Hummer 26. PeN au, den 30. Juni 1895. VI. Jahrgang. PettauerZeituilg erscheint jeden Ionnrag. Pr?i» für Pettau mit Zustellung in» Hau«: vierteijiihrig fl. 1.—, halbjährig f. 8.—, ganzjährig si, 4—; mtt Pvstversendung toi Anlande: Vierteljährig fl. 1.16, halbjährig fl 8.90, ganzjährig fl. * 60 — Einzelne Rummer» 10 fr. Schriftleiter: J»set Fellier, v«hi,tz,s,«ff» 5. — Verwalt,»ß u) 8tHa|: B. BUmte, v»chh»«dl»,g, H«»pt»l»tz Kr. 6. Handschristen werden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge find erwünscht und wollen längsten« bi» Freitag jeder Woche eingesandt werde«. Vertretung der .Pettauer Zeitung" für Qkaz und Umgebung bei: L»dwi, Mi vcht»tz»fer in Ar»z, S»»r,«ffe Str. 5. Die Probe. Nachdem das Budgetprovisorium für einen Monat bewilligt wurde, begann am 27. Juni die Berathung de» SlaatSvoranschlageS pro 1896. In diesem StaatSvvranschlage signrirt die Post „ttifli". an welcher die Coalition Schiffbruch litt und da« Ministerium Windischgrätz mit. Den Standpunkt der Deutschnationalen hat der Abgeordnete Dr. Bareuther klipp und klar präzisirt. Der Standpunkt der aus der Coalition getretenen Vereinigten deutsche» Linken dagegen ist nicht klar, er hat bloß mit Stimmeneinhelligkeit beschlossen, in die Spezialdebatte über den Staats-Voranschlag einzugehen, ohne jegliche BerklausuUrung. Übrigens will der Obmann der Bereinigten deutschen Linken „baden gehen", er hat die Obmannistelle wegen Differenzen in der Parteileitung zurück-gelegt, weil er „gesundheitshalber- einen Urlaub nehme» müsse und das nämliche will auch Gras Kuenburg thun; er will auch .baden geh»»." Die Krankheiten der beiden Führer der Bereinigten deutschen Linken hängen mit der Budgetberathung zusammen: der Ministeraspirant Ruß und der Exminister Kuenburg können an-ständigerweise ebenso wenig sür die Post „Eilli" stimmen, als sich der Gesahr aussetzen, daS Budget zu verweigern, wenn die Post nicht sallen gelassen wird. DeShalb machen sie sich rechtzeitig aus dem Staube und gehen dem Dilemma aus dem Wege. Wenn die Führer solchen politischen Muth zeige». waS soll man von den Geführten sage»? Diese haben die Führung provisorisch dem Hofrathe Dr. Beer übertragen, der. alS im Budget« auSschusse die Post .Eilli" angenommen wurde, das Unterrichtsreferat niederlegte. Der Hofrath hatte den Mulh. seiner politisch«« Überzeugung wenigstens auf dieie Art Ausdruck zu geben; der Exminister und der Minister in spe schlagen sich seitwärts in die Büsche. Ob Hosrath Becr die gesinnungStüchtigen Männer der deutsche» Linken dazu bringt. da» Fra Boscho. Vin I KelSner t?i»chdr»S e« so am besten war, denn diese Sorte verdient schon lange ein ausschließliches Privilegium auf ihre bewährte Methode Phrasen zu dreschen. Sie haben sogar schon ein Mittelchen ge-funden, ihre p. t. Wähler einzuschüchtern. Nach Meldung liberaler, also der Parteiblätter. soll der Monarch dem liberalen Delegirteu Dr. Proinber ein scharfe» Wort über das Verhalten der Ber-einigten deutschen Linken iit der Eoalitio» gesagt haben! In der Regel gesteht man seine eigene Schande nicht so offen ein und e» ist auch lchou von mehreren Seiten die Vermuthung ausgesprochen worden, das» die Sache überhaupt nicht wahr sei. Wenn sich daS bestätigt, dann war diese» Einge-stehen der eigenen Schande ein bloßes Manöver, da» den Wählern etwa sagen sollte: Seht ihr, so weit kommt'», wenn man den nationalen Stand-punkt gar zu sehr hervorkehrt!" — Nun, der Monarch hat auch einen dalma-tinischen Deleairten angesprochen »nd dieser sagte freimüthig: „Majestät wir vertheidigen die Rechte de» kroatischen Volke»" und der Monarch sagte darauf, „da» ist lobenswert, die Eroaten hielten immer treu znr Dynastie." — tonnte» sie wohl schon zu Markte gebracht werden. Auch die am Boden hinkriechenden Ranken der Zuckermelonen schiene» säst- und kraftlos, aber die duftigen Früchte, groß wie ein Menschenkopf, färbten sich oben, aus der der Sonne zugekehrten Seite goldbraun. Aber vom Ertrage der Feigen und Melonen kann eine Familie auch nicht leben und wäre sie auch so genügsain wie Ante Morovich und die Seinen. Zu den Seine» gehörte Jele sei» Weib. Zwieta seine älteste Tochter, Paschko »nd Zwo, seine beiden Buben, von denen der Erstere schon Zigaretten rauchte auS geschwärztem türkischen Tabake, während der letztere noch in dem Alter war, in welchem die angehende» Helden zwischen dem Brenothale und der Suttorina au» alten HauSthorschlüsseln und einem Stück Olivenholze sich Pistolen konstruiren und um eine Handvoll Schießpulver sieben Taae lang die grobwolligen Bergschase »nd Ziegen zfifÜJföst hinaus nach den FelSgraten der Berge führen, wo »eben Thymian, !nmmer liegen ProspeK«chA.Mlchhandlung Wenn »un daS scharfe Wort des Herrschers an Dr. Proinber wirklich gesprochen wurde, — wie gesagt wird daS von vielen Seiten dementirt. — wen» e» aber wirklich gesprochen wurde, we»-halb siel dem liberalen Dr. Proinber nicht eben-fall» die Antwort ein: „Majestät, wir vertheidigen die Rechte de» deutschen Volke»!" — Er hätte da» eben mit gutem Gewissen von der Vereinigten deutschen Linken nicht sage» können, denn er hätte eine Unwahrheit gesagt! Und das ist der Unterschied zwischen den Abge-ordneten der Vereinigten deutschen Linken und den Abgeordneten aller anderen Nationen im öfter-reichlichen Parlamente. Alle anderen vertheidigen die Rechte ihrer Nationalität; die einen, wie die Polen mit diploinat»scher Gewandtheit, die anderen, wie die Jungtschechen, mit Dreschflegeln. — aber sie vertheidigen die Rechte oder wenigstens da», waS sie so nennen, ihres eigenen