MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES Vnltf and SchriniAltung Mtiliurg •. 4. Dnu, BidguM Ni'. 6. Fcninif: Nr. iS-V7, 31-68, 35-89i Ab 16 Uhi (tkgllch auA« Samitag) Iii dl« ScbrlfUaltung aur lut Funrof Nt. 38-67 «rraichbar. Uovarlangtt Zutcbriftta Warden nicht rOrkgaundt. Bat almtllchen Antragen (it daa Rflckporto belzulagan PoatKbeckkonto Wien Nr. 54.608. GaadUftutallan tu QiU. Marktplati Nr. 13, Paramt Nr. 7, und la Pattao. Ungariorgassa Nr. 2. Faramf Nr. 89. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Bradietiit warktlglirb alf Mtttganzeltung. Baiugsprali (Im Torani sablbai) monatlich RM 2,10 einschließlich 19,8 Rp' Poatzaitungsgebühr) bei Lieferung im Streifband zuzQg'lch PortO) bei Abbolen in der Geschäftsstelle RM Z^' Altreicta durch Post monatlich RM 2,10 (einachl 19,8 Rpf PosizeltungsgebUhr) und 36 Rpf Zustell-gebflhr. Blnialnummam werden nur gegen Voreinsendung des Einzelprais'« i^nd lier PortoAtislagen zugesendet. Nr. 197 — 83. Jahrgang Marburg'-Drau, Freitag, 16. Jtdi 1943 Einzelpreis 10 Rpf Schicksalssfadt im Westen Besuch in der alten Kaiserstadt Aachen nach dem jüngsten Terrorangriff PK, 15. Juli Während die Entwarnungssirenen aufheulen, fahren wir gegen Aachen. Die alte Krönungistadt lag im Hagel briti-■eher Bomben. Qualmender Rauch liegt über der gesamten Stadt and gespensti-•che« Rot durchbricht den Aufsteigenden Morgen. Lange Züge der Feuerschutz-Polizei, der Hilfsorganisationen der NSV driüvgen xur Stadt, um zu helfen, wo es in diesen Minuten, in diesen schweren Stunden notwendig ist und wird. Im Rauch brennenden Häuser arbeiten wir uns mühsam den Weg zum Stadtinnem vor. Aus den brennenden Häusern werden die letzten Habseligkeiten geborgen und auf die Straße gestellt. Alles packt hier mit an, Frauen und Kinder, Soldaten alles, was zur VerfOgung steht, sucht zu retten, was noch zu retten ist. Die Menschen eilen mit Tüchern vor dem Mund blaB und geängstigt durch die Strafien, andere versuchen mit Gasmasken dem Atzenden und beifienden Rauch zu begegnen. Es Bind furchtbare Bilder, die sich in diesen Morgenstunden des 14. Juli in der alten deutschen Stadt Aachen abspielen. <• — Dia Kleinen gelten nichts Um iaIeressBiite Erkllrung Churchills Stockholm, 15. Juli IflS siner Unterhsus-Ausspraohs Uber die Atlsntik-Charta wurde auch die Frage angeschaittes, ob die politische Uge nicht eins Abändern^ dieses Vertrages notwendig mache. Churchill antwortete darauf, dafi es nicht notwendig sei, irgsndwelche Änderungen vorzunehmen, aean die Atlantik-Charta sei kein Vertrag und sei auch nicht vom nord-amerlkanischen Kongreß formell bestätigt. Somit hat die Charta keine bindenden VsrpflichtuBgs* weder für die Vef einigten Staaten noch ffir Großbritan- IHm* Erklärung Churchills ist immerhin bedeutsam, wenn man sich daran erinnert, daß die Atlantik-Charta den kleinen Völkern versprochen wurde, ihre Unabhängigkeit SU respektieren, dann wird die Erklärung Churchills in den Kreisen der Londoner Emigranten, die sich von der Freundschaft Englands und der Vereinigten Staaten eine goldene Zukunft versprachen, sicherlich Überraschung auslösen, denn Churchill bestätifit damit den Sowjets, daß die Atlantik-Charta ihren Gelüsten auf Gebiettabrundung durch Annektierung und Unterwerfung der kleinen Nachbarstaaten wie zum Beispiel Polens nicht im Weg steht. Mflhiam znsanunen^eüickt Die »eoe polnische Emlgranten-»■eglerung« Stockholm, 15. Juli Nachdem sich nun Tränen und Trauer über den Tod Sikorskls in London gelegt ha>«en, bat man einen neuen Emiqranten-ausschufi gebildet, an dessen Spitze als neuei »Ministerpräsident« Stanislaw Ni-kolajczyk steht, der sich beeilte, zu versichern daß seine »Regictunq« aufrichtig demokratisch sei Da sitzen in dem mühsam zusammengeflickten »Kabinett« Mitglieder der Bauernpartei neben polnischen Sozialisten und Vertretern der nationalen Arbeiterpartei und sogenannte Parteilose, Bolschewistenqeqtiei Pilsud-ki-Gegner, Liberale und Bolschewisten-freunde. Trotzdem bleibt es ein »Minderheitskabinett«, daß das qanze englisch-polnische Wirrwar und die Fraq-würdigkeit der polnisch-sowjetischen Beziehungen kennzeichnet. Dann stehen wir am Marktplatz vor den Trümmern und übrig gebliebenen Resten des alten ehrwürdigen Rathauses. In diesen Minuten möchte sich das Herz zusammenkrampfen. Auf den Grundmauern der alten Kaiserpfalz im 14. Jahrhundert errichtet, steht das mächtige Bauwerk, das als eines der schönsten Rathäuser der Welt gerühmt wird. Im Rauch und Flammen. Der reiche Figurenschmuck der Marktselte liegt in Trümmern zu unseren Füßen. Die wunderbaren neuen gotischen Turmhauben sind vor Minuten in sich zusammengestürzt. Durch die zerbrochenen hohen Fenster, deren Reste die Wappen der hier gekrönten deutschen Kaiser zeigen, sprühen die Funken in den Kaisersaa) im oberen Stockwerk, in dem im achten Jahrhundert Karl der Große römisch-deutscher Kaiser wurde. Uber die Trümmer der Freitreppe gelangen wir in das Innere des Hallenbaues. Durch ein Sprengloch und durch Risse an der Decke sickert das Löschwasser in kleinen Bächen durch die Vorhalle. Schon seit Stunden versuchen die Mannschaften der Feuer Schutzpolizei der Nachwelt den Rest des herrlichen Baues zu erhalten. 30 deutsche Kaiser wurden hier gekrönt. Wieviel Hände haben an den Inneren Werken dieses Rathauses gebaut und gewirkt. Der Krönungssaat zu Aachen mit den Fresken eines Alfred Reihe! gehört zu den berühmtesten Kunstdenkmälern der Weltgeschichte. Auch der Dom mit der Pfalzkapelle, das bedeutendste Denkmal karolingischer Baukunst, blieb nicht verschont. Dieser neuerliche Terrorangriff britischer Bomberverbände zeigt den abgrundtiefen Hass der Briten. Tausende friedlicher Menschen sind wieder obdachlos geworden, viele In dieser so schwer vom Schicksal heimgesuchten Stadt stehen vor dem richls. Aber trotz dieser furchtbaren Nacht sind die Menschen der alten Kaiserstadt ungebrochen und stark, Sie sind hart und erprobt als Menschen des Grenzlandes, sie wissen um die Schwere des deutschen Schicksals. Sie haben ja am besten die Briten von 1919 bis 1923 in Erinnerung. Kriegsberichter Rudolf Skorpil Der letzte Zar Ein peinlicher Gedenktag für England Von Eitel Kaper Vor fünfundzwanzig Jahren, in der Nacht vom 16. zum 17. Juli 1918, geschah in der Stadt Jekaterinbur}] im Hause des Kaufmannes Ipatjew durch die offiziellen Bevollmächtigten der Sowjets eine grausige Untat. Nachdem man den »Bürger Romanow, gewesenen Oberst« von seinem Hauptquartier in Mohilew nach der zaristischen Sommerresidenz Zarskoje Selo und von dort nach dem fernen sibirischen Nest Tobolsk verschleppt hatte, war ihm nun von den Bolschewisten als Unterkunft dieses Kaufmannshaus in der weltverlassenen Stadt am Ural angewiesen worden. Ke-renski — Kürbis, ein Halbjude, war als Beherrscher und »Generalissimus« von den Bolschewisten abgelöst worden. Enijland, das den Zaren in den Krieg getrieben hatte, das zynisch der Dezimierung des ru9si.^chen und der anderen Völker zugesehen hatte, ließ den heimlichen Förderer des Umsturzes, den britischen Botschafter Sir George Buchanan, bezeichnenderweise ohne jede Weisung für die »Regelung der Zarenangelegenheit«. So wußten die Bolschewisten, daß sich die Briten blutwenig um das fernere Schiffsgeschütze trommeln auf die Küste Im Wasser treiben die gekenterten Boote — Kampfbild aus Sizilien PK, 15. Juli Der Golf von SMMM liegt in schimmernder Bläue vor uns. Hier, wo die sizllianische Ostküste den Knick zum Süden macht, ist in der Nacht zum 10. Juli der Engländer gelandet. Von dieser Stelle aus will er ins Innere der Insel eindringen und gleichzeitig die Küstenstraße in seinen Besitz bringen. Noch immer schwimmen die großen britischen Kriegsschiffseinheiten, mit dem bloßen Auge erkennbar, vor der Küste. Sie versuchen, seitdem die ersten Truppen im Schutze der Nacht an Land gingen, die deutsch-Italienische Abwehr auszuschalten, um Verstärkungen heranzuführen. Wir sind in unserem Abschnitt Augenzeugen eines solchen Landemanövets im Feuer unserer Batterien. Mit voller Fahrt nähern sich die vor der Hafeneinfahrt kreuzenden Schiffe, vorwiegend Kreuzer und Zerstörer, dem Strand. Eine funkelnde Gischtbahn markiert dfn Weg der schweren Schiffe. In ununterbrochener Folge feuert der Feind aus allen Rohren. Abschuß und Einschlag lassen sich genau verfolnen. Und die Landser auf der beherrschenden Höhe wissen mit dem Instinkt des Feldsoldaten, oh sie Deckung nehmen müssen oder ob sie ruhig die Flugbahn der über sie dahlnrauschenden Granaten verfolgen können. Eine volle Stunde setzt der Feind seine Feuerfontänen auf die Hügelkeite, hinter der er die deutsch-itallenisrhe Abwehr vermutet. Die Erde dröhnt, wie von Schauern geschüttelt, wenn sich die dicken Brocken mit betäubendem Krach in den Felsboden bohren. Der Brite sucht indessen vergeblich, denn unsere Batterien haben vor geiaumcr Zeit schon einen überraschenden Stellungswechsel vorgenommen. Mit ingrimmlgerc Hohn sehen die Panzergrenadiere aus sicherer Deckung kalibrigen Geschütze fallen mit grellem, trockenem Diskant die in Stellung gegangenen Sturmgeschütze und Panzer ein. Als springe ein Springbrunnen nach dem anderen aus der blauen Flut, als werde die See In ihren geheimnisvollsten Tiefen aufgewühlt, so zischt und braust und schäumt es um die Landungsboote, die kreuz und quer durchs Wasser schießen. Mehrere zeigen schwere Schlagselte, einige treiben als lohande Fackeln ziellos dahin. In der Luft verbeißen sich Jäger, Bomberformationen und Kampfgeschwader ineinander. Innerhalb von wenigen Minuten zerschellen drei amerikanische Viermotorige am Boden. Aber die Staffeln und Geschwader kommen wieder. Immer wieder mit Bordwaffen halten sie in die Olivenhaine, wo sie die Verteidiger verschanzt glauben und aus den Bombenschächten poltert die todbringende Fracht hernieder. Kein Zweifel, die Engländer und Amerikaner gehen diesmal aufs ganze. Allein die Tatsache, daß sie die Mittelmeerflotte einschließlich der Schlachtschiffe auffahren ließen, daß sie trotz schwerster Verluste ihre Luftwaffe in bisher nicht erlebtem Umfange einsetzen, beweist den entschlossenen Willen der gegnerischen Kriegführung, das Unternehmen Sizilien mit einem totalen Erfolg zu beenden. Die Verteidiger stehen vor einer schweren Aufgabe, und es hieße die feindlichen Absichten in gefährlicher Weise verkennen, wenn man glauben wollte, es handele sich um ein dilettantisches Manöver wie im Fall Dieppe und St. Nazaire. Man muß erlebt haben, mit welch verbissener Zähigkeit die Briten um jeden Meter Boden kämpfen. In den ersten Stunden des AngriJts haben sie bereits schwere blutige Verluste hinnehmen müssen. Der Kommandeur eines Panzergrenadierregiments berichtet, daß die vorstürmenden Angreifer reihenweise durch das MG-Feuer seiner Männer hingemacht wurden. Der Strand ist übersät mit Trümmerstücken. Im Wasser treiben die gekenterten Boote, und beim Betreten des Inselbodens haben zahlreiche Angehörige der Landetrunpen den Tod gefunden. Mit dem Glas lassen sich leicht die dunklen Punkte ausmachen, die den hellen Strand an vielen Stellen bedecken. In den Abendstunden wohl werden die Engländer von neuem ihre Boote zu Wasser lassen. Ein neuer Angriff auf die Küste steht bevor. Kriegsberichter Kurt Geyer Wieder 336 Sowjetpanzer Die schweren Kämpie im Osten und in SüdsizUien 22 Flugzeugabschüsse bei Paris Führerhauptquartier, 15, Juli Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Trotz Verschlechterung der Wetterlage halten die schweren Kämpfe an der Ostfront an. Im Räume von Bjelgorod wurde eine dem britischen Peun /auber zu. Als aber I weitere feindliche Kräftegruppe im kon-die aus der Ferne winzig erscheinenden ! zentrischen Angriff zerschlagen und erLandungsboote zu Wasser gelassen wer-1 neute, jedoch mit schwächeren Kräf-den, da bricht die deutsche Artillerie mitj ten als an den Vortagen geführte Gegen-einem Feuerschlag ihr Schweigen. Das angriffe unter hohen Verlusten abge- dröhnt und hämmert in pausenloser Folge, und in das tiefe Grollen der schwer- PK Ktl«n Za'cn ohne weiteres er-zwiniicn konnte, heißt Sir Samuel Hoare und ist lu'ule