Laibacher Zeitung. »-! R3«z. Samstag am R8. Juni «8K3 Die ?.,7>i,<»l ^,'l„,„," erscheint mit A,i,!,!>,s>„!c dcr Z°m,- >mt> iflicrwqe, täglich, n!,!> sostlt sammt t>rn Vcil.iqfl, im Comptoir q n » , iä liri » !! ss s,„ ! l>!', s,^ , ^. - ,i !>« , K'^>^n^m^»v.°ir ganzjährig >2 ss balbj.hri, « ^ Für oie »,.,, i«^a,.s nn. 'a < .iä hr i , ^.. ^ „^',/' ,.^'b., b , .^ 3« r ^ 3» ^fc7^!,hrc^nach'^,,^'r"mäischen G^e M',n .,, N.vcml.r <«50 s„r ,ns..io,Mäm>'c!^ ,wch ... kr, für cm, j^.„w.^ E!,,sch^,^i!i." chm,! ' "«<«,ch<>...... Amtlicher Theil. ^3e. k. k. apostol. Majestät habe» mit alle» höchster Entschließung vom 12. Juni d. I., den Bn-kowina« Criminal-GerichtSvorsteher, Appcllationsrath Marimilia» Füger v. Recht born, zum Viceprä-s!de»te>i des siebe»bürgen'schen Ober-Landesgerichtes "llergnadigst z» ernennen gernht. Se, k, k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster E'ttschließnng vom ">, Juni d. I.. den bisherigen außerordentlichen Professor der vergleichenden Sprachwissenschaft und des Sanskrit an der Prager Univer-!>tät, Dr. August Schleicher, ebendort zum ordent->>chm Professor der deutschen und vergleichenden Sprachwissenschaft, dam, des Sanskrit, und den bisher ohne Gehaltsbezug mit dem Titel und Charakter eines außerordentlichen Professors bekleideten Doctor der Philosophie, Hermann Freiherrn v. Leo »hard,, K'M besoldeten außerordentlichen Professor der Phi-Sophie a» derselben Hochschule allergnädigst zu er-"^n, geruht. z»ern»der,,„«en in der k. f. Armee. V e f d r d e r u I! g e II im General-Quartiermeisterstabe: Oberstlieutenant August Ritter v. Nuff, zum Obersten; Major Joseph Thomas, zum Oberstlieutenant, und Hanplmann Wilhelm Baumgarten, zum Älajor. Oberstlieutenant Leopold Freiherr v. Nzikowsky des Geniestabes, zum Obersten, mit der Eintheilung zum Infanterie-Regiment« von Venedek Nr. 28, u»d Wit Velassnng in seiner gegenwärtige» Verwendung bei der Bundes-Militärcommission zu Frankfürt am Nain. , Erue n u u >l g: Feldmarschall-Lieutenant Gottfried Ludwig von ^eschenbach, bisher interimistisch mit dem Commando ^s'Militär-FuhiwesencorpS bcanftragt, zum wirk-^chei, Commandanten dieses Corps. Verleihungen: Dem penstonirten Hanptmanne Franz Benno v. H"ttil,sch, der Charakter und die Penston cines Ma-'"«; den Rittmeister Amadens Freiherrn v. Dies-^ch des Hnsareu-NegimentS Graf Nadenky Nr. !i, ^> seinem Austritte auS der Dienstleistung und dessen ^ebmiahme ii, den Armeestand, der Majorscharakter P e >, s i o n i r u u g e n: Oberstlieutenant Johann v. Klokocsau, des Iu-^"lerie.NegimentS Erzherzog Carl Ferdinand Nr. ^, ""d Major Ignaz v. Weiß des Geuiestabeö. , ^Der Herr Pfarrer und Dechant Iohanu Fink , ^tein ha^ her dortigen, am heurigen heil, Frohn- ^'chnamsfeste ausgerückten Militärmannschaft der 2. lenadiet-Compagnie des k. k- Infanterie-Regiments ^'"z Emil zwei Eimer Wein und eiuen Geldbetrag l>w ^ ^' ^^' verabreicht, welche patriotische Ha»d- 2 "»erkennend zur öffentliche» Kenntniß gebracht wird. Vom k, k. Statlhalterei.Präsidium-"'bach, a,„ 16. Iuui l8l!3. N?ar ^' ^"' ^ 2- g'l'ge» die beiden Mädchen " Krischai, von Tabor, uud Anna Padar, vo» Duplach, über dcn von Tabor nach Duplach führenden > Steg; Maria Krischai wnrdc plö!)lich vom Schwindel befallen, stürzte vom Stege m den reißenden Fe>st>itz fluß, der eben vom vielen Rege» sehr angeschwollen war, und riß die Anna Padar mit hinein. Auf dl>n hierüber entstandenen Hilferuf nnd'deu Lärm einiger Leute nächst dem Flusse, c,lie Ler Kaischlerssohn Anton P izhm a n vo» Tabor herbei, und sprang, da schnelle Hilfe nöthig war, in'S Wasser, wnrde jedoch von der Strömung bei 450 Schritte weit den beiden Vernu-glückten »ach fortgerissen. Endlich gelang es ihm, ziierst die Maria Krischai zn erreichen, die er mit Mühe a»'s Ufcr brachte, dort bewußtlos hinlegte und eilends wieder in den Fluß sprang, um mit Gottes Hilfe anch das zweiic Mädchen zn rette». Hundert Schritte weiter glückte eö dem wackeren Maune, anch die Anna Padar zu erreiche», die er auch schon besinunngsloö ans einem Wasserstrndel herauszog. Nach läugereu Belebungsversuche» gelang anch diese Nettnng, obwohl beide Mädchen geraume Zeit bewußtlos waren. Diese vollbrachte edle That wird mit dem Be-merke» zur dssenilichen Kenntniß gebracht, daß die hohe k. k. Stütthalterei mit Erlaß vom 4. d. M., Z, U1U2, dem hochherzigen Netter die doppelte Ret-t.mgstaglia mit «li ft, 0M. zl>z,!erke»„en geruht habe, K. k, VezirkohanplMlNinschaft Krninbiilg a», N, Juni 1««3. Nichtamtlicher Theil. Die neuen Vinrichtnngeu in Ungarn. iv. * Wir haben in einig?» früheren Auffäpen zu zeigen versucht, daß die Resultate der neuen Grund-bestenerring in Ungarn im Zusammenhange mit mch-rere» günstigen Umständen sich entschieden voriheilhaft gestalteten. Gilt dieß von den Grundeigenthümern im Allgemeinen, so hat sich anch, Dank der wohlwollenden Fürsorge Sr. Majestät, die Lage des frühereu Urbarialisten, des BauerS, viel günstiger gestaltet. Die Steuerumlage anf seiuen Vesi>) ist geregclt und um ein Namhaftes geringer als vor dem I-. 