Nr. 88. Mittwoch, 20. April 1887. 106. Jahrgang. Nn.?^ ""<»ns<"t««: Vlit v»st»tls,n»un,: ,»n,I». Fiir die Zustell»!^ m« Hau« g.nzjährl« >l, l. — Instrtionöaebür: Für ^ "°° 'wsnatt bl« zn 4 Z«!len 2, fr,. grözere p«lZ«ile « tr,! bei öft«eu Wiederholungen pi, Zcilc » fr. Die ».^aibacher Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Gönn» und Feiertage. Die Udminlftratlon befindet sich Vahnhosgasse lb. die Medactlon Wlcn«ftraße 15. — Unftonlierte Vn«.^"""lster von Hernäls Franz Helbling das dtt -!5 s des Franz.Ioseph°Orben3 allergnädigst zu ""Yen geruht. illlf>^ l. "nd k. Apostolische Majestät haben mit o^Mer Entschließung vom 14. April d. I. den ^ K" Professor an der technischen Hochschule in slssol ^ ° Hans Skraup zum ordentlichen Propst Chemie an der Universitäl daselbst allergnä« "' zu ernennen geruht. Gautsch m. p. ll«er^ ^ und k. Apostolische Majestät haben mit h lWster Entschließung vom 13. April d. I. dem lch^ ""Meister der österreichisch-alpinen Montan-Gesellig, .^hann Mehringer in Prevail in Anerken-^tcrn?^ ^^ljährigen, einem und demselben Industrie« llit d, ." zugewendeten pflichteifrigen Berufsthätig-^ib,n Eherne Verdienstkreuz allergnädigst zu »er-'" Leruht. hllt ^^ Minister und Leiter des Justizministeriums ^ ^!^' ^ Bezirksrichter Joseph Hirschmann ^oz?' Leonhard in Kärnten nach Villach, Alois Hlli^^rfer von Patmliou nach Feldbach und Dr. ^Niit- '^^5t von Mautern nach Stainz; ferner er-^rich^' ^^ Rathssecretärs-Aojuncten beim Oberlandes-Z»off "l «raz den Vezirksrichter in Aussee Theodor it^!"ann bitter von OstenHuf, zum Raths-^tct ". Landesgerichte in Klagenfurt den Aczirks-'" Ürn?>,'^'llach Franz Strauß, zum Bezirksrichter üarl n? "^kin den Staatsanwalts-Substituten in Leoben dt„^ .^ d amlenzki, zu Staatsanwalts-Substituten !iit ^°^srichter in Rottenmann Dr. Wladimir Veran ^lchte^ ^n Gerichtsadjuncten bei dem Landes-^iil« '"> ^^uz Joseph Lienhart für Leoben, zum 9ttich^'chtK»Adjuncten in St. Marein del, Aezirks-^kena s luncten sül den Grazer Obcrlandesgerichts-^jllllct "M Liebisch, endlich zu Aezirksgcrichts-^- Leo ^ ^^ Auscultante«'. Dr. Joseph Mayer fiir ^>^9llrdin Kärnten mit Dienst<.'szuweisuug zu dem Bezirksgerichte in Villach und Dr. Albert Roesch für den Grazer Oberlandesgerichts-Sprengel mit vorläufiger Verwendung bei dem Landesgerichte in Graz. UWamtlicher Hheil Zur Situation. ä. 2. Wien, 18. April. Die Hoffnungen, die vielfach an die Rückkehr des russischen Botschafters Fürsten Lobanov auf feiuen hiesigen Posten geknüpft wurden, haben sich als irrig erwiesen. Fürst Lobanov weilt seit acht Tagen in seinem hiesigen Botschaftshotel und hat seinen gewohnten Verkehr mit dem auswärtigen Amte, mit dem diplomatischen Cirkel und der aristokratischen Gesellschaft wieder aufgenommen, ohne dass hierüber etwas Besonderes zu sagen wäre. Der Fürst hat keine Vorschläge seiner Negiernng überbracht, er hat keine u^uen Verhaudlun-gen angeknüpft und hat überhaupt keinerlei Schritt gcthau, welcher seinem Erscheinen eine außergewöhnliche Bedeutung geben würde. Er fährt fort, die Veziehun-gcu Russlands zu unserer Monarchie in sorgsamer Weise zu pflegen, tritt aber dabei nirgends aus dem Bereiche seiner normalen Functionen heraus. Seine Haltung ist das treue Spiegelbild dc>r russi-schen Politik im allgemeinen. Die russische Regierung gibt sich den Anschein, die bulgarische Frage vorderhand ganz und gar zu ignorieren. Diese Angelegenheit scheinl für das Petersburger Cabinet im Augenblicke nicht zu existieren. Russlaud hat keine Vorschläge zu machen, keine Anträge zu unterbreiten, es lässt den Dingen ihren Lauf und wartet ab. Es Hut au Bemühungen nicht gefehlt, die russische Regierung zu einer bestimmten Meinungsäußerung zu bewegen. Alle Mächte haben sich in dieser Richtung versucht, die Pforte hat in der jüngsten Zeit die größten Anstrengungen gemacht, um über die Absichten der Petersburger Regierung bezüglich Bulgarieus und über die Namen der dem Zaren gcuchmen Candidate« auf den bulgarischen Fürstenthron Authentisches zu erfahren, doch war alles vergeblich. Russlaud verharrt in seinem Stillschweigen nnd in seiner Passivität. Es verbleibt nack wie vor dabei, dass die gegenwärtigen Zustände in Bulgarien abuorme, dass die Regelitschaft und die Regiernng ille- gal seien, aber es beschränkt sich daranf, dicse That« sach^n einfach zn conltatieren, ohne irgend ein Mittel zur Abhilfe vorzuschlagen. Die anderen Mächte sind naturgemäß gezwungen, mit dieser Haltuug Russlands zu rechnen. Oesterreich-Ungarn für seinen Theil widmet dieser Politik seines Nachbars jede Rücksicht, indem es auch seinerseits darauf verzichtet, in der bulgarischen Frage irgend eine Anregung zu geben. Es ist richtig, dass, wenn im gegenwärtigen Stadium der Frage Russland und Oesterreich-Ungarn gezwnngen wären, offen ihre Meinung und ihren Standpunkt darzulegen, dieselben einander gewiss nicht decken würden. Rnssland verfolgt in Bulgarien, wie anf der Balkan-Halbinsel übeihaupt Ziele, die mit den Interessen der österreichisch ungarischen Monarchie nicht in vollem Einklänge stehen. Aber es ist keine Nöthigung vorhanden, diese Gegensätze hervorzukehren, solange sie sich nicht von selber aufdrängen. Es ist ganz gut möglich, dass die Dinge in Bul> garien sich noch Wochen und Monate hinaus weiter entwickeln, ohue dass irgend cim' Differenz der Anschauungen Russlands und Oesterreich-Ungarns zum Vorschein kommen mufs. Vor wenigen Wochen noch glaubte man, dass die Entwicklung der bulgarischen Frage in kürzester Frist zu einem Conflicte zwischen den beiden eben erwähnten großen Reichen führen müsse. Die geschäftige Phantasie mancher Politiker sah bereits die Russen gegen Bulgarien marschieren und formierte auch bereits die österreichisch-ungarischen Armeecorps, welche die russische Occupation zu verhindern bestimmt waren. Die Geschichte bietet der Bei» spiele genug, dass Conflicte, die unvermeidlich und unmittelbar bevorstehend schienen, dnrch ruhiges Abwarten uud geduldiges Ausharren vermieden worden sind. Auch mit der Orientfrage kann es so gehen. Diese Frage ist noch lange nicht an ihrem letzten Stadium angelangt. Die Dinge stehen nicht so, dass heute schon darum gestritten werden müsste, wer der endgiltige Erbe Coustautinopels sein solle. Allerdings ist den gegenwärtigen Verhältnissen keine ewige Dauer zu prognosticieren, und jedermann weiß, dass mit der fort« schreitenden Entwicklung der Balkanstaaten der Niedergang der Macht des ottomanischen Reiches gleichen Schritt hält. Allein man muss nicht unbedingt glau- Feuilleton. ^ Die rothe Terta. ^'lchen ^" "" echte Tochter des Alfölds, des un-^ blit,,, ^derlandes. dessen schier endlose Ebenen sich '> H " Seite,, der Theiß hinstrecken. Im allerklein-z ^ ^ ^ Ulföld« war sie zu Hause und meinte episch ll sie auf dem ganzen großen Pusstagebiete H,V Ware. welches das ungarische Flachland um-> Ty^n diesem Nrwusstseiu fühlte Terka sich, wie ^ ganze Welt. Wer demgemäß im Alföld tu"g ^"' der ist ein Weltbürger in der vollen Ve-'^Ke ni Wortes und die blonde Theiß ist ihm das b Tetta^ "Nr Kinder des uugarischen Niederlande ?""Nt« ^ 'tolz. als wär' sie die Tochter eines Edel-^ ">lr ei» "ündestens des Dorflichters. Iudcs war l,.'Iah. . Magd, eine recht armselige Magd. die sich t>. ' kos/" 3"^ in Bausch und Bogen für Unter-ka« °" der 3'? srchs Gulden Iahreslohn verbang, wie '«ii.