Nr. 27^. Montag, 3. Dezember 1906. 125. Jahrgang. Mtmcher l Zeitung PrHnnmerlllionSPteiS: Mlt Po st Versen dung: ganzjäyrig 3» X, halbjährlg 15 li. Im Kontor: ganzjährig 88 li, halbjährig 11 X. ssür die Zustellung ins Hans aaiizMrig 8 K. — InsiltionSnebühr: Für lleine Injerate bls zu 4 Zellen 50 d, größere per Zeile 12 K; bei öfteren Wiederholungen per Zeile « d. Die «Laibacher Zrituug» erscheint täglich, mit Ausnahme der Nonn- und sseicrtage. Die üldminlft ration besindel sich llongrehpla^ Nr, 2, die Medaltiou Dalmatingasse Nr. 10. Sprechstunden d.'r Nedaltion von 8 liis 1U Uhr vor. »»ttags, Unfranlierte Briefe werden nicht angenomnicil, Älia» i liipie »icht zurüitgeftellt Amtlicher Teil. Es wird hiemit bekalnltgeniacht, das; im Jahre 1907 die regelmäßigen Verhandlmigs-Periodeii ciin 2. Jänner, 2. April, 15. Juni und 7. Oktober beginnen lverdeli. Wien. an, 14. November l906. Vom k. k. Patentgerichtshofe. Der Präsident: P r a n d a u. Den 30. November 1906 wurde in der l. l. Hof' lind Staats bruckerei das I.XXII. Stück der slovenischen, das XOIII. Stiick der böhmiischen und das X(^V. Stück der böhmischen und rumänischen Ausgabe des Reichsgesehblattts ausgegeben uud versendet Nach dem Amtsblatts zur «Wiener Zeitung» vom 30, November 1906 (Nr. 275) wurde die Weiteruerbreitung folgender Preßeizeugnisse verboten: Nr. 16 «Illll» I^!6u. vom 26. November 190«. Nichtamtlicher Teil. Die Aufhebung der Kapitulationen in Bulgarien. Über die Erklärungen, welche der bulgarische Minister des Äußern Dr. Stanc-ev in dem So-braiije bezüglich der Aufhebung der Kapitulationen in Blilgarien abgab, erhält die „Politische Korrespondenz" aus Sofia folgende eingehende Mit-teilung: Auf eine Interpellation über die in Schunde befindliche Aufhebung der Kapitulationen im Fürstelltlim erwidernd, führte der Minister aus, er sei glücklicherweise in der Lage, das Sobranje über diese wichtige Angelegenheit nicht bloß zu beruhigen, sondern ihm positiv gi'instige Mitteilungen zn machen. Ohne in eine Prüfling der Frage der Kapitulationen und der Schwierigkeiten der Aufhebung einer seit längster Zeit geübten Praxis einzutreten, erklärte er, daß er seit seinem Amts antritte darauf hinarbeitete, die Frist, welche für die Erreichung des gewünschten definitiven Resultats verlangt worden war, abzukürzen. Die Re- gierungen der Großmächte, welche die jüngst abgeschlossenen Handelsverträge unterzeichneten, haben der Aufhebung gewisser Einschränkungen der Kapitulatiousrechte bedingungsweise zugestimmt. Österreich-Ungarn, welches einen Handelsvertrag mit Vulgarieu nicht in derselben Frist abschließen konnte wie die anderen Mächte, hatte der Anwen-dnng des neuen, die Kapitulationen einschränken^ den Regimes noch nicht seine Zustimmung erteilt. Österreich Ungarn war jedoch der erste Staat, dessen Regierung im Jahre l902 mit dem diplomatischen Vertreter Bulgariens in Wien drei Konventionen über die Konsular-Angelcgenheiten abschloß, welche jedoch, da sie der Ratifikation harren, noch nicht in Kraft geseht werden konnten. Heute — so fuhr der Minister fort — bin ich in der erfreulichen Lage, dein Sobranje Znr Kenntnis gu bringen, daß ich vom diplomatischen Vertreter Österreich-Ungarns in Sofia eine Mitteilnng erhielt, durch welche die k. und k. Regierung die freundlichen Gesinnnngen, die fie gegenüber Bulgarien beseelen, beweist, indem sie beschloß, ohne Forderung von Kompcsationen ihre Zustimmung zu erteilen, daß die von den anderen (Großmächten bei dem Ab schlusse der jüngsten Handelsverträge mit Blil-garien bedingungsweise zugestandenen Einschränkungen der Kapitnlationen in dem gleichen Umfange schon von jetzt an gegenüber den österreichi schen und ungarischen Staatsangehörigen angewen det werden. Der Austausch von Noten zur Re gelnng der, Einzelheiten und für die definitive Inkraftsetzung des neuen Regimes wird erfolgen, sobald die innereil Vorbereitungen, welche der Anwendung des letzteren vorausgehen müssen, beendet sein werden. Die Volkszählung im Deutschen Reiche. Im „Deutschen Reichs-Anzeiger" wird das endgültige Ergebnis der Volkszählung im Deutschen Reiche vom 1. Dezember 1905 veröffentlicht, nachdem das vorläufige bereits im März d. I. niit-geteilt worden war. Nie sich jetzt herausstellt, war bei der letzten Zählung die Bevölkerung des Reiches noch lim .'ll).000 Köpfe größer, als man nach der vorläufigen Vermittlung anc^nolinnen hatte. Sie be» lief sich auf W,U41.278 Perfonen gegen 5(>Mi7.178 im Jahre 1900, hat also in der letzteil fünfjährigen Zählungsperiode um 4,274.100 Personen oder 7-U Prozent zugenommen. Die Periode von 1886 bis 1890 hatte eine Zunahme von. 7 -8 Prozent ergeben, also verhältnismäßig etwas mehr. Beachtenswert ist, daß sich die männliche Bevölkernng in den letzten Volkszählnngs Perioden stärker ver mehrt als die weibliche, so daß der Überschuß der weiblichen Personen, den Deutschland seit langem stets gehabt hat, immer mehr schwindet. Am 1. December 1905) zählte Deutschland 29.884.<»8l männliche nnd li0,75tt.597 weibliche Personell; die Zahl der männlichen hat sich in den letzten fünf Jahren um 2,147.434, die der weiblichen mir um 2.12ll.l)(ltt vermehrt. Die stärkere Znnahme des männlichen (Geschlechtes ist anf die geringe Au5 wandernng lind den starken Inzng von Anslän-dern, der vornehmlich Männer umfaßt, zurückzuführen. Im einzelneil sei bemerkt: Die Bevölkerung Preußens beträgt 37,29^..!l24 Personen gegen ,'.4,472.5)0«) illl Jahre 1900, hat sich also um 2,820.815 oder 8-2 Prozent, mithin etwaZ stärker als die des gesamten Reiches, vermehrt. Bayern hat l!,5)2l.:j72 Einwohner und zeigt eine Zuuahme in den letzten fünf Jahren um :»48.:l15) Einwohner. Aii dritter Stelle rangiert Sachsen mit 4,508.l>0, Einwohnern und einer Zunahme von 80(>.:585», an vierter Württemberg mit 2,302.179 Einwohnern, das aber ill der Znnahme (I:l2.s>99) von Baden überflügelt wird, wo bei 2,010.728 Einwohnern eine Zunahme um 141.870 gezählt worden ist. Es folgt Elsaß-^othrinaeu mit l,814.5)s>4 Einwohnern und einer Zunahme von 95>.094, während von 1895> bis 1900 nnr eine Zunahme von 78.184 stattgefun den hatte. Hessen ist der letzte Staat, dessen Einwohnerzahl eine Million übersteigt; sie betrug l,209.175) und hat um 90.19.094 Einwohnern. Die anderen Staa Feuilleton. Die Millionärin. Von A. M. von MM'c'iv. (Nachdruck verholen.) „So, NUN sind gnädiges Fräulein fertig!" „Dann kömren Sie gehen, Sizette, und — Sie brauchen uicht aufzubleiben! Ich werde mit dein Auskleiden schon allein fertig." „Danke, gnädiges Fräulein. — Und viel Vergnügen!" Noch einmal wirft die kleine, braunäugige Zofe einen bewundernden Blick anf die erqnisite Robe ihrer Herrin und verläßt dann geräuschlos das luxuriös ausgestattete Toilettenzinnner. Eara von Lndolf steht in Gedanken versunken vor dein hohen Spiegel, der ihr ill Seide nnd Spitzen gehnlltes Bild zurückwirft. Die Toilette ist perfekt, sie ist ano dein ersten Magazin. Die Spitzen sind echt, sie stammen noch aus dem Nachlaß ihrer Großmutter, und die Brillanten glitzern wie Tautropfen in den weichen Falten am Taillenausschnitt und in der künstlich aufgebauten Lockenfrisur. Eara sieht mit Gleichmut alle diese Pracht. Sie stößt einen Seufzer der Ungeduld aus und läßt sick auf den mit Eeidendamast überzogenen Puff vor ihrem Toilettentisch nieder. Sie nimmt den Handspiegel aus massivem Silber, lim genaner ihr Gesicht zu stndieren. — Es ist noch zn dunkel im Zimmer. Sie dreht an dem elektrischeil Licht. Flämmchen, die zn beiden Seiteil des Toilettentisches angebracht sind, erstrahlen in voller Helle. Sie beleuchteu