Pio^'^-ohafler in Madrid, unweit jcne.s Gibral'ar. wo Sikorski sein Ende fand. Zur Zi'it des Zarenmordes verdiente sich in Mo;-k'iu ein gewisser Villiani fUiPMt als t'eheimer Sendbote Wilsons dje Sporen, der schon 1918 ein entfes B>indn;s zwischen amerikanischem und sowjetischem .Itidenlum anstreben sül Itf. So, wie der L'l"ichi' Hu'lilt hetile der besondere \ rrtr:iutr des Präsidenten der Vereiuiiiten Staaten ist. so ist aus seinem dainalij(en Gespiachspnrlrcr Litwinoff-Finkelstein der Botschafter der Sowjets in Washington tfewordrn. Ts trieb damals auch ein .Tude Henry Mort^enlhau sein loses Spielchen mit den P^rdölschäl-zcn des Kaukasus Sein Sohn aber bestimmt heule als Wellbankier* darüber, wie rasch dir Kreditwnnsche der Bolsche-wisten erfüllt werden und um wieviel die Steuern für den nordamcrikanischen Biir-jjer steitlen. Ob mau am 17 .'iili ein .lubiliiums-bankelt (Jebcn wird? Die Hölscheristen. die Juden und die Firiten hätten doch eine wimdervollc GeIctJenbj'it. an diesem Tajic vor üller Welt zu beweisen, daß sie — wie ktirzlich der Marineminister Knox saijtc — keinen Gidankrn haben, der ihnen nicht allen jfemeiu wäre«, Fürchten sie die Schatten der tlcmordetcn? Fürchten sie einen steinernen Gast, vor dem in ijleicher Weise die Nordameri-kaner, die Briten samt ihrem KintJ und die Juden erblassen müßten? Die Welt weist auf sie mit dem Fmi'er Sie hat di'^ Hinterilründe dieser jüdischen Allianz erkannt und ihre Methoden durchschaut Ärger über die Iren \> eil sie fjpn Krieg nirht wiinsrlu'n Slafkholm, 15. Juli * Der riu|lis( hü Iniienniinistor Morrison, (Irr Belldst bcsurhl h it, hckl.ufto sirli bt'i tunem KUiblruhsiurk, cias zu l;hren dos britischen Pieujii'rmmislors von Nor«i-iriand, Sii R.isil lirouko, sidMfiind, über den iinersi hütlorli» hi't) NVut ralitfitswil-lon Iridiuls Dip TreiKi rUn Rrvölkeriinc) \on NordiiItiiid ist nie hl nur uiibostrit-fnn, fiondprii beinoho .((jqirssiv in ihrtT Art , mcinir Morrison und hfzeithni'te rs als ([preul(!/.u »tiiif)is(h, duß Rire in dipsf'ui linßprst dramiilist b(Mi und schick-Siilharten Kiiuipfen iiriihdl und (|lo r:h-(|iilt.it] cihsf'its steht. Man hört tuis d«*n V\'orlf'n Moni'ions ficiil'itli die Vorärqe-runri dtiniber hi'ruus, liab es tjen unqli-srhen Krit.'f)sauswiMlor(>rn trotz iilh^r lie-niühunnen nicht (joliiu|eti will, Noid-ifhind in den voi» Loiuitni iinfjezottelton neuen Wrllkiieq hintMn/.u'/erirn. Es fehlt an Reis Hunijorsnül in indisclifii Industrieheziik Bfinqkok, 15. Jidi In dm iiulisch( n Piovinz !3ih ir liorischt CIIH3 oniste ifuiu|er .nol fJie «nn sthwoi-slcn b(!tri)(ltMien Gcldetr liticjon bei Jamshedpiid D(»rt licfuuleii sich die «|toßen Tdlii-Cisen- und Slcddwcrkc. Der Gouveiner schitibl diu Schuld ein den srhiimmeii Zustiintlun «luf die Lf-hensmittespeknlanten und Hamsterer in der Provinz, Zur Beruhifiunr) versprarh er in Kürze weilcro Triiris])orte von Reib imrl sonstifjon N'ihrunfjsiiiitteln, Der Oborbürcjormristct \nn Madras forderte die Regterunc! auf, die Ciiihifiorunr| rjrn-ßer Mrngrn von W-ihtuiK|SiTiittr>lii in n Rio de Jcineiro in Buenos Aires einlruten, beriibieten von schweren Zwischnntalien unler brasilin-machen Truppen, die nach Alrik.» eingeschifft werden sollt''n. In der Hafen-fitadt Natal seien die ■f'ji!p[)en zu einet Abschiedsparatie ririq<'treU;i) 'lewesen, zu der die Roqierunrf uiich buwjolrussische Offiziere eingeladen halle, dm sich qe-fjnnwtirti(| in Brasilien beiluden. Dal)Pi qal)en die TiiipiKU ihrer Abiu'iciuny f]P-rien die Vers'hiflnng narh Afrika Ausdruck, die enltieqen den Verspr^chuii qiMi des Pra«iidenl-r?n Varrias erfohite Die Einsrhitfunfi mußte bis aul weiterei \erschcjben werden. Blutige Schauspiele in Los Angeles Der Zooterkrieg — Roosevelts Soldaten toben ihren Haß aus Lissabon, Anfanq Juli Von einer seltsamen, einem qesimdcn I Volke unverstandlichen und in ihm un-' möglichen Menschenert ist aus den .Ver-i eini(|ten Staaten und einigen der Amori-kaiierkrankheit anfälligen "Utaaten Bonst-' wo des öfteren berichtet worden. Es sind ! die »Zootei« Der Zooter ist ein in das I Jünglingsalter hineinwachsendes Kind, i das im Grunde nie K'nd war, das nie die j Frt^ude an seinem Jungsein verspürte, sondern aus der Verworfenheit der I Eh'ndsviei lel in eine frühzeitige tiberreife urul ein für ganz natürlich angesehenes V'erbrerherdasein hineinglilt. Kostümiert wie Clowns... Äußerlich fällt der Zooler — die Bezeichnung stammt von dein Wort »suil« (Anzug) durch seine Kleidung auf, die wieder nichts anderes ist als die törichte Uftriedigung eines überspannten und armseligen Geltungsbedürfnisses. Ganz gleich, oh er nun zwölf oder vierzehn, sechszehn oder achtzehn Jahre alt ist, die Aulinachung des Zotters ist durch die cjanzcn Voreinigten Staaten hindurch mehr oder weniger gleich. Wie Clownhosen füllen seine Beinkleider nach unten hin sich verengend, sackfirtig um die i Beine, Der Rock mit breiten ausgepol-i Sterten Schultern hängt weit und faltig j bis über die Oberschenkel herab. Die I Haare sind nach Art jüdischer Elntünzer , hinten lang herübcrgokrtmmt, der Nak-' ken ist ausrasiort. Die breite Krawatte in schreienden Farben ist nach Bohemien-Arl des vergangenen Jahrhunderts hals-tuchforniig gebunden, und aus den Taschen der tief herimterhfingenden falti-r(en Weste baumelt eine etwa 20 cm lange Uhrkettc heraus. ...doch gefahrlich Verbrecher w 1 e vorgeht, Soldaten und Matrosen, die meistens von Mädchen in entlegene und dunkle Straßen gelockt wurden, von ju-aßndlichen Verbrechern niedergeschlagen odei »geknift« d. h. durch einen Stich in den Rücken erledigt, um dann ausgeplündert zu werden. Die Unfähigkeit der amerikanischen Polizei, mit solchen chaotischen Zustanden in den kalifornischen Städten aufzuräumen, hat nun in den letzten Wochen zu Gegenaktionen aniürikaaischtix. Matrosen und Soldaten geführt, bei denen der in den Vereinigten Staaten immer stärker anschwellende gegenseitige Haß unter den Rassen 7.U einem furchtbaren Maßenausbruch gekomjjien ist. An der kalifornischen Küste ist die amerikanische Bevölkerung sehr stark mit »Merikanern« durchsetzt, die Kalifornien mit vollem Recht als ihr Heiraatlfind ansehen, da sie bereits vor der Besitzergreifung des Südwestens durch die Vereinigten Staaten dort an-säßig waren Tn den lotzlen Monaten ist durch die systtDiaiische Anwerbung von mexikanischen .Arbeitern in Mexiko selbst auch noch ein neuer Zuzug von Iberoamerikanern eingetreten, Der Haß auf die »Farbigen« Der Haß der Yankees gegen den »Mexikaner*, den alteingesessenen Ibero-amerikaner in den .Südstaaten, der dem dos weißen Amerikaners gegen den Neger durchaus nicht nachsteht, war daher immer stärker fühlbar geworden. Zweifellos handelt es sich dabei um ein typisch jüdisches Ablenkungsmanöver. Die Methode hatte Eriolg gehabt, und der »Mexikaner«, der seit jeher von dem englischsprechenden Amerikaner als minderrassig behandelt worden war, wurde plötzlich für das Zooter-Unwesen verantwortlich gemacht, trotzdem die Zooler nicht in den Südstaaten, sondern in den jüdischen Bars Newyorks zuerst in die Erscheinung getreten waren. Plötzlich setzte in Los Angslei ein »Zooterkrieg« ein, der wohlgemerkl nicht dem Zooter als solchem, sondern dem mexikanischen Bevölkerungsteil der Stadt galt und zu den gleichen furchtbaren Szenen führte, die sich vor fast einem % Jahrhundert bei den Chinesenverfolgungen In Kalifornien abspielten. Selbst die nordamerikanische Zeitschrift »Time«, die man in keiner Weise als eine Verteidigerin der USA-Bürger iberoamerikanischer Abstammung wird ansprechen können, muß eingestehen, daß es sich um einen der widerwärtigsten Pöbelaufruhre handelt, die Amerika im Lauf der letzten Jahrzehnte erlebte. Hunderte und Tausonde von Soldaten und Matrosen, unterstützt von dem Pöbel der Stadt, zogen — so berichtet die amerikanische Zeitschrift — durch die Straßen von Los Angeles, um Jagd auf »Pachucos«, wie man die jungen Burschen mexikanischer Herkunft in Kalifornien nennt, zu veranstalten. So sieht die »Freiheit« aus Di«? seit Ausbruch des f^ooseveltkrie-ges in einem geradezu unvorstellbaren Maße um sich ([roifende Jugendkri-mintilitdt machte dann den Zooter sehr schnell zu der Verkörpt.Tung dos jugendlichen nmeiikanischen Verbrechers. Die Tauseiide und Abertausende von ha!b-würhsigon Burschen oft noch Kinder — die in Schleif hhandelsgesrhälten, Dieb-sldhien und nächtlichen Raubüberfällen in den verdunkeilen Städten einen geradezu selbslverständlichen und begeh-renswerlen Beruf sehen, kleiden sich als Zottor und tanzen mit halbwüchsigen Mädchen in den Nachtklubs und B'jrs ihre iirsinnigcn, im Grunde unendlich fireisenhüfteii Verrenkungslänze. Die Polizei kümmert sich nicht darum. Ein besonders erschreckendes Ausmaß haben diese Jugondverbrechen in den kalilornischen Kunjunkturstädlen angenommen. Allnächtlich werden ■dorf, wie aus der amerikanischen Presse*her- Gcradezu eine «Panzerdivision« — der Au.sdruck stammt von der Zeitschrift »Time« — an Autos und Lastkraftwagen, die mit Soldaten und Matrosen besetzt waren, fuhr durch sämtliche mexikanischen Stadtteile von Los Angeles und mdu holte sicn die Mexikaner aus den LichlspieUhecilern und Cafes heraus. Mit Slückeii und oiseiiheschwerten Seilen bc'waffnet, drangen die Yankees selbst in Privathduser ein, schleppten die Mc^xikaiier auf die Straße, zogen sie nach dem Vorbild der Lynchjustiz nackt aus und schlugen sie bis zur Bewußtlosigkeit, während ein schaulustiges Publikum Beifall schrie und jedes neue Opfei mit Fieiidengohoul begrüßte. Vielfach geschahen die Verprügelungen der Mexikaner auch auf den Bühnen der Kinotheater, wobei das Opfer regelmäßig unter tosendem Applaus nackt ausfjezocjen wurde, Die Straßenbahnen und Autobusse wurden angehalten, jeder irgendwie mexikanisch aussehende Fahrgast wurde herausgeholt und bis zur Bewußtlosigkeit verprügelt. Erst -«nls die Soldaten und Matrosen Roosevelts sich in Los Angeles ausgetobt hatten und der blutigen Szenen überdrüßig geworden wäre, flauten die Mexikanerverfolgungen ab. Die Yankees hatten ihren Haß gegen die »Farbigen« wie sie die Iberoamerikaner nennen, für eine Weile erschöpft und die Skandal-nachte von Los Angeles fanden ein Ende. Behörden und üflenllichkeit aber schweigen darüber. Das Judentum um Ruosevelt aber hat erreicht, daß die amerikanische Bevölkerung von dem immer deutlicher fühlbar werdenden Antisemitismus für einen Augenblick abgelenkt werden konnte, und daß man den Zooter, diese Ausgeburt der jüdischen Zersetzung, auf die laleinameri-kanische Bevölkerung des Südens abzuschieben vermochte, während der jugendliche Verbrecher nach wie vor sein Unwesen treiben darf. Die Welt jedoch ist in jedem Fall um eine »demokratische« Demonstration und eine sichtbare Darstellung der sogenannten vier Freiheilen Roosevelts reicher Das ist die Lehre aus dem »Zooterkrieg« von Los Angeles. Schmale Strasse zwischen zwei Meeren Die Meerenge von Messina — Aus der Geschichte der Erdbebenstadt Die Südwestspitze Italiens ist von dei Insel Sizilien nur durch die 4r-, siK ht in ein Ungeheuer verwandelt wur-! de, das auch noch fantastisch genug aus-' sah: der Oberkörper einer Frau lief in I einem mil Wölfen und Hunden umgürten Fischleib mit einem oder mehreren Schwänzen aus. Gegenüber der Skylla, an die das ka-labrische Küstenstadlchen Scilla erinnert, lag die Charybdis, nach Homer ein Schlund in einem Felsen des »westli-cheri Meeres«, der dreimal am Tag die Meeresflut mit furchbarer Gewalt einsog und dann wieder auswarf. Man suchte diesen Strudel bei Faro, einem Fischerdörfchen an der Nordostspitze Siziliens und später in einem »Carofalo« genannten Wirbel der Meerenge unfern der Spitze des sicherförmig vorspringenden Hafendamms von Messina, Für diese nachträglichen Ortsbestimmungen war die Tatsache maßgebend, daß die kleinen Schiffe der Vorzeit schwer mit .Stürmen und widrigem Wellengang zu rechnen hatten ,wenn sie durch die si-zilianische Meerenge fuhren. Man kann es aber als Übertreibung betrachten, wenn noch im Mittelalter in den See-fahrergeschichten erzählt wurde: es stürzt in die Skylla, wer die Charybdis vermeiden will. BUCK