«b'''k°m. "b iiblich ist. Doch ist damit noch nicht Gu ^' Hz.„ " einer ungarischen Bauernmagd er. h >.' brz " 's a» die Ernte geht, erhält sie eine 'w^t stebl ?lchtrn Getreides, und je nachdem sie im l'il, >Uen,' N>5l s'e ein oder zwei Ferkel zu hoff. ^r 3"rcigtliz ' '^ heranziehen. Das gibt allerdings lünn. lMnk. ^t dem man etwa in Szegedin — ^' a!>tr ' ^ Isolds - ein Fräuleiu spielen lchatt^llt ^? Dorfe reichts schon aus, um zum ^ zu U"°ern und sich ein seidenes Kopftnch au-"""«". Das ift das Wichtigste, denn eine! Alföldcrin. die nicht ihr seidenes Kopftuch besitzt, müsste sich ja schämen, Sonntags zu deu Zigeunern zu gehen. Die Terka hielt was daranf und ihr Kopftuch war auch stets so schön, wie das irgend einer Groß-bäuerin. Unter diesem Tuche lachte aber auch ein Gesicht hervor, das sich sehen lassen dnrfte. Startknochig, derb, aber von einer berückenden, sinnlichen Schönheit, wie sie dort unten allen Weibsleuten eigeu ist. Wohnt ja doch auf dem Alföld der prächtigste Schlag des an schönen Frauen so reichen Ungarlandes, so dass man meinen sollte, mit den ungarischen Frauen stünde es just im Gegensatze znm ungarischen Wein. Während dieser in der Höhe am besten gedeiht und mit dem Altern an Wert zunimmt, wachsen auf dein Flachlande die schönsten und kräftigsten Frauen, die aber — und das haben sie wohl mit den Fraueu der ganzen Welt gemein — mit dem Allern nicht gerade an Wert zu« nehmen. Fatal ists eben, dass sie gerade hier rasch altern, fast ebenso rasch, als sie aufblühen. So weit hielt aber die Terka noch lauge nicht. Sie zählte erst 18 Jahre und staud in der Blüte ihrer Schönheit. Dass sie trotzdem auf dem Tanzplatz wenig begehrt war, hatte feine vielen guten Gründe. Vorerst war sie eine Magd, so, dass cines Bauers Sohn sie füglich nicht zum Tanze nehmen konnte. Daran lag ihr just nicht viel, denn unter den Knechten gabs auch hübsche Buische. Weit übler sknd es mit dem zweiten Fehler, der ihr anhaftete, ein Geburtsfehler, der nun einmal nicht zu tilgen war. Die Mutter dcr Terka war eine Magd wie diese — nichts als eine Magd und das blieb sie ihr ganzes Leben, dann gabs nuch einen Geburtsfehler: die Terka hatte rothe Haare. Wär sie das Kind reicher Stadtleute geworden, kiilint man die Such? umschreiben uud von einem gold- blonden, mehr ins Rüthliche schimmernden Haare erzählen, aber so wurde es kurzweg ziegelroth geuannt, und das war wohl die richtigste Bezeichnung. Rothes Haar ist aber auf dem Alföld, wo die Mädchen das glänzendste rabenschwarze Haar besitzen, eine so seltene Ausnahme, dass die Telka für die leibhaftige Strafe des Himmels galt. Es war ja klar, dass man sie meiden musste, nachdem der Herrgott sie so markant ge< zeichnet hatte. Sie stieß sich nicht mehr daran, fie wars ge« wohnt, wie irgend ein anderer Mensch, dem der Himmel ein schlimmes Gebrest bcschieden hat, und sie ertrug das Dasein, wie es ihr eben beschieden, mit aus< gelassener Lustigkeit. Was sie an dem rothenHHaare nur ärgerte, war, dass es gar so reich niederquoll, fast bis au den Saum des kurzen Rockes, und sich so schwer in den Zupf bändigen ließ, den jedes ehrliche Bauernmädchen, mit Bändern dnrchflochten. rückwärts niederhängen lässt. Wehe, wenn das Bauernmädchen den Zopf aufstecken mufs. Die Bauerutradition hält strenge daranf, dass nur ein braves Mädchen den niederwallen-den Zopf bis znm Traualtar trageu darf. Die rothe Terka war missachtet, sie ward schlecht gehalten, dem Haushund thaten sie oft freundlicher al« ihr; aber ihr siel es nimmer auf. Seit ihrem cilften Jahre, diente sie und arbeitete mit Lust, wie sie an allem Freude hatte, was sie sah uud was sie umgab. Wenn sie mit den Hühnern um die Wette ans dem Heu kroch, verzog sie erst eine Weile in der großen Luke des Heubodens, der ihr duftiges Schlafgemach bildete, und blickte fröhlich in die Landschaft hinaus, die sich weit, weit hin dehnte, so gleichmäßig, so flach wie eine Stcppe. Dann guckte sic zum Storchennest empor, lugte nach del, Tauben hiuüber. grüßte zu den Hühnern hinab, zu den Gänscu und zu deu Enteu, Mblicher Zeitung Nr. 88__________________________________________738 ___________ 29. April 188?- ben, dass die letzte Scene dieses Dramas absolut eine kriegerische und blutige sein müsse. Im entscheidenden Augenblicke werden sich vielleicht Mittel und Wege finden, vorhandene Interessengegensätze auszugleichen und gegenseitig zu compensieren. Soviel ist gewiss, dass die maßgebenden Kreise Oesterreich-Ungarns, wie fest sie auch entschlossen sind, von den vitalen Interessen der Monarchie keines preiszugeben, doch in gleicher Weise besticht sind, mit allen Mitteln den Frieden zu erhalten und namentlich den Frieden mit Russland durch keinerlei Vorurtheil, durch keinerlei Zwischeufall und durch keinerlei Uebereiluug störeu zu lasse». Der trennenden Momente zwischen Oesterreich-Ungarn und Nusslaud gibt es sehr viele, es gibt aber auch manche Momente der Vereinigung nnd der Inter-essen'Identität, »nd im entscheidenden Augeublicke werden wohl diese letztereu del, Ausschlag gebeu. Politische «elierftcht. (Verhandlungen der Quoten-Deputationen.) Aus dem bisherigen Verlaufe der mündlichen Verhandlungen beider Quoteu-Deputationeu geht hervor, dass auch die gemeiusameu Conferenzen bis znr Stuude zu kciuem Resultate geführt haben, ungeachtet österrt'ichischerseits der im Iaworski'schen Renuutium festgehaltene Standpunkt, dass die Frage des Präci-puums überhaupt nicht Gegenstand der Erörterung sein könne, bereits aufgegeben wurde. Die Deputation des Reichsratheb ist sowohl hiemit wie mit ihren weiteren Vorschlägen darüber, welches ziffermäßige Äquivalent, beziehungsweise welche gesetzliche Garantien Ungarn für dieses Aufgebe- eines vertragsmäßigen Zustandes bieten soll, wohl l, s an die äußerste Grenze des Entgegenkommens gegangen. Diese Vorschläge sind von der uugarischeu Deputation abgelehnt worden. Die österreichische Deputation hat nunmehr die unga« rische Deputation eingeladen, ihrerseits einen Antrag zu stellen, und diese letztere trat gestern nachmittags zu dem Zwecke znsammen, um der Aufforderung der österreichischen Deputation nachzukommen. Man darf wohl erwarten, dass die ungarische Deputation