1847. Die Militäruerpssegung, welche in manchen Gegenden dem Bauer dnrch die sogenannten Dependiten, t. h. die Preisdifferenz, welche zwischen den Aerarial-und den Marktpreisen bestand, und die hieranS erwachsenden Unterschleift und Bedrückungen, oft bei Weitem empfindlicher als di> Steuer fiel, ist gänzlich anfgelasse» worden. Der Dank der von frühere druckenden Lasten befreiten ländliche» Bevölkerung ist stumm, allein er ist aufrichtig uud herzlich. Das Vorspannswesen ist geregelt, Vorsvaunslci-stuugen müssen bezahlt, nicht wie vordem, bloß quit-tirt uud dürfen nur bei wirklichen Amtsreise» i» Anspruch genommen werden. Einfache, gerechte und gleiche Vertheilung der Laste» i» das leitende Princip der gegenwärtigen Verwaltung, Nicht die subjective Auffassung eines der periodischen Wahl unterliegende» Municipalbeamtcu, sondern der im Geseye'ausgespro-chene Allerhöchste Wille gibt die zur Richtschnur dienende Norm für die Administrirende», wie für die Administrirten. Gegen unrichtige oder ungehörige Anwendung des Gesches steht der Weg der Berufung dem Unterthan wie dem Grundherrn völlig unbeschränkt bis an den 3hro» Sr. Majestät offen. Wenn es wahr ist, daß der zuverlässigste Maßstab für die wahrhafte Wohlfahrt eines Landes die Blüthe der Urproouction ist, und daß der Rückschluß von einer mehr oder minder eittwictelte» Bodencnltur !anf die Civilisationsstnfe der Gesammtbevölkernng mit ^ »ollem Rechte gestatter ist, dann ergibt sich wohl für iede Regierung die Pflicht, den politischen und öco» »omischen Verhältnisse» der Grnndeigenthümer die größtmögliche Obsorge und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Insbesondere in Ungarn fand sich in dieser Beziehung me! ;» thnn nbiig; die früheren politisch-administrativen Einrichtnngcn dieses Landes hatten den Bauer tief berabgedrückt, gewahrten ihm nicht jenen gleichen geseylichcn Schul', wrlchen ein jeder Staatsbillger olnie Unterschied seiner Hersnnfl oder Stellung anzn: spreche» berechtigt ist, nud indem hierdurch sein Selbstgefühl erstickt wurde, konnte sich anch der Erwerbs« »nd Prrduclionseifer bei idm nicht im wünschenSwer-ihen Maß? entwickeln. Diesen Ucbelständen ist dermal gründlich abgeholfen; die »üylichen Wirkungen des neuen Systems trete» auch in dieser Hinsicht mehrseitig zu Tage; das Rechtsgcfühl erstarkt zusehends in den Schichte» der ländlichen Bevölkerung; sie schließt sich mit Vertrauen der Regierung und d«n l'l>>, il) 809 fl. der verlebten Bürgers-^ frau Thumhait entziffert. Es ward beschlossen, un-' ter Wahrung der selbstständigei, Rechte sich an den > Vinceittinsvereiii, bezüglich der Gewinnung und Er-baining eines NettungshaufeS (welcher Verein u. a. auch diese Tendenz anstrebt) anzuschließen; ferner kam zur Sprache, ob mau zur Erziehung der Zöglinge sogenannte Schulbrüoer (durch ein Gelübde sich znr un-eutgelilicheu Erziehung und Lehre verpflichtende arme junge Männer), wie sie bereits in Siraßurg bestehen, berufen solle. Die Voreinleilnngen und Prüfungen dieses Projects sind im Gange. — Der einzige 12>ährige Sohn einer sehr achtbaren und wohlhabenden Beamte»fa,»i!ie, welcher zu Anfang dieses Jahres seine Aeltern und die Lateinschule in Zweibrücken heimlich verlasse» hatte, um mit dem Inhalte seiner Sparbüchse nach Amerika zu wandern, ist vor einige» Tagen »ach allerhand überstaudenen Mühsalen und Nöthen, wieder glücklich in der Heimat eingetroffen. Die „Pfälzcr Ztg." berichtet über seine abentenerliche Fahrt Folgendes: Das Packetboot, auf dem er sich in Havre, kurz por der Ankunft se>-»es nacheilenden Oheims, nach New-OrleanS eingeschifft hatte, war ein altes, mit Auswanderern uoll-gevropftes, unreinliches und schlecht bemanntes Schiff, welches zur Ueberfahrt 6,-l volle Tage brauchte. Demselben ging zuleyt der Proviant aus, so daß die Passagiere in den leyten Tagen anf schmale Kost gesept wnrden und fast ohne alle Mund- und Wasservor-räthe waren. Nahreud nun der junge Abenteurer langsam der neuen Welt zuschwamm, war mit Tam- pfeseile an mehrere Handelshäuser, sowie durch Vermittlung der Vnndeotagsgcsandtschast in Fiankfmt, an den österr. Consul in New-Orleans das schriftliche Ansuchen gestellt worden, den Knab.'n beim Landen in Empfang zn nehme», ssir dessen Bedürfnisse zn sorgen und ihn dann mit sicherer Gelegenheit »ach Europa zurück zu befördern. Der österreichische Consul, Herr Eymer in New-Orleans, nahm sich der Sache auf's Bereitwilligste an, und seiuen Bemühun-gen allein habe» es die Aeltern des Knaben zu danken, daß ihnen derselbe sobald wieder zurückgegeben wurde. Der abenteuerlustige und unteruehmende Innge hatte nämlich in New-Orleans nicht das Land betreten, sondern sogleich auf einem im Hafen liegenden