Deutsche Macht (Krüger „HiMer Zettung"). «»1ch«l»I >«»»» »»» ««»»I», »»rat»« Bitt fall« tili «tat >il Mi H°u« m°»»ll>ch «. (1. l.M. Halbier.; (L fi. «u P°k»<»«t»b«, «. ».» »«[»lUri» «. wo, HUi'ltl« l> *•*0. tut Wutirm« 1 h. 3nl(tn1< »a® Z«ri(! kt< dftftti BirtctMlusgcn tnifbtctSctibrc KaUtt. IslBirt« r.^mrs 3niratc sie auf« »Utl ,a» btbruttn»« ln*«o»r»tHluan WJuit »„„.d- au RrbuUin fxmig. k. «batntftraii» t*rr«s. «, emrf4ftti.be« *t* *«b«rt«rl tlgli«. «>I Xt ««»n- » d |Wrtt«|t. m »-1* a». «„ 1—4 Mi Ra«aiUt04i. - Rrcfaautkoan Wrtofm. - «tanufcxilrtc R>«b<* miSt mrUtfotl«»«. — gunlsmt gafatamai aUtt brtiltffitätiget. Nr. 92. Cilli, Sonntag, den 16. November 18^. IX. Jahrqanff. Helterreich ein deutscher Staat. Eine Studie von Professor Maret. II. Es unterließt gar keinem Zweifel, daß durch den im Jahre 1526 erfolgten Hinzutritt Böhmen» der durch und durch deutsche Charakter Oesterreichs nicht alterirt sondern nur verstärkt wurde. Böhmen stand seit den Tagen Carl des Großen, der daS ganze slavische Ge-biet an der Ostgrenze des austrasischen Reiches entlang, vom baltischen bis zum adriaiischen Meere, in Abhängigkeit von der fränkischen Herrschast brachte, in V e r b i n d u n g mit Deutschland und bildete seit dem Vertrage zu Berdun 843 einen Theil deS Reiches Ludwig des Deutschen. Wenn nun die Tschechen von einer Geschichte Böhmen» in jenen Zeiten sprechen, so müssen sie um der Wahrheit willen zugebe», daß diese lediglich ein Stück deut-scher Geschichte ist. Nur hie und da haben im Verlaus vieler Jahrhunderte, die häufigen Reichs "irren benutzend, einige tschechische National Fürsten den Versuch gemacht, die Unabhängigkeit vom deutschen Reiche zu erringen; allein die tschechischen Fürsten konnten sich nur so lange im Traume der Selbständigkeit wiegen, als die deutschen Kaiser ihr Treiben nicht wahrnahmen. So wie die Kaiser eS be° merkten, nadm die tschechisch« Selbständigkeit ein klägliches Ende. Böhmen war ei» untrennbarer Theil des deutschen Reiches und war nie einen Augen-blick lang der Reichsautorität wirklich entzogen. In diesem Verhältniß kam Böhmen an Oesterreich, demnach als deutsches nicht als tschechisches Land. Interessant ist, daß das Reich mehrmals an böhmischen Fürsten eine Art Execution voll» ziehen mußte. So war im Jahre 893 der Kaiser Armilph gezwungen gewesen, den von ihm eingesetzten Herzog Zwentibold wegen Un-gehorsam» zu bekriegen und niederzuwerfen. So mußt' Heinrich I. den Herzog Boleslav zur Wiederanerkennung der deutschen Oberhoheit durch einen Feldzug zwingen. Der gewaltige Sal er Heinrich III. trat dem Streben Bretiölav'S, ein slavisches Reich an den südöstlichen Marken Deutschlands zu gründen, entgegen und zwang den Herzog in einem zweimaligen Zuge zur Wiederanerk nnung deutscher Oberhoheit (1(141). Auch Rudolf von Habsburg hatte kaum zwei Jahre nach Ueber-nähme der deutschen Königswürde einen längeren Kampf mit Ottokar zu bestehen (1275—78), um diesem Fürsten den Kopf zurechtzusetzen. Die KönigSwürde erhielten die böhmischen Für« ften aus der Hand der deutschen Kaiser. Man sieht daraus, daß, wenn Böhmen eine Geschichte hat, diese keine tschechisch?, sondern eine deutsche Geschichte ist. Ohue die Beziehungen zum deut-schen Element und zum deutschen Reich wäre eben die ganze Geschichte Böhmens eine Ge-schichte seiner Wälder gewesen. So weit Böhmen eine Cultur hat, ist dies einzig und allein die Folge der Beziehungen zur deutschen Welt. Sogar der Begriff „böhmische Krön-länder" läßt sich nur darauf zurückführen. Um so lächerlicher ist eS, diese Länder jetzt als National-Eigenthum zu reclamiren. UebrigenS folgt kauS diesen historischen Rückblicken eine wichtige Lehre. Das ts Hechische Element stand während jener langen Zeiten der Zahl nach ge-wiß annähernd in demselben oder noch günsti-gerem Verhältniß zum deutschen Element wie jetzt. Auch muß man wohl erwägen, daß damals kleine Staaten oder Nationalitäten sich viel leichter gegen größere stellen oder von ihnen losreißen konnten. Denn wer die Geschichte durchblättert, dem wird eS klar werden, daß die Macht kleiner Völker oder Staaten auf-fallend abgenommen hat, und daß es diesen bei Ein Spajiergang in den Sannthaler-Alpen. Von Dr. Eduard Glantschniqg. Noch vor acht Jahren hörte ich mit Schaudern und Zagen von Ersteigungen deS Grintouc, der Rinka, der Raduha; wenn ich Jemanden von der Ersteigung des Großglockner erzählen hörte, so staunte ich ihn an, wie ein Weltwunder, denn mich kostete es schon eine gewaltige Anstrengung, wenn ich den Nikolai-berg erstieg. Der Laisberg zählte zu den grö-ßeren Touren und die Partie nach Svetina schätzte ich so, wie jetzt eine Ersteigung der Hochalpenipitze oder des Dachsteins. Zunehmen-des Alter, Neigung zum Fettansätze, welche man in gewöhnlichem Leben das Fett der ge-flllgelten Unterfteirer nennt, und noch viele an-bete Symptome unzureichender Bewegung in Verbindung mit den Mahnungen meines altbewährten Freundes E ... veranlaßten mich endlich, vorerst in der Umgebung von Cilli Umschau zu halten. Im wunderschönen Monat Mai, als verschiedene Banken sprangen, ist in mir. jedoch fünf Jahre später, die Lust zum Bergsteigen aufgegangen. Nikolai- und LaiS-derg, Iofefiderg und Schloßberg, Svetina, tzvm bei Cilli und Tüffer wurden der Reihe nach erstiegen, und wie mau jetzt von Hochtou- risten lesen kann, die an einem Tage das Wies-bachhorn. die verschiedenen Bärenköpfe, die hohe Riffel und den Johannesberg ersteigen, so wagte ich es in einem Tage Nikolai» LaiS- und Schloßberg abzufertigen. Diese Touren dauerten bis zum Monate August. Nun faßte ich den kühnen Entschluß in die Sannthaler-Alpen zu wandern, nachdem ich zuvor die Monographie von „Frischauf" vollständig durchgearbeitet hatte. Am 10. August 1878, fünf Uhr Früh, ver-traute ich mich der Post nach Oberburg an; 24 Stunden Lattengefängniß sollen eine wahre Wohlthat sein, im Vergleich mit dieser Marter. Die k. k. Post-Direction in Graz würde sich um das Sannthal und die Sannthaler-Alpen un-sterbliche Verdienste erwerben, wenn sie an Stelle dieser Fahrpost einen minderen Grad der Tortur einführen wollte. Vielleicht stehen ihr auSrangirte Kälberwagen, wie sie in Deutsch-land üblich sind, zur Verfügung. Selbstver-ständlich kam ich um die Mittagsstunde voll-ständig gerädert in Laufen an und meine Unter-nehmungSlust war bereits auf einige Grade unter Null herabgesunken. Nur der Gedanke, ich müßte mich bei der Rückkehr abermals dieser Marter aussetzen, verlockte mich die Fußtour in daS Logerthal zu unternehmen. Meine AuS-rüstung war höchst einfach : Ein Sommeranzug, der größten Kraftanstrengung nicht mehr möglich ist, entfernt die Rolle zu spielen, die sie vor drei, zwei, ja noch vor hundert Jahren vielfach ge» spielt haben. Es genügt die Erinnerung an die Niederlande, an Dänemark, an Schweden und selbst an die Schweiz. Von keinem einzigen dieser Staaten läßt sich behaupten, daß sie durch innern Verfall unbedeutender geworden wären; sie find jetzt im Ganzen eben fo lMfiig, ja vielleicht noch kräftiger als einst. 'fM* Arund davon ist nicht schwer zu finden. Ehede« lag der Schwerpunkt der Staatenmacht nicht in den Massen der Bevölkerung, sondern überwiegend in einzelnen Persönlichkeiten, so wie anderen zu-fälligen politischen Verhältnissen. Es geschah nicht selten, daß kleine Staa» ten unter einem tüchtigen Fürsten oder Feld-Herrn häufig weit größere Staaten überwanden, ja daß sie zuweilen Provinzen derselben erober-ten. Im Grunde waren dieS doch nur unnatürliche und haltlose Zustände, wie auch das regelmäßige Heradsinken aller dies« kleinen Staaten von ihrer zeitweiligen Höhe beweist. Zwei Dinge sind es gewesen, die nach und nach einen völligen Umschwung dieser Erschei-»ungen in s gerade Gegentheil herbeiführten. Es lind dies das Schießpulver und die Con-scription, welche endlich in die allgemeine Wehr-Pflicht überging. Diese mächtigen Anlässe haben bewirkt, daß allmählich die Schwerpunkte der politischen Macht in die großen Machtcomplexe, d. h. in die großen Staaten oder Staatenvtr-bindungen gefallen sind, aus denen sie sich nie wieder entfernen können, weil dieS physisch und moralisch unmöglich ist. Die Losreißung der kleinen Schweiz von Oesterreich in den Jahren 1308—1386 bestätigt dies alles auf das Voll» kommenste. — Nun wird man fragen, wie kam eS, daß bei diesen Verhältnissen über ein Jahrtausend hindurch die große tschechische Na-tion, ein Paar unbedeutende stoßweise Lebens- ein Ueberzieher, Parasol und Feldstecher, nebst dcr Monographie des Professor Frischauf über die Sannthaler-Alpen bildeten die ganze AuS-stattung: doch hatte der Sonnenschirm eine eiserne Spitze, weil ich die Möglichkeit einer EiSwanderung in Rechnung zog. Meine Be-schuhung bestand in kalbledernen Sommer-stiefletten, doch waren die Sohlen neu und ver-sprachen Ausdauer. Anfangs ging es ganz frisch über den PrimuSderg, der Sonnenschirm wurde keck geschwungen, und pfeisend und singend wanderte ich bis Leutsch. Eine Stär-kung schien mir angezeigt, auch wollte ich mich über den Weg nach Sulzbach näher erkundigen; ich halte in Cilli verschiedene Schaudermähren über die gefährliche Tour an der Nadel gehört; Schwindelsreiheit, Uebung im Klettern u. dgl. wurden als nothwendige Erfordernisse betrachtet, um diese Stelle zu passiren. Freilich gab eS auch viele, welche sagten, der Weg von Leutsch nach Sulzbach sei ein förmlicher Reitweg, von Gefahr keine Spur, der Weg unterm Schloß-berg in Cilli, fei auch nicht harmloser. Aber ich war noch nicht schwindelfrei, ich hatte keine Uebung im Klettern, keine Uebung in schwierige-ren Touren überhaupt, weshalb ich die größte Vorsicht für geboten erachtete. Auf dem Wege von Leutsch nach sulzbach gingen mir die ver-schiedensten Katastrophen durch den Kopf, und 2 zeichen abgerechnet, historisch handelnd gar nicht da war, daß man ihre Schmerzensschreie gar nicht hörte, daß sie keinen Großstaat zerstören woll»? ES hatte nur den Grund, daß die damaligen deutschen Regenten klug genug wareu, die gar nicht vorhandene tschechische Macht auch nicht zu sehen ; politische Vergrößerungsgläser sind erst in unseren Ta-gen erfunden worden. Man kann auch leicht begreifen, daß in der Epoche d:S deutschen Rit-terthums. wo nur der Mann galt, und wo die deutschen Finften selbst Ritler, täglich im regsten Verkehr mit viele» lebten, das seiner Natur nach lakaienhafte, mehr mit Eigenschaften eines geschmeidigen Dieners als eine« guten Staatsbürgers ausgestattete Slaventhum eine nur unbedeutende Rolle spiele» konnte. Dazu kommt noch, daß die Slaven als rohe Barba-ren weder Einfluß noch Achtung zu gewinnen im Stande waren. Nun haben allerdings die Slaven und allen voran die Tschechen in Folge der wohlwollenden Fürsorge beut-scherRegierungen durch Benützung deulscherBücher. deutscherSchulen, deutscher Lehrer sich die nöthige äußer-liche Dialektik und Sophistik augeeignet, um m der Presse und im Parteileben die Deut-schen zu beschimpfen und die deutsche Cultuc, der sie doch alles verdanken, was sie sind, was sie wissen, zu bekämpfen. Aber eine NaiionUi-tät. deren W o r t e in demokratischen Phrasen, deren Thäte n aber (noch dazu nicht etwa geheime, sondern ganz ö f f e n t l i ch mit Osten-tation) in einem Bündniß mit den Clericalen und Feudalen bestehen, die kann weder einen Staat aufbauen, noch st ü r-z e n! Die Freiheit, die diese Menschen anstre-den, ist die Freiheit oder Ungebundenheit der eigenen