einen Vorschlag unterbreiten werde, welcher dem Standpunkte der österreichischen Deputation volle Rechnung träqt und die endliche befriedigende Lösung der Quotenfrage ermöglicht. (Parlamentarisches.) Im Lanfe dieser Woche nehmen beide Häuser des Reichsrathes ihre dnrch die Osterfeiertage unterbrochene Thätigkeit wieder auf. Freitag den 22. d. M. tritt das Herrenhaus und tags-darauf das Abgeordnetenhaus zusammeu. Auf der Tagesordnung des Herrenhauses befindet sich der Schmer-ling'sche Antrag in Angelegenheit des IustizMiniste« rialerlasses an die Oberlandesgerichte in Prag und Brünu, auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses Berichte über Petitionen. (Staats ei sen bahn rath.) In der nächsten Zeit wird der Staatseisenbahnrath zur Frühjahrssession einberufen werden. Die Verathungen werden in der zweiten Hälfte des kommenden Monats stattfinden, doch nur kurze Zeit in Anspruch uehmen, da das Ma- terial weder umfangreich noch vou größerer Wichtigkeit sein wird. Die Erwartung, dass eine Vorlage auf partielle Tariferhöhungen unterbreitet werden wird, war eine unbegründete. Es verlautet, dafs vorderhaud an eine Aenderuug im Tarifwesen umso weniger gedacht wird, als die Ergebnisse des Staatseisenbahn-Betriebes ohnedies sowohl vom volkswirtschaftlichen wie vom staatsfinanziellen Standpunkte aus befriedigend erscheinen. (Der deutsche Nachtragscredit.) Der mehrfach erwähnte Nachtragscredit, welcher dem deut« scheu Reichstage für militärische Zwecke vorgelegt werden wird, soll 134 Millionen Mark betragen. Hievou würdeu 47 Milliouen auf die Ausführung des Militär° gesetzes und 87 Millionen Mark auf den Ausbau der Festuugeu, der Kasernen und auf die neue GepäcksauK« rüstung entfallen. (Die Parteien in Serbien.) Eine Spaltung in der serbischen Opposition ist wegen der inneren uud äußeren Politik eingetreten. Die Gemäßigt-Radi-calen und die National-Liberalen bilden eine neue Parteigruppe gegen die Extrem-Nadicalen und Risti-cianer. Ein neues Parteiblatt wird gegrüudel. Die neue Partei will der Fortschrittspartei nur sachlich, nicht persönlich opponieren. (Bulgarien.) In competenteu bulgarischen Kreisen bezeichnet man die Möglichkeit neuer Schild-erhebuugen iu Bulgarien selbst für geradezu ausgcschlos-seu und besorgt Versuche zu Ruhestörungen höchstens von den in Reni uud in Thracien sich bildenden Banden; allein auch in dieser Richtuug seien wirksame Maßregeln ergriffen, um dieselben vollkommen unschädlich zu machen. — Das Osterfest wurde im ganzen Lande in lebhafter und angeregter Weise gefeiert. (Aus Afghanist a n.) Eine telegraphische Meldung aus Bombay, welche von einem zwischen den Truppen des Emirs von Afghanistan und dem im Aufruhr befiudlicheu Stamme der Gilzais im Bezirke von Schilfur stattgefundenen Treffen berichtet, lässt den Ausgaug des Gefechtes unklar, obgleich die Depesche so zugeschmtten ist, dass man zunächst an einen Sieg des Emirs denkt. Wie es sich damit wirklich verhält, muss abgewartet werdeu; da aber Schilfur im Bezirke vou Kablll liegt, scheint es jedenfalls, dass die Empörer dem Emir schon sehr dicht auf den Hals gerückt ge-Wesen sind, als das Treffen stattfand. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, für die durch Elementar-unfällc geschädigten Bewohner von Doboka 400 fl. zu spenden geruht. — (Nordenskjölo und Sterneck.) Ein Zufall wollte es, dass der berühmte Erforscher der polaren Durchfahrt, Baron Norden skjöld, und der Chef der österreichischen Marine, Baron Sterneck, in einem und demselben Wagen Sonntag die Reise von Adelsberg nach Wien zurücklegten und dennoch nicht zusammentrafen. Baron Sterneck hatte in Divaca den Zug der Südbahn bestiegen und sich in sein Coupe, das er mit zwei anderen Personen theilte, zurückgezogen. Baron Nordenskjöld la>' ill Adclsberg in den Waggon. Er hatte, von Vened's kommend, in Adelsberg sich aufgehalten, um die OrB zu besehen, uud war nun auf der Rückreise nach Stockhow Die beiden Seemänner kamen aber doch in keine ^ rührung mit einander. Als Baron Nordcnskjöld hörtt' dass Vice-Admiral Sterneck im Zuge sei, wollte er s"" Bekanntschaft macheu und sich ihm vorstellen. Äaro Stcrneck hatte aber bereits den Waggon verlassen, un der Aufenthalt in deu Stationen war eiu zu kurzer,^ dass eiu Zusammentreffen der beiden hervorragenden l^e" manner möglich gewesen wäre. Narou Nordeustjöld driicl hierüber sein lebhaftes Bedauern ans. Barou Sterne" erfuhr erst in Wien, wer seiu Wagengefährtc gewesen Baron Nordenskjülo zeigt iu seinem Aeußcrn nichts vo« «wettergcbräunten" Seemann; er ist ei» kräftiger, behaus aussehender Herr, in dem mau eher einen OutsbeM als einen Polarfahrer vermuthen würde. Im VelM ist er ungcmcin freundlich und entgegenkommend, bav ist er vou großer Anspruchslosigkeit uud Nachsicht g^s seine Umgebung. Er spricht geläufig deutsch, ist mitthe^ sam über seine Erlebnisse und empfänglich für die l»eue> Eindrücke, die er auf der Reise sammelt. . — (Wieder ein Thurmtletterc r.) ^ Wien wird uns unterm Vorgestrigen gemeldet: D< Thurmbestciger Pircher, welcher am 18. August v < anlässlich des Geburtstages Sr. Majestät eine Fahne a" dem Stefansthurme aufhisste, wurde durch eine ähnl^ That des noch nicht 17jährigen Claviaturmacher-Lehrlins Rudolf Richter übertroffen, indem dieser aulässlich ^ Namenstages des Kronprinzen in der verflossenen, >^ kalten uud stürmischen Nacht dieselbe That glücklich a"^ führte. Tausende Neugieriger strömten heute auf ^ Stefansplatz, um die lustig von der Rosette unterhalb de» Kreuzes wehende Fahne zu sehen. — (Eine Hoch staple r i n.) Gegen die be> Agramer Gerichtshofe iu Haft befindliche Frau Marie vo" Winning ist die Anklage wegen Verbrechens des ^. truges erhoben worden. Frau Winning recurrierte s^.'. gegen die Untersuchungshaft als gegen die Anklage, es'! jedoch beides rechtskräftig, und dürfte fchon in kurzein b Verhandlung stattfinden. »« — (Ein Fiasco Zola's.) Am 17-d-^ fand in Paris die erste Aufführung von Zola'S ft"'' actigem Drama «Ren^e» im Vaudeville-Theaters. Der Inhalt des Stückes ist folgender: Ein reiches 3M cheu heiratet wegen eines Makels an seiner Ehre "" armen Speculanten, verliebt sich aber in dessen SH aus erster Ehe und erschießt sich, nachdem das string Verhältnis durch die Spionage ihrer Gesellschaftssrcu» i tage gekommen ist. Dem Stücke war eine lebhafte ^ clame vorangegangen, als ob die Vühnen-Production durch in neue Bahnen des Naturalismus geleitet lvel würde. Indessen enthält das Stück nur einige ^^ genehm spannende und bis zur Peinlichkeit gesteig Scenen und viele Gemeinplätze. Die Sprache ist h^sst derb als anziehend. Daher fand «Renöe» zum SO"' die verdiente Niederlage. ^ — (Attentat auf Bazaine.) Der ehe^ Marschall Bazaine war vorgestern iu Madrid ^g stand eines Attentates