Volksstamme«. Nur die 107 Abgeordneten der Vereinigten deutschen Linken ließe» ihren BolkSstamm im Stiche, um ihre egoistische» Sonder- und Eigeiiintereffe» zu vertheidige». Sollte» sie sich jetzt im Handumdrehen ge-ändert hoben? Werden sie sich die nach unten und oben verlorene Achtung durch da« nämlich« Mittel zu erzwingen verstehen, wie die Abgeordneten anderer Nationen, durch eine, weder durch Lob, noch durch Tadel zu beeinflußende Rücksichtslosigkeit im Verfechten der Rechte de»tsche» Volkes in Österreich? E» iväre möglich, wenn die zur Besinnung gekommenen wirklich deutschfühlenden Mitglieder diese» Club», die anderen lauen Elemente abstoßen und sich den nationalsühleiiden auschlikßen und mit diesen die Post „Eilli" und damit das Budget verweigern. Wir zweifeln daran, da^S daS geschieht, trotzdem Ruß und Kueuburg für die Dauer der kritischen Zeit verschwinden wolle», um später die Berant-wortuug dafür abzulehnen. Die Vereinigte deutsche Linke wird diese Probe aus ihr Deutschthum schwerlich bestehe»! edlem Salbei und andcren wohlriechenden Berg-kräutern nur mehr der Ginster gedeiht oder elendes Gestrüpp der Steineiche. Man kann nicht behaupten, das» ein ver-»ünstiger Mensch den Weg zwischen dem glühenden Felsengewirre bis an die Grate hinauf um eine Handvoll Silbermünze!! machen würde, weil er wahrscheinlich auf der ersten Halste des Wege» seine Kleider zerrissen und seine Hände blutig zer-schunden hätte und bis er ganz oben wäre, »och wahrscheinlicher seine Schuhe so völlig zersetzt ljätte, dass die Handvoll Silberlinge den Schaden nicht aufwägen. Allein so ein süddalmatinischer Junak zwischen sechs und zwölf Jahren thut noch ganz andere Dinge um eine Handvoll Schießpulver. Fra Boscho im Dominikanerkloster zu Mar-tinowitsch meinte zwar, e» wäre gut, wenn Iwo ein wenig lesen und schreibe» lernte, den» da» würde ihm nütze», sobald er einmal militärpflichtig wäre, aber Ante Morovich, der Vater, evtgegnete W. Blanke bei. Außerordentliche öffentliche Gemeinderaths-Sitzung. Zu der für txn Juni d. I. anberaumten GemeinderathS-Sitzungwaren erschienen die Herren: Bürgermeister Jos. Ornig. Vicebürgermeisttr r. Kaiser und die G-SR. W Blanke. C. Filaferro, . Kasimir. I. Kollenz. V. Kohaut, H. Molitor, Jg. Roßmann, H. Stary, A. Sellinschegg. I. Steudte, F. Schmidt. H. Strohmayer und I. Wreßnig. Aus der Tagesordnung stand: Beschlußfassung über den Ankauf der „Schießstatt-Realität." Die Herren versammelten sich um 4 Uhr nachm. aus der Realität und besichtigten da» Object sammt Grundcomplex eingehend, um sich für die bevorstehende Abstimmung ihr Endurtheil zu bilden. Die Besichtigung in allen Theile» dauerte bi» gegen fünf Uhr. woraus man sich zur Beschluß-fassung »ach dem Sitzungssaal? verfügte. Nach Eröffnung der Sitzung stellt der Referent den Antrag: ES sei der Ankauf des Objectes aus den in mehreren früheren Sitzungen bereits er» wogenen NolhwendigkeitSgründen und zwar um den Preis von 12.000 fl. zu beschließen. Über den Antrag wird die Debatte eröffnet. G, R. Jos Kasimir wünscht Aufklärungen über das faktische Erträgnis der Realität, welche der Vorsitzende in detaillirten Ziffern gibt, wobei er bemerkt, das« die Ziffer» DurchschnittSziffern seien und bei nicht fixen Posten wie Grund-Er-tragni«, vom Besitzer eingehobene Lendgebühren ic. mit dem Minimale angenommen wurden Nach diesen Ausführungen beläuft sich der Bruttoertrag aus rund 1090 fl. Davon Gebändeerhaltung, Steuern :c. mit 450 fl. bleibe ein Reinertrag von MO fl. oder rund 600 fl. ö W. G, R. E. Filaferro ist im Prinzipe für den Ankauf, wünscht aber dass damit noch gewartet werben möge. Zu den. Antrage sprechen noch die Herren Kaiser. Schmidt und Kollenz. Herr Kaiser betont, dass die Herstellung des Lendquai'S. welche Her-stellung seitens der h. I. k, Statthalter« wiederholt und dringend urgirt wurde, innerhalb der nächsten Jahre durchgeführt werden müsse. Dann sei die Frage wegen Verlegung der Floßleiide stromabwärts der Brücke akut und die Gemeinde gezwungen, den nöthigen Grund vom Besitzer der Realität um jeden Preis zu erwerben. Ob dieser Preis dann, wenn der Besitz in andere Hände übergehe, nicht ein ganz unverhältnismäßig hoher sein wird, müsse erwogen werden, Der Borsitzende bemerkt, dass der Statt-halterei-Jiigenieur bereits Weisung zur Anfertigung der bezüglichen Pläne habe, woran» zu schließe» sei. dass die Statthalterei aus de» Ausbau des Quai'S bis zur Bahnbrücke fast bestehe, schon wegen der eminent sanitären Frage, der Regelung des ungehinderten Abzuges der Unrathmasse» deS HauptcanaleS. Auch die D^auregulirungSarbeiten werden in absehbarer Zeit fortgeführt werden und respektSvoll: „Reverende, Ihr habt gewiss recht, denn Ihr seid ein gelehrter Herr, aber seht Euch die vielen Schulen in der Stadt an; da sitzen noch Burschen auf der Schulbank, denen bereits der Schnurrbart zu wechselt ansängt, aber elend sehen sie auS, recht elend, noch elender wie unsere Ziege» und Schafe, wenn sie im Winter wegen der Bvra ein paar Wochen nicht in'« Freie kommen, sondern im Stall zusammengepfercht bleiben müssen, Wenn unser guter Zar Franjo Josip seine Osficiere und den Militärdoctor herüberschickt nach Raqusa vecchia, dass sie ihm eine Anzahl Junazi aussuche« für die Landwehrasche >, dann nehmen sie lieber die «nseren, auch we«n diese nicht lesen und schreibe» kön»en, als die anderen. Seht hochwürdiger Boscho, ich meine so; wenn'S einmal wieder gegen die verdammten Ustasche gienge oder gegen die Wlachen in der Zrnagvva, dann braucht unser Zar. Gott gebe ihm Gesund-heit, die Landwehraschcn