| des Stutzpunklprnblemi-. hi r-anzutreten, besond"re BfMliMiU'nq I'e britische und amei kaniscbe PMip.tqni la hüipt sich abei wciblweisl fh weiter /u gehen und etwa dif Fr.uie zu beiin Worten, weichet ('er drei Mliiertpn '-^l ii/-punkte auf tüik srbem Und- n h T'i'-n wolle In englis( hiMi und iimenkin - h n Kreisen in der Tiirkei w' d si'it e nio-^n Toyen dazu die Ilicone voilitl-jn, es gutem Erfolg die an der ennlischen Küste gelegene Hafenstadt Great Ya'^mouth an. Andere Flugzeuge bombardierteT Einzelziele in Südenqland. Im Atlantik erzielten KampffluTeuge B'^'"'ientreffer auf zwei Landungsschiffe, von denen eins als vernichtet angesehen werden kann. * In der Nacht zum 23. Oktober fand im Kanal ein Gefecht zwischen einenen Torpedobooten und einem überlegenen britischen Kreuzerverband statt Hier errangen die deutschen Streitkräfte einen vollen Erfolg. Sie versenkten einen britischen K'euzer und torpedierten außerdem zwei Zerstörer. Eigene Schäden und Verluste traten hierbei nicht ein. seine Durchbruchsversuchc fort. Gegen mehrere feindliche Einbrüche in unsere Front gewannen die sofort einsetzenden deutschen Gegenangriffe trotz erbitterten feindlichen Widerstandes einen Teil des verlorenen Geländes wieder zurück In den letzten beiden Tagen wurden ün der Ostfront 218 Sowjetpanzer abge schössen. Vor der siidilalienischen Front wei den außer reger beiderseitiger Aulklä tungstätigkeit keine Kampfhandlungen von Bedeutung gemeldet. Starke Verbände deutscher Kampfflugzeuge bombardierten den feindlichen Nachschubhafen Neapel und verursach ten durch Treffer auf Ktrianlagen 'ind Schiffslieqeplätzen, in Lagerhallen und Materialstapeln große Brände und erhebliche Schäden, Im östlichen Mittelmeer griff die Luftwaffe mit stärkeren Kräften einen Insel Stützpunkt des Feindes an. Britische Bomberverbände f'ogen in der vergangenen Nacht in Mittel- und Südwestdeutschland ein und führten vor allem einen schweren Terroiangriff auf die Stadl Kassel Luftverteidigungs-kräfte vernichteten nach bisher vorliegenden Meldungen 48 schwere Bomber Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Naf b' wiedeuim Ziele im Stadtgebiet von London. Seite 2 * Nr. 208 * Montaj|, 25, Oktober 1943 marburger zeitung sei jot7t immerhin möglich, daP gewisse V'organqo, die sich im europSischen Gebiet dor Türkei als notwendig erweisen kcnnlon (wnhei die Meerengen zu dem euii.pdischen Gelvet cjeschlagen wer-rlt n), n rh notwendigerweise die Neu-Irdütdhpolitik dor Türicei berühren milDion. Si'Iltstvorstitnflürh ist man in Anknra nlli.Ti (i.oson M nierungsfendonzon ge-qcniibfi ciußcrst warhsam. Aber dennoch hnw ihrt man die auch bisher ge-70 n>r> solbstsirh'^re Ruhe, die auf den Willen gc((riindet ist, die Neutralitätspolitik (los l.'indes durch keinerlei Vor-n.inge orschüttcrn zu lassen. Avfrui der MüHoncn hricgscrkliining der Regierung des PrelLMi Indien an England und USA tc Schonan, 24. Oktober Die vorlaufige Regierung des Freien Ind'.en erklärte an Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Nordame-rikworden ist. Nun gelte es in der täalich°n Kle'mrbeit all das zu verwirklichen, was in dieser Woche als Parole vor uns stand: Leistung und Disziplin am Arbe'tsDlatz Gfluobmann Weißensteiner wies darauf hin, was die Jucjend in dieser Woche zuwene gebiacht hat. Viele Men-«jchen unseres Gaues, die manchmal nerne das Wort von der Verwahrlosung der Junend in den Mund nehmen, hätten fitaiinend vor den im Rahmen des Wettbewerbes ausgestellten Arbeiten der Lehriinne iind Lehrmädchen gestanden und seien v jn der Haltung und Leistung urspi-er Juaend überzeugt worden. Fü den Nachmittag waren die ausqe-zeirh'^eten Juno id M^^del zu einer Aufführuna von Kleists »Käthchen von Hei|b nnnc im Schauspielhaus eingeladen, Vor der Vorstellung übergab der r 'ann, der Gebietsführer und d'e Grbiptsmädelführerin den Ausgezeichneten Bücher und Urkunden als Erinnerung an diesen Tag. Zwischen Afrika und Kreta Briten-Kreuzer zerbirst unter Stuka-Bomben Von Kriegsberichter Hans Groß Deutsche Sturzfinmpfflugzeuge ver-■^cnbten, wie gemeldet, im Seegebiet siiillicfi der Insel Kreta aus einem Vchand englischer Kriegsschiffe fl'.irch linmhcnuolllrcffer einen Kreuzer. J'iv Bc' der Luftwaffe, im Oktober "e t iticjL'n suchten wir sie, von denen V. I a ir wiilUen, d-iß sie sich im Schutze c ■ N vun Cyiicrn aus zu dt:n Ver-Mii i In des D'xlckdnes schlichen. 1 :mhIjcIil' Kriegssthille und Zerstörer, / II 1 schieiiLMi mit dem Teufel im r .;.(Im suiii. Wie weggewischt waren .s (lu, (ti in Ulickfdil, das kilorneter-. I rl:i' tdciuen Wasser des Miltul-nw ( i", lUMltißtc. In stundenlangem an-bt: i !ii|' 'i(lem Plug setzten wir unentwegt (! •■ S;if listieife nach den feindlu.lien I. ::l ' iit'ii lort, guckten in jede ver-siffkic Uu( ht, bis der Gegner gestellt v.-.ir. Im ("i (' 1) i e t der 12 Inseln /v. ' ; Kufkn waren gestartet zum I ' 1 l'r j) /Iii bcwalfneteii Aulklaiung im L'l (ioi zwoll Inseln, über Rhodos :.j;. : ;i .SU* ir K.chtung Kastell Rooso H iiciii Ici/.ten Aiislciuler des Uodekanes '.or da ficstiden Kleinasiens und ;i (.'y|ifin vor. Leer l)lieben die \N .'.if ' tils sie /iirückllogen und kreuz i.:i'l f| u', zwischen Afrika und Kreta (i.- "^iii lic lorlsotzlen. Da waren sie l(!i unter ihneri, die lange vergeb-I f !i * . "^ii( lilcn! Zwei Kreuzer und drei /.'•rstiitcr. D'e schlanken kraftigen Lei-!)'■• rl"! Sf hifle stiehen pfeilschnell durch d:^' l liilfii, aus denen die Schrauben l v.' iHe Ptihrtstreifen wie Kometen-si liwr |r pe tschten. Im Nu belanden ^i; h nl|lli.iliintif hunr[ eines im Kiimpt um die deulsrhe Ziikunfl aufs höch.ste tje-w-ihrten und im Laufe seines vorbehalt-l>v;pn ninsat/es Versehrten Kriegsteil-nrhrnfv- aul einem Sliirk des unserem Volk err>b"rif>n neuen Lebensraumes be-drutfle /ugleirh den symbollsrhen Ausdruck fl''s D''nkt»s wie ihn die Heimat f): ' käniplenden Front abzustatten gerb nkt MM tichenlaiibtriigpr Hein, de'n dls urstcii Ijildntcriüleutnant des Heeres diese hohe militärische Auszeichnung zuteil wurde wird in gleicher Weise auch das Opfer gewürdigt, das der namenlose deutsche Soldat millionenfach für den Schutz der Heimnt und die Größe des Reiches rfebracht hat und in dem noch anhaltenden Rincieit um letzte Entscheidungen weiterbringt In Anwesenheit führender Persönlich keiten aus Partei Staat und Wehrmacht nahm Gauleiter und Reirhsstntlhalter Greiser den feierlichen Akt zum Anlaß, um die kommenden Siedinngsniifgaben im Wartheland zu kennzeichnen Ptiiig und Schwert im Wappen des neuen Ost-gaues, so sante er seien die lehendioen .Symbole dafür daß um fliesen Raum seit Jahrhunderten hart gerungen wu'de und daß Deutschlands größter na"ern-gau nur gesichert sei, wenn in Zukunft neben den Pflug auch das Schwert geschliffen bleibe Die alteingesessenen Bauern dieses Landes seien von jeher Kämpler um die Erhaltung ihres Volkstums und ihrer wirtschaftlichen Existenz gewesen ebenso wie die vie'en Hun-dertausend von Umsiedlern, die, dem Rufe des Führers folgend, sich in den Vergangegenen Jahren in die Reihen dieser völkisch kämpfenden Bauernfront gestellt haben Hinzu trete ietzt dor peue und doch so alte germanisch deutsche Typ des Wehrbauern, der mit den schon ansüssigen Siedlern in den nach sten Jahren und Jahrzehnten zu einem neuen Typ des politisch-kämpferischen Wehrbauern zusammenschmelzen werde. Durch den Einsatz von Kriegsversehr- ten in die für sie bereitgestellten Höfe sei bereits der Anfang gemacht Mit Willkommgrüßen im Namen aller Deutschep des Warthf'landes, das den größten Teil seines Bodens und anderer Einsatzmöfflichkeiten Frontkämpfern vorbehalten hat, übergab dann Gauleiter Greiser als Beauftrarrter des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums den Hof an Eichenlaubträger Hein, der in schlichten Worten für das Geschenk und die ihm zuteil gewordene Ehrung dankte und versicherte, daß er ebenso w'e er als SoUlat seine Pflicht erliillt habe, jetzt alles daransetzen werde um auch als Bauer auf völkisch umkiiniplten Boden seinen Mann zu stellen. Nichts wird dem Feind gelassen Auch Getreide wird mitgenommemen — Geborgene Eisenbahnzügc dnb Berlin, 24. Oktober Belm Übergang auf das Westufer des mittleren Dnjcpr bewahrten die deutschen Truppen stets die volle Handlungsfreiheit gegenüber den nachdrängenden Bolschewisten und ließen sich weder in ihrer militärischen noch wirtschaftlichen Maßnahme beirren. Durch umfangreiche Sprengungen und Bergung aller Versorgungsgüter trugen sie Vorsorge, daß die Sowjet« in den geräumten Gebieten nichts für ihre weiteren Angriffe Brauchbares vorfanden. So wurden z. B. über die Brücken und Fähren Im Abschnitt einer einziqen deutschen Armee außer allen Waffen und Gefechtsfahrzeuqen noch über 146 000 Tonnen aus Ernteüberschüssen des Thar-kow-WorEkla-Gebietes stammendes Brotgetreide abtransportiert. Bei 96prozen-tiger Ausn. ihlung lassen sich aus diesem Getreide rund 186 000 Tonnen Brot herstellen. Untei Zuqrundlequna des zur Zeit gültigen Port ionssatzes könnten demnach mit dem geborgenen Getreide Städte von 100 000 Einwohnern über eineinhalb Jdhre mit Brot und sonstigen Bdckwaren versorgt werden. Auf einem süditaüenischen Bahnhof gerieten vor einiger Zeit bei einem überraschenden Vorstoß der Engländer eine