deutlich ihre Züge und zeigen ihr init gransamcr Wahrheit, daß sie häßlich sind. Eara stützt den Kopf in die Hand und starrt iu das klare Glas. Ja, es läßt sich nicht lengnen, sie ist häßlich, die Stinl ist zn hoch, die Nase viel zu ausgesprochen, der Mnnd zn groß ^ der Teint zu blaß. Dem könnte abgeholfeu werden. Ihre Hände suchen hastig unter die eleganten Kristall- nnd Silberdosen. — Da ist der Puder. Schnell ein wenig aufgetupft! Nein, es geht nicht! ^ie sieht zu fremd alls. Sie reibt das rosige Mehl mit feinem Vattist ab. Sie braucht ja nicht schön zu sein. Sie hat Geld. — Eara greift jetzt nach den langen Ballhaus schnben lind zieht sie langsam über die feinen, wohlgeformten Hände. Eine kleine Falte dec» Unmutes bildet sich.zwischen ihren Augenbrauen. Wie sie diese Tanzfeste langweilen! Doch der gute Papa findet, sie dürfe sich nicht von allem zurückziehen. Und schließlich — sie war viernndzwauzig lind es war die höchste Zeit für sie, zn heiraten. - ^ Cara war nicht blind. Sie kannte die Welt und wnßte, daß die vieleil Freier, die sie alljährlich im Winter im Ballsaal nnd im Sommer ill den ^urnsbädern abgewiesen, sich vor ihrem Gelde gebeugt nnd nicht vor ihr. Ihr Spiegelbild ist ihr bis jetzt eine ständige Warnnngstafel vor übereilten Schritten gewesen. Die Handschuhe sind zugeknöpft. Nun noch den kostbaren, winzigen Fächer. Cara rauscht die tep Pl'chbelegten Marmorstnfen Himmler in das gerän liiige Vestibl'il, wo ihr Vater sie erwartet. Lisette hüllte ihre Herrin in den mit Hermelin gefütterten Mantel. Johann öffnet das Portal lind Vater nnd Tochter steigen in das elegante Eoup6. Der Lakai schließt den Wagenschlag, schwingt sich auf den Bock und fort geht es auf lautlosem Gummi über glatten Asphalt. In der Xschen Gesandtschaft ist großer Ball. Die Front des alten Palais zeigt eine Flucht von erlelichteten Fenstern. Elegante Equipageu halteu mit forschem Ruck vor dem weitgeöffnelen Portal. Zier liche Füßchen in hellem Atlas huschen über den weichen Teppich, der das harte Pflaster verdeckt. Zurückgeschlageue Pelze lassen auf der Brust alter Würdenträger goldene Ordenssterne erstrahlen. Ails der neugierigeil Menge der Znschancr ertönen „Ahs" und „Ohs" der Bewunderung. - - Und drin-nen in dem wohldurchwärmten, geschmückten Trep-venhaus nnd iu den mit fürstlicher Pracht eingerich teten Salons hört mau gedämpfte Stimmen anmutig scherzen, sieht man dunkle Frauenaugen verführerisch blitzen nnd rote Lippen bezaubernd lächeln. Dort in der lauschigen Ecke flirtet eiu erotischer Attach^ mit der schönen Gräfin A. Ein Prinz aus königlichem Geblüt macht einer jungen, vielmnwor benen Hofdame auf Tod nnd Leben die Cour. Alt den Türpfosten lehnen nachlässig Elegants, da > Monocle im Auge, die Gardenia im Knopfloch. Ari-stokratisch aussehende Diplomaten, reichdekorierte Exzellenzeil und Minister streben den Rauchsalons zn, um dort bei einer aromatisch duftenden Havanna wichtige Tagesfragen zu erörtern. Galo-nierte Diener gleiten geräuschlos durch die Ränme, auf silbernen Tabletts Erfrischungen darbietend. Ab lind zu klopft der Haushofmeister gewichtig mit seinem Stäbe auf, nm neue illustre Gäste zu mel-deu. Jetzt setzt auch die ausgezeichnete Kapelle leise zu eiueiii prickelnden Walzer ein, und bald drehen sich iu dem großen Tanzsaal die eleganten Paare graziös nach dein Takte der Musik. (Schluß fuigl.) Laibacher Zeitung Nr. 277. _____________________________2602________________________________ 3. Dezember 1906. im stehen in nachfolgender. Reihenfolge: Mecklen bürg-Schwerin «25.045 (Zunahme 17.275», Braunschweig 485.958 (21.025), Oldenburg 486.85il (89.07(i), Sachsen-Weimar 888.005 (25.222), Anhalt li28.t)2<> (11.944), Sachsen-Mei-ningen 268.!>25), Reuß j. L. 144.584 (5374"», Lübeck 105.857 (9082), Mccklcnburg-Strelitz 103.451 (849), SchwarzburMudolstadt 96.835 (3776), Schwarzluirg - Sondershausen 85.152 (4254), Neuß ä. L. 70.603 (2207), Waldcck 59.127 (1209) und Schaumbnrg-Lippe 44.992 (I860). Die Reihenfolge der Staaten hat sich nnr insofern geändert, als Mecklenburg-Streich, das überhaupt die geringste absolute und relative Zunahme zeigt, von Lübeck überflügelt worden ist. Politische llleberftcht. Laib ach, 1. Dezember. Die „Polnische Post" veranstaltet eine Nun<> frage unter den deutschen Abgeordneten über die Frage, wie sich im künftigen Parlament das Verhältnis von Pole n nnd Deutsche n gestalten weide. Abg. Dr. Sylvester hatte erklärt, die Beziehungen zwischen Polen und Deutscheu würden davon abhängen, ob beide einander eine reziprokc Behandlung angeoeihen lassen werden. Wenn die Polen in den westlichen Kronländern den Deutschen freie Hand lassen, so werden diese den Bestrebungen der Polen nach einer Erweiterung der galizischen Autonomie keinen Widerstand entgegensetzen. Abg. Dr. Ebenhoch teilt diese Anffnssuug uicht. Vr hält eine Änderung der Verfassung in dem Sinne, daß die Polen gegen Gewährung einer größereu 'Autonomie auf die Entscheidung in Fragen anderer Lronländer verzichten, nicht für möglich. Man werde nach wie vor mit dem Einflüsse der Polen im Äbgeoronetenhanse zu rechnen haben. Der Po lenklub werde uuu auch im neuen Hause konservativ nnd agrarisch sein. Sein Zusammegehen mit deutschen Parteien werde demnach davon abhängig sein, ob diese gemäßigt oder radikal sein und ob sie in agrarischer Hinsicht Bürgschaften bieten werden. Im englischen Unter hause stellte Ashley (konservativ) die Anfrage, ob die Bestimmungen des Pariser Vertrages vom Jahre 1855 auf Norwegen infolge der Lostrennung von Schweden keine Anwendung mehr zu finden hätten. Staatssekretär wrey erwiderte: Der Vertrag ist nicht, abgeschafft', er ist aber unter Umständen abgefaßt worden, die jetzt gänzlich geändert sind. Die britische Regierung erwägt jetzt in Verbindung mit den beiden genannten Ländern und anderen Mächten, welche Schritte getan werden sollten, um einen neuen Vertrag an die Stelle des Vertrages vom Jahre 1855 zu setzen. — In Beantwortung einer Anfrage wegen eines auf einen Engländer in Tan ger verübten Angriffes teme Staatssekretär Grey Einzelheiten über den Vorfall mit und fügt hinzu: Es scheint nicht nötig gewesen zu sein, daß fremde Truppen landeten. Wir hören, daß Frankreich und Spanien bereit sind, im Bedarfsfalle, solange eine reguläre Polizei uoch nicht errichtet ist, alle etwa erforderlich werdenden vorläufigen Maßnahmen zum Schutze der Ausländer zu ergreifen. Es ist nicht nötig oder wünschenswert, daß die britische Negierung darüber hinaus etwas tun sollte. Es ist nicht beabsichtigt, britische Kriegsschiffe zur Mitwirkung zn entsenden. Aus London wird gemeldet: Valf 0 ur hielt hellte im Junior Constitutional Club eine Rede, in der er unter Hinweis auf den zwischen dem Kabinett und dein Oberhanse bezüglich der U nter r i ch t s-bill bestehenden Gegensatz erklärte, diese Mei-ining5verschiedenheit sei nicht lediglich Parteisache. Im weiteren Verlaufe seiner Nede erzielte er lauten Beifall, als er den festen Entschluß kundgab, die Bedrückung der religiösen Minderheiten zn bekämpfen. Die Agence Havas meldet aus Konstantinopel: Die Veziehuugen des Khedive zu England sind sehr gespannt. Es heißt, Abbas Hilmi werde dazu verhalteu werden, gegenüber England eine loyale Haltung anzunehmen und seine der religiösen lind antieuropäischen Bewegung gewährte Unterstützung aufzugeben. Aus Iokohama gelangt durch einen amerikanischen Zcitungskorrespondenten nach San Francisco die Meldung, daß der amerikanische Generalkonsul in Iokohama, H. B. Miller, erklärt, Japan sei bereit, wenn nötig, seine Flotten- nnd