Nr 325. Pränü mcratl on sprci« : Jin (!y«>ptoir ganzj. fi. 1!, l'.Nbj. ss. 5>.5><». ssilr ^l>, hnlbj. fl. 7.5.U, Montllg, 3. October ^nscrtionegcbiihr hj, ,^ ^cilcn: imal lr., lm. «vfr., 3m. I fi.;lonsl pr..^cilc ,m.», l>.. 2ü,.»ll.. »m. 10 lr. u. s. >r. InscllioliOstcnipcl jcdcsm. .'wlr. 187«. Amtlicher Theil. 3e. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Aller-uüchstcr Entschließung vom 5. September d. I. über An. lrag des Reichskanzlers. Ministers des kaiserliche!, Hauses und dcs Acnßcrn, den Banquier Karl Kr u S in Lissabon lUln unbcsoldctcn Gcncralconsul daselbst mit dem Ncchtc zum Bczuge der tarifmäßigen Consulargcbührcn und den "tl dem k. und k. Gcncralcousulate daselbst bisher verwehrten Consulatsadjunctcn Alcrandcr v. Fontana zum effcctivcn Viceconsul bei demselben aücrguädigst zu trnennen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allcr^ Mslrr Entschließung vom 7. September d. I. über An^ "ag des Reichskanzlers, Ministers des kaiserlichen Hauses Und des AcuM'ii, die Erhcbnng der bisherigen Consular-"Neiitic in Plymouth zu einem Honorar Piceconsulatc ^ergnädigst zu genehmigen und den Großhändler und ^chisfsrhcder William Frederit Eollicr znm unbcsol beten Viccconsul daselbst mit dem Rechte zum Bezüge ^ tarifmäßigen Consnlargebnhrcn huldreichst zu ernen^ "n geruht. ,„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. Juli d. I. dem Post-amtsverwaltcr Anton Kem perle in Görz anläßlich !ei»er Versetzung in den bleibenden Ruhestand in Ancr-leimling seiner vicljährigen, treuen und eifrigen Dicnst-lelftllnss das goldene Verdienslkreuz mit der Krone allcr-»nädigst zu verleihen geruht. Der Iustizministcr hat die Vczirksgcrichtsadjunctcn ^dllm Wi«nicwöki in Krynica, Eduard Seuchtcr n! ^^"ucn und Stanislaus Dembowsli in Strzyzow l^er ihr Ansuchen in gleicher Eigenschaft, den ersten nach A°Nncz. den zweiten nach Gorlicc und den dritten nach przeworst übersetzt. in, <^^ Instizministcr hat zu BczirksgcrichtSadjunctcn ."vakaller Obcrlandcsgcrichtösvrcngcl ernannt: den Mnscomuüssär Franz Dolkowski in Chrzanow ^^ Aochnia und die Auscultantcn: Julius Nowa-^wicz fiir Strzyznw, Ednnind Stronczat für Linien, Arthur v. Mcdvey für Rozwadow, Heinrich ^"tusinski für Kett), Arthur Setmajer furPrze^ ""sk und Leo Ramult für Krynica. ^ Der Minister für Cultus und Unterricht hat den ^nenlehrcr an der k. k. Oberrcalschnlc in Klagcnfurt llnund Dürn wirth zum wirklichen Lehrer an der Zimten Anstalt ernannt. ^ Der Minister fnr Cultus und Unterricht hat eine stelle '^^" Staatsgymnasium in Brunn erledigte Lchr-in (5"" Status dem Gymnasialprofcssor Franz Hübt stelle ^"^'^ ^"'^ ^^^ i"^ Besctznng kommende Lchr-osient s^^" ut'llwm dem Professor an der griechische ^^^lschen Oberrealschulc in Ezcrnowitz Dr. Eduard ^a>n <^' "'^ ^"' Supplcntcn Dr. Karl Dittrich, ^hcn "^a.lr ^nd Johann Sieben hue n er ver- bet^f . Verordnung alls d ^ Vchandlnng der Correspondenzen nach und °rn von den deutschen Truppen besetzten Gebiets-tz . theilen Frankreichs, dirtc G^. ^"'^cnzen, d. i. gewöhnliche und recomman Waare,,^^' ^rrcspondenzfarten, dann Sendungen mit aus den " "'^ Drucksachen nnter Band nach und theilen l>/°" ^" dcntschcn Truppen besetzten Gebiets t>tt Pos>2 s^'"chö können derzeit nur durch Vermittlung ^rden u?"^m ^ norddeutschen Änndcs befördert che>, P^' .^ slnd fnr diese Eorrcspondcnzcn die glci-aus den >. s'^'e" wie fnr Corrcspondcnzen nach und ??^^^"tschen Staaten einzuhcbcn. Nichtamtlicher Theil. Das Kaiserliche Nesccht. Dag , .. Wien, 30. September. I^kn ^andl^. /'^^ Rescript, welches gestern im böhmi- !°" der yesamm," ^"lesung gelangte, wird heule fas " lebhaftes^ m" ^uncr Presse mit den Ausdrücket ' " Befriedigung btgrüßt. Wir verzeichne, dicsc Stimmen der Wiener Journale an dieser Stelle mit nm so lebhafterer Genugthuung, als erst vor wenigen Tagen parteiischer Uebereifcr die Regierung des Vcr-fassungsbruches beschuldigen ließ, ein Vorwurf, den selbst die dem Ministerium bisher feindseligsten Organe heule nicht mchr vorzubringen wagcn Sehr lrcffcnd äußert sich gerade über den letzteren Punkt ..Fremdcnblcitt" indem cs schreibt: „Die Thronrede zur feierlichen Eröffnung des RcichSrathcs, die von Sr. Majestät der böhmischen Ndreßdrputation ertheilte Anlwort, sowie das Rescript des Monarchen als Erwiederung der Adresse der nationa-len Majorität dcS Präger ^andlages, sind jene Kundgebungen, mit denen in der Hand das Mmiflcrium aUcn Anklagen und Vorwürfen ungescheut die Stirne biclcn kann. Sollen nicht die fortwährenden Aeußerungen der verfassungstreuen Partei im Äbgeordnetenhause, die unauf-liörlichen von der Galerie bcllalschtcn Phrasen über die Atlentatsocrsuche des Minislcriume auf den Gcsland der Verfassung als einfache Manöver cincr Fraction gedeutet werden, so muß die jctzige Linke des ReichSralheS ihre wahre Farbe bekennen und die wirtlichen Oiünbe angeben, um deren WlUen sir gegen das Ministerlum unlcr dem Deckmantel der Verfassung und ihrer Immunität den Kampf in fo schroffer Form eröffnet hat. — Versöhnung und Einigung der Böller auf keinem andern, als dem verfassungsmäßigen Wege, so laulelc die Devise des Grasen Potock,, als er die Bildung des MinlsleriumS übernahm, so laulele die laiseillche Th'onrede bei der Eiöffnung des Rcicheralhes, so lau-lcle die mannhafte Antwort Sr. Majestät beim Em» pfange der czechlschcn Depulalion, so und nicht anders lautet das heule in Prag verlesene a. H. Rescript an den böhmischen Landtag. Aus diesem Acle weht für Jedermann, der nicht die Verfassung in ein Dogma oder gar in eine Mumie umwandeln will, ein wahrhasl b,lebende, Geist, der uns in so ernsten Zeilen notthul. Der Monarch erklärt die Verfassung jür cnlwlcklungK. fähig, den Veränderungen zugänglich, ja derselben bedürftig, aber Alles dies nur innerhalb der Ver« fassung. Bedürfte eS noch irgend einer Versicherung hiesür. so gäbe es leine feierlichere, als die Worte des kaiserlichen Rescripts. — Fürwahr! Wie ungerechtfertigt erscheint uns die Schroffheit, wie unbegreiflich das so offen und rückhaltlos zur Schau getragene Mißtrauen, oie in unbegründeten Vorurlheilcn ncrgelnde Kleinlichkeit der Verfassungstreuen einem Ministerium gegenüber, welches dem Monarchen folche Worte und Anschauungen, wie sie das kaiserliche Rescript enthält, in einem Mo» mcnte, wo der Ausgleich mit einem so mächligen Theilc des Reiches auf dem Spiele ficht, zu unterbreiten leinen Ausland nimmt? Und dies einem Ministerium gegen über. dessen wichtigste Aufgabe, ja vielleicht dessen Eri stenzberechtignng das Zuflandetommcn eben der Versöh nung der Vöitcr bildet. Wir glauben dckhalb, die Schuld