größere Zahl voll beladener Güterwagen in Gefahr, dem Feind als Beute in clio Hände zu fallen. Schon sollten die Wagen mit ihrer wertvollen Ladung gesprengt werden, als ein kleiner Trupp Panzerpioniere mit Hilfe von Eisenbahnpionieren den Versuch unternahm, die Transporte zu retten Der Bahnhof lag bereits unter heftiqem Beschuß, als die Pioniere unter Führung ihres Leutnants die Eisenbahnwaqen zu Zügen zusam-menstollten und sie zurückführten. Durch die entschlossene Tat im feindlichen Feuer körnten zwei elektrische und fünf Dampflokomotiven, 270 Waggons, darunter ein Personenzug sowie 27 Kessel-wanen mit sämtlichpm darin befindlichem Ma'erial m Sicherheit gebracht werden. BLICK NACH SÜDOSTEN tc Regentschaftsrat für Albanien. Die albanische Regierung hat die exekutive Staatsgewalt in die Hand eines hohen Regenschciftsrates gelegt, wie amtlich Siimstag bekanntgegeben wird. Dieser Regentschaftsrat besteht aus vier maßgeblichen albanischei' Persönlichkeiten, die einstimmig von der Nationalregie-runq gewählt wurden. Er setzt sich zusammen aus- Mehdi Frasher, Fuat Dibra, Pater Anton Harapi und Lei Nosi, tc Neuer kroütlsrher Ohergespnn. Der bisherige Oberciespan der Gesi)dn5{ halt Pritjorje (Agram und Umqehunq) Dr Marko Lameschitsch wurde seiner Pflichten enthoben und zum St^^tsrat ernannt An seine Stelle trat als Obernp'nan der Gesp,in'""haf t Prinorje der Ustnscha-Oberst Erich Lisak tc rrnahrnngsknnferenz In Agrpm Um die Emährungsfragen der krn.Tiisrhnn Arbeiterschaft bestmöglichst zu ou) mi sieren, wu^de im Ministerpräsldium un-lei dorn Vorsitz des Ministerprätiiderrten eine Konferenz der interessierten Minister und Vertreter der Arbeiterschaft abgehalten. Zur Debatte stand besonders die Frage der Einrichtung von Arbeiterküchen in größeren Orten. tc tJesucb in Skoplje. Der bulgarische Innenminister Christoff, dei sich auf einer M-izedonienreise befand, besuchte am Freitag dit im Laufe dieser Woche zweimal von britischen Terrorbombern anrietjriffene Kreisstadt Skoplje. flnb Reirbsverweser von Morty emp fing am Donnerstag den neuernannten lürk'«''~b"n Gesandten in Budapest, Sek« fei Fiiad K"'"eri, der ihm sein Beglaubl gunqssf b ■ eiben überreichte. tc Flne ant'l'ommim'sttsrhe Au^tel- '"nri. In B njaluka wurde unter dem Mot 'o "E ne br<'~n'sche Stadt trägt /um Sie ,|f. i-nf pine -nt^kornmunistische Ausstel 1. ' -^t. Wurmstichige Früchte Dit Bukarester Zeitung »Capitata* ver-ÖffentHcht mit der Überschrift *Die Lehre einer Kapitulation* einen Leitartikel von Alexander Hodoa, der an Hand anglo-amerikanischer Pressestimmen das künftige Schicksal der Verräterregierung des feindbesetzten Italiens untersucht. Badoglio sei von der HoifnunP ausgegangen, durch bedingungslose Kapitulation und Kriegserklärung an das vormals •ferb 'ndete Deutschland die Gunst der Feindmächte erkaufen zu können Diese Hoffnung sei bitter enttäuscht worden, nicht allein weil die deutsche Gegenaktion die Folgen des Verrates restlos vereitelt habe, sondern auch weil Roosevlt und Churchill nicht daran dächten, den Verrätergeneral zu belohnen. Aus den Äußerungen General Eisenhowers Badoglio gegenüber sei zu entnehm''n, daß die Bevölkerung des besetzten Italiens im Irrtum sei, wenn sie glaube, mit der Waf-fenstreckung schon alles feieistet zu haben. Vielmehr erwarte Eisenhnwer eine aktive Teilnahme der Badoglioten am Krieg gegen Deutschland, und die anglo-amerikanische Presse la^se deutlich die Absicht erkennen, die Italiener ah Kanonenfutter und Arbeitssklaven im Kriege zu verwenden. •Dies ist die bittere Lehre einer ver-ffeblichen Kapitulation. König Viktor Emanuel und Marschall Badoflio, die ^ich aniieboten haben, an der Seite der Anglo-Amerikaner bis zum Erdsieg zu kämpfen, werden wie unnütze Anhängsel behandelt,* Verrat zeitige immer iinirm-•tichipe Früchte, die vor der Reife verfaulen. Schwerverwundete kehren heim dnb Berlin, 24 Oktober Am Nachmittag des 22. Oktober trafen in einem deutschen Hafen die ersten der etwa 5000 schwerverwundeten deutschen Soldaten ein, die im Austausch gegen die gleiche Zahl schwervcrwundetcr britischer Kriegsgefangener aus der englischen Gefangenschaft heimkehren. Bei ihrer Ankunft wurden sie am 23. Oktober durch den Befehlshaber des Wehrkreises und den Gauleiter des norddcutschcn Gaues begrüßt. Der Wehrkreisbcfchlslia-ber verlas in seiner Ansprache ein herzlichstes BegrüQungstelegramm des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht und überreichte jedem einzelnen der Verwundeten eine besondere Spende des Führers. Nach kurzem Aufenthalt in den Lazaretten der Hafenstadt werden die Verwundeten in die Lazarette ihrer Heimalorte oder die ihren Heimatorten nächstgelegenen Lazarette übergeführt. Weitere Transporte von Heimkehrenden werden in allernächster Zeit eintreffen. UnsfTP KurzmpldnnßpTi dnb Eine aufschluBreiche ZahL EiMeu Hinweis auf die Schwere der amerikanischen Verluste im Südwestpazifik gibt eine Bemerkung Admiral Leahys, des persönlichen Stabschefs Roosevelt, bei einer Chirurgentagung, das 15 000 verwundete USA-Soldaten mit Hilfe von Flugzeugen aus dem Frontbereich ins Lazarett gebracht worden seien. tc Unschwer einzusehen. »Wir sehpn ein«, so schreibt die Londoner Zeitung »Sphere«, »daß keine Form der Kriegführung so laut nach Rache und Vergeltung schreit wie die Bombardierung von Städten«. dnb Lloyd George auf FrelersfUßen. Der ehemalige englische Ministerpräsident Lloyd George, der jetzt 80 Jahre alt ist, verheiratet sich am Samstag mit Miß Frances K. Stevenson. Diese war zunächst Erzieherin seiner Töchter und später seine Privatsekretärin. dnb Der unerwünschte Bundesgenosse. Wie aus Kairo berichtet wird, hat die griechische Emigrantenregierung bekanntgegeben, die Zulassung Badoglios als »Mitkneglührender« sei für sie »keine angenehme Überraschung« gewesen dnb Klein Fleisch In Rio. Nach Moldungen aus Rio ist in Brasiliens Hauptstadt seit mehreren Tagen keinerlei Fleisch mehr zu erhalten da die Vorräte aufgebraucht sind und neue Lieferungen ausbleiben. dnb Marmeladekarlen auch In USA. Nach einer Meldung aus Washington ist der freie Verkauf von Marmelade, Obst-gelees.- Fruchkonserven und Kompotten in den HSA aufgehoben worden. Das absolute Verkaiifsverbot wird ab 1. No-vrnnber einer Rationierung Platz machen, tc Japans Schüler helfen säen. Sieben Millionen Studenten und Schiilk'mler sollen bei der Aussaat der nächstiShri-gen Gefreideernte in Japan als landwirtschaftliche Helfer eingesetzt werden. tc Verkehrsflugzeug In Flammen. Dis von England heimkph>-ende schwedische Verkehrsflugzeug »Gripen« mußte auf der Insel Holloe etwa 70 km vor der schwedischen Westküste, notlanden und verbrannte Von den 13 Pass/^n'eren konnten nach den bisher vorlieqendeii Meldnnaen nur zwei neretfet werden. tc Mehr Panier In der Türkei. Auf Grund einer Beschlußfassung des Ministerrates wurden die Bestimmungp" über den Ilmfang der TageszeitunnP" j gelockert Diese Maßnahme dürfte auf eine verstärkte Pnpierelnfnhr in der Türkei zurückzuführen sein. So können Vünftig die Tageszeitunnen im qroßen PnrjTiat 7weimn1 in der Woche auf «ch «?r.'tPn t.pH im kIo<"0" Pnrm^f fünfmal wö-henMich auf acht Seiten erscheinen. nriifk 0 Vpfinq " nnn*'"»' ",11# mbH Vi.rl«n«|pifiino Pd'H' «»nrTHi^nnpr llrMiih " <■ Ifr*l»iir1 1'» « MAniiiQ H il Zui 7*1» roi dt» Pr-isIlÄf» Nr ^ wom I 10 April qfilHO T"'iA„?nn I Rlrittf. h» hAhfrpt H^w/ill «Ipi flplrl«*ti«»tftiiing nIM k«>in#n An*pi Tf mi« IKl'kfhlunq »l»« BptiiQ» I marburger zeitung Montag, 25. Oktober 1943 * Nr. 298 * Seite 3 HeiMOtubi Umästbou. j Stolzes Zeugnis deutscher Schaffenskraft Pimplich hat Sorgen Es gibt eine Sorte von Mitmenschen, von denen man raeint, sie müßten alle Herr oder Frau Pimplich heißen. Sehen sie aul ihrem Kalender das Wort »Herbstanfang«, so heißt das für sie der Startschuß für den Beginn der Heizperiode. Sie scheren sich den Teufel um rüe bis vor kurzem noch schöne warme Herbst-Sonne draußen. Sie heizen! Lieber reißen sie dann mehrmals am Tag die Fenster auf und lassen die Wärme nntweichen. Aber sie heizen! Mit guter kohle, die deutsche Kumpels in srhwer-st(>r Arbeil tief unter der Erde gebrochen haben. Sie könnten zwar wissen, diese Pimplichs, daß aus oder mit der Kohle die kostbarsten Dinge gemacht werden, wie Ben/in, Buna, Munit'on Panzer, Flugzeuge. Aber so weit denken sie mit ihrem bißrhen Hirn nicht. Im übrigen ließe sie das auch gdnz kfclt. Was kümmert sie flie Front, die die Waffen braucht! Hauptsache, daß sie sich im Oktober schan ordentlich verwöhnen können, Sie heizen jetzt schon so, alj ob draußen 20 Grad Kälte wären, Wenn sie »zentral« heizen, drehen sie die Heizkörper auch im Schlafzimmer auf, aus Angst, sie könnten im eigenen Bett erfrieren. Sie wissen natürlich nicht, daß im geheizten Z'mmer schlafen ein sehr ungesundes Schlafen Ist. Herr Pimplich ist aber selbstverKtänd-lich immer so leicht erkältet. Don Schnupfen wird er gar nicht los. Kein Wunder,-wenn er sich Tag und Nacht in so unsinniger Weise verpimpelt. Statt die Schuld ganz allein bei sich zu suchen, schimpft er zu allem Überfluß noch auf den Staat, weil er ihm, dem unverständlichen Kalenderfröstler, nicht mehr Kohle zuteilt. Er würde ja am liebsten sein Mittagsschläfchen im geheizten Ohrensessel abmachen, wenn