zum Schießen und nicht zum Schreiben. Und schießen kann der Spitzbube, — 2 — dann muss der Ausbau de« Quai'« bi« znr Bahn-brücke durchgeführt werde». Übrigen« kennen die Herren au« früheren Verhandlungen alle Gründe für und gegen den Ankauf und mögen nach diesen urtheilen und abstimmen. G. R, Sellinschegg stellt den Antrag auf Schluß der Debatte und Abstimmung. Der Antrag auf Ankauf der Realität wird von 14 abgegebenen Stimmen mit neu» gegen fünf Stimmn, angenommen, Sohin Schluß der Sitzung. Regional Ausstellung. Mittwoch den 26. d, M. nachmittag« 4 Uhr fand im Elubzimmer de« ..Hotel Osterberger" die constituirende Versammlung de« ComiteeS für die heurige Regional-Ausstellung in Pettau statt. Der Obmann der Landwirtfchaftl. Filiale Pettau. Herr Wilhelm Pisk, begrüßte die Ber-sammelten, fruy ob sie mit ihrer Nominirung für'« Comitee einverstanden seien und ersuchte, ehe zu weiteren Verhandlungen geschritten werde, die Wahl des Bureau« vorzunehmen. Über Vorschlag de« Herrn I. Matzun wurden gewählt die Herren: Wilhelm Pisk zum Obmanne. Franz Kaiser zu dessen Stellvertreter, Herr Oberlehrer I. Löschnigg zum Schriftführer und Herr Karl Kasper zum Cafsier. Bon den 21 nominirten Tomitcemitgliedern waren 14 erschienen und der Vorsitzende Herr W. Pisk constatirt sohin die Beschlußfähigkeit, Er begrüßt Herrn Bürgermeister I. Ornig al« von der Stadt Pettau gewählte« Mitglied, und theilt mit, dass seitens der Bezirksvertretung Pettau Herr M, Brenüi«; zum Mitgliede gewählt wurde. (Die Namen der übrigen Mitglieder werden nach Constituirung der Sub-Comitee« bekannt gegeben werden.) Sohin erläutert der Borsitzende den Umfang der heurigen Regional-AuSstellung, Der» selbe sei derselbe wie bei der letzten Ausstellung 1886, mit Ausnahme der nicht auf die Lanb-wirthschaft bezughabenden Industrie. (Siehe „Pettauer Zeitung" Nr. 24 und Abendblatt Nr. 172 der „Grazcr Tagespost" v. 24. Juni d. I.) Bezüglich des AuSstellungSplatze« sei sich an die Ibbl. General-Direct. der k. k. priv. Südbahn gewendet worden und hat dieselbe den Raum vom Einfahrtsthore bis zum großen Magazine (Waggon-Remise) und diese« selbst gegen die Verpflichtung der Räumung des Platzes und de« Objekte«, Abgrenzung gegen die Geleise und end-lich Rückübergabe nach Benützung im vorigen Zustande, dem AuSstellungS-Comitee auf die Zeit der Ausstellung überlassen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung beziehungsweise Hintanhaltung jeder Störung de« ungehinderten Bahnverkehrs sind Wachorgane zu bestellen. Die k. k. priv. Südbahn hat für alle A»«-stellung«Objecte eine Frachtermäßigung in dtr Weife gewährt, das« für den ZutranSpoct die ganzen, für de» Rücktra««port die halben Frachtlätze gelten. der Jwo schon ziemlich gut. — Hm. aber wa« ich sagen wollte, ehrwürdiger Fra Boscho; — Ihr solltet ein« Novena anordnen, das« un« Gott ein wenig Regen gibt, sonst sieht e« schlimm au«. Thut« guter Herr, ich schicke euch einen korbvoll neuer Erdäpfel in'« Kloster hinüber und zwei Käse; zwei schöne fette Käse " — Der Dominikaner zog die Stirne krau« und sagte ernst: „Ante Moro Morovich. Ihr seid ein lauer Christ; Ihr wäret Sonntag« sicher wieder nicht in der Predigt, sonst hättet Ihr gehört, das« Fra Barnaba, der die Predistt gehalten hat. nach derselben die Novena ankündigte." — Ante kratzte sich verlegen lächelnd hinter den Ohren und entgegnete kleinlaut: ..Gott behüte Euch, guter Vater Boscho; in der Kirche war ich sicher, aber daS wegen der Novena muss ich über-hört haben; sicher wird es so sein." — — .Oder du hast wieder geschlafen Ante!" — drohte Fra Boscho mit dein Finger. — „Nun gut, Gott wird dir'S verzeihen, weil du vielleicht Der Central-AuSschuß der k, k, steierm, LandwirtschastS-Gesellschast hat dem Comite? einen fachlichen Beirath zugesagt. Die Stadtgemeinde-Vertretuug von Pettau hat für den Fall eine« Defizit?« 600 fl. öu Garantiefonds bewilligt. Die Bezirk«-Bertretung von Pettau wird be. züglich der Frage einer materielle» Unterstützung der Regional-Au«stellung erst entscheiden. Der LandeS'Pserdezuchtverein gab bekannt, das« al« Borort der Pserdeschau heuer Kranich«, selb bestimmt sei. Der Vorsitzende ist überzeugt, das« diese Bestimmung zu Gunsten der Ausstellung abgeändert werden wird. Sohin werde» die Sub-Comitee« mit dem g?bildet, das« sich die einzelnen derselben durch Wahlen au« den Interessentenkreisen verstärken Die Einberufung zur definitiven. Constituirung der Sub-Comitee« a. Bau- und Dekoration«.Comite«, b. Finanz-Comite?, c. EmpfangS-Comitee und d. Ordnung», und VergnügungS-Comitee wird demnächst erfolgen. Die Tarife werden dieselben sein wie bei der letzten Regional-AuSstellung 1886. (Wir werden sie demnächst bekanntgeben.) Die Dauer der heurig?n Regional-Ausstellung ist auf 8 Tage, daS ist für die Zeit vom 22. bi« inklusive 28. September d, I. festgesetzt. Alle näheren Bestimmungen werden nach endgiltiger Constituirung der Sub-Comitee« recht-zeitig und in geeigneter Weise bekannt gegeben werden. Wochenbericht. (Verleihung dr» profelsoren - Titels Der steiermärkische LandeS-AuSschusS hat die beiden Gymnasiallehrer am hiesigen LandeS-Unter-gymnasium, Se. Hochw. Herrn Ferdinand Majzen und Herr« Wilhelm Sahla. im Lehramte bestätigt und beiden den Titel .Professor' verliehen. (G T) <5ug;richnung eines petlaaers.) Dein Prokuristen der Bankfirma Czizek i» Wie», Herrn Alexander Hickl, wurde da« Ritterkreuz d. serbischen St. Sawa-Orde»« verlieh««, iSriinveredlongs -preisconrurreu).