seitens eines Franzosen, wel^ die geschäftig nach der Theiß zuwackelten. Dabei ward ihr Herz so voll, sie musste aufjubeln und ihrer Kehle entrang sich das Lied: «Ei, wie bist du schön, mein Alföld--------------» Wer weiß, ob sie in diesem Augenblicke nicht einen Thron ausgeschlagen hätte, wäre er ihr unter der Bedingung angeboten worden, ihr Alföld zu verlaffen. So lebte sie in übermüthiger Lustigkeit ihre Tage dahin, ein herzensgutes Ding, das niemandem etwas nachtrug, wie mau auch mit ihm umsprang. Am Sonntag putzte sich Terka stolz heraus. Für wen? Nicht einmal, um sich im Wasser der Theiß zu spiegeln, denn ihre gelblichen Fluten zeigen nur ein verschwommenes Spiegelbild. Sie putzte sich, Weil's ihr Freude machte, gleich den anderen Mädchen dazustehen, und wenn ein Knecht sie seitwärts zum Tanze holte oder wenn gar der wilde Pusstenschn, der Csikos, sie um die Hüfte nahm, blickle sie dankbar zu ihm empor, nicht achtend, wie die anderen lächelten wegen des hässlichen, langen, rothen Zopfes. Es tanzte ja doch keine vou ihuen, das wusste sie wohl, feuriger uud kecker den Csardas als sie. Das war immer, als ob der ganze Körper sich in lanter Csardas-Melodien auflöseu wollte. Alle Gli dmaßen vibrierten, während die Tänzerin sich iu schlcilgenartigen Windungen langsam dein nahenden Tänzer entzog, die Fersen bohrteu sich schier iu den Boden und der Fuß schien doch über demselben zu schweben, das Antlitz glühte, der rothe Zopf flog hin und her, die Augen blickten verzückt zum Himmel empor und f augenblicklich schnüren möge. Das that s^> sjl dem Wege nach dein Heuboden aber pa!^.h^ die Kammer des Bauern. Dort hieng die ^<^ßc>l i Flinte an der Wand. Sie nahm sie kurz entl^s" l herab, gieug iu den Hof hinaus und fchofs b^' ^sse ' nieder. Der meineidige Bursche ist an dem i„l ^ nicht gestorben, aber die arme Terka haben ! .^ s,l Comitatsgefäugnis gesteckt, und im Dorfe h"l> ^sj kopfschüttelnd gesagt, es sei doch richtig geniese''' ^h, dcr Herrgott sie iu dcn rothen Haaren als ^ ^M haftige Strafe hingestellt habe. E« war nur ei'' ^'' dass sie ihr im Comitatshause deu langen rlM sottschnitten, als sie ihr das Urtheil verkünd""..^,!> , Wie sich die Leute wohl gefreut hab"' .' „!'!' 5 weun sie erst gewufst hätteu, wie die Terla '"^„itt^ ^ schluchzte, als sie ihr den sündigen Zopf ""'g'A l^ wie es ihr das Herz zusammeuschuürte, ""' ' ^ zweifelt die Häude rang .... Dafs ihr ""H? B unglückfeligeu rothen Haare so viel gelegell w" ^ ja! W«e die Schere knirschend dnrch dasst ° ^'^ war's ihr, als ob sie ihr da« Herz durcy!' würden. < „d^ Bernhard Guchl"' l ^bnchtl Leitung 9ti. 88 739 20. April 1887. ttlii^ ^' "s"n Vaterland rächen wollte». Bazaine 'M eine« Dolchstich in den Kopf. die Wunde scheint """ keine schwere zu sein. A 7^ (Fröste in Ungarn.) Aus verschiedenen Nl^' Ungarns werden Fröste gemeldet, welche den "Mamnen erheblich schadeten. la« V^ ^^ '"^^ ^'^ Sammelwuth gehen lebl ä'' ^^^^nge wurde in Paris ein 72jähriger Greis l^ " leincr Wohnung gefunden. Allem Anschein nach 3a " ^n Erschöpfung gestorben. Aber man fand eine Vinn^ "°" ^^^^ Nmsteigekarten aller Pariser z^ ' "s- und Pferdebahnlinien vor. Die etwa zollgrohen ^inie ^"" Pappstückchen, waren sorgfältig nach sehr " "'^ Jahrgängen geordnet. Die Sammlung dürfte bi« <^ ^ndig sein, denn die ersten Jahrgänge reichen l840 zurück. ^ ^7 (Anzüglich.) Dichter: «Sie waren so gütig, Ern tt ^^nnche für meine Ihnen gewidmeten poetischen UM ^ herrliche Pastete zu schicken!» — Dame: A ^ustz ich mich noch entschuldigen; — nicht wahr, ^ "khmen es doch nicht übel, dass ich Ihnen für ^ Gedichte etwas Genießbares schickte?!» Poetisches Tagebuch. All!oi ^ ?^ 5"^ """' °"^ Vücher, aus welchen einem der Vn^ "lM'chminIt ganz und voll entstegenlritt, Nci Eduard von ^„^ ''elds «Poetischem Tagebuch», welches im Verlage von ^ ^ ". Jacket in Berlin soeben erschienen ist. ist dies der Fall. '°tht, ^'chnmlgcn des Nestors der deutschen Lustspieldichtcr !^° >^ ^°" ^^' "^" ^"^ ^^ ä'" letzten der Liebenswürdiq-^suna" ^cher Ursprünglichleit, naiv gesunder Lelieusauft ÄuM/^y.egcn, ^,^ einträchtigen Vereine mit häusig weitem ^chlvun ' ^"^^ zutreffendem Urtheile und großmüthigem ?^en >,^' Richer hat es nienmls einen Literatcn von Fach ge^ jelti. ^ ^ sreier war von Schöngeisterei und Koketterie als Bauern« Tich "?"1 eben in dieser Einfachheit, ja dieser Nonchalance des !^tl u ^ ^'^ "" Zug natürlicher Würbe, wie er dem Ta-!cll^^° Verdienste so wohl ansteht, der sich aber nur wunder-^rrtcn schlichter Form ausprägt. Welche Wärme in der üchh "ung anderer, welche Gelassenheit und wie viel gut^ d«n lf l bunwr in der Seldstbeurtheilung und denl Hinnehmen ^dk « Z und Missersolg! Wie sehr illustrieren dies fol° ^" «Ahnsrau» gelesen. Vin außer niir. ^°s ist ein Dichter! . . . Wai sind »ir? ^llllparzer kennen lernen. ^nahm sich meiner freundlich an, ^H hätte gern mein Herz ih>n aufgethan, '""ch naht man ihm, so wird er sich entfernen. hltM!^"' Enthusiasmus ftr fremde Grüße ist doch wahrlich ^!ül», ! Factnr! Und desgleichen ist es die Schilderung der ^Mrln," der ersten Aufführung eine? Stückes, bei Erfolg und ' h in ungeschminktester Naivetät: Im Orchester der erste Bogenstrich — Ins Herz ein Stich! Die ersten Scenen. Mir ward nicht wohl, Die Verse klangen so schal, so hohl! Hat sich das Publicum amüsiert? Schwind und Schubert haben applaudiert, ^obfprüche der Freunde, von allen! "tir aber ist, als wär' ich durchgcfallen. Sind Theatererfolge ein Glück? «« bleibt ein Gefühl der Leere zurück. Dein Schaffen erfreut das Publicmn, Das gern bei deinen Witzen lacht, Doch, wenn man dich heruntermacht, So hat es auch sein Gaudium. Mehrmals durchgefallen, Das ist Künstlers Erdenwallen! Da alles mir misslungen, Iunl Uebersehen mich verdungen, Das gibt denn immer Zerwürfnisse, Lebt man von heut ans morgen, Hat geistige Bedürfnisse Und muss sür leibliche sorgen. Diefe im Jahre 1840 ertönende Klage ist der höchste Grad von Pessimismus, zu dem sich Bauernfeld aufgeschwungen. Wie ganz anders ein Dichter von heute! Wenn nicht sein Erstlingswerk alsogleich Furore macht, klagt er Gott und die Welt an, sein Genie in der Knospe geknickt und so iu unverantwortlicher Weise die Menschheit um Meisterwerke sondergleichen ge° bracht zu haben. Und vier Jahre später ist der Dichter noch ebenso warmherzig, bewunderungswürdig, als er zwanzig Jahre früher Grillparzer gegenüber gewesen. Und wie rein hat sich der Vierundachtzigjährige die poetische Empfindung bewahrt, da er bei Hebbels Tagebüchern ausruft: Die Muse hat ihn reich beschenkt, Sein Geist ist eigen eingerichtet, Er ist ein Dichter, wenn er denkt, Ein Grübler, wenn er dichtet. Treffender dürfte Hcbbel wohl niemals charakterisiert worden sein! Und nirgends finden wir bei dem Manne, bnn