des gegcnseiligen Mißverständnisses ruhe nicht so sehr in elwaia.en principiellen Gegensätzen, als vielmehr in dem Mangel de? gegcnsciligen Eontacles, des gegenseitigen GedanlenaustauscyeS. — Diesen herzustellen, sollt'« unseres ErachlcnS sowohl die Führer der Vcr» fassungstrcucn, als auch die Mitglieder der Regierung bestrebt sein." Nicht minder rückhaltslos äußert sich die „Presse" : „Strenger im Sinne der Verfassung," — schreibt das Blalt, „schärfer gegen alle Slaalsstreichpläne hülle auch das BürgcrmlnistellUln sich nicht auesprechcn können, als namentlich jene Stelle des Ncscriptcs. wo Oclober» Diplom, Fcbruar-Palcnt und December-Verfassung als gleichberechtigte Slaalsgrundgesetze hingestellt werde»." „M 0 rgcnp 0 st" bcmcrkl: „Wärmer und entschiedener hat noch lein Minislcrinm für Aufrcchlhallung der Verfassung gesprochen. Das Ausgleichsrescript isl auf dicsc Weise zu einer neuen Sanction der Verfassung geworden. DaS kaiserliche Rescript schließt nnl der ernsten Mahnung an den böhmischen Landtag, die Theil, nähme am Rcicheralhc nicht länger zu verweigern. Beharren die Eichen bei ihrem passiven Widerstände, „so bürden sie sich eine Verantwortung auf. deren Größe mit dem Ernste der gcschich,lichen Entwicklung wächst." „Ocsterreichisches Journal" schreibt: „Von dem kaiserlichen Rescript an den böhmischen Land-tag ist zu sagen: cS wird den Feinden des Ministeriums Bosheit und Wulh einflößen, cs wird den Geanern des Ministeriums eine späte und zögernd widerwillige Ach' tung abnöthigcn, es wird im Lande mit lebhafter und > selten einmülhiger Befriedigung aufgenommen werden. , Wer diesem Rescript gerecht werden will, der wird ge- > stehen, nach Seilen der Verfassungstreue laßt sich sein Inhalt in die Worte zusammenfassen: Alles. waS Ihr an Concession verlangt, nur nichts gegen die Verfassung, nur nichts außerhalb der Verfassung! In dieser Ve« Ziehung ist das Rescript nur eine Ausführung der auf die böhmische Frage bezüglichen Sätze der Thronrede. Diese fanden den Beifall der versammelten Rcichsoer« lreter. Wir denken, logischer und loyaler Weife werdm die Rcichsocrtreter auch der jrtziacn Ausführung im Rescript den gleichen Beifall zollen." In gleicher Weise nn>ß auch die ..Tagespresse" angesichts dcS kaiserlichen RescriplcS zuglslehcn: „Dieses Actenslück trägt in Conception und Ausführung den Stempel der Meisterschaft. DaS ist wahrhast österreichische Staatskunst, nicht wie unsere Vergangenheit sie verstanden, sondern wie jenes liberale Oeslcrreichertnum sie heute versteht, das in seinem Freisinn so echt und lauler ist. wie in seiner Vaterlandsliebe. In diesem Re» scriptc ist jene Unbefangenheit und Feinfühligleit gegenüber den Sonderwünschen der einzelnen Völker, zu-qlcick aber jene Flstigteit in Allem, was des Reiches Intcltsfe unabweislich erheischt, ausgedruckt, welche in ihrem Einklänge allein den österreichischen Staatsmann machen. Es waltel ein hoher, energischer, in Z>elcn und Mitteln klarer Geist in diesem Rrscripte. „NeueS Tagblatt" bemerkt: „Das Rescript ist ganz entschieden „verfassungstreu." ur>d. indem e< den Chechen ins Gewissen rcdrt, die unabweislichen Forderungen des Ganten anzuerkennen, wiedelholt es alle die Argumente, die schon so oft geltend gemacht worden sind. um jene nationale Partei, die bisher mehr ouS Trotz und auS Eigensinn, nls ouich praktische Inter» lsscn getrieben, die definitive und dauernde Conslilui» rung Österreichs verhindert hat. zum «ufaeben ihres Wldeistllndes zu bcweqen. Wenn unter einem Mimste« rium, das sicherlich nicht beschuldigt werden kann, die Verfassung als ein unverrückbares Doama zu betrochlen, in bindendcr und entschiedener Weise das FefthaOcn an der legalen Basis verkündigt werben muß. so könnten die Chechen schlnß'lch denn doch einsehen, daß keine Hoffnung vorhanden ist. auf einem anderen Wege als durch die Verfassung zur Gellendmachung ihrer politischen llln-sichlen zu gelangen." Selbst die „Neue Freie Presse" findet, daß beide Parteien, die des böhmischen Slaatsrechls. wie die der Verfassung, jede etwas für sich in dem Refcripte filidrn, und ruft: «Darf die Verfasfungsparlei nicht oeruhigl über die Pläne der kaiserlichen Regierung ihrem Walten vertrauen, da sie in dem Rescriple den Kaiser in solch ernster Weise von den Vcrpfl chtunqen der Krone durch die SlaatSgrundgesetze reden hört und seine dringenden Mahnungen an den Landtag, die Wahlen zum Rcichsralhc zu oollzihen, vernimmt?" In ^nertcnnenS» werther Weise bemerkt der Artikel dcS Blattes in seinem weiteren Verlaufe: «Erzielt daS Ministerium vermöge der Sprache, die es in dem heutigen Rescript den «ai-ser führen läßt, den Erfolg, daß der böhmische Landtag die Äba.l0rdne>en zum Relchsralh wählt, dann wird sicherlich die Verfasfungepartei das kaiserliche Wort von heule einlösen, worin den Böhmen gesagt wird, die verfassungsmäßige Vertretung, wenn sie. um ihre Wünsche und Beschwerden geltend zu mache», den verfassungsmäßigen Weg betrete, dürfe sich ebenso wie der U„ter-slützung seitens der Regierung, auch des Entgegenkommens der andern Völlcr versichert halten/'__________ Zur Verständigung. Wien, 29. September. „Narr. Corr." schreibt: Die „N. Fr. Vr." hat unS daS Zugcständniß gemacht, daß daS Ministerium unanfechtbar verfassungsmäßig in formeller Beziehung handle. Nichts wäre uns lcichlrr. als darzulhun, daß auch in mcritorifchcr Hinficht die jetzige Regierung ihre Verfassungstreue und aufrichtig conslitulionelle Gesinnung bewährt hat. Der gröhle politische Fehler, welchen Oesterreich seit zwei Jahrzehnten begangen hatte und dessen bruchstückweise Beseitigung daS österreichische Parlament mehr alS jede andere Angelegenheit beschäftigt hat ist ja durch die Entschlossenheit und Thallrof, der jetzigen Re-aicrung in einem richtig gewählten Momente gründlich corrigirl worden. Wären die Leidenschaften nicht erreat blickte man nicht immer nur durch die Parteibrille so müßte dlcse Thatsache allein den Vorwurf reactionärer Gesinnung zunichtcmachen. In der jetzigen Periode führen aber selbst die beft-motioirten Rechtfertigungen zu einem politischen Oe Mile« Weil man im Parlamente verbittert efcn Ueberzeugung von der Nothwendigkeit des Zusammengehens aller österreichischen Nationalitäten. Unter dcm Ministerium Hasner gab es nur deutsche Minister, und indem die deulsche Nationalität die herrschende schien, büßte sie in der That den besten Theil ihrer Macht ein. Nicht anders würde es dem slavischen Stamme gehen, wenn er so unglücklich wäre, ein Ministerium auelschließlich aus seinen Ange' hörigen bilden zu können. Weder der deutsche Stamm, noch die