^ Mitt-woch den 26. d. M. fand in den Anlage» de» „Pettauer LandwirthschaftS-BereinS" die Preis-Concurreuz im Grünveredeln amerikanischer Reben statt. Unter Aufsicht de« H«rr» F Wibmer. der in diefer Richtung wohl eine Fachautorität ist, nahmen zehn Winzer an der Preiskonkurrenz theil und erhielt jeder 60 Stöcke zugewiesen. Die Witterung war der Arbeit günstig. Nach Cou-statirung der Resultate werden wir seinerzeit die Name» der mit Preisen ausgezeichneten Winzer, welche mit großer Lust und viel G«schicklichkeit arbeiteten, bekannt geben. Dem Landwirtschaft»-Vereine muss aber die wärmste Anerkennung da-ffit gezollt werden, dass er durch derlei Preis-concurrenz-Arbeiten der so oft betonten „Indolenz" müde warst. Mit den Erdäpfeln und den Käsen schickt Paschko in den Convent. ich hab« mit dem Jungen zu reden, übrigen« kannst du eS gleich erfahren Ante, wa« ich dem Paschko sagen muss. Ich höre, dass der Bursche sich mit einigen anderen gegen den F«liceRoao verschworen hat. weil der Felice dtiner Tochter Zwieta schon ein paarmale eine Nelke soll gegeben haben, die Zwieta dann an die Brust steckte. DaS ist. p«r Dio, keine Sünde mein lieber Bruder Ante, denn ersten« ist Zwieta neunzehn Jahre alt und Felice Rocco fünf- oder sechSundzwanzig und zweitens ist der Felice ein braver Junge, der schon längst Bootsmann wäre aus einem Lloyddampser, wenn er nicht seine lahme Mutter und seine Schwester Rem zu versorgen hätte, denn der Felice war Steuermaat auf einem Kriegsschiffe und arbeitet jetzt fleißig mit dein Traghetto, das sein Vater hinterlaffen hat." — Ante brummte etwas in seinen grauen Schnurr-bart und sah nicht gerade freundlich auS, aber Fra Boscho schien da» nicht zu bemerken und fuhr — 3 — (Canfefft-Iliittrgqmnafinm in Pettau.) Die Anmeldung der Schiller für die I. Classe findet in 2 Terminen statt. Entweder am 13. Juli von 10—12 Uhr oder am 18. September von 10—12 Uhr in der DirectionSkanzlei. An beiden Tagen beginnt die Aufnahmeprüfung um 2 Uhr. Die Aufnahme der Schüler in die ll., III. u. IV. Classe wird am 17. September von 4—6 Uhr vorgenommen. Die von einer Volksschule kommenden Schüler haben ein Zeugnis dieser Schule oder Schulnachrichten. die nach dem hohen Erlasse de« t. f. Min sür E. u. U vom 1. April 188S S. 5772 verfaßt sind, demnach je eine einzige ote für Religion, deutsche Sprache und Rechnen enthalten, beizubringen. Jeder Schüler, welcher neu in die Anstalt aufgenommen werden will, hat sich in Begleitung seiner Ellern oder deren Stellvertreter einzufinden, den Geburtsschein als Beleg für das im laufenden Kalenderjahre vollendete zehnte Lebensjahr vorzuweisen und eine Ausnahmstaxe von 2 fl., dann 30 kr. Beitrag für die Schülerbibliothek und 30 kr. Tintengeld zu entrichten, welche Beträge im Falle mißlungener Aufnahmsprüfung zurückgegeben werden. — Am LandeS-Untergymnasiuin wurde am 26. Juni nachmittags die Prüfung auS steirischer Geographie und Geschichte abgehalten, der auch der k k. BezirkShauptmann. Dr. AlfonS Ritter von S ch e r e r. der Herr Bürgermeister Josef Ornig und Gemeinderath Heinrich Stary und vom Lehrkörper die Herren Martin Eilen Sek. Ferdinand Majcen und Bincenz Kohaut und der Herr BolkSfchuldirector Jakob Ferk beiwohnten. Dieser Freiaegenstand wurde von allen Schülern der 4. Classe besucht. Der Prüfung unterzogen sich vier. Den ersten Preis, die silberne Medaille, bekam Josef SkrbinSek auS Cela; den zweiten Preis, einen von« Herr» Bürgermeister gespendeten Dukaten, erhielt Karl Knorek auS Wisell; den dritten Preis. Hauffs Werke, gespendet vom Direktor, bekam Johann Laurenöiö auS Pettau und den vierten Preis, Steiermark von Iauker. gespendet vom Direktor, errang Emil Unar auS Pettau. (Zuspiziruug drr «arnisou durch den k. n k. General-Pionnier-Znspector.) Am Mittwoch den 26. d. M. begann der General-Pionnier-Jnspector Herr k. u. k. Generalmajor JuliuS Lotscher die Jnspizirung unseres Pionnier Bataillon». Am 26. d. M. fanden Übungen im Wafferfahrei, auf der Drau, nachmittags die Übung einer Truppen-Übersetzung über den Fluß statt. Spater machte der Herr General dem Bürgermeister im Stadt-ainte Bisite, abends versammelten sich die Herren im Hotel WoiSk. wo zu Ehren des Jnspizirenden ein Streichorchester unserer MusikvereinS-Kapelle spielte Mit dem Abend,uge traf auch der Sanität»-Chef des 3. Corps. Oberstabsarzt Dr. Waber, hier ein. Das Programm für Donnerstag war vormittags AuSrückung des Bataillon« am Haidiner Exerzierplatze und nachmittag« Übung im Her-stellen von Feldbefestigungen am oberen Übung«, platze. ii»lag«arbeit in den Tabaktrafiken und Lotto-«>llert,tren. Nach dem letzteren darf in jenen Tabak-ttafiken, welche mit einem der Sonnta^ruhepflicht unterliegenden Gewerbe in demselben Loeale ausgeübt werden, der Tabakverschleiß an Sonntagen nur in jenen Stunde» stattfinden, während welcher der Be-trieb de« betreffenden Gewerbes gestattet ist. Für alle übrige» Tabaktrafiken tritt an Sonntage» eine Beschränkung der Verschleißzeit im allgemeinen nicht ei», jedoch sind die Tabakverleger und Tabaktrafikanten, welche den Tabakverschleiß selb-ständig, also nicht in Verbindung mit einem Ge-werbe betreiben, verpflichtet, ihrem bei diesem Verschleiß ständig beschäftigten, eutlohi.ten Hilf«-personal an jedem zweiten Sonntage eine vier-undzwanzigstündige Ruhe zu gewähren. Zu diesem Vehuse hat, wenn in einem Tobakverschleiß zwei oder mehrere Bedienstete angestellt sind, die ent-sprechende Abwechslung unter ihnen einzutreten; wo nur eine entlohnte Hilfskraft angestellt ist. hat der Inhaber der Tabakverschleiß'Lieenz den labakverschleiß an jedem zweiten Sonntag per-sönlich zu besorgen. Sollte letzterer