Heeresmacht zn gebrauchen, um zu verhindern, daß die Schulbehörden von SanF r a ncisc 0 die Kinder der japanischen Einwanderer von den Elementarschulen ausschließen. Tagesneuigleiteu. Jahre jüngeren Dame aus Dewotsdorf. Vei dieser Gelegenheit legte der alte Herr mit seiner Braut U» Meilen zu Pferd zurück. Eine gute Leistung im Alter von 91 Jahren. Unrecht Gut. Roman von N. lkoronh. (9. Fortsetzung,) (Nachdruck verboten,) Gott sei Dank, dort kamen endlich die ersten Häuser von Saarbrücken in Sicht, Der Zug hielt, die Türen wurden geöffnet. Da stand .Katharina und ne-ben ihr der zwölfjährige Walter, ein hübscher, kraus-haariger Junge. Das rosige Gesicht der etwas enttäuschten Frau nahm einen anderen Alisdruck an, als sie fragte: „Wo ist denn der Knabe?" „Den habe ich nicht mitgebracht, du sollst gleich erfahren, warum", erwiderte er. Sie lächelte jetzt der Kleinen freundlich zu und streckte ihr den Arm cntgegen: „Willkommen, Töchterchen, willkommen!" „Gib dir nur keine Mühe! Das ist ein trotziges, verstocktes Ding", sagte Martin, auf Arsene deutend, die, ihr armseliges Vündelchen iu der Hand, alls dem Nagen kletterte. „Sie wird verschüchtert sein, nichts weiter", beschwichtigte die junge Frau. „Sei nur frohen Mutes, mein Kind. Gib mir das Händchen! Ick) bin deine Tante, wUl dich lieb haben und für dich sorgen." Kein Zug in dem blassen Gcsichtchen veränderte sich, aber Arsene legte doch, wenn auch zögernd, ihre kalten, hageren Finger in die warme Hand Katharinas, und wurde auf den Rücksitz des Wägelchens neben Walter gehoben, ocr die kleine Vase ganz er-staunt und ohne besonderes Wohlgefallen zu ver» raten, anblickte. Martin teilte seiner Frau hastig und mit leiser Stimme mit, wie er hinsichtlich des Neffen entschie« den habe, und fiigte, auf das Mädchen deutend, hinzu: „Die hätten wir uns auch nicht ins Haus nehmen sollen. Ich brachie sie nur mit, w^'il es so zwischen uns verabredet war. Madeleine Francois ist bereit, sie für eine geringe Erhöhung des bisherigen, sehr ärmlichen monatlichen Betrages wieder aufzunehmen, und ich denke, man tut am besten, darauf einzugehen." „Nein! Da bill ich anderer Ansicht," flüsterte Kc^ tharina, „es wird mir schon gelingen, das Herz der Waise zu gewinnen. Sie war früh der Mutter entwöhnt und soll nun erst verstehen lernen, was 'es heißt, eine, solche zu besitzen. Du weißt ja, daß für mich nichts Höheres eristiert, als irgend ein armes, verwahrlostes Geschöpf, gleichviel, ob Mensch oder Tier, zu Pflegen. Hier gibt es Arbeit — vielleicht schwere, mühsame, aber jedenfalls ehrliche und wichtige Arbeit, der Gottes Segen nicht fehlen wird. Das elternlose Kind darf nicht fremden, bezahlten, eigennützigen Per» sonen überlassen bleiben, sondern muß eine Heimat finden und Menschen, die ihm den rechten Weg zeigen. Arsene hat jetzt wenig Liebenswürdiges an sich, das gebe ich zu, aber gerade deshalb erscheint sie mir doppelt bemitleidenswel-t. Ich glaube, das arme Ding ängstigt sich vor dir. Ihre Augen sind mit so selten furchtsamem und scheuem Ausdruck auf dich gerichtet." „Sage, mit boshaftem, böswilligen,! Das Geschöpf da hat alle schlimmen Eigenschaften seines Vaters geerbt. Lassen wir uns dieses Kuckucksei nicht ins Nest legen. Sie soll zu Madeleine Francois zurück oder, wenn du dagegen bist, ill eine andere Pension, Deren gibt os genug und recht 'empfehlenswerte." „Gönne ihr nur ein wellig Zeit, sich an uns zu gewöhnen. Jetzt ist dem Kinde noch alles so neu und fremd. Habe Geduld, Martin. Fügte dir dein Bruder mel Leid zn, so mnß es dich jetzt doppelt mit Stolz erfülleii, daß er sterl^nd in deinem Hanse Zuflucht fnchte und daß die gänzlich mittellos zurückgebliebe» nen Waisen alls deinen Schutz angewiesen sind. Wie gern möchte ich, daß auch der arme Junge zu uns käme!" „Daß er mir die eigenen Söhne verderben würde! Nichts mehr davon! Versorgt sollen die Kinder wer» den. Ob bei nns oder anderswo, das ist im Grunde einerlei." Er trieb das Pferd an, daß es im Galopp den ebenen, bequemen Weg zurücklegte. Bald war das Gütchen erreicht. Martin schnalzte dreimal mit der Peitsche, Christoph öffnete das Hoftor und begann, den müden Gaul auszuspannen. Auf Huber warteten bereits zwei Mitbesitzer der Steinkuhlengrlibe. Er begab sich rasch zu ihnen, Ka» tharinas Bitte: „Heiße Arsene doch willkommen auf unsel-er kleinen Scholle!" vielleicht absichtlich über« hörend. Die junge Frau schwang sich gewandt aus dem Gefährt und wollte nun die Kleine herausheben, aber Walter kam ihr zuvor nno sagt'e mit wichtiger Miene: „Komm! Sei nicht ängstlich. Ich halte dich schon fest." „Geh weg, ich brnnche dich nicht!" wurde ihm mürrisch erwidert. Mit einem Sprung stand Arsene auf dem Boden. Ihre Bewegungen hatten etwas von der Kraft und Geschmeidigkeit einer jungen, wilden Katze und nnter den dichten, mächtigen Brüllen fnnkelten zwei nacht» schwarze, üdvl große Augen mis 00111 schmalen, südlich angehauchten (^sichtc. das nichts weniger als unschön aussah. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 277. 26^3 3. Dezember 1906. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Ein römisches Eisenwert in der Wochein und die Kirche in Wittnach in der Wochei». Von Michelangelo Naron Zois. Im Jahre 185 l sind „sechs Abhandlungen über ^ die Ergebnisse dei- im Sommer 1849 vorgenommenen Vegchnngeüi von A. v. Malot" erschienen, von denen die dritte über die Spuren eines befestigleil rönnschon Eisenwerkes in der Wochein in Oberkrain handelt. Eine Karte ist beigeschlossen. Die fragliche Arbeit ist a>ußer in dein uns vorliegenden Separatabdrncke iloch in dem Jahrbuche oor t. k. Geologischen Neichsanstalt, und zwar im ersten Jahrgang, 2. Vierteljahr, i>. 1V, erschienen. Da die erwähnte Untersuchung Malots mehrfach als Quelle gedient hat, die Topographie Oberkrain 5 zur Zeit der Nömcrherrfchaft noä) höchst mangelhast nnd dcrher jede Bereichernng, möge sie noch so gering» fügig sein, freudig zu begrüßen ift, unternahm ich es den Befund Malots zu überprüfen, um hernach ans Grund eigener Wahrnehmungen über den gegenwär-tigen Zustand des römischen Kastells berichten zu können. Da die Schrift Malots sehr wenig betanni ist, sei ein kurzer Auszng daraus vorangeschickt. Malot fand zur Zeit seiner Bereisung noch so viel Mauerwerk erhallen, daß er einen genauen Plan aufnehmen tonnte, den er durch eine ziemlich weitläufige Veschl-eibung ergänzt. Aus dieser ist zu ent> nehmen, daß die Manor stellenweise IV2 Fuß hoch erhalten, beiläufig 2^/. Fuß dick war, aus nur we-nig behauenen Kalksteinen nnd Sandsteinblöcken bestand und einen, bezw. zwei Eingänge aufwies. Er fand Spuren zweier Wege, die auf den Hügel führteil, glanbte noch die Plätze, auf denen einst die Gebäude des Kastells standen, erkennen zu dürfen. Auf der Spitze des Hügels lag ein Garten, und man machte bei dessen Anlage Verschiedeire Funde, die auf eine römische Waffcnfabrik gedeutet wurden. — Außer-dem erwähnt er Cchlackenhalden usw. Während ein Hellschuppen noch hente so wie vor 57 Jahren steht, wi,e ihn Malot sah ^ ist von dein Gemäuer auf dem „Ajdovsti grad" nicht eine Spur mehr zu finden. Jemand, der Malot nicht kennt und die Identität des von ihm besuchten Lokales mit dem „Ajdovsti grad" nicht einwandfrei festgestellt hat, wird überhaupt nichts bemerken oder sehen, was ihn bewegen würde, an dem Orte eine Ausiedluug zu suchen. Er wird sich vielleicht Gedanken darüber machen, das; manche Felspartien und Steinblöcke merkwürdig senk-rechl, wie bearbeitet erscheinen, wird sich aber wahrscheinlich hüten, irgend eine Ansicht aufzusprechen. Denn ringsumher