nichldcutscbcn Stämme in unserem Staate sind so mächtig, daß der eine Theil über den andern gebieten oder nur den Schein auf sich nehmen könnte, als sei er der herrschende. Als das reindcutsche Ministerium fiel und das Ministerium Potocli ihm folgte, so war dessen vornehmstes Bestreben darauf gerichtet, auch den leisesten Argwohn nicht auskommen zu lassen, als verkenne es das Gewicht, die Kraft und das Recht der Deutschen in Oesterreich. Wenn sie nicht an der Bildung der neuen Regierung in größerem Maße lheil-nahmcn, als es geschehen ist, so wissen sie, daß das Verschulden hiefür nur auf ihre eigene Rechnung geschrieben werden muß. Man hat darauf hingewiesen, daß die letzten Abstimmungen im Abgeordnetenhause, welche in Folge winziger Zufälligleiten die kleinste Majorität manchmal der einen, manchmal der anderen Partei gaben, das Gestehen einer kraftvollen Regierung fast unzulässig machen. Dieses Argument bewährt aber seine Geltung nach be'den Seiten. Auch die Opposition, wenn sie zur Herrschaft gelangte, würde außer Stande sem, diese in emer besseren Weise zu üben, als es den Vorgängern der jetzigen Reaierung gelang. Die Nutzanwendung bleibt für beide Theile dieselbe, daß eine parlamentarische Regierung nur dann mit Nutzrn für das Land einen 3p>el-raum findet, wenn ausgklchbare Gegensätze ausgeglichen werden, wenn diedurch eine Partei geschaffen wird, welche mehr als eine Nationalität und mehr als emc Halste des Landes in sich schließt und in Folge dessen nur eine cmschiedene Minorität sich zur unheilbaren Opposition verurlheilt, Wir anerlenlicn, daß jene große Partei, welche dazu berufen i»t, die leitende Rolle im Staate Karjler Priese. Von U. V5. II. Adelsberg, der Vorort Innerkrains, zählt zu jenen glücklichen Stätten, welche auf allen Theilen der Erde genannt und gekannt und aus allen Richtungen der Windrose bereist werden. Fürwahr, dic Adelöbcrgcr haben allen Grund, dcr Dame Natur für den picantcn Einfall, sich hier eine Reihe der luxuriösesten unterirdischen Boudoirs erbant zu haben, dankbar zu sciu. Aber noch ist dies nicht dic einzige Anziehungskraft dieses Karstcr Grcnzortcs; Adclsbcrg ist während des Sommers auch ein augcnchmcr klimatischer, zu jeder Zeit aber ein in geselliger Beziehung ganz freundlicher Aufenthalt. Zu letzterem macht eö insbesondere dic meist elegante und animirte Abendgesellschaft im Hotel der Madame DoM, wo Touristen und Stammgäste" mit gleicher Aufmerksam-lctt empfangen und bezichmiMveise mit Comfort bchcr^ bcrcU werden. ^ Dabei führt die Eigenthümlichkeit dcs hlcngcn Klima s, das; sich ^c Temperatur gegen Abend und Nacht zu, 1° !ehr adttchtt, den ganz liebenswürdigen Brauch im Gefolge, daß bei der ..Ungarischen Krone" auch im Hochsommer getanzt wird. Wer hätte in Adelsberg noch kein derartiges Impromptu erlebt? zu spielen, sich noch nicht gebildet, sondern erst in der Bildung begriffen ist. Für die Regierung nehmen wir aber das Verdienst in Anspruch, daß sie nicht nur in formeller und meritorischer Beziehung verfassungsmäßig denkt und handeln will, sondern daß sie auch die Hand dazu bietet, um alle diejenigen zu einigen, welche die Verfassung nicht grundsätzlich perhorresciren. Die praktische Bethätigung der Verfassungstreue besteht vornehmlich in einem energischen Einigungsbestrcben. Was nicht durch eine unübersetzbare Kluft geschieden, was nur durch mindere Differenzen getrennt ist, das muß nach Uebereinstimmung streben. Jeder größere parlamentarische Fortschritt vollzieht sich durch Compromisse. die allein starke und dauernde Parteibildungen hervorrufen können. Politische Uebersicht Laibach, 2. October. Man schreibt dem „Frdbl." aus Prag unterm 27. September: „Gestatten Sie mir, gegenüber den Befürchtungen und übertriebenen Schilderungen der im hiesigen Nationaltheatcr stattgehabten „republikanischen" Manifestationen den wahren Sachoerhalt darzustellen, auS dcm Sie ersehen werden, daß die ganze Demonstration lediglich als Einfluß dcr hier unter den Czechen für Frankreich vorwiegenden Sympathien anzusehen sei, und daß Alles aufgeboten wurde, um in möglichst versöhnender Form dcm Ereignisse jede Tragweite zu benehmen. Seit mehreren Tagen waren hier Gerüchte verbreitet, es solle bei der Ausführung dcr Posse: „Santala" bei der Schlußscene des zweiten Bil-deS, wo nämlich die Liberty mit dcr phrya.ischen Mütze wahrend des Abspielens dcr Marseillaise im Hintergründe erscheint — eine Demonstration durch Absingen der Marseillaise seitens des Publicums in Scene gesetzt wer-^ den, und dies — wie cs hieß — zur Verherrlichung ! der französischen Republik gegenüber dem pangermani-schen Preußenthum." Da bereits während der ersten Vorstellung dieser Posse die betreffende Scene mit großem Applaus aufgenommen worden war und Mitglieder verschiedener czecbischcr Gesangsvereine sich bereit erklärt halten, die „Marseillaise" bei der Wiederholung des Stückes anzustimmen, so erließ die Prager Bebörde an das Consortium des böhmischen LandeStycaterS dic Weisung, das Tableau abzuändern und die Marseillaise wegzulassen, welche Weisung jedoch in Folge Intervention des Secrelärs des Theaters und deS Repräsentanten des ThealerconsortiumS unter der Bedingung zurückgezogen wurde, daß statt der Libert«! und der Jakobinermütze und der rothen Fahne eine allegorische Figur substituirl werde, welche die Stadt Paris darstellen sollte, was auch wiltlich geschehen ist. Der zweiten Vorstellung der „Posse" wohnte ein keineswegs zahlreiches Publicum bei, das sich darauf beschränkte, blos die wiederholte Vorführung des abgc« änderten Tableau's zu verlangen, auf der Absingung dcr Marseillaise aber nicht mchr bestand. Die vom Prager Landlag niedergesetzte Commission zur Berathung des RescripteS hat eine Adresse an Se. Majestät den Kaiser beschlossen und R i c-g er mit der Ausarbeitung des Entwurfes beauftragt. Die nächste Lllndtagssitzung findet Dienstag statt. Eine nochmalige Einberufung des bisherigen preußischen Abgeordnetenhauses im Laufe des Monats October ist wahrscheinlich. Die „Kreuz. Ztg." berichtet: Da die deutschen Grcnzländcr Elsaß und Lothringen im deutschen Besitze bleiben werden, trifft man dort definitive Post« Zudem hat dieses Hotel auch einen wundcrlicbcn Garten mit Warmhaus, mit schattigen Laubgängcn und einem reichen Flor von im Freien gezogenen Blumen, dic uns noch jetzt freundlich anlächeln durch die Thränen des herbstlichen Thaues. Auch Küche und Kcller läßt wenig zu wüuschen übrig; ich möchte also nicht nur den Garten dcr „Ungarischen Krone" eine Oase untcr den Gärten des Karstes, sondern auch das Hotel eine Oase unter den Gast-Höfen von