Mississipidampfer ein Unterkommen gesucht und ge-fnnden. Von da war er nach und nach dnrch Vermittlung eines pfälzischen Landsmannes zn einem ans Kaiserslautern gebürtigen Farmer gekommen, de> als Nebeugeschäft die Kramerei betreibt. Hier trafen ihn endlich zwei von Herr» Eymer nach ihm ausgesendete Manner, und brachte» ihn in das Haus des Consuls nach New-Orleans, wo er die menschenfreundlichste Aufnahme und Pflege fand. Herr Eymer sorgte für seine Bedürfnisse uud ließ ihn dann auf einem Vre^ mer Schiffe nach Enropa zurück bringen. Vor einigen Tagen kam er im Bremerhafen an, wo er von seinen bekümmerte» Aelceru längst erwartet wurce. Am 3. d. Mis. traf er mit denselben in ter Heimat ein. — In Cöl» werden drei Ganner in Folge einer Prellerei steckbrieflich verfolgt, die daS Interesse in weiter» Kreise» beanspruche» dürfte. Es kommen in diesen Tagen zwei feingekleidece Männer zu einem Gärtuer und frage» a», ob er nicht geneigt sei, l,ie Kuh eiueS Grafen in seine» Stall zu »ehnun nuo dieselbe zn verpflegen; lcNtereS müsse aber mit Sorgfalt geschahen, weil der reiche Graf die Marotte habe, nnr Milch von dieser Kuh zu trinken. Der Gärtner erklärt sich dazu bereit und schließt mit dem Graft» , selbst am andern Tage den Contract ab. Wahrend er schon in, Boranö eine Abschlagszahlung leistet, kommt ei» Bettler an, und bittet um ein Stückle!» Brot, daö er ei hält uud anf der Stelle verzehrt. Der Graf, durch den Hunger des Menschen gerührt, will demselben ei» Fünffra»ke»stück reichen, wird aber mit Entrüstung so zmückgewiese» : „Ich höbe zwar Hunger, werde ab« kei» Geld annehmen; ich bi» Ungar, der sich aus der Flucht befindet, und im Unglück noch zu stolz ist, Almoseu anzunehmen; wolle» Sie mir aber die Pretiose», die ich bei mir trage, abkaufen, ich werde sie abtreten." Der Graf bot 100 Thaler für dieselben, erhielt sie aber für 169 Thlr. Er zieht seine Börse n»d findet, daß er 40 Thlr. zu wenig bei sich hat. Der Gärtner wird angesprochen, 49 Thlr. vorzuschießen uud die Diamanten als Un-terpfand zu behalten, bis der Diener des Graft» die Summe zurückerstattet. Nachdem der Gärtuer eiuen Tag die Aükuuft des DieuerS vergebens erwartet, begibt er sich zu einem Kenner und erfährt, daß er mit Glassteincn geprellt wurde. Wien, 16. Iuui. Heute um 6 Uhr Abends werden in dem bisherige» Versammlungsorte die Berathungen znr Gründung eines Alterthums-Vereines fortgeseizt und es komme» hiebei die auf Grundlage der vorausgegangenen Berathungen uen umgearbeiteten Statuten, mit deren Abfassung die Herren: Ministerialrath Baron v. Ransonnet, der Vicepräsident der Academie der Wissenschaften Th. v. Karajan und Dr. A. Schmidl betraut wurden, znr Verhandlung, nach deren Beendigung unmittelbar die behördliche Bewilligung zur Gründung des Vereines nachgesucht werden wird. — Ihre kaiserl. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Sophie habe» sich mit dem durchlauchtigste» Herr» Erzherzog Carl Ludwig, kaiserl. Hoheit, gestern Nachmittag 3 Uhr mittelst SeparattraiuS der Nordbah» zunächst nach Berlin begebe». * Dr. Nnd, Hirsch hat uus mit eiuer neuen poetische» Arbeit, »»ter dem Titel „Gendarmerie-Lied" ') erfreut, welches prachtvoll ausgestattet, iu der k. k. Staatsdruckerei erschienen ist. Iu fünf Strophen, malerisch gruppirten Tableaur der Hanptmo- *) Erscheint im heutige» Fcmlleton. mente des Gendarmerielebens, bewies der Dichter mit diesem kleinen Poem, wie er — was so selten — die plastische Formirnng moderner Vorwürfe musterhaft zu behandeln verstehe, wovon sein „Soldaten-Spiegel" uud seine „Stimmeu deö VolkeS" längst rümlichstcs Zeugniß gaben. Trieft, 16. Juni. Anf Veranstaltung der Stadt-gemeinde Triest wurde heute Vormittags um 10 Ul)r in der Domkirche St. Inst für den verstorbene» Grafen Franz Stadion ein feierliches Todtenamt abgehalten, dem beizuwohnen die Chefs aller Ciuil- und Militärbehörden, sowie die hiesigen Handelscorpora-tioiie» n»d die Gesellschaft des österr, Lloyd eingeladen worden waren, Während der gottesdienstliche» Function waren auf den Dampfer» des letzter» zmn Zeichen der Traner die Flagge» auf halbem Mast aufgezogen. Der Lloyddampfer „Australia", welcher hente Morgens nach 108stü»diger Reise mit l»2 Passagieren aus Alerandrien eintraf, brachte uns Nachrichleü ans Bombai 23. Mai, Calcutta ii, Mai, Hongkong 22, April. Die Znsamme„ku»fl der britischen und der birmanischen Bevollmächtigten, unter denen sich ein Prinz von königlichen, Geblüte uud der erste Mi» nister befand, hatte am 4, April stattgefunden, i,ü° man glaubte, eS werde doch zu einem gütlichen Vergleiche kommen, da der Generalgonvernenr i» Bez»g anf die Gränze» des Gebietes, dessen Abtretung die Engländer verlangen, einige Zugeständnisse gemacht hatte, und sich mit Pegu begnügen wollte. Er bewilligte dc» birmauische» Abgeordnete» ei»e weiter« Frist von 39 Tagen. Mitlerweile wnrden