findet er Beispiele genug, was für sonderbare Gebilde das Wasser zu schaffen imstande ist, und so wird er geneigt sein, auch diese senkrechten Felsstnfen auf Nechnnng des Wassers zn setzen, und zwar um so mehr, als nirgend ein Stückchen Mörtel zu finden, bezw. zu sehen ist — und weil sich kein anderes Gestein als Kalkstein zeigt. Die Sandsteinblöcke Ma-lots sind verschwunden: weiß Gott, in welchem Hause in Feislritz sie eingemauert worden, sind. Auch zwei ebenere Streifen, die man als Stra-ßen, bezw. Wege ansprechen könnte und die mit den von Malot festgestellten übereinstimmen, werden nie> manden bewegen, ans seiner Reserve hervorzutreten. Denn sie beginnen nirgends und enden n^-ge,nds — sie könnten also ebensogut Erosionsspuren sein. Der Garten, der einst aus der Spitze des Hügels lag, eristiert nicht mehr - von irgend welchen Grundrissen von Gebäuden oder dgl. ist leine Spur mehr vorhanden. Die Schlackenhalde soll, wie wir ein alter Bauer erzählte, im Laufe der Jahre von den Besitzern allmählich in das seinerzeit in Feistritz bestan» dene, Eisenwerk abgeführt worden fein, wo die Schlak» ken zur Gewinnnng von Eisen verwendet wnrden. Denselben Weg in den Hochofen sollen auch eine ganze Reihe von Fundon zurückgelegt haben. Allen, Anscheine nach waren es Pila, Pfeilspitzen u dgl., aber doch nur der bei der Fabrikation sich ergebende Aus-schuß. Daß andere, wertvolle Funde auf dein „Ajdovski grad" gemacht worden wären, konnte ich nicht feststellen nnd insbesondere in den letzten Jahren sollen, wie mir die Besitzer versicherten, überhaupt keinerlei Stücke zutage gefördert worden seien. In der Ebene, durch die Save vom „Ajdovsli grad" getrennt, liegt oie Kirche von Vitnjc, zu deren Bau seinerzeit, wie Malot erwähnt, die Quadern des römischen Kastells benützt worden sein sollen. Er erwähnt auch mehrerer, in den äußeren Mail ern knapp unter dem Dache eingemauerter Skulpturen, die Josef und Maria vorstellen sollen. Ihm hätten die Landbewohner erzählt, diese Steine stammen von einem Kloster, das einst auf der Spitze des Hügels (Ajdovski grad) gestanden. Da ihm nichts ^ von einem Moster in der Wochein bekannt war, nahm 'er allerdings die Herkunft vom Hügel an, meinte je« doch, die Steine seien römischen Ursprunges und be» zeugen nur, daß wahrscheinlich der Befehlshaber der Station ein Christ gewesen sei. Schließlich erwähnt er, da,ß die Steine vielleicht aus einer Kapelle bei Bitnje stammen. Näher untersuchen konnte er die Skulpturen nicht, öa er leine Leiter hatte. In derselben Lage befand auch ich mich - glaube aber doch feststellen zu können, daß die Steine nicht römischen Ursprunges seien. Sie erinnern mich viel« mehr in ihren ungeschlachten Verhältnissen, ihrer Ausführung (so weit ich sie unter den obwaltenden Um-ständen beurteilen tonnte) an Me alten Skulpturen, die man in Seebach bei Veldes, in Otot bei Möschnach. in Kerschdorf in der Wochein in den Häusern eingemauert sindet und di> selber wieder eine gewisse ,,Fa« milienähnlichkeit" mit zwei Schnitzereien aus meinem Besitze haben, die ziemlich sicher dein Ende des 17. Jahrhunderts zugeschrieben werden können. Ich setze die Reliefs der Kirche in Bitnje weit hinten an (denn bei dem einen scl>eint es mir sicher, daß der Verfcrtiger, sei es einen antiken Mithroskops, sei es eine Umformuug desselben gesehen hat) und halte die Meinung der Bevölkerung, die sie von einem Kloster stammen läßt, für richtig. Denn auf Pag. !i8 der „Mitteilungen des historischen Vereines für strain" für das Jahr 18(i>! findet sich eine Urkunde abgedruckt, mit lvolcher Hugo Bi» schof von Briren im Jahre 1120 im Tale der Wochcin ein .Moster Kruskilach gründet. Wo dieses >lrn>3kilach gelegoll gewesen sei, tonnte ich allerdings nicht feststellen, eben so wenig cmch, wo die Besitzungen des Mitstifters Dietmar lagen — im« Nierhin will ich den Versuch machen, in dieser Richtung eine Anregung zu geben. Der nächste Ort nach Nitnje (Wittnnch) ist Nomens — Nennung nnd in diesem „ming" könnte vielleicht das Wort „Miink". „Mönch" stecken Nennung also nngefähr foviel heißen wie Nenmünchen, Neu-klofter - eine Deutung, die ich zn entschuldigen bitte, wenn sie falsch sein sollte. Denn Germanist bin icki nicht. Da der letzte Sturm in der Wochein das Dach des Turmes der Uirche von Bitnje abgetragen hat, so wird sich vielleicht Mlegenheit ergeben, die drei Reliefs genauer zu untersuchen, u-Nid es wird sich insbesondere zeigen, ob der Stein, den Malot für einen heidnischen hielt, während ich darinnen einen vom MithroZtypnZ beeinflußten Christus sehe, römiscl)en oder mittelalterlichen Ursprunges ist. (Die Wahl reform angenommen.) ilber die vorgestrige Sitznng des Abgeordnetenhanses wird uns aus Wien gemeldet: Das Abgeordnetenhaus erledigte die beiden letzten Grnppen der Wahlreform, worauf nach Protesten der Ezechischraditalen sowie Sternbergs nnd Placet's sofort die Wahlreformgesetze in dritter Lesung mit 1!^l gegen wnrden die arzneilichen Zubereitungen wohlriechendes Pflanzenessenzslnid und ableitende Rhabarberpillen mit der Schutzmarke „Elsa" des Apothekers Eugen Viktor Feller in Stu-bica Dolnja in Kroatien nnter der Voranssetznng ;nm allgemeinen Apothekenvertriebe in den im Reichs-rate vertretenen Königreichen nnd Läudern znge-lassen, daß bei den, Vertriebe dieser Artikel oic in Österreich geltenden '-Vorschriften genanestens eingehalten werden. Da der genannte Apotheker trotz er^ 'olgter Verwarnung die bestehenden Vorschriften über )en Arzneimitt^lverkehr und die gesetzlichen Vertriebs-^ediugnugen beharrlich nicht beobachtet, hat das Mi-iisterinm des Innern sowohl oe» weiteren Vertrieb l >er gedachten arzneiliäien Znbereitnngen als anch l >eren Ankündigung bedingungslos verboten. - (Leben srettu n gstaglia.) Die k. k. °>. ^andesregiernug hat dem Johann Trobevkek aus l Ober-Stranje Nr. IN für die von ihm mit eigener i Lebensgefahr bewirkte Erretnng des Johann Urkiö, ^ Uesitzers in Ttranse, vom Tode des Erstickens die ge> t etzliche Lebeusrettungstaglia im Betrage von 52 15 3 >l< !> zuerkannt, t " < Ein e G a s a u s sl r ö m n u g.) Vorgestern ^ lbends kehrte der Eiselibahnarbeiter Paul Stele mit f einer Frau in die an der Poljanastraße gelegene A »ohnung zurück. Sie begaben sich sofort zu Bette, e Gleich darauf begann aus einem in der Mauer befindlichen Rohr Gcus auszuströmen. Gegen 2 Uhr morgens erwachte vorerst die Frau, lvar aber so betäubt, daß sie sich nicht erheben konnte. Nach einiger Zeit gelang es ihr doch, ihren Mann zu wecken, der auch schon betäubt war. Mit größter Mühe begab er sich aus dem Bette und öffnete die Fenster. Er erholte, sich sehr bald, die Frau jedoch erkrankte so bedenklich, daß der Bahnarzt geholt luerden müßte. Nun soll siä sich bereits wohl befinden. — (Eif enbahnbau Tre f fe n - I 0 ha u< nösta,!.) Die Bauleitung diefes Eiseubahubaues hat die Kanzleilokalitäten im Schlosse Griö bei Neu» degg, Eigentum des Gewerlen Herrn Paul in aus Laibach, bereits bezogen, und so steht der Beginn des Bahnbaues unmittelbar bevor. — (Das D ie n st ver m ittlu n g s bu rea u der G einos se n sch a f t der Gastwirte, Eaf e> tier e ?c.) vermittelte im Monate November in 5(1 Fällen. Dienst erhielten alle in diese Kategorien ein» schlägigen dienstsuä)enden Personen. Plätze finden noch Mägde, Köchinnen, Kellner, Kelln^rinne.n, Unter» länferinnen, Stubenmädchen, Schaukburfcheu usw. Für Dienstsuchende ist die Vermittlung kostenfrei, jene vom Lande haben eine 1l> li-Mnrke beizulegen. --Das Dienftv<'rmittlungsbureau befindet fich in Gra-di^e 3tr. 7, ebenerdig. — (Verlauf von Flaschenbier.) Von der Genossenschaft der Gastwirte, .N'affeefieder usw. in Laibach erhalten wir folgende Mitteilung: Über Ansuchen der Genossenschaft haben alle in Laibach in Betracht kommende Brauereien der Bitte stattgegeben nnd sich brieflich verbunden, vom !. November d. I. an Private und nicht konzessionierte Greisler loin Flaschenbier mehr zu verkaufen. Direkte Zufchriften sandten ein die Brauereieu: DeluiiU'a pivovarna in Tüffer, Brauerei Mannsburg und Branerei G. Äuers Erbeu in Laibach. Die Brauereien Neininghaus uno Puntigam iil Graz, Göß in Leoben, I. Kosler H ^loiiip, in Unter ^ikka, Anton Dreher in Trieft unb Th. Fröhlich in Oberlaibach gabeil ihre Erklärungen dnrch das Präsidium des Alpenländischen Brauherrenvereines in Graz de dato Ä>. Oktober 1R)b ab. Mml bringt ninl denl P. T. Publikilm zur ^ennt« nis, daß für Private voll obiger Zeit an Flaschenbiere in jeder Quantität n u r bei Gastwirten erhältlich sind. (Ni to l 0 fe i er.) Der hiesige christliche Frauenbund veranstaltet Mittwoch, den 5. d. M., im großen Saale des Hotels „Union" >-ine Nikolofeier iuit folgeiidem Programm: l.) Ansprache an die linder. 