zur persönlichen Verschleißbesorgung nicht geeignet sein, so hat er davon die Anzeige zu erstatten und wird dann die Behörde für eine entsprechende Dienstabwech«-lung Vorsorgen. Die Uebertretung dieser An-ordnungen ist durch Geldstrafen bi« zu 20 fl. zu ahnden. Der Betrieb der Lottocollecturen ist au Lonntagen um 12 Uhr zu schließe». (Deputation) Eine Deputation unseres Männer-GesangvereinS betheiligte sich ebenfalls an dem Leichenbegängnisse de« so jäh au« dem Leben geschiedenen Professor« Hon« Levitschnigg. de« bekannten Schriftsteller« .Ha»« von der Sann". Die Deputation bestand auS den Herren HanS Perko und Franz Strohmayer und waren außer unserem auch der Marburger Männer-Gesangverein, die Südbahnliedertafel vollzählig, dann der Grazer Männer-Gesangverein, der„Steirische Sängerbund", der Grazer akademische, dann die Gesangvereine von Cilli, Murek. Mahrenberg. W.-Feistritz zc. vertreten. Der Marburger Gemeinderath mit dem Bürger-meister, alle Lehrkörper und die Schüler höherer Lchranstalten und zahlreiche Vertreter auswärtiger schulen und Vereine wohnten dem Leichen-bkBngnifft des durch die schönsten Charakter-«nd GemüthSeigenschasten ausgezeichneten ManneS bei. — Möge ihm die Erde leicht fei»! (Find.) Herr Eivilgeometer M. BodouSek tat am 26. d M eine silberne Remontoir-Taschenuhr mit Metollkette gesunden und den ftimd am Stadtamte deponirt, wo ihn der Ver-lustträger beheben kann. fort: — „Sicher ist der Felice ein ehrlicher Junge, der wegen Mutter und Schwester einen schönen Posten beim Lloyd nicht annimmt, während ein anderer in der letzten Zeit sich mit de» herzego-«mischen Tabakschwänern einläßt, wa« ihm. wenn kr ertappt wird aus ein paar Monate in die Tamniza (Arrest) bringen kann »nd seine ehrliche Familie in'« schwarze Buch der Finanzwache, freun die wird nicht glauben, das« Ante Morovich »icht wissen sollte, wa» sein Sohn Paschko nächt-l«her ©eile treibt. Vielleicht hält sie dann strengere« Gericht al« manchem lieb sein kann, der unver-lieuerten Rakiah brennt. Also schickt mir den Paschko mit den Crdäpseln in'« Kloster? Gott mit Euch Ante." — Damit gieng der Dominikaner bedächtige» Schritte« den Weg zum Kloster weiter, während Ante in'« Hon« schlich wie einer dessen Gewissen nicht ganz rein ist. II. DaS kurze, breite Brenothal, welche« sich von der ehemaligen türkischen Grenze beim Zoll-Hause Zarina sanft gegen da» Meer niedeyenkt »nd den schöne» Golf von Breno bildet, ist ein gesegnete« Stück Erd.e auf dem alle« gedeiht vom Weizen bi« zur Artifchoke, von der Pinie bi» zur Orange, vom Lorbeer »nd dem wildwachsenden Oleander bi» zum süßen, feurigen, rubinrothen Weine und dem Feigenbaume, der zwei oder drei Ernten im Jahre liefert. Ein tiefer Torrento, einer jener Wildbäche. die den größte» Theil de» Jahre« fast gänzlich ausgetrocknet sind, zur Regen-zeit aber oft nach wenigen Stunden zu wilden, reißenden Strömen werden, deren Gewalt kaum die glasharten Uferfelsen zu widerstehen vermögen, theilt da« Thal von Nvrdnordwest nach Südsüd. oft in zwei Hälften der ganzen Länge nach und gibt ihn da« wildromantische Gepräge, dieser kurzen süddalmatinischen Thäler, in denen fast jede«, oft nur wenige guadratfuß messende Fleckchen fruchtbaren Boden« mit einer massiven Steinmauer umgeben ist, so das« sich so ein Stück Erde von oben angesehen auSnimmt, wie eine riesige Honig» wabe. Freilich auf so einem winzigen Fleckchen Erde steht ein mächtiger Feigenbaum oder eine Weinhecke, welche die Arbeit de« Besitzer«, der darumher eine Steinmauer aufgeführt hat. tausend-sach lohne» und indem der Bauer die herum-liegenden, losen FelStrümmer sammelt und zu einer Mauer fügt, schützt er den Boden vor dem Wegschwemmen und macht gleichzeitig ein andere« Stück seine« Besitze«, dessen Grund harter Kalk« stein ist, urbar. Er dämmt eine kaum wiegengroße FelSmulde ab oder einen klaffenden Spalt und wartet bis ihm die Regengüsse fruchtbare Erde hineiiischwemmen, um dann zuerst ei» paar Kürbisse. Gurken oder Melone» daraus zu pflanzen, das verfaulende Kraut als Dünger darauf zu belaffen und mit der Zeit ein? Rebe oder einen Obstbaum hineinzusetzen, die seine Geduld reichlich lohnen. DaS Haus Ante Morovich'S stand im oberen Theile des ThaleS, am rechten Ufer de« Torrento und gehörte zum Dorfe Uiiter Bergatto. E« war wie alle anderen Bauernhäuser massiv au« be-hauenen Steinen erbaut, stockhoch und trug ein schwere« Dach au« Hohlziegel». Bon Stein waren nur die vier .Hauptmauern, alle innere Raum-eintheilung aus Holz und Riegelwäiiden. Da« Erdgeschvs« enthielt die Küche und recht« und link« die „Magazine", kühle finstere Räume, die statt der Keller dienen, denn einen solchen in den Felsboden zu graben oder zu sprenge», würde ein Vermögen kosten. In diesen Magazinen be-wahrt der Bauer seine Ernte an Wein und Olivenöl, an Früchten und Producten seiner Viehzucht. Sohne« aqnoSzirte. Demnach mus« angenommen werden, das« der unglückliche Lehrling bade» gieng und dabei verunglückte Die Leiche de« Ber-»«glückten wurde bei St. Marxen angeschwemmt. (Wegen Thirrqnälrrn ) Der ledige Bäcker Johann Adam au« Sauerbrunn, der in Maxau in Arbeit steht, kam am 24 Juni mit einen, Einspännerwagen. auf deni er zivei Fäßchen Brannt-wein verladen hatte, nach Pettau gefahren. Adam, der sternhagelvoll betrunken war. fuhr im rasen-de» Tempo durch die Gassen und Straßen der Stadt, während er unaufhörlich auf da« arme bereit« von Schweiß triefende und mit »»zähligen Striemen bedeckte Pferd loSschlng, ein Anblick, welcher bei den Passanten hochgradige Entrüstung hervorrief »nd zur Arretirung