Race und die Unterdrückung der ande-ren. Unter denFittigen dieferFrei-heit würde die Barbarei über die Cultur, Cynismus, Unsittlichkeit, Phantasie, Verdien-dung und Fanatismus über Rechtsgefühl, Sitte, Verstand. Einsicht, Grundsatz und StaatSbe-wußtsein gestellt werden. Bei den eentrisugalen Bestrebungen kann es Niemanden überraschen, wenn die Versöh-nung. die doch nur unter dem schützenden Dache eines großen mächtigen, d e u t s ch e n Oester-reichS gefeiert werden kann, immer in weitere Ferne gerückt wird. ES sind aber zu viele Kräfte entfeffellt worden, die nicht nur an sich für die Ruhe und Confolidirung des Staates gefährlich sind, sondern die auch seine Vernunft, kein Ausruf an das bessere Erkennen wieder zur Ruhe bringen kann. mit Herzklopfen wanderte ich am linken Sann-ufer fort. Doch der Weg blieb durchwegs be-qnem, ich merkte noch nirgends eine Verengung des Steiges, keine Kletterpartie war in Sicht, noch weniger verspürte ich Anwandlungen von Schwindel. Endlich kam ich zu jener Felskluft, welche die Nadel genannt wird, ich schritt durch dieselbe, und da ich in Frischauf las. daß am Fuße derselben eine intermittirende Quelle sei. so kletterte ich ohne Gefahr, an das Ufer der Sann und benützte die Pausen innerhalb welcher das Waffer der Quelle zuströmte, zu einer ergiebigen Rast. Nach einer halben Stunde verließ ich diefen Ort, bald darauf übersetzte »ch die Sann und nun ging es auf einer Fahr-straße nach Sulzbach, wo ich um 7 Uhr Abends anlangte, doch hielt ich mich hier nicht auf. weil ich noch vor Einbruch der Nacht bei Plefsnig sein wollte. Doch sollte dieser Theil des Weges nicht ohne Abenteuer zurückgelegt werden, denn einige Minuten außerhalb Sulzbach, an einer Stelle des Weges, welche kaum einen Meter breit ist und linker Hand von einer Felswand, rechts von dem tief liegenden Flußbette der Sann flankirt ist, stand mir plötzlich ein gewaltige« Ungethüm gegenüber. ES gehörte zur Familie des Rindviehes und hatte einige Aehnlichkeit mit jener Holden, welche Jupiter in einer „Deutsche Macht." Bundschau. sA u S den Delegationen.] In der vorgestrigen Plenarsitzung der österreichischen Delegation ist Deligirter Mosignore G r e u t e r an einen Unrechten gerathen. Der fromme Herr ließ es sich nämlich leifallen in einer gegen die militärische Institution des Ehrengerichtes oder richtiger gegen das Duell gerichteten, übrigens von feinem Standpuncte durchaus gerechtfertigten Rede in gewohnter Unmanier „im Namen Tirols" förmlich mit der Kündigung der Treue zu drohen, wenn es noch einmal geschähe, daß ein der ultramontanen Studentenverbindung angehöriger Unterofficier seiner Charge ver-luftig erklärt würde, weil er sich auS religiösen Gründen weigert, eine Herausforderung nim Duell anzunehmen. Auf den meritorifchen Inhalt der Greuter'schen Rede entgegnete der Herr Kriegsminister, wie auch nicht anders voraus-zusehen war. als Soldat. Man braucht mit den Ausführungen desselben nicht einverstanden zu st in. um gleichwohl zuzugeben, daß es gewisse Standesvorurtheile giebt, zu deren Entwurze-lung etwas mehr gehört, als salbungsvolle Reden. Dafür aber, daß Herr Greuter sich herausnahm „im Namen von ganz Tirol" zu sprechen, wurde ihm vom Delegirten FML. von Latour so gehörig der Kopf gewaschen, daß er sich's hoffentlich fortan vergehen lassen wird, den Mund so voll zu nehmen. Herr Graf Latour sagte: „Der Herr Delegirte spricht in seiner Rede überhaupt immer im Namen von ganz Tirol, und auch dagegen muß ich mich verwahren (Rufe: Sehr gut!) Der Herr Dele-girte ist ein Delegirter deS Landes Tirol, aber im Namen dieses Landes, das ich hochachte und hochschätze, hat er nicht das Recht zu sprechen (Rufe: Sehr richtig!) Ich will nicht näher in die Sache eingehen, würde aber mit Rücksicht auf daS von mir Gesagte den Herrn Delegirten bitten, den Anschauungen die die Militärs hegen und die auch, worüber sich hier nicht verhandeln laßt, eine tiefere Be-gründung haben, eine gewisse Duldung zu ge-währen (Sehr gut Z Bravo!). Monsignore Greuter sichtlich niedergedrückt von dieser nur zu verdienten Zurechtweisnng suchte durch einen Witz die Lacher auf feine Seite zu bringen. „Wer — so sagte er — die linke Wange hin-hält, wenn man ihn auf die rechte geschlagen, kann also nicht Lieutenant werden." Und als GrafBylandt zustimmend nickte, fügte Monsignore hinzuAlso Christus wäre nicht Lieutenant ge-worden. Nun der Witz ist nicht übel; aber für einen katholischen Priester denn doch etwas — zu scurril. Woher weiß übrigens Herr Greuter, daß Christus den Ehrgeiz gehabt hätte, Lieute-nant zu werden ? schwachen Stunde in eine Kuh verwandelte. Ich war jedoch umsoweniier zur Galanterie geneigt, als mein vis-ü-vis bedenklich die Hör» ner senkte und offenbar Lust zu einem Ausfalle gegen den ungerufenen Städter hatte. Der Weisere giebt nach; ich retirirte daher einige Schritte, als ich aber sah. daß der Feind keine Verfolgung wagte, avancirte ich wieder und versuchte daS besetzte Defilö mit einem Bajonnetangriff zu säubern. Meine militärischen Erinnerungen sammelnd, verwandelte ich den Sonnenschirm in ein Gewehr und commandirte: „Schlag und Sprung rückwärts! Ausfall und Sprung rückwärts!" Dieser Ausfall bewirkte einen gelinden Rückzug und eine Flankenbewe-gung des Feindes; ich commandirte nun: „Schlag und Sprung rechts! Ausfall und Sprung rückwärts!" Dies entschied. Der Feind machte vollend« Kehrt und ich folgte ihm nun klingen-den Spieles. Die Bahn war frei. So wurde das Bajonnetfechten, welche« ich im Jahre 1859 zur Vertheidigung gegen die französische Reiterei gelernt hatte, von mir zum erstenmale gegen eine windische Kuh mit Erfolg angewendet. Nach ungefähr einer Stunde er-reichte ich ungeiährdet den Eingang in'« Loger-thal. Ich bin kein Freund von Beschreibungen, welche mit „bezaubernd", „entzückend", „überwältigend" u. dgl. m. gespickt sind, dennoch 1884 sUebersetzung deSLehrerSRohr-w e ck.J Der Herr Lehrer Rohrweck hat, wie einem alttschechischen Blatte allem Anschein nach aus dem Cultus- und Unterrichtsministerium berichtet wird, um seine Versetzung von Ober-nach Niederösterreich angesucht und Die weltliche Schulstelle wird sich beeilen, diesem Ansuche» zu entsprechen und aus diese Weise den gehetzten Lehrer aus dem Jagdrevier des streitbaren Bischofs zu entfernen. Se. Excellenz der Herr Minister Baron Conrad von EybeSfeld giebt sich offenbar der Hoffnung hin. daß es ihm gelingen werde, die Affaire Rohrweck - Rudigier „v?r-sumpfen" zu lassen, und daß in Folge dessen der drohende „Culturkampf" werde vermieden werden können. Unter den obwaltenden Umstanden wäre dieS auch wohl das Beste. Ein Cultur-kämpf von Seite eines Ministeriums von der Qualität des CabinetS Taaffe geführt, würde wohl schwerlich mit dem Triumphe der staat-liehen Gewalt endigen. Und überoieS sind Culturkämpfe überhaupt — wie Fürst Bismarck gelegentlich sehr zutreffend behauptet hat — kein strebenSwertheS Ziel. Die Frage ist nun. ob Herr Bischof Rudigier auf Die friedfertigen Intentionen te« Herrn Ministers wird eingehen wollen. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, will er partout einen Culturkampf heraufbeschwören und — von seinem Standpunkte aus — ist die« sehr klug; denn eine günstigere Gelegen-he,t, die Staatshoheit „unterzukriegen", als sich jetzt bietet, wird er nicht leicht finden. Wir fürchten daher, daß Herr Rudigicr die „Versumpfung" des Streitfalles zu verhindern de-strebt fein wird und daß er sich an Stelle des Herrn Rohrweck, den Herr v. Conrad in feiner Vorsicht und Kampfunlust dem Arme des Herrn Bischofs von Linz entrückt, ein andere« Opfer auöersehen wird. AuS dem Gesichtspunkte de« starren Ultramontanismus, der ja der des Herrn Rudigier ist, läßt sich an jedem beliebigen Lehrer ein sogenannter „kirchlicher Makel" eat-decken und der Herr Minister wird doch nicht alle Lehrer zu „versetzen" im Stande sein, die der Herr Bischof dem „strafenden Arm der weltlichen Behörde" zu überweisen die Lust hat. Auch sollte der Herr Minister bedenken, daß er durch die Versetzung de« Heren Rohrweck nach Riederösterreich den Herrn Cardinal Ganglbauer in Verlegenheit bringt. Wäre noch Rauscher Erzbischof von Wien, dann hatte eS seine guten Wege. An diesen hätte sich Herr Franz Josef Rudigier wohl nicht herangetraut, denn Cardinal Rauscher war ihm geistig zu sehr überle. en. Aber Herr Ganglbauer versügt, wie die Erfahrung lehrt, nicht Über die Autorität und die Widerstandsfähigkeit eines Rauscher und er wird — e« ist kaum daran zu zweifeln — sich dagegen wehren, daß der Herr Minister ihn in den Geruch der Lauigkeit in kirchlichen kann ich es nicht vermeiden, selbst zu behaupten, daß der Anblick der Sannihaler Alpen, vom Vollmonde grell beleuchtet, ein unvergleichlich schöner war. Ich war bald in der Behausung des Pleßnig angelangt, fand ihn jedoch leider nicht zu Hause, um mich wegen der Tour am folgenden Tage zu besprechen. Ich hatte nämlich die höchst bescheidene Absicht. Vormittag den Rinkafall zu besuchen und dann den übli-chen Uebergang über den Paulitschsattel nach Vellach zu unternehmen. Dort wollte ich die weitere Tour, sei es nach Krain, sei es an die Kärtuerbahn, dem Zufalle überlassen. Indessen bereitete mir die Hausfrau mein Nachtmahl, bestehend in Sterz und faurer Milch, welche« mir nach der mehr als siebenstündigen Wanderung vortrefflich mundete. Dann ging ich noch vor'S Haus und konnte mich an dem Anblicke der schneeweißen Felswände, welche scheinbar senkrecht von der Oistriza und Baba ins Thal setzen, kaum trennen. Hier erwachte in mir die Sehnsucht nach diesen Bergen und ich faßte den Entschluß, die für einen Anfänger allerdings schwierigere Tour über den Sann-thaler Sattel nach Oberseeland zu unternehmen. Am folgenden Tag stand ich um 5 Uhr früh auf und traf an der HauSthüre mit Pleß-nig zusammen. Er hatte leider nicht Zeit, mich auf meiner Wanderung zu begleiten, doch ver- 1884 Dingen bringe, indem er ihn gewissermaßen zwing», alle Lehrer, welche der Zelokikmus de« Herrn Rudigier aus Oberösterreich vertreibt, unter seinen Schutz zu nehmen. Hiefür spricht auch die via Bayern verbreitete Nachricht, laß der österreichische Cleru« sich mit der Absicht trage, neuerdings gegen das Volksschulgesetz anzustürmen. Herr v. Conrad wird alfo wieder in die Lage kommen, sich nach der Uhr des Herrn Fürsten AloiS Liechtenstein zu richten oder — endlich zu gehen. Die Herren Cleri-calen sind unbeugsam. Herr v. Conrad ist es nicht. Arme Volksschule! Was steht dir noch bevor! (Neue ConcefsionandieCleri-c altn aus dem Gebiete derSchule.j Man schreibt uns aus Innsbruck: „Im Sinne der Wünsche des Tiroler Landtags sind vom tirolischen Landesschulrath an die Schuliuspec-toren und Bezirksschulbehörden bestimmt? Wei-fungen erflossen die Benützung der „Biblischen Geschichte" als Mitlesebuch in dtn Lehrstunden außer den Religionsstunden nicht allein zu ge-statten, sondern auch die Lehrer zu verhalten, wenn sie vom Katecheten darum ersucht wer-den, bestimmte Partien aus der biblischen Ge-fchichte während der profamen Unterrichtsstun» den lesen zu lassen. Ein Ersuchen, dem man entsprechen muß, ist aber kein Ersuchen mehr, sondern ein Befehl. Sollte Herr v. Conrad das nicht wissen? Das ist unmöglich. Hieraus «giebt sich, daß in Tirol wenigstens — die Ultramontanen ihr Ziel erreicht haben. Die Schule ist unter die Botmäßigkeit der Geistlichen gestellt. Kleine Chronik. [?)i. Alfred Brehui f.J