die deutsche Bühne so viel Treffliches zu danken hat, jene Selbstbespiegelung, die heutzutage so üblich. Bauernfeld fühlt sich immer ein Theil des Ganzen, steht in stetem Connie mit ihm, bezieht sich auf die Welt, uicht die Welt aus sich, und lebt mit ihr, was sie bewegt. Voll der Kunst hingegeben, empfang er doch jederzeit den Pnlsfchlag des politischen Lebens voll mit, häusig außerordentlichen Scharfsinn, kluge Voraussicht bekundend. Doch wollen wir hier mir noch einiges auf das Theater Bezügliche aus dem rei' ze„den Buche anziehen, da des Dichters Sinnesart in diefcr Richtung ganz besonderes Interesse besitzt. Gar zutreffend klingt dir Klage: Was hilft das redlichste Pestreben, Wenn uns so Stoff als Form gebricht; Ihr wollt ein Lustspiel nach dem Leben — Ihr lebt ja nicht! Was wollt Ihr die Franzosen schelten? Sie haben Geist und Witz, das packt! Sei's übertrieben, lasst es gelten! Seid alles, nur nicht abgeschmackt. Die Mimen sind ein eigen Geschlecht, Lobt man sie alle, ist's keinem recht, Ein jeder sieht sich im hellsten Licht, Die anderen stehen im Nebel dicht, Müsst ihnen erlauben des Friedens wegen Das Losziehen über ihre College«. Doch scheint uns dies eine Anschauungsweise, die sich nicht auf den Schanspiclerstand allein erstreckt. Wie gern möchten wir des Hübschen und des in anspruchs-loser Form Tiefgreifenden noch mehr citieren, doch würoen wir da gar lange nicht fertig, und so ist es denn am besten, den Leser anf das Buch selbst zu verweisen und nnr noch hervorzuheben, dass der Dichter für seine Freunde und auch sein prächtiges Factotum, die «treue Resel», herzliche Worte des Dantes findet. Nur ein Citat noch: Bin Anno zwei geboren, Und immer klingt's mir in den Ohren: «Wir leben in einem Uebergang!» So geh' ich über bereits hübsch lang, Und so ist mein Leben schier hingegangen, Eh' ich zu leben recht angefangen. Möge Baucrnfeld noch manchen «Uebergang» frisch mit' gehen! Es wird wohl niemand den Band aus der Hand legen, ohne in dem Dichter, den er lange schon geschätzt, auch den Menschen liebgewonnen zu haben, der ihm sein Herz so under« holen blohgelcgt. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem k. l. Landesschulrathe.) Ueber die jüngste Sitzung des k. k. Landesschulrathes für Krain erhalten wir nachstehenden Bericht: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trug der Schriftführer die seit der letzten Sihuug erledigten Geschäftsstücke vor. Dies wurde zur Kenntnis geuommeu und fodann zur Tagcs-orduuug geschritten. Wegen Eröffnung einclassiger Volksschulen in Dobovc, Skopitz, Großpudlog und HrovaZki Brod werden die Acten an den krainischen Landesausschuss nm dessen Zustimmung geleitet. Ebendasselbe wird veranlasst wegen Errichtung einer Excurrendo-, eventuell einclassigen Volsschule in Podprekar, Die vom Vezirks-schulrathe Stem bcautragte Umgestaltung einiger Lokalitäten beim Baue der zweiclassigen Volksschule in Dom» zale-Goricica wurde bewilligt. Der Beschwerde eines Ortsschulrathes wider die Entscheiduug des betreffenden Bezirksschulrathes wegen Verleguug der Hauptferieu in die Monate August und September wurde Folge gegeben. Die dritte Lehrstelle an der vierclassigen Volksschule iu Senosetsch wurde der definitiven Lehrerin an der Volksschule in St. Veit bei Sittich, Marie Stuchly, verliehen. Wegen Errichtung einer Parallclclasse an der Mädchen-Volksschule in Stein für die fchulpflichtigeu Mädchen der Umgebung wurde der Act an den kraini-schen Landesausschuss um Zustimmung geleitet. Das Gesuch einer Lehrerin um Bewilligung des Rückcrsatzes der an den krainischen Lehrerpensionsfond geleisteten Beiträge wurde abgewiesen. Die Dienstesresignation eines Volksschullehrers auf feine Lehrstelle wurde angenommen. Der Oberlehrer Barthol Kimovec wurde in gleicher Diensteseigenschaft von Laferbach an die Volksschule in Moräutsch und der Oberlehrer Franz Voll may er in Moräutsch iu gleicher Dienstcigeuschaft au die Voltsschule in Lasorbach übersetzt. Die angcsuchte Einführung des Halbtagsuuterrichtes an der Mädchenschule in Reifuitz wurde bewilligt. Eine ausnahmsweise Uuterrichtseinrichtung an der Schule iu Goricica wegen Ueberfüllung derselbe»« wurde bis zum Zeitpunkte der Eröffnuug der neuen Schule dafelbst genehmigt. Die Zulassung eines Externen zur Maturitätsprüfung am Schlüsse des Schuljahres 1886/67 am t. k. Staatsgymnasium Laibach wurde bewilligt. Einem Professor au der k. k, Staatsrealschule iu Laibach wurde die vierte und einen» Professor am k. k. Staatsgymuasium iu Rudolfswert die dritte Quinquennalzulage zuerkannt. Das von der Direction der Bürgerschule in Gurkfeld vorgelegte Manuscript: «Xssoädo »v. pisiuH x2 ui'Hjo ,a,2t6e^'/ elttgegnete Cora, während ihre Thränen ?lt ^l ten auf ihre verschlungenen Hände, Thränen, !5 gtoh ^"fehlten Leben jenes Mannes galten, der ^ llick^ "haben hätte dastehen können, wenn sein l'Htete « ^^ Bahnen eingeschlagen hätte. Plötzlich l^M . as Haupt empor, und ihrem Gatten un- '3K s? bi^ Augen blickend, fragte sie: j"tii^Mr Zufall ^t dich heute nach Hause ^ret,",/Mt? Du wolltest erst am Morgen heim« Er ' >. '9ck"^ nachdenklich. lnich ^ ?"ß es selbst nicht, wie ei gekommen, dass / ernst ^'Ätc, wieder nach Hause zu eilen,» sprach w^ ^r' an ) war bei meiner Mutter und schüttete ^ so «l. ?^"elt Kummer aus; sie aber verurtheilte ? ich löblich, dass ich meinem Weibe misstrane, L> " Prr?^ rasch entschloss, heimzureiten und um ^ sei 5 "He Verständigung mit dir zu erzielen, "«r!. "unk dafür, dass ich kam. ehe es zu spät tü. ^l z^ s ^."" uur Marcus veranlassen, dich gar l?auch° Mssen? Ich hätte nimmer gedacht, dass ""test,, r emcn einzigen Feind auf Erden haben ^ t^!'""ne wird sich in dieser seiner An- Ml^otiu en» mir Gclog.ier ist zweifellos das em. 9l,ln ^ftrr p!"