NACH SUDOSTEN Neuer Uallenlschor Gesandter In Agram. Der neue italienische Ciesandte , Dr. Luigi Petrucci überreichte am Mitt- • woch (iem Pocjlavnik sein Beglaubigungsschreiben Die kroatische Presse, ciie ihre Leitartikel der Übergabe des I Beglaul)igungsschreibens widmet, sieht ' in diesem Akt eine neue Bestätigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem kroatischen und dem italienischen Volk, Knilurwoche der deutschen Volksgruppe in der Slowakei. In der Zelt vom 'in. bis 30. Juli findet in Kaesmark die diesjährige KuUurwoche der deutschen Volksgruppe in rier Slowakei statt. Ihren Abschluß findet sie in einer Kuiir|gei)ung irn Deutschen Haus in Kaesmark, wn Volksgruppenführrr Ing Karmasin sprechen wird Kriegsgewinnsteuer in der Slowakei. Durch die gesetzlich angeordnete Besteuerung der Kriegsgewinnc werden der slowakischen Staatskasse jährlich neue Einnahmen von rund 42 Mill. Ks zufließen. Einzelunterit*hmer worden besteuert, Wenn ihr Einkommen 1941/42 den Betrag von 75 000 Ks überachrilten hat, und wenn »ie einen höheren Gewinn als zwei Jahre vorher ausweisen Die neue Kiiogsgewinnstouer, die 25 v. H, ausmacht, findet ferner auch auf Aktiengesellschaften Anwendung, sofern die Ronlabilität des Unternehmens 6 v. H. übeistoigt, zumindest tbei 75 000 Ks betragen hat, und wenn 1942 höhere Reingewinne erzielt wurden als l!)4ü. Außerdem i«t ein lOOprnzentiger Krlegs-zus(hlci(( zur l)!shori(|en Grund- und llauszinsstcucr emyefuhrt woicjen. Die Kriegsgewiraisteuer ist einmalig und wird nur 1943 erhoben. Dem rumänischen Arbeitsdienst wurden durch den Vizeminlsterpräsidenten Mihail Antonescu Im Landzentrum Bresca die beiden ersten Fahnen übergeben. Der Kommandant des Arbeitsdienstes, General Palangeanu und seine Männer erhielten hohe Auszeichnungen von König Michael. Der General hob hervor, daß der rumänische Arbeitsdienst seit mehr als zwei Jahren In kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit dem deutschen Reichsarbeitsdienst Im Aufbau begriffen sei. Von seinen Leistungen konnte sich König Michael, der ruipänische Staatsführer Marschall Antonescu und der Reichsarbeitsführer Hierl überzeugen. Banden in Montenegro vemicMet. In Rom wird bekannt gegeben, daß die gegen die Banden in Montenegro durchgeführten Operationen erfolgreich beendet wurden und daß nach Vernichtung der von Moskau aufgewiegelten Gruppen die militärische Situation wieder hergestellt ist. Damit ist die Mission des bisherigen italienischen Gouverneurs von Montenegro, General Pirzio BIroll, der zugleich Befehlshaber der dort eingesetzten Streitkräfte war, beendet. An seiner Stelle als Gouverneur von Montenegro wurde General Graf Barbasettl dl Pruni ernannt. Neue lOrklHche Mllllärmlsslon nach Deutschland. Eine aus drei Offizieren bestehende türkische Militärmission unter der Führung eines Majors des Generalslahes und Professors für Taktik an der Kriegsakademie In Ankara reiste mit dem deutschen Kurierflugzeug zu einem I4tägigt'n Aufeiilhall nach Deutschland. „Eine Bombe, so klein wie eine Zitrone" pd. Im Juni 1933 war in Genf die Ab-rüstungskonierenz vertammelt. Zur Beratung standen die verschiedenen Fragen dtr Rüstungsbeschränkung, Deutschland, das noch den tinengenden Bestimmungen des Versailler Diktats unterstand, besaß nur sein« Reichswehr. Trotzdem erklärte es sich bereit, sein Berufsheer durch eine kurzdienende Truppe zu ersetzen. In der Hand der waffenstarrenden Nationen lag ts damals, vorschauend die politischen Spannungen zu beseitigen, die sich aus den unmöglichen Kräfteverhältnissen einmal zu entladen drohten. Vor allem aber hatten sie die Gelegenheit, ihren guten Willen zu bewtisen und dies insbesondere auf dem Gebiete der Luftkriegführung, die schon damals wie ein Schreckgespenst auf der Bevölkerung lastete. Damals erklärten sich alle großen Staaten bereit, auf eine Ausdehnung des Luftkrieges auf die Zivilbevölkerung zu verzichten. Allein Großbritannien stellte sich gegen eine solche Abmachung und durch seinen Widerstand kam der Plan zum Scheiterrj. Die englische Zeitung »Economist* verurteilte damals in scharfen Worten die Haltung von Englands Vertretern, Sie schrieb, England müsse sich vor der Welt rehabilitieren und seine moralisch verabscheuungswürditfen Forderungen ohne Vorbehalt und Einschränkungen aufgehen. London aber dachte nicht daran, damals nicht und auch nicht, als spater andere Versuche zur freiwilligen oder vertragsmäßigen Beschränkung der Luftangriff smittel gemacht wurden. Im Gegenteil: es stellte seine ganze Propaganda darauf ein. die Welt mit dem Gedanken des Luftkrieges vertraut zu nia-rhen, hatte doch schon weit vor dem Kriege Churchill davon geträumt, »eine Bombe, so klein wie eine Zitrone" zu erfinden, die altes NichtengHsche in Schuft und Asche legt, Denkmäler, Kir-cher^ tind Paläste ferner Zeiten vernichtet, ebenso wie die Häuser der Z,ivilhe-völkerung und schließlich diese Zivilbevölkerung selbst. Wn,s sich jetzt in den Westgebieten des Reiches und in Italien an Scheußlichkeiten des Luftkrieges abspielt, es ist geistig in England schon lange vorbereitet worden. Ob Churchill oder die Arbeiterpartei, oh der Priester der englischen Hofkirche oder die Stalin/ünger in London, sie alle verlangten und verlangen den Massenmord, Sie werden eines Tages auch gemeinsam dafür zu büßen haben. • Unsere Kurzmeldungen Trauerieier für Professor Dr. Hermann Bohle. Von einem der alten Vorkämpfer des nationalsozialistischen Auslandsdeutschtums, dem verstorbenen früheren Landesgruppenleiler in der Südafrikanischen Union, Universitatsprotessor Dr. Hermann Bohle, nahm am Donnerstag das Führerkorps der Auslandsorga-nisdtion in einer Gedenkfeier Abschied, zu der außer den Angehörigen eine große Zahl von Irauergästen erschienen waren. Der Leiter der Auslandsorganisrition, Gauleiter Bohle, hielt die Gedenkrede. General Wodrlg 60 Jahre alt. Am lö. .lull vollendet General der Artillerie Alberl Wodrlg sein 60. Lebensjahr. Rr wurde IHUH als Sohn eines geheimen Ober-baiirats in Berlin geboren. Als Kommandierender General eines Armeekorps, stellte er 1940 in kühnem Vorstoß die Verbindung mit der Luftlandedivision In Hüllancl her und hatte entscheidenden Anteil an der Einnahme von Antwerpen. Jetzt isl er slellverlrctendi. Kommaiulu!' render Genera! des 1, Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis 1. Lelstungswetlkämpfe der Adolf-Mltler-Schuleii. In Anwesenheit der Reichslei-ter Dt Ley und von Schirach wurden die diesjährigen Leistungswettkämpfe der Adülf-Hitler-Schulon auf der Ordensbuig Sonthofen ausgetragen, Sie zeigten auf körperlichem, geistigem und musischem Gebiet trotz des großen durch den Krieg bedingten Mangels an Erziehern ein gutes Ergebnis, Als beste wurde die Schule Mecklenburg mit der Verleihung des Schwertes der Adolf-Hitler-Schulen ausgezeichnet. Briilsche Brandflaschen stecken schwedischen Wald an. Auf der Insel Gotland brach ein Waldbrand aus, der durch Brandflaschen verursacht sein dürtte. wie sie vor einigen Monaten in den Schweden abgeworfen wurden. Zwei dieser getährlichen Brandllaschen wurden bereits aufgelunden, Agenten Moskaus in der Schweiz verhaftet. Die Polizei des Kantons Waadt hat mehrere Personen verhaftet, die seit langer Zeit an rier Herstellung und dem Vertrieb kommunistischen Agitationsmaterlais mit beteiligt waren. Bei Haussuchungen konnte umlangreiches Material siichergestellt werden. Verdunklungsverbrecher hingerichtet. Im Sanimelgeläncjnls von Budapest-Stein-buck wurde eine Doppelhlnrichtung vollzogen. Das Standgericht hatte den Bäckergehilfen Parkas und den Schläch-tergehillea Preisler zum Tode durch den Strang verurteilt, weil sie unter dem Schutze der Verdunkelung Männer an gegriffen und ausgeplündert hatten, die von Ihrer Helferin, einer 19jähric|en Hilfsarheiterln, angesprochen und in dunkle Gassen gelockt worden waren. Die Hllfsarbelterln namens Kapas wurde ebenfall« zum Tode verurteilt. Jedoch in letzter Minute begnadigt und Ihre Strafe In eine zehnjährige Zuchthausstrafe umgewandelt. .Drink II. Vcriaq Mailniriii-r Voileitr»- u. t>iin ki'ii'l' m Ii M VprliKitli'liiinci [:(|nii lljt, so viele Körner im Braut-Kranze hänjjcn bleiben, so viele Kinder wird CS in der Ehe Kcben. Auch steckt man heim EinzujJc in ein neues Haus drei Ro)<|(cnähren an die Tür, um Glück, Sellien und Gesundheit an die Wohnunji zu bannen. Verkörperung seines Innenlebens. Es ist j daß auch die Untersteirer gerade heute ' im Kriege dazu beitragen, ihre deutsche Eigenart durch ihre Kultur zu pflegen, zu entwickeln und zu festigen. Anläßlich der Kulturwoche schreibt das Volkskulturwerk einen Wettbewerb aller volkskulturellen Gemeinschaften der Untersteiermark aus, der am 25, und 26. September ausgetragen wird. Teil-nahmeberechtigt an diesem Wettbewerb sin dalle volkskulturellen Gemeinschaften, die im Besitze einer Anerkennungsurkunde sind. Gemeinschaften, die bereits auf eine Leistung zurückblicken verwunderlich erscheinen, daß in einer Zeit, in der Film, Berufsmusik und Wan-derbilhnen, in der Kabarett und Orchester bis aut das flache Land kommen, mark eigene kulturolle Leistung erwartet wird. Unter Rückdeutschung ist nicht allein das Deutsrhsprechen zu verstehen, sondern auch das Deutschfühlen und das Deutsrhhandeln, Das Volkskulturwerk leqt daher das Schwergewicht seinei Arbeit nicht auf können und noch keine Urkunden besitzen, sollen über ihren Ortsqruppenführer raschestens die Ausstellung dieser Urkunde beim Führungsamt II, Amt Volkbildung in den Kreisen beantragen. Der Wettbewerb findet in verschiedenen Kreisstädtnn statt und wird für folgende Gemeinschattsgruppen ausqe-schrieben. Laienspiele, Tanzgruppen, Singgemeinschaften, Musikqemeinschai-ten (Blechkapellen und Volksmusikqrup-pen), Kasperltheater (Puppenbühnen). Zum Wettstreit werden alle Gemeinschaften des Volkskulturwerkes aufgefordert, auch jene, die unter besonderen Schwierigkeiten arbeiten, da für diese eine gewisse Anzahl von Gutpunkten in der Wertung vorgesehen ist. Entscheidend für die Erteilurq des Preises ist aber in erster Linie die dargebotene Leistung. Anläßlich der Abschhiß-feierlichkeit der Kulturwoche wird die Verkündung der Sieger und die Überreichung der Preise erfolgen. Durch den Wettbewerb soll die Kulturarbeit in der Untersteiermark besonders hervorgehoben werden und den verschiedenen Gemeinschaften erstmalig die Möglichkeit geboten sein, durch die Arbeit anderer Gruppen Anregungen zu erhalten. Kasperl aus Salzburg in Marburg Für die Kinder der Kindergruppen des Amtes Frauen im Steirischen Heimat- Tapferer !,oren/er. Der CIoIkmIo Alois rttriu'zzi (IIIS LorfMi/.cii wurde tin iloi Ost-Ironl mit dmi CK II dusgezfichnet. rUnIhuiulerter in Marburg gezogen. Hcj einem von den in Mtirburg so viel l»'(|t'hrliMi griiuon (ilii( kstnanncrn wurde gesti^rn ein nrmiluiiuh'rler (jczogcMi, Ne-iini 50 und 1(.)() RM ist das schon der (liiLle 1 ri'flor in dieser Woche. Standesami Rast meldet. Der and.ui-ciiiili' Cicburtenubersf huß ii) der Ge-iiK'inde Käst hat sich im zweiten Vierlei jähr !!)43 ganz besonders erhöht. Auf 20 beim Stdiidesainl einnetrcir|«ue Gebur-leii entldllen sechs Sterbelalle. Trauun-c)en wurden drei vollz(K|en: Jakob Oster-wcrschnik, Sageiirür-iler aus Pechwald, derzeit bei der Wehrmacht, mit Joseiine Gersch0 .labre alle Mrirtin Steiner. — In Kaniut/.e bei liKbern wurde der neun Monate alte Martin Romich zu Gralh' (|elrii(|en. IJnfiille im Kreis Cilli. Dt-r (j2jährige Hcsilzei Karl Sirasthck aus Nmidori ix'i Aiulcrliurt) wolll«^ ini Stcdl ilas Vieh iül-lein. D.iln'i sti.?