Der große Naturforscher Dr. Alfred Brehm erlag am 11. d. den von uns bereits gemeldeten schweren Leiden auf seiner Villa Reuthendorf in Thü-ringen. sOesterreichifcher Reichsrat h.j Der Zusammentritt deS Reichsrathes ist desini-tiv auf den 4. December anberaumt worden. sJm Iahre 2 0 0 0.] Der Chef des statistischen Bureaus der Schweiz, Herr Kum-mer. hat eine Berechnung gemacht, wonach die Bevölkerungszohl verschiedener Länder Europa'S, sallS sich dieselbe nach dem bisherigen Maß-ftabe zu vermehren fortfährt, im Jahre 2000 sich folgenderniaßen gestalten würde: Italien 56, Frankreich (54, Grvßbritannie 142, Deutschland 164 und Oesterreich-Ungarn 70 Millionen Einwohner. sD aS Jäger' s ch e Wollregime] ist jedenfalls fehr zuträglich — dem Erfinder. DaS zeigt die Thatsache, daß im Jahre 1883 sprach er mir einen Führer mitzugeben. Ich ließ mir den Weg zum Rinkafall und von dort auf die Okreschelhütte beschreiben und gab die Weisung, daß mich der Führer in der Okre-schelhütte finden werde. Der Anblick der Berge erfüllte mich mit Muth und Thatkraft; ich schritt wacker auS und bald befand ich mich beim Rinkafalle, dessen Befchreibung man mir gütigst erlassen wolle, denn die ihn gesehen haben, wissen ohne-hin, wie er aussieht, und die ihn noch nicht gesehen haben, werden sich auch aus der besten Beschreibung kein« Vorstellung machen können; sie mögen selbst hinausgehen und ihn an-schauen. Ich hielt mich nur wenige Minuten dort aus und ging dann wieder eme Viertelstunde auf demselben Weg« zurück, um den sogenann-l«n Kuhsteia zur Okreschelhütte zu betreten. Damals exiftirte der vom Sannthaler-Alpenclub hergestellte, recht« unmittelbar am Rinkafalle aufsteigend« W«g noch nicht. Mühsam ging ich über Geröll, durch Wald und zwischen Felsen durch, bis ich den eigentlichen Ursprung der Sana erreichte; eine kleine, au« einer niederen Felsennische entspringende spieaelklare Ouelle, deren Wasser sicherlich eine Temperatur von nicht mehr als 2* Grad Reaumur hat. (Schluß folgt.) ..Deutsche Wacht." M. 60.000 Provisionen von der Firma Beu-ger in Stuttgart, die den alleinigen Vertrieb der Jäaer'schen Wollwaaren hat, an Prof. Jäger ausgezahlt wurden. sF r ä u l e i n P r o f e s s o r.j In Mai-land hat diese Woche eine Tochter des kürzlich verstorbenen italienischen Staatsmannes und meiirmaligen Finanzminist rs Ouintino Stella, Fräulein Eva Ouintino Stella. die Proseffur-prüfung für Gymnasien mit glänzendem Erfolge bestanden. Die junge Dame wird sich nun um eine Professur an einem italienischen Lyceum bewerben. sEin Seecannibalenproceß in E x e t e r!1 so lautete kürzlich der Lockruf der Londoner Zeitungsverkäufer. Es handelt sich um den Capitän und den Steuermann der Dacht Mignonette, welche vor einigen Monaten die Menschenfresserei an ihrem Schiffsjungen verübten. Sie befanden sich auf der Fahrt von Southampton nach Australien, hatten Madeira schon vier Tage hinter sich, als ihr Schiff un-terging und sie selbst in einem kleinen Boote mit dem nackten Leben davonkamen. Drei Wochen trieben sie einher. — Der Capitän, der Steuer-mann, der Schiffsjunge und ein Passagier — von Hunger und Durst gepeinigt. Acht Tage lang hatten sie keinen Bissen mehr gegessen, da erwachte in ihnen das Raubthier. Sie stürzten sich auf den Schiffsjungen. Der Steuermann hielt ihn bei den Beinen nieder, der Capitän schnitt ihm die Gurgel durch und dann tranken sie in Gemeinschaft mit dem Passagier, welcher der Unthat Zeuge gewesen, des Burschen Blut und nährten sich von seinem Fleische, bi« sie von einem deutschen Dampfer ausgefischt und nach England gebracht wurden. Sie standen vor kurzem in Exeter vor Gericht, anscheine.id wenig bedrückt von dem gräßlichen Verbrechen. Der Capitän hatte anfangs vorgeschlagen, zu losen, wer sterben sollte. Als dann der Schiffs-junge so elend wurde, daß er zu sterben drohte kürzt« man seine Pein ab; und der Passagier, der sich neutral verhalten, nahm dann an der scheußlichen Mahlzeit theil. Kaum waren sie von dem deutschen Dampfer aufgenommen, als sie ein umfangreiches Geständnis ihrer That ablegten. Der Richter rieth den Geschworenen, den Fall der höchsten Gerichtsbehörde Eng-landS zuzuweisen, da er ganz außerordentlicher Art sei. lF l u ch t einer OdaliSke.j In Nea-pel ist, wie die italienischen Blätter nielden, an Bord eine» italienischen Schiffes ein jungeS, kaum siebzehnjähriges Mädchen aus Konstanti-nopel angelangt, das eine der romantischeste» Vergangenheiten hinter sich hat. Sie heißt Kar-mela Kende. Mit acht Jahren zur mutterlosen Waise geworden, hatte ihr Vater, ein neapoli-tanischer Matrose, da er nicht wußte, wem er daS Kind während seiner Seereisen anvertrauen solle, die unglückliche Idee, Karmela als Schiffsjungen anzuziehen und mit sich zu nehmen. In Salonich landete das junge Mädchen in Gesellschaft eine» Matrosen und verschwand. Man stellte alle möglichen Nach-sorschungen an, aber umsonst, denn der junge weibliche Schiffsjunge hatte sich verirrt, war auf einen Händler gestoßen und dieser hatte ihn an einen Pascha verkaust. Später verliebt« sich dieser wahnsinnig in Karmela und wollte sie zu seiner Frau machen, aber da wurde er in eine orientalische Intrigue verflochten und eingesperrt. Während dessen wurde sie als Ge° schenk dem Sultan geschickt, der sie zu seiner Favoritin wählte. Sie verbrachte mehrere Jahre im Harem Abdul Hamid'S, aber von dieser Exi« stenz angeekelt und von Heimweh ergriffen, dachte sie nur mehr daran, aus Stambul zu emfliehen. Es gelaug ihr, einen der Harems» Wächter zu gewinnen und sich am 24. Oktober durch die Gärten des Bosporus bis an da« Meer zu flüchten, wo sie von einem italieni-schen Schiffe aufgenommen und nach Neapel zurückgebracht wurde. jEine BeschwörungSscene.j Die Tochter eine« wohlhabenden Landmanne« in Hagyaro« im Zalaer Comitat, die von ihrem Geliebten verlassen worden war, ließ sich von einer Zigeunerin wahrsagen. DaS schlaue Weib 3 hatte bald errathen, woran sie sei und sagte dem Mädchen, sie werde ihm ein Mittel sagen, durch daß sie den Treulosen wieder an sich fesseln werde. DaS Mädchen versprach Himmel und Erde und die Verschwörung begann. Die Zigeunerin verband dem Mädchen die Augen, führte es zu einem am Ende des langen Gar-ten» stehenden Birnbaum, befestigte an einem Zweige einen Zwirnknäuel und sagte ihtem Opfer, es solle langsam bis zur Gartenthür rückwärtsfchreilend, den Zwirn abwickeln. Unterdessen sollte sie zur heiligen Maria beten, und was immer geschehen, wj« immer sie hören möge, dürfe sie daS Tuch nicht herunternehmen, da sonst der Zauber schwinde. Sie (die Zigeu-nerin) werde millerweile zwei Körner schwarten Weihrauch verbrennen. DaS Mädchen that also ; allein wahrend sie draußen betete, stahl die Zigeunerin im Zimmer aus der Lade 500 fl. Baargeld und 24 silberne Leibchenknöpfe. Als der Hausherr heimkehrte, fand er Alle» offen; Böses ahnend, eilte er in den Hof und stieß dort an seine Tochter, die noch immer die Auge» verbunden hatte. In seinem Zorn schlug er die Arme Halbtod«? von der Zigeu> erin «var keine Spur mehr zu entdecken. sLenkbare« Luftschiffs Die Capi-täne Renard und KrebS stiegen am 8. Novem-ber in Meudon zum dritte» Male mit dem „lenkbaren" Luftschiff auf. Der Versuch wird als gelungen bezeichnet. Die beiden Luftschiffer segelten nach Bilancourt und kamen nach drei-viertelstündiger Fahrt nach Meudon zurück, von welchem aus sie aufgestiegen waren. fH erzog Wilhelm von Braun-schweig als „Dichte r"-F reun d.] Nach Allem, was man über den jüngst verstorbenen Welfenfürsten gehört, war dicfer eigentlich kein Freund der Poesie; aber einmal hat der sonder-bare alte Herr do.. um eines kleinen Verses willen seine ganze nähere Umgebung in Noth und Aufregung versetz». Serenissimus hatten 1877 die braunschweigische Gewerbeausstellung mit einem Besuche beehrt und sogar gnädigst geruht. auS der Müllerfchen Hosbranntweinbren-nerei ein Schnäpschen entgegenzunehmen. An dem mächtigen Fasse, aus welchem der „Mül-lersche" gezapft wurde, standen einige Reime und diese hatten es dem Herzog angethan. Ei-nige Tage nach dem AusstellungSbesuch saß Se. Hoheit im Theater und langweilte sich. „Lauingen," wandte der Landesherr sich plötzlich an seinen in der letzten Zeit wiederum viel-fach genannten Hofmarfchall, »wie hieß der Vers an dem großen Faß in der Ausstellung ?" „Bedaure unendlich, Hoheit." stotterte der dicke Hofmarfchall verlegen, „aber —" „Nach Haufe fahren, will VerS wissen." befahl der Herzog höchst schlechter Laune. Nach Hause kam man bald, aber woher den verwünschten Vers nehmen. dessen sich auch auS der näheren Diener-schaft keiner zu entsinnen vermochte! Der liebe-dienerische Lauingen hätte trotz seines Geizes viel um die lumpigen Reime gegegen. aber «S war spät Abends, die Ausstellung war berettS geschlossen und auch das Müllersche Geschäft nicht mehr offen. Hoheit geruhten höchst ungnä-dig zu sein. Am andern Morgen wurde jedoch der Wunsch deS Fürsten erfüllt. Auf feinstem, mit Goldrand umgebenen Velinpapier geschrie-ben wird dem hohen Herrn bei der Chocolade von dem dienstthuenden Lakaien der Ver« auf silbernem Teller präfentirt. Und ^wie lauteten die Reime, welche dem Nachkommen Heinrichs des Löwen eine unruhige Nacht bereitet haben 'i ES sind die altbekannten burschikosen Kneip-Reime: „Der Branntwein schmeckt Morgens gut. Noch besser zu Mittage; Wer Abends einen nehmen thut, Ist frei von aller Plage. Auch soll der edle Branntewein Um Mitternacht nicht schädlich sein." sJ m Dunkeln...^ „Was haben Sie zu Ihren Gunsten vorzubringen?" fragte der Richter in einem EhescheidungSproceß. „Ihre Frau sagt, daß sie Sie ertappt hat. wie Sie das Stubenmädchen küßten." — „Ich bin sehr zerstreut," antwortete der Mann, „ich glaubte, sie wäre meine Frau." — „Und was dachte * das Dienstmädchen?" — „Wahrscheinlich daS» selbe. fE i n v i e l g «l«s e n e r D ich t« r.) Der Dichter einer Wochenschrift erklärt, er lese nie eines seiner eigenen Gedichte, wenn sie gedruckt seien. Sein Bekenntniß mindert die Zahl seiner Leser um die Hälfte; der andere Leser nätw lich wird dafür bezahl« — es ist der Cor-rector. Deutscher Schulverein. Wien, 13. Lctober 1884. In der letzten Sitzung faßte der engere Ausschuß den Beschluß, daß von den mährischen ReferatSgebiet« ein Thcil dcm Ausschußmitgliede E. Pernerstorfer zur selbständigen Berichterstattung überwiesen werde. Der Obma»nstellvertr«ter Dr. v. KrauS wurde ersucht, eine Jnfpection der von dem Vereine subventionirten Schule in Görz und des Kindergarien in Laibach vorzunehmen und dem Verein bei der Eröffnungfeier der Gchule in Roßwein zu vertreten. Von den Bewilligungen find zu erwähnen, die Erhöhung des Schulerfordernisses für Podhard (Böhmen) und der Baukosten für Bäsching. Ferner wurden die nöthigen Beträge zur Beschaffung von Lehrmit« tkln für einzelne Schüler bewilligt, so für eine Schule im östlichen Böhmen und für mehrere Anstalten Steiermarks. Unter andern erhielt St. Oswald, Brundors, und Hohenmauten (Steiermark) angemessene Beträge theils zu BibliothekSzweclen theils für Lehrmittel. Der VereinSfchule in Lichlenwald wurden für diverse Bedürfnisse die entsprechenden Mittel bewilligt, während mehrere andere Ansuchen ablehnend beschieden werden mußten. Endlich wurden die nöthigen Vereinbarungen getroffen, um die nächst« Nummer der „Mittheilungen" mit Rück-ficht au s daS Jnt«resfe der Inserenten zuverlässig im Laufe des Monates December u. z. vor den