Anstalt«» getroffen, um die kleineren Dampfer in Staud z» selben, den Irawaddy hinauf »ach Ava vorzudringe»' Nach Briefe» aus Naugun vom 24. April war Vee-ling von den Engländern wieder genommen woroe». Die wichtigste» Mittheilunge» beziehe,, sich diest-mal anf China, wo die Nebellen au, 2!. März Na»' king n»d Kiengf» emge,>on,me» habe». Sie wi,rd>'^ jeroch l'alo darauf wieder genöthigt, erstere Slad< zü räumen, nnd sollen am 6. April dnrch den kaistitt' chen General Heang-Yung ei„e blutige Niederlage «'" litte» habe». Die i» Shanghai, wo aller Verfehl stockte und die Bevölkerung auf Flucht zu sinne» begann, niedergelassene» Fremden hielten mehrere Versammlungen, und bildeten ein Corps von Freiwild gen, um etwaige» Angriffen von Seite der,Nebelle» ;u widerstehen. In Hongkonq erhielt eine AblheiliM Truppen Befehl, sich zum Marsche »ach dem Norde» bereit zu halten. Die Dampffregatte der Ver. St>, „Susquehaniiah", mit d'm amerikanischen Commissül' Oberst Marshall am Bord, machte eine» Vers»^ von Shanghai den Fl»ß hinauf »ach Nanking i" fahren, mußte aber, da sie zu breit wak uud z» tief ins Wasser ging, umkehre», »nd ankert jetzt wieder vor dcm amerikanischen Consulate. Sen, der abgesetzte Generalgouverneur, ist aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich hingerichtet werde»' die Enthauptung des ehemalige» ersten Mi»^"^ Saischangah wurde jedoch bis nach den Herbstassi!^"' verschoben, wo man ihn dann begnadigt zu sehen hoffl' Dr, Vorrring, der britische Commissär und Co"" sul iu Cantou, befindet sich anf einer Urlaubers iu Java. I» Oberägypte» (28. Mai), wurde ei»e zahlreiche Karavaue aus Darfur mit Elephant"'^' uen, Gummi, Straußfeder» und Negern erwartet» Deutsch!,, » 5. Dresden, 1«. I»»i. Das heutige ..D"^«^ Iouru." bringt eine vorläufige Mittheilung "^" /^ Gang der Festlichkeiten bei der bevorstel'"'^" ^^ mälung Er. k. Hoheit des Prinzen Albert »»t °'' Prinzessin Wafa, k. Hoheit. ^ Darmstadt. 7, I»,u. Der bekannt« Llter nnd Abgeordnete für Viedenkopf, Angnst ^"^"' wegen der im „Volksblatte für Me>" "'" , vom Jahr 18«2 in dem Artikel: .^"ropa's 3"«'s ^ enthaltenen Herabwürdigung der monarchische» , > g rnngsform. sodann wegen einer Her'bwnr'gm,g Religion und Verletzung der Amtsehre des h. dige» Bischofs vo» Mainz, in ei,,e ^necnon. strafe vo» U Monaten, in eine Geldbuße von s"^ Gulden und in die Kosten der Untersuchung "» 37, Mßherzogliche» Hofgericht zu Darmstadt verurtheilt >»ordei>. Zugleich wurde in Gemäßheit des Artikels 26 der Verordnung vom 4, October l8IiN bestimmt, baß dieses Erkemttuiß i» die nächste Nummer des «Volksblattes für Rhein und Main," nach Mittheilung desselben an de» Herausgeber, aufzunehmen sei, "»rger Vecker ist mittlerweile unsichtbar geworden, »nd wird mm i» öffentlichen Blattern aufgefordert, gegen dieses Urtheil, wenn es ihm etwa nicht conve-»ire» sollte, Appellation einzulegen. S ch w e i;. Wolkenbrüche richteten bei Bern am Abend ^s 4. I„,,i furchtbare Verheerungen an. Die „Ver-"er Zeitung" bringt darüber Schilderungen, die jeue °o» l8i!l uud 18U2 hinter sich lassen. Auf dem Nase,, — ftgt das genannle Blatt — »vnrde das schöne Schulhans nebst zwei audern Gebanden von den Wellen fortgerissen; mehr als zwanzig größere U"d kleinere Brücken »ebst vielem Holze riß das to-be»d? Element mit sich fort; viel Erde ist von den schönsten Wiesen weggespült, andere sind mit Geschiebe bedeckt; Erdrutsche und Lawinen sind allerorts un-Mige zn sehen, wodurch Häuser bedroht »nd Vieh gttödtet wurde; auch mehrere Menschenleben gingen verloren. Die Bewohner eines von einem Erdrutsche "'n>Vstcs!,>nen HanseS mußte» »uter deu Trümmern "°" Abends l<» Uhr bis Morgens !l Uhr harren, ""b waren zn„> Tode bereit, als Hilfe von Au-ße» ka>». Niederlande. slmsterdam, 14. Iuui. Der König eröffnete ^Ute persönlich die außerordentliche Sitzung der Ge- ""alst>,ateu. Die Thronrede spricht über den Mi- "^ttwcchsel u„d äußert sich, die in Folge der katho- 5che>, Differenz erhobeueu Beschwerde» seien »och ^ gehoben, diplomatische Verhandlungen hätten . ^de„ acl)°be„ weide,!. Diese solle,, deu ssammeru Vorgelegt, so„st aber »,,r bes°„de>S d.i,,gliche Antrag,- der Ge»eh»>ign»g derselbe» nntndrcitct iverde,,. Iran k r e » ch. Paris, 11, Juni. Die Pariser Blätter sind '^>g in dem Ausdruck der Ueberzeugung, daß der ^eltfneden erhalten bleiben werde, eben so einig aber ""ch in dem bitter» und scharfe» To»e der Anklage ''"d des Vorwurfs gegen Nußlaud, WaS aber in 'kser Beziehung — täglich erneut nnd wiederholt 7" schon vorliegt, wird durch de» Umstand übertrof- ^"' daß ,^^ Piy,i, Journal de l'Empire" rom 12, ' ^. dem „Standard" vom N. d. M. einen kurzen /l>kel nachdruckt, der uichlS mehr und minder als " formliches Nequisitorium gegen Nußlaub uud des- "' gesamt Politik seit 18!