^ Venchmens. Vielleicht wird sein ' doch lV "U2 auch noch eines Tages auf. ^ Mvst wenn dies nicht der Fall wäre, so können und wollen wir zufrieden sein, weil nun nichts mehr trennend zwischen uns steht!» «Nichts mehr!» wiederholte sie wie in einem seligen Traume seine letzten Worte, ihr Haupt an seine Brust anschmiegend. So verharrte sie minutenlang, und er sah lächelnd auf sie herab. Dann aber erhob sie plötzlich ihr Antlitz wieder, und zu ihm aul> blickend, fragte sie, indes eine leichte Wolke über ihre Züge huschte: «Und weun du wieder einmal glaubst, Veranlassung zu habe», mir zu misstrauen —» Er verschlofs ihr den Mund mit Küssen. «Ich werde dir nie wieder misstrauen, Cora.» sprach er liebevoll. «Du hast mir verziehen, aber ich werde mir selbst niemals verzeihen können, dass ich an dir zweifelte!» «Kannst du mir heute eine halbe Stunde deiner Zeit schenken, Vincent?» fragte Georg Leeson, in den Rahmen der Thür tretend, während Alan und Cora eben das Frühstück zu sich nahmm. «Verzeihen Sie mein Eindringen, Lady Cora, doch ich habe Dinge von Belang mit Ihrem Gatten zu verhandeln.» «Nimm Platz und frühstücke zuerst mit uns,» fprach der Freiherr, dem Freunde die Hand schüttelnd, während auch Cora ihu herzlich willkommen hieß. «Ich dauke sehr; ich habe bereits gefrühstückt!» lehnte der juuge Manu ab. «Natheu Sie, wo wir seit der Vorwoche gewrseu sind, Leeson!» lächelte die Dame des Hauses. »Ich hörte, dass Sie verreist waren, und ver» muthete Sie in Bungalow bei der Mama.» «Nein,» entgegnete Sir Alau, «wir sind iu der ewigen Stadt gewesen und vou dort bereits zurück» gekehrt; wir wollten alte Erinnerungen wieder wachrufen.' Nachdem man noch eine Weile über die unternommene Reise hin- und hergesprochen, brach George Leefon plötzlich ab: «Vincent, der Zufall hat mich mit einem alten Bekannten vou dir zusammengeführt; ich entdeckte erst vor wenigen Tagen, dass er im gleichen Haufe mit mir wohne!» Cora's Augen richteten sich mit dem Ausdruck von Spannung auf den jungen Mann, dem es scheinen wollte, als legte sich ein leichter Schatten über ihre Züge. «Wirklich? Und wer ist das?» fragte der Frei« Herr indes mit Interesse. «Keiu anderer, als dein ehemaliger Kanlmcrdieurr Marcus!» Mit einem Satze, wie von einer Feder empor-gefchnellt, fprang Sir Alan auf. «Er ist hier!» rief der Freiherr aus. «O, wrlch eine Fügung! Nun werden wir endlich einem bis mm uuaufgelösteu Räthfel auf die Spur kommeu. Du hast dich ihm doch nicht als meinen Freund zu erkennen gegeben ?» «Natürlich nicht!» versetzte George Leesou. «Wir sprachen nur eiumal flüchtig miteinauder. Ich weiß ja. dass dir daran liegt, zu erfahre«, ob noch irgend ei,» anderes Motiv als Geldgier seine Handlungsweise ver. aulafst hat. Ich habe ihn deshalb zum Gabelfrühstück zu mir eingeladen. Willst du auch kommen? Ich muthe dir nicht zu, dich mit einem Menschen gleich diesem an einen Tisch zu setzen, aber anstatt das Gabel-frühstück einzunehmen, kaunst du ja zu einer Verstau« digung mit ihm kommeu.» '«Ich werde erscheinen! Du brauchst nichts zu befürchte,». Cora, ich werde ihn mit keiner Hand bo rühren,» befchwichtigte Alan feine Gattin. sssorch'huliq folgt.) Laibachtt Zeitung Nr. 88 740 20. April l887. — (Vom Laibacher Volkskiichenverein.) Seit der Gründung dieses Wohlthätigkeits-Iustitutes in unserer Stadt (im April 1877) sind nunmehr zehn Jahre verflossen, und die Vewohner Laibachs, die seit den ersten Tagen des Bestandes unserer Volksküche derselben stets ein so lebhaftes Interesse und eine so werkthätige Antheilnahme bezeigten, werden gewiss auch diesem wichtigen Denksteine in der Geschichte der Laibacher Volksküche das gleiche lebhafte Interesse, die gleiche werkthätige Antheilnahme entgegenbringen, wie in allen bisherigen stattgehabten patriotischen und andereu Veranstaltungen des genannten Vereines. Das Hauptgewicht jedoch legt die Vereinsleitung und alle jene, die sich für das Wirken des hiesigen Volksküchenwesens interessieren, auf die Studentenverpflegung durch die Volks« lüche, und das ist einer der hervorragendsten Zwecke derselben, txr studierenden Jugend, der Zukuuft des Landes, gegen möglichst billiges Entgelt eine gesunde und nahrhafte Kost zu verschaffen. Unablässig sorgt der Verein, um diese schöne, edle Aufgabe nach allen Seiten hin voll und ganz zu erfüllen. Und bei diefem christlichen Werke wird er außer von den Gönnern und Jugendfreunden vornehmlich unterstützt durch die wirkenden Damen, die unermüdlich Jahr um Jahr in der Volksküche thätig sind und es dem Vereine durch ihre Hilfe ermöglichen, diese humanitäre Institution fort zu erhalten. Obwohl eine Reihe von Damen der Volkslüche zur Seite stehen, so wäre es dennoch sehr erwünscht, wenn sich noch mehr werlthätige Frauen und Fräulein zum Beitritt herbeilassen wollten, da besonders beim Eintritt der schönen Jahreszeit oft durch die Abreise der einen oder andern Dame eine empfindliche Lücke in der Besehung der Tage entsteht. Aus Anlass des oben erwähnten, glücklich zurückgelegten ersten Decenniums hat die Vereinsleitung beschlossen, eine Art Erinnerungsfeier in den Räumen der Laibacher Volksküche zu veranstalten sowie eine Feftfchrift herauszugeben. Der Tag dieser Gedenkfeier ist nunmehr endgiltig auf Sonntag den 6ten Mai d. I. festgesetzt worden. Die Feier soll durch eine hl. Messe in der Ursulinnenkirche früh 9 Uhr eingeleitet werden, welche der hochw. Herr Canonicus Monsignore Lucas Je ran abhalten wird, wobei der Ausschuss und alle thätigen Mitglieder der Volksküche zu erscheinen gebeten werben und wozu an alle Wohlthäter und Förderer des Laibacher Volksküchen-Institutes die geziemende Einladung gerichtet wird. Um 11 Uhr wird ein Gratis-essen für Studenten und die täglichen Gäste bereitet sein und um 12 Uhr ein solches für die im Armenhause untergebrachten Armen. Indem jedoch die Mittel des Vereines nicht ausreichen, die Kosten dieser Gratisbespei-sung für 400 Personen selbst zu tragen, so richtet die Vereinsleitung an alle edle Menschenfreunde und Gönner der Laibacher Volksküche die inständige Bitte um Unterstützung. Geldbeträge wie auch Victualien, Bier und Wein werden dankbarst entgegengenommen, und übernimmt solche der Vereinsobmann Herr l. k. Haufttmann Vincenz Hübschmann, Römerstraße 2, und der Vereinscassier Herr t. k. Hauptmann Mathias Zitterer von Casa Eavalchina, Alter Markt 34. — (Vom Trie st er Staatsgymnasium.) Wie die «Edinost» meldet, hat das k. k. Unterrichtsministerium über Antrag des k. k. Landesschulinsftcctors angeordnet, dass vom kommenden Schuljahr angefangen am k. k. StaatSgymnasium in Trieft die slovenische Sprache für alle Schüler slovenischer Nationalität als obligater Lehrgegenstand eingeführt werde. — (Der Laibacher deutsche Turnverein) veranstaltet Samstag den 30. d. M. im Casino-Olassalon einen Unterhaltungsabend. Dieser Unterhaltungsabend Wird insbesondere dadurch an Interesse gewinnen, dass dessen erster Theil der Erinnerung an den 100jährigen Geburtstag des Dichters Ludwig Uhland gewidmet sein wird. Der Abend wird eröffnet werden mit dem Uhland'schen Liede: «An das Vaterland», in Musik gesetzt von C. Kreutzer; hierauf wird der Vorstand des Vereines einen für diesen Abend verfassten Gedenksftruch zum Vortrage bringen. Sodann folgt C. Kreutzers Quartett: «Dic Kapelle» (l'ig-moll, Dichtung von Uhland), woran sich verschiedene Dichtungen Uhlands, declamiert von Herrn Otto Veit, Mitglied der fürstlich Detmold'schcn Hofbühne, anschließen. Für den zweiten Theil des Abcnds ist ein reichhaltiges Programm in Aussicht, bestehend aus heiteren Lhören, Instrumental- und Prosavorträgen. — (St er be fall.) Vorgestern verschied in Graz Dr. Vliskey Edler von Delney, ehemals Leibarzt des Kaisers Maximilian von Mexico, im 52. Lebensjahre — (Jagdglück.) Ein starker