WeihnachiSfeimagen rech zeitig versenden zu können. Locates und Arovinciates. Eiüi, t-. Novcnrber. [E i l l i e t G e m e i n b e r a t h.j Auf der Tagesordnung der gestrigen GemeinderathS-Sitzung stand das Präliminare für das Jahr 1885, welches alles Interesse in Anspruch nahm. Würde unser Gemeindeausschuß ein annehm-bares Heim haben, ein Berathungszimmer, das den gewöhnlichen Anforderungen, die man zu stellen berechtigt ist. halbwegs entsprechen würde, so müßte man dos Bediuern darüber ausfpre-chen, daß Gelegenheilen, wi« die gestrige, sich einen Einblick in den Gemeindehaushall zu ver-schaffen, von Seite der Steuerzahler nicht be-nützt werden. Das Präliminare pro 1L85 ist wieder einmal «in schöner Markstein auf der Bahn des Fortschrittes, auf welchem wir uns mit unserem Gemeindewesen befinden. Wohl giebt c« noch Manches, daS rasche, in allen Verwaltungszweigen gleichmäßig erfolgende Fortschreiten erschwerende Hinderniß — wir weisen da auf die leidige Polizei« gelegenheit, — im Großen und Ganzen aber kann Cilli mit feiner Gemeindewirthschast zufrieden sein. ES wird in der Bevölkerung ohne Zweif.l mit großer Befriedigung aufgenommen werden, daß der Ausschuß Heuer mit der Verminderung der Umlagen begann. Es ist diese Ermäßigung um so erfreulicher, als dadurch auf keinen Posten im Voranschlage verzichtet werden brauchte, der im allgemeinen Interesse eingestellt wurde. So wurde die Errichtung einer städtischen Brücken-wage beschlossen un) dafür 1000 fl. prälimi-nirt; nicht unbedeutende Summen waren für die Beistellung einer Brunnenpumpe, für außer-ordentliche Unlerrjchtszwecke, für Beleuchtung, gründliche und oftmalige Straßenreinigung u. dergl. eingestellt, kurz allen Wünschen im Vor-anschlage reichlich Rechnung gelragen, '^ie in der Bevölkerung ausgesprochen worden waren. Wir lassen in Kürze den Sitzungsbericht folgen. Titel I handelt von der Verwaltung im All-gemeinen. Erforderniß fl. 9332-50. An den Ziffern läßt sichnichtt ändern. GR. Schmidl rügt die Poleizeiverhältniffe, der Bürgermeister ..Deutsche Macht" giebt mehrfache Aufklärungen. Die Regelung der Polizeifrage wird von der Rechtsfection durchberathen werden. Titel II Verwaltung des stüdt. Vermögens erscheinen im Erfordernisse für Steuern fl. 1760-50. für Baulichkeiten, Reparaturen :c. fl. 1635, für Anschaffung einer Brückenwage fl. 1000'—, auf die Gewinnung von Forstprodncten fl. 1A40-— an größeren Beträgen eingestellt. In der Bedeckung figuriren unter anderen fl. 12270 90 a>i ZinSerträgnissen und Pachlschillinge» fl. 3220°— für den Erlös von verkauften Forftproducten. Der § 2 dieses Tilels enthält im Erfordernisse die Passiv-Jnteressen, die für nächstes Jahr die Summe von 99?4 fl. ausweisen. An Bedeckung sind die Zinse» von Activ-Capitalien und von nom. 3060 fl. Obligationen eingestellt, die sich in der Gemeindecafse befinden. — § 3 weist 1233 fl. 15 kr. an Pacht für die Standgelder und Hundesteuer auS. Bei Titel III. „Straßen un'» Plätze" nahmen mehrere GR. das Wort, um auf den Uebelstand mit dem Reinigen der Straßen und Plätze aufmerksam zfl machen. GR. Josef Rakusch stellt den Antrag der für Straßenreinigung präliminirte Betrag sei aufs Doppelte zu erhöhen. (Angenommen.) GR. Friedrich MaiheS wünscht die Straßenbe-zeichnungen in ordentlicher Weise angebracht und beantragt zu diesem Zwecke die Anschaffung von Metallgußiafeln. (Angenommen.) Der Bürgermeister weift aus die Nothwendigkeit deS Entwurfes einer StraßenreinigungSordnung hin. Der mit 3650 fl. eingestellte Betrag für den Ankauf von Granitwürfeln wird angenommen, dagegen kein Beschluß darüber gefaßt, in welcher Straße mit der Würfellegm g begonnen werden soll, nachdem die Grazergasse fertiggestellt ist. Für die Erhaltung der Straßen. Canäle. Brücken und Stege sind 2060 fl. eingestellt. Der An-trag tes Finanzausschusses an der nö»blichen Ecke der Landwehrkaserne eine Gaslaterne an-zubringen wird angenommen, und gleichzeitig folgende Refofution gefaßt: „Der Herr Bürgermeister wird aufgefordert die lobliche k. k. Bezirkshauptmannschaft darauf aufmerksam zu mache», daß die Reichsstraße längst der Land-wehrcaferne bis zu den alten Friedhöfen meist in einem für Fußgänger sogar gesährlichen Zustande sich befinde, und daß namentlich die dort liegenden Schotterhäufen die Passage er-schweren." Für VerschönerungSzwecke (Anlagen Verschönernngsverein ic.) sind fl. 230 10 kr. eingestellt. Die MauthgebühreinhebungSregie er-fordert 1455. — Der Referent über das Prä-liminare GR. Julius Rakusch stellt den An-trag der GemeindeauSschuß möge auS seiner Mitte zwei Mitglieder wählen, welche sich mit der Eontrole der Mauthen zu befassen haben. (Angenommen). Die Wahl erfolgt in nächster Sitzung. Für Bedeckung erscheinen fl. 6550. für verschiedene Einnahmen und die Manth-einnahmen, welche übrigens in Abnahme be-griffen sind. Titel IV. die Armenversorgung und SanitätSpflege beansprucht üb-'r den Er-trag des bezüglichen Vermögens, der Samm-lungen und Spenden einen Zuschuß von fl. 3099 49 kr. aus der Gemeindecafse. Für Sanitäts-auslagen sind fl. 766 eingestellt. GR. Schmidl macht auf die Wichtigkeit der Fleischbeschau auf-mertsam. Titel V F«uerlösch«rfordernifse sind 500 fl. eingestellt. Titel IV Bürger- Volksschulen und Unter richtszw^cke überhaupt weist ein Er. forderniß von fl. 7167 — wobei fl. 150 — als einmalige Subvention für den Bau der protestantischen Schule inbegriffen sind. Aus dem weiteren Vortrage entnehmen wir noch den statutengemäßen Sparcafsenbeitrag von fl. 10.000 und die erfreuliche Thatfache, d iß der Schuldenstan" der Gemeinde ,m nach-sten Jahre wieder um fl. 3370.— (Amortisa-tionSquoten) geringer werden wird. Wir schließe» mit folgender Zusammenstellung: Erforderniß Bedeckung 1. Verwaltung im Allge- meinen fl. 9332-50 fl. 223.— 2. Verwaltung der städt. Realitäten, Werth- u. Schuldpapiere,Gefälle 16677-50 16962-26 Fürtrag 26010-— 17165-26 1884 Uebertrag 26010— 17185-26 3. Straßen u. Plätze 8588-— 65,0-— 4. Armenversorgung 3365-49 —•— 5. Aeuerlöscherfordernisse 500'— —•— 6. Schulerfordernisse 7168'— 4-20 7. Militärbequartierung 570 — 200'_ 8. Verschiedenes 450 — 10000* — 9. Credit » Operationen (Amortisation) 3370-— —•_ 50021-49 3393946 Es stellt sich demnach ein Abgang von fl. 16002-03 heraus, welcher durch den 15& Zuschlag zur Verzehrungssteuer mit fl. 1800-—, 15% Zuschlag auf die Verzehrungssteuer von eingeführtem Bier und Branntwein fl. 347-—, 15% Zuschlag auf Die VerzehrungSsteuer von der Bier- und Branntwein.-rzeugung fl. 1000-—, den ZinSkrenzer fl. 20 ,0'— und die Gem inde-Umlage gedeckt werden foll. Der Finanz-AuS-fchuß stellt mit Rücksicht auf die Finanzlage der Stadt den Antrag, die Umlage von 35 auf g2 % zu erniedrigen, was einem Ertrage von fl. 10560 gleichkommt. Der Ge-meind«auSschuß nimmt alle Anträge an, und so schlicht das Präliminare mit einem Ueberschusse von fl. 425.—. Der Armen- und Pfr indner-fond (Referent Jul. Rakusch) ergibt und zwar ersterer ein Erforderniß von fl. 5000-— gegen eine Bedeckung von fl. 2400-50. l-tzerer bei einem Erforderniß von fl. 1622-04 und einer Bedeckung von fl. 1039'6y «inen Ueberschuß von fl. 217-65. Alle Posten werden genehmigt. Nach Durchberathung des PräliminareS referirt Herr G.-R. Schmidl a s Obmann der 5. See» tion über ein Gasthausüberlegungsgesuch des Thomas Lackner; Herr Moriy Sajovitz über die AuSmittlung eines Platzes zur Ablagerung der Fäkalmassen. Refer nt beantragt mit der AuSmittlung des Platzes die Herren Stadtarzt und Stadt-Ingenieur zu betrauen. G.-R. Carl MatheS macht auf die Brochüre des Dr. KeS-bachcr in Laibach aufmerksam und empfiehlt die diesbezügliche Gedahrung anderer Städte vor Augen zu halten. Hierauf referirt Herr G.-R. Moritz Sajovitz über das Präliminare der Bürgerschule. Schließlich wird der Beitritt der Gemeinde zum Sleierm. Kunstverein be-schloffen. Der öffentlichen Sitzung folgte eine geheime. sS ü b b a h n.j Die Direction der k. k. priv. Südbahn beabsichtiget das Stationsgebäude in Pragerhl-f zu erweitern und in dem-selben eine den Anforderungen deS Verkehres entsprechende Restauration zu errichten. tS l o v e n i s ch e A m t i r u n g.I Aus Friedau wird neschrieben: Seit neuester Zeit sendet unier k. k. Steuern ml an die deutschen Parteien slovenische Mahnzettel mit slovenisirten Namen. So wurde unter Andern, an eine all-gemein, auch dem Herrn SteueramtSleiter und dem Executor als deutsch bekannt« Partei «in auf slavenisirten Namen lautender, von dem k. k. Steueramte ausgefertigter, vom Executor unterschriebener slovenischer Mahnzettel (opomin zugestellt. [® «f ch w «r d «.] Von mehreren Bewohnern der Orte Rann und Gaberje wurde an daS Gemeinde-Amt Umgebung Cilli eine Beschwerde gerichtet, welche Klagen über die Zustellung von Poslzusendungen enthält und die Erwartung aus-sprich», die Gemeinde Umgebung Cilli werde die nöthigen Schritte veranlagen, damit diverse Uebelstände endlich behoben und die genannten Orte in den PostzustellungSdezirk der Stadt Cilli «inbezogen werdea. fV e r u n g l ü ck t.j D«r Lampist Franz Gaischek wurde^am 12. d. 9 Uhr Abend als er am hiesigen «tationsplatze die Schlußlaternen bei dem Localzuge abgenommen hatte, von eine? Refervemaschine überfahren. Neben der Zer-malmung eines Beines wurde ihm auch durch den Aschenkasten der Maschine der Brustkord eingedrückt. Der arme Verunglückte, welch«? gestern seinen Verletzungen erlag, hinterläßt eine Witwe mit sechs unversorgten Kindern. jD r e i über Einen.) AuS Marburg wird uns geschrieb«»: Verflossenen Dienstag. Abends 7 Uhr, kam in das Gasthaus des Herrn JoSt, einem beliebten Versammlung 1884 orte der hiesigen Slovenen. ein Fremder und fragte, ob er Unterkunst finden könne. Auf die bejahende Antwort, ging er mit dem Bemer-ken fort, daß er später schlafen kommen werde. Um 11 Uhr erschien er wuder, trank ein Glas Wein und begehrte nach der bestellten Schlaf-stelle geführt zu werd n. Die Wirthin erklärte ihm jedoch, daß sie kein Bett mehr frei habe. Selbstredend war der Fremde darob ungehalten. Es kam zu Auseinandersetzungen, in die sich auch drei anwesende Gäste mengten. Letztere, drei Vollblutslovenen, nämlich ein vor wenigen Tagen ernannter Notar, ein Concipient und ein Gerichtskanzlist, drohten füglich dein Frein-den hinauszuwerfen, falls er «och ein Wort sprechen würde. Daraus ging der Fremde fort; die drei slovimschen Herren folgten ihm und prügelten ihn durch. Der Fremde wehrte sich und verletzte alle drei Recken. Erst das Nahen eines Polizeiwachmannes machte die Gesellschaft auSeinanderftieben. Der Fremde wurde am nächsten Tage eruirt. Die Angelegenheit wird hier ganz eigenthümlich glossirt, zumal einer der drei Helden, ver Advocatnrs-Concipient am Tage nach der Prügelei sich brüstete, daß er im Vereine mit seinen Gefährten den Fremden durchgebläut habe. sA u s T r i f a i lj wird uns gemeldet: Vor einigen Tauen versetzte der hiesige Berg-arbeiter Jacob Kosar seinem Gefährten Franz Ozepet anläßlich eines Streites mit einem großen eisernen Topfe, einen derartigen Schlag auf den Kopf, daß der Getroffene einen Sprung der Hirnschale erlitt und sofort bewußtlos zu-sammeubrach. jVerb rannt.) Am 12. d. kam das vierjährige Mädchen Angelika Bezocnik dem Hirtenfeuer aus einer Weide bei Lokovin so nahe, daß die Kleidchen Feuer singen und das arme unglückliche Kind, ohne daß Jemand Hilfe leistete, den Verbrennungstod erlin. ^Brandlegung.) In Pragerhos wurde das Wirthschaftsgebäude des Grafen AnemS in Brand gesteckt. Da eine Dämpfung des FeuerS wegen des herrschenden heftigen WindeS nicht möglich war, so ging daS genannte Object iammt allen Vorräthen in Flammen auf. » • * Wir machen hierdurch auf die im heuti-gen Blatte stehende Annonce der Herren Kauf-mann & Simon inHamburg besonders aufmerksam. Wer Neigung zu einem interessan-ten wenig kostspieligen Glücksversuche hat, dem kann die Betheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen ausgestatteten '«aatlich garantirten Geldverlosung nur bestens empsoh-lcn werden. Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer verehrten Leser auf die Annonce der beiden wohlrenommirten Firma M. S t e i n in H a m> bürg und ValentinKCo. in Hamburg die Hamburger Geldlotterie betref-send, we'che zweifelsohne das Interesse des PublicumS in Anspruch nehmen muß und Je-dem Gelegenheit bietet, für eine geringe Aus-gäbe fein Glück zu versuchen. sDaS Geheimniß der Schwind-s u ch t,] dieser gefürchtet?» und decimirenden Krankheit, ist durchDr. Kochs Entdeckung des Lun-genbacillus in daS Stadium einer baldigen Lösung gerückt. Da der Lungenpilz von außen her in die Respirations-Organe eindringt und, von den krankhasten Schleimhäuten festgehalten, hier die Bedingungen seiner Fortpflanzung sin-bei, während er von den gesunden, katarrhalisch nicht afficirten RespirationS-Organen abge-stoßen, niemals gefahrbringend werden kann, so muß es sich zunächst darum handeln, die Schleim-häute der AthmungSorgane (Lungen, Luftröhren k.) fester, abgehärteter und wiederstandssähiger zu machen. Die Widerstandsfähigkeit istderFeind der Schwindsucht. Die Empirik kennt, im Grunde genommen, kein Specisicum gegen eine vollzogene Bacillen-Jnsection, aber ein Präventivmittel will der berühmte Gelehrte Dr. I. I. Kole-man in London in dem Johann Hoff'schen Malzextract gefunden haben, welches in Folge eines in ihm enthaltenen eigenthümlichen Fer- mentS den Stoffwechsel rasch befördere, in hohem Grade nohrhaft sei und daher den Körper schnell kräftiger und widerstandsfähiger mache. Hauptfabriksgeschäft für Oesterreich-Ungarn in Wien, Graben, Bräunerstraße 8. sA u S k ii n f t e aller A r t,) über Ere-dit-, Geschäfts- und Vermögensverhältnisse von In- und Ausländer Firmen, ertheilt gewissen-haftest ausführlich und prompt, das Credit-Jn-sormationS-Bureau „Die Vorsicht" nur in Budapest (Ungarn.) Literarisches. ^Theodor Storms neue st e No-v e l l e.j welche ihren Vorgängern nichts nach-giebt und nach dem Titel ihres Helden Marx benannt ist. erschien soeben in dem ueuesten Heft ..Vom Fels zum Meer", das wir schon um deswillen allen Lesern aufs beste empfohlen haben wollen. Aber auch, von dem Beitrag des berühmten Novellisten abgesehen, gehört daS Heft zu den trefflichsten Gaben, welche uns die nimmermüde Redaction geboten hat. Ebenso originell in der Schreibweise wie prac-tisch in der Art des Mitgetheilten ist Nuß-baums „Jagd- und Reiseapotheke", ein Auf-satz, der den Laien lehrt, wie er sich auf Reisen und auf der Jagd bei Unfällen der verschie-densten Art am zweckentsprechendsten zu be-nehmen hat. Die Freuden des Praters schildert in einem ungemein reich illustrirten Artikel in humoristischer Weise Louis Nötel und von den Normannenschlössern Warwick Castel und Haddon Hall macht Frhr. v. Ompteda hoch-interessante Mittheilung (illustrirt v. Pittner). Höchst amüsant ist Braun-WieSbadenS Jubiläumsartikel über KortumS Jobsiade, der mehrere Bilder entlehnt wurden. Aufzeichnungen über das durch die Ereignisse actnelle Port Natal publicirt M. Alsberg in einem mit vielen Illustrationen geschmückten Aussatz. Ein weiterer sehr glücklich illustrirter Artikel hat den bekannten Kenner Spaniens, Dierks, zum Versasser, und betitelt sich „Spanien aus der Vogelperspektive". Der Aussehen erregende Auf-satz Moltkes über Polen wird zu Ende geführt. Franz v. Holtzendorff schreibt über italienische Verbrechertypen, belgische Einzelhaft und irrige Todesurtheile, A. LammerS über Wohltthätig-keit. An novellistischen Beiträgen finden wir außer Storms Novelle noch eine zweite von Salinger und die Fortsetzung des Byr'schen Romans Dora. Den Sammler öffnet ein Bei-trag von Eitelberger über die Wiener Universität, dem sich mehr oder minder lange Auf-sätze über Mode, Küche. HauS, Hausgarten, Vogelzucht. Kunstgewerbe, Verhalten bei Cho-leragefahr, Salon-Magie je. :c. anschließen. Zu alledem enthält das Blatt noch vier auf be-sonderen» Papier gedruckte Kunstblätter. So beweist auch dieses Heft wieder, daß „Vom Fels zuni Meer" das Recht hat, sich die viel-seitigste und am besten illustrirteste MonatS-schrist zu nennen, die in ihrer Uneischöpflichk it und Gediegenheit ein HauS- und Familienbuch par eicellence repräsentirt. Die gewerbliche Aortöitdungsschute. Es sind harte Schläge, welche die Groß-industrie den verschiedenen handwerksmäßigen Gewerben austheilt, ja, einzelne dieser Ge-werbe scheinen veruriheilt zu sein, dem mäch-tigen Concurrenten gänzlich zum Opfer zu fallen, denn die gewöhnliche Handarbeit kann in taufenden von Fällen gegen' die massenhafte, aenauere, regelmäßigere, raschere und billigere Arbeit der Maschine nicht mehr aufkommen. Es steht außer allem Zweifel, daß die so arg bedrohten Gewerbe total verfallen müssen, wenn ihnen nicht Mittel geboten werden, durch welche sie dem drohenden Ansturm entweder kühn be-gegnen oder doch ausweichen können. Und solche Mittel sind Gottlob vorhanden. Maschine ge-gen Maschine! so tönt es bereits allenthalben in unverzagten, geistig nimmer rastenden, kalt berechnenden KleingewerbSkreisen, die sich da fest entschlossen haben, sich die Maschine auch ö zu ihren Zwecken dienstbar zu machen. Die im heurigen Jahre in Wien stattgesundene Motoren-Ausstellung demonstrirte in glänzender Weise den Werth dieses Mittels, das gewiß «ine vielverheißende Zukun't für sich hat, falls es gehörig gewürdigt, zu rechter Zeit und am rechten Orte angewendet wird. Es steht nicht in unserer Absicht, unS hierüber des Näheren einzulaffen; Sache der Gewerbsgenofsenschaften wird es jedoch sein, diesem Gegenstande ein besonders reifliches Studium zu widmen. Wir haben unS hier mit einem andern Mittel zu befassen. Die immer weiter fortschreitende Cultur und der damit verbundene verseinerte Geschmack der menschlichen Gesellschaft bringen eS mit sich, daß diese, und namentlich deren gebildeterer Theil, an die Herstellung ihrer Gebrauchsgegenstände immer höhere Ansorder« ungen stellt. Will nun der Gewerbsmann seine Existenz wahren, so hat er mit diesen gestei-gerten Anforderungen zu rechnen; er muß trachten, durch kunstvollere, gefälligere und dabei doch praktische Herstellung sein.r Erzeugnisse für diese einen Markt sich zu schaffen. Es giebt eine Unzahl von Erzeugnissen, welche der Ge-stalt des Menschen angepaßt, dem Raum, Zweck und Styl entsprechend, dem persönlichen Ge-schmack zusagend gefertigt werden, was bei fabriksmäßiger Herstellung, welche taufende von Stücken gleicher Art erzeugt, nicht immer er-r«ichbar ist. Hieraus folgt, daß sich daS Handwerk heutzutage nicht mehr nach der Schablone des Vaters und GroßoatcrS betreiben läßt, denn Schablonenarbeiten werden eben von der Maschine mit ihren tausend Händen viel präciser und rascher ausgeführt, als dies die geübteste Menschenhand thu-« kann. Hieraus folgt aber auch, daß eine höhere Bildung des Gewerbe st andes, sowohl in der schul-mäßigen Theorie als auch in der praktischen Fertigkeit ei» unumgängliches Erforderniß ist. Um dem Gewerbestande in dieser Richtung helfend unter die Arme zu greifen, wurden namentlich im letzten?Decennium auch in Oester-reich gewaltige Schritte gemacht. ES wurden vom Staate Gewerbeschulen höherer und nie-derer Kategorie gegründet, die in Folge ihrer vortrefflichen, zweckentsprechenden Organisation herrliche Erfolge erzielten und darum auch in ungeahnter Weise rasch emporblühten. DieS veranlaßte die Behörde wie nicht minder an-dere Corporationen, denen daS Wohl des Ge-werbestandes besonders nahe geht, dem gewerb-lichen Unierrichtswes-:« ein erhöhtes Augenmerk zuzuwenden und für dessen immer weitere Ent-wicklung und Ausbreitung zu sorgen. Nicht bloß in großen Städten und Jndu-ftrieorten sollten derlei Bildungsstätten concentrirt bleiben, sondern man ging daran, die Wohl-thaten derselben nach Thunlichkeit auch in weitere Gewerbskreise des flachen Landes zu verpflanzen. Und so entstanden die gewerblichen Fortbildungsschulen, die sich aber von den ehe-maligen LehrlingssonntagSschulen ganz und gar unterscheiden. Wir müssen hier anerkennend hervorheben, daß es auch in Cilli nicht an einsichtsvollen Männern fehlt, welche, den beab-sichiigten Zweck dieser Anstalten erfassend, dem« selben ihre volle Sympathie entgegenbrachten, und so wurde denn auch hier der seit 1878 be-standene sogenannte gewerbliche Fortbildung?-curS schon im vorigen Jahre reorganisirt, d. h. auf Grund eines eigenen Statuts in eine all-gemeine gewerbliche Fortbildungsschule, bestehend aus einem VorbereitungScurse und zwei Classen der eigentlichen gewerblichen FortbildungS-schule, umgewandelt. Diese Schule ist, Dank der Munificenz des dem steten Fortschritte huldi-genden, schulfreundlichtn GemeinderatheS auf das zweckentsprechendste eingerichtet und mit vor-züglichen Lehrmitteln versehen; sie kann kühn den best organisirten Schulen ihrer Art an die Seite gestellt werden. ES würde unS zu weit führen, wollten wir hier die vorgeschriebenen Lehrpläne, nach welchen die Schule vorgeht, ins Detail bejprechen; doch können wir nicht umhin, die Wirksamkeit der Anstalt in allge-mein gehaltenen Zügen zu zeichnen. — Während der Schüler in der Werkstätte seines Lehrherrn sich di; handwerksmäßige 6 manuelle Fertigkeit erwirbt, findet er in der Schule Gelegenheit, sich diejenige technische und ästhetische Ausbildung anzueignen, welche ihn befähigen soll, feine Erzeugnisse kunstvoller, geschmeidiger, dauerhafter und dem gebildeten Geschmack entsprechender herzustellen, als dieS durch die Fabriksarbeit geschehe» kann. Die Schule lehrt ihn in anschaulicher Weis« die Grundsätze der Technik in seinem Gewerbe zu verwertheu; sie eröffnet ihm ein weites Ge-biet, auf welchem er an der Hand vorzüglich ausgeführter Abbildungen und Modelle Muster-«rzeugniffe seines Gewerbes bis in die kleinsten Theile ftudiren und, wenn nothwendig, auch graphisch nachbilden kann. Sie verfolgt somit ein gewerbliches oder praktisches Ziel, ohne sich dabei in breite wissenschaftliche Theorien einzulassen, die Schule geht jedoch noch weiter; sie faßt den angehenden GewerbSniann auch als Geschäftsmann ins Auge, indem sie ihre Schü-ler nlit der Form, den, Inhalte und den ge-fetzlichen Erfordernissen jener schriftlichen Auf-sätze bekannt niacht, welche der Gewerbetreibende bei der geschäftlichen Ausübung seines Berufes auzufertigen hat. Sie belehrt den Schüler, daß namentlich heutzutage der GewerbSniann auch ein tüchiiger Rechenmeister sein und überdies verstehen muß, gewisse, für das Geschäftsleben unbedingt erforderliche Ausschreibungen vorzunehmen, wen» er anders sein Gewerbe rationell betreiben und sich nicht der Gefahr aussetzen will, bei all seinem Fleiße und seiner Geschicklichkeit nur Schaden zu erleiden und dem sichern Ruin entgegen zu eilen. Sie übt deshalb ihre Zög* linge im Rechnen an verschiedenartigsten, nach praktischen Gesichtspunkten sorgfältig gewählten und immer dem wirklichen Geschäftsleben ent-nommenen