es so was heute nur zu kauten gäbe! Aber so sind die Pimplichs: Helfen den Koh-lenklau und wissen gar nicht einma' wie! Dienst am Lied Clllis Sing- und Spielgemeinschaft Dem Wunsche vieler sanges- und spiellustiger Clllier Volksgenossen ent-sprechencl hat sich die Volksblldungs-stätte Cilii entschlossen, eine Sing- und Spielschar aufzustellen. Der Zweck ist, das deutsche Volkslied auf volkstümliche Art zu erlernen, zu pflegen und der breiten Volksmasse zugänglich zu machen Besondere stimmliche Veranlagungen oder musikwissenschaftliche Kenntnisse sind nicht notwendig, sondern nur gesunde Freude an Lied und Spiel. Es ergeht daher an alle sanges-treudifjen Cilller Einwohner der Ruf, sich bis zum 30. Oktober 1943 im Amt Volkbildung zu melden. Die Singabende beginnen kurz nach der Anmeldefrist und werden rechtzeitig bekanntgegeben Die neue Schule in Ranzenberg eröffnet In der neuerbauten VolkF.schule in Ranzenberg wurden am IB, Oktober vier Schulzimmer ihrer Bestimmung übergehen. Malerisch auf einem Hügel, nahe der Reichsfitraße liegend, erstreckt sich der gewaltige Bau der neuen Schule. Im festlich geschmückten Turnsaal fand die Eröffnungsfeier statt, an der als Vertreter des Landrates Dr. Mauthner, Schulrat Schneider, der Leiter des Hoch-bauamfe« Ing. Baurat Schröder, Ing. Roi-ko, Bürgermeister Fraß, Baumeister Glaser mit seinen Arbeltern und der gesamte Lehrkörper der Schule teilnahmen. Nach einem Lied, von den Schulkindern gesungen, sprtfch Schulleiter Pg. Eibensteiner über den Werdegang des Schulbaues. Im Herl^t 1941 wurde mit I dem Bau dieser sechsklassigen Schule I begonnen. Die Ausmaße des Gebäudes , sind gewaltig. So umfaßt die verbaute ; Fläche allein 1200 qm. Außer den sechs I Klassen beinhaltot das Haus noch eine Monge von wichtigen Räumen, so eine Garderobe zu jeder Klasse, ein Bibliothekzimmer, ein Lesezimmer, ein Beratungszimmer, Handarbeitszimmer, Lehrmittelzimmer, Milchtrinkräume, eine Kanzlei, eine Feierhalle, die Schullehrküche, ein Bad und einen Turnsaal mit allen erforderlichen Nebenräumen. An das Schulhaus schließt sich die Wohnung für den Schulwart an. Das Lehrerhaus, im Projekt fertig, wird eine Arbeit für den Frieden werden. Trotz der ungeheuren Schwierigkeiten, die sich In der Bauar-beit in diesen zwei Jahren ergaben, konnte die Schule doch so weit fertiggestellt werden, daß heute der Unterriehl in viei Räumen aufgenommen wird. In Rnnzenberg gab e« in der ehemaligen jugoslawischen Zeil weder eine Schule noch wurde Unterricht erteilt. Die Kinder mußten die Schule in Egidi, Jah-ring, Unterkunigund und Marburg besuchen und hatten weite Schulwege zurückzulegen. Schon in der Zeit der österreichischen Monarchie sollte vom deut- schen Schulverein eine Ottokar Kern-slock-Srhule in Ranzenberq erbaut werden. Dieses Bauvoi haben wurde aber durch den Ausbruch des Weltkrieges verhindert. Bdural Ing, Schröder dankte als Leiter des Hochbauamtes dem Baumeister und seiner Gefolgschaft für die so vorbildlich durchgeführte Bauarbeit und würdigte die Gestaltung dieses Neubaues, der in seiner ganzen Art Zeugnis vom deutschen Geist und deutscher Kultur ablegt. Schulrat Schneider übergab sodann im Namen des Landrates und als Leiter des Schulamtes die neue Erziehungsstätte dem Schulleiler mit anerkennenden Worten für seine Tatkraft, mit der er als Bau-aulsichtsorgan die Arbeiten bis zum heutigen Stand beenden konnte. Bürgermeister Ftaß übernahm abschließend das Schulhiuifi in die Obhut der Gemeinde. Mit der Führerebrung und den Liedern der Nalion wiirrie die Feier beschlossen. Im Wissen liegt unsere Kraft Eröffnung des Führerschulungswcrkes im Bann MarburjJ-Stadt In der {{roßcn Juticndbcwc|iun|(, die als Träj{cr und Bchütcr des nationalsozialistischen Gedankens besonders hier in der Untcrsteiermark vor schwierifje AufjJa-ben ({eslcllt ist, erweist es sich als unbe-dintJt notwendi({, daß die Führerschaft um Sinn und Bedeutunii dieser Dcwe)2unt{ weiß. So wurde am 21, Oktober im Festsaal des Tegetthoffjjymnasiums das Füh-rerschulunjjswerk des Bannes Marburg-Stadt eröffnet, das den für die Juj{encl-arbeit verantwortlichen Führern und Führerinnen in einer Reihe von Arbeits({e-meinachaften den nationalsozialistischen Gedanken nahe brin({en soll. Es ist jedes Menschen ureiijcnstc Ein-8tellun]{, Krisen in seinem Leben zu über-i winden. Auf der inneren Kraft beruhend I wird er entweder standhaft bleiben oder I mehr oder weniger in seinem Glauben j zweifeln. In einer Führerschaft der Deutschen Jujicnd darf es aber keine i Zweifel jjebcn. Diese Kraft des bcdin-({unf{slosen Vertrauens beruht im Wissen um unsere heiligste Sache, im Wissen um unsere Wcltanschauun>j. Diesen Gedanken in seiner Eröffnunjisansprache aufnehmend, führte Bannführer Sturm aus, daß es nicht nur notwendig sei, diese Grundsätze zu kennen, sondern darüber hinaus auch zu wissen, auf welchen Fundamenten sie beruhen, die durch 2000 Jahren bestimir.end für das deutsche Volk und darüber hinaus für die |{anze Welt waren. Der Nationalsozialismus als Bejahunjt des RasseiJedankens ist auf den ((ermanisch-ethischen Be;{riffen der Ehre und Treue aufgebaut, der mit der Bluts-reinheit eines Volkes im strcn|{cn Geigen-satz zu allem Vcrnichtun({swillcn jüdischen Geistes steht. Denn nur dann können wir diesen Kampf sieifrcich bestehen, wenn wir unseren Ge|{ner klar erkennen. Studienrat Dr. Borden umriß hierauf in einer kurzen Übersicht den Stoff, der im FührerschulunjJswcrk an die Hörer herant{ebracht werden soll, wobei die Mitarbeit jedes anwesenden Führers von (größter Wichtigkeit sei. Die Pflicht ist es, so zu handeln, als ob von jedem von uns der Sie{( unserer Sache abhin^^e. Mit diesen mitreißenden Worten schloß der erste Abend, dem sich eine weitere Folge interessanter Vorträge sowie Ar-beitsfjemeinschaften anschließen wird s. z. Rege Arbeit in Hochenegg Sonntag, den 17. Oktober, wurde im Iheatersaal der große Dienslappell der Orlsgruppe abgehallen. Um 9 Uhi meldete der Leiter des Führungsamles I dem Orlsgruppenführer die 5b anwesenden Amisträger und Mitarbeiter. Redner war der Ortsgruppenhihrer Steinberger selbst, welcher das Thema »Aulbau des Stei-rischen HeimatbundeS' behandelte. Seine klaren und leicht verständlichen Ausführungen wurden von den Anwesenden mit größler Aufmerksamkeit angenommen. Diiraul folgte der Dienstappell bei welchen eingangs der Ortsgruppenführer die Kriegslarje schilderte. Er führte unter anrlerem an, (laß zu Besorgnissen kein Anlaß vorhanden sei, da die Wehrmacht den Endsieg unter allen Umstanden erringen wird. Dann referierten die einzelnen Amtsträger. Den Referaten folgte eine längere Aussprache. Der Ortsgruppenführer gab anschließend noch Richtlinien für die weitere Arbeit. Mit der Führerebrung wurde der Dienstappell geschlossen, Die Leitkuh im Schmuck des Fuikls Wenn der Senner sein Vieh zu Tale treibt Wenn aul den Berggipfeln der erste Schnee gefallen ist und das Laub in dem darunterliegenden Waldgürtel »ich Im-m»r herbstlicher zu färben beginnt, Ist wieder die Zeit des Almabtriebs gekom- men. Gewöhnlich Ende März hat man das Vieh von den Talhöfen auf die Niederalmen, gegen Mitte Juni aul die Mittelalmen und im Juli auf die Hochalmen gebracht. Dort veibleibt es, je Aufnihmai Stclfan I.Ictiiblld, Crii Der Scntie will scheinen — der Sommer ist hin nach der Witterung, bis etwa Ende September, zu welcher Zeit wieder die Niederalmen bezogen werden. Nach einigen weiteren Wochen, zumeist Mitte Okiober, wenn die ersten Vorboten des Winters sich eingestellt haben erfolgt dann die endgültige Rückkehr ins Tal. Während die Almauffahrt im Frühjahr ohne besondere Festlichkeiten vor sich geht, wird der Almabtrieb nach altem Brauch zu einer romantischen Jahresschlußfeier ausgestaltet. Die Tiere werden zu diesem Zweck reich mit Tannon-kränzen geschmückt und tragen auf den Häuptern ein Holzgestell, das sogenannte Fuikl, von dem Federbüsche und bunte Seidenbänder im Irischen Bergwind flattern. Hierzu kommen oft noch kunstvoll angefertigte Holzspanrosetlen, die im Volksmund »Zitterrösln« genannt werden. Der stattliche Zug der untei Schellengeläut zu Tal wandert, wiid von dum Hutcrbub mit dem besunderii reich gezierten Leitstier oder der Leitkuh eröffnet und von d«!r Sennerin beschlossen. Diese lenkt oft noch ein Pferdeoder Stietfuhrwerk, aus dem Koch- und Milchgeschiri, Kleider und Wasche, der im Somuier auf der Alm hergestellte Topfenkäse uiid eine Zentrifuge sowie mitunter auch eine Kiste mit einem gemästeten Schwein oder einem erst kürzlich zur Welt gekommenen Saugkalb zu Tal gebracht werden. Berühmt geworden isl namentlich der Almabtrieh von den Bergen dei Steiei-maik und Kärntens sowie rund um den Königssee bei Berchtesgaden, der nach dem Abtrieb zum größten Teil in breiten Flachbooten zu Wasser erfolgt. Geduldig überstehen die prächtig aufgeputzten, Kopf an Kopl dicht gedrängten Tiere die ungewohnte stundenlange Fahrt durch das nasse Element, ÜiCseh interessante Schauspiel ist olt vc»n den Kameramännern der Deutschen Wochenschau gefilmt worden. Natürlich Ist jede Sennerin stolz darauf, »ich mit ihren vierbeinigen Schützlingen im Kino wiedersehen zu können. Auch aul der Deutschen Alpenstraße. der llorhalpen-Straße zum Großglockner und auf vielen