Kram nennen. — Wenn es überall so wäre untcr dcr „ungarischen Krone," so hätte wohl Mancher nichts dagegen, cm Translcithanier zu werden. Dabei glänzt Adclsbcrg durch die Stattlichkcit der Mehrzahl seiner Gebäude und sehr vorthcilhaft durch die Abwesenheit der — Unsaubcrtcit, dic sich sonst in ländlichen Orten mit großer Behäbigkeit breit macht. Auch die Umgegend des Vorortes von Inncrkrain ist schön und interessant. Ich brauche dem Frcnnd dcr Berge wohl nur den 4100 Fuß hohcn Nauoö, dcu wenig niedereren Iavornit mit ihrem Ausblick bis auf das Meer, den Freunden der Nomantik das Schmal benncst unter deu Burgen, das seit Lueggcr berühmte Luegg, den Freunden des Weines das nahe Wippachcr Thal mit jener kaum ncnnbarcu Sortc zu nennen, welche cmc oft schr gesuchte Wirkung hervorbringen soll. Also auch, wem im Sturme dcs Lebens sein bcsscrcö Ich entschwand, wird cs hier vielleicht wieder finden. Dcu Freunden dcr Mnscn und des Wassers aber empfehle ich dic Adelsbergcr Hyftpokrcnc, zu wclchcr eine freundliche Allee geleitet und wo mau den Quell dcr Vegei- einrichtungen. Straßburg und Metz erhalten Ober-postdircctionen. Das norddeutsche Porto (vorläufig französische Münzwührung) wird eingeführt, die allmälige Ausdehnung des PostwefenS nach deutschem Muster angebahnt. Aus TourS meldet die „Corr. Havas" mit besonderem Nachdruck, daß von ocn officiöfen Glättern dcr früheren französischen Regierung jetzt auch die einst< weilen in Poitiers erscheinende „Patrie" sich für dic Republik ausgesprochen habe. Die „Patrie" meint zwar, daß cS ein Unrecht begehen heiße, wenn man di? vom Kaiserreich dcm Staate geleisteten Dienste läugncn wollte; dic Wucht dcr Unglücksfälle, unter denen es ,;"< sammmgestürzt sei, gestatte jedoch nicht, an irgcno line Restauration zu denken; ebenso wenig sei ein anderer Prätendent unter den obwaltenden Verhältnissen möglich und nur die Republik, weil sie eben abslrucl und m>P^ sönlich, sei im Stande, cine Verantwortlichkeit aus sich zu nehmen, die ihr niemand zum Vorwurf machen könne, deren Last aber kein einzelnes Individuum zu tlaa.cn vermöchte. Dcm Wirkcn dcr Männer, die gegenwärtia, a» dcr Spitze der Regierung stehe», zollt die „Pattic" dic vollste Anelkcnnung und gibt sodann den Wählern den Ralh, in die Constituante nur Personen zu schicken, die bereit sein würden, in einen ehrenhaften und mit den Bedingungen der Dauerhaftigkeit auSaestattctcn FricdeN zu willigen, um sodann cine Republik zu beg,linden, >" der Frankreich auf friedlichem Wege dic erlitlcncn M-luste wieder gutmachen tölmte. Die ..Eorr. HavaS" zollt diesen Ansichten volle" Beifall und bemerkt, daß die Vorbereitungen zu dcn Wahlen bereits organisirt und Candidaturen aller Orte" aufgestellt würden. Im Departement dc la Charcute in-f6ricure wird dcr Herzog von Anmale candidircn. Dic rcftublicanischc Commune Lyon hat durch Delegirte mit der Regierung in Tours unterhandeln lassen; man hofft, daß aus den bezüglichen Bcsprectmn-gcn eine Beseitigung dcr bestehenden Differenzen hervor' gehen werdc. Dem Vernehmen nach will Lyon die rothe Fahne aufgepflanzt lassen, bis die Constituante über die Landesfarben entschieden haben wird. Man trifft Maßregeln, um die Territorien von Orleans und Älois gegen feindliche Invasionen zu schützen. Bis jetzt (23. d. M.) sind die Departements du Loirct und de Loir-et-Chcr noch frei und die Ol-leans-Eiscnbahngcsellschaft hat am 22. d. den momentan unterbrochenen Betrieb wieder aufgenommen. Man btschüsligt sich auch mit dcr Ansammlung zer* sprengter Reste der Sedan-Armce, um so dcr Vertheidigung neue Kräfte zuzuführen. Der „Monitcur universe!" erhält wieder einen amtlichen Theil, in welchem er die Erlässe der Regierung«' delegation in Tours vc, öffentlichen wird. Die in Rom eingesetzte provisorische Regierung/ junta hat die Ein« und Ausfuhrzölle an den römis^ italienischen Grenzen gänzlich abgeschafft; sie hat sclH^ verfügt, daß alle Ellasfe und U,lheilsprüche an ih^ Spitze folgende Worte tragen müssen: „Unter dcr ^ gierung Sr. Majestät Victor Emanucl, dcs Königs""" Italien." Diese Formel muß bei Nolarialsacten in ^' Wendung kommen. Ein weiterer Erlaß der vorerwähnten Junta v^ bietet, die Güter der Kirchen, geistlichen Corporation ^' zu veräußern oder mit Hypotheken zu belasten. 3^^. derartige Act würde als null und nichtig betracht" werden. DaS „I. de S. Petersbourg" dementi rt fo^ mcll die von einigcn Blättern gemeldete Ankunft amcr^ tanischer Schiffe und die Nachrichten von Trupps ansammlungen im Südwesten, sowie von der iße' stcrung und dcs Heiles aus einem steinernen Ä^ schöpfen kann. Eben so gut ist für alle Jene gcsH welche Studien über dcn Karst machen und es sc^ ^ wollen, wie Steine reden, — jedenfalls eine s^ < Erscheinung, dcrcn sorgfältige Beobachtung ich bcso>'^ dcm forsttcchnischen Bureau unseres Ackcrbauministcl'" ans Herz legen möchte. . ^g Dcm noch nicht genug; auch der Jünger V/" ^ findet Gelegenheit, seinen friedlichen Blutdurst "! M herrschaftlich Adclsbcrger Pachtgchcgcn Sr. Dl'^Md dcs Fürsten Windischgrätz zu befriedigen; wcm das «^ ein zu flüchtiges Zicl oder dessen weiches Gcmi'ltli ä'^l- . schreckt vor dcm Morden dcr friedlichen Thicrc ^^acr dcs, der eurollirc sich untcr die Fahnen des Ädt" ^ Schicßstaudcs, dort kann er, wcnu's gnt s^< ^„Ml dies ist dcm Weisesten selten bcschicoen — auch c ^ den Nagel auf den Kopf treffen. Wer die ^""'^„en recht sinnreiche Art von seinen Renten zu leben, ^ . ^.^r will, der tontmc gclcgcuhcitlich cinmal in das Adtt „ Caf<> und schc — wenn er die Geduld dazu hat . ^, hoffimngsuollcn Erbcn ocö nmcrkrainischcll ^'"> . ^ wic cr in zwölfstündigcm umilcichcu 5lamp,c a , ^, Villard dcn Kürzern zicht und cm schweres LclM ^, zahlt. Ich bin so kühn, zn glauben, daß bild auch für die Hcrrcu Jules Favrc und moo^, ^ falls sie sich nach Adclsserg bemühen wollten ohne Nutzen wäre. < Ml^ Doch ist dies noch immer nicht Alles, '""" zschc« bcrg und seine Umgebung bietet. Dcm s?" .'^iital' Gemüthe stehen eine Seufzcrallee und cxcnusU >en" 1613 l.ufllNf, Ignatieffs (des russischen Gesandten in Eonstan-tmopcl) nach Petersburg aus Anlaß von Verwicklungen w't der Türkei. Rußland habe ste's in loyaler Weise eme Politik des Frieden? und der Vorsicht befolgt. Auf die Mission Thiers' scheint von Seite Rußlands größeres Gewicht gelegt zu werden, als dies anderwärts bisher der Fall war. Es wird gemeldet, daß der Kaiser selbst am 29. v.M. Thiers empfangen ^be. nachdem der letztere schon vorher den Besuch des Großfürsten-Thronfolgers erhallen. Sitzung dcs Al'licorllnctcnhauscg. Wien, 29. September. Präsident R. v. Hopfen eröffnet die Sitzung um 10 Uhr 30 Minuten. Auf der Ministerbank Ihre Excellenzen die Herren Minister Graf Potocki, Graf Taafsc, Freiherr b- holzgethan. Daö Protokoll dcr letzten Sitzung wird verlesen UNd genehmigt. Vom Ministtrinm für ^andcsvcrthcidigung wird ein Gesetzentwurf eingebracht, wonach Unlcrosficiere», selche 12 Jahre im Hccrc, darunter wenigstens acht Jahre als Unterofficicrc gedient haben, die im § 38 W.