ß ihn cm Oihs zu Boden Sliasihck crlill ciiu'n Siht-nkeMirueh. — Dfi 24)ahri(|(" Auf|u-.l Piislan aus Fiaßlaii lü(|ti! sic h lieitn IMoslt:nt>ins( hlatjen eine schwpie Veilel/ung ,ini Fuli zu. — Dei Krfltllahici Johiinii Milcl/ aus Hisr hofs-doil ([(miel Ihm dn Knppliiiu| des Bei-wa(|ciis /wischen flir h<>iden \V i()en und cilitl cnu'ii s:iiiii-st'!li(-'n- und Rippen hruch. BfMin liofknnn des Heus s|ircin(| (lei IHjäluige Sldnislaus Bul sciicit aus ( illi so iiiujf'schickl libei einen l i'lil(|r|cihri(H' I r.iii/ Ciiraiila einen komplizierten Uiiterarmbru« h. Alle wurden vom Di'Utsc heil Roten Kreuz in das Gau kiankcnhiuis in Cilli eiiigelteleiI. Veranstaltungen irgendwelcher Art, son-iMarburger Ortsgruppen I, fll, dem auf die Tätigkeit im kulturellen i ^ Y' Mittw'och ein großer Sinn Im Jahr 1941 war in der Unter-1 '^^9- Wie auch schon zu den Kmdern an-Steiermark, von einigen Vereinen abge-^®''®'" Ortsgruppen Untersteier- sehen, keinerlei deutsche kulturelle Tä-i^^^^ Gau- und^ Krei^indergrupp^mei-tigkeit mehr vorhanden. Es mußte daher beim Aufbau des Volkskulturwerkes von vorne begonnen werden Die Verhältnisse, die dabei vorgefunden wurden, waren in den einzelnen Orten völlig verschieden. Es gab Verkehrs-, Sprach- oder linanzielle Schwierigkeiten zu überwinden und in manchen Orten fanden sich nicht die richtigen Persönlichkeiten, die als Führer der Gemeinschaften hätten eingesetzt werden können. Heute besteht bereits fast in jeder Ortsgruppe eine kulturell tätige Gemeinschaft Die Art, wie diese Gemeinschaften arbeiten, ist verschieden. Es sind oft keine großen Künste, die dabei geboten werden. Dies ist weder notwendic), noch wird es beabsichligt. Es entspricht gar nicht dem Sinn des Volkskulturwerkes, irgenwelche Vergleiche mit Berufskünsilern zu ziehen. Die Angehörigen des Volkskulturwerkes füllen neben ihrer kulturellen Tätigkeit noch einen Beruf aus, ihre Arbeitskraft geht somit lür den Beruf auf und nur die Energie, die die Menschen für ihre Freizeit zur Verfünung haben wenden sie zur Erarbeitung der einzelnen Darbietungen an. Um so erlreulicher sind die Ergebnisse, die in den einzelnen Ortsgruppen bereits erreicht wurden. Verschiedene Liebhiiberbühnen spielen heute In der eigenen und in den umcrebenden Ortsgruppen aul das eifrigste, Singgemein- terinnen aus anderen Gauen gekommen waren, um mit und vor den Kindern zu spielen, so ist nun zu den Marburger Kindern eine Tante aus Salzburg gekommen, und sie hat ganz hohen Besuch mitgebracht: das Kasperl, eine Prinzessin, einen König, die Grete, die Großmutter und was sonst noch an lieblichen und Diesmal schlägt er sich zunächst mit einem Nachtwächter herum, was den ungeteilten Beifall der Jungen und Mädel findet. Als er dieses Abenteuer bestanden hat, folgen die weitaus gefährlicheren mit dem Zauberer, dem liäuber Rumdibum und der bösen Hexe, denn Kasperl will die Prinzessin erlösen, die der Zauberer in eine Krähe verwandelt hat, was ihm dann zur Freude der Kinder natürlich auch glänzend gelingt — natürlich nur, weil die Kinder ihm bei der Suche so eifrig mitgeholfen haben. An zuHtimmenden und abfälligen Zwischenruten ließen sie es nicht fehlen. schaurigen Gestalten zu einem richtigen Die Hexe wurde als »deppert" ahgefiin, Kasperl-»Ensemble« gehört. Doch Kas-1 vvährend der alte König in unverfälsch-perl kann nicht einfach so in den Saal lern Marburger Dialekt über den Verkommen, es braucht seine eigene Bühne bleib seiner Tochter beruhigt wurde; »Is und nicht immer ist es leicht, sie aus je der Kasper ihra holen gangen. Hot er primitiver» Mitteln aufzubauen. Aber im- ^ber Stab von Zauberer...« mer weiß die findige Tante einen Aus-1 So gab es für jung und alt viel zu weg. und so hat sie auch hier in# Orts- lachen, viel Spannung und schließlich gruppensaal der Ortsgruppe I in der befreites Aufatmen und stürmischsten Vlklringhofgdsse aus einem Tisch, zwei Beifall. Und dieser Beifall war wohl der Kleiderständern, einer Leiste, einer bun- schönste Dank für die Mühe und die ten Decke, ein paar Reißnägeln und viel Liebe der Tanten. Laub und Blumen eine wunderschöne -- Kasperlbühne aufgebaut. j Davor sitzen nun die kleinen Jungen. Vom DRK in Cilli und Mädel, rutschen aufgeregt auf ihren' Peldlührerin Ruckdeschel von der Stühlen hin und her und blicken mit Landesstelle XVIII des Deutschen Roten erwartungsvollen Auqen zum Kasperl-, Kreuzes Salzburg staltete am Anfang theater hinauf. Da ertönt es auch schon: i Woche der weiblichen Bereitschaft .»Trulala, trulala, Kasperl der ist heute ■ Kreisstelle Cilli einen Besuch ab. da!« Unter heftigster Anteilnahme der) Unter anderem wurde auch das Reserve-Kinder erscheint der Held dieses Nach-) i^j^rett Neu-Cilli besucht, wobei die mittags und fängt auch gleich an, seine Schwesternhelferinnen ihre Wünsche tollen Stückchen zu vollführen, deren es äußern konnten. In Anwesenheit des so unendlich viele und immer wieder Kreisführers, Feldftihrer Dr, Zsizsik, neue gibt, die die Tanten aus dem Steg- sprach die Feldlührerin bei einem Ap- reif erfinden. Die grosse Schlacht im Osten Was zeigt die neue Wochenschau Die neue Deutsche Wochenschau lungen der Sowjets. Aus unseren vor-l)ringl einen ersten zusoinmcnhangenden dersten Linien steigen Leuchtzeichen aul, Bildhericht von der gewaltigen Schlacht Es geht weiter vorwärts! Immer tiefer im Räume zwischen Orel und Bjelgorod. schieben sich die dicht aufgeschlossenen Die Ktinicro schwenkt über Bereitstcl- Panzerkeile in die Stellungen der Bol-lungen schwerer deutscher Panzer, die schewisten hinein. Die Kanoniere unse-den Gegenschlag gegen starke Massie-1 rer schweren Infanteriegeschütze feuern, sowjetischer Veibände fuhren was die Rohre hergeben.. Meter um Meter muß erkämpft werden. Die Sowjets wehren sich mit verbissener Wut, Immer neue Massen von Panzern schik-ken sie in's Feuer. Aber jeder Vorstoß wird von unserer Abwehr zerschlagen. Die emleitenden Bilder führen uns in das Bergland. Sie zeigen das als Heimat rungen Süllen. Da brausen Schlachtfliegerge-schwfuU'r der Sowjets heran! Sie versuchen, unseren Aulinarsch zu stören. Doch schon sind die deutschen Jäger in dei Luit und stürzen sich aul den Gegner. Mitten aus der wilden Kurbelei stürzt der erste Boi^chewist in die Tiefe. Die Ver- tiande des Heeres und der Waffen-ff haus eingerichtete Schloß Bruck bei sind zum Stoß gegen die feindlichen An- Lienz mit seinen Sammlungen und die iWir verdunkeln im Juli von 22 bis 4 Uhr griffsvoi bereitungen angetreten. Auf dem Gelei htsstand einer Division in der vordersten Linie werden die letzten Befehle erteilt. Mächtige vTiger« Panzer rollen vor Dichtauf folqen die Panzer-greiuidiere. Sowjetische Panzerkampfwa- ÜbernaHme der über 300 Jahre alten Tra ditionsfahnen der Osttiroler Standschützen durch Gauleiter Dt. Rainer. Dann folgen Aufnahmen von dem großen Landesschießen in Innsbruck. Anschließen« erleben wir die Kundgebung der deutschen gen sind zum Gefecht gestellt, Panzer ge-1 Wissenschaft in Heidelberg. Wir sehen (fen Panzer geht das heiße Ringen, | Reichsminister Dr, Goebbels bei seiner K iiiipl- und NahkainpfgiML.iwddet un-! Ansprache. Im Rahmen eines Betriebs- r*?. LultvVafle grellen ein .Mit Bomben und Bordwallen brechen sie besonders zäh verteidigte Sperr<'n aul. Stuka und Artillerie zerlromineln die Aulfangstel- Am M(i-Stand Uiitci Aiilt'ilimg eifabreiirr Soldaten verfolgen die Jungen den Veil.Mil der Utiung am MG-Stand mit Begeisterung Wattbil« pell über Schulungs- und Ausrichlunqs fragen des Deutschen Roten Kreuzes in bezug auf den Einsatz, Sie schilderte in packender Weise selbst Erlebtes von der Arbeit des Roten Kreuzes an der Front und in der Heimat. Nach herzlichen Dankesworten durch die Bfreitschaftsleite-rin wurde der Appell mit der Führerehrung geschlossen. Einmal ein Rausch im richtigen Auf^enblick Vor kurzem halte sich der 3b Jahre alte Andreas Jasbetz aus Lopala bei Peilenstein wieder einmal einen angetrunken und wurde in ziemlich alkoholisiertem Zustande von einer Giftschlange gebissen. Das Deutsche Rote Kreuz überführte ihn zwar sofort in das Cillier Gaukrankenhaus jedoch hat sich diese Mühe gar nicht gelohnt. Da der .Mkohnl bekanntlich das beste Gegengilt gegen Schlangenbisse ist, konnte Jasbetz bereits am nächsten Tag das Krankenhaus völlig hergestellt verlassen. — Das soll beileibe keine Werbung für allzu reichlichen Alkoholgenuß sein, denn da taucht vor allem die Frage auf oli det alkoholfreundliche .Andreas, wenn er nüchtern gewesen wäre, von der Schlange überhaupt hätte gebissen werden können. Er wäre dfinn wohl in der Lage gewesen, das giftige Reptil rechtzeitig wahrzunehmen und ihm auszuweichen. P. -Kricdslicriflilcr Haier (Seh) Süße Kirschen gefällig? Schnell haben sich die Kinder mit unseren Soldaten in Bosnien angefreundet, und auch in Mostar schmecken die roten KÄhen aus Soldatenhand nochmal so gut Die erste Sauna im Unterland Trifail sorgt für seine Bergleute ■Auf Einladung des Landrates des Kreises Tiifdil, Dr. Prohner, fand in Anwesenheit von Biindesführer Steindl der politischen Fühier des Landkreises, der Bürgermeister und Bergdirektoren des Industriereviers, der Ärzteschaft und anderer die Inbetriebnahme der Sauna-Anlage der Kreisselbstvorwaltung Trifail statt. Diese Sauna ist gedacht als Beispiel-anlage, um den Gebrauch der finnischen Sauna im Bergbaurevier Trifail heimisch zu machen. vVir werden auf aic Eröll-nung noch zurückkommen. Durch Blitzschlag eingeäschert Kinder im letzten Augenblick gerettet In Liebstau, Gemeinde Treun im Kreis Pettdu entstand durch Blitzschlag ein großer Brand, dem das Gehöft des Ehepaares Blasius und Elisabeth Sprach zum Opler fiel. Das Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude gingen mit allen Einrichtungen und Vorräten in Flammen auf. Die vier Kinder des Ehepaares, d'e sich zur Unglucksstunde im Hause befanden. konnten im letzten Augenblick aus dem brennenden Haus gerettet werden appells konnte Reichsminister Speer den Arbeitern des Lokomotivbaus den Dank des Führers für ihre hervorragenden Leistungen überbringen. Das Lokomotivbauprogramm ist voll erlullt. Eindrucksvolle Aufnahmen zeigen ganze Reihen der neuen Kriegslokomotive. Täglich verlassen neue Maschinen die Mon'fige-hallen und werden nach den Notwendigkeiten der Kriegswirtschaft eingesetzt. Bilder von der Überreichung des Goldenen Krimschildes an Marschall Anto-nescu durch Generalfelflmarschall von Manstein leiten zur Front über. In Mo-star zieht die ff-Division »Prinz Eugen« ein, die zusammen mit Verbänden des Heeres die Herzeqowina vom Banden-terror befreite Vor der holländischen Küste wird ein deutscher Geleitzuq von Britenbombern angeariffen Die Siche-rungskräfte und Bordflakkoinmandos nehmen sofort den Kämpf aul. Es gelingt, den Feind abzudrängen Am Kuban-Brückenkopf versuchen sowjetische Landundsboote die Küste zu erreichen. Alarm für unsere Artillerie! Die Bidlnungsmannschaften stürzen aus ihren Bunkern, die wie kleine Burgen über das Gelände verteilt sind, an die Geschütze. Auch Stukas brausen heran __________ ________...... .................. und nehmen die Sowjets mit Bordwaffen hof Grübel wurde der 54 Jahre alte unter Feuer Mit höchster Spannung verfolgt man die einzelnen Angriffe. Ziel um Ziel wird erfolgreich bekämpft. Der Soldat an der Front, der Arbeiter In der Heimat — sie nlle geben Ihre ganze Kraft für den Siegl Spielqemeinschaft Ctlli in Hochenegg. Am Sonntag gastierte die Spielgcmein-Schaft Cilli in Hohenegg. Sie brachte das alte Bauernstück • Die Dreschnirf-schine«. Die Wahl dieses Stückes Wcii überaus glücklich, der Erlolg ein durch schlagender. Der Saal war gesteckt voll und die 250 Besucher dankten für da'« überaus gute Spiel mit reichem Beifall. Bei einem Autounfall die Zähne verloren, Bei einem Autounfall, Nähe Leutsch — der Wagen war in den Straßengraben gefahren —- verletzte sich det 17 Jahre alte Frdnz Mimik aus Loke bei Praßberq schwer. Er erlitt eine tiefe Schnittwunde und verlor im Oberkieler alle Zähne Das Deutsche Rote Kreuz leistete erste Hilfe. Fahrradsturz, Der 33jährige Angestellte Franz Klausner aus Wölling erlitt durch Sturz vom Fahrrade schwere Kopiverletzungen und wurde vom Deutschen Roten Kreuz ins Marburger Krankenhaus eingebracht. Von der Lokomotive zu Boden geworfen. Beim Rangleren aul dem Bahn Bahnbedienslete Franz Palirr von einei Lokomotive zu Boden geworfen. Er zog sich eine tiefe Schädelwunde zu und brach sich einen Arm. Das Deutsche Rote Kreuz überlührtc ihn In dos Cillier Krankenhaus. Immei wieder das Bügeleisen. Die Friiu eines eingezogenen Schneiders hatte in der Weikstdtt nach dem Gebrauch des elektrischen Biicjeleisens dieses nirht ausgeschaltet und sich schlaleu geleqt. Durch