2.) Erscheineil des Nikolo samt Gefolge. > 2agor erlassen, die bis nun auch von unbefugten verfonen als Gehweg benutzt wurde. Übertretungen diesos Verbotes werden im Sinne des tz 9(5 der ^isenbahubetriebsordnniig strengstens geahndet wer )en. ^iic. ^ (L a n dbri e fträge r p 0 ste n bei m t. f. »z 0 stanltein Rud 0 lfswert.) Beim k. k. Post-imte RndolfsNiert sind zwei Landbriefträgerposten üit der Iahreseutlohming von je 700 X zu besetzeil. 5es Leseils und des Schreibens lnndige llild ver-ranenswürdige Bewerber, die bereit wären, den llnralpostdienst bein, Postanlte in Nudolfswerl ilach >en bett-effeildeil Marscheinteilnngen gegen daci >ahix'SpauschaIe von 7l><» l< zil überllehmeu, möge,! ich im Bureau l'2 de^r Nezirtshanptmanuschaft iü lindolfswert Nielden, wo auch die Marsäieinleilung ingeschen werdeil kann. Lllibacher Zeiwng Nr. 277. 2604 3. Dezember 1906. — (Dem Zweig vereine Krain des öst err. HilfsVereines für Lungenkranke) obliegt anläßlich der zu seinen Gunsten nranstalteten Projektionsvorträge die angeuelnne Pflicht, dem Präsidium des StadtmagistrateZ für die kostenlose Ülx'rlassung dos Saales im ..Mestni Tom" und denl Vereille ..Akademija" fiir die liebenswiirdige Überlassung seines vorziiglichen Skioptikons den ioärnisten Dank anszusprechen. — (Zur Sammlung sloveni scher Volkslieder.) Dem Arbeitsansschuh für du' Sannnllmg slovenischer Volkslieder wurde eine besondere Ehre zuteil: Der Schöpfer des geplanten gro-ßen Sammellverkes „Das österreichische Volkslied", Herr Ministerialrat im UnterrichtsNlinisteriuNl, Dr, Karl Ritter von Wiener, Referent für alle Angelegenheiten, betreffend die Musik, berührte auf einer Inspektionsreise auch unsere Stadt. Ein wie warmes Interesse er dem Weitergedeihen seiner Schöpfung entgegenbringt, zeigt der Umstand, das; er bei dieser Gelegenheit nicht bloß einen informatorischen Aericht über die Sammeltätigkeit im slowenischen Sprach-gebiete, welchen ihm der Obmannstellvertrcter des Arbeitsausschusses, Herr Musikdirektor Matthäns Hu bad. erstattete, beifällig entgegennahm, sondern sich auch bereit erklärte, einer n6 Ix»'- einbernfenen Sitzung des Arbeitsausschüsse? beizuwohnen, um dessen Bericht unmittelbar anzuhören. — Diese Sitzung fand Samstag, den 1. d. M.. im Saale der Glasbena Matka," statt; daran nahmen ore m Lcn^ bch domizilierenden Mitglieder des Arbeitsansschnsses und als Vertreter der Lanoesregiernng Herr Landes schulinspektor Franz Levec teil. Der Obmannstelb Vertreter begrüßte im Namen des Ausschusses den Herrn Ministerialrat, dankte ihm für die besondere Ehre, die er dem still wirkenden Ausschüsse durch sei^ nen Besuch erweise, beglückwünschte ihn zur Verkör perung der großen Idee, durch die Hebnng des Voltsliederschatzes ein kostbares Volksgut vor dem sicheren Untergang zu retten, und empfahl den Ansschnß seiner geneigten Fürsorge. - Der Herr Ministerial rar dankte iu liebenswürdiger Weise mit dem Bemerken, er trete mit den Arbeitern auf diesem Gebiete gern in persönliche Fühlung, weil sich in der w.'chselscitigen Aussprache fiir manche von oen vielen in Betracht kommenden Fragen in kurzen, Wege eine Lösung finde. Namentlich derzeit, da es sich noch um tnc Richtlinie handle, sei ihm der persönliche Kontakt sehr willkommen. Den Arbeitsausschuß werde er nach .Kräften und Mitteln fördern', unter einem brachte er die erfreuliche Kunde, daß für den Arbeitsausschuß aus Staatsmitteln 17lX) l< bewilligt seien. Der Ausschuß vernahm diese Nachricht mit um so größerer Freude, als er nur mehr 90 l< an verfügbaren Mitteln hatte, so daß an eine Ablösung von Handschriften nnd an eine Entlohnung der Sammler gar nicht gedacht imr den konnte. ^ Hieranf nahm der Herr Ministerialrat den Tätigkeitsbericht entgegen, den ihm Herr Gerichts sekretär Fr. Mil^insti im ^nsammenhange er-stattete, während sich die übrigen Ansschußinitglieder bei einzelnen Fragen über ihre Erfahrungen äußer-ten. Der Berichterstatter, der die Sanlnielergebnisse im einzelnen skizzierte, konnte zusammenfassend vermelden, daß der Ausschuß, obwohl er sein Angenmerk zunächst hauptsächlich auf das Aufspüren von lieoer kundigen Leuten unter dem Volke zu richten hatte, nn-dann erst die eigentliclie Sammeltätigkeit zn beginnen, doch schon derzeit über i:iw Volkslieder (Melodien mit Text) handschriftlich neu gesammelt habe. Der Hen Ministerialrat drückte über diesen Erfolg seine Befriedigung ans und prüfte mit Interesse einzelne Lieder. Er nahm auch öfters die Gelegenheit wahr, auf wichtige Punkte aufmerksam zn machen: z. B. daß die Melodie stets in eine mittlere Lage zu transponie ren sei, falls sie nicht in einer solchen gesnngen wor» den; oaß bei jeder Melodie wohl stets die Tonart ver-merkt werde, in der sie gesungen worden, daß sie aber siir die Publikation regelmäßig in einer einsachenTon art zu firieren sei. Er erklärte znvortommend. der Arbeitsansschuß möge sich in seinem Wirkungskreise nicht beengt fühlen nnd nicht bei jeder, oft doch nur mechanisckien Aktion (bei der Abfassnng von Aus rufen, bei Verbreitung der Fragebogen n. u.) sich mit Berichten und Bittgesuchen an das Ministerium wen-den zu wollen; wohl aber seien diesen, von Zeit zu Zeit Berichte über die Gesamttätigkeit erwünscht und Vonnöten. - Nachdem der Obmannstellvertreter den, Herrn Ministerialrat noch einmal seinen Dank abge stattet hatte, sprach dieser dem Ausschuß seine Anerkennung aus und verabschiedete sich i» der freundlich sten Weise. in^ — (Schwurg erichtsve. rh a n d lu n g e n.^ Die dritte Verhandlung am W. November wurde, wie bereits berichtet, gegen den 27jährigen Stephali Madotto, ledigen Schleifer nnd Besitzer in.Kirchdorf, Gerichtsbezirk Loitsch, wegen Verbrechens des Dieb stahles durchgeführt. Als Ankläger fungierte Herr Staatsanwniltstcllvertreter Albert Ritt. v. Luschan, die Verteidigung führte Herr Advokat Dr. Franz Te» kavö i ö. In der Nacht vom l. auf den 2. Juli 1906 wurde der Schwester des Angeklagten, Anna di Le-nardo in Trata bei, Loitsch aus versperrter Kiste ein SparkassHüchel mit einer Einlage von 2400 l< und Bargeld im Betrage von 350 X nebst mehreren Schmuckgegenstänoen gestohlen. Auch befand sich in dieser Kiste in einer Blase Kleingeld im Betrage von 3i>0 X, das aber der Dieb unangetastet zurückließ. Der Verdacht der Täterschaft fiel zuerst auf einen Schneider-, der sogar vom 4. bis 19. Juli in UiUer-suchungshaft gehalten wurde. Später, am 6. Oktober, aber verkaufte Madotto einem Uhrmacher in Görz einige Schmucksachen. Als er am nächsten Tage noch eine goldene Uhr und einen goldenen Ring brachte, schöpfte man Verdacht, daß die Wertgegenstänoe von einem Diebstahle herrühren könnten. Madotto wnrde verhaftet und gestand erst nach hartnäckigem Leugnen ein, seine Schwester Anna di Linardo bestolilen zu haben. Das Urteil haben wir bereits veröffentlicht. I. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Für Samstag, den >. d. M., war die Schwurgerichts-verhandlnng gegen Andreas Sever, gewesenen verantwortlichen Redakteur der „IeseniiUa Strata", in folge Anklage des Herrn Anton Pongratz in Aßling wegen Vergehens gegen die Sicherheit der Ehre an^ beranmt. Der Angeklagte, Herr A. Sever, bot durch feinen Verleidiger. Herrn Dr. Novak in Üaibach. für die intrimierten Artikel den Wahrheitsbeweis an; unmittelbar vor der Verhandlung zog jeooch der Pri-vatankläger seine Anklage bedingungslos zurück, wes wegen auch die Schwurgerichtsverhandlung entfiel. — (Schwu r ge r ich ts u r tc i le.) Bei den vom 2ti. bis 28. November beim Kreisgerichte in Rndolfswert erfolgten Hauptverhandlungcn wurden verurteilt: Der ledige, 22 Jahre alte Anton Malen-6ek nus St. Ruprecht wegen Totschlages zu « Monaten strengen Arrestes, der 22jährige. ledige Bohuslav Pavlin aus Stara Lota in Kroatien wegen eines Sittlichkeitsdeliktes zu 18 Monaten, schweren Kel> kers, der ledige, 18 Jahre alte Josef Kapler aus Tule, Gemeinde Bulka im Bezirke Gnrkfeld. wegen Tiebstahles zu einem Iabre schweren Kerkers. Weiters wurden wegen Totschlages, beziehungsweise wegen schwerer körperlichen Beschädiguug verurteilt: Anton Kastelic zu zehu Monaten, Alois Verbiö zu sieben Monaten, Peter Ternovkek zn neun Monaten, Franz Verdis zu einem Jahre und vier Monaten schweren Kerkers und Johann Zajc zu 3N I( Geldstrafe; alle diese, im Alter zwischen 19 und 85 Jahren stehenden Angeklagten stammen aus Podborüt, Gerichtsbezirt Weichselburg. Der ledige, "'1 Jahre alte Anton Kosem aus Gomila, Gemeinde Neudegg, Gerichtsbezirt Treffen, erhielt wegen eines Sittlichkeitsdeliktes eine Strafe im Ausmaße von 2 Jahren schweren Kerkers mit einem Fasttage allmonatlich zuerkannt. — Der 2ll Jahre alte, ledige Malergehilfe Adolf Perko auZ Laibach wurde lvegeu schwerer körperlicher Beschädigung zu fünf Jahren schweren Kerkers und der 2li Jahre alte. ledige Arbiter Johann Kovaö aus Vojnovec. Bezirk Lobor ill Kroatien, wegen körperlicher Beschädigung zu zehn Tagen Arrestes verurteilt. (Der Laibacher Ge m eiuderat) hält morgen um 5 Uhr nachmittags eine ordentliche Sit» znng ab. Die Tagesordnung werden wir morden nachtragen. — (Ein Ja g din tcrmezzo.) Man schreibt lins aus Rudolfswert: Am 30. v. M. schoß eil, hiesiger Jäger eineil Hafen an, der. obwohl ihm der eine Hin-terlnuf durchgeschossen wurde, sein Heil in der Flucht suchte. Von, Hnnde „Don" gegen den Gnrtflnß ver folgt, floh der arme Lampe eine geraume Strecke dein Wasser entlang und sprang dann. als er von seinem Verfolger gegen eine Steigung getriebn wnrde, ins Wasser. Aber hier machte er erst die Rechnung ohne den Wirt (hier eigentlich ohne den Hund); „Don" ist nämlich in den Iägerkreifen im Unterlande nicht nur als ein fernre^ Vorstehhund zu Lande, sondern auch ols solcher im Wasser bekannt. Als der Hase ungefähr die Mitte des 25 Meter breiteil Flusses erreichte, er wischte ihn auch der Hund beim Kragen und brachte den Feigling, der mittlerweile vor Schreck vom Schlage getroffen worden war, feinem Herrn. Letzterer war anfänglich über das Exterieur des pudelnassen Hasen, der eher einer zerzauste?! Katze glich, förmlich entsetzt; crst nach nnd nach kam er zu der Einsicht, daß in Ali betracht aller Umstände dessen Toilette nicht anders hatte s.'in können. - !<. ü— — (Die Rotwe in kl a ni m,) Von befreun-deter Seite werden wir auf eine der letzten Nummern der Präger „Bohemia" aufmerksam gemacht, die folgendes Gedicht über die Rotweinklamm, gewiß das schönste an üieses unser Juwel, veröffentlichte: Wo der Wasserfnll »lit Donnertosen in die Tiefe stürzt ans toller Flncht. gähnt gigantisch eine wilde Schlucht, und auf steilen Felsenhäugen kosen mit des Wassers hochzerstänbtem Schaum leuchtend rote. junge Alpenrosen. Leicht berührt von zarten Hängemoosen, träumt ein Bronnen tief im Felsenraum, seit Äonen den smaragdnen Traum. Seinem Spiegel, den: unsagbar klaren, leuchtet hell ein Stern der Mitternacht, wie ein Elfen bild mit goldnen Haaren. Alte Kräfte, die das All gebaren, renen sich. aus tiefem Schlaf erlvacht. Halbninarmt ein Nymphenwesen lacht — luiü ein Faun, erfüllt von Wunsch und Schauer harrt der liebetunden .Königin, Misse lüstern, auf verliebter Lauer. Wilde Blumen geben ohne Trauer ihre reinen Blüten loehrlos hin; Nachtgewalten glühen auf und flieheil il« die Tiefe - uud im Gischt verborgen, enden sie, eilt flammender Rubiu, ihre Orgien am frühen Morgen. Melanie Balling — so der Name der jugcnd-lichen Autorin — der Musikwclt Berlins und Mim» chens als Konzertsängerin wohlbekannt, absolvierte erst vor ungefähr ihre Meisternng im Wagnersang lllld kann sich höchstwahrscheinlich allein rühmen, schon zn gleicher Zeit auf eine Sammlung ihrer iiberaus stimungsvollen. formvollendeten Dichtungen zu blik-ken. Die obigen Verse entstammen einem Ausflug von ihrem heurigen Sommeraufenthalte in Veld."», am Wörtherfee. (aalender.) In der Verlagsbuchhand-lung „Lelikam" in Graz ist wie alljährlich eine reichhaltige Sammlung von Kalendern erschienen, unter oene» ihrer eleganten Ausstattung n>egen. bei billigen Preisen, folgende hervorgehoben zu werdeil veroiencn: Grazer Schreibkalender (gebunden), Tagesblock-kalender, Wandkalender, Portelnoilliaiekalender (bro» schiert, Leder. Gold, Mandl gemalt), Stehkalender. Brieftaschenkaleuder und Schnberlkalender. ^aibacher Zeitung Nr. 277. 2605 3. Dezember 1906. (Drei K i n de r vorbra n n t.) Alu 27. v. vurmittagO sperrte dic BcsitzorsgMm Klara KoZmaö in Lipovec, Gemeinde Savmstoin, ihre drei von 1^/» bis 4 Jahre alten Kinder in das Wohnhaus ein uno begab sich znm Besitzer Johann Udovö in Donmäcvec, um ihm einen entliehenen Gegenstand zurückzustellen. Die allein zurückgebliebenen Kinder spielten mit den auf den, Ofen vorgefundenen Zündhölzchen, zündeten dat' Wohnhaus an und fanden in den Flammen den Tod. Sie konnten nur als verkohlte Leichen geborgen werden. Der durch den Vremd entstandene materielle Schaden beträgt (M) X, dein eine Versicherungssumm«,' voli 1M X gegenübersteht. —K— (ImScherzesch w e r b e s ch ä d ig t.) Ain 26. v. M. Nxiren die Vlanrer Johann Aidan, Johann Bwstvar und Johann Vrajer bei der neuen chemischen Fabrik in Selo niit Manerputzarbeit beschäftigt. s^i° dan kam mit einem Ztocke dem Vrajer heimlich hinter den Nucken, steckte ihm den Stock zwischen dir Füße und wollte ihn hntschen. Um dies zu verhindern, drehte sich VraM um, ergriff einen halben Ziegel und warf ihn dem 5idan nach, wobei Vl-eskvar getroffen wnrde. Darüber erliost, sties; Vreol'var den Vrajer in den Nucken, wobei Vrajer 2^, Meter tief anf die dort gelegnen Tranimbalken fiel und derartige innere Ver letzungen erlitt, daß er bettlägerig ist nnd sich mit, dem unteren Körper gar nicht bewegen tann. —I. - (D i e S i n g s fti el g e s e ll schaf t M a i e r-Walter) Veranstalter heute abends um tt Uhr eine Vari^t^vorstellnng iin Nestaurant „Elefant". Morgen wird eine Abschiedsvorstellung ini Nestaurant des „Hotels Stadt Wien" stattfinden. Der Besuch kann mit Hinblick anf das vorzügliche Programm bestens anempfohlen werden. - (Ei ne kr o a tische Löh rer bildun g s a n st aIti n I st r i