männlicher Bär ist gestern Dienstag, den 19. d. M., von Sr. Durchlaucht dem Prinzen Ernst zu Windisch-Graetz in der fürstlichen Jagd Golobicovc erlegt worden. — (Zum Diebstahl im Palais Mcran.) Man schreibt aus Oraz: Der Sohn eines im hiesigen Palais des Grafen Franz von Meran Bediensteten hat die Verübung des Diebstahls von 5300 fl. zum Nachtheile des Grafen Lamberg gestanden. Aus Grund seiner Angabc wurde das Geld bis auf eine Hundert-Gulden-Note unter der Vlcchverschalung des fünften Parterrefensters des Palm5 vom Untersuchungsrichter gefunden. — (Tod es urtheil,) Die Arbeiterin Agnes Mauric wurde gestern vom Schwurgerichte in Trieft zum Tode durch den Strang verurtheilt. Dieselbe war des Mordes ihres 7jährigen Kindes, das sie, mit Steinen beschwert, ins Meer geworfen, angeklagt. Das Kind wurde als Leiche herausgezogen. Au,:st nnd ^litev^tuv. — (Dr. Isidor P r o s ch l o ,) der bestbelanntc Hifto« riler und Romanschriftsteller, hat soeben wieder zwei hochinter-essante Romane aus der Vaterlandsgeschichte erscheinen lassen: « Oiskra » und «Ein O b e r ö st e r r ci ch e r», dritte Ans» läge, Wien und Gmundeu, Selbstuerlag des Verfassers aus der Gcsammtausgabc seiner historischen Romane, — auf welche wir hiemit in erster Linie alle Freunde jener Lectiire aufmerksam machen, die es lieben, durch dieselbe Unterhaltung und Belch« rung zugleich zu empfangen und in den betreffenden Werken bedeutsame geschichtliche Ereignisse und bestimmte Zeitabschnitte mit historischer Treue behandelt zu sehen. Als vorzügliche Werke dieser Richtung können wir die beiden obgenannten neuesten Romane ans der Feder Dr. Isidor Proschko's nennen, die dnrch die trefflichst gewählten Stoffe dem geschätzten Verfasser hervor» ragenden Anlass boten, eine Fülle historisch denkwürdiger Per-sönlichkeiten sowie eine Reihe von Orlschaften, Städten, Märkten und Burgen vorznfilhren nnd ruhmvolle Momente aus Oester-reichs Vergangenheit mit photographicher Treue festzuhalten. In dem erstgenannten Roman ist die Heldengestalt des jungen Nittersmannes Hans Giskra von Vrandis, des «Feldhaupt» mannes der oberen Reichsgegenden., wie dieser muthige Kämpe urkundlich genannt erscheint, verewigt. Mit glühendstem Eifer widmete dieser felsenfeste Charakter, den keine Versuchung in der Treue zum angestammten Kaiscrhausc wankend machen konnte, Dienste und Leben dem nachgelassenen Sohne Kaiser Albrechts II., Ladislanö Posthumus, und dessen Witwe, der tugendhaften Eli« sabeth, welche die Hand des jugendlichen Königs Vladislav ausschlug und sich dadurch die ganze Partei zum Feinde machte, welche Gemahlin und Reich auf einmal für Wladiflav gewinnen wollte. Dir rcichbewegtc Handlung, in der eine große Anzahl historischer Personen auftreten, spielt abwechselnd in den Städten Wien, Prag und Graz sowie auf verschiedenen Schlössern Oester» reich < Ungarns, so u. a. auch auf der romantisch geschilderten «Plenteuburg», wo der «streitbare» Vischof Rozgou von Erlan mit den Getreuen des Königs Wladislav seine Eonuentilcl ab-hirlt. Kaleidoskopartig ziehen alle diese Vilder an dem geistigen Auge vorüber, in jedem Capitel findet der Lefer nene Anregnng. Es kann somit dieser Roman sowie der zweitgcnannte als ein wertvoller Beitrag zur Kenntnis der Vaterlandsgeschichte ins^ besondere Schitlcrbibliothekcn zur Anschaffung empfohlen werden. - Auch in dem «Oberö st erreiche r» sind die eben go nannten Vorzilge vereinigt. Auch hier bildet eine markante Heldengestalt den interessanten Mittelpunkt, um den sich die verschiedensten Gestalten lebensvoll gruppieren, auch hier ist die Scenerie stets fesselnd und abwechslungsreich. Der berühmte Derfflinger, der es vom Linzcr Schncidergesellen bis zum tapfern Reitergeneral gebracht, der sich in den Feldzilgen des Churfürsten gegen Schweden, Polen und Frankreich und als Ge-saudter am Hofe Kaiser Leopolds I. auszeichnete, ihn nennt die Geschichte einen Oberösterreicher, und in Proschko's glänzend geschriebenem Romane finden wir den bewegten Abriss des Lebens» bildes dieses glorreichen Namens. N. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg., Wien, 19. April. Hellte hat eine gemeinsame Sitzung der von beiden Quoten-Deputationen gewählten Silbcomite^s stattgefunden. In derfelben wurde eine Einigung in dem Sinne erzielt, dass in Bezug auf die Quotenfrage der bisherige Modus, einschließ« lich des zweiprocentigen Präcipuums für die Militärgrenze, aufrechterhalten bleibt. Rom, 19. April. Der Prinz von Vattenberg ist incognito in Neapel eingetroffen; Minister Puttkamer befindet sich gleichfalls dortselbst. Nom, 19. April. Die zur Vertheidigung des Forts Otusulo von Grnö mit Waffen versehenen Eingebornen giengen zum Feinde über. Der NeguS dürfte sich mit seinen Streitkräften, verstärkt durch die von Italien ab' gefallenen Nssartiner, gegen den vorrückenden König Menelik wenden. Die Lage ist eine kritische. Madrid, 19. April. Das Individuum, welches gegen Bazaine das Attentat verübte, ist ein französischer Handelsreisender Namen« Hillairant. Derselbe führt eine sehr exaltierte Sprache. Das Befinden Bazaine's scheint sich verschlimmert zu haben. Der Attentäter erklärte, dass der Dolch, dessen er sich bediente, vergiftet gewesen sei. London, 19. April. Das Unterhaus nahm die irische Slrafrechtsbill ohne Abstimmung in zweiter Lesung au. Im Laufe der Debatte erklärte ParneN dm von den «Times» publiciertm Brief, worin er Bourke's Ermordung im Phönix-Park gebilligt habeil soll, als eine böswillige Fälschung zum Hwecke der Beeinflussung der heutigen Abstimmung. London, 19. April. Einer Meldung aus Bokhara zufolge haben die Minister des Khaus beschlossen, sich gegcn denselben zu erheben, weil der Khan, dem Wunsche seines Vaters entgegen, die Russen ermuthige. Der Plau wurde jedoch entdeckt. Mehrere Minister wurden euthauptet. die übrigen entflohm nach Balkh. Äombay, 19. April. Der vom Emir zur Rächung des Todes Gholam Hardar Khans mit 5000 Manu entsendete Parwana Khan wurde von den Ghilzais bei Nani, in der Nähe Ehuzni's, vollständig geschlagen. Angekommene Fremde. Am 18. April. Hotel Stadt Wie». Dr. Kornhubcr, f. l, Professor; Kühn, Pri-vatirr: Stuska. Odenlhal, Paulin. Spil) und Löwensohn, Kaufleute, Wic». Doch'», Reisender, Mmlcrsdorf. - Fon» zari, Privatier, Tleinach. — Ehrlich, Privatier, G^az. »nmzinger, Fabrikant, sammt Frau, Gottschcc. — SstM^ Fabrilsdirector, Littai. — Ziffer, Agent, Trieft. - T'tz, '' ' Oberforstmeister, Gürz. ,, Hotel Elefant, von Pazza, Privatier, London. — Frcihe" °,, Haan, l. l. Hofrath i. P,, und Freiherr von Haan, k. '. "" meister; Pafter, Kfm.. Wien. — Fischer, Kfm. P"g, Kovac, Fabrikant, Innsbruck. — Sverljnga, Besitzer, s, ^ ' Ika. — Vothc, Reis., Graz. — Murschetz, Kfm.. Petta". ^ Tujrc, Gastwirt, Ioria. — Rubritius, Ingenieur, Stem- ^ Schescharg, Besitzer, Kram. — Vavkcn, Private, Zirklach,. Millaveic, Privatier, Trieft. - Wittenik nnd Gljiglianov'«' Studenten, Zara. — Hartmann, Privatier, Abbazia. "^ A. dovinca, Kausmanns-Gattin, und Fader, Artillerie' Reisender, Graz. — Vlimle Privatier, uud Straschill M" . Private, Obertrain. - Kalcic, Besitzer, Oberkrain. . », Gasthof Sternwarte. Laurc. l, l. Gendarmcric.Lieutenant, !">'" Fran, Rudolfswert. — Flrs Paula, Lehrerin, Slavina. volkswirtschaftliches. «udolfswert, 19. April. Die Durchschnitts-Preise stellteft!