^ ist, eben so feindselig 6 gchässig abgefaßt. Der „Constitntionnel" schließt sich dieser Haltung » ' Als ei„ charakteristisches Zeichen, vo» dem die ^Mgeschichfe nicht unterlassen kann, Notiz zn neh- "' erscheint folgender Schlnß seines neuesten Leit- ^likels: H, "Frankreich „nd England sind weit entfernt, den ^'^ zu suche,, oder z» wünsche». Er könnte somit H t ausbrecheu, falls »icht Nußlaud cineu geheime» ^eggrund hat, ihn zu wollen, falls es uicht diese h ^"t ist^ selche denselben unvermeidlich mach!; den» ^ ^"eigerung, auf welche es stößt, könnte zwar den s wa„d dazu liefer», würde aber »icht seine Ursache ie/n Aber dau» ist es Nußland, auf welchem vor a»t> ^'^'^^> l>or ganz Europa die moralische Ver-^i» ^'^M dieses Kampfes laste» würde, welche ^geiz allein provocirt hätte." k>»,di ^' ^- I""'- Das „Iourn, d. Debats" stiz,,,^ ""> dasi Samstag Abend Graf Panin, Iu-«i»e/^" Sr. M. des Kaisers von Nnßland, mit ^aris ^°"^'" Mission a» die franz. Negierung i» ^""gekomme» s.i. Ar«f^" ,^'""ke» hierzu, daß der Iustizmiuister, >a»o ^""'^' bereits am 19. Mai d. I. i»'S Äus- ^ ^- M. beurlaubt worde» ist, behaus "^mblee »atio»." schreibt: „Wir glaube» i" können, daß eine durch eine» Gesandt. schafcscourier überbrachte Note deS Cabinets von St-Petersburg den verschiedene» europäische» Höfe» vo» de» respective» a» denselben accreditittcn Gesandten übergeben worden ist. Dem Vernehmen nach erklärt das russische Cabinet in dieser Note, cS sei die Absicht des Kaisers, die von ihm an die Pforte gestellte» Forderuuge», bezüglich der Wahrung der Privilegien und Garantien der orthodoien griechischen Kirche so aufrecht z» halten, wie sie in der leyten Note des Fürsten Mcntschikoff formulirt ware». Weilers soll das Cabinet die Beweggründe auseinander seize», welche de» Kaiser bestimmt halten, »e»e Garantie» von der Pforte zu verlangen und auf dieser Forderung zu bestehen, uud socann die Erklärung abgeben, eo liege keineswegs iu ter Absicht deS Kaisers, die Türkei zn bekriegen und die Integrität und Unabhangigk.it des! türkischen Reiches anzugreifen. Das St. Peiersbur-z gec Cabinet fügt weiler hinzu, daß der Kaiser, falls der Diva» anf der Verwerfung der an ihn gerichle-ten Anforderungen bestehen sollte, es für nöthig erachten werde, sei»«r beffar.ibischen Armee den Befehl z» geben, die Donanprovinze» z» beseye». Diese Pe-seynng solle nicht den Charakter einer Kriegsei klärung' haben, da die in diesen, Augenblick zwischen Rußland und der Pforte obwaltende Differenz in die Kategorie derjenigen gehöre, welche nach den Bestim- ; mungeu der zwischen beiden Staaten bestehenden Ver> träge eventuell die Besepun^ der Provinzen reianlas-sen könne». ! Wenn diese Note, w!e wir nicht bezweifeln, wirk-> lich mitgetheilt wnrte, so macht sie ihrer Nalnr »ach, alle» Vefürchtnngeu ein Eure. Indem Rußland die! Douauprovinze» besiyt, will eo ohne Zweifel die! Pforte zwingen, die verlangten Concessionen zn ma-! chen, gegen welche sie sich »och stränbt; es l,egc jedoch genügender Grund zur Hoffnung vor, daß nach erfolgter Vescynng dieser Provinzen durch russische Truppen die Diplomatie einschreiten uud eiu Mit-! tel finde» wird, um alle iu dieser Angelegenheit angeregten Interesse» zu versöhnen, eine Angelegenheit, die der Anfrcgnng »icht werlh ist, welche sie in der politische» ,,„d (^'sch.>fli'welt angeregt hat und noch' lin>'egs. Die neuen Geselie über die Zusamme„sei)i,ng »»d Über den Anesprnch des GeschwornengerichleS werden je!)t voui „Moniteur" ve,öffe»tlicht. Nach Berichten üher die cabylische Elpeditio» bis zum 2, Juni im „Monitenr Algerien" lMten sich alle Stämme anf der linken Seite deS Ued Agrium uuterworfe» , »nd der Generalgoiwernenr war von Tizzi Sakka an sehr gnt aufgenoin,ne» worden. Die Einwohner waren ui ihren Dörfern gebliebe» , und hatten die Heerde» uicht in die Gebirge geflüchtet. Das unwegsame Land gestaltete nur laugsames Vorrücken. General Mac-Mahon war am 2. Juni nnr d,e> Siuude» vom HauplcorpS entfernt. Auch ihm hatten sich alle Stämme, zu denen er kam, mit Ausnahme zweier, »nterworfen, deren Widerstand aber nnr zur Folge hatte, daß ihre Dörfer niedergebrannt, ihre Feldfrüchte und Waldungen vernichtet, ihre Heer-den geiödtet oder weggetrieben wurden, und die Mehrzahl ihrer Krieger in wiederHollen Gefechte» umkamen, Man meldet unausgesel)t vo» »ene» Verhaftungen und Haussuchungen, Unter de» Verhafteten befinden sich die Frau des Präsidenten des ehemaligen Clnbbö der Blancs Manteaui und 6—7 Mitglieder der gegeusciligen Unterstüyungs-Gesellschaft der Hnt-macher von Paris, De», Elpräsidenten, dessen Bruder iu dem Hause, wo ersterer wohut, Concierge ist, gelang es, zu entfliehen. Die genannte Gesellschaft, die seit dem Jahre 18öl bestand, hatte zum Zwecke, alle Arbeiter uud solche, die sich ohne Beschäftigung befanden, z» unterstiMc». Diese Gesellschaft der Pariser Hutmacher, die jeyt aufgelöst worde» ist , war ziemlich reich. Beim Auobruche der Februar - Revolution