starke Ptiuchentwicklung wurde das Haus alarmiert Das Eisen hatte den Untersatz zum Glühen gebracht und war dann durch die Tischplatte in die Fächer unter dem .Arbeitstisch gelallen, wo Klei-] dungsstücke und Stoffe in Brand qerie-I ten. Daß die schlalende Frau nicht er-■ stickte, verdankt sie nur dem Umstand, j daß ein Oberlicht ottenstand i Ganze Familie im Kriegseinsat/, f n Vorbild an Pflirbltreue und Einsdtzbe-reilschaft ist die Familie Hermann Winzer aus Tbünncicn. Der Vater arbeitet als Schlosser in einem mitteldeutscbon Leichtmeftillwork und leqt trotz seines hohen Alters noch taqlich 80 km Wrq-strecke mit der Eisenbahn und dem Fahrrad zurück um seine Arbeitsstätte /u erreichen. \dfh Feierabend versorgt er auch noch seinen Acker. Er ist Vater mn ' 14 Kindern. Sieben Sohne sieben an d^r Front und aurh der Heldentod von /w"i [ si^inei Sribne bdt seinen Arbeits- und j Einsatzwillon nicht brechen können. .Auch seine Frau arbeitet Damit befindet sich eine qdnze \'ielknpfiqp Familie im Krieoseinsatz in der Heimat oder an der Front. Mll 76 Jahren freiwillig im Rüstunqs' betrieh. In einem westmaikisrhen Rii-stungsbelrieb orschien eines Tages eine .Jdhre alte Frrui und tinq an zu arbeiten. Ms sie riPiriiqt wurde wie sif so nlölzlich dahprkiime und wer sie qeru-(en h'itte. antwortete sie «ich will unserem Fühler durch meine Arbeit helfen! Nun bin ich einmal da und qehe auch nicht wieder weg' So arbeitet Frau Marqarela Giimbel nun schon seif 1141 taqlich neun Stiinden und ist stets als erste bereit Überstunden zu mdcben, wenn es notwendig ist, Mutter und Tochter vom 7ug erlafil. Auf dem B,ihnhr>f Kiebui bei Cloten-haten lief ein dreijahriqes Mädel bei der Einfahrt des Zuqes nut die Schienen wo es von der Lokomotive erfaßt und Roforf getötet wurde. Die Mutter die das Kind znrückreif^en wollte, geriet ehenlalls iipter die Räder und erlitt gleichfalls den Tod Durch die Schuld der Miitter in den Tod. Eine Frriii aus Reuthen wärmte auf einem rweif lammigen Spirituskocher Milch aul und wollte cileicbzeitig bei der brennenden FKimme den zweiten Bebal-tPi nachfüllen Dabei entstand eine Explosion, Vor Scbrerk ließ die Frau nun die brennende Spiritusflasche fallen Sie selbst und das in unmittelbarer Nähe befindliche 1' .. jährige Kind wurden sogleich von den Flrimmen erfaßt. Das Kind erlitt so schwere Verletzungen, daß es im Krankenhaus verstarb, während die Mutter gefähilithe Brandwunden ddvonltu0. Wechselvoller Weg einer Fahne Die am Sunntciq aus Anlaß des fünften Gausängertages der Westmark neuge-griindete Metzer Liedertafel entstand gleich nach dem Kriege 1870.71 im deutschen Metz und pflegte dann fast ein halbes Jcihrhundert lang das deutsche Lied in der alten Reichsstadt, bis die Franzosen 191Ö alles Deutsche aus Metz vertrieben. Bei der Ncuqründung wurde der Lie-di-rtdfel ihr altes Banner wieder überreicht, das schon vor fast einem Jahrhundert von deutschen Sängern in Paris gestiftet worden war. Die Fahne gehörte damals zunächst der Liedertafel Paris, die um die Mitte des 19, Jahrhunderts zusammen mit anderen Gesangvereinen in der französischen Hauptstadt das deutsche Lied pflegte. Sie trug auch zunächst die Inschrift »Liedertafel Paris 1856«. Als dann zu Beginn des Krieges lfl70 71 alle Deutschen aus Paris fliehen mußten, gelang es, das Fahnentuch über die Grenze in Sicherheit zu bringen. Nach dem glücklichen Kriegsende vereinigten sich im deutschen Metz bereits im Jahre IB72 wieder eine Anzahl san-gesfroher Deutschnr ?ii cinoni Gosanq-verein »Liedertafel« und dieser wurde diis alte Banner der Pariser Lieclerlalel übereicjnet. Als nun niirh dem Versailler Diktat olles, Wiis deutsch war Metz verlassen mußte, wiederholte sich auch für das Banner der Liedertafel das Schicksal von 1870. Es nelunq diesmal wieder, die Fahne über die niW' Grenze ins Reich zu bringen, wo sie zunächst lange Jahre in Frankfurt aull)ewahrt und beiden deutschen Sännerfesten jedesmal mit Begeisterung bei^riißt wurde, so 193'2 ui Frankfurt und l'O? auch in Breslau, wo Sie dem Führer genenüber auf der 'Iribiine Aulstellunq fand Nun hat das Banner der Metzer Liedertafel nach einem weilen wechselvollen Weq durch fast ein volles Jahrhundert wieder in der alten lothringischen Reichssiiuit seinen Standort gelunden. WIRTSCHAFT UND SOZIALPOLITIK Kampf gegen Teuerung in Kroatien Ap; eil an den Sparsinn — Neue Maßnahmen zur StÜtzunj{ der Kaufkraft in Vorbereitunj{ In letzter Zeit hat die kroatische Re-[ abhängige kroatische Staat umfaßt knapp Der Einlagenzuwachs wurde zur Finan- Wegen Vernachlässigung den Acker entzogen. In Ililsdorf bei Osrhersleben (Bode) entzog der Ortsbauernführer einem Einwohner zwei Morgen Acker, weil er sie nicht ordentlich bewirtschal-tel hat. Der .^cker wurde zur anderweitigen VTbeiniibme öllentlich iiiisyeboten. Jungen stellten englischen Tlieger, Nach einem der letzten Terroranqriffe nuf das Riihrqebiet konnte durch das schnelle und entschlossene Handeln eines neunjährigen westfiilischen Jungen der Kommandant eines abgeschossenen vierniolori(|en Feiiuibombers lestfienoin-men werden. Der Junge beobachtete am fiiihen Morgen an der Einzäunung einer Viehweide einen Zivilisten, der ihm verdächtig vorkam, Er alarmierte schnell zwei seiner qleichaltriifen Freunde und schickte einen von ihnen zur Polizei, die kurz darauf den durch Fallschirm abgesprungenen feindlichen Fliegerkomnian-danten feslnehmen konnte Bomhenfund brachte den Tod. Drei ]unqe Mannet aus Erkelenz (Rheinprovinz) halten eine tiefe in die Erde eingedrungene Brandbombe ausfindig ne-macht. Bei dem Versuth, den gefährlichen Fund auszugraben, explodierte die Brandbombe. Einer der jungen Männer wurde sofort getötet, d'e beiden anderen erlitten schwere Verletzungen. Schwer verletzt wurde auch ein Junge, der fiiif einem Felde eine Rrcindbonibe gefunden hatte. Einfn Teil der Bombe nahm er dls Andenken" mit nach Mause, wo der Fund explodierte. gierung die Bevölkerung zu verstärktem Sparen aufgefordert, um auch auf diese Weise der Ausweitung des Notenumlaufs einen Riegel vorzuschieben. Es ist ganz selbstverständlich, daß die Finanzlage In Kroatien stark angespannt ist, wurde doch dieser Staat unter ganz besonders schwierigen Verhältnissen mitten im Kriege gegründet, wobei die Feinde Europas icein Mittel unversucht ließen, dieses friedliche Aufbauwerk zu stören. Viele zunächst voneinander unabhängige Umstände haben zusammengewirkt, um wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bereiten. Vor allem muß berücksichtigt werden, daß Kroatien zwar ein Bauernland ist, daß aber die landwirtschaftliche Erzeugung nur bei größter Anstrengung soweit aufrechterhalten werden kann, lum die Ernährung der Bevölkerung aus i eigenen Kräften sicherzustellen. Die Tä-[tigkrlt dei kommunistischen Banden hat die Wirtschaftslage natürlich noch verschlechtert. Auch der Aufbau einer Wehrmacht sozusagen aus dem Nichts, die Errichtung eines Staatsapparates, die Entwicklung des kroatischen Arbeitsdienstes und ähnlicher Einrichtungen mehr stellten an die Finanzlage des jungen Staates außeror-dentlirh hohe Anforderungen. Der alsbald auf einigen Gebieten auftretenden Warenverknappung konnte trotz besten Willens kerne umfassende Organisation zur Preiskontrolle entgegengestellt werden So ist es nicht verwunderlich, wenn der Notenumlauf heute in Kroatien ein erhebliches Ausmaß erreicht hat. Vor kurzem hat die kroatische Staatsbank ihren ersten Ausweis, der arn 30. April dieses Jahres abgeschlossen worden ist, veröffentlicht danach beträgt der gesamte Banknotenumlauf Kroatiens 26,22 Milliarden Kunn (1 Kuna ~ !> Reichspfennige). Allerdings sind in dieser Summe auch die Giroverbindlichkei-ten des Staates enthalten. Der letzte Ausweis der jugoslawischen Notionalbank wies einen Banknotenumlauf, einschließlich der Giroverbindlichkeiten, von 7,5 Milliarden Dinar (!175 Millionen RM) aus. Doch ist bei diesem Vergleich — der un- die Hälfte des ehemaligen jugoslawi-1 zierung von Warengeschäften verwen sehen Staatsgebietes — zu berückslchtl-1 det. Die Warenabteilung des Hauptver gen, daß sich seither sehr bedeutende Verschiebungen verschiedenster Art ergeben haben. Die kroatische Regierung bemüht sich auf der einen Seite, das gegenwärtige Preisniveau zu halten und ein weiteres Ansteigen der Preise, zumal der Lebensmittelpreise, zu verhindern. Dagegen sieht sie sich auf der anderen Seite gezwungen, die gesamte Ernte monopolisiert zu erfassen und den Landwirten Prämien zu zahlen, die wiederum zu einer Anspannung der Notenbank führen könnten, wenn nicht sehr energische Maßnahmen zur Abschöpfung der Kaufkraft getroffen werden. Diese Maßnahme befinden sich, wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, in Vorbereitung. Jedoch steht noch nicht fest, wieweit es sich hierbei um Stc lererhöhung und Zwangssparen handeln wird. Da die Gehälter und Löhne im Verhältni zum Preis-nlveu außerordentlich niedrig sind, mu3 in erster Linie versucht werden, die flü-ßigen Reserven in der Privatwirtschaft zu erfassen. Es ist durchaus begreiflich, daß derartige Maßnahmen einer sorgfältigen Vorbereitung bedürften. Die deutschen Genossen-schalten in Kroatien Das Genossenschaftswesen gehört zu den stärksten Stützen der deutschen Volksgruppe in Kroatien. Nach einem Bericht des Hauptverbandes der deutschen bäuerlichen und gewerblichen Genossenschaften über das zweite Aufbaujahr stieg die Zahl der Genossenschaften von 230 auf 314 mit 35 000 Einzelmitgliedern. Weitaus an der Spitze stehen die Kredit- und Wirtschaftsgenossenschaften. Bedeutsam ist auch die Zahl der Milch-und Molkereigenossenschaften und der Genossenschaften, dir sich mit der Zucht und Verwertung von Vieh beschäftigen. Bei der deutschen Zentralkreditgenossen-schaft ist die Bilanzsumme von rund 30 Mill. auf 114 Mill. Kuna gestiegen. Flachsspinnerei in Mitteleuropa Vor 100 Jahren erfolgreich im Kampf gegen England Wir hören im iUmdfunk Fmlit, 16, Juli R«ichi«endtr-. 12 35- 12.15 D" neru til zur l aßt. 15.10 -16: Kl.ivirr- , 3(1: t-ronlhoiiililc. 10,45—20: Or OocKbeN..Ar1ikil: V'i>ni Silnuplat/ df* Ncr-vonWriciicii'. 20 15—i? Dor Rcilir der Kainerin (Operette \on Kubi-rl Neulbrriler mil ^lu»ik von Auiiunt Pepoetkl. Dcu(schlandi«nder; 17.15 18.311: Der tröhllitic Racb Mozart, fk'tlhonin. 20.15- 21: iihe Musik Wilhelm Maltr IKanlat«, KInvirr-und Kftinmirtnudikl 21 22: Komponiali'Kbildnia! (»enrii Friedrich Htndcl. Vor hundert Jahren brachten die dreihundert mechanischen Flachsspinnereien Englands solche Garnmassen in die europäischen Kontinentdlstaaten und zwar zu einem derart niedrigen Preise, daß diese wehrlos der englischen Garnflut gegenüber standen. Wohl hatte schon Napoleon mit haßgeschärftem Blick dem englischen Vorsprung entgegenzuarbeiten versucht, indem er den Preis von einer Million Franken für eine vollkommene Methode zum maschinenmäßigen Spinnen des Flaches aussetzte. Aber der Pfeil prallte auf den Schützen zurück. Wahrend auf dem Festlande die Erfindung nicht gelingen wollte, war sie in England erfolgreich durchgeführt worden. Schon nach einem Jahrzehnt wurden Frankreich, Deutschland und Italien von den auf mechanischem Wege erzeugten englischen Gespinsten überschwemmt. In den Sudetenländern machte die englische Erfindung Zehntausende von Heimarbeitern, die den Flachs in ihren Stuben spannen, brotlos. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen der Einführung der mechanischen Flachsspinnerei in Österreich wurde endlich vor hundert Jahren die Frage der mechanischen Verspinnung des Flachses erfolgreich gelöst und daurch der erste Schritt zur Bohaup-] tung dei industriellen Selbständigkeit jdes damaligen Österreich getan Es ge-jschah dies durch eine 1839 begründete imährische Gesellschaft, an deren Spitze als technischer »Vorsteher der bewahrte Industrielle Karl Primavesi stand. Die .Gesellschaft errichtete die erste nie ebenso das Garden und das Hecheln. Auch das Walzen, Spulen und alle weiteren Fabrikationsgänge wurden von Maschinen ausgeführt Schon nach einigen Jahren konnte das Unternehmen ebenso feine Garnnummern herstellen, ^wie die englische Konkurrenz. Zum erstenmal war auch eine Antriebsturbine aufgestellt worden, wohl die erste in Österreich überhaupt, die die Arbeit von 35 Pterdekräften leistete. Die Werksäle waren durch Teergas beleuchtet und mit einer Warmwasserheizung versehen. Es wurde auf 16 Spinnstühlen ein jährliches Quantum von etwa 3500 Schock gutes C«arn erzeugt. Die moderne Maschineneinrichtung des Werkes war die Frucht mehrerer Studienreisen, die die Leiter des Unternehmens durch die Industrie Deutschlands, Frankreich, Belgiens und der bandes lit in der Agraria, deutsche Zentral-, Ein- und Verkaufsgenossenschaft zusanunengefaßt. Sie hat die Aufgabe, den Absatz landwirtschaftlicher Produkte ihrer Mitglieder zu fördern und den Bezug landwirtschaftlicher Bedarfsartikel zu vermitteln. Die Agraria hat mit einem Uberschuß von 8 Mil), Kuna gearbeitet. Die Geldgeschäfte werdön durch die deutsche Zentralkreditgenossenschaft durchgeführt, Sie ist die Stelle, in der alle Geldüberschüsse der Genossenschaf« ten zusammenfließen und über die örtlichen Genossenschaften dann an kredit-bedürftige Mitglieder weitergegeben werden. Im Sparsystem der deutschen Zentral* Kreditgenossenschaft ist eine Lebensversicherung sogar mit Einschluß des Kriegsrisikos verbunden. Dieses Sparsystem hat sich besonders in den Reihen der Arbeiterschaft und auch überall dort, wo der Spargedanke Fuß gefaßt hat, bestens bewährt. Auf dem Gebiet der Milchwirtschaft konnte eine neue Molkerei errichtet werden. In dem Bericht wird auf die gute Arbeit der Wein* und Obstbaugenossenschdften, einer Im-kergenossenschaft und einer Fischerge-nossenschaft hingewiesen. Es ist bemerkenswert, daß auch eine Genossenschaft der Textilgewerbetreibenden und eine Genossenschaft der holzverarbeitenden Handwerker besteht. Die kroatische So)abohne. Erst als das deutsche Unternehmen Uljarica A. G. in Agram mit der Propagierung des Anbaues der Sojabohne In Kroatien anfing — Im Jahre 1935 — begannen sich auch die Landwirte Kroatiens für diese Feldfrucht etwös mehr zu interessieren Die Wirkung dieser Propaganda geht aus folgenden Zahlen hervor: Im Jahre 193fi wurde die Sojabohne auf dem Gebiete des Staates Kroatien auf 71 ha an gebaut, 1937 bereits auf 475 ha, 19.18 auf 4205 ha, und im Jahre 1941 betrug die Anbaufläche schon 7411 ha. Auf diesei Fläche wurden rund 80 000 dz Sojabohnen geerntet. Der Preis für einen da betrug im Jahre 1941 (es waren Höchstpreise festgesetzt) 550 Kuna. Der Preis war um 22 Prozent höher als der Weizenpreis. Es sind nun Vorkehrungen getroffen worden, daß die Anbaufläche für Sojabohnen im laufenden Landwirtschaftsjahr noch um einen bedeutenden Hundertsatz erhöht wird, wobei auch der Übernahmepreis, der in Deutschland im Verhältnis Soja und Weizen 2:1 beträgt, noch gesteigert werden kann. Dieser Voraussetzung zur Anbausteigerurig kam das staatliche Preis- und Lohnbildungsamt nunmehr in der Weise nach, daß es den Ankaufspreis für Sojaboh-nensamen aus der Ernte 1942 für je 100 kg mit 2000 Kuna frei Verladestation festsetzte, wäluend der Preis für Sojabohnensamen bisher je 100 kg nur 900 Kuna betragen hatte. AlabasterbrUche In Siebenbürgen, In Nordsiebenbürgen liegen im Komitat Haromszek Alabastervorkommen, die jetzt mit Hilfe der ungarischen Regierung erschlossen werden. Der Staat beabsichtigt auch Privatkapital heranzu Schweiz unternommen hatten. Auch die ziehen. Die Alabasterbrüche weisen zum sozialen und Wohlfahrtseinrichtungen Teil erstklassiges Material auf. für die Arbeiterschalt konnten vorbildlich genannt werden. Durc^ diese Fabrik war der Anfing zu zenem erfolgreichen Kampf gemacht, der in der Folge die englischen Maschi-nengarne vom ostmärkischen Markte verwies. Ein großer Teil jener bedeutenden Summen, die f'Jr \ie'r taubend Schock Garne jährlich nach England wanderten, blieben fortan im Lande und tiugen zur Schmälerung des demütigenden Tributs bei, den damals der ganz9 Kontinent au England zu zahlen gezwungen war. Das In Mahren gegebene Beispiel wurde nach wenigen Jahrßn durch : chanische Flachsspinnerei Mährens. Sie : Errichtung von weiteren zwei Maschineri-war nach damaligen Begriffen ein Mu- flachsspinnereien erweitert IIVIIVIENSEE Novelle von Theodor Storni D e r A 1 t e An einem SpritherbstnfHhmittfifjp ging ein aller wohlbekK'i.lpter Mann langsam die Straße hinnh Er schien von einem Spaziergange nach Hause zurückzukeh-reni denn seine Schnrillensthiihe, die einer vorübergegiingenen Mode angehörten, waren bestäubt, Den langen Rnhr-stock mit c[()l(leripni Knopl trug er unter dem Armi mit seinen dunklen Augen, in welche sich die ganze veiloieiie Jugend (|erettet zu haben schien und welchfi eigentümlich von den schneeweißen Haaren abstticheii, sah J>r ruhig umher oder in die Stadt hin Von 16. bin 12 Juli Karneval der Liebe mit Dora Komar, Johannes Heeilers, Dorll Kraysler, Hans Moser, — FJr Jugendliche nicht lUgelaiseMl Mefropol'liclitiptele Cllll Vom It. bis 19. Juli Alles für Gloria Johannes Riemann, Leo Slezak, LIsil WaldmttlUr und Laura Solarl. Für .lugcndllrhe unter 14 Jahren nicht tugelassenT Lichispielc tdllüflcn Von Frellag bis Montag Was eine Frau im Frühling träumt mit Wl*', frltach. Fi^i Jugeadllche alrtil •ugelasaen) Lichtspiele Eichtfal Von I«. bla IS. JuH nie heimliche Gräfin üin Wien-Pilui mit Marl« Harcll, Woll Albach-Ictty, rifriede Datzlg, Paul Hörbiger, Karl Fachler und Grlck Frey, FUr Jugendliche untw 14 Jahren nlclii lugelaasen) Lichiipieldteaict Curkleld Von Freilrig, den Ib. bis Sonntag, den II. Juli Marikd Rnkk und Willy Pritsch In dem ParhengroB-(ilm der UFA Frauen sind doch bessere Diplomaten mit Erika Thelmann, Arlberl Wischer, Hans Leibelt, Karl Kuhlmann, Georg Alaiaider, Herbert Kühner u. a. — Spielleitung: Gporg Jacoby. — Musiki Franz Crothc. — FUr Jugendliche nicht tugelassanl Ton-Lichtipielc Pertau Freitag, lA. Juli, Samstag, 17. Jall, tftgllch um IB und 20.;)0 Uhr. Sonntag, II. Juli um 15, 18 und 20.30 Uhr, Montag, 19. Juli um 16 und 20 30 Uhr Meine Frau Therese Hin reizendos Fitmludlspiel, dessen ironisch-witziger Dirtlog obenio oritjineii ist wie die üborrdsch\tn{is-rciche ll.inctUmq und die kleine Frau Thctesn Hell>st. In den Hnntitrnllpn! Hans Stthnker, Bllle M^iyer-hofer, Boll Weih, Mady Rahl und Harald Faulsen. Für Jugendliche alclil sugalaaaanl Frnitag, Samstag, laylich um 13 Uhr, Sonntag um 10 Uhr, Montaq um 15 Uhr: WUNDERVOLLE MÄRCHENWELT » Kasper bei den Wilden — Die Sterntaler — Der sUII« Brat — Der kleine Illwclmann Liclilspiehlieaier Trilall Vom 11. bis IB. Juli Sieben Jahre Pech Hin Sli<(|el-Monopol-Pi1m mit Hans Moser, Theo Lin-gen, Ida Wtlsl, Olly Hoirmann und Wolf Albach-Reity. — Drehbuchi Ernst Marischka. — Muiik: Willy Schinidl-Geniner, — Eino tolle Geschichte des Mannes, dem alles dnnehen geht. FUr Jugendliche lUgeiassenl Filmtheater fufler Freitag, 18. Juli urn 1'J.30 Uhr, Samstaa, 17. and und Sunniafl, IB. Juli um 10.30 und 1*1.30 Uhr Die heimliche Gräfin •iio,>iiriiirhe unter 14 Jahren nichl rugelatsenl X Amtliche Bek 4einntiii acliunoeii Festsetzung der Pflichtverkaufszeiten im Kreise Pettau Um den berufstätigen Frauen die Einkaufsmöglichiteiten zu erleichtern, werden im Sinne des Erlasses des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersleiermark vom 25. Juni 1943 bei den Pllichtverkaufszeiten der Ladengeschäfte einige Änderungen vorgenommen und setze ich demzufolge die Pflichtverkaufszeiten im Kreise Pettau — wie folgt — fest; Ihre Laden haben offen zu halten: 1. Lebensmttt«!- und Gemischtwarengeschäfte sowie Drogerlen: Muntag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 7.30—12.00 Uhr und von 14.00—19.00 Uhr, Donnerstag von 7.30—13 00 Uhr, 2 Molkerelvcrkaufsstellen: Monlag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 7,00—12.30 Uhr und von 15.00— 19.00 Uhr, Donnerstag von 7.00—12.30 Uhr und Magermilch-veikauf von 17.00—19.00, Sonntags von 9.30—11,00 Uhr. 3. Bäckereien: Monlag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von [i.3ö—12.30 Uhr und von 15.00—19.00 Uhr, Donnerstag von 6.30—13.00 Uhr, 4. Fleischhauer, Fleischselcher und Wursterzeuger: Dions tag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag von 7.00-12.30 Uhr und von 15.30—19.30 Uhr, 5. Nicht-Lebensmittelgeschäfte: An allen Werktagen vyn 7.30—12.00 Uhr und von 14.00—18.30 Uhr. Diese Pflich»verkflufs7.eiten gelten jedoch nicht für Kf)n-ditoreien, Verkdufsstände auf Märkten, Feilbieten von Waren im Umherziehen,_ Kleinhandel mit Naturbluinon und Tankstellen, Zeitweilige SrhIleDimgen von Elnzelhandelsgeschäfien zwecks Urlaiibsgewährung sind nicht statlhaU, Die neuen Pflfchlverknufszeiten treten mit Montag den 19, Jiill 1943 in Kraft 150-7 Pettau, den 12. Juli 1943. Der Landrai des KreNes Pettau In Vertretung: R e 1 c h I, Aufforderung Alle ^^-Angehörigen, die in der Untersteiermark eingesetzt «Ind. haben sich bis zum 20. Juli 1943 schriftlich mit Angahe der Personallen und Diensfqrad hei der Sonderstandarte UiUerstelermark, Marburq/Drnu. Coelhestraße 2 III, im Auftrage ries Höheren ff- und Polizeifiihrers AlpenlanH dringendst zu melden. 77-4 Der Führer des #f-Abschnitts XXXV gez. Kelz, f^-OberfUhrer. Gerichtin CMIi. Eintragung einer Genossenschaft Eingetragen wurde in das Register am 13. Juli 1943; Firmdwortlaut: Raiffeisenkasse Gurkleld, eingetragene Ge-nossenschatt mit unbeschränkter Haltung. Sitz: Gurkfeld. ' Betriebsgegensland: Der Betrieb einer Spar- und Darlehens-1 küsse 1, zur Pllege des Geld- und Kreditvetkehrs und zur I Förderung des Sparsinns; 2. zur Pflege des Warenverkeiirs ! (Bezug landwirtschaftlicher Bedarfsdrlikel und Absatz Irind-I wirtschaftlicher Erzeugnisse); 3. zur Förcleruiu) der Mdschinen-benutzung. Cenossenschaftsvertrag (Slalul) vnni 27, Marz 1943. Ein Geschäftsanteil beträgt 50 R.M. H.ilumy ist eine unbeschränkte. Der Vorstand besteht aus dem übnianne, seinem Stellvertreter und weiteren l bis 5 Mitgliedern. Die Mitglieder des ersten Vorstandes sind: Obmann: Ernst Zur!, Dipl.-Kaul-mann in Gurkfeld. Obmannstellvertreter: Friedrich Schemitsch, 1 Landwirt in Haselbach. Vorstandsmitglieder Karl Hiris, Land-, Wirt in Lorenzberg, Ferdinand Sturm, Landwirt in Göttonitz, j Alois Fabiantschitsch, Landwirt in Ansehe Nr, 9, Reichenburg, I Josef Paviicek, Privatier in Guikleld, Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft muH durch zwei Vorstandsmitglieder, darunter den Obmann oder seinen Stell-vertrnfer erfolgen, wenn sie Dritten cfegeniiher Rerhtsverl)ind-lichkeit haben soll. Die Zeichnung geschieht in der Weise, dflß die Zeichnenden zu der Firma dor Genosspnsrhatt ihre Kamensunterfichrift beifügen. 14(1-7 Gericht in CUM. Eintragung einer Genossenschaft Linyetiuyen wuiue iit ütis Heyibter am 13. Juli 194^; i^iriuortL/iiidui: Kiiiiitii&uiiivdsse VVuiidii, eiiiyeiiugeiit* Gcnub sfcuac'iiüit nui unuciiciudUÄiei Haituiiy. Sii/i: woiitiu.. öeiueus-yeyLiiaidiiu: Uei üoiiiuu kiült bpai- uiiU »JdiiL-ii».'USKab!>e i,/ui tiic'yt ues ueiü Uiiü Kreuiiveiivenjb und <;ui i-oiutruiiy ueh bpiuaiuiia; 2, iui l'iieyu uesi VvartnveiKfcnis (ßuiug iciiiuwiii-sciidiiiiciier beuansdi unüi und Absat/, lanuwu ibchtiiilicher Lizc'uyiusieji J. zui l üideiuiig uei Mahc nuieiiueiiutiuiiy. GuiiubafcnsLiicUtsvtrticig (Suiiutj vom 19. Niar^ uju Ue- bCiidjisanleil beiragt au RM. Uie llaitumj ist eine unlje-stnrdnkie. Oer Vui stund besteht aus dem Ubmaniie, seinem Steilvertieter und weileien 2 bis 7 Mityliedern. Uie Mitglieder düb ersten Voistandes sind; Oljmann, Anlon i'elschelstlnuy, ' Landwiit in Wolian, Ubradniistellvcitieier; Michael Germiidnik, Lanüwirl in Ait-Wollan, Voibtandsmitylieder: Ludwig Jan, Landwirt in Skalis, Fianz Lachownik, Landwirt in Pack, Lorenz ülinschek, Landwirt in Lasse, Jakob Kopitar, Landwirt in Loschuiizen. Die Wilienserklaruny und Zeichnung Im die Genosseiibchdlt muß durch zwei Vürsiaiulsmitylieder, daiuntei den übniann oder seinen Steilvertieter erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber Rechtsverbmdlichkeit haben soll. Die Zeirh-nuiig geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der r-irnid der Cienossenschafl ihre Namensuntersi hriH beifügen. Die von der Genossenschalt ausgehenden otfentlic beii Bekannt-mdchungen erfolgen im Wochenblatt der Landesbcuiernschait Steiermark in Graz ug.? Bekanntmachun g In der Zeit vom 15, Juli bis 1. August lü43 wird die Sawe am Tage zwischen Laak und Werchau durch Messungsseile gesperrt, Saweflöße haben *ich entsprechend zu verhalten, oberhalb der Sperrstelle anzulegen und nach besonderer Weisung die Sperre zu passieren. 