anderen Strecken herrscht im Oktober ein malerisches Leben und Treiben, wie es eben nur der Almabtrieb zustandebringt. Zug um Zug strebt von den Nietieralmen herab den lalhöfen zu, wo das Vieh in warmen Ställen wohlgeborgen den WlntJr überdauert, um Im nächsten Frühjahr dann mit dem ersten frischen Grün und den ersten waimen Sonnenstrahlen wieder bercfwärls /.ti wandeta. Ein buntes Programm Was bringt Marburgs Stadttheatcr? Dai Marburger Stadltheatcr Wiirtet im Wochenlaul wieder mit einem vielseitigen Programm auf, in dem die geschlossenen Vorstellungen einen weiten Platz einnehmen. In der Riiigvorstelliing II des Amtes Volkbildung wird Goklunis Lustspiel »Der Lügner« eine weitere Auflüh-rung erleben, wahrend am Dienslaq in einer Sondervorstellung für die Deutsche Jugend Kienzls »Kuhreigen« auf dem Programm steht. Die Wehrmiicht wird in einer geschlossenen Vorstellung eine Aufführung von Lortzings »Wildschütz»' erleben, jene Oper, die mohr-mals beifällige Aufnahme fand und in einer weiteren Vorstellung am Donnerstag (freier Kartenverkauf) ihre Wiederholung erfährt. Im Zeichen der leichtgeschürzten Muse steht am kommenden Freilag die Erstaufführung der Operette in zwei Teilen (zwölf Bildern) von Dr, v, Tolarskv »Auf der grünen Wiese-. die Bruno Hardt-Warden und Rudolf Koller für die deutliche Bühne bearbeiteten und zu der Jana Ben^s die Musik schrieli. Am kommenden Samstag und in den beiden Vorstellungen nmSonnlaa wird diese Operette a!)ermats zur .Aufführung kommen. Rührigies Sachsenfeld Die Ortsgiuppe Sarhsenlf id rjehhil zu den drl>eilsfrr'iidigsten im Kreis Cilli. I''es /eif|t sich riu'h jetzt wierler in den icgelmäßig durchgeführten Zellensnrerh-abenden, die überall sehr gut besucht waren und die besten Ergebnisse zeitigten, So fand im Gasthof Pickl ein Zel-lensprechabeiid für die Zellen Ol und 02 statt. Der Ortsgruppenführer, Pg. Steinbock, gab die Richtlinien lür die kommende Arbeit und stellt«» den Gebrauch fler deutschen Sprache bei allen die sie beherrschen als Ptlicht und Bekenntnis heraus, wie auch die erhöhte Miturbeit bei den Sammlungen für das Kriegs-WHW. Der Leiter des Führungsamles I, Bürgermeister Karl Strdsser, behandelte die angelaufenen landwirtschaftücheu Fragen. Es wurden viele Fragen gestellt und es entwickelte sich eine lebhalte Aussprache. Ahnliche Zellenversammlungen wurden auch in den Zellen Ciutendorf im Gasthaus Katsch und in Petersdoif abgehalten. Sie alle wirkten sich sehr positiv aus und gaben den Teilnehmern das sichere Getiihl des Enflsiegrs und der Zusammengehörigkeit und Volksverbundenheit, Durch den Tod abberufen Tapfere Untersteirerln ging von uns Dieser Tage wurde eine taplere Un-tersteirerin, die Postmeislerm i. R, Käthe Stingl, die Johizehiile das Postamt in Windischft'islrilz Icntete iiiirl in Cir.iz im hohen Alter von H2 Jahren verslail), zur letzten Ruhe geleitet. Als lanrndhrige Parteigenossin hat sie auch in der Zeit der «schwersten Voifolgung aus ihrer Überzeugung kein flehi ncnviclit und brachte reichliche Opfer Um die Partei und ihre Gliederungen. In Windischf'.'i-stritz und im ganzen Unterland war sie durch ihre aktive TätigVcMl in aiieii deutschen ^Vereinen eine bekannte Peisön-lichkeit, die auf Grund ihrer bewußten Einstellung zum I^cutsihtum zu Beqinn der Fremdherrsr halt der UnteisltMermark ihres Postens in Windischleistritz enthoben wurde. Mit wehem Herzen schied sie damals auf. ihrem so geliebten Land und zu dem schönsten Tag ihres Lebens zählte sie es, als der Führer in den Apriltagen des Jahres IIJ'II dieses schöne Land zwischen Sawe und Drau wieder heimholte ins Reich, Sobald die Schranken der Fremdherrschaft "efallen waren, führte sie im hohen Alter von 80 .Irihrnn der Weg in ihren Heimatort Windischfeislritz und sliftelp der Deutschen Jugend in Form einer großen Reihe von Werken des nationalsozialistischen Schrifttums den Grundstock zu einer vorbildlichen Bücherei. Nun ist diese tapfere Streiterin für das Deutschtum von uns gegangen. Mit ihrem oftr-nen Bekenntnis zum Reich auch in den schwersten Tagen, mil ihrer restlosen Hingabe an den Dienst für das deutsche Vaterland, mil ihrer Liebe zur I Heimat und den großen Opfern, die sie j immer zu bringen bereit war, hat sich diese echte deutsche Frau in der Unter-j Steiermark ein bleibendes Denkmal ge-j setzt. Windischgraz lacht Heute großer lustiger Unterhaltungsabend Das Amt Volkblldung im Kreis Marburg-Land des Steirischen Heimalbundes hut es sich zu Beginn des Winterhalbjahres zur Aufgabe gemacht, neben den kleinsten auch die großen Orte seines Wirkungsbereichs mit Kostproben des munnigffichen deutschen Kunstlebcns zu bedenken und den Volksgenossen Stunden stiller Besinnlichkeit aber auch ungetrübter Heiterkeit zu vermitteln. Mit dem »Bunten Allerlei'i, einem großen lustigen Abend, dei heute Montag abend im f-Ieimatbundsaal in Windisrharaz zur Durchführung kommt, durfte dieses Ziel wieder voll erreicht werden, .Aus der Reihe der Künstler nennen wir Maria Gade und Hera Lando, die sich dem Publikum als Vortragskün^itlerinnen vorstellen, V, Karbathy wird mit seiner Jongleurkunst die Besucher im Rann halten, desrileirhcn der Fakir Del-Kira. \ Zur anheimehiden, besinnlichen Kunst führen Ellen liienz, die ungarische One-rettensängerin, die zwei .Anwiks mit ihrem Gesang-Tanzduo, ferner Korneli.i und Kirdall, das Maskentanzpaar, Die drei Danihel, eine Gruppe Musikal-Clowns von Formal, werden die Besucher df»n Weg der unnettübten Hi'iter-keit fiihren. Arthiii Siegl als Pianist oibt dem Abend einen musikalischen Rahmen. Wir sind gewiß, daß aucn dieser Abend I in He' Rrihe des Verinsi-il'ungsrinries von Windischgiaz wieder beifällige .Atif- 1 nähme findet, { I ! 00. Gehiirtslag Frau/ Purb.iß in Permi/ i bei Graz konnte am 24. Oktober seinen I 99, Geburtstag iiegehen. Trotz seines ho- I hen Alters übt er sein Gewerbe Er/eu- ' (|ung von landwirfsch.iitli« hen Geraleu, I noch aus. Der Gauleiter ühermittplto ihm 1 an seinem Geburtstaci einen mit Lhren I gäbe verbundenen Glückwunsch Künstlerin! DienstfürdasKriegs-WHW Ein Abend mit Musik, Gelang und launischcr Mcitcrkeit Eine glückliche Eingebung brachte uns am Sainslagabend im vollbesetzten llei-matbiindsaale in Marburg als Auttak» zum Kriegswinterhillswerk 1942 4.1 einen genußreicht'n Abend, den vsii der Leitung der Ortsgiuppe II des Steirischen Heimatbundes verdaiikcui. Der Godanko, (he im Bereiche dei ()rts(|ruppe wohnenden Künstler des .Vlarburtier Stailfthea-lers um selbstlose Mitwirkung im Dienste der ((Uten Sache zu ersuchen, war ebenso originell wie vielversprechend, fugt es sich doch, daß gerade in diesem Stadtteil mehrere ausnesiiihte Lieblinge der Theaterbesucher wohnen, de sich auch treudigst einschalteten und den ((anzen Abend mit ihren Darbietungen füllten. Es darl aber am h gleich vorwerj genommen werden, daß von allem \n-fang die wohldurchdachte und künstlen-sc he Lenkung der Pro((rammgeslallung Frau Berta Siec|es, die Frnstes und Heiteres in sinnvolTer Reihenlolge revueal zu verbinden versfand, offenbar wurde, und so ist es nicht verwunderlich, daß die zwei nur zu schnell vergancienen Sfunden weil mehr brachten als man üblich unter Bunter Aliend erwartet Max Kappes als feinsiunicier Begleiter am Klavier, der den .Abend auch als bravouröser Solist errüfnete, und Kon-rcid Oei lein als scharmanter und zugleich geistreicher Plauderer waren die Haupt-träger des Programmes Gan? besonderer Gunst n-' M'- sich l,iselotle Filaferro nnt ihien Tanzeinlagen in aparten Kostümen, Schwebte sie nun anmutig sich wiegend im Sehnsuchfswalzer , hmqebungsvnll leurig im Tango, gab sie sich orienlnli-scher Verzückung hin oder iWatite den rhythmisch exakten Foxtrott sie errang sich jedesmal verdienten stüimischen Appl.ius der gebannten Bewunderer. Mit dramatischer VViuht und angenehm modulierter Stimme rezitierte Fdith I'ried'^l »G.Ott und die Eide'<, Christa Nissen ni rang sich die Zuneigung der Zuhörer mit drei bekannten Liedern, vor allem dem trauten »i Icimallied aber auch mit »Iih i Donk gebührt. bin verliebt' und dem temperdinentvollneckischen »Wenn ein iiinner Mann , ,- I:men allerliebsten Galan ciab Inqe Rosenbeig mit Wer ist hier jung , der in semer herzerlrischenden \rt besonders beifalline Aufnahme land. Auch 'Der liebe Aiioustin ciewinn in seiner anheimelnd rezitierten Traulichkeit de helle Zustimmung at'er Em ls<)bmelt-stück für sich war dn». stiirmis( h-skan-diilose.i Eindringen Mila Bcsltcns, die sich mit großem Getue da/u die s.ialtiir erwählte und das Podium ansc h""'it'nd gleich von der Sfirft^p her ers'uinite Im Nu hatte sie mit ilrnr uTwiuhsiaeii \rt die Lachet duf ihiei Seile und biachte es auch zuwegen, tfdß st hallnn-li' !leit"i-keit den Saal erfüllte FmimIi und fioh ließ sie ihre .lodlei steirien, ernh'le u'id mimte in einem und enlt.ilt^ic so m t spiudelndem Tempercimen» ibro S'idsei-tigkeit Wenn wir schon anl-incis Kniii.ul O» lein volle ,^nerkennung zolllnn, se h er nur noch hinzuqefiigt, daß ei »"s n i hl nur allein sondern auch in Veih'ii liing mit seinen Pirtnein \'erstan(! ciu's artge-nehmste zu iinterh.ilten M-ix Thi"'l ließ die musikalischen Genießi'i in'' d>'ni Prolog aus dem -Bajazzo autho'-ch"i' inul halte im später nebrachlen niiiil-p'''>te Rosen, dankbare und liegelste'te 7'i' 'i-rer. Seine wohiklinnende Stimnin dfite sich manchen neuen Freund orwn'br'n haben. Und zum Schluß' ntln Welt"' Man muß ihn ciesehen und riehöri h difn, um zu wissen daß ei d i^sn^al ,fi. ne besten Rollen libortral sein I» u-riere'- und »Gram-dich-ni> hl r iui ''''t erweckten 1 leilerkeitsnushMichp, d'f Sehiilcr und Sehii'erinnf'n dt!'ir )<■" donkb-ir waren odnr f'ink'i ir h ,1 sif nicht fiefraqt ■> --e r-Tirl ■ nr"l Stnl/ w ir es nur, ihnen rl'> V'-uil-hkr"'' rifqpjirn 7n h^ihrn, in hnh-irn d u''^f lifn hulen «mfqeno.Ti-m n 711 wvrd'II ''!:n't heute (iiil dem \Sr,r.n 7n!n l''Mr ■!"'i hraii'^hliaren Men-Sf hrn si'id fi«' i sf» w;o (l'-inidls, stellt T -n'' P "v 'Ui( h hr^n'e tll' ihre Kr.ift in i!. 1 n\-r :• ('< • y ilk •qt-'ni 'n'^' hdtl Wenn ri n <■")•(.