Beispielen und ,eigt überdies, wie selbst der kleine GewerbSmann die allernoth-wendigsten Geschäfsbücher anzulegen und zu füh-ren hat. — Man sieht, daß die gewerbliche Fortbildungsschule ein reicher Born des Wis-senS ist, aus welche», nicht nur der Lehrling, sondern auch Gehilfen und so manche Meister schöpfen können. Freilich verschmähen eS in vie-le» Fällen die Träger der beiden letzten Be--rufsgrade, trotzdem ihnen die Schule zur Be-nützung offen steht, nach Gebotenem zu greifen, fei es aus Unverstand, fei es, weil sie glauben, es tonnte ihre persönliche Ehre Schaoen neh-men, w Nil sie in Gesellschaft von Lehrlingen ihre Kenntnisse vervollständigen und bereichern würden. Sie bedenken eben nicht, daß es für sie doch weit erniedrigender ist. wenn sie aus eigeneiil Verschulde» von ihren Lehrlingen in diese», oder jenem Wissenszweige überflügelt werde». — Wie aber jede neue Einrichtung, und möge sie^ ihre Nützlichkeit und Vortrefflich-keil an der Stirne geschrieben haben, sich erst das Feld zu ihrer vollen Thätigkeit oft müh-fau, schaffen oder gar erkämpfen muß, so ist eS auch mit der gewerblichen Fortbildungsschule; auch sie hat mit manchen Hindernissen zu käm-pfcn. Es ist vor all.n tief zu bedauern, daß ein großer Theil des heutigen Gewerbestandes sich auffallend indifferent gegen das aufstre-bende gewerbliche Unterrichtswesen verhält. In großen Orten, wo ein vergeschritteneres, gesundes Gewerbewesen herrscht und wo unier den Gewerbetreibenden eine höhere Intel-ligenz zu finden ist, ist dies bei wei-tem weniger der Fall, als lei uns. wo der Gewerbrstand an so manchem Uebel kränkelt. Zwar giebt es auch bei uns noch alte ehrenwerthe Meister, die, wenn auch aus der Zeit der Innungen stammend, sich vernünftigen Neuerungen durchaus nicht verschließen und so auch, den Zweck der gewerblichen Fortbildungs-schulen klar erfassend, diese gern und mit allen. Eiser unterstützen; es giebt bei uns ferner jüngere Meister „nd Lehrherren, die entweder während ihrer Wanderjahre schon selbst den ge-werbliche» Schulunterricht genossen habe», oder aber den Werth desselben in Kreisen der ge--verblichen Intelligenz auf eine oder die andere Weise wahrgenommen haben und die nun zu den entschiedensten und verläßlichsten Förderern der neuen Schule zählen; es giebt aber leider auch Lehrherren, welche aus Gründen, die wir päter beleuchten wollen, jeder schulmäßigen 1 Mmht." Ausbildung -des Gewerbestandes eine schroffe Opposition entgegenbringen. (Schluß folgt.) Krazer Spaziergänge. B. Wer von jenen Menschenkindern, die nicht vorsichtig genug waren als prädestinirte Erben eines bedeutenden Vermögens oder zum mindesten eines Stadthauses das Weltenlicht zu erblicken, kennt nicht Umfang und Inhalt des Begriffes „W o h n u n g s f a t a l i t ä t ?" In der That ! Der Arbeiter wie der kleine Gewerbsmann, der Diener wie der Subaltern-beamte, sie empfinden alle den Mangel an kleineren Wohnungen insbesondere in jeder em-porblühenden Großstadt — nnd Graz ist zweifellos eine solche Stadt — aufs Nach-drücklichste, aus'S Schmerzlichste; denn die Reihen neuer Zinspaläste, die fort und sort aus Rui-nen erblühen oder neue Stadttheile schassen, ent-halten alle nur große Wohnungen. Nicht day solche der Gesundheit vieler Hunderte von Familien abträglich wären — sie find es >^em karg zugemessene» Budget derselben. Was für Mühe und Verdruß, Lauferei und Aerger ein Familienvater über sich ergehe» laffen »iuß, wen» er auf der Suche nach einer neuen Wohnung ist. läßt sich gar nicht schildern, ich will dies jedoch ausnahmsweise versuche». Doch halt: Ich habe ja noch gar nicht mitgetheilt, wieso ich i., die Loge kam. eine neue „kleine Wohnung" zu suchen. — Vor Jahresfrist hatte ich nach unsäglicher Mühe eine solche gesunden, doch nur gegen dem. daß ich dem Vermiether aus Ehrenwort versicherte, kin-derlos zu sein. Allein Miether und 'vermiether denken und — der „Storch" lenkt. Nach dieser Andeutung ist's wohl nicht nothwendig dem Leser erst sagen ,u müssen. daß ich darum die Kündigung erhielt, weil ich nicht kinderlos blieb. Item! Ich erhielt die Kündigung und mußte mich demnach nach einer anderen Wohnung umsehen, eine Beschäftigung, die mir aus Erfahrung st) lästig ist, daß ich dem Holz-spalten oder Stcincklopfen den Vorzug zu geben bereit wäre. Der erste „Zettel" führt mich zu einer stattlichen, sehr corpulenten Dame, der „Haus-frau" selber: Ihre erste Frage wa,, ob ich Kinder habe. — Eine Kleinigkeit, erst einige Wochen alt, war meine bescheiden hingehauchte Antwort. — Thut mir leid, aber der Meinige kann die kleinen Kinder nicht leiden . . . . — Ich machte ihr begreiflich, daß es denn doch eine maßlose Forderung wäre, zu verlangen, daß gleich solche Specien von Menschenkindern, wie sie selbst auf die Welt kamen, aber da kam ich schön an! Die Gnädige wurde sehr ungnädig und ich — ging rasch von bannen. Mein zweiter Versuch führte mich zu einem kleinen Hausherrn, der sich mit Vorliebe Pri-vatier nenne» ließ, wie mir die Hausmeisterin anvertraute, währenddem er sein Haus doch nur durch Strumpf und Nachtmützen erworben hatte. Er wollte sofort wissen, was »leine Be-schästigung sei; ich antwortete ausweichend, daß ich den Tag über außer Hause bin. Dies ge-nügt ihm jedoch nicht und es entspann sich zwischen uns folgender Dialog: E r: Hanfs a G'schäft oder a Anfiel, lung? I ch: Ich bin ... . Elektrotechniker! E r: A Techniker? O da is nix mit der Wohnung, i nimm kan Studenten mehr.. Hab' zuletzt an Techniker g'habt, der mir noch heut für fünf Monat n ZinS fchuldi' is. I ch: Aber ich bin nicht Techniker, ich bin E l e k t r o techniker! E r: A was! Techniker is Techniker, mit uns is nix. Ich gab mir keine weitere Mühe und — ging. Nach längerem Suchen lenkte folgende VermiethungS . Anzeige meine Aufmerksamkeit auf sich: Wohnung für eine sehr solide Famili» l großes Zimmer, Küche u-— monatlich 6 Gulden. ES fehlte nicht viel, daß ich vor Freude einen Luftsprung gemacht hätte und rasch, da- 1884 mit mir ja Niemand zuvorkoinme, eilte ich zum Hausmeister. Die Wohnung konnte ich niomen-tan nicht antreten, aber so viel theilte mir der Eerberus mit. daß dieselbe wunderbar schön sei; nur sei die Küche mit einer zweiten Par, tei gemeinschaftlich zu benützen, weshalb man sich mit dieser bezüglich der Zeit der abwech-feinden Benützung gütlich vereinige» müsse und weiterS müsse man sich dazu bequemen, daß die andere Partei durch das zu »liethend« Zimmer durchgehe. — Also darum verlangt man eine sehr solide Familie!! Ich setzte nun meine Wanderung fort, und wurde an eine Hausfrau gewiesen, die sich ge-rade mit ihren Lieblingen, einem halben Dutzend Hunden beschäftigte; sie war eine Frau „von". Kaum aufblickend, war auch ihre erste Frage nach Kinder»; in ihrem Hause — so sügte sie sofort bei — dürfe durchaus keine Partei mit Kindern wohnen. Die Gefühllosigkeit, die aus diesen Worte» sprach und der Anblick der Hunde reizte mich und ich entgegnete: „Kinder hab« ich nicht, aber sechs Katzen . . . also für jeden ihrer Hunde eine; ich euipfehle mich meine Gnädige!" Selbstverständlich wartete ich eine Antwort nicht ab, sondern ging abermals. So und ähnlich erging es mir fort und fort und ich will deshalb nicht jede der vielen Klippen beschreiben, auf die ich stieß. Schon war der erste November angerückt und ich hatte noch immer keine Wohnung. Da nahm ich mir vor, eine kleine Lift zu gebrauchen. Ich hatte in der ... . gaffe eine nicht unpassende, ver-hältnißmäßig auch preiswürdige kleine Wohnung besichiigt, die inir gefiel — doch hatte ich in Erfahrung gebracht, daß der Vermiether der-selben wie die meisten Eigenthümer kleinerer Wohnungen gleichfalls nur eine kinderlose Partei aufnehme. Ich sprach mir »»gescheut dessen Muth zu und machte den Hausherrn meine Aufwartung. In der That fragt er sofort: „Haben Sie Kinder? — „Hm! eins . . . aber auf dem Friedhofe draußen." — Der gestrenge Hausherr schien die Unsicher-heit meines Tones nicht bemerkt zu haben, denn er schmunzelte und erwiderte lachend: „Das schadet nichts, da können Sie die Wohnung schon haben!" Ich trachtete meiner Verlegen-heit öerr zu werden, bezahlte sogleich die Miethe für den ersten Monat, ließ mir eine Bestätigung darüber geben und beeilte mich, meine Modilien sammt Weib und Kind in die neue Wohnung zu schaffen; das arme Kind wurde nach Mög-lichkeit verborgen. Dies nützte jedoch nichts. Der kleine Wurm, wer konnte ihm's verübeln, hatte während der Nacht seine jungen Stimm-organe mehrmals erprobt und die Nachbarin, die ob ihrer Nervenschwäche wohl das Geschrei von fünf Vögeln und das Miauen von drei Katze», aber nicht das Weinen eines Kindes vertrage» konnte, hatte sich in aller Frühe beim Hausherr» beschwert und horch! Da klopfte er schon an der Thüre und stand vorwurfsvoll vor mir und sprach: „Das hätte ich von Ihnen als gebildeten Menschen doch nicht gedacht, daß Sie mich hintergehen werden." „Sie dürfen nicht böse sein" — gab ich zur Antwort — „aber von einem Hinter-gehen kann doch keine Rede sein!" „Wie denn nicht? Sie gaben sich als kinderlos aus!" „O, ich bitte! Sagte ich nicht, ich hätte ein Kind, aber auf dem Friedhofe draußen?! „Ganz richtig! Aber das Kind lebt und ist bei Ihnen und schreit in der Nacht, daß die Leute aus dem Schlaf kommen!" „Das ist zum Theile auch richtig . . . aber dennoch habe ich Sie nicht hintergangen, denn, hören Sie! Zur Zeit, als ich dies am Allerheiligentage bei Ihnen sagte, war mein Kind thatsächlich mit seiner Mutter auf dem Friedhofe . . . allerdings nur zum Gräberbesuche." Auf diese Worte hin war der Hausherr, wie mau zu sagen pflegt, etwas „paff", er wußte nicht, ob er sich noch mehr ärgern oder gute Miene zum bösen Spiel machen sollte ... doch geschah das Letztere. Da er nicht dupirt worden 1884 sein wollte, lachte er über den schlechten Spaß, ließ »nS ruhig weiter wohnen und wurde bald unser Faimliensreund. . . . Jetzt schaukelt er sogar bisweilen daS tobtgesagte, indeß höchst lebendige Kind — ich habe meine «kleine Wohnung". cherichtssaat. Pie Gegner des hochwürdigen Äötes von ßilli. Wie unsere Leser sich erinnern werden, hatte am 22. und 28. Juli d. I. vor dem hiesigen Be-zirkSgerichte eineStcasverhandlung über die Klage stattgefunden, welche der hochwürdigt Abt von Cilli, Herr Anton Wretscho wegen Uebertre-tung gegen die Sicherheit der Ehre »ach § 488 St. G. wider den Sollicitator Johann Likar und die Grundbesitzer aus der Umgebung Cilli Mariin Hnidar, Franz Lipouöek, Franz Kodela und Joses Amerset angestrengt hatte. Bei tiefer Verhandlung wurde Johann Likar zu acht Wochen, Franz Lipousek zu vier Wochen und Martin Anidar ebensalls zu vier Wochen Ar-resteS verurtheilt, d^e beiden weitern Angeklig-ten jedoch gemäß der §§ 259 Z. 3 und 259 Z. 2 St. P. O. freigesprochen. Den Gegenstand der Klage bildete eine Beschwerdeschrist, welche Johann Likar nach eigenem Gestand-nisse versaßte, und von 3V Grundbesitzern aus der Umgebung Cilli unterfertigen ließ, wobei Tnitar und LipouSek in ganz besonderer Weise behilflich waren. Tiefe Beschwerdeschrift, ein Sammelsurium von erdichteten und entstellten Thatsachen, darin auch die Drohung enthalten war, daß, falls nicht Abhilfe geschaffen werde, die Beschwerdesührer sich an den Cultusminister, ja selbst an den Kaiser wenden würden, damit der hochw.Abt vonCilli übersetzt oder pensionirt werde, wurde dem fürstbischöflichen Ordinariate einge-sendet. Letzteres Übermittelle