147-7 Ci 1 Ii, den 14. Juli 1943 Sawekraft-Bauleilung Clili, Achtung! Sehr wichtigI IfBPorilniinos- und flmtsblBtt des Chefs der Zivilverwaltung In der Unterstelermark Nr. 21 vom 9, Juli 1943 Aua dem Inhalt: Vorordnung zum Schutze der Jugend vom 24. Juni 1943. — Verordnung über die Wein- u. Trinkbranntweinwirt-schnft in der Untersteiermark vom 25; Juni 1943. — Verordnung über die Milch-, Fett-und Eleiwirtschalt in der Untersteiermark vom 2. Juli 1943. — Vierte Anordnung über die Milch- und Fattwlrtschaft in der Untersteiermark vom 19. Juni 1943. — Dritte Anordnung über die Einführung vieh-wlrlschtiftllther Maßnahmen In der Untersteiermark vom 8. Juni 1943. — Anordnung über die Einführung des Leistungslohnes im Baugewerbe vom 30. Juni 1943, — Berlcf\-ligung. Einzelpreis IS Rpf. Erhälllich beim Schalter der Marburger Verlags- u. Druckerei* Ges. m. b. 11., Marburg Drau, Bad-gasve 6 bei den Gecrhäftsstellen der »Marburger Zeitung« IN CILLI, Marktplatz 12 (Fernruf 7) IN PETTAU, Unqartorgasse, Herr Georg Plchler u. bei den sonstigen Verkaiifsslellen Bezugspreis: Monatlich RM 1,25 (stets im voraus rahlbarl. [Der Stadtplan und das Straisen-vepzBichnis von IHapburo Drau {2. Auflatie {ist In allen eln-sclilflgi^cn Gc-Kchltften und beim Schaltcr des Verla){es der „Marburjjei iZeltung" zum IPreise v.RMl.-erhältllch. Kleiner Anzeiger Jedt-s Woii kost"' Im Stelleuqtsiic.ie 6 RdI da* lellneriiurlite Wort 20 Rpl, fui Grid Redlitüli-nveiVehr B' (,'lwpchicl und Heirat IJ Rp(, ila& leltfjuiirucklp W'uit JO ''t alle ühriypti Woitdn/piqt'n 1(1 Rpl tili* fplt(iP(lrurkle WofI JO «pl fle, Worlpfrls qilt btn i"u 12 Bucti-Klabep lü Wort Ken nwoili|abi)liF bei Aüliolunq diu ATif?ebüte Ji Kpl, bei ZuBithdtiny durch Pni| oder Knien /u Rpf AiiikiinllKiiebühr für Anzeigen mit dein Vormprit! .Au^iitmll in de VttrwdHunq rjtlL'i Gr^trhdlts. stflli«" 20 Rpl An/Pirjpn-Annflhitip^rhliin Am Tan» vor Rr'sihi'inen um Ifi Diu Klnme Anjeinnri werden nui qp(|fln Votfliniondimq dci B«> tmqRk (airrh qUIilq« Brirlmnrli^iil «uio^nnmin^n Mmdfitqfihillir fili ein» Klomp Ao i'Ufp I UM Zu verliaufen Gebrauchte Dreschmaschine, ÜO cm breit, neue Schlag leisten, Ringschmierung, mit Klee-samen-Dreschkorb, 2400 kr| schwer, Preis 2.')0() RM, bei Toplak Maria, Dornau 32, unter Pettau, zu verkaufen. .3n(v3 Zu kaufen gesucht Lin oder 7wei Kieiüerkäyteii und Küchenkredenz von kiii-derreiciier Familie dringend zu kiuilen gesucht. Zuschritten erboten unter »Notstand an die Verw, des Blattes, Marbiirg-Drau. 397-4 Offene Stellen Bidver l.ehr|unge wild sofort ciulqeiiüuimen. Eloktromech.ini-sclie Werkstdttc E. Tst hitsrbek, Mdrburg-Drau, Schmidplatz 3. 380-0 Möbliertes Zimmer wird dringend vom soliden Ehepddi gesucht. Adresse: Buchhaltung, Molkerei, Marburg, Drau, 383-8 Wohnungstausch Tausche sofort Zimmer und Küche in Drauweiler. Adresse in der Verwaltung der »M Z. , N^iijwg-Diau. 400-9 Wohnungstausch Ntarburg-Leo-beii, abgeschlossene neuzeitliche Zweizimmerwohnung mit Küche und Vorzimmer Zuschriften unter »Leobent an die Verwaltung des Blattes, Mar-burg-Draii. 401-9 Funde - Verluste Paket mit Banknoten im Be- traqe von ca 16 000RM auf dem Wegp (Jemüsemarkt—Kcirntner-straße am 13 JuP verloren. Der ehrliche Finder wird ersucht, den Betrag am Polizei-fundamt gegen Belohnung abzugehen. Katharina Ruß, Perko-straße 29_m-13 Vergessen wurde Freitag, den 9. Juli tiiiends im Zug Spielfeld —Luttenberg eine braune le-derlasrhe mit Pholoapparal. Der ehrliche Finder wird gebeten. alles cieqen Belohnung am R-ibuhot Oher-Radkersbiua abzuqf'ben. 401-13 Verschiedenes Tausche Rundfunkempfänger mit elektr. Plattenspieler gegen Säulenbdhrmaschine Ms zu 40 —.'50 mm Bohrleistung. Anzufragen in der Verw. der »M. Z , Marburq Drau. 3flVl4 Nene Spelsekarloflet für die 'il. Zuteikingsperiode sofort abholen. Stammkarten mitbringen. Hins (löttlich, Marburg-Drau, Kcirntnerstraße 120. 404-14 Tausche Herrenfahrrad gegen Vnlksemnfauqer. Adresse in der Verwaltung der »M, Z.--, Mtirbiirg-Draii. 40.')-14 An un«ere Pos^bezicher! VV>>nn dai Posttiote tu (hneo kümml iwhI rl'p floTiigsgpbiHiT filt die ..Marbur-'irr Zniiiirq einhebt, blften wii Sie. dif)r»rn Oie B«>?uqsqeb(lliT (il immrr in voran« rn bo/nhlcn „Mirbiirqer Z<>llong", Verlrlfhstblellung T üchtige, deutschsprechende Kellnerin wird sofort aufgenommen Gasthaus Wruß, Nikolai. 3.'iO-fi Wohnort- und Annchrlftflnde- "ung müssen unsere Postbe-'.ieher sofort dem zuständigen Postamt (nicht dem Verlag) neiden »Marburger Zeitung«, Vertriebsabteilung Line (iarderobefrau wiid sofort« lautgenommen. Cafe »Zentral«, iMarbiirg-Drau, .IMB-ti Wic Hält WäscHc lanj^Cf? Der KleiniiliiJiigip der »Marburger Zcitun({« i&t einH Fundgrube l(ün8(i((er An* tfebote aller Art! Es fehlt noch Ihre Anzeige!__ VOf Eintti>llunq von Arbelliikrll. lau «uB die Zuillmmiiiig de« ru' •Kndlqeii ArbrlUamlei elnq^bnlt werden. Kassierin mit Kanzlelkenntni«-sen für Lichtspielthentei dringend gesurht. Antrhf)e unter "Llchlspielthoater« an die Verwaltung der »Marburger Zeitung«, Marburg-Drau. 137-7-« Ein Gasthaus, womöglich in Marburg, samt Wohnung nimmt in Gastgewerbe qut bekanntes Ehepaar ohne Kinder in Pacht ]or llerikHl-l.rl)r«rhrifl „WÄtche-i(ha(l(>n und ihre Veriiutunq', dir wir ihni'n koKienlo* «rhliken. Als Drurksnche an: PERSIL-WLRKE, DÜSSELDORF Name: Olt; Ariadne auf Naxos Wiederauinahme Im Grazer Opernhaus Mit Herrn Jourddin, der Im Vorspiel dnr »neuen Fassung« nur mehr in der Pfrson seines Haushofmeister» anwesend i,-i von Pauken und Trompeten ponip-pingeführt, beginnt es und mit dem rinsamen Paar Bacchus und Ariadne, dc-UMi Schatten kosmisch groß den Rund-hdiizont streifen, endet diese Oper. Wir erleben die Zurichtungen zur Opera seria auf dem Haustheatcr des Reichen, der den jungen Komponisten dVischeinend begönnert, bis Herrn Jour-(l iins Spießertum dessen geblähte Segel wieder streicht und der Haushofmeister verkündet, der gnädige Herr wünsche, dfiß die heitere Tanzmaskerade, die das Nfichspicl abgeben sollte, zugleich mit der Oper Ariadne auf Naxos zu »servieren« sei. Ein Genieblitz des Gönners? \ ielleicht, würde nicht Herr Jourdain dadurch in Gefahr geraten, selbst zur Farce zu werden.'Diese Doppelbödigkeit befreit das Werk von den immer wieder erhobenen Vorwurf eine Literatenoper zu sein, denn immer wieder gilt es, Herrn Jourdain in uns selbst zu überwinden, dir Mischung seiner Stile zu durchschauen, wie sie am Schluß des Vorspiels gleirhnishaft auch der jnnge Komponist durchschaut, der in der Tänzerin Zerbinetta irgend etwas von Ariadne endeckt, während sie'^ in ihm, auf ihre Art, ihren Bacchus erkennt. In jedem Menschen steckt ein Stück Jourdain, flammt ein Hauch bacchischer Verwandlung auf und trauert einsam Ariadne um Theseus den Helden, bis der Gott sie erlöst. — Richard Straull hat aus der Literatenoper ein Mysterium der Töne gemacht, das von einem Kam-mororchester getrsgen, die Stimmen wie edle Kostbarkeiten einsetzt. Die musikalischen Opern'ormen vor der Barocke bis 7ur Moderne klingen auf. Ernst Baltzer am Dirigentenpult lioR der durchsichtigen Klarheit der Ariadne-Musik volle Wirkung zuteilwerden. Mit entzückender Kammerhaftigkeit musizierte das kleine Orchester unter seiner Leitung Die sängerischen Leistungen der Künstler, die von der Aufführung aus dtm Vorjdhi her noch in bester Erinnerung standen, zeigten noch etwas mehr Feinschliff. Der schwärmerische Komponist, (im vorteilhaften Schwarz der Hosenrolle Maria von Bartsch), war der Schönheit seines cantablen Parts würdig. Als besorgter Musikmeister in der Gluckmaske Rudolf GroRmann, von flüssigen Parlando. Georg Maikl von der Staatsoper Wien war ein Tanzmeister und Brighella von echt komödiantischer Natur, dem der Sprechgesang virtuos von den Lippen kam. Harlekin (Walter König, auffallend im Schöngesang), Trutfaldin (Odo Ruepp von der Staatsoper München), Scaramuccio (William Wernigk a, Gast) waren echte Figuren der Comedia dell' arte, voll gestischer Bizzarerie. Ein aufgeblasener Haushofmeister — wie der Herr so s' G'scherr — war Ernst Therwal, dessen melodramatische Funktion Herrn Jourdain kontrastreich spiegelte. Als Zerbinetta holte sich Anny Ruschowsk" einen wohlverdienten Sondererfolg mil der von Fiorituren strotzenden gmßpn Trillerarie. Doch würde man der Künstlerin nicht völlig gerecht, wenn nran nicht auch ihrer Rollenauffassuntf im Allgemeinen bis in die kleinste Gps'c! Anerkennung zollte. Als Primadonna im Vorspiel und Ariadne im Opernakt glänzte wieder Erna Recka. Tenor und Bacchus, glatzköpfig und voll golrinnor Lockenpracht, war Josef Janko, dessen Leistungen aus dem Vorjahr gleichfalls nicht mehr überboten werden konnte Die Spielleitung Ernst Therwals sorgtf im Vorspiel für lebendige Impulse unfl stattete auch den Opernakt mit drr Bühne auf der Bühne mit manchf^riei reizvollen Zügen aus. Die Verengung des Raumes jedoch durch das an sich sehr originelle Bühnenbild Hans Ma-mans konnte dem tönenden Kosmos des Finales nicht völlig gerecht werden. Das Erlebnis des Werkes und seiner Darbietung war auch diesmal ein AußergewöhnMrheS, Kurt Hildebrand Matink Der Dichter Franz Nabl Franz Nabl, j{eboren am 16. Juli 1883 in taulschin (Böhmen), der Herkunft nach ein Sudctendcutscher, abcf von Jugend an der Steiermark innig verbunden, ist der Dichter der Geschlcchterfolöe gc-worden, die das schwerste Schicksal, zwischen den Zeiten zu stehen, hat erleben und erleiden müssen. Schon um die Jahrhundertwende zeigte das bürgerliche Zeitalter die unverkennbaren Merkmale des Verfalls; nach dem ersten Weltkrieg ging es politisch, wirtschaftlich, geistig und seelisch zu Ende; seine Weltanschauung, der Liberalismus, hatte sich überlebt. Die alten Bindungen der Familie, des Staates, der Bildung zerbröckelten; halt- und ziellos stand das Ich in einem Wirrwar geistiger und seelischer Möglichkeiten; es suchte und spürte das Neue, das in der Tiefe wuchs und da und dort an der Oberfläche erschien, aber noch vermochte es das Werdende nicht vom Vergehenden zu unterscheiden; es griff immer wieder zu, aber es griff oft daneben. Mancher half sich schließlich mit Spott und Hohn über die Täuschungen und Enttäuschungen hinweg; viele fanden, müde geworden, in der Arbeit und in den Vergnügungen des Alltags ihr Genügen; viele blieben an der Front und in der Heimat den Träumen und den Wünschen ihrer Jugend getreu und bahnten sich endlich den Weg in die Zukunft; und einigen wenigen gelang es sogar, als Künstler gültig zu formen, was rings um sie geschah, als Künstler den Verfall zu überwinden. Unter diesen künstlerischen Pfadfindern steht Franz Nabl an erster Stelle. Das Lebenswerk dieses Dichtcrs läßt sich ohne Mühe in vier Gruppen gliedern. Die erste umfaßt die Jugendwerke: »Noch einmal.,»Weihe« und »Passion« 1905, »Hans Jäckels erstes Liebesjahr« 1908, »Maria Selditz« 19081909 Scheinbar steht, \\ns bei einem Menschen jener Zeil bcjJrcifijch wä'c is geschlechtliche Problem im Vordergrund, aber, anders als bei andern, nicht um seiner selbst willen, nicht nur als körperliche und seclifche Not eines einzelnen, sondern eben als Keniizeiciien eines ge-sellschfftlichen Verfalls, der sclion bis /um Anfang der menschlichen Gemeinschaft, zur Familie vorgedrungen war und begonnen hatte, auch sie zu zerstören Der zweiten Gruppe gehören \or allem die großen Romane an, die zwischen 1911 und 1921 erschienen sind Sie zeigen Franz Nabl in der Problemstellung, im .Aufbau, in der Charakterzeichnung in Her sprachlichen Gestaltung als reiben Meister seiner Kunst: schon in se;nrn Anfängen von niemandem entscheidend heeinflußl. brauchte er jetzt nichts mehr zu lernen, was nicht er seihst und die Welt, die er um sich und in sich fühlt, ihm ohne Vermittlung geben körnten Formendes Erlebnis, und zwar mehr