-i"i, 'nn ro-rhn Hilfe durrh A'ii* Fr ii -i ■'>''qt, sei es im !ler-Von !'iindorle"-" von F/n'njife'iSPn, Sf- es e'ii r -en für G^ste nus dem In-imtl Aii'-linil in der Krei'.fiihinnq, sei es briin N'ih"" fi'ir ni>r'firftiqo oder in Ihrer A'hr • .ilc R!f>fkh"lfer^n, «o ist immer dr' Hnr) n^r^- T^mle Betty wird t'nd sie seh 'ft es riuch. rr • If'Ho ' viorer t-.r ■%f r Crimen, nv' r.:"..r vf''v'vf •^st'iiflli'bki'it imd Ojifnr-t,n-r fs'h:'t ,m dpr «it^ mfinrho Im q»' f rrui ''1 t^ei'P'el ni'hnvMi kann, Für jeden etwas Mplnkunsl in SachsenfcUl F',n jrili ti elW'i't ' l'nl'f rliescni Leil V. ;t veifin->ttillelcn hörif)(> rh'-» Re- -1 V'1.'/ni \, , qiinr|( ii'^ii S.inis-l 'i Kloße:" l'.rMii'^n Ahrnvl, flt'SS(>n | i II) If- 'i (tem Kiii' is \VllV\' ziill'il^ Her T' sclifvu' iiii'l u ituli'rh'ir r filleni tie-hi lcii im i-rsl'n 'i"il d i' : rcdicn Vfin-f;f I und dip • M'r. disr hen Phui- d' •( I, Dpi /'.S' I'I in h'-rvoi r.ifK'ndi'n .iH'> Ifhh'ifien ii'iü ' ♦ ' don lind fl'"i Pr-fnli rinl)r.i'htr ^v 'r der llflfl (!<•« SPORT UND TURNEN Knapp vor Spielschluss entschieden Graier Sporlkliib munie nach hartem Kampf qegen Rapid beide Punkte in Marburg lassen Den Grazem gelang knapp vor Ende Rapid Marburg und der SC Graz lieferten sich auf dem K.ipid-Sladion einen Meisterschaftskcimpf, der besonders in der zweiten Spinlhäfle im Zeichen einei heispifdiosen Harte stand. Die erste Sp.elhiilfte und der Reginn der /weiten waren eine recht langweilige .Auseinan-diTset/iinq, die sich aber dann 30 Vtmu-ten vor Schluß in einen spannenden K'impt vi'rwiin''p)ien, der rin Anfregunc und Überraschungen nichts 7u wiinnchon übrig lielV Der Gra7er Sportklub ist wieder eino recht qcftihrlir he Vt.innsrhaft geworden, ansqerjlichen und h'irt, mit einem bpfionr'ers guten Hinierlrio, dus dem der Tormann hf^rvorugt. Dif^ die Begog-nunn mit 2:1 (O D-Toren zugunsten Ra-pifls verlief obwohl d e R>,pid'er wegen Verlel/:un(i Valentins 50 Minuten lang mit nur zehn Sp,eiern den Kiimpf bestreiten mufften, ist in erhter Linie mit ein Verdienst Margulschs im Tor und Un-terri'iters als Mittelläufer. der ersten Spielhällte völlig überraschend der Führungstreffer. Es hatte schon den Anschein, daß Rapid beide wertvollen Punkte vergeben wird. Nun aber rissen sich die vier Mann im Sturm in den letzten 20 Minuten zusammen und bewiesen einen recht gefährlichen Zug aufs Tor. Nachdem Heller ein und Orel gleich zwei sichere Tore vergeben hatten, brachte Heller 15 Minuten vor Schluß mit einem Elfmeter den Ausgleich. Den schönsten Treffer des Tages aber erzielte Sche-«cherko fünf Minuten vor Schluß ganz überraschend aus 30 Meter Entfernung untl unhaltbar für den Tormann. Der Sieg w ir hiemit Rapid nicht mehr zu nehmen. Etwas unverständlich ist das Verhalten der Grazer, die zwei Minuten vor Schluß nach einom mit Recht gegen sie verhäng fem Elfmeter den .Spieiplntz verließen Schiedsrichter Horvalh hatte einen schweren Standpunkt, war aber dem Spiel gewachsen, 1000 Zuschaucr, Eindeutiger Sieg Trifails Die .SG Reichsbahn Marburg 4:1 (0:3) geschlagen Die Regeqniing in Trilail 7wischen der S(j Trifail und der SC! Reirhsbafin Marburg brachte rlcn erwarteten klaren Sier| der Knappen. Bf^irie Mannschatten wiesen fliitapfis .Srhwiichen auf, fLe iTian sonst t)ei ihnen nirht gewohnt war Erst m der 1(1 .Minute ratHe sich die I ri-|mmerp-Ixnp Ge!pg"nheiten, die es diesmal reichlich gab, nicht gezählt werden. Bei den Trifailprn ragten hesonflers die Läufer mit Wodischek und das Hintertrio mit Srbuster als Verleidiger an fler Spitze hervor. Bei Reichsbrihn gefielen beson flers Hermann als Rechtsaußen und die Veileidigung. Schiedrichter .lunghans hatte das Spiel in der Hand 1500 Zu-si" hauer. Das Freundschaftsspiel zwischen Tri-fttil II und der SG Stein mußte nus technischen Gründen abgesagt werden ter Emil Schmelzer (Waldhof) geleitet Das Enc'spiel kommt bekanntlich am ^1 Oktobf^r in der Sluttgartei Adolf-Hitler-Kainpfhahn zum Auslrag. Der Dentsche Meister ßnnqen von der Reichbschule der Watfen-ff stieß gele-qenllich der Eiöff:iung eines Sportplatzes, den Verwundete eines Präger Laza-retts angelegt haben, die Kugel 15,08 m w2it Schwenke war zweimal erfolgreich, im Weitsprung mit 7,11 m und im 100 m-Laiif in 11,4 Sek. In der runiiin'«chen Fitß''alInieKter-soliafl übernahm kapid die Spitze nach einem 3:2-Sieg über Sportul Sllidentesc. Carmen schlug Juventus 2:0 und Uniren 1 ricolor den l'DR 4:2. Ungarns und Schwedens Schwimmer «ollen am 18 und l«?. De/einber in Buda ppst in einem Landerkampf aufeinander treffen. Erfolg der Cillier in Rosental Die Sannslädler haben Rosental ein wiilvolles Unnentschleden abgerungen Heute sparen — morgen kaufen .Jcl^t Ofklrcserven für die Nachk ricjjszcil schnficn Die Geleyeiihr 5111(1 im Krieg'.' «.. en Zelten. !> ■ Vi i.-3(:ii.fideu.->leii ri;.i'i-iii Lieiii k.i . f in-n Menden, Z .Itnliingon rnl ;,' ■ ()(;n liii Kleuiu; j 1)1 (jrt.'MZlem Müßf \ (ia* Ausgaben iur sind, wi(! '■'> -(M !.bl. beschrankt, spiiiidßpn giiii/ ;) ' L'ld aus/.uipbtn, , i'.'i 11 I ;f 111-^ zu lUi-Iii :ji'h tiiif .1 e • \n .\ah-: !(:M' die glci-. <■ den ii>we;Ilgen , ,\i'Uiin.ithalfun-.[■ Ijii um III sehr ■:ininnicn — am h l .U;ihalliing aller ■ ! 'j.inz von selbst müssen also gc*-:-,('lb-il und auto- rnitisch sparen, /mn Sparen aticr ge-h'Ti Niilz'^n Iriigen iigpl an Gflegen-= inflcrn di'r ■= el-, hon i-t/t dar-U' .ervt n fiir die ho:t wenn es wm •ioll nich' nui ''"i h'-'t, rlekl aus/n'if'" tu'vs'iif.l" Soaiwdli -1 ■ '!iil h:n7ie!l, geMlit'.r 7 ;kunft zu srhall.'i: |i ticr erleb! es h' 11 i'.ishdlt, döß w!"^ .ni:" D iuie aiit die 7e i 11 ZU' ii' ksl"llRrt müsspii. f|w. hriitc un'erble;lr'ii 'tp im eigenen : w frier ni inrhe fh dem Krimic Anschaffungen, R-.).ii.ituren, die in ge- • p. Aiig»nbli(k nicht aucifluhit werden knsfanr1en. Dadurch daß heute diesr? Ans( hafluiitjen nicht (|i:macht, die Re-par.iluipn iiuht au«f|etühit werd'n können, sind sie in ih'er Notwendigkeit aber nicht aus der Well gps( hafft. Einmal wi.'l tlnr Zeitpiinkl kommen wo si" ' fiillif) werden, wo wietler mehr Ailjeit-'kraflp zur Verfügung stehen wo man ainh w'eder das Nolwend ge kau-fon kann. \\'er dann n':hl gespart hit und eine entspierhende Rücklage an f lelfl besitzt, dem wird es dann kaum mnglifh sein alle d'P Ausgabpn zu be--•'piten, <1 e sich im ! aule mehrerer I hre annesammelt tiaben und nun he-str'tlen werden «ollen. Gerodo (U'shilb ist es wifhUg, daß wir jetzt irn Kriege bewußt unser Gekl ■ ziisammpiihiiHen Es soll auf der Spar-kassr» oder auf der Bank in Sicherheit gcbr.irht weirlen, wo es nicht nutzlos 'm Kasfr-n liegt >,ondern im doppelten S'nne «arl"-it'-t pinmal, indf'rn es im 1 Ra'imPi do. fl-Milsch'M» Wirtschift leben- | d g imlsirit und neue kriertswl''ht'g'' j Wf^rte srhifft dann aber auch indem 1 lür fien p'n7plnpn Spai-ei Zinsen tiägt, [ 7u d'ese» Tf'ipripgupg w II uns rlie neil*<;rh" *^narwnrhp IUI ve'helten Dip SG Cilii hnt aus Rnsentnl einen fli'ßerst wertvollen Punkt mit nach Hause gebracht und hiermit auch den Tiifallem zur klaren Führung in der Gruppe B verholfen. Das 4:4 (l:.1) Ergebnis, gegen die harten Rosentaler auf flr ren einpftem Platz erkämpft, kann s'ch s( hen lassen, obwohl Rosenfal diesmal durch zwei Eigentore ziemlich von Pecli \ erfolgt war. Gilli begerg—BSG Donawitz 2:1 (101 Wiener Erqehnlsse. Wiener AC—Wiener Sportklub 2:1, Floridsdorler AC— l SV Markersdorf 2:1. Die Bedingunjlen für das LA-Leistungsabzeichen Alljährlich am Schluß der Wetlkampf. zeit der Leichtathleten werden die Lei-stungsabzeichcn vergeben. Die Bedingungen hierfür . sind sehr hoch gesetzt, sodaß die Inhaber der Leistungsnadel wirkliche Könner sein müssen. Bei den Männern werden folgende Mindestleistungen verlangt: 100 m; 10,9, 200 m: 22,4, 400 m: 50,8, 800 m: 1:57,0, 1500 m: 4:05,0, 5000 m: 15:25,0, 10 000 m: 33;40,0| Marathonlauf: 3:20:00,Ol 50 km-Weltm: 5:20:00,0; llOm-Hürden: 16,0) 400 m-HÜr-den: 58,Oj 3000 m-Hindernls: 10:20,0} Weitsprung: 6,95; Dreisprung: 13,50) Hochsprung: 1,81; Stabhochsprung: 3,60j Spoerwurf: 57,00; Diskuswurf; 42.00; Hammerwurf: 46,00; Kugelstoß: 13,80; Fünfkampf: 3100,00; Zehnkampf: 5.'i00,00, — Bei den Frauen; 100m: 12,9, 200 m; 28,5, 80 m-Hürdcn 13,0, Weitsprung: 5,21, Mochsprung: 1,46 Kugelstoß: 11.00, Speerwurf: .34,50, Diskuswurf: 34,30, Fünfkampf: 220,00. Wert der Gymnastik für die Frau 13ic deutsche Gymnastik ist dazu berufen, einen wichtigen Teil der Gcsamter-ziehun^i des Menschen zu