de« rohen Burschen führte, der zuerst in Polueigewahrsam gebracht wurde, um sich seine» Rausch auSzuschlafen. während da« Fuhrwerk in Verwahrung genommen wurde. Pferd und Wagen follen dem Besitzer Vodec in Maxau gehören, der beide« dem Adam anvertraute, wie derselbe angibt. Ob diese An-gab« übrigen« auf Wahrheit beruht, wird wohl da« Strafgericht herausbringen, dem Joh. Adam am 26. Juni eingeliefert wurde, um sich wegen seiner rohen Thierquälerei zu verantworten Obstruktion. Wer die Bedeutung diese« Worte« nicht kennt, der braucht bloS die ReichSrathsberichte der letzten Zeit zu lesen und er kennt sich sofort auS. Obstruction treiben heißt also in gewöhnliches Deutsch übertragen „Jemandem ein Loch in den Bauch reden", irgend eine Sache „todtreden", „dauernden", kurz so lange reden bis es dem einen oder andern zu dumm wird. Der jung-tschechische Abgeordnete Dyk hat in der VerHand-lung über die Steuerreform unlängst vier ge-schlagen? Stunden gesprochen, — nein geredet, denn sprechen und Reden ist zweierlei. Wenn drr Abgeordnete Morre recht bat und jede Stunde Sitzung den Völkern CiSleitHanien« IsiOO fl. kostet, so kostete die Rede de« jungtschechischen Abgeordneten Dyk baare 6000 fl. DaS ist zwar etwa« theuer, aber er hat doch waS geleistet, während mancher andere Abgeordnete, der während der ganzen SessionSdauer nicht den Mund auf-thut, während der neunzehnmonatlichen CoalitionS-»it. wenn man die Reisediäten abzieht und die Zeit der Vertagungen nicht einrechnet, so ca. 3 bis 4000 fl. für sein Schweigen erhielt. Haist ä Geschäft. — was? ES gibt übrigen« auch unbezahlte Obstruk-tioniften; e« gibt Leute, die in Versammlungen, sobald sie sich daS Wort erbitten, eine währe Panik hervorrufen. Sie haben die beste Absicht, ja. aber leider keine Einsicht mit der Geduld der gezwungenen Zuhörer und keine Übersicht über den Stoff, den sie besprechen wollen. Sie denken iu schnell und daher beenden sie nie einen Satz. ?ie fangen stets mit: „alsdann" an, verwickeln sich in unzählige: „indem" und enden, in der Regel mit dem Satze, mit welchem sie eigentlich hätten anfangen sollen. Würde eine solche Rede Milch, Butter, Käse, Schinken u»d Castradina, das ist an der Luft getrocknetes Ziegenfleisch; Honig und vortreffliche» Branntwein und waS es sonst noch sein mag. Der obere Raum enthält die Wohnstube». Die Küche ist der gewöhnliche Aufenthalt der Bewohner, wenn sie daheim sind. Ein offener Herd, darüber an einer im Kamine befestigten Xette der kupferne Kochkessel hängt; ein paar Tilche und Bänke, allerlei Koch- und Arbeit«-gerathe, ein .Heiligenbild, mit geweihten Ölzweigen oder dem Blatte einer Dattelpalme geziert, vom letzte» Palinsonntage her und eine riesige Truhe mit Mundvorrath. Der Raum ist verräuchert, e« riecht scharf nach Uäsc und getrocknetem Ziegenfleische; im Sommer auch »ach frischem Gemüse >i»d Obst, aber unrein ist'« nicht, wen» auch uur selten ein anderer Estrich zu sehen ist. al« die bloße Erde. Auch ungesund ist's da nicht, denn die Brenesen — 4 — stenografirt und wortgetreu im Sitzungsberichte wiedergegeben, die Kritik würde behaupten, der Stenograf sei betrunken gewesen. Zum Glücke liefen, derlei Dauerredner ihre'Arbeit meist gratis; leider erhalten die Zuhörer auch keine Entschä-digung. Bei den Daucrrednerinnen ist'« umgekehrt, diese denken zu langsam und sprechen zu schnell; aber dabei ist da« Gute, dass sie mit ihrer Rede nie Langweile, dagegen meist wirkliche, greifbare Vortheile erzielen; sei eS ein neuer Hut. eine Badereise oder mindestens zwei Drittel des Wochenlohnes des „geehrten Zuhörer«". Zwischen-rufe bringen sie nie au« Dem Concepte, außer der Zwischenruf: „Na ja, fahr halt meinetwegen auf drei Wochen I — oder die Bemerkung „Hm. ist der Stoff theuer?" — oder „Geh sei still Alte, hast ja eh rechtI" — Eine gewaltsame Unterbrechung solcher Dauerrednerinne» ist keinem anzuraten, denn die Rede muss heraus und wäre es auch erst »ach einigen Wochen. Flucht hilft da so wenig, al« ei» Fluch. Ein solcher gibt der Rediierin stets frischen Stoff, um den Faden der Rede um einige Kilometer zu verlängern; Flucht gewährt ihr eine Erholungspause. Da« beste Mittel bei derlei Dauerreden ist da« Einschlafe». Wenn die geehrte» Zuhörer sachte einzunicken und endlich zu schnarchen beginnen, dann kommt der Redner gewöhnlich zu dem Schlüsse: „Ich hätte zwar noch viele« zu sagen, allein ich sehe die Herren sind ermüdet." — Die Rednerin aber bricht mit den Worten ab: „So. jetzt schlaft der Mensch gar ei» und ich red' mir d' Seel heraus! — Aber wort nur. 'S bleibt dir nit g'schenkt. In diesem Falle sind die Dauerredner doch vorzuziehen. P. Die Sonnwendfeier. Die vou beiden Ortsgruppen der Südmark" und dem „Turn." und „Gesangvereine" am ver-gangenen Sonntage abgehaltene Souiiweudsrier verlief trotz de« gewitterschwangeren Abend«, oder gerade deshalb, weil das ganze Firmament schwarz umzogen war und blauschwarze Schatten die weite Ebene deckten, an deren Rand die Berge wie ein gespenstiger Wall immer näher zu rücken schienen, aus da« allerbeste. Die Nacht brach zeitiger ein al« sonst und aus der Höhe, auf welcher der Platz für daS Sonnwendfeuer gewählt war. und für die An-wesenden war er ganz vortrefflich gewählt, weil er den weitesten Rundblick gewährte, herrschte bi« zum Anmärsche der Turner eine ganz eigenthüm-lich stimmungsvolle Ruhe, kaum unterbrochen von einzelnen Jauchzern draußen im weiten Draufelde. Anfangs zweifelten die zuerst Angekommenen daran, da« überhaupt Feuer angezündet werden würden, denn wie gesagt hieng ein schwere« Ge-Witter