-G. in Aussicht gcstclw Äcdicnstung bci öffentlichen Anstalten u>tt, dcn vom Staate subventionirten Eisen-bahücn gesichert wird. Der Verifi^atiousausschuß hüt zn seinem Obmann Vcn'on Hackclbcrg gewählt. Die Einlösung in die Abtheilungen ist vom Bureau vorgenommen '.rmbcn. Dic eingelaufenen Petitionen gelangen an die vc-! "efseüdcn Ausschusse. ! Auf der Tagesordnung steht der Rcchbauer'schc! "erlllgungsautrac,. ! Abg. Dr. Nechbaucr: Ich ergreife nicht in! lvslgcr Stimmung daS Wort, um zum dritten Male^ ^^^ legalem Wege zu bewirken, daß nach meiner Ueberzeugung mid der lmiucr Parteigenossen die Hindernisse ^seiligt werden, die uns hemmen in das Meritorische ""Wer Thätigkeit eiüzuqch.'n. Während im Westen Europa's zwei der größten Eulturvöllcr kämpfn,, müssen wu'. die wir berufen sind, Hand anzulegen au die Con» solidirung der inneren Zustände, zur Uuthäligkcit vcr-urlheilt bleiben. Imincr mehr verwirren sich die wncrcn Zusläudc, und denjenigen, welche auf das lebhafteste für die Verfassung einzutreten entschlossen Und, wird cs uumoglich gemacht, ihre Pflicht zu ^lullen, weil man ihrem Rcchtsgcsühlc zu nahe tritt. ^ su>d Fragen von höchster Wichtigkeit, um die es '^ hier handelt, um die Erhaltung der Staatelgiund-^sctzc, ^ staatsrechtlichen Einheit aller im NcichSr^lhc velt>ttci,c„ Königreiche und Växder; es handelt sich um blc Müss^chtclt, die constiiutionellcn Rechte auszuüben. Acbci, ten, Ncich^alhc Böhmens Landtag tagen iu lassen, ist aber der erste Schrill, dic staatsrechtliche Allheit zu zerreißen. Es ist einfach Pflicht jedes Vcr-^sllmgstrcuen. dahin zu streben, daß allen Thulcn das ^echt gewährleistet werde. Theil zu nehmen an der TlialissM dcs RnchSrathcS. Wir wollen dies mit allen Nützlichen Mittel anstreben und damit befinden wir "ns auf dcmscllxn Boden, auf welchem sich auch die K>'ul,c befindet, indem dic Allerhöchste Thronrede alle Asrtz'icheu Mittel» zusichert, um dic Mitwirkung der ^ertrctmig Böhmcns zu ermöglichen. Die Regierung ^Heii,t sich „„„ i>, Opposition mit der Thronrede zu lsindcn; es scheint mir wenigstens, daß man den In-^ult dcrsclbcu nicht auozusührcl! qcsoiunu sci. Wir sind daher in die Zwangslage versetzt, entweder unsere Thä-, ligkcil zu sistircn oder Rechte Anderer zu verletzen. Ich halle gehofft, die Regierung selbst werde für meinen Antrag einliclen; bis zur Stunde waren wir! jedoch nicht so glücklich, ein derartiges Zeichen zu er» hallcn; !t>!!' n'üsscn daher unseren Wcg fortsetzen und auf die formelle Behandlung des Antrage« eingehen; in Ihren Hände", meine Herren, ist es, denselben zum ^ Beschluß zu crhcbrn, in trr Ha:,d der Rcaieru."!^. dem»! selben die Allerhöchste Sarciüm ü! erwirken. Würden wir aber zu dclu äußersten Schritte ge» zwungcn, unsere Thätigkeit zu fistiren, dann trifft nicht uns die Beranlworllnlg, sondern jene, welche zwar die Verfassung im Munde führen, aber hinterrücks ihr den Dolchstoß versetzen. ^ Wir können also dem Urtheil der Geschichte ruhig entgegensehen; sie wird entscheiden, wer daS Recht u»d (Äesltz und wer etwas Anderes wollte. Von diesem Gesichtspunkte auS empfehle ich Ihnen meinen Antrag und schliche mit dem Ersuchen, denselben einem aus neun Mitgliedern bestehenden, aus dem ganzen Hause zu wählenden Ausschusse zuzuweisen. Dieser Antrag wird mit 08 gegen 05> Stimmen angenommen und hierauf die Sitzung auf eiue halbe Stunde vertagt, um dem Haufe Gelegenheit zu bieten, sich über die zu wählenden neun Mitglieder zu einiaen. Auf der Mmisterbank haben mittlerweile die Herren Minister v. Tschad us chnigg und v. Stremayr ihre Pläpe eingenommen. Da? Resultat der Wahl ist folgendes: Gewählt wurden (von 130 Slimmcn) Neckbaucr 134; Grocholski 133; Kucnburg 132; Brcstcl 129; Zyblikicwicz 128; Mcndc 73; Eichhoff 70; Sturm 09; Vidulich 70. Zum Schlüsse der Sitzung beantragt Abgeordneter Giovanclli, daß den Sitzungen des Ausschusses sämmtliche Mitglieder beiwohnen können. Da die Abstimmung hierüber zweifelhaft erscheint, wird dieselbe mittelst Namensaufrufs vorgenommen. Der Antrag wird mit 08 gegen 00 Stimmen ab' gelehnt. Nächste Sitzung unbestimmt. Arirgschronik. Die Schlacht bei Sceaur. Der Berliner Vörscnzcitung wird auS Versailles uom 20. September berichtet: Die letzten drei Tage, wenn sie auch nicht mit so vielem und theurem Blute erlauft waren, werden dcn-noch einen wichtigen Platz in der Geschichte dieses rühm« reichen Feldzuges einnehmen. Am 17. v. M. das un« widcrstchliche Ucbcrschrcitcn der Seine durch das fünfte Armcecorps bei Villcucuvc St. Georges, am 18. v. M. der Vormarsch auf Versailles und am 19. v. M. das siegreiche Gcfccht bei Malabry und die Besetzung von Versailles selbst. In den Tagen vorher hatte das fünfte Corps von Epcruuy aus über MouNmrail und EoulommicrS in »ur kleinen Märschen sich dem ersehnten Ziele, Paris, t,ci,ähert, um den übrigen Euips Znt zu lassen, ihrer« scits die nothwendigen Stellungen zu gewinnen, von da ab aber ging es in Eilmärschen vor. Als Ucbcrgangs-p»nlt über die Seine war Villcncuvc bcstlmmt, und schon in den Mittagsstunden des 1?. o. M befand sich d'lr. sondern auch erleuchteter Namen, unter ^crcn e,„ Hl,mboldt. Vogt u. s. w. — Aber auch dem ; ^tgülchrlcu c'ösflicl sich hierbei ein dankbares Fcld ^,, ^ ^'Uziffrrulig nobler und gelehrter Uiüeisckris'ln. . «>e füglich als ynbuS dienen könnlcn mit der Alislö-^,^' 'ch weiß liichl, was foll es bedeuten. Dic Söhnr ^,^°/^,l!nd Brilifch-Amcrlta'S glänzen besonders durch zuaei, s'^tV^ "'^ w°^ Schwcrlstieiche von Schrifl-schriebe ^ "^ '" Adelsberg trotzdem ganz gut angc' Nadir ^ Gourmand kann sich hier im Sommer an ich ^'"' Aroccolis, Arlisch^'len, im Winter — so glanbr thun ^^"6 — an Seefischen und Austern gütlich V°ra ^"^i genießt er den großcn Vortheil, daß oil ^n fss ^ ^clcher diese Elgcnsliiast gerühmt wird — vehrli^"^'^ '"'^ ^'" ^' lulullischcn ^cistun^cn unen -üU tonn.'.' ^^3''l° versorgt, der sonst nur ui, m:^^ln< '"'cn Pflcqt. ..Nut 3^ °"'^ ^"bet Arzt und Apotheke, der Gesunde Karlen . ""^ Wein," der Spieler ein Villa,d und sliiher'/ll^^ ^^'^ ^'""" ^^ ausdauernden, schol, ..C^^^'ldcrlcn Gegner; der Schweizer sindtt da da? «Ciliadi« " ^""" ^"""l ^c,'idslrl,tsn. der Ilalicncr del, Ne»!