e n.) Wie das „Polaer Tagblatt" erfährt, lvill die Negiernng in Bälde den troattschen Lturs an der Lehrerbilduilgsanstalt ill Capodistria nach Castna verlege» nnd dortselbst eine eigene Allstalt errichten. Bisher befand sich dort nur die kroatische Vordereitungsklasse für die Üehrerlnloungsanstalt. Der Ministeriilrat .Herr Heinz hat sich vor seiner Fahrt nach Pola in Castna aufgehalten, um an Ort nnd Stelle die nötigen Erhebungen zn pflegen. ' (Steinkohlendieb stähle.) In der jüngsten Zeit tamen auf der Südbahnstation zahlreiche Cteintohleit0l<'listäl>le vor, die, wi> dk' Polizei feststellte, voll Insassen aus dem Uomater Bezirke so-wie ans der Gemeinde Moste nnd hauptsächlich von Weibern nnd Kindern verübt wurden. Diesertaac wurden wieder einige solche Langfinger beim Stein-kohlendiedstahl ertappt. Sie waren so dreist, daß sie die Kohlen anf einem Handwagen wegführeil wollten. Theater, Kunst und Meratur. " (Deutsche Bü h n e.) Gestern nachmittags wnrdc zum ersten- nnd hoffentlich nicht znm letztenmal in dieser Spielzeit auch eiue Pslichtschuld gegen die, Kleinen durch Veranstaltung einer Kindervorstellung abgetragen. Wie dankbar sich die Kinder für dieses in ihren Aligen gewiß große Ereignis erwiesen, bezeugte der zahlreiche Besnch nnd die glänzende Aufnahme, die sie dem Märchenspiele vom „gestiefelten Kater" be° ' reiteten. Es sei jedoch gerne anerkannt, daß die Darsteller sich bemühten, die Gunst ihres kleinen Publi iums zn gewinnen nnd auch die Vühnenleitnng für eine sehenswerte Anvstattnng und anregende Musik gesorgt hatte. — Abend? wurde znm örittenmal die , Operette „Die lustige Witlve" aufgeführt, die ihrc , Zugkraft lx'nerlich bewährte, denn das Theater war ' ausverkauft nnd das Pnbliknm bereitete seinen Lieb- ^ lingsnnmmern, von denen es fich so wanche wieder- , holen ließ, den gewohnten rauschenden Erfolg. - - (1^u«I«l. — Das Unternehmen 5 verdient, wenn es sich auf der gegenwärtigen Höhe ! erhält, alle Anempfehlnng. ^ - (Die Zivi l pr ozeßord nung in slo. i v e n ischerS ft r a ch e,) redigiert von Dr. E. V o l ! öi^, sanlt allen einschlägigen gesetzlichen Bestimmn»! -gen, ist nnnmehr in Drnck erschieix'n nnd wird u>n i den Preis von 8 X erhältlich sein. Eine nähere Besprechung des Buches folgt in Kürze. l — (EI ife Orze Zz ko.) Aus Lemberg wird ge j meldet: In Lemberg und in Kralau wird Ende De-zember in großartiger Weise das vierzigjährige Iubi^ läum der berühmten polnischen Schriftstellerin Elise Orzeszko gefeiert werden. - (Auf Henrik Ibsens Grabstätte) in Christiania wird jetzt das Fundament zn einen, fünf Meter hohen Obelisk aus norwegiscliem Labra-dorstein gelegt. Aus demselb^ Material wird eine Platte mit der einfachen Inschrift, „Henrik Ibsen" das Grab schließen. Die Gedenktafel der Stadt an Henrik Ibsens früherem Wohnhanse am Drammensvej nähert sich ebenfalls der Vollendung. Telegramme ies l. l. TeleMtll'smesMenz'Vultlllls. Budapest, 2. Dezember. In feierlicher Weise fand heute in Allwesenheit Seiner Majestät des Kaisers, mehrerer Mitglieder des kaiserlichen Hauses, der ungarischeu Minister, des gemeinsamen Ministers und von Mitgliedern ües Parlamentes sowie zahlreicher Teputatiouen die Enthüllung des An» drassy-Dentmales statt. Szell hielt eine Nede, worin er die Verdienste Andrassys feierte nnd auf das Einvernehmen zwischen dem Könige und der Nation hinwies. Seine Majestät der K aiser hörte die Rede mit tiefer Ergriffenheit all und erwiderte hierauf, es gereiche ihm zur Befriedigung, der Enthüllung des Denkmales beizuwohnen, das Ungarn seinem großen Sohne errichtet habe. Seine Majestät gedachte der unvergänglichen Verdienste Andrassys uud ürückte die Hoffnung aus, daß diefe hervorragende Gestalt, die nicht bloß in der Politik Ungarns, sondern anch ill der äußeren Politik der Monarchie die heute bestehende Gnllidlnge schuf, den kommenden Generationen zum Vorbilde dienen werde. Fiulne, 2. Dezember. (Meldung des Ungar. Tel.-Korr.«Bur.) Die Bestellnngen für die hiesige Torpedofabrik haben fich derart vermindert, daß die Direktion gezwungen war, einen großen Teil der Arbeiter zu entlassen. Berlin, l. Dezember. Die Strafkammer verurteilte Voigt wegen schn>ercr Urkundenfälschung nnd öffentlicher Freiheitsberaubung, Betruges und unde° fugten Tragens einer Uniform zn vier Jahren Ge fängnis nnd Tragung der Kosten. M i lazz o, 2. Dezember. Heuw früh um 5 Uhr 25> Minuten wurde hier ein sehr starkes wellenförmiges Erdbeben in der Dauer von, mehreren Sekunden wahrgenommen. Die Bevölkerung verließ die Wohnn n gen. Touloufe, 2. Dezember, In einem Augen-blicke, da sich oer Kondukteur entfenit hatte, benutzten Diebe die Gelegenheit, um einen Postwagen zu be» raubeu. Sie entwendeten IttO.NM Franken an Wert-paftieren nnd Schmuckgegenständen. Konstantinopel, 1. Dezember. Der berüchtigte Chef der Geheimpolizei, Divisionsgeneral Fehim Pascha, scheint durch das letzte Bombenattentat ernstlich kompromittiert nno ill Ungnade gefallen zu sein, I5r wird überwacht lind dürfte gemaßregelt werden. Washingto n, 2. Dezember. (Neutermeldung.) Die japanische Gesandtschaft veröffentlicht eine Erklä° rllng, wonach die Japaner nicht länger über die kalifornische Schnlfrage bennrnhigt seien nnd worin die Zuversicht ausgesprochen wird, daß Präsident Nooso oelt die Frage zur Zufriedenheit beider Nationen regeln werde. Angekommene Fremde. Grand Hotel Unkn. Am 28. und 29. November. Wolai. Ütfm, Rudolfs» vert. Hadel, l. t. Forstmeister, Görz. — Dusckner. Lieber« nann, Reisende, Prag, ~ Dragobost, Maurer, Nflte.: Ober-limmer, Vuchwald, 5iipschiitz, Ooldberger, Muchanek, Singer, lllllnna, Pasternak, Reisende; Zieselbard, Ingenieur, Wien. — !)r. Horvat; Sudic, ltenntner, Neisende, Nqram. — Dillmont, Zachs, Reisende, Budapest. — Vrandei«, Mitarbeiter der «geit». - Weil. Reisender, Nrünn. — Hunslli, Kfm., Oberlaibach. — 9ajec, Kaplan, Seke. — Rauchelar, Hotelier. Feistriß. — Lr, Orel, Advolat; Työ, Ungarn. — Mehmert, Kfm., Lyon. - Valar, Orohgruudbesiher, St, Millos. — Vauer, Reisender, »iürnberg. — Blühweiß, Pollal. Reisende, Oraz. — Vopovit, tfm.. Zalnitz. — Beimann, Kfm., Mainz. — Vobal, Nfm,, üdelsberg. — Kopeczel, Reisender, Stolerau. — Ivancic, ^uischenwässern. Am 3U. November. Lelun, Kfm., Trieft. — Huschln, . u. t. Leutnant, Cilli, — Dr. Schifrer, Arzt, Reifuitz. — Zteindler, Neiseuder, Prag. — Glücksmann, Reisender, Vuda> lest. — Reisch, Ingemeur, Graz. — Meiß s. Frau, Neues. Heck s. Frau. Reisende; Burghardt, Direktor; T>r. m., 00 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 4 3°, Normale 0 4°, vom Sonntag 3 6°, Normale 0 2°. Nerantniortlicher Redakteur: Anton Funtel. ^ «MnilMz-« I ilerllilul 2« epmglligten p^i^n in N llel» Ü8it vom !. bi5 2«l. l!e2l!mllel'. ^ LeMntt Wirli vnn 8 lii8 !2 unil > von X lli8 5 Ullr attrnMttgll^e!. ,5144) 8-2 Betrübten Herzens geben wir die traurige Nach. richt, daß unser innigstgeliebtes Töchterchen Kozenka am 1. Dezember im zehnten Monate ihrer Jugend nach kurzem, schwerem Leiden ruhig im Herrn ent< schlafen ist. Die Verblichene wird heute um 3 Uhr nachmittags aus der Totenlammer auf den Friedhof zum Hl. Kreuz überführt, Laibach, deu 3, Dezember 1U06. (5196) Die Familie Mis. Für die uus anläßlich des Ablebens meines W unvergeßlichen Gatten bewiesene liebevolle Teilnahme > und die ehrende Beteiligung am Leichenbegängnisse W sage ich im eigenen sowie im Namen meiner Kinder W herzlichsten Dank. R Antonic Hawlina. > wer 5ie 5!romungen unll Htttredungen un5ere5 W< M M ZU ^W ^D E^ lnoilernen Xun5t- un2 8ei5te5leben5 in einem > > > IM <«M «I MW l»umori5ti5cn'52tiri5cken 2eit5piegel beträcnten > >> >> "U^ >H> OH M verlolgen vill. 9er I«e jeilen Montag WG « ^M MM G^O 2ie neunte Mmmer 2er Mnckner W^«»» EM »W»M »»»»» Hnxelvelluul un2 ^lbonnement5 bei I3. v. X1swui».?r H lsä. »«.mboi-ss in I.a.ibn.ok, l(ongre55plat2 M2 unk» Wbannlioj M05Y 5ovie in Stewdrüolr, ZMannnoj (Xio5k). >> <> Laibacher Zeuung Nr. 277. 