über dem unteren Draufelde und hie und da siel auch auf der Höhe ein einzelner Regen-tropfen. Aber männiglich hielt tapfer au« und die sind die kräftigsten und schönsten Menschen Süd-dalmatien«: die Männer, wahre Hünen an Größe, sind dennoch schlank und kräftig, mitfcharfqeschnittenen Gesichtern, prächtigem Körperbaue und ernstem, gemessenen Wesen. Die Nähe zweier Städte, mit denen sie ununterbrochen verkehren, hat die un-bändige Wildheit ihre« Temperamentes so sehr gemildert, das« ihr Benehmen von dem eine« nordischen Bauer« so sehr absticht, dass ein Um-gang mit ihnen weit angenehmer ist. Sie sind gastlich, offen, ehrlich. — wenn e« sich nicht um einen Kauf oder Verkauf handelt, denn darinnen sind sie gelehrige Schüler der Kaufleute in den Seestädten, — aber ungleich diesen halten sie fest am gegebenen Worte und Handschlag. Die Brenesii'tn sind ob ihrer Schönheit be-rühmt. Groß, schlank, mit Hüften zum Umspannen und doch strotzenden Formen, zeigen sie ein Eben-maß, eine Zierlichkeit und Elastizität in ihren Bewegungen und eine Lebendigkeit in ihren Gesten, Geduld wurde aus da« allerbeste belohnt, denn allmählich ivard bald näher, bald serner ein Lichtlein sichtbar, gleich einzelnen schüchternen Sternlei». schier wie Johan»i«käferlkin anzusehen, im weiten, nachtschwarzen Raume. Aber die schüchternen Lichtlein glühten allmählig auf. Heller und Heller und entwickelte» sich zu mächtigen, roth, glühenden Sternen und Sonne»; scharf abgegrenzt leuchtete» sie herauf u»d herüber aus der Cbene und von den Bergen im iveiten Halbkreise, vom Bacher angefangen bis au die Grenze im Osten, wo Erde und Himmel in tiesschwarzen. dräuende» Wolkengebilde» in einander verschwamme». Immer mehr und mehr wurden der leuch. tende» und strahlenden Punkte. Blutroth aus der Ebene herausgläuzend, iveißgläheud von den Berggipfeln herüberleuchtend, schier unzählig. ES war als hätte sich der Sternenhimmel auf die Erde gesenkt und um die Täuschung voll zu inachen, glänzte» Doppelsterne, Dreiecke und plötzlich sogar daS Sternbild deS „großen Baren", wie es vollkommener und ähnlicher nicht gedacht werden konnte. ES war ein geradezu fesselnder Anblick. DaS nachtschwarze Firmament oben und unten ein leuchtender Sternenhimmel. Allgemach mehrte» sich die Zuseher und ivaS bei dem jeden Moment loszubrechenden Gewitter ganz besonder« anfsiel. die Damen schienen an diesem Abende die Herren an Wagmuth u»d Schneidigkeit weit zu übertreffen, den» sie waren, abgesehen von dem gesiylossenen Corps der Turner, fast in der Majorität. Jedenfalls imponirten die geschlossenen Gruppen der lachend und plaudernd heranrückenden Frauen, Mädchen und Kinder, den schwarzen Unholden und Wetterhexen so sehr, das« sich der ganze böse Spuk sachte im großen Bogen nach Süden in die Kollo« »erschlich und den dicht-gedrängten Gruppen der Zuseher Freude und Laune nicht zu verderben wagte. Die Turner kamen unter Hörnerklang den Berg heraus, gruppirten sich, gaben Signale, warteten und endlich wurde der kegelförmige Holz-stoß entzündet. Funkengarbe» sprühend und dann in hoher Flamme lodernd. Die Zuseher drängten näher, da« Schauspiel betrachtend, doch hielten Ordner den Raum frei zur Verhütung jeglicher Gefahr. Dafür war da« Publikum sichtlich dankbar und eS hatte nur Lob dafür, dass das etwas ge-wagte Spiel mit dem obligaten Schwingen ge-theerter und flammender Besen verpönt war, welches Spiel im Vorjahre nicht wenige Kleider verdarb. „Die deutsche Jungmannschaft, die sich über« all gerne schaart um daS aus den vier F gebildete Kreuz, stimmte das Weihelied an und wen» eS sie freut, woran wir keinen Augenblick zweifeln, so können wir ihnen verrathen, das« da« Lied auch von vielen der Zuschauerinnen mitgesungen würd«. Den deutschen Frauen und Mädchen PettauS ein kräftige«: Heil! Hierauf hielt der Senior der Turner Herr Dr. Michelitsch eine die Bedeutung der Sonnwend- dass es kaum wuudert, wenn man hört, dass manche Stammntter irgend einer der stolzen Nobilifamilie» der Republik Ragusa, im Brenothale geboren wurde. Freilich behauptet man auch um-gekehrt, dass dieser oder jener Colone Patrizierblut m seinen Adern hätte. Aber wer wird auch alles glauben, waS die böse Welt zu raune» weiß? Auffallend ist freilich, dass viele, recht viele der stolze» Dame» der republikanischen Robili mit Vorliebe ihre» Sommeraufenthalt lieber im Breno-thale als anderSwo nahmen. Allein da« ist schon lange her. denn heute sind die Patriziersamilien zum größten Theile auSgestorben »nd mehr als einer der übriggebliebenen steifleinenen Coute'S ist Hagestolz gebliebe», der sich mit einer der schonen Brenesinnkn al« — Haushälterin begnügt, weil eS seinem Stolze doch widerstrebt, sein blind ge-wordenes Wappenschild mit dem Golde einer der Töchter der reichen Handelsherren nenvergolden zu lassen. (Fortsetzung folgt.) — ü — feiet erklärend« Rede, von manchem $ci(! au« drr Mitte feiner Turnqeuossen, ab«r auch von manchem „Wacker!" au« dem Kreise der Zuseher unterbrochen. Und Stoff war auch da. manch' bauchig Fässlein de« schäumenden Gerstensäfte«, und e« ward damit nicht gekargt. Ein strammer HornsuchS kredenzte da« prickelnde Bräu au« dem mächtigen Hörne und hatte seine Freude daran, wenn ein kräftiger Zug gethan ward, von bärtigen oder feinglatten und rvlhen Lippen; diese« freute den schmunzelnden Schalk noch mehr, besonder« wenn'« beim zierlichen Rippen zu jäh geronnen kam und ein rundliche« Kinn sammt der darunter geknüpften .Hals- oder Busenschleife netzte. H«il dem galanten Horn fuchs! Wieder stieg ein kräftig Lied, dieweil daS Feuer