bilden, seine körperlichen, geistit^en und seelischen Kräfte zu steigern. Sie ist ferner ein starkes Bildunjismittel, denn sie lehrl den Manschen, die ihm fiemüße Form zu finden und zu bestallen Eine besondere Bedeutung wird die Gymnastik immer für das Mädchen und die Frau haben, eine erhöhte scijar für die Mutter, Hier handelt es sich dann nicht mehr nur darum, das eißene Wesen zu entwickeln, die eigenen Fähiiikeiten zu steißern und zu einer gewissen Vollendung zu führen, kurz getagt um das Verantwortungsbewußtsein gegen sich selbst, sondern bei der Frau und Mutter geht es um die Verantwortung, die sie gegenüber ihren beruflichen Pflichten, b»?i der Erziehung ihr anvertrautcr Menschen oder bei der Mutter ihren eigenen Kindern gegenüber trägt. Wer erst einmal selbst durch die Gvmnnstik die körperlichen, geistigen und seelischen Zusammenhänge seines Wesens erkennen lernte, der ist auch in der Lage, die den Kindern von der Natur gegebenen Kräfte und Veranlagungen zu sehen und entwickeln zu helfen Aiif^erdcm besteht durch die durch die Gymnastik gewonnene äußere und innere Elastizität die Mr^illichkeit. auch in späteren Jahren den eigenen Kindern eine immer bereite und zum Miterleben fähige Kameradin zu sein. Kitzinger schwer verletzt. Der schwero Terrorangriff mif Schweinfurt riß auch in die Reihen des FC Schweinfurt 05 einige Lücken. So wurde u. a. mit Albin Kitzinger, der übrr vierzig Länderspiele bestritt, einer der besten deutschen Außenläufer schwer verletzt Albin Kitzinqer hnt hei diesem Angriff durch eine Verschüttung In erster Linie Innere Verletzungen und einige Ripppnl)rürhn davon netranen, befindet sich allerdings wieder auf dem Wege der Ressernnn Sein RriiHpr Oskar, der früher Rechtsaußen des FC 05 war, kam daaeqen bei dem Terrorangriff leider ums Leben, Slavia Bulgariens Pokalsleaer. Zwischen dem Landesmeister Levski und Slavia fand in Sofia das Endspiel um den »Königlichen Pokal« statt. Unter nroPer Anteilnahme des bulgarischen Sports newann Slavia den harten Kampf mit 1:0 (0-0) und damit für ein Jahr die wertvolle Trophäe. Alfred Dahlquist, Schwedens Lnng-Ipufv.'eltmeister, wird im kommenden V\'inter wnhr«rrheinllch Ifnqnrns Lnn(|-läufer trainieren. Nils Englung und Sven Selangcr übernahmen das Training der Schweizer Lan.g- und Sprungläufer Kirsten Ove-Petersen kann alles. Die dänische Schwimmerin Kirsten Ove-Petersen Ist von einer erstaunlichen Vielseitigkeit, auch wenn man In Betracht zieht, daß eine gute Schwimmerin nicht in allen Lagen Hervorragendes leistet Die Dänin, die in diesem Sommer 100 m Kraul in 1:09,2 schwamm und 100 m Rücken In 1:22 zurücklegte, tra' in Kopenhagen qegen Inge Sörensen an. Sie lieferte der Olympiadritten von Berlin. die Immer noch Europas vleitbeste Schwimmerin ist. über 100 m-P'"ust einen harten Kampf und blieb In 1:27 0 nur um eino ZehnteNekiinde neschlngen. wmfm Effi Briest von Theodor l'ontane lu. • ■ V- I]'' ' ! r." II . lire la'ig-.! 0^ I, de ■■ ; k( 1 Ski p f"; -i bw'"| (!f ni, \s .1 . (,ni , am meist 'II M < f)t v,m'.! sind, n laünpi w'i'll f;. IteMilcn slar-■.!(' f.i'idi ■! die M inner V, :| 711 rüf kii'.i :liei'd finh i 1, .1 n« W"! V-' f' i-fK'eil wei-d " Mi=';i'ti Juriye Frau, iünluiid/.Wtin/iy oder uichl \ icl nn hi. l lui doch luib ich dem Frieden nie »p traul und Irtiuo ihm auch in d.esein AiKjfiiblif ke n'-w h nicht, jti, jetzl \iidli'i(hl <1111 wenigsten. Die Ck'scbitlile lu'ulf! Ulli dein Biiele - da slciikt eitU! wiiklich«' Gt s(hiclite didi nter. Dessen I, 11 i( h S'i «pit wie si( her. Es wäre d,iM ersi: Mal, driß iili mich m oh her Sache geiift h ille. Dedi si'- mit V". .. be von fli n Rciliner Modep'.'diqein siirac h und dris fl' i G()ll.;fdi(,k. t jedes ein.'cl- r> n fi'>=t ,li_ir.e, d„3, und diT gelegent-li( b«' Grclt heiiblif k, der p'de'-nal ver-siclnile, kein Wäss.-i(hen trüben zu köMn<"ii iille diese Dinfje haben niiili in ineiiiein f jKiUlien . . . Al»er eip l"i iiu-Wirt in Iur mieb qe((eben h.ibe, dir blfiu iiioesli iflu'iie SIpIIp, Nun ver-ze h'. wenn k h diese Stelle erst lese .. NarliMb. II, Dür. Zeiluii((sl)!.ttt war in-;i re=- - nl r|<>niiq und kam wie g-Miifen 1'Ii s'hum ide die blau aniiestncnene Sle!li. heraus und lef|e sie diesen Zeilen f'-i. Du SH li,l daiaus, d .ß i'h nii'h rt'hl q' irit hahf\ Wei nifKi nui die er f lamp s sein-. Ls i .t iingiaubli« Ii erst "'dliei /etlel und Briel ■ s'breiben und dtiiin aiK h iKji h die dei, andi reu anfbe wahren! U'ozii (jib' es (.den und Kamin"'' So lange w^iigstens wip dir'ser f)i'( !luii=. nn lU'f h existiert, dar! dei-gW'ifl'en riifht voikornrien; "inem kommenden f Ir-srtilechtp kann die -;e Brie'-sf hirMbep'ission (weil dann gifibrlo"» (jewoiden) viel|pi< ht frr;c(egi'ben v/erden, Aber su weil sind wir nuth longo iiichl. tlbrigcns bin ich voll Mitleid m't fler junr|en Baronin und finde, eitel wie iiicin nun mal ist. meinen einz'qen Tros! fliirin, mich in der Sache selbst nicht g( läuscht zu h iben. Und der Fnll 'ng nicht srj ganz qewöhnlich Ein Rchwii-cherer Diagnostiker hätte si'h doch viel-li ieht himerä Licht führen Unsen Wie immer Dtdne Sophie.« Z\\EInND!:)REISS 1GSTES KAPITEL Drei Jrhre waren vergangen, um! Lffi bewohnte seit fast ehensoianger Zeit eine kleine Wchiuing in der König-riiiii/erstraßn, zwischen Askanlfichem Plal/ und Hallnschem Tor; ein. Vorder-iMul HintPrzimmer, hinter diesem de Kiiche mit M^dchengcdaß, alles so f'ii! chschnitlsmcißig und alltagich v/ie nur möglich. Und doch Wör es eine apart hübsche Wohnung, die jedem, d'^r «.ie sah. angenehm auffiel, ani meisten V "liejcbt dem alten Geheimrat Rumm-sfhüttel, d^r, dann und wann vorsprechend, fier armen jungen Frau nicht bloß flle nun weit zurürkliegenrle Rheumatismus- und Neiiredinfte. Denn Rnmrnschiit'el kannte noch ganz finrleres Er war irtzt aiisq^mris siebziq, über wenn Effi. de seil pini'ier Zeit ziemlich viel kränke'te, ihn brieflich um seinen Besu'h bat so wai pr am anderen Vormittaq mich d.i nnrl wrdMe von Enl«i hu'diqnnnen. daß n« -,o hoch sei, nichts wissen. »Nur kr HP Ent hiildigimfien, nv ine li"be, fjniiiigste Frau; denn ers'ens ist ei mein Melier, und zweitens bin ich glücklich und beinahe stolz, die drei Treppen so gut nech steigen zu können Wenn ich nicht fürchten müßte, Sie zu belästigen — denn ich komme doch schließlich als Arzt und nicht als Naturfreund und Landschaftsschwärmer —, so käme ifh wohl noch öfter, bloß um Sie zu sehen urd mich hier etliche Minuten an 'hr Hinterfenster zu setzen. Ich glaube Sie würdigen den Ausl)lick nicht genug, < »O doch, doch«, sagte Effi; Rumm-erhiittel aber ließ sich nicht stören und fuhr fr)rf: »Bitte meine gniirligste Frau, trptpn Sie hier heran, nur einen Augen-l'luk, oder erlauben .Sie mir, daß *ch S'e bis an das Fenster führe Wieder r,anz herrlich heute Sehen Sie do'h nur die versch'ed'-nen Bahndämme, drei, nein vier und wie es bestilnd g darauf hin und her gleitet ... unrl nun ver-s(hwindet der Zug da wierler hinter einer Baumgruppe Wirk'ich herrlieh Und v^ie die Sonne d-^n weißen Raueh durch Iruchtct' Wfire der Matth Vkirrhhof nicht unmitfc'bai dahinter, so wAre es ideal.« »Ich sehe gern Kirchhöfe.« ».la, Sie dürfen das saqen Aher un-sfieiiisl Unsereinem kommt unabweis-i.ch immer die Frage könnten hier nicht vielleicht einige wenige liegen? Im übrigen, meine qnädigste Frau, bin ich mit ihnen zufrieden und beklage nui ciiß Sie vrn Em', nichts wissen woHoni Lms hei Ih^pn katarrhalischen Affektio-Ti"n. Wirde Wunder...« P'fi sehwieg. »Cnu würde Wunder tun Aber da Sio's nicht mögen (und Ich finde mich darin zurecht), so trinken Sie den Brunnen hier In dip| Minuten sind Sie im Prinz Albrechtschen Garten, und wenn auch die Musik und die Toiletten und all die Zerstreuungen einer regelrechten Briinnenpromenade fehlen, der Brunnen selbst ist doch die Hauptsfiche.« Effi war einverstanden, und Rumnv Schottel nahm Hut und Stock. Aber ei trat noch einmal an das Fensle'' heran »Ich höre von einer Terr.issierung des Kreuzbergs sprechen, Gott segne d'c Stadtverwaltung, und wenn dann erst die kahle Stelle da hinten mehr in Giüii siphen wird .. Eine reizende Wohnung. Ich könnte Sie fast beneiden . . Uml was ich schon l^ingst einmal sagen wollte, meine gnädige Frau, Sie schreiben mir immer einen so liebenswürdiiien Brief. Nun, v/er freute sich dessen nicht? Aber es i?! doch jedesmal eine Mi'he... Schicken Sie mir doch einfach Roswitha.