das famose Schriftstück dem Herrn Abte zur Aeußerung. Der Herr Abt, wahrscheinlich müde, der Denuncia-ttonen und Verleumdungen, welche eine im Stillen schleichende Clique seit Jahren gegen ihn von Stapel ließ, übergab die Beschwerde dem Gerichte. Das Unheil vom 23. Juli war seine Rechtfertigung. Mochte auch dies Vor--gehen, wie wir aus der gestrigen Appellver-Handlung über diesen Strassall entnahmen, das sürstbischöfliche Ordinariat verstimmen, wer wollte es wohl dem Herrn Abte, der sogar von einem Dr. Gregorec der Freimaurerei de-nunciN wurde, verdenken, daß er gegen noto-rifche Böswilligkeit an daS Strafgesetz appel-lirtt, um endlich Ruhe zu haben. Hätte der Herr Abt sich über die Beschwerde nur im Zinue des sürstbischöflichen Ordin diätes ge-äußert, so würde derselben mittlerweile Zweifels-ohne eine zweite und dritte mit gleich ehren-richtige« Anwürfen gesolgt sein, denn der po» Mischen Motiven entspringende Haß der „Slo-venifch-Conservalioen (!)" gegen den Herrn Abt. obzwar derselbe nichts weniger als ein Partei-mann ist, ist ein zu offenkundiger und unver-söhnlicher; er datirt au« dem Jahre 1879, wo der Herr Abt, ohne sich selbst an der Reichs-rathSwahl zu betheiligen, gegen den von den Cleri-calen, sowie den Nationalen d«S Unterlandes auf den Schild gehobenen „confe f f i o n s l o f e n" Gegencandidaten Stellung nahm, intem er die Wähler vor demselben warnte. Es ist gewiß ein trauriges Zeichen der Zeit, daß ein Seel-forger, dem Niemand nur den schwachen An-hauch der leisesten Pflichtverletzung zur Last legen kann, gerade von Berufsgenossen ange-feindet wird. Wir sagen absichtlich von BerufSgenoffen, denn die Verhandlung vom 28. Juli, noch mehr aber die gestrig- Appelloerhandlung hat unS die Ueberzeugung verschafft, daß der Sollici-talor Likar doch nur ein Plagiarius ist, der die Gedanken anderer leider nicht mitangeklag-ter Herren zum Ausdrucke brachte. Die von Dr. Sernec versaßte Nichtigkeitsbeschwerde, zu der sich der Verfasser nach eigenem Geständnisse in ihm nahestehenden theologischen Kreisen die Information holte, sowie vor Allem der Um-stand, daß ihm der Schriftenwechsel zwischen .pevtsche Wacht.' dem Ordinariate und dem Abt« vertraulich mitgetheilt worden sein mußte, bevor er an ersteres das Ansuchen stellte, ihm die dieSbe-züglichen Abschriften zuzustellen, welchem An-suchen daS Ordinariat mit größter Bereitwillig-seit nachkam. — lassen ziemlich klar auch für den minder Eingeweihten erkennen, von welcher Seite der Wind blies. Mag auch der Sollicitator Likar ein en-ragirter Slaven« sein, mag er auch in Wahl-agitationen Hervorragendes geleistet haben, so darf ihm doch nicht die Kühnheit zugemuthet wer-den aus freien Stücken oder über Impuls einiger Bauern gegen den Herrn Abten von Cilli eine Denunciation geschmiedet zu haben. Auch spielt in der ganzen Affaire die Vereinsleitung des katholischen Ausdilf'-Vereines in Cilli eine so eigenthümliche Rolle, daß dieselbe zu vielen Be-denken Anregung giebt. Ebenso gestand der Zeuge Herr Caplan Zikkar es selbst ein. daß die Schulmädchen der von diesem Vereine er-haltenen Privatschule Botendienste verrichteten, und an die Landleute Zettel bestellten. Mit sol-chen Zetteln wurden die Bauern aufgefordert, in der Citalnica zu erscheinen, um dort die ehrenbeleidigende Beschwerde gegen den Herrn Abt zu unterschreiben. JDaß nicht Herr Likar diese Aufträge den Schulschwestern ertheilt habe, liegt auf der Hand, denn er hat doch in ge-nannter Schule nichts anzuordnen. Was die gestrige Appell-Verhandlung selbst betrifft, so ergab dieselbe keine neuen Momente, wohl aber setzte die Verlesung der in 23 Bogen breitgetretenen, von Dr. Sernec verfaßten Nichtig-keitsbeschwerde durch die Art. iu welcher die Objectivität des Richters erster Instanz angezweifelt wurde, Alles in Erstaunen, wenn auch ihre sonderbare Logik ein mitleidiges Lächeln hervorrief. Hatte doch der Verfasser die Courage, unter Anführung canonifcherCitate und päpstlicher Bullen, dem Abte das jedem Staatsbürger in den Staatsgrundgesetzen gewährleistete Recht, den Schutz der Gerichte anzurufen, abzusprechen. Nach Verlesung dieser auch von Jnveniven gegen den hochwürdigen Herrn Abt durch-spickten Nichtigkeitsbeschwerde und einiger Publi-cationcn des slovenischen Aushilfsvereines, die im „Slovenec" erschienen waren, um die hiesige Landbevölkerung — risurn tencatis arnici! — über gewisse von der deutschliberalen Partei ausgesprengten Gerüchte zu beruhigen. — ergriff Herr Dr. Sernec das Wort und ver-suchte eS in längerer Rede, einer Schraube ohne Ende, die Nichtigkeitsbeschwerde zu ergänzen. Dr. Sernec ist kein Redner, seine Aus-führungen blieben daher hinter dem, was er vielleicht sage» wollte, um mehrere Pferde-längen zurück und ermüdeten durch die Laug-athmigkeit sämmtliche Zuhörer. Daß er in der Rage auch beleidigend wurde, darf ihm nicht besonders strenge angerechnet werde», denn er hatte vielleicht im Monent« nicht passende Worte zur Hand. Ein ganz besonderes Gewicht schien er auf die Zeugenaussagen der Stadtpfarr-capläne zu legen. Der Vertreter des Privatklägers, Dr. Glantschnigg antwortete ganz kurz. Er protestirte gegen den vom Vertheidiger gegen-über seinem Clienten gebrauchte.. Ausdrucke „Taktlosigkeit", bemerkte daß die mit lateiui-schen Floskeln durchsetzte Nichtigkeitsbeschwerde nicht in einer Advocaturs-Karzlei entstanden sei, und daß der Hauptangeklagte, Sollicitator Li-kar, wohl kaum der intellectuelle Urheber der Denunciation wider den Herr Abt gewesen fei, sondern nur für Personen die hinter den Cou-lissen arbeiteten, freiwillig die Schuld trage. Nach einer kurzer Replik, in welcher Herr Dr. Sernec die in der Hitze deS Gefechts ge-brauchten Ausdrücke bedauerte und es einge-st md. daß er, wie bereits erwähnt, sich bezüg-lich der canonischen Citate, in maßgebende» Kreisen informirt hätte, wurde die Verhand-lnng geschloffen. Das Urtheil wurde erst heute um 12 UI>r verkündet. Der Appelsenat hob das erstrichter-liche Urtheil auS formellen Gründen auf und verurtheilt« Johann Likar zu 3 Wochen Arrestes, verschärft mit einem Fasttage in der Woche und die beiden Mitangeklagten Franz Li- 7 pousek und Martin Znidar zu je 14 Tagen Arrestes und zum Erfaye der Proceßkosten. Zum Schlüsse sei noch eine kleine Episode erwähnt, die sich gestern nach geschlossener Ver» Handlung ereignete und die unsere Ansicht über die Urheber der ehrenrührigen Beschwerde er-härtet. Als nämlich der Herr Abt mit Dr. Glantschnigg den Verhandlungssaal verlaß, trat Sollicitator Likar zu L etzterem und sagte: „Ich dank« Ihnen, daß Sie es erklärten, ich sei nicht der eigentliche Verfasser der Schrift, ich muß nur für andere das Bad auSgießen." fEine Episode bei der Entser-nnng der Placate des Landes-wahlcomit 6 s in Lichtenwald.j Der Gemeinde-Vorsteher von Lichtenwald, Herr k. k. Notar Versec, hatte am 19. Au.mst d. I. ge-legentlich der gewaltsamen Entfernung der Placate des LandeswahlcomitöS Herrn Dr. Arthur Kautfchitfch in dessen Abwesenheit mit den Worten: „Ein D .... ist er und kein Doctor" beschimpft. Herr Dr. Kautfchitfch strengte daher gegen Ersteren die Klage wegen Uebenretung gegen die Sicherheit der Ehre an. Bei der sohin vor dem Bezirksgerichte in Lich-tenwald stattgefunden«» Verhandlung wurde jedoch der Angeklagte freigesprochen. Ueber Be-rufung des Herrn Dr. Kautschitsch fand nun gestern vor dem hiesigen Gerichtshose die Appellverhandlung statt, bei welch?r das Unheil des ersten Richters aufgehoben, der von Dr. Eduard Glantschnigg, als Vertreter des Privat-klägers »erfochtenen Berufung, refpective Nichtig» keitsbeschwerde stattgegeben und der Gemeinde-Vorsteher von Lichtenwald, Notar Franz Veröec, der Übertretung gegen die Sicherheit der Ehre gemäß § 496 Strafgesetz schuldig erkannt und zu einer Geldstrafe von 19 fl. eventuell 48 Stun-den Arrest sowie zum Erfaye der Strasproceß-und Vertretungskosten verurtheilt wurde. Bei der Appellverhandlung selbst wurden das erst-richterliche Unheil sammt Gründen, das Ver-haudlungSprotokoll J. Instanz und die Nichtig-keitsbeschwerde des Dr. Eduard Glantschnigg zur Vorlesung gebracht, welch' letztere, in form-vollendeter Weise abgefaßt, mit ätzender Ironie die Schuld deS Angeklagten darlegte und für die Aufhebung des freisprechenden Urtheiles 1. Instanz plaidirte. Zwei Zeugen, welche der erste Richter nicht beeidigt hatte, wurden vom Appellgerichtshofe beeidigt und einvernoinmen, wodurch auch die gerügten Nichtigkeiten des erstrichteiliche» Unheiles beseitigt wurde». Der Angeklagte, der sich allein vertrat, plaidirte mit wenigen Worten für seine Freisprechung, wo-raus sich der Gerichtshof, da Dr. Glantschnigg es nicht der Mühe werth hielt zu repliciren, zur Unheilsschöpfung zurückzog. Einen ganz eigen-thümlichen, sagen wir. komischen Eindruck machte eS, daß der Herr Gemeinde-Vorsteher Versec, welcher sich zu Beginn der Verhandlung vor dem Gerichtshofe fast bis zum Boden verneigt hatte, nach der Urtheilsverkündigung in ziem» lich defpectirlicher Weise sofort den Rücken kehrte, nach seinem Ueberzieher griff und den Verhand'ungsfaal eilends verließ. DolkswirtyschaMiches. fFahrpreiSermäßigungfür k. k. StaatSbeamte.j Der Handelsminister sah sich veranlaßt, bei Organisation der Staats-eifenbahnverwaltung in den im Reichsrathe ver-tretenen Köuigreiche» und Ländern eine 59 °/,ge Fahrpreisbegünftigung für die activen k. k. StaatSbediensteten auf allen der k. k. General-Directiou der österreichischen Staatsbahnen unterstehenden Linien in Geltung zu setze». Nach den dieStälligen Dienstesinstructionen wer-den die activen k. k. StaatSbediensteten und im Falle der Uebersiedlung anläßlich Versetzung anch die Angehörigen ihres Haushaltes über vorzulegende, von ihren Vorgesetzten befürwor-tete Gesuche Anweisungen an die Billetten-Cassen auf einzelne Fahrten gegen Bezahlung der halben normalen Gebühr ausgefolgt. Ueber» dies wird im Falle der Uebersiedlung über Ansuchen auch die Beförderung der Effecten, Möbel und Geräthfchaften zu um 50 Percent er» mäßigte Tarifpreise zugestanden. Macht." 1884 Attest. Seit 14 Hohren litt ich an einem schrecklichen M» genübe], welches besonders durch folgende Symptome erkenntlich war: Erbrechen von saurem Wasser. Schleim und Speise«: Brennen vom Magen bis zum Munde, als ob alle« eine Wunde wäre, und mir die Stimme versagen wollte: Stechen in der Magengegend bis zum Rückgrat und Kreuz, als wäre letzteres gebrochen, das Sitzen wurde mir fast zur Marter: Elcl vor Speis« und Tran!. VollbeitSgesükl, Ausstößen, viele lästige Bläbun gen, OhnmachtsänsSlle. entzündliches Gefühl "im Darm, das mich oft mehr peinigte, wie der Magen und mich zwang, das Bett zu hüten: höchst unregelmäßige Stuhl-enileerunaen, kalte Hände und Füße und noch viele andere Ziebenbeschwerden. welch« ich hier zu nennen unterlasse. Das Leben wurde mir fast zur Qual. In meiner Noth wandte ich mich, einer Empfehlung folgend, an Herrn 3. >7. F. Popp in Heide (Holstein), dem eS denn nach einiger Bemühung mit Hülse seiner vortrefflichen Pillen gelungen ist. das «vunbleiben und damit auch alle angefahrten Nebenbeschwerden zu beseitigen. Nach überstandenem Leiden denle ich zuweilen mit Schau-der» an alle jene Beschwerden zurück und danle Gott, daß er mir den rechten Weg zur Wiedererlangung mci-ner Gesundheit finden ließ. Herrn P. bin und bleib« ich von Herzen dankbar und versäume keine Gelegenheit, auch den weniger schwer leidenden V«rdauung»tranten dessen Heilmethode wärmstens zu empfehlen. Marie *ren Briten, wo die Draht-Matratze lohon feit anse-biaclit Itt. Besonders geeignet fUr HAtela, Bade-Auitalten, Spitäler und »omtige laatltnte. Von unverwüstlicher Dauert Reichhaltig sortirtes Lager von Möbel- und Portieren-Stoffen, Teppichen, * % c cnrliirr und Hasrnleder, sowie auch fit» IfHürliliirnrlemcii durch Atteste und virderholt nacli mcHrJnhriirrr Verwendung. sowohl von lioh. 