^,lc>r^ ^ ^'lu'cllc ^'c ossil.ösc ..Vaib. Zla,.." dc> der Osokön > "Tagblall." der Slovene die ..Novice/' Analen f?'^ ^'^ "^"sse"; wer Päpsten und Ear I ltld, die „Freiheit," wem Glunowächlcr und Kerzclweibcr im Magen liegen, den ..Kikeriki," welcher ,hm aber außerdem auch gesotten, gcbralen oder gebacken zur Dieposilion sttht. Außerdem findet man hier manches gastliche haus, aber noch mchr Gasthäuser mit einem lebendigen Kataloge von Schildern, doch dürften deren etliche wcniycr slü'n, als es hier Hausnummern g'bt. Auch eine „Ellal-liica" ist da mit Bällcu mid Schauspiel, cin „Solol" mit Baren und R^ck. aber — ohnc Turner. Mciu Herz, was willst du noch mehr? — — Doch steh, bald hätte ich eine Hauptsache vergessen. Mm daS „Domino" ans 5^crz gewachsen, dcr fiodct allabendlich im Winter einen uracmülhllchcn „Cyklus" mit oder ohne Kauf. Und um meinen Hymnus auf Adelebcrg zu krönen: auch den Flclmdcii dcS cdlcn SporlS kann hier u/holfcn werden, das bciühmle Hlifgcslüi Pxstransk ist kaum eine Wcgeeslunde von hier entfernt; also auch die Schnsuchl nach arabischem SlaUparfum kann gestillt wcrdcn. Doä) davon nächstens, Meine ,.ach>cr Milli" ist tief heruntergebrannt, die Fcdcr ftl'Mpf, das Axac müd und morgen hcißl's vor dcr Sonne auf den Beinen sein. Dcr Nachiwüchler — diese uraMiülhlichc Institution aus der Hllkbardenzcit — singt eben die cilfle Llundc. Wahrscheinlich wollte er mich erinnern, daß ich seiner in diesem Briefe nichl vergessen solle. Also gute Nacht, Nachtwächter — wir sind Eolleaen. nur mit dem Unterschied, daß du singst, während ich schreibe. Gute Nacht! -------------------------------------------------------- men ablassen und erst in Kähnen das 47. Regiment übersetzen. Vor dem energischen Vorgehen der braven Schlesier floh daS junge Militär nach allen Richtungen auseinander, die Pionnicre vollzogen ihr Werk in der kurzen Frist von einer Sluiide. und unter llinqeridem Spiel und lautem Hurrah ulllischirtc die ganze Caoallerie-Division über die Brücke. Dieselbe war in der That ein Meisterwerk; auf den 30 Pontons und in nner Einige von über 300 Fuß konnte am folgenden Tage das ganze fünfte Eorpz folgen, ohne daß irgend eine Beschädigung vorgekommen wäre. Wer diesen Ucbergang mil angesehen, dcm wcrden alle die einzelnen Momente flewiß unauS-Io,chlich ,n das Gedächtniß ciiigepiägl sein! Unler den Klängen vaterländischer bieder passirlen die meisten, schon so oft im Filier erprobten R^giir.enter im Laufschritt die Seine, während der commandirende General v. Kirchbach mit seinem Stäbe den Bewegungen zu» schaute. Am 18. marschirte das ganze Corps, das an die< scm Tage mit den Baiern Fühlung genommen halle, auf Versailles zu, in fortwährenden kleinen Plänkeleien die französischen Vorposten vor sich hertreibend. Der Weg führte durch reizende Gegenden; man marschirte durch einen unübersehbaren Pait mit den herrlichsten Villen und Schlössern, wie man sie schöner sich kaum in dcr Phantasie vorstellen kann, und dc»ch machte dies alles einen, man kann wühl sagen, beklemmenden Eindruck. Uebcrall lautlose, öde Stille! Alle ^ädcn geschlossen, lein menschliches Wesen zu sehen, das diese schönen Stätten bewohnte. Hin und wieder lag ein Baum über die Straße, der wohl als Hinderniß gefällt war; man hatte auch an einigen Stellen das Pflaster aufgerissen und Grüben gemacht, sonst nirgends ein Zeichen menschlichen Bebens und gewerblicher Thätigkeit. Die Vorposten beS fünften Eo'ps wurden an diesem Tage über Bicvre hinaus bis Mulobiy vorgeschoben und waren ncnöihigl, da die feindlichen Vorposten kaum 300 Schritt cnlfcrnt waren, ohne Fmcr in der bitl.lkalten Nacht zu bivoüakiren. Während der ganzm Nacht machten sich unfcrc Gegner das Vergnügen, un» lllifhörlich zu knallen; jeder unfercr Soldaten sagte sich au« diesem eigenthümlichen Vorgänge, doß vor uns Tr»p-pen liegen mi>ßt,n, die sich durch drrurligeS nutzloses Pulvcrvergeuden nur sllbst Muth einflößen wollten. Jeder war bcgisria, mit diesen Vculcn nähcre Bekanntschaft zu machen. Kaum graute der Tag, k.mm halle der Herbst» ncbel sich cmignmaßen verzogen, so tamcn die rolhhosi« gen Herren in dichten Schauicu auch schon, dicSmul ulS Auglcifcr, auf unscic Posten loS, und es begann ein Ge» fcchl, wie es von unserer Seite bisher her,l>chcr t^um g'führl worden ist. Die Chle des Tages fällt dem 47. Regiment und den Vaicrn ullein zu, denn obwohl Truppen ^ciiug noch vorhanden Nieren, vermochte in erster Viüic obiges Rcgimrltt ganz allein dl>» wuchliacn Aüprall der Fcmdc nicht nur ubzuwehien, sondrin dicsrllirn in rea>ll!^fcr stluchi vor sich hmzuttciben. DaS Schlacht» fcld bot, wie immer, eine» tiaurlgen Aoblick, es halte abcr dicSmal ein für unser Auge Essens Ansehe,,, denn auf slchs bis sieben Franzosen, die sendend an ihren Vcrwlmdlmgcn dalagen, tonntl muu kaum Emen Preußen rechne» — wahil'ch id ist, konnte erst nach lanaem Rm^rn übeiwälligt werde», so Niaiicher winde erst mit dem Kolden oder dem Blijonn.t zur Ruhe gebracht, und oft ^enuy böte man dcn schalfcn Knoll dcr Revolver, den uüseie Of« ficiere zur pelsö»liche» Vertheidigu,,^ nölh g dntie». Die französische Arlilleiic schoß wie glwölplch sclilechl, nber noch jpät am Abcnd körlc man ihr tmmpf/S Bllimmen. ^iachdem aller Widerstand von unfel,r Seile überwunden war, ging unser Weg direct auf Veif^llllS. > Durch die Besetzung von S«v r e st ist die F orts l « n i e von P a r ls so gut w>e durchbrochen und die directe Breschlegulig dcr zur Hlluptumsossüng gctiörigen Bastionen bei Point du Hour ist n^^.'cti. Allerdmas werden die Bat«e>irn bei ^i»vrrS und St. Cloud, welchen diese Aufgabe zulommt, von den Ka»o- znen des Foil d'Isjy biuxrulngt nerder!, allein lange nnrd dieses Werk jedenfalls nichl willen. Von Moulin de la Tour aus. wo die vcr!uss>,»e Sckanze nüchsl E^a-mart sllhcn dürsir, wird das Fort o'Issy dominirl, so duß es binnen Kurzem zcrüörl werde» kann. Eine Batterie vo» 18-24 Stiick Geschützen schwe» ren Kalibers wird dieses Fort birinen !i4 Stunden in einen Schullhen'sen verwandeln lönlien. Allem Anscheine nach wird die Belagerung von Paris vu„ sürzirer ^a»er sein, uls man aniänglich dachle. Dcr Tau vom 19 hat <üa.l,ch über das Schicksal von Paris entschieden. Ist Tlvchu nicht im Slaride sich i!'.n?rb°lb der nässten Tage der verlassenen Positiv neu von Elamart. St-orcS und St. Eloud. elwa durch einen alückl.chen Ausfall, wieder zu bemächligen, jo b,^,at der Zeilpunkt dcr E.oberung von P.s.« nur noch davon ab, nnc lange die Mauern der Bastionen vor Ä^leuil und Grenclle dcm mörderischen Feuer der Ballerin, c," Unten Seine-User zu wldersiehen velmöaen. 