^, auf dem heutigen Marlte wie folgt: Weizen per Hektoliter 7 65 Eier pr. Stück > - - "" ^ Korn » — — Milch pr. Liter .---"' - "" ^ Heiden » 4 23 Schöpsenfleisch ' ' "" ah Hirse » - — Hähndel pr. Stück - ^ zo Kukuruz » 5 4 Tauben » . . -^ Erdäpfel pr.MeterCtr. 2 80 Heu pr. 100 Kilo . . ^ ^ Linsen pr. Hektoliter . — — Stroh 100 » . . "" ^ Erbsen > — — Holz, hartes, pr. Cubik- -" ^ Fisolen . ---------Meter..... 2 ^ Rindsschmalz pr, Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cnbil^ ^ Schweineschmalz » — 80 Meter..... ^ Speck, frifch, , — — Wein, roth., pr.Hettolit. w ^ Speck, geräuchert, » — 80 Wein, weißer, » ^. Meteorologische Beobachtungen in kaibaH^ Z N ZI"! I^ - 2^3 ^Z? TZ «,^ «nficht H.ß 5 52 ^ ^ dcohlmmcl« ^5 ^I^^Z^ s-Z ^ " _____ ^-^ ? ü, M.K ^9^27 ^"4Z''^V?^chwllch Hette^ ! „«a 19. 2 . N. 736,74 13.2 W. mähig halb heiter j ","" 9 > Nb. 737.04 7.6 SW. schwach heiter ! > Vormittags angenehm, heiter; nachmittags abwe^' etwas bewölkt, windig. Das Tagesmittel der Wärme 9,1", 0,3" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglik. W Gestern Abend um drei Viertel auf 10 M,r cnt< ^ schlief nach langem, schwerem Leiden, versehen M't den heil. Sterbesakramenten, unser gnter, unvergcs^ W^ licher Gatte, beziehungsweise Vater, Schwiegen und Großvater, Herr I Wed. Dr. Franz Kau. Schiffer M Ritter des t. Franz-Iosefs°Orbens, em. k. t. Profess"' M der Medicin, k. l, Sanitütsrath und Vorsitzender- ^ Stellvertreter des lrain. k, t. Landes»Sanitätörath^, ^ Ehrenmitglied und Obmann des Vereines der Aerzte W in Krain, Ehrenbürger der Landeshauptstadt Laibach > u. s. f. W >>l seinem 83. Lebensjahre. - ^ Das Leichenbegängnis findet Donnerstag ^" M 21. b. M. nachmittags um 5 Uhr vom Trauerham'' M Auerspergplcch Nr. 5 statt. W Die heil. Seelenmessen werden in der Domtirchl ^ und bei den ^. ?, Franciscanern gelesen werben. W Laib ach, 20. April 1887. W «ölestine Vchiffer, Gattin. «llheli« uu» M Victor Schiffer, Söhne. - Mathilde Geematt" M geb. Schiffer, Cöleftine und Hermine Vchift", W Töchter, — Ign. Seemann , Schwiegersohn. /^ ^ ^ Caroline Tchisser geb. Trint, Maria GaM" W geb. Hudovernig, Schwiegertöchter. — Mal»r W Truoen geb Teemann; Fritz. Mathilde u»>° M HanS Seemann; Victor Schisser, Enlcl (5)48-16 ^ bostesTiseh-tErlrucli«ii5sgeira»1 arprobt bei Husten, Halskrankhciton, W«»'° und Bla8enkatarrh. ^^^^¦^ Heinrich Hattoni, Karlsbad DDd Wim^i. I 741 Course an der Wiener Börse vom 19. April 1887. n°«L,U5 75 <»Mo.».».'' . . . 50 , Ib< 75 155, 20 ""««nltnlcheln« . , per St.--------------- 0tft,^,^°ldrente. stenerslel . "L^, i!5-4b ' «oteulenll, fleuers«! . t-8 — »««0 "°?avi^^° . . . . io,'l,o,ni'3e . iii^lNte 5«/« . . . . «»bü v:>— ,. ^^°-'«ln!,iz<)„,ö.w.S. <5I.. >5i!— - e,„.^'Prioritäten . . ! l>8 7«! ««, 2« ^"aig^h, ^^ ^^^^ ,,27 l^,^.7l> «r«« ^ vom 1.18?« . >Nl>?l> 1I<: zo ' ° "««^ost <°/, loo fl, . . 1« 50,34-80 ^"""tl. Obligation« !,„' böhmische ,«» .^WlN.......,«50105— ' N'ienU,' ^^ slavonische . ,04 b« 105 50 ^^ cnoUrglsy,.....I04bU10L- Veld Ware z°/« lemesn Varal .... 104 50 —.— Nndrrr öffentl. Nnleheu. Donau^Meg.'kose 5°/° i«0 fl. . ill! 50 N?--dto. Nnleihe 1878, steuerfrei . 105 Lb 100 75 Nnleben b, Etadtgememde wicn lv5'l« io5"?o Nnlehe» d. Stablgemeinde Wien (Eilb« unb Gold) . . . . I3i'—l3i,5c, Piämi>,'n»?!nI,b,elabtgem,Wien i^» — 125 2b Pfandbriefe (jür 100 fi.) Bodencr. allg. öfterr. 4'/,°/« Volb. 12075 lL« ?5 dlo. in 50 .. „ 4'/» °/° W1 — >oi <>(i dto. in 50 „ „ 4°/« . »«b« 9?'— dto. 5 IUU50 1U! — Qest.HyPolhelenbllnl ioj. b'/,°/° lui^o —'— Qi>>.»M!g, Baül veil, b"/, . . 10U8U 101 »l> dlo. ,. «'/,«/« . 1««'—lox.l.o dlo, „ 4°/« . . S8-20 W'?L Ung. allü. Vodenclebit.Uctieilges. iu Pcst in I.I»ÄS vell.b'/»"/» —'-------— Prioritätö'ObligatiVuen (si» 100 f>.) Elisabeth »Wefibahn 1, Emission — — —>— ssetd!Nahn >n Silber io0's0 111'IU stranz-Iojls'^ahn..... __--------— «M. 1881 300 N, k. >l,,°, . il,ozo ic,l)-80 Oesterr. Nordwefibabn , , .105 ooioe 30 ^icbenbürger...... . — —.< —>— Gelb A>are Staatslllhn 1. Emission . . L01 ?b lc>2 «5 Slitbahn k »°/».....153 — 153-75 l b°/n.....1l??5 --— Ung,»galiz. Vahn.....iao — iou 30 Diverse Lose (per Stl!«). E,>dillose 10N N......I7»'?b l?g-2k> '?5 xi3-— V«lleyl«ba»l. Allg. 1<,. si. , 151-—>it>1?e TtlbWarc ^ctte» von Transport» Unternehmungen. (per Vtltcl). NIvlecht-Vahn lioo fl. Ellb« , -'-------'— Msöld'ssium.'Vahn 20a fl. Vilb, l»2 — 18250 Aulsig'Tcpl. «ilsenb, »ao fl.VVl--------------- Vöhm. Nordbahli 150 fl. . 18< - 184 - , Weftbahn loo ft, . ,-------------- Vuschtiehradei Eisb. 500 fl. «Vl--------------- ., Mt.N) L00 sl. ,207—2U9 50 Donau » DampNchiffahli« » Oe>. lDefierr.500 ft. EVt. , . »lii—383 — Drau°«iis. (Vat.l.III. it. i«?»»00fl.S. — — —'— ffeidmanv«.Noiol,. I00U sl. «i^l, l!43!> 2444 Hianz'Ioscf'^ahu loo sl. Sllbel--------------- ssÜ!'.Mrchc!!^',,rcln«isl'.»aufl,S,-----------'— Oaliz.»all.l,'lib»l^Ä.5t»0fl. <ÜM «05-25 »0li-75 «ra,.«öflacherE..«.zoofl,ö,W-----------— Nabltnberg.Eiscubahu 100 ll. .----------->- «aschau'Oderd.Cifenb.Aoo il. S. —'— —'— ^emberg^Czeili2wih»Ias>y «isln» bahU'Orscclichast ^cu fl. 0, W.z>«u-25 230-75 Lloyd, öst.»ung., Triest500sl.2Vl isa —48»--Otfteri. »tordweftb. «00 fl. Silb, is3 i!5i6»-75 bto. (lit,«) ^00 j I, Silber . 163«51S8 s.« PragDulcr Hls°nb,i50fl. «ilb. ,4— «4.5» Nudolf'vahn 2U0 fl. Gild« . l,u».»518« 7» Siebcubürgcr ^ijcnb. »00 fl. , —--------- — Etaalseljinl,^,,! ^00 N. 0. !lv, .!«5ti «52ö5'L0 War« Tüobahn 200 fl. Silber . . . 8« 50 »» — Vüb>>Nordo°Verb.»V,»N0sl. «M. ^56 7» 157-2i Iheiß«Vahu »00 fl. ö. W. . . — — — — 3ramway»Ves., Wr. i?0fl. ö. W. 231 — «31 bu ^ wr., neu 100 fl. 80 - »1 — Tlanspoit'Ocsellschast 10» fl. . — - —-Nng..gllli,. ««isenb. »»0 ft. Gilbn 17K— 1?» ? 168 — Un<,.ÜI1eNb.(«aab«Vr«z)z«0fl.V. iß« «^ ,«« — Iuduftrie>Actien (per Stück), «igvdi und «inoderg, Hlsol' unt Stahl» Slllgll'Tarl. «iiscurass. 10» fl. . 164 — i»l,— Iriflliler »ohlenw.»«Hes. 70 fl. , — — —--Wafseuf..«.. Oefi. in W. i»X) sl.,1» — »llU, - Pcvlseu Deutsche Plähc......«2 30 U» ü« London.........125-8« l«7>» Pari» .........50 17. «« »5 Pltelsburg ........«-.. — - Valuten. Ducale»........5»« z »8 zo.^l.,nc«.Hl>l^!:.....u,„z ,«,4^ SUVcr.........—-— ^.— D.'ulschc !)tiichs0>,,!l!»o!s» , K,>zy g,,»