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Der Hauptgewinn der ersten Classe beträgt Mari 50,000, steigert fich in der «weiten Classe aus 60,000, dritten 70,000, vierten so,000, fünften 90,000, sechsten 100,000 und siebenten aus eventuell 500.000, speciell aber »00.000. 200,000 Mari x. :c. Mit dem Verkauf der L-riginalioie dieser Geld-lotterie sind die beiden unturzuichneten Hnnd-lungshüuser betraut und belieben alle Diejenigen, welche sich durch Anlauf von Originallosen betheiligen wollen, die Bestellungen an eine« derselben bitect zu richten Die geehrten Besteller werden ersucht, die enlial-ienden Beträge in Otsterr. vaiikiiott« »der Postmarktn der Bestellung beituschließen. Auch lann die Einsendung b-r Gelder durch Postanweisunz geschehen, auf Wunsch werden Ordres auch per Postnichnadme ausgeführt. 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Da wir zu diesen neuen Gewinnziehungen zahlreiche Aufträge zu erwarten haben, so ersuchen wir, um alle IBeiteUungen mit Sorgfalt ausführen zu können, dieselben baldmög-liefst, jedenfalls aber vor dem I. December 1884 au eines der hier unterzeichneten Hauptlotterie-bureaus direkt zugehen zu lasst«. Ntrlimrg 5 H8nl(*straaNe SS-SA Httuiburg. JI»tut>ur^. Jeder genießt bei uns den Bortheil des direkten Bezugs der triginallofe ohne Vermittlung von Zwischen» Händlern und demzufolge erhält Jeder nicht allein die amilichen Gewinnlisten in möglichst kürzester Zeit nach geschehener Ziehung unaufgefordert von uns zuge-jandt. sondern auch die L^riginalloofe stet» zum pla»mäsiig festgesetzten Preis« ohne irgend wel> cheit Aufschlag. 751—9 Dr. Sckaidt's WvÜrtes Hfilioreopii- Pflaster wird seit vielenDecennien als schmerzlos und sicher wirkendes Mittel zur voll-ständigen Entfernung der Hühneraugenangewendet. 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Publicum ausdrücklich Bittner S Fabrikate veilan-gen und nur jene als echt anerkenne», welche bie volle Firma „Julius Bittner's Apotheke in G-ogguip" tragen und alle ähnlichen Erzeugnisse als unwürdige Nachahmungen zurückweisen. &1S-8& HailptversendungS-Drpot: Kloggnitz, Niederösterreich, in Julius Bittner's Apoideke. ferner sind Tt. Schmidt S HudAkrauarupilasttr und Dr. Vehr'S Nervta-^ktract itets vo.räihig in EiUi in beiden Apotheken, sowie in allen Apotheken. fljaiiipeiiNdiiriiie in gro&ser Auovruhl, Scliirmhalter bei Joh. Rakusch,Papierhand!. Herreng.»). T7sif«^I1oekr.! Den Betrag erhAlf J«d«r sofort inrück. bei dem nein sicher wirkendes (Btrttmigup-litUl) ohne Erfolg bleibt Ebenso sicher wirkend bei Kdil-köpfigkilt. Sohuppenblldang, Haar aasfall nnd Ergrauen dar Haar«. Erfolg bei mehrmaligein t&chtigen Einreihen garantirt — Versandt in Originalflasehen a fl. 1.50 und Probeflaschen " * 1 J. Grolioh in Brönn. tlnm wurde wiederholt mit ------------— sten Erfolgen bei aed&obtnlBaaokw&sk« nnd Kophobmarx angewendet, was eingelaufene Anerkennungsschreibens tachweisen. Adszu£ ans ErtennMissctireitiea. Ihr Boborantiuro hat sich bei mir vor» iQglich bewährt. Helnrloh Hanselka, Nr. 29 in Standing, Oesu-Schl. 11./I2. 1882 Ich sehe von der ersten Flasche Kobo-rantium schon eine* Nachwuchs ans den kahlen Stellen meines Kopfes. Anton ITnxar, Nr. 1116 in Warnsdorf in Bflhmcn 5./8. 1882. Nach Verbrauch der xweitsa Flasche Boborantinm glaube ich hinreichMde Haare in haben. Bobcrt Douth in Wichan bei Starkenbach (Böhmen) 22./10. 1882. Eau de Heb«, orientalisches SehOo-heitsmittel, erzeugt natürliche Zartheit, Weisse und Ueppigkeit der Kf-rperfonnen, entfernt Sommersprossen und Leberfleck«. Preis 85 kr. Bonquat dn Tarall da Orollob. Taschentnch-Parfam für die eleganteWelt Die Perle aller Parfüms. Wegen der ansstfge-wOhnlich eleganten Ausstattung auch als pract. Festgeschenk verwendbar. 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Die vortheilhatt« Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Morsten durch 7 Classen von 100.000 Loosen 50.500 (!e wlimr zur sicheren Entscheidung komiueii. da-runter befinden sich Haupttreffer von eventuell Mark 500 000 speciell aber 1 Gew a 1 Gew ä 2 Gew ä 1 Gew ä 1 Gew 2 Gew Gew Gew Gew Gew Gew M M M M M M M M M M M 300.000 200,000 100 000 90.000 80,000 70.000 HO,000 50,000 »0 000 20.000 15.000 2(! Gew. 56 Gew. 106 Gew 25:» Gew. 6 Gew. 515 Gew. 1030 Gew. M. M. M M. M. M. M. M. 10000 5000 3000 2000 1500 1000 500 145 29020 Gew, 19.403 Gewinne ä M. 2'M, 150. 124, 100, 5)4, 67, 40. 20. Von diesen Gewinnet gelangen in erster Classe 4Ü00 iw Gesumm tbet rage von M. 1S7.000 zur Verlobung. Der Haupttreffer lter Classe betrügt M. 50 OOO und «teijrert «ich in 2ter auf Mark 60.000. 3ter M. 70 000 4ter M. 80.000. Üfer M. 90 000, titer M. t 00 000 in 7t«r aber auf eventuell M 500 000, spec. M. 300 000, 200 000 etc. Die Gewinnziehungen sind amtlich planmäßig festgesetzt Zur nächsten Gewinnziehung erster Classe dieser grossen vom Staate garantirten Geldvcrloo&ung kostet 1 ganzes Originul-Loos nur fl. 3.50 kr. b. W. 1 Kalbes M „ „ 1.78 ,. 1 viertel „ „ „ —.90 » „ Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Postanweisung oder Kachnahme des Betrages mit der grössten Sorgf.lt ausgeführt nnd erhält Jedermann von un» die mit dem Staatswappen versehenen Original-Loose selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pliine gratis beigefügt, aus welchen sowohl die Eiatheilunt: der Gewinne auf die verschiedenen Classenziehungen, als auch die betreffenden Einlagebeträge zu ersehen sind, nnd »enden wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan franco im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei Nicht-Convenienz die Loose gegen Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung zurückzunehmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt planmässig prompt unser StaaU-Garantie. Unsere Collecte war stets vom Glücke besonders begünstigt und haben wir unseren Interessenten oftmals die grössten Treffer ausbezahlt, U.A.solche von Mark 250,000, 100,000, »0,000, 60,000, 40.000 etc. 26«—12 VorauttieMlieA kann bei einem solchen auf der aolldeateil BmmIn gegründeteti Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dem SO. \oiemher d. J, zukommen zu lassen. Kaufmann & Simon, Bank- nnd Wechsel-Geschäft in Hamburg. P.8. Wir danken hierdurch für das un» seltner geschenkte Vertrauen und bitten durch Kiniichtnahm« In den amtlichen Plan »ich von den groMarllren Gewinnchancen tu überzeugen, welche diese \ «rlooaunjren bieten. I). O. Ein grosser Ternogewinnst war der Erfolg, welchen ich nach der Instnietion des Pros R. v. Orüce, Schriftsteller der Mathematik in Westend-Berlin, machte. Dank dem edlen Wohlthäter vieler lausender Menschen. Linz. Carl Opitz. Die neuest« Terno-Gewinnstliste versendet gratis und franco an Jedermann Professor R. v. Orlic^, Berlin, Friedriclustrasse 21. 695—3 11>i«* er»t<-ii, echten, schleimlösenden Johann HofTschenj Brustinalzextract-Bonbona sind in blauem Papier. Johann Hoff'» Malzextrakt-Ke-sundheitsbier. Preis pr. Flasche 60 kr. Johann Hoff « eoncentrirte« Malzextrakt. 1 Flasche fl. 1.12, «leine Flasche 70fr. Hil so bei Katarrh, Husten, Heiserkeit, Verschleimung eto. Johann Hoff » Brust-Malzextrakt- Bonbons. 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März 1884. Nachdem ich die Heilkraft Ihrer Johann Hoff sehen Malzpräparate sowohl an mir, als an meinen Familiengliedern wiederholt erprobt hab«, so ersuche (folgt Bestellung) Achtungsvoll Emil Beh, Steuercontrolor, Brixen. Ärztlicher Heilbericht. Prag, 11. Februar 1878. E. W. Meine seit 3 Jahren leidende Frau gebraucht seit mehreren Wochen auf mein und Herrn Dr. Pribram'a Anrathen Ihr vorzügliches Johann Hoff"«ehe» concentrirtes Malzextract und ist über die Heilwirkung des Lobes voll. Demnach ersuche per Postnachnahme (Bestellung). Achtungsvoll Dr. Med. Hermann LUienfeld, Prag, Jerusalemgasse 14/11 neu. itrftot* 'lt f'iHi bei J. Kupferschmid. Ad. Mureck, Apoth. BRI.'CK a/M.: A. Langer. D.-LANDSBEBG: H. Müller, Auoth. LAIBACH: Pet. Lassnik. MARBURG: W. König, Apoth. 649—5 F. P. Holasek. PFTTAU: Jos. Kasimir. 60 hohe Auizelohnangen. "W Gegründet 1847, In Wie» und Budaptat »alt 1861. Neuest« Orts und Landeskunde. 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Instituts in Leipzig. «-» 500 Gulden zahle ich dem. der beim Gebrauch von Rasier'* Zahn mundnassrr 4 Flaaohe 35 kr. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt, oder aus dem Munde riecht. R. Tstrliler, Apotheker, W. ROsler's Neffe Nachfolger Wien I., RegterunKHgasw 4. Nur echt In Cllll bei J. Kupferachmld, Apotheker. Sicherer Verdienst!!! Gescbisiette, Allsten, Beamte, Private etc. werden zum Verkaufe von Staats- und Prtf-mien-Losen gegen monatliche Ratenzahlungen lant Vorschrift de» Gesetz-Artikel« XXXI vom Jahre 1883 unter günstigen Bedingungen von uns angestellt. 811—3 Hauptstädtische Wechselstuben-Gesellschaft BUE-Ä. |T Mögen vorurtheii und Verdächtigungen auch hemmend wirken — das wirtlich Gute bricht sich schließlich doch Bahn! Daß dem so ist, daS zeigt so recht die immer größer werdende Nachfrage nach dem echten Anker-Pain> (kxpeller. Ties altdewiihrtk Hausmittel wird in den meisten Familien als wtrksa«s«e Einreibung bei Gicht, Rheumatismus, Gliederreißen -c. stet» vor rüthia gehalten und von jedem, der das Mittel ge-braucht hat, aus Tantbarkeit weiter em,sohlen. — Wer sich durch eigenen Gebrauch von der Richtigkeit des Obigen überzeugen will, der rxrlange gefälligst ausdrücklich „Richter'S Anker-Pain-Expeller" und nehme keine Nachahmungen. Preise von 40 und 70 kr. in den meisten Apotheken vorräthia F. Ad. Richter Ic die., Wien. Haupt-Depoi: Apotheke zum „Gold, Löwen", Prag. NiklaSplatz 7. 789-7 12 »ZX-tsche Macht. 1884 I Pilsner 807—3 Wir beehren uns, hiemit anzuzeigen, dass der All$St»SS linderes Scliailk- oder Willter«- lHj Bieren am 13. üloveoiber a. c. beginnen wird und sehen geneigten Aufträgen mit Vergnügen entgegen. lHj Bürgerliches Brauhaus in Pilsen. A im Julire 1*42. Schedewy 8 Annenstrasse 33. 9lro 3017. 750—2 Tie EinHebung des städtischen Boden,inses (Standgeldes), sowie des Gemcindeznschlages von eingeführtem Bier und gebrannten Flüssigkeiten wird auch für daS Jahr 188.'» im Wege der Verpachtung sintangegeben. Im laufenden Jahre betrug der Pachtzins vom Standgeld? . . 831 fl. 44 kr. und vom erwähnten Gemeinde-zuschlage . . . 373 fl. 56 kr. zusammen . 1205 fl. — kr. Unternehmer werden >>i»gel.iden. ihre Os» ferte bis längsten# 20. November 1884 bei die. sein Stadtamte, woselbst die näheren Beding« »isse und die Tarife eingesehen werden können, zu überreichen. Stndtamt Cilli, am 28. O c t o b e r 1884. Der kaif. Rath uud Bürgermeister: Dr. Keckermann. Damenhüte, Mietn mir liw«it ■■»uvraulrii, von fl. 1.30 an. als auch in reichster Ausstattung. eben* Kinder hüte- verfertiget und hält reiche Auswahl T. Hersdimann, Modistin ans Wie«. Cilli, Postgaiise Nro 29. Auch wird moderoisirt. | Filialdepsit iu Sauerbruuu. In 797—10 A. 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