1614 Hagesnmigkeiten. — (Der Vertrag mit den Vereinigten Staaten von Amerika) wegen Ein- und AusbUrge-rung der gegenseitigen Staatsangehörigen wurde, unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Vertretungskörper der beiden Reichshälften, von dem Herrn Reichskanzler und dem Gesandten der Vereinigten Staaten Herrn John Jay am 20. September d. I. unterzeichnet. — (Die Arbeiten an d er Durch b rechung des Mont Cenis) sind bereits so weit vorgeschritten, daß nunmehr nur noch 892.80 M. zu bohren sind, während die Länge des vollendeten Theils auf der Südseite 6603 65 M. und auf der Nordseite 4723.55 M. beträgt. Man hofft den Durchstich noch im December d. I. erreichen zu lönnen, und bis zum 1. Juli 1871 den Tunnel fur Loco« motive« fahrbar zu machen. Bis zu derselben Zeit sollen auch die beiden im Anschluß an den Tunnel neu zu erbauenden Strecken Vussolino-Vardonusche auf italienischer und St. Michel-Modane auf französischer Seite fertig gestellt werden. I 0 ca l e s. — (Eine erhebende Feier) fand verflossenen Samstag in dem hiesigen k. k. Strafhause am Castell statt. Es war dies die feierliche Ueberreichung des von Sr. Ma-jeslät dem Hausseelsorger, unserem geschätzten Landsman» dem berrn He id rich, verliehenen goldenen Verdienstlreu-zes. Um 9 Uhr Vormittags versammelten sich sämmtliche Sträflinge, 400 an der Zahl, im Hofe des Castclls, wo eine Tribllne errichtet war. Der Herr k. k. Staalsanwalt Dr. v. Lehmann hielt eine ergreifende Ansprache an den Gefeierten, in welcher er seine wahrhaft menschenfreundlichen und aufopfernden Bemühungen um den Unterricht und die sittlichreligiöse Hebung der gefallenen Mitmenschen hervorhob und ihm schließlich das Zeichen kaiserlicher Huld und Anerkennung überreichte, während die Anwesenden einstimmig ein Hoch auf Se. Majestät ausbrachten. Herr Heid-rich, der bereits früher Deutschland bereist, um die Strafanstalten kennen zu lernen, hat vor Kurzem zu demselben Zwecke des Königreich Sachsen besucht. — (Die Ausstellung des Gartenbauvereins), welche Samstag eröffnet worden, zeigte gestern steigenden Besuch. Wir haben gestern nur erst einen oberflächlichen Blick auf die Ausstellung geworfen, allein fckon das Urtheil des von Graz gestern angelangten, rühmlichst bekannten Pomologen und Oberlehrers an der Grazer Ackerbauschule, Herrn Kügerl, berechtigt uns zu dem Ausspruche, daß dle Ausstellung dem Lande Krain, dessen mannigfache Bodenproducte noch nicht hinlänglich gewürdigt sind, und der Gartenbaugesellschaft, welche die Ausstellung ins Leben rief, zu großer Ehre gereicht. Das Arrangement, um welches Herr Laßnit sich sehr verdient machte, ist sehr gelungen. In dem verhälmißmäßig kleinen Raume ist so viel des Interessanten, Schönen und Nützlichen aus dem Pflanzenreiche vereinigt, daß ein einmaliger Besuch kaum genügt, um eine oberflächliche Uebersicht des Gebotenen zu erlangen, daher wir hier vorläufig nur auf Einiges aufmerksam machen wollen. Vor Allem erwähnen wir mit Vergnügen der Zusendung der bereits mehrfach pramiirten Frauen Elisadelhinerinnen in Graz — nach fachmännischem UrlheU die beigeordnete, am genauesten bestimmte Collection von Obst — und des Udiueser Garlenbauvereins. Von den elnheimlschen Ausstellern sind hauptsächlich die Sammlungen der Herren Malitsch und Dr. Eis l, des botanischen Gartens, dessen Gärtner, Herr Nulitz sich demnächst mit Unterstützung der hohen Reglerung nach 5 Graz zur Ausstellung begibt, das vom Oartendauoereine an^elaufie, schr instructive Obstcabinet von Urnoldi in Gocha, Modelle der vorzüglichsten Obstgammgen, die Garten-wertzeugsamnUungcn des Herrn Hofs mann in Lalbach und des Herrn Eobel in Graz zu erwähnen. Vom Lande haben sich leider wenig Aussteller bciheillgl. E« sind dies > unier anderen die Herren Gutsbesitzer v. Langer, v. Gut-! mannst Hal, Baron Apfallrern auö Unlerkrain und mehrere Landwirihe Obertrams, unter welchen wir jedoch Herrn Pfarrer Pintar vermissen. Auch die Herren Gärtner Metz und Ermacora haben sich in rühmlicher Weise betheiligt. Wir behalten uns vor, die der Aufmerksamkeit aller Freunde des Garten- und Landbaues würdige Ausstellung eingehender zu besprechen. — (Theater.) In der vorgestrigen Reprise der Oper „Lucia" debutirte als „Edgar" Herr Cantarelli, aber ohne Erfolg, ja nur sein verdienstliches Mitwirken im Finale des 2. Actes rettete ihn vor einem gänzlichen Fiasco. Herr Cantarelli ist ein routinirter Sänger und besitzt ein lebendiges, ausdrucksvolles Spiel. Aber seine Stimmreste klingen hohl und veranlassen eine Vortrags« weise, die geradezu störend wirkt. Wenn man uns die Wahl ließe zwischen Herrn Cantarelli und Herrn Andraßy, würden wir uns für Herrn Andraßy entscheiden. Für die italienische Oper mag Herr Cantarelli bei besserer stimmlicher Deposition vielleicht noch hingehen, aber für die deutfche Oper halten wir seinen Vortrag nicht geeignet. Dies Urlheil mag vielleicht Manchem zu hart dünken, abcr wir glauben hierin von Seite des Publicums keinem Widersprüche zu begegnen. Herr Lafontaine und Nüdinger fowie Frau Franke nberg retteten die Ehre des Abends und wurden mit den schmeichelhaftesten Auszeichnungen überhäuft. Das Haus war für die erste Reprise einer so beliebten Oper auffallend schwach besucht. Die Obst- und Gemüse-Ausstellung in der Echießstätte ist nur noch bis Donnerstass den ft. Qctober ae» öffnet, an wclchcm Tage um R « Uhr die Preisver-theilunss stattfindet. Eintrittspreis 10 lr. für die Person. Für Aussteller und Mitglieder des Gartenbau-Vereins ist der Eintritt frei. Vom lrainischeu Gartenbauvereine. (finnesendet. Für Reisende, welcbe in Trieft billig und ohne alle Formalitäten und Abreise Ceremonien iibernackttn wollen, empfiehlt sich das Gastbaus „zur Stadt Frankfurt" nicht nur wegen seiner günstigen i,'al,e unfern der Eisenbahn, sondern auch wea/n der Aufmerksamkeit in der Bedienung und Reinlichkeit der Zimmer und betten, auf welche letztere besonders aufmerksam gemacht wird, da bei der Frequenz der Speise- und Schanl'Locäliläten, ebener Erde und im ersteuStocke, das Vorhandensein von Fremdenzimmern taum vermuthet wird. (2295)_______________ E. Erdlen. Nenelle Post. (Qriginal.Telegramme der „Laibacher Zeitung") Berlin, 2. October. Mit (5rl<,ß des Königs ist der Großherzoss von Vlectlenburss zum Generalgouverneur in NheimS ernannt. In Straßburss wurden bedeutende Vorrathe, darunter >O?O Kanonen erbeutet. Wieder» holte Ausfalle der Garnison von Soissons wurden zurückgewiesen. To u rs, 2. October. Aus Metz werden ssünstige Ausfälle vom Hg. und 27. September gemeldet. — Die VZahlen zur Constituante sind definitiv auf den >tt. October festgesetzt Das kaiserliche Rescript a» den böhmischen Landtag erjährt von allen Pesler Journalen cine günstige Beurtheilung. Aus TourS, 1. October, meldet eine Regierung«-depcsche, daß Tournon uon Belwundeten überfüllt lsl, welche von emcin fruchtlosen Angriffe der Preußen aus Charenton herrühren. Die ft'anzüsischerseils am 28. und 29. Scftlembc» gemeldeten G>f>,chle bei Par>s siild Elfixdllngcn; nich, cm Schuß »st ,,cf^llc,i. D,,ge^e,i mclott »ine picußisch, D'pcsche a»s Fcri,6'cö 30. September oificnll: Heut, f>üh swd slarlliv Masscn frmizosischcr Vilncnllnppcl« gcgci' das 6. Armeecmfts aus Paris vol^cbroch'N. Mcich;eit>a winden die Boitillppell diS 5. A nnecoips duich 3 Ga« lmllonc angcaüfseli, wa'hnno eine Äii^ade g»'a.