besaß sie ei» Capital von einer Million. Die ersten Jahre der Revolution kosteten ihr aber viel Geld. Ihr Vermöge», das ma» jeltt saisirt hat, beträgt jedoch noch LNO,«0N Fr. Nu ß l and DaS „Journal de St. Peteisbnrg" vom 1. Juni druckt wörtlich u»d ohne widersprechende Bemerkung ! einen — telegr. berührten — Artikel deS „Journal de ! Francfort" ab, i» welchem gesagt war, daß die orientalische Frage nicht im geringsten zu Befürchtungen eines Krieges Veranlassung geben könne, daß man an tem Wort« Sr. Majestät deS Kaisers von Nußland nicht zweifeln dürfe, daß die Integrität der Türkei vielleicht durch die Revolution, aber nie durch die Cal'inete bedroht werde» könne, und daß die Frage i» Betreff der heilige» Stätten als iu einem Sinne gelost zu betrachten sei, der alle Parteien zufriedenstellen werde. Der Abdruck jenes Artikels fand zu einer Zeit Statt, als man in St. Petersburg vollständig von dem Mißli'gcn der wcitern Foiderimge» des Finsten Mentschikoff unterrichtet sein mnßte, als man sogar jeden Augenblick das Eintreffen desselben erwarten konnte, Vsmlilnsches Neich. Aus Scutari, 8, Juni, schreibt ma» uns: DaS Paschalik ist meistens vo,i den türkischen Truppen geränmt. Omer Pascha hat den Brigadier Mu-stapha Pascha anfgeforders, den Marsch derselben gegen Monastir zn beschleunigen. Nnr vier Bataillone sollen »ach dem Paschalik Priserend gehen. Man glaubi, daß das Zerwürfniß mit Rnsilaud die Nothwendigkeit, Truppe» a» die griechische Gra»ze zu sen« ten, heiaiwst, llen werde, Dns Milliäigonverm'menl der Dardanellen (7. In»!), hat mittelst eines eigens entsendeten Dampfers aus h'onstantinopel die Weisung erhalten, 2040 Kanoniere der Festnngsbesayung dahin z» befördern, was am >>. »nd 6, mittelst zwei anderer Dampfer geschah. Man versschert, daß sie für Varna uud Schnmla bestimmt seien. Um die Armee zu vervollständigen, sind die Re-dif (Landwehr) einberufe» worde». Die Soldat/» zei» gen große Kriegslust. Das Volk träumt schon vo» eiuer Eroberung Rußlands; man war nicht ohne Be-sorgmß, daß die fanatischen Türke» sich Uedergriffe gegen die Rajah zu Schulden kommen lassen könnten. A u st r a l i e n N.ich drr „Alssti-alian and N>>w-Zeeland-ß!azette" I,al>e» die Golde„tdeckn„gen m Australien zuerst »or fünf Jahren .lügefangen. Mr. Robert Sempill, der Sol)>, eines achtbaren Coloniste» , hatte sich schon früher viel m,t Geologie beschäftigt, und pflegte manchen Schilling für Mineralien und Erzprobe» cniSzu-geben, die idm von Leuten aus dem Innern gebracht wurden. Einmal kam ei» Schäfer, der zu seineu Lieferanten gehörte, mit einem andern Schäfer zu ihm, der in dem trockenen Bett einer felsigen Bucht eine Menge gelbe» Staub, eine Art Messingfeile, gefunden und nach Sydney gebracht hatt»', wo ein Juwelier, NameuS Cohen, ihm sagte, eS sei Gold, und ihm dafür 10 L. gab. Die Erzählung deS Schäfers bewog Mr. Sempill, nach Sydney zn reise», und bei der Wilwe des inzwischen gestorbenen Mr. Cohen nähere Erkuncignngen einzuziehen, I» Folge dersel-be» unternahm er mit dem Schäfer im Jänner 1848 eine Elpeditio» »ach Summerhill Creek. In der wilden Gegend blieb er bald allein, da sein Begleiter sich verirrte und »ie wieder zum Vorschein kam. Aber unerschrocken sei)te er seiue Wanderunge» sechs Wo» chen lang fort, u»d brachte Proben mit, die er sogleich der englische» Regierung übersandte. Mr. Sempill ist demnach der eigentliche Entdecker des australischen Goldreichlhums- Denn weder der Sckäfer «och der Juwelier dachte» an etwas Anderes als einen zufällige,, Fund, als ihneu die Goldkörner in die Hand fielen. Telrssraphiscke Depesche. — London, 1.'!. Juni. Auf eine Interpella« tion im Oberhause eiwiedert Lord Clarendon, daß die Nachricht des „Moniteurs" gegründet sei, daß zwischen England und Frankreich bezüglich der orientalische» Frage imiiges Einvernehmen bestanden bab« uud daß die Botschafter und Admiräle beider Länder gleichlautende Instrnctiouen haben. — Lord Russell beantwortet cine Interpellation Layard's in ähnlicher Weise >m U»!erha»se; der Befehl z»m Abgänge der Flotte sei am 2. Juni ertheilt worden. 372 Feuilleton. Gendarmerie-Lied. Vcm Vudolf Hirsch. ^3s pfeifen die Kugeln, cs breche» hervor Die Störcr des Friedens, das Räubergezücht! <3ie hausten ü, Höhlen, in, Vusch u»d ini Rohr: Erreichte das Schwert sie, das rächende, nicht? Wer greift sie, die Frevler? wcr bändigt den Schwär»,? Wer wagte sei» Leben? — es ist ein Gendarm! In Flammen die Hütte, die einsame, steht, Gs prasselt und rasselt, und Hilft so fern-------- O hört, wie nach Rettung cs himmelan ficht! Ein Jeder wühl hälft da gerne, wie gern! Doch, wcr rettet, wcr löscht? baß Gott sich erbarm'! In stürzenden Balken — es ist ein Gcudarm! Am Kreuzweg, da wimmert ein hungerndes Kind, Gs hat keine Heimat/sie fließe» cs fort; Wer sättigt das Würmchen, wer hilft da gcschwiud? Vernahm denn kein Ohr sti» ersterbendes