2606 3. Dezember 1906. Hurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 1. Dezember 1906. Die notierten Kurie verstehen sich in Kronrnwähruno Die No»ieruna sämtlicher NNlen und der ..Diversen Uose" versteht sich per ktuck. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. »inheitllche «ente: lonv. steuerfrei. Kronen (Wqi.Nnb.) per Kasse . . 98 »5 89 4b beilo (Ian.Huli) p«r Nasse öl) 15 S3 35 ä ll °/„ «. W. «oten (Ftbr.-Nus.) p« Kasse......100 2!» ioo 45 4'»°/,». W. Silber («lpril^N.) per Kasse . . . , . . 100 401"U-K 18««er S«a»»«lose «X> ft. 4 °/^ iz? 25 ,59 y-, 1»««« „ too fl. 4°/„z,i8- ^4-»864er ,, 100 sl. . . — — ^ _ l8S4er „ 50 fl, . . ^.^ ___ H>,m.'Pf»nbbr. ll t»0 fl. 5°/« »90 25 »<:i «5 Ktaatsschnlb b. i. «eich«. rate vertretenen König« reiche »nb Länder. t»fterr. Golbrente, stfr., Gold per Kasse .... 4°/, ii?'60 ii?-80 Osterr. Rente in Kronen», stfr.. «r. per Kasse . . . 4°/« »915 8!» »5 o«tt« per Ultimo . . 4°/^ su il> »9 Zb bst. Investition«. Rente, stfr.. «rr. per Kasse . 3'/,°/° 89 70 »9 8« »°hn.zta,»,fchul»' vlrschlllinngt». »l isabethbahn in «., Nruerfrei, zu 10.000 fl. , . . 4°/n II? 25 ,18 2l Fralu Iosef.Vllhn in Silber (bid. St,) . . . b'/«°/<,1«3-65 124-65 »al. Karl Ludloln-Bahn (dlv. Stücke) Kronen . . 4°/» 99-15 loü lb Uudolfbahn in Kronenwührung, steuersr. (biv. Lt,> . 4°/„ 99 8b inu»5 yorarlberger Bahn, ftcurrfrel, 400 «ttonen . . . 4°/« 99 Ob loool, z« lt»»t,lchnldu»lschreibnne»n »bglftnnpllll zlsenbahn.KklllN. «lisabeth «. 200 fl. KM. b'/<°/o von 400 Kronen .... 462 — 46350 detto Ulnz.Nudwel» 200 fl. ö. W. S. 5'/<"/,.- . . . 43b>-48« -detto Salzburg-Tirol 200 l. S. W E. b "/„ .... «U'bO 48050 Veld ware D°» Staate 1« Zahlung «in. no»»lNl ll/tnbllhn.Pllulital,' ßbligalionen. Ä0hm. Westbahn, «m. 189k, 40« Kronen 4°/, .... 9« 30 10080 > ltllsabethbahn 6«a und »000 M. > 4 ab iu°/«......11580 116 8c, Vllsabethbahn 400 und «000 M, ' 4°/n........11? 10 118 10 Franz Josef-Nahn (dlv. Et.) Silb. 4°/, . . 99 35 10035 , Galizische Karl Lubwl<,Vahn (biv, Ot,) Cilb. 4«/» - . 99 25 ,00'25 Ung.'aaliz. Bahn L«u fl. S. b°/° 111-75 11» ?ü Vorarlberger Bahn Em. 1884 (dlv. Et.) Eilb. 4°/, . . 99 4l. ,00 4b Staatsschuld der Länder ' der ungarischen Krone. 4°/« UN«, «oldrentt per Kasse . 114 4i Il4 65 4«/u dettu per Ultimo 114'45 114'65 <"/» »mg. Rente in Kronen-! währ, stfrel per lla^e . . 95 35 96 15 4°/„ dettu per Ultimo 86'^ 9«'L<> 3'/,°/° detto per Kasse . 84 «5 »?> «5 Ung. PrämitN'Nnl. ^ 100 fl. . 2ft4'Xü »u? üb detto l^ b« fl. . li04 — »«?'— Iht 4°/u lroat. u. flav. runbentl.> Obllg........9S— 9? »U Andere öffentliche Anlehen. Nosn. Lanbes'Vnl, (biv.) 4°/<> . 94 45 95 45 Nosn. ° herceg. ltisenb. - Landes» Unlehen (div.) 4>/,°/„ . , 59 «5 100 «5 5°/u Nonau.Reg.-Änlelhe 1878 io5 — i»N- Wiener Verlehrz-slnlelhe 4°/« 89 »,> 100 2<> detto 1800 4"/u »9 4« l<>« 40 «lilehen der Stadt Wien . . i»L'bl> i<>»'5> betto (E. ob. V.) . . . 12, in i!i2 1<> deltu (1894) . , . . 97-75 88'75 detto (1898) . . . , N!i'8b 10!'-^ brtt« (1800) , , . . 8N?s> «-»f, detto Inv.-U.) 190» . 9U 30 !»0 3« ^örsebau^Nnleben verlosb. 5°/« 89- ^l>u- Vulg, Staatselsenb.-Hyp.'Nnl, 1889 Void .... 6°/u 11»'^ 120 - Äuly. Staats > Hypothekar «lnl. 1893......8«/o 119 10 1^'10 ««Id Ware Pfandbriefe,r. Pot>s»ll.,aN8,est, S87!> 99o<' Vohm, Hi»P»lhelenbant verl. 4°/° 9955 100 5b . ^en/, 98- 89-i^anbesb. d, ltsn, Valizlen und ^ Lobom, 57>/, I. rullz. 4"/„ 8?'50 88 5<> Vlähr, Hupothelenb. verl, 4°/« 89-10 ion 05 ^ N.'österr,i!ande«.Hyp..Nnst.4''/<> 9«Lö 100 25 ' detto inll, L"/oPr, verl. 8>/2°/u »2- 93- bett, K.'Schuldsch. verl. 3'/,°/i, 91-75 U2?5 ^ ^, detto veil. 4°/« 99-15 10« 1ö Osterr..un<,ai. Nanl 50 jähr. v?rl. 4°/<> «. W.....8940 100 40 detto 4°/o Kr.....99-75' 1U0'7ü Eparl. l.öst., 6»I. verl. 4»/„ ioo?o ini?<> Eisenbahu'Prioritäts-Obligationen. sserd5 IW 65 betto Em, I804 100 Osterr. Nordwestb.-wo sl. S. 105 «5 10635 Slaatsliahn 500 Fr.....4>!>b0 4i?d(> südbahn ll 3°/«, Jänner«Juli 500 Fr. (per Et.) , . . 314 ?b 316-75 sübbahn k 5°/».....1»4'4»ll>!»ose l<)<> sl......454- 464'- Clan,.Lose 4« fl. tt. M, . . 148— 148- 1 Oseiur «os? 4« fl.....164— 172 — Palfsy.Lose 40 fl, «. M. . . 1?3- 183- ^ Note» ttreuz. öst. Ges. v.. 1« fl. 4?-?b 4975 Noten Kreuz, «na. Ges, v.< 5 fl. »8 80 8<»-9u »lubolf.Lose 10 sl......54- «»<-— , Lalm.Loso 4« fl, K. M. . . INb— 2,'4 — Geld Ware Xürl. E..«..«nl. Präm..vblig. 400 Fr. per Kasse . . . -— — — detto per M, , , . 168 — ,«4 — wiener Komm,»Lose v. 1.1874 502 — 512 > «ew..Sch.b. 3«/„Prüm..Echulbv. 0. Vobenll..«lnst. Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l, l. priv., 5n« fl, KM, 1048 — 1052- Dul>Bobe»bacher Vifb. 4«o«r, 560— 5S4-- fferbi»ll»d«.N«rdb,1«««fl.KM. 5650 — 5680-Lemb.. Visenbahn» Oeselljchaft, 2<><> sl. S . 578— 580 ^ Lloyb.österr,.Trieft.,500fl.KM, 785— 805-- bstcrr. Norbwestbah« 20a fl. S. 4zz— 4b« 5n bttto(Iit, U.)20l»fl.— detlo pei Ultimo . . . b»N 9« 5<1 20 lz«d«!llr..Unst. öfter».. 200fl.E, n,7<) — 10?4- ^eiitr..Vob..Krebb, ist., 20« fl, 550— 554--Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. 160 fl., per Kasse 684 50 685 i0 detto per Ultimo »,8« 50 «»,? üc fredltbant allg. ung.. 200 fl, . 823— 824 — deposltenbanl, all,,.. 20« fl, . 452— 45t - 5«lompte. Gesellschaft, nieder» östeir., 400 Kronen. . . 5s? — 591 — ljiro. und Kassenverein, Wiener, 2UU fl........ 459— 465'— )ypllthelrnbaiil, österreichische, 200 fl. 30"/<> E..... »96-— 298-— «änberbanl, btterr, 2««fl. per Kasse....... 122— 459 - detto per Ultimo . . , . 452 5>n 453 50 .Merlur". Wechselst, .«lttien. Gesellschaft, !ioo f>. . . . 636— «40 — «iIialMv..L«iha.,erste, 1«ofl. L07-— 8<»g>— Flbemül,!", Paplerf. u. V,'G, 178— ,78 — Ntitr,.Ges., all8.esttrr..2oofl. 445— 447»— detto internal,, 20« sl. 594- b9?-— ?irte»ber<,er Patr.., Zilnbh. u. Met..ssabrll 400 Kr. . . Ilgl- . H7i-.- iicsinnei Vrauerei 100 fl. . . 288- 2s»-__ «°!ilan.Gesellsch,.ös»err..alplne üiu— «19-— .Polbi.Hülte^, XiegelguhNahl. F..N..G. »00 fl. ... 5gz._ z,7._ jraaer Eisen. Ind.. Ges. «m. 1905, 20« fl...... >!5Y3.__ z,7yz ^ iima>Murany »Salgo.Tarjaner Elsenw. 100 fl..... b?0'7i> 571 ?K Zalnu-Tarj. Steinlohlen 100 fl. «30 — «><«'— .Schlöglmühl", Papierf.,,usfl. »4?.__ ««._ ,Schobnica". «,.«. f. Petrol.. Ind., 50« Kr..... 684 - «4U-— ,Eteyrermühl". Papierfabril und N..0...... 470 — 47» — 'rifailer Kc>hlcnw.»G, 70 fl. . 288 — »90 — 'ürl. Tabalregie.Ges, »00 Fr. Per Kasse . — — — ^ betto per Ultimo 4Ü0 — 4»>j -3affenf..Ges., österr., in Wien. 100 fl........ b?3— ü?« 90 ljaanoii.üelhanstlllt, allgem,, in Pest. 400 Kr..... —.^ ^.__ jr. Vauncsellschast luo fl. . . ißo — <62 — ilenerbergcr Zie8elf,.Nlt..Vel. 828— 832-— Devisen. zurze Zichl« und Kcheck». msterbam....... 19885 199Nb rutsche P'ähe...... 117 45 «1765 llNbo»........ 24077^ »4102 talienische Nanlplähe . , , 95 5« 95 «b aiis......... 95 37> 85 52' ürich und Vllfel..... 95-45 95 57» Valuten. ulalen ....... 11-85 11'40 ssianlen-Ltllcke..... 1910 19,5 .Marl-Stülle...... 23 50 2»-i>g rutsche Neichsbanlnote n . . 11747» l1?-67» talienische Äanlnoten . . . 95 50 zz>?0 »bei.Noten ... , , 8b3" 2b4« > » __________l^c>»-Vsr«lcl^6^un»._________________________________I<»»b»«b, 8pit»I^»»«^. , ' »,lli««, »«, »«l«!»!«,«!, lm «»»t, ««ls,»'. ,»« «f »lnll»»,. I