gefchürt ward und dann gieng Horn und Becher wieder in der Runde, bi« eS allgemach Zeit war, an die Thalfahrt zu denken, die ohn' jegliches Gefährde und Ungemach glatt und glimpflich von statten gieng unter Lache» und Plaudern. Auch die Kleinsten hielten die Äuglein sperrangelweit offen, dem Sandmännchen heute ein Schnippchen schlagend. Und dieweilen die anderen heimpilgerten zu den häuslichen Penaten, der kürzesten Nacht der Solinenwende »och ein paar Stündchen ab-zugewinnen, zog die stramme Iungmannschaft zur fröhlichen Kneipe, das Fest der „Sunnewent" würdig zu beschließen. Schön war'« und doppelt schön deshalb, weil wackere Frauen und Jung-frauen in stattlicher Zahl mitgethan, bei der ur-alte» germanischen Nationalfeier der Sonnenwend«. In ihren Händen allein liegt e«. ihrem Bolke seine Sprache, seine Sitten nnd Gebräuche zu erdalten und sorgsam zu wahren allerwege. Mögen sie nie vergesse», das« nur die Germanenfranen, freie u»d ebenbürtige Gefährtinnen ihren Männern gewesen von alterSher. während alle anderen Völker da« Weib al« Spielzeug oder HauSthier betrachteten, dann werden sie auch nicht vergessen, das« nicht die Männer im wilden, aufreibenden Kampfe, sondern die Frauen im stillen heimisch«» Kreise die Zukunft ihre« Volke« gestalten und entscheide». Eine, die sich auskcnnt? Flink und sesch am Ladentisch Scharmutzirt der flotte Fris! Mit der Jette, drall und frisch. Leistet er sich manchen Witz Zacherlin. da» will sie hab««. Fritze weiß da gleich sich Rath l (Legen Motten. Wanzen, Schwaben Bidt es b>ll'g«re« Surrogat Aber Jett» lacht! .Kanu? »Fritz, Sie sind wohl nicht jesund? „Denn wie kommen Sie dazu, »Anzupreisen solchen Schund! „Wol nützt Pulver ohne Flasche, „Keine Äroft steck» da darin, .De« lockt '« Ield blob au« der Tasche, «Jeden Sie mir Zacherlin, „Nur nich Surrogate, Mann. „Zacherlin bab' ich bestellt. „Wenn ich det nich kriegen kann. „Denn zurück mit meinem Veldl l" Nr. 3082. Kundmachung. Es wird hiemit zur allgemeineil Kenntnis gebracht, dast in neuerer Zeit sowohl in Ungarn und Kroatien als auch in der diesseitigen Reichslplste eine bisher in Lsterreich-Uugarn unbekannte seuchenamge Krankheit bei den Schweinen zum Ausbruch gekommen ist. Diese Krank» heit tritt nur bei Schweinen auf; die Bnsteckungssähigkeit ist bedeulendcr als bei der Rothlausscuche. Zusolge Verordnung der hohen t. k Ministerien des Innern, der Justiz, des Handels »nd des Ackerbaues vom 9 Juni l. 1, 91. ><8 »$31. Rr 79 ex 18% wurde diese Tchweinekrankheit. welche zum Unterscheiden von der Roth-laufscucht als Tchiveiiiepest lZchweineseuche) bezeichnet wird, unter die im allgemeinen Thierieuchengesetze vom 29. Februar 1880, R ^».-Bl Rr »b g l des Abschnitte« l. bezeichneten Thierseuchen ausgenommen und haben auch die im Thicrstuchengrsctze bezeichneten Bestimmungen, sowie die Durchsührungsbesiimmungen zu diesem ««setze deim Austritte und Herrschen dieser Schweinepest tjiinl»»«g mit hä»fig au»-gebreiteter Zerstörung der Darmschleimhaut Die Krankheit beginnt mit mangelnder Freßlust, Durst, grober Mattigkeit und Schwäche der Thiere in«-besondere im Hintettzcile, der Gang ist krummelnd. Die Schweine liegen viel, verkriechen sich unter die Streu, husten kurz, schwach und athmen schnell Manch-mal wird im Beginne der Erkrankung Erbrechen, später auch blutig gefärbter Durchsall beobachtet. Es wird Zittern der Thiere, Wechsel der Hauttemperatur, hochrothe bis blaue Färbung der Haut an den Ohren, am Rüsiel, am Bauche und an der inneren Fläche der Hiuterschenkel, Thränen der Augen und Verkleben derselben im weiteren Verlaufe temerkt. Es erfolgt schnell Abmagerung und schou nach wenigen Tagen verendet da« erkrankte Thier. Bei neu eingestellten Schweinen treten diese Krankheit»-erschei nungen bald nach dem Einstellen und auffällig auf, so das« sie kaum dem Wartepersonale entgehen keimen. Der Besitzer ist verpflichtet, unverzüglich die Anzeige an das Stodtgemeindeamt zu erstatten, damit ohne Verzug die behufs Hintanhaltung der Weiterve rbreitvng und Til-gung d«r Seuche erforderlichen und gesetzlich vor-geschriebenen veterinär-polizeilichen Maßregeln in Anwendung gebracht werden können. St»dta«t Pettau, am 25. Juni 1896. Jostf Grniy m. p. Zum Wohlt der Menschheit bin ich gerne bereit, allen Denen, welche an Magenbeschwerden. Appetitlosigkeit und schwacher Verdauung leiden, ein Getränk (weder Me» bi c in noch Geheimmittel) unentgeltlich namhaft zu machen, welche« mir bei gleichem Leiden ausgezeichnete Dienste geleistet hat. C. Schelm. Realschullehrer a. D., Lampions zu allen ['reisen, in verschiedenen Ausführungen vorrftthig bei t = W. Blanke, Pettau. -©*3-------Äl Sämmtliche FUTTER. WAAREN, wiealle erdenklichen Herren- u. 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Indem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen bestens danke, ersuche ich höflichst, dasselbe auch auf meinen Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Tosef Dörffel Kaminfegermeister. Pettau, am 30. Juni 1895. P. T. Bezugnehmend auf obige Mittheilung, habe ich das Kaminfegergewerbe von Herrn Josef Dörffel mit heutigem Tage übernommen. Ich werde stets bestrebt seiu, meine Kunden zur vollsten Zufriedenheit und auf das aufmerksamste zu bedienen und ersuche höflichst, das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Tcüa.Hm TL T^jur&n. Kaminfegermeister, Herrengasse Nr. 8. Pettau, am 30. Juni 1895. Visite-Karten in Buchdruck oder Lithographie, feinst ausgeführt, liefert billigst die Buchdruckerei W. Blanke. 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