>» d^o li. Armecl'vlps lcnlllnsttirte, Nuch einem yvcistnndiaen Gefechte fand ein eiliger Rückzug des Feindes unter dem Schutze des Forts statt. Der Verlust deS Feindes ist bedeutend. Wir machten 200 Gefangene. Unser Vcr< lust ist noch unbekannt aber nicht bedeuleud. Telegraphischer Wechselcours vom 1. October. 5perc. MclalliaueL 56.75. — 5perc, Mclalliques mit Ml-und November-Binsen 56.^5. — bperc. Nalioual-Aulehcn 66.30. - I860cr Staats-Anlchcn 91.90. — Vanlactieu 711 - 'ach-st,hcndc 50 Gewiuu-Nummeru mit den nebrndezcichueten Gcwiun-slcn gezogen, imd zwar siel der Ha»pltrrfftr mil 200.00<> st- °">. Gerie 533 Nummer 66, der zweite Treffer mit 40.000 si. °«l S. 42? Nr. 5!', und der dritte Treffer mit 20.000 fl, aus Scn: 2198 Nr. 25 ; ferner gewinnen je 5"00 fl.: S. 3 64 Nr 2» imd S. 3650 Nr 28 ;'jc 3000 fl.: S, 591 Nr. 41 und Smc 77? Nr. 94; Weiler gewinnen je 1500 fl.: S. 2230 Nr. 73 >m° S. 3564 Nr 19; je 1> 00 fl.: S. 427 Nr. 99. S. 591 Nr.M, S, 777 Nr. 79 „nd S. 3904 Nr. 64; und endlich gewilU'.e'l je 4<»9 fl,: S. l9 Nr. 65 67 und 90. S. 139 Nr. 50 und l'O, S. 194 Nr. 14 32 37 und 77. S. 306 Nr. 85. S 427 M-,d 98, S. 219-j Nr. 58 61 und 95, S. 2230 M, ^ 4l nud 53. S, 3564 Nr. 5 80 89 uud 98. S. 3650 Nr- ^ 38 und 45. uud schließlich S. 3904 Nr, 27 uud 74. Alis of" ltbrigen in den obige» verlosten Serien cnthalttucu und h'^ „icht besonders nusgefilhrten 15,50 Gewinn-Nummern der PA »neufcheinc cmfällt der geringste Gewimist von j^ 175 ft. Oe. W- Theater. Heutc: Fcstvorftcllung znr Namensfcicr Sr. Majestät ^s Kaisers Franz Joseph bei Beleuchtung des äußeren Schauplatzes zum erstenmal: Tcr Mann ohne Porurthell. l.'"st' spiel iu 5 Acten von Sachcr-Masoch. ^NeleoslillWsche HlMnMmMn m ^aiOkch^ °! _ i, Zls" ü I ^^3 6 U. Mst. 331 ?« -z- 9.t windstill großth bew 1. 2 « N. 332 5»,-!-11.5 NO. mäßig f. gan, bcw. 0.«0 10 ,. Ab. 332 »« ^4- 7.»^ NO. schwach heiter_____ 6U Mg.!'332 ,» ,-l- 6z NO. schwnch^Hälflebew. 2, 2 .. N. 332.'» ^-12 2 NO. mäßig halbheiter 0,«,» 10 .. Ab. !>32>» '^ 9 0 NO. schwach ganz bew. Die nördliche Windrichtung anhalteud. trockene Luft. Nn beideu Tagen Abeudroth. Das vorgestrige Tagesmittcl der Wärme '^9 5", um 13°; das gestrige .^9 2°, um 15" unter dem Normale. Neraütwnrllicher Nsdac-tein : IssNll< v. il l e < » m n U r, > Danksagung. ^ ^» Tief a/fllhlt durch die vielssiiigen Beweise deS ^^ ^> iunigstfu Äiilgejülils sowohl rblihrrnd der ilrcmlhrit W unserer uuu m Gott ruhenden unvergeßlichen Mutler, W ^> der Frau ^ > Marm Edlen v. Herrisch > W geb. Dietrich > ^ wie auch durch die zahlreiche Begleitung derselben zur ^ ^ letzle» Ruhestäüe sllhleu wir »u« gedrängt, hiemit W ^ Nllsn Wr dieses Zeichen der wärmsten Theilnahme W ^ den aufrichtigsten uud verbindlichstcn Daul auszu W ^ sprechen. (2296) W W Die trauernden Hinterbliebenen. > itnsll'Nltl»»'»«^,^ 2ll«e», 30. Sl-pti-mber. Aciiel! der lluioliballl willdcu von 21? bis 223 vousslrl und ermlllletcu im wcilcrei! Verlause wieder. Mit dieser riu,igcli Au«»ahmc verlehric ., Hl»»>l^Nl»ll llU)i. Bürse iu lrägrr HcillUüg. Dle Houplso.culalioliiuftaplrle »»linm zwar elwa«< hot,lr als gest«», z. G. Anglo 23^. Lredic 2^>7. Bautvrrsin 223. Slaat^dahn 382. 38l, 9^/) beb» 2100; auch lamen emzelue Hchraul.upapxrc zu hohereu Cllls.n vor, z. B. Nalionalliaut 714. im Ganze» war jeooch lveuig Gcschäflolusl zu b«merleu. Devisen waren ofsciiit. London 1^" ^. Ä»lge,»,rine idtaatsschulv. z»lr 100 fl. Velt, Wa»r> Einheitliche Staatsschuld zu 5 p0 «6,70 ,. „ „ Äpril-Ocluder . 66 60 6tt,t:0 Steueraulchen rückzahlbar (^) —.— —.— Lost 0). 1839 . . , . 238—239.- « „ 1»54 (4 °/„) z» 250 f!. !"3.50 85.— .. ., 1860 zu 500 st. . . 92 20 92,40 .. „ I860 zu NX) st. . . 102 50 Il'3.— « ,. 1U64 ,u WO st. . . 114 2^ 114.75 «Vtaate-Domäneu'Pjaudbriefe zu 1^) ft. o W. in Suber . . 121 — 121.50 ». ^r»nd»ntlastunft«-Obl»aationen. FUr 100 fl. Böhmen .... zu 5 pEt__________ Galulen .... „5 72 75 7^ Nieder-Oesterreich. . „5^. _." "" Ober-Oesterreich . . „ 5 „ ^. ^. ..'^. Siebenbürgen ... „ 5 „ 7450 75^0 Stelermlltt ... 5 5 . - .— —. Uu^.ru .... -b^ 77... 78.-, lu»e". > Ofld Waare Anglo-äflerr. Vant avgest, . .23! 50 23l 25 Anglo-ungar. Bant .... ^<5 — 86.— Banloerein.......222.- 2.'3.- Boden-cln'dilanstalt .... 256 260 — Hredilllilllali s Handel u. Gew. . 2-'>6 75 ^57,— llrcdilllilslali, allgem. ungar. . . 78.75 79 25 Escomple-Gesclischaft, n, ö. . . 875. 880. . Franco.osterr. Banl . . . .103.-103.25 Gemralbant.......76— 77.—i Haudelvbant.......94.— ^5.— Nalluualbllnt......714—715 — Niederlälidllche Banl .... 222 - 222.25 Vcrrluobaut.......^475 95.25, Verlehr«bllnt.......96,t'0 97.50 ^ >D. Actien von TranHportu,'lerneln» nlunge». Geld Waare Nlfiild-Fiumaner Vllhn . . .168 50 169.- B5hm, Wrstbahu.....240.-241 — Larl-^udwig-Bahn.....239 25 239.50 Donau-Dampsschifff. Gesellsch. . 554 — 556. - Elilabeth-Westbahn.....219 — 215 50 Elisabeth-Wcstbahn (Linz-Vud- weiser Strecke).....182.— 183.— Ferdu^nds-Nordbahn . . . .2112—2115 — l Fünll'rchen-Varcslr-Vllhu . . 164.50 165.50 Mol» Wnnr»^ ^„n-^ns-ndo^^n . , . '89 - '89.50 z.'embera-. in Silber 106.50 107 -dtc>.in33I.rUllz.zu5p. Emifs.) 93—-------^ Ferdinands-Nordb, in Silb vcrz. 103.40 103 70^ Fillnz-Ioscph«°Bahn .... 94.^0 9520! W.<3arl-i!udw.V.i.G.vcr,.!.b.-Bm,a 6"/„ (187^—74) ^. ü 5l»0 Frcs......2^7 '-7 ^'?5 Ung. Ostbahil......87.50 0^' «. Privatlose iper Stuck.) ^ Kreditanstalt f. Handel u. Gew. Geld «^ „5 zu 100 ft. ü W......159 75 l"'-^ Rudolf-Sl.ftung zu 10 fl. . . "50 »^°re ^ect,sel <3 Mon.) S»kld " ^ Augsburg fl'r 100 fl sildd. W. 1^ ^ ^ 50 Frankfurt a.M. 100 ft. delta 1"4-^ ^,.« ^ Hamburg, fur 100 Mart Banco 9l ^ - gy i!°udon, sUr 10 Pfund Sterling '24.4li '^ Pari«, für 100 Franc« ... ^'^ <5ourft der Geldsorten ^ Ol'l»' 5 »91 lr. H. M«nz-Duc°ter. . 5 fl. 90 lr. b"- ^ „ Napoleonsd'or . . 9 ^ 92 ^ " " ^4 ,. Veiem«thlller. . . 1 ,- ^ ' <«,« ?5 ^ Silber . . 122 ,. 25 „ I2""