« Effi dankte ihm, und so schieden sie. * «Schicken Sie nnir doch einfach Roswitha . « hatte Rumm-sfhültel gesagt Ja, war den Roswitha bei Effi? war sie denn statt in der Keilh- in der Könlg-grfttzerstraße? Gewiß war sle's und zwar sehr lango schon, gerade so lange, wie Effi selbst in der KöniggrÄtzerstraße wohnl'". Schon drei Tage vor diesem Einzug hattp sich Roswitha bei ihrer lieben gn.'idigen Fr.iu sehen lassen, und flas war ein großer Tag für beide gewe^ ».en, so sehr, daß dieses Tages h>r^r noch uarhliäglich gedacht werden muli. MARBURCiER ZEITUNG Montag, 25. Oktober 1943 * Nr. 298 * Seite 5 IVirlschaft u FAn Aufruf Speers \7c.tere Eneri^iecinsparung Die deutschen Fi-'tnebc haben im Vor-jährt durch Zielbewußten, sparsamsten Verbrauch von Kohle, Strom und Gas zur Erfüllung der RüstunjJs- und Krie^spro-duktionsaufjjaben entscheidend bei^ctra-ficn. Im vergangenen Kricgswintcr konnte durch die verschiedensten innerbetrieblichen Maßnahmen die sJefordcrte zwanz.jJ-prozcntige Spitzcnscnknf« fast überall erreicht und in vielen Einzelfällen sogar wesentlich überschritten werden. Die erhöhten Anforderungen, die der kommende Winter an unsere Rüstung und ' FCriegsproduktion stellt, veranlaÖtsn Rcichsminister Speer, die Betriebe zu einer neuerlichen Senkung des Spitzenbedarfs aufzurufen, damit die Stromversorgung insgesamt auch in diesem Winter gesichert bleibt Tiotz der gesteigerten Produktionsaufgaben wird die Anwendung der im Vorjahr durchgeführten Maßnahmen auch diesmal eine Absenkung des Spitzenbedarfs um mindestens 20 Prozent ermöglichen. Diese Bedarfssenkung wird bis zum 15. November durchgesetzt sein. Jede Energieeinsparung der Industrie trägt zu einer weiteren Steigerung unserer Produktion bei. Spanische Ablehnung der Währunqs-pläne. Der bekannte Finanzpoiitiker und i'iüiessüi tüi b.udnzwirtschalt an der Universität Madrid, German Bernacer, liefaßt sich mit den enqlisch-amerikani-schen Währunqsplänen. Er lehnt sie für Spanien rundweq ab Briten und Amerikaner wollten in der Erkenntnis, daß die C'.oldparität in ihrer klassischen Form doch nicht wieder eingeführt werden könnte, heule eine neue Ausqabe in anderem Gewand vornehmen. Darin sollte die blinde Aktion des Goldes durch Beschlüsse eines internationalen Organs ersetzt werden. Stabile Währungskurse seien gewiß recht gut, aber die Spanier hätten die Erfahrung gemacht, daß sie ohne diese Stabilität lange Zeit gelebt haben. Man solle zunächst an die Stabi-lisierunq der Wirtschaften gehen, sosiaifoüiik und Wohnung nicht vergessen Aus aller Welt Wie setzt sich der tatsächliche Arbeitsverdienst der Hausgehilfin zusammen? Noch immer begegnet man häutig dem Iiriurn, odu dci rtibeilsviiiiiienst der Huuayehiilin iediglicu dUa üüui ßcirloiiii be:>«.cae, cien sie munaili^li eiliult. Dio^e imuxuiiche Auiiassung iiai ja eine Zcit-Iciny ducn dazu geiunrt, daii der IHdus-' yemilinneiibeiul d)b em ^besonders ' bcuieclu be/dhlLei angesehen wuide. Es isi jeUüch zu budchleii, ddli die treie i Kost und die fieie Wohnung, die die I Hausgehillm in ihrem Beschdftigungs-hausndli erhalt, mit zum Arbeitsverdienst zahlen. ^ Dies isl von großer Bedeutung für die Zugehörigkeit zu dei llenlenversiche-rung. BeKanntlich richtcl sich die Berechnung dej Rente, die nach Erreichen der Altersgrenze oder bei Invalidität ausgezahlt werden soll, nach der Höhe des früheren Arbeitsverdienstes. Wird dieser Arbeitsverdienst zu niedrig angegeben, so ist die spätere Folge die Berechnung einer zu niedrigen Rente. Die Reichshauptfrichgruppe Berufstätige im Privathaushalt hat beobachtet, daß die Hausgehilfinnen auf den Einlagebogen zu den Quittungskarten de» iiivalidenversicherung diesen Fehler häufig machen. Ais tatsächlicher Arbeitsverdienst ist dabei nicht selten lediglich der Barlohn angegeben. Es muß aher auch angegeben werden der Gegenwert für freie Kost und Wohnung. Dieser Gegenwert ist örtlich in verschiedener Höhe festgesetzt worden. Man erfährt ihn bei dem für den betreffenden Ort zuständigen Versicherungsamt. Häufig leistet außerdem die Hausfrau die gesetzlich festgesetzten Versicherungsbeiträge in voller Höhe, ohne der Hausgehilfin vom Lohn denjenigen Teil abzuziehen, den sie als Arbeitnehmerin an und für sich zu tragen hat, Auch der Betrag dieser Arbeitnehmeranteile ist auf den Einlagebogen mit aufzuführen, da es sich auch hierbei um einen Bestandteil des tatsächlichen Arbeitsverdienstes handelt. Diese drei Beiträge zusammen stellen erst den tatsächlichen Arbeitsverdienst der Hausgehilfin dar. Eine unvollständige Angabe würde die Hausgehilfin bei der späteren Berechnung der Rente wesentlich schädigen, ohne daß dieser Schaden dann gutzumachen ist. Es muß auch weiter darauf geachtet werden, daß bei der Ausfüllung des Einlagebogens die Nummer der Quittungskarte und die genaue Angabe der zuständigen Landesversicherungsanstalt nicht vergessen werden. Neues Be7ugschelnsystem für Landmaschinen. Der Reichsbeauftraqte für die Masrhinenproduktlon hat durch eine Anordnung die Absatzsteuerung für neue und gebrauchte landwirtschaftliche Maschinen in einigen wichtigen Punkten neu geregelt. Danach iet künftig für den Bezug fast aller landwirtschaftlichen Maschinen ein »Bezugschein« erforderlich, während bisher, aber nur für einige der wichtigeren Maschinen, ein »Bedarfsdek-kunqsschein« vorqeschrieben war. Die Absatzreqelunq ist also wesentlich umfassender geworden. Für die wichtiqeren, in einer Liste A aufqeführten Maschinen stellt im allgemeinen die Landesbauernschaft, für die weniger wichtigen Maschinen der Liste B, die Kretsbauern-schaft die Bezugscheine aus. Nur wenige in einer dritten Liste genannte Maschinen, können ohne Bezugschein frei ausgeliefert werden. Alle vor dem 15. Oktober 1943 zwischen WiederverkSufem und Verbrauchern geschlossenen Kaufverträge, für welche die Maschinen noch nicht geliefert sind, sind für nichtig erklärt worden, für eine Reihe wichtiger Maschinen sind außerdem die zwischen Herstellern und Wiederverkäufem und zwischen Wiederverkäufern untereinander geschlossenen Kaufverträge richtig erklärt worden, Wir verdunkeln im Oktober von 19 bis 5 Uhr Großfeuer durch spielende Kinder. Im Ostseebad Prerow brannten ein Wohnhaus und zwei Stallgebäude nieder. Nur durch den beherzten Einsatz von Männern und Frauen des Ortes wurde eine weitere Ausbreitung des Brandes verhütet Als Urhf'hor des GroHli'uer« wurden Kinder ermittelt, die mit Streichhölzern Stroh angezündet hattbn. Der Sonderling und seine Hunde. In der nordfranzösischen Ortschaft Marc lebte einsam ein 52jähriger Menschen-leind, der keine andere Gesellschaft kannte als die zweier großer bissiger Hunde, die ihn überallhin begleiteten Dieser Tage hörte ein Bergmann der Nachbarschaft die beiden Hunde des Sonderlings verzweifelt heulen, als er herbeieilte, sah er den Sonderling der sich pihängt hatte, drei Meter hoch über der Erde an einem Baumast baumeln. Es gelang ihm auf den Baum zu klettern und den Körper abzuschneiden. Als er am Boden Wiederbelebungsversuche an- W'ir hören im Kundtunk MonUi], 2S. Oktober) Reichiproitrainmi 11—11.30. Klvine bescliwin£te Münk — 11.3ü—11.40; Und wieder eine neue Woche. — 12.35—12.45: Der Bcricht zur Lage, — IS—16: Schöne Stimmen und bekannte Initrumenta. listen. — 16—17: Interessante neuzeitliche Unter-haitunilsmusik. — 17.15—18.30; »Diel und dai iür Euch zum SpaO«, — 18.30—19; Der Zeittpiei^el. — 19.15-19.30: Frontbcrichte - 20.15—22- Für jeden etwas. Deulschlandsendcn 17.IS—18.30; Orchester- and Kammermusik. Weber, Haydn, Mozart u. ■. — 20.15—21; Licdsendunf;; Mißnon und Harfenipie-1er, — 21—22; Orchcsterkonzerts Gluck, Motart, Beethoven. Stellen wollte, wurde er daran von den beiden wilden Hunden verhindert, und das Gleiche war auch der Fall, als der Feldhüter herbeigeholt worden war. Als eine Stunde später Familienmitglieder des Selbstmörders mit den beiden Hunden fertig werden konnten, war es zu spätj der Menschenfeind war verschieden. Hochzeit ohne Bräutigam Ferntrauung schon vor Jahrhunderten Ferntrauungen gab es schon vor langer Zeit, nur mit dem Unterschied, daß die Braut sich oft weniger am Ziele ihrer Wünsche befand, als dies heute die Regel ist. Trauungen der Angehörigen von Fürstenhäusern waren mehr oder weniger Vernunftsehen, die aus politischen Notwendigkeiten diktiert wurden, wobei es verständlich erscheint, daß die Ehepartner oft gar keinen großen Wert darauf gelegt haben, sich vor der Ehe persönlich kennenzulernen, und sich nicht selten als Vermählte zum ersten Male von Angesicht zu Angesicht gegenüberstandet! In Berlin fand noch im vergangenen Jahrhundert eine solche »Ferntrauung« statt, als die Prinzessin Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen mit dem persönlich nicht anwesenden König Pedro V, vermählt wurde, der sich von dem Bruder der Braut vertreten ließ. Auch I Heinrich IV. von Frankreich wurde mit Maria von Medici, die er nur vom Hörensagen kannte, vermählt, ohne dabei zu sein. Bei der von ihm erzwungenen Ehe mit Marie-Luise von Österreich ließ sich Napoleon von dem jungen Erzherzog Karl vertreten, der der Braut, wie zum Hohn, als Ersatz für den Galten ein kostbar gerahmtes Bild des großen Korsen überreichen mußte. Karl I. von Frankreich war ebenfalls bei der Trauung mit der Prinzessin Henriette von Frankreich in Paris nicht anwesend. Heinrich VIII. aber übertraf den Reigen seiner Vorgänger dadurch, daß er, um nicht unbesehen eine Frau zu heiraten, die er nicht kannte, diese vorher von seinem Hofmaler portraitieren ließ. Er entschloß sich erst nach Prüfung dieses Konterfeis zur Heirat. Was heute durch die Kriegsumstände harte Notwendigkeit für so manche Braut geworden ist, gab ei also bereits vor Jahrhunderten — nur aus anderen Beweggründen. STADTTHEATER MARBURG-Drau Montag, 25. Oktober: DER LÜGNER. Lustspiel 'n 3 Akten von Carlo Goldoni. Musik von C Czerninvsky. Freie Nachdichtung von Anton Hamik. Beginn: 20 Uhr. Ende; 22 Uhr 30 Amt Volkbildunq, Ring Ilt qeschlosseie Vorstellung; kein Kar-tenverkauL Dienstag, 26. Oktober: DER KUHREIGEN. Oper in 3 Akten von Wilhelm Kienzl. Beginn: 20 Uhr, Ende: 22 Uhr 30. Geschlos-eene Vorstellung für die Deutsche Jugend) kein Kartenverkauf. Vorvorkauf (lußcr M o n t a q täglich von 9 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr an der Theaterkasse, Theaterqasse 3. UNTERSTEIRISCHE, LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU BUWC.IICH ISPIEH tleute 10 18 30 20 45 Uht Pernrul 22IB Nur bis elnschllellilth Monlug! BEL AMI mit Willy Forst, Olga Tschuchowd, Hildo illldehrand lind JohiinnpH Rli'initnn. Pflr Jugrndlli'he nlrhl (ugelaisen Von DU'iisIrtg l)ia clnschlioniirh Donnerstag; Lin t.urr'nii'[Mlm, Prd<|, drr Märkischen l'rtnaraniA- Schnuider-Südust mit Ruit Wdnka und LI! Adln« In Der Schritt ins Dunkel rUr Jugi'ndltih« oKhl «ugulaRsuni ESPLAI40E Wo Ih IB 311, 20 Ohl So 13 4S. tb IB JP 20 4S Übt Geliebter Schatz mit Jolunnes RIomann Dorll KrevUIer, Ida Wüst lldfitld Ptiiilseii, Ernst Waldow Hilde Jansvit und Sotijd ZU'fndriM - . Ich wcule die hcrrlirhon Stunden nio ' crqcssnn. Dein Püpprhpn . . ." Wriiidnn Thlmlg und Man« Holt. Fflr Jugcndllrhe nicht lugelasaenl l^e'ropo*-|.