als Bücher. Bilder und Töne, so aufgeschlossen er ihnen immer gewesen ist, war und ist ihm die Natur, wie sie ihm von Kind- heit an und gerade in der Kindheit auf dem heimischen Gstettenhof, in den niederösterreichischen Voralpcn entgegengetreten war; sie ließ ihn den großen Einklang ahnen, den er im menschlichen Bereich schmerzlich vermißte Ein Novellenband »Narrentanz« leitet von den Frühwerken zu den großen Romanen herüber, im selben Jahre 1911. in dem der erste der großen Romane, der »ödhof«, fertig wurde. Dieser »ödhof« ist nicht nur, wie ,.Das Grab des Lebendigen« genannt), und zwar deshalb Lüge, weil diese Famil'e nichts anderes darstellt als das gevv.ilttäiig verbreiterte Ich wiederum eines einzelnen, diesmal einer Frau; daß Nabl. ohnehin einer der stärksten Frauen-I gestalter unserer Zeit, in der Tragik dieser Josefine sich beinahe selber übertroffen h.Tt. sei nur nebenbei anj>emerkt. Erst der vic-te große Roman »Oie Galgenfrist 1921 zeigt den Weg aus der Lüge / Zu seinem 60. Geburtstag heraus, von der Marionette zum Menschen, von der Sinnlosigkeit zum Sinn, vom Ich zum Wir, einem scheinbar sehr einfachei) We^ »es i^nügt, wenn du dich wieder als bindendes Glied in die lange Kette einfügst, die aus dem Dunkel kommt und ins Dunkel verschwindet. Woher und wohin und wanun — darüber wollen wir uns lieber den Kopf nicht zerbrechen«. Und doch hatte der deutsche Mensch, ehe er diesen einfachen Weg zur Verantwortlichkeit vor der Gemeinschaft wieder zu sehen vermochte, der letzten Vernithtung ins Angesicht schauen müssen: zwischen dem »Vaterhaus« und der »Galgenfrist« hatte die Geschlechterfolge von 1880 den Weltkrieg erlebt. Ein altes und schweres Leiden hat es Franz Nabl nicht vergönnt, den Krieg an der Front mitzumachen, und seine künstlerische Redlichkeit hat es ihm daher nicht erlaubt, ein wirkliches Kriegs-buch zu schreiben. Aber die großen Fragen von Schuld und Schicksal, an die das kilegeriache Geschehen die ernsten und nachdenklichen Menschen heranzwang, hatte er sich von Anfang an gestellt; um ihre Beantwortung bemüht sich die dritte Gruppe seiner Werke, auf die schon 1919 zwei Novellen, »Der Tag der Erkenntnis« und »Die Augen« hinweisen, Sie beginnt mit den zwei Dramen »Trieschübel' 1925 und »Schichtwechsel 1928 und der wenn auch nicht heiteren, so doch alt-österreichisch beschwingten Geschichte »Der Mann von gestern« 1929; sie steigt dann auf zu den beiden Novcllen-bänden »Das Meteor« 1935 und der unvergeßlichen »Kinder-novelle« 1936, schönsten deutschen Erzählungen; und sie schwingt über die leicht ironische Skizz« »Griff ins Dunkel« 1936 aus im »Fund« von 1937, dieser letEten endgftltigen Aua« einandersetzung mit der Welt der Zersetzung und der Verwesung, die hier schon kaum mehr bekämpft, sondern nur mehr beiseitegeschoben wird, um dem inzwischen Gewordenen, dem Lebenskräftigen, Raum zu schaffen Es ist nicht so sehr etwas Neues, was diese Gruppe bringt — nur der Stumpfe, der Stümper verlangt nach immer neuen Reizen — aber es ist eine neue höhere Ebene, auf der das Alte erscheint; und diese Ebene immer wieder zu überhöhen, vermag eben nur der echte Künstler: im ständigen Aufsteigen beweist und bewährt sich Künstlerschaft. Am Anfang der vierten Gruppe endlich steht durch eine Reihe kleinerer beschreibender und gestaltender Arbeiten angekündigt und vorbereitet das unvergleichlich köstliche Gebilde der heimischen Erde, die »Steirische Lebenswan-derung« von 1938, ein Buch der Liebe im höchsten und schönsten Sinn des Wortes, in dem das Liebenswerte, wo immer und wie immer es sich darbietet, als Mensch, als Landschaft, als Blume oder als Tier, als Gedanke und als Gefühl betrachtet und umfaßt wird mit einer Andacht, einer Frömmigkeit, die an Dürer, an Stifter gemahnt Es ist ein tiefes ernstes Auaruhen Auinahme' Stcdcn-Uclitliild, Gru auf dem langen schweren Wege, hingestreckt auf der Erde der Heimat, ein Atemholen und ein weites Ausschauen vor neuem Aufstieg .,. Sicherlich vermögen es diese wenigen andeutenden Säize nicht, das Bild des Dichters Franz Nabl auch nur zu skizzieren, war doch von Gestllten und Gestaltung, von Formgebung, von Stil und Sprache, von den Dingen also, auf die es einem Dichter sehr wesentlich ankommt, noch kaum die Rede. Aber bedarf es heute, an einem sechzigsten Geburtstag, einem persönlichen Festtag also, wirklich der eingehenden literaturgeschichtlichen Behandlung und Würdigung? Vergißt man nicht ohnehin allzuoft über dem Dichter auf den Menschen? Und dieser, der Mensch, ist es doch, dem heute eine neue Tür des Lebens geöffnet wird, Sie führt nicht ins Alter; wer noch so auf die Höhen steigen, noch so in die Weiten hinausblicken kann wie Franz Nabl, darf, gottlob, vom Altern noch nicht reden. Wohl aber dürfen wir noch viel von ihm, dem Menschen und dem Dichter, erwarten und erhoffen, Fritz Endret Volk und Kultur Rosegger-Feler an der Graier Unlver-tät.. Am Donnerstag wurde in der Aula der Universität Graz eine Gedenkstunde für Peter Rosegqer abgehalten. Es wurde hiebei des Tages gedacht, an dem die Grazer Rechtsfakultät dem Dichter — am 20. Juli 1917 — das Ehrendoktorat verliehen hatte. Zum Gedenken dei lOO. Geburtstages Edvard Grlegs veranstaltete die Nordische Gesellschaft Berlin in Verbindung mit der Landesgruppe Greßdeutschland der norwegischen Nasjonal Sämling ein Festkonzert Im Berliner Beethovensaal. 30 Jahre Karl May-Verlag. Der Karl May-Verlag in Radebeul bei Dresden konnte am 1. Juli auf ein 30jähriges Bestehen zurückblicken, Gründer und Inhaber des Verlages sipd llle Witwe des Volksschriftstellers, Frau Klara May, die am 4. Juli 79 Jahre alt war, und Dr. E. A. Schmid. Seit der Gründung des Verlages ist die deutsche Auflage der gesammelten Werke Karl Mays von 1,6 Millionen auf nahezu 9 Millionen Bände angewachsen. Ubersetzungen liegen in 20 Fremdsprachen j^or. Die Oper »Hamlet« des der jüngeren lettischen Komponistengeneration angehörenden Jahnis Kalninsch ist — nach ihrer Uraufführung im Jahre 1936 — jetzt von der Rigaer Oper In einer ausgezeichneten Neuinszenierung herausgebracht worden. Das Nationalthealer Mannhelin schenkte dem deutschen Theater mit der Uraufführung der von Hans Schlegel besorgten Eindeutschung des Schauspiels »Der Verfolgte« einen neu«i Lope de Vega. »Hein ins Leben«, eine neue Komödie des italienischen Autors Gherardo Ghe-rardi, erlebte in Augsburg ihre erfolgreiche deutsche Erstaufführung. Max Dreyer schul ein Krlegsdrima. Der seit Jahr«h in Göhren auf Rügen lebende aus Rostock gebürtigte Dichter Dr. Max Dreyor, dessen letztes Schauspiel »Die Schwestern« bei seiner Uraufführung am Krakauer Stadttheater einen starken Erfolg erzielte, hat ein im Rahmen des gegenwärtigen Krieges spielendes Drama »Mütter« vollendet, das im Deutschen Bühnenvertrieb im Zentral Verlag der NSDAP erschienen ist. Hermann LOns' Roman »Der Wehr» wolf« erschien in einer norwegischen Ubersetzung. Deutsche Chronik In Rumänien. Die ältest« in deutscher Sprache geschriebene Chronik im heutigen rumänischen Raum, die aus der Zeit Stefans des Großen (1495—1504), Fürsten der Moldau, stammt, ist im Verlag des rumänischen Ministeriums für Volkskultur neu herausgekommen. Die Handschrift ist kurz vor dem ersten Weltkrieg von dem rumänischen Historiker Gorka in der Bayerischen Staatsbibliothek in München entdeckt worden. Sie ist aus dem Besitz des Nürnberger Hartman Schedel fl440—1515), des Verfassers der Schedeischen Chronik, in den Besitz der bayerischen Kurfürsten und so in die Staatsbibliothek gekommen. Im Nebel Von Plan/. Nabl Der N>bpl hing vor (Im Fenslcin dos lollendt;!] Ziigfs und Ntbel wogte emsl-n.dls üljßi (iüin Spiogol dos schmaloii l.iiiqfjcstifirkten hros. Mcnschenwi llo luille ihn gos( hn(lt!ii. sich sein Wassi;r difnsihtir 7.n mrichen, über wie von An-bcninn Irifi di zwischen den Wiesen und H iiicJhiicfcin, und wer ihn zum erslrn M.ilc o/iilicl.to, konnto iiciht glauben, ei Iiior liuliLr gpfrlill und nur ein Bffh b.ibp ruil dem Talgrund sein Bell gnfurrht. Der Nebel vor den Fcnster-hfheibfMi hlifb, rler N(!l)cl lilior d<'ni Was-b'>r srhwanrl iind ein Kdhn glitt zum jmseilitioii LIlci Oet Mtinn liihrte die f'iidf", N'isc pi.ilsfiiemfl Imß er sie im Zurürkwr'ilen übets Wasser tiin'/on, die f ron Siifi (IUI SlentM und sah die clidmiin-|t "fn Funken der Wassortropfen auf-S1I uliori im fistcii .Sonnenlicht. Strand-l.Hi'C' (Ingoii vfi.iiher aii! den srhrna-k'ii S'flielii ihi<»i Sthwingen und Men-hl M<.t,min('ri klungcn, sellsdm verstärkt zu iitnpii hciiibei, geheimnisvolle Rule itns rirm (Jtisirhlhnren Und d.mn wonrlelten sie Stunde um S ini'lo rlrii leise ansleigenrlen liergriik-keil h M.)n Sie wiiIMcn, sie den Wer; vr' if)rrii baflen, dber »le mochten nifht i'mkehien, unrTiilbiiHs'im lockte es sie hitilei 'hnen versank die Oide in. V (•«f'nlo'>t' und vor ihnen lag alles ihr I ei "'1, ih Clliick. ihre Sehnniit hl. r."f|i (ichntPii rlin Almwiesen sirh aii.s ji' (rihlem winterlirhen Celb, dorb S( hon snieffite sieti det rriihlintjshimniel in Millionen Ifurhlenrl blf"iei f:n/ifr konnV r?iir stehen und schriller» n-K hsrh.iufn und die Arm«» .iiit-vt-eifen, ni< fit um zu fliegen, nein, um ins Leere zu grelteji, uiid wahiond c»- wußte, daß darüber der Himmel und die Sonne strahlten, duckte er wieder unter grnuem schwerem Nebel, allein, hoflnungstos .. so holfnungslos wie jetzt am Fenster des rollenden Gisen-bcihnwagens. Als der Mann in Bruck an der Mur auf den Bahnsteig saß und den Zug erwartete. der ihn weiter führen sollte in die nordwestlichen Tauern, lastete der Nebel noch immer drückend über der Erde und nur ein kleines Stück des unmittelbar jenseits der Geleise finstei-genden Hanges war darunter sichtbar. Der Mann beachtete es nicht, obwohl der Tag nun schon vorrückte und das Wetter sich bald /um Guten oder Bösen entscheiden mulUe. Die Gegenwart und die Zukunft galten ihm gle.ich wenig, sein einziger Besitz dünkte ihn die Vergangenheit, und wenn über der die Sonne glänzte und ein heller Himmel sich spannte, dann mochte es in flen nächsten .Stunden regnen und trostlos trübe sein — ihm verschlug es nichts, rlie kalten Tropten llossen am undringlichen Tuch dfs Mantels ab und die Düsteikeit entfloh vor dem Licht der inneren Schau. Und indes die Luft nur ihn erfüllt war von üblem Kohlendunst, indes Lastyilge an ihm vorbei verschoben wur den und fremdo Menst hcn vor ihm au' und ab gingen orier sich kn.ipp neben ihn auf (Ii»' Bank setzten, versank er immer tieler ins Ge^^esene und erkannte, wie unlöslich er mit dem umcifbend'Mi I ,Hid vnrliirnden war, v/ievinle fetne Hilden von snirie' ninsainkeit 711 allen Teilen des I rindes ausliefen und und ihn ver-fitrickl hielten in ihr Netz, Knüpfende laden waren ns gewesen, fite ihn Wrili-rend der Fahrt zu jener alten Burg im Osten entrückten, aber auch zu jenem Stucklefn Böschung mit der zus|Mingcii- den Katze und dem entsetzt flüchtenden Hasen, zum Stausee und den endlos aufschwingenden Almen des westlichen Borgkranzes Und selbst hier an diesem trübseligen Bahnsteig begann ein solcher Faden und spann sich fort zu der kleinen Stadl in seinem Rücken, zu dem traumhaft schönem Hause des Bürgers Pan-kraz Kornmesser und dem Brunnen mit dem prächtigen, schmiedeisernen Baldachin, Z.U der Minoritenkirche mit dem Grab Hugo Montforts, des steirischen Landeshauptmannes und letzten Minnesängers Nicht vergebens hatte Johannes Krantz seinen Brief geschrieben, gewissenhaft hatte der Mann den fnhalt des Schreibens sich eingeprSg# und war den gewiesenen Spuren gefolgt w^e einem glaubwürdigen, verehrten Führer. Würden die feinen Fäde.n aber so unzerreißbar fesseln, wären die geschriebenen Worte des Johannes Krantz nicht ungefcört verhallt, wenn der Mann schon damals und immer einsam gewesen wäre? Hätte der Knabe sein Lelien nicht forgesetzt bis ans männliche Alter im Norden oder es wohl gar über die Grenze des Landes hinausgetragen, wäre nicht im Süden das Mädchen aufgewachsen und hätte ihn, ihm gleichsam entgegenschreltend, an sich gezogen, so daß sie sich auf halben Wege begegnen mußten und wurzeln in der Mitte fies Landes? Brauchte die geheime Kraft des Johannes Kr