Wort? Blickt »m! jcucr M'»n mit dem Kind emf dem Arm, Der Pffegcr des Knabe» — cs ist ein Gendarm! Wohl senkte die Nacht sich »lit nährender Nuh, Sie lagert auf Städten, auf Bergen, im Thal; (ls schlössen auch längst Aller Augen sich zu, Die Tternc nur glimmen mit tranlichem Strahl; Doch, wer wacht »lit ih»cu, stets frisch, ohne Harm? Indessen Ihr schlummert? — cs ist cin Glndarm. — Im Handeln, im Wandeln, wic stark und so schö»! Wie schlicht und doch mannhaft in Slurm und Gef,,hr! Des Allvaters Blick folgt ihn, nach aus den Höh'n, Ihn schühcu die Gngel hell-leuchtend mid klar, Und Liebe, sie flicht in das Nachtglbet war»! Auch ei» „Vatcr-IInscr" mit — für dc» Gendarm! (O. Blätter,) Der historische Verein fur Kraiu zu Laib ach. «^ie Kenntniß der Landesgcschichle ist eine der Haupt' quellen der Vaterlandsliebe, des wahren Patriotismus, und mit dem Wachsen der ersteren ist ciü kralliges Auf» treten der zweiten iimig verbünden. Diese Wahrheit finden wir auf jeder Blattseile der „Lehrerin der Völker." Es ist sonach die Pflicht eines jeden Patrioten, für Auf-hellung der Landesgeschichte je nach seinen Kräften und Mitteln thätig zu fein, und dein gemeinsamen Strelien Vieler wird das für den Einzelrxn Unmögliche doch erreichbar, Blicken wil in unserem Gesammtvatcrlande umher, so machen wir überall die freudige Wahrnehmung, daß in jeder Provinz sich patriotisch »gesinnte Männer ver> einiget haben, um nach diesem schönen Ziele hinzu-steuern. Vor Allem staunen wir über die reichhaltigen, wcrthvollm Materialien, tie durch die kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien — welche sich des besonderen Schutzes und einer u»!e» stützenden Fürsorge der kaiserlichen Regierung erfreut — in dieser Richtung gesammelt, und theils bearbeitet worden sind. Mit großen, geistigen und finanziellen Mitteln laßt sich freilich auch Großes zu Stande bringen. Die verschiedene» Prouinzial Vereine, die sich alle der wissenschaftlichen Unterstützung der kaisc» lichen Akademie erfreuen, leisten mitunter sehr Gediegenes und Wcrthuolles, und sind ein klarer Beweis, daß echte wissenschaftliche Forschung und Gründlichkeit nicht bloß „jenseits der Gränzen« gedeiht, wie man ehemals so gerne anzunehmen gewohnt war, und Oester-reich braucht auch i» dieser Richtung selbstbewußt, keinen Vergleich mit dem Auslande zu scheuen. Stellt man den geringln Mitteln, die der krai' nisch e historischeVcrcin besitzt, die seit seinem zehnjährige» Bestehen erzielten Resultate entgegen, so kann man wohl ohne Selbstüberschätzung sagen'. K ra in blkb nicht zurück, es leistete, was es zu leisten im Stande war. Erwägt man, daß der Verein led ig -I'ch auf die geringen Beitrage seinerMit' »l'cdei hingewiesen ist; daß in früheren Zeiten für dle Landcsgeschichte äußerst wenig gethan worden war; daß wegen der großen Zerthcilung dieses Landes '" Mütelalter die Geschichtsforschung ungemein er. schwelt wird: so kann man sich mil den bisher zustandegebrachten Materialien nur zufrieden erklären, und mit Hoffnung blickt rn>>» i» die Zukunft; der sprichwörtlich gewordene Patriotismus der Kraincr wird diesem Landes Institute zweifelsohne jenc finanzielle und wissenschaftliche Unterstützung zuwenden, die cr dcnöthiget, um ehrenvoll die betretene Bahn fort-zugehen, um sich von andern derartigen Vereinen nicht übersiügcln zu lassen. Was die Sammlung des krainischen historischen Vereines betrifft, so enthält die V e rc i>, s--B > b li o> thek über 330« Bände, die Zahl der Urkunden beträgt über 1400, und die der M ü n zen über 2260 Stücke; die sieben Jahrgänge der Vereins' Mittheilungen weisen manches Werthvolle auf, und werden dem künftigen Historiker Krain'» sicherlich höchst blachtenswerthe Malerialien an die Hand geben. Dieser Verein steht ferner mil z w e i u n d f ü n f z i g historischen Gesellschaften des In» und Auslandes >,n wissenfchattlichen Verkehre und Schriftenlausche. Eo erfreulich auch diese Resultate sind, so blcib! doch noch Viel zu lim» übrig, ei» großer Theil des geschichtliche» Feldes liegt noch brach, und wartet aiü thatkräftige Unterstützung von Seile dir palriotisch gesinnten Kraincr. Möge» recht viele Vatcrlands-frcunde diesem schönen Institute ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung zu Theil werte» lasse». Wir lasse» hier die Verzeichnisse dcijenigcn? '!'. Herren, die in jüngster Vergangenheit dem Vereine beigetrete» si»d, mit dcm Bemerke» folgen, daß wci-lere Beitrittserklärungen bei der Vereins . Dirccli«", bestehend aus den l'. 'l', Herren: Anton Freiherr» v. Modelli, I),-. V. F. K lu n, Präfeit E. R e b itfcd, Professor P o k l u k a r u»d II,', S t öckl, angenommen , weiden, Sum historischen Vereine sind beigetreten. Im Jahre ,852: Herr Theodor Elzc, evangel, Pfarrer in Laibach, „ Ludwig Stcindorfcr v. Steindorf, k, k, Steueramts-Oisizial zu Kappel in tarnte» „ Johann S tril ta r, Ctadtpfar!