*ch<»pre*e Cilli_ Ith 28. Oktobp — der grolle Ufa-Farbfilm Münchhausen Hans BrdusewelU'r, Rrlgltte Horney, Hans Alhprs llsi! Wcriipr. teo Slezdk und Maria nti liioi-nrtllrhp nlrht' ruoplasspni von Dltroar fon-Lichispre'e Siadfiheiiler Monlug, 2S. Oklottcr Mdgilii Sihncidttr Wolf Albach-Relty, Hans Olden und Oikrtr .min>» in 'l'"n liislinie kam ans eitvm kleinbürgerlicher] Milieu, wah-r«Mul sein l'nirurgrnßvali f doch ein hu fienottisch'T NTarquis ticwesen war. ued '■r einentlicli gar nifhl Biöserl, sondern llie'iselie heißen snllte Jawohl. Mai-Ollis f'heirles de Breiiselle. riinfundzwanzig j.ilu" flienle Bitiseil tr( u, ehrlich und fleißig seiner Firmii aU Suchhiiller. F3ri knniilo dieses giofk! ri.ternehmen eines T kjcs diil sein zwei hundert jähi iges Rpsi<')iei) /.urückblic ken M'd der Seniorrbc* besthloR, aus dii.'-■ ' in \nlaß ein B.inVr'li zu geben, l'fid Dröserl, od( i N udm'^hr: Bn use'le, w irfle d'izu eingcKiden! Das luille et ( em Peisonalrrf( r''nleii zu danken, rler dpni Senior den \ orschlacf fler fnzula-dcnrlen Gas'e untprbroitpt, Den Piöserl • uie'- überhaupt ni< lits. Im ^taoen mulll« i Plal/ für alle 'b. gii'eii !>'nne sein, die er erwartele. ['idiicb s'. nrl er Fix unri ferlirj im Frack mh tfcm S[,io((cl unfi s'rlltf^ mit BelrieflioiiiHi f.^st d'.ß iTun hm "in gewisses aristokratisc he« Aussahen ni^ht so ohne weileT's aiv sprechen kunnle. Nur riie Röllrh'^n rutschten imm-'r über das H nidfi'>Ienk Mathilde mußlc sie mit Zwirn anheften. * Dann stand er endlich d'i Festtafel gegenüber. Sir war so, wie er sie sich t rtraunil hatle: Schweres Silbfibesteck filashrüisbhimin f-lermn im Fiack. mjl firm diskreten Ordensband im Knopl-Idfh und bnllantiiuibersäle Damen mil Dfkol'ete^, flaß < Angsl und bange wurde, Wv?nn sie sirh ein wenig tvioifii Hrtiseil bekam eiiii trockene Kehle, '".lies, Wiis '^^lg und Oeld in der St.'d' lirdte, war hier vcrir'^tfii. Fr mumielie fiirfwährend si'UV n Nami^n und vero iii fir Srb"inhr'iligkfit fler fimt ' k in =f h'^n Dei k weise, rlie l'H / ei-Tif'n Walffnir insjjort unter d'>rn Deek-in nifl r!i"is'l:rher N if hslenlielje narh d"m K'T'infiit zu srhm'nfinln versnch-le, Mf n/i'l h it n.i'^h seiner Ansic ht d'es-hhI m inen K'ipf in e;n Stiirk qi-sf'^i k', 'l.is li sh'^r in solfluT Ffirrn nur von A.i-,l'/"n r ifilrif h Sfhri'VV')il bekennt von seiner M'ir'h"nko»nodie "Titaniri -. rias tlie hfr in Thrkonflikte vnrslrirkte FUen-konkfin •ui- dem Wiener Walfl stamme, Notiert Sfhiilt/e hat narh den Fpiso-den der Lilli-M'irlen und der Kino-thfk" sp'ne i-rnstf-n B'^mühiiiuten um ein zeit-iitihf'fi, miisikalist hi'S Thf tter nicht aiif-ficfitrckl die mit dem "Srhwarzon Peter verheißungsvoll beriiiniien. Seine srhwieriqen, sich über 30 I<'Xtbiirher or-strer kend''n Versuche um den Ihm zeit-fienif+ßrn Operiislofi, den er schließlit b in fler HauHsfhen Vorlage - Das kalte Her/." fand, schildi-rt er als den rilüfk-lirhen Zufall ein^r Aiitorr^n-Eh", di<' ihn mit 'l'un Texlflirhtr'f Kurt fi Walter vwrÜMnU. AI« iiU6()üs^ochmplotti edel, wie eben ein richtiger Operellenlenr)r ist, warnt er den König, Oer niin auf die Ciirlotti verz'fhiel, womit dem Triiimph der großen Liebe nichts mehr irn Weoe stfbt. (Libretto; E. Rngatli, Liederteyte Kluis S. Richter I Es ist eine Ausstcitlungsoperette im Stil der Großen Wiener Operette, die Willy Czernik, h:*-i Opernkapellmei. ster in Dresden mit temf^era ..tvoller Musizlerfreucle zu nützen weiß. Et schreibt Ballette im Stile der Barockmusik, opernhaft bewegte Finales in der Art Lehars, einschmeichelnde Walzer und verschmäht auch Anklänge an die moderne Tanzmusik nicht. Eine repräsentativere Aufführung als die Inszenierung Dr. Alfred Walters im Prager Opernhaus konnte sich der Komponist kaum wünschen, Aus der stattlichen Reihe der Mltwirkenrlen hoben sich die charmante Lisa Her/.ocf als Carlotti, Hans Rüdgers alr, König, Ifannes Raul als Hauptmann und Ht- r^nffnpaar Itha Hlel und Ferdinand Schmidt hervor, Dr Kul Honolka "lleimdlsymphonle« ans Oberdona». Edward SamKaber aus dem Reichsgau Oberdonau war in v^rganrfenfn Jahrzehnten einer derjenigen ostrnärkisch'm Dichter, die das Bekenntnis zu Gvol-deutschland mulig aus?"rachen Seine Verse; »Ich will noch sterbend liii dich beten, rteliet)tes deutsches Vaterlandn, lür die der Dichter seinerzeit gemaßregelt und strafweise versetzt wurde, sind vf)n flem Oi)erdf)nauer Komponisten Pro-fessfir Franz Neiihf)fei in seiner »Hei-miitsyniph'iiiie« vertont worden. Marbursier Kinochronik »Geliebter Schatz...!« Die Anrede eines Liebesbriefes, in dem allerlei schöne, aber auch »haarsträubende« Dinge von leidenschaftlicher Umarmung und blauen Flecken, von nie zu vergessenden herrlichen Stunden und »deinem Püppchen« stehen. Da besagter Brief bei einer Lyzealschülerin gefunden wurde, kann man sich den damit aufffewirbelten Staub und die sofortige Entlassung der Schülerin lebhaft vorstellen. Dieser Liebesbrief hat jedoch noch mehr auf dem Gewissen; auf geheimnisvolle Weise in Uralauf gesetzt, bricht er in solide, auf der stabilen Basis jahrelangen friedlichen Miteinnnderlebens wohlfundierte Ehen ein und bringt nicht weniger als vier bisher unbescholtene Ehemänner in Bedrängnis. Drei Ehepaare treten den Weg zum Rechtsanwalt an Auch eine energische Schwieqermut-ter hat sich bereits des empörenden Falles angenommen und Ist eifrig bestrebt, die aufgescheuchten Gemüter, die nekränkten Frauen und die gefährdeten Ehen nicht wledei zur Ruhe kommen zu lassen Daß alles schließlich gut ausgeht, Ist bei einem Filmlustspiel selbstverständlich — doch wie es nusgeht. das bildet die vollkommenste Uberr.ischvng und die gelungene Pointe, die diesen Film vor allem auszeichnet Als Felix Eilers zeigt Johannes Uie-mann uns einen sympathischen Schwerenöter von Ehemann, während seine Gattin Eva in Dorit Kreysler eine gulck-lebendige Verkörnerung findet Wie schon so oft, bringt Ida Wüst uns d'e Schwienermutter aller r, diesmal von besonders eindrucksvollem Format Prächtine Fhepanrp gostalten ferner Hara'd Paulsen und Hl'de Jansen, Ernst Waldow und TJrsula Herklng Der mJ'chtifio Ge'ipr'iM'roktor von Leo S'e-zak, der Pedell K'ei'-eiter von Ewald Wrmk, ferner Leo Peukert als Physiklehrer. O E Hasse als Rechtsanwalt, seien aus der Reihe der Mitwirkenden genannt, nicht zuletzt aber Sonja Zie-mann als Schulmädel Lotte, die mit dem bewußten Liebesbrief den tollen Wirbel kurbelte Die Spielleitung dieses, nach Gabor von Vaszarys, lustigem Bühnenstück »Bubusch« necirehten Films führt Paul Martin und darf einen ungeheuren Heiterkeitserfolg für sich buchen. Die ansprechende Musik steuerte Michael Jary bei. (Marburg, Esplanade-Kino.) Marianne von Vesteneck Deutsche Dramen auf serbischen Bühnen. Das serb.s n Nationaltheater eröffnete seine neue Spielzeit. Neben serbischen Werken steht das deutsche Drama an erster Stelle. Es ist vorgesehen, Goethes »Faust« und »Iphigenie auf Tauris« aufzuführen. Von Gerhart Hauptmann wird nach dem großen Erfolg von »Kollege Crampton«, das Schauspiel »Rose Berndt« und von Hermann Bahr »Das Konzert« über die Bühne gehen. Von neuen deutschen Autoren werden Edgar Kahn mit der »Ewigen Kette« und Paul Apel mit dem »Goldenen Dolch« erscheinen. Neben Ibsens »Peer Gyntn wird Knut Hamsun mit dem Schauspiel »Spiel des Lebens« vertreten sein Deutsche Met^terhchulen stellen In Sofia ans. Der Werberat der deutschen Wirtschaft veranstaltet gegenwärtig seine 14. Ausstellung, die unter dem Motto »Handwerk und Technik, Meisterstücke aus deutschen Fachschulen« steht. Die vorangegangenen wurden von insgesamt über dreiviertel Million Menschen besucht. Die neue Ausstellung zeigt Erzeugnisse der deutschen Meisterschulen auf allen Gebieten des Handwerks; der Glasindustrie, fler Porzellan* manufaktur, des Buchbmderhandwerks, des Malerhnndwerks, der Holzschnltz-und Intarsienkunst, der Töpferei und der Spielwarenindustrie. Otlo Ehrhardt, der durch seine Tierund Landschaftsromane bekannte bayrische Schriftstellei, der sich im Jahre 1939 im Reichsgau Wartheland als Kreis-jägermeister und Fischermeister ansiedelte, beging in diesen Tagen seinen "iO. Geburtstag. Als erstes Buch in seiner neuen Heimat erschien unlängst der Roman »Troll der Glücksfischer«.