>Coopcrator zu St. Jacob in Laibach. „ Karl M elzer, k. k, Gymnasial-Lehrer i» Laidach, u Raim. Viditz, k. k, Polizeicommissar in Laibach. » Dr-. Emil S t öck l, Sladtphysicus in Laibach. „ Andr, Fleischmann, Kunst.- und botanischer Gärtner, Mitglied der k. k. Landwirthschaft- Gesellschaft i» Krai», der königlich botanischen Gesellschaft zu Regcnsburg u»d der Ackerbau» gesellschaft in Baiern. >, Leopold Mathias Krainz, Aushilssbeamte bei dem k. k. Bezirksgerichte Planina, Im Jahre 1853: Herr Martin Wilhelm Dambier, k. k. Milita'r- Verpftcgs.-Verwalter in Laibach. „ FranzHampl, k k.Gerichtskanzellist in Planina, „ Anton GIodozh » ik, k. k. Gymoasial-Prosessor in Laibach. « Michael Am drosch, Magistralsrath. „ Karl Deschmann, Museal > Eustos. „ Matthäus MerschoI, Seminars Viccdirector und Deconom. « Jacob Iabornegg v. Altenfels, k. k. Con-- cept«.Adjunct bei der politischen Verwaltungs. behörde in Laibach. ,) Georg Taut sch er, akademischer Maler. „ Theodor Elze, Musiklehrer in Laibach. ,, Gregor Weisel, k. k. Bahnamts. Ossizial in Laibach. » Johann Witzany, k. k. atministr. Eisenbahn. Eleve in Laibach. ,, Rudolf WatzI, Beamte bei der k. k. Camera!- Bezirks-Verwaltung in Laidach. » Johann Köchl, Wundarzt in Laibach. „ Leo Wonzhina, Doctor der Theologie u»d theologischer Professor in Laibach. „ I acob Slökl, k. k. ^andesgerichls-Präsident zu Klagenfurt. Herr Eduard Hohn, Kunst, und Musikalienhändler in Laidach. ,> Andr. Gregorizh, erster Stadtwundarzt in Laibach. » Matthäus Preschl, Domcaplan in Laibach-„ Martin Pogazhar, fürstdischöfl Hofcaplan in Laibach. » Mathias Hozhev ar, Ursulinerinnen-Mädchei!- schul-Katechet in laibach. » Adolf E is I, Dr. der Medicin und Chirurgie, Magister der Augenheilkunde in Laidach. ,> Ferdinand R aab, k. k, Post.- Eleve in Laibach. » Joseph Feldbacher, !VIa^, l'!,ii-. und prac> tischer Zahnarzt i» Laibach. „ Friedrich Leyrer, k. k. Nechnungsrath in Laibach. « Jacob Sever, I),-. IVIs5' mentsarzt in Laidach. „ Karl Prcttncr, Apotheker in Laibach, „ Johann Ruprecht, fürstlich Aucrsperg'sch" Gcwerksarzt in Hof. „ !)>-. Anlun Rudolf, Hof- u, Gelichtsadvocal ^ in Laibach. ,, Adolf Gaggl, !),-, dcr Rcchle >» Klagenfurl. M i s c e l l e n. (Im höchsten ?turden.) Man weiß, un!" wclchc» gehcimnißuulle» Un'ständ.n Sir I oh" Franklin verschwunden ist. Er winde im I, >s^ abgeschickt, u,n eine» neue» Versuch zur Enldeckw's der nordwestlichen Durchfahit zu machen, u»d b^ld dörte man nil'ts mehr von ih»>. Drei Erpeditiom'» wurde» gleichzeitig abgesandt, um ihn aufzusuchen Oan» wendete sich die Galti» des Vermißten a" ken Präsidentei, der Vcreiuigre,, Staaten, um lh" zu vermöge», auch die inncrikcnnsche V^arinc mitwlllk^ zl< lasse». Ein Kaufmann in New - York, Grinnl!/ rüstete auf eigene Kosten zwei Schiffe aus ""d sandle sie nach dem Polarmcere, um Frankl!"^ suchen. Die englische Regierung stellte dcr ö^ Franklin nochmals ei» Schiff zur Verfügung, ^ „Prinz Aldcrt,« das aber ebenfalls zurückgekolN""" ist, ohne auch nur cine Spur gefunden zu ha^'' Auf diesem lctzlcn Scl'iffe befand sich, im Auftt"^ der französischen Regierung, cin junger Schiff"^"' tenant, Bel lot, und dieser hat jetzt von der Fadll Bericht erstattet. Darin erzählt er unter Ande^ Am l». November verschwand die Nonne, um en nach I<0 Tage» wieder zum Vorscheine zu koinw^ D e 3leise»den machten Vorbereitungen zum Ucl^' wintern. Sic hallen täglich kaum anderlhalb StlM^ etw,is Helle (von halb 12 bis l Uhr Mittage.). ^ Jagd auf Eisbären u»d weiße Füchse gewählte <^' Zerstreuung und gesunde Nahrung. Am Lande ba« sie sich Hütten von Schnee, der in den Polargege"^ eine ganz andere Härte hat, als dci uns, u»d i» d>l! Hüllen erlangten sie bisweilen eine so hohe "" peralur, daß sie die Hitze kaum ertragen ko>^ ?' Das Zeltsamste aber war: wenn sie aus den H" herausgingen, stellte das Brechen der Lichtst"^ in ihren Augen, die bei dem Anblicke der blende^ Weiße umher stets schmerzten, die seltsamste» B^,' dar. Ei» Berg erschien ihnen als Abgrund, ei»e " als steile Höhe, ein kleiner Stcin, in dcr Entf""^ von fü»fzig Schritten, als gewaltiger Fels"'-irgend einem nicht weit entfernte» Gege»stande gM sie häusig die Züge, die Kleidung, die Hal'3 "^ ^ ^ eines Freundes zu erkennen , wenn sie hm»" . ^ zeigte cs sich, daß das, was sie jür e>''°", I'^,,tc. gehalten hatten, nichts als ein Slein oder ein ^ Haufen war, (Das gröftte Wunder der Faßbind"k''^^ hat Loudon auszuweisen, »ämlich ei» ^" ^i„s, faß in der Brauerei uo» B a r c l., Y "'^. ^ »^»1°^ das nicht weniger als I«8 «00 Gallonen (—^,^^. hält. also mehr den» doppelt so viel, "^ °"^ u fov beiger Faß, In der Weinesstgfowk v^^c ,„ ist eine Wcinlonue, oie 5<^.!09 G^onm halt. »> Essiafaß 56.?«!» Gallo,ic,' eulhaltcno. ^^ Druck und Verlag von I. v. Klei»mayr und F. Nawberg in Laibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I.